Nr.HHH �Z7.�ohrgang Ausgabe A Nr. 163 vezunSprctS: S ett»I|8I)rL30.—'JRummiotl.lO,— Sit. frei ins �ous, voran«•ahlbat. Soft» bewg äUonatluh 10,— 3!U ertUSn- ftelluntisflebübt Umet ftreunbanb für SeulKhlan'j und Oeflerreidi 16,'0 OT— für Oos übrige Ausland bei laglich einmal. Suftenonc 2150"f. Seftne« Oellunaen nehmen an Oesterreich, Ungarn, Tlchecho- Elowalei, Dane- marl.'ballanQ,.u. emvurg. ribwedeu unb nie Sibwel».— Sinqelragen l» die Pv>l--eilunq«- Pre sliste. ?er.Vorwatts' mu bei Sonnlag». brilage.Voll n.üeir' erichen« anxhen. lagiich zweima! Sonniags unb Man» tags nnma� __« Se1 eo tamin.-abeefle jfejialbeaiolcai Oerlln" Morgen Ansgabe berliner DolksbleiN (Z0l>?snnig) AnzeiffcnprelS: Li» alblgeipollene ilianvareilleaeile last« 13.— äl., Sr.irtungsjuldjlaa 50% .Sticine iluzsigou". da« u»» gebmckle Wae! I,— M. izuiaisig zwei iengebttickle ü'or.e). lebe« Weiler« War! 60 Vffl. Clellengriiich«»ud Schlakstellen anzeigen das erste 2Za.tt 65 Big.•ebee weiiere Wott i» Tstg. Watt« übe: 15 VuiMiaben zählen lilr zwei Warle. Teneninaszuklblaa 50«/». lramilien-Anzeigen ilir Abonnenten Feile 2,— M. golililib« und ge» wertiihailliche Vereins»?>n>eigei> S,— Ml. die Feile ohne Anffäilag. Anzeigen für Sie nächste Kummer Biüfien bis 5 Ahr nart nuttogs im Szanntgefdifill, Brriin SM l. Linden. itraße S, abgegeben werden, wevstnet oan 9 Uhr iruh bis 5 Uhr abend». Zentralorgan der rozialdemokratl leben Partei Deutschlands Hcdofticn und Expedition: ctD. 68, 2inden(lt. 3. emitirfrher«m,•Morii-ulnn.■Kr. I.'» I!»«» I.H i>7 Mittwoch, den 8. Dezember IttÄO vorwärts-veriag H.m.d. H., CA). 68. Lindenstr.Z. aeriiivrrchrr:»mt Morrnt>iav, Kr. I17S»— S4. Regierungsbildung in Sachsen. Dresden, 7. Dezember.(Eigener TraHtbericht drz„Bor- märtS".) Die Verhandlungen über die Regierungsbildung können als abgeschlossen gelten. Die neue sozialistische Regirrung wird demnach bestehen auS B u ck, Justiz. Der neugcwählte Sächsische Landtag trat heute nachmittag Z Uhr im reichmit Blumen geschmsicktcn Saale zu seiner ersten Sitzung zusammen. Genosse B u ck eröffnete als bisheriger Ministerpräsident die Sitzung mit begriißendcn Worten an die Abgeordneten und er- klärte, dchh die jetzige Regierung alsbald nach der Neuwahl des Landtagstpräsidenten diesem ihre Aemter zur Verfügung stellen werde. Bei der nun folgenden Wahl des LandtagSpräsidentcn entfiele« von So abgegebenen Stimmen 92 auf den Genossen F r ä h- dorf. Aus dem Wahlrcsu'tat ist zu schliesten, daß auch die Kommunisten geschlossen für Frästdorf gest'mmt haben Zu Vizepräsidenten wurden entsprechend der Fraktions- stärke die Abgeordneten Dr. Wagner(Dnat. Vp.) und B ü n g e r lD. VP.) gewählt. Bei der Wahl der Schriftführer ergaben sich zu- nächst infolge eincö Einspruchs der Kommunisten Differenzen. Nach "rneuten Beratungen zwischen den Fraktionen der Linken wurden �?r Unabhängige Mucker mit 79 und der Kommunist G r a n z mit iZ Stimmen zu Schriftführern gewählt. Nücktriü öes öremer Senats« Bremen, 7. Dezember. Der aus Mitgiiiedern der Deutschen ssolkspartei und der Deutschen Demokratischen Partei bestehende Bremer Senat ist auf Grund eines ein« stimmig gefaßten Beschlusses zurückgetreten, weil er be- dem Ver- halten der sozialistischen Mehrheit der Bürgerschaft die Geschäfte nicht weiterführen zu können glauor. Nach der bremischen Verfassung kann in solchem Falle ein Drittel der Bürgerschaft verlangen, daß ein Volksentscheid darüber herbcige- führt wiird. ob der Senat zurücktreten oder die Bürgerschaft neu gewählt werden soll. Diese? Verlangen ist von den bürgerlichen Mitgliedern der Bürgerschaft gestellt worden. Bis zu diesem Bollsentscheid führt der bisherige Senat die Geschäfte weiter. Deutstböfterreichs Repräsentant., Wie», 7. Dezember.(Eigener Trahtbericht dcS„Borwärts"). Der Nationnlrat wird am mvrgioen Mittwoch de» Bunde«- Präsidenten wählen. Die Christlichsoiialen hatten bisher keinen Kandidaten genannt. Heute abend haben sie den Bundesrat Dr. Kienböck als Kandidaten ausgestellt. Dr. Kienböck, von Beruf Rechtsanwalt, gehört zum reaktionärsten Flügel der Christlich. sozialen, und eS ist kaum anzunehmen, daß die Großdculschen für ihn stimmen werden; jedenfalls dürften mehrere Mahlgänge erforderlich sein. Die Sozialdemctraten weroen für Miseren Genossen Karl S ei tz stimmen. Die Note gegen Zehrenbach. Die Ankündigung der neuen Ententenote, die den Inhalt der letzten amtlichen Ministerreden in Köln und Aachen zum Gegenstand einer Beschwerde macht, hat eine zienilich staike Beunruhigung hervorgerufen. Man geht kaum fehl mit der Annahme, daß dieser Schritt der Entente angeregt worden ist durch die militärischen B e- s a tz u n g s b e h ö r d e n. die sich als die wahre Autorität des besetzten Gebietes betrachten und keine sreniden Götter neben sich dulden wollen. Diese Militärbehörden haben ja auch insofern das formale Recht auf ihrer Seite, als sie über die Aufrcchterhaltung der Ruhe und Ordnung im besetzten Gebiet zu wachen haben— wobei freilich für uns Deutsche die Annahme absonderlich wirkt, deutsche Ministerrede» könnten imstande sein, die Ruhe und Ordnung zu stören. M braucht nicht erst ge'agt zu werde», das; dem Reichs- kanzler f�ehrenbach und dem Außenminister Dr. Simons solche Störungsabstchten ganz ferngelegen haben und daß sie nickst so oder gar nicht geredet haben würden, wenn sie als Folge ihrer Reden diesen peinlichen und demütigenden Schritt der Entente vorausgesehen hätten. Dieser Schritt schafft erst die Wirkungen, die hervorzurufen nicht in der Absicht der Minister lag. er bringt den Deutschen zum Bewußtsein, daß ihre Aeußernngcn auf deutschem Boden einer ausländischen Zensur unterworfen sind und daß selbst die Träger der deutschen Staatsautorität dieser Zensur unterliegen. Das Ideal jeder Demokratie,„auf freiem Grund mit freiem Volk zu stehen", findet in den Zuständen, die über das besetzte Gebiet verhängt sind, wahrhaftig nicht seine Verwirklichung. Wie groß der Unterschied der Empfindungen Huben und drüben ist. erhellt schon daraus, daß Minister, die hüben von nationalistischer Seite scharf bckän»vft werden, drüben als gefährliche nationalistische Aufrührer gelten. Es ist eine Tragikomödie der Irrungen, die eine kaum begreifliche Steigerung fände, wenn es wahr wäre, daß— wie in ras Ententckreisen behauptet wird— die Note gegen Fehrenbach und Simons auch die Billigung Amerikas ge- fanden hat. Die Lage, in die das deutsche Volk und> seine Vertretung geraten sind, werden andere Völker nur dann begreifen, wenn sie sich bemühen, sich in ihren Gedanken selber in sie zu verletzen. Wie wurden sie z B. die Belgier beurteilt haben, wenn sie die militärischen Maßregeln, denen seinerzeit Kardt- nal M c r c i e r ausgesetzt war. gebilligt hätten? Die Entente kann hnndertmal das formale Reckt für sick in Anspruch nehmen, für unser Gefühl bleibt dieses formale Reciit das Recht eines siegreichen Militarismus. Wer kann es uns verdenken, wenn wir mit aller Inbrunst den Tag herbeisehnen, an dem jeder Deutsche auf deutschem Boden ohne Aufsicht von Gene- rälen. eigenen oder fremden, frei sagen und schreiben darf, was er denktl? » Wie wir im gestrigen Abendblatt mitteilten, wurde unser Parteiblatt in L r i c r, die„Volkswackt",' wegen Ber- öffentlichung eines Artikels aus der„HuiiiamtS' vom deutschen Kinderelend auf drei Tage vei boten. Unsere Vetmutimg. daß es sich um den Artikel des französii'cken Romanschriftstellers Panl R e b o u x handle, hat sick bestätigt, und zwar erfolgte da? Verbot wegen folgender Stelle: Wenn wir. die Alliierlen, kornaoren, täglich, stündlich so viele arme Leben zugrunde geben zu lassen, so werden wir alle? Reckt ver» lieren, den deuiicken Oft i z> r- n leibst ihre wirtlichen Berbiechen vorzuwericn. Das unirige ist viel schwerer, da eS während des Friedens begangen wird. Wir schneiden keine Kinderhände ab, aber wir sehen ruhig zu. wie diese kleinen Hände, die sich unschuldig zum Leben neigten, verdorrten und traftios an diesen kleinen gemarterien Leibern nirdrrficlcn. Nach dem Waffen still» stand blieb uns noch ein Feld üblig, auf dem wir uns mit unseren Gegner» messen konnien. das der Gräßlichkeiten. Auch aus die em Wege haben wir sie geschlagen. Man sollte annehmen, daß diese Ausführungen eines einsichtigen Franzosen unbeanstaridet hätten veröffentlicht werden dürfen. Doch weit gefehlt! Die französische B c- satziingsbehördt zwang unser Parteiblatt, zwei Tage nach Wiedergabc obigen Artikels zur Aufnahme einer längeren Daistellung, in der der Protest der deutschen Presse gegen die Ablieferung der 810 000 Milchkühe zurückgewiesen wird. Die militärischen Erziehungsmethoden sind überall so ziemlich dieselben. Daß aber die deutsche KiiegSzeniur einmal so weit gegangen wäre, von einem deutschen Blatt die Aufnabiiie eines beslimmten Artikels zu erzivingen, ist unS nicht erinnerlich._ Rat und Versammlung. Auf der DölkerbundSiayung wurde lange darüber geredet, ob der ständigie Rat oder die nur einen Monat im Jahr tagend« Ver- jammlung die größere Zuständigkeit hoben solle. Schließlich wurde — der strittige Absatz einfach gestrichen. Da wir bekanntlich nicht würdig sind, dieser Vereinigung anzugehören, wird man es unS nicht verdenken, wenn unserem Interesse die Kenntnis dieses Er- gebnisseS genügt. Kein Advokat Teutschlands. Genf, v. Dezember.(WTB.) Pueyrredon erklärte dem HadaSvertreter, daß die argentinische Delegation in Genf nur ihre Grundsätze verteidigt habe und daß niemartd doS Recht habe zu behaupten, sie habe sich zum Advokaten Deutschlands gemacht. Mehrere südamerikanische Staaten wollen angeblich dem ar. gentimschen Beispiel folgen, das in Nordamerika viel Bei- fall gefunden hat. Hilfe für Osteuropa. Die Genfer Versammlung behandelte die Frage der Tuber» kulosebekämpfung in Polen, worüber F o st e r(Kanada) Bericht erstattete. Die Kommission schlug«inen dringenden Appell an sämtliche Staaten vor zur wirksame,, Bekämpiung der in Osteuropa herrschenden Epidemien, sowie eine Aufforderung an das International« Bureau für Hygiene, an das Internationale Komitee des Roten Kreuzes und die Liga der Role-Kreuz-Ver- einigungcn zur unverzüglichen Mitarbeit an diesem Hilfswerk. Die französischen und die englischen Delegierten teilten mit. daß ihre Regierungen bei ihren Parlamenten bereits die Bewilligung von Geldbeiträgen für diesen Zweck beantragt hätten. Es wurde eine Sonderkommission eingesetzt._ Jdand will Zrieüen! London. 7. Dezember.(WTB.) Arthur H e n d e r s o n, der Vorsitzende der von der englischen Arbeiterpartei zur Untersuchung der Lage in Irland eingesetzten Kommission, ist nach London zurückgekehlt. Er erklärte, der starke Wunsch nach Frieden sei noch N'i e unter allen Klassen Irland? so verbreitet gewesen, wie äugen- blicklich. Henderlon tritt nachdrücklich für die Einleitung offizieller Verhandlungen zur Herbeiführung eineö Waffen» slillstaudeS ein. CKellen des Lebens. Von Ludwig Ouessel. Tie sozinlbemokmtischs Frcrftkm des Reichstags Ixit zur Ernährungsdebatte einen Antrag eingcHraclst, der die Uebcrnahme der gesamten D ü n ge r i n d u strie auf das Reich fordert. In eindrucksvoller und fachkundiger Rede hat Genosse Otto B r a u n als RcinKT unserer Partei den Fraktionsantrag begründet, wobei er nachwies, baß eine ungeheure Ernährungskatastrophe unvonneidlich sei, wenn es nicht gelänge, durch ausreichende künstliche Düngung die produktive Kraft unserer Aeckcr wiederherzustellen. Drei Grundstoffe braucht unser Acker, mn reichere Frucht zu tragen: S t i ck st o f f, P h o s p h o r s ä u r c und K a l i. Ohne Kalium kann keine Pflanze gedeihen. Kalkei che Böden sind fruchtbarer als kaliarine. Sorge bereitet uns trotzdem nur die Stickstoff- und Phosphordüngung, weil die Kali- düngung im allgemeinen als ausreichend angesehen werden kann. Was die Stickstofsdüngung cmbelrifjt, so war der Landmann bei Beschaffung dieses wichtigen Pflanzennähr- stoffes johrbimderwlang allein auf Stalldünger ange- wiesen. Stickstoff ist aber im Stalldünger nur spärlich ver- treten. Kein Wunder daher, daß, als der Menschheit in den vierziger Jahren des vorigen Jahrhunderts eine zweite Stick- stoffquelle in den Guanolagern Südamerikas er- öffnet wurde, die früher kaum gekannten Eilande der Westküste Perus der Sammelpunkt einer Flotte von Kmiffahrtei- schiffen aus aller Herren Länder wurden, welche die dort während vieler Jahrhunderte abgelagerten Erkremcnte der Soevögel. in denen Stickstoff als Harnsänre enthalten ist, zur Düngung der europäischen Aecker fortführten. Zu Beginn. der 80er Jahre, als die Guano lager sich mehr und mehr als unzureichend erwiesen, wurde eine neue Stickstoffquelle in der Salpetererde Chiles entdeckt, die einen Stickstoff- gehalt von etwa 15 Proz. aufweist. Hierzu gesellte sich als vierte Stickstoffqudle die sogenannte Gründüngung, die darin besteht, daß man nach der Halmsruchtorntie auf die Stoppelfelder Leguminosen(Lupinen) aussät, die Stickstoff aus der Luft in sich aufnehmen. Durch Unterpflügen dieser sich schnell entwickelnden Pflanzen wird der Boden mit Stickstoff bereichert. Tie Wirkung der Leguminosen-Stickstoff- düngung ist jedoch auS zwei Gründen sehr beschränkt: einmal ist sie nur in Gegendon mit langem, warmem Herbst und zweitens nur auf befondors armen Böden anwendbar. Tie fünfte Sticksloffquollc wurde der Landwirtsch>ast erschlossen, als es der Industrie gelang, den bei der Herstellnng von L e u ch t- gas und.Koks freiwerdenden Stickstoff der Steinkohl. u in eine feste Verbindung überzuführen. Leider war mich diese Stickstoffqnelle nur von begrenzter Ergiebigkeit, weil die Steinkohlen mir 1.3 bis 1,7 Proz. Stickstoff enthalten, wovon wiederum nur ein Siebentel Äs Kunstdünger gewonnen werden kann. Auf eine ganz neue Basis wurde bis Stickstoffgewinnung gestellt, als es 1913 der deutschen Industrie gelang, 10 00') Tonn«, reinen Stickstoff aus der Luft zu gewinn«!. und diesen in den festen Verbindungen als Ammoniak und Kalkst ickstosf auf den Markt zu bringen. Damit toar der ganzen Menschheit eine neue Quelle des Lebens eröffnet. Mühevolle Forscherarbeit war notwendig gewesen, dies Ziel zu erreichen, weil der elementare Stickstoff des uns umhüllenden Luftmeeres sich jeder Vereinigimg mit anderen Stoffen schroff entzieht. Enorme Kohlenmsngen müssen verbrauchc werden, um jene Gluthitze zu erzeugen, in der sich z. B. die Vereinigung des Luftstickstoffes mit Kalk vollzieht. Als der .Krieg lms von den ausländischen Srickstoffquellen abschritt, baute man in aller Haft gewaltige Stick st offabriken, deren Erzeugnisse aber zunächst nickst der Lebenserhaltung, fondern der Lebens Zerstörung, der Herstellung von Er- plosivstoffen dierrten. Für die Landwirtschaft ließ der Krieg keinen Stickstoff übrig, so daß der deutscbe Acker, da auch de» Stalldünger geringer und ärmer an Pflanzennährstoffeir wurde, mehr und mchr von feiner früheren Fruchtbarkeit verlor. Noch ungünstiger gestaltete sich die Lage bei der P h o s- p h a t d ü n g u u g. Sieht man nämlich von der Thomas- phosphatmehldüngunig ab, io ist die Phospbatdüngcrher- stellung im allgemeinen auf überseeische Nohphosphate ange- wiewn. Alles, was sin Jnlande getan wurde, um die Pro- duktion ekcheimistber Pbosphate zu steigern, mar bisher so gut wie ergebnislos. Tis Phosphatdünger lind aber für unsere Brotverforgung wegen der hervorragenden Rolle, die sie bei der Ausbildung der Kölner des Roggens und Weizens spielen, von besonderer Bedeutung. Im letzten Friedensjahr wurden den deutschen Aecbern und Wiesen nicht tveniger als 030 000 Tonnen rchne Phosphochäure in Form von künstlichem Dünger zugeführt. Wie siebt es nun mit dein W rede raufbau der produktiven Kraft unseres Bodens mit Hilfe der Stickstoff» und Phosphat- dünger? Nach den Schätzungen der Sachverständigen ist der Stickstoffgehglt des Sdalldüugers von 450000 Tonnen im Jahre 1913 auf 190 000 Tonnen im Jahre 1919, also um . 67 Proz. gefunksn. Noch größer wird der Rückgang de? i PhosphorsäuregehaliS«des Stalldüngers geschätzt, Von 510 000 3" otmen im Jahre 1913 soll iiescr ou? 200 000 Tonnen im Jahre 1919 gesunken sein. Gewaltige Mengen Kunst- Hunger miiüten also für das Erntejahr 1921 herbeigeschafft werdon. um den einstweilen nicht zu beliebenden katastrophalen Ltückgang des Pftansonnährstossgehalts des Stalldüngers auszugleichen. Wir brauchten hierzu nach den Schätzungen der Sachoerfländigen 445 000 T o n n e n reinen St i ck». st o s s n n d 700 000 Tonn eure ineP h osp hör säur e. Im letzten Erntejahr konnten von diesen notwendigen Mengen den Landwirtschaft jedoch nur 35 bzw. 20 ProZ. z irr Verfügung gestellt wsr-den. Der. Rückgarnz. der HeKareÄräge um , zirka t0 Prvz. gegenüber. 1913 war dic� Folge, obühoa die Witterung des letzten EnrbejahreL eine günstige war. ss-rm erstemnal. seit Änsbruch des Krieges wird nun im nächsurn Erntejahr die Möglichkeit gegeben sein, unseren Acckern soviel. Nährstoffe in Form künstlicher Dünger znzu- führen, das;. an. einen. Wiederaufbau der.produktiven .Kraft des deutschen Vodeus. gedacht werden kann. Bei der Ems- imd ÄokLherstellung und in den Lnftstickstoffabriken könnten 500000 Tonnen reiner Stickstoff erzeugt werden. Auch die Möglichkeit, die Einfuhr von überseeischen Roh- Phosphaten und Schwefelkiesen so zu steigern, daß 700 000 TonuÄt reine Phosphorsäure den Acckern zugeführt werden. können, ist in diesem' Jahre gegeben. Nichtsdestoweniger ist die Aussicht gering, dös; linier,©oben im nächsten Jahr eine ausreichende Düngung erhält. Die Landwirte kaufen den Kunstdünger nicht in ansrdchottden.Mengen, weil er ihnen zu teuer ist. Kein Zweifel, eine der wichtigsten Ursachen unseres Elends ist die Verarmung des Bodens. Ter Wiederausbau seiner produktiven.Kraft steht endlich in erreichbarer. Nähe. Angesichts der Preistreiberei der privaten Diingerfaibrikatiow in die Uebernahme der D u n g e ri n d u st r ie auf das Reich eine wichtige Voraussetzung des laudwirtschaft- lichrn Wiedoranfbaues, der uns neue Quellen des Lebens er- schließen soll. Einstwerlen wird es aber ratsam, sein, lieber Itz-j. Milliarden zur Verbillig-ung der Kunstdünger zu per- ausgaben, als 10—15 Milliarden zur Preissenkung der aus- ländischen Getradsmengen, die wir bei ausreichender Dün- gung out eigenen Aeckern erzeugen könnten. Die Sparsani- keir der bürgerlichen Parteien. m der Düngerfrage ist diktiert von der Furcht, daß die Ueberncchme der. Düngerindustrie auf das Reich unvermeidlich wird, wenn das Reich sich einmal entschließt, Zuschüsse zur Perbilligung der Stickstoff- und Phosphatdunger zu leisten. Das deutsche Proletariat aber sollte nicht vergessen, daß diese Frage, die von seinen täglichen Leiden scheinbar so weit entfernt liegt, zu den allerwichtigsten Problemen des Wiederaufbaues gehört. Reichsregierung unü Seamtenresiftenz. Berlin, 7. Dezember. Amtlich.(WTB.) Gegenüber, der in den letzten.Tagen eingetretenen passiven llkesistenz einiger Gruppen von Beamten nimmt die Rcichsrogienmg Veran- lassimg, zu betonen, daß sie in der Frage des Beamtenstreiks nach wie vor aus dem Boden der von der preußischen S t aa t s r e g i e r u n g sin Einverständnis mit der da- maligen Reichsregiming am 20. Februar 1920 abgegÄenen Erklärung steht. Diese Erklärung hatte folgenden Wortlaut: ..Di« am 10. November 1018 gobildete preußische Regierung hat in ihrem.Slufruf an das praußistbe Boll vom.13..-.November 10.15 dw D>i»rchMr»ttg bor imöngeschränkten ItoalitimSfrecheit für all« SinalÄrobeiter Und Beamte als eine ihrest ÄufgnLen bezeichnet: Auch'.die gvgeiiwärtiHe preußische SlaatSregierung erkennt l>aS KMlllumSrecht der. Beamten-an. Mit dem B�rlff des'Kealltions- rechtes ist«her das sogenannte Streike e-ch t mcht untrennbar vcrbtyiden. Der Streik ist nur. eine S dpr Mittel, die Erlangung besserer wirtschafilicher Bedingungen durchzusetzen, nicht das ein- zig« zu diesem Zweck. Dafür, ob dieses Mutrel aagewendet wer- den darf, sind die aus dem Dienstverhältnis sich wechselseitig er- gebenden Rechte imd Pflichten entscheidend. Ist.darnit die ge- Neister und Geseliea. Konzert-Um schau. In der akademischen Hochschule für Musik hat sich der große, Dur. Rettung des Instituts und feines Ruft notwendige Wandel an Haupt und Gliedern vollzogen. Diese organisatorische Leistung er- fordert Respekt; die Taten, die ans so starkem Willen lebendig Inerter:,, können nicht ausbleiben» wenn auch über den Weg be- rühm: er und individueller Persönlichkeiten i.n Fortschritt einer Scknile noch nichts, gar nichts spriichreif sein kann. Siegfried iOchZ, an Geist, federnder Energie, Lehrmeisterschaft und Musik- können der Beste« einer, hol, mit selvstbcwusrter Faust gleich im ersten seiner Konzert« ein Werk empor, das an ihn und feine Schüler die allerhöchsten Anforderungen stellt, Beethovens �lisxa solemnis. für den alten philharmonischen und den ergänzten Hoch- fchulchor eine feftverankerte Lebensleistung ist, triebhaft schön, klang. lich ein Wunder von Ausgeglichen he it und. Hingebung, rhythmisch ein. musterhaftes Zusammengehen von weichem Gebet und murren- dem Trotz, was chorisch schon ganz als beethovenreif mststieg. das konnte einem Trcbester von Schülern bei aller Disziplin natürlich noch nicht von gestern ans beule in» Blut gehen. Strich und Ton, Legats und Mbrtellato lassen sich erlernen, letzter Zusammenklang, Einheit in Tölnrng und Zugriff, Schattierungen, Glanzpunkte, Schweigsamkeiten, llnterordnung— das find Erfolge der Gewöh- nung.'ovt allmählichen Näherung, des HiyauSwachsens ans der Fu- gend, die nur träumt oder tollt. Wo die innere Reife fehlt, kann ein Benediktns-Eolo aus der Geige nicht zum Himmel steigen; wo noch Kamps mit der Technik ist, wird Bläserfiguren in jedem Satz der Lebensodem genommen. Was Iaht sich nicht alles mit einem P-mken schlag sagen, tvas nicht alles verderben!'Sehr tapfer die Streicher, sehr unsicher Klarinette. Fagott. Flöte, stark, oft gar zu durchdringend die Trompeten. Und manches andere, was eine starke, ungehemmt? Hingabe streckenivcis hemmte. Die Orckwsterschüler werden generell zu den Klavierproben her- anzuziehen sein, obligatorisch, werden, unabhängig von idrem In- ftrument,- erst einmal das strbelhafte Instrument eines Qchsfcken Chores kennen und genießen lernen müssen. Dann wird Sicher- heit sein auf allen-Seiten, dann wieder Massenerlebnis in jedem einzelnen, der da mitwirkt, in jedem, der hört. Ein Jahr Gcduldt es wich. Die Gesamtleistung des Chors war großartig, die des Orchesters sehr respektabel. Bon den Solisten fiel der klägliche, ängstliche Tenor Huttmanns aus dem Rahmen, während die Damen Leonard(immer ein bißchen zu hoch!), zur Rieden und der tckdsichcre G u t t m a n n ihre Partie« allen Schlvierigkeiten Min Trop glänzend durchführten. Ein zehnfaches Glückaus dem jugendlichen Meister Ochs, der in kurzer Zeit schon eine solche Leistung Ungeübter zuwege bringt. Er sprang als Erster von den H chfchnklcbrcrn in die Beefchc. Rachefterung wt not. meinsame ArHeitsinederkegung nicht dereinlb-ny so ist dem Kvali- tionsvccht das sogenannte Streikrecht nicht verliehen. In ihrer Amvendimg auf das Beaim tenve rhältni s führen dies« Grundsätze dazu, daß dc? Beamte nicht streiken darf. Das Boamtenverhältnis ist ein Trcuverhälwis. Da der Staat ohne die Beamten ein gc- oftmetes. Leben nicht führen und überhaupt seinen Willen nicht gußern kann, muß er mit den Beamten ein Verhältnis eingehen, t�tß diese zur völligen Hingabe an den Staat verpflichtet. DreseS Treueverhältnis tritt auch dadurch in Erscheinung, daß der Beamte einen Diensteid leiftot. Die Eigenart des Beamten- Verhältnisses kommt in wesentlichen Bestimmungen des Beamten- rechts zum Ausdruck. Mit Rücksicht auf die ihm der Allgemeinheit gegenüber obliegende Pflicht ist dem Beamten das Recht vor- sagt, sein Amt willkürlich zu verlassen. Demgemäß ist auch die Mehrzahl der Beamten auf Lebenszeit angestellt und katm nur im Wege des gesetzlich geregelten Disziplinarvee- fabrenS entlassen werden. Ferner sind die Rechte des Beamten ?uf-in bestimmtes Gehalt, auf Ruhegehalt und Hinterbliebenen- fürs arge gesetzlich geregelt und durch die Reicbsversassung� besonders gewährleistet. Bei diesem-besonders gearteten Verhältnis von Rechten und Pfkichtcn bricht mithin. ein Beamter, der streikt, seinen Eid und-verletzt die Amtspflicht, die er übernommen hat. Das Streiken stellt sich als unentschuldigtes Fernbleiben vom?ltn-te dar. und hat zur Folge, daß der Beamte für die Zeit deS Streiks seines Dien st ein kam mens verlustig geht, auch bat er die Einleitung des förmlichen D i s z i p l i na r ve r° sab yens npt dem Ziele der Dienstentlassung zu gewSr» t.gen. Dahtrch werden keine berechtigten Interessen der Beamten verletzt, denn ihnen stehen a n-d e r e M i tt e l zur Verfügung, um i-Irre Wünftb« nachdrücklich zur Geltung zu bringen. Da über die Ver- waltungen des Staats die Volksvertretungen, über die der Gemeindeverbände deren Vertretungen«in durchgreifendes Koutroll» recht ausüben, so hat der Beamte ein besonders wirksames. Mitte!, um mit Hilfe dieser Vertretungen-seine Klaggin abstellen zu lassen. Die Auffassung der preußischen Staatsregierung in dieser Frage deckt sich mit der der Reichsregierung. Die Staatsregiernng bc- irachtet es als ihre selbstverständliche Aufgabe, pflichttreue Beamte vor dem Terror Streikender zu schützen, und wird alle hierzu not- wendigen Maßnahmen ergreifen." Di? Reichsrnfterung fann keinen Unterschied anerkennen Mischen dem Fernbleiben von der Arbeitsstätte, Zwischen Streik und sogenannter passiver Resistenz. In allen diesen Fällen perletzt der Beamte die ihm obliegende Dienstpflicht, infolgedessen hat er auch in allen diesen Fällen die Einleitung des Disziplinarverfahrens mit dem Ziest der Dienstentlassung und den Ver- l u st seines D i e n st e i n k o in m e n s zu gewärtigen. .* Von zuständiger Stelle wird der Dena gesöbrieben t In letzter Zeit ist wiederholt versucht worden, in die Beamtenschaft Be« unruhigling zu tragen. So wird jetzt die durchaus unwahre Nach- richl verbreitet, die Besoldnngsvorlage sei gefährdet, weil die Decklingsmöglichkeiten fehlen u. a. mehr. Wir müssen demgegen- über feststellen, daß für die Beamtenschaft keinerlei Anlaß zur Be- unnthigung vorliegt. Der Besoldungsau-schuß der Preußischen Landesversammlung bat bereits die zweite Lesung des Beamten-Dienst-EinkommengesetzeS beendet und ist jetzt mit der zweiten Lesung der Besoldungsordnung beschäfligt. Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß die Vorlage vor Weihnachten»er- abschiedet wird. Eine große Versammlung der Postbeamten in Karlsruhe be- fchlöst nach Berichs' der TU. einstimmig, solange genau nach d e n D i e n st v o r s ch r i f t c n weilerzuarbeiten, bis die Regierung den Postbeamten da? nächste Vierte'.jahrsgehalt schon setzt anS- bezahlt. Bevor dies nicht geschehen ist, werdest die Postbeamten den Dienst nicht wie vorher versehen. Dürch dje Stellungnahme der Postbeamienschaft erleidet der Postverkehr auch weiterhin sehr erhebliche Verzögerungen, was sich- besonders ein- ichneidend im Postsweckverkehr bemerkbar macht. In Heidelberg und Pforzheim ist die Bewegung in ruhigere Bahnen ge° leitet. An der gleichen Stelle rang,, vom Hymnus der Kenner und Freunde umsonnt, Helge Lindberg. der finnische Bariton. Wäre der keck vorherlaufenide Ruf nicht zu laut.gewesen, man könnte Lindberg wirklich feiern.. So. aber stutzt man zunächst. DeS Programm prachtvoll, nichts als Bach und Händel, also alles andere als Bravourstücke der Eitlen. Müngersdorf, der an der Spitze eines Kammerorchesters der Philharmonischen, treu uniy achtsani bei der Sache. Lindberg hat für beide Meister starkes Srilempfindsn; breit. fließt der Ton von seinen Lippen, ein wirk- lich schöner Bariton gibt mit beherrschtem. Atgm med fein nuancierendem Pathos Wärme ber. Die reicht für die weltliche, nicht für die göttliche, die Kreuzstabkantate, die einst Meschaert betete. Hier ist die seelische Resonanz nicht groß genug, hier bleiben die llebergänge eingestuft, hier klingt im leisen Andeuten einer heiligen Sehnsucht nach Ruhe und Grabesichwcigeu ein störender Gaumen- ton mit.' Doch bleibt der nordische Gast mit seinem Fühlen uns nah; und er-wird in seiner poscnfreien Art im Oratorium seinen Bel-catiioMmster stehen. Eduard Erhard, tiefer Baß, bodenständig, fast möchte man sagen: trinkfest, suche die Ballade, das kämpferifch-poliernde, das amüsänt-stapfcnde Lied. Da ist er Ausdruckskünstler van Eigen- «rt.«Kömglich. Gabel"«nd„Der Sänget" von Wolf liegen seiner breit ausladenden Tiefe. Für den.Rattenfänger" aber bringt er den genialen Funken nicht mir, und seinem betörenden Lied haftet zu viel des pädagogischen Willens an; auch. der begleitende Arpad S ü n d o r zwingt mit seinem eckigen, lauten Spiel die Knaben und Mädchen nicht hinter sich her. Wir sind durch Lindemann,'Rmich- eisen, Wolfs, Behm ja an Begleitern recht verwöhnt. DaS find Musiker, die mitschaffen und einen einfachen Liederabend oft zur feinsten Ensemblekunst umschafien. Auch Liachowsky gehört zu diesen berufenen Helfern. Bei seiner Gattin Paula Liachowsky stützt er und nützt er mit besonderer Antoilnckbme. Diese Sängertzn verdien! es auch; nicht nur, daß sie einen weichen und seelenvollen Sopran hat, läßt ihr mit Genuß zuhören, sondern mehr noch die Kultur ihres Singens, das sorgsam Gefeilte ihres Sprechens, der feine Aufbau der Phraseagruppen in iLedern von Wolf und BrahmS. Agnes Schulz hat gestalten, toaS sie int vorigen Jahr versprach. Und mehr als das, sie ist sicherer, freier und in aller Be- scheidenheit des Auftretens auch innerlich noch beweglicher geworden. Wie innig und minnig klingen aus dem Munde dieser deutschen Blondine die Lieder aus der Reimann-Sammlung, und wie lieb- lich drängt zarte, frauenhafte Empfindung aus Brohms-Liedern l Ein prachtvoll entwickeltes Singetalent. Wie wär's mit Mozart- Arien, wie mit der Agathe? Zum Schluß sei von den vielen kleinen Orchestern, die sich neu bilden, das.Berliner Aerzteorchester" genannt, das Prof. Pollack gründete und das jetzt der routinierte Karl Zimmer leitet. Noch keine Meister, aber auch keine Schüler mehr. Begeisterte, denen die Romantik einer Rasf-Sinfonft gut zu Gesicht und Fiedel steht. Lernende, die in begrenztem Rahmen sehr wohl den Geist ihrer Musiken erklingen machen können, beste ckilettanti ohne bösen Beigeschmack, trefflichste Kunstgesellen im Reiche der Meister. _ D r. Kurt Singer. Kleines Schauspielhans: Ehelei. Lustspiel von Hermann Bahr. Dw EskimÄ jhcShtt die ftlisame Rngew-hnhaft, ihrx Stimme aus üem Hintergründe. Der Staatssekretär im Preußischen Ministerium de« Inner«, Dr. Freund, hat. wie die P. P. N. erfahren, von dem ehemalige» Regierungsviösidenten Herrn v. Jagow, der während der Kapp« Tage als.Minister des Innern" amtierte, einen vom 3. Dezember datierten Brief erhalten. Der Brief» der von Berlin aus dem StaaissekretÄr zugestellt worden ist— der Aufenthaltsort des flüchtigen Herrn v. Jagow ist unbekannt(wenigstens dem Staats« anwali), hat folgenden Wortlaut: »Sehr geehrter Herr Staatssekretär! In der.Deut'chen Tageszeitung" beru't sich Frhr. v. Braun auf mein Zeugnis gegen Ste. Ich halte es für meine Pflicht der Loyalität zu bezeugen: Nach Ihrer ZwangSenttosiung am 13. März tst weder unmittelbar noch mittelbar �rin Antrag oder eine Anregung ans Ihre Weiierverwendung im Staatsdienste a» mich gelangt. Hochachtungsvoll ergebenst Jagow." Ter große Vorstoß de? Freiberrn v. Braun ist damit kläglich zusammengebrochen. Herr v. Braun handhabt die Wahrheit nicht anders als seine reaktionären Freunde vngSnm. Trotzdem sind wir ihm Dank schuldig t ihm verdanken wir das Göiterjchauspiel, daß ausgerechnet die deutschnationale Presse tagelang einen Beamten als— Kap pisten denunzierte, dieielbe Presse. die sonst, wenn ein wirklicher Kapvist festgenagelt wird, sofort daS Lied vom.größten Lump im Deutschen Land" zustimmt. Daß man Unbeteiligte eines Verbrechens denunziert, an dem man selbst betet Ii gl ist, dürfte eine kaum zu überbietende Höchst- teistung fein.__ Ueberwachte verfajsungstreue. Braunschweig, 6. Dezember.(Eigener Drahiber.icht des„Vor- wärts".) In Braunschweig wurde vor einigen Tagen eine OrlS- gruppe des Republikanischen Führerbundes gegründet. Anläßlich dieser Tatsache gab das G a rn i s e n k o w. m a n d o Braunschweig an alle Kompagnien die die Gründung be- ireffende Notiz des„Volksfreund" weiter mit dem Befehl zur dauernden Ucberwachung, ob Reichswehrangehörizc Mitglieder dcS Republikanischen FührcrbundeS wären. Gezeichnet ist der Erlaß v. Brandenstein. Beschwerde ist eingereicht. Tie Schiefierei von Swinemünde. Von zuständiger Stelle erfahren wir über das Ergebnis her bisherigen Untersuchung über die Schießerei in S w l n e m n n de: In der Nackt vom. 3. zum-1.. Dezember befanden sich mehrere Soldaten der Küstenwehrabieilung auf dem Heimwege. als in ihrer Nähe ö bis 6 Schüsse fielen, die, wie nachträglich festzustellen war, von einem Wachtmann ohne besonderen Anlas? odgefeuert worden sind. Die Sol-daten nahmen an, einer ihrer Kameraden, den sie vermißten, sei üiberfallen, eilten ihm zu Hilft und gerieten, durch die Dunkelheit irregeführt, an einen in Zivil gekleideten Seeoffizier, der unglücklicherweise durch einen Stich schwer verletzt wurde und in der Notwehr einen der Soldaten mit seiner Schußwaffe lebensgefährlich ver- wuadete. In der letzten Zeit haben mehrere U e b e r f alle halbwüchsiger Burschen aus einzelne MÄitärpersonen stattgefunden.. Nur damit ist das bedauerliche Mißv'erstäudnis zu erklären. ES steht also feit, daß die ganze Schießerei lediglich und allein von Militärpersonen verursacht wurde. Ein Freisprnch. Die VolksgerichiSvcrhandlung gegen den links- radikalen Lehrer Auweck wegen Aufreizung zun:-Klassenhrß und, Hochverrat endete kam.Münchener Neuesten Nachrichten" mit der Freisprechung des Angeklagten, weil- dgS Gericht annahm, daß der Angeklagte die verschiedenen Klassen der Bevölkerung gegen? einander aufgereizt' hm, aber die. O e f f e n t I i ch k e i t ber frag- lichon Versammlung nicht feststand. Der Angeklagte sollte bekannt- lich erÄgrt haben, daß bei der nächsten Revolution auch Ar- beiterblut fließen müsse un>d daß Leute wie Noske und Sckieide. mann nicht am Leben bleiben könnten. In der Urteilsbegründung wurde der Angeklagte als politischer Wirrkopf bezeichnet, der politisch nicht ausgereift sei. Frauen erst dann schön zu finden- wenn sie auch von anderen Männern begehrt werden. Daher kommt cS bei den Bewohnern der Nordpolgeyend oft vor, daß sie ihre Gattinnen den Fremden aufdrängen und erst wenn der Fremde die Frau genommen ha!, weiß der beglückte Gatte, daß er ein Kleinod besah. Hermann Baht« ist der Ansicht, daß diese Eskimogewohnheit zur Freude mancher Mitteleuropäer geworden ist. Um dieses Paradoy schrieb er sein jüngstes Luftspiel, eine mehr geschwätzige Angelegenheit als eine beredsame- Plauderest Der seltsame Gatt« drängt sein« Frau einein Meister von der modernen Verblödungskunst der Operette auf.. Dieser geniale und von den Frauen natürlich tausendfach veistäifchelle Mann hat zufällig einen gesunden Menschenverstand und noch ein wenig vom. alltäglichen Gefühl behalten Er redet dem allzu gefälligen Ehe- gatien und Freunde zu. daß er doch eine etwas energischere Ehe betreibe und sich nicht so der Ehclei widmen möge, damit seine Frau nicht aus allerhand Dummheiten und Abenteuerlichkeiten gerät. Der gefällige Freund ist aber ein Pedant des Ungewöhn- lichcn, er will nicht glauben daß sein genialer Freiind ein so nor- males Erdenklich sei und ibn plagt Trübsal daß der Musikus- nicht zur Vollendung eines modernen Dreieckes in seine Ehelei hineintreien will. Aus �diesem Gedankensplitterlein entwickeln sich allerhand lustige Gespräche.einige Bosheiten und mancher Witz. Alles aber ist- ein Echo des alten Hermann Bahr, der seine katho- lifchen Romanneigungen unterdrückt, um wieder ein-Plauder- stück mit sanften Ungezogenheiten zu schreiben. Am Kleinen Schaufpie'hgus wird diese geringfügige Ver- wirrung der Liebesbegrrffe hübsch oor daS Parkett hingelegt. Herr Schwanneke fit der verwöhnte Komponist, Fräulein Terwin spielt die. Dame, der das Abenteuerliche gelingt. Der kurzsichtige und überschwengliche Gatt? mit den Esktwoeignungen ist Herr Haas e. Die drei Künstler belttben einen» Tom der dem Stücke etwas von feiner geschmeidigen Plauderei nimmt, sie gelen allzu heftig aufs Tewpo, während dem L tstspie! eine gering« Dämpfung besser getan hätte._ Dr. MaxHochdorf. Zur Bretbovrn.Feler ver-ng-ltet dir pretistUche S ta a tS b I bli o- t h« k in ihrem Ausilellimossaale eine?! u S!l e 1 1 u n g ans ibrem Beethoven-Besitz, der an Handschriften und Si zzenbüch-rn de»! Meisters reich ist. Die Ausstellung wird am 10. Dezember, 12'/. Ubr. eiöffncu Vach-HSnbrl>M»zart«ö!n tntd tzciwng-A'chass-nburx. Nr. 60$ ♦ 37. Jahrgang 1. Heilage öes Vorwärts Mittwoch. 8. Dezember 1920 GroßSerün Moröprozeß wenSelstaöt. Uutcr der Anklage des Vatermordrs. Bor dem Schwurgericht des Landgerichts III begann gestern die Verhandlung gegen den 24jährigen Kaufmann Hans Wendel- st ä d t, der beschuldigt ist, in der Nacht zum 14. Mai 1919 seinen B a t e r, den Kaufnumn Hans Wcnidelstädt ermordet zu habe n. Ten Vorsitz führt Landgcrichtsdirektor Ernst, die An- klage vertritt Staatsanwalt Schmidt, die Verteidigung führen Iustizrat Dr. W c r t h a u e r. Rechtsanwalt P r ö l l und Referendar Werthauer. Zur Verhandlung sind etwa 49 Zeugen und mehrere Sachverständige geladen. Der Bater des Angeklagten ist, wie bekannt, am Morgen drS 14, Mai in seiner Wohnung ermordet aufgefunden woid.-n. Die innere Brristtaschc� seiner Joppe war herausgerissen, ans ihr war eine Brieftasche entwendet. Forner fehlt« die goldene Uhr, eine Geldbörse mit Geldstücken und das Schlüsscllbund, das der Ermordete bei sich zu tragen pflegte. Er war zuletzt um 19 Uhr abends lesend gesehen worden. Es hatte nach den Feststellungen den Anschein, als ob der Ennoidcte mit dem Täter vor der T a t a n einem T i s ch g e se s s e n hätte. Es war auffällig, datz in einem Zimmer, dos auf der entgegengesetzten Seite der Woh- nung lag. die Klappe eines sonst stets verschlossenen altmodischen Sekretärs heruntergelassen und ein Geheimfach geöffnet war, tn dem sich ein Briefumschlag mit der Aufschrift..Im Falle meines Todes ist dieser Brief Frl. Alice Lindemann zu übergehen" befand. D.eser Brief soll Angaben über ein Auslands- depo t� enthalten haben und verschwunden sein. Auch ein Geld- betrag über 2999 M., ebenso eine Stahluhr mit leuchtendem Zifferblatt, die auf dem Nachttisch zu stehen pflegte, waren verschwunden. Der Vorsitzende hält dem Angeklagten eine ganze Reihe von Momenten vor, die den gegen ihn erhobenen Verdacht begründen sollen. So soll er für die Zeit der Tat schon vorher gesucht haben. sich einen Alibibewcis zu sich.'rn, indem er seine Wirtin darauf aufmerksam zu machen versuchte, wann er am 13. Mai abends nach Haufe gekommen sei. Als er nach dem Morde geholt wurde, soll es aufgefallen sein, dag er eine Kratzwundc an d e r N a s« hotte. Nach seiner Ankunft. in der Wobnuna de? Vaters fiel fein sehr erregtes Aussehen auf, ferner die Taifache, dag er sich weigerte, die Leiche des Vaters anzusehen. Vors.: WeShaW haben Sie sich denn geweigert, die Leiche Ihres Vaicrs anzusehen?— Angesagter schweigt.— Vors.: s e waren doch Soldat und babcn doch im Felde viel gesthen?— Angeklagter, noch längerem Schweigen: Ich konnte« di« Leiche nicht feben.— Vors.: Sie sollen Ihren Vater überhaupt nicht mehr haben sehen wollen.— A n g e k l.: Wenn man sich vorstellt, daß es der eigene Vater ist, der ermordet worden ist. so wird es vielleicht verständl ch sein, weshalb«ch die Leiche nicht mebr feben wollte.— Vors.: Hier ist ein« Photographie der Leiche Ihres Vaters. Wollen Sie sich dos Bild anfehen?— A nge IL; Wenn es sein mutz!— Der Vorfitzende übergibt ihm da» Bild. Der Angeklagte hält es mit der Bildfeite nach unten, enblatzt jäh urtd zögert. Endlich erklärt er: Mutz es denn sein, dotz ich mir das Bild ansehe. Wemr ich jetzt die Leiche so sehe, dann habe ich meinen Vater er- mordet gesehen.— Vor s.: Ich zwinge Sie nicht dazu.— ES kommt nun zu einem dramatischen Moment. Der Angeklagte kämpft sichtlich einen schweren innerlichen Kampf. dwbt dann mit schnellem Entschlutz die Photographie um und be» trachtet sie stumm längere Zeit, um sich dann, die Hand vor den Augen haltend, hinzusetzen.— Auf die wiederholten Fragen, welche Gedanken sich der Angeklagte über den Mord und den Täter mache, erklärt Kiefer: Wie soll ich wissen, wer die Tat ver- übt hat? Der Vater hatte doch mich Damenverk ehr und kann doch auch sonst noch Verkehr gobabt haben, von dem.ch nichts weitz. — ES folgen dann eine ganz« Reihe weiterer Zeugenvernehmungen von Leuten, die im Haus« Wcndelstädts tätig waren. Belastend für den Angeklagten ist die Aussage der Witwe Weitz. bei der der Angeklagte in der Karl strotze gewohnt hat. Sie behauptet, entgegen den Vcrsiche- ru regen des Angeklagten, dotz in dessen Besitz auch noch ein Joppen- an.zug gewesen sei, der noch dem Morde verschwunden sei, ebenso ein Dolch, der gleichfalls nach der Morde verschwunden sei. Vor dem Mord« habe der Angeklagte zu ihr gesagt:.Wir wollen doch mal sehen, wer heute von uns beiden früher nach Hause kommt." Di«S schien ihr etwas bei den Haaren herbei gezogen zu sein. Allerdings habe er ähnliches auch früher öfter gesagt. Als sie an jenem Abend nach Haus« gekommen sei, habe ihr ihre Mutter gesagt, datz er schon längst zu Hause sei. Si« habe dann in der Nacht gehört, datz die Tür ging und jemand nach dem an der Tür hängenden Schlüssel griff. sDer Angeklagte erklärt hierzu, datz er nach dem Abortfchlüssel gegriffen habe.) Di« Zeugin hat eine Tür aufgehen gehört, aber ein Schi ietzen hat sie nicht gehört, auch nicht, datz der Angeklagte aus den, Haufe gegangen ist. Als sie am anderen Morgen um 6 Uhr aufmachte kam der Angeklagte an die Entreetür und fragte sie: .Na, wer war denn gestern früher zu Haufe?" Dabei bles er ihr , fortgesetzt Zigarettenrauch ins Gesicht, was sie sich nach- � träglich damit erklärte, datz er die Verletzung an der Nase > vor ivr verbergen wollte. Es wurden noch mehrere Zeugen und Zeuginnen vernommen j und in der achten Abend st und« die Verhandlung auf Mitt- ; woch vertagt. Ter Krieifsbeschädigke— wartet! Ein Kriegsbeichä'iigler, der wegen Liingentuberkiilo'e al» zu 89 Proz erwerhS'iufäliig gilt, schildert uns seine Bemühungen, die ihm notws"dine Hilfe zu erlangen. Nack, seiner Emlassiing aus dem Lararetr Svindan zog er Mitte Juni 1919 na» Tchönlanke. Am 9 Juli 1919 beontraaie er beim VosoeauirgSamt Svneidemühl eine He'liiäiienkiir und am 18. Auaust 1919 begab er siv wegen Ausbleibens ein� B'''»?rdes mit einer Geldbe'bilfe bils?bereiter Bnvatverianen na» Gö bersdorf in eine Lunrenbeftstäne. Dorthin kam Alfa»' J rnnar 1929 endl» ein Be'ckeid, nämli»— eine Anircwe, ob der KriegSMifiädiate jenen Anirag vom Auaust 1919 aufte»terhalte. T>otz sofortiger Bejabnna wurde er erst o»i Wo»en sfäter. am 29. i?-bruor 1920, milnärärztli»»ntersii», und na» wei'eren a»l Woben kam dann Ende April die Bewillnung eurer Kur von vier Monaten. Gemeint war aber ni»t etwa eine Verlängeruna der von ihm selber begonnenen Knr. sondern man bew'lliate lbm nur eine Knrdauer vom 18. August bis 17. De- zemder 1919. Für diese Zeit sollten ibm vra Tag 19 M. aezahlt werden Dotz inzwi>»en alle»'chon wieder viel teurer geworden war. lb'en man n!»t zu b ebten. AIS der iknegSbesbAdiate am 3. Mai 1929 dabl>en Betraa von s»o» 14 M 'wo Tog>u bewilli-en. erhielt er überhauvi leine Antwort mebr. iNn» beute wartet der Mann auf i ein Geld. Den« se'ben M tzerkolg hatten leine B'M'ühnnaeu Erhöhung der Rente von 89 Proz ans 190 Proz z» erreicken. Der am 26. Februar 1920 an daS Ber'arninaSamt gerichtete diesbezügliche An'raa bl'eb unbeantworret. Ebenso er-ing eS ibm mit eine, am 3. Mai 1920 an da«1 ReichSarbeitSministerium aerichteten Bitte»m eine neue be'lstäiten'nr. Der Mann l'egt jetzt wieder im Krankenhaus zu SÄneidemühl. Bis wann ivill man ihn warten lassen? Gegen daS Nrteil im Kaoitrlflnchtprazeß ist von der Staats« er-- w a l t i ch a s t. soweit Freisprechung erlolat ist oder Anträge auf Berrall-rklärung abgelehnt worden ssnd, Revision ange» meldet woiden. Die„WcihnachtSs'cschiiftc" der Taschendiebe florieren auch in dielem Jadre- Den Andrana vor den S ch a n f e n st e r n, be- ionderS aber auch in den WribnachtSauSstellungen der Warenhäuser benutze» die Spitzbuben, um die Talchen und Hand« laichen anderer Personen unauffällig zu leeren. Auch die über- füllten Fabtstühle bieten ihnen ein leichieS Arbeitsfeld. Die Finget» fminfeit, die sie dabei an den Tag lrjjen, ist immer erstaunlicher. So öffneten sie einer Dame in einem Fahrstuhl eines Waren« banseS die Handlaiche, obwohl sich die Bestohlene an der Taicte einen besonderen Beischlutz hatte anbringen lässen und stahlen eine goldene Brosche mit einem grossen Brillanten in der Mitte und kleineren an den beiden Enden und efti braunledernes Geldläichchen mit 200 M. Bargeld. Die erste Zweigstelle der K. B. G. fKleiderveriwertungs-Ge- sellschaft) in der Warschauer Str. 33. Ecke Memeler Str., wurde Sonnabend eröffnet. Geboren aus der Not des Krieges me Sammelstelle alter, verbrauchter und verschlissener KleidungS- stücke, ist die K. V. G. allmählich»ein KaushcruS für Arme und Be- dürftige geworden. Während ihr Warenumsatz im Jahre. 1917 sich auf noch nicht Vi Million Mark bclief, wird er im Jähre 1920 voraussichtlich etwa 46 Millionen Mark betragen. Der neuen Zweigstelle werden in Kürze zwei weitere Verkaufsstellen— die nächste im Norden des Stadtgebiets— folgen. Bei der Eröffnung waren Vertreter des Magistrats und der Stadtverordnetenversamm- lung nebst den Mitgliedern des bisherigen Aufsichtsrats der K. V. G. und Vertreter der Presse anwesend. Die Leitung bleibt wie bisher unter der Aufsicht des Berliner Magistrats in den Händen de? Direktors Franz Nowarra, der von dem Hauptgeschäft, Kom- mandantenstratze 80/82, aus sämtliche Zweigstellen mit Waren der- sorgt und überwacht. Bezirtsversammlung des 29. Verwaltungsbezirks, vor Eintritt in die Tagesordnung beantragten die Neulommunisten die Dting» llchkeit tür einen Anna,,, welcher weilgehcnee Massnabmen zur Be« kämpiuiig der Notlage der ErwerbSloie» soidcrre die Ü-S.P. ver« langte daS Gwiche für einen Antrag, welcher den Rücktritt des stell- vertretenden Vorsitzenden, des Bürgerinerslers Wille von lemem Amt wegen des gegen ihn schwebenden gerichtlichen veiiohrenS forderte. Zunächst wurde de'chlostcn, beim Magistrat zu beantragen. das Bezirksamt mit 7 beioldcten und 4 unbesoldeten Sladtiäicn zu besetzen. Lebhaste DtSkuffioncn veranlasste der Punkt 3 der Tages« Ordnung: Siv der Bezirfsoerwalliliig. Während die S.P.D.>ür den geogrophrschen Millelpunlt des Bezirks Wittenau MiL feinem schönen, wenn oiicb»rzeil räumlich nicht> anz zuieigenden Raibous eintialen, wollten U.S.P und die Neukommun'sten den Sin der Bezirksverwalltuig nach llL inickendmi veilegi habe» von der- S P.D.« Verordneten wurde darauf dinaeiviewn, dass die BerwaliiinaSaebäUde in Reinickendorf eigenitich Wohnhäuser leicii. �ie in der Zeil der W ob« n u n g s n o l besser ibrem ei renilichei: Zweck zuzeftibri würden. Die Bürgerlichen traten geichtossen lür Nieinickei dorf ein, das dann auch als Sitz der Berwaliuirg bestimn t wurde— Tw»r,,, war die Tagesordnung erledigt»nd es kam zur Beraiung der Drin-Iichte'l»« antrüge Herr Witte erklärte, dass er von seiner Stelle n»t zurücktrete» werde, der Anirag der Neukommunisten wiirde wegen der vorgerückien Srunde verragt. Eine Anregung d'S 7 erernenten lür die Eiwe bsloieiifüriorge der Gemeinde Rc nickcndorf d>e weih- nachiliche Sl'mmting der Bevölkerung.ur Linderima der Not der Erwerbslosen zu benutzen und durch Sammlungen Betl-idunas- aegenilände u. dal. auszubringen, stiess aur hekiigen W derstand der USP und der Nelikommunisten, welche der Meinung waien, dass die Fraktion der SPD. sich lür duse Art, den No'Ie'denden»u helfen erwärmte und'ür diese der bürgerlichen Jdeo oaie entsprechende Absicht emtreie. Genosse A. Meier. Teael erklärte dotz die Frakiio» der SPD. mit der sicherlich aui gemeinten Aiireflung des Reniicken'orter Genossen Zeist» r nichts zu»in bade. Schl'ess- l>ch wurde auf Vorschlag des Gen ollen Üwtl'S.Teael die Anreanng den Otemeindevorstehern der O"e d"s 2» B-rwol'i'n-s«.- j-ks über« Wielen. Die verltessenen. Em 9ri gsvcieran von>87» rmnert in e'nem an uns gerichreren Schreiben daran p-y«rn istrai Berlin alljährlich an die Veteranen von 94 99 79 71>5 09» M ve» teilt habe. In dteiem Jahre ie> woM infolge der Umwäl u a>» Gross« Berl n die Verteilung obiger Summe unterblieben. Oder stehen b«erkür keine Mittek mehr>ur Verfügung? Dänische Briefe. Jür Partelgenoien, dl« ctinder z-r Erbolung in Dän-mart babcn odei. ballen, ist der Aenoss« Jen» Tborv-Hanlen, N.. Wlckiciststr. 19. bereit, in dänilkier Sprache einlauleude Briete kostenlos zu überictzen. Proletarllche« Dbearer. Donnersiag. den 9. Dezember. 8 Ubr. in den PbariiS-Eölen. Müllerstr. 112: Aiistübrnng der reoo'iik onä'en Satire »Ter Pr nz von.«aoen' von Npton Sli'etair. Jcrner Sonnabend, den lt. Dezember, 8 llbr. in Li�te'-b-ra in der Sstnlaiila vaikaiie. Sonntag. den 12. Dezember. nabmittaaS 3 Ubr, ln der Pdilbarmonie, Bernbur er Glratze:„Die irciiide" von Marm atorli Karlen zu 3 M. und 1 M iör Arbeitslose, im Vorverkauf zu 2 69 M Voi verkant« a. in der vorwärts« Buchbandiuna. Bezrrksbtldungaauslchust T beater. Jeden Mut noch und Lonn- abrnd Lst, Ubr. im Zentrat-Tdcalcr, Alte Jakob-Iratzc 31/32. Märchenoper .Firlesanz.' Gutscheine a Ml. 2.— ünd z» haben im BezirlSbildunqsauS« ichiiss Grotz-Berlin Lindenstraste 3 Die Guticheinc werden an der.9 alle aegen Pladkarien umoetaulcht. Für die Aufführung»Rose Bernd" im Roie-Tbcaler sind noch Karten lür Sonnabend, den lt. Dezember 7st, Ubr, Sonntag/ den 12. Dezember, nachmi tags 3 Uar und:No«tag. den 13. De« zrmber, 71l1 Uhr, zum Preste von Mk. 3.30 einlch!ic>tlich Garderobe und Theaterzettel im Bureau des BczüIsb!ldungSausichuss-s. Lindenltratze 3, zu baben. B e e t h o v e i>« K o n z e r t.«Im Sonntag, den l2 Dnember, vormittaaS 11 Uhr, im Blütbnerlaal, Lützowstrar.« 76. Becthovcn-Konzert unter Leitung von Kovellmeister Dr. F. Äi. Gas. Miiwüke ide: Solistin Jela Zioonirlt»nd das Bliiih'teiorchester. Karten bei allen AbtcilunaS- kalsierern. be! den OitsbildunqsauSschüsien, bei Horlch. Euqelu'cr Ist und a» der Kasse.— Abonnemenls-Jeitkon zerte. Am 2ä. Dczcm- der(t. Deibnachlsseierlaal. Wechnachtliche Musik, nachmittags 2'l, Ubr. in der alten Gainilonkiiche, Neue Friedrich ratze Wir Hilten unverzüglich die Marlen einzulöien. Sozialist ische Bildunasschule. Im Monat Januar n. Js. werden 2 VortraqSrciben abgestallen. Aedeübuna.— Ge- ichuble der Arbeiterbeiveauag tBarlamentariicbc Geichichte. Tätigkeit der Partei iw Landtag. Organilator'Ichc Aujgabcn während der Wablbewegung). Jede Bortragsre be unisäkt 4 Abende. Hörgcbübr Mk 3,—. Wir bitten rcchtbald schiiilliche Veweibunaen zur Teilnabme an beiden Veranstaltungen an den Selretar des Biidungsaucichusses Albert Hvilitz, Lindenstratze 3, einzureichen.— Steglitz. Sonntag, den 12. Dezember. 8 Uhr, Weib» nachtSIv'izert in der Lu'aSkuchc. Mitwirkende: Pro!. Walter Fiicher lOrgel), Dr. Gntlman», der Dr. Gntlmaiinffche CKor, Frau Gertrud Bots. Frl. Agne» Schutz, Herr Nikoias Lambinou, Dr. Paul St. Georgy. Karlen sind zu haben bei allen Parlestunktlonären in Steglitz, im BezirlSbildungS» »»Sichntz Grov-Be tili, Lindenstratze 3. II. Hoj IV. Das Licht der Heimat. 81] von August hinrichs. Eines Abends, ffls er schon fortgehen wollte, ließ sie ihn in ihren Arbcitsrmim bitten, mn ihm ein neues Ergebnis zu zeigen. Eingehend legte sie ihm ihre bisherigen Unter- suchungen dar und erklärte ihm an«wer Reihe von Proben das von ihr vorgeschlogone Verfahren. Aufmerksam folgte er ihren Erklärimgen und bewundert«, wie sachlich und k'or sie zu sprechen verstand. Ruhig und sicher sah sie ihm dabei in die Augen, ebenso ruhig gab er den Blick zurück. Sorgfältig stellte sie ein Mikroskop für ihn ein. Als er sich darüber bückte, während sie neben ihm stand und noch ein« Stellschraube bewegte, streifte sein« Wange ihr Haar. Kaum fühibar war es, nur wie das leis« Anwehen eines Maumes, und doch empfand er plötzlich mit allen Sinnen ihre körperliche Nähe und Wärme. So mächtig war dles Ge- fühl, daß sich das Bild unter der Linse vor seinen Augen verwirrte und er sein'Blut in den Schläfen pochen hörte. Er richtet« sich auf. „Habe ich recht?" fragte si«. „Sie halben mich vollkommen überzeugt," sagte er, ohne zu wisien, was er gesshm hatte. Sie legte eine ander« Platte unter die Linie und er beobachtete sie, während sie sich über has Mikroffop beugte. Ein paar los« Haare kräuselten sich im Nacken über dem seinen Netzwerk ihrer Haut. Die Linie um Wange und Kinn war noch weich und rund, fast wie bei einem Kinde— eine ganz * leise Bewegung glaubt«, er darin zu spüren, als spiele ein fouim merkliches Lächln um ihren Mund. Aber er mußte sich getäuscht baben. denn als sie aiiffah. war ihr Gesicht unverändert ernst wie immer...Bitte." sagte sie nur. Wieder beugte ier sich über das Glas. Aber was Wn bisher sachlich gefessist hatte, war ausgelöscht. Er konnte nicht mehr ruhig deniken und das Bild unter der Linse zer- gliedern— etwas anderes, was ihm den Atem benahm und die Sinne lenkte, beherrschte ihn. Er mußte wohl eine ungeschickte Bewegung gemacht habin. denn plötzlich spürte er«wen warmen Hauch und hörte ihre Stimme:„Das Bild ist verjchoheu— darf ich es neu einstellen?" Sie beugte sich neben ihm über das Mikroskop, einen Augenblick berührten sich ihre Köpfe— der volle Duft ihres .Haares umfing ihn. ein linder Strom rieselte durch seinen Körper— da trat er rasch zurück. ,/Fa— das Bild hat sich verschoben," sagte er und emp- fand selbst den Doppclsinn dieses Wortes. Der Chemiker, dessen Vortrag ihn gefesselt hatte, war. fort; an seiner Stelle stand Inge Corneli, dos Weib. Und wie sie damals bei seinem ersten Besuch sshm die Tür öffnete aus dem nüchternen Zlrbeitsraum mit seinen Gefäßen und Geräten in rbr heim« liöhes, von rotem Lampenlicht traulich durchflutetes Mädchen- zimmer, so stand sie auch heute wieder auf der Schwelle und 'ockte ibn in ein anderes Reich. Wer. war sie es denn, die heute diese Tür öffnete,— statte fi: ein einziges Wort gesagt, das sich nicht nur auf ihre ?lrb«it bezog? Er war ein Narr! „Wenn Sie es jetzt einmal versuchen wollten?" sagte sie, ohne sich vom Mikroskop zu entfernen. Er hätte sich schon dicht neben sie stellen müssen, wenn er hineinsehen wollte.� „Ich glaube, wir lassen es für diesmal genug sein, Fräu- lein Corneli— ich sehe heute abend anscheluend nicht mehr scharf." ..Wie Sie wünschen," sagte sie und sab auf. Wieder kreuizten sich ihre Blicke. Flimmerte in ihren Augen nicht ein Licht, seltsam tief und fremd wie damals.— sehnsüchtig und zwingend zugleich? ..Es ist spät geworden, vielleicht fahren wir ein ander« mal fort." Er griff nach seinem Hut.. Sie streifte ihren weißen Arbeitskittel ab und schlüpfte in einen leichten Mantel. Er wollte nicht unhöflich erscheinen und ihr helfen, aber sie war schon fertig, ehe er noch dazu kam. Zusammen traten sie naeft draußen. Alle Arbeiter und Angestellten waren fort, der Wächter drehte das Licht auf dem Höf aus. als sie aus dem Tor traten. Still und dunkel lag das Wer? hinter ihnen, und vor ihnen lagerte sich der grau« Nebel auf dem Moor. Er wollte den Richtweg nach Haus einschlagen, als er sah, daß sie unschlüssig stehen blieb. „O weh!" sagte sie. „Was ist?" ,Lch wußte nicht, daß es heute so früh dunkel würde,— aber hier sind die Schienen ja schon." Da trat er an ihre Seite.„Ich werde Sie begleiten, der Nebel wird anscheinend noch dichter werden." „Es ist nicht nötig. Herr Follers, ich kenne meinen Weg sehr gut." „Tas Moor hat seine Tücken, wenn man sich verläuft. Und für mich ist es kaum ein Umweg." Schweigend gingen sie nebeneinander her, lange Zeit. Zu ihren Füßen war der Nebel so dicht, daß sie die Feldbahn- schienen, an denen sie entlang gehen mußten, kaum sehen konnten. Ueber ihnen stand der dunkle Himmel voll von Sternen. Da war es ihm. als ob die Nacht sich wie ein Ring um sie beide legte— als ob irgendeine Macht sie gewaltsam zu- sammendränge. Unwillkürlich kam er ihr näher, daß er beim Gehen ihren Mantel berührte. Er sah sie von der Seite an — ihr Gesicht erschien ihm in der Dunkelheit ungewöhnltch bleich, fast weiß, ihr Mund war lescht geöffnet. Er glaubte den Ausdruck ihrer Augen zu kennen— gespannt, wartend. wie ihr ganzes Gesicht. Wartend auf ihn! Sie sprachen beide nicht. Es wäre lächerlich gewesen, jetzt cin gleichgül- tiges Wort zu sagen, wie es lächerlich sein würde, in dieser Stunde etwa über ihre Arbeit zu sprechen. Sie schwiegen. obgleich dies Schweigen ihre Gedanken verraten mußte, weil eS unnatürlich war.— Unerträglich wuchs die heimliche Spannung zwischen ihnen an. Da stolperte shr Fuß über eine vorstehende Schwelle. „Nehmen Sie meinen Arm." sagte Dierk rauh und faßte sie hart am HandgelenL. Sie tat es. wie willenlos. Langsam wandte sie ibm ihr Gesicht zu. ein bleiches Oval mit dunkel- brennenden Augen und dem schmalen Strich des zitternden Mundes. Er atmete schwer und hallte die Fäuste. Er wußte, daß er jetzt ihren Arm an sich preßte. Sie hob das Gesicht halb empor, daß er das fremde, fti-nmwrnde Licht in ihren Augen sah.(Forts, folgt.) Zum Seftftt der Kerienkinder de» Jahre» lS21 vtranhaltet Ginofse Psarrer Tr. A n e r In Cbarloltendurg, Tybelst" 2(Sduilauln) drei Weibnachlsausfübrungen i Kinderiinfonien, Tdeatcr, Reigen ulw�i Sonnabend, den Dezember, 7 Udr, Honntag, den 12. De- 'ewber. nachnnltagS ii'/» und 7 Uhr. Eintritt 2,50 und 1,50 M. Kinder 2 u. 1 M. Ter Repi-blikaiiiiÄe stiuhrerbund teilt mit. daß für die Weihnacht;- ieier der noch in den tlazarcltcn liegenden Lchwerkriegsbeichädigtcn bei der BvudeSIciUing folgende?ei>gge bis jetzi einzegangeu find: LOOOM. Unge- nannt. t08S,!<1M. itlrbeitnebmin� des. Berliner Lokal-Anzeiger' iCiudalslil. -183 M. Perionnl der Reichssielle für Sveifeielt. Abt. Einfuhr. 425 M. Carl Lilidström Alt>««e!. 414,50 M. Ardeiinebmer des»Berliner Lokal, Anzeiger' lSchwnizi. 2�5 M. Hnm. Baum. 213 M. Buchdruckerei Schade. 185 M. Anoeficllie der Orlstrankenlafie der Mechaniker. ILt M. Franz Seifiert. 138 M. Blosfeld u. Müller. 135 M. Zentrale für Einigung der Sozial- demokraten, Neukölln. 1 27.50 M. Kroßc Berliner Straßenbahn. Bakmm. 12. 117,60 M.»Codn 62'. 100 M. Perional der Finna Schwanih. Straßer u. Co., Muiatti. 75,50 M Kodlenitelle, Bezirk Tiergarten. 63 M. Fr. Alerandcr. Neuiölln. 51 M. Ciupalsti. Neukölln. 50 M. Kommerz- und Prioat-Bar.k. Unoenannl. 34 M. Heizer deS Reichstages. 31 M. A.Schaaff- baulenicher Bonivercin A.-G. 27 M. Slrebltc, Sbandau. 20 M. Eunen Steuer. Bubncr, Waller Rothichild, Willi NoeSke, Solomon u. Oppenheim. 10 M. H. Hmimld. 7,50 M. Martba Nowak. 3 M. Schmägermann, Map Boos, zusammen 721)4.10 M., Kriegsanleibe 100 M. Marie Hilke. Die Not der Kriegsdejchüdiglen ist groß! Wer sich weiter an diesem LtebeSwerk beteiligen will, icnde tSeschenke und Geldspenden an die Ge- schäfiSstelle dcS R.F.B., Berlin NW 6, Luisenstr. 31b. Zilmsthau. »TaS ErfängniS auf dem Meeresgrunde-, der neue Harry- Biel- Film., den die S ch a u b u r g jetzt oorfübrt. ist schwächer als seine Voroänger. Ein Erfinder wird von einer Diebesbande mitsamt seinem Laboialurium an dem Tage ausgehoben, wo es ihm endlich gelungen ist s'm Film geht alleSi. Kupser in Gold zu verwandeln. An verborgener Stelle setzt er ferne Arbeiten fort, er afrnt nicht(im Film gebt eben alles). daß er vergewaitiat worden ist. Für ieine Gattin aber ist er spurlos ver« tchivunden.' Harry Picl. der ewig Hinreiche, sucht und findet ibn natür- sich iHarry Piel tommt hinter alle Schliche). Aul dem Meeresgründe, in einem Tauchboot, arbeitet der E-.finder. Ten Kamps des listenreichen, afienaer andien, ilbertühnen Picl mit der Diebesbande, an deren Spitze ein Schisfel vilän siebt, schildert der Film. Es tommt bei der Sache aber nicht iovicl nbcrraichcnde Trickarbeit zutage wie sonst. Die Handlung leidet da, unter, daß die einzelnen Spieler nicht scharf genug durch besondere Aui- gaben voneinander geschieden find, und den Bildern mangelt e« o't an gutem Licht. Merkwürdigerweise wurde» cimge landschastlicbe Slimmungsbilder, reine Schaubilder, viel mebr beklatscht als die eigentlichen bewegten Spiel- bilder. Aus dieie aber kommt es doch beim Film vor allem an. Der»insterbliche Stnart'W-rpps. Die Orbis-Filmgeselllchast lud zu einer Sondervolmibmiig des Siuarl-WcbbS-Films»Georg« Bully" ein. Der Film rintcrscheidel sich wenig von Angehörigen Ictner Art. Die Verbrecher sind dazu da, damit die Deictiive iyre Schlauheit an ibncn zeigen lönnen. und zum Schluß siegt natürlich das ewig Wahre, Gute, Gerechte. Hübsche Landschastsbildcr und recht komrsche Situationen balsen leichler über d e Erlenninis bii-wea, daß hier wieder einmal viel Kraft a» ein im Grunde genommen ebenso kilschi res wie überflü-sigeS Su'ct ver- Wendel ist. Ten Zudörern aber liopstcn die Herzen, uns mancher.lüngiing bcichioß. leinen Beruf auszugeben und auch ein Detekliv zu werden wie Stuart-WebbS. wp. Im Sportpaiaft in der Potsdamer Straße laulen zurzest die beiden Film ramc»»Ober st Chabcrt" und»ildr Recht". Der band- lungSreichc Stosi der Baizacicher, Novelle bietet so die rechte Filmvorlag«, die in der Bcarbeiiuiig von Rob.rl Hehman» voll ausgenutzt wurde. ES gibt irrner parlcnde Allschlüsse und ein glänzendes Spiel. Bon den Dar- ftellern Wanda Tieumann. Eugen Bu-g, OStar M rrion. Eigar Paust? und Max L rirence kni n man bedaupten, daß jeder ierner Rolle gerecht wurde. Das Ziobcrt Hcymannlche Drania»Fbr Recht" schuj eine Bombenrolle für die io blonde Hilde Woller. Die. was unzweijelbajt ein ganz großer Vor- zug bar ihr ist, stets dezent im S-Piei bleibt. NeberdieS seien crwäbnt A»lon-e Forescu als loketie Ly, Joies- Römer, als der Lebemann Fürst Wladimir von Grtschina und Henri Peter Arnolds alS der stets traurige Augen machen müssende Schri in eller Olaf Svendenborg. Ter Landlichispieikoiizern, der seinen Wirkungskreis, die Ver- folgniig des platten Land.s mit guten Fiimvolsiibrungen, erweitern will, hat eine Tochicrgesellswait zum Betriebe lciner Theater unter dem Namen »�sLandiichlspikibeiriebe G. m. b H. gegründet. Zurzeit sind sowohl in München wie auch in Südwesldeulichland gleiche Erweiterungen im Gange. Ferner Jst die Beteiligung an einer Reibe bereits bestehender Unternehmungen der '"Industrie in Aussicht genommen bzw. verwirklicht. Groß-Serliner parreinachrichleiu Heute. 8. Dezember: Charlottrnbnrg, 51. Abt., Bez. VII. Zahlabend der Gruppen 1. 2 und II in den belaiinlcn Lokalen. Es ist Pflicht aller Genossen, pünktlich 7'/, Uhr zu eischeiiie», da in allen Gruppen Referate gebalteii werden. !>. Kreis. Wtlmcrsdors. 70. Abt. Mitgtiedciv.llammiung abends 8 Udr. Pr nz-Rkgcntrn-LIraße 90 bei Krämer. Thema:.Steuersragen.' Rcscrent: Gen. Kurt Hewig.— 71. Abt. Abends 7 Uhr, Lokal»Tübinger Hol'. WilmcrSdois, Kaiieiplatz. Eike Tübinger Straße. Thema:»Die preußischen Landlag->wavlcn.' Referent: R. Joachim. Hale«s«. K8. Abt. T1/, Uhr Zahlabend tei Fohatm-Georz-Hau», Johann-Kemg-Str. 19. Reutölln. 92. Abt.(4. Abt.). Bezirk 34, 45. 71/, Uhr BezirkS-Ver. sammlung bei Bergmann.)Kaiser-Friedrich-Str. 195. I». Kreis. Neukölln. 97. Abi. AbteiliingSversammlung abends "V, Udr, Greifs Feilläl«. H-rmannstraße, Elke Zchierkestraße. Thema:»Die kommenden Landiagswahlen." Resercnl: Gen. Gustav Heller, M. d. L. 48. Kreis. Wcistc»!ce. Abends 7'/, Uhr, Kreis-Mitgliederversamm- kung. Boruifia-Brauerei. Berliner Allee. Tagesordnung: 1. Stellung- »ahme zur Besetzung deS Bezirksamts. 2. Stellungnahme zur preußischen LandtagSwabt. 3. Partciangclegenbcitcn und Verschiedenes. Reierent: Gen. Hodapp und Häußier. Die Beziriszahlabende m den Abteilungen, Wcißenfee, Hohenschönhausen und Falkenberg fallen an diesem Tage aus. Hermsdorf. 20. Bezirk, 138 Abt. Mitgliederversammlung abends 6 Uhr bei Böttcher. Valdsec-, Eck« Berliner Straße. Tagesordnung: 1 Tic kommenden Lanytagswahlen. 2. Die Zusammcn'etzung des Bezirks- amts. 3. Neuwahlen zum Vorstand. 4. Mitteilungen. Noseuthal. 7 Uhr Zahlabend bei Petran, Hauptstr. 15. Zahlreiches Erscheinen erwünscht. Wildau. 71/, Uhr, Zabtabend in Cafino. Birtruwerder. Mitgliederneriammtung abends 8 Uhr, GesellichastS- haus, Hauptstraße 99. Vortrag des Gen. Dr. Cassau über:»Staatskonkurs und seine Folgen." Nowalves. Mitgliederversammlung abends 8 Uhr, im Lokal Volks- garten i kleiner Saal), Priesterstraße. Tagesordnung:„WohlsabrISamt und WohIfahrlSpflege in der Gemeinde NowaweS." Referent: P. Skirk. Morgen, 9. Dezember: GlterubeirSte de» Kreises Tiergarten. Die für Donnerstag an- gefetzte Versammlung findet nicht statt. 37. llldi. 7 Ubr im ArtuSbof, Perlebcrqer Str. 26: Mitglieder- veisammliing. Genosse Piarrcr Dehn:»Christ, ni-.im und Sozialismus". »Vorwärts-.Lescr als Gäste willkommen. 7. Kreis iGkarlotienburg». 53. Abt. 7'/, Uhr: BezirkZzahlabende. 1. Bezirk bei Schwcickcrt, EiaSniusstr. 2. 2. u. 3. Bezirk bei Lur, Nsnau- stratze 1, und 4. Bezirk, Jnselrestaurant, Plötzenfee.— 9. Gruppe, 55. Abt. 7'/. Ubr bei Reimer, Witmcrsdorser SE. LI. Tagesordnung:»Innere Gruppenangeiegenbeiien".— 53. Abt. liriiber 17. u. 18. Gruppe.) 7 Uhr bei Stein, Passauer Str. 35:»Die Prcußi che Landesveriammlung und die Neuwahl" Rcsercvt: Genosse Gebert. 79. Abt. öncberg.) Abends 7 Ubr in dMAula der Hohen- zollernichute. Bctzigcr Straße: Oeflentliche Elternverjammlung. Reseret: »Die Schule der Zuiunit". 42. Kreis tStegli«, Lichierkelde, Lankwitz). 7V, Ubr: Kreis- verlrctervcl iammtung im GeiangSiaal der Lberrealswule. Lichterseide. Ring- straße 1. Tagesordnung:»Die preugischen Landtagswahlen". Rcscrent: Genosse Georg Beiersdorfs Steglitz. 8 Uhr: Plenarsitzung sämtlicher sozialistischer Elternbeiräte im Gymnasium, Heclesiraße(Klosscnzimmcr). Besondere Einladungen er» gehe» nicht. Püntltichcs Erscheinen Pflicht. 85. Abt. tD>mpcII,of.? 7V, llor im Lyzeum. Germaniaflr. 4/5; Oefientlichc Versammlung.»Die Repudlik Preußen und die Hohenzollern." Rcscrent: Landtagsobacordneter Ernst Heilmann. 494. Abt.(Niederictioneweide). 7 Uhr: Zahlabsnd in den be- kannten Lokalen. Wichtige Parlciangeiegenbeiten. Lbrrictiönrwclde. Zahlaöend 7',', Udr. 1. u. 2. Bezirk bei GadcZ. Walt-, Ecke Hcimdolzilraße. 3. v. 4. Bczirl im„Luisenhol", Luisen-, Ecke Marienftrasie. Refeiaic:»Die politisitc Lage", iln beiden Zahlabenden findet je eine Bücher- und BildschmuckaussteUung statt. Blankenburg. 8 Uhr: Ocssentlude Bollsvcrsammlung im Lokal von Egge. Doisstraze. Thema:»Religion und Soziarismus". Referent: Pfarrer Dr. Franckc._ ?ugenüveranftaltungen. Mittwoch, den 8. Dezember: AblerSstof. Bald- Ecke Hackenberger Straße. Vortrag:»Wie verhalte ich mich bei Ungliickssällen?"— Göpcnict. Sckönlinderflr. 5. Mitgliederversammlung.— Friebrichsdagen. Sißainmcberilr 105 a Milglieder- vcrjammluiiz.— Kaulsdorf. Jugendheim. Adolsftr. 25, Schule. Bortrag: »Wie-in Buch entuchi'.— Ltchtenverg. Jng-ndbeim. Varlaue>0. Vortrag:..Religion und Sozialdemolratie".— Moabit. Jugendkeim. Waldenseritr. �0 Märcheuabeud.— Prenzlauer Borstadt. Jugendheim. Sencselderstr. 6/7. Mitgliederversammlung.— istoscnthal. Jugendheim, Gemeindeichiile Kasianiei allce Vortrag:»Romanlik der Landsiiaße".— Südost, Göpentctcr Birrrel. Jugendhelm. Wiangelslr.>28. Diskuifion: Wert der Jugendyewrc.— Wcddiiig. Jugendheim. Müller- Ecke Triststraye. Milgliedcrveriammlung.— Westen Fugendheim. Bau-ewerlichule. Ku>- fiirstenstr. 141. Vortrag:»Sowjetrugland".— Zeutraljugendheim. Berlin SW. 68. Lindenstr. 3. Vortragskursus des Genossen Dr. Jolh:»Die EnIwickelmigSgeschichte deS Soziaiisarus". �lus aller Welt. Ein Berliner in Rostock ermardet. Einen schweren Raubmord beging der Slfilä-dternieisler Friedrich Kähmiirg jun., der am Donnersrag mittag den Viehhändler und Schlächtermeister Oito Lindner au» Beitln, der, um Fleiich einzukaufen, sich in dieien Ta-ien wieder in Roilock authletr.>in Keller leiner in der Ludwig- straße belegenen Wohnung mit eiaem Beil erschlug, ihm die rveine absägte, den Leichnam in einen Koffertorb verpackte und abends von der Peiribrücke in die Warnow warf. Die Tal wurde entdeckt, al» ein anderer Berliner Geschäftsfreund de» Ermordeten sieb telephonisch nach dem Grunde der immer noch nicbt erfolgten Rückkehr des Lindner erkundigte, zu einer Zeit, als Kähming ge- tibästlich nach Lübeck verreist war. Als er mit dem MiltagSzuge von Lübeck zurückkehrte, wurde er am Bahnhofe festgenommen. Nach anfänglichem Leugnen und nachdem man bei ihm die Uhr des Lermlßleu gefundeii batle. gestand er die Tat ein. Er will in Geldverlegenheit gewesen sein und den Mord in der Absicht, sich zu bereichern, begangen haben, da er wußte, daß Lindner größere Geldinmmen bei sich iührle. Die Leiche ist bei der Petribrücke in der Warnow entdeckt worden. Noch eine Pulverfabrik epplodiertk In der Pulverfabrik Rot- kreuz bei Kempten in Bayern erfolgte ein schweres Explosion»- Unglück, dem das Polierwerk zum Opfer fiel. Soweit bis jetzt be- kamit ist, sind zwei Tot« zu beklagen. Außerdem werden aber ein Vorarbeiter und der Inhaber der Poslagcntur Rorkreuz vermißt. Zu« Explossonsunglück in Reumarkt(Oberpfalz) ist zu melden, daß noch zwei Personen ihren Verletzungen erlegen sind, so daß sich die Zahl der Todesopfer aus 5 erhöbt. Raubmord an einem Greise. Bei dem 70 Jahre allen, armen und gebrechlichen Pfründner Herzog in Mittelrieden, Bayern. schlichen sich vier Burschen abends ein und ermordeten ihn durch Erdrosseln, obwohl er flcbcnrlich bat, ihn am Leben zu lassen>. Die Verbrecher sind geständig. Sie babcn die Tat in der Absicht verübt, sich Mittel für ein flottes Leben zu verschassen, haben aber bei ihrem Opfer nur 5 M. vorgefimden. Sport. Kartell der freien Sporivereiniguiigen. Morgen wlchfige Tele- glertcnsitzung, Beuihstr. 6, Ansang 7!i3 Ubr.— Arbeiisgcmeinichaft peuischer Betriebsingeiiieure. Morgen, 8 Uhr, im großen Saale des JngenieurhauleS, Berlin NW. 7, Somnierstr 4a, Vorlrag von Direktor Hudn: »Messen m der Weilftatt."— Bund religiöser Sozialisten. Freitag, den 10. Dezember. 7>/, Uhr, in der Elisabetbschule, Kochstr. 65. Bo'Irag des Genossen Verbandssetretär Felich über.Arbciterreliglon". Diskussion. Gäste willkommen.___ % Sriefkasten der RednFtion. E. H. 13. Solche Bücher baden nur Liebbaberwcrt. Fragen Sie bei einem'Antiquariat an.— R. H. Wenden Sie sich an die Reichs- zcntra.ftelle für Kriegs- und Zivilgesangene, Potsdamer Str. 134.— Rot. Suchen Sie durch Inserat(Kleine Anzeigen) Käufer.— 31. 3. 1994. Ja, richten Sie einen Antrag an die Bcrussgenossenschast.— R. 3. 78. Ja, bei der Steuerbehörde und der Gemeindr.— E. B. 9. 1. u. 2. Nein.— — Z. N.A. W. Zwciielhafr. Kommen Sie in unsere juristische Sprech- stunde.— 21. H. 69417. Nein. El heben Sic Einspruch.— F. M. 18. 1. Ein Vertreter wird nur gestellt, wenit Sic nicht prozeßsähig sind. 2. Un er Umstände» ja.— E. F. 1. 1. Das richtet sich nach den Dienst- jabren. bOoO— 7500 M. Hinzu tritt ein Qrtszuschlag von 2500—3500 M. und eine Kinderzulage von 40 M. bzw. 50 M. bezw. 60 M. für jedes Kind. 2 Vom Einiommen bleiben stcuerirei 1500 M. und für jede Ehe- rau und jür jedes unterhaltspflichtige Kind 500 M.— R. 30. Nein. WetterauSstchlen für das mittlere Norddeutschland bis Tonnerslas mittag. Ueberwiegcnd trübe, im östlichen Rüslengebiel größten- keilS irocken, ziemlich strenger Frost, in den anderen Gegenden leichte Schneefälle und gelinder Frost. Ja&XU "Konfekt _ ÄrzMich empfohlen be« Darmträgheit. Hämorrhoiden. Überall erhalHich. ÜSinpl-Taliiellen schützen vor Husten, Heiserkeit und Erkältung. Erhältlich in den Apotheken und Drogerien. Fabrik I H. r o n O I m b j r n A.. O., Pharm. Abt., ümmerlcb a. Rh. Oamen-We>t«a(arb. Trikot, balstrei oder geschlou 1 Q X zu tragen 1 a/O»" Damen• Strickjacke in teiehei Farben- OQC, Auswahl£.ZJD. Kamm w Cheviot cq ; Reinwolle, marineblau....... Mti O*/." i*lMesttMiMai«ittti, 1175 1275 1975 2475 fein BERLIN C Königetr. 11-14 Uittmwn Garömen 1730 2150 1975 GeldgcKemtascke echt Leder......... 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Scliiller-Theaf.(iharu 3 U n: Wilhelm Teil. S.'! Die ontseschnitlene Ecke rhalia-Thearer Gastspiel Hansl Niese tu u. Boiscliafterin Leni. Tli.avi oileaidorfiilntr. 3V« Uhr Aschenbrödel. 7 uhr Wenn Liebe erwaehl Theater de« Westens 3>/z U Schneew. u. Rosenrot. D" Der ersten Liehe pldieil Tb. l.d.Kominandanienstr. trüher HCl rnicld-lheaier. 71,', U: Der verjüngte Adolar. tVallnrr-Tbrntfr � Der Geiger ton Lugano. Wallialln-Thcuter 7v,u. Rastelhinder. Residenz-Theater. Nachm 4 Uhr. kleine Preise: Rotkäppchen. Taglich IV, Uhr: I.ady Wrcs FHcncr Donnerstag 4. kleine Preise: _ Schneewittchen. Trianon-Theater. ÄSchm 4 Uhr, kle.ne Preise: Struwelpeter. Täglich V, Uhr: KammermDSik. Carl Ciewlng« EugenBurg, Olga Limburg, H. Albers. Do. 4. kl Pr.: Max u. Moritz. Volksbühne Theater am Bülowolatz, 7 uhr: Kabalen.Liebe Lessing-Tlieater. DireKiion; Victor Barnowsky. 7 Uhr, zhm ersten Male: Amphitryo. Komödie in einem Vorspiel und drei Akten von Molifcre. Donnerstag l1!�: Flamme. Freitag 7lj-2: Amphitryo. Deutsches Kiinsiler-Theater Allabendlich T1/-» Uhr: Die Scheidungsreise mit Max Adalbert una Trude Hesterberg. Sonnabend 3, zum 1. Male: FiteHfMz. der Sonderveigünstiiiung für RESIDENZ-THEATER jeden Mittwoch 4 Uhr: Rotkäppchen u. der Wolf. feden Donnerstag 4 Uhr: Schneewittchen. Jeden Sonnabend 4 Uhr: Aschenbrödel. Jeden Sonntag 4 Uhr: Die Freundin. die Leser des„Voiwäns1, TRIANON- THEATER jeden Mittwoch 4 Uhr: Struwelpeter. Jeden Donnerstag 4 Uhr. Max und Moritz. Jeden Sonnabend 4 Uhr: Hansel und Gretel. Jeden Sonntag 4 Uhr; Die Raschhofis. »He MAlMMUMMW «gsrewa vewZiilingsiteüe Btrlin■ 8. 5'j, Einienltr. 85 85 i.{ Auf Grund dieses Scheines auf allen Plätzen 50% Ermäßigung, d. h. die Hälfte der Kassenpreise. mit RGcksendur.gsre.cbt bd NlchtgcfaHen, gegen bar sowie gegen bequeme! Teilzahlung liefere Idi meinen 40 cm| grob, trichterldlcn Luxus- j 5prechopparät,pMirA'' cum 1 Fabrikpreise ohne Freiscrböhung 1 franko u. cmbaliagcfrcJ. Verlangen Sic p. 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Dezember 1020. abends 7 Uhr, im Verbandshans, Linienstr. 83- 8.5: Mitglieder-Verfammlnng aller im Deutschen MetaUarbetterveriiaud orga«. jugendlichen Metallarbeiter und Lehrlinge. Tagesordnung: L Der gewerbliche Jngendschutz und die Nachtarbeit. 2. Peridit von der(Seneraloeriammtung und Steliuugualime � zur Neuwahl der Ortsuerwaltung. Freitag, 10. Dez., abends 3 Uhr, bei Wegner, Seydrlstr. 31: 'SSW Versammlung"W aller in den«chreibmaschiuen Betrieben deschäft. Äollegen und Ävlleginnen. Tagesordnung: l. Bericht über die Berhandlungen mit dem?Irbeifgeb?r«rnand der Echretdinafchtnen-Induftrie 2. Ännahme cvcnt. Ablehnung der gemachten Lohnerhöhung. 8. Berschiedenes. S0F' Ohne Mifgliedvbnch fein Znfriff."tSM * atnf Beschlnh der Seneralversammlnnz müssen in alten Deriammfnngeu, die zur Politif unserer«Gewerkschaft Stellnng nehmen, alle Richtungen zu Worte fomm«». 129'15 Die Orfsoerennflung. VMieDsniiigz- Min auf Gegenseiiigkeit Behördlich genehmigt,_ Räch cinsiihr. Mitgliedldzast Uebcrnahme aller Bestattungskosten. 47 000 Mitglieder. MSmrd. UitMemiSW!« am Mittwoch, den 22. Dezember 1S20, abend« Bs Ahr, in den Sophien-SSIen, Sophienffr. 17 1«, grvAcr Saal Tagesordnung: 1. Stellungnahme der Aufstchts'oehörde zu unserer beantragten Satzungsänderung. 2. Disiustion._ Ohne Mitgliedskarte oder Ausweis fein Zutritt. 3M2 Der Aoritand. Nützliche Weihnachtsgeschenke zu Engro8=Preisen in Stoffen für V.eib- und ReltwUsche, B>umoii- und Kleider. Banmsvollsruren-IviiKfonhnas S. H a r k o w i t ss. Klosterstraöe 29 31, Ecke Königstraße. Luden. 155/19 GesciiäftssEelle C.2. Bargstraß« 27, II. TsloRord.lMS?. Täglich 7 Uhr: Carl Wagner Lotte König Ernst Waller Anna Müller-Linke F.Carros leb. Pappen Otto R5hr Georg Bauer ■■«■•■■■■•■■•si U.» o»«»»»» Kapelle: Gustav Gottscbalk Eintritt frei! Kupfer, Messing, tztmt, Smt, Bit:,| PiaUn,(Bold, und SUdcrbruch owfe sätiitt. Alf» u. Edelmetalle kauf! befall» �inKanls-Zenfi-ale, Noftbliser Damm<>«> � krermaunpiatzs,. 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K.s Die ungarische Aibeiierschaft unter dem we ßen Terror.— Ch. Rnkowskl: Zur Geschichte der Roten Armee.— H, Roland-Hofst: Kommunismus und Bühne.— J. Recd: Die Industriearbeiter der Welt- A. N,: Der Kommunismus In Ar menien— Sultan-Sadet lieber die iranische Kommunistische Partei. — R. Die Lage in Ostasien.— Ch. Rakowski: Die kommunistsche Bewegung in Rumänien.— M.t Die Arbeitetbewcgung in Jugoslawien— Vitall! Brief aus Italien.— Dokumente der Internationalen kommunistischen Bewegung.— Aus der Tätigkeit des Exekutiv. Komitees der Kommunistischen Internationale.— Internationale der kommunistischen Jugend.— Illustrationen: N. Lenin./ Kongreß aulnanmen.— 328 S. Preis M. 7,— Zu beziehen durch die Verlagsbncbhandlnng Carl Hoym Nacbf. 2.99h* Louis Catanbley. Hamburg II, Admiralitätsstr. 19, waren en qros" Einzeiverksut? AlaskafQchse, Kreuz- fiiehse, Pelzkragen von 100 M. an, Pelzmäntel, Herren- Sportpelze S. Schlesinger Neue Königstr. 21 (Ordonnanz-Hans) kein Laden, II. 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Prof. Dr. Hermann Klaatsch: Der Werdegang der Menschheit mrN htt» flrnfftoltltitA hot-©«tffeet- Nach dem Tod- des Verfasser» herausgegeben von Jedem, der für die zu empfehlen! „„Frage aller Fragen" Interesse... sie wird ihn zweifello« zum Studium fite, bis heut« erschienene, volkstümliche Urgeschichte hat, ist die Durchsicht dieses eigenartigen Werlee m dieses bedeutsamsten Problem« für die Mens erlös angelegentlich Menschheit anregen, Flammen. Roman von Stanislaw Brz ozow ski. Zwei Bände. Geh. 16,80 M., ged, 33,60 33t, In Semen 48 M. ffla» w dem Roman gestaltet wird, ist die Geschichte der Männer und Frauen au» der„Narodnaja Woija". der Kampf der Konsoirateure und Terro- riiten, die da» Attentat gegen Alexander il„ den Träger der autokratischen Gewalt, vorbereiten und durchillhren. Der heroische Soziattsmu» jener Tage, der auf die Aenderung der Welt und des Menschen ausging, ist da» Problem dieses Romans, Die Menschen, die Brzozowski schildert, sind Bereiter unserer Wege und unserer Ziele. Dieses Buch ist eine künstlerische Tat; den Romanen Dostojewski» kann man die„Flammen" von Brzozowski an die Seite stellen, und da» ist für da» Werk da» größte Lob, «»»»»»»»»»«»»«»»»»»»»»»»«»«»»«»»»»»»««»»» Die Befreiung der Menschheit.! Bestellzettel .'.\ S/•«Beitafl kotat bitrA©oft— ift na hiermit bei der Luchhand- verUn 5 XU öS. Lindenstr. 2. Freiheitsideen in Vergangenheit«nd Gegenwart. Unter Mitwirkung hervorragender Autoren. Pflicht eine» jeden, der die gewalttge Bewegung der»egenwart verstehen will, ist e« heute, sich die Frage vorzulegen und zu prüfen, welche Ideen der Freiheit schon-erwirtlich! worden sind, was wir an Freiheit ererbt und wa, wir an Freihei! noch erringen müssen, Dttit für alle Menschen wichtigste Frage untersucht da» Werk w klarer, verständlicher Weile, es gibt Aufichiuß Uber die F-eth-ilsidecn in Vergangenhett und Gegenwart, In dem Werts ist zum erstenmal eine Gefchichte der Freiheirsideen geschrieben worden. Groß-Luar». 488 Leiten Text mtt 584 zeitgenössischen Abbilbungen. Dokumenten und 30 farbigen Beilagen, In Haibleinen-Prachtband 102 M, - Auf obige Preise erfolgt kein Teuerungszuschlag! | Besuchen Sie unsere neuen bedeutend erweiterten Ver-. - kaufsräume.— Briefliche Bestellungen finden- postwendend beste Erledigung. Exempl. Betrag folgt durch Post— ist nachznnehmen. Ort, Straße, Datum-........— Name n. Stand: STc.öOO ❖ 37. Fahrgang 2. Heilage ües vorwärts Mittwoch, S. dezembtt1y20 Ksrtfttzung öer Hermes-Debatte. Im Reichstag Warden am Dienstag zunächst Aufrage« erleNg�. Tem Abg. A e l l m a n n sSoz.) erwidert Staatssekretär Schulz, daß ein Gesetzentwurf über einheitliche Lrhrcrbcsoldnng im Reiche, wie sie Art. 143 If der Verfassung vor'chreibl. no.t> nicht erledigt weiden konnie. weil now zwi'chen dem Reich»,b den Lände'n über die Kgilenirare verhandelt wird. Sobald'diese befriedigend gelöst ist. wird der Gesetzentwurf vorgelegt werden. Aur eine Ansrage deS Abg. Scbtnimelplenuig sDnai.) über die Gehalts, abl, mg an den Schriststeder K a tz e n st e i!i durch das Reiwsivirlickaslsministerium, bei dem er gar keine Arbeit geleistet babe. erwidert Staots'ekie'är v. JonquidreS, daß Katzenstein allerdings als M'talied de? Naiionalocisaminlnnq duich»eine varlamentarii'che Täiigleit bei seiner Arbeit im Reichswiliiwast-'ministeiium b eei n» trächtig! worden se». Er babe jedoch naw Auflösung der Naiional- Versammlung lebbakt an der ttö'ung verschiedener sflogen im Viinisteiium mitgewirkt, bis er tm Sommer dieses Jahres in den Reiwetag gewählt wurde. Da seine Täiigkeit leiidem nicht voll aiisgeniitzi werden konnte, wurde ibm Ende Sevtember ,nm 3l.De- zember 1920 gekündigt. DaS Gehalt mufte ibm noch dem Ab» kommen mit den Angestellten des Ministeriums bis zr, diesem Zeitvunkt weitergezahlt werden. Die Aissrechter Haltung des militärischen OrtsschutzeS der Siadt Hannover durch den Oberbürpermeister Leineri und mit sladliirdeu■ Geldmitteln— wo« noch einer Anfrage deS Abg. W a r tz» Hannover lll So,.") den Re'chsaeseyen widet spreche— „klärt die Negierunq für erne prenhtsche Anaelegenbeit. die Re'chsregteinng ist aber bereit, die Anhaae zu beantworten sobald daS vreufiische Mimsterium des Innern die Unlci lagen dafür ge» bracht hat. Zur Aufrechterhaltimg deS Betriebe» deS Zentralnach- weisamtS kür Kriegerverlnste und Kriegerg'äber— Amrage Thiel(D. Vp.)— wird eine Million Mark für den Eial ange- fordert werden. Die Erböbung der Renten der ffriedenSrentenempfänger dir vor 1914 im Militärdienst beichädiat wurden— Anfrage Sauer» breh(II So,.)— soll durch ein in Borbereiiung befindliches Gesetz erkolgen. Das Rayonsteuergefetz geht an den SteuerauSschufi. . flnm Geketzeniwurs über die Erhöhung der Kinderzulage« an die Beamte« stellt Viässdent Lobe fest, daß trotz einer s-bon stattgefunden«! Vorbesprechung die Beratung noch niSt stattfinden kann, da eine An, abl neuer Anträge erst gedruckt weiden muß. Die zweit« und dritte Lesung wird aber noch in dieser Woche erfolgen. Darauf folgt Forlsetzung der Sussprache über den Etat für das Reichseraohrungsmiliifterillm. Dar»'st eingegangen ein Antrag Aderhold(U. Soz. rechts). ans Einsätzen eineS UntersuckungsausschusseS zur Prüfung der gegen Minister Herme« erhobenen Borwürs«. Ferner ein Antrag Müller» Franken(Soz.). der einen Geietzentwnrs zur Uebernahme der Knnstdünqervrodiiktion auf das Reich fordert. . Abg. Blum(Z.) bedauert die gestrigen Borgänge. die den Eindruck mangelnder Ruhe und Würde hervorgerufen hätten und zur Erichürterung der ReichSautorität beizutragen geeignet wären- Redner billigt dann in breitangelegten Aussührungen die Politik des ReichSernäSrungsmtnisterium«. insbesondere in der Frage der Lockerung der Zwangswirtschaft und der Auflösung der Kriegsge- le lischt, sten. Mi: dem Vorschlag Braun ist er der Meinung, daß da» Ilmlageversabren die bessere Erfassung de« Getreides gewähr» keiftet. Eine AuSfiibr von Stickstoff darf unter keinen Umständen geduldet werden, solange nicht der deutsche Bedarf befriedigt ist. i i?« ifall.) Di- Sozialinerung der Dünaemitteliudustrie sei kein geeianeicr Weg zur Vermehrung der Produktion.(Seifall rechtS Lud im Zentrum.) Wg. Krüger-H oppenroch«(Dnat.) nimmt Stellung gegen die „persönlichen Angriffe", die Abg. Broun eüS preußischer Landwirt- sÄgs.Kminriter gegen Minister Hermes vorgebracht habe. ES wäre an der Zeit, solchen unhaltbaren Zuständen ein � Ende zu bereiten und eine Regierung zu schaffen, die«S versteht, die Au t o r i t ä r wieder zu heben. DaS Umlageverfahren wird ohne Zweifel eine bessere Ablieferung herbeiführen.(Beifall.) Der Redner wendet sich gegen die Sozialisierung der Düngemittelindustrie. Em« wirkliche Hebung der Produktron fei nur möglich durch ein engeS Zu- sammsnört, hört!) In Ostpreußen muß die Reichsgetreidestelle alle mögltchrn Zwangsmittel anwenden, um die Landwirt« zum Drusch des vom stäbre lgIL noch oukgestapelten Getreides zu veranlassen. DaS sind die Folgen einer groß angelegten Agitation. Be- sonders groß ist der Widerstand in Bayern, angeregt durch die Orgeschleute die für die erträumte zukünftige Macht genügend Getreidevorräte saa.meln zu müssen glauben. Bekannt sind die Widerstände der Mühlenverbände gegen die behördlichen Äontrollmaß- nahmen.(Zwischenrufe: Rußland!)- Das kann kein« Entschulde- gung sein für die planlose Wirtschaft bei u n S. Zu dem neuen Wucher- und Schieichhandelsgesetz haben wir kern Vertrauen. Die Polemik des Ministers gegen die Linke bezweckte nur eine A b l e n» k u n g yan der Unmögllchke«, der staatlichen Autoritär Geltung zu verschaffen. Di« Haltung des Ernährungsministers in den letzten Wochen steh: im schärfiten Widerspruch zu seinem Bekenntnis in der Jlotionaidersammlung. Aus dem Versechter der Zwangs- Wirtschaft ist ihr Gegner geworden. Die Ursachen liegen darin, daß er bei seinem Eintritt den Widerstand der gesamten agra» r i s ch e n Kreis« gegen sich halte und dadurch zur rücksichtslose« Preisgab« seiner Vorsätze sich zwingen ließ. Nicht die„Freiheit" vom Lklooer 1920, sondern die agrarische„Post" vom Dezember 1919 hat die ersten Angrisse wegen das Falles Angustin, des Möbelankaufs, der Stickiiorsge- schichten usw. ohne Widerspruch veröffentlicht. Ruh« trat erst dann im agrarischen Blätterwalde ein, als der Minister'eine andere Po- litik betrieb. Ein« durchgreifende Erhöhung der Produktion, eine gerechte Dorstellung und genügende Versorgung kann einzig durch die Sozialisierung der Landwirrschaft erreicht werden.(Beifall links.— Ironischer Beifall rechts.) Reichsernährungsminister Hermes wendet sich gegen die Darstellung deS Falles Ramm-Augustin und verteidigt dann nochmals die Aufhebung der zwangsweisen Ernäh» ruagswirtschoft besonders für Fleisch, die z. B. auch Baden unter dem sozialistischen Ministerium Remmele für notwendig hielt. Die Einruhr wird soweit als irgend möglich in den Dienst der Er- nährungswirtfchaft gestellt, dabei bietet aber nur die Einfügung des legalen und sachkundigen Handels die Gewähr, daß der- Ankauf im Ausland gum Besten der deutschen Wirtschaft ge» schiehi.(Sehr richtig in der Mitte und rechts.) Die Freigabe der Obst, und Gemüse ein fuhr hat selbst die„Freiheit" damals als richtig anerkannt.(Hört, hört!) Ebenso hat die Devisenstelle ihre Einwilligung dazu gegeben, in der Erkenntnis, daß gerade die Vevbrauchertnteressen es fordern.. Wir kommen nur dann zu einer Steigerung der Erzeugung, wenn wir die Zwangswirtschaft abbaue«. Dem hat auch jüngst der Landwirtschaftsminister Braun Aus» druck verliehen als er erklärte, daß die Zwangswirtschaft hemmend auf die Produktion einwirke. Redner wendet sich dann gegen die persönlichen Ausführungen de« Abg. H e r z.- und erklärt, daß-.t diesen keineswegs als Richter über seine fachliche Eignung aner» kennen könne.(Lebhafter Beifall rechts und in der Mitte.— Zwischenrufe links.) Znm Schluß verteidigt der Minister noch. malS die etappenweise Aufhebung der Zwangswirtschaft, die ganz» noch nicht entlbohrl werden könne.(Lebhafter Beifall rechts und in der Mitte.— Unruhe liukS.) Donnerstag, 2 Uhr: Fortsetzung der heutigen Aussprache; W° kommen mit der Sckweiz. ' Schluß: 6% Uhr. Selbftbewirtsihastung üer Staatsdomänen. In der Preußischen Lande? Versammlung wurde» am Dienstag zunächst kleine Anfrage« beantwortet. Eine deirtichnationale Anfrage über die Umwandlung von Volksschule->- in weltliche Schulen in Neukölln unter dem Namen„Epangelische Schulen ohne Re- ligionsunterricht' wird dahin beantwortet, daß weltliche Schulen im Sinne der Reichsverfassung noch nicht be- stehen und daß die oben bezeichneten Schulen ihren Charaster nicht verändert hätten, sondern daß die Zusammenfassung der vom Religionsunterricht befreiten Kinder an diesen Schuler. lediglich auZ praktischen Gründen erfolgt sei. Es folgt die Beratung des Haushalts der Vomänenvenvaltung. Abg. Pcicrs-Hochdon«(Soz.): Die Prävatinttiative bei der Bewirtschaftung von Gütern ist keineswegs unentbchrl ch. Bielmehr hat sich der genossenschaftliche Gedanke gegen alle Bedenken durchgesetzt. Dem Gesetzentwurf, her für die Sechstbewirllchostung der Domänen Staatsmittel anfordert, stimmen wir zu. Dieser Selbsthewirtschastung muß der genossen» sänftliche Gedanke zugrunde gelegt werden. Den Antrag Dr. Struwe(Dem.), daß der Pachtzins i« Bodenfrüchten bezahlt werden soll, begrüßen wir. Die Selbstbewirtschaftung von Do- mänen hat in Ostpreußen glückliche Resultate ergeben; dort der- zrnsen sich Domänen, die durch den Russeneinfall zerstört waren und völlig nsu aufgebaut wevd-n mußten, bereits mit K Proz. Für die Aufgabe» der Siedlung Spolitik muß der Staat Mittel bereithalten, denn sie ist zur Lösung de« Arbeitslosenproblems ur. entbehrlich. Auch eine schleunige Fnan- griffnahme der Moorkultur sind wir dem Volte schuldig. Die Angtiffe, die der Landwirtschaftsminister wegen angeblicher falscher SiedluitgSpoliti! erfahren hat, find unzutreffend. Den Bcstrebun- gen der Doldatensiedlungen stehen wir skeptisch gegen- über. Im Lockstädter Lager haben sich allerhand Miß» stände ergeben. Die LandaewinnungSarbeiten' an der Nordsee» küste müssen schleunigst in Angriff genommen werden.(Leb- hafter Beifall bei den Soz'aldemokraten.1 Abg. Heidt(D. Vp.) mißbilligt das Austreten Minister Brauns im Reichstage.(Unruhe links.) Abg. Wcitzermel(Dnal. Vp) spricht gegen die Borlage. Der Ministerialdirektor für die Domänenverwaltung: Der her» abgewirtschaftete Zustand der Domänen macht die Selbsrbewirtschaftung«otwendlg. weil der Privatpächrer sie nicht wieder in die Höhe bringen kann. Die angeforderten Mittel erscheinen hoch, sie sind aber nur der Höchstauschlag und brauchen nicht voll in Anspruch genommen werden. Abg. Klausner(U. Soz.)' Dem Gesetzentwurf stimmen wir zu. Die Domänenpächter haben gut« Einnahmen erzielt. Wie stimmen damit die Klagelieder der Rechtsparteien über die Notlage der Landwirtschaft überein? Während des Krieges haben Sie(noch rechts) für kulturwidriye Zwecke Milliarden bewilligt, und jetzt lehnen Sie die wenigen Millionen für eine so wichtige Aufgabe ab! der Siedlvnasfrage kann es so nicht weiter gehen. Mit de» bisherigen Methoden erreicht man das Gegenteil von dem, waS erstrebt� wird. Die Siedlungen von Arbeitslosen müssen unterstützt werden. Nehmen Sr« unfern Antrag an, die Pacht- ich ttzordnungen so abzuändern, daß unbillige Erhöhungen der Pachtzinsen vermieden und die Domänen der abgeänderten Pacht»-. schutzordnung unterstellt werden.(Beifall bei den U. Soz) Der Haushcilt der Domänenverwaltung wird danach ui?v«r».t> ändert angenommen, ebenso der Antrag der Unabhängigen über die Abänderung der Pachtschlitzordnung. Der Gesetzentwurf über die Selbstbewirtschaftimg der Domänen geht an den Haupt- miSschuß. Angenommen wird der. demokralische Antrag auf Entrichtung des Pachtzinses durch Naturalleiswing. Zum Haushalt der fwfleülungskommkPon. für Ostpreußen und Posen führt Abg Stössel(Sog) aus; Es muß alles geschehen, um den An» fiedlern im losgerissenen Gebiet zu helfen; es besteht auch sicher die Möglichkeit dazu. Den törichten Vorwurf von deutschnationaler Seite, i ch hätte die Stadt Bromberg für 20 Millionen an die Polen verkaust, brauche ich wohl nicht zurückzuweisen. Hätte i ch über Bromberg zu entscheiden gehabt, so wäre der Weg nur über meine Leiche gegangen.(Unruhe rechts.) Abg. Klauvne?(U. Taz rechts): Gegen die Polen dürfe» keine Maßregein repressiver Natur ergriffen werden; besonders mißbilligen wir den Plan, ihnen landwirtschaftliche Maschinen vor- zuenthalten. Der Verhandlungsweg ist der beste. Das Verhalten der Polen ist eine Folge Ihrer(zur Rechten) früheren Ausnahme» gesetze gegen die Pi len.(Lärm recht«. Rufer Gehen Sie doch nach Polen I) Der Haushalt wirh angenommen. Donnerstag 1 Uhr: Klein« Borlagen, Bergbauetat und damit zusammenhängende Borlagen. Schluß 8 Uhr._ Mus öer Partei. »Lampf bis aufs Messer." Genosse Ulrich Rauscher, der m den nächsten Tagen als Vertreter des Reichs nach Georgien gehl, referiert« dieser Tage in K a s s e l. Sr fordert schärfsten Kamps gegen die Re- a!t i o il mit allen uns zur Verfügung stehevden Waffen tind lehnte den Eintritt in die Regierung auf Grund von Schein- konzessiv ki en ab Nur eine Reform in den Grund» zügen, als welche er gründliche Reform der Justiz, der Ver» Waldung, der Reichswehr und die Sozialisierung der Bodenschätz« nannte, käme in Frage. Kommen wir zur Siegierung. so schloß Rauscher, dann müssen wir den unbeugsamen Willen znr Macht sioken, denn den werden wir nötig haben im Kampfe um die Sozialisierung. Es wäre lächerlich zu glauben, das Bürgertum werde'unter dem Gewicht unserer Gründe und um des liebe» Friedens willen frenvillig abtreten. Sozialisierung be- deutet Kampf, Kampf auf der ganzen Linie, Kumps biS auf» Messer. Wir kämpfe» um den Bestand der deutschen Republik, denn nur die Republik ist der Boden, auf dem der So- zialiSmus gedeihen kann. Glaubt nicht an einen leichten Sieg, dex Kampf wirh schwer und hart'ein, wird Opfer über Opse» kosten, aber wenn wir in den Kampf gehen mit dem festen Willen, ihn zu bestehen, dann kann es nicht, anders kommen, er wird enden mit dem endgültigen Siege des Proletariat«. besondere KON" LINON Soüiaiftcmohruülciier Bezirk? verband Groß Berlin der S.P.ü. 5. AbtrUiwa. Unser Mitglied IISI,lk Z üiiztsv RWg Sagelderaer Straße M it,[ um 8. Scjembet plößUch j an tbehlrnschlag verstorben Ehr« iaiuaii» Au»«»»«» l'j Die EtiiSs.1 cruna erfolgt{ am Sreiiaq. 10. Dezember nachm. 4 Uhr, tm Ätemo- torlUOT, Deirchtstraße. Zahlreiche Beieiliauaa erwartet Der �''' LpeTiLtsr�t Dr- med. WockenfnB PrleilrlEtistr.lXSS�! Sonnt 1I*-1. Seuchiii« Sarn-. Frauenleiden. Blutuntersuch. Schnelle.sichere.ichniewloieHellg. ahn» BerutoktLrung. Teilt ählsl.' ür. meä. Kritterigg n»m.biaen. QeliaiilectiiLleia. d.dtznn. u. Fraucn.Blutuntei« InvalldeiMtralSe iS. Eckt Chausscastr. Stert t)h( Spr WocheniZgllch n-i."jd-V. 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Pelz Wer war Jesus Christus?S In einer alten orientaiitcnen Bibliothek ist ein Dokumeml gefundworden das ganz genau mitteilt, wer Jesus Christus| war: ein Byndesbruder des Essierbundes, einer Artl Freimaurervereinigung. E'- dieseaBundesln JeruaaMm t________________________ Ein christlicher Priester versuchte bei der Entdeckung das I Dokument zu vernichten, da sich die ganzen mystischen| Wunasrgeschicbten auf einmal ganz natürlich erklären. 1 Die Vernichtung gelang Ibm aber nicht Dieser Bericht ist von Fera. Schmidt ins Deutsche übersetzt. Kein Denkender wird das Werk unbefnedigi aus der Hand legen a Preis Mk. 6J0 und Mk. 1,10 fr. Nachnahme. O Gr. Bücher kauf og gratis. Albrecht Doneth, Verlag, Leipzigs Haas Leipzig», Sti. SS Trauringe Dakmt-nBfold, 14 b«r. Gold. 8 kor. Gold s-btemoelt.— Gleich zum Mitnehmen j AaSchiff mann,�.��2 j RrlagaaiiMha wird xa 64 V, I" Zahtaaj»e.amBeo Großer WeihnaElitsPBPliiinf zu extra billigen Freisen!!! Pin8chmantel.-i{�3 625-1178. 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Gicht Rheumatisnius; sämtlichen Ausschläg-en, Flechton. Wunden; Lähmungen, sowie Kinderlähmung, Stoffwechselkrankheiten, Zuckerkrankheit usw. Freiwillige briefliche und mündliche Anerkennungen früher behandelter und geheilter Patienten, die angeben, vor der Behandlung in unserer Anwalt anderweitig ohne Erfolg behandelt worden zu sein: L Frau M. Richter. Berlin-Moabit waldstr. 33, Lungenleiden, Blutarmut Nervenschwäche geheilt— 2. Herr Georg Heinrich. Baumschulenweg, Baumschulenstrafze 29 IL Lungeltleiden geheilt— 3. Frau Berta Dachow. Neukölln. Emser Stra&e T36. Von Bronchialasthma, nervöser Herzschwäche und Neurasthenie geheilt.— 4. Herr K. Ensle. Restaur., Charlottenburg, Huttenstrar7e 12, Chronischer Mittelohrkatarrh geheilt— 5. Frau Köte Tschoepe, Bin-Südende, Lichterfelder Str. 37. Von aSgem. Nervenschwäche, Herzneurose und Unterleibsleiden geheilt— 6. Freu M. Z-ifke, Berlin Noll�nd�rfstr, 40. Rheumatismus u. steife Schulter geheilt— 7. Herr E. Ehrhardt Gr.-Lichterfelde, Ringstraße 52a. Chronisches Hüftgelcnkleiden wiederholt erfolgreich behandelt— 8. Frau E. Hohdorff. Berlin, Kolberger Str. 28-29. Nerven- u. Knochenhsutentzündung— vollständig gelähmt— geheilt— 9. Herr F. Nayda. Berlin, Prinzenallee 73-73. Von Kopf- und Kreuzschmerzen, trockener holzstr. 56. Von Kniegelenkleiden geheilt— 12. Frau A. Rohrmoser, Berlin; Breslauer Str. T. Altes fünfzehniohrtues Herzleiden geheilt— T3. Herr M. Aufener. Reinickendorf-West. An» tonienstr. 3. Kiefervereitenmg geheilt— 14. JSrau H. Hagel. Sachsenhausen b. Oranienburg L M. Lintorf-Blutungen und Nervenleiden geheilt.— 15. Frau Wwe. Frifschler, Berlin, Ma- rienburger Stralze 48. Darmgesehwulst geheilt— 16. Frau des Herrn Inspektors O. Heinrich, Berlin-Priedrichsfelde. Magerviehhof. Von Geh.-Knickung geheilt.— 17. Herr Erich Bock. Berlin, Havelberger Streike 15. Von Nieren- und Blasenleiden. Wassersucht allgemein, gross. Schwäche geheilt— 18. Frau Restaur. Hering. Berlin, Schönhauser Allee 87. Von Basedowscher Krankheit geheilt— 19. Herr A. Brose, Berlin-Tempolhof. Friedrich- Wilhelm-Strafze 14. Schweres Rückenmarkleiden mit Lähmung der Beine vollständig geheilt— 20. Frau E. Popp. Blru-Lichten- berg, Gärtnerstr. 10. Von chron. Frauenleiden Herzschwäche u. Verstopfung geheilt— 21. Herr A. Schlabitz, Berlin. Coprivi- strafze 24. Von Gesichtslupus geheilt: vorher mit Radium erfolglos behandelt— 22. Herr A. Hellwig, Blrt-Borsigwalde, Emststralze 25. Von Magengeschwulst Verstopfung und Nervenschwäche geheilt— 23. Herr Milchhändler Eckert. Berlin. Greifenhagener Str. 26. Von gichtisch-rheumatischen Schmerzen in Bein und Fu&gelenk geheilt.— 24. Herr Gastwirt C. Michaelis, Charlottenburg, Wallstr. 87. Von chronischem Leberleiden- und Gelbsucht geheilt.— 25. Frau M. Knorr, Berlin-Lichtenberg, Scham Webers trafze 62. Von Herzschwäche. Leber-Anschwellung und Magenkrebs geheilt— 26. Sohn Paul des Weichenstellers Herrn Wilhelm Hafkner, Berlin-Westend, Beamtenhaus. Von schwerem Beinleiden geheilt Bein sollte abgenommen werden. m Briefliche Original-Anerkennungen von uns geheilter Patienten stehen im Wartezimmer der Anstalt auf Wunsch zur Einsicht Sprech- o. Behandlungszeit: 8—1, 4— 7 54, Sonn- u. Feiertags 9— L Heilanstaltsbesitzer Professor P. Mlstelsky Arzt approbiert In Ausland Berlin S0 16, Brückenstrasse 10 b am Bahnhof JannowKxbrOche Keine brtaWIcha Bahandheng, nur nach genauarUntar» auchunq In der Waliansfalt 30 Jährige Praxis dst Neu aufgenommen Lederwaren mnHteiscarflltcl Besuchstaschen, Brieftaschen Scheintaschen, Portemonnaies Damen- Handtaschen Reisekoffer P. Raddatz& Co gSSB Berlin W, Leipziger Str. 122-12% 1. Geschäft; Berlin W, Mohrenstrasse 37s 2. Gsschäft: Berlin NO, Gr. Frankfurter Str. 115 Soeben erschien! 8oebrn rrschlen t RUSSISCHE KORRESPONDENZ Nr. 17 IS, Ans dem Inhalt t KoogreS der Völker des Ostaas t O. Slnovlewt Die Aufgaben des L Kongresses der Vö.Ker des Ostens. Karl Radek: Di« intet rationale Lage und die Aufgaben der Völker des Ostens. Beta Kim: lieber te Autgaben de, Ritemacht Tm Galen Thesen zur Axrsrl,»ite. DekJ*- ratlau Gnver Pascha. Erkllrung des Veitreterg der Regleruar In Aagora Ibrahim Tall. Resolution zur Erklärung Eover Paschas.. Kar. Radek t ute sen imei tale Reise Mr Beruano Kussels naen Ki ßland./ Zur Frage der ElektriHzlerung öowjetru Blande i Tiilckel'sberlcht der Staat liehen Elektritizierungskummtssion. Grundtne en der Elektriltzierun" des zen traten Industriegebietes Grundsätze des Elektrifizierungspianes(Or das Wolga gebiet Kurze Denksebritt über die EU-ktiifizierung Wesisloinens. Allgemeine Thesen für die Elektrilizieiung Turkestans/ Ch. Rakosskl: Die Seele de- Sieges(Zur üescblcnte der Roten Armee)./ 0. Slnowjew. Die Sow.etmacht und der Otfiziers'and/ W. P. Miljutin: Sozialismus und Landwirtschaft./ LMiehallo«: Lokomotiven und Wagen in Rußland./ Krestlnski: Leber Organita ionsiragen A. Anikst; Organisation des Arbeitsmai kies in den ersten zwei fahreo der Sowjethenschaft I AUrusslachcr Landarbeiter. Verband./ S. Slrumllin Arbeltsausgleich./ St Kriwzow, Die Atogaben aer neuen w issenschaft./ Lenin Ober die Bolltlsche Lage./ Die Wahrheit über dl« Krim./ China and Sowjetrußlaod./ Die Aufgaben der russischen Metallindustrie.• Land* wirtschatUicher Autbau in SowJetraBland./ Aufbau der Transport* mittel.; Kleine Beitrage und Notuen./ lllusiratloncnt bestattuna der üe tallenen während der Pebruarkämple Petrograd 1917. 1 G. Slnowjew./ L Ttoizki Bilder von der Arbeitsfront Preis Mk. 4L— Zu beziehen durch die Ausllelerun sstelie für Deutschland; ?st9»t>» A. Suehof A Co. Vertag. Berlin C5ä. Dle deutschen Werke. Sitzung des Hauptausschusses. Der Htzuptolsschuß des Reichstages setzte Dienstag die Debatte Wer die Deutschen Werke fort. Abg. Wicland iTern.): Der Vertrag' der Direktion der Deut- schen�Werke mit Herrn Kahn ist ebenso ungewöhnlich wie die Verhältnisse zur?leit seines Abschlusses. Tie Direktion war jeden- falls im guten Glauben. Die Gründe, die die Direktion dafür anaiHt, daß sse sen Vertrag dem Aussichisrat nicht vorgelegt hat, sind nickt durch' cklagend. Die Reichsregierung muß Vorsorge treffen, die eine Mederbolung derartiger Dinge ausschließt. Ministerialrat Schäfer lReichsschatzministmum): Während die von den Sachverständigen eingesetzten Zahlen nur für 10 000 Tonnen gebrauchsfähige Mafckmen gelten, dürfte es sich in Wirklichkeit um 15 000 handoln. Tie von den Sachverständigen zugrunde gelegten Preise sind gleichfalls niedrig. Es ist unverständlich, Gusischroir auf der PreisWis von 1050 M. ohne eine Abrufsver- pflichiung für ein Bierteljahr zu verkaufen. Abg. Schulz-B'wmberg iDnat. Vp.i: Es ist unverständlich, wie dieser sogenannte Kahn- Vertrag abge'chlossen werden konnte. Ungeheuerlich ist. daß sich die Deutschen Werke keine wirksauten Kontrollrechte gesichert haben. Ein« Resolution der bürgerlichen Partei beantragt, der Reichs- tag möge dem zwischen den Deutschen Werken und Kahn abge schlösse- nen Vertrage seine Mißbilligung aussprechen. Die Reichsregierung soll aus Aufhebung des Vertrages hinwirken und bei Anwendung zulässiger Mittel in Zukunft den Abschluß ähnlicher für das Reich unünsiiaer Verftäae verhindern. Abg. Grsing sZ.s: Der Vertrag schadigt das Reich. Diejemgen, tue ihn gemacht haben, müssen zur Verantwortung gebogen werden D'e"cstriae Aussprache mit der Direktion zeigte, daß wahrschein- lich ifterr Dr. K a tz der Schövler dieses Vertrages ist. Redner be- tont dann die hervorragende Tü�iigkeit des Generaldirektors Wein- lich und bedauert, daß diesem Mann« ehrlose Motive unterschoben worden seien. Reichs'chotzminister v. Räumer: Ich wibhillia« die Preßfehdc gegen die Dircklion der Deutschen Werke. Es hat sick nicht ein Schatten des Beweises eraeben. daß bei dem Vertrage U n- redlichkeiten vorgekommen sind. Eine Saboiieruna der Reichs- betriebe liegt mir fern. Nicht ich widerstrcbie, wner Mitaftbeit bei den Angelegenheiten der Deutscheu Werke, sondern die Direktion trat dem entgegen. Wenn aber eiu'Minister einmal durchgreift, um Schaden für das Reich zu verhüten, io fällt ihm ein Teil der Presse und der politischen Parteien in den Arm. Abg. Legien lSoz.): Der T'rcktion ist es gelungen, die Reichs- heirirhe rentabler zu machen und die Arbctz�freudmkeit zu heben. Zur das durch sie sichergeitcllie gute Verhältnis zwischen Angestellten und Leitung ist es bezeichnend. daß aus verschiedenen Bcirieben Nnetesttelegramme aegen die Entlassung der Direktoren von den Arbeitern einaetroften sind. Di« dauernde bureaukratische Einm'schung des Reicks staatsministerium? in die Angeleaenbeiten der Deutschen Werke hat eine große Er» regirng erzeugt. Es ist vielmehr zu«mvfehlen, daß der Auf- sicktsrat einen größeren Einfluß gewinnt um so die Machsstessung des Re-cksschabministers im Aufsichtsrat einzudämmen. Reicbsschaßminister v. Ranmcr: Ich übernehme die volle Per- antwo'tuna für den Eingriff, der-meme Vftich* war. auch wenn der Abg Lea-en den Vertrag mit ifterrn Kahn verteidigt. Nächste Sitzung: Donnerstag. Neichsüotopfer— Awan�sansesbe. Der Stenerausschuß des Reichstages setzte gestern die Beratung des Gesetzes über die beschleunigte Erhebung des Reichsnotopfers. Abg. Dr. Ries, er sD Vp.) erklär!«, daß in keinem anderen Lande der Welt das Vermögen so stark mit Abgaben belastet und für die. Allgemeinheit mit Beschlag beleg? worden sei wie in Deutschland. Zur sofortigen Erhebung des Rcichsnotovsers daßonc er sich deswegen ablehnend, weil keine Gewäir dafür vorhanden sei, daß auch nur e:n geringer Teil der schwebenden Schult ab- gcbau: werde. Mit der Erhebung des unveränderten NotopferS unter gleichzeitiger AussüHrung des Havensteinschen Planes könne er dann einverstanden sein, wenn die Einzahlung des Reichsnot- opfcrs auf die ZwangSanleihe angerechnet würde. die selbstge zeichneten Kriegsanleihen mit Nennwert angenommen würden, das Reichsnoiopfer auch mit Zwangs- enleihe bezahlt werden körnte und weiter die Zwangs- anleihe, die mit 4 Proz. verzinst bverden solle, von der Kapi- talertragssteuer befreit werde. Abg. Dr. Helffmch(Dnat.): Das deutsche produ! i.>e Ber- mögen werde völlig aufgezehrt und die deutsche Wirtswast ver- «ichtes, wenn nicht endlich über die Kosten des Friedensvertrages Klarheit geschaffen und hier M-lderungen, besonders der Be- scchungskosten, erzielt wird. Ob eS möglich sein werde, in diesem Augenblick einen so schweren Eirgriff in die deutsche Wirtschaft zu machen wre dies durch ein« Zwangs- leihe geschehe, ivolle er zunächst offen lassen, zumal auch seine Fraktion dazu noch keine Stellung genommen habe. Die zur Debatte stehend,. Sieuervorlaae ist ihm zu brutal, da sie auch von denen sofortige Sieuerzahlung verlange, die kein Bargeld hätten. Reichsfinanzminister Dr. Wirtb ging auf die Ausführungen deS Vorredners hinsichtlich der Ausiührung des Friedensvertrages ein. Di« Vorbereituugon für d-ie Konferenz in Brüssel seien ge- troffen. Die Stellungnahme oes Abgeordneten Helfferich zur Vor- läge ist erstaunlich, da sie keine Klarheit gebracht und den Eindruck hervorgerufen habe, als ob die Steuerfrage von der Rechten hier dilatorisch behandelt werden solle. Der Minister bat dringend um Klärung, denn es spiele hier auch die Bcsoldungssra.w hinein. Die Regierung wird nach wie vor an der Vorlage festhalten, sie hat mzlvischen auch die Frage einer Zwangsanleihe näher geprüft. Stach lönoereu Ausführungen über die Frage der Besatzung?- kosten, wobei sich sämtliche Redner für eine Verminderung der un- geheuren Besatzuugslosten aussprechen, werden die Beratungen a b- gebrochen._. Zuchthaus für Sch'eichhanöel. In seiner Sitzung beickäktigie sich der ReckiSanSichuß deS Reichs- taas mit dem Gesetzentwurf über Veisckärsung der Strafen gegen Sckleickhandel. Ein Antrag W a l d st e i n(Tem.i, wonach mehr Zuwendungen von raiionierten Lebensmitteln an G a st H a u s g ä st e den Gastwirten nicht so ichwer angerechnet werden sollen, wurde abgelehnt. Angenommen wurde K l, der bestimmt, daß Sckleick« Handel uiw. in besonders schweren Fällen mit Zuchthaus vo« 1 bis 15 Jahre« und mit einer Geldstrafe von mindestens 20000 Mark bestraft w»rd. ebenso§ 2 angenommen, der be- stimmt, daß als besonders schwerer Fall anzuseben ist. wenn ber Täler au» Habiucht mit erbeblichen Mengen von Gegenständen des täglichen Bedarf» Schleichhandel treibt bzw. wenn der Täter durch Preistreiberei au» Habsucht die wirtschaftliche Notlage der Bevölkerung in besonder» verwerflicher Weis« steigen. De« Kampf um Dr. LZwenstein. Der Gemeindeausschuß der Preußischen LaudeSveriammlung vertagte die Beratungen der groß»» Anfrage der Abgg. Hergt»nd Genossen sD. not.), betr. die Wabl Dr. Löwensteins zum Stadl'ckulrat von Berlin nachdem festgestellt worden war. daß aus der Tagesordnung der Stadrver- ordneienversammlung von Groß-Berlin am kommenden Donnerstag ein Antrag stehe, beim Minister die Bestätigung Löwenstein» zu beantragen. ftos Kermes' Ministerium. Wir. lesen in der>Soz. Korr.': Der Fall A r« g u it i n ist jetzt geklärt. Herr Hermes hat n i ch t mehr geleugnet daß der Brief des Staatssekretärs Ramm. der von den Verfehlungen Augustins Kenntnis gab, am IL Mai Gegenstand einer Besprechung iw Ernährungsministerium war. Am 20. Mai hat Herr Hermes Herrn Augustin zum Ministerialrat ernannt! Die Tatsache steht fest, und alles andere ist Beiwerk. Aber das ganze Reicksernäbrungsministeerium ist eine Stätte höchst zweifelhafter Gestalten. Wir fügen heute dem Fall Augustin die Fälle Fürst Schwoon und Heukamp hinzu. Herr Regierungsrat Dr. Fürst hatte die Einfuhr und Aus- fuhr der Lebensmittel unter sich. In dieser Siellung hat er von den beteiligten Firmen sich Provistonen und Borteile aller Art zu- wenden lassen. Es beliebt ein umfangreicher Briefwechsel zwischen Fürst und einer ganze» Anzahl von Einfuhrinjeressenten. in dein Fürst über E' n' r i i t'n diese Einfuhrgeschäft« verhandelt. Er stellt dabei geradezu wahnsinnig hohe Ansprüche. Wir haben be- retts zweimal öffentlich gefragt, wie es mit diesen Verfehlungen des Regterungsrats Dr. Fürst stehe. Die Untersuchung, die seine Schuld schon längst erwiesen hat, wird durch Monaie hingeschleppt, aber der Regierungsrat Dr. Fürst fitzt längst wohl- geborgen und wohlversorgt in Holland. Herr Schwoon war Direktor der Reichsfleischstell«. Vor neun Monaten wurde dem Minister Schmidt eine Beschwerde über ihn mitgeteilt, wonach Schwoon sich in den srhässigstrn Ausdrücken über die sozialdemokratischen Minister bewege und eine bestimm w Einsuhrgesellschaft, die A l l n a r i in Hamburg, auffällig bevor- zuge, offenbar, weil er an ihr interessiert sei. Minister Schmidt ordnete die Untersuchung an, aber inzwischen ging auch die Reichsfleischstelle an das Ministerium Hermes über. Der zweite Direktor der Reichsfleischstelle, Stadtrat Grützner, bestätigte sämtliche Angaben der Beschwerde und führte zum Beweise viele Einzelheiten an. Daraufhin wurde G r ü tz n e r wegen eines angeblichen formalen Fehlers sofort aus der Stellung ent- lassen und Schwoon glänzend gerechtfertigt. Jetzt hat Schwoon der Allnari bei einem großen Fleischkauf in Holland eine Provision von � Proz., das ist«ine Summe von 34 Millionen Mark, zugeschanzt. Nach diesen und ahnlichen Streichen ist er in Urlaub gegangen und um seinen Ab'chied eingekommen; er ist inzwischen in die Assnari als Direktor eingetreten. Der Assessor Dr. Heukamp hat sich während des Krieg«;, um einem Einberufungsbesehl zu entgehen, nach Kloppenburg abgemeldet, wo ein Hermes LandivirtschaftSlshrer tvar. AIS ihn auck dort ein Gestellungsbefehl erreichte, ist er in der Uniform eines Jntendanturbeamten nach Wilna gefahren, natürlich obne Berufung und ohne Papiere. Mit Hilfe von allerlei Helfern ist eS rkm dort gelungen, bis zur Revolution dem Heeresdienst zu entgehen Dieser Assessor und falsche Jntendanturbeamte ist geKn- wärtig Ministeria ldirekior bei HermeS. Karriere! Aber wir könnten, so schreibt die genannte Korrespondenz, noch ein Dutzend solcher Fälle erzählen, der bürgerliche Block hält seinen Hermes dock, und das ganze Kabinett Fehrenbach ist mit ihm solidarisch. Sorgt Hermes doch nicht nur für seine Agrarier, sondern auch für die Millionengewinne der Stick st offshndi- k a t e und einiger Margarinekonzerne sowie der Getreidehändler. Hermes genießt nicht nur den Schutz von Dr. Rösick«, sondern auch von Max Weigelt und Nikodemus Caro. Wie könnt« da die.demokratische' Presse widerstehen, wenn zum Gene- ralsturm gegen Otto Braun geblasen wird. Kommunistischer Vereinigungsparteitag. (Schluß aus der Abendausgabe.) B r a n d l e r schloß sein Referat über die Gewerkschaften mit der Behauptung, daß die Gewerkschaften nur dann die Lage der Arbester verbessern könnten, wenn sie bewußt kommu- n i st i s ch l!) sind. Die„gelbe" Amsterdamer Gewerkschaftsinter- national« habe die Arbeiter an Sen Kapitalismus verraten(I), die rote Moskauer Gewerkschaftsinternationale werde sie erlösen.— In der Debatte sprach u. a. Rusch, der erklärte, daß jetzt, noch- dem die Arbcstsgemcinschaft im Reichswirtschaftsrat und Reichs- kohlenrat verankert und zu einer staatlichen Institution geworden sei. der Allgemeine Deutsche Gewerksckastsbund toahrscheinlich den Austritt aus der Arbeitsgemeinschaft beschließen werde, um sich so den Ansche n zu geben, als wenn er sie, ebenso wie die Kom- muniften es täten, ablehnen müsse. Das sei nur ein Schein- Manöver. Neber die Fraucnfrage referierte Klara Zetkin, sckwächer als sonst, wenn sie über all- gemeine Politik spricht. Die Revolution habe der Frau zwar d e politische Gleichberechtigung gebracht, aber sie konnte die Frau ebensowenig wie den Mann wirtschaftlich und gesellschaftlich be- freien. Die Kommunistische Partei führe ihren Kampf auch für die Befreiung der proletaw sehen Frau. Sie zeige ihr den Kominunis- mus als Messias, der nicht mit lyrischem Gesäusel, sondern mit Schwerterklang ankommen werde. In der Debatte wandte sich ecke Kommunistin gegen den Vor- Wurf, daß die Kommunisten irrelioiös se en. der Kommunismus sei die Weltreligion.(Es ist schon richtig, daß der Kommunis- mus etwas von religiösem Sektenfanatismus hat.) E'n An- trag Berta Braunthal für die Abschafiung des§ 218 R.Str.G.B. (Abtreibung) wurde nach Befürwortung durch die Antragstellerin und Klara Zetkin angenommen. Letztexe betonte dabei, daß in Sowjetrußland der Abortus nur dann straffrei sei, wenn er in öffentlichen Krankenhäusern und von angestell- tcn Aerzten vorgenommen wird. Daher könnten dort die schwangeren Frauen nicht mehr zum Gegenstand der Spekulation von betriebsamen Aerzten und Hebammen gevkacht werden.— Es folgte dann die Wahl der zentralen Körperschaften. Zu Vorfitzenden der Partei wurden Ernst Däumig und Paul Levi gewählt, zu Sekretären: Klara Zetkin, Koe- nen, Bra udler. Braß, Piek, Stoecker und Rem- m e l e, zu unbesoldeten Be sitzern Adolf Hofsmann, Thal- heimer, Kurt Geyer, Hcckert und G ä b e l, zur Leiterin des Frauensekretariais Berta Braunthal. Nach Wahl des Zentralausschusses wurde ein« von Klara Zetkin begründete Reso- lulion angenommen, die sich gegen die.Greueltaten der polnischen Bourgeoisie wendet, und den in den Kasematten der Polnischen Republik schmachtenden 6000 Kommunisten die Sym- pathie de? Parteitages ausspricht. In einer weiteren Entschließung erklärt sich der Parteitag mit den Post- und Verkehrsbeamten soli- darisch und versichert sie seiner Sympathie und Unterstützung. Nach einem Schlußwort des Vorsitzenden Piek, der die neue Partei als Massenpartei pries, wurde der Vereinigungsparteitag mit einem Hoch auf die Weltrevolution, die kommunistische Inter- nationale und die deutsche Sowsetrepublik sowie mit dem Gesang der Internationale geschlossen. » Vor kurzem wurde in einem Leitartikel des.Borwäri»' eine Milderung des Gebärzwanges gefordert. Ein kommu- nislisches Parteiblatt, das.Ruhrecho", ichrieb gegen diesen Artikel unter gänzlicher Verdrehung seme« Inhalts folgendes: .Nickt Brot, nickt Milck. nicht Wohlfahrt, nickt Gesundheit, nicht Freud« für die proletarischen Eltern und Kinder fordert der .Vorwärts". Rein, nur das Recht des hilfkose« Sklaven, das Recht, keine« Unglückswurm auf die Welt setzen zu müsse». S o weil sind wir denn nun nack der glorreichen Revolution vom November 1918 und nach zwei Jahren sozialistischer Regierung in Deulschland!' Nun hat. worüber wir an anderer Stelle berichten, am Diens- tag der kommunistische BereinigungS Parteitag einen Antrag Berta Braun thal einstimmig angenommen, der die Abschaffung des H 218 Tt.G.B.(Berbot und Bestrafung der Ab-- treibung) fordert. WaS wird nun das.Ruhrecho' schreiben? Wenn Sie Kaiserin stirbt... Eine �eremouienfrage in der Republik. In bürgerlichen Reichstagskreisen beschäftigt man sich mit der Frage, wie man sich zu verhalten habe, wenn die Frau des«he- maligen Kaisers sterben sollt«. Nach unserer Auffassung ist diese Grau durch die Staatsumwälzung in di« Reihen der gewöhnlichen Sterblichen zurückgetreten. Es sterben in Deutschland täglich viele treffliche Frauen, ohne daß der Reichstag ihrer besonders gedenkt, mit der Frau des ehemaligen Kaisers kann es nun auch nicht an- ders sein. Eine davon abweichend« Behandlung dieser„Frage", die keine ist, würde in sozialdemokratischen Kreisen als m o n a r- chiftische Kundgebung aufgefaßt werden und müßte natur- gemäß republikanische Gegenkundgebungcn auslösen. Diese Bemerkung ist notwendig geworden, weil die.Dena" eine Falschmeldung über eine angebliche Sitzung des Aeltestenausschusses veröffentlicht, die sich mit dieser Angelegenheit beschäftigt haben soll. Tatsächlich hat eine solche Sitzung nicht stattgefunden. Erörterun- gen über Begräbniszeremonien stellt man taktvoller Weise nicht voreilig an— möge sich auch in diesem Falle das Sprichwort bewähren, daß Totgesagte noch lange leiben! �uslanösrunüschau. Die Gobelins der Wiener Horburg wurden an Holland mit Zustimmung der Reparationskommiision verpfändet, um neuen Getreidebedaif für Januar und Februar zu decken. In Linz a/Donau Straßenbahnerstreik als Protest gegen die Verurteilung eines Wagenführers zu 3 Monaten Airest wegen Neber« fahrens eines Passanten. Henderson ist unerwartet aus Irland nach London zurückgekehrt. Hierdurch sind die Erwartungen über die Friedensverhandlungen mit Rußland sehr ge- st e i g e r t worden. Man envartet, daß die Regierung in diesen Tagen im Unterhaus« einige Mitteilungen hierüber machen wird. Die deutsche Regierung hat der niederländischen Regierung mit- geteilt, daß sie zur Raiifizicrung des dentsch-holländischen Kohlen- und Kreditabkommens bereit ist. Die deutsche. vom Reichspräsidenten Ebert gezeichnete und vom Reichsminister des Aeußern Simons gegengezeichnete Reichsurkund« befindet sich bereits im Haag. Die Erklärung des Generalstreiks für ganz Spa- n i e n ist noch aufgeschoben. In Belgien sind von 80 000 Hektar Land dev ehemaligen Kampfzone 53 000 Hektar Ackerland wieder bestellt worden. — Die Engländer verlassen bis lö Januar die belgische Küste. Dem nordamerikanischen Repräsentantenhaus ist ein Gesetz- «ntwurf über Aushebung der Kriegsmaßnahmen mit Ausnahme derer, die den Handel mit dem Feind betreffen, zugegangen. Mirtfehast B. E. W. Die Berliner ElektrizitätS-Werke. die 1884 ge« grünset wuiden, haben am l. Oktober löis ibre Werke zum Pr.jfe von 132 Millionen an die Stadl Berlin abgegeben. De(»ieiefl« sckafi bciaßi sich auck weiter mit der Erzeiigung von eleklri'ckem Strom, da sie große Braunkoblenstlver»i Gotpa und Zicker- n o w l tz besitzt, auf denen Tent'chlandS größtes Krafiwerl. die E l e k t r o w e r k e A.-G.. fteden. In der Generalver'ammlung ivurie die Dividende von 4'/... Proz. für die Borzugsakiie» und 10 Proz. für die S'ainmakt en iowie die Erhöhung des RapnaiS um 15 auf 79,1 M'll. M. genermigr. Mamrolh führte aus, daß die GeieVickan Miitet bereiisiellen müsse für einen w e i reren Eiwer» von Aktien der G r n b e Leopold. Die Grube bat in der leyien Zeil einen siailen Ani» Ickwung genommen. AngesicktS der Wtckriakeii jedoch, die die Biauntoble infolge der veiänderte» Verbättnisie erlangt bol. bteibell nock größere Aufgaben zu löten. Um sich dabei den maß- gebenden Emflnß zu sichern, werden auf je 3000 M. B E.W-Allien zuzüglich 800 M. dar je 2000 M. Leopolds-Aktie» emgelauickt werden. Auck hier wiid der durchaus rickrige Gedanke offenbar, den Koblenverbrancher zum Selbstversorger zu machen, der über seine eigenen Werke ver'Lgt»nd der auck selbst die Mittel umbringt, um die Kohlenbasis auszubauen. Wucherer. Die Strafkammer in F r e i b u r g i. Br. verurteilte wegen Kettenhandels und Preistreiberei de» Agenten W e>» i ch e n l au» Ossenburg zu 2300 M. Geldstrafe. Die Direktoren Becker und Fink der ckemiscken Fabrik Buden beim zu je 20 000 M. Strafe und Kosten. Es handelt sich um eine Ftelickliejetung an die Stadt. Der deutsch-russische Warenaustausch. In Berlin ist ein D e u t i ch- R u i s i s ck e r W i r t s ck a s t S* Bund e. B. gegründet worden. Die Gesckäftslühnjng liegt in den Händen des bekannten Wirtjchafts statt st iker» S. Z u ck e r m a n n. Es ist ein paritätisch zusammengesetztes Wirt« ichajtskomitee vorgesehen. Die IahreSabschlüffe vo« Deutsch- Luxemburg. In der Aufsichtsratssitzung der Deuiick-Luxemdurgiichen Bergwerks- und Hütte»- A.-G. in Bockum wurden die Bilanzen vom 20. Juni 1919. vom 30 Juni 1920 und vom 30 September 1920 vorgelegt. Es bleibt ein Rohaewinn von ungefädr 5 101 293 bzw. 5ü 404 371 bzw.>2 761 436(1917�8: 40 879 885). Hiervon wurden zu Abschreibungen auf die Anlagewelte besi>m»>t: per 30. Juni 1919 und 1820 je 29 Millionen, per 30. September 1920 8 Millionen und 19t7 18 26 Millionen Mark, während der Rest von 16,11293 bzw. 27 404 371 bzw. 4761 436(1917 18: 14 879 885). wie folgt verwendet werden soll: für lSl8'19 11 Pi'oz. 14 800 000; für 1920 12 Proz.= 15 600 000 Dividende. Wohlfahrtspflege 10 Millionen. Für die Zeit vom 1. Jnli 1020 bis 30. Seplember 1920 3 Proz. Dividende= 3 900 000. Der ReichSverbaub der ElektrizitötSabuebmer. Auf der Mit« gliedervsriommlung des ReicksverbandeS der Elektrizfräisabnehmer (Rea) e. C.; Berlin-Steglitz, in Erfurt wurde ickarfe Verwabruiig gegen die Leitsätze der SlrompreiSverordnuiig beicklossen, indem aus die in der Eingabe des Rea an das Reickswuiickasic- Ministerium begründeten Abänderungsvorschläge bingewiein wurde. Ferner wurde der Antrag des Vorstandes, beim Reicksschatz- Ministerium am Zuziehung des Verbandes in allen Fragen der Sozialisierung der Elektrizitätswinschast nachdrücklichst unterpützr. » SewerMastsbewegung Die Lonöoner öeschlüsse. AubfüHrlich nahm der Kongreß zur Frage des Pazsfis- mus Stellung Es gelangte folgende Entschließung zur Annahme: .Der Internationale Ckwerlschrftsiongreß stellt fest, daß d i e Bekam psuna aller Kriege durch die international organi- sierte Arbeiterschaft nicht mit dem Pazifismus der kapitalistischen Bourgeoisie zu verwechseln ist Er brandmarkt als Heuchelei und verurteilt ebenso alle Kriegs- unternehmen, deren Fiel ist, den Völkern gegen ihren Willen neue politische oder wirtschaftliche For- men aufzuzwingen. Die Arbci'er verlangen den endgültigen und voll- ständigen Frieden unter allen Völkern und lehnen e? ab, sicb noebma'S verführen zu lassen unter dem Vorwand, sicb schlagen zu mnklen für D'-n lebten oder vorlebten Krieg"- Die Ne'olution zur Valutafrage hat folgenden Wortlaut: „In Erwägg'na, daß d-ieWirkungender Valutakrise nielu nur verbeercnd sind für die vom Kriege botrof'enen Länder, sondern auch die am meisten begünst-gten Länder stark bedrohten durch die Varalvstervna bei internationalen Austausckwerkehrs und in de'-cn Gekola« entstehende industrielle Krsen. unter denen die Arbu'cr leiden, 'reift der!g-?t»rna''onale Gewerkschaf'skonoreß daraus bin. daß ein'''cbe? Fuftand nicht andai'ern kann obne den Nmlau' der Rob-- sto"'e und Fcrt'gfabrikate, d-e B chriln�sversorgung der Länder den Tssstderausbau d»S durch den Krieg Ferstörten zum?i'llftgnd zu bringen, doft dieser Fustand des Bankrotts, im dem ücb tatsächlich viele Länder beftnden, begleitet ist von unge- wöhnlich-er Pecisoorftät der Finan�'nstitute. wclcbe die en'frßllc&en Fo'�cr de8 kapftalist'schen Tvstom" a"kzo!ot, da? dw B-'rsenstvku- lgfionen. di? iiner�aiibtr Dieshaltuno d�r Valuta. die unbearündeten ho�en Preise der Lebens- und EsebmidVsmi'tel be,a"nstigt und sg sär die wachsende Hungersnot der Vö'fa- v-ran�wo-chr!�» Demgemäft er'lär' der Konarcß, daß die Lösung der inier- nationarpn ffman-rrnlyr.ew tnH d-r wirtschaftlichsn Aktivität und der sglidarifch-n Eristenz der Völker unlösbar verbunden tft, amvs-ehlt dar Kongreß tre ollo-m-sn? Nnn>-g!er,!Ng der internationalen Schulden, de a>,z dom Kri<>g< res"li!eren, a� eine? der rad'ka'en Mittel, die an,"wenden ssnd. inn kortgn den Wirkiinaen der Valutakrise ent- gegen-uwirken: na �anate�„nv überall wo die? möglich'st in'ernatwngle Maß- naßm�-i tollw" eror'ffan werdan, i'm d'e mol-lgsen Emicstonen ,u verhindern und rnen gno-mg�en Eoldumt-,� einzuschränken: die hi»r,„ cr'ordersichen M'ttel wären durch Unterdrückung unnötiger A'r*'g&rn hgsander? für nnl'tärische Flwacke, zu bef-*Mfrn. w'e auch dlirch beträchtliche Vermögenssteuern. Der Kongreß legt iedoch da» jHcmvt,-ews*4 auf'nd:nnotio"ale Ma�nabman ebne di� p'o Vi-rstich' d-r ein,?''nen Länder vergeblch bl''�en müsson, und obne welch? auch die größte Fgbs dar N'tionen se�dft nicht»u wirken vermögen D'e'e in�erna'iona�e" Maßnahmen Wüllen weiterraf>-n gig pl? Bcueröffnuna von Hande�skrediten, Sie können nur durchgeführt werden, mdun dem Völkerbünde oder einer diesem unterfta>ierven �rganisaMofan d'e Ausgabe einer interugfionalen Anleihe, ss�eogesti-llt durch di« wirklichen Reichtümer und Hiffz�i�lsson aller Völker obne Aiisw'bwe, übertragen wird. Ihr Ertrag würde unter der Kontrolle de" Vö�kerhunda» dan verichicdenrn Ländern zugeteilt .�werden, entsprechend ihrer Bedürfnisse, um zur Hebung'beer .»Finunzlaae und-um Zwecke ihre» Wiederaufbaues und der Be- lebl'.nss ihrer Vroduk'ion. unter Ausschluß ieder anderen� �Aufgabe, verwandet zu werden. Der Kongreß betont besonders,! daft diese Maßnahmen keineswegs militärischen Fwechn oienen' müssen, damit alle Anftrenpungen der Völker auf den allgemeinen Frieden hingerichtet seien. Der Kongreß erklärt, daß diese Maßnahmen, deren Verwirk- Itchuna sich auf eine gewisse Frist verteilen wird, nicht UN ab- bängig von den übrigen Forderungen der Ar- he'terinternationale betrcfts der Produktion, di« Ver- teifting Scr Robftgtke„nv die Kontrolle de? Dran�vortweien?, er- folaen dürfen Sie müssen ebenlo wie dicla lepteren zu einer Solidarisierung aller Völker für den Wieder- aufbau der Welt durch die Arbeit führen." Elcktrizitätsarbeiter und Arbeitslose. In einer am DienSiaq tagenden Vollveriammlung der Arbeiter und Arbeilerinnen der Slädlischen Elektrizitätswerke wurde eine Resolution einft'mmig anienommen. in der den Arbeilelosen die Solidarität der Arbeitenden ausgesprochen und gesagt wird:.Di« A beiier der Slä''ti>chen Elektrizitätswerke stellen folgende For» derunqen für die ArbeitSloien aus zznd sind gewillt, dieselben zusammen mit den Arbeitslosen zu erkämv'en: 1. Erhöhung der Unterstützung ans volle Höh« des Existenz- MlnimlimS. 2. Eingliederung in den ProduklionSplozeß. 3. Verkürzung der Arbeitszeit hei gleiwsleibendem Lohn. 4 Abbau der Lebensnnltelvrei'e und Bekämviung des Wuchers. Weil die städliicben EiektriznälSwerisarbelter erlennen, daßu lassen. Herr Paerb versprach, den v- r- lreler des TemobftmachiingHtoniM'ssaiS so zu biarneiien, daß eine Ablehnung oes SvieSsspruchs erfolgt. Er meiule, man müsse die ganze LoÄnbewegung verschleppen denn späleüens bis April würde» in Deuiickland andere Zustände herrschen. Man sich«, daß brutale Mach» gelüste die Aiben ebe> veraulasseu. berechli, te Fordelungen ihrer Arbeitnehmer niedenu» hallen und daß die Herren mir Eiser dabei sind, die Erbilterung »n'er denselben iowet' zu'chüren, daß evil. Aomplltaiionen?nl> stehen lönnlen. A" gäbe der Arbeituchmer muß>s sein, den Kamps mil aller Energie durchzuiübre» dabei aber doch R u b e und B e> o n n e n b e l t zu bew>bre». W" tonnen milleiie», da'z einzelne Aroeilneber, a n g e e kell durch dieie Ari der Verhandlung und durch den Zynismus, der sich in dle'er Veüamml.ing nn-er d n Arbeiigrbei» breitmackie, die Forderungen der Äugest ellien bewillig: hoben. Vertretcrvctfa» wlunss der Bühnrnangehörigen. Tie Genossenschaft deutscher Bühnenangehöriger trat Dienstag zu einem Außerordentlichen Vertretertag zusammen. Vom Dezirksverband Groß-Berlin wurde der Antrag gestellt, an Stelle des Präsidenten Gen. R i ck e l t e:nen anderen Leiter der Versamm'.ilng zu wählen. Da die Satzungen dem widersprechen, mußte der Antrag Zurückgezogen wcrden. Tie Versammlung ist stark von Lokalverbändcn aus dem ganzen Reiche besucht. Auch Verlreter deutichosterreichi icher Bühnenangehöriger wohnen den Verbandlungen bei. Alzwesend sind 168 Vertreter. Nach endlosen GeschästZordnungsauSeinandersetzungen bo richtet R i ck e l t über die genossenfchastliche Tätigkeit seit der letzten Verrreterversammlung im März ISIS. Inzwischen ist die Genossenschaft in eine Gewerkschft umgewaiÄ.lt und der Afa anKischlossen. Tie Eigenart des Tkeaters und der Schauspieler aber bedingen, daß die Bühnrngenossenschait nicht wie eine Ge- werkschast der Metall- oder Transportarbeiter behand.lt werden kann. Ten Augiasstall des deutschen Theaters aus- zumisten, dazu reiche die Kraft von 16 Herkulessen nicht aus. Die Luft im deutschen Theaterwesen ist wesentlich gereinigt worden. Wenn der Tarif und Normalv.rtrag nicht zur vollen De- friedigung ausreichen konnte, so liegt die Schuld an den Schauspielern selbst, die nicht immer alle Fälle von Verstößen der Leitungen ge» meldet haben, lieber die Ge'chicke der deutschen Theatcrbetriebe haben nur diejenigen zu bestimmen, die in den Thcawrbetrieben tätio sind, das sind die deutschen Schauspieler. Die so- genannten gemeinnützigen Theater weigerten sich, gewisse Bedingungen dcS Tarifvertrages anzuerkennen. Erst die Einbe- rufung dieser Außerordentlichen Vertreterpersammlung brachte sie dazu, dem Bühnenvcrein beizutreten. Wir haben kein großes Ver- lrauen, daß dies lange währen wird. Wenn es zum Kampf ge» kommen wäre, dann wäre es den Theatern schlecht gegangen. Wir wären entschlossen gewesen, den Kampf zu führen. Natürlich be- grüße ich es, wenn wir ohne Kampf auskommen. fZurufe.) Die gefährdeten Theater in den besetzten Gebieten sind durch den Bühnenvcrein und die Genossenschast ausreichend subven- tloniert worden. Tie Franzosen sind andauernd bemüht, das En- semble mit französischen Kräften zu durchsetzen. So hat in Mainz der französische Kommandant angeordnet, daß bei einer Carmen-Vorstellung; Micaela, Carmen und Jose mit sranzö» fischen Sängern besetzt werden mußten. Auch in Ober« s ch l e s i e n ist es gelungen fünf Theater an den Hauptplätzen wie Oppeln, Kattowch usw. ausreichend zu subventionieren, um das Deutschtum zu stützen. Zum Schluß erklärt Rickelt, daß, wenn auch ein« Arbeits- gemeinschaft mit dem Bühnenverein bestehe und tarif» liche Fragen auf friedlichem Weg« g löst werden müssen, so sei die Genossenschaft dennoch in allen Dingen entschlossen, einen Kampf zu führen, wenn die Forderungen der Schauspieler von den Arbeitgebern nicht in Güte erfüllt werden. sBeifall.) Darauf bekämpft C z e m p i n- Berlin, der Wortführer der Radikalen rn der Genossenschaft, die von der Genossen- schaft betriebene Tarifpolitik und das Zusammenarbeiten mit dem Bühnenverein in der Arbeitsgemeinschaft. Die Verhandlungen werden heute von st bis 12 Uhr in ge» schloffener Sitzung, von 12 Uhr ab öffentlich fortgesetzt. Christliche Betriebsorganisation. Der Belriebsrat der Slraßenbahner Berlins hatte für de» Bahnhof 6. Tegel, eine Betriebsversammlung einberufen, zu der außer den Anbängern der BetriebSorganiialion iB. O.> auch die.Cdrlsteu" erschienen waren. Obivobl der Betliebsrat Ein« beruker der Veriammlung»nd ein Mitglied der BetriebSvei tretung als Nefeienl aiurezeigi war, stellten die revolutionären Mäimlern der B. O. den Antrag, daß»n der Debatte lein Betriebs» ralsmitglied sprechen dürfe. Die Cdristen unlerstützleu den Antrag. Die Abstimmung war zweiielbatt, da aber die Lerne der B. O. drohten, daß sie keinen Vertreter des Betriebsrat» zum Woite komme» lassen würden, gab der Vorsitzende der Betriebsräte der Straßenbabnen folgende Erklärung ob:.Da eS sich brer um eine Versammlung bandell. welche ledig» lrch vom Betriebsrat einben>ie>i wurde, kann ich es �unrer keinen Umständen zugeben, daß die Beiriebsräte entmündigt werden und verzichte deshalb aui mein Referat. Ich»ordere die irei.iewerk'chaftlichen Kollegen sowie sämtUcde Betriebsräte auf, den Snal ,ii verlassen." Der reoolni onäre B, O,-Mann W e g n e r übernahm daraus die Leitung der Veriammlung und sonderte den mit vier KrsinnungSireunden anwesenden Sekretär des christ» Ischen Verbände» aus, ein Reteiai über die beste Organi» salton zu halten. Und o Wunder w rbrend die doch durchaus icht zabmen Vertreter der sreigew rtichafllichen Slraßenbahner durch dauernde Zw icheu nie am Reden verhindert wur en. sauschlen die rrrevoluiionären Ben iev' organisierten den Aus« fübningen des Chrisleii wie eine Ossenbarnng. Und in de» Armen licoen sich verde. In der Milte treffen sie sich: Bei den Gelben!_ Drohender Streik im Arzne'grosthandel! Dem unterm 2b, November>926 vom Schnchrungsausschuß Groß-Berhn getälllin Schreds'pruch Valien sich die Arbeit» iiebmer— obgleich ihre Wünsche bei weilcm nicht genügend be« rüsschtigt worden waren— unterworfen D'e Arbeitgeber dageoe» haben den Schiedsspruch— oboleich er den AibeiieiN nur aanze b Prvz, mehr brachte, als sie schon zugestanden batien abgelehnt, Heir Dr Enael vom Arveiigeberverband hatte ja schon bei d-ui BerbaiiMiiugen vor dem Tchlichtungsausschuß»mit dem Kreuzen der K ingen gespielt". Der. Kamp! scheint ea« d u r ch u n v c r m e, d l i ch. Bm länsir liegt die Enischeidinig beim Demobilmach'naslommissar, D'e Kolleginnen und Kollegen er» mchen wir, sich verex zu ballen! Ein eigenartiger Schiedsspruch winde von dem SchlichtunflS« ausichuß nir dos«vi itar werbe ge'älli. Der A» eltellteni at der Verwertnn eftelle des Biann wein-Mouopolamtes war bei der Diretlion um Au'beiserung der Gebäller vorüellig ge« worden. Da dieleS abgelediit wurde, ist der Schlich'ungs» aiisschiiß angeruien worden. Dieser sprach den beiden b ö ch u e n Gchallsgruppen se 2 0 P r o z, Zulage zu. binaegen den beiden niedrigsten GedaliSgruvpen dielt er IS Pro,. Auf« b">'» e r u n g für angebracht. Die Angestelllen der höchst- n Ge« Hallsgruppe beziehen jetzt bereits 8S0 M monatlich medr a!S diejenigen der niedrigsten Gruppe Die Forderung war m>l der allgemeine» Teuerung begründe!. Es ericheinl demnach, als wen» der SchlichiungSausschuß der Anstchr ist, daß die Teuerung sür die beiier bezahilen Angestelliengruppen im Höheren Maße besteht. Die Bezirksversammlungen der Buchdrucker wählten am Montag die Bezirlsteiter unv Delegierten für dieGene« r a l v e r s a m m l ii n« 1S2 1, In 10 Bezirken wurden Kollegen gewählt, die aus dem Boden praktischer Gewerlichastsaibeit sieben. Nur im 4, Bezirt(Ostens«st durch die ZagHasiigkeit der Kollegen noch keine volle Klarheil geschaffen. Verschiedentlich wurde fleyeiiilich gebeten, die Verhältniswahl zu gewähren. Für Moskau. Ein außerordcnilicher Kongreß der lotbrin« qiichen Gewerkschaflen stimmte mit 16 429 gegen 8642 Summen bei 794 Sliinmenlhallungen für den Anschluß an die Moskauer Internationale. Deutscher DranSportarbelterverband. Kollegen aus den Brauerei- R ede ta icn. BieraerlnebS-Gelelllchaste» und BicrverlagSgeschästen u'w I Donnerstag. 5>/, Uhr, im GeweikschaslShauS, Engelujer IS, Saar t: Mitgliee crver sammlnirg. Zentralverband der Augestellte«. Fachzruppi?». sAnge'tellie der Firma Wcrtbeim) Oefseniliche Bersammlung. 7ft, Ubr, Musitersäre. Kailei-Wühelm. Straß« 31.— Fachgruppe 17 1.(Schololaden- und Konsitürengelchäite.) MitgUederveriammlung, S Uhr, wr Verbands, olal, Belle Allianre-Straiie 7/l0. ?eraniw tür den redakt. Teil Dr, Werne« Peiier, Sharlotlendurg, Mr Snzeigen: Td Gl»ar. Verlin. Lerlaa, LorwSriS.iierlag s m b. H, perlin Druck vor- wärlS-Bucddruckcrei u BerlaaSantiali Paul Singer u. 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