nr»�0»37.�ot>ggoog Ausgabe A Nr. S Bezugspreis- B-rtellLhiUM.— Ml�mona.— Mi» exN. ftu- iiellung»z«oiii>r. Unter!ir«u»dans Mt Deutschland und Oesterreich 16 0 Ml» iiir da» udriqe Ausland o«! laalich emuial. gulielluno 21 50 P"»•i-'-. stellnnaen nehmen an Oesterreich, llnzarn, Tschecho- Slowake!, Dane» muri, Sostano.-a'emduka,-chwede» und die Schweir.!>naerraaen in die Poft»»eituna»»Preisliste. Der.Vorwärts" mit der Eonntaa»» beilag«.Vo» u.geii-«richemi won'en- täglich zweünn! Sonntag« und Man- tags»'nrnar Telegramm-Adreste' �kozioldeinotrat Deelin»» Morgen-Ausgabe Ncrliner volk�blertt Zcntraiorqan der fozialdemohratifcberj Parte» Deutfclilandö ( 30 Pfennig) AnzcigeupretS: ®:e achtgeipalten« Nonvaretlleaeile loste Z— M»TeuerungszuschlagS0°/» Anzeigen-, da» lett» gedruckte Wort 1,— M. Izulätsig zwei eckgedruckle Wartet,!edes weitere Wort 60 Pfg. Stellengesuche und Kchlasstellenanzeigen da»«rite Wort 65 Pfg» ted?« weitere Won<0 Psg. Wone Lder 15 Buchstaben zählen iiir wei Worte. Seuenjii trachtet, daß die äußerste, eisernste Reaktion das Staats- rüder ergreifen muß lwt alle Ursachen, über ibr? bisherige Politik und Taktik gründlich nachzudenken. Sie wird sich selber sagen müssen, daß ihr Sieg von einer Machtminderung der Arbeiterklasse und von eine/Gefährdung aller Errungen- schasten der Revolution begleitet ist. Doch nun nichts mehr vom Gewesenen, reden wir lieber vom Zukünftigen! Di? Situation ist ernst, aber nicht verzweifelt, wenn weiter keine Dummheiten gemacht werden! wie ne einer besseren Einsichi voranzugehen pflegen. Alan soll Aergangene? endlich vergangen sein lagen, um seine gesamte Kraft den immer dringlicher werdenden Aufgaben der nächsten Zukunft zuwenden zu können. An diesem ersten Fortschritt zum Besseren sind alle Teile des Volkes gleichmäßig interessiert, während die besinnungStose Wetterführung des brudermärderischcn Partei- kampfcs nur allenfalls unseren ehemaligen Feinden zum Vorteil gereichen kann. Wir haben diesen Erguß in seiner ganzen Ausführlich- keit wiebergegeben, um unseren Lesern den kapitalistischen Sckmock in Lebensgröße zu zeigen. Wenn man bedenkt, daß diese Friedeitsschalmeien(„Einstellung des brudermörderi- scheu Parteikampfes" usw.) von d e m s e l b e�n Individuum berrühren, das gestern noch elefantengroße Stinktöpfe uno Janchekübel gegen die RegieriingSmebrbeit warf, io erbält man ein ganz passables Bild von der Leistungsfähigkeit des Scherlschen Journalismus. Wie riesengroß muß die Sehnsucht der Stressmänner sein, in die K o a l i t i o n auf- genommen zu werden, wenn sie selbst vor dieser bicdermänni- scheu Anreißerei nicht zurückschrecken! Aber wir sind durchaus nicht gewillt. Vergangenes so schnell vergangen sein zü lassen, wie das unseren Beschimpfera von gestern und Nachläufern von heute lieb lväre. Scherlstbe Sirenentöne. Der umgewandelte Tchmock. Der„Lokal-Anzeiger", der bis zur Wabl wie kaum ein zweites Blatr in der giftigsten und gemeinsten Weise gegen die bisherige Koalitionsregierung gehetzt Hot. ist plötzlich um- gewandelt. Seine Losung lautet seit gestern: Sanftmut, Duldung, Friedlichkeit. Denn das Blatt der Stinncs-Par- Wien ist von der brünstigsten Sehnsucht entflammt, in die „korrumpierte Ichieberregienmg", wie es sie noch gestern nannte, aiifgenommen zu werden. Hören wir das neueste Friedensgesänsel: Ter Weg soll frei geinncht werden, der, je nacfi dem end- g ölt! gen Ergebnis der Aieichsiogsivahl, nni ehesten Aussiebt bietet für die civwlin nolwendige Zusainiiieilarbeil möglichst wei- icr.Vtrcstc des Vo l k e s.(d. h. der Deutschen Polkspnrtci mc: der bisherigen Koalition. Med. d.„V".). Daß wir mit der bis- herigen Orieniiernng nicht vorwäriskommen, ist eine. Ileberzen-. gung, die dank der emschiedenen Stellnngnabnie der Wählerschaft jeht auch solche P a r l e i g r n p p e n zn erfassen beginn!, die sich ihr blshor grundsätzlich verschlossen. Auch heule-fehlt es zwar nicht an-mancherlei feindseligen Aeugeningen linksstehender Kreise, d-.e am liebsien die bislterige S e l b stz e r f l e i s ch u n z des Volkes bis zum Selbstmord fortgeleht sehen möchten, nur un-. ia keinen Zusammenschluß auf verschiedenem Boden stehender Elemenie zustande kommen zip lassen. Wir wollen bofsen, daß sie dort, wo ihre Stimme bis zum Wakilsonntag Ge-- bör gefunden hat. jetzt ans® c d e ij£ I i ch! c i!( n stoßen werden. WahUüge nach öer kvahl. WTB. ichrell't:»Tie.Krenzzeilung' hat om 7. Funi die Be« Häuptling rnisgesieflt, daß der Reichskanzler Müller im Juli 1914 mit dem Abg. Haake nach Paris gegangen sei und dort erklärt habe, die deutsche Soz aldentokratie werde einen Krieg nicht zulassen, sondern ibn durch Generalstreik verhindern- Demgegenüber ist sestzustellen. daß Abg. Haase im Juli 1914 überhaupt nicht in Poris war. Reichskanzler Müller hat bei «'einem Besuch im Juli 1914 in Paris entsprechend der Haltung, die die deutsche Sozialdemokraiie stets eingenommen hat, keinen Zweifel darüber gelassen, daß im Falle des Kriegsausbruchs für Deuischland ein Generalstreik nicht in Frage käme. �inkskoalition in Sraunfthweig! Dienstag nachmittag trat der»eiigewähltc braunfchweigi- s ch e Landtag zusammen und schritt zur Wahl seiueS Präsidenten. llnalchänfkige, Mehiheitssozialisteil und Demokraten wählten mit 35 Stimmen gegen 22 Stimmen des Landeswahlverbandes, in welchem die rechtsstehenden Parteien vereinigt sind, den Unabhängigon W e se- m e i r r zum Präsidenten deS Landtages. Diese LandtagSwahI läßt darauf schlieften, daß die om Mittwoch ftatlfindende R c- gieriiugsbildung sich auf der gleichen Basis ab- spielen wird. Ein interessanter Trennungsverfuch. In zehn Wahlbezirken der Stadt Hannover wurde der seinerzeil bei den Gemeindewahlen in Köln bereits gemachte®eS> such wiederbolt, Männer und Frauen g e t r c n n t wählen zu lassen. Das Ergebnis war be' einer Gesomtziffer von 15 241 Männer- und 19 876 Franenstiinmeu, die dort abgegeben wurden, folgendes: ,Socia!öetnokraten* für öie S. P. D. Ein wertvolles Auslandszeugnis. Kopenhagen, 7. Juni.(TU.) Tie bürgerliche Presse glaubt nicht, daß das Ergebnis der deutschen Wahl eine feste Grundlage für die Bildung einer neuen Regierung bietet. Ten Hauptgrund für den Ausgang der Wahl sieht sie in der Enttäuschung weiter Kreise über die bisherige Politik der-gegenwärtigen Legierung. Nur„Socialdemokratcn" macht auf die Schwierigkeiten aus- merksam, mit denen die M e h r he i t s s o z i a l i st e n zu kämpfen gelabt hatten. Wen« die Mrhrheitssozialisten trotzdem als stärkste Partei aus den Wahlen hervorgegangen sei, müßte die gesamte organisierte Arbeiterschaft der Welt Achtung vor ihrer Leistung haben. Tie Zeitung hält eine Koalition der alten Parteien für nicht ausgeschlossen...Politiken" rechnet mit einer konservativen Koalition.„K oe b e n h a V e n" hält das Ende der sozial- demokratischen Aera für gekommen. französische Stimmen. Paris, 8. Juni. Tie Pariser Presse verfolgt mit g e spa n n- tcster Aufmerksamkeit die Ergebnisse der Reichstags- wähl.„E ch o d e P a r i s" glaübt. daß Deutschland eine starke Regierung brauche, die sich Gehorsam erzwingen könne. Da? deutsche Volk von morgen fei aber ebenso unfähig, eine solche zu bilden, wie daß deutsche Volk von gestern..Petit Pari- fi en" ist der Ansicht, daß die jetzige deutsch« Regierung wohl mit schtvacher Mehrheit ihren Platz behaupten könne und so die alten Mir: sie r aus ihren Posten blechen würden, ilirc Lage sei aber aus alle Fälle durch das starke Auwachsen der Opposition äußerst schwankend.„Hamme Libre" sagt, daß die neue Regie- rung ebensowenig in der Lage sein werde, die Forderungen des Friedensvertrages zu erfüllen, wie die bisherige,(sehr richtig! Aber r e i ch I i ch s p ä t kommt das Lejiborgau ClemenceauS zu dieser Erkenntnis. Jnzwischsn hat das unerfüllbare Dokument von Versailles seine Wirkung getan— zum Schäden des deutschen Nepichlikanismus. Die Red.) Die Zeit arbeite nicht für die Ver- bündetm.„Humauite" meimt, die Abstimmung sei wieder eine Bestätigung der Macht des Proletariats und dtS wahrcnSozialismus. Holländische Ac»s?er»«ngen. Amsterdam, 8. Jimi. Die holländischen Blätter be- Tie ungültige» ivaren sich etwa gleich. Frauenstimmen ungültig. Stimmen in Es ivaren 72 dieien 19 Wahlbezirken Männerstimmen und 74 e ig eines neuen wc i n i>r e r i u m s cnewir.„zc i e u iu c 'R 0 H c r da ni sch c C o u r a n t" sagt, dem Präsidenten Edert wird die Bildung des neuen KabimttS n-lcht leicht fallen, tatsächlich hat er die Wahl zwischen lauter Unmöglichkeiten..Algemeen HandelSblad" bemerkt, furchtbar groß- sind die Schwierig- leiten. Mit Spannung kann man erwarten, welche Losung ge- suiiden werden wird; denn schließlieh muß doch eirto Lösung ge- funden werden. Der �orthp-Terror unö üie Mitfchulü Englanös. Bericht der englischen Arbeitcrdclcgierten. Haag, 8. Juni.(Meldung de? Hvllandsch RieuwSbureav). Am Montag hat in London die ans Ungar» zurückgekehrte englische Arbeiterdelegation einen Bericht über die Lage und den Terror in Budapest veröffentlicht. Er kann k a n m u» g ü» st i g e r sein als er' ist. Zum S.chluß wird der britischen Regireung der Bor- wurf gemacht, daß sie zum Teil an de» Zuständen schuld sei. S i r C» n n i n g h a>» habe mit Böhm im Juli vorige» JährcS die Be- diiigungeu litt die Kapitnlaliou der Kommunisten ansgestelll. Ter lebte Punkt Wae: Keine Verfolgung der politischen Bergehen. Die Koininunisten haben in allem Wort gehalten, die H» r t h q- Partei aber habe das Gegenteil getan nnd sich der g r i ß t c i Verbrechen schuldig gemacht, ohne daß England dafür gesorgt habe, daß die unter seinem Protektorat abgegebenen Bersichenrngen ein- gelöst wurden. Charles Dickens. S» feinem HO. Todestag. CbarleS Dickend i Tausend rührende und lustige Bilder laiiche» aus beim bloßen Namen dieses MaimeS! Man lüblt sich umweht von einer Atmospähre des FrotziiiiiiS nnd der Behaglichkeit, eS duftet nach Punsch nnd gefiilllem Kapaun, man hört den Weibnachls- bann, knistern, und schleifende Füße gleite» im Tanz über die Dielen, lustig lacht das junge Böllche«. und in den seligen Augen der Alien fchiminem Tränen der Freude. Fünfzig Jahre nennen diese Weit und diese Zeit von unS. Eine Ewigkeit! Wir ivaren vor dem großen Krieg fast dahin ge- loinmeii. sie gering, uichäpen. Jept habe» wir umgelernt und ickaueu voll Neid und Sehnsucht auf sie zurück wie aus ein Idyll, wie au? paradiesische Zustünde. Dickens ut ein Siockenglünder gewesen, und alle leine Werke sind echt engliich. Aber loenn wir den bunten Wirbel von Gcitalten. die der Raine Tickens weckt, an u»S vorüberianzen lasten, dann süblen wir»nS wie miler guten Freunden, wie unter den besten Bekanulschaften, die wir je gemachl haben, und alle diese lieben und ftlmunigeu Käuze, diese so ver- rückten und doch so herzigen Kerle. Pickwick, Sani Weller, Mieawber, Gapgei y und wie sie alle heißen, scheinen uns über die Jahre hin- iveg eindringlicher denn je zuzurnfeu: Allweil fidel! lind da ist noch euvns anderes, das die Schöpfungen dieses Dichters gerade für unsere Zeil wieder ganz besonders beachtens- wert macht. Charles Tickens war ein Kind der Armut, wuchs aus i» Not und Elend und drohte unier dein Schaiiei! einer traurigen Jugend zu delkümmern. Zeit seines Lebens ist er ein Anwalt der A r>n u t geblieben. Den Hungernden und Notleidenden gilt seine Stunnie, den Verlorenen und Berworsenen ietn ewiges Mit« leid. Ter klein« Oliver in, harten Jamnier des WaisenhaineS und in den Anfechtungen des VerbreckeriumS, der kleine Copperfield, ver- laste» nnd hilflos ans der Landstraße, die kleine Neil auf ihrer Irr- iadrk, der arme Joe. der im Straßenicknniitz verkomnit, der elende Snick«, den das Martyrium einer Winlelpension lotet, der Leidensweg Rickletys, die Schuidhast Dorriis, die ewige Geldnot MicawberS, die Armut TrolterS und die vo,t eiueiii er- dichteren Paradies erfüllten nackten Wände CalebS und seiner blindcit Tochter— ach, eine nnzählbaer Geisterschar von hohl- waugigen Hiingerleidern inmitten der satten Welt erweckt der Gedanke au die barmherzige Feder Charles Dickens. Mit dieser wllen, gefühllosen Welt deS Reichtums, mit den harten, kalten Herzen derer, die die Macht in Händen haben.»lil dem unsozialen Sinn der Bestergestellre», mit der gleichgültigen Oberflächlichkeit d-r sogenannte» gulen Gesellschaft, mit de» Mißständen im Schul« Wesen, mit der Heuchelei der alles Elend übersehenden Kirche, der falschen Handhabung der öffentlichen Wohltätigkeit geht er so scharf. so unerbittlich ins Gericht, wie es kein Engländer vor ihm gewagt bat. Nie bat«in Schriftsteller so unermüdlich, so rücksichtslos und offenberzig die Krebsschäden der geiellschastlichen Ordnung seiner- zeit aufgedeckt und an den Pranger gestellt, nie so wrAinblütig und beredt für die Beseitigung des KlassengeisleS. für die Ausgleichung der Ilnterschiede zwischen arm und re!ck>, Kock, und niedrig gekämpft, nie»lil größerem Rachdinck immer wieder die Forderung gestellt, daß das Recht auf den Play an der Sonne, daS Recht auf irdisches Glück miter allen Menschelilindern gleich sei. Aber auch nie hat die Kritik eines Schriftstellers so gute Früchte getragen. Seil da« spielerische Schlaglicht der Dickens'chen Phantasie die dunklen Winkel der Riesenstadt London beleuchtet hat. ist viele? besser geworden und zwar nicht mir in London, sondern in der ganzen Welt. Das Schnlweien, die WohliährtSeitirichltingen, d'« Gerichtsbarkeit, die Armenpflege— dies alles bat freiere, meitichlicheie Züge gewonnen. In diesen, Sinne hat Dickens wie sehen ein Dichter sozial»nd revolutionär gewirkt. Der Schniny»nd Jammer einer dunilen Jugend bat die edlen Triebe seines Wesens nicht verschütten können und so läßt er auch in seinen Schriften die Armen und Bedrückten nie ohne Trost und Ausrichtung, lieber aller Nor des ErdendaseinS schwebt vergoldend, erauickeiid und belebend die warme Sonne seines Humors. Ihre Strahlen fallen in die finstetfiei! Winkel, trocknen die bittersten Tränen. wecke» ans dein ödeste» Boden irgendeine liebliche Blume. Dickens Humor ist unverwüstlich, unvergänglich, alle fein« Werke find davon erfüllt wie von pulsendem Blute. Sei» Humor rst eine Zauber- macht, die die Welt verklärt: seine Phantasie war wie ein Gchinelter- ling. der überall Honig saugt, und wohin er sie schwirren ließ, fand sie diesen Honig Humor, sein herrliches. wiindersameS Auge vermocht« die Erde und die Menschen gar nicht anders zu sehen als iiin'ponnen von dem Schimmer des Humors. Wie sehr brauchen wir be»i/>ntage gerade dieses imiaßbare Muidum. das erhält, trägt, emporbebt. lim dieses nnvergleichlicheii. zeitlosen Humors willen ist DickenS noch beule eine lebendig« Macht. Man hat Dickens in den Schützengräben geleien, man wird ihn heute noch mehr leie« als siüber. von neue», ebenso lieben wie ehe- dem. lind— und dann wird man fühlen, das ist nicht England, daß ist die Welt, wo immer menschltche Herzen in Glück nnd Nor schlagen— dann wird man fühlen, die? ist etwa?, was. erhaben über allem Materialismus, erquickt, erwärmt, beseligt»nd mit Hoff, m,»g und Mur erfüllt, mit Mut. alle Drangsal zu überwinden, mit Hoffnung, das Gute, wiederkehren zu sehen. ___ Walter H e i ch en. Tie llcheimut des Organismenlebeus. Daß die Urheimat des Organismenlebens das Meer ist, darüber ist man sich einig, seit- dem es eine wissenschaftliche Foisilienkunde gibt. Sinv doch die ältesten Tiere, die wir aus der Erdgeschickst« in versteinertem Zu- stände kennen, sämtlich Meerestier? aus den verschiedenen Klassen der Wirbellosen: Einzeller/Schwämme, Quallen, Würmer, Arm. füßer oder Brschiopoden, SterchelHäuter, Krebstiere und Mollusken. Sbecho keimt man von Pflanzen aus jener Zeit nur Meeres. pflanzen, und zwar Braunalgen, also Vertreter jener Klasse, den-n auch unser Blaseutang und Sägetang als häufige Arien der Nord» seeküste angehören. Falls aber daS Meer die Wiege des Lebens darstellt, in welchen Teilen des Meeres möge» dann die Organis- men gelebt Hobe»? Diese Frage erörtert Pros. Dr. V. Franz, Jena, in den„Schrift«.r de- Zoologischen«tattti, Büsum für Meereskunde". Simroth bat als erster die Vernrutung auSge- sprockren, daß die Ilser- oder Litoralzohe deS Meeres dereinst das Leben erzeugt habe, ein- Anschauung, die heute wohl die meisten, ivenn nicht alle Zoologen und Botaniker teilen. Im Bereich der Brandung wird durch viele Einflüsse ein großer Wechsel veranlaßt, die Temperaturen machen sich nach Brei reg raden und Jahreszeiten nirgends im Meere äbnlich bemerkbar. Felsengrund und Sand- strand geben die verschiedensten Lebensbedingungen, am meisten aber wirkt wob! die geschlossene oder offene Lage des Meeres ein. insosru als sie eine andere Höbe der Flut besitzt. Aus diesen Grün. de» tingefähr erklärt Simroth den das Pelnaial(Hohe Meer, weit überragenden Rcichtuiil des Lüorals, der Uferzone, an lebenden Beioobn-rn nach Stückzahl. Artenreichtunr und Gestaltungßmannig- inltigkein In der ständigen Artenumbildung schafft deshalb auch heute noch die meisten neuen Formen die Usarzone des Meeres, und sie werde, schließt Simroth, auch einst das Leben selbst erzeugt haben.'- Mutlern aus der>-necie, wenn er die verveercnDen rnlnstuye oe- Kinos aus Literatur und Leben bekämpft. Dia Kinos sind nicht nur Scelentoiengräbcr für die Ertrpchfenen, sondern leider in noch viel größerem lllinße für die Kinder. Tie Kinoindnstrie, die Millionen verdient, gibt der Jugend, die ibre.Häuser füllen hilft, nicht die geeignete Filmnnhrung. Man seh? sich mir einmal die Nachmittags-. Vorstellungen für Kinder an! Wen» sie zu End« sind, wimmeln die Straßen von Kindern, die aus den Theatern strömen, auch jetzt im Sommer. Für die zehn Kinder, die in unserem Seitenflügel und Qiicrgebäude wohnen, wäre ein Sonntag obne Kinobesuch undenl- bar. Mein Solln, der lieber ins Museum geht, findet kaum jemals ein anderes Kind, das mitginge. Sie ziehen das Kino vor. Und tixis wirb dort gespielt?..Der Mord in der Apachenkneipe". Solches Gist wagt man den Arbeiterkindern vorzusetzen." Die Einsenderin hat ganz recht. Tie Uetze rwackninq der Jugend- Vorstellungen müßte noch viel sorgfältiger fein, jeder Schund müßte auSgeckflossen worden— aber gleichzeitig müßte auch für eine ver- mehrte Produktion guter Jugendfilme gesorgi werden. Es sc Hit leider immer noch daran._ «In.Kesangcueu- Dichter. Adend- findet Sonata!,, den 18 im Meister-Saal statt. In Gesangenickast«nlsiandene Werke werden von den Versajser» silbst auS dem Manuskiipt voigelejen. DaS Blütbner. Orchester bringt am lt., abends 7>?, Ubr. in der .Neuen Weil" mit dem Scheinvflngichen Cbor die.Echöpsuna" von Lavdn zur Aufführung. Karte» im.PorwärtS", Lindeustr. 2. Ter neue Mannheimer Intendant wird vielleicht der Franljurter Oberspielleitcr Richard Weichcrt jcin. Er erhielt-ine Berufung. Ein Werk HauuS FcchnerS fem Damenporträt) fand au» Anlaß leine» Stz. Geburtstages als Leihgabe in der modernen Abteilung der Berliner Nation algalcri« im KronprwzenpalaiS Ausstellung. ttr. 290 ♦ 37. Jahrgang Heilage öes Vorwärts Mittwoch, 9. Juni i92v Gemeinwirtsihast im öerliner Lraugeiverbs.' Freie ErwerbSwirlschaft in der uneingeschränkten Form der GKtererzeugiing de? völlig selbständigen, nach eigenem Willen tätigen ImternehmerS ist deute nur noch ein Begriff, mit dem wodl zum Zwecke kritischer Untersuchungen operiert werden kann, der aber im modernen Wirlschafl-leben kaum noch einen realen Hintergrund hat. In fast allen Industrie- und Gewerbe- .zweigen haben die höchst unwirtschaftlichen Nebenerschei- nungen dcZ uneingeschränkten Wettbewerbs bereits zu selb st gewollten Beschränkungen der ursprünglichen Ge- Werbefreiheit geführt, die in der Form einer starken Ten- denz zum Dusammenschluß der Einzelunternehmer dem heu- tigen Wirtschaftsleben ihren Stempel aufdrücken. In der Tat bedeutet dieser in allen Wirtschaftszweigen nach dem großen Kriege noch in verstärktem Maße hervortretende Zug schon einen weiten Schritt in einer ganz bestimmten Entwicklungsrichtung, deren Ziel man als„planmäßige Bedarfsdeckungs- Wirtschaft" bezeichnen könnte. Gerade da? Berliner Braugewerbe ist auf dielem Wege vielen anderen Wirtschaftszweigen vorausgeeilt.' Es stellt sich mit seinen den verschiedensten Interessen der einzelnen Betriebe Rechnung tragenden wirtschafttichen Fachverbänden als eins Verhältnis- mäßig straff organisierte Produzentengruppe dar, die mit Erfolg bemüht ist, die dem Einzelunternehmer auS dem uneingefchränk- ten Wettbewerb erwachsenden, seine Existenz bedrohenden Gefahren zu beseitigen. Wenn heute unter völlig anormalen Wirtschaftsverhältnissen diese Tendenz ifr der Berliner Brauindu- ftrie, aus sich selbst heraus durch Zusammensöbluß, Abmachungen, Verträge gegen Preisschleuderei, Schundproduktion, Schmutzkon- kurrenz, Kundenfang usw. borzugehen, nicht so klar hervortritt wie im Frieden, weil im Verlaufe der Kriegswirtschaft, unter deren Zeichen wir heute noch sieben, behördlicke Maßnahmen an Stelle der Selbsthilfe getreten sind, so ändert daS' nicht? an dem Resultat unserer Untersuchungen, die ergeben werden, daß eine Entwicklung von der freien Erwerbswirtschaft zur plamnäßi- den Bedorfsdcckungswirtschaft tatsächlich besteht, wenn sie auch'im Augenblick durch allerlei nebenhergehende oder sie durchkreuzende Strömungen verdunkelt wird. Planmäßige BedarfsdeckungSwirtschoft in der Form der Uebernahme aller Einzelu-nternehmungen in die Verwaliung de? Staate? oder der Gemeinden ist eine Forderung, die wohl im Anfange der großen Umwälzung, in der wir jetzt leben, erhoben wurde, die heute jedoch nach dem Urteil aller Ein- sichtigen nur für eine kleine Gruppe von Betrieben in Betracht lammen bann, nämlich für solche, die bereit? am Wege einer ein- geleiteten Monopolbilduvg stehen. Heute werden Stimmen laut, die mit der Formel„planmäßige Bedarfsdeckungswirtschaft" in - ihrer allgemeinen Geltung für da? gesamte Wirtschaftsleben nur den Zusammenschluß sämtlicher Unternehmun» gen eines Fachgebietes zu gemeinwirt�'chaft- l i ch e n S h n d i k a t e n im Auge haben(vergl. Alfred Striemer: Zur Kritik der fteien Wirtschaft. Berlin 191O, Vorwärtsverlag). Ziel eines solchen weitgehenden Zusammenschlusses einzelner In- dustriegruppen soll die„Steigerung der Produktivi- tat, d. h. V e r b i l l i g u n g der Preise aller Lebensunterhalt?» mittel, also Steigerung der Kaufkraft der Einkommensein. An und für sich ist Steigerung der Produktivität eine alte Forderung. Neu ist uur, daß sie als einziges Ziel in den Boöder- grund des Interesses gerückt wird. Wenn man si.K nun über das, was erreicht werden soll, einig ist, wird man füglich den Wegen, � die zum Ziele führen, sein Interesse zuwenden, und bei einem Vorhandensein verschiedener Mittel das beste wählen. Als Mittel zur Verrichtung einer Arbeit wird immer dasjenige den Vorzug verdienen, das mit dem denkbar geringsten Auf- wand an Kraft den denkbar größten Nutzen verfprilht. Wie sieht«S„un unter diesem Gesichtspunkt, den man bei teckrnistfen Leistungen" die goldene Regel der Mechanik" genannt hat. und den wir hier als„ökonomisches Prinzip" bezeichnen inollen, mit dem vorgeschlagenen Wege der Zwangvsyndizierun.z auS? Vertreter diefe? Gedankens führen als seine Vorzüge an: 1. die denkbar beste Ausnutzung der Produktionsmittel in- *) Man beachte den Aufsatz:„Zusammenschluß- bewegung im Brauerei gewerb e",„Vorwärts" Nr. 78 vom 12. Februar. folge weitestgehender Normalisierung und Typisierung von Maschinen und Geräten, 2. Verminderung der Betriebsstätten infolge Zusammenle- gung und damit verbundene Ersparnis an Personal, Betriebs- I und VernaltungSkosten, 3. günstigste Beschaffung der Rohstoffe durch Zentrali- ; sierung des Einkaufs, 4. Erleichterung der Dbsatzverhältnisse durch V e r e i n h e i t- l i ch u n g der Fabiikate und Ausschaltung der Konkurrenz. 6. günstige Rückwirkung oller dieser Umstände auf die un- wirtfckaftiiche Kreditgewährung an Händler und Konsu- menten. Diesen Vorteilen stehen aber nun erhebliche Nachteile gegen- über. So führt beispielsweise bei 2. die Zusammenlegung der Betriebsstätten zu einem starken Freiwerden von Ar- Z Ihr, öie nicht gewankt,| z Suck, mitten in wOrtelter netze, trotz Tcrlcum- /- / dung, Oelinnungszwang und offener Gewalttätig-\ V feeit zur alten Sozialdemokratie zu bekennen,/ ?hr, Sie Kerntruppe X A des demokratischen Sozialismus in Ocutfchland, der /. / jetzt die reine Sache des Proletariats gegen die V y Reaktion wie gegen unbeUfchwangere SowjetlpieUrci V z'z und Gewcrhrcbaftsruin verteidigt— h 0?hr müßt wachsam uuö bereit sein,-) 7 denn der Kampf gebt unablässig weiter: Ge- y (= meindcwablcn ftchen bevor, im Rcrbft ift der=} A Landtag und vielleicht bald ein anderer und Ä / besserer Reichstag zu wählen.\ Arbeitet vor, schärft Gure Waffen, vervollständigt Eure Rüstung, festigt die Reihen, klärt die Unwissenden und Verwirrten auf. Pas Hlrienal ift y U Eure presse, V /. die der Raß um loht aller feinde der Sozialdemo- demohratie. Stärkt fi« durch rastlose Werbearbeit,'/ V fetzt sie dadurch in den Stand zu immer höheren y f= Leistungen, auch zur Konkurrenz im kostspieligen'=) -- Nachrichtendienst mit der Stinnesprefse. /. v f Werbet dem �Vorvärts� Abonnenten-/ | und Oer Partei neue Nitglieüer! tz •fs ir beitskrästen, für die anderweitig Beschäftigung gesucht werden muß s i ch a tz m i n i st e r i u in eingerichteten Hilfskasse, die gewerbliche Unternehmungen insbesondere durch Gewährung von Darlehen unierstützen soll, ist bis 31. März>921 verlängert worden. Die Geschänsrömne der Hilfskasse befinden sich setzt Berlin ZW 11, Dessauer S t r a st e 1. Neue Trustaktieiigcscllschaft bei der 6. Loreuz-Akt.-Ges. Das Ge- schäitsiahr 1919 ergibt»ach 1 l b 1 251 M. f 1 903 238) Abschreibungen einen Hebers ckust von 1 568 282 M.(1 244 500). Dividende 10 Proz.(12), Sondervergütung 10(10) aus dem Re- servefonds II Zwecks Erböhung der Betriebemiltel soll da-Z Aktienkapital um 3 375 000 N?. auf 10 125 000 M. erhöht werden. Um den erbeblichen Ansprüchen, die die Brtciligniigcn bei anderen Ulllernehiiiuugen der gleichen und verwandten Geschäftszweige an die Gesellschaft stellen, zu genügen und zwecks späterer Ueber- I e i r u n g und Erweiterung derselben wird unter der Leitung der Commerz- und Disco»>o-Baiik ein Konsortium gebildet, das eine neue Aktiengeielltchnft für industrielle Be- t e i l i g ii n g e n gründet. An dem 10«Millionen Mark betragenden Aktienkapital der neuen Gesellschaft beteiligt sich die C. Lorenz- Aktiengesellschaft mit 3250000 M. mit 25 Proz. eingezahlten Aktien.>?liif die restlichen 6 750000 M. volleingezahlien Aktien wird den Aktionären der C. Lorenz-Akliengesellschafr ein Bezugs- recht eingeräumt. Aber der Oheim Sivcrt, der Halunke, der Schelm, lag durchaus nicht im Sterben, er lag nicht cinntal beständig zu Bett. Als Klein-Sivert ankam, fand er eine fürchterliche Unordnung und Vernachlässigung auf dem kleinen Hofe bor, ja die Frühjahrsarbcit mar nicht einmal ordentlich getan worden, nein, nicht einmal der Winterdung war hinaus- gesahrcii. aber der Tod schien nicht augenblicklich bevorzustehen. Der Oheim Sivert war allerdings ein alter Mann, über sieb- zig, er war hinfällig und trieb sich halbangezogen im Hause herum, lag auch oft zu Bett imd mußte für Verschiedenes notwendia Hilfe haben! zuin Beispiel mußte das Heringsnest, das. im Fährhaus hing und da schlecht aufgehoben war, aus- gebessert werden. O ja, aber der Oheim war durchaus nicht sy weit draußen, daß er nicht noch gepökelte Fische essen und sein Pfeifchen rauchen konnte. Nachdem Sivert eine halbe Stitnde dagewesen war und « geichen hatte, wie alles zusammenhing, wollte er gleich wieder beim.—„Heim?" fragte der We.—„Ja, wir bauen eine Stiche, und Vater fehlt meine Hilfe."—„So," sagte der ?llte.„ist denn nicht Elescus daheim?"—„Doch, aber der ist diese Arbeit nicht gewohnt."—„Warum bist du dann gckom- men?"— Sivert erklärte, mit welcher Botschaft Oline gekommen sei.—„Im Sterben?" fragte der Alte.„Meinte sie, ich liege im Sterben? Zum Teufel auch!"—„Haha ha!" lichte Sivert.— Ter Alte sah 5cn Neffen gekränkt an und 'igte:„Dil machst dich über einen Sterbenden lustig, und du bist nach mir getauft worden!"— Sivert war zu iunfl, um sine betrübte Miene aufzusesten. er hatte sich nie etwas ans dem Obeim gemacht, und jestt wollt? er wieder heim. „Na, und du hast also auch gemeint, ich liege im Sterben und bist da gleich beraerannt," sagte der Alte.—„Oline bat - s gesagt," beharrte Sivert.— Mach kurzem Schweigen machte der Oheim ein Angebot:„Wenn du mein Nest im Fährhaus flickst, darfst du etwas bei mir sehen."—„So," sagte Sivcrt, ,und was ist es?"—„Ach, das geht dich nichts an," verfestte der Alte mürrisch und legte sich wieder zu Bett. Die Verhandlungen brauchten offenbar Zeit. Sivert wußte nicht reckst, was« tun. Er ging. hinaus und sah sich um, alles war unordentlich und vernachlässiat. die Arbeit hier in Angriff nehmen zu sollen, wäre ein Unding gewesen. Als er wieder hereinkam, wa: d« Lheim auf und saß am Ofen. (Lortf. folgt.) Tie Eiiifuhr von ftiläsem Obst, mit Ausnahme von LnxuSobst und Südfrüchten, jedoch mit Einschluß von getrockneiem und ge- dörrtein Dbst wird sofort freigegeben, die Einfuhr von frischem Gemüse vom 21. bis 28. Juni a b. Vom Berliner Produltenmarkt. Amtlicv festgestellte Preise der Berliner Produktenbörse am 8. Juni: Hafer pro 1000 Kilo loko 3080 M. ab Speiciier jrci Wagen. 3000 M. ab Babu, auf Abladung 2?00—2820—2800 M. ab Station. Tendenz ruhig. Nichtamtlich sind folgende Preise ermittelt, olles sür 50 Kilo ab Station: Erbsen, Viftoriaerbien 150— 175 M., gelbe und grüne Erbsen 1!0- 140 M.. Peluschken 100—105 M., Ackerbohnen 100 bis 105 M., Wicken 80—90 M., Lupinen 50— 65 M., Serradella 45-55 M. Wie son h eu, lose 23—24 M.. und 40— 42proz. nicht entgegengenommen. Erhöhniig der oberschlessschrn Kolilenlieferiingen an Polen. Das polnische Wirlichaflsblatt„Przcmy'lhandel" �veröst'emlichr eine Depeich- aus Paris, wonach die Kohlenkommission des Obersten Rates die lnsberige Zuteilung oberschlesischer Koblen an Polen um 150000 Tonnen monatlich, also ans 400 000 Tonnen, er- höht hat. Diese Erhöhung soll insbesondere dem Wiederaufbau der polnischen Industrie, besonders der Exporiindustrie, dienen. — Von deutscher amtlicher Seite liegt eine Bestätigung dieser Meldung nicht vor. Bedeutende Preissteigerung der Saarkohle. Die französische Ver- waltung der Saargruben hat. laut einer T.-U.-Meldung, mit so- fortiger Wirkung eine gewaltige Erhöhung der Kohlen- preiie eintreten lassen. Nußkohle erste Sorte kostet von jetzt ab pro To. 262 M. gegen 130 M. bisher, Koks 373 M. gegen 171 M. bisher, Förderkohle 179 M. gegen 105 M. bisher. Preiserhöhung beim Kuvserblechverdand. Der Kupkerblechverband hat die Preise jetzt um 100 M. auf 3065 M. pro Doppelzentner erhöht. Preisermäßigiing am Röhremnarkt. Die Bereinigung der Rödre Ii werte hat im Zusammenbang mit der generellen Neu- rcgeluiig der Preiie am Eiienmarkt, welche auf Veraulassuna des EiseiiwirtichaftsbuiidcS voraenoiiimeu worden ist, die Preise für Gas- und Siederöhren für den Monat Juni und Juli ermästigt. Wenn auch die Werke verhällnismästig noch, gute ülnfträge vorliege» haben, so ist doch seit Ende April eine merkliche Stille in der Erteilung von neuen Aufträgen eingetreten, namentlich auch soweit der Markt für Siederöhren in Betracht kommt. Für Gasrohren ipricht in der Gestaltung der Marktlage der Ilmiland mit, dast eine nennenswerte«Belebung der Bautätigkeit bisher nicht zu ver- zeichnen gewesen ist. Das Exportgeschäft kann den Umsländen nach befriedigen, obgleich namentlich das Ueberieegeichäft bei den hohen Frachtenkaiisen erheblich unter der ammkaiiischeii Konkurrenz zu leiden hat. Worauf es ankommt bei den Berliner Gemeindctvahlen. Bei der bevorstehenden Berliner Gemcindeivahl kommt es darauf an, ein Parlament zu wählen, das beherrscht ist von der zeutrali- sierendcn Tendenz, die sich in dem Gesetz vom 27. April. 1920 zur Bildung einer neuen Sladtgemeinde Berlin ausprägt. Der Sozial- demoliatie wird in der künftigen Berliner Sladlverordiielenver- sammlung— wie in Preußen— ein schwerer Teil der Verant- Wartung für die praktische Berliner Kommunalpolitik aufgebürdek sein. Sie wird diese schwere Last zu tragen wissen. Auch aus den Reihen der bürgerlichen Parteien ist im Verlause der Grost-Berliner Gemeindeverfassungskämpie wiederholt von prominenier Seite aus- geiprochen worden, dast an dem starken BerantwortlichkeilSgefühl der Sozialdemokratie nicht zu zweifeln ist. Trotzdem haben die RechlSparteien ihre Agitation gegen die EinbeitSgemeinde immer schärfer eingcstelll aus die Politid des GraulichmacheriS vor dem wachsenden Eirifliist der Sosialdemolratie auf die Grost-Berliner Koniinunalpolitik. Es scheint beinahe, als hätten diese Parteien vergessen, was eigentlich vor zweiundein- halb Jabren der Bewegung.Für Grast-Berlin" so fortreißende Gewair verliehen hat,— vergessen die Parole des„Bürgeraus- schusseS Groß- Berlin", die es vermochte, die-Masse» der Groß« Berliner Bevölkerung für die Idee der Vereinheitlichung mobil zu machen Gegen die kommunalpolitische Zeisplitte- rung!" Die schier unerschöpfliche Fülle von packenden Beispielen war es(herausgegriffen aus dem fliestendcn Leben), die Volks- Versammlungen und«Presse zu lebhaften Protesten aiiftüttelie:— Beispiele von unsinniger Bergeudimg infolge der tommunalpolr- tischen Zersplitterung an Arbeitskräften und«Material, an Zeit und Geld und an den idealen Werten des Gefühls und BewusttjeinS gemeindlicher Verpflichtung im Volk. Die Sozialdemokraiie weist, dast Grotz-Berlin an seiner De?- organi'atioir der öffentlichen Verwaltung und der Wirtschaft lranlt. Auf allen Gebieten Systemlosigkeir, Lberfliiisiges Nkbencinaiider von Einiichiungen: im Sieuerwesen wie im Wohnungswesen, wie auf den Gebieten der technischen Betriebe(Elektrizität, Gas, Wasser. Kanalisation), wie im Schul, und ForlbildungSichulwesen, wie in der öffontlicheu Wohlfahrts-, Armen- und Waisenpflege. Sozial- hhgiene. Lebensmittelversorgung, Verkehrswesen, Polizei-, Feuer- lölchwesen und Gerichtswesen. Es gibt kaum ein Gebiet der kommunalen Verwaltung in de» Grost-Berliner Gemeinde», wo dem Grost-Verltiier Gemeinschaitsiiileresie Rechnung getragen Iväre. Em Zustand, der die Steuerzahler Millionen kostet, den geschäftlichen «Perkehr mit den«Behörden erschwert und die allgemeine Entwicklung hemmt. Die Bevölkerung hat diese» Schaden längst erkannt. Dieser allgemeinen Erkeuiitiiis war eS zu verdaiikeu. dast der „Bürgerausschust Groß- Berlin" im Oktober 1917 eine so kräftige Resonanz fand, als er ausries zur Sammlung gegen die reaktionären Gewalten, die die zeitfremdru kommunalpoli- tischen Berhällnisse. eben die Grost-Berliner Zerrissenheit aus inueipolitischen Gründen, aus Angst nämlich vov der Sozialdemokratie, zu erhalten trachtelen. War doch diese Zeriplitterung, diese Jnteressendivergenz der Einzelgemeinden, der ParlikularismuS da» Mittel, eine Sammlung der Sozialdemokratie auf dem Felde der Kommunalpolitik zu verhindern. Die verzweifelten Anstrengungen der Rechtsparteien in der Versasi'unagebenden Preustüchen LaudeS- veriammlung, das Gesetz zur Bildung einer neneu Sladlgemeiride «Berlin zu Falle zu bringen, sind als die«Austlänge der vor- iiopemberlicheii Regierungspolittk zu verstehen. Die am 20. dieses MonaiS zu wählende Berliner Stadtver- ordnetenversammlung empfängt also das neue Berlin in einem trostlosen Zustande. Sie hat die Aufgabe, an die Stelle der Des- organisatron die Ordnung zu setzen— zu einer Einheit zusammen- zuschmieden, was zum Teil noch auseinandersirebt—, Behörden zu verkleinern, andere zu vergrößern, aufzulösen, zu reorganisieren, deren lebendige Kräfte teilweise am«Allen hängen— städtische Jndusiriewerksbetriebe organisch zu verbinden. An- lagepläne zu revidieren, Tarife zu reformieren. Unbrauchbares niederzulegen, Neues zu schaffen. Kurzum, es ist zu allererst eine detaillierte Berwaltungsreform aus fast allen Gebieten des lommu- nalen Lebens durchführen, die tief in die Teile und Glieder des städtischen Organismus eingreifen muß. Und diese Arbeit muß obendrein schnell geleistet werden. Die städtischen Körperschaften des neuen Berlin sind somit vor Aufgaben gestellt, wie sie gleich groß und schwer und verantwortungsvoll vorher nicht zu lösen waren. DaS neue Berlin wird ganz hervorragende Fachleute brauchen. die auch beseelt sind von einem starken Wollen in der Richtung des Gesetzes vom 27. April 1920, und die auch nötigenfalls rücksichislos energisch sein können. Die Erfahrungen in Staat und Reich sollen beherzigt werden. Aber das neue Berlin bedarf nicht nur der Such" künde und Energie in der VerwallungSregie. Es braucht weit über das Heut hinausschauenden schöpferischen Geist, braucht Genie, den Bildner, den Künstler, der über dem mählich schaffenden Heer der redlichen Bauhandwerker waltend daS heilige Feuer der Be- geisterung unterhält. DieieS Feuer nährt nur eine Politik, die eine Weltanschauung ist, und diese Weltanschauung kann an der Wende des Kapitalismus nur sein der durch Gerechtigleit die Menschen be- glückende Sozialismus. Aus dieser Ueberzengung heraus ist es glühender Wunsch, dast die Berliner Gemeindewahlen am 20. Juni bnngen möchten, was wir mit fester Zuversicht erwarten: üen Sieg der Sozialdemokratie! « Für die bevorstehenden Ssadtverordneien- und Bezirksverord- neienwahlen sind nicht weniger als 90 verschiedene Wahl- vorschlüge bisher von den Parteien in Grost-Be:lin ein- gegangen, und zwar 47 sür die Stadtverordneten« und 43 für die Bezirisverordnetenwahlen. Die Sozialdemokraten boben i»� den «Berliner Bezirken überall den Sradtverordneteuvoisteher Hugo Heimann aufgestellt. Das Wahlgeschäft wird dadurch wesentlich vereinsacht. Die Unabhängigen sind ge'olgt und haben ebenfalls den Sladiverordneienvorsteher Dr. Hermann Wehl als eilten Bewerber genannt. Bei den Bezirlsverordnetenwahlen bat man indes anders verfahren. Im I.«Bezirk ist Stadirat Ritler als Erster nominiert, im II. Bez.: Sladiv. Schul dt. im III. Bez: Stadtv. Frank, im IV. Bez.: Stadiv. Koblenzer, im V. Bez.: Stadiv. Müntner und im VI. Bez.: Sladiv. Bruns. — Die Unabhängigen haben als Kandidaten für die Bezirks- verordneten a»sgesiellt: im l. Bez.: Schneider, im II. Bez: Krüger, im III. Bez.: B e ch n e r, im IV. Bez.: D e g n e r, im VI. Bez.: G u sta v u S und im V. Bez.: H a a s e.— Die Demokraien nennen als Siadtverordnelen-Kandidaten im I.«Bezirk Siadiver. Malta, im II. Bez. Geh. Rat D o v e, im III. Bez. Stadiver. Hausberg, im IV. Bez. Flieth. im V. Bez. San.-Rat Dr. R o s e n t h a l und im VI. Bez. Sladtver. Braun.— Für die Deutschnationalen kandidieren als Siadtverordneten Stadiver. Pfarrer Koch, Rektor Troll, Stadiver. Kim bel, Stadtver. Rüffer und Stadtver. Leidig.— Die deutsche Volkspartet benannte als Ersten in allen Bezirken den Stadtrat B e n e ck e. DaS Zentrum hat im 1. Bez. den Direilor Rindermann aus- gestellt, im II. Bez. Pr'arrer Dr. Satzgeber, im III. �.cz. Siadtv. Vielen, im IV. Bez. Sladiv. Dr. Lamm er ich, nir V. Bez. Buchal und im VI. Bez. Stadirar Ecke?.— Die parteilose Franenveremignng hat überall Fräulein von Gierke an erster Stelle voigeschlageu.— Die wirrschaftliche Vereinigung brachte in«Borschlag sür den I. Bez. Redakteur Walter Steriler, für den II. Bez. den Stadtv. C v r rn a n n. für den ITT. Bez. H o l z in a n n. sür den IV. Bez. R sickert, sür den V. Bez. B r u n o iv und für den VI. Bez. H e n t s ch e si Tie Weistenseer Volköspciseanstalt niedergebrannt. Gewaltiger Schaden am Volksgut ist gestern früh durch em Grostseuer in Wcißensee entstanden.«An der Ecke der Rolle- und Langhansstraste.besinden sich die ausgedehnten«Baracken des e.ic- maligen 1. GarderegimentS. In diesem Lager sind die Bureaus der Erwerbslosensürsorge, die von der Gemeinde emgri ich- teien Volksspeiseküchen und B o rralsränme für die Volksmasienspeisiing sowie für die Speisung der Quäker und andere gemeinnützige Zwecke eingerichtet. Gestern früh standen plötzlich diese Baracken in Flammen. Als man die Feucrwebr von Weisteniee alarmieren wollte, slellie eS sich heraus, daß der nächste Feuermelder uubranchbar gemacht inorden ivar. Die Frei>v>!!>ge Feuerwehr mußte sich darauf beschränken, die angrenzenden Ge« bände, eine Schule, einen Steigeriurni der Feuerwebr, inebiere Wohngebäude ustv. zu beschützen. Obwohl mit iiini Schlauch- leitungen tüchtig stundenlang gelöscht wurde, koiiiilen die Baracke n, die aus Holz errichtet sind, nicht gerettet werden. Auch die Berliner Feuerwehr war machtlos und rückte bald wieder ab. Niiier anderem sind verbrannt: die Vorräte für die Sveimng von 2600 Kindern, ferner für 500 Erwachsene, ferner 00 Kisten MUch- konierven, 100 Zentner Karioffeln. mehrere 100 Zentner Kohlen, 3 Zentner Schmalz. 55«Pack'Mehl u. s. f. Außerdem'Maschinen, «Möbel. Die Weistenseer Feuerwehr bat den ganzen Tag an der auSgedehnren Brandstelle zu tun. um nur einigermaßen Ordnung zu schaffen. Die Behörden nehmen an. daß v o r i ä y« Ii(he Brand st istung vorliegt und haben sofort enie Unter- s u ch u n g eingeleilet._ Hoch- und Untergrundbahnverkchr bi? Mitternacht. , Die außerordentlichen Zchwicrigkeiien, die sich allmählich in der s'Sesörderilng der in den tpäien«Abendstunden noch beruflich längen «Personen berausgebildet haben, babe» irimmebr auch die«Berliner Hoch- und Untergrundbahn veranlaßt, sich dem Vorgehen der Großen «Berliner Strastenbahn anzuschließen und den Späivertebr bis Mitternacht auszudehnen. Nachdem der Reichskohlen- kommissar die hierzu erforderlichen Kohlen sreiaegcbnr bar. ist die Einführung des neirn SpäiverkehrS auf allen Strecken der Hochbahn znm 10 d.M. aeplant. Von diesem Tage ab werden dann die letzien Züge vom Nnrergru!i.dbabnbos Friedri bstraste in der Richtung nach Charlotlenburg um lt. 57 abend?, in der Richtung»an WilinerSdorf-DahIem um 11.52 und in der Richtung Nordring an Wochentagen um 11.54, an Sonntagen um 12.04 abends verkebreii. Vom«Bahnhof Nolleudoifplatz fahren die letzte» Züge nach Schüneberg um 12.11. nach Cbarlpitenöurg um 12.08. nach«Wilme s- dorf-Dablem um 12 03. nach Nordring 11.44 und in gleicher Nich« Hing jedoch nur bis Alerauderplatz»II» 11.49 abends.«Der letzie Zug ab Gleisdreieck fährt nach dem n«:iicn Fahrplan um 12 05 abends. Der letzte Zug, der. von der Oststreck- kommend, aus Bahn- bof KleiSdre'eck in beiden Richiungcn«Anschluß findet, fährt von Warschauer Brücke um ll.35 abends ab. Frau Hcmberger— di« an dem Morde AsteS Manne?, des Oberlehrers Dr. Hellberger unmittelbar Schnldig«.— wurde gestern im Polizeipräsidium, wie schon kurz berichtet, ihrem Neffen P r o tz e. der den Oderlehrer auf ihr Anstiften erschoß, gegenüber- gestellt. ES wurden ihr auch die von ihr«..«rslückellen Lachen- teile des Ermordeten gezeigt. Sie blieb bei dieser« Kon-rontition vollkommcn ruhig und wiederholte ihre«Behauptung dast sie Peotz« zu dem Morde nicht angestiftet habe. Zum Kampf gegen die Schund-Jugendlektüre. Um die Berlstier �*" meindeschulkinder mit gutem Lese st»ff ja vmsors�t. tverhen tienrnridfiff P?rs'lK?we:se auf Änrcguuz de? Eroß-Berlmer' Ausschusses zur Bekämpfung per Schundliteratur jedem Ordinarius einer Oberklasse de? IL und 12.. Schulkreises, der dazu bereit ist, � 40 Hefte guten Lesestoffes kostenlos übergeben. Der LeKrex gibt � die Hefte gegen Erstattung deZ Ladenpreises an Schüler und Schü- lerinncn ab. Diese sind berechtigt, das Heft eigentümlich zu bc- halten oder gegen ein anderes einzutauschen und damit fori- Anfahren, solange c? ihnen beliebt und Bücher vorhanden sind. Aus den eingegangenen Betragen ergänzt oder erneuert der Klassen-, lehrcr bzw. der Schulleiter die notwendigen Hefte durch die?en- i tralstelle. Dieses Leihsystem ist viele Jahre hindurch von den.G e- j wcrkschaften erprobt und hat sich.bestens bewährt. Die Schüfe darf sich nicht am Kirchenglockenläuten beteiligen. Eine Mitwirkung der Schule beim Läuten der Kirchenglackcn durch' Schulkinder darf künftig nicht mehr stattfinden. Einzelne Schul- Verwaltungen haben eine Anordnung in diesem Sinne an ihr i Bereich gerichtet. Die Schulkinder dürfen während der Schulzeit i auch nicht mehr dazu herangezogen werden. Soweit es noch statt- � findet, geschieht es mit Zustimmung der Eltern allein unter Aus- sscht und Gefahr der Kirchengemeinde ohne Mitwirkung der Lehrer. Kleingelbiiot und Eisenbahn. Zu diesem hier kürzlich erörterten Thema gebt uns folgende Zuschrift zu:..Als ich kürzlich vor- rnttags 9,15 Uhr auf dem Bahnhof Schönhaus er Allee, Eingang Greifenhagener Strasse, eine Fahrkarte nach Gesund- brunnen löste, gab mir der Schalterbeamto aus einen 50-Pfennig- schein zwei Il)-Pfennig-Bri«smarken heraus, trossdem er auf dem S.Laltei" breit für mindestens 5 Mark 19-Psennigstücke liegen harte. Auf mein« Bitte, mir Iss-Pseiiwigstücke statt der Briefmarten zu geben, aniwortete er, die brauche er selber. Meine nochinalige Aufforderung, solange er Hartgeld habe, auch dieses auszuzahlen. wurde wieder mif demselben Beweggrund, daß er das Geld selbst brauche, beantwortet/' ES wäre erwünscht zu erfahren, ob die Eisenbahndirektion ?lnweisung zum Sammeln des Hartgeldes gegeben bat oder ob der betreffende Schalterbeamte auf eigene Faust Iv-Psennigstücke hamstert. Der I009-Mark-Be!tran für Fernsprechanschlüsse wird nach einer Mitteilung der Postvenwaltuug erst am 1. Oktober fällig. Die Teilnehmer werden seinerzeit zur Zahlung beson- der? aufgefordert werden. Die Beträge können durch Ueberweisung mittels Postschecks oder durch Einzahlung bei den Postkassen ent- richtet werden. Für Posipckete nach Spanien kann der kürzlich eingerichtete Be- fördernngSweg über Hamburg mit deutschen Schiffen der Oldcn- burg-Portugiesischen Dampfschisfs-Rcedcrei wegen der in Spanien aufgetretenen Schwierigkeiten nicht benusst werden. Tie Beför- dcrung von Postpaketen nach Finnlan kauf dem Seewege über Stettin wird wieder aufgenommen. Die Dampfer verlassen Stettin jeden zweiten Sonnabend bei Tagesanbruch, beginnend mit Sonnabend, den 12. Juni. Das«flchfle Ztadttfcbc BotkSkonzert ded Philbnrmonifchrn Orchesters, imirr Lest im g von Richard Hagrl. findet beutc i» der.Phil- baimonie". Bern bnrger S trabe S2/2L. Hält. Beginn de? Konzertes: 8 Uhr. EnitriltSpreis bctiägt 1 M. Kassencröffnung 7 Uhr. Ter Verein bcimattrruer dentfchrr Töeftpreusten, Lichtenberg, neranitaltct ani Donnerstag in Schonerls Rellanrant.Neu-Seeland'. am ZInmmclSbuiger See eine Persammlung mit Tammer. und Kindersotl. v§ bandelt sich um eine Lorverfammlung iür die bevor bebende Absabrt zur Abslinunung. Die Zestteilnebmcr ianimctn sich um 3'/, Uhr zum Ab- marsch am Lichtenberger RatbauZ, MöNendorsstrasic. Ncinickendorf. In der Gemcinbevertretersitrung wurde der T a r i f der Arbeiter nach den Berliner Grundsätzen angenommen. Ebenso wurden die Gehälter der Augestellten nach Massgabe eine' vom Schlichtungsausscbnss Gross-Berlin gefällten Schiedsspruchs festgesetzt. Die in Berlin in Vorbereitung befindliche B c s o l- dung'resorm der Beamten soll, wenn sie in Berlin zur Annahme kommt, auch sofort für die hiesigen Beamten in Kraft treten. Als stellvertretender Schiedsmann für den östliche!! Teil wurde unser Genosse Karl K ö h n gewählt. In her Notstands- kommisfion sowie im Flciscbverband wurde an Stelle des ausge- schiedenen Gemeindevertreters Dablke Herr V a r n a ck(bürgerlich) und in den kommunalen BildungSausfchuh sür unseren verstorbenen Genossen Schönberg der Genosse Mar Schmidt gewählt.— Ein mit dem Vertreter der Separationsrnteressenten wegen der unentgeltlichen Uebereignung der noch im gemeinschaftlichen Eigentum stellenden Gräben in der Gemarkung an die politische Gemeinde getroffen:-' Abkommen wurde genehmigt.— Die Gemeindevertretung genehmigte dann einstimmig eine Anleihe von 2 570 000 Mark. Diese Anleihe war dringend notwendig, da die Gemeinde- siedlnng die Summe von 720 000 Mark, die Erwerbslosensürsorge 173 000 Mark, die Notstandsarbeiten 164 000 Mark, der Bau des zweiten Verwaltungsgebäude? 517 000 Mark, der Erweiterungsbau der sechsten Gemeindeschule 850 000 Mark und die Errichtung eines Kinderheim? im westlichen Ortkicil 120 000 Mark erfordern. (vrosz-Berlincr Lebensmittel. ZserlinS Milchbeliekernng. Bon heilte wird wie solgt beliefert: AI« Karten: 1 Liter. A kl-Karl?»: 1 Liter: B I- Karlen: 1 Liter. B II«Karten: 1 Liter: Ol-Karten:'1, L'ier. O II- Karten:'i, Liter.>/, Liter-Kranken- karten:'ll Liter. Vlni den Maaermil chabschnitt A I werden für die lausende TVochc bezirlsiveise 2 Liter saure Milch geliefert. Die übrige Deiicserung bleibt wie bisher._ Groß-Serttner yarteinachrichten. .Heute, S. Juni. Atute Mitglkeöervscsammlungen. Wir verweisen auf das in der vorliegende» Nummer befindliche Inserat, betreffend die heutigen Mitgliederversammlungen des sozial- demokratischen BereinS Berlins. Z7. Skbt. VI, 11 br im.Vlrtushof'. Perlebcrger Strafie W: Mit. gliederverfammlang. Ans zur Wahl am 20. Juni. Tingcsiihrle Käste will« kommen! Ztzriedenan. Zablabevd in de» bekanuteil Lokalen. Ter 4. Bezirk last von jefst ab im Lokal von Peninlz, Fehlerstr. 12. Stcalitt. 8 Uhr in der Nealtchule. Stubenrauchplatz: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: Wahlergebnisse und neue Regierungs« bitduug. «ichterfelde. VI, Ubr in der Aula, Drakeitrasse: Mitglicdcrversamm- hing. Referentknewotde.« Uhr ocineiniamcr Zgblabend bc! Räthel, Oirünauer Str. 8. Tagesordnung: Die kommenden Sladtverordneten- und Bezii ksverordnetenwahlen. Erscheinen glli? Mitglieder nötig. Vaiilow. 7 Ubr in allen bekannten Lokaleil: Zahlabend. Buchholz. 8 Uhr Mitgliederversammlung bei Genossen Höckel. Ref.: ©enosse Paul Boigt. Lioienthal. l'l, Uhr Mitglicderversanllnlnng bei Petra», Hauptstrasse. Sojiglden'.ollatstche Wähler willkommen. Morgen, 1t>. Juni. Edartottcuburg. VI, Uhr öffentliche VoltSveisammIung im Volk»- haut?. Roiinenstr. 4. Tagesordnung: SlcichstagSwahl und Stadtverordneten- Wahl. Referent: Fiiianzminister Lüdemann. �ugenöveranftaltungen. Erkner, Jugendheim, Zldlerftr. GchnlhauS: Mitgliederveriamm'unz- K ailsdorf, Jugendheim. Adoljitrasse: DiSkuisionsabend: itnpilaiismnS- ZozieliSmuS.— Lichtenberg, Parkaue 10: Vortrag.— VkahlSdorf. Genieiiidcfchnle, Waldertecitrasse: Vortrag:.Wie ioll man wandern.'— Prenzlauer Borstadt, Schule, Seneselderstr: ö: Mitgtiederveriammiung. —!>, oieiitbal, Kastanienallee. Gemeindeichule: Disknssion-Zabend.— Bördding, 14. Realichutc, Lüttichcr Slr. 38: Mitzliedcrv riammlung.— Westen, Bailgewerkfchule, Kursürstenslr. 14t: Mitgl-ederversammlune). Vortrage, Vereine unü Versammlungen. Republikanischer Jübrerbund. Ortsgruppe Neukölln: Donnerstag abend 7 Uhr ansserordenttiche Versammlung i» Soli? KeiellichastS ans, Kirchbosstrasse, Ecke Wivperstrassc. Ausgabe der Mitgliedsbücher der Dcle- gieilcn und Neuaiifnabinen daselbst.— Aslks-Ne.lerbeitattilugcverci» Grost-Berltn. Freitag, den 11. 6., 8 Uhr, in der Aula Ruflpiner Str.48: Zujammenkunst der Mitglieder. Sport. Tronning Wilhrlmina, die Siegerin im Skandinavischen Derby 1919, wurde mit 2 Stallgefährten zu Long nach Hoppegarien in Training geschickt.— Primavera brach sich im Naunhofer Jagd-Rennen zu Leipzig das linke Vorderbein. Tie Stute wurde erstllossen.— C a n o p u S Glanz verunglückte in Horfi-Emscher im Dortmunder Jagdrennen tödlich. Rennen zu Grunewald, TienStag. den 8. Juni. 1. Bucco« neei- Rennen. 16 000 M. 1400 Meier. 1. HenricuS INcimtaini). 2, CBetoit lUIttch). 3. Granit sKrchtaa). Tot.: Sieg 20:10. Dlav 12, 13,10. Ferner liefen: Offensive(4), Croeus(5), Memento(0). 2. F I i b u st>---> Ausgleich. 22 000 M. 1000 Meier. 1. Dunst sJanel). 2. Matravtrag lDanck). 3. Springer(Tarras). Tot.: Eieg 08:10, Map 22,08,33. Ferner Uesen: Mechibabcr(4s, Coeo(5). Onanh(0), Flamme(7), Seebanlen. 3. T c a ch c n b e r g- R e n n e>:. 10 090 R. 1200 Meter. 1. LeopardoS iDanek). 2. Pandur(Blenltrl. 3. Landrakie(Cchlafke). Tot.: Sieg 147:10, Platz 25, 13, 17. Jerner liefen: Augustenburz(4). Titanta(5), Larissa(0), Felmp, Vatriot, Wachtel, Moena. 4. H a n n i b a I- R e n n e r. 80000??. 2�00 Meter, l. Eckstein(Janek). L. Lorbeer IO. Schmidt!. 3. Skarabac lZimmermanr). Tot.: Sieg 30:10, Platz 10, 18, 52. Ferner lieien: Haiketin(4), Sold au(5), Abschlliss 05), Roienrittcr(7>, Prunns. L-üteger. Titus. 5. Fels-Rennen. 22 000 M. 2000 Meter. 1. Herold (Rastenberger). 2. ZlSra stDanck). 3. Leichtsinn(Eaager). Tot.: Sie-x 10: 10. Platz II, 10. 10. Ferner liefen: Eichwald(4i. E�zsisior i.'st. Lieb- baber(5), Pal! nur, Ferne. 0. Sieger-Rennen. 16 000:'Jt. 1200 Meter. 1. Magier(Schläikes. stf. Artige(Danek). 2?. Orlog(Jentzich). Tot.: sie, 38: 10, Plgtz 14. 10. 10. Ferner Uesen: Sankt Liöko. Öaldiit(5), Enocr(4), Sultan«,' Banjudi. Narew. Ambos. Tradition(0). Tyrann. 7. G u l l i o e r- ?l u S gleich. 10 000 M. 1800 Meter. 1. Atadar(Bäsch!. 2. Orilus lDanek). 3. JkaruS kKgider). Tot.: sieg 00: 10, Platz 21. 4t, 20. Ferner liefen Moritz(4). Segantini(5). Sterna<0). Roienroty. Gondlkr, Parabel, Finboge, Sieg, Mazzin, Saloniki, Prophetin, Wall. Donnerkeil Laneelot. Da? Gestüt Evnssantin-Manne batte Dienstag scheinbar ans Plötz abonniert, denn die Vertreter seiner Farben hotten sich nicht weniger aiZ viermal das zweite Geld. Ter grosse Preis von Teutschland, daZ klassische Dauerrennrn, das am 13. Juni, nachmittags 4 Ubr, aus der schönen und einivandsreien Olnmpiabahn zum Austrag geiangt, versvricht auch diesmal wie in trüberen Jahren da? bedenlendsle radiporllichc Ereignis zu werden. Mit dem vor- jöbrigen Meisteriabrer Ealdow sowie Appelhons. Lelvanoiv, Pawlc m d Hofsmann bat das Rennen eine seinem Namen würdige Besetzung erbatlen. Potsdam- Berlin. Der Verband B r a n d e n b u r g ii ch? � Vi t b l c t> l v e i c i n e bring! am kommenden Sonntag leinen Slofiellaiit Polsdam-Berlin zum 13. Male zun, Anslrag. 70 Mannschasttn mi! über 3000 Teilnelmein werden sich bcleiligcn. Der Start erfolgt um 0 Uhr früh an der Eiienicker Brücke, so dass die ersten Löutcr gegen 10 Uhr am � Ziel zu erwarten sind(Bismarckdcnkmal am Konigsvlatz.) Die Preis- � Verteilung findet anschliessend im Sprcezel! stalt. Frauen-Tnrn- und Sportfest. Ebensall? am Sonniag findet im Stadion ein Frauen-Turn- und Sport-est statt, das gnaittattv wie ! guantilaiiv gute Besetzung gesunden hat und interessante Kümpse verspricht. ' Das Fest beginnt um 3'ss, Ubr. D[�3[äJ[�E3 G l3€k©iiiiii€B fee! uns Wa.sc>': 1 Mir. Hemdenluch so 1 Mir. weih Molton io>.-dt.... 1 Mir. Tupfcnmull........... 1 Mir. farbiß Balis! g«si:cit...... 1 Mir. Gardincnmull bunt Ces.icit.. 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I Satz Kompoltschalcn Presosi., sst 9.50 6 Kompotleller Brosseln,....... 9.50 3 Einkocngläser 1 Liter, Mit Gummi,. 9.50 4 Essluffel Aluminium.......... 9.50 Kaffeelöffel Aiumin Schöpflöffel Aiumini für 9.50- Gasglühslrürnpfe .9.50 . 9.50 9.50 . 9.50 . 9.50 9.50 ........ 9.50 1 Kohlenschütter... V crö dh ied C5ics 2 Mtr. reinseidenes Band u e10 l r- 9.50 1 PaarGummistrumproändcr&hioife 9.50 1 Qatist-Domenkragen mit Einsat*.. 9.50 1 Dürr-er.f'Ürtel mit Dorchsug nnd Parpe! 9.50 6 grc&e Frctlier-ScLTücher..... 9.50 1 Handlasche imit Leder........ 9.50 1 Schulmappe imit. Leder........ 9.50 o«tP! l Waschkcrb v"--!............ 9.50 lalum........ j c., o rn 0 Tf*! 1 Spiegel brauner oder weiüor Ealunen.. J•�>v/ T,.' O /?>> 1 Fcldsiuhl estra stark.......... 9.50 grosser Briefkasten........".Ju, T,,,., o cn Ii i eddyDÖr mit Stimm«......... y.JV Kartouelprcssc............ O.ckio, � Mahkasicn reieh Befuiit........ O.hO Kopibürste.............. 9.�3 j 1GO Bog. Briefpapier m. Umschlag. 9.50 Waschbrett mit Zinkeinlage f Waschbüiste 9.50 3 Merüit-Romane........... 9.50 1 Paar Sloffhaussthuhe....... 9.50 Mark impl?.öeOgr.Ai€lier 1 Aufnahme: 12 Postkarten q rrv künstlerisch ausgelülirt.......... � o%J\J Im Erfrirchun�smiim; 1 Tasse Bohnenkaffee mit Gewtck 95 n. 1 Tasse Schokolade Gebmk. 95 pl 1 Tasse Kakao mit GeSRck.... 55 pi. 1 Portion gcmifcHtcs Eis...... 95 pi. Si?. I©-Il r=s?i r�sn s�-i i-=i ressn nzsv f=i SCHUHHAUS BERLOWITZ lllDZSlraSe 24 Erst© Eiag©:: s: Braune Herrenstiefel..198«- Elegante Lackbesatzstiefel Goodyear Welt nt"°» 16S.- Theater.lichtspieleetc. J 'accacaoooadSi Opemkaus. Scharahzade. Anfang 7 Uli r.__ Scbanspielhaas. Othello. _ Anfanü 7 Uhr_ Beütschss Tiieater. 1 Deilselies RWsr-HieateF Zum vorletzten Male. I A,nbenj!ich 7 /, Uhi: ÄaÄÄ'KäS* Die bessere Plfte Ab Freitag Gastsp. Wcroezirk Schrei nach dem Kind. Kasmersgiele. 7�/z Uhr: Tcffun. (Lupu Pick, Vaüentin.) Volksbühne Theater am Bülowplatz. Tu.rEäÜittien ycnEeilhroan LsssiügTnsater. j Heute bis Freitag i 71 j uhr. Pygmalion. mit Max Adalbert. 71,7 Uhr: Der Lclbsari.'vt« (Abel, Käte Dorscn, Junker- mam», Paula Ebeny.) Theater desWsstens 7 Der Schrei n. d. Kind. (Werbezirk, Schwanneke, Potozka'a.) Freitaa zum I ,\lale: Die goldene Ritterzeit Burleske mit Paiienberg. Gfsiss Seiitüs�llians. 7: Julius Casar(5. Abt., 4. A.> Dtg.7: Julius Cäsar(6 A, 4. A.) Yheater I. d. HönlsgritzerStriSs ViS: Die groSe Katharina Mit dem Peuer spiel»». KomMieikais Täglich 8 Uhr: Die Reise in die Mädchenzeit. Oeriiaer Theater 1 ,8 Uhr: Der letzte Walzer Uent.nhes Opernhsn. 7 uhr: Zar u. Zlsüneraiänn I>le Tribüne s uhr: Bnnhary. Frledr.-W|UielznM.Tb. T/j Uhr: E¥C!]8il EfiffiMt Kleines Theater. u hr Die Plarrhaiisköniöilie. Komlache«Spcr uhr Eine Bailnacht. IjUBtMplcIJiaut» Arnold Ricck in u'hr TwafipeinntiarliErung. Sletrojjol-Tt'hentcr. u./3: km weißen RSss'I Neues Central.Thcatcr Friedr.-V/ilhelmst.Theater p/a Uhr-Meo KMreM. Der große Erfolg. CssiMü-Tiiegter '-othriagenitr.37. rägl.'i.f.U. Der Sensaiions-Sch!a>:er (mkul Cebu Voiksstück in 3 Aufzügen. Schluß der Spielzeit 15. Juni. Wiedereröffnung 14. August. jT1/, Theater VI* | Direkt, lames Klein, j VsFlißSfiitis Gastspiel Bianvalet m UCalKCr 7/aEmEeltsafflerFan U.II \enes Operettonhnuis �uhr-.Priazessln Fricill. \eues Voltstbeater Jh? Pension ScMWIer dieliankni A Köniegrätzer Str. 12t. 'Uhr: Leo PeykEPt In . Wenn öef Vater iqISoIim.. Nclilller-Theat. Chart. 3 Uhr; Wilhelm Teil, f t/i uhr: ßie RibeBSleiiiEriii. TUalla-Thentcr uK2r:ÄffiOF auf Reisen Tb. am hiollendorfplnt. u.1 Eine lacht im Parailes. Theater 1. d. Alt. Jekobstr. uü Die vsrschwnnä.PMflne, Wallner-Thentep 7.i5 u.: Der froufiaiioiir. Walhalla-Theater. 7". uhr: Ras fieietz. Residenz-Tfcßster. Stadtbahn Jannowitzhiücke. Täglich>,.8 Uhr: PauIWegencru.OigaLimburgin Oiä RiscMoffs Sonntag 4 Uhr, kleine Preise: Johannlstener. TriaMOH-TfeMtsr. Bahnhof Friedrichstraße. Täglich 8 Uhr: SuusntcJUil sonntag 4 Uhr, kleine Preise: " e«. Oer Stkrnafrle/ Natura- [ Üstiscb-phantastisch.| Sailen 2 Hartwells Phänom. Luftakt Variete-Gastspiel Frans Qr©ss v. Theat. d. Westens| Smaragda ! Universal-Dressuren> I van d. Felden Zigeunerleben Harry L Jach die Urkomischen 2 Fränzis Salon-Akrobaten lu.weitcr. Sensationen I M Theater a.Kottbus.Tor ? Tel.: Moritzplatz 14814. mt Jeden Abend?>/, Ohr: S�Elite-SSüger. tjmtStP Horst, Ruselli, I« MM« R. Schräder. Riess il KW Schubert usw. ii fr Blüthgen-Konzert. JB-B» Vorvk. n-P/�4-6 U. 3£!«ei1JT.M-V». > Allabendlich 7 Uhr: O j 2 Lorleys| i Dr. BennoWünsch* 1 Ciselatus| | Rosel Dehny t Martin Loevve - Annie Trautner 2 Kajanows IfldlPixGüSlIePBeri i m Coca u. Coca i ReeTcaußesvcs| Am Flügel: E. Hcntschel.» Kapelle Mundi Neumann. 4 1 MäTnls-PalMt 7'/, U.: Flirt In St. Moritz. iommer-tiieater „GroS-Berlin44 vorm. Kllem, Nasenheide. Täglich PriHieiaii v.Nil Vorher ab SV,: "" n, buiitas Progr. FASC-Tkeatü. 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S07,— sÄeferoefoubs-Rov.to. 105,— ftonto-Sorrent-Sonto. 3362,90 Ronto-Storrnif-Rcnto. 1191,86 Zlautwns-Kanto... 108,— Gern inn-u.Seiluft-Ronto 1816,75 7613,31 7613,61 Debet. ffietainn- und Verlusk-Sonio. Jtretit.|~ Lohn-Konto.... 3399chö Ertrag aus d. Betrieb. Urttoftcn-SUnto... 1827,10 Warenbestand... SUanj-Äanto.... 1376,75___ 1420b" 6633,40 6o03/W Mitgliederbestand am 31. Dez. 1919; 30. Die Mitglieder- aeschLstsguthaben betragen am 3L Dez. 1019: M. 4340.— Die Haststtmme, sür welche am 31. Dez. 1910 alle Genoffen zusammen anizukommeii haben, beträgt 30 Geschäftsanteile ü M. 200,— gleich M. 6000,—. Mitgliedsradgong im Geichästsjahr letner. " Der tJocsland: Der Lfnsslchtsrat: Fritz Lindau. Rudolf Kindt. Jos. Knanck. Rich. Schmidt. R.M:elott. fßSi der AUmetallh. IS*»� lillmeiallel Lumpen, f Papier, l Eisen» �0Ste«i0S8- UQi,ei3iztßtsna öfilVi» imarktö'fO *"-'in Ho«»« ZTunli Fsr ymii Giäier 823 ct-kn Sitz virfl cirsci.Ert. letaÜfzsicBcto in tt. K.Sö n. 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Richard Fischer, Eduard Bernstein, Elfriede Rvneck, Rudolf Wissel, Marie Iuchacz, Otto Sidow, Otto Wels. Oswald Sch'.mwnn. Slttoin Körsten, Alex Kuntzc, W. Kröger, Stelling, Hans Krüger. Paul Loelbe, Karl Fraug, Franz Feldmann, Max Seppcl, Pairl Taubadel, Emil Gerwig, Frau Adele Schreiber, Gustav Bauer, Hermann Silberschundt, Hermann Bcims, Ferdi nand Bender, Frau Minna Bollmann, Richard Krüger. Paul RoisshauS, Hermann Kepplcr, Otto Sivlien, C. A. Hellmann, Frau Johanna Reitze, Ludwig Wcigand, O. Hünlich, Friedrich Lcsche, Friedrich Peine,. August Brei, Heinrich Rinke, Joseph Hartlei, Gustav Fischer, Karl Severing, Alfred Janscheck, Karl Schreck, Max König, Otio Hup, Frau Berta Schulz, Heinrich Hansmann. Philipp Scheidemann. Johanna Tesck, Engen Kaiser, Georg Thöne, Karl Ullrich, Eduard David, Ludwig Ouessel. Johann Meerfeld, WülhÄm Sollnrann, Karl Zörgieboi, Karl Obermeiser, Johann Tabor, Erbvrd Auer, Georg Simon, Antonie Pfülf, Hermann Müller. Adolf Brenm, Johann Vogel, Jobannes Hoffmann, Wil- lielm Buck, Richard Schmidt, Hermann Kamann. Karl Pinkau, Daniel Stücklen, Richard Meier. Hermann MolkenhUbr. Minna Schilling, Alfred Fellisch, Wilhelm Keil, Karl Hildenbrand. Franz Feuerstein, Oskar Geck, Georg Schöpflin, Lorenz Riedmüllcr. Unabhängiflc. Luise Aietz. Emil Eichhorn, Georg Ledebou?. Artur Crispicn, Dr. Julius Moses, Adolf Hoffmann, Heinrich Maltzahn, Zickeil, Däumig. Löwenstein, Frau Remis, Breitscheid. Brühl, Wulff, Staob, Kotzke, Brandes, Tiitmann, Kuneri. Koenen, Diüvell, Raute, Waawiv. Bock, Mohrhof, Rosenfeld, Frau Wurm. Oskar Cohn. Reich, Ernst, Ludwig. Teuber, Octiinghails, Pieper, AgneS, Brast. Sauer- breh, Unterleitner, Zbomas, Friedrich Geyer, Seger, Lipinsli, Rvssel, Remmele. Nemitz, Vagiherr. Horn, Herzfeld, Henke, Dartz. Eckardt, Aderhold, Karsten. Dissmann, Sender, Beckmann, Fricst, Simon, Seidel, Soldmonn, Flcißner, Schimmer, Riitau, Jockel, Kohnt. Adolf Geck, Schwarz, Kruse, Breunig. Hertz, Dr. Geyer, Mittwoch, Puchta. Kommunisten. Heckcrt, Klara Zetkin. �_ Amtliche Wahlergebnisse. Die Namen sämtlicher Gewählten sind nur für jene Kreise angegeben, bei denen es bisher nicht schon geschehen ist. Durch die Verbindung der Reststimmen im Wablkreisvcrband gewinnen verschiedene Parteien noch weitere Mandate. 5. Wahlkreis sFrankfurt/Odcr). ES fehlen noch ungefähr hundert ländliche Bezirke. S o- zialdemolraten 174 47S, 2(W c t■? Schumann). Unabhängige 102 665, 1 f.Kvtzke), Demokraten 70 334, 1 sBähr), Lausitzer Volkspariei 402, Deutsche Volkspartei 114 943, 1>v. Kemnitz). Dcutschnationale 182 432, 3 kMahlke. Bruhn, Warmuth), Zentrum 20 669, Kommunisten 8049, Polen 4632. 18. Wahlkreis lWcser-?ms). Sozialdemokraten 1 Mandat sRcft 53 637).— Unckb- bangige 1 Mandat(Rest 44 238).— Deutsche Bolkspariei 2 Mandat?'(Rest 251501. Zentrum 2 Mandate(Rest 14 864).— Demokraten 1 Mandat(Rest 21 2541.— Dcutschnationale kein Mandat (Rest 34 849).— Welsen kein Mandat(Rest 22 030 Stimmen). 18. Wahlkreis(Süd-Hannovrr-Braunschwcig). Sozialdemokraten 277 680, 4 Mandate(Brey, Rieke.Hartlp'b, Fischer).— Unabhängige 185 572, 3 Man- batft(Eckardt, Aderhold, Karsten).— Deutschhannovcraner 133 268, 2 Mandate(Colshorn, Langwost).— Zentrum 48 901, kein Mandat.—• Demokraten 52 469, kein Mandat.— Deutsche Volkk- patfct 201 448, 3 Mandate(Dusche, Albrecht, Havemann).— Deutschnat'.onole 68 212, 1 Mandat(Helffertch evtl. Wienbeck).— Deutschsvzialistcn 649, kein Mandat.— Nationaldemotraten 636, fein Mandat.— Kommunisten 4392, kein Mandat. Es ist sicher, datz das Zentrum und die Demokraten durch Listenverbindung mit dem 16. und l�. Wahlkreis einen Sitz uufo ferner höchstwahrscheinlich die Dcutschnationalen durch Listenverbindung mit dem 16. Wahlkreis noch einen weiteren Sitz erhalten. 21. Wahlkreis(Hefsen-Nassau). i Vorläufig): S o z i a l d- m o k r a t e n 297 842. 4 l-S ch ei de- mann. Frau Tesck, Kaiser, Thöne), Unabhängige 138 9?-, 2(Dißmann, Frl. Sender), Deut-scbnalionale 171(b3. 2(©eine« via evtl. Lind,©artwig). Deutsche Volkspartei 189 174. 3(Rieyer. Hepp, Seibert). Zentrum 179 960 2(Schwarz. Herbert). Demotra- ten 111071, 1(Schücking), Kommunisten 15 854.— Es gut aU sicher, dast die Teuischnationalen und das Zentrum durch eisten- Verbindung mit Hessen-Darmstadt noch je eiuen Abgeordneten erhalten. An dem Endergebnis fehlen noch 30 Siimmbezmc, d,e es aber kaum ändern dürften. 23. Wahlkreis(Köln Aacheu). Sozialdemokraten 2(Meerfeld. Sollmanv). Volkspartei 24. Wahlkreis(Koblenz-Tricr). Sozialdemokraten 64 lS8, 1 Mandat(Z ö r g i e b e l). _ 11 niab hängige 29 663, kein Mandat.— Deutsche Voltsvaric! 36 010, 1 Mandat(Oeriel).— Teutchh nationale 20 066, kein Mandat.— EhriMiche Voltspartci 29 629, kein Mandat.— Zentrum 296 377, 4 Mandate(Kaäs, Ncynes( Tremmel. Guörardl.— Denro- f raten 15 628, kein Mandat.— Witt«, fraktionslos, 168. 29, Wahlkreis(Franken). (Endgültig.) Sozialdemokraten 3(Herm. Müller, Ad, Braun, Vogel), Rest 3630, Unabhängige 2, Rest 54 886, Bayerische Volkspartc! 5. Reit 9257, Bayer. Mittelparici(Deutsch- national) 3. Rest 31 336, Demokraten 2, Rest 11 705, Deutsche Volkspartei 0, Rest 30 507, Kommunisten 0, Rest 10 973, Deutsch- soziale 0, Rest 2972. 27.— 30, Wahlkreis(Bayern). Vis znm 8. Juni, mittags 12 Uhr: Sozialdemokraten 470 863, 7 Mandate.— Unabhängige 371110, 6 Mandate.— Batierische Volkspartei 1 138 533, 19 Mandate(mit Wahlkrcisvcr- bäuden).— Deutsche Volkspartc t und Mittelpartei 400 914. 6 Man- iiatc.— Teutse�emokraten 228 651, 3 Mandate.— Bayerischer Aauarnbund 214 867, 3 Mandate.— Kommunisten 57 360, kein Mandat.— Dentschsogiale 2458, kein Mandat. Aus acht ländlichen Sezirke» fehlen«och die Ziffern. 31. Wahlkreis(TreZhen-Blnitzen). Auf Grund nachträglich eingegangener Berichtigungen: So» zioldemo traten 222 493. 3(Buck, Schmidt, K a h m a n n), Unabhängige 165 513, 2, Deutsche Volkspartei 159 729, 2, Zentrum 13 869, Deutschnationaie 123 861, 2, Demokraten 88 598, 1, Lausitzer Volkspartei 5022, Kommunisten 8739. Die Verteilung der Mandate im Wahlkreis verband Freistaat Sachsen ist daher folgendermaßen richtigzustellen: 9 Sozialdemokraten, 9 Unabhängige, 1 Kommunist, 3 Demokraten, 7 Deutsche Volks- parieiler und 5 Deutschnationaie. SaperZsche Lcmötagswahl. Vorläufige vollständige Ergebnisse: Sozialdemokraten. 487 060 Stimmen, 19 Sitze, Unabhängige..... 388 613„ 16. Kommunistische Partei.. 51 174, 1, Bayerncbe Volkspartei.. 1 154 466, 54. Demokratische Partei... 235 494, 8, Banernbutid...... 235435, 10, Mittelparici...... 404 611, 17. Außerdem sind noch 15 Stye auf Grund der Reststimmcn und locitere 15 Sitze von sogenannten LandlagSabgeordneten auf die Parteien zu verteilen. der Wortlaut öe? neuen Schiffsraumnote. Berlin, 5. Juni.(W. T. Bh Die Deutsche Regierung, die, wie bekannt, bereits wiederholt bei- der Entente wegen Be- lassung des für die deutsche Wirtschaft unbedingt nötigen Schiffsraumes vorstellig geworden ist, Hot neuerdings der Reparationskommission in Paris am 4. d. M. folgende Not«. überreichen lassen: Die Deutsche Regierung hat in der Note vom 3. Mai um die Belassüng von Schiffsraum gebeten. Tie darin enthaltenen Anträge stellten das M i ni m u m dar, welche? gefordert werden muß. um das deutsche Verkehrswesen zur See ausrecht erhalten zr können. Die Deutsche Regierung ging dabei davon aus. daß in Ausführung des Friedensvertrages von den 325 000 Tonnen im Bau befindlicher Schiffe bei Fertigstellung durch Deutschland jeden» falls 145 000 Tonnen Deutschland zufallen würden. Dieser Erwar- � tung haben die Verhandlungen in London nicht entsprochen. Es sind dort Deutschland nur 100 000 Tonnen, und zwar nur Schüfe mit geringem Fertigkeit sgrad zugestanden worden. D i der Maritime Service weitere deutsche Anträge abgelehnt hä:, so sah sich die Deutsche Regierung genötigt, dieses Angebot anzu- nehmen. Infolgedessen müßte sie jetzt die in der Note vom 3. Mal gestellten Anträge erweitern. Wenn sie trotzdem hiervon obsicht, so tut sie cS in der festen Erwartung, daß die NeparaiionSkom- Mission nunmehr dem Antrag auf Belassung von Schiffsraum u n- gekürzt stattgeben und ihre Entscheidung so s ch n e l I wie möglich treffen wird. Deutscherseits ist die Voraussetzung, von welche- die Reparationskommission die Prüfung de? Antrages abhängig gemacht hat, n a ch b.e st c n Kräften erfüllt. Bon den abzuliefernden Schiffen ist bereits eine beträchtliche Zahl nach dem Firth of Förth gebracht worden. Tie Reparationskom- Mission wird daher um tunlichst umgehende Entscheidung gebeten. sammlungStetlnehmer und schlugen m t t indem sie riefen:„Es lebe H: n aut nc ein, d c n b u r g- Es lebe deutsche Tragöüie in Täbris. Kampf nm das deutsche Konsulat. Teheran, 7. Juni. Die Regieriing zu Tabus h» Persien versucht die ins deutsche Konsulat Geflüchteten mit Gewalt herauszuholen und Ivill nicht nachgeben. Konsul W» st r o w konnte nickt nachgeben, weil in Perficn je»er«remde Vertreter»ach Landes- brauch und Herkommen bei seiner Ehre und seinem Attiehen zum Schutze von Achlflnchtigen uitter Einsetzuiig seines Lebens vcr- pflichtet ist. Um das Konsulat ist zwischen Slngreüern uvd Verteidigern ein Kampf entbramrt, der unter Anwendung von Bomben und Ma° schinengewehren mit Erbitterung gerührt wurde.— Ein von Konsul Wustrow in Teheran eiiigetrosfeite-S Telegramm besagt, daß crn Appell an die Furcht in einem deutschen Herzen keinen Widerball finde, der Weg zu den Flüchtlingen nur über seine Leiche führe, daß er nur Beichlcn der deutschen Regierung gehorche, und schließt mit den Worten: Ich cnipsehle meine Frau und Kinder der deutschen Regierung. Nack einer R e n t e r m e l d u n g sollen„Demonstranten" ouS dem Konsulat beschossen worden sein. Die Angreifer seien in das Konsulat eingedrungen und der Konsul habe sich das Leben genommen, Sämtliche Deutschen im Konsulat erklärten sich solidarisch mit dem Konsul, Ehre und Ilnverlevlichkeit de? Gebäudes bis zum letzte,, Atemzug zu verteidigen. Nach einer„Times"-Mcldung wurde Konsul Wustrow von den prcsischci, Demokraten beschuldigt, bolschewistische Literatur in Druck gegeben zu haben. Weun es sich wüllich um die Verierdigmig des Aiylrechts gehandelt hat, wäre eS Ehrenpflicht der übrigen europäischen Ber- tretuugen gewesen, dem deutschen Konsul beizustehen. Ob er im Recht ivar, können wir nicht cuischriden— jedenfalls nötigt sein Handeln Achtung ob._ Der Proteststreik in ffollanö. Znsammenftöfzc zwischen Polizei und Demonstranten in Haast. Haag, 8. Juni. Anläjilich der für heute angesetzten Einbringung des Gesetzes gegen revolutionäre Umtriebe vcrsammrllcn sich in der Nähe des Bolkshauses, auf dem eine rote Fahne aufgezogen war, etwa 20000 bis 25000 Personen, die gegen 1 Uhr mittags mit den sozialistische» Kammer- abgeordneten an der Spitze nach dem ParlameutSgebände zogen. I» der Rahe des ParlamcmSgebäudrS«rat die Polizei dem Zuge entgegen. Tie Beamten hatten Mühe, die andringenden Massen aufzuhalten und trieben schließlich die Menge mit Gummi- k n n t t e l n und Säbeln zurück. Einige Verhaftungen wnrden vorgenommen. Amsterdam, 8. Juni. Der Ausruf zu einem allgemeinen 24 stündigen Proteststreik gegen den aus revolutionäre Umtriebe bc- züglichen Gesetzentwurf, der heute in der zweiten Kammer eingebracht wurde, ist in den großen holländischen Städten nur teilweise befolgt worden._ vlamenkrawalle in Hrüffel. Brüssel, 7. Juni. l.Havas.' Gestern abend ftrnd eine, von der „Gesellschaft der Freunde Frankreichs" einberufene Versammlung srair, um die Gründ«. zu erörtern, weshalb die U n i v e r- s i t ä t Gent nicht den Vlamen ausgeliefert werden dürfe. Nach Zeitungsberichten waren etwa 100 Vlamen anwesend, die durch Schreien die Be-rsa-urmlung störten. Sie stürzten sich auf die Der-, Bissing! Fort mit- den Franzosen!" Es gab mehrere Verwundete. Tie Polizei zerstreute die Manifestanten und nahm einige Verhusiungen vor. Vor dem Schwurgericht in G c u l werden am 5 Juli 35 P r o- lessoren der ehemaligen vlaniiichen Hochschule in Gent abge- urteilt werden. Neues Mentat auf Lenin. Lenin an der Hand verletzt. Ter Täter verhaftet. Prag, 8. Juni.(Dena.) Ein Fniilentelegramm aus Moskau meldet, das) auf Lenin ein neues Attentat verübt wurde. Ei» Soldat hatte auf ihn einen Schuß abgefeuert und ihn an der Hand verletzt. Ter Attentäter wucde verhaftet. Tie tolschcwistischc Zeitung„ P r a w d a" bestätigt die Nachricht. Llopü George für üen tzanöe! mit Sowjet- Rußlanö. scharfe Zurüesweifmist der französischen und Nortcliffe- scheu Krititen. London, 8. Juni. lMeldung des Hollandsch NicuniSburrau.) Bei der AuSeinniiderfetzung über die Verhandlungen mit R» st l a n d im Unterhause beantwortete Lloyd Ol e o r g e energisch die Kritik, die an der Handlungsweise der Regierung geübt wurde. Er sagte, daß die schwierigen Vcrbandlungrn �uf Grund von gemeinsamen Entschlüssen der Alliierten gc. führt wurden, an denen sowohl Clemenceau wie auch M> l l e- rand heteiligt waren, und daß die Alliierten in San R r m o einstimmig zu dem Beschlust gekommen waren, dast man im Interesse der gaii-,rn Welt neiwcndig die Handelsbezichun- gc« mitRustland wieder aufnehmen müsse. Lloyd George er- klärte, die volle Verantwortung für den Weg, den man in dieser Frage eingeschlagen Hobe, übernehmen zu wollen. Die Rc- giernng besitze Beweise, daß in Rußland Getreide vor- banden sei. Darauf verlas Lloyd George ein Telegramm aus Pole», worin gesagt wird, daß in der Ukraine bereits ein sehr wesentliches Quantum von Getreide zur Aussuhr tatsächlich vorhanden ist. Tie Alliierten, welche sähen, wie der Wcltmangel zunehme, hielten es für notwendig, die Beziehungen mit dem Laude nicht aufzugeben, das früher 25 Proz. der Lebens- mittel von Europa exportierte. ES sei kein Zweifel, dast Petra- l e u m, F l a ch S und Holz in Rußland seien, und einer der Gegen- stände der Besprechungen nnt Krassin sei das Transport- wese» gewesen, welches in Rußland mit englischer.Hilse verbessert werden solle. Lloyd Oleorge trat gegen die Ansicht auf, hast man keinen Handel mit einem Lande treiben dürfe, dessen Regierung man ablehne, und fragte, was man dann sagen müsse zu einem Handel mit der Türkei oder mit dem zaristischen Rußland. Zu sagen, daß man niemals mit Rußland Handel treiben wolle, solange dort eine bolschewistische Regierung sei, tvärc e i» Akt der Dummheit Znm Schluß betonte Lloyd George noch- mals, daß er persönlich alle Verantwortung übernehme. Er hotte selbst den Hauptanteil an den Bcratnngen mit Krassin und ist stolz darauf, daß seine Pläne in dieser Richtung angenommen wurden. Am Dienstag wurde Krassin von Lard Eurzon, Donar Law und anderen Ministern nochmals empfangen. 3lnch ein Poftabkommcn in Sicht'k London, 8. Juiri. lMeldung des Hollandsch NieuwSbureav.)": Tie„Times" meldet, daß die britische Regierung tm Begriffe ist— wenn es nicht inzwischen überhaupt schon geschehen ist—, mit Sowjetrußland ein Abkommen über den P o st v e r k e h r durch' Krassin zu treffen, und will wissen, daß dieses tzlbkommcn gegen Frankreichs Willen stattfinde:. Deutsch-französische wirtschafts- Verhandlungen. lieber die deutsch-frantösischen Witts chaitSverhandlmigen erklärte der französische Handelsminister Jsanc einem Redalreur des„Ecko de Paris", hie Berauiugen hätten noch zu keinem praktischen Ergebnis genihrl. ES ici ja auck> nur ein Begiutt gewesen, ein erster MeittutigS au Statisch, man habe sich begrüßt, mau habe Kenntnis genommen und die Delegierten hätten sich nach Branchen verteilt. Man habe dann fesizeüellt, daß zwei oder drei Fndustriegrtippen fehlt ett, um die Bcrhändlmtgen ptündltch führen zu können. Dieter Fehler werde bcicntgr sei», wenn die- Deutschen zurückkehren. Auf die Frage, ob der Minister g l e. u b c, daß man das nächste Mal zu einem Ergebnis kommen werde, antwortete er:„Ja, wenn alles put gehen iviid, werden wir ein Abkommen erzielen, namenilich für die Metallurgie und über die Farbe n." Aus die Frage, ob alles von den Verhaudluugen in Sva abhänge, erklärte der Minister: Unsere llinerhallungcn find unabhängig uon der Konterenz von Spa. Es handell sich bei ihnen nur darum, die Wiedcrattsnabme der Geichäite im allgemeiuen Intel esie ins Auge zu fassen. Was ivir wollen, ist, nichts z» Net- nachläisigen, was die Produktion d:r Industrie und die Wiedel- aufnähme des Handels släiken kamt. Wir haben von der e'tien wie von der anderen Seite das gleiche Interesse daran, daß dte haupttächlichsten Industrien soviel wie möglich produzieren löur.cn. Auf dieser. Basis haben wir uns vereinigt, ittdem wir die p a l i- tischen Fragen, ja selbst die Fragen der Auslegung des Vertrages von Versailles beiseite ließen. ßreilaffung verhafteter Deutscker. PariS, 8. Juni.(W.T.B) Nach Mitteilungen des Matt n" wurde seitens des Direktors der Militärjustiz angeordnet, sofort alle deutschen Staatsbürger, die nach dem 10. Januar 1920 verhaftet wurden, in Freiheit zu fetzen, gleichviel unter welcher Ankl üge sie stehen oder wie weit die Vor- Untersuchung fortgeschritten ist. Die Revision des Straf- Verfahrens gegen die vor dem 10. Januar verhafteten deutschen Staatsbürger soll später erfolgen.(Diese ßlnordnung De- ziefit sich offenbar auf jene Deutschen, die im besetzten deutschen Gebiet wegen K r i e g s v e wb r e ck e n verhaftet wurden bzw. auf die noch aus diesem Grunde zurückgehaltenen Kriegsgefangenen.) Der polnische Generalstab gibt jetzt täglich einen ellenlangen Kriegsbericht heraus, ganz in der Art jener Kommu- niqucs, die die Welt während Jahren täglich verdauen mutzte. Es fehlt auch nicht an den üblichen Greueltaten. Der Bericht vom 7. Juni erzählt von aufgefangenen Befehlen russischer Stäbe in deutscher i?) Sprache, offenbar in der Absicht, die Entente gegen Deutschland aufzuhetzen. Ein Kvalitionsminißerium avs allen Parteien uarter De. G r i n i n S als Mmistetpräsident wurde in Litauen gebildet. GswerMostsbeWegung Betriebsräte und Hewerksthasten. Da«.Korrcipondenzölatt' de« Allgemeinen Deutschen GeWerk ichaftSblindes bringt in seiner letzten?Iummer einen sebr beachtenswerten Artikel, den wir im Interesse der Arbeiter- bcweiuing in seinen Hauptstellon bier wiekergeben möchten: «Nachdem die Wahlen zu den Betriebsräten beendet sind. beginnt nunmehr für die gewählten Arbeiter» und Angestelllenvcr» rreter eine Zeit ernster Arbeil und Verantwortung. Das B e» triebSrätegesetz bar ihnen weitgehende Rechte gegeben, aber auch eine Reihe schwerer P s l i ch t e n auferlegt. Sie sollen die Turchslihrnng des gesetzlichen Arbeiterschvtzcs, der Tarisverl*äge und etwa ergangener Schiedssprüche überwachen, bei der Regelung der Löbne und sonstigen Arbeitsverhältnisie sowie der Ueberwachung des Lchrlingswesens mitwirken, soweit eine tarifverlragliche Rege- lung nicht besteht, mit dem Arbeitgeber die Arbeitsordnung verein» baren, sür das Wohl der Kriegs» und Unfallverletzten bei deren Be- schästigung im Betriebe sorgen, mit den Arbeilgebern Richtlinien über die Ernstellung von Arbeitnehmern vereinbaren und bei der Entlassung von Arbeitnehmern init entscheiden...... Endlich aber sollen sie, und das letzte ist keineswegs daS geringste, an der Förderung der BeliiebZzwccle mttwirken, zur Herbeiführung einer möglichst hohen Wirtschaftlichkeit der Betriebs- leistungen, insbesondere durch Mitarbeit bei der Einführung neuer Arbeitsmethoden und durch Vertretung im Aufsichtsrat solcher Unternehmungen, für die ein Aussichtöral vorgeschrieben ist. Dar- über hinaus können den Betriebsräten durch Tarifvertrag oder durch Verständigung mit dem Arbeitgeber weitere Funktionen und Rechte übertragen werden. Ihr Arbeitskreis ist also ein sebr weiter und es gibt kaum e>ne im Betriebe vorkommende wirtschaftliche oder soziale Frage, mit der sich der Betriebsrat nicht gelegentlich oder dauernd zu beschäftigen hätte. Soweit die Betriebsräte gewerkschaftliche Schulung besitzen, werden ihnen diese Fragen meist geläufig sein. Vor allem die sozialen, mit den Arbeilsverhältnisien unmittelbar zusammen- hängenden Fragen. Aber auch den wirtschasllichen Bctriebsfragen steht der Gewerkschaftler nicht völlig fremd gegenüber. Anders der Arbeilervertreter, der nicht aus der gewerkschaftlichen Praxis hervorgegangen ist. Ihm fehlen meist alle Kennt- nisse und Ersahrungen auf diesen Gebieten und er must sich solche erst durch Verkehr mir geschulteren und erfahreneren Kollegen zu erwerben suchen. Die nur grostem Aufwand von Lungenkraft und Zuxigenrertigkeit vorgebrachte radikale Phrase macht auf ihn oft einen stärkeren Eindruck, als das vorsichtig zurück- 1 haltende und liihl abwägende Verhalten des gereifte» Gewerkschaft- lers. So gerät er lacht in den Bannkreis unfruchtbarer Agitation, der ihn nicht zu nutzbringender Arbeit im Interesse seiner Kollegen kommen lätzt. Das eine Jahr seiner Wablzcit ist bald verstrichen, und am Ende desselben erkennt er, dag er eigent- lich nichis c, reicht, sondern sich nur im fruchtlosen Kampfe auf- gerieben bar. Ist er zur Selbsttätigkeit veranlagt, so erkennt er vielleicht, wie er es hätte anders machen sollen und auch machen können, wenn ihm jemand damals gleich den richtigen Weg ge- zeigt hätte. Wenn die BelriebSräl« ihre Ausgabe in der rechten Weise er» iüllen sollen, dann ist ihre gewerkschaftliche Zusammen» sassung und Schulung eine unbedingte Notwendigkeit. Die Gewerkschaften selbst haben an dieser Organisation und Erziehung der Betriebsräte ein lebendiges Jnteresie, denn es sind Gewerk- schaftSangelegenheiten, um die sich die Betriebsräte kümmern müssen, und es kann ibuen nicht gleichgültig sein, von wem und wie diese Angelegenbeiten besorgt werden. Selbst wenn alle Betriebsräte ge- werkschafilich organisiert wären, könnten die Gewerkschaften diese sich nicht selbst überlassen, denn von den 8 Millionen Gewerk- s chaftsmitgliedern sind mehr als>/� e r st seit der Be- endigung des Krieges gewonnen worden und sie besitzen noch nicht jenes Mag von gewerkschaftlicher Schulung, das sie zur Wahrnehmung so wichtiger Gewerk schasts- intcressen befähigt. Aber leider sind auch beute noch nicht alle Arbeitervertreter organisiert, und nicht wenige sind sogar unter —-—--[— rnrnimmiBUiiHTimi dem Einfluß eitler gewerkschasiSseindkichen Agitation gewählt worden. Kann man erwarten, dag solche Betriebsräte im gewerk- schastlichen Geiste arbeiten und aus der neuen Einrichtung eine ge' werkschafrliche Vertretung im Betriebe machen werden? Dazu kommt, daß auch von anderer Seile versucht wird, die Betriebsräte organisatorisch zu erfassen. Vor allem sind politiiSe Richtungen bestrebt, diese Arbeitervertretungen zu Stützen ihres Einflusses zu gestalten, und sie allen mö lichen Sonderinter- esien und Sonderzwecken dien st bar zu machen. Es loäre aber der schlimmste Nachteil, der den Betrikbsräte» zugefügt werden lönnte, wenn sie poliiisierl und dadurch nach varteilichen Grunpierniigen ga'palten würden. Sie würden sich nicht nur jedes wirklichen Einflusses in den Betrieben berauben, sondern bald ibre wesentlichste Au'gabe in der Bekämvsung der anders gesinnten Be tricbsräle, also in der Bekämpfung der eigenen K l a s s e n g e n o s s e n erblicken. Die Unternehmer würden von solchen Betriebsräten nichts mehr zu furchten haben und die Situation nach der Parole:«Teile und b e r r s ch e' zu ihren Gunsten ausbeuten. Deshalb müssen die Betriebsräte möglichst einheitlich durch die Gewerkschasleu zusammengefaßt werden." Hermann Nohrlack-f. BuS Stettin kommt soeben die traurige Kunde, daß dort nach längerem Leiden der Genosse Hermann Nohrlack, Gauleiter deZ Metallarbeiterveibaudes, im Aller von 62 Jahren gestorben ist. Seit über 3ä Jahren war er in der Arbeiterbewegung tätig und seit über Jahren bat er den schwieligen Posten des Gauleilers in seiner Berussorganisalion verwaltet, ein Beweis, daß er sich des uneingeschränkten Vertrauens seiner Kollegen erfreute. Auch den älteren GewerlschastSgenossen Berlins wird der Verstorbene nicht unbekannt sein. Nock ehe er diese verantwortungsvolle Stellung als Gauleiter des Metallarbeiterverbandes für Pommern antrat. wirkte Nohrlack als Redner in der Berliner Arbeilerbewgung. Für die Hebung der wirtschaftlichen Lage seiner Berufskollegen bat er eine gewallige Arbeit geleistet, und wenn der Metallarbeiterverband heule zu de» macklvollstsn Organisationeu zählt, dann hat er das zu einem guten Teil der iulensioen Tätigkeit Hermann Rohrlacks mitzuverdankeir.� Er hat sich bei allen, die ihn kannten, ein ehren- deö Andenken gesichert. Auch eine soziale �irma. Vom Verband der Sckneider, Schnciderinnen und Wäsche- arbeiier Teutschlands, Filiale Berlin, erhalten wir eine Zuschrift, weicker wir folgendes entnehmen: In vielen Siraßen Berlins sieht man Korsett-Filialen mit der Ileberschrifl: Korieil«Neumann". Die Firma gebt unter dem Namen W. und G. Neumann und unterhält eine Fahrii in der Eliiabelhslr. 28/29. Außerdem befindet sich noch eine Koriettfabrik 'n Friedrichshagen, Scharnweberstr. Iis. wo zirka 80 Frauen und Mädchen mit einem Lohn von 85—94.50 M. beschäftigt sind. Seit dem Jahre 1917 wird hier'm Lobn gearbeitet. Dieses gefiel an- scheinend dem Mitinhaber, Herrn Dr. Maaß, nicht mehr, denn er halt« den Akkordlohn eliizuinbrcn versucht. Die Arbeiterinnen lvebrien sich dagegen, bis cS schließlich dem Herrn Doktor als frü- beren Rechtsanwalt gelang, einige Arbeiterinnen zu betvegen, zu- nächst 8 Tage auf Probe Äklord einzugebe». Nach 8 Togen ver- langte der Betriebsrat im Namen der Kolleginnen, wieder weiter im Lohn zu arbeiten. Hierauf ließ nun Herr Dr. M. durch seinen Betriebsleiter sämtliche Arbeiterinnen am 22. Mai zum 5. Juni kündigen. Aus den vom Betriebsrat und der Organiioliou hiergegen erhobenen Einspruch erklärte der Herr Doktor, keine Arbeit zu haben, er müsie daher leinen Betrieb schließen. WaS aber allem die Krone abbricht, zeigt folgender Vor'all: Arn Freitag, den 4. Juni, früb 7 Uhr. kamen die Arbeiterinnen zur Arbeil und sahen zu ihrem Entsetzen, daß ihre Arbeilstkeider, Geschirr und dergleichen im Vorraum aus Bänken und Tischen auS- gelegt waren. Auf die Frage, was das bedeute, erklärte der Bc- tribesleiler, Herr Morgner:«Da können Sie sich Ihre Sachen her- aussuchen, bekommen dann Ihr Geld und Papiere und können gehen". Der Betriebsleiter gab an, von Dr. Moaß den Auftrag zu baben, die Leute nicht mehr in den Betrieb gehen, sondern im Hof warten zu lasten. Die Arbeiterinnen sollten dann einzeln hereinkommen, um sich ihre Sachen, Geld und Papiere abzuholen. So behandelt man die Arbeiterinnen, von denen manche schon 18 Jahre für einc» Hiingerlohn dort arbeiten. Man läßt sie einlach vor der Tür im Regen sieben und wirst ibnen dann ihre Sachen vor die Füße, Der Mitinhaber, Herr Dr. Maaß, selbst Millionär, bat sich bei Tarifverbandkungen stets als Sozialist aufgespielt; seine Handlungsweise hat mit Sozialismus jedoch nicht das ge- ringste zu tu«. Diese Firma sollte sich jede Frau und jedes Mädchen merken und keine Arbeit dort annehmen. Cruppenversammlungcn der Betriebsräte der Afa. Mittwoch, Donnerstag und Freitag dieser Woche finden irr Haverlands Festsälen drei große Gruppenversammlungen der Be» triebsräte, Angestelltenräle und Betriebsobleute der Ata statt. Mittwoch versammeln sich die Belriebsverirrlungen des Bank». Vrrsicherungs- und Handelsgewerbes, der Bekleidung»- und Textil» industrie und der Lederindustrie, Donnerstag die de? Bau- aewerbes, der Sieinindustrie, der Chemischen Industrie, der Freien Beruke, des Graphischen Gewerbes, der Papierindustrie, der Holz- industrie, der Landwirtschaft und. der Lebens- und Genußmiitel- industrie, Freitag die der staatlichen und kommunalen� Be- bürden und Institute, deS Verkehrs, des Bergbaus, der Hütten, Salinen und der sozialen Versicherung. Die Betriebsvertretungen der Metallindustrie kommen voraus- sichtlich Mittwoch, den Ill.Juni in demielben Lokal zusammen. In diesen Versammlungen soll eingebend berichtet werden über die Richt« linien zum Ausbau der Betriebsräte des Allgemeinen Deutschen Ge- Werkschartsbundes undderA'a. Weiler sollen dieprovisoriscken Gruppen-> räie gewäblt werden. Ebenso wird näheies über dieindernächstenWoche beginnenden BetriebSrätekurse der Afa mitgeteilt. Die Hörer- karten können an Ort lind Stelle entnommen werden. Die von der Afa a-iSgearbeitelen ansfübrlichen Richtlinien für Einstellungen und Entlassungen werden in diesen Versammlungen verteilt. Die Besucher der Versammlungen erhalten diese von der Afa heraus- gegebene» Drnckschrilten umsonst, die später aber nur noch gegen Erstattung des Selbstkostenpreiies abgegeben werden können. ES .liegt also im eigensten Interesse der Mitglieder der BetriebSver- trelungcn der Afa. diele Versammlungen zu besuchen und sür sie Propaganda zu machen. Der Beginn der Versammlungen ist auf 7 Uhr festgesetzt worden. Von 6 Uhr an ist das Bureau in den Parterreräumen ge- öffnet, in welchem die AuSweiskarte» gegen Vorzeigung deS Mit« gliedsbuches eines Ata-Berbandes ausgehändigt werden, die auf Grund der erfolgten Anmeldung ausgestellt wurden. Arbeits- gemeinschaft freier Angestelltenverbände. OrlSkartell Groß-Berliu. Teutscher Werkmeifterverband. Fachgruppe Ild: Schokoladen-, Süßwaren-, Konserven- und Marmeladenfabritation. Monatsverlammlung Donnerstag, den 10. Juni, nachmittags 7 Uhr. bei Brandenburg, Straiauer Straße 3. Für die gesamten technischen Angestellten der Brauereien: Wichtige Versammlung am Donnerstag, den 10. Junr, nachmittag» 6 Uhr, im.Schultheiß-, Neue Jalobstr. 21/25. Zeutralverband der Angestellten. Veranstaltungen am 10. Juni. Jugendgruppe: Ocssentliche Versammlung 7 Uhr.Musikersäle", Kaiser-Wilhelm-Ztr. 31. Fachgruppe 4ä sKrankcnkasscnangfftellte): Mitgliederversammlung nachmittags 4 Uhr«Lorhiensäle", Sophienstr. 17/18 (großer Sani).— Fochgr-ippe 9a— d(Sederindustrte und Handel): MUgtiederocisammlung nachmittags ö Uhr„Klubhau»', Obmltr. 2. Fach- gruppe 14i(Auto- usw. Industrie und Handel). Mitglicderverjamm- lung 7 Ubr Verbandsbuieau. Bclle-Alliance-Z!r. 7/l0(Bericht über Tarif- Verhandlungen). Fachgruppe ISk(Papier- und Karlonnagen- Industrie): Mitgliederversammlung Tl, Uhr'Verbandsbuieau, Belle» Alliancc-Slr. 7/10(Tie neuen Taiiigehältcr). Deutscher Huiarbeiter-Verliond. Arn Freitag, den 11. Juni, abend» 7 Ubr: Versammlung der LelriebSobleute aller Branche» im Gewerkichafls- � Am Montag, den 14. Juni, abends 7 Uhr, Saal lV(Großer ssaal): allgemeine Mitg Ii ederversammlung. Buchbinder. verband. Vertrauensleute der reinen Buch binderelen und GejchäjlSöücherjabrilcn: Donnerstag, den 10. Juni, abend» 8 Uhr. im GewcrkschastShauS. Saal ö: VerwauenSmänncrfitzung. Da Bencht uver die Lei Handlungen mit den Arbeitgebern dort gegeben wird,»st daS tsr- scheinen aller dringend notwendig. Sriefkasten der Redaktion. M 45. Versuchen Sie es mit einem Inserat im«Vorwärts-.— i K. Bö. 30. Falls Sachen Ihrer Frau gepiändet werden, muß der Gläubiger zur Freigabe aufgefordert und evtl. oelklagt werden.— H. S. 37. Die 5rranlenkasse zahlt weiter.— F. A. Ja.— O-©•«6. Nein. Die Aeußerungen der Verwalterin beiagen gar nichts.— M.'44. 1. Die kaus- männiiche. 2. Das ist nicht elnheillich geregelt. 3. u.4. Wenden Sie sich an eines der in Frage kommenden Institute. Wir empfehlen solche zruiidfähUch nickt.— L. Z. 38. Das preußische BefoldungSgeses ist noch nicht verkündet.— 81. H. Die näheren Berhältnlsfe de» Unternehmens find uns nicht bekannt. — I. L.. Lichtenberg. Pilz- und Beerenscheine erhalten Sie durch Ver- milttung der Försterei desjenigen Lczirtes, in dem Sie sammeln wollen. Derantw. für den redaktion. Teil:«eich«»tiner, Tempckdok: für«n,ei?en: rh. Berlin,«ertal,! Borw. ilöt. Anhalter Nciioaree, Möck rnstr. III. f. Ab». 7. Abt. S. Ab,. 9. Ab». 10. Abt. 11. Sit». 12. Akt. 15. Ab«. 15. Akt. 10. Abt. 17. llbl. J«. Ab«. IS. tllbt. 2a. Ab». 22. Abt. 2.1. Abt. 234/8 ...................... Rei. Den. Keller. P' �eaho'er Brauerei. Fidicinslr. 2,/t. Res. Den. Umlauf. Blücherscle, Blückerstr. kl. Baabe. Fichteür. 23. Ret.«in. Wuschick. Reicheuderger So/, Rcichenberger Etrajje 147. Ref. Gen. Dittmer. Ec'uilauln. Relchcnderßer, Ecke Forster Straße. Peioter, Cuvryslr. II Echutauta, Wranget/tr. 128. Echutauta, Prinzeuitr. dt. Ref. Den. Glocke. Martnahof, Marwsliraßc 18.. Ref. Gen. Heß'chold. It. Sandwerterschute, Andreaostr>. Schulauta. Hohentodeitraße I». Res. Gen. MiinMcr. Samtaula, Li:a»er Str. 18. Res. Gen. Kreut-, iger. Echuiaulg, R,gaer Str. 80/81. Res SinMo.'ßen. Herrinann. Schulaula, Eckerlitr. tk. Sief. Gen. Klingler. Steffens, Landsberger Allee 150. AiiniastädUiche Lberrealtchute, Paiteurffr. IS IS. Res. Gen. Weibe über«Die bevor- stehenden Wahlen für die neue Sladtgemeinde Bertm". 2«. Ab». Sch»!au>a Christduraer Straße 11. Ref. Gen. Barth. 2A. ftrimnf i hfifi-fvoa o � k!,. stt ro 25. Ave. 26. Abt. 27. 2!M. 28. Abt. 1«. Abi. 30. Abi. 34. Akt. 28. Abt. 36. mt. 31. Ab«. ae. mm. 39. Mb». 40. Mb». 41. Abt. 42. Ab«. 43. Abt. 4t. Abt. 4g. libt 41. Mb«. 43. Mül Kdliigstadtiiches Rialgymnafwm, Gliiadethftr. 57,53. Ref. Gen. Weber:„Auf zu neuer Arbeit" Dürgerheim. Alte Schönhauser Straße 23/34. Res Gen.«ellrr über:„Soziatiemus und Kultur". Schulaula» Rupvtner Str. 18. Ref. Gen. Meyer. Schutaula. Schönhauser Allee lkka. Res. Gen. Fröhlich. Schalailla, Danziger Sir. 23. Ref. Gen. Dr. Wille:„Die Schulpolitik in der neuen S-adigemelnde Berlin". Lihuiaula.' Pappelallee 4l. Ref. Gen. Stadtrat Kebienz-r. Schulaula, Bernauer Straße 80/80. Ret. Gen. Wildegans. Humdotbl-Siile, Huifftenitr. 10. Res. Gen. Pailloch. Köhlers FestilUe, Tieckstr. 24. Ref. Gen. Dr. Striemcr:«Die Stadtveiorbneiciiwahten". Ariushol, Pcrlebeeger Str. 20 Epreediele, K-rchftr. 18. Ref. Gen.'Heinrich Peu«- Dessau:«Der Sozialismus von uvtea- Berqer. Iagoiotir. 2l. Ref. Gen. Brolat. Sch'.nidt, Wirlelstr. 17. Armiiilus-Feiliäte, Bremer Eir. 73. Ref. Gen. Koske. Schulaula, Tegeler Straße. Ahtsilungsangeiegenhellen. Meyer, Pantiir. 82. Rc,. Gen. Riebger. Schulaula. Prinz-nallee 3. Ref. Grn. Gräber:«Welche Lehren ziehen wir au- der Wahl". � Schuiaula. Plantag entlraße 15/19. Ref. Gen. Pfeiffer. Echutauta, Lilltichcr Str. 47/48. Ref. Gen. Stadirai Kunze. Schulaula, Olcner Str. 5/6. abend, S Uhr. Ref. Gen Stadtrat Ritter. IS effcatUehe Volksversammltmgen cm Tonnerstag, den 10. Juni 1920, abenvs?>/, Uhr. »m- 1 Ezz emilllei SliZ Mellilkl! coo Cet selSsiilmlsAimiiz? 1. Berti».»«V, Fviedr.-Berdersch. Srtnuasium, Bochum. Str. Sd i 6. Berti» S, 109. Semeladeschnle, Relcheuberger S«r. 07/70 2.. Ii,."2. Gemrto.pe/chale, Wullerftr. ISSSS 7., V, 203. Gemeindefchule. Petersbnrzer Str. 4 3.„ di. 59., 301.»emeindcichille. Schönfließer Str. 7 8. Sichtenderg, zahu-Nealgymoastum, Warltstv. 2/3 4., d>0, 273.«emeindeichuie. Pasteuritr. s 8. Neatöll», Realschule, Baödt»i.--ak:e___„ 5.. C, LeUe-Realschutc, Augustftr. 2l.« 10.«kharlottenburg, 30. Gemeindeschule, Rene« Ufer— Wiebestr. ---—:- ZI- Referenten find die Genossen:——-—--.;-- r—— Dr. Ausländer, Dorothea Besser, Grumalann, liädlcke, Dr. vier. Menr, Schocne, W. Schuir, Sielnlcke,»inter. Verband sozialistischer Lehrer und Lehrerinnen Deutschlands. Ortsgruppe Groß-Berli«. Fett-Heringe Verordnung glitt ölZS ZMfltteten dtt MlsEMll dn 88 bis 52 Des AlllvMttislevnjzeseSes ooni 29. Mz 1920(IlelchSgeseWiM S. 359). Auf Grund des ff 58. Abf. s. d'B Eti'.rommenNeuerqeseße« vom 28. Marz 182»(Reick«geseßdlatt S. 358) tn der ssaffung des Geseyes zur Durchführung de» Etn.'ommensteutrgeleße» vom Sl. März 1820(Reichsgesehblatt S. 423) w.rd hiermit de- stimmt: Die Boricheillen der ffff 45 bis 52 des Ginlcmmensteuer., geseßeo vom 2.'. Maez 1820 über den Achzug von Einrammen. steuer an Ardeiiotahn treten mit dem 23. Juni 1820 in Kraft. Berlin, den 2 t. Mai 1820. Ter Reichsmtnifter der Finanzen. _._ gez.: Bc. lil»r>«r._ KÄfitt-Snn, lomi? lilmtllche Metalle taust IKciaU. Zenkrale, Stall tchreiberstr. 48.48. Kaufe Um zahlreiches, püuktticheö Erscheinen ersucht btzsrlsnüssgeriöwsrst außerd. sachgemäße Rechtzberalung, Abwicklung lchwierlgster ffälle. Ehe. AtimeMen. Vertrauenssachen, Ennlltelungen. potsäsocr Str. IIS, Lüßow 2184, Direktor fabiscü.* Der Vorstand. mm...... n üinriMfriinrii e Jlacjelleu vertäust BtUifl Wieland o üaise, Sussitenstr. Nur schrtsttiche Anfr. erbeten. Möh e 3 zum EngroSpreiir dtreli an Brivate.- Rieien. auSwadl. \ Schlafz l \ Lieieruna trlo. Lagerung j ostenll tOiahc. Garantie. | Möbei-Haus Rejcwske Bectin, BobNr 86 Weiimetail und La§erme!all ztt den hächiten Tagespreise». fMÜSCiiiiiZl», Kottbuser Tor, Adalbertstraste 4. .aucherdanhi j;cs. gesch., ermogl. in einig. Tag. das Kauch. ganz od. tcilw.z, unter '.assen. Amtl begut- faclnet. Wirkung verblüff. Vollständ. un- schäd). Tä«'. Anerkenn Ausk ums Institut Ensjlbrecht, München R. 6. Kapuzinerstr. 8. Spezialarzt Dr. med. WockenfaB FfletlpichsiF.l�Tor"!"� Sonnt II— 1. Syphilis, Harn-, �rauenteitM, Btutuntersuch. SchnelIe,s>chere.schmerzloseSeilg ohne Bcruisstoruug. Teilzahig.- kayler xz ne««o 6,75� Kstgllk.. KM- ULZsillg-- ZM souae oämtlicbe ANmotaile zu ailerröchstTaaespr. kault JaSßHCj Alllancestr 98 Deir.mlnorstr.ai E.Hrannenst. Langenbsckstr.4 1. Elblnaerst u.\Varschautrslr.79(Hof links) [ö i|ACii.z;i l irmu il.ius-Mt�r Heine, Hochirine. delitaie, ca. HO-79 Sick. 29.75 M. yomsose. l gmgrzl Oelitnf CQrJuce, ca. 65 Stück 38.50 M.» Herin�s-Rogen pikant für Feinichmecker, ca. 7 Psd. nello 21.75 M. versendet in Pottsäffern s r a n« o per Nachnahme. Auch Engro» in großen Tonnm AliMWö tili Iii Berlin c 23, DIrcksenstr. 42. 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