Nr. 59$ ♦ 37. Lehrgang Ausgabe � Nr.!S2 Bezugspreis i B erteltSHi!. M,— M;, mmmiUO,— M. frei ms Sans, ooravs ahlbar. Bok- oeziia Monalli» iv.— MI. erN.?u- Ilellunqsaeduhr. Umer Krnudand iür DeMichiand and Oeharrei» 16/0 Ml. für das adrige Susland oei läglich «inmai. Zultellunc 21Zg?nkH.. Ürllunqen nehmen an Oeficrrertiv Ungarn, Tschecho» Slowais>, van«. war!,»»Hann,.urrmvura. Zehmed«» und die Schwei».— citnaetraaen IN die Post.-eitunas-Dreisliiie, Der.Sonndtts* mit der Soniitoa»* biklege.Boll u. Seit* ericheint mertieiv täglich initinicl Sonniaq? und Montags-tnmai, Teienramm-Adresse �doziald-motro! D erlin» argen Ansgabe Berliner Bolhölrlatt (�33 Pfannig � SlnzetgeupreiS; Sl,«chlpeivsiien» KrasareUlcic� toste tZ,— Sl.SraetimgsüUfchlaaSO-,, anleine U»,»>,»>>» K:« tnt- gedruekte Morl i,— M. UuUtiflg>«» '«Naidrnekt«®»n«),„des u>»>ier« «eri N Bl«. Etellengeluche ans e«l»tst«lt«»»n,»i,,n das erste Wo»! «b»tH. i,»«»«lere W»ri M Pili. «»rt»»der IS Bachsladen ziihlen lstr chiei W»ri«. reuerunaeznlchiaa ?,Mil>en-U»ieigen Mr Adsnnenieu Zelle i.— M»»»Iltilch« and ,e- «ert'ch«ftlich» verein»- Anieieieu Ml. die Zelle»hae Aufschlag. Anzeigen Mr die»ich»» Rümmer mülscn dl« I AP» nech mittag» im pauntgeschäst. Merlin TW i, Sinsen- straxe 3,«dgegeben Verden.®f Sünet «an 3 Uhr fitti) bi« i Uhr abends. Zentralorgan der rozialdemokratird�en parte» Deutfchlands Neüaktion und Expedition: SW. 08, Lindenstr. Z. üernivreeher: Amt Morilivla«, Rr.>-»> S«— lSI»?. DienStag, den 7. Dezember vorwärts-verlag S.m.b. tz., SV. 08, �indenstr.Z. �ernivretbar: Amt Mortlivl»«. Nr. II?.»l!—.">4. Reichsminister gegen preußenminister. Der ReickSkici erlebte gestern das ungewohnte Bild einer öffentlichen Auseinandersetzung Mischen den Regierungen Preußens und des Reichs. Es ist schon aus der Pveste bekannt, daß zwischen dem Reichsernährungsministerium, vertreten durch Herrn Her- m e s, und dem preußischen LandwirtschastSministerium, vertreten durch Genossen Otto Braun, über die Frage der Düngemittel politisch erhebliche Meinungsverschiedenheiten be- stehen, die durch den Fall Augustin ins Persönliche verschärst wurden. So kam es, daß sich die gestrige Beratung des Haushalts deS Reichsernährungsministeriums, die mit einer langatmigen Rede deS Ministers HermeS vor loeren Bänken begann, im weiteren Verlaufe zu einer dramatischen Szenenfolge zuspitzt«. Nach Hermes sprach Genosse Otto Braun. Als preußischer Landwirtschasts- minister hat er im Sinne der auch im„Vorwärts" besprochenen Denkschrift zur Verbilligung der künst- lichen Düngemittel neue Weg? für die Steigerung der land- wirtschaftlichen Pradnlktion eröffnen wollen. Aber im Reichs- «rnährungSministerium sitzen Widerstände, denen, wie Genosse Braun mit Heller Entrüstung darlegt«, die Sorge für den Profit der großkapitallftischen Düngemittelindustrie höher steht, als die Sorge um das Wohl des Volkes, als die Sorge um unsere hungernden Kinder. Durch BraunS Rede, die nur klare, einwandfreie Taftachen hrachte, leuchtete das ernste Wollen, der Not unseres Volkes mit allen erdenklichen Mitteln abzuhelfen. Und als er erklärte, diese Arbeit an der landwirtschaftlichen Produktionssteigerung dürfe keine Partei fache sein, war ihm die Zustimmung des ganzen Hauses sicher. Das Bild änderte sich ctber bald. Braun kam zum Schluß seiner Rede auf den Fall A u g u st i n zu sprechen. Mit wuchtigen Schlägen zertrümmerte er das Lügengewebe, mit dem die H e l f f e r i ch- P r« s s e den Fall A u g u st i n in einen Fall Ramm-Braun umzufälschen versucht hat. Treffend charakterisierte er sene ZionSwächter, die kaum ein Wort deS Tadels für den bestechlichen Beamten haben, aber über die Männer, die die Hand an die Wunde gelegt, mit Verdächtigungen herfallen. BraunS Ausführungen hatten wenigstens den«inen Erfolg, daß Minister Hermes das Original de? vielbosprochenen Briefes, den Swatssekre- tär Rgmm an.Hermes gerichtet, aus den Tisch des Hauses legte, damit untersucht werden tonne, ob etwa kleine Ab- änderungen daran vorgenommen worden seien, wofür «in starker Verdacht vorliegt. Im übrigen konnte tie oasglatt« Dialektik von Hermes gegen die Wucht der von Braun vorgebrachten Argumente nicht? ausrichten. Schließ- lich wurde noch der Reichskanzler in eigener Person zur Hilfe herbeigerufen, dr. über die vorhergegangenen Vorgänge offenbar nur oberflächlich und einseitig unterrichtet, seiner Betrübnis über den öftentlicken Zusammenstoß der beiden Staat Sautoritäten wehmütig Ausdruck gab. �ndeS helfen derlei Betrachtungen über vorhandene Gegensätze nicktt hinweg. Jeden Tag w'rd eS deutlicher sichtbar. daß im Reich nach anderen Grundsäken regiert wird als in Preußen. In Preußen sitzt die Sozialdemokratie noch mit in der Regierung, im Reich ist sie ausgeschieden, die Deutsche Volkspartei ist in sie eingetreten, und ein starker Ruck nach rettsts macht sich füblbar. Kapitalistische und reaktionäre Ein- ftiiffe, die in Preußen nicht durchdringen können, flüchten sich in das Reich. Nichts kennzeichnet den Gegensatz b-esser als die Vorgänge, die sich gestern gleichzeitig in der Preußischen Landesversammlung abspielten, wo der Finanzmini. ster Wertere Lüdemann, aeaen die Deuftchnaftonalen nnd die Deutschen VolkSvartester lein Recht vertei diäte, reaktionär» Beamte aus den politisch mtßa»benden Sftsien leine? Min'sie- rimns zu entkernen. Im Reich sitzt die Deutsche BolkSvartei die für die der reaktionären Beamten eintritt. mit in der Reaienunq. Die Rechtsentwicklimg im Reich hätte nickst sa siar?� kern können, wenn die Demokraten den Berns in sich geküblt hätt-n. sie zu hemmen. Die Rechtsparteien haben aber sehr gesch'ckt verstanden, die Demokraten da zu packen, wo sie am empfind- lichten sind, und rnt gemeinsame Front mit ihnen zum Schutze bedrohter Ka vitalSinteressen herzu- st Ren, Die Demokraten haben in der aften KoMit'sn. in der sich die Sozialdemokratie befand, dos Reichsfotavser mit be- schlagen. Heute sämvftn sie im SteuennSschuß Schulter an Schulter mft der Dfistß�en Verre.n(TT+r aeaen diese? von ihnen mit beschlossen? Gesetz! Und auch das Zentrum schrni schon etwa- schwankend g-worden zu sein, sii daß von den drei Parteien der a l t e n Koalition es mrr noch die auS der Regie- runa miSa-schsedene Aozialdemokfatie ist. die an der unver- änderten Ausfecksterhaltung und Einziehung deS Reichs- notopferL festhält. Die Vorgange, die sich gestern im Reichstag abspielten, waren also nur e i n Symptom einer vorhandenen starken Spannung. Zwei Regierungsprinzipien stehen gegeneinander im Kampf: daS Regieren mit der Sozialdemokratie und das Regieren ohne die Sozialdemokratie, das sich mehr und mehr zu einem Regieren gegen die Sozialdemokratie gestaltet. Man wird auf bürgerlicher Seit« diesen Sachverhalt vielleicht bestreiten. Man wird versichern, daß man gar nichts gegen die Sozialdemokratie will, vielmehr ihre Mitarbeit wünscht. Das ist ganz richtig, nur ist die Mitarbeit, die man von der Sozialdemokratie wünscht, eben eine Mitarbeit an einer rein bürgerlichen, kapitalistischen Politik, wie sic zur Zeit, da die Sozialdemokratie noch in der Reichsregieruug saß, noch nickt getrieben werden konnte, die aber jetzt tat- sächlich getrieben wird. Die Rechte unterstrich die Rede de? R nchskanzlerS gegen den preußistchen Minister, Genossen Braun, mit lebhaftem Beifall. Auch sie ist der Meinung, daß ein Gegeneinander- regieren zwei verschiedener Koalitionen im Reich und in Preu- ßen nicht möglich ist. sie zieht daraus nur die Konseguenz. daß sich die Sozialdemokraten eben«uch«u» der preußischen Regierung hinauszuscheren haben. Ihr Wunsch ist eS. die gegenwärtige preußische Regierung womöglich schon vor den Vreußenwahlen, spätestens aber durch sie zum Aufstiegen zu bringen. Heute ist sic es. jü sagt;„Haben wir Preußen, so haben wir alles!" Die Frage ist beute die, ob deutsches und ausländisches .Kapital in der Verwertung der wirtschaftlichen Trümmer des Reich-.Halbpart machen soll oder ob die Deutsche Repichlik durch eine sozialdemokratisch? Politik sich einen eigenen Lebens- inbalt erhalten will, ob wir als einiges Volk den Weg aus unserem Elend suchen sollen, oder ob sich über Reichsbankerott mib Massenverelendima ein? schrankenlos? Geldsachvirtschaft etablieren soll. Das ist die Frage, die sich krisenhaft zuspitzt und auf die wir beidenPreußenwahlen eine Antwort erwarten. «-» S Refchsnotopfer und Zwangsanleihe. Unser« R« i HS t agS fra k t i o« beschloß, die sozial- demolratsschen Mllgsieder der Steucrkommission z» beauftragen, der Regierungsvorlage zur raschen Erhebung des Reichknot- o p f e r S zuzustiminen und gegen jede AuShöblung des ReichSnot- opferS mit aller Entschiedenheit zu wirken, ftür die Einführung einer ZwangSanleihe behält sich die Fraktion ihr« Stellung- nahm« vor. Werter stimmte die Fraktion der Auffassung zu, daß ihre Mitglieder im Eteuerausschuß mit aller Entscht-denbeit darauf hinwirken, daß die Steuern für den Besitz schnellstens zur Er- Hebung kommen. Endlich verlaugte die Fraktion, daß darauf hin- gewirkt wird, den sich immer stärker ausbreitenden Luxus schnellstens einzudämmen. «« �e nes und örann. In der gestrigen SieichStagositzung geh! ein Antrag aufLVIX> Tonnen betrug, stieg sie im Jahr« ISlv guf tLp ltlX) Tonnen, im Jahre l&XI auf 1Q7 000 Tonnen und wird im kommenden.Jahre voraussichtlich 270 000 Tonnen betragen, gegenüber einem»riedcnsdetrage von 210 000 Tonnen. Die Sicherstrllung der Sinfuhr von Rvhphosphaten ist besonders wichtig, ebenso ein« Stabilisierung der gesainten Büngemitielpreis«, denn nur auf diese Art kann eine Stetgerung der deutschen lanZwirrschaftltchen Erzeugnisse erzielt werden. fBeifall) Abg. BrauN�DüfseNtorf(Sog.): Wir müsse» uns darüber klar sei», daß,»enn wir nicht mit einem fühlbaren Ruck die ganze Wirtschaftvmaschine umstellen, wir unretlbar in den Mgruikd saufen.(Sehr richtig!) Der Wahn muß verschwinden, daß man sich durch Papiergeld retten kann. kSehr richtig!) Reben andere» Ursache» der heuti- gen Entwicklung, die noch immer dadurch gekennzeichnet ist, daß wir noch immer viel weniger produzieren, als wir verbrauchen, est die Hauptursoche die Verarmung unsere- Bodens.(Sehr wahr!) Di« großen Erfolge vor dem Kriege verdanken wir vor alle« der gnle» Düngung, fnSbe-sondere der Zuführung künstltchrr Düngemittel. Hier muß der Hebel angesetzt werden, um von der noch immer werter um sich greifenden extensiven Wirt- fchaft wieder zu einer intensiven zu gelangen.(Sehr richtig� Wir müssen Maßnakmcn treffen, um die Landwirte zu voran- lassen, rntensiver Zu wirtschaften. Daß ist nur möglich, wenn das klleich die Herstellung künstlicher Düngemittel selbst in die Hand nimmt. Bei der bifl geren Abgab« der Düngemittel all die Landwirtschaft handelt es sich nicht nm ein« Art Liebesgabe, sondern um eine Liebesgabe für die Allgemeinheit. Die Behandlung, die in dar Poesie der von mir in Kassel erwähnt? Fall A u g u st i n gefunden hat, zwingt mlich zu einigen Bemerkungen. Ein Beamter monwS Ministerrnniß, der in dreißigjährig« Tätigkeit dem preußischen Staat wertvall« Dienst« geftnstet hat, Dr. Ramm, ist zum Schutz viueS bestechliche« Be- amten in uuerhörtesteT Weise besudelt worden.(Hört, hört!) Ende November lölg hat ein Angestellter der Ackerbaugesellschaft einem Beamten de» ReichswirtschaftSm�nisteriumS IlXXZ M. und später nochmals ö(XXi M. goschenkweise zugehen lassen. Erst im Huni IWl) will man davon im Reichs Ministerium etwas erfahren haben. Am Hauptausschutz ist der Brief des Herrn Dr. Ramm an das ReichSmiritstermm erwähnt worden. ES steht darin:„Am 10. abenids mutzte ich mit dem Minister nach Ost- pveutzen reifen, konnte daher zu meinem Bedauern cm der am 11. stattfindenden Sitzung de» Stickstoffdüngerausschusses nicht teil- nehmon." Tatsache ist, datz dieser Brief am 7. Mai geschrieben und am 8. Mai abgegangen ist. Er ist bereits am 11. 3Kai Gegenstand der Erörterung im Reichsministerrmn für Ernährung ge- Wesen.(Hört, hörtl bei den Soz.i Daß der Brief am 8. Mai ab- gegangen ist. ergibt sich au» den Wen. Der Inhalt kann nur be- ruhen auf einer mir ganz unverständlichen Flüchtigkeit des Staat Z-fskretärS Ramm oder einer Fälschung. Es wird Sache des Reichsernährungsministers sein, den Brief durch Schreibsachtierständ ige nachprüfen zu lassen und festzustellen, was dort geschehen ist. Datz gewisse unverständliche Dmge dort im Ministerium vorkoinmen. ist gar nicht in Abrede zu stellen. Z. B. find Möbel angeschvifft worden und ein Automobil aus einem Fond» für Stickstoff, und als dann die Sache etwas kritisch wurde, wurde es auf ein nc» angelegte« Borschußkont« verbucht. Zwei Monate später kommt der Ministerialdirektor»nS Finanzministerium und erklärt, man wolle Anschauungen machen, die bereits gemacht worden sind. Daraus kann man sich ein Bild von der Wahrheitsliebe gewisser Herren machen. Und wie bin ich doSwegcn in einer gewissen Presse angegriffen worden, insbesondere in der„Deutschen Tageszeitung". Man hat mir so- gar nachgesagt, ich soll« Mitwisser des famosen Bestechungsplancs sein. Die Zeitungen, die diese skandalöse Notiz abgedruckt haben, werden demnächst vor Gericht Gelegenheit haben, den Wahr- heitsbeweis anzutreten. Herr Helsferich hat im Ausschutz diesen durch Unwahrheit konstruierten Fall einen Skandal genannt. Ich hoff«, datz Herr Helsferich nunmehr einsehen wird, datz lein Kall Ramm vorliegt und auch kein Skandal, und datz er Gelegenheit nehmen wird, dem zu Unrecht verdächtigten und in der öffentlichen Meinung herabgesetzten Beamten Genugtuung zu Neben.(Beifall bei den Soz. und grotze Unruhe rechts.) Denjenigen, der den Finger in diese öffentliche Wunde gelegt hat, hat man ver- keumdet und beschimpft.(Ruf rechts: Unschuldsvoller Engel!) Dieser ganze Fsldzuq gegen mich und meinen Staatssekretär richtet sich st, der Hauptsache gegen meine Borschläge über die Dünger- » n d u st r i e. Der schamlose Geuufitanmel gewissenloser Leute, die durch Schiebereien und W u ch e» reien ihr Gcld leicht erworben haben und es vergeuden, soll uns darüber nicht hinwegtäuschen, datz die Not im Volke von Tag zu Tag steigt. Es handelt sich darum, unsere Jugend bester zu er- nähren, die heranwachsende Volkskrast, mit der wir das zusammen» gebrochene Vaterland wieder ausbauen wollen. Wer sich dieser Not verschlietzt, begeht nicht nur ein Verbrechen am deutschen Volk, sondern letzten Endes gegen sich selbst. Ich wünsche und hoff«, datz diese Erkenntnis mehr und mehr in den weitesten Volks- kreisen Platz preist, ehe eS zu spät ist.(Beifall bei den Soz.) ReichSernähnuigsminister Hermes bleibt bei seiner Darstellung deS Falles bestehen. Der gerichtlichen Aufklärung sehe rch mit voller Ruhe entgegen. Betreffs der ltmlagekasse ist mir ein Irrtum unterlaufen, jedoch mutz berücksichtigt werben, datz seit der letzten Preisfestsetzung in der Gtickswffindustrie die Gestehungskosten «utzerordentlich gestiegen find.(Sehr richtig!) Reichskanzler Dr. Fehrrnbach:, De« Abschlutz, den diese Debatte genommen hat, bedaure ich chlfa tiefste.(Sehr richtig! rechts.) Es wirb mir nicht leicht, in die Rechte des Abg. Braun einzugreifen, aber ich darf wohl die Bemerkung machen, datz auch der Abg� Braum, wenn er hier als Abgeordneter sprach und seine Airgriffe gegen den Reichs- ernährungsminister richtete, sich darüber klar sein mutzte, datz er vielleicht rn die Lage kommen würbe, auch als preutzischer Land- wirtschaftSminister und Ministerpräsident zu sprechen. Wie kann eine gesunde Preispolitik betriehen werden, wenn die verantwortlichen Stellen des Reick«» und de» gröhten BumbeSstaates sich in dieser bedauerlichen Weise gegenüberstehen nnb die R e i ch z p o l i t i k von seilen eines Abgeordneten, der zu- gleich Ministerpräsident eines Landes ist, in dieser Weise anae- griffen wird.(Beifall rechts und in der Mitte.— Lachen un5> Anruh« links.) ES ist nicht möglich, die Angelegenheiten lm Reiche gebeMch weiterführen zn können, wenn solche Vorfäll« sich wledev- holen sollten.(Lebhafler Beifall rechts und in der Mitte.— Lachen, Unruhe, Widerspruch und Zwischenruf« link».) Abg. Braun(Soz.): Ter Umstand, datz ich preutzischer Land Wirtschaft»- minister bin(Zurufe rechts: Leider!), kann mich nicht hindern, die Stellung meiner Fraktion zu diesen Fragen mit aller Entschiedenheit zu vertreten. Im par- lamentarischen Regime, wo Minister zugleich Abgeordnete sind, werden sich solche Vorgänge öfters wiederholen, wie es sich in Weimar ja bereit» bei Erzberger gezeigt Hai. Was ich als Abgeordneter ausgeführt habe, war durchaus sachlich und, soweit es persönlicher Nalur war, war es nicht Angriff, sondern Ab- wehr.(Sehr richtig! und Beifall links.) Das war um so not- wendiger, als man im Hauptausschutz meinen Herrn Staatssekretär nicht einmal angehört hat. Ich bedaur« tfte Differenzen zwischen dem ReichSernährmigSminister und meinem Ministerium, aber daran trage nicht ich schuld, sondern gewisse Kreise, die ein Interesse daran haben, diesen Gegensatz hervorzurufen und zu er- halten. Ick hoste, datz in Zukunft die Zusammenarbeit mit dem Ernäbrwngsministenum«ine bessere sein wird. Abg. Henke(U. Soz. rechts): Im Namen meiner Fraktion erkläre ich, datz wir bedauern, datz der Herr Reichskanzler in schärfster Weise gegen den Herrn Minister Braun Stellung ge- nommen hat.(Sehr richtig! link».)— Nachdem der Präsident den Abg. Henke darauf aufmerksam gemacht hat. datz seine AnSführun. gen den Rahmen einer persönlichen Bemerkung überschreiten, schlietzt der Redner. Nach einer Reihe persönlicher Bemerkungen werden die Be- ratungen abgebrochen. Dien»tag, den 7. Dezember, 12 Uhr: 1. Anfragen, 2. �Entwurf deS Rayonsteuergesetzes, 3. Fortsctzung der Aussprache über daS ReichSernährungSministerium. Schlutz öf-h Uhr. düngemittel unü Hetreiüeerfasiung. Der Unterausschuh des ReichSwirtschaftsrateS für Landwirtschaft und Ernährung hat. wie die P. P. N. melden, in der Frage der Düngemittel ein- st i m m i g einen gutachtlichen Beschluß gefaßt, in dem es beißt: „Die deutsche Landwirtschaft hatte es vor dem Kriege ver- standen den Hektar-Ertrag deS deutschen Bod«nS nicht zuletzt durch reich« und richtige Verwendung von künstlichen Düngemitteln auf eine Höhe zu steigern, die den Ertrag aller Länder mit ähnlichen klimatischen und Bodenverhältnissen weit übertraf. Die Kriegs- Notwendigkeiten und die KriegSfolgen haben zu einem erheb- licken Rückgang in der Anwendung künstlicher Düngemittel geführt. Di« verhängnisvollen Folgen dieser Tatsache können nur behoben werden durch eine svstcmatische Steigerung der Verwen- dnng künstlicher Düngemittel, die, wenn sie richtig durchgeführt wird, nicht nur zu einer Wiederherstellung, sondern auch zu einer Vermehrung der vor dem Krieg erzielten Erotemengen führen kann. Die künstliche Düngung mutz umso stärker gefördert werden. als eine Reihe von Ursachen noch für längere JJeit verhindert, datz Stalldünger in der Menge und Güte produziert wird, wie vor � barf daher kein Mittel unversucht bleiben, die ��ele zu setzen, zeugt von einem solchen Mangel an politischem kuMi�n DungemMelmengen zu erhöhen und ihre«nwenduu���»der �ber von einer solchen Böswilligkeit, datz wir Bei her Verwendung künsNlcher DüngemMel ist entscheidend das Verhältnis der PreisederDüngem�ittel zu den Preise» für die landwirtschaftlichen Erzeugnisse. Soweit noch Zwang»- Wirtschaft besteht, wie für Getreide, find daher die Mindestpreise für das Getreide der Ernte 1921 schleunigst festzusetzen und be» kanntzugeben. Ein« weitere Erschwerung für die Hebung der An- Wendung der künstlichen Düngemittel liegt in dem grotzen Be- triebskapitalbedürfn is weiter Teile� der Landwirtschast infolge der erheblichen Verteuerung des GesamtbetriebeS. Die Vermehrung der Betriebsmittel verursacht dem Landwirt grötzere Schwierigkeiten als dem Handel und der Industrie. Ein« U n t e r- stützung der Landwirte beim Bezüge von Düngemittel» durch Kredite, welche erst abzudecken sind, nachdem die Ablieferung des überwiegenden Teiles der Ernre erfolgt ist, ist wünschenKvert. Hierzu bedarf es einer Vereinbarung zwischen den Herstellern der Düngemittel und den Organisaftonen der Landwirte und der Düngemittelhändler unter Mitwirkung der staatlichen Kredit» institute." Dieses Guiachten deckt sich in anderen Punkten mit den seinerzeit von uns veröffentlichten Vorschlägen deS preußischen Landmirtschastsministers Braun, die allerdings viel konkreter und energischer die Wege zur Lösung der Düng erfrage zeigen._ ,vas Unglück in Sachsens Die deutschnationalen„Dresdener Nachrichten" veröffentlichten gestern abend einen Leitartikel, betitelt„Eine sozialistisch« Ein» heits front tn Sachsen". Darin fordern sie das Einschreiten der Reichsregierung gegen Sachsen(l), falls«s zu einer rein sozialistischen Regierung kommen sollt«. Wörtlich heitzt es: „Eine sozialistische Regierung mit kommunistischer llnier» stützung ist nur ein Vorspiel zu Zuständen, die in der r u s s i» schen Räterepublik ihr Vorbild haben. Sie ist der Auf- takt zur Diktatur des Proletariat». Somit wäre aber auch «in Verfassungskonflikt mit dem Reiche gegeben, das zur Exekution schreiten mutzte, um da« Einreihen von Zu- ständen in Sachsen, wie sie seinerzeit in Bayern geherrscht haben, zu verhindern. Die Rcichsregierung dürfte� aber nicht zögern, bis das Unglück in Sachsen schon geschehen sei, sondern sie mutzte rechtzeitig vorbeugend eingreifen. Unser Parteiblatt, die„Dresdener VolkSzeitung", schreibt: Die Antwort der Kommunisten eröffnet recht trübe Aussichten für die praktische Arbeit in der nächsten Zeit. Doch warten wir vorläufig ab und begnügen uns damit, datz die Kommunisten ein« sozialistische Regierung in Sachsen möglich machen wollen. Da» ist mehr, als wir von ihnen er- wartet haben. Der Schrei der Reaktionäre nach einer ReichSexekution gegen die eventuelle sächsische Regierung, bevor dies« über- Haupt noch ins Loben getreten ist, mutet höchst lächerlich an. Die Furcht de» Bürgertum» vor einer sozialistischen Regierung nimmt nachgerade Formen an, die mit der Verfassung in schärfstem Widerspruch stehen. Di« sozialistische Regierung, die aus Grund de» demokratischen Wahlrecht» zustande ge» kommen ist, mit dem bayerischen Räteintermezzo in Pa» zu fördern Der Pfljcht des Staates, alle ihm zu Gebot« stehenden Mittel zur Erhöhung der Einfuhr, Vermehrung der Produktion und Er» leichterung der Anwendung künstlicher Düngemittel anzuwenden, tritt die Pflicht der landwirtschaftlichen Erzeuger und ihrer Organ«- sationen zur Seite, alles zu tun, um da« Ziel einer erfolg- re i ch e n Düngemittelwirtschaft zu erreichen. Mit der hierbei de- wirkten Produftionsförderung hat«ine Gestaltung der Brotgetreide- orfassung und-Verteilung Hand in Hand zu gehen, die besser als die bisherige Form geeignet ist, für die schwierigen vor uns liegen- den UebergangSjahre den Brotgetreidebcdarf der städtischen Be- völkerung zu sichern. Durch verständnisvolles Zusammenwirken von Behörden, Erzeugern und Verbrauchern mutz diese» für unser« DolkSernährvng entscheidend« Ziel um so«her erreicht werden können, al» autzer Milch und deren Produkte und Getreide kein andere« Erzeugnis der heimischen Landwirtschaft mehr der Zwangs- Wirtschaft unierliegt. Im kommenden Düngemitteljahr 1921/22 ist die Dünqemitteibewirtschostung mit der Getreidebewirtschaftung s» zu verbinden, datz die Erfüllung der Ablieferungspflicht der landwirtschaftlichen Erzeuger besser al» bisher gesichert wird. kaum glauben können, der Schrei der sächsischen Reaktionäre werbe bei der Reichsregierung ein besonder« freudige» Eche erwecken. Regierungswahl in Vanzig. Dan, ig, 8. Dezember.(MTB.) Di« heutige Sitzung der Ver- ft �unggebenden Versammlung beschäftigt« sich zunächst mit derno Antrag« der Bürgerlichen, die Versammlung zum VolkStage zu erklären. Di« Unabhängigen, die Sozialdemokralen und di« Polen legten gegen diesen Antrag Protest ein. Bei der Abstimmung wurde der Antrag angenommen. Zum Präsidenten des Senats wurde Oberbürgermeister S a h m mit allen abgegebenen 08 Stimmen auf zwölf Jahr« gewählt.(Sozia- listen und Polen haften vorher den Saal verlassen.) Tann wurden fünf bcuptamtliche Senatenen auf ftch» Jahne gewählt, zum stell- vertretenden Senarspräsidenten Oberverwaltungsgerichtsdircktor Dr. Ziehm auf unbestimmt« Zeit und schlietzlich noch dreizehn Se- natorcn im Nebenamte gewählt. Di« Wahl des Finanzsenators wurde ausgesetzt. /lufschwung. von«rtbur Stlberglelt. Föhnhast wild da» All durchstürmen, Aar Haft sich emporzureitzen Ueber höchsten Tempeltürmen Zu der Weltallssonnen Gleitzen, Seele, sag', wa« kannst du mehr? Brause, Geist der Weite, braus« Auf der kühnsten Sturmesschwinge, Meide Deine enge Klauie, Diene nickt der Welt der Ding«� Fühle Deine Wiederkehr l LaiT Dich von den Lerchen feiern, Datz Du wieder heimgefunden, Wo sich über Springquellichtereru Kühn gewölbte Wipfel runden; Werde schwebend, warst Du schwer! Myriaden Lichterspeere Wolle« deine Brust durchzücken, Myriaden Wäldermeere Wellenbrandend dich beglücken; Ueberströme, Ahasverl Wenn Dich oft durch» triebhaft Dumpfe Deine Tiefen niederzogen, Rausche heldisch im Triumph« Durch die hohen Himmelsbogen, Werde Mensch, was kannst Du mehr? Dir Gabe d«S Gebens. Weihnachten naht heran, und di« Zeit de» SchenkenS im Jahre steht bevor. In der Heimlichkeit stiller Stuben und in der hellen Pracht reichgesüllter Läden werden di« lleberraschungen ausgewählt, mit denen man seine Lieben zu er- fteuen gedenkt. Aber wieviel UebcrflüsfigeS, Unnütze». Sinnlose» findet sich doch unter den Weihnachtsgeschenken! Die, Gab« des Geben«" ist nicht jedem verliehen, ja. sie findet fick sogar seltener al« man glaubt denn sie ist bedingt durch köstliche Eigenschaften, die gar vielen sehten. Um das rechte Geschenk auszuwählen, mutz man ein gutes Gedächrni« haben und einen fernen Takt, Güte und vor allem Neigung zu dem, den man erfreuen will. ES ist merk- würdig, datz di» reichen Leute so selten Geschenke machen, die erfreuen. Sie glauben, datz mit Geld alle? zu erwerben ist; aber man merkl der Gabe an, datz ihr die reckte Geberfreude fehlt, und so strahlt sie nicht jenen Zauber von Wärme und Glück au», der da? bescheidene Geschenk de» Armen so schön und rührend macht. Diejenigen, die nicht mit den Gütern dieser Welt gesegnet find, für die das Schenken ein seltenes und grotzes Ereignis ist, fie find e». die ihre ganze Seele in die Gabe legen, die lange vorher au EeburPtag» und festlich« Gelegeuheite» denken, und di« sich reiflich überlegen, wodurch sie den anderen erfreuen wollen. Bor allem gehört ein gutes Gedächtnis zu der Kunst de» reckten Schenken«. Wer in einen übeisüllten Laden irttl und fick dann von der Verläuftrin das erst« beste aufschwatzen lätzt, der wird nichts heimbringen, was die Augen de« Beschenkten vor Freude glänzen mackt und ein'eligeS �Lächeln auf seine Züge zaubert. Man mutz sich mil aller Kraft und allem Mitfühlen in die Persönlichkeit und die Umwelt des Empfängers versenken, mutz mit seinen Augen sehen und wählen, wenn man da» beste Gesckenk finden will. Nur der Hot die Gabe des Geben», der ihr das Beste mitgibt, wa» der Geber besitzt, nämlich sein Herz und seine Liebe. Tanzszenen in der StaatSoper. In der StaatSoper wird die Zeit Mischen zwei ernsthaften Premieren gern- mit der Fröhlichkeit von Tanzspielen ausgefüllt. Diesmal waren e» die„Amoretten" und die„Tanzfzenen beide» nach Entwürfen und in der Jnsze» nierung von Heinrich Kröller. Dieser Regisseur der Choreographie versteht es gut, einen gedämpften, in mattem Scheinwerferlicht sich bewegenden bunten und vornehmen Rahmen zu schaffen für die Rokolo-Phantasi« eines Mozartschen Schäjerspieles, versteht den Biedermaierszenen durch reizend gekleidete Nippsigürchen Schwung zu verleihen oder auch schattenhaft eine Zigeunerweise auftrumpfen und abklingen zu lassen. In den durchweg mit Anmut und Lächeln dargebotenen Szenen fiel ein« tänzerische Einzelbegabung kaum aus, doch ist Lene Bowitz Zierlichkeit des Schrittes und Diskretion der Gebärde, Heinrich Kröller Eleganz auch im Urwüchsigen nach- zurühmen. Wesentlicher ist die saubere, schmiegsame, im Atem der Musik schwelgende Gesamtleistung des Ballett», zu dem sich im ersten Teil die allerwirksamften Puppentänzerchen, die Kinder, fröhlich gesellten. Wer aber wagt es zu tanzen und glaubt, er brächte es ohne den Genius aller ftöblichen Musik zuwege? Mo- zart, Strautz, Weber find in jedem Takt ihrer Menuette, Gavotten und Walzer mehr Bewegung allein und Tanz, als selbst allerbeste Tänzer einen Abend laug lehren könnren. Reizend war der Ge- danke, daS Rezitativ zu Beginn der„Aufforderung zum Tanz" als Einleitung eine» Traumes zu nehmen, den Traum selbst als derben Volkstanz zu erleben und da» Nachspiel als Erwachen de« Musi- kanten. Da» Publikum zeigte sich erfreut und sammelt« die Heiter- keit als Gegenkraft gegen die blutige Bajazzi-Nachfolge. Schmal- stich dirigierte mit geschmeidiger Hand. K. S. Arbeiter unter Tarnkappe». Die» Buch von«erkleuten und ihrem Schaffen, von Jutiu» Lerche geichrieben, vom vertag K. Thienemann in Sluligart herausgebracht, ist jetzt zu unkerrr Freude in neuer Auslage /Preis 12 M.) erschienen. SS ist ein llmsichiig belebendes Buch, so recht auS dem Bedürfnis unserer Zeit heraus geformt. Maschinen, unsere Kuliurg»säbr>en. Kullur» sührer, Kulturbeherrscher, sind nicht Konsirultionen ohne Seele. Hier beitzt es Tarnkappen lüften, die da» beseelende Innenleben dem flüchtigen. oberflächlichen Blick verhüllen. Menschliches Leben ist darin aufgespeichert, setzt sich in ihnen über sein« todbegrenzle irdische Zeil hinaus foit. Nun lüftel der Verfasser dieses schönen, ernsten, bewegten Buches diese Tarnkappen. Wir haben das Buch. da« zum Besten� des über technisch« Fragen gememveistäildlich Ge- schrieben«« gebort, schon vor Jahresfrist angelegentlich empfohlen. und viel« habe« unjer«»uregung beachtet. Jetzt fei st« ebenso waim a»S einem abermaligen Seien deS Werke« der reiferen Jugend und allen Erwachsenen wiederhol». Diese» Buch, mutz und wird dauern. Rose Liechtenstein: Alfred Kcrr. Der Kritiker wird kritisiert, „Bedauerlich, datz die Mehrzahl aller Kritik tadeln mutz." sagt er schivermüliq.»nd ihn loben wir ger». Weil er ein Sehnsüchtiger ist, ein abendländischer Spötter mit faustischer Seele, durchglutet von sonnenstrahlendem Orient. Jude er, vom Geschlecht der Schwärmer. Er zerietzl, reifet ein, höhnt; aber er flieht zugleich. und er juckt und baut, echter Rackfahr des in der Finsternis wan- delnden Volkes. Roie Liechtenstein, selbst Orienialin(schwarz, schlicht gescheitelt), liest den Dichter; mehr: gibt ihm eigenen Sehnen» Sckwung ab. Und erhöht ihn also. Die schöne Ver- anftaltiing danken wir der„Ewer'-Buchhandlung, wo fie unier Hon» Sochaczewer« Obhut am Sonntag vormittag statifand. vp. Die nengewählt« Lettnng des Bal,n--«verei«« spleqelt den«u». gleich, der tflr dt- Krise im Innern de» Vereins»ngesircbt worden Ist. Präsident bleibt Baron o. Pntlitz. als Vizepräsideiiten treten neben ihn für die gemeinnübigen Bühnen Ministerialrat Korn-München und sür die Pnoat» bübnen Dr. t.öwc.BrcSIau. Der neue Peiwalluiigsral setzt sich zur Halste au» Mitgliedern beider Grupp n zusammen; sür die gemeinnütziaen Bühne» wurden gewädlt Dr. Eeel'g tPrensien), Heine t Sachsen). Kabne(Würzbulg). Rungeas ibn das tragische(Stjchtcf, zu eib.inden und schwerer Lähmung zu verjallen. Trotzdem arbeitete er muttg weiter. Ein Teil seiner Wert« entstand tn dieser hauen Zeit. Sturm-Pantomime. Herwarth Walden spielt am nächsten Elnrm.iiibend. 8. Dezember('/, Uhr, in der KumlauSstellung Der Stuim. Potsdamer Str. 134». die Musik feiner Pantomime„Die vier Toten der Finmelta". William Dauer spricht über da» Welen der Pantomime und wlrd die Gestik darslellerilch erläutern. Rudols B l ü m n e r spricht «wen Epilog über di« Autnahm« des Werkes durch die«rilller. Unter Guomen n»d Trollen. Ew»weites Buch dieser„im«ordi- schen Märchenwald' eisonnenen Erzählungen für die letserrn Kiiid-rjadr« legt jetzt Franz Schneiders Verlag. Berlin-Schäneberg. mil gutem, geheim- nisvoll gestimmtem sarbigen und schwarzen Buchschmuck von Lau aus tea Weihnachtstisch. Man kann auch diesem Buch günstig sein. Neben ewchen ckicschichtcn mit KönloS- und Prinzin ymbolil flehen andere, denen schlichte HerzcnScwsalt und guter Naturswn die Beseelung gibt, und diese sind Sie besten. Und immer wieder i die PfarrbanekoniSdie. Die Aufführung von Heinrich Lautenjock».Psarrhaiistomödie' riet im Teutschcn Thcaler in Hannover Lirmszenen hervor, die vicrlelstundenlang andauerten.\öe< arnie der Hauspolizei und der Sicherhcitspolizei mutzten eingrcisen.(Wird dieser Skandal nicht überall systematisch inszeniert fj Tie Verlegung der Präger Hochsnn.'e». Die Rbgeordneftn alle? deutschen verbanosvaitctcn basten im böhiniichen Pariament einen. Antioa eingebracht, worw sie dt« Regierimg auffordern, schleunigst im Verordnunäs- wegr die Verlegung der beiden deutsch»« Hochschulen aus Prag im kaP~ deutsch» Stedetungsgebtet zu Verauta Isen. Ht. SYS ❖ 37« Jahrgang Heilage öes vorwärts i* dienstag, 7. Dezember 1920 GroßSerün $üt Gberschlesien. ?i5e Genossenschaft Deutscher Niiknenange- höriger hatte am Sonnabend abend hiS©rofje Schauspielhaus «m.ieladen. Es galt einen hoben Zweck zu erfüllen! für Ober- scdlesieri Munilion in seinem Kamps um das DeuN'Ätum z» gewinnen. Dieser Zweck ist in einer alles überlreffenden Weise enüllt worden. Nie iah das Große Schauspielhaus solche Menschen» »nassen, wie an diesem Abend, nie aber auch wohl so viel edle Kunst aui einmal. Das Orchester der StaatSoper unter abwechselnder Leiiung von Furtwängler, Leo Blech und Max von Schillinas, die Arndt-Ober. Barbara K e m p, Karl C l e w i n g und Heinrich S ch l u S n u s gaben, was in ihren Krä'ien stand. Der Abgeordnele Dr. Pfeiffer wies in eindring- lichen Morien auf den Zweck und die Bedeutung des festes h,n. Im zweiten Teil deS Programms zeigte Max Pallenberg mit femer besseren Ehehälfte in. B e rlinerUltramarin�, daß der mit so viel Jubel aufgenommene Refrain:„Wir in Berlin, wir sind noch lange nicht verrückt genug N n i ch t der Wahrheit entspricht, �ritz Werner, der sich zu seinen Wiener Liedern am Klavier selbst begleiiete, wußte sehr zu gefallen. Den Höhepunkt bildeten die Lorbeer» bekränzten.Meistersinger von Berlin'. Dieser wobl» gelungene Scherz Oskar S a b o S, um desien Ausführung sich neben dem Berfasier Graetz. Rieck, Thielscher. Matzner, Diklo, Wallauer, Westermeier und Wirl bemühten, löste Heiterieits- und Beifallsstürme aus. Das äußere Bild deS Abends war ein glänzendes. Neben den vielen Bühnenangehörigen sab man Mitglieder der Reichsregierung. bekannte Parlamentarier. Vertreter von Kunst und Wissenschast, deS Handels und der Industrie. Zahlreiche ftrauen aller AlterSllasien, die es dazu haben, zeigten, wie man sich auch mit sehr vielen Metern Stoff nur notdürftig bekleiden kann. Im kraffen Gegensatz zur Not unseres Landes stand die hier entfaltete Eleganz, aber: Der Zweck beiligt die Mittel. Um nicht ganz den Eindruck zu verwischen, daß daß ffest nur einem höheren Zweck dient, ver- zichteren wir aui den weiteren Teil des Programms: die Moden- schau, die Kabarettvorstellungen und den Ball, der bis zum frühen Morgen währte. Möge das materielle Ergebnis der Nacht mit dazu be>t,agen, daß Oberschlefien deutsch bleibt. et. Unter der Anklage öes vatermoröes. Vor dem Schwurgericht des Landgerichts III beginnt heute DienStag die Verhandlung deS Mordvroze�seS Wendel- st S d t, der wegen der begleitenden Umstände seinerzeit so großes Aufsehen erregt hat. Unter der schweren Anklage, den eigene» ya'.er ermordet zu haben, steht der LijäHrige, fiühere Reserve- o'sisier Hans Wendel st ädt vor den Geschworenen. Der Kauf- mann Hans Wendelstädt, ein sehr wohlhabender Mann und General- Vertreter einer bedeutenden französischen Eellfirmo, wurde am l l. Mai in seiner Zwölfzimmerwobnung am Kurfürstendamm ISL IW lor aufgefunden. Die Leiche lag völlig belletdet hinter der Korridoriür auf der Diele in einer großen Blutlache. An der Leiche wurden zwölf Stichverletzungen festgestellt. Ueber der Mordtat liegt ein völlige« Dunkel. Der Ermordete war am Abend der Tat geaen 10 Ubr, als sich das Dienstmädchen zur Ruhe begab, von diei'em im sogenannten Bilderzimmer lesend qe- sehen worden. Die olSdann sich abspielenden Vorgänge sind völlig »nausgellärl; wie die Mordtat sich abspielen konnte, ist um so un- begreiflicher, ol« die Wohnungslüien des Abends ordnungsmäßig verichlosien worden waren, am nächsten Morgen>n demselben Zu- stände vorgefunden wurden. Nachdem lange Ermittelungen nach dem Täler angestellt worden waren, lenkte sich allmählich der Verdacht ouk den Sohn des Ermordeten, der drei Monate nach der Tat in Hast genommen wurde. Der Angellagl« bestreitet mit aller Entschiedenheit, die Tat begangen zu haben; zu seiner Ueber- fühiung wird ein umfangreicher Indizienbeweis ins ffeld geführt. Da mehr als zwanzig Zeugen zu vernehmen sein werden, sind für die Verhandlung zwei Tage angesetzl. Ein« vorbildliche Schüleranssithrung. In der überfüllten Aula der Werner-SiemeiiS-Reaiichnle, Bank- straße. fand Sonntag eine Aufführung statt, die Zeugnis ablegte. daß ohne pairionicheS Beiwerk die Beziehungen zwischen Schule und EliernbauS sehr enggeknüpfte sein können. Slabübungen, lur- nerische Aufführungen, Wanderfilms und ein von Schülein darge- stellte«, wohlgelungenes Theateifiück.Der Nachtwächter' füllte den Abend au«. Eine Huldigung des Turnvater« Jahn, desien Büste rot-weiß drapiert war— der Lichtbildervortrag de« Lohrers Pusch— verschönte den Abend, so daß der Zweck der Auff ihrung.-inen Fonds für die Wanderkasse ,u gründen, erreicht wurde und, wie wir annehmen, auch den weniger begüterten Kindern zugute kommen dürfte. Aufhebung einer„Ncbenbörfe". Ter wilde Handel mit Börsenpapieren, der in der letzten Zeit wieder einen großen Umfang angenommen hatte, füh' te zu Beschwerden der Börsenbesucher bei dem Börsenvorstand. Dieser sah sich nun veranlaßt, um den verbotenen Handel zu unterbinden, die Kriminalpolizei aus das unlautere Treiben aufmerksam zu machen. Besonders lebhaft ginjz es, wie die Feststellungen der Kriminalbeamten ergaben, in einem Ladengeschäft in der Nähe der Börse in der Burgstraße zu. Ter an der Straße belegene Raum war als Lotteriegeschäft eingerichtet und nur der Eingeweihte wußte. waS in den Hinterräumen vor sich ging. Dort wurde alles gehandelt, was an der benachbarten Börse ge- handelt wurde. Vertrauensleute pendelten immer zwischen der großen und der kleinen Börse hin und her und übermiiielien den Stand der Papiere. Um diesem verbotenen Handel ein Ende zu machen, hatten sich gestern Kriminalbeamte dort eingefunden, die plötzlich die Ein- und Ausgänge absperrten. Zugleich stockte auch der Betrieb. Etwa fünfzig Personen, die in den Räumen an- getroffen wurden, wurden namentlich festgestellt. Gegen die Unter- nehmer wurde ein Strafverfahren eingeleitet und die„Neben- börse" unter ständige Deabachtung gestellt. Die MagifirakSvorlage über den Erlaß eines neuen OrtSgefetzeS betreffs die Zuweisung vost Gemeindebeamten als Dezernenien zu Deputationen und Kommissionen gelangte gestern unter dem Vorsitz des Siadtverordneteit Dr. Steiniger im Ausschuß zur Vorbe- ratung. Nach eingebender Beratung, wobei von verschiedenen Seiten ernste Bedenken laut wurden, zogen die Vertreter des Mo- gistrals, Syndikus Dr. Lange und MagistraiSrat W o l b l i n g, die Vorlage zurück. Der Stadiverordnerenversammlung wird dem- nächst eine neue Vorlage zugehen, in der die Bedenken der Stadt- verordneten berücksichtigt werden dürften. Milchbeliefernng. Am Dienstag, den 7., Mittwoch, den 9., Donnerstag, den 9. und Freitag, den 19. d. M. werden die'/.-Liter ftrankenlarten nicht mit Milch belkejert. Als Ersatz hierfür wird am DienStag, den 7. d. M., auf die Dauer von vier Tagen eine Büchse bollän- dische gezuckerte Magermilch zum Preiie von 8,7ö M. an die Verbraucher abgegeben. Am Sonnabend, den 11. d. M., erhält die'/.-Liter-Krai ken- larte'/. Liter Frischmilch. Die'/,-Liter-Kranlenkartc wird vom Dienstag, den 7. d. M., bi» einschließlich Freitag, den 10. d. M., mit'/, Wer Frisch- milch belirsert. Am Sonnabend, den 11. d. M, erhalten die'/.-Liter- Krankenkarten nur'/, Liter Frischmilch. Die angegebene Belieierung b«. zieht sich m-tit ans die seit dem 1. Oktober 1920 zu Berlin neu hinzu- gekommenen Gemeinden. Bei dem Brand der Krampcnburg find, wie uns mitgeteilt wird 5 Personen verletzt worden. Herr Voigt, sein ältester Sohn und eine Kousine find im Cöpen�cker Krankenhaus untergebracht, während Frau Voigt und der jüngste Sohn in der Krampenburg liegen. Da die Frau des BootSbauers Winkler das Feuer nach den um- liegenden Ortschaften telephomsch meldete, waren die Feuerwehren der umiieaenden Orschalten Müggelheim, Cövenick, Grünau und auch die Schmöckivitzer und Eichwalder schnell zur Stelle. Dadurch konnte das Feuer auf seinen Herd beichtänkl werden. Die Gastwirtschaft unier den Wobnräumeu sowie der große Saal find unversehrt ge- blieben, nur der Dachstubi über den Wohnräumen ist abgebrannt. Die LezirkSverfammluas rm 4. Berliner Stadtkreis(Pronz- lwuer Tor) trat erneut zu einer Sitzung zusammen, um über die Zayl der Mitglieder des BezhkSamts Beschlutz zu fasten. In der vorderatenden Kommisium war ein Antrag unserer Ge- nosten, angesichts der bisher wenig übersichtlichen Benbältrnff« und der Finanzlage der Stadt sicy vorläufig mit sechs besoldeten und drei unbesoldeten DezirkSemtSmitgliedern zu bescheiden, gegen die Stimmen unserer Genossen und eines Demokraten abgelehnt worden. Zur Mehrheit, die 1b Mitglieder verlangte, gehörten nicht nur die Unabhängigen und Kommunisien, sondern auch die Ver- treier der Deuischnationalen und Deutschen V o l k s p a r t e i, die sonst nicht wenig über vermeintliche Ver- schwendung von öffcnilichen Geldern zu zelern wissen. In der Plenarsitzung stellten unsere V-rtveter erneut den Antrag auf neun Mitglieder. Für den Antrag, IS BezrrkSamiSmitglieder vorzuschlagen, stimmten diesmal nur die Unabhängigen und die Kommunisten und 1 Bürgerlicher, während die bürgerlichen Parteien sich auf eine« Antrag geeinigt hatten, der sechs besoldete und fünf unbe- soldete Dezirksamts Mitglieder vorsieht. Da unser Antrag abge- lehnt wurde, konnten wir dem Antrage auf 11 Mitglieder zustim- men, der mit 28 gegen 26 Stimmen zur Annahm« gelangte. Be. dauerlicherweise kam es in der unnöiigerwelfe erregten Diskussion zu Auseinandersetzungen, die jede parlamentarische Würde ver- missen ließen. Die GeichäftSordnungSkommission wurde beauf- tragt, in Anlehnung an die Geschäftsordnung der Stadiverordneien- Versammlung ein« prlwisorische Geschäftsordnung, die bis zur Aus- arbeitung einer einheitlichen Ordnung für alle Bezirk« Geltung haben soll, auszuarbeiten— Als Sitzungstag der Bezirksversamm- lung wurde der Mittwoch bestimmt, weiter wurde beschlossen, bis auf weiteres in der Schulaula der Gemeindesckmle. Danziger Straße, zu tagen. Rohe Ausschreitungen beging gestern abend der Zl jährige Soldat Fritz Balzer vom Reichswehr-Jnianterieregiment ö in Potsdam auf der Chaussee zwischen Bornim und Bornstedt. Wehrlose Passanten wurden von valzer durch Messerstiche schwer verletzt, u. a. stach er einer Schntzmannsfrau das rechte Auge aus. B. konnte ipäler verhastet werden. WohltatigkeitSveranstaltungcu. Zu dem am MittUwch, den 8. Dezember stattfindenden Gr. Wohltätigkeitsfest in der.Brauerei König- st a d t' baten zugelagt: Alexander M a i s s i, Alice Kassierer. Heß van der Wyk, Geza und Nora von Krcs,, MaycrfcheS Sänger- quartett.— Zum Besten der„D e n t! ch e n K i n d e r h i l f e' veranstaltet der Kwulkinderwoblsahrtsausschuf; des Vereins Berliner Lehre« rinnen dank gütiger Bereitwilligkeit von Paula Schulthef;- Rcimann /Märchenrezitation). Jngebarg Junckei-Zinck /Gelang), Ina Lilientbal /Klavier) Monlag, den 6. Dezember, abends 7 Uhr, in der Aula deS Grauen Kloster«, KIvsterstraße 74, einen Vortragsabend. Karte» zu Z Mark an der Abendkasse und bei I. Bolle, Marburger Sfiaße 14. Heiterer schlcsischer Abend. Herr Gerd S i e>r> veranstaltet am 7. Dezember, abends 8 Uhr, im großen Saale der Sezession zum Besten der Berliner Grenzspendentage für Oberschlesien einen heiteren ichlefiichen Dialekiabend. Eintrittskarten bei Wertheim, Bote u. Bock und an der Abendkaff« zum Preise von 3,& 8 und 10 M. Dempelhof. Die Nachfrage nach den EintrlttSlarten für die Aul- sübrung.Die Schöpfung" ist eine sehr starke. Wir ersuchen deShalb unsere Genossen, spätestens am Zahlabend fich mit Karten zu versehen, da ipäter nicht mebr garantiert werden kann, datz noch Karten zu haben find. Arbeitslose Genossen haben freien Eint rät. Der BildungsauSschutz. GroA-derlmer parteinachrichteiu Mitglieöecversammlungen finden am Mittwoch, den, und Donnerstag. den st. Dezember, abends 7 Uhr, m den Abteilungen statt. Der Bezirksvorstand hat dieselben mit Tagesordnung im Inseratenteil der heutigen Nummer angezeigt. Wir ersuchen die Genossinnen und Genossen, firr regen Besuch dieser wichtigen Veranstaltungen zu agitieren. Für das Zentraljugendheim, Lindenstr. 3. sucht da« Fugend- ssekretoriat einen Parteigenossen, welcher DienStag«, Donnerstag«, Freitag? von Uhr und Sonutag? von 4-—*',10 Ubr das Jugendheim leitet. Näheres durch da? Jugendsekretariat NW. 40. In den Zelten 23. Heute. 7. Dezember: 7. Zlbt. VI, Uhr Sitzung der Elternbeiräte und Kandidatrn bei Engeibardt. Friefentlr. 9. 20. KreiS. KreiSoertreterversammInng aöend» 7 Mr w Wittenau bei Schulze, Oranienstr. 89. Tier äußerst wichtigen Tagesordnung wogen ist das Erscheinen aller Pflicht. Jungsozialtftische Bereinigung. Abiellung Osten. 7 llhr bei Bombe, Strafimannstr. 7. Vortrag fällt aus. Dafür findet Mtglieder- Versammlung statt. Si.B.D-Fraktion dos Berbandes foz. Lehrer.?ll>endS 7 Ubr Hinter der lüarnijoiikirche Sitzung, Wichtige Tagesordnung Tempelhof. 7'/, Uhr bei Bufe, Werder-, Ecke Kasser-WIlhclm-Straße, Bortrag. Karlshorst, 121. Abt.'Iß Uhr vorstandsfitzung bei Sachnicka, Dönhoftftr. 26.— Mittwoch'Iß Ubr Mitgliedervcrsam w lung bei Hutb, TrcSkow-Allec 66. Bortrag des Gen. Gustan Link: DaS Veriailler DUtat und seine wirtfchastllchin Folgen. Morgen, f. Dezember: 8. Abt. Mitgliederversammllmg 7 Uhr in RabeS Feftfälen, Fichie- liraße 29. Referent: Ge». Dittmer. N 16. Abt Abends 7 Ubr Mil glied er» erjammlung st» der 2. Hand- werkerfchule, AndreaSstr. 1. Referat d«S Gen. Fr. Schlegel über Soziaiis- muS und BolfchewiSmus. 17. Abt. 7 Uhr Schulaula Hobenlohestr. Ist. Wichtige Tagesordnung. 18. Ab». Abends 7 Uhr Milgliederoersammimtg, Schulaula, Litauer Straße IS. Aufbau der Polizei und Ihre Stellung zu unserer Partei. Ref.: Genosse Hartmann. 10. Abt.'Abends 7 Uhr Miigllcderverfannnlung bei Schulze, Sama- ritersir. 88. 1. Bericht vom Bezirkstag. 2. Aufstellung der Kandidaten zur preußischen LandtagSwahl 24. Abt. 7'/, Uhr Mitgliederversammlung, Schnlaula, Ebristbi»gcr Strage 14. Borträg dev Gon. Weide:.Unsere Ziele.' �gonoärts'-Lcscr willkommen. 31. Abt. Abend« TU Uhr Mstgliedeivcriammlung in der Schulaula» Schönfließer Str. 7 Bericht über den Bezirkstag. 32. Adt. 7 Uhr AbrcilungSveriammlung w der Schulaula Troun- straße il. Das Licht der Heimat. SSf von August hinrich». Voll hatte er fich nach der Tür gewandt,— fie sollte ihn sofort erkennen. Und sie erkannt« ihn— aber si« erschrak nicht. Unbefangen lächelnd. aiS wären sie gute Freunde ge- bluten, trat sie ihm näher:„Dierk,— du bist eS asso md- lich?" Ohne ein Wort sogen zu kBirnen. sah Dierk sie an. War das nun Verstellung— oder wußte sie. daß«r hier war— wußte sie e» und kam trotzdem? Er war so verwirrt, wie sie unbefangen war. Er sah nicht, daß fie ihm die.Hand reichen wollte, sie aber hob fte rasch empor und tat, als wollte ste sich«ine Haarlocke au« der Gtirn streichen, Nachtrögslich erst erfaßte er ihre BewegnnH. Da über- wand er sein grenzenloses Staunen und ärgerte sich, daß er sich so hatte verwirren lassen. Kühl, aber höflich wies er aus «inen StM:„Bithe, Fräulein, wollen Si- sich einen Augen- blick setzen.". Sie biß sich leicht auf die Lippen und folgte stumm ferner Entladung. „Die sshen mich überrascht von dem Zufall, der uns hier zrrsowmensührte," begann er,„darf ich annehmen, daß es wirflich nur'ein Zufall war, der Sie ebenso überraschte wie mich?" Ruhig und vornehm sah si« ihn an.„Nicht ganz." sagte sie leicht,.wenn man in ben Fachzeitschriften von diesem Werk laS. wateder Name seine? Erbauers nicht verschwiegen." Ihr Grsicht erfefren ihm rätselhaft...Sie wußten also?" fragte er,„Sie wußten und kamen trotzdem, oder vielleicht — gerade deswegen?".r,,.,.. �. „Keins von beiden— ich habe mrch viel mit den chemi- schen Verbindungen im Moor beschäftigt und damit, wie diese vielleicht auszubeuten wären: Hab« auch mein« Doktorarbeit über diesen Stoff geschrieben. Ach kam. weil man mich rief «nd weil mich die Arbeit lockte." Das klang beinahe stolz. Prüfend sah er fie an, aber ste gab feilten Blick kühl und u«- bewegt zurück. Da gab er sich innerlich einen Ruck. Wenn eS sich um errtfte Aiteit handelte, durste er da kleinlich sein und sich von Dingen bewegen lassen, die so viele Jahre zurücklagen? „Fräulein Corneli," sagte er,„eS gibt einen Tag in meinem Leben, der mir zwei bittere Erfahrungen brachte— «ine davon verdanke ich Ihnen. Ich kann den Tag nicht auS- löschen— und will eS auch nicht. Aber ich Hobe ihn endgültig überwunden. TaS mußte ich Ihnen sagen, um ein klares Verhältnis zwischen uns zu schaffen." Sie nickte kaum merklich mit dem Kopf. Er wartete einen Augenblick, aber fie antwortete nicht auf seine Worte. „Ich hoffe, daß die.Arbeit Sie hier befriedigen wird," fuhr er fort und griff nach dem Fernsprecher auf feinem Tifch:.Ich lasse Herrn Sommer bitten." Da stand ste aitf;.Ich danke Ihnen, Herr FollkerS, und will wünschen, daß meine Arbeit Ihrem Werke Nutzen bringt." Sommer trat ein:.Lieber Freund," sagte Dierk..wollen Sie bitte Fräulein Corneli die nötigen Anweisungen geben und für sie sorgen? Ich werde mich in den nächsten Wochen kaum um fie bekümmern können." Und als Sommer gern diese Pflicht übernommen hatte, rügte er hinzu:.Wir sind übrigens alte Bekannte und haben uns schon vor Jahren kennen gelernt." Als er allem war, blieb er«inen Augenblick in Gedanken verloren sitzen. Dies Mädchen hatte ihm einmal höchste Seligkeit geschenkt und tiefstes Leid zugefügt. Und jetzt? Sie hatte ihren Weg ollein gemacht— und er den seinen. Strich darunter. ES sollte ihn nicht stören. Entschlossen griff er nach dem Stift und beugte fich über seine Arbeit. Aber er war nicht bei der Sache. Hatte sie jenes Erlebnis. das ihm so ernst und heilig gewesen war.�so leicht überwinden können? War er nur ein Spielzeug für sie gewesen, da» man nahm und wegwarf, wenn man e« nicht mehr brauchte? DaS lag nicht in ihrem Wesen, und dennoch— er konnte daran? nicht klrek'w-rden. Fast bereute er, ste nicht sofort zurückgeschickt zu haben. Jedenfalls wollte er fich überhaupt nicht um sie kümmern. Auch Fräulein Corneli schien alles zu tun. um ihn zu meiden, denn in den nächsten Tagen bekam er ste nicht zu sehen. Sommer hatte ihr einen Arbeitsraum eingerichtet und berichtete ihm gelegentlich, daß sie sich anscheinend ganz in ihre Arbeit vergrübe. Er hatte seinem getreuen Mitarbei- ter überlassen, alle« zu entscheiden, wa? nötig wurde: aber al? er nun vor der Frage stand, die Ergebnisse der chemi- schen Untersuchungen zu verwerten und vielleicht ein neues Unternohmen neben dem Hauptwerk zu errichten, wollte dteser die Verantwortung nicht allein tragen. Es handelte sich zu- nächst darum, ein vereinfachtes Perfahren zur Herstellung von Spiritus aus Torf zu erproben, und weil diese Sache vielleicht einen großen(vewinn abwerfen konnte, durste Dierk sich nicht ausschließen. Widerwillig nah« er an der ßemeinsamen Arbeit teil. Aber wa? er befürchtete, traf nicht zu. Inge Corneli blieb durchaus zurückhaltend und verriet weder durch Worte noch Gebärden, daß ste etwas aredore? in ihm sah als den Dorgetetz- ten. Da überwand er seine schwerfälligen Bedenken und ge- wann es über fich, unbefangen und zwanglos mit ihr zu sprechen. Inzwischen waren die Arbeiten am Werk selbst nahezu vollendet. Auch die Hauptleitungen waren nun sertiggestellt. Außer mit den nächsigelegenen bauerlichen Gemeinden waren die Verträge über Stromlkserung mit mehreren Fabriken und ein paar Kleinstädten abgeschlossen worden. Das war bssonder? wertvoll, weil hierdurch eine dauernde und gleich» mäßige Belastung der Maschinen erreicht wurde. Dierk konnte zufrieden sein— da? Weick rett auch für die Zukunft gesichert. Jetzt mußten die Anfchlüsse sn die Großabnehmer n«ch- geprüft und übergeben werden. Dierk wollte reifen,«Der Sommer behauptete, daß er unmöglich in diesen Tagen fehlen dürfe, lieber wolle er selbst die Arbeit übernehmen, so ungern er sich auch von seiner Frau trenne. Dierk sah ein. daß der Freund recht hatte und mußte nachgeben. Sommer fuhr ab. und Dierk war gezwungen, sich noch mebr al? bisher mit Fräulein Corneli zu beschäftigen. Aber «ich jetzt, wenn et stundenlang mit ihr ollein war, änderte sich nichts in ihrem ruhigen Verhakten gegen ihn. (Forts, folgt.) Udr JUf.: 38. vd». 1*1, ttfcr RttflOrberMHatmittuitg bei Franke, BrMfnatv« U. < orlraa bei®m LioatSselietär Gizesinski. 7. KreiS ltz Gruppe. SS, übt,, Charlottenburg). 7'/, llhi� Snippe«. abend bei Sidwoche. kllummrklr, i. U»arlotte»burß(J5. Gruppe). 71/, Hör Gruppenversamwwnz bei Pr>I,»nelebeckür 2. Wilmersdorf,«y. Abi. 7'/, Uhr Aiiftliederperlammluns bei Caspar, üfluenbunier Str. 21 T>,i,eSo> dnu»g: Die heietzipn Gebiete und per Frieden von«eilytlle» Res.: Arml«da Gcnuffin Kpe. 70 Abi. 8 Udr i'itlfllitdr veilnmmlung bei Sltämer, Prinz-Reaenlenftr, SO. Stiem«: .Zteueriragen" Sief.: Gen K rri Heintg. 7l. Abi. 7«/, Udr SKtt. «liedei veriammlung Im.Tübinper Hof, Ka ferplatz IS TageSvi»nun«: Eielluniinabn'e tur LandlagSwabl. Ref.: Gen. Karl Hetzfchotb. Reuwodl der üdteiiunqSleiter. Zehlendors. 74. Abi. iKruppe X. FikolaSfee). 8 Uhr Bartrag beb Gen Maiein über.Die potfiifche Lag«'. kl. Krei», Vchöneberg-Friedenau. 78. Abi, Abends Hablad nd, ,t«uligiir->?. Schulaula. l. Benchi vom«ejirtstag. Gen Rat mann. 2. Welche Steuern haben wir zu zahlen? Ref.: Gen. Lurbczak. S. Wahl per Delegierten zum �eif.eUema am 10. Dezember. < VereinSangelklienheiien. A teilungeporftand!«'/, Uhr Borftandssthung int angeaebenen Lptal, Schanrt-er«. 7». Abi. Die F-hlabenbe finden in falqenden Lolalen flott: Bcrirt 7a de> Arndt, Bautzeuer Str.>0. t»ezhk 7 b bei Slü eno», Ecke Hohenfrirdderg� und Aolotiiietiftrafic. Bezirk 7o bei R>lfche. 2ieg> friebflr.». Bezfrt zs u iz bei Krftg, Sednnjlr.>7. vezilk 4S u. z« bei Balm. Ecke Rr bach» und E perustet fir. Bczir t 47 bei Reihen, Gpienftr. SS. Bezirk SL bei Eichbolz, Lcdanilr. 48. Bezirk Sachfcndoirrm bei Sritnim, Ess Genefi« und Sieicherlftr. Bezirk Linpenhpf bei Fintel � 8«. Aht. iFriehenauet CJUSteil,) 7>l, Ubr Zoblirbende in fplgri>dcn Lokalen: Be, bei Guerlich, Elke SiubenS- und Pe. aiftr.; Bez. S bei tlähn, Rubcneitr 4g; Bez 3 bei Haar. Eck« Hanpt. und Stierflr. Tagesoidnung in allen Be zuien:], Vortrag, L. Die lammenden Landlagewabien. Aeukök«. BezlrkSneiianrmlimgen VI, Ubr in folgenden Lokalen 7. Abt Ve». I. Richter, Maybnchiifer S; Be, L. 3.<. 3«dlm»»n, Hobrechb fit ar.e M; Bez. S. H. S. Brnndl Pftifge, fir. IS; Bez S. 7 Beck. Reuter? tliai;« 46;?e,. 10, tl. LS. WSichle. Weierltr. 7. 2?I b l. Be,. ts. Sl. Rote. PannteriN. 54; Bez. 13. 14. Gchweigböfer, DeichlrlNr. 39; Bez IS, 17. Piüiert. Fnlbafkr. 44; Bez. fS, LS Zchittler. Weichiclitr. S; Wer. IS. SO. Padbieisti. S.ich'elftr. S. 3. S b I. Bez 24. LS. Lllddecke. RarlSpai len. firahe 12; Bez. LS. Gmuerl. Wibmani ftr, 20; Bez. 27. Romin. Mainzer Sliahe 12; Bez. 2d. Lauer. R ulerftr. 20; B?,. 38. 37, 38. Hirlche. Müi ckener E trage 23. Bez. 3g. Ma quardl, Madlow«! Strafi«!! 4. Abt. Bez 30. 81. Ewald. Wefcrflr. 172! Bez. 32. Dure, Wildenl'ruchftr 81 Bez. IS, 33«erecke, Harzer Sir. 32; Bez. 3S. 4S. Giunert, Donau» straf!« S9; Bez. 48, 4?. Piätzel, Rofeggcrffr. 17; Bez.«3, 04. Schneider. Rofenffr. 7. i Abt. Bez SO. KD Ruppell. tlal'ei.Fi iedrlch. Z trage>7S; Bez. 81. Belgier, Treptower Str. Z3; Bez 74, 7S. Bartel. Schndoma� ftragr 3/4; Bez. 70, 77. Ülmelmtgfen.«rchwarzaltr. 1; Bez. 78, 79 Schmidt, Saalektr. 34; Bez. 80. Günzet. Mareich'trone. tj. Ahl Bez. 40. 4>. Rliver, Schille> Promenade 89; Bez. SO. Bange- nianii. Herrfurlbfir. 27; Bez. 82. Lchudwacher. Lieinmehifr SS; Bez. SS. Gotllle, Heimannltrafl» ISO; Bez. 67. Wall, Alleiflrahe 7; Bez. 88, RSrl, Schillerpiom.nahe 87; Pez. 69 Meiet, Weife-, Ecke L'ineftiage; Bez. Sl. fcliltrlm. Henfurlbblatz 7; Bez. 53 Taubel, Weifclix. 28. 7. Abi. Bez 64, SS,-ü. Sirjeger, Leffingtu all« 9; Bez 49. 58. 59. öemve. Leist'ch firane 9; Bez. 42.5«. 57. Wei.ich. gietbenfl?. 40; vez. 43. 44. 48.»..chhMep. B-ddinitr. 4. S. A b t. Bez. 7t. 72. Lauer. Tdomasftr. 31; Be, 73, 81. 83 Stüllft, Zbniinaer Str. 5; Be». 82. Warnftödt. Tbllringer LIr 23; Bez. 84 Hchiow. Emier Str. 9; Bez. 85. Leirmann. Emfer Strgfie 1Z>: Bez 93. Lchulz, Entier Str. 27. 10. A b t. Pez 24, 95. lOS. Laue, Knefebeckifr. 34. Ecke v erniannstr.; Brz. 98, 98. OS. Bei tkiold, Aranoldstr. I; Bez. 97, 98. Ruck. Bergftr. Ecke öiiiiadcrpiiür. Abi. S7(9 illbt.f Beriaminluna, G elf» jjefifnle, Hermannilr., Ecke Zchferkenr.:„Die kommenden LanblagSwahlen', Ref.«enoffe Gustav Heller. A. b, L. Abt.|08 fBaumfchuienwegt. 7*1, Uhr Gemeinsamer Zahlabend bei Haft, Baumichulenftr. 72. Bericht vom Bezirkstag. Wahl»,r Kreistag«- telegierlen. Adtsrsbok- IVS. Ab,.?'/, Ubr Miigkiederversammlilns im Rat«, kever, BiSmaickstiatze. Wichtige Tagesordnung. Lichtenberg. 114.«b t. t Gruppe bei Hamplch Mainzer Eftrafie. S. und 3 Grnppe bei Schwarzer. Gaoriel-Maz-Ltr. 17. 4. Grupv» bei Schulz. Gärtnernr. Ich— IIS. Abt. Zcichenfaal bei Sckule Holteistrag«. Zieierent: Gen. H. Möhler: Unser» poltämirtichaftifch» Lage.— 117. Abt. Potonczek, Haupltlr 87. Referent! Gen. H. Länge» über Bodenreform.— 118. Abi. Rnoit. ffludruttilr, 7. Reie- enli Gen.«. Knolli FriedenSoer- t-ag. BSlkeround und Sozialdemokratie.— 119. A b l. GesanqSfaai de» Eceiiien. Lyzeum», Ralhausstra«». Relerent: Gen. Dr. Bendiner über Sied- lungsfragen. Fredersdorf Vfibabn). Rdends» Uhr, Sei Fibel- Fahiabend. 1. Vortrag über die politische Lage. 2. Ausstellung der Kandidaten für die bevorstehenden Wahlen. 3. Berichte. Weificnsee. KreiS-Mifgltedetvcrfamtnlnng, abends?'/, Mr, in der Boinffiabrauerei. Berliner Alle«. Tagesordnung: 1. Stellung zur Besetzung des BezulSamIS. 2. Stellungnahme zur Preu». Land agSwahl.». Partei- ange egenbeilen«nd verfchiedcne«. Di« BezirlSzadlabende w den Ab teUun en Weitieiifee, Haiienschönhaufen, Kallenberg jaUen au«. Hermsdorf, 20. Yez, 138. Abteilung. Abends 8 Uhr Mitglieder. Versammlung. Tagesordnung: 1. Die kommenden LandlagSwahlen. 2. Die Zufammcnfetzmig des BezirkigmieS. ß. veuwahfen zum Vorfland. S. Mil» tetwi'gen. Ltchrenrade.?>/, Uhr Mitglfederperiammlung in der Schul«, R»»»- stratze. Lach wird dort durch Aushang det-rnutgemacht. Sichtige Tage», arduting. Jugenüveronftaltungea. Preußens Zinanznöte. In d«r Prenßislhl-N LanheSyzxssmnrfchng steht als erster Punkt die die Tienstag. 7. Tezember. Der AartragsturinS des Genoffen Dr. ftoth llber .Pntit'ckfimq«» arfchichl« des Sozialismus� findet beute abend im Zenlraljugendheim Lindenftr. 8, um 7 Udr iiatk.— Dfid-Weft. Zeniralfugendbeim. Linden» ftrast» 3: Witgfiederverfammlung. Pritz. Jugendheim, Schul« Chausfe«. firaste l3S: Mädchenaoend. Shnrlot'enbnrg, Jugendheim. Rofinen» firatz« 4 IBcUSdauS) I Mitglieder oeriammlunz.— Gesundbrunnen. Jugendheim, Gotenbuigrrftr. 2, Schul«: Bartrag> Uafere Jugendbewegung. — kvloabit. Jugendheim, Valdenierstr. 80 1 Bortrag.— Mtepertchäne, weide. Jvgendh- m. Sbeifchöneweide. Lauchnerttr. 2, vorlra«: Amrrika, «te es ist.— HchSnederg. Jugendheim. RubenS» Syke Hauptiirafi«; Mitglied«r»u!>amm!ung.— Liidk». Jugendbeim. WilmSste 10- Mil- gliedeiverfanimlnng.—»egel. Sugenodeim, vahnbaffir. lbt Mitglieder, verigmmlung.— Trepiaw-Aaumfchulenwcg. Uhr im Sullendheim. Eiirnnr. 3: Sicht! e Ril,iliederv»ifa:nmlung. Taae«,rbnung: Letzte v»- fprechungen zur SeibnachtSjeier.— Wetfieufe«. Wötliorameiiade, LeSiaen» beim: DiSkuffioiiSabend.____ Bus aller Welt. Muttermord! vorgestern ermordete st, La n g s« h r der MjZhrig« KausmannSlehrling ltrich Long«, S«hn cincS Eisenbahn abersekretärS. seine Mutter>n der elterlichen Wohnung durch Erdrosseln mit einem Handtuch. Der Täter lebt« mit seinen Eltern in UnsrieSen und wollte dt« Abwesenheit seines nach Berlin der» setzten BaierS benutzen, um van der Mutler Geld zu erhalten, das sie ihm verweigerte. Nach der Tai legte er hi« Leiche»er Mutter auf da« Bett in der Mtitzcherikammer, fesselt« ihr die Hände und steckt« ihr einen Knebel in den Mund, um einen U« der fall vorzutäuschen. Bis Mitternacht trieb er sich in der Siadi um» her und war auch in einem Kino, Alb ex gegen Mitternacht per- sucht«, in der elterlichen Wohnung»n Übernacht»», wunde et Mge.ionrmen. Gz ist sesiänpis. Familiendeam». In dem Schwarz«« idort UippoldSau hat der yadritant Menrad aus Wölstingen insolge sinanz>«ll»r schwierig. ketten im Einverständnis mit seiner Frau dt«s«, s?'Ne dr«i kleinen Kinder im Alter von»in bis drei Iah?«««ad dann sich selbst er» schössen. Schmer« Fadrik«xpk»sto». Fn den bayerischen Spreng« st o if w« r s e n zu Neumarkt in der Oberpfalz fand au» unauf, geklärter Ursache ein« Explosion im Misch räum statt. Drei Tote. «stva zehn Schwerverletzte uzid hundert« von Leicht- V e r l«ch t e n wurden geborgen. Die Gebäude sind stark beschädigt, der Betrieb wird keilweis« aufrechterhalten. Unbestätigte Berichte melh«» sstnfzehn Site. »i.cht»» fA» de« mittlere N»rd»e,iici,i»u» bi« AKittMoch mittag. Ansang« tiberwiegend trtb««nd neblig aber trocken. Spät« im A«ld«« langsame Aufheiterung und überall weUert«blllhlung.. hoch sie erschestttn. Finanzelend tmih ehe w r au« den auf der Tagesordnung die erste Beratung be« Entwurfs betr. Uebertragung richterlicher Geschäfte in Grundbuchsachen aus GerichtSschrzib«? und die Vorsteher der K a t a st e r a m i e r. Nach einigen Bemerkungen her Abg. Müller-Prüm(Z.) und Dr. Kaufmann(Dual.) geht die vorlag« an den Rechts- SuSfchtch. Es folgt die EtstSberatung beim Haushalt öes JinanzmmMerlum». Dazu liegen Anträge des HauShaltSauKschusse« vor. für daS Rech- nunaSjahr lkkSV und 1023 je 120 weitere neue plamnähtge Vtelken für K a t a st 5 r a s s t st? n t e n einzusetzen. Weiter soll der Finanz. minister in erhöhtem Maße da« Rech« erhalten, die von anderen M. nisterun angemeideten Geldforderungen, soweit diese nicht auf Beschlüsse der Landesversammlung ober auf rechilichen Verpflichtungen, beruhen, zurückzuweisen,«uisprechend der isiegetung für de« R.ichssinanzminister durch hie vom RrichSsirbineti am 0. Oktober 1020 beschlossenen Grundsätze. Abg. Bartels kToz.)i Dt« Zahlen des Haushalts, so erschreckend sind doch heute Sereitß S h« r h o k t, Diesem abpabolfen wevden. ES wird Jahre dauern, Schwierigkeiten herauskommen, mag dir zukünftige Regie- rung aussehen, wi» sie will. D�m Antrag des Ausschusses, die Machtposition des giuanzminister« zu vsrstärkcn. stimmen wir zu und Hab.'« das Vertrauen, daß der Minister feine grüben Freiheit richtig zur Anwendmig bringen wipd. Ferner find wir für Per- «infachung der Verwaltung, wobei Ersparmsse gvmach! werden müssen. Mit Gehaltserhöhungen w«kd der Not nicht dau.'rnd gesteuert. Es muß möglich sein,«in«n Preisabbau herbei» zufichren. D-« vsrschVsnduiigSsvchf unsere« Poges steigt b«» denkiich. wofür die Umsätze auf de« Rennbahnen ein böfts Beispiel bilden. Si» betrugen mach Nngub«-in?r Bcr- siner BlaAeZ«in« halbe Milliarde. Wir bekämpf«« di« Auffassung, daß die Rennen zur Hsbung der Pferdezucht nat- wendig seien. De. Hauptfbcherung erfährt ober der Luxus durch da» bedauerliche versagen der Vrrwalt'vng. Da» S l e u« r j a h r ist bereits drei Yieriej z» End«, und dw Einziehung der Steuern hat vielfach noch nickt bäaonnsn, DaS ist«in Skandallaltuug elckiär! damit tatsächlich chren Bankerott, Gerade die fteuertckeuen Element.' stnden so Gelegenheit, zu verschwinden unv zu vsrschiÄmn. während die Leui» mit kontrollierbarem Einkommen die karten Lasten trogen müssen. Wir sind«mversinnden, daß die preußi-schen Bebvllmächtigten für den Reich« rat vovlsufig wei'wr im Amte bleiben, später werden n« wegfallen müssen. Mit dem Vorgehen dos Mkrister» in den irüllen BuschrLohlein sind wir einverstvutzen. Die direkten Vettrewr des M nisterS müssj« mtt ihm konform gehen, sonst können sie ihn nicht vertreten. Der Minister muß sich sein« Mit. arbeiper selbst aussuchen dürfen, lieber die RotwendigLsit, «en« Si»n«hme«velle» zu erschließen,»»en wir bei der Besprechung der Mnanznettvalrung schon einig. Inzwischen ist ein Gesetzentwurf über Grund» und Gebäudesteuern vorgekegt worden. d«r vielfach sehr kühl aufgenommen wuckx. Auch wir finden nickt unbedingt Geschmack daran, aber wegen de? bitteren Kaiwertdtgkeitt und weil die Aus. wohl an Steuern für di« einzelnen Länder fahr gering ist. würden »vir«S bedauevn. wenn der Entwurf nicht mehr verabschiedet würde. solcher führen wird. Wie kann ei« Mitglied einer parlamentarische« Koalitionsregierung innerhalb s»«eS Dienstbereichs seinen Pars«, standpunkt durchsetzen wollen? Finanzmimster Lüdeman«: Unsere ganze Politik ist durck den Friedensvertrag beeinflußt. Auch Herr Dr. Leidig könnte kein« anderen Maß» nahmen ergreifen als ich Für die soziale Reform und für dre Beamtenbesoldung müssen ja viel« Mittel aufgebracht werden. Di« Ferderun,«rShter eperfamtkit sollte auch da» Hau» bei seit en Besrklüffen beachten. Die Besteue- ritng der Rennwett n ist durch ein Retchsgesetz geregelt. De« Referendare« soll au» besondere« Fonds geholfen Wethen, von einer allgemeinen Besoldung kann n i cht di« Rede sein. Die Frage der Besatzungszulagen ist von mrr durch ein« Verfügung auf sofortige Auszahlung getegelt worden- S« muß gefordett werden, daß die Beamten auf dem Boden der revubli» kanischen S ta a' S f or m stehen, zumal solange der Bestand der Republik nicht völlig gesichert ist. lTeht richtig 1 link».) Mit dieser Anschauung lab« ich seinerzeit keine Forderung, sonder« ein Bekenntnis vst den Beamten ausgesprochen, um ein« Atme- sphäre des Vertraue«# zu schaffen. Derselben Meinung bat übrigens Fürst Bismarck in der ReichStagSred« vom S. März 1881 BuHdruck gegeben Er sagt«, daß es ein« unwürdige ErscheDiung sei wenn di« höheren VerwaltungSheaatten mit den Anschauungen d«r ReichSregterung nicht im Einklang stehen. Hinsichtlich de« Falle» Vusch-SSbUin besteht grundsätzlich nach Ansicht der Regierung keine Verpflichtung zur Auskunft über hie FurdisposttionSsiellung d»r polili'chen Beamte«. J Irrig ist auch die Ansicht, daß der K 180 der Reichsveras s u n g an dem preußtschen Beamienrecht irgend etwas ge» nderi habe. Nach Artikel 27 der preußischen Verfassung hat jeder Preuhe las Reckt freie« MrinungSSuderun». AuSnaihmebeitimmi.nocn. di« kür d'e Beamten diese» Recht ba» schränken, gab eS auch früher nicht, che? die alte Regierung hat in der Au-'lrgung beträchtliche Beschränkungen angewen» d?t.(Sehr rjchtp k link».) Dagegen wahrt di« heutig« Regientng nach Möglichketj die Rechte der Beamten. Für den Fall, daß die Konservativen wieder zu? Herrschaft kommen sollten, sind glücklicherweise in der Verfassung gegen die Wiederholung der früheren Schikanen Garantien getroffen worden, hch almcke nachgewiesen zu haben, daß di« Staatsbeamten dinstchtktch der Wahrung ihrer Rech!« zu der gegenwärtigen Regierung volle« Vertrauen haben kön.ten.(Lebhafter Bei ball link».) Ministerialrat Dr. Schulz berich-ct über dt» Einzelheiten«ine» Vertrages betreffend die Ueckernahm« der«hemals königlichen Dheairr in Hann-wer durch dt« Siadwerwaliung. Abg. Dr. ErLgr» ThorlattertSurg(Dem,): FweifelloS muß die Beamtenschaft politisch in einem gswissen Gleichgewicht mit der Regierung stehen. Tie Schlemmerei muh rücksichtslos be» steuert werden. Nicht einverstanden sind wir mit Erlassen der Finanzämter gegen die Steue, isinterztehtmgen. durch die das T«- nunzianietttum im S-eu«lwes«n gefördert wird.(Beifall bsi den Demokraten.) Abg. Grebc(Dentr.�! W'r sind mit dem Finanzministe, dahin «inArrstanden. daß kein« Ausgabe ohne Deckung erfolgen darf. Die Finonzlagr ist im höchsten Grad« trostlos, die Hauptschuld daran hat der Friedensvertrag.(Beifall im Fentrum.) Finanzminister Lüvrmonnt Die Grundsteuer muß auf jeden Fall noch von der Landesveesammlung verabschiedet«erde». Di« Verminderung der Beamte« Hab« ich so weit durchgeführt, daß zrf! lreiche Beamte für die Steuer» Seine Grundlage wenigsten» ist wkzeptabest Dir glantben. daß erhebung jn den R e! ch« d i e n st übergetreten sind. Da» Finanz» Pvouhen trotz alle» ElrichZ sich wenigstens wieder in der Richwng � Ministerium kann bei den ungeheuerlich anwachsenden Geschäften de» Aufstiegs bewegt. Unsere.Zuversicht ist. daß der Weg allmählich keinen Beamten mehr entbehren. Herrn Dr. Leidig bemerke ich, zu der von uns erstrebten Gesellschaftsordnung führt, die allein daß xr zwar die Mtwercinttnortting für die Finanzgestaltung ab- dauernd daö Wohl de» Volke» verbürgt.(Lebh. Beifall bei den Soz.) lehnt, daß seine Freunde aber zahlreiche Forderungen betreff» Pe- Abg. Dr. v. Krie»(Dnat.): Der Finar hat in seiner 1 soldung gestellt hab-n und daher auch für die Ausgab«« mitverant- letzten Rede sehr bedenklich« Ausführungen über die Anpassung» fähigfeit der Barmten gemacht. Seine Deutung dieses Begriffe» tordert unseren schärfsten Widerspruch heraus.(Lebhafte Zu- stftnmung rechts.) GS erregt unser Befremden, daß im Finanz- Ministerium di« Personalfragen von einem Herr« bearbeitet werden, der im Privatpieuswertrag steht.(Zustnnwung recht».) Di« Auswahl der Veamt-n darf nicht schematisch vorgenommen untz di« Priihntg«»cht«AS allein«vr Maßstab augesehen werden. Wenn wir der Etitschließung de» Ausschusses, durch di« di« Stel- lung d«» Minister» gestärckt wird, grunpsätzlich zustimmen, so ver- wnden mix damit nicht eme Vertrauenskundgebung gogenüb«, dem F. nanzminister.(Sehr richtig! recht«.) Abg. Dr. Lribig(D. Vp.): Vi? kommen von d-r Fiaanznot nicht eher lo». al» bis wir von den B e s a tz u n g» k o st e n frei geworden sind. Der Finangminister hat un» erklärt, daß«r seinen Posten al» Sozialdemokrat Wernomme« hat und ihn als (Beifall links.) dte Beratung über die S taatSschuldenper-- wortlich sind. Es folgt w a l t u n � Abg. Dr. Weißem«!(Dnat.): Früher war das Reich Kost- gäng.'r bei Preußen, fetzt ist«S umgekehrt. Hinstchtlich der StaaiSschuldenverwakieina bedarf eS einer Neuregslung, für di« jedoch kein» Dringlichkeit vorhanden ist. Finanzminister Lüdeman«: Etne Dringlichkeit ist für die Ab» Änderung kaum vorhanden. Je weniger Schulden wir hasten, desto «her können wir sie vom Reiche mitvevwokten lassen. Ein« seist» ständig« Schulde nverwakiung für Preußen ist unnötig. Hierauf wird dar Haushalt der Staatsschulde noerwaltung an» genommen. Das Hau» vertagt sich auf Dienstag 1 Uhr: Klein« Anfragen. Haushalt. Schluß» Uhr. mm Soziales. Veutsiher Kongreß für GSnglingsIchntz. Auf der h»ut« fortgesetzte« Tagung der»Deutschen Veraini» gung für Sauglingsschutz' wurde eine Protesterklärung aegen die von der Entente geforderte Ablieferung von Milchkühen angenommen. Zum Entwurf eine» preußischen Hebammengesetzr» r»gi« Medizinalrat Pros. Dr. Schlohmann- Düsselors an. daß Hebammen ht» zu einer bestimmten Zahl Entbindungen pro Monat mit festem Gehalt bezahlt werden sollen. Wird diese Zahl über- Schritten, so soll für die weiteren Gebt Sie Sinzelbezahlung eintreten. sie soll unterbleiben, wenn da» Kind nicht über 24 Stunden lebt. Gegen diese Vorschläge wurden von mehreren Rednern ernste Be- denken geltend gemacht. Tann referierte Prof. Dr. Schloßmann über„Die Stellungnahme de» Säugling Sschutze» zum Snt» wurf des ReichSsugendwohlfahrtSgesetzeS". Er hob hervor, daß durch die neu« Verfassung de» Deutschen Reiche» der Jugendschutz in einer Weise festgelegt ist. wi« in feinem anderen Land der Erde. Ein AuSführungSaesetz SU diesem Teil der Ver» fasfung ist da» ReichSjugendwohlfahriSgesetz. dessen Entwurf vor- liegt. Mit ihm erklärte b;r Relerent fick tm allgemeinen«inver» standen. Unter anderen, begrüßte«r mit Genugtuung die Au», «ckaitimg her Polizei aus der Neanfstchltzzung von Hattekiudern. Ram-n» einer Unter kommtssion schlug-r ein« Reihe Abänderungen des Ges°tz«ntwurfss vor- Dt- VelUgniss« de« mit der Aufsicht betraut»« Person«« Man erweitert werden. Di« Aufsicht ist auf alle bei der Mutter untergebrachten unehelich«« Kinder auSzi,, dehne«. Gefordert wird auch regelmäßig» peberwachung aller Anstalt«« durch Beauftragte der Regierung. Dr. Schlohmann faßte feine AnSführungen zusammen in Leitsätze, die hauptsächlich fol- gende» sagen: Der Kongreß sieht in dem vorliegenden Entwurf eine» ReichSjugendwohkfahrtsgesetzc» ein geeignete» Mittel, der Jugend und besonder» Säuglingen und Kleinkindern da» Maß von S ch u tz nn d F ü k s o r g« zu gewähren, auf da» sie nach de: Reichsoerfassung Anspruch habe«. Er bittet ReichSregierung und Reichstag um möglichst beschleunigte Verabschiedung d«S Gesetze» unter Berücksichtigung der vorgeschlagenen Abänderungen. Die Diskussion ergab'im wesentlichen Zustimmung. Im letzten Teil der Sitzung wurde«ine Resolution vorgelegt. Dar Kangreß Mta erklären, daß er bedauernd Kenntnis davon ge. nommen Hobe, wi» geringe Mittel für Gesundheit»» pflege und Wohlfabr!»pflege i« den ReichÄsauShalt ein. gestellt worden sind. Er glmibe, daß trotz«igünstiger Finanzlage de» Reich» auf diesen Gebieten nickt gespart werden darf. Das deutsche Volk könne nickt gesunden, wenn sein« Jugend verelendet. Da» Reich müsse Pen Gemeinden auSreichonde Mittel zur Verfügung stellen. Zu fordern sei auch Schaffung einer besonderen Ab- teilung für Gesundheiispslege und Wohlfahrt»» pflege bei einem der ReichSministerien. Dies« Resolution wurde dem Vorstand überwiesen. Damit schloß der Kongreß. vortrSae. verelne«nü Derfarnnliuwea. Heimat», reue Oberichtesirr lvrlsgnippe Sileweft).«ittwo« abend VI, Udr. Fli-drtch.V>tt>etm«�»ymna8um. Kochi'.r. 1«:«itqttedervellamm. tun», Abiiimmung»iraq«n.»»enaaravvruverei««tatze.»chrev. »ivrbvrzirr. Neb'inqet,'ür Da neu«n» Herren DieuStag«tu» Kren«» 7—9'/, Udr ISo. Gemetndeichul«, Sarlenftr. 107». Sport. b«u Rrbriterstzartkartell Lichtenberg«ud Ilmgegeutz. Am BenuerStag 9. Dezember, abend«?>/ Uhr, bei«egner, jttaniiurter«llee A«: Äutichußfieung. Leder B«em muv vertreteu jew. TasrSoronuog»«, 4 AvssttNidottsimg««». Zur Reuusaiseu 1921. Für da» kommende Rennfahr wurden 27» Renntage feitgeietzt. Dem Kartell wurden i«»» und dem Strauepetger R»n»vetetn fünf Tage mehr al« im«v'iadr b». w ll'g«. Der Etiaueberger Rennverein Hai nnnmede 15„nd die anderen Berliner Rennvereine haben i« tz« Tag» henrH'o« de« lominen Zudem wild in der lammenden llent>,«it Baden Baden wieder lerne Pioiten öffnen«m Lounabend bildete st» außerdem ein Verbans der mitteldeutschen Rennt» reine dem di« vereine Kiel, eteltin. Bremen. Bieelau. Dessau. Halle. Haii»ovee, Harz» bürg. Lübeck-lravemünd». Lerpzrg, Magdeburg«n» Oldenburg au- geschlossen sin». Juternatlenale« Schachturnier. In der 8. Runde siegten Dr. Tarraich über tortakower. Breyer über Marocky, vogoljuboff über»ämiiw. Ret« und Lpietmou« mach»«««beu, um Mieses und Leonhard. / Kommuniftistber versckmelzunys-partestag Äjbendou#qab«) folate der Bericht der Organiiationskommifsion, den OelSner ablegte. Ein Antrag de# Referenten und de# Sprecher# d«r(Irggnl» sstu>n#iommisiion, über da# Referat zur Organisation der Partei keine Debatte zu eröffnen, wird gegen«ine heftig oppa» «ierende Minderheit angenommen. Bei der Erledigung «iniger Antröge zum OrganisgtionSstalui wird e# etwa# lebhafter. Bosonder# über den Namen der neuen Partei konnte maw sich nicht ejnig werden. E# wird sogar namentlich' Abstimmung toer «hn beantragt. Da# Organisation#ftatut wird ge�en eine Minde-» beit angenommen. E# folgt da# Referat über die Richtlinien zur Jugendfrage von Heilmann fBersin). die ohne Debatte ange- nommen werden.— Eparfeld(DreSdenj fordert die Ausstellung eins# Kulturprogramm#.— Klara Zetkin wandt« sich tagegen. Da# ganze kommunistische Programm sei ein Kulturpro» gramm. f!t E# handele sich jetzt darum, durch diese Se-tsätze di# Aufwerksgmkett de# Proletariats darauf zu sinke», daß die so» genannte Schulreform ganz' ich bankrott genracht habe.— Die Leitsätze wurden einstimmig angenommen. D»nn referierte Fritz Hrckert über die«rbeitslesenfrage. Den Arbeitslosen müsse Hilf« gebracht werden, um di, Arbeiterklaff« zu retten.... Redner ging in großen Zügen aus dir Entwicklung der Arbeitslosigkeit in Deutschland ein und wandt« sich in scharfen Worten gegen di« Unternehmersabotage, unter Hinwei# auf di# verbalten der Firmen Borsig und Daimler. Di« Arbeitslosigkeit m i t allen ihrcn Folgen mache sich nicht nur in Deutschland, sondern auch in den sogenannten Tiegerstaatea NN ähnlichen Maß« bemerkbar, und man müsse nach Weihnachten mit einem riesigen Anschwellen der EnperbSlosinzikfern in allen Ländern rechnen. Die Vereinigt« Kommunistisch« Partei fordere nicht den Ersatz der Arbeiter in den Betrieben durch Erwerb#» l g s e, auch nicht die Verkürzung der Arbeitszeit zugunsten der letzteren, sondern die Erhaliung de# Existenzminimum# für die Arbeitzlosen und ihre Eingliederung bei gleichbleibendem Lohn. Zum Schikuß wandte sich Heckert noch gegen die d»n der K.A.P.D. getrieben« Politik de# kritisieren#, die e# mitverschuldet habe, daß ein großer Teil der Arbeiterschaft indifferent und stumpfsinnig geblieben sei._ Sr schloß mit einem Appell an die Arbeiterschaft, eine gemeinsame Front mit den Erwerbslosen berzustellen. sLebbalter Beifall.) Fröhlich lVerlin) erklärte, daß der ungeheure Gegensatz, der gegenwärtig zwischen Arbeiterschaft und Erwerbslosen besteh«, gm besten dadnrch beseitigt würde, daß mgn e# vermeid«, die Ar- k«it#lofen gl# Lohndrücker auf dem Markt erscheinen zu lassen. Schreck sMannheim): Wir müssen»u Strgßendemon» st ra s i o ne n übergeisien, die sich von Tag zu Tag wiederholen müssen, hiß der Skandal fertig ist. Sonst dauert e# zu lang« und di« ArbeitS'osen verhungern inzwischen. Zu diesem Thema wurden dem Parteitag drei Resolu» Honen porgelegt. darunter«ine de# Reserenlen und ein« vom Meich#ou#schuß der SrMerhSkofenräte Deutschland#.— Fn den Snt» schließungen wird der Parteitag zur politischen Aktivität und zur Milderung der Not der Arbeitslosen ausgesorden und di« Jen- trale beaustragt, gegen die Abfindung der Hohenzollern durch ein.korrupte# Parlament" zu protestieren.— Weiter wird ge> fordert, sofortige Erhöhung der Arbeitslosenunterstützung bis zur vollen Höh« de# Arbeitsverdienste#, Eingliederung der Arbeitslosen in den Produktionsprozeß durch Verkürzung der Arbeitszeit und bei gleichbleibendem Lohn, sowie Herabsetzung der LebenSmitielprcise. Nach einem Schlußwort Heckert# wurden di« Resolutionen ein- stimmig angenommen und die Verhandlungen auf Dienstag vor- mittag vertagt._ Wirtschaft Die Zu samm enbruchtheorie. Wir haben einen Riesensack voll Schulden, die Arbeit#- losigkeit ist groß, di, Geldentwerinng führt zu einer fortschreiten- den Verarmung breiter Schichten, die Kriegsentschädigung hängt über un# in unbekannter Höhe. Wa# steht dem denn über- Haupt noch gegenüber? Ein WirischaftSkörper mit gewaltigem ProduktionSapparat, der allerding# teilweis« abgenutzt Ist, ein« Landwirtschast, die zwar gleichfall# geschwächt, aber doch voll in Gang cht und ein Arbeilavolk von durch ausgezeichnete Schulen herporragrnd geschulten Arbeitskräften, di, noch unge. ahnte Leistungen vollbringen können. Geht durch diese# Volk ein starler Arbeitswille, ein fester Glaub« an ein Auf- wäriskommen, dann kann und muß«# auch wieder In die Höh« kommen! Wir müssen un# fragen, wie lang« wir diese# kommu- nistisch« Zusammenbruchgefajet mit atchäwn wollen. Reh. wen wir denn nicht dem Arbester jeglichen Antrieb, auch nur einen einzigen Groschen zu sparen und sich durch Fleiß emporzubring-n, wenn wir e# dulden, daß chm für übermorgen der große Kladderadatsch angekündigt wird? Ein Teil unserer Wirtschaftszweige hat Monopolstellungen, vor allem öi« Rohstoff, nutz Schwerindustrie al# auch die Landwirtschaft und Handel, si, gleichen durch entsprechende Gewinne und Renten die fortschreitende Geldentwertung aus. Wunim duldet man da#, warum läßt man nicht auch sie die Wirkungen der Geld- e n t w e r t u n g fühlen, warum foßt man nicht an der Quelle da# Kapitalrenteneinkommrn über b Proz.. aber ganz gehörig progressiv steigend, an? Ein Berliner Arbeiter tat den Ausspruch; .Wenn Wilhelm kl in de- M o s s e n s p e i s u n g essen müßt«, wäre der Krieg bald zu Ende." Wir können auch sagen, wenn die Kapitalmächtigen erst die Wirkungen der Geldentwertung voll und ganz spuren müßten, wäre«# mit unserer heutigen W i r t s ch o f t# f o r m, in der die Bedflrfiiisse de# arbeiten- den Volke# ungenügend berücksichtigt werden, auch bald zu Endel Da# Kapital ist gewaltig gewachsen, nicht au# entsprechend ge- stkegener Produktion, sondern trotz erheblich verringerk« Produktion aus Kosten der Massen durch vermehrte Gelderze u« g u n g. Wir müssen also da# Kapital in Rot bringen und gleich» zeitig die Arbeitsleistung steigern. Da# in seinem Pro- fit geschmälert« Kapital wird gezwungen, neue Organisa- tionDformen zu suchen um die Kapitalrente au# erhöhter Wirtschaftlichkeit wieder zu steigern. Eine Wirtschaft mit mehr al# 12 000 verschiedenen Berufen und SX Millionen gewerblichen und industriel» l t n Unternehmungen läßt sich nach russischem Muster nicht sozialisieren, die muß sich au# sich selbst heraus unter dem Druck der Not»rzanisch umbilden, di« muß die Unternehmun» gen sozialisie-en. d. h. sie organisch aneinanderfügen und sie der Führung sozialer Persönlichkeiten unterstellen. Da# kommunistische wirtschaftlich? Ziel ift nur ln Gestalt der härtesten Zwangsarbeit bei der außerordentliche» Verschiedenheit der Menschen möglich und unmöglich für Arbeilermassen, wie sie Deuiscvland hat, wo der Arbeiter auch Persönlichkeit sein und vor allem werden will. Wir brauchen keinen Zusammenbruch, sondern organisch« Fartent» Wicklung. Um sie zu erreiche» müssen Privat Monopole beseitigt, muh da# Kapital die Wirkung der Ge'demwertung an sich s« l b st zu spüren bekommen, muß e« in Not gebracht werden, damit r# sozial zu wirken beginnt und di« Arbeit»w.lligkeit her Arbeiter cniSlöst. Wir brechen nicht zusammen, wenn wir leben und arbeiten wollen, aber die Kapitalrenten, di« un# d e m o- r a l i s> e r« n, müsssn wir mii ,'es>em Griff erfassen, die Kurse müssen von ihren pkautaftischen Höhen stürzen, wenn wir g«. sunden wollen._ Dr.«. Strieme«. Die Amerikanische Wirtschaftslage. In den vereinigten Staaien berrickit eine olißerordentstch stark« Sleldknapphei». Di? Versteifung de# Geldmarkt«# ist darauf „iiückiufsibren. daß Amerika an einem Ueberiluß an Waren aller Art trankt, für den gegenwärtig die Absatz- möglilbkeiten. besonver# o»ch weoen de# immer noch lehr hohen Stande# de# Dollar«, sehr gering sind. Berichärfl werden Waren» fülle und Geldknappheit dadurch, daß«in« Anzahl van >ildam?rikanifch?n Länder» sin erster Linie Brasilien), deren Währung in letzter Zeit staikeu KurSrückaängen a»#ge'eyt war. in großen Menarn bestellie Waren nirbt abnimmt. Auw der kubanische Markt, der 'ür Amerika«in.sehr große# AbintzgeMei bedeutet, kommt zurzeit ssir omeritanisibe Produkte nicht in Betrocht, wegen de# in Kuba erklärten Moratorium#. In amerikanischen Finanz- und H»iidel#kreifen will man sich daher jetzt einen größeren Absatz amerikanischer Produkie in Deutschland dadurch sichern, daß man Deui'chland hierfür größere Waren» und Valuia- kredit« einräumt, um diesem Lande dieAufnabme amerikanischer Waren zu ermöglichen. Im Zufammenhang hiermit zeigt di» Be- wegnnq de# Dallarkurse# in der letzten Zeit nach unien gerichtet« Tendenz. ««zUitkmohratifdier verein IleußSI i, 9*.(frfitz.#.)«l)t„ lt.«,,. Am 8.«»»rmtier stirb nach langem, ftjimrcem Seiden im 57. Leb»n»I-br» »liier öltet treuer»e, rosse, »er Tisch!?» kiMicIräeimliig Tellstraß? 7. «hee feinem«adenfe»! Die»eerdiguno(in! et Mittwoch. nachm., Uftr. an' dem chemelnbetrlrtl)»! Ileuttistn, Mariendoew Weg, statt Um taNr?i»?B?rei!nu>ng biti?»»er«it. Tiorftaab. ! sittitßrveebsnil i-esk- iStkilllck S.P.O.«.«dt. Haitz«af. Unser 1. Cchrlfllllfenr ErnstKronenberg wohnhau ÜBttirinsct 6tr. 3 ist an 88. A-mein der nach iurrem, schweren Leiden oeritotben «hre feinem«ndente» t ®if«inässierung hat bereit« jlattaeinnben. •e* Vorstand. Pldtzlich und unetwartei «rftatb am l. 7'ezemder i»HN nach ttirzem steanken- Inger der ftiDoerttetenbe Schrtstivstrer unserer Kasse ?sul KmWn. Wie beklagen in Idm eigen treuen greund und lilltarbeitet.«ein offene« iinb ehrliibe« Wesen seine Ard«t,!reud>g!eil haben ih« einem jeden»»n un« nahe geslldri. Sein An- degien werden wir»aduech bewahren, daß lein ideales ng» lelbftlafe« Wirten un* leta ein«otbii» b leiben °®erli».Sch#»e»erg. den 4,®ejtmbet 19». Der Vorsinntf der AliKtmeiaen k. ankanfciuc«er. Brrlln-sditnabarti. »eukaw, B»rfi»e»der. Oru Siaii Spezialarzt Dr. mad. Kaaban :llrSyphllls,H»ra.,Praoen- .eid..ScriuÄch.Belnkrank« liai«ndlg schnell, siebet i scnmeizl. ohne Berufs- ttOruni. Blutumar- such Fäden i. Harn uiw. KÖDigStr. tj-ül, Sarnaus Spi 10-1. 8-». Sonnt. t»-t. Teilrahi«eowe.Nemenrln- DanksagaDi D. Mr die Bielen«eoeile her»- Itcher Teilnahme bei der Beerdigung meineaun-ergehii-hen Manne» umere, lieben und treuiorgenden Baier» ni». ViilieliD SoniieQliurg. wir hiermit allen Be- -n auf diesem Wege un- hertiichfte» Dani.«oni landet, danken wir den AoUegen der Finna Th bilde- leüiglen auf jeren 4»! »Leger, brnib!*®«bn,ben»enossiniun >d©eneffin der 6 P® dors- Jobrlf- Metalle, Quecksilber, Zinn, Weißlager laufen laufend SMkvMkr ölr.?. kösllvei MiMM.!. � nahe Polsdamer Straße. AbillWlßlmsheA. Quecksilber. SolvbniS.Sllberbruch. ZgbvgeWe.VMllM (Z'»o.iäf ,reit psEk& Cloppenburg Gartraudtenstraß© 25-26-27 Q. m. b. H. ,ää Schuhwaren £>iinia BlnebaE U»rr«W»>»#»>, derb« WlnttrwAre, Oeod. W»lt.................................. M, ÄWVe* Behl V«»c»ik Iß«rr«8»»U«k«I, Cood Walt, aretlclaatlgas g Fabrikat............................... M dCwPva" Behlsss»-seem>»»■*>?■»>■»» i; 820er u. 6308t Decken u. 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S.h.B..l.lk.... 7"» Uhr, KHalni" 1. Male:. Komisehe«per v/, uhr: Liehe hn ZehM. liB.tepl.Una« Uhr: Ansold Rleuk m Bie ach webende dugfra. Slctropoi-Theatar. ut flollandnelboheo b.a.a Op. retten Ii... vi, u.: Hie üÄibZhzrooe« Wene« Tolk.theater v, uhr. Jagead. tlehlller-Tb*.«, CSuirt. 'v.u.: Der Biberpelz Thall.-Thr.tur CiaMsplel Ha.sl Kleaa 7>/«: Betichalt crla Lenl. Fh.ani-Voll«.dorrp I.e. Vit Uhr: Bmnia Galetti, - �r: ffennUehe erwsdil Fheet.r d«. Keatena � Der erstes liebe itilZM Ml J'/j: SehMc«. u. Kaemrw Hl. l.d.Kommandanienatr. irflhtr HarrafaU-ThMier.' V/, U: Der tcrlMgi« Adeler. tTallner-Tbeater K Der Leiser tw Lmbo. Walhnlla-Thanter 'V.U. Rastelblnder. Ilesldenz-Th cater. TIglich T/,Uhr;' i.ady Wlndarmaree FSkaiter Voa Oskar Wlue .Vlitnroch t Uhr, Klein« Freka: Botklppche B. frianon-Theater. Täglich 7Vf Uhr: KammenaBstk. Uustspial v. lieinr. IlgaaWn CarlClewlag, BuguiBiidg, Olga Llmbarg, U. Albers. Mittwoch« Uhr, kleineFreisa: ktrtmtUyefty,_ Rose-Theater. 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Fvalefdie« Tot)«labtbetiefe 21. 22,»-80, 118. 120(frtlhere 2. ITH.) und 80-58(frühere 3«bt.)..Wilhelmehef-, Sfahnttftt 12. Sufleeortmung; 1. Borstnndöxmhi, 2. Setldiiehene«. 3. a. 4.«bt fietienolhef, Sfilotbftr. 87.„®ie Sozinldetnoktatie und die Neaktion". Ken, ihn jhannn «nl» hee«rnhi-lieelschure. Belle-AMimee-Gtt 80.«ef. Seit. Rutinet, Pnhenhoiet»eaiierei, AidleinUr. tu„Sunendfroflen',«ef. Gen. irthreÄl. Blü�erfäle. Slüdterftr. 81..�loitfamgenotTenfdiaftstoefen* Res Gen.(Sfltilet «eldimhereer Wef.«elcheuheeger Sit 147. ,«e!ipi»n und Soztaldemofruiie". Cen.«eher Frenke 19. 2C6L Schulaolx. fforftef Hefe Seifhenberger Strafte, �ut wiyenfchnktlichen Grmidlezung de« Sntinlleinu«-.«et. Gen. ZeeueL Peieker. ffueenlh. 11«ef. Genosse Bauer. Sdinlmtl«, M,a'eufferftr.7.„Oimdinft.eleny.«ef. Gen Erwin Barth. Gfielw».«assertorhr. 68.Breuftifche Berwnlittnq-«ef. Gen, Fellmann. Gewerndiefteheu». Stull S,(SnaelufT IR,„Snnesfrenen'.«ef. Gen. Rodlenzer. „S-WehWe 6ei«nt-, Neue ssriebridifte. L„DoIiflWe Tageefraaen".«ef. Gen. Roske. ♦.. Harnach 88. MW. 86.«6t 89.«61. 40.«6t 41.«6t 42.«61. 43.«Bt 44.«61. 48.«6k. 49. mt 4t.«bt 48.«61 Schulxuf«. Ofener S«rqfte..Hein eich fieh__________________ S«f)a»*th8tig*u-«cnpa«. Taudlhlmmenschule, Blnrfusftt, 49, Hof L IL Rm Donners'ag, den 9. Dezember, abds. 731)7; 1.«6t Schuleulx,«ueustftr. 67 68.„Unftte nlichllen«ufgaben".«ef. Gen. Buschich 3t.«bt«rtushof. Berleberger Strafte 26..Ghristenmm und Sozialismu»".«ef. Gen Starrer Dahn. Um zahsreicheff, pünktliches Stscheinen ersucht Ver VoiBtikiid. Berger, LeAeftewftr. 21.... W. Schüraula Waloenlerstr. 20.«ef. Gen.«eumann. M. d. L. Ilrminius-ffeOfSle.?lremer St.71...Sie lammenden Landtaqswahlen".«ef. Gen. Bieih. Schulanla.Texeler Strafte 20.»Bie Landtagswahlen',«ei. Gen. Bruns. Giebel. BenMr. 82.«ef. Gen. Radelid. Schnlanl», Sr'iwenattee 8 v8iiftmb8lttif".«ef. Gen. St ffedilm. Schnlaula christianiaftr. SSW.»Moderne, ftettungsmefen".«ef. Gen. LuiffhardL Schulanln. B'onmaenstrele 18'17.„Balitifche Tagesfragen",«ef. Ken Rühne. 6JffmI«uIe, Cftfttdier Str. 47(48...Religion nnd Sozialismus",«ef Gen Arndt. Schulauf«. L'ener S«rqfte.»Heinrich Heine und die Ardeiterbewegung". Ref. Gen. Hecht MnMiMmllM?. Otrwaliungslttll« Berlin X H. 5«». Clnlenltr. 8J-85 Getdiäflsjeit Ben nenn. 9 Uhr H« nachm. 4 Uhr. Telephon: Amt Norden 155, 1259. 1987. 971L DonntrStnff, bwt 9. Dezember, abends T Uhr: Branchenversammlnng der Aotogen- n. Eiektrc-SeliwslSer sowie SehweiSsrinnen im GeiterknehaftehMn», ffngcluftr'lä Taaeeordnung: l. 70 o» ton aber«mskerdam nnh welche«ufgobea habe» hie tSemettlchaften ,» erfSlleu! 2. Branchenangelegenhelten. 5. Verfchlehene«. DonnetStap, den 9. Dezember, abends 6 Uhr Brattchenversannnlung der Metasldrütker im CiviFBrhaohtiftBhtzri», TnstelnferlB(Saal 4) T» ge» e r d n u n g: 7. Sie Sollllf der»ewerkschafteu. 2. Serfchiedtne». Minlaff, den 18. Dezember, abendS 7 Uhr Versammlung VrüekerlellrUngs im in GVBrlgMehMilMhBND, Enzelufer 15 Wir bitten, alle Lehrlinge eul die Berfarnrnlung hinzuweisen. Ol« ItUtjjlleosbücher find zweck, ftoulcaffc mlljubeingcn «uf Seschwft der Geaerainrrs ammlaag müssen in allen Verfammlungm, die zur Bolittk unserer Gewerkschaft Stellung nehmen, alle Richtungen zu Warte kommen. 129 1t Sie Octaacnaaltang. MOSEL Bedentend herabgesotita Preise gegen bar oder Teilzahlnng. Kleinste Aa- und Abxaklung. Wohnslmmer, Mehlafslmmer. stpeiuealmmop, HerramBlmmer. /•rblg« Khehes, eimseslme fflöbel. Liefere anek aaek aaxwirts. Landwehr, ■ftller« brnB« 7(WeddlBC-Pl.) »-> Nervosität körperlicher und geistiger Abspannung Pr. Hoffbauers aes. fesch. Lecithin■ Präparate MgS'SkMMffe UstelalgtfnCnmeter- 3nnüno jii Berlin. Am Freitag. 10. Sezdr. 1920, abend» 7> zllhr, findet im Rassen- lokal,«ckerftr 133 II, eine ordentliche Ansschnßfitzung statt mit folgender Taqeooidnung: L Berlefen des legten?rz» tofoll«. 2. 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Wettorhin sollen, soweit c» möglich ist, noch vor W'e i h- nachten auf Grund der neuen Bcsotdungöordnung N a ch z a h» l u n g e n ausgeführt werden. Seitems der Regierung geschieht alles zur schleunigsten Regelung dieser Frage. Wenn trotzdem unter den Postbeamten m einzelnen Gebieten ein« Bewegung für die Ausübung der passiven Resistenz und deS Streits entgegen dem Willen der massgebenden Führerschaft der Beamten eingesetzt hat, die ge» eignet ist.'die deutsche Wirtschaft schwer zu schädigen, so mutz dem- gegenüber mit den gesetzlichen Mitteln eingeschritten werden. Der Reichspo st minister hat deshalb an die Obeepostdi r ektionen verfügt, dass bai Dienstverweigerung, gleichgültig, ob damit Fern- bleiben vom Amte verbunden ist oder nicht, gegen Beamte gemäss Paragraphen Ili und 14 de« Reichsbeamtengesetzes einzuschreiten sei und dass Lohndien st beschäftigte bei gleicher Veranlassung fristlos zu entlassen seien. Wir halten diese Drohungen, die einer Fortnehme des Streik, rechts gleicb kommen, durchaus nicht für geeignet, den berechtigten Unwillen der Masse der mittleren und unteren Beamten zu beseitigen. Tie Beamten der TtaatStheaker. Unter der Leitung der Gewerkschaft Deutscher Verwaltung- l eamten hielten di« Beamten der Berliner StaatStheater rm ftonzeusaal der ElaatSoper am Montag eine Versammlung ab. Die übrigen StaatStheater waren durch einen Delegierten au« Kassel vertreien. Zugegen waren ferner Vertreter aus dem Mi- nistenum für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung, dem Finanz- ministe ri um und Intendant v. Schillings. Es kam zum Ausdruck, in welch unhalibarer Lage sich diese Beamtenschaft befind«. Gerade in dieser Verwaltung hätten sich im Laufe der Zeit di« Wirtschaft- liehen Verhältnisse schwieriger gestaltet als in anderen Staats- betrieben. Die unteren BeioldungBgvuppen befänden sich nur deshalb in der größten Not, weil sie zum Teil erst nach jähr- zehntelanger Silfsdienstzeii die Beamienergenschaft erhalten hätten und so erst spät in den Genuß erhöhter Bcamtenbezüge hätten kommen können. In der Entschließung wurden die einzelner Punkte über die vorzunehmende Abwendung der Nor- lag« zusammengefaßt und den Regierungsw'rtrei'rn Mittel iind Wege angegeben, wie man sie in die Tar umsetzen könnte. Der Ncrhandlungsleiter schloß die Sitzung mit der Bitte an die Regie- riirgkverlreter, dafür zu sorgen, daß die ihnen zu Gehör gebrachten Wünsche gerade der unteren Gruppen auch wirkl'ch in iie Tat umgesetzt werden, weil sonst di« Erregung unter der Beamtenschaft der StaatStheaterbetriebe nicht mehr gemeistert werden konnte. Die lhewerkschaftSleitung wird auf der Grundlag« der gefaßten Eni» 'chliehung sokort mit den in Frage kommenden Minister'.m in Ter- bindung treten. Beamtenstreit in Dentschösterreich. Wien, S. Dez.(Eig. Drahibe'icht de».Born,.') Wegen Xicht- erfüllung ihrer Forderungen find die Beamten zahlreicher Kaiegoiten >» den Ausstand getreten. Der prinz-prozeß unterbrochen. Wie bereits gemeldet, ist einer der beiflyenden Richter der 4. Siratkanrmer de« Landgericht» I, vor welcher der Piozetz gegen den früheren Leiter des SicherbeiiSdienste«, Prinz, feit über 2 Jahren verhandelt wird, erliankt. Da der Arzt di« Anzeichen der Lungenentzündung festgestellt und dem Erkrankten wegen Leben»- g c f a h r verbalen hat. da» Zimmer zu verlassen, war da« Bericht in d'e unangenehme Zwangslage versetz! worden, eventnell die ganze Verhandlung auf unbeitimmt« Zeil vertagen zu müssen, iodaß die ganze bisherig« Arbeil und die nicht unerheblichen Kosten um- tonst aufgewendet worden wären. Das Gericht fand jedoch«inen AnSloeg in der Anwendung de» K 228 Str-P-O,. welcher lautet: .Eine unieibrochene Haupioerhandtung muh spätesten« am 4. Tage nach der Unterbrechung fortgesetzt werden, widrigenfalls von neuem mit der Verhandlung zu beginnen ist." Da« Gericht deichloß heule im Lause de« Tage» sich mit den -sämtlichen Prozeßbeterligten in di« Wohnung de« erirankien Richter« z» begeben und dort aus Grund de« erwähnten Paragraphen den Bel'chtuß zu fassen, die Verhandlung vorläufig aus drei Tag« auszusetzen. In der Wohnung de« erkrankten Beisttzer« eröffnet« Beheimrat BrreStorn di« Sitzung und richtete an den Angeklagten mehrere Fragen, au« welchem Grunde er von de» angebliche« Originalmordbefehl zwei Abschriften genommen habe. Prinz erklärte, daß beide Ab- schiiften at« Kopien tennllich gemocht worden seien, und daß die eine Korie lediglich auch die äußere Aufmachung de« Original- schriftstückes genau wiedergeben sollte. Mit Rllckncht auf den Ge- suiidhetiSzustond de««rkranlten Richters wurde dann die Verband- luna geschlossen u»d die nächste Sitzung auf AreUagmittag IS'/a Uhr im Moabit« Gerichltgebäude veriagt. pnee und Prinz. Bereits vor Jahresfrist mußten wir unS mit der Art der Bcrichterstatl'ung des Berliner Vertreters des englischen Sozial- stsnorgons„Daily Hevald", Herrn Philipp P r i c e. beschäftigen, als dieser eine vowußt falsche Schilderung der Schießereien vor dem Reichstag an sein Blatt gedrahtet hatte. die den offenkundigen Zweck verfolgte, unser« Parteigenossen in der Regierung als Arbeitermörder hinzustellen..Herr Price ist nämlich Kommunist, und als solcher hat er für die Wahrheit, die er osfcn-bar, wie so viele seiner Ge- sinniingsgenossen. für ein.ckleinbürperliches Vorurteil" hält. eine souveräne Deracksturig. Jedes Mittel erscheint ihm gut genug, wenn er hoffen kann, damit unsere Parteigenossen — und seit Halle auch die Rechts Unabhängigen— in den Augen der britischen Arbeiterschaft zu diskreditieren. Die neueste Leistung des Herrn Price ist ein längeres Telegramm über den Prinz- Prozeß, welches im „Daily Herald" vom 29. November erschienen ist. und zwar unter großer Ausmachung: Berlin» Prozeß-Sensation. Da« Geheimnis der Ermordung Karl Liebknechts avfgoklirt. Der Fall Schcidemana. Die Redaktion dek Londoner Mattes ist allerdings an- gestchtS des unglaublich tendenziösen Inhaltes des Telegramms seines Berliner Korrespondenten berechtigt g-weien. diese eigenartigen Ucberschristen zu g?hen. Die AuS- sagen des„Hauptmanns"(I) von Tyszka werden auSksthr- lich und kritiklos wiedergegeben, um eine Schuld Scheide- mannS und WelS' gsrctdezu als bewiesen hinzustellen, ebenso die Zeugnisse oller mehr oder minder dunklen'kwmente. aus die sich die Verteidiger des Prinz stützen Der Tod de? Fräulein Ploumann wird als„außerordentlich verdächtig" bszeichnet und eine Ermordung(durch die Äegner deS Prin�) als wahrscheinlich angedeutet, lieber die Aussage de» Genossen Anton Fischer hat Herr Pri« die Stirn, zu drahten: „Leutnant F i s ch« r von der Berliner Kommandantur erklärte, er habe 20 000 Mark für die Mörder Liebknechts erhalte«.(!l) Gezwungen, auszusagen, von wem da» Geld stammt, nannte er als Quelle den Bürgerrat von Berlin." Wir beschränken uns für heute, an die englische Labour Party, die den„Daily.Herald" unterstützt, öffentlich die An- frage zu richten, ob sie es billigt, daß eine derartig der- logen« Berichterstattung, die vor keiner Fälschung zurückschreckt, um die Parteien und die Führer der Zweiten Internationale zu berlcuiitbcn und damit die Geschäfte der Bolschswiki zu besorgen, berufen sein soll, die eng- tische sozialistische Arbeiterschaft, die sonst über keine anderen Jnfornlationsquellen verfügt, über Deutschland zu infor- mieven. tzelfe, was helfen mag! München, 6. Dezember.(Eigener Drahtbericht des„Vorwärts".) Die Eiwohnerwehr in Wurmgau ruft jetzt bereits di« Jugendlichen beidel: Geschlechter zum Hilfsdienst auf. Di« Jugendlichen sollen in ruhigen Zeiten Schreib- und Boten- dienst« verrichten, bei Aufruhr aber Arbeiten zum Nachschub, Per- pflegung und sonstige Verrichtungen leisten, damit wehrkräftige Männer frei werden! Die Zollbehörde als Zensor. München, 6. Dezember.(Eigener Drahtbericht de»„Vorwärts".) Nach Weisung der Regierung handelt jetzt das Zollamt als Sitilichkeitskommissar. Bei Sendungen ins Ausland b e s ch l a g- «ahmte da« Amt u. a. einen Roman«Die Zerstörung der Liebe" von Ewald Gerhard Secliger, weiter da« Memoirenwerk aus der Goethezeit„Der Glückssoldat' von Johann Konrad Friedrich, einen Band Liebesnovellen von Richard Brie, di« im Verlag« von Georg Müller soeben erschienen sind, eine von HanS Loerick« veranstaltete Ausgabe der Novellen des„Dondella", des be- rühmten Novellisten der italienischen Renaissance, den Shakespeare als Quelle benutzte. Wiedergutmachung und Sesahungskoften. Am 13. Dezember beginnt in Brüssel die Konferenz der Sachverständigen, zu der Deutschland eingeladen ist. Welches Gowicht ihren Ergrbmsssn beigelegt werden wird, müssen wir abwarten. Einem Vertreter de»„Matin" erklärt« Mi-msterpräsideitt Leh- g u e S, Frankreich»erlange von Deutschland nicht» Unmög- l i ch e S, aber Deutschland müsse im ersten Jahr« einen bedeuten- den Teil seiner W i«d e r g u tm a ch un g» sch u ld be- gleichen, di« Frankreich für da» EtatSjahr l0S1 vorgeschossen habe. Es handle sich um 16 Milliarde» Frank. Wenn e» da» tue, werde e» Frankreich zu Endgegeniommen sowohl hinsichtlich der Frist als auch der Zahlungsart bereit finden. Wenn Frankreich aber auf bösen Willen stoß«, dann werde ei übet die Maßnahmen, die ergriffen werlden sollen, beraten. Der Sonderberichterstatter de«„Marin" erklärt, Llohd George und Bonar Law hätten dem zugestimmt. Man hat leicht, über Deutschland» Verpflichtungen zu reden, wenn man ste in so unnützer wie erbitternder Wns? ins Unausdenkbare steigert. Betrug doch nach f r a n z ö s i- scher Aufstellung für die 13 Monate vom 1. Dezember 1313 bis zum 1. Januar 1919 dw Ausgabe des französischen Besatzungskorps 1 693 571 178 Frank; die der Amerikaner 242 319147 Dollar. Engländer 47428834 Pfund Ster- ling, Belgier 243 464772 Fwnk. I ta l i e n e r 15207 717 Lire. Während des letzt?» Vierteljahres betrug die französische Ausgabe 156 645 000 Frank, die amerikanische 6 343 897 Dollar, englische 3 807 551 Pfund Sterling, belgische 41 823 000 Frank. Selbst im„Figaro" betont ein Leitartikel, daß Deutsch- lan-ds Zahlunasfähigkeft begrenzt ist; und er verweist darauf. daß Frankreich allein an Völkerbundgehältern drei Millionen zu zahlen hat. Offenbar ist der Schreiber von der Gegenleistung nicht restlos begeistert. Flugverbot im Ruhrgebiet. An» der Begründung de» Gntenteverbot» von Personen flüge« Berlin— Essen scheint hervorzugehen, daß di« Benutzung de« Essener Flugplätze» al» Betrieb deutscher Befestigungen innerhalb der SO-Kilom-ter-Zon« betrachtet wird! Cecils Nachruf auf Pueprreöon. G««f, 6. Dezember.(WTB.) I» der VSlkerhund»- Versammlung Verla» Präsident H p m a n S de» Brief Purvrredou». Da dar Tezt schon bekannt war, hört« man »hu» große Aufmerksamkeit zu;«S bildeten sich Gruppen, di« die Lage besprachen,«ach der Verlesung de» Briefe« herrschte all- gemeine» Schweigen. Human« teilte darauf mit, daß er den Empfang des Brieses bestätigt habe. Unter lebhakter Span. nung ergriff Lord Wabert Cetil(Südafrika) das Wort. Räch Worten der persönlichen Sympathie für Pueyrredpn sagte Cecil, die argentinischen Vorschläge wären sicher erörtert wordcn, wenn die Argentinier dageblieben wären. Er Hab« große Sompa- thie für die Grundsätze der arsentinischen Delegation! der Völker- bund aber müsse wachsen, und er sei der letzte, der sich einem solchen Wachsen entgegenstellen würde. Aber wenn jedes Mttg!icd eine Haltung einnehme, wie die arffrtitinifchen Delegierten, dann könnte überhaupt kein Parlament arbeiten. Die skandinavische» Kollegen hätten tiefere» Verständnis für die Umstände be- wiesen, da sie trotz der Ablehnung ihrer Vorschläge weiter mltar- brltet«n. Trotz der Kritik, die an der Versammlung geübt werde, werde diese weiter ihre Pflicht tun. Set» Vertrauen ln dir Zu- kunst sri unerschütert;«in» Warnung aber müssr er aussprechen. Es sei au der Zeit, mit den Methoden der alten Diplomatie zu brechen, eine neu« Diplomatie müsse befolgt werde«, aber unter d«r ve- dingung, daß die nötigen£pf«r gebracht würde« und auf die an» der«« Rücksicht genommen werde. Dan» werde der Böller- bund sicher«ine Zukunft habe«. I« Einverständnis mit der schweizerischen Delegation wnrdo der Vorschlag betreffend Sinderhilfe de« Völkerbundes biS zur nächsten Sitzung vertagt. Die AbänderungSanträge Argentiniens und Kanadas, welch letzteres die Streichung de» Artikels 10 des Paktes verlangt lgegrn- fettige Vcrbürgung deS GebictSumfangS), wurde auf Borschlag Vrantingt(Schweden) derselben Kommission überwiesen, der bereit» die Bearbeitung der skandinavischen AbänderungSanträge überwiesen wurde. D» b e r t y«'Kanadas hätte zwar gern eine DiSkuft sion seines Antrages gewünscht, erklärte sich abir mit dem Antrag Branting» einverstanden, um die Einigkeit der Versammlung nicht t» störe». Sowjet-Nuß!anü feknöesfrei. Genau so wie die Truppen Wränget», PetljuraS und Tcmenofi? mußten auch die Bande» des Balachowitsch jawietruisischcs Gebiet räumen; sie wurden über die polnische Grenze gedrängt und dort an- geblich entwaffnet. Valachowitich ist leicht verwundet in Warschau. Moskau,&. Dezember.(WTA.) I» Anbetracht der Roch- richte« über terroristische Pläne verschiedener gJger- revolutionärer Gruppe« tm AuSlaade gegen die revolutionäre i Führer gibt die russische Regierung«ssizicll bekannt, daß sie in Falle solcher Versuche gezwungen sei, strenge Sergeltung« maßregeln an d«n viele« Vertretern der gegenrcvolutiouärr> Organisationen, der Bourgeoisie und der Weiße» Garde, die sin jetzt in ihren Händen befinden und alS Geiseln betrachte c werden, zu üben. Moskau, 4. Dezember.(WTB.) Die Sowjetregierung he' die britische Regierung um eine direkt« und klare Antwort a, e die Frage ersucht, ob sie bereit sei, ei« Handelsabkommen zu schließen und in der nächsten Zukunft FriedeaSverhaot- l u n g e« in London oder an eine» neutrale« Ort« zu eröffn« i. Eine polnische Drohung. W a r s ch a«» 6. Dezember.(DA.) Dir hirsige„Gazeta Pe- ranna" schreibt zur»brrschlesischeu Frage:„Im Fiille ri>>«r Z:- «rkennung Oberschlesiens zu Deutschland wird Polt» gezwungen sein, Krieg zu sühren." Di«>iir Polo, ungünstige Stellung Englands in der«berschlrsische» Frage h.tt im übrige« in der gesamten poluisch«» nationalistischen Presse gr»! e Empörung hervorgerute». Die Deobung des polniichen Blattes beweist eine mnkwürdß)« Art von Achtung vor dem BolkSwUlon! Vorkonferenz öer Internationale$Vj. Bern, 6. Dezember. Arn Sonntag trat in Bern die von de- Unabhängigen Sozialdemokratische» Parte. Deutschlands und der Sozialdemokratischen Partei de Schweiz einberufene Vorkonferenz zusammen, tvelck von folgenden Parteien offiziell beschickt ist: Unabhängig Sozialdemokratische Partei Deutschlands. Sozialdemokratische Ai beiterpartet Deutschösterreichs. Deutsche Sozial demokrati s ch e Arbeiterpartei der Tschechoslowakische. Republik, Sozialdemokratische Partei Frankreichs, llnai hängige Arbeiterpartei England»(die J.L.P. Die Red.), Sr zialdemokratische Arbeiterpartei Rußlands(die Menschewik. Die Red.), Sozialdemokratische Partei der S ch w e> z. Da di- (amerikanisch«) Social ifttt Party ihre offiziell« Vertretung nltfc mehr rechtzeitig entsenden konnte, ist sie inoffiziell durch den Ge. nassen Colombo vertreten. Die Konferenz ist ouSschließ l i ch besuche von Vertretern soizalistifcher Parteien, die aus de Zweiten Internationale ausgetreten sind. '/ Awiscben Scplla und Eharpböis. Athen, 6. Dezember.(Hollandsch Ni-mvSbureau.) Die Volke dbsttmmung Ist ruhig verkaufen. Die Eröffnung der Kammer wurd hinausgeschoben. Die Regierung wird beute die alliierte Note be antworten. Sie wird di« Beschuld.gung der Treulosigkeii. d« Konstantin vorgeworfen wird, zurückweisen und den Beweic der Treue antreten. Pari», 6. Dezember.(Hollandsch NieuwHbureau.) Dm 1. De zember soll in Saloniki«in Zusammenstoß zwischen französt schen und griechischen Matrosen stattgefunden haben. Dabei sini angeblich ein französischer und zwei griechische Mattofen verwunde worden. Ein griechischer Torpedojäger ist nach Konstontinopel ab gegangen, um den Prinzen Georg nach Konstant! nopel zu bringen. von wo er sich nach dem Piräits begeben wird. Dann soll von Tr.esi Konstantin adgehokk werben. flus!anös?unü(&au. Der Londoner liberale„Achtziger Klub" hat sich g« spalten. Ein« Gruppe von Koalitionsliberalen hat sich avgc- sondert und Lloyd George zum Vorsitzenden, Churchill, Cetil u. zu Vizevorsitzcnden gewählt. Der alte Achtziger Klub bGibt unter Vorsitz von A« q u i t h bestehen. Nach einer Mitteilung de»„Villogosag" bekämpfen sich jetzt in Ungarn nicht weniger al» elf monarchistische Gruppen, die jede ihren eigenen Thrankandidaten«ufgesteR haben. Tarunter befinden sich vier Habsburger: Exkaiser Karl, sein Sobn. unter Horthy» RegentschaftSzepter, Erzherzog Joseph und Erzherzog Albrecht. Weitere Kandidaten sind der Exzar von Bulgarien, Ferdinand, und sein Sohn Cyrill, der dänische, Prinz Axel und ein belgischer Prinz. Ein Teil der Aristokraten mir Bethlen an der Spitz« tritt für eine Personalunion mit Rumänien ein und ein anderer unter dem Grafen Batthyany für die Personal» nnion mit Südslawien. Als letzter, aber nicht unwichtiger Kandidat steht Horthy selbst auf der langen Liste. Nachdem alle deutschböhmlschen Anträge gegen pol:« tische Verfolgungen und gegen den AuSnalhmezustand im Hui- t schiner Ländchen abgelehnt worden waren, verließen die deutschböhmischen Abgeordneten geschlossen den Sitzungssaal. Die deutschen Sozialdemokraten warscn den tschechischen Sozia!demo» kraten vor. daß sie, entgegen dem vom Klubobmann gegebenen v e v- sprechen,»»cht für die Entschließung gegen den AuSnahmezustanh im Hultschiner Ländchen gestimmt und dadurch deren Ablehnung verschuldet hätten. Nach einer HavaSdepesche au» Konstantinopel sind in Trapezunt bolschewistische Truppen gelandet woi. den. Zugleich wird bestätigt, daß Kemal Pascha einen Teck seiner Armee gegen di« griechische Front bei Dmyrna«*• worken hat. Die Entente hat Bulgarien 700 Offiziere mehr zi-- gestanden»'S der Friedensvertrag es vorsieht. Wie der„TempS" etwas zynisch hmzufvgt. kommt dieser Beslbluß in einem Augenblick, da Bulgarien den verbündeten Mächten nützlich(I Griechenland!) sein könne. Infolge der strengen Regierungsmaßnahmen in Barcelona ist in ganz Spanien der Generalstreik proklomiort. Zum Enrhavener Zwischenfall. Di» au» zwei Offizieren, einem ObergetickXSrot und einem Aerich'Sfekreiär besiebende Nomm"sion der deulicben Admiialität, di« zur Bornobme von Feststellunaen über den Zw"'ckieufall mil den Enten»eofti,ieren natb Hoven gekommen ist. hat ihr« Tätigkeit beendet und ist na» Berlin iiirückgerellt. Eine notwendige Berichtigung. Genosse Hermann Müller ichieibt»nS: Der Beilchr über den mzialdemottaiiswen Bezirkstag läßt mich in meinem Schlnßwori lagen:„Einer Bewegung von linke werde das Heer nichi gekäbrl'ch werden." Ich habe e>»e iolcke Behauptung in die'er Allgemeinheit nicht aufgestellt, sondern in diekem Ziikammenhang in längeren Ausführungen nur von einer von link« kommenden, von der gesamten Arbeiter» bewegung getragenen veweanu.' gur Abwehr«ine» etwaigen neuen Kapv-Pntsche» gesprochen. GewerMastsbewegung die Londoner Beschlüsse. Unser« Ankündiyung entsprechend veröffentlichen wir an dieser Stelle fortlaufend die aus dem Internationalen Gewerk» schaftSkongretz in London gefaßten Beschlüsse: I. Resolution über die internationale Lage. .Der vom 22. big 27. November 1920 in London tagende Jnter- nationale Gewerksck»oftZkongreß protestiert mit aller Energie gegen den in der gangen Welk gutage tretenden offenen oder veschleierten Versuch d« herrschenden Klasse und ihrer Regierungen, die Frei» heit und Aktton der Arbeiterorganisationen zu u nt erdrücken. Er grbt seiner Sympathie Aufdruck für alle jene, die in den verschiedenen Ländern unter der Reaktion gelitten haben und noch leiden, spricht allen Arbeitern, die in dem Kampfe gegen den weisse« Schrecken in Ungar» und bei der Aktion zur Verhinderung des Transportes von Kriegs- Material für die konterrevolutionären Armeen ihre int-rnational« Pflicht erfüllt haben, feinen Dank ans und erhebt Einspruch gessen den wirtschaftlichen und militärischen Krieg, der noch immer gegen Ruhland geführr wird. Ter International« Gew«kschaftZkongreh erklärt es als eine der wichtigsten Pflichten all« dem Internationalen©ewerkfchaftZ- bund angeschlossenen Gewcrkschaft�cntralsn und seiner inter- nationalen Berufssekrewriate, sowie aller diesen Oroanisationen angehörenden Arbeiter, mit aller Kraft und allen der- fügbaren Mitteln gegen die den Aufstieg, daS Lebeirund die Existenz selbst der G e w e r k scha f t Z- bewegvng bedrohende Weltreaktion Stellung zu nehmen. Der Internationale SowerkschaftSkongreß erklärt, daß die Gewerkschaftsbewegung neben ihrer gewöhnlichen?lki,on für!):e Ver» brfsevung der Arbeitsbedingungen nmional und international den Kampf führe gegen Kapitalismus und Imperialismus. Der Kongreß erklärt, daß dieser Kampf sich vor allem zu richten nat gegen den Militarismus in allen seinen Formen. Der Internationale Gewerkschaftskongreß erklärt, daß d i« AaffedeSMassenstreikSunddesinternarionalen Boykott« van den Gewerkschaften olS wirks ameS und zweck- entsprechende« Mittel in ihrem Kampfe gegen die Reaktion und für den Fortschritt anzuwenden ist. Der Internationale Gewerkschaftskongreß erklärt, daß zu diesem Zwecke die grSsstmSgliche GUHeit Und das Zusammenwirken der Arbeiter aller Länder und Berufe unerläßlich ist, er richtet den dringenden Appell an alle angeschlossenen GewerkschaftSzentralen und an die internationalen BerufSfekre- tariate, um in ein« ununterbrochenen Zusammenarbeit mit dem Internationalen Gsti'erkschaftSbuwd eine Macht zu formen, m i t ihm gemeinsam von dielen Waffen Gebrauch zu machen und die Arbeiter aller Länder durch ein« rastlos«, tatkräftige Provaoanda von der Notwendigkeit zu überzeugen, einen inl-ernationalen.Kampf zu führen gegen die Welireaftion, dem Krieg den Krieg zu erkläre« und für die P«r.virkl!chung einer auf neuen Grundtagen zu er- richtenden gesellschaftliche» Ordnung zu kämpfen." II. Resolution über de» Achtstundentag. „Der am 22. November und die folgenden Tage in Lonsvn versammelte Außerordentliche Gewerkschaftskongreß stellt fest, daß die Intern rtionale ArbeitSkonferenz in Washington einen Entwurf zu einer Uekereinkunft betreffend Festsetzung der Arbeits- zeit in industriellen Anstalten auf S Stunden am Tage und 48 Stunden i» der Woche als Richtlinien für die gesetzliche Festlegung einer maximalen Arbeitszeit vovgezeichnet hat: daß zwar in einigen Staaten die Arbeitsschutzgesetzgebung bereits der Konvention von Washington entspricht, daß demgegenüber aber in den meiste« Ländern sowohl die Regierungen wie die Unter- nehmer nicht nur die Ratifizierung der Konvention zu verhindern suchen, sondern alles daran setzen, um die klrbeitözeit auch dort, wo si« tatsächlich schon auf 48 Stunden ver- kürzt ist, wieder zu verlängern. Der Internationale Gewerkschaftskongreß erhebt energischen Protest gegen dieses arbeiterfeindliche Berhalten d« Unternehmer und ihrer Regierungen und fordert die unverkürzte An- srkennung und Durchführung der Washingtoner Beschlüsse. Mitteln entgegenzutreten und fordert sie zu nachhaltiger Unterstützung der Gruppen auf, die zum Kampf für die Erringung de? Achtstunden- tages gezwungen s,nd. Der Internationale Gewerkschaftskongreß erklärt, daß er ein« weiter» Unterstützung der Bestrebungen deS International«, Ar- bei! Samtes seitens der Gewerkschaftsbewegung ablehnt, wenn die Ratifizierung der Wachingtoner Beschlüsse innerhalb der fest- gesetzten Frist nickt erfolgt ist." Teutschland und Washington. Da« ReichSarbeftzministerium hat beim Vorläufigen ReichSwirt- fchaftSrat eine Vorlage eingereicht, die die Ausführung von neun auf der erste» Tagung der Hauptversammlung des Jnrernaiionalen Verbandes der Ärbett am 28. November 1219 in Washingten ge« faßten Beschlüsse betrifft, und zwar u. a. den Entwurf eine? lleber- einkommens betr. die Arbeitslosigkeit, die Nachtarbeit der Frauen, die Festsetzung der Altersgrenze für die Zulassung von Kindern zur gewerblichen Arbeit und den Vorschlag beir. gegenseitige Gleichbehand» lung der in- und ausländischen Arbeiter. Die Vorlage wird vom Sozialpolitischen Ausschuß am 11. und 13. De» zemb« beraten werden. Wie wir weit« erfahren, hat der Vorstand der ZentralarbeitS- gemeinschaft in seiner Sitzung vom 2. Dezember einstimmig be- schlössen, der Regierung die Ratifikation der Beschlüsse der Washingtoner Internationalen Arbeiter- konferenz zu empfehlen. In ernster Stunde. D«.Deutsche Eisenbahner", das Organ des Deutschen Eisenbahnerverbanhe», teilt in kein« am 11. Dezember«scheinenden i AuSqabe mir. daß bis zur Emnde eine Verhandlung zwischen dem � Beiband und der Regierung über den Anfang November gestellten Antrag aus Erhöhung der Teuerungszulagen, der � später in präziser Fotm wiederholt wurde, noch nickt statt- 'gefunden hat. Die Beschlüsse des HauptauSschusses des Reichs- tageS vom 4. Dezember werden als ungenügend abgelehnt. Dann heißt eS in dem Artikel wörilich: „Nock einmal wird zur Stunde der Veriuch gemacht, direkte Verhandlungen berbei,»führe n. Gelingt die« nicht oder wird die Regiernng ein Entgegenkommen ablehnen, dann wird auf dem schnellsten Wege der ertveiteite Vorstand zusammentreten, um über die Mittel und Weg« zu beschließen, die dann in An- Wendung zu bringen find. Kollegen, die Stunde ist ernst! Seid bereit, wenn der Ruf an Euch ergeht, einig und geschlossen den un» drohenden Kamvf aufzunehmen. Alle Sonderaktionen müssen unier« bleiben! Wer heute noch durch irgendwelche Handlungen unseren Kamps störl. ist ein Verräter an den Interessen der Kollegen. Die Seilung unseres Verbandes wird zur gegebenen Stunde die geeignete Parole an Euch«gehen lassen. Seid bereitl Und seid einig!" Gegen gewerbSmästige Militärmusik. Seit Jahrzehnten klagen die BerufSwiisiker. deren große Mehrheit mit der Not de» Leben« hart zu kämpfen hat, über die Konkurrenz, dt- ihnen durch da» außerdien st liche ge. werbSmäßige Spielen der M i l i t ä r m u f i ke r ge- macht wird. Am Montag beschäftigte sich»ine vom Deutschen M-usikerverband einberufene stark desuchte Protei tversemmlung mit dieser Angelegenheit. Wie der Referent P r i e tz e l vom Verband Kvorstand au«. führte, haben die Zivilmustker gehofft, in der Republik würde ihnen daS kümmerliche Stück Brot nicht mehr durch Militärmusiker auS der Hand gerissen werden. Aber es«st bis jetzt noch nicht besser geworden, als e» im kaiserlichen Deutschland war. Für da» He« von IM 000 Mann find 109 Musikkapellen mit zusam- men 3202 Mann vorgesehen. Neben diesen werden äber noch so viel« Musiker in die Truppe eingestellt, daß sich ihr Bestand auf etwa 5222 Mann belaufen wird. Es ist nicht«inKufckten. weS- halb man heute, w» an allen Enden gespart»erden muß, beim Militär und sogar bei der Sicherheitspolizei Musikkapellen haben muß. Wenn man sie aber für unentbehrlich hält, dann soll man ihnen wenigsten» untersagen, den schwer um ihre Existenz ringen- den Zivilmusikern Konkurren» zu machen. Um das zu erreichen, bemüht sich der Verband seit Jahr und Tag beim Reichswehrministerium, jedoch hatten alle Verhandlungen nicht den gewünschten Erfolg. Im Oktober dieses Jahres hafte sich der Ver- bandSvorstond mit dem Reichswehr Ministerium dahin verständigt, daß den Militärmusikern da» außerdienstliche gewerbsmäßige Spielen erst dann zu gestatten ist, wenn BerusSmusiker nicht zur Verfügung stehen, daß die Beschäftigung beim Kleinspiclen nur durch die zuständigen Arbeitsnachweise vermittelt werden darf und daS Spielen geschlossen« Kapellen durch pari- tätisch« Kommissionen von Militär- und Zwilmusikern geregelt . werden soll.— Der verband glaubte, durch diese Vereinbarung würden die beklagten Mißstände bekämpft werden können. Aber diese Vereinbarung ist gar nicht in Kraft getreten, denn daS Reichswehrmimst eerium hat nach Befragung feines Justitiars erklärt, daß schwere Bedenken gegen den Abschluß der Ver- einbarung beständen.— Die LerufSmusik«'haben weder bei den Behörden, noch beim Reichstag Unterfftitzung ihrer Bestrebungen gesunden. Die Erregung darüber ist in den Kreisen der Musik« lo groß, daß die Verbandsleitung ftir nichts mehr einsteben kann. Wenn den Musikern nicht geholfen wird, dann werden sie sich selbst Helsen. Sie werden dt« Militärmusiker au» den Lo- kalen herausholen. iLebhafw Zustimmung.) In Hamburg ist dies« Kampfmetbode mft Erfolg angewandt worden. In der DiS'ussion erklärte Fl« tan namens deS Afa-BundeS, dieser werde die Musiker, wenn e« zum Kampf kommt, unterstützen durch Boykottierung der Vergnügungsstätten, wo Militärmusiker spiel«»— Ein Vertreter d«S Polizeipräsidenten Richter teilt« unier lebhaftem Beifall mit, daß der preußische Minister de» Innern die Auslösung der Musikkapellen der preußischen Sicherheitspolizei verfügt hat. so daß diese Konkurrenz der Zwumusiker demnächst völlig verschwindet. Nach ein« regen Aussprache wurde eine Resolution, welche die vom Referenten dargelegten Ford»rungsn vertritt, einstimmig an- genommen._ Schwer- und Leichtfuhrwerkskutscher! Der bei der Firma Fritz I ä n i ck e. Bossestr. 2, am 4. Dezember ausgebrochen« Streik ist beigeleg», da die genannte Firma den Tarifvertrag für das Last« fuhrgewerb« anerkannt hat. Deutsch« TranSportarbeitttv«band. Metollmbeiterstreik in Rostock. Wie der.Rostocker Anzeiger" meldet find Montag früh in Rostock die Meiallarbeiter in den Ausstand getreten. Von dem Sireik wird voraussichtlich d i e ganze mecklenburgische Melallindustrie beirofsen werden. In W'Smar find die Metollarbeiter schon seit einiger Zeit im Ausstand, auch in Güstrow streiken fie an einigen Stellen. Lohnzahlung in Frunkenwährnng. Bei den erneut begonnenen Verhandlungen der Schwerindustrie erklärten die Arbeitgeber nach einer Meldung der.Frankiurter Zeitung" ihre Zustimmung zu der Forderung der Frankenzahlung, die der Metallarbeiierverband gestellt halte. DaS Angebot der Arbeitgeber von 1,22 bis 1.50 Franken pro Stunde wurde abgelehnt. Weitere Verhandlungen»ollen am 8. Dezember erfolgen. Teutfch« TranSportarb eitcrverdand. Texttlhranche. Mittwoch. 5 IIb» bei Witte, Poitftr. 2g, Veftraucnsmänncr.Vcrsnmmlung der Gruppe 8, Damenwäsche, Schürzen, Jouvons, Tapisserien, tons. Weitzwareu.— Gewerbliche Angestellte der Reichzocganüationen. Mittwoch. S Uyr, im Dresdener Kafin», Dresdener Str. 9«, wichtige Volloerlammlung. Bericht von den Berhandlungen im RelchSarbcitSminiiteruim— Krafttabrer aller Branchen und aller in der Auto-Jndustri« Beschäftigte beule 69, Uhr Boll- »ersaonnlung in der Schulaula Koppcnplatz. Beftchl über die mit de« Bc- Hörden gesührlen Verhandlungen Über die Brrnnstosssrage.. Band der technische» Angestellten und Beamte«. Mitglieder- Versammlungen. Nordwest I: Reilaurant Artushos, Berleberg«? Str. 2v. Dienstag 79, Uhr. Tempelhoj: Restaurant Zum Kurfürst. Donitr. 22, Diensiag 7>/, lldr. Norden II: Bereinszimmer der Lamperts-FestsAe, Schönederger Allee 1ZS. Mittwoch 8 Uhr. Zentralverband der Angestellten. Fachgruppe 7b sKaufhSuser). Die zu Donnersiag einberusen« Versammlung in den Musiker-Feslsalen. Kaiscr-Wilhelm-Stt. 31, findet nicht statt. Trnticher Hotarbetter-Verdand. Mittwoch. 79, Ubr, Rcstaurarit KewertichaitShaus. Enge.user 1b, Versammlung aller in der Putzbranche Beschäftigten. Tagesordnung: 1. Soll der Tarij gekündigt werden Z 2. Stellungnahme zur Lohnsrage. /tos öer Partei. Erfreuliche Fortschritte. Der Sozialdemokratische verein Groß-Frankfurt bat in den letzlen Wochen 1ö28neue Mitglieder gewonnen, darunter üb« 922 in der„Roien Woche", lo daß er am Schluß des Quartals über einen erfreulichen MilgUederzuwachS berichten kann. Der macht's»ach? llnfer Kölner Parteiblatt teilt lakonisch mit: 73 Aufnahme» für die Partei hat e i n Genosse an einem Tag« d« Part« zugeführt. Wer macht'S»ach? Wenn e» natürlich auch mrr ein GlückSxufall ist, daß«m G« nosse an einem Tage~8 neue Parteimitglieder gewinnt, so� zeigt de, Erfolg doch, daß noch ein weitcS und dankbares Feld für unsere Werbearbeit vorhanden ist. Und da» sollte jeden Genossen und jede Genossin anspornen, immer van neuem wieder in der Werkstatt, i» der Fabrik, auf jedem Arbeitsplatz und in Bekanntenkreisen werbend für unsere Partei und unser« Presse zu wirken. Die S»zialdem»kr»tische Partei Finnlands bat«in Programm-' komitee eingesetzt, um das Programm der finnländischen Sozial- demokratischer! Partei den geänderten wirtschaftlichen und Polin- schen Verhältnissen der finnländischen Republik entsprechend neuzn- gestalten. Die finnländische Sozialdemokratische Partei bat sich an den Vorstand der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands ge- wandt, um alles Material über unser Parteiprogramm, wie über uns« Narar- und Gcmeindeprvgramm zu«halten und um sich sonstige Ausklärungen über unser Programm geben zu lassen. Den Wünschen der finnländischen Bruderpartei ist sofort Rechnung ge- tragen worden. Veranlw. für dsn rednlt. Teil Dr. Werner Peiler. Tbarlottenburg: lür Anzeigen: Tb. östocke. Berlin. Berlag! 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Theeder Storm Ist der Sichler'artestee Srtrn- münzen, feinster und stillster Seelenregungen. aber au» leinen unoergänglichen Meisterwerken spricht auch der enttchlessene Vebenskämvfer. der ollen ranken und feindilchen Schicksalsmächten MlUig in» Auge blickt und fie ,u llbenvinden tveifi. Theodor Storm ist der Dichter deutscher Heimatliebe. beut scheu Stelze» u. deutscher Sia ndhaitigleit vestellschetm. juschla» gegen Ronatszablung oou SM. oder 12 M. für die illustrierte Ausgaie. SrifillUngsert Berlin.— Richtgewünichles gefi durchsrrcichen. SriMssimMium Äckne u. simr 3ch bestelle hiermst II. Anzeige im.Bormärt," bei der Buchhandlung Kurl vlotl. »erlw»».«», Tochstr. 9: Theodor Storm, sAintliche Marke. 3 Bände ged 84 A»., illustrierte Ausgebe in 6 Haibleinendänden 103 M. einschließlich Teuerung»-