Mr. 102. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mart, monate lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit dem ,, Sonntags= Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Beitungs- Preistifte für 1891 unter Mr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Jasertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. neell Ostern, Himmelfahrt und Pfingsten Euren Festen nach der Reih', Von dem ältsten bis zum jüngsten, Gehn wir falt und fremd vorbei: Fahrt gen Himmel über SterneFahrt zur Hölle- einerlei! Alles gönnen wir Euch gerne, Aber gebt uns dafür frei Unser Maienfest! Wenn von Euren Kirchen Klagen Glockenklang und Orgelton, Daß sie an das Kreuz geschlagen Einer Jungfrau Gottessohn, Legen wir im Märzmond wieder Auf der Brüder Gräberreih'n Rothbeschleifte Kränze nieder, Still im stummen Friedrichshain, Unserm Golgatha. Quittung. Sonntag, den 3. Mai 1891. 3um Maifest 1891. Ihr Ihr klagt um einen Dritten, Der für Euch geblutet hat; Wir wir haben selbst gelitten, Kein Erlöser für uns bat. Auf dem Delberg schlug in Bande Ihn des Judas Häscherchor, Ach, im lieben deutschen Lande War so manches Kerkerthor Uns Gethsemane. Ihr, wie auf dem Feld die Lilien, Säet nicht und erntet doch; Staatsminister und Reptilien Tränkt Ihr aus demselben Trog: Ach, es stehn so manche Dinge Faul im Staate Dänemark! Damals dreißig Silberlinge, Jett gilt viele tausend Mark So ein Judaskuß! Wenn sie bricht, die letzte Kette, Nichts mehr hemmt der Freiheit Lauf, Dann, geliebte Schädelstätte, Brechen wir die Särge auf, Graben aus beim Maimondscheine Eure heiligen Gebeine Unter Sang nnd Bannerwehn Das soll Euer Auferstehn, Unsre Ostern sein! Expedition: Beuth- Straße 3. Fremden Fürsten weiht Ihr Feste; Armuth weiß nicht ein noch aus! Kirchen baut Ihr und Paläste; Noth und Elend hat kein Haus! Ausgewiesen wundgeschunden Ketten fnebeln Deine Händ' Volk! Volk voll Blut und Wunden, Steh zusammen, mach ein End' Deiner Leidenzeit! Auf der Kränze rothe Flore Unfre Hand Gedenken schrieb; Unfres Geistes Trikolore: " Freiheit, Gleichheit, Bruderlieb" Weht von unsern Fahnen nieder, Zeigt die Siegesbahn uns an! Todte Brüder, Eure Glieder Tragen wir dem Zug voran Eines Maientags! Die Natur hat uns das beste Aller Feste aufbewahrt: Maienfeier! Fest der Feste! Du bist unsre Himmelfahrt! Denn wir haben andre Sorgen, Wollen heut auf Erden schon, Nicht im Himmel, und nicht morgen, Für a cht Stunden: Arbeitslohn! Sechszehn: Ruh' und Rast!-C. M. Scavola. für März- Nr. 77 des Vorwärts"-war Annaberg in B. die Behörden in kopfloser Angst täppisch aufreizende, statt Annaberg i. S. und Wette, Berlin, statt Mette, Berlin an- herausfordernde Maßregeln getroffen hatten, wie in Rom, gegeben. gebeten. Die Parteipresse wird um wörtlichen Abdruck obiger Quittung Berlin, den 2. Mai 1891. Für den Parteivorstand: Gr.- Görschenstr. 22a. A. Bebel. Das Welt- Maifest. das am Morgen des 1. Mai, nach den Telegrammen gegnerischer Blätter, einer belagerten Stadt glich", auf allen Straßen Soldaten und Polizisten herumwimmelnd. Da mußte es natürlich Krawall geben. Außer hier ist es nirgends zu Kollisionen gekommen. In Deutschland beschränkte sich die Feier des gestrigen Tages fast durchweg auf Versammlungen am Abend, die massenhaft besucht und von dem weihevollen Geist erfüllt waren, der dieser Feier entspricht. An ein Jm Monat April gingen folgende Beiträge bei der ParteiTaffe ein: Bielefeld, Schluß des Sozialistengesetzes 147,85. Kellinghusen in Holst. 25,-. II. Berliner Wahlkreis 250,-, darunter 20, durch Jänice. E. F., Berlin 6,20. Auktion in Pöhler's Restaurant, Meerane i. S. 7,40. VI. Berliner Wahlkreis, Oranienburger Vorstadt, Wedding, Gesundbrunnen, 330,50. Württembergische Genossen 100,-. Geraer Genossen 50,-. IV. Berliner Wahlkreis, Osten 150,-. Brauergesellen Berlins 3,20. Tischler und andere Arbeiter im Westen und Südwesten Berlins 111,50. Durch Rud. Friedrich gesammelt, Berlin 16,85. Ellerbeck 30,-. Vom Maskenball bei Busse, Berlin 40,-. Bentral Vergnügungskomitee im Osten Berlins 200,- Flens- Der gestrige Tag gehörte den Arbeitern, der heutige Niederlegen der Arbeit wurde nirgends gedacht, und das burg 10,-.. H., Berlin 59,70. Roeder 50,- Bockenheim gehört ihnen und der morgige wird ihnen gehören. Alle Geldproßenthum sucht sich für die moralische 16,65. Finsterwalde 10,- Potsdam 50,-. Von den Rothen Nörgeleien, Nücken, Tücken, Brutalitäten und Provo- Niederlage, welche ihm die Maifeier bereitet, durch zu Gersdorf 20,-. Nürnberg 300,-. Hanau 100,-. Roßwein 15, Lauenburg 11,75. Friedland in Schlefien 15,- fationen boshafter und engherziger Feinde sind zu Schanden das Lügenmärchen zu entschädigen, nur der tapferen Gelsenkirchen 50,-. Hof in B.," In Treue fest" 10,- geworden an der zielbewußten, besonnenen Entschlossen- Haltung des deutschen Unternehmerthums im vorigen Wieseck bei Gießen 10,-. 2. Br. 1889, Hamburg 30- heit der Arbeiter aller Länder: Das Welt- Maifest der Ar- Jahre sei es zu danken, daß die Arbeiter in diesem Jahre EI. G., Berlin 6,65. Belten 92,25. Hannover 300,- Halber- beit ist Wahrheit und eine„ harte", unzerstörbare teine„ Kraftprobe" versucht hätten. Das ist eine freche ſtadt 100,- R. U., Berlin 20,5. P. Scr., Rigdorf 1, VI. Wahlkreis, Berlin 250,- M., Mühlhausen i/ Th. 15,5. Thatsache und der Doppelzweck, welchen das inter- Verdrehung und Fälschung der Thatsachen. Berlin, 2. Mai. G. Komorowen 100,-. Lübeck 300,- Werther 3000,-. I., nationale Arbeiterparlament von Paris im Auge hatte, Im vorigen Jahr ist es der deutschen Sozialdemo Berlin 8141,55. Die vier alten Berliner im Osten 66,00. Auf als es dasselbe schuf, ist in vollstem Maße und im fratie und den deutschen Arbeitern nicht eingefallen, dem Maskenball des Rauchklubs Kernspiße, Berlin, ges. 50, weitesten Umfang erreicht worden: Löbau i./Sachs. 10,-. Achim i./m. 30,-. Hann. Minden 14,25. den 1. Mai zu einer Kraftprobe" zu benützen, die " Volkmarsdorf Leipzig 100,-. VI. Berl. Wahlkreis, Rosenthaler Die Arbeiter haben ein Fest am 20. Februar schon geBorstadt 64,70. Gradenwig, Werkstätte, Dresdenerstr. 88, Ber- fein Staat, wie feine Kirche es je zu begründen vermocht macht. ein Weltfest, wie Kraftprobe" war Eine Kraftprobe" am 1. Mai wollten lin 8,- Mechanische Wertstätte 2. in Berlin 8, Aachener hat, noch je vermögen wird – ein Weltjeft, bent blos die Herren Unternehmer, welche, unterſtüßt von der Genossen 20, Arnstadt i./Thür. 20,-. Puter, Restauration an dem zum Rothen Meer, Berlin 3,5. Spielberg, Berlin 3, Böttcher, die Enterbten und Geknechteten aller Nationen der Erde traurigen Geschäftslage, die gesammte deutsche ArbeiterBerlin 4,-. Rollerlohn, Berlin 30,-. Rothe Hatten, Dort in Gemeinschaft des Denkens und Fühlens ihre Forderungen schaft in eine Falle zu locken beabsichtigten mund 14,- Barmer Genossen 100,- Braunschweig 200,-. wie es jetzt einem Theile der BergIV. Berl. Wahlkreis Süd- Ost 515,- IV. Berliner Wahlkreis aufstellen, ihren Willen bekunden, und über die Grenz- ähnlich leider mit Erfolg! ge= Süd- Ost durch B. 51,40. Gef. durch R. Schmidt, Berlin 5,60. Pfähle einer verfaulenden Heuchelkultur hinweg, sich die arbeiter gegenüber Arbeiter vermieden schehen iſt. Die Durch M. v. Eintracht, Spinde, Berlin 21,-. Vier Hellrothe, Bruderhand reichen. d. D. M. 6,-. Liste 580, Berlin 8,40. Von den Wagen2013. deutschen in bauern 18./4. 10,-. Hörsterholz b. Dalhausen a./R. 6,50. Und die Aufmerksamkeit der herrschenden Klassen ist für die Falle, und das Maifest der Arbeit wird in der ganzen VI. Berl. Wahlkreis Wedding, Gesundbrunnen, Oranienburger die Forderungen der Arbeiter erzwungen worden auch zivilisirten Welt gefeiert und wenn das UnternehmerDr. Br., Berlin 20,- Penig i. S. 10, Fünf Sutmacher, Millionen und Millionen von Kehlen nicht verschließen. Vorstadt 111,25. VI. Berl. Wahlkreis( Schönh. Vorstadt) 124,15. das taubſte Ohr kann sich dem dröhnenden Donnerruf aus thum sammt seinen Helfershelfern vor Wuth berstet. Auch heute am 2. Mai finden zahlreiche FestKönigstraße Nr. 25, Berlin 10,-. Hutmacher F. A., Berlin 1,-. versammlungen statt: der Haupttag der Feier, V. Wahlkreis Berlin 200,-. Leipzig- Eutritsch 200,-, davon Die Arbeiterfrage, die ohnehin in dem Vordergrund Frankreich, Desterreich, Amerika, Italien, Spanien und 50,60 2. Schönfeld. Solingen 51,-berg i fächs des politischen Lebens der Gegenwart steht, wird durch Belgien der 1. Mai, wird in Deutschland wie in Wahlreis, Westbezirk Leipzig- Land 300 Berlin 9, das Maifest in den Brennpunkt des öffentlichen Interesses England morgen, Sonntag, der 3. Mai, sein. Elberfeld 500,-. Groß Lichterfelde 5,-. W. J., 1. Wahlkreis Berlin 150,- Apolda 15,- Suhl i. Thür. 6,90. gerückt und weiten Kreisen, die bisher noch abgeschlossen Morgen hält die deutsche Sozialdemokratie, nachdem Radeberg 12, Tohmen( fächs. Schweiz) 5, 12. fächf. Wahl- waren, in ihrer gewaltigen Bedeutung und Tragweite zum freis, Leipzig 350,-. 18. sächsischer Wahlkreis, Ditbezirk 300,- Bewußtsein gebracht. sie gestern und heute Musterung gehalten, ihre große Luckenwalde 35,55, Wurzen i. S. 10,-. Guben 27,5. MannAus allen Punkten der Welt melden Telegramme Heerschau. heim 25,-. Golzera b. Grimma 2,-.. B. 150,-. P. S. 50, Keine Stadt, fein Dorf, wo Arbeiter wohnen, im Zwickau 50,- II. Berl. Wahlfreis 100,-. III. Berl. Wahl- den Verlauf der Maifeier an den einzelnen Orten. freis 126,65. III. Berl. Wahlkreis, Listen 14,30. Amerif. Auktion, Ueberall- in Nord und Süd, in Ost und West war weiten Vaterland, wo am morgigen Tag die Arbeiter sich, H. G. 2., Friedrichshagen 10,55. Flepa 10,-. Drei Tischler er die Feier des ersten Tags großartig und imposant nicht zusammenfinden, im tiefen Ernste ihre Aufgaben. noch weit großartiger und imposanter als im vorigen und Biele sich vor Augen führen, strengste PflichtDruckfehler Berichtigung: In der Quittung Jahre. Und friedlich war der Verlauf außer da, wo erfüllung im Dienste der heiligen Sache geloben, einander 14,30. Wahlkreis Offenbach- Dieburg 25,-. Personal v. Maurer, Werner u. Co., Berlin 30,-. aufmuntern und anfeuern, und den Arbeitern der übrigen Länder die Bruderhand reichen werden. Glück auf zum fröhlichen, sieg haften Maifest! Unseren Gruß den Proletariern aller Länder! ist von einem Blutsturz befallen und hat sich nach seiner| Dies ist auch eine Art Schutzzoll. Wir kommen auf diese Heimath begeben. Bewegung noch ausführlicher zurück. Genosse Blos ist schon seit mehr als einer Woche vollständig wiederhergestellt und bedarf nur noch der Schonung. 60 449 Einwanderer ein, das ist ein Fünftel mehr, als Nach Meldungen aus New- York trafen dort im April Die von dem Reichsanzeiger" erwähnte antisemitische die Zahl der Einwanderer im April des Vorjahres. Die Hetzschrift: eine jüdisch- deutsche Gesandtschaft und Einwanderer waren hauptsächlich Italiener und ihre Helfershelfer", war uns lange vor ihrem Erscheinen Deutsche. Und ein Hoch der internationalen So bekannt. Sie ist unzweifelhaft das Wert eines Frr zialdemokratie! Bundesrath unmöglich sei. Berlin, 2. Mai. " Sein sinnigen( der die Entstehung seiner Geisteskrankheit auch Am 1. Mai starb in München in seinem 71. Lebens selber erzählt), und es gehört die ganze Verworfenheit der jahre einer der größten Gelehrten deutschen antisemitischen Böckel-, Stöcker- und Liebermann- Gesellschaft Stammes, Ferdinand Gregorovius. Es ist auch unsere dazu, die Halluzinationen eines Geisteskranten zu schmußigen Pflicht, ihm einige Worte zu widmen. Ende der 40er Jahre Politische Lebersicht. Parteizwecken ausnuten zu wollen. Da dieser Geistestrante führte er sich mit einem Buche„ Göthe's Wilhelm Meiſter unseres Wissens über größere Geldmittel zu verfügen hat, in seinen sozialistischen Elementen" in die Literatur ein. scheint mit jenen schmutzigen Parteizwecken auch noch ein Diese Schrift stand vollständig auf dem Boden des Sozialismus, wenn auch natürlich nicht der sozialistischen AufJm Reichstag gähnende Leere; die Sozialdemokraten Geschäftchen" verbunden worden zu sein. bis auf ganz wenige Mitglieder im Dienste der MaiEine niederträchtige Hehe" gegen die Ferien- fassungen des heutigen Tages, sondern jener Zeit. Seine demonstration auf Reisen. folonien nennt es Herr Eugen Richter, daß wir ihn späteren Arbeiten als Historifer, Dichter und Essayist bes Das Haus diskutirt einen Antrag, der eine Aenderung wegen einiger rüpelhaften Impertinenzen auf die Finger handelten vornehmlich Italien und Griechenland. des Branntweinsteuer- Gesetzes vorschlägt und einen Haus- geklopft haben. Wenn das„ niederträchtig" ist, was ist hervorragendstes Werk ist die Geschichte der Stadt Rom im trunk bis zwanzig Liter nur mit 25 Pf. Verbrauchsabgabe dann Wäsche diebstahl?" Vielleicht beantwortet der Mittelalter, welches den Päpsten so unangenehm war, daß belegen will. dieses Vergehens Angeklagte uns die Frage. Herr Richter dem verdienstvollen Manne die Benutzung der vatikanischen Hierüber entspinnt sich eine sehr lebhafte Debatte, macht auch Entdeckungen: er hat rothe Strümpfe" an Archive verwehrt wurde. Ein Gegenstück dieses Werkes, die während welcher der Echazsekretär v. Malzahn die Er- Arbeiterfüßen gesehen. Nun, wir haben sogar rothe Geschichte Athens im Mittelalter, erschien wenige Jahre klärung abgiebt, daß die Annahme dieses Antrages dem Röcke, rothe Hosen, rothe Sonnen- und Regen vor seinem Tode. Ein raftloser, nur der Erforschung schirme und sonstige rothe Greuel viel gefährlicherer Art der Wabrheit lebender Gelehrter, hat die Wissenschaft als rothe Strümpfe gesehen und sehen sie alle Tage im gestern in Ferdinand Gregorovius verloren. hellen Sonnenschein auf allen Straßen. Aus der Angst, welche die rothe Farbe dem Herrn Richter einflößt, erklärt es sich wohl, daß er unsere neuliche Bemerkung über fortschrittliche Mandate, die sozialdemokratischer Unterstüßung Von den Vertheidigern des Antrages wurde der freie geschuldet sind, für„ alberne Drohungen" erklärt. Haustrunk als Heilmittel gegen die Sozialdemokratie e m sollen wir gedroht" haben? Und dann schimpft empfohlen; bei der auf allen Seiten herrschenden Neigung, Herr Richter noch, daß wir sein schwächliches Verhalten in Heute liegen wie gestern nur Nachrichten ohne Belang aus der Sozialdemokratie zu Leibe zu gehen, glaubten die streit der Welfenfonds Debatte des Landtags getadelt haben. dem Streifgebiet vor. Der Ausstand ist im Erlöschen begriffen baren Herren aus dem Zentrum wohl dieses Rüstzeug nicht Daß er durch Abstimmungen im Reichstag verhindert war, und der Uebermuth der Sieger maßlos. Verschiedene Bechen entbehren zu können und legten sich mit großem Eifer für bei Beginn der Debatte im Abgeordnetenhause zu sein, ist tündigen den am Streit betheiligten Bergleuten, welche die die Freilassung des Haustrunts ins Zeug. richtig, aber er kam noch zu rechter Zeit in den Land- Arbeit wieder aufgenommen haben. Andere weisen die StreikNur die Konservativen sprachen gegen den Antrag, wäh- tag, und hätte sehr wohl Alles das vorbringen können, müden für zwei bis vier Wochen zurück. Die Entlassungsscheine rend für die Sozialdemokraten Singer für den Antrag ein- was nicht vorgebracht zu haben wir ihm zum Vorwurf der Streifenden tragen den Vermerk:„ Kontraktbruch", der ge= trat und den Herren mit gutem Humor zurief, daß die machen. Seine Tivoli- Rede und seine Artikel in der Frei- feßlich durchaus unzulässig ist. Aber was fragt man darSozialdemokraten, indem sie für den Antrag stimmten, sinnigen Zeitung" waren viel- tapferer. Nur auf den Zechen Eintracht"," Tiefbau" und„ HasenWaffen gegen sich selbst schmieden, ein Beginnen, was ihnen doch gewiß den Dank der Gegner eintragen würde. Zur Frage des achtstündigen Arbeitstages liegt eine winkel", wo der Streit begann, ist noch kein Arbeiter wieder einAuch sei die Freigabe des Haustrunts vom nationalen werthvolle Aeußerung eines ausgezeichneten Technologen gefahren. Standpunkt aus zu empfehlen, denn das deutsche Haus, in vor. Autenheimer, Direktor des Technikums in Winterthur, dem man keinen Trunk findet, sei nichts werth. Herr v. Malzahn machte hierbei einen starken Gegensatz zwischen Nord- und Süddeutschland geltend, was bei den in ihren Haustrunks- Gefühlen verlegten Süddeutschen einen Sturm von Entrüstung hervorrief und zu lebhaften Erwiderungen führte. Die Abstimmung ergab die Annahme des Antrages und somit ist der Haustrunt in zweiter Berathung gerettet; es bleibt abzuwarten, ob der Bundesrath die Novelle über den Haustrunk stolpern läßt. Die Berathung wendet sich den übrigen Bestimmungen zu, welche in schnellem Laufe angenommen werden. Bei der hierauf folgenden dritten Berathung des Handelsvertrages mit Marocco hielt der Abg. Richter eine Rede für die Aufhebung der Getreidezölle. Der Handelsvertrag, sowie das internationale Uebereinkommen über den Eisenbahnverkehr wurde in dritter, der Gesetzentwurf über das Reichsschuldbuch in erster und zweiter Lesung angenommen. Die nächste Sitzung, welche Montag um 12 Uhr beginnen wird, verspricht sehr interessant zu werden, denn der Nachtragsetat und die dritte Lesung der Arbeiterschuh- Vorlage stehen auf der Tagesordnung. In einigen Blättern, so auch in der„ Vossischen Btg." findet sich folgende Meldung: Der sozialistische Reichstags- Abgeordnete Wilhelm Blos Feuilleton. Nachdruck verboten.) ( 51 Die Falkner von St. Vigil. Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tirol von Robert Sa, weichel. sagt nämlich: " = nach? Der rheinisch- westfälische Bergarbeiterstreik. Korrespondenzen und Parteinachrichten. Die Nachtheile der Arbeitstheilung lassen fich wesentlich mildern durch angemessene Abkürzung der Arbeitszeit. Denn dadurch gewinnt der Mensch die so nöthige Zeit zur Erholung, Erfrischung und Ausgleichung der Kräfte. Auf diese Erfrischung der Kräfte, sowohl der geistigen wie der körperlichen, wird im allgemeinen zu wenig Rücksicht Braunschweig. Zum Todestage Wilhelm Brace's wurde genommen, wenigstens der sogenannten arbeitenden Klasse am 29. April auf dessen Grab ein großer Lorbeerkranz mit gegenüber. Wer von Morgens früh bis Abends spät an einer rothem Band, welches die Inschrift trug:" Dem Vorkämpfer für einförmigen Arbeit steht, erschöpft sich meistens, wird müde die Befreiung des Proletariats, gewidmet von den Sozialdemo und schlaff. Wer dagegen Zeit hat, sich zu erholen, geht mit fraten Braunschweigs", niedergelegt. neuen Kräften ans Wert. Schon vom Standpunkte Geeftemünde, 1. Mai. Die Wahlschlacht ist geschlagen und der Produktion aus läßt sich für die meisten Gewerbe eine Abkürzung der Arbeitszeit be: das Resultat ist ausgefallen, wie wir es erwarten mußten. Bisfürworten, vom Standpunkt der Arbeits- mard hat bis jetzt eine Stimmenzahl von 9119 auf sich vereinigt, theilung und ihrer Folgen dagegen ist sie Schmalfeldt 5139. Es ergiebt sich daher, daß das Resultat diefer eine Nothwendigkeit. Wo gewisse Arbeitgeber nicht von selbst zu dieser Einsicht kommen, da soll die öffentliche Meinung beffern Grundsätzen den Weg bahnen oder die Gefeßgebung in grellen Fällen ins Mittel treten." der Müller. Er ist schon' was alt und Ihr Bayrischen habet ja kein Christenthum." Stichwahl mit dem von vorigen Jahre, abgesehen von einer troftlos flauen Betheiligung, fast ganz und gar dasselbe ist. Die beiden gegenüber stehenden Parteien haben weniger Stimmen erhalten, nur ist der Rückgang der Stimmen bei Fürst Bismacd ein ungleich größerer, als bei seinem Gegens Bei Berathung der Antwort auf die Thronrede des kandidaten. Wie man von vornherein annahm, so haben die Wahrscheinlich werden, wie ein parlamentarischer BerichtFreisinnigen und Welfen mit verschwindend wenigen Ausnahmen erstatter meldet, nach Pfingsten keine Reichstags- Sigungen Raisers offenbarte es sich, was die Kundigen schon gleich für Bismarck gestimmt oder sich der Stimme enthalten. Am Es wurden bei der mehr stattfinden. Zur Verhandlung sollen nur noch kommen nach den Wahlen wußten, daß dem österreichischen deutlichsten zeigt sich das hier und in Lehe. Das klerikale Wahl hierselbst am 15. April d. I. für Schmalfeldt 1281 St. die dritte Berathung der Gewerbenovelle, der Zuckersteuer- Reichsratheeine feste Majorität fehle. vorlage, der Branntweinsteuer- Novelle, der Nachtragsetat Grazer Boltsblatt" erwartet im Hinblick auf die Be- abgegeben, für die Gegenkandidaten insgesammt 951, davon für und einige kleinere Gegenstände. rathungen des Adreßausschusses die Auflösung des Bismarck 280. Bei der gestrigen Stichwahl dagegen hat Bis Es haben Reichsrathes. Wir glauben zwar nicht, daß diese marck 528 und Schmalfeldt 1551 Stimmen erhalten. Nach dem nunmehr vorliegenden Gesammtergebniß der Eventualität schon für den Moment ins Auge zu fassen ist, also 248 Mannen aus den Reihen der Freisinnigen und Welfen Stichwahl im 19. hannoverschen Wahlkreise sind für glauben aber, daß das neugewählte österreichische Parber Abstimmung enthielten und der Rest für Schmalfeldt eintrat. " Deutschlands Ehre" gewählt, während vielleicht ebenso viele fich den Fürsten v. Bi3 mard 10 544, für Schmalfeld lament vielleicht schon im nächsten Jahre der Auflösung ver- Noch etwas deutlicher spricht das Resultat von Lehe. Da wur 5486 Stimmen abgegeben worden. fallen werde. Das österreichische Volk wird ihm keine den am 15. April für Schmalfeldt abgegeben 1235 Stimmen Thränen nachweinen. und für die gegnerischen Kandidaten zusammen 771, davon für Bismarck 209. Gestern wurden abgegeben für Bismarc Es haben also In England beginnt eine anscheinend große Bewegung 505 und für Schmalfeldt 1496 Stimmen. von den Wadelstrümpflern in Schmalfeldt daz zur Verhinderung der Einwanderung mittelloser Ausländer. 286 Bei ihren Gläsern fanden die Vigiler nun wohl die Sprache wieder, die sie den Soldaten gegenüber verloren zu Er erbot sich, ihn nach dem Stern zu führen. haben schienen; allein sie redeten nur mit gedämpften " Es ist nur gut, daß Ihr das von uns wisset," ver Stimmen. Manchem mochte das Gewissen schlagen, indem setzte der Oberlieutenant mit einem eigenthümlichen Blicke er an den Sturm auf die Schmiede dachte. Jerg trug und drehte seinen dicken Schnurrbart. Dann sprach er ein sorgloses Wesen zur Schau, doch fanden seine Späße leise mit seinem Unteroffizier, dem er noch einige Ver- teinen Anklang. Die Leute fühlten sich beunruhigt und haltungsmaßregeln gab und winkte dem Müller, zu kommen. gedrückt. Ein Soldat folgte ihm mit einer Jagdtasche, die sein" Mich wundert's, daß Ihr den Offizier nicht auf Auch das Stroh zum Nachtlager wäre schwerlich herbei- Gepäck enthielt. Euren Hof genommen habt," ſtichelte der Blaufärber geschafft worden, wenn der Oberlieutenant, der sich dies Nun zerstreuten sich auch die Vigiler und der Wacht auf den Klosterbauer.„ Euer Schwiegersohn hat seine mal des Korporals der Landjäger zum Dolmetscher bediente, posten, der in seinem weißlichen Mantel vor dem Schul- Landsleute doch nach St. Vigil eingeladen." den Bauern nicht gedroht hätte, seine Soldaten zum hause auf und ab stampfte, blieb die einzige lebende Dem Klosterbauer verging der Athem. Der alte Die Fouragiren auszuschicken wenn das Stroh nicht binnen Seele auf dem weiten Anger. Frauen und Arigaya aber widersprach dem Färber und that es so laut, einer Viertelstunde zur Stelle geliefert wäre. Das half Kinder kehrten nach Hause zurück und die Männer sammelten daß ihn Alle in der Stube verstehen konnten. mehr, als selbst die Versicherung des Müllers, daß die sich in den Schenkstuben des Bäckers und Mutschleitners, ihm indessen schwerlich geglückt, den Schmied von dem Ber Roften aus dem Gemeindesäckel erstattet werden würden. wo bald kein Platz mehr zu finden war. Auch der Kloster- dachte zu reinigen, wenn er nicht bessere Beweise als seine Die Knechte aber, die das Stroh brachten, warfen die Bunde bauer stellte sich nach dem Nachtessen im Stern ein. Er Bürgschaft gehabt hätte. Denn da er nicht leugnen konnte, vor dem Hause auf die Erde und verloren sich unter der wollte durch sein Kommen zu verstehen geben, daß auch er daß Wolf am Morgen in Zwischenwasser gewesen war, in Menge. den Schmied fallen lasse. Jerg deutete sein Erscheinen denn blieb es immerhin möglich, daß derselbe von dort einen Heiliges Kindel, ist das ein störrisches Volk," rief der auch in diesem Sinne und machte ihm mit zuvorkommender Boten nach Bruneck geschickt hatte. bayrische Offizier zornig und der Müller versette: Geschäftigkeit Platz. Der Klosterbauer beachtete es jedoch Er hatte auf dem Wege zum Stern den Oberlieutenant " Ja, schau, Herr Offizier, wir sind's halt nicht nicht; würdevoll auf seinen Stock gelehnt, blickte er sich in anders gewöhnt, als daß wir unsere Sachen unter uns der nur nothdürftig von den brennenden Kienspähnen er- befragt, auf welche Weise die Kunde von dem Tumult fo herausgekommen bist, so hättest Du mit Deinen Soldaten zu, wo der alte Arigaya mit einigen älteren Männern um kein Dienst- oder gar Staatsgeheimniß handelte, so hatte ruhig daheim bleiben können. Jetzt hast Du nichts davon, saß. Die Thür, welche daneben in die kleine Herrenstube ihm jener mitgetheilt, was er wußte. Der Korporal de als daß Du morgen wieder zurückmarschiren mußt. Blos führte, war geschlossen. Dort verzehrte der Oberlieutenant Landjäger- Postens hatte über den Tumult nach Bruned dem König seine Schuhe werden dabei zerrissen." einsam sein Abendessen und blieb auch allein. Weder der Bericht erstattet, da er sich mit seinen drei Mann zu schwach Darüber mußte der Oberlieutenant troß seiner üblen auf Laune denn doch lachen, und er versetzte:„ Jedenfalls nehmen fanden sich heute zu ihrem gewohnten Abendtrunke ein, und dessen Person und Eigenthum wiederholen sollte. Eure steinigen Bergstraßen des Königs Sohlen arg mit und Moideli, die den einsamen Gast bediente, erwies sich für Ob der Schmied die Bayern gerufen hat oder nicht, auch den Mann, der auf ihnen tritt. Darum, Alter, will seine Versuche, sich mit ihr zu unterhalten oder mit ihr zu das ist jetzt ganz gleichgiltig," verseßte barauf der Kloſter auch ich jetzt zusehen, nachdem meine Leute untergebracht schäfern, unzugänglich. Seine Weise mit ihr zu scherzen, bauer." Sie sind hier und er ist Schuld daran. Wäre et sind, daß ich zur Ruhe komme. Was ist das für ein Haus war eben auch nicht fein. Er war kein ganz junger Mann fein Bayer, würde ihm nichts geschehen sein." allein abmachen. Es wäre hier nebenan?". Er sah sich mit einer Miene am Tische um, als ob Es war die Pfarre. deutschen Bundesgenossen, die für ihn nur Kanonenfutter er die Andern auffordern wollte, den Trumpf, den ten Wirthshaus vor." „ Brr!" machte der Bayer, da zieh ich das schlechtesie waren, zu demoralisiren um die Vaterlandsliebe in ihnen ausgespielt hatte, zu stechen, wenn sie könnten. Sie konnten nicht aufkommen zu lassen, mochte auch auf den Ober- es nicht; denn die Thatsache war nicht zu leugnen, daß " Unserem geistlichen Herrn wird's Recht sein," meinte lieutenant nicht ohne Wirkung geblieben sein. die Bayern da waren, und man erinnerte einander an die I t " rettet. größere Uebel erblickt. Die noch übrigen haben zur Hälfte finanzielle Ausfall lönnte sich dann leicht auf Millionen beziffern. I nach dem geltenden Gesetze zweifellos aber nur der echten Waare Schmalfeldt gewählt, vieüeicht 150 an der Zahl. Hier zeigt es Den Vortheil der Steuererleichterung würde dann auch nur der zugedacht sei. Arbeiter haben. Die Stärkung der Kon- Die Kommission schlägt vor, vom 1. Juli 1891 ab folgende fich deutlich, daß nicht nur sämmtliche Freisinnige für den Bauer, nicht der Heros des Jahrhunderts eintraten, sondern auch ein ganz be furrenzfähigkeit der kleinen füdwestdeutschen und elsässischen Zollfäße einzuführen: für Liköre 180 M. für 100 Kilogramm, trächtlicher Theil der sogenannten Welfen. Für den Freisinnigen Brenner würde auf dem Wege des Antrags doch nicht erreicht für alle übrigen Branntweine a) in Fässern 125, b) in Flaschen, wurden nämlich am 15. April 232 Stimmen abgegeben, während werden. Krügen oder anderen Umschließungen 180 M. gestern auf Bismarck ein Mehr von 286 Stimmen fiel. Hierzu Abg. Holtz( N.): Wenn ausgeführt wird, daß die Groß- Abg. Brömel fann sich mit dem Kommissionsbeschluß unter branchen wir nicht mehr viel zu sagen, die Zahlen sprechen zu brennerei des Ostens außerordentlich mit dem Gesetz zufrieden der Voraussetzung einverstanden erklären, daß Arrat, Rognat deutlich. ist und keine Rücksicht auf die Kleinbrennerei nimmt, so muß ich und Rum, wenn sie diesen Namen noch verdienen, nicht unter ● d 90 das entschieden in Abrede stellen. Ich habe früher schon aner die Liköre fallen. Erbenheim, 1. Mai. Auch hier werden die geistigen fannt, daß die norddeutschen Großbrenner außerordentliche Staatssekretär v. Malhahn bestätigt diese Voraussetzung. Art. III wird darauf angenommen. Waffen zur Bekämpfung der Sozialdemokratie angewandt. Bei Schädigungen durch das Gesez gehabt haben, daß sie ihre dem Vorsitzenden des hiesigen Kriegervereins ist Anfrage ge- Betriebe wesentlich haben einschränken müssen. Das Gesetz Von dem Abg. Barth und den Deutschfreisinnigen ist eine halten worden, ob unter den Mitglieder n sich Sozialdemokraten muß dem Staate hundert Millionen bringen, der Einzelne Resolution vorgeschlagen, die verbündeten Regierungen um eine befänden. Zum Glück sind keine dabei und Erbenheim ist ge- muß also Opfer bringen, und von diesen Opfern bleibt baldige Vorlage zur Beseitigung der Maischraum- und Branntfeiner ganz verschont, der Brenner so wenig wie weinsteuer zu ersuchen. aber fleine. Die Kommiffion hat mit dem größten Wohl- Abg. Barth: Die Aufrechterhaltung der Materialjicuer Die Kommiffione B Bei der Gen Limbach i. S. Bei der Gewerbeschiedsgerichts- Wahl am ergehen gerade den kleinen Brennereien Erleichterungen zu findet ihren Grund wesentlich nur noch in der darauf beruhenden 1. Mai 1891 waren 9 Unternehmer und 9 Arbeiter zu wählen. verfchaffen gesucht. Mit dem Antrage Lender werden die Branntwein- Exportprämie, welche gerade so wenig Berechtigung Die Unternehmer wollten auch die Arbeiter aus Personen gewählt Fundamente des Gesetzes in Frage gestellt. Den absolut freien hat, wie die Exportprämie für Zucker. Gegen die Beseitigung wiffen, die von ihnen abhängig sind, und stellten uns eine Liste Haustrunt von zehn Litern eigener Produktion verlangt der Maischraum- und Materialsteuer macht man höchstens noch Dol Werkführern, gegenüber. Boshaft wie wir nun einmal man nicht mehr, man will aber für 20 Liter nur die Hälfte des geltend, daß dann die Musterkarte der verschiedenen bestehenden find, stellten wir ihnen eine Liste von Unternehmern gegenüber. niedrigen Abgabesatzes zahlen. Das ist im Effekt daffelbe, nur Materialsteuern gleichzeitig mit aufgehoben werden müßte, es Und das Resultat war: Die Liste der Gegner erhielt: Arbeit wird es auf einem Umwege erreicht., Die Konsequenz dieser Aen- also an einer Handhabe für die Heranziehung der betreffenden geber 80, Arbeitnehmer 30 Stimmen. Unsere Liste erhielt: derung ergiebt sich sofort aus dem Antrage Wisser, dessen An- Betriebe zu der Steuer fehlen würde. Wir meinen indeß, Arbeitgeber 50, Arbeitnehmer 310 Stimmen. nahme augenblicklich das von dem Abg. Uhden behauptete Er- daß in dieser Hinsicht eine verschiedene Normirung der Ver gebniß haben würde. Der Antrag Wisser zeigt, wie gefährlich es brauchsabgabe dasselbe Ziel erreichen würde. Wir beantragen wäre, dem Antrage Lender Folge zu geben. die Beseitigung der Materialsteuer, weil wir sie aus ganz denselben Gesichtspunkten verwerfen, wie die Zuckererportprämien. Gegen die Resolution zu stimmen liegt für feine Partei ein Grund vor, da nur an die Regierung das Ersuchen um eine Vorlage gerichtet wird. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. Abg. Singer( Soz.): Indem der Vorredner den Antrag Lender gerade wegen der Konsequenzen des Antrags Wisser ablehnt, giebt er doch selbst zu, daß er die Interessen der GroßGrundbesizer in den Vordergrund stellt. Wenn man aber mit dem freien Haustrunt sogar die Sozialdemokratie glaubt be- Abg. Buhl tann den Antrag nicht als so harmlos ansehen, 113. Sigung von 2. Mai. 11 Uhr. Stämpfen zu können, so gratulire ich Ihnen zu diesem neuen Heil- wie der Antragsteller ihn hingestellt hat. Nach der ganzen Art Am Bundesrathstische: v. Malzahn, v. Marsch a II. mittel; wir fürchten uns vor demselben so wenig, daß wir Mann des Gewerbebetriebes lasse sich die einseitige Aufhebung der Die zweite Berathung der Novelle zum Branntweinsteuer- für Mann jetzt und in der dritten Lesung für den freien Haus Materialsteuer und damit die Aufhebung der in derselben für trunt zu stimmen beabsichtigen. Wir bedauern sehr, daß es nicht viele Kleinere Brennereien liegenden Begünstigungen nicht befürgefeße wird fortgesetzt. Zu Art. 2, welcher für die landwirthschaftlichen Brennereien schon in der Kommission gelungen ist, den freien Haustrunk worten. Würde eine Aenderung dahin, daß die geforderte VorWir stimmen für den Antrag Lender auch lage auch die zum Ersatz dieser in Wegfall kommenden Beeine Reihe von Vergünstigungen gegen den bisherigen gefeßlichen durchzusehen. Zustand gewährt, hat der Abg. Lender einen Antrag eingebracht, aus einem nationalen Grunde; denn ein deutsches Haus, in günstigungen und des Ausfalls der Reichstasse geeigneten Wor durch welchen für den Haustrunk bis zu 20 Liter eine Verbrauchs- dem nichts zu trinken ist, wäre kein Lob für die deutschen zu schläge enthalten solle, in die Resolution aufgenommen, dann abgabe von nur 25 Pf. per Liter erhoben werden soll; der An- stände. Ich stimme meinerseits auch für den Antrag Wisser. würde er für dieselbe stimmen können. Die Gewährung solcher trag beschränkt sich auf die Brennereien, welche selbstgewonnene Indem wir aber für diese Anträge stimmen, wissen wir uns doch Begünstigungen ungefähr in dem bisherigen Maße sei eine wirthvollständig frei von der foloffalen Ueberschätzung der Bedeutung schaftliche Nothwendigkeit. frei von dieſe nichtmehlige Stoffe verarbeiten. Abg. Barth: Es handelt sich hier darum, das Prinzip ausAbg. Wisser beantragt, das Wort„ nichtmehlige" zu dieses Antrages. an= Abg. Schüttgen( 8.) erklärt die Lage der süddeutschen Klein zusprechen, nach dem in Zukunft die Reform der Branntweinstcuer streichen, also die Vergünstigung, welche der Antrag gender alle( 3) ftrebt, auf alle Brennereien auszudehnen, welche nicht mehr als bauern für eine so unbefriedigende, daß jedes Mitttel ergriffen erfolgen soll. Die Frage, welche der Vorredner angeregt hat, hr als werben müſſe, welches wenigstens thelweise Abhilfe zu schaffen beantwortet sich dann gang von selbst. Ich denke mir die fteforne 1 Heftoliter reinen Alkohols in einem Jahre erzeugen. Staatssekretär v. Malyahu: Die Bestrebungen der süd- geeignet sei. Das Erträgniß der Obst- und Weinkultur habe sehr in der Weise, daß an Stelle der Maischraum- und Materialwestdeutschen Regierungen, den Haustrunt steuerfrei zu machen gelitten; in Baden habe man sogar schon einen Antrag, den steuer eine entsprechende Erhöhung der Verbrauchsabgabe tritt. oder die Abgabe dafür wesentlich zu ermäßigen, sind auch von Rebbauern die Steuern zu stunden, angenommen. Die Annahme Weshalb aber die durchaus der Zukunft vorbehaltenen sonstigen aber bie der Mehrheit der verbündeten Regierungen anerkannt worden, des Antrages würde wenigstens eine kleine Erleichterung durch Modalitäten in diese Resolution aufgenommen werden sollen, und haben zu den Vorschlägen in Art. II geführt, wonach für die Befreiung von einer sehr drückenden Verzehrsteuer schaffen. ist mir unverständlich. Ju der Hauptsache handelt es sich gewiffe Stoffe die Materialsteuer herabgesezt und für Brennereien, Abg. Wisser: Der Staatssekretär leitet seinen Widerstand um die Beseitigung der großen Schwierigkeiten, welche welche nicht mehr als 50 bezw. nicht mehr als 100 Liter jährlich gegen den Antrag Lender davon her, daß den Süddeutschen auf sich aus dem zweifachen Steuersystem für den Branntwein ererzeugen, nur zu vier bezw. acht Behnteln erhoben werden soll. Diesem Wege Vortheile zugewen det würden, welche den Nord- geben. Diesen von der Kommission noch etwas erweiterten Vergünsti- deutschen nicht zufallen würden. Gerade deshalb eben habe Abg. Buhl bleibt bei seinem Bedenken gegen die vor gungen wird die Gesammtheit der Regierungen zustimmen. Dem ja durch meinen Antrag für beide Theile die gleiche geschlagene Form der Resolution stehen, während Abgeordneter Antrag für beibe Theile die gleiche geschlagene Fonn ber Resolution stehen, währene elbgeordneter Antrage Lender aber, welcher eine das Prinzip des Gesetzes Situation schaffen wollen. Scheitert das Gesetz an diesem Barth ausführt, daß dem von dem Abg. Buhl gehegten Wunsche durchbrechende Neuerung will, wird ihre Mehrheit und nament- Punkte, wo eine wirkliche Erleichterung doch herbeizuführen wäre, durch die Fassung der Resolution in keiner Weise präjudizirt lich die preußische den ernstesten Widerstand entgegensetzten. Gin lassen Sie es ruhig scheitern! Geseh, in welchem dieser Antrag Aufnahme gefunden, würde auf Abg. Lender( 3.): Die Erklärung des Staatssekretärs hat Die Resolution wird gegen die Stimmen der Freisinnigen Annahme seitens dieser Mehrheit keine Aussicht haben. Nach mich sehr befremdet, am meisten aber die Ankündigung, daß selbst und Sozialdemokraten abgelehnt. Art. 5 der Verfassung giebt das Präsidium des Bundesraths den wenn unser Antrag hier angenommen wird, und auch im Bundes Die zu dem Gefeßentwurf eingegangenen Petitionen sollen eventuellen Beto Gebrauch machen wird. Ich kann nicht glauben, In der dritten Berathung des Handelsvertrags mit daß gerade an dieser Stelle, wo eine Rücksichtnahme auf die Ver- Marotto spricht hältnisse der süddeutschen bäuerlichen Bevölkerung erbeten wird, Abg. Nichter dem Sultan von Marokko für seine ver es richtig war, mit solchem Nachdruck auf diese verfassungsmäßige ständigen wirthschaftspolitischen Ansichten feinen Dank aus. Befugniß der Präsidialmacht hinzuweisen. Eine Gesetzgebung( Heiterfeit.) Der Sultan erhebt nur 10 v. H. vom Werthe der muß geändert werden, welche dem kleinen Manne verwehrt, die Waaren an Zoll; ich bedauere, daß die deutsche Regierung sich Erzeugnisse seines eigenen Fleißes rationell zu verwerthen. nicht zu einem entsprechenden Zugeständniß für unsere EinfuhrNachdem die Abgg. Simonis und Holz nochmals ihren zölle verstanden hat; es würde dann zum Beispiel der GetreideStandpunkt ausführlich vertreten haben, wird in der Abstimmung zoll nur Abg. Simonis( Elsässer) kann die Sachlage nicht als fo zunänächst der Antrag Wisser abgelehnt, der unveränderte scheinen doch wirklich bessere Menschen zu sein, als manche boch att de betagen. Manche solcher Sultane verzweifelt ansehen. Man könne ja doch von dem schlecht unter Antrag ender von einer aus den Sozialdemokraten, Volks deutsche Staatsmänner. Wenn auch Marokko die gehegten Errichteten an den besser zu unterrichtenden Bundesrath appelliren. parteilern, Freisinnigen, Zentrum, der Mehrheit der National- wartungen noch so vollständig erfüllt, so wird das doch wenig, Der Reichstag folle unbedenklich den Antrag Lender annehmen liberalen und den süddeutschen Konservativen bestehenden Mehrheit verschlagen gegenüber der fortgesetzten Bertheuerung des Brotes, und abwarten, welche definitive Entscheidung im Bundesrath ge- angenommen und mit dieser Veränderung der ganze Art. 2. die auch durch den österreichischen Handelsvertrag frühestens erst troffen würde. Ueber die Nothwendigkeit dieser Erleichterung be- Der Antrag Witte, auch die steuerliche Kontrolle der Privat- vom nächsten Jahre ab event. vermindert werden wird. ftehe fein Zweifel. läger von steuerpflichtigem Spiritus gebührenfrei erfolgen zu Roggenpreis hat während des ganzen April auf 180 Mark geAbg. Hug( 3) tritt ebenfalls für den Antrag Lender ein. Taffen, wird abgelehnt, dafür stimmen die Freisinnigen und standen und ist jetzt noch höher gegangen. Im Jahre 1887 wurde Abg. Nhden( dk.): Wir würden sehr gern bereit sein, den An- einige Nationalliberale und Zentrumsmitglieder. von schutzöllnerischer Seite angedeutet, daß, wenn die Getreide trägen zuzustimmen, welche den steuerfreien Haustrunk wieder ein- Nach Art. 3 der Vorlage sollte der Zollsatz für Branntwein preise eine solche Höhe erreicht hätten, dann von selbst eine Erführen wollen oder für ihn eine geringere Steuer fordern, können allgemein auf 150 M. für 100 Kilogramm festgesetzt werden. mäßigung eintreten würde.( Vizepräsident Graf Ballestrem es aber nach den so bestimmten Erklärungen vom Bundesraths- Bisher werden von dem aus dem Zollauslande in Fässern ein- bittet den Redner, bei der Sache zu bleiben.) Wir haben hier tische nicht. Die Antragsteller unterschätzen auch die Bedeutung, gehenden Arrak, Rognak und Rum 125, von allem übrigen drei Stunden lange Reden angehört, deren nationaler Schwung welche diese Durchbrechung des Prinzips, auf welchem das Branntwein 180 M. erhoben. Die Vorlage hatte die Aufhebung sich nicht verkennen läßt, über die Wichtigkeit des freien HausGesetz beruht, haben würde. Ließe die Gesetzgebung diese der verschiedenen Verzollungen vorgeschlagen, weil den Zoll- trunks für die Brenner: wir müssen die erste Gelegenheit beAusnahme zu, dann würde schließlich auch in Storddeutschland jeder behörden die Unterscheidung zwischen echten und verfälschten nußen, um zu betonen, daß das zollfreie Brot für Millionen Bauer dazu übergehen, sich seinen Haustrunk selber herzustellen; der oder künstlichen Arrats und sognats unmöglich, die Begünstigung in Deutschland doch noch erheblich wichtiger ist.( Sehr richtig! werde. Art. 5 der Verfassung giebt das Präsidium der bestehenden Vor- rath eine Mehrheit findet, die preußische Regierung von ihrem durch die gefaßten Beschlüsse für erledigt erklärt werden. schriften, wenn bei Gefeßvorschlägen, welche die Zoll- und die Steuergesetzgebung, soweit sie zur Kompetenz des Reiches gehört, betreffen, im Bundesrath eine Meinungsverschiedenheit sich ergiebt; von dieser Befugniß würde die preußische Regierung ev. Gebrauch machen. Abg. Buhl( natl.) tann nach dieser Grklärung nur bitten, ven Antrag Lender abzulehnen, weil sonst das ganze Gefeß scheitern würde. Hoffentlich wird er ihn zurückziehen, da er das Scheitern des Gesezes doch nicht wollen kann. Geschichten, die von dem üblen Wirthschaften der Soldaten in diesem und jenem Dorfe erzählt wurden. Und da fommt Einer, der von alledem ein Liedlein au singen weiß," sagte der Wirth, als in diesem Augenblicke die Thür aufging und Meister Hartwanger mit seinem Glaserkasten auf dem Rücken in die Stube trat. Wo " 1 Bayern sucht. Einem Bayer geb' ich meine Tochter nicht, und wenn es der König selbst wäre." Nein, Klosterbauer," rief der Müller, das Wort mußt Du zurücknehmen." Der links.) Bei der ersten Berathung des Nachtragsetats werde ich an die Regierung die Frage richten, welche zollpolitischen Maßnahmen sie angesichts der in beunruhigender Weise zunehmenden Vertheuerung des Getreides und des Brotes in Aussicht genommen hat. Der Vertrag wird darauf ohne weitere Debatte endgültig genehmigt. Was der Klosterbauer gesagt hat, das hat er gesagt," versetzte dieser und schlug bekräftigend mit der Fauft auf In dritter Berathung wird das internationale Uebereinfomnien betreffend den Eisenbahn- Frachtverkehr nach Jerg rief lachend:" Die Raben sammeln sich, den Tisch. Hartwanger fab ihn mit seinen Klugen, ehrlichen einigen furzen Bemerkungen des Abg. v. Buol( Bentr.) unver ändert definitiv genehmigt. Schon recht," fiel ihm der Meister ins Wort. Wenn Augen eine Weile an und sagte:„ Das ist freilich ein Der Gesezentwurf, betreffend das Reichsschuldbuch ihr den Leuten die Fenster einwerfet, muß der Glaser Anderes. Dann ist bei dem Rummel mehr zerbrochen, wird in erster Lesung ohne Debatte erledigt und in zweiter Lesung kommen. Habe das lustige klirren bis Bruneck gehört." als mein Glaserfitt wieder ganz machen kann. Ja, ja, der im Einzelnen unverändert angenommen. Man machte ihm mit Blicken auf die Nebenstube Zeichen, Klosterbauer denkt nur an's Vaterland, darüber kann Alles Als nächster Gegenstand steht auf der Tagesordnung die erste daß er nicht so laut sprechen möchte, und Mutschleitner sagte Uebrige in Stücke gehen. Das muß man loben. Ein Glend Berathung des am 14. Mai 1890 von den Abgg. Hirsch, Schrader ein ihm, indem er ihm behilflich war, seinen Glaserkaften an ift's freilich, wie viel Glück von unschuldigen Menschen in Eberty, Sanet, Schneider und einer sicheren Stelle unterzubringen, wer dort wäre. diesen Zeiten unter die Füße getreten wird. Das haben sich gebrachten Gefehentwurfs, betreffend die eingetragenen Berufs" Freilich," meinte Hartwanger." Im Hause des Ge- die Herren am grünen Tische wohl nicht vorgestellt, als sie vereine. Vor dem Eintritt in die erste Lesung wird jedoch von henkten soll man nicht vom Strick reden," Leise fügte er Tyrol von Desterreich abschnitten, daß der Schnitt mitten hinzu:" Ich soll Dich von dem Peter Hueber grüßen, Ihr durch so viele Herzen ging. Und es darf nicht mal schreien, Seiten der Reichspartei die Vertagung beantragt und vom Hause sollt die Zähne zusammenbeißen, was auch geschehen mag." wem's weh thut. Wer schreit kriegt Schläg'.' s ist halt beschlossen. Schluß 3½ Uhr. Nächste Sigung Montag, 12 Uhr, Die Blicke beider Männer trafen sich verständnißvoll. ein väterlich Regiment. Da erzählen sie von einem alten Dann entfernte sich Mutschleituer, um die leer gewordene Priester, den die Soldaten wegschleppten, weil er sich an( Nachtragsetat; dritte Lesung der Gewerbeordnungs- Novelle.) Flasche eines Gastes zu füllen, und Hartwanger folgte das Verbot der Regierung nicht gekehrt und mit gekehrt und mit doasic bu der Einladung des Klosterbauers, sich an seinen Tisch dem Vikar des geächteten Bischofs von Chur inp zu setzen und zu berichten, was es Neues in der Verbindung was es Neues in der Verbindung gestanden hat, daß ihn der Oberst Dittfurt Welt gäbe. unterwegs eigenhändig mit Das Neueste giebt es ja bei Euch hier," entgegnete traktivt hat. Na, es ist noch nicht aller Lage Abend. der Meister. Daß es just Euch hat treffen müssen, Kloster Aber Geduld muß Einer haben, Geduld, Geduld! Der er, thut mir leid." Denn das zu verstehen?" fragte ber alte Herrgott lebt ja wohl noch. Aber warten muß Giner Klosterbauer, die Augenbrauen befremdet in die Höhe ziehend, während die Andern neugierig die Köpfe vor bogen. können." Fauftschlägen Arbeiterbewegung. haben gegen 5-6000 Grubenarbeiter aus dem Diſtritt von Bitte Pittsburg die Arbeit niedergelegt, da ihr bisheriger Lohntarif mit dem tages hängt der Ausstand nicht zusammen. Der größte Theil der Er hatte die Stimme allmälig finken lassen und je gestrigen Tage abgelaufen war; mit der Frage des Achtstundenleiser er sprach, je schärfer brangen die Blicke seiner Zu- Bergarbeiter in Ohio hat die Arbeit bis zur endgültigen Entz hörer auf ihn ein. Als er schwieg, hörte man an dem Tische schließung der Arbeitgeber auf ihre Forderung niedergelegt. Die Arbeiter verlangen Arbeit bis zu. 1. Mai 1892 und dieselben der Großbauern mehrere Minuten lang keinen Laut. " Je nun, die Bayern ziehen morgen wohl wieder ab," Löhne wie im vergangenen Jahre. In Indiania haben 8000 Ein Telegramm aus " Ich hab' doch erzählen hören, daß der Aufruhr gestern Eurem fünftigen Schwiegersohne gegolten hat," versezte Hartwanger, der nicht der Mann war, von dem Kloster nahm endlich der Müller das Wort; denn zu thun ist ja Dagnoin( Illinois) besagt, der Streik in dieser Gegend dauere bauer sich imponiren zu lassen. Ganeler bin, wie bier nichts mehr für sie boch so ge " Tas kann man denn doch so genau nicht wissen," Ihr oder irgend wer Anders?" fragte der Letztere mit der meinte der Glaser." Wollen's abwarten in Geduld. Der hochmüthigften Miene. Der muß ein schlechter Tyroler weilen wünsch' ich Euch Allen eine wohlschlafende Nacht." ( Fortsetzung folgt.) sein, der sich in diesen Zeiten seinen Eidam unter den „ Meint Ihr, daß ich ein schlechterer Tyroler bin, wie " fort. Seitens der Ausständischen verlange man die Ausführung bes Gesetzes, betr. den Achtstundentag und die allwöchentliche Einzahlung von 15 Gents für jeden Arbeiter in die Streittafſe. Vor Bewilligung dieser Forderungen solle die Arbeit nicht aufgenommen werden. Theater. Sonntag, den 3. Mat. Opernhaus. Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg. Montag: Flick und Flock. Schauspielhaus. Die Quißows. Montag: Wilhelm Tell. Lessing- Theater. Der Königs lieutenant. Hierauf: Eine Partie Montag: Die Ehre. Piquet. Berliner Theater. Der Veilchenfresser. Montag: Rosenkranz und Güldenftern. Deutsches Theater. Krieg im Frieden. Montag: Faust, 1. Theil. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Saint Cyr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Wallner- Theater. Des Teufels Weib. Montag: Dieselbe Vorstellung. Rendenz- Theater. Dr. Jojo. Montag: Dieselbe Vorstellung. Bellealliance Theater. Der Gift mischer. Montag: Dieselbe Vorstellung. Thomas- Theater. Der Millionen bauer. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Adam und Eva. Montag: Dieselbe Vorstellung. Oftend- Theater. Der Trompeter von Säffingen. Montag: In eiserner Zeit. Kaufmann's Variété. Große Spe zialitäten- Vorstellung. Concordia. Vorstellung. Große SpezialitätenTheater der Reichshallen. Große Spezialitäten- Vorstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Borstellung. Wintergarten. Große Spezialitäten Vorstellung. Gtablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion 3. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Nasschank von Pazenhofer 641 Export- Bier, Seidel 15 Pf. F. Müller. Castan's Panopticum. etzt: Friedrichstr. 165. Neu: JOA Azteken. Prof. Dr. R. Koch im Laboratorium. Geöffn. v. 9 Uhr früh bis 10 Uhr Abends. Entree 50 f. Kinder 25 Pf. Passage- Panopticum. Unter d. Linden 22/23. 11-1 u. 5-9 U. Knabe mit 2 Köpfen. Esau- Lady. Im Spezialitätenvon Theater 6-10 Uhr: Neu! Minnie Caß, 10jährige Soubrette. Gebr. Forès, Inftrumentalisten. Hasenhaide Th. Keller's Hofjäger Bergmannstrecke. 6712 Heute, Sonntag, den 3. Mai 1891: Diejenigen Gewerkschaften Berlins, Zur Eröffnung der Sommer- Lokalitäten welche noch nicht im Besitz von Marken der GeneralGr. Militär- Konzert, BALL. dürfen, können diefelben in der Expedition Beuthstraße 3 Im gr. Saale Kommission( Maifeier- Sammlung) sind, und solche beA. Froelich. erhalten. der Kap. d. 4. Garde- Reg. 3. F.( Kgl. Mus.- Dir. Hr. A. Bergter.) Anf. des Konz. 4 Uhr. Entree 15 Pf.( Vorverk. 10 Pf.) Donnerstag( Himmelfahrt) grosses Konzert u. Eröffng. d. Marionetten- Theaters. Neue Walhalla. Sommer- Theater im Ausstellungs- Part Hafenhaide. Heute, Sonntag, den 3. Mai: Meinen Freunden und Bekannten die ergebene Mittheilung, daß ich ein Restaurant Moabit, Flemmingstrasse 6, Mechaniker. Große öffentliche Versammlung 677 L Gr. Gala- Vorstellung. eröffnet habe und bitte, das mir fo aller Mechaniker und Optiker Berlins und Umgegend Für gute Speisen und Getränke am Dienstag, den 5. Mai, Abends 8 Uhr, in Schmiedel's Feßfälen Carl Bublitz. 657b Mons. Loisset mit seinen dressirten lange Jahre in der Friedrichstr. 44 ge Klapperstörchen, Gänsen und Affen. Schenkte Vertrauen auf mein neues GeMadm. de Clairmont, schneidigste Chan- fchäft übertragen zu wollen. sonette der Welt. Ardel u. West, gen. ist bestens gesorgt. die Zulu- Kings", m. einer neuen hochtomischen Pantomime. Gustav Rose, Gesangs Humorist. Geschw. Bertini, Gesangs- und Tanz- Duettisten. Frl. Waldowski, weiblicher Romiter. Universal Humorist Edi Rennert, Instru mental- u. Gesangs- Komiker. Kapelle: Musikdir. Bachhofer m. b. Sausorchester. Entree 30 Pf., Parquet 50 Pf., Sperr A fiz 75 Pf., Loge 1 Mart. Sonntag: Kaffeneröffnung 4 Uhr. Auf. d. Konz. 1/25, d. Vorstellung 5 Uhr. Wochentag: Kaffeneröffnung 4 Uhr. Anf. d. Konzerts 5 Uhr, d. Vorst. 1/27 Uhr. Morgen, Montag, den 4. Mai: HF Große Extra- Borstellung. Vorläufige Anzeige: Berliner Hippodrom. Größt. Vergnügungspark d. Residenz Am Kurfürstendamm, Ecke Joachim thalerstr., Station Zoolog. Garten. Mittwoch, den 6. Mai: Eröffnungs- Vorstellung. Gänzlich neue Reit- u. Fahr- Produktionen, Wettrennen, SteepleChase, Röm. Wettfahren u. Reiten. Sam Lockart's 6 Riesen- Elephanten. Der Fenermensch Revalli! Die fliegenden Fernandez, ferner Auftreten des gesammten Künstler- Ensemble. Im großartigen neu angelegten Barte Grosse Militär- Konzerte. Anfang des Konzerts 4 Uhr, der Hippodrom- Vorstellung 7 Uhr. Am Himmelfahrtstage: 2 Vorstellungen. Um 4 und 7 Uhr. 603L Rheinländischer Tunnel, gen. Die fidele Nagelkiste" Berlin N., Elsasserstrasse 73, gegenüber der Bergstraße. Ausschant von vory. Lagerbier à Seidel 10 Pig. bei guter musikalischer Unterhaltung u. aufmerksamer Bedienung. Urgemüthliche Kneiperei. ( früher Orpheum), Alte Jakobstraße 32. Tagesordnung: 1. Stellungnahme zum Einigungsamt und das Ver halten des Vorstandes der deutschen Gesellschaft für Mechanik und Optik in der Versammlung bei Keller. Referent wird in der Versammlung bekannt ge macht. 2. Diskussion event. Wahl zum Einigungsamt. 3. Abrechnung vom Grust Gründer's Festsäle Generalfonds der Mechaniker Berlins. 4. Verschiedenes.- Kollegen! Rüttelt ( vorm. Schnegelsberg) Hasenhaide 21 und Jahnstraße 8. Jeden Sonntag, Montag und Mitt woch: Ball in drei Sälen. Säle bis zu 3000 Personen zu Festlichkeiten, die Gleichgiltigen auf, denn ein Jeder muß in der Versammlung sein. Der Einberufer. J. A.: Tröttelviz, Rottbuserstr. 4. Verband deutscher Zimmerleute. Lokalverband Berlin. Bereine und Versammlungen zu kou Montag, 4. Mai, Abends 8½ Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobftr. 75: lanten Bedingungen. 136b Allen Genossen empfehle mein[ 246b General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal. 2. Weitere Regelung der freien Arbeitss Weiß- und Bairisch Bier- Lokal. Bermittelungsstellen und Wahl der Vertrauensleute. 3. Verschiedenes und C. Stark, Demminerstr. 10. Fragefasten. [ 851/11] Empfehle allen Freunden und Be- Arbeiter- Sängerbund fannten mein Berlins u. Umg. Sonntag, den 10. Mai, Vormittags Uhr, im Feen- Palast, Burgstraße ( Eingang St. Wolfgangstr.): Weiss- und Bairisch- Bier- Lokal, verbunden mit Frühstücks-, Mittagsund Abendtisch. Auch ist ein Vereins- 10 zimmer mit Piano zu vergeben. Fr. Fröhlich, Nannynntrafe 43. 361L] Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß ich wieder ein Lokal eröffnet habe. Um geneigten Zuspruch F. Winzer, Reichenbergerstraße 122. Weißbittet 646b Empfehle allen Genoffen mein Wein u. Bairisch- Bier- Lokal. Vereins zimmer steht zur Verfügung. 675b Lenz, Uebungs- Stunde fämmtlicher zum Bunde gehörender Vereine. Einlaßkarte legitimirt. 105/9 Der Vorstand. Versammlung des Verbandes Der Vorstand. Abrechnung der Tellersammlung von der öffent lichen Tischler- Bersammlung am 1. Mat in Sanssouci. Einnahme 71 M. 46 Pf. Ausgabe für Annoncen, Anschlags säulen 2c. 26 M. 45 Pf. Ueberschuß 45 M. 1 Pf. Derselbe ist an die streitens den Tischler in Mainz gesendet worden. E. Wiedemann, Wendenstr. 2. Mitglieder- Versammlung der deutschen Maler u. verw. Berufsgenossen Filiale III 0. am Dienstag, 5. Mai, Abends 81/2 Uhr, Blumenstr. 38. Zages- Ordnung: Neue Königte. 16. der Schneider u. Schneiderinnen 1. Bortrag. W. Werner. 2. Filial Restaurant Reichsgarten Friedrichshagen 298b zu Landpartien und Ausflügen bestens empfohlen. L. Wandrey. Stadt Triest" Dresden- N. Allen hier durchreifenden Parteigenossen am Dienstag, den 5. Mai, Abends 81/2 Uhr, Kommandantenstrasse No. 20. 218/5 angelegenheiten. 3. Verschiedenes. Gäste willkommen. Die Bevollmächtigten. Tagesordnung: 270/9 Zentral- Krankenkasse der Welche Bedeutung haben die so: Tabak- Arbeiter, Berlin II. genannten Betriebs- oder ZentralWerkstätten. Referent: Rollege Täterow. Mitglieder Versammlung Dienstag, 5. Mai, Abends 81/2 Uhr, be Gnadt, Brunnenstr. 38. Tagesordnung: 1. Rechnungslegung empfehle Hellerstr. 6. b. Nahe Verein deutscher Schuhmacher 2. Berschiedenes. ich mein Leipzig. ( Filiale Berlin). u. d. Schles. 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Ausserordentliche General- Versammlung 1. Bortrag des Stadtv. Fritz Zubeil. Der Delegirten der Orts- Krankes 2. Diskussion. 3. Quartalsabrechnung. faffe der Weber und verwandte 4. Verschiedenes und Fragekasten. Gäste willkommen. 272/11 Der Bevollmächtigte. Freie Vereinigung der Graveure und Ciseleure. Montag, 4. Mai, Abends 81/2 Uhr: Versammlung im Bereinslotal, Dresdenerstraße 45. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Vortrag des Herrn Henning über Natur- und Menschenleben. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. Der Arbeitsnachweis befindet sich im Vereinslokal täglich von 82-10 Uhr Der Vorstand. Maitrank Fl. 0,75. Frühstück-, Mittag- 552L]. Beyer, Dranienstr. 154. Filiale: Elisabeth- Ufer 47. und Abendtisch, helles und dunkles Bier, direkt Restauration, flottes Geschäft, um vom Faß, ganz besonders aufinertiam. standshalber sof. 3. vert. 3. erfr. bei M. Wernicke, Leffingstr. 47. 659b A. Kowald Nachf., Vereinszimmer meinen Freunden Abends. Oranien- und Alexandrinen- und Gen. zu vergeben. K. 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Spann, Vorsitzender. H. Wagner, Schriftführer. Die von Seiten der Brauerei Evors und Meyer in Fürth aufgestellte Be hauptung, ich sei meinen Verpflichtungen nicht nachgekommen, erkläre ich für unwahr und werde die nöthigen Schritte zur gerichtlichen Erhärtung meiner Gr Gustav Hering. lärung einleiten. ist Der Schankwirth Friedrich Oelze von seine Andreasſtr. 19 unbekannt verzogen. Wer zuerst uns den Aufenthalt desselben so nachweiſen kann, daß wit eine Zustellung an ihn bewirken laffent fönnen, erhält eine Vergütung von 30 Mart. Berlin, Johannisstr. 18/19, im Mai 1891. München. Brauhaus Akt.- Ges. Zigarren- und Labatgeschäft von 3. Janz, Jannowigbrücke 1.[ 682b 667b Elektrotechnische Ausstellung in Frankfurt am Main. Eröffnung der Ausstellung am 16. Mai 1891. Haupt- Bahnhof. Der Ausstellungsplatz liegt gegenüber dem Haupt- Bahnhof. 651b Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 102. Wähler des 17. KommunalWahlbezirkes. In kurzer Zeit steht unserem Bezirke die Stichwahl für die Kommunalwahl bevor. Kandidat der sozialdemokratischen Partei ist unser bewährter Genosse, der Bigarrenfabrikant W. Börner. Es gilt, ihm zum Siege zu verhelfen und durch seine Wahl Protest zu erheben gegen die deutschfreisinnige Parteiherrschaft im rothen Hause. Auf zu reger und unermüdlicher Agitation Das Wahlkomitee. Parlamentsbericht. Abgeordnetenhaus. 80. Sigung vom 2. Mai. 11 Uhr. Am Ministertische: von Caprivi, Dr. Miquel, von Heyden Gadow und Kommissare. Das Extra- Ordinarium des Justizetats, sowie die Etats des Herrenhauses und des Abgeordnetenhauses, werden ohne wesentliche Debatte unverändert angenommen. Sonntag, den 3. Mai 1891. 8. Jahrg. sie mit großer Bähigkeit daran festhält. Was die Wiederaufrich- Aften nebst drei lebenden Bildern. Der Inhalt dieses Dramas tung eines Polenreiches anbetrifft, so fordern die Herren eine ist furz folgender: im ersten Akt wird das Elend einer schlesischen Erklärung, die wir gar nicht angeben können. Wir können doch Weberfamilie geschildert. Die Aermsten wollen nach Amerika nicht im Namen unserer Wähler über die Zukunft unserer auswandern, lassen sich aber durch die jammernde alte Mutter Nationalität eine Erklärung abgeben. Der russische Kaiser zurückhalten. Ein Aufstand entsteht, eine Fabrik wird demolirt Allerander verlangte 1809 auch von Napoleon die Erklärung, daß und das Schlußbild zeigt uns den Kampf der unerschrockenen Polen nicht wieder hergestellt werden solle. Napoleon hat ge- Anführer gegen das Militär, das sie zum Abzug zwingen. Der fagt, er könne erklären, daß er dazu nicht beitragen wolle, aber zweite Att führt uns ein Stimmungsbild aus dem Jahre 1848 etwas Weiteres wäre ein Eingreifen in die Rechte Gottes. Wenn vor und das lebende Bild zeigt uns zum Schluß den BarrikadenGott ein polnisches Reich wiederherstellen will, so können wir kampf in Berlin. Der alte Weber Steinmann wird in diesem nichts dagegen einwenden. Wir können nur erklären, daß wir, so Kampfe erschossen, aber sein Sohn fämpft in 40 langen Jahren lange wir dem preußischen Staate angehören, unsere Pflicht mit den Kampf weiter. Er wird Sozialdemokrat. Im dritten Aft voller Loyalität erfüllen wollen. Die Abweisung, welche wir heute finden wir ihn wieder mit seinen beiden Neffen, in einem Walde von der Staatsregierung erfahren haben, wird uns nicht abhalten, mit bei Berlin die Maifeier mitfeiernd. Bevor das lebende Bild aufunserer Forderung stets von Neuem wiederzukommen.( Beifall gerollt wird, treten sich noch einmal, wie im Anfang, die Genien bei den Polen.) der Freiheit und Tyrannei gegenüber. Die Freiheit siegt, und Abg. Sombart( ntl.): Daß die Kolonisation wirthschaftlich die Tyrannei stürzt bei dem Anblick der in Liebe und Brüderlichnicht günstig gewirkt hat, ist nicht richtig. Gerade die Ansiede feit geeinigten Arbeiter aller Länder gebrochen zu Boden. Dieses lungen fleiner ländlicher Besitzer, welche persönlich mitarbeiten, Bild zum Schluß stellt die Welt- Maifeier der Arbeiterschaft dar. ist das einzig richtige. Von den zahlreichen Bewerbern hat nur Das Fest der Freien Volksbühne war ein schönes und ein fleinerer Theil berücksichtigt werden können. Zahlreiche Be- würdiges, das Festspiel von edelster Begeisterung getragen. Die werber haben sich gemeldet, trotzdem die Anforderungen erhöht von dem Kummer'schen und Flöter'schen Gesangverein( Dirigent worden sind; es wird ein Kapital von 6000 statt bisher von Herr Flöter) ausgeführten Gesänge in den lebenden Bildern und 4000 m. verlangt. Unter keinen Umständen darf man die Sache im zweiten Theil der Feier, waren prächtig gesungen und höchst jetzt im Stich lassen, sondern muß sie energisch fortsetzen. Die wirkungsvoll. Herr Paris trug im zweiten Theil noch einige Auswanderung hat seit 1886 sichtlich abgenommen; denn die Gedichte von Herwegh, Julius Hart u. a. vor. Den Abschluß. Auswanderung fand nur statt, weil die Leute kein Areal hatten, gab der Massengesang der Marseillaise. Die Stimmung im Theater war eine festliche, ste stieg zu immer größerer Begeisteum sich anzusiedeln. rung an. Zum Schluß des Spiels wurde der ungenannte Autor stürmisch gerufen. Statt seiner erschien Frl. Emmy Samst, der Genius der Freiheit und verneigte sich vor dem Volte. Es war, als ob das symbolische Spiel noch in einem eigenen Symbol endigen sollte. Abg. v. Stablewski behält sich, da der Ministerpräsident den Saal verlassen hat, vor, auf seine Ausführungen bei anderer Gelegenheit zu antworten. Bei dem Etat der Ansiedelungskommission bekämpft der Abg. Dr. von Jazdzewski( Pole) die Polengeseze, mit Der Etat der Ansiedelungskommission wird darauf genehmigt; denen man nicht blos germanisire, sondern auch evangelisire. die Denkschrift der Kommission wird durch Kenntnißnahme für Nachdem Fürst Bismarck, der die Polen hasse, aus der erledigt erklärt. Regierung geschieden, liege kein Grund vor, das Gesetz Der Gesetzentwurf wegen Abänderung von Amtsgerichtsaufrecht zu erhalten, das ein Unrecht gegen die Polen bildet| Bezirken wird in erster und zweiter Lesung ohne Debatte geund nur schädliche Folgen hat; die Ansiedelungspolitik hat Fiasko nehmigt. gemacht. Der Gesetzentwurf, betr. die Abänderung einiger Bestim Ministerpräsident von Caprivi bestreitet die Evangelifirungs- mungen wegen der Pensionirung der Gemeindebeamten in den versuche. Das Gefeß aufzuheben ist die Regierung nicht Willens, Landgemeinden der Rheinproving wird nach kurzer Debatte einer fie anerkennt auch nicht, daß das Gesetz wirkungslos gewesen Kommission von 14 Mitgliedern überwiesen. wäre. Ob Fürst Bismarck die Polen hasse, mag der Vorredner in feinem Gewissen prüfen, die heutige Regierung will mit den Polen in Frieden leben als mit den gleichberechtigten, wenn auch manchmal schwierigen Mitbürgern.( Heiterkeit.) Es war uns sehr erfreulich, als die Polen sich uns näherten, indem sie im Reichstage für die Erhöhung der Wehrkraft eintraten. Aber wir haben trübe Erfahrungen gemacht und sind vorsichtig. Weil Sie uns ein freundliches Gesicht machen, fönnen Sie nicht verlangen, daß wir Ihnen um den Hals fallen. Gehen Sie voran, wir werden Ihnen folgen. Es folgt die zweite Berathung des Entwurfs einer Städte Ordnung für den Regierungsbezirk Wiesbaden. 3u§ 5 beantragt Abg. Wiß mann, für die Erwerbung des Bürgerrechts keinen Zensus einzuführen. Die Abgg. Wikmann und Zelle( dfr.) treten für den Antrag ein, während die Abgg. Grimm( dfr.) und Althaus( t.) sowie der Geh. Regierungsrath Halbey den Antrag bekämpfen, weil er von den Vorschriften abweiche, die auch in anderen Städte- Ordnungen in Geltung seien. Der Antrag Wißmann wird abgelehnt. Dasselbe Schicksal Abg. Seer( natl.) bestreitet, daß die Ansiedelungsversuche hat ein Antrag zum§ 17, welcher die richterlichen Beamten und Fiasco gemacht hätten, die Wirkung ges Ansiedelungsgesetzes die Elementarlehrer als Stadtverordnete zulassen will, während werde sich erst nach längerer Zeit erweisen. die Vorlage dies verbietet. Auch ein Antrag Wißmann zum Abg. Rickert( dfr.) hält die ganzen Polengesetze für einen§ 25, statt der öffentlichen die geheime Abstimmung bei der politischen Fehler: sie schaden nicht den Polen, sondern den Stadtverordnetenwahl einzuführen, wird abgelehnt, nachdem die Deutschen; erfreulich war der gegen früher veränderte Ton Freisinnigen und das Zentrum sich dafür erklärt und auch der Polendebatte. Abg. Grimm anerkannt hatte, daß die geheime Abstimmung Abg. Graf Limburg- Stirum( tons.): Die Haltung der das Richtige sei, daß aber jetzt diese prinzipielle Frage nicht erfonservativen Partei den Polen gegenüber wird ganz von ledigt werden könne. dem Verhalten der Polen abhängen; namentlich müssen die Ein Antrag des Abg. Wißmann zum§ 38, wonach nur Bolen aufhören, sich gegen ihr preußisches Vaterland zu die Bürgermeister, nicht aber die befoldeten Magistratsmitglieder wenden und die Hoffnung auf die Wiederherstellung eines der Bestätigung unterliegen sollen, wird von den Abg. Riesch großen Polenreiches aufgeben. Darüber möge die Regierung und Schaffner, sowie vom Geh. Rath Halbey bekämpft sich nicht täuschen, eine schwankende Politik den Polen gegenüber und abgelehnt. ist immer für Preußen von schwerem Nachtheil gewesen. Abg. v. Gablinski( Pole) versteht nicht, was man von den Polen noch verlange. Abg. v. Tiedemann- Bomst( frt.): Die Regierung möge fich durch das freundliche Gesicht der Polen nicht täuschen lassen; sie fönnte sonst, wie schon früher, trübe Erfahrungen machen. Worte haben wir von den Polen genug gehört, mögen sie nun auch Thaten sehen lassen. Abg. v. Jazdzewski: Worte des Wohlwollens seitens der Regierung haben wir mehrfach gehört, von Thaten des Wohlwollens haben wir sehr wenig gesehen. Bemerkenswerth ist, daß der neue Spracherlaß so viel Befürchtung hervorgerufen haben Einige redaktionellen Anträge des Abg. 3 elle werden unter Zustimmung der Regierung angenommen. Schluß 4 Uhr. Wie wir bereits gestern furz erwähnten, erreichte die anläßlich der Maifeier am Abend des 1. Mai nach dem Röllig'schen Lokale in der Neuen Friedrichstraße einberufene Versammlung der in der Kürschnerbrauche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen ein frühzeitiges Ende. Als nämlich der Referent, Herr Hoffmann, bei der Besprechung der Bedeutung des 1. Mai für die Arbeiterschaft auch, was sich ja hierbei gar nicht anders machen läßt, das politische Gebiet streifte, erhob sich der überwachende Polizeibeamte und richtete an den Vorsitzenden, den Genossen Wedemeyer das dringende Ersuchen, die anwesen den Frauenspersonen" aus dem Saale zu entfernen, da das Vereinsgesetz nicht gestatte, daß politische Angelegenheiten in Anwesenheit der Frauen erörtert werden. Der Vorsitzende trat dieser Ansicht des Polizeibeamten entgegen und bemerkte ihm, daß die Versammlung für Männer und Frauen einberufen sei. Da jedoch der Beamte bei seiner Anschauung beharrte, so zog Genosse Wedemeyer es vor, lieber auf eine Weitertagung der Versammlung unter diesen Umständen zu verzichten und er schloß daher dieselbe mit einem dreifachen, begeistert aufgenommenen Hoch auf die internationale Sozialdemokratie. Dadurch wurde aber die Feier nicht verhindert, die Genossen und Genossinnen blieben noch ziemlich lange, bis gegen 12 Uhr, in geselliger Unterhaltung beisammen, wobei Gesang und Vorträge mit einander abwechselten. Es war glücklicher Weise nach Schluß der Versammlung ein geselliges Beifammensein angemeldet worden. Ein anderer Zwischenfall ereignete sich bei den Graveuren und 3iseleuren, welche in Schmiedel's Festsälen, dem früheren Orpheum, Freitag Abend tagen wollten. Obgleich der Einberufer die Versammlung schon 4 Tage vorher bei der Polizei angemeldet hatte, erhielt er erst am Nachmittage des Tages vor dem 1. Mai den Bescheid zurück, daß ihm die Genehmigung versagt werden müsse, da das Lokal den Anordnungen der Polizei vom 30. Oktober 1889 nicht entspreche. Merkwürdigerweise Nächste Sigung Montag 1 Uhr( Fortsehung der Etats- haben in demselben Saale noch in den allerlegten Tagen mehrberathung.) Die Maifeier. fach Versammlungen, auch Arbeiterversammlungen allerdings teine Maifeier- Versammlungen stattgefunden. Da auch hier ein gemüthliches Beisammensein besonders angemeldet worden war, konnten die Genossen und ihre Angehörigen wenigstens bei Tanz und Gesang und sonstigen Vorträgen den 1. Mai feiern. In Rigdorf hatten sich die Genossen in einer Zahl von 700 Mann im Lokal von Niesegt zusammengefunden. Den Vortrag hielt Wilhelm Werner. Die Achtstunden- Resolution wurde einstimmig angenommen. Berlin, den 2. Mai. Ueber die gestrigen Versammlungen aus Berlin haben wir foll. Was bringt denn der Erlaß? Es wird der polnischen Be- noch folgendes nachzu tragen: völkerung erlaubt, ihre Kinder privatim im polnischen unterrichten Die Freie Volksbühne veranstaltete vorgestern Abend ihre zu lassen. Von uns verlangt man Thaten, während Herr von Maifeier im Ostendtheater; indem sie mit dieser Feier eine In Magdeburg fanden gestern Abend gleichzeitig vier von Tiedemann sich schon beunruhigt fühlt, wenn ein polnisches Kind Vorstellung für die erste Abtheilung verband. Eingeleitet wurde 5000 Personen besuchte Versammlungen statt. privatim im polnischen unterrichtet wird. Wir erfüllen unsere Pflicht die Feier mit einer Fest- Ouverture, die der Kapellmeister Wie- In Lübeck sprach in einer zahlreich besuchten Versammlung. vollständig. Wir bezahlen unsere Steuern, unsere Soldaten haben decke dirigirte, und einem schwungvollen Prolog von Karl der Abgeordnete Schwarz. in den deutschen Kriegen mitgefochten, was wirft man uns dann Henckell, vorgetragen von dem Deflamator Hermann In München fanden gestern se ch 3 Versammlungen statt, noch vor? Es ist bedauerlich, daß die Regierung sich von der Paris. Darauf folgte das eigentliche Festspiel Durch über die Zahl der Besucher haben wir keine Mittheilung erUnbrauchbarkeit dieser Polengesetze noch nicht überzeugt hat, daß Kampf zur Freiheit", historisches Melodrama in drei halten. Sonntagsplauderei. fo " war weit und breit kein Schuhmann zu erblicken, der ihr in wird, ob er fern von der Leipzigerstraße still im Schmollihren Nöthen hätte hilfreichen Beistand leisten können. Das winkel verharren wird, ist eine Frage, die wohl ausschließlich R. C. Nun sollen die Glocken klingen: Der heutige Tag tommt aber davon, wenn man die Sicherheitsbeamten konsignirt; nur Leute vom Schlage des Herrn May Bewer interessirt; gehört uns. Mit seiner ganzen Pracht ist der Mai in's dann feiert die ungezügelte Wildheit förmliche Orgien, und das und da auch die wichtige Staatsangelegenheit noch nicht Land gezogen, er ladet ein zum fröhlichen Festfeiern, und Staatswesen wird in seinen Grundvesten erschüttert. Glücklicher entschieden ist, in welcher Villa er eigentlich hausen wird, Alles, was der proletarischen Arbeitersache nicht feindlich Weise ist der revolutionäre Zwischenfall noch so glimpflich taucht nur noch die Frage auf, ob die Annahme eines solchen gegenübersteht, findet heute wohl irgendwo ein Pläßchen, wo vorübergegangen, daß Herr Eugen Richter, der seinen Lesern Anerbietens einem Abgeordneten nicht den Fiskus auf den man mit Gleichgesinnten die Frage des Tages diskutiren das entfeßenerregende Faktum nicht verschweigen zu dürfen Hals hetzt, der ja schon öfter Abgeordneten anderer Parteien kann. Die bürgerlichen Zeitungen zerbrechen sich unseren glaubte, nicht in Aktion zu treten brauchte. Der Staat das Mobiliar versteigern ließ, weil sie aus ihrer Stellung Kopf, trauten wir ihnen, so wären wir längst vom Erdboden konnte auch ohne seine Dazwischenkunft gerettet werden; als Abgeordnete sich persönliche Vortheile erwachsen ließen, reichten sich zwei thränenfeuchte Bourgeois die Hände, blinzelten den großen Politiker durch ihre Fußbekleidung so sehr in Zeit nicht in Einklang zu bringen waren. Aber Alles hat sich mit Augurenfreundlichkeit an, versicherten sich ihrer Schrecken und Angst gejagt haben, werden sie im nächsten seine Zeit, und man wird abwarten müssen, wie sich das gegenseitigen Werthschäzung und gaben ihrem Bedauern Jahre ganz gewiß himmelblaue Strümpfe in Form der Bismarc'sche Regime gegen seinen eigenen Schöpfer stellt. Ausdruck, daß die Sozialisten, denen man im Grunde des jetzt mit Recht beliebten Estarpins anlegen. Wahrscheinlich werden noch viele Kiebitzeier gegessen werden Herzens garnicht so feindlich gesinnt war, allzu frühzeitig Die Leute hätten nur noch rothe Handschuhe tragen, müssen, bis überall mit gleichem Maße gemessen wird. haben in's Gras beißen müssen. Der Wunsch ist stets der Rathenower Steine vermauern, Weißbier mit Himbeer Allmälig wird es den Frommen im Lande etwas leichter Bater des Gedankens, und die bereits Todtgesagten Leben trinken, zum Frühstück Radieschen essen müssen ums Herz. Die Kirchennoth in Berlin ist allerdings sprich bekanntlich am längsten. So bereitet es uns denn im wer weiß, was geschehen wäre: was geschehen wäre: vielleicht wäre die wörtlich, und wir glauben thatsächlich, daß es höchstens innersten Herzen großes Weh, daß wir den Traum der Mastvieh- Ausstellung allarmirt worden, weil es da sehr eben so viele Münchener Bräus in der Reichshauptstadt Bourgeois- Zeitungen grausam zerstören müſſen. Am heutigen viele Wesen giebt, die eine instinktive und tiefeingewurzelte giebt, wie man bisher Kirchen gebaut hat. Das hindert Tage geben wir ein Lebenszeichen, und die meisten Politiker, Abneigung gegen die rothe Farbe haben. aber die Friedensarmee nicht, sich in einer Droschke auf der die die Fliegen husten hören, mögen daran erkennen, daß So aber hat Europa Ruhe, und es ist bisher noch nicht Flucht zu befinden, und die Generale und die Lieutenants wir frisch und unentwegt auf dem Plaze find. der kleinste Belagerungszustand über das kleinste Nest ver- Dieser Armee beherzigen das Bibelwort nicht: Aber es sind in den letzten Tagen wirklich umstürzlerische hängt worden. Schlimm genug für schneidige Beamte, denen das Schwert nimmt, der soll durch das Schwert umDinge geschehen. Mit Schauern und Grausen bekamen piep: die eklatanten Genugthuungen dadurch förmlich zur Un- kommen." Statt des Schwertes ergreifen sie das meierliche Philister die entsehliche Thatsache zu lesen, daß auf möglichkeit gemacht werden. Schlichte Gemüther und an ihnen näher liegende Hasenpanier, wenn einem Neubau Maurer in rothen Strümpfen gearbeitet spruchslose Herzen aber werden hierfür durch die That- trittsgeld wegen ungenügender Leistungen zurückgefordert haben sollen. Und mit Hintansehung aller bürgerlichen sache entschädigt, daß Fürst Bismarck nun doch wirklich in wird und überlassen unbegreiflicher Weise den Moral und Tugendboldenhaftigkeit sollen sie sich sogar die den Reichstag gewählt ist. Das Hangen und Bangen in Christlich- Sozialen zwar nicht das Feld, aber doch den Hosen soweit aufgeschlagen haben, daß- jeder wackere qualvoller Pein ist eine der ödesten Beschäftigungen, die es Grunewald, wo man durch Singen und Beten räudige Schafe Bürger und jede züchtige Bürgerin hat hier zu erröthen auch für den geduldigsten Staatsbürger giebt, und da der einzufangen trachtet. Ob sie viele Erfolge haben werden, sogar die Waden zu sehen waren. Eine wirkliche Geheim- Alb nun von allen patriotischen Herzen genommen ist, wissen wir nicht; aber Herrn Stöcke an irgend einem rathstochter, welche die Straße passirte, soll denn auch richtig dürften sich auch die Stützen des Staates milden Frühlings- weitäftigen Baume im Grunewald fingen zu hören, ist einen veritablen Ohnmachtsanfall gehabt haben, und leider gefühlen hingeben können. Db er nach Berlin kommen allein ein Schauspiel, welches eine Landparthie werth ift.-, Wer das Ein Ueber die Vorbereitungen zur morgigen Maifeier haben und deren Losungsworte entlehnend wir noch Folgendes nachzutragen: Aus Spremberg wird berichtet: " traten. auf- smer den an diesem Tage feiernden Arbeitern seine Sympathie aus und brachte den Vorschlag auf den 3ehnstundentag In der Schweiz verlief überall die Maifeier in größter für Grubenarbeiter ein. Ministerpräsident BeerDer Allgemeine Arbeiterverein Spremberg" beabsichtigte Ordnung und Ruhe. naert trat hierauf für die Arbeitsfreiheit und die FreiSonntag, den 3. Mai, eine Maifeier zu veranstalten und hatte Aus Holland traf gestern in der zweiten Stunde nach heit in den Wechselbeziehungen zwischen Arbeitgeber und Arbeiter zu diesem Zwecke auch die polizeiliche Genehmigung Mitternacht eine ausführliche Depesche ein, die wir nur noch ein und lehnte jede Einmischung in die Arbeitszum Ausmarsch nach Heinrichsfeld und am Abend auszugsweise mittheilen komiten. Wir geben sie jest vollständig frage ab. zum Einmarsch in die Stadt nachgesucht. Es war ihm auch die wieder: Am zahlreichsten sind die Nachrichten aus Italien. Hier Erlaubniß insoweit ertheilt worden, als sich der Einmarsch Amsterdam, 1. Mai. Der Tag verlief ruhig, die Stadt bot fam es wirklich zu einigen Störungen der Ruhe, die aber Niesowohl wie der Ausmarsch auf dem direktesten Wege vom Ver ihr gewöhnliches Aussehen, nirgends eine Demonstration. Nach mandem auffallen können, der sich der die Arbeiter provozirenden fammlungslokale vollziehen solle, der beabsichtigte Att am Abend mittags fand im Lokal Plancius, wo eine rothe Fahne gehißt Reden des Ministers Nicotera in den Tagen vor dem 1. Mai auf dem Marktplate aber unterbleiben müsse. Heute aber ist war, eine Versammlung von etwa 700(?) Personen statt. Der erinnert. Diese Provokationen wurden am Montage fortgefeßt. eine auf die ganze Provinz sich beziehende Ver- sozialistische Deputirte Domela Nieuwenhuis hielt eine Auch wenn man weniger heißes Blut in den Adern hat als das fügung hier eingegangen, daß alle auf die Maifeier Rede für den Achtstundentag, als der ersten Etappe zum Arbeits- italienische Bolt, muß man es als eine unerhörte Provobezüglichen öffentlichen Aufzüge zu verbieten tage von sechs, von vier, ja selbst zwei Stunden. Nach nicht fation betrachten, wenn bei einer Versammlung der ganze feien und infolge dessen ist dem betreffenden Verein der ge= besonders lebhaften Debatten wurde eine Resolution zu Gunsten Raum von allen sichtbaren Truppenmassen umstellt ist, wenn man plante Aus- und Ginmarsch untersagt worden. des Achtstundentages angenommen. Ruhestörungen tamen nicht überzeugt ist, daß blutjunge Bürschchen in der Lieutenantsuniform Aus Höchst a. Main wird uns unterm gestrigen Datum vor. Am Abend fand noch eine andere Versammlung in dem sehnsüchtig darauf warten an dem wehrlosen Proletarier ihren geschrieben: sozialistischen Lokal Constantia" statt. In der gestrigen Nummer des Kreisblattes für den Kreis Höchst a. M.. zugleich amtliches Bekanntmachungsorgan, wurde folgende die Maifeier betreffende Bekanntmachung veröffentlicht. Die im Auftrage des sozialdemokratischen Vereins durch Herrn Karl Friedrich Rast nachgesuchte Genehmigung zur Veranstaltung eines öffentlichen Aufzuges am Sonntag den 3. Mai d. J. ist diesseits versagt worden. Unter Hinweis auf die Strafbestimmungen des§ 17 Ge setzes vom 11. März 1850 wird dies mit dem Bemerken bekannt gemacht, daß nicht nur diejenigen, welche als Veranstalter, Ordner oder Leiter des öffentlichen Aufzuges auftreten, sondern auch die Theilnehmer des Aufzuges strafbar sind. Unter einem öffentlichen Aufzuge ist auch das Gehen resp. Marschiren einer kleineren Anzahl von Personen in geschlossener Reihe zu betrachten. Jeder Versuch zur Veranstaltung des verbotenen Aufzuges wird außerdem verhindert werden. Höchst a. M., 22. April 1891, Der Bürgermeister: Dr. Gebeschu 3. Die Hamburger Polizei hat der Festzug Kommission die Mittheilung gemacht, daß es den an der Demonstration theil nehmenden Vereinen untersagt ist, in geschlossenem Zuge durch die Stadt zu marschiren, auch dürfen die Fahnen, Banner u. s. w. erst auf dem Aufstellungsplate in St. Georg entfaltet werden. Frauen mit Kindern und besonders solche mit Kinderwagen werden darauf aufmerksam gemacht, daß sie sich möglichst dem Gedränge fernhalten mögen. Die Vorstände der drei sozialdemokratischen Vereine Hamburgs richten im Hamburger„ Echo" an die Bevölkerung Hamburgs und Umgegend die dringende Bitte, zum Beweise der Theilnahme an der Maifeier, ihre Lebens- und sonstigen Bedürfnisse nicht erst am Sonntag, den 3. Mai, sondern schon vorher einzukaufen, damit auch den Handlungsgehilfen Gelegenheit geboten wird, sich an der Maifeier zu betheiligen. Reine Hausfrau sollte irgend welchen Kaufmann oder Krämer am 3. Mai mit Einkäufen beLäftigen. In der Harburger königlichen Eisenbahn- Hauptwerkstatt ist folgende Bekanntmachung erlassen: Unter Bezugnahme auf die Bekanntmachung vom vorigen Jahre wird bestimmt, daß Beurlaubungen am 1. und 3. Mai nur in nachweislich äußerst dringenden Fällen und nur durch den Vorstand der Werkstatt ertheilt werden. Zuwiderhandlungen werden mit direkter Entlassung bestraft. Harburg, den 28. April 1891. Königliche Eisenbahn- Hauptwerkstätte Harburg. gez. von Hove. Hoffentlich wird diese Bekanntmachung ihre Wirkung nicht verfahlen, da Herr von Hove selbst Indifferente auf den 1. und 3. Mai aufmerksam macht. W " Heldenmuth erproben zu können. Dazu kommt noch das Auch die Nachrichten aus den Provinzen melden keinerlei untluge Auftreten von Leuten, die ihren Namen zu Unruhen. Im Haag arbeiteten falle größeren Fabriken mit Aus- nennen sich scheuen und bei denen man schwankt, ob man fie für nahme der sozialistischen Bäckereigenossenschaft. Verrückte, Polizisten oder verbohrte Anarchisten halten soll. Aus Norwegen langte heute nach Mitternacht folgende Es ist uns ganz unmöglich, alle Meldungen der Depeschenbureaus Depesche ein: wiederzugeben. Die wichtigsten seien hier abgedruckt. Chriftiania, Freitag, 1. Mai. Seitens der Arbeiter- Korpo- Aus Rom wird telegraphirt: Das hiesige Arbeitermeeting rationen wurde heute Nachmittag ein Zug durch die Stadt ver- hatte einen Mißerfolg. Nur wenige Arbeitervereine waren eranstaltet, an welchem etwa 4000 Personen theilnehmen. Es schienen. Man zählte gegen 5000 Menschen. Mitten auf dem wurden verschiedene Reden gehalten zu Gunsten des achtstündigen Blaze befand sich eine rohgezimmerte Rednertribüne, auf welcher Arbeitstages. Gs herrschte überall vollständige Ruhe. Das Wetter die Abgeordneten Barzilai, Ferrari und Maffi Plaz nahmen. ist regnerisch. Um die Tribüne herum waren auch Fahnen von solchen Klubs Aus England liegen nur spärliche Nachrichten vor. Das gruppirt, welche mit Arbeitervereinen nichts gemein Wolff'iche Bureau weiß von feinerlei Arbeiter Rundgebungen haben. Man sah die schwarze Florfahne des Oberdantklubs, in London zu berichten und es hat eigentlich ganz recht, denn jene des mazzinistischen Vereins Gioventé operosa" und andere. die Handvoll Anarchisten, die gestern Abend zusammenfam, Die Versammlung Versammlung begann um um 8 Uhr. Der Arbeiter hat nichts zu bedeuten, was schon daraus hervorgeht, daß die Torradetti ermahnte zu nur geseglichem Widers Hauptrede in französischer Sprache gehalten wurde. Herold's stande. Ein allgemeiner Ausstand werde das Kapital Bureau" berichtet über die Versammlung folgendes: brechen." Mit freischender Stimme verlangt ein anderer Arbeiter, daß man den Kapitalisten die Fäuste zeige. Man schreit: Hurrah! Beginnen wir sogleich!"" Nein!" ruft ein Dritter, der Borredner ist ein agent provocateur"." Ja! Nein!" tönt es urch einander, herunter mit ihm!"" Ruhe!" donnert da Cipriani, und der Sturm legt sich sogleich. Ruhe, Genoffen!" fährt er fort, wir sind noch nicht gerüstet." Heute müssen wir bitten, morgen fönnen wir vielleicht befehlen. Einigt euch und wartet! Der heutige Tag ist ein Tag des Friedens! Gilt es zu handeln, dann werden wir alles im geheimen verabreden." Alles jubelt ihm zu. Die Sache scheint ruhig ablaufen zu Die Polizei hatte ganz recht, denn unschädlichen Verriackten, wollen. Da tritt plöglich ein geisterhaft aussehender Mensch mögen sie auch noch so laut schreien, schenkt man am besten teine vor und schreit:" Genoffen! feine Worte mehr! Thaten! Beachtung. Louise Michel ist sicherlich eine ehrenwerthe Frau, Thaten! Thaten!" In demselben Augenblicke fintt ein durchaus macellos und deshalb genau zu scheiden von den Schuhmann lautlos zusammen, die Brust von einem Dolchstich Polizei Anarchisten, aber ernst darf sie nicht genommen durchbohrt. Gendarmen stürzen vor, man hört den Knall von werden, dies beweist neuerdings ihre gestrige Rede. Revolverschüssen. Dann ertönen Hornsignale, Reiterei sprengt Morgen wird in London erst die Maifeier mit gezüchten Säbeln heran, die Menge stiebt in wilder Flucht begangen werden. Hierüber liegt folgende Meldung der auseinander. Cipriani wurde von dem Hufschlag eines Roffes, Vossischen Zeitung" vor: nach anderen Berichten durch einen Revolverschuß verwundet. Die Londoner Gewerkvereine werden morgen Nachmittag mit In der Kammer wurde der Minister des Innern, Fahnen und klingendem Spiel vom Themsequai nach Hydepark Nicotera, von mehreren Deputirten über die Auflösung des ziehen, wo zwölf Rednerbühnen errichtet sein werden. Die Meetings interpellirt. Der Minister berichtete über die Sozialisten werden eine abgesonderte Kundgebung veranstalten. einzelnen Vorfälle und theilte mit, daß unter den Verwundeten Sehr zahlreich sind die Nachrichten aus den romanischen sich auch der römische Deputirte Barzilai befinde; insbesondere Ländern. Wir beginnen mit Frankreich. Aus Paris wird führte der Minister an, daß auf die Polizei auch aus einem der National- Zeitung" telegraphirt: Fenster des Hauses geschossen wurde, wo Cipriani wohnt. Der Minister erklärte sodann, daß auch in Florenz anarchistische Ausschreitungen vorgekommen seien, welche jedoch teine besondere Bedeutung gehabt hätten. Die Anarchist en hielten im Hydepark ein Meeting ab. Louise Michel hielt eine heftige französische Rede zu Gunsten einer allgemeinen Arbeiterrevolte. Sie sagte: Laßt uns diese Empörer begrüßen! Laßt uns diejenigen willkommen heißen, welche die Fenster der Läden, der Häuser, der Klubs zertrüm mern, laßt uns- alle Plünderer, alle Diebe willkommen heißen! Sie gehören dem Empörerbunde an, welcher denjenigen, die ein Lurusleben führen, während Millionen verhungern, zeigen soll, daß ihre Stunde endlich geschlagen hat. Die zahlreich anwesende Polizei verhielt sich neutral. " Die Abendblätter wollen die Dynamitpatronen- Explosion im Palais des Marquis Trevise als anarchistische Manifestation aus legen, während sie viel wahrscheinlicher der Racheaft eines fort gejagten Bedienten ist. Die Schilderung der Journale ist übrigens Aus dem Auslande sind über die gestrige Feier überaus gewaltig übertrieben, da in Wirklichkeit nur eine Anzahl Fenster zahlreiche Meldungen eingelaufen. Dieselben rühren fast aus scheiben geplakt find. Die Delegation der Marxisten unter nahmslos von den Depeschenbureaus her, welche sich im Führung des Deputirten Thivrier wurde, als fie um 2 Uhr an Allgemeinen nicht durch objektive Berichterstattung auszeichnen und der Ecke des Place Concordes und der Rue Rivoli erschien, von im Speziellen bei allen die Arbeiterbewegung betreffenden Nachrichten der Polizei angehalten und trotz aller Protestationen wurden nur offenfundig ihre gegnerische Tendenz zur Schau tragen. In der fünf durchgelaffen, welche in die Kammer gelangten und dem Berichterstattung über die Maifeier haben die Bureaus ihre Generalsekretär ihre Petition überreichten, nachdem sie vergeblich sonstigen Leistungen übertroffen, und in dem Wettlauf, die Empfang durch Floquet verlangt haben. Aufsehen erregte die Arbeiter- Demonstration zu verkleinern und die Arbeiter zu ver- Anwesenheit des englischen Parlamentsmitgliedes Cuninghame verleumden, hat das angeblich unabhängige"" Herold- Bureau" Graham unter den Delegirten. Bis jetzt ereignete sich der einzige das offenkundig hochoffiziöse" Wolff'sche Bureau" um einige ernste Zwischenfall in der Vorstadt Clichy, wo eine Bande von Nasenlängen überholt. Wir bitten dies bei den folgenden Be- Anarchisten der Polizei widerstanden und zwei Polizisten und richten genau im Auge zu behalten, da wir vor Eintreffen eigener zwei Gendarmen durch Revolverschüsse schwer verwundeten. Nachrichten außer Stande sind, Wahres und Falsches zu scheiden Telegramme aus der Provinz melden aus zahlreichen Orten und keineswegs gewillt sind, für die Richtigkeit der telegraphischen Manifestationen der feiernden Arbeiter, aber bis jetzt feine ernste Meldungen irgendwelche Verantwortung zu übernehmen. Ruhestörung." Aus Oester reich liegen heute nur wenige Nachrichten vor. Aus Wien wird telegraphirt: Die Versammlungen der Arbeiter im Prater sind in größter Ruhe verlaufen. Sie waren schwächer besucht als im Vorjahre, nach 9 Uhr hatten alle Arbeiter den Prater verlassen. Aus den Wiener Bezirken wird keinerlei Ruhejtörung gemeldet, auch in den Provinzen ist Alles ruhig geblieben. Die von allen Seiten einlaufenden Depeschen fonstatiren, daß der gestrige Tag in ganz Desterreich ruhig verlaufen ist. Die Betheiligung der Arbeiter an den Versammlungen und BeIuftigungen war im Allgemeinen gestern geringer als im vergangenen Jahre. Heute( am 2. Mai) wird wieder überall nor mal gearbeitet. " Aus den weiteren Berichten über die bedauerlichen Borgänge in Rom heben wir noch folgendes hervor: Es wurden 285 Verhaftungen vorgenommen. Einzelne fleine Zusammenstöße endeten unblutig. Alle Plätze sind militärisch be setzt. Im Innern der Stadt wurde die Ruhe keinen Augenblic gestört. Die Zahl der Verwundeten beträgt 30. Zwei Schutzleute sind schwer verwundet, einer ist todt. Giner der Offiziere wurde leicht verwundet. Cipriani, der bei dem gestrigen Meeting in Santa Croce di Gerufalema eine Rede hielt, und bei dem darauf folgenden Bu sammenstoß mit der bewaffneten Macht am Kopfe verwundet wurde, ist in der vergangenen Nacht verhaftet worden. Der Polizeibericht giebt an einen Todten, acht Soldaten, 3poanzig Arbeiter leicht verwundet. Die Straßen haben ihr ge wohntes Aussehen, der Korso und die Nazionale sind sehr belebt. Tie Truppen zogen um 10 Uhr Nachts ab. us den Provinzen wird fast allgemein vollständige Ruhe gemeldet. Auch in Florenz sind nach Einbruch der Nacht feine Ausschreitungen mehr erfolgt. Dort wurden 17 Verhaf tungen vorgenommen, in welche auch die Führer der Anarchisten einbezogen sind. vorgekommen. In den Arbeiterbezirken Oberitaliens war die Bauf Rom und Florenz sind keine ernsteren Zwischenfälle Ordnung musterhaft. Bei verschiedenen, im Laufe des Tages verhafteten Personen In Paris verlief im allgemeinen die Feier in voller Ruhe wurden Waffen und auffallende Geldmengen vorgefunden. bis auf einige Störungen durch die Anarchisten, welche wie Ueber die Vorgänge in der Provinz liegen folgende Melüberal auch in Paris durch ihr großes Geschrei und ihre über- dungen vor: mäßigen Dummheiten über ihre fleine Zahl hinweg zu täuschen suchen, über eine große Zahl von Verhaftungen wird ausreichen Bezirken Piemonts, der Lombardei und der In Turin, Bologna, Venedig, in den industries Paris berichtet: Emilia ist der Tag in vollkommenster Ruhe verlaufen. Die Auf dem Plage der Republik und auf dem Eintrachtsplate Anarchisten versuchten auch in Florenz Unruhen zu erregen wurden gestern Abend etwa 20 Personen verhaftet. Die Ge- und in die Stadt einzubringen, wurden aber wieder verjagt. In fammtzahl aller gestern Verhafteten wird auf 250 geschäßt, von Florenz und Neapel sind zahlreiche Verhaftungen vorgenom denen etwa 140 in Gewahrsam behalten wurden. Die letzten men worden. Nachrichten aus dem Ministerium des Innern bestätigen, daß in den meisten Städten der Proving die Ruhe nicht gestört wurde. Aus der Provinz liegen folgende Meldungen vor: Die ungarische Regierung, die sich liberal schimpft, will In Saint- Denis und Saint- Ouen, beides Manach ruffifcher Methode gegen die demonstrirenden Arbeiter vor- nufakturstädte, wurden von den Truppen allen Kundgebungen gehen. Sie wird darin vom Pester Lloyd", dem Haupt- vorgebeugt. In Clichy wurden drei Polizisten und ein Anarchist organ der ungarischen Groß- Bourgeoisie und des ungarischen verwundet. Die Polizei entriß den Demonstranten die rothe Liberalismus bestärkt. Dieses Blatt bringt zum 1. Mai Fahne. einen durchaus verlogenen, die Bourgeoisie in schärfster Aus Fourmies wird einzelnen Blättern berichtet, daß bei Weise zum Klaffenhaß gegen das Proletariat aufreizenden dem gestrigen Krawall sieben Arbeiter getödtet und zwölf schwer Leitartikel. Der Bossischen Zeitung" gehen heute einige verwundet worden seien. Nach anderen Meldungen blieb nur Sampierdarena Meetings abgehalten. Ihre Absicht, in Von den Sozialisten wurden gestern im Politeama und Privatbepeschen aus Budapest zu, die wir hier wiedergeben ein Arbeiter todt. Eine andere Meldung besagt, daß Arbeiter Masse nach Genua zu ziehen, wurde durch das Einschreiten wollen. Dieselben lauten: ihre am Morgen verhafteten und auf der Mairie gefangen geber Bollwache, welche einige Verhaftungen vornahm, Der erste Mai ist bisher ganz friedlich verhaltenen Genossen befreien wollten und dabei zwei Soldaten ver vereitelt. Iaufen. Nur ganz fleine Straßenszenen ohne alle Bedeutung wundeten. Die Abtheilung gab Feuer, tödtete brei Angreifer und in einer Vorstadt sind vorgekommen. Immerhin ist zu erwähnen, verwundete eben soviel. daß an 3000 Arbeiter hiesiger Fabriken feiern. Auf gemein In Lyon fanden vier Zusammenstöße zwischen der Polizei same Verabredung der Arbeitgeber werden und den Feiernden statt. 20 Verhaftungen. Auf der Lafayette biese 3000 als vertragsbrüchig entlassen. Aus brücke drohten die Demonstranten, 2000 an der Bahl, die mit länder unter ihnen werden durch die Polizei rothen und schwarzen Fahnen marschirten, die Polizisten in die von hier ausgewiesen. Bei diesem Akte der Entlassung Rhone hinabzuwerfen. Ravallerie griff ein und ritt und Ausweisung hält die Polizei nicht für ausgeschlossen, daß die Frauen über den Haufen. Einige Polizisten, ein Ruhestörungen vorkommen, doch sind die Behörden zu äußerster Kürassier und ein Brigadier wurden schwer verwundet. 56 PerStrenge entschloffen, wie denn auch heute Soldaten in sonen wurden verhaftet. Mehrere Polizeisoldaten sind durch Bereitschaft standen, um nöthigenfalls sofort einzu- Siebe und Schüsse schwer verletzt. Nach anderen Berichten sollen schreiten. 10 Polizisten, aber nur leicht verwundet sein. In Marseille Aus Belgien liegen noch einige nachträgliche Meldungen vor: Aus Brüffel wird telegraphirt: Aus Genua wird berichtet: Aus Mailand liegt folgende Depesche vor: feierten nier theilweise. Die Maifeier verlief fast völlig ruhig. Die Arbeiter Sonst haben wir nur noch aus Portugal eine Meldung nachzutragen. Aus Lissabon wird gemeldet: nicht gefeiert. Die Rundgebungen zu Gunsten des Acht In Labon und Oporto hat die Mehrzahl der Arbeiter stundentages verliefen überall ohne Störungen. Weitere Depeschen finden unsere Leser am Schluffe dieser Beilage. Lokales. Die Kanfleute aus der Kolonialwaaren- Branche, welche unter einander zur Vertretung ihrer Sonderinteressen einen Verein Ridgang des Kleinhandels zu lamentiren und zum tausendsten begründet haben, waren dieser Tage beisammen, um über den Male wieder über die Mittel und Wege zu berathen, auf welchen man dem Uebel abhelfen fönne. Der erste Mai ist im ganzen 2ande ruhig verlaufen. hielt die Polizei das Präfekturgebäude frei. Ein Offizier und ein Merkwürdiger Weise tam eine ernste Rubestörung in Polizeikommissar wurden verwundet. einem Dorfe unter ländlichen Arbeitern vor. Gänzlich friedlich verlief die Maifeier in 2ille. Die DeleIn der Großgemeinde Orosha za besteht ein gespanntes Ber- girten der dortigen industriellen Arbeiter überreichten in aller hältniß schon seit geraumer Zeit zwischen den Grundbesizern und Ruhe dem Präfetten ihre Petitionen. Auch aus Roubaix und Arbeitern. Lettere wollten den ersten Mai Tourcoing(?) wird vollständige Nuhe gemeldet. feiern und steckten auf dem Hause ihres Bil. bungsvereins eine weiße Fahne mit der Aufschrift: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" Die Arbeiter- Rundgebungen haben sich im Laufe des Abends au 3. Die Behörde beschlagnahmte die Fahne, darauf entstand ohne bemerkenswerthen Zwischenfall vollzogen. Eine zahlreiche ein Auflauf, bei dem die Frauen die Hauptrolle Zuschauermenge war in den Straßen aufgestellt, durch welche der Kurzsichtig, wie diese Leutchen nun einmal sind, sind sie auch spielten. Als die Ruhe nicht hergestellt werden konnte, wur- Bug der Arbeiter marschirte. Ausschreitungen sind nir- lichen Rüdgang, und das schließlich gänzliche Verschwinden bes den Soldaten zu Hilfe gerufen. Diese gaben Feuer, gends vorgekommen. wobei mehrere Personen leicht verwundet wur Der Abend und die Nacht verliefen in völliger Ruhe. auf den einen, bald auf den anderen Grund. Bald vermeinen Kleingewerbes bedingen, zu erkennen. Bald schieben sie die Schuld den. Augenscheinlich hatten die Soldaten Befehl, die Leute zu Auch in den Provinzen tamen teine Ausschreitungen sie, es tönne ihnen mit Freihandel, bald mit Schußzoll geholfen schonen. Die Ruhe ist bereits wiederhergestellt. Die Angelegen vor. Die Arbeiter der Cockerill'schen Werte in Gearing werden. Gelbst die Streits werden von ihnen häufig als ein heit ist nur in sofern bemerkenswerth, als es bisher der erste feiern. Man erwartet, daß der gestern begonnene Streit fortge berartiges Beruhigungsmittelchen hervorgesucht, da follen nun und einzige Fall ist, daß ländliche Arbeiter fezt wird. mit der Organisation industrieller Arbeiter Der Abgeordnete Janson drückte gestern in der Ram- Schuld tragen- besonders auf die Häupter unserer Bau- Arbeiter die bösen Arbeiter mit ihren unberechtigten Forderungen" daran Vor dem entladen die Kleinbürger mit Vorliebe ihren Groll. Als ob| Ein interessanter Fall gelangte gestern in der zweiten J erlitt außer einer Quetschung des Fußes anscheinend innere Vers es nicht ihr eigener Vortheil wäre, wenn der Arbeiter in medizinischen Klinik des Charitee- Krankenhauses zur Vorstellung. legungen.- Vormittags wurden ein Eisenbahnarbeiter in einem feiner Kauffähigkeit durch bessere Löhne gestärkt würde. In ihrer Es handelte sich um einen 51jährigen Nachtwächter, welcher vor Bahnwärter- Häuschen auf dem Potsdamer Außenbahnhofe und blinden Wuth müssen diese Kleinkrämer und Kleinmeister aber ungefähr einer Woche von einem Schlaganfall betroffen wurde, Nachmittags ein Mädchen auf dem Boden eines Hauses in der etwas haben, woran sie sich ängstlich tlammern können, sie der seine rechte Körperhälfte vollständig lähmte. Auch im Gesicht Marienstraße erhängt vorgefunden. Zu derselben Zeit vergiftete trösten sich eben damit, daß nur der oder der Umstand an ihrer zeigten sich auf der entsprechenden Seite deutlich wahrnehmbare sich eine Frau in ihrer Wohnung, in der Leipzigerstraße, mittelst schlechten Lage der schuldige Theil sei und wähnen, daß durch die Zähmungserscheinungen. Außerdem bestand eine eigenartige Form Gyankali. In ihrer Wohnung, in der Gartenstraße, wurde zu Beseitigung des Steines des Anstoßes sie auch wieder erleichtert von Sprachstörung. Der Kranke war nicht im Stande, irgend derselben Zeit eine Blätterin im Bette liegend bewußtlos auf aufathmen können. Am Liebsten sähen sie, wenn auch für sie ein ein Wort auszusprechen, theils, weil bei ihm die Verbindung von gefunden und nach dem Lazarus- Krankenhause geschafft. Dieselbe innungsmäßiger Befähigungsnachweis ermöglicht würde; gerade Wort und Begriff in der Weise gelockert ist, daß der im Be hatte versucht, sich durch chlorsaures Rali zu vergiften und sich auf seinen Mitleidensbruder, der unter derselben Last seusst, wälzt wußtsein auftretende Begriff nicht das entsprechende Wort finden außerdem die Pulsaber am linken Arm geöffnet. der Kleinkaufmann genau so wie der Kleinmeister seinen ganzen fann, theils, weil umgekehrt das gehörte Wort nicht mehr die Hause Sebastianstraße 38 wurde Abends ein jähriger Knabe auf einliche Mißgunst zurückzuführenden Haß. ihm zukommende Vorstellung in's Bewußtsein ruft. Auf- von einem Geschäftswagen überfahren und anscheinend innerlich verLetthin hatten sich die im Verein der Kaufleute aus der gefordert, ein einfaches" a" oder" ja" auszusprechen, öffnet er legt, so daß feine Ueberführung nach dem Krankenhause BeEine unter fittenpolizeilicher Kolonialwaarenbranche Versammelten zum Gegenstand ihrer An- weit den Mund, ohne einen Ton über die Lippen zu bringen. thanien erforderlich wurde. griffe die leidigen Konsum- Rabatt- und vornehmlich Beamtenver. Diese Sprachstörung erhält noch dadurch ein besonderes Gepräge, Kontrolle stehende Frauensperson sprang zu derfelben Zeit gegen daß der Patient auch unfähig ist, sich durch Zeichen und Gesten über dem Hause Neu- Kölln am Wasser Nr. 1 in den Spreetanal, Der Kaufmann sei nicht der Beamten wegen da, sondern verständlich zu machen. Statt den Finger aufzuheben oder den wurde jedoch, anscheinend ohne Schaden genommen zu haben, umgekehrt werde ein Schuh daraus, äußerte sich ein Sprecher in Kopf zu drehen, öffnet er wiederum den Mund, statt die Zunge aus dem Wasser gezogen und nach ihrer Wohnung gebracht. einer an mannigfachen Stilblüthen reichen Rede. Nach langem zu zeigen, macht er schüttelnde Bewegungen mit der gesunden In der Nacht zum 2. d. M. stürzte ein Schriftfeßer vor dem Nathen und Thaten kam man schließlich zu dem vorauszusehen- Hand und andere Absonderlichkeiten mehr. Bisher macht er Be- Hause kottbuserstraße 4B plötzlich zur Erde mit dem Ausruf, daß den Endresultat, daß der steuerzahlende" Mittelstand, vertreten vegungen, welche seinem Gedankengang geradezu widersprechen; er sich mittelst Strychnins vergiftet habe, und verfiel in starke durch den kleinen Handels- und Gewerbestand, durch die Kon- so schüttelt er, obgleich er weiß, daß er einen Sohn hat, auf eine Buckungen. Er wurde nach dem Krankenhause am Urban gefum, Rabatt- und Beamtenvereine in seiner Griftenz bedroht sei, diesbezügliche Frage energisch den Kopf. Man hat diese merk. bracht, wo die Vergiftung festgestellt wurde. und daß man daher beschließen müsse, mit allen zu Gebote stehen- würdige Störung als Affymbolie bezeichnet. Uebrigens sind der fanden drei kleine Brände statt. den gefeßlichen" Mitteln dem entgegenzuarbeiten. Wie das Ent artige Patienten fast stets außer Stande, zu schreiben und zu gegenarbeiten geschehen soll, kam in den späteren Berathungen lefen. Mit den sonstigen Lähmungs Erscheinungen pflegen auch auch bald hervor, indem man in einer Resolution beschloß, nur diese Anomalien zurückzugehen. solchen Abgeordneten die Stimme zu geben, die sich anheischig machen, den Bedürfnissen des gewerblichen Mittelstandes Geltung eine auserforen. zu verfchaffen. Diese Idee ist famos! Also dürften wir bei nächsten Wahltämpfen unter Umständen das Vergnügen haben, Kandidaten für die Partei der Pfefferkrämer auftauchen zu sehen. Dann kämpfen nicht mehr gegen einander die alten Parteirichtungen, sondern die heftigsten Wahlkämpfe wüthen fortan zwischen den einzelnen Berufsständen, hie Gevatter Handschuhmacher, hie Gevatter Schneider oder hie Gevatter Ellenreiter, hie Gevatter Dütendreher lautet dann die Schlachtparole. Ueber Völlerei der unteren" Klassen regt sich das Berl. Tagebl." auf, indem es aus dem„ Oberschl. Anz." das Geschicht chen abdruckt, daß an einem Löhnungstage 8 Zimmerhäuer einer Grube bei Laurahütte von früh 10 Uhr bis zur Feierabend stunde zusammen 8 Achtel Bier und 8 Pfund Preßwurst vertilgt hätten. Als ein noch weit würdigeres Seitenstück" theilt es aus der Deutschen Gastw. 3tg." mit, daß in Bayern ein Metzger gehilfe und ein Wagner binnen 5 Stunden wettgemäß 30 Liter Bier getrunken hätten. s Am 1. d. M. Gerichts- Beitung. Charlottenburg berichtet: Am 25. April d. J. wurde der Ueber ein befremdendes Vorkommnik wird uns aus Dem Genossen Janiszewski ist nunmehr das schriftliche zehnjährige Sohn Wilhelm des Maurers Friedrich Gartmann, Erkenntniß des Oberverwaltungs- Gerichts zugegangen. Charlottenburg, Potsdamerstr. 38, 4 Tr. wohnhaft, auf dem seit Das Oberverwaltungs- Gericht hält an seinen früheren Anlich von Westend belegenen großen Reitplage von dem Kriminal schauungen über die Giltigkeit der preußischen Geseze von 1842 schuhmann Behrends betroffen und von demselben angehalten, fest. Der Ansicht des Reichsgerichts, daß die Landesaus den Platz zu verlassen. Der Knabe, welcher den amtlichen weisung aus dem Gebiete eines Bundesstaats mit dem FreiCharakter des Behrends kannte, schickte sich denn auch an, dem zügigkeitsgeseh unvereinbar sei, glaubt es dadurch Rechnung zu ihm gewordenen Befehle Folge zu leisten, augenscheinlich aber tragen, daß Janiszewski ja bislang nur aus 10 Orten ausge nicht schnell genug nach der Meinung des Herrn Behrends, wiesen ist und ihm die Ausweisung aus ferneren Orten oder denn derselbe machte von seinem Stocke Gebrauch, um dem auch allen Orten Preußens von der Landesbehörde nicht angedroht ist. Jungen flinkere Beine zu machen. Dabei traf er diesen so un- Daß das Sozialistengefeß zu existiren aufgehört habe, giebt glücklich, daß er den Knaben am Auge schwer verletzte, fodaß eine das Oberverwaltungs- Gericht zu, ist aber der mit den Entschei Operation erforderlich ist und der Knabe für sein ganzes Leben bungen der Gerichte nicht in Einklang zu bringenden Ansicht, in hohem Maße geschädigt ist. Wenn hier auch ein böser Zufall daß das Sozialistengesetz nur der Anlaß zur Bestrafung wegen nur das Unglück verschuldet, so wäre dieses doch immerhin ver- Geheimbündelei gewesen sei. Bekanntlich war zweifellos hütet worden, wenn Herr Behrends nicht gleich so scharf gegen eine Bestrafung wegen Geheimbündelei ohne Existenz des Sozia den Knaben verfahren wäre. Namentlich ein Beamter sollte es listengesetzes unmöglich. Darüber, weshalb trotz der Amnestie sich wohl angelegen sein lassen, etwas zurückhaltender, besonders des Staatsoberhaupts Gemeingefährlichkeit seitens einer PolizeiKindern gegenüber zu sein. behörde angenommen werden dürfe, schweigt sich das Erkennt niß aus. Das, würdig ste Seitenstück" ist zweifellos der im NoDem ,, General" der Friedensarmee kann Selbstvertrauen vember dieses Jahres nach Wien einzuberufende Welt- Feinschmecker- Kongreß", auf welchem, wie das„ Gasthaus" berichtet, füglich nicht abgesprochen werden. Auch der klägliche Ausgang ,, Aus Nache, weil ich am 1. Mai vorigen Jahres nicht mit ein Preis- und Wett- Essen() der Feinschmecker aller Nationen" feines zweiten Auftretens am Dienstag hat ihn noch nicht belehrt, gestreift habe, haben meine Kollegen das Feuer in meiner ( à Kouvert ohne Wein 50 Gulden) stattfinden soll. Wir haben daß seine Bestrebungen nur Hohn und Spott finden. Für Freitag Wohnung angelegt!" Diese Ausrede gebrauchte der Maurer Adolf uns über dieses Beispiel von Völlerei in den„ oberen" Klassen hatte er wiederum durch Säulenanschlag zu einer öffentlichen Ver- August Rudolf Bens aus Weißensee, welcher sich wegen vorsätnicht aufgeregt, weil wir, bei aller Mißbilligung der Eß- und fammlung nach dem Königshof eingeladen, es waren aber nur etwa licher Brandstiftung vor dem Schwurgericht beim Landgericht II Trink- Wetten, dem Grundsaye huldigen, daß man Jeden nach 50 Neugierige Dem Rufe gefolgt, die seinen Salbadereien eine ähnliche zu verantworten hat. Der Angeklagte hatte in Neu Weißensee seiner Façon fich den Magen verderben lassen soll. Aber wir Behandlung zu Theil werden ließen, wie in der Dienstag- Versammlung. in der Charlottenburgerstr. 106 in der zweiten Etage eine Wohnung haben uns darüber gewundert, daß das B. T." diese Notiz Auf die Frage nach seiner Berechtigung, sich General zu nennen, inne. Am 11. Januar 1890 brach Nachmittags um 5 Uhr Feuer übersehen hat. Zur Entschädigung wollen wir ihm verrathen, erklärte Herr Gerbing, daß er dieses Amt zur Ehre Gottes" in dieser Wohnung aus. Es wurde von Passanten und von dem daß in unterrichteten Kreisen bereits von einem Welt- Faullenzer durch Wahl seiner Mitglieder erlangt habe. Zum Schluß follet Nachbar, einem Herrn Schulz, der als Zeuge im Termin erschienen Kongreß gemuntelt wird, auf welchem ein Preis- und Wett- Beit- tirte er in der Versammlung für eine brotlose Familie. Als sich ist, aber sehr bald bemerkt; die Wohnung wurde durch einen im Todtschlagen der Tagediebe aller Nationen( Rente pro Tag von aber die beiden Damen der Armee anfchickten, auf einem Teller Hause wohnenden Schlosser geöffnet, das Feuer bald gelöscht 500 Mart an) stattfinden soll. Hoffentlich entrüstet sich hierüber und in der Mütze des Generals die Kollette einzusammeln, machte und dabei unter beiden Betten und unter Kommode und Spind Niemand. sich der Unwille der Versammelten so energisch Luft, daß der mit Petroleum getränktes Petroleum getränktes flein gehauenes Holz General sich genöthigt sah, wenigstens den Namen der Brotlosen gefunden. Dieser Befund, welcher in einer umfangreichen zu nennen, es war sein eigener Hauptmann, der Techniker Jonas, Beweisaufnahme festgestellt wird, schließt jede Fahrlässigkeit in Der ihn bereits mit der Anzeige bei der Staatsanwaltschaft be- der Entstehung des Brandes aus. Gegen den Angeklagten, resp. droht hat, sich aber durch das Versprechen der Unterstüßung dafür, daß der Angeklagte die That selbst vollbracht, sprechen mit Gerbing wieder hat aussöhnen lassen. Nachdem die Kollekte verschiedene Umstände. Erstens ist der Angeklagte, als er, nach mit recht fläglichem Erfolg beendet war, schloß der General Hause kommend, die brennende Wohnung betrat, nach seiner schleunigst die Versammlung, wurde aber beim Herausgehen von Polize gefragt worden, und es stellte sich heraus, daß er dieselbe der entrüsteten Menge so bedrängt, daß ihm und der gesammten in der Tasche bei sich führte. Zweitens hat der Angeklagte Armee nur eine nahe Troschke, in die man schlüpfte, den Rückzug die Petroleumlampe bei seinem Fortgehen vor der Entstehung des Brandes, am hellen Tage, im Zimmer brennen lassen, damit, ermöglichen konnte. wenn das Feuer um fich greife, die Explosion der Lampe als Ursache des Brandes angegeben werden könne. Endlich! Das letzte Hinderniß, welches den Verkehr in der verlängerten Bimmerstraße bisher noch hemmte, ist beseitigt. Dem Bernehmen nach hat der Generaldirektor der föniglichen Museen sich dem Magistrat gegenüber nunmehr bereit erklärt, „ den öffentlichen Verkehr über das„ Museums- Grundstück"( Königgrägerstraße 120) unter Wahrung des Rechtes des Fiskus vor läufig zu gestatten, bis der Kaiser die endgiltige Entscheidung getroffen hat. 21 Charte Dor= Von dem Vertheidiger wird darauf hingewiesen, daß der Angeklagte ein vollkommen unbescholtener Mensch sei, daß ferner die Möglichkeit, daß ein Dritter in der Zwischenzeit durch Nachschlüssel die Wohnung geöffnet und das Feuer angelegt haben könne. Eine ganze Reihe von Frühlingszügen sind mit dem 1. Mai auf den Eisenbahnen in Thätigkeit getreten und können Eine Diebeswerkstatt wurde vorgestern in Charlottenburg als Vorläufer des allgemeinen Sommerfahrplans gelten. Die von der Kriminalpolizei ausgenommen. Drei bestrafte Berliner D. Verk.- 8tg." bringt aus dem Mai- Kursbuch eine große An Einbrecher, unter denen sich der sogenannte Arbeiter B. befindet, zahl von Mittheilungen, aus denen folgende für Berlin be welcher bereits in der Mitte der sechziger Jahre steht und etwa sonderes Intereffe haben dürften. Wie bereits mitgetheilt, sind 40 Jahre im Zuchthaus zugebracht hat, näherten fich vor einiger die Berliner Ringbahnzüge mit dem 1. Mai ansehnlich vermehrt Zeit einem bis jetzt unbestraften Einwohner Charlottenburgs, und worden. Namentlich hat der Südring, dessen Züge bisher den wußten ihn zu bestimmen, daß er zunächst seine Behausung zwecks größten Theil des Tages über stündlich verkehrten, jetzt gleich dem Abhaltung von Konferenzen, in denen die Pläne über auszu- lautet dahin, ob der Angeklagte Schuldig, in betrügerischer AbDie Schuldfrage die den Geschworenen vorgelegt wird, Nordring stündlich zwei Fahrten, von denen allerdings nur je führende Einbrüche berathen und festgesetzt würden, der Bande ficht,( also um die Versicherungssumme zu erlangen) in seiner eine den vollen Ring durchfährt, die andere aber in Rixdorf ab- zur Verfügung stellte. Nachdem die Diese einige Male mit Er- Wohnung Feuer angelegt habe. Diese Frage wird von den schneidet, so daß die Strecke Rirdorf- Tempelhof- Schöneberg: folg gearbeitet hatten, wurde der Charlottenburger völlig ficher Geschworenen bejaht und lautet das Urtheil auf 4 Jahre Potsdamer Bahnhof ausfällt. Die Südringfahrten beginnen jest gemacht und ließ es nunmehr geschehen, daß in seinem Hause eine Buchthaus, 5 Jahre Stellung unter Polizei- Aufsicht. von dem neuen Berlin- Potsdamer Ringbahnhof. Von demselben vollständige Diebeswerkstatt eingerichtet wurde. Er gab sich Bahnhof gehen auch die Grunewaldzüge ab, welche sonst vom sogar dazu her, das„ Handwertszeug" der neuen Bekanntschaft Wegen einer Briefkasten- Notiz hatte sich gestern der für Anhalter Bahnhof ab verkehrten. Die Berbindung mit Franzens( Dietriche, Nachschlüssel, Brecheisen u. f. w.) in eigener Person den politischen Theil des Tageblattes" verantwortliche Redakteur bad, Eger, Karlsbad und Marienbad ist durch Einlegung eines anzufertigen und heimste dafür seinen Theil von der Beute a rich auf eine Privattlage vor dem hiesigen Schöffengericht neuen Nachtschnellzuges von Leipzig aus bereichert worden, welcher der Diebstähle ein. Spezialität dieser sauberen Verbindung zu verantworten. Privattläger war ein Reisender Weymann, Anschluß an den 8.30 Abendzug aus Berlin hat. Neue Schnell war es, bei hellem Tage Diebstähle zu verüben, bei welcher seiner Zeit, als die Zeitungen Mittheilungen über die züge zwischen Auffig- Teplitz- Komotau und Komotau- Karlsbad denen der Nachtschlüffel eine Hauptrolle spielte, welchen der umfangreichen Veruntreuungen bei Mannheimer brachten, in einem Stellen eine bequeme Verbindung aus über biedere Bürger" nach ihm übergebenen Abdrücken zu liefern Restaurant gegen das„ Berliner Tageblatt" geeifert und dessen umfaingre Versammlungen. Dresden 11,41, Ankunft Teplit 2.18, Ankunft Karlsbad pflegte. Der Buchthäusler B. scheint nicht nur den Vorsitz bei journalistische Thätigkeit höchst abfällig beurtheilt hatte. Dieser 4,55 her. Zwischen Berlin und Karlsbad durchgehende Wagen. ben Berathungen geführt zu haben, sondern auch bei der Aus- Vorgang wurde der Redaktion hinterbracht und in einer Brief= Für die Verbindung mit Bad Kissingen sind vermehrte und führung hervorragend thätig gewesen zu sein und er ging hierbei taften- Notiz wurde Herr Weymann als elender Verleumder hinbeschleunigte Anschlüsse geschaffen. Die Dampfschifffahrt mit einer alles Erwarten übersteigenden Schlauheit zu Werke. gestellt. Der Angeklagte hatte in Abwesenheit feines Verzwischen Stralsund und Malmö ist am 1. Mai wieder eröffnet. Sein Gesicht umrahmt ein schneeweißer Vollbart. Wenn er nun theidigers, Rechtsanwalt Mosse, auf Befragen des Vorsitzenden Die Dampfer fahren früh Morgens aus Stralsund und treffen beim Verlassen des Thatortes irgend Jemand begegnete, so daß sich irrthümlich als verantwortlich für diese Notiz erklärt, obwohl umgekehrt auch früh Morgens in Stralsund ein. Vom 1. Juni die Vermuthung bestand, es tönne sich die Aufmerksamkeit auf er thatsächlich für einen anderen Beitungstheil als verantwort ab erfolgt Abfahrt wie Ankunft Nachmittags zum Anschluß an ihn gelenkt haben, so gab er sich gleich darauf dadurch ein völlig licher Redakteur zeichnet. Rechtsanwalt Mosse suchte nachträglich die Schnellzüge zwischen Berlin und Stralsund. Die jetzt auf verändertes Aussehen, daß er Haar und Bart je nach Gutdünken diese Erklärung des Angeklagten als einen thatsächlichen und die Strecke Berlin- Königsberg- Gumbinnen beschränkten Tages: blond oder schwarz färbte. Hierdurch ist es erklärlich, daß die juristischen Irrthum aufzuklären, daß Schöffengericht verurtheilte schnellzüge 1. und 2. des Fahrplans 21 erhalten vom 15. Mai Polizei, welcher in verfchiedenen Fällen ein Mann mit weißem aber doch den Angeklagten zu 500 M. Geld buße. ab Fortsetzung bis Eydtfuhnen und darüber hinaus bis Bart bezeichnet worden war, den Dieb nicht ermitteln fonnte. St. Petersburg. Der bisher dreiklassige Schnellzug zwischen Bei seiner Verhaftung am Donnerstag trug er einen dunkelBerlin nnd Stettin mit der Fortsetzung über Stargard nach blonden Vollbart. Die Untersuchung verspricht ein umfangreiches Danzig und umgekehrt wird vom 1. Mai ab auf der Strecke Material zu liefern. Berlin- Stargard zweiflafjig gefahren. Zum Ersatze dafür wird aber daneben ein neuer dreiklassiger Schnellzug eingelegt, welcher Der Buchbrucker Paul Mülle den wir vorgestern als eine halbe Stunde früher als der Hauptzug von Berlin abfährt. Beugen suchten, ist, wie uns mitgetheilt wird, nach Amerika als - Die Zusammenfeßung der Rundreise- und Sommerkarten hat Betrüger ausgerückt". Dies den Betheiligten zur Nachricht. vielfache Erweiterungen erfahren und in Betreff der zusammenstellbaren Fahrscheine ist infolge der eifenbahnseitig eingeführten Aenderungen sogar eine völlige Umarbeitung erforderlich gewesen. Ueber einen Primaner- Streik, der auf einem hiesigen mit einer dunklen Robe, welche unten mit einem Sammetstreifen Eine öffentliche Versammlung für Schöneberg und Gymnasium zum Ausbruch gekommen fein soll, wissen die besetzt ist, bekleidet. In der rechten Hand hielt die Leiche ein Umgegend tagte am 17. April. Peus sprach unter Beifall über B. N. N." folgendes zu melden:" Ein unliebfamer Vorfall hat feines, mit Spigen befektes Batist Taschentuch, in welches der die Widersprüche zwischen dem Leben und den Lehren der Chriften. sich in der Ober- Prima eines hiesigen Gymnasiums in den letzten Buchstabe A. eingestickt ist. Die Zeiche, welche höchstens einige Gine entsprechende Resolution wurde einstimmig angenommen Tagen ereignet. Der vortragende Ordinarius der Klasse hatte Stunden im Wasser gelegen hat, ist noch nicht refognoszirt wore und die Versammlung dann mit einem dreifachen Hoch auf die Beranlassung zur Unzufriedenheit mit einem der jüdischen Schüler den; man fand bei derselben auch nichts, was hierzu irgend internationale Sozialdemokratie geschlossen. und äußerte dies, indem er ihn mit Gump" bezeichnete. Der welchen Anhalt bieten könnte. hierdurch sich verletzt fühlende Schüler ersuchte sofort den Lehrer, Die feingekleidete Leiche einer etwa in der Mitte der 20er Jahre stehenden Dame ist gestern Morgen um 6 Uhr in der Kaiserin Augusta Allee an der Zugbrücke gelandet worden; fie hat dunkelblondes Haar, graue Augen, ein volles Gesicht und war h In Friedrichsberg fand am Freitag Abend eine öffentliche Boltsversammlung statt. Nach einem Referat des Genossen Rohrlack über die Bedeutung des 1. Mai und der AchtstundenBewegung wurde die in der Mai- Festzeitung vorgeschlagene Resolution gegen 1 Stimme angenommen. 500 Personen anwesend. Es waren etwa Velten. Hierselbst fand am 1. Mai Abends eine von zirka das Wort zurückzunehmen; und als der Lehrer sich weigerte, Polizeibericht. In der Nacht zum 1. d. M. wurde der 1000 Personen, Männern und Frauen besuchte Volksversammlung nahm der gekränkte Schüler ohne Weiteres seine Bücher und Goldarbeiter Gorge auf dem Spreewege, in der Nähe des statt, um für die gefeßliche Einführung des achtstündigen ArbeitsDevlies in Begleitung seiner 16 Kameraden die Klasse. Die Schloſſes Bellevue, von zwei Männern, mit welchen er vorher in tages zu demonstriren. Das einleitende Referat hielt der Genoſſe Ober- Prima des Gymnasiums ist dadurch einstweilen verwaist einem Schanklokal in Streit gerathen war, überfallen und durch empfohlene Resolution einstimmig angenommen. Die für die W. Wach. Nach demselben wurde die vom Parteivorstand denn sämuntliche Ober- Primaner haben übereinstimmend erklärt, einen Messerstich in die Brust und durch Schläge auf den Kopf Weltener Verhältnisse impofante Versammlung wurde nach Ernicht eher die Klasse wieder betreten zu wollen, bevor der Pro- so schwer verletzt, daß er nach dem Krankenhause Moabit ge- ledigung lokaler Angelegenheiten mit einem stürmisch aufgenom feffer nicht sein Wort zurückzunehmen erklärt. Auf den Ausgang bracht werden mußte. Jm Nordhafen, an der Kielerbrücke, menen Hoch auf die Sozialdemokratie geschlossen. der Sache barf man gespannt sein." wurde am 1. d. M. Vormittags die Leiche einer unbekannten, Wenn wir die Ausdrucksweise dieses Jugendbildners auch etwa 30 Jahre alten Frauensperson angeschwemmt. An der Hohen- Schönhausen. Der Arbeite:-Bildungsverein für für abfolut unpassend halten, wollen wir doch hoffen, daß sich Ecke der Bergmann- und Friesenstraße gerieth zu derfelben Beit Sohen- Schönhausen, Wilhelmsberg und Umgegend tagte bisher, die Herren Jungens" beruhigen werden. ein fünfjähriger Knabe unter die Räder eines Bierwagens und in dem Restaurant Schloß Hohen- Schönhausen; da es dem In ssdbilize " " haber des Lokals, Herrn R. Schiele, aber gefallen, dem Verein| Melchiorftr. 15. Montag: Theatergesellschaft Afazie", 9 Uhr bet sammlungen, sowie Einzuges der Ausständigen in die Stadt ge gegenüber zu treten, da er ferner, wahrscheinlich von Jemandem, Stenmann, Melchiorſtr. 15. Verein ,, Weiße Wolte", 9 Uhr bei Becker, troffen worden. Streligerstr. 16. Vergnügungsverein, Fidelio", 9 Uhr im Reichsgarten, Der Befehl hierzu veranlaßte einen blinden dessen Person man vollständig durchschaut und der auch des Oranienste 108. Vergnügungsverein Matglöckchen", 9 Uhr, bei Lärm und das Schließen inehrerer Läden. wegen von der Partei nicht mehr als Genosse anerkannt wird, Wend, Köslinerstr. 17. Theaterverein Camilla", bet Schröder, Manunterstüßt, den Verein zu schädigen sucht, so hat sich der Vor- teuffelstr. 9. stand genöthigt gefehen, die Vereinsversammlungen nach dem Lotal des Herrn Trinkaus( Restaurant Wilhelmsberg) zu verTegen. Am Sonnabend, den 19. April hielt die Schäftebranche ihre Vereinsverfamunluug ab. Genosse Wach hielt einen Vortrag über die Entstehung der Religion. An der Diskussion betheiligten sich Kollege Krause und Vieze. In den Vorstand wurden ge= wählt: Vorsitzende Frl. A. Krautwurst, Schriftführerin Fräulein Timm, Kassirer Herr Niekandt, Revisor Herr Erler. Freireligiöse Gemeinde zu Berlin. Versammlung am Sonntag, den 3. Wiai, Vormittags 10 Uhr. Vortrag des Herrn Waldeck Manasse: Unser Standpunkt. Verein deutscher Schuhmacher.( Filiale Berlin.) Montag, den 4. Mat, 1. Vortrag des Stadtverordneten Frig Bubeil. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom Quartal. 4. Verschiednes und Fragefaſten. Gäste willkommen. Abends 8½ Uhr, bei Säger, Grüner Weg 29, Versammlung. Tagesordnung: Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Geestemünde, 2. Mai. Mehrere Herren des Bismarc'schen Wahlfomitees begaben sich gestern nach Friedrichsruh, um dem Fürsten Bismarck das Wahlergebniß zu melden. Fürst Bismarck erklärte, daß er mit Dank für die erwiesene Ehre die Wahl annehme. Effen, 2. Mai. Heute stehen noch 17 Zechen mit 4317 Mann aus. Seit gestern nahmen 3 Bechen die Arbeit auf, ebenso die Zechen der Harpener Gesellschaft„ Karoline"," Prinz von Preußen“ und„ Vollmond". Lüttich, 2. Mai. Auf der Kohlengrube Horloz wurde ein Einschreiten der Gendarmerie erforderlich, wobei einige Vers wundungen vorkamen. ge ge ves e h ih GE 8m DD Nom, 2. Mai. In Erwiderung einer Anfrage des Deputirten Imbriani theilt der Minister des Innern Nicotera eine Anzahl Depeschen aus allen Theilen Italiens mit, aus denen hervor geht, daß gestern fast überall vollständige Ruhe geherrscht habe, obgleich Versammlungen abgehalten und Manifestationen veranstaltet wurden. Die große Mehrzahl der Arbeiter habe geſtern gearbeitet und mit Ausnahme einiger unbedeutender Versuche Ruhestörungen hervorzurufen, wurde die Ordnung überall aufrecht erhalten. Der Minister besprach sodann die gestern in Rom stattgehabten Vorgänge. Es feien zwei Personen getödtet, ein Polizist, der einen Dolchstich in die Schulter und einen Revolverschuß in den Mund und ein Bürger, der einen Gewehrschuß erhielt. 37 Personen seien verwundet, und zwar 4 Offiziere, 25 Soldaten und 8 Bürger. Die Wunden der Bielit, 2. Mai. Der von hiesigen Fabrikanten gefaßte Be Soldaten seien durch Steinwürfe in den Straßen und von den schluß, die am 1. Mai feiernden Arbeiter zu entlassen, wurde heute Häusern aus verursacht. Zwei Bürger wurden durch Feuervollinhaltlich ausgeführt. Etwa 15 000 Arbeiter wurden auf waffen, vier durch Steinwürfe verwundet; einer( Cipriani) wurde haben weder Arbeit noch Verdienst, da die Fabriken acht Tage, fei, daß die Kavallerie angegriffen habe, und daß auf die Grund der§§ 82 und 88 der Gewerbe- Ordnung entlassen und nur leicht verwundet. Der Deputirte Barzilai erhielt einen Säbelhieb. Diese Details beweisen, wie übertrieben die Anschuldigung Lese- und Diskutir- Klub Mar Kayser" Sonntag, b Bormittags einzelne sogar vierzehn Tage geschloffen bleiben. Die Auszahlung Bolksmasse gefeuert sei. Nicotera brandmarkt mit Entrüstung 10% Uhr, im Restaurant Ammer, Bergmannstraße Nr. 30. Gäste, durch erfolgte heute Morgen unter startem militärischen Schuß. Die die falschen Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Sozialdemokratischer Reſetlub Arbeiter, von der Maßregel verblüfft, nahmen dieselbe vorläufig Ost, Markusstraße 6: Vortrag. 8um Licht", Sonntag Vormittag 10 Uhr, im Restaurant Reßner, Annenstr. 16. Freie Vereinigung der Graveure und Ziseleure. Versammlung am Montag, den 4. Mai, Abends 8% Uhr, im Dresdener Garten", Dresdener straße 45. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Vortrag des Herrn Henning. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. " Zentral- Kranken- und Sterbekasse der Tabak- Arbeiter. Berlin 2. Dienstag, ben&. Mat, Abends 8 Uhr, bet Gnadt, Brunnenftr. ss. Lages: Vergnügungs- Verein„ Gemüthliche Geister." Sonntag, den 3. Mat, ordnung: 1. Rechnungslegung. 2. Berichiedenes. bet Linte, Bergstr. 54. Sigung von 5-8 Uhr. " alarmirenden Nachrichten, welche man auch effing", jeden Montag, Abends 8% Uhr, im Restaurant Spietermann, ruhig hin; große Trupps durchziehen, die Thatsache lebhaft dis versucht habe, im Inlande und Auslande zu verbreiten und erklärt, die Haltung der öffentlichen Sicherheitsbehörden sei sogar futirend, die Straße. Die Arbeiter, die gestern arbeiteten, er vielleicht etwas zu langmüthig gewesen. Nicotera hebt die Worte Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Montag, Abends halten während der Schließung der Fabriken den Lohn voll eines Redners bei einem gestrigen Meeting, eines gewissen Landi, Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder- Gesangverein" Sene ausbezahlt. felder" Restaurant Trieschmann, Jüdenstraße 55. Liedertafel der hervor, welcher die Menge aufforderte, die Stadt anzuzünden. Maler und verwandten Berufsgenossen bei Berg, Kaiser- Franz- GrenadierPlay 7. Gesangverein Myrthenblätter, Alte Schönhauserstraße 42, Lemberg, 2. Mai. Aus Radziwillow meldet der„ Dzienit Landi fagte, er sei Anarchist und sei eigens zum Zwecke der Aufbei Reimann. Gefangverein armonie", Meyerbeerstr. 9 bei Dornblatt. Polski", daß an der russischen Grenze immer neue Truppenab- reizung von Paris hierher gekommen. Die Haltung der auf dem Männer- Gesangverein Steberluft", Fichteftraße 29 bet ftrosche( früher theilungen herangezogen werden. Aus Rowno sei eine Devision Meting anwesenden Deputirten war durchaus forrett, aber sie Moewes). Gefangverein„ Geselligteit 2", Münzstraße 11 bei gemter. nach Dombro verlegt, von wo wieder eine Kavallerieabtheilung dürften sich überzeugt haben, daß es besser sei, sich gewissen Arbeiter- Gesangverein Borwärts"( Südost) bet Ziemer, Cuvryhalten. Es feien allerdings zahlreiche ftraße 16.Gesangverein, yr a", Charlottenburg, Rosinenstr. 3 bei Grischon nach Radziwillow abmarschirte, dort würden noch weitere Truppen Leuten fern zu von 8 bis 10 Uhr. Gefangverein Norddeutsches Doppel erwartet. Personen verhaftet, aber eine große Anzahl der VerQuartett" Grüner Weg 20 bei Gold. Die in Haft Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Lübeck'scher Turnverein am habe beschlossen, die Ordnung aufrecht zu erhalten, sie beweise Die Regierung hafteten sei schon wieder freigelassen worden. Behaltenen waren sämmtlich bewaffnet. Don 8-10 Uhr, Männerabtheilung. Berliner Turngenossenschaft" das, indem sie heute viele Personen wegen Aufreizung zum Streit verhaften ließ, welche dem Gericht vorgeführt werden sollen. Nicotera wolle nicht mehr sagen, um nicht den Entschließungen der Justiz vorzugreifen, wenn die Kammer, ohne auf die Einzelheiten und die Ursachen der Vorgänge einzugehen, ein Urtheil über die Haltung der Regierung abgeben wolle, so wolle er sich dem unterwerfen. Er bitte also die Deputirten, welche die Interpellation eingebracht haben, dieselbe für jezt zurückzuziehen, wenn sie jedoch darauf bestehen sollten, so würde er vorschlagen, die felbe auf 6 Monate zu verschieben. Sonntag, Abends von 6-8 Uhr, 2. Lehrlingsabtheilung; am Montag, Abends 1. Behrlings- Abtheilung turnt Montag von 8-10% uhr, Bant str. 9-10 tm Leffing- Gymnasium. Turnverein ,, ste n", Behrlingsabtheilung, Montag Don 8-10 Uhr Abends, Blumenstr. 63a. Rauch flub, Arcona", Montag, Abends 8%-10% Uhr bei Biplinsti, Reichenbergerstr. 71. Rauchtlub, Weiße Wolte", Montag, Abends von 9-11 Uhr, Strelizerftr. 16, bei Becker. Rauchtlub„ Deutscher Michel" Montag Abend von 8%-10% Uhr bei Schöneburg, Grüner Weg 9.ftraße 4. Rauchklub, Fre theit", jeden Montag um 9 Uhr bei Muttte, FriedrichsbergerVerein Wanderlust", Sibung: Sonntag, Nachmittags 4 Uhr, Grünauer: willkommen. " " im Hydepark ihren Anfang genommen. Die Sicherheitsposten London, 2. Mai. Die Manifestationen haben um 5 Uhr wurden auf je 250 Mann verstärkt. John Burns und Tillet werden anwesend sein, man rechnet auf 60-70 000 Theilnehmer; 12 Rednerbühnen sind errichtet. Rom, 2. Mai. Die beim Baue des Justizpalastes beschäf tigten Arbeiter sind ausständig geworden. Als sie hierauf vor dem Bauplage sich ansammelten, wurden sie von dort vertrieben. Der Bau ist von der Polizei besetzt. Alles ist ruhig. Charleville, 2. Mai. Das Zuchtpolizeigericht verurtheilte den Sozialistenführer Glement, der gestern wegen Aufruhr verhaftet wurde, zu zwei Jahren Gefängniß. ftraße 14 bei Nach. Verein der Oberlaufizer", Montag, Abend 9 Uhr im Restaurant Hedwig, Rosenthalerstr. 45. Friedrichs- Verein", ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) ehemal. Schüler des Friedrichs- Waisenhauses, Montag, Oranienſtr. 34. Verein ehem. Schüler der 4. Gemeindeschule am Montag Damen- Sigung. Charleroi, 2. Mai. Im ganzen Grubenbassin von CharBergnügungsverein, Freundestreue", 9% Uhr, im Restaurant Gerth, leroi wird heute gefeiert. Gegen 30 000 Bergleute und mehr als Brinzenstraße 106. Bergnügungs- Verein Reichstrone", Sigung Sonntag, Nachmittags 4 Uhr, im Bittoria- Ballsalon, Berlebergerstr. 13. Gäfte 4000 Gifenarbeiter sind nicht zur Arbeit gekommen. Die Direktion Bergnügungsverein Fidelio", Montag Abends 9 Uhr im der Puddelwerke von Marais zu Montigny, welche 400 Arbeiter Restaurant Bum Reichsgarten", Dranienstr. 108. Damen und Herren als beschäftigt, zeigt an, daß sie ihre Werkstätten geschlossen habe. Gäste willkommen. Bergnügungsflub Mephisto", Montag Abend Man besorgt, daß am Montag der Streit auf einer größeren 8 Uhr bei Wolff, Brunnenstr. 35a. Bergnügungsverein, Edelweiß 2" jeben Montag im Restaurant Reichsgarten, Dranienftr. 108." Bergnügungs: Bahl von Kohlengruben ausbrechen werde. Berein Amicitia", Sigung Sonntags um 8 Uhr im Vereinshaus, Briefkaffen der Expedition. Wilhelmstr. 118. Damen und Herren willkommen. Bergnügungs- Brüffel, 1. Mai. Heute Nachmittag fand in Morlanwels(?) verein Annita". Montag Abend von 8 bis 10 Uhr bet Roth, ein Meeting statt, auf welchem mehrere Reden gegen die Pro- Für den Maifonds gingen folgende Beiträge ein: Naunynstr. 31, Theater- Verein Blumenlese", Wors. E. Wuthe. Sigung mit Damen Sonntag Nachmittag 4 Uhr im Dresdener Garten"," lamirung eines allgemeinen Streits gehalten wurden und die R. G. 10,-. J. B. 10,-. Dr. B. 10,-. C. 2. 10, Dresdenerstraße 46. Gäfte willkommen. Privat- Theatergesellschaft off Bertagung eines folchen auf spätere Beit empfohlen wurde. W. 2. 10.-. Th. G. 4,-. H. 4,-. D. H. 10,-. Br. 2,50. nung", Sonntag, Abends 8 Uhr, bet Krebs, Ohmgasse 2. Gäste, Damen und Insbesondere wiesen die Redner darauf hin, daß auch die N. 3,-. 2. 3, J. D. 3. R. H. 5,-. M. B. 25, Herren, willkommen. Privattheater- Gesellschaft Augusta Bictoria", deutschen Grubenarbeiter die Arbeit wieder aufgenommen hätten. Von vier Gleichgesinnten durch F. R. 4, Fidelitas 0,50. Sonntag 3 Uhr im Bittoria- Saal, Berlebergerstr. 13. Gäste willkommen. Pollac- Club Eintracht", bet Guftav Schulze, Wienerstr. 68. Gäfte willRothe Nelfe 1,-. Für eine Mais tommen. Rom, 2. Mai. Die am Justizpalast jenseits des Tibers R. 1,50. Schulz 1,50. Klub Geselligteit, Gigung Sonntags 6% Uhr bei Schmidt, In Summa 118,50 M. Weitere Beiträg Wrangelstr. 141." Geselliger Bergnügungsverein Nord" Sonntag Nach beschäftigten Arbeiter begannen heute einen Ausstand. Dieselben Beitung 50. mittag 4 Uhr bei Rade, Müllerfir. 161. Gäste, Herren und Damen, will- verlangen Herabminderung der Arbeitszeit und Erhöhung des nimmt die Expedition des„ Vorwärts", Beuthstraße 3, gern end Bund der geselligen Arbeiter- Vereine Berline und Umgegend. Lohnes. Die Polizei zerstreute mit leichter Mühe mehrere An- gegen. Sonntag: Theater- Gesellschaft offnung" 5 Uhr, bet Stehmann, sammlungen. Es sind Maßregeln zur Verhinderung weiterer Antommen. " . Spezial- Geschäft in Damen- Kleiderstoffen. Grösste Auswahl sämmtlicher Neuheiten. Verkauf zu streng festen und billigsten Preisen. 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Bemerkt wurde gestern ein Prozeß wegen Anstiftung zum Meine i de gragen abgesehen und über diesen Punkt der Tagesordnung zur erklärt, Kasse und Bücher in Ordnung befunden zu haben, obene Vor dem Schwurgericht beim Landgericht II. wurde Kollegen zum Vorbilde nehmen. Aus allen diesen Erwägungen hierbei vom Kassirer, daß noch Metallarbeiter- Zeitungen und heraus wurde von einem ernstlichen Eingehen auf die gestellten verschiedene Inserate zu begleichen seien. Nachdem die Nevisoren wurde von gegen den Maurer Hermann Galeste aus Alt- Landsberg Tagesordnung übergegangen. verhandelt. Der Angeklagte ist bereits einmal wegen Doppel der Kassirer entlastet. Nun wurden zunächst erst verschiedene ehe mit 6 Monaten Gefängniß bestraft. Seine erste Frau hatte weiteren erörtert und befannt gegeben, daß per piesjährige eine Liquidationskommission von fünf Personen zu wählen; fund Im Anschlusse hieran wurde die Organisationsfrage des Fragen betreffs des neuen Verbandes erledigt; alsdann beantragt, ihn verlassen und war nach Spandau gezogen. Ohne die erste Kongreß am 24. Juli in Altenburg stattfindet. Mit der Kongreß zwar besteht dieselbe aus den Kollegen Hanke, Schuster, KarpenThe zu lösen, ging er mit der 23 jährigen Johanna Horn die frage wird sich noch eine spätere Versammlung beschäftigen. fiel, Markmann und Lohse. Hierauf fand namentliche Abſtives zweite Ghe ein. Dieſe ſeine zweite Che wurde durch Urtheil Nach dem noch Kollege Schluter ein an die Berliner Bäcker- mung über Auflösung des Vereins zu Gunsten des Verbonde, vom 1. Februar 1890 gelöst. Trotzdem besitzt der Angeklagte meister gerichtetes Rundschreiben des„ Christlichen Bereins junger statt. Sämmtliche anwesende Mitglieder stimmten für Auflöſung, noch einen fast unerklärlichen Einfluß auf seine geschiedene Frau, Männer in Berlin" zum Gaudium der Unwesenden zur Ver- so daß der Vorsitzende den Verein für aufgelöst erklären konnte. denn es soll ihm, nach dem Wortlaut der Anklage, durch lefung und einer gebührenden Kritik unterzogen hatte und einige Gr knüpfte den Wunsch daran, daß sämmtliche Kollegen sich im Drohungen 2c. gelungen sein, seine geschiedene Frau zur Leistung nebensächlichere Angelegenheiten erledigt waren, wurde die Ver- Verbande wieder zusammenfinden mögen. eines Meineides zu verleiten. * * und Der Thatbestand zeigt wieder einmal, wie um ein überaus sammlung mit brausenden Hochs auf die internationale revolutionäre Sozialdemokratie geschlossen. Der Verband deutscher Mechaniker und verwandter geringfügiges Objekt häufig mit einem unbegreiflichen Leichtsinn Berufsgenossen hielt am 15. April eine Generalversammlung Eide geschworen werden. Das Objekt ist nämlich eine er Wie im Anschluß hieran noch nachgetragen werden soll, ab. Kollege Bäcker gab ein Bild über die Vorgänge im letzten brochene Fensterscheibe, oder vielmehr nur die Fest- waren die Bäcker Berlins am 21. April versammelt und nahmen Quartal. Alsdann erstattete Kollege Ziegler den Kassenbericht, stellung der Frage, wie ist die Fensterscheibe zerbrochen worden. einen Vortrag des Abgeordneten W. Schmidt- Frankfurt a. M. bennach beträgt die Einnahme 186,90 W., der Kaffenbestand vom Am 1. März 1890 tamen in der Restauration von Scholz, entgegen. Dann wurde bie Maifeier besprochen: jeber Bäcker, letzten Quartal 88,81 M., zuſammen 275,71 M.; die Ausgabe Alt- Landsberg, mehrere Personen in Wortwechsel. Es waren der am 1. Mai arbeitet, soll 1 M. zum allgemeinen Fonds bei beträgt 228,19 M., bleibt ein Bestand von 47,52 M. Dem bies 1. der Angeklagte Galeste, 2. Maschinenbauer Lütke, steuern. Unter„ Gewerkschaftlichem" wurde die Debatte dadurch Kassirer wurde Decharge ertheilt, ebenfalls dem Verwalter des 3. Schankwirth Scholz, 4. Maurerlehrling Krause. Es wurde sehr belebt, daß sich ein Geguer der Organisation, der Konditor Unterstützungsfonds, Kollegen Trittelwiß. Kollege Großmann Anzeige wegen Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung, eben das Schmidt, an ihr betheiligte. Er wurde gründlich widerlegt. berichtete, daß die Bibliothek aus ca. 100 Bänden besteht. Kollege Zerbrechen fener Scheibe, und Bedrohung erstattet und allein Voreiter berichtete über die Thätigkeit der Rechtsschutz- Kommission Galeste zu drei Monaten und drei Wochen Gefängniß verurtheilt, Der Fachverein der Weber und verwandten Berufs- und Kollege Schlenker über den Arbeitsnachweis. Es wird kon= trotzdem seine geschiedene Frau, wie die heutige Anklage an genoffen hielt am 20. April cr. eine Generalversammlung ab. statirt, daß 39 Firmen 70 Gehilfen verlangten; 169 Arbeitslose nimmt, auf seine Veranlassung zu seinen Gunsten ausgesagt hat. Der Kassirer erstattete den Kassenbericht vom ersten Quartal, der bewarben sich um diese Stellen. Kollege Schönemann legte die Durch eben diese Aussage, die den Aussagen der anderen Beugen felbe ergiebt folgendes: Bestand von 1890 86,10 M.; Einnahme Abrechnung vom Stiftungsfest vor. Die Einnahme betrug 317 M., ftritte gegenüberstanden, hatte sich die geschiedene Galeste des 112,80 m., Ausgabe 124 M.; mithin bleibt ein Bestand von die Ausgabe 271,90 t., bleibt ein Ueberschuß von 45,10 m. Meineides schuldig gemacht und war deshalb zu fieben Monaten 74,90 M. Nachdem die Revisoren bestätigt hatten, die Kaffe in Beim Punkt 4 der Tagesordnung:" Auflösung der Zahlſtelle Gefängniß verurtheilt, die sie gegenwärtig verbüßt. Ordnung befunden zu haben, wird dem Kassirer Decharge ertheilt. Berlin", ergab sich eine lebhafte Diskussion. Gegen zwei Ats Zeugin im heutigen Termine vorgeführt, erklärt die ge- Hierauf folgt der Bibliotheksbericht. Dann erstattet der Vorsitzende Stimmen einer Stimmenthaltung wurde alsdann schiedene Galesti, daß alle Aussagen, wegen deren sie zu sieben den Rechenschaftsbericht des vorigen Jahres; stattgefunden haben folgende Resolution angenommen:" In Erwägung, daß unsere Monaten Gefängniß verurtheilt ist, auf Wahrheit be- 12 Vorstands Sigungen und 12 Versammlungen, in diesen gegenwärtige Organisation in dem letzten Jahre trotz der größten ruhen, sie also unschuldig verurtheilt sei, und nimmt, als wurden 8 Vorträge gehalten, zwei Mal war der Rese- Anstrengungen sich im steten Rückschritte befand, da ferner diesie ihrem geschiedenen Mann, der auf der Anklagebant fibt, rent nicht erschienen, in zwei General Versammlungen selbe den gegenwärtigen Produktionsverhältnissen in keiner Weise gegenüber steht, diesen wieder vollkommen in Schuß. Sie erklärt, von waren feine Vorträge in Aussicht gestellt, ferner mehr gewachsen erscheint; weiter in Anbetracht, daß es für Berihm nicht gezwungen zu sein, auch sei je de andere Aus- wurde ein Arbeitsnachweis gegründet, und die Rechtssejuh- liner Verhältnisse unbedingt nothwendig erscheint, mit der gewerksage, die sie gemacht habe, unwahr. Paragraphen erweitert; in einem Falle wurde Rechtsschutz ge- schaftlichen auch die politische Agitation zu verbinden und daher währt. Eine Bibliothek wurde gegründet und statistische Er für Berlin eine lokale Vereinigung als die unter dem heutigen hebungen aufgestellt. Die Geselligkeit pflegte der Verein durch Vereinsgesetz einzige Möglichkeit anzusehen ist, vermöge derer einen Familienausflug, ein Sommerfest und durch die würdige eine gründliche Besserung in den Arbeitsverhältnissen der Feier des Stiftungsfestes. In letzter Zeit hat sich die Mitglieder Berliner Arbeiterschaft zu erreichen ist, beschließt die heutige Verzahl durch die mißlichen Verhältnisse etwas verringert, es ist zu fammlung der Zahlstelle Berlin des Verbandes deutscher Mechawünschen, daß dieser Ausfall recht bald wieder ersetzt wird. nifer und verwandter Berufsgenossen:" Die Zahlstelle ist nach Sierauf folgt Wahl des gesammten Borstandes. Gewählt wurden Schluß der heutigen Versammlung aufgelöst." Die Mitglieder folgende Kollegen: Lehmann, 1. Vorsitzender; Bittner, 2. Vor- verpflichten sich Mann für Mann dem Verband aller in der sigender; Vogel, 1. Schriftführer; Quast, 2. Schriftführer; Treue, Metallindustrie beschäftigten Arbeiter anzuschließen und kräftig 1. Raffirer; Gerwing, 2. Kassirer; Weiß, Reimann und Heyer für dieselbe in den Werkstätten zu agitiren. Beim letzten Punkt als Revisoren. Der Bericht vom Arbeitsnachweis ergiebt: Verschiedenes" wurde noch beantragt, die Revisoren nebst dem Geit Januar wurden 90 Stühle angemeldet: Arbeit Vorstande zur Regelung des Nachlasses der Zahlstelle als Liquiübernahmen 22, schon besetzt waren 14, nicht angefangen 4, dations- Kommission fungiren zu lassen. Nach einem kräftigen unbesetzt blieben 38, feine Antwort brachten zurück 12 Kollegen. Schlußwort und einem dreifachen Hoch auf die Neu- Organisation Die statistischen Erhebungen sind nicht gerade nach Wunsch aus- proklamirte der Vorsitzende die Auflösung der Zahlſtelle Berlin. gefallen, da sich zu wenig Kollegen daran betheiligt haben. Aus dem Vorhandenen ist festzustellen, daß die Arbeitszeit in der Der Verein der Filzschuh Arbeiter Vertins und Um Hausindustrie zwischen 52-78 Stunden variirt, der Wochenlohn gegend hielt am 27. d. Wi. seine regelmäßige Monatsversammzwischen 8-15 M. Während 1 bis 4 Monaten giebt es feine lung ab, in welcher Kollege R. Baginsti einen mit Beifall aufArbeit im Jahr. Kündigung findet nicht statt, Nebenarbeiten genommenen Vortrag über Rußland und die Nihilisten hielt. werden in den seltensten Fällen bezahlt. In den Fabriken be- An der Diskussion betheiligten sich die Kollegen Schmolling und trägt die Arbeitszeit durchschnittlich 10 Stunden mit Ausnahme Opiß. Unter Verschiedenem stellt Kollege Karl Lange ben Antrag, einer Fabrik mit 11 und 1 mit 9 Stunden; der Lohn schwankt daß die Bibliothek des Vereins nicht mehr, wie bisher, Sonntags, zwischen 12-21 M. Aus der Fabrik von Protz und Sohn, sondern Dienstag Abends von 8-9 Uhr geöffnet ist. Der Antrag Kollege Stralau, ist eine Fabrikordnung eingegangen mit ca. 20 Para- wurde auch mit großer Majorität angenommen. Der Vertheidiger beantragt, den Dr. Lübke aus Alt- Landsberg zu vernehmen, derfelbe soll aussagen, daß die Zeugin durch die Aufregung in dem Ehescheidungsprozeß und durch ein Kopf leiden niemals ein rechtes Verständniß für das gehabt habe, was sie aussagt, also im gewissen Grade geisteskrank sei. Vor Beschlußfassung über diesen Antrag werden noch der Gefängnißinspektor von Alt- Landsberg, in dessen Gefängniß die Zeugin sich während der gegen sie anhängigem achten Meineidsprozesses in Haft befunden hat und der Amtsrichter Frommel aus Alt- Landsburg vernommen. Der erstere Beuge fagt aus, daß er die Zeugin eines Tages halb entblößt in ihrer Belle gefunden habe, und dieselbe ihm gesagt habe, sie wolle sich das Leben nehmen. Der zweite Zeuge fann nur ihre widersprechenden Aussagen konstatiren, von einer Geisteskrankheit habe er feine Spuren bemerkt. Die Sache mit dem Selbstmordversuch beruhe aber auf Wahrheit. Der Gerichtshof zieht sich zur Berathung zurück und beschließt die Bertagung und die Ladung des genannten Doktors sowie noch einiger Zeugen. Boziale Lebersicht. V Versammlungen. nommen. An die Tischler Berlins. Diejenigen Kollegen, welche graphen, die recht empfindliche Strafen verhängen. Unter Schmolling rügt die schlechte Betheiligung der Kollegen an den fich durch den Beschluß, ein Drittel des Arbeitsverdienstes vom Verschiedenem erklärt sich die Versammlung in Ueber Versammlungen. 1. Mai zu Gunsten der Ausgesperrten zu spenden verpflichtet einstimmung mit dem Beschluß der letzten öffentlichen Reinickendorf. Allen Genossen des Niederbarnimer Kreises fühlen, demselben nachzukommen, werden ersucht, gemäß des Be- Versammlung in Bezug auf die Maifeier damit einverstanden, zur Nachricht, daß der hiesige Arbeiter- Bildungsverein„ Zukunft" schlusses der außerordentlichen Generalversammlung des Fach- am 3. Mai nach Bernau zu fahren, um mit den dortigen Kol zur Nachricht, daß der hiesige Arbeiter- Bildungsverein Zukunft" vereins Werkstattweise die Beträge an Kollegen Wiedemann, legen die Feier des Tages zu begehen. Da die Bernauer Kol- feine Maifeier am Sonntag, den 3. Mai, im Lokale des Herrn Arbeitsnachweis Wallstr. 7, abzuliefern. Die Quittung legen beabsichtigen, einen Zug durch die Stadt und Haide zu Schmohl in Hohen- Neuendorf abhält. Es findet dortselbst Vokalund Instrumentalfonzert, Aufführung lebender Bilder, Belustigung erfolgt öffentlich nach dem Namen der Werkstätten. Der Arbeits- machen, so soll erst noch eine Verständigung herbeigeführt werden. für Kinder und Tanz statt. Um die Maifeier zu einem wahren nachweis ist geöffnet an Wochentagen von 8-12 Uhr Morgens, Ein Antrag, vorläufig 10 Mark zu der Abstandssumme an den Volksfeste zu gestalten, wird ein Entree nicht erhoben. Die Abvon 3-7 Uhr Nachmittags und Sonntags von 9-11 Uhr Vor- bisherigen Verleger des Textilarbeiters zu bewilligen, wird angefahrt des Zuges erfolgt Morgens 7 Uhr vom Mittelperron des mittags. Stettiner Bahnhofes und die Theilnehmer können auf jeder Eine Mitgliederversammlung der Zentralfranken- Station einsteigen. Da das Betriebsamt der Nordbahn eine GrKasse der Maurer, Steinhauer u. f. tv.( Dertliche Verwaltung mäßigung des Fahrpreises abgelehnt hat, werden die Theilnehmer Berlin) tagte am 19. April 1891. Raffirer Müller verlas die ersucht, Arbeiter- Tagesbillets zu lösen, da deren Preis sich niedrig Abrechnung, sie wurde von den 3 Revisoren für richtig erklärt, stellt. Als Aussteigepunkt wurde Station Stolpe gewählt, da worauf dem Kassirer Decharge ertheilt wurde. Die Wahl von das Lokal in 11 Minuten zu erreichen ist und sich Gelegenheit Die Bäckergesellen Berlins und Umgegend waren vom Kollegen Pfeiffer für den 30. April, Nachmittags, 11 Delegirten zu der am 4. und 5. Mai hier stattfindenden Ge- zu einem geordneten Festzuge bietet. Gleichzeitig sei darauf waren vom Kollegen Pfeiffer für den 30. April, Nachmittags, neralversammlung hatte folgendes Resultat: Wilte, Roll, Weiße, hingewiesen, daß obiger Verein am 1. Pfingstfeiertag ein Früh zu einer großen öffentlichen Versammlung nach Tivoli berufen Silberschmidt, Wilfniß, Schmiez, Jöllner, Kerstan, Baganz, fonzert im Lokal des Herrn Böttcher, Seeschlößchen, abhält, ebenso worden. Da die Versammlung über die Köpfe der bestehenden Heinze und Maciejewski. Im Verschiedenen wurde ein Antrag der Arbeiter- Gesangverein Weiße Rose" am 2. Pfingstfeiertage Agitations- Kommission hinweg privatim einberufen worden war, so faßte die Versammlung, welche von über 500 Personen besucht gestellt, die Zahlstelle Moabit von Viect, Birkenstraße, nach Hermer- im selben Lokale. Der Versuch eines anderen Zotalinhabers, die war und der Leitung der Kollegen Schlüter, Most und schmidt, Perlebergerstraße, zu verlegen, hierüber entspann sich eine Arbeitergroschen einzuheimfen, indem er die Bereine durch Zirfular zu einem von ihm veranstalteten Frühkonzert einladet, wird Lehmann unterstand, um die Berliner Bäckergesellenschaft vor lebhafte Diskussion, jedoch kam es zu keinem Beschluß. an dem gefunden Sinn der Genossen scheitern, der nicht zuläßt, derartigen Ueberrumpelungen in Zukunft zu schützen, den Beschluß, Der Verein Polnischer Sozialisten hielt am 22. April einen Lokalinhaber zu unterstützen, welcher seine Lokalitäten zu daß öffentliche Versammlungen fernerhin nur noch von der Agi- eine sehr zahlreich besuchte Versammlung ab. Zum 1. Punkt der Arbeiterversammlungen nicht hergiebt. tations Kommission einzuberufen sein sollen. Bei einer später Trg sordnung erstattete der Kassirer, Genosse Merkowski, Bericht stattgehabten Ergänzungswahl zur Agitations- Kommission wurde über den Stand der Kaffe, worauf ihm Decharge ertheilt wurde. Friedenau. Am 19. v. M. tagte im Kurhause zu Friedenau dann ja allerdings Kollege feiffer, ebenso wie Kollege Bum 2. Punkt hielt Genosse Kurowsti einen sehr lehrreichen mit eine Bersammlung der Maurer von Stegliß und Umgegend. Lehmann, in diefelbe hineingewählt. Der erste Punkt der großem Beifall aufgenommenen Vortrag über die Nothwendig Herr Pirch hielt einen Vortrag über Unternehmer- und Arbeiter Tagesordnung betraf den Wiener Bäckerstreit und gab Kollege feit und den Nutzen der Organisation." An der Diskussion be- organisation, der lebhaften Beifall fand. Das VergnügungsPfeiffer einen diesbezüglichen Situationsbericht, so gut er es theiligten sich die Genossen Wiorawski, Merkowski, Goscinsti u. a. fomitee theilt mit, daß zu dem Kränzchen am 2. Mai die Billets vermochte, indem das Wiener Streit- Komitee mit direkten Mit Sämmtliche Redner sprachen im Sinne des Referenten und für Herren 50 Pf., für Damen 25 Pf. fosten würden und Gäſte theilungen und Kundgebungen auffällig fargt und fäumt forderten die Anwesenden auf, nichts unversucht zu lassen, um dazu eingeladen werden. Der Antrag Nähring, dem seit Mound die ganze Kenntniß über die Lage des Streits in die indifferenten Landsleute dem Verein zuzuführen. Nach dem naten erkrankten Kollegen W. Walter 10 M. Unterstützung zu Wien zum größten Theile auf furzen, unkontrollirbaren der Genosse Goscinsti als Stellvertreter des Bibliothekars ge- gewähren, wurde angenommen. Beitungsnotizen beruht." Im Allgemeinen ist ja die wählt war, schloß die Versammlung mit einem dreifachen Hoch dortige Situation eine wenig veränderte und wird dieselbe auf die internationale Sozialdemokratie. den gehegten Erwartungen nach wohl erst durch den 1. Mai ein schärferes Gepräge erhalten. Der Sympathie der hiesigen Bäcker- Der Fachverein der Gas, Wasser, Heizungs- Rohrleger gesellen mit den streifenden Wiener Kollegen wurde wiederum und Gehilfen Berlins und Umgegend hielt am 26. April seine allseitiger lebhafter Ausdruck gegeben und wurde zu deren Gunsten letzte außerordentliche Generalversammlung ab. Bor Eintritt in abermals der Ueberschuß der zu diesem Zwecke besonders stark be- die Tagesordnung gedachte der Vorsitzende des Ablebens unseres dachten Tellersammlung bestimmt. Der wichtigste Bunkt der treuen Kollegen, Genossen Fritz Krebs; die Versammlung ehrte Tagesordnung war der folgende: Wollen und wie sein Andenken durch Erheben von den Plägen. Alsdann wurde fönnen wir eine geregelte Arbeitszeit und Ar- in die Tagesordnung eingetreten. Kollege Rechner erläuterte den beitsvermittlung einführen? Schon in früheren Ver- Mitgliedern zunächst, aus welchem Grunde die außerordentliche Die Berliner Bolts- Tribüne" erscheint jeden Sonnabend fammlungen hatte Kollege Pfeiffer ein an die hiesige Meister- Versammlung einberufen sei, einberufen, um endgiltigen Beschluß früh. Abonnementspreis für Berlin monatlich 50 Pf. pränumeschaft zu richtendes Birtulair, welches verschiedene der Tagesord über die Auflösung der Fachorganisation unserer Branche zu rando( frei ins Haus). Einzelne Nummer 15 Pf. Durch jede nung entsprechende Forderungen enthielt, zum Vortrag gebracht fassen. ( Preis vierteljährlich In engbegrenztem Rahmen sei es den einzelnen Postanstalt Deutschlands zu beziehen. und befürwortet, diese Forderungen event. durch einen Streit zur Branchen- Organisationen nicht mehr möglich, den Kapitalisten- 1,50 M.) Redaktion und Expedition SO.( 26), Elifabeth- Ufer 55. Durchführung zu bringen, schon um den Wiener Kollegen durch ringen als Kampfes Organisation mit Erfolg entgegen Ausgabe für Spediteure:" Vorwärts" B. Volfsbl., Beuthstr. 3. Nr. 18. einen derartigen Vorstoß in Berlin zu nützen, war aber bisher treten zu können; aus diesem Grunde habe sich in letzter Sonnabend, den 2. Mai. Inhalt: Aus der Woche. mit seinen Ansichten noch nicht durchgedrungen. Die jetzige Ver- Zeit der Verzweiflung. Verband sämmtlicher in der Metall Industrie aus England. Die Börse als Heimstätte des sammlung sollte nun den gewünschten Beschluß fassen, jedoch war beschäftigten" Arbeiter" gebildet, um dem Verband der Eisen- modernen Raubritterthums. III. Ausfuhr von Baumwollwaaren Produktion und Technik. Gedicht. man auch hier der Meinung, daß die jetzige Zeit eine durchaus Industriellen einen wirksamen Damm entgegensetzen zu können. aus Großbritannien. ungeeignete sei für derartige Unternehmungen oder gar für einen Für unsere Branche sei jetzt die zeitgemäßeste Organisation der Novelle. Warum geht Rußland auf Eroberungen aus? I. Streif. Man war so einfichtsvoll, zu erkennen, daß die Bäcker neugegründete Verband der Metallarbeiter. Nach Schluß des Was kostet der Kapitalismus den Arbeitern? sich vor allen Dingen erst fest organisiren, dem Verbande sich an Vortrages fand eine längere Pause statt, alsdann erstattete der Erde ausgebeutet wird. Dem Hungertode geweiht. Zur Verschließen, sich geistig aufklären und politisch schulen müssen, bevor Kassirer seinen Bericht. Die Einnahmen betrugen inkl. Bestand armung des Volkes.- Vom Reichstag, " W D Berichtigung. In dem legten Bericht der Möbelpolirer befindet sich ein Druckfehler. Es sind nicht, wie es daselbst heißt, 115 M. der Generalkommission, sondern dem General fonds überwiesen worden. Literarisches. Soziales Wie die Mutter Holdall JULIUS LINDENBAUM, nlin Lager eleganter fertiger Herren- und KnabenGarderobe. Frankfurterstr. 139, zweites Haus an der Frucht- Straße. 362 I Spezialität: Anfertigung nach Maass unter Garantie des Gutsitzens. Möbel-, Spiegel- u. Polsterwaaren- Magazin von Aug. Herold, Gegründet 1815. SO. 5. Reichenbergerstraße 5. SO. Damen- Mäntel und Jaquets! zu nachfolgenden unvergleichlich billigen Preisen: Jaquets, schwarz, dunkelblau, blaugrau, mode und in allen anderen neueren Farben, mit prachtvoller Stickerei und Seidenbesatz, 6, 8, 10, 12, 15 Mk. Regen- und Frühjahrs- Mäntel, als: Blousen- Paletots, Rüschen- Paletots, Kragen- Paletots, aus decatirten, guten Stoffen, in sehr hübscher Ausführung, vorzüglich sítzend, 10, 12, 15, 20 Mk. 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Kommunal- Wahlbezirks am Montag, den 4. Mai, Abends 8 Uhr, in Krieger's Salon, Wafferthorstraße 68. 1. Tagesordnung: Vortrag. Referent Herr Franz Tutzauer. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Das Wahlkomitee. Sozialdemokratischer Wahlverein des VI. Berliner Reichstags- Wahlkreises. Am Dienstag, den 5. Mai, Abends 8½ Uhr, in Keller's Salon, Bergstrasse No. 68: Große Versammlung. Reichstags- Wahlkreises. Tages- Ordnung: 341/14 1. Bortrag des Genossen Sievers über die Mangelhaftigkeit des heutigen sozialen Denkens." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes u. Fragetasten. Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. Fachv. der Stuckateure u. Berufsgen. Versammlung am Montag, den 4. Mai, Abends 8 Uhr, bei Zemter, Münzstr. 11. Tagesordnung: 1. Vortrag( Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht.) 2. Unser Fachorgan. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Verschiedenes. 271/13 Der Vorstand. Die Versammlung beginnt pünktlich. Große öffentliche Versammlung für Männer und Frauen am Mittwoch, den 6. Mai d. J., Abends 8 Uhr, im Lokale ,, Königshof", Bülow Strasse No. 37. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Lehrers Herrn Siewers über: ,, Natürliche Erziehung". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Um zahlreichen Besuch bittet Der Einbernfer. J. A. des Vertrauensmannes. 336/6 Fachverein der in Buchbindereien und verwandten Betrieben beschäft. Arbeiter. Montag, den 4. Mai, Abends 9 Uhr: Versammlung bei Feuerstein( oberer Saal), Alte Jakobstraße 75. gemäße Zagesordnung: Baarverkauf zu streng feften aber sehr bill. Preisen. Geschäfts- Häuser Knaben= Anzüge für 11 Mt. bis 1,60 m. Baer Sohn BERLIN. Feber Kunde hört die reine Wahrheit sie über unsere nur reellen 0. Gr. Frankfurterstraße 16. N. Ghausseestraße 24a. SO. Brüdenstraße 8, am Bahnhof Jannowihbrücke. Dem Grundsah nur Waaren bester Qualität zu sehr bill. Preisen zu verkaufen, verdanken wir das schnelle Emporblühen u. Gedeihen unseres Hauses. 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Mai, Abends 8½ Uhr, im Lokale ,, Königshof", Bülow- Strasse No. 37. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Bylo. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gäste willkommen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 289/4 Achtung! Bauhandwerker Berl. Mittwoch, den 6. Mai, Abends 8½ Uhr, große öffentliche Bauhandwerker- Versammlung im Feen- Palast, St. Wolfgangstr.( schrägüber der Börse). Zages- Ordnung: 1. Die Ursachen des Streits der Bergarbeiter. Referenten: Herr Stadt verordneter Riecke aus Braunschweig und Baumeister Kessler. 2. Ge werkschaftliches in verschiedenen Gewerken. 235/2 Alle Bauhandwerker Berlins sind zu dieser Versammlung eingeladen. Karl Weisse, Tegelerstr. 27. Achtung! Achtung! Grosse öffentl. Versammlung für Frauen und Männer der in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzplätzen beschäftigten Arbeiter am Sonntag, den 3. Mai, Nachmittags 4 Uhr, im Vereinshaus Süd- Ost", Waldemarstrasse No. 75. Tages- Ordnung: 1. Bortrag. 2. Diskussion. 3. Abstimmung der Resolution zu Gunsten bes Achtstundentages. 4. Verschiedenes und Fragekaften. Nachher: Gemüthliches Beisammensein. Zur Deckung der Unkoſten Entree nach Belieben. Auch die Festzeitung gelangt dafelbft zur Ausgabe. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht 165/9 Der Einberufer. II. Stiftungsfest des Vereins zur Wahrung der Interessen der Gast- u. Schankwirthe Berlins u. Ümg. am Dienstag, den 5. Mai, Anfang 9 Uhr, beim Kollegen Kuhlmey, Schönhauser Allee 28. Billets& 50 Pf. sind bei folgenden Kollegen zu haben: Engel, Antonstraße 1; Gleinert, Müllerstr. 174; Linneken, Beusselstr. 57; Kuhlmey, Schönhauser Allee 28; 3abel, Frankfurter Allee 90; Zippte, Markusstr. 14, sowie bei sämmtlichen Vorstandsmitgliedern. Das Komiter. J. A.: O. Zabel. Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake 159/7 erfrischend und stärkend. 8. Preis pro Flasche I. Qualität 0,25; II. Qualität 0,20; III. Qualität 0,15. Zu haben in allen besserent Delikateß- und Kolonialwaaren- Handlungen. 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