K». 557 ♦ 37. � c�ggf Busgab« E Nr. 140 W»WHWni, S! w BOTlSJIlr-Ä. ft« tw»'>DUb uottra« aWbot iiSBifl äRimail'.st 10,— Mt. erK. Su- keüunqsrrecübc, Untet Sieiubarb tut Deut chland anö Oeftmndi 16, 0 Ilu für io» ufarigt Suslovti bei laglich einmal. SufteBimc 21.50 IS,?lbO?e- Oelliinqen nehmei, an 0 eil er reich Ungarn, Tschecho• Slowatn, Dane* man. öoaano, wu tauntco.-diawben and bte 6a«s MI! bei Könning»- deUage.Voll n. ÜeiN' erschein! wo-den- läglich zweimal Soaniaqs and Mo» log» einmal Tele? ramm-Abrele �Sojirilörwiofrttl ö Avend Ansflalie Devlinev Volksbleltt (20 Pfennig') AazeigespretS: ®t*«fttgettialtene �IrnaattlEejetl' tofietS,—•J)i,S:euenmgsjuict)too50«/y „Kleine Anzeigen- bas'en- qefilrudtf fflort 1,— Ai.(julälfig zwe> rettgebnidte üoctel, ledes weitere Marl 60 Pfg. Etellengeinche aar Schlaiilellenan?, eigen das erste Wo« SS Big. iede« weitere Wort 40 Big. Borte über 15 Puchstaben zählen iiit iwei Worte. Teaerungszuschlaa SO»/» �am'lien-Anzeigen fstr Abonnenten Feile 2,— M, poütiiche unb ge- wertichastliche Verein»- Anreisen S.— Sit die Feile ohne Aufschlag, Anzeigen tstr die nächste Nummer müssen bis S Ahr naä mittag» im bauvtgeschäit, Berlw SM i. Linden- strahe 3, abgegeben werden. SieSffne 00 n g Ubr früh bis 5 Uhr abend» Tentralorgsn der rozialdemokrati Tchcn parte» Dcutrchlands IvcdaFtien and Expedition: SM. GS,£indcn(h. Z. Fernivrechrri Amt Morisvio»», 9tr, 15190— 151547. fSicS&XSl Abstimmung üer ElettriZitatsarbeiter. Nebe? die heute vorgenommene Abstimumug Wege« Wiederuufnahmr der Arbeit liegen bis zur Stunde genaue Zahlen noch n i ch t v 0 r. Die vorläufige Zählung hat jedoch, wie wir von der OrganifationSlcitung des Verbandes der Maschinisten und Heizer erfahren, eine Mehrheit für die Arbeitsaufnahme ergeben. ES strheu zwar die Adstimmungsresultate einzelner Betriebe noch auS, jedoch dürfte das Resultat dadurch keine Veränderung erfuhren. Mit der Wiederaufnahme der Arbeit ist um so mehr zu rechnen, als nach den organisatorischen Bestimmungen die Abstimmung bei Wcitcrführnng des Streits� eine Drei- diertelmajorität der Abstimmenden für de» Streik ergeben musz. » Nack» dieser MeTdung scheint eS, dost endlich bei der Mehrheit der Elestrizitätsorbciter sich die Erkenntnis Bahn gebrochen hat, dast der cchne Erschöpfung aller Verhandlungs- möglick/knien inszenierte Streik nicht mehr aufrecht zu er- .halten ist. Mit mastgebend bei der Entscheidung war wohl- die Tatsache, dast dieser Streik zu einer Angelegenheit der ganzen organisierten Arbeiterschaft goworden ist und dast das Vorgehen der ElektriHi tätSa rbeiter in den weitesten Kreisen der Arbeberschaft Grost-Berlins nur wenig Sympathie gefunden hat. »• • Dr« Brmühnngrv deS Hauptvorstandes deS Verbandes de? Maschinisten und Heizer ist es gelungen, die für heute vorgesehene Neueiusetzung der Techuischea Nothilse zu ver- hmpern. Die Kopie Stettens. Dl««nsa-gkich tra-irng» Komödie, die gestern dmi kcmnnu- nisti schon und syndikalistischen Arbeitslosen in verschiedenen Gameinde- und Staatsbetrieben aufgeführt wurde, stellt stch als eine groteske Parodie des Versuches der italienischen Ar- beiter dar, die Werke in den Besitz der Arbeiterschaft zu über- führen. Wenn es überhaupt noch eines Beweises bedurft hätte, die ganze verworrene Denkweise der sich überradikal ge- bürdenden Arbeiterschichten aufzuzeigen, so ist das mit den gestrigen Versuchen, Generalstreik durch die direkt« Aktiva zu erzwingen, geschel)en. Nach den uns geworbenen Jnsormattonm war beispielsweise die Zahl der Arbeitslosen, die für wenig« Minuten sich die Herrschaft im Gaswerk Danziger Straße anmaßte, nicht IlXX), sondern cttva 200 Personen.' Unter den Demonstrieren- den befanden sich zahlreiche alte Mütterchen, die für den Pro- duktionsprozest nickt mehr in Frage kommen, daneben zahlreiche so jugendliche Mensthen, daß rrorn im Zweifel sein konnte, ob sie überhaupt schon als Arbeitslos«- anzusprechen sind. Nur der Sdbstnicht der im Betrieb Arbeitenden und 'dem begreiflichen Gefühl, daß die die Wahl revolutionärer Betriebsräte Fordernden schließlich auch der Arbeiterklasse an- gikhören, haiten die Demonstranten eS zu danken, daß die Arbeitenden die Episode mehr von der hrnnoristischen Seite nahmen und die Eindringenden nicht zum Tore hinauswarfen. Das aber nicht in alle Zukunft derartig« terroristische Ein- Wirkungen humoristisch genommen werden, ist gewiß. Sorgen doch die sich aus solchen wilden Bewegungen ergebenden be- hördlichen Maßnahmen dafür, daß die ganerkschaftlich organisierte Arbeiterschaft erkennt,, daß die Folgen der- artig i�r törichten Putschversuche auf sie selbst zurückfällt. Erschwerung des Koasitionsrechts, Einencnmg der Arbsiterrechte sind letzten Endes die übrig- bleibenden Ergebnisse dieser neuesten„radikalen Aktion". Wenn der Versuch der italienischen Arbeiter gescheitert ist und scheitern nrustte, trotzdem dort tatsächlich in den M a s s e n der Wille vorhanden war, um wieviel mehr mußte die Der- liner„revolutionäre Aktion" zu Wasser werden, da sie durch- geführt wurde von Leuten, die zu einem großen Teile trotz der Revolution auch heute noch nicht vom Gedanken der Or- ganisation erfaßt sind, und die nur den ihnen gsgebenen Auf- trag der im Hintergrund? stechenden Drahtzieher ausführen. Bei den Regisseuren der Komödie aber weiß man nicht, ob sie nur Irrsinnige oder von der Reaktion gekaufte Subjekte sind. -Neue Aktionen der Arbeitslosen. In den Betrieb der A. E. pi. H u t t e u st r a ß e drangen ge««« 11 Nhr einige hundert Arbeitslese ein, um das Werk stillzulegen. Hlnvagerufene Sicherheitspolizei versuchte die Demonstranten in Güte ,0 veranlassen, daS Werk zu rSumcn. Ninifter Severins über öen Streik. Einem Mitarbeiter des.23, T." gegenüber äußert« sich der preußische Innenminister Genosie Severing binsichilich feiner Stellung dem Streik gegenüber folgendermaßen: Schon am Soimabend vormittag habe«r sich mit dem Bürger- Mvtster Ritter in Verbindung gesetzt, damit ollo» aufgeboien werde, um die dringendste» Kotstandsarbeit«» z» gewähr» leisten. Lm Nachmittag wurde dann auf sein Dränyen von der Stadt Berlin aus der vom Steigen de« Grundwassers gefährdeten Straße nzuglirn« der Friedrichftraße an der Nordsüdstrccke der Unter- grundbahn die nötig« A-usmerksamkeit zugewendet und dem Oberpräsidenten die nöiige Anweisung gegeben, durch den Polizeipräsidenten die S:adt Berlin anzuweise», für Be- leuchwng der Straßenzüge zu sorgen. Am Sonntag morgen fand unter Vorsitz de? Reichlpräfi- d e n t e n eine Sitzung des Reichskabinetts statt, an der Minister Severing teilnahm und in der er der Reichsregierung seinen Bericht über die Sachlage und seine Ansicht über die zu er- greifenden Maßnahmen mitteilte. Der Minister wiederholte bei dieser Gelegenheit den von ihm bereits am Sonnabend dem fla- binett gemachten Vorschlag, ein Gesetz schleunigst zu erlasien, das den Streik in lebenswichtigen Betrieben so erschwert, daß nicht jeder syndikalistische Treiber Taufende von Arbeitern in de-n Streik hineinziehen könne. In einer ebenfalls am Sonntag, abends Ö Uhr, abgehaltenen zweiten ReichSkabineUsitzung wurde sodann einer Anweisung SevermyS zum Schutz der technischen Beamten der städtischen Betrieb« zugestimmt damit die Technische Nothilfe, für den Fall, daß sie doch noch zum Eingreifen gezwungen würde, unter der Leitung der technischen Beamten arbeiten könne. Im übrigen wurden in dieser Sitzung auch die Vorschläge da» Ministers Severing über Inhalt und Zeitpunkt der Veröffentlichung der Verordnung des Reichspräsidenten vom Reichskabinett angenommen. Hiernach entfallen die von gewisser Seite dem preußischen Mi- nisternn» gegenüber gemachten vorwürfe, al» habe diese» nickt die zur Beilegung deS Streiks notwendi-« Initiative gezeigt. �kbwartenüe Haltung der Straßenbahner. Wie«tu« Korrespondenz meldet, werden sich die Straßen- bahn er heute nachmittag 2 Uhr noch einmal darüber entscheiden, 0 b der verkehr aufgenommen werden soll oder nicht. Gestern abend betonten die Funktionäre noch, daß sie solidarisch mit den Elektrizitätsarbeitern feien und daß in den Kreisen der Verkehrsangestellten keine Neigung herrsche, den Betrieb«ufzu» nehmen. Man will heute nachmittag die Entscheidung der Elektrizitätsarbeiter abwarten und dann noch einmal feststellen, ob die Schaffner und Fahrer, wenn der Strom etwa durch Dritte erzeugt wird, ihren Dienst versehen werden oder nicht. der Streik in üen Gaswerken." Jsn Tegel und Charlottenburg ruhte der Betrieb der Gasanstalten heute morgen noch immer. Um 1l) Uhr kamen die Arbeiter zusammen, um BetriebSvers.nnmlungen abzuhalten. Bei der gestrigen BetriebSversammkung erklärten Redner der K.A.P.D., daß der Streik der Ga-Sarbeiter als ein Protest gegen die hohen Lebensmittelpreise aufzufassen sei. Wenn wieder die Rationierung eingeführt würde und jeder di« gleichen Lebensmittelmengen bekäme, würden sie keine Lohnforderungen stellen. Es wurde auch über die Verhandlungen mit dem Magistrat und den Stadträten berichtet, welche die'Kontrolle über die Ga§- werke ausüben. Als ein Redner erklärte, daß die sozialistischen Stadträte selbst dringend.zum Abbruch deS Streiks geraten hätten, erklärte ein anderer:„Was ist ein Stadtrat! Ein Müllkutscbcr arbeitet mehr und ist wichtiger als ein Stadtrat." Splt verteidigt sich. Am Mittwochabend gab Sylt in einer Generalversammlung der der Zentral« in der Münzstraße angeschlossenen Betriebsräte einen Bericht über den Streik. Er verteidigte sich gegen di« in der Presse gegen ihn erhobenen Vorwürfe. Di« ihm zur Last gelegte Acußereing, die ElektrizilätSarbeiter würden, um ihre Forderungen durchzusetzen, über Leiche» hinweggehen, sei in einer Funktionär- sitzung tatsächlich gemocht wordep, aber nicht von ihm, sondern von einem GewerkschoftHcmyestcllten. Dagegen habe er, Sylt, gesagt, die städtischen Arbeiter seien sich ihrer Veraniwortting be- wüßt, sie würden nicht über Leichen hinweggehen. Sylt ver- wahrt sich auch gegen die Behauptung, er habe zur Sabotage auf- gefordert. Richtig sei, daß er gesagt babe, die Streitenden sollten die Betriebe so verlassen, daß die Arbeit von der Tech- nischen Nothilfe n:cl>t fortgesetzt werden könne. Damit sei gemeint, beim Antreten der Technischen Nothilfe sollten keine Feuer unier den Kesseln brennen und keine Maschinen laufen. Das genüge, um der Tcchmfchen Nothilfe die Fortführung des Betriebes unmöglich zu macken. An Sabotage habe er nicht gedacht. Es fei auch keine Sabotage verübt worden. In der Diskussion platzten die Gegensätze scharf aufeinander, j Di« Redner der Linksradikalen setzten sich über alle sachlichen i Erwägungen leichten Herzens mit den landläufigen Phrasen hin- 1 weg. BcsoickcrS Mal zolin war ei, der die Ausfassung vertrat: Auch d>i< stäbtischen Betriebe werden kapitalistisch geleitet. Wenn sie die Forderungen der Arbeiter nicht erfüllen können, dann« mögstn sie zugrunde gehen. Wenn w i r erst an der Macht. find, dann werden wir die Sache schon machen. Die Versammhntg nahm einstimmig einen Antrag, an, der die sofortige Beseitigung der siebenten Schicht der GaSarbeiter verlangt. Angenommen wurde eine Reso-lutwn, die die Bewilligung der Forde- rungen der Streikenden und die Zurücknahme der Zlusnahmemaß- regeln lVerordnung de? Reichsvräsidenien) fordert. Die Organi- sotion bezeichnet die.Gewerkschaftsbureaukraten" al» die«igent- lichen Urheber dieser Verordnung.> vorwärts-Verlag G-nt-b.£>., Ew. öS, Andenstr. z. aeenlvretver: Zimt Morivplav, Nr. 117 53— 54. Sozialismus und Streikrecht. Die Verorbmrng des RvichsprSsidente» zum Schutz lebenswichtiger Betriebe gegen wilde Streiks erinnert uns rechtzeitig daran, daß es einen Punkt gibt, an dem die sozio- listische Entwicklung und das unbeschränkte Streifrecht feindlich aufeinanizerstoßen. Das Streikrecht ist für die Arbeiter die unentbehrliche Ergänz img der kapitalistischen Wirtschaft. Wo der Profit entscheidet und die Arbeitskrast auf dem Markte nach den Gesetzen von Angebot und Nachfrage gekauft wird, da ist die gewerkschaftliche Rsguliernnq des Angebots eine Notwendigkeit, wenn nicht die Ware Arbeitskraft bei ungün- stiger Konjunktur unter den Erzeugung Avert, d. h. unter das Mindestmaß dessen herabsinken soll, das zu itwer Wiederher- stellung notwendig ist. Das Streikrecht ist in oer kapitalisti- scheu Gesellschaft die Versicherung der Arbeiter gegen den Hungertod. Es ist gar nicht auszudenken, zu welcher Tiefe des Elsnds und der Knechtschaft die Arbeiterklasse lzerabgestinken wäre ohne den gewerkschaftlichen Selbstschutz gegen allzugroße Not und Erniedrigung. Di« Gewerkschaften können diese Funktion des Schutzes aber nur dann ausüben, wenn ihre letzte Waffe, die des Streiks, blank in ihrer Rüstkammer bleibt. Darum die Empfindlichkeit aller den�nden Arbeiter gegen jede Einschränkung des Streikrechts, daher ihre Sorge, daß jeder erste Schritt auf diesem Wege zu unabsehbaren Kon- sequenzen führen könnte. Auf der anderen Seite steht das Ideal einer f ozioli-. st-ischen Gesellschaft, in der die menschliche Arbeits- kraft aufgehört hat, Ware auf dem Markt und Objekt d?r Ausbeutung zu sein, in der nach dem ordnenden Willen der arbeitenden Allgemeinheit alle einander entgegenstehenden Interessen ihren ger-miteu Ausgleich finden. Hier herrscht nicht mehr der Kampf aller gegen alle, sondern die Mitarbeit aller mit allen, hier kann der Interessenausgleich nicht mehr durch die Kraftprobe des Streiks, fondern nur durch ge- rechten Schiedsspruch erfolgen. Stellen wir uns theoretisch den Fall vor, in einer solchen Gesellschaft würde eine bestimmte Arbeiterkategorie ihre b e- sonders wichtige Stellung in der Produktion dazu benützen, durch organisierte Arbeitsvenveigerung besondere Vorteile für sich zum Schaden der Allgemeinheit zu erzwingen. Die Gesellschaft müßte sich gegen sie auflehnen und die Störer der sozialen Ordnung in ihre Schranken verweisen. Das Problem wäre sehr einfach,»venu es in der Welb- geschickte ein Datum gäbe, mtt dem die kapitalistische- Gesell- schast aufhört und die sozialistische beginnt. Wir aber wissen, daß der Uebergaug von der kapitalistischen Wirtschaft zur sozialistischen ein a l l m ä h l i ch eT U m s ch i ch t 11 n g s» Prozeß ist. Der Verfasser einer zukünftigen Wirtschafts- geschickste wird wahrscheinlich den gegenwärtigen Zustand der deutschen Wirtschaft als einen Uebergangszustand» bezeichnen, in dem die Anfänge der sozialistischen Wirtschaft schon deutlich sichtbar waren. Solange dieser Uebergapgszuftand dauert, lassen sich gewisse Einschränkungen der Streikfreiheit aus sozialistischen Gesichtspunkten rechtfertigen, während sie aus gewerkschaftlicher Seite wegen des vorläufigen Ueberwisgens der kapitalistischen Wirtschaftsform noch als Gefahr empfun- den werden. Die Verordnung de? Reichspräsidenten geht von dem Gnmdsotz aus, daß die Arbeiter lebenswich- tigster Betriebe, die bei uns zumeist schon in den Gemein- besitz überführt sind, nicht durch überraschende Arbeitsein- stellungen einen unzulässigen Druck auf die Gesamtheit aus- üben dürfen. Dieser Grundsatz ist w rechtfertigen, es ist ober aus der anderen Seite auch zu bedenken, daß unter den gegen- wärtigen traurigen Umständen das Streben der Arbeiter nach verbesserter Lebenshaltung mehr denn je verständlich ist. Die Verordnung des Neichsprästdenten sucht den gereckten Ausgleich zu finden, indem sie— dies ist dock der eigentliche Kern der Sache— den R e i ch s m i n i st e r des Innern zum entscheidenden Faktor eines für beide Seiten verbind- lichen Schiedsgerichts macht. Ist in Gas-, Wasser- oder Elek- trizitätswerken ein Streik nach gewerkschaftlichen Regeln und nach Ablehnung des Schiedsspruchs erster Instanz ausgebrochen. dann kann der Reichsminister diesen Streik beendigen, indem er den Arbeitgeber, d. h. in der Regel die Ge- meinde, veranlaßt, durch Erfüllung der Arbeiterforderungen den Streik zu beenden, oder qber indem er die Forderungen der Streikenden ablehnt nizd die Ingangsetzung des Betriebes verfügt, äußerstenfalls gegen den Willen der Streikenden durchsetzt. Es kommt also alles darauf an, in welchem Geist« die Anwendung der Verordnung erfolgt, mit anderen Worten. welcher Geist im Reichsministerium des Innern herrscht. Wieder einmal wird den Arbeitern die große Bedeutung des Besitzes der politischen Macht klar vor Augen geführt. Es ift von entscheidender Bedeutung, ob die Machthefugnisse eines Reichsministers des Innern von einem Manne ausgeübt werden, der etwa bei seinen Entscheidungen auf das- Interesse . der Privatindustrie an niedrigen Löhnen Rücksicht nimmt»de« ober von ehtem Manne, fcr von wahchost fosWen gdlw.g»» fftn boherrscht wird. Kein Arbeitewertreter wird sich noch dem dornenvollen Zlmt eines Schiedsrichters in solchen Streitigkeiten drängen, ober im Arbcitcrinteresse liegt es, daß dieses Amt von einem Arbeitervertreter ausgeübt oder doch wenigstens von Ar- beiterveitretern kontrolliert wird. Dann kommt es aber darauf an, daß ans dem ersten Schritt zur Einschränkung der Streikfreiheit keine weiteren Konsequenzen gezogen werden, die die gesamte Arbeiterschaft einstimmig ablehnen müßte. Auf keinen Fall darf das Privatkapital auf dem Wege, der da ge- öffnet worden ift, seinen eigenen Vorteil finden, darf ein weiterer Ausbau des Schlichtungswesens in einer Weise er- folgen, durch die die Stellung des privatkapitalistischen ilnternehmertums gegenüber den Arbeitern gestärkt wird. Unter diesen Voraussetzungen wird man die Verord- nung des Reichspräsidenten passieren lassen dürfen. Sie ist das Kind einer Zwangslage, die durch das zerstörende Treiben der kommunistisch-syndikalistischen Agitation ge- schaffen worden ist. Am besten wird es sein, wenn sie mit dieler Zwangslage selbst sobald wie möglich wieder verschwin- den kann, wenn die Selbstzucht der Arbeiter, ihre Einsicht in die gegebenen Notwendigkeiten, ihre wahrhast sozialistische Hingabe an die Allgemeinheit jeden staatlichen Zwang un- nötig macht. Sowjet-Rußland, wo hinter jedem Arbeiter ein Rotgardist mit aufgepflanztem Bajonett steht, wo ein un- würdiger Scheinsozialismüs mit den Mitteln staatlicher Macht einen mehr als zaristischen Mißbrauch treibt, war niemals unser Ideal. Die Sowjetschwärmer sind aber die letztei* die ein Recht hätten, sich über eine Einschrävkung der Streik- freiheit zu beschweren, die sie in Rüßland billigen und die sie in Deittfchland durch ihr verantwortungsloses Treiben er- zwingen. Sie haben aus Rußland ein großes Zuchthaus ge- macht, sie möchten aus Deutschland je eher je lieber das gleiche machen. Die Arbeiter werden, ihre politischen und wirtschaftlichen Freiheiten schützen und erweitern nickt mit ihnen, son- de? nur gegen sie!_____ Eine üeutschnationale verleumüung. In einer Sitzung des Hauptausschusses der Preußischen SarcheS- Versammlung hatte unser Genosse Th. Müller den aus dem Kapp-Putsch ri�mlichst bekannten konservativen LandStagSabgeord- neten Dr. Negenborn in Liegnitz als Beispiel angeführt, wie tolerant die preußische Regierung sei, in der die'Sozialdemo- kratie eine Rolle spiele, da sie diesen reaktionären Arbeiter» s« i n d noch als Beamten dulde. Herr Negenborn erklärte damals, aut die leiScnschaftstchcn Angriffe des Abgeordneten Müller nicht eingehen zu wollen. Eine Woche später fühlte er sich geistig soweit gerüstet, unserem Genossen entgegeMreten zu können. Er vertei- digte sich gegen den Vorwurf sozialer Rückständigkeit und behauptete: Genosse Müller habe sich nach einer Versammlung in L a n d e ck den halben Ert»ag der Tellersammlung geben lassen, diesen habe er für sich verbraucht und ihn dann zurückgezahlt, nachdem man bn zur Rede gestellt Hab«. Unser Genosse stellte sofort fest, daß diese Verleumdung auS den Fingern gesogen fei, denn weder in Landeck noch anderswo habe er einen Pfennig au» TellersammlungS- erträgnissen für sich verwandt., Auf Müllers Wunsch stellte die Bezirksleitung der Sozialdem»- kratischen Partei MiltelschlesienS Erroittehinge» an. di« folgende» Ergebnis zeitigten:» Erkläruns. In der Sitzung vom 2. Oktober 1920 de» HauptauSschussel der Preußischen LandeSversamMung wurde von dem Abgeordneten Herrn Dr. Negenborn gegen den Herrn Abgeordneten Th. M ü l l e r aus Breslau der Vorwurf erhoben, dieser Hab« nach einer Versammlung in Landeck einen beträchtlichen Teil des Er- träges der Tellersammlung für sich entliehen und später, nach- dem er hierüber zur Rede gestellt worden sei, wieder heraus- zeoebcw Wir erklären hiermit her Wahrheit gemäß, daß der Ge- nosse Th. Müller weder einen Geldbetrag von uns entliehen, noch Ein Gleichnis. Von Max Eck-Troll. Auf der Fahrt von twr Maiuftadt noch Berlin Tin herrlicher Spätherbsttag. Die Tonne lacht zum Abteilfenster Heren». 3. Klasse natürlich Die Jnstissen: ZweP Arbeiter, zwei Frauen in einfacher Klei- oung und ein Herr wstt einem graumelierten Schnurrbart: Deutscher Professortyp. Schon vor dem Anziehen deS Zuge» im Hauptbahnhof der Main- -tadt begann der Professor alldeutsche Redensarten im.Deutschen Zeiwngs"-Stil ratternd, asthmafauchend, tirpizähnlich vom Stapel zu lassen. Deutschland ist bis auf die Knochen monarchistisch gestnat. Der Deutsche kält fest und treu und unerschütterlich an seinem ange- stammten Herrscherhause. So und ähnlich ging de» Alldeutschen Redeschwall. k. bi< nach Hanau-Ost.... 30 Kilometer lang. Dann begann einer der beiden Arboiter: Er ließ sein Kaffee- 'önnchen mit der rerbten Hand zwischen de« Beine» baumeln. •.Schmarrnl" Der Arbeiter war ein geborener Bayer. ..Wie meinen Sie?'' versetzte der Professor. Der Arbeiter fuhr fort:, „Monarchistisch gesinnt.. für ewig fortdauernde Erbfolge soll da» deutsche Volk fem? Ja... e» gibt solch« Käuze. Aber die baben sich bisher nie die Mühe gegeben, ernstlich über die Frage nachzudenken. Die trotteten eben ihr Leben laug gedankenlos dahin ... traten immer in die Fußtapfen., die ihnen der deutsche Lehrer befehlsgemäß'ausgetreten hatte. Dann gibt es noch ein« Sorte, die der monarck'istischen Grippe jhre Nahrung, ihr Amt und ihre' Würde der- dankten: der Adel, die konservativen Großgrundbesitzer, die Diplo» maten, das höhere Beamtentum... das Offizierkorps. Gehen Sie aber einmal, Herr Professor, wirklich unter das Volk, dann hören Sie ganz andere Meinungen. Oder machen Sie mal einem d ö r f- lichen Gemeinderat den Vorschlag der ewig währenden Etzb- folge. Sagen Sie den Gemeiroderöten etwa folgendes: „Euer SchultheißLehmann ist ein tadelloser Schultheiß. Er hat einen guten Charakter, ist sehr belesen, sorgt für Euch wie ein Vater und versteht sein Amt aus dem ff. Ich stelle daher den Antrag, daß für alle Zeiten immer der jeweils älteste Sohn der Familie Lehmann ohne Wahl bis zu seinem seligen Ende Euer Schultheiß seiy muß.' Was glauben Sie, Herr Professor, wa» selbst der kleinste und «aivste Gemeinderat antworten würde: stmstfc*: krnc MI«chatte« y-t.«e«ngaSni Ml v«-» Negenborn find in alle« Teilen erfunden. gez. Hermann Glanch, Leiter der Versammlung, in welcher der Abgeordnet« Th. Müller gesprochen hat. Kartellfiempel. gez. Springer, Kassierer jener Versammlung. Ich war Begleiter des Genossen Th. Müller in Landeck und kann versichern, daß dieser von den Landecker Genossen weder Geld gefordert noch erhalten hat. Stempel deS Landarbeiterverbande». gez. Franz R o h r b a ch, Gewerkschaftssekretär. Wir erwarten, daß Herr Dr. Negenborn sein« böswillige De- hauptung zurücknimmt. Mit der Zeit sollten unser« nattonalisttschcn Ehrenn�änner einsehen lernen, daß sie auf dem Wege der persön- lichen Verdächtigung nicht» erreichen. Die bürgerliche Noral. Vor dem Slbwurgericdt in Gö r l i tz fand kürzlich die Verhandlung gegen eine MüllerSlochter statt, die wegen Ermordung eines Haupt- manne» angellagt war. Nack, jahrelanger freier Gcmeinichaft erklärt« der Hauptmann wählend des Krieges, er könne das Mädchen nicht heiraten, und nahm eine Dome der.Gesellschaft' zur Frau. Er besaß die große Geschmacklosigkeit, seine Frau mit dem Mädchen zusammenzubringen, und dieie hatte die Roheit, da» Mädchen als Dirne zu beichiinpsen. Hierauf reifte in der Verhöhnten der Entschluß, den Hauptmann und sich selbst auS der Welt zu schassen- Sie erschoß den Hauptmann, während der selbstmörderische Schuß sie nur schwer verletzte. Die Geschworenen verneinten in An- belrgcht des zerstör teil Liebesglücks der Angeklagten sämtliche Schuld- fragen, und dieie wurde freigesprochen. Bemerkenswert find die Wort«, mit denen der Staatsanwalt ei» Urteil über die Moral der bürgerlichen Gesellschaft abgab: »Da» ist die F r i V o l i t ä t der bürgerlichen Gesell- s ch a s t. mit der sie die Mädchen der Arbeiterschaft oder der niederen Klasien ol» wohlfeile Objekte ihrer Sinnenluft und ihrer Nimmersatten Begehr- lichleit onseben. Da» ist der Fluch, dem es zuzuschreiben ist, daß die Welt auch heute noch nicht besser geworden ist. Und da» ist die Charakterlosigkeit, die beute noch ihre Stützen in der bürgerlichen Gesellschaft sucht und findet.' Wir haben es in der Geschichte der Staatsanwaltschaft nicht oft erlebt, daß ern öffentlicher Ankläger so mutige Worts zur Charakterisierung der bürgerkichen Moral fand. Die Rache ües Leutnants. AuS Harburg flattern uns zwei Briefe zu. die für sich selber sprechen. Hier sind sie: L Harburg, den 20. Oktober 1920. Herrn Lemnant B ü I l«, Hixhmohgeborcn! Da ich in nächster Zeit Stellung annehme und meinen letzlen Aufenthalt angeben muß, bitte ich Euer Hochioohl�boren um Ausstellung eines Dienstzeugnisses. Ich>vor vom b. Januar 1020 bi» 16. April 1020 al» Telephonist beim Bataillon beschäftigt. (Name) Alter. �Stelle Re>chs»o. Pion. Ball. 9. II. Spandau, 28. OktlA>er 1920. Zurück mit dem Bemerke», daß ich grundsatzlich solchen frühe- re« Soldaten keine Zengnlkle ausstelle, dir ihren Offizieren den Gehorsam verweigert und dies« im Stich gelassen haben. Ich stelle anHeim, sich an Herrn Leutnant P.storiu» oder Herrn Beuck zu wenden. Sülle, Leutnant. Zur Erklärung: Bülte war Leutnant im Pionier-Bataillon 9 in Harburg. Er gehörte mit dem Major Hueg zu den Ehren» männern, die am 13. März gemeinsame Cache mit den Harburg überfallenden meuternden Landsknechten des Haupt- manns B e r t b o l d machen wollten. Die Pioniere ließen n a t ü r- lich ihre Offiziere»m Stich: sie traten gegen di« Verbrecher, für die Republik ein. Und diese Verteidiger der Republik .Verruckt san's. Jeweils der Aelleste der Familie Lehmann soll unjxr Schulheiß sein? Selbst dann, wenn in der zweiten oder dritten Generation mal, was doch möglich wäre, ein idiotisch veran- lagt« Lehmann oder ei nee, der schwer leidend ist? WaS aber Un- sinn für ein« Gemeinde van sagen»vir 1600 Einwohnern ist, da» bedeutet für ein 7l)-Millionen.Volk.zehnfachen, tausendfachen Un- sinn'. Und stellen Sie sich Herr Professor mal vor, der Ex-Kaiser wäre bei seinen vielen Reisen vor dem Kriege auf der Bahn verun» glückt, oder er wäre so um vi« Jahrhundertwende von einer töd. lichen Krankheit dahingerafft worden, dann wäre doch der Ex-Kron- Prinz mit 18 Jahren deutscher Kaiser geworden. Na. das Echla- massel hätte ich nickst miterleben wollen. In einer RepuMik wird ab« nur der Schultheiß oder Präsident, der eine lange LebenSer- fahrung hinter sich hat. Od« wisse« Sie. He« Professor, heute nicht mehr wie mit 13 Iah«»?' D« Arbeit« schwieg. Ter Professor schwieg. Di« übrigen Abteilinsassen nickten beifällig zu. Der Alldeutsche war merkwürdig klein geworden. Di« Kieferladen des Herrn Professor blieben auch für de« Rest d« Reife geschlossen...(530 Kilometer long. Seine Meinung üb« das monarchistische Deutschland hatte ans d« Fahrt ein Schlag auf» Hirn bekommen. Und inn eine Weisheit reicher ging er au» dem Anhalt« Bahnhof. »« « Dem Proletarier au» Bayern ab« danke ich für d a» G l« i ch. ni» vom deutschen Schultheiß. Gleichnisse aber wirken i-mm« besser al» die beste philosophische Abhandlung. Da» Charlottenburger Schillertheater bat den„D o n C ar l o»' in seinen Spielplan aufgenommen. Die MittelstandSgcmeinde dieses Thealers ist bescheiden und dankbar. Sie läßt sich gern den„Ton Carlos' de? Damrow gefallen, der zwischen übertrieben« Süßig- keit und nicht gezügelt« Rhetorik keinen Ausweg findet. Sie feiert mit Recht den König Philipp des Herrn von Oppen, der Diplomatie mit etwas sck'iefen intriganten Manieren vcrwechselt, der aber sonst sehr tüchtig in das Dämonische seiner betrübenden Tyrannenrolle hineinwächst. Herr Paeschke ist Marquis Posa, eher Donvivant als Erlöser d« Freigeister. Der?llba des Herrn Kaufmann ist im Bilde und in der Sprache klug angelegt, er spielt einen General, der in hohen Feldherrnstiekeln als gehorsames Känigswerkzeug steht und kein bloßer Schleich« sein will. Die junge Können und die zarte Eboli wurden von den Damen Ficht�er und Stollb«g. gegeben. Man lobe den Versuch des Schillertheaters. den Jugendsturm Schillers, der nach dem W'llen des Regisseurs in unsere Zeit hin- übcrklingen soll. Wied« aufzuwecken. Man sage sich aber, daß e» eigentlich Pflicht der Charlotienburgeer Volksbühne wäre, mehr al» ei« erträgliche P-ovinzvorstellu« herauSzubringcu» Die Mittel. f. est, Reichs, ueWnfftgt« n Wem» FulIAmiiiui! Wae sagt der.demokratrsche' Reichswehrminrsver Geßler dazu? Kartosselschiebungen. Bon völlig zuverlässiger Seite wird unS folgende» mitgeteilt: Am Sonntag, den 31. Oktober, erzählte ein Herr in S ch i v e l- %<«n in Pommern,«r sei von der Industriestadt Hörde beauf- tragt, die Kartoffeln abzunehmen, die laut LicfcrungSvertrag zwisehen der Stadt Hürde und der landwirtschaftlicheu Ein- und PerkaufSgenossenschast zu tiefer» seien. Der Herr teilte weiter mit, daß er am darauffolgenden Mon- lag Anweisung von Stettin bekonune, in welchem Bezirk Pommerns er weiter Kartoffeln abzunehmen habe. Auf die Frage, wie denn der Preis der abgenommenen Kartoffeln fei, erfolgte die Antwort, pro Zentn« 34,50 Mk. Auf meine Bemerkung, daß das doch weil über dem Preis fei, der bei LicferungSver- träge» für kommunale Verwaltungen seinerzeit festg«- legt ist, bemerkt« der Beauftragt« der Stadt Hörde, daß diese Kartoffelliefcrungen nicht auf Grund der seinerzeit abgeschlossenen Liefcrungsv« träge erfolgen, sondern darüber hinaus. Die jetzt gelieferten Karioffeln würden von der Kommunalverwaltung Hocrdc der BergwerkKgeftßichaft Phönix, die in Hverde ihren Sitz hat, übergeben und diese verteile sie an ihre Arbeiterschaft, und zwar zu einem niedrigeren Preise als der Einkaufs- preis sei. Ten dadurch entstandenen Aussall und auch die Ko-sien des Transports nach dem Jndustriegobict trage die Phönixgcscll- schast. Die Bemerkung, daß dies doch eine glatte Schiebung sei, wurde von dem Einkäufer bestätigt. Vergegenwärtigt man sich nun, daß die Zentralstelle der landwirtschaftlichen Organisationen in Beilin in offiziellen Schreiben darum ersucht, keine Kariofsellieferungen über den seinerzeit ver- abredeten Satz von 2S M hinaus abgunehmen. und die industriellen Unternehmen ebenfalls in offiziellen Schreiben auffordern, daß die Landwirtschaft mit ihren Preisen endlich heruntergehen möge, während diese beiden Gruppen unt« der Oberfläche die oben gekennzeichneten Geschäfte betreiben, dann erkennt man die Heuchelei derer, die über die Not de» Vaterlandes nicht genug Tränen vergießen können. Ein Teil der Landwirtschaft benutzt die günftige Gelegenheit, um aus der LebenSmittelnot in Deutsch- land mit ihren Erzeuguissen Wucherpreise zu erzielen. ES wird Aufgabe deS Landwirt fchaftSmini st erium» fein. hier rasch und nachhaltig einzugreifen. Der Dankrott Se? Ernährungswirtschast. Der HauptauSschuß des Reichstages fetz:« heute die Debatte über das RcichSernährungSministcrium fort. Zur Beratung stehen ein sozialdemokratischer Antrag, dem Rcichsernäh- rungSministerium zu empfehlen, im Sinlick auf die üble Lage der Brotversorgung wrodcrum ein Verbot für die gewerbsmäßige Herstellung von Kuchengrbäck zu«lassen, ferner ein Zen- trumSantrag, Durch verbesserte Verbindung namentlich zwischen den großen beiderseitigen Verbänden der landwirtschast- lichen Erzeuger und Verbraucher auf eine schnell«« und billigere Uebermittlung landwirischastlicher Erzeugnisse hinzuwrrlen. Get'hart sD- Vp): Die vom früheren ReichSwinschaft-ministe- rium festgesetzten Höchst«eise für Brotgetreide genügen nicht ein- mal zur Deckung der Produktionskosten. Man kommt nicht um die Tatsache herum, daß oaS Fleisch, das in Berlin 16 M, kostet, auf dem Lande für 10 M. erhältlich , ist. Ich bin d« Ansicht, daß bei der zukünftigen Ablieferung d« Milchkühe anders verfahren werden muß. als beim letzlen Mal. DaS Vieh Hai auf dem Transport sehr gelitten und wurde der Ab- nahmekommission in schlechtem Zustande zugeführt. Die hohen Preise für Saatgut verteuern die Produktion. Durch die Besetzung de» Rheinlandgebicles ist die Einschleppung derReblauSgefahc für die betreff ende» Gegenden akut geworden. Sind von feiten des NcichsernälirungSminislcriumS Maßnahmen zur Bekämpfung Dieses WeinbauschädlingS getroffen worden? Dr. Böhme sTem); Ich bin für eine Verständigung mit den Landarbeitern dahingehend, daß sie eine Stunde länger arbeiten möchten, verwahre mich aber dagegen, daß eine Verlange. rnng der Arbei tzeit durch Gewalt oder durch irocndeine staatliche Gewalt durchgedrückt werde. standSgcmeinoe diese» Theaters ist nickt sehr kritisch: sie läßt sich zu vielerlei führen, ohne daß sie sich wehrte. Ter selige Löwcnfcld, dies« Bühne Bauherr und erster Führer, lugte aber höh«« Ideale al? das da» umschmeichelten KlcinbürgergeschmackeS. Er wollt« ein VollSerzieber sein. Er woll.e st ine Schützlinge langsam zu einer hohen Kunst brnallfführei». nicht aber zu ein« ziemlich abstumpfen- den Routine binunterführen. Heute ist wieder die Zeit, sein Testa» ment zu erfüllen. m. b. Etrindbrrg»„Scheiterhaufen' wirb im Deutschen Theater in neuer Einstudierung geboten. Es ist ein Vorspie! für Kopenhagen, wo Reinhardt demuäclst.ein Gastspiel gibt. Neinhardts Regte bat gerade aus dieser Abrechnung StrindbergS mit der Familie alles Drückende, Peinigende, jede Krankhasligtett und Monomanie her- ausgeholt, er hat ab« auch der Mystik ui:d dem Reinigungsglauben de» Werke» zu vollem Erfolg verholfen. Da» Gespensterhafte war bei allem Naturalismus so stark, daß eS bisweilen ausdn»glich(statt lnittönend) wirkte. Statt der Bertenz gibt Agne» Straub die Mutter— als eine Besessene, eine pathologische Figur. Sie schreckt vor kein« Wüftheit Zurück und gibt ihrem clotvinsiereichen Zug jede Ausprägung der Niedrigkeit, die ihre Figur, ihr Gesichn, ihre Haltung entstellt. Wie eine(vom Verfolgungswahns Gepeitschte schleicht sie in ihrem Käsig— tierhaft. Hyänen bait. Ernst Deutsch wühlt sich istatt Moissi) in dem schwer belasteten Sohn, der Vollstrecker der Val«srache an der schulsbelasteten Frau wind und die Revolte führt, mtt suggestiver Knast hinein. Ergreifend ist sein Gespräch mit der Mutter, als«— ein Erkennender— zu Gericht sitzt, schön sein Sehniuchtsschrei in der Feucrszene. Die Elcktra in diesem modernen Orestdroma ist die T h i m i g, schmal, uneiilwickeit. eine leibhaste Verkörperung der Anklage, die sie— au» der�Duaipfheit erwachend— zur boshaften Rache stchgert... Ein Schieilerhaufen schien auch die große, dimfte Stadt, in d«en Oualen un» Strindberg, der Peiniger, entließ. Soll sein Drama ein Sinnbild unserer Zukunft sein?— r. Musik. Fm lV K onzer« derDolkSbübne. da? Sonntag. den 14.,� abends 7 uqr, in der Ganinonkirche stattfindet, werden Dract* werke. Lolokantctten und Motetten von Bach zum Vortrag nelanaen. Mit- wirkende: Wolter Drwenski, Aibert i�ticher. der Berliner Dvmchor.— Sonntag, den 14., vorm. tl>/4 Ufjr, flndct in der Neuen Welt ein Koniett der Kapelle der Staatsopcr»nler Leilung von Leo Wech flott Karten zn?,M M. tn der Buibhandlung Vonvätt», bcl Werthctm, Bote Ii. Bock. Bading.— Der Berliner Pollschor»Dir Dr. Emir Zanders veranstaltet am IS. d. M. abendl 7'/, Ilbr. in der Neuen Welt, Hafenheide, einen Volkslieder» Abeud unter Mitwirkung der Bläser« Kammeimusikocrcinigling der Berliner StaatSopcr. Tbeatcr. Fn Mbändening deS Spielplans gelangen am Sonnabend „Einiame Menlchen', Sonntag.Schellerhaujeii' im Deutschen Theater zur tlufffibrung. Tor Friseur als Sperrtten-Komponlft. Am 14. November ge- langt am Koburaer Landcslheatcr die Lpereite„Der Witwertlub- von Karl Ernetzi zur Uraufführung. Der Komponist, der sein eigener Librellift ist, lft ein belannter Koburger Friseur, der bereits eine Operette lomvoniert bat Ter Preis der Kleiftstlftung wurde dem jungen Dichter Han» Henna F a h n n, der als Orgelbauer tn der Nähe von Harburg lebt lür em Drruna„Pastor tlphraim ttliaguus' zuertannt. Dr. Hrrtz ftt. Doz.): Die Milchzafuhr naA BrrKn ist zegenwärtig geringer �als jemals während des Krieges. Ich bin bnr Maßnahmen zur Steigerung der inländische» Ablieferung, �ln- 'chließend daran wird ein Antrag Dr. Hertz(U. Saz.) und Schmidt. Berlin sSoz.t gestellt, worin die Re ich S regie» r u n g ersucht wird, im Hinblick auf die überaus schlechte Ablieferung von Brotgetreide und Hafer sofort Maßnahmen zu treffen, die den Punkt 7 des im März laufenden Jahres zwischen der Regierung, den Parteien und den Gewerkschaften getroffenen Abkommens durchführen, noch dem die Sicherung der Erfüllung der AbliefernngSveepflich- r u n g e n durch Gründung von Lieferungsverbänden unid Verhängung von S rafen bei böswilliger Verletzung der Verpflich- tunge» geschehen soll. Minister Hermes: Es kann und muß der Nachweis erbracht werden, daß wir mchr in der Lage sind, auch nur einig« hundert- tausend Milchkühe zu liefern. Aehnlich steht es auch mit der Ablieferung des Zuchtviehs. Für die am lb. stattfindenden Verhandlungen mit der Entente find alle sachlichen Unterlagen vorbereitet.__ e Litauer baben von Kowno a»? am 7. November unter Milwirlung der Bolschewistcu die Offensive gegen Z e l> g o w s l r begonnen, sie sind jetzt 35 Kilometer von Wilna enifern:. Deuilch-Danziger Optionsvertrag. Der ftellver- tretende Obcrkonimistar hat den Deutsch- Tanziger Opliontverlrag ratisizierl. Die französische GewerkschastSkrise. In der Mitiwochsitzung des Natwiialrai« des Allgemeinen Arbeiterver» bände« iE G T.j Hai I o» h a u x die Demiision deS VeiwaltungS- raie» zurückgezogen. Kämttiche GewertschastSjelretäre verblechen also im Anue. Ultimatum an Ungar«..Seralo" meldet, daß die alliierten Mächte an die ungarische Regierung wegen ihrer unklaren Haliung ein Ultimatum gerichtet hätten. in dem die Ratisilation deS Friedensvertrages von Trianon bis zum 15. November verlangt werde. Frankreich und Belgien haben dem Generalsekretär des Völkerbundes den Abschluß eines Defensivabkom- mens mitgeteilt. Internationale 2'/� Der BerwaltungSrat der französischen sozialistischen Paitri hat beschlosie», die Einladung der schwciierischen sozialistischen Partei zu einer Konseienz in Bern zwecks Gründung einer neuen In:« r- n a r i o n a l e anzunehmen. Zu Telegierien wurden ernannt: Renaudel, Jean Longue:, Paul Favre und Luise Samoueau. Fünfzig-Jwbrfeier der französischen Republik. Die großen Feierlichkeilen für die 50. Jahresfeier der Republik baben am Mittwoch mit großen Fackelzügen in Paris und jäm:- liche» Oilen der Republik begonnen. Der Donnersiag ist Festlag >n ganz Franlreich. Die Arbeir ist vollständig unterbrochen. Wrangels Zusammenbruch. Nach einer Londoner Meldung der.Humanilö" sind die Roten Truppen in die Krini eingedrungen. Sie haben nach heftigen Kämpie» die Landenge von Perelov besetzt. Eine Division WrangelS ha: sich ergeben. Die östlich der Krim liegende Stadl Siwarich ist genommen worden. WietslHaft Lereiu Deutscher Eisenhätteuleute. In Dsisieldorf tagte am«. und 7. November der verein Deui'cher Eisenhüttenleure unter dem Borsitz des Generaldirektors Tr.«Fiig. V ö g l< r. der die Köhlens tage behandelte. Er führte aus:.Es gibi aus der Welt keinen reifen ProdukuonS- prozeß: die ganze Winichafr ist ern ewig Wechselnde?, immer neu Werdendes. Hinzu kommt, daß die Forschung-.der letzten Tage eine neue Einwicklung der Kohtenirage an» bahnt. G.wiß wollen auch die Anhänger der SozialisierungS» bestrebungen sich solche Eiilwicktungen nicht verbauen, die Jnittaluie de» einzelnen Unlernebniers nichl auS'challen. Dabei aber richtet man, wenn auch zunächst nur in Patagrapben, eine Zentral» Wirtschaft auf, die un« den BureaukratismuS in höchster Potenz bringen muß. Bon quellendem Leben ist da» bei nicht? mebr zu spüre», noch auch Belsländiiis für ein große« Wollen oder da? Persönliche in der Wirlschast, noch, selbst in den buchdicken Aussühiungen, irgendein Voischlag, wie wir dem Rohlenelend entgehen löniiien. E« sind andere Wege ein«»» schlagen als die der Sozialisierungslommnsion. Nicht von der übrigen Willschaft gelrenni und z e n t r a l i li i s ch ist der Bergbau zu vei walren, sondern die Kohle ist urumtlelbar dem großen Kreise der Letziverbraucher näherzubringen." Tie Ausschußoerbandlungen im ReichtwirischaftSrat werden ja in Kürze ergeben, welche Stellung man zu den Bedenken gegen» über einer zentralisti scheu Sozialtsierung einnimmt. Silligerer Draht und Drahtstifte. Seiten? der Bereinigung der Trabt» und Drabtstift» G r o ß» Händler Deuischlands e. V., Berlin W. 8, Friedrichstr. 71, sind, wie w'r erfuhren, die Handelspreise für Draht und Draihstrfie ermäßigt worden Nähere Auskunft erteil» die Bereinigung der Draht» und Druhrstisr-Großhändler Deutschland« e. L, Berlin W. 8, Friedrichstr. 71. Eine neue vertikale Berschmeizunq im Jnteresie de« Schutze« der deuischen Glühlampenindusirie gegen Uebersremdung«» gefahr, die sich bereil« im Lausitzer Glasii'dnstriegebiet gellend gemacht bar, haben die beiden fiibrenden Geiellichairen, die A. E.-G. und die Siemens u. Halsk« A.»G. sich»ntichlosien, den vereinigten Lausitzer Glaswerken, die ein wichrigeS Zwiichenvrodulr für die Glühlampeii'abrikarion, nämlich die Glaskolben herstellen, ein An- gevol auf B e r s ch m e l z u n g der Gesellschaft mit den Unter- nebniiiiigen dieser vorgenannten Gesellschaiien zu machen.«ES ist in Aussicht aeiioinnien, die Betriebe der V. L. G.. soweit'sie für die Glsihlamveniabrikation von Bedeurung sind, der OSram» K o m m a n v i I g e s e l l s ch a f t anznglieder», an der die beiden vorgenaiinlen Gcicll'chasten maßgeblich beieilipt sind und die be» reit? den größten Teil der Produkiion der B. L. G. an Glühlampen» kalben in ibren Werken verwendet bat. Der Rest des BeimögenS der V. L. G. soll in das gemeiiischastliche Eigentum der A. E.-G. und der S. u. H. A.-G. übergehen. Belebung in der sächsischen Industrie. Der ArbeitSmarki in Sachsen schetnt einer Besserung entgegenzugehen. In einzelnen Branchen hebt sich daS Geschäft, so im Vogtland«, wo nament- lich die Webereien gut beichäfligt sind. Die Folge ist, daß in Planen die Zahl de, Arbeitslosen zurückgegangen ist und den Stand vor, vor drei Monaten erreicht hat. In E l st e r b e r g irnd in Rcickenbach herrscht sogar ein ausgesprochener Mangel an gelernten Arbeitskräften. Der Eingang von Aufträgen in der Lausitzer Textilindustrie zeigt ein« auf. steigende Kurve. Die Fabriken sind vcichlich beschäftigt, so daß Aus» träge nur mit einer Lieferfrist bis zum nächsten Frühjahre ongcrioir rrten werden können Sorge warbt nur die Versorgung mit Kohle. Wenn die Kobtenzusubr gesichert bleibt, dürste die Besierung auf dem Arbeitsmarkte von Dauer sein. Groß'-Serün ff. öockwurst. .Heiße Wiener!"—.Ist mir sehr egal, wie Sie heißen."— Wer hätte nicht in kalten und warmen Nächten früherer Jahre dieses Kalauer-Gespräch an sein Ohr klingen lassen! Wer hätte nicht den.Wurst-Mox" gekannt, der— einst ein bummelnder, dann verbummelter Student— mit Zylinder und Monokel den Verkauf der warmen Knobländer mit philosophischen Reden und Moral» predigten begleitete. Damals LO Pf. da« Paar und Mostrich nach Belieben. lind wir glaubten seiseirsest daran, daß Schwein»nd Rind die Zutaten Iirserleit— steckte doch noch die Pferdeschl ächterei>« ihren Kinderschuhen I Heute muß rnm der Verkäufer auf dem Potsdamer Platz, der die Situation de« modernen NahrungSmittelmarkte« mit sicherem Blick übersehend, seinen Verkvussstand.ff. Bockwurst"''emsgesahren hat, ein Plakat aushängen, auf dem er versichert, daß di« Würste au? reinem Schweine» und Iitndsleisch bereitet seien. Daß der .Preis— der Valuta entsprechend— von 20 Pf. auf zwei Mark ge» klettert ist, wird als selbstverständlich angesehen.— In den jetzigen kalten Tagen ist der Zuspruch lebhaft: so mancher denkt, daß«S bester sei, eine warme Wurst sich einzuverleiben, auch wenn er per» sönlich geneigt ist, über die plakatierte Versicherung der Herkunft skeptische Zweifel zu hegen, als sich die kalte Nase an den Schleiden der Delikawßgcschäfte platt zu drücken, deren Schätze für den Durch- schnittsgeldbcutes unerreichbar sind. Seien wir asto dankbar für die neue Bereicherung de« Straßen- bilde«.., Vielleicht kommt auch der Maroniebrater wieder aus feinem Versteck hervor, dessen Tüte mit den geplatzten heißen Edel» kastanien un» Schuft naben so oft die fehlenden Fauschandschnhe ersetzt hat. v!e Nachtbar als Nebekberof. .Erstklassige intime Schönheitstänze in HZch» stet Vollendung" wurden auf Handzetteln angepriesen, die auf der Straße und in Lokalen verteill wurden. Die Abteilung W. des Berliner Polizeipräsidiums, die nach der aus den Zetteln an» gegebenen Adreste, Landsberger Str. 85, Beamte entsandte, sah sich veranlaßt, die nächtliche Vergnügungsstätte sofort zu schließen. Die Beamten trafen dort in zwei Zimmern einer Privatwohnung. die lokalartig eingerichtet waren, etwa 25 Personen beiderlei Ge» schlecht« beim Sekt, Musik und Tanz. Die Feststellungen ergaben. daß die Unternehmer ein Magistratshilfsbeamter und ein Chemiker waren, die ohne jede Konzession und ohne jede Steucranmeldung den Nachtbetrieb in der Privatwohnung einge» richtet halten und sich so ernen leichten Nebenverdienst erwarben. Gegen beide wurde ein Straftfersahren eingeleitet. Nächtliche Vergnügungsstätten dieser Art schießen wieder wie Pilze aus der Erde. Besonders im Westen der.Stadt, aber auch in den anderen Stadtvierteln werden Privatwohnungen ohne irgendwelche polizeiliche Anmeldungen zu Nachtlokalen umgewandelt, in denen eS hoch hergeht, der Sekt in Strömen fließt und auScrlesene Gerichte zu jeder Nachtstunde zu haben sind. ganz abgesehen von den Verstößen gegen die Sittlichkeit durch Vor- führungen von Nackltänzen und dergleichen. Um sich vor den Räch- forschungsn der Kriminalpolizei zu schützen, wenden die Unlerneh- mer solcher Nacht- und Schlemmerlokale immer neue Kniffe an. So ließ eine Stellenvermittle.rn, die gleichfalls von der allgemeinen Gnvinnsuchi gepackt worden war und einen Nachtbetrieb in der Ludwigkirchstraße eingerichtet hatte, durch ihre Schlepper Zettel verteilen, auf denen ihr Betrieb angepriesen, aber eine falsche Hausnummer angegeben war. Wenn nun dort sich Nacht- schwärmet einfanden, so löste sich von der Wand ein Mann, der sich die Gälte genauer ansah und erst dann, wenn sie itm uirverdäcktig erschienen, in eine bestimmtes Lokal führte Eine rStselhafte Bluttat. Tin blutiger Auftritt, der noch ganz ungeklärt ist, rief in der vergangenen Nacht in dem Hause Werderstr. 2l zu Trmpelbof große Au'regung hervor. Hier wohnte seit einem Vieueliadr der 38 Jabre alte aus Siegen gebüliiae Gewertichaslssekreiäi Kail Schneider ber der b8jähngen Wilwe Berta B r e y e r. die mit ihrer unvei heirateten Tochter einen gememiamen HouSbatt iübrt. Schneider, der verwitwet war, reiste viel und unterb'elt in Etberseld ein Liebesverhällm«. In der vergangenen Nacht kam er gegen 1 Uhr au? München zurück, und bot um eine Taste Kaffee. Während die Tochter schlief, erbob stch die Murler und machte den Kaffee zurecht. Plötzlich Hörle dann Fiäulcin B r e y e r einen Schuß fallen. Erschrocken sprang sie aus dem Bett, um stch nach der Ursache umzusehen. Da sie die Mutter im Schlaizimmer nicht fand, öffnete sie die Tür zum Zimmer des Abmieiers und sah dvil ihre Mutter rn einer Blutlache regungslos aui dem Funboden liegen. Reben>hr stand Schneider, mit d-r Pistole in der Hand. Als sie um Hilie riei, ietzre er die Waffe an die S ch l ä i e, diückie ab und brach tot zu» s a m m e n. Hausgenossen benachrichtiglen die Polt«ei und Ober« Wachtmeister Beland erichien alsbald, nabm den Besund aus und ließ die schwerverletzte Frau nach dem Moriendorier Krankenbau« bringen. Ere dürfte kaum mit dem Leben davonkommen. Die Leiche Schneider« wurde beschlagnahmt. Was ihn«u dem Ber« brechen getrieben hat, ist noch ganz ungeklärt. « Mit ihrem, Kinde ist die 28 Jahre alte Ehefrau Walli de» Schuhmacher? Werner auS der Kochbannstr. ll in den Tod ge- gangen. Die Frau lebte mit ihrem Manne in Scheidung. Seit Sonntag kam sie nicht mehr zum Vorschein. AIS man sich gestern nach ihr umsah, fand man sie mit dem 3 Jahre alten Töchtcrchen Edita iot im Bett« liegend. Sie hatte einen Hahn geöffnet und sich und ihr Kind mit Gas vergiftet. Die Einführung des aenen Berliner Magistrat« sinket nicht, wie zuerst mitgeteilt, am Sonnabend, sondern bestimmt am Freitag vormittag um 10 Uhr statt. Der Oberpräsidcnt Dr. Maier wird persönlich erscheinen und den Oberbürgermeister Weiminb em'ühren, worauf dieser die üb, igen Stadträte nach ihrer Vervflicdtung ein- führen wird. An die Sitzung der neuen Berliner Stadtverordneten« Versammlung wird sich eine de« neuen Maoistrai« anschließen. Fall« e« die Umstände gestatten, Licht, Fahrgelegenheit vorhanden sein wird, soll die Abichiedssitznng der olicn Berliner Stadtverordneten« Versammlung abend« um 5 Uhr stattfinden. Die S.P.D.-Fraftion der neuen Berliner Stndtverordnetenver. sammlung hält heute, Donnerstag. M6 Uhr. im Zttnmer 63— wie wir auf Anfrage nochmals mitteilen— eure wichtige Sitzung ab. Prozeß Renner-Kriegsleder A.-G. Der Berein gegen da? Be- ttechungslvesen biiiet uiiS, miizuteilen: In der Bergleichi-iormel muß es be-ßen, daß die Angeklagten 250 000 M. und 30 000 M. Deuische RcichSankeihe dem NeicbS'chgtzminisler zur Verwendiing im Jnteresie des Reichs oder zur Vernichtung(nicht.zur Ber« Wallung") übereignen. ch Die Premlere im Opernhaus, die für heute abend angesetzt war. fällt auS. Die Korten behalten ihre Gültigkeit. TvrlhnachtSlPende kür Tchwerkrt'-gsvrrletzte. Der R e v" k> l i. r a Ii i i ch» Führerbund benbflchiiqt, die noch In den Lg zi retten liegenden Kameraden durch eine Weihnachtsfeier, aui der die SchwerlriegZ. beichädigten bewirtet und beschentl werden sollen, autziimuntern. Diese« unbedingt notwendige Liebeawrrk ertordert große M'itel. Der R. F. B. wendet sich hiermit an die Oeflenlltchteil mit der Bitte. Geichenle und Geld» betröa« an die GeschäslSüelle de« Bunde«. Berlin, Luisenslr. 31b, gelangen zu lassen. Ueber dt« eingehenden Spenden wird auch an dieser Stelle Oisiltung geleistet werden und hofft der N.F.B., daßft? stch ermöglichen lasten wird" den noch tranken Kameraden zu beweisen, daß da« denilche Volt seine Verlvuiidelrn noch nicht vergestcn bat.— Die KelwSltsstelle unserer Zeitung ist ebcnsavS bereit, Spenden svr diese Veianiiaiwng entgegenzunehmen. Von der Babiimrislevei li der Großen■flfillnei siragen- babn find svr die Zostener Lazarellinsasten 127,' 0 der Bunde«leltung de« R.F.B.-übergeben worden, worüber hjermit quiliteit wird. Orkkenttlcde Elternverlammlnng beule abend VI. Ubr w der Schulaula. Beramannstr. 60<65.«bcnoste Pastor g r a N ck« spricht über Rcligton und Schule. Sichtung, Bolkshochschnke Grost-Berlln! Der KuftuS Nordost 11 Geschichte der deuischen Soziaide motratie, vortragender Genostc G r u n w a l d, im Neaiavmnastum, Pasteinilr findet beute nur dann stall, wenn Licht und Kraft wieder voll in Betrieb sind. Groß-Serüner parteinachrichten. Heute, 11. November: Jungsozkakisttsche Percinigiing 2.P.D. Ortsgruppe Neu. I 6 1 1 n. 7 Uhr im Jugeiiddctm, Nculölln. Nogalstr. 53, Vortrag: Willi Deese.— Treptow. 7'/, Ubr im Sugendbeim, El cnttr. 3:.Die deutsche Reichsversastmig". Friedrtchsbagen. 7 Ubr bei Scholz, Lindenallee, Ecke Katicr-Wilhelm-It>aße.— Norden. 7 Uhr bei Obligo, Stial'under Str. 1t, Vortrag:.Die Geschichte der Revolutionen" Res. Genosse Lehrer Schöne. Morgen, November: Neukölln, vz. Abt.. früher d. Abt. 7*1, Uhr bei Heinrich. Kaiser. Fried nch-Str 107/108, sämtliche Fmittionire und v«trteb»oertraueu»leut». OeWerMsstsbswegung Streik bei der Nachtwach-Gesellschast„Nordwest". Die Wächter der Nachlwach-Gesellschasl.Nordwest", Pritzwalker Straste 12. sind am 3. November in den Ausstand ftetmon, da die Geiellichaii sich weigert, den tariimaßigen Lobn zu zahlen. Autzer- dem befinden sich noch die Wächter der Wirlichaflsgntosiens.vatl Reutöllner Grundbesitzer im Ausstand. Die Forderungen der Wach« angestellten sind bisher von 14 Geiellschafien mit 1S4ü Beschäftigten anerkannt. Tarifliche Untreue von Unternehmerseite. Der Verband der Gastwirlsgehilfen, Ortsverwaltung Groß- Berlin, hat mit den zuständigen Arbeilgebcrorganisationen Berlins in seinem Tari'verirag laut§ 2 den paritätischen Arbeitsnachweis als alleinige Ärberlsvermilllung anerkannt. Tie Bcriügung des Demodilmachungskommissais vom 20. Dezember löli» will jeden Ardeltgeber und Arbeitnehmer im Gastwirlsgewerbe mit 1000 M. benrafl wissen, wer ohne den paritätiicheu Arbeitsnachweis Arbeit annimmt. Der Unternehmer des Schiiltheist-Äusschanks. Schult- beitz-Brauerei, Schönbauier Allee. Herr Treuer, glaubt jedoch für sich keine Bestimmungen konstruieren zu lönnen. Herr Treuer hat sein Geschäh in der Brunne, rstraße verkauft und die Oekonomie des Schuiideih-AuSschanks iibernommen, DaS Personal in der ehe« maligen SchuliHeitz-Brauerei glaubt Herr Treuer nicht übernehmen zu brauchen, daiür aber ohne Arbeitsnachweis und ohne Achtung der Demobilmachungsbestimmung sich seine Kellner unter der Hand engagieren zu können. Der Orgamsatton gegenüber, macht Herr Treuer ausweichende Aeuderungeu und sieht sich die Orgonisaiion genö'igl, hier ohne weiteres zur Selbsthilfe zu greifen und erklärt die Organisation, dah der Schuliheig-Ausschank in der Schönhauser SUee, Fnhaber Herr Treuer, ffir organisierte Ge« Hilfen gesperrt ist. Die dort beschäfttglen Kellner sind nicht mehr als Mitglieder der Organisation zu betrachten. Verband der Gastwirtsgehtlf.m, OrtS Verwaltung Berlin. Zentrolderhaud der Angestellte«. Sbezialgefchäste auh-r Lebens, mittel. Die anberauinie MUgliederoerjaiilMlunz am 12. November in den IPrachtsälen Ali-Bciliii findet wegen der Verkehisvcrhältnisse nicht statt.— «ekleidungs. und Tcxlil-Jndusnie- und tSrojjhandel. FunltionSrverlawm- ung morgen abend öst, llhr, Masttenäle, Kais«r>Wilt>clin>Slrahe 31.— Elettio-lindustric, Mittler« und.'Ueiiibchiebe. Mitgliedervecsanunlung morgen abend 7 Uhr, Rosenthaler Hos, Aosenthaler Snatze 11/12. Soziales. Aerzte und Kraukeukasse». Deutschland hat etwa doppelt loviel Aelzte, als die Zahl der Kranken e» erfordert. Die 20000 Mcdizinsludicrc,iden werden in den nächsten Jahren das Mistvcrhälini» noch verprösiern. Ein großer Teil der Aerzte drängt deshalb zur K r a n k e n l a s s e n p r a x i«. Aber auch die Kran keri lassen lönnen das Aerzteelend nicht beheben. Deshalb forterl der Hauptverband deutscher Orts- k r a n k e n k a s s em das Singreisen der Gesetzgebung. Vor allem müsie mit der heurigen Massenobfertigung der Kranken aufgeräumt werden. Tie Häkste der Kassen« praxi? nimmt heule die Verwaltungsarbelt und die Be- ratung in kleineren Fällen(Versckreibung von Brillen, Bruchbändern, Bädern, Pflastern uiw.) in Siispiuch. Sie könnten nach Ansicht des Beibandes in Bebandlungs stellen der Kosten von dam befonders angestellten Aerzien verrichtet werden. Die Bebandlungsstellen wären auch als Unter'uchungs« stellen elnzrrrichten. um genaue Diagnosen z» stellen und die Patient» der geeigneten Spezialbehandlung zuführen zu können. Wünschent« wer» wäre es weiter, in der Behandlung der Kasienpatienten nur soviel Aerzte zuzulassen, alS nöiig sind. Sindeinsalls sollte man den Patienten durch einen angemcsienen Geldbetrag in die Lage versetzen, sich selbst ärztliche. Hilfe zu beschaffen. Der Verband glaubt bei einer derariigen Neuordnuno des kassenärztlichen Dienstes die Krankenhilfe für die nichtversicherren An- gehörigen der Mitglieder organisieren zu können. Auch unS«fchemt es dringend noiwendig. dem bisqerigen KasienverhäilniS zwiichen Arzt und Versicherten ein Ende und den Arzt wieder zum Vertreter des Kranken und seiner Familie zu machen. Vor allem die Anregung, besondere BehandlungS- stellender Kasten als Zentralstellen der Gesundheitspflege vorzusehen, scheint uns beachtenswert. In dieser Richtung laufen auch die Vorschläge des Gen. Alfred Grorjuhn(siehe das Programm der Sozialdemokratie, Vorschläge tür seine Er« neuerungj und deS ArzteS Richard R o e d e r iTie Sozialisierung der ärztlichen Hei liättgkeit im Verbände der Gesundheiisvetsichelung. Verlagsbuchhandlung Richard Schretz). die zum Siudium des Problems nur dringend empfohlen weiden können. Tieie Zentralstellen können der Hebel werden, der die Aerzleirage in ein neues, geiündeies Bett stöfft. Denn eS ist klar, die beutige DeSorganiio- tion des AerztewesenS, die bei unserem Aerzteübe>.flutz von selbst nicht in geordnete Bahnen zurückkehre» kann, beoarf eines Eingriffs von aufcen. Und dieser Eingriff heißt: Vergeiellschasiung «>r Je einer«Bf die Lose oleleher Nemraer U des heldea ibtellBDjeB I nnd U Ohne GelvSHr. Nachdruck ve?»««. In der vormtt>ag»z!chuns ivurdrll Gewinne»der 344 Mari De,»««»» 4 vevinno tv JOOOO M 113666 21461B 10(lewinne ru 6000 M 42392 70123 70626 91375 140336 94 fiewinne tn 30f0 M 1200 3318 3348 5111 10477 11829 1 8498 53579 «3561 27486 81390 38089 46819 49310 51997 69364 74458 76090 78681 «3371 84231 88749 02101 95242 07331 111072 114936 116391 124297 135181 136213 139271 143983 153450 18176» 171243 173604 177065 177991 206030 213-64 219602 221531 226437 228243 228800 239098 170 eewin« s« ICOO M 3679 19258 18602 22518 29045 32299 40482 42002<4337 46473 47097 48803 49103 53334 6383 85300 69203 60335 61969 62287 63147 63563 64112 64140 64744 68764 78118 76160 79192 82964 85173 90540 94723 96145 08539 104096 107234 107382 109470 1 16829 120078 127170 127618 127008 132571 183235 13581« 141275 14 940 143441 Gewinn-Auszug bcs I�Preuß-LLdd.(242. Preuß.) 6 alasse 4. Ziehungstag RIoffen-SoKerfe 9 November 1920 109869 173024 177171 180720 180988 393674 196447 193207 150070 206044 220381 222335 224893 225609 226683 145475 147283 151705 166385 167317 182663 1886.5 180078 190455 192817 2081 29 212781 2,3814 2)4388 2)7138 «27109 277954 228319 228,09 233372 218 Otwimi* ca 500 il 383 902 3761 4263 4540 5989 8359 6455 10428 12469 1.9;, 8 18427 21211 25003 25278 28062 28478 31703 36148 36380 86476 36972 88561 36787 39064 40713 43060 43862 44686 49413 63,41 84380 66734 66775 60380 83341 66304 66832 67608 69258 70178 74493 78373 80747 11421 84934 67082 88361 93189 03625»<923 97815 98541 99299 102360 104934 106730 110454 113840 119829 121879 123141 IZSSlS 123616 127004 159666 130264 130686 131934 132800 134592 188533 139397 149 84 16)080 154260 166478 150613 189718 162264 164777 166747 170560 171394 176813 180973 192136 192423 192721 194864 199813 206186 200053 910986 2um 212246 213067 213699 226047 218224 219075 219283 220664 921690 221362 220754 223678 229866 230390 In der NachmittagDziedune wurden Gewinn« eher 244 Stark 9 Gavian, NB 16000 U 92760 « Gewinne rn 10000 il 185032 186689«III««30«» 4 Gewinne m. 6000 M:;16C82 21 8471 98 Gewinne zn 3000 U 223 2 6613 12442 IMSt 16065 10»4I 27610 tMJ« «1780 38827 47878 50184 64787 30954 34093 64478 78534 75830 79469 79940 «1148 81430 81972 87845 87777 S9784 90537 97871 97891 102476 118889 119718 121778 122269 124205 175652 128518 157815 182109 184197 180963 186944 ,96707 203771 208194 206460 210848 213047 213139 192 Gewinn« rn 1000 11 1336 3280 6899 7649 7680 11024 1175« 20791 21904 24416 26413 26364 27153 22202 82023 82673 33101 95247 42095 46717 48050 62751 56337 60895 61608 62140 84603 70832 74672 74970 77436 79285 8214 88050 87961 53005 89344 94014 0694« 96S82 99486 103874 106Q44 108730 110132 110166 114063 118834 120784 123920 13179» 132810 154368 138127 126916 135723 140729 144469 146562 147685 1421.29 150410 160754 151186 ,61185 154100 181648 182748 172525 174140 174711 176423 179960 182224 186108 188660 190056 ,02723 198911 200968 201913 202339 202tz6« 208524 208517 200591 20910-3 209489 213534 219108 219088 220924 22, 8' 0 228499 2298,7 230277 206 Gewinne zu 600 11 817 1632 3393 6559 7161 14649 18291 25953 27208«8758■ 85768 37360 37447 40072 40562 40673 42466 46639 50728 60064 61735 67259 01699 62078 62788 54521 71919 73475 78781 76109 78308 78400 79972 83225 84462 87839 88571 89092 91408 94167 99362 100406 100821 106044 107348 1 09113 110082 1.16236 116644 119378 119669 119996 121048 121363 123470 I2S7S8 130123 153121 133166 135317 156182 138160 ,38069 I409S8 142(06 148100 148660 160643 152011 163386 159628 181033 194364 166100 ,09099 172561 176723 176866 177079 178388 179643 181864 163275 184143 188447 192038 192868 163418 19480S 193743 107160 197673 201183 206269 205660 210694 213496 216787 219401 221369 223067 839963 232313 laf Jede(eietrae Nninmer sind zwei«leleh hohe Gewinne(efillea, nd twnr Je einer aaf die 1.01« tleleher Cammer In den beiden IbtellBBfen I nd II Obu« Gewahr. 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Preusi-Südd.(242. Preuh.) ft. il lallt 6. jzlehunhslaq Kkaslen-PosterZe 18.«lovimbe, 1828 ief Jede(eeeiene Kemmer sind twel rlelcb bebe Gewinne(eftilen, nnd iwnf Je einer eaf die Lese rlrlcker iSanamer I» don de' den IMelinncen I and II CSne e.de&St. Nachbrnd eubeit*. fin bei vormMaglzlchun« Würben Gewinn«»bei 344 Marl a«|e«ot 2 Gewinne za 16000 M 71954 8 Gewinne zn 5006 M 83006 4863« 143996 22.1.900 82 Gewinne zn 3000 U 105 1344 3267 0015 30'21 47384 49171 73780 784»1 81684«4067«4341«4707 95229 68932 162481 106223 1)44S5 120>46 IZ''740 126980 131611 13107» 1S0885 139167 140187 167028 166434 1 721/32 1 7«*>68 181608 181726 184738 197392 200028 205100 207932 208441 213410 220791 228976 170 Gewinne in 1000 M 4423 0236 11195 11347'16,71! 16336 23168 23714 24582 26043 29106 33097 36336 87789 56840 63463 63471 04418 0,72? 96787 69065 71<0I 7-1611 70899 80777 31011 31119 8,50» 3�381 87>S« 90976 904-8 101865 100309 108547 110-0» 110591 112017 113177 114700 II6548 121138 129413 136659 131809 132566 1945S0 137224 142490 14*006 146324 132165 16 607 154769 164860 155650 167713 169-183 104*133 106,99 170943 172442 179688 181039 186641 187182 189072 100861 191264 189542 199777 200087 202162 203647 206748 208803 214643 214830 216000 216629 216091 210228 220459 228701 23:658 238 Gewinn» rn*00 M 381 8137 3307 4977 4733 6563 7264 826» 8341 10216 13076 13401 18362 18424 19153 22434 23642 76970 27301 33900 36338 35740 36754 35667 41,99 42269 43701<4946 45068 4>725 4033« 60264 61703 60-00 63444 67609 67850 70348 70658 71890 73046 76.313 76094 73-41 79201 82396 82738 82846 86005 90106 9304« 93318 93908 98733 99286 60387 100200 101084 101171 102269 104763 10;065 107516 111884 11310« 117023 116185 120506 125071 13379« 138752 137237 137278 138508 138614 133609 141988 142066 143650 148168 161033 16337, 165104 169870 109518 166697 167673 187676 109517 170219 176507 178-118 176700 177066 177606 184<.'3« 185304 191187 191276 19384« 196302 165988 108436 199772 204640 2<1«722 211748 213438 015848 220114 221412 222459 223290 226318 226824 226827 229426 231009 232476 y» der NachmMagtztebung Wnrdrn Scwinne»der«44 Mark»ezoze,! 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