/ w Nr. 562■» 37. Jahrgang Ausgabe ü Nr. 143 Bez«s,SprelS: S?rrf!t«!lr'. 3i),— mon�ll.lO,— 33R. fzst ms Saus, ootaus nfclbai. Voir- oesua äRnnatlid1 10.— 3R£. tri'., fm« fteüuntisqebübt. Unter Rreu'.bcnB für a/emidtlsnc und Oefierrehd lC,r 0 WU für Oos ubritii Ausland vei tas'lä rmnaL SuReüunr 2150 ,r itellunnen nehmen an Oefttttcidv Unjatn, Tlchecho-LIowalei. Sanc* muri. hoDano.-u emouctt, idiracSen und die örtitDetv— Smietraatn m d»e Dn!i- etwnas-�re süftt Der.Soraurt«* mit Oer Sonntao#« betiage.Doli u.Seit* ertbemt momen. lögiid) �meimtn Sonmaci? und TUtn- tags"nmoL Seleoramm.flOrefie �ejiaibematrai BneUe". Sonntags Ansgake Berliner (38PffennSg� AuzeiacnvrciS; ®!e aditpetpolieni JJonoarr'üe�r:! 'Ofirta,— aK.,Seuerung9(intd;!ag 50'> »Slieine Bajctgts" ja« et?» gtotutfie Won 1,— M.(jtiläffig la-et ■ettgeörarfte Worte), ede? uictlere Won 6U PIg. EtAliengetuche itno 6ailoKteisamm''n in stets steinender Macht and sicgbafter Kröbe. Tie Eroberung der politischen Macht durch die ArbeiterNasir, der Sieg des Sv,».>alhs'n«s >,>ech yd ei"'»"! die Saat nistiaan.rt a i l e s nni.e E"ch. Prhe-tcr! N'r müsse,, xtssez, Ench m.de�t Die Ä ft, funif der Internationale steht-Nif dem S'üele! de»»»r im eigenen Laaer svr.enate vnn innen heraus den Fels der proletarischen E i n'»? e i t. Und dennoch, Ihr Arbeiter der Welt, Hort unsere Stimme! Die Intcr»atio::a!e m nicht tot. ssr lebt, sie rnkt Euch-nm Kamvf mit dem Kap'talismus. Sie fährt den Kamvs für die Weltanscharmna�drs demo- kr a tischen Sozialismus gmen b;c S�averci des K a v i t a l s ans der einen— die tyrmnirche Diktatur des Bolschewismus aus der anderen Seite. Der SoiialiSmnZ ist der friede. de? Bolschewismus ist Gewalt und Krieg. Wir klagen die Machthaber der Tritten Internationale an der Demoralisation der Arbeiterklasse. Sic traten den Willen des russtschcn Volkes mit Fnstcu und sehten an Stelle der Demokratie die bewasfnete Diktatur, nicht des Proletariats, sondern eines K o m i t c e s. Nun gehen sie bnrwii, ihren Willen und ihre Dekrete den Arh'itcrparteicn der c. a n c n Welt aufzuzwingen. Diese Methoden gchören der alten Welt des Zarismus, nicht der neuen des S o z i a l i s m ö an. �_ Sie bkichimv-cn 27 Millionen gewerkschaftlich organisierter Arbeiter als„Gelbe" und organisieren die Sprengung der Gewerkschaften. der K l a s f e n k a m p? o r g a n i s a t i o n des Proletariats. Sic fährten die Arbeiter aus der Lohn- in die S t a a t s s k l a v c r e i, sie rauben ihnen Im,züg!gkcit, Kva» litionsfreiheit und verhindern den Ausbau der w i r t s ch a i lichcnTrmokratie. De? Sozialismus allein bekämpft Ausbeutung und Sklaverei in jeder»form! Nur die politische und wirtschaftliche Gleichberechtigung aller produi- Eowjet-Ultimotum an wranael. Moskau, 12. Nsvrmder. getragen sein von der M e br h t i t des Volkes in allen Ländern, denn die Produktion durch und für die Gesellschaft ist unmöglich ohne ihren Äiilcn. Sic führt sonst zur Verminderung der Produktion, zu Armut und Masse« eleu d. Sie bedeutet nicht A u f st i e g, sondcffn U u t e r a a n g. Tie Verwirklichung des Sozialismus ist nur möglich auf dem Boden/der Demokratie. Die Zweite Internationale ist bereit, all? Bemühungen zur Wiederherstellung der internationzleu Einigkeit des Proletariats zu unterstützen. Sic wird alle Spaltungsvcrsuche bekämpfe«. Ter Entsch e idungSka m v s für den Sozialismus fällt nicht in Rustland, sondern in den Ländern mit dem »ortgrschrittenste» i-nd mächtigsten S! a p i t a l i s w u s. Tes- halb bestimmte der internationale Kongrest zu Gens die englische Arbeiterklasse zur B o r k ä ni p s e r i n. Durch die Verlegung der internationalen Organisation nach L o n- d o n sind die Labour Party und die englischen Gewcrkschaf- tcn zu PrriSscchter« des internationalen Proletariats geworden. Sie werden das Vertrauen rechtsartiacu und den Truchenzen der S v a l t u n g zum Trost die Arbeiter der Welt znsammen'chliesten unter dem Ruf, der heute als Kampf- g e s ch r e i, dereinst aber als S i e g e s r u s die Welt durch- hallen wird: Eslebedieinternatloualcvölkerbesreicni.c Sozialdemokratie! London, den November 1920. das Exekutivkemites dar 2. i7nt?ruati!>naie. � A. Hesdersou, M a c T o n a l d. Grostbritannien. Banderveldc. Belgien. Otto Wels, D entschkand. Troelstra, Niederlande. Engbjcrg, Schweden. H u n s m a n L, Belgien. aller seiner Offizfre ergab. Das feindliche Regiment Minsk versuchte ebenfalls z» uns überzugehen, wurde aber-.'en anderen Forniationru daran fl e h i n p e r l und iiborive.lt i q t. Ferner wird die Gefangenn.rbma von zahlreichen P e t l j i r a- Soldaten gemeldet. An der Wrangel-Fronl haben die Sotojet-Truppen die erste feindliche Linie bei Perekop durchbrochen, zwei Kavallerieregimenter gefangengenommen unb d:e zweiten Stellungen des Feindes er reicht. Als Beute an Kriegsmaterial werden ge meldet: 1? Geschütze, einen Tank, drei Panzerzuge, 10000 Geschosse. 12 Millionen Patronen, einen großen Wagen- park usw. Wrangels Flucht. London, 13. November. Einer Neuiermeldung aus Konstanti- nopel zufolge ist die Lage von Wrangels Heer ver- zweifelt." Die Perekopl.nic ist von den Bolschewisten ge- nommen. In Sewastopol und in anderen Orten befinden sich 80000 Flüchtlinge, die darum ersuchen, abtransportiert zu werden. Ein Schiff mit Flüchtlingen ist bereits in Konstantinopel. Wegen Nabrun gsutittel und WohnungZmangel ist es ihnen nicht erlaubt worden, au Land zu gehen. Tie einzige Hoffnung der Flüchtlinge ist, daß Frankreich ihnen zu Hilf« kommt und sie nach Algier bringt. Kremöetvohltst— eigenewüröe! Von Dr. Johann Eaipari. Ginfl Berliner Tageszeitung berichtete kurzlich, dcist ihr eine Gruppe menschenfreundlicher Chinesen den Betrag van 15 000 Mk. und das; Bürger der Stadt Villiers in S ü d- afrika 226Z Mk. für deutsche Kinder übersandt hätten. Die Quäker haben über ganz Deutschland eine grostzügige, m erster Linie dem Wohle der Kinder und der stillenden Mütter dienende Hilfsaktion in die We-- aeleitot. T ä n e- Marl. Schweden und andere neutrale Länder haben tausende deutscher Kinder bei sich aufaenommen, aufs beste verpflegt und vielfach mit Geschenken aller Art reich versehen in die de,»tsche Heimat zurückgesandt. Es ist eine Sclbstver- siändlichkeit. daß wir allen ausländischen Ireimden. die nnffre Not zu lindern bestrebt sind, von Herzen danken. Höber noch als die uns gewährten materiellen Gaben bewerten wir das Wiedererwachen des internationalen menschlichen Gemeinsinns. Angrsichts dieser ausländischen Hilf? erhebt sich aber, mit Notwendigkeit die Irage: Wo bleibt Deutschland selbst? Es ist nicht beschämend für den, der krank und schwach, elend und siceb geworden ist. fremde Gabe anzunehmen. Wohl aber ist es beschämend, wenn der Beschenkte nicht alle? tut. um sich aus der Lage, in die er gekommen ist, sechst heraus- zuarbeiten. ES ist beschämend, daß beute weiteste Teile des dt'iitichen Volkes d-e fremde Wohltätigkeit wie eine Selbstver- stanlmchkeit anffasfen. obste aber den.Sinn und die straft für eigene.Eilfs anstnbristgen. Dasi das Reich, d-e Lander und Gemeinden nicht in der Laoe sind, für soziale Zweck? di? natwestdigen Beträo? zur Verfügnng zu stellen, ist ein öffentliches Gebeim- nkS. Wenn der Reichsrat in einer"n tigeren Auslassung vor kurzern betont bit, daß wir finanziell„aucki vor anerkonnlen Notwendigkeiten" werden Halt mochcn müssen, fo ist das für jeden im öffentlichen Leben Stehenden leider nur die Besicht- aung einer langgehegten Befürchtung. Die uns durch den Iriedensvertrog auferlegteu Lasten sind lo ungebeurrlich srstan denke beisvielsweise nur an die llniorhaltung der Beiatzungs- armee). daß man cS verstehen muß. wenn die Fingn"ninistrr des Reichs und der Länder die Unmöglichkeit der Hergab« weiterer Mittel auch für soziale Iwecke erklären. ES ist kin- disch und zeugt von geringem volkswirtschaftlichem Verstaub. nis. wenn di? Vermehrung des � Notenumlaufs angesichts unserer ssinanzlage zur Beliebung sozialer Schaden gepredigt wird, da diese Maßnahme alle Lebensbedürfnisse wieder ver- teuert und die Wohltat damit zur Plage wird. C l c m e n c e a u soll in den dem Friedensdiktat von Versailles vorhergehenden Verhandlungen auf einen Einwurf bin gesagt haben, es sei wohl möglich, aber gleichwohl unab» ändsrfich. daß als Folge der Durchführung des Friedensver- träges IKMillionen Deut s che sterben' würden. Daß dies? mm Tode verurteilten Menschen sich ans den Reihen des Vroletanais rekrutieren würden, bedarf wohl keiner längeren Begründung, und es hieße Eulen nach Athen tragen, wollte ich an d-ese? Stolle noch eimnal mif all daS Elend hinweisen, das infolge des.Krieges über das deutsche Volk hereiwwn-ochen ist. Man kann nur immer wieder in die Welt hinausschroien: Geht in unsere deutschen Schulen und seht Euch die deutsdxm Kinder an! Geht in die Familien der Erwerbslosen— und Ihr erblickt die grauen lwsteste Not! Geht in die Quartiers des Proletariats und Ihr werdet das Wüten der Tuberkulose mit eigenen Äuaen sehen! Geht in die deutschen Kranken- 'wuser und Kl'niken und seht die rapide Lunabme der Syphi- liS! Labt Euch nicht blenden d"rch die WoblMeibtheit und giste Bekleidung jener dünnen Oberschicht, die in den Groß- städton die Straße bevölkert und in den öffentlichen Lokalen und Verg'iügnngsstätten ein Bild von Deutschland gibt, das ein Lerrbild ist! Für die deutsche Arbeiterschaft ergibt sich aus diesen Tat- fachen die Notwendigkeit, sozial? Selbsthilfe zu üben. An einigen Orten ist bereits der Ansang gemacht worden. So bat der..Vorwärts"(ILM Nr. 498) mitgeteilt. da« im Kreise Londesbut. wo die Zahl der Todesfälle au Tuberkulose im Ickbre 1919 siebenmal so gross. war wie 1911, die Belegschaften der beiden Rothenbacher Gnibenwerke beschlossen haben, zur Selbsthilfe zu greisen und rwecks Errick- jung einer Waldbeimsiätte für lungenkrank? Kinder llest-r- schichten zu verfahren, deren Ges-amteinnobme einschliesslich des sich aus der Schicht ergebenden Betriebsgewinncs einem von der Arbeiterschaft selbst zu verwaltenden Fonds zufliesst. Aebnliches ist ans Waldenburg bekannt geworden. Dieser Ent- schsuss der Arbeiterschaft ist ein Lichtblick in unserer Zeit rück- sichtssosestm Egoismus und allgemeiner Raffgier. Das Land der Dichter und der Denker drobt. wenn die Dinae so weitergeben wie biskier. das Land der Schnorrer und der Sck'!eber zu werden. Wo ist. so müssen wir fragen, der p- ß-eri'-ümte deutsche Gemeinsinn? Wenn die bürgerliche Gefewchaft schon n'cht aus Geineinsinn sich an der Rettung des Volkes on der Behebung der sozialen Not. und zwar nicht nur mit schönen Worten,(nndern mit durchgreifen- den Taten beteiligen will, so müßte sie es zum mindesten aus boNtlscher Klugheit tun. Auf dem deutsSiuitionalen Wrteitag in Hannover hat Herr Dr. Helfferuh die schönen Worte ge- sprachen,„die soziale ssirage ist uns Herzensangelegenheit". "tun wohl, dann dürfen wir wohl erwarten, daß z. B. der der Deutschnationalen Partei recht nahestehende Bund der Landwirte uns in Kürze mitteilt, wie er diese Herzens- angelegenheit seiner Mitglieder und Freunde durch eine groß- zügige Silssartion für die deutschen 5tinder oder im Kampf gegen die Tuherkulosc«sw. zu befriedigen gedenkt. Jedenfalls rönnen wir im gegenwärtigen Augenblick feststellen, daß wir von einer durchgreifenden, systematischen Hilfe seitens der iSnlc des deutschen Volkes, für die die Kriegs- und Nachkriegs- -zeit eine Quelle des Gewinns geworden ist. nicht- zu merken ist. Wir könne-n aber andererseits feststellen, daß Teile der deutschen Arbeiterschaft von sich aus Wege gefunden haben, um zu dem erstrebten Ziel zu kommen. Wo bleibt die syste- ' niatische freiwillige Hilfe der anderen? Wir sehen nichts von 'thr. dafür sehen nur eine gewaltige Thcsaurierung von Vermögen! Zahlreiche Aktiengesellschaften begnügen sich nicht da- nüt. ihren Aktionären eine recht hohe Dividende, sondern dazu .noch einen Bonus zu gewälgen. In Berlin veranstaltete man vor kurzem pomphaft eine große Modenwoche, während Mil- lionen deutscher Proletarier nicht wissen, wie sie sich auch nur 'nvidiirftig kleiden sollen. Die Luriisgeschäste und Lurus- restaurants florieren wie noch nie. Ein Juwelier in einer 'Mitteldeutschen Großstadt erzählte jüngst meinem absolut zu- ch-rlässigcn Gewährsmann, daß er durchschnittlich täglich 8 gol- dene Zigarettenetuis verkaufe zum Preise von je 2000 M.! Aber gerade jene Kreise, die am meisten von dem Krieg pro- fiticrt haben, sprechen auch am meisten heute von deutscher Würde und sittlicher Wiedergeburt des deutschen Volkes, ohne .«mf die schönen Worte entsprechende Taten folgen zu lasten. Wir wollen, daß das Ausland wieder vor uns Achtung -gewinnt. Aber wir können dessen sicher sein, daß ein Volk, -welches auf der einen Seite im Geld« schwimmt und praßt. auf der anderen Seite verelendet und oerkommt und fremde Wohltätigkeit sich gewähren läßt, ohne den ernsten und heiligen Willen zu zeigen, sich selbst zu helfen, auf die Achtung der 'anderen nur sehr geringen Anspruch erbeben kann. Die Achtung der anderen Nationen müsten wir aber auf jeden Fall wieder gewinnen, schon aus Achtung vor uns selbst. Die sittliche Wiedergeburt des deutschen Volkes kann nur von unten herauf geschehen' sie wicdenim ist ober nur möglich durch ein in jeder Beziehung gesundes Volk, und darum sind die deut- fchen Arbeiter, Angestellten und Beamten be- Tusen, hier Wegweiser und Pioniere zu sein. Erwarten wir nicht die Hilfe von Reich. Land und Gemeinde. Sie sind -beute dielleicht ärmer als wir selbst; wir hingegen haben unsere - UpbeitSkraft und den Willen zum Leben! Wollen wir dem Sozialismus und damit de? Idee des Sittlichen in der Welt die Wege ebnen, so müssen wir ein gesundes Volk schaffet, für eine gesunde Nachkommenschaft sorgen. Wenn nun jeder deutsche Arbeiter. Angestellte und Beamte vorläufig ein Jahr hindurch in jedem Monat je nach seinem Einkommen bis zu einem Tagesverdienst für Wohlfahrtszwecke zur Verfügung stellt, dann werden wir in der Lage sein,„die anerkannten Notwendigkeiten�, die der Staat nicht mehr erfüllen kann. unsererseits zu gewährleisten, und wir werden das Unter- nebmertum dahin bringen, seinerseits entsprechende Leistungen äufzubringen. Nicht durch gelegentliche Gamm- "l n n g.?.it.u nd Spenden können wir das Uebel be- kämpfen, nur eine-systematische Hilfe kann nützen. Die Einzelheiten können naturgemäß an dieser Stelle nicht ausgeführt werden. TaS Unternehmen dürste in erster Linie Sache der Ortsausschüsse der Gewerkschaften, An- gestellten- und Beomtenvertretungcn sein; darüber hinaus -fckttsfen wir den..Deutschen Zentralausschuß für die Jnlandshilfe"! Jene Rothenbacher und Walden- burger Arbeiter haben den Geist der Zeit begriffen, ihnen gilt es nachzueifern. Seien wir dankbar für die uns gewährte aus- .löndiiche Hilfe, aber vergessen wir darüber nicht unsere Men- Johann /toios eomenius. Bon Alwin Rudolph. Pythagoras hatte nach der Entdeckung de» nach ihm benannten iFehrsatzes den Göttern hundert Ochsen geopfert, und der Dichter Ehamisso meint«, daß seitdem bei jeder neuentdeckten Wahrheit die Ochsen anfangen zu zittern und«in unmenschliches Gebrülle M-t erheben. Bliebe eS bei diesem Gebrülls, so könnte man sich schon leicht damit abfinden, gewöhnlich vermögen sie eS aber, die neuenideckten Wahrheiten zu unterdrücken, bi» sie sich endlich durch gewaltsame Umwälzung doch Geltung verschaffen. So hat auch die Revolution vom S. November erst den Boden bereitet für die vor etwa SCO Jahren von Johann AmoS ComeniuS erkannten Wahrheiten. Wir denken seiner heut« anläßlich seine» TodeS» tageS: am 16. November 1670, vor einem Vterteljahrtusend also. starb er. Otüwohl er in der Geschichte der Päldagogik al» Prophet der DidaktSk gefeiert wird, hat er c» nie zu der Popularität«ine» �estologzi und Frcbel gebracht, und er ist dach der Vater eines Schulsystems, da» wir heute erst, beginnend mit der Grundschul«. in die Tat umzusehen gewillt sind. ComeniuS verlangte nicht» andere» als die Einheit»- schule. Der Unterricht sollte ollgemein und gemeinsam sein, die ganze Jugendzeit von der Kindt«7i bi» zum 24. Jahr umfasien, und er sollte jedem seviel an Ken»: nisten geben, daß ihm nichrs, was ihm in der Weit begegne, unbekannt wäre. Die Schulen soll- ten Werkstätten der Humanität sein, die nicht nur Kenntnisse venbrciten. sondern die wahre Sittlichkeit lehren.„Denn was ist irissenschaftliche Bildung cerg und Vogler, die bekanntlich den Gedanken der Kleinaktie wieder auf- leben lassen, als einen„uralten gelben Ladenhüter", den man den Bergarbeitern zwei Jahre nach de? politischen Umwäl- zung in Deutschland als Sozialisierung anbietet. Die„Berg- arbciterzeitung" erinnert demgegenüber an die einmütigen Be- schlüsse der Bergarheiteriniernationole in Genf, wonach die Berg- arbeiter nur»in der Beseitigung des privatkapita- listischen Profit» aus dem Bergbau" die Sozialisicrung er- blicken. Diese Formulierung entspricht einer Erklärung de» christlichen GewcrkvcreniSvorsitzenden I m b u s ch, der sich allerdings in der Unterionnn stion den StinneS Vorschlägen ange- schlössen hat. In den Vorschlägen StinneS', Silvcrbcrgs und VöglerS. die den schon vertrusteten gemischten Unternehmungen Vorbelteferungen an Brennstoffen und Altmaterial in Auö- ficht stellen, erblickt die„Bergarbeiterzeiiung" eine gewaltige Vevtrustung von Bergwerken, Eisen- uny Stahlwerken, Ma- schinen-ndustrien, Cellulosefahriken, Elektrowerken. ZeitungS- druckereien usw. unter der Direktion eines riefen- privatkapitalistischen Konsortiums, dem als „sozialistische" Dekoration einige Vertreter der„Kleinaktionäre" zu. gesellt würden. TaS wäre eine Zentralisation der privatkapitalisti- ichen Macht über unsere Volkswirtschaft, wie sie die kühnsten Werksmagnaten selbst in der wilhelminischen Zeit nicht erreichen konnten. Ter Kleinakiienvorschlag, sagt die„Beryarbeitcrzeitung" weiter. ist ein g r o tz e r B l u f f, aber er»st auch noch etwas anderes:„Er ist geistesverwandt mit dem syndikalistisch-bolschewisti- schen Anspruch auf die Bergtverre für die Bcrgleutel Der wahre S o z i a l i ft betrachtet die Sozialisterung als die Angelegen. heit dc» ganzen Volkes, nicht eines Berufes ober einer Klasse. Ter wahre Sozialist will nüht an die Stelle de» perfön- lichen Prositjagens den Gruppenegoismus setzen, will nicht, daß eine Gruppe oder e i n Beruf egoistisch gegen die ande- r e n kämpft. Ter Syndikalismus aber fordert die Bergwerke nur für die Bergleute, und der Stinnes-Silversberg-Vogler-Vorschlag will die Bergleute zu„Kleinaktionärcn" machen und spannt so den Gruppenegoismus gegen da» Allgemeininteresse ein. Diese Seelen- Verwandtschaft zwischen Kapitalismus und bolschewistischem Syn- dikaliSmuL kann gar nicht stark genug betont werden." Erledigung der Diefelmotorfrage« Der Botschafterrat bat den Vorsitzenden der Deutschen Frieden»- delegaliou in Pari» eine vom französischen Miniklerprändent?» uiiterzeicknete Note übermittelt, in der er sich bcreir erklärt» die D i« t e l m o t o r e bis auf weitere» zur Berfügnng der deutsckien Regierung zulassen, vorausgesetzt, daß sie nur zu Handel»- oder gewerblitben Zwecken benvendet werden. Die Entente verlangt ober spätesten« bi» zum 81. März iSSl einen Bericht von der deutschen Regierung, aus dem sich der Standort aller Unterseeboots-Dieselmotoren ergibt, die am Tage de» Waffen- stillstandeS Unterseebooten zugeteilt oder für Unterseeboot« bestimmt waren; dieser Bericht muß angeben, welche Motoren in industriellen Betrieben verwendet und welche nicht in Dienst gestellt sind. Bis Einlauf de» Berichts soll die Jnterallierte Marine- Kontroilkommiision über die industrielle Verwendung der Motoren dieser TvvS Kontrolle ausüben. der letzten Forderung durchzusetzen vermochte. Man nahm nur auf, was man eben für gut befand, alles andere hat zu schweigen. Comenius aber verfolgte den einmal aufgenommenen Gedanken bis in die letzten Konseguenzen: worum wir uns heute noch streiten müssen, das waren für ihn eherne Wahrheiten. Wie er es der» langte, drang er selbst bis zu den Wurzeln der Dinge vor. Für ihn sollten darum nicht nur EinlnldunySkraft und Gedächtnis geübt und die wahre Sittlichkeit gelehrt werben, sondern auch „Hand und Zunge durch Lesen, Schreiben, Zeichnen, Singen, Zäh- Jen, Messen, Wägen" ausgebildet werden. Und so kam er weiter zu der Forderung, daß auch düe Kenntnis des H a n dw« r k S ge- lehrt werden sollt«, wa» wir wohl als eine Vorstufe zu dem eigent. lichen Arbeitsuntervicht betrachten können. In den Unterrichts- plan aber wollte er aufgenommen haben Staats- und Wirffchafts- lehre, Weltiunde und Grffckiichte der Welt. So sehr EvmeniuS' Lehre auch au» allen Ländern Auer- kennung gezollt erhielt, und er selbst nach Schweden und England zur Reform des Schulwesen» berufen wurde, eine eigentliche Stätte für seine Wirksamkeit sollte sich ihm nicht eröffnen. Au§ Fanatismus und Haß mehrmals von der Stelle feines MrkenS vertrieben, rettete er immer nur da» nackte Leben. Seine Habe, Handschriften und Bücher wurden ihm geraubt oder verbrannt.. Moch im hoben Mier mußte er aus Lissa fliehen vor den Polen. Er wandle sich nach Amsterdam, wo er sich als Hauslehrer bei reichen Familien durch« Leben schlug. Hier hielt er in der letzten seiner hinterlassenen Schriften die Abrechnung seines Lebens, das „nur eine Pilgrimschaft" gewesen und kein Baterland gefunden hatte. So unoblässvg er während seines ganzen Lebens für die Reform de» Schulwesen» tätig war,«r bat nicht einmal die ersten Keime seiner Saat aufgehen sehen. Die Wilderstönbe gegen seine Lehre waren zu groß und zu viÄsältig. Die Kirche war trotz her Reformation zu mächtig, als daß sie ein« Lehre xilicß, nach der dem dernunfübegabten Mensck-en die Erkenntnis aller Dinge aufginge, nach der der Mensch gewohnt werben soll,„sich ntcht durch ein« fremde, sondern durch die eigene Vernunft leiten zu lassen". Da? ist nvtürlich der Pfaffenweisheit entgegen. Aber Comemns siarb in der zvbersichtsichen Hoffnung, die zugleich e-ne beißende Kritik cm den Tienern Gottes war, daß dereinst, wenn die Hüter der Herbe nicht mehr sich selbst, sondern die Herde wei- hen. und der Neid gegen die Lebendigen aufhören würde, seine Vorschsläg« inS Leben treten würden. Leipziger VvkkSbübne. Zu der Meldung von dem Konkur» der Leipziger Volksbühne teilt der Verbind der deutschen Volksbühnen- vereine mit, daß da» Leipziger llutcruebmcn. das jenen Namen trug, wall einig« Einrichtungen übernommen hatte, wie sie die Volksbühnenoripnisasionen durchgeführt haben, aber im übrigen in keiner Weife daS verkörperte, was die eigenttiche Idee der Volks- bübnenbewegung ist. Die Leitung der„Leipziger Volksbühne E.B." war satzungsgemäß völlig den.Gründern" übevantwortet; der Seamtenftreik im Ruhrreviee! Räch uns zugegangenen Nachrichten a»S de« Ruhrgcbiet steht ein Beamtcnstreik kurz bevor. Die Meldung besagt» daß die Lage der Beamten, besonders derjenigen der unteren GrhaltskI äffen derart verzweifelt ist, daß sie ohne eine sofortige Hilfe dem Hunger preisgegeben find. Am Sonntag, den 14. November, finden im Ruhr- gebiet große Versammlungen statt, in denen darüber beschloffen werden soll, ob ohne sofortige Hilfe die Rrbeirsu ederlcgnng rrsolgea soll. Eine Tcpntation befindet sich zurzeit in Berlin, um mit der ReichSrrgirrung über dir notwendigen Schritte zu verhandeln. Verlangt wird eine sofortige Vorfchußzahlnug von 1000 M.» uiu- beschadet der Regelung der Erhöhuug der Teuerungszulage durch den Rcichslag. §inanzminifter unö Sesolüongsfrage. In der Preußischen LandeSversamnüung fand am Sonnabend. wie die P. P. N. berichten,«ine gemeinsame Sitzung des Haupt aus- schusscs und der beiden mit der Beratung der Beamten, und Lehrer- dicnsteinkommcn befaßlcn Ausschüsse statt, in der Finanzminifte!: Lüdcmann bemerkenswerte Ausführungen über die neuen For- derungcn der Bcamrenschaft machte. Der Minister erklärie, daß auch nach seiner Auffassung durch die in den letzten Monateu voll- zogene Preisentwickelung eine erhebliche Verschiebung deS Verhältnisses zwischen Einkommen und LebcnZhaltungskofreu zu- Ungunsten der Feftbesoldeten sich vollzogen habe und daß hierdurch die Beamtenfamilicn teilweise in große Bedrängnis geraten seien. Die Anerkenntnis dieser Tatsache hat die StaatLregierung ver- anlaßt, sich mit zahlreichen Höhereinstufungen einverstanden zu er- klären. Damit ist aber auch die gegenwärtige LeisluugöfLhigkrit des Staates rrschSpst, namentlich solange daS von der StaatSregierung verlangte Grund. steuergesetz von der Preußischen LaudcSvcrsammlung noch nvirt angenommen ist. Durch dieses Gesetz kann im günstigsten Falle ein jährlicher Fehlbetrag von L Milliarden gedeckt werden. Die neuerdin-gS vom Deutschen Bcamtcnbund aufgestellte For- deruna, die«ine Erhöhung des TeucrungszuschlageS auf 75 Proz. vom Grundgehalt und Oriszuschlag, miichcstrns ober 7000 Mk., in Ortsklasse 4 100 Proz. vom Kinderzuschlag und die Erhöhung des TcuerungSzufchlaFcS auch für Ruhestandsbeamte und Beamten- hinterblieben« verlangen, würde ollein für den preußischen Siaar eine weitere Ausgabe von einer Milliarde bedeuten. Im Hinblick darauf, daß Preußen die hauptsächlichsten Steucrquellen entzogen sind, fei die weitere Belastung des Etats mit einer derartigen Summe eine völlige Unmöglichkeit. Wie der Finanz» minister weiter mitteilte, babcn in der vergangenen Woche über die- selbe Frage sehr eingehende Besprechungen der ReichZregie- rung mit den Finanzministern der Länder stattgefunden, die eine völlige Uebereinstimmungin der Beurteilung der Finanz- tage ergeben haben. Eine wichtige Ursache für die herrschende Un- ruhe in der Beamtenschast liegt darin, daß heute keine Beamten- familie weiß, mit welchem Einkommen sie endgültig zu rechnen babcn wird. Außer dem Besoldungsgesetz, da? gegenwartig beraten wird, ist der Besoldungsplan aufzustellen, aus dem die höhere oder geringere Einstufung der einzelnen Beamten sich ergibt. Außerdem bereitet das Reich ein ganz neues OrtSklassenver- z e i ch n i S vor. das die Bezüge sehr vieler Beamten in einschnei- dender Weise beeinflussen wird. Solange diese Arbeiten nicht ab- geschlossen find, ist dem einzelnen Beamten eine genaue Berechnung seines Einkommens und damit eine gesunde Wirtschaftsführung un- möglich. Tiefe Unmöglichkeit schleunig zu beseitigen, sei daher die erste Ausgabe Ter Minister richtete eine in sehr ernsten Worten gehaltene Mahnung an alle Parteien, dazu beizutragen, daß Aeußerfte aufzubieten, um in wenigen Tagen die seit langen Monaten schwebend« BetoldungS reform endlich zum Abschluß zu bringen und damit der Ätegierung die Möglichkeit zu geben, den Beamten noch vor Jahresschluß die endgültigen neuen Gehälter auszuzahlen. Dre Bertrster der Parteien erwähnten die Schwierigkeiten, d.'Z diesem Verlangen entgegenständen, errlärten sich aber bereit, sich über eine beschleunigte Verhandlung der fraglichen Ge- setze zu verständigen. Die vom Fman.zmstnistnr als Deckung für die dauernden Aus, geben angektmdigt« Grundsteuer wich in-den nächsten Tagen der Derfassunc»asb«tnden Land.Sversammlung als Gesetzentwurf, zu- gehen. Tie Mi-twohn-bäuser sollen ebenso wie die Siedlungen nur mit dem halben Steuersatz« herangezogen werden. eigentliche Nolksbühnengedanke, die„Theaterkonsumenten" auf der Grundlage de» SekbsrbestimuiungSrcchls zusammenzuschließen und zu Trägern der Thealerveranstallungen zu machen, war nicht der- wirklicht. Der Versuch,„von oben her" durcki Uebernahme mancher Aeußerlichkeiten der wirllichcn Volksbühnenvereine breitere �Schichten stärker am Theater zu interessieren, hat sich im Fall der Leipziger„Volksbühne" nicht bewährt, was schließlich nur um so mebr dafür spricht, daß ledialich eine Organisation der Theater. böslicher, wie sie die im Verband der deutschen VolkLbühnenvereine zusammengeschlossenen Organisationen bezwecken, ein Volksbühnen» unternehmen auf eine gesunde Basis zu stellen vermag. Hans Heinrich van Twardswjkt las in der Berliner Sezession zwei Novellen des junavefflorbenen Dickter» Georg He hm und da» Schlußkapiiel a»S Leonhard Franks Erzählung„Die Ursache". Die Wahl zunächst war bereits glücklich, denn die' Beiwaiidliwaft dieser Dichtungen ist nicht auf da« Sioffliche und Limospbärisct« beschränkt, vwtmehr ist formale Jnbiunst bei beiden Dichtern zum Wesen der Gestaltung geworden. Twardowiki. seitdem er vor einem Jabre etwas verwildert sich an Rilke maß. wa» mißlang. ist in allen Bewegungen dezenter und somit wiikungsreicher geworden. Er ist jetzt der Bckesiene, indem er seine Wildheit be- herrscht. Dem Wahiisinnigen gibt er in überaus gemessenen wegunaen der Hände und unbeilvollen Gesichtszügen Glaubwürdig- keit. Er spricht techni'ch geklärt und er vergriff sich stofflich und liimmlicki nur in der kleinen Novelle„Die Sekron", die bloßer Auftakt blieb und jeder Madillation entbehrte. Das Kapitel der Hin- richt, ing au« der.Ursache" war geistig und ieeli'ch völlig erfaßt; gefesstgt«m Darstellerischen, bewiiuderungswürdig im psychologischen Durchdringen. Die Heymsche Novelle des Irren wurde durch Twar- dowsti» klugen Aufbau noch über ihre wirkliche Bedeutung hinaus- gehoben; sie empfing Kleistschen Atemzug. heo. Mvnct 60 Jahre. Der letzte Ueberlebende der großen Gene- ratio» der französischen Jmvreisioniiten, Claude Monet, vollendet heute sein 80. Lebensjahr. Die von ibm dem französischen Staate geschenkte Serie der 12 Scerosenbilder sin ten ver'chirdenen Tages- beleuchtungen) soll bcini Nodin-Musenin in einem eigenen lleine« Pavillon alifgeiioinmtn werden. Ter Pavillon w'rd nach Moncts Angaben eingerichtet und mit dekorativen Malereien ausgestattet. Kaisers Haftentlassung abgeleliut. Der Dramatiker Georg Kaiser batte ge. en dt« Halt bckannilich Beschwerde»rboben. Wie die„Nüncheuer Neueren Nachr"«rfahren, wurde die Beschwerde verworfen. Tora irr. Ö» der Siaatsaver findal die Erstaustübrung der neue» von Lalletnieiller Kroll« emworsencn nnt> einstudierte» ö a l l e t t S am «. Dezember statt. Die Ei staustiidruaq von S ch r e k e r» Over.Di, «Z« z e t ch n e t e n" ssi tür den 80, Dezember in Aussicht genommen. Eine Dolstol-ffeler zum zchnjaditgen Todesiag des Dichi«» ver» ansialiet der.Sozi Uistiiche stuventcnbuild- am 21. November, nachmlitaas 3'/, Ubr. im Beeibovensaal. Joseph Chapiro, Till» Durieux. Fritz Ksrtncr und Elte Lands tiosi wirken mir. Artur Rlkisch als Operndirigent.?-l einer Matinee, hj« der Bn band T cutscher Büdneiischrisistellcr und Vühncnkomvouiiten am 27. Noo nachm. 8 Ubr, ün Drutichen Opernhaus zugunsten seiner Wob!» sahrlSeinrichlungen vcranllaüet. wird Artur Rilisch zum eriienmal in Beil« als Opeindirigent erscheinen Er wird den 4. Ält der.Meiilnsinger- musitalisch leiten und außerdem die Leonoren-Ouvertür« 3 von Beetbooe» dtrigtereu. Nr. 562 ♦ 37. Jahrgang 7. Heilaae öes Vorwärts Sonntag, 14. November 1620 durch Gberjchleflen. Vo?t Jakob Altmai er. Irgendeine geheime Scheu ist es, die die Feder abhält als Neberschrist über diese Zeilen:»Durch den deut leben BÄlan" zu setzen. In jeder deutschen Provinz, in jeder Ecke unserer Heimat, wohin man auch kommen mag, überall findet man etwas Geschlossenes, Zusammenhängendes, was Dorf und Stadt, Acker und Pflaster, Kirchturm und Schornstein verbindet, abrunde! und ergänzt. Ober- schlesien ist zerrisien und zerklüftet; die Städte, die Dörfer, die Landschaft, die Parteien und die Menschen. Es ist ein deutscher Balkan nicht nur»er Nationalitätentämpse wegen, die sich jetzt in den übelsten Formen abspielen, nicht allein um des nationalistischen Zankes und Streites willen, der mehr von außen hineingetragen wurde, als daß er aus dem Innern deS Landes auszischt und auf- brodelt. Nicht wegen der umherziehenden Banden, vie den Aufstand d-S Sommers benützend, alle Feindschaften und Rachegelüste aus- tragend Dörfer in Brand gesteckt, Menschen erschlagen und Raub- züge vollführt haben. Nein! Dieses Land, wo drei Staaten aneinanderstoßen, wo sich drei Kulturen und die verschiedensten Volksstämme mit eni- gegengesetzten Sitten, entgegengesetzten Kulturen gegeneinander- stemmen, wo der Osten Europas an den Westen grenzt, ztoischrn Wäldern und Kartoffelfeldern der Hochofen und das Kino stehen, wo sich drei Sprachen mischen, die robe Faust den Geist nicderbält, wo der Bergmann mit dem Bauer, beide gegen den Großgrundherrn und Grubenbesitzer, und alle vier gegen die Autorität deS Staate? und des Gemeinwohles ringen, wo Al�rglaube und Schnaps mit dem freien Denken streiten, die Nationaltracht mit dem Stcb- kragen, Stadt gegen Land, die besten Kumtbauten gegen das Strob- dach, Nationalismus, Kapitalismus und Imperialisnius gegen den Sozialismus, freie Gewerkschaften mit christlichen und polnischen, gut tatdoliswc Komanrnisten gegen überzeugte Soziatdemokroieni ein solches Land und seine Bewohner müssen zerrissen sein, zcr- klüftet und verbadert. Oberickleiien ringt noch mit sich selbst, steckt noch im Schmelzofen der wirtschaftlichen, sozialen iriid politischen Entwicklung. Diese Provinz ist zur Hälfte anderen deutschen Gauen voran, teils steht sie kilometerweit hinter den übrigen Gebieten des Reiche?; sie streitet und ringt, um zu einer Einheit zu gelangen, und iniUen in diese Entwicklung fegt der Sturm der i.d- stimmung und wirbelt das Land tn einen wilden Tanz, daß die Menschen kaum noch wissen, wer sie find, was sie sind, tr>o sie Halt und Rnhe finden sollen. « Man fährt deS Nachts mit dem Schnellzug durch das Industrie- gebiet, blickt rcchtS und links durch die Scheiben und sieht die ganze Strecke entlang» in der weiten Runde weißleuchtrnde Bogen- laanpen, lr.rld einzeln in langen Reihen gerichtet, bald Pyramiden- förmig aufsteigend, bald in figurlosen dichten Klumpen geballt. Die einen erhellen kilometerlongc Kunststraßen, die anderen Schachtan- logen, die dritten Hüttenwerke, Fabriken und Städte. Jetzt zischt und(tischtet ein rotes Flammenmeer zum Himmel und erhellt einen Hochofen. Schwarze Eisenstäbe recken sich in die Höhe, Hammer- schlage und summende Metalliöne ersticken das Geräusch deS Zuges, in den Flammen tauchen Menschen aus, die wie expressionistische Figuren schorfgeschnitien« Bewegungen ausführen, als wären eS Priester vor heidnischen Altären. Wie auf Kommando versinkt die Flamme in? Leere, es ist wieder Nacht, die Bogenlampen' stieren wie helle Augen in die schwarze Gegend» bis an einer anderen Diellc das rote Feuer wieder emporschießt und die Halle einer Bahnstation dem Spuk ein Ende macht. Kattowitzl In Licht gebadete Straßen mit den modernsten Läden und Schaufensterauslagen gleich einer westlichen Großstadt. Hier sind die Kohlen, hier ist das Licht zu Hause. Am Morgen aber steht man, daß diese wild aufgeschossenen Industriestädte nur zwei oder drei solcher zeitgemäßen Straßen besitzen, das Uebriae übelste Kasernenbauten sind, hier ein Häuser- block, da einige verkrüppelte, rußgefärbtc Bäume stehen, dort ein leeres Loch ist. drüber wieder ein Kunstbau, daneben Wohnungen wie Särge, ohne auch nur einen Stcinvors.rtz oder gar ein Fenster- breit. Bahnübergänge und Unterführnngen zerreißen die Stießen, Rauch und Kohlenstaub liegen schwer über den Dächern, ein bleier- ner Himmel drobt herunterzufallen und erstickt Freude wie Trauer. In den Straßen die buniesten Menschentypen, die sich träumen lassen. Deutsche. Pileu, Ostjuden in langen schwarzen Bärten und ebensolchen Mänteln, Bauern, Arbeücr, Frauen a la Kurfürsten- dämm, in lange Tücher gehüllte Mütterchen, Schönwälderinnen in ihrer Heimattracht, protzende Schieber, Händler, Jndustrreritter und was sonst alles der Westen und der Osten auf einen Haufen zusammenwirdcü. aus dem die verschiedensprachlichsten Laute klin- gen und rattern. Zehn Minuten von per Stadt entfernt: Fabriken, Hüttenwerke, Schnttberge und Gruben kunterbunt über das Land gestreut. Rir- gends em einheitlicher Bauplan, alles wächst, wie es Lust und R.eum hat. Der erste Eindruck eines solchen Jndustriegeländes ist der eines Schlachiseldes. Die Erde jammert einem, die derart ver- wüstet und vernachlässigt ist. Hier treibt das Knpital den rücksichtS- losesten Raubbau, die nackteste Ausbeutung der Menschen und der Bodenschätze. Und wie reich ist der Boden! Oft geht die Kohle bis � an d-e Oberfläche, und auf dem Lande sollen Stellen sein, wo Bauern und Ardeiter in den Keller steigen, um je nach Bedarf einen Korb Kohle abzuhauen. » Bevor wir in den Schacht hinabüahren, eniUriden wir uns in der Badeanlage vollständig. Mit weißem Drillichanzug, schwarzem Bergmannsbut und einem Harkskck fahren wir in die Grube. Wandern durch lange Gänge, unter denen die Wasser in kleine ! Kanäle und Rohre geleitet sind. In der Mitte laufen die Rollbahnen. die di« Köhlen zum Schacht bringen. Hie und da Seiten- stollen, an denen abyclxm-t wird; die planmäßig geleiteten Wetter dringen den Bergleuten srifche Luft. Abbau und Ausfüllen der ent- standeneu Hohlräume gehen Hand in Hand. Unendlich viel Holz wird zum Slützcn der Wände und Decken verwandt. Wenn sich irdgendwo die Erde senkt, krachen die starken Stämme wie Streich- Hölzer zusammen. Technik und Wissenschaft feiern im Bergwerk Triumphe. NllendÄche Mühe und jahrzehntelange Arbeit haben ge-- wattige Werke und Werte geschaffen, die der Laie so wenig über. schauen kann, wie das Labtirinth, daS er mit guter Führung sicher buoctguert. Man sieht gar keine Gefahr, ahnt nur einiges von der Vermrtwortung dxr Ingenieure, Techniker oder Steiger, von der Müde und der Qual der Arbeiter, die ehemals vor dem Acht- stundentag zur Winterzeit bei Nacht in die Grube gefahren sind, zur Nacht wieder herauskamen und monatelang keinen Tag und keine Sonne sahen. Während wir uns drei Stunden später im warmen Bad vom Kohlenstaub reinigen, fragen wir uns. warum die Bodenschätze. Gruben, Anlagen und Werke im Besitz einer Familie oder einer Aktiengesellschaft sind und nicht dem einzigen rechtmäßigen Be- sitzer gehören: der Allgemeinheit? Wir gehen in die Stadt zurück und mit uns verläßt der Krankenwagen die Grube, der einen vom Herabsallenden Gestein ge- troffenen Bergmann ins Krankenbaus fährt. Nur ein Leichtver- letzter, sagt unser Begleiter. Schlüsse lbeinbruchl Wivtfäyafi Wege unseres Wiederaufbaues. Die Deutsch« Weltwirtschaftliche Gesellschaft veranstaltete kürzlich ihren zweiten Vortragsabend, auf dem Mini- sterialdirektvr Prof. Dr. W i e d e n f« l d Wer»Das deutsche Wirt- st-bansleben und sein« Verflechtung in die Weltwirtschaft, II. Teil: Die Einwirkungen, des Kncaes" referierte. Ausgehend von einer Schilderung de» deutschen Wirtschaftslebens vor dem Kriege, das mn feinen Auslandsbeziehungen durch seine qualitativ einzig dastehenden Leistungen ein scharfer Konkurrent Englands war und mit Hilfe eines glänzenden überseeischen Transport- und Nachrichtenwesens im Ausland« hochbedeutende Werte ge- schaffen hatte, entwarf der Vortragende das düstere Bild unserer durch den Bersailler Friedensvertrag zerstörten Haiidelsmacht. Und was ist uns nun ftür den Wiederaufbau geblieben? Unser Grund und Boden(allerdings in eingeschränktem Umfange), unsere Arbeitskräfte und unsere Köpfe! Landwirtschast und Bergbau, wobei wir bei dem letzleren selbst vor einer Art von Raub- bau nichl zurückschrecken dürfen, müssen als Produknonsquellen so stark wie möglich intensiviert werden. Beispielsiveise ist eine Hebung der Zuckerproduktion erforderlich, um selbst bei ge- steigertem JnlandSverbranch noch so viel exportieren zu können, daß ein gut Teil der Passivität unserer Handelsbilanz gedeckt werden kann. Um unseren empfindlichen Mangel cm Rohstoffen zu beleben und unsere Arbeitskräfte zu beschäftigen, müssen wir im Auslände Kredit aufnehmen, selbst auf die jetzt so stark gcfürch- tele Gefahr einer Ueberfremdung hin. Redner erinnerte daran, daß die rheinisch-wcsisälische Industrie mit englischem, französischem und belgischem Kapital begründet worden ist, das sie nach ihrem Erstarken wieder h-erauömanävriert hat Zu der gleichen Taktik sind wir auch jetzt gezivungen. Schmie- rigc Probleme der wirtschaftlichen Technik sind wener für unsere WirtschaftStöpfe zu lösen, zumal das Problem der Herabminderung der Produktionskosten durch Organisation, d. h. die Vermin- derung der Reibungsflächen auf dem Wege vom Produzenten zum Konsumenten. Bon derartigen Organtsationsprozessen ist in letzter Zeit die Bildung der Rhein-EIbe-Union mn ihrem in diesen Tagen bekanntgewordenen Weitergreiseu auf die Sie- mcns-Konzernc zu nennen. Solche Transaktionen sind Marksteine auf dem dornenvollen Pfade zur Gesundung unse- res Wirtschastslobens. Der deutsche Handel und die deutsche Schiff- fahrt müssen sich auch wohl oder übel damit abfinden. Kam- m i s s i o n ä i e fremder Handelshäuser zu werden, wie es das Hapag Harriman-Abkommen zeig:. Die Zeit wird kommen, wo das ausländische Kapital wie einst vor 80 Jähren als Fremdkörper abgestoßen werden kann. Mit'dem Bersailler Frieden hat der Friede von Tilsit das eine gemein: er ist aus Furcht vor einem wieder erstarkenden Gegner diktier! worden. Damit hat uns die Entente die größte Ehre angetan»Beweisen wir der Welt, daß wir nicht Epigonen sind, sondern daß wir aus eigener Kraft Neues und Großes schaffen können. Deutsche Atbeit und deutscher Wagemut» mit ihnen bauen wir unser und der Welt Wirtschaftsleben von neuem auf!"_ Neberslutz an StickstosfdLagn. Die Erhöhung der Preis- für Stickswfsdüngemiriel um lsVPrvjp, durch die der Präs ftir 1 Kilogramm reinen Stickstofs durchschnitt- lich von 6 M. auf 12 M. gesteigert wurde, hat zur Folge gehabt, daß die Landwirt« Stickstossbüiigemsttel in der benötigten Menge nickt kaufen und nichl verwenden. Es befinden sich in den Stickstoff« stibriken ganz gewaltige Mengen dieser Dümgemittel auf Lager, vor kurzem sogar 130 000 Tonnen. Boi einem Durchschnitts- gel«alt von 20 Proz. reinem Srirkstoff ergaben sich hiernach 26 000 Tonnen reiner Stickstoff, der zu 12 M. das Kilogramm einen Wert von rund 812 Millionen Mari repräsentiert. Die aus diesen Per» Hältnissen sich ergebenden Schwierigkeilen können ganz unabsehbar werden, wenn man folgende Punkte berücksichiigt: 1. Die Zinsver- laste für die ausgestapelten Warle, die Lagerkosten im Betrage von 30 Millionen Mari, die Verluste durch Vorringermig von Meng« und Gehalt, durch Verhärten und dann notwendiges Zerkleinern bei einzelnen Arten, sowie die Tmnsparischwiertgkeitvn, die die Fortschaftunq dieser Düngermengen in der kommenden Frühjahrs- bedavfsperiode bereiten wird, da zur Abfuhr von 130 000 Tonnen zirkt 8000 Waggons erforderlich find. Da dir Hevbftbedarfszsir vorüber ist und bedeutend mehr erzengt als adgonowmen wirb, so wird auch der Export eine solche Verringerung der Bestände nichr herbe. führen, daß dvidurch die erwahnken SchwierigLeitem behoben werden._ Engelhardt-Brauerei— 6. A. F. Kahlbaum A.-G. Zwischen den Verwaltungen beider Gesellschaften schweben Verhandlungen, die den Zweck hal'en, die A u ß e n o r ga n i sa t i on der Engelhardt- Brauerei der Kahlbaum-Gesellschas! für den Vertrieb ihrer Pro- dukte dienstbar zu machen. In den letzten Tagen sind daraufbin die Aktien der Engelhardt-Brauerei um etwa 100 Proz. gestiegen. Gegenüber der an der Börse verbreiteten Ansicht, daß die Engel- Hardt-Brauerei völlig in die.Kahlbcwm-A.-Ä. aufgehen werde. weisen der Verwaltung der letzteren nahestehenden Kreise darauf hin, daß die Verhandlungen zwischen beiden Gesellschaften noch in Fluß sind. Wahrscheinlich werde ein wechselseitiger AktienanStaiisch stattfinden entsprechend dem stark abweichenden KurSwerie der beiden Aktien.___ Marktberichte. Vom Butte»- und Eprisefettmarkt.(OristinaSbcrichl von Gebr. Ganse.) Butter, lieber die Qualität der zugeteilten Butler wurde sehr geklagt, so daß ein großer Teil des Publikums das Quantum nicht ävinahm. Die Ablieferungen bleiben gering, Käuife vom Ausland konnten nicht geiätlgt werden.— Margarine. Eine leichte Besserung tn der Belieferung ist nach Ein- treffen der ersten AuslandSkäufc von Rählstosjen eingetreten, doch reicht diese bei weitem noch nicht auS, um die Nachfrage zu decken. i Von manchen Seiten wird über den großen Wassergehalt der Ware �geklagt. Die Preise simd- unverändert.— Schmalz. Di« Stci- acrung der Devisen verursachte ein Anziehen der Schmalzpreiie. � Die Bewegung wurde jedoch durch Verkäufe de« Zwischenhandels beeinlrächtigt, so daß such die hiesigen Verkäufspreise unter Pari- tat der Packerforderungen bewegen. Die Konsumnachfrage hat nachgelassen, zumal in dieser Woche eine Verteilung durch die Stadl Berlin stattgefunden hat. Die heutigen Notierungen sind: raffiniertes und Berliner Bratenschmoilz TicrceS 21,50 TL, Firkiu« 22 M. pro Pfund. KONZERN GMBH Verkaufsstelle: BERLIN NW 7, linier den Linden 42 RvuiolpK Hert�ocp Berlin C2 Breitcstr.• Brüderstr. Mantel aus Causchartigen Stoffen, einfarbig u. gemustert 315" 390" usw, Mantel aus scliwarzem Rausch, Curlstoffen, in kleidsamen Formen 586" 829° usw. Mäntel SJSf S Ä 98" 150" 190" Preiswerte Damenkleidung B-USCn aus baumw.Fianefi, offen und geschlossen ratragen M. 45°° 53� 6�°' BaUSCH aus halbw Stoffen, dunkelfarbig gestreift.,, M. 115� 135�usw. Ilixeicier aus karierten und einfarbigen Wullstoffen... M. 4B503 625C<>usw. Kleider aus Seide in vielen Ausführungen..... M. 550� 900"i usw. Mantel aus kamelhaarart Stoffen, weiche mollige Ware 975" 1050" USW. Mantel aus Mohtirastrachan, Vetours du Nord, ganz auf Futter 1148" 1425 90 usw. Unterrocke aus Satin, schwarz oder karbg M. 56 6*7 Unterrocke aus Trikot mit verschiedenen Ansätzen... M.>6 1.25 UnlCITOCkC aus bedr. Bastseide oder g'.attcr weicher Seide 139 252 Morgenröcke aus Rausch........... M. 1500j usw. Mantelstoffe molIig,gIattu. gemustert, /-QOOnQhO QAO) O Ii Sil* astr ACfian 1OC00 ICO" iy*' auch mit angewebtem Futter, Breite 130 cm... M. Od/ Jy u. ÖU Breite 1C0— 120 cm.,-.. d. Meter M. I L Jeden Montag Auslage von Resten ganz besonders billig Schnittmusterliste Preis 1 Maik— Herbst- und WIntor-Preisliste kostenlos T8ie3t©r,lich!£pie§e etc. Volksbühne ßpemhaos. Tannhäuser» SV, Uhr. ScbanspielhSQS. 11, Matinee; Siimmcnd Volker 2%: Flacrsmann als triieher 7 Uhr: Richard lll� Dentsches Theater. ZV.: tlneamc Menschen. 7Va Der scheirernaufen. Moni. 7: Kauimann Y. Venedig Kaismersnicle. P/j' Der Wcibeteufel. 7. Er ist an allem schuld Der Spieler. Der Heirtis- aoirag. Montau 7: Er ist an allem sciiuld.. Der Spieler. Der Helrsisantrag. Gr. Schauspielhaus ..—.(Karlsiiohc) 7* Julius Chsar(auß. Abon.) Europa(auSer Ahonn) Moni. 7; Donion(auh Aoonn.) ö1 St Theater i. a. KöniggrützerStraße AU; Baumeiater Solness. •'«i, Uhr: Rausch. (Orssa.Abei.Riemann, Richard Veidtkirch.Dernnuru, Römer.) Montag: Rausch. Dienstag: ErdseUt. lOrska, bienirück.) .Donnetstag Rausch. Freitag- Erdgeist. Sonnabend. Rausch. SOnn ag; Rausch. Mont: Baumeister Solaeis (Steinruck, äiäßner./ Homüdienhaus S Uhr;„Sie». Vj»: Die Sache mit Lola . mit Max Pallenherg. oseline Dora a. U., Emmy .türm, Picha, Haskel, St eda, K.per.) Berliner Theater 3 Uhr; Wie einst Im Mai. Letzte Vor icilung ü; Der letzte Walzer Donnerstag 7 U, i. I Male: Die span. Nachtigall Operette von Schanzer und Welisch. Mus k von Leo Fall. (Prltzl Massary. Erik Wir]. Bans Wassmuun, Julius Brandl. Eminy Sturm, Olga Engl.) Residenz- Theater. Heute 2 Vorstellungen t >iacnm. 4 Uhr, haUse>» eise: Di« �denäz /»/« Unr: Öle k�reunÄin. Tills Uurieux, Toei e, Bildt. _ Albers, Va lentin. L. BÜtoWt» 3: Der Richter roa Zaiainca. tu�RseIi Damaskus Vei.' Lesshg-Tlieater. Direktion Victor Barnowskv 3 U.; Frau Warrens Gewerbe. Herne bis Dienstag 7",: Flamme. (Dorsch. QrOning. Klein- Kogge, Pröckl.) Mittwoch 7; Peer Cynt. Donnerstag bis Montag 7'/.: Flamme. Deutsches Rßnstler-Thester 3 Uhr; Py�mnSJon. Heute bis Dienstag T1/� DieScheMnngsrelse mit Mo* Adalbert und Trudle Hestcrber«*. "'"v.?" Gespenster. (Lossen. Haack, Götz. Loos) Donners'a« bis Montag 7t/,; Die Scheidungarelse. Trianon-Theater. . Öeute 2 Vorstellungen i Machm. 4 Uhr, ha he Preise: öer Roman einer Frau. 7« 4(jhr; Ipker Roman einer Frau Rose-Theater. 70, Uhr. Heimat. Casino-Theater �«ihringer Str. 37.— Tgl. V.8 VollstSndig neues Prectamm Der Fehltritt einer Frau. Volksstuck in ♦ Bildern. * Theati-rMebe. Op.-Sketch mit Viktor Litzek. Sonntag 3'/,: Der Hausdrache. Königstadt-Theater Babnlioi jannovvi zbrücke Taut. 7.30 Oala.Sfinger. Im Ballsaal TANZ. , Sig, Mittw a 3. f | Pers. H. Siosch-Sarrasani| 1 25 Löwen ZS Burkhard! Fuutita Schuir Pantomime; Mazeppa. Niachm halbe Pr(.Kinder| | vorv.: Pietz, Circuskass. Anfang 7V, Uhr. Operette In 3 Akt von Joseph Fnaga ; AUSSCHNEIDEN! Anfang 7V, L'br. Besondere Vergünsiigung iDr die Abonnenten des.Vorwärts" Güllig nur an Wochentagen für i— b Personen- w Prolin* der Pltttae ein.clilIeßllcJi Lnstbarkoitssteaer: Orchester-Sessel M. Ii,—, Parkett-Sessel M. 10,— s Parkett JA. 8,—, Vorverkauf taglich von 10' ,—2 Uhr und von 6 Uhr ah. Wegen des großen Andranges an der Abctt kas-c empiiehlt es sich, die Bilietts schon im Vorve;kaul an der Tageskasse zu nehmen. Seliailnutfaircli >m(jtoßen Schauspielhaus Dir Hans v Woizogen „Der Rummelplatz'* Vilma von Medgyoszay Transky. Kiahund, Hob, üreeor Ratoff m s.Choi Wolowsky. Bendow, Nevrollna, Bland Eblnger .Totentanz" Kapelle Lernt doli Konz 7 Uhr. Anfang g ü�r Große Volksoper Berlin< Totensonn a;, 21 November, ahends 8 Uhr Marmorsnal am Zoo DOMsCHOR Prof. Hugo Rödel Prof. Hclnr. Grünfeld Dingen Cel;o Karten 12—3 M. bei Bote i Bock. Werlheim. Mittags s Aufführung Totensonntag,<1,12 Uhr Karten zu Vorzugspreisen im Zentralverband der An esteilten, bedc-Aliiance-Siraße 7/IO; Räiescnule, MQnzstr. 2t: Buchhandlung Fr-iheit, Breite Str 5/6: Buchhandlung Votuans, Lindcnstr. 3; WeikiOirct Llnow, Teltower Str. In, Qths. 4, II; han Oeoiie, Poisdamer Str. 3 Gr, Saal der Hochschule bußi.l 7 1 1 7V, Messias! Karten ♦. 6. 8. 10 JA. i o'e« Bock. H&ndcli"■■ WM> w wr m'szsn uw\ Wertheim. Akad.m. Chor. BIQihn.-Orcb. Soilsten. D r John Petersen. Voraufführung*0rm"fv. Ausschneiden! Gültig nur bis 21. November. SondervergQostigang nnr für die Leser des„Vorwärts". Residenz-Theater Trianon-Theater Jeden Sonntag 4 Uhr: Die Freundin. Jeden Mittwoch 4 Uhr: Rotkäppchen u. der Wolf. Jeden Donnerstag 4 Uhr: Schneewittchen und die 7 Zwerge. Jeden Sonnabend 4 Uhr: AscbcnbrSdel. [eden Sonnta- 4 Uhr: Der Roman einer Frau. Jeden Miitwoch, 4 Uhr: Struwelpeter. Jeden Donne sta' Uhr; Max und Moritz. Jed-n Sonnabend 4 Uhr. Hünsel und Oretel. AI ahenulic''',8 Uhr; Der Rom an einer Fran. Aassclmelden! Dieser Schein gewährt zu allen ——— oben angpzeicten Abführungen die Entnahme von 1—6 Bllleits im Parkelt und 1. Rang zum bedeutend ei mäßigten Preise Die Ermäßigung beträgt die Haltte des Kassenpreises. Die Ausgabe der Billetts erfolgt nur an der Theaterkasse am Tage der betreffenden Vorstellung I Stunde vor Beginn Passage-j Theater! J Untfricit£inbcit23 231 t Dir.: M. Solimann! ?-,u Tdeater?':�' Dir.: James Klein. LetzlsTage! Harems- Nächte!! | sowie im Rahmen der November Sensationen Löwen- Babys | sondern urwilde| Riesen- Löwen [Mtausd-WÜllölSl und nicht, wie hei| andern Löwen Vor- j lührung. i. d Gela.- genschaft geboren. Sonntag 5' ,Uhr ungekürztes Programm. I Kind frei! In der Hanpirolle: Zruno FicbZclln. ! WUllCUillil IUI ?«panraiBpsootta: Setettto. J film in 5 Wten. In bra Hauptralles: Heinrich Peer Erna Papst Ernst Pittschau Philharmonie. KONZERT des Philharm. Orchesters. Uing Richard Hagel. Ani.?>., Uhr. Eintritt 4 M. ' �7�, ** fj*} Julia Cut? Y\ �iaire Dux Frieda Hempe) lola Artöt de PadillcV\ o f f§" in der Rolle des alten Raschhoff etwa» allzu realistisch die beim Anblick einer Frau entstehende LiebeSglut wiedergegeben haben.— Die Anzeige ist von dem bekannten Pro iessor Brunner«stattet worden, der mit Polizeibeamten und seinem Privatsekretär das Residenztheater besucht hatte.— In seiner Vernehmung beitritt Schütze, daß die fragliche Bewegung. die ihm von seiiirm künstlerischen Empfinden und von dem Vor- bilde, dos Paul Wegen« in derselben Rolle gegeben habe, diktiert gewesen sei. geeignet sei. ein AergerniS zu erregen. Niemand habe Anstoß an seiner Darstellung genommen, mit Ausnahme des Pro- sessor Brunner und seiner Gettenen.— Nach längerer Verhandlung kam da? Gericht pu folgendem Urteil: DaS Gericht ist der Meinung, daß die fragliche Bewegung zwar nicht als unzüchtig zu bezeichnen sei, sie könne als unschön und plump bezeichnet werden. Nach Meinung des Gerichts hätte auch durch andere dezentere Mittel und mehr dem Gerste des Dichter» entsprechend die sexuelle Erreguna de? alten Raschhoff zum Au»- druck gebracht werden können. Außerdem komme hinzu, daß der UtochweiS der Erregung eine? öffentlichen AergernisseS als nicht erbracht anzusehen sei. Die Tatsache, daß Professor Brunner zwei Polizcibearitte und seinen Privatseiretär in die Vor- stellung geschickt habe, wo sie das sogenannte Vorschrift S mäßige AergerniS nahmen, genüge jedenfalls nicht, um de« Tatbestand des Begriffe? Oeffentlickkeit zu«füllen, insbesondere da Professor Brunn« selbst bernflch mst der Prüfung und Begut- achhing bedenklicher Darstellungen beauftragt sei. AuS Viesen Grün- den sei das Gericht zu einer Freisprechung gekommen. «kl.Pf.-Tarif für die Sttaßenbahn. Der Magistrat, der am Sonnabend nachmittag zu einer Sitzung zusamiinenge treten war. beschloß, vorbehcckftich der Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung. die Erhöhung de« Straßenbahntarifs von 70 auf 80 Pf. und der Achterkarten von 6 M. auf 6 Mk., mit Wir. kling vom 19. November ab. Ferner verabschiedete er nach längerer Beratung die Vorlagen über die UcbergangSdeputatton, die ze.n- tralen DerwaltungSdeputationen im» über da» Ortsstawt. betreffend da? Stimmirecht der Magistratsräte und Magiftratsbau räte. Di« Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung wird glslbalb b«. antragt werden. Schuldepntati»» und 9. Rovemb«. Die Schlttdepaeatum bei den Schulleitern mitgcteilt, daß Schukkinder, die am 9. November wegen der Revolutionsfeier den Nnterricht versäumen und dies durch eine Erklärung der Eltern nachweisen, wegen Schulversäumnis nichtzubestrafen sind.— Das ist eigentlich selbstverständlich. Der Republikanische Führer-Vund fordert hiermit all« Mit- glteder und Republikaner auf, an der Versammlung de» Rci. N-wem»er ab wird ein Teil de» Programm« in der Ecala erneuert. Die berudmte R-idsabrtruppr .Aurora' ist eingeheilt worden. Da« Tinzerpaar„Hefle und Seewiv' wird neue Tänze vorsübren und Nammerlängcr.ÜUs.mann' wird neue Ees&tge vorttanen Am 15. November stielen„Adalbert und valetti' zum letzten Mal« de» Sletch.Nachtbetrieb'. Das Licht der Heimat. «jh von August Hiurich,. Nsd blieb unerschütterlich in seiner� sestm Zuversicht. aber Dierk verlebte schlimme Wochen. Schlag au.s schlag ssamen die Hiobsposten aus 9fcto Zlork, London und Hainburg. Immer tiefer sank der Kurs, und Tierk schauerte zusammen, wenn er daran dachte, daß sie einmal doch den gekauften Weizen abnehmen und bezahlen mußten. Dann war des alten Criollo Bürgsumme mit seinem eigenen Geld vollständig ver- loren und et stand als abenteuernder Schwindler da. Die Unruhe, die an der Börse herrschte, steckte allmählich alle Kreise an. Die Farmer drängten auf Abnahme der sse- kauften Ernte, die sich in ihren Schuppen staute, und als stz immer und immer wieder hingehalten wurden, schrieben;ie grobe Briefe, klagten mit dem Gericht, ja. kamen auch'elbst nach Buenos-Aires und verlangten ihr Geld. Dlerk�wolhe fast verzweifeln bei diesem Ansturm. Warum hatte er stch mit. Fied eingelassen— warum war er nicht mit seinem wenigen, aber ehrlich Verdien!«» wieder heimgefahren und angefangen bei seinem großen Werk? Fied freilich lachte ihn dann immer aus.„Siehst du, sagte er,„ein.Kaufmann ist ein Feldherr. nur daß sein Schlachtfeld größer ist. An allen Bönen der Welt werden die Truppen verschoben, jetzt kommt es daraus an. nur den rechten Augenblick abzuwarten, mn zum Angriff überzugehen. Und dieser Augenblick wind kommen, glaub Aber Dierk glaubte nicht mehr daran und batte ichiailos« Nächte. Fied blieb auch dann nach ruhig, als einer der aus Be- zahlung drängenden Farmer sie in ihrer Wohmmg förmlich belagerte und zu größerem Nachdruck eines Abends ein paar Revolverkugeln durch die Scheiben knallte. Er zag nur seine eigene Waffe und jagte ein halb Dutzend Schüsse hinter dem Kerl her nach draußen in die Lust.. „Immerhin." meinte er dann,„jetzt wird's dach Zeit. etwas zu tun" Am andern Morgen gab er ein paar lange Telegramme i« Geheimschrift auf nach London und Hamburg. Zwei Tage später zog der Weizen plötzlich et« klein wenig an Am selben Abend suchte Mr. Tbomsen die Wohnung der Freunde auf und bat um ein Gespräch unter vier Augen mst Fied. „Junger Mann," lagt« er, als er im beguemen Korbstuhl Fied gegenüberfaß,„ich bewundere Sie,— Sie haben viel gewagt." �. „Und gewonnen." tagte Fied heiter. „Noch nicht ganz." tagte vh. Thgmsen ernst.„Aber— seien wir ganz offen. Wir haben scharf gegeneinander ge- kämpft, und ich glaube, ich habe die größte Macht hinter mir." „Aber ich die bessere," lächelte Fied. „Lassen wir das." weinte der andere,„bleiben wir ein- mal sachlich. Warum wollen wir uns gegenseitig das Geschäft verderben?" „Ich wüßte auch wirklich keinen Grund," sagte Fied und tat unpefangen. „Nun also," Mr. Thomien holte tief Atem,„irfi mache Ihnen einen Vorschlags.-Tie beteiligen mich am Geschäft und ich bürge dafür, daß der Kurs in acht Tagen über 21st steht." Fiods Herz klopfte, aber er bezwang sich und sagte ge- lasten:„In vierzehn Togen steht er mtch ohne Sie ebenio hoch." Mr. Thomsen sah ihn eine Weile prüfend an. „Ich gebe zu, daß ich Tie unterschätzt habe, aber— unter- schätzen Sie owch mich nickt. Ein paar Tage noch und—" et wies auf die Kugelspurcn an der Wand—„solche Dinge konnten sich vielleicht wiederholen." „O—" fuhr Fied heraus—„auch das hatte ich Ihnen zu verdanken? Mr. Thomsen, ich bewundere Siel" Aber der wehrte ab.„Tie wüsten bedenken, daß ich nicht ?ihr einziger Gegner bin', und eS gibt viele Leute, die heißere« Blut haben als ick." „Dann bitte ick mn Entschuldigung." „Nicht nötig. Aber wie stellen Sie sich zu meinem Vor- schlag.".. Fied sprang auf:„Dies Geschäft führen wir allein zu Ende, Mr. Thomsen. und wenn sämtliche verrückten Farmer ihre Schießeisen nach meinem Schädel leerknallen sollten. Aber ich mache Ihnen einen Gegenvorschlag: Sie Helsen mir jetzt den Kurs in die Höhe treiben und— ich mache da? nächste Geschäft mit Ihnen zusammen!" Er hatte eS als übermütigen Dckerz gemeint. Aber Mr. Thomsen sann einen Augenblick nach, dann streckte er ihm dir Hand hin:..Tovp. e» soll gelten!" Da Mug Fied kräftig ein denn difle dicke, kurze Hind wog vielleicht iww einmal Millionen. Als der Engländer fort war, kam Dierk berein:„Was wollte der Kerl?" fragte er,..da? ist der widerlichste Mensch. den ich kenne." „Ganz im Gegenteil." sagte Fied.„das ist der tüchtigste Geschäftsmann in ganz Argentinien, mit Ausnabme von Fred Kassen natürlich— denn der war ihm diesmal über." „Laß die Witze." sagte Tierk. dem es nicht ums Lachen zu tun war, ärgerlich, aber Fied faßte ibn an der Schulter uno schwenkte ihn übermütig herum. „Bestell deinen Dampfer, Junge! In 14 Tagen sahreu lchr als reiche Leute nach HanS." Ein« Woche später war der berühmte Sturm an der Vörie m Buenos-Aires. Spnmg auf Sprung war der Weizen in die Höbe geschnellt. Tag u � Nacht tnckerten die Telegraphen. Alle großen enropäischeu Häuser schickten Anwerfungen an ihre Vertreter, zu kaufen: der ganze künstlich zurückgehaltene Bedarf der Welt mußte plötzlich gedeckt werden. Tie ersten Posten, die angeöotcn wurden, waren im Nu vergriffen, der Kurs stieg von Minute zu Minute. Eine fieberhafte Spannung lag in der Luft, atemlos drängte sich die Menge um die Makler und riß sich mit verzerrten Gesichtern mn da? wenige, das angeboten wurde. Nur zwei Menschen im Saal bewabrten ihre Ruhe, das waren Fied und Mr. Thomsen, die mit nnerschüfterlickjem Gleichmut auf ihren Plätzen blieben. Dierk verfolgte in ungeheurer Aufregung das Treiben, das er dock kaum verstand.„Weizen 315" schwirrte es einmal an sein Ohr. Da preßte er krampfhast Fiods Arm:„Per- kauf."„Fällt mir nicht ein." sagte Fied kühl. Dierk sah sich ratlos um. Er verstand dies Spiel nicht, das hier mit einer Handbewegung, mit einem Augenblinzsln der Makler geleitet wurde und batte nur die eine fürchterliche Empfindung, der K'.trS mochte in der nächsten Stunde herunterstürzen, und er müßt« noch einmal alle Angst und Sorgen der letzten Wochen durchleben. 316—. Er rechnete an?. Zehntanfende würden sie verdienen, wenn sie jetzt ihren Weizen losschlugen.— 216— Zehntausende! Er fieberte. 214— da. er sank schon wiedei. „Fied." schrie er,„Fied—!" „Geh nach Hause. Junge, da? ist nicht? fsix dich hier* „Fied— hast du nickt gehört.— er fällt wieder.' „Unsinn— sei nur still." „217." Herrgott, war WS möglich. 317" Nicht 311" sFckrti te'at' NeztrkSbild««A?a«?sch«P. SozkalistifKe B i l d n n S. ? u l e: Die Voitra�srcibe be-:- Genossen Dr. L'obniijnn flücr bnä ßrfurfcr Urogramm wird itionlog nficiib 7 Ubr in der Äuia der kö� Gemeinde. 'ckmle, kleine frankfurter Ztr. 6. foitgcfüdi t.— Theater: Für Montag, den 15., afictidä 7'/., Uhr, int Nosclhealer,(Stofec Krantfurter Str. .Hochzeit auf Totl*." sind noch einige Karlen zntn Pteise von �,30 M. einschl. Harderode und Tbeaterzcltci im Bureau de« Bezirtsbiidungs- ausschuffes, ttindensir. 3, Hof, IV, Zimmer lO.jn haben.— Engeld- Gedächlntsfcier: Am Lonntag. den S8. November, vorm. II Uhr, in der Neuen Äc», Haienheide 108—114: Engels- Gedächlnidteicr zirr Wiederkehr seines littijährigcii Gcdurlstages. EiiitrtttStmten zu 3 M. sind XU haben bei allen Zibleilungslassicietn. bei den örtlichen Bildungsaueschüssen. in der Buchhandlung PorwäriS. Lwdenktr. 2, bei Horich. Engcluscr 15. und im Bureau deS BexirtSbildlingsauSschussc?. Lindenin. 3.— Dritter EinsiihrunqSabend: Am Zonntag, den 5. Dezember, abend-;. 7 Uhr. in der Feflballe des Sladibaules, Eingang kllosierslr. Eii.sümuaa-Zabend zum Becloovenkonzeil. Vortrag und Demonstrationen am Klavier: Dr. Blsr. Gutlmann. Es wird eine Gebühr von 0,30 M. pro Person zur Deckung der Unkosten erKoben.— Konzert: Am Zonvtag. den 12. De- zember, vorm. 11 Uhr. im Btütdnersaal. ttützowstr. 7K: Bcelboventonzert. Äiiwirlende: fela Roonselt(Klavier). Das Blntkiicrorchctter unter Leitung deS Herrn Kapellmeisters Dr. Gah. Eintritt!.?<) M. Sieunte L-uittung. für die Kriegszermalmteu in Grott-Berlincr Lazaretten sandten serner ein: Ungenannt 3,— M, Sammlung Alired und -Trude Goldschmidt S,— M., Angestellte der Depostienkaffe der Rational- banl sür Deutschland, Jerulalemcr Straße. 220,— SR., Silz u Pclich S.d.— M., Technisches Personal der Langenicheidtichen Buchdruckere! l Mark. Dazu letzter Ausweis in Nr. 550 des.Vorwärts" 23 165.40 SR. ints 100 SR, Kriegsanleihe. Summa: Kl8.4v M. und>00 L.V. «riogsanleido. Svroü»V«riiner Lebensmittel. Brotkarte-.Wasser». fu der Woche vom lö. bis 21. Slovember gelangen um oen Abschnitt 65 der Grox-Berliner Lebensmilteikarte 200 Gramm Büchienilciich(Corned- beei) auo'chlictzl'ch Büchiengrwicht zur Ausgabe, fg her Zeit vom 22. No- veniber bis IS. Dezember werden städlisches fleisch und nädtischr Fleisch. waren aus die Abtchnilie 60 bis 72 der llebensmitielkarie zum Berkaus gc. langen. Durch d!« Fcttstelle Groß-Berlin werden noch iolgende Fett. Verteilungen in den Mvnalen November und Dezember voraus. sichtlich staltfiilden: I. In der Woche vom 22. bis 20. November 200 Gramm Schmalz ll.!Fn der Woche vom L. bis 12. Dezember 60 Oiramm Butter und 200 Gramm Schmalz. III. Hieran wird sich nur noch eine Luiter. Verteilung in den ersten Tagen des Januar schließen; weitere Fett oerteilunge» dagegen werden daim bts aus weiteres nicht mehr statt s i n d r u. Zilmschau. «.»evi»("».iiiea"»Der verjluchte Hunger nach Gold" nennt sich ein Film, der zurzeit im S p o r t v a l a>i svvl« und den Rosa Porten mit Dr. Qito Krack schrieb, damit sie sich in vielen schönet. Toiletten zeigen kann. Der Film ist ganz cigenariig zurechtgemacht, man redet sich in ihm mit Herr Milliardär und Herr Millionär an. Bei der aus der Leinlnand vorgesübrten Organisation deS NieienerfolgeS mögen die Bersasser ja aus ihrem eigenen reichen Ersahrungsschatz gelchöpjt haben, dem Zcitungöwesen stehen sie aber in rlibrender UntenntntS gegenüber. Satan ändern auch eine vcrsiimte Setzmaichin«, eine Roialiottömaichtne und ein bekanntes ZeitungSgedäude nichts. Auch ist es wirtlich nicht zu er- klären, warum die Angestellten eines RuchrichtenbureauS in Svo.themhcn arbeiten. Zudem ist die Figur des Herrenreiters etniach unmöglich, denn aus die Frage:.Wieviel tosten Sie aus drei Tage?" winde er dem Mult,- Milliadör bestimmt eine andere Anlwott geben, als wortlos nach dem Scheck zu greisen. Er würde doch immerbin wenigstens bemüht sein, den Schein zu wahren. Der Multimilliardär, der Ltlith. das ist nämlich die von setuem Geld berühmt gewordene Schausvielerrn, nicht erringen kann, langweilt ssch so. dag er schließlich der Abwechselung halber Selbstmord begeht und den. sür daS Publikum recht aufregend und sür Lilith qualvoll, Punkt 10 Ubr. Der Film bietet eklige ganz hervorragend schöne Ausnahmen von der Grunrwald-Rennbabn und die prächtig gespielte Bajazzo-Tragödie. in der namentlich Fritz DetiuS glänzt. Die Tchanbnrg, Königgrätzer- Str., brachte den bei eiis besprochenen Film.Weltbrand" nach dem Roman.Christian'Wghiiichasse". Borher ging ein Detektivabenteuer des unoermcidlichen Paul Rosenhayn.Der M i I t« rn a ch t s be s u ch In dem mit bewährten Mitteln ein bißchen zu salopp gewütet wird. Bei BrenkendorsS Detektiv JenkinS könnte allen•" falls die hinterpommersche Hintertreppe staunen:»Nein, diese Detektivs l" Berlin beginnt bereits zu zlveiseln.— Die neue Meßter-Woche mit ihrem I-ercilS geschilderten nationalistiich.mllitärischcn Enlentrzanber erobert-sich daS Publitum nach den ersten Bildern auch hier. Sro�Serliner parteiimchrichten. Heute, 14. November: «rupve Südwest(HallescheS Tor). Abt. 3a, 5. 6, 7. 8. Kaisterer, BildungsauSschnh Schlußabrechming d-r lltevoluttonsieier bei G. Keusner, Hagelberger Straße 20», 10'/, Nbr punkllich. Zungtoztalistische Bereinigung(S.P.D.). Redcübungen: Beginn 3 Uhr im Saal der Juristischen Sprechstunde. Lindenstr. 3, I. Hos, linls paiterie.— Ortsgruppe Treptow. 6 Uhr bei Kl inze, Grätz-, Ecke Kiesbolzstraße.Bunter Abend".— Zu beiden Veranftaltiingen sind iväsle willtomineii.— Der Kursus des Genossen Hermann Müller wird morgen weitergejührt. Friedenau(v. Bezirk). Heutr Sonnlag, nachmittags 3 Nbr; Gesellt geS Betinminenseln im Bratidenbntger Hos, Kaiferallee, Ecke Rönne- bergstraße. Morgen, l». November: ltt. Kreis, abends 7 Uhr, KretSdelegtertenveriammlung Ponkotv im Sit-uiigSsaale deS lZiatdauieS. 20. Abt. 7'/� Uhr: Funttioiiär« und Betriebsvertrauensleute bei RonSdors, Petersburger Straße 86. 37. Abt. Montag, abends 7 Ubr, wichtige Konferenz sämtlicher Be» zirtSführer und Vertrauensleute bei Hübencr. KUSnocker Sitaße 34. Wavltreis Halleicstes Tor. 7 Uhr in Rades Festsäten, Fichlestr. 2st: Versammlung der EUe:itbe>räU(Z.P.D.j Sozialistische Lehrer willkommen. 2 P.D.-Eöl»er»beiräte dies Bezirk» Prenzlauer Tor(23.. 24.. 26.. 28.. 20., 30., 31., 32. Abt.), abends 7 Uhr püntllich, Kerscnnmiung« ig der Schulaula der Gemeindeschule, Pafteursttahe 5. Vortrag des Gcnoticn Oberlehrer Dr. Witte über.Ausbau der Einheiisich'.tle tn der nettett Stnot gemiinde Berit»". Tie Konsnmgensflenschaskömitglieder der K.P.T. der 35. Ber-) Spalls kailisstellc in der Fchrbcllincr Straße werden er'ucht die PertaiE- stellen- f müssen. Versammlung am Montag, ren 15., abends 7 Ubr, bei Bltitner, Schute öl er Straße 23/24, zubireich zu besuchen. Iii». 21bt. Wilmersdorf. Abends'll, Ubr, Mitgliederveriommluno bei Kasper, Lauenburger Straße Zl. Tagesordnung: Der wirlschaslliche Niederr, ong TeulkchlandS.- Referent: LegationSrat Genome Dr. Z-chlin. Gäste willkommen. Nrnkölln. Funklionärinncn. abends 7> z Uhr. Hensckel. Sodoinslr. 58. Ecke Jjarstraße. 20. Kreis, abends 7 Uhr, KreisvorftandSfitziing in Tegel, im Jugend- beim. Bahnbosstraße 15. >4- .">. Wablireiss„ Ubr, bei Schuter t. RaderSdotter sir. 3: Borstandssitzung. 13.— Id!. Abt. Dte Kassierer werden gebciert. am DIcnslag. den 16., 6 Uhr. bei Schaieir. RüdctSdotser Str. 3. abzurechnen von der Revo- lutions'eier. Ii). Abt. lliiitgltedetverlamnilung am Dienstag den 16., 7 Uhr. bei Schulze. Samariter ftr. 38: Voilrag des Kenosseti Wildegans über.Woh- nungSprobleme". 2. Dahl der Delegierten zum BeziriStag. 21). Slbt. Funktionäre und BurtcbSverti-aiten-Ieute Dienstag abend 7 Uhr bei Buig. Prenzlauer Zlllee 189. Z2. Zlbr. Am Dienstag, den 16 Nov.. 7 Ubr, in der Aula Sonnen- burgcr Str. 20, S>istglicdcrvct-snmml>mg. Gen. HanS Weber iprtcht über »Unsere nächitcit Ausgaben". Wahl der Telegieiten zum Bezirkstag. Gin» gcjübrte Gäste und.VorwärtS�leser sind willkommen. Wahltrcis Wedding. Die.Weber".Borilellung siitbet am Bußtag nachm. 3 Ubr im Zentraltheaier statt. Eintrittskarten sind noch bei Gaß- maiin. Steltiner Str. 48, zu haben. ??eutvUn. Die ns tag 92 Abt.(st-üher 4. Abt.) abends 7'/z Ubr be! Wo!!, Raiset-Friedrich-SIras f. Ecke Roieggerstraßc.— 97.«bt. kirüder 9. Abt.) abends 7st, Uhr bei Schulz. Emser Hos, Emser Straße 102: Ah. rechnung der Bezirke. Johannisthal. Abt. lBK. Mitgliederveriammlung Dienstag, den 16.?loo.. abends 7>/, Uhr, Restaurant Wnldkater. Kaiser-Wilhelm-Str. 1. Tagesordnung: Unsere lommunalen Ausgaben im neuen Groß-Berlin. Ncscrent Genosse Hermann Kunze. Rofenthal. Dienstag, den 16., 7>/z Ubr, wichtige.Zitnrtionärsihting bei Peltan, Hauptftr. 15. Krauenabenüe Montag, den 15. d. Mts., abends 7'/? Uhr: v.. l0. und 13. Abt. im Rcschcnbcrgcr Hos. Reichcnbcrger> Res.: WWW lr. 14 Res.; Genosse Lilke...Moskau und die Frauen 17. 21 6t. in der Schitie(Konsereiizzimmer), Hohenlobestraße lt. Genosse PuiS.„Untere Zeit in der Poesie." 31. Slbt. bei Goidschmidt, Slolpische Straße 36. Bericht vom Partei- tag in Kassel. 33. Abt. bei Gillwaldt. Puibuser Straße 24. Res.: Genosie Lebrer Schoene.„Die Frau in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukuiiit." 34. Abt. bei Goldboch. Pinelavlutz 7. Res.: Gctioisin Wachenheim. „Sozialtsierunz deS Koblenbergbanes.- 14. Zlbr. bei Kersin, Panlftratze 60. Res.: Genosie Rechtsanwalt Dr. Juliusberger.„Nationalismus, Chauvinismus, Bolschewismus und Sozialismus." Rosentstal bei Peiran, Hauptiiraße 15. Vortrag des Genv'icn Lorenzer über:„Land und Leute in Numänien." Dienstag, den 16., abends 7'l2 Uhr: 30. Abt. be! Baerwalde, Schlegelstraße 36. Ref.: Genossin Zils. Reinickeudort-Weit in der'Aula der 2. Gemcindcichule. August Vcktoria-Allee 96. Ret.: Genosie Lehrer Arndt.„Motoi und Sittenlehre" in Treptow den Kampf wegen Verletzung eweS AuaeS nttfgÄen wodurch der S eg Eckeroth zugrivrochen wurde. Beide Gegner hatte» einen schweren Stand. An Technik»no Schnelligkeit war Eckeroth seinem Gegner weit überlegen. Den Endfov.r.f bildeten die beiden AuS- iänder Graves. Enguu-li— Duma, Paris. Tie'Angriffe des Enz- länders wurden von dem Franzosen gut gedeckt. Arb.-Sck wiuim-Vcrei». Snd-Lsi". Mitglied d.�Arb.-Waisersvort- Verb., dält am heutigen Sonntag scin dicSjähiigeS Schau- und Welt» schwimmen m der Stäöt. Badeanstalt an der Schillingsbrücke ab. Da sämtliche Berit n er Arbeiter- Schwimm- Vereine ihre besten Schwimmer gemeldet haben, so ist sür fpannende Kämpie gesorgt. Eintrittskarlen an der Kaste inkl. Programm 2 Mark. Tchöneberg. Die Freie Turncrschaft eröffnet morgen, Montag, den 15. November, eine Mädchenabietlung in der Turnhalle der 14. Gemeindescbuie. B?rchtesga''ener Str. 12. Die Genossen werde» ertncht. ihre schulpflichtigen Mädchen am Turnen reilnehinen zu lassen. Beginn 6 Uhr abends(jeden Monlag und Donnerstag). Die Männerableilung turnt jetzt jeden Dienstag und Frei» lag 3—10 Ubr Turnhalle Ruckertschule, Eifurter Straße, am Siadr» park. Neben Turnen wird auch Ringen und Borten geübt. Die Fuhballabteilung lagt jeden Donnerstag abend bei Roien- ihal. am Bo.hnhok Ebersstrahe. Arbeiter! Unterstützt die Freie Turttcrschan Rennen zu Karlsbnrst< m 13. November. 1. Preis von Alt- Landsbcrn 16 000 M.. Dtslanz 3000 Meier. 1. Clardas-Fürstc» (Tbeilen). 2. Narr) Ein fing er), 3. Rotenroi(Preisler). Ferner liefen: Slblla(4), Rio. Fmcke(acs.) Toto. Sieg: 13:10, Platz: 11, 11:10. 2: Preis von Licbenrose Ebrcnvrcis und 16 000 M., Diliatiz 3400 Mcler. 1. MardoninS(.Herr v. Keller). 2. Phanlast(Hetr Freeie). 3. Fanal(Hcit Gundclack. Ferner liefen: Biedeimann!(4), Metz, Raubgräfin, Barbar, Ostmark I!. Tot o. Sieg: 27: 10, Platz; 15. 20, 21: 10. 3. Preis von Wolfsbagen 16 000 M., Distanz 3200 Meter. I. Batbelec(P. Lewicki), 2. Stzlda(E. Lüneberger), 3. Nolbrcmie kTbalecke). Ferner Itcsett: Monitor(4). Gilgenbmg, Sibvlle, Sage. Flore. Willedari. Trzschocha. Friedensbote, Medardus(angeb.), Gondler(ausge- brochen). Satrap(ge!.>, Mur(gcs.), Roiendoin(angeh.). Sverling(ausge- brochens. Landrat(gel.). Toto. Sieg: 240:10, Platz: 66, 99. 35:10. 4. Teober-Laskt- Jagdren neu 2 Ebrvr und 33 000 M., Distanz 4500 Meter. 1. Albani(Johnioni, 2. Gtrosl«(Jzmenvi), 3. Clissa lEavello). Ferner lteseti: Tory Hill 11(f 4), Triumvb II(t 4>. Geheim« lip. Tante Enrelw. Feierabend langeb.). Toto. Sieg: 16:10. Platz: 13. 24, 32: 10. 5. W a l d m e i ist c r-'A u s g l e i ch Preise 22 000 M. Distanz 300l> Melir. 1. Fettersnot(Wulst), 2. Schanze(Jzmenhi), 3. Eounnc lFibr). Ferner liefen: Steina!4), Listig, Mobammed. Lullt, Rosmariii. MarmaroZ, Steiitberger. Violella, Grölte, Wcdrmaun II, Gioel. Pension. Niete II. Toto. Sieg: 33: 10, Platz: 20. 38. 54:10. K.Preis von Lebnin Ehrpr. und 16(00 M. Distanz 3400 Mcler. 1. Mara(Hetr Beck), 2. Lcrnllein(Herr v. Falkenhauien), 8. Tillv(Herr v. LewinSki). Ferner lirfett: Mate Aurel G). Äigebolo, E lel, Tattzuieiiler, Capitaltst(ansgebr.), Major Roth(ausgebr.), Stürmer II(gel). Toto. Sieg: >7:10. Platz: 14, 19. 91:10. 7. Preis vom Müblensließ 22 000 M. Distanz 1800 Meier. I. Lcichtsiim lFallenhagen). 2. Talisman (Braun», 3. Lot tssa(Osw. Müller). Fe.ner liefen: Rote Rose(4), M-ncstia. Cbcrott. Diftelfint, MajoralSherr, Landialte. Heillünstier, JiaruS, Glück-kind, Rilletsporn, Land'tteichcr, Held. Sperber/ Piopulsor, Sause- wind. Fevn, Granit, Jstland, Föhn, Rastelbinder(ausgebt-.). Toto. Sieg: 26:10, Platz: 2!, 33, 54:10. �uyenöveranjtaltungen. Zonntag, den t-t. Hjovcmber. Gine Revolutioucseier findet um 6 Uhr im Zettlral-Jugendbeim, Lindenstraße 3, II. Hos III l. mit anSerwähltem Programm statt.— Ein- tritt 75 Pfennig. Berei» Arbeiter-Jngeud, Reuköllu, veranstaltet henke in der Aula der Knabenmiltelschule, Neukölln, Donauiir. 120, nachin. 5 Uhr. eine R e- v o l u i i o n« s e i e r. Alle Parieigeiiostinnen und-genossen sind dazu eingeladen. MtziZtagt den 15, November, Vs8 Uhr. Lanktvitz. Stydlitzstraße 6. Mitgliederveiiammluna. Vortrag:.Warum gehe ich zur Arbeiter-Jugend?"— Sud-D a. Reichenbcrgrr Viertel. Schule. Glogauer Siraße. Vortrag:»WaS muß der junge Arbener von der sozialen Gesetzgebung wissen(' vortrage, Vereine und VersammlnnFen. Reichsbunb der Kriegsbeschädigten, Bezirk 3. Südost. Montag den 15. November, 71/, Ubr, in Schubmachers Festsäle»,-skalitzer Str. 126. Bezirtsversammlung.— Ter Verband der Luiigcn, und Ttibertutose- Erkrankten veranstaiket am Dienstag, den 16. d. 8.R., in Fei weis Festsälen, Kolberger Str. 23(am Bahnhos Wedding), eine öffenlliche'Veriammlung. in der bleichslagSobgeordneler Dr. Moie» über:»DaS Massenilerben im Proletariat" sprechen wird.— Bund entschiedener Schutreformer. L,'- sichtigung der Keramischen Handwertskimsi in Velten: Montag, 15. November. ApsabtM°° n'itlags Steltiner Vvroilbahitbos. Tresipunki aus dem Bahnhos in Vellen. Gäne'willkontmcn.— Friedenspun» der KrtegStctiiiehtner. BozirkSgruppe Friedrichshain. Monlag: Knmeradenabcnd 8 Uhr im Restaurant Peters. Große Frantfurter Str. 41-42. Vorstands- und Delegier tenwadl zum Bundestag.— Rcligios-sozialistische Feierstnude. Heute, Sonntag, abends 6 Uhr. ipncht in der Ttinitatisttrchc in Ehariotlenbnrg Psturer-: Blei er über das Thema:„Tod und Ewlgleil". Am DonnerSlao Ti, Udr in der Aula des Kaiierw-Augusta-Gymiialtums, Cauerstr. 36.„Können wir an das Leben glauben?"(Behandlung des Spiritismus, Olkutlismiis, Buddhismus.) Geschäftliche Mitteilungea. Wvknuiigstauich. Im Zeichen der allgemeinen Wohnungsnot ist es ein gewisser Trost, daß es im Wege deS WohittuigStausches möglich Iii, sein gegenwärligeS Otiat-lier zu wechseln Jitieressenlen wenden sich in dtciem Falle an die Erste WohnuitgSlaiisch-Gesellschast IE. Wo. Ge.) Berlin, Zentrale, Zllepandetstr. 38 I. deren nächslgelegcne Filialen in der heutigen Anzeige angegeben sind. Tie Tresdener Künstlergeiiosienschaft G. B.(Brüblsche Terrasie) veranilalict ab Mitte November bei A. Wcrtbeim, Leipziger Straße, im II. Stock eine KolleltioausiieUung ihrer Bilder, �ur glctchen Zeit stellt im I. Stock am Leipziger Platz der Berliner Künstlerbund E. V. seine Arbeiten aus.(Graphtl, Pastell, Aquarell usw.) WetterauSstchtcn für das mittlere Norddeutschlaud bis Montag mittag. Zeitweise ausllorend, jedoh überwiegend bewöllt, am Tage etwas wärmer bei vorwiegend südlichen Winden. An der Küste stellen- weise Regen. s<* Bei Kopfschmerz •«fHofapc�hekcn Otto s» irpovan i Sport. '.'tri Die Jnternotlonalen Pozkämpfe im ZirkuS Busch wurden durch schbergee-Runge eingeleitet. Der Sieg wurde nach Putikleu beweriei und iür Hirsch berger enlichieden. Damit hat der letztere »eine htthere Niederlage duich Runge wieder ausgeglichen. Der Viewer- sprechetide Kamps des Italieners Spalla-Eckerotb(Däne- wurde sertUeb Z kevoriugt� _____ ahne 4«. 7 M. mit 7nedesisUautschuk 5 Jahre schnfd. Garantie. Zahnziehen mit Betäubung bei Bestellung von Gebissen gratis. Kronen v. 30 Mk. an. Spez.: Zähne ohneGaumen. Keine Luxuspreise. alin-?raxis Katvani, fianziger Strajle t. MiBpl-Tabletlen schützen vor filistetl, Heiserkeit und Erkältung. 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Ueber die WohnunqSverhältniise der Lungen- kranken sind manche Frststellnngen gemacht werden, die eine erichniternde Sprache reden. gür Bei I i n fall! irr die Sufmctt« famlcit auf die groszc Zahl der s�älle gelenli werden, in denen L u!, g e n: r a II k e bis zu ihrem Tode in überfüllten Wohnungen bleiben. Die lcyten Ergebnisse diesbezüglicher berliner AiiSzühlimgen liegen ans dem J�'.hre 1018 vor. In ihm berückst inigte die Aus- zäaluiig 4L-tS an Luieliensc! windinchl(einschl. Hals schwind sucht) Gestorbene. Von dielen Personen starben SMg in prosicii oder kleinen Ansjalien und L?s>7»n Todniingrn. Ani die W o b n u n g e» kam also ziemlich die Hälfte der Tubcrlulosesierbc- fälle. E ne Gruppierui-g nach der W o h n n n g? g r ö s; e, wobei Liich die Rüche als„T ohnranni' mitge.ädlt ist, zeigt folgendes Bild: An Tiid.rkiilose baiben in Wobnunoen mit ttiiem Raum tbv fiioiile, mit zwei Könn en 782 Riante. mit diei Räumen L76 Rranle. n ii vier Näumen 812 R> anke,. nlil fünf Räumen LLRianke, ni't sechs Liännien 8b Kranke, niit sieben Räumen l> Rronie, mit acht Räumen 2 Kraule, niit nern Räiiiiieli 1 Rranlcr. mit zebn Räiimen keiner mit el> Räumen l Kranker. iBei.83 SieibefnNe» war die Wobnungs. rösi? nicht angegeben.) Von den Wohnungen. in denen Tilbeilulöie Narben, kalten— soweit die Wohl ungSgrösie angegeben war— 78 Proz. nur einen bis drei Räume, immer ein- ichresibch Rüche. Plan siebt, dos; die weitaus meisten sv ä l l e i ii klein c n Wohnunaen vo> kamen. Dabei ist aber zu beachten, das; überhaupt in Berliii die kleine» Wohiiimgen sehr viel zahlreicher als die giosten sind. Ein Gegennück ist die Bruppiernng nach der Bewohner» zahl der Wohnungen, in denen Tuberkulöse starben. Solche Wohnungen bebcibergien— die Gestorbenen selber find niilgezähll— in 107 seällen einen Biwohuer, in 425 Fällen zwei Bewohner, in 508 Fällen drei Bewohner, in 575 Fällen vier Bewohner, in 828 Fällcir iüni B wohner. in 170 Fällen sechs Bewohner, in 05 Fällen neben Bewohner, in 34 Fällen acht Bewohner, in 8 stallen nenn Bewohner, in 3 Fällen zehn Bewohner und i» 1 Fall eli Bewohner. «Fn 88 Fällen war die Bewohneizahl nicht angegeben.) Hier fallen die stärker bevölkerten Wobnungen durch beträchtliche Anieile ans. Von den Wohnungen Mit angegebener.B wohnerzabl waren die mit einein oder zwei Bewohnern nur 28 Proz., aber die mit drei oder vier Bewohnern über 50'»P:oz, mit lüns oder tecks Bewohnern noch 21'/z Proz., mjt mehr Bewohnern noch ziemlich 5 Pro,. Für die 23l4 Wohnnngen mit angeaebener Bctvobnerzabi stellt Rch d'e Gciamiiabl der Bewohner anf SSöl. DaS eigibl neben den 2814 Kranken<5237 P? i t b e wo Huer, die der Aintecknngs- g e f a b r mehr oder weniger auSaeievi waren. Dabei möge auster Beiiacht bleiben, dan. a»S einigen Wohnungen in dem- selben Jahr 10l8 mehr als ein Tiiberkiiloseslerbefall gemeldet worden sein könnte, lo dast hier die Mubewobner mehr als einmal aeiäblt wären. Auch die meisten der 2548 in Anstalten velstorbcnen Tuber- kulöken werden vor ihren, Tode lange zu Hanfe gewobiil haben, wo p.ele ihre Uingebnng getähideien und selber unter dem Wobnnngs- ellNd litten Ott wild ja erst im lehten Sladinnr der Lungen- schwindiuchl noch daS Kraiikenbaus auf et'uchl lind dann eigentlich nur zu dem Zweck, dort zu sterben. Im ganzen kann man bei zusammen 4043 in Wobnnngen oder Anstalten verstorbenen Tnber- kulöse» 10- bis 12 000 Familienmitglieder annehmen, mit denen die Kranken bis zu ibrcm Tode oder doch bis wenige Monate oder Woche» vor ihrem Tod? d e Wohnung teilte». Wie entsetzlich da manchmal daS Wohnung/« elend ist und wie stark die Giiäbidung der Mitbewohner sein kann, zeigt eine Z»>ammenstelliing der Fälle nach der WobnungS- gröste und zugleich nach der Bewohnerzabl. Wenn eine vielköpfige Familie sich in eine kleine enge Wohnung einpferchen must und dann ein Familrenmiiglied krank ist. find doit dem II m i i ch g r e i f e n der Tuberkulose die Wege geebnet. Bei den 109 Sterbe» fällen in Wohnungen mit nur einem Raum handelte es sich 48 mal nm Hau- Haltungen mit einem Bewohner, dem Kranken selber. Aber von den Übrigen Stcifu'ällcn in einn umigen Wohnuugen verteilen sich 37. 11, 6. 4. 2 aus HauShaltuygen mit zwei. drei. vier. fünf. sechs Belvobnern.(Bei 1 Sierbesall fehlt eine diesbezügliche Angabe.) Man stelle sich vor: In einer Wohnung, die nur aus einem Raum besteht und von sechs. Menschen bewohnt ist, leidet und starbt einer an Lungen schwind sucht! Unter den 782 Sierbe'ällen in Wobnungen mit zwei Räumen waren 43. wo die Wabunüg nur von dem Kranken selber bewohnt wurde. Die übrigen 218, 220, 174, 79, 31, 12, 4, 1 veircillen sich ans HnuSboliungeli mir zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben,. acht, neun Bewohnern. I u zwei Räumen neun Personen— und darunter ein Lungen sckwind- süchtiger, der in der Wohnung seinem Leiden erliegt! Ber den Sterbekällen Tnberlnlöier in Wohnungen mit drei Räumen flieg die Menlchtnzusammciipsirchniig bis zehn Bewohner. Die Bewohnerzabl solcher Wohnungen war— wir wollen uns auf W-etergabe der schl-mmeren Fälle beschränken— in 271. 157, 85, 30, 14.-6, 2 Fälle» vier, fünf, sechs, sieben, acht, neun, zehn Be- wobner Ferner wurden in Wohmingen, wo Tuberknlöie starben, gezählt— wieder nennen wir nur die schlimmeren. Fälle— bei vier Räumen ir. 50, 38 13, 12. 1, 1 Fällen fünf, sechs, sieben, acht, neun, elf B> wohner, bei süns Räumen in 9 6. 3, 1 Fällen sechs, sieben, acht, zehn Bewohner. Aus Betrachtung der Steibeiälle Tnberku- lö'er in noch grösseren Wohnungen kann, weil sie hier nur der- cinz-lt vorkamen, verzichiet weiden. Man bat die Tuberkulose eine WohnnngSkrank« b e i i genannt. Das W o h n n n g S e l e n d b e g n n st i g t i h r e Entstehung und kördert ihre Verbreitung. Die llcberiragnng eilolgt besonders in geschlossenen Räumen, und zwar nm so leichler, je enget die Insassen zusammengepfercht sind. Bei io granenhaften Zuständen, wie die oben geichildeiten cS sind, must dem Kamps gegen dieTuberkulose der Er- folg versagt bleiben. Was kaiiii zur Abhilfe geschehen? Die Lungenkranken müssen, so lange die Wöbnungsnol nicht beieiiigl ist, aus den Wohnungen heransgenomme» wetden. Nicht mir die Heim- und Hcilsläilen iür die noch Heilbaren oder Visserlingsrähigen sind zu vermehren. Auch Pflegeheime für düe Un heilbaren brauchen wir in aus- reichender Zahl. Solche Heime werden für die Geiunden die An- stcckungsgk'ähr vermindern. Sie löniien aber auch manchem Un- heilbore» seine letzten Lebens- und Leidenstoge erleichtern. würde ich von mir. geben, bähte ich solche Beamtenpension. Ich habe bis dato meine Familie ernährt, aber jetzt must meine kränkliche Frau für alles sorgen. Da hätte ich wohl eher Grund zum Klagen, zumal meine Frau schon lange ohne Arbeit ist und sich mit der Ar- b c i tslose nn n terstü tzu ng behelfen must. Nirgends findet man Bei- stand. Niemand kann oder will helfen, die Familie must erst vcr» lottern und verkommen, dw Berten und Möbel muffen erst verzebrt werden, aus Lumpen must die Familie erst schlafen, ehe notdürftige Hilfe kommt. Ter Beamte schreibt, es wäre Ehrenpflicht des Staads, den pensionierten Beamten eine auskömm-liche Rente zu zahlen. Ist es nicht auch Ehrenpflicht des Staats, die Invaliden nicht per- . hungern zu lassen? Mit 590 M. Iahrcsrcnte muh man verhungern. Zu allererst nuistten Arbeiter und Beamte dabin streben, dast die Invalidenrentner eine Pension erhalten, um das Allernotwen-digsle zum Lechen anschaffen zu können. Soziales. Berechnung der Unfallrenten. Unter den Uufallrentncrn, die im Jahre 1920 Unfälle erlitten baben, herrscht gröstte Miststiinmung. dast bei der Rentenberechiinng die Grenze, von der ab der Jahresarbeitsverdienst nicht mehr voll, sondern nur zu einem Drittel angerechne: wird, noch bei 1800 M. stehen geblieben est. Diese Grenze entspricht den heutigen Lohnde ohältnisjen und der Entwertung des Geldes bei weitem nicht melir. Die Zulage nDerordnung vom 5. Mai 1920 hat der Ge-ldeniwertung durch die Gewährung von Zulage» zu Reinen für Unfälle aus früheren Jahren Rechnung getragen. Für die Unfälle aus 1920 wurden albcr Zulagen nicht gewährt, da hier d'e Grenze von 1800 M. durch eine Verordnung erhöht werden sollte. Vereinigungen der Versicherten halben sich deshalb schon w.ederhoU an die Negierung gewaudi Die Berufsge- n o s s c n s ck o f t c haben die Erhöhung schon wn Januar d.J. befürwortet, der Regierung Vorschläge gemacht und seitdem wiederholt aus baldigen Erlast der Verordnung hingewirkt, die auch sie für unbedingt nötig halten. Da sich der Erlast aber, zuerst durch Schluß der Nationalberiommlung, dann durch alle möglichen Verzögerungen im Re ich sarbeitslfsin ister um und Kabinett, endlich durch Ablauf der Möglichkeit der vereinfachten Gesetzgebnnig durch ReichSrat und Reichstags ausschust- immer weder verzögert hat, so hat der Ver» band der Deutschen B-e r u fs g c no s sc n sch a f te n jetzt eine Petition an bei, R« i ch S t a g gerkhtel in der er b.ttet. die dringend erforderliche Nculegelung im Interesse der Versicherten wie der Versicheriingsiräster möglichst bald durch Gefetz oder Ver» ordnung durchzuführen. Tkr Notschrci eine?. Arbeiters.* Kürzlich brachte der„Vorwärts" einen Aufsatz über die Not» läge der„NuheständLsr" aus der Beamtenschaft. Dazu erhalten wir von einem alten„Vorwärts"°Leser, der seit 1 H Jahren Invalide ist, eine Zuschrift, die wir wiedergeben, weil sie zeigt, wie.groß die Not unter den Arbeitsinvaliden ist. Der alte Genoffe schreibt aus dem Kranl. irhaufe: Der pensionierte Beamte schreibt u. a., tust der Beamte dem Arbeiter weit nachstehe in wirtschaftlicher Beziehung. Nach meiner Erfahrung steht sich der pensionierte Beamte 20- bis 2Smal besser witz der„pensionierte" Arbeiter! Nach den Angaben des Beamten bezieht ein pepsimiiertor Beamter der 5. Gehaltsklasfe beinahe 12 000 M. Gehalt, sind dennoch erläßt er Notschreie. Hier ein anderes Beispiel: Ich bin schon 25 Monate krank und bettlägerig, bin fast ganz versteift, kann nicht gehen noch stehen. kann mir nicht selbst das Hemd anziehen, ja must sogar im Liegen meine Notdurst verrichten, must dauernd H.lfe haben. Die In- vatidcnrente beträgt 49.55 M. im Monat oder 594,00 M. im Jahre. Das ist ein Unterschied t Nicht Notschreie, sondern Freudenschreie cilkr wett. Keilerei im lHerrchtSsaal. Die 4. Dresdener Strafkammer verurteilte nach langer Ver- Handlung in einem Diebes- und Heblerprozcst die Angeklagten Nieck zu acht Monaten. Paul Weist Zfu einem Jahr acht Monaten, Alfred Weist zu seck'-Z Monaten, Lütz» er zu drei Monaten, Haase zu vier Monaten Gefängnis. Paul Weih wurden die büraerlicben Ehrenrechte auf drei Jahre aberkannt. Paul Weist wurde vom Gerchtsarzt Tr. Spve für e r b I r cb belastet erklärt, er sei geistig minderwertig, aber für feine Strastaien verantwortlich, DaS Be- � nehmen, das dieser Angesagte während der Veahanbliing zur Schau getragen habe, sei weiter nicht? als Zbeater. Paul Weist hatte fortgesetzt während der ganzen langen Verhandlung Zwischenrufe und sonstige Bemerkungen aller Art gemacht. Aber auch die vielen Zuschauer, die oft in größte Heiterkeit gerieten, bekamen mehrfach ihr Teil von diesem Angeklagten ab, der sichtlich über den Andrang zur Verhandlung veräraert war. Als die Verhandlung ihren An- fang nahm, und die Vorstrafen erörtert wurden, da rief der An- geklagte zum Rlchtertisch: „Macht nur nicht soviel Mist, Ihr habt dach alle einen prosten Vogel!" In diesem Tone gmg es verschiedentlich weiter, linier anderem erklärte Weist, die ganzen Vöoel vom Herzscldschcn Waren- hause hätte das Gericht angekauft. Zum Staatsanwalt sagte der Angeklagte:„Du bist sa am längsten mein Freund pewesenlll" oder:„Dich werde ich mir schon Noch kanfenlll" sieberbrnivt redete der Angeklagte alle Perltmen mit„du" an. Während de? Verkünbung des sirteilS sprang Weist plötzlich über die Anklaocbank und stürzte sich a tAs die Richter. Sämtliche süns Richter, der Stantsanlvalt und der Gerichtsschreiber. sowie die Justi'wacht-- meister suchten den Anaeklaaten zu bändigen bzw. zu überwältioeru � Zuschauer sprangen in den Verbandlungssaal u"b über den Richter- ! tisch hinweg, unl den- Angeklagten zu Hilfe zu kommen. Es ! gelang schliestlich, den rabiaten Buchd-i'cker Weist in das? e» �ratungszimmer abzudrängen. Während d-eses regelrechten i Tumultes wurden neoen das Gericht und geaen die Justiz im gll- | gemeinen die gröblichsten Beschimvfnngen erhoben, andere der er- regten Zuschauer benutzten die Gelegenheit, um wiederum geoe» die Helilcr«chimoswortc und Beschuldigungen vgrzubringen: ber Dieb muffe sein Leben beim Einbruch auf? Sviel setzen, der Hcbler lauere feig im Hinterbalt auf Beute, nm dafür wenig zu zahlen. und dann das wirkliche Ge'chäst zu machen. Tic Sicherheitspolizei, die im Gericht untergebracht ist, erschien erst, nachdem Ruhe eingetreten war: die Wachstube kann nur durü Fernsprecher über das Fernsprechamt und die Jagerkäscrne erreicht werden. Vcrhgstunz eines Massenmörders. Die Polizei in Psirttieu verhaftete den Auf! aber Richard Mickel. dem fünf teilweif: bis in da? Fahr 1915 zurückliegende und bksbrr trotz aller Nach» forfchungen unaufgeklärte Morde im oberen Vogtland, in Leipzig und Greiz zur Last fallen. Die Bluttaten waren an Kindern und jungen Mädchen verübt worden. Razzia im Hamburger Alsteryavillon. Gestern mittag wurde von der Hamburger Polizei im A l st c r p a v i I l o n, der sick in der letzten Zeit zu einein Treffpunkt von Gold- und In» welensch icbern herausaebtlhe« hatte, eine Razzia veraw- staltet. Als Ergebnis derselben konnten in kui'z-er Zeit z>o e i gefüllte L a st a u t o s die Fahrt zum Stadthaus antreten. Hier begann sofort ein« Sicbung der Sistierten. Das springende Auto. T.U. meldet aus Amsterdam: Auf einer Kraft Wagenaus st ellung wird als Neuigkeit ein svrin- gendes Auto gezeigt. Am letzten DcnmerStaa wurde es dem Publikum vorgeführt. Der Führer steuerte den Kraftwagen, wäh» rend er ruhig eine Zigarette raiichte mit einer Geschwind ig- k e i t von 35 K i l o m e i e r n über eine H ü r d c v o n fünf Fnst Höhe. DaS Arno kam sicher und ivohlbehaltcn auf der an- deren Seite an. 1800 Deutsche in Paris. Nach einer von der.S'bertö* ver« östentlichicn Statistik hielten-sscki am 1. Oliober im Departement Seine 1800 Deutsche auf.--- Dieie Zahl wird sich zu der vor dem Knege so verbalien wie der Markwert. HkamM Kostümstoff(Wolle) i s gfestreilt in praktischen Far- JQ_ 130 cm, M. 4ö« Wollpoplin j/fff........... iJü cm, M. 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Die Pflege und Erhaltung wahrer PrauenschSnhelt. s leitete wissenschaftttche Methoden werden angegeben und praktisch voiseiührt Was die Frauen tidBUch mneht T t III. Teil. Was Ist der Frau erlaubt, wenn sie liebt? Das Glück der Liebe In der Ehe, wie es gewonnen, gewahrt und erhalten wird. Wie Liebe und Ehe untergraben nad zerstört werden. Welche Charaktere stoBen sich In der Bbe ab 7 Weiche Charakter» Rieben aleb an 7 Moll man den MehSnaten heiraten? Die Kunst, einen gesunden Mann zn bekommen. Warum bleiben so viele MSdcbcn sitzen 7. Wie kann die Freu den Mann In der Bbe fesseln 7 Wie man M&nner bebandelt. Karten zu M. 2,50, 3,50, 4.50. LS0 OL mit Steuer an der Abendkasse. hasseaerOffnnag 1 Stunde vor Beginn. 3051/11 Erscheint nur einmal Julius Krause] Kasüuien-illee 48 aemiizinuneraii Speisezimmer SehislzimmerföMM'I Huiigarniüip.Ä� Küchen von 600 M. an Ruhebetten v. ZI5 M an L 50% billigere üöbel A"f Wuny.cn'/ah\-Rri.' 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Welche Ursachen haben Rückenschmerzen, Schmerzen im Leib, in den Keilen sowie schmerzbaste und allzureiche Menstruationen und welche Krankheilen können daraus entstehen? 4. Wie erzielt man«in« leicht« und schmerzlose Entbindung? 5. Wie»erhütrt man bei Frauenleiden Operatioueu? Rechtzeilige«nsklärung über«orstehend« Fragen»erhütet viel Sorgen, Kummer und Pein. Da die Bot träge stet« lehr statt besucht find, ist rechtzeitiges Sn'chewrn angezeigt. EintrittApreiö durchweg 3,50 M. Anfang 71', Uhr. Kaffeneriffaung S>/, Uhr. Ende nach 10 Uhr. Anmerfnng t B»m 22.— 30. Rovember finde» in denselben Sälen K"«".'-'"«?-'.'.» Männerleiden statt Nähere» i» Aetlnngsinserat a» Sonntag, dr» 21. November. Kmehfint nur einmal! 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Was wir in den Monaten unserer schwersten Valutatrisis— März und April— erlebt haben, droht unS wieder: die Waren, welche in Zeiten guten BalutastondeS fabriziert waren. machten luftig den Preisanstieg mit und die glücklichen Warenbesitzer erzielten Wuckeraewinne auf Kosten der letzten Verbraucher, welche die Preisspriinge nicht auf andere Schultern abladen konnten. Als es sich aber darum handelte, die umgekehrten Folgerungen aus dem Ansteigen der Valuta zu ziehen und die Waren zu verbilligen, da bremsten die Warenbefiyer gewaltig und wiesen darauf bin. das; fie die Waren bei teurer Valuta eingekauft hatten. Also: Fällt die Valuta, so steigen die Warenpreise auch für die billig fabrizierten Waren; steigt die Valuta, so wird ein Fallen der Warenpreise auf jede Art zu ver- hindern peiucht. Diese Tatsacke hat das deutsche Volk in den vergangenen Monaten am eigenen Körper gewaltig und empfindlich verspüren müsien. TaS Spiel ist nicht aus. Unsere Valuta ist und bleibt ein Spielball fremder, von uns nicht beherrschter Finanz- und SpekulationSkreise wegen der einfachen Tatsache, dafi wir kein Geld in früherem Sinne mebr haben. Geld ist Wertmesser an sich, solange es einen Eigenwert in fich trägt, wie das beim Gold- geld der Fall ist. Unser zetziges Geld ist aber blofier Wert- ma fest ab ohne Eigenwerl, und so kann dieser Mafestab durch unsere Einwirkung bald vergrößert und bald verkleinert werden. Die Parallele erbellt den Vorgang: wir können die Länge irgend- eine? Gegenstandes mit dem Meter- oder Dezimetermafe mesten. Di« erhalten« Längenzahl ist dann eben einfach um das Zebn- fache größer, ohne daß selbstverständlich die Länge an s i ch sich geändert hat. Die Valuta bestimmt, welcher Wertmafestab gerade in Geltung bei unS ist. Die entsetzlichen Gefahren dieses grausamen Spiels kenne» wir. Sind wir dagegen ganz hilflos und dem W a r e n w u ch er für lange Zeit preisgegeben? Die behördliche Preisregelung versagt und m u fe versagen, solange nickt der Staat oder die Gesellschaft nickt selbst unbeschränkter Herr der Sackgüter ist. Der Weg hierzn ist noch weit. Wir müssen uns vorläufig mir kleineren Tageszielen be- scheiden, die Wegzeiger auf der Bahn einer anderen Wirtschafts- weise werden können. Verlangt der Verbraucher eine Herabsenkung des Preises, so wendet er sich im allgemeinen zu dem vorletzten Besitzer der Ware, dem D e t a i I l i st en; dieser schiebt die Aufgabe seinem Lieferauten zu, und damit verliert der Verbraucher oft die Spur zur eigent- ljchen Quelle des Hebels. Er kann nicht mehr feststellen, wie die Preisbildung der Ware in den Sphären der Zwischenhändler, Agenten und Erzeuger sich vollzogen bat. E'ne Klasie schiebt die Uriacke der Preisbildung auf die andere, und der Verbraucher steht hilflos da in dem einzigen Gestibl, betrogen zu sein und nicht reckt zu wisien von wem. Daher ist es unbedingt erforderlich, dem H r- steller lebenswichtiger Gegenstände des täglichen Bedarfs zu zwingen, den Herstellungspreis ab Erzeuaungs- statte auf der Ware zu vermerken. Damit übernimmt der Erzeuger die Verantwortung für die Pr-iSanpasiung seiner War», die er in den Kreislauf deS Warenumsatzes einschiebt. Dieser Breisauidruck mit Firma muß Urkundencharakter im Sinne de? Reicks st rafgesetzbuckes haben. DieS ist eine einfache Vorschrift, die klar und wirksam Fälschungen zu verhindern imstande ist, da solcke Fälschungen alSgualifizierte Urkundenfälschung bestraft werden. Dieter strafrechtliche Tatbestand ist scharf nmrisien und mit ihm können die Gerichte arbeiten im Gegensatz zu manchen anderen Erzeuanisien der KriegSgesrtzesmacherei. Er ist auch dem Laien ver- ständlich, und dieser wird ihn zu achten wisien: denn jede Ver« letzunq dieser Preisurkunde ist damit zu dem gestempelt, als was sie unter den heutigen Berhältnisien betrachtet werden mufe, zum gemeinen Verbrechen. Haben wir aber bei jeder Ware den Herstellerprei« auf- gezeichnet, so ist endlich ein« stete und auf fester Grundlage ruhende Preiskontrolle seitens de« Verbraucher« möglich. Jeder Detaillist mufe jetzt volkSwitisckaftlich nützlichere Arbeit leisten, wenn er seinen gerechten Verdienst haben will. Er muß auk dem direktesten Wege einkmren. um den Prozentsatz seines Verdienste» sich zu sickern. Kauft er beim K e t t e n h S n d l e r, so ist er seiner Ausgabe als Kaufmann nicht gewachsen und ihm gebührt kein Verdienst. Dem Kettenhandel mit lebenswichtigen Waren wäre damit der GarauS gemacht. Wir wären geschützt gegen die KonjunktnrauSnutzung de« Zwilchen- Handels. Endlich hätte der reelle Einzelhandel ein wirksame? Mittel um sich gegen den Vorwurf der Ausbeuterei ,u schützen. Die TeuerunaSunruhen würden ihre Spitze nickt mehr gegen die oft- malS Unschuldigen richten, sondern das Volk wüßte endlich wie daS Hexenspiel der Preisbildung erfolgt und wäre im- stände, den Kaufmann von dem Schieber und den seiner Pflicht bewußten Erzeuger vom Wucherer zu unterscheiden.__ Srkefkasten Se? RedoFtfen. gehet für den BtieKagen bestimmten Antraae füue man einen swchftaben und«ine Nummer bei. Brieflich» Auefuni! wird nicht rrteNt. Eilige An- traaeo traae man in der kivristifchen Svrechkinnde Lindenstr. S. l. Svf parterre linke vor. Schriftstücke und Bertraae stnd mitzubrinaen. G. N. 101. Wenden Sie sich an den Verein bewiattreuer Oft- preusien, Schöneberger User 24.— M. TO. 1000. iXm ftabre 1911. — G.®. 86. Wohnungsamt. Heiratsurkunde.— vi. 2. 15. Kann nur von Fall zu Fall entschieden werden. Eine Diemibkichc�itning wird nur dann anzunehmen lein, wenn die Fortentwicklung der Bruchanlage durch den Militärdienst wesentlich begünitigt wo- den ist. Uriache eine« «ruchaustrittS ist nur die Bruchanlage, nickt die Arbeit.— O. U. 06. t. Mit der Beichwerde.§ 65. 2. DaS frühere Einkommen ist iür das laukende Steuerjabr nicht maßgebend.— Karl 7«. Alle Mitglleder.— ffavlpavl. 1. HeereSabwicklunaSamt Preuben. Leipziger Platz 19. 2. Aa. Stellen Sie einen Antrag auf Erlaß der Steuern.— Wi. 81. 1. Bis 30. 5. 19. Legen Sie Einspruch ein. 2. Vom t. April bis 31. März.— H. Sch. 101. Nur bis zum.31. 3. 1920. Erbeben Sic Einipruch_ 9L C. 4. Nach etwa 100 Kabren.— H. W. 100. Unseres Erachtens sind Sie nicht hastbar.— P. 2. 100. Zwcifelhait. versuchen Sie es aber. An die BekleidungSsielle des Generalkommandos des Gardekorps, friedlich- strafte 118.— A.«. S. Es kommen nur die Amneftiegeietze kr Frag«. — K. A. II.«11. Da es sich um eine Dienftwobnung bandelt. so können Sie nur den im§ 6 Absatz 2 des Preußischen Be. soldungsaesetzeS vorgeschriebenen Weg belchreften.— 2. U. Nein | Aarnung für alle Gtäfertragende. Können Angengliiser jetzt billiger werden? Bestimmend für die Preis« optischer Erzeugnifle find Kohlenpreise und Löhne. Kohlen stnd teurer geworden. Löhne bestimmt nicht niedriger. Während die Preise für viele andere Waren da» Zehn- bis Zwanzigfache, oft sogar noch weit mehr erreicht haben, stnd die optischen Erzeugniste auf nur etwa daS Nebenfachc deS Friedenspreise« gestiegen I Optische Onalitätsware kann demnach vorläufig nicht billiger werden. Preisnachlässe können daher von reellen Optikern nicht gewährt werden, sondern sin» nur möglich für minderwertige Waren und Leistungen. Diese Daren sind jedoch in Wirklichkeit weder billig, noch den Augen zuträglich; sie schädigen meist nicht nur des Käufers Geldbeutel, sondern auck sein« Gesundheit. „Billige" Augengläser kann jeder Optiker liesern: wir empfehlen solche aber nicht, weil fie daS Vertrauen, den Augen eine wirkliche Schonung zu ftin, nicht verdienen. Im wohlverstandenen Interesse jede« G läse, bedürftigen liegt e< vielmehr, nur Augengläser technisch höchster Bollendung zu taufen. Auch Anpreisungen:„Alle Reparaturen umsonst" find irrrfsthreud. Den» in dieser scheinbar alles ersetzenden„Garantie" ist gerade da« wohlweislich ausgeschlossen, was immer zuerst zerbricht, nämlich Gläser, Hornteil« usw., welche also nicht ersetzt, sondern stets voll bezahlt werden müssen. „Sind es die Hilgen, geh' nicht zu Hedem!" Di« dem unterzeichneten Verband« angeschlofienen, durch diese» Plakat kenntlichen optischen Spezialgeschäfte liefern beste Qualitätsware und bieten Gewähr für zuverläffige fachmännische Beratung. 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August 1920.(Vollständige Ausgabe) Inhalt: Statuten der Kommunistischen Internaiiorale/ Lei'sätze Ober die Orunoaufga en der Kommunistischen Imernaiionale./ Leltsäue über die Bedingungen der Aufnahme in die Kommunistische Internationale./ Leitsätze über die Rol e der Kommunistischen Panei in der pioleiai ischen Revolution./ Leitsätze über die Kommunist sehen Parteien und den Partameniarismus.' Leitsitze über die Gewerkschaftsbewegung, die i etriebsräte und die III. Imernaiionale. > eitsätze Ober die Bedmtuneen der Bildung von Arbeiierräten./ Leitsäize und Ergänzungsthesen über die National- und Kolonialfrage./ Leitsätze über die Agrarfrage. SO S. Freie Bk. 2.30. Zu beziehen durch die AiTrattarbavhtaandlaag, Berlin, AnnenstraSe f. PelZ: asuco" x. Ziblungserleieiitennig Leipziger Sil. 58 Eferth& MiUelmann BaokgescbSft Moaö-Exira Klmgen Hafierapparat SkNTT Äsg» WOeer, O Btrtbi«sei. 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Der ReichShauSHaltSauSschu� begann am Sonn. abend die Beratung des HanshaLsplancs für das ReichSwir:- z ch a s t s m i n i st e r i u m. Mnister Tchslz gab einen Ueberblick Lber seine Finanzpolitik. Besonders hob er die grosse Bedeutung der Lalotafragc herLor, der entsprechend unsere Ein, und Ausfuhr geregelt werden müsse. Auch müsse eine weitere Preis- steigerung vermieden werden, namentlich für.tngswirtschast habe uns manchen schlimmen illockenschlag ver- -letzt; man müßte hier deshalb mit der größten Vorsicht vorgehe:». Ihm antwortete Abgeordneter Hugo von der Deutschen Volksportei. also der Partei, der der Mtnister angehört, die Auf. iagung seiner Partei rstcht? sich entschieden gegen die jetzige Bevormundung und Beaufsichtigung von Handel und Gewerbe. Der Autschuß vertagte sich auf Mvniag. Helgolanööebatte im Oberhaus. L e n d o», 1Z. November. lHollandsch Nieuwsburrau.) Fm Q b c r h a u s e hat Sir Sydrnhamdic Frgze gestellt, ob es Tat- iaih« fei, daß der Vertrag von 1S90,«ach dem Helgoland au Deutschland abgetreten wurde, endgültig als Ergebnis t-eS Krieges vorfalle» fei, und wenn dies der Fall ist, ob die Regie- rung die Rechte der Bewohner und die britischen Jutcrcssen, dir bnrch diesen Vortrag garantiert wurden, ihrersctts sicherstelle. Lord E e a w f o r b beantwortete die Frage und sagt«, daß Lord Birken- Heed mit seinen Ausführungen recht hatte, und daß der Vertrag >»o n 18 99 verfallen fei. Durch den Serfailler Lertrag habe ,edr Macht das Recht erhalten, Bertrege auf Wunsch zu erueuera, Zorn» eine diesbezügliche Nachricht innerhalb da« fechs Monate» -flixrgeöa» wurde. Der Lertrag von 1390 betreffe nicht a» r Helgoland, fenbera auch Afrika und andere wichtig« Interessen. Di« Negieerung habe eS deshalb nicht für not. wendig gchclte», den Vertrag zu erneuern. Die Tatsach«, daß der Vertrag versallen fch, schließe aber nicht in sich, daß gleich» zeitig die SouverSnitSt Deutschlands aufgehört habe. Deshalb begreif« er den Wunsch deS Interpellanten, die Fusel wieder unter britisch« Souveränität zu bringe«, nicht. ES sei aber für die Zuluaft der Insel gesorgt. Es habe die Vekahr bestanden, daß die Inselbewohner durch de» Gebrauch des Wahlrechts, und zwar durch die Einwaudcrung einer großen Anzahl vo» Personen, die vornehmlich mit dem Schleifen der Festungen beschäftigt sein solle«, ein falsches Ergebnis berbeisührca konnten. Tie deutsche Regierung habe stch dtbhalb im August dieses Jahre» bereit erklärt, dir ver- fassnng diesbezüglich zu ändern und die Bestimmung zu er- losirr', baß für Helgoland zum Erhalte« des Stimmrechts ein A u f. enthalt von drei Jahren, statt wie im übrigen Deutsch. land nur von eiucm Jahre, nötig ist. Lord Crawford erklärte, daß seiner Ansicht nach die Bemühungen der Regierung nicht weit genug ginge», daß die Abtretung dnrch nichts gerechtfertigt werde und beß die Bevölkerung seinerzeit keine Grlrgenhcit gehabt habe, selbst ihre Wünsche z» äußern. Stickstoffbewirtfthafiung unö volksernährung. Vorschlage des preußische« Landwirtschaftsminifters. Der p-eußische Lanöu..tschastSmmister Genosse Braun hat zur Fraze der Vollsernährung eine Denkschrift herausgegeben, Sie crnfteste Beachtung veroient. Die Denkschrift stellt sich dar als ein letzter energischer Versuch deS preußische» LandwirtschoftSmintsterS, Teutschland vor einer der ärgsten und verhängnisvollsten Maß- nahmen der HcrmeSschen Untere rnöhrungspvlitik zurückzuhalten, durch die das deutsche Volk immer mehr einer Ernährungskata- strvphe zugetrieben wird. Tie Denkschrift geht davon aus, daß infolge mangelhafter Düngung unsere Ernteerläge ständig ab» nehmen. Der Prozeß der Verarmung unserer Böden ist noch nicht akgeschlossen, er geht mit Riesenschritt«« weiter. War die diesjährige Ernte klein, so w-rd die Ernte von 1821 noch kleiner sein, und so tmrd es wette: gehen. Wir müssen also, um nur notdürftig leben zu können, immer mehr v om Ausland einkaufen. Woher das Geld dafür kommen soll, ist bei un- serer trostlosen Finanzlage unerfindlich. LS gibt mir ein Mittel, das uns vor absoluter Hungersnot retten kann, nämlich die Steigerung der Erträge de? eigenen Boden?. Diese Steigerung ist im wesentlichen eine Tüngerfrage. Die Verarmung der Böden während des Krie- gas hat im wesentlichen ihre Ursache, baß der Stallmist, de: seit jeher die Grundlage der Düngung bildete, infolge des dauernden RückgangcK der Viehbestände ebenso abnahm. Ntln wurden zwar im Kriege gewaltige Stick st ofsobriken gebaut, aber ihre Erzeugnisse bis auf einen geringen Rest zur Munitionsher- st c l l u n g verwandt. Nach Beendigung des Krieges gelang eS zwar unter unenolichen Bemühungen, dafür zu sorgen, daß die Düngoerindustrie mit Kohlen usw. versorgt wurde, aber jetzt trat eine andere, ganz unvorhergesehene Schwierigkeit ein: der Absatz de? brrzestcllten Kunstdüngers begann in erheblichem Maße zn stocken. Die Nichtabnahme de? hergestellten Kunstdüngers ist nicht auf den bösen Willen der Landwirtschaft zurückzuführen. Vielmehr kann diese bot der-jetzigen WirtschaftStveis« die Kosten und das Risiko nicht übernehmen. Der Preis de? Kunstdüngers ist um das Fünf- bis Zweiunddreißigfache, die Fracht um das Siebenfache gegen früher gestiegen. Infolge der Transportschwierigkeiten muß der Dünger jetzt früher gekauft werden als vor dem Krieg«, statt unmittelbar vor Ler Herbstbestellung schon im Frühjahr. Zur An. schafsung der nötigen Mengen von künstlichen Düngern fehlt den Landwirien bielfach das Betriebskapital, das fetzt dos Zehnfache des FriedenSbctrageS für die gleiche Leistung ausmachen muß. Die Denkschrift kommt zu dem Schluß: Die Folge dieser Entwicklung muß notgedrungen ein dauern- der und unaufhaltsamer Rückgang unserer Ernteerträge und eine wettere böchst verhängnisvolle Steigerung der ErnährungS- schwierizkeite» sein. Es fragt sich, ob eine Regierung, die für die Ernährung eines Volkes von mehr als 68 Millionen Menschen zu sorgen hat, auch dann ruhig zusehen darf, wie sich das Verhängnis mit absoluter Sicherheit vollzieht, wenn es möglich ist. in die Speichen des dem Abgrund entgegenrollenden Wagens zu greifen und oas Unheil abzuwenden. Solche Mittel find aber zweifellos gegeben. Mit den neuen Stickstoffabriken können wir jährlich 580 000 Tonnen reinen Stickstoff, entsprechend 2 590 000 Tonnen zwanzigprozentigem Stick- stoffdüuger, erzeugen gegen nnr 1 Million Taniten solchen Dünger? por dem Kriege, d. h. die zweielnhalbfachr Menge. Feststeht ferner, haß wir tmede: zu FriedevSernte« gelanzeu, d. h. die Ernte« gegen jetzt verdoppeln Annen, wenn e» gelingt, die angegebenen Mengen von Kunstdünger dem Boden znzu- führen. Nunmehr geht die Denkschrift auf die unheilvollen Sorfchlägr des ReichSernährnngSminiftcrS ein. Ter ReichSernährungSminifter Hermes hat den Vorschlag gemacht, einen Teil des heute nicht ab. setzbaren Stickstoffdüngers nach dem Ausland zu verkaufe» und den Mehrerlös zur Stabilisierung und Senkung des Preise? des im Inland verkauften Stickstoffdüngers zu verwenben. Dieser i Weg führt aber nicht zum Ziel. ES wäre unverantwort- ' l i ch. in dem gegenwärtigen Augenblick der höchsten Gefahr, wo der deutsche Boden geradezu nach Stickstoff schreit, einen Teil dieses wirksamsten aller Erntcsteigeruny�mittel an das Ausland abzugeben. Dies sind Worte der Denkschrift, die noch eher zu milde als zu scharf gewählt sind. Im Gegensatz zu diesem gefährlichen Experiment macht Se- nasse Braun Vorschläge, die darauf hinauSgcben, daß da? Reich eine Regelung der K u n st d ü n ge r w i r t sch a f t trifft, die zur schleunigen Beseitigung der Ernährungsnöte führt, indem sie der Ministerium(orton üe wiart. Brüssel, 13. Novcmiber.(2S235.) Wie die Mütter melden, ist eZ Tarton d e Wiart gelungen, zwischen den Liberalen und der Soztalistischen Partei ein« Verständigung lfl>er das Regierungsprogramm heribeizu führen. Di« Frag? der M i Ii tä r d i en stz« it, die Ursache der Schwierigkeiten, scheint im. Sinne einer Dienstzeit von IV Monaten gelöst zu sein. Die Lösung öer flüriafrage. Rom, 18. November. Nach einer Slefani-Meldung besieht das italienisch-südsla wische Abkommen aus neun Aitikrln, deren etster die Grenzfiagen behandelt. Er ietzt die östlrche Grenze, von kleinen Abweichungen zugunsten SüdslawienS ab- geiehen, im Sinne der Abmachungen de« Londoner VerirageS fest- Z a r a wird mit einem kleinen Hinterland Italien zugesprochen. ebenso die Inseln Eberso. Luffin. Lagosta, Pelagosa sowie die kleineren Fnieln. Italien und Südsiauren erkennen die Frei- beit und Unabhängigkeit von Finme an. da« sich a»? dein ehemaligen corpus voparatv.m und noch einem kleinen Stück Gebiates zusammenietzt. in der Erwägung, daß es zu Jstiien ge- bort und der terroriate Zusammenhang mit Italien dadurch ge- sichert wird. Mailand, 13. November. Der Korrespondent des.Seeolo" in Santa Marghcrita meldet, daß außer dem Vertrage von Rapqllo noch ein Vertrag über«in enges politisches Zusammengehen abgeschlossen wurde. daS von höchster Sc« fcoixtimg sei. ES handle sich nicht um ein eigentliches PündmS, sondern um Vereinbarungen, wie sie sich bei der gegenwärtigen Lage im ästlichen Europa auS gemeinsamen Interessen zur gegenseitigen Sicherung ergäben._ Die Sowset-Lokomotiven. Wie unZ aus Kopenhagen gedrahtet wird, Und di? dön.schcn Gewerkschaften an der Deutschen Celo- nr-misgesellschast nicht beteiligt. Unsere sonstigen Mitteilungen über da» Lokomotivengeschäft werden durch diese Feststellung nicht berührt. Mehrzahl der deutschen Ackerböden eine Kolldüngung angedethen läßt, wodurch diese in der Lage sind, mindestens FriedenSerote» zu erzeuge». Diese Regelung würde auch große Vorteile für die Reichskasse ergeben, tveil die im Inland erzeugten Nahrungsmittel sich unvergleichlich viel billiger stellen als die aus dem Ausland eingeführten. Notwendig ist dabei aller» dingS, daß die niaßgebenden Stellen des Reiches, insbesondere der Herr ReichSsinanz minister, von den durch Wissenschaft und Praxis in jahrzehntelanger Arbeit nachgewiesenen unum- itößlichen Tatsachen überzeugt sind, daß der vollgedünsite Bode» Ernten berusrzubringcn vermag, die die gegenwärtigen mindestens um das Doppelte übersteigen. Zur Erreichung dieses Zieles macht Genosse Braun drei Vorschläge Der erste geht dahin, daß das Reich die Erzeugung »nd Verteilung der für dir Ernährung der Bevölkerung wichtigste» Pflanzenaährstoffe, des Stickstoffs und der PlwsphorsSure, selbst in die Hand nimmt. Dieser Eingriff wäre zwar die best« dauernde Sicherung der Ernährung, aber wahrscheinlich würde seine Durch- führung zuviel Zeit erfordern, die bei der jetzige» dringende» Notlage nicht zur Verfügung steht, weil die Wirkung deS Eingriffs in kürzester Zeit eintreten muß. Hiernach muh wenigstens im gegenwärtigen Zeitpunkt für das erste ein anderer Weg ge-- sucht werden, den der zweite Vorschlag beschreibt. Danach übernimmt das Reich die Bewirtschaftung aller erzeug- tcn stickftsff. und phosphorsäurehaltigen Düngemittel. Es gibt die vom Erzeuger erworbenen Mengen an die landwirtschaftliche» Organisationen und die Handelsverbände ab. van denen die weiter« Verteilung an die Landwirtschaft übernommen wird. Die Be- zahlung wiöd in der Weise geregelt, daß das Reich den Organi« fationen zwei Drittel des Wertes stundet. Dafür ge» währen diese dem Landwirt einen Kredit in Höhe von zwei Drittel« des Rechnungsbetrages der abgenommenen Düngemittel. Das letzte Drittel hat der Landwirt bei der Abnahme in bar zu zahlen, die Zahlung der gestundeten zwei Drittel geschieht in Form von Getreide aus der nächstjährigen Ernte. Um die Landwirtschaft zur Aufnahme aller vorhandenen Mengen an Düngemitteln zu peranlassen, soll noch ein besonderer Anreiz geschaffen wevden dadurch, daß der Landwirt zur Bezahlung deS bezogenen Kunstdüngers nicht die volle Menge in Getreide zu liefern hat, dt« dem Geldwert des Düngers enispricht, sondern daß ihn, ein noch zu bestimmender Teil erlassen wird. Der dritte Vorschlag besagt: Ans Reichsmitteln wird der Preis des Dünger« so weit gesenkt, daß die Erzeugung von der Landwirtschast wieder restlos abgenommen wird. Die? Verfahren gereicht der ReichSkasse nicht zum Nachteil, sondern zum Vor- teil. Würde daS Reich z. B. ein Drittel des Preises aus die Staatskasse Übernehmen, so würde die Auftvendung im Jahre rpnd 1,5 Milliarden Mark beiragen. Würde hierdurch erreicht, daß nur 320000 Tonnen Brotgetreide weniger aus dem Ausland eingeführt zu werden brauchen, so würde die Differenz zwischen Auslands- und Inlandspreis für jene 320 000 Tonnen bereit« die obigen 1,5 Milv liarde» decken, die Verbilligung würde also kostenlos sein. � Nun braucht man zur Herfiellunz von 320 000 Tonnen Getreide, die, nebenbei bemerkt, ein Achtel unserer jetzigen notwendigen Einfuhr betragen, nur ein« Mehraufwenduirg von 16 000 Tonne« Dtickstori. Wenn also durch die vorgeschlagene Maßnahme nur eine Mehr- abnähme von 16 000 Tonnen Stickstoff erzielt wird, so wäre da» Reich bereits aller Kystsn enthoben, während jede noch üoer diese Menge hinaus verbrauchte Tonne dem Reich eine« direkten G winn bringen muß. Soweit die Vorschläge der Denkschrift. Sie ergehe« jedenfalls «rnes mtt völliger Deutlichkeit: daß die jetzige planlose Wirtschaft unser Untergang ist und fürs erst« rmr eine plan m mäßige Bewirtschaftung der Stickstoffdünge- mittel, für die Dauer nur eine Svzlalisicrung der gesamten Er- zeugnng künstlicher Düngemittel uns aus den ständig wachsende« ErnöhrungSnötrn rette« und bessere« Zeiten zuführe« kann. « Die Frage der künstlichen Düngemittel wurde am Freitag im Unterausschuß de S vorläufigen Reichswirt- fchaftsratS ftir Landwirtschaft und Ernähr.mg behandelt Na- türlich wetterten die Interessenten der Stickswftindustrie in alle» Tönen gegen Zwangswirtschaft und Sozialisierung und sahen alles Heil nnr in der völligen Freigabe der Ausfuhr. Daß die Stickstoff- iniciffstnlcn damit«in schönes Geschäft mg che», a:ben trir gern zu. Aber diese Profite erhalten sie auf Kosten des verbrecherischen Wahnsinns, der darin besteht, daß der für die heimische Erzeugung dringend benötigte Dünger au das Ausland abgegeben wird. Eben. sogut könnten wir unser knappe? Getreide über die Grenzen ex- portleren, um dadurch„die Ernährung zu fördern". Straßenkämpfe in Snöapeft. Paris, 13. November. lTU.s Rack einer Meldung deS de ParrS" aus Budapest sind iniolge der Ernennung des Genera!» Lukasstich zum Kommandanten der Budopester Garnison stämpse zwischen den Soldaten und Arbeitern ent« standen. Die Beunruhigung in der Stadt hat den höchsten Grad erreicht.__ BuslanSsrunöstbau. In dem EewerkschaftSblatt„Atelier" schreibt Jouhaux. die Arbeiter des Ruhrgebietes machten eine außerordentliche Anstrengung, damit die von der deutschen Regierung übernommenen Verpflichtungen gehalten werden könnten. Es sei aber nicht zu erwarten, daß der gleiche Eifer unter dem Druck der Aa- jonette an den Tag gelegt we.den würde. Die englischen BergwerkSeigentümer und die Föderationen der A'beiter haben eine gemischte Kommission eingesetzt, welche die Frage der Stein: ohtlenpro- duktion und der Lohnr-gelung lösen soll. Nach einer Londoner Blättermckdung ist eine neue in aggres- sivem Ton gehaltene Note der Sowsctregierung emae- tröffe». Die Note beschwere sich Über die Verzögerung, dft tue englische Regierung bei der Wiederaufnahme der Handelsbeziehnn- gen mit Svwseirußland herbeigeführt habe. TU. meldet aus Könitz: Sicheren Nachrichten zufolge haben die P o l e n in und um Bromberg groß« Truppenmengen zusammengezogen. Die Truppen werden neu eingekleidet und ausgerüstet. Ein Teil gebt dann au die obe rsch lest sch e Grenze. 17 000 Mann sind für das p o m m e r e l l i s ch. d e u t s ch e Grenzgebiet bestimmt. Zu den Verhandlungen der Deutsche« Sachverstän- digenkommission in Paris über Abgabe von 310 000 Milchkühen ist als Vertreter des Deutschen Milchwirtschaftlichen Reichkverbande» der Landwirt Seidler(früher Kassel- Philip- pinenhof) von der Deutschen ReichSregierung zur Teilnahme bestellt worden. Gegen die Ablieferung von Milchkühen. Der preußische Mi- »ister für Volkswohlfahrt als Chef des Gesundheitswesens in Preuße» Hai. wie die P. P. N. hören. Au der Frage der Ablieferung von Milchkühen an Frankreich, Bolgien usw. in einer Denk- schrist an das preußische Staatöministerium erklärt, daß der durch die Kriegsentbehrungen auf? schwerste geschädigte Gesund- heitSzustand der Bevölkerung, b-floninr«' der Mütter und Kinder, es nicht erlaube, der Ablieferung von Milch- kühen näherzutreten, selbst wenn die Zahl der abzuliefernden Kühe weit hinter der durch die Presse mitgeteflten Anzahl von 800 000 Stück zurückbleiben und sich die Ablieferung über mehrere Jahre erstrecken sollte. Zur Absindung der Hohrnzollern. Gegenüber einer beiläufige« Bemerkung im..Vorwärts", wonach auch der unabhängige Minister Rosenfeld„gewisse Uebereilungen" in der Frage der Hohenzollern« Abfindung begongen habe, erläßt der AboeorWle Dr. Kurt Rosenfeld in der„Freiheit" eine längere Erllärung. die mit den Worte« schließt:„Nicht mich trifft der Vorwurf zuweitgehenden Entgegen- lommcns gegenüber den Hohenzollern, sondern lediglich die Partei» freunde des„Vorwärts", inSbesoirdere die Minister Hein«, Haenifch. Südekum und Braun." Zu dieser Resenfeld-Erklärung Hai Genosse Otto Braun der„Freiheit" eine Zuschrift gefandt. in der es heißt:„Mir ist uncrsinblich, aus welchen Tatsachen Herr Kurt Ro- senfeld schließt, daß ich ein zuweitgehendeS Entgegenkommen gegen- über den Hohenzeller» betätigt habe. Ich habe die Auseinander- fttzung mit den Hohenzollern stets als eine politifche und nicht als eine juristische Angelegeicheit betrachtet und daher auch alle Ver- g l e i ch S v o r sch l ä g«, die dem StaatSministerium vorgelegt wur- den, auch den, der jetzt der LandeSversammlung vorlreqt,«nt- s ch i e d e n b e k ä m p f j. Ich wäre daher Herrn Kurt Rosenfeld, der in seinem Artikel, mit Ausnahme feines Freundes Hirsch, alle zur Zeit des letzten VergleickSabschlusses amtierenden sozialistischen Minister als. solche nennt, gegen die der Vorwurf zuweitgehenden Entgegenkommens gegenüber den Hohenzollern erhoben werden müßte, sehr dankbar, wenn er mir mitteilen wollte, wann, wo und wodurch ich dieics Entgegenkommen betätigt hätte." Der WahlrechtSauSschuß der Preußischen LandeSver» ammlnng beschloß, bei der zweiter» Lesung des Wahlgesetzes ir den Landtag die Stimmenzahl, auf die ei« Abgeordneter entfallen soll, auf 45 000 festzusetzen. OewerMaftsboivegung Von der„Viktoria". Die Direktion der VerficherungsAsselkschafi„Viktoria" reilt in einer„Nachricht an die Versicherten" mit. datz sie die durch Schieds- spruch zugesprochenen Gehälter an die Einnehmer nicht zahlen kann. Tie Einnehmer sehen sich nun vcronlasit, dem Versicherten den wahren Sachverhalt mitzutei'cn: Der Reichölarif sah für die Cinnckmcr ein Monatsgehalt von biQ M. vor. Durch Schiedsspruch des Reichsvrbeilsministerinms vom 23. Juli 1920 wurde das Eehalt auf 67S M. erhöht. Tie„Viktoria" glaubte, dieses Gehalt nicht zahlen zu kötmrcn. und kündigte, od- gleich der Vertrag noch bis zum 3l. Dezember 1929 läuft, säml- lichen Einnehmern zum 31. Lklbder 1929 das Dienstverhältnis. Tie„Viktoria' bot ihnen jedoch einen sogenannten Hebever- trag an, welcher den Einnehmern eine Verdienftmöglichkcir zwischen 209 M. und 475 M. pro Vlonat gewährleistete, gestattete aber den Einnehmern zugleich, für sich eine Holgebühr von 19 P-f. und 20 Ps. eihettein zu dürscn, welche im Moaat zirka 69 bis 199 Mark einbringen dürfte. Die Einnehmer sollten nach diesem Vertrage als freie GewerHeirelbende gelten und alle Rechte preisgeben. Das lebnicn die Einnehmer ab. erklärten nch aber bereit, um den Wirtschaftsfriedcn und ibre Stellung zu er- halten, von dem Tarisgohalt A b st r i ch e machen zu lasten. Auch dieses wurde von der Direktion strikte abgelehnt. Seit dem 28. Oktober werden die Beiträge von dsn Versicherten nickt mehr abgeholt. 6?4 Millionen Versicherte haben ibre sauer ersparten Groschen der„Viktoria" anvertraut und lau- fen nunmelr Gefahr, ihres Anspruches verluftig z u geben, weil in sehr vielen Fällen die Möglichkeit, die Beiträge in der von der Cesellstlaft nunmehr geforderten Form abzu- führen, nicht besteht. Beim Abschluß der Volk-Versicherung ist mit allem Nacktruck erklärt worden, die Beiträge werden regelmäßig und pünktlich abgeholt, und nur dadurch sind die Versicherun- gen zum Abschluß gckomuicn. Jeht glaubt die„Viktoria" sich plötzlich auf den§ 37 des Versicherungsvertragsgesetzes berufen zu dürfen, welcker besagt: ,Lst die Prämie regelmäßig bei dem Per- sicherungsnekmer eingezogen worden, so ist dieser zur Uebermitk- lung der Prämie erst verpflichtet, wenn ffm schriftlich angezeigt wird, daß die Ilcdermittlung verlangt werde." Wäre dieses dem Versickerungsnehmcr beim Abschluß der Volksversicherung mitgeteilt oder auch nur angedeutet worden, so bätie die Gesell- sckaft, die jetzt auch anders kann, solcke Ricscngewinne nicht ei n st e ck e n können, weil die Ab'chlüffe nicht zustande gekommen wären. Aufgabe der Versicherten ist es, die Auf- (fichUtcherdcn darauf cusm erlsam zu mvchcn und Mhilfe zu schössen. Prcuhischc Verfassung nnd Elcktrikerstreik. Durch die Tagespresie geht die folgende Notiz: »Die dritte Lesiing der preußiscken Veifastung kann voraus- sicktliv am Donneretaa. den 18. November, in der prenkiicken iNinvesveisaininliing nock niwt erfolgen. Wie w>r böten, können infolge des Streiks Sie Drucksachen nickt reckt- zeitig tertiggestelli werden. Der Wahltermin wird dadurch nickt hinausgeschoben. Wie unS von maßgebender Stelle mitgeteilt wild, entspricht diele Notiz»ickt de» Tgliacken. Die Firma W. Greve. Ritter- straße 59. die die LandtagSdruckiachen vertragsgemäß zu liesein hat. hielt diele Drucksacken schon lange vor d e ni Streik der Elektiizitälsarbeiter zurück, konstruierte.ArbeitSinangcl" und entl eß etwa 59 ihrer Arbeiter, darunter 38 Handsetzer. Dieie Fuiück- balnrng von Arbeiten will eine größere Zahl der Entlassenen unter Airfübrung von Tatsachen sogar beeiden. Run. Ivo die Firma dazu angebalren wird, die Arbeiten herorrsglschaffen. ist sie in Bedrängnis gerate»— wozu allerdings auch der Elekrrizi'.äiS- arbe'terstreik beitrug—, und will am Sonntag sowie am Bnßrag arbeiie» lasten; sie ver'ucht außerdem eiiien Teil der willkürlich ziirückgehalienen Ärbeiien anderen Firmen zu überweisen, ohne auch nur einen einzigen der Entlassenen wieder einzn stellen. Diele Metbode sehen die Entlastenen als einen Willkürakt bruialiler Art an. ES ist z» erivarien. daß das P rional aller F rmen, denen Arbeiten seitens der Firma W. Greve über- wie'en werden, diele Arbeiten einmütig zurückweisen. Die Lohnbewegung im Papier- und Pappen-Großhandel. Dre HandelShilssardeiter dieser Branche hatten an die Unternehmer die Forderung einer SOprozenttgen Lohn» z u l a y e gestellt. Die stairgekundenen Berbaiidlringen mit den Arbeitgebern vetlieren eigebnislos. Eine Lobnerböbung iür die über 29 Jabre allen Lcdrgen»owie Verheirateten wurde zurück- gewie'en; eS iollre den verheirateten Arberrnebmern nur eine ktiirderzulage gewährt werden. Tie Arberrnehmer belchlosten, den SchlichtungsauSickr, ß anzmnseil Ueber diele Ver- bandlrrngen beiichiete Ha erlin g vom TranSportarbeirerverband in einer gutbe'iickren Berfammlnnq der Arbeitnehmer. Nack einer lebba'ien Diskussion wurde dem Vergleick der Parieien vom 8 Ro- vember 1929 vor dem Schiichlungsausichnß mit folgenden Sroffel- löhnen zugestimmt: Lediae Verh. obne Kinder Verh. m. K. Einstellung. 299 M. 215 M. 289 M. Nach i-z Jahr. 219. 225„ 249„ . 1.. 229. 235. 259„ Knischer über 29 Jabre erhalten pro Woche: Einstellung. 219 M. 225 M.' 249 M. Nach'/. Jobr. 229. 335. 259. „ 1.. 239„ 245. 289. Diele Sätze aelten ab 1. November 1920 btS 81. März 1921 und gelten für alle Lageratbeirer über 29 Jahre. Forderungen der Bankbeamte». Ter Allgemeine Verband der deutschen Bankangestellten hielt am Freitag eine öffenilicke Veriammlung ab. die sich mit den neuen ReichStarifverträgen für das deutsche Dankgewerbe belchäfriate. In dieser Veilammlirna wurde eine einmal rae W r i l s ch a f r e b e r h r l k e für Berdeiratere in Höhe von 9999 M., lür Ledige in Höbe von 5999 M. nnd für Friaendl�che>n Höhe von 3999 M. geforderr. Ter RerckSverband der Barrkleitungen bat am gestrigen Sonnabend Verbandlnngen mit den beiden Lrganr- salionen begonnen, die sich mit dem neuen Reichsiarisverlrag be» lchä ligren. Der Reichsverband der Bankleitunge» macht folgende Vorschläge: Die Verheil aretenzrilage soll aus 3 999 M. erhöht werden, die bisherigen Gchaltslätze rollen um 19 P r o z. er- höht werden, mit Wirkung vom I. August dieses Jahre? ab. Außerdem solle» sofort N a ch r a h 1 n n g e» in Höhe von 999 M. an Verbeiratere nnd 999 M für Ledige stattfinden.— Die Or- ganisatioiren werden zu dem Vortchlage deS RerchSverbandeS Stel- lung nehmen._ Ter Streik der Schildermaler. Seit sieben Wochen stehen die Schildermaler im Sirci! nnd sind entschloffen, ausrzuharren in dem Kampf, den ihnen dos„Ge- rechtrgkertseRipfinden" der Unrernehmer aufgezwungen hat. Mit den sckär sperr Mitteln gckcn die Herren vor, um die Arbeiter mürbe zu machen. Sie wollen diese Machivrobe bestehen, um für alle Zeiten gesichert zu sein. Auf die Unrernehmer, die die For- derrrgcn bewilligt haten, wird der größte Druck ausgeübt, um die Tcwilligung riickgöngig zu machen. An der Berliner Arber- terschakr ist es, alles zu tun, um die kämpfenden S-ckildermaler zu unierslützcri. Wie notwendig das ist. zeigt folgend- Tatsache: Tie Zioareilensabrik„Masiarh" Hai vor dem Streik bei der Schilderfobrrk H e tz m a n n u. E o., die bestreikt wird, ihre Schau- sensterreklamc bestellt. Trotz des Streits wird diese Reklame wei- ter ausgesachrt. Wenn auch die Firma Heymann die'Arbeiten an kleine Meister, zum Teil Stubenmcrler ausgibt, so läßt sie doch Streilarteit ausführen. Nachdenr die Srreikleiiung der -Schildermaler bei der Zigarettenfabrik Maffary in dieser Sache vorstellig geworden ist. tat die Firma Hcymann erklär:, daß die Aussührwng dieser Reklame unterbleibt. Jetzt tauchen allcrorrs wieder Maler auf, die diese Strcikardeit fortsetzen. Die Firma Mastarv muß hiervon Kenntnis hakvn. Kann sie nichts tun, um diesem Treiben Einhalt zu gc-bietens Oder ist eS ihr gleichgültig. was die organisierrc Arbeiterschast Groß-Bcrlins zu dieser Dur- dung von Verrat an streikenden A r b e i t e r n sagt? Arbeitende Schildermaler müssen irck durch Ausweis, auS- gestellt von der Streikleitung, legitimieren. Streiklokal: Wollschläger, Adalberistr. 21, Mpl. 19597. Tie Fordenrngen der MagistratshilfskrSfte sind nicht, wie viel« sack airgeiionimen wird, bis zur nerren Etalsausstellring des Magi- sirals zurückgestellt. DerMagrsiralhat pelmehr erklärt, in kürzester Frist mir den Angestellten neuerdings in Verhandlungen zu treten. welche letzten Endes dazu lüvren sollen, daß die eingereichten Tarife kür Arbeiter nnd«naestellte endgültig zum Abickluß kommen. Zur Klärung der au-geworfenen Fraaen findet DienStag 6 Nbr in der Bockoranerer, Fidicinstr. 2. eine Mligliederdersamnilung der Fack- gruppe 2» des Zentraiverbandes der Äirgestelllen statt. Alle Kollegen müssen in ihrem eraensten Interesse eriibeinen! Achtung. Töpfer? Die Bauten tm L�r u t a w e r k i. L., Aus- siährewder Mar Wallnig bzw. depen Bcauttragter Ciio Raa sich, sind für organisierreOfeasetzer �espcrru ES liegen Trsserenzen wegen der Auslösung vor. D:e Arberterpresse wird um Al-truck gebeten, da die Firma versuchen wird. von auswärts Artcirskräste heranzuziehen. Zentralverband der Tövier u. Berufsgenossen. Filiale Berlin. Tentscher Hotzork'eirerverband. Freitag 6 Ubr im Kewerlschasis- bans. Enorlllier 15: Gel mioeilraiiensmönnrrver'amnilung. TaocSord» nung: 1. Bericht von der Slädtrto»I?ienz. 2. Verbandeanaclrgeribeu'n. Nitgliedeiverlanimlungen. Bezirk Cvarlottenburg. Montag. 7 Nbr. bei Tdnnak, Die andllraire 4.— Bczir! Stegli?. Dienstag. 7 Uhr. im 2-Ial von Schulz. Birkbuich-Iroße 99.— Äaschinenar bester. Bez. Norden. Donnerstag. 5 Ubr. i-n Lokal von Ncdmiich. Swinem'mder Straße Sl i Versammlung der Vertrauensleute und Betrievssunktionäre.— Drech-ler oller Branchen. Diensiaa. 7 Udr. im.BerbondSbauS-. Nunge- strane 39 sArbcitsioieniäal).— Tiich'er! Bezirk Veizeniee. Donnerstag, 4'/, Uhr. in der Aula des„Rcal-Oam'.raiiumZ-. Woelk-Promenade.— Vodenieger und Bodnrr. Montag, den 22. November. 7 Udr. tm.Ver» band-bänS', Rnngeiiralre 39 kArbeitslosenlna!)- S P Holzarbeiter. FraktionSvorftand und Kommistionen. Dienstag, 7 Uhr, gemeinsame Sitzung bei Krüoer. Engeliner 13. Transportarbriterverbanp. öäemerbkiche Angestellte der Reichs- oroflriratwnen. DirnSiag, 5 Ubr, bei Fcisaia. Melchioriir>5: Ve trauens- männerveriammluno.— Sektion II. Bretter träger, Platzarbeilcr nnd Kulichcr ans den gnrn-er- und Nutzho-zhandlnngen. Dienstag 7 Ubr, Enoli'chrr Hof, Alexandrrflr. 27 c: Mitgtederversaminlnng. Berich!- erbatwi'g der Verbandliingskommissioli. M tglicdsbnch leaitiw!erl.— Sektion 1. Ebemischer und Amrra öleroizbandel nnd VerbandSiiorse. Aon- tag 7 Ubr. Dresdener Kaiino. Dresdener Str. 96: Brcnchenversanrmst ng. Bericht von den Verbandlungen mit dem Arbeilaeberverdand des Kro?!- Kandels. Mitgliedsbuch bzw. Karte Icgit miert.— Texlilbranchc. Dienstaz ö Udr Kriippcnoeriämmlung Gruvpe l, Tuche. Filze, Kicldcrswnc. Zentrirlverdand der Angeiicllren. Ter Kursus iür Ziechtslunde srndel ab Moniag iorllaujend pünktlich abends 79, Udr im Bcrbirndslokrl, Belle-Alliance-Str. 7.!0, Natt.— Fursttionäiscr'ammlu'rg aller Faär» grnpvi» 7 Uhr. GcwcrischastsbauS. Eirgeluier lö.— Mitglieder- Versammlung haben Montag: Fackgruvoe l'>c«Bergmann- Slonzenr und übrige». 7 Uhr r.'5 oen-Braiierci. Hrchllr. 2.— Fach» gruvpe 159 II iCieliro-Grojzbandcl). lll, Udr Tophicniäie. Sop.nen» itratze l 7- l 8.— Fachgruppe l? 1a n sN.drungZ- und Gcmw.rnülel- indirttrie und Handel». 8 Ubr Reslauranl Heinrich, K.rogc Fronlsurlir Strar.e 39.— Fachgruvve 17 II» rAigareUenwdusllie». 7'/, Uhr s-rgerrd- säle, Rofentbaler Etr. 36.— Dienstag: Fachgruppe 4»(Prroatv.r, »icherung«. 4'/, Uhr Schultheiß. Haienheide chZ 31.— Fa t> zruvpe tön «OSrain-Konzcrn). 7 Uhr Ro>enlhaler Hof, Ro-entbaler slr. 11/12.— Facharuppc 17 la— n /RabriingS- und Kenußmilietnidustrie und Ha dei». i« Udr Naticnalbos, Bnlowitr. 37.— Freitag: Fachgruppe 7 st (Slhansensterdetoialeiwe'». 7'/, Udr Ro-enthaler Hos, Rosentba er Slr. It/tZ. Buckbinder. Mon-ag 5 Udr irr den Zenlralsclt-älen, Alle Jakobsir. 32, Versammlung aller in Bucheruckereien bc'chästigteri Buchbinder und Buch« binderciardeitcr. TageSoldnung: Bericht über die Verhandlungen mir den Biichdruckereckesitzein. Die Vrrlra �cnsreule weiden ersuch«, bereilS r.rn 4 Udr zu erscheinen. Um püntllicheS Eüchcuicn bnlet die Bva cherrleitanz. Kabelwerk Lbersprec. Heule S lllw im VereinSbause zur.Ncu-n Post", Obcrschöncwcidc. Schillcrpromenade. Ecke RalhauS rraße, Betriebs» veriammlung aller S.P.D.-Kollegcrr. Tagesordnung: Aeicrar des«Periosten Willi Ramsbrock: ,Zmd unicre lSewerticha lcir reoaliUionär?- 2. Belrreb-- angelegerrdeile». I« Anbelrachr der Bergewaltlg'ing rmieier Barici in desi letzten Bctriebsoeriammluna ist eS Pflicht aber Kollegen zu erscheine«. Verband der Fabrik-rrvetre?. Momag, 7 Nor: Vcrfamrn ugg aller in den Sauer kohljahri'en und«Aurtelieiiitcge.eien bc'chüstigten Kol- leginrren und Kollegen,«lcllungriallme zur Tarrjlündiguiig. parteinachrichten. Totenliste der Partei. In Lübeck verstarb am 1l. Notembec — seinem 43. GeburlStaye— der Genosse Zeichenlehrer Wilhelm Vlanthafcr. Genosse Planthafer, der Sohn eines Maurers, Hatto M ernrö er DWDWDWWWWW ermöglichte, nicht mehr zu umfangreicher künstlerischer Arbeit we- kommen. Er wurde im Februar ISIS in die Lübecker Bür- gcrschaft gewählt und halte als Spezialgebiet schult eck» ische und Siedelirngsfragen. Sein jäher Tod wurde durch eigene Unvvr- sichligkeit bei der Behandlung eines Geschwürs verursacht. Veraan». iür den eedalt. Teil Dr. Weener Peilcr, Sbaelotrenbueg: lüe An'.eigdir: TU.<6»»