Nr. 504 ♦ Z7. Jahrgang Ausgabe A Nr. 115 Bezugspreis: B:«rttUaj)rL30�-3Jt,in«iatl 10,— sa fret ms&oas. voraus joiilfcct. Pvb- fcejao MouaUig 10,— Mi. etil. 3s- Osllunzsge�iidr. Uni«.treu» ooni nU Dsmlchlan!''infl Oefterrtidi 16 0 ülL, ffii das ü nn«|i Auslau d det läoNck rttmoL«-iltenunti 21.50' Hoiths- Oelluuqrv nebuien an Ocftnteiifc. IWzarn, Tschecho- Slowats!. Sftof- Marl, Holland, v u�embutq, Lchwedsn aab Sil SAroetj.— Eiuqelraasu u> die?oO-?iitunqs-PriisllOi. Dir.Borwärts' mit dir Eonnlay«, bevag«»Doli n. 3«� arickeml täglich iweimvl Sonnrna- und Min» tags»minrn, T»le gramm-Adrsfie l'-.rllw-". Morgen Ansgabe berliner Dolk?»bleitt (38 Pfennig') Anzeigenpreis: Dt? achtgeipaitenl �oncarriütjp'f loftctS,— M�Teuerunyszuic'�aa 50 �kleine Anzeiqeu�. r> qeöructtc Wor: t— M.»�ulaiiig z»« 'ettgedriiSte ffiorrej, eöc� wcttrrl 'Loci 60 Pfg. 6leuenqiiuf!-c un' Schlafstellenanze igen üaä. icfte-iVor- 56 Vfg., iedee coeitcie iSoct 4t) •Borte übet 15 Buchstaben zählen nir mei Worte. Tenerunaszuschlga 50�«v staml!len»An.�e»gen für Abonnenten 3elle 2,— Str poliU;che um ze» werkichaftliche Vereins» Anweisen 3.-— DU. die Zeile ohne Aufschlag Anzeigen für dii n ä cd'! e Rümmer Müssen bis S At»c naci"Uttlags un 5«tuptgeschäft, Ver.in SW 5. Linden' �tratze S. aöyegsoen Vierden, t�eöffnel von S Ubr früh vis 5 Uhr abends. Zsntralorgan der rozialdemokrati fdoen Partei Deuttdolands NeSaktion unö ExveSition: SV. vS, Linüenstr. 5. aernwoertier- Ami iiHamplit«. Rr. 15190—15197. Dil? Vilhierschi'uie« der Berliner Klätier gidt v e r n u t- vortnugslose« ElriüeiUcn Leranlassong, Puiichgerüchte aller Art in die Welt zu setzen und die Broöllernng damit zu- bcunruqigrn. Einem Mitarbeiter der P. P?!.»ersickertc der Volizeivrändent Genosse Richter, daß lein Grund zu irgendwelcher Beunruhigung vor- Händen ist. Im Gegenteil ist die allgemeine Lage als durchaus ruhig zu bezeiSueu. Die Beriretuug der in den Acitungsdetrirben Streikenden und Ausgesperrte» hat am Montag dem Polizeipräsidenten gegenüber die Earautie iebernommru, daß bei ihrer Bewegung keinerlei Ausschreitungen vorkommen. Da es sich bei dieser Bewegung um Arbeitergruppru bandelt, die zu den b r st- diszipliniertesten der deutscheu Arbritcrbcwcgunli gehören, ist mit Recht anzunehuic», dost. hinter diesen Worten auch der ernste Wille steht, die Bewegung in streng gesetzmäßigen Babnen durchzuführen, Di« Waffenabgabe hat naturgemäß in den letzte» Tagen nicht mehr die Ziffern der ersten Zeil crrr'ckt, nimini aber trotzdem einen befriedigenden Fortgang. Nach wie vor sind an der Waffen- adgi.b" alle Brvölkeruugskreisc beteiligt. Diese Tatsache läßt ex» kennen, daß Absichten zu bewaffneten PutsMen, zn deren Durchjührnng auch zurzeit fedc Möglichkeit fehlt, auf keiner Seite vorhanden find. GemeinAearbeiterftreiks in Sachsen. Dresden nud Leipzig im Dunkeln. Der Lohnkampf dcr Chemnitzer städtischen Arbeiter, über den wir in unserer Sonntagnumwer bciickteten. scheint auch auf die übrigen Siädte Sachsen' überzuspringen. Aus Dresden meidet uns ein eigener. Drahtbericht: Hier ist infolge Lohnforderung ein Streik der Elektrizität s- a r b e i t e r ausgebrochzen- Die Strahenbahnen Verkehren nicht, die Stadt hat kein Licht, auch der Tele- Phon verkehr ruht. Infolge des Streiks erscheinen auch die Zeitungen nicht, wovon auch unser Bruderorgan, die „Dresdener Volkszeiiuiig". betroffen ist. Es ist zu befürchten. daß sich der Streik auf ganz Sachsen aus- dehnen wird. Auch aus Leipzig erhalten wir die Nachricht, daff die dortigen städtischen Arbeiter am Montag früh in den Ausstand getreten sind. Die Stadt ist ohne elektrischen Strom und Gas. In den Bormittagsstunden war auch die Wasserversorgung einige Zeit unterbrochen. Die Noistandsarbeiten werden von den Streikenden ausgeführt. Der Arbeitgeberverband stjchfischtr Gemeinden hat mit der Zcntralstreiklcitung neue Verhandlungen eingeleitet. die hoffentlich bald zu einem die Arbeiter befriedigenden Abschluß kommen. Unruhen beim Elektrizitätswerk Hegermnhle. Der amtliche Preußische Presiedieust teilt mit: Das Elektrizitätswerk tzegermühle bei E b e r s w a l d c ist am Z. Oktober 1920 von aufrührerischen Elemcuten besetzt worden. Es wurde ein Aktionsausschuß gebildet, der den Betrieb still- gelegt hat. Sonntag ist Berliner Polizei tn Hogermuhle eingetroffen und Hot das Werk besetzt. Ihre Nuknnti war völlig überraschend und e§ ist kein ernfthoffer Widerstand geleistet worden. Es konnten Perhondlungen durch einen Negierunzskommissar eingeleitet werden. Montag herrschte tn Hcgermühle Ruhe. Ein Teil der Arbeiter hat die Arbeiten wieder aufgenommen. Die Verhandtungen werden fortgesetzt. Ein kleiner Teil dcr Polizei bleibt bis zur völligen Herstellung der Ordnung in Hegcrmühle. die Aussperrung im Zeitungsgewerbe. TLie lange»och? Unter der üeberschnst„Liegt Aussperrung vor?' veröffentlicht d'e.Deutsche Allgemeine Zeitung" eine neue Erklärung des Arbeit- geberverbandes für oas Berliner Zeuuugsgewerbe. Mit juristischer Spitzsitidigfeit versucht angesichts der Taifachcn der Arbeitgeber'. verband darin den Nachweis, daß die von ihm durchgeführte AuS- sperrung des technischen Personals der bürgerlichen Zeitungen eigentlich gar leine Aussverrung sei. Recht komisch wirit in der Erklärung dcr vom Arbeitgeber- verband versuchte Uliiernehmertrick, den einen Teil der Ar- beiter gegen den anderen auszuspielen, die in brüderlicher Klaffensolidaritöt geeinten Hand und Kopfarbeiter zu entzweien, und dann um so leichter mit Beiden fertig zu werden. Es heißt darüber in der Erklärung: U'sterncbnwr hatten-a-'ang, mjleiwi mit allzu großer Geduld über die sich immer stärker fühlbar machende Arbeits- Verweigerung der Setzer. Drucker usw. hinweggesehen, incst sie auf Grund des mit dein GeweichschaftSbund der kaufmanni- scheu Angestellten obgescküoiscncn Vergleiche sich der Hoffnung auf eine friedliche Lösung hingaben. Aber die Leitung der Afa, welche die kaufmännischen Angestellten vor Er- jchöpfung der gesetzlich gesicherten Verhandlungsmöglichkeite« in den Ausstand getrieben hatte, wollte den Kampf nicht aufgeben. Da aber die Vorteile des abgeschlossenen Vergleichs für die An- aestelltenschaft klar zutage tra:en. mußte sie eine baldige Lähmung <... o-i k.____...;ii« virt« irnn«** yCjJ.CU 1 Cll JU./V1 1 I. AI.U«. Q" i tzz ll.U4.vtl/ UIILqIv. JIC vl't-v V-V4.» Ö w w der Kampfstimmung befürchteü, wenn ihr nicht von onde- rer Seite Hilfe käme. Ilng diese Hilfe suchte sie bei den Arbeitern, die aber trotz allen ZolidaritätsgefühlS höchst geschulten Arbeitern geführt worden wäre. ' ES muß schon arg bestellt sein um die Sache der Unternehmer. wenn sie zu solchen Mitteln greifen müssen, ihr vermeintliches Recht zu verteidigen. Es lohnt sich wahrlich nickt, mit Klassengegnern der Arbeiter— und das sind die bürgerlichen Zeitungsunternehmer trotz aller in den Zeitungen manchmal zum Ausdruck gebrachten Krbeitcrfrcundlichkeit—: über den Gedanken der Arbeitersolidarität zu rechten. Ganz selbstverständlich für jeden seiner Klassenlag« bewußten A'beiter ist ee. s.i»en bvnps-iVtt Kom.raden nach besten Kräften beizuspringcu. Der gewaltige Fortschritt auf ge- werkschaftlichem Gebiete gegenüber der vergangenen Zeit ist ja gerade die Erkenntnis in den Kreisen der Kopfarbeiter, daß auch sie im besten Sinn? des Wortes zum Proletariat� ge- hören. Diesen jungen Zweig der Arbeiterbewegung zu stützen, wird und muß eine Ehrensache für die älteren und stärkeren Organisationen ver Handarbeiter sein. Di« in der Erklärung auch an anderer Stelle indirekt zum verschiedene Auffarunz des Begriffes Sol.darität weiter zu strei» mutet um so eigenartiger an, als der Arbeitg«berverband für sich in Anspruch nimmt, daß all« seine Mitglieder ihre eigenen wirt- schaftlichen Interessen zurückzustellen baben, um die E i n h e i t 4- front der Arbeitgeber im ZeitungSgewerbe her- �pellen. Wir erinnern nur an die von uns gewüroigte Erklärung der„Kreuz- Zeitung' an ihre Leier, die da? Bedauern darüber aus- spricht. Ueber die je nach dem Klassenstandpunkt ganz selbstverständlich verschiedene Auffassung des Begriffes Solidarität, weiter zu strei- ken, verlohnt sich nicht. Biel wichtiger erscheint es uns, einen Weg zu finden, der eine Beilegung des für die Oeffent- lichkeit auf die Dauer unerträglichen ZustandeS ermöglicht. So hintcrwälderisch werden die Unternehmer in ihren Anschauungen doch nicht sein, daß sie glauben, den Gegner, der ihnen geichlosscn und kraftvoll gegenübersteht, zu Boden schlagen zu können. Wenn beide Parteien sich ihrer Stärke bewußt sind und nicht den ersten Schritt zu Verhandlungen machen wollen, so muß von dritter Seite der Versuch dazu gemacht werden. Uns scheint es Aufgabe des Reichs arbeitsministeriil ms zu sein, nicht länger als stummer Zuschauer diesem Kampfe beizuwohnen. Seine Ausgabe ist eS vielmehr— und vielleicht auch die der Parteien, deren Anschauungen in den bürgerlichen Zeitungen doch vertreten weichen iollen— mit neuen Vermittlungsversuchen an die beiden Gegner heranzutreten. Wenn dann der Arbeiiqcbcrverband nicht länger noch auf einer Ablehnung des angesichts der Wirtschaftslage dringend notwendig gewordenen lkohnauSgleichcs verbarn. wird und muß sich ein Weg finden, der diesen die Oeffentlichkeit, das Gewerbe und weite Kreise de? Wirtschaftslebens stark berührenden Kampf zu einem vernünf- tigen Abschluß bringt._ Polens verrat an Lltauev. Seano, 10. Oktober. jLitimische Telegraphen-Agentur l Neuerliche Meldungen ergebe» klar, daß die Abrnteurertruppc» i« W i l n a keine polonifierten Litauer, sondern polnische Bestünde sind. Die litauische Regierung wird gegen die Abentrnrer rücksichtslos vor- gebe« Kowno, 11. Oktober. Die Litauische Telegraphen-Agemur teilt mit: Ais polnische Truppe», von ihrer maßlosen Kainpfgier ge- ineben, in die litauische Haupistadl eindrangen, bemächtigte sich nicht nur der Litauer, sondern auch der dort weilenden Aus- l ä n d e r eine Empörung über den Bruck deS FriedenSver- trageS. Die Ententevertreter haben der sogenannten Zen- i trolleitung Litauens schriftlich ihren schärf st en Protest aus- gedrückt und auSdtücklick erklärt, daß die Eiiteutcvenieliingen in Litauen keine andere Regierung anerkennen würden, als die>n Kowno weilende vertragsmäßige litauische Regierung. Heute ist«in Sxtrazug nach Wilna abgesandt worden, um die in Wilna zurückgebliebenen ausländischen Missionen nach Kowno ab- zuholen. Der jüdische Ratio natrat hat einen Aufruf an die jüdische Bevölkerung Litauens«ilasien, in dem er sämtliche Juden auiiordert, Litauen in dem Kampf gegen Polen beizustehen und die Truppen der Regierung zu unterstützen. Die jüdische Jugend soll gleichiallS mit den anderen Bürgern in die Reihen der Freiwilligen treten, und kein Jude soll in diesem schweren Augen- blick abseits stehen._ Ei» Gesetz gegen Sie Kapitulstuch» ist dem Rerchötug zu- gegangen. l>orwärts-verlag G.nt.b. k., Ew. i>$, Linöenstr.Z. �ernwrecher: Am» Moritzvlay, Str. 117 53— 5 l. Episoöe öer Kontinente-Politik. Kassel, 1 1. Oktober.(Eigener Drathssbericht.) Von den ausländischen Gästen ergriff beute auf dem Parteitag Genosse V! i e g-e n aus Amsterdam, der Vorsitzende der holländischen Sozialdemokratie, das Wort zur Begrüßung des Parteitages. Gleich Stauning bezeichnete er als die erste Aufgabe der d-eutschen Arbeiterklasse, die Republik zu er- halten und zu entfalten. Die Mahnung wird bei der deutschen Arbeiterschaft nicht ungeliört verhallen. In seiner h idenschaftlichen Sprechweise erstattete dann Otto Wels den Parteivorstandsbericht; in Inständiger Rede umriß er die gesamte innere und äußere Politik des Reiches. Wie Scheik'Mgnn in seiner Eröffnungsrede ansgc führt hatte. daß sich die Sozialdemokratie von niemandem in der Feind schaff gegen den Kapitalismus übertreffen lasse, io stellte Wels fest, daß diese lssesellschaflsordnung durch das Elend des Welt- Weges dreifach den Tod verdient hat, daß wir T 0 d- f e i n d e der kapitalistischen Gesellschaft bleiben und uns durch nichts mit ihr venphn-en lassen. Rur auf die belle M e t h 0 d e zu ihrer Ueberwindung kommt es an. Da ist'mit den drei Zauberworten: Generalstreik, W-sttrevolntion und politische Arbeiterräte nichts getan. Ta>ii braucht man politisches � W i s s e n und wirtschastlidhes V e r stän d n i s. Für die Außenpolitik entwickelt Wels ein Aktions pragramm, das in vier Forderungen gipfelt: Revision des Venaill-er Friedens, Wiederaufbau der zerstörten Gebiete, internationaler proletarischer Generalstab und sofortige Wie- derausnabme der Beziehungen zu Rußland, gleichviel unter welcher Regierungsform. Das geinein'chastlich- Hauptziel dieser Einzelforberungen ist di-e Erhaltung des Weltfriedens. Nur auf dieser Grundlage kann Deutschland inner- lich wieder gesunden. In schärfster Ahlohmmg jeder Verzögerung und Verwässerung der S 0 z i al i s i e ru n g s i d e e forderte Wels sofortige llebernahme von Kohle und Eisen, Kali und Srickstoff. Kraftquellen und Verkehrsmittel in. ein gemeinsames öffentliches Wirffchaftssystem. Politisch wies er erneut jeden Gedanken eines Zusammengehens mit der gegenwärtigen Regierung weit von sich. Sie soll den Beweis der Lügenhaftigkeit der bürgerlichen Versprechungen im Wahlkamvf erschöpfend zu Ende führen. Genosse Bartels gab erfreuliche Zahlen aus dem Orga- nisatians- und Kassenbericht bekannt und dann batt? die De- batte freien Spielraum. Die Kritik am Parteivorstand und an der Tätigkeit der Partei hielt sich in den engsten Grenzen. Nur Genosse Coden- Berlin verursachte einen Zwischenfall durch seine lreftige Kritik an der angeblichen e n g l i s ch>n Orientierung der Partei und durch eine blinde Berherr- lichung der gegenwärtigen Machthaber in Frankreich. Daß er sich dabei hinreißen ließ, selbst die Behandlung der besetzten Gebiete durch die Franzosen zu beschönigen, rief auf dem Parteitag einen Entrüstungssturm hervor. Nock- dem Ed. Bernstein, Ernst Heil mann und Adolf Braun die Aussühriingen Cohens sachlich restlos wider!.'gt h-itten. stellte Scheidemann als Vorsitzender unter lebhaftem Beifall fest, daß die besetzten Gebiete der vollen Soli- darität tzer ganzen deutschen Arbeiterschaft versichert sein dür- fen, und daß es glücklicherweise keinen zweiten Cohen in der Partei gibt. Die packende Darstellung des reichsfein blichen Treibens der immer unverschämter austretenden Reaktion in Bayern durch den Genossen Dr. S ü ß h e i m- Nürnberg lenkte dann den Parteitag wieder seinen eigentlichen Aufgaben zu. dem Kampfe für Demokratie und Sozialismus. Dir be- gönnen? Aussprache wird morgen fortgesetzt. i Dem Parteitag sind eine Reihe neuer bemerkenswerter Anträge zugegangen. So beantragen Partewchstand und Parteiausschuß über die Stellung der Sozialdemokratie zur Regierungsbildung:' Da das Ergebnis der Reichstag?wah!en dcr frühere» Koalition eine lragfähige Mebrbeii»ich! mehr gewöhrl«, da eine nach rechts hin erweiterte Koalition mit den Interessen der Arbeiterklassen nicht zu vereinbaren war. da die U.S. P.D. sich weigerte, in eine zur Verteidigung de? republikanischen Einrichtungen und zur Sicherung der politischen Errungenschaften der.Revolutionszrii zu bildenden Regierung einzutreten, war nach den RetchstagSwalffen der A u s t r i l t der svzialdemokratischen Partei au-:- Oer Regierung notwendig geworden. Der Parieitag billigt daher die Haltung de? Pgrteivvrstvndes und der Reichstagssrktitirm zur Regierungs- bildung ausdrücklich. Ein Wiedereilitcitt der Sozia kd am okraciichen Partei in die Reichsregierung kann n u r in Frage kommen, wenn die Interessen des Proletariats, die vor allem die Demakraiisierung der Verwaltung, die Hepuihlikanisierung der Reichswehr, die Sozialt- sierung der dafür reifen WirischaftsMeige und eine p 0 z i- f i st i s ch« auswärtige Politik erheischen, ihn zwingend er- fordern. Ein anderer, von zahlreichen Delegierten unterstützter An- trag fordert die Reichstagsfraktion auf, unbeschadet dej sonstigen Stellung zur Regierung, dem Reichsernährungsminlster Tr. He r m e? wegen seiner leicktfertigen Ernabnmgs- polltik daK Mißtraue n auszusprechen. Ein weiterer Antrag fordert die Reichstagsfraktion auf. sofort für erneute Schritte bei der rusiischen Regieung wegen Rückbeförderung der noch in Sibirien befindlichen Kriegsgefangenen zu sorgen. Ein Nachruf öer„Zreiheit�. Nach dem Siege, den sie mit Hilfe ihrer Parteiinstanzen über die kommunistisch durchseuchte Prcßkommission am Sonn- abend errungen hat. blickt die Redaktion der„Freiheit" wieder etwas rosiger in die Zukunft. In dem Artikel, mit dem sie die Eröffnung des U.-S.-P.-Parteitages in Halle begrüßt, fehlt es zwar nicht an wehmütigen Untertönen, in der allgemeinen Note aber bemüht man sich, eine gewisse Zuversicht an den Tag zu legen. Tie„Zerschlagung" der Unabhängigen Sozialdemokratie wird zwar als eine feststehende Tatsache ver« kündet, über die man sich keinen Täuschungen hingeben dürfe, dock wird diese Tatsache mit Gelassenheit, ja sogar mit einer gewissen Genugtuung betrachtet: „Vielleicht wird die Unabhängige Sozialdemokratie durch diese ».Reinigung" eine vorübergehende zahlenmäßige Schwächung er- fahren; innerlich wirb sie aus diesem Prozeß geläutert und gestärkt hervorgehen und erst recht zur Massenpartri bcS deutschen, deS revolutionären Proletariats werden." Also: Wir verlieren etiva die Hälfte unserer Mitglieder an einen erbitterten Gegner, der vor keiner Schmähung und sogar vor keiner Drohung— siehe Ledebour und die U.-S.-P.- Mörderzentralen— zurückschrickt, aber wir werden dadurch „erst recht zur Mässenpartei".; wir geben zu, daß uns diese Logik ctwMs verblüfft. Ins Menschlich-allzumenschliche übersetzt soll das wohl beißen, daß die Redaktion der„Freiheit" endlich wieder ihre Ruh' baben wird, nachdem sene Elemente, die sie absetzen wollten, ausscheiden. Das wäre a u ch ein Standpunkt... Nun wihmet die„Freiheit" der Unabhängigen Sozial- demokratie, wie sie bisher war und wie sie offenbar mit dem Kalleschen Parteitag aufgebort haben wird, zu sein, einen Nachruf, der an Offenheit nichts zu wünschen übrig läßt. „Unsere Partei ist entstanden aus der Opposition gegen die Kriegspolitik der alten sozialdemokratischen Instanzen; es schlössen sich ihr aber auch sehr viele Elemente an, die aus Pazifist i- scheu, a n a r ch ist i i ch e n oder syndikalistischen Neigungen nach einem Baden für ihre Bestrebungen suchten. In Mas- s e n kamen ferner jene Leute zu un-Z, die der organisatorisch-sozialistischen Schulung gänzlich entbehrten, die einfach mit den Verhüll nissen unzufrieden waren und die unter „Aktjon" nur das Schreien avf offenem Markte verstehen." Diese freimütige Erkenntnis würde recht lobenswert w- scheinen, wenn sie etwas friiber in den Spalten der„Freiheit" Raum gefunden hätte. In Wahrheit aber hat die Politik der U. S. P. und vor allem der„Freiheit" ausschließlich darin bestanden, diese gänzlich unorganisierten und ungeschulten Massen mit pazifistisch-anarchistischen Reden und Aufsätzen zu gewinnen und ihre Unzufriedenheit durch das„Schreien auf offenem Markte" zu steigern. Das nannte man„revolu- tionä r". Spaltung am Nleöerrhei'n. Tüsfeldorf, U. Cftcb«. tW.TLZ.» Zu einer Sval. tung der N. S. P. D. Niedrrrheiu kam es auf dem gestri. ge« hiesigen Parteitag. Dei der Abstimmung über de« Anschluß an die 3. Internationale stimmten 131 Delegierte für» äst gegen den Rnschlufs. Tie Minderheit erklärte den, der den Anschluß befürworte, als außerhalb der Partei stehend, zog in ein anderes Lokal und konstituierte sich als Parteitag der U. S. P. T. Tie 87(Ml Mitglieder zählende U. T. P. D. Nieder- rhcin ist damit gespalten. Der Untergang Frankreichs. Roman von Fran?ois Romain. z Schorsungslose Austxckwng dcS eigenen Zerfalls ist«in FlchvllaniismuZ. der dem Tvpus des deutschen Fanatikers von jeher näher lag als etwa dem übertriebenen Rassestolz des romanischen Schilderers an räumlichen Begebenheiten. Weil die Fälle Zola und Barbußc gewissermaßen aufreizend« Ausnahmen bildeten, nur deshalb schlugen sie durch und wurden ein von der ganzen Welt diskutiertes Begebnis. Man sah durch eine Lücke etwas Schreck- Haftes, das man erst vermutete(jedoch nicht glaubt«), buchstäblich wahr zu finden. Hieraus folgernd, nahm man einen prophetisch geschnittenen Teilausschnitt für ein realos Welckild und kon- strmerte sich seinen Zerfall Frankreichs. Zerfall der robustEn Kraft aus der einen Seite, und Zerfall der verfetteten Demokratie auf der anderen Frankreich hat in beiden Fällen seme Analytiker enttäuscht, brachte 19(4 mit Bravour den deutschen Generalstab zu Fall und löschte mit dem Vertrag zu Versailles die Hoffnung des deutschen Sozialismus, auf einen Weltfeieriag aus. Es hat sich der rechncrisifcn Wirklichkeit näher erwiesen, wo cS zu strau- cheln schien, und baute in Augenblicken der Gefahr ein national geballtes Heilighaus. Wohl verstanden: nach außen! Wie öS. in diesem Sch.'iubau aber rumort, wie an dem Gebälk schon die Zähne deö Wurmes seilen. Risse klaffen und Fundamente unterspült sind von der Sintflut, das kann nur ein Mitbewohner dieses Hauses, ein Buße predigender Johanne' auizewen. FranchM'Romain, ein Sikkßr literarisch unbescholtener Franzose, taucht auf, wie weilane sola azi! der Geißel.(Der. Leb- lag Hofsmann u. Campe bringt-.t-i sein Wer? deutsch heraus.) Er stellt Frankreich Teutschland, gegenüber, macht das besetzte Ge- biet zu einem feurigen Busch,(sc lwht die Deutschen nicht, achtet sie aber uni einer höheren Gerechtigkeit willen. Er. überläßt Deutschland wicht großmütig daS Ani! des Rächers, aber er läßt Frankreich an Deutschlands größter Aot zugrunde/-gehen..Eir schlägt Frankreich mit der'Schme lz d.e �es'Lüer andere- brachte-,- zeigt auft Iure sein«. Temofcnti«";* e nem � tzisi igest' Nebel von Imperialismus erstickt-uns sim' letzten Rhchaln.'grst- weiß), wo" sich' ein« Hand zur Versöhnung streckt.-" So verführerisch es. für.den Antrr auch geioes.cn sein mag, dgS Heil in einem" schmetrernden Tusch der Verbrüderung zu finden — Utopien geht er aus dem Wege, wie auch seine Figuren kerne autzerräumlichen Tend.nzgötzen sind. Sie leben mitten unter uns und haben unsere Laster, unsere Gebrechen, unsere Hofsnungen und unchren Untergang. chy. Tic Beethvvenfeier c,ne Vvlksfeicr. Der preuß-sche Minister sich M'nst. Wissenschaft und Volksbildung, Haenisch, hat folgenden -,• f.,,. ,us.g«geben: „Um IG. Dezember d. I. wird das deutsche Volk und mit ihm alle tuttivierien Nationen"des Ivo. Geburtstage» Ludwig van Das Scherbengericht in tzallb. Obgleich Vertreter der Dritten Internationale zum Parteitag chor U. S. P. in Halle nicht eingeladen worden'sind ist S i n o i�j e w als Delegierter dc-r. Sowjetregierung in Halle eingetroffen. B u ch a r i n, der von Moskau gleicksfalls an- gekündigt worden war, ist nickt chnaetroffen. - Die französische Partei hat als' ihre Vertreter für den .Halleschen Parteitag der U. S. P. die Genossen Jean L o n g u c t und Jean R i b a u t bestimmt, ferner S. Grumbach. Diese Delegation hat vor allem i n s o r m a t o r i j ch e n. Charakter.... Tie U.S.P. Nür»?berg für Moskau. Nürnberg, ll. Lkiober. Tie Urabstimmung in der U. S. P. Nürnberg ergab die Wahl von 4 Delegierten, die sämtlich für den Anschluß an hie dritte Internationale sind. Spche'märchen. Unter der Ueberschrift„Herrn Richters Spitzel' be- hauplete die„Rote Fahne' am Sonntag, daß die Detektive Schwarz und Grützmacher vom Berliner Polizei- Präsidium mit gefälschten Stempeln Ausweise der K. P. D. b ergestellt hätten Wie der P o l i z e i p r ä s i d e n t mitteilt, ist diese Nachrickl vollständig erfunden. Die Detelsive S ch w a r z und Grützmacher sind beim Polizeipräsidium Berlin weder an- gestellt»och bekannt. Ebensowenig hat selbstverständlich das Polizei- Präsidium von ihrem- angeblichen Treiben Kenntnis, Magnus �irschfetö nicht gestorben. Tie von der Tepeschenageniirr Di na ausgegebene und von uns übernommene Meldung, wonach Dr. Magnus Hirschseld in Mün- chen dc.n'il;!n von antisemitischen Raufbolden zugefüglen Ver- letzung ou erle-zen sei, bestätigt sich, erfreulicherweise nicht. Im Gegenteil soll Dr. Hirschfeld sich wohl befinden und die Klinik gestern verlassen haben. Da die- Totgesagten bekanntlich am läng- sten leben, so wird der vcrd-ente Sexualforscher seine TodcSnäch- richt koffenklich reckt lange überleben. An unserem Urteil über die- bodenlos gemeine Tat ändert der besser« Ausgang der Sache aber nichts, ebensoloenig an unse- rem Urteil über die bayerische Regierung, welche die' Täter absolut nicht e r in i i t e I.n kann, obwohl sie sich natürlich die größte Mühe gibt. Dher zweifelt etwa jemand dcrrcyt?.! ZU? tzebung öoe Kohlenförüerung. Der- w i r t scha f t S p o l it i sch'e Ausschutz des Reichswirt. schastsrats setzte am Montag seine Verhandlungen unter dem Vor- sitz des Staatssekretärs a. D>. Müller fort. Zunächst stimmte der Ausschutz den Beschlüssen des K o h l e n a u ö sch u s se s zu.' -Entsprechend einem Antrage I m b u s ch- H u e' ersnchte der Aus- schütz die Regierung durch sofort einzusetzende technische Kom- Missionen die Verbältnisse in den verschiedenen Berg'rcvieren und auf den einzelnen Werken prüfen zu lassen und auf eine Ein- führrmg aller eine Erhöhung der Förderung versprechenden Aends- rungen zu dringen. Insbesondere ist zu prüfen, ob nicht durch' Einlegung weiterer. Förderscy ich ten und eine bessere Organisation'der Betriebe: die einen größeren Prozentsatz der Ar. beiier an direkt produktive Arbeil bringt, höhere Färber- Ziffern erreicht werden können. Um den notwendigen Anreiz zu r B e r g a r b e i t zu schaffen und zu erhalten ist, auf ein richtiges Verhältnis zwischen den Löhnen der Bergarbeiter und denen der Arbeiter in anderen Jndifftrien und.Gewerben hinzuwirken. Die Bergarbeiterbevölkerung' so ausreichend inst L e che n» m i t t e l n zu versorgen, daß-sie dse-von ihnen gewünschte Ärbett' auch leisten kgnn. Jnsbesirndsre ist auch eine rechtzeitig« und ausreichende Be. lieseriliig(Einkellerung) mit Kartoffeln durchzuführen. Die in den Tarifverträgen festgelegte Dauer der ordentlichen Schicht gesetzlich zu sichern und dadurch den Bergleuten die Be- fürchtung zu nehmen, man wolle ibnen aus dem Umwege über die Uebecschichten eine dauernde Verlängerung ihrer ordcwtlichen Schichtzeit aufzwingen. Der weitere Ausbau des Knapp» schastswesens ist den Wünschen der Bergleute entsprechend mit möglichster Beschleunigung durchzuführen, insbesondere sind die Krankengelder und Pensiemen den heutigen Geldwerten anzupassen. Beethovens feierlich gedenken. Der Anlatz scheint mir geeignet, auf die hohe Bedeutung hinzuweisen, die der Tonkunst im geistigen Leben unseres Volkes stets eigen gewesen ist. Ich halte es für er- wünscht, daß der Gedenktag i» würdiger Form begangen wird durch Veranstaltung entsprechender Vorträg«, oder, sowest es die Ver- hältnisse gestatten, durch besondere musikalische Darbietungen� In den Schulen werden au den genannten Tagen die älteren Schul- linder auf die Bedeutung des großen Tonmeisters in geeigneter Weise hinzuweisen sein!" Wir begrüßen diesen Erlaß Er wird dazu beitragen, daß die. Feier, deren'Nahen in zahlreichen Programmen der Musiksäle längst sichtbar ist, breiteste Schichten in ihren Kreis zieht. Zumal die Anregung, der Schuljugend Beethovens Bedeutung�zu weisen, ist hoch einzuschätzen. Es-ist eine Kulturaufgabe der Schulen, die Möglichkeit der Veranstaltung feierlicher musikalischer Akte zu prüfen. Express,, nistische Innenarchitektur. Im Scala. Palast (Luther str. 22—24) wurde dieser Tage ein Restaurant eröffnet, dessen, innere archstektonische Ausgestaltung einige bekannte Mit- glieder der„Rovembergruppe" geschaffen haben. Der Berliner, der sich seine Begriffe von erpressionist: scher Architeliur und Wand- Malerei beim Besuch von Kinos und-Rummelplätzen gebildet ljast wird enttäuscht sein. Es gibt hier teine herausfordernden. Seme- stionen und aufgedonnerten Knalleffeltc. Man hat Neues. Iln- erprobtes ge:r>agt. aber künstlerische Kultur führte die Zügel-und mied jede. exzenrrise� Kraftmeierei.- In dem eigentlichen Resiaurationsraum und dem daneben liegenden„Kasino" hat der Bildhauer Rudolf Arilin g den Versuch gemacht, mit den Mitteln farbiger Plastik architektonische ■Wirkungen zu erzielen. Energisch geformte Räbitzkonstruktiönen überspannen die Decke und gliedern die Wände. Vom'Pläiond des Kasinos, dessen Wände unten grün und oben weiß sind, hängen schwere silberglitzernde Riesenkristalle herab, die in Verbindung mit geheimnisvoll.- zerllüfijiten Wandvertiefungen eine Art Märchen- grottenstinrmilng erzeugen. Das leuchtende Rot, das aus- und ab- -schwellend Wände und Decke des Restaurants, überslietzl, wird in (seiner erregenden Wirkung durch, den Rhythmus kraftvoll, ruhiger. tFlächcN ünv Kitrvsn befänfsigj.-.,'•'-'-.T' H a WS SHv'ßV-'ein« der- feinsten' �t�nkünskler'. Unter den denncheVErp-rssstonistesi,' hai-'den ÄdtzeHTa�täasstnft.- ckudimkche� 'WeSidmMrei'WWnücki. zsthi-e diskrete Äckchchei: kommt am Tage' besser Zur- ssieltnng- als abends, wenn Vier.zirrte.Hauch- der-Farben- (töne den Kamps mit■ dem- künstlichen LiH.t. au stiekmen mutz. doS von der Saaldecke herab, durch große gebaftiktx gtangefarbene Schirme fällt. Besonders schon ist der Blick durch die offen« Tür in den kleinen Vorraum, dessen tiekeS'Blau zu.dem festlichen Glänze des SckakeS einen wundervollen Kockttckst hildeti Der Not der Zeit gehorchend, ist das verwendete Material durchweg schlicht und Wohl keil, zum' Teil direkt unzulänglich. Aber die erreicht« Wirkung ist doch so(tief und elementar, daß der Wunsch'sich aufdrängt, unseren jungen Künstlern möge nun etld». l'ch einmal Gelsgei-hcht gegeben werden, den neuen. Stil an großen, wirklich, monum�ntälen Au-gaben zu erproben. Die amtlichen. Kunst- wär-e ivürden'flch'eln- Verdienst eciverben.'wenn sie dieses Wunsch. recht bald in.wohlwollende Erwägung" zögen." �.- L.' Emreiseverbst für Rathenaul L° a d o n. 11. Oktober.(WTB.) Laut„Dail, Mail" hat der Minister des Innern ohne Angabe von Gründen die Ein- reifeerlaubnis für den Direktor der A. E. G. Dr. Walter R a t h e- nau verweigert. Dr. Nathenau beabsichtigte, an der Jäter- nationalen W i r t f ch a f t s k o n f e r e nz zur Bekämpfung»er Hungersnot teilzunehmen�_ Um öie LVieöergutmaÄungskonfereuz. Paris, 9. Okiober. Der Londoner Korrespondent deS.Temps' berichtet: Nach dem.Daily Ebronicte" wäre eS möglich, daß die Wiederouimachunpskommi'fion sich in Köln anstatt'in Paris zu- sammenllnde. Diesen Verhandlungen könne eine ausgedehntere allgemeinere Konferenz vorangeben. Gegen eine der- artige Lösung werde die englische Regierung keinen Widerspruch er- heben. Das Blatt pst der Ansicht, datz Frankreich und England sich aus diesen Siandptlnkt einigen könnten. De? Streit um öie Dieselmotoren. München, lt. Oktober. Wie die.München-Augsburger Abend- zeitring-* zuverlässig erführt, hat Ministerpräsident von Kohr der Entente Bö rich läge unterbreiten lasien. um die Vernichtung der Dieselmotoren hintanznhalten. Die Vorschläge gehe» dahin, daß die �teselmptoren. die in der Maschineniabrik Augsburg-Nürrr- berg hergestellt wurden,!a t.a l o.g i s i e r t. d, h. mit Nummern versehen werden und datz darüber Buch geführt wird, wo sie unter- gebracht sind. Auf dieie Weite ist der Entenie die Gewäbr gegeben, datz keiner der Tie'elmotoren, wie sie befürchtet, zu Schiffsbau- zwecken verwendet wird._ Bus der Diplomatie. Wie die B P N. aus unterrichteten Kreiien erfahren, ist der Ministerialdirektor beim Auswärtigen Amt. .Genosse ll l r.i cd Rauscher, zum Gesandten bei der iozigllsti- scheu Republik Georgien ernannt worden.— Zum tschechoslowakischen Gesandten in Verl, n wurde Genosse Tusail ernannt, der bekannle tschechische Rechlssozialist und gewesene Ministerpräsident.__ Introöuktion. Mordgeschrei und Ach und Weh, Wirrwarr in der U. S. P. Reden rattern, Bonzen schnattern, aufgelöste Schlipse flackern. Gegen s— Für!— Ja sürl— Nein gegen? Schutt— Strolch!— Lump!— Bierseidelregen. Einer löffelt ganz entzuckt, Suppe, drein Lenin ge'puckt. Dieser haut und jener sticht... Kinderchen— man wird doch nicht?! Seht ein Mörder kommt geschlichen und zückr auf den Hinterichen unseres großen Ledebour — das gehr über jede Schnur— ein geschärftes Schlächtermesser. Alle Tanten werden blässer. .Mörder"! schreit'S, doch, bereits springt auf Ledebourn der Wicht... Kiudcrchen.— wird doch nicht?! Doch sckon dröht es: Na; in Hall« baden wir euch' in der'Falle. Borstandsboncen, wie die MauSi Lebend kommt. ihr hier nicht raus, eh ihr nicht geduckt gesckluckl, was Lenin euch vorgedruckt. Swlagi sie tot! Halle droht Galgen, Rad und Hochgericht... Kinderchen,— man wird doch nicht?! Mich, von Lindenhecken. Franz Spunda: Ter Tod Adams. In Manifest und Extase suchte einst jemand das dichterische Erleben und Anschauen unserer jüngsten Dichter formelhaft einzuschliehen. Von beiden schwingen unseres österreichischen Genossen Tpuwda lyrische Dichtungen, die uns in zwei Bänden vorliegen. Ein Sucher ist er, den es nach. Befreiung von Erdenschwere drängt, der den Ausschwung zum Himmel erstrebt und durch Anrufung der Gestirnewelt losmische Turchdrin- gung erhofft. Ein Tternsüchtiger. Anders sein Drama, das am Sonnabend im Meistersaal vorgetragen wurde. Trotz mythischer' .Zeit' und mystischer Gestaltung strömt es festen, erd haften. Atem. aus, Unruhs.Geschlecht" hierin stammverwandt. Ein Sang vom verlorenen Paradies, ein Schrei vom Tode:.Zum ersten Mgle stirbt ein Mensch" und noch klaghastsr:„sie alle wollen nicht unter- gehen". Wenn Adam seinen Samen vernichtet, wird er trotz seines Falles weiterleben. Kain-Episode: er tötet den Bruder und— hier löst sich Spunda von jeder Ueberlieferung— gewinnt so menschliche Züge, datz er vor Gott und. den Menschen Freispruch verdient. Doch Adam kann den Befehl nicht ausführen, und>o stirbt er. Engel umfliegen ihn; Phosvhorus. Geist des Bösen, de? Mephisto Urahn, unter ihnen.— Das Werk, dem erstmalig Hörenden nicht leicht verständlich, wurde von Frau Hilda Wegner m.t iwundervoller Beherrschung reichsteer M.ttel vorgetragen. Vom leisen Glockenton bis zur Fülle der Klage, bis zum Bathos des Umergangs fand sie d:n rechten Weg für die schwere Vermittlung. Ehrlicher Beisafl dankte ihr und dem Tich'er. np. Ein Tanzabend Olga TesmvndS bedeutet ein Erquicken durch die Kraft schön erckwickelier Form. Diese Künstlerin schließt bar. Spiel ihrer Bewegungen nicht an rRseltieke Tonwerke an, sie läßt sich leiten von einfachen, melodiösen Musiken. Was sie darstellen will und Was' den Kreis ihrer Kunst bestimmt und begrenzt, brauebt eine Lyrik, die sich in leicht schwingenden und licht strömerden Ge- weben entfaltet.-Rur als llnterton soll die Musik mitwirken, als andeutende Beseelung der i» Ruhe und Bewegung immer voll- kommen schönen Gestalt der Tänzerilr. Um dieler Geltalt willen wurde auch der letzte Tesmondabend im Blüthnersaal eine reine Freude. iNichlö lleb-crre-ztes störte hier, alles, war. abgeglichene? Ebenmatz.'i Ein künsrlertscheZ-SchLnheftswöllen. in Äorkk'i«gStzeft ohetvngebildst,'.-grüßte, von nichts berührt,: von nichts- getrübt, wa* fder-ftlnruhe cher Gegenwart en?stammt."- Ist, Dys Oratorium Jehhttz. Händel«- kehtes Werh'wird kr der ne-ien -Beaibeltimg- rckn Hcr-.ftzchn'. Stephtini fn Berlin zum erlten Male oni' lU.-Cffofrr, abend» Vu Ute. w der alten Gamilons'.'che. Nene Feiedrlei. stratze, durch den-Mengeweimicheu Oratorien- Verein lDtrlgeut Frttz- Äwüaerl zur Aufsübrung gebracht. l-ebcr das Steluochkche Bersüngungsverfabreu und die tlm .wandluns de»-«YeWwdtStriedeS spricht Dr. Lcnz-Levy am Dienstag abend -8 Mi- im otz-n Saal des LebrcroereinkbauseS. yin Tom ocran wllet Proseslor Walter ftbcher am kommenden Donnerstag, 8 Ubr. ein Orgellonzert, bei welchem Fräulein Dort?usch kZapran) und' Fräulein Margrit Tat» sTello) mitwirken. Emkritt frei geaev Eninabme eine» Piogramms. Slrtyur Söktteiins Reuöbettedunu und Bübnenbeardeitung de» in Frankreich rie.geipietten,' in Deutschland wenig bekannten Moliäre»- Lufllp-tel»' Der Barr von Pouieeouimar" gelangt im November an den.Hamburoer Kammer-Preten zur Urauisähriiug. Sakherm» erwlg-.eich' Aeivielle erv'.-eslioniltilche Kelell-chaiiskomödie.Bi lger un d Spieler'.. (als Buch im Bimini-Verlog, Hamburg) erscheint jetzt in neuen Auslagen. Kr. 504 ♦ 37. Jahrgang 7. Seilage ües vorwärts Dienstag, 12. Oktober 1920 Wels über öie parteiziele. (Schluß aus der WendausgaHe.) Wg. Wels: Der Jahresbericht zeigt ein Bild erfolgreicher Arbeit, wie w:r nicht geglaubt Härten, es vorlegen zu können. DaS ist das Verdienst der Parteigenossen, die in unermüdlicher Arbeit in Werkstäete und Fabrik trotz stärksten Terrors, unbekümmert um Mc Bedrohungen ort Leib und Leben und mtrtichrftlicher Exi- stenz. der Sozialdemokkratie treuyeblieben sind.(Beifall.) Hochmüoig hat vor wenigen Tagen noch die..Freiheit' ge- schreiben, die Sozioldemokratische Paurei stände jenseits des Stur- � mes. Sic glaubte in dem Schimpfen der unabhängigen Versamm- � Innigen und Zeitungen ein weltgeschichtliches Brausen zu bören. i (Heiterkeit.) Heut« flüchtet die Redaktion der-Freiheit" in die. Oeffentlichkeit vor eben jenem„fochgcfchrittcnsten Teil der Arbeiter- i schaft, der um die Gestaltung der schwierigsten Tältprobleme ringt".* (Heiterkeit.) Mancher Unabhängige würde viel lieber feine Tätig-' keit in den Reiben der Sozialdemokrat- ichcn Partei wieder auf-. nehmein, wenn ihn nicht das Bennchisein drückte, sich allzu schwer an! der deutschen Arbeiterschaft versündigt zu haben. Wir höben unsere! Zeitungen nahezu verdoppelt, besitzen IM eigene Druckereien gegen äö im vorigen Jahre, bringen durch den ungeheuren Auf- schwung unseres Buchhandels sozialistische Literatur in die Masten; wir haben don Zentraleinkniuf organisiert und haben die Agror- fragen endlich bewältigt. Kurz, wir können zurückblicken auf eines der fruchtbersten Jahre im Leben der Sozialdemoknatischen Partei.(Sehr wahr!) Im Streben nach der proletarischen Einigkeit hat der Parteivorstand nicht versägt. Wir haben den Leitsätzen der Einigungszenircle zugestimmt, wir haben die gemeinsame Kampffront gegen rechts angenommen. Aber während im K a p p- P u t s ch das ganze Land brannte und die Arbeiterschaft sich überall fest zusammenschloß, er- klärte die Parteileitung der Unabhängigen, sie setzen sich nicht mit unS an einen Tisch. Wohl ist das Proletariat revolutio- n ä r. aber noch lange nicht ist seder Revolutionär ein Sozialist. Erst jetzt können wir die Bilanzen des Krieges übersehen. Es fehlt auch nach seinem Ende an Lebensmitteln, Kleidern, Wohnung und Produktionsmitteln. Es fehlt dem Proletariat die Kraft zum Schaffen. Es gibt keine fürchterlichere Anklage gegen die bürgerliche Gesellschaft als diese Fülle von Elend, diese Hügel von Leichen, diese Rot der Frauen und Kinder, die der Welt- krieg angehäuft Hai. Tie Gesellschaftsordnung, die dieses verschuldet bat, hat dreifach den Tod verdient.(Lebhafte Zustimmung.) Nur Torheit kann glauben, daß eine Vereinigung zwischen Sozial i-s- m u s und Kapitalismus, dem Wahrzeichen der bürgerlichen Gesellschaft, möglich ist. Sie bleiben Todfeinde, die sich nicht vereinigen können und nicht vereinigen werden. Es kommt nur darauf an, wir wir die Arbeiterschaft reif machen für die gewaltigen Aufgaben. Einst ivar die deutsche Arbeiterschaft die beftycschuilte der 2Mt. Heute toben die jungen Arbeiter, die im Kriege waren, kein« Gelegenbeit zum Studium des Sozialismus gehabt. Einem dunklen Ziel fol- gend, strömen sie deu radikalen Po ric ibildungen zu, wo sie schimpfen, nur nicht denken Ifrmm. Erst dieser Tage sagte mir sin junger Kc-inmumft, man könne doch Lassalle iricht mehr ernst nehmen, der feit hundert Jahren im Grade liege.(Lebhafte Heiterkeit.) Ich häbc ihm geantwortet, daß der tote Lastalle den Arbeitern �nock; mehr zu sagen habe als alle radikalen Elemente, die früher über- Haupt nicht organistort waren. Ein beträchtlicher Teil der Arbeiterschaft ergötzt sich heute an wdrkalen Phrajen. We wenig haben sie vom Geiste Bebels, der sich verpflichtete, ein Jahr lang in der Zeitung die Worte Sozia- 1 1 s m u s und Revolution nicht zu gebrauchen und doch alle Leser zu Sozialisten zu machen. Die Diktatur des Proletaricris ist bei Marx und Engels, wie sie das namentlich in ihren Schriften über die Pariser Kommune deutlich ausgesprochen haben. gteichftodeutenb mit dem allgemeinen Wahlrecht.„Die dem»- kratische Republik ist die spezifische Form der Dibtatur des Prole- tariatS"(so Friedrich Engels 1891 zum sozialdemokratischen Programmentwurf). Wir haben dem Bolschewismus, der unver» c.ubar ist mit altem Friedensbegehren, als dem Bruder des Militarismus die Tür zugesperrt. Wir haben zu ton Arbeitern, die all« bin- starren auf die sagenhafte Weltrevolution, gesägt, daß auch eine Revision'des Versailler Vertrages wicht zu einer Weltrevolution führen könne. Hätte jemand am 0. Noveinber 1918 von Krieg gesprochen, so würdo ihn das Volk übel davongejagt haben.(Beifall.) Ihre Politik, die neue kriegerische Verwicklungen schafft, trägt den Stempel von F o ch und P o i n c a r e. Die Säbelraßler von links stehen mit denen von rechts im Bunde, und die Männer vom Preußenbund wittern bereits Morgenluft. Auf ihren letzten Tagungen hat Graf Dork von Wartenburg unter dem Beisall feiner Freunde erklärt, das alte Preußen sei unsterblich, man lasse den Mut nicht sinken, sondern bereite der H o he n z o l l c r n- Monarchie den Weg vor.(Lachen.) Der Preußenbund läßt sich in seinen dreisten Forderungen durch die Linksrirdikalen nichtjiören, wohl aber fürchtet er den geschlossenen Willen der deutschen Sozial- tomokratie.(Zustimmung.) Als Graf v. d. Goltz zum Sturz der 'tepublik aufforderte, schrieb die„Kommunistische� Arbeiterzeitung", e wäre dankbar, wenn Gras v. d. Goltz und seine Freunde ton Kommunisten die Arbeit erleichtern würden.(Hört! hörtl) Den Kommunisten ist es tatsächlich ganz gleichgültig, ob in DeutschliMb die Gegenrevolution«der die demokratische Republik herrscht. Das muß den Arbeitern immer wieder gesagt werden. Sie müssen sich darüber klar sein, welches die Folgen der kommu- nistischcn Politik sein müssen. Die Politik der Lintsradikalen ist nicht Friedenspolitik, sondern Kriegsp«l>tit, sie verhindert die Revision des Versailler Vertrage?. Sie macht Deutschland zum Schlacht- feld von Europa, wirft die deutsche Ärbeiterfiasse zu Boden und verurteilt den deutschen Sozialismus zur Einflußlosigkeit.(Sehr' wahrt!) In Baku war dieser Tage ein Weltkongreß tor� Kommunisten beisammen und die Blätter berichten, daß er seinen Höhepunkt hatte, als Sinowsew den Heiligen Krieg ausrief und 1899 Kurden, Araber und Perser die ischwerter zückten und ton Schwur leisteten. Ich versteh? vom Islam nicht viel, muß aber doch sagen, was sich . in Baku abgespielt hat. mag Sozialismus sein, wie ihn Araber, Perser und Kurden verstehen, wissenschaftlich ist er nicht.(Sehr richtig!> Von Baku ist Sinowsew nach Halle go. fahren, um dort den Krieg gegen die wenigen Unabhaig'll�n zu predigen, dw den demokratischen Soz'ialiSmuS noch nicht ganz verleugnet haben. Perser, Kurton und Araber sind reif für den Bolschewismus Kautsky aber, der von diesen Tingen nichts versteht(Heiterkeit), soll in Ha l l e mit llnterstützung Sinowjews in Acht und Bann getan werden. Ein Bild zum Lachen, wenn es nicht so unsagbar traurig wäre. Unter ton vielen Anträgen zum Parteitage befindet sich kein einziger über die auswärtige Politik, und doch ist die auswärtige Politik eine der w'chtiglten Desto ndteil« auch per inneren Politik. Man vergegenwärtige sich nur, daß jede Vorschrift der Verfassung ungültig ist, die im Widerspruch steht zum Versailler Fricdensvcr- trag- An der Spitze aller Fragen der deutschen auswärtigen Politik steht daher die Stellung zum Bersailler Friedensvertrag. Mit dem Bekenntnis wnlichster Vertragstreue ist es nicht mehr getan. Wir sorder« die Revision dcö Pcrtragrs, der am schwersten gernde auf der Arbeiterklasse lastet. Er hat mit dem Selbst- kiestimnrungsrcckit der Völker nichts, gemein, er bat auch den SckiiedSgedanken sabotiert und er ist kein Instrument des Friedens wohl aber der Gewalt.(Lebtoste Zusttm- mitng.) Ich erwähne nur E u p e n und M a l m e d y, die wider- rechtliche Uetortragung ver diplomatischen Vertretung deS S a a r- gebt eis auf Fraukreick, das Unrecht an Tanz ig und die stän- digcn E i n m a r l chd r o b u n a e n. Wir treten«in für ton Wiederaufbau der zerstörten Gebiete in Belgien und Nordfrank- reick. Das Verlangen nach Wiedergutmachung ist bcrecktigt. Von dem„Wir" hängt aber hier alles ab Man fonn von Deutschland nichts Un, mögliches verlangem Die Kohtensorderungen gingen weit über daS hinaus, was wir erfüllen konnten. Wir können Frankreich überhaupt nur helfen, wenn wir als wichtigste Leistung unsere Arbeitskraft in die Wagschole werfen können. Da- mit wollen wir ihm helfen, das ist der Weg zum Wtederauftou, und mit der Teseifigung tos SchuiteS und der Verwüstung wird zugleich ein Teil des KriegShasses beseitigt und der Grund gelegt für die Verständigung unter den Völkern. Die Ausführung tos Wiederaufbaues darf nicht den Unternehmern überlassen bleiben, die deutschen Gewerkschaften müssen ausschlag- gebend mitwirken und müssen sich über die Einzelheiten mit den belgischen und französischen Arbeitern zu verstän- dig-n suchen. Jnnerpolitisch würde das ähnliche Wirkungen haben wie oaS Abkommen von Spa, das ebenfalls die Arbeiter- schaft als einzige« solventen Bürgen für die Erfüllung des Ver- träges in die Erscheinung treten ließ. Dann würden lote beut- schön Arbeiter auch ihre Forderungen angeben können. Also wir wollen ton Weltkrieg liquidieren und in Zukunft k r i e. g e r i s che n Verwicklungen vorbeugen. Diese? Ziel wollen wir erreichen durch Schaffung eines internafionalen politischen Generalstabes. Zweimal hat nach Friedensschluß das internationale Proletariat in die auswärtige Politik eingegriffen. Beim Boykott gegen Vorthy-Ungarn und dei der strikten Neutralitäts- erklärung im russisch-polnischen Kriege. Uebcr die Verhütung künftiger Kriege dürfen wir nicht vergessen, den Blick auf die G c- gen wart zu lenken, wo wir vielleicht in den Anfängen eincS neuen Weltkrieges mitten drin stehen. Ich tonte an die drohende heilige Allianz gegen Rußland. Durch die polnischen Siege sind die Hoffnungen der Bürgerlichen neu belebt, Moskau mit Waffen- grwal! niederzuschlagen, die Sowjetidee auch militärisch nietorzu- ringen. Wenn diese französische Auffassung den Sieg davonträgt über die englische Auffassung der Verstän di° g u n g mit Rußland, dann hat anch die SchicksalSfinnde des Reiches geschlagen, dann gäbe es für Deutschland nur zwei Möglichkeiten, entweder das Bürgertpm ist stärker als die Arbeiterschaft, und dann würde Deukschland die Rolle toS Sölbners im Heer der Alliierten zufallen und der Bürgerkrieg wäre in Deutschland zur Tatsache geworden, oder aber die deutschen Arbeiter setzen toren Willen durch, und Deutschland bleibt neutral, dann wird Deutschland«tttoeder Schlachtfeld oder doch Etappe. Wte die Entscheidung auch fallen mag Wir müssen durch eine aktive Politik allen kriegerischen Auseinandersetzungen vorzubeugen suchen. Wir deutschen Sozialdemokraten haben stets die sofortige Wieberaufnahme der politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zn Rußland gefordert, ohne Rücksicht auf die in Rußland berr- scheude Staats form. Nicht wegen, sondern trotz tos Bol. schewiSurus muß Deutscküand die Beziehungen zu Rußland auf- nehmen. Die Weltwirtschast wird so lange unvollständig und er- gänzungSbcdürstig fein, solange Rußland in ihr nicht vollständig wieder ausgegangen ist. Also'ch fasse noch einmal unsere vier Punkte zusammen: Wir fordern die Revision des Bersailler BertrageS nach sozialistischen Gesichtspunkten, wie sie die zweite Internationale fesigelegf hat, die sofortige Jnangrissnabme und Durchführung tos Wicderanfbaues der zerstörten Gebiete in Belgien und Nordsrank- reich, die Schaffung eines internationalen politischen General- stabeS'ourch die Internationale und schließlich die sofortige Wieder- aufnahm« polittscher und«irtschastlicher Beziehungen zu Ruhland. (Beifall.) Nun gur inneren Politik: die letzten Reichßtagswahlen haben dem Bürgertum den Sieg gebracht, aber welcher Katzen- j a m m« r ist gekommen. Ich erinnere an das wohl nur versehent- lich verwendete Plakat:„Von roteu Ketten macht Euch frei— allern die Deutsche Volksparteil"(Heitcrkeft.) Nach den Wahlen hatte dl« Deutsche Volkspartei nichts Eiligeres zu tun als uns zum Einiritt in die Regierung aufzufordern. Wir laben das selbstverständlich abgelehnt, nicht ettva weil wir wegen des Wahlkampfes verschnupft waren, denn der Wahlkanipf ist kein Ltebesgeflüster. Wir mutzten vielmehr das Zosammenurbeitru mit einer monarchisch gesinnten Partei ablehnen, und wir wollten der Deutschen Volkspartei auch einmal Gelegen- hcit geben zu zeigen, was sie von ihren Versprechungen einlösen konnte. Im Wahlkampf hatte die Deutsche Volkspartei immer nur gesprochen von der„Mißwirtschast der Sozialdemokraten", von denen alles Unheil käme,, und diele Bürgerliche toben deshalb rechts gewählt Es wäre eir« politische Dummheit ersten Ranges gewesen, wenn wir diesen Nachläufern die Möglichkeil entzogen hätten, nachzuprüfen,»b tatsächlich die Sozial- drmokratie die Mutter«llrö UrbclS ist. Die jetzige Regierung muß den Beweis zu Ende führen, daß nicht die Stylaldemokrafie schuld ist, sondern daß der Krirg der Streseman« und Westarp das ganze Elend brrbcigesührt tot. Diese BeweiSfiihrmig ist i m vollen Gange, und wir bürsen nichts tun, was irgendwie die bitter notwendige Aufklärung tos deutschen Volkes hindern könnte.. Wir werben uns in einer Regierung nicht mit Männern zu- fammensetzen, die das Kernstück unserer GedaukenweU«IS die höchst« Gefahr erklären. Wir werkte«'.'«s nl ch+ mitschuldig machen au der krasse« Unehrlichkeit, die jetzt mnerhälh der Regierung und den Regierungsparteien getrieben wird. So«instimmig da» Kabinett Fehrenboch für die Gozialisierung ist, ebenso einmütig lehnt die Deutsche BolkSpartei den SozialisierungSgedon- ken ab. Wir find au» Gründen toi Ehrlichkeit nicht in die Regierung eingetreten unis auS Gründen der Ehrlichkeit werden wir ihr vorläufig auch noch srrnbleibe«. lieber kurz oder lang werden ja die Strefimann und Genossen wieder«ine engere Verbindung zur Bekämpfung der deut- schen Sozialdemokratie bilden. In diesem Bunde wird jeder seiner Wortführer das bleiben, was die gegenwärtige Re- girriing nick! geben konnte, nämlich ,F a ch m i n i st e r". Neben der freundlichen Aufforderung, den Groll zn begraben und ioteder in die Regierung einzutreten, geht die Säuberung aller Reichsämter von sozialdemokratischen Männern und sozialistischen Gedanke» einher. Das tut diese Regierung der BolkSpartei. Wenn wir wieder zur Regierung kommen, verde» wir und diesen gritndlichrn SSuberungSprozeß zum Muster nehmen.(Lebhafter Beifall.) Dann werden wir auch unsererseits ausräumen. Wir brauchen nur die Fortschritte in der Be- waffnung und Stärkung der Reaktion anzusehen, um zu erkennen, wobcr heute, der Wind weht. Die Gefahre» der Eut- waffniingsaktion toben wir genau so erkannt wie die U. S. P. Aber unsere außenpolitischen Beziehungen lvöreu hoffnungslos vergiftet, wenn die Entwaffnung Nicht ehrlich durchgeführt worden wäre. Wir haben auf billige uno wie- kungslose Demonstrationen verzichtet und uns lieber tai kräftig daran gemacht, eine genaue Kontrolle über versteckte Waffen einzurichten. Die Reaktion muß restlos enlwaffnct werden, wenn nicht S e l b st s ch utz und L r g e s ck eines Tages als Armee der Gegenrevolution aufstehen sollen.(Sehr wahr!) Auch mit dem viel gepriesenen deutschen Gefühl der reakiio- nären Kreise ist es nicht weit her. Wie ein echter Ouitzow hat Herr V. Kleist in Pommern die Entwaffnung adgetehiu, und ebenso ging es in Brantonlrnrg. Ostpreußen und Bayern. Wenn durch die ungenügende Entwaffnung eine Kataftroplie über Franksurl oder das Rnhrrevier, unsere wirtschaftliche Schlagader, hcraufbeschworeu wird, werden die deutschen Arbeiter wissen, wo sie die S ch u l d i g e n zu finden haben. Die hochgebore- neu Reichsfeinde unterhalten unterirdische Beziehungen von ungeahnter Allsdehniing, mögen sie nun Graf Bothmer, Dorten, pfälzische Auto- nomistcn oder rheinische Separatisten sich nennen. Sie sind iu Wahrheit v a t e r I a n d s I o s c Gesellen, während die„vater- landslosen Gesellen" von ehemals überall, wie im Saargedicl, u u- erschütte rlich zum Deutschtum stehen. An der Festig- keit der deutschen Arbeiter, der Gewerkschaftler und Sozialdcmo- kraten werden die Pläne der Königsmackcr scheitern. Gerade die wirtschaftlich Schwächsten erwiesen sich auch in unserem geschlagenen Lande immer wieder als die treue st c n Söhne deS Volkes.(Lebhafter Beisall.) Sie überlassen der Re- aktion das nationale Maulhcldentum der Festlichkeiten und Paraden und tun überall ihre deutsche Pflicht in stiller und werktätiger Vaterlandsliebe.(Stürmischer Beifall.) In der Wirtschaftspolitik stehen wir dem Problem, die ganze deutsche Industrie wieder a»fz>ch>ruen, gegenüber. Ratlos stehen wir wohl auch, ratloS aber stehen auch die Kapitalisten und I m p e r i a l i st e n, die Bari k e n und die Börsen der Riesenaufgabe gegenüber. Früher übcrschivommte uian Eskimos. Chinesen und Malayen mit europäischen Waren, jctzl fehlt in Europa selbst das Notwendigste. Tie durch Kautschuthandel reich gewordenen Neger bauen sich Luxusvillen und die Z i o i l r- s a t i o n D e ul s ch to n d s geht zum Teufel. Unsere Jugend läuft ohne schuhe und Schulbücher einher, wissenschast» Uche Zeitungen stellen ihr Erscheine» ein, wissenschaftliche Versuche müssen unterbleiben, unsere Gelehrten»ud Künstler darben und hungern, die zivilisierte Welt verioilderi und versinkt in Barbarei. Ohne Industrie gibt es weder Kapitalismus noch Sozialismus, sondern nur Massenelend. Die ganze gegcntvärtige Entwicklung ist aufs innigste mit der Eni- Wicklung der Produktion verbunden. Auf der Basis der c i u z c I- neu Not: oben und des einzelnen Staates ist das WeÜproblem nicht zu lösen. Deshalb iann die Wirtschasissrage nicht gelöst werden von der allgemeinen großen Frage der!v e l t p o l i t i s ch e n Situation. Das ganze Problem des Wiederaufbaus der deutschen Industrie hängt in erster Reihe vom deutschen B e r g- a r b e i l e r ab. Wir fordern die foforkige vollständige Verstaatlichung des Kohlenbergbaues, wir lehnen die Rä t h e na u sch e u Rezepte ab, ebenso wie jede Verzögerung und B e r w ä s s,e r u n g dieser So- zialisierung. Nur wenn die Bergarbeiter für das gesamte Volk arbeiten, toben sie die notwendige B c g e i st c r u n g und A r b e i t S l u st zum Wiederaufbau. Ueberhaupl tongi die ganze rationelle Entwicklung unserer Wirtschaft ab von der Zusammen- fassung der Produktion von Kohle und Eisen, von Kali und Stick- stoff, der Kraftquellen und Verkehrsmittel zu einem gemein- (amen Wirtschaftssystem. Wenn wir ton Bergbau nicht schleunigst sozialisieren, werden internationale Uapiralistenkonzerne ihn erobern.(Sehr wahr!) Erst die deutsche b! c v o I u t i o n tot uns in den Stand gesetzt, o:ese Forderung der V o I l s o z i n- lisierung mit ganzem Nachdruck zu vemete». Die SoziaU- sierung legt in die Hände deS Staates eine ungeheure Macht, deren Mißbrauch nur durch starke A r b e i t e r o r g a n i s a t i o- neu verhindert werden kann. Die Ucbersülle der Macht führt leichr zur Autokratie und Volksbedrückung. Das abschreckendste Bei- spiel dafür bietet Rußland. Unter sozialistischem Aushänge- (child herrscht hier die schlimmste Despotie. Es herrscht dort die schrecklichste Not und entsetzlichste Sklaverei. Die tömmunisti- schen Staatsbetriebe unterscheiden sich von kapitalistischen Belric- den nur dadurch, daß weniger Ordnung herrscht, daß über dem Arbeiter außer der Hungcrpeitsche die B a j o n e l t c gc- schwungeu werden. Wir erkennen keine« Betrieb als sozialistisch an, der sich nicht ausbaut auf freier Betätigung der Arbriterorgaiii- sationen aus Grunviagc vollendeter Trmotrafie.(Lebhafter Beifall.) Im engsten Zusammenhang mit dem wirtschaftliche!! Aufbau steht die W o h n u n g S r e s o r m. Ter Krieg hat neben Zerstörung auch eine ungeheure Verschwendung gebracht. D-e Militär isch"h Zwangswirtschaft war ebensowenig So- zialismus wie der Bolschewismus, sie war wur die schamlose Ausplünderung des Lande», die Anhäufung der R i e se n ge w i n n e in den Händen Weniger und die Ersetzung des reellen Kaufmanns durch ton Schieber. Alle diese Fragen schreiten notwendig über d!� Grenzen des eigenen Landes hinaus, lvie insbesondere auch die Regelung der Valuta. Ohne Stabilisierung der Valuta ist auch die Ordnung unserer Staatsfinanzen nniWglich. Durch An- e-exionen und Okkupationen ist kmser Wirtschaftsleton eingeschränkt, unser Schisssba-u und Hasenbau, unser LuftschsffSbau behindert. Der Aufbau der zerstörten Gebiete ist n u r e i u T e i l tos großen Welt- Problems des Wiederaufbaus, das lautet: Wie kommen d.e Völker und Staaten durch gegenseitige Förderung ihrer Produktion da, zu. die durch den Krieg verursachten Zerstörungen und Schädi- Hungen möglichst ausgiebig wieder gutzumachen? Wir wollen ge- wiß alles dazu tun. aber die«inseitige B'e l a st u n g Deutschlands»nt dieser Aufgabe durch den imperialistischen Friedensvertrag von Verfaüles izst d a s Problem nicht. D>'c Krieg war eine ungeheure Kollision der kapitalistischen Interessen und führt« Au« Weltzusammenöruch. Das Proletariat muß die zerstörte Welt wieder aufbauen, uvk künftig derartigen Kollisionen vorzubeugen, indem an Stell« der kapitalistischen Ten- denzen und der zersetzenden Kräfte der Bourgeoisie die eins- gende Kraft des Proletariats tritt. Nicht die Erobe- rung auswärtiger Märkte, sondern die Versovgung der ar- bettenden Bevölkerung mit Gütern des materiellen und ideellen Bedarfs muß heute die Aufgabe der wieder aufgebauten Industrie werden. An die Stelle der kapitalistischen Konkurrenz muß die volle Solidarität treten. Deshalb wollen wir den internationalen Zusammenhalt des Proletariat» mit allen Kräften fördern, damit uns nicht die kapitalistischen Weltkonzerne überflügeln. (Schluß nn HaapiMatt-X. J XOOOOQS« � TgieagertS.§c�tspiele etg Opernhaus. Madame Rutterfly. 7 Uhr.__ Schauspielhaus. Peer Qynt. ______ t' z Uhr._ Deutsches Theater. b1/" Uhr: Faust, (Chart Hanenbruch, Werner Krauss, Paul Lange) Mittwoch, Sonnab, Sonnt. 7; Einsame Menschen. (ElseLehmann, Werner Krauss Agnes Straub, Auguste Pün- kösdy, Hans Marr, Fritz Csser, Osk Hofmeister.Qust.Czimeg. Donnerstag 7: Der lebende Leichnam. (Alexander Moissi) Freitag 7 Roms« und Julia, (Alex. Moissi, jonannaTeiwii.) Montag 7; Kaufmann von Vensdig. (Albert Bassermann J Kammerspiele. Dienstag, Donne:>t., Mtg. JVj: Stella. (HeleneThimig, Agnes Straub, Marg Kupfer, Thea Kasten, Wilhelm Dieterle.) Mittw. 8: Die Brandstätte. (Ernst Deutsch.) Freitag 7>. Die deutsch. Kleinstädter. Sbd. /■'; u. Stg. nachm. 2,;a; Frühlings Erwachen. Sonntag 7> 2; Jiie Büchse der Panrtora. (üertr. Eysoldt, Elsa Wagner, Marc. Kupfer, Helnricn Witte, Paul Lauge, Paui Güntncr.) Gr. Schaospielliaus (Karrst! ade) Dienstag 7(!t>. Abt., I. Abd.) Mittwo'cn 7 fauläer Abonn.) Donnerstag 7(außer Abonn.) Freitag 7(17. Abt., 1. Abü.l Sonntag Nm. 2'/s(auß. Ab.) Ituntoa. (Wllh. Dieterle, Max Weso- lowski.Werner Krauss, Anbert Wasche, Ernst Deutsch, Paul Günther, Huben v. Meyrink, Friedr. Kühne, Hugo Dübiin, Wilhelm Völker.) Sbd. u. Montag 8(auß Ab.); Jcderiuann. (Alexander Moissi.) Sonntag.->(außer Abonn.): Sicüiilc OudipuK. (Alexander Moissi.) Volksbühne Theater am Bülowplatz. L'.'fCc-fSietilervDnZaiamea. Künstlerhaus, Heute und nächste Tage, Rßflac'hJtll Beilevuestr. 3. täglich 8 L'hr OCliah.111111 Das Siebesleben des Kenschen. Katurwissenschaftlicher Erkenntnis dienender Demonstrationsabend.# Eintfttskarten zu 10,8, 5, 3M. täglich II— 7 Uhr im Künstlerhaus, Bellevuestraße 3. Kose-Theater. Erstaufführunj: 7'/, Uhr; Kater Lampe. Stil8« ff RESIDRiZ-KSSINO. Blumenstr. lo'l Direktion: Victor Barnowsky. 7i/a u.; Liebe. (Lossen, Götz. Loos.) Mittwoch u Donnerstag TV»; Da» Cleläbtle. (Konstantin, Loos, Kläpfer, lind.) Freitag 7: Peer Cynt. (Loos, Grüning, Lossen.) CsutsEliss Künsller-Tticatsf Allabendlich"WS Uhr; BieScheädangsreise mit fllax Adalbert und Trude Hesterberg. Theater 1.', Uhr: Hoheit die Tänzerin Kleines Theater utfr: Die Piarriiaüskoniiitlie mit Lucie Höflich. KI. Schanspieihaus Fasanenstr. i(Na e ßnr. Zoo) v/i ühr: RinderlFagöiüe. Kcmiseiie Oper. Allabendlich Vfc Uhr; Liebe im Schnee liUStSpiCillHU)« Uhr: Arnold Hieck in Metropol-Theater u.: Hollandweibchen iü der Premförenlieselzung. Neue» Centrai-Theater in der Kommandantenstr. uv? Die Dame im fraek. Neues OperettenhtuaN 7'/, u.: Die Csikösiiaroaess mit Paul Westermclcr. Xeucn Volksthontcr w» Uhr; Nora. Schill er-Tbeat« L'hnrl. da Nathan derWeise Thrtlla-Thentcr vuv.: Der üaniDie Franz!. T h.a m o Ii e n 4 o r fp 1 a t* 7 Uhr. Wenn Liehe erwach! Grete Freund, Lori Leux, Ciaire Watdoff. Erik Wirt, Carl Geppcrt, Schütz, Huppertz. Wilkc. Stg. ZV,; Der Vielgeliebte. Thentor«icn HestonN u�Derersten Liehe goliZeil Wall ner-Th rät er V.\ Der Geiger von Lngano. Waliialla-Theater am üoscnthaler Platz. t Zum 240. Male: Her Stolz iTrianön-Theater| Bahnhof Friedrichstr. Mittwoch 4, kleine Pr: Rotkäppchen. I Abends ViS und täglich:[ ZZss» glumuu giuer Frau» Ida Wüst, Burg, Limburg. H Valetti. FalRenstein. m Donnerstag 4. kleine Pr: g Max und Morltx._|jj Resiöenz-Theater. Bh( Jannowilzbrücke Untergrundb. Kiosterstr. | Mittwo h 4. kleine Preise: Struwelpeter. | Abends s/,8 und täglich;| Bis Freundin. ! Tilla Durieux,Toelle,BiIdt, R Biensfeidt, Albers, M Vallentm. | Donnerstag 4, kleine Pr.■ Schncewltchen.> Thößter a UR o s e n t h a_l e r_Pi Täglich T'/ö Uhr; | Stg.nachm.3,/,u.ab.7V,U. Gastspiel Der Stolz lier 8. Komp.| ! u. d. große Oktober-Progr. Die 5 Karleys Marga u. F. Onre| Charl. Montrell K. Edler u. Nick: j Die 4 Eitner's Mewu??? Casino-Theater lothringer Str. 37.— Tgl.'/.S; ÜIIM sei. Witwe und„Anschluß verpaßt". Singspiel mit Viktor Litzek. Neu! Ernst Waller, Humorist Sonnig. 3V,: Derilausdrache. lApoilO'l IThcater! Dir. James Klein.! |7t/. Allabendlich 7V,[ Die Sensation der 1 Wintersaison Orient! {Natura llstiscbe | Vusstattungs- Psntom H in 3 Bildern[ Harems- 1 NSchleü Unt. Mitwirkung von I Oß Original. öu Kamerunern QA Bajaderen- OU Tänzerinnen In den Hauptrollen: Myriam ßorka sudan. SchauspielerirB Kiki Kiami Bey[ Nationalth.Konstam| Lowis Brody der Neger-Filmstar j Erika Dennisson | die schwed. Tänzerin| sowie die übrgen Oktober-Varictit- Sensationen!! 1 Sonnt nachm. 3'/, U. 1 Kinder haben keinen Zu'rjtt TU Uhr: der 3. Komp. mit Wilh. Ilarlstein. SehatluMitoeh Dir. Hans v. Woizogen. Wiederauftreten Paul Graelz Mady Christians und d.gr.Oktober-Progr. Balalnike.Orcliester. Konzert 71/. Beginn SV, !> Täglich: Qroß. Witwenball Olenstaj;« Ii. Donnerstag:«: Große Gratis- Verlosnug. Anfang: 7 Uhr. Nur Rundtlnre. Nur tlir die ältere Jugend. Jeden Soniitag: Großer Eilte-Ball. Anlang 4 ühr. Kunstaussfellnng„Der Sturm" Potsdamer Straße 134a. Wegen des Lichtstreiks verschoben auf Mittwoch, den 13. Oktober, 7'/, Uhr vc,.,, itadotf Slfitnner Der Geist des Kubismus Karten 8—2,50 M. Vorverkaut. Sturmbuchhandlung, Potsdamer Str. 138a. Neu eröffnet ist die im Anschluß an meine Delikatessen- und Weingroßhandlung neubegründete Feinkost-Weinstube Friedrichstraße 152, Nähe Bhf. Friedrichstr. Speisen u. Weine werden laut Karte ohne Aufschlag zum Ladenpreis serviert Hjcstierd �cfitöuelcL Spezialität: Gänseleber-Pasteten encroüte mit Pärigord- Träffein FRIEDRICHSTRASSE 180, ECKE TAUBENSTRASSE/ ZENTRUM 1725, 5224. DAS VORNEHME ABENDLOKAL 4cUHR-MOKKA EIGENE KONDITOREI TANZ AB 7 UHR: ERLESENE SOUPERS VON 20 MARK AN GESANG DIE BERUEHMTEN S T EI N E R- K O N Z E R T E EINTRITT FREI! HERVORRAGENDE KUECHE/ BAR-GETRAENKE QUTGEPFLEGTE WEINE/ MAES3IGE PREISE * Uraufführung U. T. KURFÜRSTENDAMM Freilag, den 15. Oktober 830 Ubr Marlyri um REGIE: PAUL LUDWIG STEIN Hauptrollen: POLA NEGRI Ed. von Winters fein/ Ernst Stahl' Nadibaur/ Ernst Hotmann * Die t\eillge Sümpllcia Filmlegende in 6 Akten oon TLtea von Hnröou Der zweite May- Reglc-Mcisterfilna Eva May Alfred Cerasofa oon, Burgtheiter TTiea 3. XVocTve Wliiteci�apel Regie: E. A. Duponl Hauptdarsteller: Mlerendorfl OrU Hege�e» 7.'Woche Snmisrvm Ernst Lnbilfcti Hauptrolle: Po!a Netgirl MOJ Schauspiel in 5 Ahlen von Hans v. KoHenttha! Regit: Rudolf Blchroch Hauptrolle: Lotte Neumann Reingefallen ß, B. Lustspiel in 2 Akten mit Arrtoücl RlecK 0 JtlUPj Oer HenSter von St- NLari en Künstlerische Oberleitung', Joe Mey Verfasser und Pegisseon Fr 113 Frcislcr Hauptrolle: Eva May Die Tarantel SensationsP.Im oon Karl Hgdor Pegie: Rudolf BleDroch Dns ValutamStlel mit Ossi Oswaltla Wocheutag» eh 7 tlur Sonniagn Deginn 4 Uhr Uraufführun g U. T. NOLLENDORFPLATZ Donnerstag, den 14. Oktober 7 u. S« Uhr PUTSCH» * LIEST Lustspiel oon Erich Schön felder u. Tyll Ubi REGIE: ERICH SCHÖNFELDER Ha u p t r o l I e n: OSSI OSWALDA Josephine Dora /Hermann Tbimig Viktor Janson/ Albert Paulig DIE TUGENDHAFTE JOSEPHINE Sdimank in 3 Akten mit LEO PEUKERT wenn Colommne unnk! mit Ssther Larens. Uraufführung! Dei unheimliche Fahrgast. Dcvektiv- Abenteuer mit Frank Norton, ttr. 504 ♦ 37. Jahrgang 2. Heilage öes vorwärts Dienstag, 12. Oktober 1920 Allgemeine Ilugblattverbreitung am donnerstag, öen 7 4. Oktober, in Groß-Serlin. GenossenunüGenosflnnen! Es haoüelt sich um öie Erhaltung unö Kettung der /Arbeiterbewegung. Darum öarfketner fehlen! Die Irauenkonferenz. Lm 9�2 Uhr wird dir DiZhisiicm sorigesetzt. In dieser ertläri 'Dr. Z!nilpp-Hambu>g: Obwohl bekannt geworden ist. daß die Reichstagsfrakt ion einen Antrag auf Straflosigkeit der künstlichen Unterbrechung der Schwangerschaft eingebracht bat. haben leider die Parteigenossen noch recht wenig bisher Stel- lung dazu genommen. Bon meineia Standpunkt als Arzt aus ist es unbedingt nötig, daß die strengsten gesetzlichen Sicherungs- maßregeln getroffen werden Neben der Sicherstellung trefflicher ärztlicher Behandlung durch d.e Geburtshilfe geschulter Aerzte muß auch den Frauen genügend wirtschaftliche Hilf« gewährt werden durch Erweiterung der ReichSversicherungsirdnung in dem Geiste, wie er bereits in dem Abänderungsgesetz betreffend Wö ch n e r i nen« n s ü r so rg c enthalten ist. Allen sozial btlfS- bedürftigen Frauen muß so die Möglichkeit geyeben werden, von den ihnen gegebenen Rechten auch wirklich Gebrauch machen zu können, ohne moralischen S-baden zu nehmen. Das Kur- bsuschcrtum muß natürlick rücksichtslos unterdrückt werde«. Wenn wir aber so alle SiäterungsmaßnaHmen für Gesundheit und Leben der Frau getroffen haben, dann müssen wir die Festsetzung der Grenze der Schwangerschaftsunterbrechung unbedingt fallen lassen, da dadurch neue Komplikationen gesetzlich restgcleg, würden. Tieselben Gründe, die für eine Frau bis zum dritten Monat ausschlaggebend sind, können auch erst in späteren Monaten eintreten. Gs wird'ixrnn lediglich Frage der Berlondlung zwischen Frau und Arzt sein, ob eine Schwanger- sebaftsuntebbrechung stattzufinden bat. Hinweg mit allen gesetzlichen Hemmungen. sLebhaiter Beifall.) Pros- Rodbruch-Kiel: Ich halte den Antrag Knapp sachlich für nicht sehr glücklich. Er bleibt binter dem Antrag der Fraküon zu« rück, denn wir wollen auch die Sträflvsigkeit jener Frauen, die ohne Arzt abtreiben. Wir fordern das nicht,>r>etl wir die Kurpfusckierei billigen, sondern weil die Frauen, dir svleben Leuten in die Hände fallen, die Straflosigkeit am meisten nötig haben, denn sie haben aus Unverständnis gesündigt. Der Antrag Knapp geht anidererseits über ut.fsre Forderungen hinaus, weil er die Unter- brechung bis in den Gckburtsvorgcmg hinein straflos läßt, sogar dann, wem: die Hebamme bei der Geburt da? Kind tötet. Das ist gan� undurchführbar. Eine Grenze muß gesetzt werdcn. Wir haben drei Monate gewählt, weil über drei Monate hinaus die Gefahren der Abtreibung sieb sehr vergrößern und weil dann bereits die Schwangerschaft unbedingt erkennbar ist. Der Antrag Knapp lenkt die ganze Diskussion auf falsche Bahnen, l Lebhafter Beifall.) Frau Kirschner-Frankfurt unterstützt den Antrag der Fraktion auf Straflosigkeit der Abtreibung Di« Abtreibung soll innerhalb drei Monaten frei werden, aber sie muß durch approbierte Aerzte durckaesührt werden. „An der weiteren Diskussion schlägt Frau TchrZder.Altona bor, daß die Rcich�iagSfraktion die Refsrm de? Ehrrechts «neraischer betreiben soll. Nach weiterer Diskussion wird ein Schlußaütrag ange- nommen Nach Schlußworten der Genossinnen Röhl und Pfülf erfolgl Abstimmung über die eingegangenen Anträge. Der Antrag, daß die uneheliche Muttevschaft für Beamtinnen keinen Entlassungsgrund und kein Hinderungsgrund für Anstellungen sein darf, der Antrag, daß die Bestimmung des Demobilmochnngskommissars aufgehoben wird, auf Grund deren arbeitende Frauen entlassen werden, die Anträge auf ollgemeine Reform des Rechts der ehelichen und unehe- kichen Kinder, auf sofortige Erteilung des Wahlrechts an die Frauen zu dnn Kaufmanns- undGewcrbegerichten sowie.zur Angcstelltenversichcrung, auf gesetzliches Per- bot der Kinderarbeit und Reformen des K i n derschutz- g e s e tz e S, auf reichsgesetzliche Regelung der A rbeitszeit und .der Arbeitsverhältnisse der Hausangestellten, auf die Per. tratung der Frauen im ReichswirischaftSrat. die den Haushalt ohne fremde Hilfe führen, ferner die zahlreichen Anträge. die sich mit dem PrMem der Abtreibung beschäftigen, werden der Fraktion überwiesen. Eine Anzahl kveiterrr Anträge, die sich mit der Formulierung der Frauenforderunge« im Parteiprogramm beschäftigen, sollen auf dem Parteitag durch die Programmkommis- sion geltend gemacht werden. Angenommen wird ferner folgender Antrag:„Der Parteivor» stand wird aufgefordert, nach Möglichkeit in allen Ägitcktionsbezirken neben den amtierenden Bezirkssckretäpen auch noch ern« Genossin als Sekretärin anzustellen. Zur Deckung der dadurch en>i- siebenden Mehrausgaben werden von allen erhobenen Beiträgen ö Proz mehr als bisher an den Parteivorstand abgeführt." Ein Antrag, Line internationale Fraucnkonfe- renz für den Weltsrieden ernzuberufin, wird zurückgestellt, da die Anregung aussichtslos erscheine, wenn sie von Deutschland ausgeht. Angenommen wird eine scharfe Entschließung gegen den Lcbcnsmittelwucher. Genossin Steint)(Hier spricht den Frauen im besetzten Gebiet das herzliche Mitgefühl dar sozialdemokratischen Reichsfrauen- konferenz aus T�ie deutschen Frauen kämpften gemeinsam gegen die schwarze Ichmach. Damit sind die Arbeiten der sozialdemokratischen Reichs- frauenkonferenz erledigt. Frau Juchacz ruft den Delegierten zu, die Beratungen auszunutzen zum Besten der Partei imd des Sozialismus, nicht zum Arsten der Frauenbewegung, denn diese ist nur ein dienendes(Mied im Kampfe des Sozialismus für die Befreiung der Menschheit. Für dieses hohe Ziel gilt es neue Kämpfer zu gewinnen durch Aufnahme junger elästi- scher Elemente, um selbst überS Fahr zurückzukehren gereifter, fertiger und vollendeter für unsere großen Aufgaben.(Stürmischer Beifall.). Hieraus wtrh die sozialdemokratische Reichsfrauenkonserenz gegen Hl Uhr geschlossen. GroßlDerüu /Nie unö neue Slumenkunft. Ter rührige„Gemeinnützige Verband.Hausrat", der in seiner LehrauSstellung im Schöneber ger Rathaus auch verschiaoene Zimmerpflanzen in richtiger Anordnung zeigt«, veranstaltete im Schönoberger Bürgcrsaal(Neues RaihcruS) einen Albend, der in einer besonders eindringlichen Form der Pflege unserer Zimmer- pflanzen gewidmet war. Professor' Graebner von der Lehr- anstalt im Botanischen Garten, Dahlem, hielt einen interessanten Portrag und erzählte darin, wie die Blumeniunst in seiner Jugend geübt wurde, wie fast an jedem Fenster Blumen starben, wie in der ärmsten Wohnung da» freundliche Grün nicht fehlte, man tauschte und verschenkte Stecklinge und Ableger, man verständigte sich gegenseitig über die Bedürfnisse der einzelnen Pflanzen, machte Versuche und erzielte. selbst an sonnenlosen Fcn- stern auf der Nordseite die gewünschten Erfolge. Die Blumen wurden ollmählich billig und wurden noch billiger als man mit der Einfuhr lebenber Pflanzen begonnen hatte. Es gab zahllose Arten und Abarten in den Blumenläden und Gärtne- reien, das Ausland lieferte Blumen, Blattpflanzen, Palmen; Italien war als Exportland besonders bevorzugt. Um die Billig- keif zu steigern, wurde in den(Äirtnercien Massenproduktion eingeführt. Di.» Blum«, die Topfpslanze würbe zur Ware, die als Zimmerschmuck von den Wohlhabenden Kreisen viel gekauft wurde, indessen, es war keine gute Ware mehr, sie hielt sich schlecht und mußte demnach häufig ersetzt werden. So gibt es jetzt einig« Arten, die als Massenzüchtung in den Handel kommen. Die Ernzelkultur hört notwendigerweise auf, wenn ein Hareöelsobjekt in möglichst kurzer Zeit in großen Merlgen herbei- geschafft werden soll, andernfalls würde sich die Gärtnerei über- Haupt nicht lohnen. Man versucht es schon. Blumen, deren Eni- Wicklung zur normalen Größe Jahre beansprucht, durch künstliche Regenvorrichtungen, Gesamtdüngung usw. in, einem Jahre zur vollen Größe zu bringen, und hat bei Pelargonien, Fuchsien, Chrhsantemen usw daxin hie erstrebten Erfolge gelabt. Die Pflanze ist schön, aber sie kann nlcht gesund sein, man kann dies an unseren Alpenveilchen beobachten. Di« zu schnell hochgezüchteten Pflanzen haben keine Festigkeit, die Knallen sind weich, sie der» derben in kurzci? Zeit. Während in früherer Zeit das Alpenveilchen jahrelang am Fenster blühte, ist es beute nicht lohnend, derartige Blumen für sich zu kaufen oder zu verschenken, der Preis ist loch, die Freude nur kurz. Das gilt nicht nur vom Alpenveilchen, auch Palmen. Blattpflanzen sind schlecht gezogen, manch« Blumen werde» blühend in den Topf gepflanzt und halten nun die veränderte Tcrn. peratur, den veränderten Standort, die beränderten LebenSbedin» gungen nicht aus. Die gute Tradition der Blumenpflege ist ver- koren gegangen, es gilt, neue Erfahrungen zu sammeln und altes wiederzuerwecken. Professor Graebner gab ferner praktische Ratschläge, wie die Schwier gleiten zu vermindern sind, wenn es gilt, die Blumen vor den Einflüssen des künstlichen Lichts, der Zentralheizung zu schützen,«r nannte die Krankheiten, denen die Zimmerblumen ausgesetzt sind, er nannte auch die Heilmittel und sprach über die übl'chen Zimmerpflanzungen, wie sie individuell behandelt werden müßten, damit sie ihren Pflegern Freude machen. Wer den Einfluß der Blumenpflege auf Jung und Alt beab. achtet, wird den Nutzen solcher Vortrüge erkennen. Es wäre wün- schenswert, wenn solche Borträge sich häufig wiederhplten, daL Interesse dafür ist zweifellos vorbanden, auch in der Jugendfür- sorge sollten derartige Vorträge in höherem Maße Berücksichtigung finden. ,woitneproppen*. Schiebers Glück und Ende. Eine mißglückte Schiebung auf Kosten der Steuerzahler führte öen Wc inHändler Jacob K w i l e ck i aus Charlottenburg vor hie Straff ammer des Landgerichts III. Der Angeklagte, der be- zeichnenderweis- die Telegrammadresse„W*nn,c- proppen" für ftin Geschäft auserwählt hatte, zählt zu jenen fatalen Erscheinungen der Nachkriegszeit, die die Mttursache der in Berlin herrschenden Wohnungsnot und Arbeitslosigkeit bilden. Bis zum Kriege lebte Kwi'lecki als kleiner Krämer in Bent- schcn und schlug sich mit seinem Zigarren- und Spirituosenhandel schlecht und recht durchs Leben. Im Kriege wurde er dann, wi>' hie Anklage behauptet, Schieber und soll, wie ein Zeupe G. erklärt bat. ' durch Bestechung eines Bezirksfeldwebels es erreicht lxrben. daß er nich: zum Militär«ingezogen wiirde. Außerdem soll er sich, wie die Lirklag: weiser behauptet, durch Bestechungen von Ei s e n- bahnbeamten ein riesiges Vermögen geschafft haben. Eines Tages schüttelt« er den Staub BentschenS von seinen Schuhen und beglückt«, wie taufende seinesgleichen. Berlin mit fetner Anwesen- bett. Hier gelang es rhm, sofort am Kaiserdamm eine groß« Wohnung zu erhalten und der Wcingro«Händler Jacob K w i l e ck i tamtte von nun an nicht mehr den' nerne». Z ig a r r e n-- Händler ans Bcntschen. Es fiel bald aiif, daß von den Wein-, Spirituosen- und Zigarranfcudungen merkwürdig viele nicht an- kamen oder beraubt in di<, Hände der Empfänger gelangten. Die Bahnbehörde war gezwungen, die angeblich verlorengegangenen Sin- düngen mit Beträgen von 10 000 bis 12 000 M. zu bezahlen. Eine Haussuchung und Beschlagnahme der Geschäftsbücher hatte das über- raschende Ergebnis, daß festgestellt wurde, daß der Angeklagte für t-.ne Sendung, die nach feinen Geschäftsbüchern nur ftir 0000 M. War« enthalten sollte, von der Eisenbahn einen Schadenersatz van 12 000 M. erhalten hatte. Die Folge war die jetzige Anklage wegen wiederholten, versuchten und bollendeten Betruges. Vor Gericht beantragte der Staatsanwalt ein« Gefängnisstrvf« von 7 Monaten und öOOO M Geldstrafe. DaS Gericht ging jedpch mit Rücksicht darauf, daß der Angeklagte in höchst verwerflicher Weise den Fiskus und damit die Steuerzahler geschädigt habe, über den Antrag hinaus und erkannte aus 1 Jahr Gefängnis. 8000 Mark Geldstrafe, 3 Jahre Ehrverlust und nahm außer- dem den Angeklagten wegen Fluchtverdachts sofort in Haft. -- - Das Licht der Heimat. ZS). Von August hiarlch». „Das verftche ich nicht." Sie zuckte di: Schultern. Und dihsc Bewegung, die? leichte Zucken der Schultern, erinnerte ihn jÄ> on ein anderes Mädchfln. an seine erste schmerzliche Liebesgeschicht«, da er noch ein halber Jsung: war. Welch ein Unterschied zwischen jenem Mädchen und diesem. Und doch hatte diese einzige anmutige Äowegung der- raten, daß sie etwa- Gemeinsames hatten, daß sie Schwestern waren, vielleicht mit denselben heimlichen Wünschen»nd Ge- danken. Und Tierk empfand plötzlich, welch ein schönes Mädchen hier vor ihm saß. Und daß irgendein verhaltenes Jeuer in diesen Augen glühte. „Sie sind noch nicht lange in Leipzig?" ftagte sie, .Mein, erst einige Wochen." „Es ist überall dasselbe," sagte sie fast verächtlich,„Ich Ivor auch in München und Berlin— h.chkn Tie je wirklich ur- sprüngliche Menschen gefunden?" „Ich habe mich nie um die andern bekümmert." sagte er, „ich habe immer viel arbeiten müsseit." „Oder arbeiten wollen?" „Ja, auch das." Eine Weile sckiwieg sie, dann sagte sie rasch- „Sie sollten immer zu diesen Abenden kommen. Es sind weniastens keine Dutzendmenschen: ich glaube, Dr. Heller nennt uns sogar heimlich sein? Menagerie," „Menagerie? Was sollte dos bedeuten?" ftagte Dierk. „Ich finde den Ausdruck außerordentlich treffend." meinte Inge Corneli leicht,„bilden wir nicht in der Tat ein« ganz sehenswerte Sammlung der verschiedenen Tiergattungen?" Als Dierk noch einigermaßen verblüfft über den Sinn nach- dachte, fuhr sie fort:„Jeder verkörpert irgendeine Besonder- beit— wie er glaubt, einen großen Gedanken, in Wahrheit vielleicht nnr eine Leidenschaft oder eine Verrücktheit." Dierk lächelte:„Sie sind entweder sehr boshaft oder sehr bitter." Sie zuckte die Achseln:„Es ist jedenfalls recht unterhaltend und zugleich lehrreich, die verschiedenen Arten zu betrachten. Man gewinnt sie sogar lieb dabei. Sehen Sie Herrn Dörner an. Er ist Buchdrucker und hat eine Hochschule besucht. Ist et nicht hwreitzeud in s«mer Begeisterung, in seiner Art. seine ganze Arbeit, ja sein ganzes Dasein, nur für dies einzige feste Ziel einzusetzen? Ach— ich beneide ihn! Oder Herrn TrugeS. Alle verlachen ihn, wenn er auf der Straße geht. Wer er hat seine Ueberzeugung, er wagt eS, danach zu handeln, und es kümmert ihn nicht, was die ganze Welt über ihn denkt. Er hat wenigstens Mut— und wer Mut hat, kann alleS." „Gibt es nicht Tinge, die trotz allem über die Grenzen unserer Kraft hinausgehen?" „Wer von den Grenzen seiner Kraft spricht, ist ein Feig- ling, die Kraft des Mutigen ist immer grenzenlos." Sie hatte es herbe gesagt und sah nun mit festgcschlosscnen Lippen und. zusammengezogenen Brauen geradeaus. „Vielleicht mögen Sie recht haben," meinte Dierk,., /wer Ixrbcn Sie selbst einen solchen Mut?" „Lassen wir das." sagte sie und stand ans.„Vielleicht werde ich ihn später einmal haben." Eine weitere Unierhaltung war zurzeit unmöglich, denn inzwischen hatte sich ein solcher Lärm erhoben, daß man kein Wort mehr verstand. Dörner und Truges, Wessel und em langer Jüngling stritten leidenschaftlich und laut gegenein- ander, jeder von einigen anderen unterstützt. Da brauste ein mächtiger Ton durchs Zimmer.„Bassen Sie auf." raunte Inge Dierk zu,„Dr. Heller zeigt sich als Ticrbändiaer." Dieser hatte den Jlügel geöffnet und machtvoll ange- schlagen, Fräulein Ruth fiel mit, einer Geige ein, und als die Hausfrau Wessel ein Cello gereicht hatte und selbst noch mit einer Geige einsetzte, wurde es allmählich still. � Und nun kannte man die Menschen nicht wieder. Sie saßen oder standen an den Wänden und lauschten hingerissen dem meisterhaften Spiel. Der süße Strom weicher Melodien zwang die Erregung nieder und wiegte sie ein in den.wunder° baren Frieden der Kunst, Als Dierk am Abend nach Sau« ging. War er vollgülftgeS Mitglied der„Gesellschaft der Suchenden" geworden und hatte Versprochen, regelmäßig wieder zu kommen. ?lun stand er oben in seinem einsameil Zimmer und sah die aufgeschlagenen Lehrbücher, die technischen Werke und seiye angefangenen Zeichnungen und Berechnungen. Jahr um Jahr hatte er sich dahinein vergraben gehabt, nichts anderes' gedacht und getan als diese seine Arbeit— war er wirklich nur ein paar Stunden fort gewesen? Hatte er nicht heute an einem Abend mehr erlebt als in den letzten fünf, sechs Jahren über- Haupt? Wie unendlich reich konnte das Leben sein! Mechanisch nahm er den Bleistift in die.Hand Itftd versuchte an det angefangenen Arbeit fortzufahren. Es ging nicht. Da warf er den Stift hin und stellte sich ans Jenstet. War er denn überhaupt auf dem rechten Wege? Alle seine besten Jugendjahre setzte er daran, zu lernen und sich oorzu bereiten, keine Minute hatte er für irgend etwas übrig ge> habt. Ja. er hatte kaum gewußt, daß es noch etwas andere- i auf der Welt gab. Und nun liatte er beute abend zum ersten Mal einen Schritt getan in den Wirbel des Lebens, War es dcnn nicht kleinlich und engherzig, so an allem vorbeizugehen und nur sein eigenes winziges Dasein zu verfolgen? Hotte er überhaupt je an die anderen gedacht, an alle die Tausende um ihn herum? Er horte Dörners leidenschaftliche Sätzs. Dr. Hellers kluge Reden, sah den ganzen bunten Kreis Men- scheu andächtig lauschen auf wundersame Melodien und fühlte Inge Cornclis ruhige Augen ihn merkwürdig verträumt' ansehen—. Was für ein Mädchen war dos— klug und schön—. Ach. das Leben war so reicht! Er sah über die Dächte r der Riesenstadt und reckte weit die Arme, als müßte er etwas greifen und festhalten. Da knisterte ein Papier in seiner Brnsttasch?— der Brief seiner Mutter! Er zog ibn hervor und besah ihre festen großen Buchstaben und las ihren hoffnungSftarken Satz:„Ich vertraue auf dich!" Da schob er die bunten Gedanken mit Gewalt von sich und ging schlafen.-- Er ging hastiger zur Arbeit als sonst, es war ihm, als müßte er Versäumtes nachholen. Vor Arbeitsbeginn stand er schon in der Fabrik an seinem Tisch und wartete ungeduldig auf den Augenblick, wenn das Summen und Sausen der Räder und Riemen einsetzen würde. Die Arbeiter mochten ihn nicht und hielten ihn für hochmütig: hatte er je zu einem ein an- deres Wort gesprochen, als wenn er ihn zurechtwies? Die .Kameraden zogen sich von ihm zurück, nachdem sie vergeblich versucht hatten, sich ihm zu nähern. Für sie war er nur der Streber, und weil er immer noch etwas imbeholsen und bäurisch auftrat, der Lauer.(Forts, folgt.) ,' ' Den Tod«ncS freuen Genossen hat die Berliner ParteiorAa- nisatian»iederuin-u bei lagen. Karl N u g e r, Moabij, Ledigen- beim, ül plötzlich gestorben. Er hat durch seine fleißige Mitarbeit r.nb' rastlose Taiigfcll für die Partei bewirken, daß ihm dieselbe über alles ging. Tie Genossen der S9. Abteilung verlieren in o.%- Funktionäre. Wir werden fein Andenken igcr einen ibrcr besten in Ehren halien. �»Fulirmann Hriischcl» in Reukölln. Zu der am Mittwoch. G. Ott. »..so. abends llbr im neuen Saale der.Neuen Rcll" ttatlsindendr» Pornellung des Staatlichen SchausvielhaufcS von Gcrdart .'.'anpimannS.Fudrinaini Henschel" sind noch Eintrittskarten zum Prelle »o».'!«H. cintaliciilitt] Tlicatelzctlet bei den bekannten VcrtausSstellcu sowie au der Abcitv.'affe erhäl lich. Tie Grosse Volksover veranstaltet heute abend T!, Kor in der bleuen Welt, Sasen Heide 108114, eine IiissShruno der IX. Zymvhonic noit r!. van Beethoven unter musilaisschcr Letlmig d:S?n!ciidant-n der �>a tSopcr Max von«chiilingS und unter Mitwirkung der Damen Hansa, Branzcll u>o der Herren Ärmster und Henke. Wmschau. ,,Til� heilige Tlmvlicia" ist der Titel deS neuen Films, der am Frei- tag im Taucnizienpalaft vorgefühlt wurde. Tiefer Legcndenstoff, brocbci.ct von Thea von Harbou, ist angetan, einen Ncgisseur wie Joe Mah zu reizen, dessen großes Können in prachtvollen Landschaslsaus- i ahnicn alle die vielfältigen, zauberischen Neizc der Natur zu fesseln ver- stand, außerdem aber auch glaubhafte, lebende Massenszenen stellte. Eva May als heilige Simplicia und Alfred Gerasch als Ritter RochuS boten Leistungen von hohem Wert. Die ganze Tchwarzweißzeichnung der Legende, die die linolich Reine, inbrünstig Gläubige, die beilige Timpli- i'ia, dem alles Gute hassende, bewußt in Gedanken und Handlungen das Visse wvllcirde, dem So. an Riuer RochuS gegenübergestellt, wurde voll erschöllst und so wurden viel Stiuimungswcrt« geschaffen. Daher übte der Film eine nachhaltige Wirkung aus und die Zuschauer spendeten warmen Beisall, der namentlich der Tarsiellcrin der Titelrolle galt. „Ter sicbcn'c Tag", Tecla-Lichtspiele, Unter den Linden, ein ganz geschmackvolles Lustspiel aus dem Rococco von Roben L i c l>- ni.! ii n, t'was Altpreußcn, Potsdam und die sonstige bekannte Um- gebunz. Die Fntcigue, die sich entwickelt, hätte man sich envas vcrständ- lichcr gewii rscht, aber im großen und ganzen konnte man damit zufrieden sein, daß sich die Übliche Senlimentalität nicht allzu breit machte. Carola T o c l l c spielt ei» Rokoko-Fräulein in der Manier von 1920.— Ein« l.iminalistische Geschichte.,T a S Gesicht im Mondschein', aus derselben Zeitepoche, brachic trogische Verwicklungen, die Robert War- w i ck in einer Doppelrolle ziemlich überzeugend zu gestallen vermochte. In der SlbirwVurg am Potsdamer Piad gelangte ,T h e m i s- G c r c ch l i g k e i l', ein forensisches Schauspiel in fünf Akten, zur Auf- jährung. Darauf ein Gastspiel Wanda Treu manns.Prinzeß Z N k o g n i t ein Fllmfkelsch in drei Film- und drei Bühnenakten. Rauda Tlcuman» in der Rolle einer seschen Näherin, gibt sich in bekannter Liebcnswüid'gkcit. Dos Sujet, einem Nschenbrödelmotiv entnommen, laßt sich ganz imierhaitcüd an. verliert aber später. Schließlich solgt ei» Stück voller Sensatjaiicn»Die ungültige Ehe", in zwei Epi- soden von Helmnch O r t m« i> n. Man soll nicht allzu kritisch an derlei Dinge hcraiigchen. Es wurde geliebt und das Publikum schien teilweise mit dem Herzen bei der Sache. Groß-Lcr!iner Partemachrichten« Aihtung, Genossen k Brachtet das Inserat in der vorliegeuden Ausgabe über Mitglirdcrvrrsauimkunge» des Sozialdcmokratischru . Be-irkeverbandes am Mittwoch, den l.'Z. Bltobcr. Hcutc, 1Ä. Lktober: 7. lllbt. d Uhr hei Boaler. MUteuwalder Str. Illt Flugblattverbreituiio. L7. Ave. 7 Uhr: Äeiiüerit. wichtige Sitzung der BeznkSsübrer und BetricbSveli'.aiienSlaute b. DobroPaw. Swin'mündcr St-.. I l.EckcAikonavlatz. Soziatdernokraiischer Mäunerchor. Arei» Hallcichcs Tor. Nebungestunde bei Kranle, Marianuciiplatz 22. Saugcsluslige Genossen ivrrdeit noch gern ausaenommen! ., Skoienrhiit l. Oessentliche Dolksveckommlimg?>/. Ilbr bei Dölme. Haiivt'llnize. Thema:»ÄioSkau oder Senf?' Referent: Genosse Heinrich -«Glrövel. Morgen, lit. Qktober. g. llibt. sHaZetcheS Tor). 7'/, Uhr. MonaiSoecs.iirtistlung der Mit« vliedcr drr Slalübeziile 21, 22, 25— 90, IIS-120, 50— od«nb 56 A im Jugendheim, Linden'lr. 3, Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Versch.edciicS. ö. Sitzt/ WliltreiS Hallcjchcs Tor. Ädtcilungsvcrsamnilung im Reichcndergcr Hoj. Rciwenberger Str.>47.. IS. Kreis. An allen Ablcilungen in den bclanntcn Lokalen Zahl- abend. A» RiederichSueweide gemeinstem bei Rälbel. Grünauer Str. 8. /. Uhr. in de» Vlltoriq-L.ulheiiäleti, Liithetstr. 31: rlbteilungsveriammlung. Bor. trag über die osteuropäische Lage. Referent Genosse Dr. Grater.— 4. Sitzt. tevcm. Gruppen 5, 6 u. 7t. 7 Uhr: Gemeinsamer Zablabcnd im neuen sliasze 2. Zwctler lwd dritter«ezirtszahlabeiid bei L»r. HuIIln'tr. LK.— Gruppenadcud der d!. Gruppe. 7'', Uhr: Krumniesti. 4 bei Schwache.— Z.chlabcnd der Gruppen I. L n. II der Ä. Stve. 7 Udr.— IL. Gruppe. 7 Uhr: Zabladend und liieierat im Restaurant Nickel Nächst. Windscheidl- straße 14—!>. lltbt. IX. Gruppe. Gruzpenoeisarnmlung im Restaurant Goetbe-Park. Kaiset-Friedrich-Str. 87. Halcnicc. 7>/, Uhr: Mitgliederoerlammlung im Aobann-Georg-HaiiS, Aobann-Georg-Str. 19. Tagesordnung: Die Reorganstalion Grog-DerlinS. Gäste willkommen. Stogliv. Zahlobend in den bekannlcn Lokalen. Der 3. Bezirk gehl zum Bezirk 2K bei Steulfchke. Flora- Ecke Tünicherstraß«. Zehlendors- Nikolassee, Gruppe I. Beivndcre Versammlung der Miigtietcr 8st, Ubr in der.Schwemme". Nikolassee, Allemannennr. 12. Tagesoldnuiig: Der Magistrat von Größ-Berltn. Reserent: Gen. Matern. Die Zcrgltederuiig der Gruppe I zÄilolaSsee-Schlachtensee) in 19 Uttler- gruppe». rt.culälln. V-zirksversammlUligei! 7'st llbr in folgenden Lokalen: 'I.Abt Bez. I. Richtet', Maydgchuser 5'. Bez. 2. 3. 4. Schmidt, Hp rem berge:». Ecke Bürtoerslrastc i r-'ez. 5, 8. S. Brandt. Pstügecstr. 19: Bez. 6. 7. Beck, Rrulerstr. 16; Bez. 10, II, 22. Thiel, Weier str. e. 2 21 fit. J«>. 12 21. stiojc. Pannicrstr. 54', Bez. 19. 14. Schwcigtzöser, Weichiclilr. 39: Bez. 18, 17. Pltijert, Fnldasir. 44: Bez. 18. 29 Schutler, Weichielstn 5; B?z. 19. ' PodbielSti.©tichfefitr. 2; Bez. 20. Marienield. Rniser-Friedrich- Jtrage, Ecke Aansastt astc: Bez. 23. Schüler, Hodrcchtstraye. Ecke Berliner. 3. 2l tz t. Bez. 24, 25. Lahne, t, Wisimanustr. 20: Bez. 20, 39. Marquardt, Mnhlower Straße Hz Bez. 27. Rarnin, Mainzer Str. 12: Bez. 2?. Sauer, Reuter» itraße 50: Bez.»7, 38. Schmidt. Msincheuer Straße 23: Bez. dll. Grog, st'llinchencr SIraizc 52. 4. 21 v t. Bez 30, 3t. Ewald. Welerslr. t72: Bez. 32. Türe, Wildenbruchsir. 8lz Bez.!ö, 33. Gerecke, Harzer(Sir. 32; Bez. 35. 45. Gtimcrt, Tonauslr. 99; Bez. 49, 47. Prätzct, Roiegzerslr. 17; Bez. 03, 04. Schneider. Rosen str. 7. 5. Abt. GambrinuZ, Kaver-Friedrich-Slraße SS. ö. Abt. Bez. 40. 41. Müller, Schillerpromenade 39; Bez. 50, 53. Bange- wann, Hersurthstr. 27; Bez. 52. Schudinachcr, Skeinmetzstr. 50; Bez. 00. Goblke. Heimannstro! c 199; Bez. 07. Wall. Allerstraße 7: Bez. 08. Röhl, Schillcrpi oinenade 27; Bez. 09. Meier. Weise., Ecke Leinestrahe. 7. 2l b t. Bez. 54, 55. 05. Grieger, Lessingltiaße 9; Bez. 49. 58, 59. Lempe, Lclsing« ilraße OckBez. 42, 50, 57. Niekisch, Zielhenttr. 40; Bez. 43, 44, 48. Biichbcister. Boddinstr. 4: Fmittionäre 6 Uhr bei Grieger. Lessingstr. 9: Ausgab« des Materials.>. 2l b t. Bez. 71, 72. Sauer. Thomasltr. 31; Bez. 73, 81, 83. Müller, Ti äiinger Str. 5; Bez. 82. Warnitädt. Thüringer Str 23; Bez. 84. Hönow, Emier Str. 9; Bez. 83. Lehmann. Emser Straße 131; Bez. 93. Schulz. Emser sllr. 27. fi. 2161. Bez. 70. Kutzke, Leinestr. 1; Bez. 86, 92. Lebmaun. Bodes!:. 10; Bez. 90. 91. Krüger, Emier Str. 80; Bez. 89. Nerlich, Siegst iedstr. 40; Bez. 88..ssotike, Warlbestr. 10; Bez. 87. Ganzmann. Fonao- straße 32. 10. 21 b t. Bez. 94, 95. 100. Laue, Knescbeckstr. 34, Ecke Hcrmann- straße; Bez. 90, 98. 99. Bcrlhold, Kranoldstr. 1; Bez. 97, 98. Nuck. Berg- itraße. Ecke Ringbabnslraße. Waumschütenweg: SNitgliederveisammImtg 7ss'. Uhr. Thema: ,Meor- sani'ation der Partei". Reserent: 2lr!ur Hänßler. Niedcrichöncweide. 7'/, Uhr gemeinschasilicher Zoblabend. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung ist das Erscheinen aller Mitglieder dringend erfoideilich.>. SldlrrSkof. 7'/, Uhr in der Schtckanla, Bismarckstraße, Mitglieder- Versammlung. Wichtige Tagesordnung. Lichtenberg. Zahlabende in solgenden Lokalen. 7>/, Uhr: 1. Zlbt. Hampscki. Mainzer Straße 20. Schwarz. Gadriel-Max-Straße 17, Schulz, Gärliicritroße 10, Krause, Grünbcrger Straße 5.— 2. Abt. Ttöber. Jiing- Nraße 29. Scknilz. ginowstraße 10. Telemever, Kronprinzeuitr. 13, Brumm, Güilelstraße 17.— 3. Abt. Müller, Hollei-, Ecke Wüblischstraße, �auer, (SrvvbiuS-. Ecke Simplonsvaße, Schulz.' Lenbach-, Ecke Boxhagcner Str.— 4. Abt. Fliediich. Gocthestraßc 11, Schilling, Äantstr. 19. Nenmann, Leopold» straße 17.— 5. Ahl. Rucke, Lrcnenstraße 14, Zorich,.siegsriedslraße 2. Zandereit, Bmgethcimstraße,— 0. Abst Pack, Möllendorsstr. 77, KurkowSki, Psarrstraß« 74. Friedrichsfeldc: Mitgliederversammlung VL Uhr, im Lokal Haberland. Wsshelmstr. 38. Tbema:.Wirtschasts» und Ernährungsfragen'. Reserent: Genosie Elemens Rörpel. Tegel. 7 st, Uhr: ZablaSend in der Schulaula Tmskowstr. Dortrag des Genossen Heck: Die wirtichaslliche Lage m Deutschland.— 23. Oktober, abends 7st, Uhr Beginn des Kursus des Genossen Schütte über das Thema '.Geschichte' des Sozialismus' im Jugendheim, Badnhosstr. 15. Karten zu 0 M. aus den Zahiabendcn, beim Genossen Uckert und bei den Bezirks- fährern. Tegel: Mitgliederversammlung 7'/, Uhr, in der Schulaula, Roonstr. Thema:.Deutschland» jetzige wirtschliche Lage". Reserent Genosse Hecht. Spandau: Mitglicderoerlammlung 7st, Uhr, Schönwalder Str. 96, im Metrovoliaal. Tbema:„Die Erneuerung des Paileiprogramms". Reserent: Genosse Rodert Kobl. Roienthal: ckllilgliederversammlung 7st, Uhr, bei Petra», Hauvtstr.15. Thema:„Politik und Piesse". Lichtenrade: Mitgliederversammlung 7 Uhr, Schulaula, Roonftraße. Tbema:„Sozialismus und Bolschewismus". Reserent Genosse Dr. Kallmann. Hermsdorf: Mitgliederversammlung 8 Ukr, im Lokal Böttcher, Wald- lee». Ecke Berliner Str. Thema:.Rein» Erlebnisse im Saargebiet". Reserent: Genosie v. Harnack. Nowawe»! Mitgliederversammlimg im Volksgarken, Priesterstr. Jnhb. Köppe. Thema:.Unsere Bezirisorganssation". * Alle sich für die Berliner Konsum.GcuossenschaffS.Belorgnng niicre'sierelideil Parteigenossen werden zur einer Brsprechlmg am Freitag, den 15. Oktober, abends 7 Uhr, nach dem Bürgerheim, Alte Schönhauser Strasie 23/24, eingeladen. Braune Legitimationskarte und Mitgliedsbuch der S. P. D. legitimiert. Ohne diese kein Zutritt. Jugenöveranftaltungen. Heute, 12. Lktober: Zentraljugeudheint, Lindenstr. 3. 2. Hos III: Diskussions« abend: Sollen wir Partelvolitik treiben?— Vernan. Lokal A.Schulz, Wallstr. 2. Borlrag:.Schule und Leben.'— Britz. Schule, lEbausiec- straste 132. Witgliederververfammlung.— Eharlottonbnrg. Volksbaus, Rosinenstr. 4. Vortrag:»Was brachte uns die Revolution und was er- warten wir von ihr.�— Reinickendorf. CH. Hausotterltr. 43. Gin- sührunqsabcnd für Schuleullastene mit besonderem Programm. Alle schulentlassenen Jugendlichen www deren Eltern sind eingeladen.— Lchönederg. Rubens-, Ecke Hauptstr. Wilgliederversammlmig.— Süden. Schnlc Wilmsstr. 10. Portrag:.G-lchichte der proletarischen Jugendbewegung'— Staaken. Gartensladtschule. Vortrag:.Die gegne- tischen Jngendbewegungen."— Tegel. Bahiihosstr. 15. Mitglieder- Versammlung.__ Wirtschaft Stand unserer Valuta. Es kosteten in Mark am: 21. 7. 18. 9. 9. l«. 10. 100 holländische Gulden..>371 40 ZlZl.— 198?,— 20J2— 100 dänische Kronen... 045 65 935.— 893.— 928,— 100 schwedische Kronen.. 856.4«» 1373,—>268.— 1306,— 100 norwegische Kronen.. 648,15 940,— 885,— 913,— 100 filmisch« Mark.... 148,20 205,— 179,— 184,— 100 Schweiger Franken.. 698 20 1041,— 1024,— 1056.— 100 ösrerr. Kroiieir(altes). 24,08 27,22 23,— 25.— 100 deutich-vsterr. Kronen. 2S,40I,'j 27,22 23— 24— 100 ungarische Krone n.. 23.98 21,35 18,73 18,14 100 Ischechisch-slowak. Kr'oNen 84.72'', 83.02 82.85 83 10 100 spanische Pesetas... 630.65 929,— 935,— 963,50 1 amerikanischer Dollar. 40.25 68,— 64,— 65,82 100 belgische Franken... 339,35 490,— 450.— 460,50 1 englisches Piund... 152,40 229,— 224— 232,— 100 französische Franken.. 319,65 425,— 427,— 436,— 100 italienische Lire... 223,35 277,— 257,— 265,— Bon der Börse. TaS Ereignis des Terges bikdeie«i Hepe. Berliner Allee 84. Ebarloltenburg bei Porsche!, Kaiser-gricdrich-Slrasse 82. rzrden Freitag: Norden I bei Naß. Mapstr. 12 d. Weilen bei Polzin, Schöneberg. Hauptstr. 86, Neukölln II bei Fniich. Nogalstr. 30. Lichleu- berg bei Höhne. Sonniagstr. 32. Nordwest II bei Lange. Roslocker Sir. 28. Friedenau- Steglitz bei Lnbzin, Steglitz, Schloßi'tr. 123. Jeden Sonntag. vormittag« 9—1 Uhr, bei Prasser, Michaeilirchitr. 23a. freier Schachverkehr. Jntei eisenten erteilt jede gewünschte' Auskunft Rich. Scholz. Wasiertorftr. 18. — Wim» der technischen Slngestellten und Beamten. Ortsgruppe Pankow. Mitgliederversammlung heute T/t Uhr bei Linder. Pantow. Breiieslrasse.— Freirelfgiöse Gemeinde. Mittwoch abend 7»/. Uhr bei Wille. Sebastlaustr. 39: Mitgliederversammlnng. Mitgliedskarte ist vor« zuzeigen. Abonniert öen„vorwärts"! Der„Vorwärts", das Zentralorgan der Sozialdemokrati- sckien Partei, kämpft für Demokratie und gemeinsame Befreiung aller körperlich und geistig Arbeitenden von k a p i» t a l i st i i ch e r G e l d s a ck b e r r j ch a f t. Er liefert ihnen die Waffen für diesen Kampf durch grundsätzliche Aufklärung und rascheste Vermittlung aller Nachrichten von allen (ssssebi-ten des politischen, wi:tsck)aftlichen und geistigen Lebens. Das Abonnement kann sofort beginnen, es kostet monat- lich nur 10 M., für die zweite Hälfte des Monats Oktober 5 Mark. Folgenden Zettel wolle man ausschneiden und ausgefüllt der Expedition de?„Vorwärts", Berlin SW. 68, Lindenstr. 3, zusenden. Ich abonniere ab heute den.Vorwärts" mit der illustrierten Sonntagsbeilage»Volk und Zeil" in Gross-Berlin täglich zweimal frei ins HanZ für 6,65 Marl für Oktober. Ausserhalb Gross-BerlinS Wohnende wollen beim Postamt ihre« Wohnorte« bestellen.. 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Psnkhnrst: Italien und die Kevolution./ O. Zyporowitsch: Die Internationale der Gewerkschaften./ J. Sndoul: Aufruf an die Ardeiter und Bauern Frankreichs, f A. Rosmer; Der Arbeiterkongreß in Glasgow./ S. J. Rutgers: Amerika und die russische Revolution. I K. Geyer: Die Unabhängige Sozialdemokratie Deutschlands und die Diktatur des Proletariats./ G. Sinowjew: Die sterbende und die emporsteigende Internationale./ J. Reed; Die revolutionäre Bewegung in Amerika./ K. Arbori-Ralli: Die sozialistische Bewegung i«' Rumänien./ J. Jlarschlewski(Karski): Polen und die Weltrevolntion. I W. Milutin; Zwei Jahre ökonomischer Diktatur des Proletariats in Rußland./ A. Lunatscharski: Die Sowjetmacht und die Denkmäler des Altertums. I M. Gorki: Die Internationale der Intellektuellen./ Korrespondenzen der„Kommunistischen Internationale."/ Dokumente der Internationalen Kommunistischen Bewegung./ Von der Tätigkeit des Exekutivkomitees der Kommunistischen Internationale, f Helden und Märtyrer der proletarischen Revolution./ Aus der internationalen kommunistischen Presse.— Berichte und Chronik 275 Seiten... Preis 6,— Mark. Auslieferungsstelle für Deutschland: Verlagsbochbandlnng Carl Hoyra Nachf. Lonis Cahnbley, Hamborg. roz. VorzuRsaktiea der AHgemeines Eleklriciiäts-Gesellschaft Die am 11. Seotember 1920 stattgehabte außerordent- I liehe Generalversammlung der Allßemeincn Elekuidtüts- pesellschaft hat oie Ausgabe von 250 üO« 000 M. 6 Proz. Vorzugsaktien beschlossen. Die Vorzugsaktien haben vor den übrigen Aktien ein Vorrecht auf einen Gewinnnnicil von 6 Proz. auf die geleisteten Einzahlungen mit Nach- zahlungspflicht, während sie an dem weiteren Reingewinn der Gesellschaft nicht teilnehmen. Die Vorzugsaktien können von der Gesellichaft vom I. Januar 1925 an jederzeit mit dreimonatlicher Ankündigung zum Kurse von IIS Proz. zutQckgezahlt werden. Im Falle der Liquidation haben die Vorzugsaktien ein Vonecht vor den Stammaktien auf einen Einlösungspreis von ebenfalls 115 Proz. Die unierzeichneten Bankfirmen bringen von vorstehenden Vorzugsaktien im Wege det Zeichnung einen Teilbetrag von nominal 17SWKIOOO M. zum Kurse von 108 Proz. zum Verkauf und nehmen Zeichnungen in der Zeit vom 11. bis 15. Oktober 1920 entgegen. Die Zuteilung findet nach freiem Ermessen jeder Anmeldungsstelle statt. Die Abrechnung der zugeteilten Beträge erfolgt zum 30. Oktober 1920 unter Lieferung von Zwischenscheinen. Die Vorzugsaktien sind für das Geschäftsjahr 1920/21 nur zur Hälfte(d h. mit 3 Proz.) dividendenberechtigt, weshalb die Abrechnung abzüglich 6 Proz. StOckzinsen vom Zahlungstage bis zum 31. Dezember 1920 erfolgt. Den SchluBschemstempel tragen die Zeichner. Eine Versendung von Prospekten findet nicht statu Die Zulassung der 250 000 000 M. Vorzugsaktien zum Handel und zur Notiz an den Bfirs n von Berlin, Frankfurt a. M. und Hamburg wird in einigen Moniten beantragt werden. Berlin, Breslau, liäln,\...„ r.... Frankfurt a. M., flaniburf,/<1en"■ Oktober 1920. Berliner ilandelc-QeselJsch. Dir tMion i. Discontc-Gesellsch. Bank für Handel und Industrie. Deutsche Bank. Dresdner Bank. Natiosalbank für Deutschland. S.BItichräder. Delbrück Scbickler& Co. Hardy& Co. G.m.b.H. F.. Heimann, A. Scbaaffhausen'scher Bankverein A G. A. Levy. Sal. Oppenhelm jr.& Cic. Gebr. äulzbach. M.M.tVarbo.-g&Ca. und deien Niederlassungen in Breslau, Köln, Frankfurt a.M. und Haniburz. Kleine Bibliothek der russischen Korrespondenz. Prei« de» Heftes 50 Pfennig. - Bereits erschienen s — Nr. 2. Karl RaJek: Nr. 1. A. Schlapnikow: Die russischen Gewerkschaften. Programm des sozialistischen Wirtschaftsaufbaues.— Nr. 3/4. Die Bescmassc des IX. Kongresses der Kommunistischen Partei Rußlands.— Nr. 5. L. Trotzkl: Sowjet- rußland und das bürgerliche Polen.— Nr. 6. Prof. N. Qredeskul: Befreite Arbeit (Zum Problem der Arbeitsdisziplin).— Nr. 7/10. A. Losowski: Die Gewerkschaften in Sowjetrußland.— Nr. 11. Churchill als Verschwörer.(Generalleutnants Qolowin Memorandum an Sasanow mit Einführung und Kommentar von Robert Williams.):: Weitere Hefte in Vorbereitung. Auslieferungsstelle für Deutschland; A. Seehof& Co., Verlag, Berlin C. 54. 19m O'sVV.; Krlt|san!eih« wird zu 84*/•>» Zahlunj genommsa. Saufen Ifillanten' Juwelen jtber 91rt tlrinf u.ff br fltog« Ob- jcltz, neit üoer Ben Hechflen lage.fne», Bruch jnld bi» SS ZU. Bruchsilber bis 1.40 M.. Platin 130 bis 170 M. prr®ramm (ftribl.). Unfett bircfle SeriDcttuna ermöglicht uns. ftljc hohe Preise anzulegen, die«oa sogenannten Anfauf.stellen selten gezahlt werben können. Unfee SHifr. wort: Wie führen, andere folgen. kdeiZtkiiiiei'- mi'luügzzteüe Kochstr. 16-17 (Kein Laden), (9-7 Ehr). 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Lebens- Herr Weiß i Am 6onntaß morgen Vj!) Uhr wurde nach langer, schwerer mit grvhler Geduld ertragener Krancheit im St Ledensi'hre mein lieber Mann, unser guter, treu- sorgender Baler und Schwiegervater keiorieb kittersbsvß von seinem Leiden erlöst. In tieier Trauer Frieda Rittershaus, Else Kramer, ged Rittersh» Nancy Troditz, ged. Riltershau Erna Ktöhn, ach. Rittershaus und 4 Entcltinder. gernsdo f. Schöneberg, Werder a. H. den 10 Oltoder 1020. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 14. d.M, nachmittags 2 Uhr, von der Kapelle des Dorothcen- städtischen Friedhofes Liesenstraße aus statt Am 10. Oltober ist unsere geliebte Mutter und Schwiegermutter krau Xilla Proshauer, geb. Sacbs im 71. Lebensjahre durch einen sanften Tod von ihren Leiden erlöst worden. Artur Prv-kauer und Frau Marie, geb. Lach». Ernst Piaefohu u. Fr. Fanny, geb. Proskaucr. Die Trauerfeier findet am Mitiwoch, den 1Z. Oktober, vormittag» 10 Uhr, im Haufe Lietzenburgerstr. S1 statt.. lSSlb Dr. Schelhas. 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Sf�uTbt. k ScTle.9nThmr-.-6fr. SO. p«- ern<'««rfnTrr rber WnsTmi'. Ref. Gen. Futz. ■r«pTUHhrrftr Rc'. 6cTd NaTti" «5«.« Td�trrt»*'TO„RoIHK�e Parte" Ref Rew�nerf'f. n«»*** �rtf, tßr.&.tnhwr 6fr. 147,..Politff�e Shurttlnn". Ref. wen. RofftpT. 0. Abt.©(fmlrti*'- Re�enh-rrtf 6t?e �orfter Straß? �Stellung zur Berliner Kommunal- noT; Ref. 6en. Blum (tunrnTfr. 11 �rrtnrtcTOr. 128 kommunal fragen". Rek 6-n Rüben. Wi>Kx\iy. Rirt�rtorOr.. �ckm'�raqen". Ref. Gen. Schöne. Ref. Gen Kliniker. R',irt der 11.«üembnirr�er�uic. Andreasstr. 1. Ref. Gen. Hole?. S�iiTflulrt.ie Rei'rteftatfmfo Gr�si.V-rllNs". S�n�rtnlrt. 18.„«Me iranzöliftbe Rcrohttlon". Rpf Gen GH�nter. Raroyr«rt��n, Landsberger 6tc 153.„Kommnnaloolitik Groß- Berlind. Ref. RT;'nfn«,r 9fuTa f4"- 6"�?indeTchule, Bafteurüt, 5.„Bte Berliner Kommnnawolitik". Ref. Gen. �a* «oilrrtrrb�m ciTfr.'�rt. 1i..Srt�falinernnrt". Ret Gen Kadenstein. Gst-nlrtN�a.»rte'N''indc� Re° Gen Gr. Witte. wsUraG n'rfo �''e�f-..Gic G nene'-nnrt des Barfeivrnnramms". 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Wir müssen das Proletariat er- ziehe« und können dazu nur das alte Mittel der Schulung der Kräfte iu geschloffcnrn Perbänd-n unter engster Zusammen- fasisng aller Kräfte. Mir sagen noch immer:„Proletarier alle;, Länder vereinigt Euch!", wir lehnen ab die frivole Po- rvbe von Zimmerwa'd und Kienthal, die Hauptsache wäre, dast die Sozialdemokratie überall zerrissen würde. Was au? der SpaLung entstand, spaltet sich immer weiter, das haben wir gesehen kfci den Unabhängigen, bei den Kommunisten und auch bei der Kommunistischen Arbeiterpartei. Der verstiegene Doltri- üarisnms dieser sonderbaren Revolutionäre besorgt die Geschäfte twr Reaktion.(Sehr richtig.) Sie vollenden jetzt ihr Verbrechen 'mit der Proklamierung der angeblichen Notwendigkeit, die G e- werk schastcn zu zerreißen. Hier kämpft der' Arbeiter Brust an Brust mit dem Unternehmertum, um das Eindringen in die Industrie, um die Uebernahme der Poduftion. Aber bei den Unabhängigen dringen die kommunistischen Zellen ein und verrichten ihr Zerstörungswerk. Ihr Herostraientum wird auch vor dem furchtbaren Verbrechen einer GewcrkschaftSzersplitterung nicht zurückschrecken. Es gibt auf dieser abschüssigen Bahn keinen Halt, wann es nicht dem gesunden Geist der Arbeiter wieder ge- lingt, sich durchzuringen. Links von uns sehen wir nur ein gä- rendes und brodelndes Chaos,! ein wüstes Durch- einander. Die einzige Hoffnung der deutschen Arbeiter ist und bleibt unsere Partei» die deutsche Sozialdemokratie, die die prole- torischen Massen unter dem alten Banner sammelt. Guten Mutes und siegesgewisi sehen wir der Zukunft entgegen und zweifeln nicht, daß Äe Masse der Proletarier sich Um uns sammeln wird i m B e- kenmtnis der Demokratie und de.s Sozialismus. Mit uns das Volk, mit nns d.'r Sieg!(Stürmischer, langanhalicm- der Beifall.) Den Bericht über Organisation und Kasse erstattet Bartels: Trotz der Massenflucht, die uns die Unabhängigen andichten, ist die Organisation im letzten Jahre um IKSOOO Mitglieder ober 15,6 Prozent gAvechsen. Die U.S.P. veröffentlicht keine Mitgliederzahlen und keinen Kassenabschluß, aber sie hat zweifellos nicht die Hälfte unserer Mitglieder.«'Hört! hört!) Tie Zahl der Ortsvercine ist von 6673 auf 9236 gestiegen. Ter Rückgang in der Zahl der or- ganisierten Frauen um 1V 600 legt uns die Pflicht auf, die Agi- tation unter den Frauen zu verstärken. Die Erhöhung der Beiträge ist allseitig als unvermeidlich erkannt(Sehr wahr!), schon wegen d?r steigenden Ausgaben und der Entwertung des� Geldes. Den Vorgeschlagenen bescheidenen Mindestbeitrag bitten wir anzunehmen. Wochenmarlen bitten wir abzulehnen. Der Gedanle gestofftlter Beiträge nach dem Einkommen der Mitglieder ist gewiß gut, aber stower aus, zuführen. Im BerichtSjaHv haben einige Veränderungen erst im nächsten Jahre erscheinen. Eine sechsstellige Zahl wird allerdings dafür nicht aus- r: chtn. Alles in; allem bedeutet der diesjährige Kassenbericht eine He: n« Atempause nach den Fehloatragen der letzten Iabre. Wir stehen in Preußen vor neuen Wahlen und viel- !. cht fohren die NeichstagSwahlen bald hinterher. Wir müssen also gerüstet sein. Die Organisation ist die Stärke unserer Partei!(Betsallss Brühnc-Franksurt a. M. erstattet den Bericht der Kontrolllom- Mission. Tie Kommission hat die Parteikasse, das Vorwärtsunter- r.'hmen und den Betrieb Tietz in Sturtgarl revidiert und alles in bester Ordnung befunden. Die.Kommission beantragt Entlastung. Für die Aussprache über den PorstandSbericht liegen schon 34 Wortmeldungen vor. Verbunden damit werden innere Po- Ii HI, Regierungseintritt und Agitation. Zu den zahlreichen gedruckten Anträgen kommt ein von Auer-München neu- gestellter Antrag hinzu, der d.e Kultuwwelt aufmerksam macht auf die von der Endente verlangte � Zerstörung der Dieselmotoren. Die DiefelmcMen dienen nicht der Herstellung von KwiegSmateri« asten, sondeid dem Wiederaufbau. Der Antrag fordert die Arbeiter. Technilw und Er sin der aller Länder auf, diesem kultur- ichnnderischen Vorleben ver Ententcmachdhaber m:t allen Mitteln entg�enzutretsn.- Nachinittugssitzung vom 11. Oktober. Vorsitzender Ccheibemann eröffnet die Sitzung. Es wird in, die Diskussion«ingetreten. Nimmcrfall-MüNchen: Wenn infolge der Zersetzung links von siegreich bleiben, die über die klarsten Köpfe und die tiefste Er- kennrnis verfügt. Bei'der Erhöhung der Mitgliederbeiträge darf kein. Unterschied gemacht werden. Tchuabrich-Herssekd: Der Bericht des Parteivorstandes hat mich nicht befriedigt. Die Partei darf nicht eine Partei der großen Redner, sondern sie muß die Partei der großen Taten sein. Von großen Taten wird aber im Bericht des Parteivorstairdes nicht vis! erwähnt, und doch vertzanlcn wir der Partei den Bestand der Republik und der Demokratie in Deutschland. Aber leider werden diese Erfolge heute nicht mehrgebührend be- wertet. Die Parteigenossen müssen mehr Rückgrat haben und nicht, wenn ein Unabhängiger über RoSk schimpft, im Chor zu zehn miiemstimmen., Wenn ein Zehntel unserer Leute soviel Energie 'besessen halten wie Nosk«, dann wären wir heute weiter. Eohen-Bcrlin spricht zur auswärtigen Politik. Die äußere■ Politik geht bei uns auf falschem Wege, Der Hauptfehler während des Kriegs und nasther war die sogenannte englische Ein- st e l I u n g. Man bat zu sehr geglaubt, von England Zugestand- nisse erhalten zu können, und hoffte auf einen billigen Frieden, i Diese Hoffnungen mußten trügen Wir mußten wissen, daß wir einen harten Frieden bekommen, weil er den schweren Folgen des Kriegs entsprach. Wir mußten nur dahin streben, unsere L e- b c n s n o t w c n d i g k e i t e n zu sichern. Fälschlicheriveise aber: richtete sich unser ganzes Bestreben gegen Frankreich,(Zu- ruf: Besetztes Gebiet.) Lesen. Sie nur die Berichte von 1876.! Damals haben sich die deutschen Truppen an den besetzten Gebieten' nicht besser benommen, Stellen- Sie sich nur vor, das Rheinlands wäre zerstört worden- Dann würde jeder deutsche Arbeiter für dt.? Wiedergutmoclung eintreten. Einige Beispiele dafür, wie systematrsch die Atmosphäve vergiftet wurde: Bei der wichtigen Frage der Kriegsgefangenen schrieb der„Vorwärts" im Dezember 1010: Frankreich wolle die deutschen Kriegsgefangenen über die Ratifikation des Friedensvertrags hinaus als Faust Pfand für die Erfüllung des Friedensvertrags zurückbehalten. Diese Nach- richt entstammte der W a f f e n sti l l st a n d S k o m m i s s i o n. Als ich Herrn Erzberger auf dem Räkkongreß diese Nachricht zum Vorwurf machte, da schickte er den Dr. D r i« s e n vor, der sich auf Boulevard-blätter berief. Also mit Berufung auf Boulevardblätter wird die Atmosphäre vergiftet. Ein zweites Bei- spiel: Nach der Versenkung von Scapa Flow schrieb auch der„Vor- tvärts" und die„Deutsche Allgemeine Zeitung", daß die Forderun- gen, die von der Enteme zur Sühne gestellt würden, auf fran- zösi scher. Einfluß zurückgingen.' Später stellt« sich dann heraus, haß England den großen Teil der geforderten Tonnage sich aneignete,— Weiter übersehe man nicht, daß Marschall F och es lvar. der für die Einführnng der Miliz in Deutschland eintrat und daß wir das Söldnerheer englischen Einflüssen ver- danken. Diese Nachricht wurde von der„Daily News" gebracht, in Teutschland aber totgeschwiegen. Wenn man die Verständigung mit Frankreich will, dann darf'man ihr nicht ängstlich Hindernisse in den Weg legen. Es ist selbstverständlich, wenn in der schweren Not, in der wir uns befinden, wir Vorteile von England an- nehmen. Wir dürfen aber nie Vorteile auf Kosten der V« r st ä n- digung mit Frankreich annehmen. Ich billige die Politik Mayers nnd Simons, die bei der Erfüllung des Friedensvertrag- bis an die Grenze des Möglichen gehen wollen. Nötig ist aber vor allem die rechts Berstäitdigung mit Frankreich Entweder wir kommen zu ihr. oder wir werden nie aufhören, in Europa Krieg zu haben. Eduard Bernstein: Ich bin mit dem Genossen Eoljen vollständig darin einig, daß ein gutes Verhältnis mit Frankreich her- gestellt werden muß. Es ist richtig, daß in Deutschland über das Ausland verstümmelt berichtet w:rd und daß viele wichtige Berichte verschwiegen werden. Die Verständigung mit Frankreich ist ein Lebcnserfordernis Teutschlands. Aber der französische Militaris- muS ist heute viel stärker' als der deutsche. Das Bestreben» die Diesel-Mstorea z« zerstSreu» geht auf den französischen Militarismus zurück. Die französischen Sozialisten sind auf dem Wege nach Moskau, sie würden größeren Einfluß auf die äußere Politik haben, wenn sie eine klügere innere Politik machten. Daß aber die demokraiisch-sozialtstischen Elemente in Frankreich die Oberhand gewinnen, die Hoffnung ist gering. Was heißt Einigung über die Köpfe der Führer hinweg? Hat nicht seit dem 16. November die Partei immer wie- der, erklärt, daß die Einigung nicht an der Person einiger Führer scheitern werde? Die Unabhängigen haben sich Moskau längst so- weit unterworfen, daß sie jetzt die paar Bedingungen auch noch hätten annehmen können.(Sehr richtig!) Wir aber wußten vom ersten Tage an, daß die bolschewistische Herrschaft zum Elend, nicht zum Sozialismus» sondern zum Vandalismus führen mutzte. Was ist in Rußland an geistigen Werten vernichtet worden! Da» Elend wächst dort von Tag zu Tag und nun mutet man un? zu, das russische Vorbild in Deutschland nachzumachen. (Zuruf:- Niemals!) Auf dem Betriebsrätekongreß hat Brandler ge- sagt, daß per Sieg des Kommunismus in Deutschland das Elend in Teutschland zunächst vergrößern wird.(Hört! Hört!) Wer bürgt uns dafür, daß auS diesem Elend die neue schöne Welt er- stehen wird? Weil wir als verantwortungsvolle Politiker dieses Elend vom Volke fernhalten wollen, lehnen wir alle bolschewistischen Ideen ab. Wir wissen, daß wir auf dem richtigen Wege sind. lBeifall.)- Frau Bohm-Schuch: Verlieren wir die Frauen und die Jugend, dann sind wir fertig. Wir bedauern deshalb' ganz besonders, daß die„Gleichheit" so wenig gelesen wird. Bedauerlich ist, daß dir Wählbarkeit der Frauen zu den Gewerbe- und KaufmannSgerichten noch nicht durchgesetzt ist. Der Reichsderfassung widerspricht diese Ungeheuerlichkeit. Solche Rechtlosigkeiten treiben viele Frauen inS radikale Fahrwasser. Der Krieg wäre vielleicht nickt gekommen, wenn auch den Frauen Einfluß eingeräumt worden wäre.(Zustimmung.) Fellisch-Ehemnitz: Da die jetzige Regierung monatelang am Ruder ist, die Hoffnungen des Proletariats aber aufs schwerste ge- täuscht hat, dürfen wir diese Regierung nicht ungestört weiter wirtschaften lassen. Wir müssen zu Neuwahlen kommen und wir hoffen, daß da- Volk aus den Enttäuschungen der letzten Monate gelernt hat. Leider hat der Parte: vor stand vieles unterlassen,- Wo war der Parteivorstand nach dem unerhörten Freispruch der Mörder von Thal? Wo war seine Parole in der Frage des Steuerabzugs? Der Parteivorstand-hat versagt bei der S ch l i ch t u n g s or d n u n g � unlr überläßt uns jetzt ohne jede Parole die Beilegung der großen, Erregung über die Kartoffelpreise. Wenn die Massen erst, in'T�nt geraten sind, ist- die Arbeit um so müheboller. Hellmaun-Charlottenburg: Gerade weil die Interessen des ar- nns U.-S.-P.-K r a k e h! e r Anschluß'an un?eVe° Parkl"suche'm!*-»enS>en, Volkes mfter-d-r gegenwärdigm Regierung schwer leiden. müssen sie mit größter Borsicht aufgenommen werden. Ich i«mn sich« Zukunft davor hüten, allzu leicht da»«Rau- bitte, den schweren Kamps nicht zu übersehen, den w-r in SÜdbahern!-en I o, o r t eine Reg-erung b' i d e n zu können. Das Wenn es nicht gelingt, in den größeren Orten höhere Beträge als> �unvuhlen tncker V ergang eh,.« wollen nur unterap en, auch' die Mindestbeiträge zu erhalten dann können Sie nickt verlangen, �..�eresse Co h cn s. sonst muß«, ww uns auch darüber unker- daß die kleineren Orte auch nur die Miadestveiftäge leisten. ftch. maftm, Polen Vvpchv Frankfurt a. M.: Tie Hanptaufsahe für die nächste: P�eiblatt- durchaus veranlapen woute...ck didatenlisten für die Nat:ona>lvsrsammlung auf einen späteren Zeitpunkt hinausgeschoben haben wollte(Hefterkit.) Wer hat denn unsere Gefangen: n am tän-gsten zurückgehalten? Wer hat au der Erpressung nach Sapa Flow sich mitbewtligt, w e r hat auch olrne Englands Hilfe Erpreyungen verübt? Daß Fach, mehr Interesse für Heeresfragen hat als England, ist.richtig, nur ist die Frag«, ob d.es.s Interesse gerade für Deutschland sehr nützlich ist.(Sehr gut!) Cohen hat vom besetzten Gebiet mit eirv-m Achselzocken gesprochen: die deutsche Okkupation in Frankreich wgre auch nicht besser gewesen. Ich glaube nicht, daß der pcmmerschc Landsturm- mann mit der schwarzen Schmach auf einer Stufe steht.'(Sehr gut!) Wir heben aber die deutsche Okkupation nicht verteid.g:, son- dorn als«ine Molhede des alten Militarist schen Systems bekämpft. Sie hat das französische Volk empört, und uns empört heute die französische Besatzung, Es ist Tatsache, daß aus dem von den, Franzosen besetzten Gebiet viel schlimmere Klagen zu uns kommen als aus dem Gebiete, wo Engländer' und Amerikaner stehen. Gorade Frankreich zerreißt den Kontinent, Frankreich lächelt das imperialistische Polen an, Frankreich hat' die diplomatische Vertretung des Saarreviers an sich gerissen, und wer re.ßt daS Saargebiet durch die Frankenwährung auch wirtschaftlich von Teutschland los? Frankreich predigt den»Aufstand in Ober- schlefien. Frankwich stützt die Abfallbewogung sin Bayern. Ein So- zialdeMvkvat muß immer unterscheiden zwischen dem französischen Militarismus, dem französischen Kapital s mus. dem französischen,- Proletariat, dem englischen Imperialismus und der englischen Ar- beiterpartei. Unsere stärkste Hoffnung beruht aus dem wachsenden Einfluß und der Einsicht der englische» Gvnosser Als Cach in auf der Rückreise von Moskau in Berlin war, wurde er gcsoagt, ob er sich jetzt mit Deutschland mehr ausgesöhnt habe. Er antwortete: Das einzige, was er in Moskau gelernt habe, wäre das, daß auch die Unabhängigen Verräter wären, daß man sie hassen müsse. Die französische Soziflldemo». kratie ist zu schwach, daher können wir eine Revision des Vertrages nur von den englischen Arbeitern erwarten, Cohen hätte lieber zu den vier Forderungen Wels' Stellung nehmen sollen. Wir müssen unS einmütig und geschlossen hinter diese Forderungen stellen und sie als unser Aktionsprogramm bei d'a kommenden Kämpfen vertreten.(Beifall.) Adolf Vraun: Cohen hat kerne Fühlung mit der Wirklichkeit, sondern redet Zeitungsartikel von Georg Bernhard und Konsorten. Hat Cohen nicht den Briefwechsel zwischen Thiers und General: von Manteuffel gelesen, in dem sick Thiers bedankt für die überaus humane Behandlung der französischen Bevölkerung durch- die deutschen BesatzungStrupven'? Wäre Cohen einmal- im, besetzten-. Gebiet gewesen, er hätte nicht so sprechen können-(Lebhafte Zu- stimmung.) Bonn hat jetzt französische Besatzung und es sehnt sich nach den Engländern und Amerikanern zurück. Tie französische Besatzung kostet in einem Jahre soviel wie die ganze französische Kriegsentschädigung von 1876 ausgemacht hat.- Reden wie die Cohens entspringen einer fixen Idee, die sich immer weiter von den Tatsachen entfernt, Cohen weiß nichts von Torten im Rheinland und von Torten in her Pfalz; er spricht zu uns, wie man vor D e u t s ch e n überhaupt, nicht sprechen sollte.(Stürmische Zustimmung.') Ich" war vor einigen Wochen in England und führende Genossen'haben mir erzählt, ?lnfang Februar 1018 hätten sie Lloyd George eingeladen und geheie«, den Frieden rnitzj U Teutschland auf der Grundlage zu vermitteln, daß sich Drutschlanb hinsichtlich Elsaß-Lothringens und Velzien? für desinteres-», s i e r t erklärt. Es war die lebte Gelegrnheit, zum Frieden kommen und sie wurde verpaßt. Nun war es Lloyd George nicht, mehr möglich, auf dieser Grundlage den Frieden zu vermitteln. Es wäre interessant, zu erfahren, ob Auswärtiges-Amt und Großes, Hauptquartier von diesem Friedensverstich im Februar Kenntnis bekommen haben. Die 14 Punkte Wilsons wären durchqus ehrlich gemeint, aber die deutsch« Diplomatie und Oberste Heeresleitung haben sich aus diese 14 Punkte e r st berufen, äls Wilson für Eng- länder und Franzosen nicht mehr notwendig war. Ich'würde vor- schlagen, daß man Cohen ein Rei sie st i p e n d i u m gibt für Reisen durchs besetzte Gebiet, damir er nicht noch eine solche Rede vor uns verzapfen kann.(Stürmischer Beifall.) Eisenbarth(Hamburg): Wir haben nach dem Kapp-Pntsch die Maßregelung' verfassungstreuer Beamten, Soldaten und Lehrer nicht verhindern können. Das hat uns ungeheuer geschadet. Wir müssen jetzt unseren ganzen Einfluß aufbieten, um diejenigen �-o- zialdemokraten zu schützen, die noch in Bertvallungsämtern sitzen. Wir dürfen keinen Zweifel darüber lassen, daß wir uns niemals mit dem Versailler Frieden abfinden werden.(Beifall.) Frau Juchaoz: Ter Rückgang der Zabl der weiblichen Parteimitglieder erklärt sich aus den großen seelis.ben Leiden per Frauen in der gegenwärtigen Zeit. Tic Frauen' sind noch nicht geschult genug, um zu selben, wie zwangsläufig jetzt unsere Verhältnisse sind und w:e hart Theorie und Praxis aufeinanAckr stoßen. Die Sozialdemolratie hat den Frauen das Wahlrecht erobert. Zeitweilige agitatorische Mißerfolge dürfen uns. nicht davon abschreckeü, weiter bahnbrechend für die Frauenforderungen zu-wirkest.' �- k.- Dr. Sühhkim-Rürwberg: Äon München spinnen sich die Fäden nach Horthy-Ungarn. Tas Ministerium Kahd ist nur Kulisse für die Heiittschen Separatio, isgelüste. D ts RcichSaMnMe- gesetz wird in Bayern nicht durchgeführt, im Gegenteil wird mit rückstchtSloser Schärfe gegen Kommunisten vorgegangen nrtd auch die Immunität der N'bgcordne en schützt stichst mehr. Hingegen Zeftt, uß sein, die Massen, die nach der Revolution zu uns getan« i.. für de« verfchärften Il-Boot-Arieg j mcn sind, im Geiste des Sozialismus zu erziehen. Die Partei wird I emzusetzen und auch darüber, daß Cohen die Einreichung der Kam- erlaubt, gftichswehr, Polizei und'Einwohnerwehr in Bayern sind wohl eine Gefahr von größter Tragweite, die durch Spitzel uno Provokateure noch vergrößert wird.'In Bayern hat man inmitten deS größten wirtschaftlichen Elends tagelang Festschießen abge-, halten, bei welchen dem Reiche zum Troy Tausende von Bewaffne-» ten unter den Augen des französischen Gesandten vorübergezogen sind. Es gibt keine Demokraten irfclft,' und die demokratische Presse ist von oer Reaktion restlos aufgekauft. Heiin und Genossen treiben die Politik Frankreichs, die Politik der Zertrümmerung deS Reiches. Die bayerische Reaktion ist eine deutsche Frage geworden, Bayern soll nur das Versuchsland'sein. Die Bayerische Volkspartei fordert in ihrem Programm das Recht Zur Wiederherstellung der Monarchie in Bayern. Tie. Rückkehr der WittelSbacher wüiche das' Äusscheiden Bayerns aus dem Reiche bedeuten. Wir aber sind auf Gedeih und Verderb mit dem Deutschen Reiche verbunden, wir sind Republikaner, auf vorgeschobenem Posten und werden den Ablösungsbestrebungen schärfstem- Widerstand entgegensetzen. An Nürnberg haben sich die Wogen der R ä t-e b e w e g u n g gebrochen� in Franken werden auch die Umtriebe der bayerftHen Mori- arch.sten zuschanden worden. Wir kennen nur die einige Gesamt- parte!, nur e:nc Staatsverfassung, die Republik, und nur ein« Politik: Temoiratie und Sozialismus!(Stürmischer Beifall.) Die Fortsetzung der Debatte wird auf Dienstag frühr 0 Uhr vertagt. Vorsitzender Scheide,»ann: Die Delegierten aus den besetzten Gebieten beben den Wunsch ausgedrückt, auf die Ausführungen des Genosse« Cohen nochmals zu antworten. Die Genossen sind dazu leider nicht io btv Lage, weil sie damit(SSetehr lausen und Ovser deraufbelchwi� ren, dlp njcht nötig- sind�-Aber die Genofie» tonnen beruhigt sein, WaZ gegen die Ausführungen des Genossen(Soljen gesagt werden mutz, ist gesagi worden,-ich glaube, es braucht nichts wiederholt zu werden, denn einen zweiten Genossen, der ähnlich sprechen würde wie Cohen, wird e§ boisentlich in der Partei und im Reiche nicht geben. sBeifall.t � Den Bericht der Mandatsprüsnasstommislroli erstattet Prolat-Betlin. Es ssbd LZ3 Delegierte anwesend, Mit« glieder der Kontrollkommission, W Mitglieder des ParteiauSschuffeS, 16 Mitglieder'des.Parteiborstandes, 17 Vertreter der Reichstags- fraktion, 4 Referenten und'S Vetfreier der Partei insti tute. Pro- teste-sind, nicht«ingelavten. Alle- Mandate werden debattelos für . gültig erklärt.- c--. Schluß. der Sihung: 6 Ahr. GewerMsstsbewegung flufmarsch Mm Kampf im Einzelhaaöel Zu Taufenden hätten sich die.Angestellten.der Warenhäuser, Gpezial« und-EinzelhandelSgeichäste am. Sonntag im Lustgarten versammelt, um die Pckrole des Zentdawerbanbes der Angestellten entgegenzunehmen.. Bublib gab den Schiedsspruch bekannt, der in -der Hauptsache bestimmt, daß die gegenwärtig geltenden Gehglrs» sätze bis zum 31. Äezember in Geltung bleiben und nur den per» 'heirateten Anpästellteß der' Gruppen, l bis 46 eine monatliche Zu» -läge' bon li) Prpz.,'gber mindestens lflfl SR-, zu zahlen ist. Der Redner-wärpie die Verheirateten, sich durch diesen Judaslohn zum Verrat an der gesamten Knllogensckas'.. bewegen. zu' lassen und empfahl die einmütige Ahl e h n u n g des-Schiedsspruches. Die'Annahme desselben wurde" gleichbedeutend sein mit einem Schlag in� Gesicht der Angestellten.(Lebhafter Beisall.) Die Ab- 'stimmung'üher den Sch-.edsspruch.ioll in den nächsten. Tagen in den Betriebeil. vorgenommen werdqn. Das Ergebnis, der.Ahstim« ' inung'ist bis fpvtefiens' Frhftag flÄh dem Zenträlveiband bekannt« zügehpi-!, der. danach die-Tgtiik' bestimure» wird. Der'Redner -empfahl den Versammelten, in den BcirtebSverfainmlungen, vn» bekümmert um das verräterische Verhalten der Gewerkschaftsbünde, für die Ablehnung zu wirken und sich bewußt zu fein, daß die Ablehnung den Kam.pf bedeuisr. ES sprachen noch I a i o b o w i tz' und Ä a s v a r vom Zentral- ..perband,, dje ebenfalls zum Äamps- ihr die- Erringüng auskömm» »ljch«? Gebälfer«intraten. In bezug auf den Schiedsspruch wurde betom, daß ex nstr dpn Wünschen.der Unternehmer entgegen« komme, indem'er-ihnen--.für �.das-Weihnachtsgeschäft Ruhe' in den . Betrieben sichern- wpll«. T-ie i Angestellten wenden- aber gerade im .Kirchlich aus das- Weihnachtsgeschäft und sie gegenwärtige' Kon« funltur, die. besser sei' als sie heim.Abschluß des Tarifs war. sich auf- den Kamps vorchcreiten." Die- Haltung der Bersammlting ließ keinen Zweifel darüber. daß sie dem Redner'vollkommen ztrstimm: und Jsie Ablehnung.de» Schiedsspruches" für i'elbstperitändktch hält.. wurde beschlossen, die Zufuhr tranSporfabler zu sperren. damit solche nicht- an Stelle der von den Streikenden" zu'setzenden Cefen Verwendung finden können. Das Ziel des Kampfes ist der Ab sch tu ß eines Toris- Vertrages, der den Forderungen der Arbeiter gerecht wird. Da» von der gesamten Unternehmerschaft im Baugewerbe aufge». stellte und setz« von- den Töpfermeistern zuerst erprobte Prinzip, trotz der steigenden Kosten der Lebenshaltung keine Lokmerhähung mehr zu bewilligen, soll im Interesse der gesamten Arbeiterschaft' zurückgewiesen werden. Die Oelegation zum 3ateraat!lmalen GeweckschaAs- kougreß. Auf einer in der vorigen Woche astgshalt�wen Tagung des Ausschusses des Allgemeinen Deutschen GemerLschafts« bundes stand u. a. auch die Wah� der Dekegisrten zum In« ternotionalen Eewerkschoftskongvctz auf der Tagesordnung. Tie LohnSewegaug de? HnndelSarbetter ht btt Leder» brauche. Tie Arbeirgebervenbände der Lederrorrtickast haben die de rock- ttgtev Lohnforderungen des Transport robeiterverbandes bisher ablehnend beantwortet. In einer am ö. Oktober stattgcfnndenen MitAiedarversammlung wurde der Beschluß gesaßt, bei werterem ablehnenden Verhal-est der Arbeitgeber in den Aussi.rnd.zu treten Hrerauf erktärten' sich di� Unternehmer-zu Verhandlungen bereit. Etne am Sonntag tagende Bers.immluna der Handelsarbeiter, die zum Streikbeschluß Stellung nahm.-beschloß nunmebi. das Etgeb nis der Berhanolnngen, welche bis zum. Donnerstag.stattfinden sollen, abzuwarten. Tie ondFÜltige Entscheidung trifft die zum Freitag, den IS. Oktober, einberufene Branchcnversammlung bei Schulz,..Körrig graben 2.__ 3nr Lohnbewegunq im Berliner Buchbande!. Diz ursprünglich aus Tieostag vorgesehene Vollverlantmlzttrg aber Angestellten und Marlthelfsr im Groß-Berliner Die Wahl geschah nach Ä n d u'str i«a r u ppe» und hatte.' findet nunmehr Freitag, den 15. Oktober, abends Uhr. ur folgendes Ergebnis-. Für die Äruype' Baugewerbe, keramische-.Schultbe.� Sasenhmt«-. Rr...W..S1. statt. In Sammlung unö©fflätttbuftris$oe»i om f�iat�tebetSo�V$t£a.!"�rMi ai� Vertreter � t r e i n e fMa.rrverband). Nahvungs- und Ge- endgültig' über die weiser zu treffenden Maßnahmen entschieden. nußmitdelmduitrie T-obrlkorkwlter Schmidt(Landa.rbSll«r.' � Angestellten uro MarÜhelser des Groß-Berlir.er Buchhandels verband). Mellvortret?? Brey(Fabrikarbejterverband): i müssen in dSr-Armtagvorsammlung unbedingt anwesend sein. ! Graphische. Gewerbe. Papisrintznstrie.'künstlerische Berufe-,' Asa.- Csmtatun Groß-Berl-n. Seit(Buchdruckerverband), Stellvertreter•§ a u eisen sBuchbinderverbon-d). Bekle'dungs-. Tertil« und Lederindustrie Simon(Schuhmacherverdand). Stellvertreter Jockel(Tex. tilorbesterverbond)'..Handels- und Berkehrspowerbe, Ge-i mein da« und Staotsarbeiter Scheffel(Eiienbahnerver« band). Itell-aertret-er Urban(Angesdelltentielchand): Berg« bau. Kdetall- und..Holzindustrie Dißmann(Metallarbeiter- verband) und. S u e(Bergarbeiterverband). Stellvertreter Kl ebe(Maschinisten- und HeizerverbaiZd) und T a-rno.w sHohzarbeiterverband)..-. Tie Technische Nothilse u/itz die Berliner Müchsenbe'iÄer- Deutscher Transportarbetterverbirnd. Gewerkschaftswitgliednr l Am Sonntag, den 17. O k t o b e r, abends 7 Uhr. ft.nbst i Thearer am Bülowplatz(Aatksbühne) die Anfsührmng vom „Kätcheu von Heilbreii»" von H. v. Kreist : ftart. Karten zum Einheitspreise von 4.50 M. können Werktag ' lich von 1 vis 7 Uhr nachm.ttags in unserem Bureau Engel« ' U fer. 15, l Treppe, Zimmer IS. in Empfang genommen ! wertzen,.- Streik und Ausin-rrung in der Badstckeu Aeilinfobril. Eine : Bskegschäste.,'w.-.ch: lwr' M» Basischen AnÄrn.'ültd Sodostib.rik gechötti«. sgen Gtsänstalt Oppau hat.:« die Arbeit o.-edeiKleg!, wot-urch das ganz« Werk zu-m Stillstand kam. Die Beteiligten wnret-n entlassen. Darauf erklärte sich die Gesamtarbekierschatf des Werkes«nrt den EnÄossoncn solidcrri'ch. Fetzt ist das ganze PcrsowA a uJ?-.'- Deutschen Der Verband Vit Bran-.erei« und MAsteiräwbeitzer schveibt uns: Seit Mittwoch, den 6. d. M., hat die Technische Nothi-kke in«intgen Berliner Mühlen ihren Einzug- gehalten. Räch unserer Airrfassung lag kein Grunh vor. dies« in Anfpruch z», nehmen. Bei dieser Ge. legen-hmt müssen wir leider feststellen, daß es immer noch Au« is perrt-wordeir gestellte gM. die du gSmchbn. wenn die Handarbeiter um ihre>.'.« v.»-ir(T,,0m�;„0„ Eristenz kämpfen, daß. sie es nickt notwendig haben, Solidarität zu r- g- ,«>(L'& üben. Vielleicht genügt dieser Hinweis, däß sie«m ihrem Tun GtzwerÄchastsbunde» bot anlayltch des Betriebsrad-Äongrew s BkrffraiiÄ ucchmstn ititb fteft erhmerst,' hafy-nixf) ftt nur Arbeiter un�-. 5 früh<� ß-njd&cmctt ln}jcn. Wlederum.-tetoen. �nr ?di etrrcin Sckroiihcn-an den Demr>bi.lw>ach u ngskgmmissae fibatstlichen Schulung der Betriebsräte zahlreiche Ivertvo: e komm«! die Unternehmen zu der Autstrssüno. haß das Reichsarbeirs.- Artikel geboten, u.'a. Das Patentamt. Produkti on s- «imsterins zur: BtubliMichketts. rWrunsi ain-'s S-ch-esssstzwubsö'.p o M t i k und ein wertvoller Aufsaß übet S-'t a a t'H» nur dann zwläffig ch...wenn vre Darchkührunz NM-'Satch-effe der j dank r o ist lieber die Aufgaben der Betriebsräte', ibve Zu Allgmieinhsit /rforderlich-anäre,-'"'.' l sammenfäsfüng und ihvd Stellung zu den'Geiverks'cha.sten A ÄiWL'ter» äfften*s.i u u'Oi irr si. L'L'H..roß.'et. et;-,.,•- cy*'2 stelle in die MaNlahne einkalkuliert ist. Da».'Antsregtz tzer. Ktmsil rstzcs«ovstamt an. tß- AllgLmemhei-t verlanot weiter, daß die otdi'-.mas-mästiae Mehl-. Achtung,. Konditorei»erfpnal: Di«- Jartftteckaichlintfvn sink vierteljährlich 3 M. Streik öer Aertiner Topfer. Nachbchn jier �Tarts.aw s. Okiobgr abgelastfen war und eine B«rstän-LiW.ng ichq: den. Abschluß'eine» neuen-TqrikS' bisher nicht. zustand« gekptymerl ist.- hetzen Sic. Tiüpier-im Lauf« der vorigen -Woche- den-eurzeln-em- Arbeitgebern die Fovdernng- unterbreitet.- ',|i; M.,. Stunden h-och inntz-chtbtzbiww der 1614. sestgeketzten SÜ&tbVreife- n nt t6(Mk- Bwv f.' 7'«.-' t' iift Lstf-vn« am AHnlkag'bgrnppenv«rs AllgemmMest«nw Bctzb,r.»tich«.»a�ng.. K*. �.eu.�pu�S ma>t.(obcr a6cnb4 8 U6l. Muiikestäle. Kmitt-Ästheistt-Oir Zt- Fachqrnpv. 12. erforderlich tst.. Zur Begrinckimg gckben sie an. dag dte Mchlver«.�b»�w«rtzeX�«-«l'ch».Be»s«n»l»nz 11 CUobtt. abends 7'7, Ubr. ivngkwÄ-Vr-Akkvn.merntzest Äistr?nM-n»r Ver'Be-stkner-Bebölkerung durch hie..Rtchtzantzahm»- deS-' Schtehsfprckhse- tfttrckr. stim-Anbeitgvhot und den.VtrsnfV.r�»nSg«br«chbnen.- Vdtf�naebetztonftzreÄ-.'»--cht ge-" isthrdet-st. Wenn schon die RüAenkientzer si-lbst. der Anficht, find, SoPhieuiäte.«op ophienitr. 17/18. r-t.!-:.', Sriefkksten der Rsdafthth daß hie.Allzemeirchrit durch den Htneik sticht gefährdet ist. so Per- stehen es die, Mühlenarcke lier nickt, warn« man da um dir Tech-. ftraß« ,9/l&—. Vorftenh Htldcsheim. Wilmer-borf-Vcrlin, Wagbäuseler Studimn. Jprc Frag« läxi sich nur b.-omPviien. wenn nis-cke Nothils? in Ve Betriebe hineinläßt.- Alle»' die fick»'in! Sie' uns. Angab«, über Jbre Dorvildung mucken. � SS. 9Z. 1. Wenn die-i-m Falle der T-chnischen ZdckhSfe zur Bonfü -c— > tMer** Mönt°a �mÜM?-�eMtencn fterf he- ffir � redakt.Tetl- St.-»c«.«t WW Tbrrlauenburm fOxtn&m,, sn Versammlung von urerkenden Mühlen- Gliutk. Lerlin. Berlag: Vorwüris-Verlag<�. m. b. H.. �srlm. Druck- L-» arbeit ern gab Träger»wen Sstwatrorrsberngt über die Lage'«ärts--?uchdruck«re>». Lerlaas-nftai! Sani«ins« u. To., tttRx Sitzdentlr. s des Streiks Wie rr u. a mstteilte, haben di« Bsrtrauensleitte und j Betriebsräte, am Freitag beschlossen: Der Stoei'k wird durch- geführt so lange, bis die Arbertgeber den Schiedsspruch an- erkannt haben. /Leblaster Betfall.) Rock lebhafter Debatte wurde einstimmig. eine Resolution angenommen, durch die die Versa«« esten zum ÄtrMouck bringen» an den durch den Schiedsspruch �anerkannten Forderungen unbedingt stst- zuhakten und den Streik bis zur Durchführung des Schiedsspruchs fortzusetzen..... Hühneraugen Hornniaur, Schwielen u. Wanden beaeiligl schnell, slcbpn o.»chmerzloa Kukirol lOOO c oo faen toewährt Peels M.3,-Jr> Apolhekenu. Drogenier eohiSlfli'cfi Vttrsicht Vor Machahmungen. Kukirol steht einzig da. Leipziger 5frasse HoUänd. Rotkohl Pfund 35 pt. Hol!. Wirsingkohl Pfund 45 Pf. Mohrrüben... ptund25pf. Sellerie...... wund SOp». Grünkohl...... Pfund 45 pt. Spinat....... Pfund 53 pf Maiskolben Pfund 25 Pf. Goldparmänen. p�nd 1 20 TirolerTafeläpfel Pfund 1 20 Amorettenbsmen Pfund 160 Neue Feigen.. Pfund 48n Maronen......pfundS50 CM® Kö n t g sfra 6 s e PosenthoJer 5fra55c M orifzo iofz Soweit Vor rati Weißkohl. Zwiebeln.. 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