Nr. 575 ♦ 37. �ahrgatla Ausgabe B Nr. 150 Bezugspreis: 5•tteliS&rl.SO,— 9RI fre; mg öou», ooroug oljlbai. Post- Cr>u9 üRonatliif 10.— Mi. rrtLRn- lieilungssivlliir. Unter Jlteusbani) für DeMlchlanb jnfi Cefterrtidi 16/0 M!. für bog übrgt Ausiond sei täglich e'nntal. zuilelluno 21.60 l!?. P�stie- stellungen nedmen an Oesterreich. Unzarr, Tschecho-EIowoiei, Däne- marl. Oollanä..»temourg. Schweden und»ie Sldwelig— Eingetragen in die Vast-' ei tnngg-Pre,»liste. Der.Bormarl»' mit der Sonntag» beilaze.Boll u. steif erscheint mociien- iäglich zweimal Sonniagg und Mo» tag»»nmal. Telegramm-Adreste: .SajUtldoinotTal Bettler" Abend Ansgake Oerlinev Volksblntt (20r»ksnnig) Anzeigenpreis: Die ächtgeigaltene NonvareillezeUt kosteiZ.— M.,TetierunggzuichiogSO«/e- »Alein« Anzeigen", das tett- gedruckte Won U— M.(julalftg zwei fettgednidte Worte), icbee weitere Won 60 Big. Stellengesuche und Schlafstellenanzetgen da» erste Won 66 Big, lebe« weitere Won 10 Pfg. Worte ltder 16 Buchstaden zädlen fiit wei Worte. Teueninagzuschiag 60°/» vamilien-Anzeigen Mr Adonnenten Zeile 2.— M. politische und ge- weNichastliche Perein»» Anzeige« Ml. die stelle ohne Aufschlag. Anzeigen tiir die nächste Nummer Hülsten die 6 Ahr nach mittag» an Kauptgeschäfi. Berlin SW i Emden- straße 3, abgegeben werden. Seiistnei oon 9 Uhr früh die 6 Uhr abend«. Zentralorgan der rozialdemokratifcbcn parte» Deutfcblands Neüaktiou und Expedition: SW. 68, Lindenstr. 3. »erntpreetier: Amt Mortnvlan. Nx. i»0— ISI P7. Die GMiersmoröe in Dublin. London. 23. November. sHollandsch N'euwSbureau.) Free- manS Journal teilt mit, daß Dublin seit Sonntag abend von Militär umzingelt ijl. Zwei Männer stnd erschossen worden. Biele Berhaftunge« wurden vorgenommen. Militärautos durchkreuzen die Straßen, eS wird unaufhörlich geschossen. London, 23. Novomber. Reuters Bureau berichtet: Di« B e r- schwörung, der in Dublin zahlreiche Osfiziore zum Opfer fielen, war schon seit einiger Zeit ins Werk gesetzt. In mehreren Fällen wurden die Frauen der Offiziere auS den Betten gezogen und ihre Diänner vor ihren Augen ermordet. An den Erschießungen der Offizier« nahmen Hundert« von Männern teil. Bei einem Hause kamen 40 Männer auf Fahrrädern an und ermordeten einen unbewaffneten Offizier. Di« Behörden sind der A-nfichl, daß viele der Mörder auS den Landbezirken kamen unter dem Voc- wonfce der Tnlnahm« an dem großen Fußballwettstreit, der gestern große Menschenmengen nach Dublin zog. In amtlichen Kreisen ist man der Ansicht, daß der Beweggrund zu dem Mord nicht der Wunsch war, Heeresoffiziere zu röten, son- dern die Justizmaschinerie in Jrlano zu schädigen. Dies geht daraus hervor, daß fast alle getöteten Offiziere und Zivilisten mit dem Kriegsgericht bzw. dar Rechtsprechung zu tun hatten, und ouS der Tatsache, daß ihre Wohnungen von den Mördern nach Dokumenten durchsucht wurden. Ein? der Hauptziel« der Mörder war anscheinend, die Sinnfeinextremisten vor der Verhaftung zu schützen. Einige Sinnfeiner waren schon verhaftet worden, eine Anzahl weiterer Verhaftungen skuid bevor. Die durch die Morde erbktitert« Dubliner Garnison wurde zur Vermeidung von WiedorvergeltungSmaßnahmen, gegen die von feiten der Militärbehörden die schärfsten Anordnungen ge- troffen werden, in der vergangenen Nacht in den Kasernen zurück- gehalton..Times* meldet, daß da? Militär kurz vor Mitternacht liedhafte Tätigkeit entwickelt«, wobei Schüsse fielen und mehrere Per- fönen getötet wurden. Der Verkehr aus der Straße nach 10 Uhr abends ist verboten. In Tork wurden zwei Polizisten entführt. Die Ermordung der britischen Offiziere in Dublin bat in ganz England große Empörung hervorgerufen. Erregung im Unterhaus. London, 23. November. Da« Unterhaus»ah« gestern unter tiefste« Stillschweigen eine Erklärung deS NuterftaatSsekre. tärS für Irland Greenwood über die Ermordung von Ossi- zieren in Dublin entgegen. Nach Berlefung de« Berichtes ettlsta ib eine Auseinandersetzung zwischen dem Nationalisten D e v l i u und de« Unionisten M» l t» n, die derart aneinander gerieten, daß die Sitzung aufgehoben werden muhte. Nach Wiederaufnahme der Verhandlungen erklärte Llohd George, daß die Regierung fest entschlossen sei, d«r Berschwlrnng und den Mordtaten ei« Ende zu bereiten. Molton erhob sich daraus wieder, um eine Frage z» stellen. Die übrigen Deputierten wollten ihn am Spreche» hindern, wodurch ein neuer Tumult entstand, der nochmals z» einer llnterbrechtmg der Sitzung führt«. Llohd George erklärte, es gelinge de» irischen Behörde« nach und nach, der Verschwörung Herr zu werde». Wen« sich jedoch die augenblicklichen Bollmachte« als«ngenügend»rwiefra, so werde die Regierung nicht zögern, vom Parlament die Boll» machten, die notwendig sind, zu fordern. Die Haltung der Arbeiterpartei. Amsterdam, 23. November. Der„Teleyraaf meldet aus London, daß die englische Arbeiterpartei im Hinblick auf die Mordtaten in Dublin von ihrem Plan, eine Unter- suchungSkommission noch Irland zu senden, abgesehen hat. In einer öffentlichen Erklärung verurteilt die Partei aufs schärfite die Morde in Dublin und fordert, daß die S i n n f e i n e r- Führer die Erklärung abgeben, daß sie mit diesem Verbrechen nichts zu tun haben, daß aber auch die britische Regierung weitere Vevgeltungsmaßregeln verhindere. Beide Parteien werden zu einem Waffenstillstand aufgefordert, um die irische Frage zu lösen. �ppletons Nachfolger. Amsterdam ,23. November. Die„Times" meldet aus Loa- don, daß der Internationale GewerkschaflSbund zum Nachfolger von Appleton, der gestern zurückgetreten ist, den bekannten englischen Eisenbahncrführer Thomas zum Borsivenden des Internationale« Gewerkschaftsbundcs wählte. Am Kongreß nahmen teil: 10 englische, 12 französische, 12 deutsche, 10 belgische, 6 holländische, S italienische, 5 norwegische, 4 schwedische, 4 dänische, 4 tschccho-slowakische, 2 luxemburgische 2 spanische, 1 schweizerischer und ein kanndislher Delegierter. I o u h a u x wird über die Währungsfrage, Mertens über die Verteilung der Rohstoffe, Oudegeest über die Sozialisierung und F i m m e u über die internationale Lage und die Stellung des Internationalen GewerkschaftSbundcs sprechen. Eine« Reutermeldung zufolge forderte Thomas in einer Rebe, daß der Kongreß versuchen möge, eine gerechte 8er- Teilung der Rohstoffe und eine Stabiltsieruug der Währungen sicherzustellen. . Thomas ermahnte de» Kongreß in seiner Eröffnungsrede, mit allem Nachdruck für eine gerecht« Verteilung der Rohstoffe und Stabilisierung der Wechselkurse einzutreten. die Ausschreitungen in öologna. Bologna, 23. November.(Stefan!). Zu den gestern gemeldeten Zwischenfällen werden noch folgende Einzelheiten bekannt: Nach, dem die Sozialisten auf dem schiefen Asittellt-Turm eine rote Fahne gehißt halten, zogen ibre Gegner zum Rathaus, wo der in seiner Mehrheit sozialistische Gemeinderat zum ersten Male zusammengetreten war. Sie wurden aber dort von polizeilichen Absperrungen aufgebalten. In der Nähe der Piazza del Netruno eiöffiteten die Sozialisten das Feuer gegen eine Kruppe ihrer Gegner. Gleichzeitig wurden von den Balkons und Fenstern de« RatbauseS, wo sich Sozialisten befanden, Bomben geschleudert und Swüsie abgefeuert. Im Sitzungs- s a a l e selbst wurde auf die der Minderheit angehörenden Siadt- verordneten geichosien, von denen einer getötet und einer verletzt wurde. Im ganzen find a ch t Personen getötet und un- gefähr 70 verwundet worden. Mehrere Personen wurden verhaltet und bei einer Durchsuchung de? Rathauses Waffen und Bomben beschlagnahmt. Eine gerichtliche Untersuchung ist einge« leitet. Tie Ordnung ist wieder vollkommen bergestellt.(Diese Stekani-Meldung stammt ersichtlich aus einer Quelle, die den Rat- hauSstürmern sehr nahe steht. Ihre Glaubwürdigkeit ist deS- balb nur beschränkt. Red. d..Borw.*) Granting H0 Jahre. Der Führer der schwedischen Sozialdemokratie. Genosse jalmar Branttng, vollendet heute, Dienstag, seinen i. Geburtstag. Mit dem schwedischen Proletariat bringt auch die deutsche Sozialdemokratie Branting herzliche Wünsche fitr noch viele Jahre dar. „Stockholms Dagblad" erfährt, daß in der schwedischen Arbeiterschaft bereits eine halbe Million Kronen gesammelt sei, deren Ucberreichung dem Führer seine außer- ordentliche Wertschätzung im Proletariat beweisen soll. „V!ve la France!" Deutschland befindet sich in einer schweren ErnährüngS- krise. Die Regierungen und private Gesellschaften versuchen das Tusland für unsere Not zu interessieren und dessen Hilfeleistung zu sichern. Die Quäker und andere Menschenfreunde sorgen so gut es eben geht dafür, daß wenigstens die schlimmste Not vor allem der Kinder gemildert wird. Währenddessen gibt«S immer noch Deutsche, die sich wenig um den Hunger ihrer Mitmenschen kümmern, wenn eS ihnen.rur gut geht. Dazu gehört leider in erster Linie ein großer Teil der Agrarier und unter diesem wieder gibt es sogar solche Leute, die selbst nicht davor zurückschrecken, ihr Vaterland zu verraten, wenn es gilt, persönlichen Borteil zu erringen. Dafür ein Beispiel aus Baden: Die Gemeinde Urloffen im Kreise Offenburg hat von bS0 Dop. pelzentner abzulieferndem Brotgetreide bisher nur Ibv Doppelzent- ner abgeliefert. Der Rest sollte zwangsweise eingetrieben werden. Was tun die tveudeutschen Bauern? Sie empfangen die mit der Zwangsenteignung beauftragten Sicherheitspolizisten mit dem Rufe: „Vive la France!" und bringen es fertig, den französischen Kommandeur deö Brückenkopfes Kehl um m i l i t ä- r i s ch e Hilfe gegen die Zwangsenteignung anzurufen. Diesem Wunsche wurde allerdings mcht entsprochen und die Sicher- Hütspolizei konnte unter Zuhilfenahme der blanken Waffe untz�des Gummiknüppels ihre Aufgabe durchführen. Dabei wurde Brot- getreid« in Abort- und Dunggruben versteckt vorgefunden I", Bon der Regierung ist zu erwarten, daß fte»gen diese Landesund Hochverräter mit aller Schärfe vorgeht und sie nicht, wie badifche Zentrumsblätter«S tun, in Schutz nimmt. Rückgabe deutschen Eigentums aus England und Frankreich. Laut Vereinbarung mit der englischen und französischen Regierung werden Gepäckstücke. Gegenstände von geringem Wert, persönliche Effekten usw. den deutschen Eigentümern zurückgegeben. Sammelstellen in London und Pavis sind errichtet worden. Die englische und französische Regierung geben zeitweise Listen mit Namensnennung der Besitzer heraus, an welche diese Ge- päckstücke zurückgegeben werden sollen. Sämtliche Deutschen, welche früher in England und Frankreich gelebt haben, sollen darum Namen, gegenwärtige Adresse und früheren Aufenthaltsort im Auslände dem Bund der Auslandsdeutschen E. B.. Berltn W. 10, Rauchstr. 28, angeben. vorwärts-verlag H.m. d.h., SW. 68, Lindenstr.S. Feruwrecher: Amt Mortvvla«, Nr. 117 53—54. die Schiebermonarchie. Wenn man gestern im Reichstag erlebt hat, wie juristische Professoren, die doch einen wissenschaftlichen Ruf zu verlieren haben, sich bedenkenlos zu Advokaten einer gefür steten Schieberklique hergaben, wie angeb- liche Männer der Wissenschaft unter dem deckenden Schutz der Immunität mit dem Geschütz schwerster Verbalinjurien gegen den„Vorwärts" ankämpften, weil dieser ge- wagt hat, im den Sumpf des monarchistischen Geldgeschäfts hineinzuleuchten, dann wird man über den Ton, den heute die ganz gewöhnliche alldeutsche Journaille an- stimmt, nicht im mindesten erstaunt sein. Die ganze all- deutsche Presse stellt am Morgen des heutigen Dienstag nichts weiter dar als eine festgefügte Phalanx zur b e s i n n u n g s- losen Deckung alles, was auch den Hohenzollern zur Last gelegt werden möge, eine Phalanx, starrend von den Spießen des Schmähwortes und der Lüge, fest entschlossen, auch nicht das kleinste Körnchen Wahrheit in die von ihr umgebene Schar der Leser durch- zulassen. Wir gestehen den Herren von der Rechtspresse zu, daß es überaus leicht ist, von entlarvten Verleumdern, Hereinfall der Sozialdemokratie usw. zu sprechen, wenn man die Konsequenz der UnWahrhaftigkeit besitzt, alles Unbequeme aus den Berichten wegzulassen, über die entschei- dende Erklärung des Reichsfinanzministers Dr. Wirth hin wegzugleiten und, wie es z. B. die„Deutsche Tageszeitung" tut, die Rede Scheidemanns mit ein paar Zeilen abzutun, die Dr. Breitscheids sogar von A bis Z zu unterschlagen. Nur mit einem alldeutschen Blatt, dem„Lokal-Anzeiger". können wir uns halbwegs einverstanden erklären, das seinen Bericht„Schmachszenen im Reichstag" überschreibt. So hätten wir auch überschrieben, wenn gestern allein die Vertreter der deutschen„vorurteilsfreien und objektiven" Wissenschaft, die Herren Professoren Kahl und D ü- r i n g e r zu Wort. gekommen wären. Wir müssen gestehen, daß mit solchen Vertretern geschmückt, die deutsche Wissen- schaft bald ihr internationales Ansehen einbüßen wird. Wenn gestern die Vertreter der Rechten sich besonders am „Vorwärts" reiben zu können glaubten, so erklären wir, daß wir dem angekündigten gerichtlichen Verfahren mit heiterer Ruhe entgegensehen. Es wird sich zeigen, daß die Beziehungen der Hohenzollernsprossen, insbesondere der kronprinzlichen Familie zum Hause Grußer weit intimer waren, als es selbst von ihren Verteidigern zugestanden werden mußte, und daß die objektiven wissenschaftlichen Herren Professoren mit einer kaum zu überbietenden Leichtfertigkeit die Ent- schuldigungen der Angeschuldigten einfach für bore Münze genommen haben. Von einem Lehrer des Straf- rechts und des Strafprozesses, wie Professor Kahl, hätte man allerdings annehmen sollen, daß cr weiß, wie Aussagen des Angeklagten strafprozessual zu werten sind. Aber dieser Herr Professor des Rechts, der„mit Rücksicht auf das Ausland" eine parlamentarische Aufklärung über geschehenes Unrecht verwirft(freilich nur, wenn es sich um Unrecht der Hohenzollern handelt), hat sich ja noch zum besonderen Vertreter der„ethisch-nationalen Weltanschauung" aufgeworfen und auf die Vergangenheit der Hohenzollern hingewiesen. Gerade da wäre es für einen wirklichen Vertreter des Rechts einmal sehr lohnend gewesen, die ethische Sonde anzulegen. Weiß Herr Professor Kahl, was in der letzten Woche im Rechtsausschuß der P r e u ß i.s chen Landesversammlung verhandelt worden ist? Deckt er auch die Art, wie sich die Hohenzollern durch ihre Regierungstätigkeit ein Vermögen von vielen hundert Millionen errafft haben, mit detti Mantel seiner weitherzigen„nationalen Ethik"?! Die Verhandlungen des Rechtsausschusses haben klar er- geben, daß das Regieren für die Hohenzollern jahrhunderte- lang ein Mittel gewesen ist, um sich s ch a m l o s a u f K o st e n des von i h n e n re g i e r t e n Staates zu be- reichern. Ihre Anhänger behaupten, das Hcchenzollern- vermögen wäre„erspart". In Wirklichkeit ist es durch jahrhundertelange Uebervorteilung des Staates in der rechtlich anrüchigsten Weise zusammengebracht worden. Wie sollte es auch anders sein? Von Wilhelm dem Letzten ist zur Genüge bekannt, daß er— weit entfernt zu sparen— stets über seinen Jahresetat von„nur" 20 Millionen gelebt hat. Trotzdem ist auch unter ihm das private Hohenzollern- vermögen noch gewachsen. Die Bereicherungsmethode der Hohenzollern beruhte hauptsächlich in der Ausnutzung der unklaren Rechtsverhältnisse. In früheren Jahrhunderten wurden das eigentliche Staatsvermögen und das Privatver- mögen des Fürsten einfach als dieselbe Sache behandelt. Zwar trat noch unter dem Absolutismus eine Trennung ein, und es gab Auseinandersetzungen, bei denen die Hohenzollern wahrlich nicht zu kurz kamen. Trotzdem haben sie bis in die neuste Zeit verstanden, noch neue Vermögensobjekte des Staate» gegen gar keine oder lächerliche Entschädigung in ihr Privateigentum zu verwandeln. 'ber Ein ftcH ans de? jüngsten Zeit, der den noch lebenden Wilhelm persönlich betrifft: Im Jahre MK) wurde das Akademieviertel in Berlin von den Hohcnzollern für 14 Atillionen an den Staat verlauft, obwohl diese Grundstücke dem Staat schon immer gehört hatten. Also im Prinzip der gleiche Vorgang, als ob der Direttor einer Aktien- sabrik seiner Firma ihre eigenen Masch�inen zum Kauf anbietet und den Kaufpreis in seine Tasche steckt! Tatz das..verkaufte" Akademicviertel schon immer dem Staat gehört hatte, konnte im Rechtsausschutz von keiner Seite be- stritten werden. Und doch ist dieser Verkauf nur ein e i n z e l n e r Posten. Wie die Hohenzollern fremdes Eigentum als e i g c- n ch» verkauften, so haben sie eigenes Eigentum mit f r c m dem Gelds zu erloerben gesucht. Ter Rechtsansschutz hat verfügen unwiderleglich festgestellt, datz etwa die Hälfte der Grund-— stücke, die von den Hohenzollern jetzt als ihr Privateigentum in Anspruch genommen werden, aus Mitteln des Krön- sideikommitz-KaPitalfond? erworben wurden. Dieser Fonds war für die Hohenzollern unerschöpflich wie Fortunas Glückssäckel. Nämlich so oft er sich leerte, füllten ihn die Hohenzollern durch den Verkauf staatlicher Grundstücke wieder auf. Also etwa der Fall des vbenge- nannten Fabrikdirektors, der Grundstücke der Aktiengeiell- schgft verkauft, um sich von dem Erlös eine Privatvilla an- zulegen— nur ins Riese n h a f te übertragen! Mitunter waren die Hohenzollern aber auch st» gnädig, dem Staat Gr die ihm abgenommenen Grundstücke etwas zu bezahlen. So wurde der Grund und Boden für Schlotz Babelsberg von ihnen mit dem 25fachen des angeblichen Nutzungswertes— aber eines Nntzungswertes. der e i n holst Ta eZ als Quelle selber ..eine dem vormaligen Kronprinzen nabestehende Seite" angibt, so kennzeichnet es damit zugleich die Meldung als Behauptung der angeschuldigten Partei, wodurch die völlige Wertlosigkeit der Be- hauptung zur Genüge dargolan wird. Fu? Regierungsbilöung in Sachsen. Wir haben in der heutigen Morgenausgahe den Beschluß rechten U.S.P. in der Regierungsfrage kurz mitgeleilt. Sachlich läuft er aus den Vorschlag hinaus,� eine Regierung aus Sozialdemokraten und Nsckstsnnabhängigen zu bilden, die, uni eine Mehrheit zu haben, der Unterstützung von rechts oder links bedürftig sein würde. Tie sozialistischen Parteien jetzt im Landtag, einschließlich der Kommunisten. nur über 49 Stimmen gegen 47 bürgerliche, die Erhaltung der sozialistischen Zweistimmenmehrheit hängt also von dem Wohlwollen der.Kommunisten und dem Gesundheitszustand der sozialistischen Kamnierniitglieder ab. Gegen eine ge- schlössen? bürgerliche Opposition würde sich die rein sozialistisch? Regierung kaum durchsetzen können, zumal dieser Opposition die gesamte bürgerliche Presse zur Verfügung stehen würde. Auch die reinsozialistische Regierung würde da- her so operieren müssen, datz sie die bürgerlichen Parteien nicht zu einheitlichem Widerstand z ua im men schweißt. Auf der anderen Saite ist das Motiv, von dem stch dich Rechtsunabhängigen bei ihrer Haltung leiten lassen, nicht gering anzuschlagen. Tie U.S.P. erklärt sich bereit, Nieder Haltung der Gegenrevolution die Ver antwortung in der Regierung und für die Regierungspolitik j übernehmen". Die Bildung einer Regierung, die der Braunschweig, Schaumlburg-Lippe und Magdeburg beschließt fol- gendes: Der gesunde Wiederaufbau unseres Wirtschaftslebens durch die bisherige privatkapitalistische Wirtschaft scheint der Konferenz uu- möglich. Aller gute Wille und alle gebrachten Opfer der Bergarbeiter sind weniger der Allgemeinheit, sondern znm größten Teil privatkapitali sti scher Bereicherung zugute gekom- men. Tds Bereicherüngsinteresie der Privatkapitalislen hat sogar unser Wirtschaftsleben vielfach noch weiter ruinierst Die an- wesenden Bcrgarbeitervertrcter fordern daher unverzügliche Ein- lösung deS Versprechens auf Ucbcrführung des gesamten Bergbaus in den Besitz der Allgemeinheit und die Führung der Verwaltung der Bergbaubetriebe nach Grundsätzen der Gemein- wirtschafst Tie Bergarbeiter erwarten keineswegs eine be- sondere Bevorzugung" für sich, sie wisieu, daß sie auch in gemein- wirtschaftlichen Beirieden schwer werden arbeiten müs- s e n. Sie wollen diese schwere Arbeit aber leisten im Jnteresie und zum Besten der Allgcmcinheit und nicht zum Nutzen einer Handvoll Kapitalisten. Jede Sonder- stcstung durch Gewinnbeteiligung. Gewährung von Klcinaktien oder Prämiengewährung und dergleichen lehnen dw Bergarbeiter von vornherein ab. Die Cinsegnungsgans. Aus Pommern wird uns geschrieben: Eine Kriegerwitwe in Barkenbrügge in Pommern, Mauer von iuii i drei Krndern, die sich mühselig durchs Leben schlägt, ließ ihrem 'Tj'j 1 Sohn bei dem Pfarrer in Lottin KonfirinaiionSunterricht geben, da- � mit dieser dott selbst die Einsegnung empfange. Mit ihm machten noch etwa 100 Kinder aus den Ortschaften denselben Weg. Ter Pastor will nuu für seine Bemühungen, der Christen feie ein- 1W? N --bejahst. j Wert einer solchen. Etwa hundert Kinder in jedem halben Jahr einzusegnen, bringt also d-am Seelsorger hundert Gänse ein. und da er diese tvohi nicht alle selbst essen kann, wird er sie tvahr- ' scheinlich verkaufen. Rechnet man jede GeurS nach dem heutigen t.-mt T: l II 1 ms f ztt..VA.L Vlllt t,«'.V W«,...,,,-_. CO r 1._ tf; er. alter vor de in Kauf verrechnet war; sozialistischen Kontrolle' entzogen wäre, würde in der Tat eine geicgnete Memcbzn zi:g bringen.hm d-- Ganfe halbMhrl,«,� 10000 M. ein. Kopsarbeiter in Sachsen und die Beherrschung des Staats- apparats durch ihre Vertreter. Leider ist es schwer, mit I einet Mehrheit von 49 gegen 47, zu der noch die kommu- mstischen Querkopf« gehören, den S!«a!sapjxlrat Sit beherrschen. Unsere sächsischen Genossen stehen also vor einer sehr ! schwierigen Entsche-dnng, sie werden alle Möglichkeiten sorg- » faltig überlegen müssen, aus alle Fälle werden aber auch sie i sich von der Erwägung leiten lassen, datz im Interesse des � Landes wie des Reiches eine Verbayerung Sachsens l verhütet werden mutz._ 9 ,66 Taker und 6 P f e n n i g e(letztere nicht zu vergessen!) betrug der enorme Kaufpreis..Heute wird dos Grundstück auf 2 8 Millionen tariert. Aber die Hohenzollern lagen„gekauft ist gekauft", denn— Adel ver pflichtet!, Schlotz Sacrow wurde noch billiger von ihnen erworben. Nämlich weil das Grundstück dem State doch nichts einbrachte, waren die Hohenzollern so gnKdig. es dem FiskuS lür 0,0 abzunehmen! Natürlich nur, um den Staat von dieler schweren Sorge zu befreien! Aber..gekauft ist ge- sagt Wilhelm der Ansta. dige. Solche Fälle lassen sich noch zahlreich anführen. Bei, vielen. Grundstücken, ans die die Hohenzollern Anspruch er- beben, können sie selber keinen andern Nechtstitel für den Erwerh nachweisen als den des„langjährigen Ve- s.'itzes". Wer aber ist der h e r a u s ge s e i s e n e Vor- eigentümer, wenn nickst der preußische Staat?! . So heben auch die Hohenzollern in ihrer Regierungs- Periode trefflich nach dem Wort jenes römischen Kaisers Geld zit machen verstanden, der bei der Betrachtung dprch anrüchige Steuern erworbener Geldstücke lächelnd sagte:„Non olet— Geld ltinkt nicht!" Und diese durch Jahrhunderte getriebene Bereickxrnng. die daz" führt, daß Wilhelm der Letzte trotz ks S? richte o auf zahlreiche Objekte immer noch eine runde Milliarde beansprucht, verteidigt der Wissenschaftler und Profestor.stahl mit dem dröhnenden Pathos der„n a t i o- n a l e n" E t h i k". Von..Schieberrevnblik" reden die Herren lo aerne. Mit hnndevtmol größerem Recht kann man von einer Schieber- M o na rch i e red'en, die in Preußen bestanden und einer Fa- milie ermöglicht bat, auf stostcn des States Milliarden in ihren eiaenen Besitz wandern zu lasten. Aber mag dies amfi noch so klar liegen, die„nationale Ethik" hat kein Organ, dies einzusehen. Denn ins Dentschnationale übersetzt ist„nationale Ethik" nichts anderes als die vor allen Verfebliingen des Herrscherham'es sich stramm und dreist aufpflanzende L ü g e. * Dcis' WTB fühlt sich bemüb'gv. der Gesellschaft der.nationalen Eihikör"� beizw' Veten, indem es die gestrigen Behauptungen der reaktionären � Reick?stogSredner' über die Beziehungen des Krön- pnn-er. zu Grußer, die angeblich nur in einem Darlehen von 5>c)g(1 G'ilden bestanden hätten, in Form einer Meldung wieder- «».»'«11--«..»»,...... I...i i €fn Kommuuczlkonftikt m Leipzig. Die Leipziger Stadtväter haben in ihrer letzten Sitzung die Gehaltsdispositioncn des Rates mit 36 gegen j 26 Stiimnen abgelehnt. Ter Rat hat sich, wie aus der Rede j des Stadtv. Krüger(U.S.P) hecvoraeht, in verschiedenen Fällen unter Mißachtung der MchrheitZbeschlüffe der Stadtverordneten in bewußten Gegensatz zur B ü r g e r v e r t re t n n g gebracht. Bürgermeister Roth bemerkte, daß ihm das Urteil der Zukunft maßgebender sei als das einer»vorübergehenden Gegen- wart", womit er zugleich verriet, wie er über die bestehende Staat?» form denkt. Den Ratsmitgliedern steht allerdings ein�k l a g b a r c? � Recht auf ihr Gehalt zu, aber die Stadtverordneten haben die Möglichkeit, dem Rat das Leben so schwer zu machen, daß er auch mit dem Gehalt an der Arbeit verzweifeln kann. §ür öle Gememwirtsthast! Ans Hildesheim wird uns vom dortigen Bergarbeiterver- band folgende Entschließung gedrahtet: Die am 21. November 1326 im GewerkschastShauS in Han- n o v e r zusammengetretene Konferenz der Obmänner, der Betriebs- rate und Verironcnsmänner des Verbandes der Bergarbeiter' Deutschlands als Der! rc tun« von über 133 Belegschaften von Kali-, Braunkohlen- und Steinkohl.'nbergwerkcn der Bezirke Hannooer, Tie Krieger- Witwe war nun nicht in der Lage, die GanS zu liefern. Hierauf er- hielt sie von dem Geistlichen folgendes Schreiben: L o t t i n, Kreis Nenstettin, den 5. Oktober 1520. An Frau Auguste Ollenburg geb. Lemke in Darkenbrügg«. Hierdurch bitte ich Sie, mir jetzt die EinsegnungsgonS für Ihren von mir zu Ostern d. I. konfirmierten Sohn zu schicken, Die Lieferung der Gans war zu Michaelis fällig. Schilling, Pastor. Hierauf erwiderte- die Frau, datz sie hierzu wicht in der Lage sei, worauf ihr folg-ndeZ weitere Schriftstück zuging: Lottin, Kreis Neustettin, den 12. Okiober 1323. An Frau Auguste Ollenburg in Barkenbrügge. Auf Ihr Schreiben vom 11. d. M. erwidere uch Ihnen, daß Sie verpflichtet sind, mir für die Einsegnung Ihres Sohne L eine Gans zu liefern oder, wcim ich damit oinver- standen bin, den Wert der Gans an mich zu zahlen haben. Alle übrigen Eltern haben sich abgefunden: Sie s i n d d i e e i n- z i g e, die es nicht getan hat. Ich hätte wohl erwarten können, daß Sie zu mir kämen, um sich mit mir auScinandeczusctzen. Wirts chck f t l i ch kann es Ihnen ja gar nicht so ich! echt pchen, wie Sie schreiben, sonst wären Sie nicht zu 12 M. Stautsein- kommrnstcurr veranlagt. Kommen Sie in den nächsten Tagen vormittags man mal her, daß wir uns über die E i n s e g n n r g i gebühren einigen, uicd zwar in Güte, denn nach Streic fvage ich nichts nach. Schilling, Pastor. Am 23. Oktober wird der Herr Pfarrer bereits dringlicher und richtet an die.Schuldnerin" folgendes Mahnschreiben: L o t t i n. Kreis Neustcliin, den 23. Oktober 1W3. An Frau Auguste Ollenburg in Barkenbrügge. Ich erwarte, daß Sie morgen bei Gelegenheit des Gottesdienstes(l!) in Barkenbrügge wegen der mir schuldigen Einsegnungsg'ans mit mir Rücksvraäie nehmen. Schilling, Pastor. W'e die Sache ausgelaufen ist, wissen wir nicht. Christus sagt bekannckich: eher gehe ein Kamel durch ein Nadelöhr, denn Däs Theater m RlKanö. N-bfii den großen ökonomischen Fr? gen steht für den Sozio listrn die Regelung der Knllurguigaben im bolsche- wislischen Rußland im Vordergründe des Interesses. Tcmi ut liefst Ich ist die Wirtschaft jn auch nur Mittet zum Zweck. Aus dem auf gründliaen eigenen Ztndieu bernbenden Buche »on Dr. ii. ch ii l! n, Sowjet-Rußland in d c r W i r k i i 0> l e i t(Verlag»an Dietz in Stuttgart), geben wir das Kapitel über die Theater wieder, das manches Neue bietet. Fait alle Theater sind nationalisiert. Seit einiger Zeit ver- war:.-: sie der Tfieaimat, an dessen Spitze einige ziemlich bckannie Kririker(Fritsche, Kogan) und einige Kommunisten stehen. Jedes einzelne Theater wird von einem künstlerischen Rat verwaltet, in dem olle Arbeiter des Theaters Vertreter haben. Alle Theater, die alten und die neuen, arbeiten sehr gut. Die Karten kann man jedoch meist nur bei Zwischenhändlern erhalten. Für einen Platz : n der rosten Reihe im künstlerischen Dheaier, welches bisher dank seines künstlerischen Wertes und seiner Eigenart durch die Be- mührngen Lunatscharskis von einer Nationalisierung verschont wurde, zahlt man dem Aufkäufer gegen 133 Rubel. Im Großen Theater in Moskau finden die symphonischen Konzerte Kusewitzlis 'tan, abends ist dort Ballett oder Oper. Im Alexandertheater, de>m Ausgangspunkt der russischen dramatischen Kuwst, trägt das Re- pertoire denselben Cbara.kter wie in der vorrevolutionären Zeit. Vor- stellungen für das gewöhnliche Publikum finden nur zweimal in der Woche statt; an den übrigen Tagen stehen die Künstler der Rcsten Armee und den Gezoerkschafisverbänden zur Verfügung. Diese Vorstellungen finden nicht nur in der Hauptstadt statt, son- dern es werden besondere Trupps für die Front gebildet, die längs der ganzen Frontlinie herumreisen, um Vorstellungen ,u geben. welche dem Kommissariat für Volksbildung zugeteilt sind, widmet' erhält das Eidotter durch einen natürlichen Farbstoff, das Karotin. der Auswahl passender Stücke, viel Aufmerksamkeit. Erfolg hat es aber kaum, denn Werlvolles ist leider nichts unter den neuen r-chövsungen. Ueber da? Stück„Der große Kommunard", welches für Felstspicle zu den großen neuen Feiertagen überall angenom- men wurde, schreibt Lunatsckarski selber in der„Fswestja":„Trotz der etwas grob-agiiationsmäßigen Art des Schreibens erhebt sich die revolutionäre Tragödie„Ter große Kommunard" über jene Dutzende von Stücken, die besonders in der Provinz gegeben werden und die ich sündiger Mensch für ganz untauglich und eher schädlich halle wegen der außerordentlichen Einfältigkeit und der sie erfüllenden AgitationSkdecn, welche nur das wiedergeben, was man in jedem kommunistischen Winkeliblittchcn lesen kann, und wegen ihrer literarischen und szenischen Wertlosigkeit." Die Urmrnsch.'nfnnde von Oberkassel. Jn der Berliner An- fhropologischen Gesellschaft legte dieser Tage Prof. Robert Bonnet, der Bonner Anatom, zwei Urmenschcnskelette ans der Dilnvialzeit das auch die Gelbfärbung der gelben Rüben bedingt. DicssS Karoiin vuft auch bei den Leghornbühnern, einer.:cuischcn llmsse, die kräftige Gelbfärbung von Schnabel. Ohrlapp.n und Beinen hervor. Dadurch, daß der Nahrung jedes Karotin entzogen wurde, gelang es, ganz weiße Leghornhühner zu erzielen, und diese weißen Leg hornl ennen legren nun auch Eier mit weißem Dolter, ohne dabei in ihrer Fruchtbarkeit im geringsten beschränkt zu werden. Das häufige Verschwinden der Gelbfärbung von Ohrlappcn, Deinen und so woiier, das man bei den Leghornhühncrn währcmd der Lege» Periode beobachtet hat. beruht darans, daß in dieser Zeil das Karotrn sich vor allem im Eidotter abscheidet. An den legenden Hcnncn. die Eier mit weißem Eidotter hervorbrachten, konnte auch der Karotingehalt der verschiedenen Futtermittel sehr gut geprüft werden; es zeigte sich, daß er am reichlichsten im gelben Mais und Grünfutter enthalten ist. TaS RcichswirtschaftSmufenm in Leipzig. AuS dem Deutschen vor, die mit ihrer so gut wie vollständigen Erhaltung die bedeutend- Kriegswirtichaftsmuseum, das�llll. gegründet wurde,-st in LcipzZg iten bisher zutage gekommenen Reste des Urmenschen auf deutschem cht ReichStrurt fckm tSmuscum geschaifen wockXn. das Unterkun-t Br!vn sein dürsten. Es nnt. Skelette eines n.-r;.-r,i<,>LU*r, 1 im HandlungSgchilsenhauie in der Zntwr©träne gefunden hat. im HandlungSgehilfenhanie in der Zeitzer Stvaße gefunden hat Es gibt ein umfassendes Bild der deutschen Volkswirtsckwst in ihren Hauptzweigen und jenen Veränderungen, die durch die Kriegswirtschaft bedingt waren. Die Sammlung gibt nick, nur Aufschluß über die Rohstoffe, irbre Herkunf; und Verarbeitung, sondern läßt auch er- � � Lt kennen, inwieweit wir vom Auslande abhängig sind. Es werden mit-woßen"Stmnp!a�n �«s�kt! bie Schwierngkeitrn der Einfuhr, des TransporleZ und die Not- ..... �' wcndigkcit der Bevorzugung deutschon MateriasS gezeigt. Ferner werden in engster Zusammenarbeit mit den Forschnngsinsiiluten aller Wirtichastszweige die Ergebnisse ihrer Forschungen hier zur Darstellung gelangen. Boden sein dürften. Es sind die Skelette eines recht verschiedenen Menschenpaarcs: das männliche Skelett eines 53— 63jSHr! zeig'» in ihren Formen recht starke Abweichungen vom jetzigen Sänger Schalapin läßt sich bei außerordentlichen Eintrittspreisen hören, wenn er nicht in den Arbeiter- und Kommunistcntonzerten seine Gaben zum besten gibt. Aber allmählich dringt der Hunger auch in dw Reihen der Künstler. So schreibt die Zeitung„Dorf- kommune", saß heute die Künstler aus den Städten oft Voritel- .hingen in Dörfern veranstalien(heute bückr sich alles vor dem Bauer!), wo sie kein Geld nehmen, sondern sich je noch ihrer Be- deulung durch größere oder geringere Mengen Mehl, Fisch oder anderen Natukalien bezahlen lassen. Das höchste Honorar für em Auftreten ist ein Pud(40 Pfund) Mehl. 2:e rufsische Bühne, welche immer die Schule und das Echo rer Stimmungen des russischen Lebens war, spielt heute in Sowjet- Rußland eine noch größere Rolle. Das Theater wird darauf zage- schnitten, ein mächtiges Agitalionsmittel für kommunistische Ideen zu werden, und Lunatscharski, der an der Spitze der Theater steht, Gesicht, in dem die untere Hälftc mit den Freßwerkzeugen und der großen Jochbogenregion in einem starken Mißverhältnis zu der kleinen Stirn stand. Dagegen war die Frau, etwa 1.43 Meter groß, von zierlichem Körperbau, wenn sie aucb in allem derselben Rasse und demselben Blut wie ser Mann angehört haben muß. Charakte- ristisch an ihrem Sckiädel erschien die Ausbildung einer Stirn- Windung als Sitz des Sprechorgans— Bonnet nannte sie bei dieser offenbar viel plappernden Urmenschin das Schivatzzcntrum. Ana- tomisch zeigen die Skelette, die deutlich jünger sind als der Neander- ialer und die übriren Funde aus der älteren Steinzeit, eine Aehn- lichkeit mit dem Schö.delchpus. wie ihn in Südfrankreich die Men- jchen von Lro Magnon und Ehangvlade aufweisen. Weißer Eidotter. Das Kunststück, Eier mit weißem Dotter zu erzielen, haben nach einem Berich, der„Umschau" zwei Züchter Pakmer und Kempster zuwege gebracht. Seine schöne gelbe Farbe Der Streik der Nordpolforscher. Ein Streik, der wohl noch nicht dagewesen sün dürfte, wird jetzt aus Kopenhagen gemeldet. Amundsen. der bekannte Nordvolsorscher. hat ein Telegramm aus Eastcape in Sibirien an die„Perlingkke Tidende" gesandt, in dem er ankündigt, daß er Nome in Alaska an Bord seines SchisfeS „Maud" mit nur drei Mann Besatzung Hab« verlassen müssen. Die anderen Mitglieder der Expedition hätten eine Eihöbung des So des aur 7533 Frank pro Monat vorlangt und als er ihnen diese nicht habe zahlen wollen, seien sie in den Streik getreten. Amundsen tvar gezwungen, als Koch einen Eskimo zu engagieren. Ein drntsckioS SinkoniehauS, eine WcibelläNe für grob? Mufikons« lübiunocn, tri Ii tri an Vrclboorn zu liitrcn in München michlcn. Der Vinn ioll noch in dielem Jribre, da Becldoven» Eedullstag üch zum 100. Mole jähit, in Angrisi ge, onimen werden. Ein Enlwms des Prof. Haiger wetii die stoimen des giicchifchcn Tempels aus.(HofjenUich jällt anOeren Aichttik.en eiwas Besseres ein.) Tie srclstudentiichc Idee. Am 2ü. November, abends 8 Nbr, wer» den i»i Alias Sciöcnbammet Brücket am EiöffnungS.ebend der Sei I net Freiitudentenichait sprechen: Dr. PIcßiier. Vrivnidozciii der«Slner Universität, über.Die ireinndeniilche Idee' und(Immanuel Birnbaum, Redattcur der Breslauer.BollSwachl", über»Enttäuschungen und Hoff- nungcn der sludentijcheu Selbsloerwattung". «m R e? ch e r i« Sor Ob n»�T der Herr Pfarrer mit den dielen hundert im Laufe der Jahre angesarnmeUen Gänsen den Weg in den Himmel funben wird? R.Z.S. und Reichswehrgesetz. Der außerordentliche Bundestag des R.F.B., welcher am 20. und 21. d. M. in Berlin tagte, deichloß, wie den P.P.N. jetzt mitgeteilt wird, die Annshme folgender Resolution: „Der§ 33 des Entwurfs eines Reichswehrgesetzes nimmt dem Soldaten jede staatsbürgerliche Freiheit. Der bewaff- nete Beschützer des Volkes wird durch Annahme dieses Gesetzes in der vorliegenden Form völlig der Weltanschauung seiner Vor- gesetzten ausgeliefert. Der N.F.B, verlangt die st a a i S- bürgerlich« Gleichberechtigung aller Militärpersoren und erwartet von den republikanischen Parteien, daß sie unter .Heranziehung aller verfügbaren Stimmen auch den Soldaten die verfassungsmäßigen Rechte jedes Staatsbürgers zuerkennen. Ungesühntes L!ut. linker Breslauer Pa>ieiblatt richtet an den Oberstaats- anwalt i olgende ösfentliSe Anfrage: Wie wir bestimmt wissen, hat am 18. oder IS. April der Leiiinant Kaufmann, Führer der Pionierkomvagnie von der 3. Marincbegrade. bei seiner Vernehmung von dem KriegsgencbtSrai in Gladbacb eiklärt, daß er am 14. März IStO von einem Br e s l a u e r Kriminalkommissar den Auktrag zur Ver- Härtung von Boronow, Krause, Schramm, Remane und hs i s o w s I i erhalten habe. Leutnant Kaufmann hat genaue Angaben über den betreffenden Koinmissar gemacht. Die Genaimteu sind, wie erinnerlich, fämilich ermordet worden. Was hat der Herr Lbeistaatsanwalt zur Feststellung der P e r s ö n l i c-?>- i i des Kriminalkommissars getan oder was gedenkt er zu tun? �uslanösrunöschau. Wie Londoner Blätter melden, wurde Geueral TownShend, der VerU'ifiger von Kut el Ämara, bei der Eriatzwaht in Wrelrn mit 14 665 Stimmen gegen 10 000 Stimmen, die auf den Ar- betteriandidalell D u n c a n fielen, ins Unterhaus gewählt. Der Verband der deutsch-böhmifeben Abgeord« ueten beschloß in einer Versammlung in Prag, sich an den Parlaineniesitzuiigen uichr mehr zu beteiligen, wenn die tscheckiswen Parieie» ihre seindlicbe Haliimg nicht aufgeben. Die Stu- d e n l e n s ch a s t Wiens beichtoß, olle tschechischen Hörer so lange vom Besuch der Hochschule auszuschließen. bis in Prag volle Wiedergutmachung gegeben' worden sei. Die Hochschüler veranstalteten einen Demonstrationszug durch die Stadt. Liistchreltungen konnten nur mit Mühe verhindert, Verhaftungen mußten vorgenommen werden. In B ö h- m i s ck- L e i p a wurde von Deuischnaltonalen das Monument Josephs IL, das vor einem Jahr in das Museum überführt worden war, wieder aus seinen alten Platz gestellt. Wiederausnahme der diplomatischen Be- ziebunge» mit Deutschland fordert die in Tokioer- schsineude»Jamaio Shimbini" in einer in deutscher Sprache erfchrinende» Sonderbeilage. Die.Frankfurter Zeitung' meldst aus Memel: In R i g a find zwei litauische Delegatt onen aus Kowno eilige- tröste, i, eine miliiärischs und eine parlamentarische. Sie verhandeln mit der lettischen Regierung wegen einer Versländigung und eines engeren Zusanimenschllifies, da man nur so Zeli- gowilr bciiegeir zu können glaubt. Die lenischen Blätier ho'einisi.'ren fortge'etz« gegen Zeligoloiki; man fürchtet, er werde i an Lcitlaiids Grenzen Halt machen, da er für die polnischen Gutsbesstzer kämpfe. Der polnische F i n a n z m i n r st e r' Grabski hat seine D e m l j s i o n eingereicht._ MtrtsehQft Tie Tchuhproise der NcichSschuhvcrsorgung. Bei der>m November 1920 beginnenden III. Verreilimg werden an' dmchichiiilliich 100 Einwodner(der Volkszählung vom 3. Oktober 1919) je 1 Paar Stic'el zugeteilt. Die R e i ch S s ch u b v e r s o rg u i, g G.m.b.H. ist jedoch be- rechtig», über die den Kommunalverbänden gnotcumäßig zusleoendcn Mengen hinans weitere Ziiieilinigen in Schuhwerk zu bei'.'iikrn, falls besondere Ilmstände, z. B. ArbeilSlosigteit. LtriegS- beichädigten-, Kriegshinrerbliebenen«, Kriegsgejangeuensüriolge euie lnhöt'Ie Z iic,lu»a recklsertigen. Tre Pteise stelleu sich je Paar wie folat: Rech- autgritem. nun-,»- MinJUcln. preis �>»erkauispceis Di. M. M. Herrsnstiefel, Größe 40—46. Klaffe A: 113,65 11,35 125,— B: 81,85 8,15 90.— Damen» und Konk-Stiekel,. A: 100,— IQ.— 110,— > Größe 36—42 bzw. 36-89.. B: 81,85 8,15 00,— Kiiabcnsuejel.GrBO— 39bzw.40,. A: 81,85 8,15 90,— . B: 63,65 6,35 70.— Mädchenstiefel, Größe 81—35,, Ä-: 63,65 6,35 70,— . B: 45,60 4,50 50,— Kinderstiefel, Größe 27—30,, A: 45,50 4,50 50.— , B: 31,85 3,15 35,— Kinderstiefel. Größe 25—26,. A: 81.86 8 15 35,— „ B: 22,75 2.25 25— Außer dem Schubwerl der Ksaffen A und B stellen noch be- schinnlie Menge» Herren- u!>d Taniensiiefel in bester rahmenge- näbier Ausführung zur Bersügung. die auf besondere An- forderung ohne Anrechnung aus Quote zu nach- sreherrden Preisen zugestellt werden: Reckmungs- Vertriebs- ausgestempelter preis spcsen Kleinvcrlaufspreis Herrenstiefel M. 159.10 M. 15,90 M. 175,— Gr. 40-46 D a ni e i, sl i e f e l M. 145,50 M. 14,60 M, 160,— Gr. 36—42_ WirtschafiSproblcme der Laubenkolonie». In Hefl 5 des Sitzungsberichts des ArbeitsausschuffeS im Reichsverband zur Forderung sparsamer Vau- weise veröffentlicht Lebeiechl Migge einen Beitrag: Die Klein- gartenstadl.Südgelände' zu Berliii-Sktönebelg. Dieses Guiachleu sür den Magisliat enibält eine g'of? Zahl von zeichnerischen Dar- ste0i»igeii über die«»iieilung Bewässeiung. Wohn- und Schutzan- lagen. Kniiurarbeiicn mir Ma'chineiibeiriev. die für alle, die sich mii der Lrgaiiiiatip» von Klei, garirnaiiloge» bcsa äiiige», von Nutzen sind. Das Hcsl ericheinl im Kommissionsverlag von Rodolf Mösle, Berlin S.W. 19._ Aussuhrverbot sür Porzellanspielwaren. In der letzten Zeit haben zwischen den Verirelern der Porzellan- und Spielwaren- industrie und den zunändjAen Amtsslellen Verbandlungen wegen Erlaß eines Aussuhrverboies sür Porzellanipielwmen naltgesunden. Dieses AuSsuhrverbol dürfte in der nächsten geil belanntgegebe» werden. GroßGerlln die Norötat des SiedZehAjährigen. Ein frühcrcr Fürsorgezögling als Mittäter. Zu der Ermordung der Wirave Emilie G i l I e r t aus der Stargarder Str. 61 wird mitgeteilt, daß es der Kriminal- Polizei noch gestern gelang, die Persönlichkeit des flüchtigen Mit- täters des bereits verhafteten Arbeitsburschen Willi W i e d i n g festzustellen. Aus den Personalakten über den jungen Wieding ging hervor, daß er im Ottober vorigen Jahres in Tegel bei einem Einbruch in ein Konfitürengeschäft mit einem Spieß- gesellen abgefaßt worden war. Während dieser zu einer Ge- fängnisstrake verurteilt wurde, wurde Wieding wegen seiner Jugend, er war damals kaum 16 Jahre alt, und weil er als der Verführte angesehen wurde, freigesprochen. Es lag nun der Verdacht nahe, daß der damaiige Spießgeselle Wiedings auch jetzt sein Helsershelfer war, zumal die Angaben, die der Verhaftete über diesen machte, auf ihn zutrafen. Wieding gestand ein, daß bei dem gestrigen schweren Verbrechen wiederum sein damaliger Komplize mitgewirkt ha tre. Es ist dies ein 22 Jahre alter srü herer Fürsorgezögling Erich Radtke aus Tegel, der sich ebenso wie Wieding auf den Bahnhöfen, in Kaschemmen, in Kinotheatern usw. umhertreibt und Gelegenheitsarbeiten oder wohl noch häufiger Eelegenheiisdiebstähle verübte. Nach dieser Feststellung der Mittäterschaft Nadties wurden sofort Streifen entsandt, um aus der Flüchtigen zu fahnden. Bisher gelang es jedoch nicht, seiner habhaft zu werden. Auf seine Ergreifung ist eine Belohnung von 3000 M. ausgesetzt. Das Verbrechen seltost stellt sich nach den eigenen Aussagen des verhafteten Wieding als ein Roheitsakt sonder- gleichen dar. Mit größter KalMütigleit hieb der rohe Bursche zunächst mit dem Hammer aus den Kopf seines Opfers, bis der Hammerstiel abbrach. Dann versetzt« er der alten Frau mir dem Meffer und der Schere mehrere Stiche in den Hals, und als die Ucberfallcne und bereits schrecklich Zugerichtete noch Lebens- zeichen von sich gab, schnitt er ihr, damit sie sicher verblute, die Pulsadern der rechten Hand durch. Mit gleicber Ge- fühlÄälte schilderte der Rohling diese Vorgänge. Der fozlvlisiilche Pfarrer Bleler fvrrcht km Auftrage der Deutsche» FisedeuLgeiellicha!! am Mtliwoch. den 24. d. Ms., abends T/, Uhr im Hackeichcn Hos, Rcaenlhaler Str. 40/42(am Hackeichen Marti), über , M o s t a li'.— Eine religiös sozialistilche Feierstunde veranstaltet Pfarrer Bteier am Sonntag, den 28. d. MIs., abends 6 Uhr in der Trinitinistirche in Charloiiendurg, Ziart-Augnii-Platz. die ersten Sezirksversammlungen. Die am 20. Juni pcwäbllen BezirkSverordneien traten gestern in einer Reihe von VciwaltlingSbezirkenzri ibrer ersten Tooriiig zu- sammen. Im dritten Verwallungsbezirl eröffnete im Namen des Magistrats der zweite Bürge, meister. Genosse Ritter, die Versammliiiig. Einen kurien Nückvtick gebend, zeigte Ritter die de» Bezirlevcroidneten im Gesetz peslecklen Ausgaben, die ouiv individuell weiter gezogen werden müssen, je naw der Eigenart und den Bedüifiiiffen des VerwaliungSbezirks. Der über 331 000 Kopse starke driii.e Benrk wird seine Ausgaben nur dann lvien tönnen, wenn seder iei» Bestes im neuen Berlin int. Dnrck Handschlag wurden die Dez'rksverordneten rn ihr Amt eingeführt. DaS alte Prä- sidium übernahm- Stadtrat Htntze sU.S.P.) Die Bezirksversammlung im 6. Bezirk wurde von Stadtrat Weise vrogvammäßrg in der Aul« �es Friedrich-Realgymnasiums in der Mittcnwalder Straße in Gchemvart fast aller erschienenen Stadtverordneten und Bezirksverordneten eröffnet. Stadiverord- veter Psannkuch(S.P.D.) übernahm als Alterspräsident die Führung der Geschäfte und teilte mit, daß die bürgerlichen Stadt- und Be.ztrksverordncten eine Arbeitsgemeinschaft gebildet haben und die Wahl einer Kommission zur Vorbereitung der Wahlen oc- antrage. Siadiverordneter Zubeil wandte sich scharf gegen diese Bildung einer Arbeiisgemeinschast. Der Aezirksverordneie Sedlatzet (Dnat.) p'ädierte für gegenseitiges Verständnis und gemeinschaft- liebes Arbeiten. Er verlangte eine Pause von 20 Minuten. Die linke Seite widersprach diesem Antrage energisch. Nach kurzer Geschäfts- ordnungsdebatie kam es durch das Eintreten des Stadtverordneten Bruns(S.P.D) zu einer kurzen Vertagung, während der die Bürgerlichen eine Beratung abhielten. Nath etwa viertelstündiger Beratung kehrten die Bürgerlichen irr den Saal zurück und teilten mit. baß sie den Sitz(.es BorsteherstellvertrcterZ für sich bean- spruchen, weil sie mit 29 Mitgliedern die stärkste Fraktion bilden. Damit waren die übrigen Mitglieder nicht einverstanden, worauf der Strrdwerordnete � Justizrat HallenSieben formellen Einsprach gegen die Wabl des Vorstandes einlegte. Hierauf verließen sämtliche bürgerlichen Stadt- und Bezirksver- ordneten bis gut drei Demokraten den Saal Zum ersten Vorsteher wurde der BezirkSoerocdnete Otto Kraatz mit allen Stimmen der Zurückgebliebenen durch Zuruf gewählt Zum Stell- Vertreter der Bezirk-verordnete Expedient Glocke(S.P.D.). Im Tiergartentier tel, Dezirk 2. eröffnet« die Sitzung Stadtrat Koblenzer. Er wies auf de bohe Bedeutung der De- zirksversammlungen für die weitere Entwicklung von Berlin hin. Berlin befinde sich in der vcnkbar schwierigiien Lage und nur wenn alle Sckstcbtcn der Bevölkerung uneigennützig zusammenarbeiten, werde man aus der Finnnznot herauskommen. De städtischen Werke müßten wieder gewinnbringende Anlagen wenden und außer- dem werde man die Steuer schraube kräftiger anziehen müssen. Ein Vorsehlag, sofort in die Wabien des Vorstandes einzutreten, wurde abgelehnt. M0; Becker, Schönbauier Allee. Ecke Schwedler Straße. Resercnt Genosse Weide:„BaS ist, wns will der Sozialismus." Meyer, Oderberger Str. 34. Reserent: Genosse Koske. 29.'Abt. Abends 7 Uhr Bezirk« 517, 518. 519. 523. 524 be! Schneider, Pren/tauer Atzee 43; Bezirtc 522, 543, 515 547, 548, 549, 550 bei Baaie, Du»ckerk!r. 8; Bezirke 541, 542, 544». 5441», 5140, 546 bei Pätzord, Duncker- siraße 69. Tagesordnung au, allen drei Zahlabenden: Die Zweile und die Drille Jniernationalc. 39. Abt. Die BezsrkSzablabende finden dielen Monat gemeinichastbch sür olle Bezirke der Atlcilung uni 7 Ubr>n der Schulaula Papvellallee 41/42 llatt. Vortrag des OsenmeiilerS Repp über„Gaserzeugung". Eventuell« Beschlußiassung über Befibliguag der Gasaniialt. 31. Abt. SIbends 71/, Ubr Zahlabend In folgenden Lokalen: Bezirk 1 und 2 bei Busch, Schiveibcincr Sir. 40, Bezuk 3, 4, 6, 9 und 15 bei Förft, Sectower Str. 18, Bezirk 5 und 7 bei Meißner, Schivelbeiner Str. 4, Bezirk 8, 10, 11 und 12 hei Goldichmidt, Slolpische Sir. 36, Bezirk 13 und 14 bei Habn. Fiiiuländische Str. 10. 33. Abt. AbcndS 7 Uhr Bcr amnrtung bei Gillwald, Puttbuser Str. 24. Nescrent: Genosse Panor Fiante über„Reiig'on, Kirche und Soziatismus". 34.'Abt. Abends 7 Ubr Zadlabend in den bekannten Lolalen. 33. Abt. AocndS 7 Ubr Zablabend bei Müller, tzussilenjiraße 16; Krüger. Hussiicnslr. 34; Weyle, Gcrichtiir. 12. 36. Avt. Abends Ubr Zahlabend bei Opitz, Bernauer Str. 13; Dell. Bergstr. 71 Länvaldc, Schtegclstr. 8; Beirau, Pflugstr. 1; Siecke, Boycmir. 19. 37. Abt. 71/j Ubr: Zablabend in d-n Lolalen bei Otto Schreiber, Pcrlcbcrger Str. 52 und Georg Boges,. Lei rler Str. 18/19. Die Bezirks- sübrer werden gebeten, Sonnabend, den 27., im Lokal von G. Hübuer, WitSnackcr Str. 34, abends 7 Uhr. abzmechuen. 38. Abt. 7>/z Ubr: Distussioneabend sür sämtliche Mitgl eder bei Trümver,. Flcnsburgcr Siraße 3. Kurzes Rescrat des Geriossen Dr. Bischoisweidcr:„'Armut und Elend." 39. Abt. Abends 7 Ubr bei Berger, Jagowsiraße, Ecke Lcvetzowftraße, Zablabcnd. Tbema:„Erziehung der Kinder in Schul« und Haus". Res.: Genosse Hädicke. 49. Avt. Abends 7 Uhr Zahlabend bei Schmidt, Wiciesstr. 17, und Treller, Beilichwgeuiir. 7. 42. Slbt.'Abends 7 Ubr Versammlung in der Schulaula, Tegeler Strage 20. Reserent: Genosse Hcinig über„Politische Tagessragcn". 43. Abt. Abends 7 Uur Zahlabend bei Giebel, Pankslr. 82; Schade, Köstiiicr Sir. 9;-a achte. Liiidower Str. 26. 44. Abt. Tic Zohlabc, de finden um 7 Uhr sialt: Bezirk 805, 806. 819 bei Sie, sin, Paiitsir.60. Die übrigen Bezirle m der Schule Krsliania» siraße. Eve Frcicnwaldcr Str., pari.,«chnlzimmer. 43. Abt. 7 Uhr Zahlabuid bei Pose, Koionieslr. 15 und bei Seiend, Schwedennr. 11 u. 48 Abt. Slbends 7 Uhr Zahlabend in den betannieri Bezirlslokalen. 31. Abt. Pczrrk 5 DI. E bar lorteuburg.'/,« Uhr in oer �.chul- aula der Köirigni-Lniic-Schute, Tanleimaunllr. 26/28, Ablciluri�evclsamm- lung. Borlrag des Sladloerordnelen Genossen Rektor Blum. Rege Be- Icit.gung dringend crioideiiich. S chw er hörigen griippr. Abends 7 Ubr Versammlung in der Taub» sinn mciuchuie, Ma.lusslr. 49, H. h u. Zrcsereiil: Genosse Fendel über „Politische Tigeosrage»". 57. Adr.(El erlvricubnrg). Abends 7'/, Uhr bei Arndt, Kanlur. 51, Abteuuugsoersammlung. 12. Kreis. Lankwitz. Mügliederoeilammlung abends 8 Ubr bei Lehmann, Kais er-Wildclm. Siraße. Tnema:„Die polilstche Lage und Schul» lampse". Res.: Dr. Eaisrn. 71. Abt.(Wilmersdors, 5. Abt) 8 Ubr: Mitgliederversammlung im Lolal von Robr, Koiscr-Allee 51/52. Tagesordnung: Ter Berliner Streit. Rejcrcni: Genosse R n p p e r t. 8�. Abi.(Sieglitz). 8 Uhr in der Aula des PauIsen-GymnasirunS: Oessenlliche Verlan mlung Thcn>a: Der Kamps um die Retzublri. Reserent: Äielchelagsabgcordncler Genosse Giedell «reis XI. Schönederg-Frirdeira». 8 Ubr in der Schulaula Belzigcr Stiage 48/52, giotze oßrnliiche Voltsocisammtung. Thema:„Wir Frauen und die Soz:ardtmol>alie." Res.: Genossin Marie Sudincj, M. d. 3t Freie Aussprache. Genossinnen und Genossen, sorgt sür Massen» besuch. Neukölln. 93. Abt.(früher 5. Abt.). Zahlabend: 60./62. Be, bei Ruprcil. Kaner-Fliedrich-Slroße l7l. 61. Bez. bei Beiger. Trevlower Siraße 23. 74./75. Bez. bei Kellert. Katser-Friedrich-Slragc 88. 76./77. Bez. bei Ameiungsen. Schwarzailiatze. 78./79. Bez. bei Schmidt. Saalenraße. 80. Bcztr! hei Günzel,'Marcichilraiie l. A berrsgruppe Pnutow. 7 Uhr, 1. biS 3. Abteilung: Mitglieder- ver amnilung bei Meißner, Schioßjirake 2. 1 Sielluiigiiahme zu den Be- zirksamiswahlen. 2. Stellungnahme zum Bczirlslag. 3. Orgaiiisaiions» jrogen. Buch. 7'/, Uhr bei PicliowSk!: Zahlabend. 1. SUrchenausirili oder Denioiraiisirinng der Küche. 2. Die neuen. Bezirks- und Gerneiiide» behöide». Gäste willtomiiien. L9. Kreis. Her nis darf. Mitgliederversammlung abends 7'/�, Uhr bei Bälichn, Waldweg. Ecke Berliner Sirahe. Thema:„Friedrich Engels Leben uno Wnlen". 3!cs.. Dr. Dicderich. Niederichönerverde. 7>/z Uhr im Lokal von Rätbel. Mitglieder v r» samniinng. Wichtige Tagesordnung. Erichemen aller Milgtiedcr crwunicht 119. Abt. Grünau. 7>/, Uhr' im Lol rl von Buchaorz, Frieorich- stroßc 27. össenitiche Flauenve.sammlung. Genossin Todcnhage» reie- neu über:„Tie Stellung der Frauen zur Ernadrungs- und W rischaus- frage und die jetzige Regierung." Geiiosstimcn und Genossen, sargi sür Massenbesuch. Lesse», liche Frauenversammlung. Morgen 7'/, Uhr: Tchöneberg und Frredrua». L» ler Aula der Hohenrolleiiisrulie. Belzigcr. Ecke Eiienach.r Slrahe(Schönebergo TageSo, duirng: Die Frau und der Soziaiiemus. llici.: llieiwstagsabgeoidnele Genossin Marie L u ch a c z. — Grünau. Bei Buchdoiz � Friediichftr. Tagesordnung: Die E- nährungs- und Wiitschajisirage. Rescienlin: Genoisiii Todendagen. Bresdors. Bei Porath, Marzahner Sir. 3l. tzteiereniin: Genoisiii Scheibcirbubcr.— Britz. Ln der Schule Hannemannsiiage. Reserciiim: Genossin Frieda Müller. Berich! uoer den Frauenrag in Kassel.— Lichlerrborg. Bei Stöber, Lungstr. 29. Referent: Genosse Lille: Moskau und die Frauen.— Teinpelhok. Bei Buse,„Säugerheim", Werder-, Ecke Wilhelmstr. Res.: Genossin Lürgner: Die stalsbürgeriiche« Rechte und Pflichten der Frau. Oewerkschastsbeweg ung der neue SuchSruckertarif. In der am Moirtag abgehaltenen Generalversammlung des Vereins Berliner Buchdrucker und Schriftgieher erstattete M a s s i n i Bericht über die Tarisverhandlungen. die nach einer Dauer von vier Wochen vor einigen Tagen beendet worden sind. Das Verlangen der Arbeitgeber, statt des Wochenlohnes den Stundenlohn einzuführen, ist abgewehrt worÄen. Es bleibt beim Wochenlohn und bei der Bezahlung der Feiertage. Auch die in A t l o r d arbeitenden Scher, die bisher keinen Anspruch auf Feier- tagSbezahlung hatten, bekommen nach dem neuen Tarif die Feier- tage bezahlt. Die Arbeitgeber wollten, daß auch an den Druckmaschinen die Akkordarbeit eingeführt wird. Auch daS ist abgewehrt worden. An den Druckmaschinen darf weder in Akkord noch nach einem Prämien sy st em gearbeitet werden. ES ist den Gchilfenvertretern nicht gelungen, die von ihnen beantragte Erweiterung der Anwendung des§ 616 B.G.B. durchzusehen. In der Ferienfrage bleiben die alten Bedin- gungen bestehen. Verschlechterungsabsichten der Unternehmer konnten zurückgewiesen werden. Eine Verkürzung der Arbeit«- zeit durchzusetzen ist den Gehilfenvertretern nicht gelungen. Hin- sichtlich der Unterbringung der Arbeitslosen ist nichts Positives erreicht worden. Die Arbeitgeber erklärten, es sei nicht genug Arbeit vorhanden, um weitere Arbeitskräfte einzustellen. Sie werden aber einen Aufruf erlassen, der die Arbeitgeber ersucht, nach Möglichkeit Arbeitslose einzustellen. Die Einzelheiten dieser Angelegenheit sollen durch örtlich« Kommissionen geregelt werden. Arbeitszeit und Ucberstundenzuschlag bleiben wie bisher. Die Lehr. lingSskala ist verbessert worden, indem die Zahl der auf einen Lehrling kommenden Gehilfen heraufgesetzt ist. Im Tarif ist eine Bestimmung aufgenommen, wonach ein Maschinenmeister nur eine Maschine bedienen darf. Tie Leistung der Maschinen- setzer ist von 6406 Buchstaben in der Stunde auf 6000 Buchstaben herabgesetzt worden. Nach der Lohnskala gilt vom 1. Januar ab in Berlin ein Grundlohn einschließlich Ortszuschlag von 171,00 Mark pro Woche. Dazu kommt eine Teuerungszulage von 93,60 M. für Verheiratete und 90,10 M. für Ledige. Im ganzen erhalten also die Verheirateten 270,50 M., die Ledigen 262 M. wöchentlich. Der Redner bemerkte zum Schluß, der neue Tarif bringe nicht das, was die Gehilfen gefordert haben, aber auch nicht das, was die Arbeitgeber an Verschlechterungen einzuführen beabsichtigten. Der Tarif bringe an Verbesserungen, was unter den heutigen schwierigen Verhältnissen herauszuholen war. Die Arbeitgeber haben sich zum Abschluß des neuen Tarifs bereit erklärt, sie wollen ihre Entscheidung aber erst abgeben, nachdem sich die Gehilfen entschieden haben. Der Buchdruckerverband wird am 10. Dezember eine Urabstimmung über den Tarif vornehmen. Dem Referat folgte eine mehrstündige Diskussion. Zuerst sprachen mohrer« Redner der radikalen Richtung. Sie verwarfen den Tarifgedanken an sich und den voliegenden Tarif im beson- deren. Namentlich wurde die zu geringe Teuerungszulage be- mangelt. Die Reden waren meist stark kommunistisch gefärbt. Einer der Redner entwickelte sogar einen Plan, nach dem durch einen G e n e r a l st r e i k der Buchdrucker der Kapitalismus endgültig besiegt und die Herrschaft des Proletariats herbeigeführt werden sollte. Zum Schluß sprachen mehrere Redner, die die Versammlung ans den luftigen Höhcn� weltrevolutionärer Schwärmerei auf den Boden der realen Verhältnisse zurückführten. Sie betonten, daß sie mit dem vorliegenden Tarif durchaus nicht zufrieden seien, daß aber unter den gegebenen Vtthältmsscn nicht mehr erreicht werden konnte und daß weitere Verbesserungen der Zukunft vorbe- halten bleiben müßten. Eine von einem Redner der Opposition eingebrachte Resolution verlangt erneu!« Verhandlungen, um eine Teuerungszulage van 60 Mk. wöchentlich zu erreichen, sie Uchnt die Tarifgemeinschaft ab und fordert die Kollegen auf, sich an den politischen Kämpfen im revolutionären Sinne zu beträwsn.— Die Resolution wurde mit großer Mehrheft abgelehnt Oer Streik der Portiers. Der Deutsche Portierverband sendet uns einen längere« Ausruf, d« sich zunächst gegen die tendenziös« Berichterstattung der bürgerlichen Presse über die Lohnbewegung der Portiers wendet. In scharfen Worten wird dann gekennzeichnet, daß Frauen ge- werkschaftlich organisierter Arbeiter aller Be- ruf« sich zu Streikörecher arbeiten hergehen. Atrch gewerkschaftlich organisierte Hausverwalter suchen den im Lohnkampfe stehenden Portiers mit allen Mitteln Schwierigkeiten zu machen. Der Aufruf ermahnt dies« Kreise, von ihrem arbeiterschädlichen Treiben abzulassen und gegenüber den um ihre Existenz schwer ringenden Portiers die gleiche Solidarität zu üben, die diese Koeife in ihren gewerkschaftlichen Kämpfen für sich selbst verlangen. * Zur Beilegung des Konfliktes im Portiergewerbe haben heute im Reichsarbeitsministerium Verhonidlurigen begonnen. Schiedsspruch im Möbelhandel. Für die kaittmännisckien und lechnülben Angestellten und Werk- meister deS Möbelhandels und der Abzahlmigsbranche wurde fol- gender Sckiedssprucki gefällt: Ter bisherige, om 1. Oktober außer Kraft getretene Tarif gilt weiter vom 1. Oklober 1920 bis 31. März 1921. Die gesamten Bezüge, einschließlich der Prot-Teuerungszulage, erhöhen sich wie iolgt: Bei Lehrlingen um SO Pro z.. bei allen anderen Angestellten um 70 Pro z. Der Hvlzindustrietarif ist zugrunde gelegt worden. Die Arbeitgeber erklärten, daß sie im gegenwärtigen Stadium keinen Tarif abschließen können, weil sie die Berhältnisie in ihrem Ge-> werbe oucki nur für die allernächsie Zeit nicht voraussehen können. Ihr Vertreter ließ durchblicken, daß die Arbeitgeber einem iünf- zehnprozentigen Abbau geneigter gegenüber stehen, als einer Lohnerhöhung. Alle weiteren AuSlünfte erteilen die drei Afa-Organiiationen: Zentralverband der Angestellten, Belle- Alliance-Str. 7/10. Bund der technischen Angestellten und Beamten, Werftstr. 7. Deutscher Werkmeisterverband, Stralauer Str. 56. Verlängerung der Arbeitszeitin den Speditionsbetrieben? Nach einer Notiz einer Rrbeitgeberzeitung hat die Reichs- arbeitSgemeinschaft für Spedition, Möbeltransport, Lagerei und Speicherei in ihrer letzte» Sitzung eine Kommission gewählt, welche die Dauer der Aibcnszeit in den Speditionsbetrieben einer Nach- Prüfung unterziehen soll. Seitens des Vereins Dcuticher Spediteure ist ein Antrag bei der Arbeiisgemeinichaft eingebracht wcr- den, die Arbeitszeit in den SpcdiliouS- und ähnlichen Betriebe» auf 10 Stunden pro Tag zu erböben.— Diesen Standpunkt der Arbeitgeber müssen wir aufs schärfste bekämpfen, da die Zeit nach der Einführung des achtstündigen Arbeits- lageß gezeigt hat, daß es möglich ist, auch im Sve- ditionSgewerbe mit einer Arbeitszeit von acht Stunden auszukommen. Gerade in dieser Branche hat die Emiübrung des Achtstuirdenarbeilstages keine Schwierigkeiten verursacht, da man in der Lage war. den B.nricb durch Schichtwechsel so aufrecht zu erhalten, daß eine prompte Verladung der Güter sich ermöglichte. Die gesamte Arbeiter- und Angcstelltenschast wird sich einer Verlängerung der Arbeitszeit in den SpedilionSbeiriebrn niii allen Mitteln entgeacnstellen. Wir erwarten von der Kommission, daß sie ihre Beschlüsse so einrichtet, daß dieselben keine G e- fäbrdnng des Wirtschaftsfriedens hervorrufen. Ist der Staatsbetrieb sozialisiert? Im November Heft der vom Allgemeinen Deutschen Gewer?- schaftsbund herausgegebenen.Betrrebsrätezeituna� wird die Frage geprüft, ob der Staatsbetrieb sozialisiert ist. Es wird darin ausgeführt, daß zwar der Staatsbetrieb ein vergesell- s ch a f t e t e r Betrieb ist. bei dem privatkapitalistische Profite nicht erstrebt werden, daß ihm aber doch ein wesentliches Moment fehlt, das K;n erst zu einem sozialisttschen Betrieb macht, die Mitarbeit der Arbeiter und Beamten, die ihnen ein Maß von Verantwortung am Betrieb mit auferlegt. Vater Staat ist zu weit, seine Sorge um den einzelnen Betrieb wirkt sich aus allein in papievnen Vorschriften in riesiger Zahl. Deshalb muß für den einzelnen Betrieb ein neuer Kurator entstehen, der ihn väterlich, ja mit gepanzerten Fäusten schützen und auch vorwärtZbrin- gen kanmn, daS ist eine erhöhte Selbstverwaltung. DaS Heft bringt Auszüge der Referate vom Betriebsräte- kongreg, einen Beitrag über den Verein Deutscher Ingenieure, die Pläne für den Aufbau der Arbeiter, und WirtschastSrÄe. Aus dem Gebiet der Betriebswirtschaft berichtet ein Aufsatz über die Lehr« von den Abschreibungen. Zahlreiche andere Beitrage bereichern den Inbalt dieses 6. Heftes der Zeitschrift, die bei jedem Postamt zum Preise von vierteljährlich S M. abonniert werden kann. Bund der technische« Ungestellte««nd Beamten- Heute abend Fachgrupvenoersammlung VermessungSweien und Autturtechnit 7 Uhr im HochzeilSfaal der Musiker-Fcslsäle, zlaiser-Wllhelm-Strage.— Bersammlung de« ÄerufsausschusseS der LaboratoriumStechniker 7'/, Uhr im Nordischen Hos. Jnvaidcnslr. 12k.— Fachgruppenversammlung Holzgeweibe 7'/, Uhr im Berliner KlubbauS, Ohmstr. 3.— Morgen abend Fachgruppenversammlung Elellroiechnit Starksirom 7 Uhr in Havellands Festsälen, Neue Friedttchsir. 35. Achtung l Aw.-Züd, Spandau.. Alle ehemaligen Arveiter und Arbeiterinnen, welche nach dem 9. Nooember 1918 entlassen sind und die Ucbcrgangsgcbübr feinen Wochenlohn) noch nicht erhallen haben, lönnen sich Sonntag, den 28. Nov., von 9—2 Uhr im Restaurant Mecklenburg, Ravens str. k, melden. EnllafsungSschein»st mitzubringen. Lerantw. sür den redakt. Teil! Tr. Lierner Peiscr, Tharlottenburg! für Knjeigen: Xh. Glocke. Berlin. Verlag: Borwärls-Verlag G.m.b.H.. Berlin. Druck! Bor- wärlS-Buchdruckerei u. Verlagsanltalt Paul Singer u. Cä., Berlin. Lmdenftr. i. BauaStHglBH 1*66 Wirt■TiffWWil Gewinn-Auszug 16. Prenst.-SLdd.(242. Prcutz.) Klassen-Lotteri« 6. BlaiT« 14. Ziehimgst-g 82.»o»einb-r 1920 Anf J«dfl fMOfeo« Kinn«»«Irnd vwel ffUieh hak« tiftwLan« U«ri»II«A, »d>«u j« elau»f die I.Me flelcher Neemei ta den beiden AktellnaireB 1 end U Ohne Gewähr. Nachdruck verboteu. 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