Nr. 232. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage„ Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919. Vorwärts 11. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzetle oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins: und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pig. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegrammt- Adresse: Sezialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Freitag, den 5. Oktober 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Der Absolutismus im Sterben. Während in Deutschland und Frankreich die Anhänger des persönlichen Regiments verzweifelt nach dem Strohhalm von Ausnahmegesehen gegen die Umsturzparteien" greifen, bricht im Osten das Regierungssystem zusammen, das ihnen allen als höchstes Jdeal, als klassischste Verwirklichung des persönlichen Regimentes gegolten hatte. " Dies vorausgeschickt, bringen wir nachstehende Zuschrift| letzten vier Jahrzehnten der russischen Geschichte, gab die Antwort von russischer Seite zum Abdruck: darauf. Trübe waren die Zeiten, in welchen Alexander III. in Moskau gekrönt wurde. Noch umnebelter mußten sie aber er scheinen, wenn man bedachte, daß vielfach unter dem Volke die Meinung verbreitet war, in St. Petersburg trage man sich mit dem Plane, die Lage der Bauern durch Zuweisung von Grund und Boden zu heben. kurzen Thronrede entgegen, er befahl der Bauerndelegation: ,, sie möge Diesen Gerüchten trat Alexander III. in seiner außerordentlich alle ihre falschen, nur von Hetzern und Gegnern ihr eingeimpften Hoffnungen aufgeben." Der Bar hat in diesem Falle offen ges sprochen und sein Handeln seit 1881 war auch danach:" Alles dem Adel und Großkapital, nichts dem Bauer!" Dies kann nicht verwundern, denn im heiligen Rußland betrachtet man, genau wie anderswo, den Adel als die einzige und mächtigste Stütze des Throns, woraus natürlich folgt, daß für ihn gehörig gesorgt werden muß, Netrasow ironisch meldete, dem kann ein wenig Leiden nur dem Bauer dagegen dem Muschit", tann, wie gut thun! Zar, Adel und Volk in Rußland. Sehr selten pflegten die russischen Zaren unter ihrem Volke zu erscheinen. Wenn dies aber geschah, so ließen sie auch in einer mehr oder weniger schwungvollen Rede ihre Unterthanen Zeiten für Land- und Volkswohl zu thun gedenken. In den wissen das, was sie und ihre Regierung zu den betreffenden letzten vier Jahrzehnten der russischen Geschichte find taum zwei solcher Reden zu vermerken, von denen eine jede bis zu einem Der Bar ist trant und trant ist sein Reich. Der Zar gewissen Grade den Ausgangspunkt für eine beginnende neue ist sterbenstrant, und sein Reich geht, in der gegen politisch- wirthschaftliche Richtung innerhalb der Barenregierung wärtigen Gestalt, sicherem Untergange entgegen. Der bildet. Bar"- sagt ein bürgerliches Blatt-„ ist der Es war um das Jahr 1859, als Alexander II. unter dem elendeste Mann in ganz Rußland!" Druck der damaligen Verhältnisse, gezwungen durch die Miß Es hat Recht. stände, die der Krimkrieg aufgedeckt hatte, gezwungen von den Sohn eines Selbstherrschers, dem eine Dynamitbombe anormalen Zuständen, die das Volt zur Empörung trieben, in im Nu die Selbstherrlichkeit und das Leben nahm, hat er einer Versammlung des Adels zu Moskau folgendes ausführte: dreizehn Jahre lang die Selbstherrlichkeit versucht. Dreizehn Meine Herren! Wir wollen lieber die Leibeigenschaft von Oben Was wurde von der Regierung nicht angewandt, um den Jahre lang jagte er der glänzenden Utopie nach, als abschaffen, bevor sie von Unten abgeschafft wird! In dieser Be- adeligen Nichtsthuern, die nach der Bauernemanzipation völlig Selbstherrscher von Gottes Gnaden seinen Willen, sein ziehung werden Sie, meine Herren, mir, dem ersten Adeligen unfähig waren, ohne Sklaven zu arbeiten, auf die Beine zu Denken über den Willen und das Deuken der Millionen und Großgrundbesißer im russischen Reiche, gewiß beistimmen!" helfen. Das Besezen aller höheren Beamtenstellen mit Adeligen, von Unterthanen" zu stellen, den Gott auf Erden zu Diese Worte waren der Ausgangspunkt für die sogenannte" Re- das Vorrecht dieser bei den neu geschaffenen Stellungen( Semstky spielen. Dreizehn Jahre lang setzte er sein kaiserliches Ich formzeit", deren Aufgabe dem Anschein nach sein sollte: Die Natschalinsky u. f. w.), ihre Bevorzugung im Heere, alles dies gegen die Wünsche, die Forderungen, die aus dem Volke Gesellschaft annehmbaren Zustandes, in dem sie zufrieden immer fort, die Verschuldung stieg und der größte Theil des gegen die Wünsche, die Forderungen, die aus dem Volke Schaffung eines für die befreiten Bauern und für die befreite genügte nicht. Die Berrüttung des adeligen Grundbesizes schritt heraus laut wurden. Dreizehn Jahre lang kämpfte leben könnten dies alles aber in der Weise, daß der Adel troy Bodens fiel den Händlern zu, der primitiven fapitalistischen er, ausgerüstet mit absoluter Macht, nicht gehemmt durch der Aufhebung der Leibeigenschaft in seinem Vorrecht als erster Klasse, die den Akkumulationsprozeß des Rapitals in Rußland parlamentarische Fesseln, als unumschränkter Dittator, Stand des Landes nicht geschädigt werde. So entstanden: vollführt und das Bolt blutegelartig ausfaugt. der jeden Widerspruch unterdrücken, jeden Widersprecher die Bauernreform, die Gerichtsreform, die Landschaftsreform und Jahren versuchte man es abermals, indem man die„ AdelsVolk Vor acht zerfchmettern fonnte, er, die verkörperte Allmacht auf alle sonstigen Reformen, welche die erste Hälfte der Regierungs- Agrarbant" gründete, dem verkrachten adligen Grundbesitz, der Erden, der absoluteste und selbstherrlichste Herrscher der zeit Alexanders II. ausmachen, während die andere Hälfte von der wie sich das kaiserliche Resfript ausdrückt sehr viel am Welt, dreizehn Jahre lang fämpfte er gegen die Um- allerdings stellt die Regierungszeit Alexanders II. einen er Silfe zu kommen. Der Binsjus wurde möglichst niedrig gestellt allmäligen Einschränkung dieser Reformen ausgefüllt wird. Mangel von Wirthschaftsmitteln und leichtem Kredit leidet", zt. sturzparteien". Und die Bilanz? Der Bar liegt im bitterten Rampf zwischen Adel und Bauer, als Folge ihrer( 42 pбt.) und Sterben sein von Hause aus ungewöhnlich kräftiges entgegengesetzten Interessen, dar. das Darlehen, für lange Zeit gegeben, Und die Interessen zu tonnte bis zur Höhe von 75 pCt. des thatsächlichen Bodenwerthes Nervensystem ist von den beständigen Aufregungen, der versöhnen, war man vergebens bemüht. Durch die Bauern- gewährt werden. Der Adel sputete sich, die Wohlthaten der Re unablässigen Angst und Todesfurcht, und dem nagenden emanzipation und andere Reformen wurden die Fesseln der gierung nicht ungebraucht an sich vorbeigehen zu lassen, und als Gefühl der Ohnmacht trotz aller Allmacht zerrüttet, zer- wirthschaftlichen Kräfte gesprengt. Die Bedingungen, unter welchen die Bant eröffnet wurde, waren die Straßen Petersburgs förm fressen, zerstört worden, und der Zar aller Reußen hat die Emanzipation vor sich gegangen war, zwangen bald den be- lich von nothleidenden" Junkern überschwemmt. Und das ist heut teine Stätte in seinem weiten Steich, wo er ohne zu treiten Bauer, seine lumpige Scholle zu verlassen; er stieg vom begreiflich, da die privaten landwirthschaftlichen Banken nie im zittern sein müdes Haupt hinlegen und ruhig sterben kann. Rath, er wußte nicht, was er ohne den Stlaven beginnen sollte. cinen Kredit zu gewähren. Nur der Staatsbeutel konnte sich den Leibsklaven zum Lohnsklaven empor, der Adel aber wußte feinen Stande waren, unter ähnlichen Bedingungen wie die obige, Die Parteien des Umsturzes" aber haben in diesen drei- Allgemeine Armuth auf beiden Seiten, sowohl beim Adel wie Lugus gestatten, auf Rechnung der Gesammtheit diese Standeszehn Jahren ungeheure Fortschritte gemacht und das ganze beim Bauer, war die Folge. Das allgemeine Elend suchte institution zu errichten, um den im Untergang begriffenen Adelsgewaltige Reich eilt unvermeidlich der Auflösung zu. sich jetzt der rasch zur Macht gekommene Kapitalismus stand, zum Schuß und Ruhm der Selbstherrschaft, wieder zu be So lange das zarische Rußland auf seinen- menu unter der Form der Eisenbahn- Wirthschaft, des Getreide: leben. Und was erreichte man? auch thönernen In 8 Jahren verlieh die Füßen feststand, hatte die Reaktion in Exports 2c. nutzbar zu machen. So fonnte es nicht weiter Adelsbant 402 517 900 Rubel( fast 930 Millionen ReichsMittel- und Westeuropa eine sichere Stütze. Diese gehen, und schon während der zweiten Hälfte der Herrschaft mark nach heutigem Rurse); der Zweck Der Dar Stüze geht ihr jetzt verloren. Das ver- Alexanders II. wurde der Rückzug angetreten, indem man die lehen sollte natürlich die Hebung der Landwirth bunden mit der voraussichtlichen 2a hmlegung Ruß- vorher gewährten Reformen auf ein durchaus nothwendiges schaft sein. Wie viel aber von dem Geld zu diesem Zwecke ge= lands für Eroberungszwecke ist die hohe braucht wurde, ergiebt sich wenn man bedenkt, daß von dem vorpolitische Bedeutung der Tragödie, die sich jetzt vor unseren blos 12 756 770 Rubel behielten, da sie mit dem Rest vorher ge jährigen Gesammt- Darlehen von 42 110 800 9ubel, die Kunden Augen vollzieht. machte Schulden decken mußten. Der Adel hatte einmal von der дор Feuilleton. Minimum zurückzuschrauben begann. Die Millionen von Bauern oder die Tausende von Adligen Dagegen stand Alexander III. ganz bestimmt vor der Frage: und Großkapitalisten?" Und seine erste, die zweite Kaiserrede in den Erinnerungen eines Kommunarden. Bater, der mit ſeiner Erfahrung und Güte mir rathen auf mich ab, dem sie mich vielleicht in folgender Weise Aus dem Französischen von Jakob Audorf. Briefwechsel. Jacques an Sylvia. Paris, den 1870. Meine theure Sylvia, da bin ich jetzt in der großen, großen Stadt. Das Erste, womit meine liebe Familie mir entgegentam, war, mich zu fragen, welche Kenntnisse ich befäße und womit ich mir eine Stellung zu verschaffen gedächte. so verschieden von der, welche ich gewohnt war zu verstehen das Leben eine fortwährende Bewerbung und der Mensch und an welche uns Dein guter Vater gewöhnt hatte, des nichts ist als ein großes Kind." 4 halb verzweifle ich fast so ferne von Euch; von Deinem Die Herzogin schickte darauf einen alten Diplomaten fönnte; von Dir, deren Anmuth und Schönheit mich ge- empfahl:„ Das ist ein kleiner Wilder, welchen man bilden tröstet und gestärkt und mir meine ganze Energie und Be- muß. Gehen Sie doch ihn ein wenig zu belehren." Nach geisterung wieder gegeben hätte. dem Austausch einiger nichtssagenden Redensarten verstand Gestern fand mein Eintritt in das, was man hier die dieser es, mich nach und nach mit einem Kreis junger Lente Welt" nennt, statt. Zu dem Umstande mußte ich mich von blasser Gesichtsfarbe und bleichsüchtiger junger Mädauch in diese traurige Livree zwängen lassen, welche dieser chen zu umgeben, deren Unterhaltung sich ausschließlich um Rasse von freiwilligen Bedienten und Sklaven so wohl zu Toiletten drehte, sowie über den Betrag verschiedener Ver Gesichte steht. mögen, welche man schätzte und abwog wie in einem KrämerMan hatte es mir aus Herz gelegt, mit der Frau laden. Als der Diplomat bemerkte, daß mich das nur sehr vom Hause recht liebenswürdig zu sein, einer feisten mittelmäßig interessirte, zog er mich in ein Gespräch, um Die Fragen setzten mich in einige Verlegenheit. Ich Herzogin, welche, wie man jagt, junge Leute vortheilhaft mich auszuforschen, ob ich auch in den guten Grundsätzen" erwiderte ihnen folgendermaßen: Ich habe nur Eines zu placiren und ihnen brillante Partien zu verschaffen weiß, erzogen sei." gelernt, das ist die unbegrenzte Verehrung der Gerechtigkeit. dank ihrer Verbindungen mit der Geistlichkeit und der Wir unterhalten uns da," wendete er sich an mich, Ich halte mich für befähigt, der Menschheit interesselos zu Diplomatie. Sie empfing mich mit diesem gnädigen von Personen, welche Ihnen wahrscheinlich noch unbekannt dienen und ich würde mich mit dem genügen, was sie mir stereotypen Lächeln, welches ihr Stand erheischt. sind. Ich begreife sehr wohl, daß das sehr gleichgiltig ist für meine persönlichen Bedürfnisse bewilligen würde. Wir sind entzückt, mein Herr," sprach sie zu mir im für einen jungen Mann, welcher aus der Fremde kommt, Diese Erklärung wurde mit einem allgemeinen Gelächter Tone einer Beschüßerin, in Ihnen einen ausgezeichneten seine Studien beendet hat und bekannter ist mit der Veraufgenommen. Ist der naiv!" hieß es; er glaubt, daß Rekruten in unseren Salons begrüßen zu können. Wir gangenheit als mit der Gegenwart. Wenn Sie vorziehen, die Welt sich um ihre anspruchslosen Diener bekümmert. sind Jamaika dankbar dafür, daß es uns solche Ver- sprechen wir von den berühmten Männern der Geschichte, Er weiß noch nicht, daß die erste Nothwendigkeit für den stärkung sendet, welcher wir wohl benöthigen. Die Ge- in deren Gesellschaft Ihnen die schönsten Jahre Ihres Lebens Mann darin besteht, daran zu denken, sich um jeden Preis treuen der Zukunft werden rar, denn die Mehrzahl der vergingen. Wer ist nach Ihrer Ansicht der größte Mann vorwärts zu bringen." Man versuchte mir auseinander zu jungen Leute desertirt ins Lager der Revolution. Und der römischen Geschichte?" sezen, daß nur diejenigen im Leben vorwärts kommen, wir sind doch gewiß nicht undankbar, sondern wissen die Auf diese hinterlistige Frage, mit welcher er wie mit welche vor Allem nur an sich denken und allein durch An- Jugend zu belohnen." einem Probirstein auf mich losrückte, erwiderte ich einfach, wendung von Schlauheit und Ausdauer sei es zu erreichen, Ich erkläre mir sehr wohl," erwiderte ich, warum ohne mich aus der Fassung bringen zu lassen: sich zu bereichern, indem man die Taschen Anderer leert. die Jugend, welche kaum den Schulstaub abschüttelte, nicht" Das Böse hat fast immer über das Gute triumphirt In diesem Augenblicke fühlte ich mich recht allein und sehr geneigt ist, sich um Belohnungen zu bewerben." in der Welt; die Geschichte, wie sie in Büchern enthalten unglücklich inmitten dieser Welt, welche eine Sprache redet! Lernt, junger Mann," sagte sie, sich entfernend, daß lund geschrieben von den Siegern, war nie etwas anderes " " " " Dolitische Leberlicht. überwiesen.Berlin, den 4. Oktober. Ueber die Maffenverhaftung der Feuerwerker schreibt der Reichs- Anzeiger" heute: " " findet am 26. Oktober statt. Kandidat der konservativen Die Reichstags- Ersakwahl in Stendal- Osterburg Simburg in Osterburg, der freisinnigen Partei HandelsPartei und des Bundes der Landwirthe ist Amtsrichter fammer- Sekretär D. Fischbeck in Bielefeld. Die Sozialdemokraten haben Schneidermeister Hinze aufgestellt. Das Wahlergebniß bei der vorjährigen Reichstags- Wahl gestaltete sich folgendermaßen: Es erhielten v. Jagow( fons.) 9319, Fischbeck( freisinuige Volkspartei) 5499, Lux( S03.) 2989 füßen Frucht genossen, und nun stiegen seine Kreditforderungen Imehr um sich greifende Kapitalismus. Der allgemeine Zufiand Itannten Tendenz, die Disziplin der Armee zu oon Jahr zu Jahr. Nicht gleichen Schritt mit dem Borgen ist aber in folgendem Sage richtig zusammenzufassen: Elend lockern. Er behauptet, daß die Verhafteten vermöge ihrer hält natürlich das Bezahlen. Schon im ersten Jahre( 1886) be- steht es mit dem Adel, elend mit dem Volt, und wie man in höheren Bildung und Intelligenz einen geringen Theil derjenigen trugen die Rückstände 518 056 Rubel, nach dem letzten Jahresbericht lehter Zeit vernimmt, auch mit dem Zaren selbst. ( 1893) aber betragen sie 11 854 117 Rubel. Diese Verschuldung Freiheiten bei Abhaltung ihrer harmlosen Vergnügungen ist in erster Reihe auf das verschwenderische, luxuriöse Leben der beanspruchten, die dem Zivilisten sogar von der preußischen russischen Junker zurückzuführen. Dazu kommen die schlechte Be Polizei anstandslos gewährt werden". Die tief beklagens wirthschaftung des Bodens, die ständige Abwesenheit vom Gute werthen Unteroffiziere" werden sodann bedauert und an die 1. f. w. Trotz alledem ist die russische Regierung noch immer ,, braven Landwehrleute, die sich dem Transport in einem Viehbeflissen, ihren Stüßen zu Hilfe zu kommen. In Europa wagen widersetzten", sodann an die Soldaten der meuternden Der Arbeitsstoff für die Parlamente wird nun Graudenzer Kompagnie( 1862) erinnert, welche einem später für scheinen nun alle Quellen versiegt zu sein. Und da der Eisen- schon eifrig vorbereitet. Das preußische Staatsministerium irrfinnig erklärten Hauptmann unter außerordentlich verzeihlichen bahnbau in Sibirien für die Zukunft glänzende Aussichten er öffnet, erinnerte man sich in St. Petersburg des Planes des hält häufig Sigungen ab, über deren Zweck freilich nichts Umständen den Gehorsam versagten, und welche bekanntlich schwere fibirischen Generalgouverneurs am Amur, Baron Korf, welcher Plan verlautet; auch der Bundesrath ist zusammengetreten. In Strafen trasen". Im Uebrigen sei dem Vorfall eine politische Bedeutung nicht beizulegen. dahin geht, daß man in Sibirien verkrachte russische Adelige ein- feiner heutigen Sigung wurde dem Antrag des IV. und bürgern, und ihnen zur Sicherung der Ordnung große Grundstücke Vll. Ausschusses, betreffend die Vornahme einer Befich um einen Aft schwerster Meuterei, wobei die Schuldigen sich Was die„ braven" Landwehrleute anbelangt, so handelte es überlaffen soll. Soute diese neue, Liebesgabe" dem russischen Adel rufs und Gewerbezählung, im Jahre noch herausnahmen, direkt an Kaiser Wilhelm I. zu tele zu theil werden woran man wohl faum zweifeln fann 1895 die Zustimmung ertheilt. Die Vorlagen, graphiren, um ihr angebliches Recht zu suchen. fo ist es noch immer fraglich, ob dem russischen Adel damit ge- betr. weitere Entwürfe von Bestimmungen, betr. Ausnahmen holfen sein wird! Um die bekannte Tendenz des Vorwärts"" in den von dem Verbote der Sonntagsarbeit in gewerblichen An- Kreisen, die das nationalliberale Denunziantenvolt für Auch das Elend der Bauern ließ sich nicht ableugnen, und lagen, betreffend Uebersichten der Einnahmen und Aus- Ausnahmegeseze breitschlagen will, an den Mann zu fehr bald nach der Thronbesteigung Alexanders III. mußte man in Regierungstreifen an die Schaffung einer bäuerlichen Agrar- gaben der Schuhgebiete von Kamerun und Togo, sowie des bringen, zitirt die National- Zeitung" Aeußerungen, die bant denken. Es wurde eine solche sogar gegründet. Aber was füdwestafrikanischen Schutzgebietes für 1892/93 und für sich in unserem lokalen Theil finden und die nur resu= leistete sie? Es war vorauszusehen, daß die zu Vorschüssen be 1893/94, betreffend die allgemeine Rechnung über den miren, was in vielen anderen Zeitungen, stimmten 5 Millionen Rubel bei weitem nicht ausreichen würden, Landeshaushalt von Elsaß- Lothringen für das Etats- liberalen und sogar konservativen, gestanden hat! um auch nur im entferntesten dem Elend der„ Boden- und Pferde- jahr 1890/91 und der Antrag Waldeck- Pyrmonts beIosen" Bauern abzuhelfen. Wenn man aber noch bedenkt, unter treffend das Ausscheiden der staatlichen Tiefbaubetriebe der Das genügt zur Kennzeichnung der National- Zeitung". welchen Bedingungen die Bank arbeiten mußte, daß sie z. B. den Fürstenthümer Waldeck und Pyrmont aus der Tiefbau- Zeitung" beseelt ist, erhellt aus der Thatsache, daß er es Von welchem Geist der Gewährsmann der NationalBauern, die Boden erwerben wollten, nur den fleinsten Theil des Berufsgenossenschaft wurden den betreffenden Ausschüssen den Landwehrleuten, die nicht im Viehwagen fahren wollten, Dazu nöthigen Geldes vorschießen durfte, so ergiebt sich, daß nur derjenige Bauer, der schon ein beträchtliches Kapital besaß, im als besonderes Verbrechen anrechnet, daß sie sich direkt an Stande war, fich der Vortheile, die ihm die Bant bot, zu bedienen. den König gewandt haben, um ihr angebliches Recht zu Dadurch machte man die Bant aus einer wohlthätigen Anstalt, fuchen." Das kennzeichnet den Schreiber, der hernach auch die sie sein sollte, zu einem Handelsvermittelungsinstitut. Der In verschiedenen Blättern wird Klage geführt, daß die Militär- noch ausführt, daß der Graudenzer Hauptmann seine Bauer war felten im stande, mit Hilfe der Bank Boden erwerben behörden das Publikum nicht rasch und ausführlich genug über Kompagnie gar nicht roh behandelt habe, und erst später zu können, und in den seltenen Fällen, wo er das nöthige Geld die Vorgänge auf der Ober- Feuerwerkerschule, die zur Abführung irrfinnig geworden sei. besaß und ihm das möglich war, mußte er nur allzubald den einer größeren Anzahl von Unteroffizieren in Untersuchungshaft erworbenen Boden der Bank zurückliefern, da er die schweren nach Magdeburg am 30. v. M. Veranlassung gaben, unterrichtet die National- Zeitung" die Epistel ihres( wirklichen oder Bemerkenswerth ist, daß in der Nachschrift, mit welcher Zinsen, die auf ihm lasteten, nicht zu bezahlen vermochte, und da haben. ihm gegenüber beim Bezahlen feine Rücksicht genommen wird. Diese Klage ist weder berechtigt noch begründet. Golange fingirten) Gewährsmannes begleitet, sehr nachdrücklich erklärt weber Die so jeder Hoffnung auf Verbesserung ihrer Lage baren, der Thatbestand eines Vergehens nicht gerichtlich festgestellt wird, einzig und allein das Gouvernement mittellosen Bauern versuchten nun, in Sibirien das er ist, wird jede Behörde auf die Veröffentlichung von Einzelheiten von Berlin, das in diesem Fall zuständig sei, habe, alle sehnte Grundstück zu erwerben, um sich dorthin vom Elend zu verzichten haben, wenn sie nicht Gefahr laufen will, sich nach zur prompten gerichtlichen Erledigung der Sache erforderund der Unterdrückung, die sie im Mütterchen Rußland" Abschluß des Verfahrens selbst berichtigen zu müssen. lichen Maßnahmen getroffen." auszustehen haben, zu retten. Sie wanderten denn zu Tausenden nach Sibirien. Allein diese Wanderlust paßte der Regierung stehung, den Umfang und die Urheber der Ausschreitungen nicht sehr glücklich waren. Bis zum 30. v. M. war ein ganz klares Bild über die Ent- Man scheint zu begreifen, daß diese Maßnahmen nicht nicht, und sie wußte ihr auch ein Hemmniß entgegenzusetzen, gewonnen, es war also auch nicht möglich, mehr darüber mitzuindem sie bis auf weiteres das Auswandern von der Erlaubniß der theilen, als der Reichs- und Staats- Anzeiger" am 1. Oktober er. Behörden abhängig machte. Und die von der Regierung ge- gebracht hatte. Bevor die Untersuchung nicht zu Ende geführt meldete Regelung der Auswanderungsfrage harrt bis heute noch ist, wird sich weiteres kaum darüber sagen lassen. einer Löfung. Jit es noch nothwendig, weitere Beweise für die entgegen- greiflich, wenn die Bevölkerung lebhaftes Interesse für alle VorIm Lande der allgemeinen Wehrpflicht ist es gewiß begefeßte Politik, die in Rußland in bezug auf Adel und Besitzende gänge in der Armee befundet. Dies Interesse durch eine grundeinerseits, und auf„ das gemeine Volt", die Bauern fäßliche Geheimnißthuerei gering zu schätzen, liegt der Heeres andererseits, geübt wird, beizubringen, so sei nur noch auf verwaltung durchaus fern. Die Armee hat nichts zu verschweigen, Die letzten Pläne hingewiesen, mit denen die Barenregierung das fofern nicht das Wohl des Staates und dienstliche Rücksichten Bauernthum zu beglücken beabsichtigt. Der russische Mir", dazu zwingen. in gewiffem Maaße weltbekannt, ein Vermächtniß vergangener Jahr- Wenn im vorliegenden Falle das Publikum durch Stimmen. hunderte, unterscheidet sich vortheilhaft von den adeligen Ein- die fim Laufe des Sonntags( den 30. v. Mits.) verbreiteten richtungen dadurch, daß er sich den neuen kulturellen Errungen- abenteuerlichen Gerüchte und unbeglaubigten Herrn Constantin Rößler's Vorschlag, einer auf schaften" anzupassen sucht. Der Mir" regelt seine Gemeinde Nachrichten 0011 hoch verrätherischen, an den Staatsstreich bafirten Politik, wird von dem größten Angelegenheiten durch direkte Betheiligung aller erwachsenen archischen oder sozialdemokratischen Kund- Theile der Presse abgelehnt. So dumm darf man auch nicht Gemeindemitglieder. Der Tradition gemäß betheiligen sich gebungen in der Armee peinlich berührt und be- sein, offen den Staatsstreich zu empfehlen, werden doch dabei auch die Frauen, die das volle Stimmrecht befisen. unruhigt worden ist, fällt die Schuld lediglich auf die durch einen Staatsstreich alle Grundlagen der heutigen Der Regierungsplan geht nun dahin, das Recht auf Be- Urheber dieser Nachrichten zurück. Die Richtig theiligung an der Regelung der Gemeinde- Angelegenheiten dabin feit der Montag, den 1. Oftober, gebrachten Angaben des Ordnung ihrer Machtvollkommenheit entkleidet. Die Einzelzu schmälern, daß man dieses nur auserwählten, zuverlässigen Reichs- und Staats- Anzeigers" und des Wolff'schen Telegraphen- staaten werden es sich auch zwei- und dreimal überlegen Elementen" der Gemeinde zutheilt, d. h. einfach: den Besitzenden, bureaus ann nur von neuem bestätigt werden, müssen, bevor sie zum Staatsstreich ihre Zustimmung geben, welche da sind der Schnapsstubenbesizer, der Dorfwucherer und und es dürfte die Erwartung berechtigt sein, daß durch die am denn der erste Schritt nur ist schwer, der zweite, der sich noch sonstige fog. Rulati's- Ausbeuter. Andererseits will man 30. September früh getroffene Maßnahme des zuständigen Ge- gegen die Einzelstaaten richten könnte, wäre leichter. die Frauen ganz von der Betheiligung ausschließen und sie somit richtsherrn die Ermittelung der Urheber und des ganzen That von ihrem traditionellen Platze verdrängen. Was das bedeutet, bestandes der auf der Ober Feuerwerkerschule vorgekommenen politik am allerwenigsten zu fürchten haben. Wir haben schon oft betont, daß wir eine Staatsstreichs wird Ginem erst klar, wenn man bedenkt, daß, wie die Erfahrung groben Ausschreitungen gegen die Gesetze der militärischen Disdeutlich bewiesen hat, die Frauen die öfters mehr von dem ziplin nunmehr rasch erfolgen wird. Amüsant ist, was die Germania" Herrn Constantin Gemeindeleben wissen als der Mann Rößler in's Stammbuch schreibt: am energischsten für Die Rechte der Gemeinde Nationalliberal. Das einzige Blatt, das die idiotische eintreten, und daß Es ist ein, staatserhaltender" Mann, der das schreibt, ja noch sie schon sehr viel Unheil verhindert haben, weiches Tendenzlüge, Liebknecht habe zur Ermordung des Casimir mehr, ein Staatsretter". Daß mit dem Rechte des Bolts und gerade die zuverlässigen Elemente" anzustiften bemüht waren. Perier aufgefordert, für Ernst zu halten sich den Anschein Parlaments auch das Recht der Regierungen und des Kaisers So sieht die geplante„ neueste" Reform der Gemeinde- gab und den Blödsinn weiter verbreitete, die National- den Boden verliert, berührt den Herrn nicht. Er war übrigens verfaffung aus. Beitung" läßt sich heute schreiben( man schreibt uns"): schon öfter ein Vor 21 Jahren z. B. schrieb In diesem trüben Wasser der gewaltsamen Wirthschafts- Der Vorwärts" befrricht die Verhaftung der 1. Aber in der Gluthhiße des Kulturkampfes ein Buch, in dessen politit fischt natürlich wie immer mit Vortheil der mehr und theilung der Oberfeuerwerker- Schule in seiner Weije, mit der belegtem Kapitel es hieß, der Staat werde eventuell dazu schreiten müssen, in Preußen den Katholizismus zu verbieten". Man als eine lange Verleumdung der Besiegten und es ist fast ordnet. Begreifst Du jekt, meine theuere Sylvia, wie ich bieten"! Wir lachten den Mann dafür aus, Fürst Bismard dente sich, die Religion von zehn Millionen Katholiken zu vers unmöglich historisch das wahre Verdienst festzustellen. Man hier leide, da ich keine mittheilsame Seele um mich habe, aber machte ihn zum Leiter der offiziösen Presse, er wurde hat die, welche sich blutigen Orgien überließen, die, welche Niemand, dem ich frei sagen könnte, was ich denke, wie Geheimrath und endlich vor dreiviertel Jahren vom Neuen Hekatomben von Menschen geopfert haben, in höchster Weise wir es ehemals thaten? Kurs" in Ruhestand gesetzt. verherrlicht. Doch niemals hat man die wahre Tugend ge- Meine Einsamkeit erdrückt mich. Mein einzigstes rühmt. Wir können nur eine Reihenfolge von Verbrechen Glück und mein Trost ist Dein liebliches Bild und das naturgemäß stets eine Schreckensherrschaft. Es Wie's gemacht wird. Das persönliche Regiment ist zusammen stellen. Jedoch, trotz des Mangels an Dofu- Deines verehrten Vaters, welche mir immer vor Augen regiert durch den Schrecken hört der Schrecken auf, so menten, welche wirklich das Gute wollten, bekenne ich offen, schweben; aus Ihnen schöpfe ich die Hoffnung, daß unsere ist es verloren. Aber die Männer des persönlichen Stedaß für mich der größte Mann der römischen Geschichte ein Trennung nur eine zeitweilige sein kann; denn ich würde giments manipuliren mit dem Schrecken nicht blos nach Thracier ist, nämlich: Spartakus." sterben, wenn ich nicht mehr glauben dürfte, daß unsere Unten, sondern auch nach Oben. Wie der König von Bayern, Sie haben Ansichten von einer seltsamen Verwegen- Herzen für immer vereinigt wären und daß Du nicht die der unglückliche Ludwig II., durch Schrecken am Leitseil heit," bekam ich zur Antwort, um dieselben zur Geltung glückstrahlende, edle Gefährtin meines Lebens würdest. seiner biederen Rathgeber geführt ward, lasen wir neulich zu bringen, fehlt Ihnen eine zweifache Autorität: Das Alter und die Stellung. Ich rathe deshalb in Ihrem Interesse, in den Zeitungen. Der ebenso unglückliche Zar Alexander III. wenn Sie Ihren Weg machen wollen, nachgiebiger zu sein von Rußland ist jedesmal, wenn ihm die Aufgaben und Ges Dein Brief hat mir große Freude verursacht, thenerer fahren der Lage aufdämmerten, von seiner Umgebung jo und nicht bei solchen Ideen zu beharren." Jacques. Ich bin stolz auf Deine Uneigennüßigkeit und gründlich erschreckt" worden, daß er schließlich in den ZuDeine Seelengröße. Nie würde ich einen Mann lieben stand gerathen ist, in welchem er jetzt das allgemeine Mittönnen, der sich selbst durch Spekulation und Geleid erregt. Doch die Beispiele haben wir viel winnsucht entehrt. Es ist möglich, daß man durch näher. Dem König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen solche Selbsterniederung andere Frauen gewinnt; wenn wurde, aber die Frau das Recht hat, sich selbst als eine Belohnung zu umnachten begann, durch seine braven Höflinge das wo sein Geist sich zu betrachten, so muß sie erkennen, daß nur die Tugend Schicksal Karl's I, von England prophezeit, der vor dritthalb und unverschuldete Leiden einer Belohnung würdig sind. hundert Jahren auf dem Blutgerüste starb, weil er gegen Also Muth, mein Freund, sei überzeugt, daß je mehr Du sein Volt gekämpft hatte. Aehnliches geschah auch mit dem jetzt leidest, ich Dich um so mehr lieben werde! Nachfolger Friedrich Wilhelm's IV. Der Redakteur der Bismarc'schen Geschichten( redigirt nach Art der Emser Depesche), Herr Poschinger, läßt in seinen jüngsten Ver öffentlichungen, unter anderem Klatsch, den Reichskanzler bei einer parlamentarischen Bierkneiperei folgendes erzählen: " Ich habe kein anderes Intereffe," erwiderte ich, als die Wahrheit und die Logit. Sie machen dem Christenthum ein Verdienst daraus, die Sklaverei abgeschafft zu haben; Sie müssen also konsequenter Weise auch den achten und ehren, der diesen Krebsschaden schon im Alterthum ausrotten wollte. Wenn Sie das nicht wollen oder vermögen, so lassen Sie vermuthen, daß Sie befürchten, der Ruhm Dieses tapferen Mannes könnte einen Schatten auf Ihren Erlöser" werfen." = Sylvia an Jacques. Morne- Rouge 1870. Jch überlasse Dir, den Eindruck Dir zu vergegenwärtigen, Lasse Dich nicht durch die Ansicht Deiner Familie von welchen diese Antwort machte. Die Damen gingen mir er der Nothwendigkeit einer Stellung für Dich abschrecken. schrocken aus dem Wege, wie einer Schlange. Der augen- Wir sind reich genug und wollen anstatt noch mehr Besitz scheinliche Zwang, der sich durch meine Anwesenheit auf die anzuhäufen, lieber andere von unserem Ueberfluß mit Gesellschaft legte, veranlaßte mich, mich von der" guten" genießen lassen. Ich werde meinen Einfluß aufbieten, daHerzogin zu verabschieden, indem ich mich an sie wendete mit mein Vater seine Geschäfte hier so schnell als möglich mit den Worten: abwickelt und wir um so eher wieder mit Dir vereinigt sind. Unser Leben verfließt hier wie immer, nur daß Du uns fehlst, Deine Abwesenheit hat hier eine große Lücke hinterlassen und mein Bater fühlt am meisten, daß ihm eine Stütze seines Alters fehlt. " Ich bin keiner von den Ihrigen, wie es scheint, gnädige Frau, und nur wider meinen Willen habe ich mich in Ihre Salons verirrt. Gestatten Sie mir, mich zurück ziehen zu dürfen." Ich machte meine Verbeugung und ging. Schreibe mir recht ausführlich, denn alles, was Dir An der Thüre angelangt, vernahm ich noch die an die begegnet, interessirt mich im höchsten Grade. Du wirst Herzogin gerichteten Worte des alten Diplomaten:" Dieser wohl die Kürze meines Schreibens entschuldigen, es ereignet junge Mensch kann gefährlich werden, er scheint wirklich sich hier zu wenig; auch find meine Gedanken ohnedies überzeugt zu sein von dem, was er spricht." nicht hier, sondern bei Dir. Cei überzeugt, daß wir alles Dieses mir nachgeschleuderte Anathem rechnete ich mir aufbieten werden, um so bald als möglich mit Dir verals höchstes Lob an und schöpfte daraus Muth, dem un- einigt zu sein. Die Kreise, welche Dich umgeben, scheinen ausbleiblichen Vorwurfe meiner Familie die Stirn zu ohne Gefühl für wirkliche Moral zu sein und Gutes und bieten. Man sagte mir, daß aus mir nie etwas werden Schlechtes zu vertauschen. würde. In gewissen Kreisen versteht man darunter: nie Zweifle an allem, theurer Jacques, nur nicht an meiner ein Mensch werden, der seine Ehre und Ueberzeugung Liebe. Deine Sylvia. dem schmutzigsten Egoismus unter allen Umständen unter( Fortseßung folgt.) 0 " " Staatsretter". " Er lobe sich eine so einfache, stets auf das richtige Ziel lossteuernde Natur, wie sie unser Raiser befiße der dringen vorwärts. Und daran anknüpfend, besprach er seine Erlebnisse aus dem Jahre 1848, wo Friedrich Wilhelm IV. sich hin und her habe ziehen lassen und wo man den Rückzug der Truppen aus Berlin Roufliftserlebnisse, wo auch hin und her geschwankt worden wäre ohne Befehl des Königs habe geben können. Dann fam er auf dann erzählte er darüber folgendes: Als er 1862 zum Minister und wo man das Gemüth des Königs beunruhigt habe. Und ernannt worden sei, sei er dem Könige bis Jüterbog entgegen gefahren und habe denselben in größter Niedergeschlagenheit angetroffen. Die badischen Herrschaften, von denen der König gekommen, hätten den Konflikt mit dem Landtag für unlösbar ges halten und ihn zum Einlenten zu bestimmen gesucht. Der König habe zu ihm gefagt: Minister sind Sie geworden, aber nur um das Schaffot zu besteigen, was auf dem Opernplaß für Sie errichtet wird; ich selbst, der König, werde nach Ihnen an die Reihe kommen."" Der König hoffte zweifellos, ich würde ihm diese Dinge ausreden; sagte Bismarc ich that aber as Gegentheil, weil ich meinen ehrlichen und " " " gegen jede erkennbare Gefahr muthigen Mannberg abgehen. Da traf ihn die Depesche, daß er von der Liste die ungarische Sozialdemokratie unter die rumänischen Bauern tannte. Ich sagte ihm, die beiden Fälle hielte ich augenblick der zum Festmahle zu Ladenden gestrichen worden sei. Sofort gegangen ist; ihr erster Erfolg ist von den ungarischen Behörden, lich vielleicht für nicht ganz ausgeschlossen aber telegraphirte Graf Ranih nach Königsberg um Einhaltung der durch die Verhaftung des Genossen Horwaz, pünktlich quittirt wenn sie eintreten sollten, was sei dann Großes daran ge- Forellensendung, falls solche noch nicht abgeliefert sei. Die Ab- worden. Tegen?" Sterben müßten wir alle einmal, und es sei gleichgiltig, lieferung war bereits erfolgt und die Forellen sollen allen Festob ein bisch en früher oder später. Er sterbe dann, wie theilnehmern trefflich geschmeckt haben. es seine Pflicht sei, im Dienste seines Königs und Herrn, und der Den französischen Bismarck haben Herrn Casimir König sterbe dann in Vertheidigung seiner heiligen Rechte, was Der ruchlose" Kapitalismus. In der Kreuz- bings auch in verschiedenen Punkten entschiedene Aehnlichkeit Berier seine Landsleute getauft. Und es liegt ja allerauch seine Pflicht sei gegen sich selbst und gegen sein Volk. Man Beitung" vom gestrigen Abend lesen wir: brauche ja nicht gleich an Ludwig XVI. zu denken, der sei ja losigkeit des amerikanischen Rapitalismus" fann Reaktionswuth und Berlin, 3. Oftober. Für die entseßliche Ruch vor. Zum Beispiel in bezug auf Schneidigkeit", brutale unangenehm gestorben, aber Karl I. babe einen höchst anständigen nichts bezeichnender sein, ais die von dem Vorstand des Vereins der beiläufig eine Million drum gäbe, wenn er den Aengstlichkeit. Herr Casimir Perier Tod erlitten, ein solcher, der ebenso ehrenvoll gewesen, wie der amerikanischer Versicherungs- Gesellschaften in Chicago herrührende fatalen, ihn rettungslos dem Gelächter preisgebenden„ Cafiauf dem Schlachtfelde. Also auch Wilhelm I. sah das Schaffot Karls I. Und und Wisconsin von den sog.„ Holztönigen", d. h. den großen, ebenso besorgt, wie sein pommerisches Vorbild. Gleich Behauptung, daß die ungeheueren Waldbrände in Minnesota mir" los werden könnte ist um sein theures Leben Bismarck" redete es dem König nicht aus. Gegentheil". Er sagte dem König nicht, daß die Fort die auf diese Weise ungefeßliche Handlungen" hätten verdecken schwader von Spigeln, die ihn überall hin begleiten, ſeinen Im den Markt beherrschenden Holzhändlern angeftiftet worden seien, diefem, als er noch nicht Er war, hat er ein ganzes Ge schrittspartei an nichts weniger denke, als an Fürstenmord wollen. Wenn ein liberales Blatt meint, von ungefehlichen oder Fürstenhinrichtung; daß sie nicht die Kourage habe, Sandlungen" tönne wohl keine Rede sein, da es in den Bereinigten Wagen zu Pferd und zu Fuß umringen, und in allen einen Floh zu knicken, geschweige denn einen König zu Staaten kein Forstschuß- Gesetz gebe, so möchten wir diese Richtig: möglichen Verkleidungen das" souveräne Volk" zu vertreten tödten. Im Gegentheil." So sehr im Gegentheil", daß keit dieser Auffaffung nicht ohne weiteres zugestehen. Ein Bundes und, wenn das wirkliche Volk nicht: Hoch Casimir! rufen Bismard es hauptsächlich war, der es dem König eingeredet gesez mag nicht bestehen; ob aber die vor allem interessirten will, diesen Mangel nach Möglichkeit zu ersehen haben. hatte. Und später malte er noch gar viele andere Schreck boch zu untersuchen. Uebrigens aber läßt sich das Verfahren der seines berüchtigten Großvaters, die republikanische Pressehatte. Und später malte er noch gar viele andere Schreck Einzelstaaten" nicht solche Gefeße erlassen haben, bliebe Gestern fehrte„ Cafimir III." so nennt ihn, den Enkel bilder an die Wand, wenn der König auf die Ansichten und Holztönige" noch aus anderen Gründen erklären: aus der für nach Paris zurück und residirt jetzt im Präsidentenpalast, Pläne des treuen Vasallen" nicht gleich einging. Wie alle Ringe, Trusts" u. s. w. maßgebenden Erwägung, die Holz dem Elysee", das zu diesem Zweck so schreiben die dieser 1878 mit dem Attentatsschrecken hantirte, ist in preise in die Höhe zu bringen. Böllig neu wäre derartiges Blätter wie eine Festung beim Nahen des Feindes in frischem Gedächtniß. Und wir könnten da gelegentlich noch gar feineswegs. Preisspekulationen ähnlichen Kalibers, wenn schon manches Histörchen erzählen, das nicht allgemein bekannt ist. nicht in so riesenhaftem Maßstabe, find schon früher vorgekommen. Vertheidigungszustand versetzt worden ist". Alle Büsche, Wer aber wissen will, wie die Welt regiert wird, der Die von dem Verein für Sozialpolitik fürzlich herausgegebene Bäume und Vorsprünge, wo irgend ein Uebelthäter sich vermuß auch diese Histörchen kennen. Schrift über das Kartellwesen in Europa und Amerita enthält stecken fönnte, sind beseitigt worden, und Schwärme von darüber Mittheilungen sehr eingehender Art. Polizisten, öffentlichen und geheimen, umstreifen das Haus." schlimmste Natürlich ist der Eindruck auf die Pariser der denkbar Blatt nur keinen Feigling." -, alles vertragen die Franzosen- sagte ein " " " " -OGWO Sie haben geschlafen. Auf dem Parteitag der bayrischen Sozialdemokratie wurde, bei Besprechung des Kapitalismus wollen wir der„ Kreuz- Zeitung" gern zugeben. Die entsetzliche Ruchlosigkeit" des amerikanischen Votums der sozialistischen Kammerfraktion für das Ge- Wir glauben blos, daß es nur einen Rapitalismus giebt, sammtbudget, von einigen Rednern die Bemerkung gemacht, und daß dieser in Europa genau ebenso entseglich ruchlos" ist, die Sozialdemokratie dürfe sich nicht auf Zukunftsstaateleien wie in Amerika. Und speziell möchten wir die„ Kreuz- Zeitung" Gemeindewahlen in Toulon haben die Sozialisten gefiegt, und Utopistereien einlassen, sondern müsse sich auf dem fragen, ob eine fünftliche Er öhung der Holzpreise ruchloser" so daß der dortige Gemeinderath jetzt fast ausschließlich aus Sozialistischer Sieg in Frankreich. Bei den letzten Boden der Thatsachen bewegen. Diese Bemerkung wird von ist als eine künstliche Erhöhung der Brot preise? Unseres Sozialisten besteht. Das ist die Antwort des Volkes auf einer Anzahl bürgerlicher Blätter, die überall den bekannten Erachtens verdient der junkerliche Großkornwucher, die Bourgeoislügen über die angebliche Mißwirthschaft in Spaltpilz suchen, weil sie sie ihn selber im Leib der vermittelst Getreidezöllen dem armen Manne haben, für einen Bruch mit der bisherigen Auf- das Brot vor dem Mund vertheuert, mindestens in den sozialistischen Gemeindeverwaltungen. fassung der Partei erklärt, und die mehr oder gleichem Maße wie die amerikanischen Holzspekulanten die weniger deutliche Kassandra- Prophezeiung daran geknüpft, Bezeichnung: entsegliche Ruchlosigkeit". Gegen wen die Anarchistengesetze fich richten. auf dem Frankfurter Parteitag werde es deshalb jedenfalls Nach einem Telegramm aus Paris ist gegen den„ Parti zu heftigen Auseinandersetzungen, vielleicht zum langerſehnten die Haltung eines an ständigen Gegners der Sozial worden. Der Parti ouvrier" ift ein sozialistisches Organ, Die Kölnische Volkszeitung" hat sich bisher durch ouvrier"( Arbeiterpartei) ein zweiter Prozeß angestrengt Bruch kommen. Da wir nicht mit der Prophetengabe ver- demokratie vor anderen Blättern ihrer und anderer Parteien wie die gleichfalls von den Anarchistengeseglern so erbittert sehen sind, wissen wir natürlich nicht, was auf dem Frank ausgezeichnet. Sie zerstört ihren guten Ruf, wenn sie in das dem Anarchismus ebenso entschieden gegenübersteht, furter Parteitag geschehen wird, das aber wissen wir, daß einer ihrer letzten Nummern die verlogene Notiz der„ Post“ verfolgte„ Kleine Republik". jene Bemerkungen auch nicht ein Wort tadelnder Kritik hervor über den Fall Arons und die aus dem Finger gesogene rufen werden. Der chinesisch japanische Krieg bat, infolge der Dasselbe, was die bayerischen Delegirten gegen die bayerische Korrespondenz der„ Kreuz- 8tg." über die be- unerwarteten militärischen Erfolge der Japaner früher als Utopiſterei und Zukunftsstaatelei gesagt haben, ist schon waffnete Sozialdemokratie abdruckt. erwartet war, die unvermeidliche Einmischung der tausend Mal gesagt worden, und war alleDer Raubbau. Die Produktion in unserer kapita Mächte herbeigeführt. In dem gestrigen, plöglich zuzeit Regel der Partei, die anderenfalls, statt heute listischen Wirthschaftsordnung zeichnet sich durch die rück- sammenberufenen Ministerrath in London, von dem deutsche die mächtigste Partei Deutschlands zu sein, höchstens als fichtslose Profitgier aus. Rasche, reichliche Produktion ohne Chauvinisten Entschlüsse gegen Frankreich erhofften, wurde Sekte vegetiren würde. Die Weisheit ist so alt wie die jede Rücksicht auf die fünftigen Geschlechter, das ist ihre über die Lage in China verhandelt, und der Beschluß gePartei selbst, und kann, freilich in etwas anderer Form, Maxime. Mögen Städt' und Länder zu Grunde gehen, faßt, zum Schutz der Europäer in China" eine starte schon in dem Kommunistischen Manifest mögen unseren Enkeln die Kohlen fehlen, mögen die Felder Expedition nach China zu entsenden. Natürlich werden gefunden werden, das sich, wie jedem Nicht ignoranten ausgesaugt werden, das sich in späteren Jahren der Anbau die übrigen Mächte das Gleiche thun, und auch die Verbekannt, ausdrücklich gegen den utopischen Sozialismus nicht mehr rentirt, was ficht das die profitgierigen einigten Staaten werden nicht fern bleiben.„ Der Schutz wendet. Den Ignoranten allerdings ist das nicht bekannt, Kapitalisten an, wenn sie nur jetzt ihren kolossalen Mehr der Europäer" ist selbstverständlich nur Vorwand und auch nicht Denen, die fast 50 Jahre lang geschlafen werth einfachen können. Diese Bemerkungen drängen sich dazu genügten einige Kriegsschiffe. Aber wo Aas haben. Denn das Kommunistische Manifest erschien, wie uns auf anläßlich der Meldung von einem Erdbeben in iſt, ſammeln fich die Raben", heißt es in der desgleichen den Nicht ignoranten bekannt, schon im Februar Dortmund, über das von anscheinend wohlinformirter Seite Bibel, und das chinesische Riesenreich, das jetzt des Jahres 1848, das kein tolles Jahr" geworden wäre, der Bolts- Zeitung" das Folgende geschrieben wird: einen gewaltigen Stoß erhalten hat und Symptome wenn es dieses Manifest gehört und verstanden hätte. Unter dem Stadttheile, in dem die in der Mit der Auflösung verräth, ist eine Riesenbeute. Die englische theilung über das angebliche Erdbeben genannten Häuser, Expedition, die aus Indien entfandt wird, soll einen Straßen und Plätze liegen, hat die 3 eche Ver. Westfalia" der sog. Vertragshäfen, d. h. der chinesischen Häfen, die feit vielen Jahren Steinkohlen gewonnen. Das Fremden unter gewissen Bedingungen geöffnet sind, besetzen. Bergwert ist neuerdings außer Betrieb gefeßt. Es fragt sich nun, ob die anderen Mächte das ruhig hinGewinnung der noch anstehenden Kohlen die Kosten nicht mehr nehmen werden. weil seine Grubenfelder abgebaut sind oder doch die deckt. " " Parteinachrichten. und Der Reaktion leistet der Freifinn" eifrig Vorspann. Das Verlangen der konservativen und national liberalen Preffe nach Beseitigung des allgemeinen gleichen Wahlrechts, nach Erlaß eines neuen Sozialistengeſehes, nach Erdrosselung des Versammlungs- und Koalitionsrechts und wie die schönen Mittelchen der Volksunterdrückung heißen weiter mehr in Stand gehalten, das„ Hangende" macht, China und Japan zum Frieden zu bringen. GeInfolge deffen werden die Grubenbaue nicht Wie es scheint, wird augenblicklich ein Versuch gemögen, wird uur in höchst platonischer Weise mißbilligt, stürzt ein, und so treten sehr erhebliche aber immer unter dem Zugeständniß, daß dem Wachsthum änderungen in dem Gefüge des Gebirges ein, sehr erhebliche Verlingt dies nicht, so steht ein allgemeines Kirchthurm- Wettin dem Gefüge des Gebirges ein, zumal rennen der Seemächte nach der chinesischen Beute bevor, ter Sozialdemokratie gegenüber jedes Mittel schließlich an- da auch das Wasser ungehindert seine zerstörende eine allgemeine Balgerei um die Fezzen des Vierhundert zuwenden sei. Wie beim konservativen Junker der Say Kraft ausüben kann. Es kommen dann Busammen Millionen- Reiches ist unvermeidlich und vielleicht entgilt: Und der König absolut, wenn er unseren Willen brüche vor, die auf die Oberfläche wie ein Erdwickelt sich aus dieser Balgerei der viele Jahrzehnte hinthut"," so gilt dem„ Freifinn" das Volksrecht nur so weit, beben wirken fönnen, aber stets nur in einem eng be durch vorbereitete Weltkrieg zwischen England als es dem Bourgeoisintereffe keinen Abbruch thut. Der den vorliegenden Nachrichten weder im Mittelpunkte, noch im Rußland. grenzten Gebiete. Auch in Dortmund ist das Erdbeben nach Erfolg des Bierboykotts übt auf Eugen Richter und den östlichen, nördlichen oder südlichen Theile der Stadt, sondern " Freifinn" dieselbe Wirkung, wie auf die Reptilien- und nur über dem Felde der Zeche Westfalia" Kartellpresse irgend ein Dynamit und Bomben und in der nächsten Nähe desselben beobachtet worden. attentat. Daß die Boltsüberzeugung als solche In dem Stadttheil, der über dem angrenzenden Felde zu respektiren, daß je deutlicher sich diese kund- der Zeche Tremonia" liegt, ist nichts von dem Erdgiebt, um Die Parteifonferenz des Reichstags Wahlkreises auf ihre Haltbarkeit zu prüfen sind und entgegenstehende über gleiche Wahrnehmungen, wie sie im Westen der Stadt den Berichten der Vertrauensmänner ist folgendes hervorzuheben: liegt bis heute teine Mittheilung tember in Belzig tagte, war von 13 Delegirten besucht. Aus Ueberzeugungen auf keinen Fall durch offene oder versteckte Dortmund gemacht worden sind, vor. Ebenso wenig verlautet Von Luckenwalde konnte erfreulicherweise berichtet werden, Gewaltmaßregeln, durch Staatsstreiche oder Rechtsfniffe etwas über Störungen in den Telegraphenleitungen, die bei Erd- daß dort neun Lokale zur Verfügung stehen. Der Parteikalender, bekämpft werden dürfen, das kommt dem Vater der Spar beben stets auftreten. Auch auf dem Observatorium in Pots- der Märkische Landbote", wurde von Luckenwalde aus in Agnes" nicht in den Sinn; wie der General v. Kirchhoff dam, deffen Instrumente Erdbeben anzeigen, die in einer Ent- 27 Dörfern verbreitet. Der Delegirte von Dah me hingegen für die Ehre seiner Tochter zum Revolver greift, so ist fernung von hunderten von Meilen wahrgenommen werden, mußte berichten, daß dort gar kein Lokal zur Verfügung Eugen Richter doch hier hinkt der Vergleich; für seine scheint nichts beobachtet worden zu sein; wenn es geschehen, so sei, feien en feina sich ein Haus Person hat Eugen stets der Tapferkeit besseren Theil wäre es bereits veröffentlicht worden. Aus alledem geht hervor, zu miethen. In Werder und Belzig liegen die erwählt; aber ohne Bedenken würde er, wenn er die Machtsammenbrüche verlassener Bergwerte fönnen, ie ein Lokal frei. In Treuenbriezen find Lokale genug daß von einem Erdbeben keine Rede sein fein. 3uDinge ähnlich, jedoch ist in beiden Orten seit kurzer Zeit hätte, die Beleidiger seiner Spar- Agnes fartätschen lassen, wie gerade jetzt das Schicksal Eislebens zeigt, auf der vorhanden; hier fehlt es an tüchtigen Agitatoren. Von einer und ebenso wenig moralische Bedenken haben, wie die Oberfläche gewaltigen Schaden anrichten. Crispi und Favre. In seiner Machtlosigkeit aber bedeckt Die Kapitalisten, die aus dem Bergwerke so vielen Genosse Ewald- Brandenburg wird den Kreis mit vertreten. selbständigen Beschickung des Parteitags wird Abstand genommen. sein Sozialistenfresserthum ihn nur noch mehr mit dem Nußen gezogen haben, sollten verpflichtet werden, dafür zu Als Kreisvertrauensmann wird Genosse Gerischer wiederStempel der Lächerlichkeit. sorgen, daß ihr Raubbau für Andere keinen Schaden bringt. gewählt. Die Kreiskonferenz soll in Zukunft 14 Tage bis vier Der Bankrott ihrer Sozialpolitik wird der deutschen Maßregeln gegen das kulturfeindliche Gebahren unserer Wochen vor dem Provinzialparteitag stattfinden. Reichsregierung von Herrn Maurice Block in den Schriften Schlot- und Grubenbarone können vom heutigen Staate der französischen Akademie bescheinigt. Er untersuchte die nicht erwartet werden, sind sie doch mit den Junkern die Motive, welche die deutsche Reichsregierung zu ihrer sozial- besten Stüßen der heutigen Ordnung", an deren Bestande politischen Gesetzgebung geführt hat und fand sie richtig fie am meisten interessirt sind. Vom Staate etwas zu in dem Anwachsen der Sozialdemokratie. Da aber dieses hoffen, wäre demnach naiv. Aber in immer größeren BoltsAnwachsen nicht in's Gegentheil umgeschlagen, sondern schichten bricht sich die Ueberzeugung von der Kulturfeindweiter geschritten ist, so hält er die Politik für fehlgeschlagen. lichkeit des Kapitalismus Bahn und dadurch wird der Sieg Man müßte von den deutschen Arbeitern eine sehr der Kultur gesichert. schlechte Meinung haben, wollte man glauben, daß sie für ein so mageres Linsengericht, wie es unsere Arbeiter versicherung ist, auf die Erreichung der ihr durch die wirthschaftliche Entwickelung und die Stärke ihrer Partei zu fiehenden Ansprüche verzichten würden. so mehr die herrschenden Einrichtungen liegenden Orten beben wahrgenommen. worden. Auch aus den um Bauch- Belzig- Jüterbogt- Luckenwalde, welche am 80. Sepdaß die Genossen gegen * tag, 7. Ottober, Vormittags 11 Uhr, in Königsberg in der Parteikonferenzen. Für Ostpreußen findet am SonnPhönigballe", Löbenicht'sche Oberbergfir. 14, ein Parteitag statt. Tagesordnung: Die politische Lage und die Agitation, Landarbeiterfrage, Frauenbewegung. In Lüneburg findet am Sonntag, 7. Oktober, Nachmittags 3/2 Uhr im Lokale des Herrn P. Meier für den 15. und 16. hannoverschen Wahlkreis eine Parteikonferenz statt. Tagesordnung: Stellungnahme zum Parteitag, Besprechung über eine wirksame Landagitation, Berschiedenes. # Aus Ungarn. Die neuesten Debatten in den Delegationen haben bewiesen, daß die Nationalitätenfrage in Ungarn noch immer nicht gelöst ist; daß die Haß gegen rumänische und Eine rettende That. Die„ Gefahr" einer sozialdemokra völkerungen zu beruhigen, fie in Gegentheil zu einer energischeren, in Leipzig muß unbedingt beseitigt werden. Nachdem die slovaksche Führer, weit davon entfernt die betreffenden Be- tischen Besetzung der Mehrzahl der Stadtverordneten- Mandate geschlossenen Aktion angefacht hat. Ungarische Patrioten, das heißt Kreishauptmannschaft den Leipziger Bürgerrechts Verweigerern Der Mann mit den geflichten Strohdächern, der Bourgeois, haben sich denn auch in einer Liga zusammengeschlossen, einen Strich durch die Rechnung gemacht, suchen sie einen anderen arme Großgrundbesitzer Graf Kaniz, scheint doch nicht so genau wie es die Rumänen in der Liga culturala" gethan haben. Ausweg. Die verstärkte Verfassungs- und Wahldeputation des schwere Noth zu leiden, wie er im Reichstage beweglich zu ungarischen Nation in der ausländischen Presse sein, so erklärt macht, welche demnächst die Stadtverordneten- Versammlung beDer Zweck dieses neuen Vereins soll die Vertheidigung der Raths der Stadt Leipzig hat sich über eine Vorlage schlüssig geschildern verstand. Seine Tafel dürfte reich besetzt sein, der Vorsitzende Karol Bonkor. In deutsch heißt das die Sub- schäftigen wird. Die Leipziger Boltszeitung" veröffentlicht diese hatte er doch für die kaiserliche Tafel, von deren Theil- ventionirung ausländischer Zeitungen seitens der Ungarn, nach Vorlage, die sich im wesentlichen an das preußische und badenser nahme er ausgeschlossen war, 240 Forellen übrig. Durch dem von den Rumänen gegebenen Beispiel. Wir könnten gleich Dreitlassen- Wahlsystem anlehnt und knüpft daran folgende Kritik: die Zeitungen geht nämlich jetzt folgende Notiz: giltig der Rauferei zwischen ungarischen und rumänischen Bourgeois Das„ elen deste aller Wahlsysteme" hat sich also der Graf Kanitz, der sicher auf eine Einladung zur kaiserlichen zusehen, würde nicht dabei der Dritte: das Proletariat den Kürzeren Leipziger Rath zum Vorbild genommen, um einer starten sozialFesttafel bei dem legten Kaiserbesuch in Königsberg rechnete, ziehen. Die ungarischen Behörden, Polizei, Gerichte u. f. w., die aus demokratischen Vertretung den Einzug in den Stadtverordneten erbat sich vom Magistrat die Erlaubniß, Forellen für das Fest- waschechten, ungarischen Patrioten bestehen, lassen ihre ganze Saal unmöglich zu machen. Der Befiß, das Einkommen soll in mahl spenden zu dürfen. Das Anerbieten wurde freundlichst an- Wuth, die sie an den Bourgeois nicht fühlen fönnen, auf die Zukunft entscheidend sein für die Ausübung bürgerlicher Rechte. genommen und Graf Kanis ließ 240 Stück Forellen nach Königs- Proletarier fallen! Darum ist es mit Freuden zu begrüßen, daß Da nach der Vorlage die abgegrenzten Abtheilungen ie ein Drittel der Stadtverordneten wählen sollen, hätten 4723 Befigende eine doppelt so starke Vertretung im Kollegium als 19 006 Nichtbesitzende. Dies Verhältniß wird noch fortdauernd wesentlich zu ungunsten der großen Masse insofern verschoben werden, als die ganze wirthschaftliche Entwickelung die Konzentrirung des Besizes in immer wenigeren Händen bedingt. Um diese That sache den städtischen Steuerzahlern nicht zu grell und ziffernmäßig in die Augen fallen zu lassen, soll die Wahlliste in 3ufunft nicht mehr in Druckt gegeben werden. Ferner soll auch das Wahlrecht insofern verschlechtert wer den, als nur alle zwei Jahre noch eine Erfahwahl für je ein Drittel der Stadtverordneten vorgenommen werden soll. Neben den Klaffenwahlen sollen Bezirkswahlen eingeführt werden, zu welchem Zwecke nach der Vorlage die Stadt in vier Wahlkreise mit zwölf Wahlbezirken eingetheilt wird". Gegen diesen reaktionären Plan werden die Leipziger Parteigenossen die ganze unabhängige Bürgerschaft aufrufen und jeder, der noch einen Funken Freiheitssinn sich bewahrt hat, wird sich ihnen anschließen. 0 Von der Laudagitation. Am 30. September hielt Genossin Bettin- Eisner in Ritenbach( 1. badischer Reichstags Wahlkreis) auf Veranlassung des sozialdemokratischen Vereins Konstanz eine Versammlung ab. Es war die erste derartige in diesem Orte. Die Zuhörer, aus lauter Kleinbauern und Bäuerinnen bestehend, lauschten der Referentin mit großem Interesse und ersuchten Frau Bettin, recht bald wiederzukommen. Zu den Stadtverordnetenwahlen in Frankfurt a. M., an denen sich, wie bereits mitgetheilt, unsere Parteigenossen diesmal betheiligen, sind folgende vier Genossen als Kandidaten auf gestellt worden: Baumann, Dr. Quard, Schmidt und Knoep. Als Beitrag zur Entwickelung der englischen Gewerkschaften in sozialistischer Richtung fann eine Abstimmung gelten, die der englische Formerverband fürzlich vornahm. Zur Entscheidung stand die Frage: Sollen wir pro 100 Mitglieder 5 Schilling ( 5 Mark) an den Wahlfonds der Independent Labour Party ( Unabhängige Arbeiterpartei) zahlen, in Uebereinstimmung mit der Empfehlung seitens des Belfaster Gewerkschafts- Kongresses? Mit großer Majorität entschied sich die Organisation dafür. Der diesjährige Parteitag der schweizerischen Sozialdemokraten wird für den 27. und 28. Oftober nach Biel einberufen. Aus Numänien schreibt man uns: In ihrer Sigung vom 23. September hat die Parteileitung beschlossen, zu Weihnachten einen außerordentlichen Parteitag einzuberufen, es handelt sich um Erledigung wichtiger Fragen für die Agitation. Am 13. November wird das bis nun wöchentlich erscheinende Parteiorgan Munca" eingehen, und an seine Stelle wird eine tägliche Beitung erscheinen. Die nöthigen Fonds sind schon nahezu gesichert. " Polizeiliches, Gerichtliches ze. Eine Wirthin zu Preungesheim bei Frankfurt a. M. sollte sich einer Notiz der Voltsstimme" zufolge das Leben haben nehmen wollen und sei nur durch Hinzukommen eines Arbeiters daran verhindert worden. Diese Notiz entsprach nicht den Thats sachen, die Wirthin fühlte sich beleidigt und verklagte den Genossen Schmidt, Redakteur der Volksstimme". Das Schöffen gericht fam wirklich zu dem Schluß, daß in obiger Notiz eine Beleidigung enthalten sei und verurtheilte Schmidt zu 100 M. Die 3wangshaft gegen den Genossen Baumüller in Magdeburg ist am Mittwoch Mittag aufgehoben und Bau müller entlassen worden. Er saß zur Erzwingung des eid= lichen Zeugnisses wider N. N. sechs Monate in Unter suchungshaft. Kurz vor seiner Entlassung wurde in einer anderen Angelegenheit erneute Zwangshaft angeordnet, welche jedoch vorläufig aufgehoben wurde. Er übernimmt wiederum die Redaktion der" Boltsstimme", um den Genossen Richter abzulösen, gegen den sechs Anklagen schweben. und gefaßt und als Arrestanten erklärt. Er habe sich vom Gendarm| schäftsjahre einen Reingewinn, der sich nach Abzug aller losgerissen, weil er sich nicht wollte binden lassen. Als dann Tantiemen auf 650 387 M. beläuft und vertheilt 7 pCt. das Steinwerfen begann, sei er mit seinem Schwager fort- Dividende!- Die Falkensteiner Gardinen- Weberei gegangen. Er bestreitet, selbst einen Stein geworfen zu haben, Bleicherei machte mit einem Aktienkapitale von 1 Million Mark er habe nur von Weitem zugesehen. Der Angell. Josef Schmotter einen Reingewinn von 189 168 M., wovon sie 12 pCt. Dividende mayer ist der Bruder der erschossenen Frau Elsner, er will erst vertheilt und noch anständige Summen unter verschiedenen gekommen sein auf die Nachricht, daß seine Schwester erschossen Namen„ spart" für schlechtere Beiten. Der Hänichener Steinworden sei. Zu dieser Zeit hätten die Leute schon fohlenbauverein in Hänichen erzielte einen Betriebsüberschuß von das Gasthaus mit Steinen beworfen. Er habe wohl gehört, daß 187 065 M. und vertheilt 5 pCt. Dividende, während Direktorium die Gendarmen die Menge zum Auseinandergehen aufforderten, und Aufsichtsrath 5844 M. Tantiemen bekommen. In ihrer aber die Aufforderung nicht auf sich bezogen, da er weit hinter Generalversammlung beschloß die Aktiengesellschaft Oberlausitzer zu haben, will sogar noch andere vom Steinewerfen abgehalten 71/2 pCt. den Gendarmen gestanden. Er bestreitet, selbst Steine geworfen Buckerfabrik zu Löbau die Vertheilung einer Dividende von haben. Zu einem Gendarm habe er gesagt: Was ist denn das Eine Elendsstatistik. für eine verfluchte Mode, hier die Leute zu erschießen, meine waren im Monat August untergebracht 1075 Männer, 376 Frauen Eine Elendsstatistik. Im städtischen Asyl zu Breslau Schwester habt Ihr erschossen. Rechtsanwalt Marcuse fragt: Wann haben Sie erfahren, täglich 48. Außerdem hatten in einem Privatasyl Unterkunft und 47 Kinder, zusammen 1498 Personen, oder durchschnittlich daß Ihre Schwester erschossen worden ist. Angel.: Etwa um fünf Uhr. Er sei dann solange da- gefunden 136 Männer, 389 Frauen und 250 Kinder, zusammen geblieben, bis sich die Menge verlaufen hatte. 775 Personen oder 25 Personen durchschnittlich täglich. UeberDer Angeklagte Grubenarbeiter Modzik will um 7 Uhr oder täglich 73 Personen. Und das im Monat August, wo haupt obdachlos waren in dem gedachten Monat demnach 2273 nach Bielichowiß gekommen sein; er giebt zu, einen Stein ge- immerhin noch manche Arbeitsgelegenheit mehr vorhanden ist, worfen zu haben, aber nur um eine Menge Kinder zu ver- als im Winter. scheuchen. Er räumt weiter ein, ein Fenster des Zimmers, in Teufel vorzieht, bei Mutter Grün zu übernachten, als in den Mitten im Sommer, wo noch mancher arme dem die Gendarmen waren, eingeschlagen zu haben. Er be schuldigt mehrere Mitangeklagte des Steinwerfens. heiß und polizeigeschwängerten Räumen der Asyle. Der Angeklagte Nickel war auf dem Plage bei Antonienhütte und ging nach Redendorf. Um 5 Uhr war er in Antonienhüte, nach Hause ist er um 1/29 Uhr gekommen. Er habe die Aufforderung gehört, sei auch auf die Seite getreten, 30 Schritte etwa vom Plaze weg. Er selbst habe nicht geworfen. Der Angeklagte Polaget giebt zu, ein paar Steine geworfen zu haben, er will sie aber nicht gegen die Gendarmen, sondern in die Menge geworfen haben, damit die Leute auseinander gingen. Der Angeklagte Jaffa will selbst nicht geworfen haben, aber er beschuldigt den mitangeklagten Rodzeniowsky. Auch die folgenden drei Angeklagten bestreiten, mit Steinen geworfen zu haben. Der vom Angeklagten Modzik bezichtigte Angeklagte Schwarz leugnet, er sagt, Modzit sei ihm feind lich gesinnt. Der Angeflagte 14 Jahr alte Knabe Juranet sagt, die Leute haben gerufen: Werft die Hunde todt, die die Frau todt geschossen haben, und da habe er auch geworfen. Der Angeklagte, Fleischersohn Kodzeniowsky giebt zu, mit Steinen geworfen zu haben. Die Leute hätten ihn dazu aufgefordert. Der Angeklagte, Schulfnabe Cziollet, sagt aus, die Leute schrieen: Du Hund, wirst Du mitwerfen, und da habe er einen Stein aufgehoben, die Mutter sei aber gekommen, habe ihn tüchtig durchgehauen und er sei nach Hause gebracht worden. Der Angeklagte, Schulknabe Anton Modz cyk, will dem Lehrer und Gendarm das Geständniß, daß er sich am Werfen betheiligt, nur aus Furcht vor Schlägen gemacht haben. Aus der Vernehmung einiger weiterer Angeklagten, die sich alle für nichtschuldig erklären, geht hervor, daß die Aufregung erst dann so groß wurde, als die Frau geschossen worden war. Der Angeklagte Mathias& Isner ist der Ehemann der er schossenen Frau. Er sei mit seinen Verwandten des Weges da her gekommen, plötzlich sei seine Frau geschossen worden, und er habe nun gar nicht gewußt, was mit ihm vorgehe, was er thun solle. Die Vernehmung einer Anzahl weiterer Angeklagter ergiebt Das Wagennullen, eine der ungerechtesten Maßnahmen gegen die Bergarbeiter steht auf allen deutschen Gruben noch in der höchsten Blüthe. Im Monat September wurden auf der Beche Minister Stein" bei Eving 259 Wagen Kohle genullt. Aeußern die Bergleute darüber ihre Unzufriedenheit, so ist das natürlich nur ein Beweis, ihrer grenzenlosen Unverschämtheit und Begehrlichkeit". " Weit hinter Oesterreich zurück- marschirt Deutschland. bahn- Werkstätten der Achtstundentag probeweise mit den bisAus Bodenbach wird berichtet, daß in den dortigen Eisenherigen Lohnbezügen eingeführt wurde. Von dem Vorstand des Verbandes der Verwaltungsbeamten der Ortstrantentassen Deutschlands geht uns folgende Berichtigung zu: " Der Artikel in Nr. 218 des Vorwärts", so wohlwollend er den Bestrebungen des Verbandes im Anfange gegenüber steht, bat in bezug auf die am Ende stehenden Bemerkungen nicht der Wahrheit entsprechende Unterlagen und ist deshalb auf unrichtige Schlußfolgerungen gekommen, welche die Bestrebungen des Verbandes ungünstig zu beurtheilen im stande sind insofern, als der Verband nicht allein für Rendanten und Kassenbeamte errichtet ist, sondern alle Angestellte der Ortskrankenkassen, gleichviel welche Funktion sie zu vollziehen haben, als Mitglieder aufgenommen werden. Schiedsgerichte oder Einigungsämter nach Muster der für die Schuhindustrie bestehenden sollen, wie das Sozialpolitische Zentralblatt" schreibt, in England für jede Industrie eingeführt werden. Bei jedem Zwist zwischen Unternehmern und Arbeitern soll das Arbeitsamt eine Enquete über die Arbeitsverhältnisse und über die Geschäftsgewinne veranstalten tönnen und die Ge schäftsbücher der Unternehmer einzusehen berechtigt sein, damit die streitenden Parteien sowohl wie das Publikum genau unter richtet sind darüber, ob die Sachlage eine Lohnerhöhung gestattet, oder ob andererseits im öffentlichen Interesse eine geplante Herab drückung der Lebenshaltung der Arbeiter zulässig ist. nichts Wesentliches. Sie wollen entweder die Aufforderung des Franenärzte in England. Miß E. Winifred Dixon ift Gendarmen nicht gehört oder ihr sofort Folge geleistet haben. für das gynäkologische Fach der drei staatlichen Krankenhäuser Sie geben auch an, daß Feuerlärm geblasen worden sei und Dublins angestellt worden. An der Universität Glasgow find daraufhin seien so viel Leute zusammengeströmt. jüngst zum ersten Male in Schottland zwei Damen die Grade eines Baccalaureus der Medizin und eines Magisters oer Chirurgie verliehen. Beide Damen, Miß Marion Bothwell und Miß Alice Cumming, absolvirten ihre Studien in Queen Margaret's College, einem Institut, welches im Jahre 1877 ge gründet, und im Jahre 1892 zum Frauendepartement der Univer ſität Glasgow erhoben worden. Che der Vorsitzende die weiteren Angeklagten vernimmt, fonstatirt er, daß es sich bei den nun folgenden Angeklagten nur um Auflauf handele. Gewerkschaftliches. Der Angeklagte Prutopp tam nach dem Hütten- Gasthause, als er gehört hatte, daß die Versammlung nicht stattfinden dürfe. Er habe am Tische geseisen und sich unterhalten. Der Wirth habe ihm gesagt, der Amtsvorsteher habe ihm verboten, ihm Wegen ergebens gegen die Religion standen Bier zu geben. Sogleich sei auch ein Gendarm gekommen und vor der 2. Straffammer des Landgerichts Magdeburg die Genossen habe ihn brutal angefahren: Ich verbiete Ihnen das Reden. Vater und Haarbaum. Die Verhandlung fand unter Aus: Er antwortete: Sie werden mir wohl die Unterhaltung nicht Verband der Arbeiter- Stenographen- Vereine Deutschschluß der Deffentlichkeit statt, weil durch die Verhandlung eine verbieten dürfen. Da die Beamten so brutal gegen mich vor lands Neu- Stolze. Die Vereine, welche dem Verbande an Gefahr für die öffentliche Ordnung zu befürchten sei. Die Ver- gingen ein reitender Gendarm hatte mich schon am Arm gehören, werden hierdurch aufgefordert, zu der am 5., 6. und handlung wurde zwecks Vornahme weiterer Beweisanträge vertagt. gefaßt wagte ich nicht, die Leute zum Auseinandergehen 7. Oktober in Berlin stattfindenden Stolze- Feier feine Delegirten Politisch sollen in Sachsen jetzt auch Produktenvertheilungs- aufzufordern, ich sagte dem Sowada, er möge den Amtsvorsteher zu senden, da die Feierlichkeiten in boykottirten Lokalitäten be-= vereine fein. So hat der Bertheilungsverein in Rübenau die Auf- bitten, ihm( Prufopp) zu gestatten, eine Ansprache zu halten, in gangen werden. G. Bendschneider, Vorsitzender, Hamburg V, forderung erhalten, die Mitgliederlisten bei der Polizei einzureichen. Der er die Leute zum Auseinandergehen auffordern wollte. Der Brennerhof. Der Verein wird gerichtliche Entscheidung beantragen. Amtsvorsteher erlaubte das nicht, sagte vielmehr, er( Prukopp) Zum Seidenweber- Streik in Bielefeld ist zu berichten, Polizeilich aufgelöst wurde in Dresden der solle sich um sich bekümmern. daß die Unternehmer Delius Söhne noch weiteren 22 Arbeiterinnen Diskussionsabend des sozialdemokratischen Vereins für Dresden- Angeklagter So wa da bestätigt die Angaben Prukopp's. gekündigt haben, weil sie sich weigerten, die Pläge der Streifenden Altstadt. Das Thema des Vortrags lautete: Ist Religion Bors. Sie waren Einberufer der Versammlung, warum haben einzunehmen. Privatsache? Als der Referent meinte, es müsse eine viel in- Sie denn den Leuten nicht gleich in Antonienhütte gesagt, daß die tensivere Agitation für den Austritt aus der Landeskirche ge- Versammlung zwar einberufen aber nicht stattfinden könne? Sie trieben werden, forderte der Ueberwachende zum Mäßigen" auf. sind doch eigentlich an der ganzen Sache schuld. Angell. Noch bezeichnender für die Auffassungsweise des Beamten ist Jch bat ja den Amtsvorsteher, das zu gestatten. Der verbot es folgendes: Ein Redner vermaß sich, es für Unrecht zu halten, mir aber. daß den Kindern in der Volksschule gelehrt wird, daß die Welt in 6 Tagen erschaffen worden sei, während man in den höheren Schulen ganz anders lehre. Wegen dieses Verbrechens" wurde die Versammlung aufgelöst. Der Krawall von Antonienhütte vor dem Schwurgericht. Erster Verhandlungstag. Beuthen, 3. Oftober 1894. Der Angeklagte Bergarbeiter Figara will nur über den Platz gegangen sein ohne sich aufzuhalten. Er ist mit Brukopp weggegangen. Prutopp hat ihn als seinen Entlastungszeugen an gegeben und er glaubt, daß er nur diesem Umstande die Anklage zu verdanken habe. Ebenso will der Angeklagte So Bna nicht wissen, wie er als Zeugen gemeldet und daraufhin habe er die An auf die Antiagebaut gekommen sei. Er habe sich für Penkopp flage befom men. Der Angeklagte Schmiedemeister Walehti tam in Ge schäften nach Redendorf, er wollte Geld einziehen. Es sei eine Die Verhandlung wird nach neun Uhr vom Vorsigenden, größere Menschenmenge da gewesen und einer habe wie todt am Landgerichts Direktor Reichstags- Abgeordneten Sperlich, er: Boden gelegen. Er habe gefragt: Was ist denn dem öffnet. Im Zeichensaale des Gymnasiums, wo die Verhandlung Manne. Die Leute fagten: Nu, die Gendarmen haben stattfindet, drängen sich die Betheiligten: Richter, Geschworene, ihn todtgeschlagen! Ob er todt todt war, tann ich nicht 57 Angeflagte und an 80 3eugen. Für die Angeklagten sagen. Dann sei ein Gendarm an ihn heran gefommen find an der Thürwand große Verschläge mit Bäufen und habe gesagt:" Ah, der Herr Schmiedemeister ist auch da!" aus roh gezimmerten Balken aufgestellt. Unter den Sie wollen wir uns auch notiren. Geschworenen entsteht eine größere Bewegung, als unter Der Angeklagte Arbeiter Nawrath will zufällig später hinden Angeklagten auch die mitangeklagten Schulkinder in gekommen fein. Ein Gendarm habe ihn nach dem Namen den Saal geführt werden, der eine Knabe ist so klein, daß er gefragt. Er habe gesagt:„ Herr Wachtmeister, ich gebe gleich, über den Verschlag der Anklagebant nicht hinwegsehen kann. ich weiß ja gar nicht, was hier los ist. Der Gendarm sagte, ich Die Anklagebehörde vertritt der Erste Staatsanwalt Nent follte nur den Namen sagen, es werde mir weiter nichts passiren. wig Benthen, die Vertheidigung führen außer dem Rechts- Der Angeklagte Arbeiter Kontey erklärt, er habe in Neudorf anwalt Marcuse Breslau die Rechtsanwälte Freund und eine Hebeamme gesucht, sie aber nicht getroffen. Es hieß, sie sei Freudenberg- Beuthen. in der Menschenmenge und da habe er sie dort gesucht. Dabei Auf die Frage des Borfißenden, wer von den Angeklagten fei er aufgeschrieben worden. Die übrigen Angeklagten erklären nur polnisch spreche, erheben sich über zwanzig Angeklagte. Es sich nichtschuldig. Morgen wird mit der Beweisaufnahme bewird deshalb ein Dolmetscher bestellt. Der Vorsitzende warnt gonnen. die Angeklagten und Zeugen davor sich zu betrinken. Jeder Betrunkene werde unnachfichtlich in Strafe genommen werden. Es wird der Anklagebeschluß verlesen, der den ersten 33 Angeklagten das Verbrechen des Aufruhrs, den übrigen nur das Vergehen, an einem Auflauf theilgenommen zu haben und den Anordnungen der Behörden nicht Folge gegeben zu haben, zur Last legt. Der Vorsitzende giebt darauf den Geschworenen ein kurzes Resumee der Vorgänge, wie sie von der Anklage behauptet werden und das sich im wesentlichen mit dem von uns schon mitgetheilten Resumee deckt. Es folgt die Bernehmung der Angeklagten. Der erste Angeklagte Bergmann Neglich soll den ersten Stein erhoben und den Ruf„ Nun los" ausgestoßen haben. Er giebt auf Befragen an, er sei nicht in Antonienhütte gewesen, erst später in Bielschowitz zu den übrigen Versammelten gestoßen der Gendarm Bodinka habe ihn aufgefordert, fortzugeben. Er sei nicht gleich gegangen, weil sein Schwager Suchanneck an ihn herangetreten sei. Der Gendarm Kordigte habe ihn nun an Soziale Lleberlicht. Die Großen fressen die Kleinen auf. Die Konkurse in Hamburg haben nach dem Jahresbericht der Justizverwaltung in den letzten Jahren außerordentlich zugenommen; während die Bahl Anfangs der 80er Jahre selten 250 überschritt, betrug fie nach dem Zollanschluß 1889 244 Konkurse, 1890 336 Konkurse, 1891 444, 1892 513 und 1893 608 Konkurse. Die Konkurse entfallen zum großen Theil auf kleinere Geschäfte. Das kleine Geschäft hat am allerwenigsten Vortheil von dem Zollanschluß gehabt, sondern meistens der Großhandel. Unter diesem sind troß aller Ungunst der Weltlage Zahlungseinstellungen in größerem Umfange nicht vorgekommen. Ein neuer Bergarbeiter- Ausstand scheint im Troppauer Revier( Desterr. Schlesien) zum Ausbruch zu kommen. Auf den Nordbahn- Schächten in Michelfowitz verlangten die Schlepper am Dienstag eine Lohnerhöhung. Da diese bisher nicht bewilligt wurde, ist am folgenden Tage ein Theil der Schlepper nicht eingefahren. Am 4. d. Mis. sind auf den beiden NordbahnSchächten von 159 Schleppern nur 72 und nur 20 Hundstößer eingefahren. Auf den übrigen Schächten wird normal weitergearbeitet. Der internationale Kongreß der Eisenbahnarbeiter beschloß die Bildung eines internationalen Ausschusses zum Studium Abhaltung jährlicher Kongresse. der wirthschaftlichen Intereſſen der Eisenbahnarbeiter sowie die Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) London, 4. Oktober. In der Nähe von North- Allerton stieß heute früh dem Schnellzuge, welcher gestern Abend 10/2 Uhr von Edinburg nach London abging, ein ernsterer Unfall zu, über den jedoch nähere Details noch fehlen. Wie verlautet, sind der 3ugführer und drei Reisende schwer verlegt und beide Lokomo tiven des Zuges umgestürzt. " London, 4. Oktober. Eine Lloyds- Depesche aus Hongkong vom heutigen Tage meldet, daß der der Deutschen DampfschiffsRhederei" in Hamburg gehörige Dampfer Bellona" auf der Reise von Hioga nach Hamburg bei den Paracels vollständig verloren gegangen ist. Die Besagung und die Passagiere wurden gerettet und in Hongkong gelandet. ( Depeschen- Bureau Herold.) Petersburg, 4. Oftober. Entgegen den vielfach im Auslande zirkulirenden Gerüchten, daß die Stellung des Finanzministers Witte erschüttert sei, wird von kompetenter Seite ver fichert, die Meldung sei gänzlich unbegründet, da der Finanzminister am 12. Oftober wieder die Leitung seines Ressorts übernehme. Rom, 4. Oktober. Laut Königlichem Dekret gehen die Unterrichtsanstalten der italienischen Kolonie in Port Saïd in die Verwaltung der Staatsregierung über. Marseille, 4. Oktober. Gestern sind hier drei weitere Anarchisten, welche an dem Komplott gegen das italienische Konsulat betheiligt gewesen sein sollen, in Haft genommen worden. New- York, 4. Oftober. Telegraphischen Meldungen aus Chicago und Philadelphia zufolge herrscht unter den DeutschAmerikanern größte Erregung über die Hartnäckigkeit, mit welcher die Regierung den Schutzoll auf Zucker aufrecht bält. Man macht allgemein das Zucker Syndikat und die sechs Entbehrungslöhne. Die Sächsische Maschinenfabrik zu Senatoren, welche ihre Stimmen verkauft hatten, für die Folgen Chemnitz( vorm. R. Hartmann) erzielte im abgelaufenen Ge- eines Zollfrieges mit Deutschland verantwortlich. Berantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 232. Freitag, den 5. Oktober 1894. Arbeiter! Varteigenoffen! 11. Jahrg. Der brutale Willkürakt des Brauereirings harrt noch der Sühne. Den Hunderten unschuldig aufs Pflaster geworfenen Arbeitern ist noch keine Genugthuung ge worden. Arbeiter und Parteigenossen! Ohne Eure opferwillige Unterstützung würden die Gemaßregelten der bittersten Noth verfallen und gezwungen sein, um Gnade zu betteln. Die Hochherzigkeit der Berliner Arbeiterschaft hat diese Schmach verhindert. Der erste Sturmlauf des Prozenthums scheiterte an Eurem Solidaritätsgefühl. Nicht eine Bresche vermochte der Bierring in Eure Reihen zu legen. Einig, geschlossen, tampfesmuthig und opferwillig seid Ihr fest entschlossen, den entbrannten Kampf zum siegreichen Ende zu führen. Arbeiter, Parteigenossen! Euer Wollen garantirt Euer Können! Ihr könnt, wenn Ihr wollt. Den zweiten Sturmlauf auf Euere Phalanx mußten die dem Bierring Lehensdienste leistenden Saalbesitzer unternehmen. Die Agitation sollte unterbunden, das Mundtodtmachungssystem praktizirt werden. Auf der Mine, die sie gegraben, sind die Saalbefizer aufgeflogen. Ihr Wehgefchrei könnte Mitleid erwecken. Arbeiter, Parteigenossen! Eclbst der Himmel, auf den der Bierring seine letzte Hoffnung setzte, ist mit uns im Bunde. Die Saison kann dem Ning nicht mehr über die Verlegenheiten hinweghelfen, die mit jedem Tag des weiteren Kampfes fich thurmhoch häufen. Musharren bedentet für uns siegen. Unsere Position ist uneinnehmbar. Der Stand des Boykotts ist ein vorzüglicher. Wir können zuwarten, ohne entbehren zu müssen. Arbeiter, Genossen! Je konsequenter der Boykott durchgeführt wird, desto nachhaltiger seine Wirkung, desto entscheidender der Sieg. Duldet keine Ausflüchte, keine Ausreden. Wer nicht mit uns ist, ist gegen uns. Soweit unser Einfluß reicht, muß das Ringbier verpönt werden. Nicht ein Tropfen darf getrunken werden. Arbeiter, Genossen! Die Bierzufuhr ist eine geregelte. Sie wird mit jedem Tag der Fortdauer des Boykotts eine bessere. Alle Ansprüche können befriedigt werden. Darum widersteht jeder Versuchung, Ringbier zu trinken. Die schwerste Arbeit ist gethan. Die Periode der Organisirung des Kampfes war die aufreibendste. Jetzt wird uns der Kampf leicht, weil wir das Terrain zum guten Theil beherrschen. Der Sieg muß unser werden, wenn wie bisher mit gleicher Schärfe und Ausdauer der Parole gefolgt wird. Hoch der Boykott sämmtlicher Ringbrauereien! Trinkt keinen Tropfen Ringbier! Boykottfreies Bier liefern: Brauerei Carlsberg, Friedrich Reichenkron, Charlottenburg. Brauerei Wilhelmshöhe, E. Lehmann, Berlin. Brauerei Pichelsdorf, Direktor Hoffmann. Münchener Brauhaus, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Süddeutsche Brauerei, Karl Kinz u. Ko., Berlin. Brauerei Müggelschlößchen, Friedrichshagen. Nordstern- Brauerei, Berlin. Rathenower Exportbrauerei- Niederlage. Juh. May Dennhardt, N.W., Hannoverschestr. 18a. Tel. III. 8178. Schloßbrauerei, Fürstenwalde. Niederlage bei Franz Heiser, N., Liesenstr. 5. Bürgerliches Brauhaus( in Firma Müller), Frank furt a. D. Phönig- Brauerei, C. Radon, Lichterfelde. Brauerei Jagdschlößchen, Eberswalde. Niederlage, Edm. enter, Swinemünderstr. 45. Brauerei Wusterhausen, Vertreter: Max Fleischer, Reichenbergerstr. 155. Brauerei Tivoli, Strausberg. Niederlage Stabernack, Mühlenstraße 49a. Louisen- Brauerei, Bellermannstr. 71a/ 72. Brauerei Danz, Freienwalde a. D. Vertreter: W. Marten, N., Gartenstr. 152. Bürgerliches Brauhaus, Luckenwalde. Niederlage Guft. Spiekermann, Weberstr. 66. Tokales. Die Liste der boykottfreien Gastwirthe und Restaurateure, die am Sonnabend wieder insgesammt veröffentlicht werden, müssen bis spätestens heute Mittag 1/2 Uhr in der Expedition abgegeben sein. Spätere Zustellungen können für die Sonnabend- Nummer auf keinen Fall berücksichtigt werden. Die Boykottkommission. rede jeden Arbeiter einzustellen, der ihnen durch dieses Amt zu-| über der freisinnigen Partei besonders zu überlegen. Wir haben gewiesen wird". = nicht nur auf jene Gegner unser Augenmerk zu richten, welche Abgesehen davon, daß die Erklärung des Bierboykotts mit dem bereit sind, ihre arbeiterfeindlichen Neigungen durch ihre AbArbeitsnachweis so wenig zu thun hatte, wie die Behauptungen der ſtimmung zu bekunden; sondern unter Umständen find jene, Vossin mit der Wahrheit, so entsprechen auch die sonstigen Angaben welche durch Lügen, Verdrehungen und Denunziationen über die Einrichtungen des Arbeitsnachweises, wie sie die die feindliche Stimmung gegen die Arbeiter schüren, wenn nicht Brauerei Arbeiter wünschen, den Thatsachen in keiner Weise. gefährlicher so doch sicher viel verächtlicher. Daß die Freis Zunächst ist festzustellen, daß die sozialdemokratische Partei mit finnige Zeitung" zu feige ist, jene Unterdrückungsmaßregeln gegen Im Gegentheil, unsere Genossen Auer und Singer haben in den und Lügen, indirekt zwar, aber um so drastischer zu demonstriren der Einrichtung des Arbeitsnachweises gar nichts zu thun hat. die Arbeiter, deren Nothwendigkeit sie durch ihre Berdrehungen Berhandlungen mit den Brauern wiederholt und ausdrücklich sucht, offen zu verlangen, das macht sie in unseren Augen wahr erklärt, daß sie es ablehnen müssen, in diese Einrichtung, die haft nicht besser. Es hat Zeiten gegeben, wo unsere Partei ein ausschließlich Sache der Betheiligten, d. h. der taktisches Interesse daran hatte, zu verhüten, daß die freisinnige Brauereibefizer und deren Arbeiter sei, sich Partei aus dem Verzeichniß der Parteien im Reichsparlament einzumischen. Diese Einmischung ist aber von den Ver- ausgelöscht werde; ob dieses Interesse auch für spätere Fälle und an der Weigerung unserer Vertreter, sie zu gewähren, wären leitenden Organs jener Partei mit jedem Tage zweifelhafter. tretern der Brauereien ausdrücklich verlangt worden noch vorhalten wird, erscheint uns nach dem Verhalten des bald die ganzen Verhandlungen gescheitert. Aber auch von den Brauerei- Arbeitern selbst wird nicht verlangt, daß ihnen der Brauerei von Oswald Berliner. Petrow, Köpenickerstr. 127, Zur Lokallifte. Leng, Gartenstr. 20, schänkt Bier aus der Arbeitsnachweis ausschließlich übertragen werde. Sie verlangen verzapft außer dem Bier aus der Brauerei Wilhelmshöhe auch nur, daß der Nachweis unter gemeinschaftlicher solches aus der Bockbrauerei. eitung der Arbeiter und Unternehmer steht einbart. und haben sie in diesem Sinne auch ein Arbeitsnachweis- Laboratorium zu Spandan. Die Zustände in diesem königlich Nubefcheidenheit und Taktlosigkeit im FenerwerksInstitut mit den ringfreien Brauereien ver- preußischen Musterinstitut sind ja bekanntlich derart, daß die Ebenso wenig wie die Leitung in sozialdemokratischen Arbeiterschaft recht häufig deren Erörterung im„ Vorwärts" verjeden Arbeiter einzustellen haben, der ihnen zugeschickt wird. Daß Laboratorium zwar auf eine stramm militärische Zucht und eine Händen", verlangen die Arbeiter, daß die Brauer ohne Widerrede" langt. Auch heute tritt wieder die Pflicht an uns heran, an einem Erlaß turzerhand darzulegen, daß im Feuerwerksaber die Arbeiter daran festhalten, daß ihnen ihre Zugehörigkeit zur politischen oder fachgewerklichen Arbeiterbewegung, wenn sie gut eingeschachtelte bureaukratische Instanzenordnung gehalten sonst den für den frei gewordenen Posten nothwendigen An- wird, daß aber die Glückseligkeit und Zufriedenheit der Arbeiter forderungen entsprechen nicht ein Hinderungsgrund für die leider Gottes immer noch nicht zum Ideal ausgebildet worden Uebernahme dieses Postens werde, das kann ihnen nur verdenken, ist. Die Richtigkeit dieser unserer Anschauung bekundet folgende mer à la Stumm das Koalitionsrecht den Arbeitern überhaupt Bekanntmachung: bestreitet. Während der Besichtigung dieses Instituts durch den Herrn Wenn der Verfasser des Artikels, der wohl nicht in der Re- unter dem Vorwande einer persönlichen Bitte dem Herrn General Damit wären wir mit den Anwürfen der Vossin fertig. Departements- Direktor General von[ Gosler hat ein Arbeiter daftion selbst fit, noch den Erwerbsgenossen der Ringbrauer eine Beschwerde über seinen Meister unterbreitet. den Vorwurf macht, daß sie die letzteren nicht genügend unter: Mangel an Vertrauen an die Unparteilichkeit seiner Borgesetzten, In diesem Verhalten des Arbeiters liegt, abgesehen von dem stützt haben, so ist das eine Interna unserer Gegner, welche uns angel an Vertrauen an die Unparteilichkeit seiner Vorgesetzten, nicht weiter berührt. Unter den Arbeitern hat in diesem eine große Unbescheidenheit und Tattlosigkeit. Kampfe eine glänzende Einigkeit gewaltet, was wohl in erster die bestimmte Erwartung aus, daß sich Aehnliches in Zukunft Indem ich den Arbeitern hiervon Kenntniß gebe, spreche ich Linie dem Umstande zu danken ist, daß Recht und Billigkeit nicht wiederholen wird, widrigenfalls werde ich aber eine ausschließlich auf unserer Seite und nur blankes Unrecht auf unnachsichtliche Bestrafung auf grund des§ 5 der Arbeitsordnung Seite der Gegner war. eintreten lassen. bürgerlicher Blätter Herr Magistratsaffessor Dr. Freund die bei In Sachen des Bierboykotts soll nach der Mittheilung Beilegung des Bierboykotts betheiligten Faktoren zu einer Zufammenkunft einberufen haben. Unter den Mitgliedern der Boykottkommission ist von einer derartigen Einladung nichts bekannt. Spandau, den 26. September 1894. wenden hat. 津 " Zum Bierboykott. Die„ Vossische Zeitung" leitartikelt in ihrer gestrigen Morgennummer über die Abwehr gegen die Sozialdemokratie", wobei sie im speziellen auf die letzten Gewerbegerichts- Wahlen und den Bierboykott zu sprechen tommt. Wenn die„ Bossin" bei dieser Gelegenheit ein klagelied darüber an stimmt, daß in den Unternehmerkreisen ein so geringes Intereffe gez. Bahn, für diese Gewerbegerichts- Wahlen sich bekundete, so haben wir Oberstlieutenant und Direktor. dazu wenig zu sagen. Die Herren wissen, daß sie bei dieser Gelegen: Der angeführte§ 5 der Arbeitsordnung lautet: heit im Großen und Ganzen unter sich sind und da läßt es fie Glaubt ein Arbetter Grund zur Beschwerde gegen seinen falt, ob der Schulze oder der Müller sie vertritt. Bei anderen Meister zu haben, so bringt er dieselbe bei dem betreffenden Beähnlichen Wahlen, so zum Beispiel zu den Handelskammern, ist Im Verein der Berliner Weißbier- Wirthe erstattete triebsführer, und wenn ihm die Entscheidung desselben nicht gedie Betheiligung eine noch viel geringere. nach einem Bericht des Lokal- Anzeigers" Herr Ruckenburg Be- nügt, bei dem Direktor an. Schriftliche Beschwerden, deren Ver Wogegen wir aber Verwahrung einlegen müssen, das ist, richt über die bekannten Beschlüsse in der letzten Versammlung fasser sich nicht nennt, bleiben stets unberücksichtigt. Wird der Ver der auch in diesem Artikel wieder zu Tage tretende Versuch, mit den Brauereibesizern und der Boykott- Kommission. Der fasser derartiger Schriftstücke ermittelt, so hat derselbe Entlaffung den sozialdemokratischen Vertretern im Gewerbegericht zu unter Versammlungsbericht befagt weiter: Herr Exstorff konnte der und geeigneten Falles strafrechtliche Verfolgung zu gewärtigen." stellen, daß sie ihre Entscheidungen nicht nach bestem Wissen und Versammlung noch die Mittheilung machen, daß am Dienstag Wir haben vorhin von militärischer Zucht zc. im MusterGewissen auf grund der in den Verhandlungen zu Tage ge- Mittel und Wege gefunden worden sind, um eine Einigung mit Bergleich der Militärverwaltung Unrecht thun. Die„ Bordie Brauereibesitzer eine Sigung abgehalten haben, in welcher institut gesprochen. Wir gestehen aber, daß wir mit diesem förderten Ergebnisse, sondern nach vorgefaßter Parteimeinung treffen. Es heißt diesbezüglich in dem erwähnten Artikel: der Boykott- Kommission herbeizuführen.( Beifall.) Auch haben schriften über den Dienstweg und die Behandlung Wo ein sozialdemokratischer Beifißer einem Beisiger aus vom 1. Oktober cr. ab die sämmtlichen Brauereien den sogenannten von Beschwerden der Militärpersonen 2c." vom 6. März den Reihen der Arbeitgeber und einem gelehrten Richter gegen Schleuderverkauf des Flaschenbiers eingestellt und liefern von nun 1873 find bekanntlich in der Erkenntniß, daß den übersteht, wird er sich überzeugen lassen. Wo zwei sozialab nur noch 30 Flaschen Lagerbier für drei Mark an Privat- veränderten Zeitverhältnissen Rechnung getragen werden demokratische Beisiger einen gelehrten Richter funden." müsse, am 14. Juni d. J. dahin abgeändert worden, daß der über stimmen tönnen, werden sie sich von ihren Wie die Kaze nicht das Mausen, so kann das Organ beschwerdeführende Soldat sich nicht mehr an seinen nächsten Partei Anschauungen auf Kosten des Richters des Herren E. Richter das Denunziren nicht lassen, sobald Ar- Borgesetzten, sondern direkt an seinen Kompagniechef zu leiten laffen, und die ganze Einrichtung wird verderbt." beiter in Frage kommen. Wie unsere Leser aus den bezüglichen Wir fordern von der„ Boff. 3tg.", daß sie den Beweis für Bekanntmachungen im Vorwärts" wissen, hat eine Kommission steuerzahlende Staatsbürger als Arbeiter exploitirt werden, Im Feuerwerks Laboratorium aber, wo nominell freie ihre vorstehende Behauptung antritt, so lange aber dieser Beweis von Berliner Zabakarbeitern die Organisirung einer Agitation ist es eine große Unbescheidenheit und Tattlosigkeit", wenn ein nicht erbracht ist, erklären wir die Behauptung als elende Ver- gegen die die Tabakindustrie mit dem Ruin bedrohenden neuen Arbeiter sich mit einer Beschwerde einmal direkt an den Departeleumdung unserer in den Gewerbegerichten thätigen Genossen. Steuermaßregeln in die Hand genommen und eine Reihe von Wir brauchen unsere Freunde nicht besser zu machen, als sie sind, Maßnahmen vorgeschlagen, wie dieser Gefahr zu begegnen sei. Ueber mentsdirektor wendet! das aber behaupten wir fühn, daß, was Objektivität und das diesen einfachen Akt der Nothwehr der Tabakarbeiter, der mit beiter Recht daran thun, fich an ihr Organ zu wenden, damit Man ermesse an dieser bezeichnenden Thatsache, ob die ArBeureben aubetrifft, nur dem Recht zur Geltung zu verhelfen, der politischen Parteizugehörigkeit rein gar nichts zu thun hat, dieses der vollsten Deffentlichkeit Kenntniß von den Zuständen unsere Arbeitervertreter es getrost mit den Angehörigen der berichtet nun das freisinnige Blatt in folgender Weise:" Gegen gebe, die unter der strahlenden Aera oer Sozialreform Unternehmerklasse aufnehmen tönnen. Wer das Gegentheil be- das neue Tabaksteuer- Projekt beabsichtigt die sozialweisen kann, der thue es; aber mit beweislosen Berdächtigungen demokratische Partei eine lebhafte Agitation zu betreiben. in einem königlich preußischen Musterbetriebe verschone man uns gefälligst. Um dieselbe einheitlicher zu gestalten, ist Deutschland in vierzehn herrschen! Handelt es sich in dem angefochtenen Artikel bei den Ge- Agitationsbezirke eingetheilt worden. Auch die Einberufung eines werbegerichts- Wahlen um unerwiesene und unerweisbare Be- neuen Tabatarbeiter- Kongreffes ist in Aussicht genommen; Flughauptungen, so werden in bezug auf den Bierverruf direkte blätter, Agitationsschriften sollen von Berlin massenhaft nach Unwahrheiten vorgebracht. Zunächst begegnen wir wieder der den Provinzen geschickt werden. In Berlin beginnen die Einalten Lüge, daß der Bierboykott wegen der Nichtgewährung der spruchs- Versammlungen bereits am 7. Oktober." Arbeitsruhe am 1. Mai verhängt sei. Wir fürchten, unsere Wir trauten der Freisinnigen Zeitung" bisher schon vieles Schlechte Geschäfte," so schreibt das Blatt, haben die Leser zu beleidigen, wenn wir diese Angabe hier noch einmal zu, daß sie sich aber in einer Sache, in der sie nach ihrem Pro- Sozialdemokraten mit den Berliner Schlächtergesellen gemacht. richtig stellen würden. Es würde diese Richtigstellung auch nichts grammi mit ihren Sympathien doch auf Seite der Arbeiter stehen Drei Genossen" hatten zum Sonntag eine Versammlung nach helfen, denn unsere Gegner wollen in diesem Punkte die Wahr müßte, zu einer so schofligen Denunziation erniedrigen würde, dem Proskauer Garten in der Proskauerstraße zusammenberufen, heit nicht zu ihrem Rechte tommen laffen, denn ge- das hätten wir doch nicht erwartet. Da es aber geschehen ist, in welcher die Knechtschaft der Schlächtergesellen" besprochen schäbe dies, dann erschiene selbst in den Philister Augen möchten wir bei der Gelegenheit doch auf einen werden sollte. Das Bureau wurde gebildet und dann setzten die Doppeldezimirung als eine unnöthige Grausamkeit. Gine Punkt aufmerksam machen. Da aus einer Reihe von die Redner die Endziele des sozialdemokratischen Staates und weitere Unwahrheit in dem Artikel der Vossischen Zeitung" ist Thatsachen sich ergiebt, daß Herr Eugen Richter und das Elend unter der heutigen Bourgeoisie auseinander. die Behauptung, der Bierverruf sei inszenirt, um im Braugewerbe fein Blatt, sobald es sich um Arbeiterinteressen handelt, lieber ihre Man ließ die Sprecher ruhig ausreden, dann aber ertönte den Arbeitsnachweis einzuführen, dessen Leitung sich selbst eigenen Parteigrundsätze verleugnen, als den Arbeitern gerecht plößlich ein eil Dir im Siegertranz" und wie ein verständlich in sozialdemokratischen Händen befindet" und durch werden wollen, so wird es für unsere Genossen immer mehr un- Mann fiel die Versammlung ein. Die Antwort verstanden die den die Brauereibefizer gezwungen werden sollen, ohne Wider- abweisliche Pflicht, sich für zukünftige Fälle ihr Verhalten gegen- I sozialdemokratischen Helden und wollten sich nun schleunigst Wie der Kampf mit geistigen Waffen von dem ordinärsten Theil der arbeiterfeindlichen Presse verstanden wird, darüber giebt eine Notiz, die das Zentralorgan aller Rüpel der Reichshauptstadt am Donnerstag mit Wohlbehagen brachte, einen, neuen, drastischen Beleg. " Drücken. Da aber reckten sich ihnen hundert kräftige Schlächterfäufte entgegen, die sie nicht entließen, ohne ihren Beifall in drastischer Weise kundgegeben zu haben. Die Sozialdemokraten haben bekanntlich im Schlächter gewerbe bis jetzt die schlechtesten Geschäfte gemacht, nicht nur in Berlin, auch in Dresden sind ihre Sendlinge nicht immer glimpflich empfangen und energisch zurückgewiesen worden." Aus Brig ist seit voriger Woche der Gärtnereibefizer Klatt unter Zurücklaffung von Weib und Kind spurlos verschwunden. N. sehr viele Berbindlichkeiten hinterlassen, glaubt man, daß er sich denselben durch die Flucht hat entziehen wollen. er Ohren spiste, tönte ihm aus dem Kasten plöglich das Kompliment aufgestanden war, deuteten die abgeschnittenen und zurück-| Beleidigungen hat hinreißen lassen. Als Angestellter einer Firma gelassenen Köpfe der Thiere auf den nächtlichen Besuch hin. Die Herz hatte er eines Tages eine telephonische Bestellung bei einer Diebe, die natürlich nicht zu ermitteln gewesen sind, haben gleich anderen Firma zu machen. Er flingelte die lettere an, es zeitig noch Waschgefäße mitgenommen, die einem Miether des gelang ihm aber nicht, die gewünschte Verständigung zu Architekten gehören. erlangen, da der Kommis Leyser, der die Bestellung entgegen Namen der Firma absolut nicht nehmen sollte, den zu verstehen vermochte. Während er bie aufmerksam bürger- Zeitung" geschilderten Verlauf genommen hat. Darauf er- Betullen, nicht be beit Bersammlung den von der„ Staats: Da " Esel" entgegen und es erfolgte unmittelbar darauf das Abtommt es hier auch nicht an, wo es nur festzustellen giebt, daß das führende Organ der Radau- Antisemiten mit Behagen von flingeln. Als bald darauf die Firma Herz noch einmal ans Die Nigdorfer Weißkohl- Ernte ist gegenwärtig in vollem klingelte, erkundigte sich Herr Lenser eifrigst danach, wer denn Rohheiten Notiz nimmt, die in Zuhälterkreisen allerdings an der Gange und alltäglich sieht man zahlreiche, mit wahren Riefen- das erste Mal am Fernsprecher gewesen sei und erfuhr auf diese Tagesordnung sind, die zu begehen sich aber Arbeiter von sozial- töpfen beladene Wagen auf den Straßen und zum Bahnhof Weise, daß es der Angeklagte gewesen, der ihn mit langohrigen demokratischer Gesittung in innerster Seele schämen würden. Wer fahren. Auch in diesem Jahre hat wieder eine sächsische Sauer- Bierfüßlern verglichen hatte. Er richtete in aller Höflichkeit ein hat aber noch an der Sympathie des Radau- Antisemitismus für kohlfabrik große Quanten des Rixdorfer Riefenkohls aufgekauft, Schreiben an Herrn Schulz, in welchem er ihn ersuchte, die unliebensBuhältergewohnheiten gezweifelt? um denselben später als feinsten Magdeburger Sauerkohl" in würdige Bezeichnung zurücknehmen zu wollen, der Adressat antwortete Die Hetze gegen Hauptmann's„ Weber". Gegenüber alle Welt zu verschicken. Seit kurzem werden auch in Rigdorf jedoch ohne alle Höflichkeit, indem er den Brief als„ Schreiberei" dem Dementi des Deutschen Theaters in der gestern mitgetheilten und Umgegend selbst größere Quanten des Riefenkohls zu Sauer- bezeichnete und gefliffentlich dem Kläger das Prädikat„ Herr" Kündigungsgeschichte hält die offiziöse Bank- und Handels- kraut verarbeitet. aul19 ban in versagte. Auch hierin erblickte Herr Leyser eine Beleidigung, da zeitung" ihre Behauptung aufrecht. noch mit, daß, ganz wie in Breslau, den Offizieren der 70 Jahre alte Verwalter des Hauses Oranienstr. 167 Johann hauptete, daß der„ Esel" gar nicht dem Kläger, sondern dem Das Blatt theilt überdies Erschoffen hat sich am Donnerstag Morgen um 9 Uhr der er der Meinung ist, daß dieses Prädikat im Briefverkehr jedem anständigen und gebildeten Manne gebühre. Der Angeklagte be Armee und der Marine der Besuch des Deutschen Theaters" Haberkorn. Er war herzleidend und glaubte dieserhalb, daß sein Hausdiener des Geschäfte gegolten habe, der sein telephonisches verboten und ihnen dabei ausdrücklich nahegelegt worden Ende unmittelbar bevorstehe. Aus Verzweiflung darüber griff er Gespräch ungebührlich gestört habe. Der Gerichtshof glaubte ist, daß das Uebertreten des Verbots des Ziviltragens zum Revolver und jagte sich eine Kugel in die rechte Schläfe, so ihm dies aber nicht, sondern verurtheilte ihn wegen zweifacher im Theater" in diesem besonderen Falle strenge geahndet daß der Tod auf der Stelle eintrat. werden würde. Bezüglich der Kündigung der kaiserlichen Loge Beleidigung zu 20 M. Geldstrafe eventuell 4 Tagen Gefängniß. berichtet dasselbe Blatt, daß das Hausministerium bereits vor Polizeibericht. Am 3. d. M. Morgens wurden zwei einigen Tagen eine Eingabe mit dem Vorschlag, respektive der Männer, einer an einem Zaun in der Rathenowerstraße und der Das Reichs Versicherungsamt hat in einem vom Fuhrh." Bitte, die Loge wegen der demoralisirenden Tendenz(!) andere in seiner Wohnung, in der Oppelnerstraße, erhängt vor mitgetheilten Falle ausgeführt, daß berufsgenossenschaftliche Weber" zu fündigen, dem Kaiser unterbreitet hat. Der gefunden. Im Thiergarten, beim Schlosse Bellevue, wurden Ehrenämter von deren Inhabern nicht freiwillig niedergelegt Bescheid werde auch dem Deutschen Theater" im Instanzenwege ein etwa 30 jähriger Mann und eine ebenso alte Frau todt werden dürfen. Eine solche Niederlegung im Laufe der Wahlzugehen, falls das nicht schon inzwischen geschehen. aufgefunden. Sie hatten fich anscheinend vergiftet. In periode sei nur aus denselben Gründen zulässig, aus welchen Es wird sich ja bald zeigen, ob Direktor Brahm der Friedrichsbergerstraße gerieth Mittage ein Knabe unter das Amt eines Vormundes abgelehnt werden fann. Die Vorwirklich vor dem forrupten Preßgebelfer demüthig zu Kreuze die Räder eines Mörtelwagens und erlitt außer einem Bruch schriften des§ 24 des Unfallsversicherungs- Gesetzes haben die kriecht und dadurch die deutsche Kunst entehrt. Es wäre schade des Oberschenkels anscheinend schwere innere Verletzungen. Wahl eines Wahlberechtigten zum Mitgliede eines berufsgenossenum das Ansehen des Deutschen Theaters. Ein Mann, welcher in der Linienstraße auf emen in der schaftlichen Vorstandes 2c. mit zwingender Kraft ausgerüstet. Fahrt befindlichen Arbeitswagen steigen wollte, fiel nicht nur Die Wahl übertrage ohne weiteres für die Dauer der Wahlselbst herunter, sondern riß auch den Kutscher mit herab. Dieser periode das Ehrenamt und eine einseitige Niederlegung des wurde überfahren und an beiden Beinen erheblich verlegt, wäh: Amtes im Laufe der Wahlperiode sei als wirksam nicht anrend er selbst unversehrt blieb. In der Grünthalerstraße lief zuerkennen. ein Knabe gegen einen Mann, der einen mit heißer Wurstbrühe gefüllten Topf trug. Hierbei erlitt der Knabe bedeutende Brandwunden am Kopfe, an der Schulter und am Arm. wurde ein Tischler bei einem Streite in einer Schankwirthschaft in der Manteuffelstraße durch einen Messerstich in die Brust Im Laufe des Tages fanden drei Brände statt. Witterungsübersicht vom 4. Oftober 1894. der Ein eigenartiger Brauch wurde, wie in früheren Jahren. so auch vorgestern Abend wieder in der kaufmännischen Fortbildungsschule des Vereins Berliner Kaufleute und Industriellen geübt. Es wurde das Wintersemester dieses an sich gewiß nüßlich wirkenden Instituts eröffnet und bei dieser Gelegenheit ließ es fich Herr Kommerzienrath Hugo Lissauer wiederum nicht nehmen, eine Ansprache parteipolitischen Inhalts an die Schüler zu richten. In dem Dithyrambus auf den Kaufmannsstand, mit dem der Herr seine jungen Freunde" beglückte, zog er verletzt. gar forsch gegen den Umsturz" los, der den Staat untergrabe, an dessen Erhaltung der Kaufmann ganz beson ders interessirt" sei. Dann folgt das Sprüchlein von der Gemeinsamkeit der Interessen, die Herr Lissauer, der seine Angestellten mit einem Anfangsgehalt von fage und schreibe vierzig Mark und dem Damoklesschwert täglicher Kündigung beglückte, allerdings ganz besonders zu wahren verstehen muß. Wir denken, es ist besser, wenn derartige parteipolitische Reden in einem Institut, das den Kaufleuten ohne Hinsicht auf ihre Parteirichtung zugänglich sein soll, hinfort unterbleiben. Sie sind hier Swinemünde unschicklich und nügen nichts, was wohl am besten durch die Hamburg Thatsache bewiesen wird, daß die Umsturzideen im Kaufmanns- Berlin stande sehr tiefe Wurzel geschlagen haben. Munkelte man doch Wiesbaden. sogar davon, daß einer der am Schluß der Zeremonie mit einer München Prämie bedachten Schüler selber ein tüchtiger und eifriger Um- Wien stürzler sei! Stationen. Barometer stand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke NND ( 1-1) 2223321225 Wetter heiter Abends Temperatur ( nach Celsius 150 S. 4° R.) 763 • 10 763 0 762 ND 2 Nebel halb bedeckt 11 8 760 N 756 NW 753 0. bedeckt Regen Regen 11 8 13 Haparanda 766 Still Nebel 5 767 NO bedeckt 6 770 NNO halb bedeckt 11 772 763 NW N • bedeckt bedeckt 9 8 . Cort. Aberdeen Ein Strafbefehl. Gegen den Genossen Vogtherr ist Petersburg auf Antrag der Staatsanwaltschaft ein Strafbefehl in Höhe von fünfzig Mart nebst Kosten erlassen worden, wegen der Beschuldigung: am 12. Auguft bei dem Begräbniß des Buchbinders Kohlandt( dieser Name ist uns unbefannt. D. R.) in einer Versammlung unter freiem Himmel, zu welcher die erforderliche Genehmigung nicht ertheilt war, als Redner thätig gewesen zu sein! Als Beweismittel soll das Zeugniß des KriminalSchußmanns Bojahr dienen! Gegen diesen Strasbefehl muß selbstverständlich Einspruch erhoben werden, um zu ermitteln, ob auch in Berlin sächsische Praxis gilt. Bierundzwanzigftündige Arbeitszeit im Staatsdienst? Eine Lokalforrespondenz, der man nachsagt, daß sie mit PolizeiFreisen in Verbindung stehe, weiß zu melden, daß die Abschaffung der Nachtwächter in den betreffenden Hauptmannschaften eine eigenthümliche Veränderung des Dienstes mit sich gebracht hat. Während die Schuhmänner sonst in Drittel getheilt waren und an einem Tage von Morgens 7 bis Abends 10, an dem zweiten Tage von Morgens 7 bis zum nächsten Morgen im Dienst waren und dann einen freien Tag hatten, werde jekt der Dienst so gehandhabt, daß er jedesmal 24 Stunden währe und eine ebensolange Ruhezeit zur Folge habe. 品 Wetter- Prognose für Freitag, den 5. Oktober 1894. Nachts etwas wärmeres, am Tage etwas kühleres, vor herrschend wolkiges Wetter mit Regen und mäßigen nördlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Theater. " Gewerkschaftliches. Achtung! Tabakarbeiter! Die Versammlung zum Sonntag, den 7. Oktober, in Schmiedel's Festsälen ist polizeilicherseits nicht gestattet worden und findet deshalb in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20, statt; die übrigen vier Versammlungen finden, wie angegeben, bei Bo13= mann, Lichtenbergerstraße 16, Hoffmann, Oranienstr. 180, Reichert, Müller fir. 7, und Brunnenstr. 188 statt.( Siehe Inserat der heutigen Nummer.) Karl Butry, Stralsunderstr. 17. An die Tapezirer Dentschlands! Der Streit der Zapezirer in Berlin ist seit dem 3. d. Mts. beendet, die Forderungen der Gehilfen sind in 32 Werkstätten bewilligt, während in einer größeren Anzahl Werkstätten der Tarif schon vor dem Streit eingeführt war. Im Ausstand befinden sich noch die Kollegen aus der Werkstatt von Markgraf, MonbijouPlay 10. Die Verhältnisse sind dort geradezu ungeheuerliche und werden wir alles anwenden, um jenem Herrn das Handwerk zu legen, wozu wir genügend Material in den Händen haben. Die Kollegen werden ersucht, Listen und Sendungen an die bekannten Adressen zu richten. J. A.: Die Agitationstommission. Achtung, Porzellanmaler! In Schwarzenbach a. d. S.( Bayern) haben die Maler der Porzellanmalerei Schaller u. Komp. am 24. September die Arbeit niedergelegt. Grund: Fortgesetzte Lohnreduzirungen und Einführung neuer Muster zu Schundpreisen.. Um Fernhalten jeden Zuzuges nach dort wird ersucht. Desgleichen stehen in Lohnbewegung die Porzellanarbeiter in Arzberg( Bayern), Probstzella( Thüringen) und die Porzellanund Galanteriemaler in Berlin, und ist Zuzug nach diesen Orten fernzuhalten. Schauspielhaus. Fast tönnte man Mitleid haben mit Baul Lindau, dem Verfasser der Komödie von den Ungerathenen Kindern", die am Mittwoch im Schauspielhause zum ersten Male aufgeführt wurde. Der gefeierte Schriftsteller der verlumpten nächster Zeit von der Kommission für Arbeiterstatistik um ein Aufruf an alle gelernten Müller! Wir werden in Bourgeoisie aus den Gründerjahren ist ein hilflos tindischer Gutachten über die Regelung der Arbeitszeit im Müllergewerbe Schwäßer geworden. Cin freches Geschlecht erkannte früher einmal angegangen werden. Wir bitten deshalb nochmals dringend alle in Lindau den Vorkämpfer frecher Nichtsnuzigkeit; der„ Gassenbube" gelernten Müller, welche jetzt als Geschäftsleute, Händler, Wirthe, ( gamin) von einst hat alle Keckheit und alle Laune verloren. Mit Fabrik- und sonstige Arbeiter ein anderes Gewerbe ausüben, sich läppischen Harmlosigkeiten, die selbst dem findlichen Publikum des schriftlich oder mündlich beim Unterzeichneten zu melden. AnSchauspielhauses, dem pflegmatischesten und wohl auch dümmsten zugeben ist Name, Wohnung, Beruf, Grund des Uebertritts zum Uns tauchen gelinde Zweifel ob der Richtigkeit dieser Mit Publikum, das weit und breit in und um Deutschland zu finden anderen Beruf und das Alter, in welchem der Uebertritt erfolgte. theilung auf. Wenn der Dienst eines Schußmannes gewiß auch ist, zuviel wurden, will er seine Hörer einfangen. Nur noch Besonderen Werth legen wir darauf, anzugeben, ob der Ueber nicht förperlich besonders anstrengend ist, so muß doch ein jeder Spuren alter niederträchtiger Gesinnung tauchen auf. Ein tritt zum anderen Berufe aus Gesundheitsrücksichten, wegen der Mensch bei vierundzwanzigstündiger Arbeitszeit derart abgespannt unendlich reicher Gutsbesizer, Herr Oberstädt, hat zwei Kinder, langen Arbeitszeit, oder wegen anderer gewerblicher Verhältnisse werden, daß vom normalen Gebrauch seiner Sinne schließlich einen Sohn und ein Mädchen, die ihm schweren Kummer be- erfolgte. Wir bitten die Genossen aller Branchen und die nicht mehr die Rede sein kann. Und da ein Schuhmann doch reiten. Die Kinder sind nämlich altväterisch solide gerathen, und Gewerkschaftskartelle um Unterstüßung bei diesen Feststellungen. auch zuweilen recht verantwortliche Dinge zu verrichten hat, so der närrische Millionär möchte beide so ganz anders August Heinzel, Löbtau bei Dresden, Frankenbergstr. 6. würde die Polizeibehörde sich hüten, mit derartiger Forsche die haben. Den Sohn möglichst schneidig, die Tochter modisch Kräfte ihrer Unterbeamten auszunutzen. flott. Ein wunderhübsches Stubenmädchen nimmt der Achtung, Vergolder! Die Vergolder Kopenhagens find Die Friedrichsgracht, von der Grünstraßen: bis zur Roß- höchst ehrenwerthe Herr Oberstädt in sein Haus, in einen Lohnkampf eingetreten. Es ist Pflicht aller Kollegen, straßenbrücke, wird behufs Umpflasterung von heute ab bis auf am Dienstboten, der natürlich vogelfrei ist, soll der junge Ober- Kopenhagen zu meiden. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. städt zur Schneidigkeit in Liebesabenteuern einegerzirt werden. gebeten. W. Jensen, Vergolder, Ny Karlsbergvej 18, F. 4 Sol, Da bricht doch wieder echte Lindau'sche Gesinnungsgemeinheit Kopenhagen. Das wegen Ausbruchs der Klauensenche unter zahl durch. Der junge Herr Oberstädt beißt auf den Köder nicht an reichen Schweinebeständen auf dem Schlachthofe am 17. v. M. und Fräulein Oberstädt verliebt sich nicht etwa in einen Reserve- Redensarten unter Umständen für Unheil über sich und andere Was anarchistische Maulhelden durch ihre blutrünstigen erlassene Verbot des Abtriebes von Schafen und Rindern auf lieutenant, sondern in einen bescheidenen Dorfpaftor, das sind die herbeiführen können, geht aus einer Mittheilung hervor, die dem hiesigen Zentralviehhofe ist aufgehoben. Das Verbot des„ ungerathenen" Kinder Paul Lindau's. An der Nichtigkeit ver- uns aus den Kreisen der Organisation der Porzellanmaler Abtriebes von Schweinen bleibt bis auf weiteres in Kraft. schwendeten tüchtige Schauspieler Mühe und Arbeit genug. Außer zugeht. Es heißt dort: Bon einem Porzellanmaler Josef Seine Aufklärung gefunden hat der Doppelselbst. Herrn Vollmer, der den bescheidenen Dorspaftor spielte, Schmidt in Stellingen bei Hamburg wurden unter Beimord, der gestern aus dem Thiergarten gemeldet wurde. Der ernteten sie keinen sonderlichen Dant. Arbeiter Georg Balbrink wurde am 21. April 1891 in die Charitee aufgenommen, weil er an Knochenfraß leidet, und am 15. v. M. unheilbar entlassen. Am 1. Oktober v. J. trat die 24 Jahre alt gewordene unverehelichte Marie Müller als Hausmädchen in den Dienst des Krankenhauses. Als solches hatte sie Gerichts- Beitung. " " hilfe eines Malers( Stef. Rosenthal) diesen Sommer Flugblätter anarchistischen Inhalts an die Personale der Porzellanfabriken und Malereien Deutschlands versandt. Der Inhalt des Flug blattes richtete sich gegen Unsere Autoritäten", worunter Schmidt die Fabrikanten, die Borgefehten( Obermaler, Oberdie Treppen und Flure des sogenannten Sommerlazareths zu Kraut. Wegen des Bergehen?" der Majestätsbeleibiu verweigern. Auch die Leiter des Berbandes der PorzellanDas Denunziantenthum schießt immer üppiger ins dreher) versteht, und forderte er auf, diesen Leuten den Gehorsam reinigen, wo Balbrint untergebracht worden war. Während ihrer Arbeit hat Balbrink mit ihr Bekanntschaft gegung hatte sich gestern ein erft 17jähriges Mädchen, Selene arbeiter bekamen in dem Flugblatte ihren Theil als Autoritäten" weg, besonders deshalb, weil der Redakteur schloffen, die sich bald zu einem Liebesverhältniß gestaltete. Als achan, vor der vierten Straffammer des Landgerichts I zu Ameife" den Inhalt des Flugblattes nicht nun aber die spätere Heirath besprochen wurde, stellten sich Am 27. Januar hatte die Arbeiterfrau Junker, welche auf dem verantworten. Der Antlage lag folgender Sachverhalt zu Grunde: in diesem Fachblatte zur Aufnahme brachte.- Am Echwierigkeiten insofern ein, als Balbrink's Leiden als unheilbar selben Hofe wohnt, wie die Angeklagte, eine Papierfahne gekauft, 18. September cr. hatten sich die beiden Vorbenannten bezeichnet werden mußte. Die Müller wollte aber nicht von ihm laffen und zog einen gemeinsamen Tod der Trennung von ihrem welche im Buntdruck das Bild der faiserlichen Familie enthielt. Por der Strafkammer in Waldenburg( Schlesien), wo ebenDie Fahne war am Fenster befestigt worden. Die Angeklagte falls solche Flugblätter zur Vertheilung gekommen waren und Geliebten vor. Am Montag Abend um 6 Uhr, also um dieselbe bekam die Fahne zu Gesicht, sie betrat die Wohnung der mit wohin auf Requisition des Staatsanwaltes Schm. und R. transStunde, wo Balbrink seine Wohnung verließ, entfernte sich die Müller nach Vollendung ihrer Obliegenheiten aus dem Kranten ihr gut bekannten Frau Junker und erklärte, fich die Fahne in portirt worden waren, wegen Bergehens gegen den§ 130 St.-G.-B. Müller nach Vollendung ihrer Obliegenheiten aus dem Kranken- der Nähe ansehen zu wollen. Sie soll nun dabei in unehrerbietiger Deffentlichkeit statt. Das Urtheil lautete gegen Schmidt auf zu verantworten. Beweisaufnahme fand unter Ausschluß der hause und beide müssen bis zum Dienstag Abend an einem un Weise eine Kritik über das Aussehen der kaiserlichen Familie 10 Monate, gegen Rosenthal auf 2 Monate Gefängniß. 1 Monat bekannten Orte zusammen gewesen sein, bis sie den letzten Gang geübt haben. Frau Junker gerieth wenige Tage darauf mit Untersuchungshaft wurde in Anrechnung gebracht. nach dem Thiergarten antraten. Jezt erklärt sich auch, warum der Angeklagten in Streit, sie erstattete dann Anzeige wegen die Angehörigen Balbrink's nicht im stande waren, einen Anhalt Majestätsbeleidigung. Der Vorsitzende befragte die Zeugin einarbeiter hat das Machwert von Schmidt üble Folgen. In Auch für mehrere Mitglieder des Verbandes der Porzellanzur Ermittelung des Mädchens zu geben. gehend über den Beweggrund ihrer Anzeige, sie bestritt, daß sie Eine aufregende Rettungsarbeit hat am Dienstag Nach aus Haß oder Nache gehandelt habe, nur ihr patriotisches Tiefenfurt( Schlesien) haben Porzellanarbeiter, welche das mittag um 3 Uhr der Versicherungsinspektor Neukirch glücklich Gefüh!(!) fei verlegt worden. Bei der bestimmten Bekundung Flugblatt vertheilt haben sollen, Anklagen deswegen erhalten vollführt. Als er am Kottbuser Ufer entlang ging, fiel der der Beugin mußte der Staatsanwalt die Angeklagte für über-( einer davon hat sich aus Furcht vor Strafe sogar das Leben 6 Jahre alte Sohn Bruno des Tischlers Bremer aus der führt erachten, er beantragte gegen dieselbe drei Monate Ge- genommen) und auch in Ilmenau( Thür.) schwebt gegen ein Marianenftr. 29 in den Kanal. Neukirch ergriff eine Stange, fängniß. Der Gerichtshof beließ es mit Rücksicht auf die Jugend Mitglied Anklage. reichte sie dem Knaben und zog ihn damit an das User. der Angeklagten bei einem Verweise. Die Geflügeldiebstähle fangen mit dem beginnenden Herbst Durch's Ohr. Die Fälle, in denen die Geheimnisse des wieder an. Aus Groß- Lichterfelde wird gemeldet, daß in der Fernsprechers Anlaß zu Beleidigungstlagen geben, mehren sich. vorlegten Nacht Einbrecher das Grundstück des Architekten M. So wurde gestern vor einer Abtheilung des Schöffengerichts eine betraten, aus dem Stalle vier Hühner herausgeholt und gleich Anklage gegen einen Raufmann Schulz verhandelt, den der Fernan Ort und Stelle geschlachtet haben. Als der Besitzer Morgens sprecher so nervös gemacht hat, daß er in zwei Fällen sich au In Thale( Harz) find, trotzdem der Verband absolut nichts mit dem Flugblatt zu thun hat, alle Mitglieder desselben ent laffen worden und auch in anderen Fabriken waren Entlassungen angedroht, zum großen Theil sind diefelben aber wieder zurückgenommen worden. In den Kreisen der Porzellanarbeiter resp. auf deren politische und gewerkschaftliche Gesinnung hat das Flugblatt feinen Schaden angerichtet. Da Vermischtes. Spandau, Danzig. 1. Wenn der Arbeitgeber nach sechsjähriger Arbeitszeit Ihr Ersuchen, Ihnen ein der GewerbeJuternationaler Eisenbahnarbeiter Kongreß. Man schreibt uns aus Paris unterm 3. Oktober: Der zweite internationale Eisenbahnarbeiter- Rongreß ist heute Vormittag im Verbandslokale der hiesigen Eisenbahnarbeiter eröffnet worden. Die rothe Fahne. In einer Kaserne wird Nachsuchung ordnung entsprechendes Zeugniß auszustellen, mit der Aufforde Der Sigungssaal, roth drapirt, zeigt an der Hauptwand eine nach etwaigen verbotenen sozialdemokratischen Schriften gehalten. behandeln, so ist Ihr Anspruch auf Schadensersatz für die Zeit, rung beantwortet hat, sein Rückenende wie eine Briefmarke zu Büfte der Republik, über welcher die Worte: Solidarität Die ganze Mannschaft ist aufgestellt- Oberst und Adjutanten in der Sie mangels Beugnisses Arbeit nicht erhalten haben, durchGerechtigkeit" in goldenen Lettern angebracht sind, während visitiren. Alles wird durchsucht nichts Auffälliges geaus berechtigt. Ob Sie bei einem gelehrten Gericht mit unterhalb die Worte:„ Einheit der Völker" prangen. Bei Er- funden. bei der 12. Kompagnie entdeckt der Oberst in Ihrem durchaus berechtigten Anspruch durchdringen werden, öffnung des Kongresses waren nebst Frankreich, Holland, einer Schublade einen Viertel Laib Kommisbrot und darauf ge- ist zweifelhaft, weil das Benehmen dieses Ehrenmannes durchItalien, Desterreich und und Spanien vertreten. Doch steckt eine kleine rothe Fahne.„ Aha! Da haben wir schon aus den Gefühlen der herrschenden Klasse entspricht. Machen meint der Oberst ,, wem gehört dieses Brot?" Mir- Gefreiten Edel, zu Befehl, Herr Oberst!" Oberst: 2. Beigen Sie den Klebefeind und Unterschlager der InvalidenSie trotzdem den Versuch und halten Sie uns auf dem Laufenden. Oberst!"- Oberft: Verfluchter Kerlund was soll denn diese rothe Fahne auf marken der Staatsanwaltschaft an. dem Brot bedeuten? He? Heraus mit der Sprache!" Gefreiter Edel:„ Herr Oberst, die soll die Wurscht martiren!" wartet man noch Vertreter anderer Länder. er Genosse Guérard, Generalsekretär der französischen Eisenbahnarbeiter Gewerkschaften, hat in einer kurzen herzlichen Rede die Delegirten willkommen geheißen und hierauf eine Uebersicht der Arbeiten des Organisationskomitees gegeben, sowie die verschiedenen aus Portugal, Italien, Deutschland, England und den Vereinigten Staaten eingelaufenen Begrüßungsschreiben zur Berlesung gebracht. einen" " " B. P. 100. Sie hätten zur rechten Zeit hier anfragen sollen. 28. 100. I. 23. 100. I. Fragen Sie mündlich an. Briefkaffen der Expedition. Briefkaffen der Redaktion. In dem Begrüßungsschreiben einer Gruppe von Arbeitern Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( Bwei Buchstaben oder eine Zahl) der Hamburg- Altonaer Eisenbahn wird das tiefste Bedauern anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. darüber ausgedrückt, daß sie sich nicht vertreten lassen können. R. Lohnbeschlagnahme ist wegen rückständiger Miethe und gleichzeitig ausgeführt, in welcher Weise für das Wohl der Gefeßes find wiederholt, u. a. in der Nummer vom 3. Juli, nicht zulässig. Die Bestimmungen des Lohnbeschlagnahme Staats- Eisenbahnarbeiter in Deutschland gesorgt wird. Ostatt 4,50. Bom Bau Krautstr. 983, Die Arbeitszeit zu verkürzen, heißt es daselbst, wird sie verlängert dargelegt. und während die Arbeiter früher im Krankheitsfalle ein volles Jahr Krankengeld erhielten und Frau und Kinder während 1 deren Krankheitsdauer Arzt und Medikamente unentgeltlich er. hielten, erhalten dieſe jezt nur noch den Arzt, während die Arbeiter blos ein halbes Jahr Krankengeld beziehen. Dabei haben fie bei ihren niedrigen Arbeitslöhnen wöchentlich ca. 1 Mark an Beiträgen für Kranken-, Pensions- und Invalidenkasse zu entBen für richten. = Für die ausgesperrten Brauerei- Arbeiter gingen ferner gefellen, Lausigerstr. 9, Zache 4,50. ein: Gesangverein Unverdroffen, 2. Rate 6,-. Von 9 Tischlergefammelt bei Gruhn( Bauarbeiter außer 1) durch Haßmann R. 2. 1. Sie sind leider zur Zahlung verpflichtet. 8,30. Ueberschuß vom Vergnügen vom Pfeifentlub FelsenE. T. 46. Sprechen Sie mit Testament zwischen 12 und fest 20,-. Ein Heringschwanz 1, Ueberschuß vom vierten Uhr vor: in Erbschaftssachen läßt sich ohne mündliche Rück Stiftungsfest des Flugtauben Vereins Wedding 30,-. ſprache genaue Auskunft nicht ertheilen. Neberschuß vom ringfreien Bier Spandauerstr. 30, 2. Sof, und 1 Uhr vor. 2. So viel uns erinnerlich: nein. A. H. E. 1. Sprechen Sie mit dem Bescheid zwischen 12 11. Woche 4,45. Gesammelt beim Erntefest Stralauer Chauffee 24 4,70. Vom Statklub Null- Ramsch, Schwedterstr. 5 4,-. GesangGustav Lange. Genossenschafts Bäckerei Berlin, Müller- verein Schneeglöckchen I 8,65. Graveure und Biseleure 3,60. straße 34. Arbeiter der Metallwaaren- Fabrik, Elisabeth- Ufer, 9. Rate Nach erfolgter Mandatsprüfung und Bureauwahl, was nur Wilhelm Füler. Berliner Krantenunterstützungs- und Be- 8,15. Vom Stat bei Protz 0,75. Gesammelt von den Ziel furze Zeit in Anspruch nahm, hat der holländische Delegirte, Ge- gräbniß- Verein für Frauen und Mädchen. Aufnahme bei Frl. bewußten aus bei Freibier, Hochstätterstraße, 3,-. Schlesischer Stat 3,60. noffe Van Rool, einen sehr beifällig aufgenommenen Bericht über Heinrich, Landsbergerstr. 42 2 Tr. r. die Thätigkeit des internationalen Sekretariats, sowie über dessen glöckchen 1, 5,50. Spandauer Grüne Jungens, IX. Rate 15,--. F. S. W. 52 3,-. Amerikanische Auktion bei Pflug, durch MaiKaffengebahrung abgestattet und dabei ein lebhaftes Bild über den gegenwärtigen Stand der Eisenbahnarbeiter- Bewegung der Spandau, vom rothen Schufter 1,-. Sein Freund 1.-. verschiedenen Länder gegeben. Malerwerkstatt von Storm und Rosenberg, Charlottenburg 6,75. Fachverein der Uhrmacher und verwandten Berufe Tur einen Vortrag des Genossen Wagner 6,-. Bierprozente von Joleit und Pfaff 3, Amerikanische Auktion der Plantagenbefizer der Biegenschweiz 4,05. Bierprozente Wollmer 20,-. Vom Stammtisch bei Bubeil, Lindenstr. 106 2,-. Der Kongreß trat hierauf in die Diskussion eines von der französischen Organisation vorgelegten Entwurfs, der zum Zwecke die Bildung eines internationalen Studienfomitees für die Interessen der Eisenbahnarbeiter" hat und gleichsam ein besonderes Arbeitsamt für sie sein soll. Zur Stunde, wo ich den Bericht absent, noch nicht beendet. ist die Diskussion über diesen Entwurf, der Wie auf allen internationalen Kongreffen nimmt eben auch auf diesem die Ueberfehung sehr viel Zeit in Anspruch. 14 Artikel Für den Inhalt der Jnierate übernimmt die Redaktion dem Bublikum im Verhandlungstermine. 2. Zeugen brauchen Sie nicht anzuR. D., Frankfurt. 1. Es ist besser, Sie vertreten sich selbst geben, es genügt, wenn Sie durch Angabe der Zeugen und durch Eideszuschiebung unter Beweis stellen: a) wie viel mehr als Ihnen quittirt, Sie gezahlt haben; b) daß Ihnen von 3. Der stellung von Quittungen verweigert ist. 3. Der unterliegende Theil hat auch die Kosten des gegnerischen Anwalts zu tragen. Für die Kosten haftet Ihr Vermögen in gleicher Weise wie für andere Schulden. 4. Bestreiten Sie die behauptete Vereinbarung und treten Beweis für Ihre Behauptung an. 5. Für voreheliche Schulden der Ehefrau haftet der Ehemann nicht. Sie in den§§ 59-68 des auch durch den Verlag des Vorwärts" R. G. Die Bestimmungen über Fabrik- Krankenkassen finden beziehbaren Krankenversicherungs- Gesetzes vom 15. Juni 1888 und 10. April 1892. Adolph Ernst- Theater Armin- Hallen Zum 28. Male: gegenüber keinerlei Verantwortung Lolotte's 28 Tage. Kommandantenstraße Nr. 20. ediem Theater. Freitag, den 5. Ottober. Opernhaus. Symphonieabend der Kgl. Kapelle. Schauspielhaus. Ungerathene Kinder. Leffing Theater. Wohlthäter der Menschheit. Deutsches Theater. Die Weber. Berliner Theater. Niobe. mvier Augen. Unter Gesangsposse in 3 Atten v. H. Raymond u. A. Mars. Musik v. Viktor Roger. ( Novität.) Die neuen Dekorationen sind aus dem Atelier des Herrn Lütkemeyer in Roburg. In Szene gesett v. Ad. Ernst. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Gastspiel der Liliputaner, Schiller Theater. Der Meineidbauer. der berühmten fieben Zwerge mit eigener Neues Theater. Doppelfelbstmord. vollständiger Theater- Gesellschaft. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Lumpacivagabundus Der Vogelhändler. Residenz- Theater. Demi- Monde. Theater Unter den Linden. Dr pheus in der Unterwelt. Bellealliance- Theater. Kyriß- Byriz. Adolph Ernst- Theater. Lolotte's 28 Tage. Central- Theater. O! diese Berliner! Aleranderplan Theater. Ein Modell. Verlorene Liebe. National Theater. Lumpacivagabundus oder: Das liederliche Kleeblatt. Reichshallentheater. SpezialitätenVorstellung. oder Das liederliche Kleeblatt. Große Posse mit Gefang in 3 Atten ( 5 Bildern) und einem Vorspiel von Joh. Nestroy. Musik von Adolf Müller und Max Mauthner. Kassenöffnung 6/2 Uhr. Anf. 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. Alcazar Vaudeville- u.Variété- Theater Dresdenerstr. 52/53( City- Passage). Apollo Theater. Spezialitäten Der Bombardier Borstellung. Banfmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Parodie Theater. SpezialitätenVorstellung. B Wintergarten. Spezialitäten Vorftellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Wallner- Theaterstrasse. Uhr: im Fener! Boffe mit Gesang und Tanz in 2 Bildern. Auftreten der weltberühmten Kraft- Gladiatoren Mr. Meunier und Miss Josephine in ihren außerordent!. Leistungen. Entree 20 Pf. Reserv. Play 30 Pf. Anfang 71/2 Uhr. R. Winkler. Freitag, 5. Oftober, Abends 8 Üh Circus Renz Der Meineidbauer. Sonnabend, 6. Oftober, Abends 8 Uhr: Der Veilchenfresser. Sonntag, 7. Oktober, Nachm. 3 Uhr: Der Veilchenfresser. Abds. 8 Uhr: Der Meinridbauer. Sonntag, 7. Oktober: Dichter- Abende im Bürgerfaale des Rathhauses Abends 7 Uhr, zum ersten Male: Wilh. Müller- Abend. Central- Theater Alte Jakobrar r. 30. Direktion: Richard Schult. Emil Thomas a. G. Anna Bäckers. Josefine Dora. Bum 33. Male: 0! diese Berliner! O! Große Poffe mit Gesang und Tanz in 6 Bildern nach Salingre's Reise durch Berlin von Julius Freund. Musik von Jul. Einddshofer. Raffeneröffnung 61/2 Uhr. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Morgen und folgende Tage: 0, diese Berliner! Empfehle fleines Vereinszimmer mit Piano, auch als Zahlstelle. 187b Morik Ruß, Oppelnerstr. 44. Carlstrasse. Freitag, den 5. Oktober 1894, Abends 7/2 Uhr: Komiker- Vorstellung Auftreten sämmtl. Clowns in ihren wirkungsvollsten Nummern, u. a. Herr und Madame Denis. Das Verschwinden einer Dame. Die musikalischen Clown Hermann u. Sohn. Der Esel zu Pferde u. f. w. Ferner: Edinburgh, vorgeführt von Herrn R. Ronz. Auftreten der Schulreiterin Frl. Wally Renz 2c. Zum Schluß: Auf auf zur fröhlichen Jagd. Jagd.Sonntag: Sonnabend: Auf auf zur fröhlichen Auf vielseitigen Wunsch aus Familienkreisen, um 122 Uhr: Gr. Matinée. Auf auf zur " Säle und Vereinszimmer von 20-600 Personen. Passage- Panopticum. 51 wild wilde Weiber aus Dahomey. 4 Lettenbauer Von Summa 178,30 M. Bereits quittirt 11483,88 M.; in Summa 11662,18 m. Grammatiten. Sprechen Sie einmal in unserer Buchhandlung, Ein neuer Abonnent. Es giebt eine große Anzahl deutscher Beuthstraße 2, Hof parterre, vor, wo Sie sich näheren Bescheid holen können. Achtung! Genossen! Achtung! Große öffentliche Volksversammlung f. d. Kreis Teltow- Beeskow- Storkow- Charlottenburg Sonntag, 7. Oktober, Vorm. 11 Uhr, in Wöllstein's 254/18 Lustgarten, Adlershof. Tages Ordnung: 1. Berichterstattung über die Brandenburger Parteifonferenz. P 2. Der diesjährige Parteitag in Frankfurt a. M. Referent: NeichstagsAbgeordneter Fritz Zubeil. 8. Stellung und Diskussion zu den Anträgen. 4. Wahl der Delegirten. Der Vertrauensmann. Die Herenshankel, Tabakarbeiter und Tabakarbeiterinnen! em neueste Jllusion. Castan's Panopticum. Hassan Ali der grösste Mensch der Welt. Prinzess Topase das fleinste Menschenkind. Sonntag, den 7. Oktober, Vorm. 10 Uhr: 5 große öffentliche Versammlungen 1. Arminhallen, Kommandantenstr. 20.*) 2. Bolzmann, Lichtenbergerstraße 16. 3. Hoffmann's Festsäle, Oranienstraße 180. 4. Reichert's Festfäle, Müllerstraße 7. 5. Gründel( in Vertretung), Brunnenstraße 188. Tages Ordnung: 1. Die Mehrbelastung des Tabaks oder 50 000 Tabakarbeiter brotlos. 2. Diskussion. 239/9 Die Kommission der Tabakarbeiter Berlins. Die Versammlung in Schmiedel's Festsälen wird polizeilicherseits Merikanische Riesen- Cacteen nicht gestattet und findet deshalb in den Arminhallen ſtatt. in noch nie gesehener Größe. Volamentenbranche! Montag, den 8. Oktober, Abends 8 Uhr: Große öffentliche Maler und verwandte Berufsgenomen. Sonntag, den 7. d. M., Abends 6 Uhr, bei Zubeil, Lindenstr. 106: Versammlung Oeffentliche Versammlung mit Frauen. der in der Posamenten- Industrie beschäft. Arbeiter u. Arbeiterinnen bei Ehrenberg, Annenstr. 16. Tagesordnung: 1. Unsere Lage. 2. Mißstände in einzelnen Werkstätten. 3. Bericht über Tagesordnung: 1. Bortrag. 2. Diskussion. Nachher gemüthliches Beisammensein. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Agitations- Kommission resp. eines den Reservefonds. 4. Neuwahl der Achtung! Vertrauensmannes. 5. Die Vertretung in der Gewerkschafts- Kommiſſion reſp. Wahl eines Vertreters. 189b Steinarbeiter Achtung! Berlins und Umgegend. 209/4 Sonntag, den 7. Oktober, Vormittags 10 Uhr, im Lokale des Herrn ersucht, vollzählig zu erscheinen. Die Kollegen und Kolleginnen werden Die Agitations- Kommission. 26346 Achtung! Deigmüller, Alte Jakobftr. 48a: Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: wöchentlich 1 Mart. Zahnerfak, auch Theilzahlung, 2. Abrechnung. 3. Verschiedenes. Guckel, Gafferftr. 12. Laufiger Platz 2. 1. Vortrag über: Der Ursprung der Familie und des Privateigenthums. Die Kollegen werden ersucht, pünktlich zu erscheinen. Der Vertrauensmann. J. Buchmann, Willibald- Alexisstr. 89. 227/7 Kaninchenmarkt. Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer Der große Herbstmarkt findet am Auf auf zur fröhlichen Jagd.- Preise Sonnabend, den 6. Oktober, Abends der Pläge: Logensiz 4 M., Kinder 2 M., von 5 bis 8 Uhr, und Sonntag, den Sperrfiz 2,50 M., Kinder 1,50 m., 7. Oftober, früh von 8 bis 10 und Tribüne 2 M., Kinder 1 M., 1. Rang: von 12 bis 2 Uhr in dem Vereinslokal Balton 2 M., 2. Play 1 M., Gallerie Neue Friedrichstr. 44 statt. 50 Bf.; auf diesen drei letteren Blägen Da große Posten Zucht- und Schlacht ein Kind unter 10 Jahren frei. Vor- thiere aller Rassen angemeldet find, so verkauf zur Matinee bereits Freitag ist jedem Züchter und Liebhaber Geund Sonnabend an der Zirkustafse.legenheit geboten, seinen Bedarf billig Abends 71/2 Uhr: Auf auf zur fröh- einzukaufen. Es dürfen nur ganz lichen Jagd. gesunde Thiere zum Verkauf getellt werden. 8712 Der Zentral- Verein deutscher Kaninchenzüchter. Fr. Renz, Rommissionsrath. Gr. Vereinszimmer Neue Hochstr. 49. Berlins und Umgegend. Sonntag, den 7. Oktober, Vorm. 10% Uhr, in den ArminHallen( oberer Saal), Kommandantenstr. 20: Ordentliche General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Rechenschaftsbericht des Raffirers vom 3. Quartal. 2. Rechenschaftsbericht des Borstandes. 3. Neuwahl des Vorstandes. 4. Grgänzungswahl des Ausschusses und der Revisoren. 5. Vereinsangelegenheiten. Da in dieser Versammlung wichtige Sachen zur Verhandlung stehen, machen wir es jedem Mitgliede zur Pflicht, unbedingt zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimirt. Mitglieder werden vor Beginn der Bersammlung aufgenommen. Der Vorstand. 186/7 Achtung! 1 Brauerei- Arbeiter! 18um heutigen frohen Wiegenfeste Ein donnerudes Hoch! Freund Polde Kraus! Schreit jeder Rollmops aus dem Neste, Und dabei schließt sich Keener aus! Drum habe ja nur teenen Rummer, Freitag, Vormittags 10 Uhr, in Nieft's Salon, Weberstraße 17: Denn heute mach'n wir' ne Nummer! Oeffentliche Versammlung der ausgesperrten Brauerei- Arbeiter und Böttcher. Tages Ordnung: = 1. Die Verhandlungen mit den Ringbrauereien. 2. Die Lage der Aus gesperrten.( NB. Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht werden.) Die Kommission. 91/7 Große öffentliche Versammlung der Rohrleger u. Gehilfen Berlins und Umgegend am Sonntag, den 7. Oktober 1894, Vormittags 10% Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Otto Naether über: Die Innungen und deren Bestrebungen. 2. Diskussion. 8. Gewerkschaftliches. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann. NB. Wegen obiger Versammlung fällt die Vertrauensmänner Signng am nächsten Sonntag aus und ersuche die Kollegen in der nächsten Sigung vollzählig zu erscheinen. Der Vertrauensmann: Oscar Ficius, Münchebergerstr. 28. 175/4 Merkste nischt? Zeugen gesucht. 198b in der Tresckowstraße Thüren u. Fenster Die zwei Arbeiter, welche am 10. Juli verladen, auch andere, welche den Vorfall in der Danzigerstraße vor der Polizei- Wache mit angesehen haben, werden gebeten, sich bei Otto Großmann, Weißensee, Lehderstr. 26, Hof rechts 2 Tr., zu melden. In Roh182b Tabaken und Utensilien für Cigarren- Fabrikanten !! billigster Einkauf!! Zentralverband der Maurer Deutschlands. W. Hermann Müller Zahlstelle Berlin I( Buzer). Sonntag, den 7. Oktober, Vormittags 11 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20: Versammlung. Tagesordnung: Fortsetzung der Diskussion über den in der letzten Versammlung vom Rollegen Dähne gehaltenen Vortrag. Die Mitglieder werden ersucht, in dieser Versammlung die Statistikbücher abzugeben. NB. Billets zur„ Urania" werden in der Versammlung ausgegeben. 190/7 Der Bevollmächtigte. Achtung! Fachv. der Bilderrahmenmacher Berlins u. Umg. Sonnabend, den 6. Oktober, Abends 82 Uhr, = im Lokale des Herrn Flick, Simeon Straße Nr. 23: General- Versammlung. Tagesordnung: Neuwahl des Gesammt- Vorstandes. Um pünktliches Erscheinen ersucht Achtung, Schäftebranche! Der Vorstand. 191b Sonnabend, den 6. Oktober, Abends 9 Uhr, bei Wernau, Rosenthalerstraße Nr. 57: Oeffentliche Versammlung. Tagesordnung: Vortrag des Gen. Hoffmann: Die 10 Gebote und die besitzende Klasse. Diskussion. Verschiedenes. 192b Achtung! Atu! Kupferschmiede. Achtung! Berlin Neue Friedrich- Strasse 9. Streng reelle Bedienung. Creditgewährung nach Uebereinkunft!! Ein Jeder mache den Versuch. Wegen Umbau meiner Geschäftsräume stehenden Waarenlagers: gelangen die Restbestände meines ſeit 21 Jahren be Teppiche! Fertige Wäsche! Gardinen! 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R. Rittershaufen Roh- Tabak Uhrmacher Sonntag, den 7. Oktober, Vorm. 10% Uhr, bei Feindt, Fehrbelliner- Strasse No. 1. Weinstraße Nr. 11: 159/1 Große öffentliche Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Berichterstattung über den Stand des Dispositionsfonds und Wahl von Revisoren. 3. Bericht des Delegirten zur GewerkschaftsRommission. 4. Bericht des Gewerbegerichts Beisitzenden. 5. Verschiedenes. A Kranken- Unterstützungs- u. Begräbnissverein der Bau- und gewerblichen Hilfsarbeiter Berlins. Sonntag, den 7. Oktober, Vorm. 10 Uhr, im Lokale des Genossen Tempel, Lange- Straße Nr. 65: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 3. Quartal. 2. Vereinsangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Es ist Pflicht eines jeden Mitgliedes zu erscheinen. Die Versammlung wird pünktlich um 10 Uhr eröffnet. Der Vorstand. 79/2 Verein der Einsetzer( Tischler) Berlins und Umgegend. Sonntag, den 7. Oktober, Vormittags 11 Uhr, im Lokale des Herrn Röllig, Neue Friedrichstraße Nr. 44: Ordentliche General- Versammlung. Tages Ordnung: Koulante 199b Freunden und Genossen die ergebene Anzeige, daß ich das Schankgeschäft von E. Herschleb täuflich erworben habe. Für gute Speifen und Getränke ist bestens gesorgt. Vereinszimmer stebt zur Verfügu ig. Kein Ringbier! 190b in allen Sorten und Preislagen. Sumatra, gut deckend und weißer Brand, 130 Pfg. per Pfund. Formen Demminerstraße 11. Lager aller Arten Uhren. Repara: stehen zum Verkauf. turen schnell und billig. Zahlungsbedingungen. Sauberstes, durch Maschinen hergestelltes Roggen brot der 724L* Genossenschafts- Bäckerei für Berlin und Umgegend E.G.m.b.H. 34. Müllerstr.34. 1. Kaffen und Revisionsbericht. 2. Bericht der ArbeitsvermittelungsKommission, Wahl einer neuen Arbeitsvermittelungs- Kommission. 3. Verschiedenes. 4. Fragetasten. Die Kommission gegen Sonntags- und Lichtarbeiten wird gebeten, zu erscheinen. Der Vorstand. 116,6 Tischler- Verein. SCHUTZMARKE. Telephon- Anschluss. Zu haben in ca. Roh- Tabak A. Goldschmidt, 4455L am biesigen Plage wie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigste 193b Fritz Wählisch, Adalbertstr. 4. Charlottenburg. Reſtaurant mit Vereinsz. billig zu verkaufen. Schulstr. 17. 200b Staare, Buchfinken, Stieglite 1,25, Girlige, Zeisige 1,00, Rothkehlchen, Kreuzschnäbel 0,80, Meifen 0,50. 185b Schnelle, Jnvalidenstr. 7. Preise! Sämmtliche im Handel Milchkübel, annen, Satten, Maße, befindl. Rontavate sind am Lager. A. Goldschmidt, Oranienburgerstr. 2. Der billigste und zuverlässigste UhrenEinkauf sowie Reparatur ist unzweifelhaft bei 254L* Siebe, Tafelwaagen, Lampen, Rühlapparate, Buttermaschinen Butterkneter, Drehrollen. Jordan, Al. Markusstr. 28. Eine kleine Holzdrechslerei wird an d. Exped. d. Bl. einzusenden. zu kaufen ges. Off. bitte unt. O. P. 50 Empfehle mein 8122 500 Niederlagen Dranienſtr. 1, Berlin SO. 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Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! " Gewerbegerichtliches. Gerichts- Beitung. Strafe bedroht sei, nicht aber das Offenhalten der Läden. Die letzteren müßten nach anderen Bestimmungen lediglich während des Hauptgottesdienstes geschlossen bleiben, in dem zur Anklage stehenden Fall sei der Laden aber nach dem Hauptgottesdienst geöffnet gewesen, mithin könne eine Bestrafung der Angeklagten nicht erfolgen. 6. Oktober, stattfindende Generalversammlung recht zahlreich zu besuchen, da sehr wichtige Punkte auf der Tagesordnung stehen. Eine Mitgliederversammlung der Filiale Nord" des Deutschen Metallarbeiter Verbandes tagte am 25. September in Reichert's Festsälen. Fräulein Baader referirte über das Thema„ Klassenmoral". Die interessanten mit treffenden Beispielen belegten Ausführungen fanden in der Versamm lung allseitig Zustimmung. Die darauffolgende Diskussion bes wegte sich im Sinne des Referats. Sodann erstattete Kollege Hofmann den Bericht über die Brandenburger Metallarbeiter Konferenz, dem Kollege Bösch noch einige Ergänzungen hinzu. fügte. Unter Verbandsangelegenheiten forderte der 1. Bevoll mächtigte die Anwesenden auf, sich recht rege an den Samma theiligen; er gab weiter bekannt, daß am 27. Dezember d. J. lungen für die im Streit befindlichen Güstrower Kollegen zu be eine Urania- Borstellung stattfindet, wozu Billets vom Kassirer entnommen werden können. Kollege Fride verwahrte sich entfchieden gegen das Gerücht, er sei in Güstrow gewesen. Nach einem Appell an die Kolleginnen und Kollegen, fleißig wie bisher für den Deutschen Metallarbeiter- Verband zu agitiren, schloß der Vorsitzende die gutbesuchte Versammlung. Ein bürgerliches Blatt macht folgende treffende Bemerkung| Vereinsangelegenheiten gaben gleichfalls zu feiner Debatte Anlaß, zu dem Sendschreiben Weigert's: Alle Welt führt die Betäm infolge deffen der Schluß der Versammlung eintrat. Großer Jammer über den Ausfall der letzten Gewerbe- pfung der Sozialdemokratie" im Munde. Wenn man aber steht gerichts- Wahlen Berlins speziell und über die Theilnahmlosig was Eingeweihte längst wiffen mit welcher Gleichgiltigkeit genoffen sprach am 22. September Kollege Wagner über die Im Fachverein der Uhrmacher und verwandter Berufsfeit der Arbeitgeber mit bezug auf das Gewerbegericht und die Leute von Besitz und Bildung" der praktischen Handhabung Ursachen der Verbrechen. Nach einer kurzen Diskussion, an der genossen sprach am 22. September Kollege Wagner über die feine Praxis überhaupt, herrscht in den Kreisen derjenigen Ber- der sozialen Gesetze gegenüberstehen, mit welcher Gleichgiltigkeit Ursachen der Verbrechen. Nach einer kurzen Diskussion, an der liner Unternehmer, welche an den Wahlen ein größeres Interesse sie es auch hinnehmen, daß man sich in Arbeiterkreisen um diese sich die Kollegen Lüderiz und Nät her betheiligten, geht die nahmen. Aus einer bürgerlichen Blättern übermittelten Gefühls Dinge mit mehr Interesse und mit mehr Verständniß äußern sich mißfällig, daß Mitglieder dem Verein angehören, die Bersammlung zum Punkt Verschiedenes über. Einige Kollegen äußerung des Vorstandes des Vereins der Arbeitgeber bekümmert, dann macht das gerade vom„ Kampf mit geistigen äußern sich mißfällig, daß Mitglieder dem Verein angehören, die Beifizer des Gewerbegerichts geht das hervor. Das Waffen" einen ziemlich traurigen Eindruck." den Interessen der Organisation zuwiderhandeln. Diese AnSchreiben interessirt in mehrfacher Beziehung. Es stellt Wir quittiren über die Zugeständnisse Weigert's und die gelegenheit soll in der Generalversammlung zur Sprache kommen. fest,„ daß „ daß die die Arbeitgeber Berlins, der Stadt der zitirten Aeußerungen des bürgerlichen Blattes mit einem Glück- Zum Schluß forderte der Vorsitzende auf, die am Sonnabend, den Intelligenz, in ihrer großen Mehrheit eine so trasse unauf! für die Sozialdemokratie. tenntniß bezüglich der Gewerbegerichts- Fragen durch ihre Theilnahmlosigkeit befundet haben, daß man sich nicht wundern dürfe, wenn daran die besten Absichten des Gesetzgebers scheiterIm Fachverein der Klempner referirte am 24. September der Genosse Hofmann in einem beifällig aufgenommenen ten." Als befte Absichten des Gesetzgebers" versteht der VerEine sehr aufregende Szene spielte sich gestern im tariat". In der Diskussion befürwortete Winter den Beitritt fasser des Schriftstückes: 1. Durch die Errichtung von FachVortrag über das Thema: Wie stellt sich der Staat zum Prole= gerichten eine schnelle, bilige und fachgemäße Rechtsprechung Sigungssaale der 8. Strafkammer des Landgerichts I ab. Em in die Organisation. herbeizuführen und 2.- das alte Lied- durch das ständige übelbeleumdeter Angeklagter, der Schlächter Hugo Schulz hatte Schulz wird, da noch weitere Recherchen unternommen werden, Die Angelegenheit Pietschmann und Zusammenwirken von Arbeitgebern und Arbeitnehmern einen sich wegen Ruppelei zu verantworten, nachdem er erst fürzlich vertagt. Ausgleich der schroffen Gegensätze herbeizuführen und da wegen desselben Vergehens zu acht Monaten Gefängniß verdurch im Laufe Zeit die Legende zu Der Gerichtshof verhängte über ihn eine Die Knopfarbeiter hatten am 24. September ihre regel Daß die Arbeitgeber kein Verständniß für zerstören, urtheilt worden war. Be Zusatzstrafe von einem Jahr Gefängniß. Unmittelbar nach mäßige Mitgliederversammlung einberufen, in der Kollege dürfnisse und die Nothwendigkeit haben, die Lage der Arbeiter der Berkündigung des Urtheils blinfte plötzlich ein Messer öfig aus der Broschüre" Die zehn Gebote und die besigende zu verbessern. Die besten Absichten" vereitelt sieht er in der Hand des Angeklagten und dieser versuchte sich Klasse" eine Vorlesung hielt. Zur Verhandlung famen sodann durch die Wahl sozialdemokratischer Arbeitgeber. die Pulsadern aufzuschneiden. Der Gerichtsdiener bestrebte einige gewerbliche Angelegenheiten. Zum Schluß wird bekannt Denn er fagt: Als Kandidaten der sozialdemokratischen Ar- sich energisch, ihn an der Ausführung dieses Planes gegeben, daß die Versammlungen jeden Montag nach dem 15. des Monats stattfinden. beiterpartei gewählte Arbeitgeber fonnten nicht immer ihrer zu verhindern, der Angeklagte bedrohte ihn aber mit dem Messer, politischen Gesinnung sich entäußern, sondern brachten sie bei mit welchem er wüthend umhersuchtelte. Erst einem Schußmann, ben Berathungen vielfach zur Geltung." Die sozialdemokrati- der dem Angeklagten mit seinem Säbel über die Hand schlug, schen Arbeitgeber Beisitzer haben es dem Verfasser des Herzens- gelang es, ihn kampfunfähig zu machen. Das Meffer, welches erguffes( der vermuthlich Herr Weigert, fein Unter- zur Erde fiel, war ein kurzes, scharfes Messer, wie es im Unterzeichner, ist) durch ihr Dasein angethan. Deshalb suchungsgefängniß zum Kartoffelschälen benutzt wird. Wie es in die strenge, väterliche Strafpredigt gegenüber den indiffe- den Besitz des Angeklagten gekommen ist und wie dieser es vor renten selbständigen Unternehmern, welchen( nach der Kontrolle verborgen hat, hat sich nicht aufklären lassen. Der Herrn Weigert) je der Sinn und jedes Verständniß Angeklagte hat sich ernstliche Verlegungen nicht beigebracht, er für die Interessen der Arbeitgeber abgeht" ist nur dazu gekommen, sich die Sehnen am Handgelenk blos Die Wiederwahl von drei und die Neuwahl von sech 3 zulegen, dagegen hat er in der Aufregung die Pulsadern nicht fozialistischen Arbeitgebern schmerzt die„ tlassenbewußten" Arbeit getroffen. geber, d. h. die ordnungsparteilichen, an deren Spize Weigert In Betreff der Sonntagsruhe hat dieser Tage das fteht. Komisch wirkt, daß Herr W. gleich nach der ab- Rigdorfer Schöffengericht eine eigenartige Entscheidung gefällt. fälligen Kritik der sozialdemokratischen Arbeitgeber beifizer Die Viktualienhändlerin Johanna Schulze aus Briz war von den Arbeitnehmern( also auch Sozialdemokraten) angeklagt, gegen die Bestimmungen über die Sonntagsruhe dasagt, mit Unrecht würde ihnen die Verantwortung durch verstoßen zu haben, daß sie Nachmittags ihren Laden offen für unbillige Urtheile( Verurtheilungen von Unternehmern hielt. Ein Gendarm hatte eine Kundin im Laden bemerkt und find gemeint) aufzuladen versucht; die Arbeiter seien daher Anzeige erstattet. Die Angeklagte bestritt, der betreffenden an sich bemüht, das Rechte zu finden und hätten Frau etwas verkauft zu haben und es fonnte ihr das auch nicht durch ihre bisherige Thätigteit als Beisiger nachgewiesen werden. Der Gerichtshof gelangte daher zur Frei- Die Filiale Berlin des Verbandes der Ver dies bewiesen. Die armen sozialdemokratischen Arbeitsprechung der Angeklagten, weil nach den gesetzlichen Bestim golder 2c. hielt am 30. September eine außerordentliche Mite geber! Ob sie sich nun ein Beispiel an ihren Kollegen aus der mungen wohl der Handel während der gebotenen Ruhezeit mit gliederversammlung ab, in der Kollege Höpfner über die von Kategorie der Arbeitnehmer- Beisiger nehmen werden? Die der Filiale Berlin zur Generalversammlung gestellten und von verschiedene Beurtheilung der sozialistischen Arbeitgeber und Arder Kommission ausgearbeiteten Anträge referirte. Die Kom beitnehmer im Gewerbegericht ist total falsch. Schon des mission hat die Anträge Regelung der Reiseunterstützung und halb thut der als Richter fungirende Arbeitgeber, der sozialistischen Einführung der Arbeitslosenunterstüßung behufs Einver Anschauungen huldigt, einem beklagten Arbeitgeber nicht zu Un leibung in die Statuten in Paragraphen gekleidet und diese recht wehe, weil er selber Arbeitgeber ist. Und er sollte, nach Punkte in ausführlicher Weise behandelt. Die Paragraphen Weigert, eher zu Ungerechtigkeiten gegenüber Arbeitgebern neigen, wie der mit den entgegengesetzten Interessen behaftete Arbeiter? wurden einzeln berathen und mit einigen kleinen Aenderungen Wenn Feuerversicherungs. Anstalten zahlen sollen. angenommen. Unsinn! Unseren Lesern braucht kaum versichert werden, daß Die" Mittheilungen für die öffentlichen Feuerversicherungs- An- stüßungen durchführen zu können, empfiehlt die Filiale Berlin Um die den Mitgliedern gebotenen Unter ein Sozialdemokrat, der sich zur Anwendung heutigen stalten" theilen folgendes Reichsgerichts Erkenntniß vom eine Erhöhung der wöchentlichen Beiträge von 15 Pf. auf 35 Pf. Rechts bereit stellt, dieses Recht nicht beugt, sondern es 3. Januar 1894 mit, betr. Nichtanwendbarkeit einer Versicherungs- Folgende vom Kollegen Höpfner gestellte Resolution wurde einnach bestem Wissen und Gewissen" auslegt. Betreffs der bedingung wegen Verstoßes gegen die guten Sitten im besonderen stimmig angenommen: Die Versammlung erklärt sich mit dem Herrn Weigert mißliebigen Urtheile, die zum Theil durch die Falle. Die Bedingungen" einer Feuerversicherungs- Gesellschaft Statutenentwurf der Kommission bezüglich der Anträge Worte des Erkenntnisses: Die Mehrheit des Gerichts war enthielten u. a. die folgende Bestimmung(§ 11): Die Ent zur Einführung der Arbeitslosen- Unterstügung und Regelung der Ansicht 2c.", als solche fenntlich sein sollen, und nach ihm schädigungssumme ist dem Versicherten binnen Monatsfrist, nach der Reise- Unterstügung einverstanden. Die Versammlung vervon sozialdemokratischen Mehrheiten gefällt wurden, wird thatsächlich dem ihr gesammter Betrag und die Verpflichtung der Gesell- pflichtet sich dahin zu wirken, daß der nächste Kongreß der Vernur durch jenen Vermerk bewiesen, daß der Vorsitzende über schaft zur Zahlung durch Anerkenntniß beider Theile, Vergleich golder Deutschlands sich eingehend mit diesen Fragen beschäftigt, stimmt wurde, weil die Mehrheit des Gerichts das Recht" oder rechtskräftiges Urtheil festgestellt ist, baar zu zahlen." in um dadurch unsere Organisation zu stärken. Zu diesem Zwecke anders wie er auslegte. Uns sind nun eine ganze Reihe von Versicherter hatte nun Anspruch auf Entschädigung; die Gesell werden die Filialen aufgefordert, sich vor dem Kongreß einFällen zu Ohren gekommen, in denen Anhänger der Rich- schaft wollte ihm nur wenig über die Hälfte der von ihm gehend mit diesen Fragen zu beschäftigen, um dem Kongreß ge= tung Weigert zu der den Beklagten verurtheilenden Mehr- geforderten Summe zugestehen, es mußte also Klage er- nügendes Material zu unterbreiten. Die Bersammlung beschließt heit gehörten, welche der Anschauung des juristischen Vorsitzenden folgen. Da der Geschädigte total abgebrannt und nicht Recht gaben. Die Behauptung, Beisitzer hätten Geldverlegenheit war, erließ das Gericht ein auf die von und ein den örtlichen Verhältnissen entsprechender Lohnsatz nur in ferner, da der Neunstundentag, die Abschaffung der Akkordarbeit ihren parteipolitischen Standpunkt zur Geltung gebracht, der Gesellschaft ihm zugestandene Summe lautendes Theilurtheil. durch eine starke, leistungsfähige Organisation zu erreichen find, ist schon mit Rücksicht auf die Materie hinfällig, mit Dieses wurde aber von Seiten der Versicherungs- Gesellschaft möge der Kongreß dazu Stellung nehmen, wie unter den welcher das Gewerbegericht sich zu befassen hat. Gunter Bezugnahme auf die obige Bestimmung beanstandet und noch fernstehenden Kollegen eine beffere Propaganda für unsere ließe sich doch wohl nur von einer Bethätigung des Klassen die Versicherungs- Gesellschaft legte Berufung und später Re- Bestrebungen zu betreiben ist. gefühls, des Klassenstandpunktes, der Klassen vorurtheile vision ein, wurde aber in allen Instanzen mit ihren Ansprüchen Eine Versammlung des Holzarbeiter Verbandes reden, wie sie sich durch die verschiedene gesellschaftliche Stellung abgewiesen. In dem Urtheile des Reichsgerichts hieß es: 63 der Einzelnen ohne Einfluß politischer Anschauungen heraus ist nicht zu beanstanden, wenn das Berufungsgericht thatsächlich( Branche der Barquettbodenleger) fand am 30. September bei bilden. 8. B. bei den Fragen, ob eine bestimmte Handlung als annimmt, daß die Beklagte hierbei die Absicht unterhält, den Schöning, Stallschreiberstraße, statt. Leider ließ der Besuch unbefugtes Verlassen der Arbeit, oder ob eine andere als grobe§ 11 gegen die Nothlage, in welcher sich die Kläger befinden, wohl infolge der zur Zeit bestehenden mißlichen ArbeitsBeleidigung des Arbeitgebers oder des Arbeiters u. s. w. anzus als Druckmittel zu benußen, um die Kläger zur Aufgabe ihrer verhältnisse sehr zu wünschen übrig. Nach eingehender Ers Beleidigung des Arbeitgebers oder des Arbeiters u. s. w. anzuweiteren Ansprüche zu nöthigen, und daß sie eben deswegen un- örterung und Erledigung der Tagesordnung wurde befchloffen, ſehen sei und als Entlassungsgrund in Frage komme. Es läßt berechtigt die Erfüllung des nach ihrer eigenen Behauptung jeden Sonntag vor dem Ersten im Monat eine Versammlung sehen sei und als Entlassungsgrund in Frage fomme. Ge fich getrost, ohne seine parteipolitische Stellung zur Geltung zu bringen, behaupten: Ging nach der Rich rechtsverbindlich festgestellten Gesammtschadens verzögert, so daß einzuberufen. Die nächste findet demnach am 28. Ottober statt. tung jemand zu weit, dann die die Geltendmachung jener Vertragsklausel in diesem Falle den Die Arbeiter Bildungsschule( Süd- Ost) hielt am 30. SepVertreter der ordnungsparteilichen Arbeit guten Sitten widerstrebt. Ein solches Verfahren ist von den Ge-- tember eine sehr gut besuchte Versammlung in den Draniengeberkreise, die im Gericht figen. So manches Urtheil, richten nicht in Schuß zu nehmen." hallen, Oranienstr. 51 ab, in der Dr. Bernstein über:„ Der das der Kritik sehr, sehr bedürftig erschien, war nur dadurch Ein Streit um Kriegsmedaillen. Vor einer Abtheilung Alkoholismus eine Kulturgefahr" referirte. Redner schilderte in möglich. Der ausschlaggebende Vorsitzende fühlte dann als An- des Schöffengerichts am Amtsgericht I ereignete sich heute der großen Zügen die verderbliche Wirkung des Alkohols auf den gehöriger der Oberklasse", wie Strindberg sagen würde, mit den feltene Fall, daß ein Angeklagter gezwungen Menschen, sowie die damit Hand in Hand gehende Degeneration aus demselben gesellschaftlichen Holze geschnitten Arbeitgebern. wurde, die Ehrenzeichen", die feine Brust der Volksmassen, zum Schlusse betonend, daß es auch hier Leider ist ja zu konstatiren, daß nicht alle Vorsitzenden des schmückten", abzulegen. Der betreffende Angeklagte wiederum die aufklärende, fiegende Sozialdemokratie sein wird, Gewerbegerichts befähigt sind, der ihnen zugewiesenen Rolle der war mit noch drei Komplicen wegen Hehlerei angeklagt und welche, durch Schaffung befferer Griftenzbedingungen, Wandel Unparteiischen im idealsten Wortsinne gerecht zu werden. trug die Bänder der Kriegs- Denkmünzen von 1866 und 1870/71 schaffen wird. Eine Diskussion fand nicht statt. Nachdem noch Weigert liest nicht nur den Arbeitgebern Berlins gehörig im Knofloch. Staatsanwalt Strehler beantragte, dem An- der Vorsitzende zum regen Besuch der Schule aufgefordert und wegen ihrer Gleichgiltigkeit den Text, er fritisirt auch scharf ihre geklagten anfzugeben, die Medaillen abzulegen, da der bekannt gegeben, daß es jedem Genossen gestattet ist, zur befferen Unkenntniß der einschlägigen Gefeße. Hören wir, felbe nach Ausweis der Aften im Jahre 1884 mit Drientirung, eine Woche hindurch den Unterricht unentgeltlich zu was er sagt. Auch die mündlichen Verhandlungen vor dem Verluft der bürgerlichen Ehrenrechte bestraft worden besuchen, nahm Genosse Königs das Wort, um den Lehrplan zu Gewerbegericht haben in tausenden von Fällen ergeben, daß den sei. Der Angeklagte protestirte dagegen und behauptete, daß er erläutern, und zum Beitritt sowie regen Agitation für die Schule meisten Arbeitgebern Berlins selbst die elementarsten Kenntnisse zum Tragen der Ehrenzeichen berechtigt sei, da er inzwischen aufzufordern. Dieser Aufforderung famen mehrere der Anwesen. der neueren, ihr Gewerbe betreffenden Gesetze abgehen, und daß wieder in den Besitz der Ehrenrechte gelangt sei. Der Vorsitzende den nach, indem sie der Schule als Mitglieder beitraten. der geringste Arbeiter mehr Verständniß zur Gerichtsstelle bringt, bedeutete ihn aber, daß nach§ 33 des Strafgesetzbuchs die Ab als mancher angesehene Fabritherr. Hierfür giebt es eine erkennung der bürgerlichen Ehrenrechte den dauernden Verstreicher( Filiale IV) hörte in ihrer Mitglieder- Versammlung Die Freie Vereinigung der Maler, Lackirer und Aneinfache Erklärung. Der Arbeiter informirt fich vorher luft der öffentlichen Aemter, Würden, Titel, Orden und Ehren am 2. Oktober ein Referat des Genossen Hamacher über das auf seinem Gewerkschaftsbureau, 100 ihm jeder zeichen nach sich ziehe und der Angeklagte sich des" unbefugten Thema: Die historische Entwicklung des Königthums." Hierauf Richtung gratis Auskunft und Beistand gewährt wird."" Der Tragens von Ehrenzeichen" schuldig machen würde, wenn er solche beschäftigte sich die Versammlung mit Vereinsangelegenheiten. Arbeitgeber scheut häufig das Risiko einer Ausgabe von 2,50 m. tünftig wieder anlegen sollte. Die Quartalsabrechnung wird von den Revisoren bestätigt, und für ein Exemplar der Reichs- Gewerbe- Ordnung und ist zu stolz, sodann ein Antrag der Filiale Nordhausen berathen, der die um sich Auskunft von einem besser bewanderten Kollegen zu ers Beitragspflicht für franke und arbeitslose Mitglieder aufheben bitten; und wenn er dann, geschädigt an seinem Geldbeutel, vom will. Der Antrag wird angenommen. Für den Poften eines Gewerbegericht geht, besitzt er nicht etwa soviel Selbsterkenntniß, einzugestehen, daß er selbst Hilfskaffirers wird der Kollege Roland gewählt, und zu das Urtheil verschuldet hat, fondern er be G3 wird bestimmt, daß der Ueberschuß vom Sommerfest der Bibliothekaren die Kollegen Guiard und Schedlinski ernannt. hauptet steif und fest, daß ihm Unrecht gefchehen Bibliothek überwiesen wird. fei." So Herr Weigert, der Generallissimus der ordnungs parteilichen Arbeit geber beisiger des Berliner Gewerbegerichts über seine Standesgenossen in Berlin. " " e3 waren " B " Derlammlungen. " " = Im sozialdemokratischen Wahlverein für den vierten Berliner Wahlkreis( Görlizer Viertel) hielt am 2. D. tober Genosse Stadthagen einen recht beifällig aufgenommenen Vortrag über das Thema: Lumpengesindel, Polizei und Brause= wetter". Von einer Diskussion wurde Abstand genommen, da Eine öffentliche Tapezirerverfammlung, welche am dem Vortrage doch nur allseitig zugestimmt werden konnte. 3. Oktober tagte, nahm den Bericht über den Stand des Streits einer faum Grünthalerstr. 4 GUA 1 1 Sängerverein Sangesfreund, Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Quartettverein Webbing, Abends 8% Uhr, bet Schäfer, Neue Hochstr. 49. Männerchor Theaterverein Crescendo, Abends 9 Uhr, bet Schulz, Bunbuſerſtr. 35. Waldesrauschen, abends 9 Uhr, bei Weigt, Wartgrafeuftr. 87.- PrivatTheaterverein Bultania, 9 Uhr, Jäger's Gesellschaftshaus, Gartenstr. 13/14. Bergnügungsverein Im Brand, Sigung bei Stawide, Barnimftr. 22. turnt Freitag und Dienstag Abend von 8-10% Uhr in der Zurnhalle des Berliner Turngenossenschaft. Die erste Männerabtheilung effing- Gymnasiums Pantsir. 9-10.- Zurnverein Gesundbrunnen die 1. Männer- Abtheilung turnt heute Abend von 8%-10% Uhr in der TurnKraft und Artisten= halle des Leffing- Gymnasiums, Pantstr. 9-10. Redner Waldemarstr. 42. flub Berolina jeden Dienstag und Freitag Uebungsstunde bet Grüßner, Turnverein Germania( Mitglied des deutschen Arbeiter- Turnerbundes) turnt Dienstags und Freitags Übends von 8-10% Uhr Ackerstr. 67. Turnverein Fichte( Mitglied des Arbetter- Turnerbundes Deutschlands.) Die zweite Männer- Abtheilung turnt jeden Dienstag und Freitag Abends von 8-10 Uhr in der Staligerstr. 65/ 56.- Kraft- Turnverein offnung übt jeden Freitag Abend von 9-11 Uhr bei Schuhmacher, Mufitverein„ Osiris" tagt alle Freitage von 9-11 Uhr im Restaurant Doberstein, Mariannenstr. 31/ 32, Bitherflub Waldrose, Abends 9 Uhr, Manteuffelstr. 86, Parterres Reftaurant. Verein Grüne Zanne, Abends 9 Uhr, bei Kaiser, Markusstraße 8. Stattlub Schnitt, Abends 9 Uhr, bei Trittelwig, Falfensteinftr. 7. Tanzlehrer- Verein Solidarität, Restaurant Ehrenberg, Annenstr. 16, Abends 8% Uhr, Sibung. bei Gruber, Mariendorferstr. 5. Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Marr, Abends 8 Uhr, -Westen, bet H. Werner, Bülowstr. 59, - Unterhaltungs- und Leseklub Schiller bei A. Bugge. Lübeckerstr. 22. English Conversational Club Shakespeare. Meeting every GP Eriday at 9 p. m. at Beherns Restaurant, Königstr. 62. Lecturer Mr. J. Bloch. Guests are welcome. entgegen, um den letzteren dann für gefchloffen zu erklären. Aus| Tagesordnung sind: neue Knebelgesetze, mit denen die Regierenden bei Jakob.- Sänger chor der Mater, Annenstr. 9 bei Albert Pros: dem von Feder gegebenen und von verschiedenen anderen das durchzusehen gedenken, was mit dem Sozialistengesetz ver- Naunynstraße 86 bet Friz Bubeil. Gesangverein Melodia, Nixdorf, Bergstr. 142 bei Schimtäje. Iris, Brandenburger Männers Rednern ergänzten Bericht der Agitationskommision ging hervor, geblich erstrebt wurde. Ganz toll sei man geworden, seit durch Gefangverein in Brandenburg a. H., Mengerts Boltsgarten, Bergstraße. Daß der Streit größere Dimensionen angenommen hat, als die die That eines Wahnsinnigen der französische Präsident Carnot Gesangverein Freya II( gem. Chor), Rigdorf, Hermannstraße 140, Gefang Kommission, die mit den Vorbereitungen betraut war, geglaubt ums Leben tam. Die Sympathie für lekteren in den Blättern bet Dantel Böttcher.- Apollo, Grünſtr. 21 bet Commer. verein Moabit, Havelbergerstr. 31, hatte. Er war proklamirt, damit die allerschlechtesten Werkstätten der bürgerlichen Parteien, die ihn vorher stets beschimpften, war bergerstr. 21 bei Heife. Freie Liedertafel, LichtenNordwacht, Müllerstr. 7, bei Reichert. Freie thre Forderungen stellen und von der Unterstützung der Kommission Heuchelei; ihnen kam das Attentat gelegen, war doch dadurch Sänger, Schmargendorf, Warnemünderstraße bei Friedrich. Arbeiter Loreley, Gebrauch machen sollten. Aber von diesen haben wenige den Muth Gelegenheit gegeben, Stimmung für Ausnahmegeseze gegen die Gefang. Gängertreis( Meißenſee), Röttefir. 13s bei Blas dazu gehabt, vielmehr hat eine Reihe der besseren Werkstätten Arbeiterklasse zu machen. Redner behandelte dann die ökonomische denburger Kommunikation 16 bei Glaſer. Lustige Sänger, Potsdam, Brans Bieber'scher Männers diese Zeit benutzt, um eine Ausbesserung ihrer Lohn- und Arbeits- und politische Lage im Allgemeinen. Die wirthschaftlichen Ver- or Rosenthalerstr. 57 bei ernau. Gefelligtett, Hennigsdorf, Bedingungen zu erzielen. In den vierzehn Tagen, die der Streik hältnisse werden von Tag zu Tag schlechter, der Steuerdruck Johanni, Rüdersdorferstr. 45, Gesellschaftshaus Ostend. Böhmert's Gaihaus.. Orante, Weißensee, Königs Chauffee 19.nun währt, haben 32 Werkstellen mit ca. 300 Gehilfen die immer unerträglicher, die kleinen Leute: Bürger und Bauer Sorgenfrei, Admiralstr. 18c, Märkischer Hof. Forderungen der Tapezirer voll bewilligt erhalten, zum Theil, fommen immer mehr herunter; aber daß hieran die Sozial- Dragonerstr. 32 bet kamlowsty. Gesangverein Sängerfette, Urban ohne daß es zur Arbeitsniederlegung kam. Dabei ist zu be- demokraten durch die Verführung" der Arbeiter die Schuld Schmidt. straße 84 bei Schriet. Gesangverein Wacht auf I, Wörtherstr. 19 bet denken, daß schon vorher eine Anzahl der hiesigen Wertstellen trügen, würde von keinem vernünftigen Menschen mehr geglaubt. Tauschte. Gesangverein Hand in hand I, Reichenbergerstraße 24 ber das, was in den anderen jetzt erst gefordert wurde, erhielt. Zur Ergößlich sei es, daß eine bürgerliche Partei die andere, besonders alle Buschriften find zu senden an B. Gent, Adalbertstr. 95. Freitag: Bund der geselligen Arbeitervereine Berline und Umgegend. Zeit streifen noch drei Werkstätten. Bei Ebstein forderten die feit der Königsberger Rede des Kaisers, der Umsturzbestrebungen stattlub Kairo, Abends 8 Uhr bei Flid, Simeonstr. 23. Kollegen die Entlassung des Werkführers, der sie durch Aeuße- beschuldige. Dem allgemeinen Verfall, der durch den Kapita rungen wie: " Es scheint hier eine sehr freie Bewegung zu lismus selbst unaufhaltsam gefördert werde, stehe die bürgerliche herrschen, wir werden die Betreffenden schon hinausbringen" be- Gesellschaft ohnmächtig gegenüber und ihre einzige Rettung vor droht hatte. Sie legten, da der Unternehmer auf diese Forderung der immer mächtiger anschwellenden Sozialdemokratie sucht sie nicht einging, die Arbeit nieder, und auch der Agitations in der Polizeigewalt und den Achtmillimeter- Gewehren. Der Tommission gegenüber erklärte sich der Prinzipal wohl zur Ruf nach Ausnahmegesehen ist die Bankrotterklärung der Wiedereinstellung fämmtlicher Streifenden und zur Entlassung der herrschenden Klassen. Man legt vorsichtiger Weise diesen Gesetzen beiden Streikbrecher, Namens Wendt und Fricke, welche dort in den Namen Anarchistengesetze bei. Wie aber an Frankreich zu zwischen Arbeit genommen hatten, nicht aber zur Entlassung des sehen, sind deren eigentliche Opfer die Sozialisten. Werfführers bereit. Der Streit dauert fort, die beiden Streik erklärte nunmehr den Begriff Anarchismus und gab die Gebrecher sind aber gleichwohl am letzten Sonnabend wieder ent- fchichte und Naturgeschichte des Anarchismus, der auf gleichem Tassen. Wegen der Lohnforderung streifen zur Zeit die Kollegen Boden steht, wie die bürgerliche Gesellschaft und, so weit er nicht das bei Martgraf, am Monbijouplay, und bei Schramte, Sebastian, Firmenschild für gemeine Verbrechen, die Grundanschaungen der Ecke Luckauerstraße, beides äußerst schlechte Wertstellen; die kapitalistischen Welt theilt. Wenn Anarchismus bedeutete, daß es Löhne sind die denkbar schlechtesten und die Arbeit muß mit feine Herren und Knechte geben soll, dann seien auch wir Sozialstunde Prostauerstraße 35-37 bet Schneider. Bücklerstr. 49- Musikverein Hoffnung, Abends von 9-11 Uhr Uebungs glaublichen Schnelligkeit hergestellt werden, demokraten Anarchisten wir drücken diesen Begriff mit dem Wort selbstverständlich ist sie dann auch danach. Bei Schramfe Demokratie aus; doch der Anarchist stelle sein eigenes ch wird zum Beispiel ein Kissensopha, für das die Tapezirer über das Wohl der Gesammtheit. Er habe schon vor fünf Wochen gehilfen bei einfachster und gewöhnlichster Ausführung nach dem in Stuttgart darauf hingewiesen, daß der erste deutsche Anarchist, Tarif 15 M. zu verlangen haben. in einem Tage für 3,75 M. unser, Nationaldichter" Schiller war. Sein Drama ,,, Die Räuber", gemacht. Bei Markgraf wird von Morgens 6 Uhr bis in die athme ganz den Geist der heutigen radikalsten" anarchistischen finkende Nacht gearbeitet, dann legen sich die Gehilfen auf dem Theorie; Schiller stellte sich darin ebenfalls ganz auf den Stand Werg schlafen, um am nächsten Morgen sofort wieder weiter punkt der absoluten Freiheit des Individuums, das der Gesellschaft arbeiten zu können. Aus dem Lohnbuche eines Kollegen wird gegenüber sogar das Pecht des Verbrechens hat. Raum konstatirt, daß derselbe in der Woche vom 9. bis 15. Gep: ein anderer Anarchist habe sich deutlicher als Schiller is feinen tember 90 Stunden, in einer nächsten gar 98 gearbeitet„ Räubern" ausgesprochen und rückhaltloser den Kampf Aller gegen und in dieser Zeit eine solche Menge von Sophas, Stühlen 2c. Alle proklamirt, der, unter dem Namen der freien Konkurrenz, noch fertig gestellt hat, daß die Versammlung beim Verlesen derselben heute der leitende Grundsatz der kapitalistischen Wirthschaftsweise Briefkaffen der Redaktion. unwillkürlich in Heiterkeit ausbrach. Wie die Löhne, so ist auch fei; der Schwache werde an die Wand gedrückt. Schiller wurde vom Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( Bwei Buchstaben oder eine Bart das bei Markgraf verarbeitete Material miserabel. M. hat unter Konvent zum Ehrenbürger Frankreichs ernannt und damit anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. anderem die Abfälle, welche ein reeller Meister in den Keller ge- eine anarchistische Räubertbeorie als Grundgesez der ent G. 100. 1. Verjährung ist noch nicht eingetreten, Sie worfen, diesem abgekauft, um sie zu verarbeiten; es ist also stehenden Bourgeoisgesellschaft anerkannt. Die anarchistische fönnen lagen. 2. Die gewöhnliche zweijährige Verjährungsfrist minderwerthige Arbeit, die dort hergestellt wird, und die armen Weltanschauung ist mit der bürgerlichen Weltanschauung läuft vom 31. 12. des Jahres ab gerechnet, in dem der Schuld. Leute, die sie theuer kaufen, sind zu bedauern. Nachdem die gleichbedeutend; beide fußen auf dem krassen Individualis schein ausgestellt ist. 3. Die Wirkung des mit VollstreckungsKollegen bei Markgraf, weil ihnen der Tarif nicht bewilligt mus, dem der Sozialismus gegenübersteht. May befehl versehenen Zahlungsbefehls verjährt erst in dreißig Jahren. wurde, streiken, hat dort der von Ebstein entlassene Streitbreche: Stirner bat den poetischen Gedanken Schiller's weiter 6. R. 100. 1. In Berlin sowie überhaupt in der Proving Wendt alsbald angefangen. Die Versammlung beschloß, nachdem ausgesponnen und philosophisch entwickelt zum heutigen Brandenburg herrscht Gütergemeinschaft nur dann, wenn sie auss über die Bedeutung der errungenen Erfolge verschiedene Anarchismus. Reiner der späteren anarchistischen Theoretiker hat drücklich gerichtlich vereinbart wird. 2. Ein Arbeiter verliert Meinungen geäußert waren, die Lohnbewegung der Tapezirer ihn erreicht, weder Proudhon noch Bakunin von den selbstverständlich seinen Anspruch auf Unfallrente auch dann gehilfen für beendet zu erklären, verpflichtete jedoch die Agitations zwerghaften Epigonen gar nicht zu reden. Nach den Erläute- nicht, wenn er etwa vermögend oder selbständig" geworden. fommission, solche Werkstätten, die sich um Unterstüßung in rungen der verschiedenen Abarten des Anarchismus zeigte Redner, 2. S. Eine in Amerika, England, China oder sonstwo Lohnstreitigkeiten an sie wenden, nach Kräften in ihren Be- wie in den romanischen Ländern, wo allein er für kurze Zeit gedieh, rechtsgiltig geschlossene Ehe behält ihre Giltigkeit auch für strebungen zu fördern. Die Kollegen von Beck, die dem Vor- der Anarchismus an dem Fluche seines eigenen Prinzips zu Grunde Deutschland. wärts" eine Berichtigung eingesandt hat dahingehend, daß er die ging. Da er ein einheitliches organisirtes Handeln verschmäht, so A. J. Sie können jederzeit eine Sache einem Anwalt abs Forderungen seiner Gehilfen nicht bewilligt habe, erklärten, sie wurde selbst die schwache spanische Regierung sehr bald mit ihm nehmen und einem Anderen übertragen, haben dann aber Beiden hätten nicht wegen ihres Lohnes, sondern nur wegen der Ueber fertig. Die anarchistische Praxis: der Mord eines Menschen zu zahlen. stunden Forderungen zu stellen gehabt und verlangt, daß letter: durch Dolch oder durch Werfen einer Bombe, zum 3 wede entweder abgeschafft oder ein Zuschlag für dieselben bezahlt einer Revolution, läßt sich psychologisch nur erklären aus werde. Darauf habe Beck erklärt: Dann machen wir überhaupt der Unfähigkeit logischen Denkens. Der Mord fann nur die um teine Ueberstunden," was eben eine Bewilligung der Forderungen gekehrte Wirkung haben das Volk vor der Sache erschrecken der Gehilfen war. Auf eine Anfrage theilt Feder mit, daß laffen, die solche Mittel gebraucht. Es sind vielfache Beweise E. B. 74. Sie sind zur Steuerzahlung troß Krankheit ver die Agitationsfommission den Streit alsbald der Gewerkschafts- vorhanden, daß Regierungen zu solchen Verbrechen anreizen pflichtet, fönnen aber einen Antrag auf Steuererlaß stellen. tommission anmeldete, aber erst jezt am Tage dieser Ver- ließen, um dann unter dem Schein H. P. 35. Der Eisbahnbefizer ist verpflichtet, die von ihm sammlung treffen können. beschäftigten Arbeiter in einer Krantenkaffe anzumelden. Sprechen Sigung stattfinde. Diese Anberaumung einer Sigung hätte früher Memoiren des Pariser Polizeipräfekten Andrieux, der Prozeß Sie eventuell mit dem Urtel vor. geschehen müssen, zumal die Mitglieder des Ausschusses sehr wohl Parnell's gegen die„ Times", die Bombenwerferei in Chikago durch M. 9. 160. Wegen Ehebruchs findet nur dann eine Be wußten, daß der Streit bei en Tapezirern nur eine ganz kurze Polizei- Agenten, das Treiben der Schröder, Jhring. Mablow's c. strafung statt, wenn die Ehe megen des Ehebruchs getrennt und Zeit dauern könne; in wenigen Tagen werde schon wieder di: in Deutschland, des Pourbaix und Ungern- Sternberg u. s. w. innerhalb 3 Monaten nach Rechtskraft des Erkenntnisses Antrag Arbeitslosigkeit beginnen. Die Agitationsfommission machte noch in Belgien, Frankreich u. s. w. sind unwiderlegliche Be- auf Bestrafung seitens des unschuldigen Theils gestellt ist. bekannt, daß sie beabsichtige, die Geschäfte, welche bewilligt weise für das Lockspißel System der herrschenden Klassen. S. N. 20. Dem Meister steht dem Lehrling gegenüber das haben, ferner die ihr bekannten Arbeitsverhältnisse aus anderen Alle französischen und die meisten sonstigen anarchistischen" Recht väterlicher Bucht, nicht aber ein Recht zu mißhandeln zu. ertstätten, sowie die Namen der Streitbrecher zu veröffentlichen. Dynamitattentate find genau nach dem Andrieur'schen Polizei-$. W. 155. Die Eltern des Betreffenden haben ein Recht Der Streik in der Waggonfabrik in Güstrow in rezept gemacht. Der Epileptiker Caferio befolgte die italienische Art. auf Unterstüßung. Sie fönnen den Sohn auf Zahlung solcher Mecklenburg- Schwerin bildete am 3. d. M. das Verhandlungs- Heller Wahnsinn ist es, zu glauben, der Tod eines einzelnen Ge- verflagen oder bei der Polizeibehörde den Antrag stellen, den thema einer vom Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter. walthabers befreie uns von Druck und Glend; ein Anderer tritt John zur Zahlung von Unterstützung aufzufordern. D. Mäther, im Norden von Berlin einberufenen öffentlichen Bismarc's uns genutzt? Keiner, der on feine Stelle getreten finder nicht verpflichtet. an seine Stelle, das ist alles. Was hätte z. B. die Beseitigung F. F. 8. Der Stiefvater ist zur Ernährung seiner Stief Metallarbeiter- Bersammlung. Näther führte in seinem Referate P. St., Forsterstraße. 1. Reiner. 2. Nein. Es fann nur den Güstrower Streit, der eine Vertheidigung des Koalitions. wäre, hätte so wirksam für uns gearbeitet. Unsere Feinde wissen, rechtes darstellt und sich mittlerweile in eine Aussperrung ver- daß wir keine Meuchelmörder sind, allein gerade deshalb fürchten Frau V gegen Frau 3. flagen. G. 1900. Es ist durch Erhebung in den Jrrenanstalten wandelt hat, indem die ca. 130 Streitenden unter feiner Bedin- Sie uns um so mehr. Der heutige Staat hat erkannt, daß er nur einen Feind hat, das ist die Sozialdemokratie. der verschiedensten Länder statistisch festgestellt, daß die Mehrzahl gung, selbst nicht unter Preisgabe der Organisation, wie anfänglich verlangt wurde, wieder eingestellt werden sollen, mit Ihr stetes Wachsthum verkündet im Voraus den endlichen Sieg. der Geistestranten aus Familien stammen, in denen schwere fänglich verlangt wurde, wieder eingestellt werden sollen, mit feinen Begleiterscheinungen: Gendarmer, Schlagringen, Revolver: Während die bürgerlichen Parteien zerbröckeln, stehen wir nicht Nervenkrankheiten oder Alkoholmißbrauch nachweisbar waren. schüssen, Bersammlungsverboten u. f. w. als eine Illustration der nur fest in unseren Positionen, nein, wir marschiren immer vor Ehen Geisteskranker sind deshalb zu widerrathen. Freilich heutigen Verhältnisse vor Augen, als ein Zeitgemälde aus dem wärts mit der Parole: Nieder mit dem Anarchismus schließt das nicht aus, daß aus solchen Ehen auch geistig gesunde " Rechtsstaate" Mecklenburg, das die bekannte sächsische Gemüthlichkeit und Kapitalismus, es lebe der Sozialismus! Kinder hervorgehen können. wenn nicht übersteige, so ihr doch mindestens gleich komme. Redner( Brausender Beifall.) Da Gegner sich nicht meldeten, wurde von einer Diskussion D. Das betreffende Blatt ist Partei- Eigenthum. Wenden fnüpfte daran die Mahnung, den Werth der Organisation zu des Vortrages Abstand genommen. W i enigstädt gab bekannt, Sie sich wegen Ihrer weiteren Anfrage direkt nach dort. erkennen und für dieselbe einzutreten. Würden die Arbeiter mehr organisirt und aufgeklärt sein, als sie es thatsächlich sind, so am 18. Oktober bei Wandrey stattfindet; das Referat habe daß die nächste Versammlung des Arbeiter- Bildungsvereiné würden sich in Güstrow nicht so viele Streitbrecher gefunden Reichstags. Abgeordneter Wurm übernommen. Zum Schluß haben und das Kapital nicht wiederum triumphiren über die Arbeiter. Da der Ausstand bereits 7 Wochen dauere und mate- richtete der Vertrauensmann Sonnenburg einen energischen rielle Hilfe den ausgesperrten Güstrower Metall- und Holz- Appell an die Versammelten, sich dem Bildungsverein anzu arbeitern dringend noth thun, so empfahl Mäther der BerTiner Kollegenschaft regste Betheiligung an den zu diesem Zwecke veranstalteten freiwilligen Sammlungen, und befand sich mit diesem Appell in Uebereinstimmung mit den Ansichten und Wünschen der Versammlung. " die Antwort erhalten, daß am Freitag deswegen nahmen gegen die Oppositionsandra e Maß % schließen. M Der Frauen und Mädchen Bildungsverein( Filiale Charlottenburg) hielt am 25. September eine Versammlung ab. Das Referat hatte Herr Joël übernommen, der in seinem recht beifähig aufgenommenen Vortrag einen geschichtlichen Rückblick Die Werkstatt Kontrollfommiffion des Deutschen über die Stellung der Frau gab. Eine weitere Versammlung desselben Vereins tagte am Holzarbeiter Verbandes giebt bekannt, daß die Mit theilung in der Versammlung( Bezirk Dften), in der Möbelfabrit 27. September im Viktoriapark, Badstraße 12, in der Genosse Möbelfabritoffmann über das Thema:„ Die kapitalistische Eintfluth" von Steinbock, Krautstraße 52, haben Lohnabzüge stattgefunden, sprach. Die Diskussion, die dem Vortrag folgte, bewegte sich im auf unwahrheit beruht. Sinne des Referats. Hierauf wurde zur Wahl des Vorstandes Die Händler behaupten in einem längeren Gingesandt, daß geschritten, die folgendes Resultat ergab: Frau Krause, Vorfie unsere Kritit zu unrecht treffe, da sie absolut teine ausge- sigende; Frau Nest, Kassirerin; Frau Ludwig, Schriftführerin. sprochenen Gegner der Sonntagsruhe find, sondern sich nur gegen Sodann ließen sich mehrere der Anwesenden als Mitglieder ausdie ungleichmäßige Behandlung seitens der Polizei wenden. Von nehmen. In seinem Schlußwort ermahnte der Referent die diesem Gesichtspunkte aus haben wir natürlich gegen diese Be- Mitglieder, den Bierboykott recht ftrifte zur Durchführung zu strebungen nichts einzuwenden. Die Versammlungsberichte, die bringen. uns sugingen, ließen uns aber zu der erst ausgesprochenen Bermuthung fommen. Im großen Saale des Herrn Lerche( am Rundtheil) in Friedrichshagen fand am Sonnabend eine gutbesuchte Bolksversammlung statt, in der Wilhelm Liebknecht über das Thema:„ ber Klassenstaat, die bürgerlichen Parteien und die Sozialdemokratie" referirte. Der Redner führte einleitend aus, daß wir uns im Kampfe gegen alle anderen Parteien: im Klassentampfe befinden, wobei jedoch nicht die Arbeiter die Angreifer, sondern die Angegriffenen sind. Alle auf dem Boden der heutigen Gesellschaft stehenden Parteien und das sind alle, mit Ausnahme der sozialdemokratischen find gegen uns vereinigt, und sie haben die Staatsmacht in Händen, so daß der Staat ein lassen ft a at im eigentlichsten Sinne des Wortes ist. Der Kapitalismus ift stärker als der Staat, der sich ihm nur durch den Sozialismus entwinden tönnte. Aber er sieht sich vom Sozialismus bedroht. Ein Blick in die Zeitungen läßt ersehen, daß die herrschenden Klassen rathlos sind über das Anwachsen der Sozialdemokratie und daß Angstvorschläge zu Anarchistengesetzen u. dergl. an der Schneider und Schneiderinnen aller Branchen. Freitag, den 5. Oktober, Abends 8 Uhr, zwei große öffentliche Versammlungen. Südoft: Norden: Gründel's Festfäle, Hoffmann's Fesisäle, Drantenstraße 180. Brunnenstraße 188. Tagesordnung: Die Lohnbewegung der Echneider und Echneiderinnen in New- York und ihre Bedeutung für uns. H. A. Wenn die Frau mindestens zwei Jahre lang, ohne Unterstügung erhalten zu haben, als Wittwe hier gelebt hat, so ist sie hier unterstützungsberechtigt. Ist sie nicht Wittwe, so theilt sie den Unterstützungswohnsiz ihres Mannes. 2. B. 20. Nein. ist leider längst verjährt, eine Klage deshalb aussichtslos. 2. S. 17. Der Anspruch gegen die Eisenbahn- Berwaltung A. u. B. Die Miethsgefez- Novelle ist ausführlich in der Der Inhalt der Nummer vom 29. Juni 1894 besprochen. Novelle geht im wesentlichen dahin: das Pfand- und Retentions recht des Vermiethers erstreckt sich nach dem 1. Oktober 1894 nicht mehr auf die der Pfändung durch die Zivil- Prozeß Ordnung entzogenen Sachen. Eingelaufene Druckschriften. Ber Sozialdemokrat, Zentral- Wochenblatt der sozialdemokratischen Partet Deutschlands( Expedition in Berlin SW., Beuthstraße 2). Bu beziehen durch alle Zeitungsspediteure. Das Abonnement beträgt durch die Post oder in Berlin durch die Zeitungsspediteure pro Quartal 1,20 M. Kreuz band 1,80 M. Die Nr. 36 vom 4. Oftober hat folgenden Inhalt: Wochenschau. Die Sozialdemokratie und die Kasernenagitation. Die Kreuz- Zeitung" und der russische Handelsvertrag. Die Rechtlosigkeit der landwirthschafts lichen Arbeiter in Preußen. Die Gewinnbetheiligung in England. Literarisches. Parteinachrichten. Wie man uns behandelt. Tas Landtagswahl- Programm der württembergischen Partet. Landagitation.( Aus Pofen.) Die Lage der Bauern in Rußland. Bilder vom letzten Trade- Union- Kongreß. Wohl befomm' es ben ge= chrten Kurgästen. Agrarisches. Industrie. Gewerkschaftliches. Todtenliste. Bur Die Gleichheit. Seitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen.( Stutts gart, J. H. W. Dieb, Berlag) ist uns soeben die Nr. 20 des 4. Jahrganges zugegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: In memoriam.- Ein Gedenktag-'s ist der Geschichte em'ges Muß!" Erst die Knebelung, dann die Plünderung. Feuilleton: Ein nächtliches Aben= teuer.- Arbeiterinnen- Bewegung. Schlag um Schlag. Die Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer 10 Pf., durch die Post bezogen( eingetragen in der Retchspost- Zeitungsliste für 1894 unter Nr. 2660) beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich ohne Bestellgelb 55 Pf.; unter Kreuzband 85 Pf. Inferatenpreis die zweigespaltene Betitzeile 20 Pt. Zeitschrift für Hypnotismus, Suggestionstherapie, Suggestionslehre und verwandte psychologische Forschungen. 2. Jahrgang. Heft 12. Berlin 1894. Berlag von Hermann Brieger, SW., Stochstr. 82. Der Prins von Indien oder der Fall von Konstantinopel. Bon Lewis Wallace. Deutsch von Dr. E. Alb. Witte. Freiburg i. B. Fr. Ernft Fehfenfeld. Arbeiter- Bildungsschule. Freitag, Abends von 8-10% Uhr: NordSchule, Müllerstraße 179a und Südost Schule, Waldemarstr. 14, Deutsch( Logit und Rethorit). Bei allen Unterrichtsfächern werden neué Theilnehmer, Tamen und Herren, jeder Zeit aufgenommen. Arbeiter Sängerbund Berline und Umgegend. Borsigender Ab. Neumann, Pasewalterftraße 3. Alle Aenderungen im Vereinsfalender sind zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Freitag. uebungstunde Abends 9-11 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Go flegia, Manteuffelstr. 9 bet Nowac.- aifer'scher Männer chor, Echönhauser Arbeiter Gesangverein Nord, Kastanien: Allee 11, bei allee 28, bei elle. Auguftin. Kumme' scher Gesangverein, Langeftraße 65 bei Tempel. Arbeiter- Gefangverein Spanbau in Spandau, Neunmeisterftr. 5, bei Radite. -Bereinte Buchbinder Männerchor, Holzmarttfir. 3, bet Deter. Sange sbrüber Moabit, Stromstraße 28 bei Lange. Gesangverein maig todden I, Hochftr. 32a, bei Wilte. Kreuzberg, SchönTeinfir. 6 bei Straat.- Gemüthlichteit, Neue Friedrichstr. 44, bet Stöllig. Deutsche Liebertafel, Blumenftr. 38, bet Wiedemann. graphia, Gefangverein Berliner Buchbrucker und Schriftgießer, Arminhallen, Kommandantenstraße 20.- Gefangverein or beerswetg, Swinemünderstr. 35 bet Hübner.- Gefangverein Rheingold, Büschingstr. 7 Verantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Noland) in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 2ypo: Die bayerische Volksvertretung und das allgemeine direkte ganbtags- Wahlrecht von Ab. Müller. Mit einem Anhang. München. Berlag der Münchener Poj". Preis 5 Pf. Deutscher Handwerker- und Arbeiter- Notiskalender für das Zahr 1895. Nürnberg. Berlag von Wörlein u. Co. Land und Leute in Amerika. Stizzen aus dem Beben von Baul Grzybowskt. Berlin SW. Berlag von H. Steiniz. lustrirtes Familienbuch der Naturheilkunde mit besonderer Berück fichtigung der öffentlichen Hygiene. Bon 2. Rerhäuser. Leipzig. Berlag von G. Schremmel. Heft 28 bis 84.