Nr. 246. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 8,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreichs Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Beitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919. Vorwärts 11. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 fg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonna und Festtagen bis 9 Uhr Bormittags geöffnet. Fernsprecher: Anit 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonntag, den 21. Oktober 1894. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! der Der Parteitag sozialdemokratischen Partei der Wille eines Ginzigen. Deutschlands Die österreichische Wahlrechtsfrage. gleichen Anzahl von Menschen, die einem Kommandoruf folgen müssen. Dort der Wille von Millionen, hier Unsere Gegner haben das im Kampfe mit uns zu ihrem Nachtheile erfahren; ihre Organisationen haben der Unser Wiener Rorrespondent schreibt über die Borgänge der unsrigen niemals auf die Dauer zu widerstehen vermocht. lezten Tage: tritt morgen in der alten Reichs- Hauptstadt Frankfurt zu- Die Freiheit des Denkens und Wollens, die unsere Parteien die Wahlreform endlos zu verschleppen fuchten, nahm Gegenüber den Versuchen, womit die Regierung und die fammen. Es ist guter Boden dort. Die Stadt der Franken Stärke ist, wird von unseren Gegnern sehr häufig für ein die Arbeiterschaft Wiens und in den Provinzen die Reicheraths un Freien, die in der schlimmsten Zeit des alten Reichs Merkmal der Schwäche gehalten. Die freie, schrankenlos Eröffnung zum Anlaß, um durch große Bolksdemonstrationen und des Bundestags allezeit einen Kern unabhängigen freie Kritik, die in unseren Reihen dem Genossen gegenüber an die Dringlichkeit derfelben zu erinnern. Am Sonntag wurden Bürgerthums barg und in den dreißiger Jahren und im ebenso rückhaltlos geübt wird wie dem Feind gegenüber, in Pilsen, in Krakau und in zahlreichen anderen Städten VerSeptember 1848 der Schauplatz heldischen Kämpfens für scheint Kurzsichtigen ein Element der Auflösung, der Anfang fammlungen abgehalten, welche in Demonstrationen auf der Freiheit und Volksrecht war- sie gehört auch zu den unvermeidlicher Spaltung, während sie in Wirklichkeit das Straße ihre Fortießung fanden. Obwohl diese Demonstrationen Städten, deren Arbeiter zuerst dem Rufe Ferdinand festeste Bindemittel ist und die sicherste waren, ja vollständig friedlicher Natur wurde in Krakau Lassalle's folgten, und dort und in der Umgegend feste bie einzig sichere Bürgschaft gegen Verzwei Abgeordnete erhielten Rolbenstöße von den Soldaten. Die die wehrlose Menge umzingelt und auf sie eingehauen; Mitgliedschaften und Organisations- Mittelpunkte bildeten. sumpfung, Verwässerung und Kliquen Bürgerschaft selbst war so empört, daß eine unverzüglich einDie Saat von damals ist prächtig aufgegangen, und berufene Gemeinderathssigung gegen das Vorgehen der Polizei die Delegirten der deutschen Arbeiter werden in einer Stadt Proteſt einlegte. Zugleich aber, und das ist bezeichnend, wurde tagen, die unser ist. beschloffen, der Arbeiterschaft weiterhin den Rathhaussaal zu Versammlungen zu verweigern. Am Montag fand in Brünn eine Straßendemonstration statt, indem die Arbeiter in den belebtesten Straßen einen Umzug hielten, unter Abfingung des Wahlrechtsliedes wurden Montag, am Vorabende der Eröffnung des Reichsratha und Rufen:„ Heraus mit unserem Wahlrecht." In Wien selbst 17 Bersammlungen abgehalten, darunter drei der cze hen Arbeiter, welche alle maffenhaft besucht waren, und in nichen folgende Resolution angenommen wurde: wirthschaft. Auch auf dem morgen beginnenden Parteitag wird dieses Bollwerk unserer Partei: die freie Kritik fich beAn Arbeit fehlt es dem fünften Parteitage seit dem währen. Es liegen theoretische und praktische Fragen vor, Falle des Sozialistengesetzes nicht. Je größer die Partei, bei deren Besprechung die Geister aufeinanderplaten werden. desto größer die Partei- Arbeit- und Partei und Es wird voraussichtlich wohl das eine oder andere Wort Bartei Arbeit sind in fortwährendem Wachsen. Eine fallen, das Freunde verlegen, Feinde erfreuen wird. In Demokratische Partei aber, wie die unfrige es im vollsten der Size der Nede ist das unvermeidlich. Aber das Wort Sinne des Wortes ist, hat und erheischt im Verhältniß eines Freundes tann wohl schmerzen, nicht ver yeit mehr Arbeit, als eine undemokratische, die von oben wunden. jerab kommandirt wird, wie ein Regiment Soldaten. Wir Die Vertreter der deutschen Arbeiter versammeln sich Die heutige Versammlung protestirt anläßlich der Eröffnung Sozialdemokraten haben so wenig eine Partei regierung, diesmal in einem besonders entscheidungsvollen Moment. des Reichsrathes aufs Neue gegen die gewaltsame AufrechtDie einen Partei diktator. Wir haben nur eine Partei- Erschreckt durch die stetigen, jedes Hindernisses und Wider- erhaltung eines Wahlsystems, welches zwei Drittel des Volkes verwaltung; und das Regiment- nicht die Re- standes spottenden Fortschritte unserer Partei, und im Be- rechtlos macht und zu gunsten einer kleineren Minorität verBe- rechtlos gierung, denn das ist ein undemokratischer Begriff- wird wußtsein ihrer Unfähigkeit, die Sozialdemokratie mit geistigen gewaltigt. von der Partei selber geführt, innerhalb deren es Waffen zu überwinden, suchen unsere Feinde aller Parteien Regierung und der Koalitionsparteien als den Ausfluß des borSie erkennt die provozirende Verschleppungstaktik der jolos Genossen mit gleichen Rechten und einen Bund zu schaffen, zur gewaltsamen Unterdrückung nirten Egoismus der herrschenden Klassen und erklärt, daß die Pflichten giebt. unserer Partei. Die Delegirten der deutschen Arbeiter sozialdemokratische Arbeiterschaft allen Drohungen mit brutaler direkte Wahlrecht errungen ist." Da ist es nicht mit einem einfachen Machtspruch werden thun, was nöthig ist, um diese unheilige Allianz Gewalt Troß bieten, sich durch keine Intriguen ermüden und gethan, wenn irgend eine Aktion erfolgen soll die der Junker- und Geldsacks Interessen zu Schanden zu durch keine eitlen Versprechungen täuschen lassen, sondern rasilos Millionen, die zusammenwirken sollen, müssen auch zu machen. Und wie immer sonst die Meinungen auseinander- und unerschütterlich den einmal betretenen Weg des Kampfes um jammenwirten wollen. Und um das gemeinsame, ein- gehen mögen, in einem Gefühl und in einem Ge- ihr gutes Recht gehen wird, bis das allgemeine, gleiche und heitliche Vorgehen von Millionen freier Menschen zu erbanten werden sich alle zusammenfinden in dem Ge= wirken, dazu gehört eine weit größere Summe von fühl: wir sind Genossen! und in dem Gedanken: geistiger und moralischer Kraft, als um Armeen von Sol über Allem steht das Wohl der Partei! baten, die blind gehorchen, in Bewegung zu setzen. Dafür Und damit dem Parteitag in Frankfurt ein freudiges ist die Summe von Kraft, die in Millionen von frei den- und herzliches Glück auf! fenden, frei handelnden Menschen vereinigt ist, unendlich größer als die geistige und moralische Kraftsumme einer Feuilleton. Finanzminister eröffnet, welcher das Branntweinhandels- Monopok Am Dienstag wurde der Reichsrath mit einer Budgetrede des anfündigte, aber vom Wahlrecht schwieg. Der Abgeordnete Pernerstorfer brachte einen Dringlichkeitsantrag ein, der Wahlreformausschuß- welcher auf die Vorlage eines Regierungss entwurfes wartet, während ihrerseits die Regierung auf die Einigung der Parteien wartet- möge sofort zur Berathung hatte. Sie bürdeten Paris einen großen Theil Mitschuld viel gesetzmäßigere Regierung denn diejenige Don an den Leiden auf, welche sie angeblich in Deutschland Versailles. Die Nationalversammlung, während der erduldet hatten. Diese Sachlage und Stimmung wurde be- deutschen Okkupation erwählt, wurde angesehen als ob fie 18 wundernswürdig von diesem Napoleon der Bourgeoisie be- Frankreich repräsentire. Aber nach der Zerstückelung Erinnerungen eines Kommunarden. iffen, berumfangreichen und lügenhaften kaiserlichen Legende; Frankreichs mußte unbedingt ihr Mandat als erloschen Aus dem Französischen von Jakob Audorf. Versailles ein zweites Coblenz. von diesem kleinen eiteln Menschen, welcher von einer angesehen werden. Der Verderb des Pariser Volkes war diesem Urheber der faden Lobhudelei des Erfolges, wiederum, daß es sich in seiner großherzigen Gesinnung rasenden Sucht durchdrungen war, der Welt zu zeigen, was täuschen ließ. Es hätte unmittelbar nach dem 18. März er seine Strategie" nannte. Dieser Nachsudler des ersten durchgreifend seinen Sieg benußen und die Regierung und Während man in Paris sich in der närrischen Hoff- Napoleon besuchte die Feldlager seiner" Armee, welche, die Beamten der Armee verhindern können Paris zu vera nung auf Versöhnung wiegte, dachte man in Versailles da sie die feine" war, ihm als die schönste und beste laffen. Das Volk setzte zu viel Vertrauen in die Gerechtig daran Zeit zu gewinnen. In Paris konnte man sich nicht erschien, welche Frankreich jemals gehabt hat. Indem er feit seiner Sache, besetzte nicht einmal den Mont- Valérien vorstellen, daß ein Mann, der wirklich Franzose war, An- sich scheinheiligerweise für das Wohlergehen der Soldaten und beging gerade dadurch einen nicht wieder gut zu gesichts des äußeren Feindes die Verantwortlichkeit eines besorgt zeigte, traf er seine Maßregeln, dieselben vollständig machenden Fehler. Das war der schwarze Punkt, vou Bürgerkrieges auf sich nehmen würde. Ueberdies glaubte zu isoliren. Er wußte es zu verhindern, daß irgend eine welchem aus das Gewitter über Paris losbrach. man nicht, daß die Provinz fähig sein würde, die Republik Aufklärung über den wahren Stand der Dinge und der Im Innern der Kommune hatte sich eine Majorität unter den Trümmern von Paris zertreten zu laffen. Die geistigen Bewegung des Volkes zu diesen Leuten ihren gebildet, welche sich weniger Jalustonen machte als das republikanische Hauptstadt und die monarchistische Residenz, Weg fand, welche, aus Deutschland kommend, nichts von Bentralfomitee. dachte man, würden sich wohl lange Zeit gegenüberstehen, den Thatsachen wußten, welche sich seit acht Monaten voll- Die Kommune, geleitet von erfahrenen Leuten, wie zwei Hunde von Porzellan, welche sich die Zähne zeigen; zogen hatten. welche die traurigen Lehren, welche die Geschichte eraber da nie einer den andern zuerst angreifen will, zuletzt Man sah in Versailles eine Emigration, durchdrungen theilt, kannten, dachten zwar logisch, aber sie glaubten, abgespannt werden und sich vertragen. von allen Begierden, jeder Käuflichkeit und jeder Feigheit daß man eine vergangene Geschichtsepoche nachahmen könne. In Versailles waren die reaktionären Leidenschaften zusammenströmen. Die Majorität der Nationalversamm Von dem Augenblicke an, wenn man den Krieg will, muß bis zum Parogismus gesteigert. Man wußte, daß die lung verstand indeß geschickt ihre monarchischen Gelüste man ihn mit Nachdruck, Disziplin und einer einheitlichen republikanischen Soldaten, welche den Feldzug unter Auf- zu verbergen, denn in diesem Augenblicke hätte sich Anordnung führen. Aber Paris wollte feinen Krieg bietung aller Volkskräfte Frankreichs mitgemacht hatten, ganz Frankreich gegen eine Restauration erhoben. hatte weder Haß noch Fanatismus. Es dachte höchstens mit dem Volke Eins waren. Man ließ also mit einer Sie hätte vor allen Dingen die großen Städte entwaffnen daran, sich zu vertheidigen. fieberhaften Eile die Gefangenen, welche bis dahin in müssen. Ueberdies war sie über die zu treffende Wahl Es verbreitete sich ein Gerücht in Paris, welches beDeutschland geblieben waren, zurückkommen, während man unter den Thronprätendenten getheilt und sie hatte die Gesagte, daß der General Ducrot von seinen eigenen Soldaten die Pariser, welche keine Ahnung von dem Hasse der duld, sich bis zum 24. Mai zu verstellen. Aber sie ver- erschossen worden sei und man fügte hinzu, daß letztere Royalisten hatten, in Vertrauen einlullte. schanzte sich hinter dem unmenschlichen Grundsage, daß eine nichts sehnlicher wünschten, als dem Volke die Hand zu 9 es Man verstand geschickt den Groll der Bonapartisten regelmäßige Regierung mit einer aufständischen Bevölkerung reichen. Es sei durchaus nothwendig, sie zu unterstützen, bei Gelegenheit ihrer Heimkehr von ihrem Kriegszuge nach nicht unterhandeln könne. Als ob das Leben der Bürger ehe sie von den aus Deutschland zurückkehrenden Legionen Deutschland auszubenten. Diese Menschen waren von weniger werthvoll wäre als die Anmaßung einer Versamm- unterdrückt würden. Es geschah deshalb konfuserweise, daß Rache gegen Baris entbrannt, welches ihr geliebtes Kaiser- lung und eines Mannes, wäre er auch so eitel wie Herr die Nationalgarde auf der Landstraße von Versailles, in reich über den Haufen geworfen und durch seinen fünf Thiers! drei Korps getheilt, hinausmarschirte, in dem guten Glauben, Monate langen Widerstand ihre Gefangenschaft verlängert In Paris betrachtete man die Kommune als eine eine friedliche Manifestation auszuführen. Bei dieser Ge der ihm vorliegenden Anträge zusammentreten und binnen vier Heßereien gegen den Umsturz" nichts gefruchtet haben.[ Entlassung des Grafen Limburg Stirum unter Wochen über den Stand der Verhandlungen mündlich referiren. Die Keine Ordnungspartei, eingeschworen auf die Staatsrettung Berlust des Gehaltes dem Potsdamer Erkenntniß Behandlung dieses Antrages stellte Pernerstorfer zu gunsten eines nach dem Griesemännchen- Rezept, ist zustande gekommen. gegen Leist gegenüber. Und dabei hatte der LimburgDringlichkeitsantrages der Jungczechen behuss Aufhebung des Von allen Seiten außer von Ausnahmezustandes in Prag zurück, der natürlich abgelehnt den mittelparteilichen Stirum sich Soch weiter nichts zu schulden kommen lassent, Da macht's denn als eine vielleicht tattlose und unangebrachte Oppo wurde. Um dem Antrage Pernerstorfer's den Nachdruck des Mollusken sind Absagen gekommen. darin ausgesprochenen Willens der rechtlosen Voltsmassen zu das Griesemännchen wie andere verkannte Genies vor fition gegen die vlegierungspolitik. Ins Ungeheuerliche geben, wurde am Donnerstag Abend eine Maffenversammlung in ihm, hüllt sich in seinen Hohenzollernmantel und faselt wächst aber er Gegensatz an, wenn man sich vergegenDen Sefiensälen abgehalten. Es war die größte Versammlung, darauf los: wärtigt, wie Sozialdemokraten von unseren Gerichten wegen sogenannter polirischer Vergehen, die in keiner Weise ehrenrührig sind, behandelt zu werden pflegen. antwortung gezogen werden könne, begegnet die Franks. Der Ausrede, daß Leist nicht strafrechtlich zur VerBeitung" mit dem ausdrücklichen Hinweis darauf, daß Art. 174 des deutschen Strafgesetzbuches lautet: Mit Zuchthaus bis zu fünf Jahren werden bestraft: Beamte, die mit Personen, gegen welche sie eine Untersuchung zu führen haben, oder welche ihrer Obhut anvertraut sind, unzüchtige Handlungen vorgenommen haben. Sind mildernde Umstände vorhanden, so tritt Gefängnisstrafe nicht unter sechs Mos Nach dem Reichsgesetz über die Rechtsverhältnisse in den Parteitages, infolge dessen die Parteivertretung den Maffenftreit nächst zugehen werden, wird sich auch eine solche befinden, durch Strafrechts für die Schuhgebiete nach den Vorschriften des Gesetzes Unter den zahlreichen Vorlagen, die dem Reichstage dem- Schutzgebieten vom 15. März 1888 richtet sich die Geltung des vorzubereiten habe, wenn kein anderes Mittel übrig bliebe. Nach welche die Mittel für die infolge der jüngsten deutschen Heeres- über die Konsulargerichtsbarkeit vom 0. Juli 1879. Der Kondie Wien jemals gesehen. Die ausgedehnten Lokalitäten" Dagegen ist im Lande noch ein reicher Stamm von wohl maren von über zehntausend Menschen in allen Winkeln meinenden, nicht voreingenommenen treupatriotischen und sozial bis auf die Straßen hinunter gefüllt und auf der wie politisch einflußreichen Männern vorhanden. Diese sollte Straße selbst harrten weitere Tausende. In der Versammlung man fammeln, mit ihnen möglichst persönliche Beziehungen von referirte Adler, worauf Pernerstorfer in längerer Rede seinen Regierungswegen über die Köpfe der Parteihaderer hinweg anAntrag begründete. Bei der Erwähnung des Mordes der Berg- fnüpfen und pflegen, und so allmälig einen festen Kern gesunden arbeiter in Faltenau und, Ostrau durch Gendarmen, die jetzt Einflusses herstellen." Ehrenkreuze erhalten, erschollen vieltausendstimmige Pfuirufe und Wie diese Sammlung aur festen Kernbildung" anzus biefe, war eine Auflösung der Versammlung nahe. Genosse Schuhmeier stellen ist über den Kopf der Parteihaderer hinweg", das erklärte, die Arbeiterschaft habe es fatt, in friedlichen Deift Griesemännchens Geheimniß, in das wir nicht einmonstrationen ihre Ungeduld zu zeigen; es scheine, als bringen wollen. ob man fie awingen wolle, zu anderen Mitteln zul greifen, und erinnerte daran, daß es im Jahre 1848 Neue Opfer für den Moloch. Der Rh.- Westf. ebenso gegangen sei. Genosse Heigl erinnerte durch Ein- 3tg." schreibt man aus Berlin: bringung einer Resolution an den Beschluß des letzten " naten ein." der Versammlung zogen die dichten Schaaren über die Landstraße verstärkung erforderlich gewordene Umgestaltung der hinunter auf den King, in den in Wien üblichen„ losen Gruppen"; preußischen Kriegsafademie aufgebracht werden fulargerichtsbarkeit sind danach unterworfen die in den Gerichtsals man am Bartring angelangt war, wo die Rufe und das sollen. Erst nach Unnahme dieser Vorlage, also frühestens bezirken wohnenden oder sich aufhaltensen Reichsangehörigen = V halbwegs anständiges Benehmen. Ohne jede Veranlassung, ohne jede Aufforderung sprengten plötzlich zwei Züge berittener Wachleute in die dichten Massen hinein, zogen die Säbel und hieben blind darauf los. Ein Pferd stolperte über eine Bank, der Wachmann fiel herab. Dies geschah aber nach der Attaque; nicht aber war, wie Minister Bacquehem heute im Parlamente erklärte, die Ursache des Angriffes der Polizei, das über den gefallenen Sicherheits Mach mann Stöcke geschwungen wurden. Die berittene Polizei überfiel im wörtlichsten Sinne harnlose, wehrlose, nach Hause gehende Arbeiter; Frauen und Kinder wurden nicht gefchont, auf Männer, die eine ohnmächtige Frau wegtrugen, wurde mit blanter Waffe eingehauen. Die Entrüstung selbst der aus den Theatern nach Hause gehenden Bourgeois, welche vielfach Säbelhiebe bekamen, sowie der Leute, welche aus Restaurationen den Vorgang beobachteten, ist eine allgemeine. Heute begründete Abg. Bernerstorfer im Reichsrathe seinen Antrag und geißelte das provokatorische Vorgehen der Regierung, die in ihren offiziösen Blättern die letzte friedliche Sonntagsdemonstration als harmlos verhöhnten und offenbar wünschten, daß minder harmlose ihnen folgen. Die berechtigte Ungebulb der Massen, die Entrüftung über das frevelhafte Spiel sei eine so große, daß der Einfluß und die Besonnenheit der Führer nicht mehr ausreiche, um sie angesichts gesteigerter Provokationen zurückzuhalten. Alenderung in der Gestaltung der Akademie auch die geplante Mehr einberufung von etwa 100 Offizieren zur preußischen Kriegsakademie erfolgen. An dieser Anstalt ist auch bas sächsische und württembergische Kontingent betheiligt. In unserer gestrigen, unter der gleichen Ueberschrift veröffentlichten Notiz hat sich ein bedauerlicher Fehler eingeschlichen; es soll dort natürlich heißen, daß der vom Kaiser ausgesprochene Wunsch die Absicht einer Vermehrung der Armee um so viele Halbbataillone bedeutet, als unlängst vom Reichstage bewilligt wurden. Uebrigens hat der Reichs- Anzeiger" eine Bestätigung dieser von den Zeitungs- Berichterstattern gehörten Worte nicht gebracht. Es dürfte sich somit vorerst blos um einen persönlichen Wunsch des Kaisers und nicht um eine von dem Reichskanzler und dem Bundesrath geplante Militärvermehrung handeln. Ein neues Preßgefek kündigt die Kölnische VoltsBeitung" an. Nach Mittheilungen die ihr geworden, lag dem gestrigen Ministerrath auch der Entwurf einer Aende rung des Preßgesezes vor, wonach der Hauptredakteur des Blattes selbst verantwortlich zeichnen muß. Das ist sehr einfach gedacht und schwer durchgeführt. Die Redaktionsverhältnisse sind auf den Zeitungen so mannigfaltig, daß fie fich gar nicht in eine Schablone zwingen lassen. Es ist häufig schwer zu entscheiden, wer denn der Hauptredakteur" ist. Indeß wollen wir dies neue obrigkeitliche Elaborat erst einmal abwarten. Strafrechts anzunehmen, daß in den Konsula.rgerichtsbezirken das Strafgesetzbuch für das Deutsche Reich und sie sonstigen Strafaus der Regierungspreffe zu erfahren, warum. froß dieser Bebestimmungen der Reichsgeseze gelteu. Es wäre nur interessant, Stimmung der§ 174 des Strafgesetzbuchs gegen den Kanzler Leist nicht Anwendung finden kann. Ein sonderbares Nachspiel hat der Fall Leift in einer Sigung der deutschen Kolonialgesellschaft gehabt. Herr Perrot, Angestellter der deutschafrikanischen Seehandlung, hielt einen Vortrag über den verbreitete sich der Redner auch über die Verhältnisse der Plantagenbau in Deutsch Ostafrit a. Dabei Beamten in den Kolonien. In einem Bericht hei st es: thum in Deutsch Dafrita. Die Beamten betreiben Sehr abfällig urtheilte Herr Perrot über das Be eamten nach den Worten des Redners ihre Aufgabe meist nicht ernst, sondern als Sport. Der Verwaltungsapparat ist zu formplizirt bekümmern sich die wenigften Beamten, und der Europäer, der und abstrakt bureaukratisch. Um die Entwickelung der Rolonie in die Kolonie komme, finde nicht die genügende Förderung und Unterstützung. Der Gouverneur Oberst von Schele selbst gebe fich alle erdenkliche Mühe, die Kolonie hoch zu bringen und ent wickele dabei eine raftlose Thätigkeit; er finde aber bei fet.nen Beamten nicht das erforderliche Entgegenkommen und die ge Ministerpräsident Windischgrät erklärte feierlich, die Renügende Unterstützung. Er habe im Gegentheil eine stark gierung habe keine Befehle gegeben, die geeignet gewefen Strömung gegen sich und müsse fortgefeßt mit dem paffiven wären, zu provoziren, und er warne die Bevölkerung vor gesetz ein Paschawesen schlimmer Art. Widerstand der Beamten kämpfen. Unter den Beamten herrsche widrigen Ausschreitungen. Die Gesetzgebung bedürfe nicht der Viele von den Beamten Argumente von der Straße". Er erklärte weiter, daß noch in hielten sich zwei bis drei schwarze Weiber, und es sei ihnen ber gegenwärtigen Legislaturperiode die Regierung einen Wahlunbequem, wenn andere Deutsche hinüber fämen und Einblick gefeßentwurf dem Hause vorlegen werde. Er konstatirte damit Eine Verurtheilung, die eine verdächtige Aehnlichkeit zuerkennen, wenn Freiherr von Schele, Bezirkshauptmann St. felbft, wie nothwendig die Regierung die" Argumente von der mit der unserem Genossen Zachau wegen Abdrucs einer Baul- Julaire und Eisenbahn- Direktor Bernhard, dem Beispiele in diese Verhältniffe gewännen. Daher sei es Lobend an Straße" braucht, denn bis zum heutigen Lage war eine historischen Quellenschrift aus dem Jahre 1848 zu Theil der englischen Beamten folgend, ihre Gattinnen so präzise Angabe eines Termins von der Regierung mit sich nicht zu erlangen gewesen. gewordenen aufweist, ist gegen den Redakteur des Sozialist" hinüber genommen haben, deren Einfluß in sittlicher Be Minifter Bacquehem leugnete auf grund der Polizeiberichte Weidner vom hiesigen Landgericht I ausgesprochen ziehung unverkennbar fei. Plöblich erfcholl aus die Darstellung, welche Pernerstorfer als Augenzeuge von den worden: Ein Jahr Gefängniß wegen Auf- Mitte der Zuhörer der laute Ruf: Ich protestire geftrigen Vorfällen gegeben, und erklärte, die Arbeiter hätten die reizung Klaffenhaß Beamten, fämmtlicher Majestätsbeleidigung, im Bolizei provozirt. Er führte zum Schluſse die Rede des Pro- die im Abdruck eines mindestens 40 Jahr alten Gedichts draußen find, gegen diefe Behauptungen. Teffare soch bin der Bauinspektor Schran vom Au3, fare Schmoller im Verein für Sozialpolitit gegen die Sozial von Glaßbrenner gefunden wurde. Wenn das so wärtigen Amt." Diese Worte, welche die Todtenstille, mit bem atie als Autorität an. Von den Koalitionsparteien erhob weitergeht, muß man sich in Acht nehmen, abfällige Urtheile der die Anwesenden den Ausführungen des Redners folgten, sich einem vorher gefaßten Beschluffe gemäß nicht Redner, einziger über irgend einen beliebigen Monarchen der Vergangen jäh unterbrachen, machten den Vortragenden zunächst wenige was Der Antisemit Geftmann in den schärfsten Worten feftnagelte. Die Debatte wurde ge- heit und feien sie in poetischer Form wieder ab Augenblicke verstummen, dann aber erwiderte er mit ge schloffen und Pernerstorfer fonnte nur noch in einer thatsäch zudrucken. Byzantinische Verblendung wird darin sofort hobener Stimme und unter lautem Beifall seiner Zuhörer tichen Berichtigung die vom Minifter Bacquehem vorgebrachte eine Anspielung auf irgend einen Monarchen der Gegen- Ich spreche hier, nicht um zu nörgeln, sondern ernst und wahr Darstellung als erlogen bezeichnen. Sein Dringlichkeitsantrag wart finden und die Unthat denunziren. Dann kann man beitsgemäß. Ich felbst bin wie ein Handwerksbursche. wurde natürlich abgelehnt. Aber feinen Zweck hat dieser An auch in den meisten Fällen auf eine Verurtheilung tuschungssystem brechen und christlicher, deutscher und beſſer; behandelt worden. Laßt uns mit dem bisherigen Ber werden, dann werden Vorgänge, wie sie in Potsdam vor der kaiserl. Disziplinarkammer verhandelt wurden, in Zukunft nicht wieder, fehren. Die gelinde Verurtheilung, die Kanzler Zeist erfahre hat, wird, wie in Deutschland so im ganzen Auslande als eine hat, wird, wie in Deutschland so im ganzen Auslande als eine, erfüllt heute nicht ihre Aufgabe. Beispielsweise hat sich Herr Schmach empfunden werden. Unsere Vertretung im Auslande Eisenbahndirektor Bernhard eine Audienz beim Sultan von: Banzibar in Angelegenheit der Usambara Eisenbahn nicht. durch den deutschen, sondern durch den englischen Konsul in Sanfibar erwirtt." Herr Perrot betonte hiernach noch, daß sich Vom Leift. Um die Urtheilssprüche unserer Gerichte Offiziere zumeist besser als junge Justisbeamte für die Rolonien richtig würdigen zu können, muß man stets noch einige an- eigneten und brach dann seinen Vortrag ab. Es wurde ihm dere ähnlicher Art dabei beachten. Dann treten sie meist lebhafter Beifall zutheil. Herr Bauinspektor Schran verließ die erhabener aus dem zeitgenössischen Bilderrahmen heraus. Bersammlung mit den Worten:" Ich bedaure, einer: So stellt das„ Volt" ganz zutreffend die disziplinarische solchen Gesellschaft angehört zu haben." ein trag und hat die gestrige Demonstration erreicht. Das Ministerium, welches bisher geglaubt hatte, mit vagen Redens arten fein Auslangen zu finden, hat sich gezwungen gesehen, zu erklären, nunmehr wirklich an die Arbeit zu gehen und den Termin für Beendigung derselben auszusprechen. Die Sozialdemokraten in Desterreich werden dafür sorgen, daß Fürst Windischgrätz Wort hält. Dolifische Heberlicht. Berlin, den 20. Oktober. Lasciate ogni speranza- Laßet jedes Hoffen den Spruch, der über Dante's Höllenpforte steht, giebt mit theatralischen Geberden das Griesemännchen, Pindter II., von sich, aus Kummer darüber, daß seine wochenlangen ausrief: " treten da. rechnen. zum P und Zur Börsenreform Gesetzgebung. Die Nachricht eines hiesigen Börsenblattes, daß in dem von der Regierung vorbereiteten Börsenreform- Gesetzentwurf die Haftung der Emissionshäuser für ihre Emissionen auf die Dauer von zehn Jahren vorgesehen sei, wird von anderer Seite dahin berichtigt, daß der Entwurf nur die Haftung für den In halt der Emissions- Prospekte verlange.Namen Literarisches. der die Protokoll über die Verhandlungen des II. Parteitages der: Bayerischen Sozialdemokratie. Abgehalten zu München am 30. September und 1. Oktober 1894. Nürnberg. Wör= lein u. Comp. 1894. 64 G. 8°. Preis 20 Pf. -n. legenheit war es, daß Versailles die ersten Zeichen von jedenfalls sehr freundlich und mag wohl ungefähr folgenderFeindseligkeit offenbarte. Die Nationalgarden waren nämlich maßen zu ihm geredet haben: furchtbar überrascht, als sie plötzlich vom Mont- Balerien aus Gegenwärtig find mir freilich Ihre Dienste sehr mit Kugeln überschüttet wurden. Man schrie über Verrath nüglich. Jedoch von noch größerer Bedeutung werden sie und eine schreckliche Panik ergriff die Menge. Bu gleicher sein, wenn wir in Paris einziehen. Sowohl die Provinz Zeit eröffneten die Gendarmen und andere Truppen von als auch die Armee, welche aus Deutschland zurückkehrt, Die eben erschienene fleine Schrift ist ein wichtiges AftenBersailles, welche sich in den von den Deutschen er find unbekannt mit den Vorgängen in Paris und ich bedarf stück für die Parteigeschichte. Mit Rücksicht auf die Debatten, richteten Schanzen und Gräben eingerichtet und versteckt Leute, welche als Flüchtlinge der Hauptstadt die Gefahren, die am Frankfurter Parteitage über die Taktik der sozialdemohatten, ein mörderisches Feuer auf die nichts ahnenden welchen sie entgangen, sowie die Greuel, welche von dem fratischen Fraktion im bayerischen Landtage stattfinden werden, Pariser. Pariser Pöbel begangen worden und welche sie selber sahen, ist es von hoher aktueller Bedeutung. Außer dem Protokolle über Das Ende Flourens' und Duval's ist bekannt. Weniger mit lebhaften Farben zu schildern wissen. Durch dieses den Parteitag enthält das gut ausgestattete Schriftchen das am bekannt dürfte sein, daß General Vinon, als er den Befehl Mittel werden wir den Eifer durch die hervorgerufene Ent Programm und den Bericht über die parlamentarische Thätigkeit Regensburger Parteitage beschlossene bayerische Landtagswahlgab Duval ohne Verhör und ohne Umstände zu erschießen, rüstung schüren und vermehren. Wenn wir in Paris ein- der bayerischen Landtags- Fraktion. ziehen, muß ich an der Spitze jedes Stadttheiles einen Obersten Aber man kann keinen General ohne Adjutanten der Nationalgarde haben, um der Armee zu beweisen, daß Wer zerstört die Familie? Von Gustav Reßler. erschießen, wenigftens zwei müssen es sein. Zwei Mann vor die wirkliche Volksmiliz mit uns ist und daß unsere Geft I der Sammlung gemeinverständlicher Abhandlungen. Verlag Er richtete diese Worte an eine Anzahl Gefangener, Ueberbies, da unsere Soldaten die Stadt nicht kennen, fo Gabe, in faßlicher und anregender Form fozialpolitische Fragen Gegner nichts weiter sind als eine Horde von Banditen. von Hans Baake. Preis 10 Pf. Der Verfasser der vorliegenden Schrift besitzt die werthvolle welche auch sofort vortraten und ihre Brust den Soldaten bedürfen wir sehr der Leute wie Sie, um die Angriffe durch zu behandeln und hat daher durch Abfassung volksthümlicher barboten. Zwei föderirte Offiziere stellten sich neben ihre Ortskenntniß zu befördern und wirksam zu machen. Agitationsschriften unferer Parteibewegung wiederholt erfprießliche Duval und eine Minute später stürzten sie unter den Kugeln Auch werden Sie uns am besten diejenigen bezeichnen Dienste geleistet. Auch in der Behandlung des Eheproblems, mit dem ihrer Henter zusammen. können, welche die Gefährlichsten sind und im Namen der er sich hier befaßt bat, tritt dieser Vorzug zu Tage. Was er im Die Gefangenen, welche nach Versailles gebracht sozialen Ordnung und zur Rettung und Erhaltung des Be- erften Theil seiner Schrift über die geschichtliche Entwicklung der wurden, waren dort den größten Qualen und Beschimpfungen stehenden von dem Arm der Gerechtigkeit strenge bestraft be, was er über das Eheleben der heutigen Gesellschaft fagt, entpricht dem Zweck einer fozialistischen Agitationss ausgesetzt. In ihre Wunden stießen die Frauen der so- werden müssen." schrift vollauf. Um so bedauerlicher ist es, daß der genannten hohen Welt" sowohl als auch der feineren Auf diese Weise hatte sich mein Baron Bruder die Verfasser bei der Erörterung der zukünftigen Gestaltung des. Prostitution der demi- monde höhnend die Spigen Uniform eines Obersten der Nationalgarde zugelegt und mit Geschlechtslebens verräth, wie tief er selbst noch in den Vors ihrer Sonnenschirme. Der finstere Greis", berauscht von andern Gesinnungsgenossen einer Anzahl von Leuten um- urtheilen der kapitalistischen Gesellscha tsordnung stecken geblieben feinem Siege, schwamm in Seligkeit und sein Harlekingesicht geben, welche aus Polizeiagenten, Börsenjobbern, herunter ist. Trogdem er sich nicht verschließen kann, weldy verderbliche ftrahlte in unaussprechlicher Heiterkeit. Seine zitternden gekommenen Schauspielern und Kupplern bestanden, welche, Nachtheile die schwere Lösbarkeit der Ehe für beide oder hoch Nasenflügel schienen fagen zu wollen, daß auch ihr Träger wie die Statisten im Zirkus, die Rolle in Versailles über einen Gatten mit sich bringen kann, meint er, die gegenwärtigen der Ansicht des römischen Kaisers sei: Ein todter Feind nahmen, der Armee glauben zu machen, daß fie nicht gegen schaft genügen. Denn der Wunsch, Scheidungsgründe würden auch in einer sozialistischen Gesellganz Paris, sondern nur gegen eine geringfügige Minder- man liebt und von der man geliebt wird, sicher und zweifellos riecht immer gut. eine Person, die Zu dieser Zeit war es jedenfalls auch, daß mein heit der großen Stadt zu kämpfen hätte. zu besigen, ist ein so natürlich menschlicher Wunsch, daß eine Bruder sich an den Herrn Thiers drängte, um ihm seine Gesellschaft, die dem nicht Rechnung tragen wollte. unfehlbar gesellschaftsretterischen Dienste anzubieten. ( Fortsetzung folgt.) zersprengt werden würde." Der Wunsch, eine Person zu figen", ist nicht ein natürlich menschlicher, sondern das 1 Das Männchen mit dem grauen Hute empfing ihn bes " Soffen wir, daß der wackere Schran für seine beispiels| Hilfsweichensteller fangen mit einem Tagelohn von 2,20 M.J Selbst der wüftefte und plumpfte Aberglaube, der Tos tapfere Vertheidigung der Beamtenehre einen Drden mit an und steigen innerhalb zehn Jahren glücklich auf allgemein lächerlich gemacht wird, wenn eine alte Bäuerin Schwertern am Ringe erhält. 2,90 Mart, Streckenarbeiter erhalten 2,20 Mart per Tag. ihm anheimfällt, erscheint diesen offiziösen Byzantinern sos Das sind elende Löhne und Gehälter und elende Arbeits- fort höchst würdig", wenn irgend ein schwachsinniger Der Berliner Professor Schmoller wurde von Herrn Baquehem, dem österreichischen Polizeiminifter, verhältnisse; und wie sieht das Familienleben dieser An Botentat sich damit begautein läßt. Was werden die pardon Minister des Innern, als Autorität für die Be gestellten aus? Beamte und Arbeiter, die in solcher gläubigen Ruffen nun aber in einigen Wochen sagen, wenn urtheilung der Sozialdemokratie angeführt. Das war nicht Lebenslage sich befinden, empfinden alles andere, nur teine Bater Johann's Hände und Gebete nichts geholfen flug; denn Männer, die ihre Meinung so häufig wechseln Begeisterung für den Staat, der ihre Kräfte in solcher haben? wie der brandenburgische Hofhistoriograph Schmoller, find Religion, Gitte und Ordnung" gegen den Umsturz, so Nachrichten über ein Treffen zwischen den Chinesen und Weise ausnutzt. Man predige nur immer den Kampf für Ans Korea tommen wieder die üblichen unklaren unbequeme Autoritäten, fie widersprechen fich nur gar zu lange der Staat nach Maximen wie den geschilderten wirth: Japanern. Die Japaner sollen den Fluß überschritten und leicht. Herr Schmoller hat stets zu den Machthabern gefchaftet, halten, er hat fich für die bismarckische Sozialreform und das verlegen zu sein, sie fallen ihnen in Schaaren zu. worden sein. Die beiderseitigen Verlufte sollen groß sein. halten, er hat sich für die bismarckische Sozialreform und das schaftet, brauchen die Umsturzparteien um Anhänger nicht die Chinesen angegriffen haben, jedoch zurückgeschlagen Sozialistengeset ebenso begeistert wie für die sozialpolitischen Unter dem Regiment Thielen ist die Züchtung von Sozial- Die Chinesen erklären, daß fie feinen Sieg davongetragen, Erlasse des jetzt regierenden Kaisers und die Aufhebung des demokraten eine selbstverständliche Sache. Sozialistengesetes, jetzt macht er mit der Norddeutschen jedoch ihre Pofitionen behauptet haben. Allgemeinen Zeitung" Stimmung für verschärfte Verfolgung Unsere belgischen Genossen haben eine durch die der Sozialdemokratie, und erlebt er den Sieg unserer Partei, politische Situation erklärliche Wahlparole für die Stich so wird er haarscharf beweisen, daß alle unsere Gegner wahl erlassen. Der Generalrath der Arbeiterpartei beschloß Tölpel und Schurken sind. Man gehe somit recht vorsichtig nämlich in einer heute Nachmittag zur Besprechung der Lage einberufenen Sigung, allen sozialistischen Wählern zu mit der Zeugenschaft eines Echmollers um. Sollte er für die der österreichischen Regierung geleiste- empfehlen, bei der Stichwahl am Sonntag für die Liste ten Dienste das goldene österreichische Verdienstkreuz erhalten, der vereinigten Liberalen zu stimmen, wobei es dem Er so find wir übrigens die letzten, die ihm diese Auszeichnung meffen jedes Einzelnen überlassen bleibt, für die vollständige nicht gönnen würden. Was dem Gen darmerie- Wachtmeister Liste zu stimmen, oder die Gemäßigten auszunehmen. Es Mart, der das Kommando gegeben hat, auf die armen müsse in jedem Fall verhütet werden, daß Katholiken geOftrauer Bergleute zu schießen, recht ist, ist auch für Ehren- wählt werden. Schmoller billig. Das Frauen- Stimmrecht in England. Für die nächsten Londoner Gemeinderathswahlen haben sich auch Frauen unter den Kandidaten gemeldet. Das diesjährige Distriktsraths- Gesetz giebt ihnen das Recht dazu. In dem aristokratischen Kensington- Viertel sind, wie die NationalBeitung" berichtet, nicht weniger als fünf weibliche Kandidaten von den Bewohnerinnen aufgestellt worden. Ueber die politische Situation in Tänemark schreibt uns ein Kopenhagener Korrespondent: " Parteinachrichten. der Breslauer Volkswacht", ist nach einem uns heute Abend Die Haftentlaffung des Genossen Sche b3, Redakteur zugehenden Privat- Telegramm vom Oberlandesgericht abgelehnt worden. Die Begründung ist die gleiche, wie die des Landgerichts, die wir gestern an dieser Stelle wiedergegeben. Delegirtenwahlen zum Parteitag. Nachzutragen sind noch folgende Delegirte: Hamburg II: Legien; Sildesa beim: Mingleb; 8. bad. Wahlkreis: Luz. 11 Von der Agitation. Die Genossen von Heiligenhaven hatten gelegentlich eines Ausflugs den Norddeutschen Boltsfalender" in Maffe verbreitet. In einigen Dorfschaften find die felben von den Gesezeshütern wieder eingesammelt worden. Auf eine Beschwerde des Vertrauensmannes an den Landrath zu Cismar erhielt derfelbe folgenden Bescheid: Auf Ihre Eingabe vom 8. Oftober gereicht Ihnen zum Bescheide, daß es den einzelnen angeblich in ihrem Eigenthum Geschädigten überlassen bleiben muß, sich selbst zu beschweren." Unseres Erachtens ist es die Pflicht des Herrn Landraths, darauf zu achten, daß die Polizei in den einzelnen Bezirken sich nicht zur Agitation für oder gegen einzelne Parteien verwenden läßt. Der Vertrauensmann wird sich jetzt beschwerdeführend an die Regierung in * Aus dem Reiche Thielen. Wie alljährlich so hat auch dieses Mal der Oktober wieder Einschränkungen in dem auf den preußischen Staatsbahnen beschäftigten Personal gebracht. An Jammern und Wehklagen hat es da nicht gefehlt, aber es hilft nichts. Wir erhalten von einem Mann, der mit einer Unterbrechung von einigen Jahren jetzt 30 Jahre auf den oberschlesischen Bahnen beschäftigt war, die Mittheilung, daß er am 1. Oftober von seinem Posten als Bremser entlassen und auf die Strecke als Arbeiter kom Seit 9 Jahren haben wir hier zu Lande in provisorischen mandirt worden sei. Beschwerden, die er und andere Buständen gelebt. Unsere Verfassung bestimmt, daß eine Vorerhoben, wurden von dem vorgesezten Beamten mit den lage ohne Zustimmung beider Abtheilungen des Reichstages, Worten abgewiesen: ich werde mir den Bahnhof frei ves Foltsthinget( Unterhauses) und des Landethinget( Obermachen und die alten Rerle alle fortschicken. Mancher hauses) nicht Gesez werden fann. Hierauf geftüßt, hat das Schleswig wenden. von denjenigen, die so auf die Strecke geschickt werden, wird Folksthinget seit 1885 verschiedenen Forderungen der reaktionären von Estrup geleiteten Regierung ihre Zustimmung verweigert, so buchstäblich auf der Strecke bleiben. Er kann die harte insbesondere der Forderung vieler Millionen für die Befestigung Tabaksteuer dem im November zusammentretenden Reichstage Gegen die Tabaksteuer. In der Voraussicht, daß dia ungewohnte Arbeit nicht mehr leisten und ein Lohn von Kopenhagens. Die Regierung fügte sich auf das Landstinget, wieder vorgelegt werden wird, sind schon in einer Reihe von 1,70 m., wie er in dem uns vorliegenden Falle gewährt welches den Forderungen der Regierung bereitwilligst feine Bu Städten Protestversammlungen abgehalten worden, um gegen wird, reicht in dem theueren Oberschlesien nicht aus, um ein ftimmung ertheilte. Gegen die Beschlüsse des Folksthinget diese neue Schröpfung des Boltes zu gunsten des Militarismus paar Menschen auskömmlich zu ernähren. wurden nun die Befestigungen gebaut und die Staatskaffe gründ- Stellung zu nehmen. In Spenge fand am 16. d. Mts. eine Eine andere Beschwerde, welche die Ueberbürdung mit lich geleert. Der Kampf zwischen Folksthinget auf der einen, öffentliche Versammlung statt, die sich mit der Tabaksteuer beschäftigte. Arbeit betrifft, geht uns vom Tempelhofer Rangirbahnhof und Landstinget" und Regierung auf der anderen Seite war Der Referent J. H. Junge aus Bremen legte in 11/ 2ftündiger Rede zu. Ein Hauptübelstand, unter dem fast sämmtliche An- Jahre hindurch ein sehr harter. Daß die sozialdemokratische den Anwesenden auseinander, wie die Regierung noch immer an Partei in diesem Kampfe zwischen Reaktion und Privilegirten der Tabalsteuer festhalte und forderte die Tabafarbeiter auf, gestellte leiden, ist, daß das geringe Gehalt dieselben nöthigt, auf der einen und das allgemeine Wahlrecht auf der anderen wachsam zu sein und überall in Wort und Schrift gegen die in den Dörfern hinter Tempelhof zu wohnen. Eine große Geite die Opposition gegen die Regierung stützte, ist selbst- Tabalsteuer zu agitiren. In einer angenommenen Resolution Anzahl der Angestellten braucht für den Hin- und Rückweg verständlich. erklären sich die Erschienenen gegen jede Mehrbelastung des zum Dienst täglich 2 bis 3 Stunden, wodurch der Beamte Die Reaktion zeigte sich am Ende stärker als die Opposition, Tabats und stimmen den Ausführungen des Referenten zu. In einschließlich der zwölfftündigen Dienstzeit 15 Stunden von indem 25 bisher oppofitionelle Abgeordnete im" Folkething" imannover sprach Genoffe Brey in einer Volksversammlung Hause entfernt ist. Das Mittagessen zu Hause einzunehmen vorigen Frühjahr zur Regierungspartei übergingen, indem sie die über das gleiche Thema. Eine Resolution, die sich entschieden ist unmöglich. Jeden dritten Sonntag erhält der Beamte von der Regierung getroffenen provisorischen Veranstaltungen gegen jede weitere Besteuerung des Tabaks aussprach, fand einstimmige Annahme. 24 Stunden frei, außerdem soll er alle 14 Tage einen so- guthießen. Als alles dieses in Ordnung gebracht war, erhielten wir als genannten Kirchensonntag haben. Die Zeit zum Besuch der Erfaß ein neues Ministerium". Der Ministerpräsident& strup Kirche ist aber so fnapp angesetzt, daß er den weiten Weg trat ab, aber sonst geschah nicht viel Neues, da die übrigen geleitete Organ der Leipziger Parteigenoffen konnte in seiner Parteipreffe. Die„ Leipziger Volkszeitung", das neue trefflich hin und her nicht zurücklegen kann. Der Dienst findet in hervorragenden Rabinetsmitglieder ihre Stellungen behielten. Freitagnummer bekannt geben, daß sein Abonnentenstand feit der einen Woche am Tage, in der anderen in der Nacht Nachbem die 25 bisherigen Oppofitionellen fich ber Regierungsbem 1. Oftober sich um 5000 erhöht habe. Die Redaktion spricht statt. Der Wechsel tritt von Freitag auf Sonnabend ein partei ungeschlossen hatten, hatte auch Foltething" eine Rebie Hoffnung aus, daß die Genossen auch fernerhin ihre volle und währt der Dienst alsdann 16 Stunden. Der Dienst gierungsmajorität von 56 gegen 46 Stimmen. selbst ist außerordentlich anstrengend. So hat z. B. ein Weichen- Bei dieser geänderten Sachlage versammelte sich am ersten Kraft einsetzen, um das Blatt in immer weitere Kreise zu verfteller in einer der Buden 17 Handweichen, das Signal sur Montag im Monat Oktober dieses Jahres wieder der dänische breiten. Die heutige( Sonntagsnummer) wird wieder in einer Massenauflage erscheinen und verbreitet werden. Reichstag. Umladehalle für die Maschine und die Achtungs Im nächsten Frühjahr finden die neuen Wahlen des Sie sind überall dieselben Die Sozialdemokratie hat die Parole glocke für die Arbeiter während 12 Stunden zu bedienen. Parlaments statt. die Herren Stadtväter näm Einem andern untersteht die Bedienung von 16 Hebeln, gegeben, und die übrige Opposition ist genöthigt worden, lich. Der sozialdemokratische Vertrauensmann von Heiligen einem Morseapparat, einem Telephon mit 4 Anschlüssen, unserer Parole Gehorsam zu leisten. Wir haben als haven hatte an das Stadtkollegium den Antrag gestellt, ihm den Stadtpark zur Abhaltung einer öffentlichen Bolksversamm ein Maniieft an das Volk einem Sprachrohr und einem Block für mindestens 38 Züge, Partei erfassen, worin verlangen, außer den probeweis fahrenden Maschinen und den Sonder wir daß die Parteien der sozialen Frage lung gegen ein Entgelt herzugeben. Dieser Antrag stügte sich gegenüber entschieden Stellung nehmen sollen, und wir haben die darauf, daß diese öffentlichen Anlagen dem Militärverein im zügen. Befriedigung, daß seitdem unser Manifest veröffentlicht worden Sommer auf einige Stunden zur Verfügung gestellt waren zur steller folgenden kurzen Bescheid: Es wird Ihnen hierdurch it, alle übrigen Parteien sich bemühen, sich als die besten Sozial- Feier der Fahnenweihe. Am Sonnabend erhielt nun der AntragWir wissen, was wir fünftig zu thun haben, und wir wissen, mitgetheilt, daß die städtischen Kollegien in ihrer gestrigen Sitzung Residuum einer auf Jahrtausende langer Sklaverei auf wie viel Glauben wir dem sozialreformatorischen Gifer der Ihren Antrag auf Ueberlassung des hiesigen Stadtparts zu einer gebauten Gesellschaftsordnung, deren langfam weichender bürgerlichen Parteien fchenken dürfen. Wenn auch die Verhält. Voltsversammlung abgelehnt haben. Der Magiftrat. Schetelig." Ellavensinn und Slaven bedürfniß in der modernen Ehe nisse in Dänemark sich vorläufig so gestalten, daß unsere Ver- Wie verlautet, soll nur eine Stimme für diesen Antrag gewesen mit ihrem horrenden widernatürlichen Postulat der ebe- tretung im Reichstage verhältnismäßig schwach ist, so ist es doch sein. Wieder ein Beweis, wie es mit dem so viel gepriesenen lichen Pflichten" ihre festeste Hochburg sich geschaffen eine Thatsache, daß die dänische Sozialdemokratie hier im Lande Gleichen Recht für Alle" bestellt ist. hat. Reßler scheint garnicht zu merken, daß diese Besitz- eine hervorragende Stellung im politischen Kampfe einnimmt. forderung im frassen Widerspruch steht mit seinem späteren Aus- Wir werden verstehen, unsere politische Machtstellung aus- vember bis 15. Dezember d. J. vollzogen werden müssen, werden spruch: Wir wollen die Ghe und die Familie, die von zunüßen. Der Anfangsgehalt der Weichensteller beträgt 800 m., nach drei Jahren erhalten sie eine Zulage von 100 M. Die aus. ja reformatoren darzustellen. ber heutigen Ordnung gestört werden, wieder auf Auch in das norwegische Parlament hat die ihr natürliches Fundament, die Liebe, stellen Sozialdemokratie nun ihren Einzug gehalten. Wie Gine auf Liebe beruhende Ehe schließt doch den Gedanken der ein Telegramm aus Christiania meldet, ist der Buchdrucker Zurückhaltung des einen Theils in der Ehe wider seinen Willen Die folgerichtige Schlußfolgerung daraus ist, daß die Andresen in Christiania in das norwegische Parlament Scheidung in einer sozialistischen Gesellschaft schon auf das Be- gewählt worden. Er hat die höchste Stimmenzahl von allen gehren des einen Theils erfolgen muß und ohne weitläufiges in Christiania gewählten Abgeordneten erhalten. Prozessiren, das Reßler beibehalten und nur fostenlos machen will. Spanische Sozialpolitik. Der spanische Minister des Ju einer fozialistischen Gesellschaft würde auch Innern hat drei Gesezentwürfe ausgearbeitet, und zwar ein nicht, was gegenwärtig gegen dieſe Scheidungsleichtigkeit fich geltend machen ließe, der schwächere Theil materiell zu leiden Haftpflicht, ein Kinder- und ein Frauenschuß Gesez. Das letztere bezweckt das Verbot der Nachtarbeit für 16- bis haben. Wohl abec sind wir überzeugt, daß ein solcher auf der Liebe allein, ohne alle materiellen Neben 18jährige, den zehnstündigen Normal- Arbeitstag für 16. bis rüdfichten gegründeter Chebund sich troy erleichterter 23jährige und ein Verbot der Arbeit unter der Erde und Echeidung weit dauerhafter erweisen als die heutigen in gesundheitsschädlichen Industrien für alle Arbeiterinnen, Konvenienzehen und wahrhaft veredelnd einwirken würde auf für welche auch eine mindestens 1/2 stündige Pause innerhalb Mann und Weib. Einem von den freien Anschauungen der Bus der Arbeitszeit festgesetzt werden soll. funft erfüllten Menschen würde es vor allem in tiefster Seele widerstreben, einen Anspruch auf den Besit" einer Person, oder fagen wir in etwas humanerer Ausdrudsweise, auf ein eheliches Zusammenleben wider den Willen des anderen Theils geltend zu machen. Eingelaufene Druckschriften. gl. burch die Post bezogen( eingetragen in der Reichspost- Beitungsliste für 1894 Montenegrinisch- albanesische Streitigkeiten. Aus Gettinje, der Hauptstadt Montenegro's, wird telegraphirt: Die Regierung ließ mehrere Blockhäuser längs der Grenze aufführen, um die Bevölkerung vor den Angriffen der Albanesen zu schützen. Die pfälzischen Gemeinderathewahlen, die vom 1. Nounseren Pfälzer Parteigenossen willkommene Gelegenheit geben, agitatorisch für unsere 3deen thätig zu sein. Sie haben bereits auf ihrem am 27. Mai d. J. abgehaltenen Parteitage in Pirmasens zu den Wahlen Stellung genommen durch Annahme folgender Resolution:" Der Arbeitertag erklärt: Von der Nothwendigkeit überzeugt, daß die Sozialdemokratie in allen politischen Vertretungskörpern vertreten sein soll, ist es Pflicht, daß sich die Parteigenoffen bei den kommenden Gemeinderathswahlen, soweit eine Aussicht auf Erfolg vorhanden, betheiligen." Hoffen wir, daß auch in der Pfalz unsere Partei bei diesen Wahlen noch weitere Erfolge erringen möge. Schlechte Erfahrungen haben die Arbeiter von Defpel in Westphalen mit ihren Vertretern im Gemeinderath und Schulvorstand gemacht. Als Kandidaten hatten sich die Betreffenden als Gozialdemokraten gerirt, seitdem fie aber in diesen Körperschaften sigen, haben sie, wie ein Genosse der„ Rhein.- Weftf. Arbeiter Beitung" mittheilt, ihre Versprechungen vergessen. uns scheint, als habe die Schuld denn doch mehr an den Wählern gelegen, als an den Gewählten, wahrscheinlich ließen fie sich durch einige radikale Phrasen bestechen. Daß Leute, die von unsern Ibeen wirklich durchdrungen sind, in dieser Weise abfallen tönnten, ist doch nicht gut anzunehmen. ** # Der Bater Johann" soll auf Empfehlung des be: Ein entsetzliches Unglück haben die Sozialdemokraten von Die Gleichheit. Zeitschrift für die Intereffen der Arbeiterinnen.( Stutt rüchtigten Dunkelmannes und Oberprokurators des hl. Thurm bei Glauchau auf dem Gewissen. Der tgl. sächsische gart, J. 5. W. Diez' Berlag) ist uns fotben die verborgen Synod Pobedonoszew nach Livadia berufen worden sein, Militärverein König Albert" ist aus dem kgl. fächs. Militärzugegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir Bum Parteitag der deutschen Sozialdemokratie. Berichtigung zu dem Artitet nicht, wie man vermuthen könnte, um dem Zaren die sogen. vereins- Bund ausgestoßen worden, nachdem die ihm seitens des Agnes Wabnis" in Nr. 19 der„ Gleichheit". Die Frauen und das Ausnahmegeset. Nochmals Moderne Stlaveret". Die Arbeiterinnen- geistliche Tröftung zu spenden, sondern um ihn zu heilen. Bundespräsidiums durch den betr. Bezirksvorsteher wegen wahrFen egung in Defterreich. Von Charlotte Glas, Wien. Feuilleton: Die Wie? jagt die Norddeutsche Allg. 8tg." in einer rührgenommener bezw. geduldeter Zugehörigkeit unlauterer Elemente verlorene Glückseligkeit. Aus Tiäume" von Olive Echreiner. Arbeite samen Mittheilung:" Vater Johann" ist an der Garnison- gewordenen Ermahnungen und Verwarnungen unbeachtet gelassen rinnen- Bewegung. Literarisches. find. Die Militärvereinler sollen durch diesen Schlag so niederDie„ Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer 10 Bf., firche in Kronstadt angestellt. Schon seit Jahren erregt der gebeugt sein, daß man befürchtet, sie werden sich sämmtlich an unter Nr. 2660) beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich ohne Bestell- höchft bescheidene und würdige Mann in Rußland durch grün- weißen Schnüren aufhängen. gelb 65 Bf. unter Kreuzband 85 Pf. Inferatenpreis die weigespaltene seine Wunderkuren großes Aufsehen. Sein Heilmittel besteht Zur Petition der fächsischen Ordnungshelden gegen La Revue Socialiste. Fondée par Benoît Malon, Directeur Georges lediglich darin, daß er den Kranken die Hände auflegt, sie an Die Zeit. Wochenschrift. Herausgegeben von Dr. J. Singer, H. Bahr und den leidenden Stellen mit Del bestreicht und dazu wieder die Sozialdemokraten schreibt unser Dresdener Bruderholt die Bibelworte aus dem Jafobibriefe 5, 14-15 fingt: organ: Der geistige Wechselbalg des Hofraths Dr. Hr. Kanner. Bien IX/ 3, Güntherstr. 1. Nr. 2a. 50 f. Einfluß der Krisen und der Steigerung der Lebensmittelpreise auf das ft Jemand krant, der rufe zu sich die Aeltesten von der Paul Mehnert, die konservative Petition gegen die SozialGesellschaftsleben. Mürchen. Berlag: M. Ernst, Senefelderfir. 4. Arbeiterwohnungen. Bortrag von Dr. Jof. Schwarz( Budapest). Budapest. Gemeine, und lasse sie über sich beten, und salben mit Del demokratie, foll schon so viel Unterschriften haben, daß es, wie sein Leiborgan mittheilt, stattliche Bände sein werden, die der in dem Namen des Herrn. Und das Gebet des Glaubens konservative Verein bei Beginn des Reichstages nach Berlin Berlag der Boltsfiimme", Götvösgaffe 1. wird dem Kranken helfen, und der Herr wird ihn auf- fenden kann, aus denen das dringende Verlangen der königs. richten; und so er hat Sünden gethan, werden sie ihm ver- treuen Bürgerschaft spricht, daß Maßnahmen ergriffen werden, geben sein." bie in entschiedener und kräftiger Weise die brutalen Macht. Petitzeile 20 Pf. Renard. Paris. Rue Chabanais 10. lufirirtro Familienbuch der Natur Heilkunde. Bon Zubwig erhäufer. zipata. Berlag von E. Eremmel zieferung 36 bis 40. In 40 Lieferungen a 20 Pf. Protokoll über die Berhandlungen des 2. Parteitags ber bayerischen Sozialdemokratie. Nürnberg. Wörlein u. Go. gelüfte der Sozialdemokraten niederzuhalten geeignet find". Troß der dicken Bände Unterschriften und trotz der vielen Worte, die gemacht werden, wird Zitatenpaul nicht wieder in den Reichstag einziehen. Armer Paul! berechtigt, überall ba mit Rath und That einzugreifen, wo ein[ beshalb nur bas eine Mittel: Den 8ufammenschluß Wunsch in bezug auf die Belehrung bei der Leitung einer Ver. Aller. Arbeiter, beherzigt diese Mahnnng und tommt zur Die Kommission, waltungsstelle, oder mit Bezug auf die Ausbreitung der Auf- Versammlung. tlärung geäußert wird. An die Arbeiter Schönebergs! Wenn auch in diesem Kollegen! Ein Jeder von Euch muß und wird einsehen, Jeder Schmälerung unseres geringen Rechts daß nur durch die weiteste Verbreitung unseres Verbandes eine Jahre unsere politische Organisation einen erfreulichen Aufmuß mit Eutschiedenheit und Ausdauer entgegengetreten werden. Besserung unserer Lage ermöglicht werden kann. Daher muß schwung genommen hat, wir zählen jetzt 270 Mitglieder Sehr häufig ist doch ein Erfolg zu erzielen, wie blachstehendes auch jeder Einzelne helfen. Ein Jeder kann uns Material o entspricht dieselbe doch immer noch nicht dem, was sie in beweist: Der allgemeine Arbeiterverein für den Plauenschen der Art, wie es dieser Aufruf verlangt, zustellen. Ein Jeder Darum, Genossen und Arbeiter, die Ihr sonst mit uns fühlt und bezug auf die täglich sich mehrende Einwohnerzahl sein müßte. Grund hatte in feinen Statuten als Vereinszweck angegeben: fann uns Adressen von Kollegen angeben, welche bereit sind, an Die Mitglieder über politische und wirthschaftliche Angelegen Orten, wo die Bewegung noch nicht Fuß gefaßt hat oder wohin noch heiten aufzuklären und zu belehren und alle öffentlichen Wahlen tein Strahl der Aufklärung gedrungen ist, Versammlungen einin voltsthümlichem Sinne zu fördern. Die Besprechung eines zuberufen, Flugblätter zu verbreiten, oder sonstwie für die Be den Behörden unangenehmen, politischen Prozesses innerhalb der wegung thätig zu sein. Ganz besonders aber erbitten wir die Vereinsversammlung hatte zur Folge, daß die Behörde dies ver- Unterstützung der Verwaltungsstellen in der Provinz. Thue Feder seine Schuldigkeit, so wird der Erfolg nicht hinderte und erklärte, es gehöre nicht zu den Zwecken des Vereins. Der Verein, dem es darum zu thun war, in seiner Thätigkeit nicht ausbleiben! durch solche Auslegungen beschränkt zu werden, änderte deshalb sein Statut dahin ab, daß er die Beschäftigung mit allen öffentlichen Angelegenheiten als seinen Zweck bezeichnete. Gegen diese neue Fassung wendete sich die Amtshauptmannschaft Dresden, sie betonte, daß aus dem nunmehrigen Wortlaut des§ 1 der Statuten der Vereinszweck nicht flar zu erfennen sei und gab dem Vorstand auf, das Statut dementsprechend zu ändern. Die Agitationstommission der Metallarbeiter für die Provinz Brandenburg. Karl Berger. Paul Gebauer. Hermann Rohrlack. Alle Zuſchriften sind zu richten an H. Rohrlack, Berlin O., Große Frankfurterstr. 75. handelt, folgt dem Ruf: Werdet und werbet Mitglieder für unsere Derselbe hält jeden Montag nach dem 1. und 15. des Monats, politische Organisation, den Arbeiter- Bildungsverein. Derselbe hält jeden Montag nach dem 1. und 15. des Monats, Abends 8 Uhr, feine Versammlungen bei Keßner, Grunewaldstr. 110, ab. Morgen, Montag, findet die nächste Versammlung statt und werden wir neben einem Vortrage und der Kassenabrechnung, die Verbefferung unserer Organisation einer Besprechung unterziehen. Genoffen! Rathet und thatet hierbei mit, es ist Eure Pflicht, unsere Organisation in dem Maße zu stärken, daß wir den zumal in Schöneberg herrschenden Zuständen ein Ende bereiten fönnen. Der Vorstand. Vom Verband sächsischer Berg und Hüttens arbeiter wird mitgetheilt, der infolge der Inhaftirung des Vorfizenden Sachse und da auch gegen den stellvertretenden Borsigenden Strunz mehrere Prozesse schweben, die Vorstands mitglieder Prager und 3immermann in Zwickau mit der Weiterführung der Geschäfte beauftragt worden find. Kartonbranche. Die Mißstände der Fabrik von Cohn u. Friedländer, Stralauerstr. 58, haben in letter Beit mehrere Bersammlungen beschäftigt. Insbesondere ist neben Die achtstündige Arbeitszeit soll, wie die Düsseldorfer zahlreichen Verstößen gegen die Gewerbe- Ordnung, die der Polizei und dem Fabrikinspektorat Anlaß zum Einschreiten geboten haben, über die niederträchtige Behandlung der Arbeiterinnen Bürger- Zeitung" mittheilt, vom 1. Januar ab auf dem GrafenKlage geführt worden. Obwohl Kollege Greifenberg den Mit- berger Stahlwerk zur Einführung fommen. Db damit eine theilen. inhaber Cohn öffentlich beschuldigt hat, die von der Firma be- Kürzung der Löhne verknüpft sein soll, kann das Blatt nicht mitschäftigten Arbeiterinnen zu unfittlichen Zwecken zu mißDer Gewerkverein chriftlicher Bergarbeiter, welcher hat dieser Herr trotz öffentlicher Aufforde brauchen, dies nicht gethan. Damit ist sich kürzlich für den Dortmunder Ober- Bergamtsbezirk gebildet rung, Klage zu erheben, den Kollegen hat, versendet nunmehr seine Statuten. Nach§ 2 desselben ist Der Vereinszweck: die Hebung der moralischen und sozialen Lage der Bergarbeiter auf chriftlicher und gefeßlicher Grundlage. Alle Mitglieder desselben stehen treu zu Raiser und Heich. Ins besondere erstrebt der Verein: In einer langen, einer Hechtsbelehrung gleichkommenden Beschwerde, beantragte der Vereinsvorstand die Aufbebung dieser Verfügung. Aus derselben seien nur folgende Säße hervor gehoben: Die neue Faffung des§ 1 genannten Statuts entspricht den Vorschriften des§ 19 des Gefeßes, das Vereins- und Versammlungsrecht betreffend, vom 22. November 1850. Es ist die Ab. sicht unseres Vereins, zu allen das öffentliche Leben berührenden Fragen Stellung zu nehmen; er drückt das damit aus, daß er als feinen Zweck die Beschäftigung mit allen öffentlichen Angelegenheiten bezeichnet. Er will nicht beschränkt sein auf einzelne Gebiete des öffent die Beschuldigung als wahr zugegeben, lichen Lebens. Das wäre er aber thatsächlich, wenn die be- Greifenberg und Wittrisch gegenüber hat außerdem Herr Fried. schwerliche Forderung der königl. Amtshauptmannschaft be- länder ausdrücklich anerkannt, daß sein Rompagnon Arbeiterinnen rechtigt wäre. Denn es ist ohne weiteres flar, daß es unmöglich zu Unfittlichkeiten zu verleiten fuchte. Angesichts dieser Um ist, alle die Gegenstände aufzuzählen, die möglicherweise einmal tände faßte die letzte Versammlung am 17. d. Mis. folgende Re in den Kreis des öffentlichen Lebens treten tönnten. Darauf solution: " In Erwägung der Thatsache, daß die Zustände in der aber läuft die Forderung der speziellen Zweckangabe hinaus, wenn man die Auffaffung in Erwägung zieht, die die fönigl. Kreis- Rartonfabrik von Cohn_u. Friedländer besonders in fittlicher hauptmannschaft zu Dresden in einer Beschwerdefache eines Mit- Hinsicht äußerst schlechte sind, namentlich, da der eine Theilhaber, gliedes unseres Vereins, des Redakteurs Herrn Heinrich Weyker, Cohn, an die Arbeiterinnen Anforderungen stellte, die schamlos durch die Verordnung vom Juli 1893 zu erkennen gegeben hat. genannt werden müssen, beschließt die heute im Buß'schen Saale Es geht daraus hervor, daß ein Verein, der als seinen 3wed tagende öffentliche Versammlung der Arbeiter und Arbeiterinnen die Beschäftigung mit politischen und wirthschaftlichen An- der Kartonbranche, über die genannte Fabrit die Sperre zu ver gelegenheiten bezeichnet, an der Besprechung eines zweifellos, wie hängen. Die Versammlung warnt die Frauen und Mädchen in anerkannt, auf dem Gebiete der Politik liegenden Prozesses ver- ihrem eigenen Interesse vor Annahme von Arbeit in dieser Fabrik hindert werden kann, weil dieser Gegenstand nicht besonders als und macht die Ehemänner, sowie die Eltern junger Mädchen zu den Zwecken des Vereins gehörig im Statut bezeichnet war. auf die Gefahren aufmerksam, die ihren Frauen resp. Töchtern Das läuft aber auf eine Beschränkung der Vereinsthätigkeit in fittlicher Beziehung in jener Fabrit von Seiten des genannten hinaus, die dem Gefeßgeber ganz fern gelegen hat, wie sich aus Fabrikanten droben." dem Wortlaute des Gesetzes erweisen läßt. Diesen guten Gründen wußte die Amtshauptmannschaft feine befferen entgegenzusehen und sie hat nachgegeben, wie aus der folgenden Verfügung ersichtlich: Beschluß der Königlichen Amtshauptmannschaft Dresden- Altstadt vom 10. Oftober 1894. a) Die Herbeiführung eines gerechten Lohnes, welcher dem Werthe der geleisteten Arbeit und der durch diese Arbeit bedingten Lebenshaltung entspricht. b) Die Einschränkung der Schichtdauer, soweit solche zum Schuhe von Gesundheit und Leben geboten ist. c) Die Erstrebung eines Mitbestimmungsrechtes über die Verwendung der in die Zechen- Unterstützungskassen fließenden Beträge. d) Die Vermehrung der Kontrollorgane zur Ueberwachung der Durchführung der bergpolizeilichen Vorschriften. e) Eine zeitgemäße Reform des Knappschaftswesens. Ausgeschlossen ist die Erörterung fonfessioneller und poli tischer Partei- Angelegenheiten. Die endgiltige Beschlußsaffung über das Statut soll in einer Delegirtenversammlung erfolgen, die zum 28. Oktober nach Essen berufen ist. Von der Ehrenhaftigkeit der Kolleginnen erwarten wir, Wir gestehen, mit diesem Programm find wir für den Anfang daß sie diese Fabrik strikte meiden werden, bis Garantie geboten ist, daß diese schmutzigen Attentate auf unsere Kolleginnen nicht recht zufrieden. Die Diskussion dieser Punkte, der Widerstand, mehr vorkommen. Die Kolleginnen aber, die bei der ihnen, wenn sie ihre Forderungen stellen, entgegengesetzt Sohn u. Friedländer beschäftigt sind, er werden wird, dürfte ihnen bald die Augen öffnen und sie zu der innern wir daran, daß sie sich bei einem Ueberzeugung bringen, daß die Intereffen von Rapital und Arbeit längeren Berweilen in dieser Fabrik der unvereinbar, daß dem ersteren jedes, auch das geringste Bu Gefahr aussehen, als willige Dienerinnen geständniß abgetrost werden muß. Und von diesem Standpunkte der Gelüste des Herrn Cohn angesehen zu aus heißen wir die Bewegung willkommen. Heraus aus dieser Pesthöhle! muß Die Eisendreher der Maschinenfabrik von Molitor u. Ko. werden. also für diese die Parole sein. Andere Arbeit ist bei dem in Heidelberg haben die Arbeit niedergelegt. Grund: Lohnverkürzung. Troß wiederholter Versuche, die Angelegenheit im jeßigen flotten Geschäftsgang sicher leicht zu finden. Die Sperre der Fabrik war, nachdem die Inhaber sich ge Gütlichen beizulegen, sahen sich schließlich die Arbeiter doch geweigert haben, mit den Beauftragten der Organisation zu unter- nöthigt, nachdem eine nochmalige Deputation heute früh mit den handeln, eine Ehrensache, jetzt, Kolleginnen, führt sie strenge Chefs der Firma verhandeln wollte, aber abschlägig befchieden wurde, die Arbeit niederzulegen. Zuzug ist strengstens ferna Der Vorstand der Mitgliedschaft Berlin zuhalten, da es nur auf diese Weise möglich ist, die Firma zur Der Vorbehalt am Schlusse ist ganz überflüssig, er soll offen- des Verbandes der in Buchbindereien 2c. befchäf Nachgiebigkeit zu zwingen. tigten Arbeiter und Arbeiterinnen. bar den Rückzug etwas verdecken. Alex Sailer. Dem Allgemeinen Arbeiterverein für den Plauenschen Grund und Umgegend auf den Antrag vom 2. Oftober 1894 zu eröffnen, daß die kgl. Amtshauptmannschaft es zur Zeit bei der unterm 4. September 1894 angezeigten Fassung der Vereinsstatuten bewenden lassen will, sich jedoch vorbehält, sobald ihr die Haltung des Vereins es nöthig erscheinen lassen wird, gemäß§ 19, Abi. 2 des Vereinsgesetzes vom 22. November 1850 betreffs des Zwecks des Vereins nähere Auskunft zu verlangen. Dr. Schmidt." -O * * Polizeiliches, Gerichtliches: c. In Finsterwalde wurde eine Versammlung des Arbeiter- Bildungsvereins zur Auflösung gebracht, nachdem der Referent seinen Vortrag: Gin Spaziergang im Weltall" begonnen hatte. Nach Ansicht des Ueberwachenden hatte er dabei öffentliche Angelegenheiten" berührt. Gewerkschaftliches. durch! genügender Auspreffung An die in der Hutbranche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen! Bei dem Hutfabrikanten Victor Jay in An die Möbelpolirer! Kollegen! Nachdem der Verband London streifen alle dort beschäftigten Arbeiter. Der Fabrikant der Möbelpolirer für Berlin und Umgegend auch im Süd- Osten sucht nun durch einen Agenten in Berlin Arbeiter nach London eine selbständige Zahlstelle mit regelmäßigen monatlichen Ver- anzuwerben. Wir warnen hiermit unsere Kollegen, sich nicht von sammlungen eingerichtet hat, treten wir abermals an Euch heran den Vorspiegelungen des Agenten bethören zu laffen. Kollegen! Der Grund, welcher bisher Sorgt dafür, daß jener Herr unverrichteter Sache wieder abmit der Bitte: Organisirt Euch! von einem großen Theil der Kollegen immer augeführt wurde, ziehen muß. Die englischen Kollegen zum Siege zu verhelfen wenn man über den schlechten Besuch der Versammlungen flagte, und die deutschen vor dem Vorwurf zu bewahren, daß sie als nämlich:„ Es ist uns zu weit, ja, wenn wir hier drüben unsere Streitbrecher die Interessen der englischen Arbeiter schädigen, Versammlungen abhalten könnten, würden wir schon kommen", muß die Aufgabe aller ehrlich denkenden Berufsgenossen sein. Der Einen Aufruf an die Arbeiter aller Branchen um ist durch obige Einrichtung gefallen. Kollegen! Zeigt nun aber Filialvorstand. Der Streik der Newyorker Kundenschneider, welcher Unterstügung erlassen die Leiter der oberschlesischen Zahlstellen auch, daß dies der einzige Grund war, weshalb ein großer Theil des deutschen Bergarbeiter- Verbandes 2. Prukop und Fr. Kafezik. von Euch gerade aus dem Süden- und Süd- Osten uns bisher 14 Wochen gedauert und 50 000 Doll. gekostet hat, ist verloren fernblieb und nicht etwa eine grenzenlose, sich einst schwer worden. Es war den Unternehmern gelungen, einen großen Es heißt darin: Genossen! Wir haben augenblicklich einen schweren Etand: rächende Gleichgiltigkeit. punkt in Oberschlesien. Der Ausgang des Krawallprozesses ist Auch Ihr, die Ihr gegenwärtig sogenannte Brotstellen inne Theil der Plätze mit neuen Leuten zu befeßen, was die Streifer gehabte Verdrängung eines bedeutenden Theils des KundenEuch bekannt. Die Schuld am Krawall trifft diejenigen, welche habt, denft nicht, daß Ihr uns nicht mehr braucht, auch für nicht für möglich gehalten hatten. Die feit einigen Jahren stattuns das Versammlungsrecht verkümmerten. Leider sind eine An- Euch kommt die Zeit, daß Euch das profitgierige Kapital geschäfts durch Einführung des„ feinen Konfektionsgeschäfts" die auf Straße setzt feitens der jüdischen Unternehmer hat veranlaßt, daß sowohl ein zahl Kameraden zu schweren Strafen verurtheilt werden. Vielen nach dem Hunger überantwortet, vas soll dann mit starker Prozentsaz der Kundenschneider, weil sie als solche feine Familien ist der Ernährer auf lange Zeit entrissen, zudem ent- und Eure Ihr nicht sämmtlichen laffen die Unternehmer Leute, welche der Theilnahme am Krawall Guch Beschäftigung mehr finden konnten, zu letzteren übergingen, als verdächtig sind, aus der Arbeit. Auf diese Weise sucht man das Kollegen hinter Euch habt. Und auch Ihr, Kollegen, die Ihr auch ein neuer Stamm geübter Schneider herangebildet wurde. Erwachen der oberschlesischen Arbeiterschaft zu hemmen. Ge- angeblich nur dem Verband nicht angehört, weil Euch dies oder Aus den Reihen dieser Leute, welche die günstige Gelegenheit nossen! Wir betrachten es als eine Ehrensache, die Angehörigen jenes nicht gefällt, überlegt Euch doch das Grundlose Gures der Opfer nach Kräften zu unterstützen und richten an Euch die Fernbleibens, fann es denn besser werden dadurch, daß Ihr Euch zur Erlangung einer befferen Position benutzten, tamen bie Bitte, uns durch eine kleine Beistener behilflich zu sein. zurückzieht? Nie und nimmer, sondern gerade Ihr habt die" Streifbrecher". Die Konvention der Bauschreiner von New York bes Genossen, gedenkt unser in diesem schweren Kampfe. Wenn meiſte Ursache, der Organisation anzugehören und Eure volle ein Jeder nur ein kleines Scherflein beiträgt, so können wir der Kraft für dieselbe einzusetzen, damit sie ausgebaut und vervoll- schloß, daß von jetzt ab in den Versammlungen der Lokalunions Noth lindernd entgegentreten. fommnet werden kann zur Zufriedenheit aller. Also, Kollegen, Diskussionen über sozialpolitische Fragen veranstaltet werden laßt die Worte nicht ungehört an Euch vorübergehen, sondern sollen( was bisher verpönt war), ferner der Streitfonds um erscheint alle, Mann für Mann, in der am Montag, den 20 000 Dollars zu vermindern und dieser Betrag dem Organis 22. d. M., Abends 81/2 Uhr, im Tunnel des Vereinshauses Süd- fations- und Agitationsfonds zu überweisen sei. Ost, Waldemarstr. 75, ftattfindenden Versammlung. Außer dem gerade für die Möbelpolirer gewiß interessanten Vortrage des Herrn Dr. Wurm über:„ Die Sehkraft des Wuges" steht u. a. Sie Wahl eines Beisigers für Süd- Ost zur Tagesordnung. Zu bemerken ist noch, daß die Versammlungen jeden Montag nach dem 22. und fällt der 22. auf einen Montag an diesem Tage, in dem genannten Lokale stattfinden. Der Kassirer des Vergarbeiter- Verbandes Joh. Meyer, Bochum, Dorstenerstraße 53, ist bereit, Beiträge zu über Sämmtliche arbeiterfreundliche Blätter werden um Abdrud mitteln. gebeten. nur, werden, wenn Paul Kluge, Bevollmächtigter für Süden und Süd- Osten. Soziale Ueberlicht. Das englische Arbeiterblatt" The Workmen Times hat, wie der Frankf. 3tg." aus London gemeldet wird, das Erscheinen eingestellt. Trotz der guten Redaktion des Arbeiter führers und Parlamentsfandidaten Burgeß konnte das Blatt nicht genügend Abonnenten erwerben. Depeschen. An die Metallarbeiter der Provinz Brandenburg. Die Provinzialfonferenz der Metallarbeiter für die Mart Brandenburg hat beschlossen, eine Agitationskommission von drei Personen einzuseßen, mit der Aufgabe, für mündliche und schrift liche Agitation für den Deutschen Metallarbeiter- Verband Sorge zu tragen und dessen Ausbreitung nach Möglichkeit zu fördern. Die Wahl der Kommission war den Mitgliedern der Berliner Eine Universitäts- Krankenkasse wurde in Gießen errichtet. Verwaltungsstellen übertragen und ist am vergangenen Sonntag, Charlottenburg. Der Kampf auf wirthschaftlichem Ge- Für einen Beitrag von 2 M. pro Semester, der im Bedarisfall den 14. Oftober, erfolgt. Die unterzeichneten Gewählten richten biete, welchen die organisirten Gewerkschaften zur Erringung auf drei erhöht werden kann, wird im Falle der Erkrankung nunmehr an die Metallarbeiter der Provinz Brandenburg die befferer Existenzbedingungen führen, theilt sich immer mehr auch ärztliche Behandlung, Medikamente und Verpflegung erster Klasse Aufforderung, fie bei der Erfüllung ihrer Aufgabe zu unter den bisher nicht organisirten Arbeiterkategorien mit, so daß diese in den Kliniken bis zur Dauer von zwei Monaten gewährt. stützen. Die Aufgabe der Agitationstommission ist nicht in erfreulicher Weise auch in unserem Orte danach hinstreben, für Gründung neuer Verwaltungsstellen thätig zu ihr Klaffenbewußtsein innerhalb der Organisation zu bethätigen. sein, sondern auch die Erwerbung neuer Mitglieder für Infolge dessen nahmen einzelne Gewerkschaften zur Frage eines die bereits bestehenden Verwaltungen gehört zu ihrer Thätigkeit. Gewerkschaftsfartells Stellung, um durch vereinte Kraft das zu ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Erfüllt werden fann die Aufgabe durch, mündliche Agitation in ermöglichen, was den schwächeren bisher nicht gelingen wollte. Liffabon, 20. Oftober. Wie die Blätter melden, wird die öffentlichen Versammlungen, oder, wo zu solchen ein Lofal nicht Genossen! Der frische Zug, der in dieser Zeit auch die Ge zu beschaffen ist, bei den Zusammenkünften der Mitglieder, zu werkschaften Charlottenburgs durchweht, der unwiderstehliche Regierung Montag in den Kortes eine Vorlage betreffend die welchen Gäste Zutritt haben. Hand in Hand mit der münd- Drang nach weiterem Schaffen und Organisiren ließ es den Aufnahme einer Anleihe von 12 000 Kontos Reis, die für den lichen Agitation muß die Verbreitung von geeignet verfaßten Genossen als rathsam erscheinen, die sofortige Gründung eines Ankauf von Kriegsschiffen bestimmt ist, einbringen. Die Anleihe Flugblättern gehen. Zu alledem ist es aber nöthig, daß die Rartells aller hierorts vorhandenen Gewerkschaften vorzunehmen soll durch die Zollgefälle in St. Thome, Angola und Mozambique Kommission die Unterstügung der Kollegen findet. Die Kommission und zu den Vorarbeiten eine Kommission zu ernennen. Am Sonntag, garantirt werden. ( Depeschen- Burean Herold.) bedarf zu ihrer Thätigkeit der Kenntniß der Lohn- und Arbeits- den 21. d. M., hat dieselbe eine Versammlung aller Gewerkschaften Köln a. Nh., 20. Oktober. Gegenüber den von der bedingungen, sowie der Arbeitsverhältnisse überhaupt; sie bedarf nach Bismarckshöhe" einberufen, um gleichzeitig mit der defiverbreiteten Mitder Mittheilung besonderer Mißstände in einzelnen Fabriken, nitiven Gründung des Kartells die Wahl der Delegirten vorzu- regierungsfreundlichen englischen Presse gleichviel ob dieselben von den Unternehmern gefeßlich zu recht- nehmen.( Siehe Inserat vom Freitag). Es ist unbedingt ertheilungen über andauernde Verhandlungen der europäischen fertigen sind oder nicht. Die Erhaltung und Ausdehnung einer forderlich, daß sämmtliche Gewerkschaften vertreten find; aber Mächte für baldige Wiederherstellung des Friedens in Ditajien Verwaltungsstelle hängt aber auch wesentlich von der guten auch die sogen. Nichtgelernten haben zu erscheinen, um sie auf versichert die Köln. 3tg.", daß seit Ablehnung der englischen Leitung derselben ab. ihre Organisationen hinzuweisen. Es giebt heute feinen Unter Intervention fein anderer diplomatischer Schritt nach dieser Daher hält sich die Kommission auch für verpflichtet und schied mehr zwischen gelernten und nichtgelernten Arbeitern und Richtung bekannt geworden ist. Verantwortlicher Redakteur: J. Tierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Maz Badina in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu drei Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mr. 246. Sonntag, den 21. Oktober 1894. 11. Jahrg. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein kein boykottirtes Bier! Der Mannheimer Hochverrathsprozek. Brogramm aufgenommen sei. Die Sozialdemokratie stehe alſo Auer ſein Amt in der Boykottkommission fürzlich niedergelegt Mannheim, den 20. Ottober 1894. Boden, da das Wort„ gefeßlich" auf dem Kongreß zu Wyden| zuführen sein soll, die behaupten, er sei dem Brauereiringe gegen gestrichen und auf dem Kongreß in Erfurt nicht wieder in das über zu nachsichtig gewesen". An dieser Nachricht ist weiter nichts Thatsächliches, als daß hat. Es wäre ein starkes Stück, uns zuzumuthen, den Arbeiters feinden über die Ursachen dieses Schrittes Rede und Antwort au stehen; auch sollte ein Gugen Richter doch wissen, daß ein überheimnißvollen Grund zu haben braucht, um ein Nebenamt, das aus angestrengt beschäftigter Mann gar keinen besonders ges sehr viel Zeit in Anspruch nimmt, nach fünfmonatlicher Führung niederzulegen. Wir wollen aber diesmal ein übrigens thun und unseren Gegnern das Gine verrathen, daß in den Kreifen unserer an der Begnern das Eine verrathen, daß in den Kreifen unserer an der feit der Boykottkommission im Allgemeinen, wie Auer's im Be Sache in erster Linie interessirten Parteigenossen über die Thätig fonderen ein einstimmiges Votum der Anerkennung abgegeben worden ist. Nun mögen die Bediensteten des Bierrings weiter Die Köpfe ansammen stecken. = Das russisch französische Bündniß mit deutschem Schwindel diesen etwas seltsamen Namen führt im Voltsmunde der große Röside'sche Reklamewagen, der in den legten Jahren, sobald die oberen Zehntausend aus den Bädern in die Residenz zurückgekehrt, durch die Straßen zu raffeln pflegte, um vor den Palästen im Thiergartenviertel feinen Inhalt, soweit er nicht in leeren Fässern bestand, abzuladen. Die komische Bezeichnung hat er deshalb erhalten, weil die Pferde russisch find, der Wagen französisch, die Ladung aber deutsch, b. h. deutsch in jenem nichts enthaltenden" patriotischen" Sinne, wie es eben nur leere, hohltönende Fäffer sein können, deren Holz aus deutschen Eichenwäldern stammt, in die unsere Mords patrioten Lieder hineinbrüllen von" deutscher Treue, deutscher Sitte, deutschem Brauch"! auf dem Boden des 1848 er Aufrufs. Weil nun die Angeklagten Heute tommt vor dem großherzoglichen Schwurgericht in Sozialdemokraten seien, so ist die Annahme gerechtfertigt, daß Mannheim der Hochverrathsprozeß gegen den Redakteur und die der Artikel als Aufforderung zum Hochverrath abgedruckt sei. Herausgeber der sozialdemokratischen Mannheimer Volksstimme" Die Sozialdemokratie stehe dem Anarchismus nahe; wohl leugne zur Verhandlung. Angeklagt sind: 1. der Redakteur Philipp er nicht die theoretischen Unterschiede, aber niemand könne im Teufel; 2. der badische Landtags- Abgeordnete und frühere Reichstags Abgeordnete August Dreesbach und 3. der Redakteur praktischen Leben sagen, wo die Sozialdemokratie aufhöre und Carl Fenz. Gie sind beschuldigt, in gemeinschaftlicher Aus der Anarchismus anfange. Der zweite Artikel ſei ſicherlich führung am 4. August dieses Jahres von Mannheim aus durch erst nachträglich zum Zwecke der Entlastung verfaßt worden. Die Verbreitung von Schriften zu einem Unternehmen des Hoch Angeklagten hätten zweifellos den inkriminirten Artikel gelesen, verraths, nämlich zum gewaltsamen Umsturz der badischen Verfassung aufgefordert zu haben. Am genannten auch zwei Stellen ausgemerzt, also denselben geprüft. Damit sei Tage erschien in der Mannheimer, Voltsstimme" ein„ Reminiszenzen" die Ueberlegung nachgewiesen. Im weiteren Verlaufe seiner überschriebener Leitartikel, in dem nach einer längeren Einleitung ein Rede berief sich der Staatsanwalt auf das Urtheil des Berliner revolutionäres Flugblatt aus dem Jahre 1849 wieder abgedruckt war. Der Artikel war als erster einer Serie gekennzeichnet. In Gerichts in Sachen Zachau's wegen Wiedergabe eines Artikels der Einleitung war hervorgehoben, daß es fich in der Artikel aus dem" Bremer Kourier" vom Jahre 1848. Zum Schlusse reihe um die Registrirung historisch wichtiger Dokumente aus forderte er die Geschworenen auf, das Schuldig auszusprechen dem Jahre der 1849er Revolution in Baden handele, die den und zwar in vollem Umfange. Die Fragen lauten: 1. auf Aufalten Parteigenossen die Erinnerung an jene tolle Zeit der unreifen Entschlüsse und deren Ausführung wachrufen, den jungen forderung zum Hochverrath, 2. auf Aufreizung zu Gewaltthätig Parteigenoffen aber ein Bild davon geben solle, wie man gegen feiten mit der Unterfrage nach mildernden Umständen, ferner thatsächliche Verhältnisse nicht ankämpfen fönne, ohne einen Rückgegen Teufel auf Fahrlässigkeit nach§ 21 des Preßgesetzes. halt in dem zu suchen, was auch der Rückhalt jedes Staates ist: Der Vertheidiger Karl Payer aus Stuttgart bittet in längerer im Volfe!" Das Flugblatt selber rührt aus den Kreisen der bürgerlichen Revolutionäre Badens im Jahre 1848/49 her, die sich um Rede um Freisprechung. Obgleich es ihm ferne liege, sozialAmand Goegg, Brentano und Hecker gruppirten, und athmet eine demokratische Tendenzen zu vertheidigen, halte er die Anentschiede ne republikanische Gesinnung. Es fordert angesichts geklagten für nichtschuldig. Der Augenschein und die Zeugen der flatternden Freiheitsfahnen von Paris" die Eroberung der vernehmung sprechen dagegen, daß hier eine Horde Den Kundigen ist es nun aufgefallen, daß der Paradewagen Voltsrechte, wenn nöthig durch Waffengewalt. Pathetisch wird auf der Anklagebank fizze. mit seinen leeren Reklame Trommeltonnen noch nicht die das Volk zum Kampfe gegen treulofe Diplomaten, üppige Höf- blutdürftiger Revolutionäre Thore der berühmten Schultheiß Brauerei in diesem Jahre linge, scheinheilige Pfaffen und engherzige Geldherrn" aufgerufen. Kein Mensch, der den Artikel gelesen hat, wird das Gefühl verlassen hat, und es gehen so mancherlei merkwürdige Gerüchte Wenn Worte, Bittschriften und Kammerreden nuglos blieben, gehabt haben: jetzt geht's los! Die Aufforderung oder das um. U. a. soll der Herr Kommerzienrath Rösicke das Ausfahren müsse zur That geschritten werden. Am Schluß spricht das Flug Bewußtsein der Aufforderung zur unmittelbaren Ausführung des des Wagens während der Boykottzeit mit Rücksicht auf die blatt die Hoffnung aus, daß die Soldaten sich dem Volke als Brüder zeigen und mit ihm, wie in Paris, gemeinschaftliche Sache Hochverraths müsse vorhanden sein. Das„ Unmittelbar" im neidischen Ronkurrenzgefühle und den schlappen Geldbeutel feiner Ringbrüder verboten haben, die ihm auf diesen kostspieligen machen werden. Die Nummer der Mannheimer Boltsstimme", Gesetz sei beachtenswerth, die Angeklagten müßten Tollföpfe sein, Reklamepfaden doch nicht folgen fönnen. Der mit zwei echten die diesen Artikel brachte, wurde sofort beschlagnahmt und wenn die Anklageschrift Recht hätte, das seien sie aber nicht. russischen Vollblut- Rappen bespannte Prunkwagen stammt nämDer Redakteur Teufel auf der Stelle verhaftet. Die Er selbst sieht davon ab, mildernde Umstände zu beantragen, er lich aus Frankreich und ist von dem Millionär Rösicke für das Staatsanwaltschaft war zuerst der Ansicht, daß das 49er Flugblatt fingirt sei, daß einem jezt verfaßten revolutionären weise blos auf das Strafmaß bis zu zehn Jahren Zuchthaus umpenfümmchen von 30 000 Mart( mit Transport und Zoll) f. 3. auf der Pariser Weltausstellung gekauft worden, Aufruf nur ein historischer Mantel umgehängt worden sei. Die hin. Hier liegt weder der Versuch des Hochverraths, noch Aus- und die Ladung bestand in den letzten beiden Jahren täglich aus beiden Verleger der Volksstimme", Dreesbach und Fenz über eizung, noch Fahrlässigkeit vor. Die Vertheidiger Kaß und ca. 25 vollen und aus ca. 25 leeren deutschen brachten deshalb der Staatsanwaltschaft den Originalabdruck des Flugblattes aus dem Jahre 1849, wurden dabei aber selber Rosenfeld schließen sich dem Antrage Payer's auf Frei- Schwindelfässern. Mit dem filberglänzenden Geschirr und den blizenden Laternen, die die Form von Fässern haben sofort in Haft genommen. Ihre Mitschuld wurde aus einer sprechung an. einige Tage vorher erschienenen und vom Verlage mit- Die Geschworenen verneinen bei Fent sämmtliche Schuld- und mit filbernen Reifen umgeben sind, macht der Wagen ein mehr an Schuld- groben Unfug" grenzendes Aufsehen unter dem Straßenpublifum, unterzeichneten Abonnementseinladung gefolgert, in der auf die fragen, bejahen aber die Frage der Aufreizung. Der Staats- als der mit den Ballhausannen- Reklamen herumgondelnde Parade Artikelferie, Reminiszenzen" hingewiesen war. Ihre Untersuchungshaft" währte jedoch nur 48 Stunden, während Teufel anwalt überläßt die Bestimmung des Strafmaßes dem Gerichtwagen des Freiherrn v. Schirp. Der Mann, der blos Alles macht", ist von Herrn Kommerzienrath Köfice, der eben mehr mehrere Wochen in Hast blieb. hofe. Die Vertheidiger bitten um Geldstrafe. als Alles macht", mindestens um eine halbe Nasenlänge geschlagen Die Anklage geht von dem Gesichtspunkt aus, daß der Wiederworden und verdiente als Reugeld eigentlich den Kommerzien abdruck des Aufrufs, der seinem Inhalt nach im Jahre 1849 rathstitel. Wie hat sich doch die Zeit und mit ihr die Reklame unzweifelhaft strafbar gewesen sei, nicht aus reinem geschichtlichen Interesse erfolgt sei, sondern daß man unter dem geändert! Die schöne Zeit der jüdischen Anreißer" am abgeriffenen Mühlendamm und der alten Kleider" Juden Deckmantel der Geschichte mit ihm altuelle Politik habe in der jetzt hinterdrein stürzenden Rosenstraße ist nun dahin. treiben wollen, in einer Form, die man für gefahrlos Große Heiterkeit erregte im Gerichtssaale der Lapsus des Das Alte stürzt"... sagt der Dichter, und neues Leben blüht gehalten habe. Die Veröffentlichung des Flugblattes in einem Vorsitzenden, als er beim Urtheil über Fent sagte, die Kosten aus den Ruinen": Ueber jene Stätten jüdischen Schacher- und Geschichtswerte wäre straffrei gewesen, die Veröffentlichung in einem sozialdemokratischen Blatte müsse als versuchter Hochverrath sind der Staatsanwaltschaft, ich meine der Staatskaffe, aufzu Reklamegeiftes" fahren jetzt hochadelige" Ballhausannen- Karoffen und christlich germanische" mit Paradewagen leeren erscheinen. Die Anklagebehörde ist nämlich der Meinung, daß erlegen. Fässern! Und da wagt noch ein tapitalistisches fich die sozialdemokratische Partei notorisch in vollständiger Ueber- Vor dem Gerichtsgebäude standen viele Hunderte Menschen, Fachblatt wie die Desterreichische Brauer- und Hopfeneinstimmung mit den Republikanern des Jahres 1848 befinde, welche die Angeklagten begrüßten und beglückwünschten. Zeitung" zu behaupten, daß das Braugewerbe durch von denen sie sich vorzugsweise nur durch ihre wirthschaftliche Politik unterscheide. In dem Wiederabdruck sei zum mindesten Wer sich an die Aufsehen erregende Verhaftung unserer kampfe an der Spize stehenden Bierfönige zur Jahrmarttsgewisse Manipulationen der im unwürdigen Konkurrenz eine indirekte Aufforderung zum Aufruhr zu erblicken, die aber Genossen, an die Konfiskation der Volksstimme, an die trämerei" hinabsante! Wie falsch hat das Blatt doch Herrn noch gefährlicher wirken könne als eine direkte. In der Ein Ausbeutung dieser Vorgänge durch die ordnungsliebende" Röcke erkannt! Da möge es auf Seite 13 des von Herrn leitung des Artikels sei kein Wort der Mißbilligung der Tendenz Presse erinnert, der wird über die damaligen Maßregeln Röside herausgegeben stenographischen Bes des Flugblattes enthalten, dagegen seien die wichtigsten und die der Mannheimer Staatsanwaltschaft bedenklich den Kopf richts über die Brauergesellen- Versammlung am 25. April 1890 auf die Anwendung der Gewalt hinweisenden Stellen durch Sperr- und Fettdruck noch besonders hervorgehoben. Wenn von schütteln. Der zu 50 M. Geldstrafe verurtheilte Genosse nachlesen, was Herr Rösicke selbst, in Wiedergabe einer Aeußerung den Angeschuldigten zu ihrer Entlastung auf die Fortseßung Teufel war seit dem 4. Auguft d. J. in Untersuchungshaft. des Brauereidirektors Scheffel von Tivoli, über seine allerhöchfteigene bieckönigliche Majestät hat drucken lassen. Wörtlich des Artikels Reminiszenzen" in einer der nächsten Nummern Man ersieht hieraus wieder, wie schnell die Behörden in heißt da die Stelle in der Rede des Brauergesellen Konrad: der Volksstimme" hingewiesen werde ,. in der eine der Beschränkung der persönlichen Freiheit bei der Hand" Ich muß leider noch einmal auf den famosen Herrn Röſicke ablehnende Kritik des Flugblatis enthalten sei, so meint die sind. zurückkommen, und will Ihnen nicht vorenthalten, was mir neulich Staatsanwaltschaft, daß diese nachträgliche Ablehnung nur zu der Direktor( hier ersetzt Herr Rösicke den Namen des Direktors dem Zweck, die Angeflagten zu entlasten, später geschrieben Scheffel, der bekanntlich nach Antauf der Tivoli- Brauerei worden sei. Neben dem Verbrechen des versuchten Hochverraths durch die Schultheißbrauerei I noch längere Zeit unter Herrn fieht die Staatsanwaltschaft in einer Stelle des Aufrufs auch den Rösicke als Direktor fungirt hat, durch Punkte...)-„ der doch Thatbestand des§ 130 des Strafgesetzbuches erfüllt: Aufreizung Die Sprechstunde des Rechtsanwalts fällt am Montag auch nicht unser Freund ist, in einer Unterredung fagte: was verschiedener Bevölkerungsklassen zu Gewaltthätigkeiten gegen ganz aus und wird an den folgenden Tagen der Woche Abends wollt Ihr nur immer mit Herrn Röside, Herr einander. Es wird angenommen, daß die Angeklagten nicht den Rösicke betrügt Euch und betrügt uns!" Umfturz der deutschen Reichsverfassung, sondern nur den der von 7-8 Uhr abgehalten. badischen Landesverfassung bezweckt hätten. Damit ist die Zuständigkeit des badischen Schwurgerichts nicht die des Reichsgerichtes erklärt. Vorsitzender des Schwurgerichts ist Landgerichtsdirektor Weigel, die Anklage vertritt der erste Staats anwalt Geiler, die Bertheidigung führen die Rechtsanwälte Carl Bayer Stuttgart, Dr. Rosenfeld und Dr. Ka Mannheim. " Ueber den Verlauf des Prozesses geht uns aus Mannheim die folgende Privatdepesche zu: Der Hochverrathsprozeß wurde unter großem Andrang des Publikums und startem Aufgebot von Schuhleuten um 9 Uhr früh eröffnet. Die drei Angeklagten bekennen sich als nichtschuldig. Der Angeklagte Dreesbach erklärt, daß der Artikel nur veröffentlicht sei, um die radikalen Elemente vom Gewaltwege, auf den Weg der Reform hinzuweifen. Der Artikel wende sich an das deutsche Volk und nicht blos an das badische. Die Dummheit, eine badische Republit unter dem Schutz des Deutschen Reichs zu errichten, werde ihm niemand zutrauen. Bei der Zeugenvernehmung giebt der Oberbürgermeister Moll Dreesbach den besten Leumund; Dreesbach habe als Stadtrath stets für das Wohl der Stadt gearbeitet. Der erste Staatsanwalt Geiler hielt eine 5/ 4stündige Rede; er ging auf die zustimmenden und abfälligen Kritiken der Presse über die Anklage ein, obgleich er bemerkte, daß Der Gerichtshof spricht Fent frei und verurtheilt Teufel und Dreesbach zu je 50 M. Geldstrafe. Das Vergehen sei nach Art und Umständen kein gravirendes, dazu komme der ungetrübte Leumund der Angeklagten. Tokales: " = " " = " Wir wiederholen das Wort„ betrügen" oder„ täuschen" wie Ins Gefängniß ist gestern unser Genoffe 3 a chau ge- das Wort Schwindel" bei diesem Bier Bismarck selbstverständgangen. In seiner Eigenschaft als Redakteur des Sozial- lich in dem bekannten Mommsen'schen Sinne; aber auch demokrat" hatte er bekanntlich das Verbrechen begangen, zur ohne daß wir den Dolus vorausseßen, wie charakterisirt es den Kennzeichnung der Charakterlosigkeit unserer Bourgeoisie einen Mann, der die Zentralsonne des Bierrings ist, daß er diese liberalen Aufruf aus der 1848er Bewegung abzudrucken, den Aeußerung seines späteren Subdirektors ohne jeden Kommentar eines unserer Parteiblätter vor furzem ausgegraben hatte, und selber drucken und herausgeben läßt, und daß er sich vor seinen den man anderswo in Deutschland ungehindert hat passiren eigenen Kollegen und jezigen Ringbrüdern nicht gescheut hat, laffen. 25 leere Fässer täglich auf einem Prunt Nur die Berliner Staatsanwaltschaft erhob Anklage wegen wagen durch die glänzenditen Straßen der Hauptstadt " Vorbereitung zum Hochverrath" und ein Berliner Gericht ver- des großen einigen Deutschen Reiches" herumfahren zu lassen, urtheilte auch unsern braven Genoffen zu der horrenden um einem hohen Adel und sonstigem blöden Publikum über den Strafe von sechs Monaten Gefängniß! Das großartigen Absatz der berühmten Schultheißbrauerei Sand in Reichsgericht bestätigte türzlich das Erkenntniß das Urtheil die Augen zu streuen und zugleich feine neidischen kleinen Konfurrenten auf solche Weise zu täuschen. wurde perfekt! Oder hat Herr Unser Genosse Zachau wird, deß sind wir gewiß, mit un- Generaldirektor und Reichstags- Abgeordneter Rösicke vielleicht blos feine Allmacht der Ohnmacht des verstorbenen Präsidenten gebrochenem Kampfesmuth aus der langen Haft heimkehren. Wünschen wollen wir ihm aber, daß die bekannte Behand: Carnot und des sterbenden russischen 3aren gegenüberstellen lung, die man in deutschen Gefängnissen den Männern zutheil wollen?- Seht! Was alle militärischen Zusammenfünfte in werden läßt, die für ihre Ueberzeugung büßen, seiner Gesundheit Kronstadt u. f. w. nicht vermocht haben, was selbst der Selbstherrscher aller Reußen, trozdem er sich so tief gebeugt, die nicht allzu sehr schade. Möge seine Körperkonstitution die preußische Gefängnißkultur Marseillaise stehend mitanzuhören was selbst der allmächtige besser überwinden, als unser brave Genosse Enders, der aus Kaiser von Rußland nicht erreicht hat, ich, Richard Rösicke, der feiner langen" Strafbaft" in Plößensee ein schon Monate an- Berliner Bierfönig, hab's vollbracht: Das russischBündniß französische deutschem dauerndes Siechthum heimgebracht hat. Schwindel!" Ein frohes Wiedersehen unserm treuen Mitkämpfer! " mit Die Freifinnige Zeitung", der jede trübe Quelle recht Zum Besten der ausgesperrten Brauerei- Arbeiter er sich um sie nicht fümmere. Er anerkenne nur das Strafgeset ist, wenn es gilt, den Bierboykott und die Sozialdemokratie zu veranstalten folgende dem Arbeiter- Sängerbund angehörende als Norm für seine Handlungen; er giebt dann eine Geschichte verunglimpfen, folportirt eine Nachricht des Zentralorgans aller Vereine: Nord, Gleichheit, Apollonia und Sängerchor der Töpfer als Norm für seine Handlungen; er giebt dann eine Geschichte Rüpel der Reichshauptstadt, wonach der Rücktritt unseres Ge- heute unter Leitung des Bundesdirigenten eine große Matinee der Sozialdemokratie nach staatsanwaltlichen und polizeilichen noffen Auer aus der Boykottkommission„ tein ganz freiwilliger im Elysium, Landsberger Allee 40-41. Der Besuch dieser AufQuellen. Die Partei, so erklärte er, stehe auf ungefeßlichem gewesen, vielmehr auf heftige Vorwürfe seiner Genoffen zurück- führung ist in Anberacht des gutgewählten Programms sowie im 1 Interesse der Sache zu empfehlen. Die Matinee beginnt um von Notre- Dame" zu geben, wandte die Polizeibehörde ein, daß stützungskasse in Krankheitsfällen, genannt Der treue Beistard 12 Uhr, das Entree beträgt 25 Pfennige. fie für diesen Sonntag dem Verein die Vorstellung im National- von 1866" in Altona( E. H.), 2. dem KrantenunterstützungsZur Lokallifte. In Weißensee schänkt Matthe3, Theater überhaupt verbieten müsse, weil eine zu furze Spanne Bund der Schneider( E. H.) in Braunschweig. Röltestr. 17 b, boyfottfreies Bier. Ringbier führt Helmchen, Beit zwischen feiner Matinee und der am Nachmittag beginnen Landidyll. Unter dieser Spigmarte hatten wir in unfrer Gustav Adolfstr. 130, am Bionskirchhof. In der gestrigen Liste den Vorstellung der Freien Voltsbühne" liege. muß es unter Pankow Meyer, Florastraße, heißen. richtet hatte. widerlegen. Donnerstagsnummer die Vorgänge auf dem Rittergut Hoben= Anch Rigdorf will eine Biersteuer einführen, von der finow bei Eberswalde nach der„ Eberswalder Zeitung" wieder man sich einen Ertrag von 60 000 m. verspricht; es ist jedoch gegeben. Diesem letzteren Blatte geht nun von der Dominials Wie man die Sozialdemokratie vernichtet. Die Befürchtung der Arbeiter, daß bei einer Ver- fehr zweifelhaft, ob die Gemeindevertretung dein Borfchiage der Berwaltung ein Schreiben zu, das den Sachverhalt doch in etwas mittelung der Direktion in Sparangelegenheiten ein erfolgreiches Steuerreform Kommission beistimmen wird. Auch eine erhöhte anderem Lichte darstellt. Der Wortlaut des Pachtvertrags, welcher mittelung der Direktion in Sparangelegenheiten ein erfolgreiches Luftbarkeitsstetter, welche von öffentlichen wie nichtöffentlichen bestimmt, daß das Land desjenigen Bächters, der die aus. Sparen zur Herabsehung des Arbeitsverdienstes Bergnügungen erhoben werden soll, ist von der genannten Som bebungenen Arbeitstage bis zum 30. September nicht abgearbeitet führen würde, ist grundlo3. Es ist den Arbeitern bekannt, daß die Höhe des Stücklohn- mission in Vorschlag gebracht worden. Unsere in der Kommission bat, mit fammt der Ernte vom Gutsherrn wieder eingezogen sitzenden Genossen haben beide Vorschläge energisch bekämpft. wird, ist in der Berichtigung nicht angefochten. Dahingegen Verdienstes vom föniglichen Kriegsministerium festgesetzt ist." Unter diese Säße hinunterzugehen, liegt für Nach§ 11 der Gerüftordnung vom 14. September 1855 wird in dem Schreiben behauptet, daß sechs Arbeiter in diesem Jahre troh wiederholter Aufforderung ihr Arbeitsquantum die Direktion feine Veranlassung vor, sie hat vielmehr sind die bei den Stangengerüsten benutzten Streichsiangen durch nicht geleistet, daß 8 andere seit 3 Jahren teine Bacht gezahlt ein lebhaftes Interesse daran, daß die Arbeiter Kreuzbänder von Strängen zu befestigen und gegen den Erdboden haben, sodaß die Gutsverwaltung, um die Verhältnisse klar zu wirthschaftlich vorwärts kommen und ihr Ver abzusteifen. Die Absteifung hat von Streichstange zu Streich stellen und die eingerissene Unordnung abzuschaffen", auf jedem Dienst so bemeffen bleibt, daß dies möglich ist." stange bis zum Erdboden auf ein festes Unterlager zu erfolgen. Bachtstück eine Furche pflügen ließ, als untrügliches Beichen", Diese tröstlichen Worte standen, wie unsern Lesern vielleicht Es ist die Wahrnehmung gemacht worden, daß diese Vorschrift daß das Pachtland wieder eingezogen werden würde. Daraufhin noch erinnerlich sein wird, in einem Erlaß, den der Direktor des häufig nicht beachtet wird, daß die Streichstangen vielmehr an feien die Arbeiterfrauen sofort zur Arbeit gekommen. Wenn töniglichen Feuerwerks Laboratoriums in Spandau, Herr statt abgefteist, in unzulässiger Weise nur durch Knaggen unterOberstlieutenant Bahn als Aufmunterung zum Wettsparen an stützt werden. Da hierdurch bereits zu wiederholten Malen Un- obiges richtig, dann war allerdings das Recht", den armen die Arbeiter dieses königlich preußischen Musterinstituts ge- fälle verursacht wurden, so sind die Polizeiorgane neuerdings an- Pächtern die Aussaat zu vernichten, auf Seite der Gutsherrschaft. gewiesen worden, auf die Befolgung dieser sowie der übrigen Ueber die Kinderausbeutung in der Hausindustrie Diese von einem höheren Militär den Arbeitern ge- Vorschriften der erwähnten Gerüstordnung streng zu achten, die schreibt man der Franff. 3tg." aus Sachsen: Wie dringend Spendeten Worte scheinen die Leitung der königlichen Benutzung vorschriftswidriger Gerüste bis nach erfolgter Ab- nothwendig es ist, auch für die Haus industrie reichsgesetzMunitionsfabrik in Spandau nichts anzugehen. Denn stellung der Mängel zu verhindern und gegen die Zuwiderliche Bestimmungen zum Schuh der Kinder zu schaffen, beweist das Berliner Tageblatt" fonnte dieser Tage die auch von uns handelnden Strajanzeige zu erstatten. wieder einmal bas Schicksal der sogen. Fädeltinder" in der erzunter aller Reserve registrirte Nachricht bringen, daß den Arbeitern der föniglichen Munitionsfabrik der Lohn um fünf werden in den Wucherprozeß Treuherz- Labafchin, besonders durch Geschäftsgang in der Stickerei wieder besser geht, hausindustriell Ein neues Hannover? Der National- Zeitung" zufolge gebirgisch- vogtländischen Stickerei. Aus den Fabriken sind sie so gut wie vollständig verschwunden, dafür werden sie aber, seit der Pfennig pro Stunde getürat fei.. Wir forderten die die Verhaftung des legteren, zahlreiche Offiziere und auch einige abgeradert. Viele Kinder müssen den ganzen Tag außerhalb der Direktion und die Arbeiter der fönigl. Munitionsfabrik bei Wiebergabe der Nachricht auf, die von dem„ Tageblatt" veröffent: hohe Persönlichkeiten hereingezogen werden. Von dem Labaschin Schulzeit bis Abends 8, 9, 10 Uhr und auch wohl länger arbeiten. lichte Mittheilung auf ihren wahren Werth zurückzuführen, sie zu prozeß werde noch viel schlimmer werden, als der Hannoversche räume sind vielfach äußerst ungesund." Die Kinder sind also aus nahe stehender Seite wird jogar behauptet, dieser Wucher: Der Lohn beträgt höchstens einige Groschen täglich, die ArbeitsBon der Direktion fam feine Richtigstellung, Prozeß. Labaschin selbst soll mit den Namen der von ihm be- dem Regen der fabrikmäßigen Ausbeutung unter die Traufe der wucherten Personen gar nicht zurückhaltend sem. hausindunriellen Ausbeutung gerathen. Die Hausindustrie ist mit Zur Schweichel'schen Mordsache. In der Untersuchung der großkapitalistisch betriebenen Ausbeutung eng verivoben, und gegen den Maurer Thiede verlautet jetzt, daß, entgegen früheren bildet mit dieser ein Ausbeutungssystem. Der Großkaufmann Meldungen, die Anklage noch nicht erhoben ist. Die Aften be- und Großkapitalist steckt den Profit ein; die Hausindustriellen finden sich zur Zeit bei der Staatsanwaltschaft des Landgerichts 11. müffen billig liefern und die Kinder werden dafür ausgesaugt. Einer der Staatsanwälte hat jetzt die Aufgabe, das Ergebniß der Voruntersuchung zu prüfen, und erst dann wird über die Er- ne uß( Rheinproving) zu sein. Sie beschlossen, daß sich die BauWeiße Naben scheinen die Stadtverordneten des Städtchens bebung der Anklage Beschluß gefaßt werden. und Landwirthschafts- Kommission damit befassen sollen, ArbeitsDas Denunziantenthum blüht überall. Dieser Tage soll gelegenheiten zu ermitteln, wodurch der für diesen Winter ein betrunkener Klempner in einem Rigdorfer Lotal eine un- bevorstehenden Arbeitslosigkeit abgeholfen werden könne. Die Arbeitsweise in der Königlichen Munitionsfabrik in bedachte Aeußerung begangen haben. Sofort lief einer der Gäste Spandau ist der Massenakkord, der sich derart gestaltet, daß zu einem Gendarm und denunzite den Klempner wegen Majestäts- eine Denkschrift überreicht worden, welche einen ausführlich Arbeitsamt. Den bürgerlichen Kollegien von Ulm ist der Verdienst unter den Arbeitern der verschiedenen Raz beleidigung, worauf dieser sofort verhaftet wurde. begründeten Antrag auf Errichtung eines Arbeitsamtes enthält. tegorien gleichmäßig vertheilt wird. Nun ist aber für Auf Grund einer Denunziation seiner leiblichen 16 jährigen Arbeitslöhne städtischer Arbeiter. In Kopenhagen die Schlosser vor fünf Jahren z. B. ein Minimallohn Tochter wurde dieser Tage der Tischler K. in Rigdorf wegen von 50 Pf. festgesetzt worden, welcher am 9. September ds. J. Sittlichkeitsverbrechen verhaftet. St. bestreitet jede Schuld und hat infolge der Forderung des Arbeitervereins, daß die Arbeiter gesezt wurde. Auch ist der Akkord jest so gestellt, daß Liebesverhältniß verboten und den Bräutigam" aus dem Hause daß von den 54 bei den Wasserwerken beschäftigten Arbeitern ohne ersichtlichen Grund auf 40 Pfennig herab giebt an, feine Tochter habe ihn denunzirt, weil er derselben ein im Kommunaldienst einen Minimallohn von 30 Dere per Stunde erhalten sollten, eine Enquete hierüber stattgefunden und ergeben, unter ihm kaum 45 Pf. pro Stunde zu verdienen sind. Was gejagt habe. 38 täglich 2 Kr. 30 Dere und der Rest 2 Kr. 35 Dere bis 2 Kr. sollten wir unter dem heutigen Elend im Musterstaate der Sozial75 Dere verdienen. Einige, die öfter Affordarbeit haben, bringen reform, wo tausende arbeitswillige Leute durch die kapitalistische es bis auf 950 Kr. im Jahr.( 1 Krone= 100 Dere Produktionsweise auf die Landstraße gestoßen sind, anderes thun, 121/2 Pf.) Beim Brückenbauwesen werden 197 Arbeiter beals mit dem kochenden Ingrimm in der Brust ergebenst ein schäftigt, die durchschnittlich 786 Str. verdienen, unter ihnen finden hohes Kriegsministerium darum bitten, doch den Verdienst, den wir unter saurem Schweiß für uns und unsere vielfach zahl sich 57 Mann, die nur 731 Kr., und 15 Mann, die nur 583 Kr. reiche Familie erarbeiten müssen, wieder auf die alte Höhe hinauf verdienen. Einige, namentlich Vorarbeiter, verdienen bis 1091 r., was also bereits als ein ungewöhnlicher Arbeitsverdienst zu be= zu sezen? Bon 200 Arbeitern, die von der unserer Ansicht nach trachten ist. Bei den Hafenarbeiten haben 3 Borarbeiter 1016 Str. An Hilfsarbeiter durchaus ungerechtfertigten Lohnherabsehung be8 Anffeher zirka 882 Kr., 7 Arbeiter 720 Kr. troffen worden sind, haben 172 Mann eine solche Petition unterwird beim Brückenbau pro Tag 2,30 Kr. per Tag bezahlt. 40 von ihnen verdienten nur 340 Kr. im Jahr.- Etwas besser bezahlt sind schrieben. die Gasarbeiter, die 2 Kr. 65 Dere bis 3 Kr. 25 Dere per Tag haben. lohn von 30 Dere würde bei normaler Arbeitszeit und 300 ArbeitsDer Durchschnittsverdienst beträgt 1200 Kronnen. Ein Stundenwohl aber erhielten wir von den Arbeitern der Munitionsfabrik eine Zuschrift, die mit folgenden Worten die Nachricht von der neuesten sozialreformatorischen, versöhnend auf die Arbeiterschaft wirkenden That in einem föniglich preußischen Musterinstitut ihrem vollen Inhalt nach bestätigt! Die Zuschrift lautet: Werthe Parteigenossen! Ihrer reservirten Meldung vom 18. b. M. fönnen wir leider nichts anderes hinzufügen, als die Mittheilung, daß die von Ihnen thörichterweise noch angezweifelte 2ohnreduktion in dem vollen von Ihnen gemeldeten Umfange stattgefunden hat. Mit sozialdemokratischem Gruß ( Folgen die Unterschriften). Arbeiterrifiko. Beim Frühstück erschlagen ist am Sonnabend Morgen gegen 9 Uhr der 34 Jahre alte Kutscher Wilhelm Pilarski aus der Michaeltirchstr. 2. Er hatte an der Mauer eines im Abbruch befindlichen Hauses auf Runzlere höhe Platz genommen, als das mehrere Meter hohe Gemäuer plöglich zu fammenstürzte und den Kutscher unter den Trümmern begrub. Obgleich man sofort an die Beseitigung des Schutthaufens, mit aller Kraft heranging, konnte Pilarski doch nur als Leiche heraus gezogen werden. Er ist von dem Mauerwerk erschlagen worden. Das 96. Polizeirevier ließ die Leiche nach dem Echauhause bringen. 1 R. Wir warten aber bis zum heutigen Zage ver Was die fich wohl einbilden! Bürgerliche Blätter gebens auf die Antwort eines hohen Kriegsregistriren die wichtige Geschichte, daß bei der fürzlich erfolgten ministeriums! Richtfeier eines der vielen neuen Gotteshäuser" Berlins das Glas, welches der Polier nach altem Brauch vom Thurm herab tagen eine Jahreseinnahme von 862 Kr. ergeben. Im Ganzen ergiebt sich, daß bei den Wasserwerken und Brückenbauten geworfen, heil auf dem Erdboden angekommen sei. An diesen höchst seltenen Fall" knüpfen die Organe des Gottes Mammon 139 Mann weniger, als jene 30 Dere verdient haben, obwohl bie Vermuthung, daß er so recht gemacht für abergläubische sie zum Theil Affordarbeit hatten. Da die privaten Unternehmer Seelen sei, dessen Ausschmückung sich auch die dichtende Volks- den Satz von 30 Dere bewilligt haben, so zeigt sich wieder, wie feele sicherlich nicht entgehen lassen werde." Alls ob die Volks wenig die Städte heute bei ihren öffentlichen Arbeiten als Musterseele" sich im sozialdemokratischen Berlin überhaupt noch um firchliche Richtfeste und Aberglauben bekümmerte. Auf den Kalmus piepen wir schon lange nicht mehr. Was ist dieser, für sich selbst sprechenden Zuschrift noch hinzuzufügen? Nichts! Höchstens kann man seine Verwunderung darüber aussprechen, daß in den königlichen Staatswerkstätten, in denen bekanntlich nach offizieller Versicherung Sozial demokraten nicht geduldet werden, hier und da wirklich noch ein Arbeiter anzutreffen ist, der bis jetzt noch nicht voller Begeisterung die Lehren der Sozialdemokratie in sich aufgenommen hat. Gins aber noch. Zur Zeit sollen ja der Bundesrath und das preußische Staatsministerium sich den Kopf darüber zerbrechen, wie man dem vermaledeiten Um sturz beikomme. Wir empfehlen den Herrschaften, die sich mit dieser Quadratur des Zirkels abquälen, die Nachricht von der unter der segens: reichen Aera der töniglich preußischen Sozialreform in einem töniglich preußischen Musterinstitut erfolgten Lohnherabsetzung recht angelegentlich als Material zum wohl geneigten Studium! " Die Sammelliste 6756 der ausgesperrten Brauereiarbeiter loren gegangen ist. Man wolle dieselbe an die Kommission der ist anzuhalten, da dieselbe der Angabe des Empfängers nach verBrauereiarbeiter, Blumenftr. 38, abliefern. betriebe betrachtet werden können. Ueberall das gleiche Elend. Aus Paris wird unterm 20. gemeldet: Im Laufe des gestrigen Tages haben 5 Personen aus Noth Selbstmord begangen. Gerichts- Beitung. Der bisher völlig präzedenzlose Fall, ob der ChefPolizeibericht. Am 19. d. M. Vormittags erschoß sich ein redakteur einer Zeitung verpflichtet ist, eine Berichtigung, zu der Kaufmann in einem Hotel. In der Bülowstraße wurde Nach sein Amtsvorgänger verurtheilt worden war, aufzunehmen, ist mittags ein neunjähriger Knabe durch einen Pferdebahnwagen Sonnabend von dem Rostocker Schöffengericht gegen den Chefüberfahren und an Kopf und Beine verlegt. Abends tödtete redakteur des„ Rostoder Anzeigers", Dr. Konicki, dahin entschieden sich ein 17jähriger Gymnasiast in der in der Lichtenstein- Allee worden, daß der Angeklagte freizusprechen ist und sämmtliche belegenen Wohnung seiner Eltern durch einen Schuß in den Roiten, einschließlich der Bertheidigung, der Staatstaffe aufzuAus dem Juferatentheil eines Familienblattes. Der Kopf. Am 20. d. M. Morgens wurde auf dem Grundstück erlegen sind. Das Urtheil sagt, daß das Amtsgericht, welches in Aus dem Juferatentheil eines Familienblattes. Der Runzlershöhe ein Kutscher durch eine umstürzende Mauer er derfelben Sache gegen den früheren Redakteur das Urtheil heutige Lotal- Anzeiger" bringt folgende Annonce! schlagen. Im Laufe des Tages fanden sieben Kleine Brände erlassen hatte, dadurch nicht betheiligte Behörde im Sinne des § 11 des Preßgefeges geworden und deshalb nicht berechtigt ist, Witterungsübersicht vom 20. Oftober 1894. die Aufnahme einer Berichtigung anzuordnen. Junge, schneidige Damen mit befferer Toilette werden bei hoher Gage als Tänzerinnen sofort engagirt in Maison rouge, Dresdenerstr. 96. In Lokalen von der Sorte des Maison rouge verfehren befanntlich die jugendlichen Greise aus der aristokratischen und statt. bour geoisen Lebewelt, um mit Mädchen, welche die Noth ent- Stationen. weder zur verschämten oder unverschämten Prostitution getrieben hat, die Goldfüchse ihrer Väter durchzubringen. Es lebe der Kampf der bürgerlichen Presse für Ordnung, Religion und Sitte! Gegen den Anarchisten Eicke ist, wie das Bureau Herold meldet, von der hiesigen Staatsanwaltschaft Anklage wegen Aufreizung zur Gewalt und Aufforderung zum Mundraub er: hoben worden. Barometers stand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. QQ Windrichtung Windstärke NAATINA( Stala 1-12) Wetter woltig bedeckt bedeckt bedeckt Temperatur ( nach Celsius 55498a Swinemünde. Hamburg. Berlin Wiesbaden. München 760 757 757 751 Still 753 GO Regen Wien 755 Nebel Die Nachricht von der Flucht des Bankiers Löwy aus Haparanda Rawitsch, die uns von vertrauenswürdiger Seite auging, soll sich Petersburg nicht bestätigen. Cort. 760 Still wolfig -13 761 NNO bedeckt 3 750 NNO Regen 4 759 D 6 woltig 6 748 NO Regen 6 Wenu Staatsanwälte im Reiche der Gottesfurcht und frommen Sitte einen Preßsünder vor Gericht zum Bösewicht stempeln, weil dieser irgend eine beleidigende" Neuigkeit in einem nebenfächlichen Buntte unrichtig gebracht hat, so führen sie für die Schuld des Angeklagten mit Vorliebe ins Feld, daß er sich vorher an betreffender Amtsstelle hätte erfundigen sollen, ob die ihm zugetragene Nachricht auch richtig sei. Was es mit der amtlichen Bereitwilligkeit zur Auskunftsertheilung an Redaktionen auf sich hat, haben naive Gemüther zwar schon zu Dußenden Malen erfahren müssen, aber dann und wann nimmt doch immer noch ein braver Mann den staatsanwaltlichen Rath ernst. So gestern der Lotal- Anzeiger", der auf das Dementi der auch von uns gebrachten Nachricht über die Flucht des Bankiers Löwy aus Rawitsch bei der Direktion des dortigen Buchthauses fich tele graphisch Auskunft erbat und natürlich die Antwort erhielt, daß jede Auskunft über den Fall verweigert werde. Aberdeen Paris 50( S. 4° R.) Wetter- Prognose für Sonntag, den 21. Oktober 1894. Ein wenig wärmeres, ziemlich trübes Wetter mit Regenfällen und mäßigen bis frischen südlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Soziale Cleberlicht. Der Redakteur und Verleger des Sozialist", Buchdrucker Weidner, stand gestern wegen Preß übertretung, Beschimpfung von Einrichtungen der christ lichen Kirche, Aufreizung zum Klaffenhaß und Majestätsbeleidigung vor der 9. Strafkammer des Landgerichts 1. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der Deffentlichkeit statt. Unter Anklage stand eine Reihe von Artiteln in Nr. 30-35 und Nr. 37 bes Sozialist". Staatsanwalt Dr. Benedig beantragte eine Gesammtstrafe von drei Jahren Gefängniß. Der Gerichtshof erachtete zunächst der Angeklagten der Uebertretung des Preßgefeßes für schuldig und verurtheilte ihn deswegen zu 50 M. Geldstrafe, welche durch die Untersuchungshaft als verbüßt angesehen wurde. Von der Anklage der Beschimpfung von Einrichtungen der christlichen Kirche wurde der Angeflagte freigesprochen und in den übrigen Fällen der Anklage aber verurtheilt. Der Gerichtshof nahm an, daß durch den einen Artikel in der That zu Gewaltthaten aufgereizt worden sei, da direkt auf Aufrube und Empörung verwiesen und gesagt werde: Die Herrschaftslosigkeit - Die Majestätss beleidigung wurde in einem Gedicht von Glasbrenner erblickt, solle durch die That herbeigeführt werden. welches an sich zwar schon älteren Datums ist, aber mit dem Motto: Sic volo, sic jubeo" versehen worden war. Da in diesem Gedicht ein Mann gegeißelt wird, der nach Willkür und verfaffungswidrig regiert und der Gerichtshof durch Vorsehung jenes Mottos außer Zweifel darüber war, auf wen das Gedicht gemünzt war, so erachtete er eine Majestätsbeleidigung für vorliegend. Der Gerichtshof erkannte gegen den Angeklagten auf eine Gesammtstrafe von einem Jahre Gefängniß und verfügte auch die Einziehung der betr. Platten und Formen. Der Ausschuß der preußischen Aerztekammern tritt am 23. b. M. in Berlin zu einer Sizung zusammen. Die Kammer für Berlin hat einen bemerkenswerthen Antrag eingebracht, der verlangt, daß an den Universitäten über soziale Gefet gebung mit besonderer Rücksicht auf die praktische Medizin unterrichtet werden soll. Weiter soll ein Antrag der Kammer für die Rheinprovinz zur Berathung tommen dahin gehend, den Unterrichtsminister zu ersuchen, daß die Grundzüge einer Polizeilich verboten wurde eine vom Leseklub Freiheit" Medizinalreform, bevor sie im Staatsministerium endgiltig feftDer Verein zur Regelung der gewerblichen Ver. in Rixdorf zu heute veranstaltete Matinee, in der Franz Held's gestellt werden, den Vertretern der Aerzte unterbreitet werden. hältnisse der Töpfer und Berufsgenoffen beschäftigte sich in Schauspiel Ein Fest auf der Bastille" gegeben werden sollte. Die Bescheinigung, daß sie, vorbehaltlich der Höhe des feiner Sigung vom 19. Oktober mit dem derzeitigen Stand des Zuerst war dem Berein die Aufführung des Stückes an sich ver- Krankengeldes, dem§ 75 des Krankenversicherungsgefeßes ge- Fensterstreits. Daudert theilte dazu mit, daß die fühnen boten worden; als dann beabsichtiat wurde, den alten Glöckner nügen, ist nachstehenden Kaffen ertheilt worden: 1. der Unter- Hoffnungen, au welchen der Besuch der Versammlung vom So findliche Anfragen erlaubt sich auch heutigen Tages höchstens noch ein unparteiifches" Blatt. W Dersammlungen. 15. Oftober berechtigte, fich als eitel erwiesen haben. Zum Inachweis. Diese Beschwerden wurden bem Vorstand zur Erledifünften Male streitten die Töpfer jetzt wegen der Fensterfrage, gung überwiesen. aber in feinem der vorangegangenen Jahre sei der Stand des am M B " 0 " Vermischtes. = Etreits so erbärmlich gewesen, wie in diesem Herbfte. Die Charlottenburg. Zwecks Neuwahl der Delegirten zum Das aktuellste Blatt Deutschlands ist unzweifelhaft das in der vorigen Versammlung aufgestellten Forderungen Parteitag in Frankfurt a. M. tagte hier im Lokal Bismarcks Marburger Tageblatt". Wir müssen beschämt eingestehen, daß scheiterten an der Haltung der Zentralisirten, die sich, höhe" ain 19. Oftober eine öffentliche Parteiversammlung für der kostspielige telegraphische Dienst, den wir für die Berichtwo Lokalorganisirte die Arbeit niederlegen, mit denselben den Reichstagswahlkreis Teltow Beeskow- Storkow Charlotten erstattung vom Frnkfurter Parteitag eingerichtet haben, ganz nicht solidarisch erklären. Redner nennt eine Anzahl Bauten, burg. Das einleitende Referat hielt Genoffe Kasper Steglit. vergeblich war, wir sind von dem nationalliberalen„ Marburger auf welchen die Lokalorganisirten die Arbeit niedergelegt, die In der Diskussion rekapitulirte zunächst der Vorsitzende Görte: Tageblatt" vollstängig geschlagen. Denn während wir erst Zentralisirten dagegen bei offenen Fenstern weiter arbeiten. Nur Charlottenburg die in der letzten Parteiversammlung des Streises während des Parteitages über denselben berichten können, bei Jahnke in der Krautstraße hätten sich die Zentralisirten an in Adlershof angenommenen Anträge. Speziell rechne er bestimmt hat das Marburger Tageblatt" schon in seiner Nummer den Beschluß ihrer Filiale nicht gekehrt, sondern einmüthig mit darauf, daß der§ 6 des Parteiprogramms eine andere Fassung vom 16. Oktober einen Leitartikel betitelt" Vom gestrigen den anderen Kollegen die verglasten Fenster gefordert, und die erhalten werde.( Beifall.) Grubl Nowawes vermiste fozialdemokratischen Parteitag in Frankfurt am Main". Folge sei gewesen, daß dort nun alle bei verglasten Fenstern unter den Anträgen solche, die sich eingehender mit der Nachdem das Professoren Blättchen des langen und arbeiten. Folgende Resolution wird vorgeschlagen: Nachdem Gemeinde Bertretung befaffen. Den Genossen sei bisher breiten über die Verhandlungen berichtet hat, schließt es seinen die Töpfer seit fünf Jahren Mitte Oktober in den Fensterstreit zu wenig Material geboten worden, um sich zu solchen Artikel mit den Worten: Ueber die Beschlüsse sind noch traten, um ihre Gesundheit, das böchste Gut, vor den Un- Aemtern vorbereiten oder wo sie solche bereits einnehmen, ge- feine Nachrichten eingegangen." Die guten Marburger werden bilden der rauhen Herbstwitterung zu schützen, sahen sie sich auch in nügend instruiren zu können, wie sie sich bei den verschiedenen sich da noch 8 Tage gedulden müssen. Es wäre schade, wenn biefem Jahre veranlaßt, am 15. Oftober in einer von ca. 800 regen zu verhalten bezw. ihre Abstimmung einzurichten haben. Das Blättchen feinen gewandten Leitartikelschreiber wegen dieses Personen besuchten Versammlung, dieselben Beschlüsse wie in den Es wäre daher mit Freuden zu begrüßen, wenn der Parteitag fleinen Unfalles verlieren sollte. Vorjahren zu faffen. Ihre gerechten Bestrebungen wurden aber arbeiten. Ihoma 3- Rixdorf war dagegen der Meinung, der frühere Kanzler Zeist beauftragt worden sei, das projektirte Jemanden beauftragen würde, einen derartigen Leitfaden auszu- Leift. Das an der Börse verbreitete Gerücht, daß der durch das unverantwortliche Verhalten der hiesigen zentralen Richtung nicht nur ungemein erschwert, sondern geradezu illusorisch Parteitag solle den Genoffen mit auf den Weg geben, überall Moral Handbuch der Gesellschaft für ethische Kultur" zu Es wurden in der hiesigen Filiale des Allgemeinen da, wo geeignete Personen nicht vorhanden sind, lieber von einer schreiben, hat sich, wie wir hören, als unbegründet herausgestellt. Vereins der Töpfer und Berufsgenossen Deutschlands, nachdem Wahlbetheiligung zur Gemeindevertretung Abstand zu nehmen. Kladderadatsch". die Anhänger dieser Richtung fast ausnahmslos den ganzen Tag und hält es für besser, derfelbe verschwände ganz daraus Bur Bürgerunterschriften, um auf dem Wege der sogenannten Initiative Der Aenderung des§ 6 des Parteiprogramms widersprach er Die Gegner der Vivisektion sammeln in Zürich 5000 am 15. Oftober gearbeitet, am Abend trotz Kenntniß unserer am 15. Oftober gearbeitet, am Abend trotz Kenntniß unserer Religionsfrage äußerten sich noch Labjuhn Lichterfelde,( das ist das den schweizer Bürgern durch die Verfaffung gewähr vorher gefaßten Beschlüsse bei ihnen Beschlüsse der entgegengefeßten Art gefaßt, welche ein Attentat auf unsere Sache Charlottenburg. Nach Schluß der Diskussion gab Börte bekannt, fettion bei Buße und Gefängniß im Kanton Zürich zu verbieten. gefeßten Art gefaßt, welche ein Attentat auf unsere Gache Köppen- Rigdorf und Beier, Flemming, Klick und Voigt leistete Recht, selbständig Gesezentwürfe einzubringen) die Vivibedeuten. Tie Versammlung veruntheilt daher die Handlungs daß 3ube il fein Mandat als Telegirter zum Parteitag wegen Sind 5000 Unterschriften beisammen, dann müssen die Bürger weife jener Filiale aufs nachdrücklichste und spricht der letteren für die Zukunft das Recht ab, in Kräntlichkeit seiner Frau niedergelegt habe, während das des Ge- des Kantons Zürich über die Vivisektionsfrage abstimmen. Reihen der Arbeitsgenossen als auf dem Boden der modernen nossen Sigerist Charlottenburg beanstandet werde. Aus In Belgrad ging am Freitag ein heftiges Gewitter nieder, Arbeiterbewegung stehend zu gelten. In der Diskussion nahm praktischen Gründen empfahl Labjuhn die Wahl der als wobei Hageltörner in der Größe von Wallnüssen fielen. eine ganze Anzahl Kollegen das Wort, um das Verhalten der tüchtige Landagitatoren bekannten Genoffen Kasper- Steglitz Tausende von Fenstern wurden zertrümmert, doch entstand fein Zentralisirten entschieden zu verurtheilen. Es wurde ausgeführt, und Gruhl- Nowawes. Diesem Vorschlag stimmte die Ver- weiterer Schaden. daß auf den Bauten, wo viele Zentralisirten beschäftigt find, in ſammlung zu. Flemming ersuchte noch um regen Besuch der Ju Andalusien herrschen, wie aus Madrid gemeldet wird, følge des Weiterarbeitens derselben die Pläge der ftreifenden am Sonntag, Nachmittag 3 Uhr, im felbigen Lofal stattfinden- Stürme. Sevilla und Cordova sind zum Theil überschwemmt; Lofalorganisirten leicht befeht würden. Es sind auch Fälle vor den Gewerkschaftsversammlung. Nach Wahl der Genossen Klick, man befürchtet, daß der Guadalquivir aus seinen Ufern treten wird. gekommen, daß Kollegen, die gar keiner Organisation angehören, Rube und 3 erbe zu Revisoren der Vertrauensleute erfolgte für die Forderung der Fensterverglasung mit den Lokalisirten der Schluß der Versammlung. zusammen die Arbeit niedergelegt, die zentralisirten aber ruhig weiter gearbeitet haben. Die Versammlung nimmt die eingebrachte Resolution einstimmig an und beschließt, den Streif fortzusetzen. Bei der Kontrolle sind bisher als zu Unterstüßende gemeldet: 149 Kollegen mit 157 Kindern, davon in Charlottenburg 10 Kollegen mit 8 und in Steglit 8 mit 10 Kindern. Nach furzer Diskussion fand hierzu folgende Resolution Annahme: Die Versammlung erkennt an, daß die Fensterfrage mehr und mehr zur Prinzipienfrage jedes Einzelnen wird, und beschließt daher, eine Streitunterstützung für die ersten sechs Tage nicht zu zahlen, sondern erst von der nächsten Woche an zu gewähren. Ausgeschlossen davon sind nur diejenigen, welche in der Woche drei Tage in Arbeit stehen; Die geltlich). felben sind jedoch für die betreffende Woche betreffende Woche auch von der Abführung der Prozente zu entheben." Auch die Entschädigung der Kontrollkommission wurde für die erste Woche abgelehnt; nur die baaren Auslagen sollen derfelben für die erste Woche vergütet werden. Die arbeitenden Kollegen haben bereits vom Sonnabend, den 20. Ottober, an 10 pCt. von ihrem Verdienste zum Unterstützungsfonds abzuführen. Für den aus der Kontrolltommission ausscheidenden Kollegen John wurde Eichstädt gewählt. Im Fachverein der Stuckateure referirte am 15. Ottober Genosse Hoffmann über das Thema:" Cäsarismus im alten Rom." In anbetracht der anderen wichtigen Gegenstände, die noch zur Verhandlung standen, wurde von einer Diskussion Abstand genommen. Der Antrag der Arbeitsnachweis- Kommission, die Sonntagskontrolle aufzuheben, wurde einstimmig angenommen. Zum dritten Punkt, die Fensterfrage, wurde folgende Resolution angenommen: Der Fachverein der Stuckateure bedauert, wegen des allzu großen Indifferentismus der Kollegen teine Stellung zur Fensterfrage nehmen zu können; jedoch wird jedem Kollegen zur Pflicht gemacht, so viel wie möglich dafür zu sorgen, daß die Fenster verglast werden. Zum Schluß erhoben einige Kollegen befichtigen. Beschwerden über angebliche Unregelmäßigkeiten im ArbeitsFür den Inhalt der Jnierate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, den 21. Oktober. Freie Volksbühne( National Besuchszeit Die National: Briefkaffen der Redaktion. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( Bwei Buchstaben oder eine Batl anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Mephistopheles. Anonym nicht verwendbar. Heidelberg, J. H. Sie können beides durch die Buchhandlung des Vorwärts", Beuthstr. 2, beziehen. 9 verschiedener Museen und sonstiger Sehenswürdigkeiten. Altes und Neues Museum am Lustgarten. Besuchszeit täglich, mit Ausnahme des Montags in den 6 Wintermonaten von 10-3 Uhr, in den Sommermonaten von 9-3 Uhr: Gonntags im April- September 12 bis Dezember und Januar 12-3 Uhr( Unentgeltlich). 6 Uhr, Oktober und März 12-6 Uhr, November und Februar 12-4 Uhr, gallerie in der Museumsstraße. Besuchszeit Wochentags von 10-3 Uhr A. S. Ihr„ Astrachaner Tran" ist uns auch nicht bekannt. ( Montags ausgenommen). Sonntags im April- September von 12 bis Vermuthlich ist damit Astrachaner Raviar resp. der Thnan vom 4 Uhr, Januar und Dezember 12-3 Uhr( Unentgeltlich). 6 Uhr, im März und Ottober 12-5 Uhr, Februar und November 12 bis Stör gemeint. In Ermangelung dessen belegen Sie vielleicht KunstgewerbeMuseum, Bring Albrechtstr. 7. Geöffnet an den Wochentagen( Montags Ihren blaugefrorenen Glanzpunkt mit Walfisch- Thran. ausgenommen) im Sommer von 9-3 Uhr, im Winter von 10-3 Uhr, A. 2, W. D. Unterstübung der Familien.AnNovember und Februar 12-4 Uhr, Dezember und Januar 12-8 Uhr( Unent: Mannschaften. Der Anspruch auf die Unterstützung ist bei Sonntags, April- September von 12-6 Uhr, Ortober und März 12-5 Uhr, gehörigen zu Friedensübungen eingezogener Museum für Böltertunde, Königgrägerstr. 120. Besuchs lofteritr. 35. Besuchszeit Conntags wie im Kunstgewerbe- Museum. Außer berufene zur Zeit vor zeit wie im Kunstgewerbe- Museum( Unentgeltlich). ygiene- Museum, der Gemeindebehörde des Drts zu erheben, an dem der Gindem Dier stags und Freitags von 10-2 Uhr( unentgeltlich). der Uebung seinen gewöhnlichen Museum für Naturkunde, Invalidenftr. 42 Aufenthaltsort hatte. G3 genügt also ein Schreiben etwa Besuchszeit Sonntags wie im Kunstgewerbe- Museum. Außerdem Montags und Sonnabends von 11-3 Uhr. folgenden Inhalts: An den Gemeindevorstand( Magistrat oder Museum für deutsche Boltstrachten und Erzeugnisse des bergl.) von " Ich bin( war) vom. bis.. ausgewerbes, lofter ftr. 36. Jeben Tag mit Ausnahine des Mittwochs zu einer von 11-2 Uhr geöffnet. Eintrittsgeld: Grwachsene 50 Pf., Kinder 25 B., Reserve( Landwehr-) Uebung eingezogen. Ich beanspruche für öffnet Conntags 12-2 Uhr, Montags, Dienstags, Donnerstags, Freitags von besteht aus meiner Frau und Bereine Gonntags 10 Bf. Reichs post- Museum, Leipzigerstr. 16. Gemeine Familie die ihr zustehende Unterstügung. Meine Familie 11-2 Uhr( unentgeltlich). Kindern. Die Kinder sind Rathhaus, Königstraße. Geöffnet täglich Adolf am... u. f. m. Der An außer Donnerstag und Freitag von 11-8 Uhr( unentgeltlich). Aussichtsthurm geboren: Elfe am.... Kunstausstellung des Bereins Berliner Stunftter. spruch erlischt, wenn er nicht spätestens binnen vier Wochen nach Wilhelmftr. 92. Sonntags 11-2 Uhr, Wochentags 10-4 Uhr. 50 Bf. Entree. Beendigung der Uebung erhoben wird. Die Unterstützung beträgt Sternwarte, Endeplag sa. Mittwochs und Sonnabends von 9 bts für die Ehefrau 30 pet., für jedes sonst unterstügungsberechtigte 11 Uhr Vormittags. Urania, Wissenschaftliches Theater. Sternwarie. Invalidenfir. 57-62. Geöffnet von 5 Uhr Nachmittags bis 10% Uhr Abends. Familienmitglied 10 pCt.( insgesammt aber höchstens 60 pct.) Entree 50 Pf. Buschlag für Theater von 50 Pf. bis 2 M. Aquarium, des ortsüblichen Tagelohns für erwachsene männliche Arbeiter Schadowfir. 14. Geöffnet von 9-6 Uhr. Entree Sonntags 50 Bf., an jedem Caftan's Panoptitum, Friedrichftraße. Geöffnet 10-10 Uhr. Gin trittspreis 50 Pf. Baffage, Banorama, Am Lehrter Bahnhof. Sonntags von 9-9 Uhr. Entree Panoptikum 10-10 Uhr. Eintrittspreis 50 Bf. Marine 50 f.eapel- Panorama am Bahnhof Zhiergarten, swet neue Dioramen: Statatomben bes Kapuzinerflofters zu Palermo und Besuvausbruch Sonntags 25 Pf. Eintrittspreis. Das Panorama ift bis 17 Uhr Abends Boologischer Garten, Zügowufer. Sonntags Borfig's Garten mit Palmenhaus, Alt- Moabit 85-86 Gintrittspreis 50 f. 50 Pf. legten Sonntag im Monat 25 Pf. 50 Pf. am Aufenthalt des Einberufenen. Unterstützungen sind für Uebungen der Reserve, Landwehr und Seewehr, sowie für die zweite und dritte Uebung der Erfahreserve zu zahlen. Die Unterftügungen gelten nicht als Armenunterstützungen und find jeder Pfändung entzogen. Das Gefeß ist am 1. Juli 1892 mit rückwirkender Kraft bis zum 1. April 1892 in Kraft getreten. Der Anspruch auf Unterstügungen ist Jahrzehnte lang vordem im Reichstage von den Sozialdemokraten erhoben. Schiller- Theater. Adolph Ernst- Theater Castan's Passage- Panopticum. Charley's Taute. Schwant in 3 Aften v. Brandon Thomas. Vorher: ( Wallner- Theater.) Wallner- Theaterstrasse. Sonntag, 21. Oktober, Nachm. 3 Uhr: Die Räuber. Abends 8 Uhr: Der Die Bajazzi. Veilchenfresser. Barodistische Poffe in einem Att von Ed. Jacobson und Benno Jacobson. Musik von Franz Roth. gefeßt Dichter- Abende im Bürgersaale des Rathhauses, Abends 71/2 Uhr: Chamisso- Abend. Theater.) 11. Serie. 3. Abthei- autas, den 22. Oktober, Abends Lung, Nachmittag 3 Uhr: Der Biberpelz. Opernhaus. Der Prophet. Montag: Keine Vorstellung. Wie die Alten Schauspielhaus. sungen. Montag: Dieselbe Borstellung. Leffing Theater. lingsschlacht. Die SchmetterMontag: Madame Sans- Gêne. Deutsches Theater. Die Kameraden. Montag: Dieselbe Borstellung. Berliner Theater. Die Here. Montag: Ein Erfolg. Schiller Theater. Der Beilchenfresser. Montag: Der Menonit. Urues Theater. Komödianten. Montag: Dieselbe Vorstellung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Vogelhändler. Montag: Dieselbe Vorstellung. Rehdenz- Theater.( Théâtre libre.) Blanchette. Le Baiser. Montag: Diefelbe Vorstellung. Theater Unter den Linden. Dr pheus in der Unterwelt. Morgen: Dieselbe Borstellung. 8 Uhr: Der Menonit. Central- Theater Alte Jakobtraße Nr. 30. Direktion: Richard Schulz. In Szene gesezt von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. National- Theater. Emil Thomas a. G. Anna Bäders. Josefine Dora. ber Zum 51. Male: O! diese Berliner! Große Poffe mit Gesang und Tanz in 6 Bildern nach Salingre's Reise durch Berlin von Julius Freund. Mufit von Jul. Ginödshofer. Raffeneröffnung 61/2 Uhr. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Morgen und folgende Tage: 0, diese Berliner! Circus Renz Carlstrasse. Bellealliance Theater. Königonntag, den 21. Oktober cr., B Krause. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Montag: Diefelbe Borstellung. Central- Theater. O! diese Berliner! Montag: Dieselbe Borstellung. Aleranderpla Theater. Nach • Stachmittags 2 Uhr: Gr. Matinée. Auf auf zur fröhlichen Jagd. Außerdem: das Feuerpferd Elimar, vorgeführt vom Dir. Fr. Renz. Prinz, ger. v. Herrn R. Renz. Cromwell und D. Steiger Alep, ger. von Fil. Wally Renz; d. Akrobaten Gebr. Eugene etc. Abends 7/2 Uhr: Sonnenuntergang.- Gin Model. Auf auf zur fröhlichen Jagd. Montag: Dieselbe Vorstellung. National- Theater. Der Raub der Ferner: d. onpr. Hengst Blondel Helena. Lumpaci- Bagabundus. u. Monstre- Tableau von 60 Pferden, Montag: Dieselbe Vorstellung. Reichshallentheater. SpezialitätenBorstellung. Apollo Theater. Borstellung. Spezialitäten Banfmann's Variété. Spezialitäten Borstellung. Schulvorgeführt v. Dir. Fr. Renz. quadrille, ger. v. 8 Herren. Beautiful und d. Springpferd Blitz, ger. v. Frau Renz- Stark; b. Clowns Gebr.Villand etc. Montag: Parade Fetvarstellung. Fr. 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Reinhardt zu seinem heutigen Wiegenfefte ein dreifaches Hoch! daß die ganze Schulstraße wackelt. 445b Hermann, det heute naß wird, is stabil! F. W. Todes- Anzeige. Den Mitgliedern des Vereins der Einsezer( Tischler) Berlins und Umgegend zur Nachricht, daß unser Kollege Berliner Aquarium. Julius Strauch, Unter den Linden 68a- Ecke der Schadowstr. Eing. Schadowstr. 14. Heute Sonntag: Eintrittspreis 50 Pf. 50 Pf. Wißmannstraße 22-23, verstorben ist. Die Beerdigung findet heute, Sonntag, Nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Thomas- Kirchhofes, Reichhaltige Ausstellung von Hermannstraße, in Rigdorf, aus ftatt. Land- und Seethieren, wie Affen, 116/8 Der Vorstand. Riesenschlangen, Krokodile, Haiund Tintenfische, Quallen etc.[ 164M Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Entree: Wochent, 20 Pf., Sonntags 40 Pf. Anfang: Wochent. 71/2 Uhr, Sonntags 6 Uhr. R. Winkler.3 Tr. bei Schulz. Brivat- Mittagstisch( 50 Pf.) Theilnehmer erwünscht. Luisen- user 28, Homöopath. 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Die Kollegen der genannten Werkstätten sind besonders eingeladen. Der Vorstand. Große Mitglieder- Versammlung Zentral- Kranken- u. Sterbekasse sämmtl. Sassenmitglieder und Arbeitgeber in Deigmüller's der Tischler n. s. w. Oertliche Verwaltung Berlin H. im Mitglieder- Versammlung am 22. Oktober 1894, Abds. 81/2 Uhr, Lokale des Herrn Tolksdorf, Görlitzerstr. 58. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 3. Quartal 1894. 2. Verschiedene Kassenangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. 237,6 Buchhandlung des„ Vorwärts" Berlin SW., Benth- Straße 2. Zu herabgeschten Preisen empfehlen wir folgende Geschichts- Werke: Brosch, Oliver Cromwell und die puritanische Revolution. 526 Seit. Mt. 2,50 Statt Mt. 10, Geschichte der GironLamartine, dien. 8 Bde. 2665 Seit. Statt Mt. 9,60 Lecky, Mr. 4, Geschichte der Aufklärung in Europa. 2 Bände. 640 Seiten. Statt Mt. 9, Mt. 5, Sitten Geschichte Europas. 2 Bände. 731 Seiten. Statt Mt. 9,- Mt. 5, Geschichte MarkenSalon, Alte Jakobstr. 48a. Tagesordnung: Erfahwahl der ausgeschiedenen Delegirten( 98 Arbeitnehmer und 23 Arbeitgeber). Quittungsbuch legitimirt. Der Vorstand. H. Wentker, Vorsitzender, Memelerstr. 61. Maler. 500b auch stundenMöbl. Schlafstelle für zwei Herrn Buchführung, wife, besorgt Brandenburgstr. 4, vorn 4 Treppen suverlässig stofn, Saarbrückerſtr. 7. bei Bäcker. gut erhalten, Dauerbrand- Schlafstelle f. Genossen Marianne öfen, Eisenöfen, Ben, transportable Koch- ſtraße 39, 3 Tr. l. maschinen, alle Größen billig, Braun, Lothringerstr. 108. hochfein. Verkäufl. StralHohlroller understr. 30, Laden. Herren- Anzüge nach Maaß unter Garantie für 30. guter Ausführung 4606 Schlafstelle bei Ficius, Münche bergerstr. 28, vorn 2 Tr. 4476 Möbl. Schlafft. n. v., sep., f. 2 anst. Leute 7 M. Wwe. Gesch, Adalbertstr. 84. Mbl. Schlafft. Reichenbergerstr. 153, Seitenflügel 3 r. r. bei Oswald, zum M. 8 Tr. H. Graf, Blumenstr. 3. Möbel1. 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Die Kollegen werden ersucht, die in ihren Werkstätten beschäftigten Arbeiterinnen auf diese Versammlung aufmerksam zu machen. Um recht pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht Die Agitationskommission. 162/6 eröffnet habe. Billard und Vereinszimmer stehen zur Verfügung. Heinrich Pinzer. 4976 Alte Jakob: 5246 Freundl. Schlafft., Miethe 6 Mart, Wwe. Dergel, Manteuffelstr. 73.[ 5255 Möbl. Schlafft. für 2 Herren ManDeigmüller's Saal, e 48a. teuffelstraße 51, v. 2 Tr., Fr. Winzens. Sonntag, d. 21. Oftbr.: Großer Ball. Habe den 1. Weihnachtsfeiertag, Sonnabend, den 24. November, und den Künstl. Zähne, 1. darantie, femeral, Babufchmerz beseitigt, schmerz: 1. Dezember 1894 zu vergeben. loses Bahnziehen. Theilzahlung. Goldstein, Oranienftr. 123. Rohtabak, Ernst Förster, * Berg- Bräu Fürth. Itefert 496b Frdl. Schlafft. 3. vm. Wwe. Meyer, Rüdersdorferstr. 17, IV, Ecke Koppenstr. Freundl. Schlafft. Tempel, Naunyn522b straße 2, v. 4 Tr. r. Möbl. Schlafft., sep. Eing., an 2 H. Nürnberg. 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Die Vertreter des Brauerrings hatten die Stirn zu fordern, daß der Friedensschluß davon abhängig gemacht werde, daß 33 Arbeiter nie mehr in den Betrieben der Ringbrauer beschäftigt werden. Arbeiter! Parteigenossen! Ohne jeden Anlaß seitens der betreffenden Arbeiter sind am 16. Mai Hunderte aufs Pflaster geworfen worden. Und nun sollen nach monatelanger Aussperrung, nach monatelangen Entbehrungen dreiunddreißig Arbeiter dauernd dem Elend, für immer der Eristenslosigkeit, also dem langsamen Zugrundegehen überliefert werden, dreiunddreißig Mann, von denen keiner Schuld an dem Boykott trägt. Sie sollen als Opfer des Kapitalistenübermuthes auf der Strecke bleiben. An der barbarischen Doppeldezimirung des 16. Mai hatte der Brauerring nicht genug- seine Rache verlangt die Vernichtung von weiteren dreiunddreißig Existenzen. Arbeiter! Genossen! Wir wissen, daß wir in Eurem Sinne gehandelt haben, als wir diesem ungeheuerlichen Anfinnen ein empörtes furzes Mein entgegenseiten und die Verhandlungen abbrachen. Die Arbeiter Berlins konnten und wollten einen ehrlichen Frieden schließen; niemals aber werden wir unsere Hand dazu bieten, niemals werden die klaffenbewußten, in den Gewerkschaften und der Sozialdemokratie organisirten Arbeiter dulden, daß ein geschlossen wird. ehrlofer Friede Nun ist die Entscheidung getroffen. Der Boykott muß mit erneuter und vermehrter Energie fortgeführt werden. Die Parole Kein Tropfen Ringbier muß mit unwiderstehlicher Macht zur Durchführung gelangen. Jeder einzelne Arbeiter muß seine ganze Kraft aufwenden, um den Boykott zur vollen Wirkung zu bringen. Dazu ist nöthig, daß die gesammte Arbeiterschaft mit verdoppelter Kraft Hand ans Werk legt, die zur Organisation, Ueberwachung und Durchführung des Boykotts erforderlichen Maßregeln energisch zu unterstützen. Es bedarf aller Kraft, aller Energie, denn die Brauerdirektoren haben offen erklärt, die Unterwerfung der Berliner Arbeiterschaft durch neue Maffens maßregelungen erzwingen zu wollen! Arbeiter, Parteigenossen! Der Brauerring hat zwar Millionen zur Verfügung und wird in diesem Klassentampfe auch fernerhin Hunderttausende opfern; hinter uns aber stehen die Massen, auf unserer Seite ist das Recht, ist die Begeisterung, ist der Opfermuth. Und an Euren Opfermuth appelliren wir abermals. Die unschuldigen Opfer kapitalistischen Uebermuthes dürfen nicht dem Hunger preisgegeben werden. Seit Monaten liegen diese Hunderte existenzlos auf der Straße. Wir wenden uns deshalb an die Arbeiter von ganz Deutschland um thatkräftige und schnelle Unterstützung. Der Kampf ist uns aufgezwungen worden. Die Berliner Arbeiterschaft hat den Handschuh aufgenommen und sie wird den Kampf durchführen bis zum Ende. Arbeiter! Euer Klassen Interesse nicht blos, Eure Klassen Ehre ist im Spiel. Da giebt es keinen anderen Gedanken als Sieg! Vorwärts zum Sieg! Kein Tropfen Ringbier! Hoch der Boykott! Boykottfreies Bier liefern: Brauerei Carlsberg, Friedrich Reichenkron, Charlottenburg. Brauerei Wilhelmshöhe, E. Lehmann, Berlin. Brauerei Pichelsdorf, Direktor Hoffmann. Münchener Brauhaus, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Süddeutsche Brauerei, Karl Ring u. Ko., Berlin. Brauerei Müggelschlößchen, Friedrichshagen. Nordstern- Brauerei, Berlin. Rathenower Exportbrauerei- Niederlage. Inh. May Dennhardt, N.W., Hannoverschestr. 18a. Tel. III. 8178. Schloßbrauerei, Fürstenwalde. Niederlage bei Franz Heiser, N., Liesenstr. 5. Bürgerliches Brauhaus( in Firma Müller), Frant furt a. D. Niederlage Greifswalderstr. 228. Phönig- Brauerei, C. Radon, Lichterfelde. Brauerei Jagdschlößchen, Eberswalde. Niederlage Edm. Renter, Swinemünderstr. 45. Brauerei Wusterhausen, Vertreter: Max Fleischer, Reichenbergerstr. 155. Brauerei Tivoli, Strausberg. Niederlage Stabernad, Mühlenstraße 49a. Louisen- Brauerei, Bellermannstr. 71a/ 72. Brauerei Danz, Freienwalde a. D. Vertreter: W. Marten, N., Gartenstr. 152. Bürgerliches Brauhaus, Luckenwalde. Niederlage Gust. Spiekermann, Weberstr. 66. Export- Brauerei Grabow a./D. bei Stettin. lage Marthen, Bellermannstr. 6. NiederBoykottirt sind die folgenden, dem Ring angehörenden Brauereien: Aftien- Brauerei Friedrichshain, Berlin. Attien- Brauerei- Gesellschaft Friedrichshöhe, vorm. Pazenhofer, Berlin. Attien- Brauerei- Gesellschaft Moabit, Berlin, Aktien- Gesellschaft Schloßbrauerei Schöneberg, Schöneberg. Bergschloß- Brauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Berliner Bockbrauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Berliner Kronen- Brauerei, Attien- Gesellschaft, Berlin, Berliner Unions- Brauerei, Berlin. Böhmisches Brauhaus, Kommandit- Gesellschaft auf Attien, A. Knoblauch, Berlin. Brauerei Dewald Berliner, Berlin. Brauerei Julius Bözow, Berlin. Brauerei Borussia, Attien- Gesellschaft, Niederschönweide bei Johannisthal. Brauerei Gambrinus, Aktien- Gesellschaft, Charlottenburg. Brauerei Carl Gregory, Berlin. Brauerei F. Happoldt, Berlin. Brauerei Königstadt, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Die Boykott- Kommission. Eine sozialdemokratische Agrar- großem Bergnügen wieder zur politischen Kleinarbeit zurücklehren kommission? ( Obgleich wir uns prinzipiell enthalten haben zu den Anträgen des Parteitags Stellung zu nehmen, wollen wir mit dem nachstehenden Artikel eine Ausnahme machen, weil er eine sehr wichtige Frage behandelt, die bisher in zahlreichen Artikeln ledig lich von einem anderen Standpunkte behandelt wurde wie dies hier geschieht. Die Red.) Zum nächsten Parteitag haben die Genossen des 1. hessischen Wahlkreises einen Antrag eingebracht, der da lautet: Es ist eine Kommission einzusehen, die das Material über die Lage der landwirthschaftlichen Bevölkerung in den einzelnen Theilen Deutschlands, sowie über die Wirkungen der verschiedenen Arten der Grundbesitz- Bertheilung und Betriebstechnik zu sammeln und zu prüfen hat. Diese Kommission hat dem nächsten Parteitag Vorschläge zur Aufstellung eines agrarpolitischen Programms sowie zur zweckmäßigen Betreibung der Landagitation zu machen. Die Kommission hält ihre Sigungen nach Bedarf, wenn nöthig, in verschiedenen Theilen Deutschlands ab. Sie fann Unterfommissionen nach fachlichen oder örtlichen Gesichtspunkten ernennen und diesen besondere Berichte übertragen. Sie ist berechtigt, auch außerhalb der Partei stehende Fachleute gutachtlich zu hören." Werden diese denn mit gar so wollen? Mancher kann es einfach nicht mehr; er ist einseitig geworden. Professorenstellen hat die Partei nicht zu vergeben, also und was Einseitigkeit bedeutet, weiß jeder, der für die Partei die Feder führt. Die Veranstaltung einer Erhebung über die Lage der kleinbäuerlichen und Landarbeiter- Bevölkerung in Deutschland kann nicht Sache der sozialdemokratischen Partei sein, sie ist, wie die Parteigenossen von Frankfurt a. M. in ihrem Antrage ganz richtig bemerken, Sache des Reiches und der Einzelstaaten. Die beinahe zwei Millionen sozialdemokratischer Wähler haben doch wohl dasselbe Recht, wie die paar Dugend Handelskammern und einige Tausend Großgrundbesizer: daß der Staat mit dem Gelde, das sie sich als Steuer abdarben mußten, eine Untersuchung an stelle, wenn sie es verlangen. Das Recht ist freilich noch nicht die Macht, aber in Anspruch genommen muß es unter jeder Be= dingung werden. Inzwischen aber soll die Landagitation fortgehen, sich möglichst ausbreiten und vertiefen. Ohne genügendes Material ist das aber nicht möglich. So werden die Genoffen der einzelnen Gegenden schon selbst die Hand an den Pflug legen müssen. Von den letzten Wahlen her ist das ganze Reich in Agitationsbezirke eingetheilt. Jeder dieser Bezirke- es tönnen auch noch fleinere Unterabtheilungen eingerichtet werden sammelt das Material für sich und leitet es nach der Zentralstelle des Bezirkes. Die ReUnsere hessischen Genoffen gehören zu den eifrigsten in puncto baftionen der Parteiblätter empfehlen sich da von selbst. Hier Landagitation. Sie können auch bereits auf Erfolge zurückblicken. wird der Einlauf gesichtet, studirt und das so Gewonnene gleich Aber diese genügen ihnen nicht; fie müßten ja feine überzeugten wieder der Agitation zur Verfügung gestellt. Ist das geschehen, Sozialdemokraten sein, wenn sie sich in der Agitation je genug so geht das ganze Material an die Parteileitung; hier oder durch thuen könnten. Nun haben sie bei ihrer Landagitation die Er einzelne von der Partei bestimmte Sachverständige wird noch die fahrung gemacht, daß man auf das Propaganda- Objekt nicht gut letzte Sichtung vorgenommen und alles das, was für die AllgemeinEinfluß gewinnen kann, wenn man nicht genau die Verhältnisse heit von Wichtigkeit und Werth ist, zur Veröffentlichung bestimmt. tennt, in welchen es sich befindet. Als ein Haupthinderniß dieser Auf diese Weise wird dasselbe erreicht, was die hessischen Genossen mit Erkenntniß haben sich die beschränkten Mittel erwiesen, ihrer Kommission bezwecken wollen, das einlaufende Material welche den Genossen der einzelnen Kreise zur Verfügung stehen. fann vom ersten Tage an als Waffe benutzt werden, es wird Und fo hat sich von selbst Der Schluß ergeben: viel Arbeit gespart, und, was für eine Arbeiterpartei doch auch Was der Einzelne, was Mehrere nicht vermögen, daß muß das nicht so ganz Nebensache ist, viel Geld. Ganze zu Stande bringen, die Partei. Wir wissen, das der Antrag der Gießener Geuoffen nur dem freudigsten Agitationseifer entsprungen ist, aber für zweckentsprechend können wir ihn deshalb nicht halten. Daß die Parteileitung durch Anleitung, durch Rath und That, dadurch, daß sie in einzelnen Gebieten, wo es eben nicht anders möglich ist, selbst zur Erforschung der Verhältnisse nach Kräften beitragen wird, ist wohl selbstverständlich. Versammlungen. Segen wir einmal den Fall, der Antrag würde in Frankfurt zum Beschlusse erhoben. Was dann? E3 müßte wenigstens annähernd die Zahl der Kommissionsmitglieder Die Agrarverhältnisse liegen festgesetzt werden. Diese fönnte teine geringe ſein; in Deutschland sehr ver- Die öffentliche Versammlung der Gewerkschafts- Komschieden und wenigstens jede Provinz hätte ein großes mission fand am Freitag unter zahlreicher Betheiligung der Interesse, durch einen Vertrauensträger in der Kommission ver- Delegirten statt. Als fehlend wurden aufgeführt die Vertreter treten zu sein. Wer würde hierzu gewählt werden? Doch wohl der Köche, Kornträger, Kutscher, Möbeltransport= Arbeiter, ein möglichst wissenschaftlich gebildeter Genosse. Haben wir nun Brauereiarbeiter, Lackirer, Glaser, Firmenschilder- Arbeiter, Einwirklich einen so gewaltigen Ueberfluß an geistigen Kräften, daß setzer, Stockarbeiter, Jalousiearbeiter, Sattler, Schäftearbeiter, wir gleich ein Duhend und mehr aus ihren bisherigen Stellungen Formflecher, Tapetendrucker und Porzellan- und Steingutfür längere Zeit, ja für Jahre herausreißen können? Und das Arbeiter. Der erste Punkt der Tagesordnung, Be= müßte geschehen. Denn gewissermaßen im Nebenamte tönnte| richt über die Gewerbegerichts- Wahlen, fand zur Parteifache erklärt, und wo die Ehre der Partei in's Spiel Bahl der zu wählenden Beisitzer bemerkte Faber, sei die Be Keiner Kommissionsmitglied sein. Die Untersuchungen wären ja sehr bald seine Erledigung. Vermuthlich wegen der geringen tommt, müßten alle anderen Flöten schweigen. theiligung geringer, als man erwartet, ausgefallen; im Ausschuß Gehen wir einen Echritt weiter. Die Kommission ist ge- sei aber jetzt die Meinung vertreten, daß auch fünftig bezüglich wählt, sie ist zusammengetreten und hat ihre Arbeit begonnen. der Agitation für die Wahlen mehr gethan werden müsse. Von Die große Mehrzahl ihrer Mitglieder besteht aus wissenschaftlich 17 000 eingefchriebenen Wählern( Arbeitnehmer) haben 12 205 gebildeten Männern. Ist es da so ungereimt, wenn man an- ihrer Wahlpflicht genügt; das Resultat ist bekannt. Die nimmt, der Schlußeffekt der ganzen Arbeit würde ein mehr Arbeitgeberliste weist 35 pet. sozialdemokratische Stimmen auf, in oder weniger wissenschaftlicher sein? Nun wird doch wohl nie: Bahlen ausgedrückt 1298, während für die freisinnige Liste 2719 mand zu behaupten wagen, die sozialdemokratische Partei und für die konservativ- antisemitische 493 Personen eingetreten sei gegründet worden u dem Zwecke, wissenschaftliche sind; es sind nunmehr 15 Beisiger durch unsere Liste durchUntersuchungen anzustellen. Epart sich der einzelne Parteigenoffe gebracht. Lobend sei zu erwähnen, so führt der Referent weiter feinen Beitragegroschen vom Munde ab, um der Wissenschaft zu aus, der Eifer der parteigenössischen Radfahrer, welche in der dienen? Es ist kein Zweifel, auch eine rein wissenschaftliche That am Wahltage gute Dienste geleistet tätten. Es empfehle sich, Arbeit würde der Partei zum Nutzen gereichen. Es fragt sich fünftighin strenge Kontrolle zu üben; wegen vorgekommener UnSchultheiß' Brauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin, Abth. I nur, ob die aufgewandten Mittel zu dem erreichten Resultate regelmäßigkeiten würde schon seitens des Ausschusses gegen Beauch in einem annehmbaren Verhältniß stünden. Und Geld, die Wahl im 18. Bezirk Protest erhoben werden. sehr viel Geld würde die vorgeschlagene Kommissionsuntersuchung dauerlicherweise des bezüglich Resultats foften, so viel Geld, daß für andere, der Partei weit näher liegende im 27. Bezirk von keiner Seite Mittheilungen erhalten, man wird Zwecke taum etwas übrig bliebe. geeignete Vorkehrungen treffen müssen, daß dieser Umstand nicht Hat die Kommission Erfolg, so hat die Partei zwar große wieder eintritt. Außer einigen kurzen Bemerkungen Börner's Auslagen gemacht, aber der Erfolg für sie kann nur ein kleiner( Tabatarbeiter) knüpfte sich hieran teine Diskussion. sein. Wie aber, wenn die Sache, was ja möglich ist, nicht ge- Delegirten wurde sodann von Faber der Entwurf zu einem lingt, oder wenigftens nicht in dem Maße, wie man allgemein Fragebogen zwecks Aufnahme einer Gewerkschaftserwartete. Dann wird der Spott und Hohn der ewig auf der statistit zur Begutachtung vorgelegt. In den 10 Rubriken Lauer liegenden Gegner feine Grenzen kennen, und die Partei soll Auskunft gegeben werden über die Zahl der Be. wird die Nackenschläge einstecken müssen ohne zu mucksen. schäftigten, Saison- und stille" Zeit, Organisation der Arbeiter Brauerei Pfefferberg, vorm. Echneider u. Hillig, Berlin. Brauerei A. Werin, Berlin. Bürgerliche Brauerei, Berlin. Bürgerliches Brauhaus, Otto Müller, Berlin. C. Habel's Brauerei, Berlin. Gebrüder Josty, Berlin. Norddeutsche Brauerei, Attien- Gesellschaft, Berlin. Schönhauser Allee. desgl. Abth. II Tivoli. Brauerei Schweizergarten, Berlin. Spandauerberg- Brauerei, vorm. C. Bechmann, Westend bei Charlottenburg. Vereinsbrauerei Rigdorf. Versuchs- und Lehrbrauerei, Berlin. Viktoria- Brauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Germania- Brauerei, David u. Martin, Berlin. Brauerei Stralau. fonnte mau Den Ein anderer Umstand ist auch nicht so ohne. Die Arbeiten und Unternehmer, Arbeitsnachweise 2c. Die Aufitellung der Kommission find beendet. Wohin nun mit den ehemaligen einer derartigen Statistik hielt der Berichterstatter für eine sehr dankbare Aufgabe in Hinblick darauf, daß sich diese einfachen keine Massenversammlungen befürworten konnten, hielt eine Verfügung steht. Weiter wurde noch auf die strenge Durch Fragen wohl für alle Gewerbe leicht ausführen lassen; man Anzahl anderer Redner diese Art der Propaganda für führung des Bierboykotts aufmerksam gemacht und zum Schluß fönne das als Vorbereitung für eine später aufzunehmende den Boykott überhaupt nicht für besonders wichtig. Die diger bekannt gegeben, daß die nächste Versammlung am Dienstag, den spezialisirte Statistik betrachten. Von Massini( Buchdrucker)( Klavierarbeiter), dem Börner und im gewiffen Sinne auch 20. November, stattfindet. Arbeitsnachweis, Bibliothek und Verwurde demgegenüber die Ansicht verfochten, und Wurzel Näther sekundirte, hielt die Erörterung über Nothwendigkeit des kehrslokal befindet sich bei Pettersohn, Veteranstr. 21. ( Lithograph) unterstützte dieselbe, daß es besser sei, Boykotts in den Versammlungen für besonders angebracht, wo " 1 die Gewert Zentral- Kranken- und Sterbekasse der deutschen Wagenbauer. Bezirk V. Bersammlung am Montag, den 22. Oftober, Abends 8% Uhr, im Botale des Herrn Behrendt, Blumenthalftr. 5. nachmittags 6 Uhr, große Bersammlung im Lokale des Herrn Nitschte, Freie Gemeinde zu Rirdorf und Umgegend. Sonntag, den 21. Oft., Steinmeitt. 45. Tagesordnung: Vortrag des Genossen Waldeck Manaffé über Aberglauben. Gefellschaftsabend, humoristische Vorträge in der„ Anhaltischen Reffource". Vergnügungsverein Waldesrauschen. Seute, Abends 6 Uhr: Möckernftr. 114 Gefangverein ,, Freya 1"( gemischter Chor). Sonntag. den 21. Oftober, abends 6 Uhr: Gemuthliches Betsammensein mit Zanz bei Wernau, Rosenthalerfir. 57. otonomie. Bei allen Unterrichtsfächern werden neue Theilnehmer, Damen und Berren, jeder Zeit aufgenommen im Bei allen Unterrichtsfächern können Schüler und Schülerinnen auch jetzt, Montag, Abends 8-10% Uhr: Nord- Schule, Müllerstraße 179a: Laufe des Semesters, eintreten unterricht in Gefeßestunde. Gü doft- Schule, Reichenbergerſtraße 133: Deutsch. Oft: Schule, Markussir. 31, Unterricht in Gefeßestunde. ad. Neumann, Bafewalterfir. B. Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. 1. Borsitzender: Alle Aenderungen im Bereinštalender wenn in den einzelnen Gewerben eingehende Erhebungen aus Anlaß anderer Themata's Indifferenten in größerer Anzahl Prenzlan. Am 15. Oftober tagte bier eine Versammlung. angestellt würden, einige oberflächliche durch kein beweis- erscheinen; jede einzelne Versammlung müßte nach dieser Hinsicht in der Genosse Kiesel über die Mehrbelastung des Tabaks Träftiges Zahlenmaterial unterflügte Antworten fönnten ausgenügt werden. Die Verbreitung von Handzetteln durch die sprach. Die Ausführungen des Redners fanden in der Versammden Gegnern doch nicht imponiren. Auch Gröppler( Puter) Gewerkschaften mit kurzen, packenden Boykottaufrufen befürwortete lung allseitige Zustimmung. Bom Einberufer der Versammlung versprach sich angesichts der unzulänglichen Mittel zur Be- der Delegirte der Hausdiener, Pohlih; man sollte die laschen war an den Herrn Landrath v. Winterfeldt das Ersuchen geschaffung gediegenen Materials keinen besonderen Erfolg. Die und halben Boykottanhänger direkt hinter dem Bierglase auf- richtet, dieser Versammlung beizuwohnen. Die Antwort war eine Schwierigkeiten, welche dabei zu überwinden sind, betonte der stöbern, meint der Redner. Der Antrag auf Schluß der Debatte ablehnende, mit der Erklärung, daß die Eröffnung des KomDelegirte Friedmeier( Tapezirer); man solle das Material wird nach einigen Bemerkungen von Willner angenommen. Bei munal- Landtages den Herrn von dem Besuch der Versammlung der Krankenkassen in Benuhung nehmen und in Benutzung nehmen und die Zahl der Abstimmung fiel der Antrag betreffs Abhaltung der Ver- abhalte. Nach Beendigung der Tagesordnung wurde folgende der Fragen möglichst einschränken. Für den Faber'schen Vor- sammlungen in den nächsten Wochen; man wird sich später über Resolution einstimmig angenommen: Die Versammlung erklärt schlag traten lebhaft Stein( Holzbearbeitungs- Branche) und diese Frage noch schlüssig werden. Einer Anfrage zufolge äußerte sich mit den Ausführungen des Referenten einverstanden und Reßlinte( Schlächter) ein. Ihr Argument, daß, da der Nutzen sich Schneider( Brauerei- Arbeiter) über die gegenwärtige Situation verpflichtet sich, eine rege Agitation gegen dieses Steuerprojekt zu einer Statistik doch allseitig anerkannt werde, der Anfang endlich der Ausgesperrten und bemerkte u. a., daß noch 172 Brauer und entfalteit. einmal gemacht werden müsse, war durchschlagend: man betraute Hilfsarbeiter und ca. 130 Böttcher unterstützungsbedürftig sind. den Ausschuß mit der Aufgabe, eine Statistik nach seinem Ermessen Die Gelder laufen jetzt nach Verschärfung des Boykotts wieder im Sinne des Antrags Faber vorzunehmen. Das Haupt zahlreich ein. Zu dieser Angelegenheit nahmen noch das Wort interesse tonzentrirte sich auf den nun folgenden Punkt, der Arndt( Weißgerber) und Sabie sky( Metallarbeiter), dann Fensterstreit der Töpfer; als Referent erhielt das Wort wurde der Gegenstand verlassen. Der letzte Redner, Staros son, Töpfer Daudert. Eine eingehende Schilderung der in seinem drückte den Wunsch aus, die von seinen Berufsgenossen, den Gewerbe eingeriffenen Organisationstämpfe gab der Redner in Barbieren, eingeführte Kontrollmarke, angesichts der eigenartigen längeren Ausführungen und besprach dann die nach seiner Ansicht Berhältnisse in diesem Berufe, wohlwollend zu beachten. gemeinschädliche Haltung der zentralisirten Töpfer anläßlich der diesjährigen Fensterfrage. Der Beschluß derselben( fiche VorBehuss Berichterstattung über den Stand der Fenster wärts" Nr. 241), bedeute im Effekt nichts anderes, als was man frage hielt die Filiale Berlin des Allgemeinen Vereins der Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Serlin. Monitag, sonst den Streikbrechern zur Last lege. Kontrolle sei von jener Töpfer und Berufsgenossen Deutschlands am 19. Oktober eine Alte Seite überhaupt nicht ausgeübt, auf einigen Bauten hätten Bersammlung ab. Bu berichten war leider nichts, da weder den 22. Ottober, Abends 8 Uhr, im Louisenstädtischen Konzerthaus, Jakobfir. 37: Großer Experimental Bortrag des Herrn Reinh. Gerling über foçar die Zentraliſten den Kampf der Lokalisten in der Fenster: Material zugegangen war. In sehr energischer Weise wandte dem Vorstande, noch dem Arbeitsvermittler irgend welches das Thema: Die Gefahren der Gypnose und das hypnotische Verbrechen. Arbeifer Bildungsschule. Montag Abends 8%-10% Uhr: Nord= frage dadurch unmöglich gemacht, daß sie die von jenen ver- fich Abendroth gegen die in voriger Versammlung gefaßten Schule, Müllerstr. 179a und Südost- Schule, Waldemarstr. 14: Nationallassene Arbeit aufnahmen. Der Redner ersucht die Versammlung um einen Schiedsspruch in dieser Angelegenheit und verliest eine Beschlüsse und befürwortete warm, daß wenigstens vom nächsten Montag ab man mit den Lokalisten gemeinsame Sache mache sehr lange, darauf bezügliche Resolution. Ioſt als Vorsitzender und überall da die Arbeit ruhen lasse, wo die Bauten und Faber schafts- Kommission nicht das Forum sei, wo über die nicht verglast find. Er betrachtete sich als indirekten Streit Organisationsform gestritten wird. Im Anschluß daran brecher, was er tief bedauerte. Mit dieser seiner Ansicht stand er allerdings allein da und waren die Diskussionsredner der beantragte Stein den Ausschuß mit der Prüfung der von Daudert vorgeführten Beschwerden zu beauftragen, ob die Meinung, daß durch die in voriger Versammlung gefaßte zentralisirten Töpfer fernerhin noch als auf dem Boden der Resolution, welche an sich keinerlei Deutelung zulaffe, der Fenstermodernen Arbeiterbewegung stehend, zu betrachten feien. Gegen Mittheilungen, wie sie von den einzelnen Kollegen von den streit höchstens um acht Tage verzögert verde. diesen Vorschlag wendet sich Mäther( Metallarbeiter) energisch und verlangt sofortige Verhandlung; man trat alsdann in die verschiedenen Bauten gemacht wurden, ist die Situation Debatte ein. Außer den Töpfern Habanz, Hagen und im allgemeinen eine günstige, die Fenster sind meistens Die Debatte gestaltete lokale Richtung, von anderer Seite war niemand verglast bezw. werden verglast. erschienen- kritisirten die übrigen Redner Grothmann( Maurer), sich sehr lebhaft. Algemein wurde der Standpunkt vertreten, Tschernig( Kistenmacher), Willner( Filzschuharbeiter), daß ohne Zusammengehen sämmtlicher Bauhandwerker und ohne Groppler, Wurzel und Näther das Betragen der gesetzliches Eingreifen die Fensterfrage nicht zu lösen sei. Den Töpfer zentraler Richtung sehr abfällig. Massini hob hervor, Standpunkt der Lokalorganisation vertrat Ha ba nz. Beschlossen daß er ebenso wie jeder andere das vom Referenten geschilderte wurde, die Resolution der vorigen Versammlung stritte zur Berfahren mißbillige, aus Rücksicht auf den alten Grundsatz: Durchführung zu bringen und von allen Bauten wöchentlich, man höre beide Parteien, bitte er, von einer Beschluß wenn nothwendig öfter, von 5-9 Uhr Abends im Arbeitsfassung heute abzusehen. Hierauf wurde erwidert, daß nachweis, Rosenthalerstr. 57 bei Wernau, Bericht zu erstatten, fich Niemand im Untlaren befinden konnte, um Material zu sammeln und eine Streifstatistik führen zu jeden Sonntag Vormittags 10% Uhr im Restaur. Schömann, Heimstr. 16. und der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Tagesordnung der Sitzung gelesen; auch die Zentraliſten fönnen. Die etwa nothwendig werdende Streitunterstützung soll ( Alle zuschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, sind zu wüßten, daß sie sich dazu einzufinden hätten; wenn die Gegen- vorerst noch durch freiwillige Beiträge aufgebracht werden. melia" alle 14 Tage, Adalbertstraße 8 bei Sauermann. partei nicht vertreten sei, spreche das schon zum Theil für ihr Erforderlich wurde die Wahl eines ersten Vorsitzenden und wurde miten an Gent, Adalbertstr. 95.) Sonntag: Theatergesellschaft, Sto5-6 Uhr. Vergnügungsflub Ostend, Krautftr. 6 bei Rudolf von Schuldbewußtsein. Beim Schluß der Diskussion lagen drei Re- als solcher Manthe gewählt. gnügungsverein Helgoland 2, Langestr. 9 bet Styczewsky, alle 14 Tage solutionen vor. Die von Börn er beantragte:„ Die Versamm Der Verband der in Holzbearbeitungs- Fabri- 4-6 Uhr Nachm. Bergnügungsverein Seerofe, Strautstr. 6 bet Rudolf. fung erklärt, daß das Verhalten derjenigen Töpfer, welche sich ten und auf Holzplägen beschäftigten Arbeiter feifenflub& elfenfe ft Andreasfir. 26 bet Wilfe. Bergnügungsverein Iüdstern 2, Fennftr. 2 bei Wiesner.- Montag: Humoristischer Verdem Fensterstreit entgegenstellten, eines zielbewußten Arbeiters und Arbeiterinnen tagte am 16. Oktober. Vor Eintritt ein Bipifar bet trösche, Fichteftr. 29.- Bergnügungsverein Felsens unwürdig ist" wurde gegen zwei Stimmen angenommen; in die Tagesordnung ehrte die Versammlung in der üblichen fe ft", Nigdorf, Hermannstraße Nr. 167 bet Fülleborn, 8% Uhr.- Startenflub Privat die beiden anderen deckten sich dem Sinne nach mit dieser. Weise das Andenken des verstorbenen Kollegen August uitge Brüder", Krautstr. 48 bet Ratite, Abends 8 Uhr. Theaterverein Crescendo, Sonntags 5 Uhr bei Meißner( Effighaus), Ein weiterer Punkt der Verhandlungen betraf die Ab. Wegner. Hierauf hörte die Versammlung einen Vortrag des einienftr. 142–143. Bergnügungsverein Normannia II( früher Lustige haltung von Gewerkschaftsversammlungen in Herrn Krieg über die Diphtheritis". In der Diskussion Jugend), Sigung Machin. 4 Uhr Adalbertstraße 21 bei Roll. Nachher: Schafkopftlub der Boykottangelegenheit. Gin Antrag Faber lag wurde von einem Redner vor einer allzu großen Ueberschäßung belitas. Serren und Damen als Mitglieder vor, der den Ausschuß autorisirt, in nächster Zeit an einem be des neuen Heilmittels gewarnt. Nachdem der Kassirer die Ab. Brudertette, Sonntag, Abends 5 Uhr, Sigung, Manteuffelstr. 9 bei stimmten Tage in allen Sälen derartige Versammlungen ab- rechnung verlesen, wurde unter Gewerkschaftlichem mitgetheilt, Raupachstr. 3, bet Palaze. Vergnügungsverein Bruderherz, Sonntag, zuhalten. Bezüglich der Zeitbestimmung für diefelben daß die Diätenfrage geregelt ist, bis auf Rollege Rühl, der die Raupach fir. 6: Sigung und Fidelitas. Freie Vereinigung der Kaufleute. Jeden Montag gemüthliches gingen die Ansichten weit auseinander. Während Winkel Einladung zu der betreffenden Zusammenkunft nicht befolgt habe. Beifammenfein im Restaurant Julius Wernau, Rosenthalerfir. 57. Dafelbft mann( Böttcher) und Gröppler damit in der Die nächste Generalversammlung ist zu Weihnachten einberufen. Ausgabe der Bibliothekbücher und Annahme von Beiträgen. nächsten Woche schon beginnen wollten, und Millarg Ferner beschloß die Versammlung, nur dann einen Maskenball und Faber aus Referentenmangel in der Parteitagswoche im nächsten Jahre abzuhalten, wenn ein passendes Lokal zurl Daudert wer die Sozialdemokratischer Wahlverein für den 1. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 23. Oftober, Abends 8½ Uhr, im Lokal von Röllig, Nene Friedrichstraße Nr. 44. General- Dersammlung. Tagesordnung: 1.„ Tas Bildungswesen im Klassenstaat." Referent Dr. Pinn. 2. Diskussion. 3. Bericht des Vorstandes. 4. Kassenbericht. 5. Neuwahl des Vorstandes. 6. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. 276/8 Sozialdemokratischer Wahlverein für den 3. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Grosse Versammlung am Mittwoch, den 24. Oktober cr., Abends 8½ Uhr, bei Ehrenberg, Annenstraße 16. Tages Ordnung: 1. Herr v. Massow und die tommende Revolution. Referent: Stadtv. Dr. Zadeck. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 278/11 Gäste willkommen. Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, 23. Oktober 1894, Abends 8 Uhr, in Fiebig's Salon, Grosse Frankfurterstrasse No. 28: Große General- Versammlung. Tages- Ordnung: " Buchhandlung des Vorwärts Berlin SW., Beuthstr. 2. Anläßlich des Parteitags in Frankfurt a./M. empfehlen wir find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelfiraße 49, v. 2 Tr. Montag, Abends 9-11, Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. bei Ehrenberg. Liebertafel der Maler, Annenstraße 6, Nach den haus. Frisch zur Freiheit Simeonſtraße as bet lic Deutscher Männerfang, Belforterstr. 15, Schneiders GesellschaftsButunft I, Stegl 3, ieder ball, Röpenickerstraße 191 bet Foge. Harmonie II, Weinftr. 11 bei Feindt. Arbeiter- Gesangverein Bruderherz, Krautfir. 6, bei Rudolf. hornfir. 15a, Schelhoſe's Gambrinus. orwärt& III, Lichtenberg- Friedrichsfelde, Prinzen- Allee 6 bet Karl Schulz. - Siederzweig, Waidmannsluft Berlinerstraße bei Berbe.- tedes eiheit 1, Chrausberg, Wilhelmstraße, M. Weber's& affeehaus. Glodenrein( gemiichter Chor) Schönhauser allee 46 bei Söhne.- Roſa= tia, Bebuferstraße 5, bei A. Nemiz. Syrene, Schönhauser Allee 28 bet Kelle.- Arbeiter- Gesangbei Greifer. verein wacht auf II, Woltersdorf bei Erkner, Reſtaurant Gillmann, fraße 49. blüthe, Eisenbahnfir. 20 bet Siegemund. Wrangelfir. 91 bei Kind. Sozialdemokratische Lese- und Diskutirklubs. May Rayser, Solidarität, Drantenstr. 109 Wilhelmshöhe".- Arbeiter- Gefangverein der Enterbten, SwinemünderSoffnung II, Deutsch- Wilmersdorf, Günzelfir. 39.- Ten= Gesangverein Liberte, Nowack. 1 -V Ber Bergnügungsverein Eintracht, Sonntag, Sigung um 5 Uhr, Sozialdemokratischer Agitationsklub für den Often Berlins. Sonntag, den 21. Oktober, Abends 612 Uhr, im Lokale des Herrn Albrecht, Memelerstraße Nr. 67: Große öffentliche Kongressprotokolle. Bersammlung für Frauen u. Männer. Wyden 1880 Kopenhagen 1883 St. Gallen 1887 . 20 Pf. 20 · " 25 " Halle 1890( 320 G.) 50 " Erfurt 1891( 368 G.) 50 11 Berlin 1892( 304 G.) 50 " " Köln 1893( 285 S.) 40 Zages Drdnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Weyl über: Der Kampf mit dem Tode". 2. Diskussion. Entree 10 Bfg. [ 160/10 Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. Intereffen- Verein der Kiftenmacher. Sowohl zur Beurtheilung der Montag, den 22. 5. W., Abbs. 8½ hr, in den ,, Armininneren und äußeren Entwickelung der Partei wie zum Vergleich der früheren Debatten über die gleichen oder gleichartigen Verhandlungs gegenstände liefern diese Protokolle unentbehrliches Material. Hallen", Kommandantenstr. 20: General- Dersammlung. Gesucht: Fr. Engels, Bauernkrieg. Offerten mit Preisangabe an die Expedition. 275/5 Rummelsburg. Den Einwohnern von Rummelsburg 156/9 9 Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 3. Quartal und von der Dampferpartie. 2. Wahl des gesammten Vorstandes. 3. Vereinsangelegenheiten. F. Märten, 1. Vorsitzender. Maler und verw. Berufsgenossen! Sonntag, den 21. d. M., Abends 6 Uhr, bei Zubeil, Lindendenstr. 106. Oeffentliche Versammlung mit Frauen. Tages Ordnung: 494b 1. Vortrag des Genossen Dr. Pinn. 2. Diskussion. Nachher gemüthUm zahlreiches Erscheinen ersucht zur gefl. Nachricht, daß am Dienstag, liches Beisammensein. den 23. Oktober, Abends 8 Uhr, die Einweihung meines Lofals 1. Vortrag des Gen. Dr. Heymann über: Hat der Sozialdemokrat Religion? 2. Diskussion. 3. Bericht des Vorstandes. 4. Staffenbericht. 5. Wahl stattfindet. der Revisoren. Mitgliedsbuch legitimirt. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. 9602 Restaurateur, 279/15 A. Koitzsch, Bring Albertstr. 5. Arbeiter- Bildungsschule ,, Nord" = Sonntag, den 21. Oftober, Abends 6 Uhr, im Kolberger Salon, Kolbergerstraße Nr. 23: Versammlung. Vortrag des Genossen Schriftsteller Max Pfund. Thema: Das Ent stehen des Zeitungswesens und die moderne Presse. Nachher: Gemüthliches Brisammensein mit Tanz. Gäste, Herren und Damen willkommen. Sumatra, 51/13 deckt mit 14 Pfund, hell, brennt schneeweiß, per Pfund 3,30 Mart, verkauft Carl Roland, Mariannenstraße 23. Ringfreies Bier. Freunden und Bekannten bringe ich in Erinnerung, daß ich nur boykottfreies Bier führe und halte mich bei Bedarf bestens empfohlen.. Joh. Plum. Verein der Färber, Appreteure und Decateure. Versammlung am Sonntag, 21. Oftober, Vorm. 10 Uhr, Langestr. 108. Zages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Ergänzungswahl des Vorstandes und Vereinsangelegenheiten. Der Vorstand. 127/4 517b Bier Hermann Fanselow, Berlag, Charlottenburg, Bismarckstr. 82. Vereinszimmer Möbelpolirer( Bahlstelle Sid- Dit). Montag, den 22. Oktober, Abends 8 Uhr, im Vereinshaus Süd- Ost, Waldemarstrasse 75: Versammlung. und Zahlstellen zu vergeben.[ 4876 F. Gaffer, Brunnenstraße 106, Ecfe Rammlerstraße. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Wurm über: Die Ers haltung der Sehkraft; hierzu Demonstrationen an künstlichen Augen. 2. Wahl Bereinszimmer, fein Boykottbier, zu eines Beisigers 2c. Alle Möbelpolirer sind hiermit eingeladen; auch Damen 50lb haben Eintritt. vergeben Büschingstr. 21. Der Vorstand. 199/14 Möbel- Magazin Berlin NW., Bremerstr. 67. Otto& Slotawa, Lislermeister. Barg- Magazin 2. Geschäft: Gotzkowskystr. 3. 721L und Beerdigungs- Comtoir. Winterpaletots Herren- u. 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Oftober 1894: Tanzkränzchen Alte Jakobftraße 32. in Schmiedel's Festsälen, 132/4 Anfang 6 Uhr... Entree: Herren 50 Pf., Damen 30 Pf. Bier aus der Brauerei Reichentron und Echtes( Münchener Es ladet ein Das Komitee. Bürgerbräu). Schneider und Schneiderinnen! Dienstag, den 23. Oktober, Abends 82 Uhr: Große öffentliche Versammlung. im Lokale des Herrn Albrecht, Memelerstr. 67. Tagesordnung: 1. Die Zustände in der Konfektion und wie können wir Besserung erreichen? Referentin: Frau Reimann. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zu dieser hochwichtigen Tagesordnung sind alle Schneider und Schneiderinnen der Herren-, Damen- und Knabenkonfektion, Mäntelnäherinnen, Bügler, Stepper 2c. besonders eingeladen. 219/11 Um recht zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Die Agitationskommission der Schneider u. Schneiderinnen Berlins. Achtung! Lederarbeiter! Montag, den 22. Oktober, Abends 9 Uhr, in Hoffmann's Festfälen, Oranienftr. 180. Vereinsversammlung der in der Lederwaaren- Industrie beschäftigten Arbeiter von Berlin und Umgegend. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Mar Zadek: Die Entwickelung der modernen Heilkunst." 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Verschiedenes. Gäste willkommen. Der Vorstand. 161/8 Verein zur Wahrung der Interessen sämmtl. Knopfarbeiter u.-Arbeiterinnen Berlins und Umgegend. Montag, den 22. Oktober, Abends 8 Uhr, bei Wiedemann, Blumenstr. 38. Generalversammlung. Tagesordnung: 157/5. 1. Vierteljährlicher Raffenbericht. 2. Fortsetzung der Vorlesung. 3. Dis fussion. 4. Verschiedenes. Die Mitglieder werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Gäste willkommen. Der Vorstand. Verband der Geschäftsdiener, Pacer und Berufsgenossen. Töpfergewerbe ist eine schleunige Vermehrung der Einnahmen und Verminderung der Ausgaben erforderlich. Gemäß§ 33 Abs. 4 des Kranken- Versicherungsgesetzes bestimme ich daher auf Antrag der Aufsichtsbehörde, daß vom 22. d. M. ab die wöchentlichen Rassenbeiträge 1. für die männlichen Mitglieder der 1. Klasse 54 Pf. 2. für die männlichen Mitglieder der 2. Klasse 48" 3. für die männlichen Mitglieder der 3. Klasse 4. für die weiblichen Mitglieder über 16 Jahre.. 27 5. für die weiblichen Mit24 " " glieder unter 16 Jahren. 18 So= eben ist er schienen u. durch alle Buchhandlungen Kolporteure und Zeitungs spediteure zu beziehen: ArbeiterVerkehrs- Almanach für Berlin und Umgebung. Mit einem Plan von Berlin. Winterhalbjahr 1894/95. Preis 20 Pf. Verlag von Hans Baake, Berlin S., City- Vallage. Sozialistische Skorationen empfiehlt Bilder, Haussegen, Sinnsprüche für Saal4986 Sozialdemokratische Buchhandlung, zu betragen haben und die Raffen- Th. Mayhofer Nachf., in N., Weinbergsweg 15b. leistungen auf das gesetzliche Mindest maß herabgesetzt werden. Der Oberpräsident. Staatsminister v. Achenbach. = An den Vorstand der Orts Krankenkasse für das Töpfergewerbe zu Berlin. Vorstehender Erlaß des Herrn Oberpräsidenten wird hiermit zur Kenntniß der Betheiligten gebracht. Berlin, den 20. October 1894. Der Vorstand der Orts Krankenkasse für das Töpfergewerbe zu Berlin. J. A.: F. Beyer, Vorsitzender. Rykestraße 22. 488b Graveure, Ciseleure! Dienstag, den 23. Oftober, abends 81/2 Uhr. Oranienstr. Nr. 51: Versammlung. 2. D. 1. Geschäftliches und Ver schiedenes. 2. Bibliothek- Abend. Der Vorstand. 133/10 Achtung Sangesbrüder! Die Uebungstunden des Bereins Froh- Hoffnung Berlin W. finden vom Dienstag, den 23. d. Mts. Berlin Buss' Salon, Gr. Frankfurterstr. 85. Sonnabend, den 3. November, Sonnabend im Februar Umstände halber noch zu vergeben. Montags u. Mittwochs zu Versammlungen frei. 510b SOOL-, KLEIE, SCHWEFEL, FICHTENNADELBÅDER. Specialität: Kastendampfbäder mit Massage. Bad Frankfurt Ritter- Bad Gr. Frankfurterstr. 136. Ritterstr. 18. Bäder Lieferant. sämmtl. Krankent. v. Berlin 1. Umg. Kur- Bade- Anstalt und Massage von H. Mania, Brunnenstr. 16. 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M., eine Besichtigung des neuen Reichstagsgebäudes stattfindet. Treffpunkt: Bureau, Neue Grünstr. 10, präzise 23/4 Uhr. Mitgliedsbuch muß vorgezeigt werden. Achtung! Schönhauser Vorstadt. Dienstag, den 23. Oktober, Abends 8% Uhr: Drei Montag, den 22. Oktober, Vormittags 11 1hr, 489b 17776* Noh- Tabak Klosterstrasse 72. in der Werkstatt Müdersdorferstr. 26 Zahn- Klinik. Breife event. Theil Meistbietenden verkauft werden. Boehme, Verwalter der Konkurssache 2. Freymuth Nachlaß. [ 1000] Damen!!! Seiden- Plüschjaquets mit fleinen unscheinbaren Webejehlern 12-30, Abend8-15. Seiden- Matelassé- Mäntel, Capes 78/2 Olga Jacobson, Invalidenstr. 145. Den praktischen Hausfrauen zur Nachricht, daß sie aus alten Wollresten und Wollsachen- Abfällen gegen Vergütung des Webegeldes 462b Kleiderstoffe, Buckskins, Reinhold Streit, Tischler. Für Haushaltungen empfehle ich mein Weissbier 864L* zum Selbstabziehen, in kleinen Gebinden von 10 Ltr. an, frei ins Haus. Fernspre her Amt Schöneberg Nr. 92 A. 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Zum Zeugniß- Zwangsverfahren. unbekanntes und unzulässiges Verfahren einer Verwaltungs- fammenhanges mit den Vorschriften des Strafprozeſſes und weil eine Disziplinarsache, sondern um ein dem Gesetz völlig fremdes, verfassungsgefeßes über die Rechtshilfe, wegen ihres inneren ZuDer Versuch des Nieder- Barnimer Landraths, mit Hilfe eines behörde, mit Hilfe eines Richters zu ermitteln, ob Umstände der Gesetzgeber den Verwaltungsbehörden nicht die Aufgabe zuRichters zu erfahren, wie der von uns veröffentlichte geheime" vorliegen, die es rechtfertigen tönnten, gegen irgend einen Beweisen konnte, über die Einleitung einer Disziplinaruntersuchung amten seitens irgend einer Verwaltungsbehörde vorzugehen. zu beschließen, ohne ihnen zugleich die Mittel zu gewähren, Erlaß zu der Ehre gelangt ist, von unserem Anzeiger für" ge: Solch' Verfahren ist, wie die Ferienstrafkammer völlig zutreffend welche zur Erfüllung dieser Aufgabe nothwendig find, auch auf heime",„ ftreng vertrauliche" und dergleichen Erlasse veröffentlicht darlegte, unzulässig und verfassungswidrig. Der Beschluß der das Disziplinar- Strafverfahren entsprechend anzuwenden sind zu werden, ist in ein neues überraschendes Stadium ge- Straffammer ist von der Staatsanwaltschaft nicht angefochten,( vergleiche Johow, Jahrbuch der Entscheidungen des Kammertreten. Bekanntlich hatte die Ferien- Strafkammer der Beschwerde unsercs Genossen Pötzsch über die vom Amtsgericht zwecks Er- also rechtskräftig geworden. Und doch verlangt die Kasse 50 M. gerichts, Band 10, Seite 8), nebenbei erwähnt, die von Pötzsch daß die Beschwerde des Redakteurs Pötsch über den ihn swingung seines Beugnisses verhängte Geldstrafe stattgegeben ihr unter Protest angebotene Summe hat ihr Beamter anzus wegen Zeugnißverweigerung bestrafenden Beschluß des Amtsund ten amtsgerichtlichen Beschluß als der Verfassung und dem nehmen sich geweigert, da er seiner Kaffe teinen Protest gefallen gerichts I zu Berlin vom 14. Juli 1894 sich auf die Behauptung Haren Recht widersprechend aufgehoben. Dieser Beschluß ist, da lassen dürfe- und doch ist Genosse Pötzsch von Neuem zu stüßt, daß die Anwendung der Bestimmungen der Reichs- Straf er von der Staatsanwaltschaft nicht angefochten ist, rechtskräftig dem von der Strafkammer für rechts- und verfassungswidrig er- prozeßordnung über den Beugnißzwang in§ 69 auf das Diszipgeworden. Trotzdem verlangt die Gerichtstasse vom Genossen achteten Verfahren geladen. linarverfahren feine Anwendung finde, damit aber zum Ausdruck Rösch Zahlung der rechtskräftig aufgehobenen„ Strafe" von gebracht ist, daß das Ersuchen um die zeugeneidliche Vernehmung 50 M. und troydem ist Genosse Pösch von Neuem( auf Nicht der Staatsanwalt, wohl aber der Landrath, dem des Redakteurs Pötsch nach Lage der Gesetzgebung unzulässig, den 23. d. Mis.) zur Vernehmung als Zeuge in Sachen wider fein Gesetz ein Recht hierzu giebt, hat Beschwerde gegen den mithin die vorzunehmende Handlung nach dem Rechte des er„ Unbekannt" geladen! Wie reimt sich das zusammen? Leben Kammerbeschluß eingelegt und der in seiner Mehrzahl aus suchten Gerichts verboten sei(§ 159 Absatz 2 des Gerichts- Verwir nicht in einem Rechtsstaat" Gemach, gemach: hoch früheren Nurstaatsanwälten bestehende Senat des Kammer- fassungsgesetzes), fiber dem Gericht steht die Verwaltungsbehörde in ab- gerichts hat der Beschwerde des Landraths, die 17 Tage nach daß aber nach§ 160 ebenda, im Fall der Vorschrift des soluten Staaten mit und ohne konstitutionelle Schminke. Grlaß des Kammerbeschlusses eingelegt war, stattgegeben, ohne§ 159 Absatz 2 zuwider dem Ersuchen stattgegeben wird, das Die Randbemerkung Friedrich Wilhelm I. von Preußen: Be- dem schwer geschädigten Genossen Pötsch Gelegenheit gegeben zu Oberlandesgericht, zu dessen Bezirk das ersuchte Gericht gehört, werbern von Kopp" foll man Verwaltungsstellen anvertrauen, haben, sich zu äußern. Diesen Beschluß, der dem Genossen zu entscheiden hat, „ Die dummen Teuffel" aber in die Justiz nehmen, drückt diesen Bösch bis heute noch nicht ordnungsmäßig zugestellt ist, erachtet| daß demnach zur Entscheidung über die Beschwerde des AnGrundsatz in dem föniglich preußischen Hofdeutsch des ver- der Amtsrichter offenbar als für sich verbindlich. Ist seine Auf- geklagten über den amtsgerichtlichen Beschluß die Straftammer gangenen Jahrhunderts aus. Gilt noch heute dieser Grundsatz? Man urtheile selbst: Der Verlauf des Zeugniß- Zwangsverfahrens fassung oder die des Kammergerichts zutreffend, so ist damit des Landgerichts I zu Berlin nicht zuständig, und deshalb der gegen Redakteure feit dem 1. Oftober 1879( Einführung der konstatirt, daß das Gericht auch äußerlich sogar von niederen angefochtene Straffammer- Beschluß vom 30. Juli 1894 aufzu Verwaltungsbehörden abhängig ist, und daß dem Landheben war, neuen Justizgefehe) ist hierfür recht lehrreich. rath eine Art Aufsichtsrecht über die nach pflicht- daß der Redakteur Pötzsch seine Beschwerde dem töniglichen Der Reichstag hatte mit großer Mehrheit bei der zweiten mäßigem Ermessen in Beobachtung der Verfassung von Landgericht I zu Berlin zur Entscheidung unterbreitet und nicht Berathung der Strafprozeß- Ordnung getreu dem Grundsay: Richtern gefaßten Beschlüsse zusteht. Ein netter Rechts- an das Rammergericht als das zuständige Oberlandesgericht ge„ Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der staat"! Den Beschluß, der uns von anderer Seite bereitwilligst richtet hat, das Kammergericht daher nicht in der Lage ist, über Denunziant" folgende Bestimmung in der Strafprozeß- Ordnung zur Verfügung gestellt ist, lassen wir als Denkmal für das Ver- die Beschwerde zu beschließen, es vielmehr dem Redakteur Pözſch aufgenommen: " Wird der Gegenstand einer Strafverfolgung durch den In- bältniß zwischen Justiz und Verwaltung wörtlich folgen. Er überlassen bleiben muß, eine neue Beschwerde über den amtsgerichtlichen Beschluß bei dem Kammergericht einzureichen, halt einer periodischen Druckschrift gebildet, für welche nach§ 20 daß der Kostenpunkt nach§ 505 Strafprozeßordnung zu ents Abs. 2 des Gesetzes über die Presse vom 7. Mai 1874 der ver- Rönigliches Kammergericht. scheiden war, antwortliche Redakteur als Thäter haftet, so sind Verleger, Redakteure und Drucker, sowie deren zur Herstellung der Druckfchrift verwendetes Hilfspersonal berechtigt, das Zeugniß über die Person des Verfassers und Einsenders zu verweigern." Die berüchtigten Schacherverhandlungen, die zwischen zweiter und dritter Lesung stattfanden, brachten auf Wunsch der Regierungen diese Vorschrift jedoch zu Fall. Seit Infrafttreten Der Strafprozeß- Ordnung ist es daher für Straffachen zweifellos geltendes Recht, daß ein Redakteur in einer Straf ia che zum Zeugniß oder zu 6 Monaten Haft gezwungen werden fann, falls er nicht selbst der Mitthäterschaft verdächtig. Da die Rechtsprechung des Reichsgerichts aus dem verantwortlichen Redakteur eine fast stets verdächtige" Person gemacht hat, so ist der Zeugnißzwang in Strafsachen für den Redakteur fast bedeutungslos. lautet: W. 441. 94. Beschluß. In der Disziplinar Ermittelungsfache wider einen noch un bekannten Beamten hat auf die weitere Beschwerde des königl. Landraths des Kreises Niederbarnim vom 17. August 1894 über den Beschluß der Ferien Straffammer V des fönigl. Landgerichts I zu Berlin vom 30. Juli 1894 der Straffenat des fönigl. Kammergerichts zu Berlin in seiner Sigung vom 30. August 1894 nach vorgängiger schriftlicher Grklärung des Oberstaatsanwalts, = in Erwägung, daß es sich mithin um ein Vorverfahren in einer Disziplinaruntersuchung gegen einen Beamten wegen Dienstvergehens im Sinne des§ 1 Nr. 1 des Gesezes vom 21. Juli 1852 betreffend die Dienstvergehen der nichtrichterlichen Beamten handelt, beschlossen, daß auf die weitere Beschwerde des königlichen Landraths des Kreises Nieder- Barnim der Beschluß der Ferien- Straf 1894 aufzuheben und die Kosten des Rechtsmittels der Staatstammer V des königlichen Landgerichts I zu Berlin vom 30. Juli faffe aufzuerlegen. gez. Groschuff, Ziegler, Richter, Wever, Leste, Ausgefertigt Berlin, den 4. September 1894. ( Rammergerichtsstempel). W. 441. 94. Str. 3215. Rudolph, Gerichtsschreiber des Straffenata des töniglichen Kammergerichts. Gerichts- Beifung. Gewerbegericht. Kammer VI. Vorsitzender: Assessor Leo. Sigung vom daß der königl. Landrath des Kreises Niederbarnim unter dem 10. Juli 1894 das königliche Amtsgericht I zu Berlin um zeugeneidliche Vernehmung des Redakteurs der sozialdemokratiAnders ist die Rechtslage in Disziplinar sachen. In schen Zeitung Vorwärts", Pößsch, darüber, wie die von dem Disziplinarsachen fann nur der Beamte strafbar, der Re- Landrath erlassenen vertraulichen Verfügungen betreffend die dakteur also nicht der Mitthäterschaft verdächtig sein. In etwaige Angehörigkeit der zur Aushebung gelangenden MilitärDisziplinarsachen giebt es aber andererseits in Preußen zweifellos pflichtigen zur Sozialdemokratie in die Nr. 154 beziehentlich feinen Zeugnißzwang und weil es keinen Zeugnißzwang giebt, 157 der gedachten Zeitung resp. in den Besitz der Redaktion verstößt der Versuch eines Richters oder eines Beamten, einen gelangt sind, in der Absicht ersucht hat, um gegen den zu erRedakteur zur Ablegung des Zeugnisses zu zwingen, gegen die mittelnden ihm unterstellten Beamten die Disziplinaruntersuchung 19. Oktober. von ihm beschworene Verfassung und gegen das flare Recht. So einzuleiten, haben die Landgerichte zu Graudenz und Frankfurt a. M. und die Oberlandesgerichte zu Marienwerder und Frankfurt a. M. wiederholt Anfang der 80er Jahre entschieden. Die Verwaltung drängte aber immer wieder dahin, in entgegengesetztem Sinne zu entscheiden. Dem fortdauernden Drängen der Verwaltungsbehörden hat noch nie ein Richterkolleg, dessen Mitglieder ja auf Vorschlag der Verwaltung ernannt werden, auf die Dauer widerstanden; dieselben Gerichte, und natürlich auch das Kammer: gericht, erkannten wenige Jahre später dahin, daß das Zeugnißzwangsverfahren in Disziplinarsachen zulässig sei, wiewohl Art. 8 der Verfassung vorschreibt:„ Strafen können nur in Gemäßheit des Gesetzes angedroht oder verhängt werden", und wiewohl zweifellos das Disziplinargeseh die Androhung der Verhängung einer Strafe zwecks Erzwingung eines Zeugnisses nicht zuläßt. Im Fall Pötzsch war die Rechtslage noch eine Nüance an ders. Es handelte sich nicht um eine Strafsache, auch nicht um voll Sonntagsplauderet. war Ein Verlassen der Arbeit wird erst dann zu einem unbefugten und damit zu einem Entlassungsgrunde, wenn der Betreffende das subjektive Bewußtsein hatte bezw. nach den Umständen haben mußte, daß er unbefugt die Arbeit verließ. So entschied das Gericht in einer Klagesache gegen einen daß zwar die preußischen Disziplinargeseze Bestimmungen Barbierherrn, den es verurtheilte, weil nach seiner Ansicht der in über die Gewährung der Rechtshilfe nicht enthalten, daß indeß Frage stehende Barbier gehilfe auf grund bestimmter Thatsachen nach der noch geltenden Bestimmung des§ 38 der preußischen sehr wohl glauben konnte, er dürfe am Dienstag Nachmittag ausgehen. Verordnung vom 2. Januar 1849 die Gerichte und die Verwal- Daß er eines Dienstags Nachmittags ausgegangen war Kläger tungsbehörden sich bei Erledigung der ihnen obliegenden Ge- ging gewöhnlich am Nachmittag dieses Wochentages aus- hatte ihm schäfte gegenseitig Unterstügung zu leisten verpflichtet sind, und der Beklagte und Verurtheilte als ein unbefugtes Verlassen der deshalb die analoge Anwendung der Vorschriften der Reichs- Arbeit angerechnet und ihn entlassen. Strafprozeßordnung auf das Disziplinar- Strafverfahren an- Taß ein Arbeitgeber in Gegenwart eines seiner Angestellten erkannt ist( vergleiche Motive zum Gesetz betreffend die Abände- davon spricht, er schließe mit allen die Kündigung aus, sei für rung von Bestimmungen des Disziplinargesezes vom 9. April den betreffenden Angestellten ohne Belang. Solle er auch 1879, Drucksachen des Herrenhauses 1878/79 I, Nr. 17, Seite 28), ohne Kündigung arbeiten, so müsse dies ihm ausdrückdaß demzufolge auch die Vorschriften des deutschen Gerichts- lich gesagt werden. Vorstehendes führte der Vorsitzende in der batischer Wucht. Dann wird sie auch zu Ehren kommen und uns aufregen und an alter Heldengröße sollen in nicht ein Spielball werden frecher, hundsäugiger Hunger- des Kriegsministers Tragödie von Alarich die deutschen Rauch, der Schöpfer des Friedrich- Denkmals unter den fandidaten und schwärmerisch, überspannter Kunstbildner. Stämme die Mahnung zu untheilbarer Einheit erkennen. Linden, hätte verdamnit erstaunte Augen gemacht, wäre er Dann werden sich ihrer wohl- und hochmögende Herrschaften Aber die Phantasie ist eine nichtswürdige Dirne. So beZeuge des hehren Festes gewesen, das am Donnerstag die annehmen, ja Minister gar und Fürstlichkeiten. gehrlich ihr Eulenburg und Verdy winken. Sie huscht Bataillone zur Fahnenweihe vereinigte. Rund um das Welch herzerhebenden Anblick bot am Donnerstag gleich geärgert an ihnen vorüber; und nichts von ihrer Substanz Monument des alten Frigen" offenbarte sich das moderne das Opernhaus zu Berlin. Der martialischen Gesellschaft ist in die klapprig tönenden Verse Eulenburg's gedrungen, Eparta in all seiner Pracht. Der alte Rauch war gewiß die martialische Kunst. Wie muß das Herz des armen in denen sich eine Fluth von einfilbigen Worten überein preußisch patriotischer Mann. Sein Standbild Pilgers von Belgrad ängstlich gezittert haben. Alexander follert, und Schild an Schild rauscht und Brünn' an Friedrichs II. II. ist sicherlich eine dynastische Ver- von Serbien, dem zu Ehren der militärische Spektakel im Brünne schlägt, und ebenso wenig hat sie Verdy's Herrlichung. Aber das Genie des bildenden Künstlers Opernhause galt, muß sich vorgekommen sein, wie jener trockene Schulmeisterlichkeit befruchtet, wenngleich damals noch nicht soweit der in entwickelt, arme schwarze Teufel, seine afrikanische Garnison und Beamtenschaft Straßburg's den König daß dem Ruhm war der Heimath zurückgekehrt und es empfunden hätte, was des Alarich" nicht fallen ließ. Dort wurde nämlich das vom Glanz Dynastie allein frommen kann! Noch hatte es thöricht Tempelhofer Paradefeldes noch immer geblendet, ausrief, da Werk unseres Kriegsministers a. D. aufgeführt; und der Leute, seine bildnerische Kraft selbst am Friedrichs- Denkmal an er die Truppen seines Häuptlings betrachtete: Ach, armer die Höflichkeit die in Subordination Gestalten verschwendet, deren Namen zwar hell leuchten bis Sultan, wie ist Deine Kraft so kläglich. Welche blendenden erzogen sind, weiß das Gähnen sehr wohl zu unterdrücken. auf unsere Tage, die aber niemals im Soldatenrock ge- Uniformen im Parkett des Opernhauses und im ersten Trotz alledem bleibt es doch erbaulich, wie männiglich steckt hatten. Welche Verblendung! Welches Verkennen Rang; Offiziere, nichts als Offiziere unten, und die emfig sich bemüht, romantische Herrlichkeit alter Tage zu der Heilswahrheit von heute, die da verkündet, die einzigste Generäle im ersten Stockwert, und ganz oben auf dem neuem Leben aufzublasen und sich und andere über die Säule, der herrlichste Glanz der gegenwärtigen Staats: Amphitheater und in den Gallerien Unteroffiziere aller Misère der Gegenwart hinwegzutäuschen. Man beschwört ordnung sei die Armee. Wie weiß man aber auch Waffengattungen. Keine überflüssige Weiblichkeit, kein Phantome und ergößt sich an ihnen und verstopft sich die das Soldatenthum pruntvoll zu ehren! Im modernen Sparta lächerliches Zivil störte den heroisch männlichen Gesammt- Ohren vor Allem, was in unseren Tagen bedeutend einherherrsche die rauhe, die männische Kraft! Auch die eindruck, die Stätte süßer melodischer Kunst war zur Heer- schreitet. Man predigt von Recken und Göttern, von Kunstempfindung hat sich ihr zu beugen. Man schau verwandelt; und zum kriegerischen Schauspiel gab der schlichten Sitten und Heldenhaftigkeit, von Kriegsruhm und wird der dynastischer Größe und meint also, durch Vorführung. tollen Landfahrerin aus luftigem Reich Dessauer Marsch den Taft an. Muster So kommt die Kunst zu wohlthätig erziehlicher Be- von und Beispiel für sein Theil die schon straffe Mores lehren. Sie soll nicht herumstreichen, unnüt, mit verträumten Augen. Die Bagabundengelüfte, deutung und zu höchften und allerhöchsten Ehren und Bot- Stüßen der Ordnung"" ideell" kräftigen zu können. die ewigen, gebe sie auf und gewöhne sich an das Kom- schafter und Kriegsminister a. D., mächtige Excellenzen Wessen Sinne indessen will oder kann man durch dies mando: stramm, stillgestanden! Nicht der geflügelten scheuen den Ritt ins romantische Land nicht und bringen Weihrauchgewölke benebeln? Was fümmert uns weiland Sehnsucht gleich verweise sie die Menschen, die troft reiche Ausbeute heim an Sturmgesängen und Tragödien. die, germanischeste Herrlichkeit, wenn die trübe Wirklichkeit bedürftigten, auf eine sonnigere Zukunft; sie sei keine So hat man euch wieder heraufbeschworen aus fie sei feine So hat man euch wieder heraufbeschworen aus euren tagtäglich ein freches Berrbild aufweist? Wenn auf Rechtsflatterhafte Fee, das wäre noch schöner! Sie lerne pariren, Grüften, mythischer Aegir und großer Alarich! Was heiße, und Wahrheitsempfindung losgehämmert wird, als wären vie eine brave Magd; sie unterstehe der Gewalt eines junge Gymnasiasten- Köpfe sonst gährend erfüllte, dessen sie seelenlose Schemen? Wenn die Unverfrorenheit siegt höheren Willens, wie dem germanisch- mythischen Aegir sich nehmen sich wohlgesetzte, ehrwürdige Männer in Amt und und das gramhafteste Verlangen roh abgewehrt wird? Gie die nichtsnutzigen Neck und Nix beugen. Sie tauche Stellung heute an. Junger Graf Eulenburg, was hat wollen nicht hören, nicht in Berlin und nicht in Wien. unter in dem Born der Vergangenheit und ver Ihnen Aegir, und Verdy du Vernois, was Ihnen König Sie werden aber hören müssen. Man wird nicht ruhen tünde von altgermanischer Reckenhaftigkeit und sol- Alarich angethan? Mit mythologischem Dunst wollen Sie dürfen und man wird nicht ruhen, bis ihnen die Ohren = wande! betrachtete. bereit. Berlin. Die „ um Derlammlungen. = " 4 Begründung eines gegen die Nestaurateurin Krüger gefällten kommen, daß der Sachverständige mit Angeklagte in persönliche p Urtheils aus. Beziehungen getreten fei, anstatt denselben einfach die Thür zu Ueber die Zustände in der christlichen Herweisen. Das Urtheil dürfte in weitesten Kreisen Aufsehen erberge zur Heimath, Oranienstraße 105, führte der Haus- regen, da lediglich auf das Gutachten des Dr. Stelzer hin bereits 17. Oftober eine öffentliche Versammlung ab, in welcher StadtDie Handlungsgehilfen und Gehilfinnen hielten am diener E. gelegentlich der Verfechtung eines Entschädigungs- zahlreiche Geschäftsleute verurtheilt worden sind. verordneter Bernh. Bruns über„ Die Sonntagsruhe und die anspruches an den Hausvater Altenboff aus: Die Hausdiener Das Elend vor der Straffammer. An einem Nach freisinnigen Stadtväter" referirte. Redner bemerkte, zwei Jahre müßten die„ Kunden"( die reifenden Handwerksburschen) hinausmittage im Anfange dieses Monats erschien in dem Laden des seien bereits seit Einführung der partiellen Sonntagsruhe ver= werfen, wenn diefelben unanständig würden. Dadurch erhielten die Hausdiener natürlich eine Menge Feinde. So komme es, mit den Worten:„ Ich nehme mir hier die Kiste Bücklinge mit, Stadtverordneten- Versammlung nichts, sie zu erweitern, obwohl Raufmanus Schreiber ein Mann von herabgekommenem Aeußeren gangen und noch immer thue die freisinnige Majorität der daß sie im Dunkeln ausgelauert und hinterrücks überfallen würden. laffen Sie mich arretiren!" Bevor sich der Kaufmann von seiner dies ihre Parteigenossen im Reichstage als eine Pflicht der Der Hausdiener sei dort nie seines Lebens sicher. Eine nette Verwunderung erholen konnte, hatte der Mann eine an der großen Städte hinstellen, obwohl auch der freisinnige HandlungsGegend, wirklich! Der Prozeß des E. an sich war nicht von Thür stehende Kiste mit Bücklingen unter den Arm ge- gehilfen- Verein dies in einer Petition an den Minister verlangt besonderem Interesse. Anzuführen ist nur, daß der Gerichtshof nommen. dreimalige Trunkenheit des Klägers nicht als lüderlichen Lebens- Laden und wartete, bis der Ladeninhaber an ihn heran- fchen Behörden von Berlin dazu aufgefordert hat. Die frei Er entfernte sich nur einige Schritte von dem und der Minister sich dafür ausgesprochen, ja sogar die städtigetreten war. Bereitwillig gab er seine Beute wieder sinnigen Stadtväter sprachen es bei der Berathung des von Herr Bauer, Mitinhaber des Café Bauer, heraus, wiederholte aber seine Forderung, verhaftet zu werden. den Sozialdemokraten in dieser Richtung gestellten Antrages wandte gegen die Klage eines Kellners auf Zahlung von 6 M. rückständigen Lohn ein, der Kläger habe die Besitzer des Eta: Arbeiter August niebel, welcher gestern der vierten Straf weitern. Wie nothwendig aber diese Erweiterung wäre, beweist rückständigen Lohn ein, der Kläger habe die Besitzer des Eta- Seinem Verlangen wurde entsprochen. Der Mann war der aus: Sie wollen den Schutz des Arbeiters auf keinen Fall erblissements dadurch um 2,40 M. geschädigt, daß er einem Herrn Hugo fammer des Landgerichts I. vorgeführt wurde. Er gab an, daß Redner, indem er ausführlich die beispiellose Ausbeutung Nordhalm das Geld stahl. Der Kläger habe Herrn N. bedient und aus deffen Ueberzieher das Geld entwendet. Herr N. habe die er, von der bittersten Noth getrieben, zu dem verzweifelten Mittel ichildert, welcher die Handlungsgehilfen heute unterworfen sind. Cafébefizer verantwortlich gemacht und ihr Vertreter habe dem gegriffen habe, um sich ein Unterfommen zu verschaffen. Der Bei jener Haltung der Freifinnigen im Rothen Hause müsse die Staatsanwalt beantragte gegen den schon vielfach vorbestraften Gesetzgebung veranlaßt werden, das als Verpflichtung auszu= selben auch die 2,40 M. zurückerstattet. Der Kläger bestritt Angeklagten eine Gefängnißstraße von 6 Monaten, wogegen dieser sprechen, was sie bisher in das Belieben der Städte stellte. Die fehr energisch, den Herrn N. bestohlen zu haben. Der Vornichts einzuwenden hatte. Der Gerichtshof tonnte dem Be- Handlungsgehilfen müßten sich aber, um auch im übrigen beffere fitzende belehrte Herrn Bauer dahin, daß er nicht rechtlich ver- bauerswerthen aber nicht den Gefallen thun, ihn zu ver- Sohn- und Arbeitsbedingungen zu erreichen, in ihrer Organi pflichtet gewesen wäre, Herrn N. die angeblich vom Kläger geurtheilen, da seine Handlungsweise sich schon deshalb nicht fation fest zusammenschließen.( Beifall.) In der regen Diskussion stohlenen 2,40 M. zu vergüten, auch wenn Kläger den Diebstahl als Diebstahl fennzeichne, Begangen hätte. Wenn Bellagte es doch thaten, sei es ihre als Diebstahl fennzeichne, weil er nicht die Absicht einer wurden noch verschiedene Einzelheiten über die maßlofe Ausbeutung Das Urtheil lautete der Gehilfen und Lehrlinge angegeben, auch die Thatsache hervor Sache; fie tönnten den Schaden zu den Geschäftsunkoften rechnen. rechtswidrigen Zueignung gehabt. daher auf Freisprechung. Kniebel wird wieder auf gehoben, daß das Aeltestenkollegium der Berliner Kaufmannschaft Herr Bauer erklärte sich hierauf zur Zahlung der Klagesumme die Straße gesetzt werden und kann dann weiter darüber nach fowie große Vereine hiesiger Handelsherren in ihren Petitioren finnen, wie man es flüger anfangen muß, um aus der Freiheit und Eingaben an die Behörden stets das Unternehmer- Interesse Kann Untust über Wortbruch bestraft werden? Frau des Verhungerns in das Gefängniß zu kommen, das Ginen zwar gefördert wünschen, wie sehr auch die Handlungsgehilfen dadurch Bergmann hatte von den Holzhüter'schen Eheleuten, welche mit dem Mafel der Unehrlichkeit behaftet, aber wenigstens den geschädigt werden. Besonders betont wurde ferner die NothEchönleinstr. 24 ein Milch- und Viktualiengeschäft betreiben, das Magen vor einer Revolte bewahrt. wendigkeit, den Fortbildungsschul Unterricht obligatorisch zu Versprechen erhalten, daß das Happoldt'sche Bier abgeschafft machen und auf den Nachmittag der Wochentage zu verlegen. werden solle. Da Herr Holzhüter jedoch glaubte, daß ihm Der Güstrower Streit vor Gericht. Das Schöffen Herr Liebnau, ein Mitglied des Waldeck- Vereins" und ſelbſt Kunden wegblieben, so führte er trotz seines Versprechens das gericht zu Güstrow verhandelte dieser Tage mehrere Fälle, die Handlungsgehilfe, fuchte Gugen Richter und dessen Gefolgschaft Bier nach 8 Tagen wieder ein. Die Angeklagte war darüber mit dem Streit in der Mecklenburgischen Waggonfabrik in Zu gegen die nur allzu zahlreichen Vorwürfe zu schützen. Er erachtete entrüftet und forderte energisch die Einhaltung des ihr gegebenen sammenhang stehen. Die erste Sache betraf den Arbeiter Harm, eine Erweiterung der Sonntagsruhe im Handelsgewerbe für eine Versprechens und die Abschaffung des boykottirten Bieres. Es der Berufung gegen ein polizeiliches Strafmandat in Höhe von Schädigung der Gesammtheit und hielt ohnehin die Sonntagsruhe Tam zu einem unerquicklichen Wortstreit und da die Angeklagte 6 M. eingelegt hatte. Befchuldigt war derselbe, das bekannte der Handlungsgehilfen deshalb für bedenklich, weil der Gehilfe infolge die wiederholten Aufforderungen zur Ruhe infolge des Lärms polizeiliche Verbot des Gehens gewiffer Personen auf bestimmten derselben mehr als früher ausgebe! Den nachfolgenden Redneru überhörte, wurde sie schließlich mit Gewalt aus dem Laden ent- Straßen und Plägen ignorirt, sich dem Zwange der Beschränkung war es ein Leichtes, die gänzliche Unhaltbarkeit dieser Anfernt. Der Staatsanwalt war der Ansicht, daß die Frau( die der persönlichen Freiheit entzogen zu haben. Das Gericht verschauungen sowie der übrigen von 2. gemachten Einwürfe darüber Nichteinhaltung eines Versprechens empört war), nach warf die Berufung und bestätigte damit das Vorgehen der zuthun und den Freisinn" in seiner den Handlungsgehilfen bes drücklich" bestraft werden müsse; er beantragte eine Woche Polizei. Die zweite Sache betraf den Fabrifdirektor Frante, sonders deutlich bewiesenen Arbeiterfreundlichkeit zu brandmarken. Gefängniß. Der Gerichtshof sah bei der bisherigen Un- der ebenfalls Berufung in gleicher Angelegenheit eingelegt hatte. Folgende beide Beschlüsse wurden einstimmig gefaßt: bescholtenheit der Angeklagten, die von Rechtsanwalt Dr. Herz- Der Herr wurde freigesprochen! Die dritte Ver 1. Die Versammlung protestirt energisch gegen das arbeiter feld energisch vertheidigt wurde, zwar von einer Gefängnißtrafe handlung, die schon wegen der Begründung des Urtheils inter feindliche Verhalten der freisinnigen Stadtverordneten gegenüber ab, glaubte aber doch bei der ganzen Sachlage auf 150 M. Geld: effirt, beschäftigte sich mit dem Oberingenieur Tides. Dieser dem sozialdemokratischen Antrage, betreffend die Festsetzung strafe event. 30 Tage Gefängniß erkennen zu müssen. hatte am 23. August einen geschlossenen Trupp Fabritarbeiter eines Drtsstatuts für die Sonntagsruhe, fie erblickt in Verhalten über den Hundesteig an den Bahnhof geführt, um von dort die diesem einen erneuten Beweis der gänz Ein gerichtlicher Sachverständiger. Wegen Bergebens bestimmt erwarteten 28 angeworbenen Berliner Arbeiter ab- lichen Unfähigkeit der beiden freifinnigen Parteien, die gegen das Nahrungsmittel- Gefeß hatten sich am Freitag der zuholen. Daraus wurde nichts, weil diese zu Echlächtermeister Friedrich Schickram und dessen Mutter, die den Interessen der Handels- wie Industrie- Arbeiter zu vertreten. Streifenden übergingen, und die hingeführten Fleischhändlerin Anna Schickram geb. Dietze aus Reinickendorf legten denselben Weg in geschloffener Solonne nach der Wort und Schrift zu verbreiten, da nur durch die SozialArbeiter Sie verpflichtet sich daher, die Lehren der Sozialdemokratie in vor dem Fixdorfer Schöffengericht zu verantworten. Am 24. März d. J. entnahm Gendarm Kamenz auf dem Rirdorfer Diener Maaß dem Anführer der Schaar, Tickes, das un- strebt wird." Fabrik zurück. Schon beim Hingehen hatte der Polizei- demokratie eine Besserstellung der Handlungsgehilfen erWochenmarft eine Anzahl Wurstproben behufs chemischer statthafte Zusammengehen in Rotten begreiflich zu machen verUntersuchung durch ben Kreischemiker Dr. Stelzer in fucht, jedoch vergeblich. Wegen Uebertretung des§ 36 der gabe an den Polizeipräsidenten energisch gegen den Verfuch zu 2. Die Versammlung beauftragt das Bureau, in einer Ein. Frau Schickram entnommene Mett wurst erwies sich nach dem Stelzer'schen Gutachten als start Straßenpolizei- Ordnung wurde nun T. mit einem Strafmandat protestiren, welcher von dem Zentralausschuß hiesiger kaufmit Pferdefleisch verfälscht. Daraufhin wurde Frau Schickram von 20 m. bedacht, wogegen er Berufung einlegte, welche vom männischer und gewerblicher Vereine gemacht wird, um die wegen wissentlichen Verlaufs verfälschter Nahrungsmittel, ihr Gericht für begründet erachtet, Tickes freigesprochen und die Offenhaltung der Geschäfte an den beiden Sonntagen vor Weih Sohn, der die Wurst angefertigt, wegen Verfälschung von Nah- Staatskaffe mit den Kosten belastet wurde. Ju der Begründung nachten noch weiter als im vorigen Jahre auszudehnen." rungsmitteln augeklagt, Beide Angeklagte bestritten entschieden, des Urtheils heißt es, daß ein Aufzug, wie ihn der§ 36 der Die Kutscher hatten am 18. Ottober eine Berfammlung fich strafbar gemacht zu haben, da die von ihnen angefertigte Straßenpolizei- Ordnung annimmt, voraussetzt, daß er einberufen, die leider nur schwach besucht war; in anbetracht feiner selbst willen", d. h„ der Demonstration wegen" bezw. feilgebotene Wurst nur aus Rind- und Schweinefleisch bestattfinden müsse, oder wenn nicht um seiner selbst dieses Umstandes mußte von einem Referat Abstand genommen standen habe. Dagegen hielt der Sachverständige Dr. Stelzer willen, so doch demonstrativ derart gestaltet sein müffe, werden. Rant findet die Ursache des schwachen Besuches in fein der Anklage zu grunde liegendes Gutachten aufrecht. Da nun sowohl im vorliegenden Fall, wie in einer Reihe noch un sowohl im vorliegenden Fall, wie in einer Reihe noch daß er diefertwegen sich als Aufzug bemerkbar mache.- Bum Under überlangen Arbeitszeit, die es dem Kutscher fast unmöglich schwebender ähnlicher Prozesse die Sachverständigen- Qualifikation glück tommt diese Entscheidung etwas spät. Wie vielen Ar- macht, nach Feierabend noch eine Versammlung zu besuchen. schwebender ähnlicher Prozesse die Sachverständigen- Qualifikation beitern wäre sie zu Gute gekommen, die einzeln oder in Paaren Schulz machte auf die neu erschienene Kutscher- Zeitung aufDr. Stelzer's scharf angegriffen worden ist, stellte der Borsigende, an den Bahnhof pilgerten und dafür gefänglich büßen mußten. merksam, die Rank jedoch für gänzlich werthlos für die Kutscher Amtsgerichtsrath Niemir, durch eingebende Verhandlungen fest, Das ist jetzt anders geworden; schickt nun die Fabrik hundert erklärte, da sie hauptsächlich von der Pflege der Pferde, dagegen daß der Sachverständige wiederholt Angeklagten, über welche er Mann an die Bahn, um Streitbrecher abzuholen, und die nichts über irgend welche, die Verhältnisse der Kutscher berührende amtlich ungünstige Gutachten abgegeben, während die Straf- Streitenden marschiren ebenfalls hundert Mann start nach dort, Fragen enthalte. Allgemein geklagt wurde über die Holzpflaste fachen noch schwebten, günstige Privatgutachten erstattet habe. In einer Straffache gegen den Butterhändler Hoppe in Nixdorf um§ 152 der Gewerbe- Ordnung auszunuzen, dann mag die rungen, die troß gegentheiligen Versprechens doch wieder erneuert werde. Wenn allerdings so viel Sand, wie am 18. Oktober in hatte Dr. Stelzer vor dem Schöffengericht mit Bestimmtheit be Polizei sich mit§ 36 der Straßenpolizei- Ordnung abfinden. der Leipziger- und Friedrichstraße verwendet wurde, immer in fundet, daß in einer von Hoppe entnommenen Butterprobe Der Unterschied zwischen einer Gastwirthschaft und Benutzung fäme, wäre es eine Leichtigkeit zu fahren. So aber Margarine enthalten gewesen, worauf Hoppe zu 300 M Geldstrafe einer Schankwirthschaft. Das Ober- Verwaltungsgericht hat ist das Fahren auf dem äußerst ungenügend bestreuten Holzpflaster verurtheilt wurde; in 2. Instanz hatte Stelzer die Möglichkeit einer in einem Streitfalle, wo es sich um die Frage handelte, welcher die ärgste Thierquälerei. Verwechselung zugeben müssen, was zur Freisprechung Hoppe's Unterschied zwischen einer Gastwirthschaft und einer Schankführte. Im vorliegenden Falle erklärte Dr. Stelzer eine Ver- wirthschaft bestehe, dahin entschieden: wechselung für ausgeschlossen, da er sämmtliche Arbeiten selbst ausgeführt habe. Von der Wurstprobe sei freilich nichts auf- beherbergung, unter" Gasthof" eine Wirthschaft mit Fremdenbewahrt worden. Der Amtsanwalt beantragte gegen beide herberge und Ausspannung, unter„ Schankwirthschaft" eine solche Die Redaktion stellt die Benuzung des Sprechiaals, soweit der Raum dafü Angeklagte je 100 M. Geldstrafe. Der Gerichtshof erkannte mit Beköftigung zu verstehen. Ein Hotel" ist eine Gastwirth- abzugeben ist, dem Bublitum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen jedoch auf kostenlose Freisprechung beider Angeklagten, denn schaft, ein" Neftaurateur" ein Schankwirth. Nach dieser Ent: Interesses zur Verfügung; te wahrt sich aber gleichzeitig bagegen, mit dem Inhalt deffelben identifizirt zu werden. durch die Vernichtung der Wurstprobe sei denselben das un- fcheidung des obersten Gerichtshofes in Verwaltungssachen wird In dem Artikel Sozialdemokratische Arbeiter als Arbeits bestreitbare Recht verloren gegangen, die Richtigkeit des Gut- fich die königliche Steuerdirektion wohl auch dazu entschließen geber" wird in der Richtigstellung der Orts Krankenkasse der achtens durch ein Obergutachten anzufechten. Ferner sei aber müssen, die Steuerzahler im Gastwirthsgewerbe zu klassifiziren. Maschinenbau- Arbeiter eines Kontrolleurs erwähnt. Da es fich nicht ausgeschlossen, daß wie im Fall Hoppe auch im vorliegen- Bei dieser Behörde wurden bisher Gasthofbesitzer, Gastwirthe, hierbei nur um meine Person handeln kann, so sehe ich mich den eine Verwechselung vorgekommen sein könne. Als dritter Schanfwirthe und sogar die Konditoren, die Schankerlaubniß be zu folgender Erklärung veranlaßt: Punkt sei bei der Freisprechung der Umstand in Betracht ge- figen, ohne Ausnahme als Schankwirthe bezeichnet. Es ist eine Unwahrheit, wenn der Vorstand behauptet, er hätte bei meiner Anstellung gesagt, ich solle mir das wohl überEin Leist, der traurige Held von Kamerun, rempelnden Sozialistentödters genießen werde. Mit legen u. f. 1. Im Gegentheil. Nach Ablauf einer 7 wöchent lichen Probezeit erklärte der Vorstand durch den 2. Borfizenden so recht ein Typus der brutalen Schneidigkeit, wird sanft seinem Ruhm stellt er den guten Hermes gänzlich Herrn Steinfeld wörtlich folgendes:" Ihre Probezeit ist um, wir gestreichelt; unverfroren hatte er sich vor seine Richter in den Schatten. Der brave Hermes, der populäre Hermes, sind mit Ihren Leistungen zufrieden. Der Vorstand hat Ihnen geftellt, mie in seiner Rohheit, wie in feinem der Hermes vom Aquarium". Nie galt er als ein Mann, eine Zulage von 5 Mart bewilligt; fahren sie so fort, dann Gewalt und Herrenbewußtsein. Er empfand es instinktiv, der das Pulver erfunden hat. Aber solcher Pfiffigkeit haben sie hier eine Lebensstellung inne." Ferner erkläre ich, daß ehe die Autoritätsanbeter die Autorität sinken laffen, eb hätte man sich selbst bei ihm nicht versehen, wie neulich mir in meiner zwölfmonatlichen Thätigkeit auf der Kaffe als verwandele sie schwarz in weiß. Und die Empörung des in der stürmischen Versammlung der Stadtverordneten, in Kontrolleur( denn als solcher war ich überhaupt nicht angenommen) Rechtsbewußtseins? Legts zu dem übrigen! Sie wollen die die Frage des Bierboykotts provokatorisch getragen nicht mit einer Silbe in irgend einer Weise eine Rüge über nichts hören. Mit den erbärmlichsten Polizeiattacken geht wurde. Hermes, der Biedere, entgeguete auf den Antrag Schuldigkeit gethan habe, beweist mein Beugniß. Hat aber der meine Leistungen gemacht worden ist. Daß ich übrigens meine man in Wien gegen die Massen vor, die ums Wahlrecht Singer's, der für die städtischen Arbeiter den achtstündigen Borstand dasselbe nicht wahrheitsgemäß ausgestellt, so hat er demonstriren. Blut hat die Gassen gefärbt; und fast die Arbeitstag verlangte: Wie kann man derlei begehren, da amtlich gelogen. Ift hingegen das Attest wahrheitsgemäß, so gesammte Bourgeoisie im Parlament wie in der Stadt die Gelehrten noch streiten, ob neun, ob siebenstündiger hat der Vorstand in seiner Richtigstellung, indem derselbe bes Wien, wirft sich hochmüthig in die Brust und warnt nicht Arbeitstag? Wenn also die Gelehrten noch nicht einig hauptet, ich wäre nicht zu brauchen gewesen, gelogen. etwa die Gewaltthäter, nein! Sie erdreiftet sich zu sprechen, find, ob neun, ob siebenstündig, da bleiben wir Dieser Beweis beleuchtet die übrigen Behauptungen in dem wenn Ihr artige Kinder seid, so werden wir Euch ein Stück getrost bei dem alten zehn- und zwölfftündigen Arbeitstag. Artifel zur Genüge. Bezeichnend ist es ferner für den jetzt nicht Wahlreform geben, das heißt in dem Ausmaß, wie's uns Das ist die echt liberale Logit von Hermes und Genossen. mehr fozialdemokratischen ehrenwerthen Vorstand, daß der paßt. Wenn Ihr aber murrt und demonstrirt, so dürft Ihr Mit ihrer Rabulistenlogit und Spißfindigkeit und mit felbe die Worte:„ brav und tüchtig" in Bezeichnung auf Euch nicht wundern, wenn der Sicherheits- Wachmann" ihren Provokationen und Schmähungen erreichen sie aber meine Person in höhnischer Weise durch Gänsefüßchen besonders hervorhebt; obgleich mir der 2. Vorsitzende Herr Steinfeld, als mit dem Säbel dreinschlägt. Das ist Unverständniß mit nur, was sie nicht beabsichtigt hatten, die Herren vom ich denselben nach dem Grunde meiner Entlassung fragte wört Tollheit gepaart. Philisterring in der Stadt. Sie wollen nicht hören, fie lich erwiderte:" Wir haben gegen Ihre Ehrenhaftigkeit und Sie wollen nichts hören auch in unserer vielgerühmten werden hören und fühlen müssen. Man weiß nun, von Brauchbarkeit nicht das Geringste einzuwenden. Der Grund stolzen Stadtverwaltung von Berlin! Der Hochmuth der diesem Ring ist Billigkeit und Verträglichkeit nicht zu er- Ihrer Entlaffung tit lediglich Verringerung des Beamtenpersonals, Philiftrösen hätte doch gerade jetzt Grund genug, sich ein warten. Sie kennen und sehen die Symptome einer Be- da die Kaffe gezwungen ist, Ersparnisse zu machen." wenig zu ducken. Das byzantinische Geschrei, das die Groß- wegung nicht, wie Wie der Vorstand nun die durch meine Entlassung erzielten fie fich im Bierboykott äußern, thaten der Berliner Stadtgemeinde seit langen Jahren der nun mit erneuerter Kraft wird. Ersparnisse verwendet, beweisen die hohen Gehälter von 160 bez. geführt 140 M. an Beamte, welche früher Vorstandsmitglieder waren, begleitete, tlang niemals lächerlicher als heute, und Sie überreden sich zu einem überhißten Nachtgefühl und auf welche in der Richtigstellung auffallender Weise gar menn selbst Organe vom Schlag des Levysohn'schen und thun so, als hätten sie's mit der Sozialdemokratie, wie nicht weiter eingegangen ist. Papiers, die sonst die sonst in Ruhmrednerei das Aeußerste mit einem wüsten Haufen Unzufriedener zu schaffen, denen nicht weiter eingegangen ist. H. Stiller. wagten, nunmehr stußig werden Gerech man nur die eiserne Fauft zeigen müsse. Von der äußeren Von der Ortskrankenkasse der Maschinenbau Arbeiter und tigkeit ermahnen, so muß es arg gekommen sein. Da und inneren Macht des Sozialismus dämmert ihnen verwandten Gewerbe geht uns hierzu noch folgende Erklärung zu: jammert man über den Ton im Rothen Hause. Wenn noch immer keine richtige Borstellung auf. Die Macht Gegenüber den persönlichen und gehäffigen Angriffen des aber zum grausamsten sozialpolitischen Unverständniß sich wird ihnen schon flar werden; und die Hoffnungs- Herrn Stiller gegen den Borstand der oben genannten Kaffe und geifernder Hochmuth Hochmuth gesellt, foll einem da die bilder, die sie alljährlich zu den Parteitagen der Sozial- deffen stellv. Borfizenden müssen wir noch einmal die Erklärung Galle nicht überlaufen. Sachs II, einftmals demokratie in derselben Schablone fich vorgaufeln, als sei abgeben, daß die in Nr. 289 des Vorwärts" unfererseits gegebene Darstellung streng der Wahrheit entspricht. Die dabei in Breslau's Dichterschule ein fänftiglich- lyrischer eine zerklüftende Revolte in ihren Reihen ausgebrochen, berührten persönlichen Angelegenheiten öffentlich weiter zu dis Jüngling war, hat es sich kaum träumen lassen, werden rasch in Nichtigkeit zerrinnen. Das werden die tutiren, halten wir unter unserer Würde. Unseren Mitgliedern eines heute den Ruhm er Alpha. an Tage von Frankfurt auf's Neue erweisen. werden wir an geeigneter Stelle Nede und Antwort stehen. gellen. daß und zur verwogen Unter" Gastwirthschaft" ist eine Wirthschaft mit FremdenSpredtlaal. 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