Nr. 579 ♦ 37. �ahrgong Ausgabe L Nc. 152 BrznqSvrciS: » Tteliahn.au.—_ moaati.lO— TOl hfe; ns>>au6 oomu« anlbat. oema dJlonatl tf 10.— dKU erfL Ra* fttflunaeaeoubi Uiner Rreu�banö füx Seut cMonf unD Oeftfrtewh 16. 0 fili"os nbrtqi Austont oei loallch «rnmoL 3ufl*nun' 2150 V »iftltmQfn lennt-n tn Oesterreich Uniarr, Tschecho»Slcnvotet. �ane» tnr.r:. SoQano. u emouxo.- N'wedeu und He Lcnwek.— xinoerrooen m t.i? Vosi- e'tunos Pre sliste. De».Bonvarts� mu de: Sonntaad» deiiage �Voi! u-�ecl� er'cketN' moct'en« tägiicd zwelmoi Conn-aye und Mon» tags"nina». Abend Ansgade Te' ea ramm» Adresse .SsziatSeinoiro» berliner Dolh�lilaft (20 Pfennig� Nnc»prcch>agS0°/v »ftlrme ilnieiyon- da»'rlj. gcaruatr®ori 1.— M.(jiulälitji �a>e fttafenidt» Jl'otitl.»de» weile« Bot: 60 clelienoniKh« uns . Sduaffielltnanjeisen so«»r>l» War» 45 P'O.»de» weite« ISori 40-Vtq. Warle übe: 15 Sudi'toben-iiblen für wei War:». SeuenmnfuiA'an f». Familie». �n-eqen flit Abonnenten Zeil» 1— M.. politt'di» und qe» wert ub«milche Verein«. An'eiaen Z.� Mb die Zeil« ohne Auiichlag. Anzeizen illr die n u dlft e Siunimer miifien bi« 8 Jiöt na.1 Niltian«>m yauDtaeidiäH. Verlin SW 4,'.'inden- traße 3, adnegeben werben. SVtüffnci »an 9 Mir-rüb dl« 5 Uhr abend». �erirralorgan der rozialdcmokratifcbeti Partei Deutfchlands Rcöoftion unü CxpsSition: c3). 6§,£inöcnlh. 3. rrninrrrtier; Jini!•J.Vanüt'lnn, lir. I't 1 IM)— I•*> I VT. I" Tonnerstag. den /J5. November 1�40 i. orwc!rts-veriag G.m.b. h.» EW. öS, Linöenstr.Z. «-rrnivredirr: iilint iviortiivlan. Nr.>17 7, U—.»4. Zur Strecke gebracht! XjciS Rücktrittsgesuch des CBcrbiirflcrmeifterä Mermuth läßt die geinze reaktiomire Presse Berlins erleichtert aufatmen. Man hat es endlich aesckvfft. den Mann zu beseitigen, der einst als Nachfolger Kirschncrs an der Spitze Berlins ganz xveifellos einen neuen Typ darstellte. Er wurde im Jahre 1912 von der liberal-fortschrittlichen Mehrheit des Berliner Stadtparlaments gewählt, während die Sozialdemokraten sich der Stimme ent- hielten. Seine außergewöhnlich? Arbeitskrast. seine Rückgrat- festigkeit auch gegenüber den höfischen Einflüssen, die damals noch auf der Berliner Stadtvernxiltung lasteten, muh heute auch von den Reaktionären anerkannt werden. Selbst die „Tägliclie Rundschau", die Scherl-Pvesse. ja sogar die„Deutsche Tageszeitung" erkennen an, dah er viel für Berlin gewollt und durchgesetzt habe. Nur die„Kripiz- Zeitung" erklärt, dah sie Herrn Mermuth keine Träne nachweine: Die Erwartungen, die man an fem« Amtsführung knüpfte, haben sith nicku erfüllt, in stxrs entere ist unter seiner Aogide in die ?crwaliunz der. städtischen Nngelegcn�en kein frische red: Zug gekommen, wie man gehofft hatte.' Nach wie vor herrscht im Noten Haus« der BurcaukratiSmuS in Reinkultur. AllcrdUgz er- fordert es die Gerechtigkeit, festzustellen, dost die KriegSzci t und ihre Folgeivirkiuigen der Amtssührung Mermuths nicht gerade güiist'g gewesen sind. Die ostclbische„Kret'z-Zeitimg" ist aRerdings das ein» zsge Organ, das seinem Hah gegen Mermuth so offen die Zügel schichcn läht. Tie übrig? deutschnalionale Presse find?f wenigstens ein paar verbindliche Worte für feine früheren Peidienft-e, die aber vollkommen ven'clwinden. weil der fclxidende Olberbürgermeister nach der Revolution sich nicht in schroffen EXgenfatz zu den Kräften gestellt bat. die in dem demo-kratifchrn Teutschland den be- vorrechtct.m Besitz in der Leitung der Geschäfte abgelöst haben. Am deutlichsten spricht biefcn©cbamfen das Dtinnes-Vlott, die„Teutsdie Allgemeine Zeitung", auS, indem sie schreibt: Möaan die Motive, die ihn leiteten, als er trotz des Wider» svruchs sämtlicher bürgerlichen Parteien sich von dem Radikalismus als Träger radikaler RitMung mif den Schild erheben lieh, auch in einer Ausfastung begründet gewesen sein, die in einer Mittler» tätigkeit einen Ausgleich der gegensätzlichen Anschaimngen und Interessen als möglich erachteten: er, dessen bisherige Entwicklung und Stellung zu einer solchen Permittlerlätigketi in schrossstem Miderspnuch stand, durfte sich nicht zu einer Nolle bergeben, die schließlich docki immer ihn al? Werkzeug radikalster Jniercfscn zeichnete. Es ist ja möglich, dah er selbst sich desien nicht in vollem Umfange bewußt geworden ist, zu welchen Zwecken der Radikalismus sein« Persönlichkeit auch bei der Neuwahl des Obcrbürger» meistcrs in den Vordergrund stellte. Er durfte jedeniolls eine solche Rolle nicht übernehmen, und eS war ein schlverer Irrtum von ihm. wenn er annahm, in dieser Rolle der Gesamif>cil nützen zu können. Konnte man von den d e u t s ch n a t i o n a l e n»nd deiitlchvolksparteilichen Kreisen, die Wermitth müde gehetzt l/aben, kein anderes Urteil erwarten, so überrascht doch einiger- mrchen, daß auch die d c m o k ra t i sch e Presse sich in der Per- iirtcslung Mermuths jenen Kreisen vollkomnicn anschlicht. Das.Scrlincr Tageblatt" z. B. bezeichnet Mermuth als einen „hervorragenden Verwaltungsbeamten", der seine bedeutenden Gaben und feine bobe Arbeitskraft niit Er» folg in den Dienst der größten deutschen Gemeinde gestellt lxibe. Er habe in den zwei Friedenssahrcn die Verwaltung wesentlich verbessert und in den vier Kriegsjahren durch eine vorausschauende Ernährungswirtschaft den Anspruch auf den Dank der gesamten Berliner Bevölkerung erworben. Aber,»nd nun kommt dar Pferdefuß: Seine„zu weitgehende A n v a s n r. g? f ä h i g k e: t"»nd..eine zu große Nachgiebigkeit gegen Einflüsse der äußersten Linken" baben ihn um den Kredit bei �> Demokraten gebracht. Sein„schwächliches PerMien" f 1?r den streikenden EkektrizitätSarbcitern bat ibn auch bei am Demokraten io unmöglich gemocht, daß das„Berliner Tageblatt" findet. daß er im richtigen Zeitviinkt gehe, wn die großen Verdienste, die er sich um die Rcichshauptstadt erworben habe, nicht zu ver- dunkeln. Tie Deutschnationalen und sonstigen fapita kistischen Kreise haben Mermuth zur Strecke aebraeft. Die Kommunisten aber gaben Afm den ftangstoß. Beide find jetzt zufrieden. Was kümmert e? sie, wenn die neue Gemeinde Groß-Berlin da- durch in Schwierigkeiten gerät. Frankreichs Außenpolitik. Pari», 25. Rvvembor. Minlstcrpräfideitt 2 e»1(I« e 8 er- schien gestern vor dem KammerauSschuß für auswärtige Angc- Icgenhciten und erklärte dort, dast Deutschland das A b k» m m e u von Spa ausführe und daß die Waffcnabliefcrungen fich ver- stärkt hätten. Die Prämie in G o I d, die zur Besserung der wirtschaftlichen Lage der Bergarbeiter dienen sollte, habe dreser Bestimmung nicht zugeführt werden knöncn. Lengires erklärte ferner, daß er den Standpunkt gegenüber Rußland weiter auf- recht erhalte, dcn bis jevt dir franzSstsche Politik rtngen-mm-n habe. Er halte aber wirtschaftliche Beziehungen von Person zu Prrsou für angebracht. Weiterbin erklärte er, er sei ein Gegner der Blockade R n h l a n d S, die er als gefährlich und wirkungslos betrachtr. Ter„Matia" betont, daß diese Erklärungen gestern abend in den Wandelgängen der ftaminer der Gegenstand einer lebhaft-n DISkusston waren. Amsterdam, 25. November. Wie auS London gemeldet wird, werden sich Leugne», G i o l i t t i und Lloyd George bei ihrer in London stattfindenden Konferenz nicht nur mit der griechischen Frage, sondern auch mit der Frage dcS Handels mit Rußland, der von Deutschland zu zahlenden Ent- fchSdigung und dem türkischen Friedensverträge befassen. Die Anwesenheit Giolittis ist notwendig, weil bei den Besprechungen über den Ostteil de» MittelmeereS und über Kielnassen auch italieuische Jntcresfen zur Sprach« kommen werden. Vertrauen in di« Politik der Regierung«ussprickit. Dieser An- trag wurde ein st immig angenommen, der Antrag AsguithS jedoch wurde mit 303 gegen 83 Stimmen verworfen. �renöebatte:m Unterbaus. London, 25. November. Unterhaus. Asquith eröffnete vor dicht besetzicm Haus« die Debatte über die bereits gemeldete Entschließung der Liberalen und der Arbei erpartei, lwtr Irland. Rkquith betonte naeförückl'ch den allgemeinen Absckwu vor den Morden und dcn übrigen Verbrechen in Dublin. Er sagt«, die Erekutive müsse in der Lage sein, solchen Verbrechen mit reinen Händen entgegenzutreten. Es sei ein überwältigendes Beweis- mvteriak dafür vorhanden, dah die Wieder Vergeltungen orgon'siert seien. Wenn die Exekutive gegen die Mieder- rergel'unnrn sei, wcSbalb verbindere sie diese dann nickr. und wenn sie sie n cht Verbindern könne, warum schre ie sie dann nicht mit Bestrafungen ein. Greenwood erklärte, die große Mcbr- *,51 v» iriüfwn BalkeS verlange nach Frieden und bekomme auch ven Frieden-, denn der Terror nwrde von den bewaffneten Streit- krörten der Krone gebrochen. Ein anderer Abgeordneter brachte einen Antrags ein, in dem das Hau» der Polizei und den Truppen in Irland für die unter bei. spiellas schwierigen Umstand«» geleisteten Dienste Dank und sein Die Arbeit öer Vö'ikerbunAkomtnssibnen. Die Völkerbundtagutig in Genf ist in da? zweite Stadium eingetreten. Die Zeit der großen Reden in den Plenar- sitzungen ist vorüber und man versucht jetzi, in Kommissionen ! ernstere Arbeit zu verrichten. Die Kommission für den I n t e r- nationalen Gerichtshof, der unter Leon Bourgeois'tagt, konnte bisher zu einer Einigung nicht gelangen. Zwei Ansichten stehen sich gegenüber. Ter Entwurf des juristischen Komitees im Haag gibt dem Gerichtshof das Recht bindender Urteile. Die vom Vöskerbundsrai in Brüssel angenommenen Zusätze geben dem Ge- richtSihof nur nach vorheriger Uebereinkunft zwischen den Parteien das Recht zur Urteilsfällung, außer wenn die bestehenden Ver- träge die obligalorische Schiedsgerichtsbarkeit vorsähen. Die Kom- Mission ernannt« eine Unterkommission zur Prüfung ge- wisser Cpezialsragcn, zu deren Präsident H a g e r u p- Norwegen gewählt wurde. Die provisorische Wirtschafte- und Finanz- kom Mission zur Fortsetzung der Arbeiten der Finanzkonfcrcnz von Brüssel, deren Errichtung vom Völkerdundsrat beschlossen wurde, ist unter dem Vorsitz von Ador(Schweiz) zusammen- getreten. Sie wird die von dcn verschiedenen Regierungen an die Finanzkouferenz von Brüssel gerichteten Berichte.nach ihrem In- halt sichten und nach einheitlichen Gesichtspuiikten ordnen. Eine Hauptaufgabe bilden die Vorarbeitdn zu einer neuen inter- nationalen WirtschaftS- und F i n a n z k o n s e r e n z, die wahrscheinlich im Lauf« deS Jahres 1921 in Genf zusammen- tritt, um die Schaffung der ständigen wirtschaftlichen und finan- zicllen Organisationen de? Böllerbundes vorzubereiten. Die Kontrollkommission für das Gebiet von Wilna hat die provisorisch« Regierung erinnert, Bürgschaften dafür zu geben. daß die von Zeltgcwfti gegebenen Anordnungen, die Defensiv« zu beobachten, befolgt werden. Vertreter des Völkerbundes. Litauen? und Polens werden in Kowno über die Wilnaer Fr�e verhandeln. Die Aufnahme von Bulgarien und Oesterreich in den Völkerbi'nd scheint nach den bisherigen Perhandlungen der 5. Kommission gesichert zu sein. Allerdings verlangen Serbien und Rumänien als Voraussetzung für die Zu- lassung Bulgariens die vorherige Erfüllung des FriedenÄserirageS und möchte» überhaupt Bulgarien mindestens eine gewiss« Probe- zeii auferlegen. Der WZSerstanö öer öergherren. Märchen vom freien Handel. � In der Soz'cillsienmssSdebcitte des RciclistcrgI vom letzten Sonm>bend hoben die Roden der deutschnationalen und deutschvolksparteiliclien Unternehmervcrtreter, der Herren Leopold und Dr. C u r t i u s, gezeigt, mit wie fclfipwn Widerständen die Bergcwbeitenclfoft in ihrem Kampf um die Uebcrfiihrung des Kohlenbergbaues m die Gomeinwirtschaft zu r«l>nen hat. Wenn sozialisiert wird, so wiederholen unermüdlich die Verfechter des privatkopitalistisclxn Monopols, dann höre jede Freiheit der eigenen Entschließung auf; alles würde in di? Zwangsjacke der Etatisicrung gepreßt; mit dem freien Kaufmann sei es zu Ende. Diesen Singsang hören wir seit Jahrzehnten: dabei ist es gerade im Kohlenbergbau zu prüvatkapitalistisckM Monopolbildungen weitgreifewdster Art gekommen. In der Degriindimg der preußischen Berggesetznovelle vom 18. Juni 1997 wird der Ausbau des Privatmonopols im Bergbau gesckssldert. Tie Gesetzgebung von 1859 bis 1893 bezweckte� der Manchesterlehre zuliebe, die volle Bergbau- sreiheit für jeden Unternrhmimgslustigen. Was geworden ist, sagt der amtliche Text mit folgenden Worten: „...im übrigen aber ist die...gewollte Berg» baufreiheit so gut wie ausgeschlossen, da ein Dritter«S nicht wagen darf, gege n die übermäch» tigen Gesellschaften und Unternehmer in den Wettbewerb zu treten." Die so übermächtig geivonden-en Gesellschaften imd Unter- nehmer sind es nun, die sich gegen die Sozialisierung wenhm--„zirm Schutz der Bergbau freiheit und des freien Handels". Schon 19l9 herrschton die Vertreter von nur zehn Großbetrieben, Benken»nd Unternehmerfamilien über 80 Proz, der Ruhrkohlenfövdenmg. damit der Hälfte des g?» samten deutschen S teinFoh 1 en bergba uesl Inzwischen hat die Konzentration der Montamverke riesige Fortschritte gemacht. Geilenkirchen, Deut sch- Luxemburg, Bo- chnmcrVerein imtcrstehen min einer Direktion, immer neue Fu-sionspläne weiden zur Reife gebracht. Himdert- tausende Arbeiter und Angestellte unterstehen bereits de? Direktion dieses einen M o n t a n t r» st s, dessen Verzwei- gungen, Interessengemeinschaften und familiäre Beziehungen schan gar nicht mehr irberselchar sind. Wenn es doch offen- sichtlich zu emer monopolistischen Vertrustrmg der wichtiasten Bergwerk? kommt, warum muß dieser Riesenlrust ein privat- kapitalistisches Gebilde sein? Er darf es nicht sein, wenn das Volk die Zeichen der Zeit versteht. Man mag als T c ch n i k e r eine ästhetische Befriedigung an der gcgeniwärtig sich rasch vollz sich enden Merkskonzentration lwben, der Wirt- schaftspolitiker muß eine große Gefahr für das Volksrecht in dieser fieberhaften pri- vatkapilalistischenMonopolisieriingsaktion sehen! Zahllosen kleinen und mittleren Unlernebmern ist es längst zum Bewußtsein gekommen, daß sie nur die mehr oder weniger fledu!d?!en A n g e st e l I t e-n weniger Jndustne- monopolisten sind oder werden. Tic Verwaltung eines Riesentrustes, der die Erzaigiing aller Grade umfaßt, wird natürlich viel schwerfälliger sein, als die Direktion auch des größten Einzelunternehmers. Also fällt die Warnung vor der Schlwertiilligkeit der Verwaltimg einer sozialisierten Kohlen- bewir.tschaftung in sich zusammen. Znsammen fällt mich d'e Wari�ng vor der Aiithebiing des freien Handels durch die Sozialisiming der Kohle. Denn seitdem es Kohlen» syndikote gibt, haben sie crsol g r eich den freien Handel immer mehr erwürgt— in Wirklichkeit sind die Kohlenhändler bis zum letzte u Kleinver schleiß erläng st vomKohlen- syiidikat abhangige Angestellte, denen der Geschäftsbetrieb diktatorisch vorgcschrie» b e n ist. Wr? der freie-Handel durch die privaten Kohlenmonopo- listen abgedrückt wird, dafür ein lehrreiches Beispiel aus dem Ruhrgebieb Die Kohlenhändlervereinigung Gelsenkirchen teilt mit, seit Jahren bemühten sich di« Zechengesellschaften. den Londkoblenabsatz in„eigene Regix" zu übernahmen. Tie„eigene Regie" ist so beschaffen: Eine gewisse Firma L. Moll u. Co. erhält von der Gelsen- kirchencr B. G. das Alleinreikoufsrccht der Landabsatzfoble. An diese Firma haben sich alle Kobtenverkäufer im Landabsatz zu wenden. Sie erhalten eine„Katilenanweisung", für die sich die Monopolfirma Pro Tonne 19 Mark Extra- Profit zahlen läßt. Der Privatmann, der sich die Kohle unmittelbar von der Zeche holen löß, muß der Mono- polfirmo sogar 37 Mark pro Tonne extra zahlen 1 Nur für die AuSstellimg der„Kohlenanweisung". denn die Arbeit des Abtransport? ustv. überläßt die Monopolfuma den anderen. So ist zu lesen in einem recht instruktiven Ar- ttfol im. Dortmunder„Generalanzeiger" vom 14. Oktober. Die Syndl?atSzelhen haben aTso den freien Handel mit Lcmdabsatzkohlcn schon glatt beseitigt, indem sie eine oben- drein die Kohle noch stark verteuernde Monopolsirma einsetzten. Dieser müssen die kleinen Händler und Privatbezieher einen böhen Exlratribut«ahlen, dessen Empfänger kaum jene Mono- polfirma allein ist. Durch diese Manipulation wird aber auch dem Reichskohlenverband bzw. dem Reichskohlenrat und dem Wirtschaftsministerium, den offiziellen Organen für die Preisfestsetzung, ein Schnippchen geschlagen? Die Kohlen- preise werden willlürlich sehr beträchtlich erhöht, indem man eine absolut unnötige Zwifchenhändlerstation einschiebt. � Die kleinen Händler, die man jetzt auch„zum Schutz des freien Handels gegen die Zwangsjacke der Sozialisierung" neben anderen von den Monopol! st en komman- dierten Temonstrantentrupps aufmarschieren läßt, sind an die Wand gedrückt. Und d'e Defsentlichkeit soll immer noch glauben, die Sozial sierung bringe die„Zwangs- jacke für den freien Handel". Ach nein, der„freie Handel" steckt längst in der Zwangsjacke der großkapitalistischen Monopolisten._____ Kah? und Escherich. Der bayerische Ministerpräsident Herr Kohr weilt zur Stunde in Berlin, um mit der Neichsregicning über die Frcnjb der bayerischen Einwohnerwehren zu verhandeln. Mit ähnlichen Schmerzen belastet, ist am Mittwoch der eigent- liche Beherrscher Bayerns, Forstrat E s ch e r i ch. in Dresden gewesen. Er hoffte dort eine Aufhebung des sächsischen Vcr- botes der Orgesch zu erwirken. In seiner Unterredung mit dem Ministerpräsidenten. Genossen B u ck, und dem Minister des Innern, Genossen Kühn, troff Herr Escherich in gewohnter Weise von Loyalität, erklärte sich als Gegner der Kavpisten, beteuerte auch, Ncchtsputsche bekämpfen zu wollen usw. Er mußte sich aber von den Genossen Buck und Kühn sagen lassen, daß zum mindesten in Sachsen die Orgesch ein ganz anderes Aussehen habe, als Escherich ihr zu geben suche. In Sachsen ist die Orgesch eine unter- irdische Verschwörerorganisation, die geheime Minierarbeit treibt, sie provoziert geradezu die Gegenseite zu ähnlichen Zusammenschlüssen. In Sachsen ist auch der innigeZusammenhang mit den Kappisten trackgewiesen. Auffällig ist auch, wie alle Fäden der Orgesch iin Dresdener Bürgerrat zusammenlaufen. Der Mi- nister des Innern belegte den geheimen Vcrschwörertfviraktcr der Orgesch in Sachsen mit ausgiebigem Material. Was über die sächsische Orgesch festgestellt wurde, das trifft auch für die Preußische zu. Man beachte nur, daß allenthalben in Preußen bekannte Kappistcn und Rechts- Verschwörer wie Leutnant Roßbach. Leutnant Ma- rann usw. an der Spitze der einzelnen Untcrorganisationcn steben. Es gehört wirklich ein? reichliche Portion Naivität dazu, um Herrn Eicherickts treuherziger Bieder- mannsmicne Vertrauen zu schenken. Hinter ihr maskiert sich ein pfiffiger Reaktionär, der sehr genau weiß, was er will. Und nun kommt Herr von Kohr nach Berlin, um Esche- ricbs Spiel zu unterstützen. Jüngst sandte das führende Stuttgarter Zcntrumsblatt eine dringende Mah- nung an den bayerischen"Nachbar,' sieh' doch die Falsseff zu ver-' gegenwärtigen, die ein Beharren Bayerns auf der Einwohner- wehr durch die Besetzung. des Ru.hrgebiets sei- tcns der Entente zeitigen würde. Mit' sehr starken Worten war die bayerische Politik als eine Politik des Leichtsinns und der Illusionen gekennzeichnet worden. Bei gewissenlxifter Prüfemg der Sachlage soll die deutsche Regierung Herrn Kohr keine andere Antwort geben dürfen, zumal wenn sie daS heute früh von uns veröffentlichte Rundschreiben des bayerischen Jndustriellenverbandes beachtet, ans dem klar her- vorgeht, daß die bayerische Einwohnerwehr keine Einrichtung der Staatsgewalt, sondern ein? ganz private Sold- t r n p v e der bayerischen Industrie ist. Die fthon schlafen gingen. Von Alwin Rath. Um den aben&Iichen See bin ich gelaufen. Am sturmrasielnden, wmterdürren, gelben Rohr hocke ich«r- HVÖpst auf emcm eichenen Baumstumpf. Tiefdüster hängt der WinterhimmÄ seine schleppenden Wolkenfetzcn fast bis zu den hohen Pappeln über mir herab. Hastig haben es diese Nebelschemen. Wie uiigestalte Sagentiere wüten sie lautlos vorbei. Da braust es in den Pappelwipfeln auf, als fege ein Orkan kos. Fingerhutdicke Eisstücke sehe ich zu Hunderten plötzlich auf den See knallen, auf den grüngelb, abendlich überlohten E.Srand, und über mannshoch wieder empor und wild durcheinander springe» Ten Kopf tief eingezogen bin ich im Nu im Kellcrrcst einer mäekifchcn Wasserruine, die im Uferforst hier unter Brombeerwirrnissen und NadelsäulniS vergeht. Dumpf und pilzig riecht eS in dem alten Loch. Braunzermürbt« Balken. Eingestürzte Bögen. Ein Lager aus Rohr, wie von einem Landstreicher hereingetragen. Dicke düstere Pilzwucherungen an der modrigen Gcwölbcdecke. Draußen hat der EiStanz seine klirrende Tollheit beendet. Glührot trifft plötzlich die Abendsonne die dicken Pilzwuche- rrnigen an der Decke. Fast wie krause mächtig« Lorcheln sind sie an- zuschauen, wie vertrocknet« Fellbeutel. An eigenartig dürren, dünnen Stengeln, die fast wie tierartigr Füße aussehen, hängen sie unter dem morschen Gebälk hier. Da aber sehe ich, wie die Sonn« draußen noch tiefer sinkt, wie ein Blutwipfel zwischen den Bäumen sieht, oben ein hornartiges Auf- schimmern an den.Stengeln", sehe richtige Krallen, kleinkrampsig, die sich fest in da» mürbe Gehölz wie mit kleinen Anfcrhaken hineingezwängt haben und diese merkwürdigen Fellbeutel nach unten hängen lassen. Die schwärzlichen Fellpelze von Fledermäuse Wie Frauen im Wetter haben sie ihre schwarzpcrganieniartigen Umschlagetücher über den Kopf geschlagen, ihre Flughäute, und baumeln da nun wie kunststückemachende büßerisch- Fakir« auf dem Kopf; düster wie büßerische Karmeliter, die auch nicht mal ein Nosenstippchen, ein Auge von dem Wunder de» Menschenkörpers aus der alles verhüllenden kasteienden Mönchstracht zu zeigen mehr wagen. Am schwärzlichen Pelz, der hier und da wie dunkleS Altgold in der letzten Sonnenschönheit überschmolzen ist, und auch am For- mate erkenne ich, e» müssen Abendsegler sein, die in dicht- gedrängtem Aufmarsch hier, kompagnienhaft geordnet, die Welt auf den Kopf stellen. Dies« Zantteusel. jetzt können sie sich vertragen I �Scheiöemanns 45 Millionen". Der unerschöpfliche Verlcumdersumpf. Es läßt sich kaum noch rubrizieren, was an Verleumdung gegen die soz oldemokratifchen Führer ausgeheckt wird. Die schmutzige Plauiasie der Ehrabschneider übersteigt alle Grenzen. Natürlich wird die Vcrleumduug um so perfider und gemeiner, je ch r i st- licher und nationaler die Kreise sind, auS denen sie stamm:. Namentlich die frommen Vorkämpfer der christlichen Nächstenliebe leisten im B�rleumderhandwerk ganz Außerordent- l i ch e S. Da behauptete am 28. August d. I die in Bethel(der frommen v. Bodelfchwinghschen Kolonie) erscheinende Zeitung.Aufwärts", ein antisemitisches Blatt,-daß Scheidemann in der Schweiz bei WLdcnSwil ein großes Gut sowie ein Vermögen pon 28 Millionen Mark besitze, in der ganzen Schweiz ein Vermögen von 48 Millionen versteuere. Diese Meldung versah der fromme Verfasser mit der Uebsrsthrist„Nevo!atioiiSgcwinnle>-.n der Schweiz" und knüpfte daran w.hteidige Betrachtungen, wie der Führer der MehikleitS- sozialdernokratie, von persönlicher Seid st sucht getrieben, seine Stellung nur benutzt habe, sich zu bereichern. Eine Berichtigung Schcidemanns führte nur zu neuen Jrwekliven. Nunmehr stellte Genosse Schcidemann Strafantrag gegen den vcrantmortiichcn Redakteur Dr. A. Wagner. Der Staats- amualt erlwb L fentliche Klage. Vor Bericht brach natürlich die Be- Häuptling des Angeklagten über ScheidcinonnS Millionen in nichts zusammen. Die eingeholte Auskunft des GemeindevorstandS WädcnZtvil lautete dahin, daß von einem Scheldemannschen Besitz in der Schweiz dort nichts bekannt fei. ES handle sich vielleicht um eine Verwechslung mit der dortigen ParvuSfchen Besitzung. Nunmehr wurde der Angeklagte erheblich kleiner und beteuerte, eine absichtliche Beleidigung ScheidemannS habe ihm ferngelegen. Er habe seine Verleumdungen nur ausgestreut, um die Moral im Volke zu heben und dem sittlichen und religiösen Empfinden freie Bahn zu schaffen. Für diese Sorte Moralhebung hatte aber daS Gericht kein Verständnis und vecurtcitt« den Angeklagten zu 1880 M. Geldstrafe. Außerdem wurde dem Nebenkläger Scheidemann die Publika» t i o n S b.e f u g n i Z zugesprochen. Das(? araktrisiische aber ist. daß dies« Verleumdung in der ganzen.nationalen" Presse die Runde gemacht hat und, wo sie> nicht gefaßt wurde, natürlich auch nicht widerrufen war- den ist. Auch nicht werden wird! Denn es geht nicht? über daS Anstandsgefühl der nationalen Ehrabschneider. Rücknahme ausgeschloffen. Die„K r« u z. Z e i t u n g" muß zu ihrer bereit? von uns fest- genagelten Verleumdung über den angeblichen LS-Millloucn-Vorschuh ScheidemannS an Stlarz und die angeblichen Schlemmerfcste Haenischj und Schcider.ianns in Wannsee Berichtigungen der Bete.liglen bringen. Natürlich ist das kein Anlaß für sie, ihre Be- hauptungen zurückzunehmen, sondern nur, sie in anderer Auf- m a ch u n g zu wicd-trholcn. Wir haben längst die Erwartung auf. ggccbcn, daß nationale und christliche Blätter jemals eine Verleumdung offen zurückneymen werden. Tpitzclklatich gegen Wels. In dem Prozeß zzegen Prinz ist man nun glücklickzerweise so- wei: gekommen, auch den Genossen W e l S:n die Mordasf.ir,: gegen Liebknecht mit hineinzuz ehen. Nach den ZeitungSderlcksten soll v. Tyszka erklärt haben, daß er auf Vcranlafluiia von Wels rer- -haftet wordc-n-sei und-von diesem.fpäier 4000 bis 0000 M. erhalten habe. Offenbar ließ WelS den Tyfzka nur verhaften, um ihm den Betrag auch sicher auishändigen zu können. Wie WelS in? mitleilt, ist ar dieser ganzen Erklärung kein wahres Wort Gen WelS hat telegraphisch bei dem Vertreter deS Genossen Sche'demcmn, Herrn Justizrat Werthauer, seine Bceuchmong in diese«, Prozeh beantragt. Noch eine mehr! Hamburg, 2ü. November.(Eigener Trahtbericht def „V o r w ä r t 4".) In den nächsten Tagen findet vor dem Schüffen» gerich: in Hamburg die Verhallst ung über eine Beleidigungsklage statt, die der Gcschästsfühver de? Bunde? denticherKriegS» be sch ad i g t e r, Sitz Hamburg, Heinrich Fischer, gegen den Ge. werkschaftsfiihrer John E h r e n t e i t und gegen den Redakteur Wo es heißt zusammenkriechen I Sich gegenseitig wärmen und nicht totfrieren l Sonst holtsn eS zwei nickst nebeneinander au»— und diesen Aufmarsch hier, ich schätze ihn auf zwei» bis dreihundert Mann Abendsegler. Auf.Feldkompagniestärke"— seligen Angedenken». Abendsegler! ES war vor einigen Jahren in einem bayrischen Voralpen- darf. Da hocke ich abends ermüdet außerhalb des von der letzten Kuhglocke durchläuteten Dorfes. Plötzlich muß sich eine Nachtwolke in den grüne» Abendschmelz de? Himmels werfen. ES wird jähling» finsterer. Ich schau« regenbefürchiend auf. Aber was sehe ich! Die Nacht hat sich in Fetzen aufgelöst! In Tausenden von schwarz zappelnden Fetzen. Und daS flattert um die Riesenlind«. Der Himmel ist nur noch ein durcheinandcrglitterndeS, dunkle» Chaos, in dessen Wirvwarrzucken grüne Schmelzstückchen aufglühen wie Sternschnuppen. Lautlos ist dieser ganze, höchst überraschende, nie gesehene Tummult. der in seiner gewaltigen, wolkenartigen Ausdehnung wie eine böse, drohende, fast beängstigende Naturerscheinung wirkt. Geräuschlos strudeln die Tausende unheimlicher Lebewesen in gespenstischem, flattrigem Zickzackfl-uge um die Wipfelkugel de» herbstlich käblen Baumes, und alle sind eine» Gedankens voll: nach Süden! nach Süden! Diese fliegenden Mäuse, die Fledermäuse, die merkwürdigsten unter den Zugvögeln, sie haben hier an der atten Lindengreisin seit Jahrhunderten schon ihren Wandertreffpunkt, wie mir nachher die Wirtin im Dorf mit dem Schaumkrug in der Hand erzählt. Nach Süden! Sie sind noch nickst auf das Erhängesystem de» Abendsegler» gekommen, diese bayrischen Gebirgler. Warum auch! Der warme Atem de» Süden» haucht ja über die Berge lockend herüber. Und dann zappeln sie. pfeifend und schnurrend plötzlich vor Verflnü�en, daß es losgeht, nach irgendwohin durch die Düsternis der Nacht davon.. Und erst gegen Mitte des Sommer» schnurren die dunklen Zick- zackflattercr wieder eines Tage? in der blauen Dämmerung um die rötlich beglänzten Zweig« der Abendlinde. Kurt Tucholsky veranstaltete in der Berliner Sezession eine Vorlesung nuS den Schriften von Theobald Tiger. Peter Panier, Janaz Wrobel und Kaspar Häuser. Diese dem Vortragenden an- scheinend nahe verwandten Persönlichkeiten beschäftigen sich mit bolitisch-philoiophischcn Betrachtungen, kulturellen Entwicklungiaus. sichten, vor allen Dingen mit scharf pointierten gereimten und un- gereimten Sattren. Einem reißenden Biß. einem Prankenschlag de» ReichZhuudeZ der Kriegsbeschädigten, Dagobert Bern- stein, angestrengt hat. Der Anklage liegt ein Artikel zugrunde, in welcher Fischer die Behaupiung ausstellte, der R c i ch S b u n d der Kriegsbeschädigten verdanke seine Entwicklung„den Geldern de§ russischen Grotzscknebcrmillionärz Dr. Helphand- Parvus". Diese Behauptung wurde von dem Redakteur des Zicichs- Sundes unter Heranziehung einer Aeutzerung deS GcwcrkichaflS- sührerZ Ehrenteit schärfste nS zurückgewiesen. Fischer bzw. der Bund deutscher Kriegsbeschädigter baben sich damit jedoch rrcht beruhigt, sondern erneut in ihrer Zeitschrift die Behauptung von Geld- spenden de» Dr Helphand- Parvus für den Reichsbund aufgestellt. Mittlerweile ist diese Behauptung dann durch die ganze deutschnationale Presse gegangen. Als Antwort daraus erschien in den Mitteilungen des ReickSbundeS der KriegSbcichädiy. t«n ein Artikel, in dem der Geschäftsführer des Bundes dcuffchcr Kviegkbeühädigter, Fischer, solange er nicht den Beweis für seine Behauptungen erbringt, als„nichtswürdiger Lump und Lügner" bezeichnet wird. Daraufhin ist die BeleidigirngS- klage erfolgt und der Bund deutscher Kriegsbeschädigter will vor Gericht den Beweis für sein- Behauptung anlrelen. Von den Be- klagten sind als Zeugen für die Unrichtigkeit der Behauptung des Bundes deutscher Kriegsbeschädigter genannt worden: Dr. Helphand-ParvuS, Direktor Erick Rotzmann vom HaupiversorgungSamt in Stuttgart, soivie der Gründer des Reichs- bundvs, Genosse ErichKuttner. Wir werden über den Prozeß berichten. das ungesetzliche Lanöesökonomiekollegium Der Hauptausschuß der Preußischen Landes- versammlung beriet am Donnerstag weiter über den HauSkufl! der landwirtschaftlichen Verwaftung in Verbindung mit einer Zusammenstellung über die Zuweisungen aus den Uebcrschüssen der preußischen Vlehhandelsverbände. In bezug auf das Landes- ökonomiekollegium betonte Minister Braun, daß doS Kol- l�jium durch königliche V-rocdnung eingerichtet sei, die nicht durch die preußische Gesetzessammlung ver. öf fe ntl icht wäre. Die Verordnung habe also keine gescy iche Grundlage, nur das StaalSministerium sei berechtig:, daS LandeSökonomickollegium aukzulöfen oder seine Satzungen zu ändern. Da das Kollegium keine sachltche Berechtigung mehr habe, solle man die 200 000 M., die es jährlich erfordere,» cht weiter aufwenden, zumal der gegenwärtige Borsitzende entgcgln den Satzungen nicht bestrebt sei, das Ministerium zu beraten, srn. der» seine Aufgabe nur darin finde, den LandwirtschrftS.nin-sier zu st ü e n. Aus den Uebcrschüssen der ViehhandelSverbände si:d nach der Ueberficht ll0 3S8 000 M. zur Förderung der r'codwn:- schas» und der Viehzucht ausgegeben worden. Der Mi i'-rer e: klärte. daß die Viehhandelsverbände augenblicklich aus>;i» o r h a n- denen ll e b e r s ch ü s s e n zehrten, und daß die p h a n t a st schcn Zahlen, die hinsichtlich vorhandener Ueberschüsse genannt würden, nicht zutreffen. Der Ausschuß nahm einen demokrati-chen Antrag an, aus den llcberschüssen der Vieh'.andelSvcrbände de» landwirtschaftlichen Institutionen der Universitäten genügende Mittel zur besseren Erfüllung ihrer wirtschaftlichen und pädagogischen Aufgaben zu überweisen. - I Das Hufeisen»von Gottes GtiaSen*. Der.Elberfelder Generalanzeiger" kann feinen Lesern folgende toclterschüttcrnde Kunde übermitteln: Gelegentlich der Hockzettifeier de? vormalige» Flstgel- adjutantcn de« vormaligen Kaiser». Harcptmann v Jlsemann mit der Tochter d» Grafen v. Bentinck prangte das Dörfchen Anw» tetioen im Festschmuck. Der kirchlichen Einsegnung in der Darf» kirche wohnte der Kaiser nicht bei, wohl war er zur Zivilirauung in der Schloßkapelle ersckf eaen. Der vormalige Kronprinz schenk.« dem ihm befreundeten Herrn.Hauptmann v. I l s« m a n n ein von ihm in der Wieringer Hufschmied« eigenbändig geschmiedete» und mit seinem Ramcnszog versehene» Hufeisen. Nun weiß man doch wenigstens, woher die bei Gruße« an- gelegten Gelderder kronprinzlichen Familie stammten. Friedrich Wilhelm hat sie als Hufschmied verd.ent.(Von dem Manscheltenknopf-Patent ganz zu schweigen.) Aber wenn er seine Pvodukte verschenkt, wird er es doch nicht weit bringen. Vielleicht aber hat er Herrn Haupimann v. Jlsemann da» Hufeisen al» Ersatz für ein verlorene» dediziert? zuliebe muß bei dem Geschleckst der Tiger und Panier die Sorge um abgemessene und geschmackvolle Haftung oft etwa» nachstt.ten. Man kann ja in Zweifel geraten, ob idiotischer Dünkel oder brutale Ungerech-tigkett nicht besser durch da» in feiner Kurve hin- glitzernde Florett al» durch da« Zuschlagen mit der kurzen Kcuke getroffen werdcn. Aber der als wegräumender Pionier den Zeit- geschehnissen voraneilende Satiriker, der es ernsthaft meint und hinter der Eulenspiegelmaske den Blick des Mitleids für die leidende � Menschheit birgt, muß wohl sein Können von vornherein aus die kräftigste Wirkung einstellen, soll er Gehör finden. Der Boxerstoß ist stets ein überzeugende» Argument. Dieser Ansicht waren auch dt« Zuhörer. Sie spendeten den in die Regionen deS Literarischen und Künstlerisckwn hinaussteeben- den Gaben, wie den Bildern„Dämmerung" und„Die Flecke", höfliche Achtung und überschlugen sich im Beifall, wenn ein« grobe Mne auf den bedrängten Gegner loSbrummte oder ein« Eindeutigkeit di« verständnisinnigen Nerven traf. So was bleibt immer jung, während die politische Satire merkwürdig schnell in die Kategorie der Ladenhüter rückt. Wie antiauiert erschien schon der Zorn deS verwogenen Sängers gegen NoSkel tz. G. An» der„besten" Gesellschaft. In England»nd in der ganren Englisch sprechcnven Wett macht eine eben veiöffenilichle Auto- biographie der Lady A s g„ i t b größte» Anflehen. Die Kaittn de« ftüheren Premierminister« enlichließt sich in ibrem„Tagebuch de» Tage»" mir einem vor nichts zurückschreckenden Wahrbeitemni. der an die grausame Selbst, erfleischung in Roiisieau».CoiiseisionS' gemahnt, al» ippifch« Berueierin der verderbten, heuchlerischen und von Krund ans frivolen Keiellschaft. die die berrscheude Klasie de» vornebrnilerr England bildet. Die rngli'chen Sottalisten verkünde» denn auch bereit», daß die Autobioqrapbie von Margot Asqri'th dem herrschenden sozialen Regime Englands die Toten- glocke» läutet. Der 1. Band, der vorlieg», behandelt die Jugend- erlebnisie der späteren Lady Ai'qurth, im zweuen will sie die politische Welt konterfeien. Nene StaatStheater. Die„SkamurersMekeMm B ran n f ch w«iger Schlot, werden am l. Dezember ml» dem'.Urfgirki' eröffnet.— Dl« StaalStdenterverwallimg in Wien plant die Tinnchlnn, zweier neuer Theater in den Räumen der Hofburg., lfn den Redoulenlälen tollen leine Lunlpiele, Mozart und ander« Swelopern gepflegt werden. Der alle Re- doulensaal wird ungefähr 400 dl« 500 allerding» lehr teirre Sitze erhrlten. iXn einem andern Raum loll dann ein sün'leS Etaalsthegter mit l»00 hi« 2000 Sitzvlären zu billigen Prellen eingerichtet werden. Diese« Theater ist als einlache Stilbühne sür Klalnlervortlillungen geplant. Musie. Der M-inekesche Männerchor ISOOsM.d.d.A S.v.) veraiittalte« am Sonnabend. 6'/, Ubr. tri den �mnauic-ttttgchUalen, Cdausseeslr. 110, einen Voltsliederabend unter Mitwirkung von Marlanne Beyer. Eine ffilmPkakat-AnSstellurrg. Im Vichthof de« verllner Kunst. gewerbemuleum» vlanen der Verein der Plakatkreundc und die Ortsgruppe Berlin des Deiillchen WerkfmndeS mit finanzieller Garantie der Fiim- Indu'lrie eine Ausstellung guter deuttcher und ausländischer Filnrvlalate. Die Veranstaltung soll der Film-Industri«, die auch in ibren Plakaten meist noch dem reinen«Usch huldigt, die Lea« zur verbeiseruna ihr« Plakate zeigen. �luslanösrunöschüu. Nn Sfcto Derk wArdr ein HilfSrat für Europa geiildet, der«hl H�lfSorganifalionen Amerikas umfaht. Vorsitzender ist H o o v e r, Kassierer Franklin- Lano.?er Rat bezweckt, die Hllfsmasinahinen für die Kinder Lst- und Mitteleuropas zu zentralisieren. Die internationale Handelskonferenz sprach sich für den be« schleunipten Bau eines Tunnels unter dem Aermel- k a n a l aus.* Der Weltpostlongreß hat die Konvention des Wcltpost- Vereins angenommen, nach der der internationale Tarif auf 50 Centimes für den Dref, für Postlerten auf S? Centime» und für jede 50 Gramm Drucksachen, GeschäftSpapiere und Warenmuster auf 10 Centimes festgelegt wird. .Telegraaf" meldet aus London, daß der Kongresi des I n t e r- nationalen Gewerk schaftsbundcS fünf Kommissionen ernannte, die über folgende Fragen Bericht erstatten werden: So zialisierung, Verteilung der Rohstoffe, Wechselkurs, Antwort auf die Angriffe Moskaus und Pazifismus. Die f,an,5sischen SiaalS- und Kommimalarbelter und»be« rmten beschlesie» auk ihrem Varieitag, in der C. G. T. zu ver» bleiben, trog des Ve»boto der Regietung. Prozeß gepen Prinz. Nach Zröffmlng der Sitzung durch Landgerichtsrat Brieskorn erheb: Juli'zrat Dr. Werthnner Protest gegen die nach seiner Mei- nung völlig einseitige Berichler st a t t u n g durch den an. wc senden Journalisten SochaczewSki und stellt, den Antr.ig, SocharzewSki als Zougen darüber»u vernehmen, daß er da? für den Angeklagten vernichtende Gutachten des Tr. Jeferich in einer Weise dargestellt hat, als wenn das Gutachten eiwaZ ganz GleiclaäiltigeS ergeben habe.— Rechtsanwalt Nübcll: Ich bitte d csen Antrag abzulehnen, da er doch ganz of'ensichtlich nur yrstellt ist, um Serrn SochaczewSki von der Bcrichterstatiunz auszuschalten— Justizrat Dr. Wcrthaucr: Es ist doch zum mindesten sehr auffällig, daß der ofsiziellc Berichterstatter von einigen Zeitungen völlig ausgeschaltet wird und dafür in d'esen Zeitungen der von einem Gegner des Herrn Sklarz, denn Herr Sochaczcwski ist von Herrn Sklarz verklagt— verfaßte Be- richr veröffentlicht worden ist. durch den die öffentlich« Meinung gegen Sklar? einseitig beeinflußt wird.— Rechtsanwalt Walter Richter: Di« Bsrchte de« Herrn SockxtczewSki sind keinesfalls emfei'tq oder unrichtig, das Gegenteil rst der Fall, die Berichte im.Vorwärts"(?) und anderen Zeitungen sind gefärbt.— Vors.: Daß Gericht läßt sich durch Zeitungsartikel nicht beeinflussen, ich lese dir Berichte ftberhanut nicht.— Staat sanwal sckaftSrat Havncr: Der Antrag de? Herrn Justizrais Werthauer ist doch so abweg'g, daß es sich eigentlich er» übrigt, näher darauf einzugeben— Justizrat Dr. Werthauer wird vom Gericht ersucht, den Antrag schriftlich zu stellen. Als Zeugin wird hierauf die Schwester der verstorbenen Hilde Plaumcmn, die Tänzerin Gerda Plaumaun, vernommen, welch« di« schon mitgeteiltem Umstände bei der Auf- findung der Leick« der Hilde nochmals schi'dert. Auch diese Zeugin bekundet, daß ihre Sst.wefter nur eine Schnur, und zwar einen ziemlich kräftigen weißen Schnürsenkel auS ihren Schuhen um den Hals hotte. In d«r Rase befand sich etwas Weiße?, offenbar Ko- t o i n. Ihre Schwester habe ihr erklärt, daß Sklarz rbr gei'aM habe, Prinz treibe sich mit anderer, Mädchen herum und war!« nur auf ein« Gelegenheit, nach Holland auszurüsten und sie hier sitzen zu lassen. Sklarz habe zu ihr selbst einmal g äußert: .Wenn e» notwendig ist. gehe ich auch über Ihre und Ihrer Mutler Leiste." Tie nicksste Zeugin, eine Freundin der Hilde Plaumann, Fräu- lein Kitt? Rcsin, bekundet, daß ihr die Hilde am Sonntagabend m 5afö erzählt habe. Sklarz habe gedroht, sie würde ver-� haftet werden, wenn ste nicht die Wahrheit auSiage. Am nächsten Tage erzählt« ihr Hilde, daß sie auf Veranlassung deS Sklarz den Prinz habe verhaften lassen. Nach diesem Gespräch bat die Hilde sie. Zeugin, einen Augenblick allein zu lassen, da sie sich nicht wohl f ü h l e und ruhen möcht«. Ich ging, so bekundet di« Zeugin weiter, in das Eßzimmer und wartete dort. Schon zehn Minuten später fanden wir die Hilde im Schlafzimmer ihrer Eltern als Leiche. Von Justizrat Werthaucr wird die Bitte ausgesprochen, den Angeklagten zu befrag.n, oh er verheiratet ist. Lngckl. Prinz: gibt an, er sei zweimal verheiratet gewesen. Seine erste Frau sei gestorben. Di« Kinder dieser Ehe befinden sich bei seinen Eltern in Köln..Von meiner zweiten Frau bin ich im Sommer v. I. oesstueden worden." Auf Befragen des Rechtsanwalt« Rübcll an die Zvug'n Rosin erklärt dies« noch, daß die Hilde Plaumonn sehr niedergeschlagen war, si« weinte sehr und sagte, es komme ihr bald vor. al» ob sie doch unrecht gehandelt habe, da sie die Leute aufgehetzt hätte. Justizrat Tr. Werthauer: Waren Sie einmal bei Herrn Sklarz? Zeugin Nosia: N e i n. Dr. Werlhaurr: Wie kommt eS, daß eine»Kitt? Rosin" von Prinz Herrn Sklarz zugeführt worden war und über diese Unterredung mit einer Kitt? Rosin sogar ei n Protokoll aufgenommen worden ist. Prinz bat b'für auch Geld erholten. Znrgrn Rosin: Do« hat mir Herr Sklarz schon ein. mal telcpbonisch gesagt. E» soll aber eine kleine schwarz« Dame gewesen sein. Ich kann es also nicht gewesen sein. Justizrat Dr. Werthauer: E« ist über diesen Besuch ein Protokoll ausgenommen worden, welches sich in den Akten einer anderen Sache befmdot. Ich bitte diese Akten keicheizu'choffen. Di« Zeugin Frltzi Rogge bekundet, daß ihr Hilde Plamnann erzählt habe, auf den Schriftstücken habe.Abschrift" gestanden. Der Journalist Stcinbcrn bekundet alß Zeug«, daß er wegen ein«? von ihm verfaßten Artikel« über di« Tätigkeit des Sklarz im Polizeipräsidium von Sklarz verklagt worden fei. Eines Tage« sei Prinz zu ihm gekommen und habe ihm erzählt, daß Sklarz ihn verfolge. Er, Zeug«, habe ihm, da Prinz erklärte, kein Geld zu haben, geraten, er solle doch zu dem Anwalt gehen, der den .Lokal-Anzeiger" und ihn, Zeugen, vertrete. Mit RechtSan- Walt R ü b e l I habe er vorher über die Sache überhaupt nicht ge- sprechen, und erst später habe er gehört, daß Prinz tatsächlich zu Rechtsanwalt Rübell gegangen war. Redakteur Dr. Specht vom„Berliner Lokalanzeiger� wird über da« gleiche LeweiSthema vernommen. Auf Antrag des JuilizratS Werthauer soll sich der Zeuge auch über die von R.-A. Rübell an Prinz gezahlten Geltbeiräge äußern. Der Zeug« be- kündet, daß er al« verantwortlicher Redakteur von Georg und Heinrich Sklarz verklagt worden sei. Er hacke es für selbstverständlich gehalten, daß R.-A. Rübell Material zu seiner Entlastung beschaffen müßte Im Laufe de« Juni sagte R.-A. Rübell, daß sich mehrer« Zeugen bei rhm gemeldet hätten. Er fragte bei dieser Gelegenheit, ob bei dem Verlag« Schwierigkeiten bezüglich der notwendigen Auslagen ent- stehen könnten. Er, Zeuge, habe erklärt, daß alle ersorderlichen Aus. lagen in der Seche selbitverständl'ch gemacht werden müßten. Die Liquidation des RechZanwaltS Nübcll, welche auch diese RebenauSgacken enthielt, ist dann vom Verlage bezahlt war. den. Auf Fragen de» JiistizralS Dr. Werthauer bekundet Zeug« noch, daß er nicht wisse, ob Prinz der Verfasser der sog. Rat. tenkSnig-Proschüre ist. Er. Zeuge, haoe auch gar kein Interesse daran gehabt, den angeblichrn Mordbefehl in fein« Hände zu bc. kommen. DaS Material, welches R. A. Rübell beschaffen solli«. sollte auch nicht zu einer Broschüre verwendet werden, sondern sollte nur als V e r t e i d i a u n a S m a t e r i a l in der von Dklarz angestreng. ten Beleidigungsklage dienen. (Fortsetzung in der Morgenausgabe.) Die Wahrheit Rachdrm russische Aommi'nisten und deutsche Renkomiministen ten Berliner Arbeitern seit Wochen rosig gefärbte Bilder der russischen Zustände unter der Sewjetberrschaft vorgeführt harten, »rar einer Versammlung von Berliner Arbeitern am Äi:twochabc:id Gelogenheit gegeben, auS dem Mlmöe eines hervorragenden Ver. trelers der russischen Menschewiki ein« ander» geartete, ofsenstchrlich wahrheitsgetreue Schilderung des gegenwärti. gen Rußland zu hören. Das war in einer sehr stark besuchten Versammlung ver recktSunabhängi�en Gewerkschafts. funktionäre. die in der Vockbrauerei-tagte. Marlow konnte, weil er an einem HalSübel leidet, nur«ine kurze BegrühungSanfpracbe halten. Darauf entrollte fein Partei» genösse Abra mow itfch in e'-ner zweieinh-'sbstilndigcn Rede ein Bild der gegenwärtig in Rußland herrschenden Zustände. Er be- tonte, er werde ein durchaus obiektiveS. von keiner Partei. rücksicht beeinflußtes Bild grtben, Uebcr die Wirtschaft sagte der Redner, sie bildet einen Wirrwarr von den Ueberresten der früheren Ordnung und dem, was jetzt mit großen Schwierigkeiten aufgebaut worden ist. Man kann nicht sagen, die Lage ist gut, man kann euch nicht sagen, si« ist unhaltbar— D«e Leistung der Industrie, di« nie den Bodirf Rußlands decken konnte, ist nach ovtimistifcher Angabe auf 10—-15 Prozent, nach pefsi- mistischen Schätzungen auf S— 10 Prozent der FriedenSlristu»!, aesunken. Da auch nichts eingeführt werden kann, so leidet die Masse des Volkes den größten Marwel an allen Bedarf?« rttkeln. Der Warenhunger der in Dau'.fckland herrscht, ist nickt» gegen den in Rußland herrscherden Warenhunger. Vor dem Kriege gab eS 1200 Fabriken der Metall- und Eisenindustrie. Jetzt arbeiten nur 21 große Fabriken, sogenannte Stoßfabriken, die in erster Reihe für den Transport, d'« Armee und den staoilicken Be- darf arbeiten.. An Kohlen werden nur 5— 15 Proz deS Friedens. bedarf» gefördert. Es fehlt an Heizmaterial. Ter große Holz. reickium Rußland? kann wegen Mangel an Werkzeugen undTranSport Mitteln nicht in dee Städr« peschassl werden. Tie Salzvroduktion leckt nur den zehnten Teil de? Vo darf». Reisend« werden von den Bauern kniefällig um Salz ge- beten Von den vo'bandcnen Lokomotiven sind 44 Prozent brauchbar, während 5b Prozent n'cht hchriebs fähig sind. Die Ur- fachen der kolossalen Abuußuna de? Maschinen- und Menschen- Materials sind der Krisg. der Büraerkricg. die Unterernährung, aber auch die bslschewistisch« R' g i e r u ng hat ein Teil der Schuld an dem Elend auf dem Gewissen. Die llnterernäh» rung der Massen ist so stark, daß man sick in Teutschland, wo ia anch Unterernährung herrscht, gar keine Vorstellung davon mach-n kann. WaS T i t t m a n n aniäßl'ch seineS Besuch» in Kolomna ge- schrieben hat, ist nicht Übertrieben. DaS bat auck S ck u. m a ch e r, der al» Deleeier'er der Berliner Grwerksckaft�komznission in Rußland war. mir(dem Redner) geaenüber-meegeben und versichert. er werde n o ck mehr sagen wie Dittmann(De- we-ilirg.) Ich weiß nickt, ob er es--eän IV. CRmn, da» Gegenteil bat er aetcrn.l Der russische DurchichniktSmenfck braucht zu secker Ernässruna cküOO Kalorien. W"* er an Nahrungsmitteln zu- gewiesen b'kowimt. st:lli nur 1 000 Kalorien dar Er erhält also nur 30 Prozent der Menge, die er zum Leben S- unterhalt n n b e d i ü g t gebraucht. Den übrigen Teil irrrß er sick fotveit ei ihm mressck jj1. deirck Schleichhandel be- schaffen Ob- l eich der freie Hg' des in Rußland verbown ist. wird der Schleichhandel m't allen Nahrungsmitteln und Be- darf�artekeck in den helehte�en Straßen ganz offen iwd in größtem Umfang betrieben. Di« Regierung ist dagegen machtlos. Groß'�erlln Sport im Film. Di« Kulwrabteilung der Universum-FAm.Akiwngefcllschaf' (Ufa) hat ihre.Lehrfilme" um eine neue Reihe vermehrt. Sie hat durch Aufnahmen, die in der deutschen Hochschule für LcrbeS- Übungen gemacht wurden, für die Ausbildung im Sport ein wert» volles Hilfsmittel geschaffen. Gestern zeigte sie die neuen Filme in einer Tondervorführung vor einem geladenen Publikum, das sich hauptsächlich auS Sportleuten zusammensetzte. Sport zu filmen, hatte begreiflicherweise von Anfang an viel Verlockendes. Aber bei Wiedergab« von Spvrtleistungen in natür- lichem Tempo konnte der Film genauere Einblicke in die Bewegungsvorgänge nicht gewähren. Dieses Problem ist erst gelöst worden durch die Zeitlupenaufnahmen, die eine Verlan g'sfj mir Wiedergabe ermöglichen, wie im M krofkop durch Ver. gcößerung das Nebeneinander, so wird in Zeitlupenaufnahmen durch Verlangsamung da» Nacheinander in den Einzelheiten deutlicher erkennbar. Die von Dr. Zürn angefertigten Filme der Ufa zeigen Fußballsport. Hochsprung. Weitsprung. Lauf. Tpeerwurf. DiSkuS- Wersen, Kugelstoh, Neckturnen zunächst in natürlichem Tempo und dr-nach in starker verlangsamung. Fachleute waren überrascht von den Aufschlüssen, die sie da über die Bewegungsvorgänge der Sport- Übungen erhielten. Die Zeitlupenaufnahmen geben ein Mittel, diese DewegungSvorgönge so m ihre Teil« aufzulösen, wie bei natürlichem Tempo s-lbst das geschulteste Auge eine» Fachmannes e« nicht ver. mag. Da» ift fesselnd auch für den Laien, und insofern können solch« Sportlehrfilm« auch ali Sportwerbefilm« dienen. Für Sportler und Turner sind diese Filme von höchstem Wert al« Hilfsmittel zur Verbesserung ihrer Technik. Si« würden aber In jedem Kino auch ein nur Unterhaltung suchen- de» Publikum befriedigen. Selbst den Gegnern von Sport und Turnen müßte man di« Betrachtung solcher Filme empfehlen, wobei sie eine Ueberraschung erleben könnten. � Die könnten dabei lernen, in wie hohem Maße auch die Leidesübung ein« Leistung de» Geistes ist._ der Hent von IS Dohren. Der Gentleman von 1k Jahren, eine der übelsten Folgen der Kriegszeit, die aus Männermangel die Jugendlichen zu Bielver- dienern züchtet«, spielt heute m der Kriminalität eine nicht unbe- deutende Rolle. Eine ganz« Anzahl dieser frühreifen Gernegroße mit Bügelfalten, die berei» erhebliche Unterschlagungen aus ihr Konto hatten, konnte die Berliner Kriminalpolizei au» ihrem Lebe- mannehimn«! in di« nüchtern« Wirklichkeit spedieren. In einem Pensionat in der Potsdamer Straße mietete sich kürzlich«in junger Mann ein. der sich für einen 20 Jahr« alten Willi von Tanten ausgab. Der Graf lebte auf großem Fuße und hatte bald auch Damcnl'eksnnlischasten. Das fiel nicht besonders auf. Denn wie er erzählt« und wie man ihm auch glaubte, sollte seck Pater ein reicher Automobilfabrikant im Rhein- lande sein. Eines Tage» ging aber„Herrn von Tanten' trotzdem das Geld aus. In feine- augenblicklichen Verlegenheit wandte er sich an die Wirtin und diese räumte ihm gern einen Kredit ein. Als aber die Schuld auf 2500 M. angelaufen war, bat die Frau doch einmal um Zahlung. Jetzt macht« der Gast Ausflüchte, die ihn verdäckrtig erscheinen ließen. Die Wkrtin wandte sich an die Polizei und dies« entlarvte j»tzt»Herrn von Damen" als einen«rst 16 Jahr« alten Kaufmannslehrling Han» Urban, der mit aber Rußland. Ohne de« Schleichhandel könnte das ganze System nicht bestehen. Ein Pfund(400 Gramm) Schwarzbrot kostet-400 Rubel. Butter 6000 bis 8000 Rubel. Fleisch 1000 Rubel. Zucker 4000 bis 5000 Rubel. Betriebsräte und Selbstverwaltung der Fabriken gibt es nicht Sie werden von Beauftragten der Re« g i e r u n g verwaltet, die da» Recht haben, Geld- und Gefängnis- strafen gegen d'e Arbeiter zu verhängen. Durch solche Mittel glaubt man die Leistung der Arbeiter steigern zu können. Aber die nnter- ernährten Arbeiter können beim besten Willen nicht leisten, was von ihnen verlangt wird. Die tägliche Arbeitszeit hat man auf 10— 12 Stunden hinaufgesetzt. Nicht nur die industrielle, sondern auck die landwirtschaftliche Produktion ist zurückgegangen. Rußland, früher ein Aus- fuhrkand für Agrarprodulte. kann sich jetzt selbst nicht ernähren. Da» kommt daher, weil die Bauern den Boden, obgleich für Gemcineigen- tum erklärt, als ihr Privateigentum betrachten und über ihre Erzeugnisse frei verfügen wollen. Si« sträuben sich gegen den von der Regierung mit größter Energie betriebenen Ablie'erirngs- zwang. Es kommt deshalb oft zu Bauernaufständen, wobei schon ganze Dörfer durch Artilleriefeuer dem Erb- boden gleichgemacht sind. Di« Regckrung zahlt den Bauern Preise, die zu keinem Verhältnis zu den Herstellungskosten stehen. Als tze Menschewiki dafür eintraten, daß den Bauern angemessene Preis« gezaylt werden, um die Ablieferung zu steigern und di« Ernährung zu verbessern, wurden sie von den Bolschewik! als Kapitalisten verschrien. Die Kommunisten können nicht begreifen, daß im Jnter- esse der Weltrevolution mit den Bauern keine sozialistischen Experu, inente gemacht werden dürfen. Nachdem die Reaktion jetzt durch die Niederlage Wrangel» einen sehr starken Schlag erhalten hat, darf man hoffen, daß der Bürger- krieg ein Ende nimmt. Da? sst eine der hauptsächlichsten Voraus- fetzungen für die Gesundung des Landes. Es muß aber auck die Intervention der auswärtigen Regierungen aufhören und H a n- oelSbeziehungen müssen wieder angrknüpkt werden. Um das zu erreichen, ist eS notwendig, daß die Räterejjierung anerkannt wird. Auch in der inneren Politik Rußlands müssen Wandlunge» eintreten. Di« herrschende Partei der Lolschewisten muß ihre Politik ändern. DaS Rätosystem vesteht nur auf dem Papier. Die Räte, die durch die Wahl kein« kommunistische Mehrheit e»- balten haben, werden aufgelöst. Taker kommt«S. daß d:« Menschewiki in keinem Sowjet die Mehrhetz haben. Die RegisrungS- yewalt wird tatsächl ch durch das Zentralkomitee der Kommunssti. fchcn Partei ausgeübt. Di« Gewerkschaften sind B e st a n d» teile des Staatsorganismus, sie haben nur die Arbeits- diszcklin zu überwachen. Darum müssen auch in den Verwaltnn-'en der Gewerkschaften Überall die Kommunisten die Mehrheit haben. Wo da» nicht der Fall ist. werden sie a u f g e l ö st. T i e D> k! a t u r ist das größte Hemmnis der Weiterentwicklung Rußland». WaS man jetzt in Rußland als Sozialisierung auS- aibt, ist nickt» anderes als eine durck und durch burcaukrati. fche Berstaatlichung. Sie ist die Quelle emer ungcheurcn Korrupt on.— Ein« Vollso-cklisierung der ss'nzen Wirtickoft ist noch nickt möglich. Neben der sozi»Iifierten Großindustrie wird man einstweilen roch d-e privatkapftalistische Bauarnwirtfck'aft bestehen lassen müssen. Wird daZ rein bureaukratische System, der Terror, d'« Arbeite rverfolgung ausge- qcchen. dann w'rd d'e Revolution nicht verloren gehen und Russland kann aerett-t werden. Der Vortrag fand lebhaft«, Beifall. 17 006 M. au» Essen durchgegangen war.— von einer Ostfeereise kam ein 17 Jahre alter KaulmannSlehrling Willi Brückner h'orher. Auch ihm war da« Geld auSgezange-n, und er wandt« sich um Neue? an seinen Vatar in Breslau. So wurde. die Krimckalpolr-ei auf ihn- aufmerksam, die einen jungen Man» namens Brückner suchte. Der Ostscereisende war in der Tat der Gesuckte, der in Breslau für seinen Lehrberrn 28 000 M. von der Bank erhoben, das Geck abrr in ferne eigene Tasche gesteckt hatte. Von Swinemünde war er zulek: noch ra'ch nach Hamburg gefahren und karte dort bei den letzten Rennen sein letzie» Geld verloren.— Gefüllte Börsen hatten noch zwei andere Lebejünglinge, die sich durch ihren Aufwcnd verdächtig mochten. Kriminalbeoutte bei Dezernat» A I entlarvten sie a'S Banklehrltnge namens Münch und Marek, 15 und 16 Jahre alt, di« in Mannheim nach dorn Muster geriebener Fälscher einen Bonkschwindel ms Werk gesetzt und dabei 86 000 M. erbeute« hatten. Sie hatten berens mehrere Städte be» sucht, immerhin ober noch so viel übrig bebten, um in Ber in mit gewissen Damen daS Leben in vollen Zügen genießen zu können. 18 000 M. konnten ihnen noch abgenommen werden. AuS den BezirkSversamminnge«. Die BezirkSversammlvng 10(Z ehlendarf) wurde gestern durch den Stadtrat Wege(S>cu,) als MogistratSkommissar eröffnet. Zum Dorsitzrndrn wählte die Versammlung den Justizrat Dr. Meidinger iD. Vp). zum Siellvertreter den Rendon:«» Höge(Dnat.) und zu Schriftführern die BeziriSvert reter Valemia tll.S.P.j uns Haas(S P.D).— Im Bezirk 18(Weitzenfee) führte Stadtrat H i n tz e(U S.P.) die Bezirksverotdneien ein. Sämtlich« 13 bürgerliche Bezi.kSverordnete hatten sich zu einer Ar- beitSgemeinschaft zusammengeschlossen, die von der sozialistischen Mehrheck, dt« sich zu einem sozialistischen Block zusammenschloß, bei der Bildung des Vorstandes nicht cmerlannt wurde. Kein BrrrdigungSverbot an Sonntagen. Ein Verbot der Be« erbigungen an Sonn- und Feiertagen hatte der Verband der Friedhofsbeamten beim ReichsarbeitSminifter beantragt. Die Eingabe wurde eingehend mit den Regierungen sämtlicher Länder, dem ReichSgesunvheitSamt und dem Deutschen Ttädtecag geprüft, ES ergab sich, daß die Verhältnisse in den einzelnen Län- dein und Gegenden sehr»erschieden sind. Insbesondere lehnt die überwiegend« Mehrzahl der gehörten Stellen für die ländlichen Ge. mcinden ein Verbot als unzweckmäßig oder zum mindesten unnötig ab.?luf dem Land« seien insbesondere alte Sitten und Gebräuche zu berücksichtigen. Gerade die arbeitend« Bevölkerung habt den Wunsch, durch die Beerdigung am Sonntag keine Einbuße am Verdienst|u erleiden. In den Städten hat sich die Sonntagsruhe im BegrabniSwesen ohne gesetzliche Verordnung be- reit» vielfach durchgesetzt. Nach einer Umfrage de» Deutsche» Städtetage« finden in etwa 75 Proz. der befragten Städte Beerdi- gungen an Dann- und Feiertagen schon jetzt in der Regel nicht mehr statt. Ein gesetzliches Verbot käme aber nur für größere Dtädre in Betracht, die ein« Leichenhalle besitzen. Auch dann müßten AuS- nahmen für die Hitze, Epidemien, Unglücksfälle usw. bewilligt werden. Eine allgemein« gesetzliche Regelung wurde deshalb ab- gelehnt. Eine öffentliche Lesehalle hat die Berliner Jüdische Ge- m e i n d e mit den ihr von dem Verein»Jüdisck« Lesehall« und Bibliothek" überlassenen Bücher- und Zeitschriftenbeständen im Flügel des SynagogengrundstückS ck der F a s a n e n st r. 79/80 ein- gerichtet. Im Lesesaal, der jedermann zugänglich ist(MontagS bis Donnerstags 6— 9. Eonnabends litt— 1H, Sonntags 10—1 Uhr) liegen über 50 Zeitungen und ZeVchriften aus. Außer den dort vorhandenen Büchern können auch Werke aus der Hauptbibliothek der Gemeinde in der Oranienburger Str. 29 entliehen werde«. % Gewerkschaftsbewegung Generalftreik der Metallarbeiter in Meüerfchleslen. Einc ans Görlitz berichtet, daß in Nioberschlesien über-l»(Wv Metallarbeiter streiken. In der tfchmren Slbstinuiiunfi in fast allen Ztreikortcn erklärten sich SU bis 95 Proz. der Arbeiter für dieArbeits nieder- Icflunö. Auch bei den Arbeitaebern, wc!ck>e n cht dein Ver- lxinde der Metallindnstriellen Niederschlesiens angeschlossen sind, wird nach Ablauf der K ü n d i g u n g s f r i st d�c Arbeitsniederlegung erfolgen, wenn die Albeitgeber sich ab- lehnend verhalten. Heute werden in Liegnitz Schlichtungs- verlwndlnngcn stattfinden._ ivctricbörätckongrcs; des Harzer Wirtschaftsgebietes. Die Non'eieil, ivar von 129 Delegierten der BelriebSräie deS Ober-»nd Unlerbarzes bekuidi. Zu Punlt I der Tagesordnung wurde noib einem Re'erot von Nörpcl. Berti», über die GegcnioaitSaiiigaben und die Ziele der veliiebsiälc tolgeiide Llesvlution e»>N>i»»>g angenonimen: »Die am 21. November 1929 ,ii Blankcubuia a. H. im Nestau. ranl Vorwärts vermiitmetien BetiiebSiäie des HarggebieteS stelle» sich aui den Boden d?S unüberbrückbaren GegeniaveS �ivischen Kaplial u»d Arveir. Die BeiriebSräle und Geiocil�chaiiSlnriclle des Vi. D. G. B. und der Tla iordel» die iosortige Voll- so�ialiiierung des Bergbaus und lebncn jedes lt o m p r o m i st in dieser Frage ab. Sie sind bereit, alle von den Geweilschaslen»»d der Bctriebsrätczentrale vorgeichlogenen Altionen restlos d»rcvt»führeii. I» de» kür die So�ialisiening noch nicht in Frage kommende» Jiidunrietweigc» sollen durch die5ionliolle der Produltio» alle Vordereiiuilgcii geti offen werden, um die Piodultion in dicie» Jildiistricn im gegebenen Moment für die Allgemeinheit übernebme» zu köiineii" Zu Punlt 2 der Tagesorvnuna referierte der Kollege Neu, Blankenburg über die Zliigmmciisasiilng der BeiriebSräte. Es wurde fesleestelll,' datz die örtliche Jnlammeiiiaffung allcii'balben restlos durchgefübrt ist. Tie VolliiigSauSichüsie der Gewnlschaffstarielle Blankenburg, Nnbclond, Kleiuxerode, Brann» Inge, Tbale schloffen sich zusgmmen. Als Vorort des Harzer Wiri- schgsrsgebieies>v»rde illübeland bestimmt. Die Zniammenarbeii vo» Gcivcrlichaiicn und BciriebSräten volltiehl sich vollkommen rcidungslos, Duich die laitrailige Milarbeil der Be»icb:räle sind fall alle Belegichafleii renlos in den freien Gewert- schallen o i g a»> s i e r>, Tie prakiiiche Arbeit ist aNenlhalben aiifgeiioiiimen. Ter Bestrk dür'te biernach in der Betriebsräte- bewegung Deulichland» mit an erüer Stelle stehen. Gegen die Slrbcitsstrccknng bei der Post. Am Tiensiag nabm eine Berianimllmg des Bezirks- betriebSratS im OberpostdirelllonSbezirk Berlin Sielluiig gegen die für die Hilfskräilc einge'übrlc AibeitSslrcck»»g sKui�arbeiil. Wie der BeniebSraikvoislyriide Thiele man» aussübrie. ist die AibeitSstreckuilg ini Sonimer, wo immer ei» schwacher Ponverkehr hcriictit. eingeiühit worden, Jcyl Hai der Berlchr w-eeer!o zugenoinnien, das; ein c m v t> n d t i ch e r Mangel an P e r> o n n l bcüedt, woiuillkr der Postverkedr er- beblich ieldcr. Trotzl'eni wird die A r b e i l S sl r c ck u» g sür die Postbelsec beibehalten. Es ist daiür kem anderer Grund er- sictitlicki, als dos; man die Hilfgkiäiie als aui ihre AlecHe haltende Äibciicr loS werden will. Seil tnngerer Zeil bemüht sich der Beiriebsrai, wegen Regelniig dieser Aiigelegenbeii m» der Direltion zu Verbandel», aber die Direktion i st b i S jetzt nicht aus Verhandlungen eingegangen. Deshalb bat sich Per BrniebSrnt mit einer Notiz in Nr. b«8 des.VorwäilS' an die Oeffenilichkeii gewandt. Taraui tat sie Tirellion vo» Thiele- iiiaiin, der sich idr gegenüber als Vcrioffer des ArlilelS brlannie, BeweiSmalcrial iür seine Angaben verlangt. Er will aber, uni eine Lcriiischung vor'ttbeugen, teiu Matciial nicht einiendkn, ioudcrn in mündlicher Verbandlmig mit der Tiieliiou vortragen. Da die Diieltio»— so ichlos; der Redner— dem BclriebSiot Berhand- ltingen über die Arbeiitslrcckunn verweigert, sondern sogar zahl» reiche Kündiauiigr» eriolgt sind und E n l l a i s u n g e n in g r o s; e m U m f a ,i g i» Ä» S i i ch l sieben, soll die Bcrsamm- lung ru der Au lelegenheil Stellung nehmen. Jens, Berireter des TlanSporlarbeiter-Derbande», erilärte, nach ciiier Vereiubatung des Verbandes mit dem Posiminisiel sollen Kündigungen und Entlassungen vor dem 1 Januar nicht erfolgen. Der Verband werde deshalb lvcgcn Zurückiiabme der Kündigungen beim Miuisier vorstellig weiden. Die BeiliebSräle icllni den in Wideiipiuch mit die er Vereinbarung erfolgenden Enilasiungen ihre Zuiiimmung versagen. Ter Streik der Privatwächtcr. Zum Streik der Privatwächter ist zu berichten, daß fast restlos die Forderungen der Orgvnisaiion anerkannt worden sind DaZ Zentlalstreikburcau Seiidelslr. 30 wird von Freiing a-ii ausgehoben, I die Abstempelung der Kontrollkarten der wenigen sich noch im Aus. stand befindlichen Wächter sindct im Strciklokal der Geschäfts hauöportierS Neue Jakobstr..1(Nadlke) statt. Mangel an Personal. Die bekannt« Fahrradsabrik von Ernst Machnow in der Weinmeisiei straffe bea> lwvrlcie am 9. Oklobcr, wie uns eist jetzt bekannt wird, den Aullrog eines Kliiide» wie iolgl: Aus Jdre werte Bestellung muff ich Jbnen leider miile'len. daff ich wegen Mangels an Personal augenblicklich Fabrrädrr nicht nach aiifferbalb veiicudcn kann. Weiff die Finna Maclnow nichis davon duff eS in Beilin Z e h n t a» l e» d e v o» a i b e i r S w i l l i g c» Arbeitslosen gibt, die mit Freuden jede Beichn'l-gung annehmen würden? Friseurgeftllfrn. Ocffcnilichc Versammlung heute abend 7'/, Uhr, Komiiiandanicnstr. 58. Armintmllcn. Bund der t chnischen Ungrflelltrn und Beamten. Morgen abend Tl, Uhr Milglicdei Versammlung Reinickeudors, im Reslaurant Schulz, Wlllciia«, am Bahnhos._* Mietschaft Die Denkschrift der RcichSbank»der Maßnahmen gezx» �reditnot. Die bisher vorliegendcn Piojekie— von Dr. Jordan- M a l l i» ck r o d> und Staaisielretär H'i r s ch für eine Kledil- o r g a n i s a» i o n der Erwerbsstände und das in Verbiiidiing mil Per Deiit'che» G'roz. nirale lind der produktiven ErweibSlosen- fünoroe gedachte W ilschaftSbank' Prvjelt— erllärt die Denkicdrist der ReicbSban! aus gruildiätzlichen und praktische» Gründen kür u n d u r ch> ü h r b a r. Da» Reich kann nicht Helsen, denn es köiiiile die crsorder- licheu Mittel nur wieder durch die Note»presse beschaffen; iiberbaupi bleibt z» prüfen, ob nicht eine zu weltgebende Kiedilbüfe da» liebet vergrvffert, indem sie zu einer Schein- konjunktur rührt, der dann um so schärfere Kiisen folgen würden. Zu positiven Voischläqcn übergebend, empfiehlt die R e i ch S b a n l. vor ollem die B e d ü r s n i» f r a g e zu prstken. da sich gerade in dieiem Piinkte die Anschaulingen der Banken einelicit» und der Erwerbsstände andeierseils schroff gegenüber- sieben, und den Ur'achcn und Wii klingen eine» etwaigen Kredii« manaels nach-»geben. J-d?nsalls muff verniieden werden, zur Deckung von Krrditbedari erst neue Miiicl zu schaffen. Dessen be- darr es auch voierst kaum, da gehamsterte? Papier- geld, das aus Angst vor der Steuer der B?>chä>lipung einzogen wird, in Höhe von etwa 10 Milliarden Marl vorbanden ist. Es gilt, die Gründe der Hamsterei zu zu beseitigen. Dieie liegen»in alleierster Linie in der scharten Tteiierfluchtge'etzgebung, die dazu geiübrt hat. selbst. die bisher berrschende Wirkung des Zinsertrages in groffem Umfange einfach aiiSzuscheiden'. Wenn jetzt eine Kre�ithilse getordert wird, so ist da» in weitem Mnffe die Folge einer Steueraesetz.iebung. die der Wirtichast und dem stcuerlicheii Interesse de» Reiches gleicher« niaffen gdirägl'ch ist. Nach Dlirchführnng der groffen Kapitalnh. anden iei die Stenergesetzgebung baldigst in dem Sinne zu ändern, dnff das Kapital sich wieder frei bewegen kann. ohne auf Schritt und Tritt zu steuerlichen Zwecken verfolgt zu wrden. DeS weiteren empfiehlt die RcichSbank stärker« Benutzung des Wechsels als Zahlnn iSmittel,'nsbe ondere in Form des Drei- monauakzepiS iür die Hgupibrgnchen, waS der Geichä'iSwelt er- leichterie» und billigeren Kredii und fi'u, die Finanzgebariing deS Reich» den Vorteil biächie, daff an Stelle eines Potte'euilles von ReichSschayainveisiingen ein regeliechtes Wechselporteteuillc trill, für daS ungezählte selbständige Existenzen in zahlloten Verknüpfungen solidarisch haften. Die Bearbeitung der so gegebenen Ausgaben wäre einer kleinen Enauete- komm'ision il» übcrlragen, über deren Zil'ammeusetzung und Tätig- sei» nähere Voischläge zu machen die RcichSbank sich einstweilen noch vorbehält. Die Reichsbank befürchtet au» einer zuweitgehenden Krcdilbilte daS Enistchcii einer S ch e i n k o n j u» l t» r. Wir möchten dgranf hinweise», daff nicht nur Milliarden versteckten Kapitals brach liegen, sondern auch Himderltmiiciidc von qualifizierten KrbeitS- srä'ten UnS scblen eben überragende organisatorische Köpfe, die die brachliegende ArbeilSkrait und das Kapital auf neue Tätigkeitsfelder sühren lönnen. wo sie keine Scheinkoiijulikiilr bervomit'en. londern neue Volkswirt scdaftlich nützlich« Ar- bei» leisten. Ein solche» Gebiet rst die ländliche Siedl»ngS- arbeit. Tmiieiide von iieiien Banernstellen lönnten obne weitere» geschaffen. Tausenden und Abertnusenden von Bauarbeitern köniite Arbeitsgelegenheit geschaffen und da» gehamsterte Geld heraus- geholt werden. Aber wollen muff man I Erhöhte Schwartzkopff- Dividend«. In der«uffichtsralSsttzung der Betliuer Maichl»enda»-A.»G. voimol» L. Schwaitzlopff wurde beschlossen, der Geiieralversanimliiiig vorzuschlagen, eine Divideude von lö Proz aui die allen und 9 Pioz auf die jungen Aktien (12 Pro,.) zu verteilen. Im Hmdlick aus das bvjährign vestedea der Akiiengesell'chafl wurden den Beamte»« und Arbeiter- Unter» siützliiigSIaffen eine Million Mark überwiesen. - Bergdau Tr-zialisicrung von Nuternchmern beantragt. �Jn S a n> i a g o beaiiiragen die Kohlenindiistriellen durw die Arbeilec beunruhigt, die National sicrung der Bergwerke. In Lola und Coronet habe» U uube» der ausständiichen Beraa, heiter stallge- illuoc», wobei cS Tote und'Verivundeie gegeben hat. Dcntschc Maschinenfabrik Alt.-Grs. in Duisburg bat die Aktien- majoniät der M a i ch i n e n s a b r i k S ch i e ff in Düffeldorsel- worden. Die letztere verteilt sür 1919/20 eine Dividende von 9 Proz, gegen V Proz. im Vorjahre, Die.Demag' ist 1919 durch den Zusammenschlnh der drei brdeulendfte» Kranbaufirmen entstanden und hat 1918 die Aklien der Rud. Maner A.-G. in Mülheim erworben. Jetzt wird sich dieser wobl gröfften Hebezeiig'abrik der Welt die Fabrik von Schieh angliedern, die aus dem Gebiet deS Baues von schweren Weikieiigmaschiiien führend ist. Groß-6erliner parteinachrichten. Morgen. 2t». November. Abt. 3i».(Genolsen der Sladlbe�rle 2l 22. 25—30, 118, 130 (srflhere 2. Abl.l, 50- 53(juiliere 3. Abt»! Nufferoidcnlliche MUgli-der. oeijaiiimlniia. 7'/, Ubr bei Ratdmann, Wilbelmstr.>18 l Bcnchi über die Kreisvoiilaiidslitzliiig. 2. Slcllung! ahme zm Nandidolcnst.'.gc cei den lomnieiide» l.'ni>dl»gS!vadlrn. 3. Wahl der KreiSvertreler. H7.—41. Zl l-t.(SlrciS TlerzaAcn) F r a u e n a d c» d. 7'/, Uhr. in der Pahe' hoicr Brauerei. St.oin-, Ecke Tiirm lruie. Borliag de» Gei-osscn Paul S rh n ih l über: ,2eben und Dichtung von Heinrich Heine- Reulöllu.«9. Abi.(Iiülicr 11. Abi) Tie Ablciiulio.soeljammluiiz sür Freilag. de» 2g, Schulali a Donauslr., sindel umuändchalÄer Sonn- abend, abends 7'/, Uhr, im I d c a l l a f i n o, A e i ch i e l II r. 8, statt. Pcranin, lür den redall Teil Tr toeruer Pkllcr, Cbarlolleul'llrg. Iür Änjcigcn: Tb pttvckc. Berlin, Verlag. VorioSrtS-Perlag«. ar t> ö. verlin Druck- Vor- wärkS-'�uchdruckerel u. Derhiqsuni'tclU Paul Tinger u. Co.. Berlin lJinDen'tc. 3. Gcwinn-Äluszug der 1«. Prruh-Slldd.(242. Prcuft.) Mnffen-Lsttrrle CO«(UenioOt, Kachvruck oeiOolctt. t Alane_ 16 Ziehung,!-.,«ovember ,S?0 »ot I«e«»««»een» tiammer-in-«-«>-I«ie0 kod» u---inne eete'!«». «»e> mt J« tiaer»ok dt« I仫»i«lei»er>»«»»! t»-«» v-ia-u -l,lsllun-e» l»*«1 Ii CO« ScwAir.«-qdruck ocihoUn. In»er«armulagszichuag wurden Gewinne über»44 Marl gczog.N! 2 Uewinne au 30000 M X31£01 4 CicwiUne lu 10000 M 98333 122319 4 CfCwinue tu 5000 M 136674 145723 04(iewiuna tu 3000 II 6973 6385 10043 14343 20437 25157 23133 »8797 27983 31632 44330 54233 61512 78317 6363? 64333 84372 79375 98308 104120 105393 113035 118812 119301 131130 135348 133808 138438 133330 140915 141330 14230? 166036 100372 173712 180484 175039 108479 188611 191427 191697 193167 194309 190083 203031 2052018 211937 200 tleivinne tu 1000 M 1923 6208 13182 14404 14093 16085 10112 1.219 13324 21254 23218 27943 29321 31552 32383 32754 35249 30054 38485 37412 37708 38335 39157 43233 46570 43133 49787 53029 53113 57475 59601 61357 63558 72184 74057 74164 77373 77504 71767 84532 00023 92338 92602 93003 95418 97545 06009 90031 99114 100701 101077 102113 104371 105111 103333 103391 109439 110333 110164 112022 114141 114754 117549 122802 123641 t2'280 123375 133330 140273 141448 141708 144481 140401 151178 157722 130562 162359 184543 185490 163341 163525 174937 176694 132263 132496 135313 183993 191095 193318 194233 193292 204328 204990 207099 203349 211411 220546 222303 223703 331634 224 Ccwinue in 600 M 443 4703 6675 7607 8448 15680 18323 22923 25182 23932 30395 34452 34934 30342 38110 41214 47474 43328 49123 60098 55123 53101 58233 50093 60350 63584 64523 67531 69351 73056 74554 75880 77128 82370 63344 83619 83492 93".3 95950 37937 90924 99293 99601 100163 101491 104103 107062 107437 107303 109854 110481 112085 116415 113523 118433 123413 124739 127528 128832 123243 129844 134360 134743 135320 137370 138355 139590 133733 140974 141805 142153 143043 144233 145338 143510 148743 154438 180893 181225 152070 182532 179630 10333. 170075 171499 1772*32 180314 181202 185530 187239 130333 191144 133322 195779 197808 199932 207583 207818 210233 210712 211109 211221 219181 220309 321034 222422 227345 220035 225364 231376 333003 233899 L»»et RachmIU-gDzlehun« wurden Gewinne Über 344 Marl geioge»! 3 Gewinne tu 10000 M 73443 8 Gewinne tu 6000 M 22183 84408 113915 132251 94 Gewinne tu 3000 II 105 12589 10311 27831 32096 3705« 48484 65783 56265 sgeoi 65447 72793 83788 85837 93449 93858 91040 108524 104187 104853 114731 821340 128847 129144 131174 136220 140567 154499 156380 16188? 133805 185972 170518*70591 175345 184283 106289 193934 198363 199508 207877 320577 322987 3224318 301451 305318 311987 202 Gewinne in 1000 M 3752 10030 12115 12282 14415 18273 18383 19159 19754 19778 21443 22901 28328 29103 31389 31832 33403 37600 49124 62450 55138 59308 60385 60893 61610 62207 64170 65634 68448 87743 71653 78373 87730 90158 03014 97423 98155 102382 Iu4u04 108710 114335 114307 117788 119581 121754 122507 124272 123533 132551 137417 137720 139543 146032 147443 148573 149040 149094 154293 154403 158218 159349 159398 182258 163542 186099 172153 176123 178125 176534 178313 17SS09 181487 186447 187277 18744» 188079 190031 190620 191477 194639 198043 198378 200105 203116 208933 209083 210327 213833 213047 21447» 215087 215375 216799 21835 220013 223339 224505 223492 230339 231634 233980 168 Gewinne tu 600»I 3860 6073 6195 9124 12102 19116 20580 21483 21930 23279 27049 33770 35522 37073 41747 42424 43788 44138 45043 45843 47343 60176 62032 63898 70855 72003 7337» 75160 75675 77438 78279 60369 83547 83628 69271 90943 92371 95209 05783 96371 100357 101395 102u80 108918 109059 110587 110021 113190 111100 115551 118329 122182 122.35 125811 135138 14'455 144847 14R819 149078 151094 159833 137683 167809 172540 172809 174308 18248» 185289 185479 188508 189221 194723 197330 20210t 202123 202155 206013 213341 214632 216438 217933 223124 223941 229576 Stoffe idr Herren-Tlnzüge, Ulster, zjalelof». Carnen-tloi.ürae. Meter«0.-. 100.-. 150.-, 200.- Marl. Nur longjährizie Verbindungen mit altbewährte« abtilomen bürgen iür vreiswerre. gute Qualiiätcn c h ä S e s i a n d n >(Begr. 1893. Gertraudtcnstr.20>21.©egr.lSOS. Verkäufe Halbumfo» t I Kreuzstichs e. Silder üchse, �odeisüchle, A!as- kalürhse. wunderbare Pelzlrage» 50 Marl an Massenaudwahl. «tzeijoettrieb Kottbufcc Damm 2 neben Iandorl Utk T arnenfiaulchmanlel 70.00, prima>63,00, yocheieganie, helliardige, dunleiiarbige Mo» delläauschulsler, direll Wert» stau, tSrotze Auswahl ltauire»» erregend drUiq AUmann, Sloienttiaierfttaljf 44. Iii, Hacke» l»er Marli lufifl« Pelzgarnrtnren I A asla» lüchle 110, Aoliuchle I2i. Södel* flick) e 13» Maie eleganie Kreuz* fliiiiie, SUderMchie lorme alle anderen»pelz,, eleu alle» neue, lel.ie Versaizw-re. zu staunen* erregend �rulbillizen Sommer- pregen! Lelddau» Warichauee» rrrahe 7> Kreuzt richf«! 230.—! Alatka» stich e- 159,— 1 Biauiuchle! ©ilbctiilchit ManleUrage»! Herrenlragcrr Täglicher Ale» it» er.irili N'.gemruer iLeiegen- herlGläuie( eine Ber agware) m iiaunenrrregenden SbdU- oeeile» P andieihhau» Sd)än» honitr Allee 113 iRingdahnhoi, Öodjbaonboi). i35K Haben einen grasen Volle» Herreu» Ulfter engro« oder auch elnzew an Pridal, rinden zn ipolldilligen Vreuen abzugeben. zenieal-Leihhau», Iiigerstr. 71, »ite Kanonierftratz-. 1U7K- Gardinen. Ab Ddanere-.ag, den 23. bi» 3. Dezember, finde! im Spezmlgeschail für Kriegen- hi iielänie Herzig, Berlin, Dree- deneistrahe 124. l. Klage, Nähe Kotlbuler Toe. ein grohee Rellämeverlaui statt. Taglich von 0-7 Uhr gelangen zum Verkaul Slückware» in leder Breiie, ver Meter S,», 10, 12,>3 dl» 30 Mark. Künstlergardineu, dreiteilig, weih und dunt, 63. 90.>23, 150 M M-drasgac. dinen, reich aemuiiert, oon* 200 M. an. Salbstores, engl Tüll und Erdstirll, 73, 100, 173, 183 M. Tlllldecken. ein- und zweideillä. 68, 100, 185 M. und mehr, G rdincnrelle i» riesiger Auswahl alle Länecn, anä) sür oeüständige Fenster. zu auberordcnliich billigen Preisen. Fahrgeld wird öer» gulel. ouherocm erhalten Braut- ieuie ein paffendes Kefchenk. Für Wiederocrläufer Sonder* ckdreiiung. lg63D Pelzwaren fegt ganz de- beulend billiger, nur Keicarn- heitSIäufe. Kreuz-Üchfe, iezi 73 Mark, Damenpelzlragen, Fuchsiorm, legt 6» Mark. Her- reupelzlragen, jegt 6» M rrk. Damenpelzmäniel, PelzhMe. Pelzbefahe und alle andern teizwaren. setzt fadelhast billig pezial-Pelzwarenhaus, Dhar- lottenburg, Wilmersdorier- straffe iiS,l 14, Hochparterre Un- unlerbrvchen geössnei von 9—7 Uhr. Kreuzstichfe.809,—, Illchfe, Biauiüchie. Alaska- .. ff-delfüchfe, Eilderlüchf«, sowie fiimiiiche Pelzwaren ittzl bi» Preishäliie beeabgefetzl. Souderi.ngebot.- Damen-Pelzmümel, Damen- Karderode. Herren-Kehpelze, Herren- Sporipelze. Wageu- pel e.— Ja eUanzüge. Cula- wags. Palelol» steine Lombard- waren). Belannr dillige Preise im Leihhaus Moritzplatz 58a igebhle« derarstges Sveziaihaus Beel ins. I___- Belzwaren de! bequemer Saylweife abzuaebeu. Bei iarzahlung 1» Prozenl Nach- Kreuzstichfe I Halbumsonst, Maffenauswahl. Wäicheoerkaui, Uhrenosr aui. Weilbelannler Peizoertrled. Springer. Schone» derg. Grunewaidstraffe 72- Bettwäsche. Leu wasch- Ml« igii Kröger Bezug 99,-. Reste vo» Wäfcheaoffen unier Preis. Wafcheiabrik Wein- dergsweg 1 lRosenihaiervlatz). ird in Pelz- Tile- nahe Tele- Wohnlaube, Beitftelle mit Malratze, Feldbell, Sieidersaind und anderes oerkaufl(Semür- lichte« I. Treptow) K Zahnle, Swinemünderftratze 42. fU laß. Kriegsanleihe Zahlung geuomme». wareu-Fadrit Kalli». Wardenberg Siraffe>1. Stadtdhf. Ticcgaricn. Phon �Moabit 7622728. »ardinenoerkauf. Zu stau- ne»d billigen Prei en Lang- Korr», Saldftores, Schal. Kllnli- ler, Madrasqardnien, Tüll- beildecken, Divandecken, Gar- dinenüolfe in vielen Breiten und Oualiläien Magazin- straffe l, nahe Alerandeiplaz gstckeldad zirka>0 Liier per- laust Lstnederg. Fhiniändifche- straff» II._ tl2 B ttstelie, Herrenstiefei 42, «rglstchen Mantel verlaul! billig KSrnerstiaffe 18, vorn 4. Steuerfragenünd Ihnen noch ein RSiiel t Wrffelld„Führer durch das Reichssinkommen* lteuergeletz- 18 M) lSst fie alle SuchtzBoewart». Lurdenstraffeg Radenflein. Piauo», Flügel, .Harmouium, Geiegenheiiskaui, Slunmungen, Reparaiuren, MUnzstraffe 19. I«»- Piano». Swtzstvael Kar* monrums. aedrituchie und neue Fnsteumenle Revara- turen und Slimmnnaen. Mar Adam Miinelleaffe>6. IZ9K Kanzcrlprano 7300,—.K'aoiee <»leg ante» Ichwarze») 3500,—. Lalonfi!lgel8309.—.siaimonirim mit Spielapparai 8800.—.Heines 1430,—, oeekanl! Derger, Oranienfteaffc 16« I84K- Klaoiertechuijch« Werlüatl, Möckeenste,«3, Reparaiuren, Sl mmungen. stets billige "K« Plan«. 103fl Piano», 4300, eleganie», schwarze» Nuffbainnpiauo, ame- ritanisches Harmonium. Pracht- bau, 4800 oerlaufi Wallmeger, Kastanienallee 1, Hochbahn Dan- ziger Straffe i377D' Platin, über Tagrspeei», Breirnlliile, Plalmlanlalle, Kalfl, Silber in Bruch, auch in Barien. Oueckfilder. Sah»- gebrife larul zu den hochlle» Preisen Ado!, Feiediäuder. Kommandainenstraffe 2» I. rech!». Waller Lrnien- Iii« Schellack, Lelm. Flrni«. jeden Posten, zahlt reellste» Preis Handlung chem. Pro- dulle. Linienstr. 1998. Nä»e Rofemkaler Platz. RardenöQö». Sahnacbific, Platin Koid- bruch Sildcrbruch, Edel- fleine Schmucksachen lauft EdelmelaUichmelze. Blumen- straffe 88.• Spiralbohrer, 223»« zahlt M Urr, Nru>3lln,Paniiierstr.«, Qucrgeb. l. l979D' Spiraldphrrr, Allmeiallr kaafl Hiepier. Charloiienblira, Kaiser-,, riedrichir, 7; Haff, Reandrrstr. 27, Hof 1. IlltzOD» Glühlampen kauft laufend Schreiber, Koldergerllraffe 25. Fahrradankauf Kraus, Droffe Franifurlerflraffe 3*2. 44 4 Pistolen, Jagdgewehre, Tcfchings, Lustgewehre laust Glaser, Eiendaierfrraffe 3, Möb-leins-ui.BUffei. Schlaf. zimmrr. ikinzelilücke, Klamere, Teppiche. Fink, Fehrbeiliner- Slraze 97, N-rdcn 4812 197SD mnimnm vertrauentoolle Untersuchungen, Arz! zur Stelle. Heb- omme HUdeshcrm. Lalhrinaer. straffe 34,«3.___ 116«- Kostenlose Nechlsberalung* Billige Prozefffllhrung, Ber- Iridigung, Ermrlllungenl Ber» linerstraffe lall(Hermann- platzl._____* Ghrfcheidungrn, Verteidigung in Siraiiachrn. Guaden- grfuäje Teilzahlung GuUin», Rechtsbeistand, Brunnen- straff? 17! lEcke Znvalidenftr,). Dame», Aus unst, Unier- fuchuno, distrei allen Fallen. erlatrrne Schw.ster, Hebamme Neubrrt, Ku. jürstensir. 162.' Verlrauensoolle Auslunfr in pari oirnenden Fällen. Er- .* igreiche Behandliuig(distreti, äezliich geprüst. Frau Kremer. Lüzowftr. 96, Hof IV. Etage.* LMWMM gmnn22E2�a Pist-lr», Ma*fer, ufw. laust«irtlein. straffe 30 Pianos, grbrauchie, gegen Preisangabe lauf! Becker, An- deeasstraffe 4? II. KSnigiiabi' 5849.__ 131 K*, Schallplatte»,«al s» alle auil M. laüioiilor Al. John Alle Ja odst.atze l38 lHallefchc» Tor)_______• Silderfchmelze Ehri'ilonat, KSprnlckrrstr. 20u(gegenüber Manreuifeifiraffel kauf höchst- zahlend: Sahngedifir. Plakin- obialle. Schmuckjachen, jämiliche Metall«. 142» Slolj«- Schrey. GrllnZliche Ausbildung Dillaiuounge». Debaltrnschrifl, englische iranzö- fiiche Kurzschrlfl Maiebliren- schreiben aui alle» gebräuchlichen Maschinen, Uebungsstuuben. Distaistunden. Halbfahreslehr- gärige zur Au-dildung iür da» Konlor. Lehcgsng» rn einzrineu Handrlsjächerni Buch.üi.runa, Re.hne», Schr flwechfek, Scheck- und Wcä.ielkunbe. Eäiänjchre!- be», Dculich, Englisch, Frauzö- sifch. Lehrpläne lolleirli« Kau> männliche Pr!v ifchu> von H Strahlendoris, Spitrelmarll, «euthstr Ii.__ 1 19«* Kino-Vorführer- Ausdiidung beginnt Kaudyba, Friedrä)- ftraße 21.____ 2827b Elsktroiechntsche Ausbildung beginnt: Kaudgba, Friedri> straffe 21. 28261 gealrum. Rähe Raihauo. freundl!»ie» Zimmer mit Koch» «elegenheil am i. 12 geiuchi. Ollerlen unier V. X. 8767 bei Rudolf Mösl», königstraffe 36. Arbeitsmarkt WZMLWLM Arbcitslase! Siraffen handlerl Hoher B rdienst durch Schlager- veriaus. Smorl wende» an Bieq bei Heil.genstedl. Lllrow 8428.________ 44.-6 |t fofort jung?,, IrSf. lüdche» von ehed-«» lige» Euern iür k einen Hauehait Iiioalldenstraffe 147, Porzellan» geschäst m Iben_ 232Sb Flotte Suschnesderstl und Legerin an» der Damenwäsche» dr.nche geuchl. Kebrridee Draller, Spandaurrslraffe 12.