n?. 545 ♦ 37.?ok>estMg Ausgabe B Nr. 135 BezuflsprriS t B erteltü!)ru30.—'ITi �monaTLlfi,— Mt. ftd ms Öous voraus av»c«u. PoK- de-iuq Monatli� 1V.— Ä'» ertU ftellunysaedükr. Uniec Areuxdond für Deuticti�ant und Oefterteid* 16 0 für oos übngt AuHland vet tagltö) ftttmaL.�uftedunr 2150 Tr�e« ffrUunaen nehmen an Oesterreich, Ungarn, Tschecho-Stowate,. Dane» Marl.«Soüauo, v.u;raioucfi, �cdwedeu und>lf Sctnvev�— iinaclraam m die Pott' e'.tunas Pre-slifte. Der.Vorioans'' mu der Sonntags» deilage �Bott lu�eit� endictni wocven- tdgUch zwelMli' Sonniags und Mon» lags-inmat. Abend-Ansgade leiefltamKi-�Drfftr Jfojlal&emotral Berlin*. berliner Oolk5»l»lLlti ( 20 Pfennig� Ankeifte,»preis: Stf nrtitiie-pi.ufnv.Ho-;icrfl-n. £oft>'t3.— i;i,Snieruno«»uid,iüf,äO% «Aletne An�e-gen" Da« c.i» gedructte Won L— M.(�ulülfig zr»e rettqeomctt» �onn edes»rltea Do? 60 Big. Eteslengeiuch» unc SdjlarfteUenan.wccn da? etfte Wi»r 65 Pfg� edes wertere Von I!»<> I."i 1 U7. Donnerstag, den 4. November 1920 vorwärls-veriag G.m.d. tz.. EW. 68, Lindenstr.Z. a-ernivri'ctirr!«lmt Ätorivpla«.?!r. 117— 54. Frankreich vor dem Streik. P« r i», 5. Jlcncmfirr.(TN.) Die Delegierten de» National- 1 rate? de« Tynditatö der Bergleute haben Paris gestern abend ver- � lassen, um nach ihren Regionen jurültzukrhren und dort den Etreikbeschluh bekanntzugeben, der am Dienstag ge- fahl worden war. In ciner Erklärung gibt der Natioualrat be- kaniit, daß der Streik unvermeidlich werde, weil die BcrgwcrlSdirektionen eS ablrlmcn, in Bcrhandlungcn einzutreten. Man hoffl, daß.>s dem Arbeitsiniaiftrr noch gelingen wird, einen Bermiillungsoersuch in die Wege z» leiten. Falls keine Einigung zustande kommt, werden die französischen Bergleute a m 15. Noveurber in den Generalstreik treten. ffar«Miras Mehrheit. New York, 4. November. Obwohl der rrpuSManische Sieg erwartet wurde, ist doch die von Hordin g erzielte Mehr» heit überraschend. Harding hat jeden Staat an der östlichen Serlüste und nördlich der Masou-Dixon-Linie, desgleichen alle Mittel- und W ststaalcn für sich gehabt und sogar Gewinne im demokratischen Süden erzielt. Ganz Kalifornien fiel den Republi- kanern zu. Der Kongreh wird vollständig rcpubli- konisch sein und Harding eine idcale St.llung geben, um das redublrkanifchc Paelciprogranim durchzuführen. New Kork, 4. Novomdor.(Remter.) Es erscheint sicher, daß Harding ljüü Stimmen wrrd C o x 127 Stimmen im Wahs- tonog.um erhcrMcn wird, währerö die übrigen Stimnncn noch zweifelhaft sind. Tie Republikaner werden in beiden Häusern ihre Stärke vergrößern, besonders im Senat, wo eine bcträchlliche ALbeieSrnajorrtät die bisl>er.gc Merjorität von einst ersetzen wird. Amsterdam, 4. Novcrwber..Telegraaf" meldet aus Hondonr Folgende Sr«drlen. die t» Jagre ÜlC erne demokratische Mehrheit brach'««,,, sind zu den R. p uili ka n e r n übergegangen: Arizona. Kafisorivien. Colorado. KaivsaS, Nebraska, New Hamp- sbire. Norddakota, Ohio und Washington. Di« Demokraten hielten sich in AWxmw, Arkansas. Florida, Georgia, Kcntuckh, Smnfuma, Mississippi, Nordkarolirui. Oktal>oma, Südkarolina, Teirnesiae, Texas und Virginia. Auch die Stadt New U o r k, die g wohnlich als deanokradischeS Bollwerk galt, ging zu den Repu- b l i k a u e r n über. C o x verlor se.nen eigenen Wahlkreis in Ohio. In der dorn Vorsitzenden der Nat'.onalldem akratischen Korn- Mission abgegebenen Erklärung heißt es, über das Schicksal der Freiheit Irlands sei durch den republikanischen Sieg e>ed° güllig entschieden worden. Wilsons Sekretär erklärt«, der Ausfall der Wahl rufe ihm d i e Worte Wilsons in§ Gedächtnis: Ich erleide l ober ein« Niederlage für ein« Sache, die einstmals teiumphieren wirb, als einen Sieg für eine Sache, die einslmais verloren ist. Die folgen. New Dork, 4. November. Infolge des Ergebnisse» der Pcäsi- dentenwahl wurde zum Gouverneur von New Dork an Stelle des bisherigen demokratischen ein republikanischer Kandidat gewählt. In Kalifornien hat sich eine er- drückende Mehrheit für die Fremdengcsetze ausgesprochen. verschärfte Laae in Jrianö. Paris, 4. Novcmbber.(T.U.) Der„Maiin" meldet ans London: Alle telephon,schen und telegraphischen Verbin- düngen mit Dublin, ThurleS und Templemore sind unter- krochen. Gestern abend hieß eS, daß die Stadt ThurleS in Flammen steht. Eingelch.iten sehien noch. London, 4. November.(Reuter.) Die Ereignisse in Jr- la n d geben um Unterhaufe forttvährend Veranlassung zu erregten Szenen. Di« nationalistischen Abgeordneten bemühen sich die Aufmerksamkeit auf d.« angeblichen Au? schreitungen der Ne- gierungsstreitkräfte zu lenken. Sie richten zahlreiche An- fragen über bestimmte Einzelfälle an die Regierung. Die regelmäßige Antwort dcS ChesfekretärS für Irland Greenwood geht dahin, daß die Mordtaten und Mordversuche gegen Polizisten an- dauern, und daß es bei Nachforschungen nach Verbrechen zu Un- ruhen gekommen ist. Er habe um aussührl.ch: Berichte ersucht, doch sei infolge des Durchschneidens der Tclegraphen- d r ä h t e durch die verbrecherischen Elemente die Verständigung erschwert. London, 4. November. Wie amtlich bekanntgegeben wurde, fanden zahlreiche Angriffe auf PciUzisten in verschiedenen Teilen Irlands statt. Vier Polizisten wurden getötet, mehr«!« verwundet..Teilograaf" meidet die Ermordung von weiteren drei Polizisten. Die amenkaniscissen Oesatzungskoften. Bai Beginn der heutigen Sitzung des Hanptn uSschusscS des Reichstages gaH der Neichsschatzminister v. Raum er beim Etat fiir die besetzten Gebiete folgende Erklärung ab: In einem Teil der Berliner Presse stich über meine gestrigen AuSführiungen im HauShaltSauSschmß so unrichtige Mitteilungen gebracht worden, daß ich Vevanlassung nehmen moeljT«, sie alsbald ricl>tigzustellen. Aus die Frage des Herrn Abg. Helfserich, ob nicht außer der von Abg. Loucheur in dem Bericht an die französisch: De puti« r te nku mm.■ r gemachten Schätzung der durch die Okkupation bis zum l. Mai 1920 entstandenen Kosten auf 4 Milliarden Gold- mark andere ziffernmäßige Unterlagen vorlägen, habe.ch eine Reihe von Zeitungs Meldungen von belgischer, englischer und amerikanischer Seite mitgeteilt. Ich habe hierbei ausgeführt, daß diese sämtlichen Naclirickstm so offensichtlich un- vichtig und unvollständ.g seien, daß sie keinerlei Grundlage für den Koste nvo ra nschia g geben köimtcn. Ich möchte darauf hinweisen, daß auch der Herr Abg. Helfferich — wie er mir selbst soeben bestätigt— im Verlause der Debatte die von amerikanischer Seite stammende Angabc, daß die Kosten für die amerikanische B e s a tz u r. g s a r m e e sich täglich auf 1 200 000 Dollar beliefen, als unmöglich und offensichtlich u n r i ch- t i g bezeichnet dat. Auf die übrigen groben Irrtümer der Berichterstattung, die z B. aus der Erhöhung einer EtalLposition auf 40 Mil» lionen e ne solch: von 40 Milliarden gemacht hat, brauche ich bei der Offensichllichkeit der Irrtümer wohl nicht einzugehen, da der Gesamtvorscklag für die besetzten Gebiete einschließlich der be- antragtcn Erhöhungen mit 15 724 Millionen Mar? abschließt. Im Anschluß an die Erklärung des Ministers entstand eine länger« Debatte darüber, wie eine richtige Versorgung der Presse mi, Nachrichten über das Ergebnis der Ausschuß- sitzungcn möglich sei. Nach Ausführungen der Abgg. Hoch(Soz), Dr. Mumm (Dnat.), Dr. Helfferich(Dnat), Dr. Pachnicke(Dem.). S ch u l z- Bromberg(Dnat) einigte man sich dahin, daß ein von der Regerung bestellter Herr den Bericht entwerfe, sich mit den einzelnen Rednern nach Möglichkeit in Verbindung setze und das Ganze dann dem Vorsitzenden des Ausschusses zur Prüfung vor- lege. Beim Eintritt in di« sachl'chen Beratungen besprach der Reichs- schatzminister den Antrag Helfferich auf Festsetzung der AuS- gaben für den Ober aus schuß der Alliierten auf SO Millwnen und meinte hierzu, daß der Zweck, den der Abg Helfferich mit seinem Antrage vemolge, nämlich zu pro!esti«ren gegen die Ausgaben, die nach dem R Heinlandabkommen nicht zu- lässig seien, ourch unsere Debatte erreicht werde. Er halte es aber für unmöglich, Mittel zu streichen, von denen man heute schon m:t Sickicrheit wisse, daß sie tatsächlich entstehen. Dem stimmt« auch der Vertreter des ReichSfinanzmtnisterS bei. Neichsschatzminister 30 auf 40 Million, v. Raumer ersuchte erneut, die Erhöhung von 30 auf 40 Millionen zu beschließen. Dr. Mumm(Dwat.) sprach sich für eine Veroinfachursg deS beut- sehen BichördenapparwteS und für Einsetzung e.nes neuen Kommissars für die Arbeit im besetzten Gebiete aus. Wg. Stücklcn(Soz.) erwähnte, daß u. a ein Leutnant einen Teppich für 80 000 M. v e rl a n g t habe. In Koblenz forderte: irr er, wir haben wiederholt dagegen Ein- spruch erhoben, und eS i�jurS auch in den letzten Monaten gelun- gen, daß nunmehr die 5 u��perungen freilich immer noch in einer Summe, an die Reichsv-��gensvenoaltung gerichtet werden. Ein» zcln« Angaben über die Kosten, die die Hohe Kommission erfordert, haben wir zwar erhalten So z B. die Ausgaben über die sehr hohen A i! t o m o b i l k o st e n der französischen Abteilung. Es sind die« aber alles Zahlen, die noch vor Bekanntgabe der Nach- Prüfung bedürfen. (Fortsetzung in der Morgenausgabe.) /irbeltsgemeinfthast oder nicht! von Clemens Nörpel. Zu dieser s�rage äußert sich als Anhänger der Arbeits- gemeinschaften Genosse Alex. Knoll in der Morgenausgabe des„Vonvärts" vom 2. November: Ich halte es für notwendig, daß, nachdem diese Frage angeschnitten ist. auch diejenigen zu Worte kommen, die anderer Ansicht sind. Bor allem ist festztistellen, daß nickt nur der Bauarbeiter- verband aus der Arbeitsgemeinschaft ausgeschieden ist, sondern daß auch der Metallarbeiierverband den Arbeits- gemeinschaften nicht angehört. Aber darüber hinaus haben sich auch von denjenigen Verbänden, welche der Arbeits- gemeinschaft noch' osfiziell angehören, große Ortsgruppen bereits seit längerer Zeit gegen die Arbeitsgemeinschaften erklärt. So Hai zum Beispiel die Ortsgruppe Groß-Äerlin des Zentralverbandes der Augestellten sich bereits im ver- gangcncn Jahre gegen die Arbeitsgemeinschaft ausgesprochen und die Namhastmachnng von Vertretern in dieielbe abgelehnt. In einer Funktionärversammlung der Afa-Mitglieder der Vertiner Metallindustrie im September wurde gegen wenige Stimmen eine Resolution angenommen, worin die Afa autgefoidert wird, zuiammen mit dem A.D. G.B. den Austritt aus der Zeutralarbeitsgemeiuschast zu betreiben. Der Bund techniscber Angestellten und Beamten hat anläßlich der Tagung des BnndeSansschusses im Oktober beschlossen: „Der Viindesausschiiß spricht sich dafür aus, daß sofort ein gemeinsamer Austritt des A.D. G.B. und der Afa aus der Zentralarbeitsgemeinschaft anzustreben ist." Diese Frage dürste somit in der Arbeiisgemeinschast freier Angestellten- verbände in der nächsten Zeit eine bedeutende Rolle spielen. Es ist nun kein Zufall, daß gerade unter den An- gestellten die Gegnerschaft gegen die Arbeitsgemeinschaft immer stä'ker wird. Die Angestellten sind eben in der Lage die Ursachen der Wirtschaftskrise, welche durch die kapitalistische Wirtschaftsform täglich vergrößert wird, kennen zu lernen, während die Arbeiter in der Hauptsache nur die Wirkung dieser W rtschaftskrise sehen. Die Fuiiktiouen bei' Wirt'chastssiihrilng laufen in den Händen der Angestellten zu- sammen und diese erkennen immer mehr und in immer größerem Umfange, daß der Geist der Arbeitsgemeinschaft bei der heutigen Wirtschaftsführung wirklich keine große Rolle spielt. Nur diese ElkenntuiS ist es, welche die Angestellten zu ihrer Stellungnahme treibt, denn die Auffassung innerhalb der Angestelltenkreise ist hierüber nickt partelpolitisch abgegrenzt. vielmehr herrscht hier eine große Einheitlichkeit Der Ansiassilng. Daß parteipolitiicke Tendenzen dieser Erkeiintnis nicht zugrunde liegen können, beweist ja auch die Tatsache, daß z. B- gerade die Angestellten der selbständigen Rateorganisatioii gegenüber von Anfang eine ablehnende Stellung eingenommen haben. Wenn nun angeführt wird, auch in Unternehmer- kreisen machen sich Widerstände gegen die Arbeitsgemein- schast bemerkbar und Arbeitnehmer wie Unternehmer hätten sich, jede Gruppe nach ihrer Weltanichanimg, mehr von der Arbeitsgemeinschaft versprochen, so muß das als Illusion bezeichnet werden, denn die freien Gewerkschaften haben doch nicht angenommen, daß die Kapitalisten auf die Behauptung ihrer Macht verzichten, und es wäre traurig, wenn man fest- stellen müßte, daß wir den Kapitalisten Grund gegeben hätten, dies von uns anzunehmen. Dann ist auch hervorzuheben, daß nicht wir im Oktober 1918 die Arbeitsgemeinschaften gesucht haben, sondern die Unternehmer. Sie haben das nicht getan, wie es in den Satzungen der Arbeiisgemeinschast: so schön heißt,„durch- drungen von der Erkenntnis und der Verantwornina, daß die Wiederaufrichtung unserer Volkswirtichaft die Zusammen- fassung aller wirtschaftlichen und ceistigen Kräfte und allseiliges, einträchtiges Zusammenarbeiten verlangt", sondern sie haben es getan, um ihre Macht zu erhalten. ES hat auch in unseren Reihen Genossen gegeben, die schon damals der Arbeitsgemeinschaft entschieden ablehnend gegenüberstanden. Den Achtstundentag und den sofortigen Lohnausgleich für die verkürzte Arbeitszeit auf das Konto der Arbeitsgemeinschaft zu schreiben, ist durchaus falsch. Hätten wir durch die Revolution nicht vorübergehend die politische Macht erlangt, dann hätten wir auch bestimmt nicht den Acht stnndentng errungen und es wird sich bei der kommenden Be ratung über das Achtstnndeniag-Gesetz zeigen, ob die Arbeitsgemeinschaft es sein wird, welche ihn uns erhält oder ob nicht ausschließlich die Kampskraft der Arbeitnehmer diese Errungen- schast sicherstellen muß, Ebensowenig kann man behaupten, an der Teuerung sei die Arbeitsgemeinschaft nicht schuld. Sie war zum mindesten auch nicht in der Lage, dagegen etwas zu tun, andererseits ist es geradezu gerichtsnotorisch, daß seit der Revolution der Kapitalismus Hunderte von Milliarden Profit erzielt hat. Der Ausverkauf Deutschlands konnte durch die Arbeitsgemeinschaften ebenfalls nicht verhindert werden. Wie soll die Kauskrast des Geldes sich steigern, wenn der Kapita- Nsnm» an dein niedrigen Stand der Valuta ein Interesse dat. um durch Ausfuhr in, Inland dringend benötigter Fabrikate ungeheure Valutageioinnc einzustreichen? Alle, die seit der Revolution fast täglich in Tarifverhand- lungen mit den Unternehmern oder vor den Schlichtungs- ausfchüffen tätig waren, werden zugeben müssen, das; von dem Geist der Arbeitsgemeinschaften niemals etwas zu spüren war und die Tatsache der Aufhebung der Arbeits- gemeinschaften wäre es bestimmt nicht, wenn die Unternehmer! Grunde ist die ganze Planwirtschast nicht Sozialismus, son- dcrn Kapitalismus. Uns erscheint es jetzt nicht als unsere Aufgabe, von den eigentlichen Sozialisiernngsaiifgaden abzn- irren und unsere ganze Kraft daraus zu verwenden, die kapi- talislischc Wirtschaft wieder auf die Höhe zu bringen, lieber ganz Teutschland Truste zu schaffen, soll das unsere Aufgabe sein?" Diese Ausführungen treffen restlos auch auf das Prinzip der Arbeitsgemeinschaften zu. Vlanwirtschast und Aibeilsgemeürschaft sind die beiden unheilvollen Sterne, welche die Parole„gegen die Tarifverträge" ausgeben. Sie haben feit der Revolution über der Arbeiterfchait stehen und deren dieie Parole auch bisher schon befolgt und nur an der Ge-' zieibewusztcs Zusammenarbeiten lähmen. Der Genosse schlossenheit der Gewerkschaften, nicht aber an dem Porhanden- Knoll spricht von den hohen geistigen Werten, sein der Arbeitsgemeinschaft ist diese Absicht gescheitert. Das; � die verloren gehen, falls die Arbeitsgcmeinschasten auf- dann auch manchcArbeiterkreiscBundesgenvssenderllnternehmcr> gehoben werden und meint init Faust:„Wenn Ihr's nicht würdenundebenfallsgegenTarifverträgeauftreten.istkeinGegen- fühlt. Ihr werdet's nicht erjagen". Warum spricht Genosse deweis. Die Anhänger der selbständigen Betriebsrätebcwegung Alex. Knoll nicht von den hohen geistigen Werten, die gctvonnen haben es nicht vermocbt, den Bestand der Gewerkschaften zu werden, wenn endlich diese unheilvolle Vergiiickung der erschüttern. Ihre Absichten sind an der Einücht der Arbeiter- Interessen der Kapitalisten mit unseren Zielen gelöst wird? schaft gescheitert. Sie können heute als überwunden gellen Ter Kapitalismus kämpft als Klasse ausschließlich für die und genau so wäre es mit den Gegnern der Tarifverträge Erhaltung seiner Klasse, wir müssen ebenfalls als Klaffe auf unserer Seite. Auch hier würden zweifellos die Ge- ausschließlich für den Sozialismus kämpfen. Der werkschaften in kurzer Zeit den Sieg davontragen. Verstand bei dem einen, das Gefühl bei dem anderen ist in Dann ist es direkt Wasser auf die Mühle der Kapi-! Dreisen der Arbeitnehmer gegen die Arbe.tsgemei,.. talisten, wenn man behauptet, die Arbeitsgemeinschaft habe �wstcn. Die Erfahrung hat diesen Kreisen Recht gegeben. für den Wiederaufbau der deutschen Wirt- A ma""n!) ä11. tIfc',,c vorteile mit dreier schaft sehr wenig tun können, da dies nicht von unserem �"Ultutron herausholen� koniitc. io follte man endllch um des Willen abhängt, sondern von der Entente. Es wird sich doch 6-eles Willen schlug machen....l den Arbe.lÄgeme».- in unseren Reihen niemand finden, der behaupten will, die und feine Arbeit ausschlieszlich auf die eigene Kraft wahnsinnige Preissteigerung aller Verbrauchsartikel sei auf �"'Gt hindert und gehindert hat. von Fall zu die Erhöhung der Löhne zurückzusühren, und hieraus ensibt mit den Uutcr nehmern zu treffen, die der sich schon, daß die Arbeitsgemeinschaft sehr viel für den gegebenen Situation und den polittfchen und olonoimfchcn Wiederaufbau hätte tun können, wenn eben dieie Gründung �«uchtverhaltiiisfen entiprccheiu dazu imstande oder Willens gewesen wäre, was ich durchaus bestreite. Ten Einblick in das Wirtschaftsleben werden wir auch nur dann wirklich gewinnen, wenn ivir aus eigener Krait in diese Materie eindringen. Dte Unternehmer sind sich vollkoninien klar, daß wir uns gerade von den Arbeitsgemeinschaften die Möglichkeit eines Eindringens in die Wirtschaft versprochen haben und von ihrer Seite wird alles getan, um uns nach Möglichkeit in eine Sackgasse zu führen. Wir müßten an uns selbst verzweifeln, wenn wir daran zweifeln würden, letzten Endes dieie notwendige Kenntnis der Wirtschaft aus eigener Kiaft zu erlangen. Das Zusaiilineirarbeiten der Arbeiter und Angestellten, die Ausnutzung sämtlicher Bildungsmöglichkeiten wird uns diese Kenntnis verschaffen. Wenn es auch Unter- nehmer geben würde, die sich aus voller Ueberzeugung auf den Boden der Arbeitsgemeinschaft und selbst der Soziall- fierung stellen, so hindert diese auch ohne Arbeitsgemeinschaft niemand, uns in Aufsätzen und Schriften ihre Ansicht zu unterbreiten. Noch eiils ist zu beachten. Der Genosse Knoll behandelt nur die private Zentralarbeitsgemein- schast. In einer Reihe gesetzlicher Körperschaften ist das Prinzip der Arbeilsgcineinschaft jedoch ebenfalls bereits „verankert" worden. Zinn R e i ch s iv i r t s ch a f t s r a t. zum Reichskalirat. zum R e i ch s k 0 h l c n r a t. zum Eisenwirts chastsrat werden die Vertreter der Arbeit- nehmer in der Hauptsache von der privaten Zentralarbeits- gemcinschaft namhaft gemacht, selbstverständlich von den Arbeitnehmervertrclern der privaten Zenlralarbeitsgcmcin- schaft; aber wer nicht Mitglied ist. kann in diesen sämtlichen Körperschaften nicht sitzen. Eine Ausnahme hat inan allerdings beini Eisenwirtschaftsbund machen niüsscn, Ivo man den Merallarheiterverband direkt zulassen mußte.' Gerade in diefcr Körperschaft ist es charakteristischcrweise zum zweiten Male möglich gewesen, einen Preisabbau dlirchzufetzeii, der an sich durchaus unzulänglich ist. aber doch immerhin de- weist, daß man sich in besserer Position befindet, wenn einem die Hände nicht gebiliiden sind. Auf unsercni Parteitag bat In der Auseinandersetzung über Planivirtschafr oder Vollsozialisiernng Genosse Robert Schmidt ausgeführt:„Wissest hat in der Tat recht, daß wir manchen Gedanken seiner Planwirtschaft ablehnen, weil wir nickt den Kapitalismus stärken wollen. Im T>er Aufruf ist mit großer TeschickTichkeit so abgefaßt, als ob es der„L a ndg eivc rkscha ft" nur aus Schutz von Verfassung, Ruhe und Ordnung ankäme. In dieser Beziehung hat man von der Orgesch g. lernt. In der Hand ihrer reaktionäre» Leitung wird aber die Organisation auch eine starke An- griffs waffe sein. Früher war die Arbeiterschaft einig, und ihre Gegner kämpften gegen sie zersplittert. Jetzt wirkt der Ueberradikalismus der Linken für die Einigung aller Gegner und für eine Zersplitterung der Arbeiterbewegung. Nur der feste Zusammenschluß der Arbeiter in Stadt u�d Land kann dagegen heifcn! DZe ewig Schwankenden. Der Dena wird von»iiterrickffctcr Seite mitgeteilt, es stehe jetzt fest, daß die Finanzlcitung den Plan einer Zwangsanlcihe zur Verminderung der schwebenden Meichsichuldcn wieder aufgegeben habe und an eine beschleunigte Einziehung der N 0 t 0 p f« r b e r- träge denke. In dem Schreiben wird auf die v e r s ch i e- denen Wandlungen hingewiesen, ivelche die Sanierungspläne durchgemacht hätten. Vor allem Hab: man Ve- denken dagegen, im nächsten Jahre, wie man zueist beabsich- tigte, 30 Pro 3. des Rotopfers bcizntreibcn. Man „ichivonfc" noch hinsichtlich der zu ivählciidcn Höhe. In dein Bericht heißt es dann weiter: Bei der aiißcrordenllichen Wandlungsfähigkeit, die die Steuer- entwürfe bei der Finanzlciiung durchzumachen pflegen, kann man heule keine unbedingie Gewähr dafür übernehmen, daß nichl nach einigen Wochen wieder wesentlich andere Formen für die Beitrei- bung der vom Reich benötigten Beträge als das geeignete Rezept erscheinen. Jaja, wie war es doch seinerzeit so leickrt. über die vor- rottete FinanchivirKdKift der Sozi und über Erzbergers Steuerpläne zu schimpfen. Ab.'r besser machen...? Köniasmacher von Frankreichs Gnaden? Daß in Bayern eine Königspartei existiert, ist be- ............ kannt. Weniger bekannt bingegen sind die Onellen. ans denen schaft von Bund..der Landwirte und Landbund darstellt. Als hsisx Herren schöpfen. Das in Würzbnrg-München erscheinende Zweck wird Schutz der Landwirt sefaft durch g«vcrk'ck)aftlichc Organ der lbristlichsozialcn Partei Bayerns,„Neues Volk", Mittel und Selbstschutz angegeben, und unter Aus- berichtet darüber: malung drohender Gefahren wird erklärt, daß Richtmitglieder!.M-zy e r- K 0 h. dar Gründer der Bayerischen KönigSparlei, auf diesen Selbstschutz nicht rechnen können. Als einmaliger durch einen Dritten um eine Unterredung mit General de Metz, Beitrag werden 5 Mark für den Morgen Acker oder Wiese, delegierten der hohen Rheinlandskommission in Speyer, g.beien. 2,50 Mark für ben Morgen SBalb gefordert, �n ben 3xid}t» um(55Ci� jQr � IC Königspartei zu erfjaTten. Am 29. Juli lihlen heißt es: i 1920 erklärte General de Metz unserein Gewährsmann,!>rß Malscr- Der Selbsterhaltungstrieb hat die Landwirtschaft zu einer Kay mit Graf Bothmer zusammen bei ihm gewesen sei und daß Gegenorganisanon gezwungen, und zwar ebenfalls auf gewcrk- Mayer-Koy mit ihm über finanzielle Ilnlcrstützung schaftlichem Boden mit dem Ziele: Ruhe und Ordnung, die un- s e i t e n s Frankreichs vcrl)andclle, die zugesagt wurde. Die erläßlich sind für ein Blülsc» und Gedeihen der Landwirffchaft. Nntcrh.iltung mit General de Rietz war zu einer Zeit, da Graf aufrechi zu erhalten und die Verfassung gegen die Diktatur Bothmer noch stramm in der Bayerischen VolkSpaNci wirkte und an desProletariatszu schützen, sei es. döß diese Diktatur durch den Rhein ging, um mit Dr. Heim— Fcucrll>cn zu schüren. ES Arbeiterräte ausgeübt wird, sei eS, daß sie in der Form einer ge- werkschastlichen Nebcnrcgicrung auftritt. Die Laudgewerkschast wird diesen Schutz in der Weise wirksam werden lassen, das, bei einem Generalstreik der Arbeiterschaft, bei vcrfaffunzSwidrigcn Eingriffen in daS Wirtschaftsleben, bei Putschen»der Einsehen der Rätrherrschast so lange keine Lebensmittel geliefert werden, bis Ordnung, Ruhe und Verfassung wiidcrhcrgcstellt sind. Sollte ein derartiges Verjähren zu dem Versuch führen, die Lebensmittel mit Gewalt auf dem Lande zu rauben, so glanbl die Land- gewcrkschast, hinter der heute bereits siebenmal hunderttausend Landwirte dcS Deutschen Reiches stehen, stark genug zu sein, ihre Mitglieder vor allen Angriffen schützen zu können. Der Aufruf trägt folgende Unterschriften: V. Arnim-Ragow, Abraham-BccSkow(Vorf. dcS Ackerbürger- öercitri), Dr. Schwitze-Storkow, Frickc-Trcbatsch(Vors. des Landro. Die LanSgewerkschaft. Eine agrarische Kainpforganiiation. Aus dem Kreise Bceskow-Storkow gclst uns eine Werbe- schrift der.Lawdgewerkschaft" zu, die eine Arbcitsgcinetn- kam auch bald danach sein Buch„Bayern den Beyern" heraus, das er zu 3,50 M. verkaufte, während eS zu drucken allein nach saeh- männisck-em Urteil 14 M. kostet— und Bothmer hat doch wahrlich lein Geld zum Fcnstcrhinauswcrfen." Wir müssen gestehen, es klingt wie ein Witz der Dekt- geschichte, wenn diese Ueberdciitschcn, die sich in der Oefieut- lickkeit als die Retter Teutschlands ausspielen. Ann in Arm mit Frankreich vor die Schranken der Weltgeschichte treten, um— nun. wahrscheinlich um Deutschland zu retten. Denn was ist im Lande der Esckieriche unmöglich?' TaS erwartete Ergebnis. Dir„Münchcnrr Rrurstcn Nachrichten" mr drn: Drr Parka- m c n t a r i s ch e N n! e r f u ch u n g s a u S s ch n tz in drr Polizei- affäre bat gcstcrn seine Arbeiten beendet. Cr iit z» der llcbcrzcugung gekommen, datz die Anschuldigung, Münchcncr Poll- Vereins Beeskowi, Gebl�ard-Storkow fVeroin kleiner Lantnoirtc,| zriorganr hä.tcn eine Organisation zur Besciligung von mih- Storkmv), Zenkcr-Bufch(Vors. des Landw. Voreins Storkoiv), Hanisch-Falkenberg(Vors. des Landbundes des Kreises Bceslow- Storkows, Balk-L.ibsch, Lehmann-Dccskow. licbigcft Personen gebildet, hinfällig ist. DaS war nicht anders zu erwarte», nachdvm allzu neugierige Element« aus dem Ausschuß hcrauSgograull worden waren. Moral. Von Paul Gutmann. Unvergeßlich ist mar jene? Bild, das ich in einer Revierstube erlebt habe: Vor einem Soldaten, der mit entzündeten Füßen nicht zu gehen vermocht, steht der Stabsarzt und brüllt ihn mit zorn- funkelnden Augen an sich vorwärts zu bewegen. Der Mann knickt bei jodem Schritt zusammen, aber der Arzt schnaubt vor Wut. daß jemand in seiner Gegenwart es wagt, krank zu sein. Es hilft aber nichts; der Mann wird aufs Lazareit geschickt. War die Wut deS ArsicS gespielt? War sie echt? Ich nwiß es nicht. Ich muß jedes- mal an ihn denklni, wenn heuizutage ein Sittenrichter mit flanlinen- der Entrüstung das Verdammungsurteil über einen Zeitgenossen spricht, der an der Krankheil der Zeit, chrer Unmoral, zusammen- gebrochen ist. WaS ist Moral? Mit dieser Frage kämpft heut« so mancher, der vor dem Krieg sich nicht genug an prahlerisch zur Schau getra- gener Sittlichkeit zu tun wußi«. Wir halten ja daS allein selig- machende Rezept, jenen preußischen kategorischen Imperativ, womit wir auf alle andnen Völker halb ironisch, halb mitleidig herab- zusehen uns für berechtigt hielten. Sittlichkeit war ein Export- artikel, wie Kanonen, wie Nürnberger Puppen, wie bedruckter Kattun. Kommt zu uns, ihr Rusien, ihr Oesterreicher, ihr Italiener, wenn ihr Unbestechlichkeit, Slrammheit, Ordnung sehen wollt. Wie glänzte unser Aushängeschild, wie sauber waren unsere Fassaden. Heute? Ja. da steht mancher dieser Hochtugcnd- hasten mit schamhait gesenkten Blicken, wie Grctchen am Brunnen und denkt, wenn auch nicht mit denselben Worten:„Wie könnt ich sonst so tapfer schmälen, wenn lät ein arme? Mädchen fehlen." Das Kränzlein ist zerzaust. Der Sturm der Zeit hat es davongetragen. Die Moral wird zu einem furchtbaren Problem auch für diejenigen, die früher über die Verkommenheit des Volks sich entsetzten, wenn sie härten, daß ein armes, halbverhungertes Weib, um sich und ihre Kinder am Leben zu erhalten, zur Diebin geworden war. Eben- so wie der Hunger heute Tausende quält, ringen Unzählige mit der Versuchung, gegen ibr besseres Ich gegen. ihr AnstandSgefüA, gegen ihre Menschlichkeit. Das sittliche Bewußtsein, das trotz aller empirischen scheinbaren Gegenbeweise dem Menschen angeboren ist, fehlt ihnen keineswegs, aber die entsetzliche Not der Zeit hat ihre Vorsätze ins Wanken gebracht Ehrenwerte Menschen, deren gute Gesinnung außer allem Zweifel steht, leiden Höllenqualen, daß sie Dinge tun müssen, die sie nicht nin wollen, daß sie. wo sie verschen- ken möchten, wuchern müssen. Hier handelt es sich nicht um die großen Schieber, die kaltherzigen Aassauger, die Piraten im Schiffbruch der Zeit, sondern um j-ne m t-leren und kleinen gequälten Existenzen, ine seit dem Ausbruch des Krieges bi? heute zur Lüge gezwungen waren, um ihr Leben zu fristen. Ich denk« zum Bei-! Literarische Sond.'raufiüliriingcii planl vom kommenden Jahr ,~...-.F, 0„ i. 5.*. ge..igneteii Theatern für de literarisch be,o»dcrS»ntereiilelicn Mit. Die wahren Tragödien die, er Zeit, die im Kampf gcgckc neu falls auch für Nichnniiglieder. in besonderen Vor- um die Moral b. stehen, sind u n g c, ch r 1 e b c n. C-e sind grenzen, s�llumutn'zur Aufführung gelangen. Durch Ausnutzung der or- loS. Unser Volk wäre zum Untergang reif- wenn eS sich über diese �».„--n des Ve Dinge glcickzültig oder lächelnd hinwegsetzen würde. Nein, es sei zur Ei.re DeuischlandS angenommen, daß die meisten unter dem ihnen auferlegten Fluch leiden. Um so verwerflickpir aber ist die höhnische Richtermiene derjenigen, die das Unglück heraufbeschworen haben, die mit ihren patriotischen Rasereien zum mindesten daran beteiligt waren. Alles Pharisäertum, alles heuchlerische Beschöni» ge» der eigenen Fehler führt zu weiterer Schul!) und zu immer sürcheerlicheier Fäulnis. Heut hilft keine Entrüstung. Q\e Et- Mung des kategorischen Imperativs der Pflicht setzt ein gesundes Staatswesen voraus. Mit Schauder» erkennen wir heute, daß alle Kultur, das sittlich Gute, wie daS ästhetisch Schöne nur dann gedeiht. wenn alle Glieder deS Gemeinwesens an einer gemeinsamen Aufgabe arbeiten. Es ist leicht, au, einer Vergnügungsfahrt Tu- genden zu predigen, aber wenn das Schiff sinkt, dann geschieht es wohl, daß einer gegen den anderen mit dem Messer in der Faust um die rettende Planke kämpft Niedrig« Heuchelei oder Wahnsinn ist's, über den Verfall der Voltömoral zu klagen, wenn nichig ge- schielst, um die Lage des Volles zu verbessern. Der größte Ver- brecher, den wir heut laben, ilt der Staatsmann, der mit den Hän. den in der Tasche zusieht, wie die Dinge ihren Lauf nehmen. Wer ist es? Ihr habt die Auswahl. >WW>W> MWMWWW schlösse» ist. Die VolkSbütne hofft, auf diese Weise dem fiinst. lcriscken Schaffen, das sich in ncucn, eigenwilligen Formen versucht, mehr zu dienen, als eS daS„Junge Deutschlarnd" und ähnliche Ver- einigungen zu tin� vermochten. WaS trägt die Ausstellung nackter Frauen? In GroßmannS „Tagebuch" lrsen wir: Herr Cclly de Reibt, kein Nacktiänzcr, sondern der Gati« seiner Fra». ein ehemaliger preußischer Ober- lcutnant, ist kürzlich mit dem Gastwirt, bei dem die SchönheitStänze seiner Truppe vorgeführt werden, in Streit geraten. Dabei wurde öffentlich festgestellt, daß der Nutznießer dieser Francnausstcllung im Mcnat bis zu 90 0Ü0 Mark eingenommen habe. DaS wäre, für ein ganzes Jahr gerechnet, ein JahrcScinkommen von einer Million, Die Tabakpfeife. Ein Zufill schenkte sie nrr tv-eder. S c schlief in einem vergessene.! Tischkasten neben dem b-aniien Letcrbcutcl. Wie eine hoffnungslose Mißgeburt hatte«b sie nun in den Händen. Der dicke Kopf" a ff dem mageren Halse sich- mich re.itlcidheischend an. Wie kam ich zu diesem trostlosen Kinde? Ich weiß eS schon... Tin ganz böses Märchen geht m-.r durch den S nn. Ich war einmal weit weg, in einem Erdloch, hiiiigcr.-d und frierend, und habe mich nach der Heimat gesehnt, so sehr gesehnt. Und in einer Nachtstunde, da mir das Herz am wundesten>-Mr, tarn die liebe kleine Tabakpfeife zu mir Ich durchlräumte selige Stunden mit ihr. In ihren blauen Wolken gaukelten liebliche Heimalbffder. Du liebe Tabalpscife, du hast meinem Herzen des Herdes u ad der Heimai heimliche Wunder zugetragen, da es so arm und ein- sam ivar. Du bist eine geboren? Kffeg�vseike. Nun will ich dich als Friedenspfeike ehren. »rrd zu dieser Beute war eigcnffich nichts nötig als der hcrzha'he En.fchluß. die Gattin unv eine Anzahl zum Teil unmündiger Mäd- chen den Blicken eines wohlgeneigten Puibltckums auszusetzen. „Tie Theatcripirlerlaudnis nach 8 32 der RcchsgewerVe- ordiiiing" nenn: sich ein praktischer Wc iweiser, den die Bühnen- genosi nschafl dinch Dr. Gustav Aßmann heranSgeneben hat. Er ivird sowohl Behörden wie Th:aier>i»ieriieb»ier» ivill'oinme» sem, da beide nickt in nier onSieicheud über die Bedeiiiinig der ein- ichlä ffaen gesetzlichen Besimiinnnqen»nieinckiei sind. Ercniplare können zu 2 M. von der Geilosicnichafl, Beliin W Gch Keiiysir. 11, bezöge» werden. z-k rarer..'M Sckeiisps?pg„.z g�„te atzend ange- kiindigien Vorstellung des.guhrman» Hciijchel".Lournaliilcu" gegeben. ZliiS der a'ademi'ch?« Vios Ana, ist Muster wlra keine Lebiläligkrii an der Belli„er ilniveiülül inil einer Vorieiung iibei d e Vc- deninng des Ge»ol!r»ichali«mrj�, z sojintin und wiillchastlichen T-ledeiausbaii Deulichlaudü beginnen. Rene Train ar. Foiaen:? neue Bühnenwerke Herber! EnlrnbergS werde» ange>> ndiat:? rlSr i ist fimil" tSchuujpicl),.See Ueb.rgang- (iragödif),.Mückontanz- tTiag'komödic). Vas alie Ansstrll»»q»haiis»er Freien Zezeision, das bisher an die.güiislicioerenniiung vermietet war. w rd vom lnii ueuden Fibre ai ihr nickt mc r zur Vriiüq ing sie rn. Ein Tlicni r soll vieraus gebaut werden. Daraus— n> e das d-eier Tage neichehe» ill— zu ichtieg! i daß tie Freie Seze'ii'N ielbi'I ihiem'in e eiilgcgengcht. ist etwas voreilig. Tie.Küniitervereiuigulig jüstl sich uöligcnjalls stark genug, sich jeibsi cm Haus zu ichasscn. Das«ino als Tanzschule. Die ncucn TZiiz-, die in dieser Sa'son den Ballaal debeirscken sind recht schwer zu lernen, und nichl jedei iann , sich einen lcurcn Tanzlursus leisten.zn'otgedcsscii siihren die engliichen F- M. Kl nos Filme vor, die die euizeliicii Tauzilelluiigeu zeigeu. Mnna Cauers Dan?. Wir erhalten von Frau Minna Cauer, deren(Nei&urtSiag wir am 1. NovoinHer gedachten, das folgende Schreiben: Die Worte, die Sie in dem von mir ge-schätzten Blatte am l. November fyobcn erscheinen lassen, haben bei mir d-e U lber�eu- gung hervorgerufen, daß Sie wissen, wie ich treu und fest zu der prvKtanschcn Franenbewegiing gestanden habe und noch stel>e, ebenso zu der Arbeiterschaft in dem Ringen für ihre Rechte. Mich wird nie etwas darin irre machen können, troydrm die Jctitzeit so unendliche Schwierigkeiten und Wirrnisse hervorruft. Ich kenne aus meinem dreißigjährigen Kampf im affeiiH-ichen Leben, was es heißt: Kämpfen br.nigt Leid, aber Kämpfen bringt auch Freude. Und so ist es mir eine ganz be- sondev: Freude gewesen, daß Sie so freundliche Worte geschriobev haben. Hochachtungsvoll Minna Sauer. Wir verzeichnen gern die? Bekenntnis einer mutigen Frau zur proletarischen Betvoguiig. müssen aber glcichze.tig gestehen, daß wir der Greisin bereits ein Jahr zuviel angerechnet hatten. Frau Säuer war am 1. November 79 Jahre alt, nicht 89, wie wir annahmen. Wir hofs.n aber, am 89. GeburtSuig sie in gleicher Foische begrüßen zu köicncn. 3um neuen Tumu'tstbaöenc�esetz. Man schreibt uns: TaS neue Tumultschadcngesetz, welches nach langeu Borbereilungen am 12. Mai d. I. endlich in Kraft getreten ist, ist ein rechtes Beispiel für die Leserliche Geseh.ismachcrci unserer Zeit. Wahrend es die Ansprüche für Sachschäden im wesentlichen in der allen Höhe bestehen läßt, seht es die Ansprüche bei Schüdm an Leib und Leben auf dasstmge Maß herab, wekbes dw Militär- pensionsgcsehe bewilligem Dieser Standpunkt läßt sich zur Not rechtfertigen, wenn er auch eine Benachteiligung gerade der- jenigen Personen entbält, die wirtsel>afrlich am schtvächstcn sind und durch den Verlust eines Ar?g-ll)övigen materlcll und selisch am meisten gelitten haben. Geradezu unerhört sind aber die Bcsdimrnuvgen. welche das Geseh zur Weilerverfolgung ihrer Ansprüche festsetzt. D.e Prozesissc, die w>.gcn solcher Schäden anhängig sind, werden sisticrt. die Klag-» müsien entweder zurückgenommen werden oder unterliegen der Abweisung. Außerdem muß der Kläger auch noch die Kosten tragen. Dies geschieht in einem Falle, wo er nicht nur berechtigt, sondern auch verpflichtet war. Klage zu erheben, weil er fonft alle Ansprüche verloren haben würde. L diglich die Acndc- rung der Gesetzgebung, an der ihn doch sicher keine Schuld trifft, verursacht es, daß er formell die Kostenlast zu tragen hat. Der Gesetzgeber lprt ein solch geradezu monströses Resultat kaum bc- absichligl. Er lat es ail'er jedenfalls übersehen, in der Fassung des Gesetzes zum Ausdruck zu bringen, daß diese Folge vermieden werden soll. Eine anders ITnflrrrhert enthält das Gesetz insofern, alS die Schäden an L.. ib und Leben gemäß Z 14 des neuen Gesetzes bei den zu bild üidcn Ausschüsien noch einmal angemeldet werden müssen. Für diese Airmeldung ist gemäß§ 18 des Gesetzes eine Ausfchliußsvi st von 3 Monaten vom Inkrafttreten des Gesetzes ab bestinunt, die dementsprechend am 14. August 1929 abgelaufen ist. Da die A ii S s ch ü s s e aber immer noch nicht gebildet sind, hat für Preußen der Minister des Innern ernr AuSführungsbe- stinmluiig voin 2b. Mai l 929 erlassen, wonach die Aitmelduilg wie bisher bei den Geme.ndcn zu erfolgen hat. Die Bcröffentl-iclstiug dieser Verordnung ist eine so mangelhafte gewesen, daß sie vielfach nicht zur Kenntnis der Beteiligt tu gelangt ist. Es ist dadurch in häufigen Fällen die Frist versäumt worden, und die Be- teil gtcn laufen Gefahr, ihre Ansprüche voll ständig zu verlieren, weil sie die reine Formalität, den Aufpruch. der bei der Gemeinde längst angemeldet ist und über den sogar noch ein Proz ß-verfahren scstlvobt nicht noch ein, mal bei derselben Gemeinde angcmelde: haben. ES wäre überaus empfehlcnSivcrt, wenn, um diesem Mißstand ab- zuhelfcn, eine Aendcvung des Gesetzes oder wmigstcns eine autlscutifche Jiitcrpv itatiou dahin erfolgte, daß die Neunieldungs- Pflicht sich nicht auf solche Anfprüche bezieht» die b.u den Gemeinden bereits angrmeldet�uild reclstSaiihäiigg gqniacht sind. Schließlich wäre:S wünfchenSwcrtz w'cnn die Ausschüsse, die über die Ansprüche zu befinden haben, endlich gebildet würden. Es ist auch hiervon nach n.chts bekannt geworden, obwohl seit I»kraft. treten deS Gesetzes nunmehr beinahe 9 Monate verstrichen sind. Da- bei handelt cS sich gerade um Anfpriiche, die ganz besonders driugenid sind und du den wirtschaftlich S ch w ä ch jl e n z u st c h e n. Sylvia Pankhnrst enthaftet...Telegraaf' zufolge ist Sylvia P a u l h u r st nieder in Freiheit g c s e tz worden, unter der Bedingung, daß sie sich jider revolutionären Propaganda enthält. Bei den Gcmcinderatswahlcn in Schottland erhielt die A r» beiterpartci in Gl'sgvlv 44 ven 87 Sitzen; sie erlitt jedoch eine schwere Niederlage in Edinburgh, Abcrdccn und Tundee. IBivtfäyaft Tie Fragetzogen— die?schillesiersc. Die freigewerkschaftliche Betriebsrätezcnlrale des A. D. G. B. und der Afa hat an die Betriebsräte einen Frage- bogen versandt, der auch in Nr. 4 der ,.B c t r l e b s r ä t e z c i» t u n g" veröffentlicht wurde. Die llnternebmer haben osfcnbar durch diese Frageboge» einen großen Schreck erlitten, denn die Uilternehmerverbände warnen ihre Mitglieder in vertrau- i i ch c n Rundschreiben vor diesem„gefährlichen" Ding und vor der Bcaniworlung der gestellten Fragen. Der Zweck dieser Frage- bogen soll es sein, die Betriebsräte tn ganz großen Zügen ohne Eindringen in irgendwelche F a b r i k a t l o n s g e- h e i m n i s s e mit der Lage rhrcS Fachgebietes, in dem sie tätig sind, vertraut zu machen. Das ist dringend notwendig, denn ohne Fühlung des Betriebsrats mit den in de» Konlurrenzbetne- Pen oder den VcrbandSbctriebcn tätigen Kollegen ist er gar nicht ln der Lage, die Angaben seines Unternehmers aus ihre Richtigkeit nachprüfen zu können. Die Unternehmer sind in ihren Fachverbänden fest zu- sammcngc'chiossen. Tort, hinter verlchlosscnen Türen verhandeln sie über die Ausnützung ihrer Gewinnchancen, dort dekre- nersn sie als Monopol! st en obnc Rücksicht auf die Arbeit- vehmer und die Interessen der Allgemeinheit, was zu ihrem Vor- tell unternommen werden soll. Da gibt es gar keinen anderen Weg. als auch die B e t r i e b S- rät« in den Fachgruppen durch die BctriebSrätczenlralen der Gewerkschaften zusammenzufassen, und zwar so schnell als irgend möglich. Während den Unternehmern die Geld- mittel unbegrenzt zur Verfügung stehen, um ihre Facbv.'rbände in Gang zu bringen, auf Geschäftsunkosten jede Reise zu den Verbandstat'ungen gemacht werden kann ohne Rücksicht aus die Höhe der Kosten, fehlen den Betriebsräten die Mittel völlig um mit ihren Kollegen zu den notwendigen Aus''prackteri zu- sammentressen zu können. Hier ist eine L ü ck e, die gefüllt werden muß. Auch die Arbeiterschaft hat ein Recht darauf, daß sie ihre Vertrauensleute im Interesse der Betriebe zusammentreten lassen kann. Da die Fachverbände der Unternehmer die Preis» Prüfung haben, beschaffen sie sich auch aus diesen Ge- bühren auf Kasten der Allgemeinheit die Mittel für die Er» Haltung der Fachverbände. Wenn nun die Arbeiter den Anspruch stellen, auch für ihre Zwecke Mittel aus den Betriebseinnahmen zu erhalten, so wird der natürlich mit Entrüstung abgelehnt. Ein Unglück ist es, daß die Arbeiter so leicht durch wilde Streiks ihre Mittel vergeuden, statt sie für den Ausbau fester Betriebsräte» organisationen den Gewerkschaften zur Verfügung zu stellen. Die Betriebsräte müssen alle Kraft daran setzen, daß die Fragebogen so gut als möglich ausgefüllt werden, den» sie sind notwendig, um die Arbeiterschaft nach Fachgruppen organisieren zu können. Daß die Avbeiterschaft hier auf dem richtigen Wege ist, daß sie die Unternehmer bei der„Achillesferse" packt, beweisen ja klar die„vertraulichen" Rundschreiben. Deswegen muß ohne Rücksicht auf alle Drohungen vorgegangen werden, da in den Frage- bogen gar nichts enthalten ist. was das Geschäftsgeheimnis verletzt. Der Einwand, daß die Fragebogen der Auslandsspionage dienen können, ist eitel Spiegelfechterei. Die Unternehmer wissen ganz genau, daß der Ausländer, der sich über dle Betriebe unterrichten will, mit Hilfe feiner Bankverbindungen'.nd auf unzähligen anderen Wegen es viel leichter kann, als über die Arbeiter, die ja nur über Vorgänge in ihrer allernächsten Um- gebung, und dort auch meistens schlecht informiert sind. Wir können den DetnebSrälen, Arbeitern und Angestellten nur drin- gend empfehlen, ihren Gewerkschaften so bald als mägiich die Fragebogen ausgefüllt zur Verfügung zu stellen. Groß-�erün Die Polizeimaßnahmen gegen den Hotelbetrkeb. Wie wir bereits in unserer heutigen Morgenausgabe berich- teten, wurde auf Veranlassuilg der Staatsanwaltschaft der Direktor des Sden-Hawls wegen Verdachts, Schleichhandel betrieben zu habe», verhaftet. Es scheint sich jedoch um ein Vorgehen der Polizei auf breiterer Grundlage zu handeln, denn ein Blitlagsbatt meldet, daß etwa 59 Krimiiialbcamte aufgeboten waren, um Verschlungen gegen Verordnungen, die als Reste der Zwangswirtschaft noch bestehen, ausfindig z» machen. Selbstverständlich schimpfen jene für den freien Handel ein- kretenden und auch den Schleichhandel begünstigenden bürgerlichen Blätter und Korrespondenzen aus die Polizei, wenn diese gegen Lebensmiltelschiebcr und Schleichhändler vorgeht. Die Anschuldigungen, die dem gestern festgenommenen Direktor des Eden Hotels, Birndörfer, zur Last gelegt werden, sollen auf Anzeigen zurückzuführen sein, die seit Monaten gegen das Eden- Hotel und namentlich gegen die Persönlichkeit des Direktors Birn- dorfer gerichtet sind. Es handelt sich dabei in der Hauptsach« um angebliche Verschlungen gegen die- Zwangsbewtrtschaftung des Fleische», die. wie bekannt, bereits seit dem 1. Oktober auf- gehoben ist. In den Betrieben der HotelbetriebS-Aktiengesellschaft sBristol, Zentralhotcl, Kasse« Bauer, Kranzler, Zoos, gegen die gestern vor- mittag ein großes Kessellreiben veranstaltet wurde, erschienen die Polizc'bcam'en, sperrten die Telcphonzcntralen und durchsuchten die Porratsräume. Wie ein« Korrespondenz berichtet, hat die Direktion der Hotel- bctriebsgesellschast infolge des Vorgehens der Polizcibcamten eine Beschwerde an die Gcnelvlstaatsiinwa'tschatt gerichtet, in der über dcrS Verhallen der Polizeibeamten Klage geführt wird. So bescknocrt sich Direktor Schüler, daß bei der Haussuchung im Restaurationsbctricb des Zoologischen Gartens ihm von dem dienst. tuenden Polizeikommissar die Erlaubnis verweigcrt wurde,«in Telegramm an die Sdaatseuwaltschaft. in dem um Aufklärung ersuckp wurde, abzu'endcn, und daß ihm ferner nicht gestattet wurde, sich mit seinem Rech'tsbeistand in Verbindung zu setzen. Erst nach» mittags gestattete Polizeikommissar Z., der die Haussuchung leitete, daß an die S tacASaiiwal t schast eine Beschwerde abging, die aller. dings seiner Zensur unterlag. Im Nestaurationsbetrieb des Zoo- log scheu Gartens wuide von den Beamten ein Sack mir Zucker beschlagnahmt, dess.» sofortige Freigabe die Direk- tion inin verlangt, da es sich um Ware handle, welche von der Reichszackei stelle den großen Hotels zu einem sehr erheblichen Preis vcr'auft wird, weil die RcichSzucherstelle dielen teuren Auslands- zucker nicht auf Karten on die mindcrbem'tte'tc Bevölkerung glaubt weitergeben zu können. Die nähere Untersuchung wird ergeben, was an t>cn bisherigen Meldungen zutreffend ist. Die Ursachen öes Kartoffelmanzels. Der Magistrat Berlin bittet uns um Aufnahme folgender Zu- lchrift: Zu dem in der Morgenausgabe vom 3. November unter der Rutrik„Wirtschaft" auszugsweiie Wiedel gegebenen Bericht de« SandbundeS über die Ursachen de» Kartoiftlmangels muß festgestellt weiden, daß die Landwirt« nach den Verträaen überhaupt kein Recht darauf haben, daß die Städte an den Verladestationen ab- nebmen. Die Landwir'e steben im Verwegsverhälinis nur zu den Genossenschaften und können nur von diesen die Abnahme vcr- langen. Die Genossenschaften aber— das ist in den VeriragSver» Handlungen außer Zweifel gestellt worden— baden kein Recht. von den Städten die Stellung von Abuahmevert retern zur Be- drneung der Erfüllung ihrer Li eftrungKps lichten zu machen, die Städte haben sich vielmehr anSdrücklch das Rügerecht aus der An- kunftsstalion vorbehalten Es ist jener dl rchzuS kölsch, daß BerLn zu rigoros in den Abnahmebedingungen sei. Berlin sah sich naweutsich in den ersten Wochen der Lieferung der Vertrags- kartoffcln leider gezwungen zu rügen, das diese Kartoffeln statt besser, wie vertraglich zugesichert war, noch viel schlechter geliefert wurden als selbst in den ungünstigsten Zeiten der ZwangSwirt- schalt. Es ist aber taUsichsich in den me.sten Fällen weniger gerügt worden, als der ta' sächlich schlechte» Beschaffenheit vieler Sen- dimaen entsprochen hätte. Berlin hat sich» ferner, ohne eine Vcr- vfl:chtu»g dazu zu haben, bereit erklärt, durch vereidete Sackiver- ständige zusammen mit den Abnehmern der Genossenschaften die Abnahm«, soweit irgend möal ch. auch auf den Verladestationen zu bewirke-, und über nickt cr�ebstcke Mängel, insbesondere nickt ver» traasmäßige Gröbe ohne Rüge hinwe-",.' sicn. Es ist also von Berlin das Möglichste ge'an worden, um den Genossenschaften und den Landwir'en die Erfüllung ihrer Liexrungspflichten zu er- leichtern; um so mebr muß ab-r eefordert werden, daß nun auch st- ihren Vernsl sichtun gen restlos und pünktlich genügen, um die ReickShauptstadt in den Stand zu fetzen, mi- den in aiiSreickender A'fr-c vertraglick oesickw'en Kactoiseln in den Wintermonatcn die Bevölkerung vor einer Hungersnot zu schützen- Groftsener in Döberift. In der vergangenen Nacht ist, wi« gemeldet wird, ein Teil der großen Prowantlaser, die sich auf dem Trupvensibunasplatz Döberitz befinden, abgebrannt. Der Brand hat große Vorräte an Futter- und Lebensmitteln vernichtet. Es stuv mehrere Schup- Pen total ausgebrannt, und auch eine Anzahl großer StrohdiemensinddemFeuerzumOpfergefallerl. Einkommensteuer«nd Lohnabzug. Vom Leiter des Finanzamts I Berlin wirb uns folgende» ge» schrieben: Die zeitweilig ungenügende Beliesentng der Postanstaltcn mir Steuermarken hat zur Folg« gehabt, daß Arbeitgeber nicht recht- zeitig ihrer Verpflichtung aus 15 4 Abs. 1 der Bestimmungen über die vorläufige Erhebung der Einkommensteuer durch Abzug von Arbeitslohn für das Rechnungsjahr 1929 vom 2t. Mai 1929 noch- kommen konnten. Um die Unzuträglichkeiten zu vermeiden, die daraus entstehen, daß Arbeitgeber den austretenden Arbeitiichmern nicht d'e Steuer» karte mit den ordnungsmäßig entwerteten Steuermarken übergeben können, ordne ich biS auf weiteres an, daß die Arbeitgeber in Fällen dieser Art den von dem Lohn der Arbeitnehmer einbehaltene» Betrag in bar on die für den Arbeitgeber zuständige Finanzkasse unter Angabe des Wohnsitzes des Arbeitnehmers am 1. April 1929 und gegebenenfalls unter Angabe des Steuerzeichens abführe» können. Falls die Finanzkasse des Arbeitacbers nicht selbst auch die für den Arbeitnehmer zuständig« ist, hat sie den von dem Arbeit» geber abgelieferten Betrag an di« zuständige Finanzkasse bzw. Steuerhebestelle weirerzuleiten. Der Arbeitgeber bat dem Arbeitnehmer aus Verlangen ein« Besche'nigung zu erteilen, aus der der Betrag, der abgeführt wor- den ist, der Zeitpunkt der Absührung, die Kasse, an die er abgeführt worden ist, und der Zeitraum, für den die abgelieferten Beträge einbehalten worden ssnd, hervorgeht. Die Bescheinigung kann mit der nach§ 11 der Destimmuna-n vom 21. Mar 1929 verbunden werden. Kapitalschieber vor Gericht. Heute begann vor der Strafkammer de» Landgeriicht» die Vv» handlung gegen eine Anzahl bayerischer Kapitalisten, Kommerzienräte. Geh. Kommerzienräle, Rechtsanwälte, Vizekonsule uisw., die boscknrld.gt werden, in sehr umfangreicher Weise Kapitalien nach der Schweiz verschoben zu ha-ben. ES han. delt sich um viele Millionen. Mitangeklagt ist der in Zürich an» sassige Rechtsanwalt Dr. Thalibevg, der wegen Kapitalschiebungen schon im Erzbergcr-Prozetz gena-nri-t wurde. Tlxvlbcvgcr hat bei Berliner Großbanken im Auftrage der angeklagten Kapitalisten große E.nzahlungen gemacht und die Summin dann später auf Schecks an schweizerische Banken überwiesen. Aus diese Weise haben di« Herrschaften ihr Geld vor der Steuerbehörde in Sicherheit zu bringen gewußt. Wir werden über den Ausgang des Prozesses, ftsir den 14 Tage Verhandlungsdauer in Aussicht genommen sind, be» richten. Tie Teppiche der Gesandtschaft. Einbrecher suchten in der ver- gangenen Nacht die cksinesische Gesandtschaft in der Kurfürsten- straße 114 heim und stahlen mehrere echte Teppiche, die zusammen gegen 299 999 M. wert sind Von dem Verbleib des gestohlenen Gutes ist noch kein« Spur gefunden, die Täler find noch unbe- könnt. Selbstmord zweier S-cherheitswackimeister. Mit ihrer Dienst- Pistole erschosien k-aben sich gestern 2 Beamte der Sicherbeirspolizei, dt« Unterwackstmeister Richard Koste aus der Plantagenitraße 43 und Josef Machulik, der in der Kaserne Friedrick-Karl-Straße 2 wohnte. Was sie zu dem Selbstmord veranlaßte, ist nach nicht bekannt. Auf frischer Tat ertapvt und festgenommen wurde gestern einer jener gewerbsmäßigen Tafckendiebe, die die Hock>- und Untergrund- btckn unsicher machen. Am Bahnhof Nollcndorfplatz wurde er er- wischt, als er gerade einer Dame das Geldtäschchen gestohlen hatte. Die Bestvhlene, die unbekannt ist. kann sich das dunkelbraune Portemonnaie im Zimmer 76 des Berliner Polizeipräsidiums abholen. Der Postverkehr mit Wilna ist Kit einigen Tagen unterbrochen. Postsendungen nach WUna können daber bis auf westeres nicht angenommen werden Telegramme nach Nordamerika können aus der europäischen Beförderunasstrccke bis London drin- gend befördert werde». Für solcke Telegramm« erhöhl sich die gewöhnliche Wortgebühr um 8.15 M. Ter tFntawstf,« Garten in Tablcm Ist am Sonntag den 7. Roi�. von 11 Uta bis 4 llbr für frn all gemeinen Besuch geöffnet Kinder unter 19 Jahren hoben keinen Zutritt. Der erste Iinterboltnttgsabenjb für die Brüter Juoend, ver- onstwtet»oni Brihei stuorndeml. ffnbet om beutinen Dorv-rftaa, obei bs fi Übt. in der Aula der I Eemrirdeiltuie, Berlw-Brip. llbouff-e- ßrote 136/Iln. f-ntt. Vornan mit Lickubildein übe, bos Tbemo„Ans der ilindei stube der Tiere». Dei Bestich der VeranstollitNti w'id der mannt chen und n ciblitfien Tchitilnnend oom P Lebens-obie an nnoeiegenliichst empioi len. Auch d-e Eiteru der Cchulpflichligen sind scbr willkommen. DaS Eintrittsgeld betiö t 39 Pstnuig. Der Mepubltkanlicke Fnbrer-V>»np wranstoltet Ott* Anlaß i-er S-fdn'rbi deS Reooluvonsloe-es nm 7. Novembe, d si.. votm ltoos lt llbr, im prosien eaale des Uchiriveiel, sbautes e ne leviiblikaniiche Mede> kieier. Tie Festreden boben übeinonrne»!I!e-chst'gSviäs!dent Lebe- nd der 1. Boisidende des RFB. Rie floht. Ihre Milwiiknna toben nnteloot: Alerander Moiisi vom Deutschen Tdeater und die ,Liedeita-rl West" d. St-2.-95,). E-niiittskaiten zum Preist von t.'9 M inklnffve?te»er sind in den Nie- Ichäiist ellci> der ssitn'a 91 Veltheim, in de» Meichaitestesien des Bunde», Luisei-str. Std und Cöpenickcr Str. K4a, sowie an der Tageslaffe erhältlich. Groß-öerliner parteinachrichlen. Heute, 4-?!ovcinber: Z4l. Abt. Die Partei- und BczirkssunIIlouärkonserenz findet nicht Jmmanucilirchstr. L4. tondern Ckrisiburgei.. Elte Wünschstr.. bei W nzer natt. Iungiozialiftische Bereinigung. Neukölln im Fugeuddein, Aogat» straße 53: Dietuision-abend.— Treptow im äugenddeim EUenstr. 3: Portrag:»Die Benrebung der Tat".— Friedrichehageu bei Schutz, itiudenavee, Ecke FUedrichuratze: Vortrag:.Hcitlunde". Reserentr Genosse Ärllmann. Morgen, 5. November: 8. BSahltre!»(Tiergaririi), 6'lt Ulir iir eisvorstandsfitzung lnicht wie im MorgerrdlaU ÄreiSvertrelersiinng) bei Trümper, Flensburger Str. 3. » IS— 18. Abt. Die BezertSsührcr werden eriucht. bis»um». Nov. mit den Abl.-Kattirrern die Billetts zur Revalulioiiss>er abzurechtien. Die Abt.-Ka-siem rechne» am Sonnabend, den 6. d. M., um 1 Uhr beim Genossen Buchmann, Stralauer Allee 25, ab. Sport. Di« BoMmpfe im Admiralspalast wurde« Mititvoch mit einem fketten SR u»den-Kampf Kirckbaum— Rupp eingeleitet. Erstcrer gewann nach Punktwertung Das sonst sehr reichhaltige Programm brachte nicht den gewünschten Erfolg. Der rielversprecktcnde Kamps de» Europameisters Dadoud— Wwgand l Deutschland) ließ wenig von seiner Kunst erkennen. Wiegand war seinem Partner an Teckmik we't überlegen. Durch einige Nicrenschläge, die Badoud seinem Gegner versetzte, sprang einer der Sekundanten in den Ring, wonach der Kamps nach nur vier Runden für den Deulschen verloren war. Im Zuhörerraum bcmäch igte sich des Publikum» eine furchtbare Erregung Unter Gepfeife und Geiohs« verließ der Schweizer die Arena Der 15-Aundcn-Kampf Eckeroth— Leroy war wen'ger ans- «gend. der Belgier hatte einen schweren S'and. trotzdem hielt er sich bis zur letzten Runde. Der Kampf war für Eckeroth nach Punktwertung entschieden. Im Kamps Naujoks— Kaufmann (Amerika) stand der Deutsch« dauernd in Angriff, der Kampf wurde al».unentschieiden" bewertet. Gerverkschastsbewegung Ter Kampf gegen die Betriebsräte. Di« Dett-i�kSräte find den Unternehmern«in Dorn im Shtge. i>£it allen Mitteln versuchen sie, denselben bis Leben sauer zu machen. Haben sie dann endlich ein für sie ganz besonders gcfähr» licheS BetricbSraümitglied aus ihrem Betrieb herausgegrault, dann versuchen si« auch noch, ihm eine Beschäftigung bei anderen Firmen unmöglich zu machen. Diese Absicht lag offenbar auch vor. als das Kabe'wcrk der Siemens-Schuckert. Werke einem auS ihrem Betriebe scheideichen Arbeiterrat folgendes Zeug- n i z ausstellte: Herr....... geboren am...... war vom 28. November t£)13 bis zum 30. März 1020 bei uns als Verseiler beschäftigt. Am 11. März 1020 ist Herr...... von der Arbeiterschaft als Mit» tlied des Arbeiterrates gewählt worden und hat als alcheS eine produktive Tätrgkeit nicht mehr aus- i e ü b t. Sein Austritt erfolgt heute auf eigenem Wunsch. Der so Gezeichnete, orr kein Zeugnis, sondern lediglich eine .'luStriitsbescheinigung verlangte, forderte natürlich eine Aeniderung dieses„Zeugniffcs". was aber die Firma mit folgenden Zeilen ablehnte: Anbei Ihr Zeugnis. Wir können Ihnen eine andere Be» scheimgunq über die bei uns ausgeübte Tätigkeit nicht ausstellen. Dazu ist zu bemerken, dast die Firma kein Recht hat. in einer AuStrittSbefcheinigung etwaS über die Tätigkeit des Arbeiters zu sagen, cS sei denn, dast dieser es ausdrücklich wünscht. Der Zweck der Hebung ist klar. Man will den Betriebsräten durch der- artige Zeugnisse, die für ihr weiteres Fortkommen natürlich hlnder. lich stnd, die L u st zur Ausübung solch einer Funktion nehmen und sich auf dies« Art die Betriebsräte überhaupt vom Halse schaffen. Zur Tmichung dieses Zieles sind den Industrie- baronen natürlich alle— auch ungesetzliche— Mittel recht; aber sie werden ihnon nichts nützen! Sozialisierunii bedingt Einigkeit! In einer am 27. Okiober d. IS. vom Gcwmlbetriehsrat des S i e in e n S- K o n z e r n s im Verwaliungegebäude. Siemcnssta't, einberufenen Ä oliversam iiltunq der BerriebS-.Är- beiler- und An gestellten rate referierte der Steiger Georg Werner iGeswä'tefiihier des Butab. Mitgl'ed der Soziali- sterungStommiision) über Sostalineriing deS KohleobergbaueS Zur weiieren Äusklärung iai den in den darauffolgenden Tagen in allen Betrieben des SiemeiiS-Zionzerns BeiriebSver- iampr Inn gen statt, in Welten u. a. der Vtrckiirekl Heinriw Z a u i in a n ii lGeicbäfiSiührer des Butab, Mitglied der Eoriali- steruiigelommiiston) über dasselbe Tbema referierte. F» der Voll- versainmtuilg der BeiriebSiäre sowie in ollen Beiriebeveramn!- lunge» Wörde nackmcdende Resolu:>on e-nstimmig angenommen: .Die Ariieiiliekmer>iba'i d.S Sim.nS-KonzernS, die im Sozia- liSnmS und in der Fördening der enirin>vil:itail die Ret« ring aus dem wirt'ckaitlichen CbaoS erblickt, n mm: mir aröluer Besorgnis von der immer weiter um sich greifenden Zersplitte- rung der politischen Arbeiterparteien Kenntnis. Sie ist sich bcwutzt. daß nur durch eine geslbtosiene Pha- lonx dem sozialistrswen Gedanken zum Siege verholfcn werden kann. Diese Geschlossenheit ist aber zurzeit nur noch in den freien Arbeiter- und Angestelltengewerkschaften gewährleiste:. Es ist deshalb ü»bed>»gt cr'oiderlich. daß wenigstens h'er die Einheit gewahrt vleibl, um die nächsten großen Aufgaben der Wirtichafispolirik, zu der vor allen Tmgen die Sozia Ii- f l« r un g des Kohlenbergbaues gebort, zu erfüllen. Die Kollegen und Kolleginnen des Siemens-Koiizern erkennen die Noiweodigkeir des Zuianiinenichlusscs aus dieser Basis an und verpflichten sich, auch den Bciriebsrat in dieiem Sinne in seiner Tätigkeit zu uiiterstü�en und von jeder Zersplitterung der Gcwerki chatten innerhalb des Werke« abzusehen. Alle Kollegen erkenne» an, daß nur eine straffe Geschloffen- heil der geiainien Aibcitnebinersckail eS möglich machen wird, die Betriebsräte zu wi> klich mitbe st immenden Faktoren im Wirt- schaflsprozeß zu erheben. Sie erblicken ierncr in der Vollsozialisierung deS Bergbaues die Grundlage iür die Neuordnung und den Aufbau des GeiamiwirtichaitSlebenS. Für diese? nächste große Z'et im gegebenen Augenblick«inzusteben und zu kämpken, hallen sich alle Kollegen und Kolleginnen des Siemens-Konz rnS bereit.'_ W:s die Arbeiter provoziert werde«. AuS München wird uns geschrieben: Bekannrlich soll nach der Meinung des Reichiflnanz- Ministeriums bei den Verkehranstaltcn— iowei» Tarirvenräge ab- geichloffen— über das, was den Eisenbahnern zugestanden, nicht hinausgegangen werden. Das ist schließlich alles rech: und pur und werben vre in Frage kommenden Vnuisgnippen keine wesenrlichen Einwände zu macken haben, soiern es sich überbaupr ermöglichen läßt, alles was bei den VerkehrSonstalten an Arbeiter- gruppen besttä'tigr ist, unter einen Hut zu bringen. So genehmig:« das Rcichsfinanzministeriam den Eisen- bohnern in den verschiedensten Srädien Ueberteuerung«. z u i ch ll'>«. Während bei'vieltwei'e die Eisenbahner Nü,n- bergs(Bayi'rnt diese Zu'cküffe bekamen, enthält man sie dem Po st- und Telegrapbenvertonal vor. Seit Monaten müssen die Verlreter der zuständigen Organi>aiion wie ein Hand- WerkSblirsch? an alle» möglichen Stellen herum'chnorren, um die paar Groichm ,n bekomme». Selbst ein t'chiiirliches Ermchen bei Herrn Affeffor Schilling war fruchtlos.— Ter Herr Affeffor glaubt selbst Organiiationsverrrerer als auf der Breiuisuppe dahergeichrvonini.u ansehen zu müssen, denen man überlairpr keine Antwort zu geben braucht. Irgendwelche Bor- stclluiig ist unmöglich, denn wenn man an das Rcich-finanzmini- sterium kommt, ist niemand da. Wie bier eine Organisation noch etwa» auSzurtchlen vermag, das wiiscn die Gölier. llcberhaiipt scheint der Herr Reirvtstiionzininister samt seinen Strategen ein le bhaltigeS Vexierbild zu lein. Wäre allerdings die Sache nichr so ernst, müßte man sich mit diesen Zuständen im .Sinivk'eisnmnS' beschä'ti eii. So aber wanen Mei' scheu in einer Zeil auf ihr Geld, in der für den Winterbedarf gesorgt werden soll, Ob der Herr R-ichsstnanzminister auch so zugclnöpft ist, wenn der Reich-wchrminister Geßler an ihn mit einer Forderung für lerne Soldaten herantritt? Sicher nicht, denn Bauer, das ist etwa» anderes. TaS Gewerkschostskartell Nvwawes bittet die Gewerkschasterr, auch in diesem Jahre für die am 18. Dezember, nachmittags 5 Uhr. im Restaurant Turnhalle Auguststraße stattfindende Weih- nach t S b e sch e r u n g für Kinder verstorbener und gefallener Gewerkschaftsmitglieder Mittel auS ihren Lokalkassen zu bewilligen. Die Beträge sind an den Kassierer Harr- mann R e i n f e l d t, Groß-Besren-Str. 74, und die Namen der ver- storbcnen Gewerkschaftsmitglieder an den Vorsitzenden Dürre, Lindenstr. 38, zu senden. An die letzte Adresse haben die Ange- hörigen oder Erzieher der in Frag« kommenden Kinder bis zum 4. Dezember, wochcntäglich(mit Ausnahme der Freitage und Sonn- crkndej von 4 bis 8 Uhr nachmittags, deren Zahl zu melden. Mitglieder der ilfa-yerbünde. Der Afa, OrtSkartell Groh« Berlin, find Iür die Sonntag-Abcrid-VorÜcvung am 14. November eine Anzahl Plätze im Theater am Bütowplntz, Volksbühne, zur Vcnügung(je- stein worden. Zur Aufstibuing gelangt:.Nach Dama-Zlus', II. und III. Teil. Die Karlen find in der GeschäfiSstelle, Belle-Alliance-Slr. 7/ Ii), III. Etage, in den Geschästsftunden(von>0— 3j zum Preise von 4.50 W. erhällkich._ flus aller Melk. Negerjagd in Amerika. In Orlando(Florida) veranlaßt««in Neger, der zur Wahl nicht zugelassen wurde, da er seine Steuern nicht bezahlt hatte, einen Auflruf. Hierbei wurden zwei Weiß« getötet uno andere verwundet. Di« Menge hing den Neger schließlich auf und verbrannte fünf andere Neger, die an dem Zu- sammenstoß teilgenommen hatten, ebenso die Häuser, in die si« sich geflüchtet hatten._ Waldbrand in Tirol. In der Nähe der Stadt K u f st« i n wütet seit Sonntag eingroßerWaldbrand.der bereit? viele Hektar hochivertigen Wäldes eingeäschert hat. AuS Innsbruck wurde Militär zur Löschaktion herangezogen. Ter Schaden erreicht schon jetzt viele Millionen. Englischer Kreuzer gesunken..Telegraaf' zufolge meldet die britische Admiralität, daß der englische Kreuzer.Sloncdcnge' in Cara Burun am Eingang deS Golfes von Smyrrra gesunken ist. Auf dem Prager Hradschin wurden die Neberreste eine« Palnste» der P r z s m p« l> b e n mit allerlei Znbauien auS der Zeit Brzemqsl Oilokar« II.<13. Jahrb.) aulgebeckl. Bei den Kanalisie- runaSarbeilen fand m.in Neberreste einer allen Burgkapelle aus der Zeit des Herzogs Bonsvoj. Aeramw Iür den redalt. Teil Tr Vcrnrr Priler, Tharloueiibura! Mr vnrenien: Td. Waitf, Aeriiil. Serlag: VorivariS-sieriaa rs m d H. Berlin Trurl j!�r, wärrs-Augidruckerei u Perlaosaniiall Paul Smaer u Co Aerli.i Lindenfir. 5 Venlklijvesdünil Srok- flerlln (So, law. Partei Dciltschl.) Unser Mitgl. ed Ilgligott Ikoss.sz ' roohnh. Alle»«heim i strotze, ist am 23. krsdel ilto. er im Älter von SS Jahren 3 verstorben. 161.8 g Ehre seinem Sladenlen l Die Beerdiguna ersolal ! am Freirag. den b. d M, vorm. ll'., Uhr. aus dem i städi.AnftalretriedhofBu. !a d.Schwanedeike. Ei! ausser. 3ahlreich» Belrltignng er- warlet Der Voi stand. )r. med. GrQtering aut, Harn. UntetleibsleiJen Mlnn. u. Frauen-Bluiunteia nvalldenstraBe 88, Eclre hausseesu- Stett bhf Spr. ■Vochfn-ävlich 11-1.' J-1 a7. Kreoz-, Alaska-, Lilber-Füciise Dumeapelzkiasen v. 48 RoCuphakiaeca v. 140 Feiz.utter iür Mäntel von 120 M an Herrew.rasen v 68 an Seal Elektrlc, Biberel Aiistraüsche Opossum in«roBer Auswahl. Peizwareaiiaas A.KJassßCo., llackeach-.r Markt nosemhaler-ir. 40 41. (�äuchertoU!! glff Das sicheret Mute!, das En Hauchen ganz od. teilw fl A einrüste» Wirka ver A blütfend. Auskunli ums an. Inst Ex. Enjibrecht, München Rb. Kanuiiner&tr. v Elektro-Ätotorc Leiwngs-Dpiiamo-Drähte In- siallab-Maieriai iaurt lausend Slettromech�geutru«. lAIer 478?>. 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