Nr. 234. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage ,, Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30mt. pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs: Preisliste für 1894 unter Nr. 6919. Vorwärts 11. Jahrg. Infertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonna und Festtagen bis 9 Uhr Wor mittags geöffnet. Eensprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: ozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, 33euth- Straße 2. Sonntag, den 7. Oktober 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Die Polen in Preußen. Iman das Rhätoromanische in Graubünden einrechnet, gleichberechtigt neben einander bestehen, wo keine Sprachgemeinschaft die andere zu vergewaltigen strebt, beweist, welch treffliche Erfolge für das Gemeinwohl der Grundsatz der Nationalitätentoleranz erzielt. In der Schweiz giebt es teine Sprachenfrage, weil jede Familie es in der Hand hat, die Kinder in der Muttersprache ausbilden zu lassen. Und gerade weil kein Zwang besteht, wird freiwillig mehr für die Erlernung der Nachbarsprachen gethan, als dort, wo durch die Aufoktroyirung einer fremden Sprache bei den Kindern von früh auf ein Widerwille gegen sie erzeugt wird. Bleibt unseren beklommenen Patrioten noch die Hoffnung auf die Unterrichtsverhunzung. Die völkerrechtliche Seite der polnischen Frage haben Die sonderbaren Leute bilden sich ein, die Sache des wir in einem voraufgegangenen Artikel besprochen. Deutsch- Deutschthums und der Kultur könne dadurch gefördert land hat es aber nicht nur zu thun mit der Möglichkeit, werden, daß polnische Kinder ihren Schulunterricht in der einen polnischen Nationalstaat an Stelle des Barenreiches ihnen gänzlich fremden Sprache erhalten. zum Nachbar zu erhalten, es hat sich auch abzufinden mit Wer unser Volksschulwesen auf dem Lande kennt, sei denjenigen Polen, die innerhalb der Reichsgrenzen, genauer es auch nur an seinen Früchten, weiß, daß es gesprochen innerhalb der preußischen Grenzen wohnen. den spärlichen Lehrern kaum gelingt, den Kindern innerhalb Fürst Bismarck und seine Anbeter und Nachtreter der sieben bis achtjährigen Schulzeit die Elementarkennt möchten am liebsten das Deutsche Reich durch eine Eisenbartkur nisse beizubringen, wenn die Muttersprache zum Unterricht von der polnischen Schwierigkeit befreien. Mit denjenigen Polen, benutzt wird. Dient eine fremde Sprache dazu, die deutsche die aus dem russischen oder österreichischen Staatsgebiete bei polnischen Kindern, so wird allerdings verhindert, daß Wie es ein Zeichen rückständiger Barbarei ist, wenn eine zugewandert waren und mitarbeitend auf deutschem Ge- fie ihre Muttersprache richtig schreiben und lesen lernen, Regierung einer Minderheit der Staatseinwohner den biete Jahrzehnte lang an der Kulturarbeit theilgenommen das Deutsche lernen sie aber nur stümpern. Werden sie Glauben der Mehrheit aufzwingen will, ist es auch ein hatten, hat der Mann von Blut und Eisen seiner Zeit später in deutsche Gegenden verschlagen, so befestigt sich Zeichen rückständiger Barbarei, wenn sie einer fremdsprachiauch das beliebte Ausweisungsspiel getrieben, wohl die Kenntniß des Deutschen; das erlernen dann aber gen Minderheit die Sprache der Mehrheit aufzwingen will. erbarmungslos ohne die geringsten Rücksichten. Zu Tausen- auch Polen, die nicht einen so verhunzten Schulunterricht Die russische Regierung steckt noch bis über die Ohren in den wurden die Polen über die Grenzen gejagt. Diese Ge- genossen haben. Diejenigen Polen indeß, die wieder unter jenen beiden Arten von Barbarei. Der preußischen gereicht waltmaßregel hat indeß kaum merklich das numerische Ver- cine rein polnische Umgebung auf das Land gerathen, ver- es nicht zur Ehre, daß sie wenigstens in der einen Hin hältniß der beiden Nationalitäten in den Grenzprovinzen lernen die deutschen Brocken bald. Unter allen Umständen sicht das russische Beispiel nachahmt. verändert, ader tiefe Erbitterung hat sie in den Herzen der wirkt dieses Erziehungssystem kulturwidrig, ohne auch nur Die internationale Sozialdemokratie zeigt weit mehr Bolen erzeugt. Ein noch schlimmeres Fiasko womöglich eine äußerlich formale Germanisirung zu erreichen. Um durch Achtung vor dem wahren Nationalgefühl als die byzantifant bei den Rolonisationsversuchen heraus. unterrichtsverhunzenden Zwangsmaßregeln sich ihrem Volts: nischen Mordspatrioten, die das Nationalgefühl gepachtet Güter in den Händen polnischer Grundbesitzer sollten auf- thum abspenstig machen zu lassen, dazu besitzen die Polen zu haben glauben. Sie achtet eine jede Nationalität und gekauft und mit kleinbäuerlichen Kolonisten deutscher Hers doch zu viel Selbstgefühl. bekämpft den Nationalitätenhaß. Sie verlangt auch für funft besiedelt werden. Natürlich nicht aus Abneigung Was man auch von Regierungswegen anstellen mag, die Polen in Deutschland gleiches Recht. Sie gegen den Großgrundbesitz- wo wäre der mehr gehätschelt man muß sich mit dem Gedanken vertraut machen, daß die ist auch konsequenter in der Nationalitätentoleranz als der Po worden als in Preußen zur Zeit, als der bauernlegende Polen innerhalb der deutschen Grenzen an ihrer Mutter sener Erzbischof Stablewski, der da meint, die oberschlesischen Gutsherr von Barzin und Friedrichsruh die Klinke der sprache festhalten, und daß sie auch an Zahl nicht zurück- Polen hätten tein Anrecht auf Pflege ihrer Sprache, weil Gesetzgebung in der Hand hatte!- aus nationalen" Rück gehen, da sie sich sogar stärker vermehren, als die Deutschen. sie nicht zum polnischen Reiche gehört hätten. Wir ersichten wurde der Ansiedelungsapparat in Betrieb gesetzt. Für die Staatsleiter in Preußen und Deutschland liegt warten von unseren Polnisch sprechenden Mitbürgern, daß Posen und Westpreußen sollten völlig germanisirt werden. deshalb das polnische Problem jetzt nicht in der Be- fie mit uns zusammenarbeiten an der Neugestaltung unseres Doch ganz das Gegentheil wurde erreicht. Die polnischen antwortung der Frage: Wie germanisiren wir unsere Staatswesens auf sozialistischer Grundlage; wir setzen aber Großgrundbefizer verkauften ihre Besihungen dem Staate Polen?" sondern: Wie söhnen wir sie mit auch als ganz selbstverständlich voraus, daß sie ihre Sprache für schweres Geld, um billigere Anwesen aus deutschen der Zugehörigkeit zu unserer Staats- frei und ungehindert pflegen fönnen, mögen sie nun in der Händen wiederzukaufen oder sich mit dem Erlös gemeinschaft aus?" Provinz Posen, oder in Oberschlesien, oder sonstwo wohn" im bürgerlichen Leben fortzuhelfen. Nicht im geringsten Um das zu erreichen, wäre nothwendig, daß von haft sein. Wo die Sozialdemokratie Boden gewinnt, verwurde dadurch in den Grenzprovinzen der Schwerpunkt zu jedweder Ausnahmemaßregel gegen die Polen Abstand geschwindet der Nationalitätenhaß, während das NationalGunsten der Deutschen verrückt. Weder durch die brutalen nommen und ihnen die Gewißheit beigebracht würde, daß gefühl sich läutert. Ausweisungen noch durch die kostspieligen Kolonisations- fie ihre Sprache ungehindert pflegen können in Schule und experimente ist die sogenannte Germanisirung der Polen Haus. Das Beispiel der Schweiz, wo drei Sprachen, gefördert worden. Deutsch, Französisch und Italienisch, eigentlich vier, wenn Feuilleton. 6 Erinnerungen eines Kommunarden. Vermögen, welches mein Vater leider nicht hinterlassen" Und Jacques?" wagte Sylvia, die sich von dem Aus dem Französischen von Jakob Audorf. Sylvia in Paris. Neußeren nach ein vollendeter Gentleman. Eingebildet und höchsten Kreise eingeführt und daselbst wohlgelitten, er ist beschränkt, war sein Ehrgeiz darauf gerichtet, einen Posten eine hoffnungsvolle Stüße unserer französischen Diplomatie." als Attaché bei einer bedeutenden Gesandtschaft zu erhalten, Bei diesem mütterlichen Lobe schlug der Baron im und nichts mangelte ihm hierzu, als ein hinreichendes Bewußtsein seines Werthes bescheiden den Blick zu Boden. hatte, woran der Aufwand meiner Mutter in jüngeren Empfang nicht eben sympathisch berührt fühlte, endlich Jahren wohl die meiste Schuld trug. Nichts also schüchtern zu fragen. fonnte ihnen erwünschter sein, als daß der Zufall ihnen Wir haben," fuhr Madame Meylan fort, als wenn eine reiche Erbin zuführte, die, ausgestattet mit den sie die Frage nicht gehört hätte, die besten Verbindungen äußeren Vorzügen Sylvia's, gewiß eine glänzende Partie und Lucien fann die höchste Stufe der diplomatischen Laufgenannt werden konnte. bahn erreichen. Die Frau, welche er heirathet, wird sicher eine glänzende Stellung haben; wir können übrigens auch die höchsten Ansprüche machen." Jacques?" wiederholte Sylvia im bes „ Mein Sohn Jacques hat nicht gut eingeschlagen", sprach meine Mutter strenge, er steht unter bösen Einflüssen. Er erlaubt sich, die Regierung, welche die Vorsehung unserm Frankreich gegeben hat, zu kritisiren. Er verspottet, glaube ich, sogar die Familie, die Religion und, Gott verzeihe mir, er achtet nicht einmal das Eigenthum! Ich begreife nicht, wer ihm diese republikanischen Ideen, gut genug für Leute, die nichts zu verlieren haben, in den Kopf gesetzt haben mag?" Wenn in nachstehender Echilderung der Leser hier und da finden sollte, daß meiner Erzählung jeder Funke kindlicher oder brüderlicher Liebe mangelt, so möge man es mir Der Empfang meiner Cousine im Kreise meiner zärt verzeihen. Ich schreibe nichts, als nur die Wahrheit und lichen Verwandten war denn auch auf ihre Weise der auf wenn ich auch meiner Mutter den Namen einer solchen mertsamste und zuvorkommendste. Meine Mutter kam der geben, und einem Menschen, mit dem ich sonst keine Be- Waise mit dem ganzen Stolze einer Baronesse, freilich rührungspunkte als nur feindliche hatte, Bruder nennen jedoch auch mit aller ihr zu Gebote stehenden süßlichen muß, so wecken doch diese Worte nicht das in meinem Freundlichkeit entgegen und umarmte sie zärtlich. Herzen, was man die Stimme der Natur" nennt. Ich fannte keine andere Familie, als D'Herbois, meinen Dheim Bater, und meine Sylvia. " " Aber stimmteren Tone. Mein Bruder, der Baron Meylan, überrascht von ihrer Schönheit, welche durch die Trauerkleidung noch ers höht wurde, war bemüht, sich selber mit seinem englisch Der Freund meines Onkels aus Texas hatte meiner glatt gescheitelten Haar und wohlgepflegten Backenbart für Mutter, die Anzeige von dem so plöglichen und un- unwiderstehlich haltend, seine fade Liebenswürdigkeit im erwarteten Todesfalle zugehen lassen und ihr die Mittheilung beften Lichte leuchten zu lassen. von der Ankunft ihrer Nichte gemacht. Sylvia war jedoch Meine theuerste Nichte," begann die Baronin, nach feine von den Naturen, welche Troftesworte bedürfen, sie dem die ersten Begrüßungen vorüber, Sie zweifeln gewiß„ Das war mein Vater," erwiderte Sylvia entschlossen, verschloß ihren Schmerz in ihrem Innern und um den nicht an dem lebhaften, innigen Antheil, welchen wir an welcher ihm diese Grundsätze lehrte, und ich theile dies nichtssagenden Beileidsbezeugungen zu. entgehen, nahm sie, Ihrem großen Kummer nehmen. Dieser Verlust hat uns selben. Aber ich muß Jacques sehen und sprechen, um anstatt sich direkt zu ihrer Tante zu begeben, Wohnung in grausam getroffen. Armer Bruder," seufzte sie, die Augen ihn zu bitten, die Ueberwachung der Erfüllung der letzten einem Hotel. Troßdem aber konnte sie doch nicht umhin, fromm gen Himmel richtend, so schnell uns entrissen, er, Pflichten gegen meinen armen Vater, welchen er so sehr ihrer Tante einen Besuch abzustatten, um so mehr, als sie der tam, um sein sauer erworbenes Vermögen jetzt ruhig liebte, zu übernehmen." mich vielleicht dort zu finden hoffte, um mich zu bitten, im Kreise seiner Familie zu genießen! Doch wir müssen Uebertragen Sie mir diese Aufgabe, mein Fräulein, mich der Ausführung der letzten Verordnungen meines uns Alle beugen vor den unerforschlichen Rathschlüssen der ich werde dieselbe mit der größten Pünktlichkeit vollziehen Dheims anzunehmen. allweisen Vorsehung. Sie aber, liebes Kind, hätten bei beeilte sich mein Bruder zu sagen, der plößlich sein schnell Mein Großvater war unter dem ersten Raiserreiche Präfekt uns absteigen müssen. Ein junges, alleinstehendes Mädchen erbautes Luftschloß zusammen zen sah. gewesen und von dem Onkel des berühmten Neffen" zum setzt sich so leicht schlimmen Nachreden aus, Sie würden" Ich danke Ihnen, mein Herr, sagen Sie mir, bitte, Baron gemacht worden. Dieser Titel war nebst dem Erben bei uns eine neue Heimath finden, mit mütterlicher Zärtlich- nur seine Adresse; ich habe ihm durchaus eine Mittheilung desselben, meinem älteren Bruder, auf den meine Mutter ihre keit würde ich versuchen, Ihnen den Schmerz Ihres von meinem Vater zu machen." " ganze Zärtlichkeit übertrug, ihr höchster Stolz. Mein Bruder Verlustes zu mildern. Auch mein Sohn würde sich be- Er wohnt Straße: Gay- Lussac 33. Wenn Sie ihm Lucien, für die diplomatische Karriere bestimmt, war seinem mühen, Ihren Kummer zu zerstreuen. Lucien ist in die durchaus Instruktionen, jedenfalls von Wichtigkeit, zu über Dolififthe teberlicht. gefragt, was er damit sagen wollte, antwortet der Beamte, der Presse des Auslands doch nicht wissen; und daß diese die sich in diefem Augenblicke als ganz besonders gewichtige Staats- Sache in ihrer Weise ausschlachtet, kann man ihr auch nicht Berlin, den 6. Oktober. stüße fühlt: Nun die Sozialdemokraten wollen doch den Leuten übelnehmen. Die Schuldigen sizen in Deutschland, und es Der Bundesrath nahm, wie wir in Ergänzung eines den Gegenstand einzugehen. Der Angeklagte Prutopp sagte ganz höhere Löhne erwirken. Der Vorsitzende vermied es weiter auf sind gerade die Pächter des nationalen Patriotismus. rüher gebrachten Berichtes über die letzte Sigung des richtig;" Durch solche Aeußerungen provoziren die Beamten die Einem sonst ganz vernünftigen französischen Blatte, Bundesraths mittheilen, am 4. d. M. seine Plenarsizungen Leute. Solche Provokationen haben zuerst die Menge zum bem 19. Jahrhundert", bei dieser Gelegenheit eine wieder auf. Nachdem der Vorsitzende Herr v. Bötticher von Widerstande gereizt, dazu kam das weitere Benehmen der Beamten!" kleine Leftion. Besagtes Blatt schreibt: in dem deutschen der durch den Kaiser erfolgten Ernennung der Mitglieder Gin alter Bettler, der als schwachsinnig bekannt is Heer sei die Disziplin alles gewesen; es habe nur der Ausschüsse für das Landheer und die Festungen und und deshalb gar nicht angeklagt ist, will sich ein paar durch die Disziplin gefiegt, die einzelnen deutschen für das Scewesen Mittheilung gemacht hatte, fand die Bettelpfennige zusammenspielen und geigt. Die Menge Soldaten seien den einzelnen französischen nicht ge= und tangt Bildung der übrigen Ausschüsse durch Zurufswahl statt. schreit um ben Mann herum. Der wachsen gewesen; deutsche Soldaten, einer Mehrzahl eine Gendarmi faßt bas verkümmerte Die Vorlage, betreffend die zollamtliche Behandlung der und wirst es zu Boden. Der Mann fällt in Ohnmacht oder von Feinden gegenüber, hätten sich nie bis auf den lezten italienischen Verschnittweine und Moste, wurde den Aus- stellt sich todt, um weiteren Mißhandlungen zu entgehen. Die Mann niedermachen lassen, wie das die Franzosen gethan". schüssen für Zoll- und Steuerwesen und für Handel und schon erhitzte Menge regt sich über eine derartige Behandlung Das ist denn doch gar zu albernes Gerede. Wir Verkehr überwiesen. Mit der bereits an die zuständigen eines Schwachsinnigen von seiten eines Beamten auf und wird legen sehr geringen Werth auf die sogenannte militärische Ausschüsse erfolgten Ueberweisung des Antrages Waldeck- noch wüthender. Es wirft vielleicht Giner unbedachter Weise Tapferkeit, die als rein physische Kampfwuth bei Pyrmonts, betreffend das Ausscheiden der staatlichen Tief- einen Stein. Wer könnte solche Dinge nicht menschlich finden den meisten hieren, zum Beispiel den Hunden baubetriebe der Fürstenthümer Waldeck und Byr- und begreifen? Alles begreifen aber heißt alles verzeihen. Und und Ochsen in weit höherem Maße vorhanden mont aus der Tiefbau- Berufsgenossenschaft, des An- nun kommt der Herr Amisvorsteher; er sieht die Beamten an- ist, als bei den Menschen. Aber zu sagen, die Deutschen trages Anhalts, betreffend die steuerliche Behandlung Schuß gegriffen und befiehlt zu befiehlt zu feuern. Daß, als Der erste hätten diesen Muth in geringerem Maß als die Franzosen, fiel, die Menge nicht mehr zu halten war, der Abraumsalze, des Antrages Anhalts, betreffend die das ist zu erklärlich, das ist in ähnlichen Situationen ist kindisch; und was das" Sichniedermachenlaffen bis zum Abänderung des Etats der Salzsteuer- Verwaltungskosten stets ebenso gewesen. Die Menge wird immer drohender letzten Mann" betrifft, so find die französischen Soldaten für das Herzogthum Anhalt, der Vorlage, betreffend den und der Amtsvorsteher tommt auf die geniale Idee, Feuerlärm keine solchen Esel gewesen, wie das 19. Jahrhundert" ihnen Entwurf einer neuen Fassung der Aulage B zur Verkehrs- blasen zu lassen. Alles, was bisher noch dem Auflauf fern war, nachsagt. Beweis dafür, die 300 000 französischen Kriegs, Ordnung für die Eisenbahnen Deutschlands, der Vorlage, tommt nun herangelaufen und die Sache wird ärger als zuvor. gefangenen in Deutschland am Schluß des letzten Kriegs. betreffend weitere Entwürfe von Bestimmungen über Aus- Das hatte fich der Herr Amtsvorsteher gewiß nicht überlegt. Daß aber solche chauvinistischen Phantastereien in Franknahmen von dem Verbote der Sonntagsarbeit in gewerb- unter den Angeklagten befinden sich mehrere Angehörige der er reich wieder sich hervorwagen fönnen, das ist das Verdienst lichen Aulagen, der Uebersichten der Einnahmen und Aus- fchoffenen Frau. Ist es nicht zu entschuldigen, wenn auch nicht unserer„ nationalen Patrioten". zu gaben der Schuhgebiete von Kamerun und Togo, sowie des vertheidigen, wenn sich diese aus Rachegefühl vergangen haben? Die sozialdemokratische Propaganda in den füdwestafrikanischen Schutzgebietes für 1892/93 und 1893/94, Der Staatsanwalt will, wie ich höre, mildernde Umstände Kasernen bleibt ein Lieblingsthema unserer nationals endlich der Vorlage, betreffend die allgemeine Rechnung überall gelten lassen. Er äußerte: Verbrecher sind die Leute liberalen Denunziantenfippe. In der bekannten Böttcherei für den Landeshaushalt von Elsaß- Lothringen für 1890/91, nicht, eine Berkettung unglücklicher Zufälle bringt sie auf die ist jetzt eine Lifte von Sozialdemokraten" angefertigt erklärte sich die Versammlung einverstanden. Den An Anklagebant." trägen des IV. und VI. Ausschusses, betreffend die Vor- Gewiß,„ Verbrecher" sind die Leute nicht, am allerwenigsten worden, die Propaganda in der Kaserne versucht hätten. nahme einer Berufs- und Gewerbezählung im Jahre 1895, politische Aufrührer. Hätte man den Beuten ihr gefeßlich Wir können dem Herrn Böttcher und seinen Kollegen ver wurde die Zustimmung ertheilt. Außerdem wurden Eins gewährleistetes Recht, sich zu versammeln und ihre Interessen sichern, daß von je her Jeber, der sozialdemokratische zu berathen, nicht verschränkt alles wäre in schönster Kasernenpropaganda" trieb, in den Verdacht fam, Spigel gaben vorgelegt. Ruhe und Ordnung verlaufen. zu sein( denn auf diesen Punkt hatten es die notorischen Der Aufruhrprozek, zu dem sich die Vorgänge in AntonienDer Haß der Gegner und auch eine große Portion Un- Spigel allesammt ganz besonders abgesehen); und im hütte am 5. August d. I. schließlich verdichtet haben, hat keinen verstand mag dabei sein- gegen die Sozialdemokratie hat zu übrigen bitten wir die Herren, die Verhandlungen des aufregenden Verlauf genommen, wie man vorerst vermuthete. Den bedauerlichen Vorfällen geführt das hat die Verhandlung Leipziger Hochverrathsprozesses zu lesen, da werden sie Der Beuthener Staatsanwalt wie der Schwurgerichts- Vorsitzende, vor dem Beuthener Schwurgericht erwiesen. übrigens der frühere Zentrums- Abgeordnete Sperlich, haben der Und noch eins hat die Verhandlung klar gelegt: Die finden, daß die Partei schon 1872 ebenso gedacht hat wie Versuchung widerstanden, der Sache ein politisches Mäntelchen Sozialdemokratie hat auch umzuhängen. Sie haben im Gegentheil gefliffentlich vermieden, Ichlesischen Bergarbeitertreife, tros allem Hasse, Aus der deutschen Armee. Das Wiesbadener bas politische Gebiet irgendwie in Erörterung zu ziehen. Als trotz allen Bekämpfungen von Seiten der Behörden, der Gen- Tageblatt" schreibt: Wegen einer schweren Insubordination, die Telegramme über die Vorgänge damals in alle Welt ge- darmen und der mit ihnen an einem Strange ziehenden Gastfandt wurden, fehlte es nicht an Preßstimmen, welche furzweg wirthe mögen diese noch so jüdisch und noch so freisinnig deren sie sich am letzten Manövertage bei Hofheim schuldig bie Sozialdemokratie für den Krawall und die blutigen Folgen fein ihren siegreichen Einzug gehalten.- gemacht haben, befinden sich 6 bis 8 Reservisten, welche zu Die Maffenverhaftung der Feuerwerker war dem Manöver bei dem hiesigen 4. Bataillon des Regiments In ganz hämischer und frivoler Weise wurde dann den Ein- unseren reaktionären Demagogen natürlich Wasser v. Gersdorff( Heff.) Nr. 80 eingezogen waren, in Unters berufern und Veranstaltern der Arbeiterversammlung der Vor- auf die Mühle, und, und, unbekümmert um den Ruf ſuchungshaft. Die Leute, welche meist schon Familien haben, wurf gemacht, daß sie sich hübsch fein gedrückt und die ver- und die Interessen des Vaterlandes, führten Arbeiter ihrem Schicksal überlassen hätten. Die Anklage im Mund führen, gingen fie des Vaterlandes, die sie immer sollen gegen ihren Kompagnieführer, einen Offizier vom 81. Regiment in Frankfurt a. M., das Seitengewehr ges Werk Statt gegen Corada unt Brukopp wegen Auflaufs beweist, daß sich die Vorkommnisse unbefangen zu schildern, als einfache 30gen, also eine Meuterei begangen haben, wegen deren sie die beiden nach Ansicht der Anklagebehörde noch nicht schnell genug gedrückt" haben, und die Verhandlung hat flar erwiesen, Dummejungenstreiche, wie sie z. B. in den französischen nun einer schweren Strafe entgegensehen. daß beide, wenn sie noch länger verweilt hätten, noch wegen Militärschulen Bei dem Drill und der Disziplin in der deutschen und wie wir neuerdings erfahren auch Armee können diese Vorkommnisse tein Erstaunen erregen. Landfriedensbruchs augetlagt worden wären. im bayerischen Kadettenhaus- schon mehrmals vorDie Verhandlung hat aber ebenso erwiesen, daß Brufopp gekommen find, ohne daß ein Mensch etwas Nationalliberale Logik. Der rheinische Abgeordnete und Sowada fich redliche Mühe gegeben haben, die Menge zum anderes darin gesehen hätte als Dummejungen Ernst von Eynern berichtet über ein Diner bei Bismarc Verlaffen des Platzes zu bewegen. Sie sind nicht die Schuldigen, streiche, ließen die biederen Patrioten das" Rothe vom 4. Februar 1890: fie haben nichts weiter gethan, als eine Arbeiterversammlung, in Gespenst" ausmarschiren, in der edlen Absicht, für Ausnahmeber die Arbeiter zum Eintritt in den Bergarbeiterverband auf.„ Der Kaiser trant gleich zu Beginn der Tafel dem gefordert werden sollten, einberufen zu haben. Das war ihr gesetze Stimmung zu machen. In diesem Versuch wurde Fürsten zu," der sich ferzengerade erhob, sein Glas mit einem gutes Recht, das ihnen auch der wüthendste Ordnungsmann die nationale Bismarckgarde", der die Hintermänner der Buge feierlich und langsam leerte und dann dem Kaiser eine Kreuz- Zeitung" sekundirten, durch das Verfahren der Militär- jener tiefen Verbeugungen machte, die ich schon so oft behörden unterstützt, die sich offenbar in der ersten bei Ueberreichung der Thronreden gesehen und die den ganzen Berblüffung über die Natur der Vorgänge getäuscht hatten, als wenn man Waffentlang dabei hören müßte." Mann charakterisiren: Gerad, stolz und schlicht, und und durch ihre sensationellen Maßnahmen die Behauptung, Unbefangenen Lesern dieser hurrahpatriotischen Phrase es handle fich um politische Ungeheuerlichkeiten, Vorschub ist, als wenn sie Unsinnsklang dabei hören müßten. leisteten. Wereitelung der Versammlung ein Recht genommen war, fte hatten sich darüber geärgert, daß sämmtliche Polizeimannschaft, So ist es unseren nationalen" Heulmeiern gelungen, Der Millionärzüchter in seinem schönsten Glanze, die im Orte aufzutreiben war, um die Hunderte, die sich zu fried dem Rufe der deutschen Armee einen Stoß zu versetzen, von Fürst Bismard am 4. Februar 1890: licher Besprechung eingefunden hatten, zu überwachen. Zwei dem er sich sobald nicht erholt haben wird. Der Was soll dieser soziale Neid! Hätten wir nur in DeutschAmtsdiener, zwei Gendarmen waren zur Stelle. Man muß nun Anarchismus steckt in der deutschen Armee."" Die Disziplin, land um zweitausend Thalermillionäre mehr, wir wären ein namentlich den einen Gendarmen persönlich fennen lernen. Ein in der die Stärke der deutschen Armee bestand, ist nicht ganz anderes Volt; sehen Sie auf England, was das durch großes mit einem Vollbart umrahmtes Gesicht, aus dem zwei mehr."" Rebellion in der deutschen Armee!" Und ähn- feine reichen Männer in Unternehmungen über die ganze Erde verschmitt blickende Neuglein hervortreten, nennt er fein eigen, liches kann man jetzt in der Presse des Auslandes lesen. leistet." um den Mund, aus dem die Worte nur so heraustollern, hat und das Schönste ist: der Text ist in jedem Fall unseren Die Rechtspartei, d. h. das Häuslein Jdealisten, er einen ausgesprochen hämischen Zug. Er fagt den Leuten, fie sollten auseinandergehen, fügt aber gleich Patriotenblättern und der braven Kreuz- Zeitung" ent- welche an das absolute Recht glauben, und die Entwickelung hämisch lachend hinzu: Was wollt Ihr denn hier, nommen! Deutschlands seit 1866 für„ revolutionär" und„ umstürzlerisch" Brutopp friegt Ihr doch heut tein Geld, holt Daß diese braven Patrioten mit ihren Gruselgeschichten halten welch' letzteres auch ganz richtig ist, hatten am Euch doch das Geld morgen bei ihm. Vom Vorsitzenden blos politische Geschäftszwecke verfolgten, das kann die Sonntag in Frankfurt a. M. ihren alljährlichen Vertrauensverantwortlich machten. nicht nehmen kann. Wer ist nun der eigentliche Schuldige? Wer hat die Menge aufgeftachelt? Die drei Verhandlungstage, die der Schreiber dieser Zeilen an Ort und Stelle mitgemacht hat, haben in ihm Teinen Zweifel darüber gelassen. Die Arbeiter haben instinktiv gefühlt, daß ihnen durch die Don . geben haben, so suchen Sie ihn auf, aber wohnen Sie bei uns, ich versichere Sie, in einem Hotel können Sie nicht allein bleiben. Wenn Ihr würdiger Vater lebte, er würde gewiß eine solche feltene Perle nicht dem Dzean des Pariser Lebens anvertraut haben." Sylvia, wenig geschmeichelt von diesem geistreich sein sollenden Komplimente, nahm kalt Abschied; auch achtete fie nicht darauf, als sie, schon an der Thür, noch hörte, wie der Baron murmelte:" Da scheint mir mein Bruder Republikaner schon zuvor gekommen zu sein." " in die ober: heute. wohnt bei seinen Verwandten, eben so gute Republikaner als er; ich habe seine Adresse." Aber, meine arme Sylvia, ich wollte Dir gern die Mühen, die Dich aufreiben, abnehmen." Fürchte nichts, mein Freund, ich fühle mich jetzt start, da die Pflicht mich ruft und ich Dich wiedergefunden!" Wir fuhren zu Dupont, der uns in der herzlichsten Weise empfing. " " Tode bewahrend, übermannte uns beide der Schmerz. Sylvia fuiete nieder und bedeckte das Antlitz des Todten mit Thränen und Küssen und auch ich füßte diese schöne Stirn und drückte zum letzten Male diese Hand, welche, so lange sie sich regte, bemüht war, um sich her Gutes zu ver breiten. Der Zug bewegte sich im schnellen Tempo zum Ziel und an der Ecke des Boulevard de Clichy verließen wir den Ich wollte," sprach er, den Sarg zu mir in meine Wagen. Tausende Bürger standen in dichte Gruppen ver Wohnung nehmen und von hier aus die Beerdigung in theilt in den angrenzenden Straßen. Alle trugen im Knopf-, Wie von einem Alpdruck befreit, nahm Sylvia, sobald ordnungsmäßiger Weise veranstalten, doch man verweigert loch eine rothe Immortelle und unzählige Kränze trugen sie sie das Haus meiner Tante verlassen, einen Fiakre und mir die Erlaubniß; so mußte ich die Leiche am Bahnhofe herbei, um den Sarg damit zu bedecken. In diesem ernſten ließ sich in das sogenannte Lateinische Viertel fahren, wo lassen. Man eröffnete mir überdies, da der Tod meines Augenblicke wurden wir, tiefbewegt wie wir waren, von einer ich in der Weise der Pariser Studenten ein kleines, be Freundes. nicht in Paris erfolgt sei, so müsse der Leichenwagen peinlichen Szene überrascht. Meine Mutter und mein Bruder scheidenes, möblirtes Stübchen bewohnte. Glücklicher Weise im Trab direkt nach dem Begräbnißplaße fahren. Die Polizei drängten sich durch die Menge und meldeten uns, daß ein war ich zu Hause und sobald sie mich erblickte, stürzte befürchtet eine Manifestation. Aber die allgemeine Entrüstung Geistlicher bereit und unseres Wintes gewärtig sei, um die Sie sich, aufgelöft vor Schmerz und trampfhaft über dieses Verfahren wird uns hinlänglich Genugthuung Leiche einzusegnen. Ehe ich in der Verwirrung eine abs schluchzend, stürmisch an meine Brust, unfähig, ein geben. Wir laden unsere Freunde ein, sich direkt nach lehnende Antwort ertheilen konnte, ergriff Dupont das Wort Wort zu sprechen. Da ich fie allein und in dem Kirchhofe zu begeben, und ihre Zahl wird zehnmal und sprach mit ernster, fester Stimme; Trauerkleidern sah, konnte ich sofort den Verlust ahnen, größer sein. Man hat den morgigen Tag als letzten Termin Unser Freund D'Herbois war ein Republikaner und den wir Beide erlitten. Ich ließ sie sich sehen und ihre bestimmt." ein Freidenker. Er ist gestorben wie er lebte, als Mann. lieben Hände in den meinigen, versenkte ich meinen Blick" Ich gehe sofort und bringe den republikanischen Wir fühlen schon so aufrichtigen Schmerz genug und haben in ihr schönes von Thränen überströmtes Auge. Nachdem Blättern eine Notiz," versetzte ich, in allen republikanischen nicht nöthig, noch Gebete zu kaufen, auf die unser todter die schmerzliche Aufregung unseres jetzt so traurigen Wieder Zusammenkünften wird man auffordern, dem Zivil- Begräb- Freund im Leben so wenig Werth legte. sehens, das wir uns so rosig gedacht, sich gelegt und sie nisse des getreu seinen Grundsätzen, als Freidenker gemir nach und nach alles erzählt hatte, wie es gekommen, storbenen Verbannten, beizuwohnen. sprach sie zu mir, meine Hand fester drückend:. " " Ist das Ihr Wille, Fräulein?" frug mein Bruder, fich an Sylvia wendend. „ Es ist der Wille meines Vaters und auch der meinige", erwiderte das muthige Mädchen mit fester Stimme. Den folgenden Tag, geraume Zeit vorher, begaben sich " Ich habe Niemand mehr auf der Welt jetzt als Dich; Sylvia und ich zum Bahnhofe, wo der brave Dupont uns Dir hat er die heilige Pflicht übertragen, seine Stelle bei schon erwartete. Er führte uns in einen fleinen Saal, mir zu vertreten. Aber, Jacques, wir haben eine höhere welchen die Direktion zur Verfügung gestellt hatte. Schon Kleinlaut ging der Baron, den Schwarzrock von dem und bringende Pflicht zu erfüllen, wir müssen meinem am Morgen hatte Dupont den Sarg öffnen lassen, sowohl Vorgefallenen in Kenntniß zu sehen, der nicht gewagt hatte Vater ein Begräbniß veranstalten, das seiner würdig ist." der geseglichen Feststellung wegen, als auch um von einem seinen Wagen zu verlassen und nun im Galopp davon " Ich verspreche Dir, meine Sylvia, daß Dein Vater Bildhauer eine Büste machen zu lassen, welche er für das fuhr. Meine Mutter und mein Bruder, welche Sylvia, eine Beerdigung haben soll, wie nur das Volk eine zu ver- Grab bestimmt hatte. Obwohl der Kirchhof als Ort der die sie immer noch zu sich hinüberzuziehen hofften, nicht anstalten versteht denjenigen, welche für seine gerechte Sache Zusammenkunft bestimmt war, hatte sich doch eine große beleidigen wollten, blieben und so folgten denn auch sie, gekämpft und gelitzen haben. Aber Dit haft mir noch nicht Anzahl politischer Freunde des Verstorbenen eingefunden, obwohl augenscheinlich wider Willen, dem Sarge, welchem gefagt, wo sich die theure Leiche befindet." um im Wagen dem Sarge das Geleite zu geben. Die sich in langen Reihen und dicht gedrängt, langsam die Mein Wagen hält vor der Thür. Er wird uns zu Erscheinung Sylvia's erregte eine Bewegung des Staunens Schwelle des Friedhofes überschreitend, die lautlose Menge einem früheren Freunde meines Vaters führen, der gleich über ihre Schönheit und des Mitgefühls über ihren Schmerz. anschloß, sich feierlich die schattigen Alleen entlang zum falls aus Amerita kommt und zufällig die Reise mit uns Als man den Deckel abhob und das edle Antlig meines Grabe hin bewegend. zufammen gemacht hat. Sein Name ist Dupont. Er gütigen Oheims vor uns lag, auch seine Erhabenheit im Am Grabe wurden mehrere Reden gehalten, von münutt-Kongreß. Derselbe beschloß einstimmig folgende Er- klärung: Die„Deutschs Rechtspurtei", einig in der Geltendmachung deZ ans Gottes Gesetz und Ordnung gegründeten Rechts, verwirft alle Revolution, sie komme von unten oder von oben, und erkennt als die erste und wichtigste Aufgabe der obrigkeitlichen Gewalt den Schutz des Rechts, die Beseitigung des Unrechts und die Sicherung des öffentlichen Friedens. Entgegen dieser Forderung befinden wir uns in einem Zustande, in welchem mit dem Rechte grundsätzlich gebrochen worden ist. Im Innern herrscht infolge dessen zunehmende Auflösung aller Ordnung des Volkslebens und Verschärfung der gesellschaftlichen Unterschiede, nach Außen hin dauernde Störung der Friedensbürgschaften und ein unerträglicher Rüstungsivetlstreit. Eine Besserung dieser Zustände erscheint nur möglich durch den Bruch mit ihrer revolutionären Grundlage. Die Deutsche Rechts- Partei erkennt ihre wichtigste vorbereitende Aufgabe darin: dem deutschen Volke die Augen in dieser Richtung zu öffnen und das Gewissen zu schärfen. Sie will eine der Geschichte und Be- deutung des deutschen Volkes entsprechende Einigung fördern, bei der die Selbständigkeit aller deutsche» Fürsten und Stämme gesichert wird, unter scharfer Ablehnung der zentralistischen Ver- preußung des deutschen Reiches. Nur auf dem Boden des Rechts und förderativer Ordnungen wird eine Wiedervereinigung mit Oesterreich und die Bildung eines mitteleurrpäischen Friedensbundes, in Weiterentwicklung der gemeinsamen Pflichten seiner Glieder zu erreichen sein. Demnach erkennen die Versammellen als nächstes Ziel im politischen Leben der Gegen- wart: 1. eine durchgreifende Revision der deutschen Reichsverfassung unter Anknüpfung an die darin enthaltenen föderativen Bestimmungen; 2. den Kampf gegen Staatsallgewalt und Bureaukratismus, a» deren Stelle wahre Selbstverwaltung und der Wieder« ausbau der Gesellschaft auf berufsständischer Grundlage zu treten haben. Wenn es ein„absolutes Recht" gäbe und historisches Recht„ewiges" Recht wäre, dann hätte die Rechtspartei gewiß Recht. Allein, wie die Dinge sind, steht sie in der Luft und ist ihr„Ideal" eine Utopie. Aber diese.„Rechts- parteiler" haben wenigstens ein Prinzip und Charakter— Grund genug, daß sie von den Nationalliberalen, die für Beides stets eine souveräne Verachtung bekundeten, mit Spott überschüttet werden. Im jetzigen Augenblick, wo zum Kampfe„gegen die Umsturzparteien" geblasen wird, muß es den Mannesseelen allerdings doppelt unangenehm sein. selber das Brandmal des„Umsturzes" ausgedrückt zu bc kommen.— Die Feinde des„Umsturzes" unter stch. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" wirst heute der Bismarck presse, welche die Regierung auf das Glatteis der Aus nahmegesctze locken will, die Cchmuckworte ins Gesicht „illoyal",„bewußt",„unwahr",„gehässig",„persönlich zu- gespitzte Tendenz". Für einmal genügt das.— Es ist vollbracht! Endlich ist's vollbracht— näm- lich die Vernichtung der Sozialdemokratie.„Die Marx'sche Lehre ist vermchtet!" Vernichtet durch wen? Durch das Exreptil Rößler. Wer sagt's? Die„Post".— Einen guren Freund hat die Sozialdemokratie in dem Pariser Korrespondenten der„Kreuz-Zeilung", dem wir schon öfter unsere Anerkennnng zu zollen Gelegenheit hatten. Derselbe schreibt über eine Rede des Genossen I a u r ö s in Bordeaux: Das Haupt der Kammer-Sozialisten entwickelte den Gedanken. daß die gegenwärtige Gesellschaftsordnung baldigem Untergang geweiht sei, und daß man das sittliche Recht habe, dieselbe in Trümmer zu schlagen, selbst wenn man nicht genau wisse, was man an deren Statt aufrichten werde. Für diese bedenkliche Doktrin beruft sich Jaurös auf die erste Revolution, indem er be« hauptet, ihre große» Urheber seien sich der politischen und gesell- schaftlichen Tragweite ihrer Reformen durchaus nicht immer bewußt Jewesen. Der Ersatz für das Vernichtete finde sich ganz von elbst. Das Zitat scheint mir schon deshalb nicht glücklich, weil die Ziel- und Planlosigkeit vieler Reformatoren nicht nur einen Jahre lang währenden, unsäglich blutigen, schauder- erregenden und ganz zwecklosen Bürgerkrieg veranlaßt«, sondern schließlich auch das erste Kaiserreich, das zum Theil als die Ver- neinung der Revolution und der aus ihr hervorgegangenen Ver- fassung bezeichnet werden kann. Es ist richtig, die bürgerlichen Revolutionäre von Anno dazumal waren in mancher Beziehung„ziel- und planlos"— käme'»der doch ans Ziel. Etwas besser als sie sehen wir allerdings den Weg vor uns. Freilich in die Männern, welche d'Herbois vor seinem Exile kannten. Auch ich, von Begeisterung ergriffen, wagte zum ersten Male öffentlich meine Gedanken in Worte zu kleiden. Ich weiß nicht mehr genau, was mir der Augenblick eingab; der Schluß meiner Rede lautete ungefähr folgendermaßen, so viel ich später aus Aufzeichnungen, die einer meiner Kollegen wachte, ersah: „Bürger, der Mann, welchen wir in dieses' Grab versenken, war groß durch sein Herz und mächtig durch seine Im telligenz. Er war ein tapferer Soldat des Rechtes und des halb mußte er Frankreich verlassen, als das Verbrechen als Sieger seinen Einzug hielt. Nach zwanzig Jahren der Ver- bannung kehrte er zurück, um dem Triumphe der Freiheit und dem Begräbnisse des Despotismus beizuwohnen. Dieser höchste Trost sollte ihm nicht gewährt sei. Er starb zu früh, aber ich erkläre hier an diesem offenen Grabe, mich durch- dringt das Gefühl, daß die Stunde der Gerechtigkeit für das Volk bald schlagen wird. „D'Herbois ist, vertrauend auf die nahe Vergeltung der Revolution, gestorben. Das Kaiserreich kann sich nicht rühmen, die Männer einen Augenblick wankend gemacht zu haben, welche es hingeopsert hat und deren Manen unser größter Dichter zuruft: �Schlaft in Euren Särgen!„Das Kaiserreich ist der Friede"!") Ihr wußtet in der That, Ihr edlen Märtyrer, daß Euer Staub ein Same der Auferstehung sein würde. Ihr dachtet, daß die Republik unsterblich ist und Ihr hattet Vertrauen in uns, daß wir Euer Wert fortsetzen würden! Ihr wäret überzeugt, daß Eure Gedanken nicht mit Euch sterben würden und diese Unsterblichkeit genügte Euch. Ruht in Frieden! Die Fackel, welche Ihr uns anvertrautet, wrrd in unseren Händen nicht erlöschen!" Aus zehntausend Kehlen ertönte der gewaltige Ruf: „Es lebe die Republik!" Alle Hände wollten die meinigen drücken. Als ich das letzte Wort gesprochen umarmte Sylvia mich stürmisch und durch ihre Thränen leuchtete ihr Einversländniß mit dem,. was ich gesagt, mir eut- gegen. _(Fortsetzung folgt.) *) Bekanntes Lügenwort Napoleon's. Zukunft können auch wir nicht schauen; indeß wir wollen suchen, für uns die üblen Folgen zu vermeiden, die das „ziel- und planlose" Vorgehen der bürgerlichen Re- volutionäre nach sich gezogen hat. Jedenfalls danken wir für die freundliche Warnung.— Zu einer Virtuosität im Lügen und Verdrehen hat es Herr Eugen Richter gebracht, der gegenüber bereits die Presse aller Parteien einschließlich der eigenen nur noch mit Ver- achtnng antwortet. Sein Hauptkunstgriff einem gegen ihn ge- führten Angriff gegenüber ist es, über ben Kernpunkt des An- griffs einfach hinwegzugehen und sich gegen Nebensächliches, das er noch obendrein fälscht, zu wenden und dann mit dem ihm eigenen Anstände aus den Gegner zu schimpfen und von„dreisten Lügen" desselben zu reden. Wir schrieben in der Sonntags- Nummer von den Vorspanndiensten, welche der Nichter'sche Frei- sinn der Reaktion leistet, indem er zwar sich gegen Ansnahme- gesetze und Strasvcrschärfnngen sich erklärt, zugleich aber eine Hetze betreibt, die ganz geeignet ist, das„freisinnige" Spießbürgerthnm in die Wuth- und Angststimiming zu treibe», welche es für jedes reaktionäre Attentat empfänglich macht. Ob dann in dem ge- gebenen Augenblicke auch die paar Freisinnigen gegen reaktionäre Ge- setze stimmen, hat wenig zu belogen, zumal die Folge der Hetze, welche Herr Richter selbst besorgt, darin besteht, daß die frei- sinnigen Bürger, soweit sie nicht zu der Sozialdemokratie über- gehen, mehr und mehr den reaktionären Parteien sich anschließen, was sich bei den Wahlen am deutlichsten zeigt, bei denen nur noch vereinzelte Freisinnige, und auch die nur unter Hilfe der Sozialdemokraten, siegreich hervorgehen. Diesen Ausführungen gegenüber weiß Herr Richter dann nur zu sagen, daß er die ge- planten reaktionären Gewaltmaßregeln bekämpft und von „dreisten Lügen" unsererseits zu reden. Nun, was sollen wir noch von. Herrn Nichter anders erwarten; sein Name ist längst schon der Begriff für feige Unverschämtheit und verlogene Rabulistik geworden.— Um bc« Ahltvardt, lediglich um eine Person,'und noch um was für eine, dreht sich momentan die Diskussion in der antisemitischen Partei, von der Stellung zu dieser Person hängt die Einigkeit der Partei ab, von ihr hängt die Stellung der konservativen Partei zu den Antisemiten ab; schreibt doch heute die„Kreuz-Zeitung": Am 7. d. M. findet in Ei>enach eine Vertrauensmänner- Sitzung(kein Parteitag) der verschiedenen antisemitische» Richtungen statt, auf der cs sich entscheiden wird, ob eine voll- ständige Verschmelzung im parteipolitischen Sinne möglich ist oder nicht. Wie aus den Verhandlungen des jüngst in Berlin stattgehabten„Parteitages" der„Norddeutschen Antisemiten" hervorgeht und übrigens auch sonst bekannt ist, wird es sich vor- nchmlich darum handeln, ob der Abg. Ahlwardt der neuzubildenden Gcsammtfraktion im Reichstage als vollberechtigtes Mitglied beitreten darf oder nicht. Sollte sich die Vertrauens- männer-Versammlung im bejahenden Sinne entscheiden, so würde das für die parlamentarische Stellung der „Fraktion" von nicht geringer Bedeutung fern, da in diesem Falle die„Bündnißfähigkeit" derselben nach rechts hin unseres Erachtens ausgeschlossenwäre. Wie groß muß sich da Ahlwardt vorkommen und— wie klein die antisemitische Partei.— „Mehr als ei» Verbrechen, ein Fehler", dteser berühmte, oft zitirte Ausspruch wurde zuerst in bezug auf die T h e i l u n g P o l e n s g e t h a n, und zivar von der österreichischen Kaiserin Maria Theresia, welche die unheil- vollen Folgen dieses schmachvollen Volksmordes voraussah. Vielleicht nehmen unsere Polensresser sich einmal die Mühe, den Brief zu lesen, den jene hochsinnige und obendrein „echt deutsche" Frau über die Theilung Polens geschrieben.— Die konfessionellen Vorlagen im ungarische» Herrenhause. Dem schwer errungenen Siege der Re- gierung in der Generaldebatte folgen nun Niederlagen bei der Spezialberathung. Mit 122 gegen 96 Stimmen wurde der Abschnitt über die freie Religionsübung abgelehnt, der Abschnitt über die Konfessionslosigkeit mußte fallen gelassen werden, dagegen wurde mit der winzigen Majorität von 3 Stimmen der Antrag der Klerikalen abgelehnt, nach welchem die Anerkennung einer neuen Religion nicht der Regierung, sondern nur der Gesetzgebung zustehen soll.— Wieder eine Volksabstimmung in der Schweiz. AuS Bern wird telegraphirt: Das von konservativer Seite angestrebte Referendum gegen das Bundesgesetz über die diplomatische und konsularische Ver- tretung der Schweiz im Auslande ist zustande gekommen, indem über 60(X1l> Unterschriften gesammelt sind. Somit muß eine Volksabstimmung über das Gesetz stattfinden.— Eine gemeinsame Aktion in China scheint von der englischen unv französischen Regierung geplant zu sein. Wahrscheinlich wird die Vereinbarung auch auf die übrigen Mächte ausgedehnt werden— vorausgesetzt natürlich, daß die Ereignisse auf dem asiatischen Kriegs- schauplatz sich nach dem Programm der Diplomatie richten.— Casimir Perier ist vorgestern, bei seiner Ankunft in Paris kräftig ausgepfiffen worden, und zwar vom allgemeinen Publikum— nicht von einer Klique. Er sah käseweiß aus und fühlte sich offenbar sehr wenig wohl. Ja, die Sozialistentödterei ist ungesund.— Die französischen Sozialisten und die Arbeitslosen. Wie uns aus Paris gemeldet wird, hat Genosse Prudent Der- villers dem Mmisterpräsidentcn Charles Dupuy angezeigt, daß er bei Zusammentritt der Kammer die Regierung über die Lage der Arbeitslosen und das, was sie dagegen zu lhun gedenkt, interpelliren wird.— Sozialistenverfolguiig in Frankreich. Man schreibt uns aus Paris unterm 4. Oktober: In der heutigen, im Elysee unter dem Vorsitz Casimir Periers stattgehablen Ministersitzung wurde beschlossen,..I,s?s.rtis ouvrier", das Organ der sozial- revolutionären Arbeiterpartei(Allemanisten) wegen Beleidigung der Armee zu verfolgen. Der inkriminirle Artikel, der auf die letzten großen Manöver anspielt, ist in der Nummer vom 26. September erschienen. Mit derartigen kleinliche» Versolgun- gen glaubt wohl das„große" Ministerium die sozialistische Be- wegung brachlegen zu können. Als ob Verfolgungen überhaupt jemals einer oppositionellen Bewegung geschadet hätten. Herrn Perier scheinen aber nicht einmal die von seinem Großvater ge- machten Erfahrungen von Nutzen zu sein. Um so schlimmer für ihn.- Polizei-Anarchismus. Das fürchterliche„Attentat" von Marseilles hat sich als einfache Polizeimache ent- puppt.— Die ganze Greuelgeschichte ist von einem Lumpa- zius zusammengekocht, der als„Geheimer" doch auch ein- mal ein„Komplott" entdecken wollte, und, da er keins and, eins anfertigte.— Robi«, der gemaßregelte Direktor des Waisenhauses von Campois, ist als Professor an die freie Universität von Brüssel berufen worden. Bravo!— Andere Länder, andere Sitte». Der Sohn des englischen Thronfolgers, der Herzog von Jork nebst Ge« mahlin, wurde gestern auf der Straße im Wagen von einem Mann angegriffen, der aber sofort verhaftet ward. In England ist der Attentäter ein I r r sin niger— auf dem 5?ontinent wäre er ein„Anarchist". Ländlich, sittlich.— Italienisches. Die„Kölnische Zeitung" meldet unterm 5. d. M.: In Casal Vecchio Süditalien sind Unruhen, welche daselbst vor einigen Tagen unter der Landbevölkerung wegen Vertheilung des dem Staate gehörenden Grundbesitzes herrschten, gestern in offenen Aufruhr ausgeartet, und haben das Ein- schreiten der bewaffneten Macht erforderlich gemacht. Die Notiz ist nicht ganz klar. Klar ist blas, daß eS zum„Aufruhr" gekommen ist. Und darüber wird niemand sich wundern, der die verzweifelte Lage der italienischen Bauernschaft kennt.—. ist »war noch nicht gestorben, wie 'teht so schlimm um ihn, daß er n, geschickt werden muß. Das kranke russische Volt kann zu seiner Erholung und Heilung nicht ein milderes Klima aussuchen. Dafür wird eS auch genesen.— Der kranke Zar gemeldet ward, aber außer Landes, nach Kor Vetvksinttillvidiken: Zum Parteitag wurden als Delegirte gewählt: In Bant der Eenoffe Hug, in Ottensen Genosse v. Elm. ** Anträge zum Parteitag' Die Genossen von Mühl« hei m.Duisburg stellen folgende Anträge i 1. Die Fraktion solle ein Gesetz zur Unterstützung der Arbeitslosen dem Reichstag vorlegen; 2. Der Parteivorstand wird ersucht, eine Schrift herauszugeben, welche Winke über das Verhalten vor Polizei und Gericht enthält. Es sollen hierdurch möglichst Rechtsanwalts- kosten gespart werden.— Auf dem p o m m e r s ch e n Parteitag land folgender Antrag Annahme:„Der pommersche Parteitag möge beschließen, den Parteitag in Frankfurt a. M. zu ersuchen, dahingehend zu beschließen, daß in Zukunft der allgemeine Parteitag entweder in der Zeit zwischen Weihnachten und Neu- zayr oder in der Pfingstwoche jeden Jahres abgehalten wird, um möglichst mehr Arbeitern Gelegenheit zu geben, daran theil- zunehmen." � � Ter 5. pommersche sozialdemokratische Parteitag fand am Z0. September in Stettin statt. Es waren 86 Delegirte aus IS Orten anwesend. Außerdem nahmen G r ü n o e l und K ö rst en- Berlin an den Verhandlungen theil. Die Abrechnung ergab, daß die Einnahme der Agitationskommission 520,28 M.. die Ausgaben 424,26 M. betrugen. Darunter sind die Kosten für„Pommern", ein monatlich einmal erscheinendes Blatt, das namentlich für's platte Land bestimmt ist.— Annahme fand folgender Antrag: Der Antrag Gründe! und Genossen, welcher lautet:„In denjenigen Kreisen, welchen geeignete Hilfskräfte aus den Kreise zur Verfügung stehen, oder in solchen, welche geeignete Kräfte zu gewinnen im stände sind, kann, unabhängig vom Provinzial-Parleitage, in jedem Jahre ein Kreis-Parteitag statt- finden; kann der Kreis die Mittel hierzu nicht ausbringen, so ist die Agitationskommission zur Unterstützung verpflichtet, doch muß dieselbe davon vorher in Kenntniß gesetzt werden", wird ange- nommen. Eine längere lebhafte Debatte entspann sich über die Streit- frage, ob der„Volksbote", der jetzt Privateigenthum Herbert'? ist, Partei-Eigenthum werden solle. Ein dahin zielender Antrag wird schließlich mit 18 gegen 16 Stimmen abgelehnt.— Damit sind die Punkte der TageS-rduunz»"schöpft.' Die Parteikonferenz des' Kreises Mühlheim-DuiS» bürg, welche am 60. September in Duisburg stattfand, war von 23 Delegirten aus 8 Ortschaften beschickt. Das Bild, welches durch den B-richt der Vertrauensleute über den Stand der Be- wegung im Kreise gegeben wurde, kann ein erfreuliches nicht genannt werden. Wir entnehmen dem Bericht, den die Eiberfelder „Freie Presse" giebt, u. a. folgendes: Mit Ausnahme von Oberhausen, wo die Partei Fortschritte zu verzeichnen hat, indem die„Niederrh. Volkstribüne" immer mehr Leser erhält, auch sonst die Genossen tüchtig arbeiten, wurde allgemein Klage geführt, daß die Genossen zum Theil recht nachlässig, sogar mit einzelnen Ausnahmen, mnthlos seien; wenn auch der Druck der Arbeitgeber sehr auf unfern Genossen laste, so könnte immerhin mehr gethan werden. Die Flugblatt-Verbreitung sei gleichfalls eine recht mangelhafte, sodah ein Theil derselben aus vorigem Jahre noch ihrer Verbreitung harre». Auch die Versammlungen sind durch» schniltlich schwach besucht, was zum Theil durch die schlechte Ge- schäftslage zu erklären ist, aber auch in der Gleichgiltigkeit der Arbeiter mit seinen Grund hat. Lokale sind selten zu haben. Diese Muthlosigkeit ist vor allen Dingen auf Konto des über- mäßigen Druckes der Kapiralmacht zu setzen, doch das„Sklave duck Dich und schweige" kann und darf nicht unsere Losung sein, sondern wir müssen kämpfen.— Zu dem Parteitag in Frankfurt wurde» einige Anträge gestellt(siehe unter Anträge). Von der Beschickung des Parteitages wurde der schlechten finanziellen Verhältnisse wegen Abstand �genommen. Partelpresse. Die Genossen des siebenten sächsischen Wahl- kreises. Meißen-Großenhain-Riesa, sehen sich besonderer Umstände halber veranlaßt, den Druckort ihres Organs, des„Meißener Volksfreund", vom I. Oktober ab von Würzen nach Meißen zu verlegen. Damit ist einem in dem größten Verbreitungsbezirke Meißen-Cölln längst gefühlten Bedürfnisse abgeholfen. Zur Franenagitation. In einem Referat, welches die Genossin Frau Clara Zetkin über dieses Thema kürzlich in Stullgart hielt, sprach sich dieselbe im allgemeinen gegen eine gesonderte Frauenbewegung aus. Alle bisherigen Ersahrungen hätten gezeigt, daß die Organisationen der Frauen unter sich nicht recht gedeihen wollten, daß also nur von gemischten Organ i« s a t i o n e n Erfolge zu erwarten seien. Deshalb sei es in den- jenigen Staaten, wo die Vereinsgesetzgebung kein Hinderniß bildet, daß die Frauen gemeinschaftlich mit den männlichen Ar- beilern sich organisiren, entschieden zu bekämpfen, wenn man eine gesonderte Frauenorganisation ins Lebe» rufen wolle. Meist verzettelten diese Vereine ihre Kräfte in inneren Zwistig- leiten, oder in srauenrechilerischen Bestrebungen, so daß dle eigcnl- liche Aufgabe, am Kampf zwischen Kapital und Arbeit theilzu- nehmen, in den Hintergrund trete. Aus diesen und anderen Gründen, welche von der Referentin eingehend erörtert werden. erklärt sich dieselbe als eine entschiedene Gegnerin dieser Sonder- organisationen. •« Die selbständige Bethei'lignng an den Stadtver» o r d n e t e n- W a h I e n haben die Parteigenossen in Erfurt in einer Versammlung beschlossen. »» Die Anklage wegen Hochverrath gegen die Genossen Teufel, Dreesbach und F e n tz ist seitens des Gr. Land- gerichts aufrecht erhalten worden. Der Tag der betreffen- den Schwurgerichts-Verhandlung ist noch nicht festgesetzt. Die Vertheidignirg der Angeklagten haben außer Herrn Dr. R o seU- selb die Herren Reichsta�-Abgeordneten Rechtsanwalt Pay et- Stuttgart und Dr. K a tz> Mannheim übernommen. Den Leipziger Bürgerrechtsverweigerern stellen sich die daß auch der Gesammtvorstand des Lehteren fast aus denselben wovon 957 000 Franks auf Deutschland entfallen), fann man Altenburger würdig an die Seite. Vor einigen Monaten Mitgliedern besteht wie bei dem Gefangverein" Frohsinn", sowie nicht sagen, daß sie ein Feld für kleinere Werkstätten wären wurde, wie wir damals mitgetheilt, dem Genossen Buchbinder daß dieser Verein seine Gesangsübungen in dem nämlichen Lokale Nicht daß man sie in der Schweiz nicht ebenso gut und erheblich Buchwald von dem Altenburger Bürgerstand mit 20 wie der Arbeiter- Gesangverein abhält, so ist der Gesangverein billiger herstellen könnte, als sie unseren Konsumenten vom gegen 11 Stimmen das Bürgerrecht verweigert. Das hiergegen" Frohsinn" als eine Fortjehung des aufgelösten Arbeiter- Gefang- Auslande geliefert werden, aber das Geschäft in dieser Maschinenangerufene Ministerium des Innern hatte anfänglich zu gunsten vereins anzusehen und wird unter Androhung der strafrechtlichen gattung liegt in den Händen weniger großer Gesellschaften, Buchwald's entschieden, da aber die Stadtverordneten sich bei und polizeilichen Einschreitens hiermit verboten. die den direkten Verkehr mit den Konsumenten bis in die dieser Entscheidung nicht beruhigten, sondern beim Herzog Protest Chemnitz, am 28. September 1894. tleinsten Ortschaften hinaus nehartig organisirt haben. erhoben, so hatte das Gesammtministerium die Sachen nochmal würde schwer halten und sicher große Opfer kosten, diesen zu entscheiden und hat nunmehr den Beschluß des Bürgerstandes Gesellschaften Konkurrenz zu bieten und ihnen den Markt streitig gebilligt. zu machen." → Unterm neuen Kurs. Unsere gestrige Notiz, daß am 17. September Genosse Pötsch wegen groben Unrugs zu sechs Monaten Gefängniß verurtheilt sei, beruht auf Irrthum. " " wenn sämmtliche Beisitzer des Gerichts ein und derselben Partei Hierzu schreibt die Thür. Tribüne": Zu den Befürchtungen, die das„ Thür. Volksblatt" in bezug auf die Unparteilichkeit der sozialdemokratischen Beisiger äußert, liegt fein Anlaß vor. Bisher haben noch alle Vorsitzende der Gewerbegerichte, welche Gelegen heit nahmen, sich über diesen Punkt auszusprechen, der Unpartei lichkeit und Gewissenhaftigkeit gerade der sozialdemokratischen Beisitzer das höchste Lob gezollt. Dagegen passen die Worte des tonfervativen Blattes ganz wunderbar auf unsere Strafjustiz, sobald sie gegen politische Bergehen angerufen wird. Hier steht der Angeklagte, sobald er Sozialdemokrat ist, nur politisch en Gegnern gegenüber. Diese haben abzuurtheilen über Angriffe, die der Angeflagte gegen die Partei, die klasse, welcher die Richter angehören, vielleicht gerichtet. Sie sind Verletzte und Richter in einer Person und ihr Urtheil wird darum durch die Auffaffung beeinflußt werden, in der sie leben und weben". Aus diesem Umstande lassen sich die oft geradezu monströsen Urtheile in politischen Prozessen erklären. Kein Mittel ist den Gegnern zu schlecht, um gegen die Sozialdemokratie ausgeschlachtet zu werden. Durch die sächsischen „ Die sozialdemokratischen Führer in Zwickau wurden in einer stattgefundenen Versammlung heftig angegriffen, weil die beim„ Sächsischen Volksblatt" beschäftigten Drucker 2c. niedrige(?) Löhne erhalten." Königliche Amtshauptmannschaft. Wollen sich die Betreffenden jemals wieder den Freuden des Gesanges hingeben, so werden sie also wohl oder übel den Neuntirchner Staub von ihren Füßen schütteln müssen, denn dort werden alle Sangeslustigen verfolgt. " Soziale Uebersicht: An anderer Stelle heißt es: Jm Uebrigen aber muß unsere Maschinen- Industrie mit sich zu Rathe gehen, wie sie es fertig bringt, nicht nur qualitativ die ausländische Konkurrenz zu übertreffen, sondern auch ihren Preisen die Stange zu halten. Auf den Appell an den Patriotismus verzichten wir lieber gleich mit diesem macht man doch keine Geschäfte. Der Käufer will -O Gewerkschaftliches. Ueber die Unparteilichkeit der Richter ist dem konservativ- antisemitischen Thüringer Volksblatt" ein bemerkenswerthes Krankenkassen. Die Bescheinigung, daß sie vor- heutzutage einen sichtbaren Vortheil haben. Ueberfieht er die Gingeständniß entschlüpft. Das Blatt bespricht die Resultate der behaltlich der Höhe des Krankengeldes, den Anforderungen des Vorzüge der Qualität oder ist er nicht kritisch genug, sie zu legten Gewerbegerichts- Wahlen, tadelt die Theilnahmlosigkeit der§ 75a des Krankenversicherungs- Gesezes genügen, ist folgenden erkennen, so läßt er sich eben vom Unterschied des Preises ver nichtsozialdemokratischen Arbeitgeber und kommt dann zu folgen- Krankenkassen ertheilt worden: 1. Kranken- Unterstüßungs- und locken und diesem Umstand muß man auch Rechnung tragen." dem Schluffe: Sterbefasse Standhaftigkeit"( E. H.) in Frankfurt a. M., Da die Schweizer das patriotischste Volk von der Welt sind, so Wir finden es unbedenklich, wenn sozialdemokratische Arbeit- 2. Krankenkasse des Handwerkervereins zu Driesen( E. H.), 3. Neuer ist das obige nüchterne Urtheil über den Patriotismus von benehmer im Gewerbegericht sitzen. Bedenklich dagegen ist es, wenn Kranken- und Sterbeverein zu Naurod( E. H.), 4. Männer achtenswerthem Interesse. auch die Arbeitgeber sozialdemokratisch sind, das gesammte Gericht, Krankenkasse zur Beständigkeit( E. H) zu Frankfurt a. M. 5. Krankenmit Ausnahme des Vorsitzenden, also ausschließlich aus Sozial- faffe der Schuhmacher( E. H.) zu Elmshorn, 6. Arbeiter- Krankendemokraten besteht. Die Herren mögen noch so sehr den guten Unterſtüßungskasse( E. H.) für Ezin und Knoblauch, 7. KrankenWillen haben, unparteiisch zu sein. Ganz unwillkürlich wird ihr Unterstüßungskasse der Zimmerer( E. H.) in Posen, 8. Gegenseitige Urtheil bisweilen durch die Auffassung beeinflußt werden, in Kranken- Unterstüßungskasse in Rendsburg( E. H.), 9. Kranken- der Töpfer und Berufsgenossen werden ersucht, bezüglich der Achtung, Töpfer! Die Mitglieder des Allgemeinen Vereins der sie leben und weben. Das soll fein Vorwurf sein. Es ist Unterstüßungstasse der Handwerker in den Gemeinden Flecken Fensterfrage jeden Sonnabend Abend bei Wernau, Rosenthaler. einfach menschlich und geht anderen Leuten ebenso. Aber es Syte und Kolonie Syke( E. H.). spricht dafür, daß es jedenfalls nicht wünschenswerth ist, straße 57, zu berichten: 1. Wieviel Kollegen unserer Richtung auf Nachmittags in Hamburg statt. Gegen 2500 Personen haben der Bau zum 15. Oktober verglast ist? 3. Wird der Bau bis Fünf Arbeitslosen- Versammlungen fanden am 3. Oktober den Bauten beschäftigt find? Sind Aussichten vorhanden, daß angehören. an denselben Theil genommen. Selbstverstänolich, so bemerkt zum 15. Oftober fertig? Der Vorstand. ganz richtig das Hamburger Echo", giebt diese Zahl nicht im Achtung, Maler! Alle Kollegen, besonders diejenigen, die Entferntesten ein wahrheitsgetreues Bild der in Hamburg am Wedding und Gesundbrunnen wohnen, werden darauf aufherrschenden Arbeitslosigkeit. Vielen, die schon seit Wochen mit merksam gemacht, daß am Dienstag, den 9. Oktober, Abends, bei ihren Familien darben, mag der Muth schon so weit gesunken Neumann, Pasewalferstraße 3, eine Versammlung stattfindet, zu sein, daß sie alle Hoffnung auf Verbesserung ihrer Lage auf der die Berufsgenossen hiermit ganz besonders eingeladen werden. gegeben haben. In der Versammlung bei Wöhlke, wo der Unsere Vereinigung weist gerade in den oben genannten StadtGenosse Kölle referirte, waren gegen 800 Personen anwesend. theilen nicht diejenige Mitgliederzahl auf, die man in Anbetracht Folgende Resolution fand hier( und wahrscheinlich in allen der starken Arbeiterbevölkerung dort erwarten müßte. Hoffentlich werden sich die Kollegen ihrer Pflicht bewußt, und suchen diesen anderen Versammlungen) einstimmige Annahme: Die heute, am 3. Oftober, in Wöhlcke's Etabliffement für die Arbeiterbewegung so schädlichen Indifferentismus zu tagende Arbeitslosen- Versammlung, welche von über 800 Perfonen bannen. Nochmals machen wir auf die Versammlung aufmerkbesucht ist, erhebt angesichts der herrschenden Arbeitslosigkeit ent- fam und bitten um recht zahlreichen Besuch. Die Zahlstelle schieden Protest gegen die Saumfeligfeit der Behörden in bezug befindet sich Weddingstraße 9. auf Schaffung von Arbeitsgelegenheit. Die Versammlung ist Internationaler Eisenbahnarbeiter Kongrek. Man der Ansicht, daß die Behörde unaufgefordert und ungefäumt, schreibt uns aus Paris unterm 4. Oktober: Der OrganisationsArbeitsgelegenheit schaffen sollte, um dadurch der Noth und dem entwurf betreffend das Internationale Studienkomitee für die Elend der arbeitenden Bevölkerung in etwas zu steuern. Die Interessen der Eisenbahnarbeiter ist heute zu Ende berathen Versammlung ist aber auch der Ueberzeugung, daß die einzige worden. Der Hauptpunkt des Entwurfes, der von der Thätigwirksame Hilfe nur durch die Arbeiterklasse selbst errungen feit des genannten Komitees handelt, lautet:„ Das internationale werden kann. Organisation in gewerkschaftlicher und politischer Studienkomitee wird von den Organisationen des Landes erBeziehung ist das Mittel, durch welches die Arbeiter den nannt, wo es seinen Sit hat. Jedes Land ernennt einen interherrschenden Klassen das abringen können, was dieselben kurz nationalen Sekretär, der mit dem Studienkomitee in Verbindung fichtiger Weise, troß der vorhandenen Noth, stets verweigert zu stehen und ihm alle die Rorporation berührenden Nachrichten haben." und Aktenstücke mitzutheilen hat. Wird in irgend einem Lande, sei Dieser Lügennotiz gegenüber geben wir nachfolgende Er- Entbehrungslöhne. Der Gewinn der Patentpapierfabrit es auf dem Wege der Vereinbarung, des Gesezes oder einer Regierungsklärung bekannt, die sich in Nr. 115 des Sächsischen Volks- au Penig beträgt 539 570 M. gegen 475 681 M. in 1893. 6 pt. maßnahme, sei es unter dem Drucke eines Streits eine Reform blattes" befindet: Dividende werden vertheilt, für Abschreibungen und verschiedene durchgeführt, dann hat der internationale Sekretär das Komitee Geschäftsfonds 240 000 m. verwandt. Maschinenbau- Anstalt davon zu verständigen, diese Reform zu erläutern und gleichzeitig Die vom Zwickauer, Tageblatt" und Wochenblatt" gebrachte, Solzern. Dividende für 1893/94 8 pet. gegen 11 pet. im Vor- die Art und Weise anzugeben, durch die sie erlangt wurde. Das fowie auch in andere gegnerische Blätter übergegangene Notiz, jahre. Die Brauereien vertheilen gleichfalls recht ansehnliche Komitee ist gleicherweise von allen in einem Lande behufs Erbetreffend die in der Druckerei des„ Sächs. Voltsblattes" ge- Dividenden. Die Gohliser Aftien- Bierbrauerei 5 pCt., die Leip- zwingung einer Reform angestrebten Bewegungen, sowie von zahlten Löhne, dürfte( oder soll?) den Anschein eriveden, als ziger Bierbrauerei Niebeck u. Co. 10 pCt. und die Leipziger allen deren positiven oder negativen Resultaten auf dem Laufenwären lettere tarifwidrig; demzufolge erklären wir hiermit, daß Vereinsbrauerei sogar 15 pet. den zu erhalten." Diesem Komitee liegt auch die Kassengebahdie Verhältnisse in unserer Druckerei in Bezug auf Entlohnung. Wer arbeiten will, findet auch Arbeit. Zu dieser Be- rung ob und hat zur Bestreitung der Kosten für Uebervom Deutschen Buchdruckerverband, dem Unter- burch die Provinzblätter geht, eine treffliche llustration: Arbeitszeit und Lehrlingsstola sich vollständig mit dem Hauptung der„ Ordnungsmänner" bildet folgende Notiz, die jetzt sehungen, Korrespondenzen, Abbaltung der Kongreffe u. f. w. jedes Land pro Mitglied der Eisenbahnarbeiter Organisation zeichnete angehören, anerkannten Tarife decken. Dirschau, 26. September. Der gelehrteste Hirt jährlich 5 Cent. zu zahlen, doch darf dieser Betrag im Minimum Der Mindestlohn beträgt 22,50 Mark( für Zwickau tarifmäßiger in Westpreußen dürfte wohl derjenige des Rittergutsbesizers nicht weniger als 50 Fr. betragen, während das Maximum auf Mindestlohn dagegen 20,50 Mart), die tägliche Arbeitsdauer ist Herrn Hollen- Adl. Rentau sein. Tros seiner Gymnasial: 300 Fr. festgesetzt ist. Streits sind aus dieser Kasse nicht zu eine 9 stündige. Somit fallen alle Schlüſſe, welche gegnerische Bildung konnte D., so beißt es, auf teinen grünen Zweig unterſtüßen. Falls aber in einer zum Verbande gehörigen Organi Blätter aus einer absichtlich entstellten Soti; der hiesigen beiden tommen und lernte schließlich das Uhrmacher handwerk. fation ein Streit ausbricht, heißt es im Entwurfe, soll sie von Blätter ziehen. den anderen sowohl moralisch wie materiell unterstützt werden, Aber auch dieses Fach scheint ihm nicht zu behagen. Außerdem vorausgesetzt, daß dieser Streit von zwei Dritteln der betreffenden fehlten ihm die Mittel, selbständig zu werden. So ist er jetzt ein ehrlicher Kuhhirt geworden. In Organisation beschlossen worden war. Mit der Annahme dieses dieser Eigenschaft benutzte er die ihm zu Gebote stehende Entwurfes ist der heutige Verhandlungstag geschlossen worden., Maschinisten und Heizer- Kongreß. Wie man uns aus Mußezeit, um sich schriftstellerisch zu beschäftigen. In seiner Die Agitation für das allgemeine Wahlrecht in Hirtenbude hat er ganze Bände Zeitschriften, die er eifrig studirt. Paris meldet, findet vom 24. bis intl. 27. Oktober in Marseille Desterreich ist in vollem Gange. Die Demonstration am Ja noch mehr: in letzter Zeit hat der Hirt sich an die Abfassung der erste Landeskongreß der Maschinisten und Heizer statt. Als 30. September auf der Ringstraße in Wien war das Signal für eines in Bromberg spielenden Romans gemacht, betitelt:„ Deutsch: Tagesordnung sind folgende Punkte aufgestellt: 1. Das Fähigdie Provinz, war der Generalmarsch für die gesammte öfter polnische Harmonie". Wirklich staunen muß man, wie der Hirt teitszeugniß. 2. Das Gewerbegericht. 3. Beseitigung der reichische Arbeiterschaft. Mit neugesammelten Kräften treten die ohne Tisch und Stuhl, in der Bude oder an der Gartenkante 24 stündigen kontinuirlichen Arbeit. 4. Verbot, den Heizer von Rechtlosen in die neue Kampagne ein. Bis zum 2. Oktober sind liegend, seine schriftlichen Arbeiten vollführt." seinem Kessel weg mit anderen Arbeiten zu beschäftigen. der Wiener Arbeiter- 3tg." aus der Provinz allein 29 Meetings und Minimallohn Eintheilung Also ein Mann von gediegener Bildung, von ungewöhn- 5. der Arbeitsstunden. und Versammlungen mit der Tagesordnung: Was ist's mit lichem Arbeitseifer und ungewöhnlicher Arbeitskraft, der außer 6. Korporations- Verband. 7. Nüßlichkeit der Fachkurse Im unserem Wahlrecht?" angezeigt worden. Die Kreisorganisation dem noch das Uhrmacherhandwerk versteht, und doch Kuhhirt sein Ganzen handelt es sich einfach darum, die Lage einer Kategorie von Niederösterreich veranstalter am 7. Oktober 16 Volks- muß, weil er anderswo„ auf keinen grünen Zweig kommen kann". von Arbeitsmännern zu heben, deren Löhne im umgekehrten Vers versammlungen. Von einer Versumpfung der Wahlrechtsfrage hältniß zu ihrer Verantwortlichkeit und langen Arbeitsdauer tann also gewiß keine Rede sein. Vom Schreiberelend. Gin Juferat des in Neurode i. Schl. stehen. erscheinenden Hausfreund" hat folgenden Wortlaut: Schreiber gesucht. Erklärung. zu Zwickau, 1. Oktober 1894. Das Seher- und Druckerpersonal des„ Sächsischen Volksblattes". ( Folgen die Namen.) " * Bei den Gemeindewahlen in Schönlinde( Böhmen) find im 3. Wahlkörper zwei Sozialdemokraten als Ausschußmitglieder und ein Sozialdemokrat als Ersatmanu durch gedrungen. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Ein etwas im Schreibfach erf. j. Mann wird zum sof. Antritt gesucht. Gehalt monatl. 3 M. nebst freier Station. Bei der Anmeldung ist ein furzer, selbstgeschriebener Lebenslauf beizufügen. Jentsch, Gem.- Gerichtsschreiber in D.- Neudorf, Post Kunzendorf, Kreis Münsterberg. Zu verwundern ist nur, daß der Herr Gemeinde- Gerichtsschreiber nicht noch Geld zu haben will. Depeschen. ( Wolff's Telegravhen- Bureau.) Benthen, 6. Oftober. In der Schwurgerichte- Verhandlung gegen 55 Angeklagte wegen des Antonienhütter Krawalls bean= tragte der Staatsanwalt gegen 14 Angeklagte schuldig des Landfriedensbruchs, des Aufruhrs und tödtlichen Angriffs, 16 schuldig des einfachen Landfriedensbruchs und 17 des Auflufs. Gegen 8 Angeklagte beantragte der Staatsanwalt Freisprechung. Breslau, 6. Oktober. Heute Vormittag begann vor der Strafkammer des hiesigen Landgerichts der Prozeß gegen den Pastor Thümmel wegen Beleidigung der katholischen Kirche. Wegen Fabrikantenbeleidigung wurde der Redakteur der " Frankfurter Boltsstimme", Reichstags- Abgeordneter Schmidt, von der Strafkammer zu Frankfurt a. M. zu einem Monat Gefängniß verurtheilt. Herr, halt ein mit Deinem Gegen!" ruft die„ Schwäbische Tagwacht" aus und zählt eine ganze Reihe demnächst gegen ihre Redakteure zur Verhandlung gelangender Prozesse auf. Es ist eine Luft, sozialdemokratischer Redakteur schifffahrts Gesellschaft", aus der russischen Gesellschaft Der Staatsanwalt beantragte 4 Monate Gefängniß. in Deutschland zu sein! " Ein nenes Unternehmerkartell hat sich in Oesterreich gebildet, in der Absicht, die Schifffahrt auf der Donau zu monopolifiren: Das Kartell besteht aus der österreichischen„ DonaudampfGagarin" und aus der ungarischen Schifffahrtsgesellschaft. Man Verbotenes Inverbindungtreten. In Privat Telegramm des Vorwärts". hofft in den interessirten Kreisen durch dieses Kartell, die EntGlauchau wurde eine Bauhandwerker- Versammlung deswegen wicklung einer bulgarischen und serbischen Flotte unmöglich zu Benthen, 6. Oftober, Nachts 11 Uhr 25 Min. Von den verboten, weil die Anmeldung von dem Angehörigen eines machen, und das Gedeihen der rumänischen zu beeinträchtigen. 55 Angeklagten 31 freigesprochen. 5 Angeklagte wegen Aufruhr, anderen Berufes unterzeichnet war. In Hohenstein Grustthal ist der Arbeiter Belieben dieser Gesellschaft geregelt werden, da sie denselben fast Gefängnißstrafen bewegen sich zwischen 2 Jahren und 2 Monaten In Hohenstein- Erustthal ist der Arbeiter- Jedenfalls wird der Personenverkehr auf der Donau ganz nach 8 wegen Landfriedensbruch, 11 wegen Auflaufs verurtheilt. Die Gesangverein Lieder- Birkel" ebenfalls aufgelöst. Wegen Gefährdung des öffentlichen Frie ausschließlich in ihren Händen hat. ( Depeschen- Bureau Herold.) ben 3" hat die Hamburger Polizei die öffentlichen Versammlungen der Freidenker gänzlich verboten. " Ueber die Geschäftslage der schweizerischen Maschinen- Paris, 6. Dktober. Nachträglich wird über die Schlußsizung industrie bringt die" Deutsche Metallarbeiter Zeitung" einen des Kongresses der Eisenbahnbeamten noch gemeldet, daß die Ent- Rebatteurfreuden. Unser Hallenser Partei- Organ längeren Artikel, welchem der Jahresbericht des schweizerischen scheidung über einen allgemeinen Eisenbahnstreit in Europa in chreibt: Kaum aus dem Gefängniß entlassen, harren des Ge- Handels- und Industrievereins vom Jahre 1893 als Unterlage einen speziell dazu einberufenen internationalen Kongreß getroffen noffen Ilge bereits wieder zwei neue Prozesse, und wiederum gedient hat. Wir entnehmen demselben, daß die Einfuhr von werden soll. ift Beleidigung der Gegenstand der Anklage. In dem einen Falle Maschinen, Maschinentheilen 2c. nach der Schweiz in dem be- Loudon, 6. Oktober. Aus Shanghai wird telegraphisch geist der Beleidigte der Erfte Staatsanwalt am Landgericht in zeichneten Jahre 177 199 Doppelzentner im Werthe von meldet, daß sich die chinesischen Truppen eilig aus Mutden Breslau, in welchem der Termin bereits den 28. d. M., Morgens 18 318 386 Franken betragen hat, währenddem die Ausfuhr zurückziehen. Einerseits heißt es, die Chinesen fliehen vor den 8 Uhr, vor dem Landgerichte stattfindet; im zweiten Falle ist der 191 033 Doppelzentner im Werthe von 23 716 120 Franken be- heranziehenden Japanern, andererseits erklärt man den Rückzug Beleidigte der Pastor Werner in Beneckendorf bei Oschersleben, trug. Seit dem Jahre 1885 hat sich der Import fast verdreifacht, damit, daß die chinesischen Truppen zum Schutze des Hafens von früher in Halle, in welchem leßteren Falle Termin den 30. Ott. der Export hingegen nur wenig vermehrt. Petschili, welchen die Japaner zu beseßen drohen, nach dort enta vor dem hiesigen Schöffengericht ansteht. Gegen den ver An dem Import partizipirt Deutschland allein mit 13 857 000 eifen. In der Richtung nach Nietschwang wurden 70 japanische ist Frankreichs Import unter dem antwortlichen Redakteur der balberstädter Sonntags Zeitung" Franken. Boll- Transportschiffe, von mehreren Kriegsschiffen eskortirt, beobachtet. schwebt ebenfalls ein Verfahren wegen Beleidigung des Pastors frieg auf 800 000 Franken herabgefunten; sein früherer 10 000 Koreaner sind von den Japanern angeworben worden, Werner und eines wegen Beleidigung des Grafen Dohna. Der Antheil ist an Deutschland übergegangen. In Prozenten um von den japanischen Offizieren eineɣerzirt und für den lettere hat bekanntlich auch gegen die Magdeburger Boltsstimme", ausgedrückt, ist Deutschlands Antheil an der Maschineneinfuhr Garnisondienst in den foreanischen Städten verwendet zu werden. als auch gegen den Vorwärts" Strafantrag gestellt. in die Schweiz von 64,3 pet. im Jahre 1892 gestiegen auf London, 6. Oktober. Aus Washington wird gemeldet, daß Immer tonsequent sind die sächsischen Behörden. Der 71,4 pGt. und Frankreichs Antheil gefallen von 18,1 pet. im 14 Mann von der Besagung des Schiffes Brandon" und die Vorsitzende des neugegründeten Gesangvereins Frohsinn" in Jahre 1890 auf 6,1 pct. im Jahre 1893. ganze Mannschaft des Schiffes Wangereng" während des letzten Neukirchen erhielt folgendes amtliche Schreiben: Die Ausfuhr an schweizerischen Maschinen nach Deutschland wüthenden Orkans an der Küste von Florida umgekommen ist. betrug 4 922 000 Franten, nach Frankreich 4 200 000 Frants. Malaga, 6. Oftober. In einer großen Arbeiterversammlung, Von den Rähmaschinen," sagt der Bericht, die zwar auch an der auch ca. 200 Frauen theilnahmen, wurde gestern be= " " " Da sich durch die angestellten Erörterungen ergeben hat, daß eine Anzahl Mitglieder des Gesangvereins" Frohsinn" in Neukirchen dem aufgelösten Arbeiter- Gesangverein angehörten, mit einem ganz bedeutenden Posten erscheinen( 1 800 000 Franken, schloffen, den Ausstand der Baumwoll- Arbeiter fortzusehen. Berantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2 Hierzu drei Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 234. Sonntag, den 7. Oktober 1894. 11. Jahrg. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt Trinkt kein kein boykottirtes Bier! Lokales: " " den Eingangs verlassen und sich auf der Höhe des göttlichen| Dasselbe wird daher auch ganz besonders eingehend behandelt Wortes bewegt. Das hat wohl auch bei dem Kaiser den Auss werden. schlag gegeben, daß er, wie es heißt, sich für diesen Prediger entschieden hat." Wie der Boykott wirkt. Das Münchener Brauhaus hier und es ist uns auch sehr gleichgiltig. Die( 9.) städtische Fortbildungsschule in der FruchtWir wissen nicht, ob das letztere zutrifft, straße Nr. 38 wurde im verflossenen Sommerhalbjahr von hat, einer Mittheilung zufolge, die sich im Börsentheil des scheint uns an dieser Probepredigt Interessant er 1182 Schülern besucht, die in 77 Kursen mit insgesammt Berliner Tageblatt" findet, im Geschäftsjahr 1893/94 95 600 of" nur die Verquickung von christlicher Frömmigkeit und stehende Winterhalbjahr beginnt am 10. Oktober. Der Unter vor dem kaiserlichen 226 Stunden von 46 Lehrern unterrichtet wurden. Das bevor Sektoliter Bier abgesetzt, gegen das Vorjahr mehr 28 100 hektoliter. Militarismus. Neu ist natürlich auch das nicht mehr. Aber die richt erstreckt sich auf folgende Lehrfächer: Freihandzeichen, Wer zahlt die Zeche des Boykotts? Das Publikum, Berherrlichung des Militarismus auf der Kanzel ist in diesem Birkel- und Projektionszeichnen, darstellende Geometrie, Fachdas, soweit es als„ gut bürgerlich" in Betracht kommt, nicht Falle um so bemerkenswerther, da das Evangelium des 26. August zeichnen, figürliches Zeichnen nach Gips und nach dem Leben, genug über die boykottirende Sozialdemokratie herziehen konnte. als des 14. Sonntag nach Trinitatis, das von der Heilung der Zeichnen und Malen nach Naturformen, Blumen 2c., Modelliren Man lese folgende Notiz der Neuesten Nachrichten": Bur 10 Ausfähigen handelt, in gar keine Beziehung zu der Schlacht in Thon und Wachs, Aft- Modelliren, Deutsch, Rundschrift, Flaschenbierfrage können wir in Ergänzung einer früheren Wiit- bei Sedan oder überhaupt zu knatterndem Gewehrfeuer, in den Gefeßeskunde, Rechnen, Algebra, Geometrie, Trigonometrie, theilung berichten, daß nach Uebereinkunft mit der Gastwirthe Tod jagenden Reiterschaaren und sterbenden Kriegern gebracht Phyfit, Chemie, einfache und doppelte Buchführung, Französisch, Kommission die hiesigen Ringbrauereien seit dem 1. Oktober an werden kann. Wer eine solche Beziehung mit Rücksicht auf die Nähe Physik, Chemie, einfache und doppelte Buchführung, Französisch, Private nur 30 Flaschen à 4/10 Liter für 3 M. liefern und des 2. September und auf die Anwesenheit des kaiserlichen 7-8 Uhr Abends im Schulhause entgegen. In der Louisen. Englisch.- Anmeldungen nimmt der Dirigent wöchentlich von daß für weniger als 3 M. überhaupt nicht abgegeben wird. Hofes herzustellen wünschte, der mußte sie geradezu gewaltsam städtischen Fortbildungsschule für Mädchen Desgleichen toftet von jetzt ab das Achtel- Hektoliter 2,50 M., die an den Haaren herbeiziehen. Der betreffende Prediger beginnt der Unterricht für das Wintersemester am 10. Oktober. Achtel- Tonne 3 M., bei der Schultheiß- Brauerei beides je 50 Br. hat zu diesem Zweck den angeblichen Undank des" unchristlich" Die Hauptunterrichtsfächer sind: Deutsch, praktisches Rechnen, gesinnten Theiles des deutschen Volkes, das sich seiner dahin Buchführung, gewerbliches Zeichnen, Maschinennähen, Schneidern, heilten Ausfähigen verglichen, von denen nur einer sich dankbar Auch im mündlichen und schriftlichen Gebrauch des Französischen gesunkenen Helden nicht mehr erinnere, mit dem Undank der ge- Blätten, Pußmachen sowie alle Arten weiblicher Handarbeiten. erwies. Hierbei ist dem Prediger ein merkwürdiger Irrthum und Englischen wird unterrichtet. passirt. Er nennt unter den großen Männern", die Schweiß ganzen 50 Pf. resp. 1 Mark monatlich. Das Schulgeld beträgt im und Blut für uns vergossen haben", Wilhelm, Friedrich, Roon, Schülerinnen Nachmittags von 6 Uhr ab im Amtszimmer der Anmeldungen neuer Moltke. Gerade die haben sich gehütet, ihr Blut zu vergießen, 42. Gemeindeschule, Naunynstr. 63, an der Adalbertstraße, beim sondern sie sind später ruhig in ihrem Bette gestorben. Hat der Rektor Zander. Prediger kein Wort des Dankes für die Soldaten gehabt, die sich auf den Schlachtfeldern von 1870 von den feindlichen Kugeln zerfetzen lassen mußten?! Wenn die Predigt wirklich richtig wiedergegeben ist, dann dürfte Undank doch wohl nicht blos der Welt, sondern auch der Christen Lohn sein.. mehr. Zur Lokalliste. Ahrens, Treptow, Neue Kreuzallee, schänkt jett Ringbier und ist daher von der Liste zu streichen. Für Charlottenburg ist nachzutragen, daß im Restaurant von V. Dhemba, Marchstr. 21, ringfreies Bier aus der Nordsternbrauerei geschänkt wird. Wieder Einer. Ein neuer Lieferant von nicht boykottirtem Bier Exportbrauerei Grabow a. D. bei Stettin, Niederlage A. Manthe, Bellermannstr. 6 ift zu registriren. Moltke " 1 1890/91 heißt es bereits:„ Die Ausdehnung einer solchen = " am 7. Oktober statt. In der Diebeskomödie wirken mit May Das Bolle'sche Privilegium der alleinigen Milchlieferung für arme Krante Berlins ist seit Beginn dieses Monats aufgehoben worden. Die städtische Armendirektion hat zur Bea seitigung verschiedener Unzuträglichkeiten" beschlossen, das mit ,, Eine Probepredigt vor dem kaiserlichen Sof", so lesen Herrn Bolle versuchsweise getroffene Abkommen über Lieferung wir etwas verspätet in der Allg. Evang. Luth. Kirchenzeitung" Zu der Benntung der Gemeindeschul- Höfe als Spiel- fterilisirter und Vollmilch für arme Kranke wieder aufzuheben. vom 7. September, mag wohl nicht für jeden zu den leichten Plätze hatten wir in Nr. 229 bemerkt, daß die im neuesten Be Die von den Armenärzten verordnete sterilisirte und Vollmilch Aufgaben gehören. Ob von der Gastpredigt, welche kürzlich ein richt der Schuldeputation angekündigte, Verallgemeinerung" dieser tann also jest wieder wie früher bei jedem beliebigen„ guten und Geistlicher am 26. August in der Friedenskirche zu Potsdam bisher erst bei drei Schulen bestehenden Einrichtung wohl bis bewährten" Milchlieferanten bestellt werden. Die Milchhändler hielt, der Kaiser befriedigt war, wird sich ja bald zeigen. Der zum Sankt Nimmerleinstag auf sich warten lassen werde. Wir sowohl als auch die Kranken, die stirilisirter Milch bedürfen, Prediger, der um die durch den Abzug des General- Superintendenten haben zu dieser Angelegenheit nachträglich die früheren Berichte empfinden diesen Beschluß als eine Art Genugthuung. Bieregge nach Magdeburg bezw. durch dessen Nachfolger erledigte der Schuldeputation durchgesehen und uns überzeugt, daß unsere Die ,, Freie Volksbühne" veranstaltet für ihre Abtheilungen Stelle sich bewerben wolte, predigte über den Segen und die Befürchtung in der That durchaus begründet ist. Im Bericht in den Monaten Oktober November sieben Vorstellungen von Pflicht des Dankes gegen Gott, sowie den für uns ge- Benutzung der Schulhöfe ist gegenwärtig im Gange". Der Be- Gerhart Hauptmann's" Biberpelz". Die erste Vorstellung findet storbenen Erlöser, begann aber folgendermaßen:" Geschützfeuer, Inatterndes Gewehrfeuer, wunde, sterbende Krieger, in den Tod richt über 1891/92 ist uns leider augenblicklich nicht zur Hand. Löwenfeld als Wehrhahn, Mathilde Buchwald vom Zentraltheater jagende Reiterschaaren, meilenweit Schlachtfelder, aber endlich die Im Bericht über 1892/93 lefen wir wiederum:" Die Ausdehnung hat die Rolle der Frau Wolff übernommen, während Herr weiße Fahne auf Sedans Mauern! Lebensvoll treten uns die einer solchen Benutzung der Schulhöfe ist beabsichtigt". Und im Direktor Samst den Krüger spielt. Gestalten der lieben Helden entgegen, igent, Friedrich, Roon, Bericht über 1893/94 heißt es, wie bereits mitgetheilt wurde: Eine Berallgemeinerung dieser Einrichtung soll allmälig durch wo sollte man enden? Die meisten der Helden find Ein großes Doppelfernrohr für die Beobachtungsstation schon dahingesunken. Wir aber gedenken ihrer. Thun wir es geführt ist, find nirgends angegeben. Wir würden die Sache gelungen. Das Instrument, das an Leistungsfähigkeit unerreicht geführt werden." Gründe, warum sie immer noch nicht durch im Grunewald soll innerhalb zweier Jahre dort zur Aufstellung wirklich? Sind wir diesen großen Männern für jene gewaltige lächerlich finden, wenn sie nicht mit einer schweren Benach- dastehen soll, wird zur photographischen und optischen Beobach= Zeit auch von Herzen dankbar? Gott weiß es, der in die Herzen sehen kann! Sie haben Schweiß und Blut für uns ver: die Freigebung einer größeren Zahl von Schulhöfen sehr noth follen einen Durchmesser von 50 bezw. 30 Boll erhalten. Von theiligung der Kinder des Proletariats verbunden wäre, denen tung des Himmels dienen. Die Objektivgläser des Instrumentes goffen. Sind es nicht ernste Fragen: ob unser Volt seinem Gott auch treu geblieben ist, der es so reichlich gesegnet hat, ob es das thut. Wenn es seit 1890/91, wo die Angelegenheit bereits im dem geäußerten Gedanken, das Instrument auf der 1896er AusGedächtniß jener großen Todten auch recht pflegt? Undant ist Gange war", bis zum Sommer 1894 immer noch bei nur drei stellung vorzuführen, scheint man neuerdings wegen mancherlei der Welt Lohn... aber nicht der Christen! Damit wir aber beffer Schulhöfen geblieben ist, so bleibt wirklich nur übrig, anzu- Bedenken zurückgekommen zu sein. denken lernen, bewegen mir die wehmüthige Frage Chrifti, die nehmen, daß man sich vor den Kosten scheut. Vielleicht ließe Wie wir erfahren haben, sollen die gewichtigen Bedenken, die uns in unserem heutigen Evangelium hindurchklingt: Von Zehnen sich den Lehrern und Lehrerinnen die Beaufsichtigung der spielen wegen des Kostenpunktes entstanden sind, glücklich behoben sein, uns in unserem heutigen Evangelium hindurchklingt: Von Zehnen den Kinder, die vorläufig noch angemessen entschädigt" wird, nachdem zugesagt worden ist, an dem Fernrohr eine Einrichtung nur Einer? u. f. w." Zu diesem erbaulichen Phrasenschwall, der uns übrigens in seinen letzten Sätzen etwas fonfus vorkommt, als Pflichtſtunden" aufpacken, wie man das ja bereits mit den anzubringen, bie gleichfalls ben Gebrauch des im militärischen bemerkt dann das genannte Blatt in der Nummer vom 14. Sep: früher besonders bezahlten Turnstunden gethan hat, damit die Sinne unnüßen Dings als Kanone ermöglicht. tember nachträglich:„ Der betreffende Geistliche hat die Pfarrstelle übrigens auch in weiterem Sinne von Wichtigkeit. Sie zeigt Theater" feit kurzem die Kinderherzen durch seine Späße amüsirt, Lehrer nicht zu übermüthig werden. Die Angelegenheit ist Das kleine Völkchen der Liliputaner, das im ,, Nationals in feiner Weise gesucht, sondern wurde ohne sein zuthun zum wieder einmal, wie gewisse, längst als nothwendig anerkannte Theater" seit kurzem die Kinderherzen durch seine Späße amüsirt, Halten der Probepredigt aufgefordert. Der Anfang der Predigt Forderungen von unserer städtischen Verwaltung behandelt werden. hat sich gestern an ein Stück herangewagt, das von Künstlern hat gelautet:" In diesen Wochen umrauschen uns wie normalen Wuchses hier und da noch gern aufgeführt wird. alte Heldensagen die Erinnerungen einer großen Zeit", In der Arbeiter Bildungsschule Süd- Ost, Waldemar- Nestroy's Böser Geist Lumpazivagabundus" wurde gegeben, und worauf dann jene Worte folgten, die unser Korre- straße 14, werden während des Winter Semesters an jedem wie es sich gebührt, hatten in ihm die kleinen Leute das lieber. spondent im Wesentlichen richtig wiedergegeben hat.-Dienstag Abend Unterrichtsvorträge über voltsthümliche liche Handwerksknoten- Kleeblatt für sich usurpirt. Tischler Der Schluß hieß: Noch immer geht die Frage des Herrn: von Medizin gehalten werden. Der erste dieser Vorträge findet Leim, Schneider Zipin und Schuster Knieriem erschienen zehn nur Giner? wehmüthig durch die Welt. Durch die Weh- am Dienstag, den 9. Oktober, statt; Theilnehmer können noch zwar gestern in ihrer Herzensunschuld als ganz brave muth aber klingt noch ein anderer Ton, der gelte Dir und mir jederzeit beitreten. Unterrichtet wird über die öffentliche Ge- Vertreter der in altersgrauer Ferne zurückliegenden Handwerks. Rommt von zehn nur Giner, so will ich den Einen zehnfach fundheitspflege im Allgemeinen und über Wohnungs- und Fabrik zeit; im übrigen aber hatte man an dem harmlos vergnügten lieben! Im übrigen hielt sich die Predigt einfach an das Sonn- Hygiene im Besonderen. Vor allem wird für die Arbeiterschaft, Stück des guten Nestroy soviel herumgemodelt, daß es unter den tags Evangelium. Demnach hat der Haupttheil derselben, wie die zu den sogenannten Berufskrankheiten ihr großes Kontingent mehr oder weniger verunglückten Rouplets zeitgemäßen" Inhalts wir schon in letzter Nummer andeuteten, den Ton des auffallen- stellen muß, das Kapitel der Fabrik Hygiene wichtig sein. taum wieder zu erkennen war. Und gar der Schluß der Zauber" # Urkommunismus und Entstehung thums an Grund und Boden. Wo der Ackerbau fich entwickelt und möglichst viel nimmt. des Privateigenthums.") Nichts irriger, als die weitverbreitete Anschauung, der Kommunismus widerspreche dem Wesen des Menschen, der Menschenuatur. Im Gegentheil, an der Wiege der Menschheit sand der Kommunismus, und er ist noch bis zu unserer Zeit die gesellschaftliche Grundlage der meisten Völker des Erdballs gewesen. Immer lockerer werden die Bande, und die früheren Produktionsformen verdrängt, da entwickelt sich die den Einzelnen an sein Gemeinwesen fesseln und dieses auch immer stärker das Bedürfniß nach dem Privateigenthum an zusammenhalten, es verkommt oder wird die Beute eines Voltes, Grund und Boden. das, in seiner Entwickelung zurückgeblieben, noch kommunistische Tugend und kommunistische Kraft besitzt. Das ist die Geschichte aller Nationen und Staaten im Alterthum. Die Entwickelung der städtischen Industrie und des Handels bedingt von vornherein das Privateigenthum an den Produktionsmitteln und Produkten. Aber nicht nur der Bereich des Privateigenthums dehnt sich immer mehr aus, es verliert auch eine seiner Schranken nach der anderen, die immer lästiger werden, je mehr der HandelsWeit entfernt, unvereinbar zu sein mit dem Gesetze des verkehr und die das Privateigenthum erheischenden ProduktionsKampfes ums Dasein, bildete er vielmehr die wichtigste Waffe der weisen sich entwickeln. Menschheit in diesem Kampfe. Nur durch die innigste Zusammen- Es wurde aus einem rein persönlichen Eigenthum, das schließung zu kleineren oder größeren Gemeinschaften konnten nach dem Tode des Besizers mit ihm vernichtet wurde oder die nackten, waffenlosen Menschen der Vorzeit sich in den an die Gemeinschaft zurückfiel, ein auf andere Personen vererbliches Wildnissen gegenüber ihren furchtbaren Feinden behaupten. Der Eigenthum. Literarische s. Die fieben Todsünden der modernen Gesellschaft. Gin Proteft gegen die bestehende Wirthschaftsordnung und ihre Folgen. Von Julian v. Ty che. Wien. J. Dirnböck's Verlag 1894. aber primitive Mensch lebte nur in und mit seinem Gemeinwesen, Die ursprüngliche Gleichheit verschwand, das Privateigenthum Der Verfasser ist einer jener warmherzigen Männer, die feine Persönlichkeit hatte noch nicht die Nabelschnur zerrissen, die wurde zu einer gesellschaftlichen Macht, die Gesellschaft spaltete tief ergriffen von dem modernen Glend, das ihnen aus tausend sie damit verband. In Gemeinschaft erwarben die Menschen sich in Eigenthümer, die herrschten, und Eigenthumslose, die in Augen entgegenstarrt, gegen die Schäden und Sünden unserer ihren Lebensunterhalt- gemeinsam jagten sie, gemeinsam fischten Abhängigkeit waren, das Erwerben von Privateigenthum wurde Gesellschaft entrüstete Klage erheben. Aber nicht auf grund sorg sie, in Gemeinschaft wohnten sie, gemeinsam vertheidigten sie zu einer gesellschaftlichen Nothwendigkeit. Das Aufkommen des fältiger wissenschaftlicher Forschung ist Tyche zu seinen Denkdas gemeinsame Haus, den gemeinsamen Grund und Boden. Geldes endlich verwandelte die Erwerbslust in einen maßlosen ergebnissen gekommen; nicht der Berstand führt ihm die Feder, Aber das änderte sich mit den Fortschritten der Produktion. Drang. sondern das Herz. Daraus erklären sich viele Vorzüge des Sie erzeugten neben dem Gemeineigenthum das Privateigenthum. Das Bedürfniß nach Gebrauchsgütern ist stets ein be- Werkes, aber auch dessen große Mängel. Trefflich ist manches, Ursprünglich umfaßte dies nur einige geringfügige Gegenstände schränktes. So lange der Reichthum nur in Gebrauchsgütern be- was er in schwungvollen Worten über die Todsünden des persönlichen Gebrauchs, die meist ihr Träger auch selbst ver- steht, verlangt man nicht mehr davon, als was der Gesellschaft den herrschenden Klassen vorhält, fertigt hatte, Schmuck, Waffen und dergl., Gegenstände, die so zu einem bequemen, angenehmen Leben nöthig ist. die ist. die philosophische Begründung seiner Ansichten seiner Ansichten ist ihm mit ihrem Urheber und Träger verwachsen schienen, daß man Geld dagegen kann man nie genug haben, denn Geld mißglückt und ganz unselbständig ist das, was er zur fie ihm oft nach seinem Ableben mit ins Grab gab. ist die Waare, mit der man alle anderen kaufen Heilung der Schäden der heutigen Gesellschaftsordnung vor Aber allmälig nahm das Privateigenthum an Umfang und tann, eine Waare, die nicht verdirbt, die stets verwendbar schlägt. Zwar ist er zu der Einsicht gekommen, daß nur der Bedeutung zu, es begann auch auf bedeutendere Produktions- ist. Das Aufhäufen von Schäßen, von großen Vermögen weit Klassenkampf des Proletariats den erforderlichen Umschwung mittel fich zu erstrecken und ergriff schließlich sogar das wichtigste über das eigene Bedürfniß hinaus, wird immer zu einer Lebens- bewirken kann, aber bei der Ausmalung der Neugestaltung beruft Produktionsmittel, die Grundlage unferes Seins, den Grund und aufgabe der Besitzenden. Der Gegensatz zwischen Reich und Arm er sich furzweg auf Bellamy und auch sonstige Bemerkungen lassen Boden. Die Jagd und die Weidewirthschaft verlangen noch kann von nun an ein unermeßlicher werden, und er wird es erkennen, daß er sich nicht über die Idee eines dürren Staatssozialismus Das Gemeineigenthum an Grund und Boden. Ganz überall, wo die Bedingungen dazu sich bilden. zu erheben vermag. So fagt er S. 15:„ Jm Wesentlichen jedoch anders der Ackerbau. Er wurde bis zur Entwickelung Die Verhältnisse der Menschen zu einander und ihr ganzes möchten auch wir auf die Organisirung der modernen Armee des modernen, landwirthschaftlichen Großbetriebes am besten Denten und Sein verändern sich damit. Die Hingabe für das hinweisen und bemerken, daß ebenso wie der Militärbienst als betrieben in der Einzelwirthschaft besonderer Familien, und diese Gemeinwesen, die Selbstaufopferung, war ehedem die Haupt- ausnahmslose Verpflichtung jeden Staatsbürger trifft, auch ein Einzelwirthschaft bedarf zu ihrer Entwickelung des Privateigen- tugend des Menschen gewesen. Sie schwindet nun immer mehr folcher obligatorischer Arbeitsdienst geschaffen werden könnte." dahin. Jeder ist sich selbst der Nächste. Die Gemeinwesen zerfallen Indeß können wir auch gar nicht von dem Verfasser einen halt. *) Dem von uns schon besprochenen ersten Hefte der im in Klassen, die einander auf das Erbittertste bekämpfen, sie zerfallen in baren Organisationsplan erwarten, wollen aber unsere Genugs Diet'schen Verlage erscheinenden Geschichte des Sozialismus ent- Individuen, von denen jedes nur seinen eigenen Vortheil im Auge thuung aussprechen, daß er in der Einzelkritik so häufig ins nehmen wir die obigen Ausführungen. hat, von denen jedes dem Gemeinwesen möglichst wenig giebt Schwarze getroffen hat. gl. poffe verblüffte das Publikum so sehr, daß es gar nicht an ein Ende des Stückes glaubte und sich erst von den Plätzen erhob, als der eiserne Vorhang mittlerweile in die Erscheinung trat. Die Direktion thäte gut, in die paar Vorstellungen, die von den Liliputanern noch gegeben werden, ein klein wenig Sinn und Ordnung hineinzubringen. So unangenehm wie es ist, aber auch das Kindervolt macht heutigen Tags schon auf Logit Anspruch. In den Aufgebots- Bekanntmachungen, welche gefeßmäßig in den Rathhäusern zum Aushang tommen, sollen fünftig Taut Verfügung des Oberpräsidenten der Provinz Brandenburg, Dr. Achenbach, die Wohnungsangaben der Verlobten nach Straße und Hausnummer fortgelassen werden. Es sollen dadurch, daß von einzelnen Standesbeamten in den Aufgebots- Bekanntmachungen die Wohnungen mit aufgenommen wurden, vielfach Unzuträglich teiten für die betheiligten Familien entstanden sein. B B = urtheilt. Betrug gehandelt hat. Wie die Zettel in den für v. Schick be- Der Sprosse eines alten Adelsgeschlechtes mit hoch stimmten Ballen gekommen sind, ist noch nicht aufgeklärt. Es flingendem Namen stand in der Person des" Arbeiters" Frei fcheint aber, als ob ein Mithelfer vorhanden ist, der durch die herrn Arthur Lilienhof von Adelstern unter der Bettel die Täuschung erleichtert hat. Anklage des Sittlichkeitsverbrechens vor der zweiten Strastammer Der Oberpräsident hat den Beschluß der städischen Beam Landgericht II. Vor 50 Jahren als Sohn eines Offiziers in Polnisch Lissa geboren, besuchte er zunächst das dortige balb bier eingeführte Fleisch, das in Speise- und Studium aufgeben, er wurde Soldat, avancirte bald und hörden genehmigt, nach welchen auch dasjenige von außer Gymnasium. Mangelnder Mittel halber mußte er das Gastwirthschaften verbraucht wird, vor der Zubereitung einer machte als Sergeant die Feldzüge 1866 und 1870/71 mit. Untersuchung unterworfen werden muß. Alsdann schlug er die Beamtenfarriere ein, ergab sich aber Der Magistrat beabsichtigt, dem Raiserin Friedrich- Kinder- allmälig dem Trunk und sant zum Landstreicher und Verbrecher hospital für das nächste Rechnungsjahr 1895/96 eine Summe von herab. Am 20. August d. J. lockte er den achtjährigen Willy B., kollegium hat infolge dessen in seiner heutigen Sigung beschlossen, 10. Pfennigftückes nach den Köllnischen Wiesen, und versuchte 50 000 M. aus stäotischen Mitteln zuzuwenden. Das Magistrats- Sohn eines Webermeisters in der Urbanstraße mit Hilfe eines für diese Zuwendung die Zustimmung der Stadtverordneten- Ver- dort ein Sittlichkeitsverbrechen an dem Kinde. Bei der Ausübung fammlung zu beantragen und dieselbe zu ersuchen, die Einstellung des Verbrechens wurde er von einem Arbeiter Schlegel überrascht, der erwähnten Summe von 50 000 m. in den Etat pro 1895/96 festgenommen und einem Gendarmen übergeben. Unter Ausschluß Vom Verband der Schlächter und Berufsgenossen Deutsch zu genehmigen. der Deffentlichkeit wurde er mit Rücksicht auf seine sonstige Un lands geht uns die Mittheilung zu, daß die gewerkschaftlichen Führer in diesem Beruf die Versammlung nicht veranstaltet beabsichtigt hier in Berlin nach dem Muster eines in Budapeſt Telephonographen. Ein ungarisches Finanzkonsortium bescholtenheit zu neun Monaten Gefängniß vers baben, in der es Zeitungsberichten zufolge am Sonntag zu AusEine Freiheitsberaubung. An einem Mai- Abend dieses bereits bestehenden Telephonographen Systems ein ähnliches schreitungen gekommen fein soll. Die Versammlung sei von hier in Berlin zu schaffen. Dasselbe beabsichtigt, orchestrale, Jahres erschien der Arbeiter Ferdinand Krause in dem zuanarchistischer Seite einberufen worden. bat um Schuh gegen einen rhetorische und gesangliche Aufführungen und Vorträge mittels ständigen Polizeibureau und Ueber die Verschleppung eines zwölfjährigen Mädchens bes Telephonographen einzelnen Theilnehmern zugänglich zu Artilleristen, welcher in seiner Wohnung großen Lärm mache, wird berichtet: In einem hiesigen Lokalblatt erschien vorgestern machen. Gegen einen einmaligen Jahresbeitrag und eine geringe den Säbel gezogen habe und die Anwesenden bedrohe. Der eine Annonce folgenden Inhalts:„ Mädchen von 12-13 Jahren Gebühr für die jedesmalige Benutzung können dann derartige Wachtmeister gab dem Krause einen Schuhmann mit. Als beide nach Schulzeit gesucht. Zu melden zwischen 7-8 Uhr Veteranen Schallübertragungen nicht nur einzelnen Personen, sondern auch in die Nähe der Krause'schen Wohnung gelangt waren, Straße 12 bei Behr“. Am Mittwoch Abend turz nach sieben Uhr größeren Gesellschaften 2c. vorgetragen werden. In Budapest begegneten sie dem Artilleristen. Krause machte den Beamten auf fand sich in dem gennanten Hause die zwölfjährige Emma follen sich bereits 5000 Personen zur Theilnahme an dieser Ein- denselben aufmerksam mit den Worten:„ Das ist er." Der SchuhTöpfer, Tochter eines in der Huffitenstraße wohnenden Bahn- richtung gemeldet haben, man hofft in Berlin auf das Bierfache. mann forderte den Soldaten auf, ihn zur Militärwache zu bes wärters ein, um ihre Dienste anzubieten. Jm Hausflur trat ihr gleiten, damit seine Persönlichkeit dort festgestellt werden könnte. ein etwa 28 jähriger, elegant gefleideter Mann entgegen und 73/4 Uhr in der Luisenstraße zugetragen. Der 17jährige Arbeits- fich heraus, daß er seit längerer Zeit mit der Tochter des Krauſe Ein seltener Unglücksfall hat sich am Freitag Abend um Der Artillerist folgte willig. Bei seiner ersten Vernehmung stellte fragte sie, ob sie auf die veröffentlichte Annonce komme. Auf bursche Leopold Schulz aus der Schwedterstr. 44 gerieth unter verlobt, dem Letteren somit genau bekannt und seine Siftirung die bejahende Antwort des Mädchens forderte der Herr sie aui, ihm in das Haus Fehrbellinerstr. 24 zu folgen, da dort der be- einen Pferdeeisenbahnwager. der Linie Bahnhof Friedrichstraße somit überflüssig war. Der Soldat hatte mit seiner Braut eine etwas treffende Dienst zu vergeben sei; in der Annonce sei irrthümlich Schönhauser Allee derart, daß sein Körper so mit unter den heftige Auseinandersetzung gehabt. Krause erhielt eine Anflage die Veteranenstraße angegeben.' Arglos tam vas Mädchen der Auf- Wagen gequetscht wurde, vaß dieser zur Befreiung des Un wegen Freiheitsberaubung. Im Termine vor der vierten Straf forderung nach. Was sich nun in dem Hause in der Fehrbelliner, glüdlichen abgehoben werden mußte. Schulz wurde schwer fammer des Landgerichts I sprach der Beschuldigte seine Vers Straße abspielte, ist mit Sicherheit noch nicht festgestellt. Etwa verlegt nach dec Charitee gebracht. wunderung darüber aus, daß man ihn wie geschehen zur Ver um 8 Uhr hörten Bewohner des Hauses laute Klagerufe aus Zur Vorsicht bei Annahme von 50 Pfennigftücken antwortung ziehe. Er habe doch weiter nichts gethan, als einem parterre belegenen Zimmer dringen, das am Tage zuvor mahnt ein Schwindel, welcher allem Anschein nach systematisch Schuß gegen einen Soldaten gesucht, der in seiner Wohnung von einem fremden Herrn bezogen worden war. Wenn beging. Schußmann Da die Be und mit Erfolg betrieben wird. Der Urheber des Betruges Ausschreitungen fizerin der Wohnung nicht anwesend war, drangen die Nachbarn rändert Nickelmünzen, um sie bei Dämmerlicht als 50- Pfennigstücke feinen, des Angeklagten Hinweis: Das ist er," sozur Siftirung des Soldaten in das Zimmer ein und fanden in demselben ein bis auf das auszugeben. Die Umrandung ist mit solcher Präzision aus tort geschritten sei, Der Staatsanwalt Hemd entkleidetes Mädchen, das vor dem Bette fauerte und laut geführt, daß anzunehmen ist, die Fälschung sei mit einer eigens fei dies doch dessen Sache gewesen. jammerte. Das Gesicht des Kindes war mit Blut besudelt. Auf dazu konstruirten Maschine vollzogen. führte aus, daß der Angeklagte deshalb die Freiheitsberaubnng Befragen gab es an, daß es von einem fremden Herrn in das verursacht habe, weil er den Schuhmann nicht darüber aufklärte, Bimmer geführt und aufgefordert worden sei, den Oberkörper In der Narkose verstorben ist die 15jährige Tochter Hilde- daß ihm die Persönlichkeit des Soldaten bekannt sei. Er be zu entblößen, um ihm zu einem Bilde Modell zu stehen. gard der in Rixdorf, Prinz Handjernstr. 15, wohnhaften Hebe- antrage gegen ihn zwei Tage Gefängniß. Der Gerichtshof Auf diesen Vorschlag sei es denn auch, nachdem der Herr amme Eisfeld. Das Mädchen, welches sich im allgemeinen einer fonnte nicht zu der Auffassung gelangen, daß in dem rein ihm Kognat und Portwein zu trinken gegeben, eingegangen. Sehr guten Gesundheit und kräftigen Körperkonstitution erfreute, passiven Verhalten des Angeklagten eine Freiheitsberaubung zu Er habe nun in der That ein Bild gemalt. Bei dem langen hatte in letzter Zeit eine leichte Kropfbildung bekommen und befinden sei. Es wurde deshalb auf Freisprechung erkannt. Stehen sei ihr falt geworden und sie habe darüber geklagt, gab sich daher auf Anrathen eines tonfultirenden Arztes nach der Fahrlässige Tödtung wurde dem Bierkutscher Wilhelm worauf der Herr fie aufgefordert habe, sich vollends zu entkleiden Privatklinit des Prof. Wolff in Berlin, am Zirkus 9. Professor und in das Bett zu legen. Auch das habe sie gethan. Infolge Wolff erachtete zur Entfernung der Kropfbildung eine Operation Dreher zur Last gelegt, welcher gestern vor der zweiten StrafAm 28. Oktober v. J. bog des Genusses der starken Getränke habe sie Kopfschmerzen be- für erforderlich, welcher sich das Mädchen am Donnerstag Nach- tammer des Landgerichts I stand. kommen und der Herr sei fortgegangen, um in einer Droguerie mittag auch unterzog. Die Operation gelang vortrefflich, aber das der Angeklagte mit einem beladenen Bierwagen von der Königs ein Braufepulver zu holen. Sie fei dann aus dem Bette heraus- junge Mädchen erwachte nicht wieder aus der Narkose. Wer mag straße in die Klosterstraße ein. Er überfuhr dabei eine 70jährige gefallen und habe sich an der Nase verletzt. Von dieser Ver- den Schmerz der anglücklichen Mutter ermessen, als ihr die Frau, welche den Straßendamm überschreiten wollte. legung rühre das Blut her, mit dem das Gesicht besudelt war. Schreckensnachricht von dem schnellen Dahinscheiden ihres Lieb- den schweren Verlegungen bald erlegen. Als einziger MilderungsDie Polizei wurde alsbald benachrichtigt, die zwei Aerzte lings übermittelt wurde! Die Untersuchung über den traurigen grund fam dem Angeklagten zu Gute, daß die Verlegte ihren Kopf dermaßen eingehült hatte, daß sie am Sehen und requirirte und das Mädchen untersuchen ließ. Der Inhaber des Fall ist eingeleitet. Hören beeinträchtigt wurde. Das Gericht verurtheilte ben Bimmers ließ sich nicht wieder sehen. Er hatte sich am Tage Aus der besten der Welten. Zu erschießen versuchte sich Angeklagten nach dem Antrage des Staatsanwalts zu drei zuvor der Besitzerin der Wohnung als Architekt Dietrich vorgesteйt am Sonnabend Morgen um 7%, Uhr der Weber Reinhold Monaten Gefängniß. und das Zimmer gemiethet, auf den verabredeten Miethspreis Borisch aus Rußland in der Rüstern- Allee im Thiergarten. Gr auch 10 M. angezahlt. Der Mann trat, wie bereits bemerkt, fam vor einiger Zeit nach Berlin, hatte weder Obdach noch fehr elegant auf und schien über größere Mittel zu verfügen Mittel und beschloß deswegen, freiwillig in den Tod zu gehen. Der Sprache nach ist er Hannoveraner; zuletzt wollte er Die in die rechte Schläfe gejagte Revolverkugel hatte aber den in München und Leipzig thätig gewesen sein, und aus letzterer beabsichtigten Erfolg nicht: Borisch wurde durch einen Schuß Stadt sollten auch angeblich seine Effekten eintreffen. Der poli- maun aufgesunden und nach einem Krankenhause gebracht. zeilichen Anmeldung wußte er sich durch allerlei Ausflüchte zu entziehen. Die Verschleppung des Mädchens ist planmäßig er folgt, da die betreffende Annonce offenbar von dem angeblichen Dietrich aufgegeben war. Wie festgestellt worden ist, hatte er noch ein zweites Mädchen für gestern Mittag um 12 Uhr in sein Bimmer bestellt. Ob nun an der Emma Töpfer, die für ihr Alter sehr entwickelt ist, ein Sittlichkeitsverbrechen nerübt worden ist, wird erst die genauere ärztliche Untersuchung ergeben. Das Mädchen und die Eltern desselben, die sehr achtbare Leute sind, bestreiten es entschieden. Jedenfalle muß der mysteriöse Vorfall Eltern zur ernsten Warnung dienen, ihre Kinder den Gefahren der Großstadt preiszugeben. der auf so Sie ist Die Thierfreundin. Ik liebe alles Viehzeich, ob es nu 8eebeenig oder vierbeenig is; een janzes Hundeasy! habe ick mal vorjestanden und selber Hungerpoten jesaugt, blos det Allens sauber und scheen Die alte Fau, die diesen Sermon dem Schöffengerichte zum Besten giebt, sieht aus wie Busch's fromme Helene in alter Auflage; fie schlägt verklärt die Augen zum städtischen Kanal bei der Adalbertbrücke die Leiche eines Mädchen in direktem Widerspruch. Präs.: Frau, find Sie denn von Polizeibericht. Am 5. d. M. Morgens wurde im Louisen- Himmel, aber ihr rubeloses Mundwerk steht mit dieser Maste angeschwemmt. Auf dem Stralauer Plaze fiel Nachmittags der Sinnen? Wollen Sie uns hier mit solchen Geschichten Angetl.: Det is irade was Scheenes. Herr Jes Kutscher eines Arbeitswagens während der Fahrt herunter, ge- schonen! In richtshof, ich habe 14 Jahre eenen flenen Affenpinscher in rieth unter die Räder und erlitt schwere Quetschungen. der Nacht zum 6. d. M. stürzte ein Schiffer von einem hinter meine Bucht jehabt. Da hätten Se aber wat erleben können. dem Victoriaspeicher an der Köpenickerstraße liegenden Rahn in Den hätt' id am liebsten mit Schotlade bejossen. Uff's rechte die Spree und ertrant. Witterungsübersicht vom 6. Oftober 1894. Die Rigdorfer Steuerreform- Kommission, welche von der Gemeindevertretung. niedergesetzt wurde, um die Neu- Stationen. gestaltung der Gemeindesteuern vorzuberathen, hielt gestern unter dem Vorsitz des Amts- und Gemeindevorstehers Boddin ihre erste Sigung ab. Sämmtliche Mitglieder waren darin einig, • Barometerstand in mm, & reduzirt auf 763 763 b. Meeressp. Windrichtung Windstärke DND ( 1-1) 3221211BEL NO 761 Still 762 GD • 759 N 763 Still 764 NW 762 950 767 . 760 GO GO . . Wetter Temperatur DOGOA SAREE( nach Celsius 50 G.40 R.) bedeckt Regen 11 bedeckt 12 bedeckt heiter 11 6 Regen 10 heiter bedeckt 8 halb bedeckt bedeckt bedeckt 13 10 10 daß das Hauptbestreben dahin gehen müsse, in Rigdorf feine Swinemünde. höheren Steuersäge zu erheben, als Berlin und somit auch die Hamburg Buschläge zur Einkommensteuer von 180 pet. auf 100 pet. herab Berlin... 762 zufeßen. Zum größten Theil soll der Ausfall durch Einführung Wiesbaden. einer Gemeinde- Grundsteuer gedeckt werden, welche von bebauten München und unbebauten Grundstücken zu erheben wäre. Hierdurch wäre Wien es möglich, auch die Berliner Kirchhofsgemeinden, den Eisen- Haparanda bahnfiškus und die Stadt Berlin, welche innerhalb der Ge- Petersburg meinde Rixdorf große Terrains besigen, zur Besteuerung heran- Cort. zuziehen. Definitive Beschlüsse wurden indeß noch nicht gefaßt. Aberdeen Aristokratischer Hochstapler. Wegen wiederholter Wechsel- Paris schwindeleien in ganz namhaften Beträgen ist gestern ein Wetter- Prognose für Sonntag, den 7. Oktober 1894. galizischer Edelmann v. G. hinter Schloß und Riegel gesetzt Ein wenig fühleres, zeitweise aufklärendes, vorwiegend worden. Derselbe hat wiederholt angegeben, Studirender der technischen Hochschule zu sein und in Charlottenburg zu wohnen. trübes Wetter mit schwachen nordöstlichen Winden ohne erhebliche Ale Opfer für seine Schwindelmanöver suchte er sich speziell die Niederschläge. Besizer großer Balllokale aus, bei denen er namhafte Bechen kontrahirte und zum Schluß, da der Herr Baron plötzlich in Geldverlegenheit fein wollte, einen mit guttlingendem Namen girirten Wechsel in Zahlung gab und sich den Mehrbetrag in Baar herauszahlen ließ. Nachdem Herr v. G. längere Zeit Spurlos verschwunden, die Wechsel nicht honorirt und er selbst in seiner angegebenen Wohnung nicht zu finden war, gelang es endlich gestern Abend dem Befiber eines bekannten Balllokals, den Hochstapler in einem Restaurant am Morigplatz anzutreffen und fofort festnehmen zu lassen. Berliner Wetterbureau. Ders Doge war er blind un uff's linte Ohr' n bisten harthörig aber sonst' n sehr kluges Vieh: der roch' ne Wurscht im Dustern. Präs.( unterbrechend): Ist denn so etwas erhört! Dann war Jhr Hundevieh jedenfalls flüger als Sie, sonst würden Sie wissen, daß solch Gewäsch vielleicht in die Maschküche, aber nicht vor Gericht gehört. Anget L.( fortfahrend): Ja, jehört hat er immer uff mir, det jute Vieh. Ich habe ihn öfters mit jefaute Pfannkuchen jefuttert, weil er feene Zähne mehr hatte un ict зи arm war, um ihm een neues Jebiß einsehen zu lassen. Und wie er jestorben war... Pras.: Sie möchten uns wohl auch noch das Leichenbegängniß erzählen?- Angefl.: Nee, teilen that ich ihm nich. Wenn Se'n blos hätten sehen jekonnt! Wenn ick Zahnschmerzen hatte, denn weente er un wenn ich mir freite, denn lachte er. Präs.: Weib, es scheint beinahe, als ob Eie betrunken sind, Angel.: Nee, jeftunten hat er nich, er war sehr reinlich. Präs. Treten Sie mal hier vor! Sie scheinen auch etwas harthörig zu sein. Sie haben uns hier nicht Ihre albernen Hundegeschichten zu erzählen, sondern sich wegen Thierquälerei au verantworten. Ich bitte mir nun aber aus, ganz bei der Sache zu bleiben! Angell: So is et. Reiben will sich die Müller'n an mir. Wat will die olle Rabastel von mir? So eene, die teenen Schimmer, von Ahnung hat, wie man anständiges Vieh zeich behandelt. Un denn noch Thierquälerei? Nich in de Düte! Präs.: Frau, Sie zwingen mich ja geradezu, Sie in eine Ordnungsstrafe zu nehmen bei Ihrem losen Mund?- Angefl.: Großer Hund? Nee, et war' n schwarzer Rater. Präs.: Sie sollen den Kater Ihrer Flurnachbarin arg mißhandelt haben, bis er Ihnen durch das Fenster entfloh. Anget: Ja woll, ' n Floh babe ich auch mal wie' ne Mutter uffgepäppelt. Bei mir wohnte mal' n Direktor von einem Flohtheater und wie der jerückt war, da hat er mir die erste Liebhaberin Eine für die Frage der Ertheilung von Schank zurückgelassen. Die konnte sich ooch nich über schlechte Bes konzessionen bemerkenswerthe Entscheidung fällte in diesen handlung beklagen. Präs. Knöpfen Sie doch Ihre Ohren Tagen der Bezirksausschuß hierselbst. Der Gastwirth R. war auf! Ich spreche von Frl. Müller's Stater, den Sie gemißhandelt um die Schanktonzession für ein Lokal in der B.straße einge- haben! Angekl: Nu, wie finden Sie so was, Herr kommen. Das Polizeipräsidium erhob Widerspruch, weil in Jerichtshof? Wenn eener sich' n Kater halten will, denn muß Mit einem fein eingefädelten Betrug hat sich ein dem Lokale, für welches R. die Konzession nachsuchte, er doch erst selbst wat zu beißen haben. Aber die olle Backebeere, Schwindler an den früheren Polizeiwachtmeister v. Schick erfolg- bisher fast ausschließlich Prostituirte und deren Zuhälter wat die Müllern is, die kann sich heute Nischt kochen un morgen reich herangewagt. v. Schick betreibt seit vielen Jahren mit verkehrt hatten. Der Stadtausschuß lebnte auch zunächst durch muß fie's wärmen. Aber so was muß ja natierlich' n Rater feiner Gattin zusammen die Herstellung von Knabenanzügen für Beschluß, dann durch Urtheil die Ertheilung der Konzession haben, mit'n rothet Bändeken um, aber Nischt im Magen, janz bie Firma Levin in der Jägerstr. 47, und erhielt vor einigen an R. ab. Hiergegen legte der Sachwalter des letteren, Rechts- verdrockent, als wenn ihm die Pelle uff Zuwachs jemacht wäre. Tagen den Auftrag, die Muster für die in die Provinz gehenden anwalt Dr. Schoeps, Berufung ein. Er führte vor dem Bezirks Präs.( lächelnd): Sie hätten eigentlich Thiermalerin werden Reisenden schleunigft fertig zu stellen. Zugleich mit dem Auf- ausschuß aus, daß der Grund, aus dem der Stadtausschuß sollen. Angek: Na, wenn mir eener fo'n miserables Bieh den thäte, den würde ich verklagen. Bestimmungen schenken thäte, trage übersandte die Firma durch einen Hausdiener am 3. d. M. dem K. die Konzession verweigere, Wat hat det brei große Ballen Stoff, darunter einen mit blauem Cheviot im des§ 33 der Reichs- Gewerbe- Ordnung widerspreche. Dieser Viech bei meinen Karnaljenvogel zu dhun? Soll ich ihm damit Werthe von 120 Mart. Als Frau v. Schick das letztere laffe die Versagung dort zu, wo gegen die Person des seinen hungrigen Magen ausstoppen? So was jiebt's nich! Packet öffnete, entdeckte sie darin mehrere Bettel, die Nachsuchenden Versagungsgründe vorliegen. Hier würden aber Präs.: Aus Ihrer Salbaderei entnehme ich, daß der ominöfe... mit ber Aufschrist Dreßler" versehen waren. In dem Nachsuchenden Thatsachen entgegengefeßt, welche den Angekl: Uff de Neese hat et natierlich was jejeben dem Glauben, daß diese Zusendung irrthümlich an sie Geschäftsbetrieb seines Vorgängers und den unter diesem im Pra f.( fortfahrend): Daß der ominöse Kater ihrem Bogel nach Prä gelangt sei, war sie im Begriffe, bei dem Auftraggeber anzu- Lokal herrschenden Verkehr beträfen. Verkehr beträfen. Dafür tönne aber gestellt hat. Sie sollen ihn aus Wuth windelweich geschlagen Kläger, welcher Lokal erst über- haben. fragen, als ein junger Mann bei ihr eintrat, der einen Zettel unmöglich Anget!.: Donnerlittchen, soll ich mir ooch noch in der Hand hielt und angab, daß er im Auftrage der Firma nehmen wolle, verantwortlich gemacht werden. Es müsse freien, wenn so'n Racker vor so'n fleenen Piepmah steht und Lewin den Ballen für Dreßler abholen solle. Obgleich Frau doch erst abgewartet werden, ob Kläger nach Uebers verdächtig mit de Dogen plinkert? Det wäre irade was Präs: Sie durften ihn aber doch so toll nie v. Schick den Menschen nicht kannte, ließ fie fich mit Rücksicht nahme des Lotals nicht im stande sein würde, das Lokal von Scheenes! auf die Uebereinstimmung seiner Angaben mit den vorgefundenen seinem bisherigen Publikum zu säubern. Der Bezirksausschuß hauen!- Angeti.: Miauen? Nee, det hat er nich! Er hat Betteln übertölpeln und gab die Waare heraus. Als sich der schloß sich diesen Ausführungen durchweg an, hob das Urtheil dreimal ordnlich jeprust, als ich ihm mit dem Ausklopper Morigen Unbekannte entfernte, äußerte er: Geben Sie nur heute nicht des Stadtausschusses auf und erkannte dahin, dem K. die Kon beibrachte und denn is er schnell verdufft. Präs.: Das Thier nach dem Geschäft; denn es ist bereits geschlossen." Eine am geffion zu ertheilen und die Kosten des Verwaltungs Streit fell sich eine Stunde lang gar nicht haben bewegen können. Angefl.: Det war blos äußerlich von wejen anjeborene Faul nächsten Tage gehaltene Nachfrage ergab, daß es sich um einen verfahrens dem königlichen Polizeipräsidium aufzuerlegen. Gerichts- Beifung. der das = A. T., Quedlinburg. Thun Sie, was Sie wollen: etwas Straflofes giebt es in Deutschland nicht, sobald es im Interesse der Arbeiter geschieht. Das Hecht läßt sich auch im preußischdeutschen Gamaschenstaat wie Butter fneten. beit. Abends war er so versniegt wie een Mops im Paletot. Formen an andere Fabriken und ließ dort seine Aufträge ausDurch die Beweisaufnahme wird festgestellt, daß Fräul. Müller führen. Auch die Hainholzer Fabrik erhielt folche Formen zur allerdings stark übertrieben und ihr Liebling nur einen verdienten Bearbeitung. Die dortigen Arbeiter aber weigerten sich, diese zu Dentzettel erhalten hat. Die Angeklagte wird daher freigesprochen. bearbeiten, sodaß die Direktion gezwungen war, die Formen Sie schlägt wieder verklärt die Augen zum Himmel empor und wieder zurückgehen zu lassen. Würden alle Arbeiter so ge C. R. 71. Jn Berlin besteht ebensowenig wie anders lispelt leise: Na, nu habe ich ihr wenigstens ooch noch vom Hunger- handelt, der Streit wäre gewiß zu einem günstigeren Ende für wärts eine bestimmte Tare für Gebühren frei praktizirender typhus jerettet. Nu tann se fich for die Zeijenjebiehren wenigstens die Arbeiter gekommen. Hebammen. Die Unzulässigkeit einer solchen Tage betont mit een Töppken Kaffeeplerre fochen! Der Lederzurichter- Streik in Wien dauert noch immer Recht eine Ministerialverfügung vom 11. Oktober 1871. 13 In dem Seifenprozeß Lehrer und Genossen wurde fort. Die Streifenden, die bereits neun, zum Theil fünfzehn angemessen werden im allgemeinen für den Beistand bei der gestern Nachmittag das Urtheil gesprochen. Landgerichtsdirektor Wochen im Ausstand stehen, ersuchen um thatfräftige Unter Entbindung 2-10 M., für jeden ferneren Besuch 1 M. erachtet. Röselrr verkündete dasselbe kurz dahin: Der Gerichtshof ist nüßung. Sendungen sind zu richten an das Lohnkomitee, Schön- Die Anzahl der nothwendigen Besuche hängt vom Befinden der der Ansicht gewesen, daß die Geschäftspraxis der Firma Lehrer brunner Hauptstraße 43. Wöchnerin ab. In deren Interesse liegt es, lieber häufiger u. Ko. auf Täuschung des Publikums berechnet gewesen sei, gegen die Grundsäge von Treu und Glauben, auf welchen Werkstätten des Norddeutschen Lloyd in Bremerhaven sind am Arbeiterentlaffungen in den Unterweferorten. In den besucht zu werden, als am unnüßen Ort zu sparen. K. W. Ziehen Sie den Antrag auf gerichtliche Entscheidung Handel und Verkehr beruhe und geeignet sei, nicht nur Industrie Sonnabend wieder eine große Anzahl Tischler entlassen worden zur Vermeidung unnöthiger Mehrkosten zurück. Nach§ 24 ber und Handel im allgemeinen zu schädigen, sondern auch die und zwar befinden sich darunter Arbeiter, welche seit mehr als Polizeiverordnung vom 18. Juli 1876 waren Sie auch ohne Industrie der Reichshauptstadt in den Provinzen in einen üblen 25 Jahren ihre Arbeitstraft der Gesellschaft zur Verfügung ge- Aufforderung verpflichtet, Ihrem Wirth mitzutheilen, wohin Sie Geruch zu bringen. Auf der anderen Seite habe die Ver- stellt haben. Für diese ist es doppelt schwer, ja fast unmöglich, ziehen. handlung ein Bild von fast unbegreiflicher Harmlosigkeit jegt in ihren alten Tagen noch anderweitige Beschäftigung zu und Achtlosigkeit ergeben, so daß der Gerichtshof es für finden. In Geeftemünde wurden über 30 Maurer entlassen. fernung feines Aufenthaltsorts von der Verpflichtung zum Er N. H. Der Angeklagte kann nur dann wegen großer Ents feine Aufgabe erachtet habe, recht sorgfältig zu prüfen und von Fast sämmtliche Leute sind verheirathet und haben Familie. Scheinen in der Hauptverhandlung entbunden werben, wenn nach vornherein zahlreiche Fälle auszuscheiden, in welchen auch nur Die Arbeitslosigkeit in den Unterweser- Hafenstädten nimmt immer ( 6 Monate angerechnet), nate Gefängniß und 2 Jahre Ghrverlust( 5 Monate angerechnet), Sonnenfeld 1 Jahr Gefängniß unter Anrechnung von 1 Monat, Durré 2 Monate Gefängniß. Die Angeklagten Klinger, Paul und Sareika wurden freigesprochen. Für Lehrer, Grothe und Sonnenfeld wurden Anträge auf Haftentlassung gestellt. Staatsanwalt Kanzow widersprach denselben. Er wies darauf hin, daß inzwischen noch neue Strafanzeigen eingegangen feien, und Grothe auch wegen der mit John verübten Schwindeleien verfolgt werden würde. Wenn Sonnenfeld entlassen werden sollte, so würde er doch bald wieder wegen Meineides gefänglich ein" " 83. 1. Mein. 2. Garnicht. A. B. 16. Die Entscheidung darüber, ob Sie das Kleid abzunehmen und zu bezahlen, oder ob Sie Schadenersatz zu ver= langen haben, hängt von dem Gutachten eines Sachverständigen darüber ab, ob das Kleid brauchbar oder verdorben ist. ein leiser zweifel obwalten konnte. Von den 14 Betrugsfällen, größeren Umfang an. Wie wird das erst zum Winter werden? dem Ermessen des Gerichts voraussichtlich keine anderen Strafen welche die Anflage gegen Lehrer anführte, seien 13 ausgeschieden, als Freiheitsstrafe bis zu 6 Wochen oder Geldstrafe oder EinLehrer und Grothe aber der Anstiftung für schuldig befunden Streik in den Druckereien Amfterdams. Am vorigen ziehung zu erwarten steht und wenn der Angeklagte vor dem worden. Das Urtheil lautet gegen: Lehrer 2 Jahre Donnerstag Morgen legten sämmtliche Gehilfen der elektrischen Termin schriftlich beantragt, ihn vom Erscheinen im Termin zu 7 Monate Gefängniß, unter Anrechnung von 3 Monaten Druckerei" in Amsterdam, in der die Blätter Standaard" entbinden. Ihr Sohn müßte also einen Antrag bei Gericht auf die Untersuchungshaft, und 3 Jahre Ehrverlust, Grothe Telegraaf" und" Amsterdammer" gedruckt werden, die Arbeit stellen, ihn mit Rücksicht auf die weite Entfernung feines jezigen 2 Jahre 6 Monate Gefängniß und 3 Jahre Ehrverlust, nieder, weil die wiederholt verlangte Lohnerhöhung stets ab Aufenthaltsorts vom persönlichen Erscheinen im Termin zu enta Roh 2 Jahre Gefängniß und 2 Jahre Ehrverlust schlägig beschieden worden war. Der Eigenthümer der Druckerei binden. Euphrat 1 Jahr 6 Mo: bewilligte alsdann sämmtliche Forderungen seines Personals, das W. Ch. Kinder haften für die Schulden ihrer Eltern nicht. denn auch die Arbeit wieder aufnahm. Dasselbe wiederholte fich Welche Gegenstände unpfändbar sind, ist wiederholt, so in der am Sonnabend in der Druckerei des„ Nieuws von den Dag", auch Nummer vom 22. Juni 1894 und unter P. M. 21 des Briefhier fezten die Gehilfen ihre Forderungen durch. Dann folgten fastens neuerdings, aufgeführt. die Druckereien von Fliegendes Blatt", Elsevier"," Ercelfior", " Echo" und de Bussy, sowie der Firma Holdert u. Ko. Mit Mus nahme der beiden letztgenannten wurde die verlangte Lohnerhöhung bewilligt. Schließlich hat auch die Firma Holdert u. Co. nachgegeben, so daß die Arbeit nur noch in der Druckerei H. S. Der Befcheid des Gemeindevorstandes ist zutreffend. holländischen Buch- und Handelsbruckerei" im Haag die Arbeit der Wittwe eines preußischen Staatsbeamten erlischt mit Ablauf von de Buffy stille steht. Gestern legten die Arbeiter der„ SüdA. Sch. 57 689. Das Recht auf bezug des Mittwengeldes ebenfalls nieder, so daß die„ Avondpost", die hier gedruckt wird, des Monats, in welchem die Wittwe sich wiederverheirathet. Der Gerichtshof lehnte alle Entlassungsglieder des katholischen und antirevolutionären Typographennur in einem sehr kleinen Format erscheinen tonnte. Die MitSek 35. In 30 Jahren tritt Verjährung ein. E. T. 19. 1. Dem Ehemann steht der Nießbrauch am bundes in Amsterdam hielten gestern Abend eine Versammlung Vermögen der Ehefrau zu: er muß deshalb bei Leistung des ab, zu der auch die Arbeitgeber eingeladen worden waren, um Offenbarungseides angeben, wenn ein Recht auf Zinsengenuß eine Verständigung herbeizuführen. Die Besizer der oben ge- ihm zusteht. 2. und 3. Ja. nannten Druckereien haben indessen die Forderungen ihrer Die hiesige Filiale des Vereins deutscher Schuhmacher Arbeiter nur vorläufig, d. h. für die Dauer von vier Wochen hat, wie schon gemeldet, einen Unterrichtstursus begonnen. Die bewilligt, so daß also der Friede zunächst nur ein WaffenSchuhmacher werden besonders darauf aufmerksam gemacht, daß stillstand ist. der Unterricht in allen Fächern der Kundenschuhmacherei nach dem Knöfel'schen System ertheilt wird. Der Unterricht findet jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, im Restaurant Freygang, SchüßenBriefkaken der Redaktion. traße 18/19, statt, woselbst auch jede Auskunft ertheilt wird. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( Swei Buchstaben oder eine Zahl Die Theilnahme ist Mitgliedern und Nichtmitgliedern gestattet. R. Dittmar. gezogen werden anträge ab. Gewerkschattlidres. Glas- und Porzellanarbeiter! Achtung! Gesperrt für Glasarbeiter sind: Oldenburg, Groß- Räschen, Flensburg, Rive de Gier und Cognac( in Frankreich), die Glashütten in Spanien, die Schleifereien in Berlin und Hamburg( Marien u. Ko.). Für Porzellanarbeiter: Die Malereien in Berlin und die Porzellanfabriken in Althaldensleben, Neuhaldensleben( außer Uffrecht, Gebr. Hubbe, Loniz), Bonn( Mehlem), Gersweiler, Kloster Veilsdorf, Scheibe, Schaala und Albersweiler( Rheinpfalz). Arbeiter- Solidarität. Herr Direktor Schulte von der Oldenburger Glasfabrik verschickte während des Streits feine Für den Inhalt der Juierate über. nimmt die Redaktion dem Bublikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, den 7. Oftober. anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. A. H. Zürich. Ihre Postkarte ist nicht recht flar. Der Labour Leader", redigirt von Keir Hardie, ist jeden falls ein Organ der J. L. P.( Unabhängigen Arbeiterpartei). Er erscheint wöchentlich einmal( London, E. C. Fleetstreet 53, au 1 Benny die Nummer und kann auf der Post abonnirt werden. Zwei Wettende. Es ist dazu die spezielle Erlaubniß des Kommandeurs erforderlich. Schöneberg. Klank. Der Vorwärts" ist für Ihre Angelegenheit nicht die richtige Instanz. Wenden Sie sich an die dortigen Parteigenossen. Wupperthal. Wohnt immer noch Faltensteinstr. 28. G. M. 29. Ja. Schiller- Theater. Adolph Ernst- Theater ( Wallner- Theater.) Wallner- Theaterstrasse. Sonntag, 7. Oftober, Nachm. 3 Uhr: Der Veilchenfresser. Abds. 8 Uhr: Der Meineidbauer. Dichter- Abende im Bürgersaale des Rathhauses Abends 7/2 Uhr: Wilh. Müller- Abend. Freie Volksbühne( Lessing- Montag, 8. Oftober, Abends 8 Uhr: Theater). 1. Serie. 6. Abtheilung, Nachm. 21/2 Uhr: Emilia Galotti. Sonntag, 7. Oktober: I. Abtheilung. ( National Theater.) 11. Serie. Nachm. 22 Uhr: Der Biberpelz. Opernhaus. Der Prophet. Montag: Die Tochter des Regiments. Schauspielhaus. Ungerathene Kinder. Montag: Das Wintermärchen. Leffing- Theater. Die Schmetterlingsschlacht. Montag: Dieselbe Vorstellung. Deutsches Theater. Die Weber. Montag: Dieselbe Vorstellung. Berliner Theater. Der Traum ein Leben. Montag: Dieselbe Vorftellung. Schiller Theater. Der Meineidbauer. Montag: Dieselbe Vorstellung. Neues Theater. Der Geigenmacher von Cremona. Hierauf: Doppel selbstmord. Montag: Diefelbe Vorstellung. Friedrich Wilhelmstädt. Theater. Der Vogelhändler. Montag: Dieselbe Vorstellung. Demi- Monde. Rehdenz Theater. Montag: Dieselbe Vorstellung. Theater Unter den Linden. Drpheus in der Unterwelt. Montag: Dieselbe Vorstellung. Bellealliance- Theater. Die Elfe vom Erlenhof. Montag: Ehrliche Arbeit. Adolph Ernst- Theater. Lolotte's 28 Tage. Montag: Diefelbe Borstellung. Central- Theater. D! diese Berliner! Montag: Dieselbe Vorstellung. Alexanderplatz Theater. Ein Modell. Verlorene Liebe. Montag: Dieselbe Vorstellung. National Theater. Lumpacivaga bundus oder: Der Meineidbaner. Sanssouciff Rottbusernraße 4a. Jeben Sonntag und Donnerstag: Stettiner Sänger ( Meysel, Häckel, Pitro, Britton, Eberius, Steidl und Blank). Anfang Sonntags Uhr, WochenEntree 50 Pfg. tags 8 Uhr. Billets à 40 Pfg.( nur für die Wochentage giltig) sind im Vorverfauf in der Bigarrenbandlung von Reßler, Rottbuserplatz, zu haben. Stets wechselndes, amüsantes Programm. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Doppel- Vorstellung zu einfach. Preisen. Vorletztes Gastspiel der Liliputaner, der berühmten fieben Zwerge mit eigener vollständiger Theater- Gesellschaft. Zum 30. Male: Lolotte's 28 Tage. Gesangsposse in 3 Atten v. H. Raymond J. B. Vom Vertrage tönnen Sie leider ohne Einwilligung des Vermiethers nicht zurücktreten. Versuchen Sie, fich zu einigen. Nr. 1854. 1. Ja. 2. Nein. 3. Abschrift der Verhandlung über Leistung des Offenbarungseides kann der Schuldner sich ertheilen Taffen. Die Leistung des Offenbarungseides hindert neue Pfändungsversuche nicht. 4. Mein. 2. Y. Sie spotten über eine Interna". Natürlich ist's ein Druckfehler. Und wenn der Schreiber, ein Arbeiter, auch wirklich nicht gewußt hätte, daß Interna" die Mehrzahl ist von Internum", feit wann lernen Arbeiter in Deutschland Lateinisch? Und, da Sie wohl lateinisch tönnen, ist denn eine interna nämlich res so fehr falsch? Befinnen Sie sich einmal auf Ihre Quartanerzeit. Briefkaffen der Expedition. Freie Volksbühne." Emilia Galotti" und" Der Biberpelz" können Sie in unserer Buchhandlung haben. Auch ein großer Theil der Zahlstellen des Vereins führt die Textbücher. Emilia Galotti" toftet 10 Pf., Porto 3 Pf.;" Der Biberpels" foftet 2 M., Porto 10 Pf. Central- Theater Alte Den Kollegen der Jakobrake Ur. 30. Freien Vereinig. der GetreideDirektion: Richard Schulz. Emil Thomas a. G. u. A. Mars. Mufit v. Bittor Roger. Anna Bäders. Josefine Dora. 3. ( Novität.) Die neuen Dekorationen sind aus bem Atelier des Herrn Lütkemeyer in Roburg. In Szene gefeßt v. Ad. Ernst. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Alcazar Vaudeville- u.Variété- Theater Dresdenerstr. 52/53( City- Passage). Der Bombardier im Fener! Posse mit Gesang und Tanz in 2 Bildern. Auftreten der weltberühmten Kraft- Gladiatoren Mr. Meunier und Miss Josephine in ihren außerordentl. Leistungen. Entree 20 Pf. Reserv. Play 30 Pf. Anfang 7/2 Uhr. R. Winkler. Passage- Panopticum. 51 wilde Weiber aus Dahomey. Die Herenschaukel, träger u. Speicherarbeiter Josefine Dora. 8. Nachricht, daß unser älteftes Mitglied Bum 33. Male: O! diese Berliner! Große Poffe mit Gefang und Tanz in 6 Bildern nach Salingre's Reise durch Berlin von Julius Freund. Musik von Jul. Einödshofer. Raffeneröffnung 62 Uhr. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Morgen und folgende Tage: 0, diese Berliner! Castan's Panopticum. Hassan Ali der grösste Mensch der Welt. Prinzess Topase Benjamin Otto am 5. d3. Mts. plöglich am Herzschlag gestorben ist. Er war unser ältester, treuer und braver Kollege und Mitgründer unferes Vereins. Leicht soll ihm die Erde sein. Die Beerdigung findet am Montag, ben 8. d. M., Nachm. 4 Uhr, von der Leichenhalle des freireligiösen Friedhofes ( Pappel- Allee) aus statt. Um recht rege Beiheiligung ersucht Der Vorstand. 187/7 J. A.: Franz Sauer. Todes- Anzeige. Am 4. Oktober, Morgens 61/4 Uhr, verschied nach langem, schmerzvollem Krantenlager meine innigftgeliebte Frau, unfere theure Mutter Frieda Allien in ihrem 41. Lebensjahre. Die Be erdigung findet Sonntag, Nachmittag da3 fleinste Menschenkind. 2 Uhr, vom Krankenhause Bethanien aus nach dem Emmaus Kirchhof, Briz, statt. 255b Merikanische Riesen- Gacteen in noch nie gesehener Größe. Circus Renz Carlstrasse. Sonntag, den 7. Oktober 1894, 12 Uhr: neueste Illusion. Grosse Matinée Berliner Aquarium. Unter den Linden 68a Ecke der Schadowstr.- Eing. Schadowstr. 14. Heute Sonntag: Eintrittspreis 50 Pf. von Auf auf zur fröhlichen Jagd. Außerdem: Der ostpr. Hengit Blondel u. Monstre- Tableau von 60 Pferden, vorgef. v. Dir Fr. Renz; Schulquadrille, ger. v. 8 Herren; d. berühmten Luftgymnaftifer Gebr. Wortley; Mr. Lavater Ermäßigte Preise. t Abends 7 Uhr: Lee 2c. Das lieberliche Lumpacivagabundus Land- und Seethieren, wie Affen. Auf auf zur fröhlichen Jagd. Kleeblatt. Vorher: Ein kleines Mißverständniß. Montag: Dieselbe Borstellung. Reichshallentheater. Spezialitäten Borstellung. Apollo Theater. Spezialitäten Vorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten. Voritellung. Parodie Theater. SpezialitätenVorstellung. oder Das liederliche Kleeblatt. Große Bosse mit Gesang in 3 Atten ( 5 Bildern) und einem Vorspiel von Joh. Nestroy. Musik von Adolf Müller und Mar Mauthner. Vorher: Ein kleines Mißverständniß. Poffe in 1 Att. Regie: Max Samit. Wintergarten. Spezialitäten Bor- Raffenöffnung 5 Uhr. Anf. 71/2 Uhr. stellung. Morgen: Diefelbe Borstellung. Riesenschlangen, Krokodile, Haiund Tintenfische, Quallen etc.[ 143M Aeu!! Sensationell!!= eapel- Panorama Katakomben Besuvausbruch. Diorama, Bahnhof Thiergarten- 9 Uhr bis zur Dunkelheit.. Ferner: das Feuerpferb Elimar, vor geführt v. Dir. Fr. Renz; Colmar, ger. v. Herrn Ernst Renz; b. tautas. Jockey Wassiliams; Gebr. Wortley; Mr. Lavater Lee 2c. Montag: Montag: Auf auf zur fröhlichen Jagd. Fr. Renz, Rommissionsrath. Gr. Bereinszimmer Neue Hochstr. 49 Singaben, !! Heute: 25 Pf. Eintritt. 11 Unfalljachen, putzger, Stegligerfir.65 Karl Allien und Kinder. Am 4. d. M. verschied plößlich am Lungenblutsturz mein inniggeliebter Mann und guter Water, der Goldschmidt 281b Paul Messner. Dies zeigen tiefbetrübt an Die trauernde Wittwe Marie Messner geb. Lorenzky und Sohn. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 7. Oktober, vom Trauerhause Boyenstr. 37 nach dem Gnadenkirchhof, aus statt. Orts- Krankenkasse der Steindruckera. Lithographen ( Berlin). Am 5. Oktober cr. verstarb unser Mitglied Frl. Martha Hannuschka. Die Beerdigung findet statt am Sonntag, den 7. Oftober cr., Nachm. Uhr, von der Leichenhalle des Thomas Kirchhofes in Briz. 5 Um zahlreiche Betheiligung bittet 2395 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 3. Berliner Reichstagswahlkreis. Mittwoch, den 10. Oktober, Abends 8½ Uhr, in den Oranienhallen, Oranienstraße 51: Vierteljährliche General-Versammlung. Zages Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Abrechnung vom 3. Quartal. 3. Gr gänzungswahl des Vorstandes. 4. Vereinsangelegenheiten. Mitgliedsbuch muß vorgezeigt werden. Auf Beschluß der GeneralVersammlung wird die Versammlung puntt 8/2 Uhr eröffnet. 278/10 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein Achtung! Bildhauer. Achtung! Unserm Sangesbruder Händrich zu seinem am Montag stattfindenden Wiegenfeste die herzlichsten Glückwünsche. Schier 30 Jahre bist Du alt, kannst Du gebaut bist.[ 228b] Allegro. Dienstag, den 9. Oktober, Abends 8½½ Uhr, im Restaurant noch manchen Sturm erleben, so wie Ehrenberg, Annenstraße 16: Oeffentliche Bildhauer- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genoffen Georg Wagner über: Volksbildung und Klaffenbewußtsein". 2. Wie stellen sich die Bildhauer zu dem Vorgehen der Baugewerts- Rommission betreffs des Submissionswesens. 3. Abrechnung vom Wiener Streit. 4. Bericht des Delegirten zur GewerkschaftsKommission und Verschiedenes. 71/11 Die Agitations- Kommission. Zahlreichen Besuch erwartet 2276 Unserm Kameraden und braven Ge noffen, dem Zimmerer Alb. Elsholz, feste ein donnerndes Hoch. wünschen wir zu seinem heutigen WiegenE. D. F. P. K. H. Amalie Binder geb. Schoss Friedrich Schröder für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Kranken- und Sterbekasse der Berliner Hausdiener Apolda ( Osten.) Am Dienstag, den 9. Oktober, Abends 8½ Uhr: Versammlung bei Herrn Albrecht, Memelerstraße 67. = Zages Ordnung: Vortrag des Genoffen Dr. Zadek über:" Lungenschwindsucht und die Bekämpfung derselben durch Stadt und Staat." 2. Diskussion. 3. VereinsAngelegenheiten. Auch werden neue Mitglieder aufgenommen und die bisherigen Mitgliedsbücher umgetauscht. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 279/10 Der Vorstand. ( E. H. 61). Donnerstag, den 25. Oftober 1894, Abends 9 Uhr: Vierte ordentliche General- Versammlung bei Zubeil, Lindenstraße 106. Tages Ordnung: Polizei- Präsidiums. 4. Geschäftliches, Auflage und Fragetasten. 1. Mittheilung. 2. Vierteljahresbericht. 3. Verfügung des töniglichen 230b Wir machen ganz besonders auf Punkt 3 der Tagesordnung aufmerksam und erwarten das Erscheinen aller Mitglieder. Quittungsbuch legitimirt. Der Vorstand. Emil Putzer, Jerufalemerstraße 62. Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Achtung! Filzschuh- Arbeiter Achtung! Berlins und Umgegend. Branchen- Versamminng der Drücker. Mittwoch, den 10. Oktober, Abends 8 Uhr, in den Armin hallen, Rommandantenstraße 20. Tages- Ordnung: 1. Vortrag von Dr. Heymann: ,, Ueber Berufskrankheiten." 2. Diskussion. 3. Wie stellen sich die Kollegen zur Nachfeierabend- Arbeit? 4. Verschiedenes und Aufnahme neuer Mitglieder. Der Vorstand. Maler! Am Dienstag, den 9. Oktober 1894, Abends 81/2 Uhr: 178/4 Große Mitglieder- Versammlung der Filiale Berlin I bei Schmiedel, Alte Jakobfiraße 32. Tages Ordnung: = und alle in der Schuh- und Pantoffel- Branche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins und Umgegend. Vereins- Versammlung am Montag, den 8. Oktober 1894, Abends 81/2 Uhr, bei Gründel, Brunnenstraße 188. Tages- Ordnung: 1. Wie stellen wir uns zu dem Erfurter Beschluß. 2. Berschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Kollegen in dieser Versammlung zu erscheinen. Mache die Kollegen auf§ 4 aufmerksam. 125/5 Der Vorstand, 2265 Detmold 8. 3. Berlin Verlobte. Sangesfr. Damen u. Herren w. 3. Verstärkung d. gem. Chors Glocke, Dirigent Bleil, gewünscht Donnerstag Abd. 9 Uhr bei Altmann, N. Hochstraße 49. Gäste willkommen. 2496 Zur Aufnahme von Feuer, Glasund Kinderversicherung u. Sterbekaffe empfiehlt sich 835 A. Miesch, Weißenburgerstr. 49. Für den Nachweis von Versiches rungen zahle ich Provision. Rohtabak. Große Auswahl, billigste Preise. 26416] E. Nauen, Zionskirchstr. 35. Sophas, Matratzenfabrik, Wirthschaften, herabgef. Preise. Schlafsophas 65 M., Werth 75 M. Matraßen mit Federn, unverwüstlich, 24 M. Fiebig, 2546 Zapezirer, Andreasstr. 12. Möbel u. compl. Einrichtungen stehen im Speicher spottbillig gegen Kasse zum Verkauf. Gartenstr. 52. Ball- u. Cotillon- Artikel, Freie Vereinigung aller in der chirurgischen Branche Knallbonbon, Cotillon- Bouquettes, beschäftigten Berufsgenossen. Dienstag, den 9. Oktober, Abends 8 Uhr, in Gründel's Festsälen, Brunnenstr. 188: 1. Bortrag. Referent: Dr. Bernstein. 2. Staffenbericht. 3. Filial General- Versammlung. Angelegenheiten. Billets zur Urania" werden in der Versammlung ausgegeben. Um zahlreichen Besuch bittet Gäßte willkommen! Achtung! Maler. 180/12 Tages- Ordnung: Fächer, Kopfbedeckungen, Jux- und Scherzartikel. Größte Auswahl. Billigste Preise. Otto Oeser, Alexanderstrasse 51/52, Ecke Prenzlauerstraße. Kataloge gratis. Versand 1. Raffenbericht vom III. Quartal. 2. Fortsetzung des Vortrages des Der Vorstand. Genoffen Hoffmann:„ Die zehn Gebote". 3. Distusfion. 4. Berschiedenes. nach außerhalb. Bahlreichen und pünktlichen Besuch erwartet Achtung: Am Dienstag, den 9. Oktober, Abends 81/2 Uhr, findet bei Neumann, Basewalterstraße 3, eine 180/11 Berjammlung der Maler und verwandten Berufsgenossen statt. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Der Vorstand der Filiale III Moabit. J. A.: Luckow. NB. Die Rollegen der Firma Holländer werden hierdurch besonders eingeladen. Maler! Den Kollegen Berlins zur Kenntniß, daß die öffentliche Versammlung nicht am Sonntag, den 7. Oftober, im Lotal von Zubeil, 99/9 Der Vorstand. Achtung! Lederarbeiter. 8802 Billigstes Patent- Bureau, Berlin S., Luckauerstr. 3. Destillation( mit Hausverwaltung), bergerstr. 7. Fachverein der in der Lederwaaren- Industrie miethe 680 m. fofort verläuft. Havelbeschäftigten Arbeiter Berlins und Umgeg. Vereins- Versammlung am Montag, 8. d. M., Ab. 9 Uhr, in Hoffmann's Festsälen, Oranienstr. 180. Kollegen, erscheint alle Mann für Mann. Gäste willkommen. Der Arbeitsnachweis befindet sich ebendaselbst. Der Vorstand, 161/7 Tapezirer. Straßenkleider 6,50 M., Hausfleider 3,50 M., saub. u. gutsiz. angef. Fr. Menzel, Brandenburgstr. 82 v. I. r. Blättbolzen, handgeschmiedete, zweirädrige Handwagen bei J. Käse, Annenftr. 14. 2336 Willibald Alerisstraße 40. Gesunde Wohnungen, 2 Stuben, Rorridor, Bus behör( 26 M.). 194b 2u.3 Stub. Küche 2c. 999 Lindenstraße, ſtattfindet, ſondern am Sonnabend, den 13. Oktober, in den Dienstag, den 9. Oktober, Abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn Wohnungen Prenzlauer Allee Arminhallen", Kommandantenstr. 20/21. Sonnabend, 13. Oktober, Abends 8 Uhr: Oeffentliche Versammlung der Maler u. Berufsgenossen 188/8 und deren Frauen in den Arminhallen. Kommandanten- Straße 20. Tagesordnung: Freygang, Schühenstraße 18-19: Versammlung des Fachvereins der Tapezirer Berlins und Umgegend. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Aufnahme neuer Mitglieder. 1. Der foziale Kampf der Gegenwart und die Stellung der Frau in 232/2. demselben. 2. Diskussion. Nachdem gemüthliches Beisammensein und Tanz. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann der Berliner Maler, G. Lint, Rottbuser Damm 34. Schneider und Schneiderinnen! Dienstag, den 9. Oktober 1894, Abends 8½ Uhr: Derlammlung des Verbandes deutscher Schneider und Schneiderinnen und verwandter Berufsgenossen in den ,, Oranienhallen", Oranienstrasse 51. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Weyl, praft. Arzt, über Hypnotismus. 2. Diskussion. 3. Neuwahl der Ortsverwaltung. 4. Verschiedenes. Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung ist es Pflicht, recht zahlreich in dieser Versammlung zu erscheinen. 218/10 Die Bevollmächtigten. Rottbuserstr. 4a. Sanssouci Sanssouci Kottbuserstr. 4a. Sonntag, den 14. Oktober: Grosse Matinee zum Besten der ausgesperrten Brauerei- Arbeiter veranstaltet vom 55 Gesangverein ARION" ( Mitglied des Arbeiter Sängerbundes Berlins und Umgegend), sowie des Theater- Vereins THALIA 97 und unter gütiger Mitwirtung des Musikvereins ,, Musikfreunde". Entree 20 Pf. Reichhaltiges Programm. Anfang Vormittags 1/2 Uhr. Billets sind in den mit Plakaten belegten Geschäften 2c. zu haben. 129/2 Die Kollegen werden ersucht, in dieser Versammlung zu erscheinen. Wichtig für Damen! 8972* Großes Lager in Filz- u. Sammet- Hüten, für Damen und Kinder v. 1 M. an. Straussfedern von 1 Mart an. Fantasiefedern Der Vorstand. 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Möschke, Alte Jakobstr. 1, 8 Zr. 2426 Zur Vertretung auf sechs Monate wird ein Redakteur für ein täglich erscheinendes Parteiblatt in der Provinz gesucht. Offerten, ev. mit Angabe der Gehaltsansprüche, unter H. 100. nimmt die Expedition des Vorwärts" entgegen. 9012 Ein tüchtiger, energischer Dirigent, akademisch gebildet, ist noch für einige Tage frei. W. Giehler, Kapellmeister, Reinickendorferstr. 53. Reinickendorferstr. 53. 42/19 Karton- Arbeiterinnen, nur geübte, verl. Welzel, Mehnerstr. 4, 8 Tr. Redakteur, Reparaturen junge, energische Straft, für ein wöchent fich Bmal erscheinendes Partei- Organ an Uhren u. Goldwaaren solid u. billig für sofort gesucht. Offerten zu richten Kunstmann, Uhrmacher, an Charlottenburg, Wallstr. 103. 2783b Verantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Noland) in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hermann Findeisen, Schuhgeschäft, Meißen. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 234. Sonntag, den 7. Oktober 1894. Arbeiter! Varteigenossen! 11. Jahrg. Der brutale Willkürakt des Brauereirings Harrt noch der Sühne. Den Hunderten unschuldig aufs Pflaster geworfenen Arbeitern ist noch keine Genugthuung ges worden. Arbeiter und Parteigenossen! Ohne Eure opferwillige Unterstüßung würden die Gemaßregelten der bittersten Noth verfallen und gezwungen sein, um Gnade zu betteln. Die Hochherzigkeit der Berliner Arbeiterschaft hat diese Schmach verhindert. Der erste Sturmlauf des Prozenthums scheiterte an Eurem Solidaritätsgefühl. Nicht eine Bresche vermochte der Bierring in Eure Reihen zu legen. Einig, geschlossen, kampfesmuthig und opferwillig seid Ihr fest entschloffen, den entbrannten Kampf zum siegreichen Ende zu führen. Arbeiter, Parteigenossen! Euer Wollen garantirt Euer Können! Ihr könnt, wenn Ihr wollt. Den zweiten Sturmlauf auf Euere Phalang mußten die dem Bierring Lehensdienste leistenden Saalbesitzer unternehmen. Die Agitation sollte unterbunden, das Mundtodtmachungssystem praktizirt werden. Auf der Mine, die sie gegraben, sind die Saalbesitzer aufgeflogen. Ihr Wehgeschrei fönnte Mitleid erwecken. Arbeiter, Parteigenossen! Selbst der Himmel, auf den der Bierring seine letzte Hoffnung setzte, ist mit uns im Bunde. Die Saison kann dem Ring nicht mehr über die Verlegenheiten hinweghelfen, die mit jedem Tag des weiteren Kampfes sich thurmhoch häufen. Musharren bedeutet für uns fiegen. Unsere Position ist uneinnehmbar. Der Stand des Boykotts ist ein vorzüglicher. Wir können zuwarten, ohne entbehren zu müssen. Arbeiter, Genossen! Je konsequenter der Boykott durchgeführt wird, desto nachhaltiger seine Wirkung, desto entscheidender der Sieg. Duldet keine Ausflüchte, keine Ausreden. Wer nicht mit uns ist, ist gegen uns. Soweit unser Einfluß reicht, muß das Ringbier verpönt werden. Nicht ein Tropfen darf getrunken werden. Arbeiter, Genossen! Die Bierzufuhr ist eine geregelte. Sie wird mit jedem Tag der Fortdauer des Boykotts eine bessere. Alle Ansprüche können befriedigt werden. Darum widersteht jeder Versuchung, Ringbier zu trinken. Die schwerste Arbeit ist gethan. Die Periode der Organisirung des Kampfes war die aufreibendste. Jetzt wird uns der Rampf leicht, weil wir das Terrain zum guten Theil beherrschen. Der Sieg muß nnser werden, wenn wie bisher mit gleicher Schärfe und Ausdauer der Parole gefolgt wird. Hoch der Boykott sämmtlicher Ringbrauereien! Trinkt keinen Tropfen Ringbier! Boykottfreies Bier liefern: Brauerei Carlsberg, Friedrich Reichenkron, Charlottenburg. Brauerei Wilhelmshöhe, E. Lehmann, Berlin. Brauerei Pichelsdorf, Direktor Hoffmann. Münchener Brauhaus, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Süddeutsche Brauerei, Karl Ring 1. Ro., Berlin. Brauerei Müggelschlößchen, Friedrichshagen. Nordstern- Brauerei, Berlin. Rathenower Exportbrauerei- Niederlage. Inh. Max Dennhardt, N.W., Hannoverschestr. 18a. Tel. III. 8178. Schloßbrauerei, Fürstenwalde. Niederlage bei Franz Heiser, N., Liesenstr. 5. Bürgerliches Brauhaus( in Firma Müller), Frant furt a. D. Phönix- Brauerei, C. Radon, Lichterfelde. Brauerei Jagdschlößchen, Eberswalde. Niederlage, Edm. Renter, Swinemünderstr. 45. Brauerei Wusterhausen, Vertreter: Max Fleischer, Reichenbergerstr. 155. Brauerei Tivoli, Strausberg. Niederlage Stabernack, Mühlenstraße 49a. Louisen- Brauerei, Bellermannstr. 71a/ 72. Brauerei Danz, Freienwalde a. D. Vertreter: W. Marten, N., Gartenstr. 152. Bürgerliches Brauhaus, Luckenwalde. Niederlage Gust. Spiekermann, Weberstr. 66. Bur Naturgeschichte des deutschen Unternehmerthums. Auf dem internationalen Pariser Kongreß wurde befanntlich die Frage aufgeworfen, die Bourgeoisie welches Landes die schlechteste, d. h. beschränkteste, und verfolgungsund ausbeutungswüthigste sei, und da die Vertreter jedes Sonntagsplauderet. Die Boykottkommiffion. Schreibens, das der uns stets freundliche Wind auf unser Pult geweht hat. # Landes die ihrige für die schlechteste erklärten, so ward die Frage schließlich von uns dahin beantwortet, die Bouregoisien aller Länder seien gleich schlecht. Ist dies nun Schauplatz ist der Wahlkreis Kalau Luckau in auch im ganzen unzweifelhaft richtig, und ist der Kapi- der Provinz Brandenburg und der Wirkungskreis des betalismus auch seiner Natur nach in allen Ländern derselbe, rühmten Klimbim Strack, der in dem Attenstück auch so ist denn doch, insbesondere was die Unternehmerklasse mit Namen prangt. Daffelbe ist unmittelbar nach der vorbetrifft, je nach dem Stande der politischen und gesellschaft- jährigen Reichstagswahl verfaßt, bei welcher Genosse lichen Bildung des Bürgerthums der verschiedenen Länder, Tempel sozialistischer Kandidat in jenem Wahlein bedeutender Unterschied thatsächlich vorhanden. kreise war. das bentet Das Attenstück, welches uns einen prächtigen Einblick in die geistige Werkstätte und die Dent- und Gefühlswelt dieser sauberen, sich dem Arbeiter weit überlegen denkenden Gesellschaft darbietet, hat folgenden Wortlaut: Und da unser deutsches Unternehmerthum in bezug auf politische und gesellschaftliche Bildung hinter dem aller übrigen Länder zurücksteht, so ist es auch den Arbeitern gegenüber roher und rücksichtsloser als das irgend eines anderen Landes. Der englische Arbeitgeber hatten wir schon öfters Gelegenheit hervorzuheben Vertreten resp. anwesend waren: die Anhalt. Kohlenwerke ebenfalls aus, das liegt eben in der Natur des Unter durch Herrn Direktor Frohberg; Henckel's Braunkohlenwerke nehmerthums, aber er betrachtet und behandelt den Ar- durch Herrn Direktor Märter; Glettwit'er Werke J. Treuherz beiter doch als ein gleichberechtigtes Wesen und durch Herrn Direktor Rechenberg; Reschke'sche Werke durch achtet seine politischen Rechte. Anders der deutsche Arbeit Herrn Direktor 2ietmann; Krause u. Co., Glettwiß, durch Hrn. Herrn Hugo Reschke; Friedrich Hoffmann, Gr.- Räschen, durch geber, der trotz seines im Durchschnitt unglaublich niederen Schlaegel; für Eibenstein u. Co., Herr Roethelmann; Bildungsgrads in dem Arbeiter ein untergeordnetes Menrostoln durch Hrn. Dir. Neumann; Jlse, Bergbau- Aktien Wesen sieht und ihm selbst die spärlichen Rechte gesellschaft, durch Hrn. Hauptmann Strad u. H. Millbradt; zu rauben sucht, die der Staat dem Proletarier Bichiptauer Werke durch Herrn Schmeißer; Grube Clara, belaffen oder gewährt hat. Niemals haben wir gehört, daß Welzow durch Hrn. Dirett. Frid; Schöppenthau u. Wolff durch in England Arbeiter wegen Ausübung ihres Wahlrechts Herrn Groß; Grube Henriette durch Herrn Sluff; Grube oder wegen ihrer Thätigkeit in der Arbeiterbewegung gemaß- Herrn Kelling; Grube Waidmannsheil durch Herrn Direktor Guerrini durch Herrn Paesler; Grube Lauchhammer durch regelt worden sind. In Deutschland ist es das größte Ver- Weiler und Herrn Knichler; Boring u. Lehmann durch brechen in den Augen des Unternehmerthums, wenn ein Herrn Ingenieur Döring; Herr Alb. Frosel durch Herrn Baus Arbeiter von seinem Wahlrecht, vom Koalitionsrecht und führer Lent; Herr Inspektor Steuer, Zschipkau; Herr von seinen anderen politischen Rechten freien Gebrauch Brauer Schulz, 3schipkau; Herr Bürgermeister Blanten macht. Nirgends wird die Hungerpeitsche so brutal ge- berg sen. ſchwungen, nirgends mit den schwarzen Liſten ein solcher Unfug getrieben, nirgends sind die Unternehmer so allgemein gegen die politischen Rechte der Arbeiter verschworen wie in Deutschland. Wir sind heute in der Lage, wieder ein recht drastisches Beispiel geben zu können in Gestalt eines vertraulichen -OMOO Berhandelt Senftenberg, den 19. Juni 1893.( Hotel Sonne): sozialdemokratische Bewegung unter den Arbeitern der Gegend 1. Die Versammelten sind einstimmig der Ansicht, daß die keineswegs nach der Wahl einschlafen wird und daß sie im Gegentheil weitere Ausdehnung gewinnen wird, zumal wenn es zu einer festen Organisation mit Hilfe fremder Agitatoren Spize eines großen Gemeinwesens, wie die Stadt Essen ist, die König Krupp beherrscht. Welche unbändige Kroftnatur lebt in diesem Herrn Zweigert! Was er sinnt ist Schrecken für die Aufwiegeler, und was er spricht, ist schneidiges Selbstbewußtsein in jedem Wort. Junkerbeglückung nichts wissen. Frenetischen Beifall aber zollten Beschränkung der Preßfreiheit wider den Umsturz! Lächerdem ritterlich erglühenden Streiter gerade einige österreichische liches Palliativmittel! Herr Zweigert ist, wie Konstantin Herren, deren deutscher Nationalismus sie junkerlich- Rößler, der Schwärmer für die Diktatur, ein ganzer Mann. preußischer macht, als selbst unsere Großgrundbesitzer in Was soll das wehleidige Gezeter über Humanität und " Der Bayer bildet den Uebergang vom Desterreicher Ost- und Westpreußen und der Mark. Besonders Herr Kultur? Einen tüchtigen Knotenstock nehmt und prügelt zum Menschen!" Dies geflügelte Wort rührt von einem Steinwender, der Abgeordnete für den Kreis Villach in jeden kritisirenden Zeitungslümmel durch, bis er die Bejunterlichen Kopf her. Es fiel zu einer Zeit, als sich in Kärnten, war außer sich vor Jubel. Wenn er den Namen sinnung verliert, damit Ruhe werde im Lande und das Deutschland Klein- und Groß- Deutsche bekämpften. Der Preußen aussprechen hört, spielt ein Wonnelächeln um seinen Volk einsehen lerne, wie seine Wohlfahrts- Inganze ostelbische Hochmuth, der außerhalb des Mund; und wenn vollends gar das Wort von Herrn teressen gewahrt werden. Herr Zweigert hat's gesagt Preußenthums nichts anerkennen mag, spricht aus Bismarck fällt, dann stürzt er vor Verzückung zu Boden und hat sich sich dessen gerühmt: Die Prügelftrafe dem Sage. Seine maßlose Arroganz macht es und wälzt sich in Wolluftkrämpfen auf der Erde. Vergeffen für die Unfugstifter, die Zeitungsbuben; und Herr Zweigert erklärlich, wie Ferdinand Freiligrath später, als ist alles, was geschehen, vergessen sind Schläge und Schelte, ist nicht der erste, beste Mann; Herr Zweigert steht an der die„ Rheinische Zeitung" nach kurzer, herrlicher vergessen ist die Unverfrorenheit der oftelbischen Herren Blüthezeit unterdrückt worden war, das Wort von den von den oftelbischen, bedrückten Volksmassen ist hier natürlich schmuzigen Westtalmücken" finden konnte. Die Empörung nicht die Rede, der den frechen Spruch ersinnen konnte: der über die Unduldsamkeit des aufgeblähten Junker- und Bayer bildet den Uebergang vom Desterreicher zum Menschen. Preußenthums hat ihm die Schmähung von den West Man hat den Hund geprügelt und der Hund bedankt sich talmücken eingegeben. schweifwedelnd und kriecherisch. Oft schon hat man gelächelt Es ist nur ein eigen Ding um diese Schneidigkeit. Sie Allein kurz ist das Gedächtniß der Menschen. Im über dies verächtliche österreichische Geschlecht, das immer- verwandelt sich allzuleicht in Niedergeschlagenheit und bängschönen Wien tagte kürzlich der Verein für Sozialpolitik. während in nationales Getöse ausbricht und am liebsten liche Furcht. Man sieht's jetzt wieder. Mit welch angstUeber feine Berathungen ist an leitender Stelle des Vor- seine eigene Haut auszöge, um in die neue junkerlich- voller Spannung blickt man nach dem Osten aus. wärts" bereits berichtet worden. Während der General- preußische Haut zu schlüpfen. Wer aber glauben könnte, Der Bar ist erkrankt. Jedem seiner Athmenzüge versammlung der Kathedersozialisten hat der deutsche Pro- daß die Lächerlichkeit etwas an diesem Kriecher Geschlecht belauscht man sorgsam. Vom Krankenlager des mächtigen fessor Gierke höchst friegerisch sich geberdet und das alte gebeffert hätte, der wäre im Irrthum. Keine Erkenntniß Mannes aus durchschwirren Gerüchte, die einander oftelbische Sturmbanner aufgehißt. Er sprach von der belehrt diese Leute; keine Spur von kritischem Gewissen widersprechen, die Welt. Was ist des Zaren Leiden? Ist es Herrlichkeit der Junkerwelt, die das Mart des Preußen- regt sich in ihnen und erzählt ihnen, wie rückständig, bedenklich? Geht der Selbstherrscher der raschen Aufthums und damit Deutschlands bedeute. In übersatten wie jungenhaft fie geblieben sind, indeß die Welt lösung entgegen oder nicht? Und nun malt man sich eine Farben malte er es aus, wie der große Landbesitz eine Ge- um fie sich verändert. Sie rufen sich die Kehlen graue, ungewisse Zukunft aus, wenn der jetzige Zar stürbe. währ biete für alle Tugenden der Ritterlichkeit, für den heiser: Gebt uns Dstelbien, schafft uns dies teutsche" Das alte Stück wird neu aufgeführt. Als der gegens Muth und die Vertheidigung des Landes. Wer für die Paradies, dieser Himmel auf Erden, mit seinen aller- wärtige Kaiser von Rußland zur Herrschaft kam, ging es Freitheilbarkeit von bäuerlichem Grund und Boden sei, der gnädigsten Herren, den Strigow's und Quizow's, den ebenso. Nicht schreckhaft genug wußte man feinen tödte zugleich diese höchsten Tugenden. Nur wenn man im Üebermenschen und Kraftnaturen, und mit seinen Tag- Deutschenhaß zu malen. Schon sah man den Wütherich " Höferecht" die Untheilbarkeit des bäuerlichen Besites fest- wertern und Landarbeitern, die im Stumpffinn erhalten über deutsches Gebiet grimmig herfallen; und heute? seze, nur wenn man dafür sorge, daß der Hof", das Land- und zur Bedürfnißlosigkeit gezwungen werden. Die sind Heute ist der tranfe Bar ein ziemlich plumper, nicht gerade gut, unversehrt von Geschlecht zu Geschlecht dem ältesten uns fein lieber, als unsere unbotmäßigen, großstädtischen genialer Herr, der seine Behäbigkeit liebt und nicht sonderlich Stammhalter zufalle, dann könne man auch eine Horden, die über den stolzen, prächtigen Franzensring ziehen, gefährlich ist. So hat sich der Mann nach den Schilderungen bäuerliche Gentry" großziehen, ein adlig Bauern- bie armseligen Wiener Proletarier, und demonstriren: der angstvoll Bekümmerten während seiner Regierungspatriziat, das das uns einstmals den Helden Andreas Gebt uns das allgemeine Wahlrecht!" zeit verändert. Aber was dann, wenn der behäbige " " " Hofer schenkte, wie aus dem edelsten preußischen Junker- Vielleicht wäre Herr Zweigert, Oberbürgermeister von Herr plößlich stirbt? Wer kennt den Thronfolger, sein thum Bismarck's Herrschergestalt erwuchs. Professor Gierte's Effen, so recht das Ideal einer Kraftnatur für die west- Temperament, seine Gesinnungen? Am Ende ist er ein Jubelhymne auf die Blüthe der Menschheit, die sich im falmückischen Gelüfte der österreichischen Herren vom Schlage noch grimmigerer Deutschenhaffer, als sein Vater war? Am Bauernpatriziat und im ostelbischen Junkerthum so herrlich des deutschnationalen Reichsraths- Abgeordneten Dr. Stein- Ende ist er eine heißblütigere Natur, als dieser? Was offenbart, fand, wie in Wiener Berichten zu lesen war, wender? Woher kommt es, daß die verdammten Racker im steht dann dem Vaterlande bevor? Welche tolle Welt und " nur getheilte Aufnahme". In zwei Lager förmlich waren Deutschen Reich noch immer nicht auf den Knien rutschen wollen welche klägliche Welt, in der angstvolle Fragen an die Zudie Kathedermänner gespalten, ein oft und ein westelbisches. vor dem fieghaften Glanz des militaristischen Preußen- Deutsch- funft gestellt werden können, wenn ein Mann, ein einzelner Wir, die wir westwärts der Elbe leben und geboren sind, lands? Die elenden Zeitungsschreiber tragen eine Haupt Mann, ein einzelner Gewaltherr sich anschickt, die Augeu scholl es dem tapferen Profeffor entgegen, wollen von der schuld daran, die miserablen Nörgler, Hezer und Schürer! auf immer zu schließen! Alpha. 4. Jeder, der auf den Werken angenommen werden soll, muß den Nachweis über seine Beschäftigung in den letzten 3 Monaten führen. Hat er dabei auf einer Grube oder einem anderen Wert bietiger Gegend gearbeitet, so muß er von derfelben das vor gefchriebene Zeugniß haben, welches sich über Führung und Entlaffungsgrund ausspricht. Für diese Zeugnisse sollen Schemata gedruckt werden. 6. Jedes Werk wird nur Beute annehmen, welche sich über gute Führung auch auf auswärtigen Arbeitsstellen aus weisen. 6. Es soll jedem überlassen sein, bei den jetzt stattfindenden Entlaffungen den Leuten zu sagen, daß sie wegen sozialdemofratischer Umtriebe entlassen worden, oder dies zu unterlassen. 7. Es wurde fast allseitig dringend empfohlen, daß die Herren Werksbefizer oder ersten Leiter wenigstens in den nächsten Monaten die Annahme und Entlassung von Leuten selbst besorgen oder mindestens streng kontrolliren. 94 Gerichts- Beitung. = Gewerbegericht. tommt. Dies zu verhindern muß zunächst das allgemeine Be- 1 die Wappen und die Geldfäde antlammert, die Schmarozer und| Gegenkandidatur aufzustellen. Sehen wir also zu, ob mit diesem streben sein. das Snobthum, die Möchtegern- Aristokraten. Die Primrose Liga, Phönix als Kandidaten die Liberalen diesmal mehr Glück haben 2. Die Art unserer Beute und alle aur Kenntniß der Ver- die das Einfangen der Bourgeois und Kleinbürger für die fon- werden als bei den anderen Nachwahlen. fammelten gelangten Aeußerungen derselben lassen deutlich er fervative Sache durch Beschwazung der Frauen derselben seitens tennen, daß die sozialistischen Ideen hier in der gefährlichsten Damen der vornehmen Welt besorgen läßt, soll jetzt nahezu ein anarchistischen und auf das Eigenthum gerichteten Form Verbreitung undeineviertel Million Mitglieder zählen, und wie viel davon finden und daß, wenn nicht von allen Seiten, namentlich auch auch Humbug sein mag, so ist doch Thatsache, daß diese von den Behörden, scharfe Eingriffe erfolgen, Unordnungen und reaktionäre Stimmenfang- Assoziation ihre Neße nicht umsonst Gewaltthätigkeiten gegen Sachen und Personen bald an der ausgeworfen hat. So start ist der Uebertritt von Liberalen, denen Lehrlings Attordarbeit gehört zu den Betriebs. Tagesordnung sein werden. Die Unterstützung der Behörden die Partei zu radikal geworden, ins fonservativ- unionistische einrichtungen der bekannten Firma Reiling u. Thomas, wird deshalb erbeten und es namentlich als dringend bezeichnet, Lager, daß neulich der„ Spectator", weiland liberale Wochen- wie aus der Verhandlung einer Klage hervorging, die von einem daß zum Schutz des Eigenthums und der Beamten eine wesent schrift, der selbst in das lettere abschwenfte, es als nur mit ehemaligen Lehrling gegen sie gerichtet war. Der junge Mann liche Verstärkung der Gendarmerie und Polizei- Mannschaft Bedauern anzusehen erklärte, daß so viele Mitglieder der oberen hatte vier Jahre gelernt, davon mußte er 32 Jahre in Afford statthat, auch daß den Arbeitern endlich der Ernst der höheren Klaffen sich so ersichtlich(!) auf unsere Seite schlagen". Es ist thätig sein. Natürlich erhielt er als Lehrling auch LehrBehörden überzeugend flar gemacht werde, während alles zu dem Spektator zuviel des Segens, weil dadurch die unionistische ingspreise. Er beanspruchte 139,43 M., die ihm angeblich unterbleiben habe, was die Autorität der Arbeitgeber den Leuten Partei, die nach dem Schlagwort die nationale, verfassungs- während der letzten beiden Jahre zu wenig gezahlt worden sind gegenüber erschüttern kann. mäßige, reichstreue ist, um so ersichtlicher Partei der reaktionären er stützte sich auf die kontraktlich festgefeßte Entlohnung für diese 3. In den nächsten sechs Monaten sollen die Namen Masse wird. Beit. Es gelang dem Kläger, den sein Vater vertrat, jedoch von Agitatoren, welche entlassen werden, den Werken Und wie nehmen die Liberalen die Fahnenflucht ihrer nicht, seine Klagebehauptungen zu beweisen. Er wurde deshalb unter einander mitgetheilt werden. Sämmtliche Anwesenden ver- zahlungsfähigen Anhänger auf? Gin Theil von ihnen stellt sich von der zuständigen Kammer V( Vorsitzender Assessor Für st) pflichten sich, diese Mittheilungen stets pünktlich zu machen höchlich vergnügt darüber. Wir fühlen nur Befriedigung über abgewiefen. Interessant sind einige Mittheilungen, welche Kläger und zwar stets an die Zentralftelle, Herrn Hauptmann Strack. diesen Verlust", schrieb das" Daily Chronicle", als der Brief über die Verhältnisse in der Fabrik von K. und Th. machte. Bu entlassen sind Leute, welche sich der Verbreitung fozial- Lord Hothfield's bekannt wurde." Die Hothfield's find bestimmt, 3. B. werden den Lehrlingen 50 Pfennige als Strafe demokratischer Zeitungen und Flugblätter schuldig machen, welche uns zu verlassen, und mit der Zeit uns in immer größerer Zahl von ihrem Wochenlohn oder Wochenverdienst, der zwischen 6 und fozialdemokratische Reden halten, Wahlzettel für Tempel vertheilt u verlassen, bis der aristokratische Zusatz zur liberalen Partei 11 M. zirka schwankt, abgezogen, wenn sie auch nur zwei haben, endlich alle diejenigen, welche sich gegen die Obrigkeit und nur noch von einer Handvoll Männer von Geist und Charakter minuten zu spät kommen. Dem Kläger wurden einmal die Werksbeamten auflehnen. vertreten wird, die sich aus freier Ueberzeugung dem Fortschritt 2 M. abgezogen, weil er aus Scherz mit einem zwischen zwei miomen, sich ihm zu allen Zeiten gewidmet haben. Aber Finger zu nehmenden, also sehr kleinen Lehinstückchen nach einem das Blatt tann doch nicht umhin, auch die Frage Kollegen geworfen hatte. Hiernach kann man sich ein Bild von aufzuwerfen, was aus der liberalen Partei werden den sonst noch im genc nten Betriebe zum Zwecke der„ Auf1oll, angesichts der Revolte der jüngeren Generation der rechterhaltung der Ordnung" bestehenden Strafgesetzen machen. Arbeiter, der erregbaren Geifter, die von der idealistischen foll Wie leichtfertig von Arbeitern des Bauheißen sozialistischen Bewegung der letzten zehn Jahre erfaßt gewerbes zuweilen Verträge eingegangen worden sind," und der Thatsache, daß die Partei nicht im stande werden, bewies am 3. Oftober eine Klageverhandlung vor gewesen ist, die Unterstützung der indifferenten Arbeiter zu gewinnen, der Kammer II( Vorsitzender: Assessor Kuno.) Zwei Maurer die vielleicht mehr Interesse für Sport als für politische Fragen haben beanspruchten insgesammt 187 M. rückständigen Lohn. Sie be und die feit der Wahlreform von 1867 das Material geliefert haupteten, ihnen sei ein Stundenlohn von 52½ Pfennig verhaben, aus dem der( politisch) konservative Arbeiter fabrizirt sprochen worden, sie hätten aber für ihre geleistete Arbeit zum wurde." 3 tröstet sich jedoch damit, daß die liberale Partei zwar theil weniger und schließlich garnichts mehr erhalten, so daß an thatsächlich für einen Theil ihrer Anhänger zu schnell und für Bezahlung auf die Arbeitsstunde ungefähr 20 Pf. tämen. Be einen anderen zu langsam vocanmarschirt sei, daß sie sich aber lagt waren ein Maurer( nicht Maurermeister) und ein Bauin gewissem Sinne stets in Zersehung und Wiederaufrichtung Unternehmer bezw. Bauherr. Letterer verwies auf einen Vertrag, tekonftruirung befinden werde, und wenn es nur gelänge, fie in dem der beklagte Maurer verpflichtet wird, zu einem 10 umzugestalten, daß sie vollständig, nach Gladstone's Wort, die horrend billigen Preis die Maurerarbeiten eines kleinen Interessen der Maffen gegen die der Klassen vertreten werde, so Baues auszuführen. Der Vertrag sieht Ratenzahlungen werde noch alles gut werden und die Independent Labour Party vor, die letzte Rate sollte nach der Rohbau Abnahme von ihrer Ansicht, daß Liberale wie Tories gleich unverbefferlich, gezahlt werden. Der andere Beklagte wieder behauptet, die gleich unwillig jeien, den Volksstaat zu verwirklichen, zurückkommen Kläger unter der Bedingung zur Mitarbeit verpflichtet zu haben, müsse. daß die Arbeit in Kommune gemacht werde, das heißt, sie wie Wenn da liegt eben die ganze Frage. Und obwohl in Eng- die anderen mitarbeitenden Maurer sollten sich mit ihm in den land, wie ich schon öfter dargelegt, die Parteien bedeutend eventuellen Gewinn oder Verlust theilen. Die Kläger feien elastischer find als in Deutschland, so daß der Name liberal heute sowohl hiermit wie auch damit einverstanden gewesen, daß voreinen wesentlich anderen Sinn hat, als noch vor etwa 15 bis läufig" ein Stundenlohn von 5212 Pfennig als Vorschuß ges gez. Frohberg. Märter. Rechenberg. Refchte. 20 Jahren, mancher Liberale in sozialen und politischen Fragen zahlt werde, im weiteren aber die Höhe der Vorschußzahlungen Liezmann. Schlägel. Rötelmann. Neumann. es mit dem demokratischen Volksparteiler in Deutschland auf- fich nach den Umständen richten sollte. Mit anderen Worten: F. 2. Strad. Blantenberg. Schmeißer. Reschte. nimmt, so vergißt das„ Chronicle", daß die liberale Partet, um baß die Vorschüsse erniedrigt werden sollten, wenn die für Frid. Groß. Gluff. Paesler. Relling. Lent. eine regierungsfähige Partei zu sein, eine Regierungs- ein bestimmtes Quantum Arbeit festgesette festgesetzte Rate Schulz Millbradt. Döring. Weiler. Knichler. mehrheit haben muß, ihre Umgestaltung sich daher keineswegs folge der Zahlung von 521/2 Pfennig Stundenlohn sich schneller nach einem vorgefesten Plan, sei es eines Führers, sei es einer verkleinerte, als wie die Arbeit vorwärts schritt. Gruppe in der Partei, machen läßt. Das Wort von der be- legen," so nannte der Beklagte die Kläger, hätten die Arbeit ständigen Berfegung und stets wieder erfolgenden Rekonstruktion niedergelegt, weil sie faben, es sei bei der ersten Rate nichts zu paßte auf ihre Bergangenheit. In früheren Jahren fand sie bolen". Die Kläger hielten daran fest, daß sie nicht Kommu allerdings für das, was sie rechts verlor, links immer wieder nisten" sondern gewöhnliche Maurer" gewesen seien, die gegen eine neue soziale Schicht, die sie durch Zugeständnisse oder Ber- Stundenlohn arbeiteten. Der beklagte Maurer hielt ihnen vor, Ueber die Berbröckelung der liberalen Partei zu schreiben, sprechungen an ihre Fahne feffeln konnte. An solcher neuen weshalb sie ihn dann nicht als Arbeitgeber respektirt hätten. ift faft ebenso abgeftanden wie etwa über die Heuchelei der Schicht fehlt es jedoch jest, die Arbeiter waren liberal und Das Gericht entnahm aus der Verhandlung, daß die Kläger Liberalen zu räfonniren. Beides find sozusagen historische That- hören auf, es zu sein. Welche Klasse soll die zur Erneuerung wußten, um was es sich handelte, und daß sie in den von dem fachen. Als Mittelpartei der Gegenwart sind die Liberalen zur des Blutes erforderten frischen Säfte liefern? Es ist jedenfalls Beklagten geschlossenen Vertrag eingetreten feien, ohne indeß die Heuchelei verdammt, so sehr sich ihre Vertreter individuell durch sehr problematisch, ob die versprochene Wahlrechtsreform den Tragweite ihres Handelns zu ermessen. Sie wurden abgewiesen, Bortrefflichkeit ihrer Absichten und ihres Charakters auszeichnen Liberalen irgend welche nennenswerthe Vermehrung ihrer Wähler da fie, einmal angenommen, daß der fragliche Vertrag auch für fie bindend war, feine Ansprüche mehr hatten. mögen. Es ist die Position, die hier entscheidet, nicht die Ge- bringen wird. Vorsitzender finnung. Streber und Heuchler giebt es in allen Parteien, aber Darum ist ber jetzige Abbröckelungsprozeß gefährlicher für und Beisiger rügten das Gingehen auf Verträge, wie der vore bie Heuchelei ist nicht in allen Lebensbedingung- wenigftens fie wie irgend ein früherer. Diejenigen ihrer Organe, die auf die liegende, die leider Bauarbeiter häufiger respektirten. in feinem jenes Durchschnittsmaß von Heuchelei überschreitenden Masse berechnet sind, geben auch deutlich zu erkennen, daß sie Grade, das jedem gefitteten Rulturmenschen eigen ist und ohne sich dieser bedenklichen Situation bewußt sind. Und es fehlt welches das Leben nicht werth wäre, gelebt zu werden. nicht an Leuten, die es für möglich halten, daß mit der nächsten Anders bet den Liberalen, deren Programm im Aus allgemeinen Wahl die Nera der zwanzig Jahre Tory- Regierung" gleichen entgegengefeßter Interessen besteht, und deren Be- ihren Anfang nehmen wird, von welcher die Apostel des Toryftreben, die Diagonale derselben zu finden, geschichtlich zum evangeliums England ein goldenes Zeitalter prophezeien, und Mißerfolg verurtheilt ist. Und wenn teine Partei von dem auf welche andere Leute als die Vorepoche des Sieges der Sozial Hauch der in ftetem Prozeß befindlichen geschichtlichen Entwickelung demokratie in England blicken. unberührt bleibt, so ist doch keine andere so dem Verwittern ausgefest als die liberale. 8. Von allen Werken sollen in der nächsten Zeit den PolizeiAemtern Mittheilungen gemacht werden, wer Sozialdemokrat im Sinne des Vorstehenden ist, wie überhaupt die Werksleitungen mit den Polizeibehörden und Gendarmen sich stets möglichst eng in Verbindung halten werden. 9. Die Zuſchriften und alle heutigen Verhandlungen find fekret zu behandeln und unter persönlichem Verschluß der Herren Werksleiter zu halten. Steuer B D. g. Ans England. Bonbon, 29. Geptember, H 6 Besuchszeit M in Seine Rol verschiedener Museen und sonstiger Sehenswürdigkeiten. verschiedener Museen und sonstiger Sehenswürdigkeiten. Altes und Neues Museum am Luftgarten. Besuchszett täglich, mit Ausnahme des Montags in den 6 Wintermonaten von 10-3 Uhr, in den Sommermonaten von 9-3 Uhr; Sonntags im April- September 12 bis übr, Oktober und März 12-5 Uhr, November und Februar 12-4 Uhr, Dezember und Januar 12-3 Uhr( unentgeltlich). Die National: gallerte in der Museumsstraße. Besuchszett Wochentags von 10-3 Uhr Montags ausgenommen). Sonntags im April- September von 12 bis im März und Oftober 12-5 Uhr, Februar und November 12 bis Wiederum ist durch eine der bekannten patriotischen Denunziationen ein ehrlicher Mann schwer ins Unglück gestürzt worden. Wegen Majestätsbeleidigung hatte sich der Maurer Ernst Deumig aus Berlin gestern vor der zweiten Strafs fammer am Landgericht II. zu verantworten. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der Deffentlichkeit statt. Aus dem öffentlich verkündeten Urtheil ging hervor, daß der Angeklagte am 19. Auguft in einem Zuge der Ringbahn( Südring) fuhr. Bei der Fahrt über das Indeß so wahrscheinlich ein Sieg der Konservativen bei der Tempelhofer Feld veranlaßten die Ererzitien des Militärs eine nächsten Wahl, so zweifelhaft ist die Perspektive eines länger Unterhaltung der gleichzeitig mit dem Angeklagten im Roupee Das Wunderbare resp. zu Erklärende ist also nicht, warum dauernden Regiments dieser Partei. Gin Arkanum gegen die fizenden Passagiere. Als die Rede auch auf den Kaiser tam, wir so oft von Absplitterungen von oder Austritten aus der wirthschaftlichen Probleme der Zeit befigt fie fo wenig wie die stieß der Angeklagte beleidigende Worte gegen die Person des liberalen Partei hören, sondern warum dieselbe trotz aller dieser liberale Partei, fie wird diejenigen, die heute auf ihre Rückkehr Kaisers aus. Ein Passagier veranlaßte auf der nächsten Station Abfplitterungen, troß ihrer ewigen" Berfeßung" noch immer spekuliren, fo gut und vielleicht noch mehr enttäuschen als jene. die Feststellung des Mannes und das Resultat waren neun ich spreche blos von England ihre Griftenz behauptet, immer Sie tann feine starte auswärtige Politit treiben, ohne das Monate Gefängniß für ein unbedachtes Wort. Es kann wieder für eine Zeit lang auf den Strumpf" fommt. Jeder Budget in die Höhe zu treiben und neue Steuern einzuführen, nicht oft genug bie Mahnung wiederholt werden, die Bunge zu mann tennt die Geschichte von dem Arzt, der einen Patienten die entweder einen Sturm in den Reihen der Arbeiter zügeln und vor Denunzianten auf der Hut zu sein, als hoffnungslos aufgegeben und, wie derfelbe doch sich als ge- und fleinen Leute oder einen Riß in bre schönen Allianz der nesen präsentirt, ihm trocken erklärt, wissenschaftlich sei er in der Klassen" bewirken. Sie kann die Wünsche der Textilarbeiter That gestorben. Wissenschaftlich ist die liberale Partei, ich weiß von Lancashire auf Einführung der Doppelwährung nicht nicht wie oft, geftorben, aber sie hat fich bisher trotzdem wohl befriedigen, ohne die Intereffen des Gros der Kapitalisten oder übel am Leben erhalten. Wird sie die Krisis, in der fie fich welt zu verlegen, d. h. sie wird es überhaupt nicht thun. Sie zweifelsohne jetzt befindet, auch überwinden? tann nichts thun, um die Rente der Landlords und die Ein. Ungünftig genug präfentirt sich dieselbe. Man braucht tommen der Bächter zu erhöhen, ohne die Industriearbeiter, die weder die unmittelbare politische Rückwirkung der auf den die Masse der Wählerschaft bilden, zu schädigen, und den Land Trade Unions Kongreffen der letzten Jahre gefaßten Beschlüsse arbeitern nichts geben, ohne den Landlords zu nehmen u.f.m., u.s. w. betr. unabhängiger Arbeiterkandidaturen und der Verpflichtung Sie wird sich also, wie bisher, nach Ablauf einer gewiffen Beituhr, Januar und Dezember 12-3 Uhr( unentgeltlich).- Kunstgewerbeauf fozialistische Forderungen, noch die Wahlerfolge der In- abwirthschaften, und Bruchtheile ihrer jezigen Anhängerschaft an Museum, Prins Albrechtstr. 7. Geöffnet an den Wochentagen( Montags dependent Labour Party zu übertreiben, so steht doch so viel die Liberalen und die Arbeiterpartei abgeben müssen. Dann fann ausgenommen) im Sommer von 9-3 Uhr, int Winter von 10-3 1hr, feft, daß die Arbeitergefolgfchaft der Liberalen zusehends abnimmt. fte aber jeden Tag durch eine Koalition der Liberalen und der Sonntags, April- September von 12-6 Uhr, Ottober und März 12-5 Uhr, November und Februar 12-4 Uhr, Dezember und Januar 12-3 Uhr( UnentGleichzeitig aber bröckelt es start auf der andern Seite. Ein inzwischen unabhängigen sozialistischen Arbeiterpartet gestürzt geltlich).- Museum für Böltertunde, Königgräberfir. 120. Befuchs Mitglied der Klaffen" nach dem andern wendet der Partei den werden. Es ist nicht sehr wahrscheinlich, daß die Liberalen noch seit wie im Kunstgewerbe- Museum( unentgeltlich).- ygiene- Mufeum, Rücken. Es ist bekannt, daß sie im Haus der Lords nur noch einmal aus eigener Kraft, als geschloffene Partei, ans Ruder Klosterfir. 35. Besuchszeit Sonntags wie im Kunstgewerbe- Museum. Außer dem Dienstags und Freitags von 10-2 Uhr( unentgeltlich). Museum für über eine winzige Minderheit, noch nicht ein Zehntel dieser kommen sie sind es auch heute nicht, denn die irischen Natio Naturtunde, Invalidenstr. 42. Besuchszeit Sonntags wie im Kunsts Körperschaft, verfügt. Noch nie, feit es parlamentarische Renalisten bilden eine selbständige Gruppe aber es ist auch gewerbe- Museum. Außerdem Montags und Sonnabends von 11-8 Uhr. gierung in England giebt, hat eine Regierung in der Lords durchaus nicht gesagt, daß die Konservativen bis zum Eintritt ufeum für beutsche Boltstrachten und Erzeugniffe des bausgewerbes, lofterftr. 36. Jeden Tag mit Ausnahme des Mittwochs fammer so wenig Anhänger gehabt. Und selbst dieses Säuflein des Sieges der Sozialdemokratie oder einer derselben vorher von 11-2 Uhr geöffnet. Eintrittsgeld: Erwachsene 50 Bf., Kinder 25 Pf., schmilzt immer mehr zusammen. Erst vor einigen Zagen bat gehenden Katastrophe das Heft unbestritten in der Hand haben Bereine Gonntags 10 Pf. Reichs post- Museum, Leipzigerstr. 15. Ge wieder einer der weißen Raben" fein schwarzes Herz entdeckt werden. An eine politische Repression im Sinne fontinentaler Aus öffnet Sonntags 12-2 Uhr, Montags, Dienstags, Donnerstags, Freitags von 11-2 Uhr( unentgeltlich). Rathhaus, Königstraße. Geöffnet täglich ober enthüllt. Es ist ein Lord Hothfield, der erit 1881 von nahme- Gesetze ist ohnehin in England nicht zu denken, und schon des außer Donnerstag und Freitag von 11-3 Uhr( unentgeltlich). Aussichtsthuri Gladstone zum Peer ernannt worden war, also nicht einmal die halb ist ein anderer Gang der parteipolitischen Entwickelung 50 Bf. Kunstausstellung des Vereins Berliner Künstler. Wilhelmftr. 92. Sonntags 11-2 Uhr, Wochentags 10-4 Uhr. 50 Pf. Entree. ,, alteingefeffene" Aristokratie vertritt. wahrscheinlich. Sternwarte, Gndeplag 3a. Mittwochs und Sonnabends von 9 bis Gefragt, ob er die Kandidatur eines Liberalen im Wahlkreise, So ist trotz allebem ber Abbröckelungsprozeß, der die liberale 11 uhr Bormittags. Urania, Wissenschaftliches Theater. Sternwarte, in dem er seinen Wohnsiz hat, unterstützen werde, antwortete er, Partei im Moment dezimirt, tein Beweis ihres definitiven Ab- Invalidenftr. 57-62. Geöffnet von 5 Uhr Nachmittags bis 10% Uhr Abends. bas ungerechte", um feinen anderen Ausdruck zu gebrauchen, tritts von der Bühne als Regierungspartei. Ebensowenig aber Entree 50 Pf. Sufchlag für Theater von 50 Pf. bts à M. Schadowstr. 14. Geöffnet von 9-6 Uhr. Entree Sonntags 50 Pf., an jebem Budget des Minifteriums und die Art, wie dasselbe in der letzten ist anzunehmen, daß sie sich je in eine Partei der Arbeiterklasse testen Sonntag im Monat 25 Pf. Caftan's Panoptttum, FriedrichSeffion die Geschäfte des Landes geführt, zwingen ihn, hier und umwandeln wird. Sie wird bürgerlich bleiben, die Arbeiterpartei ftraße. Geöffnet 10-10 Uhr. überall alles aufzubieten, um es in jene Bergessenheit verbannen wird und muß sich außer ihr organisiren. Eine starke, einheitliche, panorama, Am Lehrter Bahnhof. Sonntags von 9-9 Uhr. Entree zu helfen, die ihm( dem Minifterium) am besten geztemt und aus geschlossene Arbeiterpartei fann aber ebenso gut der liberalen 50 f. Neapel Panorama am Bahnhof Thiergarten, zwei neue ber es, wie ich hoffe, nie wieder aufsteigen wird." Das ist, wie Partei unter bestimmten Bedingungen zeitweise die Ablösung der Dioramen: Katatonben des Kapuzinertlofters zu Palermo und Befuvausbruch man fieht, Desertion mit fliegenden Fahnen und nebenbei eine Tories erlauben, wie dies heute die Fren thun, und wie es die Sonntags 25 Pf. Eintrittspreis. Das Panorama ist bis 17 Uhr Abends zu besichtigen. 80ologischer Garten, sügowufer. Sonntags gute Jalustration zu dem Borschlag, durch einen Massenschub Arbeiter heute schon gelegentlich bei Wahlen thun. 50 Pf. Borfig's Garten mit Palmenhaus, Ali- Moabit 85-86 rabifaler Beers eine Majorität von Anhängern der Abschaffung Eine solche Wahl, wo die Arbeiterpartei wahrscheinlich nicht eintrittspreis 50 f. bes Hauses der Lords in dasselbe zu bringen. Erft dreizehn in die Aftion treten wird, findet demnächst in Birkenhead Jahre Beer von Gladstone's Gnaden und schon diese Sprache,( gegenüber Liverpool) statt. Die Liberalen haben einen Briefkasten der Redaktion. die der Herzog von Argyle nicht übertreffen tönnte. Und wes sogenannten idealen" Kandidaten, den Seifenfabrikanten Lever wir bitten bet jeder Anfrage eine Chiffre( 8wet Buchstaben oder eine Batt wegen? Weil im Budget der schwache Bersuch gemacht worden( in deffen Siederei die Sualight Soap hergestellt wird). ist, das Prinzip der Abstufung bei der Einkommensteuer in An- Herr Lever ift, was man einen fair employer nennt, Ahlert. Will der Ehegatte in der Mark Brandenburg oder wendung zu bringen und weil außerdem Brenner und Brauer zahlt anständige Löhne, hat außerdem Gewinnbetheiligung ein- in Berlin erben, fo muß er, wenn fein Teftament vorhanden ist, etwas haben bluten müssen. Darum wird der wetland Mr. geführt und für die in seiner Fabrik beschäftigten Arbeiter das Seinige einwerfen und von dem Gesammten die Hälfte Eufton jezt seinen Einfluß im Wahlkreise und seinen Geldbeutel Wohnhäuser gebaut, von benen ein Korrespondent der Work- beanspruchen. Beerdigungstoften gelten als Nachlaßschuldes. den Gegnern der liberalen Partei zur Verfügung stellen. mans Zimes" fagt, fie feien ,, bie lieblichsten", die man sich Guido H. 1. Mein: die Bollstreckung rechtsträftig Panoptitum 10-10 Eintrittspreis 50 f. Eintrittspreis 50 f. Aquarium, anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Paffage, Marines Das ist nur ein drastisches Beispiel von dem, was sich sonst denten kann. Da nun das Programm des Herrn Lever sehr erkannter Strafen verjährt, wenn auf Haft oder auf Geldstrafe mehr im Stillen abspielt. Die Wappen und die Geldsäcke ver- radikal ist, der Wahlkreis bisher stets fonservativ gewählt, bis 150 Mart erkannt ist, in zwei Jahren. 2. An das Amtslaffen die liberale Partei, und mit ihnen das Bolt, das sich an herrscht geringe Neigung unter den Arbeitern Birkenheads, eine gericht in Freiburg. Central- Leihhans- Ausverkauf 72 Jägerstr. 72( chen Kanonier, und Institut für Gelegenheitskäufe, einzig in seiner Art in Berlin. und zwischen Mauerstraße, parterre. 10 000 moderne Winter- Paletots und Winter- Anzüge entragen in besten Stoffen und neuesten Mustern von Mark 10, 12, 15, 20, 30( Pracht- Exemplare). Knaben- und Burschen- Anzüge, Pellerinen- Mäntel, Monats- Anzüge, das sind nach Maaß bestellte Sachen, die nur ca. 1 Monat getragen find( auch für forpulente Personen paffend). Goldene und hilberne Herren- und Damen- Uhren, Ringe, Ketten. 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Beuge Hausbesitzer Noton entlastet den Prutopp. Er habe gehört, wie Prukopp die Menge aufgefordert habe, auseinander zu gehen. Der Gendarm habe ihn nach seinem Namen gefragt und Prukopp habe den Namen genannt, sei aber dann sofort weggegangen. Er bezichtigt sich durch seine weitere Aussage, die Aufforderung der Gendarmen gehört zu haben, aber nicht gleich gegangen zu sein. Er wird wegen des Verdachts der Mitschulb nicht beeidigt. Beuge Hüttenarbeiter Teichmann entlastet die Angeklagten Prutopp und Sowada, er bekundete, daß die beiden bald nachdem der Gendarm mit ihnen gesprochen, den Weg nach Zaborze eingeschlagen haben. Es werden noch mehrere Entlastungszeugen vernommen, die aber Wesentliches nicht aussagen können. Es werden schließlich noch die Fragen an die Geschworenen gestellt. Sie lauten auf Aufruhr, Landfriedensbruch, Auflauf, auf mildernde Umstände bei allen des Aufruhrs- und Landfriedensbruchs angeklagten. Bei denjenigen, denen ein Steinwurf nicht nachgewiesen ist, auch die Unterfrage wegen Auflaufs. Besondere Fragen werden wegen der Kinder gestellt. Morgen beginnen die Plaidoyers. Die Verhandlungen sollen am Montag zu Ende geführt werden. Tokales: angelegen sein, für Da folche Beuthen D./S., 5. Ottober 1894. Am 9. Mai 1873, als in Wien die Sterbeglocke des wirth- Die Verhandlung wird um 94 Uhr vom Vorsitzenden schaftlichen Aufschwunges gellte, wurde die Geburtsstunde der Landgerichtsdirektor Sperlich eröffnet und die Beweisaufnahme Kartelle eingeläutet."" Nach diesem Sage Schoenlant's find die fortgesetzt. Kartelle Wiener Kindl" und die Tagung des Vereins für Sozial- Zeuge Arbeiter Roßmann bezichtigt den Angeklagten politik findet so auf klassischem Boden statt. In Wahrheit hat Kuczera, der nur wegen Landfriedensbruchs angeklagt ist, des es allerdings schon vor dem Wiener Krach vereinzelte Kartelle Steinwerfens. Auch der Gendarm Kordigke will den Kuczera gegeben. Aber erst in den letzten Jahren verbreiteten sich die nun als Steinwerfer erkennen, er habe sich zu diesem Behufe selben über unser ganzes wirthschaftliches Leben. Die Leiter fogar den Rock ausgezogen. der meisten zur Berichterstattung an den Auf Antrag des ersten Staatsanwalts wird die Sache gegen Verein aufgeforderten Kartelle verweiger- Ruczera vertagt und aus dem Zusammenhange losgelöst, da ten die Mittheilung ihrer Verträge und Ber- Kuczera nun dringend des Aufruhrs verdächtig ist. hältnisse. Das muß Mißtrauen gegen die Auf eine Anfrage des Vertheidigers, was die Gendarmen 3iele erregen, welche fie verfolgen. Die Berichte, alles gesagt haben, erzählt der Gendarm Kordigke, er habe u. a. welche eingeliefert wurden, entbehren meist des überschauenden all- auch gefagt, Leute, geht doch nach Hause, der Prukopp kann Euch gemeinen Standpunktes und verlieren sich in Detailschilderungen. ja heute Geld nicht geben, holt's Euch nur morgen von Thatsächlich sind die Kartelle eine der allgemeinsten Prufopp. Der Angeklagte Prut opp erwidert darauf: Die und wichtigsten Erscheinungen unseres Wirth Gendarmen provoziren durch solche Aeußerungen und höhnen das schaftsleben 3. Sie ergreifen nicht nur die verschiedenen Volt. Wie tommt der Gendarm zu solchen Aeußerungen? Fabrikationszweige, sondern auch die Eisenbahnen, die Ver- 3euge Kordike: Ich hatte gehört von Arbeitern, daß sicherungsbranche, die Advokatie u. s. f. und sind eine neue Form Brukopp in Versammlungen gesagt habe, daß er den Leuten der Organisation des Erwerbslebens. Gegenüber den alten höhere Löhne erwirten wolle. Vors.: Haben Sie das von Zünften unterscheiden sie sich dadurch, daß in diesen das persön- Prukopp selbst? 3euge: Nein, nur von Anderen. liche Element herrschte, während die Kartelle Vereinigungen un- Vors.: Nun, damit ist wohl der Zwischenfall erledigt. persönlicher Betriebe sind und am hesten sich unter AktiengesellEine Zeugin, Franziska Fröhlich, entlastet den Retz: Beruf zugeführt werden sollen, hat die städtische Waisenverwaltung Für die Waiseurinder, die nach der Konfirmation einem schaften entwickeln. In der gesunden Zunft galt Jeder, was er lick. Nicht der Reßlick, sondern ein anderer Mann, den sie nicht die Stellungen zu beschaffen. Die Knaben werden mit ver fonnte, im Kartell gilt Jeder, was er hat. In den tenne, habe den Stein auf den Gendarmen geworfen. Zünften waltete das Grundgesetz der Brüderlichkeit, in den erklärt, die Aufforderung der Gendarmen gehört zu haben, aber Mädchen als Dienstmädchen verdingt werden. Für die Knaben Da sie schwindenden Ausnahmen zu Handwerkern gegeben, während die Kartellen herrscht das Recht des Stärkeren. Im nicht gleich weggegangen zu sein, wird sie als der Theilnahme will sich aber seit längerer Zeit nur schwer die erforderliche Zahl Kartell gelten die Heine'schen Verse, welche demjenigen, der nichts verdächtig nicht beeidigt. hat, rathen, sich begraben zu lassen. Zeuge Bergmann Schneider entlastet den Reßlich, er hat geeigneter Lehrstellen finden lassen. Besonders in der kürzlich Eine wichtige Frage ist nun, ob die Kartelle dauernde Bil- ihn beobachtet, wie er das Rencontre mit dem Gendarm gehabt ist darüber geklagt worden. Diese Erscheinung ist um so auss dungen oder nur vorübergehende Organisationen sind. Die hat. Er hat den Reßlick fich losreißen und davon laufen sehen, fälliger, da Lehrlinge bekanntlich eine ziemlich begehrte Waare Sozialdemokraten und die Staatssozialisten betrachten sie als aber nicht gesehen, daß er geworfen habe. Reßlich habe seinen sind, weil sie in vielen Branchen für leichtere Arbeiten sehr bald vorübergehende Formen; die Sozialdemokraten deshalb, weil sie Trau- Anzug angehabt und einen halbhohen schwarzen Hut einen Gehilfen ersparen und sich überhaupt williger ausbeuter die Kartelle nur als Etappe auf dem Wege zur Expropriation getragen. der wenigen Großunternehmungen betrachten, welche nach Mary Zeuge Bergmann Häufler schließt sich den Bekundungen für die Schwierigkeit der Beschaffung von Lehrstellen für Waisenlaffen. Aber gerade in letzterem Umstande dürfte eine Erklärung schließlich übrig bleiben werden; die Staatssozialisten deshalb, des Zeugen Schneider, mit dem er zusammengestanden hat, an. fnaben liegen. Die Waisenverwaltung läßt es sich nämlich weil sie die Kartelle nur als Drillmeister zur Vorbereitung Er möchte behaupten, daß Reßlich nicht geworfen hat. Er habe was wir anerkennend hervorheben müssen späterer, unter Leitung des Staates zu führender Be- nicht gefehen, daß sich Reßlich gebückt und einen Stein aufgehoben ihre Böglinge Lehrstellen mit möglichst günstigen Bedingungen triebe betrachten. Dem gegenüber betrachten Andere die habe, er hätte das aber sehen müssen. Kartelle ebenso wie die Gewerkvereine als Mittel einer Beuge Bergmann Seibert sagt fast in gleichem Sinne ausfindig zu machen, namentlich solche, in denen der Junge nicht frei ohne Staatseingriff sich herausbildenden wirthschaftlichen aus. Auch der Amtsvorsteher Schneider erklärt, daß Reßlict Stellen aber, wie gesagt, nur dünn gefät sind, so hat die Ver blos ausgebeutet, sondern wirklich ausgebildet wird. Organisation. Diese treten sehr lebhaft für die Kartelle ein. sehr fein gekleidet war und einen schwarzen Hut getragen habe. waltung, abgesehen von den sonstigen Forderungen, die sie ftellt, Ihnen gegenüber muß man auf die bedenklichen Seiten hinweisen. Zeuge Arbeiter Rogassa entlastet den Rehlick; er habe Daß Kartelle ausländischen Staaten billigeres ihn beobachtet, aber nicht gesehen, daß Reßlich einen Stein ge- tönnte übrigens in nächster Zeit leicht auch für die Waffennatürlich keine große Auswahl. Eine ähnliche Schwierigkeit Kriegsmaterial liefern als dem Vaterlande, worfen habe. Reßlich habe sich im Laufen den Hut gerade ge- mädchen eintreten. Sie sind bisher in der Regel für 72 Mart und dem Auslande billigere Schienen, billigere rückt. Der erste Stein sei auch eine ganze Weile nach der Affäre Maschinen u. f. f. verschaffen, ist ein unhaltbarer Zustand. Reßlich erst geflogen. Er bezichtigt den Angeklagten Kalisch, den pro Jahr vermiethet worden. Es soll jetzt aber darauf hingewirit werden, daß sie einen höheren Sohn erhalten. 72 Mark ist allei Als ernste Männer dürfen wir uns ferner feiner Illusion darüber er sonst nicht tennt, daß er irgend etwas vom Erdboden auf werden, daß sie einen höheren Lohn erhalten. 72 Mark ist allerdings nicht viel, wenn man in Betracht zieht, daß die fünfzeyn. hingeben, daß die nächste Wirkung der Kartelle eine gehoben habe. mächtige Verstärkung der Stellung der Unter- Beuge Spielmann Hieronymus Ploch, ein 50 Jahre jährigen Mädchen aus den Familien. in denen sie erzogen sein wird. Auch mit der Stabilifirung der Verhältnisse Schwachsinnigen. Er will von dem Gendarm, weil er auf dem arbeiten mitbringen. Trotzdem ist zu befürchten, daß sie, wer nehmer im Kampfe um die Arbeitsbedingungen altes, recht verkümmertes Männchen, macht den Eindruck eines orden sind und natürlich auch tüchtig haben mitanfassen müssen, schon eine gewisse Kenntniß und Fertigteit in allerlei Hartss ist es nach den bisherigen Erfahrungen nicht weit her. Die Plate gespielt hat, zu Boden geworfen worden sein. Er wird mehr für sie verlangt werden soll, fünftig als Dienstmädchen Kurse der kartellirten Aktiengesellschaften schwanken sehr nicht vereidigt wegen Verstandesschwäch e. start. Die Zuckertruft- Attien zum Beispiel schwankten zwischen 56 Es werden weitere Entlastungszeugen für mehrere der etwas weniger begehrt sein werden. und 115. Die Börse zeigt da eine feine Nase. In der That übrigen Angeklagten vernommen, die aber nichts Wesentliches In der Urania werden in dieser Woche die letzten Auffind nämlich die Kartelle sehr komplizirte Gebilde, welche von bekunden können. Sie haben die den Angeklagten zur Laft ge- führungen des bilderreichen Antlitz der Erde", das nun seit drei großem Organisationstalent zeigen, bei welchen man aber doch legten Strafthaten nicht gesehen, können aber nicht behaupten, Jahren mehr als 250 Wiederholungen erfuhr, stattfinden. Außerimmer fragt: Wie wird denn das Ding marschiren? Solche daß sie überhaupt nicht begangen worden sind. dem weist das Repertoire noch am Donnerstag den neuen Vors Rechtsverfilzungen sind für das mobile Kapital sehr unbequem; Zeuge Brauereibefizer Isaac giebt seinem Brauerei- Arbeiter, trag des Herrn G. Witt über Moderne Riesenfernrohre und deffenungeachtet scheint mir das Kartell eine Vor dem Angeklagten Kodlaczek, ein gutes Leumundszeugniß, bestätigt ihre Leistungen", und am Freitag den des Herrn Dr. C. Miller bereitung für die Riesenunternehmungen der aber, daß Kodlaczek dem Gendarm bei seiner Verhaftung zu über Genossenschaftsleben bei Thieren und Pflanzen" auf. Zukunft, welche jest im Werden begriffen sind. gegeben habe, er habe einen Stein nach dem Bielschowißer Inzwischen bereitet die Urania einen neuen Vortrag vor, Durch Die Kartelle sind der lehte Versuch der persön Gendarm geworfen. alle Welten" genannt, der voraussichtlich in der dritten Woche lichen Unternehmer, sich der Umschlingung Mehrere Zeugen entlasten den Angeklagten Magiella, der dieses Monats dargeboten wird. In dieser neuen Weltreise durch das Riefentapital der Börse au ergleich, nachdem er auf den Platz gekommen, vom Gendarm sollen die Zuschauer in einer furzen Stunde durch alle Welten, wehren und ein Stück der Selbständigkeit zu retten, indem sie aufgeschrieben worden sei. Er sei sofort wieder weg von der des fernsten Nebelfleckes begonnen, bis zur Eintagsfliege ein anderes Stück aufgeben. gegangen. Magiella giebt noch an, er habe zuerst und des Infusors unter unseren Füßen, wandern. Die Frage ist nur: Was soll der Staat den unleugbaren geglaubt, er folle Zeuge sein, wegen des am Boden Gefahren der Kartelle gegenüber thun? Ich halte den Prozeß liegenden Spielmanns. In den Spandauer Militärwerkstätten scheinen außer Erst als der Gendarm gesagt der Kartellbildung im Ganzen für eine Wohlthat, weil es eine habe" Ihr werdet noch alle weinen, Ihr werdet 4-5 Jahre ins den Arbeitern auch die Betriebsbeamten nicht gerade auf Rosen Rückkehr bedeutet von der Produktions- Buchthaus kommen", habe er gemerkt, daß er schuldig sein solle. gebettet zu sein. Wenigstens geht dies aus einer Notiz hervor, anarchie die zur Zeit durch die Presse die Runde macht: Der technische unferer Tage Produktions- Er habe sofort den Gendarm gebeten, ihn auszulöschen, da er ja Leiter der königlichen Gewehrfabrit in Spandau, Betriebsinspektor zur ordnung. Ich möchte den Prozeß nicht gestört sehen und nichts gethan habe. verwerfe darum jedes gerichtliche Eingreifen. Auch die Ver- Im Laufe des Zeugenverhörs gaben die Gendarmen zu, daß dem Staatsdienst ausgeschieden, um eine leitende Stellung in Winterfeldt, ist unter Verzicht auf Pension am 1. Oktober aus waltung darf nur vorsichtig vorgehen. Vor allem bedarf es der sie den Prukopp, den Sowada und Wienheck schon aufgeschrieben der Löwe'schen Waffenfabrik anzunehmen. Er wird Nachfolger Beleuchtung der Verhältnisse durch eine ftrenge Enquete. haben, ehe noch die allgemeine Aufforderung zum Aus- des im Sommer verstorbenen Oberstlieutenants a. D. Kühn, der, der Löwe'schen Waffenfabrik anzunehmen. Er wird Nachfolger Publizität der Verhältnisse muß durchgesetzt einandergehen ergangen war. Vorsitzender: Warum werden; im äußersten Falle soll mit Auflösung haben Sie die drei aufgeschrieben? Zeuge Gendarm or Jahre bei der Gewehrfabrik in Spandau thätig war, beren bevor er Direktor in der Löwe'schen Fabrik wurde, mehrere oder mit Herabjegung all zu hoch bestimmter digte: Weil sie den Auflauf verursacht haben und die Leute Jahre bei der Gewehrfabrik in Spandau thätig war, deren Preise wichtiger Produkte vorgegangen dahin zitirt haben. Oben auf dem Platze schien es mir auch, Leitung er zuletzt in Händen hatte. Herr Winterfeldt ist aus dem Stande der Feuerwerker hervorgegangen und hat seine werden. Der russische Finanzminister hat im Jahre als habe Brutopp Angst, als er sah, was er für Unheil an1892/93 wegen der zu hohen Zucker Kartellpreise selbst große gerichtet. Angti. Prutopp: Die Einberufung der Ver- erste Ausbildung in der Oberfeuerwerfer- Schule erhalten. Bon Mengen Zuckers gekauft und billig, doch mit Nutzen verkauft. fammlung war eine gesetzliche Handlung, deretwegen ich feine ben staatlichen Militärwerkstätten sind in den letzten Jahren Nicht überall aber kann der Finanzminister so ungeschmälert Angst zu haben brauchte. Ich hatte auch keine Angst, der Gen- übrigens viele tüchtige Kräfte, u. a. mehrere Direktoren technischer Institute der Artillerie, zur privaten Waffenindustrie originelle Jdeen haben wie in Rußland. In Deutschland darum kann mir doch auch nicht ins Herz sehen. übergegangen. wird es im Zusammenhange mit dem Kartell Mittagspause. " " wesen dazu kommen, daß der Staat feinen Nach Wiedereröffnung der Verhandlung wird in der Be- Ueber die Zustände in Lichtenberg FriedrichsbergEisenbahn Bedarf in seinen eigenen Fabriten weisaufnahme fortgefahren. Die vernommenen Zeugen erklären Wilhelmsberg werden uns interessante Mittheilungen gemacht. erzeugen wird.(?) Die Verstaatlichung der fast alle übereinstimmend, daß sie von einer Aufforderung der Wie in allen Nachbargemeinden Berlins, besteht auch in den geRohlenwerte wird gleichfalls auf die Tages Beamten nichts gehört haben. nannten zusammengehörigen Orten eine starke Spekulantenpartei, ordnung kommen. Der Staat muß auch darauf Der Angeklagte Micolacz will sein Alibi nachweisen welche eifrigst bemüht ist, die Preise von Grund und Boden Bedacht nehmen, daß die Lage der Arbeiter durch können, er habe bis 1/28 Uhr Abends im Gasthause von Ullmann möglichst in die Höhe zu treiben. Deshalb hat man dort ein die kartelle nicht etwa verschlechtert werde, sondern zu Antonienhütte gesessen und sei erst dann über den Play ge- großes Interesse daran, die in Angriff genommene und zum daß vielmehr auch die Arbeiter an den Vortheilen gangen, um nach Hause zu gehen. Oben auf dem Platze sei er Theil fertige Kanalisation mit Rücksicht auf die bevorder neuen Organisationsform einen Antheil aufgeschrieben worden, es sei schon dunkel gewesen. stehende Eingemeindung der Vororte in Berlin schnellstens erhalten. Ich rufe den Kartellen zu: Glauben In der That fagen mehrere Beugen aus, daß der Angeklagte zu fördern. Die noch nicht angeschlossenen Eigenthümer, seien Sie nicht, daß Ihr Werk dauern fann, wenn es Micolacz von 6-1/ 28 bei Ullmann gewesen ist und auch als es nun reiche oder arme Droschten, befizer" oder Kleinnicht den berechtigten Ansprüchen der arbeiten Feuerlärm geblasen wurde, noch im Lokale fitzen geblieben ist. handwerker, die sich in der Gründerzeit anbauten, wurden den Klassen voll Genüge leistet!". Für den Angeklagten Kowalski tritt ein Zeuge Hütten von zuständiger Stelle" aufgefordert, unverzüglich den Roßnid ein, der Sobald das Referat Bücher's in den stenographischen Be- arbeiter bekundet, Kowalski sei Anschluß ihrer Grundstücke zu besorgen, widrigenfalls die Polizei richten des Vereins für Sozialpolitik gedruckt vorliegen wird, zu Hause gewesen, bis der Feuerlärm ertönt sei. Er es auf ihre, der Eigenthümer", Kosten thue. Der Herr Ortswerden wir auf dasselbe ausführlich zurückkommen. Bekanntlich fei dem mit ihm nach Plazz gegangen. Die und Amtsvorsteher, Ritterguts- und Grundbesitzer, Kreiswird sich unser Parteitag mit der Frage der Kartelle auf Grund Schießerei sei schon vorüber gewesen. Abends gegen neun, tags- Abgeordneter und Lieutenant a. D., Röder, jedoch hat eines Referates Schippel's zu beschäftigen haben. Die sozialistische als er mit Kowalsti nach Hause gehen wollte, sei Kowalski vom es noch nicht für nöthig gefunden, drei seiner Grundstücke, Literatur bietet Material zur Beurtheilung derselben, so zwei Gendarm aufnotirt worden. Der Gendarm Bodinka giebt das darunter den sogenannten Amtshof( Wohnungen seiner Arbeiter), Aufsäge Schönlant's im" Archiv für soziale Gefeßgebung und zu, er behauptet nur, Kowalski sei schon Nachmittags um 5 Uhr anschließen zu lassen. Natürlich nicht zur Freude der bedrängten Statistit", dann ein Kapitel in Lux' sozialpolitischem Handbuche bei der Spielmanns- Affäre zugegen gewesen und er habe ihn Kleinbesizer. Die eingeführte Kanalisation( System Röcknerund Ad. Braun's Broschüre über die Kartelle in der Berliner Abends wiedererkannt. Kowalski bestreitet seine Anwesenheit um Rothe) hat übrigens bereits den schönen Namen„ TalmikanaliArbeiterbibliothek. 5 Uhr Nachmittags entschieden. sation" erhalten, weil sie, soweit sie fertig, sehr viel zu wünschen übrig läßt.- Wie hinter dem Kanalisationsanschluß, ist man scharf dahinter her, daß jeder Eigenthümer Lichtenbergs, auch der unbemittelste, den zu seinem Grundstück gehörigen Straßendann Zeuge Hüttenarbeiter Matow 3ty ist hinzugekommen, als Spielmann am Boden lag und von dem Gendarm aufgefordert worden, der Menge in polnischer Sprache zu sagen, sie foliten fteig mit Mofaitpflasterung versehen läßt. Vor der Kirche, wie| fosten anrechne und dem Budget anderer Staatsbürger" in tragen, und so streikten sie und sind bisher ziemlich fiegreich, weil vor der Schule, also vor zwei öffentlichen, der Gemeinde- Thüringen, Schlesien 2c., die kaum ein Fünftel und öfter noch fast in allen Branchen volle Einigkeit erzielt ist. Der Scheinverwaltung unterstehenden Bauten, ist aber von einer Pflasterung weniger dafür in Ansatz bringen können. Vielleicht werde die heiligkeit des Konfettionär" gegenüber, wonach hier die Lage bis jetzt noch nichts zu sehen. Vielfach werden in der Ge- Ernährungsfrage durch eine neue Erfindung, welche der Chemiker der in der Schneiderei beschäftigten Arbeiter und Arbeitemeinde Klagen laut über ungerechte Wertheilung von Hinenfeld gemacht, in ein anderes Stadium treten. Dem rinnen weit beffer fein soll als drüben, wies Redner Strafmandaten. Einige Gemeindemitglieder können so- Forscher sei es gelungen, ein sog. synthetisches Pepton zu er auf die vom Gewerbe- Inspektor Stülpnagel und von Dr. Thieß zusagen vor Strafmandaten nicht aus den Augen sehen, andere, zeugen, fünftliches Eiweiß, was voraussichtlich auch die Eigen- festgestellten Durchschnittslöhne hin, die gewiß jämmerlich genug die bent Anschein nach nicht pflichtbewußter" find, schaften des Naturpräparats in Bezug auf die Ernährung nicht sind. Könnte man, so bemerkte der Referent, das ganze Elend, bleiben ganz ungeschoren. Ein eigenthümliches Licht ausschließen werde. Glücke dieser Versuch, so werde sich in das hier in Berlin unter Ausschluß der Deffentlichkeit herrscht, wirft nach der Richtung auf die Lichtenberger Ver- weiterer Folge auch der Kampf zwischen Industrie und Agrarier zahlenmäßig darlegen, so würde man staunen, daß derartiges in hältnisse eine Auseinandersetzung zwischen dem Gemeinde- thum wesentlich vereinfachen; die Chemie habe dann in diesem einer zivilifirten Stadt möglich ist. In der Mäntelbranche find vertreter Lehne und dem Amtsvorsteher Söder, welche eine Falle die Rolle eines Wegweisers auf dem Pfade, wo die erst diesen Sommer wieder die Löhne beträchtlich herunter der letzten Gemeindevertreter- Sigungen besonders belebte. Im Menschheit ihrem legten Biele entgegen eilt. Mit lautem gegangen. Demgegenüber hätten die Kollegen zu begreifen, daß Verlaufe einer Debatte führte Lehne als bezeichnend aus, daß Beifall begleiteten die Anwesenden die Ausführungen des Vor- feine Besserung von selbst geschieht, daß sie dazu vielmehr feft der Beifizer Kobien( eines der Schmerzenstinder), seit einigen tragenden. Nach kurzer Diskussion schloß der Vorsitzende Flatow zusammenstehen müssen in der Organisation.( Beifall.) In der Wochen fünf Strafmandate, fogar bis zur Höhe von 30 Mart, die Berfammlung mit dem Grsuchen, die Arbeiter- Diskussion wurden Borstehendem noch weitere Einzelheiten über erhalten habe, weil er das Wirthschaftswasser aus seinem Hause Bildungsschule jederzeit nach Kräften zu unterstüßen. die Ausbeutung am hiesigen Plaße hinzugefügt und vor Zuzug auf die Straße habe laufen lassen, während die Nachbarn, die daffelbe thun, nicht in Strafe genommen seien. Bezeichnend Der Verband der Möbelpolirer für Berlin und Um- nach London gewarnt, wo die Kollegen vor einer ähnlichen fei ferner, daß kein Lichtenberger Gendarm, sondern der in gegend hielt am 25. September eine Versammlung im Vereins- Situation stehen, wie in New- York. Einmüthig stimmte die VerWilhelmsberg stationirte Gendarm Kluge immer zufällig" in bause" Süd- Ost" ab. Kollege Kurth referirte über die Miß. sammlung der schon erwähnten Resolution zu. die Lage komme, Robien zu denunziren. stände in den Werkstätten der Möbelpolirer und waren zu dieser folgung einzelner Gemeinde- Mitglieder mache Bersammlung die Kollegen aus verschiedenen Werkstätten eingeDen Eindruck, als seien gewisse Polizeiverordnungen laden und zum Theil auch erschienen. Der Vortragende schilderte für sie geschaffen. Röder verschanzte sich in der Erwiderung den Anwesenden, wie sie durch die gerade jest wieder florirende dahinter, daß er a13 Amtsvorsteher nach erfolgter Anzeige Ueberstundenarbeit sich selbst schädigen und ermahnte bringend die Strafen feffeßen müsse. Dehne betonte hierauf, der Amts- regelmäßige Arbeitszeit inne zu halten. In der Diskussion wird vorsteher könnte um so mehr Milde walten laffen, als ja von gegen den Möbelpolier Christoph der Vorwurf erhoben, daß er dem Grundstück desselben nicht nur Wirthschaftswässer, son betracht dieser unwürdigen Handlungsweise, den Betreffenden nie boykottirtes Bier trinke. Die Versammlung beschließt in Andern sogar Jauche in einen öffentlichen Graben abgelassen werde, was er( Lehne) durch Zeugen beweisen wieder in die Organisation aufzunehmen. Einem Antönne. Aber da scheine es nichts zu schaden. Röder entgegnete trag, im Südosten eine selbständige Bahlstelle zu er nur, über die Höhe der Strafen lasse er sich keine Vorschriften abzuhalten hat, wurde welche regelmäßige monatliche Versammlungen machen. Bums! stattgegeben und zum Bevoll mächtigten Paul Kluge, zum Kassirer Hermann Suitner gewählt. Tunnel des Vereinshauses„ Süd- Ost", Waldemarstr. 75, statt. Die Versammlungen finden jeden Montag nach dem 22. im Fällt der Montag auf den 22. so findet die Versammlung an diesem Tage statt. Betreffs des flüchtigen Kassirers May Günther theilte der Vorsitzende mit, daß derselbe zu einem Monat Ge über das Verhalten der Berliner Gewerkschafts- Kommission betreffs fängniß verurtheilt ist. Zum Schluß wurde noch Klage geführt der Handhabung zu den Gewerbegerichtswahlen. Die Ver nur Die Gebrüder Behrendt, die in der Röderstraße ein Grundstück befizen, erfreuen sich ebenfalls ganz besonderer Berücksichtigung. Sie zahlten in den letzten beiden Jahren mehr an Strafen, wie ihre Familie in 100 Jahren bezahlt hat. Bald war dies, bald jenes zu rügen. Ein Mülhaufen Müllhaufen sollen an der Straße nicht errichtet werden erregte zu seinen Lebzeiten das meiste Aergerniß. Kürzlich erhielten sie sogar ein Strafmandat, weil sie Mist zum Düngen des Bodens auf brache Scholle gelagert hatten. Ihr Nachbar Dagegen blieb unbehelligt, obwohl er bis in die letzte Zeit an verbotener Stelle einen Müllhaufen liegen hatte und wahrscheinlich noch liegen hat. Es sei noch bemerkt, daß Die Gebrüder B. sich geweigert haben, einen Theil ihres Grund stückes zur Regulirung der Straße abzutreten und den vor ihrem Grundstück gelegenen Straßentheil pflastern zu lassen, während ihr Nachbar dem fraglichen VerLangen geneigte Ohren bot. Im Anschluß hieran die Feststellung einer Thatsache: Die Röderstraße ist der Schlüffel zu Grundstücken des Gutsbesizers und Amtsvorstehers Röder, dessen Namen fie trägt. Die im Sommer oft bestohlenen Besizer zwischen Lichtenberg und Wilhelmsberg waren derartig erbaut von der Hilfe der Ortspolizei, daß sie sich einen Privatwächter anzustellen veranlaßtfaben. " ( Bokales" siehe auch 1. Beilage.) Dersammlungen. richten, Der Verein deutscher Schuhmacher( Filiale 111) nahm am 1. Oktober in seiner Mitgliederversammlung Stellung zur Errichtung der Fachschule. Die Versammlung beschloß, die Schule am 8. Oftober im Restaurant Freigang, Schüßenftr. 18/19 zu eröffnen. Zur Theilnahme ist jeder Schuhmacher berechtigt. Sodann stimmte die Versammlung folgender Resolution zu: Die Mitglieder erblicken in der Erhöhung der Beiträge ein verfehltes Mittel, unsere Organisation leistungsfähiger zu machen. Sie können nicht einsehen, daß dadurch mehr Geld aufgebracht wird für den Kampf gegen das Unternehmerthum, weil nach Schäßung von verschiedenen Seiten wir 2-3000 Mitglieder verieren, und infolge dessen die Gelder ungefähr diefelbe Höhe wie vorher erreichen werden. Das Resultat wäre also: dieselbe Einnahme wie früher, aber weniger Kampfes genoffen. Bezugnehmend auf obiges finden wir es dringend nöthig, im Interesse des Vereins eine Urabstimmung stattfinden zu lassen." Bergnügungsverein Italia". Gonntag, ben 7. Oftober, Nachmittags Abschied des Vereinskassirers Schmidt. Arbeiter- Gesangverein„ Nord". Montag, den 8. Oftober, Abends uhr, Generalversammlung im Lotale des Genoffen Augustin, KastanienLehrkursus der Berliner Arbeiter und Arbeiterinnen zur ersten Dilfe bei Unglücksfällen. Montag, den 8. Oftober, Abends 8 Uhr, in den Armin- Hallen, Kommandantenstr. 20. Einleitender Vortrag des praft. Berlin). Große Versammlung am Sonntag, be 7 Ottober, nachmittags Arztes Dr. Christeller. br, Gigung mit Damen bei Wolter, Schwedterstr. 17. Nach der Sigung Verband der Schlächtergesellen Deutschlands( Mitgliedschaft 5 Uhr. im Lotale des Herrn Wilte, Andreasftraße Nc. 26. Tagesordnung: Bortrag über den Werth des Gewerbegerichts für unseren Beruf( Referent Pfeiffer, Bäcker). Schöneberger Arbeiter- Bildungsverein. Bersammlung morgen, Montag, den 8. Oftober, Abends 8 Uhr, bei Keßner, Grunewaldstraße 110. Tagesordnung: Bortrag des Genossen Curt Baate über:„ Brot und Spiele." Umgegend. Sonntag, ben 7. Oftober, Nachmittags 6 Uhr, in den ArminGenoffen! Werdet und werbet Mitglieder. Ballen, Kommandantenfi, ngs- Bereinigu Verein der Maschinisten, Heizer und Berufsgenossen Berlins und in Balach's Vereinshaus, Raupachstr. 6. Nachdem Tanz. Bruderherz. Bergnügungs- Berein. Sigung Sonntag Nachmittag 5 Uhr, Verein Anker". Montag. den 8. Oktober, Reinickendorferstr. 7a bet Dies, Naunynfir. 64a. Quart, Sigung. Verein der Bügler( Süd- Ost). Tagt alle Montag Abend 9 Uhr bet Arbeiter- Bildungsschuls. Montag Abends 8%-10% Uhr: ord. Schule, Müllerstr. 179a und Südost- Schule, Waldemarstr. 14: National ötonomie. Bet allen Unterrichtsfächern werden neue Theilnehmer, Damen und Gerren, jeder Zeit aufgenommen im Laufe des Semesters, eintreten. Bet allen unterrichtsfächern fönnen Schüler und Schülerinnen auch jest, Montag, Abends 8-10% Uhr: Nord- Schule, Müllerstraße 179a: Deutsch. Oft- Schule, Markusstr. 31, Unterricht in Gefeßestunde. Sozialdemokratische Lese- und Diskutirklube. Mar Rayfer, jeden Sonntag Bormittags 10% Uhr im Restaur. Schömann, Heimstr. 16.Seim er, jeben Montag, Abends 9 Uhr, bet Rudolph Bahr, Berichtsfir. 19. ab. Neumann, Basewalterstr. 3. Alle Menderungen im Bereinsfalenber Arbeiter Sängerbund Berlins und Amgegend. 1. Borsigender: find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstraße 49 v. 2£ r. lentag, Abends 9-11, Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Deutscher Männerfang, Belforterftr. 16, Schneiders GeſellſchaftsLiebertafel ber Maler, Annenstraße 6, Bet Ehrenberg. haus. Frisch zur Fretheit, Simeonstraße 23 bet Flid. ieberball, Röpenickerstraße 191 bet Foge. Butunft I, Stegli, Ahornftr. 15a, Schelhose's Gambrinus. Harmonie II, Wetnftr. 11 bet Feindt. Bruderherz, Strautstr. 6, bei Rudolf. Arbeiter Gefangverein Borwärts III, Lichtenberg- Friedrichsfelde, Prinzen- Allee 6 bet Karl Schulz. 2tederzweig, Waidmannsluft Berlinerstraße bei Berbe. Stedes freiheit II, Strausberg, Wilhelmstraße, A. Weber's Kaffeehaus. todenretn( gemischter Chor) Schönhauser Allee 46 bet Söhne.- RofaSolidarität, Oranienftr. 109 ta, Rebuferstraße 5, bet 2. Nemiz. bet Gretfer. Syrene, Schönhauser Allee 28 bet kelle.-Arbetter- Gefang verein wacht auf II, Woltersdorf bei Ertner, Restaurant Gillmann, tlmshöhe. Arbetier- Gefangverein der Enterbten, Swinemünderblüthe, Eisenbahnstr. 20 bei Siegemund. firaße 40. offnung II, Deutsch- Wilmersdorf, Günzelfir. 39. Tons Gesangverein Siberte, Wrangelfir. 91 bei Kind. Unterricht in Gefeßestunde. Süboft Schule, Reichenbergerstraße 133: 1 " Ber Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. ( Alle Buschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, sind zu moten an ent, balbertſtr. 95.) Sonntag: Theatergeselschaft melta" alle 14 Tage, Adalbertstraße 8 bet Gauermann. Ber gnügungsflub Oftenb, krautfir. 6 bet Rudolf von 5-6 Uhr. gnügungsverein Belgoland 2, Langeſtr. 9 bei Ryczewsky, alle 14 Tage 4-6 Uhr Nachm. Bergnügungsverein Seerofe, Strautstr. 6 bet Rudolf. Bergnügungsverein GIüdfiern 2, Fennstr. 2 bet Wiesner.- Montag: Pfeifentiub elfenfet Andreasftr. 26 bet Wilte. Humoristischer Berein Pipifar bei Krösche, Fichtestr. 29.- Vergnügungsverein FelsenRartentlub fe ft", Rigdorf, Hermannstraße Nr. 167 bei Fülleborn, 8% Uhr. sufitge Brüder", Krautftr. 48 bei Ratite, Abends 8 Uhr. Privat Theaterverein Crescendo Sonntags 5 Uhr bei Meißner( Effighaus). Jugend), Gigung 4 Uhr im Admiralsgarten, Admiralfir. 38. Nachher: Sintenstr. 142-143.- Bergnüg ungsverein Normannia II( früher Lustige Fidelitas. Herren und Damen als Mitglieder erwünscht. Schafkopftlub Brubertette, Gonntag, Abends 5 Uhr, Sigung, Manteuffelstr. bet Raupach fir. 3, bet palazc. Nowack. Bergnügungsverein Eintracht, Sonntag, Sigung um 5 Uhr, Bergnügungsverein Normannta II, 4% Uhr, Sigung, Admiralsgarten, Admiralfir. 88.- Bergnügungsverein Bruders bera, Sonntag, Raupach fir. 6: Sigung und Fidelitas. Betfammensein im Restaurant Julius Bernau, Rosenthalerstr. 67. Dafelbft Freie Vereinigung der Kanflente. Jeden Montag gemüthliches Ausgabe der Bibliothekbücher und Annahme von Beiträgen. Dermistikes: Zwei große öffentliche Schneider- und SchneiderinnenVersammlungen nahmen am 5. Oktober Stellung zu der Lohnbewegung der Schneider und Schneiderinnen in New- York. Der In Sachen der Vereinigten Malerei für Kunstgewerbe gute Besuch beider Bersammlungen legte Beugniß ab von dem und Galanterie geht uns folgende Erklärung zu: In Nr. 218 regen Interesse, welches das Vorgehen der Kollegenschaft jenseits das„ Vorwärts" befand sich eine Notiz der oben angeführten des Ozeans in den weitesten Kreisen der Berufsinteressenten Firma, in welcher die Kommission der Berliner Galanteriemaler hervorgerufen. in unerhörter Weise angegriffen und der Provokation zu einer In der Versammlung für Süd- Ost, in Hoffmann's FestArbeitseinstellung in jener Werkstatt beschuldigt wird. Dem fälen, Oranienstraße 180, referirte Genosse Pfeiffer, der in gegenüber haben wir nur kurz zu entgegnen: Uns ging am vierten einer treffenden Kritit über die Zustände in der Konfektion in Tag nach der Arbeitseinstellung von den Gehilfen die Mit- Amerika bas berechtigte Vorgehen der New- Yorteollegen, theilung zu, daß fie die Arbeit niedergelegt und schon ander- unter der Zustimmung der Versammlung, begründete. Allgemeine weitig Stellung genommen haben. Somit konnte die Kommission freudige Erregung rief die Mittheilung des Referenten hervor, auch eine Verständigung nicht mehr anbahnen, da dieselbe ganz daß sich bereits 83 Meister verpflichtet haben, folgende Bunkte zwecklos gewesen wäre. Nicht um Streits zu inszeniren, wie die Herren innezuhalten: Der Vereinigten Malereien meinen, ist die Kommission eingesetzt, 1. Es dürfen nur Union- Leute beschäftigt werden, und zwar sondern um in einem derartigen Streitfalle zu vermitteln und die Schneider, Operateurs und Bügler. 2. Die Arbeitszeit darf nicht Interessen der Gehilfen wahren zu können. Zudem haben wir mehr wie 59 Stunden( wöchentlich) betragen, und zwar an den noch weiter darauf hinzuweisen, daß am 24. September eine Ver- ersten fünf Tagen 10 Stunden und am sechsten Tag 9 Stunden. fammlung der Porzellan- und Galanteriemaler in Märkischen( Die Arbeitswoche beginnt Sonntag oder Montag, je nach Reof tagte, welche sich nur mit dieser Angelegenheit befaßte; ligionsbekenntniß.) 3. Die Arbeitsstunden dauern von 7 Uhr daselbst wurde das Verhalten der Kommiffion gebilligt. Den Morgens bis 12 Uhr Mittags; von 1 Uhr Nachmittags bis jenigen, welcher sich des Näheren über diese Angelegenheit in- 6 Uhr Abends, am sechsten Wochentage nur bis 5 Uhr Abends. formiren will, verweisen wir auf unser Gewerkschaftsorgan, die 4. Auf Busineß- Röcke sollen 30 pCt. Lohnerhöhung bezahlt wer Ameise". Die Kommission. den. Busineß- Röcke, für die bisher unter 50 Cents gegeben Die Chemie des täglichen Lebens behandelte der Reichs- wurde, und inklusive der Prozentzulage feine 50 Cents austags- Abgeordnete E. Wurm in einem zu gunsten der Bildungs- machen, müssen unbedingt mit 50 Cents bezahlt werden. Auf schule gehaltenen Vortrage am Mittwoch Abend im Osten Oberröcke soll 25 pet. Lohnerhöhung eintreten. Solche, für die Berlins. Ausgehend von dem Grundgedanken, daß jeder Fort- bisher weniger als 60 Cents bezahlt wurden, und für die inkl. schritt der Wissenschaft bestimmend insbesondere auf das der Prozentzulage der genannte Preis nicht erreicht wird, müssen foziale Leben der Völker einwirkt, stellte der Redner die unbedingt mit 60 Cents entlohnt werden. 5. Zahltag, wo Chemie in die Reihe derjenigen Wissenschaften, welche ganz möglich Freitag Nachmittag spätestens 5 Uhr; wo es Freitag besonders revolutionirend", im besten Sinne des Wortes, anzu- unmöglich, foll spätestens Montag der bestimmte Bahltag sein. fehen sind. Früher suchte man den Stein der Weisen, das 6. Jeder Arbeitgeber hat beim Anstellen neuer Arbeiter Barauf Lebenselixir und trieb allerlei chemische Spielereien, seitdem aber zu achten, daß diefelben Mitglieder ihrer respektiven Unionder Franzose Lavoisier die Oxydationstheorie im Jahre 1774 Branche find. 7. Die Arbeitgeber geben den genannten Unions das begründet, datire die eigentliche planmäßige Forschung auf diesem Recht, durch Komitees oder Kontrolleure ihre Mitglieder in den WerkGebiete. Der Redner bespricht die Unterschiede der anorganischen Stätten zu kontrolliren, ob dieselben sich den Regeln der Organisation Chemie, Elemente und Verbindungen der unbelebten Natur, und fügen. 8. Sollte ein Arbeiter sich der Unionsbestimmung nicht der organischen Chemie, der Kohlenstoffverbindungen 2c. und fügen, dann soll derselbe, wenn der Arbeitgeber darauf aufmerksam geht dann auf die trostlosen Verhältnisse ein, welche gerade be- gemacht wird, sofort entlassen werden. NB. Bügler erhalten züglich des wichtigsten Lebensmittels, der Luft, in den Großstädten 30 pet. Lohnerhöhung. herrschen. Anstatt der 15 Rubikmeter, welche von der Wissenschaft pro Redner betonte, daß dieser Erfolg nur dem einmüthigen Kopf gefordert werde, habe sich durch die dankenswerthen Unter- festen Busammenhalten der Kollegen aller Branchen zuzuschreiben fuchungen der Arbeiter Sanitätstommiffion u. a. gezeigt, daß zum ist, und deshalb für die hiesigen Berufsgenossen die Lehre entgroßen Theil nur 8-10 Rubikmeter vorhanden waren. Man könne halte, daß wir vor allen Dingen das Gründen fleiner„ Organiohne Uebertreibung fagen, daß nicht wenige jährlich an chronischem fationchen" streng zu meiden haben, vielmehr eifrig bestrebt sein Lufthunger, Mangel an genügender guter Luft, in Verbindung müssen, ein einiges Ganze zu bilden. Im Anschluß hieran mit anderen Ursachen zu Grunde gehen. Abgesehen von den wurde an die Agitationskommission die Anfrage gerichtet, engen dumpfigen Wohnungen der Arbeiter, verflichte auch heute wie sie fich zu der Neugründung der Arbeitsnachweise der noch kein Gesetz den Fabrikanten, seinen Arbeitern genügend gute Büglervereine ftelle. Der Vorfigende Schulze bemerkt hierzu, Luft in den Arbeitsräumen zuzuführen. Der bundesräthliche daß die Agitationskommission der Ansicht sei, daß die kleinen Grlaß in betreff der Tabatarbeiter schreibe nur 7 Kubikmeter, Organisationen zu gunsten der größeren aufzuheben seien, und die Briefkaffen der Redaktion. die Hälfte des Nöthigen für die betreffenden Fabrikräume vor. Mitglieder sich dem Verbande deutscher Schneider und Schneiderinnen Gegenwärtig erdreiste sich die Unternehmerschaft der berüchtigten anzuschließen haben. Die Versammlung stimmte hierauf folgender C. H. 50. Wegen direkter persönlicher Staatssteuern und Quecksilberbelege in Nürnberg- Fürth- durch die Untersuchungen Resolution zu:„ Die Schneider und Schneiderinnen in Berlin Rommunalabgaben( einschließlich Kreis-, Kirchen-, Schulsteuern), Schoenlant's bekannt geworden die Aufhebung ber bringen den kämpfenden New Yorker Kollegen und Kolleginnen die nicht länger als seit drei Monaten fällig geworden sind, darf infolge der vorgenannten Untersuchungen eingeführten Be- ihre volle Sympathie entgegen und verpflichten sich, mit allen zu der Arbeits- oder Dienstlohn mit Beschlag belegt werden. Eine schränkungen des Arbeitsraumes, Verbesserung der Luft u. f. w., Unternehmerthum zu führen."" Diese Kundgebung soll den New- wegen Steuern in Preußen zulässig sind, finden Sie in der Gebote stehenden Mitteln den Kampf gegen das gemeinsame genauere Darlegung darüber, wie weit Lohnbeschlagnahmen wodurch die vordem herrschenden Krankheiten fast ganz verschwunden sind, zu verlangen. Der freifinnige Magistrat Dorter Kollegen telegraphisch zugesandt werden. An der weiteren Nummer des Vorwärts" vom 3. Juli. befürworte natürlich diese Petition der Kapitalisten. Auch das Debatte betheiligten sich Frau Wengels und Frau Rei Berarbeiten der giftigsten Stoffe laffe sich, wie ein Gang durch mann, die sich besonders gegen Neugründungen von Klubs 2c. die chemischen Laboratorien beweise, ohne Gefahr für Leben und wandten. Vor Eintritt in die Tagesordnung ehrte man das AnGesundheit durch geeignete Borrichtungen, welche allerdings Geld denken der verstorbenen Frau Altin in üblicher Weise, deren fofteten, besorgen. Mit Hilfe der Chemie laffe es sich bis ins Beerdigung Sonntag Nachmittag 2 Uhr von Bethanien aus ftattDetail nachweisen, wie ungenügend auch die Ernährung der findet. Zum Schluß erfolgte die Bekanntmachung der am DiensArbeitermassen vor sich gehe. Ganz falsch sei es, wenn die tag stattfindenden Verbandsversammlung, in der Dr. Weyl einen Proletarier mit Rücksicht darauf, daß sie aus der Noth eine Vortrag über Hypnotismus halten wird. Zugend machen und fast nur Begetabilien genießen, nun noch In der Versammlung, die bei Gründel, Brunnenprinzipiell Pflanzenkost fonsumiren und auf die bessere ftraße tagte, schilderte Timm die überaus traurigen Erwerbs Fleischfost verzichten würden, wie die Begetarier das bezwecken. verhältnisse in der Konfektions- Branche in New- Yort. Die Zu Der Referent weist nun im Einzelnen nach, wie durch un- stände sind den Deutschen sehr ähnlich. Den Arbeitern und genügende und nicht vollwerthige Nahrung der Arbeiter dem Arbeiterinnen dieses Berufes ist es bei eifriger Thätigkeit von Tode entgegen geführt wird, ähnlich wie es bei der Athmung früh Morgens bis in die fintende Nacht nicht möglich soviel zu geschieht, und fritifirt den flaffenden Gegensatz zwischen verdienen, um den nöthigsten Lebensunterhalt herbeizuschaffen; 2 Wettende 99. Bevor Sie den Betrag der angeblichen bem Budget der Militärverwaltung, welche gegenwärtig nicht felten sind sie deshalb gezwungen, die öffentliche Wohl- Wette nicht für einen der vielen naheliegenden Zwecke hinterlegt pro Tag und Kopf beim Gemeinen 1 M. Verpflegungsthätigkeit in Anspruch zu nehmen. Das war nicht länger zu erhaben, erhalten Sie auf Ihre Fragen teine Antwort. M Wie viel Geld muß man haben, um Kommerzienrath zu werden? Für einen Fabrikanten in Halle a. G., ber Jahre lang Mitglied der städtischen Behörden ist, der Handelsfammer, dem Landes- Eisenbahnrath und mehreren Bezirks Eisenbahnräthen angehört, war nach der Frankfurter Beitung" von zuständiger Stelle die Verleihung des Kommerzienraths Titels beantragt worden. Dieser Antrag wurde von dem Negierungspräsidenten im Hinblick auf die Verdienste, die sich der betreffende Herr, um die Entwickelung des Verkehrs, sowie von Handel und Industrie anerkanntermaßen erworben hatte, lebhaft befürwortet. Der Oberpräsident lehnte jedoch die Weitergabe des Antrages mit der Motivirung ab, daß der Betreffende der nebenbei bemerkt ein fundirtes Vermögen von über einer halben Million Mark besitzt nur ein Ginkommen von jährlich etwas über 30 000 m. habe." Nach einer Verfügung des Handelsministers aus dem Jahre 1890 tönne die Berleihung des Titels Kommerzienrath aber nur für solche Personen beantragt werden, die im Besitze eines sehr erheblichen Vermögens feien. Falls diese Mittheilung wahr wäre, so würde sie ungemein har den ethischen Werth einer Titelverleihung im Klassenstaat darlegen. A. O. 3. Ist die Unbrauchbarkeit der Wohnung Folge der baulichen Verhältniffe, so find Sie zum Rücktritt vom Miethsvertrage berechtigt. 3ft sie Folge mangelhafter Lüftung, Heizung und dergleichen, so steht Ihnen ein Recht auf Rücktritt nicht zu. 186. A. Eine Anfrage von Ihnen liegt hier nicht vor. Theilen Sie die näheren Umstände mit, unter welchen Sie Ihren Brief abgegeben haben, welchen Inhalt er hatte u. s. w. Die Bestimmungen über Sonntagsruhe sind wiederholt im Vorwärts", behandelt. " 68 St. 11. Die Forderung eines Schuhmachers verjährt in 2, die eines Arztes in 4 Jahren vom 81. Dezember des Jahres ab gerechnet, in dem die Forderung entstanden ist. Weitere Angaben über Verjährungsfristen finden Sie in der Nummer des " Vorwärts" vom 6. September. Elegante Herren- u. 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Die Pianofabrit von Höhne& Sell ist für alle Branchen gesperrt. 197/14 Die Kommission. Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der Maler n. s. w. Filiale Berlin 1.( Nord). Mittwoch, den 10. Dtt., bei Raabe, 178/8 Sozialdemokratischer Agitationsklub für den Osten Berlins. Ruppinerstr. 46: Sonntag, den 7. Oktober, Abends 6½ Uhr, im Lokale des Herrn Albrecht, Memelerstraße Nr. 67: Große öffentliche Versammlung für Frauen u. Männer. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Adolf Hoffmann über:" Die individuelle Freiheit, oder Kadavergehorsam?" 2. Distuſſion. Entree" 10 Bfg. 160/7 Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. Deutscher Holzarbeiter- Verband ( Zahlstelle Berlin). Norden: Montag, den 8. Oktober 1894, Abends 82 Uhr, im Kolberger Salon, Kolbergerstraße 23: Bezirks- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Kiesel. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegen. heiten und Verschiedenes. Mittwoch, den 10. Oktober, Abends 8½ Uhr, in demselben Lokal: Vertrauensmänner- Versammlung. Tages Ordnung: Besprechung über Lohn- und Arbeitsverhältnisse. Nichtmitglieder haben Zutritt. Bahlreiches Erscheinen erforderlich. Dienstag, den 9. Oktober, Abends 8%, Uhr, bei Nieft, Weberstr. 17: Vertrauensmänner- Versammlung für den Osten. Zagesordnung: Besprechung über Lohn- und Arbeitsverhältnisse. Friedrichsberg und Rummelsburg. Montag, den 8. Oktober, Abends 8%, Uhr, im Lokale des Herrn Peters, Rant- und Schillerstraßen- Ecke: Bezirks- Derlammlung. Tagesordnung: 1. Bortrag. 2. Diskussion. 3. Berbandsangelegenheiten und Verschiedenes. 142/12 Die Ortsverwaltung. Versammlung. Tagesordnung: 1. Raffenbericht. 2. Wahl d. Krankenfontrolleure. 3. Verschiedenes. Die Ortsverwaltung. Kranken- u. Begräbnißkasse der Seifenfieder u. Berufsgenossen zu Berlin( E. H. 17). Sonntag, 14. Oktober, Vorm. 10 Uhr, im Lokale des Herrn Wollschläger, Blumenstraße 73: Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Statutenänderung zu§ 37. 2. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 217/1 Der Vorstand. J. A.: W. Hoffmann, 1. Vorsitzender. Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der Maler( E. H. 71) Filiale IV( W.). 81% Montag, 8. Oktober, Abds. 8 uhr, im Restaurant Appelt, Lißowstr. 7: Versammlung. Tagesordnung: 1. Rassenbericht. 2. Verschiedenes. 178/4 Die örtliche Verwaltung. Lehr- Kursus der Berliner Arbeiter und Arbeiterinnen zur ersten Hilfe bei Unglücksfällen. Große Versammlung Verband der in Holzbearbeitungsfabriken und auf Holzpläzen beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands Filiale 8 Mitglieder- Versammlung am Montag, den 8. Oktober, Abends Uhr, in den Armin- Hallen", Buchhandlung des„ Vorwärts" 2. Beuth- Straße. Berlin SW. Beuth- Straße 2. In Neu- Auflage und mit einem neuen Vorwort versehen ist soeben erschienen: Wissen ist Macht- Macht ist Wissen. Von Wilhelm Liebknecht. 72 Geiten. Preis 30 Pfennig. Porto 5 Pfg. Diese Stebknecht'sche Schrift gehört zu den beften Agitationsschriften, mit denen wir in uns fernstehenden Kreisen für unsere Jbeen Propaganda machen können. Sie legt die Kulturfeindlichkeit der heutigen Gesellschaft dar und schildert die Ursachen, warum der Militärstaat sich auf das Pfaffenthum stüßen und die Voltsschule vernachlässigen muß: ,, Das Bolt soll nichts wissen, weil es sonst nicht länger regterbar" ift." Jm Anhang" führt der Verfasser verschiedene in der Broschüre nur turz behandelte Themate in den 6 Rapiteln näher aus: 1. Buckle( der berühmte Kulturhistoriker) über die Kulturfeindlichkeit des religiösen und militärischen Elements. 1. Zahlen sprechen.( Nebeneinanderstellung des Militär- und Schulbudgets in der Schwetz.) Ill. Gleichheit der Bildung ist das Kultur- deal IV. Statistik der Schulbildung in Preußen. V. Die Presse. VI. Nachtheile der Arbeitstheilung. Wir empfehlen den Genossen die vorliegende Neu- Auflage gerade heute, da die Worte des Verfassers in dem neuen Vorwort besonders zutreffen: ,, Schlechtere Schulen und bessere Kasernen" das ist die Losung des Klassenstaates am Ende des 19. Jahrhunderts und der Bourgeoisie- Herrlichkeit." Künstl. Zähne schmerzlos eingesetzt, feſtſizend. Reparaturen sofort. Weniger Achtung! Bemittelte Ermäßigung. Kreslawski, Spittelmarkt 13. Berichtigung. Achtung! Den an der Ostbahn beschäftigten Arbeitern, welche am Donnerstag, den 4. Oktober, einen ihrer Kollegen das letzte Geleit nach dem Rummelsburger Kirchhof gaben und beim Rückmarsch bei einem Gastwirth in der Neuen Prinz Albertstraße einkehrten, wo ihnen Stralauer Bier vorgesetzt wurde, was fie aber als zielbewußte Arbeiter stehen ließen und dem Wirth den Rücken tehrten, diene hiermit zur Berichtigung, daß selbiger Fall von der unterzeichneten Kommission genau untersucht ist und die Schuld nur die betreffende Brauerei 8922 trifft, welche bis Dato das Bier an den Wirth lieferte. Nähere Auskunft hierüber ertheilt und ist zu jeder Zeit bereit. Die Bierkommission von Rummelsburg. J. A.: Oelking, Türrschmidtstr. 20, III. Inhaber: Wilhelm Möhring. Märkischer Hof, admiral- Straße Nr. 18e. Anfang 4 Uhr. Ende 2 Uhr. Großer Feft- Ball. Jeden Sonntag im prachtvollen Epiegelſaal: Berlin am Montag, 8. Oktober, Abends 8½ Uhr, bei Wilke, Andreasstr. 26. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genoffen Schöpflin über: Die bürgerlich- tapitalistische Boltsbeglückung und das Proletariat. 2. Abrechnung vom 3. Quartal 1894. 3. Gewerkschaftliches und Fragetasten. 144/4 Der Vorstand. Kommandantenstr. 20: Einleitender Vortrag des pr. Arztes Herrn Dr. Cristeller. Eröffnung der Bibliothek. Aufnahme neuer Mitglieder. NB. Die Lehrstunden finden vom 15. Oftbr. alle 14 Tage des Montags Abends 81/2 Uhr daselbst statt. Um regen Besuch bittet 109/16 Der Vorstand. Jeden Dienstag Gänse- Ausspielen bei R. Tauchert, Waldemarstr. 16. 2225 Verband der Möbelpolirer Berlins u. Umg. Mittag 50 Bf. mit Bier. Heute, Sonntag, Abends 7 Uhr, bei Wiedemann, Blumenstr. 38: Gemüthl. Beisammensein mit Damen. Morgen, Montag, Abends 8 Uhr: 2 Versammlungen. Für den Norden, och str. 32a bei Wife; für Friedrichsberg, Friedrich Karlstraße 34 bei Schulze. Zahlreicher Besuch erwünscht Maler und verwandte Berufsgenossen. 199/12 Der Vorstand. Sonntag, den 7. d. M., Abends 6 Uhr, bei Zubeil, Lindenstr. 106: Allen Freunden und angesbrüdern die Mittheilung, daß ich am 1. Oftober ein Photographisches Atelier eröffnet Besucht habe, un labe freundlichst zum 8932 ein. Mit Sangesgruß Otto Gutau, Krautstr. 52( Gewerbehof). Warnung! Tischler Fritz Bals, Friedrichfelde; Töpfer Paul Arnold, jett Die Ballmusik wird von einer großen Kapelle abwechselnd mit Horn- und Kein Ringbier. Streichmufit ausgeführt. Kein Ringbier. Die Restaurationsräume stehen Sonntags den geehrten Familien zur Verfügung. Die beiden Säle find zu allen Festlichkeiten und Versammlungen zu vergeben. Zwei Kegelbahnen. Mehrere Vereinszimmer noch frei. Parteigenossen! Klavier- Arbeiter- Verkehrslokal Die schönste und billigste Räucher: familiärer Verkehr, bill. Miethe, voll. mit Bahlstellen, sonstiger Vereins- und waare giebt es Markthalle IX, BücklerRauchwaaren- Handlung. straße, Stand 149-151. H. Vierck, Schant, gangbar, sofort preisw. z. vert. durch H. 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Baum, jetzt Berlin, haben das in fie gesetzte Bertrauen gemißbraucht. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genoffen Paul Jahn über den 257/8 Im Auftrage: Ursprung der Familie. 2. Diskussion. Nachher gemüthliches Beisammensein. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Bum zahlreichen Besuch ladet ein J. Blum. Der Vertrauensmann v.Friedrichsfelde. Die Beleidigung gegen die Handels189b frau Schmidt im Lokale des Herrn Harder nehme ich zurück. Herrmann, Rostockerstr. 42. 250b Annoncenbureau zur Köpnickerbrücke. Köpnickerstr. 141, Vorderh. 1. Et. Annoncen- Annahme für sämmtliche Zeitungen des In- und Auslandes zu Original Preisen. Billige, reelle, dis-* Frauen- und Mädchen- Bildungsverein des arbeitenden Volkes Jeden Montag Gänse- Ausspielen krete Erledigung aller Aufträge. für Berlin und Umgegend. Die Besichtigung der Genossenschafts- Bäckerei findet Montag, den 8. Oktober, Abends 8 Uhr, statt. 119/7 Treffpunkt: Abends 71/2 Uhr, bei Gleinert, Müllerstr. 7a, Um rege Betheiligung bittet Rixdorf. Der Vorstand. Sozialdemokratischer Verein Vorwärts. General- Dersammlung am Dienstag, den 9. Oktober, Abends 81/2 Uhr, bei Herrn Nitschke, Steinmegstr. 45. Tages- Ordnung: 1. Raffenbericht. 2. Bericht des Vorstandes und des Bibliothekars. 3. Neuwahl des Vorstandes. 4. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. 272/4 bei C. Müller, Bernauerstr. 42. 257b Leitspindeldreher! Neuer Kursus zum Ausrechnen der Räder für alle Gewinde beginnt am 17. Oftober. 35b Herm. Nad, Techniker und Werkmeister. Anmeldungen: Schlunke, Rottbuser Damm 95, 4 Tr. Charlottenburg. Bur pünktlichen Lieferung des Vorwärts"," Boltsblatt"," Wahren Jatob", Postillon u. s. w., sowie sämmtl. foz., gewertschaftl. u. wissenschaftl. Beitungen u. Bücher empfiehlt sich 750* G. Beyer, Wallstr. 96. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Der Der Besuch der Urania findet am 21. Ottober, Nachmittags Brehm's hierleben, Andree's 1 Uhr, statt. Am Mittwoch, den 10. d. M., erscheint im unterzeichneten Berlage: Berliner Arbeiter- Kalender für das Jahr 1895. 1. Jahrgang. 4 Druckbogen. Preis 15 Pf. Zu beziehen durch alle Parteibuchhandlungen, Kolporteure, Beitungs speditionen, sowie vom Verleger Berlin N. 253b Th. Mayhofer Nachf., Weinbergsweg 15 b. Handatlas, Lerika von 1000] Damen!!! scheinbaren Webefehlern 12-30, AbendSeiden- Plüschjaquets mit kleinen unmäntel auf Seide wattirt u. Pelzbesatz 8-15. Seiden- Matelassé- Mäntel, Capes D. 12-30. Regenmäntel, um 3. räumen, 5-12. Neueste Winterjaquets 5-25 M. Landsbergerstr. 48 I. 2126 C. Bolzmann's Gesellschafts- Säle, Lichtenbergerstr. 16. Säle und Vereinszimmer von 20 bis 500 Personen. 820L* Empfehle allen Freunden und Genossen des Südostens meinen reichh. Frühstück, Mittags u. Abendtisch zu kleinen Preisen. straße 48. Franz Gittler, ariannen. 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