Nr. 58t ♦ Z7. Jahrgang Ausgabe B Nc. 153 BezuflSpre«»: V srteljLhruSV.— iHu. monall.W,— Wt ftei ms vaus voraus Zahlbar. Post» bezuq Monatli» 10.— M!» rrfU flu- stellunysaeoüdr. Umec Kreuzband für Deutickianr und Oesterreich IS.c() für sas übnyr Auslaut ve: tägltck einmal. Zusteüunc 2150 N. Voktae- stellunqe» nehmen an Oeüerrei«� Ungarr, Tscheche»Slowate», Dane- mar�?ollano.-u�emourA. Schweden und yie Echwen.— �maetraqen m die Posr- elMNqs.Vre'sliste. Der �Vorwärts- mit der Scmntaa»' beilage»Volt u.Rea* erudenn tvochen» taglich zweimo! Sonnraqe und Mo» tags-'nmau Teiegramm-Adreffei »Sozialdemokrat VerNa-. Abend-Ansgabe ZZerlinev Volksbleitt (�20 Pfennig� Anzeigenpreis: Die achlgenialtene NonvareMezeil» ltiieiS.— Ä., Sntf ninfl8ju)d)lag 500/ir �kleine Anzeigen" das lett» geönirfte Won 1,— M.(julolfig zwei fetigednHfte-Worte), edee wettere Bot? 60 P?g. Etellengeiuche und Lchlafftellenanz eigen das etile Wort 66 Pfg. ledes wettere Won 40 Pfg. Borte übet 15 Buchiladen zählen für zwei Worte. Teueruno.sznichiag 50»,� Famiiien-Anzetgen für Wonnenten geile 2.— Ai. poliiinhe und ze» werkichafilich« Bereins»An- eigen 6,— Ml. hie geile ohne Aufschlag. Anzeigen für die nächste Amntner müssen bis S Ahr nachntittags NN Hannigefchätt. Berlin SW 4, Linden» ftrafet 8, abgegeben werben. Geöffnet oon 9 Uhr früh bis ä Uhr abends. HIO Zentralorgan der rozlaldemokratircben Partei Deutschlands ReöaFfion und Expedition: SW. 6$,£indenfh. 3. Sernfbrertier: Ami Mori»vla«, Rr. I.»I iNl-I»I»?. Freitag, den November Vonvärts-Verlag G.m.d.tz., SW. öS,£indenstr.Z. Kernivrecher: Amt Morinvla«, Ar. 117 351— 54. Gberfthleflen und öle Interalliierten. Der frangösischs MmisderpräsiÄent bezeichnete es vor dem Kommerousichlltz nir auswärtige Angelegenheiten als strittig, ob allen außerhalb Oberschlesiens wohnhaften Oberschlesiern das Stimnrrccht für die Abstimniung verliehen werden solle. Er setzt damit das Schlusisiegel unter eine Propaganda, die von lauger Hand vorbewitet wurde. Die polnische Presse suchi bereits seit geraumer Zeit für eine derartige Bescknleidung des Stimmrechts bei der Entente eine günstige Basis zu schaffen. Eine Kommission, die von der polnischen Regierung nach Paris geschickt wurde, stieß in-dasselbe Horn. Sie fand keine tauben� Ohren. Die französische Presse, die in derartigen Fragen besonders hellhörig ist, nalM den Rris bereitwilligst auf, und der Ausspruch des fran- zösischen Ministerpräsidenten beweist, daß das nicht ohne Fühlung mit der französischen Regierung geschah.' Damit ist Unrecht aber noch nicht zu Recht gemacht lvarden..Wir haben in der Morgenausgabe— und die Präzedenzfälle von Schleswig und Ostpreußen unterstreichen das— bereits den Baiveis geführt, daß die Nichgulassung der Lall 000 bis 300 000 Oberschlosier in Deutschland eine glätte Beugung des im Friedensvertrag niedergelegten Rechts bedeuten würde. Und so scheint denn auch der französisch« Ministerpräsident ssiner Sache keines- wogs so ganz sicher zu sein: denn fchs Hauptfaktor für die polnische Forderlmg, die er zu seiner eigenen gemacht zu haben scheint, gibt er an. die Zulassung der außerhalb Oberschlesiens wahnenden Oberschlesier könne eine große Gefahr für o i v. O r d l. u n g. beoeuten. Also rein techrajchc Bodentenl Die Sorge für den geordneten An- und Abtransport der Ab- stlmmungs-bcrcckitigten sonne für ihre Unterkunft und Per- pflegung mag die JiTk-ralliierte Kommission getrost den deut- scheu Behörden überlassen. Sie haben in Schleswig und Ostpreußen bereits bewiesen, daß sie imstande sind, das Problem zu bewältigen. Die �ufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung während der A'bstimrniingstage allerdings müssen wir der Jn�ralliierten Kommission überlassen. Ihr steht dafür ja' sine ansehnliche Truppsnmacht zur Verfügung. 'Außerdem hat die Abstimmung in Schleswig und Ostpreußen gezeigt, daß die Deutschen daran gewöhnt sind, Disziplin und rirhiq Blut zu bewahren. Und wir glauben nicht, daß die Interalliierte Kommission sich � bereitfinden würde, einer Handvoll politischer Hitzköpfe zuliebe den klaren RechtSvertvag zu beugen und sich so dem Diktat einer kleinen Minderheit von Terroristen zu unterwerfen. Das wäre denn doch eine zu starke Belastungsprobe für das Ansehen der Entente. Aber wie gesagt, die Entente als solche hat bisher ihr Wort in dieser Angelegenheit noch nicht gesprochen, vorläufig handelt es sich nur um ein sehr durchsichtiges Manöver der Polen, dem die französische Regierung eine breitere Grundlage geben zu müssen glaubt. Denn es ist ja nun einmal so, daß Frankreich ein zu großes Interesse an Größer-Polen hat, uin nicht in Oberschlesien ein für Polen günstiges Resultat zu wüklschen. Deshalb ist es allerdings noch keineswegs gerechtfertigt, wenn man sich auf französischer Seste immer wieder in den Mitteln vergreift, die nachhelfen sollen, den Wunsch zur Tai zu machen. Die Erklärung Lcygues ist ein Musterbeispiel dafür. Aehulich verhält es sich mit den Maßnahmen, zu denen der sranzösisckfe Vorsitzende der Interalliierten in Obcrschlesien Le Rond greift. So schließt er jetzt in einer Verordnung bei der Bildung von Abstimmungsbehörden alle Staats- und Kommunalbeamten sowie die Geistlichen als Mandatäre aus. Es ist klar, daß es sich auch hier um einen jener Schachzüge handelt, das deutsche Element in Oberschlesien im Abstim- mungskampf möglichst zu unterdrücken, da die Mehrzahl der Beamten und Geistlichen aus deutschen Oberschlesiern besteht, denen auf diese Weise die wichtigsten Staatsbllrgerreckste ge- nommen werden. Der deutsche Plebiszitkommisiar in Kattowitz Urbane! hat gegen die Anordnung protestiert. Es ist bezeichnend, daß es solcher Proteste bedarf, um die elementarsten Bürgerrechte der Deutsch-Lberschlesier zu wahren. Es mag sehr ehrenvoll für die Teutsch-Ober�chlesier sein, daß man ihre Stimme und ihr Gewicht im Abstlmmungskampf so hoch anrechnet: aber aus ihre guten Rechte können sie trotzdem nicht verzichten. Will man einen ehrlichen und guten. Ab simmungskamps. ld darf man auf seifen der Interalliierten nicht den Boden der Ob- jeMivität verlassen. Die Autonomie. veuthe«, 20. November. Die Melbung von der An- «ahme de? Autonomiegesetzes wurde gestern in Ober- schlesicn durch Extrablätter verbreitet. Die deutschen ober. schlesischen AZorgenzritungen äußern heute übereinstimmend ihre Freude über die Annahme des Gesetzes und sehen in dem Gesetz das wichtigste Mittel zum Siege in der bevorstehende« Abstimmung. Eine Warnung. In einem Telegramm an den Vorsitzenden der Interalliierte» Kommission sür Oberschlcsic«, L e Rond, warnt die deutsche Plc- biszitkommisiar Urbane! davor, die blaue Polizei bei der Neu- formicrung»ach ähnlichen Grundsätzen zu gestalten wie die Ab- stimmungSpolizei.die ihrer Aufgabe in keiner Weise gewachsen sei. Einbruch, Raub und Mord seien heute an der Tagesordnung. Das Telegramm schließt:„Wir warnen vor so folgenschweren Maßnahmen, weil alle Anzeichen dafür vorhanden sind, daß Lberschlesien vor neuen schwere» Ercignisien steht." Litauen unS üeutsche Zreistbärler. Ueber da« Auftreten deutscher reaktionärer Freischärler in Litauen sind einander vielfach widersprechende Nachrichten verbreitet worden. Vom Sekretariat der Sozialdemokratischen Partei Litauens erhalten wir eine Darstellung, der wir folgendes entnehmen: Die Grenzüberschrei hmgen von Deutschen begannen einzeln Mitte Oktober. ES waren Leute, die ohne Waffen kamen und sich in den Grenzorten vom Betteln ernährten. Die litauische Regie- rung gab den Befehl, die Leute zurückzuschicken. Am 17. Oktober erschienen in Werschbolowo 300 Mann mit 9 Offizieren, die sich eines Zuges bemächtigten und nach Kowno fuhren. Sie wurden dort interniert und nach Deutschland zurückbefördert. Später erschinen in Kibarti abermals 1000 Deutsche, die verhandeln wollten, aber gleichfalls zurückgeschickt wurden. Ebenso erging es zwei Kompagnien, die am 4. November in Tauroggen erschienen. In Litauen besteht gegen solche militärischen Abenteurer nach den .Erfahrungen mit Vermont die stärlste Abneigung. Als am t8. Oktober die ersten Deutschen in Kowno erschienen, erhob die französische Gesandlschaft dagegen Einspruch. Sie vergaß dabei, daß die Polen mit' Hilfe französischer Waffen unter ftan- zösischen Lfizieren gegen die Litauer kämpften. Weitere französische Proteste erfolgten nicht, sie wären gewiß erfolgt, wenn Deutsche tatsächlich ins litauische Heer eingestellt worden wären. Das Se- kreiariat der Sozialdemokratischen Partei schlägt schließlich vor, Ver- tveter der deutschen und der lettländischen Sozialdemokratie nach Litauen zu entsenden, um den Sachverhalt festzustellen. Kowno, 26. November.(Litauische Telegraphen Agentur.) Der litauische Minister für auswärtige Angelegenheiten überreichte dem Vorsitzenden der Kontrollkommission des Völkerbundes«in Schrei- den, in dem die litauische Regierung sich bereit erklärt. den Waffenstillstandsvertrag zwischen der litauischen Armee und derjenigen des Generals Zeligowski zu unterzeichnen. Sie verlangt von der polnischen Regierung formelle Garan« tien, daß ZeligMvffi die Anordnungen der polnischen Regierung befolg«. Beschlüsse öer Gewerkschafts-Internationale London, 26. November.(TU.) Reuter meldet: Der I n t e r- nationale Gewerkschaftskongreß in London hat eine Entschließung angenommen, worin beantragt wird, daß I n t e r- nationale Arbeitsbureau nicht anzuerkennen, solange nicht die Arboiterv er träge von Washington von allen Ländern rati- fiziert worden sind. In der gleichen Sitzung wurde ein Antrag Norwegens, sich jeder Mitwirkung am Internationalen Ar- beitsbureau zu enthalten, verworfen. Der Internationale Gewerkschaftskongreß hat weiter ein« Entschließung angenommen, worin dem Vorstand aufgetragen wird, einen Plan für ein i n t e r- nationales Zentralbureau für eine, gerecht« Ver- teilung der Rohstoffe zu entwerfen. Dieser Plan wird dem Internationalen Arbeitsbureau in Genf zur Ausführung vor- gelegt werden. »Telegvaaf" meldet aus London, daß Thomas in der gestrigen Sitzung des Internationalen GewerkschaflSbundes ein Schreiben der russischen Gewerkschaftsmitglieder' im Ural- gebiet verlas, in dem es heißt, es sei der russischen Arbeiterklasie infolge der unter der Sowjetregierung bestehenden Wirtschaft- lichen Leibeigenschaft unmöglich, ihre Gedanken frei auszusprechen. Die Führer der vussischen Gewerk- schaften würden von der Sowjetregierung streng verfolgt, viele von ihnen erschossen und zahlreiche ins Gefängnis geworfen. Kronprätenöent Konstantin.. London, 26. November.„Times" meldet, daß sich der griechische Minister S t r e i't nach Bern begeben hat, um dort dem b r i t 1- scheu Gesandten ein« Erklärung de? Königs Kon- st a n t i n zu überreichen, die hierauf nach Italien gesandt und durch den Prinzen Georg auch der französischen Regie- rung unterbreite! werden wird. In dieser Erklärung drücke Konstantin seine Genugtuung aus über die Erklärung der neuen griechischen Steyierung, daß sie die auswärtige Politik Griechen- lands nicht ändern wird. Außerdem gebe er seinem Wunsche Aus- druck, engere Beziehungen zur Entenl« anzuknüpfen. Großdeutsche Organisation. Von Ludo M. Hartmann. Der scheidende Gesandte der deutlchöstcrrcichischen Republik Gen. Ludo M. Harlmann, wendet sich in den folgend«* Aussühtungen an dos deutsche Nclchsvoll mit einer'Anregung, die den lebhastesten Widerhall zu finden verdient. Red. d..Vorwärts". Politik ist die Umsetzung historischer Tendenzen in recht- liche Formen, denn nichts kann auf dem Gebiete des Staats- lcbens zur Organisation gelangen, was nicht durch die g e- schichtliche Entwicklung vorbereitet ist, und alles, was in der Richtung der historischen'Entwicklung liegt, drängt nach rechttickcr Organisation im Staate. Die Aufgabe des Politikers also ist es. die Form für den Inhalt der Ge- schichte zu finden und dasjenige als Recht festzustellen, was schon vorher als kommendes Recht empfunden wurde. Das Mittel aber, dessen sich der Politiker bedienen muß, um das, was in der Zeiten Schöße ruht, zu geltendem Rechte umzu- gestalten, ist immer und überall die Organisation, d. h. die Aufklärung der politisch denkenden Menschen und ihre Zusammenfassung zu dauerndem gemeinsamem Handeln im Sinne des angestrebten und vorgezeichneten Zweckes. In der. weitaus überwiegenden Mehrzahl der Fälle kann es sich dabei nur um die Organisation politischer Parteien bandeln, da die widerstrebenden Interessen der einander betämpfenden Klassen auf die meisten politischen Fragen verschiedene Ant- Worten geben, je nachdem, von welcher Seite aus sie betrachtet werden. Aus dem modernen Staatsleben wird man deshalb das Parteiwesen nimmermehr entfernen können und gerade aus dem Widerstreite der Parteien in ihrem Machtkämpfe werden die tatsächlichen politischen Resultate gewonnen. Doch ist diese Regel nicht allgemein. Es gibt gewisse Fragen. welche bei dem heutigen Stande der gesellschaftlichen Entwicklung von allen Klassen einheitlich beantwortet werden können, weil sie gleichsam schon zu Voraussetzungen geworden sind, auf Grund derer die politischen Kämpfe selbst durchgeführt werden, so daß es einzelne politische— und zwar häufiger außenpolitische, als innerpolitische— Ziele gibt, welche allen Parteien'gemeinsam sein und von allen Parteien gemeinsam erstrebt werden können. Abgesehen von allen anderen An- ichauungen wird es heute in Deutschland kaum jemanden geben, der nicht das Selbstbestimmungsrecht des deutschen Volkes und seinen Zusammenschluß als eine Forde- rung der Gerechtigkeit und zu gleicher Zeit der Notivendigkett für den deutschen Staat empfindet. Durch diesen Zusammen schluß muß gleichsam die kulturelle Grundlage süp die weitere Entwicklung gegeben werden, mögen sich nun die einzelnen Parteien die weitere Entwicklung auch verschieden vorstellen. Dies zeigte sich neulich auf dem erhebenden Kommerse. der bei Gelegenheit meines Ausscheidens aus der hiesigen österreichischen Gesandtschaft veranstaltet wurde, um zu be- weisen, daß es in Deutschland eine Einheitsfront für den Kampf um den Anschluß D e u t s ch ö st e r r e i ch s an Deutschland gibt. In der Tat fanden sich hervorragende Redner aller bürgerlichen Parteien, sowie der Sozialdemokratischen Partei zusammen, um namens ihrer Parteien zu erklären, daß diese alle sür den Anschlutzgedanken eintreten, und auch die rechtsunabhängige Partei hatte ihrer Sympathie Ausdruck gegeben. Trotz allen Parteihaders ergab sich in diesem Punkte vollständige Einigkeit. Diese Einigkeit bestand natürlich nicht nur an diesem Abende. Sie ist'ein dauerndes Ergebnis aus der Entwicklung dieser letzten Jahre. Um ihr aber Wirksamkeit zu verleihen, muß sie auch nach außen nicht nur an einzelnen Abenden hervortreten, sondern durch das politische Mittel, die Organisation, in die praktische' Tat über- geführt werden. Hervorragende Männer auf dem Gebiete von Kultur und Gesellschaft, Industrie und Handel müßten vor- tretenmxnd unter voller Anerkennung oder auch Betonung ihrer sonstigen Gegensätze sich an die Spitze eines poli- tischen Zweckvcrbandcs stellen, der ganz Deutschland umsassen müßte, mit einer Zentrale, die dem Ganzen einheit lichen Willen verleiht, und einem dichten Netz von Orts- gruppen, das über ganz Deutschland ausgebreitet wäre. Sie würden unterstützt werden von den überall sich bildenden Organisationen der im Reiche lebenden Deutschösterreicher. An Tätigkeit würde es ihnen nicht mangeln; sie müßten Auf- klärung verbreiten über die Verhältnisse in Oesterreich, über die. Bedeutung der Anschlußfrage, über die Wege, diczum Ziele führen. Sie müßten in Oesterreich auch fernerhin die Ueberzeugung stärken, daß wir Deutschösterreicher nicht als arme Verwandte ungern gesehen werden, wenn wir uns in die Arme des großen Teutschland werfen. Sie müßten das Echo sein für die Rufe, die aus Oesterreich ergehen. Sie müßten die gesellschaftlichen Beziehungen im weitesten Sinne zwischen Deutschland und dem abgesprengten Teil des deutschen Volkes Pflegen und vor allem die kulturellen Gemeinschaften, die auf sprachlicher Grundlage naturgemäß enger sind, als zwischen Völkern verschiedener Sprachen. Sie müßten auf deutschem Sprachgebiete wie im Auslande die Ueberzeugung von der notwendigen ? chicksalSgemews ch ast Deutschlands und DeutschSsterrcichS der- Ilärken, oder, wo sie nicht vorhanden ist, erwirken. Es wäre doch merkwürdig, wenn gerade die Deutschen so wenig poli- tisches Talent hätten, um nicht das zu schaffen, was andere Völker in gleicher Lage sich selbsttätig geschaffen haben, was die Italiener von der Zeit der Carbonari bis zur„Dante Alighieri- aufzubauen verstanden haben, und die anderen Völker, die nach nationaler Einigung strebten, jedes in seiner Weise. Natürlich handelt es sich aber heute im Zeitalter der Demokratie nicht mehr um Geheimbünde und Verschwörun- gen, die durch List und Geivalt zu wirken suchen. Was an- gestrebt wird, braucht das Licht des Tages nicht zu scheuen, und die feste Zuversicht in die Notwendigkeit des nationalen f Werdens ersetzt mehr als zur Genüge.>vas auderorteu und zu anderen Zeiten Putsche und Gewaltstreichc leisten sollten. ' Es handelt sich nur darum, das; das beut che Volk sein Selbst- bcstimmungsrecht geltend machen und über sich selbst ver- fügen will, und das mns; es aussprechen durch alle seine Führer und durch seine Blassen. Es mutz seinen Prozeß um den Anschluß vor dem Forum der Menschheit anstrengen und zu diesem Zweck braucht es seine großdeutsche, überparteiliche Organisation._ ,6ufe Hoffnung". Unsere Leser erinnern sich der aufsehenerregenden Mit- reilungen, die der„Vorwärts" vor einiger Zeit über die Ueber- Vorteilung des Reichs durch die„Gute Hoffnung-Hiitte" ver- ösfentlichte. Tie Hütte, die gute Beziehungen zu der ganzen reaktionären Presse hat, überschüttete sofort die Oeffentlichkeit ' mit Richtigstdlungcn, die von Angriffen auf den Bergasscffor Horten(jetzt Stadtbaurat in Verlin) und auf das Reichs- abwicklungsam t nur so wimmelten. Horten hatte daraufhin der schwcrindustriellen Preffe, be- sonders auch der„Rhcinisch-Westfälischen Zeitung", eine Bc- richtiguizg geschickt. Die Redaktion der„Rheinisch-Westsäli- schen Zeitung" fügt nun dieser Berichtigung einen ihr von der „Gute Hoffnung-Hütte" zugesandten Zusatz an, in welchem behauptet wird, daß der„Verfasser des tendenziösen„Vor- wärts"-Urtikels Herr Staatssekretär S r z e s i n s k i" sei. Hier, soll Wohl nur ein Fühler ausgestreckt werden, der aber vollkommen daneben trifft. Wir können der„Gute Hoffnung- Hütte" versichern, daß unsere ihr so unangenehmen Enthüllun- gen weder von Horten noch von Grzesinski stammen. Sie tappt da wirklich im Dunkeln und wir werden ihr begreiflicherweise keineswegs helfen, daß sie auf die Spur des„Täters" komme._ Stinnes und Rathenau. Tu. Walter Ratbenau veröffentlicht folge,«de Erklärung: „Verschiedene Blätter bringen Mittellungen über ein Interview, das ich der französi'chen Zeitung„l'Oeuvre" gegeben haben soll. Ich bemerke dazu, daß ich seit Monaten keiner französischen Zeitung ein Interview gegeben habe. Insbesondere habe ich mich nicht dahin geäußert, daß die französische Besetzung des Rheinlandes„von Industriellen" gewünscht oder gern gesehen werde. Ebensowenig habe ich von einem„Zusammenstoß" zwischen ' Herrn Stinnes und mir in Spa gesprochen; twder hat ein solcher„Zusammenstoß" stattgefunden, noch habe ich irgend jemand in Spa oder soiisttw irgendwelche Motive für eine von der meinen abtvcichcnd« Auffassung unierstellt." Die preußische Verfassung. Auf der Tagesordnung der Preußischen Landesversammlung »eht heute die dritte Lesung der preußischen Verfassung. Abg. Hanschild(Soz.): Wir folgen lieber den Spuren von Engels und Liebknecht als denen von Moskau. Wir können dem Rätesystem keinen Geschmack abg.winnen und treten nach wie vor für den demokratischen Staat ein. Der Abg. Cohn(II. Soz.) bat uns vorgeworfen, daß wir an diesem Werk mitgearbeitet haben, anstatt die Verfassung dem nächsten Parlament zu überlassen. Wir haben es aber für praktischer gehalten, diese? Werk noch in „Zrtm ItTorgit' von Strinööerg. (Theater in der Königgräher Straße.) Ohne die noch immer andauernde Strindberg-Theaterkonjunk- tur wäre gewiß niemand auf d'n Gedanken verfallen, dies 1880 erschienene Schauspiel aus des Dichters frübester Periode auszu- graben. Die ersten Bilder des Stückes erregen lebhaftes Interesse durch die Art und Weise, wie sie in kurz andeutender Skizzierung (heute �würde man es„expressionistisch" nennen) die zentralen Mo- tive anklingen lassen, mn die Stundbergs ganzes spätctcs Schaffen kreist. Aber in dem breit äuLixspoimenen und schließlich entscheidenden Schlußakt reißt der Komakt des Hörer« mit den Bühnenvorgä Ilgen völlig ab. Die gedrängte Kürze, hinter der so viel zurückgehaltene innere Bewegung zu stehen schien, schlägt um jn endlos lange Auseinandersetzungen, die bei dem Mangel aller überzeugenden Motivierung wirkungslos verpuffen. Es kündigt sich da, lange ehe der Dichter sein Damaskus erlebte, dieselbe Neigung gewaltsamen Moralisierens a>n, die auch später so mar- kant hervortritt.- Die Schilderung der Liebessehnsucht, in der die heißblütige Marsit als Klosterschwester ihrem Ritter entgegen! arrt, arbeitet mff stark betonten pathologischen Momenten, die sich dann aber im weiteren Ablauf spurlos verlieren. Da? ungestillte Verlangen peitscht das Mädchen zu zügellos sadistischen Gelüsten an. Ebenso tat das erzwungene Zölibat im jungen Priester, dem sie beichten soll. Regungen rtfilder Brunst entsuch:. Er bleibt im Kloster und ring- mit frommem Sinn— dem Mädchen, nach welchem B ver- laugt, Freundschaft bewahrend— die Leidenschaften in sich nieder. Ihr aber kommt die Rettung durch den Rilter, der, so träumt sie. alle Herrlichkeiten der Welt vor ihr ausschütien wird. Jn dem fernen Wettcrleucb'en des unentrinnbar herauf- ziehenden Gewitters, mitten unter den Seligkeiten des Hochzeit«- morgens, prägt sich des späteren Strindbcrgs Wesensart im Nahmen dieses Wertes am vornehmsten aus. Tie Nichterfüllung einiger kleinen Wünsche, denen der Geliebte sich versagen muß, jagt hier schon ein« jähe, wenn auch rasch niedergekämpfte Erbitte- rung in ihr auf. Auch det echt Strindbergsche Aerger über weib- kicke Unordentlichkeit spukt hier schon oor. Der Mittclakt. den offenen Ausbruch der Feindschaff zeichnend. fügt sich bei mancher eindrucksvollen Wendung dem rasch-balladen- Lasten Stil der früheren Szenen doch nicht restlos ein. Die Zu- spitzung des Konflikts hat etwas allzu absichtsvoll Konstruiertes. Der wackere Rsttersmann.'n ieinc: überschwenglichen Verehrung für Margit, hat ihr ein ganzes Jahr hindurch verschwiegen, daß er sein versGindeees Gut nur mit höchste�, Anspannung dez Fleißes für Frau und Kind viellc'cksi oeyaupten kann. Daß sie die Pferde just im Augenblick, da sie di- reiche Ernte oor dem Regen bergen sollen, zum Einholen von Wasser für ihren Ziergarten fortgeschickt, rreibt es endlich zum Zusammenstoß. Er lehnt sich am und geht in seiner Erregtheit drohend auf sie loS. Das genügt ihr zum Ent- dieser Session zu beenden, denn wir müssen befürchten, daß die neue Laiidcsrerstjmiiiluiig nach der Wahl die Verfassung nicht im Geiste des Dr. Cohn, sondern im Geiste des Deulschnationalen Herrn v. KrieS ausgestalten würde. Es wäre daher eine große Torheit gewesen, uns aufzulösen, ohne die Verfassung fertig ge- macht zu haben. Wenn durch die deulschnationalen Anträge nicht noch wesentliche Verschlechterungen hineingebracht werden, werden wir dem Gesetz zustimmen. Die anderen Anträge betreffen ja meist stilistische Unebenheiten uno sind nicht von wesentlicher Be- dcuiung. Den Staatspräsidenten und das Zweikammersystem leinen wir ab. Tie Frage der Auflösung ist befriedigend geregelt. daher bedarf es keines Staatspräsidenten. Als nächster Redner ergreift Abg. v. Krics(Dnat.) das Wort. Der Aeltestenrat der Preußischen Landesversammlung beschloß, die Beratung der Verfassung am Dienstag, den 30. d. M., vormittags 10 Uhr, fortzusetzen und möglichst an diesem Tage zu beenden. Die namentliche Abstimmung über die Verfassung und das KirchenaustrittSgesctz wird entweder am Mittwoch oder am Sonnabend der nächsten Woche stattsinden. Am Mittwoch soll ferner die Besprechung über den Antrag der sozialdemokratischen Fraktion erfolgen, durch den die Staats- rcgicruag aufgefordert wird, auf d-.n Erlaß eines NeichSgesetzeS hinzuwirken, durch das das Vermögen der Hohenzollern ohne Entschädigung der Republik Preußen übereignet wird. � Etatsorgen im �auptausschuß. Im Hauptausschuß deS Reichstages regte vor Eintritt in die sachlichen Verhandlungen zum Etat deS Rcichswehrministcriums Abg. Tr Pticliiiicke(Dem.) an, den Sperrgesetzentwurf zu schleuniger Torbcratung dem Unterausschuß zu überweisen, damit da? Plenum des HaushaltSnusschusses entlastet werde. Zugleich weist er auf die Schwierigkeiten hin, in die daS HauS hineingerät, wenn das Tempo der Sjusschußberatungen so bleibt, wie gegen» wärtig. Es drohe geradezu eine Etatskatastrophe und auch der Etat für lWI könne dann kaum vor Ablauf deS Finanzjahres vorgelegt werden.— Ter Ausschuh beschließt die Einführung einer H ö ch st z e i t für die Reden von 10 Minuten und verweist daS S p c irr g cks e tz an den Unterausschuß. Abg. Stückten sSoz.) stellte fest, daß General v. Braun bei Beratung der Hauptinaniisstellen nicht gesagt babe, bei Bewilligung der beantragten weiteren 00 Hauptmannsstellen könnten die aus dem UnteroffizierSstand hervorgegangenen Offiziere zu Haupt- l e u t e n befördert werden.— Taraufhin wurde von General v. Braun die ausdrückliche Versicherung abgegeben, daß der Reichswehrminister angeordnet habe, nunmehr Schritte einzuleiten, um jene Offiziere keinesfalls z» benachteiligen. Die alsdann beginnende sachliche Weitcrberatung deS Etat? ergibt die Annahme sämtlicher beantragter Besoldungen für Offiziere, Snnitäts- und Vetcrinärofsiziere.— Bei der Position für kascrncnmäßige Unterkunft der Reichswebr erbebt Abg. Hoch(Soz.) Beschwerden, daß die Kasernen nicht hinreichend zu WohnungS- zwecken benutzt würden. Minister Tr. Geßler erwidert, daß nach Ausscheiden der Abwicklungsstellen und der Dienstwohnungen hin- reichend Räume für die Reichswehr zur Verfügung stehen werden. — Abg. VriininghauS(Dt. Vp.) setzt sich für eine bessere Unter» bringung der Truppen ein. Tie vielen ihm zugegangenen Klagen seien durchaus zutreffend.__, Für eine Politik des Recht?; Ein Aufruf von 100 alten Burschenschaftern, darunter II Universitätsprosessoren, erregt zur- zeit in studentischen Krest'en großes Interesse. Der Ausruf ver- urteilt aufs sthärffte die Beschlüsse des Eisenacher Bursche.'r- tage« vom August 1920, wonach„Nichdarier" verfehmt und„An- gehörige von Parteien mit internationalen oder separatistischen Tendenzen" nicht mehr der Burschonschaft angehören können. Er tritt weiter dafür ein, daß nur die vollkommene A b�ehr von den chauvinistischen und alldeutschen Tendenzen und ein« Politik des Rechts die Zukunft Deutschlands sichern könne. Eine Berichtigung de? Reichspräsidenten. Der.Pirmasenser Anzeiger" bringt folgende Berichtigung deS Reichspräs i. denken: Der Anzeigenteil Ihrer Nummer vom 14. November entbieit in auffallender Schrift eine Anzeige, wonach in dem Hause P o l i ch in Leipzig ein Pelz von meiner Frau im Werte von 56 000 M. ausgestellt ist. An dieser Angabe ist kein wahres Wort. Es handelt sich um eine in jeder Hinsicht frei erfundene böswillige Behauptung, gez. Eberl, Reichspräsident. Gcsandlcnwcchsel in HcljingforS. An die Stell« deS Freiherrn v. Bruck triit Dr. W al l r o i b. schluß, den Ehebund zu lü'cn. Seine Bitten und Beschwörungen bestärken sie nur in ihrem Haß. Indes der Dichter, der in"'seinen späteren Stücken gegen den selbstsüchtigen verbohrten Fraueneigeusinn mit solcher Wut der An- klage zu Felde zieht, sieh! ihn hier noch mit den verzeihenden Augen der Liebe an. Mit einer Liehe, die in dem Wunsche, alles zum Guten zu führen, auch vor den wunderlichsten Theaterwunder- mittein nicht zurückschreckt. Der Bögt, dessen Galanterien sie selbst sehr nachdrücklich ermunterte, wird von Margit nach ihrer Schci- dung abgewiesen. Er will sie zwingen sie— nimmt Gift. Stirbt aber nickt daran, da der F>eund, der Priester, ihr ein Heilkraut noch rechtzeitig als Gegenmittel verabfolgen kann. Die Todes- angst hat sie aus ihrem verstiegenen Hochmut herausgeschüttelt,. Sie wird dem guten Ritter fortan in allen Nöten der Lehensprosa eine treue Gattin und ihrem Kinde eine liebevolle Mutter sein. Die von Sven Gad« inszenierte Aufführung, für Hie er zu- gleich sehr stimnuunasvölle Dekorationen entworfen, war d-urch- gehends mit großem Fleiß auch in den Nebenrollen herausgearbeitet. Tie Margit spielie Kiltv Aschen dach, den Ritter Ludwig Hartau- Die Leistung beider gipfelt« in der tiefbeseelten Dar- stelluag des Liebesglückes in den Szcnen de? ersten Aktes, die auch dichterisch den Höhepunkt des Werkes bezeichnen. Conrad Schmidt. vas Lieö von der Kartoffel. Kockt auf dem Herd die dünngesckälte Knolle. in Dämp'en brodelnd, weich und gar, bräunt mir die Frau da-u die Zwiebelbolle. denn gestern kam mein Dickterhonorar. Wir füllen unfern kriegSgestählten Magen und gieren»ickl nach andrer Kost, wir baden Rübenmus vordem vertragen und blannien Trübsal auf dem HeizungSrost. Der gute Landmann ißt indes die Butter. kaut Weizenbiot und Sckinkcu'pcck , icklägt Stiege» Eier in das Abe»M»tter, bläst zwischendurch die Hypotheken weg. Wir gönnen'S ihm— dock wen» der Lauf der Zeiten uns auch»ob die flartoffel nimmt, beginnt der Zorn die Sau'imut ru bestreiten, der stille Dulder wird aui Wut gestiniint. Es kann zum Frieden nicht die Meinung taugen, die Stadt sei ein geiüllier Scklauch. der Bauer müsie ewig daran sangen— sonst fahre Pestilenz in ieinen Bauch! � Schlarass. pommersche ZettgLnfe vnö kein EnÜe. Die Nobiz„Die Einsessnungsgans" in der Mittwoch- cchondaussiabe uiffercs Blattes hat uns eine weitere Airzahl von Zuschriften eingebroch!, aus denen das rigorose Verhalten gewisser Geistlicher den Eltern ihrer Psarrkinder gegenüber hervorgeht. Besoniders schneidig ging Herr Pastor Gehrk« in W u l f l a tz k e vor. der sogar seinen I u st i z r a t in Be- wegling setzte, imi von dem Vater des Konsirnianden, einem Arbeiter in Dieck, die..Einsegnungsgans" zu erlangen. Hiev da? Schreiben des Justiz rats im Wortlaut: Justizrat Drunnemairn, Rechtsanwalt u. Notar Reustettin. Fernsprecher 301. N e u st e t t i n. den 12. Oktober 1W0. Herrn Arbeiter Hermann S p e ck m a n n, Dieck. NamenS und im Auftrage des Herrn Pastors Gehrk« in Wulflatzke teile ich Ihnen folgende» ergebenst mit: Nich der Matrikel vom 30. November 1867, bestätigt am 4. Februar 1868. steht dem Pastor zu Wulflatzke für tue Einsegnung eines KindeS eine lebend« Gans zu. Sie haben aber die meinem Auftraggeber für dir Einsegnung Ihres Sohnes Otto zustchcnb« lebende Gan» bisher nicht geliefert, und ich bin deshalb beauftragt, gegen Sie auf Liefe» rung zu klagen. Wenn Sie die Klage abwenden wollen, stelle ich Ihnen anHeim, die Gans bi» zu m 16. Oktober 1020 im lebenden Zustande meinem Aufloaggeber zu liefern und bis dahin auch meine Kosten: -)Prozebgebühr§ZS, 13.14.«,■,. 2,80 M. b) Pauschsatz dafür.......• 0,80, c) 60 Proz. T« u e r u n gS z u sch lag für diese Ge- bührcn mit zusammen 3,60 M....... 1.90. Summa 6,40 M. an mich einzusenden. Hochachtungsvoll Drunnemann, Justizvat. Htornft muffen wir die Fo-rtführung der„Gänse- diskuffion" beschließen. ES ist dringend zu hoffen, daß die Heiden von uns mitgeteilten Fälle schleimigst dazu führen, die „Rechtsverordnung" aufzuheben, damit die Pfarrer wieder mehr Wert darauf legen, den Dank vom Himmel anstatt von f l e i s ch l i ch- i r d i s ch e n G e n ü s s e n zu erwarten. Für die zahlreichen anständigen Geistlichen bedeuiet diese Art von„Amtsbrüdern" eine Wvere Kompromittierung, gegen die sie sich energisch wenden sollten. Ruslanösrunöschau. Da» Oberhaus hat die ioische Homerulebill in Weiter Lesung angenommen. „New York Herald" meldet über den Hilfsrat, der in New Dork gebildet wird, um den Kindern Mittel- und Ost» euopaS zu helfen, daß 33 Millionen Dollar vorgesehen sind, um dreieinhalb MillionenKindern.di« krank oder der Nah- rung beraubt sind, zu Helsen. Nach Meldung der„Frankfurter Zeitung" aus Dekgrod, werden General Wrongel und ein Teil der. Militär- und Zivilflüchtlinge aus der Krim nach S ü d s l a w i e n kom- men. Der südslawisch« Ministerrat hat bereits zu ihrer bevor- stehenden Ankunst Stellung genommen. Die„Franffurtcr Zeitung" meldet au» dem Saargebiet, daß di« Belegschaft der in f ra n z ö s i s ch e n Händen besindlichen Oaargruben seit Anfang des Jahres um rund 6000 Mann ver- mehrt worden ist. Di« monatliche Produktion an Kohle stieg um rund 76 000 Tonnen.—. Die Sowjetregierung hat durch eine eigen? hierzu geschaffene Organisation die Mob.lmachung aller Frauen Rußlands zur Anfertigung von Leibwäsche für die Soldaten ange- ordnet. Nördlich von Mosyr haben die von den Sowjettrupp�n Verfolg- ten Ucberrcste der Armee Balachowitsch den Fluh Jppa über» schritten und fliehen in westlicher Richtung.'In den Kämpfen gegen� Petljura haben die Sowjettruppen 12 000 Gejangene gemacht, 20 Panzerwagen, 25 Geschütze und 60 Maschinengewehre erbeutet. Gastspiel in der StaatSoper. Jn„Mona Lisa", dem floren» tinischen Traumspiel von Schillings, sang am Donnerstag Wil- heim Rod« als Gast den Francesco. Diese Partie vevlaugt einen in allen psielerischen Sätteln sichnen und beweglichen Sänger. ViS zum Grade einer starken Jwter.'ssantheit war dies der Gast sicher, und seine Pointen, wohl vorbereitet, verfehl ten nicht ihre Wirkung, weder rn seiner Angst noch in seiner Tollheit. Besonders gut psycho- logisch war sein Ausdruck, als er, um das Gehcimni.s vom Lächeln der Mona Lisa wissend, den umvissenden Gatten vorspiegelte. Seine �Stimmittel allerdings gebieten ihm Halt an dgr Schwelle des lieber» pointierenS. So warm und weich sein Bariton in der Mvttellage klingt, so ungefügig und gequält scheint er nach, oben hin zu werden. Aber das kann auch Uebcranstrengu-ng gewesen sein. Jn jedem Falle eine hochachtbare Leistung eines intelligenten Spielers. In Ersatz für Frau Keinp, die unersetzbar ist, führte Frau Paula llcko-Hüsgen aus Schwer.» di« Rolle der Mona Lisa durch. Sie tat das mit hohem Anstand, keß ihren schönen und großen dramatischen Sopran voll austönen und war in der Starre ihrer Haltung wie i.n der Raserei ihrer Bewegung gleich gut. Schillings dirigierte seübst. K. S. Paul Flg, der bekannte, zurzeit in Berlin lebend«'Schweizer Dichter, bittet uns mitzuteilen, daß er nichts zu mn Hai mit einem Schriftsteller Ferdinand Jlg, der neuerding« als alldeutscher Werbeapostel berumzieht und angepriesen wird als ein Schweizer, der auf deutscher Seit« mitkämpfte und das Eiserne Kreuz erhielt. — Es ist allerdings ein starkes Stück, den Verfasser de? pazifistischen (im„Vorivärts� zuerst abgedruck"cn) Romans„Der starke Mann" mit einem gänzlich unbekannten„Schriftsteller", dessen literariscke Leistungen durch das Eiserne Kreuz. ersetzt werden, zu verwechseln. Aber eine gewisse Presse schlägt anZ allem Kapital* und verleiht ibrcm Günstling F. Jlg das literarische Ansehen des P. II«._ Der Männerchor Fickte Meorglnla gibt am 5 Dezember, nachm- 3 tthr. ein Konzert in der Philharmonie unter Mitwirkung deS Frauen» TerzectS. Si'ormrnmSl'el. Der NormenaiiSichiiß für die dentscke sindiiftHe bat unter Le tnna non Professor Paul Mebes einen StudicnauS chug zur Normung von Möbeln und Haiisr.it gebildet Tao N.'aiinhrimer Nationaltl, rater bat für da» Svieljahr 1320 einen Znichiiß der Stadt von 4Rt0c>00 M. f, fordert, während im Vo an» ichlaa nur ein solcher von l 343 M0 M. vorgcicben war. lim Voramchlag sü t92t wird von vornherein mit einem Defizit von 3 064 000 M. ge- rechnet Reger» Lebenswerk. Die Schüler und Freunde Mar NearrS haben ssch zulonm engetzm, um m einer Neide von Veiöfieinlichungcn da» Oebenswert RegerS der Ocffenliichkcil näbeiziibrioaen. Die Ve öffent- tichun en ericheinen im.Münchener Mufikvcriag von Otto Hallbreilcr. Tie verjüngten gkatteniiiannche» tm Film. Tie staatliche Film» Haupl>'elle Wien wnd die'VerjüngungStur oon Prot Sleinach bringen. Vorgriübrt werden Tronsplantalioiien der Keimdrüien an lebenden 3er- luchslieten. Umwandlung oo> Männchen tn Wei?chen. Ürzeu iung von Zwittererjchciuungen, die Erneuerung verblühender Sejchlechlschargllere njw. Wels' Aussage im Prinzprozeß. Noch Eröfflvung der Sitzung d-urch LnndgerichtSrat B r«« e S- fem stell! Justizrai S>t. Werthauer den Ülnmig, den Kaufmann Fritz B o r ch a r d t und den jtzaufmonn Hans B o r ch a r d l. Franzäsisck)e S:r. 47. als Zeugen zu tadem Rechtsamvalt Dr. Werthauer weist darauf h'n, daß die Zeugen Borcharst großes Jirtcress« daran haben, vernourmen zu werden. NechtSanwaft Nübell widerspricht diesem Antrage. Das Gericht beschließt, den Antrag abzulehnen, da die behaupietcn Tatsachen für die Entscheidung in oicser'Sache un- e r h e bl i ch sind. Als Zeugen sind u. a. zu heute geladen- und erschienen Otto Wels und der frühere Kommandant, Leutinant Fischer. Zeuge Ltta Wels befundct u a., daß er Tcheioemann tatsächlich getagt habe, daß Prinz ihm schaden wolle, Ivo er nur könne. Er habe eines Tares den Kriegsg.'richtcrat'Jülich auf der Straße getroffen und dieser habe ihm im Laufe des Gesprächs erzählt, daß Prinz zu ibm geäußert hqbe:„Wenn ich Schcidcmann und Sklarz etwas einrühren kann, dann tue ich es!"— Vor f.: Sie sollen ferner bekunden, daß es Ihnen bekannt ist. daß Be- lohnungen für de Beisciteschassung von Liebknecht ausgesetzt waren. Sic können aus Fragen, durch die Sie sich sonst einer straf- waren. Sie können aiuf Fragen, d-urch die Sie sich selbst e'ner straf- Zeuge WelS: Ich habe nicht die geringste Vc ran- lassung, meine Aussage zu verweigern, im Gegen- teil, ich habe extra daru-m gebeten, hier vernommen zu werden. Ich erkläre h'er unier meinem Eide: In meiner Gegenioart ist unter den damals die Regierung bildenden Personen niemals ein Wort von der beabsichtigten Beseitigung Liebknecht», van der AüS- sehung einer Belohnung oder ähnliches gefallen. Als zum erstenmal die Behmtpiung auftauchte, Scheidemann habe eine Belohnung ausgesetzt, lachten Scheidemann und ich, da wir beide schon den Gedanken so absurd fanden, daß eS gar n-iäst wert war, noch darüber zu sprecben. Wenn Tyszka aussagt, er habe von mir 4000— biXKZ M. erhalten, so ist das unrichtig. Ich habe Tyszka nur ciwrnal gesehen, als er wegen der Verhaftung Liebknechts in das Militärgefängnis eingeliefert worden war und mir vorgeführt wurde. Ter Gerichlsoffizier sagte mir damals, er habe den Eindruik. daß Thszkb geisteskrank sei. Ich fragte T. in meiner Art: Mensckenskind, wie kommen Sie denn dazu, Liebknecht zu verhaften? Wer hat Ihnen denn den Befehl dazu gegeben? Tnszka erklärte, daß er von seinem Feldwebel beauftragt sei. Als er, Zeuge, nach dem� Namen fragte, konnte T. ihn nicht angeben. Plötzlich erklärte Tpszka:...id e r r Wels, ich bin Soldat, wenn Sie eS mit befehlen, würde i ch Liebknecht und die Luxemburg erschießen. Ich stammeauSeiner alten OffizierSfamil ie!" Ich fulw Tyfzha an: Mensch, Sic sind wohl verrückt, wie können Sie so etwas sagen. Der Gerichisoffiz:er erklärte mir dann nochlnalS, Tyszka sei offenbar geisteskrank. Ich will hierbei bemerken, daß alle diese Vorfälle schon in dem Nn tc r suchu ngsa»S sckn: ß der Landesvcrsammlung,» in dem alle Par- teien Abgesandte hatten, eingehend erörtert worden sind. Dieser Ausschuß hielt eS nicht für iwNvendig, Tyszka zu vernohmen, da er offenbar' rln �krankhafter Lügner sei. Vors.: Herr Sckieidrmann soll wiederholt Bbrnkounterschriften gegeben haben? Zeuge: Ich babe nie beobachtet, daß Scheid«. mann eine B l a n k o u n t e r s ch r i f: gegeben wt. Justizrat Dr. Werthauer: Tyszka behauptete, er habe von Ihnen etwa 4000 M. erhalten. Zeuge Wels: Ich habe keinen Pfennig a-n Tyszka gezahlt. StaatsauivaltschastSrat Hayner: Bekanntlich ist Herr Liebknecht eines Tages mit einem Auto und Maschinen. gewehr an der Kommandrutur erschienen und hat aufreszeude Reden gehalten. Ist es da nicht möglich, daß irgend jemand von einer Beseitigung Licbkiicchts gesprochen hat? Zeuge: Nein. Die Offiziere rieten mir dazu, Liebknecht eventuell mit Waffengewalt zu verlreiben. Ich lehnte es ab und sagt« nur: Draußen ist eS ka'I, wenn die Leute genug gefroren haben, werden sie sich schon von selbst verziehen! Staatt sanwaltschaftsrat Hayner: Ist eS richtig, daß. tatsächlich damals in der Bevölkerung oder an anderen Stellen der Gedanke aufgetaucht war, Liebknecht gewaltsam zu beseitigen? Zeuge: Das ist möglich, daß in ge- wissen Kreisen, in denen man viclcicht auch die Täter bziv. A n- stiftet suchen kann, solche Gedanken bestanden. In den Kreisen, welche der Regierung nahestanden, sind solche Aeußerung-en mchl gefallen. . Justizrat Dr. W e r t h a u e r: Ist Ihnen etwa? bekannt gc- worden, daß die Kreise, die tatsächlich mit der Ermordung Lieb- knechtS zu tun haben, die Absicht hatten, mit gcfäl schien Befehlen die Tat auszuführen, um die Verantwortung von sich abzuwälzen?— Zeuge: Davon weiß ich nichts.— Justizrat Werthauer bittet sämtliche Mitglieder der damaligen Re- g i e r u n g darüber zu vernehmen, ob ihnen etwas von einem Mordbcfehl bekannt ist. (Fortsetzung in der Morgenausgabe.) MirtslHaft Amerikanisicrung der Coblcnzer Bank. Dke mit 7.8 Mill. M, Akiienlapitral arbeitende Coblenzer. Bank wnd unier Anlebuung an e:nen ameritaniichen Großbanllonzern ihr Alneukapital um 42 2 aus bO Mill. Marl ei höhen und ihre Aibeilsbasis wesentlich ausdehnen. Mit Weser E- Weiterung der Coblenzer Bark würde die llebersrem- d u n g DeuiichlandS einen sebr erheblichen Schritt vmwäris kommen, dex um so bedauerhcher ist. als es sich»m ein Unier- nehmen im aegenwäitig besetzten Gebiet bandelt. Es ist nicht uu- wabiicheinliw, daß die Coblenzer Bank ein Ausgangspunlt für die weitere Duichdrinpung der rheinischen Wir ffchafi niit fremdem Kapital.werden soll, indem sie zur Durchiüvrurig der Kapiialsirairsaltioi'en beim Auskorlt von Jndustrieunter- nebmnngen, also sozusagen als ,U e d e r fr e m d u n g Sbank' dienen lönnle.-_ DiScontv-Gesellschaft. Die Direktion der DiSconlo-Gesellschnsi überrirmnit das Barrl eschäil Carl Kuz ic» irr H a l b e r sr a d I niilcr Angliederuirg o» ihre daielbsi bereits bestehende Zweio stelle. Die bisbcrrge» Inhaber rrele» als st-'llver ireieude D i r e l> o r e» tn die Lei-urrg der Halberslädter Zweigstelle der Drscoiiro-Gc- sellichakl er». Robert Wilbrandt: Orkonrmre. Der philosophische/ Geist in Deutschland wird wieder rege. Mau beginn, einzusehen, baß Phi- losophie als Rechtfertigung nationalistischen Machtwahns� Mißbrauch, daß vielmehr Philosiphie geist-ge Grundlage jeder Wfsenscla'i ist. .Ideen zu einer Philosoph e und Soziologie der Wirlschast" nennt der bekannte sozialistische Nationaiökonom Rod. W i l b r o n d i sei» Werk lTübiugen. Mobr-Pcrlag!, in dem er unter Öinauslvcisung allct politischen, religiösen, ci-hischien und sonstigen Ideale, die sich in i>ie Nationalökonomie eingedrängt haben, rein wissen- schof tlich und aus dem Wege der E r k e n n t n i s k r i i i'I die W rt'chaft, ihre Formen und ihren Inhalt untersucht. Bon der Tauickwirtschaft über die Gcmeinwirtschaft'zur.Hingabewirtschaft" — dos ist der Weg, den uns Wilbrandt führr, und in dem er uns völlig neue Perspektiven eröffnet. Das Buch ist— insbesondere für den vbiloiopbiichen Laien— nicht leicht zu lesen, bietet jedoch reiche» Material und eine Füll« wertvollster Anregungen.»p. GroßSerün Tariferhöhung auf ollen Straßenbahnen. Der zur Vorberatung der Magistratsvorlage über die Tarif- erhöhuug mif den jtädlischen Slraßelibahnen eingesetzte Siadtver- orducteuausschuß ha: gestern nachmi-ttag seine Beratungen beende: und beschlossen, der Versammlung die Annahme der Vorlage mit den dann vorgesehenen Tariserhöhungen zu empiehlen. Da der Vollversammlung erst cun nächsten Dicnsiag Bcrichi erstaitei iverden wird, ist anzunehnien, daß die erHöhlen Tarife frühestens am Mill- woch, 1. Dezember, in Krast treten werden. Ein von neu- komin-unisti scher Seite gestellter Antrag, die Tariferhöhungen obzu- lehnen, fiel gegen die Stimme des Antragstellers, moraus der Ma- gistratsvovlage über die Erhöhung des Fahrpreises auf 80 Pf., der Slimrmclkartchn a-uf 6 M., der Zciikarlen für l Linie auf 70 M., für 2 Linien a-uf 88 M. m!i großer Mehrheit zugestimmt wurde. Die z-i dem alten Preis« von 5 M. verkauften Sammclkartcn sollen 4 Tage nach Einführung des erHöhlen Tarifs Gültigkeit behalten. Weitere Anträge wegen Ausgabe von Fahrscheinen zu niedrigeren Sätzen für Kricgsrnvaliden, sowie für Arbeiter, Angestellte und Br- anrte, und ein Antrag ans Eiuleit-ung einer Untersuckmng wegen Verka-usS von Altmaierials durch die Große Berliner Straßenbahn und die Wirtscljastückleit des Iliuernchmens sollen der neuen Per- kchcSdepulativn übrriviescn werden.— Dem Ausschuß wurde eine weitere Magistratsvorlage über die Tariserhöhring bei den b'.shengen Vororlstraßcnbah.ien-unterbreitet und von ihm gleichfakls ange- nommen. Die Fahrpreise bei diesen Bahnen sollen auch um 10 P f. erhöhl werden, und zwar bei der Spandauer städtischen Straßenbahn auf 00 Pf., für Umsteigefahrscheine auf 80 Pf., bei der Cöpenicker Slraßcnbahn guf 00 Pf., bei der Heiligenseer Straßenbahn auf 80 Pf. und bei der Steglitzer Straßendahn von 30 auf 50 Pf., weil sie die größten Mindereinnahmen hat. An die Bevölkerung Berlins richtet das Jngendpslegeaml folgenden Mahnruf: Ein großer Teil der umcrernührten Berliner Kinder tritt durch den ErbolungS- aufenthalt auf dem Laude und durch die Ferienspiele auf Außen- und Jnnenspielpl-iitzen gekräftigt in den Winter ein. Um die Gesundheit diesen Kindern a-uch während de? WmterS z-u erhalten und ihre Frische und Lebenskraft zu steigern, richtet da» Jugendpflegeamt auf allen geeigneten Spielplätzen Berlins E: s l a u f b a h�n e n �ein; dort wird auch den Unbemittelten der Eislauf ermöglicht. Die Berliner Bevölkerung wird herzlichst gebeten, entbehrliche Schlittschuhe unentgeltlich den unbemittelten Kindern zur Per- süguug z-u stellen. Die Abgabe kann beim Direktor oder Rektor der näcksstgclcgencn höheren, Gemeinde- oder HUfsschuile oder im Jugendpflegeamt, Neue Friedrichsir. 80, 3 Treppen, Zimmer 43, gegen Empiantjsbeschein'gnng erfolgen. .Kein Wirischa-ftSlapital ist so wertvoll al-S die VolksgesuyMtit und VollL kraft."/ Naubiiberfall auf eine Eisenbahnstation. Der kleine Bahnhof Grieben zwischen Rheinsberg und Löwen» berg wurde von drei Berliner Erwerbslosen überfallen und die Post» lasse ausgeplündert. Als vorgestern nachmittag den StatiouS- und Posthaltcr Wille, ein äldcrcr Mann, mtt seiner Frau und seiner Tochter in der D.enslstnbe sah, stürzten plötzlich drei Männer herein und bedrohten den Beamten mit dem Tode, wenn er den Vcrsych machen würde, sich ,zu erlgiben. Die Familie mußte zu» scheu, wie zioci der Räuber die Stations» und Postkasse erbrachen und 4380 M. daraus entwr'ndeten und.dann verschwanden. Der Stationsl>alter griff nun, als die Verbrecher das Zimmer verlassen lmNen, nach einem Jagdgewehr und schoß h.ntet ihnen her. Di« Schüsse gingen jedoch fehl. Die sofortige tclcphonische Vciiachrichti- gung aller Nachbarstat-ioncn führte schließlich.zur Festnalnne der Täter. Die drei Verbrecher, der Heizer Fritz Müller, der Arbeiter Lorenz Holthöfer und der Handlungsangestellte Willi Hinze waren zu Fuß nach Oranienburg geflüchtet. Avis dem dortigen Bahnhof wurden sie von de» Becmrte» festgenommen und nach dem Amts- geeicht übergeführt. Das geraubte Geld könnt« ihnen abgenommen iverden. v_ Ein Wunsch der Siechen. Die Kranken der Siccbenansiall Fröbelstr. 17 unierbreiten nn» durch einen Jiiicisicn eine beichcideiie Bitte, der an dieser Stelle AuödiuÄ zu geben wir-kür nn-ere Psiichl hallen. Mit Rücksicht daiaus, daß zablreichc Kraule an Knoct-en- und Lungentuberkulose leiden, weide» denselben wegen der Gefabr der Kranlbriisüber- iragung aus der Anstaltsbibliothrl keine Bücher rnebi verabsolgi. Tamil ist diesen Aeimsle» die Möglichlcil, Zerstreuung zu suche», eibeblick eingeichränll. Sic habe» nun den Winiich, in den Besitz einiger Lpiele z« loinnic», denn als einziges lliiicrbaliungs'pikl stedi ihnen nioniei'tan nur ein Dainenbrcit zur Verfügung. Dnrch Veiöffcnllichung einer dahingehcndeu Bitte hoffen die Kranle» mildläiige Geber zur Spende einiger solcher Spule zu veranlossen. „Volk und Zeit", unsere illustrierte Wochenschrift, liegt der heutigen Poslauftage bei -Tie Kindervölle in Berlin. Der Eintrittspreis fklr den am z. De- zember. abends 8 Ubr im Bürqeilaale des neuen RalyruIeS ,ii schö ,eberg stallst' denden Ltchlb-Idelvaitrag iibcr eas Kinderclcnd beträgt nicht l M., wie irrtümlich gemeldet, londcrn l l> M. Zugunsten der oberschlcstlchrn tNbstimmnngssache findet am SS. Nevember. norm. 11 Udr, ein Ztonzert deS Kallawitzer Meisteilchen Ge. langverems im Malmottaal im Zoo ilott. Die Preste de, En iritlslgrtcn find 3— 15 2)i. Perlaüisstelleli si->d bei Boitze u. Bock, Le-pziger Str. 87, und an der Kaste des MaimortaaieS(Eingang Kursürslendamm). Im»Seala-Palaft«. Lutheistrahe. findet zum ersten Male etne Film- prem'ere tloll. und zwar veranstaltet die Terra> F Im- A-G. in dem ge- iiannicn Tdeatei am 2. Dez- mber nachm 3',, Utzr, eine Sondcrvorsübrung ibres neuen GronsiimS.Eräfin Walewsla"(Napoleons Liebe)' mit Hella Moja in der Titelrolle. Der P.'-ainepIan vom neuen Grost-Berlin ist soeben erschienen. Der Plan amsntzt i» klarer SIbgrcnzung lämlliche neuen 2N Bezirke der Sladlgenieindt Enoß-Bertin»ird über das hinaus die Gebiete oou Pols« dam. Rowawe«, SlatiilSdors. Teltow, das große Fndustnegelände von Slaaleo. Sregileld. Nru-Finlentrug»sw.- Dcr Pin» bat eine Größe von >25X175 Zentimeter Ist im Maßstab 1: 25 000 arb tUcn. ttnd in acht Bunt» Im Ben ausgelnbrt Ein anssü- rllchcS Si' arenvci zcichnis über das ganze Plangeblel ist bcigraeben, der Pi cis ist 40 M. Fn alle» Buchbandliin en, lowie im Pharusvcrlag, Bcriln, Lindciiltr. 3(Moritzplatz 10140) erhälttich Sewerkschoftsbeweg u ng Einigung im Ledensmitteigroßhanöei. Der drohenSc Slreik der Arbeiter in den Lebeusmrttelgroß- hcmdelsgeschästcn tst i.och im letzten Augeiiblick abgeiv endet , worden. Am Donnerstag nachmittag, kurz vor Abiaus des Ulti« madumS, verhandelten die Unternehmer nochmals mit den Per» trctern des Transpor arbeiterverbairdeS und erklärlen sich schließlich bereit, in allen Gruppcn ein« glcictmräßtgc Lohnzulage von 30 M. für Männer und 25 M. für Frauen zu beivilligen. Die Zu-lagc ist vom 31. Oktober, dein Ablaufstermni des allen Tarifs, zu bezahlen. Tie Arbeiter hatten 45 M. für Männer und 38 M. für Frauen gefordert. Di« Bewilligung erfüllt al!o die Wünsche der Arbeiter nicht und stellt sie nicht zufrieden. Das wurde in der entscheidenden Versammlung der Arbettcr am Donnerstag abon-d von allen Rednern zu-m Ausdruck gebracht. Im Jnierest« des Friedens nahm aber die Versammlung die Zugeständnisse der Unternehmer mit großer Mehrheil an. Der Streik, der für hout« in Aussicht stand, tritt also nicht ein. Der Metallarbeiterftreik in Schlesien. Wie aus Liegnitz gcineldet wird, haben die unter dem Vorsitz des Regieruttgspräsidenlen aepsiogeue» Verhandlungen im schlesiscl>eii Melallarbeitersireik zu ein-er Einigung ge- führt. Tie Arbeit soll im gejamlen Streikgebiet am näck» sten Montag wieder ausgenommen werden. Gegen die Moskowiter. Die T.U. meldet auS Hamburg, daß in einer Versammlung der Delegierten und Vorstände d.r Gewerkschaften eine Entschließ- ung angenommen wurde, in der die Kommunisten als Gegner der Geiverkschoftsbewcgung bezeichnet werden und ibr Ausschluß aus den Gewerkschaften gefordert wilde Die Metalldrücker gegen die Moskowiter. Obgleich die Mehrbeit der im Metallarbeiterverband organisierten Rdctalldrücker sich den kommunistischen Gewcrkschaftszer» ' splilterern gegenüber ablehueud verhält, ist es diesen doch gelun- gen, die Branchculeitung mit einer Mehrheit von-Steukom- in» nisten zu besetzen, die»un ihr Am: dazu benutzen, die Moskauer Heilslehren unter den Branchenmilgliedern zu propagieren. Zu diesem Zweck hatten sie für den 0 Dezember eine außcrordenllich« Brauchenversainmlung mit einem Referat von Rusch über seine Rußlandreise angesetzt. In der kurzlich abgehaltenen Branchen- Versammlung gelang es der Leitung. zwar durch nicht einwandfreie Abstimmung,«inen Antrag, den Vortrag von Rusch nicht statlsiuden zu lassen, zu Fäll zu bringen, dagegen konnte die Lei- tung durch ihre Manöver ttichl verhindern, daß beschlossen wurde, Rusch einen Korreferenten gegenüberzustellen. Bei den Metall- drückcrn wird Moskau nicht siegen, wenn die Mitglieder sich ihrer gcweckjchaftlichen Pflichten bewußt bleiben. Groß-Oerliner parteinachrichten. Heute, 2t». November. 103. Bbt.(Bai.n ich ulr»«-ry.) Di, BüchcrauSgabe sindct heute abend 7— ü Uhr in den bclun>cn Lotglc» statt. Vorträge. Verein». unö ver�ammkttnsen. Freireltgiöie Gemeinde. Sonntaci oorrn. II Ubr im Büraersaat des Nattiames'. Königiaape. Polling des Herl» Dr. L.Ki lchc: Multeilchaft, Baier- jchail, Ellcrnschail, Hmmvmum: Triitan und Jioidc(Wagner). Käste miUtomincn.— T. 8. B. f. Üiatnrkunde. Sonnabend, den 27. November. 7 Udr: H.(Bcevg E. F.. Schulz, Naturd, ntmäler des T'ericichS, mit be- ioi derer Btincks.itüioiing der Boge, well. M-I Lichtbildern Höriaal der StaaU. Stelle|. Nalurdenlmalpstege. Grunewald itr. 6/7. Käste willkommen. Neichskonferenz der Postangefteliten. Der Zentralverbanid der Angestellten veranstaltet für di« bei ihm organisierten Postangestcllten am 5. Dezember 1020, vor» mittags 9 Uhr, in Magdeburg ein« Reichstonfereuz, aus der auch zu den von der Reichspestverwaliung beabsichtigten Massenentlassungen Stellung genouanen weroen wird. Deutsche Filmgewerkschast. Sonnabend, den 27. November, nach- mittag«'iji Uhr, im Alien Aslanier Versammlung der Betriebsräte, Funktionäre und Lbleule. Slchtuug Buchdrucker! Mittwoch, den t. Dez., nachm. 5 Uhr. im Schultdeitz-Ztusichaiil, Nene Jakobilr. 24/25, Zusammentunst sämtlicher Betriebst ätc, Verlraiiensienle und Kencraiveriamnilimgsdelcgierlen, die auf dem Boden.der prallischcn Kewerlschastsarbeil stcdcn. Sehr wichtige Tagesordnung. ZadiuichcS Erscheinen dringend ersordcrlich. Ohne Le- gitimalion kein Zutritt. Berantw lllr den redntl. Teil Dr. Weener Peilcr, Tharlvllenbura: Ibr Anzeigen: TV Vstvckc, Bertin. beriag� Lorwärls-Berlag IS. m b. H, Berlin Druck Bar- wäris-Buckidruckerei u Lertaasunilatl Paul«Niger u. Co.. Herli.r öindentlr. 3. Gewinn-AuSzug der kft. Prcuft.-Südd.(242. Prcuft.1 d.»laste 17. Zichungslag Nlnssrn-Lotterie 25. November 1920 Auf jftde fezosren« Nnmmft«tal«iianir«B I and II «n, 1 Ohne Clrtvähr. Nachdruck gerdvlea. In»er vormniagtzichung wurden Gewinne»der 54« Atari grzogcar 4 c-ovivv« uu IbNav 4222S 4t.44S 4.»vrrnivv TU loooo dt kvres'221343 Ivo c>«»I»n« eo 2VV0« 21 23 t2S2S 142«» leeos 16022 17207 17204 24237 2 2272 22V72 34222 40ZS4«Stög 217S2 64822 64822 61381 627 IS 66004 72369 73486 76132 76914 96300 102561 106370 116U78 119610 119640 125633 126521 130870 136858 139062 143290 154400 1515:3 175306 177493 184183 188690 168993 203491 203643 204564 212.22 215770 216599 217-74 229150 202 Gewinne in 1000 M 2637 2608 2706 3300 5606 6572 6624 7667 7660 7746 10763 13859 17981 18000 20681 26260 26318 27603 27898 30061 81' 89 81177 84118 86602 86677 40424 40606 41186 443o6 45,771 61293 54576 57364 58994 69666 69729 61895 I 542 69067692917594279086 61650 84906 985.4 90771 99497 109166 110960 112760 118933 119407 121663 121676 1 74469 124626 126688 129:89 182.36 134690 134642 138539 141414 143508 146702 149597 150677 153317 164901 167400 168100 158884 169067 162211 162712 166492 166100 170360 17 662 171621 176816 177.89 190609 191246 197439 197661 10 233 204:76 208942 209367 210231 210613 211233 212304 213007 218491 217919 221479 222188 224636 226468 230737 231278 23.9 i 4 2319 8 238847 190 oewinne zu 600 M 2902 2977 6660 9721 11003 11307 13027 13037 16831 17319 42942 25 05 26118 29194 31629 3.072 39 1 61 40249 44; 14 45 194 48212 49420 63750 53849 64582 56 79 68491 46755 61964 63502 63875 63906 66467 65921 68661 68716 70729 7i721 73467 737.9 74560 76908 77260 83744 83916 11738 95339 87351 98148 102389 102915 104279 104864 104989 1 4960 116326 116802 118054 123305 124.08 124903 128428 128645 127944 l ,162 Ia0l36 113493 134376 140888 1459.3 153.17 165802 167779 172..0.77799 179569 185016 189.20 194059.994.5 196938 197635 1990 3 20044? 20.789 205497 206018 206608 209201 208701 213514 zl4363 214446 217856 218440 Zu der Nnchm.ilagsilchuna wurden Gewinne aber 344 Malt sezoge»: 4 ciew.uue IU.0000 20445. 223172 2.lewiiit.e /U 16U00 91 176310 4 Gewinne zu 10000 11 169'. 70 2.4085 14 eit.m.e za 5000 M 10720 66161 68514 80267 117900 158656 203304 102 Gewinne zu 3000 U 4004 4533 0056 74.3 26839.7901 31469 377.2 42267 48049 48647 62848 637.4 64454 6.944 65170 6 523 76989 82180 65'70 932 3 06444 102685 107.02 110068 118831 119311 138, 1 139318 144078.47380 1.7919 l6j0u6 158378 160021 160441 171632.82310 177142 179762 181274 184189 185439 190171 190222 194101 1977o0 200378 206063 21032? 211781 142 Ijtw.u.ie zo 1000 M 1382 1561 2392 6305 6597 7195 8805 10770 20649 2144 21 76 28 73 30496 31842 32792 43679 4a. 52 49885 53490 82 03 62742 630.7.4213.6.39 57996 58684 75.33.0330 83735 83622 V7u60 90559 94872 95358 I043?3 1044.6 105864 157683 109427 1.0183 115645 115541 125161 13 146 134.0>"140298 144230 143273 141.994 152170 134385 155435 1 87 198 172113 172233 185423 183355 192557 197134.67 4j 199317 201666 20.691 258332 209266 215142 213170 215483 228482 2.0198 233382 183 Gewinne zu 500 M 613 8060 8.33 16824 26112 26738 27238 31781 32836 851. 0 33468 34120.6537 3754. 37637 38470 39160 44440 4o095 4 9811 67842 66084 59501 595047274883766 87548 88.5? 397.6 93357 99742 100696 106347>07745 109462 I173S4.24039 1.5228 1275.3 129084 129148 131803 134889 139665 145534 147952 148831 149 6 155778 5 III 162278 163248 164654 167551 157U.9 164361 188321 166464'1577 7 169197 169849 170561 171901 17.886 173627 177659 180299 18110.) 18 367 187559(879.4 191583.95 85 196708'201399.047»?.08433 211292 212388 215.8. 217000 218979 220661 22.141 22.438 223585 225534 228400 226.57 227978 82236» 852280 852765 SiostümRödwlModerneKleidf'iY&nx-Hleider Wolle, öämmet-öeide| ganz moderne in feschen mod.Aufmdchungen �eiihrkrttülsfer AitHchan Mäntel Molliger FldUöch von gdnz aetüfferi von sss- AS5 ♦Pf«. 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