ttr. S59 ♦ Z7.?ahe9tmg Ausgabe B tlt.162 Ve,»a«»retS: #«ftetiäbiLSO,— iRu,m»naii.ro."®t frei im 6au», ootmt» ahlbat P»h> htima Monatlich VI— Mi. etiL Sa- st«Ilmig»q»hüdt UntrrRcntibano Hit »««Ichland and OtHetxeub 16,' 0 M. Hit da, iidtigk Auoland de, läqiich einmckl.-wittllun« SI N V.?»»>«> kellnnatn neiiim« an Orfttmich, ttagatr, Tschech«-TIo»ai«>, Lan»- «ati. Holland,.nttmvut«.!»w«dei> »»h»» Schnxlt— vtmaftToatn m di» Pol».'«imna»-Pte-«l>6i. ter.«BtTBöt»«* Bit det«tmntaa» b<8*gt»Boll itSttt*«cidxmt«»cht» iiziich zweimal Lanniaa» and Mo» tag»»inmai. leltatamm-Ädt«!?» .Sotlaldantott», Scclia*. Abend Ansgube Berliner Oolksblatt f 20 Pfennig) flajeiaenyrei#- Di« achlgtivaiitnt DionoottlDtstf-r Sc Iii- 13,— il>i.Ttu«tmig,ii«IchIdg SD«,, «SUIa« Unjeiacn**. da«>rtt> scocutft« fflon t— M.(iUlüine»«r tttatOrjcftt Wonei, tdt- ffior 80 Big. Etellenqiiucht an-i 6dilaiftcatnaiu«chtn das ttlie Was U Pig.-(des«rltctt Won 40 P»«. von« libtt 15 Bnchllabtn ,äl>lta füi !w«> fflotte. StueruiiosiMfAla« iS><. Famillen-Anütigen Hit Äbamttntt» 3«Ue 2.— M. colitiicht ans a» wetüchaiUich« Bettin«- Bn-t-ati! Mi. die Seilt ohne Anllchlaz, Am»>ae» Hit die nächste Zlummet «üllen d>« 3 Uhr naH tilttazs nn KanvtqelchSH. BetliN TW i. Linden- litaße 3. abgegeben«erden,»edffne? »an» Uhr ituh die 5 Uhr abends. Zentralorgan der rozialdemokrati f chers partes Deutreblands i Reüaktio« und Expedition: SM. 6$,£tndenftt. 3. Semft'rfrtier.«»> Moriiwla«. Rr. 15190—15197. Ententenote gegen Zehrenbach. Verls«, 7. Dezember.(WTB.) Dem Minister des Aenstern sind gestern von dem englischen und fron- Sö s i s ch e« Botschafter und von dem belgischen Ge- andten drei im Wortlaut übereinstimmende Roten übergeben worden, in denen über die Reden des Reichskanzlers und d e S A u st e u m i n i st e r s im besetzten Gebiet Beschwerde erhoben wird. Die Noten werden dem Reichskabsüett zur Stellungnahme vorgelegt. Solange der Wortlaut der betreffenden Beschwerde- noten nicht begannt ist, wird es sich empfc-hlen. mit dem Urteil über die Angelegenheit zurüchha-Iten. Ueber die ZweckmästigFeit der Reden, die scwohl der Roichstanzler Fahrenbach wie der Rcichsminister Dr. Simons während ihrer Reise im Westen gehalten haben, kann man auch unter Deutschen verschiedener Anficht sein: alles, was die beiden Staatsmänner dort gesagt haben— und zwar nicht nur in Köln und Aachen, sondern auch im unbesetzten Düsses. darf—, hätte nach unserer Meinung in ganz anderer uyd dennoch ebenso wirksamer Form zum Ausdruck gebracht werden können.■ ohne nachteilige Rückwirkungen auf die Stimmung in den Westmächtcn. Ganz ohne Zweifel ist der Zeitpunkt zu diesen Ausführungcn höchst ungeschickt gewählt worden, denn eine gewisse sich sogar in Frankreich fühlbar machende objektwere Beurteilung der deutschen Verhältnisse ist hierdurch osfensichtlich beeinträchtigt worden, wie man zr. o. aus der plötzlichen Untcxbrechung«h,xr werten Artikelken« deS AuSlandspokitikers »?S„DemstS ?lean Kerbett«, entnehmen muß. Daß der NeichSkanzletz Fehrenbach, dem jede außenpolitische Erfahrung, bei allem guten Willen und aller. Opferberxitwilligkeit,, zu fehlen scheint, sich der Folgen seiner Ansprachen nicht bewußt war. wundert uns nicht: dagegen hätte man vom Reichsminister Dr. Simons ganz im Gegenteil mehr Vorsicht erwarten müssen, wenn auch mancher kleiner Unglücksfall in den letzten Monaten auch diesem widerfahren ist. Dieser ausdrückliche Vorbehalt über den Inhalt und dir Zweckmäß-gkeit der in Frage kommenden Ansprachen gibt uns aber das Recht, um so schärfer gegen das Vorgehen der Ententoregierungen Stellung zu nehmen. Ohne den Wortlaut der Boschwevdenoten zu können, müssen wir grundsätzlich entschieden dagegen prote- stieren,- daß deutsche Staatsmänner im besetzten Gebiet so- zusagon unter Zensur gestellt werden. Das würde näm- sich der Sinn dieses Schrittes sein, besonders wenn die An- gäbe eines Berliner Msttagsblattes zutrifst, wonach in der Note auSdrii�lich darauf hingewiesen- wird,„daß in Zukunft von solchen Roden Abstand genommen werden möge". Das wäre geradezu eine Einmischung in unsere internen Angelegenheiten, die wir.auf keinen Falk du'den dürfen. Was auf dem Gchwt des Reich:? gesagt und geschrieben wird, ist unsere Sache: etwaige Zurückweisungen»nanaebrvchter Mimsteräußerimgon ist Sache des deutschen Parla- ments. An diesem Standpunkt müssen wir festhalten, gleichviel, erb eS sich um besetztes oder um nichtbesetztes Reichs- territorium handelt. Es'st schon Schande genug, daß. wie aus einer nachstehenden Meldung hervorgeht, nicht ein- mal über das deutsche Kinderelend in deutschen Zeitungen frei geschrieben werden darf! « Trier, 7. Dezember. lWTV.) Die„Sozialistische Partei- »arte- ist a« f d r r i Tage»erbaten warben wegen veröifrnt- lichunz eines Artikel» in brr„Humanite" zum deutschen ftiu. b e r e l e n d. <<53 dürfte sich vermutlich um den Abdruck de» ergreifenden Aussätze» deS Romanschriftstellers Baul Rebvux handeln:„Das Martyrium des kleineu Boches", der in der„Humanite" vor längerer Zeit erschienen ist. Di« Red.) Einmütige Ablehnung. Berlin, 7. Dezember.(WTB.) Der RcichStagSauS- fchust für miSwärtige Angelegenheiten mit der Antwmnotr auf den englischen Abstimmung in Oberschlesie«. Die Verhandlungen waren vertraulicher Natur. Sie ergaben geaenüber dem Borschlage des englische« Premierministers völlige Ein- «utigkeit._• die Griechen wollen ihren Konstantin. A t h e>, 7. Dezember.eutet. daß wir ohne Schweine die Durch- schnittsrationen der Bevölkerung aus Getreide und Kartoffeln verdoppeln könnten. Um wieviel mal teurer ist das eingesührie Getreide als das heimische 75°M.- Schwei nemastiut»er aus Getreide? Für wieviel Milliarden führen wir Brotgetreide znr kümmerlichen Ernährung der Menicbenmassen ein? Wie hoch beeinflußt der Bedarf für die Schweine den Preis der den Menschen notwendigen Kar- toffeln?— D e Armen zahlen für das Schweinefleisch der Seibstjch-achlrnden und der Reichen enorme Summen; direkt und indirekt. Es trotzt der minderbemittelten Bevölkerung sehr wenig, daß der Staat die Hauptkosten für das Einfuhr- gelreide übernimmt; sie leidet doch am meisten unter der Schuldenlast des Landes; sie steht am meisten unter dem Druck der Sorge um irc Lebenshaltung und ihre Bestreitung. Trotzdem, w i r können ohne Schweinefleisch nicht auskommen: mindestens müssen wir es den Produzenten selbst gönnen: sonst bekämen wir in kurzem überhaupt kein bezahl- bares Fleisch mehr, auch nicht aus der Rindvieh, und Schaf- Haltung, und der letzte Rest von Butter und Milch vor- schwände. Darauf können wir, wie die Ding« sich entwickeln. und wenn wro sie»veiter w'e bisher sich entwickeln lassen, uns allerdings mit zweifelloser Sicherheit verlassen: in Zukunft haben nur noch dar selbstschlach ende Produzent und der ganz Reich«. Schweinefleisch Denn unsere Ernten sind und bleiben für lange Zeit zu knapp, als daß die Schleichhondelspreise für Getreide die Spekulation auf den Nutzen aus Schweinehaj- hing zinn Verkauf nicht ausschculten sollt«: ganz abgesehen davon, daß das Schweinefleisch von der ärmeren Bevölkerung in Zukunft nicht mehr bezahlt wenden kann. Man mästet nicht Schweine zum Verkauf, wenn Getreide und Kartoffeln teuer sind.-Es wäre ein großer Irrtum, wenn man daraus, daß jetzt eine größere Anzahl Schwein«, die zur Hälfte noch vor- fahriges billigeres F»>fter erhalten hatten, zum Verkauf ge- langt sind, aus halbwegs ausreichend weitere Verkaufs- schwcine schließen wollte. Das Schwein ist dem Landwirt eben rocht betriebsnotwendig: er hat seine Haltung über den eigenen Bedarf nicht nötig. Schlimm für die Allge- mein heil aber ist, daß die Zahl der Schweine, die die Produzenten selbst schlachten, eine so große ist, daß schon derenwegen die Einsuhr von großen Mengen teuren Brotgetreides notwendig ist. Aber wir müssen doch, sollen wie wieder hochkommen, auch für die ärmere Bevölkerimg Schweinefleisch haben: wir wissen, daß wir mit dem, was die Rindvieh- und Schaf- bestände hergeben, nicht auskommen. Wir wissen: wenn wir ordentlich zu essen hätten, und uns nicht dauernd die Sorgen um den Lebensunterhalt quälten, so könnten wir mehr ar- beiten und in der Arbeit mehr leisten: wenn wir mehr ar- beiteten, so produzierten wir mehr: wenn wir mehr produ- zierten, so könnten wir mehr Rohstoffe und Lebensmitte! kaufen: und wenn wir das könnirn, so bekämen wir ordentlich zu essen. ES kommt darauf an, sagen zu können: wir haben zu essm, deshalb... usw.l Vir können uns aber so einrichten, baß wir genug zu essen haben, mindestens viel mehr und viel b'lliger als unter der heutigen-Handhabung eines Teiles der Ernährungswirt- schaft. Wir können den größten Teil der obengenannten Riesenmengen an Getreide und Kartoffeln der Be- völkerung zur Verfügung stellen, anstatt ihn den Schweinen zu geben und tr o v d e m für die ganze Bevölkerung das Notwendige an Fleisch erzeugen. Tos Mittel dazu ist: Umstellung der Schweinewirtschaft aus Schlachtung in ungemä stetem Zustande unter V e r- mehrung der Schweine auf die den notwendigen Fleischbedorf deckende Anzahl. Es besteht die Tatsache, daß das Fleisch der Schweine vor der Mast Periode un- vergleichlich viel billiger zu erzeugen ist» als im dieser: und vor allem ist es im wesentlichen zu Produzieren unter Ausstlxiltung derKonkurrenzderSchweinemitdero Menschen im Verzehr von Ge'reide und Kartoffeln. DaS ' Jungschwein hat die größere Wachstumsenergie: dag Jung schwem kmnicht d«s Erh�MlN�Sfutter für dos Mehrgewicht des Mastschweines nicht: dos Jungschwein verwertet Weide- wuchs. Grünfutter, Rüben, Nahrungsabfälle, während das Mastschwem Getreide und Kartoffeln braucht. Was an Futterstoffen für das Mehr an Jungschweinen als Ersatz für den Ausfall an Fleisch aus der Mästung nostveMg ist. verschwindet in seinem vvlksernährungswirtschaftlichen Wert gegenüber dem, was zur Mästung erforderlich ist. Man versichere dem Kleinen, dem Landarbeiter, dem« Kleinbauern, jedem Vorortsbowohner, der einen Schweinestall'fjat, das Muttertier ganz billig und zahle an- ständig« Prämien airf gesunde Achtwochen-Ferkel. die vom Schlachtenden nachher wieder eingezogen werden können, und man wird schnell den notwendigen Nachwuchs an Jung- 'chweinen haben. Sodann: kein Schlachtschwein wird über lVs Zentner schwer: auch keinS beim Tierhalter selbst. Was schwerer ist, mich beschlagnahmt werden, auch wenn es sich um überhaupt oder weiterhin zur Zucht nicht geeignete Sauen handelt: andernfalls gäbe es deren in Massen. Also Anregung zur Produktion mit kräftigen Mitteln und rücksichtsloses Abschlachten im Gewicht von t'/fe Zentnern. Die Landwirtschaft, der die Durchführung des vorge- tragenen Vorschlages zunächst nicht gefallen mag, würde stch doch damit abfinden: denn in einem schwer verschuldeten Deutschland mit unzureichender landwirtschaftlicher Pro- drcktion muh das Allgemeinwohl bestitnmen, was von Er- �ugnisfen, die zu menschlicher Nahrung geeignet sind, die Tiere verzehren dürfen. Diese Bestimmung wurde bisher im Wege der Zwangswirtschaft in einer die Landwirtschaft störenden und doch nicht zum Ziele führenden Art versucht. Man konnte und kann nicht verhindern, daß die vorhandenen Tiere als Futter von dem erhalten, was für die Menschen nötig ist. Man wird aber, wenn man nur will, das viel Einfachere durchführen können, nämlich, dag Tiere, die fressen würden, was sie nicht fressen sollen, nicht vorhanden sind: und man wird trotzdem die Landwirtschaft viel weniger stören als mit der früheren mrd der bisherigen Zwangs- Wirtschaft. Man wird Einwendungen machen: 1. Jungschweine geben weniger Fettl— Genügend und genügend billige Jungschweine, von denen an alle zur Verteilung gelangt, auch an die Minderbemittel- Von, geben diesen mehr Fett als nicht zum Verkauf kommende oder nicht zu bezahlende Masischrveine: für die Tierhalter selbst braucht man sich wohl keine Fettsorgen zu machen. 2. Mehr Ferkel brauchen mehr Milch! Die mehr zu produzierenden Ferkel sollen kommen und würden kommen aus den kleinsten Betrieben, aus denen bei Haltung von einer ober zwei Kühen oder von Ziegen Milch doch nicht zur Ablieferung gelangt, in denen aber für ge- winnbringende� Ferkelzucht die erwünschte Milch erübrigt werden würde. 3. WeidegangundGrünfuttergibtesnur im Sommer! Es wird eine Verstärkung der Schweine- Haltung in den Sommermonaten gegenüber dem Winter Platz greifen, worauf wir uns aber sehr wohl einrichten Ännerr. 4. Mästet man n icht Schwein«, so mästet man Rindvieh und Schafe. Das ist keineswegs zu befürch- - tenf der Preis billiger produzierten Schweinefleisches drückt "auf''den für anderes Fleifch, so daß die Mast mit teurem Getreide und teuren Kartoffeln jedenfalls unlvhnend werden würde. Aber was auch an Einwendungen kommen mag: Mutz zugegeben werben, datz durch Befolgung des vorstehenden Vorschlages unsere Ernährung in hahem Matze verbessert und verbilligt und damit der Not des Volkes erheblich abge- Holsen werden kann, so muß ihm, wenn wir uns überhaupt noch zu einem Entschluß aufraffen können, Folge gegeben werden. ; Neues aus Industrie und Technik. Loa Ernst TrcbesiuS. Das elektrische Auge.— Luftschiffe für SOO Personen.— Der motorlose Segelflug.— Leuchtgas aus Braunkohle. !a>enn auch die Gilde der gewerbsmäßigen Einbrecher und Diebe i durchaus keine Erfindung unserer Zeit ist. und Schloß und Riegel zur Sicherung des Eigentums schon den Alten wohlbekannte Me- chanismen waren, so dürft« eS nur wenige Perioden in der Ge- schichte der Menschheit geben, wo die moralische Fäulnis einen solchen Umfang annahm, wie es jetzt der Fall ist. Dem immer mehr um sich greifenden Verbrechertum find die vorhandenen Sicherheits- organe nicht gewachsen, und so mutz der einzelne sehen, wie er sich vor diesen Anschlägon am besten selbst schützt. Er hat zu diesem Zweck nur nötig, die von der einschlägigen Industrie auf den Markt gebrachten Einrichtungen anzuwenden. An erster Stelle dieser SicherheitSeinrichtungen steht ein Apparat, den man seiner eigenartigen Konstruktion wegen die Bezeichnung.Elektrische» Auge" gegeben hat. Seine Wirkungsweise beruht im wesentlichen auf der merkwürdigen Eigenschoit des Elements Selen, das unter dem Einfluß de» Lichtes seinen Widerstand gegen einen elektrischen Strom bedeutend verringert. In äußerst scharfsinniger Weise hat man diese Eigenschaft schon zu mancherlei Funktionen verwendet, und hofft nunmehr auch der Gilde dag Handwerk damit sehr zu er- schweren oder völlig unmöglich zu machen. Di« meisten Einbrüche werden bekanntlich zur Nachtzeit unternommen. Die Einbrecher müssen daher schon ein wenig Beleuchtung Huben, um überhaupt arbeiten zu können. Sobald aber nur der geringste Lichtstrahl die empfindliche Selenzelle trifft, vekringcrt sich ihr elektrischer Wider- - stand, es wird ein neuer Stromkreis geschlossen, der entweder einen Wecker, in Tätigkeit setzt oder gar telephonische Alarmsignale nach dem Amt oder der Poäzciwachc gibt. Ter Stromkreis des Apparates ist derartig geschaltet, daß auch beim gerschneiden einer oder aller Leitungen, die zum Ami führen, das Alarmzeichen ertönt. Da der Apparat auch jedes entstehende Feuer sofort anzeigt, wirkt er auch zugleich al» selbsttätiger Feuermelder. Wohl konnten unb unsere ehemaligen Gegner auf Grund de» DiktatfricdcnS die Auslieferung sämtlicher vorhandenen Zeppeline zur Pflicht machen, den UnternehmungSgerst unserer Industrie in- dessen mußten sie uns schon lassen, so sehr man ihn auch durch allerlei Klauseln�und Auslegungen des Friedensvertrages zu knebeln versuchte. Wie eine französische Fachzeitschrift meldet, hat sich die Zev Velin- Gesellschaft mit den Vereinigten Staaten. Hol- lano und Scbweden in Verbindung gesetzt um im Bund: mit diesen -S.zaten Lujlschtsjc zu bauen. Und zwar soll es sich dabei um Groß- stiftschiffe von bisher noch nicht«bauten Abmessungen handeln. Soll vorweggenommene Gesetze. Ein Trick deS MeichswchrministeriumS. Von der Nachrichtenstelle des ReichNvehrministeriums erhalten wir folgende Mitteilung: Da die GeschäflSiagc der gesetzgebenden Körperschaften es vorauSsichllich nich'. zuläßt, daß die für das ReichShcer wichtigsten Gesetze, vor allem Wchrgesetz und WehrmachiverforgungSgesetz, noch in diesem Jahr« verabschiedet werden, rst mit Getiehmi» g u n g der Regierung ein Merkblatt zufammengeftelli worden, welches einen Auszug aus den vorgelegten Gesetzen und Ausführungöbestimmungen gibt. Wir hoben das Merkblatt dunffgefeHen und daraus ruft Befremden festgestellt, datz hier offenbar der Versuch gemacht wird, erst geplante und noch s Ueöer ins Weitetzen Beschlüsse der ZentralarbsitZgemern- schaft aus ihrer letzten Sitzung erhalten wir folgende Mitteilungen: Aus einem Vortrag des Herrn Präfidenten Syrup über tie Errichtung und Organisation des Reichsamis für ArbeitSvermitl� lung verdient hervorgehoben zu werden, daß er anerkannte, bei der Durchführung des Gesetzes über den Arbeitsnachweis müsse in starkem Umfange die verantwortliche Mitarbeit von Arbeitgebern und Arbeitnehmern in Anfvruch ge- nommen werden, wenn daS Ziel des Gesetzes erreicht werden iou. Diese Mitarbeit der Interessenten käme für alle Organe des Ar. beiSnachweisloesens in Frage, insbesondere auch für den Verwa.� tungSra, beim ReichSamt, der bei grundlegenden Entschlüssen über die Gestaltung deS ArbeilSmarkteS in Deutschland maßgebend mit- zubestimmen habe. Das zweit- große Arbeitsgebiet des ReichSamt» bildet die E r w e r b S lo se n i ü rs o rg e. Ter Vortragende ich»-. derte gewisse Mißstände, die sich heiauSgebildet haben und zu deren Behebung eine tälige Mitarbeit von Arbeilgebern und Arbelt» nehmern unbedingte Voraussetzung sei. Redner ureiste die.cot- Wertigkeit der Ueberführung der jetzigen Erwerbslosensüriorge in- eine gesetzlich begründete Erwcrbsloseuverficherung. die fich iedoä? nach Ansicht, des Vortragenden nicht in den starren verjicherungs- technischen Grenzen halten könne. Aus der Versammung h-rau- wurde der Wunsch geäußert, daß die Erwerbslosenfürsorge niär erst in dieser oder jener Form geändert, sondern alsbald durch eine Arbeitslosenversicherung ersetzt werden möge. To dieser Verhandlungsgegenstanb innerhalb dieser Tagung nicht erledigt werden konnte, soll in einer besonderen Sitzung hier- über Beschluß gefaßt werden._ �. Ferner erklärte fich der Zentrakvorstand mft einer Wiederholung der L oh n sta tist ik,' beginnend mit dem Monat Februar ISSl. «inverstanden.. Unter Anwesenheit von Veriretern des Reichswirtschaftsminlste- riinn» wurden die von»der Reichsarbeitsgemeinschaft der Eleltriz!- täts». Gas- und Wasserwerke Deutschlands aufgestellten Richtlinien mr die Errichtung von Maschinisten- und Heizer/- schulen besprochen und nach kurzer Diskussion einstimmig an- genommen... Es steht zu hoffen, daß inwlge dieser Maßnahme, durch die sorgfä't'ge Ausbildung des Maschinisten- und Heizerpersonals, sich ein« bedeutende Ersparnis im Verbrauch von Kohle erzielen lassen wird. Die soziale Ausfuhrabgabe ift semerzert. wis bekannt ist, cnf Anregung der Zentralaicheitsgemeinschaft ins Leben gerufen worden. Tie Zentralarbeft sgameinscbaft der- langt, daß die aus der Ausfuhrabgabe sich ergebenden Be- träge auch den ursprünglich gedachten Zweien möglichst ganz zugeführt Warden. Nach einer der Zentral- orbeitsgenicinschaft vom Re'chsftnanzminifterium zngegan- genon Aufstcllilng sollen jedoch die Beträge ans der Ausfuhr- cchgabe nur zum kleineren Teil für sozial- Zwecke verwandt ivcrden. Das Nei chsf i nonz m'■ w'.f tcrinnrt ist dem bisherigen Verlangen der ZentralarbeitSgame'inschast, in erneute Be- sprech-imgen über die Verwendung der sozialen Aiisfirhr- abgäbe unter Hinzuziehung der Zcntralarbritsgomeinschoft einziftw'en. ans dem Wege gegangen, trotzder Zusage. die der Reichsfinanzminister in einer Sitznag in Gegenwart des Reichspräsidenten gemacht bat. Bisher yat die Zentral- arbeitSgemeinschaft beim R c ichs s manzm i tristeriii m, im Gegensatz zu den übrigen Reichsbehörden, wenig Entgegen- kommen gefunden, wie sich auch dos Reichsfinanzmini- sterrum ablehnend zu dem Wunsch der Zentralarbeits- gameinschaft verhalten hat, bei der N e u e i n te i l u n g d« r O« t-s k l-a s s e n hi»zug«zoge» zu werden.. Naumers Schtchblöck. Im HauvtauSschiitz deZ Reichstage? Wörde Dienstag bei Weiterberatunfl des Etats de» ReichSschatzministeriumz die Debatte über die Deutsäen Werke fortgesetzi. Abg. Wieland(Dem.): Der Bertrag, den die Direktion der Deutschen Werk« mit Herrn .Kahn abgeschlossen hat. ist etivaS Ungewöhnliches, aber die Per- hältniss« sind auch ungewöhnlich gewesen. Die Ti- rektiou Hai.jedenfalls in gutem Glauben gehandelt. Ter Vertrag hätte dem Aufsichikrat vorgelegt werden müssen. D:e Gründe, welche die Direktion vorgebracht hat, um zu erklären. warum sie den Verlrag dem Aufsichrsrat rncht vorgelegt hat, er- Bolksgenosscn eine neue Heimat gesunden haben. J'n früheren Zei- ten galten die südamerikanischen Staaten politisch als.guanrite negliseabls"; man rangierte sie wohl auch ein wenig in die gleiche Reihe, wie die mittelamerikamschen Republiken. In Paris hatte man für olle Fvemdlmge aus jenen Gebieten sogar einen eigenen Ausdruck geprägt: Raltaqouere, abgekürzt in Rasta. Solch ein Südaincrikaner mußt« reich, verseftvendrrisch und liebebedürftig fein, so recht geneigt, sich nach Ofienbachschtzm Rezept..in den Strudel rein zu stürzen". Daß auch manche Talmigröße unter diesen Rastas sich befand, wohl verschwendend, aber fremdes Geld lieber als das eigene dazu verwendend, hat dann dem Spitznamen Rasta eine ominöse Note verliehen. Und nun zeigen sich mit einem mal die Söhne eines südamerikanifchen Landes aufgeklärter und — vernünftiger als die Monopolpächter politischer Weisheit! Aus Argentiniens riefenweiten Fluren wohl noch der Wind der Frei- heit, wenn auch sonst das Kapital dort wie überall seine Orgien feiert. Bedeutsam ist auch, daß das argentinische Wappen zwei verschlungene Hände zeigt, die einen mit der roten Freiheitsmütze gekrönten Stab halten— schon dieses Jakobinerzeichen mußte auf die alten Monarchien abstoßend wirken. Die republikanische Goschichte Argentiniens beginnt mit dem Jahre l8l0' in jener Periichc napoleonifcher Welterschütterung fachen sich bekanntlich alle spanischen und portugiesischen Kolonien in Südamerika von ihren Mutlerländern loS. Und wie allen übrigen durch Empörung erstandenen Staaten, ist auch Argentinien manch?. kritische Stund« beschert gsmesen, ober als endlich die VerhäPtmss«: Politisch sich konsolidiert hatten, war die Regierung mit Erfolg be- müht, in den äußeren Angelegenheiten lieber das Recht als das Schwert entscheiden zu lassen. So hat gerade Argentinien schon frühzeitig damit begonnen. Konflikte mit den Nachbarstaaten vor ein Schiedsgericht zu dringen. So hat mit Argentinien und den ihm sich anschließenden an- deren südamerikanischen Staaten die Weltpoliük neues Blut zu- geführt erhalten: während unser altgewohnter Begriff vom Abend» land dem Untergang geweiht erscheint, taucht am Horizont ein mit europäischem Geist genährtes politisches Gebilde alff, das der toben- den Welt ein„Halt!— so nicht weiter I" zuruft Unser Herz er- wärmt fich gern an den Sirahlen dieser aus dem Westen kommenden Sonne, auch wenn das Ganze fürs erste«ine Fata Morgam» sei» sollte. DI« Schule Reimann, da« bekannte Privatinstitut für künstle- rischen und kunstgewerblichen Unterricht, hat im Neuen Schöne- berger Rathaus eine Ausstellung von Schülerarbeiten vev- anstaitet. Ich will daraus verzichte«, unter den Arbeiten nach zu- kunftverhcitzenden„Löwenkrallcn" zu suchen oder die Befähigung der einzelnen Lestrkräfte nach ihrer Klassen- oder Werkstattau»- stellung zu kritisieren. Tie Indizien für beide Arten von Urteilen find zu wenig stichhaltig. Den genialsten Lehrer kann gelegentlich das Pech treffen, talentlose Zöglinge zu haben, und ein minder- befähigter UnterrichtSmeister kann mit hoch begabten Schülern eine oestechende Ausstellung zusammenbringen. Es mag also Zufall ftln. daß die Arbeiten der höheren Fachschule für Tekorationsiunw von W i t t h a n S. der Werkstatt für Metallarbeiren von He u 6- l er, der Akt- und Kompositionsklassen von Tappert, der Schrift» schemen nicht Kmchschlagsnd. Der tvrrtschnstNche Nusschntz Uz B Deutschen Werke hat. nachdem«r von dem Vertrage Äenmn'S et» Balten hat, versucht, den Vertrag zu verbessern. Die Regierung mutz Vorsorge trefken, daß fich derartige Tinge mcbt wiederholen, Abg, Schulz-Bromberg sDtnat. Vp.): Es ist unverstandlich. emen Bertrag wie den sogenannten Kahnvertrag zu schließen. Daß sich die Deutschen Werke keine wirksamen Äontrollrechie gesichert haben, ist ungebeuerlich, Nunmehr beantragten das Zentrum, die Deutsche BolkSpartei und die Deutschnationalen eine Reso- lution, wonach der Reichstag dem zwischen den Deutschen Werken und Kahn abgeschlossenen Vertrag seine Mißbilligung auS- -'pre-klen solle. Auch solle die Reichsregierung aus eine Aufhebung deb Vertrages hinwirken und die zulässtgen Mittel anwenden, um in Zukunft den Abschluß ähnlicher für das Reich ungünstiger Bech träge zu verhindern.. « DaS Kerkhoff-Blatt die„Krauzzeiiung' leistet sich heute die Behauptung, der„Vorwärts"' habe seine Spalten wiederholt dem „smarten Geschäftsmann" Kcchn zur Verteidigung eingeräumt. llnseren Lesern brauchen wir nicht zu versichern, daß das nichts. nutziger Schwindel ist. Nicht eine Zeile haben wir dem Herrn Kahn zur Verfügung gestellt, den wir gar nicht kennen, der uns au/. Uhr, in der tluia des Gymnasiums zum Granen Kloster durch Richard.Illr ch und Maua Hart zum Vortrag. Einlaß 0.70 M.—"t,1S Uhr,«tan sind et, wird Franz Schubart» Sonate A-dnr und der LiederkreiS.Die schöne MäZerin" geboten. Theater. An der Volksbühne wird in Abänderung b?« Spiel. plan« am Freilag und am Montag statt.Kabale und Liebe' um 7ft, Uhr .Der Richter von Zalamea" g ei hielt.— Am KünftlerTheatsr findet die Ersicui'iübrung von Max Aungnickels Mäichenipiel„Finzlisttz. der Himmelsschneider" Sonnabend nachm 3 Uhr statt. Der Gesamtertrag üst für die.Deutsche Kinderhilse" bestimmt. Musik. Donnerstag, K Uhr, Im D o m Orgelkonzert sZSeibnachk«- rnusik, in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche geistliche Lieder und Orgelwerke. Suustchrontk. An der Auryfreien Kunstschan hält Maler Hermann tz-andkubl am Donnerstag, den S. u. 16, Dez.. 1! Uhr, eine Führung ab. Ansragen an die Geschäftsstelle tm Landesausst-llung«. gebäude(Moabst SSSS>.— Di« Aua g n i« d er lä n d isch e Knust, ausstellung wird tm Kronprwzenpalais am 2. eröffnet. Die Ergebnisse der Rcicheschulkonferenz bat da« Zentcallustitut für Erzietung und Unterricht duich Fachleute(unter Ausichal'nng de» Rebcn'ächlichen) zusammenstelle» lasten und tm Verlag von Quelle u. Merer in Le Pzig veröffentlicht. Tie Bcrwallung des Schulwesen«, sein Ausbon, die giundsätzlichen Erziebung«. und Unlerrlchtssragen, wie die de» Arbestsunterrichtes, der Kunsterziehung, der flaatsbürgerllchen Erziehung usw., ferner die Fragen der Lebier. der Schüler und Schülerinnen, iowi« di« der Elte n werden eingebend behandelt. Die Leitsätze der Ausschüffe sind mit abgedruckt und«läutert. Wettbewerb ftir de««euda» der Landwirtschaftliche« Hoch. schule i» Dahle«. Die fünf-tngegangerien Entwürfe sind vom 12. big 18. Dezember, von 10— l Uhr. tagsüber im grosien SiliungSiaals de« Preutzi. schen LandwirtichastSmliystwium», Berlin W 8, Ewgang Könlagratzcr Straße 123, ausgestellt. Wirtschaft Zudnstrieller Kapitalbedarf. Der November 1929 zeigt nach der Statistik der Bankfirma Slanger, Hoffmaiin u. Co. die höchste ErniisionSziffer fest Beginn der' Revolulion. Die Geiamtbeanspruckmng des Geldmarktes durch neue Aktien und Obligationen industrieller Geiellichokten beträgt nicht weniger als 1574 Mill. M. nominal. Unter Berücksichtigung der Smissioiisaufgelser dürfte die Beanspruchung noch erheblich größer gewesen sein. Im ein-einen ergibt sich folgendes Bild: ' Etanniiaktien Borzugoaltien Zndnstr.-Obl. In«g-s. vom nom. norn. nom. 4. Quartal 1919.. 1157 353 gg» 1898 1. 1920... 1883 179 852 2894 2.. 1929.. 2260 149 959 2768 3.. 1920,. 1165 284 661 2110 Oktober 1920... 511 80 61 652 N-vcmder 1620.. 1175 299 100 1574 8131 1844 1921 11396 I» den vierzehn Monaten, die die Statistik nmiaßt. ergibt sich eine Kaviiaiansiiahm- von l l Mllliaiden 400 Millionen Mark allein durch die Atliengejellschafren._« Reue AuSdchuuug des Eugelhardt-KonzeruS. Ein der Bam- berger Hoibräu A.-G. nahestehendes Konsortium bat unter Mo» Wirkung der Bank für Handel und Fndustrie, Fil'ale München, fast das gesamte Aktienkapital der Kloster Langhermer Urbräu und Bürgerbrän A.-G. L-chteniets erworben. Ein wichtiger Grund für die von den Großbrauereien betrie- bene Aufsangnngspolrtik ist vor allem die F r a ch t er s p o r n i S. Die Transportkosten sind bereits so hoch gesi'egen, daß' die Er- sparnis bei der Biererzeugung im Großbetrieb ausgebob«, wurden. Es erweist sich als vorteilhafter, in anSwäriigen Brauereien selbst zu brauen, statt sie stillzulegen und das Bier au» der Zentrale an die auswärtigen Berbranchsplätze zu senden. Eisrii-Ucberfluß in Frankreich. Etwa 260 000 Tonnen Roheisen liegen augenblicklich in Fralikrcicb aus Vorrat, ohne Absatz zu finden. Eine ioeilere Preissenkung steht mit Bestimmtheit bev.or, zumal infolge Uneiiiigkeit zwischen den gemiichten und den reinen Hüttenwerken die(auf der Basis eines Mindest-Tonnen- Preises von 500 brS 550 Franken) kaum geschiosiene Konven- r i o n zwischen den banptiächlichen Roheisenerzeugern Frankreichs, Luxemburgs und Belgiens in die Brück« ging. Berliner Maschineubau-A.-G. vormals L. Schwaitzkopff. lieber- schuß von 5 407 880 M.(i. B. 2 469 894 M.). Dividende von l8 Proz. für die allen und 9 Proz. kür die neuen Allien(12 Proz.). F» der Bilanz find die Debitoren von L6.4 ani 32,8 Mill. M. an- gewachsen, die Kreditoren dagegen sind von 57.6 aus 56 Mill. M. zurück gegangen, lieber die Aussichten wird folgendes gesagt: DaS Ausbringen un'erer Werkstätten war>n den bisher abgelanfenen Monaten deS neuen GeschäiiSiahi eS ein gute«, wenn auch die Preiie teilweise zu wfinichen übrig lasien. Jmmethin ist zu hoffen, daß. weiin keine nnvorhergesehene» Ere'gnisie ein- ireien und die Kohlen-, Material-»nd Arbeiisverbältnisse einen dem Lieferplan enlsprecheiide» bohr« JabreSlim'atz er- möglichen werden, auch das Ergebnis �de« laufenden Gc- i.väflSjahres e»n besliedigendes werden wird. Alles weitere wird davon abtmiigen, ob die zurzeit im In-»nd AnSlonde bestehende Kaufuiilust oder Kanfiinmöglichkeit in absehbarer Zeit«hr Ende erreichen wird und ob die anßenpolittschen sowie die finonz- und verkehrStechniichen Verhältnisse gestatten wetden. weitere Aus- lanvsgeschäste in größerem Ilmsange zum Abschluß zu bringen. Unsere Tocktcrgesell'chaft.'hie Massei-Schwartz- kopfi-Wsrke G. m. b. H. befindet sich in stetiger, be- frredigenZ>'et EnttSicklung. :a dle Tarkferhöhuug für Elektrizität, Gas uuö Wasser. Ein res» lta! loses Ende nahmen die Verhandlungen deS Stadt- verordnetenauSschuffeS, der gestern unter dem Vorsitz deS Stadtver. ordnetenvorsteherstcllvertreterS Fabian znr Beratung der drei Magistratsvorlagen über die Erhöhung der Tarife für GaS, Was, se r und ElektrrzlsZt zusammentrat. An den Beratungen ndlm&n als Vertreter des Magistrats lediglich der Dezernent der Alt-Berliner Gaswerke, Stadtrat Koblenzer und Mitglieder der Werksdirektionen teil, aber weder der Stadtkämmerer noch der Hauptdezernent für die gesamten städtischen Werke, Stadtbaurat Horten, waren erschienen. Im Ausschuß wurde sowohl von bürger- licher wie von sozialdemokrztischer Seite dem lebhaften Bsdäuern hierüber Ausdruck gegeben, um)o mehr, als der einzige Vertreter des Magistrats betonte, daß die Verabschiedung der Vorlagen sehr eile, weil die Stadtkaffe auf die mit den Tariserhöhnngen beabsichtigten Mohreinnahmen von Millionen unbedingt angewiesen sei. Dt« Vorlagen selbst wurden im Ausschuß von allen Seiten als durchaus mangelhaft und unzureichend begründet bezeichnet. Bezüglich der Erhöhung des Gaspreises auf 1,35 M. wurde mitgeteilt, daß anfänglich nur eilte Erhöhung aus 1,30 M. für notwendig gehalten worden sei. der Magistrat wolle aber die 5 Pf. mehr zur Unterstützung der bedürstigcn Gasverbraucher verwenden. Infolge der Verzögerung der Beratungen sei eS nicht mehr möglich, den erhöhten GaSpreiS der Svonpaufnahme vom November zu- gründe zu legen, sondern erst im Dezember, dadurch gingen der Stadt 5 bis 6 Millionen verloren. Wenn ez nicht gelinge, ven erlöhten Preis im Dezember durchzuführen, würden weitere 6 Millionen Mehreinnahme verloren gehen. Von sozialdemokraiischer Seite wurde darauf hingewiesen, daß die städtischen Gaswerk« in Neukölln und Lichtenberg bedeutend� niedriger« Gaspreise und trotzdem höhere Erträge hätten als Alt Berlin, weih sie anscheinend besser arbeiteten. Man müsse die Frage ernstlich prüfen, ob«S angängig sei, den Ber- linern eine Erhö ung' von nur 5 Pft zuzumuten, während die Neu- köllner 35 Pf. und die Lichtenberger 60 Pf. mehr zahlen sollen. DaS städtisch« Gaswerk Neukölln beschäftige z. B. bei einer Tageserzcugung von 1 10000 Kubikmeter GaS 300 Arbeiter, während das Berliner Werk Gitschiner Straß« bei 120 000 Kubikmeter 1200 Arbeiter beschäftiget Da» seien doch Unterschiede, die zu denken gäben. Da der Ausschuß auS den eingangs erwähnte« Gründen fich kein Bild von den finanziellen Wirkungen der vorgeschlagenen Tariferhöhungen mach«» konnte, mußten die Verhandlungen vertagt werden. �' WcihnachtSpaketverkehr. Wegen der noch zum Teil bestehenden Betrieb»schwierigkeilen, die sich für die Poiwerwaltung namentlich auS dem Mangei an Beförderungkgelegenheiten ergeben, soll für kurze Zeit eine Be- schränkung der Wertpaletbe-förderung«intreten. Vom 18. bis ein- schließlich 24. Dezember werden die Postanstalten zur Befövde- rung unter Wertangabe von mehr als 600 M. von Privatpersonen nur solche Pakete annehmen, die— abgesehen von den den Inhalt betreffenden Milteilunge«— ausschließlich barcS Geld oder Wert- paviere, Urkunden, Gold, Silber, Edelsteine oder darans gefertigte Gegenstände«tichclrer.. Wertpakete von mehr als 600' M. mit anderem Inhalt müssen während der angegebenen Zeit von der Versendung unter der höheren Wertangabe ausgeschlossen werden. Die' Sperre erstreckt sich nicht aift Wertpakete bis 500 W.''owie imöl Eilsendungen und dringende Pakete. Die glatte Abwicklung des Weihnachtsverkehrs kann durch Beachtung der Vorschrift, auf dem Paket den Namen und Wohnort nebst Wohnung des Absen- ders anzugeben und in da? Paket obenauf eine Doppclaufschrist»u legen, weientlich erleichtert'werden. Protestversammlung der Oberschlesier. Am Mittwoch, den 8. Dezember, abends 7�4 Uhr. finden im Großen Börsensaal, Burgsir. 24SZ. und im Hervenhaussaal, Leip- ziger Straße-1 zwei große Protcstvcrioimnlungcn der Verbände Heimattreuer Oberschlesier gegen dl« w'Ukürliche Bestimmung, daß die Abstimmung nicht in der Heimai, sondern im besetzten Gebiet stattfinden soll, statt. Parlamentarier aller Partei" werden in diesen Versammlungen sprechen. Der Vorsitzende der Ortsgruppe Westen der Heimattreuen Ober- schlesier Hai an das Auswärtige Amt folgende Erklärung gesandt: „Wir legen entschftden Verwahrung ein gegen die uns zugedachte Vergewaltigung. Wir haben das Recht, zu verlangen, daß wir in der Heimat, in unseren Geburtsorten, unsere Stimme obgeben- W-r erwarten von ven Männern, in deren Hände unser Schicksal gelegt ist, daß sie mit äußerster Entschwdenbsit unser Recht tvahren werden. Wir bitten diese Männer inständig, uns im Kampfe um unsere geliebte, teure Heimat nicht im Stiche zu lassen" Direktkonskrife in den Elektrizitätswerken. Meldungen zufolge baben die Direktoren Coninx, Dr. Passavant, Schirp und Dr. Brühl, also die gesamte Leitung der Bcrl'ner städti- schen Elektrizitätswerke, an den Bürgermeister Ritter einen Brief gerich.et:n dem erklärt wird, daß un'er den obwalienoen Umständen jede fruchtbringende Arbeit der Drrektion der Elektrizitätswerke außerordentlich erschwert wird. In dem Brieke wird weiter zum Ausdruck gebracht, daß mit einem Rücktritt der Direktion zu rechnen ist. wenn.der Magistrat die Leitung der Elektrizitätswerke nicht gegen die Angriffe der Stadtverordnetenversammlung schütze Der Entschluß der Dirckloren hangt wohl mit der Entlassung der 33 Arbeiter zusammen, deren Einstellung die letzte Stavtver- ordnctenversammlung gefordert hatte. Stimmt der Magistrat in seiner morgen anberaumten Sitzung der Wiedereinstellung zu, so dürste der Rücktritt der Direktion erfolgen. Bureaubarackeu für den Arbeitsnachweis. Der Neuköllner Arbeitsnachweis für männliche Personen ist entgegen dem damaligen Beschluß hinsichtlich seiner Verlegung zurzeit noch in der Turnhalle Mahlowerstraße untergebracht. Schon lange hat sich die Notwendigkeit ergeben, die Turnhalle ihrem eigentlichen Zweck wieder zuzuführen. Demgemäß wird jetzt eine Baracke hinter dem sogenannten„Steinplatz" zwischen Mittelweg, Thomasstraße und der projektierten Straße 202a aufgestellt. Die Baukosten sind mit rund 200 000 M. veranschlagt. Nähere? über die Verlegung des Arbeitsnachweises ustv. wird noch mitgeteilt. Eine Sfscntliche Frauenversammlunz snvdet am Mittwoch, den 8. Dezember, abends 7% Ilhr, in der Charlottenburger Schnlaula Knesebeckstr. 24. am Savignhplatz, statt. Hausangestellte werden hierzu besonders eingeladen. Tagesordnung: „Die Gefahren der Geschlechtskrankheiten und ihre Bedeutung." Referenten: Frau Dr. med. Tnrnan, Frau Reichstagsabgeordnete Marie I n ch a c z. Bezirksausschuß für Arbciterwohlfahri Berlin. Schleichhandel in gemeinnützigem Interesse. Kürzlich berickteten wir von einer Gericptsverhanelung, in der«in wegen Schleich- Kandels angeklagter Buckhalter der GasbetriebSgeiellickail mit getagt hatte, haß drei Be leg ichasien unter,»Strei tan droh ung die Unterstützung des Schleichhandels gefordert hätten. Zu dieser Aussage nahm eine Berti auensmännerversammlnng ans ollen Betrieden der Gesellichäft Stellung und beschloß ein- stimmig folgende Resolution: „Laut Zeittiugsberichlen bat der Buchhalter Thärnl'tz vor Ke- rickt erklärt: Di« Arbeiterschaft der Gaeberrieb-gesellfchatl bä'te mit dem Streik gedroht, falls er keine Schleichhandelsware be- schaffen wollte. Tie Lrbelierschaft der Gasbetriebsge'ellschaft we'st diese Unterstellung als eine grobe Unwahr beit ganz entschieden zurück und verbittet sich in Zukunit derartige Verleumdungen." DaS Gericht sprach belanmlich den Augetlogien auf Grund feiner Ausiage, gegen die sich jetzt dre Ardeiterschaft entschieden wendet, siei, weil es annahm, der Angeklagte bade rn gemein- nsitzigem Jiiteiesse gebandelt. Der Friedeusb und der KriegkteilueKmer veranstaltet am Freitag. den 10 November, abends 7 Ubr. antäßlich des Mvipi messe« aegen die. Marbiirger Studenten in der Aula de« Kastel-Fi iedrild-RealgtzmnafiiiM« Neukölln, Kaiser-Fiiedrich-Stiane,«ine ofientbche Aundgebun». Redatteur Henning. Duderiiadt. referiert über:»Die Tragödie von Mechterstädt", Karl Better über:„Die Fälle von Marlod und Paofche". Eintritt frei. Mieicrverband Grotz Be'ttn. Orlsgiuppe Schönebero. Haupt- verfammirmg am Mittwoch, den 8. Dezember, abend« 3 Uhr, in der Cvamistofchuie, Varbarosfaplatz. Schauspielhaus Neukölln. Ms Abschluß der diesjährigen Theatervorstellungen in der„Meuen Welt" wird da? VolksbildungSamt Neukölln auf dtslseitigen Wunsch eine Wiederholung deS Lustspiels von Ofto Ernst„Ftahsmann als Erzieher" bringen. Eintritts- karten zum Preise von 3 M. sind be: den durch Säulenam'chlag be. kairntgegebenen Verkaussstellen. im Bureau des DolkSbilduugS- amtes, Zi immer 213 deö Rathauses Neukölln, und, soweit vorhanden, an der Abendkafle erhältlich Sroß-Oerliner parteinachrtchten. Heute,?. Dezember: Jnngfozialifttsche Bereinigung<2. V.T.). Ortsgruppe Lichten- berg: f'i, Uhr, bei Schlenkrich, Simvlonsti. 42. Mitgliederveifanimlung. — Ortsgruppe T e m p e Ich o i:?>/, Uhr, BuseS Sänger heim. Derber-, Eck« Kaster-Dilhelni-Strafe. Vortrag: Käste willkommen. Morgen, K Dezember: 18. Abt. Abend« 7 Ubr Mitglicderverfamm ung In der Schulauka, Litauer Straße. TageSvi dnung: Ausbau der Polizei und die Stellung zur Partei. Resrrent Genosse Holtmann. D e Aula ist gebeizt.— tldend» 6 Uhr Sitzung der Parlcisilnttloreäre bei tiedttc, Litauer- Ecke Grau deuzer 28. Abt. Mltgliederversammluns fällt aus. rSadlkertS Tiergarten. Die für den 13. Dezember vorgesehen« Wobt der Kreisverlreter ist m der nächsten SchteitungSversammtung am Rttllvoch. den 8. Dezember, vorzunehmen. 61. Abt., Bez. 7. Sstarlottrnburg. 7>/, Uhr Zahlabend der Gruppen 1, 2 u. 11 in den bekannten Lokalen. E« werden in alle» drei Gruppen Reierate gehalten. Schöucber«- Frtedeoau, 77. Abt. kfiüher 1.-4. Abt.).?>/, Uhr Zablabend in splgetiden Lokalen: Milde, Nollcndortstr. IS. Folger, Kyff« dSuserslr.>S. Obst, Maitm-r'uther-Str. SS, Vinte, Wariburgstr. 7. Witt. towsli, Martin-Luther-Str. 78. Reserenten vi« Genossen: Klawttter, F. Kipkow, Austizrat Eottlchalt, D. Frilsch. Pros. Dr. Chaje«. Krtedena». 81. Abt. Zablabend 7'/, Uhr. Der 2. u. S. Bezirk tagen gemeinsam bei Ulbricht, Hondjclhst!. 8«, Gen. Äamrowski sprlcht über.Betriebsräte"; der 4. u. 5. Bezirk bei Pernitz, Fedlerur. 12, Reiereut Gen. Skatbmann über„Prlllische TageSsragen"; der S. Bezirk bei itübn, Hacierstt. 3, Gen. EzeniinSti lpr'cht ebensalls über.Politische Zages'ragrn". FriedrichShageu. 70, Ubr im Lotal von Scholz, Friedtichstr. 81: Mitglicdci Versammlung und Zablabend. Vortrag des ReichSlagsabgeord- nelrn Fritz P e> n r:.Da« Genossenichastsprodlem in der neuen Republit". llv. Abt. Grüna«. Mitgliedervetiammlung T/, Uhr im Lotal von Werner. Eöpenicker Str. 108b. Wichtige Tagesordnung. 131. Tibi. Siiedcrichijnstauseil. Za« labend in den bekannten BezirkS- lokalen. Tagesordnung: Bezirksamts- und Lvndtagswahitragen. Tegel.?>/, Ubr Zahlabend in der Schulaula. Trcslowftr. Bericht au» der Sejirtsöerlrewng und der Stadwerordnetenjrattlou. OewerMastsbewegung die Lsaüoner Beschlüsse. Zur Versorgung der Länder mit Rohstoffe«, die für den Wiederaufbau der Wirtschaft dringend nötig find, nahm der Int«. nat'onale Gewerks-baftskongreß folgende Resolution an: »Der am 82. Rovembcr und die folgenden Tage in London Agende Außerordentliche Internationale Gewerkschaftskongreß be» chließt: In Erwägung, daß der Weltkrieg in allen Ländern eine der- ortige Zerrütrung hervorgerufen hat. daß der wirtschaftliche Wiederaufbau ernstlich in Arage steht? in Erwägung, daß der letzter« m der Hauptsache davon ab. hängt, welche Lösung das Problem der Rohstoffversorgung erfährt; in Erwägung, daß d'« Länder, d»« der Rohstoff« entbehren, mit Rücksicht auf ihre Iadultrie von jenen Ländern abhängen, die über Ro.stoffe verfügen fsei e«. daß fi« diese hervorbringen oder dank ihrer günstigen Lage sich verschaffen können); in Erwägung, daß daher die Regelung der Verteilung aller Rohstoffe der West »ach Recht and Billigkeit „.ne der wesentlichsten Voraussetzungen für die wirtschaftliche Wiedererhebung ist, in Enväguna, daß die Struktur der kapitalistischen Gefellschaft einer gerechten Verteilung der Rohstoffe im Wege steht, wie auch seder wirtschaftlichen Regelung, die allen Menschen ohne Ausnahm« gestatten mmbie, bk ihnen in der Weltgemeinschakt zugewiesene Rolle zu erfüllen: in Erwägung, daß e» infolgedessen Pflicht der orgonifierten Arbeiterllaffe ist. ohne Unterlaß darapf hinzuarbeiten, daß die heutige unorganisierte Gesellschaft verschwind« und ersetzt werde durch ein« rationelle Organisation der Produktion, ihrer Verteilung, überhaupt der gegenseitigen Beziehungen d« Bökker? in fernerer Erwägung, daß es alber schon jetzt ein« hohe Pflicht der Menschlichkeit ist, für e«n« gleichmäßig« Verteilung aller verfügbaren Rohstoffe in der ganze» Welt zu sorgen, und daß diese Verteilung nur durch eine internationale Verständigung herbeigeführt werden kann durch die Bemühun- gen der GcwerkschaftSinternastonale; in endlicher Erwägung, daß"vtu den gegenwärtigen Wirtschaft. lichen und politisch:« Verhältnissen dag Internationale Arbeitsamt de» Völkerbund«» der am besten geeignete international« Organismus ist, um die internationale Verständrgung"her die Swhstoffverteilung herbei» zuführen. beauflragt der Kongreß d's Bureau des Internationalen Ge- �vsrkschaftSbundeS in kürzester Kr: st einen Plan für die Errichtung einer internationale« RohstoffoertrilungSstell« auszuarbeiten Dieser Plan ist dem Internationalen Arbeitsamt zur baldigsten Durchführung z» überreichen. Die Tätigkeit des Internationalen Arbeitsamts kann jedoch nur wirksam werden, wenn Me gewerkschaftlichen Organisationen iller Länder allen ihren Einfluß unverzüglich und kräftig geltend nochen. um ihre Regierungen zur raschen und gerechten Erlaffung pnd Verteilung der notwendigen Rohstoffe zu veranlassen. Damit aber die Rohstoffverteilung nach Billigkeit und Gcrech. ttpkeit und unte' Berücksichtigung der gegenwärtigen und künftigen mrtfchzftlichen LebenSbedirifiinpen der Völker und. Länder oraani- iert werden kann, ist cS notwendig, daß«s allen Völkern und Län» 'ern freigeflellt wird f ich dem Völkerbund an zu« Miefc««/ Vach einer eingehenden Darstellung der regionären Machen- schaften. die schließlich im Reichstage zu dem Beschluß führten, die Verordnung bis zur Einführung einet obligatorischen Schlichtung?. Verfahrens aufrechtzuerhalten, kommt das Organ der deutschen Gewerkschaften zu folgenden AuSzührungen: .Für die Gewerkschaften ist damit die Angelegenheil keine.»- Wegs erledigt. Im Gegenteil, für sie ist der Auftakt im Reichstag erst der Anfang vom Ende der Anttstreikverordnung. Sie werden den Kampf gegen dieses AuSnahmerecht mit allen Mit- teln aufnehmen, und für sie besteht nicht der mindeste Zwmfel darüber, daß sie in diesem Kampfe die Sieger bleiben werden. Sie werden sich auch mit den schärfsten Mitteln gegen jedes Be- streben zur Wehr setzen, die Schlichtung Sordnung zur gesetzlichen Einschränkung de» KoalstwnSrechtS zu bencktzen. Der Versuch, die Arbesterschaft auf diesem Wege zu vergewaltigen, könnte weit ver. HSngniSvoller« Wirkungen auslösen al» die Streiks, die durch«ine solche Zwangsgesetzgebung vermieden werden sollen. Wir können nur auf da« entschiedenste vor der Beschreitung dieser Dahn warnen. Eine Gesetzgebung, die die Grundrechte der Arbeiterschaft antastet, erschwert den Gewerkschaften die friedliche Lösung der Streitfragen und trägt Leidenschaften in die Arbeitskämpf« hinein, die jede ruh'ge Erwägung ausschließen. Heber das Koalition». recht gibt ei bei den Gewerkschaften kein Feilschen und kein Bei- handeln. Die Zeiten sind vorbei, in denen sich die Arbeiter«in b e- schränkte» KoalitionSrecht gefallen ließen.... Von dieser .Volksvertretung' kann man sich auch schlimmerer Dinge versehen. Um so weniger sollte da» ReichSkstbinett so von all« StaatSklug- heit derlasscn sein, einen Kamw gegen die weitaus stärkst« Klasse des deutschen Volkes aufzunehmen, in dem es sich nur Riederlagen holen kann. Wenn die Gewerkschaften die gesamte Arbeitnehmer. schaft zur Wahrung de» KoalitionSrecht» aufrufen müssen, dann wird diese sich wie ein Mann erheben und das bedrohte Recht zu schützen»issenl KS SVV Textilarbeiter ausständig. Im München» Gladbach«? Bezirk haben am Montag LS 000 Arbeiter der Textilindustrie die Arbeit niedergelegt. Ihre Lohnforderungen waren bewrlligt worden, die Einführung der 46stündigen Arbeitswoche jedoch nicht. Tie Lohnbewegung der Brauereiarbeiter. Nachdem die Arbeiter, d'« ein» Erhöhung de» Wochenlohn«» um SO M. forderten, da» Angebot der Unternehmer von 25 M. mit aller Entschiedonheit abgeletjnt hatten, wurden nochmalig« Verhandlungen mit den Unternehmern eingeleitet, h,« sich schließlich am letzten Sonnabend bereit ertlärten, eine vom!. Dezember laufende Lohn- «rhöhung von 40 M. zu bewilligen. Danach würde der Wochen- lohn für gelernte Arbeiter 285 M., ftir ungelernte Arbeiter 280 M betragen. Die weiblichen Arbettsiräfte im'nneren Betrieb sowie die Jugendlichen sollen eine Zulage von 24 M. erhalten Der Stun- denlohn der Reinmachefrauen w',d von 2,50 auf 2.80 M. erböht. Die neuen Lohnsätze sollen bis zum 31, März 1021 gelten. Die» Angebot der Unternehmer wurde am Montagabend einer Versammlung der Vertrauensmänner und Betriebsräte aller in den Brauere-en beschäftigten Arbeiter vorgelegt. Me der Referent Schmitz sagt«. Iahen die Un'.ernehmer erklärt, daß sie die Lohn- zutage nur unter der Boraussetzung einer Bierpreis. erhöhung zahlen können. Sollte die Regierung die Preiserhöh. ung nicht zugestehen oder so lange damit warten wie das vorige Mal, dann münten die Arbeiter damit rechnen, daß die Unterneh. mer die Betriebe schließen Räch einer lebhaften Debatte nahm die Versammlung da» An» gobot an. Schutz Sem koalitionsrecht. An der Verordnung Wem EkreW ist Irschen .(unt das.Korrespondenzblatt des Allgemeinen Deutschen Gcwerk- hastSbundeS' in seiner Rr. 49 in. einem längeren Artikel Stellung. .leber den Elektrikerstreik, der den Anlaß zu dieser für das ralversammluNg ab Zum Äes�aft gewerkschaftliche Leben sehr einschneidenden Verordnung gab, schreibt der erst«'Bevollmächtigte Kaspa r da».Korrespondenzblatt'! Hechkonjunktur der Arbeitslosigkeit „In den leitenden Kreisen der Gewrrkfchäften herrscht darüber volle Einmütigkett. daß dieser Streik kein g« w e r k s ch a ft l i ch e r war, daß er geführt wurde wider alle gewerkschaftlichen Erfahrungen und Satzungen und von Leuten, die damit anscheinend ganz andere als gewerkschaftliche Ab sä cht e u yersolgtey. Tin'gkcit besteht auch darüber, daß in solegen Betrieben ein Streik nicht geführt werden darf, ehe nicht alle Möglichkeiten friedlicher Schlstbiung erfolglos erschöpft sind Der Ausgangspunkt dieser Ver. ordnung findet also ans gewerkschastlichcr Seit« weder Shm» pathie noch Verteidigung Aber daß eine kleinere oder größere Gruppe von Arbeitern oder Angestelllen gegen alle gdwerk- schaftlichen Regeln streikt, darf kein Anlaß sein, das Koalition»- recht der Arbeitnehmer unter ein Aüsnahmegesctz zu stellen, wie ei hier gesckehen ist.' Der Verband der Buchbinder und Pvpi rverarbciter(Ort Stier- waltung Berlin) hielt am Montag im GewerkschastShauS eine Gene- � �—"ifts&ettcht vom 8. Ouartol führt« au», daß das 8. Quartal«in« ... gewesen sei Ein Teil von Ar- beitskräften sei aus dem Beruf infolgedessen wieder abgewan- vert. So«kläre sich, daß der Mitgliederbestand im 3. Quartal e'w?» zurückgegangen sei. Insgesamt habe die Mitgliederzahl am Schlüsse de« 3. Quartal» 18 273 betragen. Der Kassenbericht vom 8. Quartal, zu dem der Kassierer Bh- t o m S k i Erläuterungen gab. sch.ießt ftir die Zentrolkafl« in Ein- nähme und Ausgabe mit 327 084 M ab— Die Lokalkaff« hatte ein. schließlich de» früheren Bestandes nac Gefamteinncklme von 483 573 Mark, der eine Ausgabe von 149 018 M. gegenüberstand. Der zweite Bevollmächtigte Rothe begründete ausführlich mehrere Anträge der erweiterten OrtSv«rwaItung. Sie gehen da- hin:.Die Tätigkeit der Kollegin Koszelniak in der Ort»ver- waltung ist am 1. Januar zu beenden— Die Wahl der Kol- legin Schallert als Sekretär'n der Buchbinderbranche ist als rechts- wirksam getätigt anzusehen und ste ist bis zu den Neuwahlen als angestellt. zu erachten, mit Wirkung ab 15 November.— Die Kollegin Miltermüller ist im Bureau derzubehalte« bi« zu dem allgemeinen Nemvahlen. Als erster Diskussionsredner kritisiert« I m h o f die OriSvev- waltung. indem er unt« anderem mehrere Artikel des letzten.Mit- teilungSblatteS' der Ortsverwaltung besprach. Daraus ersähe man. daß man jetzt.dick in Moskau' sei Ihm erscheine die QrtSvevwall- tung als eine kleine Filiake von Moskau. Die Kollegin Koszelniak sbißhcr 2. Kassiererin), di« bei den letzten Wahlen nicht wiedergewählt wurde und demzufolge vom Der. bandsvorstand zum l. Januar gekündigt worden war. rechtfertigte ihre Klage beim SchlichtungsauSschuß. die dazu geführt hat. daß der v.'rbandsrorstand verurt ilt wurde, sie entweder weiterzube- schäftigen oder ihr ein« Entschädigung von 7250 M. zu zahlen. Gegen den Verbandsvorst and(nicht gegen in« Qrtsleitung) habe sie die Klage richten müssen, weil sie von ihm(wenn auch für die Tätigkeit i n der OrtSvcrwaltung) angestellt worden sei und bezahS werde. Und die Klage habe sie lediglich deshalb angestrengt, weil �fie i m Prinzip habe fe st st eilen lassen woll e n. ob I man wegen seiner politischen Gesinnung gekündigt i werden könne. Ihre Richtwiederwabl sei nur. weil sie Mchrbefts- i sozialistin sei. also auS politischen Gründen, in der Mitgliedschaft Berlin betrieb.'» worden. Im übrigen werd« sie stet» im Interesse deS Verbände» weiterarbeiten. In der weiteren noch recht ausgedehnten Debatte nahm besonders der Fall Koszelniak einen breiten Raum ein. Zu der Recht?» fta�e ließ sich H a r d e r vom Verbandsvorstand au», der di« Weiter- beschäftigung der Genossin Kosielniak durch d'e OrtSverwal« tung, für die sie angestellt worden sei, auf Grund de» Urteils de§ SchlichtungSauSschusseS fordert._ Man habe hier den eigenartigen Fall, daß das Betriebsrätegesetz hier die .Kündigung nicht zulasse und so da» statutarische Reckt der Mitgliedschaft, die Angestellten wiederzuwählen oder nicht, gewisser. maßen beschränke Das Gesetz gehe weiter. Falsch sei auch der Standpunkt der Ortsverwaltung, dgß die entsprechenden Bestim- mungen de» BetriebSräkacsetze» hier auf Grund einer anderen Be- stimmuna desselben Gesetzes ausscheiden, weil eme Stellung der Vorbedingung einer politischen Gesinnung in Frage käme. sfalsch sei diele Auflassung deshalb, weil die von der' Kolleain Kofzel�ak a-übte Tätigkeit de» 2. Kassierers eine nur technische. sei.— Im übrigen veftrat Härder auch bezüglich der anderen beiden Anträge der OrSre-graltung. die die Wablen der Kolleginnen Schal- lcrt und Mittermüller betresren. den Standpunkt des Perba ndsvor standsS, der dem der OrtSverwaltnng entgegensteht. Verschiedene DiSflflsionsredner und Kaspar im Schlußwort rechtfertigten die Auffassung der OrtSverwaltnng. Di« Versammlung nahm die Anträge d« Ortsverwaltung an. Weitere Punkte der Tagesordnung wurden wegen vorgerückter Zeit vertagt. Zentralverhand der. Film-»nd Kinvangehörige«. Eine am Sonntag stattgefundene'Versammlung nahm unter anderem ein- stimmig folgende Entschließung an: Di« heut« im Caft Stern tagende Versammlung des ZentralverbandeS der Film- und Kino« angebörigen Deutschlands, Ortsgruppe Groß-Berlin. und des Deut« schcn MusiserverbandeS, OrtSvenval'ung Berlin, betrachten e» al« eine unbedingte Rgtwendigkcit, zur Erreichung besserer Lohn- und Arbeitsbedingungen in Zukunft ge m e i n s ch a f t l i ch vorzugeben. Die AuSfübrungSbestimmungen bleiben den beiderseitigen Vor. ständen überlassen._ Ve-bauv de» Pos», nnd TelegrapbenverionalS kReichSakteflung im Denttihcn Ti aiiSdoitarteilerv-rbandl. Sonnabend, den Ii. Dezenber. abends 8 Nbr. im Mewerk'chglisban?. Enaelnier 14115, Saal 4(gr. Saal): Fortsetzung der SeltionSmitgliederveriammluiig vom 1. Dez. Zus aller Welt. ss ffalschmönzer verhtfteke Ke �amhurger Kriminasposizek. Die Hauptwerkstätt« befand sich Rener Steinweg 8/5. Dort hatte ein gewisser Tunow eine Steindruckerei eingerichtet. Das zweit« Geschäft befand sich in der Hamburger Klischeefabrik. Ferdinandstr. 51'53.- In der Duntelkammer arbeite. ten ein Cbemigraph. ein Plakaftirfl« und mehrere Lithogravben. Sie waren gerade im Begriff, falsche 50 Mark-Sck>ein« herzustellen. Al« dritte Werkstätte wurde in der Meißner Straße ein Kcllerranm festgestellt. Dort arbefleten ein Bankbeamter, ein Schrift'etzer,«in .Kellner,«in Kaufmann und ein Detri«b?!nwdungen mll alibeivglirttt, FadrUanlen dlirgen Lr i>rrt»werl». gui»»ualUSten I{svk«Sov>and?'7 »»egr.ISW Oerrrmudtteiaer. 40.21.»egr.IM» I Pickel, auch die da«. nilcktgften. leNalilnz.. grobporige Kaut lassen fi» nur durch die>eti Z0 Jahren sicher dttuthN« Pag« Sara beseiUaen. 10,- Mark Zur flleichzcUK>> iimaren Nur Salwiia-VU retutguaga-Putaar üdlich 3«chachielr tt�O Mark.. Otto Reichel. Perlt» 4» SO, Eisen dadnlir. 4. Elektro Motore LeUunaa-Duna' trälur In- ftalI>>i..Martria.-u'i iaulrn» �ftttr»»«ch..Zrntr»».««lex Nur, e Sir!d iAler-Pils . Heft«»»»t»»r»»! Aasig. 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Hebamme Ustoh Warschauer Strotze l. tO/C �rdeitsmsrtlt StellSi'an'zebot'e H-se»trägrr• Stepperin»-� eubte, in und autzer dem aus«. veriaugen Jaler _ Schneemann, kwsenrrage» sabrtt, Spandauersttatze iS._ «attairauea stell» ein Prin- zenstratze 31. Ho' recht« r.ch. pariert». Waüilr. li, Wilhelm». ha>>. o«rftr. 4« Baitiannr-tz» 7, Baerwaidstratz» 42. Laniidee iatz 14,15, Mar tu»sl ratz» ch iettr»burgerpiatz 4, Immannel. rchstratz»'24 Eharlsllrnduva. Sesendcimetttrcße l.Eharloiien. dnrg,!kalserdamm lOl.BiImer». dar,. Haisteinischestr. 18 Schün», U