\ Nr. 526 ♦ 57. Jahrgang Ausgabe A Nr. 126 Bezugspreis: B irtcltiüjri. 30,— 31i_ monatl.10,— 2IÜ frei in« f>oa». oorim« cijlbflt Bo?> oeraci JJaBatlidi 10,— Sit. trfL-in- ftenun(!»«ei>8iii. Umer Jtitiobcnb füi Deutlchlan» oab Oeftenttib 16/ 0 Sit. für ßa« üdrigl-inslant eei täglich »mntoL Sulleliuno 2L50 V. Soft-.f ftf'JttngOT nfhnwi an Oeftemidv Ungarn, Tschech,- S! rwatei, Säue- marl,?ollans,.uremdnrg. Schweden and Si« Schchei».— Lingetraoen m die Voll-'»itnna»-Prei«lili». >r.Vorwärts mil der Sonntag«- Zeilage.?oit n. 3r:t* erichemi ruorficn- kgilch itMimai't-inntcg? und Slon- tns<ä""na'- T-legrm. i-Adrega JSojialdcms'ra« Seena'. Sonntags Ausgabe Bciiiucr Oolksblstt (30 Pfennig � AnzetgenpreiS: Dt» achtgewalten« StonoaneiEejefl« toiü'tS.— M,. Tenerungszutchlag .ftlelae Vaietaea'. da» irrt» gedruckt. Dar! 1,— M. lzulälstg zwei errgedruckte Worte!, lese» weitere S>jci 60 Big. Stellengewch« und kailalliellenmijeigen So» erlt» Wnrt Pfg. ede»«eitere Wort 40 Plg. Worte über Id Buchstaben sslilcn Ar :ttti Worte. Teuerung»., Uschlag DO«,, äaniilien-Anzeigen für Abonnenten ZeU» t!,— M. rolittlche und ge- lorrtichastliche Berein»- Anieigen 6— stA. die gelle o!>ne Aufschlag. Angeigeu iitr die nächste Nummer gtüfsen dt»»»hr nack ntittgg«>» r-auntgeichäit. Berlw SW i, Lmden- straß, 3, akoegeden werden. Sieöftnet von 3 Uär ttüi) die 3 Uizr abend». Zcntratorgan der rosialdcmokrati feben partei DeutTchlands Rcdoftion und Expedition: EW. HS. LinSensk. Z. -ernsvrecker: Amt Mamnldft. Str. 1,11 90— 1SI 97. OSWSBBtB Oorwättfüeda® S.m.b. h.» EW. HS, linüenstr.Z. KeralvreSie?: Nau Martnpiati. Sir. 117»?—»It. «WWW Berti«, ZZ. OKoker. sSmittch.) Ter Autschuh für «nztwärtise Angelcgenbcvien fetzte an Sctinp&pnb Upi« mittag die Beratungen vpm Tonnerntag irke/r die Ge- Währung der bundesstaatlichea Autvnimie für Oberfchlefien fort. ES waren n. a. anwesend: der Reichskanzler, sowie die ReichSminister des Aeußeru und des Innern, ferner die oberschtesischen Ldgevrdneten d«S Reichstages und der Preußischen Landrovcrsammlung. Tas Ergebnis der Berhandlnngen ift folgendes: T-ie RrichSrcgiernng wird demnächst ein Gesetz eindringen, das in Oberschlesie» nach desteu Euischeidnng für Teutsch- land die volle gligd staatliche Autonomie ein- führt, wcuu die oherschlesische Bevölkerung sich stir diese Antonomic erklärt. Tie Annahme deü. Gesetze» im SlrichS- tog ist nach den Bcrhandtnngrn de» ÄuSsch'tffe» und den dort von den Kertretern sämtlicher Parteien abgegebenen Erklärungen gesichert- Deutschland und Oberschlcficn Schöten jtiiammer. Ware für das Reich das Zlusscheidcn dieses losibaren Landes ein kai:m erträglicher Verlust, so würde auch Diberschlksiest unter einem unbodwlden Entschluß, der. es zu Polen gesÄte, bitter leiden müssen. Tie oberschlesische Lanidtmrtsch.ist h»'it in Deutsch- land ein sicheres. Zlbsatzqebiet, die oberschl-sische Ine d u st r i e 0 r b? i t e r s ch a f i ober lonn ersi recht die Ersüllung ibrer sozialen Wünsche nur von eichei.stäätlschdn GsmÄnschaft erwarten, die auf diviech Wege schon esn Stück vorwärts ge- kommen ist und in der stc an silier nölidisch chtd gcwerkichxifsb- lich staxken Arbeiterklasse UnLeMIl�ün�fmdet. Polen �eber ist ein vorwiegend agmri'schei' Länd. das"einen' Jnduftriekabita- lismuK erst entwickeln will und das in allen sozialen Bestrebun- gen noch weit zurück ist. Dazuchoinwt. daß Dberschlesien durch eine jalirbundertelauAe Geschichte im dcich'chen Bodey der- wurzelt ist. es. in ftgatliches Neuland'.zu vsrvfjlanzsn wäre ein lebei'.SgefäyrlicheS Experiment für. das Land und feine Be- völkcrung. Es besteht kein Zweifel daran, daß ein sehr großer Teil der Dbcrjchlesier diese Auffaüuna teilt und daß ex den Uebergapg des Landes an Polen als eine Kaiaitrophe empfinden würbe. Ein nicht unerheblicher Teil von ihnen ist aber der Meinung, .V>ß ein Verbleiben Oberschi esiens in seiner bisherigen staais- rechtlichen Stellung als Teil einer preußischen Provinz kein Vorteil für das Land sein würde. Die Parole„Ober fchl e- sien den O b e r s m l e sä e r n!" hat eine nicht geringe Kraft über die Kövie gewonnen: man will weder preußisch-, noch polnlsckbzcntralistisch regiert sein. Die Revublik Polen ist dieser Strömung in der oberschlr- fischen Bevölkerung entgegengekommen, sie hat ihr als Ködgr ein Gesetz über die Autonomie der Woswodschaft DrHesten bin» geworfen. Sehr stark dürste indes die Anziehmigskraft dieses Geschenkes bei näherer Betrachtung nicht sein. Denn die der- sprochene Autonomie im Nahmen der polnischen Republik be- deutet weniger als die provinzielle Autonomie im Rahmen des preußischen Freistaats nnd stchsrlich unendlich weniger als die Oberschlesien nun gesicherte volle bundesnaatliche Selosrändig- keit ün Rahmen des Deutschen Reiches. Während das polnische Gesetz die Einsehung eines Wojwoden. eines Statt- Hilters, von Warschau aus vorstellt, gibt die bundesstaai- liche Selbständigkeit CtrrWIcficn eine Regierung, die aus dem Willen der oberschlesischen Bevölkerung selbst hervorgeht und nur dem künftigen oberschlestsckien Landtag verantwortlich ist. Oberschlesien wird, wenn es will, als deutickzer Bundesstaat von einer oberschlesischen Regierung regiert und von oberschlesischen Beamten verwaltet werden, es wird in der Ordnung seiner inneren Anaelegenheiten dieselbe B'wegimgsfreiheit besitzen wie Sachsen. Bayern oder Preußen selbst.' Den dieser Selbständmfelt �eint de? Artikel l8 der Reichsversassung. Wenn ein Rkichsoebiet seine innerstaat- licke Zugehörigkeit ändern oder selbständ'.ger Bundesstaat wer- den will, so muß zunächst ein Drittel seiner wahlberechtigten Bevölkerung Volksabstimmung verlangen. Diele ist sodann vor- zimebmen und die Aenderung oder Neubildung gilt als be- schlössen wenn drei Fünftel der Abstimmenden, mindestens aber die' Sälste der Stimmberechtigten für sie stimmen. Nach Feststellung der Zustimmung der Bevölkerung l>it die Reicks- regierung dem Reichstag ein entsprechendes Gesetz zur Beschkußsastiina vorzuleaen, �. I Nach dem normalen Gang der Dinae bestände also eine letzt? Mäasichkeit. daß der verfassungsmäßig„im Ausdruck ge- brackie Wunsch Oberscklesicns infolge Ablehnimg de» ent« brechenden Gesetzes durch den Reichstag keine Erfüllung fände. Hier letzt nun die neu e Aktion d-r R e i ck S x e g- r u n g ein. Das entsprechende Gesetz soll voyi Reichstag nicht erst nach der Abstimmung, sondern schon vor ihr derast» schiedet werden, so daß ein spaterer Beschlütz der oberschlesischen Bsvölfertmg. ibr Land in einen deutschen Bundesstaat zu ver- wandeln, von Gesetzes wegen automatisch in Kraft tritt. Damit wird der polnischen Behauptung, Deutschland meine es mit der oberschlesischen Autonomie nicht ernst, auch der letzte Schein von Glaubwürdigkeit genommen. - Wir verkennen nicht, daß gegen den Weg. der damit u n- widerruflich beschritten ist. Bedenken geltend gemacht werden konnten. Auf keinen Fall darf das cckerichle fische Bist- spiel zum Signal für eine Bewegung werben, die wahllos aus dem Gesüge' Preußens ein Stück nach dein anderen herausreißt. So gewiß Preußen dazu bestimmt ist. allmählich im Reiche aufz». gehen, so muß doch in.diesen Prozeß, der über die Verstärkung der provmzialsn Autonomie gellt. Plan und Methode gebracht werden, damit er bei'einem' Abschluß. zu festen, staatsrechtlichen Formen führt: Oberschlesien ist nun durch die.Besonderheit der gegebenen Verhältnisse in der Lag?' diese Stufen überspringen zu können. Es wird, wenn es sich für sein Verbleiben im Reiche erklärt, durch eine zweite Abstimmung ohne weiteres zum selbständigen Bundesstaat aufrücken können, ohne auch nur die geringsten Hemmungen auf diesem Wege mehr befürchten zu müssen. Seine Stellung als selbständiger tzstii des Ganzen wird auch Besorgnisie wegen einer etwa dich rnögticlien Rückkehr der alten preußischen Ha ka.t i sie n p a l i r i k zerstreuen. Es wird- dann' sicher sei«, weder eiireti ppkip'chen Wchwoden aus Warschau' zu belpmtuen.'upchiemLni pvkuKichÄr Oberprststdenten aub Berlin. Da» Zustandekommen de-sangekündigten Gesetzes ist nicht nur durch das Wort der Äeicksregietung gesickert. Das Zen- trum folgt, indem es dafür eintritt, dem Zuge seines Herzens- aber auch die anderen Parieieir werden sich der Einficht nicht verschließen, daß es kein Zurück gibt. Was insbesondere die S o i a I d e m 0 k r g tsi s ch c P q r t e i betrisst. so steht sie aus dem Standpunkt, daß man das, was man macht, onch'ga nz machen muß, und sie steht dafür, daß ein gegebenes Wort auch eingelöst wird.' Von Oberschlesien weicht eine schwere Spannung, ungezählte Tausends, die in ihrer Gesinnung schwankend waren, dürften heute sckon fest sein in dem Eni- Muß, bei der Abstimmung über die staatliche Zugehörigkeit ihres Landes siir besten Verbleiben beim Rüche zu stimmen. Mag das Band, das Oberschlesien mit Preußen verband, und das früher viele schmerzlich drückte, auch für immer zerschnitten werden- desto fester muß für immer das Band werden, das Oberschlesien mit der Deutschen Republik verbindet. Denn Teutschland und. Oberschlesien gehören zusammen! der Zoll Mugustin. Eine offiziöse Darstellung. Durch WTB.'wird vom Ernährungsmimsteriüm zum Fall Augnstin folgendes mitgeteilt: � Im. Rai 1920 wurden dem ReichSmiristeru»m für Ernährung und Landwirtschaft von zuverlästiger Seite folgende Mitteilungen »zemocht: Ein GeschäfiSführer der L>k e r b a-u g e s e l l 1 ch a s t habe dem Dr. A u gu st i» anläßlich der Taufe von dessen jüngstem Kinde ein Geschenk von tausend Mark gemacht; außerdem sei a u S M i t t e I n der A ch erba ug S s e l ls ch a s t an Dr. Augustin ein Betrag von 6000 M. überwiesen worden. Diese Zuwendungen seien im Hinblick davcurf erfolgt, daß Dg. Auqustin sich in sciuer amtlichen Ttelltzüg KMm'tzen'tzer Ackerbaugesellschast für die Bewilligung eincS von dieser gestellten Antrages am Einfuhr von Binde- aar» für die Landtvirtfckdft eingesetzt und dadurch die Erteilung der Einfuhrerlaubnis'herbeigeführt habe. Dr Augustin befand sich zurzeit dieser Mitteilungen in einem Erholungsurlaub außerhalb Berlins. Als er im Juni d. I. von seinem Urlaub zurückkehrte, wurde er sofort über die Beschuldigung gehört. Den Empfang des Geschenkes von 10|)0 Mark gab er obne weiteres zu. bezeichn«!« die Annahme dieses Ge- fchenks aber att völ!! g ba r ml 0 S. da der betreffende Geschäfts- n ibrer der Äckerbaugesellichcnt, Dr. Glock. ein alter Freund feiner Familix sei rnkd das Geschenk als Pate sein-S jüngsten Kindes hei dessen Täusseier in Zorm eiueS Sparkassenbuches aus eigenen Mitteln und ohne Beziehung auk eine amtliche Tätigkeit von ihm gemacht habe. Von einer weiteren Zu'.nendung von 6000 M. gab er an. nichts zu wissen. Zu der Einsuhr van Bindegarn bemerkte er, daß er allerdings für eine solche Ernfuhr durch die Ackerbaugesell- schast eingetreten sei, da damit der Befriedigung eines dringenden Bedürfnisses der Landwirlschaft.gedient geivcsen sei; fesne amtliche Stellungnahme in dieser Angelegenheit sei lediglich durch sachliche E r.taä a u.n gen bestimmt aÄnese». Am fslgen- den Msrseo««cht, tT jidich unanfgefstkett die dienstliche Mitteilung, er habe jetzt»,» seiner»frou ersairen. daß dieser»d«e sei« Wisse» ans ihr Konto bei ihrer Bank tatsächlich ei» Betrag v»n- 6000 Mark an« Mitteln der«ckervaugefellschaft seitens des Dr. Glock überwiesen worden sei. War die Darstellung d e«.D t. A u g u st i» richtig, s» war der Kall wgsentliich anders zu heurtrile«. Roch ihr lag der Tatbestand einer BegaltenSestechung überhaupt mcht vor. SS blieb »ur eine mit der Stellung eines Beamten kaum zu vereinbarende Annahme' größerer Geschenke von einer Seite übrig, ipit der der Beamte auch im dienstlichen B e r l e h r stand. Auch in diesem. Falle erforderte dre Rücksicht auf das Ansehen der Behörde. daS gerade unter den gegenwärtigen Bcrhältalsscn mit kirsostderer Sorgfalt zu wahren ist. das Airs scheiden des Bs» mute.'!.■... Es blieb noch zu vrüfen, ob gegen Dr. Augustin ein förmliches Disziplinarverfahren eingeleitet werden sollte. Di- Ent- scheidung hierüber lao, entsprechend der. Bestimmungen des Reichs- beamtengesktzes, im pslichrmäßigen Ermessen des Reichsministerlumtz für Ernährung und Lsüdloiptschaft als derjenigen obersten Reichs» bshörde. der drr beschuldigte Bsavrtck angehörte. Eine Rechtspfi'chi: zur Einleitung des Disziplinarvertahecne bestand für pirtz Mi- msternuu chenfows.ni g» wie eine Pflicht u'r Erstal.tüng seiner st r a f r e ck t.l i ch e n'Anzeige. Astck reiflicher Er- wägung' aller Umstände entschloß sich das Miinstermwl, von der Anordnung eines sörmlichcn Disziplinarverfahrens abzusehen, d-st beschllldigten Beamten dagegen sofort zu b e u r I n u b c n urld ihm aalszut ragen, selbst aus dem'Reschkdienst.«xSzusrbcidsn. Die» ist aann auch mit Äblmf des 30. S�pteinder 1020 geschehen, an»velche« Tage Dr. Augustin von dem Hemm Rcichspräsidenien die nach- gesuchte Entlassung aus dem gieichsdienkt ahne Gewährung eines R uh e g h a i: s erteilt,'vordem tst. j Die i» einigen Zeiumgen suth.chtech«?.' �-ilu.ng, Dr. Auguitiu '>«« lrois tSekawnt'-v'erkenZ seiner Vfrfthlung von dem ReickÄrnimster Dr. Hermgs n�'t der O.e it nug eine r Abteil«mg des Reicks- � miiiifterm'm� für' Ernährtosi''üstd Laiidwirtschaft betraui und für .'de« Päste.» eines'. MmiKsviaZbirektor? iw.,A.rSnch:. geztommev war« � heir. ist frei erfiludeu. Tr. AusSistln, d-r ursvrstriKljch aus ftrivatdienstbertrag argostetsi und im'Dezember lüftl zuw. vor- � trag«« tze» R a-t im ReichrwirtichäftSwinisterium ernannt worden war. erhielt mit her Gründung de? Ritichsmimsterium« für Ernährung und Laxbipilstschaft im Apr'l ZSS0 di- Zeit««.: einer I Abt«twV dieses Mirnstertums überrraeen. ohne jedoch zum Mi» 1 nistertalhirekwr oder Tirigentest hok-ellt zu werden. Als da» | Mimstermm' von feiner Bevisthlunz KSn-nkniS erdiekt. wurde er, ! wie oben erwähnt, beurlguht. i Ebenso ist frei ersunSon. daß dar S ta g t sf.ekr e tä r Dr. \ H über bereits vor' dem Aulritt dcS Erhos.u ltgsur laude s des ! Dr. Augustin im Mai 1030 von der biesew". zur Luit gelegt«« Bor- i fehlung K-untniS erholt.cn hat. Dainü fallt auch i'.t weiter? Bebauptunp in sich zusammen, daß der Staa.ssckretär da» mal» zu gegeben habe, dcr M i n i st<. r Hobe schon vor Antritt des Erholungsurlaubs des Dr. Augustin dessen Ä e r s e h l u« g g e k a n n t. Diese Erklärung ist alles andere als zureichend. An d,:s teilweise Geständnis Dr. Augüfiws van dkm Empsimg der 0000 Mark werden Schüißsolacrunzsn geknüpft mit der llebergangs» ftosksl:„War d i e D a r si e l l u n g des Dr. A lt g u si i n richtig, so usw. usw" Ja, ob die Darstellung Dr. Angusiins richtig ist, daß eben ist der springende P u n k t. �n solch heiklen Angelegenheiten pflogt man doch nickst die Angaben des Beschuldig t« n. zuuial wenn sie w Widerspruchs» voll sind wie die Angaben Dr. Angusiins. euch eichen für bare Mün.vzu nchnfcn. Namentlich mußte unierfuckii werden, ob Dr. Augustin wirklich von der Schenkung der 6000 M. an Taiac Zrau gar nichts gewußt hat. Wenn daher in der ofn- ziöfen Mitteilung gesagt wird, daß eine Rechtspflicht des Ministeriums zur Einleitung des Diizipli iw rv er fa b r e n.H nicht vorgelegen habet st war es im Gegenteil e i n Gebe t d r i n- genLer. Pflicht- durch' Einleitung'sines Diszipliwü'ver» sahreus d i e. U n w a h r s ch e i n l i ch k e i t'e n u n d'W i d e r- s p rücke in A u g u st i n s G e st ä n d n i s a u fz»kläre n. Das gleiche gilt von der strafrechtlichen B'.sti udlung des ZasisS. N.ich dem Strafgesetz ist ein Beamter schuldig, auch wetzp er für eine an sich nicht pflichtwidrige Handlung Ge- schenke annimmt. Gerade diese offizielle Darstellung verstärkt also den Bar- Wurf gegen das Ministerium Hermes, daß es die notwendigen Schritte zur Aufklärung des Sachverhalts unter! a s s e n hat. Dieser Vorwurf ändert sich auch nicht dadurch, daß die „Germania" mit einem Taschenspielertrick die Verantwortung von Herrn Hermes auf Genossen Robert Schmidt gbnÄzn» will, weil die Bestechung Avgnstins sick noch im ReickWirt- schaftsininisterium zur Zejt der Ministerscklast Robert Schlmots zugetragen habe. Wenn die„Germania" schreibt: .Wir kvissen nicht, woher der„Vorwärts" das Neckt nimmt. eS so hinzustellen, als hätte gerade Herr Hermes diese Bestechlichkeit kennen müssen, ohne zuerst zu untersuchen, ah sie der m erster L'ni« beteiligte Herr Robert Schmidt gekannt hat/ st trauen wir der„Germania" dock nickt st viel Gedäcktnis» schwäche zn.'Daß sie veraessen haben sollte, daß Dr. Augustin auch im Ministerium Schmidt ausschließlich und nur unter Dr. Hermes, dem damaligen Sektion»- lelter- spächeren Dirigent und Ministcrial» direktor, gearbeitet hat. Will die„Germania" ol>or hsüaupten, bife Nob�rt Sclmiidt tit seiner Mmisserzeit ctim? oon brm Jsiftcdninflafnll pcnniftt hcibe, so möge sie nnr rullig mit ihrem ä'uitcrial bernusrücken S�iir uns sieht heute fcsr. Laß sebetisolts Herr Hermes von her Tuche gewußt, ihre restlose Aufklärung durch ein Disziplinarverfahren gegen Augustin aber verhindert hat. Ganz energisch müssen wir auch dagegen Front machen, tvcnn die„Germania" den Genossen Schmidt und die Sozial- demokratie für den jetzt auch von ihr zugegebenen ganz- 'lichen Zusammenbruch der Hermesschen Ernähr u n g s v o l i t i k verantwortlich machen will, weil die Ernährungspolitik bis ins Frühjahr hinein unter sozialdemo- tratischer Leitung gestanden labe. Es ist doch niänniglich bekannt. daß nach den Juniwablen von der bürgerlichen Regie- rnng der gesarnte Kurs der Ernährungspolitik völlig umgeworfen, die Rationierung durch den fast unbeschränkten freien.Handel ersetzt wurde. Für die kata- strophalen Folgen dieses Schrittes wird sich allein die bürgerliche Regierung- zu verantworten haben, nicht di? Sozialdemokratie, die unausgesetzt vor den Folgen gewarnt und dieser Politik bis zu ihrem Ausscheiden ans der Regierung erfolgreich widerstanden hat. Ter Ffall Kroll. Vom ReichSministerium für Ernährung und Landwirt- schast wird weiter mitgeteilt: Von der Sozialistischen Korrespondenz wird eine Darstellung verbreitet, nack welcher eS den Anschein bat, als hrbe der Minister einen Angestellten, namens Kroll, de? ReichsschatzministeriumS, der »hohle Hände" gemacht hätte, geschützt: der Leiter des Landes- polizeiarntes, Dr. Falk, sei dabei kurzerband aus dem Minister- zimmer hinausgeworfen. Vom Reichsministerinm für Ernährung und Landwirtschaft wird dazu folgendes mitgeteilt:»Der Fall Kroll ist gelegentlich eines Vortrages des Leiters des Polizet- amtcs Dr. Falk beim Reichsernährungsminister in Gegenwart des Staatssekretärs Hagedorn mit erörtert worden. Das Vorgeben des LandeSpolizeiainles gegen den ungetreuen Beamten des Reichs- schatzministeriums hat hierbei die Billigung des Ministers ge- fundcn. Nur das Auftreten des Dr. Falk selbst entsprach bei dieser Gelegenheit so wenig den d i e n st l i ck e n Gepflogenheiten, daß die Unterhaltung mit ihm abgebrochen werdenmußte. Nun ja, bas ist unsere Darstellung, nur in den Motiven etwas anders„gedreht". Warum hat sich denn Dr. Falk bei der Erörterung erregt, wenn nicht deswegen, daß Herr Hermes ihm die schroffe Art seines Vorgehens gegen Kroll zum Vorwurf machte?— Aus eine Reihe weiterer Erklärun- gen, mit denen der plötzlich nach dem Kabinettsbeschluß mobil gewordene Herr Herines die Presse überschüttet, behalten i wir uns ein späteres Eingehen vor. Der Kassenkampf geht fort. Von einigen Blättern war die Meldung einer Korrespondenz übernommen worden, wonach zwischen der rechten und linken U.S. P. Verhandlungen über den Sitz der Kassen, Varteigeichäfte, Zeitungen usw. schwebte, und eine friedliche Einigung zu erwarten sei. Die.Freiheit' erklärt diese Meldung für f a l s ch. Sie ent- springe lediglich dem Wunsche der Neukommunisten, die zuerst überall dort, wo rohe Gewalt ausgereicht hätte, sich in den Besitz von Kasse. Organisation und Presse gesetzt hätten und nun eine Verständigung dort wünschten,»oo die Gewalt nichts ausrichte.- Die.Freiheit' meint weiter, daß die Neukommunisten ein großes Interesse an «irrer Beschleunigung der Auseinandersetzung hätten, weil durch ihre bevorstehende Verschmelzung mit den Altkommunisten ihre recht- l i ch e Position sich ganz besonders verschlechtere. Sie wollen daher.Faustpfänder' haben, noch ehe die Verschmelzung vollzogen sei. Die Faustpfandpolitik haben die Neukommunisten offenbar von Ludendorff gelernt. « Die Setzer der.Freiheit' übersenden uns eine Erklärung über ihr Verhalten, in der sie namentlich betonen, daß bei der Weigerung, den Organisationskalender zu setzen, die Abstimmung des gesamten Setze/penonols beider Richtungen Einstimmigkeit bei zwei Sunimenihaliungen ergeben bade. Wenn im weiteren die Ge- schäitSleining der.Freiheit" heftig angegriffen wird und ihr..ein- Hrrr-im-Hauie-Itttndvnnlr, wie niii» ihn selten in einem bürgere liche» Beirieb antrifft", vorgeworfen wird, so verspüren wir keinerlei Lust und Neigung, uns in die Betriebsintimiiälen der .Freiheit'-Druckerei einzumengen. Wir zweifeln aber nicht, daß die bürgerliche Presse, der diese Erklärung gleichfalls zugegangen zu sein scheint, mit großer Freude davon Kenntnis nehmen und daß dieser Satz noch dreißig Jahre lang in allen antisoziollstische» Agitationsschriften zu lesen sein loird. Unser sachlicher Standpunkt bleibt von den Detailfragen, ob die Setzer nur teilweise oder geschloffen die Herstellung bestimmter Teile de« Blattes verweigert haben, ob sie von der kommunistischen Betriebsrätezentrale ausgeputscht worden sind oder nicht usw.. völlig unberührt, ebenso von der Frage, welcher Teil der U. S.P. bei dem Streit um die Parteinachfolge juristisch im Recht ist. Jedenfalls ist das technische Personal einer Zeitung nicht die Instanz, die einen solchen Konflikt zu entscheiden hat. Folgen der Spaltung in Bramischweig. Breuuschwei», 23. Oktober. sTll.) Kultusminister Sievert hat dem SraatSnnnisterium erklärt, daß er von seinem Posten als Minister zurücktrete. Die Geschäfte des KultuSministerimns führt bis aus weiteres Ministerpräsident Oerter. Minister Sievert war Anhänger der Moskauer Internationale. Das scheiitt der Grund gewesen zu sein, der sein weiteres Ver- bleiben m dem unabhängigen Ministerium Oerter unmöglich machte. Der yolz-prozeß. Ter Kommunist lehnt Arbeiter als Geschtvoreue ab. In dem Brandstiftungsprozeß gegen die Sölz- g a r d i ste n wurde vor dem Dresdener Schwurgericht die Zeugen- Vernehmung fortgesetzt. Sie brachte im wesentlichen nichts Neues. Am zweiten Verhaiidlungötage ereignete sich allerdings ein mehr als bezeichnend.?! Zwischenfall: Der Vertreter der Anklage, Staaits- anwaltschastsrar Dr. Stelzner brachte eine Notiz aus der unab- hängigen.Leipziger Volkszeitung" zur Verlesung. Unter der Ueberschrift.Ein Tendenz-Prozeß" wird darin die Behauptung aufgestellt, es sei aus zuverlässiger Quells bekannt geworden, daß der Staatsanwalt bei der Gefchworenenauslasung alle dem Arbeiter st ande angehöre wden Geschworenen ab- lehnen wolle, um so'eine Geschworen'cnbani zusammenzubringen, die eine Verurteilung der Angeklagten in sichere Aussicht stelle. Dagegen müsse der schär? ste Protest usw. erhoben werden. SiaatsanwaltschaftSräte Dr. Stelzner und Dr. Schulze, die Vertreter der Anklage, verwahrten sich gegen diese Behaiuptuing; die Staatsanwaltschaft habe keinen Arbeiter abgelshntl Im Namen der sämtlichen Verteidiger ergriff hieraus der kimmunistische RechtS»uw«lt Hegewisch iCelle) das Wort und führte aus, daß wohl»»n der SertridigAng ei» ige Partei- und Gewert- schaftsgeneffen(Sozialdemokraten) bei der Bildung der Geschwarr- nenbank abgelehnt warben seien. Die Gründe brauche er aber hierzu nicht anzugeben. Aber er möchte zum Ausdruck bringen, daß alle Verteidiger auch nicht den mindesten Zweifel an der Objek» ti»itiit gerade dieser Geschwarencnbank haben. ES sei Wert darauf gelegt worden, daß bürgerliche Geschworene hier den Wahr- spruch fällen! Man kann den Partei- med Gewerkschaftsgenossen gratulieren, daß ste nickt über ihre Klaffengenossen zu Gericht sitzen müssen. Aber niedriger gehängt muß doch werden, daß gerade der Kom» muni st Heyewisch die Arbeiter ablehwt, um ein« bourgeoise Geschworeucnbank zu bekommen? StandeSgemöst. Die A g n a t e n, d. h. die Anwärter auf bis- herige Fideikommißgüter, wollen sich organisieren, um ihre durch die Auflösung der Fideikommisse bedrohten„Rechtsansprüche" zu wahren.„Agnatia" nennt sich ihr Verein. Ter Parteitag der Teutschnationalrn Balksvarici findet am Montag und Dienstag in Hannover statt. Rheinreise. Unpolitischrs Tagebuch von Kurt Heinig. EnghöllerLauerbaum. DaS ist hier die beste Lage. Sie ist frisch, durchaus nicht zart, beinahe bäurisch, ist von kräftigem Geblüt. Möglich daß sie vielen vicht süß genug ist. Der Einheimische lacht mir ins Gesicht, er meint, sie dürfe nicht süß sein, sonst sei eö oben kein Wein. Du kannst leicht mit ihr bekannt werden. U eberall kannst du sie durch ein frcimdlichcs Wort haben. Sie ist klar und luftig, scheut nicht einen unzimperlichen Scherz und weiß immer eine Antwort. Prüde ist ste gar nicht, aber täusche dich nicht, da» ist nur die Ober- fläche. Wenn du auch durch diesen klaren Wein meinst hindurchsehen zu können, durchschaut hast du ihn damit noch lange nicht. Die Lage hat es in sich. Da sitzt heiß« Sonn«, schneller Strom und herbmilde Erntezeit mit drein. Natürlich kannst du sie auch frisch- weg nehmen. Aber sieh dich vor, beim dritten Viertel hat sie dich vielleicht schon ganz! Und wenn du meinst, im Rausch sei der Ge- winn rasch zu packen, so wird dich der andere Tag belehren, daß Ettghöller Lauerbaum nicht so einfach zu fassen ist. Eines bleibt sicher: hast du mit Verstand ohrlich getrunken und ordentlich de- zahlt, wie sichs gehört, so wird dir die Lage— braune Zöpfe um den Kopf, voll« Arm« und dunkle Augen, die leuchten können, warme Fröhlichkeit und herbe Süßigkeit— nicht leicht aus den Gedanken vcrschwinlxn. Kurz, wer ihn einmal getrunken, der denkt, auch wenn«r nicht weiß, ob die Hoffnung noch einmal Wirklich- Zeit wird: Auf Wiedersehen, Enghöller Lauerbaum am Rhein! Weinlese. Der Ausschuß der' Winzer hat lange darüber disputiert, wann und in welcher Lagenfolge di« Los« beginnen soll. Endlich sind ste sich einig geworden. Der Amtsdieuor klingelte es gestern durchs Städtchen:»Am Mittwoch beginnt di« Lose in der Gemarkung Soundso, am Donnerstag wirb Daundda gelesen" usw. Fetzt ist'S überall lebendig geworden. Bei Tagesgrauen höre ich schon die jungen Mädchen lachen. Sie kichern eigentlich ohne Grund, sind fröhlich und ausgelassen, ohne noch Wein getrunken zu haben. Zum„Herbst", zur Lese ist man eben lachlusti-z, ruft. daß«s schallt, lacht, arbeitet und schwitzt, kommt abend« wdmüd nach Harise und ist lustig. Ich fragte nüchtern wie ein Professor ein Mädchen, warum sie gerade bei der Lese so lustig seien. Ja, kam die Antwort, das ist wahr, man ist das Jahr über oft im Weinberg, bei schwerer und bei leichter Arbeit, aber so lustig wie bei der Lese ist man ni«. Der„Herbst" macht Freude, obwohl eS manches Jahr dabei schon so kalt war, daß mau bald bis Mittag keine Traube essen konnte. Die Lose macht den Jungen ftohe Laune— für die Alten ist sie das groß«, das ganze Jahr ent- scheidende Geschäft. Im Städtchen btatmea jetzt bis zehn Uhr fünf Gasglühlicht- labwnen. Ms in die Nacht klappern die Handkarren mit Tvauben- bütten über das Kopfpflafter. Der Bürgermeister sorgt für Licht, damit kein Unglück geschicht. Der Winzer hat sich im Kriege sehr verändert, sagen mir Ein- heimische. Früher erzielte er meist nicht viel für sein« schwer« Arbeit, jetzt hat die Gewinnsucht seit Jahren den Wein gepackt, die Weinbauern verfallen dem SpokuigtioiiStoufel. Unter ihnen regiert ein wahres Fieber. Es ist mit dem Wein m den letzten Jahreil zu viel Geld verdient worden, im besonderen auch von dem Händ- ler, aber auch dem Winzer ist'S gut gegangen. Er ist von der Papiergeldflut erfaßt worden. Es hat ihn gepackt und will ihn nicht wieder loslassen. Ich fahre im Nachen über den Rhein, eine Frau, die vom Weinberg gekommen, meint zu mir: Viel Arbeit und Mühe kostet eS, daS Schlimmste dabei ist aber, daß der Arbeits- mann, der das ganze Jahr über den Berg pflegt, sich kaum ein Glas Wem gönnen kann.—»Und ruhig fließt der Rhein." Er denkt sich wähl sein Teil. Im Schieferbergwerk. Am Rhein wächst betäimllich auch Schiefer. Ich sage Jbc- kanntlich", weil ich's ebenfalls nicht genau gewußt habe. Bei Taub liegen die wichtigsten Werke. Mit der Azhtelsnlampe in der Hand nxmdern wir in den Berg hinein, suchen in Firsten und Tiefibauten die Arbeitskolonnen. Weder im Kohlen- noch im Kalibcrgwerk er- schien mir das Hangende vor Ort, hier in großen unterirdischen Hollen, so bizarr, drohend nnd unbegreiflich. ES kommt der Ge- danke, daß der Mensch die Götter, zumal die der Unterwelt, nicht versuchen soll; zu meiner Beruhigung frage ich nach der Unfall- Ziffer. In dem Moment gibt's einen mächtige i> Krach, die Lampen werden vom Luftdruck ausgepustet, Donner brunrmelt hinterher. Ach so, es wurde nur gesprengt.— Scheinbar spielend spaltet sich der aus dein Leib der Erde los« gerissene Stein draußen bei der Weiterverarbeitung, natürlich im Akkord, Größe 12, 100 Stück sechs Mark LZ Pfennige, glaube ich. Auf der gewaltigen Schutthalde, die das Seitental schon zu füllen droht, spielen Kinder. Sie sind wild und zum Gotterbarmen dreckig. Ich werde die Rasselbande nicht mehr los. Das letzt« Mttel hilft, ich erzähle, daß ich bei den Zwergen war. Dem Jüngsten läuft vor Begeisterung die Rotznase in den Schnabel.— Unten im rauschenden Wasser liegt die Pfalz, hier ging Blücher über den Rhein; das Denkmal, das dazu gehört, steht schon lange da. Ein französischer General hängte«in Schildchen darunter: Gelesen, ge- lächelt und ebenso gemacht. Vater Rhein. Du kannst ans der Rheinbahn heute in der 4. Klasse«inen Fensterplatz haben. Vater Rhein kann kaum vuhig schlafen, an beiden Ufern seines Bettes rasselt und donnert e» ununterbrochen. Von den Höhen her sieht das aus, als ob ewig schwarze Mäuse auf und nieder liefen. Dazu werden auf dem Wasser mächtige Rauch- sahnen geschleppt, plätschernde Riefenkerle halten ste, dazu zerren Lnssr Parteitag. Ttelluitizriahuie der Berliner E-eitoffen. In der 3. nnd 4. Atiteilirnz erstattete am Freilog Genoo'e W u schick Bericht vom Paneiiag. Er sprach seine Genugtuung über die sachlichen Verbandlungen in Kassel aus und besprach die einzelnen Gegenstände, die in Kassel erörter: wurden. In der Diskussion sprachen d'ie Genossen Heller, Dr. Malkowski und Rauscher. In einer einstimmig angenommenen Resolution, die die Stellungnahme des Genossen Max Cohen ablehnt, verpflichten sich die Versammelten, durch intensive OrganisationS- und Agi- tationSarbeit für die Beschlüsse des Parteitags einzutreten. Für die Parteigenossen des 9. Kreises lWilmersdorf, Halsnsee, Grunewald, Scknnargcndors) gab Gen. Robert Breuer den Bericht vom Parteitage in Kassel und den Parteitagen der Unab- hängigen in Hall«, die der Referent ebenfalls besucht hatte. Den interessanten'Ausführungen folgte eine rege Aussprache. In der am Mittwoch, den 20. d. M. abgehaltenen Mitglieder- Versammlung de? Bezirks Karlshorst gab Gen. Stiegel den Bericht vom Parteitag. Redner gab ein Bild von Arbeit, die der Parteitag geleistet hat. Dieser Parteitag, so ftstlte der Referent aus, bat gute Arbeit geleistet nicht nur i- c Sinne der Partei, sondern im Interesse für das ganze deutsche Volk. Sodann folgte die Zergliederung der einzelnen Anträge und Verhandlungen. Die Frage der Regierungsbildung, ob und wann wir wieder in die Regierung eintreten tönnen, wurde auf dem Parteitag geklärt und gelöst. Die Beschlüsse des Parteitages stellen bereit» ein festes Aktionsprogramm dar, wie es keine andere Partei aufzuweisen hat, das uns die Richtlinien gijit für die Agitation in den Betrieben, Werkstätten, Bureaus usw. Redner behandelte auch die Gegensätze� W i s s e ll- Robert Schmidt und steht entschieden auf feiten Schmidts, weil dt: Wissellsche Planwirtschaft ungewollt eine Stärkung des Kapi- ials bedeuten würde. Auch auf die Frage der Sozialific- rung, der Beitragserhöhung, der Vernichtung der Dieselmotors usw. ging der Redne? eingehend ein. In der Diskussion wurde der Freude Ausdruck gegeben» daß unsere Partei trotz der mißlichen Umstände und trotz der An- würfe der U. S. P. ein Wachstum zu verzeichnen habe, das uns zeigt, daß wir auf dem richtigen Wege sind, und die Arbeit des Parteitages dazu beitragen wird, dieses Wachstum zu fördern, im Gegensatz zu Halle. Die am 20. d. M. in der Schulaula zu Niederschöneweidc tagende Mitgliederversammlung des 15. Kreises nahm den Bericht der Genossin Todenhagen mit Zustimmung und Beftiedigung entgegen. In der anschließenden regen Diskussion bedauerte Genope Steuer nur, daß sich der Parteitag nicht eingebend mit der Wohnungsfrage beschäftigen konnte. Dasselbe lwtte Genosse Winter von dem Kampf um Groß-Bcrlin gewünscht. Dem trat Genosse Schwarzbnrger in wirkungsvoller Weise ent- gegen, indem er ausführte, daß sich der Parteitag mit der Politik der gesamten Partei und nickt nur mit der des kleinen Berlin zu befassen habe. Nack dem Schlußwort der Genossin Todenhagen schloß der Vorsitzende mit der Aufforderung zu reger Miiarbeit die Versammlung tnit einem dreifachen Hoch auf die Sozialdemokratische Partei Deutschlands. Wilöer Streik in Hamburg. Hamburg, 23. Oktober.(Eigener Drahtbericht des„Vorwärts".) Die linksradikaleu Temoustrations- und Streikabsichten für den Sonnabend schlugen fehl, da die Sowjetrussen nicht über Hamburg, sondern über Stettin abgefahren sind.(Der Sowjetdampfer .Robotni?" liegt noch immer im Hafen.) Nun haben die Werft- radikalen«inen anderen Grund gesunden: Infolge der Eni- lassung einiger Nieter auf der Deutschen Werst wegen ungenügender Arbeitsleistung legten ihr« Kollegen die Arbeit nieder. Die Organisationen warnen vor wetteren Aktionen, unterstützen den Streik nicht und er dürfte trotz dem Geschrei der neu kommunistischen Presse alsbald zusammenbrechen. Mal so— mal so. Für den Kreis Höchst haben die Iran, zosen unseren Genossen Zimmermann- Frankfurt als Land- rat ffeftätigt.— Im Saargebiet verweigerte die Regierungskommission den von der Stadtverordnetenversammlung gewählten Kuratoren für die höheren Schulen die Bestätigung mit der Begründung, daß diese sich vorwiegend aus nicht fach- verständigen Soziali st en zusammensetzen. sie hinter sich zwei, drei, ja vier Lastkähne her. Auf dem Baucke des schnaufenden Zyklopen steht meist Matthias oder Hugo Stinncs, Kannengießer, Raab, Karchler u. Co. oder ähnliches. Die Fischerei auf dem Rhein ist vielfach von Holländern ge- pachtet. An der Lorelei fangen sie Salm, du bekommst ihn nur, nicht. ES verblüfft die prunttive Fangtcchnik, Netze hängen an uitbehaueuen Hebe stammen, aufgeschnürte Schiefcrstoine geben das Gegengewicht. Die Aalfischer am Werth(grüne Inseln im Rheni) arbeiten ähnlich.— Auf den Höhen werden hier die berühmten Klinker nach ur» altem Verfahren gebrannt. So machten es wohl schon die Aegypter. Hundertzwanzigtaufenb Lehmkuchen baut man im Viereck zusammen, verschmiert den Turm und läßt die mit hinein- gepackte Kohl« in wochenlanger-Arbeit ihre Pflicht tun. Der Brennrneister ist am Orte der einzige, der von allen Kundigen heil aus dem Weltkriege nach Hause kam. Er lernt jetzt wieder Nachfolger an. Au dem Kapitel Kriegsverluste gehört dys Germamiadenkmal unten im Städtchen.»In den Kriegen von 1806 und 70/71 fielen fürs Vaterland..." Dann folgen vier Namen. Aber an der Vorderfront stehen ausgemeißelt und vergoldet der Ehrenpräsident, der Vorsitzende, Schriftführer, Kassierer und die Beisitzer des stiftenden Kriegervereins. Sie sollen alle noch leben. . Und das Gesamtbild vom Rhein? Der Bauer auf den Höhen ist wohlhabend geworden, er nimmt deswegen auch weiter hohe Preise. Die Städte und Städtchen am Rhein sind spekulatw stark beeinflußt, aus dem armen Winzer ist leider allzuoft ein durch- aus nicht papiergeldloser Nurverdiener geworden. Die Schiffahrt könnte lebhafter sein. Di« Macht des Pfarrers ist ein Stück zurück- gegangen. Und über allem blaut der Himmel, und der Rhein rauscht, er wartet darauf, was der Friedensvertrag aus ihm machen wirb. Im Lessingtheater wurde eine Dirnentragcdie„Flamme' von HanS Müller aufgeführt. Müller hat unter Ausnutzung der gewaltigen Bordellkonjunktur ein sehr moralisches, mit vielen Falschheiten und Sentenzen aufgeputztes Rührstück geschrieben, über das noch geredet werden soll. Käte Dorsch war in dieser halben Dichtung eine ausgezeichnete Darstellerin. Sie zeigte so viel Mensch- lichkeii, daß es nötig sein wird, von dem eigentümlichen Talent dieser Schauspielerin eine tiefere Charakteristik zu geben. Durch die Mithilfe oller Künstler trug Hans Müller einen starken Erfolg davon. M. H, Ein frsshromanischeS Bildwerk entdeckt! Die WiederherstellungS- arbeiten am Dom in F r i tz l a r haben jetzt zu der Entdeckung eines kostbaren Bildwerkes auS frühromanischer Zeit geführt. Wie die „Kunstchronik' mitteilt, stieß man bei den Arbeiten auf den Zu- gang zu einem unterirdischen Gewölbe Im Schutt dieser Gruft fand man eine kleine Bronzefigur eines Betenden, die sich als Te-il deS Tragaltars im Fritzlarer Domschatz auswies. Damit ist«in neue» Werk aus deni Kreis« des RogkeruS von Helmarshausen enb- deckt, in dem di« Forschung den Bahnbrecher der deutschen Plastik deZ romanischen Monumental stils erkannte. f DEUTSCHER AUTOMOBIL-KONZERN(D.A.K.) | Leipzig, Nordftr.l EckeTröndlinring Verkaufsstelle: Berlin NW 7, Unter den Linden 42, 1. Heilage öes vorwärts Nr. 526� 37. Jahrgang Ich Sonntag, 24. Getobsr1H2d Die öetriebsstillegungen. Der wirtschaftspolitische und der sozialpolitische Ausschuh des vorläusigen ReichSwirtschaftSrateS beschäftigten sich mit einer Verordnung, welche die Snzeigevfticht für beabsichtigte Stillegung oder den Abbruch von Betrieben mit über 20 Arbeitern vorschreibt, falls dadurch bei weniger als 2W> Arbeitern 10 Arbeiter, bei mindestens 200 Arbeitern 5 Proz., jeden- falls aber mehr als 80 Arbeiter zur Entlassung kommen. Be- triebsänderung bedarf der Genehmigung der Demobil- machungSbehörde, die gegebenenfalls zur Beschlagnahme und Enteignung gegen Entschädigung befugt ist. Zuwiderhandlungen sollen mit Geldstrafe bis zu 100 000 M. und Gefängnis bis zu einem Lahr bestraft werden. In der Debatte wurden verschiedene Bedenken gegen die Be- fugnis der Demobilmachungsbehörde geäuhert. diese aber von der Regierung als die einzig berufene Stelle bezeichnet. die sich außerdem auf Gutachten von Sachverständigen stützen werde. Geheimrat von Borsig sprach von eventuellen Aussperrun- gen, zu denen die Industrie gezwungen sein könnte! den Unter- nehmern würden die Hände gebunden, wahrend die Arbeiter nach Belieben ganze Betriebe stillegen könnten. Genosse Wissell betonte, daß die Verordnung nur die unberechtigte Stillegung verhindern solle und daher zur Beruhigung der Arbeiterschaft nötig sei; sie reich« aber nicht aus, well sie schon erfolgte Stillegmtgen nicht berücksichtigte. Eine Reihe von Ziegeleien z. B. tsotten betriebsfähig erhalten werden können.— Herr Kac! v. Siemens führte manche Stillegungen darauf zurück, daß die Pröduktionsanlagen im Verhältnis zu den Produktionsmöglichleiten nach dem Kriege zu groß seien.— Angestelltenvcrtreter Schweitzer wies darauf hin, dag die Mansfelder Kupfer- schieserwevke aus Besorgnis vor jtinem Sinken der Kupfer- preise mit der Drohung der Stillegung einen Druck auf die Betriebsräte ausgeübt haben. StaatsseTretär Hirsch(ReichSwirtschaftSministerium) legte dar. daß eine Verständigung der Unternehmer mit den Arbeitern über Stillegungen doch stattsinden müsse und die Vcr- ordnung nur den GefichtSpunkt des allgemeinen Interesse»«in- führe. Der Demobilmachungskommissar sei die geeignete Instanz. Zunächst möge man die Verordnung wirken lassen, wenn eS dann erwünscht sei, könne durch die Reichsregierung immer noch die Gesetzgebung in Anspruch genommen werden. Die Reichsregie- rung sei dazu bereit. Danach entwickelte sich eine GeschäftSordnungSaussprache; nach einer Unterbrechung der Sitzung kam es zu einer Einigung. v. Siemens erklärte im Namen der Unternehmer die Zusti-n. mung zu der Verordnung unter der Voraussetzung, daß folgeiche Aenderungen vorgenommen werden:„Dem§ 8, nach dem die Verordnung keine Anwendung findet, wenn die Mahnahmen in den Betrieben auf Anordnung oder mit Zustimmung einer zu- ständigen Behörde erfolgen, soll hinzugefügt werden„oder wenn nachweislich Mangel an Kohle, Betriebs- st offen und Roh st offen trotz rechtzeitiger Vor- sorge des Betriebes vorliegt". Ferner wird der Zu- satz verlangt:.LLirt schaftliche Mahnahnien im Ver- laus von Kämpfen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern gelten nicht als Mahnahmen im SinnedieserVerordnung." Schweitzer stimm: diesen Vorschlägen im Namen der Arbeit- nehmer zu. Darauf erfolgt die Annahme der Verordnung mit den vor- geschlagenen Aenderungen in einer Gesamtabstimmung ein- stimmig._ Wivtfepaft Von den Vichmärkten. Die Zufuhren zu den Hauptviehmärkten waren in der ver- slosseoen Woche dem Bedarf entsprechend völlig genügend. Auf»teilen Märkten verblieb Usberstand, da die Fleischer sich zu den noch immer viel zu hohen Preisen für Vieh aller Gattun» gen im Einkauf sehr zurückhaltend zeigten. Die Preise � waren auf den Märkten durchweg verschieden, da bei den allgemein ziemlich hohen Transportkosten die Unterschiede in der Preis- g« staltung schon erheblich sind. Ferner die Auftviebszahl.n, die auf den Markten ebenfalls ausschlaggebend find. Trotzdem aber j find die Preis« doch gegenüber dir Vorwoche wesentlich zurück. JJhs aller Welt. Traurig, aber wahr. Wenn du— so lesen wir in der.Breslauer Volkswackt"— der glückliche Besitzer einiger weniger Tabokpflcinzen bist, die, unter sorg« lamster Pflege gediehen, im Vinter in den Feierstiinden ein lieblich qualmendes und loeniger liebliw duftendes P'eischen verspreche� dann kommt zuerst die hocktvohlloblicde Steuerbedörde und erklärt dir: Sie haben Steuern für diese(sagen wir! iünf Cadakpflanzen zahlen. So ist e«. Nach einiger Zeit erhältst du ein amtliches Schreiben, in dem steht die niederschmetternde Kunde:.An Tabak« steuern haben Sie für das Erniqahr 1620 13(dreizehn) Pfennig Steuern zu entrichten. Hauptzollaml BrcSlan-Nord. Königliche Zoll« lasse." Anbei liegt eine sorgsam atisgesüllie Zahlkarte, und der Steuerbrief ist mit 40 Pf. lvierzig Pfennig) frankiert. Vierzig Pfennig Spesen,»m 13 Pfennig— sage und schreibe dreizehn— einzuziehen, da» nennt man rationierte Sparsamkeit. sDabci sind die nicht geringen Kosten sür Schreibmaterial. Zahltarten und Beamtenschaft, die mit solchem Unfug brschäitiqt wird, noch gar nicht berücksichtigt.) Wäre es um die deutschen Finanzen nicht gar so erbärmlich bestellt, könnte man über solche Scherze lachen. 13 200 Zentner verbilligte Kartoffel» werden aus den Ge» meindcn deSOchsenfurtcr Aintsbczirts unter den Erzeugung»- kosten um 10 M. für den Zentner an die minderbemittelte Be» völkcrung der Städte Würzburg, Aschastenburg, Ochsensurt und einige Arbeiterqemeinden des Bezirke« Lchsenfurt abgegeben. Die Eiscnbahndicbe. Amilich wird fostgei'lellt, dah im Bereich der Düsseldorfer Eiscnbakmkrimmalabteilung vom 1. Januar bis 1. Oktober d. I, 315 Eisenbahndirbsttihl« mifgedeckt wurden und 094 Diebe und Hehler der Bestrafung zugeführt worden sind. Unter den Verurteilten befinden sich 241 Eifenbahnbedienstete und 433 andere Personen. Eine„Kindcrwoche" in Sowsetruhland. Ein Dekret der Sowjetrepublik ordnet die Organisallon einer Woche für Kinderfürsorg« an. da es dringend notwendig ist. durch Opferung von K'leidungü- stücken, Wäsckc und Lebensmitteln den GestindheitSzfustand der Kinder zu heben. Zugleich soll eine Propaganda für sozialiftistl)« Kindererziehung un!> für Heranziehung der Arbeiterinnen un» Bäuerinnen zum ErziehungSwerk betrieben und die bestehenden Kinderanstalien verbessert werden. 5ugenüveransta!tun?en. Heute l» Uhr nachmittags. Zentral-Jugeudhelm, Llndenstrahe 3. Hclmbcsticchung, aiifchliestend Bunter Abend. Montag, den S!». l.u8 Nhr. Osten. Peteeevnrger Viertel,»trahmannilraste S. Dlskulfton«- abend:.Unieec stiinMonäre, ibre Pflickten»nb üliitaaben'— Tchcin- bauker Vorstadt I. schule, Sonneubiirger Strafe A>. Mädchenabend.— Eövenicker Viertel. Mädchenabend im stugcndhe'm. Wrangelstraste 123.— Tegel, Babnhofstrahe 15. Mädchenabend.— Sozialistische Schlilcr- sekttan. Zenlenl-Llugendbeim. Lindcnslrabe 3. Leseabcnd:.Bolschewismus und Marritmut'.— Reichenlierqer Viertel, Slogauev Strotze 19/10. Mädchevabend:.Sexuelle Hygiene". vorträae. vereine und Versammlunaen. Nolkssiiriorae. Di» Bertrauensleut,' und sämtliche Funktionäre der Kaniumgenasienichast der 7.. 6. und 13. Sibleilunz weiden zu den mit«»- � stehenden Ettzungen eiiigelabeu. Tdema:„Der Kamps gegen das private Verstcherunflskavital durch die Funktionäre der ktoiisumgenoksenichast". Referenten: Genossen Lobinener und Bläsing. 7. Abt. am 9'>. Lkt, 6 Tt6fc?'u* bei flsira. Langesir. 88; 6. Abt. am 20. CO., 6 15:r. bei®tmer,? brist. burger Str. g; t.3. Abt. am 20. Clt., ß Ubr, bei Kübne, Neulilln. Stein-' metztlr. 7. Am 28. Cttober, abends 7 libr. findet im kMewerkschasishiUi» eine Obleutever>ammlung de» BeMri« Süden statt. Res: Me». Hujch.— Arbeiter< Samariter- Kolonne Berli»». B. Fortsebung der aufer« oidentllchen Generalversnmmlnug am M>itwoch, den 27. Oltober, 7 Ubr, In der Schulaula, sfinler derrche 2. an der Neue» friedlich« graste. Pünktliche» Ericheinen erwünscht. Eintrilt nur gegen Mitglieds- buch. Abt. FrtedrlchSbain-gichtenberg: Mitglied erveriammlunz Montag den 28. Oll., abend» 7 Uhr. bei Pielenbagen. Scharrenweberstr. SN. Abt SchSneberg: Lebradend Donnerstaa. den 23. Oll., abend» 7 Uhr, Schule RvbeiiSnraste zu Schöneberg.— Allgenirtiic si/amllteuiterbeiassr. Sonntag, den 24. Cttober: Zahl- und?l»i»admelag von 2—8 Ubr in den ZlestauraiilS Aeiichtstr. 12/18»nd Adaibeitilr. 24.— Bund cntichiedcurr Schuttes armer. Die Milglttder und Freunde des Bundes fahre» beule nnt dem Zuge 3 80 Ubr früb vom Stclliner Borortbahuhoj nach Orgnleu- bürg zur Bestchligmig der Cbslbaulolonte Eden. öriefkaften der Redaktion. V. III. Ja. Die Lohn- oder b'ebalisküizung dms aber erst von dem Zeilpuntl ab erfolgen, an dem eine EiUIassuiig nach den gesetzlichen oder verliaglichen Btfl Winningen zuläisig wäre.— S. K. 11. Ihre Tochler must sich an die Kiltgsiüriorgestelle ihres Bezirk» wenden; von dort au» wird da« Weitere veranlatzl.— X. A. 1. Allgemeine Ortskranken- kasst.— tit. Ivv. Bis St. 12. 12. Legen Sie gegen die A>i> anlagung Beiuiuna ein.-- tst. W. 100. 15 Proz. süid nur von dem wöchentlich 360 M. übersteigenden Teil des Lohne» zu erheben. gegangen. ES kosteten im Durchschnitt 100 Pfund Lebendgewicht sür Ochsen 450— 800 M., Bullen 400— 750 M., Kühe und Färsen 400— 800 M., Kälber 50Ö— 000 M.. Schwein« je nach Qualität 1000—1500 M.. Schafe 400-700 M. Am Ferkel. markt waren die Zuführen sehr reichlich und übertrafen die Nachfrage, so dah die Preise durchwog nachgaben und sich zwischen 3— 3H0 M. pro Pfund Lobendgewicht bewegten. Am P z e r d e- markt war das Geschäft sehr lebhaft, und wenn die Preise für LuxuSpferde unverändert bl-ietben, so zogen sie für beste Arbeits. Pferde erhoblich an, die b:S z-u 08 000 M. bezahlt wurden. Am Kleintier markt war die Nachfrage, auher bei Gänsen, weniger lebhaft und die Preise muhten eine Kleinigkeit nochgeben. Kreisversammluugen. Montag, den LS. Oktober. 10. Krei». Friednchsbaqen. 7'/, Uhr abendS, KonradS Festsäle, Friedrichstrage. Res. Robert Breuer. Dienstag, de« SO. Ottober. 17. KrriS. Friedrichsseide. 7'/, Ubr abends. Retlaurant Haberland- Wilhelmstr. 38. Rel. Weimann.— 18. KreiS. Weistensee. 7>/, Uhr abend«, Berliner Des. Longhansstr.l.amAntonstrasie Res. Robert Breuer. — SO. Kreis. Retnickendors-West. 7'/, Uhr abends. Res. Dr. Zechlin. Lokal wird noch bekanntgegeben. Tagesorönung: Serichterstattung vom parteltas- O Franenversammlungen. Montag, den SS. Oktober, abends 7 Uhr. (kbarkottenburg. 9. Memeindeschul«, PestalozMr. 86, 2 Trp. Res. Menosün Bobm-Schuch, M. d. ZL— Neukölln. 1. Knaben-Mittil» schule. Donaustr. 120 kAulal. Res. Otenolstn Todendagen.— Pankow. Koritowski, Florastr. 73. Res. Kenvlstn Scheibenhuber.— Reinilte», dorf-Os«. S-bulaula, Letleallee 24/25. Res. Genossin F» ch a e z, M. d. R. — Wilmersdorf. Kasper, Lauenburger Str. 20. Res. Genossin Rhneck, M. d.R. TicnStag, de» SO. Oktober. abendS 7 Uhr. Kreis Berlin.Mttte. Bllrgerbeim, Alte Gchönhaulerstr. 23/24. Ref. Genossin szuchacz, M. d. R.— Kreis Wedding. Schulaula, Pankstr.. Ecke Wlesenür. Ref. Genossin Vohm-Schuch. M. d. R.— Kreis Prenzlauer Tot. Aula des Königstädtllchen Gvmnasium», Pasteur- strafe 44—43. Res. Genossin Martba H o v v e, Stadtver ordnete.— Kreis ItzriedrichShain. Schulaula. Petersburger Str. 4. Res. Genossin T o d e n- b a g e n.— Kreis HallescheS Tor. Schulaula. Diesienbochstr. 80. Res. Olenossin.?>. W a ch e n b e i m.— Karlshorst. Nieschan, Waldowallee 1. Res. Genossin Scheibenhube r. Serichterstattung über öen Zrauentag in Kassel. « �rauenabcndc: Montag, abendS?>/, Nhr. Baumschnlenweg. Hast. Baumschulenllr. 7l. Res Genossin Dr Käte Fnankenlbal: ßß 218,16 St G. B. kUnierbrechung der Schwangerschaft).— Oberschöneweide. Luisenhos, Luisenstr 2S. Res. Genosie Puls: Religion. Staat und Sozialismus.— Treptow. Kläber. Plesserllr. 8. Debmel« Abend. Rezilalor Genosie Vierbücher.— 00. Abt. Schule kMädchen- zimmer), Grdsenhagener Str. 58. Heine-Abend. Rezitator Genosie Zchach— Für die«bt.3/4. 5-8. II. IS. 16, 18. 10 SO SS. S». SO S7, S8. SO. 45. 4S/45 u. 48 fallen die Frouenabrnde n»S.— Marie». darf. T i e n s t a a. den 26.. abend» 7'/, Ubr, bei Hoch. Tdausseestr. 44. Dehmel-Abend, Rezitatoren Gen. Vierbücher und Gen. Birnbaum. Erweiterungsbauten iuuerhalb der baverischea Montau- industri«. Wie die„Telegrrrphev-Union" svs München meldet, hat das Finanzministerium dem Landtag« einen Antrag zugehen lassen, der für Neu- und Erweiterungsbauten bei den bayerischen Berg-, Hütten- und Salinsnibetrieben eine Gesamt- summe von 17,8 Millionen Mark anfordert. Berliner WSschesabrik L.-G. vormal» Gebrüder Ritter. Di« Verwaltung teilt auf Anfrage mit, dah der bei dem Unternehmen unlängst auSgebrochene Streik weiter anhält und sie noch Lag« der Verhältnisse mit einer Verschärfung des Streik» rechnen müsse. Ueder den Geschäftsgang fti zu berichten, dah aller Voraus- ficht nach zu Weihnachten eine starke Nachfrage nach den Erzeugnissen der Gesellschaft, besonders nach Herrenkrazen, m gewärtigen ist. Der Geschäftsgang ist günstig und ist ein »essere« Erträgnis alö im Vorjahr(10 Proz. Dividende) zu evwarten. Grvhe Arbeiterentlassuniea in Frankreich. Infolge d-r indu- striellen Krise hohen in Frankreich gcohe Arbeitsein st ellun. gen stattgefunden. In den Departement» des NordenS und im Loipe-Departament sind die Aussperrungen besonder» groh. Im Seine-Departement sind 40 Proz. der Arbeiter der Automobil- i n d u st r i e entlassen worden, 50 Proz. in der Tuchindustrie und 75 Proz. in der Lederbranche. Z' >1 11(11 ItlMlIIMdUJill Kit •Tf C/ � �............ BERLIK! C Sfrandauer Str. 16 Gegründet 1815 BERLIN C Kdnigstr. 11-14 PomcnMci&tmg PclgtPQgCtl WirkwlZVLN BW 65.00 GJT fStocJaverkc\ (&JZoebe£\ llt>I>««IM(aillt((l»llll>11 MO•««•(••••• fiensTüll Tanzldoid 275.- Kleid axn reineeid. China- Krepp, hell äw.465.- Mor�enroelc au« Flau«ch«toff mit, OQ«« gesteppter Blende•• X�Ö.UU Mor�enroct a«.««tlSOiOlill»>(is>»>»t> Filz- Pantoffel| 5 m. Filzsohle, sehr 0 1 C A S = haltbar, 36-42... 4-i X»O V/§ ••■•«li«liiM«ituoi«osiio«oMt«>,sa Pielzfcratfen aus pa vagonischem t io nr. Kanin, Fuchsform.. 14o.0ü KreuzfücLse...... 775.00 AlaakafacLse..... 850.00 Kinder- Pelzgarnitur Muff und Kragen aus„ Hermelin-Kanin..... 58.00 Knab en-Pelzmütze mit K'janstlederkopl.. 37.50 Daioen-Pelzmäntel 1 Herren-.Sport- n. Gebpelze • tSffOSSSISMIflSMSSfl•«■>•<• i»>ltl««si I 1 Ziegenfell veiiZ| 5 oder woi'lshubig � 48 � : etwa 55>c i OS cm H»»s>ssssss>»»>»«M>»>s»äi »ss, aas,,»«»»«>,«»>»«,«,«>,,«>, Madaxolam 80 cm Meter 18.50 16.00 IZ'5 Hemdentuck 80 cm �. Meter 19.50 18.50 1503 Linon"21.50 19.501775 Linon u. Madapolam Deckbettbreite OAftft Meter 37.50 35.00 3 0°° Daulaa Lakenbreite____ Meter 49.00 42.00 37"" Köperbarebend 80 cm t___ Meter 26.00 19.50 17 /5 1 S,,Sff I Steppdecke : bunt Satin mit 070 1 Trikolfutt, 150X700 Ä# Vf.- I»,, Damen-Untertaillen Baumwolle, elfenbein, rtr\*7£ feingeatr-, lange Ärmel JU»*■ � Herren-Beinkleider Normal, wollgemischt AO nA Mittelgroße......... 4ö.UÜ Herren-Hemden BaumwoII. Trikot,<< Hfl makofarbig, Mitlelgr. 55. UU Damen-Strümpfe Bauraw.m Doppelsoble| �—- schwarz, leder, mahag. l5.t5 Halbwolle, schwarz.,. 24.75 Herren-Socken.... Wolle, stark, graumel. 11.50 i Strickwolle = Vorzug! reinwoll. Q OC: > Qual., schwarz, 50 Gr.OafciO: Aamilnster� Teppldie mit Fransen. 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StelnrOck) Dienstag: Rausch. '."•twoch: Rausch. Uohnerstas'; Rausch. Erettae; Mlrandollaa Else Reims, Saliner, Brandt, Riemann, Pröckel, Behmer.) ■onnabend; Rausch. fonniag; Rausch. Montag: Erdgeist. RomOdlenhans I Uhr: Der Biberpelz. y* mir: Die Sache mit Lola. �«Max Pallenberg. ijosefine Dora a. Ci� Emmy 5tuem, Picha, liaskel, Stieda, K per.) Berliner Theater I Uhr; Wie einst im Mtl. ji Uhr: Der letzte Walzer. Volksbühne 3 U.: Der R'chttr r. Zalamea. 7Vj Paul Lange und ToraParsb er g« Lesslng-Tlieater, Direktion: Victor Bamowsky. 3 U.: Frau Warrens Gewerbe. TV, Uhr: Flamme. (Dorsch, Grflning, Götz, Pröckl.) Montag 7/,: Flamme. Dentsdies Kflnstler-Tlieater 3 Uhr: Pygmalion. Allabendlich'/jk Uhr: DieScheidnngsreise mit Max Adalbert und Trade Hesterberg« Residenz- Theater. Heute 2 Vorstallungen i \achtn. 4 Uhr, halbe Preise: l>le Freundin. Abends'/«g Unr; Die Freundin. Tilla Uurieux, Toelle, Bildt, Albers. Va'.lentin. Trlanon-Theater. Meute 2 Vorstellungen i Sachm. 4 Uhr, halbe t-ieise: De- Roman einer Frau. Abends' Uhr: Der Roman einer Frau Ja Wüst, Burg, Limburg, Valettl, Falkenstein. Rose-Theater. TV, Uhr. Kater Lampe. Folies Gapiice. �8U: Nur noch einige Taget mit Ferd. Örünecker. In Voibereitung; Sanatorium St e.nach. Äto «.Wcnenthnler PI. Heute Sonntag ZV, und 7'/, Uhrs Wilh. Hartstein in Der lustige Witwer u. das große Programm. Nachmittags ungekürzt wie abends. Ermäßigte Preise. (�nntml-Theater TV,: Fraa BSPllBl(Operette) Dentarhea Opernhan. 7 uhr: Troubadour. Kpl edr.- Willi ol mat.Tli. p,.u.: Bolrcit ilie Tänzfrin. Kleinen Theater. 3V,U.: Die PfarThanskomSdle. Tv. u.; Griseldis. KI. Sehannplellmn». uhr: Kindertragötiie. Komlpfhc Oper Z�/4: Liebe Im Schnee. 7«/, uhr-, UeBe im Schnee. Iinntaplelhann 3V»Uhr: Familie Hsnnemann ('/< Uhr: Arnold Rieck in Zwangselnquartiernng. IKetmpol-Theater. 3 Uhr: Charleys Tante mit Guido Thielsch-r, L Hollandweibchen Nenes Centrai-Theater Die Dame im Frack. Venra Operetten hau» 31/, Uhr: Der Obersteiger. tv, u.: Die Csikösharoness \cnes Volkathenter tk 111... 7>er Tor und der TV, Uhr: Tod. Elektra. Sohlllor-Theat. Cliarl. 3 Uhr; Der Melneldbauer. 7v.t Der Pfarrer rJirehlelil Thalia-Theater 3 Uhr: Die närrische Liebe. tv.u.: Der dumine Franzi. Th.am.VoIIendorrplata 3'/, Uhr: Der Juzbaron. 7 uhr ffenn Liehe erwaeht Theater de, Westen a ZV.Uhr: Die Frau im Hermelin. L'; Der ersten Liehe gli!lI.N Wallner-Theater ZV�Uhr: Eine Eailnacht. Der Geiger von Lugano. Walhalla-Theater Nachm. 3V, u abds. 71/, Uhr; Oaatap. Hartnteln Casino-Theater othringer Str. 37.— Tgl. V48. Nur noch bis 4. November Seil August auf dem Spielplan Knorps sei. Witwe ! Freltag.S November.z. l.Male I Der Fehltritt einer Frau. I Sonnig. 3V,: OerHausdrachc. Winter-Garten : 2 Vorstellu: Philharmonie. KONZERT des Fhllbarm. Orchestero uirig. Richard Hagel. Anf. TV. Uhr. Eintritt 4 M. •Oassage-j ♦i1� Theater} I Unter benSinbcn 22/23» ♦ Dir.: M.«olimann} !—-——*— t 5 2 Uraufführungen 2| jjranen??! | In den Hauptrollen:} Zl.udv.ri'uutmsim! l krete Lnudt Der Zu den Hauptrollen: } Ernst Pittscbard! Heinrich Peer Lotte Lorring Apollo Theater j Dir. James Klein. I T1/« Anahendtieh 7V2 1 Die Sensation der Wintersaison Orient- liatura- listlsche l�ussiattuiigs- Pantom in 3 Bildern Harems- Nächte!! | Unt Mitwirkung von OA Original- u\J Kamerunern qn Bajadere n- JU Tänzerinnen sowie exoiischen Darstellern und die übrigen Okt-Sensationen SoontasS1/, Ungekürztes Programm mit Harems- Nächte!! Theater a. Kottbas.Tar Tel.: Moritzplatz 14814. Täglich TV, Uhr und Sonntag nachm. 3 0.: Elite-Sänger Bluthgen-Konzert Beginn 7 Uhr. Vorv 11-i'� 4-6 Uht Reichshiül.-TtiealEF Abenbo 7V, unb Sonntag Rm-Z Stettiner Sänger. Nm. halbe Preise Variett» Dßnhnff-BreNI.Ani SV>So.ö l Admirals-Paiastb 3'/, Uhr; Die lust. Puppe■ 7u:? Flirt in St Moritz.! VUg. Fürt In Sf. MoritzJ wwwwwwwwwwwxrwwarwx ywwwwtywi Theater am Nollendorfplatz Täglich 7 Uhr abends: Der große Operetten-Erfolg! Stiiumen der Presse. .Vorwärts": Ein seltener Fall: man kann von dieser Operette wieder einmal als Musiker sprechen! . 12-U h r-M i 1 1 ag sbl at t": Es wird heute wohl in Berlin In keinem Theater auf dem Gebiete der Operette Aehnliches geleistet..... .B, Z."; Eindrücke, die man in der Operette nicht oft hat! Ausschneiden! gültig vom 2ä. OkL bis 12. Nov. für 1—6 Personen. Nur Wochentags. I. Rang..... 10.- r> J„_ D1S4�«."• Rang Tribüne 5,— M I. Rang..... 10- M. i kreise oer I�lBt�e: II. Rang....... 6- hU I. Rangbalkon 12.— M.( ■ II. Rangbalkon. 7— M. Parkett-Faut. 15— M( Die Lustbarkeitssteuer ist in diesen Preisen einbegriffen. Vorverkauf täglich v. lOV,—>Uhr und am Tage der Vorstellung v. 6 Uhr ab. Heute3 u. 7.15 Uhr: Zwei| Sarrasanis Vorstellungen. Nachm. halbe Preise für I Kinder. Kasse ab 10 Uhr I ununterbrochen geöflnet f ClrcnS BERLIN am Batinliiil GesundliFacncf!. Täglich 7'/, Uhr: Oas Zirkus•Progfaiüin Heute Sonntag und 7»/, Uhr. ScIiallnrJÜaush Dir. Hans v. Wolzogen. Wlederanftreten Paul Graetz Mady Christians und d.gr.Oktober-Progr. Balalaika-Orchester. Konzert 7V« Beginn 8>, ilenrensiralle a4. 12 Attraktionen. Germania-PraMe C. Richter, N 4, Chausseestr. iio. Jeden Sonntag Hoffmanns Nordd. Sänger Beg d. Vorstellg. 6, d. Konzens 5V, Uhr. Nachd Fam.-Kränz d en. Imweißen#aal v. 4 U ab: Großer Bali. Bfjl' IPgf'1 1'■ I Hjl 1 1■! I ßigstadt-Theatei Bahnhof lannowifzbrücke Tag!. 7.30 Gala«SRnger Im BaHsaol T AN Z, hintri» irei. MBlp |Adi-Haus j Taubenstr.34— Ztr. 1652 | Toni von ßukovicS Paul Matinett Evalotte Bachmann Helmuth Kreuzer Lotte Schopenhauer Arthur Kaplan Da'raarNanssn-Rcinscb Heinz Jurok I\di Liebsns Meistcrquan I Adolf Lieban Bargetränke Erstki. Küche, ff. Weine Mocca, Tee, Schokolade Beginn 7 Uhr. 1 Eintritt frei. olenspiegel- Kabarett. JKseratraöe 5H Täglich Anfang 7 Vi Uhr: Martin Kettner Edler und Nicki MotTI und Willi Melsel Doa Castella u. das übrige Programm. Nach dem Kabarett Ball. c, JäzetUr. 63a Täglich Tanz. Anfang 8 Ubr. Potsdamer Str. 38 Alexanderpl.'Passase Der gr. Rieh. Oswald-Film MaDOleseu's Memoiren mit Conrad Veidt. Turmstr# 12 Fern Andra in dem phantast. Film „Genuine". Friedenau, Rheiastr.14 Moriturus mit Landa— Schünzcl Veidt- Hilde WSrner •| J)}[ � 1 B L* S* Potsdamer Str.72• Hochbahn Bülowstrr 2 Uraufführungen: Das Mädchen aus üerAckerstraOo nTni| ein Sitten roman aus • ml Berlin N. Die Jagd nach dem Kopf. Sensationeller Tiickfilm Trabrennen in Mariondorl Dontag 12 LThr. Gesamlpreis 106 000 Mark Admirats-Diele im Admirals-Palast Sft/Il« \'achnilttas:s u. abends " Konzert Tlakowsky:: Victoria Leo-Beimaflfl-Konzerte ♦ Zigeuner-Kapelle Perke Kurucz• Zentralpunkt der Friedriciistadl fllr gute Musik f Unter den I.indcn 40, Ecke Frlcdrlchutraßc TrefTpankt oller Fremden ♦ X Kapellen ♦ Tluclibestellnnc: Zentr. 5400 4 Leituns- KU KT HOFS AN X Diele Nr. 526 ♦ 57. Jahrgang 2. Heilage öes Vorwärts Sonntag, 24. Oktober 1920 GroßSerUn Die Sechs im Zoo. Ter. Zao in Berlin hcri neue Gäste aufgenommen. Gäste von den Aarvarifchen Inseln, wo im November die Sonne so!eig brennt, daß die Zetteln reisen. Fünf Frauen und ein Mann. Sozusagen Deutsch. Tas Leben wurde ihnen dort in jener sthönen Gegend infobz« der Entwertui�z des deutschen Geldes so wer, daß sie es voxzichen mußten, es weniger schön aber auskömmlicher in der Zgfcen Zone zu versuchen. So kamen sie hierher, die fünf Schimpan je ndamen, Schwester unserer berühmten Misftc seligen Angedenkens, mit einem Mann, der„Sultan" heißt. Es sind die Schimpansen der Menschenafsen- siation zu Teneriffa, die von der Wad&mie der Wisfcn schalten dort zu psychologischen Beobachtungen erhalten wurde und aus lffiangel «tt Mitteln wohl oder übel noch Aerlin überführt werden mußte. Die sechs, die in ihrer Verscrmmlung eine Art europäischer Sensation bütoen, hatten gestern ihr Debüt. Sie benahmen sich in tropischer Ungezwungenheit, aber so gesittet, wie es sich für Damen ihrer Raffe, die von dem Bewußtsein ihrer Verwandtschaft mit Uns durchdrungen sind, gehört. Sie sehen, braun und langhaarig. der guten Missie ähnlich, deren Holzplastik vor ihrem Käfig aufgebaut ist. Tie fünfte ist schwarzhaarig, mit einem Negcrgeficht. Ein vlkiger Kerl ist der Mann diesem fünf. Er ist etivas kleiner als feine Frauen, aber von ungleich größerer Lebendigkeit, hat zwei dicke Pausbacken, die fsine Nase verschwinden laffen. und bleckt freundlich grinsend sein sonderbar zahnloses.Maul. Er tanzt mit Vacliebe, daß die Planken krachen, zum sichtbaren Vergnügen seines staunenden Harems. Aber diese Schimpansen sind nicht lediglich Schauobjekte. Sie sollen ernsthaft dehandelt und ernsthaft beachtet werden, um das Gebiet der Tierpsychologie durch neue Erfahrungen zu bereichern. Drüben unter der heißen Tropensonne hat man die sechs voll- ständig sich selbst überlassen, bat sie still und genau beoborhiet, um zu erfahren, wieweit sich bei ihnen Züge von Intelligenz erkennen ließen. Man hütet sich vor allem, sie auch nur der geringsten Dressur zu unterwerfen, und so koimten Beobachtungen gemacht werden, die uns heute ganz außerordentlich anmuten. Da war eine der Schimpansendamen morgens aus ihrer Hütte getreten und fand, daß es draußen noch nicht so war wie aus der warmen Decke ihres Lagers. Zlachdem sie sich ein Weilchen die kalte Welt angesehen hatte, ging sie zurück zu ihrem Lager, nahm sich die Decke, auf der si» geschlafen, breitete sie sorglich um ihre Schultern und fahre sich nun vergnügt draußen hin. Der Direktor des Zoologischen Gartens, Prof. Heck, erzählte viel'über die bisherigen Beobachtungen mit den neuen Gästen, bat aber, niemals außer, ackt zu lassen, daß auch hier hie tierischen Intelligenzmöglichkeiten immer nur bis zu einer gewissen Grenze yeten. Man dürfe von einem Schimpansen, dessen Gehirnmasse nur einen Brnchtei! der menschlichen betrage, nicht ivohl überlegte Leistungen nach menschlichem Maßstab erwarten. Missis Nachfolgerinnen werden die Neugierigen und die WiUnschaftler rege anziehen, aber Berlin ist nicht das tropische Teneriffa, und es wird nur mit allergrößter Sorgsalt möglich sein, die Schimpanseiigesellschaft hier den harren Winter überstehen zu lassen. T�r Berliner Zoologische Garten wird es seinen seltenen kanarischen Gästen jedenfalls an aufopfernder Pflege nicht fehlen lossin._ Raubmord in der Mttelftroße. Der Täter verhaftet. Ein«eueZ Kapitalverbrechen, dessen Ausführung dem Raub- mord im Hotel. Münchewer Hos" in der Königgrätzer Straße ähnelt. wurde gestern nachmittag»m Hotel Wer ck meister in der Mittelstraße 27 verübt.• Dort ermordete ein Hotelgast, der cm IS. April 1887 zu Mehrungen in Ostpreußen geborene Kaufmann Gustav Lange, der in der Schröderstistttraße ö als Untermieter wohnte, einen Geschäftsfreund, den 27 Jahre alten Kauf- mann Hugo K u l e n ke m p f f. der ebenfalls aus Hamburg stammt und dort am Hansaplatz Nr. 1 wohnte. Durch die Hilfeschreie seines Opfers wurde der Täter verscheucht; es gelang ihm durch eine List, das Hotel zunächst unangefochten zu verlassen. Aber be- reits eine Stunde später, kurz nach Entdeckung der schweren Blen- tat, wurde der Mörder unschädlich gemacht. Am Tatort war inzwischen die Mordkommission er- schienen. Die gerichtsärziliche Untersuchung der Leiche ergab, daß der Mörder sein Oipser durch drei wuchtige Hiebe auf den Kopf erschlagen harte Ter Tod des Mannes muß s.ofort eingetreten sein Die Mordwaffe wurde neben der Leiche liegend gefunden. Es ist dies ein zwei Fäuste starker scharstaniiger Stein, den der Mörder tn einen grauen Strumpf gesteckt hatte. In den Taschen des Toten wurden außer Gesck>äsispapieren noch etwa über 1000 M bares Geld gefunden, die Uhr fehlte. Diese, eine schvergoldene Uhr, wurde bei dam Täter vorgefunden, der Unter den Linden aus der Flucht verhastet wurde. Der Mörder bewahrte bei seiner Vernehmung die größte est u h e und es gelang auch in später Abendstunde nicht, che eigent- liche Ursache dos Verbrechne aus seinen Aussagen festzustellen. Anscheinend hatte er die Absiebt, das Hotel später wieder aufzusuchen. um sein Opfer gänzlich zu berauben und den Leichnam zu vernichten. Die weitere Untersuchung dürfte darüber Ausklärung bringen. Ninalöo» Rinaldmi. Loa Kindern erdichtete Raubüberfälle. Schauerlich« Räubergeschichten, die in großer Fülle heutzutage nicht nur da« Kind, sondern auch das wirkliche Leben tagtäglich vorführt, scheinen auf die Jugend einen starken Anreiz zu üben- Er wirkt sich dann nicht nur in RSuberspielen. sondern auch nach anderen Richtungen aus, die bedenklicher find. Zwei Porkommmsie, die jetzt die Kriminalpolizei beschäftigten, sind besonders bezeichnend. Ein Junge meldete, daß er auf einer Haustreppe beraubt worden sei. Er hatte den Auftrog, ein Paket ab- zulieiern und erhielt dafür auch daS Geld. Mit allen Zeichen der Erregung aber meldete er. daß ihm der Betrag gleich nach dem Empfang geraubt worden sei. Aus der Treppe sei ihm„ein baumlanger Mann" begegnet und gleick an die Kehle ge- sprungen. Er habe ihn niedergeworfen, am Schreien verhindert. ihm das Geld entrissen lind dann die Flucht ergriffen. Den Kriminal- Beamten entstanden aus den Begleitumständen sofort starke Zweifel, die sich auch als begründet erwiesen. Bei der zweiten Vernehmung mußte der Junge zugestehen, daß er den Raubüberfall erdichtet habe, um den Verlust des Geldes zu verdecken. Noch schauriger klang die Darstellung eines neunjährigen Mädchens, das von der Mutter ausgeschickt worden war. um Brot einzukaufen. Es kam ohne Brot und ohne Geld zurück und berichtete weinend, daß ihm dieses geraubt worden fei. Vier Männer' hätten sie. so erzählte die Kleine, an einen Zaun ge- schleppt, durch einen Eingang hindurchgezwängt und sie jetzt ge- nötigt, das Geld herauszugeben. Sie habe nicht schreien dürfen. denn einer der Räuber habe ihr. n: i t gezücktem Messer' gedroht, daß er sie erstechen werde, wenn sie um Hilie rufe. In Wirklichkeit hatte das Mädchen, wie die Nachiorschunge» ergaben, statt in den Laden zu geben, mit seinem kleinen Bruder und anderen Junge» Pfänder oe spielt. Dabei hotte es auch das Porke- monnaie mit den, Brotgeld abgegeben. Bei der Rückgabe der Pfänder war dieses verschwunden.' Ohne Zweifel hatte eS einer der Gespielen, die den beiden Kindern unbekannt waren, in die Tasche gesteckt, um es mitzunehmen. SuS Furcht vor Strafe erfand die Kleine den schauerlichen Raubüberfall. Zum Tode verurteilt. Ein Mord auf der Landstraße im August d- I- hatte gestern sein Nachspiel vor dein Schwiikgericht des Landgerichts Iii. Am 9. August 1919, nachmittags zwischen 2 und 3 Uhr. wurde auf der Landstraße zwischen Pausin-Schönewalde-Spandau beim Kilometerstein 9,3 von OriSeingescffenen der Arbeiter Edmund Lemm erschossen aufgefunden. Die Ermittelungen ergaben, daß Lamm mit seinem Rade um 2 Uhr von Spandau wegaesrbren war, um seinen in Protzen moh- »enden Bruder zu besuchen. Die Leiche wies zwer Schüsse aus, von denen der eine von vorn, der andere von hinten abgefeuert sein mußte. Die Leiche war beraubt, insbesondere fehlte das�Fahr- rad med die Uhr mit einer charakteristischen Kette, selbst die Taschen des Ermordeten waren umgedreht, so daß von vornherein feststand, daß ein Raubmord vorlag. Die Ermittelungen der Kriminalpolizei fährten, schließlich dazu, daß der Bedacht ans z to e i p o l n i s ch e Arbeiter gelenkt wurde, die am n. August:n der Gegend des Tatortes gesehen worden waren. ES waren dies die Arbeiter Joseph Balb-ut und Pe:er S u w a I l a. Beide wohnten zusammen bei der„Braut" des Suwalla, Anna Adamski, die gesterv auf die Frag«- des Vorsitzenden, ob sie mit Suwalla verlobt sei, die charakteristische Antwort in gebrochenem Deutsch gab:„Na, wie man das so sagt, wo wir doch schon zwei Kinder miteinander haben!" Eine tn ihrer Wohnung abgehaltene Haussuchung für- dertc die Schlänge nuhrket t« deö Ermordeten.zutage und die«vi- miinalpolizei ermittelte weiter, daß Balbut das Rad des Ermordeten zunächst im Waide versteckt gehabt und dann zu Suwalla. gebracht hatte, von dem es in Berlin verkauft wurden ist. Darauf- hin wurde gegen beide die Anklage wegen Raubmordes erhoben. Nach den Ergebnissen der Beweisaufnahme beantragte Staats- anwalt Dr. Steinbrecher gegen B a l b u t das Schuldig wegen Raubmordes, gegen Suwalla dagegen nur wegen Hehlerei. Di« Geschworenen folgten dießun Antrage. Das Gericht der- urteilte Balbut zum Tode und Ehrverlust, Suwalla zn I Jahr Gefängnis unter voller Anrechnung der Unter-. suchungshaft. Die neue Berliner Stadtverordnetenversammlung hält am nächsten Donnerstag eine Sitzung ob. Die Tagesordnung umfaßt nur 7 Punkte, darunter eine Vorlage zur Kenntnisnahme über die kommissarische Wahrnehmung der Geschäfte des Magistrats'■ der alten Stadtgemcinde Berlin, über den Erlaß eines Orts-. gesetzes für die Durchführung der Verhältniswahl der Stadt- verordneten und stimmfähigen Bürger zu den Berwalrungsdeputw. klonen und sonstigen ständigen Verwalrungskörper, ferner ein An-■ trag aller bürgerlichen Fraktionen: einen StadtverorVneienauSschnß zu Wahlen für die UebergangSzeit behukS Konttolle der Verwaltung. Hieran sich anschließend der Bericht des Siädtv. Frank(S.P.D.) über die Ausschußberatung zur Vorbereitung der Wahl der S be- soldeten und 12 unbesoldeten Mitglieder des Magistrats, di» Fest-. fetzung der Zahl der zu wählenden unbesoldeten Stadträte und zum Schluß die Wahl eines Ausschusses, der über die Zulassung der eingereichten Wahlvorschläge und der Verbindungserilärungen ent- scheiden soll Damit keine Verzögerungen mehr eintreten, soll eine- halbe Stunde später her Ausschuß über seine Bescklüsse berichten und dann die Wahl der S besoldeten und 12 unbesoldeten Stadträte erfolgen. Für den Fall, daß diese Wahlen wegen vorgerückter Stunde nicht erfolgen können, hat der Siahiver- ordentenvorsteher Dr. Wehl eine dritte Sitzung für nächsten Freitag nachmittag anberaumt. Ein hcrenlvses Schimmelgcspann befindet sich i.-n Gewahrsam der Kriminalpolizei. ES stammt wahrscheinlich aus einem Diebstahl außerhalb Berlins, der schon im August verübt sein .muß, aber hier in Berlin noch nich: gemeldet ist. Ende August bot ein üubekannter Mann die beiden Schimmel, ein« Stute und einen Wallach, die damals vor einem Militärwagen obne Zeiche» gingen, einem Pferdehändler zum Kauf an. Der Händler lehnte das Geschäft ab, weil der Verkäufer erheblich unter' Tagespreis forderte. De? Mann stellte nun das Gelvann einstweilen unter. Am nächsten Tage hnstc er die Pfende ab, ließ aber den Wggen.stehen. Dir Kriminalpolizei, die von diesem Vorgang Kenntnis erhielt, forschte nach dem Verbleib der Tiere, entdeckte sie auch wieder und beschlagnabwie sie für de» unbekannten Eigentümer, der sich auf Zimmer 198. des. Berlin r Pclizeipräfidiums melden kann. w Tie Loiiserrnz der Mitglieder der Bildungsauöschüsse und aller schriftlich geladenen Genossen und Genossinnen kann plötzlich ringe» tretener Schwierigkeiten wegen nicht in der Leibniz-Oberrcasschule abgehalten werden, sondern findet in der Aula des Schiller-Real- gymnasillms, Schillerstr. 26, statt. Bezirksbildungsausichutz. Soimlag, den Zt. Okiober, abends 7 Uber. EiniLbrnngsabend»am. Richind-Strauß-Konzert in der Festballe des y-r» liner Itabihaisseö, Eingang Klosterftraße. Vortrag und Demonsiia'ion-ir am Klavier: Dr. Assred(Änttmann. Eintritt M. 0.75. Karten sind zu baben bei den AblellungSkassierern, den örtlichen Sildimgsou-ichüssen und im Bureau des Dczirksbilduncisausichissjes, Lindenstrafe 3. II. Hos IV, Züjuner 10. Eieötmct von 9—4 Uhr, Donnerstags von 9—1 it. 4—7 Uhr. Wir bitten die Marken zum Riebard-Strauf.Konzert lom Sonntag, de» 7. November, vorm. t 1 Uhr) einzulöicli. Mitwirkende: Mcneralmunkdi' eklor Dr. Muck, Prot. Alber t Zischer, Llülhner-Orchesler, 110 Mann stark, der Berliner Bdikschor. Schauspielbans?ieuköll».?l>n Montag, den 25. Ottober, abends Ubr, veranstaltet das VolksbildungSamt Neukölln iu sSememichait mit Sem staatlichen echnulpiclbauic(einen 13. Theaterabend im neuen Saal« der„Neuen Seit". Zur Ausführung gelang! Friedrich Hebbels»Maria Das Licht der Heimat. 471 von August hinrichs. ..Nun." sagte Slieif,„so hast du doch deinen Frieden." „Frieden?" schrie Truges wild,„was soll mir der? Kampf will ich? Soll ich sie einem anderen gönnen? Nie, sage ich dir, nie?" „Und warum bliebst du dann hier?" Ta ließ er kläglich den Kopf hängen: kann ja nrclst fort, Bruder. Ich Hafte für alles, ich ganz allein, für das Haus und die Miete— aber morgen, morgen kommt der Gerichtspolizieher zu siegeln, dann bin ich frei. Und dann— ihr nach!", Diese Nacht lag Dierk im leeren Friedensyaus aus dem Fußboden. Truges hotte ihm großmütig seine wollene Decke überlassen, aber er fand keinen Schlaf. Vergeblich horchte er ans die heimlichen Stimmen des Lebens, aus das Rauschen und RietsÄn in der Erde, das ihn erquickt hatte, als er zerschlagen draußen lag. Ein tiefes Heimwelh ergriff ihn, nickst nach.Haus zu der Mutter— nein. nach seiner Kindheit, nach der schweren Arbeit an dem Acker ans der.Heide, nach der Erde, seiner Heimaterde. Nur da konnte er wieder genesen. Heim mußte er— heim! Im Morgengrauen stand er aus und össnete leise das Fenster. Noch lag die große Stadt im tiefen Schlaf. Drüben in den Anlagen aber- lärmten schon die Vögel, und das Morgenrot stand golden über den Bäumen. Irgendwo weit, weit von hier— ichauerten jetzt die weißen Birken auf der.Heide, regten die Blätter im Wind und warteten auf den ersten Sonnenstrahl. Er sah das niedrige.Haus— die große Tür öffnete sich, mnd er trat mit dem Vater hinaus in den leuchtenden Morgen, der so licht und feierlich seiner harrte. Hastig schrieb er ein paar Zeilen und legt« das Blatt neben dem schlafenden Truges auf den Fußbaden, dann nahm er sein Bündel und verließ das Haus. Draußen atmete er lief am. Seine Taschen waren leer, weit, weit im Norden lagen Heid« und Moor— aber hatte er nicht gesunde Füße? Getrost schritt er ouS und ging der Sonn? entgegen. Dieser Weg. den Dier? FolZerS von der Höhe� seines Leben» rüdtoärts wanderte in das Land seiner Amdyeit, dieser Weg führte ihn durch Mühsal und Schmerzen und alle Tiefen des Daseins. Ö, man steigt schnell hinab in die Gründe des Elends. Er hungerte, weil er nichts besaß, um si.b etwas kaufen zu können.. Er verkroch sich des Nachts wie ein Tier im Ge- sträuch, siel todmüde in Schlaf und erwachte kälteschauernd, taunaß, mit steifen Gelenken und schmerzenden Gliedern. Mühsam schleppte er sich weiter, beschmutzt und abgerissen, hinkend, die wunden Füße mit dumpfem Willen weiter zwin- gend zu aualvollem Marsch. Die Kinder liefen ihm nach und warfen den zerlumpten Strolch mit Steinen, die Hunde fielen ihn an und verjagten den Vagabunden von den Wohnstätten her Menschen. Ihn kümmerte es nicht. Die Welt war dunkel für ihn ge- worden, nur die Heimat lächelte fern in einem schönen, stillen Licht. In seinem fiebernden Hirn war nur der eine Gedanke: Heim? Nach.Haus! Dies Haus aber stand auf der Heide; uitd die Mutter wohnte nicht in der Stadt, sie war eine Bäuerin, nahm ihn an die Hand und ging mit ihm hin auf den Acker, wo der Vater arbeitete. Dieser Gedanke, immer mächtiger und klarer ihn er- füllend, verdrängte die Wirklichkeit und gebot dem elenden Körper, der umsinken wollte, sich weiter zu schleppen. Auch das Elend hat seine Genossen. Ms er entkräftet am Straßenrand lag, zerlumpt, abgezehrt und bleich, mit ftebcr- glänzenden Augen, wichen die Wanderer scheu dem ganz Ver- kommenen aus. Wirre Bilder quälten ihn, sollte er hjcr untkommen, im Graben verrecken wie ein Tier? Er hatte nickst Kraft und Willen mehr, sich aufzuraffen. Da neigte sich ein struppiges Gesicht über ihn und sprach ihm zu. eine Flasche gab Labung— berauschend und belevend durchströmte ihn der Trank. Der Strolch erbarmte sich des Vagabunden und nahm ihn mit. Er lehrte ihn. seinen Hunger zu stillen durch Betteln, warme Schlafstellen in gefüllten Scheunen zu erschleichen und soviel zusammenzufechten, daß sie hin und wieder in einer Herberge übernacksten, immer aber die Flasche mit dem be- rauschenden, köstlichen Wasser wieder füllen konnten. Wochenlang wanderten sie zusammen, bis ein Landjäger sie stellte und ihre Papiere verlangte. Der hilfreiche Kamerad machte lausend Einwendimgen. aber Dierk gab ihm. was er j damals zufällig beigesteckt hatte. Unwillkürlich duckte er sich zusammen— groß, breit und blank stand der Mann mit dem blitzenden Helm vor ihm. „Sie sind Schlosser? Warum arbeiten Sie nicht?" Tierk schüttelte den Kopf. „Wo wollen Sie hin?" „Nack) Hans." „Das Mütterchen wird Freude haben an ihrem Sohn." Verächtlich gab er ibm die Ausweis? zurück— er hatte nichts Strafbares gefunden.„Marsch!" sagte er kurz. Aber den Kameraden behielt er. Da nahmen die Strolche rührenden Abschied und Dierk war wieder allein. Doch jetzt half er sicki. besser. Er' csslug mit den• Fingerknöcheln der linken Hand in der Herberge den Kundengruß auf den Tilch. er verstand die bunte Sprache der Vagabunden und kannte die Merkmale der Bettler, die ein- einander gefällig die guten und böten Höfe bezeichneten. Und endlich atmete er die Lust seiner Heimat, die Lust. die geschwängert war vom herben Duft der Ackererde, der har- zigen Kraft der Kiefern und der süßen Milde der Heide. .Heimatlaute umklangen ihn. gierig lauschte er der ver« trauten Sprache seiner Kindheit. Da mied er die Dörfer und schlug sich durch die Felder bis dahin, wo er geboren war. Und jetzt stand er mit zitternden Knien vor dem Paradies seiner Jugend, krampfte die Hände um den Torvsosten und starrte, ein zerlumpter Bettler, über den Zaun---. Das.Haus, das alles Glück seines Lebens umheimelte. wir zerfallen, der Garten, den seine Mutter gepflegt hatte, stand wild überwuchert; die Aecker, die soviel Schweiß getrunken. waren versandet und tjerkomnie». Er schritt auf den heiligen Boden, er warf sich lang auf den Acker, grub tief die Nägel in die Erde hinein und klammerte sich verzweifelt fest an der verlorenen Heimat. O— hier arbeiten dürfen! Er strich durch die Gegend und neidete jedem Knecht. der hinterm Vflua ging, seine Arbeit. Aber wo er sich auch anbot, bei allen Bauern ringsuip. da wies man den vxrwil- derten Strplch ab; und wenn er svrach. wenn seine plattdeutsche Zunge ihn als Landsmann verriet, dann las er das grenzenlose Erstaunen in ihren Augen. Stumm gab man dem Verkommenen zu. essen, aber Arbeit— ein strolch und ar- betten? Kopfschüttelub sah»an ihm nach. (Forst, folgt) Magdalena©inhitfälarfen zum Iheife von 3 M. slnd Sel den durch SSulenanschlaq bekanntgegebenen Verkaufsstellen und im Bureau des LolksbildungSamtcK, Zimmer 2lS des Nalhaufes, erhättUch. Toztaliftischi: Bildungsschule- Tteglift. Der KursuS über die polililchen Parteien und ihre Programme beginnt am Montag um 7'!, Uhr in der Untcrfekundn b des Ghmnafiums.— Parteigenossen, agitiert für den Kunstavend ortt'9. November. Karten sind bei den Äezirlsiührcrn zu haben. Hahen-Ncucndorf. Durch wiedcrsiolicn Boten Wechsel in diesem Monat ist die F u st e l l u n g o e S„Vorwärts" in den ersten Tagen dieses Monats eine unregelmäßige gewesen. Heute erfahren wir durch eine Leids werde, daß seit Eingehen der AnS- gute stelle am Ort keine Zeiiumpfbesteklung mehr stattfindet. Wir haben sofort Vorsorge getrotsen. daß unseren dortigen Abonnenten der.Vorwärts" durch die Post zugestellt wird. Pm schau. Katharina die Gräfte. Der Zenithnlm„K n th a r i n a d i e G r oß e", verfaßt von Sülhge und Schänzel und gestern in den Nichard-OSwald-Licht» Wielen in der Kantstraße erstmals einein geladenen Publikum (lSstigerweiis mit vorlauter Elaaue iintermi'cht) vorgesübrt. stebl über den Lausbildern. deren Geichichtlichkeit sich vorwiegend in Gc- wändern und anderen Aeußerlichkeilen bekundet. Nalürlich ist' alles aufgeboten, diese Außenseite der geschichtiichen Vorgänge so viel» seiltg und prachtvoll als möglich lmit ersichtlichem Wohlgesallen an höfischen Dingen) zu spiegeln. Aber das alleö wurde doch ohne beiondere Wirkung bleiben, wenn es nicht geglückt wäre, hervor« ragende Menschendarftelluiig hinzuzufügen. Insofern läßt sich aus diesem Film einiges lernen. Der Film zeichne« in chronologischer Folge: doS Leben Katharinas an der Seile deS entnervten Trottels Peter, ibren(Jiegeniay gegen diesen Schwächlingn Kern«sctöp'end und überhaupt treffend berauSzuiltzzieren. Dazu hatte e? einer tiefer ins Getriebe der gc- schichtliche, l Vorgänge greisendeii Handlung bedurft. Dieser Film ist bor allcni der Lucy» Höslich-Filni! Die große Darstellerin hat das Geichöps begriffen, das als Katharina in der Geschichte lebt und ehenso'ehr bester Verstand und starker Wille wie leidenschaftlich begehrendes Weib war. Di« Bewegungen idreS Antlipeö, die Wcnidltingen ihres GcsichtSanSdriidS machen den Film ichon allein wertvoll. Die Katharina der Höflich ist in all den Phasen ihres LiebeSlebenS, in all den intitnen Beziehungen zu de» ans ihrer Garde erkorenen Günstlingen nie bloß liebeS» süchtiges Weibchen; sie hält immer den Ausdruck einer inneren Wucht fest. Und sie ist nicht die Einzige, die schauspielerisch de» deutend ist. Roch andere geltende Kräfte wirken mit: Jlla Griining, Mechthild Tbein, Fritz Delius. Reinßolb Schfinzcl, Paul Hartmann und dann vor allem Albert Steinrück(Mexcei Orloff) und Friy Kortner(als Potemkin). Das gibt dem Film künstlerisches Niveau., Was man auch der Arbeit als unzulänglich ankreiden mag (er war z. B. in den Volksszenen allzu wenig russisch), so bat er doch entschieden der Ansicht Unterstützung gebracht, daß der Film ans die Hingabe unierer großen'Schauipielkräfte angewiesen ist, wenn er zur Kunst vorwärtskommen will. .Dieb und Weib«' heißt ein Film, der im Operetten« und F i! m»T b e a t e r in Tcköneberg vorgeführt wird. Er i>t vom Regisseur Martin Beiger veriant. Prn Miltelpuiikt steht eine Frau, die durchaus nicht ewiamkeitS-, oder sehr abwechselungsbedürstig ist. Sie statiert von Mann zu Mann. Einzig und allem bat sie Sinn für schöne Kleider und Liebesgetöndel. außerdem bat sie ein großes Talent zur Dirne. Um üe schließt sich ein Kreis von Männern, denen LiedeSstunden Lebensinhalt ausmachen. Ter ganze Film iit gesätiigt von LlebeSIuit vom ersten bis zum leiten Alt. Mit ichauipielertichen Leistungen glänzten Grete LH. Dr. Pohl, Erwin BiSwanger, Erich Harden.— Im Variöts-Teil müssen untedingt an. crstcr Stelle die Gebr. Külin genannt werden, die in und aus allen Siellungen und Situationen heraus Kopf- und Hand« stand machen. „Dos Mädchen auS der ilcfcrttrofK*. 9. Teil, ein Film nach dem fllc'.chnamigen Roman von Ernst Friedrich in der Bcatbeituvg von 2. F. W. Lierlc. bat m den S p o r t p a l a st- L i ch t s p i e l- n ein empsäng- liches Publilum aeiunden. Die Tragik ,deS triebbasten Verlangens nach Lebensgenuß vcneblt leiten ibre Wirkung, im Film ebeniowenig wie im Ichauipiel oder Im Roman. Hier ober wird der tragiiche AuSgana ver- mieden— und Ella. daS Mädchen auS der Aeferslraße, endet nicht im Gold- üichtelch. Sic reitet ßch in den Halen der Ebe mit einem stillen Volks« schullebrer. Unter den Dmstellcrn zeichnen sich besonders au? Lilly. Flobr at? Ella. Eugen.Mövser als Lehrer und i» einer Nebenrolle Artur Kran?- neck. Die Regie hat verstanden, mit einsachen Misteln zu arbeiten.— Ein Trickölm„DieJagdiiach dem K o p!' bcsrledigt in den Spoitvalaft« Lichtspielen die Freunde proteSlcr Komik. Die lustig-tolle Geichichle beginnt damit, daß cin zerstreuter Prosesior dem Garderobenständer seinen Kaps abgibt, der ihm dann vertauscht wird. Groß-Serliner parteinachrlchten. Heute, 24. Oktober: 23., 84. uiib Lii.. 28.-32. Slb«. Toztaldemokr. Mitunerchor «Kreis Prenzlauer Tor). Heute nachm. L Uhr Mitgliederoeriammluna. An- schließend 5 Uhr aeicllige? Beisammensein bei Blcisin, Stargardcr Str. 8. 88.?lbk. Die Bezirkssührer können die Eintrittskarten zur Revo- lutivtiSseicr beim Kassierer Scidlcr, Belsorter Str. II, tu Empfattg nehmen. Morgen, 25. Oktober. 3. Ab».«BahIIreis HallcichcS Tor).?'/, Uhr. Funktionärsihnng der Genosie» der Stadwezirkc LI. LL, Lk>— 30, 118—120, ü0— 53 und 56 A bei Genossen Schirm, Eha'lottenitr. 7. 3. ii. Abt. S.P.'D.-Gtternbeiräte. 7'/, Ubr Bei WiemcrZ, Bülawstr. 58: Wichtige Beiorechung. Erscheinen nnoedingt notwendig. S. u. ii. Abt. Ter grauenäbend fällt auS. Die Gciioliinneii he- teiligcn sich dafür an der Kreit-Fraiienveiiammlung. Hallcsairs Tor. rnn Dienstag, abends*'/, Uhr. in der Schnlaula, Dtescnbachstr.«0. TagcS- »rdnung! Bericht vom Frauentag. Res. Genoyin Hedtv. Wnchenbelm. S. Walilkrei». Fricdrichshain. 7'/, Uhr: Vorilaudssthung mit den»tdtciliinaslcitern und AbtestungSkassiereni des Kreises beim Genosie» Hchucken, RüSerSdoifer Straße 3. ' 12. Abt. 7 Uhr: Sitzuns der Parteifunktionäre bei Kuhnert, MuSkauer Straße 19. Marken- und Billestabrechnun-'. 27. Abt. 7 Ubr: Siduitg der Funktionäre nnd Be'riebSoertrauenS- lcutc bei Dobrolat, Swinemündcr Straße It. am Arkonovlah. 33. Abt. 7 Ubr: Sit!:, na der Paiteifunktionäre und BetrieP- vertiauenslcuie bei Krüger. Huifiiei str.?A Billetts für die angezeigten Konzerte oeiangcn in der Sitzung bei Gcnosicn Köd» zur Ausgabe. 45. Abt. 7 Uhr; Sitzung der Parteifunltionäre und Betriebs- verirmienslenle bei Po'k. Kolonicstr. 16. TbeaterdiUetts zum 7. November .Die Weber" lind abzuholen b-i den BezirkSführern»nd beim Kassierer. Gisenbabnwcrk tilriinrwatd, S.V.D.-Gesiuuungsaenoffe« k 8 Uhr in GrimmS Bicrhallen, Eharlottenburg, Kaijer-Friedrich-Slraße 63: DiLkutierabcnd. Bericht vom Parteitag. Weistenicr.?>/, Uyr: Sitzung des engeren Vorstandes im Lokal von Stärke, Charlottenburger Stra> e. 3. ikieinickelibort-Ost. 6 Ubr: FiMktionärsitzung in der Aula der 3. Gemeindcichule, Lcttenllee. Es wird qebclen. i'cdr pünktlich zu erscheinen. Grünau. 8 Ubr im Lokal Suchbolz, Friedrichstraß»: Große öisentliche Beamten-»nd Angestclltenvcrlainmlung. Genosse'üdinus referiert über: Die wirischastlich« Stellung der Beamten uno Augestellton und die jetzige Regierung.— Für BohnSdors-Grünau, obendS 8 Uhr, bei Grabow: Müllcr-Janke-Abend. Alle Frauen willkommen. « WerbeauSichust sozialdemarrattscher Polizelbeamten Grost» Berlin am DienStaa, den 96., abends 7 Uhr. in HaoertanoS Fe»>ä!e, Neue Friedrichstraß« 35: Mitgliederversammlung. Referent Genosse ASots Wuichlck. Zahlreiches Ericheinen erwünscht. Bezirksleiter Groß-BerstnS werden gebeten, zu dieser Versammlung alle in Ihren Bezirken lvohnendeu Parteigenosse» schrtsUich oder mündlich einznladeu. Sport. 7der heutige Grunewald-Reuutag bringt ein abwechlelungSrercheS Programm. Im Danilo-Rennen rechnet man m-t einem icharsen Kamoi zwiicheu den Vertretern der Hanielichcn Farben Prälat und Tambur uno den des Oppcnheimjchcn Stalles Danienweg und Geigerin. Mit Don Binion oder Pensicil rechnet man im Neuköllner Ausgleich. während man im Moeafsin-Nennen Heuchelei eine Ebanc« nor Georgia und Prophetin einräinnl. Ossian. man sagt ibm nach, er sei der größte Fels-Sohn, der bislang gezogen, stößt im Ratibor-Renueu aus Allmark als ernsttzaste Gegner:». Fn Sem großen Feld« deS Blau- ftrumps-RennenS können lich CsardaS-Fürsttn und Glückskind be- merkbar inachen. In Gondel siebt man eine ernste AnivSrtcrin auf da« Herteseld-Rsnnen. Der Mohr aber muß man unbedingt Platz« äuSiichten einräumen. Im H a m m u r a b i-?l u S g l e i ch ist man auf Zarin«(zgst� Abschneiden gespannt und eüenio ans Glanzig, die SO und Reiniveiß, der mit 19 Kilo das niedrigste Gewicht trägt. WettrrauSiichten für das mittlere Storddeutfchland bi« Montag mittag. Trocken und vorwiegend heiter bei wenig veränderten Temperaturen und schwachen, meist östlichen Winden. I Skns � u. 7 M. mit Fvlsüensksutsskuk 5 �pstre«cliriktl. Garantie. Zahnziehen mit Betäubung bei Bestellung von Gebissen gratis. Kronen v. 30 Alk. an. Spcz.: Zähne ohne Gaumen. Keine Luxuspreise. ahn-Praxis Katvani, danziger Strafe 1. Herren-Kleidung Jackett-Anzüge 250.- 29Q.-364.-«s». 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Stück 675 Gemüselöffel Aluminium.. Slück 950 Essbestecke p�r 1 500 1 750 1 950 Brotschneide-ÄÄ„er 198° Ofenvorsetzer.......«>n2930<.n Heizrohre....................... 7°° Heizrohre„Mollig'Vnd �3°° Gasplätten Äer'Ä 68« Boizenplätien venud«».... 47« Kohlenplätten vwmd«!!.... 42° Elektr. Plätteisen 132°° 195« Fleischhackmaschinen Atüminlum......"�7 Brotbüchsen ��..�37« Springformen 107512',B14S" 2"feinnen998°145°oi75»° ...... 99°° 145« mit Holrboden. Zinkzober Transportable Kachelöfen in reichhaltiger Auswahl Aluminiurn-Schmor- tOpfe%e wenn Sie bei uns kaufen. Eine schier unermeßliche Auswahl gerade in den so stark begehrten hellfarbigen, karierten Mänteln steht Ihnen bei uns zurVerfügung Und dabei Preise—.— Preise!!------- Vergleichen Sie und urteilen Sie selbst! Jugendlicher Mantel aus schönem, weichn>ollig«n,.mell«tten Stoff, in zarter, freundlicher Färb» tönung. 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Der Bollzugsausschust des Bergarbeiter- bundeS teilte mit. daß Lloyd George de» Boll�ugSausschutz zu einer neue» Konferenz eingeladen habe. Diese Einladung wurde angenommen. Der Vollzugsausschuß der Bergarbeiter e r- suchte daher die Eisenbahner, ihren Streik zu verschieben, um die»cne» Verhandlungen nicht zu beeinträchtigen. Die Vertreter der Bergarbeiter werden Sonntag früh mit der Regierung in Downingstreet zusammentreffen. London, 23. Oktober.(WTB.) Der Eisenbahnerstreik ist für die Da-ner der Verhandlungen zwischen Regierung und Bergarbeitern auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Paris, 23. Oktober. sWTB.)„Petit Potifteu' meldet aus Loiidon. dost in Bradford 13 000 Transportarbeiter streiken. Der englische SlrbeilSminister teilt mit, dost außer den Berg- arbeitern 300 500 Arbeiter zum Fcieru gezwungen sind. London, 23. Oktober.(Tel.-Union). Die Exekutive der Berg- arbeiter ist zu Sonntag nachmittags 2 Uhr nach London berufen worden. Wiederholt ist verfichcrt worden, daß die Exekutive während dieser Woche nicht mehr tagen werde, es ist deshalb anzunehmen, dost sie von der Regierung zu dieser Sitzung selbst auf- gefordert worden ist, oder aber neue VermittlungSvor- schlage exHalten hat. Das parlamentarische Komitee der Ge- werkschasten wird besonders tagen. London in Unruhe. Paris, 23. Oktober.- Das„Journal deS DebaiS� berichtet von grasten Umzügen in London, Geschäftsstockung infolge von Verkehrs- stöiungen, militärischer Besetzung der Bank von England und Er« wägungen über Verhängung des Ausnahmezustandes.— Laut„Petit Journal" tagt der Ministerrat ständig. Koprnhagrn, 23. Oktober. Laut„Politiken" beträgt der Förderausfall in den ersten vier Streiltagen 3 Millionen Tonnen, der LohnauSfall 3,3 Millionen Pfund. Bergarbeiterstreik in Belgien. Brüssel, 23. Oktober. sWTB.) Der Proteststreik der Berg« arbeiter von Eharleroi gegen die Einkommensteuer ge» winnt an Umfang. Die sozialistische Partei ermahnt zur Ruhe. Die Forderung, einen Streit zu entfesseln, wenn nicht Lohn- erhöhung bewilligt werde, ist nunmehr von Eharleroi an die Berg- arbeiler von Lüttich und Namur weitergegeben worden. Bei den Metallarbeitern und Eisenbahnern sollen Schritte rnternommen werden, damit sie sich nötigenfalls der Bewegung gn- chliesten._ Rufer in der wüste. Paris, 23. Oktober. Leen Picard verSfsentlicht im „ftwiomistc Europern" einen Artikel, in dem et feststellt, daß Deutschland eine der tragischsten Phasen durchmache, die' jemals rni Laud gekannt habe. Die wirtschaftliche Prosperftät, von der eS nach dem Waffenstillstand Nuurn gezogen habe, habe ihm erneu Augenblick seine schreckliche Lage verschleiert. Jetzt kSnne Deutschland sich und den anderen nicht mehr den Ernst seiner Lage verbergen. Nur die Sohlenindnstrie kenne»och ein wenig Prosperität(für Frankreich! Red.), die andere Industrie aber friste seit Monate» ein Scheindasei». Deutschland könne nicht mehr kaufen und das Ausland wolle nicht mehr bei ihm kaufen. Die„Hnmanitö" fügt dem Artikel, den sie widergibt, bei: Ohne Zweifel, um eine derartig brillante Lage zu verbessern, hat sich die französische Regierung die Glänbigcrin Deutsch- Pallenbcrg im Komödienhauö. Rudolf Bernauer, der Kompagnon MainhavdS und Mitverfasser einiger im Berliner Theater vielgespielten Possmschlcrger, hat im Verein mit Rudolf Schanzcr den langgcsuclsten Sckuverenötcrschwank für Pallen- berg geliefert, in dem dersellbe seine drastische Komik in der be- liebten Rolle de» losgelassenen, verfolgten und ertappten Ehe- mamrs mit voller Freiheit spielen lassen tarm. Die bisherigen Ver- suche in dieser Richtung hatten eS zu kein ein rechten Erfolge ge- bracht. Es waren allzu fade Schmarren, deren langweilige Albern- heit trotz Pallenlbergschcr Künste auf die Nerven fielen.„D i e Sache mit Lolo"— so nennt sich das gemeinsam« Produkt— hat im Vergleiche dazu Findigkeit und Wärme. Die Autoren brin- gen in ihrer Jagd nach halsbrecherischen Unmöglichkeiten eine Roche drolliger Einfälle in dem Geschmack Pariser Schwankstils, die, durch die Kraft der Pallenbergschen Mimik potenziert, itür- mische Heiter tc 7t weckten. Auf Monate hinaus dürfte das Haus gefüllt sein. Wie gewöhnlich bei Stücken dieses Genres war der Mrttelakt, in dem der mich Berlin verschlagene Provinziale in ein Korfcttgeschäft gerät, der mit Effekten und Ueberraschungs tricks am reichsten ausgestattete. Aber auch im Schlußakt gab es noch mancherlei recht Amüsantes. Der Pallenbergsche Ehosünder, den die Pölizei im grümn Wagen aftspediert hat. rückt mit einem rich- tigen Einbrecher, den er als einen Schulfreund vorstellt, bei der gefiirchteten Gemahlin an und wird, da er schon unbeschränkte Bummelfreiheii träumt, als halbverrückt mit ihr zusammen ins Sanatorium gesck'ckt. Der Applaus nahm kein Ende. Das flotte Ensemble, das sich um Pallenberg gruppierte, trug diel zu dem Erfolge bei. cst. Das Berliner Jnstitunt für Sexualwissenschaft erstattet Vurch seinen Leiter Dr. Magnus Hirschfeld einen Bericht über das erste Tätigkeitsjahr seiner Gründung. Danach ist es von 1100 Aerzten besucht worden; de: Kursteilnehmer wurden 1200 gezählt. Es fanden 18 000 ärztliche Beratungen statt, die sich aus alle Seiten des Sexuallebens erstreckten. Auch von den Gerichten wurde das Institut stark in Ansruch genommen. ZZolksbühnenbcwegnng nud Dheatersozialifieruug. Die zur Be- Handlung dieses Themas cinberusene öffenlllche Kundgebung, in der«. a. KonradHäntsch, FriedrichKayhler, JuliuS vab, Frl. Madelaine LüderS und Richard Seidel sprechen werden, findet am Montag abend 7V, Ubr im Lehrervercinjhaus am Alexanderplatz statt. Einbernjerin ist die BolkSbübne. Urania. Sonntag:.Aegvvien und-der Nil". Montag j:„Spanien". Dienstag, Sonnabend: Piof.(boerke.„Die schöne deutsche Stadl". Frei- tag: Pros. Dr. SpieS,.Dcltenätber. Raum und Zeit". Donnerstag: Dr. Potonis,.Willkatastrovhen". Mittwoch ipricht in der Reibe der Gelehrten- Vorträge Dr. Karl With über.Jndisch-javanisches VollSleben". Uraufführung in Magdeburg. Am Freitag abend gelangte Im Wilbelmtheater ei» dreiakttgei Lustspiel. Strandräuber' von Paul Bader— dem Autor deS„Gesetzes" zur Uraufführung. DaS auSver- lauste Haus folgte der munteren Handlung, die neben den besteren Mo« mentcn auch ernstere Saiten anklingen läßt, mit großem Interesse und dantte am Schluß mit reichem Beisalt. Deutsche Kunst im AiiSlande. In der Warschauer Oper wurde d'Alberts Oper„Die toten Augen" bei der dortigen Erstaufführung mit großem Erfolge ausgenommen. Dasselbe Werl erlebte auch im Stock» hol« er Sgl Theater vor kurzem seine Erstaufführung. lands. entschlossen, die Zerstörung der wunderbaren Dieselmotoren anzuordnen. Das Blatt sagt, man wisse, daß diese Motoren in wettestgevrndrm Maße für dir Industrie ver- wrudbar seien. Es wi'l demnächst ans das, was es ein dummes V e r:> r c 6> e n der Geschäftodiviomaten des Quai d'Orfay nenut. zurückkommen.„Hnmanitö" fährt dann fort, die Acußrrung Picards bestätigen auch ihre.Kommentare zu den unausführbaren Projekten des Finanzministcrs, besonders dazu, daß Teutschland mehr als ein Drittel des Budgets, etwa Ist Milliarden, bezahlen müsse. Die trojanischen Reichswehrpferüe. Wolfs meldet: Bereits Anfang August war der Interalliierten Kontrollkommission mitgeteilt worden, daß eine Reihe von Truppen- teilen im Bereiche des Wehrkreiskommandos II! umformiert und nach Cstt>re>'Kcn abgegeben werden sollten. Von der Jnter- alliierten Kontrollkommission ist ein Einspruch nicht erhoben war- den. Die polnische Regierung lehnt nunmehr unter Verletzung des am 9. Januar 1920 in Paris geschlossenen Abkommens die Durchfahrt der Truppenteile nach Ostpreußen durch den p o l n i- scheu Korridor ab, wenn nicht die Genehmigung des G c- nerals Rollet dazu beigebracht würde. Dieser hat die Ge- nehmigung für den Personalbestand, nicht aber für deren Pferde, Fahrzeuge, Bekleidung und Ausrüstung erteilt. Ter nach dem Pariser Abkommen Deutschland zustehende Eisenbahntransport der Truppen ist durch diese Entscheidung praktisch unmöglich geworden, da die Truppe bei einer Trennung von ihrem Pserdebestande, ihrer Belleiduna, AuSrüstuna und ihren: Privatbesitz überhaupt nicht verwendungsfähig wäre. Tie Truppen müssen ober in ihren neuen Garnisonen verwendungsbereit ein- treffen und können nicht darauf warten, bis ihre Ausrüstung usw. aus vielerlei Orten zusammengcschafst wird. Es ist deshalb be- schloffen worden, die Transporte über See nach Ostpreußen zu fahren, wobei nicht verkannt wird, daß damit eine erhebliche Vor- zögerung gegenüber den Bahntransporten verbunden ist. d-' die dem Rcicoe zur Last fallenden Kosten erheblich höher werden, und daß der erforderliche Schiffsraum trotz unserem Tonnagemangel der Volkswirtschaft entzogen wer- den muß._ tzilfe für Deutsch ö'sterreich. Wien, 23. Oktober.(Eigener Drahtbericht des„Vorwärts".) Anfang der nächsten Woche begeben sich eine Anzahl MUglieder der hiesigen Wiedergutmachungskommission nach Paris. um dort über die Lgge in Deutschösterreich zu berichten Und endgültig daran zu gehen, die Mittel aufzirbringen. um die deutschöster- reichrsche Volkswirtschaft auf die Beine zu stellen. Es heißt, daß die Kommission dem Obersten Rat direkte Vorschläge unterbreiten will. Zunächst freilich übt die Kommission in Wien selbst eine ganz andere Praxis. Auf dem Flugplatz in A s p e r n hat sie rückslchts- los alles beschlagnahmt, was überhaupt da war; auch Materialien, deren Auslieferung kein Diktat fordert und die zum Teil schon den Gewerbetreibenden zugesprochen waren. Macht Jhr's allein! Wien, 23. Okiober.(Eigener Drahtbericht des.Vorwärts".) Die Grotzdeutsche Partei läßt durch die Presse erklären, daß über ihren Eintritt in eine neue Koalitionsregierung noch keine Beschlüsse gesaßt wurden; man sei der Anficht, diese Frage vom Standpunkt des Volkswohls eingehend prüfen zu müssen. Die Großdeutschen haben kein Bedürfnis, die Verantwortung der christlich-sozialen Wahlsieg er durch Teilnahme an der Regierung zu mindörn.� Der unfreie Kreistaat. In Paris sollte am Sonnabend die Konvention Polen-Dernzig unterzeichnet werden; die Danziger Abordnung hatte diesen Entschluß schon nach Danzig gedrahtet. Polen will aber noch nicht. Ter Botschafterrat will vermitteln. Die Konvention begründet die freie Stadt Danzig und bestimmt u. a.: Die polnische Regierung, die einen diplomatischen Per- treter mit dem Sitz in Danzig bestimmt, erbält die Leitung der auswärtigen Angelcgenlieiten DanzigS, sowie den Schutz der Dan- ziger in den fremden Ländern. Jedoch darf Polen keinen inter- nationalen Vertrag, der Danzig angeht, ohne vorherige Vera- tung mit der freien Stadt abschließen. Das Ergebnis dieser Beraiung wird zur Kenntnis des Oberkommissars gebracht, der ein Vetorecht hat, wenn er glaubt, daß der Vertrag dem Statut Danzigs widersprich:. Danzig darf nur»ach Beratung mit der polnischen Regierung Anleihen aufnehmen. Erhebt sie einen Einwand, so entscheidet der Oberkommiffar. Danzig wird in das polnische Zoll- gebiet aufgenommen. Hafen und Wasserwege werden einem paritätisch polnisch-danzigschen Ausschuß unterstellt. Die Frcmdcnpolizri im Gebiet des Freistaates wird nur durch Danziger Behörden auS- geübt. Die Haupt schienenwege werden von den Polen ver- wallet werden. Straßen- und Lokalbahnen bleiben bei Danzig. Das früher deutsche eisenbahnfiökalische Eigentum wird Polen übertragen. Der Ausschuß wird die Verpflichtung haben, Polen de» freien EKbranch und Dienst des Häsens und seiner Nerwen- dungSmtttel sicherzustellen, ohne jede Einschräirkung und in dem für die Sicherstellung der Einfuhr oder Ausfuhr Polens notwcn- digem Maße. Polen und Danzig vcrpsiichien sich, in Verhandlungen ein- zutreten, um ihre Müuzstzsteme zu vereinheitlichen. Jeder«treit zwischen Polen und Danzig wird der Entscheidung deS Ober- kam missars unterbreitet, der die Angelegenheit an den Rai des Völkerbundes verweisen wird, falls er es für notwendig er- achtet. Beide Parteien können an den Rat des Völkerbundes appellieren. Bei dem Charakter des Danzig aufgezwungenen Verhältnisses zu Polen ist es vielleicht noch ein Glück, daß der Oberkommiffar, der ja Engländer ist, dortbleibt, so wenig dieser Zustand an sich zu einem souveränen Staat paßt. Aber der Vertrag nimmt tm Bollzug des Versailler Diktats Danzig den größten Teil setner Selbständigkeit und bringt es zu Polen ungefähr in das Ver- hältuis, in dem einstmals Ost-Rumelicn zu Bulgarien stand. Da nun die Entente dem alten deutschen Kultur- und Wirlschafts- zentrum diese würdige Stellung unter einss Polens Vorherr- schaft angewiesen hat, wird sie nun an ihrem Tun doch irre und läßt den Vormund Tower dort, um das Schlimmste zu verhüten. Nach öem Saku-Kongreß. London, 23. Oktober.(TU.) Nach Meldungen aus Indien treten an der Rordwestgrenze deS Peschawarlandes neue lebhafte Un- ruhen auf. Große Landstrich« wurde» durch Drahtverhaue abgesperrt. Die Stämme unteruahmeu mehrere Handstreiche gegen de» festigte Vorposten und PanzerautoS. Javaner in Mandschurien. Der Pekinger Korrespondent der „Times" meldet, daß etwa 19 000 Mann japanischer Truppen aus Wladiwostok in die Mandschurei eingerückt sind, um die japanischen Interessen im Bezirke Huntschun zu schützen. China hat Japan mitgeteilt,«L sei imstande, die Ordnung ohne Helfe aufrechtzuerhalten. vor öem Winterfelözug im Gsten. Ter„Ost-Expreß" meldet au» MoSkaut Eine groß. angelegte Aktion zur Unterstützung der Front ist i» Smsjct, ruftland im Gange. Es werden zahlreiche Sammlungen zum Besten der Frontkämpfer, vor allem von w a r m c n Kleidungsstücke», veranstaltet. Bor allem— so wich der Moskauer„Jswestijo" ausgeführt— sollen die Lederjacke» beschlagnahmt werden, die von vielen Bcatuten als Madrkieiduug getragen werden. Ultimatum der Sowjetregieruug an Armcuielt. Die„Dens" meldet aus London: Nach einer DroÜtm'Kmng aus Tiflis hat die Sowjetregierung an die armenische Regiertzttg ein Ultimatum gerichtet, in dem sie die freie Ben» tz» n g der Eisenbahnen iür die russischen Truppen und die Truppen Kemal Paschas fordert. Die armenische Regierung b.:t> das Ansuchen zurückgewiesen. Der Bormorsch de: Türken auf Kars ist aufgehalten, die Armenier haben am 12. d. M. eine Gegenoffensive etugeleiret. Ziumcin-en zu Vcrhaudlnngcn mit Iomsetruftlnnd bereit. Nach einem Drähtbericht des„Ost-Expretz" aus M o Z k a» bot' das Volkskommissariat für Auswärtiges eins Note der r» m ä» nischen Regierung erhalten, in der die Sowietregisrung auf- gefordert wird. Zeit und Ort für die vorgeschlagerien Friedensverhandlungen zu bestimmen. Die Note schließt mit dem Hinweis darauf, daß Rumänien mit Sowjctrntzländ keinen' Krieg geführt habe und ein freundschaftliches Ver- h ä l t n i s zu Rußland begründen wolle. £o!nifcher waffenftillftanü. Kowno, 22. Oktober. Hier herrscht außerordentlich« Bestürzung wegen weiteren Vormarsches der Polen twrdwestlich Wilna. Man spricht van polnischer Absicht, auf Kowno zu marschieren. Die � Folge davon ist allacmeiite Lähmung des Handels und starke De- pcimierung der Bevölkerung. Die Gahnverbtnduny Wilna— Warschau wird zu neuen polnischen T r u p pe n t r a n S- Porten benutzt. Moskau. 23. Oktober. Russischer Operation», bcricht vom 21. Oktober. Nordöstlich Sluzk unternahm der Feind am 19. Oktober 0 Uhr abends einen Ausfall und z'.vang uns zum Rückzug.— Südsron t: Bei der Eisenbahnstation Sinelri-. koivo griff der Feind unter Deckung von 4 Panzerzügen an. Er wurde zurückgeschlagen und zum Rückzug gezwungen. die Kriegsgefangenen in Sibirien« Die amtliche deut'che KrieaSgesangenen-Miision in Moskau teilt mit: In Sibirien befinden sich tiuzcii noch etwa 40 0(K) Kriegsgefangene verschiedener Nationalität. Von dieicn werden in Kürze 10000 abiranspottiert. Di- Gesamtzahl der krtcgSgefanaenea R e i ch s d e n t s ch e n in Sibirien bcttägt etwa 7000. von welchen bereits 4000 nnterivegs sind. Dagegen befinden sich in Oreubura. Ufa und Ticheliabiusi noch etwa 0000 NeichSdeutt'che. bauvtiächlich verschickte Kolonisten. Hiltserpedttionen noch Lib'rten sind nicht mehr notwendig. Wegen der eingeiretenen starken Külte ist es unbedingt erforderlich, daß die für Sibirien bestimmten Hittd- mittel schnellstens noch VetcrSbuta und Moskau gelangen, da die Vorräte in ungefähr 14 Tagen erschöpft sind. Nur keine Dittmännet! N e» a l, 23. Ottober.(O.-E.) Die hiesige Sowjetdelrgation verweigerte den vier»ichtkommuniftischcn Mitgliedern der t i ch e ch«- scheu Arbeitcr�lcgatioa die Einreisegenehmigung»«ch Sowjetrußland. Sankrott üer tzermeswirtschast. Di«„Frankfurter Zeitung" meldet: In einem Rundschreiben an die Landesregierungen weist der Reichs minister für Ernährung und Landwirt- schaft darauf hin, daß sich dir Ablieferung von Brot- getreide im laufenden Wirtschoftsiahr trotz rechtzeittger Gewährung der Druschprä inicn als durchaus unbefriedigend copeise. Die Ablieferung habe insbesondere in den letzten Wochen außer- ordentlich nachgclassm. Der Unterschied gegenüber der Abliefr- rungözisfer der beiden Vorjahre sei so groß, daß die Vcrimttung begründet erscheine, die Landwirtschaft halte mit der Ablieferung absichtlich zurück und sie gebe ihre Vorräte an den Schleich- Handel ab. Das RoichSniinisteriiim für Ernährung und Land« k) Wirtschaft ersucht die Landesregierungen, auf die Bollzugsbehö: den einzuwirken, daß sie die Landwirtschaft zur Ablieferung ihrer Vor- räte anhalten und ihr die strenyü Durchführung der bestehenden Vorschriften einschärfen. Die Erklärung ist sehr einfach; Das S y st e m Hermes hat den Landwirteu ihre LiLferungspilicht bei allen anderen Produkten so abgewöhnt, daß jetzt auch die Ablieferung des GetrcibeS aufhört!_ Die Staatslotterie. Im Haupiausfchuß der LanSesverfammlung brachten beim Haushalt der L o t t e r i e v e r wa l t u n g d". Sozialisten ihre scharfe Gegnerschaft gegen die staattichen Lotterieveransialtungen zum Ausdruck, weil dadurch die Spiel- leidenschasr gefördert wird. Die Lorterieverwoltuna und einige bürgerliche.Abgeordnete evblickten aber in der Lotterte eine Ab- lenkung der Spielleidenschaft in einer für die Staats- finanzen nützlichen Form. Ter Ausschuß nahm eine Reso- lution der Sozialdemokraten auf Erhöhung der Einnahmen der Lotterieverwaltunß durch steigende Abzüge bei den Einzelgewinnen einstimmig an. Eine ausführliche Aussprache fand darüber statt, daß die Stellungen der Loiterieeinnehmer in erster Linw Kriegsbeschädigten übertragen werden sollen. Mit einem Antrage, diese Stellen außer den Kriegsbeschädigten auch Unfall- verletzten und Berufsbeschädigten zuzuwenden, dran- gen die Sozialdemokraten nicht durch. Die Lotterieverwaltung erklärte sick mit großem Nachdruck gegen die Verwendung von Kriegsbeschädigten, weil dann die Sicherbcit des Lotterie- betriebes voraussichtlich gefährdet würde. Demgegenüber wurde von einigen Abgeordneten darauf aufmerksam gemacht, daß seit der Abschaffung der Bc a m t e n k a u t i o n e n hei der Post und im Verkehr, wo den Peamtcn zum Teil viel größere Summen anvertraut werden müßten, eine außerordentliche Permehrung ickstverer Verfehlungen nicht eingetreten ist. Angesichts der Haltung der Lotterieverwaltung beschloß der Ausschuß einstimmig, die Lotterieverwaltung zu verpflichten, bei her nächsten Haushaltsberatung darüber R e ch e tt s ch a s t abzulegen, in welchem Umfange dem Willen des Hauptausschusses hinsichtlich der Einstellung von Kriegsbeschädigten in die Lotterie- Verwaltung entsprochen worden ist. Für wen hat Frankreich gesiegt? Die Bahnen in Elsaß- Lothringen hat es an die großkapitalistische französische Ostbahn- gesellschaft verpachtet. 30 000 Wanderredner bereisen Nordamerika, wo der Wahl» f e I d z u g den Höhepunkt erreicht hat. Am 2. November wird gewählt. GöMm4'schostsbewsMng ve? Schieüsspmch für üas verficherungsgewerbe. Zur Beilegung des Tarisstreites über die 3! e u r e g e- lung der Gehaltsbezüge im V e r s i ch e r u n g s- gewerbe fand am 21. Oktober.im Reichsarbeitsministerium unter Leitung der Unparteiischen Regierungsrat Dr. M W e i- ger t vom Reichsarbeitsministerium, Regierungsrat Dr. Heintze vom Reichsaufsichtsamt für Privatverstcberung urid Münz- direktor Dr. Picke rt eine Sitzung des Schlichtungsausschusses statt, in der mangels einer Einigung der Parteien nach mehr als zwölfstündigen Verhandlungen in später 3!achtstunde e i n Schiedsspruch gefällt wurde. Dieier sieht vom 1. Ok- tober d. I. ab für sämtliche Angestellte eine feste, auf die bisher gezahlten monatlichen Gehaltsbezüge zu gewährende Teuerungszulage vor. Sie beträgt für Lehrlinge und jugendliche Angestellte in drei Abstufungen 75 bis 150 M.. für die übrigen Angestellten bis zum 25. Lebensjahr 200 M.. über 25 Jahre 275 M. Ueber Annahme oder Ablehnung des Schiedssprucks haben sich die Parteien bis zum L November d. I. zu entscheiden. Tie Tariffrage der städtische» Arbeiter. Der Verband der Gemeinde- und Staatsarbeiter fOrisver- wgltung Berlin) hielt am Freitag im GewerkschaftShaus eine Generalversammlung ab. Es wurde der Geschäfts, und Kassenbericht für das&. Quartal erstattet. Die H a u p t! a i s e balanzierte in Einnahme und Ausgabe mit 1 137 33ö M. Unter den Ausgaben befinden sich 728 122 M., die an die Zentralkafse abgelietort wurden.— Di« Lokalkasse h-.ilie einschließlich cineS alten Bestandes von 3lX> 1S7 M. eine Gesamteinruhm« von t 163 144 Mark. Die Ausgabe betrug 524 IIS M., so daß ein Bestand vou fH2.001 SR. am Schluß des ch Quartals verblieb. Mitglieder waren am Schluß des 3. Quartals vorhanden: 32 218 männliche, iß 271 weibliche und 29g jugendliche Zu Berbandsangelegenheiten und zum ÄeschästSbencht nahm P o l c n s? e das Wort. Zu den ein-. »elnen Angelegenheiten wurde gleich Stellung genommen,— Zur Frage der E x l r a st« u e r, die vom BerbandsvorsLand und-aus- schuß auS Anlaß des inzwischen erfolgreich beeuieten sächsischen Streiks beschlossen worden war, wurde allgemein anerkannt,. daß die Erhebung der Ertrasteuer auch wegen anderer schwebender und etwa noch zu erwartender Streiks Vonnöten ist. Der Verbands- vorsta.-d hat die Extrasteuer aus eine zweimalige Erhebung befristet.— Das Personal in den privaten Pflegeanstalten erhält sehr geringe Gchaltsbezüge, wogegen jetzt besonders vorgegangen wird. Außer im Qsbar-Helene-Hcim ist es daher jetzt auch im Augusta-Wklorja-Krankenhaus zum Streik gekommen,— Ein Antrag der Vertrauensleute aus Charlottenburg, einen Kamps- fonds zu schassen, wurde von der Versammlung der Ortsver- waltung überwiesen. Ferner fand Annahme der Antrag, neben „Vorwärts* und„Freiheit* auch die„Rote Fahne* als Publi- lationscrgan zu benutzen. Zur Tariffrage der städtischen Arbeiter führte P o- lens ke aus: Nach Etnreichung der Anträge zum 6. Lohmarif und dem Wunsche nach Verhandlungen darüber ist am 15. Oktober ein Schreiben des Kommissarischen Magistrats erfolgt, wonach er in der kurzen Zeit seiner Amtierung im neuen Groß-Berlin nur dringend notwendige Angelegenheiten der neuen Gemeinde erledigen will, die unverzüglich erledigt werden müssen. Er schlägt vor, den 5. Lohntarif um einen Monat zu verlängern, und sagt weiter: Die Durchführung der gestellten Tarifverträge erfordere eine Mehr- belasämg von Millionen. Der Komm! issarische Magistrat könrne nickt die Verantwortung für irgendwelche Neubcwilltgungen übernehmen. die voraussichtlich IahluNgSschwierichkeiten der Stadt- gemeinde zur Folge haben würden. Die endgültige Erledigung, der Angelegenheit müßte der neuen Siadtgemeinde Berlin Werlassen werden.— Hierzu bemerkte der Redner u. a: Der Vorschlag des Kommissarischen Magistrats könne für die Organisation nicht maßgebend sein, sondern es müsse und werde daraus ge- drängen werden, daß die Verhandlungen über die Lohnbedingungen alsbald ausgenommen würden. Tie Organisationsleitung habe sich diese rhalb auch bereüs mit den Stach verordneienfrakrio neu der U.S.P. und S P.D. in Verbindung gesetzt. Die Fraktionen wollen V auch dahin drängen, daß der Kommissarische Magistrat die Ver- Handlungen ausnimmt. Die~- Organisationsleitung habe kein Hehl daraus gemacht, daß— wenn bis dahin keine Verhandlungen statt- gefunden haben— unter allen Umständen zum 1, Noveucker eine k t i o n zur Erzwingung von Verhandlungen ein- etzeu werde,— Diese Ausführungen fanden die Zustimmung der ersammlung._ M Sie MitgUeöer des veotsthen Metallarbeiter- verbauöes! Mii brutaler Offenheit ist der deutschen Gewerkschaftsbewegung der Kampf angesagt Unser in jahrzehntelangen opferreichen Kämpfen zur mächtigsten Organisation erstarkter Verband soll zer- trümmert werden. Seit Wochen und Monaten wird, systematisch von der K. P. D. und anderen Sekten gebohrt, miniert. Nach russischsm Muster. wollen die Kominuniiton, wie ihnen von Lettin vorgeschrieben wird:„Mit List und Schlavheit unter Auwendong illegaler Methode« u«ter Ierschweiguug der Wahr-t hcit in dir Gewerkschaften eindringen.* Nach Punkt 9 und 19 der berüchtigten Moskauer Bedingungen sollen die organisierten Arbeiter dann den Bruch mit der srelcn gewerkschaftlichen Internationale vollziehen. Zur Förderung dieser schändlichen Pläne schreibt R. Müller in Nr. 1 der»Kommu- nistischen Ziundjchau":.Gewerkschaftsmitglieder!' Stellt Euch auf den Boden der Beschlüsse der Dritten International« und schließt Euch innerhalb der Gewerkschaften organisatorisch fest zu- s a m m e n.* Der Kamps dieser Opposition fder Alt- und Neukomurunisten) in der letzten Vergangenheit für die Herrschast ihrer Cligue über unsere Organisationen mit all seinem Terror und schamloser Nieder. tracht hat die Berliner Mitgliedschaft innerlich zerrissen, zer- mürbt und kampfunfähig gemacht. Tiefes Elend, unter- stützt durch die ftnanzielle Hilfe der großen russischen Lruderpartei (stehe die„Rote Fahne* vom l. Oktober), soll noch gesteigert wer- den, um zuletzt alle alten erfahrenen Kollegen durch Anhänger der III. Internationale zu ersetzen, gleichviel ob sie fähig sind oder nicht. Wird dieser Selbstzerfleischung nicht bald eilt Ziel gesetzt werden, so ist es mit der Schlagkraft der größten gewem schaftlichen Organisation zu Ende und da-Z"Unternehmertum triumphiert. Kolleginnen und Kollegen! Das darf unter keinen Umständen geschehen! Deshalb rufen wir Euch auf, das letzte Bollwerk der Arbeiterschaft, unsere Gewerkschaft, zu schützen. Tentt an die Arbeit der Moskauer, schließt auch Ihr Euch überall z a fe st gefügten S.P.D.-Fraktionen zusammen, um auf diese Weise der kommunistischen Welle einen Damm entgegen» zusetzen. Nur so haben wir die Eewäbr, die Einheit und Ge» schlossenheit unserer Organisationen zu erbalien. Folgt unsere» Beispiel. Nieder mit den Organiiationszersvlitterungenl Ter FraktionSvorstond der S.?.T.-S.'l>'tallarbeiter von Berlin. Graphische Jugend. Am 17. Qftober ttufte in Wittenberg die Konserenz der Zahlstellen MitteldeutsÄlands der Grapdischen Jugend. Die Kon« fcrent hatte die Ausgabe, die Jugendlichen der grapdischen Verbände zitsamnienzusasien. um die gemeinsamen Ausgaben durch einbeitliche Veranstaltungen zu lösen. Die Konjcrenz hat einstimmig eine Entschließung angenommen, duicki welche die Lrganiiationen der graphischen Verbände verpflichtet werden, Jugendkom- Missionen zu bilden, die dann, örtlich kartelliert, über däS ganze Reich zusanimengefatzr werden sollen. Eine einheitlich« Jugend presse soll das geistige Bindeglied zwischen allen Jugendlichen bilden, dabei soll cö den einzelnen Berufen über- lassen bleiben, durch eine. Fachbeilage ihre besonderen Interessen zu vertreten. Die Konferenz spricht sich sür die Erfassung der Jugend« tiiten durch die Berussverbände auS und erwartet von diesen eine intensive Vertretung der Juqendlichen in ollen tvirrchanlichen An» gelegenheucn. Eine vom Graphischen Bund einzuberufende Reichs» konserenz soll den organisatorischen Aufbau vollenden. Achtung, Wäschsfahrer I In dem Wäscheverleihaeichäst E m o n s i a, Ivb. Boschwitz, Blumenstr. 34, haben die Kollegen die Arbeit niedergelegt. Zuzug ist fernzuhalten. Deuischer Tiansportarbeiierverband. Branche: Wäicheverleihgeschästc. Jtr Du mußi frieren wen»»Ir Cterjtticfnn rtrfitrtn // Mit Hilfe der Grenz> Spende sind Ost- und Weffpreußen gerettet m Letzt« 'K geht � um � \ Oberschlesien jjS dS Sanken, Sparkassen/ Postämter b(Postscheck-Konto Äerlin Rr. 73775) JtM nehmen Dettetige für die Grenz- Spende entgegen vfi. Z S tsä I.P.D.-Zlrbeiterrä e. Die für Montag abend geplante Bersauimlnng fällt ans. >A.P.D.-«r!>eiterr«te deS Metallarbciterverda-ldes. Di« Berliner Qrttverwultnng beruft zu Montag abcn» S Utir nach dem Moabiter«escllichastshans. SStcleffstr. Ä4. eine versam«- !li»g aller Betriebsräte ein. Bericht vom Kougreb nnd Ttcllnng. »ainne zur Beiralostuung in Stuttgart. Erscheinen unbedingt notwendig. Verband der Fabrikarbeiter. Schall-latlenarSeiter. Montag, de» 2v. Oktober 1520. nachmittags S Uhr. im„Prälaten". Weitzensee. i-ehder- strotze 122, Gruppenversammlung. VerbaudSbuch zur Abstempelung mitbringen. Verband der Brauerei- und Mnhlcuarbeiter. Brauerei-. Mühlen» und Sprilindusine. Montag, 5'i, Uhr, bei Büttner. Ichwedter Str. 2Z: Verlnmmlung der Betriebsräte.' Bericht vom Betriebsrätelongretz. Re- sercnt: Honte. S.P.D.-Holzarbeiter aller Branchen. Freitag, den 29. Oktober. abends 7 Uhr. im, Enalischen Hot(früher Englischer Garten). Alexander- strotze 27 c: Bersamuilung 1. Die Zuiamm-nfaffunz der S.P.D.-Holz- atbeiler. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Frokl-onsLorstandes und emer Äommstsion. 4. Verbandsiragen. RirgliedSbilch legttimlerr Verbands- milglieder. die aiif dem Boden des BerbandSta»es und der Gcwcrb-. tchastskongretzbeschlüsie stehen, können durch die Vertrauensleute legilimiett werden. Deutscher Drausportarbeiter- Verband. Betriebsräte und Be» lrlebsobteute der KiriichoitSgrubPe der Sektion Z, Hndustrieorbeiler, der Grotz-Berliner Mrtallbktriebe. Montag. Üb. Oktober 1029, abcn>S 6'!, Uhr,' BetriebSräte-Zlonjerenz im Lokal von KaruS, Boltastratze 37. Ausweiskarte. dienk als Legitiinolion.— erckiton T. Branche Einzelhandeb Montag 7'/. Uhr, in der.UnionS-Lrouerei", Hornheide 22/21, großer eraal, Bran- chenvertammlung. Bericht über den' Stand unserer Lohnbewegung und die staltgcsundencn Verhandlungen mit der EinzelhandelSgelneinschatt. Zentralvcrban» der Angetzell'en. Glühlörper-Fabriten. Mitglieder- veriarnmtung: 2S. OIrober, 7 Uhr, im BerdandSlokal, DeLc-Alliance- Siratze 7/lst.— Reichswerke. lvachgrubven-Beriammiiing: 26. Otlober, S'/, Uhr, in der Aula der Obcrreatschulc, Spandau, Moltlo-, Ecke Friedrichstratze. Asa. Beisitzer des Schlichtun gsausschnffeS. Donnerstag S Uhr im Sitzungssaal des MekallarbeiterverbalideS, C., Linlenstr. 83/85: Sitzung iönitlichcr steigewerkschafltichen SchitchtunzsauSschutz-Betsitzer Grog-Berlins. Die Afa-Bcisitzer müssen hieran leilnehmcir Aka, Ortskartell Drotz-Berliir Seron!»), für den redakt. Teck' Tr.»eraer Vesser, Eharlottendurg: wr Anzatgen: Qi. Gloltc. Bertin. Berlaa: BorwärlS-Bertag G.m.b.H.. Berlin. Drucki Bor- wörlS-Bueddruckerei u. 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