ftf.567 ♦ Z7.�ah?gattg Ausgabe A Ne. 146 BeznqSpreiS: B fttel(81)rt.30,—•Siu.monntl.lO,— 9Jlt frei ins öou«. oorans-ahidar. Volt» beuuli Monallilt, l<>,— M!. erkl.?in» siellunzsiieoühr. Unier Kreutdond für Deullchlan« und Oesterreich lk.'g MU. für das ubriar Ausland»ei täglich eiittnal.?usteüunc 21.50.7!. Post'e» stellunqen nedmen in Oesterreich, Ungarn, Tfchecho- Slowakei, Dane- wart,?olland..uremdurg, Zchweden und die Echwciü, �ingetraaen in die Post- e!mnqs.Preislist«. Der»Bonoiirts* mit der Sonntags» tieilage.Poll lustett* ericheini tnomen» täglich zweinio! Sonntaqs und Montags-inmai. Telegramm-Adreste' .Zaziaidetnotrai DerNn�, Morgen-Ansgabe berliner DolKsbleitt ( JE Pfennigs AnzeinenpreiS: Die achtgelvaltene NonvareiUezeile lostetZ.— M., Teuerungszuschlag 50%' »Sleine Anzeigen- da« le»» gedruckt« Wort I.— Al. szulässtg zwei lettgedruckte Wortes, iedes weitere Won M Pfg. Stellengesuche und Schlafstellenanzeigen das erste Won 85 Pfg- iedes weitere Wo«<0 Pfg. Won» über 15 Buchstaben zählen für iwn fflotte, Teuerungszuschlaa 50°,» ffarnilien-Anzeigen stir Abonnenten geile 2,— M. volitiiche und ge» werkschastiiche Vereins» Anzeigen i,— Ml. die geile ohne Aufschlag. Anzeigen für die nächste Nuntmer müssen bis 5 Ahr nack mittag» im Hauntg-schäft. Berlin SW 3, Linden» ftraße 3, abgegeben werden. Geöffnet oon» Uhr früh bis 5 Uhr abends. Zcntralorgan der rozialdemohrati fchcn partei Deutfchlanda Neöaktion und«kxpeöition: SW. irerm'tircdiet: Amt Mortnulast, Nr. |. Donnerstag, den 18. November 1�20 vonvärts-verlag G.m.b.H.,©W. 6$, Linöenstr.S. Setuirrcdier; Amt Morittpla«. Rr. 117 SZ— Ü4. Nach Vn-ichtsn wastböhmischer deutscher Blätter, die die Tel-Union üoenniüeli, haben sich die Egerer Alldeut- scheu noch der utrentschuldbaren Aufreizung durch die tschechi- scheu Legionäre recht arge Ausschreitungen geleistet, deren weit schlimmeres Echo tnicbcnwit die Prager Vorgänge waren: In Efpex belagerte man danach im Hotel eine Stunde lang zwei Offiziere, die sich dem geforderten Nachweis ihrer Nationalität entzogen hatten; sie riefen schließlich d-nrch Schreckschüsse die Po» lizei zu Hilfe. Man vamnrte iitS Pflaster der Bahnhofstraße einen Pflock mit der Tafel«Den Schcm-dwe ibern"; daneben war ein« Miluärk-ippe befestiat, und von dem Pflock Sinken angebundene blonde, braune und schwarze Haare herab. Diese Haar« hatte man jenen M.idchen und Frauen ribgeschnitten, die mit tschechischen Sol- baten gesehen worden waren und auf die man förmlich Jagd ge- macht hatte. Die Einrichtung der tschechischen Schule wurde völlig demoliert, Lehrmittel zum Fenster geworfen und die Bilder zerstört. Gegen eine«Die Wacht am Rhein" singende Menge sollen tschechische Offiziere Handgranaten geworfen hatben, wodurch mehrere Personen schwer verletzt wurden. Wie sehr der Präsidnrt M a s a r Y k, von dessen Der- gtU mirfs«?if T«t«TT-w«! » n f h ö r e n." Diese Erklärung läßt Kveifellos feinen Nouni für eine Befestigung der privatkapitalistischen Bergba»Wirts chaft� wie sie im Plaue der Herren Stinnes und Ge nassen liegt. Aclbst die anfänglich auch von einigen Nribeitnehmern und Per- brancheiwertretern im Glauben auf eine günstigere Zu- kuuft gehegte Auffassung, die Verwivklichung des Planes der Herren stinnes und Genossen bereite ein Uebeigangs- ftadium zur wirklichen Soziälisierung vor, trifft nicht»u. Tie Pläne der Herren Stinnes und Genossen, wie über- lmulpt alle Projekte, die in' irgendeiner Kapitalsbeteilignug der einzelnen Arbeiter und Angestellten oder in privat- täpitalistrsch aufgebauten Arbeitsgesellschaften im Kohlen- bergbau eine„Lösung" der Sozialisierungsfrage erblicken. laufen bewüßt oder unbewußt auf die Befestigung der privatkapitalistischen Profitwirts"oft hinaus. Dies geschieht durch die?l u f p e i t- schung der persönlichen Profitsucht. Wenn man sich auf den Standpunkt stellt, ohne die Be- sriedigung der persönlichen Profitsucht fehle es dem Wirt- schastsleben an der„nötigen Antriebskraft", dann ist das allerdings die glatte Ablehnung jeder sozialisierung. Das bedeutet dann auch die Aufforderung an den Egoismus, üch gegenüber dem Gemeinwesen möglichst wenige, am bellen gar keine Schranken airfznerlegen. Nach den Erfahrungen des verflossenen Ja b res sind sich wohl alle Kreise darüber klar geworden, daß die einfluß- reichsten großkapitalistischen Führer den rücksichtslosesten Widerstand gegen die Sozialisierung des Bergbaues leisten. Tiefer Widerstand wird auch von Mitgliedern des Re ichsminr st eriums ans prinzipieller Feindschaft gegen de ii Sozialismus unterstützt, wo es nur eben möglich in. Seit Monaten sehen wir statt der Erfüllung des Re- giemngsversprechens der Sozia lisierung eine üch immer mehr ausbreitende, durch gewaltige kapitalistische Mittel gespeiste, auch mit verleumderischen Beschimpfungen der Soziaii- siernngsfreunde durchsetzte Agitation gegen sed- w e d e S o z i a l i s i e r u n g. Wir sehen weiter eine Per- s ch l e p p u n g s a r b e i t in immer neuen und ergänzten so- genannten„Verständigungskomniisstonen". Andererseits aber sehen wir, daß die Bergarbeitenllhaft.dorn notleidenden Gemeinwesen unter Aufopferung aller ihrer Kräfte Ueberarbeit leistet. Soll dies weiter geschehen, muß auch der berechtigten Forderimg auf Sozialifierung des Bergbaues entgegen- gokommen werden. Es ist nun die höchffte Zeit, daß volle Klarheit zu- nächst über die Absicht der Reichsregierung geschaffen wird. Will sie gemäß ihrem gegebenen Versprechen dem Reichstag die Soziali sierung des Kohlenbergbaues vorschlagen oder nicht? Wenn ja, wann gedenkt die Rekhsrcgicrung diesen Gesetzentwurf dem Reichsparlament zu unteNbreiten? An Sie, geehrter.Herr Reichskanzler, wenden wir uns mit der Bitte, uns setzt klaren Wein über die Stellung des R e i ch s m i n i st e r i u m s Zur Bergiba usozialisieriing einzuschenken. Die Bergarbeiter müssen wissen, was sie wenig- stens von der Roichsregierung zu erwarten haben. Die Hol- tung des Reichstages zu der von uns geforderten So- zialisienmg des Bergbaues ist eine Sache für sich, mit der man sich zur gegebenen Zeit zu beschäftigen.haben wird. Je länger die Ungewißheit dauert, um so schwieriger werden die Dolgen sein. der Erwarhrng bakdigsster Antwort Zeichnet mit bergmännischem Mückauf? Der Eosamtvorstand des Bcrbairdes der Bergarbeiter Deutschlands. Hu se mann. Waldhecke r. Bittner. Wißmann. Schmidt. Jungesblut. Fischer. Klare. Kleine. Boden. Hosmeyer. Lübbe. Neu mann. Lachnitt. Bloch. S t« n d e k e. Heiland. Das Lieö von üer Cröe. Konzert-llmschan. Aus dem Sckiafscn jedes genialen Künstlers reyt irgendwie ein Werk hervor, das den ganzen Menschen, die»erdichtetste Kraft und den allerletzten A isdruck einer seelischen Individualität mit packen- den, leibhaftigen Gesten enthüllt; Höhepunkte, Jufammenraffungen, LebenS-Erhakte, gespiggelt und geklärt im Symbol der Kunst, oft genug VWst dem genialen Willen nur in der Stunde der Tcst»es- nahe:i. ir. Dachs tk-Moll-Messe, Beethovens letzies Streich- quarli'!:, ttozarts„Requiem", Bruckners„Neunte", Verdis„Vier Heiligen«vesänge". Solch ein Wunder, abgetrotzt dem Lächeln des Todes und mnleuchtet von den Sternen aller guten, sehniuchtstiostn, wehmütigen, schönheitstrunkenen Welten ist auch Ma hle r s „Lied von der Erde". Was das Leben an geheimnisvoller Freude, an jubelnder Ekstase, cm verträumter Schwärmerei, was eS an Leidenschaft. Naturrausch, an Jamimer, Schaurigkeit und Ab- schiedsschmerz birgt, schafft und gebärt, all das scheint in vielem kostbarsten Werk zu klingen und zu verklingen. Hier ist endlich, endlich dem Denker Mahler die Jntellektualität verloren und in Tonichönbeit untergegangen, hier verschwand jede köiinerische Geste vor der Andacht des Natur-Gläubigen, hier ist„von der Schönheit", von„Trunkenen im Frühling", von„Jugend" und„lieber Erde" io herzhaft, sinnenftoh und mit dem überweltlichen Zauber der letzten Symbol-Offenbarung gesungen, daß die Einsamkeit, die Melancholie des Herbstes und der demutsvolle„Abschied" keinen Stachel lassen. Auf den Knien vor Gott und Allmacht, im Dank an die Liebe und den Schmerz ist dieses einzige Lies, flammend und doch beherrscht, der schönste und ergreifendste Auk-druck Mahlers. Höchste Formung seines Schöpferwillens geworden. Die anderen Werke mögen wir erkennen und schätzen,— dieses aber lieben wir. Weil es uns größer macht. Und lebensstärker. Und froher vorbereitet zum letzten Schritt. Dieses ganz unsinfonisch« Werk steht und fällt mit den beiden Solisten, die abwechselnd den chinesischen Poesien musikalische Deutung geben sollen. Als Fries es in der Philharmonie zu Ehren von MuHlcrS fiO. Geburtstag dirigierte, wurde dieser Gesang im Munde des Tenoristen Richard Schubert zur klingenden, ausdvucksrcichcn, brillanten Fanfare, und in dem Alt von Frau C a h i e r drang oas ganze Mahler-Erleben schicksalsschwer durch. Zwei Glanzleistungen! Fried beherrscht das Werk wie wenige wrr. Aber er herrscht es an, verschwendet derbste Körperkrast selbst an Hymnen, über denen der Stab wie in Wolken, nebelhaft schweben sollte. Seine Schuld war's nicht, oaß keine Verwirrung der Gefühle in Orchester und Hörer- chccr aufkam. Dem jungen E r d m a n n, der BusoniS groß gc- wolltes und in seiner barocken Beweglichkeit doch nur interessant gebliebenes Klavierkonzert mit seltsamer Geistigkett und erstaun- fleber technischer Beherrschung lebendig«acht, wünscht«an de» Reichswehr oöer Meutererwehr? Tolle Zustände berr-chen zurzeit bei einer auf der Insel .Borkum stationierten Abteilung der K ü st e n w e h r, die seit vier Wochen aus ehemaligen Angehörigen der Brigade Ehr- bardt besteht. Täglich sieht man geschlossene Abteilungen unter Führung von Offizieren, mif hatenkreuzge schmück- ten Helmen demonstrativ das Torf durchziehen, wobei das den Meuterer Ehrhardt verherrlichende Lied gesungen wird. Besonders begeistert für diesen Dienst ist«in Leutnant Stöhr. Am 9. November erdreistete sich diese Gesellschaft, am Jahrestage der Republik die Marine-Kriogsflagge in der Kaserne auf Halbmast zu hissen. Einem Borkumer Lebrer, der den Sängerchor der Garnison leitctz wurde verboten, in einer be- stimmten Wirtschaft UebungSabende abzuhalten, weil dort So- zialdemok raten un' GcwerkschaktS Mitglieder verkehren! Am 11. November würbe unter Leitung«ine? Herrn T e tz m e r eins Ortsgruppe des„Verbandes national ge- s i n n t e r Soldaten" gegründet. Was dabei geleistet wurde, übersteigt alle Grenzen. Zunächst wurde der Verband als„ganz- lich unpolitisch" bezeichnet und darauf nach Leibeskräften a u f die Regierung und die links st«b enden Parteien geschimpft. Mit welch niedrigen LügHn die Soldaten gegen die Regierung ausgehetzt werden, zeigt die Behauptung des Re- fercinen. der Oberpräsident von Schlesien» ein gewöhnlicher Eistn- drelicr, sei bei der Abreise des franzöiischen Konsuls zu dessen Erstaunen auf dem Bahnhos erschienen, in einer Hand einen Blumen st rauß, in der anderen zwei Tafeln Schoko- lade! Auf welchem geistigen Niveau muß eine Gesellichast sieben, die sich derartiges vorschwätzen läßt? Ein zweiter Redner, der Herr Pastor Münch mever, blies in dasseflbe Horn. Er schilderte gleichfalls die II n f äh igke i t der Regierung, der Post- minister bätse vcmi Poistwescst so viel Ahnung, baß ein Brie- in den Briefkasten gehöre usw. usw. E? ist sehr merk- würdig, daß gegen diese ,.E n t p y l i t i f j e r u n g" der Armee durch Herrn Geßler und Herrn b. Seeckr nicht das windest« gksKieht, sondern die Regierung ruhig zusteh', wie ihre eigenen Soldaten gegen sie aufgehetzt werden. Das tollste aber ist folgeubes: Wer von den Leuten den nationalistischen Rummel nicht mitmacht, wird drangsaliert. Leuten, die sich über die Zwecklossgkeit dts Kapp-Putsches äusserten, wurde die Entlassung angedroht„wogen Gcfährbiinz der Disziplin!" Wer nicht meutern will, gefährde die Disziplin beidieferTruppc! Das ist freilich ein u n e r r e i ch b a r c r Höhepunkt in der Scecktschen Reichswehr. von See �ßach�-Negierung. Die jetzige ReichSregierung ist hekavutlich mit der Parole ans Ruder gekommen, daß alle Rsgierungsarberten von Fachmännern erledigt werden müßten. Wie das gemeint ist, das löhri ein Blick in die jetzige P r e s s c ,, bte i l u ng beim Auswar- tigen Amt. Dort werden die Fachmänner, nämlich die Journalisten, systematisch berausgedrängi, damit Stellen für ausrangierte Dipl om aten, Gen« ra l stäb ler a. D. usw. geschaffen werden. So tritt z. B. an eine leitende Stelle, die bisher mit einem Redakteur besetzt war, der Gebeimrat Trauimiann, der bisher Auslandsrefereni im Auswärtigen Amt war, von Presse- dingen aber keine Abmung hat. Deswegen bekommt er auch einen höheren Rang als sein Vorgäuger. Die Funktionen eines leitenden Beamten, der gleichfalls Journalist war. sind geteilt war- den zwischen zwei Offizieren, einem Hauptmann Kuuckeirberg und einem Hauptmann vom Graberg, natürlich beide?„Fachmänner" in Pressedingen. Ein weiterer Journalist wurde entlassen mit der Behauptung, daß seime Stellung durch Umorganisieruny überflüssig geworden sei. jedoch wurde am feine Hielle ein zweiundzwanzig- jähriger Student gesetzt. Da? ganze kann einem allerdings nicht verwundern, wenn man weiß, daß der jetzige Leiter der Presseabteilu-ng, Geheimrat Heil- bro nn,-verschiedentlich seinen Untergebenen gegenüber Aeuße- Aufstieg des jugendlichen d'Albert. Ilnd wir» ihn erleben. Der alternde d'A l b« r t aber verleugnet fein« Vergangenheit, die an Reinheit deZ Stils, an Schönheit der AuSldrucksmöglüÄeiten, an selbstloser Versenkung in Beethovens. BrahmS Geist nicht ihresgleichen hatte. Wohl opfert er den Reinertrag seines.Konzerts sem würdigsten Kunstzweck, der jetzt für das Aufkeimen und Ge- deihen wirklicher Volkskultur erdacht werden kann: das Festspielhaus in Salzburg, der Geburtsstätte Mozart?. Aber das bleibt als Ideal einsam, während er spielt. Wo blieb sein Singen in der si-Moll- Sonate von Brahms, wo blieb die Kraft, die nicht in surienhafte und titanische Geste entartete, wo der Mangel an jeder kokettem Auslegung in einem Nocturne ThopinS! Welche Verwischung durch Pedalmißbrauch, welch fürchterliches Spielen mit der Fermate, welch ein Durchpeitschen der Noten! Und waS könnte, was kann in ge- rubigter Stunde selbst heute noch der Pianist d'Albert uns Sehn- süchtigen sagen, wenn er den Ritt durch die Steppen erfolgreicher Opern vergessen möchte! Der gegenwärtige Meister ist tot. der vergangene lebt, unerreicht, unvergeßlich im Dank. * Dem sich ehrlichst mühend«» Pianisten Mark Günzburg möchte man gut sein, auch wenn er Chovinsche Impressionen vermittelt. Er hat Momente feierlicher Andacht, in denen unter ge- schmeidig-wsickien Fingern zarteste Salonstimmungen aufklingen, er hat auch die Gefälligkeit sauber dahinwirbelnder Passagen. Ab:r die Stetigkeit seblt, die Nervenruhe, die UeSerlegenheit, aus gelungenen Teilen ein kunstvoll Ganzes herzustellen, reibungslos die dämmerigen Uebevgüvge zu formen. So bleibt sein Spiel ungleich. zerrissen, nur halbe Kunst. Solche Halbkunst scheint bei den singen- den Solisten Jetzt zur Gewohnheit zu werden: jedenfalls hindert sie nicht die öffentliche Jnszenientitg und den üblichen Beifall der Gemeinde. Am meisten offenbarte sich das bei dem Liederabend der Frau Else Lan'dShosl, die allerdings mit einem Kehlkopf- katanh zu kämpfen hakte und in der Dunkelheit wohl auch, die Singcluft verlor. Ihr Programm mit wenig bekannten Gesängen Schuberts hätte interessieren können, auch die geistige Durchiränkung fehlt nicht. Ader mit so schmeiernder Stimme und so krassen In- tonatimi sschiwan ku ngen erzielt man niemals Wirkungen. Ernst Jockl und Oskar Schumann sHsrnist) leisteten als Begleiter Vor- zügl-icheS. Ebenso die musikalische Magda Siemen? im Konzert der Altistin Zegers de Bevl. Sie ist nach P rogram rn aus f un fl und schlechter Aussprache Holländerin, sieht aus wie eine Spanierin, singt mit deutschen Felflern und Tugenden/ erledigt ein inter- nationales Programm/ Si« rann viel, bat eine klare und klingende Alt-Tiefe, bleibt aber auch in Sopranhöhe voll Kraft und Stetigkeit. Nur ist der Registcrwechsel zu schroff, und die feine Kultur des Ausgleichs gehe in schrillen Akzenten verloren. In den Schumann- und Scchubert-Liedern störten diese unmotivierten Schreie und ge- legentlichen Gaumen-Klänge empfindlich. Richard K o e n n e ck e, der sich die geschmeidige Begleitung des Komponisten Schillings -sichert, weiß um den besten Ausdruck und die beste Aussprache Be- scheid; doch stumpft die Höhe dieses einst fast strahlenden Baritons merklich ab. und der Vortrag erstarrt oft in gleichmäßiger, lehrer- fettet Päse. Die Erntelieder y-ttieS Begleiters aefteken in ihrer rungeu ge�av hak. Re fevrus sMeßen lassen, daß dieser Herr bav der Presse sehr gering denkt und nicht wünscht, daß man sie allzu ernst nehme. Unterreöung mit Ronö. Vom RegierungSgebäude in Oppeln weben die Fahnen Frank- reichs. Englands und Italiens. Hier ist der Sitz der Jwterallierten Kommission, die bis zur Abstimmung die Geschicke Oberschlesiens leitet. Durch die langen Gänge des kasernenähnlichen Gebäudes flitzen die französischen Ordonnanzen und melden die Besuche. Hier empfing der ergraute Präsident der Interalliierten Kommission, General L e R o n d, unseren Mitarbeiter, Gen. A l t m a i e r. „Bereits im März", io erklärt der General,„war die Unibildung für die jetzig« A b st i m m u n y s p o l i z e i geplant und im Juli fertig. Der A u f st a n d kam dazwischen, wodurch die jetzige Polt- zeiorgauisation sorort auf den Plan gerufen werden mußte. Von jedem MitgUod der„Apo" wurden im Heimatsbezirk Führungs-- Zeugnisse und Lebenslaut eingeholt. Erst nach cinmonatlicher Probe- geit werden die Mannschaften fest eingesielll. Es ist nicht ausge- schloffen, daß sich trotz genauer Prüfung des Vorlebens einige un- taubere Leute cinfMeichen können. Wird uns jedoch ein solcher Mann bekannt, so ist seine Entlassung si.t er. Trotz der Klagen ein- zelner deutscher Organ?'alionen sind mir bisher nur zwei Mann namhaft gemacht worden, gegen die die erhobenen Vor- würfe berechtigt waren. Wir sind streng darauf bedacht, daß in der „Apo" unbedingte Paritä: gewahrt wird.<50 Proz. Deutsche und 50 Proz. Polen. In der Eile, mit der die Abstimmungspolizei zusammengesiellt werden mußte, konnte diese Gleichheit noch nicht überall du-chgeiübri werden. Wir boft'ey jedoch recht bald, zum gewünschten Resultat der gleichmäßigen Zusammensetzung zu kommen und die„Apo" nach unseren Plänen zu gestalten, die ja-m Einverständnis mit der deutsche» Regierung festgelegt wurden. Tie Polizei soll aus äOOO Mann gebracht werden." „Gibt es einen polnischen oder vielleicht einen deutschen Terror?" „?-! sie eben 14 Tage in Oberschlesien verbracht und das Land durchreist haben, sind sie ebenso rici oder so schlecht wie ich in der Lage, diese Frage zu beantworten." „Gibt es noch Waffen im Lande, die sich in unberechtigten deutschen oder polnj schon Händen befinden?" „Lesen Sie die Gerichtsurteile, sogar angesehene Personen sind verurteil worden, weil bei ihnen Maschinengewehre gefunden wurden. Wenn wir wüßten, wo Waffen sind, würden wir sie schnell holen." „Ist nack Ihrer Kenntnis der oberschlesischen Lage ein neuer Pulich möglich?" „Es wird vielzuviel davon gesprochen, und lediglich die Gc- rächt« beunruhigen die Bevölkerung. Man sollte nicht davon reden, e? wäre besser. Jedenfalls wird jeder Versuch, die Ordnung zu stören, streng unterdrückt." „Die Aufgaben des Beirats?", „Er soll vor allem die Interalliierte.Kommission über die Fragen aufklären, über die ihn die Kommission zu Rate ziehen wivd. Er soll die Verständigung und Versöhnung zwischen Polen und Deutschen herbeiführen, insbesondere, was die Organisation der Abstimmung betrifft. Er soll den Konflikten vorgreifen, indem man ihnen eine gütliche Abfindung vorbereitet, die jede Anwendung von Gewalt un- nötig macht. Die Aufgabe der Interalliierten Kommission aber ist: den Friedensvertrag zu erfüllen. In diesen Dienst habe ich meine Person gestellt. Wenn die Anhänger einer jeden Partei, und wenn vor allem die Zeitungen der Wahrheit und Ge- rechtigkeft die Ehre geben, so ist dies die best« Art, der eigenen Nation zu dienen und daS zu fövdern, was jedes Volk braucht: Ruhe, Ordnung und Freiheit." Ein ShschiedSkontmer? für Lud» flartmann, den Gesandten DeutlschönerrsichS, findet unter dem Borsitz des ReichStagspräsi- beuten Löb e heute abend im Saal der„Freunde", Potsdamer Straße 9, statt. Selbstmord eine? Parlamentarier?. Das vätselhafte Ver-• icsswi-nden des JustizratS Dr. L u d e w i g aus Erfurt hat jetzt feine Aufklärumg gefunden. Am 28. September wurde in der Elbe bei Riesa die Leiche eines Unbekannten gelandet, die jetzt als die Lude- wigs festgestellt wurde. Es liegt zweifellos Selbstmord vor. Ein schweres Leiden hat den früheren nattonalliberalen Parla- mentari-er, der im Leben allein simto, in den Tod getrieben. gehaltenen Wärme mit Rech:. Das alles aber sind keine Lieder, die von der Erde forthcbcn, sondern im eigensten Wortsin« nur Lieder der Erde. Wie hocki ragt Mahlers schivingendes, un-- irdisches, himmelwärts gerichtetes Lied! In Frau Onegius berrlichstem Alt wuchsen ihm noch Flügel. Und die Andacht trug trnZ weit fort von der Welt. Dr. Kurt Singer. Am letzten Sonntag veranstaltete die Volksbühne in der Garnisonkirche ihr viertes Konzert. In den Vordergrund des Abends war der D o m ch o r-unter Prof. Riidel gerückt. Von diesen zarten Knabenstimmen geht,-da ihnen ein spezielles Kolorit eigentümlich ist,-eine überaus.Herz und Gemüt ansprechende Wirkung cms. Und Rädel ist ein unersetzbarer Leiter, auf den sich die junge Sänger- schar unbedingt verlassen kann. Aber die Anforderungen, die dem Chore gestellt wurden, sind nicht gerade leicht zu nennen: drei Bachsche Motetten, deren Wiedergabe sicher und klangschön gelang. Für Abwechslung sorgte der treffliche Orgaivst Walter Drwenski, der sich seft kurzer Zeit einen Namen gemacht bat. Abgesehen von seiner klaren Technik verfügt er über eine Ge- staltungsgabe, die besonders insofern erwähnenswert ist. als sie auf eigenartigen, aber stets geschmackvollen Klangkombinationen aus- gebaut ist. Als Solist wirkte ferner Prof. A. Fischer mit, dessen sonorer, beweglicher Laß, getragen von warmer Empfindung. ziveier Kantaten gerecht wurde. Voller Erhebung verließ man das eiridrucksvolle Konzert, in das ein von Schering geschriebenes Programmheft mit bobem Verständnis eingeleitet hatte. H. E. Die Studentenschaft an Minister Harnisch. Die preußische Staatsregierung hat m- 18. September die Verordnung über die Bildung von Stuoentenschaften«nassen. Sie findet jetzt ihr gute? Eebo aus dem Kreise, arii den eö hier ankommt. Wie gemeldet wird, bat die Vertretung der deutschen Studen- tenschast(Hauptgeschäftsstelle Gott. ngen) dem Minister für Wissen- schast, Kunst und BollSbildung für die Unterstützung der Besirebun- gen der deutschen Studentenschaft ihren Dank ausgesprochen und dabei hervorgehoben, daß die deutsche Studentenschaft wisse, welche Rechte sie durch das neue Studentenrecht erhalten habe und welche Pflichten ibr ondererseitz daraus erwüchsen; sie erkenne dabei zu- gleich dankbar an. daß der erste Schritt zur Reform der H o ck s chn l e n damit begonnen habe, die Studentenschaft als Ganzes dem Organismus der Hochschule einzugliedern. Die deutsche Studentenschaft hoffe, daß mit dem Studentenrecht nicht nur der Hochschule und der Studentenschaft, sondern auch dem ganzen Volke ein Dienst erwiesen sei. Denn der Verordnung tc-nnne nach ihrer Ansicht auch eine erhebliche allgemeinere politische Bedeutung zu. Dieser Dank ist eine wichtige Kundgebung. Wir möchten nvr wünschen, sie käme aus dem Geiste der gesamten Studentenschaft, und zwar allein Zeichen des Vertrauens, um da» Genosse Haenisch in seinem jungst veröffentlichten Buch„Student und Hochschule" in so trefflich aufklärender und die Gesamtheit aller Fragen dep Hochschulreform berührender Weise geworben hat. Die große Modenschau, die am Dienstag abend i-n schöner Auf» machung vom Deutschen Verband der Modeninduilri« im Zoo» Marmortoal veranstaltet wurde,-richte iv- sich an die Zahlungsfähig- proArsmm öer engüschen UnabhängiFen. Der Zentralvorstanj, der F. L. P.(Unabhängige Arbeiterpartei England») hat jetzt ein neue? Programm zu* Borlage auf dem nächsten Parteitag fertiggestellt DaS Programm ist sehr symptomatisch für die Entwicklung der Ansichten in den Reihen der b vitischen Ärbeii-erschaft. Man sieht daraus, daß die Partei unge- fähr in der gleichen Lage ist, wie die deutsche U. S. P. während des Jahres 1919, bis sie sicb aus dem Leipziger Parteitag definitiv für die Diktatur deS Proletariats erklärte. In Punkt 3 der englischen I. L. P. wird da? demokratische Parlament als der W-illensausdruck eines sozialistischen Staatswesens in normalen Zeiten anerkannt, im Punkt 8 des- selben Programms wird eine Konzession an die Befürworter der Diktatur des Proletariats gemaebt mit der Erklärung, dast in revolutionären Lagen es für die werktätige Klage nötig sein mag, Methooen anzuwenden, die den Weg der formalen De- mok rotte verlassen. An derselben Stelle wird noch davon ge- sprachen, daß urwer bestimmten Umständen die direkte Aktion nicht zu umgehen sei. Das beste Mittel, eine.friedliche Revolu, tiem*(pacefull revolution) zu erreichen, sei, die organisierte Ar- beiterschaft vorzuiberetten zur Uebernahme des industriellen Mecha- niSmus, um sie so vom Kapitalismus zu befreien. Im übrigen wird(Punkt 8) die Vergesellschaftung von Grund und Boden und der Industrie gefordert. Zentrale und lokale Körperschaften haben die Produktion und die Verteilung der Produkte zu regeln. Jeder Industriezweig ist zu verwalten von der Arbeiterschaft(Handarbeiter und technisches Personal) zirsam- nten mit den Konsument envertretern. Als vorläufige Mastnahmen(Punkt S) sind ru erzielen: a) effektive Kontrolle durch dre Arbeiterschaft, b) Tin ialtung des Kapitalismus und Verhinderung der Neubildung von ausbeuten- dem Finanzkapital, c) die Beschränkung deS R-echtS auf Unterhalt nur auf jugendliche, kranke und alt« Personen so- wie auf die werktätige, gesellschaftlich nützliche Arbeit loistonde Be- völkerung Im Punkt S wird unter anderen, umnittelhaoen Zielen „Stärkung und Ausbreitung der kooperativen B e we g u n g" empfohlen mit der Absicht, sie zur.wirksamen 23 er- :netung der Konsumenten(clomextie eonaume) in der zuküniligen sozialistischen Gemeinschaft" zu machen. Punkt 7 behandelt die internationalen Beziehungen der Ar- beiterschaft und detrachtet e» als eine Aufgabe der I. L P., den Imperialismus zu. b« sei tigen und Krieg« un- möglich zu machen. Sie erstrebt deshalb vollste Entwicklung der internationalen Arbeiterbewegung, wirksamste Aktion durch diese Bewegung zur Verhinderung von Kriegen und zur Befreiung ' der unterworfenen Völker und— mit allen Mitteln, die ihr zu Elebote stehen— die Mithilfe am Sieg der werktätigen Klasse in allen Ländern. Bemerkenswert ist, hast das Programm nur von 14 Mit- gliedern des zwanzigköpfigen Politischen Ks- mite« 8 unterzeichnet wurde. I. 5R. Macdouald, der übrigens England auf der Berner Konferenz veitiib, die über die Gründung einer neuen, von Moskau und Amstert.in unabhän- g-gen Internationale beschlietzen soll, Clifford Allen. Mist Boich- field, H. N. BrailSford, F. HodgeS und T. Mhest konnten sich aus verschiedenen Gründen der Unterzeichnung nicht anschliehen. O- Grimm und drei andere Vorstaichs Mitglieder der Schweizer Sozialdemokratie protestieren öffentlich dagegen, dast Renan- del, Grumbach und Macdonald«US Delegierte ihrer Airtcicn an der Berne? Konferenz der 2�t«n Internationale teil- nehmen sollen, da sie doch aus dem Boden der zweiten Jnternatio- i c ständen. Die.Freiheit" schliestt sich»n diplomatisch vor- nw liger Form diesem Protest an, indem sie bemerkt: Wir können und wollen selbstverständlich anSlän- .Heu Brudcrparteien, die aus der zweiten Internationale sretreten sind, über die Wabl ihrer Delegierten keine Vor- Hoisten machen, sind aber gleichfalls der Ansicht, dast Mitglieder ::z zweiten International« an dieser Konferenz nicht wohl .'eilnehmen können. Die.Freiheit" geht allerdings nicht soweit wie Grimm and Genossen, die daS Fernbleiben ihrer Partei befürworten für den stcn. Sie bot zweifellos den reizvollsten Augengenust. Auf erböiht tu er durch den San! ziehendem, grün belegtem Stege wandelten l'aave und einzelne in Gewänderin. die in Farben und Formen K'nfte Werke künstlerischen Erfinden? und UsberlegenS waren. Von n Gesicht Spunkr aus, dast auch in den Formen der Kleidung ge- 'l! schaftlicher Geist der Zeit sich ausdrückt, bot aber die Schau nichts llcberraschcndeS. Man kann etwa sagen: hier bestätigt« sich, dast in der Scksicht, auf deren Neigungen die ausgestellten Gewänder zählten, in den letzten Jahren kein« Nebellion des Geistes erlebt wurde; nur das Verlangen nach Pracht und abermals Pracht hat dort iicfi«steigert. Für köstlich gefärbte Tuche. Seiden, Broka-te, Samte. durchsichtige, leichte Stoffe, Pelze, Reiher. Federn, Metallstrohe ist eine grosse Zeit«Müht, und die Kunst der Modeindustri« ergeht. sa erichöpst sich in den herrlichsten farbigen Verbindungen dieser Mittel. Ein Merkmal, gefällt auf Grund dieser Ausstellung, ist, dast maleiische, aber nicht erst jetzt geborene Ziele übeowiegen und daß in der Form keine Lust an argen Ausschreitungen(abgesehen von der Marotte, seitlich niederhängende Stoff-Enden lang nachschleppen zu lassen) sich vordrgngt. Die tiefen KleidauSschnrtte sind aller- dings sehr in Herrfchaft, aber sie waren in dieser Schau auf vieler. lei Weis« so gut abgemildert, daß all der jetzt herrschende grobe Ungsschmack. sich fleischlich auszustellen, seine fem gegeben« Lektion einheimsen konnte. Dieser Ungcschmack m den jetzt emporgekomme- nen Schichten ist zum Teil Spiegel innerer Unzulänglichkeit. DaS reich gewordene Schiebertum ist seinem Kapitalsglück kulturell nicht ebenbürtig und der Abstand ist sogar riesengrost. Vielleicht ober war eS der heimliche Sinn dieser Modenschau, hier bessernd etwas nachgubelfen. Denn wer schliestlich soll die Wunderkleider, die dort am Körper schöner Gestalten vorüberzogen, kaufen? Neben diesem Zweck hatte allerdings die Absicht gewirkt, die Leistungsfähigkeit der deutschen Modenindustrie darzutun. Sie wollte zeigen, daß sie gegen die ausländische Produktion aufkommen kann. Dabei scheint nun aber doch daS Ausland im wesentlichen Führer geblieben zu sein, denn da» Eigene, aus deutschem Ge- schlnack Hervorgegangen« trat bis auf ganz weniges zurück hinter dem von einer internation:l gleichartigen Schicht Gebilligten. Von einem Ergebnis der Modenschau, das für die deutsche Alloemein- heit bemerkenswert heißen könnte, kann unter diesen Umständen natürlich nicht die Rede sein._ ist. Die Kundgebung zur«»«luge der Sftnfilerschuft, die der Bund Deutscher Architekten leitet, findet nunmehr endgültig orn 5. Dezember im großen Plenarfitznngssaal des Ncichstagshauses statt. Auskünfte erteilt die Geschäftsstelle des Bundes Deutscher Architekten, Schellingstr. 10. .Junge Menschen.« So beißt eine von den steldeutschen Führern Knud Alilborn und Walter Hammer herausgegebene Zeitschrist, die(ich an die deutsche Jugend richtet, und eine Stimme des neuen IugendwIllenS" lein will. Das Blalt, daß sich durch leine vazisiili'che und sreiheitliche Tendenz sehr bald«inen großen Anhängerkreis erworben bat, kann als die beste deutsche stugendzeitlchrist der bürgerlichen Iugendbeweaung gelten, wenn dlr Bezeichnung.bürgerlich" illr die durchaus vom Keilt der Volks- aemeinfchaft getragen« Zeilichiifl überbaupt angebracht ist.(Verlag„Junge Menichen". Hamburg SS. gohnSalle« St. Bezugspreis vierteljährlich <» Stummern) 5 Mark.) Fall, hast hie verfestmien Persönlichkeiten cnrf her Berner Kon- ferenz austauchen sollten. Auf ekle Fäll« hat nun aber auch die Internationale 2)4 ihren inneren Konflikt, und man mutz sick daraus pefatzt machen, daß sich die Juicrnanonale 2% von ibr abspaltet. « Tie sozialistischenDcputicrtenderitalienischen Kammer haben beschlossen, sich der Moskauer Jnter- nationale anzuschlietzen, wenn Moskau bereit ist, seine bo- kannten Bedingungen in gewisser Hinsicht herobzumilderu. Eine d r e i kö p f i g e Kommission wird zu biesem Zweck mit Lenin in direkte Verbindung treten. Die Gcschäftsleitung der Sozial? emvkratiscfen Partei der Schweiz hat beschlossen, den deutschen Unabhängigen die Per- schieb ung der Internationalen Kon ferenz vom 15. Dezember vorzuschlagen. Sie faßte ferner den Beschluß, sich für den Fall. dast die Verschiebung nicht erfolgen würde, an der Konferenz n u r zu beteiligen, wenn daran keinerlei Elemente der zweiten International« teilnehmen. Labour Partp»nü irische Krage. Amsterdam, 17. N-vember. ReichzsiedlungSkonfercliz. Am!S. und 19. d. M. finde: im ReichsarbeiiSminislertum die 1. ReichSsiedlungskvn ferenz statt, Sämtliche Landeszentralbehörden, die mit der Durchführung deS ländlichen Siedlungswerkes beauftragt sind, werden vertreten fem. Gewerkschaftsbewegung Die Lohnbewegung öer Gemeinöearbeiter. Die in der vorigen Woche abgehaltene Generalversammlung des Gemcindearbe! tcrverban des hatte einem Beschlutz deS Ge- samtbetrivbsrats zugestimmt, der besagt: Der Schiedsspruch wird abgelehnt wegen der klassifizierten Lohnzulage. Für Sozialisten gibt es nur eine einheitlich« Lohnausbesserung oder gar keine. Deshalb wird gegenwärtig auf jede Lohnaufbesserung v e rz i cht e t, erneute Verhandlungen werden verlangt auf Grund einer gleichmäßigen Lohnzulage für alle Arbeitnehmer. Di« Tarifkommission und die Ortsverwaltung des Gemeinde- arbeitcrverbandeS haben z>u diesem Beschluß Stellung genommen. Sie sind der Ansicht, dast er unhaltbar ist uno daß Klug» heirsgründe für die Annahme der im Schiedsspruch festgesetzien, wenn auch ungenügenden Lohnerhöhung sprechen, waS ja nicht ausschließt, dast man durch neu.: Verhandlungen weitere Verbesserungen zu erlangen sucht. In einer am gestrigen Mittwoch abgehaltenen Generalver- sammlung empfahl P o l e n S k e namens der Ortsverwaltung und Tarifkommission einen Antrag, der den Schiedsspruch als uuge- nügend und die Klassifizierung der Lohnzulagen als verwerflich bezeichnet, aber die Annahme des Schiedsspruchs ausspricht in der Erwartung, daß baldige neue Verhandlungen die Mängel des- selben beseitigen. Nach langer lebhafter Aussprache lehnte die Versammlung den Antrag gegen wenig« Stimmen ab und beschloß, daß neue Ver- Handlungen auf Grund der ursprünglichen Forderungen geführt werden sollen. Streik der Portiers der Geschäfts-««d Jndustrichäuser. Di« Portiers der Geschäfts- und Jndustrichäuser wollen jetzt ihren streikenden Kollegen aus den Wohnhäusern folgen und eben» falls aktiv in die Bewegung treten. Die Stellungnahme dazu erfolgt« gestern in einer äußerst zahlreich besuchten Branchenver- sammlung dieser Gruppe. K o s i ns k i und Kur gas referierten. Sie konnten unter anderem auch mitteilen, daß der Streik der Kvllegenschaft in de? Wohnhausbranche glänzend dastehe. Ein großer Teil von Hausbesitzern hak unterschriftlich die Forde- düngen bewilligt, darunter selbst Vorstandsmitglieder von Grund- besitzervereinen. Au der neuen Bewegung der Geschäfts- und Jndustriehwus- branche ist ein Sympathieschreiben der Berliner Gewerlschafts» kommission eingelaufen.— Als Vertreier des Metallarbcilerver- bandes sicherte Kittler vollste Solidarität aller in Belrachl kommenden Angehörigen seines Verbandes zu. Nach der AuS. spräche, die KampfeSgeist zeigte, wurde beschlossen, am Montag überall dort in den Streik zu treten, wo bis Sonnabend die Forderungen nicht bewilligt sind. Bei Eintritt in den Streik sind die Fahrstühle auszuschalten und die Kessel von Feuer fteizumachen und möglichst abzudrosseln, damit kein Schaden entsteht. Soweit die Streikenden in einem Hause deS Verbandes der Geschäfts- und Jnduftriehäufer tätig sind, bleiben sie zur Bewachung auf dem Hof. Auf Grundstücken von Mitgliedern des Bunde? Berliner Grundbesitzervereine ist beim Streik auch die Bewachung des Hauses einzustellen. Die Brauch« der Privatwächter tritt Montag ebenfalls in den Streik. Die Finanzgebarung der MLnzstrafze, Vom Hauptvorstand des Afa-BundeS wird uns geschrieben: Wir hatten kürzlich in der Arbeiterpresse mitgeteilt, dast seitens der Zentrale der Betriebsräte in der Münzstraste bisher unterlassen worden ist, über eine Geldiammlung Rechnung zu legen, die im März 1919 durch die ZZerliner Arbeiterschaft für die damals im Streik befindlichen Angestellten der Metallindustrie veranstaltet worden war. In einer Erwiderung der Betriebsrätezentrale in der„Internationale" wird mit einigen nichtssagenden Redensarten versucht, den Anschein zu erwecken, als wäre alles in Ordnung. Wir erklären demgegenüber erneut: 1. Es ist bis heute nicht b e- k a n n t, aus welchen Betrieben damals Geldsammlungen in der Münzstratze eingegangen sind und wie hoch die Summe dieser Sammlung ist, und eS dürfte der BetriebSrätezentrale schwer fallen, uns die Zeitung oder Zeitschrist bekanntzugeben, in der etwa eine Ausstellung über die gesammelten Gelder veröffentlicht sein sollte. 2. Die Grundsätze, nach denen man in der Münzstraste die gesammelten Gelder verteilt hat, sind auf keinen Fall einwandfrei. Di« Voraussetzung einer gerechten Verteilung wäre doch gewesen, erst den Betrag der Sammlung festzustellen und dann die Gesamtheit der Streikenden zur Geltendmachung ihrer Ansprüche aufzufordern. Nur wenn so eine Uebersicht über die vorhandenen Mittel und die bestehenden Bedürfnisse vorgelegen hätte, hätte sich ein gerechter Schlüssel für die Verteilung der Gel» der finden lassen. 3. Wir bestreiten, daß die jetzige Zentral« der Betriebsräte sich in finanziellen Dingen als die Nechtsnachfolgerin des Vollzugsrai? trn 1919 bezeichnen darf, denn die damalige Voll- Versammlung der Arbeiterräte bestand aus Angehörigen der ver- schiedcnen Parteien; auch der Vollzugs rat war nach jenen Irak- tionen zusammengesetzt. Demgemäß latten sich auch die Ar- beiter der verschiedenen Richtungen an den Sammlungen beteiligt und es kann nunmehr die Ver- fügung über derartige Sammlungen nicht willkürlich durch ein« einzelne Parteigruppe geschehen. 4. Die Generalversammlung der Betriebsräte(Münzstraste) hat kein Recht, über die etwa noch vor- handenen Nestbc stände zu verfügen Im übrigen werden ja die Angestellten in der Berliner Me- tallinvustrie in den Betrieben selbst am besten feststellen können, wieviel von ihnen aus der fraglichen Geldsammlung auch nur «inen Pfennig Unterstützung erhalten haben. Der Reichstarifvertrag der Uniforiulieferungsschneider. Das RelchSarbeitSministerium hat den RcichStarifvertrag für die Uniformlieferungsschneiderei vom 1. April d. I. für allgemein verbindlich erklärt. Die allgemeine Verbindlichkeit beginnt mit dem 1. Oktober 1920. Sie erstreckt sich nicht auf di« im Bereiche der Reichs- und Staatsverwaltungen beschäftigten Arbeitnehmer. Aeittralverbanv der Maschinisten und Heizer, Geschäftsstelle Groß- Berlin. Di« Urabstimmung iibcr die BcitrazSerhähung findet am Sonn- rag, den 21. November 1920, in den Bezirkölokalen in der Zeit von g bis 11 Uhr vormittags und 4 bis 7 Uhr nachmittags statt. Wtr bitten die Kollegen, sämtlich an der Urabstimmung teilzunehmen. Die Stimmzettel usw. werden in den Bezirkslokalen ausgegeben. Die Lasverwallung. Bund der technischen Angestellte« und Beamten. Heute abend Fach- gruppenversammlung Hoefr- und Tiesbau und Architekten, 7 Uhr, im Weißen Saal, Nordischer Hos, Invalidenstr. 126.— Fachgruppcnaus- schußsttzung Metallindustrie. 7 Uhr. in der Geschästsstelle.— Mitglieder- Versammlung Norden 1. VA Uhr,, im Nestaurant Schwarke. Feldstr. Z.— Brttiebsversammlung der Firma L. Locwe. A. E. G., Huttenstraße und Bamag, 4Vi Uhr, im Nordwcst-Cafino, All-Moabit. Dcittscher W-rlmeisterverdand, Bezittsvercln Berlin. Versammlung ,'c-i i mt vami, VAmk, Chirurgie und Orihopädie am Freitag, den 19. November. 714 Uhr abends, in Havellands Fcstsälen. Aeiuralverband der Film- und«inoangchflrigen. Sonnabend, nachmittags 3 Uhr. im.Alten Askanier", Anhaltstr. 11. Versammlung der Betriebsrat«. FmUtionäre und Obleute der Grweilschaft. GeoMerM Hilfe für öis Schlemmer. Das Vnrßsfy'n der Staatsanwaltschaft gegen die durch Schleichhandel sich versorgenden Hotels nat den Gegnern der Zwangswirtschaft wieder Wasser auf ihre Mühlen ge- führt. Der Hansabund nutzte gestern die in den Kreisen des Hotelier, und GastwirtSgewerbeS entstandene Erregung zu einer P r o t e st V e r s a m m l u n g aus, in der er auch sich selber in empfehlende Erinnerung bracht«. An der ausserordentlich stark besuchten, den Riesensaal des Wintergartens füllenden Versamm- lung beteiligten sich neben Hoteliers und Gastwirten viele Bäcker und Konditoren, um zugleich ihr Verlangen nach fre ier Kuckenbäckerei zu bekunden Gegen die Zwangswirtschaft deklamierte besonders eindrucksvoll der demokratische Abgeord gering geworden, daß namtentlich bei den grossen verhältnismässig am wenigsten hoschästtgten Adeiereien die Unkostenibelastung pro Liter sehr stark ansteigen mußte. Da auch der Rückgang der Milch- zufuhr die ärgsten Befürchtungen übertrotfen hat, wird das Milch- amt Berlin an einer weiteren Rationalisierung der Milchbearbei- rung und des MilchtrianSports nicht vorbeigehen können. Ten Schrecken der Zahnärzte j und Dentisten bildete ein Pärchen. doS von einem Geschädigten aus j der Strasse wiedererkannt und so unschädlich gemacht werden konnte. Ein gewisser Friedrich Ludwig und seine Geliebte suchten in Berlin, aber auch außerhalb Zachnärzte oder Dentisten auf und während der eine eine Plombe bestellte, stahl der andere, waZ er gerade erwischen konnte. Da dies meistenteils Platinstiste, goldene. Brücken oder Kronen waren, so war ihre Beute immer sehr hoch. Die Kriminalpolizel stellte fest, daß das diebische Paar in der Straussberger Strasse unangemeldet wohnte. Bei einer dort vor- genommenen Durchsuchung wurden noch eine ganze Anzahl gc- stohlener Sachen vorgefunden und beschlagnahmt. Angestelltenvertreters, Diskussion zuzulassen, abgewiesen wurde. ES folgten dann Erklärungen der Vertreter von Organisa- tionen der Hotelbesitzer ilwd der Bäckermeister und Konditoren. Ein Vertreter der Münchener Kasseekausöesitzer erntete donnern- den Beifall mit seinem Rat, bei Fortdauer der Drang- salierung die Betriebe zu schließe n. Im Schlusswort pries der Vorsitzende den Hansabund als Rufer zur sittlichen Er- Neuerung der Wirtschaft. Sei erst wieder der Handel frei. so werde auch wieder eine gesunde Preisbildung möglich sein. Eine Resolution protestierte dagegen,.daß das ahrliche Gastwirts-, Hotel- Konditoren- und Däckergewerbe mit den gemeingefährlichen Wucherern und Schiebern auf eine Stufe gestellt und der Wucherverordnung unterworfen wird". Sie verlangt,»daß die Gastwirte als Verbraucher anzusehen find und daß die Staatsanwaltschaft davon abläßt, Uebertretungen von längst aufgehobenen und überlebten Vorschriften in der rigorosesten Weise zu verfolgen". Die Ernährungsvorschriften seien den tatsächlichen Verhältnissen anzupassen. Sonst lehnen, da andernfalls For:- führung der Betriebe technisch und wirtschaftlich unmöglich sei, die Versammelten jede Verantwortung für die Folgen ab. Angriffe gegen das Milchamt Berlin. In einem Teil der Presse werden Mitteilungen einer.Karre» sponldenz über Vorgängie im Milchamt Berlin anscheinend aus Grund von Jdforinationen durch den Milchgrosshandel unzutreffend wiodergegcben. Wie das Berliner Nachrichten nmt hierzu'bemerkt, veranlassten Kohlenimanael und die Notwendigkeit einor rationellen Ausnutzung der Betriebe das Milchamt Berlin, vor% Jahr die Schließung einiger Meiereien für den Winter ins Auye zu fassen, da die geringe Milchmenge im Winter, nach den Erfahrungen der Vorjahre, eine rationelle Ausnutzung der vier vorhandenen Meie- reicn ausschloß. �Ter Widerspruch der beiden kleinen Privat- Meiereien, deren Schliessung in Frage kam— die in der Presse ge- nannten Herren Borchardt und Dr. Loewe waren bei den Perhand- lungen mit dem Milchamt gar nicht beteiligt— unld die Rücksichtnahme auf die Händler haben dazu geführt, daß die Meiereien in Betrieb geblieben sind. Bei der vollen Ausnutzumg der Meiereien. die nur im Hochsommer möglich war, waren die Unkosten für die Bearbeitung des Liter Vollmilch in den städtischen Meiereien ge- ringer, als die Spanne, die den beiden Peivatmeiereien für diese Bearbeitung gewährt wunde, u-rid zwar betrugen diese Unkosten in den städtischen Meiereien damals«!twa IS Pf. je Liter, während die Privatmeiereien 16 bis 17le: Pf. für die Bearbeitung des Liter Bollmilch erhielten. Nachdem nun der für den Winter befürchtete Rückgang der Milchzufuhr eingetreten ist, ist die Ausnutzung der Meiereien so Die„Kaiserliche" Post. Zu den verschiedenen Beschwerden über , die Weiterverwendung von„kaiserlichen" Dtenststempeln und I Dienstsiegeln bei der Post wird uns von massgebender Stelle mit- geteilt: Zur Neuausstattung unserer Postanstalten würden 19 66!) dieser st äb lernen Stempel gebraucht, was 1,4 Millionen Mark rosten würoe. Da aber die Gestalt des künstigen Reichswappens noch nicht enogültig festgestellt ist. könnte die ganze Ausgabe nutz- los werden, wenn die Post da auf eigene Faust vorginge. Un- nötige Ausgaben sollen aber vennreden werden. Auf den noch zahlreich vorhandenen Vordrucken wird das Wort..kaiserlich" maschinell oder mit der Hand durchgestrichen. Wenn dies einmal in der Eile unterbleibt, so liegt dem ebensowenig eine Absicht zu- gründe, gegen die Republik zu demonstrieren, wie dem Zuwarten mit der Neuanschaffung der Dienststempel bis zu dem Zeitpunkt der Feststellung des Reichs Wappen?. Ein größerer Stand beschäftigt« am Busstag die 2. Kompagnie in der Annenstrotze 15. Dort stand auf dem Hofe des von zahl- reichen Parteien bewohnten Grundstücks eine Modellpuppenfabrik in Flammen. Diese hatten an Modellen, Fenster, Türen usw. reiche Nahrung gefunden, daß sofort mit stärkstem Kaliber von Dampft'pritze Wasser gegeben werden mußte. Dadurch gelang eS, eine weiter Ausdehnung zu verhüten. Ter Hausdiener W. Lorenz hatte bei dem Bemühen, den Brand zu löschen, schwere Ver- letzungen durch Brand und Glassplitter erlitten, die seine Uebersührung nach einer Rettungswache erforderlich machten. Den Tod im Neuen See suchte und fand gestern eine unbc- kannte Frau in Traucrkleidung. Die Tote ist etwa W Jahre alt und 1,58 Meter pross und trug einen schwarzen Pelzmantel, einen schwarzen Hut, einen schwarzen Rock und schwarze Ohrringe. Ihr Taschentuch ist G. G. gezeichnet. �Tie Leiche befinget sich im Schauhaus in der Hannoverschen Straße. Die Stadtsparkasse Berlin-Schöneberg zahlt ihre Kriegsanleihe- Anteilscheine zu 16, 26 und 56 M. bis zum 31. Dezember 1326 zum Nennwert zuzüglich 5 Proz. Zinsen zurück. Rückzahlungen in bar erfolgen nur in der Wertpapierabteilimg, Kaiser-Wilhelm-Platz 3, Ouevgebäude I. Anträge zur Gutschrift auf bestehende Sparbücher nehmen außerdem sämtliche Zweigstellen an. Die 5 Proz. Zinsen werden nur bis 36. September 1626 berechnet. Nack dem l. Ja- nuar 1921 wird Rückzahlung zum Nennwert nicht mehr gewährt. Ter erste Kapellmeister des Tcuischen LpernhanseL, Cduard Mörickc, wird am heutigen TanncrSt.ig, abends 7 Uhr, in der Aula der hiesiger. Realschule einen Bortrag übe: das Lied bei Schubert, Schumann. Brahms, Hugo Wolf und die Neuzeit halten. Er wird zu seinem Vortrage Er- lauierungen am Klavier geben. Di« EesangSeinlagen wird Frau Ida Möricke-BaSler zu Gehör bringen. Eintriitslanen zum Preist von 2 Ml.! sind bei den durch Säulenanschlag bekanntgegebenen Verkaufsstellen sowie'' im Bureau des Vollsbrldungsamtes. Zimmer 218 deS Rathauses Reulölln, erhälrlich. Neukölln. Oeffentliche Elternversammlung der 31. Knaben- schule, Rütkistrasse, morgen abend 7 Uhr, in der Aula des Kofter- Frisdrich-Realghmnastums, Kaisr-Friedrich-Str. 269/216.„Tie Arbeit an unserer Schule." Vortrag des Genossen Rektor Bcse. Kommunaler BoMbtldnngkauSschuß Reinieleudorf. Tor Kursus „Verwalwngslundc" wird am Donnersiag, den 18. d. M. wieder fort- gesetzt. To gegen Ende der Vortragsreihe die wichtigsten Kommunal- i rerwaltungs fragen erörtert werden— die Städteoidnung und im Zu- i sammeuhange hiermit das Gesetz betresscnd die Bildung eurer neuen ! S.adtgcmeilide Berlin usw.—, werden die Teilnehmer ersucht, vollzählig ' zu erscheinen. Der Fuhrungszhllus durch die Berliner Kunstsammlungen � findet am kommenden Sonmag seinen Abschluß mit einem Gang durch die Sezession nebst Besichtigung des Ateliers eines bekannten Erpressionistcn. Führer Dr. Vollbach. Die Teilnehmer tressen sich um WO Uhr am Stadl- bahnhos Zoo.__ Grsß-öer!wer pa?teinachrichten« Heute, Ifc». November. 24. Abt. T/i Uhr. Umständehalber sendet die Fnnktionärsstzung nicht bei Räsner, sondern bei Winz». Ebrisiburger, Ecke Wrnesrrahe, statt. Echöueberg, 79. Abt.(stich» III. Abt.), pünktlich 7Mi Uhr, bei Groß, Sedanstr. 17, erweiterte Lorstandssitznng. Erscheinen all» Vezirkssühr» dringend notwendig. Abrechnung vom UnterhallungSabend für die Schul- jugend. Abt. 102(Vaumschulenweg). Die Bibliothek ist wieder geöffnet. Ausgabe der Bücher jeden Donntt-rag, abends von 7 bis 9 Uhr bei Haß. Vauwschulenstr. 72, gegen Vorlegung des Mitgliedsbuches. Morgc«, 19. November. 14. Abt. Abends 7% Uhr, Sitzung der Bezirkssühr» und Detrstbs- vcrirauensleule im Lokale von Krüger, Engeluf» 1Z. Das Erscheinen all» Funktionäre ist dringend notwendig. Parteifunktionäre des 20. Kreises. Abends 7 Uhr, erweitert« Kreis- vorstandssitzung im Sitzungssaale des Rathauses Reinickendorf. Alle Ab- teuungen müssen durch 2 Genossen vertreten sein. Tie Bezirks- und Stadtverordneten sind verpflichtet, an dies» Sitzung teilzunehmen. Kreis Berlin-Ti»gartcn. Abends 7 Uhr, KretSverireterversammlung in ver Aula der Torotheenschule, Wilhelmshavener Str. 2. Tagesordnung: 1. Geschäslliches. 2. Antrage zum Bezirkstag. Z. Referat des Genossen Hell»:„Preußen einst und ictzü. Karishorst. Abends lkü Uhr, Frauenleseabend bei Bachnicka, Dön- hoffstr. 20. Wildau. Abends 3 Uhr, Zahlabend im Kasino. Mus aller Melk. Bankschwindler. Der hei der Lichtenstein sehen Zechenverwaltung in Laaspe(Hessen-Nassau) angestellte ISjährigc Bureange- Hilfe Walle und der gleichaltrige Kaufmann Wagner, der bereits im Baltikum gedient hat, riefen den Bankverein in Kassel an, dah für die Zechenverlvaitung eine größere Sunrme abgeholt werden müsse. Bald daraus erschienen sie und legten täuschend nachgeahmte Dokumente vor, auf Grund deren sie 286 666 M. ausbezahlt erhielten. Sieben Streckenarbeiter totgefahren. Mittwoch vormittag wurden zwischen Station Blankenloch und Blockstation Lachwald in Baden sieben Streckenarbetier getötet, zwei schwer und zwei leicht verletzt. Die Arbeiter wollten einem Güterzug auZ- weichen und traten in das Gleis des zu gleicher Zeit die Sirecke befahrenden Personenzugs. Der die Aussicht führende Rotten- führet befindet sich ebenfalls unter den Getöteten. Lerantw. für den cedakt. Teil: Dr. Wcrn» Pcistr, Charlottenbura: für Anzelacu: TV. a'tetfe, Berlin. Verlag: Vorwürts-Verlag G.m.b.H., Berlin. Druck: Bor- Wärtk-Buchbruckerei u. BeilagSanstalt Paul Singer n. Co., Barlin, Lindenttr. Z. Pelzwaren Volksbühne Theater am Bülowplatz. uff,:!lach Damaskas'rä,3- Theater I.a 3 LI | Pers. H. Siosctr-Sarrasan: I 29 Löwen 25 1 Burktiardt-Footlte Schuir| Pantomime: Muzeppu. 1 Nachm. halbe Pr. f. Kinder ) Vorv.; Tietz, Circuskasse| cmetalle, tauft zu hosten Preisen Zlnnschrnslzc, Priuzeisiuneultr. 17 _ läRocitzplag).* Theater i'/jLf Dir.; James Klein. iLetzlelaoelj Harems- Häciitsü ! sowie im Rahmen der November- Sensationen fniflp Löwen- llltlu Babys | soadern urwilde Riesen- .. Löwen„ �IWIaasd.WiMlllSp I und nicht, wie hei j j andern Löwen Vor-| tührung, 1. d. Gefangenschaft geboren.| {| 2 Lffit* t � Jägerstraße 63 a Georg Gau Fried Bill Victor Ritter Käte Blank Tom-Viebig-Trio Otto Reiiiter vcrlüngeri. Gastspiel j Musikalische Leitung J. Birnbaum AntTUhr. Eintritt 6 M. I T 2 I G Kürsc!mcrme3st«r Charlottenburg: Kantstr.SO,hochp. Im Hause der Post. Gegr. 1891 Füchse in allen Farben und FeiSaHen Herren-Geb- und Sportpelze Darnenmänte! in allen modernen Feharten —«« Umfirbeltons, Reparclnr in eigener WerRslalt sihnachts- Ansaigen im„Vorwärts" werden mit Aufmerksamkeit gelesen und beim Einkauf eanz besonders Sseadtfet! Jiese Soorz I �WDWv ÄM �nienspiegel- , Kab.irett. JH�eruti sBeifH Tätlich Anfang 7V, Uhr. Gastspiel Paul Heidemaiin und das große Programm Nach dem Kara rett: B all. 11l5|geKW1*7st.i*£l P. o�raaif-l. Z WZ a V«reii# .-.:Wxaws.CfcÄ!Ji3r�rr--«— Wjuij Hlcsareiten! Englische SKavfen von M. 390 an Scutsche Marken uon 33. 120 an. 1 Eigene Zigarrenfabrik, r aher stigarc. billiger wie überall. »»»««-»aleer-. ! M!M.LerM.8Z-5Z Ecke Zanassstraste.• 1 ig UMZjllMe 2. ■ Ihr Soatttaftroaftet roittl ; iOunbec nach Stnaltgcm Einreiben. 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