Nr. 4�7 ♦ Z7.�ohrgang Ausgabe B Ne.ni Bezus?SvrctS: ?•rttlidtiruSO,— ni.monoti.lO,— Mi. ftei tne Sxms oorau« ablbat Volt» »Muij Monatlich 10.— Ml. rctL Än» ltillungogeoubl. Unter SlteuibunC. liu Deutlchland anv Oesterreich 1S.'0 Ml. fjir. oa» üdriqi Auslane oe> laqlich einmal, �ultellunr 21 Z0'V Volt�e- liellunqen rekmen an Oelierretckb Unzarn, Tschecho-Sloroalet, Dane- mar:, zollano..uremourz. Schweden und ate Schweiz.— ilnaerraaen m die Volt- seimnao-Pretelifte. Der.Vorwärts� mti der Eonniaz»» keilaze»Volt u.?ei>� ericheini wachen» tijziich ,wetma: Sonntage und Man» lag«»nmal. Telegramm-Ädreff« .Sa,>ald»«>«rrat Bcclla'* Zentralorgan der rozialdemokratifcben Partei Deutfcblands Abend Ansgabe Berliner Oolksblnti ( 20 Pfennig) DnzeigenpreiS: Die achtgetvaltene Nonparewezeile loNrtS.— W..TeuerungszuschIazS0«/a. Kleine Anzeigen-, da» iett- gedruckte Wort 1,— Vi. izuliijslg zwei fettgedruckt» Worte), tede» weiter, War, 0v Pfg. Stellengesuche und kchlasstellenanz eigen da» erste Wort Id Vtg. lede« weitere Wort 10 Pfg. Worte ild-r 15 Buchstauen zildlen für zwei Wort«. Teucrungaznichlag 50°)» ffamllien-An, eigen sllr?ldonniirectirr: Amt iviorinvla«. Nr. l.'» I!M— I U7. Donnerstag, den 7. Oktober vonoärts-verlag G.m.d. h., SW. HS, LinSenftr. 5. Zhernivrecher: Amt Diaritipln«, Nr. 117«Z— Z4. m** Die Mussperrung im Aeitungsgewerbe. Tie Losznbrwegnnz der Angestellten des Berliner Zci» tungsgcwerbcs hat sich durch die Hartnäckigkeit der Unternch- wer zu einem schweren Konflikt ausgestaltet. Tie bürgerlichen Aeitungsverlcgcr haben die Weigerung des technischen Per- sonals, Ctreikbrccherarbeit zu leisten, mit der Aussperrung des gesamten Personals beantwortet. Tie zunächst Verhältnis- mästig gcringsüglgeu Tisferenzen sind durch die Aussperrung zu einem gewaltigen Machtkampf geworden, an dem ein groster Teil der Mitglieder der Verbände der Buch- druckcr, der Buchbinder und Buchdruckereihilfs» arb eitcr beteiligt ist. Waren denn die Forderungen des kaufmännischen Per» soaalS für die bürgerlichen Zritiliigsunternchmungen wirklich so unannehmbar, das; es zu diesem grosten Kampfe kommen muhte, der vielleicht noch weitergehende Wellen werfen wird? Wir sagen nein! Tie Forderungen, die die kaufmännischen Angestellten in den bürgerlichen Betrieben gestellt haben, sind in den viel weniger kapitalkräftigen Unternehmungen des „Vorwärts" und der„Freiheit" schon seit Monalen mehr als erfüllt. Tic Tiffrrenz zwischen dem durchschnittlichen Einkommen des kaufmännischen Personals in den BetriclKn der Berliner ZcituugSmagnatcn und denen der Rrüeiterprrste beträgt etwa 23 0 M. Tie Forderungen, die das lauf- männische Personal bei seiner Lohnbewegung stellte, gingen noch nicht einmal bis an diese Grenze heran. Und bei dieser Sachlage glaubten die Unternehmer sogar die Zeit für gekommen, statt Lohnerhöhungen einen Lohn- abbau vornehmen zu können! Eine mehr als zweifelhafte Rolle haben der Gewerk- schastsbund der Angestellten und der Gewerk- schastöbund der kaufnännischcn Ange- sielltenvcrbände gespielt. Sie benutzten, wie bereits früher bei ähnlichen Gelegenheiten, den günstigen Augenblick, um den Untcrnchiucrn willfährig beizuspringen und mit ihnen Vergleiche abzuschlichcu, die die Forderungen der An- gestellten illusorisch machen. Bei solchem Verhalten war es für die der Afa angeschlossenen Organisationen eine Pflicht d e r R e s n l i ch k e i t, gemeinsame Verhandlungen mit diesen Verrätern der Angestellten abzulehnen. Die von den Afa- Organisationen selbständig geführten Verhandlungen bor dem SchlichtungSausschuh endeten mit einem Schiedsspruch, der eine sofortige fünszehnprozentige Lohner- h ö h u n g vorsah. Auch der SchlichtungSausschuh konnte sich also der Rot- läge der Angestellten nicht verschließe». Anders jedoch dir Bereinigung der großstädtischen Zcitnngsvcrleger. Sic lehnte die Anerkennung des Schiedsspruches ab und be- schwor dadurch einen Konflikt herauf, dessen Folgen vor- läusig noch nicht abzusehen sind. Dringend nötig erscheint es uns, daß die maßgebenden Stellen sofort vermittelnd in den Konflikt eingreifen, um die Dlsferenzen auszugleichen und zu einem befriedigenden Ab- schluß zu bringen. Eine Kunügedung öes Betriebsräte- kongreßes. Auf dem Betriebsrätekongreß gab heute vormittag der Vorsitzende Graßmann Kenntnis von der AnSiperrung im 5!eitungSgcwerbe. Die Mitteilung rief große Erregung und Entrüstung hervor. Einstimmig wurde solgcnde Cutschließung angenommen: „Am Mittwoch abrnd haben die Nnternchmer den Buchdruckern das Ansinnen gestellt, ihre Solidaritälscrklärung für dir streiken- den Angestellten zurückzunehmen. Diese? Ansinnen ist rundweg abgelehnt worden. Daraufhin sind die Belegschaften entlassen worden«nd damit ist ein Kampf entbrannt, der graste Wirtschaft- liche und politische Folgen haben kann. Die Arbeiterschaft ganz Deutschlands must den Arbeitern der Zcitungöbctricbc ihre Soli- varität beweisen. Die Lcbrnslialtung der Arbeiterschaft darf nicht weiter hcrabg.'drllck« werden. Sowohl die Gewerkschaiten als auch die Betriebsräte dürfen keinen Zweifel darüber lassen, dast die Sache im ZeitungSgewerbe die Sache der Arbeiterschaft ganz Deutschlands ist." De? Umfang ües Konflikts. Am Streik der Angestellten in: Aeitungsgemerbe sind zirka 2400 männlickv und weibliche Angestellte beteiligt. Von der Aussperrung find etwa 5000— GOÖO Arbeiter betroffen, die sich in der Hauptsache auf die Verbände der Buchdrucker, Buchdruckereihilfsarbeiter und Buchbinder verteilen. DasStimmrechtöeruisch-russischer friede! Kopenhagen, 7. Okieber. sWTB,) Aus He l> i n g f o r S wird telegraphiert: In der Sitzung der Friedenskonferenz vom TienStag in Torpat wurde der Friedensvertrag zwischen Finn- land und Rutzkand deslnitiv angenommen. DaS Abkommen wird in einer Woche unterzeichnet werden. flusnahmezustanö in üer Slswakei. Graz, 7. Oktober. lWTB.) Einer Blättermeldung zufolg« wird die Berhängung des Ausnahmezustandes über die ganz« Slowakei vorbereitet. Entgegen dem offiziellen Be- richt meldet ein Blatt au< Preßburg, daß die A u s st a n d S» bewegung bereits den größten Teil d« Ulowakei ergriffen habe und sowohl die landwirtschaftlichen wie die Industrie- a r b e i t e r umfasse. In Preßburg allein befänden sich A) OtO Arbeiter im. Ausstandg»kßlchtst«Lungen, Ankündigungen, Beschlüsse in HMe nnd Fülle, aber wirkliche Taten kamen erst, als die Katastrophe da war. Haben Strcscmann und die Seinen gar nichts auS der Geschichte gelernt? Tie schlimmste Regie- rnngspolitik, die getrieben werden kann, ist die Politik des scheinbaren GcwährcnZ und tatsächlichen Versagens; sie reizt an, ohne zu befriedigen, sie läßt die Bol.Sstimmung auf der GcfühlSleitcr des Vertrauens und der Enttäuschung, der Hoif- nung und der Erbitterung auf- und niedersteigen und schafft so die seeli-chen Grundlagen für Entladungen. Herr Stresemann hat sich m Hannover über die„unver- antwortlichen Angriffe der Deutschnationalen" be- klagt und ihnen„die Offensive von unserer Seite" angedroht. Sie werden ob dieser Drohung nicht auf den Rücken fallen. s?ie will denn Herr Stresemann diese Offensive fuhren? Elwa indem er ihnen die Derbrechen vorwirst, die sie durch ihre K r i e g Z p o l i t i k am deutschen Volke begangen haben? Die Stimmen aus dem deutschnationalen Hintergrund wer- den ihm antworten: Stresemann!" Oder indem er ihnen ihren verblendeten Widerstand gegen das gleiche Wahlrecht vorwirst? Sie werden antworten:„Plural- Wahlrecht!" Oder indem er sie an den K a p p- P u t s ch erinnert? Sie werden antworten:„Maretzky!" Es gibt keine Sünde der ReckstSspartakisten, in die die Nation all ibe- relen, die Deutschen DolkSparteiler nicht auch verwickelt sind. Nur das; die Rechtsspartakisten offener sind in Reden und Tun, während die National'lrbervlen mit Wenn und Aber operieren. Sie sind angekränkelt, wenn auch nicht von der „Blasse der Gedanken". Herr SB i cm er wenigstens, der neue MlatuS Strese- wanns, zeigt noch immer„die ftische Farbe der Ent- sthliestung". Au lange war er abgetakelter VolkStribun, jetzt ist er Wieder etwas geworden. Wer im Zentrakvorstand der - Deutschen Vvffspartei sitzt, der hat die Anwartschaff auf den , Minister, und wo Memer hoffen kann, braucht auch K o P s ch, der noch immer bei den Demokraten sitzt, nicht zu verzweifeln. Die Deutsche Demokratische Partei verstrefemännert. Vor zwei Jahnen mit der Hossmmg gegründet, eine große wirklich demokratische, dem sozialen Fortschritt sich nicht verschließende Partei zu worden, rutscht sie mit jedem Tage weiter auf das Niveau des alten Bezirksvereinsfreisinns herab. Sie hat, sagt Stresemann,„die Stimmung in den Kreisen des deut- scheu BiirgertumS völlig verkannt". Aber sie ist— siehe Preußische Landesversammlung— auf dem Wege, sich zu bessern, und schon zeichnen sich mif J>em Horizont die Umrisse des großen Bürgerblocks ab, von Herrn Stresemanns Haupt titanisch überragt. Nur— wie lang« konnte das dauern? Kommunisten-�nschlag auf Sie„Freiheit*. Zwischen den beiden.Parteien, die um den Besitz der „Freiheit" ringen, werden Brief« gewechselt, die einem Noten- Wechsel vor Eröffnung der Feindseligkeiten verzweifelt ähn- sich sehen. Die Preßkommission fordert von der Ge- schästsleitrmg und Verlagsgenossenschast die sofortige Ent- fernnng der Redakteure H i l f e r d i n g, Hertz, Siebschüfe, P rag er, R a b o l d, Seidel, Stein, Leid, Wielepp und Dahlk«. Diese Redakteure sollen nach dem Ultimatum der Preßkommission ihre Tätig- keit schon im Lause des heutigen Tages einstellen. Die Verlagsgenossenschast(Budde, Küter) und für die Revisionskommission Alfred B e r g e r erklären dagegen, daß über Anstellungen und Entlastungen in der Redaktion nur Vorstand und AnfsichtSrat der Genossenschast mit der Preß- kommission in gemeinsamer Sitzung beschließen können. Würde der Auftrag der Preßkommisfion ausgeführt werden, so könnte die„Freiheit" wegen Mangel an Redakteuren nicht erscheinen. Die Redaktion selbst sagt, an dem Eigentum der Berliner U.-S.-P.-Genossen solle ein Raub begangen werden, in- dem man die„Freiheit" in die Hand der Kommunisten zu bringen versuche. Sie erläßt folgenden Alarmruf: Wie uns mitgeteilt wirb, sind Gersichte im Umlauf, nach bcaen Der richtige Zelöhumor. van Hau» Dauer. Saßen t>« drei? um einen Tisch und schloteten schlechten Zi< garrendunst an die WtrtShousdecke. .Ja," sagte nach einer Weile der eine,„also angeleimt haben sie uns schon ordentlich in dam Krieg«— aber wenn man so be- denkt(und er bedacht« eS so): also Spaß hat'S schon draußen auch gegeben. Damals, während der Ausbildungszeit im Rekruten- depot: also Mensch, wie habe ich lachen müssen, als bei so'ner Parade var'm Oberst dem Draurrreuter von der 3. Kompagnie beim Gewehr über!— ruck, zuck!— plötzlich der Grift ausrutscht und die Flinte vor die Dein« vom Obersten klatscht und hinterher natürlich— also hinter der Junge geschliffen wird, sag' ich euch: also waS haben ste den durch den Kakao gezogen. Meine Herrn! Da fchwam« übor die Züge de» zweiten ein dünnes Lächeln: .Da muß»ch auch wa»»um besten geben. Da» war auch im Re- krutendepot. Da Wien wir eines Tages Handgranatenwersen. Da war einer dabei, der so'n bissei einen weg hatte. Also jedeirfaffs war der Kerl nicht dazu zu kriegen,«ine Handgranate zu schmei- ßen. Krietschte wie so'n Kind, wenn er ein« zwischen die Finger klemmen sollte. Was macht da unser Leutnant?— Kommt beim Stillgestanden lowgsam von hinten an den herangepirscht, zieht schnell den Zünder-b, klebt den Stiel dem in die Pfote und saust, was»r kann, we». Als« ihr solltet mal gesehen haben, wie der Kral da die HondGranale wegpfefferte. Also weiter, als sonst die besten Werfer. Ausholte der, hafte was kannst«, und in einem Bogen flog d«S Ding... also so«in Theater, wie der Kerl Plötz- , Ach schmeißen konnte. Und»«lacht haben wir. Nischt als gelacht. .Man kann schon oller Hand übe? die Leutnants sagen," setzte der erste wieder«in..Aber'S hat auch nett« Kerl« drunter gegeben. In der Etappe einmal est eS gewesen. Wir waren müde wie die Hunde von einem Marsch« in unsere Baracken gekommen. Unser Leutnant war nicht dabei gewesen, hatte sich vom Vize vertreten lassen. Wie wir da nun im besten Schlaf« so sind, schreit plötzlich unser Leutnant mit einer ganz beduselten Stimme, baß wir gleich wußten, wa» los war, m die Baracke:.1., 2. und 3. Kompagnie aufstehen! In 1V Minuten ohne Gepäck und Gewehr, aber mit allen auszutreibenden Zieh, und Mundharmonikas bor eurem Stall antreten." Na. Wir treten an..Ohne Tritt— Marsch!" Und führt er nnf. nun mitten in der Nacht»or ein HauS, wo wir uns im Halb- l»«is ausstellen und eioe zkchemrnisik bauon müffon.®ine Katzen- musik: vor der Wohnung seiner Langhaarigen. Wie W nun die grawzafm, 0ie pre nicht wußten, waS loS wax«ud da«, das die„Freiheit" gewaltsam besetzt werden soll. Wir wissen nicht, ob diese Gerüchte den Tatsachen en-sprechen. Das eine aber muß bei dieser Gelegen sei: ausgesprochen werten: ES wäre der härteste Schlag, Ven das Proletariat erleiden würde, wenn der bisherigen Selbsizerfleischnng der Arbeiterschaft noch ein mit den rohrstcn Mitteln der Gewalt geführter Bruterkampf hinzuzo-ügt werden sollte. Ueber einen eilva�cn vorübergehenden Erfolg hinauZ würde dem gemeinsamen Feind der Arbeiterklasse, der Bourgeoisie, daraus nur ein neuer Triumph erwachsen! In ank-erem Zusammenhang versichert sie: Tie Redaktion der„Freiheck" Hai wiederholt erklärt, daß ste mit dem Vertrauen, das ihr die Gesamtheit der Parteigenossen entgegenbringt, steht und fällt. Sie wird sich daher vor diesem Gewaltakt nicht beugen, sondern mit Ruhe die Beschlüsse ab- warten, die die Parteigenossen zu fassen für notwendig halten. Bis dahin aber rufen wir die Parteigenossen auf, sich jeder Gewalttat zu widersetzen und es zu verhüten, daß die Partei und ihre Orgaue in Trümmer zerschlagen werden! Diese Erklärung kann nur so verstanden werden, daß die„Freiheit" jene bisherigen Pnrieigencssen, die das Blatt in die Hände der Kommunisten spielen wollen, nickst mehr als Parteigenossen anerkennt. Andernfalls würde sie doch über kurz oder lang genötigt sein, vor der Mehrheit die Segel zu streichen. Einstweilen käßt sie sich durch die„Instanzen" schützen, sie, die jahrelang die sozialdemokratische„Jnstanzenpolitik" aufs heftigste befehdet hat! Die Geschichte wiederholt sich euch hier: E i n st mußte der Parteivorstand der Sozialdemo- rroti« den„Vorwärts" davor bewahren, daß er gegen den Willen der Partei den Unabhängigen in die Hände ge- spielt wurde. Jetzt müssen die Instanzen der„Freiheit" antreten, um den Raub dieses Blattes durch kommunistisch? Cowboys zu verhüten. Einst schalten die Hilferding und Genossen über die Gewaltpolitik des sozialdemokratischen Parteivorstandcs, heute wären sie froh, wenn sie einen so energischen Vorstand hätten, der das Recht ihrer Partei gegen ihr? bisherigen kommunistischen Bettgenossen sicherte. E i n st besetzten die Scharen der U. S. P. und des Spartakusbundes den„Vorwärts", um gewaltsam die soziakdemokrastiche Mei- nung zu unterdrücken. H e u t e zittert die„Freiheit" vor der gewaltsamen Besetzung ihres HsimS durch ihre— immer noch!— Parteigenossen. WaS einst Tragödie war, wird jetzt zum Possenspiel. Offener Krieg in öer U. S. p. Stuttgert, 7. Oktober. Di« Spaltung ber Unabhängigen in Württemberg hat zwischen den bisherigen Freunden zum schärfsten offenen Kampf geführt. Die MoSkau-Freunde, die am Sonntag für den Anschluß an die dritte Internationale eintraten und den alten Parieivorstand abgesetzt haben, haben daS LandeSorgan ver württembergischen Unabhängigen, den „Sozialdemokraten", für sich beschlagnahmt und die Redak- teure, die nicht auf dem Boden der dritten Internationale stehen, „beurlaubt". Ter alte Parteivorstand der Unabhängigen gibt nunmehr«in eigenes Mitteilungsblatt heraus. In diesem wird mitgeteilt, daß Vit Gelder, die die Anhänger der dritten Internationale für ihre Zersetzungsarbeit erhalien hätten, von Moskau zur Verfügung gestellt worden seien. Eine neue Lan- dosversammlung der Unabhängigen wird angekündigt. Noch nicht.... Nach einer Meldung des WTB. sollte der unabhängige Reichstagsabgeordnete Aderhold in Hannover au? der Partei der U. S. P. D. ausgeschlossen worden sein. Aderhold stellt demgegenüber fest, sein Ausschluß durch die Partei- leitung sei noch nicht erfolgt. Kommunistischer Koller. Die„Rote Fahne" hält eS für zweckmäßfg, dem„Vorwärts" zu unterstellen, er häbe aus Anlaß des ElcktrizitätSarbeiterstrotkS die„Parole der kommunistischen Hetze" selbst ausgegeben„zur Schützung der Vourgeosie und zur N i e de r k n ü t te- l u n g der streike nden Arbeiter". Sowcrt man cmS diesem Moskau- Mächen von dem aus dem Fenster gucki«, das hättet ihr bloß sehen sollen. So ein Spaß." Da sagte der dritte:„Den witzigsten Offizier hatten aber wohl wir im deutschen Heere. Eines Tages, als die Franzosen durchbrechen wollten, wurden wir alarmiert und schlugen den Sturm zuschanden. Wie wir da nun wieder hinter in unser Lager kommen, ist gleich da? erste Wort vom Oberleutnant an locn Spieß: „Und wieviel Tote haben wir?" „Siebzehn, Herr Oberleutnant!" „Himmeldonnerwetter l Wenn« zwanzig gewesen wären, wäre ich Hailptmann geworden," sagt der da. „Hm," flicht da der erste ein,.na— da» ist nun eigentlich nicht mehr ein Witz." Und der zweite murmelt:„DaS finde ich auch." Da sagt der dritte:„Ihr versteht bloß keinen richtigen Feld» Humor." Urfo wie die beiden darauf wägend die Köpfe baumeln, brummt er leise ein Wort, das jene d»r Oeffnung deZ menschlichen Körperteiles vergleicht, der dort angeht, wo tx� Rückgratends seinen Abschluß hat. Klabund las im Gnophsschen Kabinett Kurfürfteuvamm aus rtgonen Dichtungen; Veröffentlichtes und UnveröffentlichieS, voll» endete» und minder gut Gestaltetes. Eintönig, wieder� einmal darauf zu verweisen, daß der Dichter nicht sekber i«rn« Schöpfungen vovtraIen soll; zumesst l Klabund gehört nicht zu den Ausnahmen) ist die WiederGabe matt und zerstört das WioderzugeOende, ver- leugnet zu«»tndest die ibm innewohnende Eukmltfät durch ein« sprachlich un?*utere Gebärde. Die rührt von dem Mangel an Distanz ber. Roch nach Jahren klingt im Produktiven Erinnerung an die Minute des Schaffens mit und, weil sie die Stimme un- gobänbßzt«erden läßt, verdirbt sie Reifstes selbst, indem sie es in Zeittichkeit vnrst und unfrei macht. Und die Dichtungen Klabund» selbst, die er las? Er sprach Kapkiol«iS seinem Roman„Mohammed". Fetne eindringlich« Gesichte. Stimmung, die von Ethik durchpulst wird. Ethik, die in religiös«! Stimmung abwärts fließt. BiÄvitilen fallen ein paar Tropfen daneben, das sind dann Worte, die sich überbieten wollen, die sich im Kragen ihrer Sätze unheimlich vorkommen und auS ihm fortdrängen. .Dreiklang". Frommes Buch. Fromm in der Bedeutung «iner geläuterden Wörme, die hier Superlativ»on Liebe ist. Sind die Vergleiche einmal heabeigeholt,«npfängt maii den Eindruck: e? geschaß nicht auS Wollust am Wort, sondern auS Scham vor dem Gesprochenen. Weiße Gedichte, mamchmal auch weise— aber dann nicht: Godicht«. Was, unveröffentlicht noch, an das Ohr klang, befaß zuweilen zuwiel«dl« Nachdenklichkeit, um Dickt ung zu sein;•» war philosophisch«! Essop in R-imon. Schr schön»in Ruf, der onhub:„Will ich umergeh'n, will ich tmMMc f«h'n."— Zahlreiches Publikum ging viel zu wenig mit. Hans Sochaczewer. deutsch gescheik werden kann, will die„Rote Fahne" also den„D wärtS" anprangern, daß er das Gsgenler! von dem als Parole ausgebe, was öffentlich in seinen Spalten zu leien ist. DaS müssen»k dankend ablehnen. Den Zwang, eine i l- legale Meinung neben der legalen zu haben, will ja Mo".-u du ich seine 21 B-d:ngun»en nur bei der U. B. P. einführen An die Soz'.aJbercsswtie traut man sich mit«.n«m solchen?c oangeu nicht heran. Po, bm Komnuinifton ollerdmg» ist die Zw riffeln- khcorie ja schon vorhanden. Deshalb sucht die„Roie Fahnr'«s vielleicht«-uch b«, irr.g zu«nldsien. Aber da» Such»« ist vergeb- lich. Sie sollre sich die Mühe sparen. Lergarbezterforüerungen. Voihum, 7. Oktober. Eine Koiffercnz der vier der Ar- beltkgcmcinschaft angcflirenbcn Bergarbeitprvrrbiknde, dis gestern statkfend, befaßte sich eingehend mit der Regelung der Zahn- frage im Bergbau. An den ReichSarbeitSmlnister Vr antra wurde folgendes Telegramm gesandt: Konferenz der vier Bcrgarbeitervtrbände erwartet im Einblick auf dir steigende Erregung in Bergerbriterkreiffn sofortige Re» gelung der Lvhnsrage. Bcdarskartikel steigen dauernd im Preise. Lohnerhöhung mutz sofort erfolgen. Die vier LergarbiiLer» verbände. * Bei den Verhandlungen, die im. Reichsarbeitsministerium in der Bergarkerterlohufrage gepflog:»«»rdcn sind, wurde auf d e Erklärung der Bergbauindustri« hingewiesen, daß sie außer dem bereits für September zu zahlende» 4,Sl) SZ. Sanderzufchlaz pro Schicht eine weiiere Lohnerhöhung ohne Preiserhöhung und »hne Verminderung der Ma'.erialloste» nicht auf sich nehmen könne. Das Reich Zk«bi nett hat sich einmütig gegen eine Kohlenpreiserhöhung ausgesprochen; es müsse auf der ganzen Linie auf einen Abbau der P r e l s echingewirkt werden. Die Verhandlungen wurden schließlich bis � zum 18. Oktober vertagt. Schu!stre:k in ganz Deutsct-Döbmsn. Rcichenberg, 7. Oktober.(WTB.) Wie die„Neichenbergcr' Zeitung" meldet, wurde als Protestkundgebung gegen die Erdrosselung der deutschen Schulen in Böhmen durch die tschechische Regierung vom Deutsch-Parlamen. arischen Ver. bände für Freitag, den 8. Oktober, und Sonnabend, den 3. Oi- tober, der allgemeine Schul streik in der ganzen Republik beschlossen. Im Deutsch-Parlamentarischen Verband« sind ver- einigt: die deutschuationole Partei, der Bund der Landwirt«, die deutsch-christlich-sozialistische Partei und die dcutsch-dcniokrarische FreiheiiSpartei.(Die dcutsch-böhmischen und mährisckwn Sozial- demokraten sind demnach nicht an diesem Schulstreit be- teiligt. Die Red.) Generalstreik in Portugal. Madrid, 7. Oktober. In Lissabon, Porto und in allen größeren Städten Portugals ist der Generalstreik auSge- brochen. Gegen üie schwarze Schmach. Zürich, 7. Oktober. Die Züricher Frauenzeutrale hat gemeinsam mit verschiedenen Frauenvereinigungrn an da? S e- Ptetariat deö Völkerbundes die Bttie gerichtet, der Sache des Frauen, und Jugendschutzes im allgemeine» ein« vermehrte Aufmerksamkeit zu schenken und insbesondere die von den deutschen Frauen geäußerten Klagen über die schwarzen Truppen in den besetzten Gebieten einer ernst- lichen Prüfung zu unverzi«<>en. H. G. WellS in Moskau. Der berühmte englifibe Roman- fchriitsteller H. G. Wells, der ancki ein heivorrnsendeS Mitglied der sozialistlichen„Gesillschast der Fabier" ist, ist in MoSlau einarnoff-n und von einer Aborduung tuisischer Särinsteller uuler Führung Mc.pim G or ki S begrüßt wotden. AitdercriettS ist nacv. einer Meldung der„Morning Post" die Gattin KerenitiS mit ihren beiden Kindern nach Ueberwiiidung unsäglicver Scbwiertg» keilen aus Sowjetrußland gcflückitet und in London onoelangt. Gesterreichist�-ösutsthe Kulturarbelt.. Eine gemeinsame Volksbildungswoche. In dem kleinen»sterreichüchen Grenzstädtchen Braunau— bort an der boherilckien Grenz-— baue stcki in der leyieii September- wocke eine Zleibe namhifier Vetireier de« det�ticben uitv öster» reichiicben PollSbildungOoesen� zu einer gemeinsamen Tagung zu» sammengeiunden. Auch unser ZentralbildiinosatiSichuß wwie der Deutsche Gcivertsckaftsbttnd halten Vertreter entsandt. Peratislaller waren da« preuß ticke Ministerium für Wisteu'ckaft, Kunst und Volksbildung, das österreichtiche Nnterrichisantt und der ver- band deuiicker VolksbildnitgSvereinigtingen. Zu bedauern war bei dem Eharakler und der grißen Bedeutung der Veranstaltung, doß von dettticher Seite da« preußische KultuSminiUetium und nicht da« Reick die Sacke in die Hand genommen haue. Aber obgeiebett von diesem mehr f»rm»len Mingel kann mau die Tagung al« eine wohlaelungene belrachieu. Den tiefsten Eindruck mackte eS«uf die Ertckieneneu,«l»»ou den Vertretern beider Staaten auf das Entschiedenste zum AxSpiuck aebracht wurde, daß»mn sich ein« fühle im Geiste mit den Brüdern hüben und didden. und daß gerade die Gemeiniamketi der Kultur- ideale der stärkste Hebel für die Herstelung der natürlicke», deute noch durch küiisiticke Schränken getrennten Volksgemeinschaft sei. Die Bedeuiuug der Taßtntg stiegt darin, daß sie einen end- gültigen Strich uuier die BildungSarbeit der Vergangend.'ti zog, die ganz im Geiste des allen Obttgket'.sstaats«chaiien und e>it- gestallt war auf die Sörtchiuiig zu treugehorsamen Staatsbürgern —»der sagen wir besser„lluteriatien" mit der eigentlichen Sv'?,! gegen die SizialdeMoktatie. Diese Arbeit bni völlig veriagi.«uecke versagen, weil ihre Tendent sich gerade gege» diejenigen rich cte, für die sie bestimmt sein sollie. Krieg und Revoliitiou haben der Bols»bildun,I«rbeit einen kräsiige» Zntpnl« und zugleich eine neue Einstellung gegeben. Die srllhere U»b»r>ckätz!>n» dt« rein f»rnialen Wissen» ist überwunden, der BitdnngSbegriss hat sich gewandelt. Er sieht Heine nur noch den Menschen, der nickt vellgepiropst t�rdett ioll mit allen möglichen Erkenntnissen und WlssenZstoffen. sondern der tn ein lebendiges innere» Verhältnis zur Umwelt, zur VolkSgesamibeit und Kultur gebrockt werden soll. Eine Reihe sesselnder, lief schürfender Vorträge, sowohl von österreichischen wie«eiiticken Fachleuten, beicktättigte sich mit dieser Neueinstellttng de« VollSbildungSweien« und den damit vetbundenrn netten Wegen und Pr»bl»men. Es ist unmöglich, die Referate auch nur au«ttig»weise b'er wiedarzugeben. ES wurden u.a. die Frage der klolk?« Hochschule, de«»»ldsiümliwen BückereiwesenZ. der Masieiibildung. der Auswahl«nd Eignung de« V»lksbildners behandelt. Hierbei zeigte sich daS Bestreben, die Probleme in ihrer ganzen Tiefe und Be« deutung zu er'asien und mit dem Alten als übeibolt Erkannten zu brechen. Jnsbesoitdere wurde den früher üblichen Methoden, wahllo« viele« zn bringen, namentlich von den reiched,t«ui!eiv Rednern die neueren Bestrebungen gegenüber gestellt, eine me:ho- drjch gegliederte, in tue Tiefe gehende, ganz auf den Einzelnen Groß-Serlm vor See Lanöesversammlung.� 164. Sitzung. Donnerttog, 7. Oktober. Vm RegierungZiisch: Harnisch, Freund. �'izeprüiibent Dr. Frenze! eröffne! die Sitzung um 12,SS Uhr. i Xa? Haus beginnt zunächst die dritte Beratung der Vorlage zur Aeiederung des(fresetzenttuurfes über die Blldung einer neuen Stedtgsmrinde Berlin. Abg. Lilian fU. CoA.>: Wer den Anträgen der Bürgerlichen zustimmt, beteiligt sich an einem Attentat, einer frechen BeHand- bring der Grundrech-te d«S Volkes.(Stürmische Zustimmung der vor der Tribüne zusammengedrängten Unabhängigen.— Gro'ge Unruhe rechts. Glocke des Präsidenten.) Vizepräsident Tr. Frenze!: Der Ausdruck freche Behandlung der Grundrechte drS Voitzes mit Bezug auf Mitglieder des Hauses ist unzulässig. li'Sf. Kilian(fortfahrend): Die Bürgerlichen machen den letzten Versuch, ihre zusammengebrochene Macht noch einmal zu stützen auf ausiergesctzlichem Wege. �Anhaltende große Unruhe auch im trrteren Verlauf der Rede.) Die Freiheit des Volkes soll aufge Erster Kongreß üer Betriebsräte Deutsthlands. beben tvcrden.(Aiibaltends? Gelächter rechts.) Die bürgerlichen Parteien werden nicht einhalten bei diesem Aitentat auf die Rechte d:Z Volkes; auch da- freie Wahlrecht ist in Gefahr.(Gelächter.) JTie Massen werden gegen dieses unerhörte Vorgehen aunnarschie- ren.(Großer Lärm.— Ter Redner rnackt eine lange Pause.— Nur«: Heien Sie nur weiter!— Großer Lärm bei den Unabhän- gig.'.i.) Wer» an den Plänen der Bürgerlichen Zweifel hegt, der brauXt nur einen Blick zu werfen...(Zwischenruf: Auf das ;rt«nuffrfptl Stürmische anhaltende Heiterkeit, weil der Redner st.'ckt und an icheinend ein Wort in seinem Manuskript nicht findet.) Damit die?!»aktion ihr Ziel erreicht, wird das Gesetz mit Fügen C-'lroion. Tie Massen werden erkennen müssen, daß das Heil. ihrer Bonreoumg nicht in de» Parlamenten liegt.(Anhaltende Rufe: Mol!«ul)» D«z Gefetz ist ein Kusnahmeaesetz gegen die Kulturarbeit der S»ei»ch«n»kr«ie. lGelächter, das auch später immer wieder ein- fetz,:'.) V? ist ein Schauspiel für Götter...(Rufe: Ihrer Ablesung MAU sehen! Heiterkeit.) Die Demokraten haben ihre ursprüngliche Politik aufpegeben,«ls sie sahen, best die Sozialdemokraten in Derlin die Mehrheit hatten. Die Demokraten rücken immer weiter ri ach rechts, und werden mit der Reaktion bald wieder Arm in Arn: gehen Wir begrüßen das. denn dadurch wird Klarheit zwischen .< apiVrlümuZ und Sozialismus geschaffen. Tie Rechte hat die Monarchie behandelt wie eine Dirne, auch die Demokratie wird seht zur Dirn« herab.iewilrdigt. Was zur Ueberbrückung der A»ssenaegensätze geschieht, ist der reine Hohn, ist elende, erbarm- licke Heuchelei, ldliuhaltende Unruhe.) Das Allgemeinwohl kann sich niemals in bessortn Händen befinden als in denen der Sozial- de»wl.«:en.(Stürmisches Gelächter.) Tie Arbeiter werden bald mit(zur Rechten.) abrechnen. Tie Mchrheitsiogialdemokratie kann dier seben, wie die Demokratie aussieht. Heilmann hat hier nur seine persönliche Mtinung ver.lrcten; die Arbeiier sind sich in der Sack« volltominen einig. Tie Bestäiiguna der gewählten Sradnrötc»nitz sofort«ruSge'vrochen werden. Wenn eie Anträge nicht abgelehnt«erden, werden Sie(zu den Bürgerlichen) noch schöne Da«? erleben.(Anhaltende Rufe: Hetzer! Hel-er!— Schluß!) Auch bei der Tntwaffnung zeigt sich die Böswilligkeit des Bürg'-"umZ und ihre Sabotage beschlossener Gmetze, desgleichen bei allen Steueroesetzen. lAndau»e?ide Unruhe.) Tie sozialistische Ar- beich-nnasse wird sich mit aller Gewalt gegen dieses AuSnahniegcsctz wenden, dg? Maß ist roll,(Unruhe.— Beifall.) Abg.•'hcilwann lGoz.): Run haken Sie die erste Rede der kommunistischen Fraktion in der Preußischen LandeSoerlammlung gehört.(Stürmische Heiterkeit.) (Forlsetzung in der Morgenausgabe.) DaS Heöominengesctz. Der Ausschuß für Bevölkerungspolitik bc- faßte sich in seiner Sitzung vom Mittwochabend mit dem Hebammen- gesetz. Dabei wurde von den Vertretern dor sozialdemokratischen Partei, der Demokraten, der Unabhängigen und der Deutschen Volkipariei ausgeführt, daß das in Aussicht genommene Mindest- einkommen für Hebammen von 8060 M. zu niedrig bemessen sei. — Die Verhandlungen sollen fortgesetzt und besonders auch die Deckungsfrage mit gemeinsamen Vertretern des Finanzministerium« erledigt werden. An? dem besetzten Gebiet. In Koblenz fand eine Sitzung deS Parlamentarischen Beirats des Reichskommissars für die besetzten Gebiete statt, an der Vertreter aller in Betracht kommenden Stellen teilnahmen. Der ReichSkommissar v. S t a r ck e referiert« über die Gesamtlage. In der umfassenden Aussprache wurde u. a. die Frag« der Kosten der Besatzung und der Ausweisung durch die OkkupationSbolörden erörtert. Vorsitzender RrinirkcnS eröffnet die Sitzung um 8!� Uhr. Auf der Tagesordnung stehen die miteinander verbundenen Punkte 3 und 4: Die Aufgaben und die organisatorische Zusammenfassung der Betriebsräte. Vor Emtritt in die Tagesordnung hebt ein erneuter Kampf um die Korre'ercnicn an. Bohnsack Kiel beantragt, mit Rücksicht auf die beschränkte Zeit, und um den Betriebsräten Gelegenheit zu geben, sich über die wichtigsten Punkte der Tagesordnung aus- zusprechen, die Korreferate abzulehnen. Der Antrag wird ton der Opposition mit großem Lärm beantwortet.— Habermeier, der den Standpunkt der Opposition vertritt, bezeichnet cz als Feigheit, wenn der gestern gefaßte Beschluß aufgehoben würde.(Lärm bei der Mehrheit.) Als der Vorsitzende die Ab- st i m m u n g vornehmen will, erhebt sich aufs neue großer Lärm. Schließlich wird der Antrag Bohnsack unter lebhaftem Beifall der Opposition abgelehnt. SS bleibt also dabei, daß Kor- resercnten sprechen.— Der Kongreß tritt in die Tagesordnung ein. Referent Tißmann: Die Tätigkeit der Betriebsräte muß orten- tiert werden an der Hand der vorliegenden Verhältnisse und vom Standpunkt des revolutionären Sozialisten. Es frag! sich, ob die Tätigkeit im Nahmen deS B e t r i e b S r ä t e g e s e tz e z ausgeübt werden soll, oder ob wir uns in dieser Hinsicht unsere Gesetze selbst geben. Für mich kommt da? letztere in Frage. Nur die Beseitigung der kapitalistisck'en Ausbeutung und die Einführung der sazialistischen Bedarfsdeckungswirtschaft kann uns au» dem Elend retten. Send wir vorbereitet, um den Sozialismus verwirklichen zu können? 1314 hatten wir ein blühen- de» Wirtschaftsleben. Heut herrscht allgemeines Elend. Die Be- völkerung ist durch jahre'angen Hunger degeneriert und gesund- heitlich geschwächt. Die Moral, ohne die wir den Sozialismus nicht auTxmien können, ist gesunken.(Sehr wahr.) Wir kommen nicht zum SozialSmuS durch rohe Gewalt, sondern durch sittliche und geistige Kraft.(Lebhafte ZustKnmung.) Während deS Krieges ist Raubbau mit unseren Rohstoffen getrieben. Jetzt fehlen sie unS. Alles hat der Weltkrieg vernichtet. Wir können die Anforderungen der Zeit nicht erfüllen, denn wir haben nicht Geld, wir haben nicht Mitteil Mit Recht haben wir während des Krieges den Wucher und die Schieberei verurteilt. Nach der Revolution ist das Wucher- und Schicbcrtum noch stärker ge° ; worden. Wir sind dadurch in furchtbares Elend gekommen- Wäh- i rend des Krieges blieb die Bedarfsdeckung unberücksichtigt. Auch nach dem Kriege ist eS nicht besser geworden. Das Kapital fühlt' sich international solidarisch, während wir uns national in« Köpfe einschlagen. TaS Kapital ist nur auf seinen Profit bedacht und beutet uns ohne Rücksicht aus. Der Real- lohn der Arbeiter ist gesunken. Wo wäre daS deutsche Proletariat geblieben, wenn rS seine Gewerkschaften nicht gehabt hätte. Man macht ihnen mit Unrecht den Vorwurf, daß sie nicht einmal den Reallohn auf seiner alten Höbe erhalten konnten. Ober ohne die Tätigkeit der Gewerkschaften würde die Lage der Arbeiter heute noch viel s ch l c ch te r sein. Teutschland ist heute für die Knpi- talisten ein WarenausverkaufshauS. DaS Wirtschaftsleben steht auf Abbruch. Betriebe wevden abgebrochen und ihr Inventar ver- kauft. Werkzeugmaschinen werden als Schrott verlauft, weil sie so noch einen ungeheuren Preis erzielen. Die Wirtschaftskrise hat in der schärfsten Form eingesetzt. Matt darf nicht glauben-- daß sie im Abflauen begriffen sei, wenn auch die Zahl der A r» b e i t s l o s e n ein wenig zurückgegangen sein soll. Di« Zahl der Kurzarbeiter ist eine ungeheure, sie vermehrt sich fortgesetzt. Die Wirtschaftskrise kann nur beseitigt werden, wenn wir den K a p i- tali-mus abschaffen und die s o z i a l i st i s ch e W i r t. schast einführen, lieber den Weg, ver zu diesem Ziel fülrt, wollen wir uns sachlich auseinandersetzen, wie es uns als Bc- trieb-räten zukommt. Die Arbeitslosen aufputschen, daS bringt der Dümmste fertig.(Sehr richtig!) Mit einer aufgehetzten Masse können wir den Sozialismus nicht aufbauen. Dazu bedarf es des entschlossenen Willens und der klaren Einsicht.(Lebhaste Zustimmiung.) Daß'alles geian werden muß, um den Arbeits- losen zu helfen, ist selbstverständlich.(Zustimmung.) Tie pro- duktive ErwerbSlosensürsorge muß ausgebaut werden. Das Bauwesen muß nach sozialistischen Grundsätzen betrieben werden. Dann können wir der Wohnungsnot abhelfen i'-d vielen Tausenden Erwerbslosen Arbeit schaffen. Bürgertum und Kapital stehen geschlossen da, aber die Arbeiter schlagen sich die Köpfe«in. Wenn der Kon- gieß Beschlüsse faßt, die das Proletariat zur Einigkeit führen, dann-tat er die wertvollste Arbeit geleistet, die in den letzten Iah- r-M gemacht werden konnte.(Lebhafter Beifall.) Die harten Friedcnsbedingungen, da? Abkommen von S p a wird unser Wirtschaftsleben weiter schwächen Wer kann uns von diesen schweren Bedingungen reiten? ES kann nur dadurch geschehen, daß wir das Proletariat der Ententeländer gewin- nen.(Sehr richiig!) In Frankreich sitzt der Kapitalismus fest im Sattel, und das französische Proletariat kann ihm keine Macht entgegensetzen In E n g t a n d hat das Proletariat Ein- fluß. Wir können von den englischen Arbeitern lernen. Die Be- wcgung der englischen Bergarbeiter zeigt uns, daß man dort n'cht planlos putscht, sondern fest und planmäßig vrageht. ,(Fortsetzung in der Morgenausgabe.) lind ieine Individualität genchlcie Bildu»g?arbe>t zu leisten. Niehl eriensive, sondern intensive Arbeit ist das Enlickieidende. TaS Ideal dieier neuen Richtung(wenn man hier von Richtung spreche» darft. die in Argumenten wie Temperainenlen gleich stark austrat, ist nicht ein vieigestattiger VoriragSlncb, in dem der Vortragende einer unbeschränlten, wahllos zusnmmengewüifelten Hörerzabi Wissen vermittelt, sondern die Arbeitsgemeinschaft, Pi« nur wenige umsaßr und in der beide Teile, Vortragende und Hörende, iowohl Gebende als Empfaii-sende sind. Außerdem kommt eS daranf an, dein Hörer nicht eine Fülle von WissenSlotiachen zu geben, mit enen er nichrS anzufangen weiß, sondern ihn an leiten, daS We enliiche vom Unweienilichen zu unterscheiden, über das Einzelne h.nau« das Ganze zu ieypn, Schlüsse zu ziehen und Stellung zu nehmen. Nickt bloße Wissens«, sonderir Willensbildung ist das Ziel. Die AuSeinandeisetzungen über dieie Probleme ge- stalteten sich äußerst fruchtbar und eS zeigte sich, daß die Ver- lrerer der sogenannten neueren Richtung die Tagung sehr stark be- herrschten. Selbstverständlich sind die Dinge noch nicht genügend geklärt und auch noch zu wenig durch die Praxi« erhärtet. Aber die Tagung her die Probleme ausgeworfen, werlvolles Material dafür geliefert und ramir die Grundlage für eine sruchtbarr Neugestaltung deö sreien vollsbildungsweseits geschaffen. «aenilch an Reinhardt. Der Rücktritt Max Reinhardts von der L»!wng stitier Söhre bot. wie die.P. P. JJ.« erfahren, den. Preußischen Minister für Wissrnlchast. Samfl und vollSbildung veranlaßt, an den Sübueninetsier ein Schreiben zu richten, das Reinhardt« Enischluß bedauert. Hnenssch sagt:„VaS Sie ,!» Direktor der.Rcinbardtbiihncrtt für verlin und»a« deutsche Theater bedeutet haben, ist rief tn da» vewußlsein der Milledeuden eingegraben und wird in»ller Zuiunst lebendig bleiben.* *te Grotesktänzerin Palelea Gert lanzt morgen, Freitag abend » tthv im SlüthneviaaL Reue Tänze stehen im Programm, z. B.:»Die ftupvieiin", Der Soston-Cancan, varielt. Tie Hygiene nud«-»irhnuz im Epielalter des Kindes be- bördelt e r vom Peterländischen Fiauenveeein, Piovinzialverein Berlin. veravdalteter SortrigSzylluS. Diese Vorträge-bat der Verein im Druck ersgieinen lassen. Preis so Pf. Zu beziehe» durch die SeschäslSstelle Vertni 53 57, Frobenstr. 1. Ku viene medizinische Lehrfilme. tn edleilung der Ilsa wird eine Bei der medizinischen Kruvpe der Anzahl wissenschasilicher- Ausnahmen voi bei eilet, die hauptsächlich in den'ltelierS, Laboratorien und den Zeichen, aöieäun.sen kiledigl werden können. Zwei gro'ze Filme über da«.Zentrale Neieen tzltem d:» Menschen* und.Menschliche Verdauung* sind bereit« in Angiift gwi.jnmc«. vorbereitet wird weiterhin ein Film:.Erste Hilst bei Unglucksläleu'. Die EternichnupvenzSSler..Klod». Han«», daS Kopenhgqener Dchblalt. bat den Diiellor der Meteoroiozischen ZInstalt interviewt. Dabe> cnppann sich stlzcnde« Gespräch: .Weiß man, wieviet Sternschnuppen im«ergangenen August gesaleu find f* GeoMerlm Gpfer übet Gpfer! Die Iclbsthilfe der Lungenkranken. De-n Erfolg des Kampfes gegen die Tuberkulose zu bessern, ist Zweck und Ziel de? vor einiger Zeit gegründeten Verbandes derLungen-undTuberku loseerkrankten. Die gestern von ihm nach den Andreasfestsälen einberufene öffentliche Ver- sammlung war sehr stark besucht und zeigle die Entschlossenheit der Kranken, selber Hand anzulegen und den Kampf gegen die Tuberkulose zu einer Angelegenheit deS ganzen Volkes zu machen. Tr. Moses, der über„DaS Massensterben bei den Tuberkulösen infolge von Krkeg und Unter- e r n ä h r u n g" sprach, zog die Bilanz deS fluchwürdigen Kriege? und schilderte die erschreckende Verwüstung der VolkZgesimdhrit. Tic Unterernährung hat besonders die Tuberkulosestcrblichkei: zu entsetzlicher Höhe gesteigert, so daß Teutschland sich hierin wieder auf den Stand von vor 2b Jahren zurückgeschleudert sieht. Dazu kommt die Verkümmerung des Nachwuchses, der großenteils einmal in die Armee der Tuberkulösen eintreten wird. Ein Erfolg des Kampfes gegen die Tuberkulose wird so lange unmöglich sein, als nicht unsere ErnährungSverhältnissc sich bessern. Tie Arbeitslosig- keit verschärft nach die Entbehrungen und ebnet der Volksseuche die Wege. Zu den wirksamsten Borbeliglingsmitteln gehört Beschaffung gesunder Wohnungen, aber Voraussetzung hierzu ist die Beseitigung kapitalistischer Bodenspekulation. � Die Herlstätten könnten größere Erfolge hoben, wenn ihre Zahl vermehrt und die inneren Einrich- tnngen verbessert würden. Gegen Mißstände in solchen Anstalten will der Verband rücksichtslos vorgehen. Der Kampf gegen die Tuberkulose mnß Sache, der Gesellschaft sein, Reich uttd Staat müssen ihn mit ganz anderen Mitteln führen und ganz andere Geldsummen als bisher daranwenden. Zur Erreichung dieses Zieles haben die Lungen- und Tuberkulosekranken sich zusammen- geschlossen, und sie rechnen dabei auf die tatkräftige Hilfe der sozia- listischen Parteien. Sie fordern für das Deutsche Reich eine Zentralstelle zur einheitlichen Bekämpfung der Tuberkulose, ein selbständiges Ministerium für Volks- gefundheit. Auch mehr Aufklärung der Volksmassen nicht nur über Tuberkulose, sondern über Gesundheitspflege ist nötig, und selbst die Betriebsräte könnten in den Dienst dieses Kampfes gegen die Volksseuche und für die VolkSgesundheii gestellt werden. Der Ver- band der Lungen- und Tuberkuloseerkrankten will aber, schloß der Vortragende, keine AufklärungSorgonisation sein, sondern eine Kampfovganisatwn, die auch in dem Kampf gegen Kavita- liSmuS und AuSbeutertum einen Kampf gegen die Tuberkulose sieht.(Lebhafter Beifall.) In der Diskussion schilderten viele Vertreter von Heil- und Pflegean st alten die dort herrschenden Zustände und die von den Insassen empfundenen Mängel. Unter anderem wurde be- richtet, daß die Heilstätte Beelitz wegen angeblichen Geldmangels nicht»uhr»oll belegt wird, in der Heilstätte Grcrbowsee aus Spar- samkeit daS Kleidergeld abgeschafft ist, im Krankenhaus Friedrichs- Hain die Lungenkranken eine ganz elende Kost erhalten, in»eck Heimstätte Buch immer wieder Marmeladestullen gereicht werden — und so weiter.(Klagen au» Grabowsee und Buch wurden i»» „Vorwärts" schon vor einigen Tagen veröffentlicht.) Auch lungen- kranke ArbeitSinvaliden kamen zu Wort und schilderten die b i t t e r e Not, die imfolge der Dürftigkeit ihrer Rente Sei der jetzigen Teuerung aller Lebensmittel sie hart bedrängt. Entrüstung erregt« die Mitteilu-ng einer Frau, daß man im Krankenhaus Friedrichshain auf Beschwerden ihr geantwortet hat:.Ach, was ist denn mit Ihnen I Sie sind ja»on der Armendirektion überwiesen." Ja, die Ueberweisung durch die Armendirektion ist für mele lungenkranke ArbeitSinvaliden daS traurige Ende. Noch keine Inbetriebnahme der �entralheiznngen. Die vielfach verbreitete Ansicht, daß vom 1. Oktober ab die Zentralheizungen ohne besondere Rmordnung der Kohlen- stelle Groß-Berlin wieder in Betrieb gesetzt werden dürfen, ist u n heit über die noch zu erwartenden KokSeingänge in den Winter- monaten wird d'e Aufhebung de? Hcizverbotes erst erfolgen können, wenn die d r i n g e n d st e N o t w c n d i g ke i t hierzu eintritt. Die RevisionSbcamtcn der Kohlcnstelle Groß-Berlin sind angewiesen, bei Zuwiderhandlungen Anzeige zu erstatten. Wir empfehlen den RcvisioirSbeamten der Kohlenstclle, samt- liche Ministerien, einschließlich der untcrgeordlicten Dienst- stellen einmal daraufhin zu besuchen. Sie werden überraschenoe Feststellungen machen können. Tiebische Dienstmädckien. Bei den letzten großen WohnungSeinbrüchen hatten, wie sich bei den Nachforschungen durch die Kriminalpolizei herausstellte, in vielen Fällen ungetreue Dienstmädchen ihre Hand im Spiele. Ihr männlicher Anhang, der zur verabredeten Zeit in der Wohnung der Dienstgeber erschien, fand geöffnete Türen und Zeit und Muße, alle? in die bereitstehenden Koffer zu packen, um diese sodann auf eine Kraftdroschke zu laden und ungestört davonzufahren. Millionen- werte wurden auf diese Weise erbcutetl Ein letzter großer Woh- nungseinbruch, der am vergangenen Sonntag bei einem Kaufmann Apcsbaum in der K l o st e r st r a ß e verübt wurde und bei dem den Einbrechern Schmucksachen, Wäsche und Kleidungsstücke für eine halbe Million Mark in die Hände fielen, ist ebenfalls, wie die Nachforschungen ergeben haben, mit Hilfe einer ungetreuen Hausangestellten ausgeführt worden. Bei der Fmnilie Apelbaum war eine Köchin Martha Bier- mann beschäftigt, deren Schwester Hcrmine Biermann sich ar- bcitsloS in Berlin umhertricb und mit der Sittenpolizei schon in Berührung gekommen war. Durch die Verführung dieser Schwester wurde die Köchin veranlaßt, in Abwesenheit der Woh- nungSinhaber einen Einbruch zu inszenieren. Ein Schneidermeister Bruno F e n s k e auZ der Malmöcr Straße 26, der eine KonfektionSschneidcrei mit 16 Arbeitern betreibt, erschien zu diesem Zweck mit einem bisher noch unbekannten Manne und raubte die Wohnung vollständig aus. Als die Köchin heimkehrte, war der Einbruch bereits entdeckt. Nach längerem Leugnen gestand sie die Beteiligung ein. Ihre Schwester und ein Händler Turowsky ,der die Sachen gekauft hatte, wurden bald ermittelt und festgenommen. Fenske und sein noch unbe- kannter Spießgeselle waren bereits verschwunden. .Rein. Die beiden Männer, die sie zählen sollten legten die Aide» r i ch t l g. Der Wiederbeginn des Betriebes der Sammelheizungen oisd-r. Sie bekimen eine Krone iür jede Sternschnuppe, fordert»n«der für Pr.vatverbraucher und Behörden ist wieder zulässig, wen» plötzlich xnm Kronen und iteit Unijou». Und darauf tonnten wir»utzi eine besondere Anordnung der Kohlenstelle hierzu ergeht. Mit Rück- erngetzen.* l ficht auf die ungenügenden KokSzufuhren und die völlige Unsicher- NeubabelSverg— Stolpe. Eine neu« Strerße in Groß-Berlin hat der Kreis Teltow noch kurz vor dem 1. Oktober fertiggestellt. Fast 20 Jahre reichen die Bemühungen zurück, diese Verbindung herzustellen, ddren AuSsührung immer wieder an der Schwierigkeit de» Gelöndeerwerbs scheiterte. Es handelt sich um«ine unmittelbare Verbindung vom Bahnhof Neubabelsberg nach Stolpe, der alten Ortslage von Wannsee, durch den großen Park BoeckmannS Hof unter- Vermeidung der Kolonie Kohlhasenbrück. Die Bedeutung der Straße ruht weniger auf der immerhin nicht unwesentlichen Abkürzung des Weges, als auf der Vermeidung von nicht weniger als vier Eisenbahnübergängen, darunter drei Nivcauübergänge über viel befahrene Strecken, wie die Stadt- und Wannseebahn. Für die Eisenbahnverwaltung be- deutet die? in Zukunft, da zwei der Niveauübergänge demnächst ein- gezogen werden können, eine große Ersparnis an Personal. Für die Bevölkerung wird der Bahnhof NeübabelSberg nicht nur näher- gerückt, sondern auch besonder» per vufenthslt»or geschlossenen Eisenbahnschranken vermiepen. Die Straße ist in gutem Reihen- steinpflaster mit Hochbordschicht und beiderseitigen Bürgersteigen, Baumpflanzungen und stellenweise Heckeneinfassungen hergestellt und führt nahe dem Griebnitzse« über den Teltowkanal. Sie bildet. eine angenehme Promenade mit schönen Ausblicken über den See und ist ein wertvolle» Gesche»! de» Kreises Teltow an die neue Stadtgemeinde Berlin. „'Ne kesse Bolle" heißt der Metch, mit p»m Senta Söne- land dem Oktoberprogramm des Metr»p»lkab«rettS der- linisch gewachsenen Paprika einmischt. Ter Sketch ist so gemacht, daß die Besonderheit der Söneland sich in den Kleidern eines Dienstmädchens, einer Lpbedame und im Nuttenkleid ergehen kann» waS im Reden, Singen, Tanzen durch naturgetreue>i>p«ssung fitt diese Gewänder und in einem Jargon sehr ohne Feigenblatt ge- schieht. Man kann dos«IS ulkreiche, in» Derbe streifende Unter,- Haltung nehmen; doch wie die Söneland die Sacbe«nfaßt, steckt auch so etwa? wie ein Zeitwert tn dem Bilde, ein Stück Seele de» beutigen Groß-Berlin. Senta Söneland reicht brettlkünstlerisch über das bloße Variete hinaus, dessen hergebrachtes Niveau da» Pro- gramm einhielt. Daß e« bor allem am Tänzern(Bruno Müller muß besonder» gerühmt werben) reich war, ist heutzutage selbstver- stündlich. Großen Beifall ernteten die guö«« athUtischan und plastischen Leistungen der vier MillonS. GLWeciGostsbeWegung Bei den Verhandlungen wurde von den Magistratkvertrctern sowohl wie von den. technischen Direktoren anerkannt, daß die Staubbeläst�gung außerordentlich groß und stark gesund- hei t» schädlich ist. War cS da nicht eigentlich eine Sclbstvcr» ständlichkcit, daß man zu dieser Erkenntnis kam, ohne daß d:e Arbeiter erst zu einem Streik gezwungen waren? Da. wo wirk- lich gesundheitsschädliche Einwirkungen vorhanden sind, müßt« man bei den Verwaltungitörpersck)aftcn der Stadt Verlin doch voran«- setzen, daß sie alle Maßnahmen treffen, um die Gefahren für die Arbeiter des betreffenden Betriebes abzustellen. Aber auch für die Arbeiter in den lebenswichtigen Betrieben ergibt sich unserer Mejnung nach eine besondere Pflicht. Es wer- den durch die Lahmlegung des Verkehr? und dürch die verhinderte Kraftzuführung nach den Betrieben zahllose Arbeiter, also Klassen- genossen, schwer geschädigt. Taufende von Arbeitern haben den Verlust de« ZlrbcitSlohneS für die Dauer des Streik! zu beklagen. Muß das als unliebsame Nebenwirkung bei allen Streik« in lebenswichtigen Betrieben in Kruf genommen werden oder vcr- langt nicht eigentlich da« SolidaritätSintcrcss«, daß die Arbeiter der lebenswichtigen Betriebe sich auch ihrer Pflicht gegenüber ihren Klassengenosscn ganz besonder« bewußt find? Vielleicht wäre es möglich, eine besondere Kommission aus Vertretern aller Gewerk- schaften einzusetzen, die bei Konflikten in diesen Betrieben zunächst alle Mittel erschöpft, um die Arbeiter zu ihrem Recht zu verhelfen. Und zudem haben die Arbeiter in den der Allgemeinheit gehören- den Betrieben noch ein nicht zu unterschätzende« Machtmittel, wider- strebende Betriebsleiter zur Einsicht zu bringen. Und da« ist die Ocffentlichlcil I Wenn sie. wa« diesmal gar nicht geschehen ist, die Oeffcnllichkeit rechtzeitig von unhaltbaren Zuständen unter- richten, dann werden die Vertreter der Arbeiter im städtischen Par» lamente schon dafür sorgen, daß wirkliche Mißstände— wie in diesem Falle— gründlich abgestellt werden. Der Schiedsspruch und die Nngcstellten. Eine imposante Versammlung der streikenden Angestellten de« ZeitnngSgcwcrbcs tagte heute im„Deutschen Hof\ lieber die Verhandlungen vor dem SchlichtungsauZschuß und über den Schicds. spruch berichteten G u i a r o und Maier. Den Schiedsspruch haben wir bereits mitgeteilt. Aus de» Ausführungen der beiden Referenten ist hcrvorzu- heben: Tie Unternehmer stellten vor dem SchlichtungZauSschuß die falsche Behauptung auf. sie hätten schon bei den Tarifverhandlungcn am 23. September erklärt, sie würden auf den angekündigten Lohn- abbau verzichten. Wir tonnten positiv feststellen, daß damals von den Vertretern der Arbeitgeber noch gesagt wuroe: Wir be- stehen auf Abbau. Erst am 1. Oktober kam die Erklärung. daß die Unternehmer nunmehr bereit seien, auf Abbau zu ver- zichten. Die Zubilligung der ISprozeniigen Gehaltserhöhung durch den Schiedsspruch begründet dieser damit, daß Sie Erhöhung ange« messen erscheine mit Rücksicht aus die Verteuerung sämtlicher Lebensbedingungen. Tie Unternehmer lehnten nicht nur den Schiedsspruch ciiistimmig ob. sondern auch die Anregung deS Vorsitzenden, noch über die andern Punkte zu verhandeln, die vielleicht eine Beilegung des Streiks ermögliche» könnten. Ter Schiedsspruch bedeutet für uns nicht>ur gegenüvcr den Arbeitgebern, sonocru auch gegenüber den gelben Bünden, die in Ttreikbruch machten, einen ganz kolossalen moralischen Erfolg. Mehr noch als bisher kann nun den Anhängern der Bünde klargemacht werden, daß sie Verrat begehen und daß die gelben Bünde kein Recht haben, sich als Vertreter der Interessen der Angestellten hinzustellen. Mit Begeisterung nahm die Versammlung die näheren Mit- tcilungen von dem solidarischen Verhalten des TruckereipcrsonalS auf. Hervorgehoben wurde noch, daß auch die Angestellten in den Annoncenexpeditionen der Firma Masse, die ebenfalls im Streit sind, nur mit den übrigen Angestellten des ZcitungszcwerbcS zusammen wieder in Sie Betriebe gehen werden, wenn die gerech- ten Forderungen analannl sind. Nach lebhafter Diskussion wurde folgende Resolution ein- stimmig angenommen: „Die Versammelten nehmen mit Entrüstung davon Kenntnis, daß die Arbeitgeber den vom SchlichtungSaukschuß ge- fällten Schiedsspruch, der den Angestellten eine Zulage in Höhe von lb Proz. zuspricht, einstimmig abgelehnt haben. Die Ange- stellten selbst hätten in dem Schiedsspruch eine Grund- läge zu Verhandlungen über Wiederaufnahme der Arbeit gesehen." In einer zweiten, ebenfalls einstimmig angenommenen Reso- lution werden der„Gcwcrkschaftsbund der Angestellten" und der ..Gewcrkschaflkbund kaufmännischer Angestellten" für Streik- brecherorgani sationen erklärt. Tic Aussperrung bei der„Viktorin". Auch kcute hat die Decktion der„Viktoria" ihren Betrieb geschlossen gehalten Tie Angestellten, die pünktlich erschicnel: waren, zogen in großem DemonslralionSzuge nach den Kammersä.cn. um gegen da« Vorgehen der„Viktoria" zu pro- testieren. In der Versammlung wurde einstimmig folgende Entschließung angenommen:„Tie vollzählig versammelten auSge sperrten Angestellten big gen die vom Betriebsrat in Ueberein. stimmung mit den von den Gewerkschaften getroffenen Maß. nahmen als eine unausMcibl-che Folg- des von der Direktion wider alles Recht gegenüber den Angestellten beliebten Verfahren« der Aussperrung. Die Versamnielten erheben einstimmig Prolest gegen die dem BelriebSrätegesetz hohnspreckwnde gänzliche AuS- fchallung de« Betriebsrates aus den ,hm zusteheiroen Rechten und Pflichten." Achtung, Buchbinder! Wir bitten alle auf dem Bodcn der S. P. D. stehenden Kalle- ginnen und Kollegen, sowie diejenigen, welche mit der heutigen ! Branchenlcitung nicht einverstanden sind, die morgen. Freitag, 4X Uhr. im GcwcrkschaflshauS stattfindend« Branchenversamm- lung zahlreich zu besuchen. Der Atiionsausschuß. I. A.: Gustav Biewer. Die S.-P�D.-BetricbSräte. I. A.: H. Ehrecke. länderS Brand, besonder« bemerkenswert. Brand stellt? als Grundsatz für die Gesundung der Finanzkraft Europas auf. daß der Reichtum des Lande?, also der Bürger, vor dem Reichtum der Regierung den Vorrang haben müsse. In diesem Zu- sammenhonge rät er den Regierungen, im Interesse der Geiun- dung der Finanzen sich der Sozialisierung zu wider- setzen. Es wird weiter auS Brüpel berichtet, daß angesichts der deutschen Kohlen soziatisierungsptäne unter der Teiegierten der Konferenz durchweg bei den anwesenden Bank- leulen und Industriellen, die Stimmung geberrscht habe, daß bei einer Sozialisierung des deutschen Kohlenbergbaues nach einen der beiden vorgeschlagenen Pläne der Kredit Deutsch lands, der sich heute lediglich auf den Kredit der Privatei stütze, stark erschüttert werden würde, da man kein Vr trauen'n die Rentabilität de? Experiments setzen könne. Weitere» scharfes Zlnzichen der Häutepreise. Auf der Stu:! garler Höote- und Fellcouktion. die von Interessenten sehr gu besucht war. zogen die Preise für alle Gattungen Häute und Fell- erneut scharf an. Es erzielten Ochsenbäutc bis 39 Pfund 17 bic 18,60 M. do. 40— 59 Pfftnd 16,40—17,40 M.. do. 60-79 Pfun! 16,55 17,05 M. do. 30 Pfund und mehr 15,35-15.65 M. Rindcr- bäute bis 39 Pfund>8.80—19 M., do. 40—59 Pfund 17.45 bik 18,20 M.. do. 60-79 Pfund 16,90 18,05 M.. do. 80 Pfund uril mcbr k7.35 M. Kuhbäut? bis 39 Pfund 17 20—17,65 M.. do 40-59 Plund 17,50— 17,85 M.. do 60—79 Pfund 16,50-- 17,60 M do. 80 Pfund und mehr 17,30—17,75 M. Bullcnbäute bi« 39 P'urU 15,50 M.. do. 40—59 Pfund 15—16,50 M., do. 60-79 Pfund 14.7 bis 15.10 M.. do. 30 Pfund und mehr ILM— 13 05 M. Kalb«-' 24—25,15 M.. Fresserfelle 18,70 M.. Schaffelle 10,90—20.10 S? Bevbniib der Köche und verband der GastwirtSgebilfen. Set ivii iV(Köche). KemeiiUcine Bern inmlung-nn gieuasi, den 8. Lliober, »achlS II'/, Nbr, in Havellands Fel! älen, Neue Friedrichsliaze. Tagesoid- nung:„Ter Ziiangsmlaud zuguiistci, der crlvcrbsloscn Kallcgen'. Bund der techiiischrn SIug> bellten und Beamten. Mitgllederver- semmliingcn am F>eiia-,. den 8. Otiodei: Neukölln. 7'/, Ubr, in den Bürgerlälen. Beigltlaße 147; Norden III. 7'/, Ubr. Im Hagenbeck. Müller-, Ecke Eeelliaftt! Sndoil, 7 Ubr.>m Kiünnuei(Snnen, Krnnauer Sir. U; TicnilNSsiadt, 7'/, Ubr, lm Relianranl Schlonliaule: Lltöneberg, 7 Ubi, lin Neltaiiionl gbeisbof. EberSftrage; kllei» ckendorf, 7'/, Ubr. tm Reliau- rvnt Schulz. Lullrnou.-t m Babnbos: Tegel. 7'/, Ubr. lm Cals Hodenzollern, Stiahrndobn Endkalteslelle. Oeiilche Jach' nippcnausjchussitzuiig der MelaUüidustrie abends 8 Uhr in der GcschäslSstelle. -eetStZi Wiptfefyaft Vom Berliner Produktcumarkt. Nichtamtlich sind am 6. Oktober im Berliner Pradukten- verkehr folgende Preise ermittelt für 50 Kilogramm ab Station: Speiseerbsen Victoria 260—280 M., kleinere 205— 235 M., Futtererbscn 160—180 M., Linsen 400— 460 M., Peluschken 150— 170 M., Ackerbohnen 160— 180 M., Wicken 130 bis 160 M., Lupinen, neue blaue. 70—85 M.. neue gelbe 80 bis ICO M., Serradella, alte 75—80 M.. neue 100—115 M., RapS 410— 418 M.. Rübsen 5— 10 M. daruiilcr, Leinsaat 370—385 M., Mohn 500-560 M.. S e n f s a a t 180—210 M., Trocken schnitze! 78—81 M.. To rfme lasse 70—72 M.. W i e s e n h e u, lose 28— 30 M., K l e e h e u 37— 40 M., Stroh, drabtgevrcßt 21—24 M-, gebündelt 18— 20 M., Rotklee 1000 bis 20C0 M.. Wcißkle, 1600—3200 M., Schwedenklee. 1600 bis£500 M.. G e l b kl e e 340— 400 M.. Mais, lose, loko Hamburg, 186, Oktober 182, Novembcr-Tczember 178 M. Reis. Brasilvoll- reis loko 0 M.. Oltober-Ianuar 8,80 M., Burmareiz loko 9,75 M., SaignonreiS loko 9L0 M., Lktobcr-Dezcmber 8M M., Valencia 11 M-_ AntisozialisierungS-Propaganda. Der„Börsen-Courier" bringt folgend« Mitteilung: Van den wenigen wirklich bedeutenden Ausführungen, die auf der Brüsseler Finanzkonferenz gemacht worden sind, sind die Darlegungen de» Vizepräsidenten der Konferenz, deS Eng- Hroß-öerliner parteinachrtchten Heute, 7. Ottober: Wilmersdorf, Schmargendorf,««runetvald. 9. Kreis. Die irrtiimtich für moriun a»xrzeig»r Mngli.dcrvcrsiiiiimtuug findet bereits beute d» Ubr tu der Stula der Hindenburgichule, Am Seepnrt. siat». Dagcsordi>u»g: Nruorgauiiatioii; Vortrag über Parteitag: Sltf.(Senaife Dr. Nestriepke. viltuugsnusschusi der 3. und 4. Abteilung. 8 Ubr bei Nllckert. Stcinmctzstr. 37», Zulammenkui�l. UnbcdnigicS Erlchcincn aller notwendig Morgen, 8. Oktober: Wablkrci« Prcnztaner Tor. 7 Ubr Sitznnn des KrclSoorstandcs der l-eilcr. 5> alfirrer und Frai ei>lelierinncn der Ableiluiixcn bei Winze. Cbrislbuiger Stratze. Ecke«inssiiahe. Tchmargrndorf. Milgliederveitammluna 7'/, Ubr lm Slbddenbau? Follietzum, des To-Nng-S vom Geuoficn Dr.Hkiring:„Tie SozinIisiclilNi> de? Vcrgda>'eS." Der dicsinonalliche Zahlabciid tällt fort und ionnen dle veltrSge in der Mitglicdcrveriammlung enlrichirt werden. Jede« Muglied bringe Gäste mit. Werbeauskchusi der sozialdemokratischen Polizeibeainteu Gros;- Berlin. 7 Uh> Vcrtrnnensmäiiiier fitzung der grünen"olizei in z.\ive:- landS Festsälen, Neue Fncdrichnr. 35. Seiner darf ohne Grund sehten. Sport. Großer ZlbschirdSPreiS in Trepiow llür den letzten Renntag cm der Tievlawer S'ofcn. welcher am lommenden Sonnlag staNfindet, ist nun- mcbr die Mcldettste für Flieget gclchlosieii. tztu; ei dem Kewinrcr der dies- jüdrigen Meü ei lchali von Trcetow, Abrabam. baben sich von de anntercn Fabrern noch Trchmcr, Nudel, Habn. Häusler, Nciidclbachci uro. u. a. auch die Aiisuiker im PiämicnlabiNi NeinaS. Petri uns T;etz geweldrt und lo iii bc; dieier gleichmäfimen Beictzniig wieder bochinteressanier Spart zu erwarten. Durch die bare Teilnebmsi zadl fi-d im schtini>i:idilav drei Borläute nolwcndig geworden, n ähuiid im Ztbichiedsvrüm cn'rdrcn alle 34 Fairer mil eine,» Male abgetafien ncrdcit. Da» auh-rdem sestgctetzte Zrobjabre» gltl als Eiit'chädigunftiadren tür solche Fahrer, die nur eine bestimmte Summe an Prellen gewonnen haben. Ter Pegimi der Rennen ist aus nachmittag 3 Uhr sestgcictzi. Sl> bcitrr- Radlahierbnud„Solibaritiit*, LrlScrupve Berlin, l. Ablcilnrg. Sonnlag, den 10. Lktoder, mittag« 1 Uhr: Blantei.sctde bis Krotzbeeicn. Sonn ag srüb 7 Ubr: Hennizsdors(Brche). Zlrdriier-Radfabrcrvcrcin„Grofi-Berlin". Strcilzüge durch den Krümer. Nachmittag 1 Uhr: Start: Mariannenplatz._______ Vorträge, vereine und ve?semm!un?en. Toztalistiiche Schülcrietiiou. Moigen früh 6 Ubr Stettiner Sarau babnhol. Aue fing nach Lrunienburg.— Zentralvcrbaud der Invalideii und Wiiwe» Teuischtands. O isgruvpe Groh-Fertui(tiez. Bucht. Soimabend, de» 9. Lliober, 4 Ubr,„Huicier Nacüm tag" tür die Jnlassen des Hosp latS Buch unter gülrxer Mitwillung der Damen Kclchw. Snoit und de« Humoiiiien Herin.�tari tkulzmann. tür den redalt leii Tr.».'crner Veilcr. Cbarlöllenvurg; tür«n zeigen Berlin. Bering ParioSrls-Seria««. m d. H.. Berlin Stae i'. t- PertraSansloli Vaul Eingct n Co 1'erlij üinveiUtt. Z Beranl» Tb. birolte wäriS.Biichvruckerei 0. in. LtOZZS für herren-AuzUge, Alfter, puieiols. vamen-Sajir-me. Meter S0.-. 100.-. lS0.-. 200.- Mark. Nur langjährige Perbindungen mit aiidrwäorien ffadrilanif» dura e»'iir preiswerle, gute Quaiildten Koch& SeeSand' ggl(Scnr.1893. Oertraudtcnstr. 20"2la Gegr.1893. i Berstei�ernngV Am Freitag, 8. Oktober, vorm. S'/, Uhr, Werve ich hier, l). 17, Mühlcustr. 15,17, 210 Zll. MklÄSk öffentlich nieiftbieteiid gegen gleich bare Zahlung gem. 8 57» H.G.V. versteigern. HoltZ, Gerichtsvollzieher, Berlin O 34, Prtersburfier Str. 89. Letzte Neuheit I br ' Versteigere Freitag 8. Lktbr. vorm. lt» Ilbr. liier, O. 17. 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