Nr.SHS �Z7.Jahrgang Ausgabe Sk Nr. 147 BezuySpreen. Natürlich ist«»ch nicht«i« Stück zurückgekommen, das ganze Mobiliar befindet sich noch heute in Lugano. Statt dessen hat der Prinz durch einen Berliner Spediteur zwei weitere Möbelwagen mit wertvollem In- ventar ohne Wissen der Regierung aus Glienicke fortschaffen lassen. Ob sie über die Grenze geschoben worden»der wohin sie sonst ge- kommen sind, ist unbekannt. Endlich hat im Sommer d. I. im Auf- trage der Prinzessin Friedrich Leopold eine'Dame ihrer Umgebung heimlich erhebliche Bestände der Silberkammer aus Glienicke nach München gebracht, um sie dem Gewahrsam der preußischen Regierung zu entziehen und sie von dortaus in-Z Ausland zu schaffen. Da der Bersnch ziemlich ungeschickt angestellt wurde, sind die Wertgegenständr in München von der Staatsan- waltschaft beschlagnahmt worden. Im Anschluß an diese Mittcilimgen fragte die genannte Korrespondenz: Sind die Regierungen des Reiches und Preu- ßens über diese Bermögensschiebnng des Prinzen Friedrich Leopold unterrichtet? Und was gedenken sie gegen den vaterlandsliebenden Hohenzollem zu tun.�der noch als Mit- glied des devositierten Fürstenhauses ein so rühmliches Bei- spiel für alle Kapitalschieber gibt? BabelSberg»nd Sacrolv. Der R e ch t S a ii s i ch u ß der Landesversammlnng wandte sich in seiner gestrigen NacknmUagSberaiiing dem Schloß und Part BabelSberg zu. Dies« Grundstücke waren ursprünglich Staatsbesitz. Im Jahre tYZg wollte sie der damalige König Friedrich Wilhelm III. an den Prinzen von Preußen ichenken, mußte jedoch diese Absicht aufgeben, da die unentgeltliche Veräußerung von Domänenbesiy unzulässig war. Der Prinz von Preußen erhielt also Babclsbcrg zur dauernden Bei.utzung und ha: es dann im Fahre 1862 für 959 Taler und 6 Piennigc getauft. Der gegenwärtige Wert des Grundstücke? wird out 26.8 Millionen geschätzt. Unter Berufung auf diesen von ihm dem Ausschuß vorgetragenen Kaufpreis erklärte Abg. Heilmann sSoz.) diesen Kauf für ein bloßes Scheinge- schäsi und BabelSberg für unzweifelhaftes Staatscigen- tum, einer Auffasiung, der die Vertreter des JlistizministcriumS widersprachen, während der Vertreter deS Finanzministeriums erklärte, daß doS vorgetragene Material thm gänzlicd neu fei, und daß das Finanzministerium sich leine Stellung vorbehalle. Dann wendete sich die Beratung Schloß und Park Sa- erow zu. Diese sind im Jahre 18tl in den Besitz des Staates übergegangen und 1909 obne Entgelt im Grundbuch auf den Krone ri sideikommißsond'S Übertragen worden. Die Ab- geordneten HeUmaitn, Freymurh und Dt. Cohn er» klönen, daß hier keine Zweifel über die RechtSungültigkeit der Uebereignung bestünden, während die Vertreter des Justiz« Ministeriums, Ministerialdirektor K ü b l« r und Kehemirat S ch w i e st« r die Auffassung vertraten, daß rnöglicberweise ein— allerdings nicht mehr auffindbarer— Schenkungsvertrag C) vorliege und int Prozeß immerhin eine Möglichlcit des Obsiegens der Hohrnzollernichen Ansprüche bestünde. Herr von Müller. Man schreibt uns: Bei den Nachrichten über die Millionen- schiebungen deutschet Fürsten wird auch der Name deS früheren Flügeladjutanten des Kronprinzen Major von Müller genannt. Dieser ist deswegen auch«ine'ntcressanic Persönlichkeit, weil ihn der Kronprinz am 19. November 1918 durch eine höchst eigenhändige Kabinettsorder zu seinem Hofmarschall ernannte. Das Recht der Ernennungen besaß zwar— und auch nur bis zum 9. November— nur der Kaiser, aber bei der Eile kam es wohl nicht so genau daraus au. Diese Ernennung hatte zur Folge, daß Herr von Müller auf Kosten des preußischen Staates sein volles Gehalt als Wartegelb bezog. Es handelt sich um rund 29 999 Mark jähr- lich. DeS weiteren sicherte et steh damit auch eine erhebliche lebenslängliche Pension. Es hat eines JahreS Ar. h e i t bcHurft, um diese Bewilligungen wieder rückgängig zu machen. Damit hat sich aber Herr von Müller durchaus nicht e i n V e r sia n d e n erklärt. Er kämpft nach wie vor um seine ihm am 19 November 1918 vom Kronprinzen„bewilligte" lobenS- längliche Anstellung auf Kosten der preußischen Republik. Tie Kronprinzessin ließ sich vor einiger Zeit auf An- raten des Herrn von Müller der jetzt der Generalbevoll- mächtigte der kronprinzlichen Verwaltung ist, von der Dcrwaltungs- bebördc ihres Schwiegervaters, dem Hausministcriuin, ihr dort mit- verwaltetes, überdies nicht erhebliches Privatver mögen zur eigenen Verwaltung überweisen. Sie folgte damit dem Beispiel einiger anderer Söhn« des Kaisers. „Rinnsteinpolitik". Di«.Kreuz-Zeitung" weiß ihre grenzenlose Verleife.nhett darüber, daß wir die schmutzigen Schiebereien ihrer Hohenzollern- Liebling« enthüllt haben, nicht anders zn maskieren, als daß sie mit einer Flut von unflätigen Schimpfereien über die Sozialdemokratie herfällt. Daß wir gewagt haben, ein Verbrechen aufzuklären, durch welches das deutsche Volksvermögeii u m Hunderte von Millionen geschädigt worden vi, be- zeichnet sie in ber ihr eigenen lieblichen Sprache als„Rinnstein- Politik". Wir oersagen eS uns, auf diesen Ton einzugeben, zumal das ehrenwerte Blatt mit der eisernen Stirn in den nächsten Tagen noch einiges in dieser Sache erleben dürfte, was derartig zum Himmel stinkt, daß auch durch finen konzentrischen Gegen- gasangriff der üble Geruch der Welt wicht verborge» werde» kann. vorwärts-verlag G.m.b. h.» EW. öS, �möe»str.Z. Fernlvrecher: Amt MoriUvln«, Nr. 117 SS— r»4. Saperifche Vertuschungspolitik. Aus München wird uns geschrieben: Die an die Beratung des EtatS des Ministeriums des Auswärtigen angeschlossene politische Aussprache im bayerischen Landtag hat, wie zn erwarten war, zu keinem positiven Er- gebnis geführt. Die von einer reaktionären Mehr- h ei t getragene Politik des Dr. o. Kahr ist zu fest in den ; Traditionen des alten Scheinkonstitutionalismus verankert. i um von den bewährten Methoden der U naufrichtigkert � und Zweideutigkeit abweichen zn können. Die Red- ! ner der Sozialdemokratie, die Abgeordneten Dill und E n- d r c s, richteten auf Grund allgemein bekannter Tatsach.n b e st i m m t c Fragen an die Regierung, von denen jedoch keine einzige anders als mit blumigen Floskeln von Kahr beantwortet wurde. � Der Abg. End res fragte, ob die Regierung mit Frankreich Verhandlungen wegen der Entwaff- nnng der Einwohnerwehr gepflogen habe und erhält daraus als Antwort einen Hinweis ans frühere Erklärungen. Ter Abg. Dill möchte wissen, wie sich der„Unitarismus" Frankreichs mit der Unterstützung der föderalistischen Be- srrcbungen in Deutschland vereine, und Kahr serviert daraus eine Definition des Föderalismus und Unitarismus, die stark an die Aufsätze gewisser diplomatischer Anfänger und die orakelhaften Verkündigungen Bethmanns erinnert. Tie Grundlage des Unitarismus bilde die M a ch t p o l i t i k, wäbrend der Föderalismus Kulturzwecke verfolge. An- gesichts solcher historischen Verrenkungskunst erübrigt es sich. auS dem Bismarckreiche Beispiele heranzuziehen, die gegen derartige selbstherrliche Definitionen sprechen. An der Fassung des bekannten B a m b e r g e r Pro- gram ms der„Bayer. VolkSpartci" ftit der Ministerpräsident nicht nur persönlichen, sondern auch sachlichen An- tejl genommen. Das hindert ihn nicht, es im Parlament zn verleugnen und als eine rein parteipolitische Privatsache darzustellen. Ueberall Verdunkelung und V e r- k u s ch u n g von Tatsachen. So auch in der Frage der E n t- waffnung der Einwohnerwehr. Trotz der Note des Generals Rollet und der halbamtlichen Auslassungen der Reichsregierimg will die bayerische Regierung den Glauben erwecken, als ob ibr von der Entente eine Ertrawurst ge- braten würde. Eine Zeitlang schien es, als hätte die P a r- tei Kabr eingesehen, daß cS ans der Tackgasse der Eni- waffnungsfrage kein Entrinnen mehr gäbe. Jetzt sucht jedoch ihr Vertrauensmann in der Regierung durch schleierhaste Rede- Wendungen einmal die Harmlosigkeit der Einwohnerwelir und gleichzeitig ihre Notwendigkeit nachzuweisen. Soll sie doch eine speziell b a y e r i i ch e Einricbtimg sein, die mit der Qr- gesch, Orka und Stnblhelm auch rein gar nichts gemein bat. Was bedeuten Dokumente und Tatsachen für Staatsmänner, die ihre Machtgelüste nnter schön klingenden Phrasen verbergen. wie dem„nach Süden ausschlagenden Pendel"? Die auf Dills Frage, ob es die Regierung billige, daß der Mün- chener Polizeivräsidcnt P ö h n e r Kaufleuten falsche P ä s s e ausstellt und sie damit nach Ungarn schickt, mir ein vielsagendes Sckmteigen hat. K a h r kennt„weder Proletarier noch Bourgeois, sondern nur Staatsbürger" zu einer Zeit, wo immer größere Teile des Mittelstandes ins Proletariat versinken nnd die neue Böirr- geosie der Wucherer und Revoltttionsaewinnle? täglich ihre Reihen verstärkt. Nur ein weltfremder Bureaukrat kann in einer Zeit sozialer Zersetzung über die geiellichaftlichen Verhältnisse des Volke? leichthin hinwegsehen und den„Staats- bürger" als einzig fiir die Regierung in Betracht kommendes Objekt betrachten. Freilich wenn man in so deguemer Weise den„Staatsbürger" vom Menschen loslöst, dann ist es leicht, die Versöhnung aller Parteien ans dem Boden eines unbekannt und unentwirrbaren Rkgiernngsvro- gramms zu empfehlen. Wo immer auch die Kritik an den beiden Erklärungen des Ministerpräsidenten einsetzen mag. siefindet keinen Grund in dem Gemengfel von Zweideutigkeiten und lehrliaften Nichtigkeiten. Wie die Politik der bayerischen Regierimg nur den Abbau aller revolutionären Errungen- schaften bezwecktz so bedient sie sich auch dabei der Methoden der alten Staatsmänner, die Deutschlands Unglück nxrren. Nummer eins dieser Methoden besteht in d e r s a l- scheu Information der Volksvertretung. Die mehrtägige Aussprache fwt auch nicht über eine Frage Ans- klärnng gebracht. Weder über die Beschaffenheit der Kahr- scheu Reichstreite und ihre föderalistisch? Franzoseg- Politik, noch weniger über die Verwirklich««? der mit der erstrebten„Finanzhohcit" Bayerns so eng verknüpften Sparsamkeit und Vereinfachung der Staatsverwaltung. Tie Regierung Kahr schwimmt, aber sie erreicht das rettende Ufer nickt. Sie hat jede Fühlung mit dem schaffenden Volke verloren und sie wäre längst untergegangen, wenn sie nicht am Balken der saturierten„Staatsbürger" der Bayerische« Volkspartei und der Teutschnationalen Mittel- Partei hinge. Aber wie lange noch wird sie von dem Ergebnis der Wahlen vom 6. Juni zehren, das nach der gleichen Me- thode der Imsühnmg zustande kam, wie sie sich bei der Polt- tischen Aussprache offenbarte? In gkeiK molluSkenhaster Weise spricht der Mlnisterpräsi- dent über die ReichStreue der Regierung und die Notwendig- Zeit der Beibehaltung eines besonderen Ministe- r i u m s deS Auswärtigen. Dessen Ueberflüssigkeit war in der Vorlage eines Gesetzentwurfes der Regierung Hoffmann vom März d. I. ausführlich nachgewiesen. Nicht nur die Minister, auch die bürgerlichen Parteien waren damals für die Beseitigmig des auswärtigen alten Möbels ringe- treten. Aber inzwischen vollzog sich„zufällig" der MobJ- Putsch im Anschluß an den Kapp-Putsch. Nun erschien der „Bayer. Volksp." die Abschaffung des„Auswärtigen" nicht mehr opportun. Man wollte die politische Entwicklung ob- warten, d. h. sehen, in welchem Tempo sich der politische Rückschritt ausführen läßt. Auf der Linie dieser Taktik liegt die jetzt erfolgte Ablehnung des sozialdemokratischen Antrages. das Staatsmimsterium des Aeußeren aufzuheben. So ver- schwömmen und unaufrichtig die bayerische Politik nach außen hin auch erscheint, in ihren Zielen ist sie durchaus konsequent. In den Ausschiissen ist des öfteren der Entschluß ver- kündet worden:„mit der Revolution muß Schluß gemacht werden". Unter dem einzig wirklichen Programmpunkt der Re° gierung: Ruhe. Ordnung und Versöhnung ist in geschickter Weise der alte Partikulorismus und die Wieder- Herstellung der alten Zustände verborgen worden. Dabei wird taktisch nach den Grundsätzen der jesuitischen Probabilstäts- lehre verführen. Man handelt nur„v« r f a s s u« g s- mäßig", wenn man die Demokratie mit demokratischen Ein- richiungen umbringt. Wozu besteht denn das allgememe Wahlrecht für Männer und Frauen, das Volksbegehren. der Volksentscheid? Aus den Dunkelkammern der bayerischen Politik leuchtet nur die konsequente Taktik hervor, schritt- weise die reaktionären Ziele zu erreichen. Das„Auswar- tige" muß deshalb weiter bestehen, um die Reichsvolitik zu durchkreuzen: ein vom Volke erwählter Staatspräsident fungiert dann als Schrittmacher Ludwig IV. Der Einbläser der Regierung, Dr. H e i m, hat zudem jüngst noch ein� wenig zuviel aus der Schule geslkSvetzt, indem er sich z u r- zeit als„Monarchist gegen die Monarchie erklärt", weil das Volk dafür noch nicht reif sei. Er meinte damit, das Volk müsse er st derartig verelendet sein, daß es in seiner Verzweiflung von selbst den Schrei nach dem König ausstößt. Das war ein Lichtstrahl in die obskure Ver- tuschlmgspolttik ber Regierung Kohr! So ist's recht! Um da« reaktionäre Tiroler LandcSschicßen z« verhindern«nd namentlich den Zuzng bayerischer Orsesch.Schüye», habe» die Tiroler Sozialdemokraten einen viertäiigen Else«- bahnrr streik proklamiert. Die Führer der Hrimwehre« be- streite«, daß das Fest einen monarchistischen Putsch bezwecke und erkläre«, daß eS auf alle Fälle stattfinde« werde. I« Innsbruck herrscht,«ach riner T.-U.-Meld»«g,«rrße Er- r«<«»g und man befürchtet Znsamwenstöß«. Der flbsthkeö 5uöo tzartmanns. Das neu« Deutschland verabschi«det den Gesandt«» Deutsch- »sterveichs nicht mehr in einer höfischen Abschiedsaudienz. Hub- hetit und aber Hunderte fanden sich im Saale der..Gesellschaft»er Freunde" zusammen, mittendrin der Reichskanzler, der dem scheidenden Gesandten zu danken für sein« unermüdlich« und runa und der Einzel-Regierungen— alle vereint, um dem sechi Senden Gesandten zu danken für sei»« unermüdliche und überzeugende Vertretung des Gedankens und der Notwendigkeit, Dsutschosterreich mit dem Reiche zu vereinigen. AuS der Eröff- nunSgrede des Reichstagspräsidenten Genosse Löbe schon konnte Hartmann die Gewißheit mitnehmen, daß sein Wirken nicht ver- gcbens war. Hermann Kienzl konnte eS mit Recht befonoerS kennzeichnend finden, daß Die Jurpfreie Kunststhau. Bon Dr. John SchikowSki. 1. Die Wandgemälde. Do« Verständnis für das Wesen und die Ziel« der monumen- tale» Wandmalerei war unserer Zeit abhanden gekommen. Man meinte. Wandgemälde seien Gemälde, die statt auf Leinwand auf «ine Wand gemalt wären, und Bilder, die eine gewisse Größe übe, schrillen, nannte man.monumental". Daß die Wandmalerei ihre besonderen Gesctze bat, die sie vom Staffeleibilde unterscheiden. und daß Monumentalität kein Flächenmaß ist.— diele Erkenntnis war verloren gegangen. Sie verflüchtigte fi» eigentlich schon mit dem Beginn der Renaissanee. al» ein« Kunst aufkam, die in der perspeltwischen Tiefenwirkung der vllder eines ihrer Haupt- ziel« sah und die zugleich allmählich zur farbigen« u f l ö s u n g der Linie führte. Den» die alte strenge Wandmalerei, die die vorhergegangenen Jahrtausende der Kunstentwicklung von den alten Aegyptern bis zum Ende der Gotik beherrscht halte, war durch einen linearen Flächenftil gekennzeichnet. Tie beionte in farbigen Flächen die Wand, die fi« bedeck»«, und sie begleitete und»et stärkte in kräftige« Linien den architektonischen Tharalter de« Räume«, den die Wand begrenzte. Sin« Malerei, die, statt fich atif der Fläche au«- zubretten, de« Blick in die Tiefe sühne und dadurch die Wand zu durchbreche« schien, und bei der die Linie als Trägerin de« künstlerischen AnsdruckswillenS mehr und mehr au«- gesckaltet wurde, war iür die Zwecke der monumentalen Wand- «alerei, wie man sie bis dahin geübt hatte, nicht mehr geeignet. Mtt der Slinstüi'nng starb auch daS Verständnis für die Sache au«,— wo« aber nicht ausstarb, da« war die Sehnsucht nach dem verlorenen. Diese Sehnsucht wurde immer wieder wach in den Zeiten, wo die Malerei fi» ihre» letzten, höchsten und nrsprüng. Uchsten Ziel» bewußt wurde: gemeinsam mit den Schwester kflnsten der Architektur und der Plastik da« bildende Gesamt kuu st» w« r k zu schaffen. Heute ,st Wied« eine solche Zeit, und wieder hört man den Ruf der jungen Maler: Gebt un« Wände, die wir schmücken können! Der neue Stil, der setzt im»erden ist. icheint der Aufgabe günstig zu sein: man geht wieder auf rerne Flächen» Wirkungen au», und die Linie bedeutet heute viel mehr als früher. S» ist da« größte Verdienst der Juryfreien Kunstschau, daß fie einigen jungen Malern Gelegenheit gegeben hat. fich nach dieser Richtung hin zn betätigen. Zwei große Räume de« SluSstelliingS« palaste« st irnd 2) sind ausschließlich der monumentalen Wand- malerei gewidmet, einig« Wandgemälde finden fich noch in anderen Sälen. Nicht all« beteiligten Maler haben das Wesen der Aufgabe richtig erfaßt. Franz Radziwill iSaal 1»r. 064) und Statten«chwichtenberg(t liflU) zeigen, daß Größe noch alle Parteien einmütig das Scheiden des Geiondren bedaus?.»!.. Minister Dietrich- Baden erinnerte an die Weimars r Seratun""- über die Verwirklichung des AuschlußsehNeiiZ SEa« könnte diese deutsche Grenzmark Oesterreich für uns bedeuten,, wenn man auch ibr das Selbstbestimmung« reckt gäbe! Wir gcSettten aber auch der Deutschen, die man in fremde S'amen gezwungen bat, der Südtiroler und der D e u t s chb ö hm e n. sSrünnischer, lang anhaltender Beifall.) Der deurschnationalc Abg..er an aablieichen Proben erläutert, die durch Abbildungen ergänzt werden. Ein riesiaer Baumstumpf, wie sie in den Braunkoblenablaaerungen im Süden der Mark bäustg aestir-den werden, st cht am Einaang zur natur- winenschastlichen Abteilung. Dann folgen Gesteins» und Mineral- u-mben, dem erdgeschichtlichen Alter nach geordnet, wie ste in der Mark Brandenburg anstehend vorkommen. Hier finden wir Speren- berger Gip?, Rüdersdorker Kalk, Laufitzer Braunkohle und Septarien- ton. der an den verschiedensten Orten der Mark auftritt. Auch die versteinerten Ueberreste lFoisilien) der Pflanzen- und Tier» Welt jener märkischen Urwelttag« sind hier zu sehen. Den Hauptteil der erdgeichichtlichen(geologischen) Abteilung nimmt die jüngste Vergangenheit ein. die Eiszeit. Dieser erdge' , schichtliche Zeitabschnitt hat dem beutiaen Landschaftsbild seine Eigenarten gegeben. Mit dem Gesteinsschutt, den die Inlandeis- maflen aus ihrer skandinavischen Heimat mitbrachten, find auch die verschiedenartigsten Gesteinsbrocken hierher gelangt. Eine Geschiebe- srmmlung zeigt uns die am häufigsten vorkommenden FelSarten. Den Uebergang zur zweiten Hauptabteilung, der kulturgeschicht» lichen, bildet die vorgeschichtliche(prähistorische) Sammlung. Die ersten Spuren des Menschen in der Mark sind Werkzeuge und Waffen aus Stein, Geweih und Tierknochen. Erst später ging der Mensch dazu über, die Metalle in seinen Dienst zu nehmen. Zuerst ist es die Bronze, aus der er seine Geräte fertigt. Reiche Ver- zierungen mancher ssundstücke zeugen von einer ziemlich Koben .stunstsertigkeit ihrer Verfertiger. Der Bronzezeit folgt die Eisenzeit. DaS erste Eisen taucht in der Mark Brandenburg um 1000 v. Chr. aus: es ist eine Nadel, die im Königsarab von Seddin in der Briegnitz gesunden wurde. Den Abschluß der vorgeschichtlichen Zeit bildet die Wendenzeit. Sie zeigt gegen die vorhergehende Zeit einen Mckschritt in der Kultur; die Geräte und Gefäße find minder sorgfältig gearbeitet als früher. Die kulturgeschichtliche Hauptabteilung ist ebenkalls äußerst reichhaltig. Mannigiache alte Bau- und Kunstdenkmäler sowie Zeugen deS Gewerbefleißes der vergangenen Zeit find hier aus- gestellt. Die kirchliche Kunst ist besonders reich vertreten durch Heiligenfiguren, Altargemälde. Meßgewänder und Glocken. Das Buchdruck-ewerbe blühte in Brandenburg früh auf: Proben der frühesten Werke auS märkischen und Berliner Druckereien liegen au?, ebenso die Zeugen der Entwicklung der graphischen Künste in der späteren Zeit. Auch der Volkskunde hat man gedacht; da? Sprecwaldzimmer -ist dem in einem wendischen Spreewalddo-''r?u nachgebildet. Sowohl Wände. Decke und Fußboden, al �ie Ausstattung entstammen jenem Gebiet. Ein andere da« Berliner Zimmer, verletzt uns in die Biedermeicr-c>» 1835 mit ihrer stillen Behaglichkeit. Bemerkenswert ist auch die Sammlung alter Waffen und Harnische. Und auch der Rechtspflege der Vergangen- bert ist ein Raum gewidmet. Wir sehen hier Foltergeräte, Richt- schwerter, Schandmaskcn und ähnliche Werkzeuge des Strafvollzugs jener Zeit. Das Märkische Museum gibt ein abgerundete? Bild der ge- samten Entwicklung der Mark Brandenburg und Berlins. Wir sehen das Land austauchen aus serner Vergangenheit der Erdgeschichte. folgen den Veränderungen, die es durchmachte und wir lernen auch die Fortentwicklung der Kultur kennen, von der ersten Besiedlung durch den Menschen bis anf die Gegenwart. Die verspätete Aufteilung der Sriefpoft. Ueber die ständige Klage, daß die Zustellung der Post nicht rechtzeitig erfolgt, äußert, sich der Bezirks-Belriebsrat sür den O.P.D-Bezirk Berlin wie folgt. Seit dem Sommer dieses Fahre? wird das Posthils?pers»nal im O P.D.-Bezirk Berlin nur noch in Knriarbeit beschäkiiat. an- gcblich aus Mangel an Arbeit, trotzdem von feiten des Publikums über versvätete Zustellung der Briespost Klage geführt wird. Die Postverwaltuug schiebt die Schuld an diesen Vorgängen auf das Hilfspersonal ab, dasselbe soll angeblich wenig geübt und unzuver- läkfi.r sein. Wir machen darauf ausmerklam. daß infolge der ein» Sonnabenö, 26. ttovember, obenös pünktlich 5 Uhr Versammlung aller Stadtverordneten, Bezirksverordneten nnd Mit- glieder des Bezirksvorstandes der S.P.D. im Bürger- saale des Rathauses. Tagesordnung: „Die nächsten Slufgaben der Bezirksversammlungen und Bezirksämter." Referent: Genosse Hirsch. Achtung, Abteilungsleiter! „Vorwärts"-Agitatio«. Die Ausgabe des Materials zur Agitation erfolgt am Sonntag, den 21. d. Mts. An diesem Tage bleiben die Zeitungsausgabestollen der Z. Z., soweit sie als Abholestellen für Agitationswaterial bestimmt sind, ausnahmsweise bis 7 Ubr morgens geöffnet. Wir bitten unsere Funktionäre, dafür Sorge zu tragen, daß die Parteigenossen die Zeitungen usw. spätestens bis zu dem genannten Zeitpunkt von den Ausgabe- stellen abgeholt haben. geführten Kurzarbeit auf vielen Postämtern Briespost, Nachnahme- sendungen, als auch Zeitungen, ja iogar Eilbriefe, die abends auf- geliefert werden, iniolge Personalmangels nicht befördert werden können, sondern bis zum nächsten Tage liegen bleiben. Am 2. November sind aus dem hiesigen Postamt Nachnahmesendungen, die am Tage vorher aufgeliefert waren. mir einem Stempel vom 1. November 0— 10 nachmittags gestempelt worden. Also falsche Zeitangabe der Beförderung. Pakete können nicht befördert werden, es ist kein Personal vorhanden. Die Telegrammbesteller gehen mit einer Stück- zahl von 25—35 und noch mehr heraus. Viele Telegramme können nicht rechtzeitig besördert werden, weil des öfteren sämiliche Be- steller lange Zeit unterwegs sind. Da? Hilfspersonal, welches für diese Frage hauptsächlich in Betracht kommt, muß die Arbeit strecken. Der von der Verwaltung angeführte Grund, es sei kein Geld da, trifft nicht zu, wenn es sich um Postdirekioren, Posträte oder gar um den Herrn Präsidenten handelt. Au? den für diese Behauptung angeführten Belegen geht her- vor, daß die genannten Herren durchaus nicht so anipruchslos sind und auf die prekäre Lage des Reichs nicht die gebotene Rücksicht nehmen, was doch auch von ihnen billigerweise zu erwarten wäre. Eine neue F-euermeldeanlage. Da die zurzeit in Betrieb befindliche Feuermelde anlange Neu- köllns sich schon seit langem als völlig unzureichend erwiesen hatte, wurde der Bau einer neuen Anlage beschlossen. Die Durchführung der erforderlichen Arbeiten wurde der Firma Siemens und Halske im Winter vorigen Jahres übertragen. Die Arbeiten sind jetzt so weit vorgeschritten, daß die Vollendung der Anlage in Kürze be- vorsteht. Die Feuermelder, von denen insgesamt 6 3 Stück auf Straßen und Plätzen der Stadt ausgestellt sind, entsprechen in ihrer äußeren Form den vorhandenen Meldern; die innere Einrichtung unterscheidet sich aber wesentlich von diesen. Sie enthalten m erster Linie ein Uhrwerk mit Tvpenscheibe. Nach Einschlagen einer vor einem Truckknopf befindlichen Glasscheibe wird durch Druck auf den Knopf dieses Laufwerk freigegeben und die Typenscheibe da- durch in Umdrehung versetzt. Eine Kontaktvorrichtung, welche mit der Typenscheibe in Verbindung steht, gibt nach Art einer Tele- graphiertaste bestimmte Zeichen an die Feuerwache. Diese Zeichen werden hier aufgenommen und kennzeichnen den Standort des aus- gelösten Melders. Gleichzeitig wird durch Druck auf den erwähnten Knopf ein Mechanismus in Bewegung versetzt, welcher eine über dem Druckknopf befindliche Tür automatisch öffnet. Hinter dieser Tür befindet sich die aus den alten Meldern her bekannte Laut- fernsprecheinrichtung. Der Wert dieser Fernsprecheinrichtung be- ruht darauf, daß bei entsprechend klarer Bekanntgabe des Brand- Herdes die Feuerwehr in die Lage versetzt wird, den Umweg über den Feuermelder zu vermeiden und direkt den Brandplatz aufzu- suchen N ottoendig ist bei Benutzung der Fernsprecheinrichtung, daß klar und eindeutig Straße und Hausnummer der Brandstelle genannt werden. Sämtliche Melder sind durch Kabelleihingen mit den zugehörigen Wachen verbunden. Hier sind die Empfangseinrichtungen des Siemens-Systemes angeordnet. Diese Einrichtung ist als voll- kommen auf diesem Gebiet zu bezekbnen, ihr Wert beruht Haupt- sächlich darauf, daß mit Hilfe vorgesehener elektrischer Meßinstru- mente die Anlage dauernd unter Kontrolle steht, so daß etwa auf- tretende Leitungsstörungen wie Bruch usw. sich auf den Feuer- wachen sofort kenntlich machen. Des weiteren stören gleichzeitig ausgelöste Melder den sicheren Eingang der Meldungen nicht. Feder dieser Apparate ist mit Zeitstempel ausgerüstet, so daß der Eingang der Meldung auf die Minute festgelegt ist. Jede auf eine der Wachen eingehende Meldung wird automatisch auf die zweite Wache übertragen, indes tritt auf der zweiten Wache die Alarm? Vorrichtung zunächst nicht in Tätigkeit. Wird dem TelepHonisteu der Feuerwache von dem Meldenden mittelst Lautsprecher, gemäß der anfangs erwähnten Beschreibung, die Brandstelle bekanntge- geben, so läßt er einen lauten Sirenenruf ertönen. Gleichzeitig schickt er der Mannschaft die genaue Mitteilung über den Ort der Brandstelle durch eine im Hause befindliche Rohrpostanlage zu. All«? geht so schnell vonstatten, daß die Mannschaft bereits nach 2V— 30 Sekunden ausrücken kann. Neben dieser Alarmeinrichtung befindet sich in jedem Feuer- mellwr noch ein Telephon in einem besonderen Gehäuse, das lediglich zu Revisionszwecken, Abgabe dringender Meldungen usw. dient. Eine Kriegsbcschädigten-Kleinhanssiedlung. Beim Amtsgericht Berlin-Mitte ist die Eintragung der von Mitgliedern des Reichsbundes der Kriegsbeschädigten, Kriegsteil- nehm er und Hinterbliebenen gegründeten gemeinnützigen Sied- lu ngsgc no ss e n schafr.Großstadtschvlle", eingetragenen Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht, erfolgt. Zweck der Gründung ist die Ansiedlung Kriegsbeschädigter, Hinterbliebener und minderbemiitcl- ter Familien in gesunden Eigenheimen mit Gartenland, in nächster Nähe der Stadt bzw der Arbeitsstellen. DaS Siedlungsamt der Stadt Berlin hat für diesen Zweck zirka 100 000 Quadratmeter Sied- lungsgelände in Neukölln zur Verfügung gestellt. Auf ein größeres Terrain hat die Genossenschast verzichtet, um nicht die seit vielen Jahren darauf sitzenden Laubenkolonisten zu vertreiben, denn ihre Bestrebungen stimmen ja auch mit denen des Verbandes der Lauben- kostmisten überein. Die Ausarbeitung der Siedlungspläne hat der Siedlungsarchitekt Dr.-Jng. F. Dövler in Berlin-Wilmersdorf über- nvmmen. Die Vergebung der vorläufig zur Verfügung stehenden 150 Parzellen von je 500 Quadratmeter Größe erfolgt bereits An- fang nächsten Jahres, damit die einzelnen Genossen, falls sich die Inangriffnahme der Bauten infolge der mit den städtischen und staatlichen Behörden schwebenden Verhandlungen verzögert, auf jeden Fall an die Bestellung und Nutznießung ihre? Land gehen können. Die Geschäftsstelle befindet sich bei dem Bezirks! euer im Reichsbunde und Vorsitzenden der Genossenschaft Louis Goldschmidt, Berlin O. 27, Wallner-Theater-Str. 10. Feuer i« Pschorrbrän! Dieser Ruf alarmierte in der letzten Nacht die erste Kompagnie der Berliner Feuerwehr nach der Fron- zösischen Str. 52. Dort stand der Dachstuhl deS Gebäudes mit den Bodenkammern, in denen der Brand ausgekommen war, bei An- kunft der Feuerwehr in bellen Flammen. Unter dem Ober« brandmipektor Leyboldt gelang es bald, das Feuer auf den Dach- stuhl zu beichränlen. Der Schaden dürfte aber trotzdem nicht un- erheblich sein. Für 100 000 Mark Käse erbeuteten Einbrecher, die dem Verbände der pvmmerlchen Meiereien in seinen Räumen in dem Stadibabn- bogen 04 in der Dircksenstr. 26/27 einen nächtlichen Bestich ob- statteten. Sie erbrachen die Eingangslür mit Gewalt und stahlen für 100 000 M. Käi'e aller Art, besonder« 21 Stück große runde .Broie". die das Stück 135 Piund wiegen. Die Verbrecher müssen ihre schwere Beute mit einem Fuhrwerk weggebracht haben. Das Licht der Heimat. 65) von August hinrichs. Zwei Tage später war Dierk bei Sommer. Er hatte ihm schreiben wollen und es dann doch unterlassen, so daß dieser ganz überrascht war, als er seinen jungen Mitarbeiter, den er noch ans dem anderen Erdteil wähnte, plötzlich bei sich ein- treten sah. Sommer war älter geworden, und Dierk erschrak fast, als er ihn sah. Aber ein Leuchten flog über sein Gesicht, als er den Besucher an der freudig ausgestreckten Hand ins Zimmer „Was macht die Arbeit?" fragte Dierk nach der ersten Be- grüßung. Da öffnete Sommer ein Fach seines Bücherschrankes und zeigte anf einen dicken Stapel von Zeichnungen und Hef- ten, der das ganze Fach füllte.„Fertig!" sagte er.„Es könnte beginnen— wenn er seufzte tief auf,—„wenn wir erst die Millionen losgemacht haben, die eS kosten wird." „Zweifeln Sie daran?" fragte Dierk. „Offen gestanden— ja! Das heißt, nicht an dem Werk, nicht an dem großen Gedanken! Aber— ich habe so manche Enttäuschung erlebt— und wenn nicht meine Frau, meine tapfere kleine Frau mir immer wieder Mut gemacht hätte und dabei auf alles andere verzichtet bätte, ich fürchte, ich bätt's eines Tages liegen lallen und wieder nach Feierabend Zeich- nungen gemacht für fünfundsiebzig Pfennig die Stunde, wie früher." w Dierk stand vor dem offenen Fach. Er zog em Bündel Zeichmmgen heraus, dahinter klebte ein winziges Zettelcben an der Rückwand, darauf stand mit feiner Franew'chrift ge- schrieben:„Unsere Hoffnung." To schob er daS Bündel zurück und wandte sich um..,„.. �„ .Die Ausführung ist io ziemlich aesscberi Rund eine bilde Million ist schon eingezablt. nnd ich bin beauftragt. Fbnen heute zebntausend Mark als erste An»ohlung für Ihre Arbeit auszuhändigen." Er legte ihm die Scheine auf den Tisch. Sommer starrte ihn an. als hätte er kein Wort verstanden. „Was— soll das— bedeuten?" keuchte er. Da wiederholte ihm Dierk Wort für Wort, was er gesagt hatte.- Sommer packte ihn bei den Schultern nnd lab ihm in? Gesicht:„Nnd das— soll ich glauben?" Dann ober, als Dierks lachende Augen seinen Blick ertrugen, stürzte er an die Tür:„Trrrde, Trude!" schrie er hinaus.. Und als seine Fra» erschrocken herbeieilte, riß er sie imbekümmert an sich und küßte sie herzhast ab. „Was ist?" fragte sie verwirrt und erstaunt, als er sie losließ und gewahrte zugleich Dierk, der ihr lächelnd die Hand reichte. „WaS ist?" rief Sommer,„er kommt aus, dein Traum, dein goldener Märchentroum! Trude, er kommt aus!" Da nahm sie fröhlich Dierks beide Hände und lächelte ihrem Mann zu:„Siehst du, daran habe ich nie gezweifelt." Und indem sie bedeutsam zum Schrank hinübernickte, flüsterte sie:„Es war ja— unsere Hoffnung!" Innig schmiegte sie sich an ibren Mann. Da empfand Dierk wieder ein Gefübl des Neides. Inge kam ihm in den Sinn, die ihn verließ, als er im Unglück war, und Luzie, das schöne Kind im fernen Land. Aber hätte eine von ihnen mit ihm arbeiten und bosten können wie diese junge Frau, unbeirrbar und treu wie seine Muster? Er schüttelte den Kovf und reckte sich auf. Je nun, er batte sein Werk— konnte er da nicht auf alles andere verzichten? Und dang saßen sie bei einer Flasche Wein zusammen, und Dierk mußte berichten. Aber auch Sommer batte viel zu er- zählen. Er hatte Verbesserungen an den Maschinen erdacht, die er vorführte, und Dierk erstaunte, welch ein findiger Kops hier steckte. Und wenn er die gläubigen Augen der jungen Frau auf sich gerichtet fühlte, erschienen ihm alle Schwierig- keiten lejcht zu überwinden, und ans der Oede des Moores wuchs das große Werk sichtbar vor ihm auf. Sie machten ans, daß Sommer seine Stellung an der Fabrik sofort kündigen sollte. Sobald Fied, der noch rn Ham- bürg weilte, zu-Haus war, wollte Dierk telegraphieren: dann sollte Sommer herüberkommen, damit sie gemeinsam daS nächst? beraten konnten. Sommer war mit allem einverstanden. Vom nächsten Monat ab konnte er stei sein dann glückauf!. Als Dierk am anderen Tage zurückgefahren war und m die Weidenstraße einbog, ging eine vornehm gekleidete Frau vor ihm her. Er wunderte sich, denn solcher Besuch war hier selten zu finden, bis er die kostbare Straußenfeder am Hut erkannte— es war Fieds Mutter. Dann war Fied also schon daheim und batte allerlei modische Schätze mitgebracht, wie das seine Art war. Hätte er'S auch so machen sollen? Einen Augenblick schwankte er. dann lächelte er vor sich hin— nein, es paßte nicht zu seiner Mutter. Eine andere Wohnung hatte er mieten wollen, da hatte sie nur gesagt:„Hier Hab ich gesorgt Tag und Nacht, und gehofft Tag und Nacht, hier bleib ich, bis einmal dein Werk fertig ist. Dann— dann will ich— wieder hin- aus!" Da hatte er's gelassen und- nur ein paar beaueme Möbelstücke angeschafft, und auch die noch gegen ihren W'llen. Fieds Mutter aber sonnte sich in den Schätzen ihres Soh» nes. Nicht, daß sie eitel war. Aber sie glaubte es ihrem Fied schuldig zu sein, als wohlhabende Frau aufzutreten, und der offensichtliche Neid der guten Nachbarn tat ihrem Herzen nicht eben weh. Und Fied freute sich darüber. Sie waren überhaupt sehr verschieden, die beiden Freunde, und es gab an ,iöstm Tage noch einen heftigen Zusammen- prall zwische«eZynen. Denn als Dierk kaum zu.Haus war, kam Fied mit strahlenden Augen an. „Ich habe von Hamburg aus noch mit Thomsen tele- graphiert ," sagte er.„wir gründen ein große? Einfuhrgeschäit in Hamburg, um den Zwischenhandel auszuschalten. Du mußt dein Geld mit einschießen, es wird eine blendende Sache." Dierk sah ihn ersch-ocken an.„Du weißt doch, was ich vorhabe, und du hast mir sogar versprochen, daß du selbst—" Umvillig wehrte Fied ab.„Was willst du dein Geld jetzt an eine so unsichere Stiche wagen.— die vorläufig doch über- Haupt keinen Gewinn abwirst. Schade um die Zeit! Hier aber können wir schon im Herbst ein großes Geschäft�machen, wenn wir unser Geld zusammenlegen. Die gleiche Summe schießt Mr. Tbomsen ein, also sei nicht dumm!" „Fied." sagte Dierk fest,„es ist mir ganz unmöglich,— ich muß daS Werk bauen!" „Du mußt?" Fied runzelte die Stirn.„K'vst du schon Verträae geschlossen? So rasch? Da? ist dumm!" „Ich habe noch kemen Vertrag gelchlofien� das ist auch nicht nötig— trotzdem sage ich dir— ich muß?" „Das beißt— du willst?" ,Iq. ich will und muß!" „Und wenn ich dir vorrechne, daß dein Unternehmen mebr als gewagt ist. daß dn unter Umständen alle? verlieren kannst, während ich dir in Hamburg eine Verzins, mg zu- sichere, die dein Vermögen in kurzer Zeit verdoppelt?" „Trotzdem!" (Forts, folgt.) Seine gewerblichen Räume. Wie das WovnungSamt der Stadt Berlin mitteilt, lönnen iniolge der auberordentlich Karlen Nachfrage nach gewerblichen Räumen und des nur sebr geringen Angebotes zurzeit weitere Anträge auf Nachweisung von Geschäfts-, Bureau». Lager«, Fabrik« und ähnlichen Räumen nicht mehr berück iiwiigt werden. Die Lifts der GeichäftSroumsuchenden wird vorläufig geschlossen: eS ist deswegen zwecklos, weitere münd> liche uiid ichrmliche Anträge auf-Zuweisung von Geschäftsräumen zu stellen. Im Berliner Zoelogische» Museum lMu'eum für Naturkunde) bereitet sich ein Werk vor, das geeignet erscheint, Jnieresse und Auf sehen zu erregen: die Schoufammlung de« durch einen umfang« reichen Anbau vergrötzetten Museums wird völlig umgestaltet und bereichert werden durck Aufstellung von Tiergruppen in nie ge- sebener Schönheit und Naturireue. Die Reichhaltigkeit der Aus- stellungen und der Ze»punkt ihrer Bollendung ist allerding« völlig abhängig von den zur Berfügung stehenden Geldinitteln, die vor läufig noch nicht hinreichen. So nähern sich jetzt drei Kolossal- gruppen ihrer Bollendung: zwei Alpenbilder mit Gemie. Murmeltier. Steinbock. Lämmergeier usw., und ein Bild, das reichbevölkerte isländische Bogelselsen darstellt. Besonder« reizvoll ver spricht eine Serie von etwa zehn Gruppen zu werden, die.Deutsche Säugetiere� zur Anschauung bringen ioll. Zahlreiche kleinere Gruppen au« der Vogel- und Jnseklenweft sind bereit« serligaestellt. Weit mehr noch al« heute wird da« Berliner Zoologiswe Museum nach Eröffnung der neuen Säle allen Volkskrei'en eine reiche Quelle der Belehrung und Erbauung sein und die Liebe zur Natur wecken Lud fördern. von einem Postaut» überfahre» und getötet. Zu dieser in Nr. KSt de«.Borwarl»' enthaltenen Notiz teilt un« der fragliche Sraftrahrer mit, dofe nicht ein Wachtmeister der Sicherheitspolizei. sondern er selbst die Ueberiahrene mit seinem Auto nach der llnfollstaiion gebracht hat. Große öffentliche Beamtinneuknndgebnng beute abend 7'/. Uhr in der Schulaula. Weinmeisterstr. 15. Tagesordnung: Für Mutter- und Kindesiecht l Gegen die BeriosiiuigSbräuche der Verwaltung«- behörden I Referentinnen: Jlka Schütze, Telegraphengehilstn a.D., und«lara Bohm-Schuch, Reich«tag«abgeordnete. Hitflicnr de« Obre». Ueder diese« Tbema spricht auf veranlaffung de«.Verein« lür Bollsbyglen« Groh-Berlin/£ Uhr Theorie. 8 Utr Uedungtstunde. Milaiäle. Schönhauser Allee Igst. Hos r. I 45. Abt. 7 Ubr: S'tzung der Paiteisunktionire, Beiriebsvertrauen«- leute und Elternbe räte bei Pose,«olomeilr. 15. Verein Arbelterjugend. Adterlung Treptow-Baumschulenweg. Abend« 7 Ubr Mädckenadend im Augendheim, Elsenstr. 8. Bortrag der Genossin Zil« über.GeichmtickSsragen'. Hieraul gemütliche« Beisammensein. InngsozialtstiicheBereinigung S.P.D. Ortsgruppe Norden Tl, Uhr in der Wemeindeichuie P itbuier Str 3— 9(alle Demminer, nahe Brnnneniirafie). Vorlraa über.Di- Entwicklung zum Soziali«mus'. Res. Genosse Simon Katzen"«!».— OrtSgruvpe Süden: gm Saale der gurtstiichen Sprechstunde. Berlin KV 38, Lindenstr. 3. Vortragsabend.— Orttgrupve Lichte i selbe; 7«), Uhr im gugendheim, Albrecht- straße 14» BorttagSabend. Gäste willkommen. Um den Elektrizitätsarbeiterstreit. In dsr Berliner Dtadtverordnetsnver- s a m m l u n g hatten sich gestern die rechtsstesieroden Parteien auf einen„großen Tag" gerüstet. Den Elektrizität«- arberterstreik wollten sie als Anlaß zu einem kräftigen Bor- stoß gegen die sozialistisch« Mehrheit und gegen den von ihr gewählten Oberbürgermeister Mermuth benutzen. Unter dem Bündel Anträge, die eine Erörterung des Streiks forderten, war einer, der ein scharfes Mißtrauens- Votum gegen den Magistrat enthielt und offen- sichtlich seine Spitze in erster Linie gegen den Oberbürger- meister richtete. Ticsom Angriff traten die drei sozia- listischen Fraktionen entgsgen mit einem gemeinsam eingebrmhten Antrag, der ein entschiedenes SSer- trauensvotum für den Oberbürgermeister bedeutete. Einstweilen kam die Erörterung nicht hinaus über die Begrünidung jenes Mißtrauensvotums durch einen Nedner der Deutschnationalen und die Antwort des Magi- strats durch den Bürgenneister Ritter. Mit dieser Er- widerung, die ruhig war, aber der rechten Seite nicht? schenkte, führte unser Genosse Ritter sich sehr glücklich ein. Er wies das törichte Gersd« zurück, daß einer einzelnen Person im Magistrat die Verantwortung für die Haltung gegenüber dem Streik aufzulegen sei. Der Magistratalt ganze Körperschaft übernimmt und trägt die Verantwortung für die Lösung des Konflikts, für deren Herbei- führung auch den Vertretungen der Arbeiterschaft Dank ge- bührt. Nach Ritte"« Rede mirßt« wegen vorgerückter Zeit vertagt werden. ** * Stadlrat Peueck«, der sein Amt eck« stellv. Stadtverordneten. Vorsteher niedergelegt hat. wird vom Oberbürgormeister Wermut* in sein Amt al« unbesoldeter Stadtrai eingeführt und verpfttchtet. Für die ausgeschiedenen Stadwv. Hermann Schmidt(U. Soz.), Stadträte Wege und D o m i n i c u« sind eingetreten KlajuS, Koch CDnat. Vp.). Zobel(Dem.). Der verstorbene NowakowSki ist ersetzt durch K e st e l. Ein Antrag der U. Soz.. die vier auf der Tagesordnung stehen. den Anträge betr. den Elektrizitätsarbriter-Streik an erster Stelle zu verhandeln, wird abgelehnt. Nach langer, zum Teil sehr erregter Debatte wird unter Ab- Sicherung de» VersammlungSbeschluffe« vom 26. August über die, Verteilung der«ruf die Gtadrliste Gewählten auf die Bezirksversammlung beschlossen. 8 de« Bezirk« 11(Schöneberg) Zugeteilte anderen Bezirken zuzuteilen, da durch die bisherige Zu. teilung im Bezirk 11 da« au« dem Stimmenverhättwis sich ergebende Mehrheitsverhältnis verschoben ist. Nhrig(ll. Soz.) begründet einen Antrag, dahin zu wirken, daß dte Zohleulieferuuge« au Bars, Diele« usw sofort eingestellt und ifa erheblicher Kohlen bedarf den Zwecken der arbeitenden Bevölkerung zugeführt werde Da« lichtscheu« Gesindel, da» sich zu Tausend«, in den Groß-Derliner Schlemmer-Nocht- lokalen herumtreibe, brauch« nicht von den Kohlen zu profitieren, die wir für Zwecke der Industrie und im Interesse der arbeitenden Bevölkerung Groß-Lerlin« viel dringender nötig haben. Die städtischen Bebörden haben die Pfltchi, hier mit allen Mitteln«inzuschreiten h« den Kellerrönmen de« Ense» Baterland" find große Kohlenmeuge» eingemauert.(Hört!) Schubert(Dem.) lehnt den Antrug al« nicht zum Ziele süh- reich ab. Röder(Wirtsch. vgg.) ervärt sich gleichfalls gegen den An- «rag, der da« Kind mit dem Bade ausschütte. Frl. Becker, Vertreterin der Deutschnationulen, plädiert für Erweiterung des Antrage« dahin, daß ein Teil der frei werdende» Kohlen der Arbeiterbevölkerung für dringliche Krankheitsfälle u. dgl. zur Verfügung gestellt werde. Der Redner der ll. Soz.-Linken erklärt den Antrag für verfehlt, auf solchem Wege komm« man der.bürgerlichen Sipp- schast" nicht bei. Dr. Neumann-Frohnau(Dt. Vp.) akzeptiert im Prinzip den Antrag, verspricht sich indessen einen großen praknschen Erfolg nicht davon. Na-bdem noch Stadtrat Horte» in Aussicht gestellt hat, daß die Keller des Cafes.Vaterland" untersucht werden sollen und daß die Vorschläge Uhrigs wegen Vermehrung des elektrischen Stroms für Berlin(durch Anschluß von Piesteritz an Leuna und durch Nutzbar- machung von Heegermühle- Eberswalde) geprüft werden sollen. während die Einschränkung der Bar« usw. schließlich Sache der Polizei sei, wird die Angelegenheit einem Ausschuß überwiesen. E« sollen 16 zentrale VerwaltungSdeputatioae». gebildet werden, ebenso eine llebergangSdeputation für außeretatmäßige Bewilligungen. Die Mehrheit stimmt zu. vor �lektrizitStsarbeiterstreik. Heber den wilden ElektrizitätearKeiterstreik liegen nicht wenig« al« 8 Antröge vor. darunter ein deutschnationaler Antrag, der.das Verhalten der städtischem Behörden" während de« Streik« auf» schärfste mißbilligt und einen Untersuchungsausschuß einsetzen will Demgegenüber steht«in Antrag Heimann-Wehl-Dörr, der die Ablehnung der deutschnationalen' und deutschvolksparteibichen Anträge fordert und .Herr« Oberbürgermeister Wrrmuth für seine aufopserude Tätig- keit im Dienst« der uubemittelteu Beoöllerumg Berk»« An- erfennuuss" ausspricht. Ruffer(Dnac. Vp.) polen« fiert rn der Begründung seiner Au- tröge hauptsächlich gegen vi« Spitz- des Berliner Magistrat«. Bürgermeister Ritter legt dar, daß«S leichter gewesen wäre. zu einem friedlichen Austrag der Lohnstreitigkeiten zu gelangen. wenn d'e Politik des Preisabbaues positivere Form gewönne. JnS- besondere die rechte Seite könne in dieser Richtung auf die ihr nabe- stehenden Interessentenkreise einwirken. Wa« solle man»r.u sagen, daß die Schweiz mit deutschen Kartoffeln überschwemmt wird? (Lebhafte» Hört, hört!) Der Magistrat hat alle« aufgeboten, um zu einem friedlichen Ausgleich zu kommen. Die B.E W.-Arbeiter baden den Schiedssvruch abgelehnt und sofort zum Streik gegeissrn. obwohl ihnen darüber hinaus eine wettere Zusage gemacht war. Do» Verhalten de« Magistrat« hat di« groß« Gefahr der Au«-- dehnung des Streiks von Groß-Beriän abgewendet(Sehr richtig l); er hat dabei im engsten Zusammenwirken mit den Arbeiterorganisationen operiert. Der Magistrat spricht in seiner Mehrheit diesen Vertretern den Dank au« und übernimmt bereitwillig die Verantwortung für das eingeschlagene Versahren. lieber die innere» Vorgänge im Magistrat lehnen wir jede Diskussion ab. Für alle». wa» geschieht, wird jetzt von gewisser Seite der Oberbürgermeister. der die Beschlüsse de« Magistrat« auSzutübren bat. persönlich ve» antwortlich gemacht Gegenüber der Absicht d«r zuständigen B» höbden, schon im Laufe de« Sonna bendvo tut i t tags am 6. November die Teckmische Noihilfe einzusetzen. n*u die Direktion der Meinung. daß damit noch gewartet wenden solle, und so ist verfahren Word««. Hierauf wird um 0 Uhr Vertagung beschlossen. Die Vorlage betr. die Erhöhung de« Strahenbohutorif« geht an einen' Ausschuß. Borsteher Dr. Wehl erhebt hierbei energischen Protest gegen da« in der Presse und sonst beliebte Verfahren. die Versammlung und ihr- Gerechtsame einfach zu ignorieren. einer Morgen, ZO, November. 5. Abt.(Kreis Hallelche« Tor.) Dt« Mitglieder treffen fich zu wichtigen Besprechung Tu Ubr bei Keusner. Hagelberger Str 20». 18. Abt. 7 Ubr des Kastnn. Gttichiuer Str.«2: Kunltlonärkonserenz. All» FuuUwnär« mögen zur Stell« fein. 23. Abt. Genossen der Bezirke der ehemaligen SS. Abteilung! Versammlung Tl, Udr bei Mogwitz, Barnunftr. l«. Srlchetnen aller Senoflen dringend notwendig. Martrudors. Der Btldungsau»lchuß der Abteilung ver-n« staltet«>/, Udr w der Aula de«»vmnofiums, Kallerltr.,«tnen K u n st- adend: Märchenzauber— Liedertlang Ti»tritt»kart«n für Srwachlen« l R.. Kinder SO Pf. find bei den veztrkSsühr-rn und an der«dendkasse zu haben. TLeißense«. SangeSsreudigr Genossen, die g-wiSt find, einem Delfienlecr Verein der S.P.D. beizutreten, find zu einer Zuiommentunst am Sonnabend abend 7>/, Udr im.Frleden»garten', Piftrntu«, u. Micke. strafien-Ecke, eingeladen.— Eintrittskarten zu der am 28. November jtatt- findenden SngelS-Fel er find bei den vezirkslühi ern zu haben. Bernau. 71/, Udr: Milgltede, Versammlung im Slhlium, Saal neben LebenSmtllelamt. Portrag de« Genossen Breuer- Bettln. Männer und Frauen, die der Partei beltret« wollen, al« Gäste willkommen. » 89. Abt. Sonntag, den 21. November: Besuch des Nationalmuseum«. Treffpunlt morgen« 8 Ubr dei Berger, Jagow-, Eck« Levetzowstrafie. Für Nachzügler» Ubr vor dem Nationalmuleum, lrüher Kronprinzenpalai« Unter den Linden Di« Genossen der Äbteilnngen de« Wablkreile« Tier- garten und bereu Kamllieuaugehörige find hierzu ebenfalls willkommen. ?ugenüveranftaltunyen. Freitag, de« tv. November: Zeutrak-Jugrndhet«. Lwdeniiraß« 3. Lelcabend. �ochzett auf Pocl.'— Aordeu und«ose», Haler Vorstadt. Lortrog:.EhUüeutum und Sozialismus.'_ Soziales. Die Drittel»«g»gre»ze. Mit Reckt wird darüber geklagt, daß hie Erhöhung de« Be- trage«, bis zu dem bei Berechnung der Unfallrente» der Jahre«- arbensverdienst voll anzurechnen ist. noch immer nicht ertoigr ist Welche ungeheuer« Schädigung der im Jahre IÜ20 durch Unfall Verletzten darin lieg», kann man daiau« ermessen, daß beispiel«- weise ein Arbeiter mit einem Jahresverdienst von lOOOO Marl ein« Rente nur nach einem Jahresarbeit«- verdienst von rund 4S83 M. erhält. Die krasse Ungerechttgkeit de« Beibehalten« der alten Grenze empfinden auch die Berus«- genossen ichaften und sind auch zu einer Erhöhung der Drtttelung«grenz« bereit.. Sehnen Sie die unterichttstliche Vollziehung de« vertrage« ab. 2. AI» Mieizln« gilt jede geldwerte Leistung de« M�t-r«, wsbcfonder« die Uedernabm- derjenigen Rcvaraturlosten durch den Mieter, die nach K 538 BGS. der Vermieter zu trage» hat.— G. z. AI. Ja. BSetterauSstchten kür da« mittlere Morddeutschlaud dt« Sonnabend mittag Feffweffe bester, ak'r'ielsoch'■•■tV s, sm trocken. Temperatur wenig geäudett, bei schwächet Lufwewegung. Die chromfthen Ernährungssorgen. Zu Beginn der beutigen ReickiStogSfitzung teilt Präsident Lobe mit. daß der Abg. T h a b o rs,si>>ung (nicht außerordenittche). M öer NliimMWM 0. WWW Montag, da» 22. 3tooembcr. nachmittag» 5V, Uhr: General-Versammlung. in»liem» F-stsSIen, Hasenheide 14,15. Tagesordnung: Birtchterstoltnno von der Xacif-Vnsfchuhflhmiq. gn dieser«ersammiuna stnd außer den Drleai-rte- die VertrauensieiUe und Drucker«,. kasstrrer eingeladen. Ohne Legitimaiian kein Einlaß!___ Der«anvorstaad. 38/15- Slimkl. AlMWe kauft lauld.—hdchst. Tages» preise— SrSntdater Str. 8» Bahnhof Gesundbrunnen.- Autoteile kauft stet» Hausherr, BMowstr. 3. Dr. med. Grfiterlng Haut-, Harn-, Ceschlechtsleid. d.Männ. u. Frauen.Blutuntets InvalidenatriiBc 88. Ecke Chausseestr. StetL Bhf. Spr Wochentäglich n-i,>/�->/,7. Weins Groß Handeln-Ii Ans J. F. Rauch Bersstr.«4. Tel.: Nord. 8214 — Alt» Welnatnbea-— auch Flaschenveckauf: Eckhaus Invalidenstraße 164. t-'riedrlchstr.ll, Or. Frankfurt Str. 1 12, Schönhauser Allee 178 gegenürer Könloat-Brauerei. Rlideshelaiep Berg rTxlXo Derby-Cognac Derby-Hobro, Cherry-Brandy, Kur Arsten, Jamaika. Rum, Allaih, Magenarzt. Malaga, Spanische Rot- und Süßweine. AU. lein. Tarrarona u, Portw. 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Oarnftinen von Nach beei.d. lingros Sciß bedeut iurab�ch M i c»t a c I« s• QroBe PrankfisrCer Str Am Sti a u t. b e r � er Platz"" �heater.lSghfspieSe etc. 1 IHbKiUJcaxioo.xtxvTtK�cnnotxaooouwaiiJogoocxgicooocoooaccaaaaootaMg Opernfiaas. III. Sinfonie-Konzert __ 7V, Uhr._ Schanspielhaüs. Die Journalisten. ___ 7 Uhf._ Deutsches Theater� 7Vz! Einsame Menschen. Sonnabend?>/,. auin I. Male: Der Cbanflenr Martin. Kammerspiele. 7: Er ist an allem sctinM. Der Spieler. DerUelrats- amrag. Sonnab. 7; Er Ist an allem schuld. Der Spieler. Der Heiratsantrag. Kr. Schanspleiliaas (KarlstraSe) 8:.Europa(auBer Abonn.) Sbd.8: Europa(au8.Abgan,) Theater 1./, Uhr; BleScheidungsreise mit Max Adalbert und Trnde Heateroerg. Rose-Theater. 7';, Uhr. Heimat. |7»/2U. Theater 7*/2l J 1 Dir.: James Klein. iLeizteTagsS Harems- Näcblaü sowie im Rahmen der November Sensationen IM BaSys" sondern urwilde Riesen- Löwen I direkt aus dHis und nicht, wie bei 1 I andern Löwen Vor- I Führung, i. d. Gefa.i- I genschaft geboren, Sonntag 31 2 Uhr ungekürztes Programm. 1 Kind frei! 'Folies Gaprice Der gehörnf e Siegfried mit Ferd. Grünecker. tf�assase-l Theater» ) Unter benSinbcn 22/23 1 Tofimann, S Uraufführungen 8« » l Der gebeimnisvoile j Z Steinbruch.\ II Teil.• jDepSt6nid.ZirknsTosellij j| Sortfeßimfl bf» fenfotion.{ J Deteltiobramas InSAIten, i In der Hauptrolle: t > Bruno EIctixrüu. j PkZrlostDiWe. ! nila Durieux, Toelle, Bildt. Albers. Vallentin. Sonnt«? 4 Uhr, halbe Profso: Pia Frcnndin. TrlanoB-Theater. T/t Uhr: Der Roman einer Frau Ida Wüst, Burg, Limburg. ValettL Palkfcnsi«n. Wg.4: Roman einer Frau. Casino-Theater lothringer Str. 37.— Tgl.»/«•: l�ollstündig neues Programm Der Fehltritt einer Frau. Volksstück"�n 4 Bildern. Theater! leb«. Op.-Sketchjnit Viktor Litzek. Volkstamiiehe Preise. !»roßer Wild-West-Film in 4 Alten. SöHlgstadt-Thealer Bahnhof Jannowitzbrücke Tägl. 7.30 Gala-Sanger. Im Ballsaäl TANZ. SebailnndBaaek im Großen Schauspielhaus Dir. Hans v. Wolzogen Wiederanitr. Panl Oraetz Viima von Medgyasza; Transky, Klabund, Poh, Oreüor Ratoff m. s.Chor Wolowsky, Bendow, N'ewolina, Bland. Ebing/er „Totentanz- Kapelle Leonidolf Koni. 7 Uhr, Anfang 8 Uhr. Bl. S wt !Z- Eines grossen Mannes Liebe mit Lotte Nenmann Felix BascJu iWhitec bapeli mit Mierendorff i Für Totensonntag i siehe Sonntagslnserat i j Wochentags aD 7 Uhr Totensonntag: Boginn 6 Uhr IPoUdawier StT.72» Hochbahn BQIowatr. 2 Uraufführungen Auri sacra fames |(Daai Tcatavncnt einer ExKentrlscheii� 11. Teil. Hauptrolle; Rosa Porten. Oer gelbe Diplomat mit Friedrich Zclalck. Käthe Hank. Winter- Garten VI III IUI UUHUII| rasl, 7 15, Sonntag a 3 U f Täelioh 7>ö Uhr; iPers. H. Sinsch-Sarratan. 1 ' B 2S Löwen 25 Variete-Spielplan ■ Nachm. halbe Pr f. Kinder| Raueben gestattet! a v'orv.; Tietz, Circuskass. a Theater a.Koftbus.Tor H Tel.; Moritzplalz 14814' Täglich Tu Uhr und Sonntag nachm. 3 ü.: ElltcSänger. Neues Progiamm' Z.S.d lust. Einakter „Ein Abenteuer im Wititenverein." Vorv. ll-l'/j. 4-6 Uhi Behrensirabe 54 18 AttraUtlonen. scbtni Wilhelm, Vorher: Heiiiiieii la&MelL Außerdem: Das erstklass. Variete- Programm. Csncorilia-Falast-flieater 64 Andreasftr. 64. FNmfchau: „Weltbrand" Anständige Frauen SübncnfÄdu: Georg; Busse Harry Pyet Wniiralspalast w, Bie roten Sclmhs. RsielisiialJ.-T}iealer Abends 7'/? und Sonntag Nrn.'! Stettiner '* Sänger. ..VIP Nm.haibePreiie � Variete- BGnbokl-Brettl. Auf 6'/,, So. 5 Potsdamer Str. 58 Bruno Kästner im Sensarlansfllm Der König von Paris I. Teil. Turmstr. 12 Der große May-Film Die heilige Simplicia. Alexandcrpl.'Pnssajce Katharina die Große | Friedenau, Rheinstr. 14 Sumurun. riornbautkllbfi. enittent mit aiito :uters:cher!'ell!lleichels..Bz8va" 5 i n ,) i-.1 s»jiaditalmitiäl für ein, o-wur.;elre>i.schm-rzh-!te Leiden Seit 30 Jahren sicher benä.jtt Tose mit ae'ettiBunaäpflmt.l il! 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Feurigste. 38. 1 r' l�i äüdl Deüentiie nmm zvl Bleuenopiting. Die für die geft April Dezember 1020 nod, tüctstnubtgc Keichzeinkommentteuei' derjenigen Steuerzahler, denen ein vorfiwstger Sinksiutneu- fteuer-Zesfsehuugsdeichel» oder ein stlufordarungs. schreiben, zugestellt worden ist, ist spä'esfeus bis 27. Nfvember d. I. an die zuständige Sleuerzahlstelle zu zahlen. Der Steuer- Hescheld oder das Anforderungslchreiben ist hierbei vorzulegen und Im Falle der Anrechnung von Sienermarken auch die Steneriatte. Bei Uebersendung des fälBgen ZZefrages auf bargefv- losem Ivege oder durch die posi n nh die Uebenoeisuna so> reckitzetitg eriolgen, dast d r Beirag spSfesfet!»»m 25.310- oembee». 3- bei der zuständigen Steuerzohlflefl« ein- gegangen ist. Durch ein etwa sibwebendes Rtchtsmittel lBeschwerde) wird die Zahlung nicht aufgehalten. «im 2« yiouember». Z. beginn! die toftespftfchüge Zmaugsbeitrelbuug. tgharlottenburg, den 15. November 1920. 1241D Ter Magistrat. Ankauf von! 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Für die örtliche Berichterstattung, insbesondere die an, dem Londiag, such! da« sozialdemottaiische«BoiksblaN für Muxall** sofort eine jüngere befsihigl» Krost. Bewerber müsse» flott in der Stenographie und möglichst auch aus der Schreib. Maschine sein, sowie die Redaktion mit Hilssarbeiten unter. sttigen können. Bewerbungen(mit Wehallsansprüchen) smb bis zum 24.»ooember 1920 zu richten an 1S1/1S Britz, vouatkt, veffau.»alsarstr. 25. 4 d!e böhmischen Wirren. Prag, 18. November.(Telumon.) Heute herrschte hier der. hiltaismißige Ruhe. Eine gefährliche Situatiin rutstaud deute«acht auf de« Vitslädter Ring, wo«a« eine« Judeu- Pogrom hrsüichtete. Ein großes Polizei- und Geudarmerie- aufgebot säuberte das Stadtviertel, wobei IL Personen, darunter mehrere Gendarmen, verwundet wurden. Die lschcchischru Blätter mahnen heute endlich zur Ruhe. Ter tschechische Ministerpräsident C z e r u q gab deu Deutschen die Zusage, daß den Deutschen der bei den letzten Exzesse» zugefügte Schaden vom Staate ersetzt werden soll. Die Löiuuz der Theaterfrage iu Prag ist dahiu getroffen worden, daß im Deutsche» LandeSthrater dir Deulschea an zwei Tagen der Woche, an vier Tage» aber die Tscheche» spielen werden. Prag, 18. November.„Tribuna" stschechisch antichauvinistisch. Die Red.> meldet, daß es im 5. Bezirk zu wüsten autisemiti- scheu AuSschrettungru gekommen sei, an denen sich auch AugehZrige der Jnteyigenz beteiligt hätten.—„Pravv 2ibu" < tschechisch-sozialdemokratisch. Die Rcd.) schreibt, daß in Prag ei« Zentrum bestehe, das die nationalistischen Massen nach einem ver- abrrdeten Zeichen zu eiucm ganz bestimmte» Zweck aufge. reizt habe. Tie kapitalistische Reaktiv» habe die Wirren hervorge- rufen, um de» Absolutismus heraufzubeschwören. » Die Berliner tschechossowakische Gesandtschaft läßt durch die 3rU. der in Berliner Blättern ausgesprochenen Vermutung entgegen» treten, daß es sich in Prag um ein« Art Putschversuch gegen Präsi. deuten Masaryk handele, und bezeichnet dies als.aufgeregte ftwn- bi nation' eines einzelnen Korrespondenten. Die Aeußerungen deS .Bravo LÄu' zeigen aber, daß man in tschechischen Parwikrcisen diese Gefahr ganz anders beurteilt. • Die für den gestrigen Abend anberamnie Vorstellung im Neuen Deutschen Land«Stheat«r in Prag wurde vom tschechischen Mob vereitelt. DaS in Warnsdorf fDeutschböhmen) erscheinende deutsche Blatt „Abwehr',. doS einen Artikel im S-inn« seines Namens veröffent- licht hattet wurd« von der Bezirkshauptmannschaft be schlag. nahmt. I« Brün« haben tschechisch« Studenten da» Gebäude der deutschen Technischen Hochschul« sowie eine deutsche Volksschule nach Kaiser bildern abgesucht. Abends zo- ocn einige hundert Demonstranten vor die Redaktion des„Ta- geSboten'. Eine Abordnung begab sich zum Chefredak- r e u r, der das Persprechen geben mu�t«, in der nächsten Nummer nichts Ausreizende» zu schreiben. AuS Ret- äeuberI trird gemeldet, daß ei in FranzenSbad zu Zu- ' a m m e ö st öß e« zwischen der BedoTerung und Soldaten re» .�aime» ist. Rußland erkennt seine Schulden an. Paris, 18. November. Nach einer.Matin'-Meldung aus London hat die Sowjetregierung erklärt, sie werde alle vrivaten Schulden gegenüber England anerkennen. Noch einer eingehenden Schätzung sei die Höbe der Schulden aus 42! ovo Pfund Sterling festgesetzl worden. Heber die Art der Rückzahlung wird noch veihandelt. Vke Krkeeseesanxenenfrage in Genf. Senf, 18. November. Die PSlkerbundkonferenz fetzte die Autsvrache über den Bericht deS GeiieralsekretariatS de» VölkeibundrS fort. Nansen eistailete Berich« über das Werk der Heimbesörderung der Kriegsgefangenen, mit dessen Leitung er im ftrühjabr durch den Völkerbund betraut worden war. Es handle sich um die Heimschaffung von 2ö0 0V0biS R0 000 Kriegsgefangenen au» den Gebielen de» ehe- maliaen rnifiichen Reiches, von denen sich 40(XX) in Ostsibirien, 20 000 im Kaukasus und in Turkestan und die Mebrzabl in Süd- inßland bctönden. Nansen schilderte eingebend die schwierigen finanziellen und technischen Hindernisse und teilte mit, daß nicht zuletzt dank der loyalen und energischen Mitarbeit der deutschen ein freiheitliches Ideal verkünde ve, wurde in dieser Verfassung mächtig. Die schwersten Anfänge waren den Ansiedlern ia dem Staat Neu-Ermland. den sie begründeten, beschirden. Vier Monate lang lebten sie noch im engen Schiffe, bis das erste gemeinsame. Hau» crlxriit war. In diesen ersten vier Monaten starben Lg von den ö0 Mänern, IL von den 18 verheirateten Frauen und viele Kinder. Aber unermüdliche Arbeitskraft, unerschütterlicher Glaube und eine pewaltig« moralische Spannkraft halfen ihnen vorwärts. Allmählich entstanden andere Niederlassungen in ihrer Nähe. Der Keim war "eleqt und der Daum begann allmählich heranzuwachsen, der sich immer mehr ausbreitete. Shaw in Dentfchland. Bernaitd Shaw wird seit dem Aufhören h:S offtnen Krieges wieder in die Ehren eines in englischer Sprache itl rollenden deutschen Dichters eingesetzt. Wenigstens wird iu rüiigen deutschen Großstädten kaum ein Nichitdsutscher so oft ae- '"ielt(außer Trinoberg, dessen große Diode noch anhält). In ■Pien ist jetzt sogar ein neueS Drama Shaws:„HauS e rz« n S t o d' gespielt worden, da» in England noch nicht ge- geben war. Es ist ein« Abrechnung mit dem England, da» in Ge- schäsien und Keuchelei macht und die Herzen mordet— In Berlin loird nächste Woche im Deutschen Theater ShawS»Arzt am Sckieidewege' und später„Eöiar und Kleopatra' sin der Bübnen- ausstattung von®. Groß) aufgeführt werden. Im Interesse Shaw« selber freilich wäre e» zu«Pünschen, wenn nun nicht auch sein« schwächeren Werk: durchgedrückt werden sollen. DaS mag höchstens kaufmännisch richtig sein._ Wolter WtnnlgS dritte» BolkS-Siufuniekonzert mit dem Blbtbnei-Oichcstcr am Montag« end in d> r Neuen Seit twt ew gcsibmack- rotlf* Programm Die eip> ebte tldntzlertchor lo'pte dem mit S cberbtt netnbi len Zokl>iock de« roch ji«gen Dirixenlen. Viächtiä beranSgciraldt »«ren?eetrovrn� Vo spiei zu„stideilo" und die ttrotca-Sinlonie iowie Weber» dnllig«„Qbcron'-Ouv rtliie Der Tenartll AlexiNder Kirchner von der etoottoper sang die Arie ans Oltucf«.Ivbioeite' und das Nezttalto und Gebet au< Wagneii.Rienzt' mit großer Wärme. Eine Dolftvs.KtedäckitntSfeier wird am 20. November, nachmittags Dt. llbr. im Uta-Pai-it! am Zoo vom Vciband« rutiiicher lzournal'ilen und Zchiistslellcr veranbaliet. DaS Programm nennt Vo>I,Sge von Gertz. Hauvtminu und W. v. N a b r k g w, lowi? To iloi- Borteiungen v»n 7?» i I s i. Ruislsche Schauspieler führ«, den ersten tzllt von.Früchte der Vit' irrig' ans. Sa» Sunbasyl i« der Klostrrstrasie ist wegen Erweiterung bis zum 1. Dezember relchtosskn Bon ta ob itt eS täglich von S— S tür de» Rertoui von Kun' weilen r«. geöffnet; zu deu«ort-agsabendea bittet man. sich vormerken zu loss n. Tie Ttndeuteusei att an Herrn Haeuikcb. Za der unter dieser ? pitwatke in Nr.«7 untere« BlaiteS gedincht.n Not!, ist berichtigend zu bemerken, daß da» dort erwäbnle fflrzlnd»e.öffentlichte Buch dee tSenvssen Haennili nlchi.Tkutent ui d toch'chulc', sondern.Staat und Koch- l ch» I e'> rißt und im Verlage iür Poiiitk und Wirlichast erschienen ist. Es tann dmch die Buchba. dlnng BoiwärtS bez>gen werden. Toller» Drama„Masse Menkeb*. das RevolulionSerlebnifl« zu gcstaiitn oeisucht, halle bei der Uraui ührung in Nürnberg starken Eesolz. Eine ruifiscdc Buchhandlung, dt« den vertrieb aller russilchen und über Rußland erscheinenden Beriffentlichungen in Deutschland zu organi» kieren versucht, ts« Wichelmklr. 20 errichtet. Sie bat bereit» drei Kataloge t>?ran?geg«bei! und rini Bibliothek von K000 Bänden erZXnet. Behv i. �iise der Solvjeireg'erung, e« gelungen ici. auftatt oer�eiwurielr» HiOOQO b e r e U S 180000 Gefangene, heimschasscn zu tonnen. Auf große Schwierig- leiten stoße namentlich die Heimschassung der in O st- s i b i r i e n befindltchen Gefangenen, insbesondere auch darum, weil die in Frage stehenden Regierunpen. namentlich auch die Mittelmächte, nicht die nötige» Mitiel hätien, um die für die lange Reise notwendigen Schiffe zu liefern. Nansen teilte weiter mit. daß gegenwärtig das internationale Rote Kreuz auf sein Verlangen eine Delegation nach Süd- r u ß l a n d entiendet, um dort die beste Methode für die Durch- sübrung der Heimschaffung auch dieier Unglücklichen zu prüfen. Nansen schloß seine mit starkem Beitoll anfgenommentn Dar» legungen mit der Erklärung, daß die wiiklich große Lehre darin liege, daß der Völkerbund in Iulunst die Wiederlehr solcher Katastrophen verhindere, die unvermeidlich kür die Menschheit die entsetzlichsten Leiden mit sich bringen. Präsident H y m a n« teilte sodann die Namen der direkt von der Veriamm- luiig gewählten Vizepräsidenten mit. Gewählt wurden I s h> i(Japan) mit 32, K a r n e b e ck(Holland) mit 31, P u e y r- r e d o n(Argentinien mit 28. B e n e i ch(Tschechoslowakei) mit 28, ? o st e r(Kanada) mit 22 und im zweiten Wahigang O c t a v« o �Brasilien) mit 22 Stimmen. Schluß der Versammlung gegen Die Arbeiterpartei für die Aufuahtve. London, 18. November. Der ExekuiivauStchuß der englischen nationalen Arbeiterpartei hat einen Beschlutz angenommen, der verlangt, daß da« Gesuch Oesi erreich« und Bulgariens um Aufnabme in den Völkerbund gut aufgenommen werde und Maßnahmen getroffen würden, um auch Deutschland. Ruß« land und der Türkei den Beitritt zum völleibund zu er- möglichen. Abrüstung und Währung. London, 18. November. Der vormalige Schatzkanzler Mac Renna erklärte in einem in London gehaltenen vortrage über die internationale Währung, die Welt stehe vor der Wahl zwischen Zahlungsfähigkeit oder akuter Abrüstung. Von den Budget« zwölf europäischer Staaten weisen in diesem Jahr, e l s einen Fehlbetrag auf. der in der Mebrzahl der Fälle ein Mehrbetrag sein würde. Der Völkerbund mit dem von ihm erhofften Frieden und in Aussicht gestellten großen Ein- ichränlungen der RüitungSautgaben biete dt« einzige Hoff- ii u»ig für eine stabile Währung, einen blühenden«nternationalen Handel und völlige Erholung von den Verwüstungen des Krieges. Argentinien und der U-Boot-Krieg. In der Mutwochsitzung de» Völkerbundrates teilte der argen- tiniiche Vertreter Pueyrredon die zwischen Argentinien und Deutschland in der U-B o o i-F r a g e gewechselten Noten mit und erklärte, daß Deutschland sein Veriprechen, die mte, nationalen VölkerrechtSregeln zu beiolgen. eingehalten habe. Die denlschen lk-Boote hätten sogar entsprechend der gegebenen Zusage die argenlirnschen Schiffe in der Sperrzone respektiert. Geuf ein Parlament. Genf, 18. November. Man gewinnt mehr und. mehr den Ein- druck eines Parlaments und nicht eines Diplomaten-KongresseS, vornehmlich wohl deshalb, weil die e n g l i s ch e und italienische Delegation sich eifrig bemühen, diesen vorteilhaften Eindruck zu er- wecken. Auch darf nicht vergessen werden, daß zahlreiche Delegierte in ihren Ländern namhafte Parlamentarier sind. Da« Rein-Parla- mentarische«ritt z. B. heute so stark hervor, daß eS anläßlich einer formellen AbstimmmigSfrage sogar zu einem scharfen Zu- sammenstoß zwischen B i v t a n i- Frankreich und dem Präss- denken Hym an»-Belgien kam. Wie in jedem Parlament tritt auch hier die große Mehrheit der Abgeoidneten nicht in die Ericheinung. Die Debatte beschränkt sich auf einige wenige Führer, das Interesse auf die Haltung der englischen, französischen und ltalienischea Delegation. Daneben beginnt man aber bereit» die Südamerikaner zu sondieren, die durch ihre Haltung manche Beschlüsse enlseteiden dürften. Wenn sich in diesem Parla- mente auch noch keine einheitlichen Parteien gebildet haben, so find doch bereit« schon jetzt zwei Srrömungen deutlich zu unterscheiden: Frankreich bremst, e« will den Völkerbund nicht über seine Anfänge herauswachsen lassen, es treibt nüchterne Realpolitik; England mir seinen HilkSdelegationen aus den Dominions, unterstützt von einigen Südamerikanern. gefällt sich in weite st gehendem Idealismus. Lausanne. Ig. November. Der.Gazette de Lausanne' wird au» Pari» geschrieben, daß man in Frankreich über die starke Vertretung England» in Gens beunruhigt sei, da» mit den Dominions 18 Vertreter und 8 Stimmen bade, während Frankreich sich mit drei Vertretern, also laut Patt mit einer Stimme begnügen müsse. E» sei komisch, daß Indien und Neusee- land z. V. doppelt so schwer in« Gewicht stete» wie Frankreich. England habe deu Völlerbund zu seiner Sache gemacht. Die Monarchenfrage in Griechenland. Athen, 17. Rovemder. Da» Kabinett setzt fich folgender- maße» zusammen: Vorsitz und Auswärtige» sowie vorübergehend Justiz R h a l l i S, Sriegsministeriu« G u n a r i», Finanzen KallvgeropuloS, Marine und vorübergehend Ernährung I»- Hanne« RhalliS, Inneres und vorläufig Verkehrswesen Ts e l d ar i S, Unterrichtsministerium und vorläufig MchcrheitSweseu Z a i« i s, WirtschastSmmiperm« und vorläufig Ackerbau M a v r»« « i ch a l i S. Athen, IS. November. Die bisher vorliegenden Ergebnisse der Wahlen bei den Fronttruppen in Kleinasien haben den Anhängern von BeniseloS einige Sitze gebracht. Diese rechnen damit, daß von den 888 Mandaten in der Kammer IVO bis IVO von ihnen besetzt werden können. Zu Ehren des Königs Konstantin finden Kundgebungen in allen Straßen statt, an denen sich auch Soldaten und Polizisten beteiligien. Die Zeitungen widmen dem König Konstantin ehrenvolle Artikel In der Stadt sieht man viele Bilder des König« Konstantin. Das„Echo de Paris' läßi sich aus Athen melden:.Die Führer der Roqalisten scheinen auf die R ü ck b e r u f u n g K ö n i g N o n- st a n> i n» auf den Thron aus Rücksicht auf die Entente ver- zi chten zu wollen. Sie sollen beschlossen hoben, dem Kronprinzen ve» Thron anzutragen. Die Royalisten bälten erklärt, sichere An« zeichen dafür zu baden, daß England und Frankreich dreier Lösung ver Frage grundsätzlich sich nicht entgegenstellen würden. Athen, 17. November. R h a l l i« ha« gestern dem Regenten de» E l d geleistet und hieraus den Rücktritt des Regenten ver- langt. Die anderen KabineliSminisier werden der Königin Olga den Eid leisten. BeniseloS ist Mittwoch nach Nizza abgereist._ Der Abtransport üer Spakohlen. Wie WTB erfährt, find«« zurzeit i« Paris mit der» i e d e r- «utmachuugökoui missio» Verhandlungen über die ander. weiteRegeluug de» Abtransport» der Rrparativn»- lieferuuge» von kohle statt. Die Direktoren L ll b s e» vom Relchskvhlensqnditat und W a l l m i ch r a t beim ReichSkom- mlssar für die Kohlenverteilung haben sich zu diesem Zweck nach Pari» begeben. Ter Anlaß der Bcrhandluugeu ist in der überaus ungünstigen TranSportlage zu suchen, die durch daS Riedrigwasser auf de« Rhein herdeigeführt ist, und welch« inzwischen auch z« erbebliche« w«»«»«a«,«l i» Ruhrgebiet ge. führt hat. fiuslanüsrunöschau. In einer neuen Note über Eupen und Malmebh, die Me Reichs» regierung an den Völkerbund gerichtet hat. wird die Zuständigkeit des VölkerbundSrateS für die Beantwonung der deutschen Protest- not« bestritten und an die Entscheidung der Völkerbunds- Versammlung appelliert. Die„Associated Preß' meldet au» Warschau, daß die Ukrainer Kiew und andere Städte geräumt hätten und sich infolge der Offensive der Polschewisten zurückzögen. In Finnland ist ein« Regierungskrise ausgebrochen anläßlich eines von den Sozialisten und den Schweden be» kämpften Ouarantänegesetzenmmrfes der Regierung, der sich gegen Sowjetrutzland richtete und mit 2 4 gegen 24 Stimmen vom Reichstag abgelehnt wurde._ Um Gberschlesiens Autonomie. Kattowitz, 18. November. In einer Versammlung der ober schlestschen Äreisleiter derVereintgtenVerbänd« Heimat treuer Oberschlesier besckäsiigte man sich u. a. mit den Veidächiipungen, die die Korfanty-Prefle in letzter Zeit über die angebliche Haltung der.Heimalireuen' in der Autonomie- frage ausgestreut hat. Mit Entrüstung wurde die polniiche Unter- stellung zurückgewiesen, daß die Heimattreuen bei der im Reick-«, geietz vorgesebenen Abstimmung über die staatliche Autonomie OberschlestenS sich als Sturmblock der Autonomiegegner mißbrauchen lassen würden. Einstimmig bekannte man sich als aufrichtige A» hänge» der Autouvmie im deutscheu ReichSverbeude. /ius öen Ausschüssen. Gegen Wocher und Schleichhandel! Der R e i ch S r a t hielt am Donnerstag eine öffentliche Sitzung ab. Der Berichterstatter bemerkte zu dem Gesetzentwurf über Lei schärfung der Sttaie gegen Schieichhandel, Preis, ret- berei und verbotene Ausfuhr lebenswichtiger Gegen. stände, daß man«m Ausschuß erst nach Ueberwmdung gewisse: Bedenken der Vorlage zugestimmt hätte, da eine gewisse Not lag« zur Einbringung vorläge. Der Gesetzen! Wurf bestimmt, daß be- Schleichhandel, vorsätzlicher Preistreiberei und bei dei verboienen Ausfuhr lebenswichtiger Gegenstände in besondert schweren Fällen auf Zuchthaus»oa I diS 15 Jahre« und auf Geldstrafe von mindesten« 20 000 M. erkannt werden kann. Die Erhöbung der Geldstrafe auf 20000 M. ist vom Ausschuß beschlossen worden. Räch dem Entwurf find al« besonder» schwere Fälle anzusehen: wenn der Täter au» Gewinn- sucht mit erheblichen Mengen von Gegenständen deS tägliche» Bedarf« Schleichhandel rreibi; wenn»r durch Preistreiberei au» Gewinnsucht die Rotlage der Bevölkerung rn besonders verwerflicher Weise ausbeute«; wenn er e» unternimmt, Vieh, Lebensmittel oder Futter- und Düngemittel in« Ausland zu verschieben, e« sei denn, daß e« sich um gennysügige Werte handelt; wenn der Täler ganz oder überwiegend von Schleichhandel S- g e s ch ä f t e n oder verbotener Ausfuhr lebenswichtiger Gegenständ, lebt. Ausländer können nach Vollstreckung der Strafe ausgewiesen werden, bei Zuchthausstrafe müssen sse auSgewieier werden. Der ReichSrat stimmte dem Gesetzentwurf nach dei- Beschlüssen de» Ausschüsse» einstimmig zu. DaS LandwirtschaftSkammergcsctz. Der verstärkte landwirtschaftliche Ausschuß der preußische» Landesversammlung beriet am Donnerstag über die grundlegende» Fragen zum LandwrrtschaitSkammergeletz. Jnsbe. ionder» wurde das Wahlrecht behandelt und die Frag«, welche Gruppen man bilden solle. Die Soziald emokraten lehnten den Regierungsentwurf, der 8 Giuppen(2 au« den In- habern landwirtschaftlicher Betriebe, eine au» den landwirtschaft- lichen Arbeitnehmern) vorsteht, ab. und verlangten »olle Gleichberechtigung der Arbeitnehmer mit den Arbeitgebern hinsichtlich der Zahl de» Vertreter. Dieser Standpunkt wurd« aber von den Vertretern der bürgerlichen Parteien abgelehnt. Der Austenhandel vor dem Aosschust. Der Hauptausschuß deS Reichstag» beriet am Donnerstag den außerordentlichen Haushalt des ReichSwirtschaftSmini» st e r i u m S. Zur Debatte stehen außer dem im letzten Bericht ver» ösfentdichten Antrag der Koalitionsparteien bezüglich der Außen- Handelsstellen, daß Veränderungen iu den AuSfuhrpreiSfestsetzungen. keinesfalls auf schon bestehende Lieferungsverträge zur Anwendung gebracht werden sollen, noch zwei weiter« Anträge, nämlich ein ZentrumSantrag. die Regierung zu ersuchen, die Bewilligung der «Sin- und Ausfuhr nicht von der Zugehörigkeit oder vom Beuritt zu privaten Wirtschaftsverbänden abhängig zu machen; dann f.i Antrag Dr. Hugo(D. Vp.) und K e i n a t h(Dem.), den Reichs- wirtschaftSminisl« zu ersuchen, dahin zu wirken, daß die Äbwick- lang von AuSsuhrßünmelgeschäftev und von Ausfuhrgeschäften nach Uabersee nicht durch Sondervorschriften der fachlichen Außen- Handelsstellen über Fakturieoung«n mtSlSrtdischer Währung beetu» tröchligt werde. Der Referent Dr. Rießer(D. Vp.) rüat die hohe Zahl vor st» ReichSkommiffariat für Ein- und Ausfuhrbewilligung angestellten Beamten, die 600 übersteige. ES wäre zu erwägen, ob mcht eine Unterkommission prüfen solle, od diese Zahl wirklich notwendig sei. Abg. Dr. Herz(U S>, recht») möchte nicht nur die hohe Anzahl der Beamten in dem betreffenden Reichstommissariat bemängeln, fem- der» auch deren eigenartige Auswahl, die offensichtlich den Adel oder frühere Offiziere bevorzugt habe. Abg. Keiaath (Demokrat) wandte sich gegen die erneut auftretende Erscheinung, daß Lieferungsverträge nach dem Ausland ttjegen der Valutaverschiebung gebrochen werden. Die amtliche Ausfuhr- kontrolle dürfe keinesfalls diese« Vorgehen unterstützen. Di« Außen- Handelskontrolle fei noch nicht überall den bestehenden Bestimmungen inmäß durchgeführt, wonach Ausschüsse von Industrie, Handel und Verbrauchern zur Feststellung der Richtlinien der Kontrolle gebildet werden sollen. DieS ermögliche Ausartungen der Außenhandels« kontrolle, die nicht geduldet werden können. Redner führt ein Bei- spiel an. wo die Außenhandelskontrolle für ausgesprochen privat- wirtschaftliche Interessen gegen die anderen deutschen Interessen mißbraucht wurde. Die Beschlagnahmevorschristen werden zum Teil zu sehr nach dem Wortlaut und nicht nach dem Sinn der Be, stimmungen angewandt. Die hoben deutschen Paßgebühren seien ein Hindernis für den Außenhandel und rufen Repressalien des Auslandes hervor. » Der Hl>npta«Ssch»ß de» Reichstags bewilligt» am DienSlog den außerordentlichen Eist de» ReickSWirtichaftSministe- rtum« mit AuSnabme einer Position von 20 Millionen Mark über Papierholzverbilligungen kür die Presse; über diese» Posten soll am Freitag beraten werden. Eine Beschwerde der bayerischen U S.P.-Fraktlo«. In der oestrtgen LanManssttzuna wurde«tue von der Frakuon der U.S.B. eingereicht« ichristli-be Be'chwerde gegen den LandtoaSpräsidenten Königsbauer verlesen, welche d>e Entscheidung de« Haute» darüber anruft, ob da« Verhalten de» Präfidenten gegenüber den Mitgliedern der U.S.P.-Fraktion den Grundsätzen einer obje k- tiven GeschästSführung entspricht. Dem Präsidenten wird parteipolitisches Verhalten vorgeworfen. Da« Hau« beschloß, zu Beginn der heutigen Sitzung«ine Aussprache über dies« Be'chwcrde berbei zuführen. Gewerkschaftsbewegung Um die ftelgewerkschastliche Setrlebsrätezentrale. Der durch VesdiluK der GewerkschaftSkommifsion am lv. Ro- dember vollzogene Bruch mit der Rätezentrale in der Münzstratze verlohnt einen kurzen Rückblick. Der Kampf um die Betriebsräte wurde im �rgbjahr von den damals noch verkappten Kommunisten nit der Parole:.Schaltet überall die Scheinsozialiiten auS und wählt nur revolutionäre Be� triebSräte!* eingeleitet. Der Erfolg war: die S.P.D. stellte ein Drittel aller gewählten Betriebsräte. In der Gruppe Metall- industrie allein wurden 1250 S.P.D.-Betriebsräte gewählt. In der ersten, überfüllten BetriebSräteveriammlung am 27. April im.Deutschen Hof" beichlosten die S.P.D.-Betriebsräte:.Die Betriebsräte finden ihren Rückhalt in den Ge- werksaften, nach wie vor den Kampf zwischen Arbeit und Kapital auszutragen haben." Die Zentrale in. der Münzstraste(K.P D. und H.S.P.l dagegen erklärte in ihren Richtlinien: Solange die politischen Arbeiter- räte noch nicht in Funktion getreten sind, über« nehmen die Betriebsräte die Durchführung aller grasten p o l it i s ch e n A k t i o n e n, die über den engen Partei- und G e w e r k f ch a f t s r a h m e n hin« ausgehen. Trotz dieser beiden wie Feuer und Wasser stch gegenüber- stehenden grundsätzlichen Auffassungen wurden unsere Genosten von der Zentrale in der Münzstraste zu Verhandlungen eingeladen. Die Münzstrahe wünschte den Ausbau einer selbständigen Zentrale unter Ausschaltung der Gewerkschaften in Gemein- sSaft mit uns vorzunehmen. Uniere Vertreter weigerten stch, ohne die Gewerkschaften überhaupt zu verhandeln Nach langem Hin und Her wurde dann die GewerkschaktSkommisfion zuge- lasten. Die Afa blieb ausgeschaltet. Es folgten monote« lange Verhandlungen, bei denen sich der Streit ausichliestlich um die Zulassung der llnorganisterten und Gelben drehte. Bei diesen Verhandlungen war es R u s ch, der unfern Vertretern zuredete, doch als gute Diplomaten mehr Zugeständniste zu machen, „denn das sind doch alles nurScheinkonzessionen, die wir der Münzstraste machen, wenn es dann zum Bruch kommt, an dem ich nicht zweifle, müssen wir den Masten gegenüber zeigen, dast wir bis zum Sustersten gegangen sind. Gewerkschaftskommission und Zentrale Münzstraste einigten sich schlicstlich auf die Formel' der.freigewerkschaftlichen Schulung". Als die S.P.D.-Vertreter eine klipp und klare Desinierung dieses verschwommenen Begriffes verlangten, erklärten dfx Vertreter der Zentrale Münzstraste:.Ein Jahr„freigewerkichaftliche Schulung" bedeutet. dast die Betriebsräte, wenn auch vor zehn Jahren, einmal ein Jahr organisiert gewesen sein müsten. Die Gewerkschaftskommission glaubte damals, um des lieben Friedens willen die Pille schlucken zu müsten. Am 20. Juli beschlosten in den Germaniasälen die S.P.D.-Be- triebSräte:.Die Versammelten lehnen einen Aufbau der Betriebsräte, der die gleichberechtigte Ein- o r d n ung lln o r ga nisier ter, Gelber und aller die freien Gewerkschaften bekämpfenden Elemente vorsieht, ab." Die zustande gekommene Rumpfzentrale der K.P.D.- und N.S.P.- Arbeiterräte lohne Angestelltenräte) begrüstte die„Freiheit" in ibrer Nr. 300 vom 24. Juli:.Eine langwierige Bewegung ist zum Abschlust gelangt. Wir begrüstendie Verständigung, und w ü n- schcn den Betriebsräten Erfolg im rüstigen Wirken." Das war damals, weiter unten werden wir sehen, was die„Freiheit" heute schreibt. Der von dem Ä.D.G.B. einberufene, in den ersten Tagen d?S Oktober tagende BetriebSrätekongreh beschlost mit überwältigen- der Mehrheit:.Die Betriebsräte sind innerhalb des Rah« mens der Gewerkschaften organisch zusammenzufasten." Die in den darauf folgenden Wochen erfolgende leidenschast- liche Auseinandersetzung in den Reihen der Unabhängigen liest die Frage des ZusammenstblusteS der Betriebsräte etwas in den Hinter- orund treten. In der Sitzung am 15. November nahm dann nach einem Referat U r i ch die GewerkschaitSkommission mit 94 gegen 30 Stimmen die bereits veröffentlichte Entschliestung an. Damit war der Bruch mit der Betriebsrätezentrale, die Entfernung einer„Keim- zellc" auS dem Körper der Berliner Arbeiterbewegung geschehen. Die„Freiheit" schreibt jetzt in ihrer Dienstag-AbendouSgabe: „Wir begrüsten dieseLöfung. die längst notwendig gewesen wäre. Die Betriebsrätezentrale in der Münzstraste bat in der ganzen Zeit ihres Bestehens nicht die mindeste positive Arbeit für die Rätebewegung geleistet... Nun must dem gestern erfolgten Schritt so schnell wie möglich der zweite folgen, der be- stehen wird im sofortigen Aufbau einer freigewerkschaftlichen Be- triebsrätezentrale und im Ucbergang zu rastloser Arbeit. Viel Versäumtes ist in Berlin nachzuholen. Di« völlig ver- rottete Beweaung ist auf das richtige Gleis zu schieben und in Ordnung zu bringen. Ein frucht- bares Feld liegt offen vor der Berliner Gewerkschaftskommission und vor der Gesamtarbeiierschast des WrrtschaftSbezirks Berlin. Ans Werl!" Jawohl, ans Werk. Blast eine bescheidene Frage: wieviel weniaer Verwirrung wäre in den Reihen der Arbeiter'chast angerichtet. wenn die„Freiheit" schon früher eine sa vernünftige und klare Haltung eingenommen bätie. Ein wenig Schuld an dieser „verrotteten Bewegung" must sich die.Freiheit" schon auf ihr Konto setzen lasten. liniere Genosten können mit Genuntmina feststellen, nicht erst seit beute und gester», sondern schon seit Jahren kür diese selbst- verständliche Entwicklung der Gewerkichaktsbewegung gekämpft zu haben._ Orbekter und �noefteüte Hro�-Terlmsl Uobor zwei Wachen streiken die Annestellten des Grosi- ' Derlsner Texfisaroffhandels. Nene Nerbgndlnngen über Lohn- , sorderiingen sollen nach Merniina der Nnternehmer erst dann i stattfinden, wenn die Angestellten bedingungslos den Streik abgebrochen tind die Arbeit wieder anfgenommen baben. Eine nngehenerlsche. Provozierende Zumutung! Nur die Solidarität aller Arbeitnehmer lsirosi-BerlinS kann hier helfen. Wir werden setzt von uns aus versuchen. Verhandlnnaen im ReichSarbeltSministerhim zu erreichen. Sollte auch diese? den j Standpunkt der Unternehmer teilen, müssen weitere energische Maffnabmen getroffen werden. Arbeiter und Angestellte! Haltet Euch zur Unterstützung bereit! Kewerkschaftskommfifion Berlin? und der Umgegend. Im Auftrage: Sabatb. Afa. OrtSkartell Kroff- Berlin. Flatan. LiebeSkind. Reinsberg. Eisenbabnerforderungen. In der Generglverffgimnlrmg der Ortsgruppe Grotz-Berlin des Deutschen ErsenbabnerverchandeK anlangte eine Resolution zur An- nähme, m der der Vorwurf— die Faulheit, d i e hohen Löhne und Gehälter der Eisenbahner seien schuld cm dem De- fisit der EiseNbechn— mit Entrüstung«lrück-mwiesen wird. Die tatsächlich schwierig? Lage, in welcher sich das Reich befindet, wird nicht verkannt, aber betont, daß die Eisenbahner trotz ihrer eigenen tnostloscn wirtsch/tlichen Lage stets bereit waren, das Reich vor schweren Erschütterungen zu bewahrem.„Die Gene rahversonmnlung bedauert inn so mehr, daß die Regierung den setzigen w a b n- sinnigen Preissteigerungen nicht Einhalt gebietet. Dar bis dabin die Lage der Eisenbahner trostlos, so tratß diese grenzenlose Verteuerung der Lebensmittel zur Katastrophe rühren. Die Allgemeinheit bat das Recht, einen sicheren, zuverl ä-ssi- gen Perkehr zu verlangen, dieser kann aber mir von einein einigermaßen sorgenlosen Personal gesiellt werden. Die Generalversammlung fordert deshalb von ibrem Haupivorstand. daß et unverzüglich bei der Regierung vorstellig wird, zwecks einer sofort auszuzahlenden Wirtschaftsbeihilfo." Die Eisenbahner erWorten bestimmt die Unterstützung der Volksvertretung und der gesamten Oeffentlichkcit in dieser für sie so wichtigen Angelegenheit._ Zum Streik im Textilqrosthandel- Gestern versammelten fiib die Streikenden und nahmen nach der Berichterstathjng über die Lage folgende Resolution ein- stimmig an: Die heutige Vollversammlung der Streikenden'im Berliner Teptilgrotzbandel erklärt, daß ein Abbruch des Streiks nicht eher in Frage kommt, als die Angestellten nickt die Sickerheit haben, daß auck den L e d i a e n diejenigen Zilgettändnisse gemacht werden, die ihnen eine Existenz ermöalicken. Die Angestellten find jederzeit zu Verhandlnnqen bereit, können sick aber auf bloße Verlprecknnaen nicht eiulasien. zumal sie in früheren Lohnbewegungen hiermit schleckte Erwbrungen gemacht haben. Die Anqestellten. einmal zum Kampf gezwungen, find entschloffen, auS- zuHarren, bis ihre Ziele erreicht sind. Zur Lohnbewegung im Wäscheverleihgewerbe. Nach langwierigen Verhandlungen ist es endlich gelungen, mit der Mehrzahl der Berliner Wä'chederleiber einen Tarif zu verein- baren. Die Verhandlungen zogen sich deshalb in die Länge, weil. entgegen früheren Gepflogenheiten, der Verband Groß-Berliner Wäscheverleibgeschöste auf Veranlagung der kleinen und mittleren Firmen fich weigerte, mit dem Deutschen Transportarbeiterverband den Tarif abzuschließen. Es mußten infolqedeffen mit den einzelnen Firmen HauStorife abqeschlofien werden. Der Lohn beträgt: Für ältere Fahrer 275 M. und 300 M., bei Neu- einstellungen 235 M. Folqende Firmen haben den Tarif nicht an- erkannt: Helene Beoer, Petersburger Str. 85. Karl Bollensdorf, Georgeiikirchsir. 30s, Adolf Brandt, Alexnnderplatz 2. Wäsche Fließ, Klopftocksir. 4, C. Hartseil. Fürsieusir. 20, A. Katz, Kl. Frankiurter Str., G. Kneidinger. Blumenstr. 32, G. Kollmeyer, Romintener Str. 33, F. Franke. KI. Alerandersir, Anker, Jnh. Krause. Lichten- berger Str. 3. P. Domke. Räsienburaer Str. 18, Maß, Ällensteiner Str. 25, R. Nikiich, Paliiadensir. 25, Ed. Palm, Am Friedrichshain 10, H. Poiener, Stallickreibersir. 29, Alex Sckablin, Strausberger Str. 36. Ernst Weigert, Bkücherstr. 34, Julius Melbach, Neukölln, Glasow- strahe 44/45. Wir ersuchen die Betriebsräte. Obleute und Vertrauensleute, darauf zu achten, daß in ihren Betrieben nur Wäsche v»n den Firmen bezogen wird, die die Forderungen der Fahrer anerkannt haben. Besonders bitten wir, auf die Firma Reichelt vorm. Friedr. Müller, Paliiadensir. 14, zu achten; dieselbe duldet keine organi- sierten Fahrer im Beirieb. Betriebsräte und Obleute! Unterstützt uns in unserem Kampf um besiere Lohn- und Arbeitsbedingungen. Lohnbewegung im Chemischen Großhandel. In Verstandlungen mit dem Avheitgobervertxmcd wurden recht müßige Zugestünduisse. bis zu 15 Proz., gemacht. Den Jugendlichen will man auS fitBSchen Gründen überhaupt nichts gewähren. In einer Versammlung der im Ehsmischen, Mineralöl- und Verbandswffgroßharrdel beschäftigt«! Angestellten wurde das Angebot— da viel zu niedrig— gegen 2 Stimmen abgelehnt. Weiter wurde beschloffen, um die Bewegung möglichst im friedlicher We.se zu beenden, zunächst den Schlich- t u n g s a u s s ch n ß Groß-Berlin anzurufen. An den Arbeitgebern wird es liegen, ob dieser Wunsch verwirklicht werden kann. Die Angestellten werden ersucht, sich bis dahin in Geduld zu svffen. Achtung, Bauarbeiter? De Funktionäre des Deutschen Bau- arbntervcrbandes, Bezirksverein Berlin, haben beschlossen, den Arbeitslosen eine WeibnachtSunterstützung zu gewähren. Zu diesem Zweck wird eine Sammlung unter den arbeitenden Mitgliedern vorgenommen. Sammellisten sowie ent- sprechende Marken zum Preist vor 3 M. sind bereits an die De iriebwblsnte zur Ausgabe gelangt Mitglieder, die vereinzelt au? Arbeitsstellen beschäftigt sind können diesbezügliche Unterstützunys- marken beim Vercirskassicrer. Kollegen Wartenberg, Engelufer 15 Zimmer 55 sowie beim Bezirks- bzw. Hauskassierer erhalten. E? wird erwartet, daß jedes arbeitende Verbaudsmitglied zur Unter stützung der Arbeitslosen be steuert. Deutscher Bauarbeiterverband, Verein Berlin. Deutscher Bnchbinderverkinnv. Die in Buchdruckereien bctchcifti!,!- Kollcgcn'chast nimmt beut- nochmtitaa 3 llbr St-lluva zu den nochmalig!" Verbandln-'a-n mit den Untmcebmern wegen der ae'ardettcn Lobnznlaae (S.„Vorwärts" Nr. 565.> Wegen Saalkaiamität tonnte eine andere Zelt nrcht aewäblt werden ES wird affo ersucht, pünktlich zur angegebenen Zev sich vollcäbliq einzufinden. Zentralverband der Angestellten. Lotterie Mtallederversamm- lnna t?. November, abends 7',', NSr. Restaurant St. Hubertus. Brüder- firabe 1S'I8.— Schausensterdekorateue Mitali-derverlammluna am 19. Na- vember, abends T!, Ustr, Rostntbaler Hol. Nostntbaler Sir. 11/12.— Ssi« kleidurms- und Textilindultrie und atroßbandel Fachgrupvennertammsuna 19. November, nachm 51/, llbr. UulUersnle. KatlerzWilbelm-Ttraste 3t.— Maschinen- und Werkzeuasabritation. Estenqicnerci-n und Eiienkonltruktions- betriebe Mitgliederversammlung 19. November, abends 7 llbr. Rolentbast- Hof. Roi'entbaler Str. 1102.— Ebembche llndusirle und Krostbandel Mit aliederv-riammluna 19. November, abend' 7st, Nbr. Neue Vbi'barmoni-, Cöpenicker Str. 96197.— Nabrnnas- und Eenusimittelindusirie und Hanb-I Mitqliederver! rmmlung 19. November, abends 3 Uhr, Grünauer Garten. Glünaner Str. 14. Allgemeiner Verband der Deutschen Bankangestellten Heute abend T/, Ubr im Lcbrerverctnsbaus. Alerandersir. 41. aroße öffeniliche Veisammltma: Stellungnabme gegen das Angebot der Bnnkleitungen zu den in der Bötzow-Braucrei am 13. cr. gestellten Forderungen. parteinachrlchten. Gegen de» SozialisierungSschwiudel. Die Sozialdemokratische Partei des Niederrhein?, so erklärt unstr Elberfelder Parteiorgan, kann indem Borschlag der Essener BerständigungSkommitsion nur eine plnmveFälichung der Sozialifierungsidee und eine Stärkung des PrivotkapitaliSmuS sehen. Sie lehnt die Kapital- und Gewinnbeteiligung der Arbeiter durch die„kleine Aktie" ab, weil sie in dieser Einrichtung kein Mittel zur Lösung der sozialen Frage erblicken kann. Sie fordert die Voll sozialisierung und verlangt von der Reichsregierung sofortige gesetzgebe- rische Maßnahmen, damit die Kohle nicht gesondert Gegen- stand der Sozialisieningsbestrebungen bleibt, sondern auch die ge- mischtwirtschaftlicken Betriebe, z. B. die sich jetzt bildenden JndlisirietrustlS, wie Trusts in der Kohlen-,' Eilen- und�ElektrizitätS- industrie usw. von der Sozialisierung erfaßt werden können. Vorträge, vereine und Versammlungen. Reichsbund der Kriegsbeschädigte». Bezirk Zentrum- Montag. den 22, Mitgliederversammlung im Lokal Elilabelhstr. 89.— Verband sozialistischer Lehrer. Sonnabend, abends 7 Nhr, lm RatbauS (Zimmer 109) Arbeitssitzung aus Theorie und Prarsis der Arbeitsschule. ElternbeirSte herzlichst eingeladen.— Die Arbeiter-Samariter-Adtci- lung RowaweS(Mitgl. d. Arb.-Sam.-BundeS) beginnt am Montag, den 22. d.. MS., in der Gememdeschule 4, Lcharnhorstftraße, um'1,8 Nbr abends ihren neuen LebrkuriuS. Arbeiterinnen und Arbeiter, die gewillt sind, an dieiem Kurius für erste HUse teilzunehmen, werden gebeten, fich beim Ge- nassen Brünner, Turnstr. 31, zu melden. verantw. für den redakt. Teil: Dr. Werner Veiser, Charlotten dura: für viueige«: T>. Glocke, Berlin. Verlag: Vorwärcs-Verlag S>. m. b. H., Berlin. Druck: Vor- ivärts-Buchdruckerei u. VerwgsanNalt Va»I Singer». Co., Berlin. Lcndenstr. 3. Hterz» 1 Vellage. tienersI-Verlreler tür Groß-Berlin und Brandenburg; £rnst Moritr, CiharlottcnUnrg, Kaiaordamm 114. 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