Nr. 247. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Biertel jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Beitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919. o Vorwärts 11. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins: und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Juferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn 01 und Fefitagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508, Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Dienstag, den 23. Oktober 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. des Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Dent 61101 Partei steht auch so unabhängig da, keine hat eine so Dank haben wir dem Eifer unserer belgischen Brüder günftige Position im Parlamente wie die sozialdemokratische zu sagen für den Ehrentag, den sie der kämpfenden ArFraktion. Geeint und festverbunden mit ihren Wählern beiterklasse errungen haben. glänzenden Wahlen, Bird unsere Bartei geſchloſſen im Parlamente auftreten, Glück auf zu neuen Siegen! * den die Sozialdemokratie jemals zu verzeichnen gehabt, er- während im liberalen und ultramontanen Lager der Wurm fechten die belgischen Genossen gleich bei dem ersten Wahl- der Zersegung eifrig an der Arbeit ist. Die Ultramontanen Aus den eingelaufenen Depeschen erfahren unsere Leser gange, an dem sie sich auf Grund des allgemeinen direkten, haben außer einem chriftlich- sozialen Flügel zwei Gruppen, die bisher bekannten Einzelheiten über die am Sonntag wenn auch nicht gleichen Wahlrechtes betheiligten. Es sind deren Führer Beernaert und Burlet um die Leitung, der stattgefundenen Stichwahlen: noch nicht viele Wochen in's Land gegangen, seitdem die Partei und der Regierung kämpfen, die Liberalen Brüssel, 21. Oktober. Nach den bis 10 Uhr Abends bürgerliche Preffe die Nachricht brachte, daß die belgische sind gleichfalls gespalten in Altliberale, Altliberale, die starre bekannt gewordenen Stichwahl Ergebnissen ist der Sieg der Sozialdemokratie auf höchstens vier Mandate rechnen tönne, Anhänger der Manchesterdoktrin sind, und als ihren Katholiken gegen die Koalition der Liberalen und Sozialisten in heute dagegen meldet der Telegraph, daß unsere belgische Führer den früheren Ministerpräsidenten Frère Drban be- Brüssel sehr wahrscheinlich. Achtzehn liberale Rammermitglieder Bruderpartei als zweitstärkste Partei in das Parlament einzieht, trachten, und in Radikale, die ähnlich wie die Radikalen würden in diesem Falle durch Katholiken ersetzt werden, was der daß sie acht Mandate mehr errungen hat, als die liberale des französischen Parlamentes, für Erweiterung der Volts- Regierung eine starte Majorität sichern würde. Nach den aus und radikale Partei zusammen, während ein Privattelegramm rechte und Ausbau des Arbeiterschutzes eintreten, und die Tournai eingelaufenen Meldungen sind auch dort vier Katholiken uns sogar meldet, daß wir 33 Size gegenüber 19 von den Anträge der sozialdemokratischen Fraktion häufig unterstützen an Stelle der bisherigen liberalen Abgeordneten, unter denen sich Staatsminister Bara befindet, gewählt worden. In Charleroi Liberalen behaupteten, erobert haben. Noch kurz vor der Wahl werden. Merfalle haben nach den bisherigen Meldungen die von den Liberalen glaubten die Liberalen und Radikalen den Sozialdemo Die alten Parteien in Belgien gehen ihrem Verfalle, unterstützten Sozialisten die Mehrheit. In Lüttich find liberale fraten ein Bündniß anbieten zu dürfen, glaubten gegen das die Sozialdemokratie dem Siege entgegen. Senatoren mit Hilfe der Sozialisten gewählt; in die Kammer Versprechen einiger weniger unsicherer Mandate die ganze Reine Partei hat das Recht zu jubeln, außer der sind dort Sozialisten und Progreffisten mit liberaler Hilfe geStimmenzahl unserer Partei für die Kandidaten der Aus- Sozialdemokratie. Auch nicht die Klerikalen, welche zwar wählt worden. In Huy und Thuin find Liberale, in Waremme beutersippe, für die energifchsten Gegner jedes Arbeiter wieder die Majorität im Parlamente erftritten haben, aber Katholiken gewählt. In Verviers werden die von den Liberalen schutzes, für die verbohrtesten Anhänger der Man- diese blos den Stichwahlen zu verdanken haben, sie haben unterstützten Sozialisten die Kammerfige erhalten, ebenso in cheftertheorie erkaufen zu können. Unsere Genoffen ihre Position behauptet, ihr Erfolg besteht lediglich darin, Soignies. blieben diesen Anerbietungen gegenüber feft, fie lehnten daß sie keine Niederlage erlitten haben, sie haben den Leiter fieg mit großer Begeisterung. In einer Sigung der konservativen Brüssel, 21. Oktober. Die Katholiken feiern ihren Wahle jeden Kompromiß ab. Dadurch erreichten sie, daß die Er- ihrer Politik im Ministerium und im Parlamente auf dem Vereinigung fagte Stothomb, die katholische Partei rette das gebnisse der belgischen Wahlen annähernd zum wahren Schlachtfelde gelassen, sie wissen, daß sie innerlich schwächer Land. Beernaert sagte, die heutigen Wahlergebnisse würden Ausdruck der politischen Gesinnungen des Volkes wurden. sind, als sie es einzugestehen wagen. Und über die Nieder- von der ganzen Welt gefeiert werden. Die Versammlung rief: Blos die Sozialdemokraten können mit dem Wahl- lage der Liberalen ist kein weiteres Wort zu verlieren. Es lebe der König!" Alle tatholischen Blätter feiern den Sieg resultat zufrieden sein, sie haben dem belgischen Liberalis- Unsere belgischen Brüder werden alles thun, um den ihrer Partei. mus, der dem deutschen Nationalliberalismus gleichwerthig Sieg voll auszunügen, auf einem neuen Boden müssen sie Brüssel, 22. Oktober. In Nivelles sind nach vorläufiger ist, den Todesstoß versetzt, sie erscheinen als zweitstärkste ihre Thätigkeit entfalten, zu zahlreichen neuen Fragen Feststellung drei Liberale und ein Katholik gewählt. Der Partei auf der parlamentarischen Bühne, sie haben eine haben sie Stellung zu nehmen, neben der parlamentarischen Ministerpräsident de Burlet ist nicht wiedergewählt worden. Brüssel, 22. Oftober. Nach den bisherigen Feststellungen Reihe außerordentlich tüchtiger Vertreter der Forderungen Thätigkeit dürfen sie ihre agitatorischen und organisatorischen der Stichiahlergebnisse wird die Rammer aus 104 Ratholiten, des Proletariats zu ihren Sprechern auf der parla- Aufgaben nicht außer Auge lassen, man wird unserer Partei 19 Liberalen, 29 Sozialisten und Radikalen zusammengesetzt sein. mentarischen Tribüne erforen. Keine Partei in Belgien Fallstricke legen, denen aus dem Wege zu gehen ist; man Brüssel, 22. Oktober. Bei den gestern hier stattgefundenen befigt eine so tüchtige, im Volte wurzelnde, politisch und wird in der Wahl der Mittel, mit denen man unsere Partei Stichwahlen wurden sämmtliche Kandidaten der katholischen ökonomisch so geschulte Vertreterschaft wie die Sozialdemo- bekämpft, nicht wählerisch sein. Die Aufgaben der sozial- Partei mit einer Mehrheit von ca. 13 000 Stimmen gewählt. tratie, teine andere Partei kann sich rühmen, ihre Haupt- demokratischen Fraktion sind große und schwere. Bei den Katholiken machte sich die Freude über ihren Sieg durch vertreter zum Siege geführt zu haben, denn unter denen, Die Bruderparteien aller Länder, nicht zuletzt die lauten Jubel bemerkbar. Ruheſtörungen find weder hier noch in die auf der Strecke geblieben sind, befindet sich der Minister- deutsche Sozialdemokratie, sind überzeugt, daß die belgischen 104 Klerifalen, 20 Jung- und Altliberalen und 28 Sozialisten der Provinz vorgekommen. Die Kammer seht sich jetzt aus präsident Burlet, der Führer der klerikalen Regierungs- Genossen ihren großen Aufgaben gewachsen sein werden, zusammen. Die katholische Mehrheit beträgt demnach 56 oder partei und Frère Orban, der Führer der liberalen daß sie sich stets der Verantwortlichkeit als verhältniß- 22 mehr als in der alten Kammer. Der Senat besteht aus Partei, der 48 Jahre dem belgischen Parlamente angehörte mäßig größte sozialdemokratische Fraktion bewußt sein 52 Klerikalen und 24 Liberalen. Die liberalen Blätter bezeichnen und fast die Hälfte dieser Zeit Ministerpräsident war. Keine werden. den gestrigen Tag als einen der verhängnißvollsten für den Feuilleton. " Eines Morgens jedoch, als wir uns auf letzterem was man mir als erste Vertheidigungslinie bezeichnet Plate befanden, wo die Leute die Nacht über ebenso hatte, war von fünfzehn bis zwanzig jungen muthigen 19 ermüdend wie unnüß auf den Trottoirs gelagert hatten, Leuten besetzt, welche seit zwei Wochen unausgesetzt fam ein junger Offizier vom Generalstabe mit einem auf Vorposten und bis auf den Tod erschöpft waren. St. Lazare. Wir bestiegen einen Zug, welcher uns zum unsere Stellung auf einigen Punkten um vieles fester zu Aus dem Französischen von Jakob Audorf. Viadukt von Asnières brachte. Dort stiegen wir aus. Ein machen, doch fehlte es dazu an Arbeitskräften. Eine zweimonatliche Schlacht. Oberst stellte sich an unsere Spitze und ließ uns mitten Endlich erschienen auch die zwei verlangten Bataillone. Es kann hier nicht meine Absicht sein, die Geschichte durch das Feuer, welches die auf der Jufel Grande- Jatte Eines davon wurde zu unserer Rechten, das andere zur der Kommune zu schreiben. errichteten Batterien unterhielten, über die Brücke marschiren. Linken aufgestellt, aber ich besaß über sie keine Autorität Seit der Demonstration vom 3. April rechnete das Volk Ich verstand nicht im Geringsten, was man mit uns vor und unser Oberst glänzte fortwährend durch seine Abwesennicht mehr stark auf eine friedliche Lösung der Dinge. hatte. Man hätte uns geradezu nach Versailles bringen heit. Das eine Bataillon setzte sich in einem Dorfe fest und Ich habe nie dem Volfe geschmeichelt und mir nie fönnen. Meine Leute setzten wohl in mich Vertrauen, aber verschoß binnen vierundzwanzig Stunden sein Pulver auf Illusionen in bezug auf seine Tugenden gemacht, da ich ich nicht in den Oberſt, welchen ich gar nicht kannte. Er die Sperlinge in der Richtung nach dem Schlosse de Bécon sehr wohl weiß, daß man von den beherrschten Klassen nicht führte uns bis beinahe nach Asnières hinter einen Erdwall, und war darauf in der Stille verschwunden. das Unmögliche verlangen kann. Aber das weiß ich, daß welcher die Straße durchschnitt. Dort sprach er:„ Hier find Alle Augenblicke kamen zu uns eine Menge Individuen, man sie nicht zertreten lassen darf, da sie, wie sie sind, mit Sie in Sicherheit, Sie stehen hier in zweiter Linie, vor Ihnen vorzüglich Frauen, welche mit Geleitscheinen versehen waren allen Fehlern und Sünden, dennoch die Grundlage der sind die Scharfschüßen der Seine- et- Dise. Damit verließ und die ich nicht verhindern konnte, hin und her zu pasfiren. menschlichen Entwickelung bilden und nur auf sie die Zu- er uns, ohne uns irgend welche Instruktion zu hinter Ich war überzeugt, daß sich unter diesen Leuten viele Spione tunft gebaut werden kann. laffen. Ich wußte nicht was ich thun sollte. Ich befanden; denn, wenn wir auch Milde ausübten, ihr Gehen Wir waren aufgefordert worden, unsere Kompagnien fannte die Gegend gar nicht und doch hatte man in und Kommen zu dulden, so war es gewiß, daß die Veraus's neue zu bilden und es drängten sich zu den Offizier der Ecole militaire ein Bureau zur Anfertigung von sailler nicht so duldsam waren, oder nur dann, wenn sie stellen wiederum Leute, die man vorher kaum gekannt und Kopien der topographischen Karten errichtet. Wir aber von ihnen die Erlaubniß durch werthvolle Auskünfte sich die man recht wohl im Verdachte der Absicht haben konnte, hatten feine erhalten. bezahlt machen konnten. uns zu geeigneter Beit zu verrathen. Nur um nicht noch Da ich keinen neuen Befehl erhielt, begann ich an Ein junger Mann, welcher als Schildwache am Ufer mehr derartige Individuen aufkommen zu lassen, nahm ich der Einsicht meines Obersten zu zweifeln. Man hatte der Seine poftirt war, fiel von einer Rugel tödtlich in den auf's neue ein Kommando, welches mir fast einstimmig an- wahrscheinlich zu hohe Ansprüche an seine Fähigkeiten Leib getroffen, ein anderer erhielt einen Schuß in den Kopf. getragen wurde, an. Ich begriff vollständig die ernste Ver- gestellt und er blieb deshalb in Levallois, an der anderen Ich glaubte, daß dieser Angriff nur eine Finte sei. Ich antwortung, welche ich damit übernahm, um so mehr, als Seite der Seine. Ich beschloß also, nach eigenem Er- bestieg eines der höchsten Häuser, um mich zu orientiren ich trotzdem dadurch eine Menge zweifelhafter Persönlich messen zu handeln und mich nur auf mich selber zu ver- und bemerkte Massen von Infantrrie und Kavallerie, teiten nicht fern zu halten vermochte. Laffen. welche in die entgegengesette Richtung, von woher der AnErinnerungen eines Kommunarden. fiftlichen Wefehl und führte uns auf den Bahnhof Ich dachte wohl daran, Barrikaden zu errichten und ſo Es tostete ungeheure Mühe, unser Bataillon frisch zu Jch fing damit an, mir möglichst klar über meine griff erfolgt war, parallel mit unserer Aufstellung marorganisiren und bei den vielen Meinungsverschiedenheiten, Lage zu werden. Mit einigen hundert Mann hatte ich schitten, um uns zu umgehen. Durch ein lebhaftes Feuer welche herrschten, waren unsere Leute zu einer Aftion gar eine Linie von mehreren Kilometern zu vertheidigen. unsererseits wurden sie zwar aufgehalten, doch war es nicht zu verwenden, sondern wir dienten eine Zeitlang nur Ich forderte schriftlich sofort zwei Bataillone zur Ver- augenscheinlich, daß auf die Dauer unsere Stellung nicht zu dazu, den inneren Dienst zu versehen und das Stadthaus, stärkung. Viele Mannschaften befanden sich zerstreut halten war. den Vendômeplay u. f. w. zu besezen. in den Schenken von Asnières und Levallois. Das, ( Fortsetzung folgt.) Liberalismus, gleichzeitig geben sie aber ihrer Genugthuung über[ wie man uns weiter schreibt, zur Zeit noch nicht einmal fest, zu I die Niederlage des Ministers de Burlet Ausdruck. * Unsere Kandidaten erhielten bei der Hauptwahl nach der offiziellen Statistit 845 959 Stimmen und zwar in Brüssel 40218, Nivelles 6719, Löwen 5120, Antwerpen 4871, Malines 1984, Brügge 521, Courtrai 3721, Gent 16,451, SaintNicolas 1970, Aloft 2674, Charleroi 58 648, Mons 44 360, 32 780. und Jeanne( Advokaten). In der Hauptwahl wurden von unserer Partei folgende Genossen gewählt: In Lüttich: Demblon( Lehrer), Flöchet( Ingenieur), Seuse In Mons: Bastien( Kaufmann), Brenez( Bergarbeiter), Leon Defuisseaux( Advokat) und Alfred Defuisseaux( Schrift steller). In Charleroi: Fagnart. welcher Zeit das Tabaksteuergesetz dem Reichstage vorgelegt werden sol, wie benn überhaupt noch alle Beftimmungen über die Reihenfolge der für die nächste Session bestimmten Vorlagen ausstehen. Es hängt das anscheinend von anderweitigen Erwägungen ab, die bisher noch nicht abgeschlossen sind." " Parteinachrichten.s Stadtverordneten Wahlen. Die Halberstädter Genossen beschlossen, fich an den Stadtverordneten Wahlen zu betheiligen und stellten sechs Kandidaten auf. " Gegen den Umsturz. Sizungen des sächsischen StaatsIn Sachen Leist ist es, wie eine offiziöse Mittheilung Tournai 3912, Ath 3036, Soignies 16 915, Thuin 11 106, Lüttich besagt, im Auswärtigen Amt bereits beschlossene ministeriums sollen, der Dresdener Arbeiter- 3tg." zufolge, am 63 362, Huy 7729, Verviers 18 080, Waremme 1582, Namur Sache, den ehemaligen Kameruner Kanzler im Reichsdienst Freitag und Sonnabend stattgefunden haben. Bur Berathung nicht mehr zu verwenden und Berufung gegen das Urtheil gelangten Maßregeln gegen die Umsturzbestrebungen“. Da die Wählerzahl ca. 1840 000 beträgt, haben unsere der Potsdamer Disziplinarkammer einzulegen, sobald das Auch ein Stück Bekämpfung der Sozialdemokratie. Kandidaten ca. 19 pCt. fämmtlicher Stimmen. Die deutsche Urtheil derselben ausgefertigt vorliegt. Das ist immerhin aus Pirna in Sachsen wird geschrieben: Das„ Carolabad", Sozialdemokratie hat bei den ersten Wahlen zum deutschen Reichs- etwas; aber genug bei weitem nicht, um dem verlegten oas einzige Lokal, welches uns in Pirna zur Verfügung steht und tage 2,91 pSt., bei den letzten allgemeinen Wahlen 28,28 pt. Rechtsgefühl des Volkes Genugthung zu verschaffen. gleichzeitig der größte und schönste Saal daselbst ist, ist unseren fämmtlicher Stimmen erhalten. Demnach ist in Deutschland, Gegnern schon längst ein Dorn im Auge. Privatim haben sich wenn auch verhältnißmäßig weniger sozialdemokratische Ab- Arbeitermangel auf dem Laude. Die Großgrund- verschiedene Konkurrenzwirthe schon ausgesprochen, daß die perr geordnete gewählt wurden, unsere Partei noch etwas stärker ver- befizer in der Provinz Sachsen klagen darüber, daß sie lichkeit dieses sozialdemokratischen Lokals bald zu Ende fein treten als in Belgien. feine Arbeiter finden können. Der National Zeitung" würde. Jft aud, hier nur der Wunsch der Vater des Gedankens wird darüber geschrieben: Wenn der Noth nicht schleunigst gewesen, so scheint es doch, als ob man diesen Wunsch erfüllen abgeholfen werden kann, sieht zu befürchten, daß von den wollte. Dem Wirth vom„ Carolabad", Herrn Karl Naumann, wurde noch im Felde stehenden Kartoffeln und Rüben ein großer dergestalt, daß er in diesen zwei Monaten weder öffentliche Lanze nämlich auf zwei Monate die Konzession beschränkt, und zwar Theil durch etwa eintretenden Frost völlig verloren geht. Die mufit abhalten darf, noch daß Vereine Vergnügungen dort ab. Bemühungen des Verbandes zur Besserung der ländlichen halten dürfen. Den Grund dazu sucht der Stadtrath oarin, daß Arbeiterverhältnisse in Halle, Arbeiter aus dem Osten heran bei dort abgehaltenen Vergnügungen Karten an Nichtmitglieder zuschaffen, sind von sehr geringem Erfolge gewesen, da auch verkauft worden sein sollen, also das Pirnaer Tanzregulativ in den Provinzen Schlesien, Posen und Preußen großer verlegt worden sei. Wegen dieses Verbrechens" sind auch eine Mangel an Arbeitskräften auf dem Lande herrscht, besonders Anzahl Vereinsvorstände mit Strafen bedacht worden. wohl dadurch hervorgerufen, daß infolge der in Rußland und Galizien herrschenden Cholera ein Nachschub aus diesen Ländern ausgeschloffen ist. Der Verband richtet beshalb jetzt an die Städte der Provinz das Ersuchen, schleunigst Anordnung zu treffen, daß die in ihnen über flüssigen Arbeitskräfte wenigstens für einige Zeit zur Arbeitsleistung auf dem Lande veranlaßt werden." Die Herren sollten nur höhere Löhne und beffere Behandlung gewähren, dann würden sie auch Landarbeiter finden. In Namur: Defnet, Gillard, Hambursin und Ronvaux. Ju Stichwahl standen gestern von unserer Partei in Charleroi: Callewaert( Bergarbeiter), Cavrot( Berg arbeiter), Destrée( Journalist), Furnemont( Advokat), Lambillotte ( Glasarbeiter), Léonard( Schmied), Bandervelde( Universitätsprofeffor); in Goignies: Bertrand( Redakteur), Mausart( Bergin Verviers: Dauvister( Weber), Giertens( Kaufmann), Malempré( Weber),..ézette( Landarbeiter); in Lüttich: Anseele( Leiter der Produtivgenossenschaft Booruit). Defuisseaux( Schriftsteller), Denis( Rektor der freien Universität Brüssel). Die Namen der Gewählten hoffen wir morgen mittheilen zu tönnen. Dolitische Leberlicht. Berlin, den 20. Oktober. онл C Zur österreichischen Wahlrechts- Frage. Aus Wien wird gemeldet: Sonnabend Nachmittag fand in dem Ministerium des Innern eine abermalige vollkommen vertrauliche Besprechung zwischen den Mitgliedern der Regierung und den Dbmännern der foalirten Parteien statt; für die Forsehung der Berathung wurde einer der nächsten Tage in Aussicht genommen. zu wirken. eventuell von und Der Schaden, der oem Wirth aus dieser Konzessionsbeschränkung er wächst, wird keineswegs im stande sein, seine Stellung zu uns los in Pirna zu machen. Die Arbeiter werden dafür sorgen, oaß zu ändern, uns, wie man vielleicht so sehnlichst wünscht, obdachauch ohne Sanz und Bergnügungen die Räume des Garola bades" stets gefüllt sind. uns tann eben teine Maßregel mehr verblüffen. " Wir leben in der Zeit der unglaublichsten Urtheile" so schrieben wir neulich gelegentlich der Besprechung eines drakonischen Urtheils in Sa chien. Heute sind wir in der Lage, ein ähnliches aus Saarbrüden zu melden. Gelegentlich der legten Maifeier, schreibt die Mannheimer Boltsjt.", welche für den ganzen Bezirk in Saarbrücken stattfand, brachte Genosse Hugo Dullens aus St. Ingbert ein Hoch auf die Sozialdemo tratie aus. Der anwesende Polizist oerhaftete ihn, er wurde jedoch bald wieder entlassen, bagegen mit einem Strafmandat von 4 Wochen Gefängniß bedacht. Dullens ließ nun den Richter entscheiden, er behielt indeß seine 4 Wochen. In der Verhandlung beschwornun der Polizist, Dullens Der Kaiser und der Bund der Landwirthe. Einige Zierden des ostpreußischen Junkervereins haben eine Ferner liegt folgende Depesche aus Brünn vor: Gelegenheit gesucht, um dem Kaiser ihre unterthänigste Er- In der Nacht vom Sonnabend auf den Sonntag, den 21. Oktober fei nur zehn Minuten in Haft gewesen, während dieser gebenheit im Namen des gesammten Bundes durch eine wurden hier an Gebäuden und an Bäumen der öffentlichen die Beit auf zwei Stunden angab und seine Behauptung Adresse auszudrücken. Die Gelegenheit ward ihnen ge- allgemeinen Wahlrecht" angeschlagen. Die Polizei beschlag- auch den Gendarm der Staatsanwaltschaft an. Diese leitete statt Anlagen Flugzettel mit der Ausschrift: Heraus mit dem durch drei Zeugen beweisen wollte. Dementsprechend zeigte er währt. Der Kaiser und seine Unterthanen sind im schönsten nabmte 7000 Flugzettel und verhaftete 23 Personen, welche beim einer Untersuchung gegen den Gendarmen, wie erwartet wurde, Einklang von einander geschieden. Bemerkenswerth find Ankleben von solchen betroffen wurden. Derartige Bettel wurden eine solche gegen Dullens wegen falscher Anschuldigung, welche folgende Wendungen in der Adresse der Bündler: auch in Ostrau und Privoz angeschlagen. fchließlich zu einer Beamtenbeleidigung wurde, ein. Die VerWenn die allerunterthänigst Unterzeichneten sich für behandlung, bei welcher Dullens sicher seine Freisprechung erwartete, rechtigt halten, die am 6. September zu Königsberg von Eurer Sozialpolitische Vorlage in Oesterreich. Der dem denn er war davon überzeugt, in einem Rechte zu sein Majestät gesprochenen Worte auf sich zu beziehen, so thun fie österreichischen Abgeordnetenhause heute vorgelegte Gesezentwurf fand in Saarbrücken statt. Dullens wurde nach furzer Bersolches in dem Glauben, daß Euer Majestät zum preußischen betreffend die Errichtung von Arbeiterausschüssen handlung zu einem Jahr Gefängniß verurtheilt Adel alle diejenigen zuzurechnen geruhen wollen, und Einigungsämtern bestimmt: Ausschüsse tönnen unb fogleich in haft genomen. Dullens ist ein welche in der treuen Liebe zu ihrem Glauben und ihrer Kirche, bei den einzelnen Unternehmungen auf grund eines von Mann von 65 Jahren uno ernährte sich mit einem kleinen Buchin dem unwandelbaren Gehorsam und die Hingebung zu König dem Unternehmer entworfenen Statuts eingerichtet werden; und Waffenhandel. Er yat noch eine vollständig lahme Schwester und Vaterland, in der starken Vertheidigung der heimischen die Wahlen erfolgen durch die Arbeiter find von 67 Jahren zu ernähren und lebten beide in den fümmer Scholle und des heimischen Herdes die Ehre zur Richtschnur geheim. Die Aufgabe der Ausschüsse ist, ein gutes Ein- lichsten Berhältnissen. Für die arme Fiau ist dies ein schrecklicher ihrer Handlungen machen. bernehmen zwischen den Unternehmern und den Arbeitern zu Schlag, der sie am so hárter trifft, als sie leine Ahnung von Ihre Opposition in der Frage der Handelspolitik soll fördern, die Unternehmer bei Veranstaltungen betreffs der Ar- einem solchen Ausgange hatte.nur dem Ministerium, nicht der Krone gegolten haben. beiterschaft zu unterſtüßen und für eine gütliche Verständigung Sie rechnen auf die Unterstützung des Kaisers und sichern politischen Landesbehörden, Die Einigungsämter werden errichtet von den Sächsische Art der Auslegung des preußischen Vereinsihm ihrerseits Gefolgschaft im Kampf für Sitte, Religion minifterium, sollen aus Bertretern der gewerblichen Unternehmer wunderbaren Harmonie in einem Schriftstück, welches auf eine dem Handels gesetzes und ecotes Bureaukratendeutsch vereinigen fich zu einer und Ordnung mittels einer straffen Gesetz und der Arbeiter bestehen und bezwecken die Herbeiführung am 10. Auguft eingereichte Beschwerde dem Genossen Rohrlad gebung und einer energischen Exekutive" einer gütlichen Verständigung über die Fortjehung vom Regierungspräsidium zu Breslau heute zugestellt wurde. zu. Der Kaiser erklärte, die Definition der Adresse vom oder die die Wiederaufnahme des Arbeitsverhältnisses. Die In Altwasser bei Waldenburg in Schlesien sollte aut 9. August Adelstimme mit dem Sinne seiner Königsberger Worte überein. Wahlen erfolgen direkt durch die Gesammtheit der Unternehmer eine Metallarbeiter- Versammlung stattfinden. Es war aber nicht Seine Sorge für die Landwirthschaft, den großen und kleinen einerseits und der Arbeiter andererseits. Die Regierung legte möglich, bazu ein Lokal zu bekommen. Mehr Glück hatten die Bauernstand, werde nie nachlassen, wie er andererseits auf ferner einen Gesezentwurf vor, betreffend die Regelung der Bergarbeiter in Waldenburg, weil diese erstens durch ihre große Gott vertraue, daß, wenn alle wohlgefinnten Theile der beabsichtigt, die Entscheidung über die Sonntagsruhe in den von den Wirthen noch nicht als Sozialdemokraten betrachtet Sonn- und Feiertagsruhe im Gewerbebetrieb. Die Regierung Bahl einen wirthschaftlichen Druck ausüben tönnen, groeitens aber Nation sich um ihn schaarten, es möglich sein werde, unser einzelnen Bewerben zu dezentralisiren und den Statthaltereien, werden. So wurde denn das Arrangement derart getroffen, daß theures Baterland ohne schwere Erschütterungen durch die bezi. Landesregierungen jedes einzelnen Kronlandes zu über- man die Metallarbeiter von Altwasser und Waldenburg einlud, oie Kämpfe hindurchzuführen, welche zersetzende Bestrebungen tragen. Dies gilt namentlich von der Vertheilung der für den an demselben Tage in Waldenburg stattfindende öffentliche Bergs uns aufnöthigten." Sonntag zugestandenen sechsstündigen Maximalarbeitszeit, für die arbeiter- Wersammlung, in der Genosse Schröder- Dortmund referirte, Somit hat sich die mit so vielem Geräusch betriebene Bulassung der Arbeit an gewissen Sonntagen, wie an dem Sonn- su befuchen, vez vorhin genannte Genoffe, welcher als Referent Opposition des grundbesitzenden Adels völlig wieder be- tage vor Weihnachten oder Neujahr, von gewissen Landesfeier- für die Metallarbeiter- Versammlung erschienen war, sollte in ber ruhigt. Der Epheu treibt seine Wurzeln ruhig weiter in tagen, endlich von der Sonntage ruhe an den Wallfahrtsorten. Diskussion sprechen. Die Rechnung war abec ohne die Walden. den Eichbaum hinein und der Eichbaum freut sich dieser werden, und die Verhältnisse sollen nach den Bedürfnissen desli che angemeldet war, wurde niemandem der Zutritt gestattet, Hier soll nun der Landesbehörde ein freier Spielraum eingeräumt burger Polizei gemacht. Obwohl die Bersammlung als öffnt. Anhänglichkeit und baut auf den Schutz des Epheus gegen einzelnen Kronlandes, beziehungsweise des einzelnen Ortes oder der der Polizei als Nicht- Bergmann bekannt war; auch wurden alle Stürme. Bezirkes geregelt werden können. die Frauen von der Theilnahme an der Versammlung aus Ueber die Einberufung des Reichstages find nun eine Rückwärtsrevidirung der bestehenden Gesetzgebung zu 18 schließlich Genoffe Rohrlack in der Diskussion sprechen wollte, Bei dem zuletzt angeführten Gefeßentwurf scheint es sich um geschlossen, sogar die Bedienung durch Kellnerinnen verboten. mehr, wie ein parlamentarischer Berichterstatter der Boss. handeln. logist 8tg." meldet, in den maßgebenden Regierungskreisen die und die Anrede Meine Freunde" gebrauchte, wurde die Ber endgiltigen Bestimmungen getroffen worden. Der Reichstag Den wahren Geist des Fürstenliberalismus hat sammlung aufgelöst weil Rohrlad nicht Bergmann ist. foll am 22. November im neuen Reichstagshause zusammen der Fürst von Montenegro erfaßt. Ein Herr Legh erzählt Gegen dieses Vorgehen der Polizei hatte Genoffe Rohrlad jofort treten. Vor diesem Termin soll eine besondere Feier, sei im Ball Mall Magazine", daß er bei einem Besuch in Beschwerde eingelegt und vor kurzem ein Schriftstück erhalten, es Einweihungsfeier, sei es Schlußsteinlegungs- Feier, im Montenegro Dinge sah, die er nicht recht mit dem, was er " Auf die Vorstellung vom 10. Auguft d. Js. erwidere ich neuen Reichstagshause veranstaltet werden. Wahrscheinlich vom Fürsten wußte, zusammenreimen konnte. Wie kam es Ew." Wohlgeboren, daß ich mich nicht habe veranlaßt finden ist der 15. November für diesen feierlichen Akt in Aussicht doch, daß manche der schwer gefesselten Gefangenen in tönnen, Ihrem Antrage, dem Polizei- Kommissarius Brödel zu genommen. Ide stad au sein? Der Fürst war nicht verlegen um eine Erklärung. Dieses Jahres zu Waldenburg stattgegabten öffentlichen Berg Gettinje eingesperrt waren, nur weil sie erklärten, Liberale Waldenburg wegen eines Verhaltens gegenüber ver am 1. august zu Neue Ausnahmegefehe in Sicht. Der Berliner Ich bin ein Liberaler", antwortete er, und ich sehe feinen arbeiter- Bersammlung eine Rüge zu ertheilen, zu entsprechen, da es in der Regierung zu einer Verständigung für eine gefeß sein sollten; alle ordentlichen Unterthanen dagegen fönnen, daß der genannte Beamte bei der Ueberwachung und Correspondent der" Frankf. Btg." will erfahren haben, daß Grund, warum Herrscher und Potentaten nicht Liberale ich weder aus Ihren Ausführungen, noch aus dem Ergebnis der angestellten Ermittelungen die Ueberzeugung gabe gewinnen geberische Aktion im Reichstage zur Bekämpfung des Um- sollten fonfervativ sein und zum wenigsten, das will ich, Auflösung der in Rede stehenden Versammlung in etuer ein sturzes" gekommen sei. Das ist ja immerhin möglich. Ge- follen es die meinen sein!" Dieser wadere Fürst der disziplinarisches Einschreiten rechtfertigenden Art und Weise gegen spannt sind wir nur darauf, wie denn das Verständigungs Schwarzen Berge überragt, wie das Beispiel zeigt, thurm die Vorschriften der Verordnung vom 11. März 1850 über die elaborat ausschauen wird. Wir können die Geschichte ja in hoch an politischer Einsicht die Liberalen aller Länder, die Berhütung eines die gesetzliche Freiheit und Ordnung gefähr aller Ruhe abwarten, da sie uns nicht schaden kann, was noch fest an die Echtheit des sogenannten Kronprinzen- denden Wlißbrauchs des Versammlungs- und Vereinigungsrechts auch dabei herauskommt. Liberalismus glauben. verstoßen hat. add midu Ueber das geplante neue Tabakstener Gesetz Bei der Krankheit des Zaren offenbart sich wieder 21Rgl. Regierungs- Präsident, end ( Name unleserlich). bringen jetzt einige freilich auf ihre Genauigkeit nicht zu herrlich die Gesellschaftsheuchelet. Feierliche Bittgebete für Wir frogen nun: Wo in aller Welt steht denn im preußis fontrollirende Nachrichten in die Presse. Die Süddeutsche die Genesung Alexanders III. veranstaltet in Petersburg schen Vereinsgefeß auch nur das Geringste davon, daß jemand, Tabat- Zeitung" will erfahren haben: fein getreues Ministerium. Aber wir citiren wörtlich der nicht Bergmann ist, an einer öffentlichen Bergarbeiter Das neue Tabaksteuer- Gesez ift soeben den Einzel- einen Bericht der Kreuz- Zeitung" während die fromme Versammlung nicht theilnehmen, und nicht sprechen bar Wo regierungen zugegangen. Es schließt sich in seinen Grundzügen dem letzten Entwurf an, bringt jedoch als Erleichterung eine Schaar der Gläubigen im Gebete für das Seelenheil des steht denn das Geringste davon, daß Frauen feiner öffentlichen Versammlung beiwohnen dürfen und gar, daß weibliche Bedienung Bauschalirung der Großbetriebe wie im Brauereigewerbe, so sterbenden Baren versunken war, fand in einem Nebenabtheil entfernt werden muß? Sit denn solches worgehen eines Polizei daß jeder am Fahresbeginn angiebt, wie viel und in welcher der mächtigen Kathedrale eine recht eigenthümliche Arbeit beamten nicht ein offenbarer Mißbrauch des BersammlungsBreislage er zu fabriziren beabsichtigt. Anstatt 45 Mill. Mart statt: Handwerker richteten die Trauerbekleidung für die und Vereinigungsrechtes"? Wahrlich, so lange ein Regier.3 fordert die Regierung gegenüber dem letzten Entwurf 30 Mil. Ausschmückung der Kathedrale beim Eintreffen der Nach- präsident das Gefeß fo auslegt, bedarf es feines preußischen Lands Mart, weshalb die Säße der Fabrikatßeuer um ca. ein Drittel richt vom Ableben Bar Alexanders III. her. Ein Heer tages, der dasselbe noch mehr beschränkt! gegenüber dem legten Entwurf herabgesetzt werden. Der Boll von Priestern in feierlichem Gewande, dumpf dröhnender schutz bleibt wie bisher 40 M. für den Doppelzentner unter Be Glockenklang, zu Gott gesandte Sanggebete der Kirchenseitigung der Inlandsteuer." Nach anderen Meldungen ist der Steuerertrag auffänger, ein dreimaliges Niederwerfen von Tausenden und Arbertausenden, daß Gott den Baren nicht etwa erlöse 35 Millionen veranschlagt. Der„ Hamburger Korrespondent" von seinen undenkbar schweren Leiden- nein, daß er ihn Der neue Zabaksteuer- Gefehentwurf ist im Reichsschaamt gefunden lasse zur Freude jeines Volkes, und dort eifrige ausgearbeitet worden und zur Zeit Gegenstand der Verhand: Hände bereits beschäftigt mit der Herstellung des TrauerLungen zwischen den nächstbetheiligten Regierungen, ist aber gewandes für dieselbe Stätte!" deshalb eine Kontrolle über die Inhaltsangaben nicht mögschreibt: & red be lich. Damit ist auch klar, daß der Entwurf noch nicht) Hond in allernächster Zeit an den Bundesrath tommt. Ueberdies steht. welches folgenden Wortlaut hat: 1000 Gewerbegerichte. Elmshorm. Bei der Wahl zweier Arbeiterbeisitzer wurden einstimmig die sozialdemokratischen Heilbronn. Die Unternehmer Kandidaten gewählt. Abtheilung wählte bei 130 abgegebenen Stimmen den Kandidaten abgegeben wurden, die sozialdemokratischen, dat ANTO des Gewerbevereins, die Arbeiter- Abtheilung, in der 800 Stin.men 100 Die Rechtsprechung in bezug auf das Vereinsrecht wird auch außerhalb Sachsens immer unverständlicher. Bon dem Bernburger Echöffengericht ist über 16 Parteigenossen Berurtheilung erfolgt, weil sie entweder als Vorstandsmitglieder des fozialdemokratischen Wahlvereins Nichtanhaltiner in den Berein aufgenommen, oder aber als Mitglieder, ohne Anhaltiner zu sein, beigetreten sind. Erstere wurden zu 30 M., lettere zu 15 M. Geldstrafe verurtheilt. Selbstverständlich ist gegen das Urtheil, welches dem§ 3 der Reichsverfassung widerspricht, Berufung angemeldet worden. da * Polizeiliches, Gerichtliches 2c. bin Der Bigarrenarbeiter 2ütjens in Hamburg wurde auf grund eines am 1. Mai verbreiteten sozialistischen Flugblattes wegen Aufreizung" nach§ 130 des R. St.-G.-B. zu 1 Monat Gefängniß verurtheilt. zooja sud de apunts to fi Darteitag hirud smmod der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. thenol Frankfurt a. M., den 21. Oktober 1894. nedes vencal de Vorversammlung. Um 7 Uhr Abends trat heute in der Weißen Lilie" der fozialdemokratische Parteitag zusammen. Der Saal, in dem die Verhandlungen vor sich gehen sollen, liegt in ziemlicher Ent fernung von der inneren Stadt in der Vorstadt Bornheim. Das Lotalfomitee hatte für die würdige Ausschmückung des Hauses und des Saales Sorge getragen. Am Vortal begrüßt folgender Spruch die Eintretenden: Den Kampfplan zu berathen für tünft'ge Geistesthaten, zu kämpfen unverdrossen, seib uns gegrüßt, Genossen! 1 Anwendung brachten, um unsere Organisationen au sprengen,| Umstand muß die Genoffen außerhalb Berlins zu der unsere Anhänger zu maßregeln. Bereits im Jahre 1872 wurde Meinung bringen, gegen einzelne von uns der bekannte Hochverrathsprozeß in wenn gerade die Genossen des Ortes, wo der Parteivorstand bringen, daß nicht alles in Ordnung ist, Szene gefeßt, der schon 1870 eingeleitet worden war; immer feinen Siz hat, Veranlassung zu solchen Anträgen nehmen. wieder wurden darauf die Versuche wiederholt, uns auf dem Deshalb ist es nothwendig, daß gerade diese Frage hier gründlich Boden des gemeinen Rechtes zu erdrosseln. Aber als auch dies erörtert wird. Besonders ist es hier das Ausscheiden nicht gelang, da unternahm es jener Mann, der mit Napoleon Fischer's aus dem Parteivorstande und sein Tellersammlungen zur Deckung von Versammlungs. die größte Macht, die je ein Mensch besaß, in sich vereinigte, Eintritt in die Parteibuchhandlung unmittelbar nach dem Kölner unkosten sind zu gestatten. In Göthen stand fürzlich Genosse mit einer Brutalität ohne Gleichen durch ein Ausnahmegeies, Parteitag, was Verwunderung und Befremden in einzelnen H. vor dem Schöffengericht wegen unbefugten Erhebens von Ein- das heut am 21. Oftober ebenfalls seinen Gedenktag hat, unsere Kreisen erregt hatte. Hinterher schob man uns unter, man habe trittsgeld in einer Versammlung in Edderih, woselbst das Ein- Organisation zu sprengen, unsere Presse zu vernichten, unsere dem Parteitage die Möglichkeit entziehen wollen, sich selbst den trittsgeld konfiszirt wurde. Wie nicht anders zu erwarten war, Vereine aufzulösen. Aber alle Mittel der Gewalt zerschellten an Parteisekretär zu wählen. Man brachte auch die Ablehnung der erfolgte fostenlose Freisprechung. Auf Antrag des Verklagten um der inneren Kraft der Sozialdemokratie, die unbesiegbar ist, weil Gehaltserhöhung durch den Kölner Parteitag in Verbindung mit Herausgabe des Geldes wurde dem Vorsitzenden bedeutet, wenn sie aus der wirthschaftlichen Entwickelung logisch herausgewachsen dem Austritt Fischer's aus dem Parteivorstande. Wir müssen er in anständiger und höflicher Weise darum ersuche, er selbiges ist. Und heut ist die Sozialdemokratie die stärkste Partei entschieden gegen die Unterschiebung solcher Motive protestiren. von der Kreisdirektion jedenfalls zurückerhalten werde. Wir Deutschlands. Stets drehten sich die Waffen gegen die Brust Wären diese Bermuthungen richtig, so wäre der Parteivorstand wissen zwar nicht, ob der betreffende Genosse jemals unhöflich unserer Gegner. Heute stehen sie abermals vor dem Bankrott. Sie nicht werth, weiter die Parteigeschäfte zu führen. Wir fahen fein Verlangen gestellt hat, sehen aber noch viel weniger ein, wie legen die geistigen Waffen" bei Seite und denken an ein neues Aus: Fischer sehr ungern aus dem Parteivorstande scheiden, weil wir in dem eine etwaige Unhöflichkeit der Kreisdirektion das Recht geben nahmegesez. Da figen die Vertreter der bankrotten Gesellschaft Berkehr mit der Parteipresse, mit den Schrifftellern eines Fachmannes sollte, das Geld zu behalten. Recht ist doch keine Gnade. Die beisammen( Stürmischer Beifall) und berathen, wie man uns bedürfen. Andererseits bedarf die Parteibuchhandlung, wegen Parteigenossen aber werden auf diese nochmalige Entscheidung vernichten könne. Die einzige Lehre der Geschichte scheint zu ihrer großen Bedeutung für unsere ganze Bewegung einer beverwiesen und aufgefordert, sich in dem Erheben von Eintritts sein, daß manche Herren aus ihr nichts lernen. Das schmach- sonders hervorragenden Kraft. Die Erfahrung, die wir bisher geld niemals auch nur im Geringsten stören zu lassen. volle Absterben des Sozialistengesetzes, die schamlose Korruption, mit einem gelernten Buchhändler, der 4000 M. Gehalt erhielt, die es erzeugt hat, sie scheinen spurlos vorübergegangen zu sein und dann mit einem Parteigenossen, der unter einer Kommission an unseren Gegnern. Abermals versuchen sie es mit dem alten stand, machten, waren durchaus nicht erfreulich, wir waren uns Mittel. Wohlan! Mögen sie es versuchen! Die Sozial- tlar, daß zunächst ein Fachmann in Frage kommen muß, um die demokratie ist an Kämpfe gewöhnt; in Kämpfen ist sie Parteibuchhandlung zu leiten und daß wir es nur als angestart geworden. Als über das alte Sozialistengefeh berathen nehme Zugabe annehmen, wenn derselbe zugleich auch bewährter wurde, da riefen wir der Regierung zu: Das Gefeß, mit dem Parteigenoffe ist. Unter den Bewerbern um diesen Posten kam ihr uns tödten wollt, es wird eine Echule für uns sein, es wird blos Fischer ernstlich in Frage, und wir sind überzeugt, damit die unreinen Elemente von uns abstreifen, es wird alle diejenigen einen sehr glücklichen Griff gethan zu haben. Es ist klar, von uns entfernen, welche nicht Mannesmuth genug befizen, um daß wir Fischer zum mindesten dasselbe Gehalt geben mußten, mit aller Kraft, mit allem Können, mit Leib und Leben im das früher gezahlt wurde. Die Differenz gegen sein früheres GeKampfe zu steben. Und so geschah es. Die Partei wurde ge- halt wird durch seine tüchtige Arbeit in einem Monat säubert. Aus Eisen wurde ein guter Stahl zurecht gehämmert. wieder eingebracht, ebenso wie sie durch einen unfähigen Leiter Tas Sozialistengeset war eine Schule der Disziplin und der in einem Monat schon zugesetzt werden kann. Wenn die Charakterstärke für uns. Es schuf uns Kerntruppen. Und Parteigenossen die Gehaltsfrage Fischer's mit den Beschlüssen in glücklicherweise ließen die Gegner auch nach dem Fall des Köln in Zusammenhang bringen, so befinden sie sich also auf Sozialistengesetzes die Verfolgungen nicht. Kein Capua der durchaus falscher Fährte. Es ist ein rein äußerliches ZusammenGeister nahm uns gefangen. Und jetzt versuchen sie es aufs treffen von Umständen ohne jeden inneren Zusammenhang. Für Neue. Aber eine Partei wie die unserige ist nicht zu über uns fam nur die Frage in Betracht, daß Fischer seinen Mann wältigen. Wir wachsen aus dem Boden der Verhältnisse hervor. stellt und daß hier jede Knauferei eine Ersparniß am unrechten Wenn nicht der Sozialismus die moderne Gesellschaft rettet, dann Orte gewesen wäre. wird sie durch den Kapitalismus zu Grunde gerichtet. Wir warten in Ruhe ber Singe, bie ba tommen, ich brauche nicht Der Saal selbst ist reich mit Tannengewinden und rothen erst zu sagen, daß dieser Kongreß seine Schuldigkeit thun wird. Fahnen dekorirt. Vor der Bühne, auf der das Bureau Plaz Während in Berlin fich die Gewitterwolfen zusammenballen, nimmt, steht die roth ausgeschlagene Rednertribüne, die von den während neue Karlsbader Beschlüsse gegen uns im Werte sind, Büsten Lassalle's und Mary' flankirt wird. Im Hintergrunde während man versucht, uns Epinnweben Im Hintergrunde während man versucht, uns Epinnweben in den Weg der Bühne steht auf rothem Bande der Spruch: Proletarier zu legen damit wir darüber stolpern, da hat die aller Länder vereinigt Euch! In der Mitte der einen Seiten- belgische, hat die österreichische Sozialdemokratie uns ein herr wand des Saales hängt ein großes Bild mit der Unterschrift: liches Beispiel gegeben. Vor acht Tagen hat das belgische Das Alte stürzt, es ändert sich die Zeit, und neues Leben blüht Proletariat seine Gegner niedergeschmettert, und heut, wo die aus den Ruinen: Repräsentanten des Militarismus, des zweite Schlacht in Belgien geliefert wird, wird es einen noch Rapitalismus und des Pfaffenthums tämpfen auf morschen, von glänzenderen Sieg erringen. In Desterreich hat der Kampf um Raben umflatterten Trümmern stehend, den lezten Kampf gegen das allgemeine Wahlrecht seine Spite erreicht. Die proletarischen den Geist der neuen Zeit! Von der Gallerie wehen die alten und Maffen sind auf der Bühne erschienen, und wenn die Machtneuen Fahnen der Sozialdemokratie Frankfurts, Offenbachs, haber nicht eine furchtbare Katastrophe über das Land herauf Hanaus, Darmstadts, Mannheims und Gießens herab, rothe und beschwören wollen, werden sie feinen Forderungen nachgeben schwarz- roth- goldene Banner, die zum Theil noch aus dem Jahre müffen. Ueberall dringt die Sozialdemokratie siegreich vor. 1848 ftammen. Da fönnen wir die Versuche unserer Gegner, uns Was die Anträge anbelangt, die dem Vorstand vom vorigen zu vernichten, mit vollster Gleichgiltigkeit betrachten. Kongreß zur Erledigung aufgetragen waren, fo fommt in erster Wir marschiren weiter auf der Bahn, die uns bisher von Sieg Linie die Gründung des Sozialdemokrat in Betracht. zu Sieg geführt hat. Wir sind vorbereitet auf alles wir Bielleicht war es ein Fehler, daß die Partei mit der Gründung fürchten nichts. Für uns heißt es: Niemals zurück immer des Wochenblattes so lange gewartet hat. Die Berbindungen vorwärts!( Stürmischer Beifall.) mit dem Auslande waren unterbrochen, worauf es wohl zurückEs wird hierauf zur Wahl des Bureaus geschritten. zuführen ist, daß nur eine Auflage von 5-6000 erreicht wurde Zu Borsigenden werden Singer und Schwarz Lübeck und daß ein jährlicher Zuschuß von 8000 m. fich erforderlich durch Zuruf gewählt. machte. Der Vorstand hat bereits berathen, wie das Defizit zu Bugleich im Namen von Schwarz dankt Singer für vermindern ist, die Beilage soll fünftig nur einen halben Bogen die Ehre der Wahl. Wir werden fagt er uns bemühen, start sein. Die Spediteure verdienen gegenwärtig fast gar Brübne- Frankfurt heißt hierauf die Delegirten im Namen mit Ihrer Unterstützung die Geschäfte so zu führen, daß tie nichts beim Vertrieb und laffen ihn fich daher nicht des Lokalkomitees herzlich willkommen. Die Ehre, den Parteitag großen und wichtigen Aufgaben und Arbeiten des Rongresses ge- angelegen sein. Das Porto soll daher künftig vom Verlag überhier zu begrüßen, tam unerwartet. Aber in Nürnberg ver- fördert werden. Auch dieser Kongreß wird wie seine Vorgänger nommen werden; durch diese Maßregeln hoffen wir eine zus hinderten ihn die Behörden. Auch hier waren große Schwierig ein Denkstein in der Parteigeschichte sein. Lassen Sie uns unfere nehmende Verbreitung erzielen zu fönnen. Teiten zu überwinden. Nur ein verhältnißmäßig fleines Lokal Arbeit beginnen mit dem festen Entschluß, nicht zu wanten und fonnten wir erhalten, so daß tausende von Arbeitern, die zu- zu weichen, bis wir unser Ziel erreicht haben und mit unserem hören wollten, umkehren mußten. Und selbst dieses Lotal fuchte alten Ruf, der heut noch als Schlachtruf die Welt durchhallt, man uns zu nehmen. Erst mit der Waffe des Bierboykotts erkämpften einft aber unser Siegesruf sein wird: Hoch die deutsche Sozial wir es uns. Nicht zum ersten Male tagt in Frankfurt demokratie! ein Arbeitertag. 1865 fand hier der zweite Parteitag des All- Dreimal stimmen die Versammelten begeistert in diesen gemeinen deutschen Arbeitervereins statt, ebenso tagte hier im Ruf ein. Jahre 1873 ein Parteitag. Seit 1884 wird Frankfurt durch Zu Schriftführern werden nach kurzer Debatte Antric, einen Vertreter der wahren Demokratie, einen Sozialdemokraten, Geyer, Dertel, Bruhns, Hülle, Landgraf, wohl anders ausgefallen. Durch künstliche Mittel läßt sich nichts im Reichstag vertreten. Wir werden uns dieses Mandat nimmer Bradnauer, Lütgenau und Hug gewählt. In die erreichen. Wenn die Bewegung nicht von innen heraus jo er entreißen laffen. Mögen uns Haß und Verfolgungen noch so Mandats Prüfungskommiffion werden Feldmann Langen- starkt ist, daß sie eine täglich erscheinende Beitung tragen fann, sehr treffen, die Wuth unserer Gegner wird zerschellen an der bielau, Frau Bettin, Timm Berlin, könen- Hamburg, läßt es sich von außen nicht machen. Der Vorstand muß in VerFestigkeit unserer Partei wie Bogenschaum am Felsen!( Leb- Lorenz Chemnitz, Ehrhardt Ludwigshafen und Na bindung mit den Kölner Genossen Abhilfe schaffen. hafter Beifall.) thufius Randow delegirt. R Die Zahl der Theilnehmer an dem Parteitag wird die stärkste feit Halle werden. Für das große Intereffe, das dem Parteitag entgegengebracht wird, zeugt nicht nur der naturgemäße starte Besuch der Vorversammlung durch die Arbeiter und Arbeiterinnen Frankfurts, sondern auch die Anwesenheit von etwa 30 Bericht erstattern, darunter Vertretern der englischen und französischen Preffe. Um 7 Uhr begrüßt der Arbeiter- Sängerbund Lassalle die Erschienenen mit dem Gesang: Brause mein Gang, im jubelnden Klang der Freiheit zu Ehren! Hierauf erklärt Liebknecht von stürmischem Beifall begrüßt, im Namen der Parteileitung den Kongreß mit folgender AnSprache für eröffnet: 16 In der Geschichte der Sozialdemokratie spielt Frankfurt nicht zum ersten Male eine bedeutungsvolle Rolle. Seit langem ift Frankfurt eine Stätte der Freiheit. Hier hatte das Bürgerthum noch gekämpft, als es anderswo seine Fahnen bereits verlassen batte. Bur Beit der größten Echmach des Bundestages war es hier, in der eigentlichen Hauptstadt des Deutschen Reiches, wo hier war es, wo das = -UPS Die Arbeitszeit des Kongresses ist die übliche: von 9-1 und von 3-7. Arch die Geschäftsordnung wird nach turzer Debatte un verändert genehmigt. Nunmehr wird die Tagesordnung festgestellt. Punkt 1, 2, 3, 4, 5, 6 werden genehmigt. Slomte Bielefeld schlägt vor, als Punkt 7 die ,, Etellung unserer Abgeordneten in den Einzel- Landtagen zum Budget", wenn angängig, zu behandeln. Fischer Berlin macht darauf aufmerksam, daß die AnNoch ein weiteres Mitglied des Parteivorstandes wird durch die Anträge auf& effeßung eines maxima auste von 3000 Mart betroffen. Es ist Genosse Auer; er mußte eine Wohnung nehmen, die sich unmittelbar an die Bureauräume des Parteivorstandes anschloß; außerdem hatte er Verpflichtungen zu erfüllen, die mit Geldausgaben verbunden waren, die anderen Vorstandsmitgliedern nicht erwuchsen; weiter bemerkten wir, daß der Vorwärts" zu den schwebenden Tagesfragen nicht immer die Stellung einnahm, die im Interesse der Partei geboten war. Das ging so nicht weiter. Auer wurde damit betraut, täglich in der Redaktion anwesend zu sein, um eine engere Verbindung zwischen Vorstand und Redaktion herzustellen und die Redaktion bekannt zu machen mit den Mittheilungen, die beim Vorstand über innere Vorgänge der Partei einlaufen. Auer erhält für diese Thätigkeit, die besondere Ausgaben nöthig macht, 125 M. monatlich. Wir haben die Antragsteller wiederholt mit unseren Motiven vertraut gemacht. Auch die Rheinische Zeitung" erfordert einen viel zu hohen Zuschuß. Die Bedenken, die wir im vorigen Jahre gegen die Herausgabe einer täglich erscheinenden Zeitung in Köln batten, haben sich leider vollständig erfüllt. Es fehlt an den nöthigen Kräften für die geschäftliche Leitung des Blattes. Hätten die Genossen, die im vorigen Jahre den Beschluß faßten, die Rheinische Zeitung" in dieser Form ins Leben zu rufen, die Opfer geahnt, die nothwendig wurden, dann wäre ihr Beschluß Was die Broschüre über die Gesinde Ordnung betrifft, die der vorige Parteitag beschloß, so stellten sich große Echwierigkeiten heraus, giebt es doch 50-60 verschiedene Gefinde Ordnungen in Deutschland. Wir beschlossen deshalb, zunächst das nördliche Deutschland zu behandeln. Die Broschüre, welche die Gesinde- Ordnungen dieser Landestheile behandelt, wird dem nächst erscheinen. Auch die Broschüre über das Dreitlassen. Wahlsystem ließ sich erst jetzt fertig stellen. Der Wunsch, mit dem der Berichterstatter des Vorstandes feinen Bericht über unsere Thätigkeit im vorigen Jahre schloß, die Freiheit ungebeugt ihr Haupt erhoba vor hundert Jahren gelegenheit bei Punkt 3: Bericht über die parlamentarische daß nämlich die Genossen im Lande häufiger Postanweisungen an gewonnen hat. Thätigkeit" zur Verhandlung kommen dürfte. Ein bestimmter Antrag ist nicht gestellt. Aeußerlich ist der Kassenabschluß ja sehr günstig; aber lassen Sie Punkt 7 wird nach dem ursprünglichen Vorschlag genehmigt; sich dadurch nicht täuschen; es sind große Poften darin, die vorher ebenso die Punkte 8 und 9. Damit ist die heutige Tagesordnung erledigt. Schluß 8 Uhr. Erste Sigung. schon als Einnahmen gebucht waren. Noch bedentlicher wird das Bild, wenn wir die Ueberschüsse unserer großen Zeitungen in Abzug bringen. Wenn die Dinge so weiter gehen, kann die Parteitasse künftig die Anforderungen nicht erfüllen, die an sie gestellt werden, besonders wenn die Anträge auf Verbilligung des Vorwärts" angenommen werden. Wir sind auf diese Ueberschüsse angewiesen. Wenn die Beiträge, die Berlin und Hamburg leisten, abgezogen werden, so hat das gesammte übrige Deutschland nur 31 450 m. aufgebracht, wir dürfen uns deshalb die großen Einnahmequellen nicht verstopfen lassen. Redner schließt mit der Versicherung, daß der Vorstand nach beftem Ermessen im Interesse der Partei gehandelt zu haben glaube. von Frankreich aus seinen Ausgang genommen hatte, in die That umgesetzt werden sollte. Aber das Bürgerthum brachte feine Ideale nicht zur Erfüllung, und es fonnte sie auch, gemäß der wirthschaftlichen Entwickelung nicht zur Erfüllung bringen. Das Bürgerthum ist abgelöst worden Don der Sozial demokratie von dem organisirten Proletariat, und die proletarische Bewegung von heute verhält sich zu dem Bürgerthum von heute, wie das Bürgerthum der französischen Revo( Privat Telegramm des Vorwärt3"). lution zu den feudalen Ständen. Und wieder ist es Frankfurt, Singer eröffnet die Verhandlungen mit einer Begrüßung das für die proletarische Bewegung eine historische Bedeutung des Genossen Silberberg aus Budapest, den Vertreter der ungar ländischen Sozialdemokratie; Victor Adler, der Bertreter der Im Mai 1868 hielt hier in Frankfurt Lassalle seine bekannten österreichischen Parteigenossen, ist durch die Ereignisse in Wien Reden zur Zeit, wo der Allgemeine deutsche Arbeiterverein ge- noch zurückgehalten und wird erst heute Abend erwartet. gründet worden war. Seitdem ist die Bedeutung Frankfurts für Singer: Mögen die energischen Kämpfe der österreichischen die sozialdemokratische Bewegung immer mehr gewachsen. In und ungarländischen Bruderparteien endlich zum Siege führen, dieser Ecke zwischen Main und Rhein fand die Sozialdemokratie so daß sie nach Erringung des allgemeinen Wahlrechtes in einer einen guten Nährboden, die Gedanken, die zur Gründung des ihrer Stärke entsprechenden Zahl in die Parlamente Einzug halten. Den Bericht der Kontrolleure erstattet Meister: Die Allgemeinen deutschen Arbeitervereins führten, haben hier die( Beifall.) Haupttasse, die Buchhandlung, die Geschäftsführung des Vors träftigsten Wurzeln geschlagen. Von den eingelaufenen Telegrammen und Begrüßungsschreiben wärts" und des„ Sozialdemokrat" sind bei viermaliger Revision Noch ein anderer Gedenktag ist heut, am 24. September werden besonders beifällig aufgenommen das der sozialdemokra durchaus in Ordnung gefunden won. Kleine Monirungen 1864 war es, wo in London die internationale Arbeiter- Affo- tischen Refruten", das der vom Winterschlaf erwachenden Bauern find durch gegenseitige Aussprachen erledigt worden. Von uns aus ziation ins Leben trat. Die nationale, von Lassalle ins Leben am Bodensee" und das von Iglesias aus Spanien, find Ausstellungen gegen die Parteileitung nicht gemacht gerufene Bewegung, und die internationale standen sich eine Zeit Zunächst erhält Silberberg aus Budapest das Wort: worden, dagegen sind von den Genossen fünf Beschwerden gegen den lang fremd, zum Theil sogar ablehnend gegenüber, zum Theil Zum ersten Mal ist die ungarländische Arbeiterpartei auf dem Parteivorstand eingelaufen, von denen sich zwei auf die Presse, fanden fogar heftige Kämpfe zwischen den beiden Strömungen deutschen Parteitag vertreten. Betrachten Sie dies als ein Beichen, zwei auf Unterstützungen bezogen. Die Gründe, die den Vorstand statt. Aber nachdem im Jahre 1868 in Nürberg bereits die daß die Zwiftigkeiten bei uns endlich beseitigt find. Herzliche bei diesen Ablehnungen geleitet hatten, find auch von uns afzeptirt ersten Versuche zu einer Einigung angebahnt wurden und 1869 Grüße an den Kongreß!( Beifall.) worden. Besonderes Eingehen auf die Beschwerde gegen den " von beiden Seiten energische Versuche gemacht wurden, die Den Bericht des Parteivorstandes erstattet hierauf Vorstand, die in Berlin auch gegen die Kontrolleure in öffentbeiden Strömungen zu vereinigen, Bersuche, die durch den Krieg Gerisch: Der Bericht liegt gedruckt vor, nur Einzelheiten find lichen Bersammlungen erhoben worden ist, verdient die Besehung unterbrochen worden sind, kam im Jahre 1875 in Gotha eine zu ergänzen. Lie Geschäftsführung des Borstandes war darauf der Stelle in der Partei- Buchhandlung mit Fischer. Als die endliche Einigung zu ftande. Mit der Niederwerfung der Kom- berechnet, alle Anträge, alle Briefe so rasch als möglich zu er- Kontrolleure zur Wahl des Parteisekretärs ansammengerufen mune glaubten unsere Gegner bereits die ganze internationale ledigen. Verzögerte sich die Erledigung der Anträge bin und wurden, bemühten wir uns zunächst, Fischer zum Verbleiben im Bewegung vernichtet zu haben, und nun erhob das Proletariat so wieder, so wurde es verursacht durch die Praxis, erst den Bericht Parteivorstande zu bewegen. Die Gründe, die Fischer vorbrachte, machtvoll sein Haupt, einmüthig fand es gegen die Bourgeoisie und das Urtheil der betreffenden Vertrauensleute einzuholen. waren schließlich aber auch für uns ausschlaggebend, und wir zusammen; und alle Versuche, den Bruderkrieg in den Reihen Die Organisation der Partei entspricht so ziemlich allen Wünschen. find nun überzeugt, daß in der Partei- Buchhandlung Fischer der des Proletariats zu entfachen, find noch immer fläglich gescheitert. Bum ersten Mal sind diesmal Anträge eingelaufen, die sich auf rechte Mann auf dem rechten Flecke fei. Auch bezüglich der Kein Wunder, daß darum unsere Gegner nach unserer Ginigung die Stellung der Parteibeamten beziehen. Sie tommen baupt- Sonorirung Fischer's mußten wir uns auf die Seite des Voralles mögliche aufboten, die Mittel der brutalfien Gewalt in fächlich aus Berlin und seiner Umgebung. Gerade dieser standes stellen; während der erste Buchhändler kündigte, weil $ er nicht 5000 m. erhielt, bekommt Fischer 4000 m., so viel wie| Der vierte Kreis glaubt, daß sich eine bestimmte Grenze für die weis auf die 85 pet. nur 1000 M. zu zahlen. Würde ein National der erste Buchhändler anfangs erhalten hatte. Von Dr. Arons Gehälter schwer feststellen läßt, aber er wünscht daran festge- liberaler unter Anziehung der 45 pet. derjenigen, die ein Einkommen und 21 anderen Genossen war sodann eine Beschwerde eingegangen, halten zu wissen, daß denjenigen Genossen, die ein Gehalt von von weniger als 500 M. haben dies für alle Arbeiter gleichdie sich gegen die Wahl des zweiten Parteisekretärs richtete. Die 4000 M. und darüber beziehen, und die Reichstags- Abgeordnete mäßig festsetzen wollte, so würden wir dieser Frechheit geBeschwerdeführer wollten die Stelle unbesetzt und von den übrigen sind, keine Extradiäten gezahlt werden. bührend entgegentreten; aber bei den geistigen Arbeitern in Parteivorstands- Mitgliedern kommissarisch verwaltet wissen. Auf Ruhe Effen begründet den Antrag des Parteigenoffer unseren Geschäften, ja Bauer das ist etwas anderes. Wollen grund der Bestimmungen der Partei- Organisation war das aber Ludwig Mary- Effen: Der Parteitag möge beschließen: An solchen wir die Opferfähigkeit und die Opferwilligkeit der Genossen als. einfach nicht möglich und Genosse Pfannkuch wurde von den Orten, wo die Parteipresse direktes Partei- Eigenthum ist, haben Maßstab gelten lassen, so sind allerdings 3000 m. noch viel zu Kontrolleuren einstimmig zum Parteisekretär gewählt. In die Genossen das Recht, die Redakteure selbständig zu wählen. viel und 1500 M. müßten als Maximum gelten. Unrecht ist öffentlichen Versammlungen wurde sodann monirt, daß Jedoch ist die Parteileitung berechtigt, geeignete Personen in natürlich, wenn wir den Vertrauensleuten an verschiedenen Orten Auer für seine Thätigkeit am Vorwärts" noch eine Vorschlag zu bringen. Geldopfer im Uebermaße zumuthen, hierin muß Abhilfe geExtrahonorirung von 125 Mart monatlich erhielte. Diese Es seien Zwiftigkeiten zwischen den Genossen und der schaffen werden. Was den Zuschuß Auers anbetrifft, so ist das Extrahonorirung ist aber feineswegs etwas Neues, sondern Redaktion des Dortmunder Parteiblattes entstanden. Man müsse nur ein kleines Entgeld für die erhöhten Aufwendungen, die ist bereits seit 3 Jahren in Uebung, ohne daß bisher daran An- den Genoffen am Ort die Wahl der Redakteure und Beamten Auer zu machen hat. Da die Redezeit Bebels um ist, schneidet stoß genommen wurde. Wir sind davon überzeugt, daß die überlassen. der Vorsitzende dem Redner das Wort ab und läßt ihn noch innige Verbindung zwischen Parteivorstand und Zentralorgan Die Begründung der Anträge der Parteigenossen des einmal in die Rednerliste eintragen. unumgänglich nothwendig sei. Da nun aber die hierauf bezüg- Teltow- Beeskower Wahlkreises: Den Vertrauenspersonen der Heine Ottensen führt Beschwerde darüber, daß Auer eine liche Thätigkeit Auer's außerhalb der Geschäftsstunden des einzelnen Orte soll der Vorwärts" gratis überwiesen werden Versammlung in Quikborn bei der Nachwahl in Ottensen- PinneParteisekretariats fällt und ihn häufig bis 11 Uhr Abends in und der Parteigenossen in Duisburg:" Den Vertrauenspersonen berg nicht abgehalten hat. Anspruch nimmt, so versteht es sich ganz von selbst, daß diese ist auf ihr Gesuch hin der Vorwärts" gratis, auf Parteifoften, besondere Thätigkeit auch besonders honorirt werden mußte. Die zu liefern, übernimmt a) Der Parteitag hat eine Kommission von 11 Mitgliedern einzusehen, welche die Gehälter der Parteibeamten und Redak teure einer Revision unterzieht; jedoch dürfen derselben weder Parteibeamte noch Redakteure angehören. b) Der Parteitag sezt das Maximalgehalt der Parteibeamten und Redakteure auf 3000 m. jährlich feft; für diejenigen Beamten u. f. w., die im Parteiintereffe eine größere Wohnung halten müssen, sind selbstverständlich Buschläge zu gewähren. Die Einkünfte der Genoffen aus der Parteiliteratur bleiben außer Betracht. W " " " Nunmehr wird die Diskussion über Punkt 1 und 2 der Tagesordnung und die dazu vorliegenden Anträge eröffnet. Greiner Aschersleben wünscht, daß bevor der Parteis vorstand Gelder für die Führung eines Prozesses einer Einzelperson bewillige, erst von dem Vertrauensmann des Kreises Informationen erhoben werden. Datbe Halberstadt hält es für nothwendig, daß der Vorstand in bestimmten Fällen Zuschuß für Saalbauten den Genoffen solcher Orte bewillige, die feinen Bersammlungssaal betämen. Robel- Spremberg findet, daß der Vorstand in den Fällen Auer und Fischer eigenmächtig gehandelt habe. Redner ist übrigen Beschwerden gegen den Parteivorstand find abgelehnt Kaspar Steglitz: Die Vertrauensleute seien die Seele für die Festsetzung einer Marimalgrenze von 4000 m., sonst höre worden, weil sie zum Theil persönlicher Natur waren, zum Theil der Bewegung an den einzelnen Orten. Sie müssen mit unser Prinzip auf. Der Redakteur der Kreuz Zeitung" hat nicht gerechte Forderungen enthalten. Andere Beschwerden richteten dem geistigen Material, das der Vorwärts" bietet, versehen 36 000 m., wie nun, wenn unter Hinweis darauf, für unsere fich gegen die Presse, so zunächst die der Köpenicker Genossen, und das Blatt ihnen deshalb gratis zugeftellt werden. Zum Redakteure 15 000 m. verlangt würden. Wer blos zu uns die sich über die Mitarbeiterschaft des Sonntagsplauderers Antrag der Parteigenossen Berlin 4: Die Gehälter des Partei- tommt, um so und soviel zu verdienen, den können wir nicht am Borwärts" beschwerten, der angeblich ein Gegner von uns vorstandes, der Redakteure des Vorwärts" und des Sozial- brauchen. Leistet der Kohlengräber nicht eine schwerere Arbeit, Sei. Aber auch hier haben die Kontrolleure die Gründe des demokrat" als Zentralorgane, sowie die Gehälter der Angestellten als der Mann, der in der Stube siht?( Lachen.) Bei Liebknecht Parteivorstandes vollständig akzeptirt. Ueberdies hat auch später der Verlagsbuchhandlung des Vorwärts" bestimmt der Parteitag ist es etwas anderes, der hätte Professor werden können.( StürSie Preßkommission an dieser Mitarbeiterschaft teinen Anstoß ge- in Frankfurt a. M., spricht mische Heiterkeit.) nommen. Bei der Frage der Unterstüßung des Solinger Blattes Riesel Berlin: Um allen Redereien in Versammlungen Storch Stettin beklagt die Vernachlässigung Hinter mußten sich die Kontrolleure gleichfalls auf die Seite des Vor- ein Ende zu machen, sei es nothwendig, daß der Parteitag die pommerns hinsichtlich der Agitation durch den Vorstand. Wir ftandes stellen; dasselbe gilt bezüglich der Beschwerde der Dort- Gehälter des Parteivorstandes, der Redakteure des Borwärts" und Herbert sind so gut wie abgethan, der Prophet gilt eben munder. Die Dortmunder berufen sich auf die Abmachungen und des, Sozialdemokrat", sowie der Angestellten der Parteibuch nichts im Vaterlande. An den Ausgaben des Vorstandes bemit dem Parteivorstande, um bei der Besetzung der Stellungen handlung feststelle. mängelt Redner die Höhe der Umzugskosten für Pfannkuch freie Hand zu behalten, wir sind dagegen der Meinung, daß der Zum Antrag der Parteigenossen des 4. Berliner Wahlkreises:( 500 m.). In bezug auf die Gehaltsfrage steht Redner auf den Parteivorstand so lange freie Hand behalten muß, so lange die Der Parteitag wolle beschließen, da die Reaktion immer fühner Standpunkt Bebels. Den Schriftstellern sei es nicht zu verDortmunder ihre Verpflichtungen nicht erfüllt haben. auftritt und die Entstehung eines neuen Ausnahmegefeßes mehr denken, ihre Arbeitskraft fo gut wie möglich zu verkaufen, aber, Auch dieses Jahr hat die Parteipresse leider erhebliche Auf- ale je wahrscheinlich ist, hat die Neugründung von sogenannten laßt den Schriftsteller Schriftsteller sein, und laßt sie nicht in der wendungen erfordert. Der Grund für diese mißlichen Zustände Parteigeschäften( Buchdruckereien, Buchhandlungen u. f. w.) inneren Bewegung mitreden. Sobald sie hineinlommen, sind die liegt aber zumeist an den Genossen selbst, die entgegen den zu unterbleiben. hebt Schulze- Berlin bervor, daß Zwiftigkeiten da, da sie mit dem proletarischen Charakter der entgegenstehenden Parteibeschlüssen häufig in geradezu leichtsinniger es unbedingt nothwendig sei, dem Gründungsfieber, das Bewegung nicht vertraut sind. Weise mit Neugründungen vorgehen. Besonders in Rheinland überall Parteigeschäfte gründen wolle, entgegenzutreten. Die Lütgenau Dortmund bezeichnet die Behauptung Ruhe's Westfalen grassirt die Wuth, Neugründungen vorzunehmen und Bartei müsse ihr Geld, referviren, um allen Drohungen gewachsen von Zwiftigkeiten zwischen den Genossen und der Redaktion des die einzelnen Organe machen sich gegenseitig die schärfste Ron zu sein. Dortmunder Blattes als unbegreiflich. Es bestände das freundturrenz. Die an die Gründung des Wochenblattes geknüpften Den Antrag der Parteigenossen des Kreises Niederschaftlichste Verhältniß. Hoffnungen haben sich im allgemeinen nicht erfüllt und besonders barnim: Der Parteitag wolle eine Fünfer- Kommission einsehen Raue Iserlohn meint, daß die Berliner Anträge wieder ist die Zahl der Abonnenten im Ausland, für die man in erster und dieselbe beauftragen, Erhebungen darüber anzustellen, ob und einmal aus falscher Rücksicht auf die Gegner gestellt seien. Der Linie ein Wochenblatt nothwendig hielt, auf der bescheidenen sie die Uebertragung der Druckarbeiten des Vorwärts" und der Gebrauch, gemaßregelte Genossen, die in Parteistellungen treten, Höhe von 523 stehen geblieben und die Zahl der Abonnenten in Deutsch anderen bei Bading gedruckten Parteifiteratur in Regie der Partei auf die Stufe der am schlechtesten bezahlten Arbeiter zu stellen, Tand hat sich über 5700 nicht erhoben. Da gewisse Uebelstände in der sich empfiehlt, dem nächsten Parteitag hat die Kommission dann sei verkehrt. Verbreitung beseitigt werden, so ist zu hoffen, daß sich die Zu- Bericht zu erstatten, begründet Legien Hamburg wünscht im Auftrage der polnisch schüsse ermäßigen werden, denn ein gutes Organ, wie es der Sonnenburg Niederbarnim: Ueberall fehle es an Geld. sprechenden Arbeiter Hamburg- Altonas, daß der Vorstand eine Sozialdemokrat" ist, muß erhalten bleiben. Zum Schluß be- Da sei es nothwendig, daß der Unternehmergewinn aus den eifrige Agitation unter der polnisch sprechenden Bevölkerung antragt Meister, der Parteileitung Decharge zu ertheilen. Parteiorganen, soweit sie von Privatbesizern gedruckt werden, entfaltet hätte. Die Agitationstouren in Oft- und Westpreußen Die Berathung wird eröffnet. der Partei zugeführt werden. Doch folle diese Aenderung nicht feien nur von geringfügiger Natur gewesen. Redner unterstüt Alle Anträge, die sich auf Parteibeamte" und" Partei- Knall und Fall eintreten, sondern zunächst eine Rommission ge- die Berliner Anträge. Wenn wir auch sagt er für hohe geschäfte" beziehen, finden die nöthige Unterstügung, mit Auswählt werden, die alles untersuche, vorbereite und dafür sorge, Arbeitslöhne und furze Arbeitszeit eintreten, so müssen wir doch nahme des Antrages der Parteigenoffen in Grefeld und daß die festgelegten Gelder nicht etwa, wenn die Reaktion ihre selbst bestimmen, wie die Gehälter und die Arbeitszeit in den Rempen: Die Gehaltsfrage der Parteibeamten soll untersucht Drohung wahr mache, etwa in einen Säckel gerathen, in dem Barteiredaktionen und Geschäften bemessen werden. Groschenund nach Bedürfniß geregelt werden. Zunächst erhalten die wir sie nicht gern sehen würden. weise werden die Beiträge von Arbeitern aufgebracht, die häufig Antragsteller der Reihe nach das Wort. Timm: Berlin begründet nur ein Einkommen von 8-900 m. jährlich haben. Jit es den Antrag der Parteigenossen des 1. Berliner Wahlkreises: da richtig, daß von den so schwer aufgebrachten Groschen einzelne Genossen so horrende Gehälter beziehen; da wäre es Ehrenpflicht dieser Genossen, auf ein so hohes Einkommen au verzichten. Der Sozialismus ift eine Naturnothwendigkeit, da sind wir auf einzelne Personen nicht angewiesen. Ich bin verwundert, daß Bebel einen Unterschied zwischen geistiger und törperlicher Arbeit machte; das war bisher bei uns nicht üblich. Die höhere Reistung des Ginzelnen ist nicht sein Verdienst; wir leben in der bürgerlichen Gesellschaft wird gesagt, gut, aber warum richten Bebel: Einen hesonderen Ruhm haben sich die Berliner wir uns dann nicht nach den 95 pet. dieser Gesellschaft, die ein Genossen mit ihrem Antrage nicht erworben, sollen sich denn die Einkommen unter 3000 M. haben. Was den Diätenantrag der c) Fest angestellte Beamte der Partei dürfen keine Reichs: Debatten heut wiederholen, die in Berlin einen so überaus Berliner betrifft, so muß er wohl genauer gefaßt werden. Er tags- Diäten beziehen. fatalen Eindruck hinterlassen haben? Ich freue mich, daß in hat Recht, wenn er sich auf die Abgeordneten, die in Berlin Der Antrag hat in der That eine persönliche Spike. Seine feiner Begründung Timm das Gehalt iebknecht's wenigstens wohnen, beschränkt, die Abgeordneten, die außerhalb wohnen, Schuldigkeit thut jeder. Es wird gesagt, es sei nöthig, daß der ausgenommen hat, man hätte dann aber flüger gethan, das müffen Diäten erhalten. Wir verlangen von feinem unserer Be Abg. Auer mit 125 M. extra besoldet wird, damit er die Ver- wenigstens in dem Intrage auszusprechen. In bezug auf die amten eine übermäßige Arbeitszeit, auch von Auer nicht, Es bindung zwischen Vorstand und Vorwärts" herstelle. Beschäftigung in Parteigeschäften verlangt man allgemein die giebt so viele intelligente Arbeitslose, die untergebracht werden Das sehen wir nicht ein. Die Geschäfte können im Vor- Bubilligung der günstigsten Bedingungen, in allen offiziellen der fönnten, wenn die übermäßigen und besonders bezahlten Arbeitsstand so vertheilt werden, daß Auer noch völlig Zeit findet, sich dem Partei betriebenen Geschäften wird die Maximalarbeitszeit von leistungen der Angestellten beschränkt würden.( Beifall.) Borwärts" zu widmen. Fischer erhält jetzt 4000 m. Ist das 8 Stunden, die Feier des Maitages, jährlich ein Urlaub von ( Fortsegnug in der 1. Beilage.) nicht zu hoch? 3000 M. find ausreichend, um die Bedürfnisse 8 Tagen mit Lohnvergütung, die Beseitigung der Akkordlöhne in vernünftiger Weise zu befriedigen. Die aus den Kreisen der verlangt und auch durchgeführt. Nach besten Kräften bemüht man Arbeiter hervorgegangenen Genoffen haben in ihren früheren sich, die Lebenslage der Arbeiter zu verbessern. In bezug auf Stellungen sicherlich weniger gehabt. Und wir haben keine Ver- die geistigen Arbeiter aber, ja, Bauer, das ist etwas anderes, da München, 22. Oftober. Nach einer Meldung der Münchener anlassung, für die Genoffen, die aus anderen Kreisen stammen. gelten auf einmal nicht die Gefeße von Angebot und Nachfrage, Neuesten Nachrichten" aus Würzburg ist der Bankrottprozeß des besonders gut fundirte Stellen zu schaffen. Schoenlant erhält ba berücksichtigt man nicht die Lebensansprüche der geistigen Ar- Rizinger Bankiers Bachmann auf unbestimmte Zeit vertagt. von den Leipziger Parteigenoffen 6000., und es heißt, bei beiter. Wir leben in der bürgerlichen Gesellschaft und kommen Augsburg, Montag 22. Oftober. Wie die Blätter aus einer fähigen Kraft gebe es nicht anders. Ebenso gut fönnte aus ihr nicht heraus. Aus der bürgerlichen Gesellschaft sind Lindau melden, bat der Handelsmann Ernst R. aus Triebelwitz man da ja auch 10 000 M. zahlen. Wir verlangen von unseren unsere geistigen Arbeiter hervorgegangen, wollen wir sie bei uns in Schlesien auf der Hochzeitsreise seine 56 jährige Gattin in den Genoffen Idealismus bei ihrer Thätigkeit. Unders liegen die beschäftigen, so darf der Abstand zwischen dem, was sie bei See gestoßen, um deren Baarvermögen und die VersicherungsDinge bei der Liebknecht'schen Gehaltsfrage. Liebknecht hat bürgerlichen Blättern und dem, was sie bei uns erhalten, doch summe zu erlangen. Frau R. ertrant, der Thäter wurde verjahrelang seine besten Kräfte zur Verfügung gestellt, zu einer Zeit, nicht gar zu fehr auseinandergehen, sonst bleiben sie eben in den haftet und ist geständig. wo die Partei nicht mehr als 30 Thaler monatlich zahlen konnte. höher bezahlten Stellen. Troy all ibres Joealismus, weil der Rom, 22. Ott. Nach einer Meldung der„ Agenzia Stefani" Da wäre es verkehrt, bei Liebknecht den allgemeinen Maß- Unterschied zwischen der jeweiligen Lebenslage, der ihnen bisher wurden durch Defrete vom heutigen Tage gleichzeitig in allen flab anzulegen. Wir schlagen deshalb die Wahl einer gebotenen Stellung und der, die wir ihnen bieten, gewiß nicht zu Kommission von 11 Mitgliedern vor, die die Gehälter prüfen unseren Gunsten ausfällt. Einen praktischen Erfolg dürfte das Provinzen sämmtliche Vereinigungen, welche fich als sozialistische und feststellen soll, was nöthig und richtig ist. Der Expedient Anschneiden der Gehaltsfrage aber doch haben, weil dadurch ein italienische Arbeiterpartei bezeichneten, aufgelöft, ebenso diejenigen Herzfeld hat ein feftes Gehalt von 150 M. monatlich, das wäre für alle Mal den verleumderischen Nachrichten der bürger- Gesellschaften, welche eine Sektion solcher Vereinigungen bildeten, für feine Thätigkeit nicht zu hoch, aber als Annoncen- Acquifiteur lichen Presse entgegengetreten werden tann, daß wir und Vereine, die, obgleich zu philantropischen oder wirthschaft. verdient er noch extra 200 m. monatlich. Wenn für diese drei bis vier Millionen Mark jährlich an Parteigehältern lichen Zwecken gegründet, doch sich dem bezeichneten ParteiThätigkeit ein folches Gehalt gezahlt wird, dann sind die ausgeben. Bei der Beschränkung der Gehälter auf 3000 Mark Redakteurgehälter in der That noch zu klein. Ebenso liegt die tämen abgesehen von Berlin- thatsächlich nur elf Personen programm zuwandten, welches zwischen den verschiedenen Klaffen Sache mit dem Annoncensammler Genossen Dertel, er erhält in Frage: Die Redakteure des Vorwärts". der Redakteur des der Gesellschaft Streit errege und Umsturzideen verbreite. Die 60 M. monatlich feft, außerdem noch bis 200 m. monatliche Sozialdemokrat", die Redakteure der Hamburger, Leipziger und bis zum Nachmittag hier eingelaufenen Nachrichten besagen, daß Provision extra. Unsere Barteigenossen stellen sich Abends und Rölner Organe, der Geschäftsführer und Kassirer der Hamdie Auflösung der Vereine und die Haussuchungen bisher zu keinem Nachts in den Dienst der Partei, dafür fordern die Arbeiter burger Druckerei. Diese Gehälter bewegen sich zwischen 3300 und nichts, fie leisten Ungeheures und erhalten nichts. Wenn das der 4200 M., nur Carl Hirsch mit 5000 m. und Schoenlant mit Fall ist, so hege ich nicht die Befürchtung, daß die geistig be 6000. stehen sich besser. Wenn die Kölner und Leipziger aber Brüffel, 22. Oktober. Wie die" Indépendance Belge" fähigten Genossen ihre Redakteurposten aufgeben werden wenn 5000-6000 m. bezahlen, so werden sie auch wohl wissen warum. wissen will, ist der Sozialist Alfred Defuisseaux in Mons ges das Gehalt auf 3000 M. firirt wird.( Sehr richtig und Beifall.) Sie haben sich gesagt, wenn wir diesen Mann haben wollen, so wählt worden und soll heute aus der Haft entlassen worden sein. Raspar Steglik begründet den Antrag der Parteigenossen müssen wir ihn auch ausreichend bezahlen. Hirsch hat bei einem Amsterdam, 22. Oktober. In der vergangenen Woche des Teltow- Beeskower Wahlkreises: Das Gehalt des Geschäfts- bürgerlichen Blatte 6500 M. Gehalt gehabt. Glauben fie denn, wurden aus 6 Gemeinden 6 Erkrankungen an Cholera und führers der Partei- Buchhandlung des Vorwärts" ist auf 3000 m. daß er eine Stunde in seiner gegenwärtigen Stellung verbliebe, 5 Todesfälle gemeldet. festzusetzen. wenn sie den Berliner Antrag annehmen. Glauben Sie, daß Budapest, 22. Oktober. Jm Finanzausschusse des AbDie Thätigkeit Fischers als zweiter Sekretär war be- Schoenfant seine heutige Stellung beibehielte, wenn er nur geordnetenhauses erklärte der Minister des Innern Hieronymi in deutend werthvoller, als seine Thätigkeit in der Buchhandlung. 3000 Mart erhielte, durch Privatarbeit auch im Dienste betreff der Alfölder Arbeiterfrage, er habe die Alfölder Es heißt immer, es giebt nicht genug fähige Genossen; der der Partei- aber ein weit höheres Einkommen erreichen tann? Arbeiterversammlungen verboten; da jedoch seiner Ansicht richtige Mann ist schwer zu finden. Das glaube ich nicht. Was Was die Bemerkungen Timm über das Gehalt Dertels nach solche Ausnahme- Verfügungen nicht lange Zeit hin follte sonst geschehen, wenn diese Genossen gerade der Partei und Herzfeldt anbetrifft, so beweist er nur, daß er die durch aufrecht erhalten werden könnten, habe er eine bezügliche nicht angehören würden? Es würde auch ohne fie gehen. Die Verhältnisse nicht fennt. Ihr Gehalt ist so geringfügig, daß er Anfrage an die Gemeindebehörden gerichtet und werde nach Maße Maffe des Volkes jagt immer, wenn sie hört, wie hohe Gehälter nur als Grundlage der Existenzsicherung angesehen werden kann. gabe der einlaufenden Berichte verfügen. wir zahlen: am Ende haben die Gegner mit ihren Verleum- Dertel bekommt 60 Mart monatlich und Prozente von der London, 22. Oktober. Die Reuter'sche Meldung über dungen doch recht; den Gerüchten muß entgegen getreten werden, Annoncenafquifition, Herzfeldt muß Morgens um 2 Uhr in die Friedensverhandlungen zwischen China und Japan, welche in die da behaupten, Fischer habe seinen Posten als Sekretär viel Expedition, wo er bis 9 Uhr zu thun hat; dann geht er schlafen Söul eingeleitet seien, findet in hiesigen unterrichteten Kreifen leicht nur deshalb verlassen, um in der Buchhandlung eine fettere und am Nachmittage noch ein paar Stunden auf die Annoncen- teine Bestätigung. Pfründe zu erhalten. Den Landproletariern müssen die hohen jagd, beschneiden Sie deren Einkommen, so beschneiden Sie auch Gehälter geradezu wahnsinnig erscheinen. das Annoncenbudget des Vorwärts". Wenn dies aber von Den Antrag der Genossen des 4. Berliner Wahlkreises: Der 70000 Mart auf 30000 Mart fintt, so ist auch der ganze UeberParteitag beschließt, daß an Reichstags- Abgeordnete, die als schuß weg. Sie bekommen aber in ganz Berlin feinen einzigen Beamte der Partei fungiren und ein Gehalt von 4000 M. und Annoncenafquifiteur, der sich sein Einkommen auf 3000 Mart bedarüber beziehen, teine Extradiäten zu zahlen sind" begründet schneiden ließe, wenn Sie ihm seinen Gewinnantheil beschneiden Mattutat: Die Anträge richten sich durchaus nicht gegen wollten. Man wendet freilich ein, daß man von 3000 Mart Mailand, 22. Oktober. Der Sekretär der italienischen einzelne Genoffen, sondern behandeln die Gehaltsfrage überhaupt, recht schön leben könne und 95 pt. der Steuerzahler haben ja Sozialistenverbände Turati telegraphirte nach Brüssel, die auch kein Mißtrauen gegen den Parteivorstand soll in ihnen noch weniger Einkommen, 85 pet. fogar weit weniger als italienischen Sozialisten würden ebenso unterdrückt, wie die liegen. Aber die Einnahmen der Partei sind ziemlich niedrig. 1000 M. Wenn wir nun 3000 m. nur deshalb bezahlen follen, Nihilinen in Rußland. Die italienischen Märtyrer des Sozialis. und daher rührt die Mißstimmung gegen die hohen Gehälter. weil 95 pet. weniger bekommen, so wäre es nur logisch unter Hin- mus feien den belgischen Kameraden zu Dank verpflichtet. 70 " Depeschen. Bwischenfall geführt haben. " ( Depeschen- Burean Herold.) Paris, 22. Oftober. Aus Shanghai wird der Regierung telegraphisch gemeldet, daß der franzöfifche Missionar Abbé Joscau durch chinesische Flüchtlinge bei Nagafati getödtet worden ist. Die Lazaristen- Mission in Jaotschen ist ernstlich bedroht. Berantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 247. Dienstag, den 23. Oktober 1894. 11. Jahrg. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Parteitag. ( Fortsetzung aus dem Hauptblatt.) " " Schluß der Vormittags- Sigung 1 Uhr. Nachmittags- Sihung. B Das würfe gegen die Reichstagsfraktion durchaus unbegründet seien. Jein Maximalgehalt auf 3000 Mart feftgestellt würde. Der Parteivorstand habe zur Unterstützung der holländischen glaube ich nicht, Außerdem verdienen die Redaktenre ja auch Breffe, wie dies aus der offziellen Abrechnung hervorgche, 1.00 m. noch in ihrer freien Zeit durch Nebenarbeiten: Wir wollen keine gefanot, das sei ein Zeichen zur Bekundung der internationalen Leute haben, die es nur des Geldes wegen thun. Redner be= Wefch Krefeld hält es für unmöglich, das Maximalgehalt Solidarität gewesen, aus der ein Vorwurf nicht abzuleiten sei; dauert, daß Bebel feine Ausführungen gegen Legien mit den auf 3000 M. zu bemessen. in die inneren Streitigkeiten der niederländischen Genossen sich Worten geschlossen habe: Mephisto, ich kenne Dich! Helbing Düsseldorf wendet sich gegen die Ausführungen einzumischen habe die deutsche Partei nicht die geringste Ver- Lesse. Altona hätte gewünscht, daß die Kontrolleure schon Meiner's über die Blättergründungen in Rheinland- Westfalen.nlassung. früher mitgetheilt hätten, daß Auer ein Gytragehalt von 125 M. Diese Gründungen seien durchaus nicht überflüssig gewesen. monatlich bezieht. Mit der Uebernahme der Buchhandlung durch für ein Kampffeld, wo es mit dem Kapitalismus und der Fischer ist Redner einverstanden. Die Gehaltsfrage ist Schwarzen gerade zu kämpfen gelte. Den Berliner Anträgen nach dem Grundsage zu erwägen, daß das Interesse der ftimmt Redner zu. Niemand ist unerseßlich. Redner zitirt Eingegangen ift die Resolution des Arbeitervereins Feucht- Partei entscheidend ist. Mit tüchtigen Genossen am Liebknechts Wort im Schuh und Truh:" Noch jede Sturm- und wangen, der die Bitte ausspricht, den zweiten badischen Wahl- rechten Plage ist uns am meisten gedient; wolle man schablonisiren, Drangperiode hat die Talente erzeugt, die sie braucht".( Beifall.) freis mehr wie bisher zu unterstützen. Die Resolution wird dem so dürfe man Liebknecht nicht ausschließen. Das sei ein WiderTimm Berlin: Wir mußten diese Dinge nun einmal vor neuen Parteivorstande zur Berücksichtigung überwiesen. pruch im Antrag der Berliner, die nun endlich eingesehen hätten, den Parteitag bringen. Was die Gegner darüber sagen, ist uns Zur Tagesordnung ergreift das Wort: Ewald- Branden das Liebknecht's Gehalt nicht zu schmälern sei. Wie viel gleichgiltig. Bebel sprach, daß uns die befähigten Genossen dann burg: Die Anträge, die Gehälter der Parteibeamten zu be- Akademiker seien denn überhaupt vorhanden, die ein höheres Gehalt den Rücken kehren würden. Ich habe alle Achtung vor der schneiden, sind wohl nur der Ausfluß der Mißstimmung da als 3000 m. in der Partei beziehen? Genosse Braun und Genosse geistigen Befähigung dieser Genossen, aber, wenn sie uns den gegen, daß die besten Parteistellungen von Akademikern ein- Schoenlant. Legien's Logit fei eigenthümlich gewesen, ein Ableger der Rücken fehren, mögen fie rubig laufen!( Sehr gut!) Dann sind genommen werden. Während seinerzeit Most, der einfache Hand- atalistischen Ansicht, die mit dem Begriff Entwickelung spiele. fie nie Sozialdemokraten gewesen.( Sehr wahr.) Es würde diese arbeiter, einen ganzen Stab von Akademikern um sich schaarte. Wenn er meine, der Sozialismus sei eine Naturnothwendigkeit, Läuterung der Partei nur zu begrüßen sein. Die Andrängelung fehen wir heut, wie die Akademiker die Autodidakten verda fäme es auf die einzelnen Personen nicht an. Es kommt auf von oben herunter an unsere Partei wird dann aufhören. drängen. Angelockt durch hohe Gehälter, drängen sich die einzelnen Personen an, da helfen feine moralischen Redens Schippel bekommt jetzt 4200 m., bei der Volkstribüne" hatte er Akademiker in die best bezahlten Stellen. Rozumt ein arten. Wir müssen die Arbeit nach den Herstellungskosten be2500 M., damals war er gewiß nicht unbefähigter als jetzt, wes neues Ausnahmegeses, so werden sie sich bald wieder zahlen. Bei der geistigen Arbeit fommt das angesammelte halb foll er nun mit einem Male 1500 m. mehr bekommen? drücken. In erster Linie brauchen wir Parteigenoffen, die von geistige Bildungsmaterial in Betracht bei der Entlohnung. Unter Für Herzfeld und Dertel ist die Annoncensammlung ein Privi- der Pife aus gedient haben. Besonders sollen diejenigen Leute dem Eindruck der gewaltigen Entwicklung unserer Partei, des legium, den anderen Angestellten ist es untersagt. Das ist unterstützt werden, die sich troß ihrer elenden Lage zu einer Kampfes, in dem wir stehen, der Nothwendigkeit in diesem Kampfe nicht recht. besseren Bildung durchgerungen haben. Die Angriffe gegen die die besten Männer am richtigen Plage zu haben, müssen wir Bebel: Gegenüber den heftigen Debatten in Berlin hat Parteigehälter find offenbar nur auf die Mißstimmung gegen die zustimmen, daß es bei den Gehältern beim alten bleibt!( Beifall). fich Timm doch schon etwas vorsichtiger benommen und wenigstens Bevorzugung von Akademikern zurückzuführen, diese Mißstimmung Ein Schlußantrag, den Mittag Halle begründet und für akademische Gebildete eine Ausnahme zulassen wollen, das ist durchaus berechtigt. Was soll man z. B. dazu sagen, wenn Calwer Riesel Berlin bekämpft, wird abgelehnt. ist doch zum mindesten eine ebenso große Schematisirung, als für die Redakteurposten nur Akademiker für geeignet hält, die Peus Deffau: Obmohl ich Barteibeamter und Akademiker wenn man überhaupt alle gleichmäßig behandelte, denn danach Autodidakten aber als Skribenten bezeichnet! Alle Achtung, wenn bin, hoffe ich doch, daß Sie mich unbefangen anhören werden: follte derjenige, der mehr leistet als ein Akademiker, doch weniger Akademiter aus Ueberzeugung zu uns tommen, aber nicht als es ist zwar gut, wenn dann und wann die Arbeiter den AkaGehalt erhalten nur deshalb, weil er nicht den gleichen Offiziere, sondern als Rekruten mögen sie beginnen. Gegen demikern ins Gewissen reden, damit diese sich nicht überheben, Bildungsgang genommen hat als dieser. Sehr bezeichnend war den Vorstand wende ich mich, daß er die Bureauräume des Vor was thatsächlich vorkommt. In der Diskussion ist die praktische ferner eine Aeußerung Legien's, der sich auf das Programm standes und des Vorwärts" so luxuriös ausstattet. Die Bureaus Frage mit dem Prinzip des Sozialismus vermischt wor beruft, wo fein Unterschied zwischen geistiger und förperlicher des Borstandes fönnten auch im Hinterhause liegen und mit weniger den. In Wirklichkeit kommt aber nur die praktische Frage in Arbeit gemacht werde. Was in der zukünftigen Gesellschaft Räumen könne man im Vorwärts" auskommen, man sehe sich nur betracht. Von diesem Gesichtspunkte würde es sich aber wohl werden soll, und ich habe mich ja in meinem Buche sehr beeinmal die Verhältnisse in den Provinzialredaktionen an. Der empfehlen, lieber die Grenze nach unten als nach oben zu norstimmt über meine Ansichten darüber ausgesprochen, das tann Parteivorstand solle endlich lernen, mit Arbeitergroschen haus- miren. Man spike doch den Gegensatz zwischen Arbeitern und uns doch heut nicht bestimmen, wo die Verhältnisse der bürger- hälterischer umzugehen. Akademikern nicht so zu, die Wissenschaft und die Arbeiter ge lichen Gesellschaft maßgebend für die Remunerirung der quali Jahn Berlin 111: Wir Arbeiter haben während des Aus- hören zusammen. Wenn man den Akademikern den Vorwurf fizirten und unqualifizirten Arbeit sind. Wenn sich Legien aufnahmegefeßes Opfer über Opfer gebracht, wir fönnen daher auch macht, daß sie sich unter dem Sozialistengeset zurückden Jdealismus beruft, den einzelne Parteigenossen auf ein jetzt von den Akademikern etwas mehr Opierwilligkeit verlangen. gezogen baben, Το vergißt man dabei, daß unter höheres Gehalt Berzicht leisten laffen müßte, warum Bleibt die Parteikasse aber eine Unterstügungskasse für Akademiker, dem Sozialistengesetz in in erster Linie die Akademiker verzichtet er dann nicht für semne Person auf die so stoßen wir die Arbeiter vor den Kopf. Eine Bevorzugung hre Arbeit verloren haben. Jeht aber wächst die Partei, es Honorare des Sozialpolitischen Bentralblattes", die ja ungleich der Akademiker ist augensichtlich, die Autodidakten aber werden wächst das Bedürfniß nach Intelligenzen; ein Wunder, daß sich viel höher sind als die irgend eines Partei- Organs? Dann unterdrückt. Ich bin nicht für Ginschränkung der Gehälter und mehr Akademiker jetzt in der Partei finden. Es wäre gut, wenn bezog sich Legien auf das Gehalt Schippel's von 4200 m. Bevor Unterdrückung der Akademiker, aber mit gleichem Maße wir noch mehr bezahlen könnten, denn die meisten Akademiker er seine Stelle am Sozialdemokrat" angenommen hatte, bekam solle gemessen werden. Man hat sich gewundert, daß fegen ihre ganze Existenz auf's Spiel, wenn sie sich der Partei er in einer weit angenehmeren und weniger anstrengenden Anträge auf Einschränkung der Gehälter von Berlin aus anschließen, sie haben mehr zu verlieren als die Arbeiter. Will man Stellung bei der Neuen Zeit" 3600 M. Wir selbst waren es, gehen, das kommt daher, daß die Berliner einen tieferen Einblick fich auf den Standpunkt stellen, daß so schrecklich viele Arbeiter sp die ihm zum Entgelt für seine große Arbeitslast, für seine in die Verhältnisse haben( Na! na!). Für intelligente Leute wenig verdienen, so sind allerdings auch 2000 Mark Maximal Intelligenz und seine Bildung, die für uns so außerordentlich wollen wir bezahlen, was sie verlangen. Aber man verwende gehalt viel zu viel. Aber unsere Aufgabe muß es doch sein, uns werthvoll ist, 4200 m. boten. Ist der Parteitag aber der das überschüssige Geld auch dazu, für manche Beschäftigungslose unsere Intelligenzen zu erhalten. Warum stehen die schlecht bes Meinung, daß für die Parteibeamten zu hohe Aufwendungen neue Posten zu schaffen. Ich verstehe Bebel nicht, wie dieser den zahlten Arbeiter nicht in der ersten Reihe? Weil fie bei ihrer gemacht werden, nun gut, so beschneide man die Gehälter, aber Grundsay vertreten kann, daß die gelernten Handwerker besser schlechten Lebenshaltung auch geistig nicht leistungsfähig dann wähle man sich auch eine Parteileitung, die diesen ver- bezahlt werden sollen als die ungelernten; ein einfacher Flug genug sind. Liebknecht will man aus diesem Grunde bes änderten Berhältnissen Rechnung tragen will und kann. Aus blattvertheiler fann dieselben Dienste leisten, wie ein Artikel bingungslos die 7200 Mart bewilligen, das ist denn doch ein der Kündigung des ersten Leiters der Buchhandlung, weil er schreiber. Immerhin muß die Frage erwogen werden, um jeder offenbarer Widerspruch gegen die Berliner Anträge. Man nicht 5000 m. erhielt, ersehen sie doch, was der Marktwerth Oppofition die Spize abzubrechen, inwieweit den Berliner An- gebe den Kontrolleuren das Recht, in Gehaltsfragen ein Wort einer solchen Arbeit ist. Wir sollten nun weniger bezahlen und trägen stattgegeben werden solle. mitzusprechen. blos deshalb, weil Fischer neben seiner außerordentlichen Spar: Darmstadt: Von meinen Auftraggebern habe ich Neumann Elberfeld: Den gegen die Gründung von KopfFähigkeit eine solche Stellung auszufüllen, auch Partei- den sehr unangenehmen Auftrag erhalten, den Parteivorstand blättern erhobenen Vorwurf muß ich zurückweisen. Die lofalen genosse ist. Beamte Don ähnlichen Stellungen bekommen zu fragen, ob Müller- Darmstadt eine Unterstüßung von 400 Mart Verhältnisse machen den Kampf Kampf gegen die Lokalblätter in Leipzig 6000, 10 000, ja selbst 15 000 m. Gehalt. erhalten hat; vom Parteivorstand wird das bestritten, von geradezu zur Nothwendigkeit. Was die Frage der Ge. Parteibeamte sollen keine Diäten erhalten wird dann verlangt, anderer Seite aber doch bewiesen. Die Unklarheit hat zu sehr hälter anbetrifft, so sehe man doch nicht immer auf das ist doch ein ganz unsinniges Verlangen. Bei dem zumeist unangenehmen Streitigkeiten im Wahlkreise geführt und hat uns die Leute, die weniger verdienen, sondern auch auf die, sehr bescheidenen Gehalt tann fein Parteibeamter ohne Zuschuß bereits ein Landtagsmandat gekostet. Auch meine Mandatgeber die mehr als 3000 m. verdienen. Nur mit diesen sind die in Berlin leben und die Zuschüsse sind überdies höchst bescheiden sind von den hohen Parteigehältern nicht sehr erbaut. Wir geistigen Arbeiter zu vergleichen, weil wir uns noch nicht im bemessen. Während der Zeit ihrer Anwesenheit erhalten Reichs- aben zwar kein Verständniß für die Lebensbedürfnisse der Bukunftsstaat" befinden. Unter Umständen kann man es einem tags- Abgeordnete, die als Parteibeamte in Berlin ansässig sind, Gebildeten, wir dürfen aber doch wenigstens unserer Verwunderung Parteibeamten nicht verübeln, wenn er sein Amt gegen eine besser 3 Mart Vergütigung: solche Abgeordnete, die einen bürgerlichen Ausdruck geben. Unverständlich ist es mir, wie man den Acht bezahlte Stellung aufgiebt, er fann dort vielleicht für die Partei Beruf haben und infolge der Sitzungen ihre Geschäfte vernachstundentag verlangen taun, aber Parteibeamte, wie Auer, mit mehr leisten, als in der schlecht bezahlten Stelle, die ihn geistig lässigen müssen 6 M., Parteibeamte von auswärts 6 Mark und Nachtarbeit überlasten tann; Auer ist kränklich, wir können die ruinirt. Wenn man die Gehälter normiren will, 25 M. monatlich für die Wohnung, solche aus bürgerlichen Be Verantwortung nicht auf uns nehmen, Auer vollständig aufzu- normire man die Gehälter der schlechtest bezahlten Be rufen von auswärts 9 M.; das sind doch gewiß keine Diäten, reiben. Man schaffe eine neue Stelle, in die man Jemanden ein- amten sei doch nicht so ängstlich und knauferig von denen man üppig leben kann. Bürgerliche Abgeordnete setzt, der von der Bife auf gedient hat. in Geldsachen und poche immer auf den Jdealismus. Auch brauchen das Doppelte und Dreifache. Auf eine ganze Reihe Buehl Nowawes wendet sich gleichfalls gegen die kolossale Napoleon appellirte nicht blos an den Patriotismus, sondern Don Intelligenzen müßten wir verzichten, wollte man deren Entlöhnung der Parteibeamten und Redakteure. Von Genossen stellte auch materielle Bortheile in Aussicht; was für Napoleon Reichstagsbiäten abstreichen; und Intelligenzen haben wir wirk Fifcher erschien es sehr wunderlich, daß er nicht einmal fich ent- gilt, muß auch für uns gelten, die wir als Rampfpartei Tag für lich nicht in Ueberfülle. Wir suchen seit langer Zeit nach einem schuldigt habe, daß er die kurz zuvor vom Parteitag erhaltene Tag mit unseren Gegnern Kopf an Kopf zu kämpfen haben. Redakteur für den Vorwärts", ohne ihn finden zu fönnen. Wenn Stelle aufgegeben und sich zu der besser bezahlten Stelle gedrängt Herbert Stettin: Der Angriff Storch's hat doch wohl Timm glaubt, uns einen für 3000 m. beschaffen zu können, so mag habe.( Glocke des Vorsitzenden. Singer: Ich muß den Redner unter nur allgemeine Heiterkeit erregt, aber die Nörgeleien gegen die er sich doch auf die Suche begeben. Wie wir im Parteivorstande brechen, es liegt mir fern, die Redefreiheit zu beschränkten, aber ich Parteibeamten gehören nun einmal zu den ständigen Borkomm handeln und knaufern, davon haben Sie gar feine Ahnung. Der 2. Re- möchte doch wünschen, daß die Genossen, die in fachlicher Benissen. Was die Gehaltsfrage anbetrifft, so möchte ich nur an die dakteur des Vorwärts" bekommt jet 4200 M. Gehalt, während ziehung vollkommene Freiheit haben, nicht andere Genossen an Bemerkung der antisemitischen„ Voltsrundschau" erinnern, die zu er als Redakteur einer Wochenzeitschrift 5000 m. erhalten hatte. ihrer persönlichen Ehre verlegen. Beifall.) Unsere Genossen, den Berliner Anträgen äußerte, daß die Anzapfungen nur von dem Einem anderen boten wir für die noch zu schaffende Stelle die mit der Feder arbeiten, müssen sich sagen: du lebst von den Undank der Arbeiter zeugten. Die gezahlten Gehälter bewegen 3600 M., er verzichtete dankend, weil er als Korrespondent mehr Groschen der Proletarier, du darfst nicht mehr verlangen, als zu sich weit unter der Grenze der bürgerlichen Gehälter, einiger verdient. Meine Zeit ist um; nur noch eins, lehnen Sie um einem einigermaßen anständigen Leben ausreicht. maßen wenigstens müssen die Gehälter doch dem Marktwerthe Himmels willen den Antrag der Genossen des Kreises Nieder- Außer der Reihe der Redner erhält Gerisch zur Be- entsprechen. Herbert wendet sich sodann gegen den Angriff Barnim ab. Die Gründung einer eigenen Druckerei würde richtigung das Wort: Die von den Darmstädter Genossen vor- Ewald's über die Ausstattung des Parteibureaus, das hätte er 200 000. toften. Meinen Sie nicht, daß am Tage des Ge- gebrachte Angelegenheit stammt aus dem vorigen Jahre. Der zum mindesten doch schon lange vorbringen fönnen. Bezüglich witters die Polizei mit Vergnügen einen tödtlichen Schlag Borstand hat ein Gesuch Müller's um Unterstützung in der Höhe der Ueberarbeit Auer's macht es den Eindruck, als ob man gegen die eigenen Parteigründungen führen würde?( Lebhafter von 400 M. abgelehnt, aber den hessischen Genossen 200 M. zur Auer gegen den bösen Parteivorstand in Schuh nehmen Beifall.) freien Verwendung nach bestem Gewissen übersandt. müffe. Auer könne dem Vorwärts" gar nichts nüßen, Hierauf verliest Singer eine Anzahl eingelaufener Zele Leßner. London: E3 thut mir aufrichtig leib, daß diese wenn er nicht den ganzen Tag im Parteibureau sei, wenn er gramme und Adressen, darunter eine des Generalrathes der Diskussion hier stattgefunden hat.( Beifall.) Damit wird nur aber schon nothwendiger Weise mehr Arbeit leisten muß, dann franzöfifchen Arbeiterpartei, unterzeichnet von Lafargue und den Gegnern Vorschub geleistet. Man sagt: Bei der Geld- muß man sie aber auch besser bezahlen. Was spielen dann auch Guesde, ferner eine Buschrift des sozialdemokratischen Bundes frage hört die Gemüthlichkeit auf. Das scheint richtig zu sein, 1000 m. für eine Rolle, nur der fleinliche Neid spricht gegen die der Niederlande. und es ist auch gut, daß die Masse feine stumme Heerde ist, höheren Löhne.( Singer unterbricht den Redner mit den Singer bemerkt hier ausdrücklich, daß er diese Zuschrift sondern Kritik übt. Aber die Kritit muß da angesetzt werden, wo Worten, daß es unzulässig sei, den Antragstellern einen derartigen vollständig zur Berlesung bringe, um auch den Schein der Besie nothwendig ist. Klagen ist sehr leicht, das Bessermachen Vorwurf zu machen). Es ist dann angeregt worden, den Kontrolleuren einflussung zu vermeiden. schwer. Sehen Sie sich einmal die englische Arbeiterbewegung eine größere Machtbefugniß einzuräumen, wer sollte denn dann " . In diesem Schreiben wird behauptet, daß die deutsche an. Die Trades- Unions bezahlen ihre Arbeiter gut. Sie sehen die Revisionsinstanz sein? Sie sehen die Revisionsinstanz sein? Bei allen Ausgaben, die uns nicht Reichstags- Fraktion in den inneren Streit der holländischen ein, daß fie die Arbeit nicht selbst thun können, fie brauchen flar geworden sind, haben wir ohnedies unsere Monita angebracht. Sozialdemokraten zu gunsten der parlamentarisch gesinnten Talente, die die Bewegung fiegreich führen und dafür muß der Wenn man von den hohen Gehältern bei uns spricht, so blicke Fraktion intervenirt habe und der abgesplitterten neuen Partei Preis bezahlt werden, der an der Tagesordnung ist. Gleich- man nur einmal nach England, wo 4000 Mart ein Minimaleine Subvention von 1500 m. habe zukommen laffen. Das mäßige Bezahlung ist erst in der sozialistischen Gesellschaft mög- gehalt ist, einzelne fich aber auf 10 000 m. ftehen; wer von uns Schreiben fährt dann fort: Hatten die Mitglieder der Fraktion lich. Ich habe ein großes Stück Arbeiterbewegung mitgemacht und kann denn, wie die 30 englischen Bergarbeiter am Berliner Kons persönlich den Feinden des sozialdemokratischen Bundes eme fann ihnen nur rathen, die Gehälter nicht zu beschneiden. greß, in den theuersten Hotels wohnen? Laden wir doch nicht Unterstügung gesandt, so könnten wir das nur beifällig besprechen, Die Geschichte führt nur zu Zwiftigkeiten. Wir leben in einer den Vorwurf der Kleinigkeitskrämerei und des kleinlichen Neides wenn sich aber der Vorstand der Partei bemüht, eine fozial- Beit, wo wir diese nicht brauchen tönnen. Wir brauchen auf uns. Freuen wir uns doch, daß wir solche Gehälter zahlen demokratische Organisation zu untergraben, so macht er sich einer Einigkeit! unverantwortlichen That schuldig! Raspar Steglitz: Die Rede Bebels erweckte den Dr. David Friedberg: Ich bin ein sogenannter Refrut Ginger hielt fich für verpflichtet, das Schreiben vollinhalt- Eindruck, als meine er, daß die Redaktionen der Partei- und ein Akademiker dazu und hätte nicht den Much gefunden, lich zur Kenntniß des Parteitages zu bringen, obwohl die Wor- blätter von Redakteuren entblößt werden würden, wenn hier zu dieser Frage zu sprechen, wenn ihn mir nicht die beiden = tönnen. 9 Gypsfiguren auf die Büsten Lassalle's und Mary' beutend Annoncen zu afquiriren. Wir waren im Interesse der Kontrolle diese Gleichgiltigkeit, und er jammerte: Was fann man Herrn gegeben hätten. Das waren ja auch Akademiker und sie haben zu dieser Maßregel gezwungen. Gute Parteigenossen, die Cafimir Perier vorwerfen? Seine außerordentliche Unbeliebtheit wohl auch nicht grade ihre Schuldigkeit zu thun vergessen. Die arbeitslos geworden, find übrigens noch noch lange feine läßt sich nur aus oer gemeinsten Eifersucht erklären. Man beBerliner Genossen nehmen für ihren Antrag das Prinzip des guten Annoncen Afquisiteure. Sozialismus in Anspruch. Mit Unrecht! Wenn wir die Prin- polnischen Bewegung monirte, ist unzutreffend. Was Legien betreffs der neidet ihn um sein ungeheueres Vermögen." Das ist die Entzipien einer zukünftigen Gesellschaft heute anwenden wollen, haben Die Polen deckung des Figaro". Also die 40 Millionen Franks, die ihn fich ihre eigene Organisation gegeben. Wir unter Allen als den würdigsten Präsidenten erscheinen ließen, zer dann müssen wir die Arbeit gerecht entlohnen, so daß sie eine tönnen also darüber nicht berichten. Wir haben die stören sein Ansehen bei den Emporkömmlingen und Geld menschenwürdige Existenz ermöglicht. Nimmt der Berliner An- polnische Bewegung auch durchaus nicht vernachlässigt. Im progen feiner eigenen Kreise. In was für einer tapitalistischen trag darauf und auf die besonderen Verhältnisse der Einzelnen Gegentheil, wir haben ihnen ganz bedeutende Summen zur Ver- Welt leben wir, wenn das ehrlich und gefeßlich durch AusRücksicht? Nein. Mit 3000 Mart fann ein Junggeselle fügung gestellt. Da wir trotz Genoffe Helbing noch kein Rezept plünderung der Arbeiterklasse erworbene Vermögen eine Ursache fehr gut leben, ein Mann mit kleiner Familie schon un- bazu haben, guten Genossen Talent einzuflößen, so müssen wir des Standals, ein Stein des Anstoßes wird! Bequemer, ein Mann mit großer Familie müßte sich schon eben die Talente hernehmen, wo wir sie herbekommen, und müssen Dupuy zerbrach sich den Kopf, um einen parlamentarischen sehr einschränken und darauf verzichten, seinen Kindern die- fie dann auch entsprechend bezahlen. Die Proving war es, die Knebel für die Sozialisten ausfindig zu machen, und die felbe Ausbildung zu verschaffen, die er erhalten hat, eine derartige mit den Gehaltserhöhungen vorangegangen war. Wenn Leipzig Sozialisten, ganz unbekümmert um die schwarzen Pläne der Schablonifirung würde dem Ginen erlauben zu schlemmen, den 6000 M. zahlt, Köln 5000 M., so müffen wir doch Herren Minister, hielten inzwischen heiter und ruhig ihre Kons Undern zum Darben verurtheilen. Der Akademiker, der gebildete wenigstens einigermaßen folgen, Arbeiter hat eine Menge von Arbeitsmitteln nöthig, die viel Kräfte wegschnappen zu lassen. Was nun die thatsächlich ge- bie um uns nicht die besten greffe ab, und setzten die Agitation im Lande fort; und republikanischen Abgeordneten rüsteten zur Nieders Geld foften. Er braucht eine Bibliothek, er braucht eine Ar zahlten Redaktionsgehälter anbetrifft, so wird gezahlt an werfung des Ministeriums drei ihrer Führer: Goblet, beitsstätte. Wenn die Gegner in der Agitation uns mit Liebknecht 7200, an Dr. Braun 4200, an 6 weitere Sedaktions- Hubbard und Cavaignac haben soeben in sehr bemerkensden hohen Gehältern unserer Angestellten entgegentraten, beamte 3300 bis herunter zu 1450 Mark. In der Buchhandlung werthen Reden ihre Kriegserklärungen ausgesprochen. hate ich mich immer über ihre Dummheit gefreut. Ich wird an Fischer 4000 Mart gezahlt, an 6 weitere Beamte 1410 brauchte die Bauern ja nur zu fragen, was bekommt der bis 2640 Mart. so stem Singer verlieft hierauf ein Telegramm aus Belgien über den Wahlausfall. Die Wahl von 83 Sozialdemokraten wird mit stürmischem Beifall, die von 15 Liberalen mit Gelächter begrüßt. Auf Vorschlag Singer's beschließt der Kongreß, in einem Telegramm die belgischen Genossen zu beglückwünscheit. Gin Schlußantrag, den Grillenberger stellt, Frau Ihrer bekämpft, wird als abgelehnt betrachtet, da die beinstimmig ertheilt. ftimmung zweifelhaft bleibt, da enor 17 " zu Um leichter mit den Sozialisten fertig zu werden, bemühen sich die Ministerlinge seit längerer Zeit, die Prediger des Klassenthereafter, ber Barrer, ber Richter? Welche Bartei fann fagen, Sie fehen alſo ſelbſt, daß mehr nicht gut geſpart werden kampfes, diese Feinde des Gigenthums und bes Baterlanden e unsere Führer thun es umsonst, die sind beffer bezahlt, als die tann. Die Besorgniß, daß die akademischen Elemente die Ar- ifoliren und aus der republikanischen Familie herauszudrängen. unfrigen. Gewundert habe ich mich, daß hier von den Arbeiter beiter allmälig verdrängen, kann ich auf grund der That Die Taftit schien einen Augenblick erfolgreich die Sozialisten groschen geredet wurde, von denen unsere Führer leben. Also sachen widerlegen. In dreiundsiebzig Zeitungen und einer wurden mit einem gewiffen Mißtrauen betrachtet, und viele der Pfarrer, der Richter 2c. lebt nicht von Arbeitergroschen? Da wissenschaftlichen Revue find gerade zwölf Akademiker Republikaner zögerten, sie selbst nur als Bundesgenossen fällt es wohl vom Himmel? Wir brauchen gewiß den Jdealis angestellt. Genosse Megner ist auf die Angelegenheit Fischanzuerkennen. Das hat sich geändert. Hubbard und Goblet, mus der Akademiker. Locken wir sie etwa durch hohe Gehälter nochmals eingegangen. Ich muß deshalb nochmals erklären, daß welche die äußerste Linke vertreten, haben erklärt, wenn man auch an? Die Gehälter, die sie bei uns erhalten, sind ja viel infolge eines rein äußerlichen Zusammentreffens Dinge gemuthmaßt durch Fragen, deren Lösung erst die Zukunft bringen wird, von niedriger, als sie sie erzielen würden, wenn sie in ihrer worden sind, die gar keinen inneren Busaminen hang haben. Sein den Sozialisten getrennt sei, so muß man doch gemeinschaftliche Karriere geblieben wären. Wenn Akademiker Gehalt hat übrigens noch nicht die Höhe feines früheren Ein- Sache mit ihnen machen, um die Probleme der Gegenwart zu auf die feiten Posten der Sozialdemokratie spekulirt, der Kerl tommens erreicht, da er nunmehr auf alle Nebenarbeiten verzichten lösen und um das Ministerium zu Fall zu bringen, das die müßte in der That Tinte gesoffen haben.( Heiterkeit.) Dafür muß, um alle Kräfte der Buchhandlung zu widmen. Schreiben Sie weitest rückwärtsstrebende Reaktion in sich verkörpert. muß freilich gesorgt werden, daß auch Arbeiter fich ihre journa die Stelle morgen aus, se werden Sie gezwungen sein, 4000 m. Aber der Hauptschlag, ein wahrer Keulenschlag, wurde der listischen Sporen verdienen tönnen. Mir war die Debatte nicht und mehr zu zahlen, wenn Sie Leute erhalten wollen, die das Regierung von Cavaignac verfekt, einem Mitglied des„ linken unangenehm. Sie widerlegt am gründlichsten das immer noch selbe leisten wie Fischer. Bisher haben wir die Grenzen an republikanischen Zentrums"), von manchem seiner Zeit fpufende Bebnmillionen- Märchen. Für uns aber bedeutet sie nur teiner Stelle überschritten, die uns durch die Verhältnisse ge- zum Präsidenten der Republik bestimmt infolge seines Geträufel der Oberfläche. Die Akademiker müssen ja doch, wenn zogen sind. Ich ersuche Sie deshalb, die Anträge der Berliner traurigen Namens: iſt er doch ein Sohn des„ Junifie zu uns fommen, die alte Haut abstreifen und eine neue sich anlegen, abzulehnen. schlächters") von 1848. Sein Angriff war um fo und wäre es auch nur ein dickes Fell!( Große Heiterkeit.) Denn zur Geschäftsordnung beantragt Heine Ottensen, dem Bureau wuchtiger, je weniger er erwartet war. Er nannte die Regierungsdiese Debatte zu ertragen, dazu gehört auch Jdealismus.( Leb- aufzugeben, den Ausdruck Mephisto" als unzulässig zu bezeichnen. flique einen zusammengerafften Haufen alter Monarchiiten, die hafter Beifall.) Singer erklärt den Ausdruck nicht gehört zu haben; er sich zur Republik bekehrt haben, um sich ihrer zu bemächtigen", würde ihn sonst gerügt haben. Demokraten, gerieben durch den Gebrauch der Staatsgewalt"; Stadthagen bittet den Antrag abzulehnen. Jedes Wort und in bezug auf lettere beeilte er sich hinzuzufügen: Diefe brauche nicht auf die Goldwaage gelegt zu werden. Syndikate sind die schlechtesten von allen".) So von einem Der Antrag wird abgelehnt. Freunde" behandelt zu werden da hört alle parlamentarische. Meister verzichtet auf das Schlußwort. Gemüthlichkeit auf. Und die Wuth der Ministerlinge tennt teine Es erfolgt die Abstimmung. Decharge wird dem Vorstand Grenzen gegen den„ braven Cavaignac", der im Handumdrehen „ der gehäffigfte und giftigste der Feinde" geworden ist. Der Kongreß beschließt, daß die Mitglieder der Fraktion Ein Gewitter zieht sich am politischen Himmel zusammen, das bei der Abstimmung über die heute berathenen Anträge mit das Ministerium Dupuy und noch verschiedene andere Ministerien zustimmen berechtigt sind, während die Mitglieder der Partei- wegfegen wird: das Defizit des Budgets wächst von Jahr zu Jahr. leitung, wozu auch die Kontrolleure gehören, an der Abstimmung Im vorigen Jahr fonnte man mit den 68 Millionen der Umnicht theilnehmen. Die Anträge der Parteigenossen des 1. und wandlung der 4 prozentigen in 3/2 prozentige( Staatspapiere) und Rube Essen schließt sich diesen Ausführungen an. Mit der 4. Berliner( Diäten) und des Teltow Beestower, Reichstage durch die Prägung von falschem Silbergeld das Defizit noch zur Person Dr. Lütgenau's feien die Dortmunder, soweit sein theore- Wahlkreises, sowie des Genossen Mary in Essen werden abgelehnt. Noth decken. Allein nicht jedes Jahr finden sich solche Austisches Wissen in Frage tomme, außerordentlich zufrieden, weniger Der Antrag der Parteigenoffen in Duisburg wird angenommen. Funftsmittel. Man mußte an Ersparnisse denken. Wenn in den mit seiner Taktik. Der geistige Leiter eines Parteiorgans müffe Der Antrag des 4. Berliner Wahlkreises über die Festsetzung der Finanz- Gesellschaften die Profite schwinden, fängt man, um zu mit der Gegend vertraut sein. Gehälter durch den Parteitag wird abgelehnt, der Antrag der sparen, damit an, daß man die Zahl der Angestellten und die Berichtigend theilt Gerisch hierauf mit, daß der Vorstand Genossen des 4. Wahlkreises betreffs des Unterbleibens von Gehälter der übrigbleibenden Angestellten vermindert. Die Regie Deshalb den Redakteur des Dortmunder Organs angestellt Geschäftsgründungen wird angenommen. Der Antrag von rung, die mit den Finanzmännern genug Verkehr hat, um ihre habe, weil er meinte, daß er, der die Verantwortung Niederbarnim, betr. die Herstellung des Vorwärts" in einer Eparmethoden zu fennen, fing damit an, daß fie alle Soldaten, trage, auch in der Leitung ein Wörtchen mitsprechen Parteidruckerei wird abgelehnt. Damit sind Punkt 1 und 2 der die zwei Jahre gedient haben, nach Hause schickte und die Pferde müsse. Mit dem demokratischen Prinzip sei es eine eigene Sache; Tagesordnung erledigt. aller Hauptleute abschaffte. Diese Art Einführung der zweizuweilen werde es zu örtlichem Krafehl benutzt. Früher habe Hierauf erstattet Frau Bettin Namens der Mandats- jährigen Dienstzeit desorganisirt die Kadres, und dieses Sparen der Vorstand in Dortmund Geld in ein bodenloses Faß geworfen, prüfungskommission Bericht. Anwesend sind 222 Delegirte mit 268 auf Kosten der Beine unserer Hauptleute beunruhigt die Soljezt nach der Neuregelung fonnten bereits 1800 M. zurückgezahlt Mandaten, darunter befinden sich 9 weibliche Delegirte. Die daten und erregt ihre Entrüstung. Herr Jules Roche, ber werden. Redner ist überzeugt, daß welchen Redakteur auch immer Mandate von 8 Delegirten waren beanstandet und zwar die der Panamist, machte deshalb eine Szene in der Budgetkommission der Vorstand nach Dortmund geschickt hätte, dieser doch dem Genossen Bruckner, Schleicher, Emmel aus Eliaß- Lothringen, und drohte mit seinem Rücktritt. einen oder anderen Parteigenoffen nicht gefallen hätte. Müller, Cramer und Friedrich aus Darmstadt, Streune aus Da diese Ersparniffe nicht genügten, so mußte man mmelburg Hamburg: Die Genossen begreifen gar Lungenau und Crohn aus dem ersten badischen Wahlkreise. Die zu einem anderen Finanzkniff seine Zuflucht nehmen: nicht, wie man im stande ist 6-7000 m. jährlich auszugeben. Kommission beantragt die Mandate für giltig zu erflären, Man erhöhte die Einnahme aus den Getreidezöllen um 20 Die Antipathie gegen die hohen Gehälter ist sehr start, werden die für ungiltig dagegen das nicht beanstandete Miandat Sparr Millionen und das in einem Jahr ungewöhnlicher FruchtbarGehälter beschnitten und die Redakteure verlassen die Partei, aus Darmstadt, weil die Versammlung, die diese Wahl feit, wo alle Magazine noch vollgepfropft find mit eingeführtem dann ist es der beste Beweis, daß diese Männer es nicht ehrlich vornahm, nicht vom Vertrauensmann des Ortes einberufen Getreide. Die Kommission weigerte sich auch, diese phantastischen mit der Bewegung gemeint haben. Redner schlägt die Einsegung war. Nach längerer Debatte werden die Anträge der Millionen in das Einnahmebudget einzuschreiben. einer Kommission vor, sonst werde die Opposition immer wieder- Komission genehmigt. Eine Reihe Begrüßungstelegramme wird tehren. verlesen, darunter eins von Engels, Louise Kautsky und Eleanor Mary Aveling. Schluß 714 Uhr Abends. Th. v. Wächter- Essen tritt für den Antrag des Parteigenossen 2. Mary in Essen ein: Den ärmeren Genossen müsse baffelbe Recht eingeräumt werden, wie den reicheren Organi sationen. 9 Ein Schlußantrag wird wiederum abgelehnt. Weniger Harburg findet die Stellung eines Redakteurs, ber mit einem Fuße immer im Gefängniß stehe, nicht so angenehm, wie sie hier geschildert wurde. Die Gehälter dürften aber auch nicht mehr steigen. 4000 M. seien die richtige Grenze. " In der Noth mußte man zur Vermögenssteuer greifen einer Steuer, die seit vielen Jahren von den Republikanern zähausdauernd gefordert, und von der Regierung ebenso zäh ausdauernd zurückgewiesen wird. Poincarré, der Finanzminister, schlägt Der Wiederzufammentritt der vor, die Erbschaftsteuer zu erhöhen und fie profranzösischen Kammern. gressiv zu machen. Es ist das eine zaghafte Reform, die das Rapital faum merkbar trifft; trotzdem hat sie den Zorn der Mehner- Berlin: Einzelne faßten die Berliner Anträge auf Kapitalisten erweckt, die da fürchten, daß durch dieses als ein Mißtrauensvotum gegen die Akademiker, Bebel meinte, daß die Paris, 20. Oktober 1894. Sinterpförtchen die schreckliche Progressiv Eintommen Besprechung der Gehaltsfrage uns nicht zu unserem Ruhme be- Der Wiederzufammentritt der Kammern der Deputirten- fteuer sich einschleichen werde. Say, den Rothschild vor schäftigt habe, ein allgemeines Mißtrauen gegen die Akademiker kammer und des Senats fündigt sich gut an für die Lieb- Rouvier in's Finanzministerium gesetzt hatte, und der zu den einliegt nicht vor und leitet auch die Berliner nicht. Die Anträge haber von parlamentarischen Kämpfen und Ministerstürzen. flußreichsten Mitgliedern der Kammer gehört, hat in dem der Berliner sind vielmehr lediglich ein Ausfluß der Mißstimmung Als vor 2 Monaten Dupuy, um einer unbequemen Inter- Journal des Débats" einen wüthenden Angriff auf das in den weitesten Kreisen. Wir leiden unter einer chronischen Krise, pellation zu entwischen, die Session in aller Haft schloß, antwortete Minifterium gerichtet, das mit seiner Erbschaftssteuer die Freiheit an die Opferwilligkeit der Genossen werden immer höhere Ansprüche er den Sozialisten, die ihn antlagten, er verlege die Gebräuche des Kapitals verlege und dessen Anwachsen hindere. gestellt, fein Wunder, daß man dann auch an die Opferwilligkeit der des Parlaments:„ Wir treffen uns wieder bei der Wieder- Das Schicksal des Ministeriums, das jetzt in so heftigem Genossen Ansprüche stellt, daß man zunächst die Gehälter beschneiden eröffnung der Kammern!" Der fette Macchiavelli des Kapitalis- Kreuzfeuer steht, ist besiegelt: sein Fall wird so bestimmt erwartet, will. Wir müssen doch der allgemeinen Stimmung Ausdruck mus meinte, er würde während der Ferien Zeit haben, seine daß man Waldeck- Rousseau veranlaßt hat, aus seiner Zurückgezogen geben, die nicht blos in Berlin, sondern auch in Hamburg und Batterien zur Vernichtung der Sozialisten vorbereiten zu können. heit an die Deffentlichkeit zu treten, um der Retter in der Noth zu bis hinauf nach Spremberg zum Vorschein gekommen ist. Diese Dupuy und seine Minister hatten damals feinen anderen Ge- werden. Er ist zum Senator ernannt worden, und wird schon Mißstimmung hat ihre Berechtigung und deshalb müssen wir danken, als ein Gesetz zur Beschränkung, womöglich zur Aufhebung als Minister betrachtet und von allen Seiten heftig angegriffen. der Erhöhung der Gehälter Einhalt thun. Die Mißitimmung des Interpellationsrechts anzufertigen. Wenn es uns gelingt 3ft er ins Minifterium gekommen, so wird der Retter selbst gegen Fischer in Berlin ist die Ursache des gegen den Leiter der so dachten sie die Sozialisten mundtodt zu machen, so werden einen Retter brauchen. Woher diesen nehmen? Das ist die Frage, Partei- Buchhandlung gerichteten Antrages. Ich tomme zu dem wir in füßer Behaglichkeit leben und schließlich als Minister die sich jetzt schon aufwirft. Gallus. Schluß, daß ein Maximalgehalt von etwa 4000 Mart festgesetzt sterben." In allen Versammlungen, in denen sie ihr Licht werden müsse. Wenn nach Peus' Vorschlag auch ein Minimal- leuchten ließen, warfen sie den Sozialisten vor, durch ihre vielen gehalt festgesetzt werden soll, so weiß ich zwar nicht, wie weit Interpellationen und Diskussionen die kostbare Zeit todtgeschlagen diese Forderung begründet ist, die Genossen unseres Kreises und die braven Minister an der Förderung des Landeswohls würden jedenfalls dieser Forderung nicht entgegentreten. Was gehindert zu haben. Und um recht deutlich zu zeigen, daß sie Die Sprechstunde des Rechtsanwalte wird heute, die Diätenfrage anbetrifft, so meine ich, daß Barteibeamte mit feine Zeit verlieren wollten, verschoben sie den Wiederzufammen Dienstag, nicht mittags, sondern Abends von 6½ bis 7% Uhr 4000 Mart Einkommen, die nicht außerhalb Berlins wohnen, auf tritt der Kammer um 8 volle Tage vom 15. Oktober, wo er abgehalten. Diäten zu verzichten haben. eigentlich hätte erfolgen sollen, bis zum 23. Oftober. Tokales. DR 1 Hierauf wird der Schluß der Debatte angenommen und er Während die Minister durch pathetische Tiraden gegen die Frömmigkeit nnd Prozenthum haben noch immer in folgt eine Reihe von persönlichen Bemerkungen. Sozialisten ihre Angst vor diesen bekundeten, halfen die guter Harmonie mit einander gelebt; warum sollte nicht auch Legien: Genoffe Bebel hat es für nothwendig gehalten, Sozialisten den Radikalen in Nogent- sur- Seine den offiziellen ein hervorragender Held aus dem Ringbier- Heere gut firchenmich in einer Weise persönlich anzuzapfen, wie es in Parteitreisen Kadidaten Cafimirs schlagen, deffen Unbeliebtheit stets zunimmt. spenderisch sein? Der Herr Knoblauch vom Böhmischen sonst nicht üblich ist. Er hat mir nachgesagt, daß ich die Rolle des Sie offenbart sich auf eine so bedrohliche Weise, daß einer der Brauhaus war es bekanntlich, der bei Abbruch der EinigungsMephisto spiele, b. h. daß ich nicht nach meiner Ueberzeugung rede Mininster, Herr Viger, ein ehemaliger Radikaler, um Cafimir verbandlungen fühn erklärte, daß die Ringbrauereien bei Forts und handle; ich wenigstens halte es nicht für angänglich, den Hof zu machen, erklärte: Man fann es nicht länger dulden, dauer des Kampfes zu den hunderten bisher schuldlos auf die Jemandem Motive unterzuschieben, die mich nicht selbst leiten. daß Leute, die nicht wissen, was Freiheit ist, in der Preise das Straße geworfenen Arbeitern noch weitere hunderte dem Hunger Bezüglich des Honorars vom Zentralblatt möchte ich bemerken, Staatsoberhaupt mit Beschimpfungen überhäufen. Wird der überantworten würden. Der Herr Direktor Kroblauch war es auch, daß es bisher nicht Praxis war, das Privateinkommen eines Präsident der Republit angegriffen, fo wird ganz Frankreich an der am Sonnabend die Ehre hatte, bei der wieder einmal erfolgten Genossen von Parteiwegen einer Rontrolle zu unterwerfen. gegriffen. Das darf nicht so fortgehen." Einweihung eines neuen Gotteshauses" in der Hauptstadt der Sollte es aber im Interesse der Partei liegen, fo Das find würdige Drohungen; es ist sehr unwahrscheinlich, Glaubenslosigkeit, der Sozialdemokratie und der Arbeiter- Maßs bin ich gern erbötig, zu gunsten dieser auf die daß man den Versuch machen wird, sie zu verwirklichen; und wenn regelungen an den Oberhofmeister der Kaiserin, dem bekannten 38 M. Honorar zu verzichten. Gewöhnen wir es uns doch man ihn machte, so ist es mehr als unwahrscheinlich, daß durch Kirchen- Mirbach, eine Ansprache richten zu dürfen, in der er dem endlich ab, was bisher nur ein Vorrecht des Parteivorstandes zu Gewaltmaßregeln die Angriffe auf Cafimir zurückgehalten würden, erwähnten Herrn irgend eine gottgefällige That ankündigte. sein scheint, in der heut gehörten Weise persönliche Momente in der selbst in den Kreisen seiner Leute immer mehr in Miß- Gut, daß man bei frommen Festen nie Gefahr läuft, Ars in die sachlichen Verhandlungen hineinzutragen. achtung geräth. Er hatte seine Rückkehr nach Paris gar hübsch beiter um sich zu sehen; es wäre recht peinlich gewesen, wenn Bebel: Es ist mir nicht eingefallen, die Ueberzeugungs- in Szene gefeßt. Eine prachtvolle Karosse, ähnlich das Auge des chriftlichen Brauereidirektors zufällig einen der treue Legien's anzuzweifeln. Auch habe ich nicht verlangt, daß der, die der Kaiser gehabt hatte, bespannt mit 4 Vollblut Brauer gestreift hätte, die vor fünf Monaten von ihm ohne er auf das Honorar vom Zentralblatt" Berzicht leistet, ich habe pferden, mit gallonirtem Kutscher, Vorreitern und Postillonen, Noth dem Hunger überantwortet worden sind. nichts dagegen, wenn er auch noch dreimal mehr verdient. Den brachte Ihre Präsidentlichen Majestäten, Herrn und Frau Das ganze Ronzept der christlichen Rede hätte dem frommen Ausdruck Wiephisto habe ich nur in bezug auf die Rolle gebraucht, Cafimir zu den Wettrennen. Der Theaterstreich verunglückte Mann verdorben werden können! dog#diarie die Legien hier und dem Zentralblatt" gegenüber spielt, und in elendiglich; nicht ein: Cafimir Perier hoch! begrüßte den armen dieser Hinsicht halte ich den Ausdruck aufrecht.( Legien ruft Cafimir, und als er, seine Frau am Arm, in die Rennbahn ein- 1) Man darf sich da durch die Parteinamen nicht beirren dazwischen: Dann werde ich mir gestatten, Ihnen an anderer trat, wandten die Jockeys, Klubherren und andere Zweifüßler laffen. Stelle gebührenden Bescheid zu ertheilen.) der hohen Gesellschaft ihre Augen keinen Moment 2) General Cavaignac tommandirte in der Junischlacht gegen Nunmehr erhält Gerisch das Schlußwort. den interessanten Vierfüßlern ab, die rennen sollten-das tämpfende Proletariat. Gerisch: Von Timm ist monirt worden, daß den An- niemand kümmerte sich um den armen Präsidenten der 3) Die Gewerkschaften heißen bekanntlich in Frankreich gestellten der Expedition die Möglichkeit abgeschnitten wurde, Republit. Der Figaro" war ganz verzweifelt über Syndikate". von Zur Lokalliste. Herr Johannes Korte Gastwirth in NeuWeißenfee am Zionstirchhof, erklärt, daß er nach wie vor in feinem Lokal Gustav Adolfstraße 106 boyfottfreies Bier schänke. In Weißenfee schänkt der Gastwirth Beyer, Pistorius ftraße 35, ringfreies Bier. Hellner, Rottbuserstraße 1 und Bolte, Görligerstr. 87, schänken Hingbier. Witterungsübersicht vom 22. Oktober 1894. Barometers stand in mm, reduzirt auf b. Meeressp. Windrichtung Better und einen Droschkentutscher windelweich gehauen. Rurz, der brauner und grauer Farbe. Ob es sich um einen Unglücksfall Gendarm betrug fich derartig, daß der Wirth und die Gäfte den oder um Selbstmord handelt, ist bisher nicht festzustellen geanscheinend Angeheiterten ersuchten, nach Hause zu gehen. Gütliche wesen, zumal da fein Zeug vorhanden ist, der den Uebec Versuche, den Mann aus dem Lokal zu entfernen, mußten nichts, bis fahrenen vorher auf dem Bahnkörper oder in der Nähe geihm Herr P. mit Anzeige wegen Hausfriedensbruchs drohte. Hierauf fehen hat. mußte H. gewaltsam aus dem Lokal entfernt werden, nachdem er dem Ein Stiftungsfest mit polizeilichen Hindernissen hat Wirthe zugerufen zeigen Sie mich an, dann haben Sie überam Sonnabend die Ethische Gesellschaft im Elysium gefeiert. Es morgen feine Konzession mehr". Holder d wurde ihr nämlich die in Aussicht genommene Aufführung des Bald, nachdem der Gendarm fortgegangen, fo entfernte fich Festspiels„ Der erste Mai" verboten, und zwar aus„ ordnungs- auch der in der Bergstr. 124 wohnende Tapezirer Herr Dorn- Stationen. polizeilichen" Gründen. Zum Glück hat dies ordnungspolizeiliche busch, um nach Hause zu gehen. Kaum war der sich des besten Verbot die Stimmung der Festtheilnehmer nicht zu beeinträchtigen Leumundes erfreuende Bürger einige Schritte auf der Straße gevermocht; man ging mit gutem Humor über die Maßregel bin- gangen, als jemand hinter ihm herlief. D. drehte sich nun um weg und beschloß, am Sonntag, den 4. November, im selben und vor ihm stand der Gendarm, der den Tapezirer mit den Gwinemünde. den aber die ben Lotal eine Matinee für die ausgesperrten Brauereiarbeiter zu D., welcher die Standalszene nur flüchtig angesehen, erwiderte: Bamburg Worten anrief:„ Na, was sagen Sie zu der Sache vorhin?" 2956 Ich weiß nicht, was Sie meinen, mir ist leider nichts bekannt." Kaum it hatte Der Mann der Gendarm seinen schweren Stock rhob und damit auf den dies gesagt, gejagt, als zu Boden, er raffte sich jedoch wieder auf, erhielt aber im nächſten vor ihm Stehenden losschlug. Beim ersten Hieb stürzte D. bereits Augenblick einen zweiten wuchtigen Hieb, worauf sich ein Blut strom über Gesicht und Bruft des Unglücklichen ergoß. Jezt rief der Aermite laut um Hilfe, worauf Höppner die Flucht ergriff: Baris Nun wankte der Ueberfallene nach seiner Wohnung, verlor dort Paris heiter d GD bebect das Bewußtsein, das erst am Morgen wiederkehrte. D. ist nach Wetter- Prognose für Dienstag, den 23. Oktober 1894. zugerichtet und bis jetzt arbeitsunfähig; der Mißhandelte hat mäßigen füdöstlichen Winden, fühlerer Nacht und wenig vers gutachten des hinzugezogenen Arztes Dr. von Zaszewski furchtbar Zeitweise heiteres, vielfach wolliges Wetter mit etwas Regen, Strafantrag gegen H., welcher bis gestern noch Dienst that, ein- änderter Temperatur. geleitet. Die Stimmung der Bevölkerung Rigdorfs gegen den Gendarm ist eine überaus erbitterte. vecanstalten. Wo ist das Jdeal deutscher Presfreiheit zu finden? In China, wenn man einer Korrespondenz des, Lokal- Anzeiger tatilchen Reich der Mitte u. a.:„ Mit der chinesischen trauen darf. Es heißt in derselben über die Macht der Presse Zensur ist es lange nicht so schlimm, wie man in Europa gewöhnlich annimmt. Die gegen Beamte gerichteten Artikel der Beitungen werden von den Bensoren des Hofes ausgeschnitten und gesammelt, und mehr als einmal nahm man zu diesem merk. würdigen Ausschnittarchiv seine Zuflucht, um Stoff zu Anklagen gegen schuldige Beamte herauszunehmen." " Diefen idealen Buständen halte man die folgende Nachricht gegenüber, welche das Berliner Tageblatt" aus dem europäischen Reich der Mitte bringt: Es soll die Absicht bestehen, gegen die jenigen Blätter, welche die Nachricht von der Flucht Löwy's mit einem Aufseher gebracht haben, wegen Beleidigung der Aufseher den Strafantrag zu ftellen." S Welches Maß von Preßfreiheit herrscht doch in China! bod- in Gbing!! 21879 01 " Berlin Wiesbaden. München Wien Haparanda Petersburg Cort. Aberdeen Windstärke N- Allalaa Stala 1-12) Temperatur 78677LA( nach Celsius 150.= 4° R.) 751 wolfig 756 . heiter 756 wolfig 8 760 Still Regen 7 764 SD . wolfig 5 763 Still 754 Still 754 60 1 halb bedeckt woltenlos Schnee 13 756 D4 heiter 757 758 42 olasdTeliab 7 8 Berliner Wetterbureau. Dem Geschmack des Berliner Theater- Publikums und Gerichts- Beitung. " " " 媽 den Fortschritten der deutschen Bühnenliteratur in den letzten Rann Unluft über Wortbruch bestraft werden? Zu 20 bis 30 Jahren", wird in der Londoner St. James Gazette" diefer am Sonntag von uns behandelten Frage schreibt uns die Recht idyllische Zustände herrschen in Pantow. In anläßlich des Gastspiel- Zyklus der deutschen Truppe des Direktors verurtheilte Frau Bergemann folgendes: dem lieblichen Orte giebt es jeit ungefähr zwei Jahren Gas- Maurice in Hamburg in der Opera comique das folgende beleuchtung, aber, wie in Krähwinkel, werden, wenn Mond- Beugniß ausgestellt: Die aufgeführten Stücke haben etwas Alt- in dem Geschäft Echönleinstr. 24 gegebenen Versprechens gefordert. Ich habe durchaus nicht energisch die Einhaltung des mir schein im Kalender" steht, nur ganz vereinzelte Laternen angezündet, modifches an sich, das freilich in feiner Weise interessant und Ge ist mir garnicht eingefallen, den betr. Leuten Vorschriften und an solchen Abenden herrscht oft, weil die Wolken sich nicht lehrreich ist. Kommt man aus solcher Vorstellung, so wird es darüber zu machen, was für Bier fie führen sollen; vielmehr nach dem Kalender richten und häufig durch den Mondschein" einem clar, welche Fortschritte in den lezten zwanzig, erklärte ich nur, daß ich meine Einkäufe dort mache, wo au machen, was für Bier fie führen sollen; vielmehr einen recht bicken, schwarzen Strich machen, die tiefste Finsternis. Dreißig Jahren in der dramatischen Kunst gemacht worden fein Boykottbier geführt werde und sprach meine Berwunderung Einen ganz besonderen Reiz In teinem Spaziergang durch find. diejenigen Straßen, in denen Erdarbeiten ausgeführt werden. fann man mit Sicherheit behaupten, würde ein so naives, so sprechens, bis zur fiegreichen Beendigung des Boykotts kein Theater des Londoner Westends, das darüber aus, daß die Holzhüter'schen Eheleute trop des BerHier liegt das Straßen Baumaterial allem Anschein nach ohne allen Aufbaus baren, oder so inkonsequentes Stück mit Erfolg Ringbier zu führen, dennoch solches verlaufen. Hierbei tam es alle Rücksicht darauf, ob es passanten, die gerade des Weges aufgeführt werden, wie die von der deutschen Truppe zur durchaus nicht zu einem unerquicklichen Wortftreit, vielmehr ist tommen, gefährdet, auf den schmalen Fußgängerwegen herum. Darstellung gebrachten Graf Waldemar"," Dottor Claus" oder ganz fachlich verhandelt worden und keinerlei Aufforderung an Ebenso siehen vor den Hausbauten die Mauersteine aufgestapelt, Mein Leopold". Daß die deutsche Bühne mittlerweile auch fort mich ergangen, ruhig zu sein oder gar den Laden zu verlassen. 10 wobei aber wenigstens darauf Rücksicht genommen wird, daß geschritten ist, obwohl kaum in gleichem Schritt mit der fran- Erst als der Sohn der Holzhüter'schen Gheleute hinzukam und ein ganz schmaler Gang für die Passanten erhalten bleibt, den zöfifchen oder englifchen, muß man natürlich zugeben. In Suder den Ruf qusstieß, mich doch hinauszuwerfen, wurde ich, ohne man bei Tageslicht auch ganz bequem zu finden im stande ist. mann besitzen unsere Nachbarn einen Dramatiter, deffen drei daß eine entsprechende Aufforderung vorher an mich ergangen Aber Abends, da wird die Sache bedenklich; denn eine vielleicht bekannteste Werke Sodoms Ende"," Die Ehre" und" Heimath" war, gewaltsam aus dem Laden entfernt. bestehende Vorschrift, daß derartige gefährliche Klippen durch hoch stehen an Einsicht, Kraft und lebhafter Charakteristik. Und Laternen erkennbar gemacht werden müssen, scheint in Pankow er steht nicht allein da. Im Ganzen scheint aber das deutsche nur in Ausnahmefällen befolgt zu werden. Solche Zustände Theaterpublikum viel leichter befriedigt werden zu können, als herischen gegenwärtig in der Wollautstraße( die Verlängerung unser eigenes." der Prinzen- Allee), wo die elektrische Bahn gebaut wird. Die des Morgens noch in der Finsterniß sich zu ihren Arbeitsstätten begebenden Arbeiter mögen sehen, wie sie die bezeichneten Slippen ohne jedes Warnungszeichen vermeiden und ihre Glieder gefund aus den gefährlichen Gebirgen retten. Sed non " " Leider nur zu richtig, was hier von der geistigen Anspruchs losigkeit des deutschen Bürgerthums behauptet wird. Was soll der gute Patriot im Vaterlande des Militarismus auch von der Bühne anderes beanspruchen dürfen, als entweder Blödsinn oder auch Unzucht, oder auch beides zusammen? Die sozialdemokratische Fraktion der Stadtverordneten Mit 1600 m. verschwunden ist am Sonnabend VorVersammlung hat an den Magistrat die Anfrage gerichtet, mittag der 16jährige Laufbursche Albert Wüller, welcher in der wann er der Versammlung eine Vorlage betr. die Errichtung Stürschnerei von Thorn in der Landsbergerjiraße angestellt war. von Volts Bade Anstalten für den Süden, Südwesten, W. war am Morgen des obenerwähnten Tages von seinem Chef für den Wedding und die Schönhauser Vorstadt zugehen lassen nach der Reichsbank gefchickt worden, und hat dort einen Check werde? Mit der Errichtung dieser Volks- Bade Anstalten hat von 1600 M. einkaffirt. fich die Versammlung bereits am 14. Dezember 1892 einverstanden 980 erklärt. Wie das Weib zur Prostituirten wird. In einer der Tekten Nummern des Lokal Anzeiger" finden wir folgendes Inferat: Dame, 22, die ermattet dem Kampf ums tägliche Brot unterliegt, wünscht die Bekanntschaft eines alten, reichen Herrn, behufs Heirath. Gewerkschaftliches. die Delegirten sämmtlicher Glasfabriken dem Direktorium ein Sechsstundeutag. Aus Rive- de- Bier wird gemeldet, daß Ultimatum gestellt haben, wonach sie einen allgemeinen Ausstand erklären, falls ihnen nicht der Sechsstundentag gewährt wird. Die streifenden Maurer in Vevey am Genfer Set haben bedingungslos die Arbeit wieder aufgenommen. fabrit von H. D. Lehmann die Sperre verhängt. Die Hamburger Schuhmacher haben über die Pantoffel Früchte der Früchte der gewerkschaftlichen Organisation. Die Helvetische Typographia" enthält folgenden Bericht: Am Nr. 7 in Jubiläum ihres 25jährigen Bestandes. Sie hat in diefer Zeit In der Unterfuchnug. wider den ehemaligen Stadt- durch steten Stampf die Arbeitszeit ihrer Mitglieder von 14 bis Kämmerer Lehmann, aus Eberswalde, ver vetanntlich in 16 Stunden auf 8 Stunden pro Lag reduzirt, die Löhne um einem hiesigen Hotel einen Selbstmordversuch unternahm, fanden mehr als 50 pet. erhöht und viele Mißstände beseitigt. Unteram Sonnabend die ersten richterlichen Wernehmungen statt. Leh- ftübungen hat sie allein in den letzten zehn Jahren 62 443 Doll. mann räumte unumwunden ein, daß die Unterschlagungen den ausgegeben. Bundessekretär Miller sagte in seiner Festrede: In bisher ermittelten Betrag von 45 000 m. weit übersteigenes neuerer Zeit ertönt so oft das Schlagwort: Die Gewerkschaften seien mindestens 75 000 m. unterschlagen, aber, meinte er, fein haben sich überlebt, Streits und Boykotts sind stumpfe Waffen Im Berliner Aquarium find während der letzten Tage tönne sich in den Büchern zurechtfinden. Außerdem räumte in Eurem so nothwendigen Organisationswerke stören. Die Zeit Revisor vermöge die Summe genau festzustellen, nur er allein geworden. Mitarbeiter! Laßt Euch durch diesen Unkenruf nicht nene Thiere aus Judien, aus der Nord- und Ostsee, dem Mittel- Lehmann ein, daß die großen Unterschlagungen bei den Holz- der Gewerkvereine ist so lange nicht vorbei, so lange es noch meere und dem Binnenlande angekommen. Die große füdafiatische verkaufsgeldern ihm durch Fälschung des Revisionsvermerts in Lohnarbeiter giebt. Halbinsel lieferte zwei schöne Stücke einer der dort heimischen dem Kontrollbuche möglich gewesen wären. Riesenschlangen. Zufuhren aus der Nordsee brachten nicht nur aufgefifchte Holzstücke mit anfißenden„ Entenmuscheln", sondern auch eine Kolonie Wiesmuscheln, die allerdings dem Großstädter als Genußmittel, nicht aber nach ihrem Thun und Treiben im Wffer bekannt sind, zu defsen Beobachtung nun die neuen Gäste des Aquarium beste Gelegenheit bieten. dihe Eine Anzahl Bond für den Unterstüßungsfonds der Partei find bei uns als gefunden abgeliefert worden. Der Eigenthümer wolle sich in der Redaktion melden. " Briefhaffen der Redakkton. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( Bwei Buchstaben oder eine Babb anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. G. B. Mit Dant acceptirt. In schamloser Weise wird die Arbeitsnoth in Berlin auszubeuten versucht. Auf die Ankündigung, daß Stadtreifende" gesucht würden, begab sich ein junger Mann vorgestern nach dem Handlungshause im Norden Berlins. Er trat in ein Abzahlungsgeschäft und erhielt auf seine Vorstellung die Anweisung, mit einem Regulator durch die Straßen der Reichshauptstadt Die Kommiffion der Brauer und Brauereihilfsarbeiter hausiren zu gehen. Bei dem Verkaufe sollte er 2 Mark verdienen. quittirt über den Empfang von 29 M. 35 Pf. vom Stiftungsfeft Wenn man bedenkt, daß die Verläufer solcher Gegenstände des Vereins der 3immerer und über 5 M. 40 Pf., welche Fälle von Selbstentzündungen, welche in letzter Zeit selbst folcher Stadtreifender in 8 bis 14 Tagen vielleicht einmal das zum ersten Mate in den Reichstag des norddeutschen Bundes ges meistens Wißtrauen erregen, so taun man voraussagen, daß ein durch Andreas B. eingegangen sind. F. K. Fritzsche wurde in einer Nachwahl in Remscheid in fleinen Haufen Prestohlen mehrfach vorgekommen sind, lassen Glück hat, 2 Mart zu verdienen. es den Glücklichen, die in der Lage sind, Feuerungsmaterial für Mit zwei Schuhwunden in der rechten Schläfe wurde in den Deutschen Reichstag. Hasenclever wurde 1867 in den sechs wählt, 1877 entsandte ihn der 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis längere Zeit einzukaufen, bringend geboten erscheinen, daß die von einem Echuhmann im Friedrichshain ein Mann aufgefunden, Berliner Reichtags- Wahlkreisen aufgestellt. Prepfohlenstapel auf je zwei Meter Länge Ventilationskanäle in der sich dem Beamten gegenüber als der Hutmacher Adolf Unger, ihrer ganzen Tiefe erhalten. Die Kanäle laffen sich leicht dadurch Weinstraße 17 wohnhajt, ausgab. Er erklärte, daß er seme in der Lage, Uebersehungen aus dem Französischen anzufertigen. 2. S., Grimmstraße. Die meisten unferer Redakteure find herstellen, daß zwei Breßkohlen mit 6 Zentimeter Zwischenraum Frau fürzlich verloren und ihr in den Tod habe folgen wollen. Dieselben fommen übrigens nicht so häufig vor, wie Sie annehmen als Läufer, und über dieselben gleichfalls zwei Preßfohlen mit unger wurde nach dem Krankenhause am Friedrichshain und müssen selbstverständlich möglichst rasch ausgeführt werden, demselben Zwischenraum als Binder, und in der gleichen Weise gebracht, wo er kurz nach seiner Aufnahme seinen Wunden er so daß wir fast nie in die Lage kommen, diefelben vou externen sur durch den ganzen Stapel flach hingelegt werden, und zwar bergestalt, daß dadurch nicht nur ein senkrechter Luftkanal, sondern legen ist. Mitarbeitern ausführen zu laffen. auch zwei sich freuzende horizontale Ranäle gebildet werden. Die durch letztere ſtattfindende Luftströmung erscheint geeignet, Gelbft entzündungen der Preßkohlen zu verhindern. Auf die züchtige Hausfrau, die nach pfäffisch- philiströser Ehlert. Zeigen Sie den Parteigenossen nur die Brief Doktrin weiße im häuslichen Kreise wirken soll, hat es der Tod- taften- Notiz. Das genügt vollständig, um Sie als unschuldig feino der Familie, der im christlichen Staate allmächtige Kapita- zu erklären. lismus ganz besonders abgesehen. Das Wirken des Weibes in Theaterverein ,, Sillaria". Geben Sie nur dem Borstand 18 Selbstmorde notirt das Statistische Amt der Stadt der anderen Welt wird drastisch veranschaulicht in einer Zuschrift, des Bundes Mittheilung von dem Vorkommniß. Ein öffentliches Berlin" in der Uebersicht über die Sterbefälle in der erſten Oftober: die wir von einem Barteigenoffen aus& berswalde erhalten. Interesse hat die Angelegenheit nicht. rer der der andere woche. Eine so hohe Zahl von Selbstmorden ist noch niemals Ich arbeite, so schreibt er uns, auf einem Neubau oberhalb der aus einer einzigen Woche gemeldet worden. Es dürfte sich dabei biefigen Schleufe; faum fünfzig Meter vom Bau entfernt, liegt theilweise um Bufall handeln. Aus den vorhergehenden Wochen die Stolze'sche Waffermühle, wo sich mir neulich Morgens ein rückwärts bis zum 1. Juli wurden 11, 7, 14, 14, 9, 12, 9, 12, 8, tief beschämender Anblick bot. Aus einem Kahn, der unterhalb fich mir mulich Morgens ein Briefkaffen der Expedition. 9, 8, 18, 8, zusammen 183 oder im Durchschnitt rund 10 Selbst der Mühle angelegt hatte, trugen acht Frauen, von denen eine ferner ein: Für die ausgesperrten Brauerei Arbeiter gingen morde pro Woche gemeldet. 1941 2 furz vor der Niederkunft sein mußte, teuchend die schweren Möbelfabrik R... e 6. Rate 8,10. Besentanz einer Eine neue Wucherfache schwebt unter dem Titel„ Scholen der Frauen, warum sie sich Weizensäcke nach der Mühle. Auf meine naive Frage an eine rothen Hochzeit durch Mahle 1, 6. Wahlverein, 623. Bezirk, und Genossen" bei dem Landgericht I. Es sind etwa 10 An antwortete fie, ihr Mann, der gleich mir Maurer sei, wäre schon 6,25. Denn der schweren Arbeit hingabe, chito 2,35. Gesammelt durch den Genossen Hönow geschuldigte vorhanden. Zu ihnen gehören außer Scholem ein feit Wochen arbeitslos..... Die Preßtofacken des Kapitalismus Wagenbauer Bezirk II. 3,10. Elf Bimmerleute vom Play Castan Gesammelt bei Hielsch, Soldinerstraße 19 1,-. Kaufmann Lubenow und Metteck. Auch ein Einwohner Thar betrachten die schamloseste Ausbeutung des Weibes bekanntlich u. Zwirn 5,50... 7. Für einen Schluck Wasser 1,50. lottenburgs gehört zu der Gesellschaft. Es hat den Anschein, als ein Blümlein Rührmichtnichtan, verlangen dafür aber vom Arbeiter der Metallwaarenfabrik Elifabeth- Ufer 10. Rate 7.-. als ob durch Haussuchungen belastende Wechsel und andere Pa: Staat Knebelgeseze gegen die ordnungs- und familienzerstörende Bon Arbeitern der Löwe'schen Fabrit Martinicenfe: de, piere den Behörden in die Hände gefallen sind. Es ist bereits Sozialdemokratie. ein umfangreiches Material zusammengebracht worden. Bierprozente britte Rate 20,95. Von den Tischlern Zum Kapitel: Rigdorfer Sicherheitsbeamte. Große Nachmittags 4 üht, feine opnung in der Köpeniderftr. 66 un obere 2Bertftatt 4,80. Gef. von den Arbeitern von Danneberg Der Arbeiter Ernst Körber verließ am 11. Oftober, 3. R. Z. W. D. H. F. 2. Möbelfabr. Ehrlich, Krautstr. 48, Aufregung rust in Rigdorf ein hinterliftiger brutaler Ueberfall ist bis jest nicht zurückgekehrt. Da Körber sich in leidendem Buu. Quandt, Gr. Frankfurterstr. 16 8,40. Fachverein der Musikhervor, der burch einen Gendarmen dieses Borortes ausgeübt stande befand und Beichen von Schwermuth zeigte, so befürchtet in Rheinsberg 4,45. Zuschneider und Borrichter( außer einigen) inftrumenten- Arbeiter 100,- Beim gemüthlichen Beisammensein Unsere Leser werden sich der f. 3. viel besprochenen An- man das Schlimmste. Wer über seinen Berbleib etwas weiß, in Rheinsberg 4,45. Buschneider und Borrichter( außer einigen) gelegenheit erinnern, daß in Schöneberg vor ca. einem Jahre ein wird gebeten, recht bald seiner Frau Mittheilung zu machen. ber Sinh. Schäftefabrit in Zerbst durch Herzog 4,30. Gendarm Namens Höppner einen Droschtentutscher mit dem Säbel Konsumtaffe d. Buchdruckerei H. S. Hermann 150,- Expedition Enthauptet wurde von der Eisenbahn am Sonntag Abend des Vorwärts" 5,65. Norddeutsche Schleife, Muze's Geburts arg mißhandelt hatte.( Siehe auch unter Gericht in heutiger um 81/2 Uhr ein unbekannt gebliebener Mann. Der Hilfs- Bahn- tagsfeier 4,50. Leipzig, Gewerkschaftskartell d. Nixdorf 200,-. Nummer.) Der Beamte wurde von Schöneberg nach Nixdorf verseht wärter Plitet aus der Albrechtstraße 6a fand auf dem Fern- Ethische Gesellschaft 50,-. Ueberschuß von einem Landwehrund wußte sich auch hier in kurzer Zeit unbeliebt zu machen. Die geleise der Stadtbahn an der Bachstraße den Rörper eines topf. Bülowftraße, Gefangverein Freiheit I 1,60. ErnteAngelegenheit jedoch, durch welche Höppner sich beinahe eines Tobt Mannes auf und nicht weit davon den dazu gehörigen Kopf, Fest im Zukunfsstaat, Rixdorf, durch Klatt 8, Vom schlags schuldig gemacht, wird von Beugen wie folgt geschildert: Am der glatt vom Rumpfe abgetrennt worden war. Die Leiche Dreherperfonal Schönburg, Moabit, durch Menner 6,-Marie Mittwoch Arend erschien der berittene Gendarm Höppner in wurde nach dem Bahnhof Thiergarten gebracht. Der Un Mens Geburtstag 1,50. Ueberschuß der Suhlö'schen HochzeitsSolleidung in dem Hotelrestaurant von Briegnig und suchte betannte, bei dem teinerlei Ausweispapiere gefunden wurden, feier 1,55. Arbeiter von Borchard Nachf., Ritterstraße, 6,25. mit den daselbst befindlichen Stammngästen Händel. Er nannte trug einen graubraunen, weichen Hut, niedrige Schuhe mit Arbeiter der Firma Chestedt u. Robert, Brandenburgstraße 35, die angesehenen Bürger Dussel" und rühmte sich seiner Stärke Gummizügen, weißes Unterzeug ohne Beichen, graue Hofen- 5,10. Arbeitsbursche-20. 5 Angestellte der Buchhandlung des in Schöneberg habe er den Umtsvorsteher auf den Tisch gefekt träger, grauwollene Strümpfe und einen Jaquetanzug von Vorwärts" 7,25. Frauen und Mädchen- Bildungsverein, Bers " " ammlung Sanssouci 20,-. 3 innere Bußer, Bau Danzigerstr. 78 3,00| Luftige Handschuhmacher aus der Gipsstr. 3 4,-. Bon Modell- Gesammelt auf der B. rothen Hochzeitsfeier, außer Ginem, 2,30. 2. Kühne, nebst Budiker Moritz( 1), Gefangverein Liedesfreiheit I 20,-.. E. Tempelhofer Berg tischlern gesammelt 6,45. Bierprozente der Drahtwaaren- Fabrit Tischlerei von 25, 7,00. Dret Eisendreher durch Schmidt 6,25. Ges. 3,15. Von Lichtdruckern I. Rate durch A. Köpnickerstr. 109a, 9. Rate 3,20. Gesangverein Humanität 5,-. Fruchtstraße 2. 1,05. Unglücksstelle 6,50. Automatenbrüder, Oranien- Schneiderwerkstatt M. Levin u. Co. 5,-. Schneider D. u. Co., Tischlerwerkstatt von Wengler u. Mohrmann, Röpenickerstraße 189, 9, Gürtler, Ritterstr. 90, 5,25. Vom Statgewinn Jägerstraße, 7,20. Agitationstommission der Bügler Berlins 2,75. ftraße 154, 4,75. Bolts- Kaffeehaus B. Franke, Gr. Frankfurter durch Binke 2,-. Vergnügungsklub Ostend( Amerikanische Die„ Unsolidarischen" im Thiergarten 5,-. Gesammelt in der Straße 78, 5,-. Von den Arbeitern der Firma S. Marcus, Auftion) 4,-. Hochzeit Stalizerstr. 119 durch Schley 8,50. Werkstatt von Stein, Gr. Frankfurterstr. 86, 6,-. Werkstatt Staligerstr. 10, 5. Rate 6,75. Gesammelt zur rothen Geburtstagsfeier bei Reinhard, Schul- von Frohloff und Rauch, Grüner Weg 33, 5, Von der rothen Summa 874,50 M. Bereits quittirt 13 460,92 M.; in straße, 6,25. Amerikanische Auktion Versammlung der Maler, Gesellenfeier in der Dreysestr. 3,55. Amerif. Auktion Mariendorf Summa 14 335,42 M. Fil. 5, Süd- West, 48,70. Die Bodenleger von Bendix 4,-. 12,10. Bautischlerei von Ewert, Scharnhorststraße 17, 3,-. 1 Für den Inhalt der Jnierate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Dienstag, den 23. Oktober. Opernhaus. Hänsel und Gretel. Die Jahreszeiten. Schauspielhaus. Nathan der Weise. Lessing Theater. Die Schmetter lingsschlacht. Deutsches Theater. Die Weber. Berliner Theater. Die Here. Schiller Theater. Der Meineidbauer. Neues Theater. Komödianten. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Vogelhändler. Residenz- Theater.( Théâtre libre.) La Tante Léontine. Jaques Damour. Theater Unter den Linden. De pheus in der Unterwelt. Bellealliance Theater. König Krause. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Borher: Die Bajazzi. Central- Theater. O! diese Berliner! Alexanderplatz Theater. Der Mikado. National- Theater. Verbotene Liebe. Reichshallentheater. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. SpezialitätenVorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Parodie Theater. Vorstellung. SpezialitätenSchiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Wallner- Theaterstrasse. Dienstag, den 23. Oftober, Abends 8 Uhr: Der Meineidbaner. Mittwoch, 24. Oftober, Abends 8 Uhr: Ein Fallissement. Donnerstag, 25. Oftober, Abds. 8 Uhr: Ein Fallissement. Central- Theater Alte Jakobßraße Nr. 30. Direktion: Richard Schulz. Emil Thomas a. G. Anna Bäders. Josefine Dora. Bum 53. Male: O! diese Berliner! Große Poffe mit Gesang und Tanz in 6 Bildern nach Salingre's Reise durch Berlin von Julius Freund. Castan's Panopticum. Todes- Anzeige. Inserat 2. Wenn bis 4. November erledigt: Ja. Sozialdemokratischer Wahlverein Unterstützungs- Verein der für den 1. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Kupferschmiede( Filiale Berlin.) Allen Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Kupferschmied Adolf Thöns Hassan Ali am Sonntag, den 21. Oktober, im der grösste Mensch der Welt. 45. Lebensjahre verstorben ist. Die Beerdigung findet am 24. Dftbr., NachPrinzess Topase das tleinste Menschenkind. Merikanische Riesen- Cacteen in noch nie gesehener Größe. Alcazar Vaudeville- u. Variété- Theater Dresdenerstr. 52/53( City- Paffage). Vornehmster Familienaufenthalt. Neu! Sensationell! Neu! Pusebach auf Korea. Nell! Geschwister Sarno. Mr. Chong und Nen! Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Entree: Wochent, 20 Pf., Sonntags 40 Pf. Anfang: Wochent. 71/2 Uhr, Sonntags 6 Uhr. R. Winkler. Passage- Panopticum. Dienstag, den 23. Oktober, Abends 8½ Uhr, im Lokal von Röllig, Neue Friedrichstraße Nr. 44. General- Dersammlung. Tagesordnung: 1. Das Bildungswesen im Klassenstaat." Referent Dr. Pinn. mittags 3/4 Uhr vom Sophienkirchhof, 2. Diskussion. 3. Bericht des Vorstandes. 4. Kassenbericht. 5. Neuwahl des 5836 Vorstandes. 6. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. Bergstraße, aus, statt. Der Vorstand. S Todes Anzeige. Unseren Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß unser Kollege Friedrich Franz 540b am Sonntag, den 21. d. M., früh 7 Uhr, plöglich verstorben ist. Die Beerdigung Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein 276/8 für den 3. Berliner Reichstagswahlkreis. Grosse Versammlung findet Mittwoch, Nachmittag 3 Uhr, vom am Mittwoch, den 24. Oktober 1894, bei Ehrenberg, Trauerhause, Wrangelstr. 85, aus statt. Die Kollegen der Pianofortefabrik von Schmidt, Manteuffelstr. 28. Todes Anzeige. 532b % Annenstraße Nr. 16. 278| 12 Sozialdemokratischer Wahlverein Allen Freunden und Bekannten die für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis. traurige Nachricht, daß unsere Tochter, Schwester und Schwägerin Auna Dienstag, 23. Oktober 1894, Abends 8 Uhr, Ladeburg im Alter von 19 Jahren in Fiebig's Salon, Grosse Frankfurterstrasse No. 28: nach kurzem aber schweren Leiden am 21. d. M. fanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 24. d. M., Nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des alten Thomastirchhofes aus statt. Große General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Gen. Dr. Heymann über: Hat der Sozialdemokrat Religion? 2. Diskussion. 3. Bericht des Vorstandes. 4. Raffenbericht. 5. Wahl 279/15 Die trauernden Hinterbliebenen. der Revisorent. 51 wilde Beiber Rechenschaftsbericht aus Dahomey. für die in Berlin gesammelten Die Herenschaukel, Gelder beim Brandenburger Streik der Lithographen, Steindrucker und Berufsgenossen. Einnahme: Mitgliedsbuch legitimirt. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. Oeffentl. Versammlung zu Gunsten der neueſte Juſion. ben der Go 11Arbeiter- Bildungsschule Armin- Hallen Kommandantenstraße Nr. 20. Säle und Vereinszimmer von 20-600 Personen. Pianino fauft Rube, Adalbertstr. 66. Ausgiebigste Verwerthung alter Wollfachen 461b Franseckistr. 27 2 Tr. r. Musik von Jul. Eindshofer. Das beste Brot im Norden Raffeneröffnung 61/2 Uhr. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Morgen und folgende Tage: 0, diese Berliner! Adolph Ernst- Theater Charley's Tante. 534 Pid. aus reinem Roggenmehl 4( mit Kontrollmarke) bekommt 256b man für 50 Pf. in Pfeiffer's Brotbäckerei, Auf Sammelliſten wertschaft • • Auf Sammellisten von der Gewerkschaftskommission Von Gewerkschaften und sonstige Zuwendungen. Ausgabe: An Streifunterſtügung. Arbeitslosenunterstügung. Reiseunterstüßung Drucksachen Porto Prozeßgebühren Entschädigung( Agitation 2c.) Kommissionssigung. Sonstige Unfoften Bilanz: am Mittwoch, den 24. Oktober 1894, Abends 8½ Uhr, bei Zubeil, Lindenstraße 106. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Gustav Wagner: Die Bekämpfung ber Sozialdemokratie durch die Voltsschule. 2. Diskussion. 51| 14 Alle Genossen aus dem zweiten Wahlkreise werden ganz besonders 4318- auf diese Versammlung aufmerksam gemacht. Der Einberufer. . 872, 3 450,95 • 4 572, • • 302, 92,80 28,70 32,80 281, 42,35 Einnahme. 16 003,16 Ausgabe. 9710,85 41,20 Abgeliefert a. d. Hauptkasse 6 292,31 167| 13 A. Rehfeld, Rassirer. Die Renisionstommission: A. Fisch. P. Bräutigam. Nitschke. Molkerei und Pferdestall, Panktrasse 5, au 15 Rüben, 6 Pferden u. reichl. Bu auch Brannenstr. 161, Verkauf im Thorweg. bebör fofort oder später zu vermiethen. Hobelbank mit Werkzeug, 4 Knechte Buchführung, wife, besorgt und 1 Dußend Schraubzwingen zu Schwant in 3 Aften v. Brandon Thomas. verk. Lindenstr. 68 im Plättgeschäft. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Poffe in einem Alt von Ed. Jacobson und Benno Jacobson. Mufit von Franz Roth. zuverlässig Köllun, Saarbrückerstr. 7. Arbeiter- Bildungsschule Südost- Schule, Waldemarstr. 14. Achtung! Bildhauer, Stuckateure Achtung! und verwandte Berufe. Donnerstag, den 25. Oktober, Abends 812 Uhr, im Restaurant Ehrenberg, Annenstr. 16: Oeffentl. Versammlung. Tages Ordnung: 1. Stellungnahme zu der geplanten Zeutralisation der Ortskrankenkassen. 2. Der Verein für freie Arztwahl nud das Einspruchsrecht des Vorstandes. 71| 12 3. Verschiedenes. Sämmtliche Mitglieder, sowie die Herrn Arbeitgeber sind eingeladen. Die Kommission. Um zahlreichen Besuch bittet Achtung! Miether. Achtung! Große öffentl. Volks- Versammlung am Mittwoch, den 24. d. M., Abends 81/2 Uhr, im Märkischen Hof, Admiralstr. 18c( nahe am Rottbuferthor). Tagesordnung: 1. Unsere Kolonialpolitik mit Berücksichtigung des Falles Leift. Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht. 2. Die Proletarier Zoologie in der Residenz mit spezieller Berücksichtigung Ein Noth. fchreieines Hausbesizers in der Klaqueur Bresse Berlins, In Szene gefeht von Adolph Ernst. Mittwoch, den 24. Oktober 1894, Abends 8½ Uhr: seine Ursachen und seine Bedeutung. Referent H. Drange. Morgen: Dieselbe Vorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 182. Gastspiel des fliegenden SerpentinBallets, arrangirt vom Balletmeister Géza Zinner. Verbotene Liebe. Berliner Sittenbild in 4 Aften nach einem vorhandenen Stoffe von G. Key. Regie: May Sam ft. Raffenöffnung 6/2 Uhr. Anf. 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Circus Renz Carlstrasse. Dienstag, den 23. Oktober cr., Abends 7/2 Uhr: Nur noch zweimal E Auf auf zur fröhlichen Jagd. Gesetzeskunde. 3 Zu dieser Versammlung sind der Verwalter M. Sobeck und seine Frau, sowie der Hausbesizer Otto Soldau per Packetfahrt eingeladen. Die Bewohner des Hauses Kottbuserdamm 28, Brunnenstr. 74, Rönigin Augustastr. 29( Ecke der Regentenstraße) werden hiermit erjucht zu erscheinen. 51/15 5366 Der Einberufer: H. Drange. Bortrag des Herrn Rechtsanwalt Knorr: Das Krankenkassen Geset. Die Mitglieder werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Gäste haben freien Zutritt. Der Vorstand. Freie Volksbühne. Heute, Dienstag, den 23. Oktober, Abends 8 Uhr: Ordentliche General- Versammlung im Konzerthaus Sanssouci, Rottbuserstr. 4a. Tagesordnung: 1. Rechenschafts- und Kaffenbericht. 2. Anträge des Vorstandes resp. der Ordnerkommission. 3. Verschiedenes. Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Mittwoch, den 24. Oftober er., Abends 8 Uhr: Bezirks- Versammlung für den Norden Sonntag, den 28. Oktober, Nachmittags 2%, Uhr, 172/10 II. Serie IV. Abtheilung im„ National- Theater":" Der Vorstand der Freien Volksbühne. J. A.: Julius Türk, Blumenstraße 21. Achtung! Töpfer. Achtung! Großartig. Wagentorso; drei Vierer 271/17 züge, darunter zwei Mailcoaches. Parforce- und Kastadenritt. Außerdem: 4 arabische Schimmelhengste. als Fahnenpferde vorgef. v. Dir. Fr. Renz. Liberator, geritten von Herrn R. Renz. Cyd und d. Springpferd Blitz, ger. p. Frau Renz- Stark. Die Reitkünstlerin Frl. Mathilde Renz. Die Klowns Gebr. Villand etc. Am Mittwoch, den 24. d. M., Abends 6 Uhr, findet im Arbeitsnachweis Gipsstraße 16, eine statt. Vertrauensmänner- Sitzung 24419 Pflicht eines jeden Vertrauensmannes( event. wo solcher nicht gefichtlich, wie weit die Verglasung auf den einzelnen Bauten gediehen ist. Der Vertrauensmann: G. Melzer, Friedrichsfelderstr. 26. = bei W. Gründel, Brunnenstr. 188. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Joel über: Wie sollen wir uns ernähren? 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Charlottenburg. Frauen- und Mädchen- Bildungsverein. Versammlung am Mittwoch, den 24. Oktober 1894, Abends 8 Uhr, in ,, Bismarckshöhe", Wilmersdorferstr. 39. Tagesordnung: 1. Bortrag, 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Männer als Gäste willkommen. Mitglieder. 4. Berschiedenes. Die Bevollmächtigte. Milchkübel, 119/14 Rannen, Satten, Maße, Für die Berliner Leser liegt Siebe, Tafelwaagen, der heutigen Nummer unseres Mittwoch: Bum letzten Male: Auf wählt eines beliebigen Kollegen des Baues, ist es zu erscheinen, damit er- Lampen, Kühlapparate, Buttermaschinen Blattes die gestrige Gewinnliste Butterkneter, Drehrollen. Jordan, Kl. Markusstr. 28. der preuß. Lotterie bei. Verantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW., Beuthstraße 2 auf zur fröhlichen Jagd. Fr. Renz, Rommissionsrath. 2. Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 247. Dienstag, den 23. Oktober 1894. 11. Jahrg. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Gerichts- Beitung. Gewerbegericht. " aber die Lefer des Vorwärts" beunruhigt" worden seien. Dem referirte Kellege Grenz Chemnih über das Thema: Die ge widersprach der Vertheidiger, Rechtsanwalt Freudenthal, wertschaftliche und politische Organisation. Der Redner hieit es und machte geltend, daß, gleichviel, ob die Notiz wahr sei für einen großen Fehler, die eine Organisationsform für wichtiger Eine Lohnentschädigung von 17 M. 50 Pf. verlangt der oder nicht, der grobe Unfugsparagraph hier nicht anzu halten und die andere gänzlich zu vernachlässigen, vielmehr Schneider F. von der Firma Arnold Müller für fünf Tage, wendbar sei. Eine Beunruhigung des Publikums" habe sollten zielbewußte Arbeiter beiden angehören. Die Wucht der welche er ohne Beschäftigung im Betriebe der letzteren zubrachte. nicht stattgefunden, auch sei„ öffentliches Aergerniß" nicht erregt Thatsachen habe veranlaßt, daß der gewerkschaftlichen Bewegung Kläger behauptet, hingezogen" geworden zu sein. Darüber sind worden, er beantrage daber Freisprechung. Der Gerichtshof in den letzten Jahren mehr Bedeutung beigelegt wird als früher die Parteien einig, daß die Kündigung ausgeschlossen war. Ein schloß sich nach kurzer Berathung dem Antrag des Vertheidigers und es sei nothwendig, daß sie noch mehr gefördert werde. Die Beuge der Beklagten, ihr Zuschneider, beschwört, nicht zum Kläger an und erkannte auf Freisprechung und Uebernahme der Kosten schwersten Kämpfe ſtehen dem Proletariat noch bevor und dess gefagt zu haben, er werde ihm etwas zuschneiden; er habe dem- auf die Staatskasse. halb nüsse man alle Wege benützt, durch welche es ermöglicht wird, felben nur mitgetheilt, daß für ihn augenblicklich keine passende Die bekannte Schöneberger Säbelaffäre hat nunmehr Aufklärung in die Reihen der Indifferenten zu tragen und sie ( minderwerthige) Arbeit da sei. Auf grund dieser Aussage wies durch ein Urtheil der ersten Bisilkammer des Landgerichts II. für die Ideen der modernen Arbeiterbewegung zu gewinnen. das Gericht den Kläger ab. In der kurzen Begründung des ihren vorläufigen Abschluß gefunden. Wie erinnerlich, wurde am( Beifall.) In der Diskussion geißelte Päel das mangelUrtheils bemerkte der Vorsitzende Te chow, der Kündigungs- Abend des 3. Juni 1892 der Droschkentutscher Ernst Schulze, den Neueingestellten, wie es sich besonders im Verheimlichen hafte Solidaritätsgefühl der er älteren Kollegen gegenüber ausschluß fomme für die Entscheidung mit in Betracht; wenn der mit einem Kollegen vor der Schloßbrauerei in Schöneberg der Affordpreise, des Bertauschens besserer Werkzeuge u.. w. Kläger auf Arbeit gewartet habe, sei es unter den obwaltenden stand und ein Glas Bier trank, von einem Gendarm derartig fast in jeder Werkstatt bemerkbar macht. Die daraus entstehenUmständen seine Sache gewesen. mit dem Säbel traktirt, daß er bewußtlos nach dem Elisabeth den Mißhelligkeiten unter den Kollegen selbst verhindern häufig Die Inhaberin einer Wäsche- Nähstube wurde zur Zahlung von Krankenhause gefahren werden mußte. Dortselbst wurde er zirka ein einheitliches Vorgehen gegen den Fabrikanten, selbst bei den 9,06 M. rückständigen Lohnes verurtheilt, welche Summe sie gegen 6 Wochen an den erlittenen Verlegungen behandelt. Nicht nur, einen Schaden tompenfiren wollte, den die Klägerin ihr angeblich daß ihm ein Armröhrenknochen zerschlagen wurde, auch andere geheuerlichsten Zumuthungen. Poillon driff auf die in der zugefügt hat. Das Gericht fah in der beim Beginn der frag schwere Kopf- und Armwunden hatte er letzten öffentlichen Versammlung hervorgebrachten Mißstände in lichen Thätigkeit der Klägerin von diefer erweislich gethanen Außerdem war sein Hut zerfetzt und sein Mantel derartig sammlungen besprochen, sondern durch das jeweilige Bureau dem davongetragen. den Fabriken zurück und verlangte, daß sie nicht blos in Ver Meußerung, ihre Eltern fämen für nichts auf, die Ablehnung mit Blut durchtränkt, daß er unbrauchbar wurde. Seitens Fabrikinspektor unterbreitet werden. Nach dem Schlußwort des jeder Verantwortung für das Gelingen der Arbeit. Und in dem des Vorstandes des Vereins Berliner Droschkenkutscher, Schweigen der Beklagten, womit diese, was ebenfalls bewiesen dessen Mitglied Schulze ist, wurde Anzeige gegen den Gendarm Referenten theilte Günther mit, daß die in der letzten Ver sammlung gewählten Revisoren sämmtliche seit Januar ein wurde, die Worte der Klägerin aufnahm, sah es ein still Höppner bei der Brigade erstattet und von dieser auch eine Sammlung gewählten Revisoren sämmtliche seit Januar eins schweigendes Einverständniß mit jener Erklärung. Das Gericht strenge Untersuchung des Vorfalls zugesagt. Der Gendarm geprüft und alles in bester Ordnung gefunden haben. Laut Postgelaufenen Listen, sowie Bücher und Belege des Vertrauensmannes hielt deshalb die Entscheidung der Frage, ob die Ungeschicklichkeit öppner hingegen hatte seinerseits Anzeige gegen Schulze wegen fcheine sind an Th. Schwarz in Lübeck 885,90 m. eingesandt der Klägerin oder die Untauglichkeit der verwendeten Maschinen- Widerstandes gegen die Staatsgewalt erstattet. In dem gegen worden. Zum Schluß vertheidigte sich Dewit gegen eine in nadel am thatsächlichen Schaden der Beklagten die Schuld ihn eingeleiteten Strafverfahren wurde Schulze jedoch nach ein letzter Versammlung von Tauschel gegen ihn hervorgebrachte Be trage, für unerheblich. gehender Beweisaufnahme fostenlos freigesprochen. Wider ErEin Stüd sozialen Elends enthüllte die Verwarten legte die Staatsanwaltschaft Berufung ein. Dieselbe schuldigung. Handlung einer Lohnentschädigungsklage, welche die Kammer Vll wurde aber nach nochmaliger Beweisaufnahme durch die Straf- Eine öffentliche Versammlung der selbständigen unter dem Vorsitz des Assessor Blankenstein am 18. Oftober fammer wieder zurückgezogen. Das freisprechende Urtheil des Kürschner in der Hausindustrie fand am Montag, den beschäftigte. Als Kläger erschien der mit einer monatlichen Schöffengerichts erlangte somit die Rechtstraft. Da Schulze auch 15. Oftober, Belforterstr. 15, statt. Genoffe Jahn referirte Pension von 39 m. versorgte" ehemalige Schutzmann Rumpel, Mitglied der Nationalen Kranken- und Sterbekasse der Droschken- über" Die wirthschaftlichen Umwälzungen und die Schäden ein Mann von 57 Jahren, welcher sage und schreibe tutscher und Berufsgenossen( E. H. 75, Siz Berlin) ist, so hatte in der Haus Industrie". In der sehr lebhaften 20 M. Lohnentschädigung für 14 Tage von der die genannte Kasse auch für ihn die Kur- und Verpflegungskosten Diskussion, an welcher sich Thomson, Meinziger, Firma Morig Friedländer( Kravattenfabrik in der Kleinen Frank zu tragen und seiner Familie außerdem statutarisch eine Unter- Bundau, Lewin, Feldmann und Schwemaberg furterstraße) beanspruchte. Aus der Verhandlung ging folgendes fügung zu zahlen. Für diese Kosten wurde der Gendarm betheiligten famen die verschiedensten Meinungen zum hervor. Die Betlagte beschäftigt gewöhnlich zum Transportiren Höppner haftbar gemacht. Schulze machte aber ebenfalls An- Ausdruck. So wollte der eine alle die Klagen und Reden schon von Waaren Laufburschen, junge Leute im Alter von 15 bis fprüche gegen ihn geltend und zwar Lohnentschädigung für zur Zeit des alten Friß gehört haben; man müsse sich selber 18 Jahren, die mit 10 bis 12 m. entlohnt werden. Eines Tages 35 Tage à 4 M., ferner Schmerzensgeld und Entschädigung für helfen; ein anderer wünschte den politischen Standpunkt in der verlangte die Beklagte in der Zeitung einen solchen Burschen. einen Mantel und einen Hut, in Summa 244 M. Die Forde Organisation ganz zu vermeiden, da in der Branche alle Der Kläger sah sich, durch die Noth getrieben, veranlaßt, sich rung der Kaffe belief sich auf 66 M. Die Kaffe ließ sich die Schattirungen vertreten feien. Es müsse künftig die Agitation ebenfalls zu melden; er hat eine starke Familie, wie er im Forderung des Schulze cediren und flagte nun gegen Höppner mehr von Mund zu Mund betrieben werden. Die Männers Termin häufig betonte. Um auch ja die Stelle zu erhaschen, bot die ganze Forderung mit 310 M. ein. Nach fünf stattgehabten arbeit werde immer mehr und mehr durch weibliche verdrängt, er sich für 10 M. an, wobei jedenfalls der Umstand mitspielte, Terminen ordnete das Gericht im Mai d. J. eine umfangreiche dazu fomme die zweimalige Saison im Jahre mit der uns daß er seines Alters und der besonderen Vorliebe der Geschäfts: Beweisaufnahme auf den 9. d. M. an. Während nach derselben ermüdlichen Erzeugung neuer Muster. Ueberall herrscht die leitung für alte Arbeiter eingedenk war. Er wurde der Vertreter der Klägerin, Herr Rechtsanwalt Ule, auf Ver- größte Hoffnungslosigkeit. Eine Resolution, welche ihr Eins einige Tage beschäftigt, Dann aber entlassen, weil urtheilung plaidirte, beantragte der Vertreter des Bellagten Ab- verständniß mit dem Referenten aussprach und zur Organisation er den Beklagten zu alt, und trob feiner weifung der Klage, weil eventuell eine konturrirende Handlung aufforderte, gelangte einstimmig zur Annahme. Sonstigen Rüstigkeit doch dem Posten für 10 Mart nicht vorliege. Die Urtheilsverkündigung wurde bis zum 16. d. aus gewachsen erschien. Es wurde eine Zeugin vernommen, welche gefeßt. Das Urtheil lautete, wie wir aus der Allg. Fahr- 3tg." die Behauptung der Vertreterin der beflagten Firma, Kläger sei ersehen, auf Verurtheilung des Gendarm Höppner gemäß dem auf Probe angenommen gewesen, bestätigte. Der Vorsitzende hielt Klage- Antrage. einen Vergleich für angebracht. Ein solcher kam nicht zustande, weshalb der Vorsitzende den Kläger zur Zurücknahme der Klage animirte. Dieser verlangte aber sein Recht", indem er sich dar auf stüßte, daß er siebzehn Jahre dem Staate gedient und drei Feldzüge mitgemacht habe, sowie ehemals Vorreiter des ersten Kaifers des neudeutschen Reiches gewesen sei. Das Gericht konnte selbst verständlich hierauf ebensowenig Rücksicht nehmen, wie die Firma Moritz Friedländer darauf Rücksicht genommen hatte. Es wies den Kläger entsprechend seiner konstanten Praxis, in der An nahme, ein Probeengagement bedeute den vorläufigen Ausschluß der Kündigungsfrist, mit der Klage ab. an Durch Versammlungen. Unbefugtes Verlassen der Arbeit. In einem Urtheil gegen den Berliner Transportverein( Knopp u. Görke) sprach das Gericht den Grundsaß aus, daß die Ausdehnung der Frühstückspause eines denselben noch kein unbefugtes Verlassen der Arbeit in fich schließe. Indem es die Firma zur Zahlung Der verlangten Lohnentschädigung verurtheilte, legte das Gericht keinen Werth auf die Fortden Kutscher& sehung der stattgehabten Beweiserhebung, weil dieselbe nach Anficht des Gerichts im ungünstigsten Falle für den Kläger nur zu der Feststellung führen würde, daß derselbe statt eine halbe eine ganze Stunde in der zum Frühstücken außersehenen Kneipe zubrachte. Dieses, vielleicht erweisliche Vergehen, betonte der Teutscher Holzarbeiter Verband. Eine gutbesuchte VerVorsitzende, sei nicht schwer genug, um als unbefugtes Versammlung für den Bezirk West und Südwest fand am 14. Oftober lassen der Arbeit und damit als Entlassungsgrund an- im Lotal von Zubcil, Lindenstr. 106, statt. Die Tagesordnung gesehen werden zu können. Den Einwand der beklagten lautete: 1. Vortrag; 2. Diskussion; 3. Werkstattangelegenheiten Firma, die Kündigung sei ausgeschlossen gewesen, fonnte das Ge- und Verschiedenes. Der Referent Genosse Reinte hielt einen richt nicht berücksichtigen, da der vorgelegte Arbeitsvertrag wohl beifällig aufgenommenen Vortrag über Das Handwerk einst dem Transportverein das Recht zur sofortigen Entlassung des und jetzt", dem sich eine Diskussion anschloß, die sich im Sinne Klägers einräumte, aber den Kläger zur 14tägigen Kündigung des Referats bewegte. Hierauf fand die Wahl von zwei Werkverpflichtete. Solche, für die beiden Kontrahenten verschiedene nattkontroll- Kommissionsmitgliedern statt, mit welchem Amt die Kündigungsfristen festsezende Verträge sind bekanntlich nach der Kollegen Knaack und Zernicke betraut wurden. Nach einer Gewerbe- Ordnung ungiltig, d. b. sie schließen beiderseits nich energischen Mahnung, kein Boykottbier zu trinken, schloß die die gesetzliche Kündigungsfrist aus. Der beklagte Görte fonnte Bersammlung. das gar nicht klein triegen". Ein dritter Einwand, eigentlich habe des Klägers Renitenz" den letzten Anlaß zur Entlassung gegeben, wurde, nach der Urtheilsfällung, somit zu spät er hoben. 1916208 WY Der Verband der Geschäftsdiener, Packer und Be rufsgenossen hielt am 15. d. M. seine dritte diesjährige General versammlung ab. Nach einigen geschäftlichen Mittheilungen des Vorstandes regte Kollege Schumann an, daß sich die Mitglieder der Orts- Krankenkasse recht rege an der bevorstehenden Delegirtenwahl betheiligen mögen. Sodann gab der Kassirer Kollege Plath die Vierteljahrsberichte. Danach betragen die Einnahmen im Arbeiter in Berlin und Umgegend hielt am 14. Oftober eine Verbandes beziffert sich jetzt auf 4332,49 M. Der Verkehr im Der Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten verbleibt ein Ueberschuß von 816,16 M. 3. Quartal 1894 2350,15 M., die Ausgaben 2033,99 M. Mithin Das Vermögen des Bezirks- Versammlung in Hiydorf ab. Kollege Nät her hatte Stellennachweis gestaltete sich wie folgt: Gemeldet waren 211 das Referat übernommen. Da der Redner am Erscheinen ver- Stellen. Davon wurden befeßt: 84 für fest und 38 zur Aushindert war, so mußten die ersten beiden Punkte von der Tages bilfe, deren Dauer 83 Tage 2 Stunden betrug. 33 Stellen ordnung abgesetzt werden. Der Vorsitzende Kollege Thate gab fonnten wegen Mangel an geeigneten Kräften und 1 Stellen und forderte die Anwesenden auf, recht rege für die Organisation wurden Laufburschen verlangt. Die übrigen Stellen wurden dann einen kleinen Ueberblick über die Grundsäße des Verbandes wegen zu geringen Lohn nicht besetzt werden. In 8 Fällen Verband regten an, daß eine Zentralisation unter heutigen Wer betrug der Lohn: der niedrigste 9 M., der höchfte 22,50 m. zu agitiren. Einige Mitglieder vom Deutschen Metallarbeiter von den Kollegen zu spät gemeldet. Bei den besetzten Stellen hältnissen besser und auch nothwendiger sei, als eine Lokal- Die längste Arbeitszeit betrug 161/2, die türzeste 10 organisation. Dagegen wendeten sich der Vorsitzende und einige Stunden. 17 Kollegen haben unbeschränkte Arbeitszeit. 19 nachfolgende Redner, die behaupteten, daß für Berlin noch feine Kollegen haben vollständige Sonntagsruhe, alle anderen müssen Es könnte dieses nur zu einer großen Zersplitterung der Metall- beiten. Die durchschnittliche Arbeitszeit ist 131/2 Stunden, der Nothwendigkeit vorliege, dem Deutschen Verbande beizutreten. Sonntags, vielfach auch während der gefeßlichen Ruhezeit ar arbeiter- Bewegung führen. Ein Antrag, in fürzester Zeit wieder Durchschnittslohn 17,35 M. Der Bureauthätigkeits- Bericht ergab eine Versammlung in Riydorf mit der gleichen Tagesordnung einen Eingang von 436 und einen Ausgang von 597 Schrift abzuhalten, wurde angenommen. stücken. Ferner wurden 156 Auskünfte über Gewerkschafts- und Rechtsfragen ertheilt, sowie 11 Klagen und 8 Steuerreklamationen angefertigt. Des Weiteren fanden 5 Vertretungen beim Gewerbegericht und 20 in Unfallsachen statt. Aus der Bibliothek wurden 366 Bände verliehen. Hierauf nahm die Generalversammlung eine Reihe, durch das Anwachsen und die Ausbreitung des Verbandes nothwendig gewordener Statutenänderungen vor. Unter anderen wurde der bisherige Name in Verband aller im Handels- und Transportgewerbe beschäftigten Hilfsarbeiter für Berlin und Umgegend" umgewandelt. Der Vorsitzende theilte noch mit, daß am 28. Dktober eine Wanderversammlung bei Zubeil und am 4. November eine solche für Roututscher u. 1. w. bei Boltzmann, Lichtenberger. straße 16, stattfindet. Die Versammelten ehrten sodann das Anseiner Witgliederversammlung am 15. Oftober ein Referat des den Blägen. Nach Erledigung einiger interner Angelegenheiten Der Verein deutscher Schuhmacher( Filiale 11) hörte in denken des verstorbenen Getreideträgers Otto durch Erheben von Rollegen Fleischer über die Thätigkeit der Gewerbegerichte. wurde hierauf die Versammlung geschlossen. Redner zeigte in der Besprechung über mehrere Urtheile, wie Grober Unfug. Wieder einmal war der Versuch gemacht verschiedenartig die Auffassung ist, die einzelne Kammern gegen- Die Freie Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker nahm worden, jenes Kautschukgewächs, das sonst nur auf fäd fifchen über sehr einschneidenden Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung in ihrer Versammlung vom 16. Oftober den Kassenbericht Gefilden zu wuchern pflegt, hier in Berlin einzuführen. Heute vekunden. Im weiteren Verlauf der Verhandlungen wird be- des Rendanten für das 3. Quartal entgegen. Der Bericht weist stand unser Genosse Pößsch vor dem Schöffengericht, um sich wegen fannt gegeben, daß die„ Deutsche Schuhfabrik" in der Rosen- eine Einnahme von 395,94 M. auf, der eine Ausgabe von groben Unfugs zu verantworten. Dieses Verbrechen" sollte be- thalerstr. 63/64 eine Niederlage eröffnet hat. Die Leitung dieses 338,43 M. gegenüber steht, mithin ein Bestand von 37,51 M. gangen sein durch eine Notiz in Nr. 170 des Vorwärts" Geschäftes soll ersucht werden, ein Flugblatt herauszugeben, in Bei der hierauf vollzogenen Erfahwahl zum Vorstand vom 25. Juli. Dort war gesagt, daß in den Berliner Messing dem die Arbeiter aufgefordert werden, die Geschäfte von fiel die Wahl eines 2. Schriftführers auf das Mitglied werfen" in der Alexandrinenstraße ein Schmied verunglückt sei, Konrad Tack zu meiden, dagegen der Deutschen Schuhfabrik Deller, die eines Beisitzenden auf das Mitglied Kummer. indem ihm ein Finger abgerissen wurde. Im ganzen Etabliffe ihre Unterstüßung angedeihen zu laffen. Die nächste Versamm Die Abrechnung vom Stiftungsfest ergiebt ein Defizit von ment habe sich kein Nothverband vorgefunden, faum, daß lung findet am 29. Oktober, bei Gründel, Brunnenstr. 188, statt. 21,50 m. Unter Verschiedenes ergreift Kollege Graß ein elendes Stück Zeug" aufgetrieben werden konnte. Fast eine das Wort, um sich gegen den Rendanten Jen chen zu wenden, Stunde sei der Verwundete ohne ärztliche Hilfe geblieben, foda 15. Oktober der Kollege Niederauer eine interessante Vor- framgeschäft führt. Jenchen, der sich zu rechtfertigen suchte, was Im Verein deutscher Schuhmacher( Filiale I) hielt am ber boyfottirte 3 Bier in seinem nebenbei betriebenen Grüner einen ziemlich starken Blutverlust erlitten habe. Am Schluß lejung. Unter Vereinsangelegenheiten entspann sich über den ihm aber schlecht gelang, legte schließlich sein Amt nieder. Die war die Mahnung an die Unternehmer im allgemeinen geknüpft, Artikel in dem Fachblatt, betreffend die Beitragserhöhung, eine doch nach dieser Richtung hin beffer ihre Pflicht zu thun. Der betreffende Arbeiter, den die Direktion der Fabrik im Verdacht längere Debatte. Endgiltige Beschlüsse zu fassen wurde der kom- Kollegen Karbe und eblaff werden in ihre Rechte wieder hatte, binirten Versammlung überlassen. Der Kassirer ersucht sodann eingesetzt. Sodann entspinnt sich eine sehr lebhafte Debatte über der Veranlasser der Notiz zu sein und dem die Entlassung angedroht worden war, die Mitglieder, bei längerer Krankheit oder Eintritt zum Militär- eine Anzahl von Lokalen, wo die Arbeiter in dem guten Glauben bdenunzirte den dienst ihm hiervon Mittheilung zu machen, damit dem Betreffenden gehalten werden, daß Mitglieder der Freien Vereinigung" daselbst Redakteur unseres Blattes und so entstand, da eine Beleidigung die Mitgliedschaft nicht verloren gehe. Zum Schluß wurde die Beschäftigung finden. Es wurde konstatirt, daß die Herren Wirthe in der Notiz nicht enthalten, die Anklage auf grund des Kaut in einigen Fabriken noch übliche Unfitte der sogenannten Ein- damit sie Mitglieder werden, um dann der Arbeiterschaft Die Leiter ihrer Hauskapellen zum Verein schicken, fchut- Paragraphen. Die Beweisaufnahme bestätigte außer einigen Abweichungen im wesentlichen den thatsächlichen Inhalt der standfeier einer herben Kritik unterzogen. fagen zu können, die Kapelle bestehe aus, 3ivil BerufsNotiz. Der Staatsanwalt beantrage indeß 6 M. Strafe oder 2 Tage In einer öffentlichen Versammlung der Former, die musikern", während der Leiter nur im geschäftlichen Hajt, weil die Arbeiter bevölterung", namentlich am 15. Ottober im Lokal von Pape, Colbergerstr. 23, stattfand, Interesse sich in den Besis der Mitgliedskarte fezte und die " übrigen Musiker der Kapelle aus Beamten, Hausbesigern und seiner Versammlung am 17. Oktober einen Vortrag des Genossen| blick über das Sommerfest des Vereins und spricht sein Bedauern anderen sichergestellten Personen bestehen. Ganz speziell beschäfẞinn über:„ Das Bildungsmonopol der heutigen Gesellschaft" aus, daß noch ungefähr 300 Billets ausstehen. Es läßt sich tigte man sich mit Schneider's Salon in der Belforter- als ersten Gegenstand auf die Tagesordnung gesetzt. Nach dem daher noch keine Abrechnung herstellen. Die Versammlung bestraße, wo die Hausmusik in Händen eines Eyefutors beifällig aufgenommenen Referat, dem sich eine furze Diskussion schließt, daß die Namen derjenigen, welche bis zur nächsten Verliegt, während bei Arbeiterfesten der Pianist Krause vor- anschloß, ging man zur Besprechung von Vereinsangelegenheiten fammlung ihren Pflichten nicht nachgekommen sind, veröffentlicht geschoben wird, der eben der Freien Vereinigung beitreten mußte, über. Die Kollegen aus der Werkstatt des Herrn Han te waren werden. Hierauf theilt Hoffmann mit, daß der Gastwirth Wicht, Schultheißbier schänkt und um die Karte zeigen zu können. Im Verlaufe der Debatte ver- zu dieser Versammlung eingeladen und zum Theil erschienen. In Kaiser Friedrichstraße, wieder läßt Herr Krause das Versammlungslokal. Es wird hierauf der Debatte wurden die Zustände in jener Werkstatt einer ein empfiehlt denselben der nöthigen Beachtung der Genossen. Der Herr Krause aus der Vereinigung ausgeschlossen. Ferner wurde gehenden Kritik unterzogen. Eine Beschwerde über die lange Kursus in der Nationalökonomie foll nach dem Anmitgetheilt, daß in dem Lokal Süd- Ost, Waldemarstraße 75, Arbeitszeit in der Werkstatt des Herrn Neumann, Brunnen- trage des Vorstandes bis zu Ende geführt werden. In der ein Hausbesiger, Nichtmitglied, die Musik leitet und die straße wurde der Werkstatt- Kontrollkommission überwiesen. Sache des Vertrauensmannes Genossen Hoffmann gegen den Musiker selbst bei Arbeiterfesten nur je 5 M. erhalten. Zum Schluß wird die Absicht bekundet, durch Flugblätter und Inserate eine rührige Agitation für die Organisation zu enthalten. Der Deutsche Holzarbeiter- Verband( Bezirk N.) hatte in Soeben erschien: Pankow. Der Arbeiterverein für Pantow Ginfeger Justus Schulz gewann die Versammlung die Ansicht, und Umgegend" hielt am Sonnabend, den 13. Oktober, daß die Beleidigung gegen Hoffmann eine so schwere ist, daß feine ordentliche Versammlung ab. Auf einen Vortrag wurde man den Beleidiger nicht mehr als Parteigenossen betrachten verzichtet. Genosse K. Hoffmann giebt einen furzen Ueber- tönne und wurde somit Schulz aus dem Verein ausgeschlossen. 17 Jérôme Napoleon von Westfalen. Getrönte Häupter. Nr. 1( Katharina II. von Rußland). Preis: 20 Pf.) Konfiszirt gewes. Nr. 2( August der Starke v. Sachsen). Preis: 20 Pf. Wieder freigegeb. Nr. 3( Papst Alexander VI.) 64 Seiten. Preis 20 Pfennig. Nr. 4( Carl Leopold von Mecklenburg) 64 Seiten. Preis 20 Pfg. Nr. 5( Ludwig XIV. von Frankreich) 64 Seiten. 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