Nr.ZH9�Z7.Iahrgang Busgabe B Nr. 47 BezusiSvretSi B �rlelillhru Zll,— iR:_ monattJO,— TOu fr« in» öou». ootau» inhldar. Pow oejns Slonatlia 10,— Ml. eifl. Ry iiellunqsqeöühr. Untre ftinubant) füi Deutsch fand and Oesterreich IdcO M!. nie da» Übrige lusland Ott täglich »mmoL RufttHunc S1S0-M. Veft-e. Oellungen nehmen an Oesterreich. Ungarn, Tschecha- Llawalei, Dane- niart, Kalland..aremburg, Schweden und die Schwei».— Einaeiranen w ble Palt. Leitung» Preisliste. ?er.Vorwärts" mit der Eonntaa»- beilaze.Boll u. Rech" encheini wochen- iägiich zweimal Sonntag» und Man- tag»'inmai. Teiegramm-Sdresse .Saziaibemolrat Berlin" Abend Ausgabe Nerlinev Volksblstt AnzeiffenpretS: Die achtqelpaltene NonvareMezeil« iolte Z.— M., Teuerungszuschlag SO«/» »Slein» Anzeigen" das ittt» gedruckte Wort 1,— M.(zuläffig zwei lengedruckte Wortes. lede« weitere Won SO Psg. Siellengesuche und Schsasktellenanzeigen das erste Won SS Psg. sede« weitere Wort«0 Psg, wone über IS Buchstaben zählen lue iwei Worte. Teueninaszuschlag S0°<» tainilien-Anzeigen stir Abonnenten geile 2,— M., politische und ge- werischastliche Verein»- Anzeigen Z,— Ml. die geile ohne Ausschlag. Anzeigen für die n ä ch si e Stummer müssen bi» 8 Ahr nachmittags im Sauvtgeschäsi, Berlin Sffl 88, Linden» strahe 8, abgegeben werden. Deössnei von 9 Uhr irUH bis 5 Uhr abends. Zentralorgan der rozialdemokrati feben parte» Deutfcblands Neöaktion und Expedition: SM. 68, Lindenlie. Z. ivermmdtet: Ami tOianMtla«, Str. 1.5190—13107. Sounabeud, den Ä4 Juli 1VÄ0 vorwärtS'veriag G. m. b. h., SV. öS, Llndenstr. Z. Fernsprecher: Ami Morihviah. Nr. 117 33— 5-1» Die Kohlenfrage im wirtsthastsrat. 4. Sitzung. Sonnabend, dV ermehrung der Bergarbeiterschaft nötig. Sie kann erreicht werden durch angespannte Siedlungstättgkeit, die aber ohne bureaukratts-he Erschwernisse durchgeführt werden muß. ES muß möglich sein, jährlich 30 000 Wohnungen für etwa 50 000 Bergleute zu schassen. Wenn dal drei Jahre hindurch geschieht, wird die Krise in der Hauptsache zurückgeschraubt sein. In Bergarbeiterkreisen besteht die Auffassung, daß eine Anzahl Zechen durch Vermehrung der Förderungsschicksten eine Mehrleistung er- zielen könnten. Ich bezweifle die Richtigkeit dieser Auffassung; so- lang« nicht genügend Bergleute vorhanden sind, kann auch durch dopp«lt?«chichten nicht» erreicht werden. Jchbc- antrage aber, daß für jedes größere Revier ein Ausschuß von drei Vertretern der B e r g a r b e i t e r sch a f t und von drei Per- tretern der Unternehmerschaft gebildet wird. Diesem Aus- sckuß sind alle Fälle, in denen anscheinend ein« Mehrleistung der Zechen erreicht werden könnte, zur Kenntnis zu bringen. Die Aus- schüsse sollen die Sache untersuchen, begutachten und da! Ergebnis den Behörden zur Kenntni! bringen. (Aortsetzung aus der 3. Kette.) Möeutfthe Ungarn-Liebe. Bei den konservativen und alldeutschen Kannegießern, die sich immer so gebärden, als sei ihre Betracljtung und Ein- ichätzung auswärtiger Dinge das Ergebnis vorurtetlssreier, uationalegoistischor Realpolitik, ist es von jeher Gepflogen- beit, die demokratischen Parteien der„politischen Instinkt- losläkeit" zu zeihen'. Dieser ewig wiederkehrende Vorwurf will besagen, daß sich die Demokratie in ihrer Vorliebe und Abneigung nicht so sehr von kühler Abwägung der Viacht- faktoren und Machtinteressen beeinflussen läßt, als von den innerpolitischen Wahlverwandtschaften, die sich da und dort aus der Gleichartigkeit der Ideale und Grundanschauungen ergeben. Es soll nun gar nicht bestritten werden, daß es im Bereichs selbst des bürgerlich-deinokratifchen Gedankens eine gewisse Solidarität gibt, die das Bestreben hat, über Staats- und Völkergrenzen, himmszuwirken oder auch Beziehungen zu stiften, die den rein rechnungsmäßigen Machtkalkül irnd Las Spiel der brutalen Kräfte rdeologisch beeinflussen. Ist e? aber in der konservativen Welt der nationalisu- schen Machtpolitiker anders? Sind die Herrschaften, die rechls stehen und da? Verständnis für die große Poltik in Erbpacht genommen haben, im der Beurteilung und nationalegoistischeir Bewertung auswärtiger Angelegenheiten wirklich so ganz un- beeinflußt von parteipolitischen Sympathien? Das Gegen- teil ist der Fall, und eS wäre wahrhaftig nicht allzu schtoer, den Nachweis zu erbringen, daß die ganze„Realpolitik", die Deutschland dahin gebracht hat, wo es ist, konservativ orien- tisrt und durchsetzt war von Erwögiingen des innerpolitischen Partei interesses. Ein lehrreiches Beispiel dafür, wie instinktlos unsere rechtsstehende Presse in nationalen Dingvn ist, wenn parteipolitische Sympathien im Spiele sind, bietet i h r Verhalten gegenüber Horthy-Ungarn. In den letzten Wochen haben sich ja ihre Sympathiecwsbriiche etwas gemäßigt, aber beileibe nicht infolge der wachsenden Erkenntnis, daß die gegenwärtige Richtung der ungarischen Politik allein nationalen Interessen des deutschen Volkes zu- widerläuft, sondern offenkundig bloß deshalb, weil gegen- über Verhältnissen, die zwar dem konservativen Ideale zit- streben, aber an sich das Bild eines anarchischen, ordnungs- sreinden Zirskmdes bieten, doch«nnifle Zurückhaltung geboten ist. Da! war aber, bevor die Taten des Herrn Hcjas in da! Licht der europäischen Oeffentlichkeit gerieten, doch etwas anders, denn da konnte man fast jeden Tag in den „nationalen" Blättern'Liebeserklärungen an lln- garn lesen. Was bedeutet aber das gegeutvärtige Ungarn mit seiner Regierungsform, mit seiner„christlich"-autisemitischen Orien- tierung. mit seiner Niederknüppelung der Arbeiterschaft, und schließlich mit seinen monarchistischen Zielen für Deutschland und seine Zukunft? ES bedarf wohl keiner be- sonders verwickelten Gedankengänge, um das klar zu er- kennen. TaS Horthy-Regime in Ungarn ist offenkundig nichts andere« als eine Statthalterschaft für einen durch äußere Gewalt seines Tbrones verlustigen Königs, den e? in dem Augenblick, wo di« äußere Geivalt zu wirken aufhört, oder anderen Sinnes geworden ist, ins Land zurückbringen wird. ES soll aber kein beliebiger König sein, der dann in die Ofener Dasburg einzicht, sondern ein legitimer,„apost ili- icher" König, der die alte geschichtliche Tradition mit allen ihren Rechts- und Machtanfprüchen wieder mitbringt— mir einem Wort, ein Habsburger. Noch genauer um- schrieben— entweder Karl von Habsburg oder sein Sohn, neben denen für die Leute von radikalerem Geschmack, die die Orleamsten spielen, auch noch der Erzherzog Josef in Betracht kommen könnte. Es soll also das Reich der Habs- burger wiederhergestellt werden und seinen Schwerpunkt zwar nach Budapest verlegen, aber seinen Anspruch auf Wien und Oesterreich durchrnts nickst aufgeben. Im Gegenteil, es soll ihn mit allen Mitteln geltend machen, und es ist kein Ziveisel. daß zu diesen Mitteln das Bündnis mit Frankreich zählt— jenes Frankreich das ja jetzt schon eine sogenannte Donmikonföderation anstrebt, uni nur ja die ßVa'Millionen Alpewdeutschcn von Deutschland ferne zu halten. Der Habsburgische König säße in Budapest nicht von Gottes Gnaden, sondern von Gnaden der französi» schen Republik, und schon dieser zuliebe müßte er sich bemühen, auch seinen althistorischep Sitz in der Wiener Hof- bürg wieder zu erwerben. Natürlich bliebe die Tatsache, daß in Budapest wieder ein Habsburger residiert, nicht ohne Rück- Wirkung auf Deutlchösterrsich. denn eS gibt auch in Wien Leute von„christlich-deutscher" Gesinnung, die nickst ruhig schlafen können ohne das Bewußtsein. Fürstendiener zu sein, und für die das Deutsch! um gleichbedeutend ist mit gott- gewollter Untertänigkeit. Für diese habsburgrschen Mon- archistcn, zu denen ein Teil der christlichsozialen Bürgerschaft bimreigt. und denen auch ein weniger reinrassiges Groß- kapital gegebenenfalls die Förderung nicht versagen würde, ist natürlich die Wiederaufrichtung de« Thrones— wenn es sein muß. auch mit französischer Hilfe— die blanke Haupt- fache, und das Deutschtum mag darüber flöten gehen. Mag drum das deutsche Volk, wenn eS schon durchaus ein einiges Bolk sein will, seinen Schwerpunkt auch nach Budapest der- legen und sich unter das milde Szepter des Herrn Sixtus von Parma begeben! Man muß nicht gleich an das Aeußerste denken, aber sichtbar— und auch dem Kurzsichtigen sichtbar— ist es jeden» salls, daß Kortby-Ungarn die Wiederaufrichtung des Hab?- burger Reiches als seine geschichtliche Ausgabe betrachtet, und daher nicht bloß den Kristallisationskern aller Habsburgischen Bestrebungen bildet, sondern auch ganz bewußt und ans eigenem eine Politik machen muß, die der Anschluß- Politik des d e u t> ll? ö st e r r e i ch i i ch e n Volkes in den Arm fällt. Wenn sich Horthy-ltngarn durchzusetzen vermag und Habsburg wieder ans den Thron gelangt, dann ist der deutschösterreichische Anschlußgedanke. der dem Reiche sH/» Millionen zuführen will, in ernster Gefahr, und das deutsche Volk, an dessen unheilbarer Einheit niemand so kräs- rig rüttelt, wie die monarchistischen Reaktionäre mit oder ohne Hakenkreuze, um eine Hoffnung ärmer. Es gehört, wie gesagt, nicht viel dazu, diese Tatsachen zu erkennen, ne halten sich auch gar nicht verborgen, sondern offenbaren sich in Schrift und Rede. Dennoch scheint unsere konservative und nationalistische Presse völlig blind dafür zu'ein. Oder ist sie am Ende sehend und ist ihre natio- nalistische Ideologie, wie ja die Arbeiterklasse immer geahnt hat, wirklich gar nichts— aber schon gar nichts anderes als ein Deckmantel für kapitalistische und sonstige reaktionäre Interessen? Die öeutjche Neutralität. Das Zentralkomitee der Unabhängigen fordert in einem Rufruf zu Protestkundgebungen zugunsten der Ausrechterhal- tnng der Neutralität im osteuropäischen Kriege ans. Kund- gedungen in diesem Sinne liegen in der Richtung der Politik, die für Deutschland die einzig richtige ist und die bisher auch eingehalten wird. Zu P r o t e st e n werden auch wir bereit sein, wenn sie verlassen wird, einstweilen ist aber noch nicht ganz klar, gegen was eigentlich protestiert werden soll. Ter Aufruf der Unabhängigen spricht von ungeheuren Anstrengungen der Entente, Polen militärisch beizustehen und Deutichland zum Vorgelände des neuen Krieges zu machen. In einem daneben stehenden Artikel der„Freiheit" wird aber die Situation so geschildert:„Da die erwartrte mili- tärische Hilfe von der Entente fast völlig ausblieb, blieb der polnischen Regierung nichts anderes übrig, als sich nun mit dem Ersuchen um einen sofortigen Waffenstillstand... an die Moskauer Regierung zu wenden." Es spricht vieles für die Vermutung, daß diese Hilfe weiter ausbleiben und daß die Entente sich hüten wird, das schwierige , Problem der deutschen Neutralität zu berühren. Man muß sich aber auch für den entgegengesetzten Fall bereit halten. Die Kommunisten sind natürlich weder mit den Unab- bängigen noch mit den Sozialdemokraten zufrieden. Die „Rote Fahne" behauptet, B r e i t s ch e i d l>rbe in der„Frei- heit" den Weg gezeigt,„der Entente Henkersdienste an der russischen Revolution zu leisten". Daß der„Vorwärts" die Einigkeit Europas als Vorbedingung für die Lösung des oft- europäischen Problems fordert, gibt ihr den Anlaß, ihm zu unterstellen- er wolle Teutschland-zu„Schergendicnsten gegan das proletarische Rußland" anbieten. Gegen diesen holden Wahnsinn läßt sich nichts sagen. Liebe macht blind. Mr' fassen die Neutralität nicht so auf, daß wir uns einem der krieg- führenden Teile mit einem Brunstschrei an den Hals werfen, und auch die Redensart vom„proletarischen Rußland" impo- niert uns nicht, da wir wissen, daß das Proletariat in keinem Lande weniger zu sagen hat, als in dem kommunistisch reaierten Rußland. * "ort zuständiger Seite wird dem WTB. mitgeteil Deutschland hat f.'ine Neutralität gegenüber Rußland und Polen erklärt. Maßgebend für das Verhalten der deutschen Re- giernüg werden nur die allgemeinen Grundsätze des Literaturgesthichte in einer Stunöe. Ein Buch von Klabund. Von Hans Sochaczewer. Klaöund, dessen Eulem'piegel-Roman.Bracke� nachdrücklich empfohlen sei, schrieb eine deutsche Literaturgeschichte, die auf knappem Raum von 96 Seiten von den ältesten Zeiten bis zu Werkel, Hasenclever und Klabund führt. Sie heitzt.Literatur- geschickte in einer Stunde" und stellt ein Bändchen der Z-llenbückerei dar, die bei Hirt u. Weber in Leipzig erscheint. An ehrwürdigen Betrachtungen über Literaiur-Perioden hat Deutschland nicht Mangel; um so erfreulicher, daß ein Schaffender da sein kleines Buch mit eigenen Ansichten füllt, fern aller zünftigen Objektivität, hie und da vielleicht etwas vorlaut oder übermütig, im Grunde aber meist überraschend sicher im Treffen des Kernpunktes. Mehr konnte nicht gegeben werden als dieses Hinweisen auf daS Wesentliche, dos Erlebnis. Man wird bei Klabund gewahr, datz man auf drei Seiten zwar keinen Goethe erschöpfen, wohl aber ausnehmend gut die Zeit charakterisieren kann, die sich entweder den Dichter dienstbar macht, oder sich dem Dichter, lügt. In des Johann Paulis Büchlein.Schimpf und Ernst"(er- schienen 1b22) erfährt der Narr,' datz man Krieg anfange, um Frie- den schlietzen zu können, und er erwidert, es wäre besser, man machte vorher Frieden, damit.solcher Schaden vermieden bliebe". Weshalb Klabund bedauert, datz wir vor 1914 nicht-an Stelle von Bloem Pauli gelesen haben... Die sechs Zeilen, die E. T. A. Hoffmann gelten, hätten besser genützt werden können als mit einem etwas saloppen Hinweis auf schlaflose Nächte. Vorzüglich aber steüt Klabund Hebbels eminemeS Menschtum dar. das uns tausendfach mehr gilt denn seine Dramen. Hier bietet sich erwünschte Gelegen- heit, zum Lesen seiner Tagebücher aufzufordern. In Körner sieht Klabund eine symptomatische Gefahr. Er ist ihm der Vortänzer einer falschen Freiheit; sein künstlerisches Unver- mögen wurde, ja: wird übersehen,»m der nationalen Begeiste- rung willen. Aber auch heule stellen ja Profesioren und alldeutsche Blätter, Vaterlandsliebe und Vaterlandsge'asel beharrlich und stumpfsinnig verwechselnd, Hätz- oder Kampfgesänge über Schöpfungen freier Geister. Was Klabund zu den Zeilgenosien sagt, ist zumeist zu unter- schreiben. Christian Morgenstern hätte nicht nur als.Palmström"- Dichter, sondern auch als.Tagebuch"-Fühler des ernsten, wertvollen Buches.Stuien" genannt werden sollen. Ricarda Hnchs.UrSleu" und Hermann Stehr vermitzt man ungern: Hanns Johst und Harry Kahn stehen etwas verfrüht in der Literaturgeschichte. Es kam immerhin ein Büchlein zusammen, das seinen doppelten Zweck erfüllt hat: dem von Sachkenmuts Unbeschwerten eine» Ein« Völkerrecht? sein, da TnitsZstanb und Rußland dem Völker- bunde nicht angehören, hinsichtlich der Aus- und Durchfuhr von Waffen das Haager Abkommen von 1997, das dieses zugunsten beider Teile g.'stattct, aber jedem Staate freistellt, sie auch zu unter- sagen. Ter Friedensvertrag von Versailles zwingt Deutschland nicht zur Abweichung von der Neutralität. Zwar hebt er den Friedens- vertrag zwischen Teutschland und Rußland auf, stellt aber den Kriegszustand dadurch nicht wirder her(Artikel llfl». Aushändigung der von T nitschland abzulicscruden Waffen an Polen kann nicht verlangt werden, da die Waffen nach aus- driicklichcr Bestimmung zerstört werden sollen(Artikel 169). Truppentransporte der Alliierten durch deutsches Gr- biet sind nur zur Durchführung des Friedensvertrages vorgesehen «Artikel 375), können also nicht zur Nnttrstützung Polens im Kriege gegen einen am Friedensvertrag unbctcilgten Staat vorgenommen werden.__ Die Polen bei Slonim geschlagen. Warschau, 23. Juli.(Amtlicher Heeresberichts Nach schweren Kämpfen nahmen Abteilungen des Obersten Lticznnski die auf dem südlichen Ufer des Njemen gelegenen Forts von Grvdno. llebergangsvcrsuche des Feindes über den Njemen bei Dubno(29 Kilometer südlich des Flusses Russa)(?) wurden ver- eitclt. Starke bolschewistische Angriffe in der Gegend von M o st h wurden abgewehrt. Ter Feind, der mit bedeutenden Streitkräften die Schara bei Slonim überschritt, setzte seine An- griffe in Richtung Roshany fort. Seine Vorhuten haben diesen Ort erreicht. Augenblicklich tobt dort ein erbitterter Kampf. Südlich des Pripjet wurde der Feind im Gegenangriff aus Rzetschyca hinausgedrängt. An der S t y r l i n i e verhält sich der Feind passiv. In der Gegend von Dubno nimmt der Kampf mit der bolschewistischen.Kavallerie eine günstige Wendung. Aus H o t z h n, Kozin und Runicz wurde der Feind hinausgedrängt. Die Bolschewisten greifen mit drei Regimentern und Kavallerie zwischen Wolotschhsk und W o l k o w z a an. Wir mußten unsere Stellung aufgeben. Im Gegenangriff wurde der Feind über die Grenze zurückgedrängt und die Lage wiederhergestellt. Tie vic- waltangriffe des Feindes bei H o s i a t n n(am Sbrucz)"wurden abgewehrt. Der Feind konnte das westliche Ufer des Sbrucz nicht gewinnen. Beiderseits schwere Verluste. Helsingfors, 24. Juli.(TU.) Hierher gelangten Nachrichten zufolge, ist die polnische Front erheblich zurückgesetzt worden. Das polnische Heer steht augenblicklich auf de» Linie Luzk-Pinsk- G r o d n o. Englands Druck auf Rußland. Kopenhagen, 24. Juli. Die russische Handelsabord- n u n g in Reval hat am Donnerstag eine Erklärung veröffentlicht, in der mitgeteilt wird, datz K a m e n e w und Miljutin nach Rutzland zurückkehren, und K r a s s i n sich zu Handelsver- Handlungen nach Stockholm begibt. Die Abreise der Delegation sei auf den Umstand zurückzuführen, datz die britische Regierung im letzten Augenblick es zu einer Bedingung für die Einreise der Abordnung in London machte, daß die Sowjetregierung in den Waffen st ill st and mit Polen einwilligen solle. Demonstration für Dela Khun. Kommunisten und Unabhängige fordern zu heute nachmittag zu einer Demonstration für Bela Khun auf. Die„Rote Fahne" tut dies auf der ersten Seite und verlangt Aushebung der Jnter- nierung und Freilassung nach Rutzland. Die„Freiheit", diplo- matischer, bringt den Aufruf auf der zweiten Seite, und fordert nicht Freilassung nach Rutzland. sondern sie protestiert nur gegen die Auslieferung des ungarischen Kommunisten an Ungarn. die gar nicht beabsichtigt ist. Bela Khun hat als Emissär der Moskauer Regierung in Ungarn entsetzliches Unheil angerichtet. Deutschland hat aber an feiner Persönlichkeit keinerlei politisches Interesse, ihm kann es nur darauf ankommen, seinen Fall unter Wahrung des Rechts so zu behandeln, datz ihm selber keine Schwierigkeiten erwachsen. Als politischer Flüchtling darf Bela Khun selbstverständlich nicht seinen Henkern in Budapest ausge- blick und Ueberblick auf amüsante Art zu verschaffen, und zudem ein Vermittler zusein, der auf einer Warte steht, die von chauvinistischem Dünkel nicht verdunkelt ist. und der dock weiß: deutsche Dichtung ist ein eigen Ding; wir wurzeln in ihr von Kindheit an, von Märckenanbeginn. Und nun die Schlutzblätter dieser Literaturgeschichte. Sie lagen gut, aus welckem Geiste Klabunds Büchlein entsprang, und so sollen sie hier wiedergegeben werden. Klabund lagt: Die Sehnsucht nach Erlösung blüht in den kommenden Gene- rationen wild ans. Wir wollen erlöst werden— von der Lüge. Denn alle Erlösung ist nur ein plötzliches Erblicken der Wahrheit. Die Lüge bat ihr Gorgobaupt in den letzten Jahren vor dem Kriege und im Kriege selbst widerlich eihoben. Aber wenige vermochten sie zu erkennen. Denn sie war geschminkt wie eine Hure und mit schönen Kleidern angetan und mit Steinen bebängt. Das Bad der Welt war. wie eS die mittelalterlichen Darstellungen zeigen: eine Frau, von vorn reizend und Wohlgestalt anzusehen—, aber hinten im offenen Rücken voll Schlangengezücht und Dreck und Eiter. MammonismuS, Militarismus, Materialismus: unter dielen drei Flammenzeichen focht der deutsche Gott, der Alliierte von Rotzbach — und unterlag. Wir sind nicht auf der Welt, um unglücklich zu sein. Dieser gram« und grauenvolle Krieg, in dem wir lebten und starben, könnte vorübergehend einen Märthrerstandpunkt schaffen: als sei eS über alle Matzen edel und tapfer und weise und natürlich, dieses Lebens letztes Ziel zu leiden. Gerechtigkeit l Tu von den Augen die Binde und steh die Erde: Blühen nicht Blumen, rc-le und blaue und goldene, zu deinen Fützen? Glüht nicht das ewige Licht, die «Sonne, um deine Stirn wie ein Heiligenschein? Taumeln nichr Pfauenaugen und Zitronenfalter schräg durch den schreitenden Abend? Pferde springen elegant durch die Strotzen. Wilde Kotzen liegen zahm auf den bestrahlten Mauern unserer Gefängnisse. Und an florennnischer Brücke trirr, die Augen schön gesenkt. Beatrice dem liebenden Dichter entgegen. Sein Herzschlag stockt. Er, der erfahren viel und viel erduldet, weitz: Glück ist das Ziel der Menschheit und der Sehnsucht innerste Inkarnation. Mach: die Menschen glücklich, und ihr werdet sie bester machen. Oeffnel ihnen die Augen über den Himmel, die Tiere, die Frauen. Und weist ihnen alles dies: gestaltet und erhoben, beseligt und erlöst: in der Kunst, in der Dichtung. Noch regiert, obschon Friede ge- schloffen ist, MarS dir Stunde, die Minute, die Sekund.-. Roch herrscht der Krieg als Prinzip. Besiegt ihn, ihr Dichter, kra'i eures Wortes. c-aS wirklicher ist als manche schnell getane Tat. Besiegt ihn durch eure Waffcnlosigkeit, durch die Inbrunst eurer Herzen. Ihr Weiser und Verweser unseres Schönen. Laßt euch vom Waffcnrausch nicht übertöne». O sorgt, datz unser Blut nicht rot erstarrt Und seid uns Dom und ewige Gegenwart. siesers werden. Gibt es«ine Möglichkeit, ihn nach Rußland g-- langen zu lassen, ohne datz Deutschland daraus Schwierigkeiten mit der Entente entstehen, so mag man sie ausnützen. Solange er aui deutschem Boden weilt, soll man ihn anständig behande.n. Irgendein Grund, diesen Fall mit besonderer Aufgeregtheit zu erörtern, liegt zurzeit nicht vor. Aweite? Kongreß öer Hl. Internationale. Paris, 24. Juli. Nach einer Meldung des„Echo des Paris" haben 499 Delegierte aus den verschiedensten Ländern, darunter aus der Türkei, Indien, Korea, Kuba und Mexiko an drin 2. Kongreß der 3. Internationale teilgenommen. Nach den Eröffnungsreden von Len>n und Sinowieff legten die Teilnebmer an den Gräbern der Opfer der Revolntivn Kränze nieder. Die Krieasscbu'özgenfrage. Brüssel, 23. Juli. Im Senat besprach der Minister des Aiib» wärligcii die Frage der Kriegsschuldigen und erklärte, datz die Alliierten in Spa die Vollzugsbestimmungen zur Aburtei- lung von 25 Schuldigen durch den Leipziger Gerichtshof aufgestellt hätten. Rußlanös Exportmoglickkeiten. Kopenhagen, 24. Juli. Das hiesige lettische Pressebureau meldet aus Riga: Der Vorsitzende der Somjetfriedensdelegation Josse erklärte in Riga in einer Unterredung mit einem Vertreter des lettischen Telcgraphenbureaus, datz'n den ersten zehn Jahren nach Friedensschluh ein bedeutender Durch- gangsverkehr durch die baltischen Länder nicht zu er- iv arten sei, weil die Kaufkraft Rußlands sehr eingeschränkt sei. In der ersten Zeit werde Rutzland sich mit Petersburg und den Häfen am Schwarzen und Weitzen Meere begnügen müssen. Ruß- land werde auch keine grossen Mengen einführen, sondern nur das, was notwendig sei zur Aufrechlerhaltung seiner Industrie; sein grötzter Ausfuhrartikel werde Holz sein. Neugruppierung öer jtallenilcben Kammer. Rom, 23. Juli(Stesani.) Die Vorlage für die Abänderung des Reglements, betreffend die Kammer, sieht die Teilung der Kammer in politische Gruppen vor. 25 Abgeordnete als Mindestzahl haben ein Recht aus die Wahl ihrer Delegierten in die Kommissionen, und zwar je eines Delegierten auf 29 Abge- ordnete. Es sollen folgende Kommissionen gebildet werden? Innere Angelegenheiten, Auswärtige Angelegenheiten, Auswande- ruirg und Kolonien, Schatz und Finanzen, Armee und Marine, Ar- Ibeit und Verkehr, VolkStvirtschaft, Gesetzgebung und schliesslich Unterricht und Schöne Künste. Das irische Problem. Amsterdam, 24. Juli.„Times" glaubt zu wissen, daß auf der Grundlage eines vom Abg. Thomson im Unterhause gemachten Vorschlages den südlichen Provinzen Irlands D o- minion-Homcrule(Selbstverwaltung nach dem Vorbild der Kolmtien) zuerkannt werden soll. Diese Provinzen werden frei � darüber entscheiden dürfen, in welcher Weise sie regiert werden wollen) unter der Bedingung, datz sie ein integrierender Tci/ des britischen Reiches verbleiben und die Vcrteidi- gnug der Provinzen gegen?lngriffe von außen her in den Händen der Reichsregierung verbleibt. Ulster soll vor die glechc W-rbl gestellt werden. Kämpfe um valona. Rom, 24. Jul/i. Nach einer Stesani-Mcldung aus Valona haben während der Nacht die Aufständischen auf ihrer ganzen Front angegriffen und an mehreren Stellen den Drahtverbau durchbrechen können. Mit Hilfe der Marineartillerie gelang es den italienischen Truppen, nach langen Kämpfen ihre alten Linien wiederherzustellen und den Insurgenten schwere Verluste zuzufügen. Du Günther, brauner Packan, bissig bellend, Du Hölderlin, die sanften Pfeile schnellend, Du Mörike. verträumte Pfarrhauslinde, Du Etckendorff. voll grüner Birkenwinde. Du Heine, dentscher Jude, geistig handelnd. Du Conrad Ferdinand, auf Rhythmen wandelnd. Du Platen. im unlterblichsten Sonette. Du Nieysche, deutscher Pole, Glockenkette, Und Du. o erste Früh- und Abendröte: Du Turm, du Sturm, du erster Mensch: du Goethe. Tie Prüfung des Relativitätsprinzip?. Tie bisher unter« suchten astronomischen Kriterien des Relativttätsprinztps beziehen sich sämtlick auf den Einslutz des Gravitationsfeldes, d. h. auf die geänderten Matzverbältnisse des Raumes in de> Näbe grosser Massen, z. B. die Perinelbewegung. die Abteilung des Luststrables am Sonnenrand und die Rotverschiebung der Spektralsarben bei Sonne und Fixsternen. Die ursprüngliche Frage nach der Existenz des Aethers als Träger der Lichtwellcn wird darin gar nicht mehr erörtert. Nun legt K F. Botilinger-Neubabelsberg in den„Astro. noniischen Nachrichten" eine andere Möglichkeit dar. eine Eni. scheidung zwischen Aether und Relätivitätsprinzip herbeiführen zu können." Und zwar bezieht sie sich aus die Verschiedenheit der Licht- zeiten eines äußeren Planeten, wofür eine allgemeine Bearbeitung des Materials bei Uranus und Neptun sich lohnen dürfte. Erftaiifsübrungen der Woche: Di: Künttler-Tbeatcr: Klubleute. Do: Walh.illa-Tlleatcr: Im Winkel am Tore. Zo: Volksbühne: Kuhreigen. Der Spafilm. Am Dienstag nachmittag wird in der Urania van der Dentichen Ächtdild- Keiellichail vor einem Parterre von eingeladenen Regiernngspersanen de: Film der Megterwache»Die Konserenz' in Spa' vorgesnhrt werden. Die Herbitansstelliinq der-Akademie der Künste wll nach einem anderen Protzramm veraiNlattet werden als die bisherigen akademiichcn «us'lellungen. Während in den levlen Jabrcn neben den Milglicscn» nur bcwnders eingeladene(Stifte zugel nsen worden find, soll jehl. wie das auch vor Begründung der Gro'tcit Berliner Kunstausnellung üblich war. die !: e i e B e i ch' ck u n g der AuSßelliMg� den in Kroh-Serlin wohnenden Künstlern ermöglicht sein. Da? Porträt soll besondere Verücksichtigung tinden Nebe, dte Ansnabme der Werke entscheidet die AnSslellungs. tommiifian der Akademie aiS Ju.n. Programm und Formulare find im Blirean, Pariser Platz 4, gegen enie Gebühr von 2 R. zu beziehen. Die nachne große Jurysrcic Kunstichau in Berlin findet im Oktober d I. in, Landesails,:cllungsgcbäude am Lebrler Bahnbos statt. Vorsitzende find Maler Hermann Sandki-.bl und Bildhauer Richard Bauroth. Geschästsstelle bc> Maler Nicolas in Cbarlolienburg. Fritscheitr. 54. Ter Technologe Ernst Nieionfeld ran der Universttit Frciburg ist zum AbtenungSoorstchcr des bbysilaiisch- chemischen JnintulS der B c r- t i n e r U n i o e r f i l ä t als Nachfolger des Prosestors A. Cuckert ernannt worden. Das Märkische Wandertheater, da« seinen Betrieb wegen er- iittener Verluste schliefien mutzte, wird oiellcicht, wie Miniiler Hänisch mit- aeteilt hat, Mittel erhalten, die eine Wiedcrausnabme seiner Arbeil am 1. Oktober ermöglichen. �ie Kohlenfrage im Wirtfthaftsrat. ■.�rtsctzung«on der ersten Seite.) Zerner beanirage ich einen stärkeren Ausschuß von Arbeit» n e b m e r n und Arbeitgebern, der zu Jnsormaiionszwecken ins Ausland geschickt wird, namentlich nach Nordamerika, und dort die Verbesserungen irn Bergbau studiert. Schiebungen mit Kiiblen müssen unter allen Umständen unterbunden werden. Zch glaube aber� nicht, das; sie in einer irgendwie in Betracht kommenden •SScife stattgesunden haben. Durch Verbesserung der Transport- mittel würden Schiebungsversuche jeden-salls stark einzuschränken sein. Eine Möglichkeit von Koblonschiebungen besteht infolge des Abtransportes großer Kohlenmengen durch A u t o s, die außerdem sehr unwirtschaftlich sind, weil dadurch die Straßen in uner- Horner Weise ruiniert werden. Ferner beantrage ich eine Ber- mehning � der Förderung im B r a u n t o l? I e n b e r g b a u. Hier snw umfangreiche Umstellungen zur Erziclung einer größeren Wirtschaftlichkeit nötig. Das wird Geld kosten, aber die umgc- bauten Verriebe werden dann sehr bald leistungsfähiger sein. Es muß auch alle? geschehen, um die W a s s e r st: a ß e n im Gebiet des Rheines und der Elbe in denkbar weitestem Umfange für Zwecke des Kohlentransportes auszubauen. Gewerkschastssekretär Rudolf sTransportarbeiterperband für Binnenschiffahrt): In Spa hat man bei� der Heranziehung von Gutachtern offenbar bergessen, daß die Kohle nicht nur gefördert, sondern auch befördert werden muß. Deshalb bä.ten die Vertreter des Transports gekört werden müssen, insbesondere die Vertreter der Schiffahrt. Ein Gutachten der Berkrkrssack verständigen, die in Spa nicht heran- gezogen worchu sind, hälre sicherlich zu einer noch weiteren Milde- rung der Bedingungen geführt. Im Gegensatz zu meinem Bor- redner nebme k!> an, daß die Eniriue eine sehr große Vor- liebe für das Ruhroebiet zeigt und die Besetzung bei N ick runter zeichuunq der Bedingungen jedenfalls sofort durch- gesetzt hätte. Ein großer Teil, etwa 40 Proz., der Kohlenbeförde- sung erfolgt au' dem Wasserwege. Die Eisenbahn dürste kaum in der Lage sein, eure Mehrbesörderug an Kohle in Höhe von 1200 000 Tonnen zu leisten. Die Regierung sollte mit der En- tentc über die Rückgabe einer großen Mrnge der von uns abge- lieferten Wagen und L o l o m o t i v e n ein Abkommen zu er- zielen suchen. Bei der Schiffahrt liegen die Verhältnisse noch viel schlimmer. Bei einer monatlichen Mehrbelastung der Beförderung von 800 000 Tonnen Kohle wird es der Schifmhrt riesig schwer, wenn nicht unmöglich, diese'Mehrleistung zu erfüllen. Nach dem Versaillcr Vertrag werden in absehbarer Zeit 20 Proz. des Schiff- lagerraums auf dem Rhein on die Entente abgeliefert werden müssen. Auch dadurch wird eine wesentliche Verringe- rung des Lagerraums für die Koflenbesörderung eintreten. Die Regierung sollte alles versuchen, die Entente zu veranlassen, von der geforderten Abgabe der Küstenschifse Abstand zu nehmen. (Schluß in der Morgenausgabe.) Ein Pfarrer unö ein Ehrist. Protest gegen den Marburgcr �freispruch. Erhard B o e h m. der Pfarrer von Schwarzhausen bei Thal, hat an den Gehdmrat Dr. Ernst M a a tz, ordentlicher Professor an der Marburger Universität, einen offenen Brief gerichtet, in dem es heißt, daß Millionen von Menschen das freisprechende Urteil als einen Schlag ins Antlitz der Gerechtigkeit betrachten. Weiter sagt Pfarrer Boehm: Auf erlogene und maßlos übertriebene Nachrichten von Greuel- zuständen in unserem Goihaer Ländchen hin tun ssch in Mar- bürg die Studenten zusammen,, zum größten Teil doch junge, politisch unreife und unaufgeklärte Menschen, die in jedem sozialdemokratischen Arbeiter ohne weiteres einen. Spartakisten" oder„Bolschewisten* sehen, die in dem Glauben sind, in Gotha habe sich das.ganze Verbrechergesindel von Deutschland" zusammengefunden, ziehen nach Thüringen, fallen. von niemand gesandt, von niemand gerufen, in einen kleinen Gothaer Ort ein. nehmen auf Grund einer höcbst zweiselhasten Denunziation Verhaftungen vor. ohne jede Autorisation. mir keinem größeren Recht als seinerzeit der berühmte Haupt- mann von Köpenick, und schleppen dann die Verhafteten unter Kolbenslößen und anderen Mißhandlungen fort, bis dann auf der Landstraße beim Bahnhofe Settclstädl die Sacke, die bis dahin eine Affenkomödie war, zu einer furchtbaren Tragödie wird. Ist das wirklich ein Verfahren, Herr Geheim- rat, das.bedingungslose Anerkennung verdient?" Ihr.tapferes Siudenienkorps" bat u n> ä g l i ch e S N n h e i I über eine Anzahl von Arbeiterfamilien gebracht. Ich habe einen der jetzt Erschossenen selbst getraut, war Zeuge des Glückes der Neu- vermählten un5 ermesse den untilgbaren Sckmerz der armen jungen Frau. Ich vergegenwärtige mir das Leid des Elternpaarrs, das von seinen sieben Söhnen drei durch die Franzosen und wieder drei durch die Marburger Studenten verlieren mußte. Und so fühlen wir hier alle den Schmerz der Armen mit, um so tiefer und leidenschaftlicher, als wir nnS sagen müssen: Jedes beliebige andere unserer Arbelterdorter hätte dem gleichen verbrecherischen Leichtsinn, dem gleichen Mangel an Verantwonuiigsgesühl. für den Sie.un« bedingte Anerkennung" vorlangen, zum Opfer fallen können. Ihre Worte. Herr Geheimrat. sind, gewollt. Gift in Wunden, für die viel Balsam notwendig ist, wenn sie sich jemals schließen sollten!" Ein Pfarror und ein Ehrist! Wieviele von dieser Sorte gibt es in der deutschen Republik? -• � Eingestandene Dummheiten. So oft in den letzton Monaten gegen den Willen der zu- ständigen Arbeiterorganisationen ein wilder Streik auf- flammte, war er inszeniert von einer der„Unionen", die von sportakiftisch. syndikalistischen Kreisen.'gegen die Gewerk- s ch a s t e n ins Loben gerufen worden sind. Namentlich in den Bergarbeiterrevieren haben dies« Unionen mA ihren irrsinnig vom Zaune gebrochener Streiks viel Unglück über die Arbeiter und unser Wirtschaftsleben gebracht. Webe aber dem, der ein Wort dagegen sagte oder schrieb! Der wurde von K. P. D. und II. S. P. als Verräter gebrandmarkt- Und wenn gar die Regierung sich gegen die Verbrechen der Unionen wandte— hob in den Organen der St. P. T. und U. S. P. ein Geschimpfe an, als ob die Unionen ein Heiligtum seien, an das sich niemand vergreifen dürfe. Nunmehr werden alle Arbeiter, die im Vertrauen auf Spar- t a k u s sich den Unionen angeschlossen und ihr die Gelder geopfert haben, urplötzlich mit Kübeln eiskalten Wassers übergössen: Die- selben Kommunisten, die zuerst die Unionen haben grün- den helfen, die all ikren Verbrechen zugejubelt und sie bisher als einzig„klassenbewußte Arbeitervertretung" gepriesen haben, schütteln sie jctzi von sich ab. wie der Hund das Wasse� wenn er in einen Teich gefallen ist. Auf der Bczirkskonferenz des Spar- t o k u» b u n d e S, die am 17. und 18. Juli für da? Y o» t l a n d und Erzgebirge in Chemnitz tagte, wurde von mehreren Rednern rund heraus erklärt:„Die Gründung der Veeg. arbe i tc r u n i o neu war eine große Dummheit!" („Kämpfer" Nr. III vom 21. Juli.) Auch der offizielle Referent des Tages. Kommunist Sicwert, erklärte, der Spartakus. bund könne unmöglich für die Unionen eintreten, ihre Grün- dung sti ein Fehler gewesen.(Nur der berüchtigte Hoblkopf Granz-Limbach trat für die Unionen ein— aber gerade das diskreditiert sie am meisten.) Dafür erklärte jedoch H e ck c r t, der Führer der Spartakisten, daß der Weg, den die Unionen ge- gangen, falsch gewesen sei:„Wir haben keine einheitliche Organi- salion bekommen. Zu den bestebenden vier Organisationen ist nur eine fünfte hinzugekommen.". Tatsächlich wurde ern Antrag der Union aus Unterstützung durch die K. P. D. gegen drei Stimmen abgelehnt! So werden die Arbeiter, di« den Kommunisten nachlaufen, Schritt für Schritt ernüchtert und enttäuscht. Im Vertrauen auf die Hilfe der K. P. D. und U. S. P. hecken sie den auksichtS- losen Kamps gegen die Gewerkschaften in den Unionen aufgenommen und nun. da er ergebnislos verpufft ist, werden sie von denselben Spartakisten einfach im Stich ge- lassen.„Die Gründung ist eine große Dummheit ge- wescn!" So lange wir es sagten, war's Arbeitervervat— jetzt aber, da das Unheil geschehen ist, seien sogar die Spartakisten die Dummheit ein! Werden die Arbeiier nun bald erkennen, daß sie in jedem Punkte bei den Ganz- und Halbspartakisten verraten und verkauft sind? Denn was man ihnen jetzt wieder raten wird, wird sicher- sich ebenfalls in wenigen Monaten wieder als„große Dummheit" erkannt werden. Inzwischen aber erleidet die Arbeiterbewegung wie daö gesamte Wirtschaftsleben durch solche fortwährenden Dummheiten unermeßlichen Schaden. Dos alte Klogeüeö. Täglich geben bei uns Zuschriften ein, in denen ff?b Partei- genossen und Republikaner darüber beklagen, daß ihnen auch jetzt noch Verwiindeienabzeichen usw.„im Namen seiner Majestät" von einer»Königlichen Behörde" überreicht werden. Folgenide Abschrift wird uns heule übermittelt: D e si tz- Z eu g n iz. Im Namen Seiner Majestät des Kaisers»nd Königs ist dem Grenadier F. K.. geb. den 19. Januar 1393,-für einmalige Verwundung das schwarze Abzeichen für Verwundete vcrlirhen worden. Gumbinnen, den 11. September 1918. Stempel! Kgl. Bezirkskommando. Kgl. Pr. Bczirkskommando gez.(unleserlich) Gumbinuen. Oberstleutnant u. Bezirkskommandeur. Glaubt daS Beziriskommando wirklich, sich durch Rückdatierung in die goldenen Zeiten der Monarchie zurückversetzen zu können und weiß es nicht, daß die Absendung derartiger Schriftstücke nicht nur höchst verletzend für den andersfrenkenden Empfänger, sondern auch verfassungswidrig ist? Die Behörden sollten sich wirklich einmal aufraffen, gegen diesen Unfug energisch ein- zuschreiten. Husarenstreiche. Zu unserer in Nr. 329 gebrachten Nvtiz wird uns vom Reich»- Wirtschaftsverband deutscher Berufssoldaten aus Belgard mit- geteilt, daß bei der Schlägerei zwischen Soldaten und Zivilisten seitens der letzteren geschossen würde. Der R. d. B. bctcurt das Vertrauensverhältnis, das sich gerade in Belgard zwischen Militär und Zivilbevölkernng angebahnt habe, was in beider Jtiteresse zu begrüßen ist und der am Schluß unserer Notiz von uns ausgesprochenen Hoffnung enffpricht. GroßSerün Entwaffnet die Kinder! Leider mutz man immer wieder feststellen, daß unsere Kinder in den Straßen und auf den Plätzen noch immer die Soldaten- spiele res betreiben. Die Kinder sind zum größten Teil mit den modernsten Mordwcrkzeugen ausgerüstet, die den richtigen täuschend nachgeahmt sind. Ueber die Wirkung de? Bolzen- und LuftdruckgcwehreS, der Armbrüste, Pistolen usw. dürfte wohl nie- wand im Zweifel sein. Es ist höchste Zeit, daß mft der Entwaffnung unserer Kinder oon allem Kriegs- und Soldatengerät der Anfang gemacht wird. Dazu gehören auch die Bleisoldaten. Den Kindern muß fest eingeprägt werden, daß der Krieg in jedem Falle Niord bedeutet. Nun wenden verschiedene Eltern den Einwand erheben, es wäre ja nur Spiel. Leider aber wird ans dem Spiel E r n st. Unsere Kinder sollen Sport und Spiel treiben so viel sie mögen, aber nicht den Soldatensport. Wir wollen die Giftpflanze,„Mili- tariSmns" genannt, mit Stumpf und Stiel ausrotten und der Welt beweisen, daß wir willens sind, das fried- l i e b e n st« Volk der Erde zu werden. Unser Bedarf an Krieg ist für alle Zeiten wirksich reichlich gedeckt, und. wer den Krieg miterlebt haß mit allen seinen Grau- samkeiten und Brutalitäten, sollt« sich mit Grausen von dieser mittelalterlichen Tortur abwenden. Deshalb sei an alle Eltern, Lehrer, Elternbeiräte, Pfarrer der warm« Appell gerichtet: Pflanzt in die Köpfe unserer Kinder einen neuen Geist, lehrt sie die rohz Gewalt in jeder Form per. a b s ch e u e n, bekämpft jeden Rassen-, Klassen- und Völkerhatz. Der ideale Pazifist Hans Paasche sagt u. a.:„Es gibt nur einen Feind. daS ist di« Dummheit und S ch l e ch- t i g ke i t in un?, und der fehlende Wille, sich davon zu befreien." Tragen wir dazu bei, daß wir auch durch die Bekämpfung der Soldaten spiclerei einer neuen Z.it gereister ent- gegengeken._ Crflatiifodo i der deutschen �nnktclegrnphie. Für d�e Bearbeitung funktelegraphischer Frugen ist das R e i ch s p o st m i n i st e r i u m die Zennaibehörde. Zur beratenden Mitwirkung steht ihm der Verkehrsbeirat zur Seite, der sich aus Vertretern des Handels, der Industrie, des Handwerks und Gewerbes, der Landwirtschaft, der Presse, der Verkehrs- und Trans- Portgewerbe, der Stadtgeineinden, der VerkchrSveceine, der Technik usw. zusammensetzt, in diesem Verkehrsbeirat werden insbesondere Verordnungen und Gesetze, Tarisfragcn und dergl. besprochen. Außer dem ReichSpostministerium bedienen sich aber auch noch andere Verwaltunaen. z. B. Reichswehrminssterium. Reichsverkchrs- Ministerium,.Auswärtiges Amt u. a. der Funktelegraphi«; eS werden deshalb alle grundsätzsichen funktelegraphischen Fragen, Hie über den Bereich eines einzelnen Ressorts hinausgehen, in der Aus Vertretern per beteiligten Ressorts gebildeten, unter dem Vorsitz des Rickspostministeriums tagenden Reicksfunkkommission geregelt. Tecknische und wissenschaftlich« F-agen der Funktelegraphi« werden in dem vom Reichspostministerium neu zu errichtendem Telegraphentechuische» Reichs««t»arbeitet. Eiu neuer Trick der Postdiebe, j- Im Berliner Weste., tritt jctzt ein junger,>n Feldgrau ge, klcideter Schwindler als Postbote auf, der unter Eiloestellung gesanote Nachnahmepakete unter Einkassierung des Betrages, überbringt. Ter junge Mann, der Helfershelfer haben und im Postbetrieb wobl vorübergehend beschäftigt gewesen sein muß, er- mittelt an der Hand von geöffneten Briefen, die er wahrscheinlich durch B r i e f k a st e n d i e b st ä h l e in seine Hand bekommt, solche Korrespondenzen, in venrn Familien des Berliner Westens ihre Verwandten oder Bekannten,«uck Geschäftsfirmen um Lieferung von Lebensmitteln usw. und deren Zusendung unter Nachnahme bitten. Der Betrüge? konstruiert sich aus dem Auftrag«der der Anfrage den eiilsprechenoen Betrag, fälscht eine Paketcrdresse unter Angabe des Absenders und versieht die Paketadresse mit einem roten Eil- vermerk, ebenso das Paket. Nur fehlte bisher auf den tadellos ver. packten Paketen die Nummer, die sonst bei der Aufgabe des Paketes auf die Postsenduiegen aufgeklebt zu werden pflegt. Ebenso fehlt der Absendestempel auf der Paketadresse. Natürlich entgehen dem Adressaten in oer Freude des Eintreffens des Nachnahmepaketes derartige Merkmale, um so mehr, als oer falsche Postbote sehr sicher austritt. Bei dem Cef fn.cn dcS Paketes offenbaren sich zum Ent- setzen des Empfängers einige Steine und Brikett S.� Bisher ist der Schwiiidler nicht ermittelt worden. Daher möge das Publikum auf die oben angegebenen postalischen Fehler achten und sie vor der Entrichtung der Nachnahme genau prüfen. Gegen die neue Höchstmietenfestsehuns! Wie bekannt, sind die Mieten um weitere 10 Proz. in die Höhe geschraubt worden. Wie uns aus organisierten Micterkreisen mitgeteilt wird, wird sich die MietersAiaft damit nicht ohne weitere? einverstanden erklären. Sie verurteilt aufs schärfste das diktatorisch« Verhalten der Re- gierung. die, ohne die Mieter zu hören, solche einschneidenden Bc- stiminungen schafft. D'e Mieterschaft fordert, daß keine Erhöhung des Mietzinses eirrtrut, ohne daß genügend Sicherheit gegeben wird, daß die Vermieter der gesetzlichen Reparaturpflichl nachkommen,«oll die jetzige Erhöhung nur ein Anfang zu wei- tcren Erhöhungen sein? Die Mieter werden morgen, 11 Uhr, im Lustgarten in einer gewaltigen Demonstration ihrer Entrüstung Ausdruck geben. Alexandsrplav— Evpcnick. Ellm kng gehegter Wunsch der Be- wabner der östlichen Vorort« der Reichs Hauptstadt dürste in den nächsten Tagen in Erfüllung gehen. Die Linie 1 der früheren Ost. bahnen wird nämlich vom Schle fischen Bahnhof aus über den Strausbcrger Platz, die Große Frankfurter Straße und Landsberger Straße bis zum Alexanderplatz weiter- und durchgeführt werden. Da? genaue Datum des Beginns der Durch- führung wird noch bekanntgegeben. Die Filmpriifvngsstellc Berlin hat hesie ihr« Tätigkeit begonnen. Den Vorsitz der Kommission hat Polizeivat M i l d n e r übernommen, dem 4 Beisitzer, der Generalsekretär der deutschen Filmindustrie Dr. Friedmann und Vertreter der Branchen zur Seite stehen, und zwar ein Verireter für Kunst und Literatur und ztvei Vertreter für Volksbildung, Volkswohlfahrt und Jugend- Wohlfahrt. Zur Prüfung steht heute das große Filmwerk der Moest- Filmgescllsckxist„Das Frauenhaus von Brescia" nach dem berühmten Roman von Karl Heinz Strobl. Die Firma war durch den Genossen Rechtsanwalt Wolfgaug Heine vertreten. Selbstmord einer Elfjährigen. Die 11 Jabr« alt« Schülerin Martha Grundmann aus der Unionftratze 4/7 sprang gestern Nachmittag aus einem Fenster der im dritten Stockwerk belegenen Wohnung ihrer Eltern auf die Straße hinab und blieb dort tot liegen. Was das junge Mädchen i* den Tod getrieben hat, bedarf noch der Feststellung. Die Leiche wurde beschlagnahmt»nd nach dem Schauhause ßebrach! und die Ermittlungen zur Aufklärung des Selbstmordes eingeleitet. Bitte. Wer über Fräulein Minna Lietz, 1911 wohnhaft gewesen Berlin, Wicsenstraße 5, sodann 1912 Bernauer Straße 9, irgendwelche Nachricht z» neben vcr.mag, wird gebeten, gegen Ersatz aller Unkosten, seine Mittcillmaen oder Adresse zu senden an W ü r st. Berlin, Waterloo-Ufer 14. Petsdam. Mit zweierlei Maß werden anscheinend seitens de? Magistrats die hiesigen Bäckermeister und die Bäckerei der Kon. sumgenos schn s ch a f t„Hoffnung" gemessen. Möglich auch, daß der Magistrat glaubt, für die Arbeiter ist Schweine- futter statt Brot gut genug. Während den Bäckereien zur Bereitung von Brot für diese Woche 35 Proz. amerikanisches Auszugsmehl, 35 Proz. gewöhnliches Weizen- 15 Proz. Gerstenmehl und 15 Proz. Nachinehl zugewiesen wurde, hat die Bäckerei der Konsumgenossenschaft„Hofftlung" erhalten 62>4 Proz. Gerstenmebl, 25 Proz. Nack- mehl und 12% Proz. Weizenmehl. Daß hier ein Irrtum vorliegt, ist nickst recht glaubhaft. Seitems der Konsumgenossenschaft ist gegen die Benachteiligung ihrer Mit- glicder natürlich Protest eingelegt und verlangt worden, daß die Nachlieferung der besseren Mehle sofort erfolgt. Groß-Serliner Partewachrichten. Die Fortsetzung der Grneralvrrsammlnng de? Sozialdemokra» tischen Vereins Berlin findet am Dienstag, den 27. Juli, atzrnds 6 Uhr, in den Musilersälen, Kaiser-Wilhclm-Straß« 31, statt. Tic alten Delegiertenkarten legitimirren. LKn)!ie�'r?ö?o:'.ferenzen in Meüerbarnim. Heute: 5. Landbrzirk: Reuen Hägen, Lokal von Hetschold, Totti- striiße 12, 7'/, Uhr abends. Morgen Tonntag, den Ä». Infi: 1. Landbezirk: Friedrichstal, Lokal zum Fichtenhain. Tresspiuikr 2 Ilhr nachmittags in Oranienburg, Brruaurr, Ecke Stral- juubcr Strasw. Von dort gemeinschastlicher Fußmarsch nach Frir« drichsthal.— 2. Landbezirk: Vasdorf, Lokal von Schulz, 5 Uhr nachmittags.— 4. Landbezirk: Blumberg, Lokal von Schulz. 9 Ndr vormittags.— 6 Landbezirk: Erkner, Restaurant zur Post, 10 sihr vormittags, Tagesordniina in nUrit Konferenzen: Wahl der Delegierte« z»m Bezirkstag»»b Vortrag. Rcfrrcntcn: Hörnicke, Meise, Möbus, Quast und Spirkerman». 3. L n n d d r- i r t i Konferenz fällt ans und findet später statt Heute, 24. Juli: llkeinickevdorf.Oft. gamnicrfcft zum Seiten unserer Jugend in Kühr- manrS Keselischaslsbaiis, Hauptstraste, Aniang 4 Uhr. Konzert. Tanz, Kinoerbelustigungeii, PreiSlegeln, HanS Zaüs-Tpiele, Rczitalioncn, Lieder zur Laulr. Genossen und„Vorwärts'lescr, erscheint allel Morgen, Ä5. Juli: 18.?lbt. Die Bczlrksleitcr werden gebeten, biS Sonnlag die Bezirks. bücher beim Genossen eldriai, abzugeben, Potsdam. Ausflug nach Golm. Treffpunkt 2 Uhr, Brandenburger Tor. Nachzügler köiiuen mit dem Zuge 4.50 vom Wildpark ab fahren. Sport. Tie neue Rennordnung tritt am 3l. August�in Kraft.— Der alt« nützliche G e r m i n a l ein Saint Maclou-Sohn a. d. Ghmk- Harra, ging a« Darmverschlingung ein.— Puppchen brach sich in Harzburg, bei ihrem Sturz im Preis vom Brocken ein« Schulter. Tie Stute mußbe getötet werden.— Orestes ist während der Morgenarbeit verunglückt. Er zog sich«ine Zerreißung der vorderen Fessclbänder zu. Ringkämpfe in Schöncbcrg. Freitag war zunächst De Souza gegen Petitjean siegreich, Schwarz besiegte den neu eingetretenen May, AuSburg, während der Kampf zwischen Scback�Schneid«! unö Ritzler unentschieden blieb. Im Entscheid ungSkampfe zwischen Läw? und Hochdane* konnte letzte«? eine* Erfolg erringen GewerW)Qstsbewegung Zur Einigung öer Setriebsrüte. Genosse C'emenS Nörpel schreibt u»s: Die Einigung der Lerlincr Betriebsräte auf Strunk de- Be- schlusscs d-r Berliner Geivyiksch.stskowmission vsiu LS. Juli be- deutet einen rtl.itt-n llmfcll diese' Körperschaft. Noch so v'el scbsiie Reden tönnr» daran nichts ändern. Wenn mein Kollege Ar>tz Schmidt und ich dageaen ZteVung genommen Ij-bem sa nicht, wie uns unterschoben wurde, daß wir Arbeiter und Angestellte trennen wollen, Wir•?ii auf dein Boden der Richtlinien d«Z A.D. G. B. und der Afa. w ,a eins gemeinsame Arbeit der Betriebsräte der Arbeiter»od der Lsb'-stellten vorsehen. Wir können in dem Bs- schließ der ißerltiier GewerkschastSkommission feine Möglichkeit er. blicken, zur Klarheit zu kommen. Es ist auch nicht wafir, daß dieser Beschluß im wesrnrllcheii mit den Richtlinien deöH. D.G.B, und der Afa übereiuslimmt. Im Gegenteil, gerade die gru»chlege,i.de» Voraussetzungen sind nicht vorhanden. Alles ist ein veriverslicheS Spiel mit Worten- Nicht nur freigewerkschaftliche Betriebsräte, sondern auch alle übrigen sollen erfaßt werden. Zur Wahl in eine Körperschaft ist nicht einjährige Zugebörigkeit zu einer freigewerk. stkiftlichen Organisation notwendig, sondern nur einjährige g-werk- schaftftche Scl/ulung. Was soll das heißen. Doch nur. daß mit Lilse dieser verschwommenen Redensart auch radikale Zchreier. die oar nicht organisiert sind, in die wichtigsten Körpecschasten gewählt iverdea können. Die Kosten allerdings sollen die freien Gewerkschaften allein aufbringen dürfen, damit oie.Revolutionäre" nunmehr vollkommen kostenlos ihre Phrasen dreschen können. Wer ist nun eig-ntlich selbständig. Die BetriebSräteorganisation oder die Gewerkschaft? Man hofft hintenherum hie Münzstraße nnterzukriegen. Das Resultat ist ungeheure Kraft- und Zeitverschwendung. Die Angestellten sollen nun mit den treuesten Mitarbeitern der Münzstraße, dem freien Angestelltenvevband, zusammenarbeiten, ein Revolutionsgewachs, aus dem eine politische Angestelltenpartei von den Konservativen bis zur K. P. D. erstehen sollte. Daneben stehen das Gewerkschafts- kartell in der Bekleidungsindustrie, eine ebensolche Bildung, der GewerkschaftSbund der Angestellten, welcher nach dem Kapp-Putsch seine Mitglieder aufgefordert hat, sich an den revolutionären Be- trixbsräietvahlcn der Münzstraße zu beteiligen und dann m't aller Energie die Arbeiten dieser Betriebsräte zu sabotieren, außerdem der GewerkschaftSbund kaufmännischer Angestelltenverbände, dessen Vorstandsmitglied'während des Kapp-Putsches Verhandlungen mit dieser Meuterer-Regierung ausnehmen wollte, und der für den Jall eines Generalstreiks der klassenbewußten Arbeiterschaft bis ins Kleinste gehende Richtlinien herausgegeben hat, mit allen Mittelfl dagegen zu kämpfen und nichts, auch nickt die LebenSmitselver- sorgung der Arberterschaft, zu schonen. Wir stehen vor schweren Lohniämpscn, die wir nur mit Hilfe einer klassenbewußten frei- gewerkschaftlichen Arbeitnehmerschast siegreich durchführen können, und in einem solchen Moment sollen wir eine Arbeitsazmeinschaft mit den schärfsten Feinden der Arbeiterklasse eingehen. Wir müßten nicht jahrzehntelang in der Bewegung stehen und di« Verhältnisse unter den Angestellten genau kennen, wenn wir solche Maßnahmen unterstützen würden. Hätte sick die Berliner Gewerkichanskam- Mission beizeiten mit uns in Verbindung gesetzt, dann hätte sie viel- kccht ein Verständnis dafür aufgebracht, welche Konsequenzen ihr Beschluß insbesondere für die Angestelltenschaft hat. Wir sind über. zeugt, daß unsere Kollegenschaft und darüber hinaus alle wirklichen 'reien Gewerkschaftler unsere Gründe würdigen werden, und daß ie gemeinsame Arbeit aller freigewerkschaftlichen Betriebsräte schneller kommen wird, als man heute vielleicht glaubt. Wir werden jedenfalls nicht nachlassin, die Beweggründe für unser Verhalten bei jeder sich bietenden Gelegenheit klarzulegen. tragt worden, daß der Herr Präsident die sofortige Einziehung de- Heftes SIL I der Reichsstatistik veranlassen möge, das falsche preußische landwirtschaftliche Tabellen enthalt«. Es sollte da- durch vermieden werden, daß die Organe der Gesetzgebung, hie Oeffentlichkeit, die gesamten Reichs- und Staatsbehörden, sowie die Gelehrtenwelt nicht weiter unrichtige Zahlen als Arundlsgen verwenden, wie es leider während einer Anzahl von Jahre» geschehen sei. Ter Herr Präsident Saenger, per durch Herrn Professor Dr. Ballod von diesen Falschbeuxkundungen bereits 1918 Kenntnis erlangte, hat die Tabellen bis heute noch nicht außer Kraft setzen lassen. Tie Tatsache, daß diese hier aufgestellten Behanptgingen in weiteren Kreisen, namentlich der in Betracht kommenden Ange- stellten, kursieren, wären an sich schon Grund genug, daß einmal Klarheit in diese ganze Angelegenheit gebracht würde. Daneben liegt es durchaus im wohlverstandenen 8 f f e n t- M ch e n Interesse, daß die Staatsamoaltschaft solche gegen den Leiter eines bedeutungsvollen öffentlichen Amtes erhobenen An- schuldigungen auf ihre Richtigkeit prüft.' Dadurch, daß man den Ankläger auf disziplinarischem Wege beseitigt, wird diese dunkle Angelegenheit durchaus nicht geklärt. k Ter dunkle Punkt im preutzischrn statistische» � Landesamt. Auf die in Nr. 836 des„Vorwärts" veröffentlichte Zuschrift eines Angestellten des obenbezeichneten Amtes ist weder eine Entgegnung erfolgt, noch hat in der ganzen Angelegenheit die Staats- anwaltschaft hierzu Stellung genommen. And doch will uns scheinen, daß damit der Miche nicht gc- dient sein kann. Uns liegen«ine Reihe�Schrifrstücke por, worin gegen den Präsidenten des Amtes, Dr. saenger, hie �schwer- sten Befchuldignngen bei der vorgesetzten Behörde und der Staats- anwaltschaft erhoben werden. Dr. Saenger wird darin des be- wußten Falscheides bezichtigt, e? wird sogar behauptet, daß durch die vor Jahresfrist erfolgt« Disziplinaruntersuchung gegen den Obmann des AngestelltenauSschusses in verschiedenen trällen be- wüßt Falscheide bereits protokollarisch unter Eid festgestellt wvbden seien. Pom Angestelltenausschuß seien im Frühjahr 1019 dem Prä- sidenten Dr. Saenger im Amt tatsächlich vorgekommene, umfang- reiche, rechtswidrige Falschbeurkuzidungen der landwirtschaftlichen Bctriobsstatrstik sowie Fälschung von Kassenbelegen und Unter- schlagungen amtlicher Gelder pflichtmähig mit der Bitte gemeldet worden, gegen die Schuldigen vorzugehen. Es sei ferner bean- NeÄtsvcrbindlicher Tarifverkraq im Rohrlpgergelverbe. Ter zwischen dem Arbeiiqeberverband im Rohrleger» gcwerbe für Berlin und Umgegend und dem Deutschen Metallarbeilcrvexband, Ortsveriraltung Berlin, durch einen von den Vertragsparteien angenommenen Schiedsspruch ab- geschlossene Nachtrag vom 36. März 1626 und der zw'scken den- selben Parteien vereinbarte, vom 1. April 1626 ab gültige Nachtrag zu dem ollgemein verbindlichen Dariwertrao vom 1. April 1619. nebst Nachtrag vom 1. Oktober 1619 fiix das Nohrlcgergewerbe, sind ab 1. April 1926 für allgemein verbindlich erklärt worden. Das hierfür geltende Gebiet wird durch folgende One begrenzt! Fürsten- Walde, Strausberg, Werneucken, Bernau, Oranienburg, Nauen, Werder, Zossen und Königswusterhausen. Die allgemeine Verbind- lickkeit erstreckt sich nicht auf die in Metallindustriebetrieben be- schäftigten Betxiebsrohrleger-__ Ist die zweite Prüfung bei der Post erforderlich? � lieber diese Frage wi-d nnS vom Postsekretär Hans Schröder geschrieben: In letzter Zeit haben verschieden« Tageszeitungen über die Stimmung der Postbeamten, u. a. über die verfehlten Hoffnungen der Postbeamtenfchaft geschrieben. Wenngleich meines Erachtens diese Artikel nicht von der zuständigen und anerlannte» Beamten- organisation, sondern direkt von dem Bunde der geprüften Hekre- täre— welcher gewisse Sonderintereffen verfolgt— übergeben worden sind, so möchte ich doch gerade aus dielem Grunde jenen Artikeln einige Worte widmen. Die direkte Veranlassung hierzu gibt mir noch die Red« des sozialdemokratischen'Abgeordneten Kol- legen S t e i n k o p f bei der kürzlich im ZirkuS Busch stattgefunde- nen Protestversirmmlvng der Postbeamten, in welcher dieser Kollege die zweite Prüfung als daß alleinige Verhängnis der Postbeamten- ich oft bezeichnete. Ich glaube daher im Innern der überwieoenden Mehrheit den richtigen Widerhall zu tvecken, wenn ich die Richtigkeil dieser Behauptung roch mit folgenden Zeilen klarlege. Während bei anderen Verwaltungen ein« Prüfung genügt. um de» Beamten den Aufstieg zu ermöglichen, wird bei der Post immer noch eine zweite Prü'ung verlangt. Die Verhältnisse liegen aber augenblicklich so, daß jetzt sämtliche Assistenten zu Sekretären befördert sind, ein Zeichen dafür, dqß man bestrebt ist, die Post- beamtenlaufbahn denen der anderen Behörden endlich einmal an- zupossen. Dadurch ist natürlich schon äußerlich die zweit« Prüfung binfällig geworden. Sie mm etwa als alleinigen Maßstab zur Be- förderung zum Obersekretär dienen zu lassen, würde«ine neue Einrichtung bedeuten, die denen der anderen Behörden zuwiderlaufen würde und— vom politischen Standpunkt aus bctracktct— auch in der jetzigen Zeit unbedingt verwerflich wäre. Die Erfahrung hat eS ja auch zur Genüge aclehrt. daß gerade die Tüchtigsten au» den mit erprobter Lebensauffassung begabten Männern hervorgeganaen sind. Ein guter Theoretiker ist bekanntlich oft ein schlechter Praktiker! Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch nicht unerwähnt lassen, daß sich unter die'en„schwergeprüften" Sekretären Such folcke befinden, die viclleickt nie daran gedmbf haben, die zwei'« Prüfung abzulegen. Ich meine die Kriens-Sekretäre, die im'Anfang des Krieges ihr Patent kurzerhand bekommen, und diejenigen, die die Prüfung unter erleichterten Bedingunaen In. a. Befreiung vom Dienst usw. abgelegt haben. Will der Herr Reichspostminister auch die Postbeamten an den Vorteilen der politischen Umwälzung des 6. November 1618 teilnehmen lassen, so muß das anfangs erwähnte Verhängnis der Postbeamtenschaft, nämlich di« zweite Prüfung, endlich beseitigt werden. �_ T Deutscher Eiienbabnerverband. Am DtepStag. den 27. d. MtS. abends 6 Uhr, sindel in den Andreas-Feiliälen eine ösf entliche Eilen- badnerverjammlung Natt. Tagesordnung.' Wie Verbindern wir idie Truppentransporte nach Pole»? N-serent: Kollege Ullrich. WLrtsthast WaS ist eine Goldmark? Mit dieser Kroge, die heut« oft stellt wird, beschäftigt sich ei» Artikel im HandelSteil des„B. D.", dem wir folgendes ent, nehmen: Eine juristisch präzise Definition für dielen Besriff ist weder im Friedenspkrtrage gegeben worden, noch scheint in dem Kohlen- abkommen von Spa eine solch« g«nau« Definilion gegeben zu sein. Der Sinn des Begriffes G o ld m a r k besteht ober offenbar darin, daß die Wiedergulmachungsschuld von uns n'cht in der jetzigen valutorischen und stark entwerteten Papiermark zu entrich» ten ist, sondern in der allen Friedensmark, die bekanntlich infolge der damaligen Einlösungspflicht der Reichsbank an den Gold» wert gebunden war oder, wie man zu sagen pflegt, die Gold» Parität besaß. Nach dem deutschen Münzgesetz war diese Bindung so beschaffen, daß 666 Gramm Gold einen festen Preis von 1366 Mark besaßen. Eine Frieden»mar! war also gleich etwa 6,36 Gramm Gold, und dies« 6,36 Gramm Gold sind es demnach auch, die wir setzt als Goldmark zu betrachten baden, In England stellt sich der Goldpreis zurzeit aus 167 Schölling ! für die Unze, und da die Unze 31,1 Gramm,«ntbält so würde iSine Goldmark— 6,36 Gramm Gold, einen Preis von � 1,27 Schilling haben. 1,27 Schilling repräsentieren aber nach dem heutigen Kursstand« d«S Pfund Sterlings in Deutschland von i zirka 166 Mark einen Betrag von 6,6 Papiermark. Wenn die Goldmark auf 9,5 Papiermark anzusetzen wäre. so würbe der gesamte Ausschlag auf den.Kohlenpreis von 6 Gold mar! sich auf 47,60 M. stelle» Zu ungefähr demselben Resultate käme man auch, wenn man die Dollar Währung als diejenige, die heute praktisch noch«in« reine Goldwährung ist, der Berechnung der Goldmark zugrunde Icgtc. Man würde dann einfach sagen,«in V a I u t e n do l l a r ist gleich 420 M. Friedentparität. Da der Volutendollar zurzeit in Berlin auf etwa 39 Paviermark steht, so würde sich bei dieser Berechnung er» geben, daß eine Goldmark so vielen Papiermark entspricht, als her» auskommen, wenn man den Dollarkurt- von 36 durch 4,2 dividiert, nämlich zirka 6,4 P a p i e r m o r k. Natürlich handelt ei sich hier» bei um Berechnungen, die nur für den jetzigen Stand der Papier» mark zutresfen. Eine andere Art der Berechnung der Goldmark- legt für die Bewertung dieses Goldes nicht den internaiionale» tre'- gebildeten Goldpreis zugrunde, sondern den deutswen Gold» preis, wobei sie darauf hinweist, daß es sick um die Berecknung der Goldmark. also der deutschen W ä h r u» g s e i n h e i l. handelt. Der Goldpreis in Deutschland ist aber nicht frei, dä auf Grund des Friedensvertrages bei uns ein GoldauSiuhrverlwki be» steht, ein internationaler Preisausgleich also infolge Beschrän» kung der Arbitrage nicht stattfinden kann. Zurzeit beträgt der� Goldvreis in Deutschland für L6 M. G o I d e: rv a 170 M. P a pi e r. Legt man dies« Relation zugrunde, so würde sich die Gold» mark'nicht wie bei der obigen Berechnung auf 611 bis 9,4, sondern nur auf 6L Papiermark stellen. Eine solche Berechnung �läßt sich aber n u r für den i n l a n d i s ch e n Verkehr aufstellen. Für den Verkehr mit dem Ausland« muß unseres Dafürhaltens der in» ternaiiongl« Goldpreis zugrunde gelegt werden. Das Ehemniber Elewerkschaftskartell wählte als Sekretär für die Betriebsräte-Zentral« den Kollegen Franz M e l z e r. I Theater See Woche. »am S6. Juli dtS 1. August. •olfrtflfm«;»roher Martin. Ad 1.«, wer Kuhreigen.— fwerahou«:»1« 28. 8. OMiWofien.—«chautpteU»,»»! Sie Etrahwvwe— Seutfdieü SHcaUr: Weib und famoplmonn.— Ktunmerspieie- Die vtrfbriirfe.—£df'i.p;i,c«tec: Do» Sin» der Jungfrau.- Startet i. d.««ntgaräh-r Strafe- So, Set.Sndnl».- SeuifSe» tZpernhau«>(SefÄiloflen.—»chUlerthioter i Der efjetnalize Leutnant.— Krabe» Schaujni« Ih a»s: Julius Cäsae. �„ T ä fl l i ch. Die Sritjin«: Pundvrn.— Deutschee tl?nstlertl,c»ter: DI« heffere Ibalfte.— flemo jlemious: Setufiainer-Sallett.— S erltnee Xbeaier: Der lefcte ffioljer.-«leine» Schansnielhausi Die Biichse der Pundara.-»eiauen. Theater> Musterahe.- R-iwenztheot-r: Die Ratckhoffs. � Sleuc» Zentral. ttieater: Sie Same Im grorf- Dbeatet in her Alten wkobstrahe Sie rtr- tchmuuden» Pauline.- tiamtsch, Oper: Die Rrau im DunNIn.- Luttlpiel. hau»! Der ungetreue(Feiebart.— Retronotthrater: In tpeigen ZiptU.— Sicaes v»««eNe»»mi»i Naturaltftilih.phaniav«!» e» Sollet». SrlmeflUi triebt.- Dholta- theaN.': Hoheit bie Dänjrrln.— Theater am i>tvl!enboie,,iox. � Iflne Aaihi im Daiadie».— Tbegier de» Bestens: Tic biabenvwer. � t.Ie'.nr» Theater:(klise itenfing.—»alhaKatlieater; ti. Jnnrn-nionale 29., l. 8. Im Winkel vor dem Tore.?8, zo und»l, stafernenluft.- Stose-Tbeater Ein»üolwriroura.— «nifer.tbeatn: Das Heiligtum des löertens.— Nenaa Aoll-tll«atrr! Die drei zwiliinge— Kelies Gaptfee: gltminerliitrehen. '»rftaltnngan. Boltsbtbae: M.,»8, 81. unb 1. 8. st»chWl««»>» Sie Sie,'-------- 1. 8. Da,»lllckoiniibel.—«aUiolla-T»,Mte,: Internationale.— Lutien-Iheater ?5. 7. Verboten: Liebe, t, 8. Dee neue-pava. je j?le(lermou6.— Trianon Themer t 25. NNd 1. H. Der ötSrenfrleh.— b.,nb»»z. ' 25. unb 1. 8. Der mite Au'-— Theater am StaDenberfvlob i 2i 7. unb tzeramw. für den robatt.»eil: Dr. Werner Aettee. Sharl°itenb:,rg: wr iln, einen: ",»iag: Dorw«r»»-«'erlaii(.*. m, b. ö., l'etlln. Druck: Dor» ficrljgvjunflll Paul sinnet u. To., l'nii.i, LieNenttr. T, MMWUMMMN«4M Tb. Glocke, iverlin, L irnrlS-Duchdriickerei p. Nutzeifen jeder Art: Rund-, Flach-, O-nadrat- u. Bandeisen, Gas-Siede-Rohre, I-TrstLcril.�-C'isen, �eldschmieden und Ambosse sofort ab Lager lieferbar NuKodk, Ber!iitC.20, Circlcsenstr. 12, j Mortbvlatz 12072.«cke Voltairestrabe. MoriMla»>2078. 1 tasten-, ilorcktlux, iVilheimslrasse-iz». 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Sprachen a-chn«Ust.' jlu»- biibuno al» Steiioiqpift.«n- in den Sprech» unben 5-7 Übe' 8 J,~l UN» Baeschul. Vnterrtchtskurse A"lin. Aste slakobftrasse tZ«. Ahiiur., vnmaner, tkinjäh. rigen-Borbereitunq. Dorf- schiiler 2(4 slabeeu durch Abitur, täemeiubeschlller>.j stahr durch Ciiijährig: ae- bracht. Nriegopriisunaskursus 7. Wochen Zlotvillfung. Lesster stelt 241 bestanden. Ai.ch brieflich. Prospekt. 776b «oftenloser Sknl!»illiai «erichioaeriretungltSpeziatifi: (Jibetachen: Strasiachen!) Reu* MBU.«lerlinitfttane 102(Her- mannplqft)__ J26Ä « Patenlbureau Packicher. OertraublenftraJ >3 Renteum 7800. ftrasse 76«. «nafi«»pse,el Grosse Feank- wrter Strasse«7. w«» ttrdvitsrnqrkt lltebennrrdienft illr Pr/vak. reisende Frauen und Angestellte grosser Betrieb» Karl Lenz, Charialtenburg 4. Tlou che,' die isi'iihsamnenarbeite- rtnnen ge'Ucht. i'ehrserurass« t8.'I». Ii',«tage tins« Jtlg Däbch.n süe alle» sttr sa- laei Oder l..1u!i such,«lachem. stein, ckbarlottttibuig.«inb- scheidstrasse SO. SsbiD»