Nr.ZZS�Z7.�ahrgang Ausgabe M Nr. 32 BeMgSpms: B M,— M!. mona«.«.— MI. frei ins fxms.. voraus zahlbar. Poii- de-ug: Monatlich 10,— Mt. exil.?u- st-IIunzsgedühr. Unter Krciyban!) Mr Deutschland und Oesterreich lk�v Md. für das übrige Ausland bei täglich einmal. Zustelluni 2150 M. Vost Bestellungen nehmen an Oesterreich, Ungarn, Tschecho- Slowakei, Däne- mar!, Solluno, lurrmburg, Schweden und die Schwei».— Eingetragen in die Boit-Zeitungs-Preisliste. Der.Borwärta" mit der Sonntags- beilage„Voll ll. Zeit* erscheint wochentäglich zweimal. Sonntags und Moo- tag» einmal Telegramm-Adrest«: �ozloldemotrat Verlin-. Morgen Ansgabe iM»' � G Berliner VolKsblntt ( 3C Pfennig) AnzeigrtlPrciS; Die achtgelpaltene Nonpareillezeile iosteiS,— M., Teucrungszufchlag bv«/� »Kleine Ülnzeigen-, iia srN- gedrnchte Wort I,— M. szulässig zwei iettgedrnckte Wort«), jedes weitere Wvr: 60 Pfg. Stellengesuche und Cchlafstellenayzeigen das erste Wort 65 Pfg, jedes weitere Wort ill Psg. Worte über lä Buchstaben zählen sii: -wei Worte. Teuerunasznichscg öv°/«. Kvmilicn-Anzk-gen fiir Abonnenten Feste 2,— M, roiitiiche und ge» wertiehajtliche Pcreine- Anzeigen 3,— Ml die Feile ohne Ausfchlcg.' Anzeigen fiir du nach st e Nummer müssen bis 5 Ahr nachmittags im Sauvtgeschäsl. Berlin SW 68. Linden. jtraße 3, abgegeben werden. D-ässnct von 6 Uhr sriih bis s Uhr abends. Zentralorgan der fosialdeniohrat» fcben Partei Deutfchlands KcöoPtion und Expedition: SA). öS, Lindenstr. 3. Fernsprecher: Amt Moritiplast, Nr. 15X90—15197. Mittwoch, den 7. Juli 1N20 vorwärts-verlag G.m.d. h., SA). HS» Linöenstr. Z. Fernsprecher: Amt Moritzplatl, S!r'. 117 53—51. Ergebnislose Verhandlungen. Wie wir von gut unterrichteter Seite hören, hat die zweite Sitzung der Gesamtkpnferenz von Spa am Dienstag, die sich mit der Entwaffnung Deutschlands beschäftigte, ohne E i h u ernehmen geendet. Neichswchrministcr Gehler el'lw'ckeltc ein Programm, das keinen Beifall zu finden schien. Die Sitzung dauerte von 1/20 bis%8 Uhr. lieber den Verlans der Sitzung verbreitet WTB. in später Nachtstunde folgenden Bericht: Die zweite Sitzung wurde kurz noch VpS Uhr von dem belgischen Ministerpräsidenten Delacroix mit der Frage er- öffnet, welches Mitglied der deutschen Dclcaation den Auf- trag habe, die Noten der Entente in der Frage der Entwasf- nuttg zu beantworten. Der Reichskanzler entgegnete, dast Reichswehrminister Dr. Gcßler dazu bereit sei. Rcichswchrminifter Dr. Gest- lcr ging sofort in längerer Ausführung ans die ganze Ent- wafsnungsfrage ein und schilderte den gegenwärtigen Zu- stand. Unser Heer sei noch 200 000 Mann stark; das Ma- terial sei zic>n!ich vollständig abgegeben, wenn auch über einzelne Punkte der Abgabe noch Differenzen mit den mili- tärischcn Ukberwachungskoinmisfioncn beständen. Die 200 000 Mann seien für die deutsche Regierung eine unumgängliche Notwendigkeit. Sie stellten das Mini- mnin dessen dar, was wir brauchten angesichts der politischen linrilhcn, die immer wicider zum Ausbruch kämen, die Wirt- s.z.sklichc Depression, das Heer der Arbeitslosen, das zunähme «nd durch neue Entlassungen weiter, vergröstert werde, die Kriegsbeschädigten, die Flüchtlinge ails den abgc- trrtencn und besetzten Gebieten, die Schwierigkeiten, die wir mit der Eintreibung der neuen Steuern hätten.. Alles das mache eine starke Macht in der Hand der Regierung notwen- dig. Auch sei die Regierung durch das Schicksal der 20 000 Offizi-er«, die von der Entlassung betroffen würden und deren Lage und deren Absichten niemand kenne, in starker Sorge. Unter den obwaltenden Umständen halte er die deutsche Regierung für austcrstande, die Wehrmacht weiter zurückzuschrauben. Lloyd George ergriff darauf das Wort und stellte die Punkte aus, in denen die Alliierten Deutschland Nicht- ersüllung des Friedensvertrages in militärischen Dingen zum Vorwurf machen, insbesondere, dast die Reichswehr statt 100 000 Mann 200 000 Mann«Insasse und dast Teutschland statt der ihm zugestandenen 2000 Maschinengewehre 50 000 habe; statt der ihm zugestandenen 280 Geschütze 12 000. An Gewehren seien zwar 1,5 Millionen abgeliefert und die Hälfte davon bereits zerstört. Es unterliege jedoch keinem Zweifel, dast noch austerordentlich groste Bestände in den Hart- den der deutschen Bevölkerun" seien. Was gedenke die deutsche Regierung zu tun und was habe sie bereits getan, um diese Gewehre den Alliierten auszuliefern? Der Besitz der Gewehre sei ein politisches Gefnhrcnmomcnt von austerordcntlichcr Sck'were. Ihm gegenüber sei es verhält- nismänig gleickgültig, ob die Heercsstärkr Deutschlands 100 000, 200 000 oder 200 000 Mann betrage. Diese Gefahr wollten die Alliierten nicht mehr länger lausen, und auch für die dcutslbc Reaierung sei dieser Zustand höchst bedenklich. Was. gedenke die deutsche Regierung dagegen zu tun? Es fehle ihr entweder am guten Willen oder an Macht. Tic Alliierten ertvarten von der deutschen llkegiernng bis morgen vormittag bestimmte Pläne, wie sich die Auslieferung dieser Waffen und die Herabsetzung des Heeres auf 100 000 Mann gestalten solle.(Redaktionsschlust.) Tr. Heinze nach Spa abgereist. Berlin, 6. Juli. Der Reichsminister der Justiz, Dr. Heinze, ist heute abend behuf- Teilnahme an der Konserenz in Spa in Be- gleitung des Reichsanwalts Richter von der Reichsanivoltschaft in Leipzig abgereist. Abg. Genosse Otto H u e ist von der Regierung als Sachver- ständiger nach Spa berufen worden und gestern abend dorthin ab- gereist. Neue Teilnebnier. Haog, 6. Juli. Wie aus. London gemeldet wird, ist Lord Birkenhead nach Spa entboten worden, ebenso Jules Cambon. Beide sollen lapt„Nieuwe Courant" ddn Vorsitz im Ausschutz für die Kriegsbeschuidigten übernehme«. Tic schwierige Prozentrechnung. Amsterdam, 6. Juli. Wie„Algemecn Handelöblad" aus Spa meldet, haben gestern spät abends noch Besprechungen mit Lloyd George, Millcrand, Sforza und T e- l a c r 0 i x stattgefunden, wobei der leistete mitteilte, Belgien werde die 8 Prozent, die ihm auf der Brüsseler Konferenz als Anteil an der deutschen Entschädigung zugesagt wurden, als angemessen ansehen, wenn Belgien bei der Bezahlung von Teutschland ein Borrecht erhalte, und wenn der Gvldfrank mit der Goldmark gleichgestellt werde. Wie„Algemeen Handelsblad" hinzufügt, w i b e r s c l> t e sich Lloyd George mit großem Nachdruck de» beiden belgi'chen Forderunge», worauf die Besprechung unvermittelt abge- brachen wnrde. Im Zusammenhang mit dieser Frage ist der französische Minister in der Nacht im Extrazug nach Paris a b- gereist. Spa, 6. Infi.„Libce Belgique" meldet, Minister Jasper hätte einem Mitarbeiter des Blattes erklärt, datz über die pro- z e n t u a I e Verteilung der von den Deutschen zu zahlenden Eist- schädigung noch kein Einvernehmen unier den Alliierten erzielt war- den sei; er hätte aber die Zuversicht geäutzert, datz es zu einem solchen kommen werde. �ox, öemokratischer präsiöerttschasts- kanüiüat. San Franz isko, 6. Juli. lW. T. B.) Gouverneur Cox ist zum demokratischen Kandidaten für die Präsidentschaft gewühlt worden. Der Aufstellung Cor' ist ein schlverer Wettkampf mit seinen beiden hauptsächlichen Mitbewerbern Mac Ado» und P a l m e r vorausgegangen, der über 40 Wablgänge nötig ju rei te. Mac Ad 00 marschierte bei den ersten Abstimmungen an der Spitze, während Cox, der ursprünglich ganz im Hinter- treffen stand, von Abstimmung zu Abstimmung mit seiner Stimmenzahl aufrückte und schließlich Mac Adoo überflügelte. Bei der 30. Abstimmung gelang es Mac Adoo noch einmal, einen knappen Vorsprung vor Cox zu erhalten, den er bis zum 30. Wahlgang auf 390 Stimmen gegen 877 für Cox vergrößerte. Polmer erhielt nur noch 241 Stimmen. Da immer noch kein Kandidat die absolute Mehrheit hatte, mußten weitere Abstimmungen folgen, in denen schließlich Cox ae- siegt bat. Das Schlußrennen verlief nach einer Rcutermel- dung folgendermaßen: Tie Zahlen bei der 43. Abstimmung waren: Cox 318, Mac Adoc 410. Cox wurde um 1 Uhr 40 Minuten morgens bei der 44. Abstimmung durch Zuruf zum Kandidaten nominiert. De? tzorthp-Dopkott. Nnabgefchwächte Fortsetzung. Amsterdam, 0. Juli. In der am 4. Juli in Brüssel ab- gchaltenen Sitzung des Buroans des Internationalen Ge- Werkschaftsbundes wurde der Bericht des Sekretärs des Bun- des über die in Wien wegen Beilegung des Boykotts gegen Ungarn geführten Besprechungen gutgeheißen. Es wurde beschlossen, den Boykott unab geschwächt fort- zusetzen und wegen seiner Verschärfung mit den in Frage kommenden Orgamsationea in Verbindung zu treten. Der belgische Geschsftsträge? abberufen. Brüssel, 6. Juli. Der belgische Geschäftsträger in Berlin Graf de Cerckove de Denterghem ist abberufen worden. Nene Todesurteile gegen Ilktivisten. Brüssel, 6. Juli. Das Schwurgericht in Brüssel hat weitere vier flämische Aktivisten zumTodeverurteilt, den Lehrer Wannyn, den sozialistischen Schriftsteller Prima, den KSufmann Gootzens und den Professor Thiry, die drei ersten sind aus Geni, der letzte aus Löwen. Ter angesehene Arzt Stocke aus Gent wnrdc zu lebenslänglicher Zwangsarbeit verurteilt. Zwei weitere Angeklagte erhielten 20 Jahre Zwangsarbeit und ein an- derer 12 Jahre.__ IranZofen und dritte Anternationale. Cachiu und s�rossard als Kongreftgäste. Paris, 5. Juli. Der Nationalrat der Sozialistischen Partei hat seinen beiden Vertretern Cachin und Frossard, die sich in Moskau aufhalten, ans ihr telegraphisches Verlangen die Berechtigung erteilt, dem Kongreß der dritten Jnter- nationale in Moskau konsultativ(beratend) b e i z u- wohnen. Ungarijcher Sauernaufftanö gegen Rumänien. Blutige Kämpfe in Belenyes. Nach einer Meldung des Ungarischen Korr.-Bureaus hat Nu- mänien eine ganze Division zur Niederwerfung eines Bauern- aufruhrs in Belenyes aufbieten müssen. Nach Klausen- bürg wurde eine große Anzahl verwundeter rumänischer Soldaten gebracht. In Belcnties wurden 28 Aufrührer getötet und sehr viele verwundet. Das ganze Aufruhrgebiet ist vom Militär abge- sperrt, Einigkeit und .1 Die Arbeiterschaft Groß-Berlins hat gestern im Lust- garten für einschneidende Maßnahmen im Kamps gegen die Arbeitslosigkeit demonstriert. Gemeinsame Not und Gefahr haben die Massen zilsammengeführt, und keinem von denen, die da Schulter an Schulter marschierten, sah man an, ab er„S. P. D." war oder 11. S. P., oder K. P. D. oder K. A. P. T. Es war eine mächtige Kundgebung, die völlig diszipliniert verlief, bei allen Teilnehmern den stärksten Ein- druck hinterließ und nicht ohne Wirkung ans die vssentlichc Meinung bleiben wird., Ans der Tagesordnung des Reichstags stand am gleichen Tage die sozialdemokratische Interpellation über die Arbeitslosigkeit. Ihre Beratung mußte vertagt werden, s«il fast die ganze Regierung in Sya ist und man ohne sie nicht verhandeln kann. Aber man weiß wirklich nicht, ob man diese Vertagung bedauern darf oder ab man sie begrüßen muß, weil bei ihrer Beratung vielleicht doch nichts Herausgekoni wen wäre wie ein Zank der sozialistischen Fraktionen. Von den Abgeordneten der sozialdemokratischen Fraktion sind viele in den neuen Reichstag hineingegangen mit dem festen Vorsatz, auf die Wiedervereinigung hinzu- arbeiten, sei es auch unter den größten Opfern. Man kann sagen, daß heute, nach den bisherigen Ersahni rügen,' die Stimmung dieser Genossen zwischen Verzweiflu-ng und Gelächter schwankt. Das Verbalten der imalbhänigen Fraktion ist bisher so, daß die Kritik immer wieder zn dem- selben Ergebnis drängt: Unmöglich ernst zu nehmen! Manch- mal gewinnt es den Anschein, als ob die Unabhängiigen mit Vorbedacht die Rolle der Humoristen im Reichstag spielten als ob sich aus den Bänken de äußersten Linken Pvlichinöll und Harlekin, Kasperle und Hanswurst ein Stellduaein gegeben hätten. Es ist der reine parlamentarische Maskenball, den Ledebonr geschäftig dirigiert, während Breit- scheid lang, gleichgültig, blasiert.und ein wenig verächtlich' dnch das bnrnte Völkchen hmduikchschreitet.. Trotzdem ist natürlich nicht zu bestreiten, daß es auch in der unabhängigen Fraktion ernste Leute geben dürfte, die sich über das bisherige Verhalten der parlamentarischen Grünlinge wahrscheinlich schon längst ihre eigenen Gedanken machen. Man>darf den Mut nicht verlieren, einmal kommt auch der Tag, an dem die Vermmfk siegt. Aber vorläufig ist's noch nntzröstlich.. Der gestrig? Tag brachte eine ganze Serie erschütternder Blamagen der Unabhängigen Fraktion. Zunächst handelte es sich NM den Steuerabzug, der nach einem gemeinsamen Antrag der �Mitielparteien und der Sozialdemokratie nun- mehr, unter Befreiung der kleinsten Einkommen gestaffelt erhoben werden soll. In der Kommission hatten sich alle Parteien, einschließlich der Unabhängigen dahin verständigt. daß der Antrag, der zweifellos eine Verbesserung bedeutet, ohne Diskussion erledigt werden sollte. Zum allgemeinen Erstaunen aber ergreift Eichhorn(U. T. P.) das Wort. um den Verbessernngsantrag abzulehnen, der nur eine„Ver- schleierung" sei. Die Redner der anderen Parteien verweisen auf den Gegensatz der Haltung der Unabhängigen in der Kommission und im Plenum, die unabhängigen Kommissions- Mitglieder versuchen sich, verwirrt, verlegen, herauszureden und können doch nicht den Eindruck verwischen, daß sie wegen ihres sachlichen Verhaltens in der Kommission eine Nase ge» kriegt haben, daß wieder einmal Unentlvegtheit über Vernunft einen radikalen Sieg erfochten hat. Bei der Abstimmung nehmen die Unablsiiugigen die beiden ersten Paragraphen, die die kleinsten Einkommen frei- lassen, an, leh.nen aber den dritten, der den Ab- zng von den größeren Einkommen nach oben staffelt, unter allgemeiner Heiterkeit ab. Waran haben sie da Anstoß genommen? Etwa daran, daß jetzt von einem Millioneneinkommeu gleich 55 Pro;, in Abzug gebracht werden sollen? Gleichviel! Die Ledebaurschen lehnen erst den drittem Paragraphen, dann das ganze Gesetz ab. Eine große Tat ist vollbracht. Natürlich wird das Gesetz angenommen. Den Unab- bängigen ist es mit seiner Ablehnung auch gar nicht ernst. Sie haben ja in der Kommission zugestimmt, daß es sofort mit geschästsordnnngsmäßiger Beschleunigung erledigt wird, sie erheben dagegen auch im Plenum keinen Widerspruch. Aber sie sind wieder einmal gegen etwas gewesen, das macht Spaß und kostet nichts. Zweiter Akt. Auf der Tagesordnung steht das Di- ä t e n g e s e tz. Eine fatale Sache. Am schönsten wäre es natürlich, die Abgeordneten könnten auf die Diäten ver- zichten, leider aber haben auch sie die Kunst, von der Luft zu leben, noch nicht gelernt. Wenn man ans dem Reich nach Berlin kommt, hier wohnen und essen muß. kostet das heut- zutage viel Geld. Frülwr�gab es keine Diäten. Bismarck meinte, daß das M,-d.-R.-Spielen eine Sache nur für reich? Leute sei. Tie Arbeiter zahlten aber ihren Abgeordneten die Diäten, die sii? zum Laben brauchten, ans eigener Tasche und brachen so den Mammonsbamu Dann wurden Diäten .... � aus der Reichskasse eingeführt, das war ein Sieg uder die Pliitakratie. Die Unabhängigen haben gestern das Diäten g esctz ' abgelehnt. Wariim� Leöeborir finöct die Abzüge, die man den Abgeordneten im Kall ihrer Abrnesenheit macht, „entwürdigend". Es ist erstaunlich. Tie„Würde"" der Ab- geordneten fordert, daß sie Zteuergelder schlucken ohne jede Gegenleistung? Ans dieie Weise würde ja das Mandat zur Sinekure, zur fetten Pfründe werden für Nichtstuer. Wenn ein Abgeordneter di>? Liosten erspart, die ihm der Anfenthalt ; in Berlin verursacht, warum soll ihm das Reich dann die Kosten bezahlen? Aber was sind Gründe gegen Lede- , bour! Die Ledebvnrschen stimmen gegen den Abzug und dann gegen dris ganz« Gesetz. Natürlich wollen sie wiederum— um alles in der Welt /«licht!— die Ablehnung des Gesetzes. Wiederum erheben sie gegen schleunigste �Erledigung ke i n e n W i d e.r s p r u ch. . Sie haben es zum mindesten nicht weniger eilig, die Diäten ' einzustecken wie die anderen Abgeordneten. Aber jetzt können sie sich in die Brust werfen und sagen:„Wir hoben dagegen gestimmt!"(Nämlich wegen des Abzugs.) Dritter Akt— und mm kommt das dicke Ende. Eine Geschichte, um an den Wänden hinauszulaufen! Zuletzt soll noch ganz schnell das sogenannte E r m ä ch t i g u n g s- gesell verabschiedet werden, wonach in Abwesenheit des Reichstags von der Regierung in Verbindung mit einem 2tgli«drigen Reichstagsausschuß dringende wirtschaftliche An- Ordnungen getroffen werden können. Krau Zietz tzmau .staunt, wenn es einmal nicht Ledebonr ist) spricht gegen das Gesetz.� Einer Kommission dürften so weitgehende Voll- ' machten nicht eingeräumt werden, alle wichtigen Entwürfe müßten vor das Plenum. , Man erwartet, daß es so kommt, wie im Fall l und II. Scheinablehnung-, keine ernstliche Verhinderung. Aber dies- mal ichnappt es. L e d e b o u r(wieder) und R o se n f e l d erheben Einspruch gegen die dritte Lesung, das Gesetz kann nicht verabschiedet werden— und der Reichstag vertagt sich. Ob sich nun auch ein einziger Unabhängiger über die ' Folgen diese? Streiches klar gewesen ist? Der eigentliche Zweck des Ermächtigungsgesetzes war es, j dem Reichstag Gelegenheit zur Mitwirkung zu gehen bei der neuen F e st s e tz u n g der G« t r e i d e p r e i i e, die jetzt mit größter Beschlriintzzung endgültig ertolaen muß. Das ist durch den Einspruch der U. S. P. verhindert worden, die Preist für die neue Ernte müssen aber festgesetzt werden, die Unabhängigen haben also ein stich verhindert, daß die Fest- setzung durch den Reichstag beziehungsweise durch die von ihm bestimmte Kommission erfolgt. Da? bedeutet nicht nur in tonnalrechtlicher Beziehung eine Ausschaltung drs Reichs- . tags, sondern auch sachlich ein? Gefahr. Es bestanden nämlich begründete Aussichten, mit Hilfe der Reichstagskom- miision di? von der Landwirtschast geforderte und von der Indexkomiiii'sion gutgeheißene övprozentige Preiserhöhung herabzumindern, zumal auch die bayerische Regierung bereits eine Ermäßigung des Preises um tztO M. pro Tonne befürwortet hatte. Der Zweck des Ermächtigungs- gesetzes war also, kurz gesagt, die Entscheidung in die Hand des Reichstags zu legen untd die Position der städtischen Konsumenten zu verbessern. Wenn jetzt ohne den Reichstag nur mit dem Reichsrat verordnet wird, und wenn dabei die Interessen der städtischen Verbraucher geschädigt>rcrdcn, w können sich die Arbeiter dafür bei den Unabhängigen bedanken. Vielleicht wird dieser Fall die Fraktion der Unabhängigen zn der Einsicht bringen, daß die parlamentarisch? Arbeit für bloße Narrenpossen?,u ernst ist! Vielleicht sieht sie ein, daß sie das Publikum für das sie dieses Theater spielt, unter- schätzt hat! Lange kann e sauf feinen Fall so weitergehen, denn eine verantwortungslose Radau Partei - wird niemals als wirkliche Klassanvertreimng des Prole- tariats gelten können. Der Genius. Von Arthur Silbcrgl-eit. Der Genius schwebte zuin Sonnensaal deö Himmels empor und lagerte sich dicht vor dein Thronfitz des Herrn, dessen Haupl Bussard und Taube friedlich umkreisten.»Was ist �>ein Begehren, mein Sohn?"„Ich möchte dir immer ähnlicher werden, heiliger Vater!" Ta ringelte der Herr das Haupt seines Sohnes so kraus, daß es gleich schwarzen Schlangen von seinem Haupte hernieder- züngelte und daß sich seine Locken gleich dunklen Flammen auS- zacklen, sprühte in seine Blicke das Feuer seiner Blitze hinein und steigerte die Gewalt seiner Stimme so titanen- hakl, daß in ihr die Donner der Bergföhne, Lawinen und Löwen und die cäsarischcn Zornlräfte seiner Vulkane und Meere verworren durcheinandcrtosten. Der Genius entbrauste wieder tälcrwärts, und wie er die Blitze seiner Blicke in die Weite sprühen ließ und die Donnerkeile seiner Worte aus die Menge niederschmetierte, rannte das Volk von ihm wie von einem Rasenden forr, aber hinter dem Hymnenschwung seiner Fittiche rauschten die wissenden Wälder feierlich. Erinnerunzen au Kliuger. Ich glaube, eL wild kaum einen großen Künstler unserer Zeit geben, aus dessen persönlichem Leben so wenig Anekdoten und Cbarakterzüge bekannt geworden sind wie aus dem Leben KlingerZ. Seine Weltanschauung hat er in seinen Graphiken, Gemälden und Plaslike» niedergelegt, seine Kunst- anschauung in der Schrift„Malerer und Zeichnung', lieber Welt und Knust zu sprechen, liebte er nicht, er war schweigsam, wenig- steirs Fremden gegenüber. Mttere Erfahrungen, die an seine römischen Tag- und an seinen Verkehr mit de», ringlückirchen Maler Stausfer-Bern anknüpften,' mögen ihn zur Vorsicht erzogen haben. Die schmutzigen Verleumdungen und Skandal- geichrchlen, die nach dem Tode des Stauffer-Bern über Klinger verbreitet wurden, und die ihn sogar zu einer Hand- greiflichen AnSeinandersetzung mit dem Nedaireur einer großen Berliner Tageszeitung verleiteten, ließen rhu namentlich der Presse gegenüber die größte Zurückhaltung be- obachten. Besonders von der Kunstkritik hielt er nichts. Sic'hatre ihn ru der Zerr, als er noch unr Anerkennung rang, zu miserabel behandelt, nird'der Weihrauch, den sie ihm später spendete, konnte ihn nicht mehr rühren. Ich erinnere mich, daß er mir vor Jahren aus die Frage, ob er nicht einen einzigen unter den damaligen Berliner Kritikern als sachverständig gelten ließe, rasch anlwortele: „Ludwig Pietsch! Der ist selber einmal Maler gewesen und kann wenigstens technische Oualitäien beurteilen." Dabei gehörte der alte Pietsch gerade zu den Kunstschreibern, die die damals moderne Richtung, die Klinger vertrat, auf das unverständigste und unge- rechieste bekämpfte. Aber einen �.erkannte er trotzdem an., freilich war das kein »Preußisch-Aerliuer", sondern der damalige Kritiker der„Leipziger Was kann da die SoziakdemokratisKe Fraktion für die Einigkeit tun? Weniger als nichts! Denn wünde sie der gemeinsamen Aktion zuücbe auch alle Hanswurstereien mit- machen, die Unabhängigen würden sich sofort noch Hans- wurstiger benehmen, um sich von den„Rechtssozialisten" zu unterscheiden. Das Rennen machen wir nicht mit. Es bleibt nichts' anderes übrig, als geduldig abzuwarten, bis sich der Unsinn verlaufen hat und dieVernunftzu rück kehrt! Rein bürgerliche Regierung in Sremen. Tank Henkes mutiger Abstincnzpolitik und als F-olgc eines unabhängigen Wahlsieges. Aus Bremen wird uns geschrieben: Seitdem am(!, Juni gleichzeitig mit der Reichstagswahl die Bremer Bürgerschaft neu gewählt wurde, besteht in Bremen Regierungskrise. Tie alte Koalition, also Sozial- dewokratie und TeiNokratie, verlor in der Neuwahl die Mehrheit. Tie Sozialdemokratie erklärte sich daraufhin erneut zu einer Regierung der beiden sozia- l i st i s ch e n P a r t e i e n bereit, die auch ohne die Koni- munisten einige Mandate in ehr hat als alle bürgerlichen Parteien zusammen. Die Unabhängigen haben aber die rciu sozialistische Regierung abgelehnt Sie fanden zwar Widerspruch in den eigenen Reihen und selbst die Bremer Kommunisten crklärteii die Bei Hinderung der rein sozialistischen Regierung, die ant parlamentarischem Wege zu bilden>var, durch die 1!, S. P. als A r b e i t c l v e r r a t. Tie lt. S. P. würde in einer rein sozialistischen Regierung aus Grund des Wahl- ergebnisseS ein starkes Il eb ergewicht gehabt haben. Trotzdem blieben die unabhängigen Führer bei der Ablehnung der sozialistischen Regierung. Henke erklärte ihre Aussichten für zu ii n s i ch c r. Der Vorsitzende der unabhängigen Bürgerschafts-Fraktion SenotssyndiknS Tr. K! ö n k l e r, bis zum November 1918«ine Stütze des bremischen Achtklas- s e n- Regi m«nie s, erklärte die gegenwärtige Reichs- Verfassung und die ebenso demokratische neue bremische Ver- fassung für„zu groß? Hindernisse des revolutionären Wir- kens" in einer sozialistischen Regierung. Tie Unabhängigen haben eben in Wirklichkeit noch eine zu lebhafte Erinneru'rg an den Bankerott ihrer Regiernngskunst in der bremischen Räterepublik der ersten Revo- lutionswonate, die bereits vor dem unglückseligen Einmarsch der Reichstruppen zu einem vollständigen Chaos geworden war. Ta unsere Part:! mit der Dsutschen Bolkspartei nicht zusammengehen wollte, blieb nichts anderes übrig, als den bürgerlichen Parteien die Rcgieruiiazbildung z» überlassen. Volkspartei und Temokrat'n, die zusammen etwa 50 von 120 Bürgerschaftssitzen haben, werden einen re i n bü r g e r- l i ch e» G e s ch ä f t s s e n a t bilde!'. Ter Sozialdamcklatie. die das Zünglein an der Wage bildet, wird die Aufgabe zu- fallen, im Senat Provokationen der Arbeitenchaft und einen Abbau der Fortschritt-e seit dem November fernzuhalten. Ihre Wirksamkeit ist aber dadurch gelähmt, daß auf Grund des „S i e g e s" d e r' U n a b b ä n g i g? v ein besserer Senat nicht gebildet werden kann. Irgendeine Regierung muß aber zur Erledigung des Staatshaushaltsetats und der drin- gondsten'staatlichen und fcmmimolen Aufgaben gebildet werden. Sind diese dringendsten Aufgaben erledigt, so dürfte sich die Regierung der bürgrerlichen Mehrheit kaum mehr stalten und Neuwahlen rücken daher bereits wieder in nächste Nähe. Schon heute kann gesagt werden, daß dann die U. S. P. die O ii i t t n n g für ihr Verhalt e n he- kommen wird, das trotz sozialistischer Mehrheit einer rein bürgerlichen Regierung unter volksparteilicher Führung in den Sattel hals. BolkSzeliiiiig", Haus Merlan. Aus das Urteil dieseS feinen Aenbeten und urwucksigen Bademienö glaubte Kluiger mit Reckt sich verlasieu zu dürfen. Merian war einer der Wenigen. die die Enistehung des„Bee'.Hoven" Schritt für Schritt rtmerlebeu durste und dessen Rat nickt verachtet wurde. Er batte KlingerS Bedeutung früh erkannt und war tapfer für den Vielverlästerten eingetreten. Als es sich feiner, zeit darum handelte, die Leipziger Universität mit Wandqcniäldcn zu sckuiücken und die Maßgebenden von Klingers Mitwirkung nichts wissen wollten, hatte Merian einigen UniveisitälSbonzen gegenüber das große Wort gesprocken: „Wenn eure Akademiker euch die Wände bemalen, dann' kräht nack zwanzig Jahren kein Hahn mehr danach. Aber wenn euck Klinger gegen eine Wand tackt, dann werden die Leute uock nach Jahr- Hunderlen berpilgern, um es zu bewundern!" Als Merian srarb, ist Klinger sogar selber unter die Jvurnalisten gegangen und hat das Andenken des Freundes in einem schönen Nachruf geleiert. Im Jabre 189:5 halte Klinger sich nach der Beendigung seiner Lehr- und Wanderjahre dauernd in Leipzig niedergelassen. Er war damals schon ein berühmter Manu, aber es dauerte dock nock lange Zeil, bis auck die Bewohner seiner Vaterstadt ihn nack Gebühr würdigten. Zwar kannte und ehrte ilm jeder Goie-Spießer, aber nicht als Künstler, fondern als den Sohn der reichen einheiniilcken Pa'.rizierfairnlie.„Seeien-Klingeis Maxe", wie die ältere Genera- lion ihn nannte, ließ sich diese Art von Popularität gern gefallen und toar ein eingefleischter Leipziger Lokalpatriot. Ich erinnere mich einer seuchtfröhlicke» Sommernacht auf der Leipziger Theater- terrass:. Zwilchen Merian. Bruno S ck o e n l a u k. Süde- k u m. dem Münchener Michael Georg Conrad und anderen waren lebhafte Debatten im Gange gewesen und Klinger hatte sich als Höf- licher, aber meist stummer Zuhörer verhalten. Da stimmte Schoenlank das alte Stiidentenlied von der„großen Seestadt Leipzig" an und im Nu wurde Klinger lebendig. Er erzählte aus seiner Kinderzeit, wie da noch die großen Wieienübersckweminungen gewesen wären und der Fremde, der sich Leipzig aus einer bestimmten Ricktung näherte. sehr wohl den Eindruck einer Seestadt hätte haben können; es fei gar nichts darüber zu lachen usw. Anfangs glaubten wir. er wolle Scherz machen, dann aber sah man: es war ihm heiliger Ernst. Seesen-Klingers Maxe wollte sein geliebtes Leipzig selbst im Studenienliede nicht verulken lasien. J. f?. Wilhelm Bodes Rücktritt von der Goneraldireklion der Staat- lichen Museen wird angekündigt. Es beißt, daß Alteröbeschwerden. durch die Verkehrsschwierigkeiten allzu fühlbar geworden, der Grund seines Absckiedsgemchs seien. Zugleich wird anaedeutet, wie man. das heißt der Scheidende selbst, die zulünslige Leitung der Samm« lungen sick denkt. Dr. von Falke wird als geeigneter Nackfolger ge- nannt, und Bode hofft aus weitere kommissariicke Verwendung für gewisse, ihn, besonders ans Herz gewachsene Teile des Kaiser- Friedrich-MuseumS. Er n-.öchie alio gewissermaßen, so läßt sick vermuten, der imverautivortlicke Leiter wichtiger SamrnliingSieile bleiben. Es wird reiflich zu prüfen sein, ob eine solche Regelung sich mit einer energischen, einheitlichen Leitung und Weiterentwicklung der Museen verträgt. Menschlich ist es natürlich>u verstehen, daß es einen Mann wie Bode schwer wird, die Hand ganz vom Pfluge zu lösen und da- Feld in aller Arbeit essier neuen Kraft mit eigenen Ideen und eigenem Willen zu überlassen. der Kampf gegen öen R. ß. S. In Potsdam fand am Frciiag. den 2. Juli, eine öffentliche Versammlung des R e p u b l i k a» i j ch e u Führerbundes statt. Vom Artl.-Regt. 3 Potsdam wurde der Besuch dieser Versamm- lung am Nachmittag des 2. Juli verboten. Eigentümlicher* weise war der Befehl, der den Batterien bekanntgegeben wurde, nicht unterschrieben. Am Sonnabend vormitiag wurden die Mannschaften der 5. Batterie, die an der Versammlung teilgenommen halten, vernommen und solli«! am Montag, den S., dem Gerichtsos s i z i e r zur Vernehmung vorgcsühri werden. Was jagt der Herr Reichs wehrmini st er hierzu? Nach einer Unterredung, die die Bundesleiiung de? R.F.B, mit dem Herrn Neichswehrminifter vor einiger Zeit hatte, sollen Vor- gesetzte, die den Besuch der Versammlung des Republikanischeir Führerbnndes verbicteu. zur Rechenschast gezogen werden. Bon der 5. Batterie de» L. A. R. 3 befindet sich der Fahrer Goldickmidt in Haft, angeblich, weil er für den„Rolerr Soldatenbund"— so nennt ein Offizier dieser Formation den Republikanischen Führerbund— geworben haben soll. Der Republikanische Führerbund tritt für il» bedingte Verfassungstreue ein, und es wird endlich Zeit, daß der Bund von den Negiernngsstellen, denen ja nur daran gelegen sein kann, die Verfassung geschützt zu wissen, Unterstützung findet. Der Gefreite Schmerle, Angehöriger einer Formation, die in Wü Ilsdorf ihr Quartier hat. befindet sich seit dem 39. Mai in Hast, weil er während der K a p p t a g e seine Versa ssungS« treue bewiesen hat. Es beißt jetzt: Er habe den Geist der Truppe in linksradikalcr Weise beeinflußt. Untersuchung dieses Falle- ist dem Slopublikanischen Führerbund von seilen des Reichs- Wehrministeriums zugesagt. Hoffentlich wird diese Untersuchung etwas b e s ch l e u n i g t, damit die Haftzeit des Gefreiten Schmerse endlich beendet wird. Der MetallarbeitTr�r�k im Saargebiet. Ciu rciu wirtschaftlicher Kampf. Saarbrücken» 6. Juli. Tie in den Streik getretenen Metall- arbeitet des Saargebietes veröffentlichen zur Erklärung ihres Vorgehens eine U e b e r s i ch t über den von ihnen im Mai verdienten Lohn. Donack bezog ein lediger Mann Ivöchent- lick 173 M., ein Ehepaar 288 M.. ein Ehepaar mit zwei Kindern 379 M. Die Erbitterung der Metallarbeiler richtet sich hauptfächlich dagegen, daß iie halb s o viel wie die in Franken ent- lohnten Grubenarbeiter verdienen. Alle Versuche, die Unternehmer zu einer Lohnau fbesserung zu veranlassen, sind gescheitert. Die Uniernehmer haben den Arbeitern euigegnet, daß sie sowohl jede Lohnerhöhung als auch die Frankenlvhnung ablehnen müßten. Die Metallarbeiter beronen ausdrücklich, daß es sich bei dem Streik nur um einen wirtschaftlichen Kamps handele und daß sie es stukie ablehnen müssen, wenn von politischen Draht- ziebern der Versuch gemacht wird, die Bewegung ins politische Fahrtvasser zu leiten. ES ist anzunehmen, daß man von französischer Seite ans den Versuch machen wird, in den Reibungen, die sich ans dem Streik ergeben ivcrden. den Vorwand zu finden» um über das Saargebiet den militärischen Belagerungszustand zu verhängen. Der Deutsche Metallaroeilerverband fordert deshalb seine Mitglieder auch aus. Aufläufe zu vermeiden und die Straße frei zu halten und sich nicht zu unbesonnenen Handlungen hinreißen zu lassen. S o a r l, r ö ck e n, 3. Juli.(MTB) Tie gesamte Hütten- und Metallindustrie steht jetzt im Streik nilt Ausnahme der Halberger Hütte.'Tie im deutschen Metallarbeit er- verbände organistvtrn Arbeiter haben gcft-rn elicrortS in ge- heimer Abstimmung sich für die Fortsetzung des Streiks erklärt. Noch nicht ftinnektirrt. Detmold, 8. Juli.(Eigener Dradt- berickt des„Vorwärts".) Tie Mitteilung, daß die demokratische „Hessische Landeszeitung" on den StinneS-Konzern verkauft sei, entspricht nicht den Tatsachen. Tie Landeszeitung w'rd in der bisherigen demokratischen Tendenz vom gleichen Besitzer, dem frühe- ren Abgeordneten Tr. Nenmann-Hofer weitergeführt. Das Zentralinstitut für Erziehung und Unterricht hat vor kurzem eine neue Abteilung gegründet, die auf den Gebieten der künstlerischen Erziehung der Jugend und der allgemeinen Volks- tüm lichen Knnstpflege tätig sein wird. Tie neue Abteilung wird ebenso wie die anderen Abteilungen des Zontralinstttuts ihre Wirksamkeit vor allem aus die Sammlung und Ausnutzung des vor- hondenen Materials erstrecken. Außerdem soll mit künstlerisch und pädagogisch bewährten Persönlichkeiten und Einrichtungen Fühlung genommen werden, um Anregungen aller Art zu geben zur För- derung des Kunstverständnisses in den ischulen und zur Bekämpfung unkünstlerischer Bestrebungen auf den Ge- bieten der Literatur, des Theaters, des Lichtspiels, der Musik und bildenden Kunst. Durch praktische Beispiele will die Kunstabtei- lung des Zentralinstituis Wege zeigen, die zu künstlerischer Be- einslusiung und Geichmacksbildung in der Schule führen können. Diesem Zweck sollen unter anderem Jngendabende dienen, die vom Herbst ab veranstaltet werden. Die Förderung vvlkstüm- licher Kunstpslege wird angestrebt durch Einrichtung einer Aus- kunf's- und Beratungsstelle, die allen kommunalen und privaten Körperschaften gute Programme auszuarbeiten und auch geeignete Künstler heranzuziehen bemüht sein wird. Die Geschäftsstelle be- findet sich Potsdamer Str. 123. Klingers Zllhlet. eine Bronzestatue, wird am' der Krabstätte des Künstlers ausgestellt werden. Co hat Klinger ielbst bestimmt. Die Toten- mäste bat der Leipziger Bildhauer Job. Hartmann abgenommen. Theater.(Zn der V olisbühne gelangt am 10., lt. und 11. Juki, nockiniltagS 3 Uhr,„Die Fledermaus" unter Mitwirkung des Blütbner- Orchesters zur AuMbnma.— Dircllor Bariiowslg bat an Stelle Eloessers als ersten Dramaturgen Emil Lind oerpüichtet. der aber wie bisher auch als Schauspieler und Spieklellcr am Leiftng-Theaker tätig sein wird. Ter Bericht der Staateopcr über die letzte Spielzeit stellt fest, daß von 2Ll> gegebenen».Pein Ib8 ron deutschen und ü8 von ausländischen Komponisten stammten. 117 Abende waren den Schöpjungen lebender Komponisten gewidmet. Im ganzen erschienen öl verschiedene Werte gegen bin chichniltlich 89 der 5 Kriegsjahre und 46 der beiden letzten Frtcdensjahre. Von diesen waren 36 deutschen und 1Z fremden Ursprungs. 17 stammten von lebenden Autoren. An Kompomsten waren W Deutsche und ZV Ausländer, im ganzen 30 beieiligt, oarimier 12 ledende Meister. Am stärksten vertreten war Richard Wagner ,an 16 Abenden), Verdi l"it 3ö Abenden), Richard Strauß Unit 28 Abenden), Pueein:(mit 22 Abenden). V j i p n c r wurde aeipiclt mi 16. i>' A l b e r t und B i z r l an je 12, V e e t h o r c n au 8, M o z a r t an. Abenden. An Reuheite» sind vorgesehen i die Ope-n.Blaubart" von Ncenizek (Ollooer)..Die Gezeichiwten" von Schecker(Dezemlier),.Die Jose'Iegende" — Pantomime— von Richard Slraug. all Urausiuhrung in Deutschland (Januar),.Das Chriftelflein" von Psitzner(Februar..Turandot" und „Arbechinoi von Buioni(April). Geplant sind an c b l! i s ch e n V e r a n st a l t u n g e n ein Richard- Strauß-Cyllus. der Au'sübrungen deö„Ringes dco Nibelungen" und ein vollständiger Cyllus der-Werte Richard Wagners. Tos Blüthner-Orchester gibt am 12. Juli, abends 7«/, Uhr, in der Neuen Welt ein Konzert mit dem Bolkolicderchor des Berl. Süd e n s. Tingent: Paul ochempiing. Karten euch in der Buchhandlung Vorwärts, Lindcnstr. 2. Tit. 33§ ♦ 37. Jahrgang 7. Heilage öes vorwärts M«woch,7.?oll1<>SS ileurernlnug öes Steuerabzuges psm Arbeitslohn. Der zeknproz entige Steuerabzug hat in den Kreisen der Arbeiter und Ängestelllen lebhafiesten Widerspruch ausgelöst, weil er aus die sehr oerschiedenarrigen wirischaftlichen Verhältnisse der Steuerzahler keine Rücksicht genommen hat. Dieser Mangel wird durch die Verbesserung des Gesetzes beieitgi, die der Reichstag gestern beschlossen hat. Der Z iö des Einkommensteuergesetzes erhält als Ergänzung die 45-r, d, o, die wie folgt lauten: 8 45». Bei den ständig beschäftigten Arbeitnehmern, deren Erwerbs- täligkeit durch das Dienstverhältnis vollständig oder hauptsächlich in Anspruch genommen wird, bat der Abzug gemätz Z so a) im Falle der Berechnung des Arbeitslohns nach Tagen für 5 M. täglich. b) im Falle der Berechnung des Arbeitslohns nach Wochen für 30 M. wöchentlich, c) im Falle der Berechnung des Arbeitslohns nach Monaten für 125 M. monatlich zu unterbleiben. Der abzugsfreie Betrag erhöht sich für jede zur Haus- Haltung des Arbeitnehmers' zählende Person im Sinne des Z 20 Abs. 2 in dem Falle de? Abs. 1, a um 1,50 M., in dem Falle des Abs. 1, b um 10.— M,, in dem Falle deS Abs. 1, c um 40,— M. Ob und inwieweit die Vorschriften der Absätze l, 2 im einzel- neu Falle anzuwenden sind, ist von dem Arbeitgeber festzustellen. Aus Antrag des Arbeitnehmers ist in Betrieben, in denen ein B e- i r i e b s r a t besteht, der BetriebSauSschusi oder der Betriebsobmann gutachtlich zu hören. Auf Anrufen eines Beteiligten ent- scheidet das Finanzami endgültig. Ist die Entscheidung deS Finanz- amtS nicht binnen einer Woche nach dem FahlungStage angerufen, so ist der Abzug in vollem Umfange des Z 45 vorzunehmen. § 45 b. Arbeitnehmer, die nicht unter§ 45a fallen, können bei dem Finanzamt die Ausstellung einer Bescheinigung über den Hundertsatz des Arbeitslohnes verlangen, der von jedem Arbeit- gebcr bei der Lohnzahlung in Abzug zu bringen ist. Das Finanzamt hat den Hundertiatz nach dem mutmas. lichen Jahres- betrage des Einkommens zu ermitteln. Wird eine solche Be- scheinigung nicht vorgelegt, so hat der Arbeitgeber 10 vom Hunderl deS AibeitSlohneS in Abzug zu bringen. K 43 c. Ueberfteigt der Arbeitslohn auf das Jahr umnerechnet und unter Berücksichtigung deS§ 45a den Betrag von 15 000 M., so gilt für den einzuhaltenden Betrag nachstehender Tarif: von 15 000 bis 30 000 M....... 15 v. H. . mehr als 30 000 bis 50 000 M.. 20.. 50 000., 100 000.. 25.. , 100 000. 150 000.. 30.. . 150 000. 200 000.. 33.. . 200 000, 300 000.. 40.. , 300 000. 500 000.. 45.. . 500000. 1000000.. SO,. . 1000 000 M....... 53.. Artikel 2. DieieS Geietz tritt am 1. August 1020 in Kraft. Die bis zum 1. August 1020 auf Grund der 45 bis 52 des Einkommensteuergesetzes cinbehaltenen Beträge werden auf die nach diesem Gesetze einzubchallenden Beträge angerechnet. Artikel 3. Der Reich tminister der Finanzen erläßt die näheren Be- stimmungen zur Ausführung dieses Gesetzes. IDirtsthQst Eine ncne Bankcnvcreinigung. Die Verschmelzung großkapitalistischer Unternehmungen schreitet rüstig fort. Die Berliner Nationalbank für Deutsch« I a n d gibt ihre S e l b st ä n d i g k e i t auf und geht auf in der Deutschen N a t i o n a l b a n k in Bremen. Von der Bankense'.te wiid folgendes bekanntgegeben: Zwischen der Nationalbank für Deutschland, Berlin, und der Deutschen Nationalbank Kommanditgesellschaft aus Aktien, Bremen, ist unter Vorbehalt der Zustimmung beider General« Versammlungen ein Vertrag zustande gekomnien, auf Grund dessen eine Vereinigung beider Institute mit rückwirkender Kraft vom 1. Januar 1020 ab erfolgt. Uni die Gesellschaftsform der Kommanditgesellschaft auf Aktien für das der- einigte Institut zu erhallen, wird die Durchführung der Trans- aktion in der Weise vorgenommen, daß die Deutsche National- bank Kommandilgesellschast auf Aktien, Bremen, ihr Kapital um 00 Mill. M. erhöbt und diese Aktien den Aktionären der Nationalbank für Deutschland zum Umtausch im Verhältnis von 1:1 anbietet Außerdem wird das Kapital um weitere 18 Mill. M. Aktien erhöht, die in festen deutschen Privat- besitz übergehen. Ein Angebot an die Aktionäre findet nickt statt. Das bei dem Verkauf der Aktien erzielte Kursagio deckt die Kosten der TranSaltion. Mit der Vereinigung wird das Institut seinen Namen in Nntionalbank für Deutschland Koniniaadit- gesellschaft auf Aktien ändern. Die vereinigten Banken wurden also uicht als Aktien- gesellschaft, sondern als Kommanditgesellschaft aus Aktien forlhestehen. Hierdurch werden Vorrechte der Gründer der Berliner Nationalbank auf den Bezug neuer Aktren zum Nennbetrag beseitigt. Die Berliner Großbanken werden nach der Durchführung dieser Transaktion über folgende Aktienkapitalien verfügen.: Diskontogesellschaft. Deutsche Bant.. Dresdner Bank.. Darmstädter Bank. Mill. M. . 310 . 275 . 260 . 220 Mill M. Commerz- U.Privatbank 200 Nationalbank.... 141 Berliner Handels- Ges. HO Mitteldeutsche Creditb. 90 Danach hat bisher die Commerz- und Privatbank ihr Aktien- kapital am stärksten erhöht, nämlich um 115 Mill. M. Man darf nach der bisherigen Entwicklung gespannt sein, ob die ErpansionS- bewegung weitere Kreise ziehen und auch auf unsere gröfzten Bank- institme übergreifen wird. G.ncralversammlung der Tiskonto-Ecscllschaft. Die General- Versammlung war wiederum, wie in de» Vorjahren, Angestellten- fragen gewidmet. Der Vertreter deS Allgemeinen V e r- bau des der deutschen Bankbeamten, Marx, be- mängelte zunächst die kurze Fassung des Geschäftsberichtes der Bank und die Tarsache, daß die Gewinnbeteiligung der Verwaltung im Gegensatz zu der Gepflogenheit früherer Jahre, diesmal nicht mehr gesondert von den Tantiemen der übrigen Angestellten erscheint. Man könne dadurch»'.cht mehr erkennen, welcher Anteil auf die einzelnen Persönlichkeiten entfällt. Der Redner wollte ferner die Zahl cker Angestellten der Diskontogeiellschaft wissen; er behauptete im übrigen, daß die Diskontogeiellschaft immer an der Spitze bei Maßnahmen gestanden habe, die sich gegen die Angestellten richteten. Marx drückte den Wunsch aus, daß die Diskontogesellschast bei den bevorstehenden Tarriverhandlungen sich gegenüber den Angestellten möglichst großzügig erweisen möge. Der Geschäftsinhaber der DiSkonionesellschaii, Dr. Salomonsobn, lebnte unter Hinweis darauf, daß er schon früher gegen die Ge pflogenheil, Kämpfe zwischen Verwaltung und Angestellten in der Generalversammlung auszufechten, Verwahrung eingelegt habe, ein Eingehen auf die Ausführungen des Redners ab. Zu dcM Antrage der Verwaltung aus Uebernahme der Tantremensteuer durch die Bank drückte Marx den Wunsch aus, daß auch die aus den Tantiemen der Angestellten ruhende Steuer zu Lasten der Bank gehen möge. Der Vorsitzende, Geheimrar Dr. Emil K i r- dort, erklärte, daß der Antrag nicht auf der Tagesordnung stehe. Dr. Salomonsohn fügte hinzu, daß die Verwaltung ja die Möglich- keit gehabt hätte, den Tantieme'atz von 4 auf 5 Proz. zu erhöhen. daß sie indessen den Weg der Uebernahme der Tanliemcstcuer auf die Bank sür zweckmäßiger halte. Der Aulrag wurde einstimmig genehmigt und die Dividende aus 10 Proz. festgesetzt. Fortschreitende Konzentration. Die beiden bekannten Lebkuchen- fabriken Heinrich H e b e r l e i n und F. G. Metzger haben sich zu einer Akrrengeicllschait mit einem Stammkapital von 3 Mill. M. zusammengeschlossen. Die Leitung der Gesellschaft wurde von Adolf und HanS Staudt als ordeuiliche Vorstandsmitglieder und Fr. Metz ger als stellvertretendes Vorstandsmitglied übernommen. Der Haserprcis steigt weiter. Amtlich festgestellte Preise der Berliner Produktenbörse am 6. Juli: Hafer pro 1000 Kilogramm loko 2040— 3000 ab Speicher frei Wagen, auf Abladung 2760 bis 2820 M. ab Station. Tendenz iest.— Nichtamtlich sind folgende Preise erniittelt. alle« für 50 Kilogramm ab Station: Erbsen, Vikroriaeibien 140—185 M., gelbe und grüne Erbsen 110—145 M., Peluschken 80—00 M.. A ck e r b o h n e n 05—115 M.. Wicken 80— 90 M., Lupinen, blaue 45— 55 M., gelbe 50— 65 M., feinste Saatwaare über Notiz, Serradella 40—50 M., W i e s e n b e u lose, altes 27—20 M., neues 18—22 M., Stroh, drahtgepreßt 10—11'/, M., gebündelt 81/,— O1', M., Trockenschnitzel 60 bis 60 M., Patent Steffen 00— 95 M. Fortdauer der japanischen Wirtschaftölrisc. Die wirtschaftliche Gedrücktheit hält, nach einer Meldung von Hollandsch Nieuwsbüro, in ganz Japan an und erfordert viele Opfer. Die Tomiokabank, die sehr wichtige Textilinieressen bat, hat ihre Zahlungen eingestellt. Der Präsident der Bank bat Selbstmord verübt. Auch der bekannte Millionär Tawia Jla beging Selbstmord. Gerichtszeitung. Der Massenmörder Schumann vor Gericht. sForlsetzurg aus der Abendausgabe.) Im Laufe der weiteren Zeugenvernehmutigen, die über btn Geisteszustand des Angeklagten erfolgten, kam der Vorsitzende nach der Mittagspaii'e noch einmal auf den Widerruf der Geständnisse zurück, indem er dem Angeklagten vorhielt: Vielleicht, Angeklagter, haben Sie es sich jetzt überlegt und vielleicht ist Ihnen eingefallen, wie Sie sich früher bei Ihren Vernehmungen geäußert haben, oder wollen Sie dabei bleiben, daß Sie mißhandelt worden find und unter einem Zwange gestanden haben? Angektagter: Ich bleibe immer dabei. Im Anschluß daran wurde dann zur weiteren Information der medizinischen Sachverständigen der Kriminaloberwachtmeister L o b m a n n als Zeuge auigerukeu, der zunächst unbeeidet ver- nommen wird. Er soll zunächst fich äußern über die Angaben des Angeklagten nach seiner Festnahme über das Zustandekommen der protokollarischen Angaben, und ferner darüber, ob der Angeklagte seine Gestündnisie aus freien Stücken gemacht hat. Zeuge: Ich möchte zunächst auf die Behaupiung des An- geklagten eingehen, daß er mißhandelt und zu den Geständnissen ge- ,wunge>t sein soll. Unter meinem Zeugeneide bekunde ick, daß Schümann von m,r weder geichlagen, noch mißbandelr worden ist. Auch ist mir nichts davon bekannt, daß ihn meine Beamten etwa geschlagen haben. Der Zeuge geht dann aui die Vernehmungen im einzelnen ein. Dabei verhielt er sich zunächst als unbeteiligter Zuschauer und nickt als Kriminalbeamter. Unter allgemeiner Spannung gibt nunmehr als erster Sachverständiger Medizinalrat Dr. Leppmann sein G u t a ch t e n ab. Er äußert sich über die Frage, ob der An- trag auf Grund des Z 81 zu stellen ist, den Angeklagten zwecks Vorbereitung eines Gutachtens in einer öffentlichen Irrenanstalt unterzubringen. Medizinalrat Leppmann: Der Antrag lst den Ge- ichworenen gegenüber elgentlich selbstverständlich, da es sich um eine ungewöhnliche Menge so schwerer Taten handelt, daß man im Menschenleben sagt.der Mann muß verrückt sen". Wir sind nun zu der Ucberzeugung gekommen, den Antrag nicht zu stellen, weil wir schon jetzt glauben, daß das Tatsacheiimaienal über den Geisteszustand des Angeklagten er- schöpft ist und wir auch genügend über seinen Lebenslaus in ver- breckerischer und sozialer Beziehung unterrichtet sind. Außerdem ist der Angeklagte eine der Naturen, die so prägnant sich äußern, daß bei 20 oder mehreren Untersuchungen wir keinen anderen Eindruck über ihn gewinnen können. Masienverbrecken kommen meistens nicht so plötzlich zustande, sie entstehen vielfach dadurch, daß die ersten Talen nicht endeckl werden und dann der Täter immer neue begeht. Daher ist von großem Interesse, daß der Angeklagte sckon im Jahre 1012 eine Frau getötet hat. Solche Leute sagen sich, entweder kommt es nicht heraus, oder es wird nicht so schlimm. Wir können den Kopf aus der Schlinge ziehen. Daher kommt es dann, daß solch ein Mann zum GewohnhcitSmassenverbrecher wird. Daß man eS hier mit solchen ungeheuerlichen Taten zu tun bat, sagt noch nicht, daß der Angeklagte geisteskrank sein muß. Er zeigt allerdings gewisse erbliche Belastung. Dann haben auf ibn die Jungens in der Schule mit dem Finger gezeigt, da« ist ja der Sohn eines Zuchthäuslers. Saraus entstand ein Weltschmerz und Haß aus die Menschheit bei dem Angeklagten, und deshalb mag von Jugend auf ein Menschenleben bei ihm schon nicht viel gegolten haben. Er hat die Tat auch nicht als Epilep- tiler in einem Dämmerzustand ausgeführt. Er ist nicht wie ein solcher Amok gelaufen, sondern et' hat die Tat sozusagen ccrn arnoro mit Vorsicht und Ueberlegung begangen. Bei der Untersuchung trat er so auf, als wenn ibn alles nichts angeht, sondern er über der Sache stände. Auf Vorhalt, daß die Taten schrecklich seien, sagte er: Ein solcher Mensch darf auch nicht leben. ich würde, wenn ich schuldig wäre, die Konsequenz ziehen und mich aufhängen. Das ist ein konsequentes Handeln und nicht das eines Gcisteslronken. Die Möglichkeit, daß er die Tat in einer krank« haften Störung des Geisteszustandes begangen bat, ist also nickt vorhanden, denn auch eine geistige Minderwertigkeit ist ihm nichr zuzusprechen. Medizinalrat Dr. Störmer kam im wesentlichen zu einem gleichen Gutachren. 74] Segen öer Cröe. Roman von Knut Hamsun. Tos war des cillerwichtigstc, und die beiden Nochbarn besprachen die Zache nach allen Seiten, während sie eine Meile nach der anderen zurücklegten. Es war eine große Neuigkeit, vielleicht die größte in der ganzen Geschichte der Ansiedlung, und es gab viel zu besprechen: Mit wem wollte der neue Ansiedler Handel treiben? Mit den acht Gehöften auf der Allmande? Oder hoffte er mich auf Kunden aus dem Torre? Auf jeden Fall würde ein Kaufladen von großer Be- deutung sein, vielleicht vermehrte das auch die Kolonisierung, und die Güter stiegen im Preise, wer konnte es wissen! � Wie sie redeten und der Sache nicht müde wurden! Diesen zwei Männern waren ihre Interessen und ihre Reden so widstig wie anderen, dos Land war ihre Welt, die Arbeit, die Jahreszeiten, die Ernte, die Ereignisse, die sie erlebten. War dabei nicht Spannung? Ho. Spannung genug! Oftmals mußten sie mber die Mahlzeiten weg arbeiten, sie konnten das ertragen, sie hatten die Gesundheit dazu, sieben Stunden 'mter einem Föhrenstamm schadete ihnen nichts an Leben und Gesundheit, wenn die Knochen ganz geblieben waren. Ein Leben in einer Welt ohne Weite, ohne Ausblick? So! Aber welch eine Welt von Ausblick bot dieses Storborg mit seinem Handel draußen auf dein Oedland! Bis Weihnachten wurde darüber geredet... Arel hatte einen Brief erhalten, einen großen Brief mit einem Löwen darauf, der war vom Staate: Er solle die Tele- graphendräbte, die Gcräle und das Werkzeug bei Brede Olsen abholen und von Neujahr an die Aufsicht über die Linie übernehmen. 4. Mit vielen Pferden wird über das Moor gefahren, die Häuser werden dem neuen Ansiedler zugeführt, eine Wagen- ladung nach der anderen, tagelang. An einer Stelle, die später Sorborg heißen soll, wird abgeladen, das Anwesen wird auch gewiß einmal sehr groß, vier Mann sind im Gebirge und brechen Steine zu einer Mauer und zwei Kellern aus. Es wird gefahren und gefahren. Jeder Balken ist schon genau zugehauen, sie brauchen, wenn der Frühling kommt, nur zusammengefügt werden, das ist sein ausgerechnet, die Balken haben laufende Nummern, und es fehlt keine Türe. kei« Fenster, ja nicht eine farbige Glosscheibe für die Veranda. Uno eines Tages kommt ein Wagen mit einer hohen Last von Latten daher. Was ist das? Einer von den Ansiedlern unterhalb von Breidablick weiß es; er ist aus dem Süden und hat das schon früher gesehen.„Das gibt einen Garten- zäun," sagt er.— Der neue Mann will sich alio hier auf dem Lande einen Garten anlegen, einen großen Garten. Das schien sich gut anzulassen, noch niemals hatte es einen solchen Verkehr über die Moore gegeben, und viele Pferdebesitzer verdienten ein schönes Geld durch Fuhren, die sie leisteten. Sie besprachen auch die Sache mündlich unter sich: Nun war Aussicht auf Verdienst in der Zukunft, der Kaufmann würde seine Waren aus dem In- und Ausland be- ziehen, und sie mußten mit vielen Pferden von der See heraufgeführt werden. Es sah aus, als ob alles recht großartig werden würde. Ein junger Aufseher oder Bevollmächtigter war angekommen, der die Fuhren angab, er trieb und drängte und schisn nicht Pferde genug auftreiben zu können, obgleich nicht mehr allzu viele Wagenlabungen übrig waren.„Es sind ja gar nicht mehr so viele Wagenladungen von den Häusern mehr übrig," wurde ihm gesagt.—„Ja, aber alle Waren," erwiderte er.— Sivert von Sellen raa kam wieder wie gswöhnlich mit leerem Wagen dahergefahren, und der Bevollmächtigte rief ibm zu: „Warum kommst du leer? Du hättest doch eine Wagenladung für uns bis Storborg mitnehmen können."—„Das Wie ich wohl können, aber ich wußte nichts davon," entgegneteMjvert. —„Er ist von Sellanraa, und sie haben dort zwei Pr.'rde," flüsterte jemand dem Bevollmächtigten zu.—„Ist es wahr, daß ihr zwei Pierdc habt?" fragte dieser.„Komm mit beiden her und leiste Fuhren für uns, hier ist Geld zu verdienen." —„Ja, das wäre nicht so uneben," meinte Sivert.„Aber jetzt gerade haben wir schlecht Zeit!"—„Hast du keine Zeit, Geld zu verdienen?" fragte der Bevollmächtigte. Nein, auf Sellanraa hatten sie nicht immer übrige Zeit, es war da gar zu viel zu wn. Und jetzt hatten sie sogar zum erstenmal Männer zur Hilfe gedingt, zwei schwedische Maurer sprengten Steine zu einem Stall. Dieser Stall war seit vielen Jahren Jsaks großer Ge- danke gewesen, die Gamme für das Vieh wurde allmählich zu klein und zu dürftig, ein steinerner Stall mit doppelten Mauern und einer richtigen Dungstätte sollte es werden. Aber es war so vieles, was gemacht werden sollte, das eine zog immer wieder das andere nach sich; jedenfalls hörte das Bauen niemals auf. Jsak hatte ein Sägewerk und eine Mühle und einen Sommerstall, warum sollte er nicht aitch eine Schmiede haben? Nur eine kleine Schmiade zur Nothilfe, es war ja so weit ins Dorf, wenn der Vorhammer sich bog oder man ein paar neue Hufeisen brauchte. Eine Esse und einen Amboß, warum sollte er die nicht haben? Im ganzen ent- standen ja so viele große und kleine Gebäude auf Sellanraa. Der Hof wird immer größer, wird geivaltig groß, es geht auch nicht mehr ohne Dienstmädchen, und Jensine muß ganz dableiben. Ihr'Vater, der Schmied, fragt gelegentlich nach ihr, ob sie nicht bald wieder heimkomme, aber er besteht nickst darauf, er ist sehr nachgiebig und hat wohl seine Absicht dabei. Sellanraa liegt am höchsten in der Allmande und nimmt immer mehr zu, nimmt zu an Häusern und an Grund und Boden, die Menschen sind immer dieselben. Die Lappen kommen jetzt nicht mehr vorbei und spielen sich als Herren in der Ansiedlung auf, das hat längst aufgehört. Die Lappen kommen überhaupt uicht mehr oft vorbei, sie machen lieber einen großen Bogen um den Hof herum, jedenfalls kommen sie nicht mehr ins Haus herein, sie bleiben draußen stehen, wenn sie überhaupt stehen bleiben. Die Lappen treiben sich in der Einöde, im Dunkeln herum, wenn sie in Licht und Luft gebracht werden, gehen sie ein, wie Moden und Ungeziefer. Hie und da verschwindet an einer entlegenen Stelle ein Kalb oder ein Lamm, ganz weit draußen, wo Sellanraa aufhört. Dagegen ist nichts zu machen. Natürlich kann Sellanraa das tragen. Und wenn Sivert auch schießen könnte, so hätte er doch keine Flinte, aber er kann nickst schießen, er ist listig und unkriegerisch, ein großer Schelm.„Außerdem haben die Lappen Schonzeit," sagt er. tFortt. folgt.) Bekanntmachung betreffend das Gesamt erzebnis der Stadwerordnetenmahlsn. Nachdem das Ergebnis der Stadtverordnetenwahlen in den Wahlkreisen I— XV durch die Kreiswahlkommissare bekannt gemacht worden ist, bringe ich gemäß Z 29 Absatz 5 der Wahlverordnung über die erstmaligen Wahlen zur Stadtverordnetenversammlung und zu den Bezirksversammlungen der neuen Stadtgemeinde Berlin vom 7. Mai 1920 hiermit das Gesamtergebnis der Stadtverordnetenwahlen am 20. Juni 1920 zur öffentlichen Kenntnis. Die auf die Nreiswahlvorfchläge entfalleudsu und unberücksichtigt gebliebenen Stimmen -nlf die Stadtwahlriorschläge betragen, nach den Ermittelungen der Krcisuzahlausschüsse in den WahÜreise I— XV auf die einzelnen Stadtwahlvorschläge verteilt, Nach den öffentlich bekanntgemachten Stadtwahlvorschlägen sind die Wahlvorschläge von Gierke und Müller-Franken miteinander zu einer Gruppe verbunden. Da bereits 173 Stadtverordnete in den Wahlkreisen aus die KreiswahlvorschlLgc gewählt sind, so stehen noch 52 Sitze zur Verteilung auf die Stadtwahlvorschläge zur Verfügung. Nach der ReihSnfolge der Benennungen auf den Stadtwahlvorschlägen sind, nach Streichung der gemäß s 33 Absatz 3 bereus in einem Wahlkreis gewählten Bewerber, hiernach gewählt: Vom KreiSwahlvorschlage der Anabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands: s) Stadtverordnete: 1. Svfsman», Adols, Stadt»., Aerlin, Koppenstr. S. 2. Tahtte, Arthur, iitcd., Spand., Wrähmännerstr. 17. 3. KaillAy, Luise, geb. Ronsbcrger, Chartottenburg, Windicheidstrasje 31. 4.'jltel, Otto, Stadt»., Lichtenberg, Kolteqstr. 23. 5. Schmidt, Hermann, iiausm., Schmargendorf, Fran- zen-�ader Strahe 1. g. Lindemann, Ro'U, geb. Liesegang, Berlin, Wil- helmShaoeuer Strahe lt. 7. Tannger, Friß, Naufm., Schöncberg, Bamberger Straße 60. 8. CtajuZ, Hermann, Mal., Fried., Wiesbadener St. 70. b) Ersatzmänner: 1. Tempel, Kustao, Stadtv., Lichtenbg., Hauptstr. 2. 2. Wenge!-, Margarete, geb. ZZotisrs, tbln., Litauer Lt. 14. 3. Broeje, Johannes. Lehr.,(iharlbg., Jrauhofstr. 16. 4. Eichner, Reiahold, Hdl.-tZch., Bln., Stargarder St. 3u. b. Dann, Hugo, Spedit., Spand., Jigsrjtraße 41. 6. Waidheim, Friß, Srankenk.-Ang, bleut., Bergstr. dO/bl. 7. Kfihnel, Rudolf, Wertzeugm., Bln., Christburger St. 11. 8. Richter, Georg, Buchdr., Mariend., Lanlwißer Str. 8. Vom Stadtwahlvorschlage der Sozialdemokratische» Partei Deutschlands: a) Stadtverordnete: I. Hirsch, Paul, M.niftcrpräiident a. D., Charlotten- bürg, iLilmerSdorfer Straße 14. 2. Hertmann, Rudolf. Stadtjelretir, Berlin, Dol- ziger Straße 37. 3. Lcharss, Äuftav, vewerlschastZ-Angeftellter, Ret- Natendorf, Antonienfiraße 4ä. 4. Schmarxburger, Rudolf, Prioatanzest-llt-r, Ober- schbnewetde, Aestendstraße 6. 3. Euble, Hugo, Juoal., Bln., Raumerslr. 34. 6. tilllickc, Anna, geb. Franck, Eladto., Berlin, Prinzenstraße 162. 7. Szillat, Paul, Mechaniler, Steglitz, Albrechtstr.»3. t>, Ersatzmänner: I. Dr. Lohmann, Richard, Lehr., Treptow, Leiblstr. 24. 2. Schlegel, Friedrich, Ecfchästzs., Bln., ThomasiuSstr. 17. 3. Matern, Fritz, Stadtselr., Zehtend., Machnowstr. 13. 4. Todenhagen, Minna. Frl., Seil., Trept., Kicfholzftr. 411. 3. Loewy, Eiegbert, RcibtZanio., Bln., Friedrichstr. 1516. 6. Schlegel, Paul, Stadt»., Wilmer-d., Offen bachftr. 9. 7. Kramm, Marie, Hindenburgstraße geb. Kagerer, Lehr., Wilmersdorf, Vom Stadtwahlvorschlage der Parteilosen Frauenvereinigung: keine. Stadtwahlvorschlage der Deutschen Demokratischen Partei: 13. urg, c) Stadtverordnete: J. Cttö.n, 04' ac, Geh. Juslizr., Bln., BlumeShoi >. ial.; Otzla.. Si-atsfelrelür, CharloUenb Lneiebeckslraße 46—47. 3. Wercr, L-tar, Töpfermeister, Spandau, Ham. burgcr Straße 113.. 4. Ba.o buiu, r.'to.nn, Sommerzienrat, Berlin, Landgra' mstraße 12. 3. Tr Michaelis, Paul, Red., Lichters., vahnhotst. 14. '6 Irl Friedenthol, Margarete,«tadroerordnete, Berit». Dersflingerstraße 17. 7. Kteinau, Joseph, L,c>a,o,.Ss., Bln., Elbinger St. 42. b) Ersatzmänner: 1. Schulze, Eeorg, Zeichenlchr., Treptow, Scheiblerstr. 7. 2. Schille, Karl, Lehr., Lichreuberg, Riederbaruimstr. 4. 3. Dr. Wall, Martin, Fabrikbes., Halens., Resiorstr. 33 4. Wagner, Eeorg, Bllttcrmeist., Neu!., Kais.-Fricdr.-St.28. 3. Heyn, Willy, Oberlchr., Weißens., Casselcr Str. 4a. 6. Dr. Cyck, Crich, btechtsanw., Charlolibg., Luthe'.dr. 40. 7. Imming, Ernst, Dentist, Berlin, Jirvalidenstr. 118. Vom Stadtwahlvorschlage der Deutschen Volkspartel: �Stadtverordnete: b) Ersatzmänner: 1. Frl. K.rjchner, Mathilde, Oberin, Berlin, Alt t. SennoS, Fritz, MagistratS-Afststent, Tcmpelhof, Frie- Moabit 31' brich-<ötlhslu.-Slraße 03 2. v. Uslar, Manuel, Dipl.-Jng., Spand, Grunewaldst. I. 3. Jentsch, Baurat. Charlottbg., Meinelestr. 2. 4. Kniehase, Albert, Kausm., Bln., Stalitzer Str. 46 K. 3. Schachtel, Justizrat.!ichtenberg, Franlfurter Allee 70. 6. Frl. Hilbert, Clara, Lehr., Neukölln, Lenanstraße 4. Moabit 30 2. Di Matthias, Direktor, Beigeordneter a. D.< i)!i!oiaS,ee,'Teutoncnstraße 9. 3. oon Ehnern, Hans, ObsrocrwaltungSgsrichtSrat, Berlin, Fricdrich-Wilhclm-Ztraße 26. 4. Dr Reu mann Jolef, Ingenieur, Frohnau, Richard-Wagner-Straße. 3. Cl-inow, Georg, Beh. Reg.-Rat, Lichterfelde, Sterustraße 36. 6. Sause«, Rudols, Stadt»., Bln., Elßholzstr. 9. Vom Stadtwahlvorschlage der Deutschnationalen Volkspartei a) Stadtverordnete: 1. Llldicle, Paul, Justlzr., Spand., PotSdamcrSt. 44-43. 2 PaeIH, Theodor. I. Obermstr., Bln., Taborstr. 8. 3. von Lindeiner-Wilda«, HanS-Erdmann, Amtsrichter a D., Schöneberg, Rartin-Luther-Straße 06. 4. Riemir, Gertrud, geb. Eichert, Ehefrau, Berlin, Palla-ftraße 21. 3. Dl Kan'hold, Jofeph, Generalfekr., Echöneberg, Men'.elstraße 31. 6. Linie, Otto, Kaufm., Bln., Tleffenbachstr. 40. 7. Bender, Rudolf, Baur., Spand., Echiffbauerdamm 3. 8. Dr.-in der Boight, Richard, Piäfident a. D., Wilmersdorf, Kaiferallee 26. b) Ersatzmänner: l. Lasfon, Anna, geb. Jälkel, Hausfrau, Berlin, Am Friedrichsh-in 7 2. Bochow, Rcinhold, Land«., Lichtenr., Marlenfclder St. l. 3. Dl. tirohne, Otto, Geh. Lbermcdizinalrat, Lichterfelde, Traleslraße 1a. 4. Fr Kameiis, Anna, TslegraphenbetliebSafsistent, Schöne- berg, Larl-Schrader-Str. 2. 3. Wagner, Max, Alb., Bln., Rostocksr Str. 31. 6. Hürtgen, Oswald, Werkm., Pankow, Oiödchftr. 41. 7 Haß. Marie, geb. Colland.�Lichlerselde,� Ringstraße 4. 8. Lettlitz, Ferdinand, Äörtn.-Bes, Luchholz, Hauptstr. 3. Vom Stadtwahlvorschlage der Zentrumspartei: a) Stadtverordnete: 1 Dr. Lammerich, Kart. Stadt»., Bln., Weidenweg 24. 2. Dr. Salygeber, Alfred, Ps-rr., Bln., Perleberger Straße tu. 8. Trejfert, Josef, Arbciterfekr., Renk., Hobrechtstr. 40. 4. Dr Schmidt, Hermann, Amtsrichter, Lichtenberg, Pariaus 0. 3. Eft-rS. Karl, Fabr.-Dir., Bln., Cipenlcker Str. 40. 8. Ehlert, Margaret-, Ref., Schönebg., Freislng°rSt.l9. 7. Riedel. Maximilian, Gewerlfchastsfetretir, Berlin, Bromberger Straße 0. 8. Galle, Josef, Rektor, Spand., Brüderstraße 18. b) Ersatzmänner: 1. Lichteni-rg, Bernhard, Pf., Eharlatlenbg., Lützowstr. 1. 2. Lange, Friedrich, Landgerichtsjekretär, Berlin, LcrIIng. Hedemannstraßc 6. 3. Bieten, Karl, Obermstr., Bln., Markgrasenstr. 78. 4. Lchönborn, Richard, Kausm., N-uk., Hobrechtstr. 06. 3. Dr. Dhbizb-nSki, Severin, prakt. Arzt, Berlin, Sa- stanienallee 30-3'. 6. Lamme«, Alois. Staatsanw., Schönebg., Habsburger Straße 12. 7. Sarrazin, Herrn., Reg.-u.Banr., Friedenau, Kalscrallec 81, 8. Stox, Joh., Mag.-Bur.-Ass., Bln., MuSkauer Str. 46. Vom Stadtwahlvorschlage des Wirtschaftsverbandes Groß-Berlin»> Ersatzmänner: Dr. Weyl, Hermann, Arzt, Lothringer Str. 42. 1. Zimmermann. Friedrich, Gewer' iCaftSangestellter. Gm» dener Straße 3,. 2. Paerfch, Alfred, Lackierer, Zwtngtlstr. W. 2 Re... err,'l.nna, geb. Fertke, 2tadtv., Lüneburg. Str.7. 3. Goß. Franz, Oberlehrer, Magdeburger Str. 20 4. Fritze. Ernst, Schlosser, Emdener Str. 24. 5. Richter. Max, Dreher. Diclesstr. 20. 3. Schütz, AdaUcn. Uhrmacher. Hitttenstr. 72. 4. Grawunder, Max, Zigarrenhändler, Wiclefstr. 15. 5. Helfe, Eugen, Lagerhalter, �inzendorfstr. 6. Vom Kreiswahlvorschlage der Parteilosen Frauenveveinlgung. Keine. Vom Kreiswahlvorschlage der Deutschen Demokratischen Partei a) Stadtverordneter: 1. Tove, Heinrich, Geh. Justizr., Fried.-Wilh.-Str.10. I, Ersatzmann: 1. Dr. Levy, Max, Diplom-Jngenleur, Brüilcn-Allce 33. Vom Kreiswahlvorschlage der Deutschnationalen Dolkspartei. a) Stadtverordnete: b) Ersatzmänner: I. Pohl, Eonitanrin, Houptm. a. D., Bredowstr. 33. 2. Rötger, Afta, geb. v. Preuß, HanSfr., ClaudiuSflr.2. 1. Liebig, Wilhelm, Eilenb.-Lberfckr.. Bredowstr. 27. 2. Hildebrandl, Franz, Architetl, Genlhiner Str. 28. Vom Kreiswahlvorschlage der Zentrnmspartei. Keine. Vom Kreiswahlvorschlage der Deutschen Volkspartei. a) Stadtverordnete: b) Ersatzmänner: 1. Benelle, Wilhelm, Stadtrot, Turmstr. 38. 1. Fröchtling, August, Dr. phil., ikauim.. In d.�Zelten 9. 2. Krause, Hermann, Kaufmann, Rathenower Str. 36. 2. S' 3. Fräulein Mayer, Anna, Dr. für., PolSdam.Str.27. iveyiuiia, u*" vv4*-» Jl"'-.l-4«•"• 2. Schoenherr. Dorothea, geb. S h.oed«, Eh2fr., Cref.Str.S. 3. Mühsam, Charlotte, geo. Weither, Ehefr., Dorotheen- siraße 42. Vom Kreiswahlvorschlage der Wirtschaftlich-» Vereinigvnq v-u Berlin e. V. Keine. (16', Im Wahlkreise m. Vom Kreiswahlvorschlage der Sozialdemokratischen Partei Doutschlands. a) Stadtverordnete: d) Ersatzmänner: 1. Heiminn, Hugo, Stadtm-Borsl., Dörnberzstr. 6. prengelstr. 2L 2. Franl, Otto, Sekretär, Nordoser 14. 3. Riedger, Liesbeth, Lehrerin, Taborstr. 23. Vom Kreiswahlvorschlage der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. b) Ersatzmänner: 12 0 a) Stadtverordnete: 1. Dr. Wehl, Hermann, Arzt, Lothringer Str. 42. ?. Leupoid, Richard, Dreher, Fehmarnur. 22. 3. Leid, Kart, dredatieur, Pantstr. 37. 4. Kutijch, Karl, Lehrer, Torsslr. tl.' j. Rokilia, Helene, geb. Brodmeyer, Bürogehilfin, Otaoistr. 38. 6. Hintze, August, Kaufmann, Pankstr. 37. 7. Dörr, Max, Zeichner, Wolgaster Str. 8. 8. tlhrich. Max, Schlofier, Bieienftr. 48. 0. iireienbrina, Fritz, Mechaniker, Uiedomür. 12u. 10. Schmidt, Richard, Angestelller, Otavistr. 37. 11. Schonst gen. Aiegler, Rudol'. Mech.,-1''?■ 12. Lungwist, Bertha, geb. Krebs, Bürogehilfin, Ant- iverpener Straße 4. 1.»raufe, Bruno, Bauarbeiter, Willdenowstr. 13. 2. Knapp, Albert, Gastwirt, Grünthaler Str. 6. i. Gron, Ernst, Dreher, Rczarethl rchstr. 37. 4. Gefche, Bit--im. Lagerhaller, Ramlerstr. 31. b. Sellelfohn, Max. Kaufmann, Euxhaoeuer Str. 9. 6. Schubert, Anna, geb. Rocht, Ehefrau, Soldme- Ztr. 13. 7. Buchhol'., Jofej, Metallarbeiter, Bruiin-nstr. 83. 8. Blafchzii, Gustco, W-lkzeugmacher, Oianistr. 36. 9 Schmidt. Fritz, Ingenieur, Bellermansftr. 8 10. 10' Wieb!, Hermann, Lagerhalter. Biüsteter Str. 9. 11.-Schröder, Emil, T-pezieier, Wöhlertstr. 0. 12. Hesse, Willi, Handlungsgehilfe, Stockholmer Str. 2g. Vom Kreiswahlvorschlage der Deutschen Demokratischen Partei. Keine. Vom Kreiswahlvorschlage der Parteilosen Frauenvereinignug. Keine. Vom Kreiswahlvorschlage der Deutsch«ational-n Volkspartei. � a) Stadtv»rordnetcr: b) Ersatzmann: 1. Troll, Alexander, Reltor, Schulstr. 100. 1. Schröder, Paul, Sladtverordneeer, Stettiner Str. 3. ') Zahl der Stadtverordneten im Kwiffc Vom SreiSwahlvors chlage der Ae«trttmsvartei. Sei»«, Vom 5ireiswahlvorschlage der Deutsche« Volkspartei. ») Stadtverordnete: b) Ersatzmänner: l. Kröpelin, Wilhelm, Psnrrer, Er. Franlf. Str. 52. 2. Sch alldach, Otlo,»aszenreoiior, Gleditschstr. 39. 1. Prof. Dr. Kniete. Auaust, Studienrat, Christianiasir.llkA. 2. Michaelis, Fritz, Kasjenjekretär, Am Nordhafen 2a. Dom Kreiswahlvorschlage der Wirtschaftlichen Vereinigung von Berlin e. V. Keine. � Zm Wahlkreise iv. Vom Kreiswahlvorschlage der Unabhängigen Sozialdemorratifchen Bertei Deutschlands. :?) �rsatzmäuuer: a) Stadtverordnete: 1. Dr. Weyl, Hermann, Arzt, Lothrinaer Str. 42. 2. Herbst, Richard, Parteisekretär Lych-ner Str. 23. 3. Rosemann, Eugen, Techniker, Winsslr. 12. 4. Zern, Lisbeth, geb. Löpomme, Ehefr.. Elbln�.Str.S. ». Müller, Hermann, Parteisekr., Schivelbeiner>-tr. 4t). «. John, Paul. Redakteur, Eohrener Str. 9� 7. Berthelö, Georg, Buchdrucker. Lippebner Str.«. 8. Tegner, Gustav, Mag.-HilfSarb., Soldmer Str. 15. 1. Knovi. Kurt, Dreher, Prenzlauer Allee 15?. 2. Bredow, Emil, Tischler, Cnoriner Crr. 52. 3. Zachert, Eduard, Postbetr.-Assistent, Mendclssohnftr. 14. 4. Blaube, Anna, geb. Maicr, Ehefrau. Korsörer Str. 12. 5. Kermes, Georg. Mechaniker, Lewaldstr. 2. 6. Bötzer, Karl, Maler, Straß bürg er Str. 12. 7. Schenk, Wilhelm, Parteisekr., Werneuchener Str. 13. 8. Trach, Emil, Handlungsgehilfe, Kopenhagener Str. 7. Vom Kreiswahlvorschlage der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. �Stadtverordnete: b) Ersatzmänner: Bornholmer Str. 00., Vom Kreiswahlvorschlage der Deutsche« Demokratischen Partei. ») Stadtverordneter: b) Ersatzmann: l. Fli-th, Adols, Lehrer, Cantianstr. 21. l. Lewin, Lennor, Lerb.?nd!rcd!-k>.'ur, EZmarchstr. l. Vom Kreiswahlvorschlage der Deutschnationale« Volkspartei. a) Stadtverordneter: b) Ersetzmann: I. Buchwitz, Mar, Handlungögeh., Encijrslr. I5/lS. l. Stacgemann, Ecorg, Apotheker, Sniprodestr. H. Vom Kreiswahlvorschlage der Zcntrumspartei. 0 Keine. Vom Kreiswahlvorschlage der Deutschen Volkspartei. �Stadtverordnete: b) Ersatzmänner: 1. Etrsiter, Georg, Stadtv., Echönhaujer Allee>20. I. Frl. Nettig, Hedwig, Lehrerin, Lothringer Str. 34,55. 2 KasellNpSIy, Rudols, Stadtsekr., iiajleurltr. 1l. 2. SwantcZ, Karl, Malermeister, Pastcurstr. 17. 2- Vom Kreiswahlvorschlage der Wirtschaftlichen Vereinigung von Berlin e. V. 0 kein«. an Im Wahlkreise V, Vom Kreiswahlvorschlage der Unabhängigen Sozialdemokratische« Partei Deutschlands. s) Stadtverordnete: b) Ersatzmänner: l. Dr. Weyl, Hermann, Arzt, Lothringer Str. 42. I. Larthcn, Max, Lausmann, Eimplonstr. 43. 2. Manasse, Waldeck, Schriftsteller, Friedenstr. 6. 2. tstcipe, Fritz, Malermeister, Markusslr. 3«. 3. Demming, Marlha, geb. Wloch, Ehefrau, Box- 3. Hostmaun, Paul, Gastwirt. Gubener Str. 5. Hagener Str. 14. 4. Oürowski, Leo, Klempner, Mirbachstr. 5«. 4. krause, Paul, Mützenmacher, kochhannstr. 12. 5. Wul'f, EUfobelh, geb. Schultze, Ehe!:., Torellstr l. 5. Hünecte, Willi, Slplo"er,.?!rolau, krachlltr. 10z. k. Wittschus, LouiZ, Gastwirt, Petersbulger Str. 5. K. WcngelZ, Robert, ZeirungSipeditey:, Litauer Str. 14. 7. Weiie. Hermann, Stadtrat, Georgeniirchstr. 7. 7. Münchcberg,. Heinrich, Kt�oertich.-Ang., Ebertystr. 18. 8. Pfeifer, Richard, Handl.-Gch., Stralau, j>rachlflr.2. 8. Lange, Paul, GewcrkfchaftSangeftellter, Lichienberger Slrnste 3. 9. Fahrenwald, Agnes, geb. Bsnada, Ehefrau, Zorn- 9. G Margarete, geb. Kleffe, Ehefrau, Zorndorfcr dorfer Str. 13. Straße 30. 19. Gallas, Slto, Gastwirt, Barnimstr, 29. 10. dtieger, August, Mützenmacher, Reue Köntgttr. 17. Vom Kreiswahlvorschlage der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. a) Stadtverordnete: b) Ersatzmänner: l. Htimann, Hugo, Stadtv.-Borst., Dörnbergstr. 8., 1. Hoppe, Martha, Gewerkfch.-Sekretärin, Torellstr. I. 2. Brückner, Eugen, Arb.-Sckr., Rüdersdorfer Str. 84. 2. Wild'gens, Atired, Bauingenieur, Aaldcoerstr. 8. 3. Münlner, Fritz, Gew.-Tekr., Simon-Dach-Str. 22. 3. Pohling, Fritz, Gcmeindcrorst., Stralau, Bahrfelbstr, 2. >— Vom Kreiswahlvorschlage der Parteilosen Fraucnvereinigung. > Seine Vom Kreiswahlvorschlage der Deutschen Dcmekratischen Partei. 9 Seine. Vom Kreiswahlvorschlage der Deutschnationale« Volkspartei. n) Stadtverordneter: b) Ersatzmann: l. Wege, Fritz, Stadtrat, Pintfchstr. 7. I. koch, Julius, Pfarrer, Samariierstr. 27. Vom Kreiswahlvorschlazs der Zsntrumspartei. ) Seine. Vom Kreiswahlvorschlage der Deutschen Volkspartei. ») Stadtverordnete: b) Ersatzmänner: 1. Egner, Georg, Postfekretär, Eoßlcrstr. 33. l. Dr. med. Falkenberz, Friedrich, Arzt, Fronkf. Allee 343. Z. Ladendorff, Carl, RcichSbanloberkallulator, 2. Madfen, Marie, geb. Lehmann, Ehefrau, Lands- Beymestr. 24. bergcr Allee 52. Vom Kreiswahlvorschlage der Wirtschaftlichen Vereinigung von Berlin e. V. 10 Seine. an Im Wahlkreise vi. Vom Kreiswahlvorschlage der Sozialdemokratische« Partei Teutschlands. a) Stadtverordnete: b) Ersatzmänner: 1. Hermann, Hugo, Stadtv.-Vorst., Dörnbergstr.- v. I. Dittmer, Emil. Redakteur, Grimmslr. 19. 2. Bruns, Bernhard, Geschäftsführ., Görlitzer Str. 75. 2. Dr. Witte. Erich, Oberlehrer, Dreibundstr. 16. 3. Schröder, Martha, geb. Funcke, Hausfr., Ritterstr.36. 3. Glecke,- Theodor, Geschäftsführer, Lausitzer Str. 52. 4. Psannkuch, Wilhelm, Parteiseir., Teltomer Str. 21. 4. Hetzschold, Karl, GewerkschastSsekr., Bethanienufer 5. Vom Kreiswahlvorschlage der Deutschen Demokratischen Partei. >>) Stadtverordneter: b) Ersatzmann: l. Broun, Carl, Stadtverordneter, Dreibundstr. 3. I. Loefer, Gatt, Stadtverordneter, Alte Jakobstr. 1201). Vom Kreiswahlvorschlage der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands: a) Stadtverordnete: 1. Dr. Weyl, Hermann, Arzt, Lothringer Str. 42. 2. Zubeil, Friedrich, Stadtv., Grünauer Str. 32. 3. Knappe, Hedwig, geb. Eörfch, Ehefr., Slalitzer Ztr. I. 4. Häußcr, Gustav, Kranleniastenbeamier, Dieffen» bachstraße 74. 5. Riniorf, Hermann, Krankenkassenbeamter, Adalbert- stiaß« 78. 3. JacubowSkI, Luise, geb. Schultz«, Ehefrau, Kreuz- bergüraße 72. 7. Schwcilordt, Hermann, Gastwlrt, Alte Jakobstr. 24. 8. Schulz, Gottfried, Zigarreuhondler, Admiralstr. 40a. b) Ersatzmänner: 1. Gcumoch, Margarete, geb. Jacck, Ehefrau, Friedrich- straße 237. 2. VevLrrust, Kondad. Tischler. Eottbusser Damm 38. 3. Li?r. Paul, Gastwirt, Naunynstr. 9. 4. Schaeser, Friedrich. Expedient, Gneisenaustr. 76. 5. Sellheim, Mar, Aauarbziter. Naunynstr. 2. 6. Boerner, Wilhelm, Zigarrenhändelr. Ritterstr. 15. 7. Sänger, Gustav. Sattler, Cottbusfer Damm 41. 8. Loose, Otto, Bildhauer, Liegnitzer Str. 19, Vom Kre:sU?ah!vorschlage der Parteilosen Frauenvereinigung. Keine. Vom Kreiswahlvorschlage der Deutschnationalen Volkspartei. a) Stadtverordnete: b)Er otzmänner: I. Kimbel, Wilhelm, Tifchlerinstr., Steglitzer Str. 53. 2. Schulze, Paul, Lehrer, Teltower Str. 10. 1. Pacholi, Johanna, Stadtverordnete, Gneifenaustr. 05. 2. Sedlatzek, Karl, Stadtverordneter, Camphausenstr. 20. Vom Kreiswahlvorschlage der Zeutrnmspartei. Keine. Vom Kreiswahlvorschlage der Deutschen Volkspartei. a) Stadtverordnete: bi Ersatzmänner: 1. Stobwasser, Gerhard, Kaufmann, Wilhelmftr. 7. 2. Jänicke, Franz, Lehrer, vraefeftr. 32. 3. Lostow. Karl, Fabrikant, Bergmannflr. Ehefrau, 4. Ado, Theodor, Buchdruckereibefitzer, Btlhelmstr. 125. 1. HallenSleben, Emil, Rechtsanwalt u. Notar, Saifer- Wilh-lmstr. 53. 2. Grat» nun. Citaz, Lehrer,«-»ernftr. 1.„. 3. Fitler, Emil, Obermeister, Sleinbeerenftr. 10. 3. Lostow. Karl, Fabrikant, Bergmannstr. 50. 4. Kirchner, Margarete,~•-■-■■'- �----- Marianaenufer 9. geb. Micha, Aom Kreiswahlvorschlage der Wirtschaftlichen Vereinigung von Berlin e. B. 0 Sein«.« OS') ») Zahl der Stadwerordnetc» im»reife. Im Wahlkreise vn. Vom Kreiswahlvorschlage der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands: ») Stadtverordnete: b) Ersatzmänner: Charlotten� l. Dr. Borchardt, Bruno, Schriftsteller, bürg, Sald-rnstr. 2. 2. Blum, Adolf, Aeltor, Charlottenburg, Brauhofftr. 2. 1. Zucker, Gertrud, Fr., stödt. Beamtin, Charlottenburg, Berliner Straße 58. 2. AhrcuS, Wilhelm, Buchdrucker, Charlottenburg, Am VolkShauS 1. Vom Kreiswahlvorschlage der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Stadtverordnete: 1. Dr. Weyl,'Hermann, Arzt, Lothrinzer Str. 42. 2. Löwenstüin. Kurt, Dr. Phil.,'tnesebeckstr. 39. 3. Dr. Hertz, Paul, Schristjtell., Cbbtz.. Neue Kantstr. 3. 4. Hilse, Wilhelm, Lagerhalter, Cyl'-g., Mindener Str. 3. " /u„*4n„t; t&f** b) Ersatzmänner. 1. Nemitz, Anna, Frau, Charlottenburg, Droysenstr. 19. 2. Heidrich, Otto, Maurer, Cs?arlbg.. Meerscheidtstr. 4Ü. 3. Kiesen, Georg, Buchdrucker, Chbg.,'Wllmersdorfer Str. 141. 4. Amhoff, Paul, Werlzeuginach., Chbg., Sickin�enstr. 55. 5. Karrer, Gottlieb, Wcrkzgmach., Ehog., Huttens:r.27. 5. Seidel, Richard, Tapezierer, Eharl'ottbg., Motzstr. 16. Vrm Wahlvorschlage der Deutschen Demokratischen Partei. Stadtverordnete: bi Ersatzmän. er: 1. Frentzcl, Otto, Dr Vizepräsident der Preuß.*1. Cassiercr, Max, Stadlrat, Charlbg., AugZburger Str. 5t. Landesoersammluna, Charlottenburg. Steinplatz 3. 2. Otto, Reinhold, M. d. L.. Charl!�.., Havelstr. 8. 2. Reinhold, Alwine, Lehrerin. Charlbg., Schloßstr. 64. Vom Kreiswahlvorschlags der Deutschen Volkspartei. b) Ersatzmänner: 1. Ohloß, Gustav, Kupferschmied, Chbg., Haeselerstr. 1K. l.'. Vechselmann, Paul. Fabrikant, Gcißbergstr. 11. 3. Becker, Walter, Regierkn-tSbau meister a. D., Charlotten- bürg. Charlottenburger Ufer 58. 4. Koehler, Emil, Reltor, Charlottenbg., Bismarckstr. 23. a) Stadtverordnete: r., Charlottcn- 1. Scholz, Ernsi, Ol erbürgermeister, bürg, Schloststr. 56. 2. Groh, Paul, Stadtrat, Charlbg., Re'.chsstr. 195. X 3. Panschow, Albert, Stadtrat,' Charlottenburg, Kaiser-Friedrich-Str. 87. � 4. Klockow, Ida, Lyz�ldirektor, Chbg., Berliner Str. 39. Vom Kreiswahlvorschlage der Deutschnationalen Volkspartei. g) Stadtverordnete: b) Ersatzmänner: 1. Denlsch, Elise. Schulleiterin, Charlottenburg, Osna- 1. Tcthleffen, Hans, Oberreichsmilitüranwalt, Charlotten» vrücker Strafe 17. bürg, 6. 2. Rittelstaedt, Paul, Eisenbahndireltcr, Charlotten« 2. Kuckuck, Hermann, Magistratsbaurat, Charlottenburg, bürg, Witzlebenplatz 3. Lohmcyerstraste 23. Vom Kreiswahlvorschlage der Zontrnmspartei. Keine, Vom Kreiswahlvorschlage der Wirtschaftlichen Vereinigung von Berlin e. V. �Stadtverordneter: b) Ersatzmann: l. Karl, Bäckerobermcister, Charlottenburg, 1. Perl, Hermann, Stadtverordneter, Chorlottenburg, Wil- Antzbachcr Straße 29, mcröoorfer Straße 43. i a«')— Vom Kreiswahlvorschlage der Parteilosen Frcusnvcreinignng. o— Keine, l Im Wahlkreise viii. Vom Kreiswahlvorschlage der ünobhängiqcn Sozialdemokratische« Partei Deutschlands: a) Stadtverordneter: b) Ersatzmann: l, Tr, Weyl, Hermann, Arzt, Lothringer Str. 42, I Reichert, Max, ArbeitSvcrmittler, Spandau, Frobenftr.2S. Vom Kreiswahlvorschlage der Zeutrnmspartei. i Keine. Vom Kreiswahlvorschlage der Deutschen Demokratischen Partei. > Seine. Vom Kreiswahlvorschlage der Dentschnationalen Volkspartei. > Keine. Vom Kreiswahlvorschlage der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands- al Stadtvcrordveter: b) Ersatzmann: l. Härtung, Paul, Geschäftsführer, Spandau, l, 27ü»st>igcr, Gottliel, Werkzeugmacher, Spandau, Aslanierring 178. Ronncndnmmallee 98. (2*)- Vf t Kreiswahlvorschlage der Deutschen Volkspartei. , Seine..>> � Im Wahlkreise 15. Vom Kseiswatzlvorschlexc t er Deutschen Volkspartei. sl) Stadiveroednete: 1. Dr. Leidig. Eugen, RcgierungSrat a. D., Prof., Berl n- MlwerSdorf, Piäizdurger Str. 72». 2. Tr. Eoipaiie. Sil'slw, liaiuinergeiichisral, Berlin- Grunewald. Tepbfcer Sit. 3. b) E es a tzm inner: 1. Bandau, Martha. OberlÄreUn. Stadtverordnete, Berlin» Wilmersdorf, Seesener Str. 54. 2. Kletke, Reinhold. Stcrdtrat, Bcrlin-WilmerSdorf. Hilde» gardstratze 29. Vom Kreiswahlvseschlage der DeutschnationTlen Volkspartei. »)'Stadtverordneter: l. Fobion. Juliu». Tt-dtnerordnetennorsteher, Berlin- l. Bräunlich, Eelma, geb. Berg, Wilmersdorf, Pariser Tlr, 12. Badeloberger Straße 51». b) Ersatzmann: Berlin-Wilme.4. orf, Vom Kreiswahlvorschlage der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. a) Stadtv' rordneter: b) Ersatzmann: l l. Holz, Leonhard, Rechtsanwalt, Berlin-WUmer� dors, Ludwigktrchplaß 12, Schlegel, Paul, Architekt, Bcrlin-WilmerSdorf, Offen» bacher Straße 9. Vom Kreiswahlvorschlage der Deutschen D-nrokratischsn Partei. a) Stadtv-rordnet er: b) Ersatzmann: 1. Helmke, Wilhelm, Magiftratiichnlrat, Prof. Dr., 1. Leibholz. William. Genergldircktor, Berlin-WilmerSdorf, Lcrlin-Wilmeridorf, Werstr. 33. Kmfürst'endamm 109—>70. I- Vom Kreiswahlvorschlage der Parteilosen Frauenvercinigung. 0»eine. Vom Kreiswahlvorschlage der ZentrnmSpartei. 0 Keine. Vom Kreiswahlvorschlage der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. a) Stadtverordneter: b) Ersatzmann: 1. Dr. Weyl, Arzt, Lothringer Str. 42. 1. Hiibig, Carl, Photngroph, Bcrlin-WilmerSdorf, Oer» l fO'l- littet Straße 118/110. Vom Kreiswahlvorschlage der Wirtschaftlichen Tovcinigsng von Berlin e. V. 0 Keine. Im Wahlkreise 5. Vom Kreiswahlvorschlage der Deutschen Volkspartei. a) Stadtverordnete: 1. Schwarz, Paul, Ingenieur und Fabrikant, Berlin- Stegliß, Bepmeftreße 5. 2. Iursch, Hermann. Stadtrat a. D.. Berlm-Llchter- selde, Scyillerslraße Iva. 3. Bruno, Schriftsteller, Bln.-Tempelhof, Reinhardtstr. 1.. 4. Tankwardt, Ludwig, Rechuungsrat, Berlin-Zehlen- darf, Eitel-Fritz-Ctraße 16. b) ErsaNmänner: l. Helfe, Otto, Postmeister, Bln.-Mariendorf, Chaujfeeftr. 45. Generaldirektor, Berlin» Lempelhos, 2. Berckemeyer, Dr. HanS, Lankwitz, Calandrellistr. 15. 3. Sennock, Fritz, Magrfträtsasststent, Berlin- Friedrich-?Siryelm-Strake 95. 4. Gebhard, Otto, Rektor, Terlin-Steglitz, Belkorter Str. 14. Vom Kreiswahlvorschlage der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. ») Stadtverordnete: b) Ersatzmänner: l. Alfermann. Wilh., Mechaniker, Berlin- Steglitz, I. Osburg, O., Tischler, Bln.-Lichterfclde, Saiferftr. 10. Schloßstraße 119.» 2. Jrrgang. A., Schrift'ctzer, Berlin. Tempelhof, 2. Richter, Georg, Buchdrucker, Berlin-Mariendorf, Lank- Dorsilr. 02. witzer Straße 8. 3. Dr. Soclitz, Chemiker, Bln.-Zehlendorf, Hauptftr. 48. 3. Dreffel, Otto, Dachdecker, Bln.-Zehlendorf, Garieustr. 29. Vom Kreiswahlvorschlage der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Stadtverordnete: d)EtsatzmSnllcr: 1. Äßmann, Gustav, Gewerkschaftsangestellter, Steglitz, 1. Dr. Ostrowski, Otto, Gcmeindevorst., Berlm-Lankwitz, Tüpvel'lrav.e 7. Biktoriastraste 5«7.. � 2. Ewald, Oskar, Kaufm., Tempelhof, Stolbergstr. 8a. 2. Matern, Fritz, Stadtsekretär, Berlin-Zehlendorf, Mach- _ nower Straße 15. Vom Kreiswahlvorschlage der Deutschs» Demokratischen Partei. Stadtverordneter: d) Ersatzmann: 1. Schubert, E. Aich., Shnd., Bln.-Steglitz, Albrecht- I. Mast, Adolf, Jng., Blu.-Tempelhof, Berliner Str. praß- 38. Vom Kreiswahlvorschlage der Zentrumspartei. Seine. Vom Kreiswahlvorschlage der Parteilosen Frauenvereinigung. Keine, Fortsetzung nebenstehend. •) Zahl der Stadtverordneten im Steife. Vom Kreiswahlvorschlage der D-utschnationalen Vottspartei. s) Stadtverordnete: b) Ersatzmänner: 1 WIn ll'r, Rovers Geh. RechnungZrat, Berlin- l. Puttkammer, Karl, Dir., Bln>-Lichter!., Weddlgenweg IS. 2 tubroln' an«o�2eBC4rin,9'3eBtenbotf( Annasir. 4. 2. Wundrich, Hermann, Furagehündler, Beriin-Lichten- '. rade, Dorfstraßt 8. Vom Kreiswahlvorschlage der Wirtschaftlichen VemtUgnng von Berlin e. V. Seine. lie») Im Wahlkreise XI. Vom Kreiswahlvorschlage der Dentschen Volkshartei. «) Stadtverordnete: b) Ersatzmänner: Margarete l. Fromm, Margarete, Oberlehrerin, Echöneberg, dann-mami�'Franz, Ob-rlyzealdireitor, Kriedenau� Äohlerstr. 1S/lS. l. Thomas, Eünthsr, Echrifisteller, Echineberg, Heil- ironner Str. 21. 2. Altmann, Hans, Tem.-Banrat a. D., Gchoneierg, Hauptstr. Ivb. Vom Kreiswahlvorschlage der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. a.) Stadtverordneter: b) Ersatzmann: l Czeminili, Franz, Stadtverordnetenvorst-h-r, l.»aspar, Fritz, Tischler, SchSneierg, Fregesir. 77. Schöneberg, Hohcnsriediergstr. 18. Vom Kreiswahlvorschlage der Deutschen Demokratischen Partei. ») Stadtverordneter: b) Ersatzmann: l. DominicnZ, Al-rand-r, Oberbürgermeister, Schöne- berg, Bozener Str. 14. � Vom Kreiswahlvorschlage der Dentschnationalen Volksparte». �Stadtverordnete: d) Ersatzmänner: l. Dr Echnaiber, Stadtrat, Schoneberg, Habs- l. Pros.. Dr. med. Kirchner, l. Zobel, Louis, Stadtverordneter, Schineberg, Menzel- stratze üb bürget Str. 4. 2. Dr. Anders, Oberlehrer, Friedenau, Bismarilstr. 4. ........._, Wirll. Geheimer Ober- medizinclrat, Schbneberg,'Landshuter Str. R. 2. W'eihoelter, Schneidermeister, Obermeister, Friedenau, � Wielandstr. 24. Vom Kreiswahlvorschlage der Zentrnmspartei. seine. Vom Kreiswahlvorschlage der Anabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. �Stadtverordnete: d) Ersatzmänner: 1. Stolt, Genta, T-schästssührer, Schöneberg, Eise- l. tzestelbarth, Max, Werlzcugmacher, Schöneberg, Bahn- nach er Str. 10. 2. Deitmer, Karl, Stuckateur, Friedenau, Albertstr. 21. 2. Wendt, Georg, Spediteur, Schöneberg, Totenstr. 13. Vom Kreiswahlvorschlage der Wirtschaftlichen Vereinigung von Berlin e. V. (»') Leine. Vom Kreiswahlvorschlage der Parteilosen Frauenvereinigung. Leine. Im Wahlkreise xii. Vom Kreiswahlvorschlage der Dentschen Demokratischen Partei. Keine. Vom Kreiswahlvorschlage der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands: a) Stadtverordnete: b) Ersatzmänner: 1 Heitmann, Aug., Gewerkschastsbeamter, Reutölln, l. Gutschmidt, Franz, Senoslenschaftsangestetlter, Britz, Emser Straße 88-87. Aronsweg UJ 2. Conrad, Wilhelm, Laffenbeamter, Neuiölln, Her- 2. Scholz, Gertrud, Frau, Reulölln, Weisestraße 28. niannstraße 1W-,1S7. 3. Mermuth, Karl, Red., Neukölln, Fuldastraße 34. 3. Kunze, Hermann, Bnchh., Neukölln, Jnnstr. 10. Vom Kreiswahlvorschlage der Zentrumspartei. Leine. Vom Kreiswahlvorschlage der Deutschen Volkspartei. �Stadtverordneter:' b) Ersatzmann: l. Dr. Bierbach, Karl, Oberlehrer, Neuiölln, Anzen- l. TrieZ, Friedrich, Kaufmann, Neukölln, Pslügerstr. ll. gruberstratze 27. Vom Kreiswahlvorschlage der Deutschnationalen Volkspartei. �Stadtverordneter: b) Ersatzmann: l. Berndt, Emil, Stadtrat, Euxhaveuer Str. 18. l. Tanicke, Bruno, Pros., Oberl., Neu!., Richardplatz b. Vom Kreiswahlvorschlage der Anabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. ») Stadtverordnete: d) Ersatzmänner: 1 Dr Wetil Sermann, Arzt, Lothringer Str. 42. l. Nowakowsli, Willi � Metallarbeiter, Neuiölln, Welsestr. 8. 2° Echneider, Karl, städtischer Iugendpfleger, Reu. 2. Lestel, Ernft, Dreher, Bln.-Britz, Hermannsir. ZSa. iölln, Weisestraße 64. .ryl.. vorser Straße 8. Rosenkranz, Christian, Buchdrucker, Berlin- Britz, Plntichallee 87. 7. Radtic, Hermann, Direktor, Neuiölln, Gehgerstr. 4. �erv-Straße 8g. 8. Siegmund, Aisred, Schloffer, Neulilln, Emser Str. 82. <13') 7. Fiebig, Robert, Arbeiter, Reuk., Prinz-Handserh-Etr. 22. Vom Kreiswahlvorschlage des Bundes für Handel und Gewerbe e. V. ») Stadtverordneter: d) Ersatzmann: I. Wagensühr, Erich, Buchdruckereibefltzer, Reulölln, 1. Lühr, Wilhelm, Baugeschüst, Neukölln Bergstr. löl/IbZ. Herrfurthstratze 1. Im Wahlkreise xiu. Vom Kreiswahlvorschlage der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands: �Stadtverordnete: b) Ersatzmänner: l. Woick, Fritz, Laffenrendant, Eöpenick, Jügerstr. 8. I. Birnbaum Wilhelm, Schriftsetzer, Oberschineweide, Wattstraße 2l. 2. Haß, Johannes, Steindrucker, Treptow, Harzer 2. Ahlemeher, Joses, Gewerisch.-Angest., Friedrichzhagen, Straße 118.. Kaiserstraße 16. Vom Kreiswahlvorschlage der Anabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. a) Stadtverordnete: I. Dr. Wehl, Hermann, Arzt, Lothringer Str. 42, 2. Freigang, Max, Tischler, Bln.-Trept., Grätzftr. 24. 8. Grunov, Julius, Schösse, Oberschöneweide, Luisen- straße 17. b) Ersatzmänner: I. Nawrockt, Joseph, Schösse, Friedrichshag., Fried.-Str. SI. 2. Peters, Max, stell». Gemeindevorstehir, Alt-Glienicke, Gartenftadtstr. 6b. 8. Preist»», Paul, Gewerksch.-Angest.,AdlerShos,Waldstr.b6. •) Zahl der Stadtverordneten Im Kreise. Berlin, den 2. Juli 1920. Vom Kreiswahlvorschlage der Deutsche« Demokratische« Partei. g Keine. Vom Kreiswahlvorschlage der Zentrnmspartei« 8 Keine. Vom Kreiswahlvorschlage der Wirtschaftlichen Vereinigung von Berlin e. V. 8 Keine. Vom Kreiswahlvorschlage der Liste Dr. Steiniger. ») Stadtverordnete: d) Ersatzmänner: L Dr. Steiniger, Carl, Verbandsdireltor«. D., Gutsbezirk Eöpenick-Forft i. Friedrichshagrn. I. Betcke, Max,»ausmann, TöpenIS, Lwdenstr. t, Scheiblerstr. 27. 2. Klapp, Ludwig, Geometer, Berlin-Trevtow-Süd, 2. Müller, Reinhard, Malermeister, vberschöneweid«, z- Scheiblerstr. 27. Wilhelminenhosstr. 48. <7*) Im Wahlkreise xrv. Vom Kreiswahlvorschlage der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands» a) Stadtverordneter: b) Ersatzmann: � L John, Otto, Stadtrat, Lichtenberg, Lückstr. 78. 1. Arndt, Ernst, Kaufm., Lichtenbg., Clanbwavische Str. 3, Vom Kreiswahlvorschlage der Anabhangige« Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. a) Stadtverordnete: b) Ersatzmänner: I. Thurm, Fritz, Stadtverordn., Lichtenberg, Scharn- 1. Noll, Franz, Gem.-Vertr., Biesdorf, Sarlstr. 7. weberftr. 24. 2. Mieliy, Paul, Stadtv., Lichtenbg., Wagnerstr. 6. 2. Gäbel, Otto, Stadtverordn., Lichtenberg, Holteistr. 70. 3. Letz, Hermann, Gem.-Vertreter, Frieorichsfelde, 3. Tempel, Gustav, Stadtv-Vorsteher, Lichtenberg, Haupt- Walderz eestr. 42. straße 2. � 4. Goldbach, Paul, Gem.-Vertr., Mahlsdorf, Wllleftr.3. 4. Laue, HanS, Lehrer, Lichtenberg, Knorrpromeuade S. Vom Kreiswahlvorschlage des Interessenvereins für Handel und Gewerbe, Berlin-Lichtenberg. 8 Keine. Vom Kreiswahlvorschlage der Zentrumspartei« 8 Keine. Vom Kreiswahlvorschlage der Deutschnationalen Volkspartei- g Keine. Vom Kreiswahlvorschlage der Deutschen Volkspartei. a) Stadtverordneter: b) Ersatzmann: I. v. Kulecza, Anna, Bollsschullehrerin, Lichtenberg, l. Fischer, Karl, Stadtr., Lichteni., Fraulfurter Allee 2551 Möllendorsstraße 86. (6') Vom Kreiswahlvorschlage der Deutschen Demokratische« Partei« Keine. Vom Kreiswahlvorschlage der Parteilosen Frauenvereinigung. Keine. Im Wahlkreise XV. Vom Kreiswahlvorschlage der Anabhängigen Sozialdemokratischen Partei Dentschlands. Stadtverordnete: l. Dr. Weyl, Hermann, Arzt, Lothringer Str. 42. 2. Schindler, Paul, Mal., Bln.-Pan!., Berliner St. 122. 8. K-uimann, Georg, Zeichner, Berlin-Reinickendors, Herbststraße 23. 4. Mischer, Ernst, Gcw.-Angest., Berlin-Weißensee, Parlstraße 28. b. Gütig, Otto, Kr.-Kass.-B., Bln.-Pank., Binzst.86-87. b) Ersatzmänner: l. Unger, Hermann, Stelndr., Bln.-Tegel, Steinbergstr. 88. 2. Moniowslt, Bernhard, Tischler, Bln.,Rein>ckcndorl, Echarnweberstraße 123. 8. Buchweitz, Johannes, Schloff., Bln.-Nlederschönhausen, Blücherstraße 44. 4. Thiele, Max, Lagerhalter, Bln.-Hohenlchinhausen, Große Leegestraße 10-12. 5. Zwolser, Rudols, Lehrer, Bln.-Wcißensee, Parlstraße 28. Vom Kreiswahlvorschlage der Sozialdemokratische» Partei Deutschlands: a) Stadtverordnete: bs Ersatz mäuner: 1. Halses, Gerhard, Gem.-Sch. B.-Teg, Schlieperstr. 8. 1. Hodapp, Ludwig, Gewerkschastsangest, Blu.-Weißensee, Wörthstr, 5. 2. Keller, Richard, Fortbildungsschullehrer, Berlin. 2. Bahr, Franz. Gaiard.. Bln�Reitibs,, Berliner Str. 4. Pantow, Brennerstraße 88. Vom Kreiswahlvorschlage der Zentrumspavtei« Keine. Vom Kreiswahlvorschlage der Deutschen Volkspartei. a) Stadtverordnete: b) Ersatzmänner: i Schwien, Lslar, Kim., Bln.-Panlow, Breltestr. 89. 1. Klempin, Wilhelm, Reit., B.-Reinickend., Letieallee 26-27. « izt.____). Ct--;..H..TJ.if, a-.tTnü.---—* 2. Schulz, Marie geb. Bogelsang. Ehefrau, Bln.-Nieder« schinhausen, Tresckowstr. l. 2. Martin, Eduard, Privatang., B.-Wciß.. Taffosir. lb. Vom Kreiswahlvorschlage der Wirtschaftlichen Vereinigung von Berlin e. V« Keine. Vom Kreiswahlvorschlage der Deutschen Demokratischen Partei. Keine. Vom Kreiswahlvorschlage der Deutschnationalen Volkspartei« a) Stadtverordneter: b) Ersatzmann: 1. Becker, Gert-ud j�eb. Tiestel, Ehefrau, Berlin. 1. Albrecht, August, Rektor. BerNn-Paniow, Porfstr. 29. Reinickendorf, Gra! ÖÖ7) ödern-Ällee j8. Vom Kreiswahlvorschlage des Wirtschaftsverbandes Groß-Berlin. 6 Keine. Hierzu die(siehe unter A) von den Stadtwahlvorschlägen gewählten Stadtverordneten 62 225 jusaunnen. Sofern sich der Verwaltungsbezirk mit dem Bezirk eines Wahlkreises deckt, gehören die sämtlichen im Wahlkreise gewählten Stadtverordneten gleichzeitig der Bezirksvcrsammlung als Mitglieder an. Sofern ein Wahlkreis aus mehreren Verwaltungsbezirken besteht, verteilt die Stadtver- ordnetenversammlung die in diesem Wahlkreise gewählten Stadtverordneten auf die Bezirks- Versammlungen der beteiligten Verwaltungsbezirke.(§ 15 Nr. 1(2) und(3) des Gesetzes vom 27. April 1920.) •) Zahl der Stadtverordneten in Kreit«. (Tgb.-Nr. 1244 Wahl. 20.) Der leitende Wahlkommissar für die erstmaligen Wahlen zur Stadtverordnetenversammlung und zu den Bezirksversammlungen der neuen Stadtgemeinde Berlin. I. B.: Loehning» Stadtrat. ' Nachrnf! Am 30. Juni verstarb nach langem, schwerem Leiden! unser langjähriger Wcrlfiihrer ftnton Schiebel. liebet 45 Jahre waren wir in gemeinsamer Arbeit mit ihm verbunden. Seine Treue zur Finna unter drei Generationen, sei» vorditdliches Pflichtbewußtsein»nd seine umfangreichen Fachtenntnisse und praktischen Er- sahrungen haben ihn zn einer besonderen Vertrauens- Itellung bei uns geführt. Hochgeschäßt bis zu seinen letzten Stunden und von seinen Mitarbeitern geliebt und verehrt, betrauern wir seine» Verlust ans das schmerzlichste' Ein treue« Andenke» wird ihm für alle Zeit bewahrt bleiben. 82/5 <9. Schleicher». Co. Mo, Ldesterkielö. Sovereign, �strkux, T.& B., Happy.Pieo.Massary.Wenesti, billijjst. Selbstv. Bülowstr. 94. An Bahnstation Görlitz. Bahn Kirsete-und Kartolfelland- Parzellen von 303 Mk. an. Rödel, Skahtzer Straße 143. f itMMM der«Wils- sslWeMeii MfWiiös"Z'Z" Heute, Mittwoch, den 7.Juli, nachm. 4 Uhr, findet in der Bockbrauerei, Fidicinstraste, eine Vollversammlung aller dienstfreien Beamten der Sicherheits- pölizci statt. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen wird gebeten. 230/9'©et vorstand. Eilangebot: Verkaufe billigst 2 Schiebeküren, doppelteilig, Größe 220 y 260. Eifendlumeaglkter für Fassade. Nlädel und Spiegel, passend fiir Modehau«. Nlarmorkainloe ujw. Sesichkigung: Mohrenstrobe oo. 71/2 >Vir garantieren kür sokort. Wirkung unserer Präparate - varum lassen Sie sich nichts anderes aufreden I—————— „Pai"-Wanzentod Radikalmittel in Flaschen 3.75, 5.50 und 8.25 Mark „Reyberol" Nr. 1 gegen Krätze, Hautjucken, Hautausschläge usw. Flasche 7.— Mark. „Reyberol" Nr. 2— Haarwasser— vertilgt sicher Kopfläuse und Brut, beseitigt Schuppen, Schinnen, Jucken der Kopfhaut. Flasche 5.~ Mark. „Mottenteufel". Bester und sauberster Mottenscbutz. 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Juli 1920 zu richten an OFISSUSSEIIUS öMigll L �limmÄ' Ferner suchen wir einen SetriebsrStesekretSr, dessen Aufgabe es sein soll die Leitung der bereits eingerichteten Betriebsrätezentrale und die Durchbildung der gewählten Betriebsräte mit Hilfe der Betnebsräieschule zu übernehmen Gerechnet wird auch hier mit einer Kraft, die eine langjährige Betätigung im Gewerkschaftsleben nachweisen kann. Angebote mit der Aufschrift„Sekretär' bis zum 18. Juli an die gleiche Adresse. 230/4" i Nr. ZZK ❖ Z7. Jahrgang 2. Heilaa WßSerlw Das Parlamant öe? Cinheztsgememöe. Von d-n 223 Grog- Berliner SlaMverocimeien baben bisher eiwos über 200 die Annahme der Wahl erklärr. Von den Spitzen- landldaten der Unabhängigen und der So�ialdsmokratischen Parle! in allen 13 Wahlkreisen gewählten Bewerbern hat Stadlverordneler Heimann in Berlin Ü iTiergarten) und Dr. Wehl in Berlin I lMitle) angenommen, so dah in allen übrigen Wahlkreisen die bereits vom Wahlausschutz bezeichneten Ersatzmänner nachrücken. Der Obsrpräsidcnl wird, obwohl noch nicht alle Annahmeerklärnngen vorliegen, die Einladungen zur ersten Sitzung der neuen Stadl- verordnetenversammlung nach dem Festsaal des Berliner Rathauses ergehen lassen. In den Kreisen der Stadtverordneten besteht der Wunsch, datz diese Sitzung möglichst noch vor Mitte dieseSMonats stallfinden möchte, was wohl auch der Fall sein wird. Der Festsaal des Berliner Ratbauies macht jetzt einen kahlen, nüchternen Eindruck, wie ihn alle Umzüge hervorrufen. Ob esmög- lich sein wird, später durch Umwandlung der beguemen Polster- stuhle in Klappsitze und die Umbiegung der halbkreisförmig ange- ordneten Sitze in gerade Reihen den Raum für die 223 Stadtverordneten des neuen StadtparlamentS zu schafien, bedarf noch der bauiechnischen Prüfung. Im Festsaal sind an der nach der Spandauer Stratze zu gelegenen Fensler- wand die unteren Hälften der hochbogigen Fenster durch schwarze Decken verkleidet und so gedunkelt. In der Mitte der von hohen Säulen unterbrochenen Wand ist der Borstandk tisch ausgebaut, davor der Stenographen- und Aktcntisch und in geraden Reihen die Sladtverordnetensitze ohne Tisch. Für die Zubörer sind Stühle an den schmalen Seilen, für die Presse erhöhte Tische an der breiten Rückwand bereitgestellt. Das Ganze ist ein Notbehelf, der für die ersten Sitzungen ausreichen mag. * Jetzt liegen auch sämtliche Wahlergebnisse für die 20 Bezirksversammlungen vor. Danach setzen sich die 760 Bezirksverordneten aus 420 Soziali st en und 340 Bürgerlichen zusammen._ Die Sozialdemokratische Fraktion der neuen Berliner Stadtverordnetenversammlung hat sich gestern konstituiert. Sie wählte zu ihrem Vorsitzenden den Gen. Hugo Heimann, zu seinem Stellvertreter Carl Mermuth. Neukölln; als ersten Schriftsührer Adolf Ritter, als zweiten Dr. Borchardt, Charlottcnburg, und als Beisitzer Otto Frank. Es wird weiter gekirschelt. Eine vom Zlv eckverband Berliner Fruchtgrotz- Händler einberufene Versammlung nahm davon Kenntnis, datz die Befürchtung eingetroffen ist, datz infolge der von der Preis- prüfungsstelle Beilin empfohlenen Senkung der Preise für Kirschen die Wate vom Berliner Markt ferngehalten ivird. Tie Berliner Grotzbändler, vertreten durch den Zweckverband Berliner Frucht- grotzhändler, die die Verantwortung für diesen Zustand nickt über- nehinen können, erklären daher, datz ne ihren Beschlutz bezüglich der von ihnen veröffentlichten Angemessen Heilspreise für Kirschen und Beerenobsl, womit sie den guten Willen zeigen wollten, den Interessen der Konsumenten zu dienet!, zu- rückziehen und es nunmehr der freien Wirtschaft überlassen müssen, die Preise nach Angebor und Nachfrage zu regeln. Die Kirschendebatte geht ans diese Weise lustig so lange weiter, bis eS keine Kirschen mehr gibt. Obsizllchtsr. Grotzhändler und Kleinhändler weisen jeden Verdacht des Wuchers entrüstet von sich, versichern, alles Mögliche zur Befriedigung der Bevölkerung getan zu haben, während die Kirschen weiter zu Wucherpreisen verkaust werden. Die Berliner Bevölkerung könnte sich dieses einigermatzen lächerlich wirkende Lamento der Protestierenden ersparen, wenn sie sich strikte weigern würde, Preise, die über das Matz des heule billig Erlaubten hinausgeben, zu zahlen. Bis diese Einsicht allen Kreisen gekommen ist, wird wohl die Kirschenernle beendet sein. Ja, wenn wir den freien Handel hätten! Zu den Klagen der Bevölkerung über die H ö h e d e r L e b e n s- mittelpreise uni> dem Protest der Warkthallenstandinhaber gegen die Erhöhung der Standmieten teilt ein Freund unseres Blattes uns die Meinungsäutzerung eines ihm bekannten Standiiihabers aus den Zentralmarkthallen mit. Ter Händler hat ihm oft in den rosigsten Farben die Zeit ge- schildert, wo erst die Zwangswirtschaft wiüer aufgehoben wäre, wo bei freiem Handel jeder seine Kartoffeln, sein Fleisch, seine Butter hätte und niemand zu hungern brauchte. Bei der Zwangswirtschaft werde nur, erzählte er immer, durch ein ungeheures Heer von Faulenzern mit hohem Gehalt und durch die Verluste an nicht fach- gcmätz behandelten Nahrungsmitteln ein von den Verbrauchern zu bezahlender enormer Preisaufschlag herbeigeführt. Nichts kann uns, pflegte cc zu schlietzen. wieder hoch brmgen, als der freie Handel; den müssen wir haben— je eher, desto besser! Ms dann die Standmietenerhöhung kam, klagte er, datz er für seinen Stand. der früher mal 60 M. gekostet habe, jetzt 430 M. zahlen müsse. Und, sein Herz ausschüttend, fuhr er fort:.Ja, wenn wir den freien Handel hätten! Tann wäre ja noch eher was zu machen— dann hättenwirauchdiePreiseinderHand und wüßten, wo wir unseren Groschen dran verdienen könnten. Aber jetzt bei der Zwangswirtzschast hat man ja zu kauen, datz man sein Durchkommen hat. Alle wollen wir den freien Handel!" Diese Aeußeruuq zeigt, wie die»Hilf e" aussähe, die dem Volk durch Aushebung der Zwangswirtschaft gebracht werden soll. Verbot der Ersatzlebensmittel. Mit dem 80. Juli 1920 ist. wie die„P. P. N." hören, die Frist abgelaufen, nach der früher genehmrgle Eisatzlebensmittel, die aber den neuen Richtlinien der Verordnung vom 30. November 1910 (.Deutscher Reichsanzeiger" vom 2. Oktober 1919, Nr. 223; Ab- druck ilt den«Mitteilungen für Preisprüfungsstellen" vom 13. Ol- tober 1919, Karl Hcymanns Verlag, Bahn. Maucrstr. 44) nickt entsprechen, aus dein Verkehr gezogen werden müssen. Damit schalten Erzeugnisse aus dem Verkehr, die teils ihrer Minderwertig- keil wegen, teils weil sie geeignet find, den Verbraucher grob zu täuschen, wie z. B. die sogenannten„alkoholfreien Liköre", für die die Verbrancherverbände und auch die Abstinenzler sich nie erwärmen konnten, nicht im Handel geduldet werden können. Die zuständigen Stellen sind gehalten, aus vorkommende Versrötze gegen die Ver- ordming zu achiai. Der Handel wird seine alten Bestände an Er- satzlebensmiiteln, die vor dem 13. September 1919 schon hergestellt worden find, darauf hin einer Sichtung umerzlehen müssen. -sonders�chwiersge Ernähtungsve:häl>ntsse hierzu Ei» brennender Fah: stuhl im Neichstirgsgebäude alarmierte gestern während der Sitzung einen Teil des Hau'es. Ein zu den Tribünen führender Fahrstuhl war durch Kurzschluh in Brand geraten und der Ranch drohte den in dem Fahrstuhl befindlichen Führer Hoppe zu ersticken. Durch seine Hilferufe wurde» Pressevertreter aui der Tribüne aufmerksam, die Wasser in den Fahrstuhlschacht gössen, so datz der Brand gelöscht wurde. Amtlich wird dazu noch gemeidet: Der Brand brach im Fahrstuhle infolge eines Kurzschlusses aus. als der Fahrstuhl von dem Zwiichengeschotz nach dem Erdgcschotz in Fahrt war. Der Fahr- stuhlführer setzte sogleich den Alormapparat in Bewegung und aus dem Maschinenräume erschienen sofort die Monteure, schalteten d>e Maschine des Aufzugs aus und drehten den Auszug langsam her- unter. Die Kabine wurde sodann im Erdqeschosse ohne Schwierig- keilen von dem Fahrstuhlführer selbst geöffnet und der durch den Rauch etwas benommene Fahrstuhlführer ins Freie geschafft, wo er sich alsbald erholte, so datz er sich obne fremde Hilie zuist Feuer- webraulomohil begeben konnte, das ihn ins Krankenhaus zur ärzt- lichen Untersuchung brachte. Reisccrlcichtcrungen für Bayern. Ab 1. Juli werden die für den Fremdenverkehr Bayerns bisher bestehenden beschränkenden Be- stimmungen ausgehoben und es treten dafür folgende in Kraft: Es ist, wie im Vorjahre, von diesem Tage ab ein freier Anfenibalt von 14 Tagen— ohne amtsärztliches Zeugnis�— und eine Be- herbergungshöchstziffer von 30 Prozent zugelassen. Bei Einmietung in Privathäusern und bei Landwirten mutz in Heilbädern, Kurorten und Erholungsplätzen, sowie in Orten mit weniger als 6000 Eiir wobnern eine schrirtliche Erlaubnis der Bezirkspolizeibebörde eingeholt werden, die jederzeit widerruflich ist Beamte, Anaestellte. Arbeiter und Militärpersonen können auf Grund ihrer Urlaubs- beickeinigung der vorgesetzten Dienststelle oder Betriebsleitung für den Zeitraum Ins zu höchstens vier Wochen Aufenthalt nehmen Di bayerische. qierung will Beschränkungen nur dort eintreten zu äffen, wo zwingen. Für den Verkehr mit den Nordscebädcr» hat man während der Hauptreisezeit verschiedene Verstärkungszüge in Betrieb ge- setzt. So wird neben dem direkten Tages-v-Zug ab Berlin, Lehrter Bahnhof 8.12 früh über Bremen— Hude— Otdenburg— Emden nach Norddeich ab 1. Juli ein Nackt-O-Zug mit Schlafwagen ab Lehrter Bahnboi 11.23 abends auf derselben Strecke befördert. Beide Züge, die in NorddeiÄ An'chtutz nach Norderney haben, führen Kurswagen bis Emden-Autzenharen, wo Anichlutz nach Borlum ist. In Nord- deick Schiffsgelegenheit nack Juist. Jede weitere Ausknnfr über die Nordsecbäder erteilt das Deutsche Berlchrsbureau, Berlin, Pols- damer Bahnhof. Beschlagnahmte Wäsche. Am 3. Juli 1920 wurden in einem Lokal in der Kcpvennratze zwei Pakete mit feuchter Leib- und Ti'ch- Wäsche, Hand- und Frottiertücher sowie eine rot und grüne Kaffee tischdecke durch Beamte der Sicherheitspolizei beichlognabmt. Die Wäscke ist gezeichnet: E. D., E. oder 0. X., E."W,, G. L.. S. A, H., F., F. H. und F. Wahrscheinlich ist sie vom Trockenboden oder aus einer Restauration gestohlen. Eigentümer wollen sick Andreas- stratze 62, Zimmer 1, bei Kriminaloberwachtmeister Weichrld melden. Milchbelicfcrung. Von heute ab wird bis auf weiteres auf dle Gl- und GII-Karten y, Liter Vollmilch verausgabt. Tie übrige Belieferung bleibt unveränderl. Republikanischer Fübrerbund. Bezirk Martendorf- Tempel b o s. Heute abend L Uhr bei Waiisle, Ringbahuslr. 4: Mitzlicderocrsimrw Iimg. Beilragszabümg. Tagesordnung wird bekanntgegeben. Vollzähliges Erscheinen dringend erwünscht. Wcißensec. In der Gemeindevertrcterfitzung wurde an Stelle sde ausgeschiedenen Genossen Jabnke der Genosse N erlr ch in sein Amt eingeführt und durch Handschlag verpflichtet. Der Vorsitzende machte weiter bekannt, datz der zum kommiffarischeir Landrnt des Kreises Niederbainim ernannte Gemeindeschöffe Genosse Schle in minger aus dem Gemeindevorstand ausgeschieden und an dessen Stelle der Genosse Kasiske gewählt und mit der Leitung des Lebensmittelamtes betraut worden sei. Hierbei kam eS zu einem Zusammenstotz mit der Fraktion der U. S. P., welche dem Genossen KasiSle das Recht absprach, Nack- folger des Genossen Schlemminger als Gemcindeschöffe zu werden, da Genosse Kasiske seinen Wohnsig nicht mehr in Weitzensee habe. Diese Angelegenheit hatte noch ein Nachspiel in der geheimen Sitzung der Gemeindevertretung anlätzlich des Antrages aus Erhöhung der Aufwandsentschädigung für den Scköffen Andres, U. S. P. Von den 22 zur Verhandlung stehenden Punkten der Tages- ordnuug sind besonders hervorzuheben: eine vom Kreis Niederbarnim geforderte Nachtrags st euer in Höhe von 212 718 M. Diese Nachforderung halle eine erneute Er- böhuiig der Einkoinmensteuer um 22 Pro z. zur Folge gehabt, ferner eine Erhöhung der Abgaben für bebaute und unbebaute Grund- Mittwoch, 7. Mi 1�20 stücke usw. Die Gemeindevertretung lehnte die Nachforderung e i n st i m m i g ab. Für den Betrieb der Quäkeripeisung wurden weitere Mittel bewilligt. Für die Fortführung der Notslands- arbeiten in den Parkanlagen an der Amalienstratze wurde ein iveilerer Betrag bis zu 30 000 M. bewilligt. Den bedüritigen Kriegsbeschädigten wurde freie Behandlung durch den Gemeindearzt. ebenso den Angehörigen bedürftiger Kriegsbeichäoigier und Kriegshinterbliebener bewilligt. In der g e h e i m e n Sitzung wurde ein Antrag behandelt, den beiden Schöffen Bautz und Andree sll.S.P) die monatliche Dezernatszulage von 600 M. auf 1000 M zu erhöhen, neben der allen Schöffen zustehenden Aufwandsentschädigung von monallich 300 M. Vom Genossen Hodapp wurde diese geforderte Zulage aus iacklichen Gründen ablehnend besprochen. Beim Schöffen Andres sprächen auch persönliche Gründe mit. Deni Schöffen Andree sei das vorzuwerfen. was den matzgebenden Beamten unter dem wilhelminiichen Regime zum Vorwurf gemacht wurde: datz Andres nämlich versuckte, ein ihm von der Kommune übertragenes Amt politisch zu mitzbrauchen. Andree war bei der Wahl des Genossen Schlemminger zum Landral des Kreises Niederbarnim in der Krcistagssitzung mit dem Genossen Kasiski hart zuiammengeraien. Aus diesem Grunde versuchte Andree in seiner Eigenschaft als Dezernent des Wohnungsamtes dem Genossen Kasiste die möbl'erie Wohniing zu entziehen. Andree glaubte dazu berechtigt zu sein, weil Kasiske seine Familie auf dem Lande angesiedelt hat. er selbst bat aber seinen Wohnsitz in Weitzensee noch niemals aufgegeben. Der Antrag wurde abgelehnt; Baiitz halte schon während der Beratung seineu Verzicht aussprechen lassen. Groß-öedmee Parteinachrichten. Morgen, 8. Juli. 17. Abt. Die-mgetündirte Versammlung findet nicht statt. Friedrichsfelde.'Iß I hr autzerordcntbche Gencralveilnmml'ing. Treptow- Bnuinsctiülcnweg und ZlrbeitSgeuleilischasr Tiidost. Gr otzcs Srn mcrsesl nm Sonnabend, 10. Juli, im„Paiadicsgarien". Treptow. Anfang 3 Ubr. Beginn des Festteils 3 Uhr. Billetts sind zu baben bei den Beziikssnbrern und Genossen Scheidet Bouchsstr. 83, Röhricht, Baum- schulenstr. 37, Krause, Oppelner Str. 32, Schmidt, Wrangclstt. 64. �ugenüveranstaltungen. Heute l/28 Uhr: Soziatistische Schülersektion: Zentraljugendheim, Lindcnstratze 3, 2. Hos. lints 3 Treppen: Tiskussionsabend: Agitation am den böbercn Mädchenschulen. Alle sozialistilch denkenden Schüler und Schülerinnen sind berzlichit eingeladen.— Charlotleiiburg: Jugendheim. Rosinenslraye 4 iVollsbaus): Mädchcnabend.— Grunewald i Jugendhcim, Gemeinde- schule Delbrückslr. 29: Mitqliederveisammlung.— Mahlsdorf i Jugendheim, Walderieestratze ISchuIe): Mitgliedcrvcisammluug.— Marien- dors: Jugendheim, Lyzeum, Ringslraye: Mitgliederversammlung.— C stcu-PeterSlurger Viertel: Jugendheim. Stras.mannstr. 29: Mädchcu- abend.— Prenzlauer Vorstadt: Jugendbcim, Senesclderslr. 6: DiskuistonSabend: Die Parteien im neuen Reichstag.— Rolcnthal: Jugendheim, Gemeindeschule Aallanienallee: Milgliederversaninilung.— Roienthaler Vorstadt: Jugendheim, Bcrgstr. 36: Milgliederversamm« lung.— Südosten- Reicheubel gcr Viertel: Jvgenddeim, Glogaucr Slraße 12/16 lSchulc): Mitgliederversammlung.— Staaken: Jugend- beim, Garlcnstadlschnle: Mädchenabcnd.— Tcmpclhoft Jugendheim. Lyzeum, Gcrmaniaslraße 3/6: Milgliederoersanimlung.— BOedding: Jugendheim, Gciangssaal der 14. Realschule, Lüüicher Stratze 33: Mit- giiederveriammlung.— Westen; Jugcndbeim, Kanlinenraum der Bau- geiveibeschnle, Kursürstenstr. 141: Mitglieder Versammlung.— WilnierS«'IT darf: Jugendheim, Gejangssaal der Oberrealjchule, Am Seepark: Mit- gliederversammlung. Sport. Rennen zu Grunewald, Dienstag, den 6. Jnli. 1) Preis von Langenbielau 16 000 M., 1400 Meier. 1. Wachtel lH. Lewickil. 2. Granit lH. Freytag), 3. Offensive(H. Schmidt). Tot. Sieg 87:10, Pl. 20, 14, 24. Ferner liefen: Medardus(4), Gewerke i5), Page<6>, Cilly, Schwalbe. 2. Versuchsrennen der Sturen 9000 M.. 1000 Meter. 1. Hellebarde(Sieulet), 2. Douschka(Zimmermann), 3. Mnrga(Olejnik'. Tot. Sieg 44: 10. Pl. 14, 16, 23. Ferner liefen: Herzegowina(4), Smaragd, Monika(5), Margarete(6).—3. Adonis- Rennen. 40 000 M. 2400 Meter. 1. Skarabae(Zimmermann), 2. Wanderfalke(Rasten« berger), 3. Erzeliior(Janet). Tor.: Sieg 34:10, Platz 17, 13. Ferner liefen: Georgios l4), Chamino(51, Wächter(6).— 4. Charlottenburger Ausgleich. 16 000 M. 1600 Meier. 1. Provinzler(Hellebrandl), 2. Rittersporn(Jentzsch), 3. Sprinaer sBr. Wenzel). Tot.: Sieg 33:10, Platz 20, 24, 13. Ferner liefen: Machthaber(4). Tarlatan(3), Felmy<6!, Baltasar, Vollmacht.— 3. Preis von Steinach. Ehrenpreis uiid 22 000 M., 2000 Meter. 1. Hanswurst(Dyhr), 2. Seehanscn , Feva(3), Tanz 16).— 6. F a b u l a« Nennen. 27 000 M.. 1600 Meter. 1. Prämie(Janck), 2. Orla (Olcjnil), 3. Grollenicht(O Schmidt). Tot. Sieg 33:10, Pl. 14. 16, 17. Ferner liefen: Mur(4), Orne(5). Augustenburq(6), Berthalda.— 7. W i l m e r s d 0 r f e r Ausgleich 1600V M.. 2200 Meter. 1. Ikarus(Br. Wenzel). 2. Orilus(Janck). 3. Gwet lHugueitin).� Tot. Sieg 46:10, Pl. 17, 19, 34. Ferner liefen: Siebenschläfer(4). Luftfahrt(5), Segantini(6), Wigamur, Furchtlos, Correggio, Palinur, Rayak, Berliner, Prophetin, Feierabend, Friedensziel, Sigrid. Tor groste Matadorenprets ist das nächste Ereignis aus der Olhmpla-Radrcnnbabn, das am Sonntag, 11. Juli, nachin. 4 Uhr, zur Austragung gelangt. Das Rennen führt über 100 Kilometer in 2 Läusen über je 50 Kilometer. Als Starter gelten Lewanow, Weis, Pawle, Sawall und Hoffmann. Freie Schwimmer Eharlottenburg. Monatssttzung, 7. Juli, Im PolkShauS, Rosinenstr. 3. Gen. W. Ketztcr über.Rettungsweserr". -ehalten Sie in kurzer Zeit durch meine Spezialmethode. 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Äftne« Opercttcnhan« 7J::Ka{iiPal.-Pkant3St.Bal!e(l Veues Tolktitheater ühr: Die 3 Zwillinge Thalia-Tli enter Sf? ihre fiolieitiiie Tänzerin Tli.aiuXollendorfpIatr. 7"i Eine iacht im Parailies U.: Theater f. d. Alt. Jnkobstr. 7»/, U.: � ßieyersctiwund.Fauline. IViiIlner-Theater Tilir: Tannhünser. Walhalla-Theater. v/tUhr: Raserneninft. Volksbühne Theater am Bülowplatz. 7v,uhr: Bruder Martin Lessing-Tlieater. SommerBplelzelt Allahendlich 8 Uhr: iiiloiisti D.Glas dJungfran Deutsches Künstler-Theater Allabendlich 7'/? Uhr: Die bessere Hälfte mit Mai Adalbert. Zigaretten ohne Munbslück 100 6tüd Ml. 25,— an. Zigarren, 100 Stück Mf. 55,- an, L. Manheimer, Berlin. Bergmannstr. I(n.Kreuzbtrg). Aus erster Hand! Z Zigarren{ Qualifäisw.°/« 490 M. mit Steuer. Vers. Nachn. nicht unter'/,»Zoe Aranz Cnmpe. 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M. ab gegen Dividendenschein Nr. 54 bei dem Bankhause Qeors Frombepj; 4k Co., Berlin, Jägerstr. 9, zur Auszahlung. Berlin, nen 3. Juli 1920. Berliner Spediflons- und Lagerhaus- Aktien-GeseDschalt (vormals Bartn de Co.) Der VorstaneL 300 DliUe Zigarren in der Preislage von ML 425,— Steuer ab"'S' I ' Zigarren 1 I | Qualität, in 1/1 " ofsi bis 1500.— pro Mille Infi. rtieater T'/.l | Direkt. James Klein, f Juli 1920 Neue Natura lebende Kunstwerke von de Vry 1 Mauß tollkuhneS I TODESFAHRT I 2 Aegirs in ihrer Szene am Meeresgrund Mary iZIMERMANf 1 v. Dtsch. Opernhaus| [ in ihren Tänzen 5 YÜMÄZETTIF c znsations- Akrobater, I und ) weitere Sensationen Winter- Galten Täglich 7. 15 LThr: Variete-Spielplan Rauchen gestattet! � w__ tchnah« gibt ab. Grossisten gesucht. 764D Spranz Gehme, ZvigarrenkadrZk, Ralnlcboa 1. Sa Der Gewinn-Aiiteilschein Anteile wird mii M. 60.— fBr die Stöcke von MM.. 120— für die Stücke von 1200 M. vom 6. Juli 1920 an bezahlt in Berlin bei unserer Kuponskasse, W., Behrenstr. 43/44, „ Aachen bei dem A. Schaaffhatiscn'scben Bankverein A.-Q., Filiale Aachen, „ Augsburg; bei der Bayerischen Dlsconto- nnd Wechsel-Bank A.-Q-, , Barmen bei dem Barmer Bank-Verein Hinsberg, Fischer 4k Comp., „ Bielefeld bei der Dlrectlon der Dlsconto• Gesell. schalt, Filiale Bielefeld, , Bonn bei dem A. Schaaffhausenschen Bankvnreln A.-G., Billale Bonn, , Brannschwelg bei der Dlrectlon der Dlsconto. Gesellschaft, Filiale Brannschweig, m Bremen vei der Dlrectlon der Dlsconto• Gesellschaft, Filiale Bremen, , Breslau bei dem Hsnkhause E. Helmann, bei dem Bankhaus« Q. v. Pachaly's Enkel, , Cassel bei dem Bankhause L. Pfeiffer, „ Coblenz bei der Dlrectlon der Dlsconto• Gesellschaft, Filiale Coblenz, . Cöln bei dem A, Schaaffhausenschen Bankverein A..G., bei dem ßankhause A. Levy, bei dem Bankhause Sal. Oppenhelm}r. 4k Cle., „ Crefeld bei dem A. Schaatthauscn'schen Bankverein A.-G.. Filiale Crefeld, „ Danzlg bei der Dlrectlon der Dlsconto-Gesellschatt, Filiale Danzlg, , Dessau bei der Dlrectlon der DIscoBto-Geaellschatt. Filiale Dessau, „ Dresden bei der Allgemeinen Deutschen Credit. Anstalt, Abteilung: Dresden, bei dem Bankhau-e Philipp Ellmeyer, „ Dflsseidort bei dem />. Schantfbausen'schen Bankverein Düsseldorf A.-Q., „ Elberfeld bei dem ßankhause von der Hcydt-Kersten & Söhne, „ Essen bei der Diroction der Dlsconto.Gesellschaft, Filiale Essen, „ Frankfurt a. M. bei der Dlrectlon der Dlsconto- Gesellschaft, Filiale Frankfurt a. M., bei der Deutschen Effecten- und Wechsel-Bank, „ Halle a. S. bei dem Halleschen Bank.Verein von Kullsch, Kaempl 4k Co., bei dem Bankhause Rclnhold Steckner, » Hamburg bei der Norddeutschen Bank in Hamburg, bei der Vorclnsbank in Hamburg, » Hannover bei der Dlrectlon der Dlsconto• Gesell. schalt, Fllllale Hannover, bei der Hannoverschen Bank, hei dem Bankhaute Ephraim Meyer 4k Sohn, bei dem Bankhause A. Spiegelberg. „ Hildesheim bei der Dlrectlon der Dlsconto.Gesellschaft, Filiale Hildeshelm, » Karlsruhe 1. B. bei der Süddeutschen Dlsconto- Gesellschaft A.-G., bei dem ßankhause Veit L. Homburger, bei dem Bankhause Straus 4k Co., „ Königsberg I. Fr. bei der Dlrectlon der Dlsconto- Gesellschaft, Filiale Königsberg 1, Fr., Berlin, den 5. Juli 1920. in Leipzig bei der Allgemeinen Deutscbea Credit» Anstalt und bei deren Abteilung Becker 4k Co., „ Lübeck bei der Dlrectlon der Dlsconto-Qesellscbaft, Filiale Lübeck, „ Magdeburg bei der Dlrectlon der Dlsconto-Oesell- schalt, Filiale Magdeburg, bei dem Bankhause F. A. Neubaner, „ Mainz bei der Dlrectlon der Dlsconto-Gescllschaft, Filiale Mainz, „ Mannhelm bei der Süddeutschen Dlsconto-Gescll- schalt A.-G., „ Meiningen bei der Bank für Thüringen vormals B. M. Strupp A.-G.. „ Mülheim(Ruhr) bei der Dlrectlon der Dlsconto- Gesellschatt, Filiale Mülheim(Ruhr), „ München bei der Bayerischen Hypotheken- 4 Wechsel-Bank, bei der Bayerischen Vereinsbank, n Münster I. W. bei der Dlrectlon der Dlsconto-Gesellschatt, Filiale Münster L W., der Nürnberg bei Bayerischen Dlsconto« and hK Wechsel-Bank A.-Q., bei dem Bankhause Anton Kohn, Posen bei der Dlrectlon der Olsconto-Oesellschaft, Filiale Posen, Saarbrücken bei der Direktion der Dlsconto-Ge- Seilschaft. Filiale Saarbrücken, „ Stettin bei der Dlrectlon der Dlsconto.Gesellschaft, Filiale Stettin, , Stuttgart bei der Dlrectlon der Dlsconto-Gesell- ' Schaft. Filiale Stuttgart, bei der Königlich Württembergischen Hotbank, G. m. b. H., , Trier bei der Filiale Trier, sowie bei unseren Niederlassungen in Andernach, Aschersleben, Bad Oynhausen, Bocfautn, Burg b. M., Cannstatt, C5penlck,Cöthen I.A., Cüstrln, Detmold, Ehlingen a. N., Feuerbach, Frankfurt a. O., Freudenstadt. Friedrichshafen, Qelsllngen-Steig, GleQcn, Gronau 1. W., Hai- berstadt, Hattingen, Herford, Homburg v. d. H., Kirchhelm n. Teck, Lemgo, Ludwlgsburg, Minden I. W., Mühlhausen I. Th., Naumburg a. S., Nordhausen, Ottenbach a. M., Peine, Potsdam, Ravensburg, Reutlingen, Rheine I.W., Sagau, Salzwedel, Schwäb. Gmünd, Schwäb. Hall, Schwenningen a. N., SoranN.-L., Stendal, Tilsit, Tübingen, Tuttlingen, Ulm a. D., Vaihingen a. d. F., Wiesbaren, Wildbad, Zutfen- hausen, bei den Niederlassungen des A. Schaafthansen'scheo Bankvereins A.-Q. In Benrath, Berg, Glad- barh, Beuel, Brühl, Cleve, Cöln-Mülheim, Dinslaken, Duisburg, D.-Melderich, D-Ruhr» ort, Dülken, Düren, Emmerich, Eschweiler, Euskirchen, Geldern, Godesberg, Greven- brolch, Hamborn, Kaldenkirchen, Moers, NeuU, Neuwied, Odenkirchen, Rheydt, Siegen, Viersen, Wesel und der Nordddeutschen Bank In Altona und Harburg a. B. Die Einlösung findet bei uns und unseren Niederlassungen, bei dem A. Schaaffhausen schen Bankverein und der Norddeutschen Bank In Hamburg und deren Niederlassungen vom 6. Juli an in den Vormittagsstunden von 9 bis 12 Uhr statt Bei den anderen Stellen Ist die Einlöiungsfrist auf die Zeit vom 6. Juli bis zum 51. August 1920 begrenzt Direction der Discoirfo-Gesellschafi. KrlegßtnleHit wird mit 84% in Zthlmig ganommen. Somicertti. 6R0SS-BEIIL1II (Kliems) Hasenheide 15. Tag; so'.: Üperett.-Scblag. Was junt-e SIHdclien trümiien 1 i yfmrnrr rm Für, die Reise: XnVr Sport Trikot-Jacken 51, 68, 125, 215, 270. Kunstseide 325 Impr. Regenmäntel 229. Seidenmäntel 300, 390. Lodenmäntel mit Kapuze 246, 390. Lodenkostüme setir Mg. Covertcoatmäntel 250 bis 495, Kostüme 135 bis 1200, Gummimäntel für Damen 445, für Herren 585, Pelzmäntel 2500, 4200, 6700, Reise-Ulster 146, 225. Plüschmäntel jetzt extra blMga Preise. WeMmam Prems. Stoats-KIassenlotterft! 214 ODO Gcu üuie nnd 2 Prämien hl 5 Klassen mit rund 97MillionenM«k .tc:! Million Mam rwhinis iler 1. 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Warschau: Tie Bolschetviki haben die erwartete Offensive an der Nord'ront- nördlich der Dahn Molodetschno— Polozk begannen. Fünf Divisionen, Tanks und Panzerzüge wurden gegen den Durchgang zwischen den Seen südlich von Schadow und nördlich der Bahn angesetzt. Ter Durchbruch des ersten Vorstoßes wurde verhindert. Rücktritt ösr efthnifcksk; Regierung. Nevnl, 6. Juli.(XU) Tie sozialdemokratischen Mitglieder des esthnischcn Kabinetts machten der kon- stituierenden Versammlung von ihrem Rücktritt Mitteilung. Dem- zufolge hat die günze esthnische Regierun.g ihre De- Mission eingereicht. Die Kammer übertrug darauf dem Präsidenten das Recht, mit den einzelnen Parteien rnnerhalb der lonstiiuierenden Versammlung die Bildung der neuen Rcgierung zu regeln. Me öie Freigabe üer Kriegsgefangenen. Tie Offiziersvcreinigung a» Marschall Foch. Vcrli», 6. Juli. Die Osfizicrsvereinigung der Deutschen R e p u b l i k bat durch Vermittlung der lranzösischen Botschasl zu Berlin a n d e n Marschall Foch»ach Spa sol- gendeS Schreiben gerichtet: „Herr Marschall, m Frankreich befinden sich noch deutsche Kriegsgefangene, die dort Gefängnis- und Zuchthaus- strafen verbüßen, tvelche sie, wie uns berichtet wird, teilweise erhalten haben bei Fluchtversuchen und bei Handlungen, die damit im. Zusammenhang stehen. Di- Offiziersvereimgung der Deutschen Republik richtet an Sie, Herr Marschall, als den ersten Offizier Frankreichs, die Bitte, Ihren Ein- fluß aufwenden zu wollen, daß alle diese unglücklichen Menschen, auch wenn sie andere, als die oben genannten Taten begangen laben, der Freiheit, ihrem Vaterlande und ihzx-n Familien wiedergegeben werden. Die Osfiziers- Vereinigung der Deutschen Republik hat eS sich zur Aufgabe gesetzt, an der Demokratisierung unserer Nation, in Sonder- he:t deS deutschen Offizierskorps und an dem großen Werk der Völkerversöhnung mit ganzer Kraft mitzuarbeiten. Helfen Sie uns. Herr Marschall, bei der letzteren Aufgabe durch Ihre warmherzige Befürwortung unserer Bitte bei Ihrer Regierung." �• Nach einer Mitteilung der Agence Havas befinden sich in Frankreich noch 3S0 deutsche K r i e g s g es a n g e n e, die dort im Lager Avignon zurückgehalten werden. Der größte Teil davon wird zu land- und forstwirtschaftlichen Arbeiten verwendet und ihr Befinden soll, nach der französischen Quelle, nicht elend sein. .Havas meldet dazu weiter: Deutsche Delegierte sollten in nächster Zeit das Lager Avignon besuchen und dem Präsidenten der Repu- blik Begnadigungsgesuche unterbreiten, so daß eine große Anzahl der Gefangenen freigelassen werden krnine. Ein Eingriff in öie �bftimmungsrechte. Polnische Machenschaften in Ostpreußen. Der Entscheidungskampf unk das o st p r e u ß, s ch e Ab- stimmungsgebiet rückt in greifbare Nähe und die Anzeichen mehren sich, Saß für den 11. Juli von beiden Seiten lebhaft ge- '-rüstet wird. Tie bei solchen Anlägen nicht mehtH unbekannten .zllobergriffe der BcsatzungÄbehörden bleiben auch diesmal nicht aus. Tie interalliierte Kommission in Allen st ein ha: in diesen Tagen durch ihre Kreisoffiziere verfügt, daß zwei getrennte Wahlurnen für die Mstimmung venvend-t werden, indem in der einen die Stimmen der dortigen'Bevölke- rung, in der anderen die der aus dem Reiche hinzugercisten Abstim- mungsberechtigten gesammelt werden sollen. Dieses Verfahren. das auf polnische M a ch e n s ch a f t e n zurückzuführen ist, stellt einen groben Rechtsbruch der interalliierten Kommission in Ostpreußen dar, indem die Gleichheit der Abstimmung aus naheliegenden Gründen gefährdet werden soll. Die deutsche Regierung hat nach T. U. daraufhin in Paris und London ern st hafte Vorstellungen erhoben und eine Protest- no te abgesandt. Kern Sergarbeiterstreik in Mansfelü. Aber Erregnng wegen des Steuerabzugs. Die Pressestelle beim Oberpräsidium in Magdeburg teilt mit: Die in der Presse erschienenen Berichte über einen Proteststreik der Bergarbeiter deS ManSfelder See- und Ge- birgskreiseS gegen den zehnprozentigen Steuerabzug ent- sprechen nach beim Landratsamt in Mansfeld eingezogenen Er- ftindigungen nicht den Tatsachen. Es wird auf allen Gruben ge- arbeitet, wenn auch eine gewisse Erregung unter den Ar- beitern nicht zu leugnen ist. Deutscher Reichstag. 0. Sitzung. Dienstag, den 6. Juli 1920, nachmittags 3 Uhr. Auf Anfrage des Abg. Hochb(PatenIannialtSangeitellte). M'taliederverwmmlung 8. Juli, 7 Mr. ,Alerandrincr",AIcrandrincnstr.37a(stand der GebaltSbeweguna). Fachgruppe SV«Speditionsanaeftclltel. Mitgliederversammlung 8. Jnli, 7'/. Uhr,„GelellschcflSbauS-, Nasen!', aler Strage 86(am Hackeschen Markt,. F ach gruppc 11 ä(GesundheitSinduftrie). Mitgliedcrverlammlnng 8. Juli, 7 Uhr,„Hcwerlands Feil'äle". Reue Friedrichstr. 35. Fachgruppe 15a lBcramaniilanzern, Berlin und Üios-ntbal,. Mitgliederaerlammlnng 8. Juli, 7 Uhr,„Löwenbrauergi-, Hochslr. 2 tFür gleiche Arbeit gleichen Lohn,. Fachgruppe 166—1, lPapicrgewerbei. Mitglicderverfammluiiz 8. Juli. 7'/, Uhr..Sophiensäle, saphienstr. 17/! 8. Jugendliche Vertrauensleute. Volloerjammlung 8. Juli. 7>/, Mr. Verbandslokal. Teuischer Wertmeilierderbaud. BezirlSverem Berlin 17. Freitag, den 9. Juli, nach.mittagS 5 Uhr: Generalverlamniwng im.Alexandriner". TSctterbericht bis TonnerStag mittag. Zeitweise heiter ,md ziemlich warm, aber veränderlich, im Nordwesten zahlreiche, in den anderen (Segenden mehr vereinzelt-, meist geringe Negensälle, strichweise Gewitter. Berantw. filr den redatt. Teil: Dr. Äerncr Priscr. Cbarlottenburg: sür Anzeigen: Tb. Glocke, Berlin. Lerlag: PorwärtS-Terlag G. w. b. H., Berlin. Druck: Bor» wärlS-Auchdruckerei u. 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