Nr. 515 ♦?7. Jahrgang Ausgabe B Nr. 119 vezngSpretS: B erteljährLÄ),— monati.10,— Mi. frei:ns.öaus voraus ahldac. Pott- be.>ua Monatlich 10.— Mk� erTL Sit- fteüimcjscjebübt. Unter S�reuabanb für Deutichland und Oesterreich 16,~.0 DIU für das übrtgf Ausland oei täqlich einmal, �uttellunci 2150 Paüde» ttellunqen nedmen in Oesterreich, Ungarr, Tscheche- El cm»a!e!, Lane- mar:. Holland, �u�emourq. Achmeden und die Schwee.— �inaetraaen m die Post- �eitunas Preisliste. Der„Vorwärts- mü der Sonmaqs- beilege„Volt u..�eif- ecicheint wo-tten' taglich zweimal Sonntags und Man- tags-innmi Teleq ramm�A dcefsc jSa�lalöemoCco} Oerliv-. Astend Ansgabe w w Berliner VolKsblstt AttzeigenpreiS: Die nditpclpaltfUf?Jonoarfincj|fiir loftetS.— M.,Truerun»«iuichlag iX)0/c. .ftleine Anzeigsn- üas itti gedruckt.®oct 1,— M. i�ulajug zwr iengednxkte Worte), jede« welt«r> Dur' Sv Zig. LtcNen-teiuchr ur Ecktuksiellenanzeigen dos erfie®or SS Psg. itDeo weitere Wort 10 Ptg. Worte übet 15 BuSistaben jolilen für iwri Worte. T»uerunusx»slbiac> 50», ?alN>I>en-Ali, eigen sllr Abonnenten geile 2,— M., polittlche und ge- werk!chaftliche Vereins- An-eige» 3,— Mk. die geile ohne Auffchlag Anzeigen iür die n ii»st e 3!ummei müsse» bis ü Ahr nachntitlag» nn Scmvtseschäft. Perlin CW Z. Linden> ftrahe 3, abgegeben werden. Deöünr von 9 Uhr früh bis ö Uhr abends. Zentralorgan der roztaldcmokratifcbcti partei Deutschlands Neöaktion unö Expedition: EW. 68, Linösnstr. Z. ?ernsi>ro>iieri«int MorlNvln«», Nr. 1.", k SO— Lai S?. vonvärts-veclag G.m.b. h., EW. öS, Linöenstr. 3. Zheruiprcchkr: Amt Bioritipla«, Nr. 117 53—34. Die Wahl öes parteivorstanöes. Parteitag der S. P. D., Kassel. IS. OAobcr. Sonnabendsitzuna. Zu Bsssim, der Sonnabendsitzung wurde da? Ergebnis der Wahlen zum Partcivorstand um, zur Kontrollkommission belannt» gegeben. Bei der Wahl zum Partcivorstand wurden 330 Stinrmen �gegeben. ES erhielten Hermann Müller 327, Otto Wels 3l)L, Friedrich Bartels 330. CHo Heinrich 326, Wilhelm P f a n n. buch und Hermann Mottenbuhr je 323. Frau Marie I u ch a S z 312. D>r. Adolf Braun 316. Franz Krüger 202 und Johann Stelling 318 Stimmen. Als Beisitzer wurden gewählt Richard Fischer mit 329, Otto Frank mit 326, Karl Hilden- k> r a n d mit 327. A-oolf Ritte' mit 826, Elfriede. R y n e k mit 321 und Heinrich Schutz mit 312 Stimmen. In die K o n t r o l l» kom Mission tmirden gewählt Lrühne mit 803, Loebe mit 228, Brey mit 28V. Hengsbach mit 276, Pin lau mit 261, Tfeodor Fischer mit 248, Helene Grünberg, Müller und Hirschfelder mit je 212 Stimmen. Außerdem erhielten Frau Bollmann 131. S t r o b e l 140. Körner 127 und H u g 126 Stimmen. Vorsitzeirder Hermann Müller: Nicht wieder gewählt in den Vorstand ist Otto Braun, und zwar auf eigenen Wunsch Parteivorstand und ParteianSschusi haben sich mit der Frage des Verbleibens von Genossen im Partei- vorstand beschäftigt, die in Ministerstellen berufen worden sind. In Weimar haben wir diese Genoffen trotzdem wieder in den ParteivorslanÄ gewählt. Auf Eirund praktischer Er- fahrnngen aber schlagen Parteivorstand und die Regierungsmit- alicder se'bst dem Parteitage vor, diesen Usus nicht mehr einzu- halten. Der Partcivorstand mutz gegenüber der lstetchsregierung und der preutzischen Regierung völlig fikeie Hand haben, zumal wir es im Reich und in Preussen in der nächsten Zeit mit Koa- litionSregierungen zu wn haben werden. Braun muh in der preuhischen Regierung bleiben, so lange es geht, denn eS gilt, die Demokratisierung Preußens durchzusetzen. Sollte aber ein früheres Mitglied des Parteivorstande» aus der Regierung wieder ausscheiden, so ist Vorsorge getroffen, daß dieser Genosse nach Anhörung des Parteivorstandcs und deS Parteiaus- schuffeS seine Tätigkeit im Parteivorstand wieder aufnehmen kann. Der Parteitag erklärt sich dmnit einverstanden. Brolat. Berlin berichtet über die Arbeiten der Beschwerde» k o m m i s s io n. Sie hatte sich zu beschäftigen mit der Beschwerde des Genossen Hohenrath. Aachen, der, ohne dazu ermächtigt jju sein, dem Kommandanten der französischen Bcsatzungslruppen weit- gehende Erklärungen abgegeben hat über einen Anschluß des eventuell selbständig gewordenen Rheinland es an Frank- reich, ttzört! hört!) Hohenrath hat dabei erklärt, daß er da? Ziel einer selbständigen rheinischen Republik mit allen Mitteln be- kämpfen wolle. Er bat aber im Anschluß daran betont, daß, wenn Deutschland durch Reaktionäre oder Monarchisten zerrissen werden sollte, für das Rheinland der Anschluß an Frankreich doS kleinere Hebel wäre. lHört! hört!) Er hat daher den Kommandanten im Namen der Sozialdemokratischen Partes gebeten, da? Haupt- gartier der Alliierten dabin zu unterrichten, daß für diesen Fall die ganze linke Rhein seit« in Frankreich aufgenommen werden möchte.(Hört! bort!) Die Genossen des Kreises Aachen haben Hohenrath zu solchen Erklärungen kein Mandat gegeben und haben nur, weil es sich bei ihm um einen alten verdienten Parteigenossen handelt, eine scharfe Rüge iür ausreichend gehalten. (Zurus: Genügt nicht!) Hohenrath, der dieses Urteil als hart emp- findet, beschwert sich deshalb beim Parteitag. (Fortsetzung in der Morgenausgabe.) Das Urteil im Kothener Prozeß. Dessau, 16. Oktober.(Eig. Drahtbericht des„Borwärt?-.) Da? Urteil im Köthener Putsch-Prozetz wurde heute vor.' mittag 11 Uhr verkündet. Ja der Begrllndung führte d«r Vor- fivende, Landgcrichtsdircktor Dr. Ernst- Berlin auS, das? daS Qie- richt den militärischen Charakter der Bereinigung der Köthener Putschisten bejahe und auf Bestrafung nach§ 1 der Berordnuug vom 36. März 1929 erkenne. Mildernde Umstände wurde« sämt- lichen Ängellagten zugebilligt. ES erhielten Berg und Fuhr» mann je ein Jahr sechs Monate Gefängnis. Ritter ein Jahr drei Monate Gefängnis. Sieben Angeklagte erhielten je 8 Monate Gefängnis, drei Angeklagte je ein Jahr, zwei je sechs Monate, zwei je vier Monate Gefängnis, ei» Angeklagter wurde freigesprochen. Der Staatsanwalt hatte für Fuhrmann drei Jahre und für B e r g zwei Jahre ZnchthauS, ferner Gefängnisstrafen von zwei Jahren bis sechs Monate beantragt. Die Angeklagten nähme« das Urteil ruhig entgegen. In der gestrigen Zeugenaussage wurde der Zeuge Handelsmann Grimm aus Halle wegen Meineides verhaftet. Er hatte bestritten, für amtliche Stellen Dienste geleistet zu haben, wurde aber durch dcn Verteidiger Tr. Hcgcwisch(Kommunist) über. führt, im Dienste deS Halleschen GarnisonkommandoS ge- standen zu habe». Grimm gab unter dem Druck dieser BcweiSlast feine Spitzeltäligkeit zu. Er wurde sofort verhaftet. eine Ententckommission ist nach einer Mitteilung der Reichs- regierung vorläufig aufgeschoben worden. Gegen die beabsichtigte Zerstörung der Dieselmotoren erhebt «. a. auch der Bremer Reederverein in einem Telegramm an die zuständigen ReichSbehördcn schärfsten Protest, indem, er gleich- falls auf den Z 189 des Bersailler Friedensvertrages hinweist. Rückssanq der flrbettslostpkeit. Wie auS dem ReichSarbcitSministerium mitgeteilt wird, ist die Zahl der unterstützten Erwerbslosen noch den amtlichen Fest- stcllungrn auch in der Zcit vom 16. September bis zum 1. Oktober nicht unwesentlich zurückgegangen. Während sie am 16. Sep- tember nach den endgültigen Frststellnnzen 406 879 betrug, belief sie sich am 1. Oktober auf 391 371. als» ein R ü ck g a n g»m 11 6V8, und zwar 4906 Männer und C602 Frauen. Die Zahl der Fa. milienange hörigen, die als ZuschlagScmpfänger unterstützt werden, hat sich von 376 761 auf 306 247, also um 16 593, vermindert. Ter Aulwond an ErwcrbZlvsenunt-rstgtzung. der in der ersten Hälfte des McnatS September für Reich, Länder und �Gemeinden zusammen 40,5 Millionen betragen hatte, vermindert sich in der zweiten Hälfte des September auf 45,5 Millionen. ES darf frei- lich kaum erwartet werden, daß dieser Rückgang weiterhin anhalten wird. Vielmehr wird aller BaranSsicht«ach mit dem Eintritt deS WintrrZ dir Zahl der Erwerbslosen wieder steigen. UrbrigenS fei gegenüber irrigen Busfassungcn, die bei der letzten amtlichen Mitteilung des ReichSarbeitSmittisteriumS wahrgenommen werden sind, ausdrücklich festgestellt, daß sich die Zahle» der unterstützten Erwerbslosen jedesmal auf daS ganze Keich,»icht etwa auf Groß-Bcrli» allein beziehen._ Die Diefeimoteren errettet? Wie die.Mümbener Neueswn Nachrichten" cuS Augsburg melden, hat die Bewegung gegen die Zerstörung der Dieselmotoren den Erfolg gehabt, daß die Verhandlungen neu aufgenommen wurden. D:e für den 13. Oktober vorgesehene Zerstörung durch Kredit und KoMemieferisny« Paris, 16. Oktober.(Hvllandfch NieuwSbureau.) Die Wieder- herstellungSkommission gibt zu, daß Deutschland in den leisten zwei Monaten die Bedingungen der Spar? Abmachungen bezüglich der Kohlcnliefcrungcn erfüllt hat. Im September wurden 97 und i m August 89 Proz. der festgesetzten Menge geliefert. Mit der deutschen Regierung ist daher eine neu« vorläufige Ab- m a ch u n g getroffen worden, die Deutschland erlaubt, von den in Spa zugestandancn Borschüssen auf Kohlenliefmmge« schon jetzt Gebrauch z« machen. Ferner wird eine end- gültige Abmachung hierüber vorbereite». Wetter wird mitgeteilt, daß langwierige Unterhandlungen zum.Abschluß gekommen sind, die darauf gerichtet sind, die definitive Form der Bons von 20 bis 40 Milliarde» Goldmark gemäß dem Berfailler Bertrag zu regeln. Die Wirtschaftskonferenz für Revision! London, 16. Oktober.(„Frkf. Ztg.") In der Schlußsitzung der Internationalen WirtfchaftSkonferenz galt die Aussprache der Ausgestaltung deS Völkerbundes zu einem Organ des Wiederaufbaus. AuS der großrn Reihe der Sprecher sind P a r m o o r und andere, sowie H i r st hervorzuheben Letzterer verwies darauf, daß ohne eine ehrenhafte Presse alle Bcstrebungcn vergebens feien. In wirkungsvollen Rede» verlangten besonders Lord Parmoor, Fimtnen, B o n f i e l i> und einige Ameri- kaner die Revision des Friedensvertrages und die Aufnahme der Besiegten in d�n Völkerbund. Diese Forderung stieß auf keinerlei Opposition. Schließlich wurde der Be- schlug gefaßt, die Resolutionen der Konferenz, deren wichtigste die Forderung nach einer Revision des Friedensvertrages und der sofortigen Aufnahme der Bessrgtcn in dcn Völkerbund sind, der englischen Regierung vorzutragen. Die meiste» Presscäußerungcn über die Konferenz betone» den moralischen Wert, den die Erreichung der ersir» Etappe auf dem freilich un- absehbar langen Weg zur Wandlung vcr öffentlichen Meinung in den Siegcrstaaten habe. Die politische Wirkung der Veranstaltung wird breinträchtigt durch die britischen Arbeiterfragen, weshalb die radikale Presse den Anteil der Arbeiterschaft an den Problemen nicht erkennen läßt. � Dle BölkerbundSNgi hat auf ihrer Mailänder Tagung den Ent. Wurf einer Satzung angenommen, die die Aufnahmever bis- her feindlichen Staaten vorsieht. W Sitz der Bölker- bundSIiga wurde Brüssel bestimmt. Der polnische Eisrnbahnerstreik wurde im Laufe deS gestrigen TageS beigelegt und zwnchen beiden Parteien eine Einigung erzielt. Der Bahnvertehr Millionen Kilogramm— auf Kosten des Reichs eingekauft. Di�- fem plötzlichen Einkauf für 50 Millionen Kilogramm Fertigware müssen aber im Monat Oktober noch weitere Rohstoffe für 50 Millionen Kilogramm Fette und Oele folgen. Es ergibt sich nun der ungeheure Skandal, daß man für diese 100 Millionen Kilogramm'Oele und Fette im Mai und Juni dieses JahivS Rohstoffe so billig hätte einkaufen können, daß die Fabrikate höchstens auf 11 bis 1-5 M. pro Kilogramm gekommen wären, während sie jetzt auf 25 M- zu stehen kommen. Das bedeutet eine Mehrausgabe auf Kosten deS Reichs und der deutschen konsumierenden Be- völkerung von einer Milliarde Mark! Dazu kommt, daß Hermes auch die Wirtschaft der deutschen O e l f r ii ch t e sofort freigegeben hatte, um den Agrariern und Händlern mindestens 300 Millionen Mark in die Taschen zu wirtschaften. Der Ravs ist durch diese Wirt- schast des Herrn Hermes von 2,30 M. pro Kilogramin auf 7,30 M. gestiegen! Dieses Defizit von mindestens 1� Milliarde Mark nur bei pflanzlichen Oelen und Fetten wird auf über 2 Milliar- den Mark erhöht durch die gleiche planlose Wirtschaft bei den tierischen Fetten. Die Eindockung des deutschen .Schmalzbedarfs dringt heute eine Mehrbelastung ! gegenüber dem.Mai und Juni von'zirka% Milliarden Mark, weil sich die Preise von zirka 21 M. aus 34 M. ge- j steigert haben. Die Voiwürfe gegen Herme? haben sich bereits so stark � verdichtet, daß der Gesmntvor stand des Reichsausschusses für Oele und Feste zum Protest gegen den Mmster lein Amt ! niedergelegt hat. Es ist wirklich nötig, daß d'e Beschuldigungen gegen dos Hermcs-Ministerium einer parlamentarischen Untersuchung unterzogen werden. Die„Germania" kündigt an, daß sich auch das Zentrum bewogen fühlt, eine Untersuchung zu veranstalten, um Hermes den Rücken zu steifen. Sie schreibt: Die erfahrenen Führer der Sozialdeinokratlschen Partei halben in Kassel geraten, dir Enisckreidung der ReichstagSfroktion zn überlassen, offenbar deshalb, weil sie erkannten, daß in Kassel Behauptungen vorgebracht wurden und nicht Bewerfe, und weil sie ein« Nachprüfung im Reichstage bzw. in den zustän- ■ digen Kommissionen für notwendig erachteten. Diese Nachprüfung itaft man auch im Zentrum fS rnotwenbig, nicht etwa deshalb, weil man Qkaibt, daß die Beschuldigungen hier erhärtet würden, sondern weil, wie wir glauben versichern zu können, eine Nachprüfung er- geben wird, daß eine maßlose Hetze gegen Dr. Hermes ge trieben worden ist und getrieben wird, die nicht davor zurückschreckt, längst widerlegte Bebauptimgen immer wieder von neuem aus- Airfrischen. DaS Zentrum hat jedenfalls, wenn nicht im Reichstag der Beweis für die Behauptungen der Herren Heilmanm und Braun erbracht wird, keinerlei Veranlassung, dem sozialdemo- kratischvn Mißtrauensvotum Rechnung zu tvagen, ebenso wenig Herr Dr. HermeS, dem es nicht schwer fallen dürfte, die gegen ihn vorgebrachten Beschuldigungen zu widerlegen. Es ist ja sehr schön, daß das Zentrum sich seines Ministers annimmt, aber eS wäre noch schöner, wenn der Reichstag unzweideutig feststellt, was an den Beschuldigungen — sachlicher und persönlicher Art Wahres ist. Und wenn sich die Dinge bewahrheiten, wird selbstverständlich die.Herrlichkert Hermes' zu Ende sein müssen. Das erfordert das Ansehen der Republik mrd des Reichstags, der die Volks- souverän ität miSznüben hat. -I- Hermes Kassenführuug. Bei der Revision der Preisausgleichskasse für Stick- stofsdüngcmitiel im ReichSernährungSmini st erium ist auch die Art der Buchftührung der oben genannten Kasse bean- standet worden. So stellte der Bücherrevisor Froman fest, daß cm Stelle der Datum spalte, die Kassenbücher sonst aufweisen, bei dem Kassenbuch der PreiSauSgleichkasse nur die Spalte»Datum der Verfügung" besteht. Durch die Kasse sind in den vierzehn nachge» prüften Monaten etwa 3SY Millionen Mark gegangen. In ihr sind die Zinsen eingetragen, die sich aus diesen Kapitalien ergeben und die selbstverständlich von Tag zu Tag ein verändertes Biß» zeigen. Jnsolgedessen erscheint selbst dem Fachmann diese Buch. sührung außerordentlich kompliziert. Da alle Feststellungen des Bücherrevisors sich einer Kritik der materiellen Zusammen- hänge enthielten, wurde diese mit den nötigen Folgerungen von dem Düngerreferat im RcichSernährungSministerium nachge- holt, und es wurde darauf hingewiesen, daß eine derartige Geschäfts- und Kassen sührung in jedem Privatbetrieb un- möglich sei. Vertreter der Landwirtschast und Jndirsirte erhoben dagegen Einspruch, daß mit der Preisausgleichskasse für Stickstosfdüngemittcl auch die Kasse für Phosphorsäuredüngemittel vereinigt würde. Trotz des Einspruches werden diese Kassen jedoch mit Ausnahme der TbomaSmehlkasse bis heut« zentral verwaltet. Bei der neuen Verordnung für die Stickstoiskasse vom 11. Oktober 1920(Reichsgesetzblatt S. 17071 hat der Minister die Entscheidung der Personal- fragen sich vorbehalten» so daß die Teilnahme der Vertreter der Länder an der Verwaltung bis zur Bedeutungslosigkeit herabge- drückt worden ist, obwohl hiergegen entschiedene Stellung genommen worden ist. ES ist schwer zu erklären, daß die festgestellte gesetzwidrige Verwendung von Mitteln aus der Preisausgleichskasse für Stickstoffdüngemittel, z. B. die Anschaffungen der Autos, der Möbel für das Ministerzimmer, der Zu- Wendungen an Beamte usw. nicht von der im Mimstcrium bc- stehenden»Kassenrevisionskommission" beanstandet worden ist. Nln die Sache kurz zu machen, möchten wir Herrn Theodor Wolfs doch wten, die Sorge darüber, ob wir Strerkbrnch gctric- ben haben oder nickst, den Elektrizitätsarbeitern zu überlassen, die damals g e st r e i k t hatten. Jetzt behauptet das„B. T.", diesen sei es darauf angekommen, eine„möglichst große Störung des industriellen und ösfent- lichen Lebens" hervorzurufen. Wir sind überzeugt, daß die Moabiter Elektrizitätsarbeiter diesen Vorwurf nicht aus sich sitzen lassen werden, zumas bei den Einigungs' Verhandlungen von den städtischen Sachverständigen zugestanden wurde, daß die Elektrizitätsarbeiter infolge der Brannkohlen- verfeuerung in unerhört gesundheitswidrigen Verhältnissen hatten arbeiten müssen, und zumal weiter ibr Verlangen nach Minderung der gesundheitlichen Schädigung durch Verkürzung der Arbeitszeit als gerechtfertigt an- erkannt wurde. Jedenfalls stellen wir fest, daß aus den Reihen der Streikenden keinerlei Aeußernng oder Klage gekommen ist, daß man ihnen durch Herstellung des„Vorwärts" und der„Freiheit" in anderen Betrieben in den Rücken ge- fallen sei. Merkt Herr Theodor Wolfs nickst, daß er sich einfach lächerlich macht, wenn er sich pävstlicher als der Papst stellt, um Streikrcchte empfindlicher besorgt ist als die Streiken- den selber,— und dies gerade in dem Augenblick, wo er als schützender Cherub vor die brutale Aus- sperr ungstaktik und die Profitinteressen der Zeitungskapitalisten tritt? Dummheit an; meistens emp-ftshlt es sich»nS tmzch seine Schlauheit. Es will hundert Wünsche zugleich befriedigen und alles mögliche berücksichtige«, was am Wege liegt. So gleitet man unversehens in Unwahr haftigleit und verliert tn« Schnellkraft, die zum guten Handeln nonvendig ist. Der Verfasser dieser sinnigen Worte ist— Gottfried Staub! Ob er fein Verhalten in der K a p p- W o ch e damit meint? Aller- dings war e» doch wohl mehr Dummheit als Schlau!>m. sich .zum KuItuSmm.ster ernennen zu lassen. Aber an seiner Umvahr- hastigkeit ist nicht zu zweifeln. Sozialpot�iscber versuch in öer Slowakei. Prctzbnrg, 16. Oktober. Heute wurde im Minislsecium für die Slowakei über die Ucbernahme der staatlichen Glas- Hüttenwerke Zliecho m die Verwaltung der Ar- beiterschaft verhandelt. Der bisherige Pächter verzichtete zu- gtWtsten der Arbeiterschaft auf die Pacht. Am 1. November 1920 übernimmt d'.e Gewerkschaft.. Erstes slowasisches Glashütte mvcrk in Zliecho" die Glashütt- im ihr« Verwaltung. Zu dem Werk ge- hören eine ganze Reihe von Betrieben und eine ausgedehnte Land» Wirtschaft. 160 Familien mit 5SO Mstgliedcrn sind daran inter- essiert. Der gesamt« erzielte Gewinn wird für humani- täre und kulturelle Zwecke oerwandt. Kein Neöeverbot für Sinowjew. In verschiedenen reaktionären Blättern wird Beschwerde darüber geführt, daß Sinowfew in Deutschland ungehindert habe reden dürfen. Erfreulicherweise ist die Regierung anderer Ansicht gewesen, und wie wir erfahren, steht auch der Berliner Polizeipräsident Richter auf dem Siandpunkt, daß der, für den Sonntag in Berlin angekündigten Sinowjew-Versanrmlung nichts!n den Weg gelegt werden soll. Wir begrüßen die Stellungnahme, denn es kann nur nützlich sein, wenn Sinowjew über das Wesen des Bolschewismus in Berlin dieselbe Klarheit verbreitet, wie er das in Halle getan hat. An den blinden Fanatikern, die sich das Denken abgewöhnt haben und mit Kaiholiierigläubigkcit aus die Worte Moskaus schtvören, ist so- wieso uchts zu verderben. Die denkenden Arbeiter aber wird � das von Sinowjew gepiedigte Blut-, Elend- und Schreckcnevangelinm vielleicht doch zu innerer Einkehr und Umkehr bewegen. 1 Goethe und öle Der Ueberftreiker vom„9. T/ Die klaren Feststellungen unseres gestrigen Leitartikels über die unsinnige Wortipielerci, die das„Berliner Tageblatt" zur Verteidigung des Unternehmerstandpunktes mit dem Be> griff der indirekten Streikorbeit getrieben hat. sind diesem ersichtlich auf die Nerven gefallen. Da es aber eine Sorte alter Weiber gibt, die durch keinerlei Gründe von ihrer vorgefaßten Meinung abzubringen sind und jede Diskussion mit einem„Ich Hab doch recht" abschließen, so muß natürlich auch das„B. T.", obwohl es gegen unsere Darlegungen nichts Sachliches ein, zu- wenden weiß, am Schlich wieder darauf Heruntreiten, daß die Herstellung des„Vorwärts" im Mosse-Betrieb am Tage des Moabiter Elektrizitätsstreikes doch„indirekte Streikarbeit" ge- wesen sei. Die reakteOTär-schweriwdustnelle„Post" fühlt sich bemüßigt, ans unserem Paricitag in Kassel einzugehen. Die Entschiedenheit, mit der dort die Notwendigkeit einer sozialistischen Politik betont, und dic ruhige, fast wissensibaftliche Sachlich». k e i t, mit der die Debatten geführt wurden, sind der„Post" � augenscheinlich sehr unangenehm; so bebt sie die„Trockenheit" der! Nieserate Schmidts und W i s s e l l s hervor, sucht einen Gegen- s iatz zwischen Theorie und Praxis zu konstruieren und kramt j aus ihrem Zitatoy schätz das nicht mehr ganz originelle F a u st- Zitat auS:„Grau. Freund, ist alle Theorie und grün des Lebens goldener Baum." Doch selbst bierbei passiert der braven„Post" ein tleines Malheur: Die Worte werden nämlich von M e p h i st o gesprochen und siird— wovon sich die»Post" durch einen Blick in die Rekrutenunruben in Deutstbböhmen. Prag, 16. Oktober.(MTB.) Die Presseabteilung deS Mm» sterrums für Zkarionalverteidignng meldet: Uiitcr den einrückenden Wehrpflichtigen in Eger ist es zu Ausschreitungen gekommen. Tie Ursache ist das lange Warten aus Abtransport infolge MackgolS an Tuchgarnlwren. Außerdem.riefen die unzuläng- lrche Unterbringung und die Kälte unter den Rekruten Un- mut hervor. Auch verursachte ein gleichzeitiger Streck der Schlächür in Eger eine unzulängliche Beköstigung der Rekruten. D.e Rekruten versuchten aus der Kaserne zu entkommen, was einigen auch gelang. Es kam zu Zusammenrottungen der Be- völkerung. die eine Proteswersamnrlung-gegen die Repubtik"{?!) veranstaltete. Militärische Patrouillen stießen auf Widerstand und waren„gezwungen", die Waffe zu gebrauchen. Hierbei wurden sechs Personen leicht verletzt. Soldaten und Offiziere wurden auf der Straße von der Bevölkerung»angegriffen". Ein Oberstleutnant der italienischen Legion(d. h. der aus Italien zu» rückgekclwten Tschechen, die dort gegen die Zcntralmächte gekämpft Red.) wurde so verprügelt, daß er im Sterben liegt. Als | die Arbeiterschaft in den Fabriken erfuhr, daß von der Waffe � Gebrauch gemacht worden war, erklärte sie den General- ! streik. Durch Vermittlung de? sozialistischen Abg. Hille- brand wurde jedoch beschlossen, den Streck abzubrechen! Freitag ' früh war in Eger bereits vollständige Ruhe. Die Arbeiterschaft trat � die Arbeit an. Der Miwsler für Nationalvertcidignng hat ange- ordnet» die Ursachen der Ervignstst strengstens zu uuterjuchen. Streit um die öeutstben Kabel. Genf» 16. Oktohcr.(„Frankfurter Zeitung.") Aus der in Washington zusammengetretenen internationalen Konse- renz für Aufteilung der ehemaligen deutschen Kabel beansprucht Frankreich dem„Echo de Paris" zufolge die Kabelverbindung von Brest nach New Dork und von Brest über u™ roa-- i.u, �... I Kapa Blanka Nack. Dakar in Westafrika, sowie diejenigen von Mon- betreffende Stelle leicht uberzeugen kann- ,ron,sch gemeint. � nach Pernambuko«». � 9Wf münden Mit Nietzsche» und Goethe-Zitaten hat die„Post" noch nacy ziernomouto allemal Unglück gehabt. Für das Kabel Brest— New gork wünschen die Vereinigten Staaten eine gemeinsame Vepoaltung in Frankreicki. Um den Besitz des Kabels von Monrovia nach Per- nambuko bewerben sich �crußer Frankreich auch die Republik Liberia und Brasilien. Ein ernster Jnkcressengogeusatz be- steht zlmschen den Vereinigten Staaten von Nordamerika und Japan wegen der zu den Karolinen gchörgcn Insel Dop, die als Stützpunkt dient für die meisten, den Stillen Ozean durch» auerenden Tclegraphenkabcl. Die Vereinigten Staaten verlangen Je.verwickelter die Erwägungen werden, desto u n r e i n e r.! eine internationale Verwaltung der Insel. Tis Japaner, welche .. p l----___------.�u rvio r< i f i idät» SßdlD�Ittinß in ruften Sslsterkenntnis oüs? Unfterblichkeits- Zeuanis l In dem Kalender»Kunst Und Löben" fanden wir dieser Tage folgenden Sinnspruch: Man meint klug zu handeln, und tatsächlich irrte man nur ab von dem geraden Weg. Das Böse sängt selten mit einer bereits die Verwsltung in der Hand haben, gehen jedoch auf den amerikanischen Vorschlag nicht ein. Harlekin herbst. ., Von Arthur Silbergleit. Wie ein tnmkener Possenreißer, eine klingelnde Triangel im sti!nnz?rwllhlien Hocrr, den Leib von windvermehten, innober rolen. azlirseidenen, hügelfahlen und stromtlauen Blüten übersät, in der Rechien ein Hifthorn, in der Linken ein Trauvenbundel, torkelt der Herbst zu einen: großen Blätterkarneval einher. Em Hirich, dessen Getveihzacken der scharfe Zeichcnstist eines spitzen Sonnenstrahls aus dem Nebeldunstsilber stärker l�e raus sticht, schreitet ihm voran, um ihm mit seinen elfenbeingekben. ichlcmken Füßen die regen- fruchten, verivühltzen Pfade wieder festzustapfen und zu ebnen. Von den Linthengirlcmden der Wipfel gliiten ihm die purpurnen Lampion? runder, schwellender Früchte zu. Oder hängte etwa irgendein anderer Narr eine bunie Bauernteller- Herrlichkeit im Gezweige auf?... Einige Augenblicke be- kefiren Vergänglichkeitsahnungen das Antlitz Harlekins zu träumerischem Ernst, aber-bald verzückt ihn in fast sich selbst überstürzender, faunhafter Ausgelossenbeit wieder ein Wonne- tauue'l, wenn ihm das rasende Rauschlied der Winzerchöre von den Hügeln entgegenbraust. Nachbarn Ses Norüpols. Van Max Hochdorf. ,>.im»nurtk Kcmt rechtck-rtigt in feiner Seligkeitsträumerec vom ewigen Frieden-bi� Vorsehung, die sonst so böse verlästert wird. Er erzählt, daß die Fkut her Ozeane alljährlich losgerisse- nc» Baumholz an die Klippen der Nordpolländer treibt. Kein Baum, kein Strauch wachse in diesen Polgegenden. Wie sollten die Naebbarn des Pols sich Hausung schaffen ohne Holz? Da hiiit eben die herrliche, vernünftige Schöpfung, indem sie die Be- wegung der Meere regelt, daß sie den Armen und HausungSkosen am Pole die Bau? iahen znsendet. Von diesen Nachharn deS Nordpols, den Eskimo?, herichtet eben K n uck R a s m u s s e n. Sein Vater war ein grönländischer Pfarrer, in einem Eskimostamme wurde seine Mutter geboren. Als man den Knaben noch in Dänemark erzog, träumte er schon in das PolareiS hinauf. Dan» zog er aks jung«? Mann dorthin. um-ritten, Seelenleben und andere Daseinsformen der EÄrmoS zu studieren, lieber ieine Fahrten ichrieh er ein Buch, da? halb Wissenschaft u>ch halb Märchen ist. Da« Buch wurde verdeutscht. lEs erschien bei k. P. Tal in Wien.) Sie hu»«e?n dort»itm viel, obwoV dio Bvrkehung nach Ka«t gut und klug für fi« s»�t. Dann ftshien die Jungen die Weibern stark und einfach. Sie haben allerhand große Ge- danken, weil sie noch Urvolk sind. Man weiß nicht, ob Rasmussen unendlich alte Sänge er- zählt oder Bräuche, die heute noch nicht ausgestorben sind. Alles verschwimmt, alles wird phantastisch, ungeheuerlich oft und eni- setzlich. Es scheint, daß die Vorsehung, die Immanuel Kant so feierlich gepriesen hat, wohl für Bauholz sorgt, aus dem gerade Häuserpfosten gezimmert werden; oo die Vorsehung aber auch eines Tages die Seelen, die ettvgs krumm geraten sind, gerade biegen wird? Der Hungrrrrkord. Der Bürgermeister Mac Swineh von Eork und seine elf Landsleute, die in der Durchführunz; des Hunger- streiks sich bereits über 60 Tage der Nahrung enthalten haben, stellen damit«inen Hungerrekord auf, an dem die W'sscnschast nicht vorbeigehen kann. Während die größten Hungerkünstler es bisher � auf noch nicht 6� Tage gebracht hatten, übertreffen die irischen Jäger anhebt, die sich nach der Bärenhatz üm den Riesenkochtopf• Patrioten diese Leistungen bei weitem, und man hat daher je setzen, um Gelage abzuhalten. Wenn sie geschwelgt haben, er-' nach der Veranlagung ihren Hungcrrekord für einen Schwinde! oder ic speisen, sprechen sie nicht. Dann wandert �'ür ein Wunder erklärt. Wie Dr. Maoftie in einem Aufsatz der _ gl. c I,__ o". c-- p-» s st,-— a.—. r....»— �__-'-d..%« S m i m �. k» Leichen der Verhnngcvten. Sie schleppen die Leichen in die Eis» berge fort, um sie aujguftessen. Dock? vorher hadern und ftiuchen sie mit dem Schneesturm, daß er ja und ja die Fußspuren der Leichenräuber verwiiche. Einuial hungerte ein Eskimo mit seiner Frau, die gesegneten Leibes war, und mit seinen Kindern. Er schickte die beiden Kinder hinaus, daß sie irgendwo in besserer Ferne etwas Nahrhaftes erbettelten. MZ die Kinder weg waren, l tötete der Eskimo seine Frau. Frau und ungeborene Frucht zer- I schnitt er, um alles herzurichten wie zerlegtes Wildfleisch. Er � sättigte sich. Das übrige ließ er im Keller. AIS die Kinder heim» j kehrten, setzte er ihnen das Fleisch vor. Aber die Kinder merk- teu, daß sie etwas Iliigewohntes verspeisen sollten. Der Vater gesiand. Es weiaerten sich Mund und Gefühl der Kinder zu essen. Sie wollten lieber Hungers sterben als die eigene Mutler verspeisen. Das ist Eskimoleben, wenn das Besuchen und Fahren der zählen sie. Während sie der Rie.'cncknochen de- Wallrosse?, das zu ihrem Mahle dient, im»Dailv ScewS" ausführt k�mt aber weder ein Schwindel noch ---?«-.«.«»»,«-!«« m« infam an einem einzigen R'.esensiucke erlaben. Nun wissen ui strenger Kontrolle, wie sie!m Gefängnis von Cor? vor- die Fremden das nicht. Sie nagen allein an ihrem Knocken, wo- � x�nden ist. gemerkt wird. Aber selbst, wenn man durch kleine durch oft große Verlegenheit und Mißstimmung entsteht. Sie � Mengen Nahrung das Herz zu stärkerer Tätigkeit anregen würde, essen nicht, wenn sie es haben. Sie fressen. Rngefaul- so mochte dies eher den Tod der Hungernden beschleunigen als tetz Fleisch gilt ihnen als besonderer Leckerbissen. Denn das ewig aufhalten. Auch an übernatürliche Einflüsse braucht man nicht zu eingeeisie, ganz frische Fleisch, das erst im Magen auftauen muß, Ksaub-n. Di« meisten Fälle, in denen der Tod durch Verhungern trJ*... vnL-gtM»c;. r;A° eintritt, bezieh tu swi g'!' Lewte, d,e an einer.Krankheit leiden oder mundet ibnen n.r w>« ot» und Alliagvi ,. fressen ach an., � Sftljc Ermüdung ausgesetzt sind. In dem vorliegenden b?S ste voll und auigescktwellsn pnd. Dann reden pe nch ,n den liegen die Hungernden im Bett; sie»Verden vortrefflich Schlaf hinüber, der sehr lang ist. Die Gattin, die sich in Treue grpflrift und künstsich warmgehalten, und dadurch wird die Möglich- bewährt, fängt derweile dem nächtigen Schläfer, der behaglich feit des VerhungernS bedeutend verringert. Die irischen Hunger- schnarcht, die Läuse weg.; ,'irciker verschwenden Ii ich« die geringsten Kräfte auf Musfeltätig- nw«. /s.-t»;,-4 w,„» lert, und da ik?nen genügend Wärm« zugeführt wftd.-so ist nur eine Der e-chlafer bat e.ne Tee.-. Seeke lst all„S W-Z den � von Eiweißstoffen nöttg. um die Tätigkeit des Eskimo mutig und'chon nzacht. Die seele d-Z ESk--noS wandert, �rzen? u-d Gehirns au-rechtM-rb-alten DaS Herz ist ja nur ein ~>e nt rn Robben und Seehunden und Baren gewesen. laust kleiner Muskel, und Gehirn ftmobl wie Nerven können fast von ständig außerhalb deS Eskimos mit seinem Körper mit— wie nichts leben. Außerdem muß beachtet werden, daß, wenn sich der sein Hund. Wahrscheinlich braucht die Seele auch Nahrung. Körper in wegerechter Lage befindet, da? Herz nur ganz geringe Denn stirbt der Mann, so geben dte Leidtragenden ihm und seiner Arbeit zu verrichten hat, um da? Blut durch das Gehirn zu treiben. Seele ein« tüchtige Wegzehrung mit. Sie b-steht aus Tee, f- Streichhölzern, Speck und Fleiich. Es brauchen also gleichmäßig � Krttoiifiübrnnge» der vso-he.??to. TeutlcheS Opern. ***£* e"ie•"*«•»«*•«-**» blnaufsiimmi, ob er:n das Meer hmuntergleiten muß. gleich.!.E-rkwa-.__?.o. ck omödtenhaus:»Die Sache mü Lola". gültig ist eS. Vt«* denke nicht, daß e« unten, wo die Menscke» Leisingtheater:„Flamme-. sonst die Hölle vermuten, besonders grousig ie,. Nein, die Theater, pn der VelkSvabne wird StrindSergs„Nach Eskimos fuideu es im Himmel ob»» und in der anderen Toten» TamoSluS- ll. u. III. Teil mit siriednch tkaviilir als Unbekannt«,' und m.hnung mif dem Meeresgründe sleicb.näßw ichön. Sie leben pck-n- siei.dmcr ais r-m- vo-chcre tet- maon B a b v i neue« Süll- ..___ v-7 t-*• v v 143ieI ro.ic�e von dt.r Direktlon Eyjoldt Ä das Kl«me m,t ten MykeZze»ien, m:r ihren Hvnd«n, mi ihren Kadern und. Ichau',.'(ui»auS cirjoiöc*. Der ßaLenfer Parteikrach. P-rtcit-g der ITZ.P., Halle. 16. Oktober. Sei Beginn der hcuiiaen Sitzung treten die Gerüchte einer Sprengung wieder in verstärktem Mäste auf, nur mit dem Unterschied, daß heute nicht mehr Leipzig, sondern Halle seivst eis Tagungsort des rechten Flügels aenannt wird.— Angesichts der gestrigen Vorgänge ermahnt der Vorsitzende eindringlichst. Ruhe zu bewahren. Taraus gibt Ledebonr für die Rechte die Erklärung ab, dast sie wünsche, heute zu einer gesrdneicn Verhandlung zu kommen. Er erklärt, dast der gestrige EntrüitungS- stürm bei der Rede L o s o w s k y s nicht nur auf einzelne Ausdrücke "nrückzuführen sei. sondern auf den ganzen Geist dieser Aus- fuhrungen, bei denen Lassws kv die Grenzen des Eastrechts weit überschritte« habe. lStüroiischer Widerspruch links, Zustimmung rechts.) Ihm tritt Adolf Oeifmann entgcaen; nach dem Protokoll habe gerade die Rechte beleidigende Zwischenrufe gemacht, namentlich ihr Hauptführer T i st in a n n. Dagegen wendet sich Distmann dem zuerst hcitiger Tumult da» Sprechen unmöglich macht Rack längeren Bemühungen ge- "inot es Adolf Hosfman«, seine Getreuen zur Ruhe zu bringen. L ämann ver eidigt nocfmal-? sein und seiner Freunde Auftreten. Er beruft sich u. a. aus einen Satz Losowskys, worin dieser sagte, dast die Gewerkschaften Instrumente der Bourgeoiste icion- Die deutschen Gewerk'ebastler lasten sich das nicht mehr ge- allen..'Stürmischer Beifall rechts.— Unruhe und Zwischenrufe links.> T>.r Borsitzende weist darauf hin, dast mit dieser Aeuste- m.ing nicht die deutschen Gewerlschaft.'n und Distmann gemeint 'n.rn.— L o i o w s l y bringt in den Schlust�ätzen seiner gestern ab- g'brrchenen Rode wiederholt seine Vorwürfe gegen die Ge» ireokschaften zum Ausdruck, wobei er Distmann allerdings auS- '-in.'ich den Führer de: Rechten nennt. Es gibt dabei wieder '-irmische Szenen. Die Delegierten dringen aufeinander e n und '-geben' st-chen einzelne Führer die Rübe herzustellen. Henke t Erispien zu: Tos mache ich wicht mehr mit! * Vs? dem Cnde in �aüs. Fallt, 16. Oktober.(Eigener Trnhtbcricht des„Vor- ür's".) Ter Hnllrsche Parteitag geht zu Ende. Tie Tis- 'Tmn über die BedinPirgeu ist nach der Rede Lrmgucts im leiverscitigcn Einverständnis für grschlvsien erklärt worden. Nach einigen persönlichen Dcmcrknngcn ging die Mandats- Prüfung vor sich, nnd zwar verhältnismässig glimpflich. Ms Tr. Kurt Poscnfcld im Namen des rechten Flügels erklärte, hiiechtsvrrwahrttng einnilegen wegen der Hamburger, Stntt- avter und ionstig'r Verfahren bei der Ilrwahl der Telrgterten, ! räch wüster Lärin auf der Linken nnS. Rufe, wie Adokatcn- 'fr, Schiebungen«nd dergleichen W"rden laut. Taraushin gab es eine neue Tebatte zwischen Koenen und Rosrnfcld. llrüer einen Antrag aus Schlusi der Tcbntte wurde nm hsil Ilhr abgestimmt. Tie Abstimmung durch Hnndaushebrn ergab eine ■ w e i f c l I o s e Mehrheit für d i e Linke. Tie letzte ''bstimmnng steht nahe bevor. Ibr für die Linke gün- s' i g e s E r g r b n i s kann nicht web? zweifelhaft sein. Stimm- berechtigt sind nach dem Vorschlage der Mandatsprüfungs- low Mission l'st.'l Delegiert«. (Fortsetzung in der Morgenansgabe.) Lendarbriterstreik in. Kreise GrcisSwald. Ein Landarbeiter- » ist im kneEe Gre fSwald i. P. auf mehrere« Gütern in der " der Stadt Lasian arsgebrccl on. Am Freitag mittag wurde lcr::.? auf secks Gütern gestreikt. Tie Technische Rothikse soll nter militärischem Schutz(must das sein?) sorort ein- -. Etzt werden, da die S're kenden angeblich auch die Notstands- arbeiten ablehnen Der Eirund für den Streik lag darin, dast in der Lässaner Wooend ein Volizeikommands zur Bekamp» iung der Kartoffetdie. stä�t» anwesend ist, von dem bereits ein .gorteffeldieb angeschossen wurde. Die Sireikcnden verlangen die Abbersung der Police', unoernsalls drohe« sie mit dem Generalstr e�k._ WLetfclMst Schlachtviebpreise. In Mark sör Zentner LeSend-iewicht: Oktober Ochien Knhe.FSri..halber Swaie Schweine Derliu l.g.—750—7i>0 300— 700 I'tO— 650 1300-1600 ■ lagdcburg IS. 650-51K0 400—600 300- 800 frdO-TOO 1200-1800 Dresden 13. 4,70--00 350—800 500—700 450—850 7W— 1000 Vetpiig 13. 600—85«»00— SkO 560—«30 W>>— 780 1««0—1730 sti nnov-r 13.:>00— 750 475— 775 530— 750 ttiO—(50 1S30 1500 Elbcrietd 11. 725- VOO 423- 830 600—800 050—750 1600-1750 München 8. 300—720 400—640—700 700— 800 1000—1800 Man beachte den gewaltigen Vr»»SuntersÄied zwischen Schweinen ui�d den übrigen Tieren. Die Höhe der Schweincprerie 'st völlig ungerechtfertigt. Aber was nützen alle SSarmir.gen, imr werden' ja bald erkennen, worin die freie Wirtschaft mit der lleberbietung der Aufkäufer führe« wird! Fortschreitrudc Konzentration. H. 5..hrmbnrg n. Cübue A.-G.(Tarzelanfehrik) in Marge- rrthenstütte hat durch VermitÄun« einer Bonknrina die Hälfte»es rstneniapita!» dec Tanwarensatzrik Tchwandors»� w'Xben. S. S:4omb»q verfügen Wer a u st e r- r d e n t ch gro�e Aufträge, die i« den eigenen Werken nich' mehr est- lediauna Huden können, es sei denn, dast zu grasten Nenbauwn gcsa rillen wüvde. Die Verwaltung beabsichtigt daver, die Dia- inotiesobri? nach Schwandorf zu verlegen und in MargareStzen» li:e n r noch Hochspannv ngSisosiermaterial zu arbeiten.— B-'schtn.(.»n«, R. Frister A.-G.— t. W. Seifert«. Pom»., Sre?« tirn. Ter Berirofi zwischen dex N. Feister A.-G. zu Beriin-Ober- fchöi»«werde und'der' K. M Eekfcrt u. Somp. zu Dresden ist --' anbe gekommen, auf Grund dessen eine Y-re!N>gu»g Ee'cll'chaiten durch llebergang der Sechs tt�Kssellschaft auf S,e Fristter-Gesellschaft erfolgt._ 6 Droz. A.-E.-G.-Aktien. Die Zeichnung auf nom. 250 Millionen Mark Ovroz. Vorzugsaktien hat?rn:n llUifing angsnommcw, 7«r die höchsten Srmarwnge« öbertristt. Nack den bisherigen �P«- vi'orischen Feststellungen sind bei den ZeichnungSkteklen hisher ■»-."nungen in Höre von weit«ehr ckl» einer Nilliardc Mark ein. graangen, io dast den e-nzeluen Zeichnern nur ganz geringe Be- trä'-e zugetetki werden können. Gewist kein Wunder, wenn 30 Milliardo« Privaigekder hei den Danken Anlage kucken. .30 Drez. Divitzende bei der ikaoschinenkahrik Kappel« Ekiem- nitz. Erhöhung de?«rundb-pitals e-n ISO««««. Wich 19*0000*. soll vorgeschlagen werden. Baris fchwinimt in KaV»«. D'- G-ineuräsebtur h**, wie die „Z'stnioi'mation" mitteilt, für jeden Kahlenverbraucher die bisher zustehende Menge verdappelt. Die Preise werden gon, erbevlick berabaeietzt und betragen mit Wirkung vom 1. Ol- tober ab für Nustkohie 270 Fr. lbisher 265 Fr.). GroßGerQo Ein Reichshaus. Obgleich dich« an Röten aller Art reiche Zeit sich nicht gerade geeignut zur Förderung großer Daupläne erweisen dürfte, so soll man sich doch an mastgebenden Stellen mit dem Plan beschäftigen, auf dem KönigSplatz ein sogenanntes„Reichshaus* zu errichten. Die Pläne dazu hat der Architekt Kohtz- Fr. eben au entworfen. Der Entwurf sieht, wie die.Stadtbaukunst* mitteilt, an der Nordseite des Platzes, in der Achse der SiegcSallee, einen stufen- und würfelförmig aufsteigenden Bau von 30 Stockwerken und 200 Meter Hohe vor. um alle oder den wich- richten Teil der Reichs bebörden zusammenzulegen,»as den Reichs» betrieb verbilligen und ein engeres Zusammenarbeiten der Reichs« stellen herbe.sühren könnte. Dadurch würden etwa 2000 Wohnun- gen in Grost-Berlin frei. Das Banterrain ist in staatl'chem bzw. städtischem Besitz. Di< Baukosten, die Kohtz bei einer gesamten Eiagenflöche von 140 000 Quadratmeter auf 8 4 Millionen M berechnet, liesten sich dadurch auf ein Minimum reduzieren, daß der Neubau als Zentralstelle für die Beschäftigung der Arbeitslosen in Berlin eingerichtet wird. Denn außer Arbeitern, Maurern und Handwerkern könnt« auch kaufmännisches und technisches Personal beschäftigt werden. ES ist sicher ein sehr schöner Plan, dessen AuSführamg, auf dem Papier, keine allzu großen Schwierigkeiten zu bieten scheint. Aber der Verwirklchung würden sich doch zuviel Schwierigkeiien ent- gegen setzen. Für absehbare Zeit sollte man solche Träume fabel- haster Architektonik lieber begraben. Der vergrabene Schloßscbatz. Pommern als Entbrcchcrziel. Die romantisch« Geschichte eines Schloßeinbvechers, ein Stück mit dem Drum und Dran eines Detektivfilms, gelangt jetzt auf dem Weg« über die Berliner Kriminalpolizei in die Ocffenrlich- keit. Aus einem Berliner Bahnhof wurde ein Mann angeballen, der an einem mächtigen Paiet schwer zu tragen hatte. Da. er sich verdächtig machte, öffnete man das Paket und fand darin eine große Menge deS schönsten Silberzeuges, Tafel filber. goldene Becher und Geschenke der Kaiserin Viktoria. Die Persönlichkeit des Mannes wurde festgestellt:«S handelte sich um einen Arbeitslosen Karl Nungesser. lieber die Herkunft der Sachen befragt, erzählte er, daß cZ Beutestücke aus dem Schloß V r e s o w bei Kamin in Pommern seien. Auf sonderbare Weise sei er da�u gekommen, einen Ein- bruch in diese? Schloß auszuführen. Eine geheimnisvolle Rolle habe dabei ein gewisser �Robert" gespielt, den cr aus dem Bahnhof in Hamburg kennengelernt habe, und der sich erbot, ibiy Gelegenheit zu einem guten Verdienst zu verschaffen. Di« beiden wären schließlich nach Kamin gefahren, wo sie um Mitter- nacht den Weg nach dem einsam gelegenen Schloß Brefoiv an- getreten härien. Ein Versuch, durch den Park in das Schloß ein- zudringen, blieb zunächst erfolglos. Schließlich gelang es aber, «ine Scheibe einzudrücken und aus einem der Salons die Silber- schätze zu stehlen. Auf dem Rückweg« nach dem Bahnhof ver- gruben die Einbrecher die gestohlenen Silberfachcn unter einer Holzbrücke, an der Böschung eines kleinen Flüß- chens, und fuhren dann aus Umwegen nach Berlin. Auf das Geständnis NungcsserS wurde ein Kriminal- beamter mit dem Einbrecher nach Brrfow geschickt, der auch nach einem Plan, den Nungesser selbst aufgezeichnet hatte, den Silber- schätz an der bezeichneten Stelle auffand und beschlagnahmte. Ter Kriminalbeamte stellte bei diese Reise fest, daß in der dorti- gen Gegend noch ein« Reibe anderer Schloß- und Villcneinbrüche vsrübt worden sind. Diese Einbrüche in Schlösser und GutShöfe find dort zu einer wahren Landplage geworden. Heimge- sucht wurden u. a. das Gut Groß-Justin, das Gut Benz und da? Gut Dasenlin. Au in dem kleinen Badeort Groß-Doberow haben E'rtbrecher arg gehaust. Sie räumten dort mehrere Strand- Villen aus, die Berliner Einwohnern gehören. Besseres Brot iu einigen Wochen. Mit dem heurigen Tage tritt nach den Beschlüssen der Reichs- gefreid.'stcllc eine Aendcrung in der Ausmahlung des Brotgetreides ein. Roggen uno Weizen werden vom heutigen Tage ab nicht mehr zu SO Prm., sondern nur noch zu 85 Proz. aus- gemahlen. In der Bevölkerung ist die irrige Annahme ver- treten, dast daS Brot nun sofort besser werden muß. Das trifft leider nicht Die Reichsgetreidcstelle bat die Groß-Berliner Elemeindcn, trotz ihrer entschiedenen Einsprüche, noch aus eine Reihe von Wochen mit Mehl ouS alter Ausmahlung versorgt. In verschiedenen Gemeinden reicht dieses gröbere.Mehl ans zur Deckung des Bedarfs an BrotmoP auf die Dauer von sechs Wocken. Auch mit Sireckungsmehl. namentlick» mit M a i S m c h l, hat die RcictzSgetreidestelle die Groß-Berliner Gemeinden über- f ck ü t t et. Es worden alio noch einige Wochen vorgehen, bis den Bäckern Grost-BerlinS das besser« Mehl zum Brotbacken übergeben wird, und SiS die Bevölkerung besseres Brot bekommt. Nicht Wvhnlrntben, sondern Massivbauten. Der Stadtver- ordneten-AuSschust zur Bvrl-oratunp der MagistrnrSvor- lag« über die Bewilligung von 8 Millionen Mark für»XI Wohn- lauben in Groß-Berliu, von 5 Millionen Mark für 300 Wohnlauben in der Iungsernheibe und von rund 1.4 Millionen Mark für die Regulierung und Anfschliestung deS Geländes, das unter dem Namen„Der Harz* bekanntgeworden ist, hagre gostern zum drhttsnrnal. Nach vierstündiger Beratung wurde die MagistratS- »orlaff« vollstindi» geändert. Statt d« 306 Wohnlauben. die für 306 Ä. jShrliöö? Pacht Permi«bot werden sollton, sollen nun 106» o s s i d e Familien-Doppelwohngebäud« aus B-rionscklack«n- steinen nach neueren Plänen der städtischen Güterverwaltung an 5 Meter breiten durch SchlacleniVne bm est igten Straßen entweder durch die Güter- oder städtische Hochbauverwaltung er- richtet werden, und zwar zur Milberdung der Wobnungsnoi noch in diesem Jahre. Mit jede« Pächter, tzor sich verpflichten muß sein« Berliner Wohnung anfzugeben, soll«in sogenannter Mischvachsvort'-ag von längerer Dauer abgeschlossen werden. Der Binsstzend« Gtnbtverordneter Gotttr. Sckiulz. wird schon am nächsten Dienstag in der Stadtverordneterwerfammlung über dies ganz neue Projekt berichten. Der Magistrat muß dann, da 1H Millionen Mark nachgefordert werben, noch be- fonders zustimmen. Di« Harzer Berge, dir auS reinem Dünensand bestehen, sollen nun mit Schlick von den Riesel- feldern und durch ffakckinen befestigt werden, zrnn Schutz der an- vrenzenden AnstedlunD««, die sonst dar Gefahr ausgesetzt sind, duoch Dünensand bei ungünstigem Wetter belästigt zu w»den. Sport. V»Hfo«M>4 SdreManstrSter— Grmitii« Gvalla.*«ä.Hnsamm««- trest«, irt keatchf«»«inififtrüS H-"«»reitenflratfr mit dem ihm«dmdmliaeu«rminio«paN, dattd am streiKMiideiid die weiten fornne de««dmiraldaiaste« trotz der»»den Null IttStzreif« wieder Hark ,-ltM, Da« Ie»ta«ton«»»nßnge Pr�likam lam bei allen drei «•daltnen»o�iinpk«-»oll«if>«tne Netnuuz; die Brustdoger dtzluzen aale inander los. doz ti nur i« teure Sit»all« Die trihtc Spauvung fliegte natürlich»er Äampf Breltendiölei-— Svulla. Breiumslrälcr ging loforl in»er r.'3»n N rinde lein tckari ms Gewcht. Ader wotzdem es ckm gelang.«,«Mrrch-'tvr ear«e•< lief»elrfsickt m landen, gelang ef Biellen- sträler nlchi. in den vorgeschriebenen 15 Runden zu je drei Mlnxlen seinen Gegner zu zcimürben. Spalla zeigte euie lehr gul< Tech»!!, die Brciicn- nrälei wiederbolt lebr iühlbai wurde. Nach lö Runde» wurde der ölampf durch die«chiedSrichicr iüi unentichieden crtlärl— Einen edr barlcn Kamps iieierien mich Villi S p ö r i- München und D c i l e r S- Haimooer. Nach iv Runden wurde S p ö r l duich Punklwerlmig als Sieger erilärl. — Arg M'Igenon�men wuidc»» letzlen Kampse der licinc Dubais duich den Ncgci borer 2 i g g e l>. Während Eig cN, der iedr ympaihilch wirlle, aller Anziisfen Dubais' döchl' gelassen i audtzielt, munte de> letzlcre uvter den Schlägen des Negeis m den 10 Runden wiederholl zu Boden gebe,!. L i g g c I!, der sich als der weitaus Uebcrlcgcne eiwicS, ging aus dem Kamps als Sieger sicivor. OswerGhafisbewegung Die Moskauer Jesuiten. Sowjetrusilands Diktatoren sint> alle Mittel rocht, die ichncn gecistnct orillicincn, dio wostoitroväiichen Arboiter vor ihren verfahrenen Karren zn spannen?hrc Zendbotcn. die Sin owjew und Losowski, sind wahrlich nicht ikrupel- Haft, wenn eS heißt, ihre politischen Geschäfte zu betreiben. Alle die kleinen Kommunisten-Pfäfflein werden aber doch über- troffen von ihrem.Herrn und Meister Ignatius-Lenin. Er ist der grosir Regisseur des tragischen Kasverle-Theaters das sich vor uns abspielt, er gibt die Anweisungen, nach denen seine Puppen tanzen müssen. Mau lese nur solaenden Befehl, den Lenin seinen Agitatoren in seiner Schrift über den„Radikalismus, die Kinderkranklfcit des Konununismus" gibt. Es heißt da: „Man muß«s verstehen, wenn eS nötig ist, sogar List. Schlauheit, illegale Methoden, Verschweigung der Wahrheit anzuwenden, um nur in dieGewerkschafts verbände einzudringen, in ihnrn zu bleiben, in ihnen kommunistische Arbeit durckzu'ühren,* Vcrschmeig'.mg der Wahrheit! Da? heißt aus dem Russischen dfS neuen Ignatius von Loyola in uniere plumpe deutsche Spwäbe übersetzt: Verbreitung von Unwahrheiten! Mit Unwahrheiten, listig nnd schlau wie die Wüchse haben denn auch die russischen Sendboten versucht, die deutsche Ar- beitersch-aft einzufangcn für die kommunistischen Theorien der Leinn und Trohki. Wir erinnern beispielsweise nur an die „Schlauheit" Losowikis, auf dem VetriebSrätekvngreß des deutschen EselverkschaftSbnndes des Wort zu einer B e a r ü- ß u n g sa n s P ra ch e zu erbitten, um dann durch Vorlesung eines ans Moskau mitbekommenen Manuskripts etwa eine Stunde lang den denftchen Gewerkschaftlern F a» st i ch l a g e ins Gesicht z» versetzen all das her nnterzu reisten "m dessen Aufbau nnd Ansbaii sich die Besten der den' scheu Arbeiterschaft kchn-hntclung unter den größten persönlichen Opfern gemüht haben. Wenn die Sendbateixder Ren-Acstiiten mit'br-n kommunistischen Spaltzellen den Organismus der deutschen Gewerkschaften zerstören wollen, iaat ibnen. w's Geistes Kinder sie sind. Milcht ihnen beareifl'ch, dast List, Schmubeit illeaale Methoden und Veri�weigung der Wahrheit villekbt bei russischen Mnfchiks verfängt, nimmermehr aber bei sozialistisch denkenden deutschen Arbeitern. Die flnssverrunfl bei Se?„Viktoria�. In der massenbakt befuckt-n'Ver'emmkung der AnS-.w'-errwn, die heute vormittaa in den Kammersästn tag'«, gab der Obmann dtzS Betriebsrates Kenntnis von d'm Briefwechsel mit der Tirck- tion. Daraus gebt hervor, dast sich der Betriebsrat fortgesetzt be» müht hat, unter Währung seiner Reck-'c und der Interellen der Angestellten zu einer Verständigung mit der Drektion zu kommen, daß aber alle dies- Bemühungen oe'ckeitert sind an dem ghlchnenden Verbalien der Direktion beziehungsweise des Ar-' beitgebcrverbandcS. Der Betriebsrat kält eS r-'* tst''n Erfahrungen für zweckkos, in d'-ser Weise weiter''...p,», Er bat nun auf Grund des fi 66 de? BetriebSräwaes• l cn Schlicht ungsa u ssckust angeruftn, dar here'ts für Montag einen Verhandlungstermin angesetzt bat. Gleichzeitig ho' sich der Betriebsrat auch an den Gewerbeinspektor gewandt, damit dem Betriebsrat die Aufnahme seiner Tätigkeit, die durch die Schließung des ganzen Bei- ebeS und d-s Hauke? durck die Direktion verbindert wird, ermöglicht werde. Dg da? Verhalten der Direktion ein strafbarer Verstost gegen da? Betriedsrätegesetz ist, hat der Betriebsrat die Sache der Staatsanwalt» fchaft übergeben. In der Versammlung wurde noch mitgeteilt, daß Leute von der K. A. P. D. wiederholt versucht haben, die Ausgech-rrteu für ihr« Zwecke einzufonaen Mehrmals kam semand von der K A P. D. zum Betriebsrat und v-'-lan-rie. dast er politische Arbeiter- röte wählen lasse, Nachdem dies Verlangen entschieden abge- lehnt worden war, erschien wieder ein K,-A.-P. Dist, der den Aus- gesperrten drohte:„Wenn ihr nicht politische Arbeiterrätr wählt, dann werden wir euch was zeigen,* Auel' diese Drohung v« kebltc ibren Zweck, Darauf erschien in der„Kommunistischen Arbeiterzeitung" ein Artikel, der d-n Betriebsrat in der gemeinsten Weise beschimpft und ihn als Vertreter des Kapitals und Verräter der Arbeiter bezeichnet. Die Versammlung nakßn einstimmig e-'ne Resolution»n, die die Angriffe der„Kommunistischen Arbeiterzeitung* auf den Be- triebsrat entschieden zurückweist und dem. BelricbSrat das vollste Vertrauen ausspricht._ PetrioSSrätczcntrale gegen BctricbSrätrkonqresi. Eine 0!enerakv«rsammlung der in der BetriebSrätezentrake zu- sammengefaßt«! Grost-Berlin« Betriebsräte, die am Donnerstag in den Pharussäkem stattfand, nabm Stellung zu den Beschlüssen des Betriebsrä'ctongresseS. Dolls von der Berricbsrätezentral« gab den Berich: über den Verlauf und das Er-iebniS des Kon- gr-ss«?. Er übte an der Tagung herbe Kritik. Pen einem revolutionären Kämpfe rgei st fei wenig zu spüren g«n>escn, die über» große Mehrheit der Teilnehmer'c'cu eingefleischt« Gewerkschaftler gewesen. Der Redner sprach sich gegen die Be- schlösse des Kongresses in der Frajje der Organisation der Betriebsräte aus und trat strr die �lammenfassung aller Betriebs- räie in einer selbständigen Organisation, der Betr'ebsrätezenrrdile, ein. In der Ausspräche wurde von Brewdel die Taktik der Oppo- ftt-ion auf dem Kongreß, besonders auch da* Verhalten Richard Müllers, lrfchift bemängelt; bei einem geschickleren Auf- treten hätte die Opposition sicherlich mehr erreichen können. Aach weiteren lllusfübrungen für und gegen die Zusammenfassung der Betriebsräte nach den Richtlinien des Allgemeinen Deutsiben Ge- werkschastSbundeS wurde gegen eine Stimme eine Tnifchließung a.'igar.oimnen, in der zum Au«!>ruck gebracht wird, daß die Zu- sammeniassung der Betriebsräte, ww sie vom Betriebsrätekongreß beschlossen worden ist. ein Hemmnis im proletarischen Klassenkampf und damit auck der sozialen Revolut'on ist. Die Generalversammlung hält die in Berlin zwischen den Gewerk- schallen und der Bctricbsrätczentral« getroffenen Vereinbarungen für die geeignete Grundlage und fordert die Haupignippenver» sammlungon aus, daran festzubalteii, Weiter beschäftigte sich die Versammlung mit der Arbeits- lesenfrase. Die ganze Frage soll noch in GewerkschaftSrersamm- lung?« und äfsentlichcn Aerfanzmlunjen durch di« Arbeiterschaft »rörtact werden._ Bnnb dar technische««ngrstellten nnd Beamten. Montag. den 1s. Okiober,«itla iS 12 U»v, ktnd t im IugendbauS,!>i»!bcn»U!er Ztr., Scke scvdsitzM'. eine Srwerbdloicnoerlammluna der lechnilchen Iliigeneiteii statt. Wahl der SiwerbSIoienräle der lechnlichen Angestellten. Theater See Nochs. Vom I«. bis Ä-t. Oktober. BolkibShi»«: 17. u. 22. Das Kätchen von Heilbronn. N. Nach Damaiw« ' Teil. Iii, 2l u 23. Kabale und Liebe. 2» u 24. 4'aul L..ng» und Tora Parsberg. "y-rnhoua: l?. Palcstiina.>8. Ellhouetten. Ba/a�i. 1» bngolelio 20. Figaro» «.ochzct» 21. Ealginc. 22. Bobinne 23. WafscnschMidt. 24. Labengrnu— Schau» vielbau»> 17. Die Journalisten. 18»odwa I».. 24. Der Kronprinz 2v Fuhrmann .nifchel. ZI. Der wlargui» von Keiliz. 22. Peer Dstnt. 23 Maria Siuart.— ' rofies Scho«ssIell,ai!S: 17. u. 24. strnig Oedil'ne. 1«. n. 28 Jedermann. IS. b!« i. Danion.— Deuisches Theatern 14, lS, 2ii., 21, 28. 24. Einsame Mensche». 2 Ur ans!.— Kemmorloielc: 17 n 24. Di? Wichse der Pandora. 18. 2-': Liella. 17. bis 21. Er ist an allein Schuld. 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Der Richter oon Faiamea.— Schanipielhau,! i7. Fuhrmann Henschei 24 Minna von Barn» Helm.— Droste» Su,uali ielhan», 17. u. 24. Danton.— Denisches Thrater! 17. ihr wollt. 24 Einsame Minichen.— Kammerspiele: 17 u. 24. Flllhiing« Eiwsche» — Lesskgiheater: 24. Frau Warren» Sewerd».— Theairr 1. d. KtuiL-.4-s.ver Str. 17 u 24. Eelldndni»,— Deutsche» vperuhau»: 17. Der Waftenschmied.«4. IRgaras Hoäieetl.— Schiller-Thrater! 17 u. 2« Der Meineidbauer. 28 W»4-Im iisN— Die Trttchne: 17. u. 24. Bundur».— Deutsches Künstler. Theater- 24. Pygmalion. — Komodienhansi 17. Der Bidrrpelz. 24. Sie- Bertlne« Theater! 17. u 24 Wie e.n« im Btar.— Komisch« Oper■ 17 u. 24. Lied« im Schnee— Lastspic.oan»- 17.». 24..amli-e Hnnnemann.— Wetrapoi-Theoter! 17. u. 24. Ehorley» Tante — Neue» Operette nhau»! 17.». 24. Der Obersteiger— Tholw-Thenter: 17. u. 24 Die nürriicht LIrb«.— Theater am NoLendorsplah i 17. Tec Vielgeliebte. im Hermsstn. 23. Schnee» Psarrh 24. Der Jugdaron.— Thratrr de»«estensr 17. 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Cauerstr. 36, Aula, Psarrcr Bleier über das Thema»Sollen wir in der Kirche bleiden?� Bcrautiv. für den retatt. Seil: Dr. Werner Peiscr, Cbarioltenburg! wr Anzeigen: Tb. Stocke. Berlin. Verlag: Dorwärlö-Beriag G.m.b.H., Berlin. Druck Vor- wSi ts.P-ichdruckorei». Verlaasaiiiiail Paul Singer u. Co, Verli.i Lindenstr. 3. Xlasira»,»lau», Tobel-, Silber» u. Weißiücbse, I>amcn>Pelzm5atel, Herrea»Geb» a. Sportpelze b i. Hällie d. Preise beraogesetzi. Ferner Cutaway», Paletots, Ulster, früh, bis I200M letzt 3SO-4SO M. » Qror.e Post Hosen, Stüde 00.71.( Keine Lombardv?) Leibliaas Moritzp!atz38a,Qröft.Speziaibaus cLAn T'L ft, ieUzatilunK.SJ.Oaram. KronenlSH. Plomb. /Ojlftp n a1* 1.5'». Zaii ziehen m Einspr. höchst sebmerz- faUlInWv U an|jn(i Umarb. tchlechisitz. Gebisse. Kep sof. Zahnarzi Wolf. llolsdämer Sir. Si». Uocbb. Snrechz 9-7. Ueberau zu baden. Idealste Büste der Welt! schöne, ooile ., Körpemorm, erhal. sLi Damen durch echte» vj,?!Lhrpu!«erAiw»a Uurz-Scit Wttiur.g \ ist staun enewert. 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