Nr. 585» 57.�ah?g u Übt itüg bis i Uhr adenbe. Zentralorgan der rozialdemokratifcben Partei Deutfcblands Keöaktion und Expedition: EW. 6$, ÄindcnSlc. 3. Trernttireriier:«mt Mortnvlntt,?tr. 15190— 151»7. Montag, den 559. November 19559 vorwärts-veriag G.m.d. k. EW. 08. �indenstr. 3. aernivrrcher:«mt Morinplan. Sir. 11755— 54. Internationale gegen Ruhrbeörohung Der Internationale Tewerkschaftskon» preß inurde am Sannobend, den 27. November, geschlossen. Als letzter Punkt stand auf der Tagesordnung der Bericht der auf der Konferenz hu Amsterdam eingesetzten K o m- missionzurBerersung des Ruhrgebiets. Nach- dem I o u h a u x(Frankreich) im Namen dieser Kommission Bericht erstattet und L e g i e n als Vertreter Deutschlands dagu gesprochen hatte, wurde folgende Resolution ein» st i m m i g angemmimen: Der vom 22. bis 27. November in London tagende außerorbent- liche Internationale Gewerkschaftskongreß erhebt nach Kenntnis- nähme dcS Bericht? der vom Internationalen Gewerkschaftsbunde in das Ruhrgebiet entsandten Untersuchungskommission e n e r g i» schen Protest gegen die angedrohte Besetzung dieses Gebiets durch die Truppen der Entente. Der Kongreß stellt fest, daß eine derartige Maßnahm« ei» nicht zu rechtfertigender Gewaltakt fein würde, eine Bergcwaltigung der getroffenen Abkommen, eine Bergewaltigungder Frei- heit und d«r Bestrebungen der Arbeiter zur Sozialisierung der Bodenschätze, ein Schlag deS internationalen Kapitalismus gegen die Arbriterbevölkkrung. In der Ueberzrugung, daß bie Besetzung deS RuhrgebietS ver- hängnisvolle Folgen haben und der Reaktion und dem Militarismus zugute kommen würde, daß sie den.Gefahren, welche die Welt bc- drohe», noch neue hinzufügen und ein unübersteigbares Hindernis bilden würde für die Wiederaufnahme der normalen Verbindungen zwischen den Völkern, erklärt der Kongreß, daß die o r g a n i. Zrankreich unü Gberschlesten. Paris, 28. November. Der Londoner Berichterstatter der, Agence Hoves meldet, dcrtz gestern über die Volksabstimmung in Oberschlesien verhandelt wurde. Um den Ungelegenheiten zu entgehen, die die Zuiroise von vielen aaßerhakb des Volksabstim- mibnySbezirks Wohnenden am Tage der ValkSdbstimmung haben könnte, seien zwei Vorschläge gemacht worden. Nach dem ainen sollen die auhebhald deS AbstammungSbezirks Wohnenden nicht am gleichen Tage wie die Bevölkerung von Ober- schtesien abstimmen. Nach dem anderen Vorschlag sollen die außer- Intb OberschlesienS Wobnenden außerhalb deS Ab st im- m u ng s b e z i r k s, aber in der Desepungszone, eftva in Köln, abstiamnen. Zu dieser Lösung bemerkt der Berichterstatter der t'genre Hcwas, sie stelle die Freiheit des AbsttmmungKrechtS und pieichzcit g die Aufrechteichalwng der Ordnung sicher. Es sei be- schlössen worden, den letzten Vorschlag Polen und Deutsch- land zur Annahme zu untenbreiten. Werde er abgelehnt, so werde man die andere Lösung zur Anwendung bringen. Möglicherweise leitet diese halbamtliche französische Mel- dring die Zu rücknah nie des französisch-polnischen An- sinnens ein, die außerhalb Oberschlesiens wähnenden Ober- schlesier von der Abstimmring auszuschließen. In England ist man mit dieser Forderung offenbar auf wenig Gegenliebe gestoßen, und so versucht man die Mehrheit der deutsch- gesinnten Obsrschlesier auf eine andere Weise zu zer- schmettern. Demi etwas anderes bedeuten auch die neuen Vorschläge nicht. Auch einem politischen Kind muß klar sehr, daß die ans Deutschland kommenden Ab str mnrung sbe rech- tigtan demselben, ja einem weit stärkeren polnischen Terror(denn das versteht man doch, offen gesprochen, auf französischer Seite imter den zu befürchteten Unruhen) aus- gesetzt sein werden, wenn sie, sozusagen hinter Stachcldraht, gesondert abstimmen. Damit wäre also nichts gewonnen. Im Aweiten Fall würden die Polen nicht verfehlen, mit der Be- Häuptling spazieren zu geben, die Oberschlesier, du in Köln oder an einem anderen deutschen Ort abstimmen, ständen unter dem Zwang der deutschen Knute. Sckwn beule operiert man ja in Polen sehr ausgiebig mit diesem Argument. Wir müssen schon auf der Forderung beharren, daß die Abstimmung unter der Form vor sich geht, wie derVertrag es wünscht, und hoffen, daß man in England auch diesem französisch« Versuchsballon den richtigen Wind gibt. Frankreich ist doch sonst so ängstlich darum bemüht, daß der Versailler Vertrag bis aufs I-Tüpfelchen erfüllt wird.... Irenansläae auf Enilanö. Der Kleinkrieg in Irland nimmt trotz aller rigarasen Maßnahmen der englischen N.'gierung und trotz der Wicdervergcl- tnngcn immer heftigeren Charakter an. In C a r k wurden in der Nicht vom 27, zum 28. dauernd Explosionen, Gewehr- s ch ü s s e und Ncvolverfener»ckjort. Mehrere Häuser in ver- schiedenrn Teilrn der Stadt, u. a. ein Manufskturwarengeschäft, wurden in Vrand gesteckt und vernichtet. Am 27. hat in einer Fabrik eine neuc Bombrnexplosion stattg-funden, bei der zwei Personen g e t S t e» wurden; eine Person wurde schwer perletzt. Wie eS scheint, beanügcn sich die Slnnfeiner nicht mehr mit ihrem Nrbcit«>'eld in Irland, sondern versuchen, den Brand- h»d auf England selbst auszudehnen. In Liverpaol ntti,« N,n,i4.. g„,i« n-b r,A mit.ll,„ vi?- 4 f e r t.' Kaum war das Fluggeug erfunden, da wurde einen derartiapti OUnOnnTtm««tt c« it«S tu nCrhinfrfr« mächtigen militärischen Fangarmen ergriffen und einer derartigen Maßnahme zu w I d e r se tz e n und zu verhindern, en! �» b.-"-ei-iu«w daß die Arbeiter deS RuhrgebietS einer militärischen Unterjochung unterworfen werden. Der Kongreß erklärt, daß die.Kohlenfrage nicht durch miN- tärische Gewaltakte, sonder« nur durch eine internationale Organisation der Produktion und der Berteilung aller Brennmaterialien gelöst werden kann, wie sie bereits der inter. nationale Bergarbeiterkongreß in Genf gefordert hat. De? Kongreß erklärt, daß ganz im besonderen die Produktion im Ruhrgcbiet unbestreitbar abhängig ist von einer guten LebenS- mittelverforgung der Grubenarbeiter. In Erwägung, daß die Bergleute die in Spa eingegangenen Berpflichtunge» voll erfüllt haben, verlangt der Kongreß auch für sie die Erfüllung der Versprechen, welche ihnen als Gegenleistung gemacht worden sind. Er weist hin auf die ernste Lage, in der die arbeitende Bevölkerung deS RuhrgebietS sich befindet, auf das Elend, das die Jugend mit dem Tod bedroht, und verlangt, daß Maß- nahmen zur Beseitigung dieses entsetzlichen Zustandes getroffen werden. Der Kongreß erNSrt schließlich, daß die Wiederherstellung der durch den Krieg zerstörten Gruben nur das Werk freier von dem gleichen Willen zur Freiheit und zum Frieden beseelter Arbeiter sein kann. iM SufhmmmK fe- � �§ m 24,«rl-n«.-- mimlich vom Zeppelinkreuzer bis zum Höhenmesser des Flugzeuges. von der Lustlschlff halle bis zur photagra>Phiichen Kamera—> wahrscheinlich noch mehrere Jahre in Anspruch nehmen dürfte, I ja vielleicht sogar praktisch völlig unmöglich ist. Denn wir eS von in den Dien st des HeereS gestellt. Der leitende Gedanke für die Weiterentwicklung des Aeraplans(um den Ausdruck der damaligen Zeit zu gebrauchen) war fortan der: die größt- möglichste Verheerung auf der Erde aus der Lust hervor» zurufen. Der Plan gelang. Beweis dafür ist der verflossene Feldzug, an dessen Ende wir und die Gegner Flugzeuge hatten, die Maschinengewehre, Kanonen und Bomben bis zu 1000 Kilogramm pro Stück, ja sogar Flammenwerfer an Bord führten. Weltkrieg ist Weltenwende. Sie wird das Flugzeug, 1 daS zum„Satan des Aethers" geworden war, in den Dienst 1 der Menschheitsannäherung stellen. Der Luftverkehr ist be» ' rufen, die SSöller zu verbinden, bie Versöhnung zu befchleu- � nigen. Dem deutschen Lüftverkehr droht jetzt schwere Gefahr. jEine anscheinend auf englischen Einfluß zurückzuführende Not? der interalliierten Lufffahrt-Kontrollkommission vom 24. d. M..erinnert unter Bezugnahme der Protokolle von Boülogne und Spa daran, daß der Bau von deutschen Flug- zeugen erst drei Monate nach vollkommener Ausfiih- rung des Z 202 des Friedensvertrags gestattet ist. Ich will mich in den Streit nicht einlassen, ab die Auffassung der En- schen uud den englischen Teilnehmern die Zustimmung soniders stark war. wurden in der Nacht zum Sonntag 18 Baumwollager- Häuser angezündet. Es wurden Petroleumkannen und mit Pa- raffin getränkte Baumwolle an der Brandstätte gefunden. Mnf jg �bgfritil)lwlstm(�tt Zahlreiche Anzeichen deuten darauf-—''" Männer wurden verhaftet. Zahlrriche Anzeichen deuten hin, daß S i n n f r i n e r die Brandstifter sind. Zwei Baum- wollagcr sind vollständig niedergebrannt. In London war am Sonnabend ein groß angelegter BrandstiftungSverfuch der Sinnfciner vereitelt worden. Die Brandstifter flohen ebenfalls unter Zurücklassung von Pe- troleumkonnen und paraffingetränkter Baumwolle. Es ist soweit gekommen, daß sich die englische Regierung in ihrem eigenen Hause nicht mehr sicher fühlt. Am Eingang der Downing Street (in der die Amtswohnung Lloyd George? liegt) wurden zum Schutz gegen etwaige Angriffe der Sinnfeiner Barrikaden errichtet. Die Behörden haben beschlossen, das ParlamrntSgebäude für da» Publikum zu sperren. Die Absperrung ist darauf zurückzuführen, (aß während der letzten Razzien in Irland eine ausgedehnte Sinn. sinerverfchwörung aufgedeckt wurde, welche die Beschädigung von RrgieningsgcbLudrn in London sowie andere terroristische Akte zum Ziele hatte. Mitglieder der Regierung und andere hohe Beamte haben Drohbriefe und anonyme Warnungen erhalten. Die amtlichen Kreise bewahre» größtes Stillschweigen. Wie verlautet, werden in Dublin zur Jnternierung der Mit- gsirder des irischen republikanischen Heeres KonzentrationS« log er gebildet. In Dublin wurden in der verganginen Woche 300 Personen verhaftet. Muslflnösrunüsthau. Die Abrüstungskommission deS Völkerbundes erklärt« auf Antrag Bourgeois, in Anbetracht der Tatsache, daß der Rat einzig für die Anwendung des Artikels 16(betr. die Blockade) verantwortlich sei, dürfe die Kommission, die mit der technischen Organisation der Blockade beauftragt ist, auf keinen Fall den Charakter einer ständigen Kommission an- nehmen. t In einer Belvrechurig eines Werkes von Baruch, dem Berater Wilsons, über Wiedergutmachung und WirtschaftSbestimmungem des Verfailler VerlraaeS. sondert KeyneS, der bekannte Ver- fasser deS kritischen Werkes über den Versailler FrieSenSvertrrrg, Aufhebung der Wiedergutmachungskommission. Di« österreichische Regierung hat sich an Deutschland mit dem Ersuchen gewandt, eine MehlauShilfe von zirka 600 Waggons bewilligen zu wollen. Der italienische Delegierte in der WiedergutmachungSkom- m-ission, B« r! o I i n, ist auf der Reise von Paris nach Ram in Turin gestorben. Das norwegische Parlament hat ein« Vorlage be- mus in Kreise hineintragen, wo er bisher glückiicheiweife im treffend Annahm« deS Schiedsgerichts Vorschlages mit � allssemeinen nicht zu Haufe war. 102 negen 2i Stimmen verworfen. Nach diesem Beschluß muß! Die Arbeiterfchast, die im Flugzeugbau «S als ziemlich sicher gelten, daß in den nächsten Tagen ein E i s e n--! u n d L u f t v e r k e h r beschäftigt i st. W i r d n a t u r- bahnerstreik eintreten wird. Es wird ,etzt charan qmrKeitet, gemäß von einer ungeheuren Erregung er- � griffen. E s ist dies jedem verständlich, der weiß, was es bedeutet, heutigentags über verirrte Patrioten sowie Berufs- und Gelegenheitsschieber sich leider nicht abhalten lassen, Material, wo es möglich war, beiseite zu bringen, und daß es sehr schwer ist, diese Gegen- stände wieder zu erfassen. Wenn aber keine Flugzeuge bei uns mehr gebaut werden dürfen, muß in einiger Zeit auch der deutsche Lüftverkehr eingestellt werden, zumal es uns ausdrücklich untersagt ist. Flugzeuge aus dem Ausland einz?fü>hren. In zweijähriger, rastloser Arbeit haben hauptsächlich die deutsche Lustreederei(zusammen mit der Hamburg-Amerika« Linie) und der Flugzeugbau Sablatnig(zusammen mit dem Norddeutschen Lloyd) verschiedene PerkÄhrslinien eingerichtet, aus denen ein regelmäßiger Luft betrieb zwecks Beförderung von Post und Personen herrscht. Alle Mühe und alle Kosten sollen nun umsonst gewesen seinl Beim Zusammenbruch 1918 hatten wir eine FlugFeug» Industrie, die in etwa 40 Fabriken monatlich zirka 2500 neue und reparierte Flugzeuge sowie deren Ersatzteile heraus- brachte. Nur drei Firmen— und zwar FoKer-Schwerin, Junckers-Dsssau und Sablatnig-Berlin— entschlossen sich damals, vom Kriegsslugzeughau zum Perkehrsflugzeugbau überzugehen. Die anderen 37 Fabriken zogen es vor, sich mehr oder weniger auf landwirtschaftliche Maschinen. Möbel und andere Sachen umzustellen. Jetzt droht auch den drei Firmen, die der Fliegerei treu blieben, die Vernichtung. Militärische Gründe können die Entente-Note unmög- lich rechtfertigen. Ein Verkehrsflugzeug ist, wie mir jeder Fachwann ohne weiteres zugeben wird, für Kriegszwecke un- brauchbar. Zudem hält sich die Produktion der drei Firmen obendrein noch im bescheidenen Rahmen. Mehr wie ein Dutzend neuer Flugzeuge werden sie im Monat meiner Schätzung nach nicht herausbringen. Der Betrieb ist also sehr leicht zu übersehen und zu überwachen. Damit sollte sich die Entente begnügen. Es wäre jedoch zu begrüßen, wenn hier- bei die Zahl der vielen Firmen, die lediglich aus dem Papier tätig sind und dadurch bei uns Verwirrung und bei der En- tente Verdacht hervorrufen, von. der deutschen zuständigen Stelle stark eingeschränkt würden. Eine Repressalienpolitik aber an den drei tatsächlich bauenden Firmen und an den zwei maßgebenden Lufwerkehrsgesellschasten auszuüben, ist das Verkehrteste, was unsere Vertragsgegner machen können. Sie werden dadurch die Erfüllung des§ 202 bestimmt nicht heschleunigen sondern nur einen unerwünschten Nationalis- daran Verkehr auf den eintreten wird. Auww-'billinien zu organisieren, um den ! ligen Linien aufrechtzuerhalten. Auf dem Kongreß des sozialistischen Verbandes des SeinedepartemcntS erhielt der Arftrag L o r i o t- F r o s s a r t. der sich für den Anschluß an d-ie 3. Internationale von Moskau aussprickt. 13 488 Stinwncn, ein Antrag L o n g u e t für den Anschluß an die 8. Jnternaiwn.ale unter Vorbehalt 2114 und ein Antrag Blum und Genossen für den Anschluß an die 2. Internationale 106l Stimmen. Nacht arbeitslos zu werden. Hunderten von deutschen Arbeitern und einer großen Zahl von Beamten droht jetzt dieses Schicksal. Daran sollte die Arbeiterschaft in den En- tenteländern denken und unverzüglich aus ihre Regierungen mit allen legalen Mitteln ctnwtrfen, d a h ihren deutschen Genossen dieses Schicksal erspart bleibt. Ich habe nichts gegen die Entronsfming unseres Volkes, da es meine feste Ucberzeugung ist. dah ihr im Laufe der Jahre die Entwaffnung der WeÜ zum Segen der Menschheit nachfolgen muß. Aber ich halte die Unterbindung des deutschen Flugzeugbaues und des deutschen Luftverkehrs für eine völlig unnötige irnd schädliche.Härte. Pocht die Entente hier auf ihr angebliches formales Recht, so muß sich uns der Ge- danke aufdrängen, daß dahinter die ausländische Konkurrenz steht, die den deutschen NobenbiMer rücksichtslos niederhalten will, zumal er bereits einen gewissen Vorsprung in der Kon- strnktion von Verkehrsflugzeugen hoben dürfte. Aber diese Konkurrenzpolitik ist nicht weniger töricht, als die Repressa- lienpobitik, denn mit dem heutigen Konkurrenten tötet man den zukünftigen Kunden. Und wie sollen wir den zahllosen Wiedergiitmachungssorderungen des Versailler Vertrages nachkommen, wenn die Entente jetzt wieder ein Stück unseres sowieso schon schwer zerrütteten Wirtschaftslebens zerschlägt. Deshalb hoffen wir, daß es unserer Regierung gelingt, unsere Vertragsgegner in den kommenden Tagen von der Unsinnig- keit und Schädlichkeit ihres Verlangens zu überzeugen. öeamtenstreikgefahr im Nuhrrevier. AuS dem rheinisch westfälischen Industriegebiet wird uns ge- schrieben: Seit einiger Zeit geht hier das Gespenst eines Beamten st reiks um, der zwar nicht von der gewerkschaftlichen Organ» sation der Beamten geplant und genehmigt ist, sonbern von unverantwortlicher Seite propagiert wird. Man kennt leider an einigen der maßgebenden Stellen noch immer nicht genügend die besonderen Verhältnisse gerade dieses Bezirks. Wer nach längerer Zeit zum erstenmal wiederum in das Ruhrgebiet kommt, ist über die gewaltige Höhe der Preise für die Lebensmittel und die anderen notwendigsten LebenSbcdürf- niste peinlich überrascht. Die Besoldungsordnung war nun bisher darauf aufgebaut, daß für alle Teile dcS Reiches die Gehälter gleich bemessen wurden. Man vcrsuch.e sogar, durch das'sogenannte Sperrgesctz gewissermaßen Höchstpveise einzuführen, die insbesondere von den Kommunalverwaltungen nicht sollten überboten werden dürfen. Dazu kommt ferner, daß in einzelnen Staatsverwalrungen, insbesondere im VerkehrSgcwerbe, neben den Funktionären die Beamtencharakter hatten, auch solche im ArbeiterverhältstiS vorhanden waren, und diese Arbeiter, z. B. die Eisenbahnarbeiter, in gewissen Torifgruppen erheblich besser bezahlt würben als die» jenigen unteren Boamtengruppcn die etwa in der Stellung ihnen eirtsprachem So ist es gekommen, daß einige Unterbeamt« ein Gehalt bekamen, welches ihnen ein« Existenz überhaupt nicht mehr ermöglichte. Ferner bildeten sich große Unter» schiede ia der wirtsclzastlichen Lage der Beamtenschast in den ver- schiedenen Teilen Deutschlands. So entstand insbesondere die nicht zu leugnende groß« Notlage der Beamtenschaft im rheinisch-west- fälischcn Jndustricbezirk. Plötzlich taucht nun im Ruhrrevier die Drohung'mit dem Beamten streik auf. Ausfälligerweis« suchten die Führung dieses wilden Streiks solche Kreise an sich zu reißen, denen alles andere als Beamtenfrundlichkeit oder Treue zum deutschen Beamten- bund nachsagen konnte. Tie Feststellungen an Ort und Stelle haben bestätigt, daß gerade von dSn Nationalen und C h r i st l i ch e n zum Streik gehetzt wird. Diesen Kreisen entgleitet nämlich allmählich durch die ÄusklärungSarbeit, die insbesondere unsere Partei in der Beamtenschaft betreibt, der Einfluß auf die- Beamten» schaft. Die Deutschnationalen betrachteten von jeher die Beamten- schast als die Domäne der Reaktion, und die Christlichen fühlten immer deutlicher, daß auch die katholischen Beamtenvereine nicht mehr in der Lage bleiben würden, die aufgeklärte katholische De- amienschast in ihrem Schlepptau zu behanlten. Doshalb sucht man jetzt einen wilden Streik zu provozieren. Charakteristischer- weise hetzten gerade dieselben Personen zum Streik, welche bisher immer erklärten, daß ein Streik der Beamtenschaft überhaupt be- grifftich ausgeschlossen sei und dem Wesen des Beamtentums wider» spräche. Di« wahren Drahtzieher der Bewegung enthüllt am besten die Aeußerung eines deu-tschnationalen G r o ß i nd u- Wir machen unsere Geschichte selbst. Bon Friedrich Engels. IL") Unter den Zkonomischen Verhältnissen, die wir«IS bestimmende Basis der Geschichte der Gesellschaft ansehen, verstehen wir die Art und Weis«, worin die Menschen einer best'mmten Gesellschaft ihren Lebensunterhalt produzieren und die Produkte untereinander austauschen ssoweit Teilung der Arbeit bestecht). Also die ge» samt« Technik der Produktion und des Transports ist da«in- begriffen. Diese Technik bestimmt nach unserer Ausfassung auch die Art und Weise dcS Austausches, weiterhin die Verteilung der Produkte und damit, nach der Auflösung der Gentilgesellschaft, auch die Einteilung der Klassen, damit die Herrschast»- und Knecht- schaftkverhäitniss«. damit Staat, Politik, Recht usw. Ferner sind einbegrisfen unter den ökonomischen Verhältnissen die geographische Grundlage, worauf diese sich abspielen, und die tatsächlich über- lieferten Reste früherer ökonomischer Entwicklungsstufen, die sich forterhalten haben, oft nur durch Tradition oder vi, inerriae, natürlich auch das diese Gesellschaftsform nach außen hur um- gebend« Milieu. Wenn die Technik, wie Sie sagen, ja größtenteils vom Stande der Wissenschaft abhängig ist, so noch weit mehr diese vom Stand und den Bedürfnissen dew Technik. Hat die Gesellschaft ein technische» Bedürfnis, so hilft das der Wissenschaft mehr voran, als zehn Universitäten. Die ganz« Hydrostatik(Torricelli usw.) wurde hervorgerufen durch das Bedürfnis der Regelung der Ge- birgSströme in Italien im 1ö. und 17. Jahrhundert. Von der Elektrizität wissen wir erst etwa» Rationelles, sei! ihre technische Anwendbarkeit entdeckt. In Deutschland hat man sich aber leider daran gewöhnt, die Geschichte der Wissenschaften so zu schreiben, als wäre sie vom Himmel gefallen. Wir sehen die ökonomiscken Bedingungen als da» in letzter Instanz die geschichtliche Entwicklung bedingende an. Aber die Rasse ist selbst ein ökonomischer Faktor. Nun sind aber hier zwei Punkte nicht zu übersehen: a) Die politische, rechtlich«, philosophische, religiöse, literarische, künstlerische usw. Entwicklung beruht auf der ökonomischen. Aber sie all« reagieren auch aufeinander und aus die ökonomische Basi». ES ist nicht, daß die ökonomische Lage Ursache, allein aktiv ist und olles andere nur passive Wirkung. Sondern es ist Wechsel- Wirkung aus Grundlag« der i n l e tz t e r I n st a n z stets sich durch. setzenden ökonomischen Notwendigkeit. Der Staat z. V- wirkt ein •) Dieser vom 25. Januar 18Ö4 datier» e Brief beantwortet mehrere Fragen, die Heinz Starkenburg an Engel« gerichret hatte. st r i e l l e n des Bezirks, der erklärte, er könne es den Beamten nicht verdenken, daß sie streiken wollten, nachdem die sozialistische Regierung zwei Jahre lang immer nur für die Arbeiter etwas getan hätte. Ihnen wird offenbar allmählich die Solidarität zwischen Ar- beiterschaft und Beamtenschaft sehr unbequem. Die tatsächliche Lage zwingt aber unsere Fraktionen im Reichstag und im preußischen Landtag, mit allen Kräften für die Be- seitigung der dringendsten Notstände einzutreten. Der einzige Weg ist der, daß besonders für das Jwdustriegebiet den unteren und mittleren Beamtengruppcn eine Erhöhung der Teuerungszulage gewährt wird. Dies muß aber so- fort geschehen. Vor allem muß a'sbald die Auszahlung eines V o r s ch u s s e» auf die Teuerungszulage angeordnet werden. Die Lage bei einem wirklichen Ausbruch eines wilden Beamtenstreiks im Nuhrbezirk ist ernst. Verschwörung Lvatter.' AuS Karlsruhe wird un» geschrieben: Generalleutnant von Watter kam zu seiner Versammlung am 18. November in Karlsruhe TagS zuvor von Ocynhauicn in Be- glcitung dcS G c n e r a l m a j o rs August von T r» n st c i n aus Berlin und deS Leutnants Walter von Unruh aut Berlin. Bon München war der Hauptmann und Eiuwohnerwehrführcr Freiherr Oskar von Ricdheim gekommen und außerdem waren in deren Begleitung der Lahnocr- walter Wilhelm Grießhammer und OberregirrungS» rat Hau» Burkhardt auS Nürnberg. Generalleutnant von Wolter hat in dieser Versammlung ZftcrS auf seine vvr ihm lirgcnde GcncralstabSmappe klopfend erklärt, in dieser Mappe habe er die nenestr» FeldzugsplSne der Roten Armre, über welche bekanntlich die„Deulsche Zeitung" jene Alarmnnchrichlcn verbreitete, die sich miltlcrwcile nach Untersuchung der Reichsbehörden ols Schwindel herausstellten. Wie wenig harmlos das Treiben des Generalleutnants von Matter ist, mag daraus zu crichcn sei», daß er nach dcu verschiedensten Hauptaentren der deutschen Länder Verbindungen unter- hielt und daß seine BerdindungSoisiziere fortdauernd sich auf N r i s e» befinden. Der bekannte Hauptmann von Pfeffer ist von seinen Helfershelfern der H a u v t b e t e i l i g t e. In der Tat muß man sich wundern, wie sich gegenüber solchen militärischen Konspirationen daS ReichSwehrmini st erium sowohl wie die Staatsanwaltschaften nentral verhalten. Staatsanwalts Phantasien. Der Bericht der Münchener StaatSantvalt- schaft über die Dokumente der Gegenrevolution, von dem wir in unserer Sonntagsausgabe bereits einen Auszug nach nach MTB. bmchten, liegt nun im Wortlaut vor. Er stellt der„objektivsten Behörde" ein noch tro st loseres Zeug- n i s aus als die kurze WTB.-Notiz vermuten ließ. Wir haben bereits auf die bei Flicgerhauptmann B e r t h o l d aufgefundenen schwerbela st enden Schrift- stücke hingewiesen. Wie wird der Staatsanwalt damit fertig? Die Urheber der Berichte an Berthold, die Leutnants Hager, Meyerl, Mayer usw. hätten selbst zugegeben, daß ihre Berichte„zum größten Teil objektiv unrichtig" seien. Herrlich, wundervoll! Welches Motio hatten wohl die Mitverschworenen, ihr Oberhaupt fortgesetzt zu belügen?! Da bleiben aber noch die P r o t o k o l l e des Hauptmanns Berthold selber, in denen fortgesetzt von dem vorbereiteten großen Schlag, der geplanten Einsetzung einer Militärdiktatur usw. die Rede ist. O, darüber Hilst ein objektiver Staatsanwalt stch schnell hinweg. Berthold hat„gelegentlich seiner Phantasie die Zügel schießen lasse n". Alles nur Phantasie. Der Kapp-Putsch, Bertholds Putschversuch in Harburg, die Ab- setzung der Münchener Regierung durch General Möhl,— alles nur Phantasie! So urteilt ein Münchener Staatsanwalt! durch Schutzzölle, Freihandel, gut« oder fchkecht« Fiskalität, und sogar die auS der ökonomischen Elendsllage Deutschland» von 1548 bis l830 entspringende tödlich« Ermattu-ng und Impotenz deS deutschen Spießbürger», die sich äußerte zuerst im Pietismus, dann in Sentimentalität und kriechender Fürsten- und AdelSknecht- schaft, war nicht ohne ökonomische Wirkung. Sie war ein» der größten Hindernisse des WiederaufschwungS und wurde erst er- schütter! dadurch, daß die RevolutionS- und Nnpoleonischen Kriege da» chronisch« Elend akut machten. ES ist also nicht, wie man sich h?er und da bequemertveise vorstellen will, eine automatische Wir- hing der ökonomischen Loge, sondevn die Menschen machen ihre Geschichte selbst, aber in einem gegebenen, sie bedingenden Milieu, auf Grundlage vorgefundener totsächlicher Verhältnisse, unter denen die ökonomischen, so sehr sie auch von den übrigen politischen und ideologischen beeinflußt werden mögen, doch in letzter Instanz die entscheidenden sind und den durchgehenden, allein zum Ver- ständniS führenden roten Faden bilden.• b) Die Menschen machen ihre Geschichte seihst, aber bis jetzt nicht mit Gesamtwillen nach einem Gesamtplan, selbst nichi in einer bestimmt abgegrenzten gegebenen Gesellschaft. Ihre Be- strebungen durchkreuzen sich, und in allen solchen Gesellschaften herrscht eben deswegen die Notwendigkeit, deren Ergänzung und Erscheinungsform die Zufälligkeit ist. Die Notwendig- keit, die hier durch all« Zufälligkeit sich durchsetzt, ist wieder schließ- lich die ökonomisch«. Hier kommen dann die sogenannten großen Männer zur Behandlung. Daß ein solcher und gerade dieser, zu dieser bestimmten Zeit in diesem gegebenen Lande aufsteht, ist natürlich reiner Zufall. Aber streichen wir ihn weg, so ist Nach- frag« da für Ersatz, und dieser Ersatz findet stch, tsat dien que ni»I, aber er findet sich auf die Dauer. Daß Napoleon, gerade dieser Korse, der Milttärtiktotor war, den die durch eigenen Krieg er- schöpft« französische Republik nötig macht«, das war Zufall; daß aber in Ermangelung«ine» Napoleon«in anderer die Stelle aus» gefüllt hätte, da» ist bewiesen dadurch, daß der Mann sich jedesmal gefunden, sobald er nötig war: Cäsar, Augustu», Cromwell usw. Wenn Marx die materialistische Geschichtsauffassung entdeckte, so beweisen Thierry, Mignet. Euizot, die sämtlichen englischen Ge- schichtsschreiber bis 1860, daß darauf angestrebt wurde, und die Entdeckung derselben Auffassung durch Morgan beweist, daß die Zeit für sie reif war, und sie eben entdeck! werden mußte. So mit allem anderen Zufälligen und scheinba.r Zufälligen in der Geschichl«. I« weiter das Gebiet, das wir gerade unter- suchen, sich von, Oekonomischen entfernt und sich dem reinen ab- strakt Jteolcgiscken nähert, desto mehr werden wir sinden, daß eZ in seiner Entwicklung Zufälligkeiten aufweist, desto mehr im Zick- zack verläuft seine Kurve. Zeichnen Sie aber die TurchschnittSaxe der Kurve, so werden Sie finden, daß, je länger die betrachtete Der 5all Diertimpel. Von der sozial! st ischen Studeutenfraktion wird uns milgcteilt: Wir haben bisher zu den höchst bedauerlichen und eigenartigen Vorsällcn innerhalb der Leitung der Berliner Studentenschaft öffent- lich keine Stellung genommen, um nicht den Ermittlungen deS HaushaltZausschusses vorzugreifen und Angelegenheiten der Stu- dentenschaft der Oeffentlich-ksit mitzuteilen, ehe die Sachlage die genügend« Klärung erfahren hat. Nachdem aber, wie aus der heute verausgabten offiziellen Tarstellung hervorgeht, diese Klärung in wesentlichen Punkten erfolgt ist. haben wir keinen Anlaß, die Vor- gänge in der Universität der Oeffentlichkeit vorzuenthalten. DicS um so weniger, als gerade die s o z i a k i st i s ch c Fraktion der Stu» dentcnvertretung es für sich beanspruchen darf, in er st er Linie die Ausdockung der Schuldigen herbeigeführt zu haben. ES war der Redner der sozialistischen Fraktion im Stu- deirienparlament, welcher im Juli d. I. wörtlich sagte, daß die Art der Kassensührung„zum Himmel st i n k e" und den HauShaltS- auSschutz zur genauen Prüfung aufforderte. Ende Oktober. als die ersten Unterschlagungen vermutet wurden, war es wieder die sozialistische Fraktion, welche als erste den Antrag stellte, daß ein gerichtlich vereidigter Sachvcrstän- diger eine Prüfung der Bücher vornehmen solle. Statt dessen wurde jedoch durch Mehrheitsbeschluß deS HauShaltsauSschusses ein Beamter der Universität hiermit betraut. ES handelt sich bei diesen Vorgängen um die Studenten Schwabe, R i tz> n g e r und B i e r t i m p e l. Alle drei sind in den Ausschüssen als führende Vertreter der RcchtSgruppcn tätig gewesen. Und speziell die Tätigkeit des Herrn B i e r t i m p e l dürfte noch aus den Tagen des Kapp-PutschcS her manchem in Erinnerung sein, alS er Herrn Staatsanwalt Zum- b r o i ch als Vertreter der neuen„Regierung" in der Univer- sität bewillkommnete. Während Schwabe, welcher in der bekannten Nikolai-Vcrsammlung zu den NuhestSrera und Stinkbombcnwerfern gehörte, nach Unterschlagung einer Summe von etwa 20 050 Mark flüchtig geworden ist, hat eS Herr B i e r t i m p e l vorgezogen, an der Stätte seiner Wiiksamkeit zu verbleiben und war bis gestern bemüht, die fehlende Summe aufzutreiben. Beide Herren bekleideten während de» letzten Jahres nacheinander das höchste Amt, nämlich das dcS ersten Vorsitzenden des Ausschusses der Studentenschaft. Herrn B erbimpel wurde für seine Verdienste auf Beschluß von Rektor und Senat unlängst daS L e n z s ch e sechsbändige Werk über die Geschichte der Universität Berlin mit eigenhändig:? Nnterschrift des Rektor» Eduard Meyer überreicht. Der angebliebe„Doktor" Ritzinger ist nach Unierschlagiing von 764 Mark flüchtig geworden und hat von seinem HeimatSort aus l'vieslich wissen hassen, daß er noch drei Freitische für die Studentenspeisung zu vergeben habe, ein lobenswertes Lebens- zeichen, daS wenigstens den Steckbrief erspart. Nach alledem ist es wohl gestattet, darauf hinzuweisen, daß die Parteien der reaktionären Mehrheit der Studentenvcrivctung bei der Auswahl ihrer Vertreter für die leitenden Stellen einen höchst bedenklichen Mangel an Menschenkenntnis und gewissenhafter Vorsicht entfaltet haben, der deutlich zeigt, wie wenig gerade diese Kreise imstande sind, die von ihnen so gern im Munde geführten.Ordnungsideale" in die Tat umzusetzen. Entscklußlose Demokraten. Zur sächsischen Regierungsbildung. Der LandeSauSschuß der Deutschen demokratischen Partei Sachsen» tagte, wie die Demokratische Partei Korre- spondenz meldet, am Sonnabend in Gemeinschaft mit der bisherigen und der künstigen demokratischen LandtagSfraktion unter Vorsitz des RoichStagSabgeordneten Dr. Külz. Der Ausschuß stellt« sich nach einem Bericht deS Vorsitzeirden über den Ausfall der LanotogS- Wahlen und nach einem Referat des Kultusministers Dr. Scifferth einmütig auf den Standpunkt, daß für die Deutsche demokratische Partei SackscnS zurzeit kein Anlaß vorliege, in der Frage der Re- gierungSbildung Beschlutz zu fassen. Periode und je größer das behandelte Gebiet ist. daß diese Axe der Axe der ökonomischen Entwicklung um so mehr annähernd parallel läuft. Kinderhorte Berlins in Gefalir? Genossen, Genossinnen und sonstige Peisonen, die über Finanzierung der Kinderhorte oder über die eventuell bestehende Gefahr einer Verminderung derselben Material baben, werden gebeten, ihre Adl essen an Rektor Bahlte, N 58, Zeneselder Str. 7, 1. Vorsizenter der ArbeilSgemeinschast sozialdemokratischer Lehrer und Lehrerinnen Erost-BettinS, clnzusenden. Zwischenfall in der Staatsoper. In der StarttSoper sollte gestern Peter I o n s s o n als Gast den Tannhäuser singen. ES zeigte sich jedoch sofort, daß der Sänger stark irrdisponiert war. Nach dem ersten Akt wurde mitgeteilt, daß Janssen nicht imstande sei, weiter zu singen und daß Josef Mann für ihn«infpringeu werde. DaS Publikum war so rücksichtslos, diese Nachricht mit leb- hastem� Beifall aufzunehmen Die Vorstellung wurde dann ohne weiter« Störung zu Ende geführt. Ter Lebenskampf der vogtländlschen Pcrlmutterindustrie. Au» dem Vogtland« wurde vor einem Jahr« berichtet, daß durch indu- strielle Abwasser die Perlmuschelbestände de« oberen ElstergebictS, besonders des boi OelSnitz in die Elster mündenden Görnitzbaches, wenn nicht auf alle Zeit vernichtet, so doch auf Jahrzehnt« hinaus schwer geschädig! worden sind. Da? Elstevgebiet ist eine der wenigen Gebenden Deutschlands, in der die Flußperlmuschel noch in nennenswerter Zahl vorkam. Die Perlenfischerei im Pogtlande gab vor langer Zeit den Anstoß zur vogiländischen Muschclwarcn- industri«, die besonders im oberen Vogtland« heimisch geworden ist und früher alljährlich Millwnenwerte ausführt«. Haupisitz dieser Industrie ist daS kleine Städicken Adorf an der oberen Elster, wo sich namhafte Perlme:! ersabriken enlwickklt haben. Sie ver- arbeiteten zuerst lediglich die Perlmutter aus den Schalen der ein- beimiscken Perlmuscheln, mußten aber später Perlmutter in grob.-n Mongen au» dem Ausland« bzw. von Uebers« einführen. Mit KriegSauSbruck» hörten dies« Zufuhren natürlich auf, jetzt sind sie zwar wieder möglich aber doch so erschwert, daß ein« der großen Adorser Perlmut'ersabciken ihren Betrieb einstellte. DaS führte zu dem b:S ins Ausland verbreiteten Gerücht, daß diese so berühmte Adarfer Industrie völlig eingehe. Glücklichrweii« bestärig: sich die» nicht. Di« größte Aldorfer Perlinutterfabrik, zugleich die größte ihrer Art in ganz Deutschland, ist nach wie vor im Betriebe, und eS besteh: die Hoffnung, daß eS gelingen wird, diese Feinindustr.c dem Vogftande und damit der deutschen Kunstindustrie zu erhalten. . Theairr. Im Kleinen Schnnlbielk au» ssn�el am 8. Dezember die Ur. auffnhrung d>» neuen Lustspiel». E h e l e i' von Hermann B a!> r statt.— Im Staailichcn TchauspieRanS weiden moige». DenSlag, In Ab- änderung de» Jvielpsans die.Aoiirnalillen' qeqcbeii— lim Lesiin>ilheat»r wird M o l i ö r e» Komödie.A m v h i l r y o' in der Jmze- nicrung von B clor BarnowSly am 8. Dezember er laus esüdrt. Tie Gcnosscnick alt Tciischer Budnenaugeböriger bmift eine durch driimeube Fragen veranlastte auteroidemliche Berti cternersamnilunz zum 7. und 8. Dezember nach tem Zoo-Koileriaal In Beilin ein DaS Märkisch» Wanderistealer eröffnet seine Spielzeit am Z. Dezember in Lübbcn mit.Faust"(jaust Franz Alland vom Deutschen Theater). Enqels-Zeker in öarmen. rs!and helite dem Genossen Dr. A d o l f Jb raun, von der württembcrgischcn Sozialdemokratie war Genosse Keil, von der pfälzischen Partei der Genoffe Profit entsandt. 131 Delegierte Ivoron anwesend Im Namen des Landesvorstandes erstattete Genosse S t r o b e l Bericht über die Tätigkeit der Partei und ihre Entwicklung. Di« Organisationen zählen jetzt 47 000 Mit» gliedert während sie im Jahre 1914 nur 23 000 haiten. Di« Zahl der Leser der Parteipreffe beläuft sich auf rund 100 000. Der Parte i.rg erhöhte die Beiträge und beschloß, die bisher bestehende ,, Arbeitsgemeinschaft sozialistischer Geistesarbeiter" aufzulösen und dsfür W e r b e a u S s ch ü s s e einzusetzen. Gegenüber dem»Bund trete Volkskirche" soll strengste Neutralität gewahrt werden. Eim Antrag des Genoffen Dr. Dietz, der schärferes Vorgehen der LandtagSfraktion und den evtl. Austritt aus der Re. g-erung verlangte, wurde mit großer Mebrheit abgelehnt, dagegen an Vertrauensvotum für die Fraktion und für die sozia- listischen Minister beschlossen. Der Parteitag verlangte auch sofortige Steuerverairlagrrng und Neueinschätzung der Landwirte und der Nichtlohn- oder GehallSempfänger. Die Frage des Zu- sammenschlusseS von Baden und Württemberg soll diskutiert werden. In seiner Begrüßungsansprache protestierte Genoffe Profit- Ludwig�hafen gegen die Losreitzungsbestrebungen m der besetzten Pfalz. Ter Parteitag stimmte der Schaffung einer neu«n Gemeinde- rdnung durch den Landtag*11. Bei dem Referat der Abgeordneten Gack und Krcnis über den Wiederaufbau Deutschlands entspann sich c-ne längere Debatte über die Sozialisierung des Bergbaues. Auf di: Tagesordnung des nächsten Parteitages wird die Schulfrage ge» setzt. Am Sonntag mittag wurde der Parteitag, der einen auSge» zcichne.en Verlauf nahm, geschlossen. De? unentbehrliche Militärpfarrer. Die Beratung des Etats der Reichswehr wurde im Hauptausschuß des Reichstags am Montag fortgesetzt. Bei dem Etatskapitel über Seelsorge lbeamragt Stückle»(Soz.) die Militärpfarrer abzuschaffen, die Soldaten könnten dieselben Seelsorger haben, wie die übrigen Staatsbürger.»In religiösen Fragen sei es nicht not- wendig, zwiischen Uniform und Zivil zu unterscheiden. Auch sich« die ganze Institution im Widerspruch mit Art. 141 der Ber- fassung. Seitens der Regierung wird dem Antrag widersprochen. Zwei Vertreter der bürgerlichen Parteien erklären sich für Bei- beHaltung der Militärpfarrer unter Hinweis auf die Eni- stehungSgeschichte der Verfassung. Der verfassungSauSfchuß in Weimar sei nach Vorlage einer besonderen Denkschrift durchaus kür die Erhaltung der HeereSseelforge gewesen. Dr. Schreiber(Z.) sagt, die Militärseelsorge sei auch Familienpsleg«. Feldpröbfte seien organisatorisch unentbehrlich. Nachdem noch Burlage(Z.) für und K ü n st I e r(U. Soz.) gegen die militärische Seelforge sich geäußert haben, ergab die Abstimmung die B e i b e h a l t u n g der militärischen Seelsorgc durch die Bewilligung ihrer Etatsposten sei- tens der bürgerlichen Mdhvheit. Neukommuillstische Trculosigkcit. Zu der Mitteilung in Nr. 578 tragen wir berichtigend nach, daß an der Sitzung vom 11 No- vcmber aiißcr Vertretern der rechten»od linken U.S.P. auch Ver- ireicr der Sozialdemokratie teilgenommen haben. Infolge ttneS telepbonischen Hörfehlers war dies versehentlich nicht mit- bcrlchiet worden._ Prozeß gegen Prinz. Nach Eröffnung der Sitzung durch LandgerichtSrat Brk«»- korn wivd KrogSgerickttSrat Jülich als Zeuge vernvirrmen. welcher bestätigt, daß Prinz in Gegenwart des Rechtsanwalts Richtet g:äußer habe, wenn er Sklarz und Scheidamann etwas an- tuet könne, so tue er dies besonders gerne. Kriminalkommissar Graulich bekundet u. a.: Er habe den Auftrag gehabt, den in Haft befindlichen Tyszka nach der Woh- nilng seiner Mutter in der Altonaer Straß« zu führen, um die schon erwähnten Zettel aufzufinden. Die fraglichen Ur- künden wurden jedoch nicht gefunden. Der 21jährige Sans Seidel, der dem sogen. Regiment ReichS.ag angehört hatte, bekundet, daß es seinerzeit im Reichstag alloemsin hieß,«s seien für die Ermordung Liebknecht» und der Luxemburg 100000 Mark Belohnung auSgesctzt. Einen schriftlichen Befehl habe er, Zeuge, nicht gesehen. � Der Zeuge S u ck o w'hat, n ie er bekunder, seinerzc'.t den Auk- trag gehobt. L e d eb 0 u r und Dr. Meyer zu v-rhaften. Der damwisge Kommandant, Leutnant Fliehet, habe ihn besonder» dar- auf hingewiesen, er soll aufpassen, daß den Beiden nichts passiere, wenn er sie in dem Moabiter UnterfuchungSgefänaniS abliefere. Zeug« bekundet auf Befragen des Vorfitzenden weiter, Saß ihm von irgendeinem D-fehl, Liebknecht, die Luxemburg oder Letebour beiseite zu schassen, n, ch t S b e k a n n t sei. Er habe auch nie gehört, daß irgendwelche Gelder für eine Ermordung vorfanden, ausgesetzt oder ausgezahlt worden waren. Irgend- welche Belohnungen für befondere Taten wurden vorher nicht ausgesetzt, dagegen sind verschiedentlich nachträglich Löh- nungSzuschüsse bei besonderen Leistungen bewilligt worden. Diese Belohnungen erreichten aber keinesfalls die Höhe von 100 000 M., es habe sich höchstens um einige Hundert Mark gehandelt Auf Fragen des R.-A. N übe II erklärt zeug«, daß Prämien auf die Verhaftung der gegnerischen Führer nicht au». gefetzt gewesen seien. Die Leute hatten außerdem Anweisung. jeden Verbaitetcp sofort der Staatsanwaltschaft vorzuführen, welche dann H a f t b c f eh l zu erlassen hatte. AIS Liebknecht und die Luxemburg gelötet waren, waren Fischer und Molkenbuhr sehr eni setzt und äußerten, daß dies der sozialdemo- kratischen Partei sehr schaden werde. Auf weitere Fragen erklärt Zeuge, er habe Tyszka für einen völlig ver- worrenen Menschen gehalten, der allerlei phantastische Erzählungen aufbrachte, die sich dann bei einer Nachprüfung al» völlig unrichtig erwiesen. (Fortsetzung in der Morgenausgabe.) Wirtschaft TaS Steinmetzbrot. Im Volkswirt fwaitsaus icki 11 ß t�S ReiibStageS bildete das S t e 1 11 m e y» Mahl» uns Brotbereiliiiigs- Ver- iahten einen öiegeiisiank> der Beiaiii»gkn. Ea wurde der Re- gierung zu erwägen aeaebcn, ob sie nicht den Btiiicbcn 1111t dem Stein mey-Berfabren größere Gelieidernengen zur Ver- aibeitiing übei weisen tolle. TaS Ver'abren de» MiiHlenteckmiierS Steinmetz bestebi daiin, daß vor der Zerkleinernng dec- KoniS die äußere>w»i»pige Zelliilo>ebsille durcki eine» Waichprozetz beftil-gt wird, dagegen die Kleber-»nd n ä b r 1 a l> h a l t i g e Saiiieiihani eroalteii bleibt. Nack> dieiem Veiiabren wei den leil 25 Jabre» Vockmehte niil 94 Proz. Änsbeuie gewonnen, die ein ganr bervoiiagend ickmiack- haiteS»nd iiabrba'les Brot ergeben. Das Biot nach dem S>ein metz-Veriahren kann au? dem Vollkorn i» jedem Kteinbeirieb hergestellt ivei den. IdO Kilogramm Mebt ergeben 150 Kilogramm ferrigcS Bror. Seit Jabrzednien lämpii Steinmetz um die Einführung seiner Versahren gegen die zu hoher Ent- Wicklung gelangte Müh'enindnstrie. Er bat in Bertm eine Müble und Bäckerei, inr die ihm jedock' nickir genügend Getreide zugewiesen wird, so daß er die staike Nachirage nacki Stein- metz-Brvl insbesondere aus Arbeiierkreisen nickit beiiiedigeu kaiin. Die Nnterstlitziing de? Volkcwiriick>aiil>ck>en Ans chusseS Hai er jetzi angerufen. Hoffen wir. daß der E. findet Erfolg bat, denn sein Brot»st in der Tat eine W 0 b l 1 a l inr die Menschen, die nicht aus weißes, sonder» aus wirklich nahihafleS und schmackhafte? Brot Wert legen. GroßGerün 5ür Sie notleiöenSen Kinder! Kundgebungen der„Teutschen Kinderhilfc". Die von der»Deutschen Kinderhilfe" am gestrigen Sonntag in Berlin und Vororlen veranstalteten öffentlichen VolkSversamm» lungen sollten der Aufrüttelung des Gewissens dienen. Nach ihrem Verlauf darf man hoffen, daß sie der für hie Hilfsaktion unentbehrlichen Spcnd«nsaw'.mlu..z de» wünschenswerten Erfolg bringen werden. Im großen Saal de? ehemaligen Herrenhauses schilderte Ge- hsimrat K r 0 h n e vom WohlfahrtZministevium die Not deutscher Kinder, die unter dem Mangel an Nahrung, Feuerung und Klei- dung bitter leiden Blutarmut, Skrophulose, RachiiiS. Tuberkulose fordert unter Säuglingen, Kleinkindern und Jugendlichen mehr Opfer als je. Was soll, fragte der Redner, aus Teutschland werden, wenn wir unS nicht den Nachwuchs, unseren einzigen Reichtum, erhalten? Wenn der Ruf„Kinder in Not!" er- schallt, dürfe es keine Parteien geben. Staatssekretär Genosse Paul Hirsch wies hin ans die Ar- beitenvierlel, in denen das Proletariat in menschenunwürdigen Wohnungen zusammengepfercht ist. Hungernd, frierend und zerlumpt müssen Scharen von Kindern an Körper und Geist verkam- men und elend zugrunde gehen. An der Hilf« für die notleidenden Kinder sollen, mahnte Genosse Hirsch, alle Schichten der Bevölke- rung sich beteiligen. Alle Unterschiede der Parteien und Klassen haben hier zu schweigen. Dieses Werk der Nächstenliebe kommt nicht nur den Kindern, sondern dem ganzen Volk zugute. Auch der Arbeiterklasse dient es; denn aus einer dar- benden und hungerrtten Jugend wächst keine Generation heran, auf die sie in ihren Kämpfen sich verlassen könnte. Wenn hier nicht sofort tatkräftige Hilfe einsetzt, kann Deutschland nie wieder aufgerichtet werden Gewiß, eS fft Pflicht de» Staates und der Gemeinden, für den Schutz des Nachwuchses zu sorgen. Aber unter den jetzigen Verhältnissen ist schnellste Hilfe nötig— und für sie kann die frei« Liebestätigkeit jetzt nicht entbehrt werden. Unrecht wäre e§, sich an dem Werk nicht zu beteiligen. Hier muß jeder helfen, der sich Deutscher nennt. Frau H e u ß- K n a p p, die an einer sozialen Frauenschule tätig ist, sprach von der Gefahr eines völligen Zusammenbruchs der Wohlfahrtspfieze. Es sei zu erwarten, wenn nicht schleunigst die fohlenden Mittel ausgebracht werden. Sie erinnerte an das hoch- herzige Hilfswerk der Quäker. Letzten Endes könne aber jedes Volk nur selber sich helfen. In einem Schlußwort empfahl die Vorsitzende, die in diesen Tagen umlaufenden Sammellisten zu freundlichster Beachtung. Sie «vwähnt«, daß an der„Deutschen Kinderhilfe" auch die Gewerk- s ch a f t«» mitarbeiten. Kundgebung für das Deutschtum. Zu einer machtvollen Kundgebung für das Deutschtum gestaltete sich am Sonnlag mittag ein Konzert des Meisterschen Gesangvereins aus Kattowitz unter Leitung des Professors Fritz Lubrich im überfüllten Marmorsaal des Zoologischen Gartens. Die Feier wurde mit ei-ner Ansprache des ehemaligen Kattowitzsr Oberbürgermeisters Pohlmann eröffne!, der den aus 190 Mitgliedern bestehenoen Gesangverein begrüßte und ihm für sein« Rundreise durch Deutschland den besten Erfolg wünschte. Nach einigen Vor- trägen nahm Reichskanzler Fehrenbach-das Wort, der den Verein als einen starken Vermittler des deutschen EinheitSgedankenz feierte. Zum Schluß seiner mit großem Beifall aufgenommenen Red« gab er der Hoffnung Ausdruck, daß der LiebeSbuno zwischen Deutschland und Oberschlesicn auf owig bestehen bleiben werde. Di« Feier fand ihr Ende mit dem TretigelöbniS, am Abstim- nnlngStag« für Deut sch-Ober sch lesien mit aller Macht einzutreten. Gasvergiftung von Mutter und Kind. Mit ihrem drei Jahre alten Söhnchen Horst freiwillig in den Tod gegangen ist gestern die 27 Jahre alte Ehefrau Frida Hampel aus der Rigaer Str. 106. Sie wuvd« von ihrem Ehemann' mit dem Kind« in dcr mit Gas angc» füllten Küche tot auf dem Fußboden liegend aufgefunden. Der Hahn de» Gaskochers war geöffnet. Ein Nervenleiden der Frau und epi- leptische Krampfansäll« des KinbeS sollen die Mutter zu dem Ver- zweiflungSschritt getrieben haben. Der verschwundene Diamant. Zwei rätselhaste Hoteldiebstähle, die gestern in einem der ersten Hotels Unter den Linden verübt wurden, beschäftigen die hiesige Kriminalpolizei. In dem Hotel war eine Dame der höchsten russischen Aristokratte abgestiegen, deren Wertbesitz zwei sehr wertvolle Brillan-tohrringe war. Diesen kost- baren Schatz, der aus zwei lupenreinen Brillanten von 7lh Karat besteht, trug sie ständig in ihrer Gelbkörse in Watte eingewickelt bei sich. AIS sieäiun gestern die Hoielrechnung begleichen wollte, machte sie die überraschende Entdeckung, daß beide Brillanten aus dem Gcldtä'ehchen vcrschwnnde» waren. Es enthielt nur noch die Watte, in die sie eingeschlagen gewesen. Bei einer Durchsuchung der Hand. tasche in dcr sie die Getdbörse aushob, fand sie nur einen der beiden Brillanten darin wieder. Dcr andere aber ist aus ein« ganz un» erklärlich« Weis? spurlos versehtv, inden. Auf die Wiederherbei- schaffung de? großen Diamanten, der einen Wert von über 100 000 Mark hat, sind als Belohnung 10 v. H. seines Werte? ausgesetzt. öezkrksverfammlungen. Die Versammlung de» 15. Bezirks wurde im Treptower Rathau sc vom Bürgermeister Ritter mit einem Rückblick auf d e Vorgeschichte der Eingemeindung und dem Wuniche ans gedeih- liche? Zusammenarbeiten zum Wohle oer Gesam gemeinde erösinet. Die Arbeit solle unter dem Gesichtspunkte gegenseitiger Toleranz stehen. Nach der Einsiihrung der Bezirksverordneten übernabm Genosse Alwin G e r n ch als ältestes Mitglied den Ponitz. In das Bureau der Versammlung wurden sodann Otto Schneider (U. S. P.) als Vorsitzender, Lemm(S. P. D.» als Stellvertreter, Dreibrodt(Bürgerl.) al? Schristsübrcr und Neumann(11. S. P.) als Stellvertreter pewäblt. Zur Vorbereitung der Bez rksamt?- Wahlen wurde ein AnSschuß von 10 Personen, ein gleich starker für eine Geschäftsordnung eingesetzt, lieber die Zahl ver Bc- zirkSamtsmitalieder wurde beschlossen, dem Magistrat 9 vorzuschlagen, von denen 7 besoldet sein sollen. Tie Reckte trat für nur 5 besoldete ein. Eiwmütig wurde einem Antrage zxge- sttmmt, der den Magistrat ersucht, die HanShaltSvor- anschlüge der ehemaliger» Vororte baldmöglichst zu er- ledigen. Im 17. Verwaltungsbezirk fand die Einführung der Bezirks- verordneten ,m Stadtverordnetensitzungssaal des Lichtenber- ger Rathauses statt. Im Auftrage deS Magistrats von Berlin nahm die Stadlrätin Wehl die Einführung vor. Nach einer kurzen Begrüßungsansprache, in dcr Frau Wehl der großen Ausgaben ge- dachte, die der neuen Verwaltung bevorsteben, erfolgte die. Ver- pslichtung durcki Handschlag. Als AlterSvräsident übernabm' nun» mehr der bisherige S'adtvcrnrdnekenvvrsieber Tempel III. 2. P.) die Leitung, um sofort zur Wahl des Vorstandes zu schreiten. Nach kurzer Debatte wurde Tempel zum Vorsteher gewäblt. zu seinen Stellvertretern Schubert(S. P. D). Frau Rosentbal'K P. D.>. weiter wurden Scbriftführer Müller(K. P. D.) unp drei Stellvcr» treter Landistbulz(Bürgerl.), Richter(U. S. P.), Weiß(S. P. D). Ferner wurde ein eingliedriger Wahlausschuß gewählt, der die Zahl der Mitglieder des Bezirksamt? sowie denen Wahl vorbereiten soll, außerdem wurde der Ausschuß beauftragt, die GesckiäftSordmiirg der früberen Stactrerordnetenveriammlunig einer Durchsicht zu unter. ziehen. Die nächste Bezirksversammlung findest Freitag, den 3. De- zomber, statt._ Ausschreitungen im Asyl. Im städtischen Asyl für Obdachlose in der Danziger Straße verübten am Sonnabendabend und auch am gestrigen Sonntag die Kranken von der Station l. in der un- gesähr 200 geschlechtSkranke, unter Cittenkontrolle siebende Mädcben zwangsweise untergebracht sind, erhebliche AuSsehreitungen. Sie schlugen unter großem Lärm di« Fensterscheiben entzwei, zerrissen ihre Bettlager und warfen sie zum Fenster hinaus. Diesen AuS- schrei tu ngen selbst stehst da? Ausseberpersonal machtlos gegenüber. Die Tumultuanten sträuben sich anscheinend gegen di« zwangsweise Absonderung, di« jedoch im Interesse der öffentlichen Gesundheit dringend erforderlich ist. Die Entwertung ber Wochenkarte« im Stadt-, Ring-»nd Vor- ortverkehr wird vom 1. Dezember d. I. wieder eingeführt. Sie werden am Freitag jeder Wiche gelocht. Die Karteninhaber sollen die Wochenkarten dem Babnsteinschaffner am Freitag ebne Um. büllung übergeben, der sie dann an der rechten oberen Seile mit dem Lochzeichen zu versehen hat. Di« Personen, welche dies am Freitag au? irgend einem Grunde unterlassen, können auch noch am Sonnabend ist-re Kart« zur Entwertung vorlegen. ES' wird beim Neudruck sich künftig die Farbe der Wochenkarte dahin ändern, daß unter Beibehaltung der braunen Grundfarbe die Wochen- karten des inneren Stadt, und Ringbahnverkehrs einen weißen Längsstreifen, die des Vorortverkehrs zwei weiße Längsstreifen haben werden. Auszeichnung kür LebenSrettung. Dem Wasserballspieler der 1. Waflerbavmanrttchaft des Berliner Sck'wiinniklnbS..Germania" Ma� Rother wurde am Montag, den 21. d. M.. di« Reitlings» medaill« am Bande verliehen, weil Rother im Sommer d. I. unter Einsetzung seine? Leben? einem jungen Manne aus den Fluten der Spree das Leber gerettet hat. Groß-Serliner parteinachrichten. Heute. ÄS. November: Steglitz. Der ffrauenabend findet n i ch t Montag, sondern morgen Dienst«.', ab-nds 8 Uhr, statt. tkbarlotteiibnrg.(57. Abt.) ftraiienabend,?>/, Ilbr, Im Lokal Tckuitbeiß. Kanlstraße Sl. Referent: Genosse Puls. Thema:.Unsere Zeit in der Podif* Jringlozialiltisckie Bereinigung tZ.P.D.) Der Kursus de» Ge» „offen Lei mann Müller fällt heute ans. Fortsetzung nächsten Montag. Arbeitsausschuß Montag 6 Uhr. Morgen, 30. November. Schöneberg. 77 Stbt{frühere t.— 4. Abi.» Abends 8 Ubr In der Aula der Komenius-Tckule. F' ankenffraße lt>: Mitgliederveisammlnng. Vortrag deS Genossen Lepere über»Die politische Situation".— Wahl der Delen erien zum Vezi! kStag. Ten'peldof. Abends 8 Ubr: Sitzung des BildungSauSlchu(se? im Restawant Huckshoid. Kaiserin-Augulta- Straße. Ecke Fiitz-Franz-Straße, zu der auch die B e z t r k« f ü b r e r eingeladen werden Neutölln. Pai leigenoffen. die zur Elleiribttrgtswabl an der Lt. Ge- meinbeichnle sür Knaben lwellliche Schute) in der Rüllistraße be echligt lind, werden zu einer AuSiprache am Dienstag, den 30. November, abends 7 Uhr. bei Mnrifn'fld, Ecke Kaiser-Friedi ch-»nd dansaiiiaße. gebeten. Lunlwitz. Fiauenabend 7't, Uhr bei Lebwanu(Vcreinszimmer rcchtS>, Kaiier-Wildelm-Stiaße. l. Poitlag des Genossen Tbeisfinger über:„August Bebel". 2. Mufikntisch« Vorträge. 8. Rezilalion. Weißenlee. Der KuriirS des Genossen Heller kann morgen besonderer Umstände baiber nicht stattfinden. RSbcreS über da» Stattfinden wird bekanntgegeben. Nungsozialistilche Bereinigung. Ortsgruppe Ltchterielde. lieber das Thema.Deutichlarid und Franlrclch" spricht Dienstug abend 8 Ubr in einer öficntl' eu Versammlung in ber Aula dcr Oberieal chule, Ringstr. 3, Genosse Max Cohen-Reuß. Jugenüveranftaltungen. Heute, Äv. November. Osten. Petersburger viertel. Schule Straßmannffr. 0. Vortrag:„B iibelm Licblnrchl".— Südost. Köpeuicter viertel. Sämle Wiangelslraß« 128. Voitrag:„Der Lcbrltng im Murela tei".— Südost. Ncichenberger Btrriei. Schule Glogauer Straije. Vortrag:»Die Ausgaben der Gewerlschasten". Sport. Der Schwimmverein„VorrvarrS"«Abteilung Neukölln)»er- anstatlcte am Connlag Im Siadtbad unter Milwiikung oeiwandter Schwimmoerein« ern iiiter»«« Bereiusjchwimmleil mit totalen Kou. lunenzen. Da« Programm war reich onsgestaltel und all« Darbietungen zeitigten ei» lebbaste« und bunte« Bitd. Briouders in di« Dame»-, Männer- und Jugciidna'klten lam es zu spannenden Nämpfen, bei denen sich die„Freien Schwimmer. Nentölln". besonders aiiszeichnelcn. »'ber auch die ai dnen Konturreuzen'owie das Männer, und Juiieiid» springen, der Kunsti eigen und die Wassel balltpiele iande» ftürniiiche» Beilall >m Pubtiliim. Die BadebUder dagegen tanden- wob! ih>e» exotischen Einschlages wegen— wenig»«egenliebe, denn: schon mit der marlierlen Mitchirou bat e« einen Halen: sie ist zur, eil in unscreii Kienen meist stark unierernädrt. Auch die ihr zadlieich geipendelen Wasserfoniaiile» mu dem Munde nabmen sich gerade nicht ichön aus. Aber abgesehen von dieser Einlage in dem an sich umiangreichen Pi ogramm«landen die rem sporitichen Darbietungen aus voller Höbe. Der Verein bot den zadlrei» erschienenen Gästen bei oerhältnismäßig niedrige» Eii tiitlSPi eisen einen genu' reichst» Nachmittag, to das, dem gesunden, Köiveischöndeit bildenden Echwinunspor» ein weiteres liäsliges Btüheu und Gedeihen nur zu wünschen ist. OewerMastsbeVegung Grtsverwaltungswahl der Metallarbeiter. Di« gestern fortgesetzte Gene�ilversammlung der berliner Metallarbeiter beschloß, in der Zeit vom 18- bis 21. Dezember die engere Ortsverwaltung zur Neu- wahlzu st eilen. Folgende beiden Listen sind ausgestellt worden: Rusch. Posselt(K. P. D.) und Ziska, Ulrich(U. S. P. rechts). Der ausführliche PersammlungIbericht folgt in der Morgen- ausgäbe. Tagung„des Gewerkschaftsringes". In seiner Sonnabend sitzung nahm der Kongretz nach längerer Debatte eine Entschließung im Sinne der Ausführungen Erkelenz' an. Die Montagssitzung.wurde eingeleitet mit einem Referat Georg Bernhards über»Wirtschaftsordnung und Wirt- schafiskrise". Er ritt eine wilde Attacke gegen die sogenannte No- vembecreoolution, der die Wirtschafskrise ihre Entstehung verdanke. und kündigte eine Eruption an, gegen die der 2. November ein Kinderspiel gewesen sei. Zur Rettung empfahl er eine Planwirt- schast ohne Gbleimräte. Nur auf der Grundlage der i n d u- striellen O-r g a n i s a t i o n lasse sich die Reform der Wirt» schaft aufbauen. Die Forderung der Arbeiter, den Betvibbs.äten die Kontrolle der Produktion zu überlassen, sei hoch st gefährlich, da sie nicht einmal innerhalb einer BetriebSgruppe die Wirtschafisverhältnisse zu überblicken imstande seien. Das Pri- vateigentum des Unternehmers dürfe nicht aufgehoben werden, wenn er nicht Freude am Schaffen und Wagemut verlieren solle. Der Staat, der nun einmal nickt kaufmännisch arbeiten könne. solle seine Betriebe, die Eisenbahn und Post, in die Gewerbe- gemeinschaften hineingeben. Das sei wahre Sozia- li s i e r u n g. In der Aussprache zerstörte Dr. Walter R a t h e n a u die Hoffnung, daß durch Rachekriege die Verhältnisse geändert werden könnten. Eine Umgestaltung sei vielmehr aus der Soli» darität der Völker selbst zu erwarten, die auf ihre Regie- rungcn den nötigen Druck ausüben werden. Er forderte die k o l- lektive Arbeitsteilung in der ganzen Nation, und zu diesem Zwecke die Vereinigung der Gewerbe zu Trusts zur Herauf- setzunz des Nutzeffektes. Ein Höchst maß sozialer Arbeit könne nur in einer Zentralstelle geleistet werden Vor allem müßten Arbeiter und Angestellte verlangen, daß bei allen Sozialisie- rungsvorsch lägen die Sachverständigen auch den Nachweis dafür erbringen» daß m der neu zu schaffenden Wirtschaft keine Arbeitsstunde vergeudet, kein Produktions- mittel nicht voll ausgenutzt wird. Die Sozialisierung werde sich nicht von heute auf morgen schaffen lassen. Nur Schritt für Schritt könne man vorwärtsschreiten zum ZukunftSstaat. Linksradikaler Vorstoft im Buchbinderverband. Was hat die Mitgliedschaft der Zahlstelle Berlin dem Per- bandövorstand und der Redaktion der.Buchbinderzeitung" zu sagen? So lautew die Tagesordnung einer am Freitag tagenden Mitgliederversammlung der Zahlstelle Berlin des Verbandes der Buchbinder und Pcipierverarbeiler. Es war die Fortsetzung einer Mitgliederversammlung, die nach einem Referat von Czerni über seine russische Studienreise eine Resolution angenommen hatte, in der die„Gründung einer neuen ge werkschaft- lichen Internationale zum Zwecke des Zusammenwirkens einer mächtigen rev-olutionären Klassenassoziation, die den endgültigen Sieg der sozialistischen Revolution vorbereiten soll," begrüßt und von der A m!t e r h a m e r Internationale gesagt wird, daß sie„nicht fähig ist, den oben genannten Prin- zipien gemäß den proletarischen Massen in allen Ländern zum Siege zu verhelfen".__ Kaspar, der Leiter der mehr oder minder kommunistisch orientierten Berliner Ortsverwaltung, nahm nun am Freitag im Sinne dieser Resolution gegen den Verbandsvorstand und die Ver- bandszeitung, hauptsächlich zu klrem Kampf gegen den„g ew erk. schaftlichen Dilettantismus" der Berliner Vetfvaltung Stellung. Er vermutet einen förmlichen Austrag(wohl des Gc- werkschafrsbundcs), der unter der Derise:„Gegen die Ge- werks chaftszer splitterer" ergangen wäre. Als Grund diesen Kampf müsse die sogenannte Zellen bildung hev B galten. Dabei handele es sich aber nur um Aufkläruugs arbeit. Kleine Zirkel förderten am besten die Eigenbildung. Haueisen vom Verbandsvorstand-wolle er die ehrliche Ueberzeugung nickt absprechen, er wende sich aber scharf gegen die gewisse Selbstgefälligkeit, mit der alte Gewerkschafts- führer, weil sie zwanzig Jahre tätig seien, da? verteidigten, was heute die Arbeiterschaft als Verrat bezeichne. Im übrigen offenbarte Redner fein kommunistisches Herz. Kempke(Angestellter beim Verbandsvorstand und Mit- arbeiter der„Buckchinderzeitung") wies verschiedene Angriffe Kaspars gegen Verbandsvorstand und„Buchbinderzeitung" zurück. Die Artikel, die durchaus nicht inspiriert wären, seien notwendig gewesen, um d-n Arbeitern zu zeigen, welchen Gefahren sie entgegengingen. Den Bolschewismus, der in Rußland ein Zerr- bild des Kommunismus geschaffen habe, bekämpfte Redner. Wenn man bei Befolgung moSkowitischcr Methoden selbst nach dem Zeug- niZ von Radeck bis zur Verwirklichung des Sozialismus jähr- zehntelang durch Hunger und Blut gehen müßte, dann solle man sich dech fragen, ob eS nicht besser fei, unsere alte„aus wissenschaftlicher Erkenntnis beruhende Me. thode weiter zu befolgen, auf die Gefahr hin, den Kapitalismus noch ein« Zeitlang bestehen zu sehen. Die weitere Diskussion führte stellenweis« zu recht stürmischen Szenen, namentlich alz nach kommunistisch gerichteten Reden des als Gast anwesenden russi schen Kollegen M o e l l e r und der Kollegen N ö s ch und L ü �! ck e das Mitglied des VerbandSvor- standes H a u est f en sprach. Er übte seinerseits Kritik an der Berliner Ortsleitung. Wie der Artikelschreiber in der„Buchbinder- zeitung" würde er. wenn er den Artikel geschrieben hätte, auch von GewerkschaftsdilestantiSmus gesprochen haben. Ja, er halte sie (zum VorstandStisck gewandt! nicht nur für Dilettanten, sondern sogar für Cb a r l a t a n e. Für seine schamlosen Angriffe auf den Verbandsvorstand habe Kaspar nicht den Schatten eines Beweis'S zu erbringen vermocht. Hier müsse er zum Gegenangriff übergeben Rothe von der Orts- Verwaltung habe im Zeitungsstreik bei den Verhandlungen vor dem ReichSarbeiisministeriMi zuerst sogar a u f d i e Bezahlung der Streiktag« verzichten wollen und habe erst durch Verhandlungen veranlaßt werden müssen, davon abzugehen. Die Versammlung wurde auf den 2. Dezember, 5 Uhr, vertagt, um die Diskussion fortzusetzen Der Saal wird noch bekannt- gemacht._ Vnchdinder-N rrband. Die Fortstt-img der vertäuten Mitglicderver. sammlunz findet Donnerstag in der„Neuen Welt", Hasenhcide, gr. Saal, statt. S. P.D..Holzarbeiter. DienStaa, 7 Mr. in den Mufikersälen, Kaller-?? Ilhelm-Straste. Versammlung der Betncbsrätc, Vertrauensleute. Gcneraloel'lammlimgsdelegieileii und ftuullionäre. Taresordnung: Tie Stellung des Holzarbeiterverbandes zur Otganiiation der Betriedsrätc. Referent: Kollege Fleck Vetrlebsiäte, die zur Berfammlunz in der „Neuen Welt" gehen, müssen einen Vertreter schicken. Holzarbeiter-Berband. Vertlailcnsmännerversnmmliing am Mitt- woch in den bekannten Lokalen, Bezirk Südosten und Ladenbranche jedoch am Donnerstag.— Mitg!ie''e'verlamnil»ngen: H-ute. gleich nach Feierabend. Süden und Südosten im Reick enbcrger Hol, Neichenbergcr Straße 147— Oilen III in der Schulanla, T'Isilcr SIr.4!5, Ladenbranme im Eng i'chen Ho', Rlexandcrstr. 27c.— Musilinlirumcntcnarbciter: Dienstag. 5 Uhr, in den AndreaSiesllälen.?l»d! casitr. 2t. Beziile Osten I und II ToniielStag, 4'/, Uhr, in der Schulaula. Tllfiter Str. 4/5. Teutichrr Transvortarbelter-stterband. Arbciterräte deS Einzelhandels. Heul«, 7>/, Uhr, bei Wollschlägcr,?>dalberls>r. 21. Veifammlung, Vorträge, vereine und Versammlungen. Ghemalige Rngehörige vom Arm.»Bat. 42. die gewillt sind, dem UnterslützungSvercin St-ö. 42 c. 33. beizutreten, geben ihre Adresse dem 1. Borsitzendeii K. Becker. KeschäjlSllelle des VeieinS: Berlin-Schöneberg, Wrunewaldilr. Lt. Veisammlungen finden statt jeden letzten Mittwoch im Monat. abrndS 7'/, Ubr,«erlin, Anhaltstr. 11,„Zum allen ÄSIanier".— 2te»ographe»vcrein Siolze-Schrey. Nordbezirk. Uebungen jür Damen und Herren DlcnSlag und Freilag 7—8»/, Uhr, 120. Semcindejchule, Gartea- straste 107». Bcranlw Mr den redalt. Teil' Tr. Werner Pciler. Charlottenburg: lür Anzeigen: Th. Glocke. Perlin. Berlage Bortoärts-Perlag G. m b. H.. Berlin. Druck Por- wärlS-Piichdruckerei u. Perlagsaniiall Paul Singer u To.. Perli.i ümdemtr. S. Gcwinn-Anszug der 16. Preusz.-Zudd.(242. Preith. 1 6 Blass» 19. Mhungilag Klassen-Lokkerlr 37. November 1920 A.f leck»..sozen. Nummer sl.d tw.l.le ob hoho Uoirinno.»r*)l«o, «od rwor j» einer oof dto 1.0-e(loieher Nommor In den beiden AhlellooBOB I ond U L-hne Gewähr. Nachbruck verboten. In der LonnillagSjiehung wurden Gewinne übce 044 Marl gczogent i liewinne 7.D 30000»1 172485 4 Uowinne za 10000 M 6740 40150 4 Gewinne zn 5000 M 179533 193151 114 Gewinne zn ouOO»i 1590 1762 2S95 5929 8552 9457 10117 12528 16254 16867 17926 18612 22628 30367 33967 37863 38641 419.0 48084 49848 69888 86724 103063 103142 10.688 107479 117936 12l46S 1370:7 137124 143014 143681 146967 147446 148412 160018 163098 164768 158042 166491 158765 171414 182019 193892 I9698I 20)030 202967 204321 20440« 21406 217170 217774 222167 224518 224928 227739 232689 208 Gewinne zn 1000 M 1893 2169 3467 7156 8828 1077] 12748 1426« 16598 17007 18678 20096 22139 24482 28786 30823 34334 30116 40303 42761 46603 46262 4761» 47672 48713 61787 62710 54360 54422 66) 1 0 67891 68714 68834 70279 72426 78734 82273 83098 83117 83736 83928 848:4 81270 93768 96520 07496 98716 108263 1088 2 108062 1)0087 110861 112687 118 69 121691 126921 131621 133268 124.79 134470 134776 136)84 138863 130670 139711 140790 140893 147616 149976 163307 168613 169065 161247 163219 163503 164173 167113 168566 169)86 170168 172108 172327 174 64> 76623 176854 178780 181371 102284 107667 198892 199396 10.738 207689 210278 213126 2202X9 226967 230227 230822 231609 231801 231025 2328>3 233231 178 Gewinne zn 600 M 2218 10163 10486 18598 22392 28187 28498 28798 82482 331.98 86105 36979 40034 40271 61220 64866 66675 59973 61063 66643 66786 74666 77776 77802 80466 8.5778 84816 58113 89689 92173 93166 56790 99662 101388 102786 111078 111869 111549 111638 113621 119048 123148 136816 1S6903 189(68 141018 144587 146829 147624 147760 146621 149362 1621 08 163927 164060 166999 157163 167092 168149 169967 1646 4 166638 167079 109670 179636 186042 187762 192264 188388 198895 188353 201049 206850 207736 208886 210O76 212269 21.698 213791 214891 216628 220.86 220881 226807 225868 228126 229446 230050 231304 In der Nochmluaglziehnng wurden Sewinae über 544 Marl gczsgcnz 2 Gew.nno za 60000 M 70889 2 Gewinne za 40000 N 1893:9 2 Gewinne za lOOOO M 103018 6 Gewinne zu 6000 il 171837(28218 197384 88 Gewinneza 3000 M 1348 2614 5124 86050 54870 54583 85321 87046 68438 68648 68846 69172 7210» 79076 869 i 8 874)3 82068 97632 1122.7 114423 118276 120324 120862 122636 126923 137274 139860 149109 160869 181631 156'. 17 178166 177268 177826 180862 187718 191626 194517 204108 202604»07468 211964 214951 190 Gewinneza lOOOM 4613 5967 8174 8662 6835 7000 8398 10227 10945 14188 15896 197:7 22895 24531 26240 25720 28809 29714 32686 87579 S8o01 41980 43220 46604 48703 601 18 61881 64659 08217 67874 78242 83667 87807 9.984 92:74 94928 93398 100431 104770 107677 10)809 110100 110143 116090 121265 12:713 12 884 124768 124840 126432 127474 128813 129615 130443 140177 140574 140891 141519 141460 142463 14:969 148896 164031] 65692 168865 160125 160350 160331 163061 166026 172701 173097 178609 181705 181832 193664 194036 194605 194683 198606 202018 206463 2072>8 208096 213866 214752 214973 217347 2225.6 225073 224176 227043 229779 230889 233697 104 Gewinne za 600 M 113 4425 6635 16860 23269 23498 23690 26669 29648 56969 37344 41660 41123 41769 46434 61614 627)4 66923 56864 68645 69894 62683 85806 64716 66388 68043 67638 68889 74198 74407 7488» 76081 76086 76886 76987 779)7 78838 86961 86187 67040 87867 88683 89033 85732 98108 104848 106621 111226 111684 114273 113140 1200 9 126324 128261 129206 132011 134783 186808 I3628S 1373)6 140:47 141662 143254 143836 149276 160670 161817 164211 164860 168324 160873 166422 168871 170181 174213 180847 182)89 182882 184822 187891 193047 193845 187290 200183 20-901 Z058SS 1 06466 208073 210383 216463 216752 21680« 217448 219646 222783 226268 231776 ueitrrnsiralle 64 IS Attraktionen. 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