Nr. 467 37.Jahrgang Ausgabe Br. 96 Bezugspreis: Berteljährl. 30,-, monatl.10,-t. frei ins Haus, voraus zahlbar. Bost bezug: Monatlich 10,- ML, erfi. Su ftellungsgebühr. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich 16,50 wt., für das übrige Ausland bei täglich einmal. Zustellung 21.50 M. Boftbeftellungen nehmen an Oesterreich, Ungarn, Tschecho Glowatei, Dänemart, Holland, Luremburg, Schweden und die Schweiz. Eingetragen in die Boft- Zeitungs- Breislifte. Der Vorwärts" mit der Sonntags beilage Bolt u. Beit" erscheint wochen. täglich zweimal. Sonntags und Montags einmal Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Abend- Ausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 20 Pfennig Anzeigenpreis: Die achtgespaltene Nonpareillezetle tofte t3.-M., Leuerungszuschlag 50% Aleine Anzeigen", Das fett gebrudte Wort 1,- M.( zulässig zwei fettgedruckte Borte), jedes weitere Wort 60 Pfg. Stellengesuche und Schlafftellenanzeigen das erste Wort 65 Bfg. jedes weitere Bort 40 Bfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte. Seuerungszuschlag 50%. Familien- Anzeigen für Abonnenten Beile 2, M., politische und gewertschaftliche Bereins- Anzeigen 3,- die geile ohne Aufschlag. Anzeigen für die nächste Summer müffen bis 5 Uhr nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin SB.3, Linden ftraße 3, abgegeben werden. Geöffnet Don 9 Uhr früh bis 5 Uhr abends. Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands Redaktion und Expedition: SW. 68, Lindenstr. 3. erniprecher: Amt Moritplat, Nr. 15190-15197. Montag, den 20. September 1920 Warnung vor Spizeln! Arbeiter! Parteigenossen! sich aus dem Schlussat des Aufrufs, der in der Roten Fahne" veröffentlicht ist, in dem es heißt: schen Lodspiteln nicht provozieren, sorgt dafür, daß die Arbeiter, Parteigenossen, laßt Euch von den kommunisti. Arbeiterschaft einmütig jede Teilnahme an dieser Demonstration ablehnt! Vorwärts- Verlag 6.m.b. H., SW. 68, Lindenstr. 3. Fernsprecher: Amt Morinplas, Nr. 117 53-54. Um die schwierigsten Probleme. Von Heinrich Ströbel. über den kommunistischen Provokateuren haben, und Daß heute über die Zustände, die Voraussetzungen und Die kommunistischen Spizelparteien, unterstüßt versucht deshalb, die Not der Arbeitslosen auszubeuten. die Methoden der Sowjetherrschaft in den Reihen der UnMan will nicht nur abhängigen noch so lebhafte Auseinandersetzungen geführt bon arderen Organisationen, deren Charakter, Mitglieder und trümmern, sondern mit Hilfe der Arbeitslosen, geführt werden müssen, beweist nur, was alles in der U. S. P. an der Leiter niemand kennt, rufen die Berliner Arbeiterschaft zum von kommunistischen Provokateuren, neues Blutvergie. Jahren berabsäumt worden ist! Bei weitem das meiste über Rußland seit Generalstreik und zu einer kommunistischen De. monstration zu Dienstag, den 21. September, vormittags en herbeiführen. Auf diesem Boden soll der kommunistische von dem, was heute den namenlos verblüfften und begreifWeizen blühen. licherweise ungläubigen unabhängigen Massen von den Ditt11 Uhr, auf. Worauf es diesen Elementen ankommt, ergibt rechtung der Massen und die Unterdrückung jeder Meinungsmann, Criſpien und Hilferding über die Selbstherrlichkeit und Unzulänglichkeit der Sotojetbureaukratie, über die Entfreiheit, über die infolgedessen entstandene Kombination von Autokratie und Korruption erzählt wird, war längst befannt, längst von Kautsky und anderen systematisch dargelegt und in Ursachen und Wirkungen analysiert worden. Aber die unab Besprechung der Kautskyschen Schriften riskierte die Freiheit", weil sie bei den Däumig, Stöcker und ihrer fanatisier erster steht unter Anklage der Oberstleutnant Krynicki, die ten Gemeinde nicht anzustoßen wagte. Und mit welcher Unrechte Hand des zurüdgetretenen Bize- Ariegsministers Roczinentschiedenheit, welchem Mangel an politischer Logik führen ti, der beschuldigt ist, militärische Geheimnisse an selbst jetzt noch die Rechtsunabhängigen den Kampf gegen den Rußland verraten zu haben. Arbeitslose, seid Euch bewußt, daß Ihr der Vortrupp Der Revolution seid. Keiner fehle! Der Vorstand Man befürchtet offenbar, daß die in Beschäftigung stehenwen Arbeiter noch zuviel gesunde Ueberlegung gegen des Bezirksverbandes Groß- Berlin der S. P. D. hängigen Massen erfuhren davon nichts; nicht einmal eine Riga. Warschau, 20. September.( WTB.) Das Blatt Czas" veröffentlicht eine Mitteilung, nach der die polni ichen Friedensbedingungen unter anderem folgendes verlangen: 1. Im Augenblick des Abschlusses des Waffenstillstandes bleiben die beiden Armeen in den Stellungen, die sie augenblicklich befest haben, 2. die Grundlinie für die Grenzen ist die Grenze der zweiten Zeilung( 1793). Die Gebiete mestlich eser Linie fallen an Bolen oder Litauen. Am Sonnabend tauschten Joffe und Dombiti ihre Be glaubigungsschreiben aus. Die erste eigentliche Sigung foll, nach ben einen Meldungen am heutigen Montag, nach den anderen am Dienstag, den 21. d. M. stattfinden. Aus Warschau wird gemeldet, daß, falls schitscherin, mie bereits gemeldet wurde, nach Riga fahren sollte, auch Da szinski dorthin begeben würde. Der polnische Heeresbericht meldet die Ginnahme einiger bom Kriege her befannter Ortschaften: Tarnopol und Brody in Galizien, Dubno in Wolhynien. Eigenartige Aeußerungen eines lettischen Ministers. Riga, 20. September.( DE.) Der lettländische Minister des Auswärtigen, Meierowitsch, hat die Bertreter der polni fchen Breffe, welche in Begleitung der polnischen Friedensdele. gation in Riga eingetroffen find, empfangen. In seiner Ansprache an die polnischen Journalisten erklärte der Minister, Lettland müsse stets gegen zwei Feinde(!?), gegen Deutschland und Oberschlesien. Moskauer Flügel! Statt an dem russischen Beispiel zu zeigen, zu welchen Zuständen und Herrschaftsformen die ,, Dit tatur des Proletariats" und das Rätesystem" in der poli tischen Praris unfehlbar führen müssen, und sich der DiktaDie Mörder von Josephstal verhaftet. tur und dem Terror gegenüber eindeutig zur Demokratie Beuthen D.-S., 20. September.( TU.) Am Sonnabend und zur sozialen Evolution zu bekennen, flammert man sich nachmittag ist es gelungen, sechs der an dem Morbe von aus Rücksicht auf unflare Massenstimmungen noch immer an Gerichtsgefängnis zuzuführen. Die Verhafteten stehen im Alter Massen dadurch erst recht verwirrt und alle nach klaren Jofephstal Beteiligten fe ft zunehmen und dem Benthener die radikale Phraseologie, umbefümmert darum, daß die von 18 bis 25 Jahren. Der Haupträdelsführer ber jest verhafteten Begriffen und einer ehrlichen Politik verlangenden mörderbande, ein gewisser Baron aus Birtenhain, ist leider ent- Glemente der Partei entweder zu den Kommunisten oder zur auf. Die schnelle Ermittlung der Mörder ist zum großen Teil der tommen und hält sich anscheinend auf polnischem Gebiet alten Sozialdemokratie getrieben werden! Birkenhainer Bürgerwehr, die sich an 3 Polen und Deutschen zusammenfest, zuzuschreiben. Polnische Banden im Kreis Neustadt. Neustadt D.-S., 20. September.( Tul.) Im besetzten Gebiet des Streises, das bisher von der Aufstandsbewegung verschont ge. blieben ist, treten jest polnische Banden auf, die es auf die Förster und Eisenbahner abgesehen haben. In der Nacht vom 17. zum 18. September wurde ein wärterposten an der Bahnlinie Neustadt- Randrzinüberfallen, der Streden. fernsprecher zerstört und die Telephonverbindung zwischen Ober- Glogau und Deutsch- Raßwik gestört. Rußland gleichmäßig gerüstet sein. Aus diesem Grunde sei ein Die Betriebsräte in Italien durchgesetzt! politisches Armutszeugnis zu behandeln. Denn wenn die enger zusammenschluß der Nandstaaten erforderlich. Bon polnischer Seite werden die Worte des Ministers dahin gebeuGiolitti als Bermittler. gigen geht, imponiert uns also gar nicht, zumal wir in dem Der Sturm", der jetzt durch die Reihen der Unabhänangeblichen Ringen um die schwierigsten Probleme der Beit", von dem die Freiheit" sprach, jeden rücksichtslosen Erkenntnisdrang und jeden fühnen Befennermut vermissen. Und wer die prinzipielle Auseinandersegung mit dem Bolschewismus, demnach Kautsky- tatarischen Sozialismus", zu dem kläglichen Disput über die Form der nationalen und internationalen Partei organisation verflacht, statt das Problem der Demokratie in feiner ganzen Breite aufzurollen, der hat wirklich kein Recht, die Frage der Anteilnahme an einer Koalitionsregierung, die auf dem sozialdemokratischen Bezirkstag nebenbei angeschnitten wurde, als ,, revolutionäre Arbeiterschaft" in diesen so fritischen Zeiten, wo Reaktion und wirtschaftlicher Zusammenbruch das Prole. Rom, 19. September.( WEB.) Jm Ministerium des Innern tariat bedrohen, nichts Gescheiteres zu tun weiß, als ihre tet, daß Lettland aus seiner Zurückhaltung gegenüber dem pol hatte Giolitti eine Besprechung mit den Bertretern der ganze Kraft in dem Streit zu verzetteln, ob sie sich der lächernischen Blane, eines Randstaatenbundes, unter Führung Polens, nunmehr hinauszutreten gewillt sei. Indessen stehen diese neuesten 3ndustriellen und der Arbeiter unter Teilnahme der Brä- lich anmaßlichen Moskauer Diftatur unterwerfen soll oder Erklärungen des lettländischen Außenministers in Widerspruch mit fetten von Mailand und Turin. Giolitti betonte in feiner ein- nicht, so ist der Gedanke immerhin begreiflich, daß die S. P. einer Aeußerung, die derselbe Minister bei anderer Gelegenheit leitenden Rede, daß der Geist der Mäßigung notwendis D. sich wieder an der Regierung beteiligen müsse, um nicht gegenüber dem Bertreter des„ Oft- Express" getan hat. Damals fei, um die schwere Krise zu lösen. Alle in Frage kommenden derweilen den ganzen Verwaltungs- und Machtapparat des fagte der Minister, ein polnisch- lettländisches Bünd. Bunkte wurden erörtert. Bezüglich der von den Industriellen für Staates widerstandslos in die Hände der schadenfrohen Bournis stoßke dadurch auf Schwierigkeiten, daß die außenpolitischen notwendig erachteten Arbeiterentlassungen schlug Giolitti eine ver- geoisie fallen zu lassen. Freilich ist diese Frage, wie ja auch Intereffen Bolens und Lettlands in Zukunft verschieden ge- föhnlichere Formulierung vor, worauf die Vertreter der besonders von Bernstein auf dem Bezirkstag hervorgehoben artet sein würden. Während die außenpolitische Front Bolens Arbeiter und der Industriellen getrennt berieten. Nach Wiederauf- wurde, nicht so aus dem Handgelenk zu beantworten, sondern hauptsächlich gegen Westen, b. b. gegen Deutschnahme der gemeinsamen Besprechung erklärten die Industriel wirklich ein Problem, das nur im Zusammenhang mit dem I and gerichtet sein werde, müsse Lettland zukünftig vor allem nach len, die Formulierung Giolittis nicht annehmen Gesamtkomplex der politischen und sozialen Fragen zu lösen Often hin, d. h. gegen Rußland auf der Hut und gerüstet sein. zu können, aber fie müßten sie wohl über sich ergehen laffen. Gio- ist. Das aber muß gesagt werden: die Frage der Bildung litti erklärte, daß er die verantwortung mit übernehme. einer sozialistischen oder überwiegend sozialistiDer nach Norwegen gereiste 2itwinowo überreichte der Nach Schluß der Sibung wurde eine Erklärung veröffentlicht, in der ichen Regierung in Deutschland wäre viel wichtiger und norwegischen Regierung einen Vorschlag zu einem Sandelsab. es heißt: Da die gewerkschaftlichen Verbände eine Kontrolle aftueller, bedeutete unendlich viel mehr für die Durchfommen, verlangte aber das Recht einer offiziellen diplo der Betriebe zum Zwecke der Steigerung der Produktion und der fegung der proletarischen Interessen und die Verwirklichungsmatischen Vertretung Sowjet- Rußlands in Norwegen, ferner Wiederaufnahme des Wirtschaftslebens für notwendig erachten aussichten, als der mit so ganz unverhältnismäßigem Wortauch das Recht, eine andelsabordnung dorthin zu ent- und sich der Einführung der Kontrolle nicht wiederfeben, wird ein und Kraftaufwand geführte Streit darüber, ob man die Mossenden. Die norwegische Regierung hat in ihrer Antwort nur paritätischer Ausschuß gebildet, der Vorschläge unterbreiten soll für fauer Unterwerfungsbedingungen zu 100 oder nur zu 50 das Recht einer Handlesverbindung mit Rußland gewährt, ein von der Regierung auszuarbeitendes Gefeß. Die industriellen Prozent schlucken, ob man sich Unabhängige oder Kommu jedoch gewiffe diplomatische Rechte und die Erlaubnis zur Entfen- Organisationen sollen auf der Grundlage der Beteiligung der nisten nennen, ob man sich mit liftigen Vorbehalten der bung einer begrenzten Zahl von Handelsbelegierten zugestanden. Arbeiter bei der technischen und finanziellen Kon- Dritten Internationale oder, im platonischen Beffenntnis zur Doch sollen fich die Mitglieder der Delegation je ber boliche. trolle fowie in den Berwaltungen der industriellen Unterneh- Weltrevolution", einer vierten, vollends unfruchtbaren wiftischen Agitation in Norwegen enthalten. mungen aufgebaut werden. Diese Vorschläge sollen fich auch er- Internationale anschließen soll. * Bei den polnisch Litauischen Verhandlungen in al- ftreden auf die Einstellung und Entlassung der Arbeiter. Der Sturm, auf den sich die Freiheit" soviel zugute tut, warja berlangten die polnischen Delegierten als Vorbedingung Die Arbeiter werden die Arbeit wieder aufneh men., Aber vermag weder die Luft zu reinigen noch die Bäume des Ka die Zurückziehung der litauischen Truppen auf die Curzon wenn ein Zusammenarbeiten im gleichen Betrieb oder in derselben pitalismus zu entwurzeln. Sollte die Freiheit" aber mit Linie. Litauischerseits aber denkt man nicht daran. Settland Betriebsabteilung zwischen Arbeitern und ihren Vorgesezten un- diesem Sturm das aus der Not der Zeit selbst herausgehat seine Vermittlung angeboten und beide Parteien zu einer erträglich wird, wird ein Ausschuß von je zwei Vertretern der borene elementare Drängen der Massen nach einer soziaRonferenz nach Riga eingeladen. Litauen hat jedoch geantwortet, Arbeitgeber und Arbeitnehmer die nötigen Maßnahmen Iistischen Umgestaltung unserer Geselldaß es erst den Ausgang der Verhandlungen in Kalwarja, sowie treffen. fchaftsauft än de verstehen, so wäre ihre Annahme abDie Entscheidung des Völkerbundes in Paris abwarten wolle. surd, daß dieser Sturm nicht auch die Geister der sozialdemofratischen Arbeiter durchbrause! Mißlungener fommunistischer Broteststreit. Aus München wird Gin besonderer polnischer Militärgerichtshof hat in Warschau haftung des Abg. Eisenberger proklamierte Proteststreit wurde nur berichtet: Der zweistündige, von den Kommunisten wegen der VerTätigkeit begonnen, um Fälle von Pflichtversäumnis vereinzelt durchgeführt. Bei der Straßenbahn und in den während des Krieges gegen Sowjet- Rußland zu ahnden. As Werkstätten der Staatsbahn wurde die Arbeit nirgends eingestellt, Im Gegenteil: Man fann entschiedenster Gegner der Rätediftatur" sein und die Weltrevolution" im bolschewiſtiichen Sinne für eine heilloje Illusion halten und darum erft Die bayerische Reaktionsparade. leisten. Für die Ueberschichten bzw. Ueberstunden werden für die Arbeiter über und unter Tage 50 Proz. des Tariflohnes bergütet, sofern die Leistung der Ueberschichten bzw. Ueberrechyt die sozialistische Umwälzung der kapitalistischen Produktionsweise und der bürgerlichen Gesellschaft für das Gebot der nackten Selbsterhaltung. Gerade wenn man die kommuAus München wird uns geschrieben: nistischen Methoden eines pföglichen terroristischen UmEs kann in Zweifel datan bestehen, daß sich die Er- stunden der Leistung der gewöhnlichen Arbeitszeit entspricht. sturzes der Produktionsverhältnisse als unsinniges, selbst- öffnung des Landesschießens der Einwohnerwehren am Für jede Ueberschicht sollen den Beteiligten 2 Pfund mörgerisches Besinnen ablehnt, fann man als Sozialist die 25, September zu einem großen parademäßigen Aufmarsch Schweinefett zu demselben verbilligten Preise wie in den doppelte Verpflichtung empfinden, mit der allmählichen und aller reaffionären räfte gestalten wird, ebenso übrigen Bergbaurevieren Deutschlands gewährt werden, daze organischen Umgestaltung der Dinge nun um so wenig aber auch daran, daß unter den Teilnehmern sehr viele ein Pfund zu der und ein Pfund Weizenmehl, je zum unmittelbarer und energischer zu beginnen. Und dieser Drang sein werden, deren Herz mehr an volkstümlicher Zeitfreude Preise von einer Mark. Der Zwang zum Verfahren vo zu intensiver praktischer Sozialisierungsarbeit lebt denn auch hängt als an irgendwelchen politischen Zielen. Die Veran- Ueberschichten wird ausgeschlossen und eine weitere Er in der Tat in den proletarischen Widionen, die der S. P. D. ſtalter rechnen in sehr geschickter Weise mit dem Charakter höhung der Lebensmittelmenge in Aussicht genommen, falls f in der Tat in den proletarischen Midionen, die der S. P. D. der südbayerischen Bevölkerung, die nun einmal an Schüßen- die Söhe der Förderung als angebracht erscheinen läßt. angehören. Und für so viel fonservativer als die sozialdemo- sesten ihre Freude hat, genau wie jene der Schweiz oder des fratischen Massen man auch ihre Organisationen Landes Tirol. Dieses Abkommen unterliegt auch noch Verhandlungen m und Führer halten mag, nicht nur Stimmungsäußerungen rechtssozialistischer Arbeiter( wie die einmütige Sozialisie wohnerwehren feineswegs im Sinne der Reaftion politich Gerade aber deswegen sind auch die bayerischen Ein- der Interalliierten Kommission. rungsresolution des Bergarbeiterverbandes), sondern auch durchaus zuverlässig. Wie in allen derartigen Organisatio manche Beiträge der kürzlich erschienenen Diskussionsschrift nen finden sich auch hier die verschiedensten Elenenie von den Gottgewollte Abhängigkeiten. Das Programm der Sozialdemokratie" be- zielbewußten Draufgängern angefangen bis zu den Passiven, Eine weitere Anzahl von Organisationen der 1. S. 1 weisen, daß gerede ench innerhalb der S. P. D. das Drängen politisch mehr oder weniger Gleichgültigen. Die Möglichkeit, bat zu der Frage des Anschlusses an Moskau Stellung nach sozialistischer Betätigung und Gestaltung außerordentlich daß die Radikalinefi der Reaktion, deren Häuptling der nommen. Besonders hübsch ist eine Resolution, die ein Leiter der Orka, Kanzler, ist, in den Veranstal- Mitgliederversammlung in Strala u annahm und die mit tungen des 25. September die schönste Gelegenheit erblicken folgendem revolutionären" Sape anhest: fönnten, die Massen zu einer Tat fortzureißen und die Welt ,, Der Ortsverein Stralau der U. S. P. ist der Ansicht, daß die vor vollendete Tatsachen zu stellen, ist nicht von der Hand Aufnahmebedingungen vom internationalen Standpunkte aus gezu weisen, doch würde das schwerlich im Sinne der Veran- sehen nicht so hart erscheinen und kein Hindernis für den Anstalter liegen, deren besonnener Teil die Situation für ein schluß an die Dritte Internationale sein dürfen. entscheidendes Borgehen als noch nicht reif betrachtet. rege ist. Bon so pombösen Dingen, wie von der Diftatur des Broletariats" und der Weltrevolution" ist in dieser ProTrammschrift freilich nicht die Rede, wohl aber werden eifrig und gewissenhaft alle praktischen Möglichkeiten untersucht, wie mit den Mitteln, die unsere Demokratie und die faktisch vor handenen geistigen und organisatorischen Kräfte dem Prole Um die Härte der Bedingungen abzumindern, wird tariat in die Hand geben, die politische und ökonomische Macht Die Arbeiterschaft, nicht bloß Nordbayerns, von wo die ihnen also ein revolutionäres Senfpflästerchen aufdes Rapitalismus abgetragen und die mit dem Gemeinintereffe Alarmierung der Oeffentlichkeit ausgegangen ist, sondern gelegt. Allerdings erinnert diese Methode weniger an revzusammenfallende Herrschaft der arbeitenden Klassen aufgebaut auch Südbayerns ist auf alle Möglichkeiten gefaßt und bereit, futionär proletarischen Geist, als an jenes Wort, das Bethwerden kann. Da werden, um nur einige der wichtigsten Ge- ihnen zu begegnen. Man darf ihre Straft nicht nach verun- mann einmal aussprach:„ Es gibt Ereignisse und Ab hà nbiete herauszugreifen, die Fragen der Sozialisierung, der Siche- glückten Generalstreits beurteilen wie jenem, der von den gigkeiten. die das tägliche Leben mit sich bringt, gott. rung und des lusbaues der Demokratie, der Schule, der Rechts- Kommunisten anläßlich der Verhaftung ihres Führers gewollte Abhängigkeiten, die man nicht ignorieren pflege, der öffentlichen Gesundheitspflege, der Steuerpolitif, Eisenberger inszeniert wurde, und der ganz fläglich ins fann und soll." Als gottgewollte Abhängigkeiten aber sehen der Wohnungspolitik, des Arbeiterschniges behandelt. Wasser fiel. Ein reaktionärer Vorstoßim großen unsere Unabhängigen die bhängigkeit von den MosMan kann der Art, wie diese Fragen im einzelnen gestellt würde ganz andere Kräfte auslösen, nicht nur in fauer Halbgöttern an. und beantwortet werden, sehr wohl fritisch gegenüberstehen der Arbeiterschaft, sondern weit über sie hinaus. Es würde Abgelehnt wurde der Anschluß an Moskau in Köaber die Schrift will ja auch gar kein oder nach Moskauer sich dabei herausstellen, daß auch die Bauernschaft nigsberg, angenommen in Jena, Stuttgart, Art sein, sondern nur die Unterlage zur gründlich durchaus nicht so monarchistisch gesinnt ist, wie im 6. und 8. Distrift in Berlin( der 6. Distrikt bezeichnete sten Aussprache bieten. und selbst wenn man in der man mitunter annimmt, der ländliche Teil der Bevölkerung die 21 Bedingungen sogar als das Mindest maz dessen, Aufmachung und dem ganzen Charakter der Schrift den großen ist im wesentlichen demokratisch gestimmt und will feine was eine wahrhaft revolutionäre Partei als Richtschnur anneuen Erschütterungen. Diese Bug und den enthusiastischen Schwung verimißte, fo müßte man würde noch viel deutlicher in Erscheinung treten, wenn nicht erkennen müsse), eine bedingte Annahme erfolgte in man die Aufgaben zu meistern sucht. Und hier handelt sich's in der Tat ,, um die schwierigsten Probleme der Zeit", die nicht dadurch ihrer Lösung nähergebracht werden, daß, man dröhnend den Phrasentantam schlägt, sondern die nur in ernster, nichterner Gedankenarbeit und hingebungsvollen praktischen Verfuchen zu bewältigen sind. = die Erinnerung an die„ Räteherrschaft" noch nachwirkte. bat die Moskauer Bedingungen ab gelehnt. Der Landesvorstand der bayerischen Unabhängigen hat die Moskauer Bedingungen abgelehnt. Wilhelm und Scheidemann. Die Reaktion verdankt die Parade, die sie in aller Deffentlichkeit abhalten kann, im Grunde genommen den kommunisten, denselben Kommunisten, die jetzt ihr möglichstes tun, um die Kräfte der Arbeiterschaft in aussichtsLosen Aftionen zu verzetteln und in inneren Kämpfen zu zerGenosse Scheidemann schreibt uns aus Kassel vom 19.: splittern. Die Masse der werktätigen Bevölkerung will aus dem Vorw." vom 18. S. M. eriehe ich, daß die mir hier nicht aber feine Butiche, weder kommunistische noch mon- zu Gesicht kommende Freiheit" mich wieder einmal anflagt. Ich archistische, und es ist zu hoffen, daß die Erkenntnis dieser soul Aeußerungen des Kaisers über die Demokratie, die er am Tatsache die Führer der äußersten Reaktion von besinnungs- 20. Juli 1917 in meiner Gegenwart getan haben soll, verleugnet losen Streichen abhalten wird, die ihnen schwerlich gut betommen würden. # " haben. Das ist unwahr. Aeußerungen, wie sie der Abg. Erzberger zitiert, hat der Erlaiser in meiner Gegenwart nicht gelan. Nach Revolutionen find stets das Ergebnis schwerer sozialer Krisen, und die proletarischen Revolutionen in Ost- und West europa waren nur möglich, weil Militarismus und Kapitalismus einen fatastrophalen Zusammenbruch erlitten. In Zeiten so ungeheurer Krisen verlieren die Mossen leicht ihr seelisches und geistiges Gleichgewicht, überwuchern Leidenschaft und Phantastik die Vernunft und die Einsicht in die historischen Ueberschichtenabkommen in Oberschlesien. dem er also mit jeder einzelnen Fraktionsvertretung- jozusagen Möglichkeiten. Philisterhaft wäre es darum, auf die Erregbarkeit und Illusionsfähigkeit der Volfsteile au schelten, die Das durch die Augustirren gefährdete Ueberfchich offiziell gesprochen hatte, fand in einem Edzimmer eine zweite soziales Elend und Mangel an poffswirtschaftlicher und politi- tenab fkommen im oberschlesischen Kohlenbergbau wanglose" Aussprache zwischen ihm und Herren der verschieden scher Schulung in die Arhre des wildesten Phrasenradikalismus hat Sonnabend zwischen den beteiligten Instanzen, dem Arbeit sten Parteigugehörigkeit statt, bei der aber auch, wie mir erzählt treibt. Aber ebenso philisterhaft ist es, wenn Marristen der geberverband der oberschlesischen Bergwerks- und Hüttenindu- wurde, von je hundert gesprochenen Worten der Saiser neunundmesteuropäischen Prägung vor den Waffeninstinkten e infach strie, den Angestelltenverbänden und den in der Arbeitsgemein- neunzig bis hundert redete. Zu den für diese Aussprache vom fapitulieren und die unfruchtbare Illusion von der irgend haft der Bergarbeiter- und Metallarbeiterverbände vereinig- Staatssekretär Helfferich gebetenen Herren gehörte ich zu meiner einmal zu erobernden Diftatir des Proletariats" noch stimu- ten Organisationen zu neuen Verhandlungen geführt, großen Freude nicht. Ich hatte an der einen Aussprache schon lieren, statt den Massen die Mittel zu zeigen, mit denen sie die bei weiterem reibungslosen Verlauf bis Ende nächster Woche nun auch wirklich und ungefäumt den Sozialisierungsprozeß zum Abschluß gelangen dürften. Die Grundlage der geftri beginnen fönnen. Man stelle dem deutschen Proletariat endlich einmal konkrete Aufgaben, man beweise ihm die Möglichfeit ihrer Durchführung, und man wird nicht zuletzt gerade die Massen der S. P. D. für die fozialistische Aktion gewinnen. Bei der Sozialisierung des Bergbaucs fönnte man gleich die erste Probe auf das Erempel machen! Der Krüppel. Von Hans Gathmann. Das sind solche Begegnungen, die zuerst ganz belanglos erfcheinen, plöblich aber Erlebnis werden, Symbol, aufrütteln, erschüttern. Man sieht etwas und vergißt es. Da, ganz ohne daß man es will, fällt es einem wieder ein, ist da, haft sich im Hirn fest, quält. Und bleibt. Man vergißt es nie mehr. Es schlägt Wurzel in einem, reift zu einer Erkenntnis, und man lächelt wehmütig in schmerzlicher Hilflosigkeit. Ich sah den Mann eines Abends, als ich zu einem Vergnügen fuhr. Er stand im brandenden Großstadtleben, an einer Ecke, gegenüber der Haltestelle der Elektrischen, die alltäglich Tausende in den Taumel eines Vergnügungspartes trug, stand da, abgeriffen, mit Humpigen Holzfüßen und einer Medaille auf dem schmierigen Rock. Er regte sich nicht. Er sagte nichts. Er stand wie ein Stück der Mauer selbst, bewegungslos. Ich sah hin und wieder weg, spürte Mitleid, einen Augenblick... fuhr weiter und vergaß. gen Verhandlungen ist etwa folgende: vollkommen genug. genau aufgezeichnet; es wird der Oeffentlichkeit nicht vorenthalten Was der Kaiser in meiner Gegenwart gesagt hat, habe ich bleiben. Soweit es Wagengestellung und Betriebsverhältnisse zulassen, sollen vom 1. Oftober ab ueberFiOberschlesien und Kärnten fanden gestern in Leipzig schichten verfahren werden. Es sollen möglichst alle Beleg. Massenndgebungen statt, in denen gegen die Bergewaltigung schaftsmitglieder unter Tage sich beteiligen; die über Tage Oberfchlesiens und für ein ungeteiltes deutsches Särnten, sollen entsprechende Ueberschichten bzw. Ueberstunden gesprochen wurde. Freude. Er zerbrach den Glanz der Straße. Er war wie das den Leitern unserer Parteis, Gewerkschafts- und Genossenschaftsfeste ein Teil ihrer schweren und verantwortungsreichen fleischgewordene Elend, immer da, siumm, von allen gesehen, getannt und doch unbemerkt oder berachtet. Programmarbeit wesentlich erleichtert: fie finden in guter Auswahl das beisammen, was sie sonst bisher mühsam aus Einzelverfen heraussichten mußten. Das mächtige Truß- und Kampflied, das werbende Agitationsgedicht in fünstlerischer Form, die beipende Satire: Hier sind sie aneinander gereiht durchweg erprobte Stücke, die immer ihren Zweck erfüllen. Ich ging oft hin. Immer stand er da, als wäre er nie fortgewesen. Ich versuchte in die Seele dieses Wermsten zu schlüpfen, aber ich entfloh mir selbst, weil mich Ekel und Haß gegen die Menschen erwürgt hätten. Ich wußte: Unter denen, die täglich an ihm vorübergingen, waren unzählige, die mit Leichtigkeit seine Not enden konnten. Sie jahen ärgerten sich, gingen vorüber. Die flüchtige Begegnung wurde mir zum Erlebnis. Ich wußte, so wie dieser Krüppel an der Straße der rauschenden Stadt, steht das Glend, allen sichtbar und doch unbeachtet, über der Welt. Solange feiner der Menschen dort dem Krüppel die Hand auf die müde Schulter legt und sagt:„ Komm Bruder, ich nehme deine Last von dir!" so lange weicht das Elend nicht aus der Welt, das ungeheuer leere Augen hat, uns überall anschaut und tränenlos schluchzt, ohne daß Liebe und Erbarmen es für immer in die starken Arme nähmen. nun L L. ,, Verflucht sei der Ader..." Die vom Bildungsausschuß veranstalteten Aufführungen dieses Arbeiterdramas von Starosion und Respital füllen allionntäglich zwei Theater. Das Stüd fesselt starf, die Tragif zwingt das Publifum. Im Rose Theater wird die Tagelähnerin Marie Drahn in Margaret Merbach 3 Darstellung eine sehr eindrucksvolle Gestalt. Sie hat Herztöne innerster Not. Der Peter Drahn ist stimmlich zu mitteldeutsch; soll die Art der geplagten Tagelöhner, von der die Handlung bedingt ist, milieumäßig getroffen werden, so muß sie in allem bodenschwer und gefemmt- langiam fen wie etwa Carl Rosens vortreffliche: Stradt. mann. Walter Largers Hofgänger Reimers schlug auch cuf dieser Bühne durch; sein überlegener Berliner Grips macht aber auch alles aus; der Darsteller fönnte also alle törperberrenfende Butat streichen. der autokratische Gutsbesizer Richard Bendeys, Hannah Bathe Frau: Bütow, Ernst Studens Pole Echlofsarsky. Die Regie hat die Aufgabe verstanden und annehmbar gelöst; die Erregung der letzten Szenen müßte auerdings äußerlich bewegter sichtbar werden. Guf Eines Abends sah ich, wie eine Frau fam, arm. zerlumpt, berweint, den Krüppel am Arm faßte und heimführte. Heim? Wer weiß Eine Dirne, eine von den vornehmen, gepaderten, aufgedonnerten Damen der Straße sah das traurize Paar. Eilte ihm nach und gab der Frau Geld. Am nächsten Tage führte mich mein Weg zufällig an der gleichen Stelle vorüber. Ich dachte gar nicht an den Krüppel. Aber da stand er wieder. Es war ein häßlicher Tag. Ich hatte es eilig. Sah nur, daß sein Gesicht ganz stumpf war und kein Gefühl ausprägte. Daß die Augen flein und ganz ruhig waren, nicht beobachteten, nur auf einen Fleck, ins Leere, Ungewisse starrten. Ich ging absichtlich nahe an den Mann heran. Er hielt eine Hand, knöcherne Schale, unbeweglich hin. Ich sah ihm ins Gesicht. Er schien nichts zu bemerken. Ich gab ein Almosen. Er und Scham. niďte mit dem Kopf. Und sprach kein Wort. Am nächsten Tage trieb mich die Neugier hin oder was war es sonst? Ich mußte wissen, ob er noch dastand, wieder dastand, wieder die beinerne Schale seiner gefrümmten fünf Finger den Menschen hinrecte Das kürzeste Scheidungsverfahren. Die Frage der EhescheiDas glänzende Elend, das sich auf den geilen Gaffen ipreizte, dung, die den italienischen Gesetzgebern gegenwärtig so arg zu reichte dem abgerissenen, verlumpten, stumm schreienden die schaffen macht, hat bei dem in Mer.to lebenden Indianerstamm der Zuni die denkbar einfachste Lösung gefunden. Verläßt dort etn Schwesterhand. Mann die eheliche Wohnung, so denkt die Frau gar nicht daran, Ich stand und wußte nicht, wo mich hinwenden vor Schmerz ihm Tränen nachzutveinen oder sich an die Behörde zu wenden: sie beschränkt sich vielmehr darauf, den Sattel und die anderen HabUnd das Herz krampfte sich in qualvoller Hilflosigkeit... seligkeiten des veränderungslustigen Gemahls vor der Tür des Hauses aufzuhängen. Wenn er dann von seiner Extratour den Vortragsbuch für Arbeiterfefte. Der Arbeiterschaft hat schon Beg wieder nach Hause findet, so begreift er beim Anblick seiner lange ein Buch gefehlt, das aus der reichen Fülle freiheits- vor die Tür gestellten Sachen, daß die Glode geschlagen hat. Ei fämpferischer Dichtung die Stücke sichtet und zusammenstellt, die sich weiß, daß seine Ehe von Stund an der Vergangenheit angehör Er stand da. Ich stellte mich unruffällig gegenüber auf. Ich zum Vortrag bei ihren Festlichkeiten eignen. Ein solches Buch ist nun und begibt sich ruhig in die„ Reva" genannte Höhle, die allen geim Verlag der Buchhandlung Vorwärts erschienen. Das schiedenen Männern als gemeinsamer Versammlungsort dient. beobachtete. Es vaste ein Strom gleißenden Lebens an dem vortragsbuch" nennt es sich; ernste und beitere Gedichte für Diese Höhlen bilden für die Indianer eine Art Klub, in dem alle Armen vorüber. Tas Lächeln vornehmer Damen wehte an ihm Arbeiterfeste bilden seinen Inhalt. Ernst Precz ang bat bie heimatlos gewordenen Ehemänner gaftliche Aufnahme und Vervorbei, die Eleganz junger Lebemänner und die steife Vornehm einzelnen Stücke der Sammlung ausgewählt und sie in zwei Teile pflegung finden. Eine heit großstädtischer Krösusse, das ganz bunte, leichte, sorglose Leben( Stampf und Ernst und„ Humor und Satire") gegliedert. fleine Abhandlung über„ Die Kunst des Vortrags" leitet das Ganze Theater. Staatsoper. Sn der Neueinstudierung von Tristan der feinen Straße rollte vor seinen Augen ab. Unaufhörlich. Ich stand eine Stunde, zwei Stunden. Ich fühlte eine Ver- ein. Mit glücklicher Hand und einer guten Kenntnis der Festwünsche und solde" am 23. Gebt.( nicht am 22.) singt die folde: Helene Helgers, Strwenal: Wilhelm Rode vom Breslauer Stadttheater. bundenheit mit diesem elenden Menschen, die ich mir nicht erklären unserer Arbeitervereine reiben sich in diesem Buche besie und Wildb unn, Brangane: Karin Branzell, Tristan: Jolej Mann, Marke: Dito fonnte. Der Krüppel hatte immer noch kein Almojen erhalten. wirkiamste Gaben unserer Dichter aneinander. 24.„ Bohéme", 23. Tristan und Slolde", Wer sich für einen größer gezogenen Streis von Arbeiten der endgültige Spielplan der Woche lautet: 21. Tiefland", 22. Butterfly", Niemand schien ihn zu sehen. Oder man sah, verzerrte das Gesicht in dem Buche vertretenen Dichter alter und neuer Beiten interessiert, 26." Carmen". 27." Ein Maskenball". und blidte weg. Eine einfach gekleidete Frau mit einer Handtasche findet einen knappen Hinweis auf diejenigen Werke, die zum Aufbau Klabund lieft in der Buchhandlung des Graphischen Kabinetts( Kurblieb stehen und gab ihm etwas. Das war das einzige in drei der Sammlung beitrugen; so weitet sich der Rahmen des Vor- fürstendamm 232) am 28. September, abends 8 Uhr, aus eigenen unver Stunden. Der Mann wirkte ohne Zweifel peinlich. Er störse die tragestoffes dem Interessierten ganz von selbst. Jedenfalls ist öffentlichten Werfen. IF Der Mabame 25. Jüdin", Wirtschaft Die ehernen Wirtschaftsgeseze. Weitere Abschwächung unserer Valuta. Es fofteten in Mark am: 100 bolländische Gulden 100 dänische Kronen 100 schwedische Kronen 100 norwegische Kronen 100 finnische Mark. dann vor, auf der Freitreppe des alten Museums ihre schwarz- weiß-| famen Elternbersammlung aller an den Erfahwahlen roten Fahnen zu entfalten, Deutschland, Deutschland über alles" beteiligten Schulen am Dienstag, 7 Uhr, in der Aula der Oberrealschule Emser Straße, wird ein namhafter Bädagoge über: zu singen und gegen den roten Terror" zu protestieren. Die Entrüstung, die besonders der„ Berliner Lokal- Anzeiger" Iternbeiräte und die weltliche Schule" sprechen. Heuchelt, und die wahrscheinlich in den heutigen Abendausgaben der im weiteren Verlauf der Woche werden noch besondere Elternversammlungen für die einzelnen Schulen abreaktionären Presse in noch stärkerem Maße anzutreffen sein wird, gehalten, deren nähere Bekanntgabe rechtzeitig erfolgen wird. steht diesen Herrschaften sehr schlecht. Wenn der„ Lokal- Anzeiger" Nutzen die Parteigenoffen die Zeit zu lebhafter Agitation, so werden heute morgen in bezug auf die Versammlung im Krieger- Vereins- wir auch für unsere Partei den besten Erfolg erzielen. haus schreibt:" Die rauhen, unermüdlich brüllenden Stahlen der freiheitlich" gesinnten Genossen ließen feinen bürgerlichen Redner zu Worte kommen", so mag er dabei berücksichtigen, daß lediglich 920-1041,- die Radauszenen des von ihm aufgeftadelten antisemitijdjen Pöbels 25.53. 27,22 im Lehrervereinshaus den Anstoß zu der gestrigen Aktion der Un25,03 27.22 abhängigen gegeben haben. Ein Beweis dafür, daß die Arbeiter20,06 21,35 schaft nicht daran denkt, die Versammlungen eines Gegners ohne 82,90 83,02 Grund zu stören, ist die Tatsache, daß eine von der Zentrum 3929, partei einberufene Protesttundgebung ungehindert tagen fonnte. 22. 7. 6. 8. 14. 9. 18. 9. 1371.40 1539, 1852, 2131, 645 65 705, 813.935, 856,40 901, 1211, 1373, 648,15 705, 810, 148,20 152, 181, 940, 205, 100 Schweizer Franken 100 österr. Kronen( altes) 100 deutich österr. Kronen 100 ungarische Kronen 698 20 765, 24,08 23,78 25,401/ 2 24,15 23,93 24.40 84,721/ 2 84,60 630,65 685,60 835, 40,25 46,67 60, 68, 339,35 3,55, 410, 490, 152,40 168,- 207, 229, . 319,65 100 tschechisch- flowat. Kronen 100 spanische Besetas 1 amerikanischer Dollar 100 belgische Franken. 1 englisches Brund 100 französische Franken. 100 italienische Lire Um den Verkehr@ baurat. Groß- Berliner Parteinachrichten. Sente, 20. September: 3. u. 4. Abt. Gewählte Ausschußmitglieder. 8 1hr bei Rüdert Revolutionsfeier. 17. Abt. Zusammenkunft der Bezirksführer 72 115r bei Murrer, Capriviitr. 8, zmecs Abrechnung. Charlottenburg. 7 Uhr Abteilungsversammlung der 12. und 13.( Suppe in der Schulaula, Pestalozzistr. 14. Bahl des Abteilungsvorstandes. Rosenthal. Die angekündigte erweiterte Borstandsfizung findet nicht statt. Morgen, 21. September: 36. Abt. Bei Bärwalde, Echlegeljtr. 8. Ref.: Genosse Peris: Meligion, Staat und Sozialismus". Jugendveranstaltungen. Hente, den 20. September: üb CH.7rchider Viertel, rangelfir. 128: Mitgliederversamm lung. Steglitz- Friedenau, Echule Offenbach Straße: Bortrag, Allohol und Nikotin. Sport. 333,35 377,- 425, 223,35 23525 244,- 277,- Aus den Kreisen der Straßenbahnangestellten wird geDer Dollar, der von seinem höchsten Stand von 102 m. schrieben: Die während der letzten Tage gegen den zum Verkehrsdezer. m Februar bis auf 34 M. im Mai gesunken war, steht wieder nenten vorgeschlagenen Dr. Ing. Adler gerichteten Artikel in den auf 68. Und er wird teurer werden. Die Herrschaft der Tageszeitungen sind sachlich nicht in Einflang zu bringen mit dem Wiederaufbaubarteien, die die roten Ketten" ge- Schreiben, das die Direktion der Großen Berliner Straßenbahn sprengt und dem Volk versprochen haben, daß 3 Baar ,, i.ob- am 24. August 1917 an das Stellvertretende Generalkommando des länder" wieder 25 Pfennig festen werden, wird auch den po- 3. Armceforps wegen Befreiung des Dr. Adler vom Heeresdienst litisch ungeschulten Massen, die die neue Mehrheit ins gerichtet hat. Aus diesem Schreiben geht einwandfrei hervor, daß Parlement gebracht haben, vielleicht die Augen öffnen, wenn nach Erkrankung des damaligen techischen Direktors der Großen die Entwicklung so fortschreitet. Die Gründe, die die Berliner Straßenbahn, des Baurats Otto, das Straßenbahnunternehmen bor der Betriebseinstellung stand. Verschlechterung unserer Valuta herbeiführen, haben wir un- Dr. Adler war die einzige Kraft, welche den fort. Rennen zu Karlshort. 1. Reseda ürbenrennen. Breife 1. Signorelli( Ulbrich). 2. Viftra seren Lesern vorgetragen. Aus ihnen ergiebt sich die von schreitenden Betriebsschwierigkeiten Einhalt 16 000 Dart. Distanz 3000 Meter. ( Gorsler).+3. Jodler( Kartel).+3. Anruf( Thiel). Ferner liefen: Bolla uns stets in den Vordergrund gestellte Tatsache, daß Fi- zu gebieten in der Lage war und welche die Bevölkerung( 5), Patella, Cber, Herengold. Toto: Sieg 37:10, Plat 16, 20,( odler) Ehrenpreis und 2. Esben Jagdrennen. nanzpolitit nur in allerengster Verbindung mit der Groß- Berlins vor der Betriebseinstellung der Straßenbahn be- 10,( Anruf) 7: 10. Wirtschaftspolitik getrieben werden kann, daß ohne wahren konnte. Auch für die Metallverteilungsstelle deutscher 18 000 Mart. Distanz 3400 Meter. Distanz 3400 Meter..1. Elfchen( Herr v. Keller). 2. Das Straßen- und Kleinbahnunternehmungen war Dr. Adler nach Er- Bubperchen( Herr St. v. Weilernhagen). 3. Narwal( Herr v. Heider). eine Ordnung der Wirtschaft, ohne planmäßige zu frantung des Baurats Dito, des Leiters dieser Stelle, unent- erner liefen: Eteinberger( 4), Frizi( tebengeblieben). Toto: Sieg 141 10. sammenfassung aller produktiven Kräfte eine Ordnung der behrlich. Die Metallverteilung erforderte unter den schwierigen Plaz 13, 24: 10.- 3. era- ürdenausgleich. Preise 18 000 m. Finanzen eine Unmöglichkeit iſt. Ariegsverhältnissen, die dem erwähnten Schreiben der Straßen- Distanz 3000 Meter. 1. Larissa( Lewicki). 2. Rolemot( Schols). 3. Radiola ( Wurst). Ferner licfen: Kiefer( 4), Bropulsor. Toto: Sieg 23: 10, Plaz 14, 27: 10. 4. Martt Hürdenrennen. Breise 24 000 Mart. Distanz 3000 Meter. 1. Sperber( Rufulics). 2. Sula( Burst). 3. Laube frosch( Miller). Ferner liefen: Döberitz( 4). Erstling, Freundlich, Sanft Martin, Furchtlos, Sybill Morel, Ferne( gef.), Rod( angeb.), Marmaros ( angeb.). Toto: Sieg 71:10, Plat 24, 19, 17:10. 5. Schmidt5500 Meter. 2. Carlsminde( Frbr. v. 1. Sunding( Berr v. Keller). Berchem). 3. Voigt( Herr St. v. Westernhagen). Ferner liefen: Brünella( 4), Oftry, Sieg, Meerschaum. Toto: Sieg 33: 10, plat 13, 13, 19:10. 6. Postillon Jagdrennen. Breile 16 000 Mart Distanz 3200 Meter. 1. Enzian( W. Mülle:). 2. Wind( B. Lewicki, 3. Saint Ahl( Buchbolz). Seryer liefen: Gebieter( 4), Flora, Pan Demon( gef.), Divorce ( nef.), irafci( ausgebr.), Echalal( zurüdgez.). Soto: Steg 23: 10, Plat 10, 10, 11: 10.7. Preis von Bollensbori. Breife 18 000 Mart. Distanz 1800 Meter. 1. Wirbel( Bismarf). 2. Glüdsfind( Biobel). 3. 2lladar( Basch). Reiner Hefen: ibet( 4), Jahn, Erbschleicher, Martgraf, Morit, Bollmacht, Mohammed. Toto: Sieg 113: 10, Plat 20, 21, 13: 10. Die Radrennen auf der Olympiabahn mußten am Sonntag bes Regens wegen abgesagt werden; sie fommen am Dienstag, 5 Uhr nachmittags, zur Entscheidung. = Auch die Lösung des Steuerproblems erfordert eine Ordnung der Wirtschaft, um aus der ersparten Leerlauf und Reibungsarbeit" der Wirtschaftsmaschine, um durch Ausschaltung der Schiebergewinne des illegitimen Zwischenhandels, eine gerechte Verteilung der Lasten zu ermöglichen. S. P. D.- Funktionäre! Dienstag, 6 Uhr, im Patzenhofer Ausschank( Bockbrauerei), Fidieinstr. 2/3: Allgemeine Konferenz Gerade das. was uns am allerwenigsten helfen und retten fann, nämlich die Herstellung der freien" Wirtschaft, ist das Ziel der sogenannten Wiederaufbau- sämtlicher Funktionäre der S. P. D. Tagesordnung: parteien. Es ist nun einmal die große Tragödie, Bericht vom Internationalen Kongres in Genf. Referent: Eduard Bernstein. Mitgliedsbuch und grüne Karte dienen als Ausweis. Der Bezirksvorstand. daß der einzelne Mensch als auch das Volk erst dann glaubt. daß etwas wirklich falsch ist, wenn es den ganzen Scha. den zu fühlen bekommt. Dieser Weg der Erfahrungssammlung bleibt uns nicht erspart, wir müssen ihn gehen. Denn gehen wir ihnen nicht zu Ende, sondern ändern auf halbem Wege unsere Politik, dann werden die jeßigen bahndirektion entnommen werden kann, nicht nur technisches Gläubigen bei den unvermeidlichen Schwierigkeiten, die Können, sondern vor allem hervorragende organisato die Umstellung der Wirtschaft bringen wird, sofort rijche Fähigkeiten. Weiter erfahren wir, daß Dr. Adler sagen: Ja, seht, wären wir den früheren Weg nur zu Ende nicht, wie behauptet wurde, lediglich Fachmann auf straßenbahntechgegangen, dann wäre es sicher besser gekommen als es heute nischem Gebiet ist. Er war in erheblichem Maße auch bei Hochbahnen des In- und Auslandes, ferner bei den Projektschnellist. Deshalb müssen wir Sozialisten ruhigen Kopf und arbeiten der A. G. G.- Schnellbahn, bei den umfangreichen Vorruhiges Blut behalten, und auch die sogenannten revol arbeiten für die Elektrisierung der Stadt- und Vorortbahnen und, tionären Kreise sollten zur Einsicht fommen und die schließlich auf dem Gebiete des Automobil- und DampfmaschinenKraft aufbringen, zu warten. Man helfe den schuldlos wesens tätig. Dr. Adler ist Mitglied des Normenausschusses für Erwerbsleien mit erhöhten Unterstügungen, damit sie nicht Bahnwagen im Verein Deutscher Straßenbahnen, Meinbahnen zu Gewalttätigkeiten zu greifen brauchen, und ermahne sie und Privateisenbahnen und ist in Fachkreisen durch wertvolle mit aller Kraft, die Ruhe zu bewahren, um die Sache des wissenschaftliche Arbeiten auf den verschiedensten Gebieten des Verbehrswesens bekannt. Proletariats zum Siege zu bringen. Jegliches Chaos, das Was sagt die Direktion der Großen Berliner zu diesem ihrem Unfähigkeit" Dr. Adlers. steht? 9 Bauli Jagdrennen. Ehrenpreis und 75 000 Mart. Distanz Gewerkschaftsbewegung Verbandstag der Eisenbahner. Dresden, 17. September. Als Horreferent zu den Beamtenfragen spricht Beek- Karlaruhe. Er fordert Anpassung des Gehaltsarifs an den Reichslphtarif unter Berücksichtigung des Leistungsprinzips und weist der Vorwurf zurüd, als wolle der Verband die Beamten in ihren Pensionsbezügen schädigen. Das Vorstandsmitglied our tritt den Ausführungen von Beez entgegen. Die Borschläge des Kordurch revolutionäre Afte hereinbricht, vernichtet den Boden, Schreiben, das ganz im Gegensatz zu den Meldungen über die refrenten seien verfrüht und heute noch nicht zu verwirklichen. auf dem weder die sozialistischen noch die kommunisti schen Führer eine besser organisierte Wirtschaft aufbauen fönnen. " * Der Verhandlungsführende Ausschuß der Groß- Berliner Straßenbahnen schreibt uns: In der Tagespreffe vom Sonntag, den 19. September 1920, wird in der verschiedensten Art und Weise gegen die Straßenbahner und deren Funktionäre Stellung genommen, welche zum größten Teil auf unwahren Tatsachen beruht. Es handelt sich heute vor allem darum, den Gang der Entwicklung, der von den Wirtschaftsgefeßen be stimmt wird, von seinem natürlichen Wege nicht abzudrängen. Wer von der Richtigkeit der sozialistischen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung wirklich überzeugt ist. Es ist unwahr, daß die Straßenbahner streiken wollen, um mit dem darf es auf eine weitere Spanne des Wartens, selbst allen mitteln Adler burd zubekommen, sondern der Streif richlet unfer großen Opfern, nicht darauf ankommen. Der sozia- fich gegen den uns zur Genüge bekannten Professor Dr. Ing. listische Wirtschaftspolitiker, der das Baluta- und Preis- Mann wie Giese auf die Nase gesetzt wird, mit dem sie die allerGieje. Die Straßenbahner wollen verhindern, daß ihnen ein thermometer vor sich hat und beobachtet, weiß, wie weit die traurigsten Erfahrungen haben machen müssen. Wir Rebensfräste seines Patienten langen. Der allergrößte Teil heben nochmals hervor, daß es sich nicht für Adler handelt, des Bürgertums, auch des gebildeten", weiß vom So- sondern nur gegen Giese. Die Betriebsräte stehen nach wie vor auf dem Standpunkt, daß zialismus nichts, denn Sozialismus ist eine bolts wirt. schaftliche Erfenntnis. Daher erklärt sich die un- Giese nicht der geeignete Mann ist, um das Groß- Bergebeure Silflosigkeit des Bürgertums in den wichtig. liner Verkehrswesen zu leiten. sten politischen Fragen. Leider lenken heute die Kämpfe um Religion und Schule, die die Leidenschaften erregen, von der eingehenderen Beachtung der entscheidend wichtigen wirtschaftlichen Fragen die Geister zu start ab. Groß- Berlin Der Loewenstein- Krieg. Dank der antisemitischen Heße ist Dr. Loewenstein, der andidat für den städtischen Oberschulratsposten, heute Gegenstand heftigster Kämpfe. Nicht nur Redeschlachten liefern sich die erbitterten einde, es fommt auch, wie die neuesten Berichte vom Kampfplatz melden, zu kräftigen Prügeleien. Aufklärung eines Millionendiebstah!. Die Täter verhaftet. Trobem Der Vorsitzende Scheffel nimmt Beranlassung, die Berich erstattung einiger Tageszeitungen zu fritisieren. Co babe z. B. die Dresdener Unabhängipe Volkszeitung" eine Entschliehung zum oberschlesischen Abstimmungskampf veröffentlicht zu einer Beit, als sie den Delegierten noch gar nicht borlag und in ber veröffentlichen Form auch nicht vorgelegt werden wird. bringt die Zeitung folgenden Schlußsab:„ Die Resolution ist noth nicht angenommen, dürfte aber sicher die Zustimmung des Berbandstags finden. Das trifft den Stern der Frage." Aehnliche Enigleisungen feien auch noch in anderen Tageszeitungen zu fin den. Zur Betrieberätefrage legt der Vorstand eine Entschließung bor, in der gefordert wird: 1. bolle Anerkennung und Ausbau der gewählten Betriebsräte. 2. beschleunigte Serbeiführung einer entsprechenden Vertretung für die Beamten durch Wahl von Beamterräten, 3. das Recht der gemeinsamen Interessenvertretung für Beamte und Arbeiter, 4. bolles Mitbestimumngsrecht für die Betriebs- und Beamtenräte auf allen Gebieten der Produktion, des Betriebes und der Verwaltung nach den in den Jenaer Richtlinien feftgelegten Grundsätzen, 5. die Uebernahme aller durch die Wahlen, die Tätigkeit und die Ausbildung der Betriebs- und Beamtenräte entstehenden Kosten durch die Verwaltung. Der aufsehenerregende Geldschrankeinbruch bei der Vulkanwerft in Stettin, über den wir berichteten, ist auf- Die Entschließung wird eingehend durch Wiechmann bom geklärt worden. Die von Kriminalinspektor Bonberg mit den Hauptvorstand begründet. Als Korefrent spricht erau ammerbeiden Kriminalrachtmeistern Unger und Schulz in Gemein- München. Das Referat behandelt im wesentlichen eine Wiedergabe schaft mit der Stettiner Kriminalpolizei eingeleiteten Nachforschun- der von den Münchener Betriebsräten aufgestellten Richtlinien. gen führten bald auf die Spur der Einbrecher und gestern zur Fest- Ihm tritt in fehr wirkungsvoller Weife atje Samburg ents Ein Schlußantran wird in namentlicher Abstimmung mit nahme von fünf Mitgliedern der sechslöpfigen Bande. gegen. 127 gegen 119 Stimmen abgelehnt. Hauptanstifter und Haupttäter sind die beiden Gebrüder Bernhard Nach beendeter Diskussion und den Schlußworten von Kammerund Willy Klopzig aus Copenid, von denen der eine jetzt noch München und Hatje Samburg erhält Breunig vom Haupthor auf der Vulkanwerft arbeitete, während der andere dort früher be- stand das Wort zum Beamtenrätegesek. Er betont, daß der Berschäftigt war. Außer einem Schloffer Star! Müller und einem bandetag die höchste Instanz sei. deren Beschlüssen sich die Tele Schlosser Alfred 3uther aus Stettin, die ebenfalls dingfest ge- gierten unterzuordnen hätten. Er bespricht weiter die vom Vormacht werden konnten, war auch der in Cöpenick wohnhafte Vater stand vorgeschlagenen Verbesserungsanträge zum Ertvurf eines Die" Deutschnationale Volkspartei" und die„ Deutsche Volts der Gebrüder Klepzig an dem großen Geldschrankeinbruch beteiligt. Beamtenrätegefehes und schlägt vor, alle Anträge zu der Betriebspartei" hatten zu Sonntag große Protestversammlungen gegen Dieser hatte mit einem der beiden gleichfalls verhafteten Söhne und Beamtenrätefrage der vom Vorstand zum Oktober einberufenen Dr. Loewenstein einberufen, in denen vor allen Dingen gegen die einen Teilbetrag der reichen Leute hierfergebradt. Bei einer Betriebe und Beamtentätekonferens zu jiberweisen. Die General-Zerstörung der christlichen Schule" Sturm gelaufen Durchsuchung seiner Wohnung wurden in einem Piano forgfältig versammlung stimmt dem zu.. werden sollte. Die Unabhängigen hatten sich vorgenommen, den berstedt eine Viertel million Mark bares Gelo ge- Borstandes, daß der Verbandstag die fommunistischex Der Vorsitzende Scheffel erflärt im Namen des bisherigen antisemitischen Radaubrüdern Revanche für die gesprengte Ver- funden und beschlagnahmt. Interessant ist die Ents Quertreibereien in der Gewerkschaft unterbin= sammlung im Lehrervereinshaus zu geben. Ihre Anhänger, ver- deckung, daß dieser große Gelddiebstahl einen politischen den muß. Gr aprelliert an das Verantwortlichkeitsgefühl ber stärkt durch die Kommunisten, hatten schon lange vor der angefekten Sintergrund(?) zu haben scheint. Alle Verhafteten waren mit Delegierten und macht davon die Wiederannahme von Newtern Stunde sämtliche Versammlungslokale bejebt, foglieber der fommunistischen Kampforganisation. seitens der bisherigen Vorstandsmitglieder abhängig daß die Versammlungsbesucher, die protestieren wollten, feinen Ein- In einer Versammlung dieser Bereinigung, der sogenannten tomLoew Enarbrüden schildert die Vorgänge im Saamgebiet, laß mehr fanden. Sämtliche Versammlungen wurden gesprengt, munistischen Stoßtruppe, die vor dem großen Einbruch in Stettin mission babe wiederholt in die Koalition der Beamten und Arbeiter dhe zu dem Beamtenstreit geführt haben. Die Regierungsfomund an verschiedenen Stellen gelang es den Anhängern Löwen stattfand, war gesagt worden, daß die Kassen leer seien. Es eingegriffen. Sie wollte auch nicht verhandeln, sondern sich die teins, Sympathiekundgebungen für den kommenden wurde dann dazu aufgefordert, sich mit Gewalt in den Besiz neuer Wünsche vortragen lassen. Das hat den großen Beamtenstreit Stadtschulrat abzuhalten. Die Sicherheitspolizei, die überall ein großer Mittel zu sehen. Die weiteren Madsforschungen gehen nun berbeigeführt. Redner bittet die Generalbersammlung. Sie Gifens griff, bemühte sich vergebene, das Hausrecht der Versammlungs- u. a. auch dahin, seitzustellen, ob und i: eriel von der großen Geld- vahner des Saargebiets in bem jdaveren Kampfe zu unterstüben. einberufer zu schüßen. Eie mußte überall unberrichteter Dinge jumme in die leeren Rassen der Rampforganisation" geflossen ist. Durch einen Edflußantrag wird die Dishsssion über ben Geabziehen. schäftsbericht beendet. Die Vorstandsmitglieder Dräger und Besonders bunt ging ca im 3irtus Busch her, wo sich Neuköllner Elternbeiratswahlen. Nur noch eine Woche trennt Stobur berzichten auf das Schlußwort. Vorfizenber effe! mahre aust kämpfe abgespielt haben. In dem ungeheuren uns von den Grjahwahlen der Elternbeiräte an sieben Gemeinde beschäftigt sich in seinem Schlußwort hauptsächlich mit den VorTumult und den an allen Eden und Enden des großen Gebäudes schulen. Der Eifer der unpolitisch christlichen Richtung muß auch gängen in der Berliner Ortsverwaltung und wirft ihr vor, unsere Genossen veranlassen, diese eine Woche noch zu inten- dauernd gegen die gewerkschaftlichen Grundsäße einsetzenden Prügeleien fonnten sich selbst die unabhängigen fiber Agitation auszunuzen. Die Versammlungspropaganda berstoßen zu haben. Im übrigen sei es ihm in feinent Redner kein Gehör verschaffen. Die Deuticnationalen apgen es muß in weitestem Ausmaß unterstützt werden. In einer gemein- Schlußwort leicht gemacht worden, denn es war bei den Kor referaten nicht immer zu unterscheiden, ob es sich um ein Referat| Sour- Berlin gewählt. Das Amt des Kassierers erhält raeftungsausschus fällte am 13. September einen Schieds. oder ein Morreferat handelte. Gine Ausnahme habe Kammerer ger- Berlin. Ferner sollen tier befoldete Gekretäre in Berlin an- spruch, burch den dem Gelernten wöchentlich 270 M., den Ungenur gemacht, der seine Ausführungen der Tagung hätte ersparen gestellt werden. fönnen. Zur Rätefrage betont Redner: Wir haben alles geban, um bas wirtschaftliche Rätesystem auf die Höhe zu bringen. Es ist nicht unsere Schuld, wenn der Zentralrat so jämmerlich vers sagt hat. Trotzdem haben wir immer wieder versucht, durch Anerfennung eines zweiten Zentralrats und durch Ausbau der Betriebsräteabteilung unsere Mitglieder zu befriedigen. Demonstration der Portiers. Eine machtvolle Demonstration veranstaltete am Sonntag der Deutsche Portierverband( Sektion VII des Deutschen Transportarbeiterverbandes). Zwischen 10 und 11 Uhr vormittags verBezüglich der einzusehenden Lohnfommission wünscht Rebner, sammelten fich trok des ungünstigen Wetters mehr als 20 000 baß die schärfsten Kritifer hineingewählt werden. damit sie beweisen Portiers, Fahrstuhl führer, Wächter und Haus fönnen, daß fie es auch nicht besser machen als der Vorstand, Beek reinigerinnen auf dem Wittenbergplatz in Charlottenburg, baba gesagt, wir sollten einfach diktatorisch aus den 13 Gruppen der um gegen ihre elende Entlohnung zu protestieren. Von 7 RednerBesoldungsordnung 6 Besoldungsgruppen schaffen. Rebner be tribünen wurden Ansprachen gehalten, wobei darauf hingewiesen zweifelt, daß die Beamten damit einverstanden sein werden. Schließ- wurde, daß, wenn die Hausbesizer nicht in den nächsten Tagen Zufich fordert er in den Versammlungen mehr Rücksicht auf die Sol- geständnisse in der Entlohnung machen, zu schärferen Mitteln, d. h. Tegen aus der Beamtenschaft und verlangt, daß den Mitgliedern zum Streit gegriffen werde. Die organisierte Groß- Berliner Armehr Sinn für die Wirklichkeit beigebracht wird. Dann erhält das Wort der Vorsitzende Brunner zu seinem beiterschaft soll aufgefordert werden, in diesem gerechten Kampfe Vortrage:" Der organisatorische Aufbau des Ber. Solidarität zu üben. Nach Annahme einer Resolution wurde ein bandes." Er gibt zunächst einen geschichtlichen Abriß über die Demonstrationszug veranstaltet. Mehrere Hunderte von Blafaten Entwicklung der gewerkschaftlichen Organisationen. In seinen wiesen auf den Grnst der Situation han. Selbst mehrere Fuhrmeiteren Ausführungen fordert Brunner den Aufbau folgender werke mit großen Transparenten wurden in den Dienst der Sache Sektionen: a) Betriebsarbeiter, b) Werkstättenarbeiter, c) Fahrgestellt. Unter Hochrufen auf den Deutschen Portierverband sowie beamte, d) technische Beamte, e) stationäre Beamte. Die Statuten- Transportarbeiterverband bewegte sich der unübersehbare Zug beratungskommission habe dem noch eine Jugendsettion hinzugefügt. durch die feinsten Straßen des Westens; eine Demonstration, wie Zu diesem Punkt nimmt der als Gast anwesende Vorsitzende sie der Westen wohl noch niemals gesehen hat. Um 2 Uhr langte des Deutschen Transportarbeiterverbandes, Schumann, das der Zug am Winterfeldtplatz an, wo nochmals Ansprachen gehalten Wort und empfiehlt unter dem großen Beifall der Versammlung die Zusammenfassung der gesamten Arbeiter, Angestellten und Beamten der Verkehrsgewerbe zu einer großen Arbeitsgemein: schaft. Unter den nachfolgenden Diskussionsrednern spricht sich Hölzl Landshut für den Anschluß des gesamten Postpersonals an den Deutschen. Eisenbahnerverband aus. Die Zeit wird tom men, wo das Postpersonal bei allen einzuleitenden Bewegungen gebraucht wird. Darum empfiehlt es sich, gemeinsam mit ihm eine einheitliche Betriebsorganisation zu schaffen. Ein Antrag Ulrich Berlin, zunächst den Bericht der Beschwerdekommission entgegenzunehmen, weil der Vorstandsvertreter die Verhandlungen abgebrochen habe, wird abgelehnt. zutreten. wurden. lernten 260 M. und den Frauen 185 M. zugestanden wurden. Die Löhne der ungelernten jugendlichen Arbeitnehmer bis zu 18 Jahren werden im gleichen Verhältnis erhöht. Die neuen Löhne gelten bom 16. August 1920 ab für alle Arbeitnehmer, die am 13. Sep tember 1920 in den Betrieben der Berliner Mühlen beschäftigt maren. In seinem Bericht, in dem er näher auf die einzelnen Phasen der Bertandlungen einging, teilte Schmit auch mit, daß daß der Synoitus des Unternehmerterbandes bereits geäußert habe, die Mühlenbesizer könnten mit dent Schiedsspruch nicht einverstanden sein. Die lebhafte Diskussion gipfelte in folgender, gegen eine ausschuß aufgestelten Tarissäge werden von den Bersammelten Stimme angenommenen Entschließung: Die vom Schlichtungsals Mindesteinkommen anerkannt. Sollte aber bis zum Mittwoch, den 22. September, feine zustimmende Antwort der Unternehmer eingegangen sein, so nehmen die Mühlenarbeiter die alten Forderungen wieder auf. Alle notwendigen Maßnahmen sind dann sofort von der Lohnkommission zu ergreifen. Schmitz machte dann noch Mitteilung davon, daß der Streif der Mühlenarbeiter der Mostrichmühle der Firma Kühn durch einen zufriedenstellenden Vergleich beendet ist, ber am 15. Sep. tember vor dem Schlichtungsausschuß abgeschlossen wurde. Alle Streifenden wurden zu den neuen Bedingungen wieder eingestellt. Revolutionäre Fälscher. G. B. D. stehenden Buchbinder ihre Anhänger zu einer Versammlung Am Freitag, den 17. d. M. hatten die auf dem Boden der nach den Arminhallen eingeladen. Einleitend hielt der Kollege Protest der Transportarbeiter in der Metallindustrie. Gugen Brüdner einen Vortrag über die gewerkschaftliche Inter nationale. Dann fand eine Aussprache über die Angestelltenwahlen Gegen den schleppenden Gang der Tarifverhandlungen und den letzten Streit in der Buchbinderbranche statt. In einer protestierten die in der Berliner Metallindustrie beschäftigten Weit einmütig angenommenen Entschließung erklärten die Versammel glieder des Transportarbeiterverbandes am Sonntag in mehreren ten, daß fie nach wie vor den Anschluß an die Amsterdamer Ge sehr stark besuchten Versammlungen, die gleichzeitig in allen Sälen wertschaftsinternationale bertreten. Weiter verlangt die Ent bes Gewerkschaftshauses stattfanden. Im überfüllten großen Saale schließung von der Generalversammlung des Verbandes die Unreferierte der Sektionsleiter Franke. Er schilderte den feit gültigkeitserklärung der Wahl der Angestellten zur Ortsverwal herigen Verlauf der Verhandlungen, die von den Vertretern aller hung am 30. Juli und ihre Neuwahl, da bei der Wahl Unregelmäßigan dem Abkommen in der Metallindustrie beteiligten Arbeiter feiten vorgekommen seien. Gleichzeitig mit dieser Versammlung organisationen mit dem Verband Berliner Metallindustrieller ge- hatten die revolutionären Betriebsräte" ihre AnGinstimmig gelangt folgende Entschließung zur Annahme: Die außerordentliche Generalversammlung des Deutschen führt werden. Die Ausführungen des Redners deden sich mit den hänger nach dem Alexandriner" zusammengerufen; gange 40 BerAngaben, die über diese Angelegenheit in der Morgenausgabe des fonen waren diesem Rufe gefolgt. Die Erschienenen wurden durch Eisenbahnerverbandes molle beschließen: 1. Das in den Verkehrsbetrieben des Reichs, der Länder," Vorwärts" vom Freitag gemacht sind. Unter anderem verwies den Propagandachef Herzog aufgefordert, nach den„ ArminProvinzen, Gemeideverbände und der Gemeinden beschäftigte Per- der Redner darauf, daß die Regelung der wegen der steigenden hallen" zur Versammlung der S. P. D.- Buchbinder zu gehen. Zu fonal sowie das Personal der privaten Verkehrsbetriebe ist zu Teuerung äußerst brennenden Lohnfrage noch gar nicht in An- welchem Zived, kann man sich ja leicht denken. Leider hatten die griff genommen ist. Das sei nicht nur die Schuld der Unter- Herren die Rechnung ohne die Kontrolle in den" Arminhallen" ge einer Industrieorganisation zusammenzuschließen. 2. Für die Uebergangszeit ist eine Arbeitsgemeinnehmer, sondern auch die Vertreter des Metallarbei- macht, denn sehr schnell wurden die gefälschten Eintrittsschaft zu bilden. Der Hauptvorstand wird beauftragt, sofort mit terverbandes ließen es an der nötigen Energie fehlen. Für tarten erkannt, und der größte Teil dieser Herren, darunter die dem Transportarbeiterverband aweds Gründung einer Arbeits. sie sei die Regelung der Lohnfrage nicht so dringend wie für die Haupträdelsführer, mußte abziehen. Einigen gelang es, auf die Transportarbeiter, denn die Metallarbeiter arbeiten meistens in Galerie zu kommen. Von dort aus versuchten die Herren die Bergemeinschaft in Verhandlungen zu treten. 3. Zu dem gleichen 3wede an alle übrigen Berufsorgani- kford und kämen dabei gut zurecht. Von ihrem großen Bruder sammlung durch Radau zu stören, jedoch ohne Erfolg. Die Sprenin der Linienstraße erwarten die Transportarbeiter, daß er sich für fationen der Verkehrsarbeiter, Angestellten und Beamten heran- die Regelung der Lohnfrage einsehe. Zu den zahlreichen Still gung der gut verlaufenen Bersammlung gelang nicht. 4. Die Unterhandlungen sind derart zu beschleunigen, daß die legungen und Einschränkungen von Betrieben sagte der Redner, Die Entlohnungsfrage in den Kriegsorganisationen. Arbeitsgemeinschaft in aller Kürze verwirklicht wird. Insbesondere es handle sich dabei meist um Sabotageatte der Unternehmer, woDie im Deutschen Transportarbeiterverband organisierten ge ist von den an der Arbeitsgemeinschaft beteiligten Verbänden eine durch die Arbeiter in ihrem Bestreben nach Lohnaufbesserung unwerblichen Angestellten der Groß- Berliner Kriegsorganisationen einheitliche Zusammenfassung des Post- und Telegraphenpersonals günstig beeinflußt werden sollen. Bista vom Metallarbeiterverband wies den Vorwurf zurüd, nahmen in einer am Freitag stattgefundenen überfüllten Bersammsowie des Personals der Klein- und Privatbahnen herbeizuführen. daß seine Kollegen die Regelung der Lohnfrage vernachlässigt lung Stellung zu ihrer Entlohnungsfrage. Thieme berichtete Diese Arbeitsgemeinschaft soll den Namen" Deutscher Verkehrs- häften. Für den Metallarbeiterverband gebe es feinen Gegensatz über die schon seit langer Zeit schwebenden Verhandlungen und bund" führen. 5. Die an der Arbeitsgemeinschaft beteiligten Organisationen avischen gelernten und ungelernten Arbeitern. Seine Vertreter fritifierte den ichleppenden Gang derselben sowie die Sabotage des hätten bei den Verhandlungen nach Möglichkeit für einen Ausgleich Neuneransicusses der Geschäftsleiter und Aufsichtsrefforts, so daß find alsbald in selbständige Sektionen der Industrie- zwischen den Löhnen der verschiebenen Stufen gewirkt. Aber die angestellten heute noch nicht genau wissen, welche Entlohnung organisation des Verkehrswesens umzubilden. man fönne nicht alles durchsehen, was man feit dem 1. April d. Js. in Frage kommt. Die gewerbmöchte, denn man müsse mit den tatsächlichen Verhältlichen Angestellten der Kriegsorganisationen trifft dieses Bernissen rechnen. halten um so bärter, da jegt viele Stellen aufgelöst werden Nach einer regen Diskussion wurde eine Resolution ange- und die zur Entlassung kommenden Arbeitnehmer im Untlaren nommen, die in der Hauptsache besagt: sind, welcher Lohn ihnen zusteht, oder ob fie überhaupt Die Verfammelten protestieren gegen die durch Schiedsspruch noch die Nachzahlung erhalten werden. Die einzelnen Diskussionsvom 10. Auguft erfolgte Gingruppierung der Transportarbeiter, redner gaben in scharfen Worten ihren Unwillen fund und die Verwodurch sie mit den alten Nachteilen belastet werden und feine fammlung wählte eine Kommission, welche eine in der Versamm wirtschaftlichen Vorteile erhalten. Die Versammelten verlangen lung einstimmig angenommene Protestresolution persönlich dem ganz entschieden, daß auch die Lohnfrage endlich beraten wird, und Neunerausschuß überbringen soll. Die Versammelten nahmen noch fordern eine Lohnaufbesserung von 20 Broz. Ferner wird mit Stellung zu einem neuen, von einer Kommission aufgestellten Nachdrud protestiert gegen die zahlreichen Entlassungen infolge von Tarifvertragsentwurf und beauftragten die Verhandlungskommission, Stillegung der Betriebe und Verfürzung der Arbeitszeit auf für Beschleunigung der notwendigen Verhandlungen Sorge zu 24 Stunden. Es wird erwartet, daß der Reichswirtschaftsrat im tragen. Es wäre erwünscht, wenn endlich die Aufsichtsrefforts Verein mit den Regierungsstellen Vorkehrungen trifft, damit dem etwas schneller ihre Entscheidung in Arbeitnehmerfragen fällen bolfsfeindlichen Treiben der Unternehmer ein Ende bereitet wird. würden, damit die betreffenden Angestellten sofort in den Genuß Die Versammelten protestieren gegen den bureaukratischen Gang ihres verdienten Lobnes tommen und nicht gezwungen sind, dauernd des Sozialistischen Ausschusses. der die vor Wochen eingereichten Borschußzahlungen bei den Geschäftsleitungen zu beantragen, deren Dringlichkeitsanträge bisher nicht beachtet hat. Die Versammelten Tilgung unter den heutigen Verhältnissen fast unmöglich ist. geloben, wenn sich die Führer ihrer Aufgaben bemußt sind, fest hinter ihnen zu stehen und ihre gewerkschaftliche Pflicht zu er füllen, 6. Diese Entschließung ist als Einleitung auf der ersten Seite ber Satzungen aufzunehmen. Mit der Annahme dieser Entschließung ist die Organisation Der des Verkehrspersonals in ein neues Stadium getreten. Deutsche Verkehrsbund", der sich aus dem Deutschen Eisenbahnerverband und dem Deutschen Transportarbeiterverband zusammen: jekt, umfaßt bereits jezt 1 Millionen Mitglieder aus Verkehr und Post. Diese Zahl dürfte sich aber in den nächsten Wochen noch bedeutend erhöhen. Damit hat sich das Verkehrspersonal einen Machtfaktor geschaffen, der bei den fünftigen Stämpfen um bessere Einkommens- und Dienstverhältnisse eine ausschlaggebende Be deutung erlangen dürfte. Der letzte Verhandlungstag beginnt mit Die Vorstandswahl. ber Statutenberatung. Dresden, 20. September. Die Tagung des Deutschen Gisenbahnerverbandes wurde am Sonnabend gegen Mitternacht ge schloffen. Das Vorstandsmitglied Geschke, bas den Berband in das kommunistische Fahrwasser lenten wollte, wurde in namentlicher Abstimmung mit 137 gegen 97 Stim men ausgeschlossen, nachdem der Vorstand für den Fall, daß von der Ausschließung abgesehen werden sollte, mit seinem Gesamtrüdtritt gedroht hatte. An den Reichstag und die MiniZur Lohnbewegung der Mühlenarbeiter. Die Berliner Mühlenarbeiter hatten sich Sonntag im Rosen sterien sollen Entschließungen gesandt werden, die die Besoldungs- thaler Hof zahlreich versammelt, um in der Rohntariffrage zu dem frage betreffen und Vorschußzahlungen für Bayern verlangen. I fürzlich gefällten Schiedsspruch des Schlichtungsausschusses Stellung Zum ersten Vorsitzenden wurde Scheffel- Berlin, zum zweiten zu nehmen. Der Gruppenleiter Schmitz vom Verband der Borsitzenden Bernhard- Mannheim, zum dritten Vorsitzenden Brauerei- und Mühlenarbeiter gab den Bericht. Der Schlich Trabrennen Ruhleben am Dienstag, den 21. September, nachmittags 12 Uhr. 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