Nr. 3$3» 37. Jahrgang Ausgabe B Nr. 54 BezuqSvreiS: S smlfäl)tl.SO,— JJiumonotl.lO,— 9JK. ft« m» Sau», oorau»-atilbac. Post- ooüua ffionotltdi 10,— Ml. trfl- Sa* fteilunttsaebübt. Unttt Zlromdanb fstt Demidilant unb Oeitercticn 16, 0 Ml» für bas übrig c Ausland sei raglich einmal, ügftelluno 2150 M. Poftoe- ftellunqen nehmen an Oesterreich, Ungarn, Tschecho-Elowaiei, Dane-. mart, Solland, incemdurg, Schweben anb die Scknveiz.— Zinaetraaeu w die Post- ieirunqe Preisliste. Der»Borwaris� mir ber Sonntag»- oeilage»Polt n. 3e,t� erichernr wochen- mglich zweimal Sonntags mrb Mo» tag»-inmoi Zeiegramm-Abreffe: .Sozlalbeiualrai Berlin" Abend-Ansgabe ■r Nevlinev volksblatt (20 Pfennig] Anzet-ienpreiS; Sie gchtgetpaltene Zlonvaretllezrste toste: 3,— M,, Teuerungszuschlag 50«/». «Klein» Anzeigen", das>rtt- gebruckie Wo» 1,— M. tznilllsig zwei fettgedruckte Worte), jebe« weiter» Wort 60 Pfg. Stellengesuche unb EchlaMellenanzeigen das erste Wort 65 Psg. iebes weitere Wort 40 Psg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Teuernnaszuschlag 50°/» ffamiiien-Anzelgen für Abonnenten geile 2.— M» politische unb ge- we.rtjchaftliche Vereins-Anzeigen 3,— MI. bre geile ohne Aufschlag. Anzeigen für die nächste Stummer müssen bis B Ahr nachmittags im Hauptgeschäft. Berlin SW6Z. Linben- straße 3, abgegeben weiben. Seäffnet oon 3 Uhr srüh bis 5 Uhr abends. Zentralorgan der rozialdemokratirchen partei Deutfcblands Neöaktion und Expedition: S®. 68, bindende. 3. Jfemftirerfter: Amt Moritivla«, fit. 15190—15197. Montag, den Ä. August 1SÄ0 vorwärts-verlag G.m.d. tz., SW. 68, Linöenstr. 3. �ferttsvrrcher: Amt Morittpia«, Nr. 117 5Z— 51. Internationale imö VölterbMö. Gens, 2. August.(Eig. Drohtbericht des„Vorwärts".) Tem Äongren ist vvn der Konimission folgende Resolution zur Auunhme unterbreitet worden: Der Internationale sozialistische Kongreß stellt fest: Daß der Bertrag von Versailles und die Bcrtröge, die ihm gefolgt find, die Welt itt dem Zustand der Unsicherheit nnd der Zerrissenheit belassen, in einem viel beunruhigen- deren Zustande, als der vor dem Kriege von 1914 war: dieser Zu- . stand führt zum Weiterbestand und zum Wachstum des Militarismus mit all den Gesahren eines Krieges» die damit zusammenhängen. Der Friedensvertrag hat eine Organisation des Bölkerbundes geschaffen, die die arbeitenden Klassen im Interesse des Friedens n i ch t mit Feindseligkeit und Gleichgültig- keit behandeln können. Aber sie haben die Verpflichtung, daS Uli- genügen und die Fehler dieses Völkerbundes klarzustellen, deren verdammenswürdigstcr die durch Artikel 18 des Vertrages erfolgt! Anerkennung des Rechtes auf Krieg ist.— Der Völkerbund kann nur eine tatsächliche Sicherung deS Friedens sein, wenn er zu einem internationalen demokratischen Organismus wird, der alle Völker ohne jede Ausuohstie und in dem Maße zusammenfaßt, als sie sich dank ihrer demokratischen Verfassung als fähig er- weisen, eingegangenen Verpflichtungen nachzukommen, wie bereits vom Luzerncr Kongreß festgelegt nmrdi!, vnd wenn er die Mittel der Kontrolle und der Sicherung hat, die ihm ermög- lichen werden, durch die Schaffung einer internationalen Polizei die allgemeine Entwaffnung aller Völker zu Lande und zu Meere durchzusetzen: eb genügt nicht, daß der Völkerbund eine demokratische Verfassung hat, vor allem durch die Wahl deS ausführenden RatrS im Schöße der Berfamm- lang aller Delegierten. Es ist außerdem zu wünschen, die AuS- dchnung seiner Befugnisse hinsichtlich der Verteilung der Rohstoffe, der Transportmittel und auch der f i n a n- ziellen Kriegslasten, die nicht ohne Ungerechtigkeit zum größten Teile zur Last der Nationen verbleiben kann, die am meisten unter der Geißel deS Krieges gelitten Haben. Der Völkerbund wird so vervollständigt und verbessert das natürliche Werk- zeug abgeben für die notwendige Umwandlung des Frie- dens von Versailles in einen gerechten und dauer- hafte« Frieden. Festhaltend am Grundsatz der Wiedergut. machung wird er ftine gerechte Anordnung ermöglichen, in der Art, daß de» Völkern Mitteleuropas die Mittel gegeben wer- den, sich im gemeinsamen Interesse der Welt wieder zu erholen, er wird die L a n d e S g r e n z e n, die durch den Vertrag will. kürlich festgesetzt sind, durch Grenze« ersetzen, die den frei ausgesprochene» Wünschen der Völker entsprechen. Der Internationale Sozialistenkongreß fordert daher die sozia- listischen Parteien der einzelnen Länder auf, alle ihre AnstiMngun- gen darauf zu richten, ihren Delegierten in die gegenwärtigen Or- ganisationen des Völkerbundes Eingang zu verschaffen, um auf diese Weise seine innere Zusammensetzung zu ändern und sei«-: Befugnisse zu erweitern, um die Garantie zu schaffen für die Sicherheit und die gute Nebercinstimmung aller Völker, die gleichmäßig an der Erhaltung des Friedens intcresstert stnd. In einem so gesicherten FriedenSzustand wird das ganze Weltpraletariat, befreit vom Alpdruck des Krie- ge.« und von der Geißel der Rüstungen, seine An- strrngungen für seine vollständige Befreiung bis zum endgültigen Siege fortsetzen können. Die Verantwortlichkeitsfrage. Genf, 2. August.(Eigener Drahtbericht des„Vorwärts".) �u der Kommission» diedie Frage der Verantwortlichkeit für den Krieg prüfen soll, zeigten die englischen Vertreter größtes Entgegenkommen. Der deutsche Vertreter Adolf Braun erklärte, die Hauptsache sei, eine Lösung zu finden, die endgültig die Gegensätze zwischen den Sozialisten hin- wegräume. Am Montag müsse dieser Teil des Kriege? beendet sein. Di« Kommission setzte darauf am Sonnabend eine Unter- kommission von sechs Delegierten ein, die den Auftrag erhielt» eine Resolution auszuarbeiten und vorzulegen. Der Unterkommifsion gehörten a«: p a« Kol- Holland, E n g b e r g- Schweden, Br a u n- Deutschland, R« z i e r- Frankreich, L a f o u t a i n e- Belgien, Hill- England. Di« Kommission für die Frage der Einigung nahm rinev »ene« Statutentwurf an, der vorschlägt, Kommissionen zur F ü h- l u u g n a h m c mit den verschiedenen noch nicht vertretenen Parteien einzusetzen. Die SvzialisierungSkommission erklärte sich einmütig für schrittweis« Sozialisierung. Die Kommisston für da» politische System(Diktatur oder Demokratie) wird voraussichtlich eine Resolution vorlegen, die sich «mWpricht für Beschränkung des RLtefystems auf wirt- schaftliche Aufgaben, aber gegen die politische Räte- diktatur. Die MandatSprüfnngSkommission war sich einig darin, daß d» Mandat« der«ch Rulle»»iAt anerkannt werben können. Diese Frage wird aber vom Plenum entschieden werden müssen, voraussichllich wird den F r a«- zoscn beratende Stimme zuerkannt werden.(Nach einem WTB-Bcricht aus Genf wurden von verschiedeneu Seiten die Eigenschaften der französischen Delegierten als eigentliche Sozialisten in Zweifel gezogen. Dieser u. E. sehr berechtigte Zweifel bezieht sich natürlich nicht auf Ne- n a u d e l und die Vertreter des rechten Flügels der offiziellen Partei, sondern auf die A u b o i st, R o z i e r und sonstige» „Dissidenten", d. h. au? der Partei Ausgeschlossenen, die sich in Genf breitzumachen versuchen. Tie Red.) Das Ende des Kongresses ist für Tonnerstag zu erwarten. Ein N esoluti on Sc ntivurf. Genf, Z.Aug.(WTB.) Tie zur Beratung der B e r a n t w o r t- lichkeitssrage eingesetzte Kommission deS Internationalen SozialisicnkongresseS nahm nach schwierigen Berhand- lnnge», unter Vorbehalt der Zustimmung der deutschen Delegation, die noch nicht vollzählig in Genf er- schiene» ist, einstimmig fplgende Resolutiou znr Kriegsschuldfragc an: „In Erwägung, daß die deutschen Sozialdemokraten in ihrer Denkschrift über die Frage der Verantwortlichkeit anerkannt haben, daß sie de» Fehler begangen haben, nicht frühzeiigt und nicht energisch genug das Stzstem des Militarismus und Jmpe- r i a l i S m u s bekämpft zu haben, vor allem hinsichtlich der Leitung ber auswärtigen Angelegenheiten, die der Kontrolle der VolkSver- tretnng entzogen war, in weiterer Erwägung, daß dir deutsche Sozialdemokratie selbst sagt, daß die deutsche Revolution zum Unglück der ganzen Welt, und besonders auch des deutschen Volkes selbst, um fünf Jahre zu spät gekommen ist, und daß darin, nicht schon früher den Weg gebahnt zu haben, hie Schuld liegt, deren die deutsche Sozialdemokratie sich anklagen muß, in weiterer Erwägung, daß der Vertreter ber beut- scheu Sozialdemokratie in der Kommission über die Schuldfrage die nachstehende Erklärung abgegeben hat:„1. Das B-smarcksche Deutschland hat, wie schon Marz»nd Engels erklärt haben, den Weltfrieden auf das schärfste erschüttert, indem es Elsaß-Lothringen im Jahre 1871 mit Gewalt annek» t i e r t hat. Für die deutsche Sozialdemokratie gibt eS keine elsaß-lothringische Frage mehr. 2. Das k a i s e r« l i che Deutschland hat ein ntuetlichrz Verbrechen gegen das Völkerrecht begangen, als es im Jahre 1914 die Neutralität und die Unabhängigkeit Belgiens verletzte. 3. DaS republikanische Deutschland selbst fühlt sich verpflichtet, znr Wiedergutmachung der Folgen deS Angriffs, den das kaiserliche Deutschland ausgelöst hat, nachdem eS das noch am Vorabend des Konfliktes mögliche Schiedsgericht abge- lehnt hatte", nimmt der Kongreß diese Erklärungen zur Kenntnis und er- neuert die Erklärungen der all'ietern Sozialisten vom Jahre 1915, daß daß kapitalistische System durch die Uebcrtreibnng seiner Jntercssenpolitik und seiner Raffsncht eine der tiefste» Ursachen des Krieges ist, und erklärt gleichzeitig mit den- selbe» Ausdrücken w>e die deutsclw Denkschrift:„daß sein unmittelbarer Anlaß hauptsächlich, wen» auch nicht a u S- schließlich, bei der mit Kopflosigkeit gepaarte» G e- wissenlosigkeit der jetzt gestürzten deutschen und österreichischen Machthaber lag". Der Kongreß gibt die Urheber der absckieulichen Schlächterei, die Europa und die Welt in Blut gebadet hat, dem Abscheu der Böller preis und bekräftigt seineu festen Willen, alle seine Kräfte der Wiederherstellung der durch de« Krieg zerstörten Welt zu widmen und von nun an gegen die kriegerischen Mächte im Geiste und im Dienste der Internationale zu kämpfen. Den Verhandlungen der Kommission, die diese Resolution ein- stimmig beschloß, wohnte deutscherseits der ReichStagSabgeordnete Braun bei. Die Resolution soll am Montag in einer Vollsitzung des Kongresses zur Verhandlung komme«. Für dir Frage der R b r ü st u n g hgf die Kommission eine Unterkommifsion gebildet. « Die Resolution, wie sie hier vorliegt, enthält trotz aller Be- mühnngen, objektiv zu sein, immer noch ein« so einseitige Be- urteilung der Deutschen, daß wir glauben möchten, die deutsche Gesamtdclcgatio« werde der Resolution in dieser Fassung ihre Zustimmung nicht geben. Bon unS aus müssen wir schon jetzt Einspruch dagegen erheben, daß dir Resolution einzelne Sätze aus her Denkschrift des deutschen Parteivorstandes heraus- greift, um daraus eine deutsche Selbstanklage zu konstruieren, dal gegen andere, ebenso wichtige Sätze— wie z. B. diejenigen über die russischen Kriegstreiber««» und die deutsche Begründung, warum die Revolution vor fünf Jahren eine Unmöglichkeit war— einfach unter den Tisch falle» läßt. von Kiel bis Kapp. NoSkes Erinnerungsbuch. Soll man die Aufzeichnungen Gustav Noskcs, die er soeben der Ocffentlichkeit übergibt, als Geschichtswerk oder als persönliche Rechtsertigungsschrist betrachten? Die Frage ist schwer in dieser Fassung zu beantworten. So wert- voll die Schrift geschichtlich einerseits ist�so politisch berechnet sie auf der anderen Seite ersck'eint, erschöpft sie sich weder im aeschichtlickicn noch im polemischen. Sie ist— um es herauszusagen c- ein Persönlichkeit s a u s b r u ch. Der Noske, der auf 200 Seiten seine Tätigkeit vom Ausbruch der Revolution bis zum Ausbruch des Rechtsputsches, von Kiel bis Kapp, schildert*), ist derselbe, den viele von uns aus eigener Anschauung kennen. Wir sehen ihn beim Lesen des Buches vor uns, wie er von der Redner- trilmne in ganz unrethorischen aber packenden Sätzen, derb bis zum äußersten(doch niemals plump!) seinem Publikum die Leviten liest. Beifalls- und Mißfallsäußerungen lassen ihn kalt, furchtlos geht er auf die unangenehmsten Wahrheiten zu und wirft sie den verblüfften Zuhörern mit einer so un- geschminkten Rücksichtslosigkeit an den Kopf, daß gerade dies Drailfoängertum den Widerspruch erstickt. Rednerischen Schmuck, gefühlvolle Phrasen, den Appell an die Tränendrüstn verachtet er. dafür versteht er mit.unnachahmlicher Geschicklick)- keit. nackte Tatsachen wie monumentale Blöcke hinzustellen und durch die Wucht der Gegenüberstellung den Hörer in seine Denkweise zu zwingen. So wie seine Reden, mit denen er manches innerlich widerstrebende Auditorium zu sich herum- geristen hat, ist auch seist Buch. Damit entscheidet sich die Grundfrage, ob man Roskcs Darstellung als die Wahrheit über die Ereignisse zu betrachten hat oder ßch skeptisch verhalten soll. Die Tarstellung ist wahrhaftig aber nicht wahr. Wahrhaftig, wie alle großen Reden Noskes waren, d. H.� getragen von mächtiger innerer Ueberzeugung, ohne die sicher seine durchschlagenden rednerischen Erfolge undenkbar gewesen wären. Aber wie in diesen Reden sich auch die großen Irr- tümer des ManneS in den Vordergrund drängen, so ist es auch in seiner Schrift: zweifellos gibt dies Buch die Revolution so wieder, wie sie sich im Kopfe eines � der bedeutendsten Mit-, erlebenden und Mithandelnden abgespielt hat,�— nur daß man dieses persönliche Erlebnis Noskes nicht für den realen Ablauf der Tatsachen halten darf. Wenn Noske auch heute noch etwa den Standpunkt der- tritt: ich habe nicht geirrt, sondern mein schließlicher(übrigens nach Noskes Ansicht-nur scheinbarer) Mißerfolg ist das Resultat der Dummheit, Feigheit und Niedertracht der andern links wie rechts wie in der Mitte, so soll man dahinter keine klein- liche Rechthaberei eines Mannes vermuten, der sich ohne inneren Glauben um des Zweckes willen verteidigt. Noske ist sicher heute ebenso überzeugt wie im März, richtig gehandelt zu haben. Aber genau wie in seiner Ministerzeit vermag er auch heute den Einwänden gegen sein Tun nicht gerecht zu werden. Wie ehedem der Reichswehrinmister Noske, so unterliegt jetzt auch der Schriftsteller Noske der Neigung, von den Tatsachen nur den seiner Beweisführung dienlichen Teil— und diesen oft viel zu groß— zu sehen, während Vorgänge, die nicht nur die Mitwelt, sondern auch ihn selber anklagen, zur Unscheinbarkeit zusammenschrumpfen. Es seien hierfür konkrete Beispiele angeführt auf dem Gebiet, das uns als Parteigenossen Noskes zunächst liegt. Ich meine den Streit über die Frage, ob die Reichswehr nicht in ihrem Wesen demokratischer und zuverlässiger gegen rechts hätte aufgebaut werden können. Noske schiebt hier die Schuld an den Versäumnissen restlos den Partei- g e n.o s s e n zu. Er zitiert den Beschluß der Gencralversamm- lung von Teltow-Beeskow-Charlottenburg, der dem„Vor- wärts" die Aufnahme von Werbeinsewten untersagte. Sicher sehr geschickt, denn hier ist zweifellos seitens der Partei ein Fehler begangen worden, gegen den ich übrigens bei gleichem Anlaß in der Preßkommission mit großem Nachdruck an- gekämpft habe. Aber doch hält diese Beweisführung genauerer Betrach- fttng nicht stand. Vergißt Noske, wie diese Werbeinserate aussahen? Sie waren derart nationali st isch ge- halten, spiegelten bereits so stark den Geist wiedererivachender. Reaktion daß gerade soizalistisch gefestigte Arbeiter durch solche Ausrufe eher abgestoßen als angezogen werden mußten. Das war auch der Grund, weshalb die Ausnahme der Inserate im„Vorwärts" bei vielen Parteigenossen so hef- tigen Anstoß erregte. Wären sie noch weiter erschienen, so hätte das am Ablauf der Dinge nur sehr wenig geändert. Aehnliches ist auf Noskes Anklage zu erwidern, daß die Parkeigenossen nicht für den Eintritt in Reichswehr und Einwohnerwehr zu haben seien. Doch nur, wo und weil die ofsen- kundig reaktionär- eLeitung sie abstieß und, wie zahl- *) Anmerkung: Von Kiel bis Kapp, zur Geschichte der� bem- schen Revolution. Von Gustav NoSte. Wirtschaft, Berlin W. 36. Verlag für Politik und Tincftp Fälle bewiesen, sie csegen diese bei Konflikten nicht den nötigen S ck n tz fanden/ Wo sich die Parteigenossen einigermaßen ol?ne dreien Trnck betätigen konnten, hoben sie nicht versogt. Eine Anzahl Einwohnerwehren bestanden ganz oder überwiegend aus io-ialdemokratischen Arbeitern. An t'ner Stelle seines Buches(Seite 113) erwähnt Nooke selber die Tatsache, daß die Berliner Parteigenossen anläßlich der Jariuarunruhen 1919 aus sich heraus zwei Regimenter «..Liebe" und„Reichstag") aufgestellt hatten. �Merkwürdigerweise bleibt das in dem Buche bei der Darstellung der Ianrarkämpse selber ganz rmerwähnt, obwohl Nosbes un» blutiger Einzug in Berlin an« 11. Januar ohne diese Tatsache nicht denkbar gewesen wäre.s Noske nimmt jetzt auch das Regiment„Reichstag" gegen den gehässigen Vorwurf in Schutz, daß es die Einrichtung des Neichstagshauses denioüert habe und betont, daß dies für Kasernen zwecke ganz n n- geeignete Gebäude bei jeder längeren Besetzung durch eine ungenügend ausgerüstete Truppe leiden nmßte. Schön! Aber warum hat der Reichswehrminister Noske hartnäckig geschwiegen, als vor Jahr und Tag die gesamte reak- tionäre Presse mit ihrem Geschrei über den„verlausten R.ichstag" eine wilde Hetze gegen die republikanische Truppe ciufsnete? Damals war es seine Pflicht, sie in Schutz zu nehmen. Neber das Verschwinden der beiden Regimenter gleitet Noske mit der beiläufigen Bemerkung hinweg, es sei „kein rechter Schwung" in sie hineingekommen. Aber wieviel Schuld hatten hier gewisse höhere Kommando- stellen, die vom ersten Tage an das Ziel verfolgten, diese ihr unsympathische Truppe schleunigst abzubauen, und sie deshalb absichtlich in jeder Weise vernachlässigten? Trotzdem hat die Truppe noch Gutes geleistet. Tort gerade ihre besten und zuverlä'sigsten Reste wurden ohne Grund der- tilgt. Dw einen Teil(das spätere 11. Depot) trieb die Rcichswchr auf sine haltlose Spitzeldenunziation hin wie eine Berbrecherbaude auseinander, der letzte Rest, die Wachabtei- lung bei der Kommandankrr, wurde aus angeblichen Etats- gründen mitten im Winter aus die Straße gesetzt,— genau 6 Wochen vor Ausbruch des Kapp-Putsches! Die Gründung des Republikanischisn Führerbundes, die bestimmt war, die Gefahr des reaktionären Offizierkorps zu bannen, tut Noske mit ein paar verächtlichen und ungerechten Worten ab. Branchbare Offiziere hätten ihn« nicht angehört. Aber die„unbrauchbaren" Offiziere des R. F. B. befÄstigen beute große Teile de r Sicher h e i t s P o l i z e U Sie kommandieren in Hamburg, Mecklenburg- Sck>»rer in, Mecklen- burg-Strelitz, haben wichtige Posten in Berlin, Ostpreußen, Provinz Sachsen usw. Aber wäre es selbst so, wie Noske sagt, io hätte er gerecht erweise hinzufügen müssen, daß er s e l b st durch seinen bekannten Erlaß gleich nach der Gründung die ihm ergebenen Offiziere vom Beitritt in den N. F. B. a b- geschreckt, ja diesen der Reichswehr praktisch der- boten hat. Solche Feststellungen sind wir der historischen Wahrheit schuldig, weil gerade der in die Tatsache nicht eingeweihte Leser gar zu leicht Noske Z apodiktischer Darstellung erliegt, die doch zum Teil ganz subjektive Auffassungen wider- spiegelt. Aber darüber soll Noskes bleibendes Per- dienst nicht vergessen werden, das auch aus'den Spaltet* dieses Buches hell hervorleuchtet: Er hat in den chaotischen Zuständen der ersten Revolutionswochen die f e st e O r d- n u n g wieder begründet, ohne die Deutschland in kürzester Zeit rettungslosindenAbgrundgerollt wäre. Wie Noske in den ersten Kapiteln seines Buches das kopflose Durcheinander schildert, das er in Kiel vor- fand, das sollte immer wieder von denett gelesen tverden, die das kaum Ueherwundene schon tagsdranf vergessen, ebenso seine Tarstellung der Januar- und Märzputsche in Berlin, der zeitweilig unerträglichen Zustände in Bremen, Hamburg usw., deren Beseitigung ihm zlvar glühenden Haß eingetragen hat. a er eine notwendige Tat war. Erbarmungslos geht Noske mit den unfähigen Phrasenhelden und Wortemachern ins Gericht, die sich in der erstell Revolutionszeit allenthalben an die Spitze zu drängen suchten. Schonnngs- Semmerfnsthle?. Lauter Bosheiten. Da ich wieder daheim diu uns nicht mehr zu ifiiren gebore, kann ich ja ruhig our die Sommerfrischler schimpfen. Es ist(unter uns Shermgekebrten und Dabei mge bliebe n en gesagt) eine unmtS- stehliche Gesellschaft von Müßiggängern und Genießern. Ihre Sorge ist: wie schlage ich den Tag möglichst angenehm tot: in dicier Tätigkeit läßt mau sich nur durch die fünf bis sechs Pei'.kionsmabl- zeiien stören. Diese Mahlzeiten, die sich wie Tischlein-deck-dtch ganz von selbst entstellen, sind zum Teil eine schwer? Sorgenlast, zum Teil eure Art Andachts Übung. Es gibt nichts Absckieulicbercs' als Pensions Mahlzeiten am gemeinsamen Tisch, jene Table d'hotes, die, w'ewohl der Teufel das Wort geholt hat, in der©nebe doch geblieben find. Welch schäbiger Rest einer Gemütlichkeit, die einst war, einer Geselligkeit mit Papierservietten und dein Klappern der Eßbestecke, das geradezu feindselig und gereizt klang.„?n der B'tla „Wald friede" gibt's täglick neue Kartoffeln," läßt st cd die alt- jii ngferl ich-scharfe, anklagende Stimme des Fräulein Schievelbein vernehmen. Dabei stößt sie mit eckiger Bewegung die Gabel, die eine hochgehäuste Bürde von Fletsch upd Gemüse trägt, tief in den lvocheu, als gälte es, einen Feind zu' spießen. Es ist grauenhaft, heutzutage essende Menschen zu beobachten. Nach der Suppe nebmeu die Gesichter einen sorgenvollen Ausdruck an:„Was kommt nun?" Leise Vevmutungen werden baut. Vorwitzige Nasen schnuppern in die Richtung der Küche. Da wird der Gang aufgetragen: Rinds- lende— die Gesichter nehmen einen verklärten Ausdruck an—, es folgt die verzückte Andarbtsülmng, die ekstatische Kulthandlung des von Ausrufen höchster Lobpreisung unterbrochenen Kauens. Bald aber verdüstert wieder die Sorge um den Rachtisch die hellen Mienen. Mit Argusaugen betrachtet Fräulein Schievelbein ihr Schüsselchen Kompott und läßt denn einen ietndsctig-lauernd:n Blick in den Kompottcller des Nachbars fallen— vergleichende Studien. Und so gebt es Mittag und Abend.„In Hau?„Minerva" gab's gestern Forellen und Kalbsschnitzel," bemerkt der Intrigant der Pension giftig. Zehn Stimmen, begehrlich, mehr zu wissen, stürzen sich auf ihn. Ilnd nun offenbart sich ein Sommerfrischendorado von quellender Ueppigkeit:„Und alles nur für 48 Mark täglich!"— Lei solchen Tischgesprächen zu denken, daß es Menschen gibt, die mit ihrer wahrlich eisernen Ration auskommen müssen I Man muß schon einen sehr guten Appetit haben, um ihn hier nicht zu verlieren. •'»- Tu liebe Zeit, da sind st« ja noch alle: Villa.Waldfriede" und Pension.Elvsium" und„Walhalla", das stolze Prachthotel„Kur- haus" mit der bescheidenen Dependanre.Edelweiß". Welch ein ! los geißelt er den. Von einem Ertrem ms andere tairmelnden ! Sklaven gc ist. der ehemaligen Gelben, die gestern noist widerlich vor ihren Vorgesetzten krochen, um mit dem Glocken- i schlage der Revolution sich in erzradikale Schreietz zu vcrwan- ; dein. Dieses ekelhatte Revolntionsgeschmciß der Gesinnungs- ' loien. das sich bislang um Arbeiterbewegung und Sozialismus nicht einen Deut gekümmert hatte, mit der Revolution ober sich berufen fühlte, alte und erfahrene Arbeiterführer als„Per- räter" anzuschreien, malt Noske mit gerechtem Zorn. An mehr als einew Beispiel zeigt er uns die phrasendreschendeü, aber zu jeder sachlichen Arbeit total n n f ä.h i g e n Tctnagogcn, die den Arbeitern nach dem Münde reden, ohne von irgend- welchem Vcrontwortungsgefühl belastet zu sein. Hier kann die Arbeiterschaft Unendliches aus Noskes Buch lernen. Uns vor der.Herrschaft dieser charakterlosen Unfähigkeit und ihren Folgen bewahrt zu haben, ist Noskes bleibendes Verdienst, das die Partei trotz des Geschreis der von ihm ttiedergeltaltenen Hetzapostel stets anerkennen wird. Daß er sich in diesem Kampfe zu weit nach rechts abdrängen ließ und die Gefahr der Gegenrevolution von rechts erst erkannte, als, es. zu svät War, ist eine horte Tatsache, die weder ans der Welt geredet, noch geschrieben werden kann. Von dem kotigen Ge- schimpf freilich, mit dem heute die Rachsucht der Radikalen Noskes Namen zu beflecken sucht, wird die Geschichte ihn rcini- gen. Ein zusammengebrochenes Volk verträgt es- nicht, daß Unfähigkeit und Verantwortungslosigkeit, im besten Falle ver- stiegener und tatsachenblinder Idealismus sich hemmungslos auf seinem Rücken austoben. Gegen das Diktaturstreben einer verhetzten Minderheit, das zum völligen Chaos und Ruin ge- führt hätte, hat Noske die Demokratie und damit die Möglichkeit geordneten Wiederaufstiegs für Deutschland gerettet. Daß er sie um ein Haar an die Gegenseite verspielt hätte, mindert sein Verdienst, aber löscht es nicht ans. In diesem Sinne wird Noskes Buch zweifellos beitragen, sein von fanatischem Haß der Gegner- entstelltes Bilb in seiner wahren Gestalt vor Mit- und Nachwelt erscheinen zu lassen. Erich Knttner. Mfiösung öer Hrigaüe Doberitz! Von anitlicher Stelle wird bekcknntgegeben, daß infolge der HeereSverminderung die Brigade Döberitz aufgelöst wird, die nach den Kapytagen aukgestrllt wnrde, um als repnblika- nifch zuverlässige Truppe die RcichShanptstadt gegen künf- tige Wiedertzelunge» des Militärputsches zu schützen. Tie einzelnen Bestandteile sollen zunächst ihren früheren Trnppcuteil'n wieder zugeführt werden. Hier ist ein klarer Beweis für die oft von uns betonte Tatsache, daß unter dem Vorwond der Heeresverminderung alle noch irgendwie für die Revublikizuverläsfigen Ele- mente aus der Reieiiswekr entfernt werden. Für die Brigade Döberitz ist kein Raum mehr in der Rcichswekr, während die. Heeresvermiitdevung nickit ausschließt, daß 2000 Mann der Meuterer Brigade Ehrhardt und 2500 Mann der kaum zuverlässigeren Marinebrigade Löwenfeld in die Märine zu deren monarchistischer Versuchung eingereiht werden. Der Reichstag hat die Pflicht, für solche Vorgänge H ckr r n G c ß l e r zur Rechenschaft zu ziehen! ch Nüstringev, 2. August.(Eigener Drvhtbericht. des„Vor- wärts".) Ter NciKswehrm iii ister Hit angeordnet, daß das hiesige Freikorps Scholz, das sich-sehr uicheliebt. gemacht kxtt und. dessen Angehörige vor einigen Wochen sogar eine Zivilperson ermordet e.n. nach W.e s e l versetzt wird.. Die Deutsche Volkspartei hatte gegen' die Benetzung pro- testiert,' jedoch da? Ministerium Hit diesem Protest nicht stattgegeben und die Versetzung auf Drängen der Bevölkerung hin verfügt." � Wir hätten es allerdings'noch fttehr begrüßt, wenn das Freikorps aufgelöst und damit allen Weiterungen ein für allemal ein Ende gesetzt worden wäre. Hoffentlich haben die Bewobner von Wesel nicht auch die gleichen Unliebsamkeiten zu ertragen wie die Rüstringer Einwohner. unwirkliches Idyll! Tie Berge ringsum sind wie Kulissen, die die Welt da dvmißcn fernhalten, damit die Kurgäste nicht belästigt werden. Die tiefe Ruhe der Rotur mutet wie ein Trick der Hoteliers an. um die Sommerfrischler über die wahre Wirklichkeit zu täuschen. ... Hier gibt es kein Spa und keine Putschgefahr. Die Zeitung überfliegt man mit verständnislosen Augen. Die Zeit blieb jenseits dieses Tale« liegen. t Den Rest des mikrozephalen Gehirns des Sommerfrischlers er- füllt die Wetterfrage. Merevrologische Vorgänge sind etwas, was einzig und allein für ihn da ist. Er steht im Mittelpunkt dcS Weltalls und belauert argwöhnisch den Ratsckilnß der Natur. Das ewige Wettergespräch könnte einem die Sommcrsrlscke verle'den,— wenn man nicht selber mitmachen würde. Aus jamer OpposrtionS- geist wünschte man einen endlosen Landregen herbei— wenn man zufällig nicht selber Sommerfrischler wäre. Aber es ist ger nickt nötig, ihn herbeizuwünschen,— er kommt von selbst * Ein gemütlicher Professor aus Meißen lalle Menschen aus Meißen sind gemütlich) ist hier, der seiner Erholung mit geradezu rührendem Ernst und peinlicher Gewiffenha st i gleit nachgebt. Er trägt stck sozusagen selber auf den Händen. Jeden Tag läßt er sein Körpergewicht feststellen. Er besitzt eine Kilometer-Uhr, um sich zu vergewissern, ob er das ihm zuträgliche Maß der täglich zurückgelegten Strecke nicht überschreitet. Sein Gesicht nimmt im Laufe der Ferienzeit immer mehr hon Ausdruck eines gepflegten Babys an. Sein streng noch der Gesundheit vorgelebtes Leben flößt den Mitpensionären Bewnndernng ein, und sie streben, es ihm gleich zu tun. Wie wichtig diese müßigen Menschen ihre arm- selige Körperlichkeit nehmen! Drei oder vier Wocken lang benehmen sich erwachsene Leute, als wären sie Kleinkinderbewabr- anstalts-Zöglinoe. Sie lassen sich den Scknuller der Natur in den Schnabel stecken und dösen vor.sich bin. Das nennt man Sommer- frische. Pfui Teufel! Aber schön war eS doch! tzl. N. Stirbt der afrikanische Elefant eus'? Infolge der Au-dehnung der Besiedlung Südafrikas in der Ricktung nach Norden wird auch das Großwild im dunklen Erdteile immer weiter zurückgedrängt. Trotzdem ist. wie Morstatt-Dählem in der„Naturwissenschaiilicke Wochenschrift" ausführt, die' vcrschiedenerscits geäußerte Besürch tung, d-r afrikanische Elefant, unser wichtigster Elfcnbeinlietcränt, sei von der Ausrottung bedroht, insofern übertrieben, als in Mittel- afrika die Verhältnisse wesentlich anders liegen. Tort sind große Länderstrecken, die noch von Europäern wenig kxriibrt und auch von Eingeborenen ganz dünn besiedelt sind.l. Fuli. lSüdslawischcs Preßb.nrean s Die rumänische Negierung hat an Rußland eine Note in Form eines Ultimatums mit der Aufforderung gerichtet, die russische» Trnvpcn aus Beffarabir« sofort zurückzuziehen. Der Sowjctregierung uwrde eine dreitägige Frist gestellt. W'e verlautet, wird Rumänien die Mobilisierung anordnen. Rückzug auf die Buglinic. W a r f ch a n, 1. Anqust. Heeresbericht nom s. Augnst von der deutschen Greil;e. Längs der Wissa und des Narew bis Tpkotzin ist die Loge imneründert. Südlich von Tykotzin habe» unsere Ab- teilungen die Linie Szlina(?) Semjatitfchi— Brest- L i t o w s k eingenommen, wo sich Kämpfe im Borfelde abspielen. Bei Brodz entwickelt sich die Aampfliandlung o«ch weiterhin für uns günstig. Tie fremde« Vertretungen in TSarschau. Poris, 1. August.- Nach der.Chicago Tvikmne' wird das amerikanische Konsulat in Warschau seinen Sid nach Bosen verlegen, wenn biS zum 2. August der Waffenstillstand zwischen Polen und Sowjetrustland nicht unterzeichnet ist. Berlin, 1. August. Ter Gesandte rn Warschau, Graf Obern-- darf, der sich mehrere Tage zu Besprechungen in Bcrl>i« aufge- Hilten hat, kehrt heuw wieder aus seinen Posten zurück. Tie„Unterstützung" der Entente. London, 1. August(T. 11.) Der erste Bericht der französischen U!'d englischen Wililärmissionen empfiehlt die Wsendung von Munition f ü r P o l i! n, die Verwendung von 600 franzö- fischen und 200 britischen Offizieren an der Front und die Umgrnvpierung der polnischen Armee, die hauptsächlich in Truppcnverschiebungen von Galizien an die Nord- front bestehen soll. Im Fuiaminenhang damit wurde beschlossen, daß Frankreich Mmittron über Da nzig nach Polen senden soll. Tanzig boykottiert Polen. T o« z i g. 1. August. Die Drgonisotion der Eisen- 5, o b n b e d i r n st c t e n im Freistaatc iBcamte und Arbeiter) haben olh Bcrgclti'.ngomaßnabme gegen deo Beschluß der polnische« Ar- beiterorgimifationeu, die Lebensmittrljusuhr nach Danzig zn sperre«, beschlossen, die Einstellung des gefamtenGüter- »erkehrs einschließlich der Lcbensmittelsendungen<»us dem Frei- staate nach Polen in Aussicht zunehme«. Die Eifcnbahnbediensteten loten nicht gewillt, nnr immer die Repressalien der Polen einzn- «recken und die Vergeltung, die sich sehr nachhaltig für Polen ge- stalten könne, aus allerlei Rückficktcn nicht durchzuführen. Einem Vertragsbrüchigen Gegner gegenüber, und als solchen baben sich die Pole« schon wiederholt gezeigt, müsse jede Rücksicht nrfhörrn. Ties fei der feste nnd unabänderliche Beschluß aller Eisenbahner. Genf. Gens, 2. Augnst. iDena.) Tie deutsche« Sozialdemokraten Bernstein, Buck, Fnchaez, Meerfeld, Molkenhuhr, Scheidemann und Wels trafen in der vrrgongeurn Nacht liier ein. Au den hcuiigen Komniissionssihungeu nahmen Adolf Braun, H n c und Stampfer teil. Tie Zchulbfrage auch im Vcrgarbeiterkongretz. Genf, l. August.(WTB.) In einer Besprechung der in Gens bereitsd?n Delegierten des Bergarbeiter- tongresseS wurde auf Verlangen der Belgier und Frau- z o se n beschlossen, die Frage der Schuld am Kriege auch rm Bergarbeiterlonaretz in öffentlicher Sitzung zur Sprache zu bringen. Gööenkfder für Jaures. Parts, 1. August. Di« fozialifttsche Part.«, feierte .eslern abend das Andenken von Jaures. Usber 5000 Per- sonen waren im Zirkus versammelt, um dem Andenken des ehe- maligen großen Führers zn huldigen. Die Festrede hielt der Pro- iessor an der Socoonn« L e v h. Im Namen der englische« Sozial- dewokralen sprach Lansburh, der tue Gelegen bei wahrnahm, gegen Winston Churchills Artikel in Eoening News zu polenri- ncren. Es wurde auch die Rede Ledebours verlesen, die er selbst gehalten haben würde, wenn die französische Regierung ,hm die Einreiseerlaubnis erteilt bätte. Nach Oeuvreihat die Ver- kündigung der Paßverwmgcrung an Ledebour in der Versammlung ein« starke Unzufriedenheit bervoroeruse.n. Simons über die Gftfragen. Wie«, 1. August D-s„Neue Freie Presse' veröfkentlicht eine Unterredung mit dem Auhenminister Dr. Simons, der in bezug auf die Meldung, wonach die Londoner große FriedenSkonfe- r e n z. auf welcher die Ost fragen zur Behandlung kommen sollen, ohne Zuziehung DeutschlbndS abgehalten werden soll, erklärte: Wenn diese Nachricht richtig sei, so sei es sehr erstaun- lich, daß Rußland zustimme, daß über alle die großen Fragen, die zwischen Rußland und Deutschland zu entscheiden sind, ohne Zuziehung Deutschlands entschieden werden soll. Im Verlaufe der llnterredung kam dar Minister auch aus den Zusammenschluß von Deutschland und Oe st erreich zu sprechen und er- klärte, die Gefahr, welche Oesterreich durch die ungarische Frage und durch die erneuten verstärkten Bestrebungen nach Herstellung einer Donaukonföderation bedrohen, seien nur durch em Mittel zu bannen, nämlich durch Festhalten an dem Grundgedanken, daß eS nur eine natürliche und rechtmäßige Lösung der deutschen Frage gebe. DaS sei der föderalistische Zusammenschluß aller deutschen Stämme in Deutschland und Oesterreich. Auch dieser Gedanke müsse und werde einmal zur Wirklichkeit werden, gerade so wie der Gedanke, daß Teutschland und ssiußland durch die stärksten wirtschaftlichen Interessen aufeinander angewiesen sind. Wofür Frankreich Geld bat. Tie französische Kammer nahm die Krediwarlage von 380(>l>()l> Kranken zur Feier des Nationaltages der dritten Republik am 11. November an. Dieser Tag' wurde als Feiertag erklärt. Der Gesetzentwurf über die Entwaffnung der Bevölkerung wurde im Ausschuß des Reichsrages nach längerer Aussprache mit umvesentlichen t'tenderungen angenommen. GroßSerlw Gegen einen neuen Krieg. Sonntag veranstaliete der Friedensjrnnd der Kriegsteilnehmer, zusammen mit der Deutschen Friedensgeiellschafi, dem Republi- kanischen Führerbund, dem Bund Neues Vaterland, dem Jnter» nationalen Bund der Kriegsopfer, dem Reichsbund der Krieg?- beschädigten, dein Deutschpazifistischen Studentenbund, dem Ver- ein Arbeiterjugend Groß-Berlin, der Jungs ozialisti schen Vereint- gung, der dcuischdemvkratischen Jugeudvereinigung, dem Bund österreichischer Kriegsteilnehmer in Berlin und der Groß-Berliner Lazareitkommission"c ine Kundgebung gegen den Krieg und für den Frieden. Im Lustgarten, wo von der Freitreppe des Museums, dem Denkmal Friedrich Wilhelm III. und von der Freitreppe deS Doms gesprochen wurde, hatten sich etwa LS 000 Menschen versammelt. Ansprachen hielten u. a. A. Zickler, Hauptmann Metz er, die Redakteure Vetter und Heppenhcimer, K. Tiedt, Ries st a hl, Phil-ppsborn und A u g e n st e i n. Die Redner empfahlen als wirksamstes Mittel gegen jeden Krieg den internationalen Zusammenschluß aller Kriegsteilnehmer. Folgender Funkspruch wurde an die Kriegsteilnehmer aller Länder gesandt: »Tausende ehemaliger Kriegsteilnehmer, tausende von Kriegs- opfern und Friedensfreunden Berlins geloben Euch, Kameraden aller Länder, unerschütterlich die aus Not und Tod heimgebrachte lleberzeugung, daß alle unsere Kräfte der Versöhnung der Völker gehören müssen, hochzuhalten und rastlos an der Schließung der durch den Völkermord geschlagenen Wunden zu arbeiten. Euch allen, über die Grenze hinweg die bruderlichsten Grüße." Die Französische Republikanische Kriegs- teilnehm erVereinigung hatte den Veranstaltern der Friedenskundgebung telegraphiert: .Die französischen Kriegsteilnehmer senden den deutschen Kameraden ihren brüderlichen Gruß und erklären, mit ihnen jederzeit zusammenstehen- zu wollen, um mit allen Mitteln die Wiederkehr eines Krieges zwischen den Völkern zu verhindern." AlZ Aniwort wurde an Henri Barbusse gedrahtet: Tie deutschen Kriegsteilnehmer und Friedensfreunde danken für die brüderlichen Grütze und drücken Euch die Hände, willens, sie ii'e. wieder auseinanderreißen zu lassen. Dem großen Kameraden Henri Barbusse gehört unsere unsterb- liche Verehrung. * Zur selben Zeit versammelten sich die Insassen der Groß- Berliner Lazarette, um für die Durchführung ich r e r Forde- rungen zu demonstrieren. In kleinen Trupps zogen die Kriegs- beschädigten mit Rollstühlen und Krücken zur Großen Museums- freitreppe. Dort sprachen, der Vorsitzende der Lazaretikommission Vieweg und der Vertreter des Internationalen Bundes der Kriegsbeschädigte� Berkmann. Die Forderungen der Laza- rettinsassen sind: 1. Erhöhung des Taschengeldes auf 8 Mark pro Tag unier Fortfall der Ortsklassen. 2. Eine sofort zu zahlende Veschafsungsbeihilf« von 1250 Mark für Verheiratete und 1000 Mark für Unverheiratete. 3. Zahlung der Uebergangsrente gemäß Verfügung deS ReichSarbeitS- ininifteriums vom 28. Juni 20 im vollen Betrage bis zum Ablauf des auf die Entlassung folgenden dritten Monats. 4. Den so- fortigen Umtausch der unbrauchbaren Kleidungsstücke und Liefe- rung von Kleidung. 5. Lausende Extrazuweisung von Kleidungsstücken und Wäsche für Vroihesenträger. 6. Anweisung an die Fürsorgestellen zur Unterbringung der au- den abgetretenen Gebieten stammenden Kriegsbeschädigten. 7. Außerkraftsetzung bzw. Zlenderung der �lZerfügung über die Enk- lassung der Prothesen träger aus dem Lazarett.(In der jetzigen 14iägigen Wartezeit ist es unmöglich, sich Arbeit und Wohnung zu verschaffen.) 8. Anerkennung einer Lazarettver- l r e t u n g und Ausstattung derselben mit behördlichen AuS- weisen. 9. Zusammenfassung der Ortsklassen A bis C zur Ortsklasse A, Uinreihung der Ortsklasse O in ö und Ortsklasse E in C. 10. Aufrechterhaltung der Hospize für. die Kriegsbeschädigten, bis der letzte Lazarettinsasse entlassen worden ist. Nach halbstündiger Dauer formierte sich ein Demon stratüms- ziig der>ich unter Vorantritt einer Musikkappelle des Reoublilani- schen Fübrer-BundeS zum Halleschen Tor bewegte und sich dort auflöste. Entcnteoffiziere oder Hochstapler? Am vergangenen Freitag fuhren vor der Dahlemer Villa des Berliner Juweliers Louis Werner zwei englische Maviueosfiziere vor,:n deren Begleitung sich ein deutscher Marineleutnant und ein englischer. Unteroffizier befanden. Die Kommission verlangte den Eigentümer zu sprechen. Da sich Herr Werner zur Zeit in seinem Geschäft befand, rief der deutsche Martneoffizier telephonisch bei ihm an und teilte ihm mit, daß die Ententeoffizicre bei ihm eine HauS- suchung abzuhalten beabsichtigten. Auf den Protest des JufvelierS und den Hinweis, daß ein solches Vorgehen Haussriedensoruch be- deutete, antwortete der deutsche Offizier:„Das nützt gegenüber der Entente nichts!" Werner begab sich daraufhin nach Dahlem und legte hier nochmals Protest gegen die beabsichtigte Haussuchung ein. Er wies eine Ourttung der Sicherheitspolizei vor, in der ihm be- stätigt wurde, daß bei einer vor drei Monaten erfolgten Haus- suckung bie Waffen der Dahlemer Einwohnerwehr m der Villa beschlagnahmt und abgeholt worden waren. Die englischen Offiziere� gaben sich mit dieser Ourttung nicht zufrieden und bestanden auf der Durchsuchung. Ausweise hatten die Herren nicht bei sich. Da die Engländer einen Handkoffer mit Handwerks- zeug bei sich fithrien. also gegebenenfalls die Zimmer gewaltsam erbrochen hätten, fügte sich der Besitzer und ging mit der Kom- Mission durch alle Räume. Die Engländer ließen sich alle Schränke und Behälter öffnen, forschten auf dem Boden und im Keller nach, fanden aber keinerlei Waffen. Einige alte Stahlhelme, die noch zum Inventar der früheren Einwohnerwehr gehörten, wurden für beschlagnahmt erklärt. Der oben geschilderte Sachverhalt trifft nach unseren In- formationen zu, offen bleibt aber noch die Frage, ob eS sich tatsächlich um Ententeoffiziere und nickt etwa um Hoch- st a p l e r handelt. Wir geben die Meldung daher, soweit sie sich auf die Ententeoffiziere bezieht, mit allem Vorbehalt wieder. Beim Einbruch erschosten, Bei einem Einbruchsversuch in die Klinik in der Ziegelstraße wurden drei Einbrecher überrascht und gestellt. Ein Beamter beob- achtete, wie die drei Einbrecher sich durch Läuten der Glocken am. ' Haupttor davon überzeug ten, daß kein Wächter vorhanden war. Sie begaben sich sooann zu dem Nebentor und versuchten dieses mit Dietrichen zu offnen. Ihre Anstrengirngen Blieben jedoch erfolglos. Nunmehr begannen sie, da« Tor zu übersteigen, um so in die Klinik zu gelangen. Als einer der Einbrecher den oberen Rand des Tores erreicht hatte, rief der Beamte ihnen„Halt" zu. Alle drei versuchten jetzt zu entfliehen. Der Beamte machte nunmehr von feiner Dienftwasfe Gebrauch. Trotzdem der erste Schuß den Mann auf dem Tore so schwer traf, daß er zusammenbrach und liegen blieb, liefen die beiden anderen noch weiter. Der Oberwachtmerster schoß hinter ihnen her und traf auch einen zweiten. Auch dieser brach laut oufschretend zusagimen, raffte sich oänn aber wieder auf und entkam mit dem dritten. Der erste hatte einen Kopfschuß erhallen und wurde schwer verletzt in die Klinik gebracht, in die er einzubrechen versucht hatte. Hier erlag er bald der schweren Verletzung. Die Leiche wurde noch dem Schauhause gebracht. Nach den kwi dem Toien vorgefundenen Papieren handell es sich um einen 23 Jahre alten Kellner Hans P ö l ck e c aus der Georgen- kirchstraße 38. Wer seilte entkommenen Spießgesellen sind, weiß man noch nicht._ Verhaftung vou Automobilräubern. Eine aufsehenerregende Verhaftung, die wie ein Stück aus einem Detektivfilm anmutete, spielte sich Sonntagnachmittag im Norden der Stadt ab. Ein 23 Jahre aller Student A s m u s und ein 21 Jahre alter Chauffeur Rademann hatten einem Kauf- inaun A lb r e ch t in Leipzig ein Automobil geraubt und waren m�t diesem in rasender Fahrt nach Berlin gekommen, um es hier sofort zu verkaufen. Bei dem Versuch an verschiedenen Stellen war den Geschäftsleuten aufgefallen, daß der Kraftwagen zwar eine Berliner Nummer, aber einen Leipziger Stempel trug. Die Räuber hatten diese Abändecuna unterwegs vorgenommen und geglaubt, daß der Leipziger Polizeistempe! nicht so leicht gemerkt werden würde. Von dem Angebot erfuhr die Berliner Kriminalpolizei und zwei Beamte mochten sich sofort auf die Fahndung nach d�n Au! omobi l rä u b e rn. Sie stellten sie in der L i e s e n st c a tz e, traten zunächst als Käufer auf und veranlaßten die beiden jungen Leute, mit ihnen eine Probefahrt zu machen. Dazu waren diese gern bereit, aber nicht wenig überrascht, als die vermeintlichen Käufer, von denen der ein« neben dem Führersitz, der andere im Wageninnern P latz�ge nommen hatten, sich als Kriminalbeamte legitimierten und den Führer mit gezogener Pistole zwangen,'das Automobil nach dem Lchthofe deS Polizeipräsidiums zu fahren. Das Automobil wurde dort beschlag- nahmt und die Räuber festgenommen. Groftfeuer in Steglitz. Ein verheerender Brand wütete gestern auf dorn Gelände der Neuen Photogravhischen Gesellschaft in Steglitz. Gegen Mittag sah einer der Wächter aus dem Magazin Flammen schlagen. Das Magazin barg große Mengen Rohpapier, Zelluloid- filme, die den Flammen reiche Nahrung gaben. Dtt Flammen hatten bereits das benachbarte Maschinenhcius umfaßt uitd züngelten an den Dachsparren des dreistöckigen Verwaltungsgebäudes empor, als die Steglitzer Feuerwehr und später die Fabrikseuerwehr der Gesellschaft eintrafen. In kurzen Zwischenräumen rückten dann die Wehren der weiteren Umgebung an. Im ganzen wurde auS 14 Rohren Wasssr gegeben. Das Kesselhaus ist mitsamt seinem Inhalt ein Raub der Flammen geworden, ebenso das Maschinen» Haus, während die anderen Baulichkeiten nur wenig in Mitleiden- schaft gezogen wurden. Ter Betrieb erleidet keine Unterbrechung Sozialistische Schülersektio» Grost�Berliu. Die Veranstaltiinz am Mittwoch jällt aus. Statt tesien findet am 3. und 4. August eine Zwei- tagefahrt nach dem Dobrowsert statt Trefipuntt Dienstag, den 3. August, morgens T1/, Ukit, vor dem Görlitzer Bahnhos. Gäste willkommen. Republikanischer Jvührer.Vnnd. Bezirk 17(Westen). Versammlung am 3. August, 7 Uhr, Zietbenitr. 7. Groft-Berliner Lebensmittel. Dreptow. AIS Ersatz kür Kartoffeln 500 Gramm MaiSmebl. Johannisthal. 500 Gramm Supvomnehl(654), 500 Gramm Maismehl'65o). 500 öi ia mm Reis(656), 1 Päckchen Süßstoff(657). Für Jugend- liche 250 Gramm Haser flocken(52). Groß-Serkmer partewachrichten. Morgen, 3. August: Hennigsdors. K Uhr bei Wolter Mitgliederversammlung. Pflicht eine? jeden Genosien ist eS, unbedingt zu erscheinen. Adlcrsdof. T/, Uhr Frauen abend in der 2. Gemeinde Ichulc(Zeichen- faal), Radickestr. Res Genossm Kiesel. Sport. Radrennen in Treptow. Eigebnisse. Malfahren, 6 Runden: 1. Arend 2 Min. 51 Sek., 2. Hahn, 3. HäuZler, 4. Stolz.— Großer Prei S von Berlin, l. Borlaus, 40 Kilometer: 1. ApPelbanS 36 Min. 27 Sek., 2. Tboinas 4690, 3. Bauer 4730 Meter zurück. 2. Vorlaus, 40 Kilometer: 1. Wittig 35 Min. 16 Sek.. L. Lewanow 1040, 3. ttn-ptak 2400 Meter zurück. Enticheid ungslaus, 40 Kilomeier: 1. Appelhans 35 Min. 38 Sek.. 2. Wütig 100, 3. Lcwanolb(Moiorwechsel) 2020, 4. TdomnS 2040 Meter zurück.— Zweisitzersahren, 4 Zlunden: 1. Kendel- bacher-Schröder 1 Min. 36 Sek.. 2. Schulz-Neinas, 3. Hahn-Müller, 4. Krahner-Petrt Rcuneu zn Karlshorst, Sonntag, den 1. August. 1. Wieder- sehen- Jagdrennen U 0C0 W., 3200 Meter. 1. Rosenrilter(Scholz), 2. Eberesche(Streit), Sierra i Fibr). Tot. Eng 53: 10, Pl. 17, 13, 4.5. Ferner liesen; Possenreiher(4), Herzog, Minnezart, Tellicherina, Denkmünze. — L.Preis von H e r z s e l d e 11 000 A., 2500 Meter. 1. Dolde (Edler), 2. Notbremle(Brederele), 3. Marlscherder(O. Dreihig). Tot. Sieg 32:10. Pl. 13,15,14. Ferner lieien: Ladro(4), Landvozt(auSgebr), Rotgold(auSgebr.), Admiral.— 3. Boddien-Jagdreunenll 000 M, 4000 Meter. 1. Veredur(o. Keller), 2. Döberitz(Frdr. v. Derchemi, 3. Eoriolan II(». Falkenhausen). Tot. Sieg 73:10, Pl. 23, 16,23. Ferner liefen: Samum(4). Kurzkehii, Jodler. Orianne, Meerschaum.— 4. Preis vom Quast 18 000 M., 2800 Meter. 1. Hosgunst(Hoch), 2. Sorma (Edler), 3. Radieschen(Ullrich). Tot. Siez 52:10. Pl. 24. 25, 57. Ferner liefen: Minorca i4), Marc Aurel, Das Puppercheii, Listig,«schnucki II, Deinhart, Gwel, Ranunkel.— 5. Wald-Jaadrennen lLOOO Mark, 3600 Meter, f. Rttlh(v. Keller). 2 Malachit(Frhr. v. Berchem), 3. Wal- pato(Freese). Toi. Sieg 87:10, Pl. 12, 12, lt. Ferner liefen: Fips(4), Furchtlos, Tonnerteii, Castle Brillant.— 6. StraugberqerJagd- rennen 20 000 M., 4200 Meter. 1. Hunding(Saager), 2 Polka(Wurst), 3. Philomele(Waiter Müller.).Tok. Sieg 24: t0. Pl. 13, 15, 16. Feiner liefen: Spero(4), Maison rouge, Stota Lipa(ges.), Biedermann II (auSgebr).— 7. Preis von VogelSdors 11 000 M., 1400 Meter. 1. Veiper(Ruvprecht), 2. Felmh(Geriete), 3. Donnerkeil(Stolpe). Tot. sieg 151: 10, Pl. 40. 19, 33. Ferner liefen: Mcur(4), Märchen, Figaro, Feierstunde, Zwirn, Föhn._ Mus aller Welt. Ausfckreitungen in Freiwaldau. Im Anschluß an eine Protestversammluwg gegen eine Milch- Preiserhöhung kam es in Freiwaldau zu großen Temonstra- Conen Plötzlich wurde der Ruf lauit,„auf Aum Kurhaus Aller- Vater." Mehrere hundert Personen zogen zvrn Kurhaus und ver. langten, daß alle Kriegsgewinnler den Kurort sofort ver- lassen. Die Demonstranten drangen dann in die Speisesäle deS Kurhauses ein und schleppten alle Lebensmittel fort. Dem Leiter dez Sanatoriums wurde die Forderung übermittelt, daß die Gesunden innerhalb 24 Stunben und oie Kranken inner- halb fünf Tagen den Kurort verlassen sollen. Die Menge zog dann nach G r e i s f e n b e rg. wo sie im dortigen PrieSnitzhaus sowie im Annahof und im Stefeniehotel dieselben Szenen wieder- holten. Ueberall wurden die LebcnsmillelvorrÄe weggeschleppt. OewerMastsbewegung Der»revolutionäre� Schwung in Hamburg. Wie wir kürzlich berichteten, wurde im Hamburger Metall- arbeiterocrband zur Organisation der Betriebsräte Stellung aenommen. Es sprachen N o e r p e l für dtzn Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbund, D i tz m a n n vom Vorstand des Metollarbeiterverbandes und Richard Müller für die Hallesche Räteorganisation. Dißmann, der sich für die Nicht- linien des Metallarbeiterverbandes einsetzte(Angliederung der Betriebsräte an die Gewerkschaft), äußerte sich zum Teil in sehr krassen Ausdrücken gegen die radikale Richtung der U. S. P. Nun hat am Sonntag eine Urabstimmung über die Richtlinien stattgefunden. Tie Beteiligung war, wie uns von dort gedrahtet wird, eine für die Istststt) bis 40000 Mitglieder starke Organisation geradezu jämmerliche. Die Nich- tung Dißmann siegte mit 3137 gegen 1057 Stimmen. Mit dem „revolutionären" Schwung der U. S. P. in Hamburg ist nicht viel Staat zu machen.___ Reichs konferenz See �rbettsinvallSen. Der Zentralverband der ArbeitSinvaliben und ander« Zivil- invaliden-Organisationcn hatten zu einer Reichskonferenz vom 24. bis 2S. Juli in Essen eingeladen, an der über IVO Delegierte auS dem ganz«» Reiche teilnahmen. Nach Referaten de? Verbands- Vorsitzenden Lüneburg(Frankfurt a. M.), der Stadtverordneten Balser(Elberfeld), Heermann(Duisburg) und Subke (Berlin) wurde die EinheitSorganisation unter dem Namen .Zentralverband der Invaliden und Witwen Deutschlands' gegründet. Der Zsntralberband wrrd� alle nicht kriegsbeschcdigten Invaliden Deutschlands und deren Hinter- bliebenen umfassen und zählt zurzeit rund KV OVO Mitglieder. Die Richtlinien deS neuen Verbandes wurden festgelegt; mit allen Kräften soll die wirtschaftlioäe Sicherstellung der Invaliden und Witwen angestrebt werden. Die heutige Armenpflege wird angesichts der unbeschreiblichen Not, in der sich alle diese Kreise oe- finden, als völlig unzureichend und dazu kränkend und beleidigend für die Fürsorgebercchtigten angesehen. Soziale HilfSsinrich- jungen in ähnlichem Ausbau wie die der KriegSbeschädigtenfür- lorge werden auch für die ArbeitSinvaliden und deren Hinter- Webenen gefordert, dazu Ausbau der Sozialversicherung. Gegen den Ausschluß der Arbeitsinvaliden und Arbeilsveteranen aus der Erwerbslosenfürsorg« auf Grund des§ 6» wurde lebhafter Protest zum Ausdruck gebraqt; man bedauerte, daß viel« Kreise, danmter die deutsche Reichsregierung, so wenig Verständnis und Empfinden für die Wünsche und die Not der Arbeitsinvaliden haben. Als VerbandZvorsitzend« mit gleichen Rechten wurde Lüne- bürg(Frankfurt a. M.) und Stesses(Hamborn) gewählt. Bis zur endgültigen Uebersiedlung nach Berlin wurde Frank- surt a. M. als Verbandssitz bestimmt und sind alle Anfragen und Anmeldungen an den Verbandsvorsitzenden JohS. Lüneburg, Frankfurt a. M.. Saalgasse 32, Zimmer b8. wie an die Geschäfts- stelle Croß�Zerlin N. 58, Stubbenkammerstratze S, zu richten. Die Angsstelltenwahl im Buchbinderverbnnd. Die am gestrigen Sonntag stattgehabt« Mab! der Angestellten der Lrtsderwallung Berlin deS Buchbinderverbandes ergab fol- gsndes Resultat: ES wurden abgegeben 5496 Stimmen, davon davon ungültig 42. Zu ersten Vorfitzenden mit gleichen Rechten wurden gewählt: Kaspar mit 4319 und Roth« mit 4763 Stimmen. Erster Kassierer Bytomski 2614, zweiter Kassierer Frau W ö l I n e r mit 2017 Summen. AI» Branchenleitrr für die Buchbinderbranche wurde C z e r n mit 4920 und als Branchen- leiter für die Kartonbranche P r i e me r mit 3470 Stimmen ge- wählt. Aum Sekretär für die LuxuSpapterbranche wurde Paul Süd ick« mit 4848 Stimmen gewählt. Auf die drei Verwaltung»- beamten Richard T ö p f er, Robert Becher und Schaar- s ch n e i d e r entfielen 4966, 4936 und 44583 Stimmen. Als weib- liche Hilfskraft für die Kassengeschäfte wurde Fräulein Helene Mittermüller mit 2699 Stimmen gewählü Die Anstrengungen„der revolutionären Räte", die beiden iletzien S. P. D.-Mi!glicder der Ortsdsrwaliung herauszuwählen, sind erfreulicherweise vergeblich gewesen. - Eine rette Musikcrkonknrrcnz. Während des Krieges sind eine große Anzahl neuer Kapellen �gebildet worden, die sich— da die auSgctildeten Berufsinusiker (hierzu nicht auSreickiten— zumeist aus Dile:tonten zusammen- setzen. Diese im Krieg mobil gemachten Kräfte schlössen sich nach Beendigung desselben zu Musikvereinen zusammen und bildeten nunmehr, da sie die Musik im Nebenberuf betreiben, eine unlieb- same Konkurrenz der Zivilberussmusiker. Aus den Kreisen der letzteren erhalten wir eine Zuschrift, in welcher darauf verwiesen wird, daß am 13. Juli in der„Frei- hei t" ein Aufruf dieser Vereine zur Bildung eines Arbeiter- Musikerbundes erschienen sei. In den Satzungen dieses Bun- des wird gesagt, daß der Bund sich bei sportliche� Arbeiterveranstaltungen gratis zur Verfügung stellen wolle. Hierin erblicken die BerufSmusiker eine Schundkonkur- renz. wodurch den im Deutschen Musikerverbande Berlin, zurzeit 6000 organisierte Musiker,«ine weitere Erschwerung ihrer Exi- ' stenzverhöltnisse droht. Selbst wenn der Musiferbund aut sport- lichen Festen umsonst spiele, habe er nebenbei wiederbolt auf Ernte- und Kinderfesten, auf Waldfesten der U. S. P. D. usw. gespielt.' Zweimerl habe man sich bereits an die Redaktion des Unab- hängigen Blattes gewandt, um diese Schundkonkurrenz zu be- leuchten, bt» jetzt vergeblich. Die Freiheit suche wohl Miß- stände in den Reihen bürgerlicher Vereine zu kritisieren, sie wage es aber nicht, Fehler in den eigenen Reihen an den Pranger zu stellen. Jeder Arbeiter und Angestellter, der für den Achtstunden- tag«intrete, müsse die Konkurrenz der Arbeitermusiker gegen die eigenen Klassengenossen als eine Schmach empsinden, weil durch dieselben ein« unerhörte Lohndrückerei großgezogen werde. Den Arbeitnehmern in den StadtgeschLste» in der Darm- branche, welche schon seit Ansang der Revolution um ein menschen- würdige? Dasein ringen, wird von Unternehmerseiten in ibren Forderungen der heftigste Widerstand entgegengesetzt. Trotzsem gerade in dieser Branche vor und während dem Kriege ungeheure Gewinne erzielt wurden, ist das Einkommen der schaffenden Kräfte immer so schlecht, daß sie daZ Existenzminimum kaum zur Hälfte erreichen. Um nun den wirtschaftlichen Forderungen eini- germaßen gerecht werden zu können, haben sich die Arbeiter an die Arbeitgeber gewandt und um Erhöhung der Löhne gebeten. Die Arbeitgeber haben sich in der Arbeitgebervereint- gung im Darmhandel Groß-Berlin zu einer festen Organisation zusammengeschlossen und lehnen jede Lohnerhöhung brüsk ab. Sie stellen an die Arbeiter die allerhöchsten Anforderungen und überlassen es denselben mit 188 bzw. 123 Mk. Wochenlohn, von denen die Steuern und sonstigen Abzüge abgehen, die Ge- winne der Arbeitgeber mit zugeschnürtem Magen immer weiter steigern zu helfen. Das Gswerbegericht wird hoffentlich für die Lage der Arbeiter ein besseres Verständnis haben. Deutscher Werkmetster-Verbaud. y«4ammlnng aller Werkmeister der(SesundheitSlndustrie Dienstag, den S. Zluguft, nachm. 5 Uhr, im Bureau, stralauer Str. bS I._ Wirtschaft ..Tie Gewerkschaft künu Hilfsmittel für den So- zialismuS fern, wenn er einmal da ist und wenn sie ihn zweckge- maß zu behandeln gelernt bat Die politische Arbeiter- Partei kann Hilfsmittel für den Sozialismus sein, wenn sie die Macht und die Einsicht besitzt, ihm auf rechtem Wege zu helfen. Aber beide könne» ihn niemals machen. Die Konsum- g e n o ss e n s cha st dagegen mit eigener Produktion für den Bedarf ihrer Mitglieder ist kein bloßes Hilfsmittel, sie i st bereits der Spzialikmuö selbst. Sie braucht bloß auS- gebaut und allgemein gemacht zu werben, dann ist er zum Siege gebracht, und auch er siegt nu. durch seine überlegene Kon- i kurrenz im Kampfe gegen daß Havdclssystem und seinen Kapi- ! taliSmuS. Sie exproprüert letzteren trotz seiner scheinbar unge- | beuren Mackt in dem Augenblick, wo sie allgemein und von j ihren Mitgliedern ricküig bsbandelt wird. Richtig behandelt so- i wohl von ihren bloß Bedarssmittel beziehenden wie ihren für sie : arbeitenden Mitglieedrn. Nehme man dem Kapitalismus den '.Handelsabsatz am letzten Gliede seiner Wirischast, und er ist t c r. Seine Mieder aber werden dann automatisch in den so» j zialistischen Betrieb herübergefuhrl. Da bilden sie durch Vermitt- I lung ihrer Tauschgemeinschaft zugleich eine Produktions» gemein schaft unter sich, itz der jeder Beruf prositfrei für den anderen arbeitet. Nehme man aber dem Kapitalismus sein Kapital, ehe dies« gemeinschaftlicke Tauschwirtschaft geschaffen ist, in der all« füreinander arbeften siinnen, und der Arbeiter sede Wertsach«. Hschlte An» kmiievretse für Pfandscheine, Brillanten, choldgegenstände. Teppich«, Bücher uiw. Wolft, Frfedriclistr.41 III. SdtStodtftr. Fahle für 13 U* Eeinzmn32M.p.kg. bei 20 kg. M. 33 p. kg. Or. Frankiurter St. 116,$. grzu. Kasten«,. Leiterwagen Norddug, Wilhelmstrasse 42a. Verkäufe wandlib. Ouadratrute 80 Mark, lOOSKürt Wanzen und Motten nebst Brut vernichtet radikal Pfeifferol Ueberall erhaltlich. Ueberali erhältlich. Wanzentod............. FL 8.75, 5.50, Ä und 11 M. Mofctontod..................... in Beuteln ä 75 Pt Kopf- und Haarwasser gegen Läuse....... Fl. 4 u. 6 M. Parasiten-Liniment gegen Körper- u. Kleiderläuse Fl. 4 n. 6 IC Herstelief; Ipotbeker Otto Pfeiffer& Piehler, Berlin N.65 Chemische Fabrik„Pfeifferol�. rafluett Die von der Ir.Ober- hebamme ander ge-, burtshilillch. Klinik der Charit«, Berlin, I Frau Anna Hein, I tausendf, erprobten f Menstrual-Tropfen dürfen keiner Frau (ehlen.FlascheM.H, Pulver M.S, Versand diskret p.Nachn.von I FrsnÄnnaBeiiig:??; 1 Bln. 100, Potsdam, Strjl06aJhEtg. [Prospekt grat.| Wir garantieren für sofort. Wirkung unserer Präparate ■ Darum lassen Sie sich nichts anderes antrcdenl—————— „Pa*"-Wanzentod Radlkslmltiel In Flasche. 3.7S, 5J50 und 8 26 Mark. „Rerbarol" Nr. I gegen Krätre, Hautjucken, Hsutauischlu-e usw. Flasche 7.— Mark. „Reyberol" Nr. 2— Haarwasser— vertilgt sicher Kopfläuse und Brut, beseitigt Schuppen, Schinnen, jucken der Kopfhaut. Flasche S.- Mark. „Mettenteafel4*. Bester und sauberster Mottenschutz. Paket 80 Pfennig. „Schuppenfrcl"— Antlseptitchcs Haarwasser— Für Haar und Kopfnerven. „Scbuppentrel"— Kamille— Spez. für blondes und hellblondes Haar. Einheitspreis Flasche 8.76 Mark. Zu haben In allen Apotheken und Drogerien, wo nicht, direkt durch Reyher A Behren«, Fabrik pharm.atechn. Präparate, Berlin S 59. mn Dr. med. GrOteriio Haut-, Harn-, Unterleibsleid b.Männ.u. Frauen, Blutuntera InvalldenatraBe 88, Ecke Chausseestr, StettBhf. Spr. Wochentiglich 11-1,'/�-V,?. Altmetalle Quecksilber. Aahapeblffe, Slallu-, SKbetbcudf) tauft irannenutraße 11. Nutzeisen Ankauf Verkauf Armeepistolen und Jawdwallco kaufen F. W. Vandrcy•& Co., Gewehrfabrik,• BerllnSW.68, Llnden.tr. 90. ZeiillW-»-WiM lauft Ocbon» et, Friedrichftr.46 Ecke Zimmerstr. und Seorgen» flrchstr. SV. nahe dem Alexander- platz. 9— 12V» 2'/,-7. 53/13* Stabeisen, Bleche, I-Tr8ger, U-Elsen, Rohre, Ketten, Lagerböcke, Riemenscheiben, FnD- stanzen etc. in verschiedenen Dimensionen haben ab Lager abzugeben Cohn& Borchardt. Bln.4ichtenberg Rlttergutstr. 47/48, Tel.: Lichtenberg 646/547. Nutzeisenabteilung: 838b* Marbach-Ufer 18/19, Nghe der Kottbuser Brücke. Zähne 4« �eUlz»h?n� LUIIIIU v.Tan schmerzlind. Umarb.schlechts.Gebisse.Rep Zahnarzt Wolf sof. Potsdamer Str.S5, Hochb. Sprecht. Q-7 oneu ISM.PIomben mit Einspr. höchst �Iiuahluno. Blonvilleitr. U. teglitz 2884. «reßtorf und gementstrw« liefert Prin,, vrllderitr. 3Sa. Beiw üiche, bedeutend zurück- gesetzt, DeckdeltbezuglSSü.Kisien in, 25, Safen 40,—, Inlett» preis- wert Wchcheiabrit Srafesiran» ji /Haienh- i°e), 17Z7D* Sardinen, ltünftlergdrni- iur, Store», Bettdecken,«e- ��reft»«». fctip 800 Mark und mehr sparen Sie beim«ans von Jackett- anzügen, Cutaman«, Patetot». Äoftümeit, Mänteln. Sonderaller Art, Leih- Nähmaschlueu, auch Teil- ahiuntz aeftattet' uersiratze 20. Hahn, Prent- 32/18 Hobel Küche», modern, mit und ohne Anrichte, lackiert, lasiert, roh, letzt von 450 Mark ad. RiesenauswabL KüchenmZbel- fabrik chimmel. Lothringer» strafte 22, Schönhausertor. K* MobeL Enorm« Auorvah!, kehr billig! Möbelhaua Kamee. Möbelpreise bedeutend ermäßigt Solange Vorrat: Sin- »immer und Küche 2420,—, gweizimmer und Mich- 4025,—, komplette Schlafzimmer 8500,—, Herrenzimmer 3800,—, Speise- jltranec 4500,—. Lagerung kostento». Mo edel- Boebel, Moritzplatz 58. ffabrikgebäud«. Rejewsie» Möbelhau», Bad- straße SS. Spezialität: Ein- zimme» und gweizimmer-Ein- richtungen. Ziiesenauzwahl, konkurrenzlos preitwept Schwf- , immer ISSS bi» Lsü Speise- zimmer 1710 di, 12475. Herren- zlmmer 1750 bi» IIS>5, Wohn- -immer 875 hl» 4250. Küchen 445 bi,>270. Billig- Ewzel- miidel Langjährlg« Garantie. Lieferung, auch Vororte kosten- lo», auswärt« frachtfrei. Lage- -------"*• Schlafzimmer, Elche, gut- erhalten, zu kaufen gesucht Diermann, Eharlotteni ar.1. Ehristfiraße 7. H110 Musikinstrumente Vierling.Pisno», neue, mite gespieUe. wohlseile ffielcgen. heilen,«oitbuiersir. 5. 75K* «ianewielt« Mondoline», Biolinen, Gitarren, Lauten. Snfterst billi«. Elnterricht SO— M»nat»ü>torar. Drei. monaiskurse«ur perfekten Ausbildung.) Mund- Und vandharmonika» usw., ge- brauchte Klaviere. Larmo» niums nsrkauit Beraer u. So., Lranienstr. ISS. 15SK Bia»»,,«rofte« Lager neuer und gebrauchter Znstrument«. Piano«, Stutzflügel, Harmonium», gebrauchte und neue Iustrumente. Repara- turen und Stimmungen. Mar »dam. Münzstraft, 1». 132» Kaiifge£uche Jagdgewehre, automatische Pistolen kaufl Frank, V S8 Marigras-nstraft- 30.» Kaufe neue Epiraibohrer, Urdlin»kL MWerstraße L3Sn. gahngebtsse bi» 1000 Mari, Platin in i-der Form, Gold- bruch, Silberbruch. Quecksilber. Meiling, Kupfer, Blei, lieber- vreifez ahtt Zohn, Ehausfee- straße>10, vorn I, Portal i, (8 bi» n_ Lew kauft Paul, «eg 21. Unterricht Kauwännische Privatschul« ». Kowalski. E-penick-r Sit. 143, am Schi, stschen Bahnhof, Hoch- bahn Schlesische« Tor, gnfei brücke, IS Straßenbahnllnier Fernsprecher: Mor. Sämtliche Handeis'ächer. ..________.... Mo- nato-, Bierteijahreo-, Halbjahre»- und Zchreskurfe. Sprachen. Schnellste Au»- bitdung al» Stenotypift. An- meidung in den Sprechstunden des Letter, täglich 5-7 Uhr. und Engsischeu Unterricht für Aniänger und Fortgeichril- ten«, sowie deutsche und Iran- zäsifche Stunden erteilt S, SwientH, Charlottenburg, Stuttgarterplatz 2. Sorten- hau« IT. Heinrich Maurer» Privat Kuschneideichule. Alepander- platz kEi Tage«-,_________ Damenschneiderei,_______ Putzkurse, Schniiizeichnen, Ru ichneide». Nähkurse. Sdmitt- mnster. Fernsprecher: Kbnig- stadi 332. lingang Königsgraben). , Abendkurse, Herren-. Schneiderei, Bäsch«. Verttkierlenez Spezialist: Ehesachen, Strafsachen-Serichtenerttetung. Neukölln, Berlmerstratze 102 (Hermannplatz).__ IWK Damm, Detekkivs. Norden 7213. Invalidenltt. 38. Au»- künike. Beobachtungen. Per- brechen-Bearbeitung. 174»* Erfinder, Patrntdureau Backlcher, Settraudtea stifte Frauenleiden aller Art er. fbigreichi Behandlung, unent- ärltliche und diskrete Unter- suchung.«ertulitt. Chaussee- strafte 1 i. X78K Saal, größter, schönster Nor- den», für Vereine, Festlichketten und Bersammiungen empfiehlt Max Schubert, gen- ttai-Kasino, Brunnenstraft« 154. /Vrbeitsrpsrkt Stelfpnanqcbote Nebenverdienst finde» Angestellte orofter Betttebe durch Verlauf feinster Schmtlzschoki» lade zu Eng tarie 225, Postamt en. Lager- Botenfrau«» sucht Reitung». RentraieSUhelmshaveuerstraße