Nr. 604 ♦ Z7.?ohrga«g Ausgabe A Nr. 165 BezagSpret» t B ett«l(5f)tL monotUO.— SU. frei m* sou», oorau» tablbat. Doff- bews Monatli» 10,— M!» erv. Ru« ftellungsqebUti� Unter Rtetubanb für Detumilan» anb Oeftettefdi 16.s0 Bit, für bat Übrige Ausland ve> täglich einmal. ZuKelluno 21S0 M. Itnstte- ilellungen nehmen an Oesterreich, Ungarn, Tschecho-SIowalei, Dane» mar!, öollano..ucemburg,-thweben und sie Schweis.— �tngetroaen in die Dost- eintng»- Preisliste. Per.Vorwärts' mit»er Sonntag«- dkilage.Boll n. steit' ericheini woäien» täglich zweimal Sonntag« und Mon- tag» einmal kelegramm-Bdrestet. �»«zlaldeinotrat SerNa». Morgen-Ansflabe Verlinev VolKsblstt c w) Anzeigenpreis: Die achtgeipaltene Nonvareillezeile kostet».— Zl!,Teuerung»zufchlagS0»/« »Kleine Anzeigen", das tett» gedruckte Won L— M.(juläfftg zwei fettgedruckte Worte), jede« weitere Won 80 Psg. Stellengesuche und Schlafftellenanzeigen da» erste Won SS Pfg» iede« weitere Wort 40 Vfg Worte über 1b Buchstaben zählen für zwei Won«. 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Die gestrige mit allgemeiner Spannung erwartete Reichs- tagSsitzung istfürdieRegierung glimpflicher verlaufen. als zu erwarten war. Zu einer Regierungskrise ist es nicht gekommen. Weniger erfreut werden die Beamten über das Ergebnis der Verhandlungen sein, denn über die Kom- missionsbeschlüsse hinaus ist nichts Nennenswertes für sie herausgekommen. Wie wir bereits in unserer gestrigen Abendansgabe be- richteten, kamen von den Zlbänderungsantmgen lediglich der deutichnationale und der sozialdemokratische ernstlich in Be- trncht. Die anderen Anträge, zu denen sich noch ein kommu- mistischer Antrag, allen Reichsbeamten, ganz gleich ob in billi- aeren oder teuren Orten ein Mindesteinkommen von 16 500 Mark zu gewähren, gesellt hatte, konnten wegen ihrer unab- sehbaren Konsequenzen keine geeignete EinigungsbafiS bieten. Außer diesen Anträgen lagen noch einige Entschließungen vor. Die Unabhängigen verlangten, daß die Kinderzulage i einheitlich für alle Kinder neu geregelt werden sollte, und daß die Regierung sofort mit den Großorganisationen der Reichs- arbeiter und-angestellten zwecks Neuregelung der Teuerungs- zukagen in Verhandlungen eintrete. Beide Entschließungen wurden abgelehnt, weil sie gegenstandslos sind, denn die geforderten Verhandlungen sind im Gange und die Kini derzulagen find im Besoldungsgesetz so geregelt, wie die U. S. P. es wünscht. Bei den Verhandlungen blieben die Regierungsparteien allen Vorstellungen unzugänglich. Mit allen möglichen Rede- Wendungen suchten sie sich aus der für. sie syhr unangenehmen Situation zu ziehen. Vergebens gaben sie sich Mühe, ihr „Nein" gegenüber der von der S. P. D. geforderten geringen Arifdesierung der Beziige der unteren Gehaltsgruppen dadurch schmackhafter zu machen, daß sie in einer Entschließung die Er- höbung der Unterstützungsmittel zur Milderung besonderer Notfälle der Beamten verlangten. Der Reichstag stimmte dieser Entschließung zu, ebenso dem Ersuchen: „im Wege der Verordnung den Reichsminister der Finanzen zu ermächtigen, den Unterschiedibetrag, der sich aus der Gegenüber- stellung de? bestehenden trtsklassenverzeichnisseS und dem vor- liegenden Enttvurf oines neuen OrlSliassenverzeichnifleS ergibt. sofort zur Auszahlung zu bringen". Eine ganz besondere Note erhielten die Verhandlungen durch das Auftreten des Verwandlungskünstlsrs Hergt von den Deutschnationalen. Es war staunenswert, mit welch eiserner Stirn dieser Mann, der als preußischer Finanzmi- nister während des Krieges die Beamten hat Hungerpfolen saugen lassen, hier sein neuentdecktes beamtenfreundliches Herz zur Schau trug. Er. der an dem. Elend des deutschen Volkes mit am meisten die Schuld trägt— man denke nur an die Amerikaner, die nicht fliegen und nicht schw'mmen können— könnt? gar n'cht genug verlangen. Die Finanzen spielten keine Rolle. Doch ganz klar wurdö der Sinn seiner Wahlrede, als er erklärte, seine Freunde könnten dem S-P-D.-Antrag nickst zustimmen, weil dieser die Beamten der oberen Gruppen nickst einbezieht. Die Deutschnatwnalen haben also nur des- halb gegen den S.P.D.-Antrag gestimmt, weil sie den Aerm- steti unter den Beamten keine Zuwfndnng gönnen, die N'cht ancki gleickneitig den bockfbezabltcn Beamten zug'ste kommt. Dies ist wirklich ein Standvnnkt der für das so oft betonte soziale Verständnis der Dentschnationalen überzenaend spricht. Bezeichnend war es auch daß sie am Schluß d'r Verhandlnn- gen d?n plumren Versuch machten, den soz'al'stischen Antrag gUTft zur Abstimmung zu bringen, um sich so davor zu Krücken. Farbe bekennen zu müssen. Alles in allem war das Auftreten SergtS mit keinen Fragen nach d"r Krise in der Reilbsregierung und im Reickis- rat n'cksts anderes als Wahldemaaaqie übelster Sorte. Er mnbte es sich denn aiub aekallen lasten daß er vom Ge- no�en Bauer grünblich abaefübrt wurde. Wenige ober kraft- voste Stre'cbe an Hand früherer ParlamentSr'den � und der mit asten Salben gewichste Hergt war entlarvt, seine nicht zu überbietende Heuchelei trat klar zutage. Aber auch der Abgeordnete Moratb von der Deutschen Volksvartei erhielt wegen ganz unanalifizierter Angriffe ans die S. P. D. von Bauer eine glänzende Abfuhr. Im Intereste deJ Herrn Morath, der die parlamentarisch-'n Eierschalen noch an sich trägt, möchten wir ihm empfehlen, künftig feine Finger von derartigen Dingen zu lassen, um sich weitere derartige Blamagen zu ersparen. Als neues, nicht zu? Tagesordnung gehörendes Moment, wurde von den Kommunisten der Erlaß des Reichspostmini» sters in die Debatte geworfen, dessen Aufhebung sie forderten. So verlockend es war, auf die Fwkse des Streikrechts der Be» amten in der gestrigen Debatte einzugehen, wurde doch fast allgemein daraus verzichtet. In wenigen Tagen wird sich bei der Beratung einer Interpellation, die diesen Gegenstand be- handelt, eine ungleich bessere Gelegenheit bieten, diese Frage eingehend zu besprechen und den Erlaß zu kritisieren. Aus- drücklich ist von Genossen Bauer hierauf Hingewwiesen worden. Der kommunistische Antrag auf Aufhebung des Erlasses wurde dann auch vorläufig abgelehnt. Das Ergebnis der Verhandlungen war infolge der ab- lehnenden Haltung der Regierungsparteien und der Deutsch- nationalen die Annahme des Kommissionsbeschlusses, der nur die schon gemeldeten Erhöhungen der Kinderzuschläge vorsieht. Natürlich wird dies die-Beamten nicht befriedigen, und die Führer der Beamtengewerkchaften stehen vor schweren Ent- sckeidungen. Wie verlautet, sind die Vorarbeiten deS Deut- stben Beamtenbundes zur Vornahme einer Urabstimmung schon im Gange. AnS Düsteldorf kommt sogar die Nachricht. daß die dorttgen Postbeamten V, für.% gegen'den Streik gestimmt haben. Die Krisenstimmung ist also nicht überwunden, auch wenn die Regierung selbst sie überstanden hat. Es fragt sich nun. ob diese Krise zu einem Austragen der Machtfrage zwischen Regierung und Beamtenschast— nichts anderes ist der Beamtenstreik— führen soll. Dies muß unter allen Um- ständen verhindert werden, und zwar nicht nur im Interesse der beiden Parteien, sondern im Interesse des ganzen Volkes. ES kann kein Zweifel darüber bestehen, daß der Streik der Beamten unserem schwerkranken Wirtschaftsleben den Todesstoß versetzen wird. Deshalb müssen wir verlangen, und unser Appell richtet sich sowohl an die Reichsregierung als auch an die Beamten, daß die' Wirkungen der vom Reichstag gestern beschlossenen Maßnahmen— zu denen auch die Auszahlung des am 1. Januar fälligen Gehalts noch vor Weihnachten kommt— abgewartet und geprüft werden müssen. Ergibt sich dann, daß sie nicht vermocht haben, die Rot der Beamten zu lindern, so müssen neue schleunige Verhandlungen zu weiteren Hilfsaktionen eingeleitet werden. Auf der Tagesordnung der ReilbStagSützuna steht die zweite Lelung de» GeieyenlwurseS über die neuen TeuerungSzu- > lt> l ä g e iür die Beamten. Berichieistal'er Höfle(Z.f: Die Regierung hat sich darauf be« ickrankl, die Erhöhung der N i» d e r z u s ch l ä g e vorzuschlagen. Der Ausschuß ha: die Vorichläge de» SieflieriinpSeiiltouifc« erhöhl.- Danach wird der TeuetuitgSzutcdlag zu den Kinderzuichlägen mit Wirkung vom J. Oktober 1920 für die OrtSklafiV A auf 150 Proz.. für Ortsklasse B auf 125, füt C auf 100 und für D und E auf 75 Proz. tellgeietzt. Von dieiem Tage an erhalten außerplanmäßige Beamte, die noch SO Ptoz. des vollen OnstuMilageS beziehen, als weneren TeuerungSzuilviag die übrigen 20 Proz. des OrtSzuichlageS plus dem allgemeinen Telicrungöinichlag von 50 Ptoz. Mit dreien Vorschlägen deS Ausschüsse« hat fich die Regierung einverstanden erklärt. Dem entgegen beantragen die Sozialdemokraten, daß der Teuerunoszuschlag zum Grundgehalt und OrtSzu» schlag mit Wirkung vom 1. Oktober bei Grundgehältern bi« 8>00 M. auf 60 Proz. seitgeieHi wird. Der Antrag der Unab- H a n g i g e n verlangt«-ine gleichmäßige Teuerungszulage für alle ReichSdeamten ani 10000 SR. jähilich. Weiler soll mit den Großorgaussalioiten zwecks Neuregelting der TenermigSzulagen in Verfnitdnng cietrelen werden Ein deulirfinationaler Antrag verlangt iür den V-'antten einen 10 ptozeßtigen TenernngS- ni'chlag und 80 vroteniite a-ttderbeihilie in den Ortsllasten A 70 Proz., in st und C 60 Ptoz. Die Regserlingsvarteieit beantragen we irr die Anszahiung deS am 1. Januar fälligen Ge- Halles noch vorWeih nachten. Abg. Steinkopf(Soz.): Die Not de« Beamteniiande« kann nicht mehr überboten werden, liniere Anigahe ist es, zu prüfen, wie dieier Not gesteuert werden kann. Die Regierung bat sich zu ihrem Eingreifen zwingen lasten, denn die Borlage ist schon einen voüen Monat ierlig, woraus keine befonbere Sorge feiten« der Regierung für die Beamienichafl fpnchl. Die Borlaae war nirzni ung nnaenh' und bester»Iigsbedürflig. Wir berückstchligen zwar das aügemetne F> n a n z e t e n d. Halten jedoch an untere» Prinzipien feit, beionder« was die Kinderbeihilfen betrifft. Die Beamten in den Großstädten und Großbetrieben haben von den Orisklastenverzeichiiisten fw viel wie gar nichts. Die Kinder waien bisher aan» auSgeschailet. Die Kinderzulagen mnsten bei allen Beamten gleichmäßig gestellt werden. Die höher bezahlten Beamten Haben als Teuerungszulagen soviel. wie bei dem kleinen Beamten daS ganze Gehalt ausmacht. Hier muß Wandel geschaffen werden. Die Sozialdemoktatische Partei beantragt, durchweg TenernngSznfchläge>mf 10000 M. festzusetzen. Dabei ist zu bedenken, daß die TeuerungSzuschläge ebenfall» unter dem Einkommensteuergesetz stehen. Wenn man gerecht sein will, dann muß gestaffelt werden. Ein TeuerungSzuichlag von 50 bi« 60 Proz. zum Grundgehalt ist wenig, aber mit den Kinderzulagen zusammen wenigstens einigermaßen fühlbar. Wir behalten unS noch vor, nach dem Gang der Debatte einen weiteren Antrag einzubringen. Es ist richtig, daß da« Geld ganz entwertet ist, doch wollen wir der Einwendung de« Herrn FinanzministerS nur das ganz einfache Argument de» knurrenden Magen» entgegenhalten. Zu den aewllten Fleischerläden und Luxu«bSckereien stehen die hungernden Magen der Beamten und Angestellten in einem krassen Miß- Verhältnis. Erfreulich ist, daß die Pensionäre automatisch mit an den Zu- schlägen teilnehmen werden. Nach dem Verbleiben de« Papier- gelde« muß geforscht I werden, e« wird von vielen Kreisen ver- steckt. ES muß ein Weg gesunden werden, da» Geld ans dem Volke herauszuholen. Ein grundsätzlicher Wandel mutz geschaffen werden sin den Zuständen der O b e r b e a m t e n s ch a f t. Bei der Post, bei der t e l e g r a P h t s ch e n ReichSanstalt werden immer neue Räte und Referenten angestellt. Bei der Oberpost- dtrektiou reichen die Räum« nicht mehr zu, so daß an den Bau eine« neuen Gebäu o« iiir 25 Millionen Mark gedacht wird. lHört l hürt l) Hier mutz ab�.->ul werden. Im Bereich des Finanzministeriums Abt. IV sind neuerlich 100 Beamte befördert worden.(Heiterkeit.) Da« ist Sparsamkeit. Ein Preisabbau muß durchgesetzt werden bei den großen Verkaufsverwaliungen, dann werden die kleineren nachfolgen. Die Beamten wollen nur da«� Nötigste haben, um ihr Dasein fristen zu können. Sie werden verstummen und treu ihre Pflicht erfüllen, wenn fie sehen, daß die Reichsregierung da» ihre tut.(Beifall.) Abg. Allekotte(Z.Z: Die Vorlage hätte schneller an das Haus geleitet werden sollen. Die Lage der Beämtenscktast wurde woher rechtzeitig erkannt, noch entsprechend gewürdigt. Der den Beamten au« der neuen OrtSklasseneinteilung seit 1. April vorenthaltene Betrag muß zur Auszahlung gelangen. Abg. Hergt(Dnat. Vp.): Die Regierungsvorlage ist unge- nügcnd ausgearbeitet. Bei einer allgemeinen Teuerung müssen alle Beamten berücksichtigt werden. Der Ausschuß hat di« Klassen D und E mit einbezogen. E» ist unerträglich� daß die Regierung»« vorläge für die Penstinäre nichts übrig hat. Die gesamte Preffe spricht von einer Regierungskrise, aber die Regierung sitzt auf ihrem Platze und schweigt. Wir verlangen eine Erklärung. Reichsfinanzminister Wrrth: Die Borredner haben der Regierung den Vorwurf gemacht, als ob sie mit der Hilfe für die Beamtenschaft zu lange gezögert hatte. Niemanden war eS unangenehm«! als mir. die Erledigung der Vorlage wochenlang hinschleppen zu sehen.. Wer die V e r- f? ssli n g kennt, weiß, daß der Finanzminister allein die Vorlage nicht vevabschieden kann. Die Deamtenbesolvung hat Rückwirkung auf die Länder und Gemeinden. lim einen gewissen Einhalt im gegenseitigen Ueberbieien zu tun, haben wir ein Sperr ßesetz einbringen müffen. Dieser Schritt ist ein weitgehender polnischer. Daö Gesetz wurde besonders von den Gemeindebeamten lebhaft bekämpft, voran von den bayerischen. Die RerchSregierur.g kann nicht von haute auf morgen einen Schritt tun, der für Reich und Land so bedeutend ist, sondern sie muß zunächst mit Land und Gemeinde Fühlung nebmen. DaS Zusammenbrechen der Gemeindefknanzen zieht auch das Reich in Mitleidenschaft. Ich habe die Finanzminister der Länder zu mir bitten lassen. Und da war es gerade der preußische Finanz- minister Lü dewann, der erklärt hat, daß er nicht in der Lage sei, d�e Folgerungen au« einem etwaigen Vorgehen des Reichs für Preußen zu ziehen.(Hört, hört» Es muß endlich erkannt wer- den, daß von der Gelds« ite her die Lage der Beamten nicht zu bessern ist.(Sehr richtig! Und Widerspruch.) Auch die Gewerkschaft der deutschen Eisenbahner hat anerkannt, daß mit Papiergeld di« Not der Beamten nicht zu lindern ist. Der Antrag der Teutschnationalen g bt den Beamten kerne sosorsigo Hilfe, da er erst an den ReichSrat gehen muß, um den Ländern Gelegenheit zu geben, ihre Stellungnahme dazu zu erklären. ES ist darum unter allen Umständen besser, den Be- amten noch vor Weihnachten Hilfe z» gewähren, wenn auch diese Hilfe etwas niedriger ist.(Beifall und Widerforuch.) Die Regie- rung will aber noch ein weiteres tun und ist bereit, mit Rücksicht auf die von ihr wohl anerkannte Notlage der Beamten Anortrnun- gen zu treffen, um die am 1. Januar fälligen Dienstbezüge möglichst noch vor Weihnachten zur Auszahlung zu brngen.(Ironisches Gelächter und Zurufe links und auf den Tribünen.) Ebenso will, sie gemäß dem Antrag Allekotte eine Höherstufung der Ortsklassen da vornehmen, wo dies die genauen statistischen Er- Hebungen zweifelsfrei ergeben. Gerügte Einzelheiten werden nach- geprüft, dazu braucht man nicht aus jeder einzelnen eine Staats-' aktion zu machen.(Sehr richtig I Mitte.) Die Regierungsvor- läge verdient nicht die abfällige Kritik von links und rechts, denn gerade auch aus der Beamtenschaft ist sie zum Teil dankbar begrüßt worden. Der Minister verliest eine Anzahl Dankschreibe«. sHeiterkeit NnSs unS«if den Trivunen.) Die Fo�dsninyen m9 den Anträgen der Linksparteien würden � eine Mehrbelastung von 5� Milliarde» D Herrn Hergt im Dezember 1017 gezsigt, wo eine große Aktion für die Beamtenschaft im Gange war mch wo er und seine Partei im preußischen Abgeordnetenhause gegen eine Erhohuug der Zulagen der Beamten ichaft waren. Daran, daß Sie(zur Rechten) den Teilantrag ablehnten, erkennt man Sie!(Unruhe bei der Rechten.) Dock wir wollen hier durchaus keine Agitation treiben, wie die Deutschnationalen. Unter der Regierung Hergt hatten die Beamten kein Koali» ti on S recht, noch mehr, man wollte ihnen sogar das Pe- l i ti o n S r e cht nahmen. Seit der Revolution sind auch die Boamten freie Bürger und Menschen geworden.(.Zuruf rechts: Es geht ihnen aber heute schlechter?) Aber nur deshalb, weil es der ganzen Nation schlechter geht, infolge Ihrer verbrecherischen Kriegs Politik.(Unruhe rechts.) Wir verharren auf unserem Annage.(Beifall bei den Soz.) Abg. Kotzke(IL Soz.) wende: sich gegen den Vorwurf, daß die Anträge der Linken von wahlagiiawri' chen Beweggründen diktiert feien. An der Verschärfung des Kampfes tragen nicht die Beamten, Oer Lokomotivführer. i. Mit gesteigerter Geschwindigkeit braust der D-Zug durch die dunkle Herbstnacht. Die Zollrevision an der Grenze hat ihn be- trächllich über die fahrplanmäßige Zeit aufgehalten, und sichtlich bemüht sich der Lokomotivführer, die große Verspätung einzuholen. Di« Fahrgäste, von der langen Fahrt ermüdet, und ihrer über- drüsfig, überlasie».sich dem Spiel ihrer Gedanken, die vornehmlich auf Dinge gerichtet sind, die sie nach Beendigung ihrer Reise vor- zunehmen gedenken, auf Hoffnungen und Wünsche, die sich dann erfüllen sollen. Hin und wieder huschen an den Fenstern rote, grüne, gelbe und weiße Lichter vorüber, deren Bedeutung den meisten Reisenden unbekannt ist. Dem einen oder anderen besckleicht bei der rasenden Fahrt des Zuge« mitunter ein bänglickeS Gefühl: Wiid der Führer des Zuges auch alle WarnungSzeichrn beachten mid sich der Ver- antwortung, die verträgt, bewußt fein? Immer jedoch macht diesen auftauchenden Besorgniffen daS Gefühl der Zuverficht Platz: Der erprobte Mann auf der Maschine wird seine Pflicht tun l Stunden vergehen, der Zug. nähert sich seinem Ziele. Dal Ein ohrenbetäubendes Krackien, Klirren, Splittern! Der stolze Zug ist ein wüster, grausiger Trümmerhausen, aus dem das Schreien. Stöhnen, Wimmern und Lechzen der Verletzten und Sterbenden ertönt. . 2. Der große SchwurgerlchlSfaal ist überfüllt. Der Prozeß gegen den Lökomolivführer, der beschuldigt wird, das furchtbare Eisenbahn- Unglück verursacht zu haben, hat seinen Höhepunkt erreicht. Der Staatsanwalt spricht ganz ruhig, ohne sich bekannter Mittel zu bedienen. Er weiß, die Talsachen sprechen lauter und deutlicher als es Menschenzungen vermögen. ünd nun, meine Herren Geschworenen, vergegen- wärtigen Sie sich das Verhalten des Angeklagten während der Unglücksfahrt. Der Zug fuhr mit größerer Verspätung von X. ab, der Zugführer warnte den Lokomotivführer, schneller zu fahren, als es die Sicherheit des Zuge« und der Reisenden zuließ. Der Lokomotivführer kannte die Gefährlichkeit der Unglücksstelle, an der die Strecke ein starkes Gefälle und außerdem eine Kurve aufweist. Trotzdem minderte er nicht rechtzeitig die Geschwindigkeit» ja er unterließ es sogar, als er die Gefahr erkannte, die Notbremse zu ziehen. In ganz unbegreiflicher und unverantwortlicher Leicht- fertigkeit war er nur darauf bedacht, sich selbst durch Abspringen von der Maschine in Sicherheit zu bringen, während der Zug, seinem Schicksal überlasten, entgleiste» die steile Böschung hinunter- ftürzte und unter seinen Trümmern viele blühende Menschen begrub. »k« einzige Entschuldigung für sein« veraniwortnngSwidnz« Kopflosigkeit führt der Angeklagte an, daß ihn der Heizer und einige Mitreisende zu möglichst schnellem Fahren au'gesordert hüllen. DaS Urteil über die Stichhaltigkeit dieser.VerleidigUng* überlasie ich den Herren Geschworenen.. 8. Diese? Geschichtchen erzählte ich jüngst meinen Reisegenoffen im Abteile eines Zuges, als sie mich darüber zu belehren versuchten, daß Wilhelm ll. ein Opier seiner Ratgeber geworden und demnach »schuldlos" sei.__ Remus. Ein Fabelbuch„Bon Mensch und Tier" hat Walter Schwabe mit LeinerkenSwmen Bildern nach Radierungen von Waller Klenim >m Siuttgarter Verlag von Karl Th'encmann(Preis 13, bv M.) erscheinen lassen. Er ging von der Erwägung aus, daß die alten Fabeln dem Kinde nie wirklich lebendig werden könnten, und schrieb sie um, damit ihr Inhalt dem kinolichen Sinn anschaulicher werde. So sind verweilende kleine Erzählungen entstanden, denen man immeihrn zugefteben mag. daß sie den tindllchrn Sinn unterhalten und bildlich bereichern. Aber sie wirken in ganz anderer Richtung als die Fabel, die sich durchaus an den Verstand wendet und mit ihrer knappe», auf das ÄolWndigste deichränkien schlagenden Kürze erzieherisch Tüchtiges zu leisten vermochte und immer noch zu leisten vermag. Wir wollen sie weiter schätzen alö em gutes Erbe aus Zeilen der Verstandesknltur, und es ist kein Zufall gewesen» daß ein Jahrhundert wie das achtzehnte, das Jahrhundert des Rationalismus, in der Fabeldichiung hohes Ver,inügen fand, das zu ansehnlichen Mehrungen dieies Volksschatzes führte. Sie schult vaS Denken und erzieht zur Kunst des kürzesten Ausdrucks. Wer diesen Vorzug nicht vergessen kann, wird sich gegen den Einfall Walter Schwades von Er,ählung zu Erzählung sträuben. Seine Ausweitungen er- reichen die Kindlichkeit der Fassung nicht, die den Fabeln eigen ist. Aber man wird ihm auch nicht unrecht tun dürfen: er wollte keineswegs sagen, daß die alte Fabel überflüssig sei.— cb. Die pflichtvergessenrn Bühnenleiter. Der Schriftsteller Ernst v. Wolzogen hatte während seiner letzten Krankheit namhafte Unterstützungen von Freunden Und Verehrern seiner heiteren Muse erhalten. Aus einem Brieft den er jetzt veröffentlicht» geht her- vor, daß die meisten Liebesgaben ihm aus den Kreiseil der Bariett- Künstler zugeflossen sind, während die deutschen Bühnen und lite- rarisch-künstlerische Vereinigungen sich diesem Werk der Nächsten- liebe nicht anschlössen. Voller Bttterkeft klagt Wolzogen nun die Bühnenleiter und Verleger an.„Sie spielten," sagt er,„die Rolle des Leviten und des Pharisäers im Evangelium; sie kälten den kranken Dichter wie einen Hund am Wege verreck-n lassen; da kamen die Kunftpfeifer, Heiltänzer, Bauchredner usw. und halfen ihm als barmherzige Samauter wieder auf die Beine." Jnng-Frühling. Unter diesem Titel hat Otto Lehmann- R n ß b ü l d t, der bekannte Pazifist, im Verlage„Neues Vater- land" ein Buch erscheinen lassen, das in mancher Beziehung starke Beachoung verdient. Der Verfasser gibt in der losen SrzählnngS. ftrm von„Märchen" ewiges Weltenleben. Im erkennenden Blicke des schöpb-rflchen Menschen zeigt sich da? B'ld der Erde. Im Gefühl solndesn tnt Regierung, LesotckerS das Postministerium schuld.(Sehr richtig!) Redner wendet sich dann gegen die Ans- fichrunyen Hergts und weist darauf hin, daß damals den Be- amten sogar das Koalitions recht genommen war. Es war höchste Zeit, daß die Beamten das H e l o t e n t um abstreiften und in ihren Gewerkschaften zum wirtschafAichen Kampf an» tragen. Llbg. Düwell(Komm.): Die Haltung der Regierung gegenüber den Beamten geht nur auf vollkommene Restaurierung der altem VerhÄtlnffe hinaus, angeregt durch das bayerische Beispiel.(Sehsi richtig?) Wenn'unser Antrag auf Gewährung eines Existenz» Minimums von 16 500 M. für jeden Beamten abgolehnt wird, wer» den wtr für den Antrag der Sozialdemokraten stimmen» � aber den Beamten immer und immer wieder sagen, daß sie ihr hier verweigertes Reckt nur an der Seite der revolutionären Ar» befterschaft erkämpfen können.(Beifall bei den Kommunisten.) In emer persönlichen Bemerkung stellt Abg. Frau Zietz(IL Soz.) fest, daß ihr vom Finanzminifter W i r t h als falsch bezeichneter Zwischenruf, wonach die Regierung 37 Milliarden an die Reede« reien zahle, auf der Tatsache beruhe, daß am 2. Dezember eine Sitzung des Reichskabinetts mit Vorrreleni der Reeder stattfand, in der diese die Einlösung des seinerzeit igen Vsv- sprechs«S auf Ersatz der 80 Proz. der Baukosten, bestanden haben, waS heut« 37 Milliarden ausmacht.(Lebhaftes Hört, hört!) Mach weiteren persönlichsn Bemerkungen entspinnt sich ein« längere Gsschäftsordnunysdebatte über die Reihensolge der Ab» stimmung übe? die eingegangenen Antröge. Dazu fordert AbK Schultz- Bromberg(Dnvt.) zuerst die Abstimmung über den sozialdemokratischen Antrag Müller, wogegen sich die Abgg.' Burlage(Z.) und Rießer(D. Dp.) wenden, während Abg. Frau Zietz(ILSoz.) und Koenen(Komm.) ihre Anträge als die weitestgehenden zuerst abgestimmt haben wollen.— DaS Hau» beschließt die Alssttimnung in der Reihenfolge Hergt, Müller, Koenen Zieh. In den folgenden Abstimmungen wird der Arttrag Hergt gegen die Stimmen der Deutschnatio» nalen abgelehnt; der Antrag Müller(Soz.)� mit alliert bürgerlichen Stimmen gegen die oereinigten sozialistischen Stim» men abgelehnt: die Regierungsvorlage mit allen Stimmen gegen die Unabhängigen und Kommunisten ange» nommen; die konMuniftischen und unabhängigen gegen die Stimmen der Antragsteller abgelehnt; der Zusatzantrag Allekotte— Neuregelung der Ortsklassen— gegen die Stim» men der Kommunisten angenommen. Es wtvd sofort die dritte Lesung vorgenommen. In der Schlußabst.mmung wird das Gesetz gegen die Kommunisten ein- stimnäg angenommen. Es folgt die Beratung des Abkommens mit der Schweiz. Nach kurzen Ausführungen von feiten der Re-sterung und einer daran anschließenden kurzen Debatte wird der Gesetzentwurf an, genommen. Freitag 12 Uhr: 1. Kleine Anfragen. 2. Interpellation Aden- hold übsr Strekrecht der Beamten. 8. Etat bis ErnährungS-, Ministeriums. Sckstuß 8 Uhr. • Der Aeltestenrat dez Reichstages hielt gestern nach der Plenen"- fitzung eine Sitzung ab, um noch einmal über die Geschäfts- läge zu beraten. Man einigte sich dahin, außer den noch aus, stehenden Interpellationen unbedingt noch die B e s o l d u n g s- Vorlage, die zurzeit noch im Ausschutz verhandelt wird, und einen Notetat im Reichstag zu verhandeln. Wie bereits be-> schlössen, bleiben Sonnabend und Montag sitzungSftei. Vom Dienstag ab werden die Sitzungen bis zum 18. fortgeführt. Nach den WeihnachtSferien wird daS Haus voraussichtlich wieder am 11. Januar zusammentreten,. 7•» Abgebrochene Verhanökungen. Der Beamtenrat der Ei'enbohndnekiion Essen, bestehend auS 70 Vertretern von zirka 80000 organisierten Beamten, verbandelte Dienstag und Mittwoch im DirektionSgebäude mit den Eisenbahn- direttionspräfidenten. Die Beamten erklärten, daß sie, um ten � Dienst in gewobnterWeise forlt'ühien zu können, einen Vorsckuß von 50Ü M. für Ledige und von 1000 M. für Verheiratete bean- sprucken müßten. Ter Präsident, der Instruktionen von der ReichSregienung eingeholt hatte, erklärte sich namens der» von Mensck zu Mensch, von Volk zu Volk ist alles Zeitgeschche» bedingt. Die Käbinattspoltti? der' Könige und ihre staatsvertrage bedeuten nichts gegenüber dem ursächlichen Zusammenhange aller Dinge; Kirchettglaube und Dogma verwehen in nichts vor dem Gott» gefühle des sehnsüchtigen Menschen aller Völker und Tage; die No:» wendigkoit von Kriegen für die Erhaltung der nattonalen«taals» autorilät wird ssnnloS im Hinblick auf das ewige Gleichmaß deS Weltenlaufs, das solcher rohen Mittel nicht bedarf, um rn Gang zu bleiben. Nicht trockene Historie, sondern blutvolle Zeitgeschichte wird aegeben, deren weisendes Symbol der schaffende Mensch ist. Es ist ein Buch für Idealisten und solche, die es werden wollen. H. W. .„Gestohlen." Die Zeitungen melden als originellen Trick, daß der Magistrat Potsdam, vm sich vor den fortgesetzten Glüh- lampen-Tiebitählen zu schützen, auf den Birnen die Worte hat einätzen lassen:„Gestohlen beim Magistrat Pots- d a m". Zur Steuer d-r historischen Wahrheit müssen wir aber feststellen daß der Magistrat Potsdam bierbei selber einen kleinen literarischen Diebstahl begangen hat. Denn diese Erfindung rührt nicht von tbm her, sondern sie wurde gemacht im„Cafe de» Westens", dem Treffpunkt d-r Berliner Literatcnwelt, und zwar bereit» vor vielen, vielen(JaSien, als man dort noch ungehindert Schlagsahne zu wirklichem Bohne' kaftee genießen konnte. Wegen seiner starken Künstlerkundschaft hielt das Cafe eine Menge wert- voller Kum'tzeitschriften die aber infolge einer der Literatenweli eigenen Passton meist sehr schnell nach ihrem Eirnreffen spurlos zu verschwinden pflegien. Da war es der allen Gästen wohl- bekannte Zeitungs-Richard, ver stch einen mächtigen Stempel an- fertigen ließ und auf mindestens vier Seiten jeder Zeitschrift den Vermerk setzte:„Gestohlen im Cafe des Weitens". Ganz geholfen hat es nicht, aber immer! in wurde die durchschnittliche Lebensdauer der Zeitschriften eine beträchtlich längere.'/• „Die tote Stadt", eine neue Oper des' 23 jährigen W'ener Komponisten K o r n g o l d, erlebte im Hamburger Stadl» tbeater mir außerordentlichem Eriolg die Urauffuhiunq. Der Text von Paul Schott knüpft an Rodenbachs Scelennovelle»Das tote Brügae" an. In Korngolds pbantaslisch-visronären Musik sind die Zerrissenheit der Seelenstimmung, die Leidenschaft deS Begehrens, die geheimnisvollen Grenzen zwischen Wirklichkeil und Traum mit packender Ausdruckssülle, mit einer trotz aller Kompliziertheit der .Form bezwingenden melodischen Kraft uns Schönheit ausgemalt. Ein bis zur höchsten Veifeinerung entwickeltes artistisches Können steht in Diensten einer unerhört reichen musikalischen Farbenslala. Fri« Kort nee tagt, durch.Krankheit gezwungen, keinen für den 10. De, mber im Blülbnersaal anqttetzten Vorwags-ibend ab. Gelösi« EinIttttStarten werden in den PerkauiSuellen zurückgenoaimen. Künstlerische Reklame in Poitqebönden. Der Reichskunttwart Reds ob regt an. statt der geplanten Retlamen gleichzeitig bei Neuerrichtung von Poägebäuden in den Fennern und ionll aus dazu auszinpareiideir Innenflächen der Poträunie lünstlerilche Klasmol'ikbilder deutscher Arbeit imd Wirtschaft anzubringen, bei denen dann die slülende stirina in auszeichnender Weise genannt sein könnte, wie dies bei den alten Glasfenster» Ziislungen unserer Kirchen üblich war. Da bieten sich Möglichkeiten genug, um in Zusammenarbeit mit geeigneten Künstlern eine guie und wirksam« Reklame anzudrwgen. Nr. 604 ❖ 37. Jahrgang 7. Seilage öes vorwärts Freitag, 10. Dezember 1020 Attacke gegen öie Seamten. Stürmische Tebatse im Nathans. Die Stadtverordnetenversammlung kommt mit ihrer Arbeit nicht von der Stelle. In der gestrigen Sitzung standen auf der Tagesordnung nicht weniger als sieben An- träge, von denen mehrere, schon aus früheren Sitzungen als Reste übernommen waren: erledigt wurden aber wieder nur zwei. Ein Antrag der Kommunisten, der sich gegen An» stellung vowÄeamten auf Lebensdauer wandte, führte zu einer mehrstündigen und zeitweise recht wüsten Streiterei. Im Rahmen strenger Sachlichkeit hielt sich die R,de unseres Genossen Paul Hirsch, der einen Antrag der sozialdemokratischen Fraktion begründete, die Frage der Neueinstellung von Beamten zu prüfen. Das Ergebnis der den größten Teil der Sitzung in Anspruch nehmenden Debatte war die Annahme dieses Antrages unter Ablehnung des Antrages der Kommunisten. Beschlossen wurde serner, Aufklärnng herbeizuführen über Unregelmäßigkeiten, die ans dem Schlachthof vorgekommen sein sollen und dem Iinspektor Lorenz zur Last gelegt werden, sowie über eine an- gebliche A u t o v e r s ch i e b u n g. die der frühere Stadtrat B e r n d t verschuldet haben soll Ein paar Beldidigiingsklagen. die in Aussicht gestellt wurden, vervollständigten den Ertrag )ieseS anregenden Abends. Sitzungsbericht. SJorstelstr Dr. Wen! eröffnet die S'kunq mit der Mitteilung, daß die bisherige„U. S. P. D(Linke)" in. Zukunft diese Bezeich- nung nicht mehr füdrcn wird, sondern sich von jetzt ob„B�e reinigte kommunistische Partei Deutschlands, Sektion der III. Interrxrtionale in der Stadtverordnetenversammlung" nennt. D>e Mitteilung wird mit Oho-Rusen auf der Rechten und auf der Lmken begleitet. Ein Dringlich keitSantrag dieser Fraktion, der die sosortiae Aufhebung des Erlasses des kommissarischen Magistrats vom 16. November wegen Streichung der Ausgaben sür�unenbielt- liefe Lieferung der Lernmittel in den Etats der' Vororte verlangt, findet auf der Reeften Widerspruch und Imin heute mwt verhandelt werden. In nachtriigl'-iber Abstimmung lehnt die Mehrheit gegen die Stimmen der bürgerlichen Fraktionen den Antrag � der Wirtsch. Vgg ab. der be-weckte. für die Arbe'ter in d-n städtischen Wasser- und Elektrizitätswerken vertraglich sestnilegen, daß jeder, der gegen die Verordnung vom 16. November 1626 verstößt, . kofort zu entlassen ist. Der Entwurf eines Ortsgesetzes betr. die Zuweisung von Gemeinvebeamten als Dezernenten tmrd vom Ma- gstv't zurückgezoaen.— Die Beratung der Vorlagen wegen Er- hö h u n a der Tarife für Gas. Wasfer und Elektrizität kann nicht erfolgen, weil die Ausschußberichte noch nicht vorliegen. Von den Soz-akdemokraten ist ein Antrag wegen Erhöhung deS OrtSlobnes und NeUf-stsetzunp des Werte? der Sachberiiae entsprechend den Vorschriften der R V.O. sirgebracht, den Brückner begründet.— Nachdem Stadtrat Brühl die Erklärung abgesehen hat. daß bis fvätestenS Ende März 1931 d'e Erhöhung bzw. Neu- festsebung in Kraft gefetzt fein wird, zieht Brückner den, Antrag zurück. Unter arider Unruhe und immer stehendem Lärm begründet der Kommunist Degner. Mag stratsbureauhilfsar bester, den Antrag seiner Fraktion:„Die Versammlung wolle beschließen, daß die Neuschaffung von Beamtenstellen zu unterbleiben habe. Die biSber auf Prvatdienstrertreiq Angestellten bleiben auch ferner- Vn in ihrem bisbermen ArstellnngsverbältniS Neueinstellunaen find nur auf Privatdstnstvertrcrg vorzunehmen." Er geht von dem im Mai d. F. von her Latrdesverfammlung beschlossenen Sperr- qesetz aus. das von Berlin, noch mehr aber von dem Vororten durch kortgefedt« Neulcfafung von Beamtcnstcllen verletzt, worden sei Der Allgemeinheit erwachse daraus ein ungeheurer Schaden. Stürme de? Unwillens errecst der Redner bei der Rechten, als er für � feine Behauptung daß im Beamtenkörper der Stadt infolge der � Bevorzugung'der Milstäranwärter eine Parasstenwirtfchaft herrscht, daß«fne Menge von auf Lebenszeit angestellten Schma- 'otzern trotz erwiesener Unfäh gkeit dort ihr Leben friste und sich lediglich beim Kapp-Putsch als Helfershelfer der Kapp-Verbrecher essrig befähigt hätte. Beweise anzurühren sich anschickt. Er behauptet, daß O b e r st a d t f e k r e t ä r e, die bis zu-25 666 M. Gehalt be- ziehen, mit dem Kleben von Jnvalidenmarken oder mit Tätigkeiten befaßt Wertken, wie Ausfüllung von Formularen und dergleichen, die sonst mit böclstens 26 M. pro Tag entschädigt würden. Ausgerechnet einen früheren StrafanstÄtSdirettor habe man statt eines Fachmannes zum Direktor des so wichtigen An- sckaffungsamts gemacht: allerdings.habe der Herr auch besondere Beziehungen als Mitglied des Aufsichtsrats einer bedeutenden Firma der Lederindustrie..(Lebhaftes Hört, hört!)— Der Redner empfiehlt dann unter fortdauerndem Getöse in der Versammlung, dessen Vorsteher-Stellvertreter Bruns vergeblich Herr zu werden sucht, auch einen Antrag, der nicht nur die Einsichtnahme in die Personalakten für die Beamten und Angestellten, sondern auch die Aushändigung der Akten an die Beamten usw. fordert. Seine Höhe erreicht der Tumult, als der Redner die Behauptung aufstellt, Stadt- rat Berndt habe in der Aufstandswoche am 6 Januar 1916 die Stellung eincq Automobils verlangt, und dieses sei nicht wieder zum Vorschein gekommen! Die vom Stadtv. Degner ausgestellte Behauptung, daß der Bureaudirektor Buchholz de» Magistratssekrctär Engelke aus dem Stadtverordnetenbureau verdrängt habe. weil er Sozialdemokrat sei. wird vom Vorsteher Tr. Wehl als unzutreffend bezeichnet; Herr Engelke habe freiwillig seine Versetzung betrieben.— Stadtv. Herrmann(Soz.) gibt dagegen eine Darstellung des Sachver- Halts, die im wesentlichen mit d-er des kommunistischen Redners sich deckt, und berust sich dafür aus das Zeugnis des Bureaudirektors selbst. Stadtrat P o e tz s ch stellt richtig, daß mit den geheimen Personalakten"seit dem 9. November 1913 die von dem Stadw. Degner gerügte Praxis nicht mehr betrieben wird. Stadtv' Paul Hirsch(Soz.) empfiehlt Ablehnung des Antrags der Kommunisten und Annahme eines Antrags, den Magistrat zu ersuchen, die Frage der Neuanstellung von Beamten zu prüfen und der Versammlung vom Ergebnis Mitteilung zu machen. Mit seinen Uebertreibungen und Verallgemeinerungen habe der. kommunistische' Redner seiner Sache nicht gedient. Nach- dem indes diese Anklagen erhoben und Namen genannt seien, habe der Magistrat unverzüglich eine Untersuchung einzuleiten. Das Sperrgesetz sei unrichtig ausgelegt worden. K l e i n a u(Dem.) nimmt sich der angegriffenen Beamrtenschaft mit großer Lebhaftigkeit an. Tie Demokraten werden für den Antrag Hirsch stimmen— Noch lebhafter tritt Martin(D. Vp.) für die Verdienste der preußischen Beamtenschaft und für den alt- preußischen Beamtengeist in die Schranken. Berndt(Dnat. Vp.): Solche Töne, solche Schmähungen, wie sie Herr Degner hier ausgestofen hat, find ein trauriges Zeugnis für daSl Niveau, auf da? diese Versammlung jetzt herabgezerrt wird. Die Beamtenschaft steht turmhoch über diesen Schmähungen, auf sie antworten, hieße, den Kommunisten zu viel Ehre antun. Mit dem Vorwurf, Autoschieber zu sein, befasse ich mich überhaupt nicht(Lärm bei den Kommunisten)' ich habe das Auto benutzt, um von hier nach meiner Wohnung zu fahren, und Dazu hatte ich das Recht. Aus der Rückfahrt von meiner Wohnung ist es von einigen Banditeu angehalten, und es ist von diesen dem Cbausseur eine Bescheinigung ausgestellt worden mit der Unterschrist„Revolutionäres Arbeiterkomitee".>(Große Bewegung und Ahal-Nuse rechts.) Der Antrag der Kommunisten ist direkt un. sittlich und verwerflich; er hat lediglich einen agitatorischen Zweck, er bedeutet einen bewußten Vorstoß gegen das Berufsbeamtentum, das den Antragstellern ein Dorn im Auge ist. Auch wir werden dem Antrag Hirsch zustimmen.' �Von den Kommunisten gehen zwei weitere An- träge ein, die die Einleitung von Untersuchungen über Riesenunterschlagungen auf dem städtischen Vieh- und exirlachthof und über das Versck)winden der städtischen.Personenautos fordern. Leid(U. Soz.): Nicht die Beamtenschaft, wie die Rechte sagt, sondern die Arbeiterschaft in erster Linie hat Berlin im Kriege gerettet.— Die Erörterung wird durch Annahme eines Schluß- antrags geschlossen. Vorsteher Dr. Wetzl teilt mit. daß der Bureaud-irektor B u ch- h o l tz nach der vorher erfolgten Auseinandersetzung eine Diszipli- naruntersuchung gegen sich beantragt hat und den Stadtv. Herr- mann wegen Beleidigung verklagen wird.', Das Schlußwort des Stadtv. Degner führt abermals zu tumultarischen Auftritten, als er über das Schicksal des Automobils sich weiter miSläßt und von dem Wüten der„weißen Horden", der..Weißgardftten" in jenen Tagen spricht. Das Automobil sei der Stadt durch die Schuld deS Stadtrats Berndt geraubt und schließlich durch die Regierungs- truppen verschoben worden. Stadtv. Berndt erklärt, daß auch er gegen Degner wegen Beleidigung klagbar werden wird. Stadtv. Herrmann sieht der Beleidigungsklage des Di- rektors Buch hol tz mit heiterer Ruhe entgegen. Der AntragHirsch wird zunächst zur Abstimmung gestellt; das Ergebnis muß durch Auszählung ermittelt werden. Mit 94 gegen 73 Stimmen wird der Antrag angenommen Die An- träge, für die Untersuchung der ungeheuren Unterschlagungen aus dem Viehhof und für die Antomobilsache einen Ausschuß eiuzu- setzen, gelangen zur Annahme. Es ist inzwischen fast 9 Ubr geworden; der Antrag betr Protest gegen die Nichtbrstätigurig des Oberst adtschulrats kommt heute nicht mehr zur Verhandlung. Die im Etat vorgesehenen Unteritützungen an Säuglingsheime. Krippen, Kindergärten und-horte! sollen nach einem Antrag der bürgerlichen Parteien für dieses Quartal sofort ausgezahlt werden, um die drohende Schließung dieser Anstalten zu verhindern. Die betr. Anstalten sollen sich der städtischen Kontrolle unterwerfen. Der Antrag wird angenommen, ebenso der Antrag der Kom- munisten auf Kommunalisiernng der bestehenden Muglingsheimc und Kinderhorte und auf Schaffung städtischer Einrichtungen gleicher Art. Den Minderbemittelten, besonders den Erwerbslosen und Rentenempfängern, soll insgesamt für drei Millionen Mark Brennholz und im Gelamtbetn-ge von fünf Millionen Mark eine WcihnachtHbeihilfe gewähnt werden. Brückner(Soz.) befürwortet die Bewilligung. die auch auf die Veteranen vpn 1884, 1866 und 1876 auszudehnen wäre. Ostrowski(Kamm) regt an, die Erwerbslosen bezirkL- weise zu erfassen und ihnen und ihren Angehörigen das Existenzminimum zu gewähren. Die Magistratsvorschläge werden einstimmig a n. genommen. Schluß 16 Uhr. vas war' etwas für kinöer atiner Leute! Wciie Kceile der Bevöilenina leiden«iuer derti Mangel an Kleidung. Viele unbemiitelte Famftien halten die Anictiaffung neuer KleidunaSftücke immer w eder noch binausaeicheben, weil sie vor den unerschwingliche» Prenen zuräckichrecklen.. Aber schließlich Hai alles mal ein Ende— und keinen Rock, keine Hoie, fein Hemd und keinen Sirump' kann man bis in Ewiakeil wenden, flicken oder stopsen. Mii banger Saige feh n die Mütter, wie von der Kleidung ihrer Kinder ein Stück nach Hein andern zersälli, >o daß kein Stich mebr hallen will. Und wie viele Kinder lauten schon kost in Lumpen umher und haben längst kein Hemd medr auf dem Leibe I In solcher Zeit des Mangels wird man e? kaum glauben wollen, daß die staatliche Bild ungsanlt all zu Lichter- k e l d e. da- ehemalige KadettenbanS.»och sehr beträchniche Mengen von Kleidung auf Liger h.n. Für die Kabelten war sa in ihrer Anstali immer im Ueberfluß vorbanden, was sie an Röcken. Hosen, Hemden, Stieteln Sirümpte» usw. brachien. Nach Umwoudlmia des Kadetlendanies in eine BiidunaMtätte wurden die zur Uiii'orm geborenden Kleidungsstücke m Zioittleidimg»mgearb ttet, und nun iveiden die geiamien Vortäte an Ober- und Uiiiertieidung, an Leibwäsche und Sit ubwerk nach wie vor für die A»stalismsasien zur Veisiigiing geba len. Diese müsse» zwar dafür bezahlen, aber die Prene sind so beich erden, daß arme Familren ibre Freude daran bätlen, wenn mau ihnen Kleidung'o billig abgäbe. Die Vreiie für neue Klerduna find zum Beüpiel 115 M. für einen Rock 36 M. rür eine Hausjacke, 5 M. iür eme Welle. 43 M. iür ei» P.iai Hoien,, 116 M, für einen Mantel. 16 M. für er» Hemd, 44 M für ein Paar Stiefel, etwa 4 M.>ür ein Paar Si ümpie. Die Vreiie für getragene Kleiduna, die nach sehr viel niedriger und und je nach dem Krad der Abrintzuna wechseln, geben hinab Nim Ber'p'el bis H7 M. für einen Rock, bis 1 M für eine Weste, bis 7 M. rür ein Paar Hos-n, bis 23 M für einen.Marriel, bis 3 M. iiir ei» Hemd, bis 9 M. für ein Paar Slictel. bis 76 P. für ei» Paar Sirü» oke. Wer möchte nicht zu diesen Preisen aus den Kleiderkammern de? ehemaliaen flairitenfioiifeS taii'en, um feine Rinder wieder Das Lichk der Heimat. 33) von Auzufl hinrich». Copyright dy Yue'te» Meyer, Lelpzlr. (Schluß.) Dami wanderte man vor den Kesseln entlang— gefesselten Ungetümen, deren gewölbte Stirnfeiten wie� dro- chende Köpfe aus einer Mauer sahen. In ihrem langgeftreck- ten Leib, der fest un flomn ert in der sci/nixren Masse des AicgcKaues steckte, führten die- Elemente ihnen erbitterten .Kampf. War es nick Büchsen verteilt, sondern neue Ver» t-'istinaen von ungefähr 17ö 000 Buchsen si"d in Berlin. Reulölln. Schöneberg. Steglist. Elberfesd. Barmen. Bielefeld nnd Hnnnov-r eingerichlet werden. Bis sevt bat die Heilsarmee in Deutschland für ungeläbr 14 Mill. Ml. Milch verteilt. Die lebte Gabe, die ibr ,« diesem Zweck« zur Verfügung gestellt worden war, stammte aus Rsu-Seeiand. Berlin im Weltkrieg. .Fünf Jahre städtischer KrieaSarbeit" beistt ein Merl, da? Eude deS Jahres im Verlage von Trowitzsch n. Sohn, B-rstn.� erscheinen nnd.die Geschichte der Verwaltung Berlins im Kriege„nd m der ersten RachkriegS'eit darstellen wird.?l»f Grilyd amtlicher Ouellen und Berichte ist darin die Lebensmittelversorgung in der Hanvtsgche Gegenstand Darstellnng. Rber auch die anderen städtischen Betriebe und E'nrichtunaen au? der Vorkrieas,eit. denen der Krieg besonder? schwere nnd� neue glukagh?» stellte, w»rden behandelt. Da? Merk knünst an die seit 1910 nicht mehr erschienenen sünisähriaen arobe» VerwaltunaSb-richte nnd wendet stch ebenso an VolkSwirtschastler und Volitiler wie an die Bürgerschaft von Berlin. Herausgeber des Werke? ist der Stadtarchivar Dr. K a e b« r. Ein gefährlicher Filmbrand beschäftigte gestern nachmittag die Berliner Feuerwehr in der Koch st r. 7 3. Dort war im vierten Stock de? QuergebäudcS im Kleberaum der Luna»Film»Ge» sellschast eine Filmrolle, die einer Angestellten aus der Hand gefallen war. mit einer Glühlampe in Berührung gekommen, die ■Sei Film sofort in Flammen setzt«. Die Bemühungen des Personals der Filmgesellschaft, den'Brwnd, der inzwischen auf andere FilmS übergesprungen war, mit Handapparaten zu löschen, blieben erfolg- loS. Als die Feuerwehr, die auf d'e Meldung„Mittelfeuer" mit vier Löschzügen anrückte, an der Brandstelle einira-s, stand der ge- samle Kleberaum in Flammen und das Feuer hatte bereits auf das darüber befindliche Dachgesckoh übergegriffen, in dem sich dr? Vorführungsräume der im gleichen Ha-use wohnenden Terra- Film-Gesellschast befanden. Das Personal hatte sich inzwischen aus den bedrohten Räumen rechrzeitig in Sicherheit gebracht. Da- gegen war einem Klempner, der in den hinteren Räumen eine Reparatur ausführte, durch dos Feuer der ReltungSweg abge- fchtütten worden. Der durch die starke Verqualmung ohnmächtig gewordene Mann wurde von den Mannschaften der Feuerwehr in Sicherheit gebracht. Der Löschrngriff, der über eine me- chamsche Leiter und die Treppen mit mehreren Schlauchleitungen erfolgte, konnte den Branid auif seinen Herd beschränken. EiLbahn im Friedrichshain. Die Städtische Parkdeputation hat den großen Spielplatz im Frisdrichshain für diesen Winter zum Betrieb einer Eisbahn vermietet und die Unternehmer ver- pflichtet, Gemeindeschülern und-schülerinnen unter Leitung von Lehrpersonen klasscnweise mit genügendem Ausweise des Rektors das Schlittschuhlaufen wochentäglich bis 4 Uhr nachmittags unent- geltlich zu gestatten. Seinen Verletzungen erlegen ist, wie mitgeteilt, der beim Brande der Krampen bürg bei Schmöckwitz am Sonnabend verunglückte Gastwirt Rcbcrt Voigt. Opfer der Arbeit. Tödlich verunglückt ist der 27 Jahre alte Klempner Adolf A g l a st e r aus der Goßlerstr. Ib. Der Klempner war bei der Auerlicht-Gesellsckaft in der Anklamer Straße 18 mit dem Schweißen eines Aetherfaffes beschänigt, als plötzlich eine Explosion entstand, durch die der Deckel des Fasses heraus- sprang und dem Manne so heftig gegen den Kopf flog» daß er einen Bluterguß in die Luströhre erlitt, durch den der Tod auf der Stelle eintrat. VückicraiiSstellung für Jugendfchrifte«. In verschiedenen Schu- len werden zurzeit Ausstellungen von guten Jugendschristen ver» anstaltet, deren Beiuck Eltern und Erziehern sehr zu empfehlen ist. Hier findet man Bücher und Zeitschriften. Kalender. Bilderbücher usw. für Knaben und Mädchen, für große und kleine Schüler und Schülerinnen, die dem fugendlichen Geschmack Rechnung tragen. Herz und Verstand bilden und. ihrem Inhalt entsprechend, wesent» l'ch zur Erziehung unserer jüngsten Generation beitragen. Man kann gar»'cht nachdrücklich genug aus den günstigen Einfluß eines guten Lesestoffes auf unsere Kinder Hinwelsen, gerade in unserer bewegten Zeit wird ein sorgfältig gesichtetes Leiematerial zur geisti- gen Gesnndung unseres Volkes, zum mindesten der kommenden Generation, nicht wenig beitragen. Man beachte hier auch die sebr imtfaftctrde Ausstellung von Jugendschristen in der VorwärtS-Buch- bandlung. Lindenftr. 3.,' BezirkSbtldungsauSschnß. T b e a t t r. Jeden Mittwoch und Sonn- abend N/, Uhr. Zenlrat> Tbeater, Alte Jakobslrah« 31/32, Märchenoper .Fnlesanz."«ulscheme a Ml. L.— sind zu baden im BezirtSbitdungsauZ- schütz Grotz-Berlm. Lindenstratze 8. Die Gulscheme werden an der Kaff« pegen Platzkarten umgetauscht. Für die Aufft-drung �Rose Bernd» im Rose- Tbeater stnd noch Karten für Sonntag, den 12. Dezember, nachmittags 3 Uhr nnd Msntag. den 13. Dezember, 7>/, Uhr. zum Presse von Mt. 3,30 einschlletzlich Garderobe und Theaterzettel im Bureau des BezirlSbildungSauSschuffcs, Lindenstratze Z, zu haben.— Beethoven- KonzerZ, Am Sonntag, den 12. Dezember, vor-. msttag? 11 Uhr, lm Blütbnersaak, SützotDümsi« 76, Beeiboven-Konzerk imter Leiiimg von Kabellmeisier Dr. F M. Gast. Mssivirkend?: Solistin Fela Roorsselt und das BlNihnerorcb-ster. Karten bei allen Abteiluna? katsierern. bei den OrtZblldilngSauStchüüen, bei Horich. Enaeluter t� und an der Kalle.— Abonnements-Festkonzerte. Am 23. Dezcm. ber kl. We-bnaibtSfeiertaa). Weibnackitliche Musik. nachmIttaaS 2'/, ttfir. in der Mten Garnssonkirche, Neue Fri'edrichstratze. Wir bitten unverrllgllch die Marken einzulösen. Sozialistische B i l d n n g s l ((fiiibie der Arbeiterbewcannq kVarsamentarssibs Gesibickte, Tätigkeit der Partei im Landtag. Oraan'iatoriiche Aufgaben während der Wablbewegima). Jede Vartragsreibe umkatzt 4 Abende.Hörgebühr Mk. 3.—. Wir bitten recht bald ickristliche Bewerbungen zur Teilnahme au be'den Veranstaltunaen an den Sekretär des Bisdnna?ansschusses Albert.Horlitz. Lindenstrane 3, «mziireichen.— Steglitz. Sanutaa. den 12. De-ember,» Uhr. Weib nachtskonzert in der Lnkasllrche. Miiwirkende! Brök Walter Fiiisier kOrael). Dr. Guitniann, der Dr. ktzuttmannlK? Chor. Frau Gertrird Woll.Fränleln Aanes SSnlz, Herr N'kolas Lambinan. Dr. Bau! St. Georan. Karten sind zu ballen bei allen Parteiluisstiorären tu Steglitz, im Bezirksbildunghe auSschuh Groh-Berlin, Lindeultratz« 3, ll. Hos IV. Im AnSsielliingsiaal der Firma Nndolvh Hertzug, Breitestraße. veranstaltet die Vereinianng zur Hebung der Spstzenindnstrie eine sebr interessant» Ausstellung. Sie zeigt nn?. einen wie arosien Aiifföbwiing dies« Jnbnstrie genommen bat. Jnkalge der gänzlichen Abae'chlossenbest vom AnSlonde. bot ste stch bemübt, die Güte der anSsändischen Erzenanisse z» erreichen, nnd man kann ohne Neber« treibimg sagen, dast ste nicht mir dem Auslände gewachsen ist. sondern in vielen Fällen dessen Erzeuanisse iibertristt. Die An?» stelle? bossen, baß die schwmingend« Vogtlandische Spitzenindustrie weitgebend unterstützt wird. AnSttpUnnq fgr S�werbörloe. Vom 19. b!S 14. Deremller ürdel in den Räumen de» Verein? der Schwerhörigen..Hevbatg» S.? kMild« Stiftung), Fglanenstr 49,»alle Unterarundbgllnllal.Hollenzollerndamm. eine AnSstelluna der neuesten.Höradvarate nnd Hörrohre statt, gn welcher sich alle namhgften Firmen Mrotz-Berlin» heteillaen. Die Ausstellung lst tag- Ilch von S— 12 und van 2—0 Uhr. am Sonntag von 10—12 und von 2—5 Ubr oeöffnet, der Besuch für jedermann frei. Die Draqödte von Mechterstädt. Anläsisich de? ZIdilvroz-lleS qea-n die Marlluraer Hiudent-n wird am heu'igen Freitag, abend» 8 Ullr, in ber Aula de» Gymnasium» Kailer-Friedrich-Stralle 20? in Neukölln ein V or- traaSabend de? Friedensbunde» der Krleq»teil« fttfimtr statt sinden. H e n n i n n- Duderstadt, der Verlasser der lle- kannten Antlaa-'chrilt gegen die Marburger Studenten, spricht über.Die Tragödie van Mechterftedt». Karl Vetter wird vorher über.Pazifisten' und Rcpublikanerveisolgungen» sprechen. Groß-Serliner partelnachrichten. Heute, Iv. Dezember: Vertreter.Verkammlnng deS 10. Kreises, 8 Mr. Zehlendors, Kalserboi, Potsdamer Stralle. 17. Ab». Die?ez>rk»sfillm können die destellten hllmänachS beute abend von p Ubr ab beim Abteilungskasfierer Ken. Ben. Behmestratze 26 1, in Cmviana nehmen. Okt.. 24. nnd SO.. S8.— OS. Abt. Männerchor, Prenzlauer Tor.'1,8 Ubr. UebungSstunde, Schönhauser Allee>30. Junakozialiftikche Beretniqunq. Ortsgrupbe Lichter« selbe.?>/, Uhr. im Jugepdhe'm. Albrechtstrasie t4. Vortrag:.Karl Marx."— OrtZaruvVe Süden.?>/, Ubr, in der Juristischen Sprechstunde, Lindenstratze 3. Vortrag:„Freie oder Vlanwirtlcha't.'— Ortsgruppe Norden. 7'/, Ubr, in der Schule, Pisstbnler Str. 816, Ecke Demminer Strotze. Vortrag de» Gen. Dr. Maltawsky.— Sonnabend 6 Uhr, in der Juristischen Sprechstunde, Aibciisausschutzsitzung. � ' Morgen, k t. Dezember: UrbeitSaemeinschak» sozialdemokratischer Lebree«nd Lebre- ri««en Grosi-Berlin. Nachm. S Ubr, Stadthaus. Klosterttratze Mnter- arundbabnbot Klosterstratz«), Saal 245. TageSordnuna: 1. Mern- beiratSbeweguna kSchröter). 2. Kinderborttraqe Grotz-Berlin CBablke). 8. Bericht der LehenSkunde-Kommssnon lKreuziger) und Stellungnahme zu ihrem Entwurf. 4. Wünsche und Anregunflen KreiS 7. Ebarlottenburg. 52. Abt. ksrüder 8. Grnppe). Funk- tionärfitzung, abend» 7'l, Uhr bei Bade. Kaiserin-Augusta.Allee 52. « Achtung» Betriebsräte der Stadtgemeinde Berlin! Sonntag, den IS. bs. Mt?.. vorm.»'/.Uhr, findet in KliemS itzeftfSle«. Hasenlieide 13. eine antzerordentlich wichtige Be- i P r e ch» n g statt Erscheinen aller Betriebsräte ist unbedingt rrfarderlich. Legitimation ist mttznbringen. Vchtnug, Sänger? S?ahlkreiS Tiergarten. Die fangeskundigen Genossen Moabits werden elngehden, sich am Sonntag, den 12.. voim. 10 Ubr, im Lokal von Müllei. Bnkenltratze 33. einzufinden. Sangesbrüder, die dafür Interesse haben, aber am Ericheinen verbindert find, werden um Angabe ibrer Adr-sse an Gen. Tbiele, Lübecker Strasse 51, gebeten. 20. Ab». Sonntag, den 12 Dezember, nachm. 4 Ubr und abend« '/.? Uhr: II. Gasssp-el der Jugend-Volksbübne kBoUSbiibn? E. i». Berlin) in der Schulaula Petersburger Str 4: Lustige Fahrt ins Märchenland mit Knecht Ruvprecht und der Weibna-btSsee. Bunte Lichtbilder. Erwachsene t M.. Kinder 75 Pf. Karten bei Nilschke, Elratzmannstr. 41; Dablke, Til- fiter Str. Sä; Halbla, Frankfurter Allee 28; Seifert. Cadiner Str. 3; Robnsdorf, Petersburger Str. 8«; Hartmann, Eckertstr. 3; Ohlendorf, Petersburger Str. 27. Tirtsthafi Die Ausfuhrabgabe. Der Reichskommissar für Aus- und Einfuhr- bewilligung sieht sich veranlaßt, erneut auf die Bemessung der AnShtbrabgabe hinzuweisen, da über den K 9 der Ausführungsbestimmungen zur der Verordnung über die«ußenhandelskonirolle vom 20. Dezember ISIS immer noch Zweifel auflauchen. Mtl der AuSluhrabgabe soll nur der reine Warenwert belegt werden. der fick einichli.ßlich der Kosten, die den Verlrieb der Waren be- «reffen tReiseipesen, Provisionen. Reklame usw.) und einschließlich der Verpackung ab Fabrik oder ab Lager ergibt. Ausdrücklich hervorgehoben wird, daß die AuSfubrabgabe� selbst auf den auS- ländischen Knndrn keinesfalls abzuwäl�enift. indem sie diesem besonders in Rechnung gestellt wird, denn die Aussubr- abgab« soll nicht den ousläudischcn Bezieher belasten, sondern lediglich eine Beteiligung de« RerchS an den Valuta- gewinnen der Exporteure darstellen. Preissturz in Amerika. Rew-Dorker Waren- Notierungen: Soziales. Die„Riese«">Löhue. DaS Statistische Reichsamt veröffentlicht die Ergebnisse der amtlichen Lohnerhebung vom Februar 1920 zunächst für das Baugewerbe. Der vorliegende Sonderabdruck auS Band 293 der Statistik des Deutschen Reichs enthält di« durchschnittlichen Stundenlöhne und Bierloochenverdieiiste aller typischen Bevufscrrten deS Baugewerbes für 483 Orte des Deutschen Meiches. Erfaßt wurden 1002 Betriebe mit 53 975 Arbeitern und 3812 Angestellten. das sind 9 Proz. der Beriebe und 80 Proz. aller 1919 der Gewerbe- aufficht unterliegenden Bauarbeiter. Von sämtlichen bearbeiteten Fragekarten entfielen nur 1,87 v. H. auf weibliche Personen und nur 1,35 v. H. auf Stücklohnarbeiter. Der Anteil der Jugendlichen unter 18 Jahren war beim männlichen Geschlecht ganz unbr- deutend(4,60 v. H.), beim weiblichen verhältnismäßig größer (18,35 v. H.), im ganzen aber auch gering. Räch Ausscheidung aller Einzelfälle schwankt der durch- s ch n i t t liche Stundenlohn der männlichen erwachsenen Arbeiter in den wichtigsten Berussarten wie folgt: Bauhilfsarbeiter von 125 Pf. in Nordenburg(Preußen), bis 439 Pf. in Solingen, Maurer von 100 Pf. in Eldagsen(Harmrwer) bis 450 Pf. in Solingen, Zimmerer von 160 Pf. in Fraustodt bis 438 Pf. in Krefeld. Um auch die verschieden« Dauer der Arbeitszeit einschließlich der Ueberswnden zu erfassen, wurden neben dem Stundenlohn auch die durchschnittlichen Arbeitsverdienste während der Erhebungswochon» berechnet. Diese bewegen sich bei den Bau- Hilfsarbeitern zwischen 226 M. in Nordenburg und 790 M. in Velbert(Rheinland), bei den Maurern zwischen 285 M. in Franken- stein(Schlesien) und 827 M. in Wiltrop(Kreis Recklinghausen), bei den Zimmerern zwischen 295 M. in Strohsdorf(Kreis Pyritz) und 800 M. in. Hamborn. Der höchste und niedrigste Bierwochen- verdienst entspricht also keineswegs immer dem höchsten und nis- drigswn Stundenlohn, fo daß bloß Zusammenstellungen der Stun- denlöhne für eine Erkenntnis der tatsächlichen Lohnverhältniffe nicht ausreichen. In den 21 deutschen Großstädten mit mehr als 200 000 Einwohnern schwankt der durchschnittliche Stumdenlohn der Bau- Hilfsarbeiter zwischen 260 Pf. in Breslau und 408 Pf. in Hamburg, der Maurer zwischon 324 Pf. in Hannover und 422 Pf. in Hamburg, der Zimmerer zwischen 283 Pf. in Nürnberg und 434 Pf. in Hamburg. Der modrigste und höchste durchschnittliche Bierwochcnvrrdienst ergibt sich bei den Baühilfarbeitern in München <478 M.) und Hamburg(734 M.), bei den Maurern in München (529 M.) und Hamburg(758 M.), bei den Zimmerern in Nürnberg (501 M.) und Essen(829 M.). Gegenüber den Märchenerzählern von den Riosenlöhnen der .Müllkutscher" und Maurer wird dies« Statistik, wohl, etwas d ä mp send wirken. Vorträge, verekne unö Versammlungen. verband sozialistischer Lehrer. Sonnabend 7 Uhr im Ratbaus, Zimmer 109, Arbeitssitzung. Thema: Pädagogi che Grunbanlchauungeu. Referent Gen. Jenlen. Alle Elterniäte find herzlich eingeladen.— Arb.- Radf.-Bund»Solidarität-, OrtSgr. Berlin, 2. Abt. Sonntag, den 12, mittags 1 Ubr: IohaimiStdat, Parkrestaurant. Freitag, den 10.: General- osrtammlung im Leuchtturm, Fo.rtanepromenade 18.— Berliner BSanderklub- e. B. GelchäftSstelle Berlin 113, Schönfiietze: Str. 4. Sonnlaq, den 12.: Trestvunkt vorm. 8.45 Uhr vor dem Schlesifchen Bahn- Hof, Ecke Koppenstr. Wanderung: Hoppegnrten, Dahlwitz, Rahnsdorf. RabnSdorfer Mühle, FriedrichSdagen. Gäste willkommen.— Oeffcntlichc Mieterversammlung. In einer am Sonnlag, den 12. vorm. 10 Ubr. im Neuen GefellfchaftshauS am Bahnhof Treptow ftaitfindenden Mieter- Versammlung wird über das Tdrma: Ist di«.Besetzung der Mieterbeisitzer. Posten für da« MicteinigungSamt durch Veitreter der politilchen P.irteim nach den bisherigen Ermbrungen auch für die Zukunft angeblacht? öfient- lich gesprochen und daS Thema zur freien SluSIprache gestellt— Eigcu- heim- Siedlung Amalienhaf in Staate». Sonntag, den 12,, vorm. lO Uhr: Siedlerveifammluiig m der Kantine derGaUenstadt Staaken. Anschließend Besichtigung und Anwcssung de» Siedlungslande». flus aller Welt. Rekrutenschicksal. Eine Interpellation unserer Genossen I o kl und Kaufmann an den tschechischen Minister für Verteidigung besagt, daß die an- fangs Oktober erfolgte Einrückung der Rekruten ein vollständiges Versage» der Heeresverwaltung gezeigt hat. Obwohl die Militär- behörden ein halbes Jahr vorher wußten, daß 150 000 Rekruten einrücken werden, wurden nicht die geringsten Borbereitungen für deren Empfang. Unterbringung, Verpflegung und klaglosen Durch. führun« der Transporte getroffen. Die Unterkünfte waren direkt menschenunwürdig, die Bekleidung sodenscheinig« Sommrrmontur, die Verpflegung bestand vielfach aus einer ganz leeren Wasser- suppe mit etwas Hülsenfrüchten. Die Soldaten bezeichneten das Essen direkt als Schweinefutter. Das Brot besteht aus Mais und Hafer. Die Rekruten sind gezwungen, sich in, Schleichhandel Nahrungsmittel zu besorgen, wenn sie nicht verhungern wollen. Die Behandlung der Rekruten durch die Vorgesetzten erinnert än die schlimmsten Zeiten im früheren alten Oesterreich. Der gleich öde geistlose Drill, die gleiche Ueberhebung der Offiziere. Vielfach wird daS Kommando in deutscher Sprache nicht erläutert, und besonders traurig ist das Schicksal der bei tschechischen Abtei- lungen eingeteilten deutschen Rekruten, die all« erdenklichen Shi kanen ertrogen müssen._ Dir Akademie der Arbeit in Frankfurt a. M. Di« Besprechun. gen mit den beteiligten Arbeiterorganisationen der ver. schieden«» Richtungen wegen der Gründung der Akademie der Arbeit in Frankfurt a. M. haben zu einem günstigen Ergeb- n i S geführt. Die Eröffnung der Akademie ist für Ostzern 1921 zu erwarten. Der Preisabbau in England. Au? London wird gemeldet, daß di« Preisbeschränkungen für dl« engliscve Kohlenausfuhr aufgehol.:» worden sind. Der augenscheinliche Grund Hiertür ist der, daß Frankreich in letzter Zetzt mit.Kohleneinkäufen in England sehr zurückgehalten bat, da es von Deutschland in strikter Ausführung des S p a- Abkommens reichliche Kohlenlieierungen erhält. Be- merkenswert ist auch das starkeSinken derWarenpreise in England, während gleichzeitig in Deutschland die Preise immer höher klettern. Die Indexziffer der Großhandelspreise für November ist, wie bereits gemeldet, 257,7, d. h. 32.4 Punkte Unter der des vorigen Monats. Dt« Daumwoll- und Wollpreise sind um 30 Proz., Metalle um 16—84 Proz. gefallen; auch die Lebensmittel sind billiger geworden. Sport. Schachturnier. In der fünften Runde baben sich die Siege?- chancen der einzelnen Bewerber etwas präzisiert. Am besten stehen B r e y e r und B o g o l j u b o w, die gestern gegeneinander trafen. ohne daß es zur Entscheidung kam. Die Partie mutzte in einer für Brcyer vorteilhaften Stellung abgebrochen werden, doch besitzt der Russe nochxjmge Remischancen. Ein anderer ernster Anwärter auf den Siegespreis ist Tartakower. der gestern Leon- Hardt besiegte. S p i e I m a n n nnd I ä h n i s ch machten remiS, ebenso M a r o c z y und MieseS Dr. T a r r a s ck» Siege?» chancen sind durch seine gestrige Partie gegen Rl der engeren Vrtenerwaltmlg. 2. Branchenangelegenhcilcn. ii. Verschiedenes. Es iil Pflicht aller Kollegen und Kolleginnen, in dieser Per- sammlung anwesend ,u sein. Wir machen ausdrücklich darauf aufmerksam, dah nur diejeniqen Kollegen Kutritt zu der Ver- sammluug haben, die im Mitgliedsbuch die Berussänderung vorgenommen haben. Ohne Mitgliedsbuch unseres Verbandes kein Zutritt. Sonntag, den 12. Dezember, vormittags 9'/, Uhr VSi'�» UI Hi I iil, K aller Transport- nnd Hilfsarlielter in der Aula des Sophien-Liizeums. Weinmcikierstr. 19/17. Tagesordnung: L Stellungnahme zur Neuwahl der Orte- »erwaltung. 2. Branchenengclegenhciten. 3. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert! Sonntag, den 12. Dezember, vormittags g>/. Uhr VSI'SkiiiiliitilliA aller In«Irr Disonineikrl-, Gokvar�llleeli. nn«l»el»olil«,!sl»ra»rlie ltenekaitlUten im.Englischen Garten-. Alexanderstr. 27 d. Tagesordnung: l. Stellungnahme zur Urwahl der engeren Ortsverwaltung, Referenten werden in der Versammlung beiannigegeben. 2, Distufsion. Z. Verschtedenc». Sonntag, den 12. Dezember, vormittag« 9 Uhr .JtniSerordentlielie gemeinsame Branchen versammSung der Banrohrleger, Betriebsrohrleger nnd Heiter du.Gemertschaftetians-, Engelufer 15(großer Eaal). Tagesordnung: l. Stellungnahme zur Neuwahl der Orts- Verwaltung. Z, Branchen- und Berbandsangelegenhetten.— Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt,. Sonntag, de» 12. Dezember, vormittag» 9 Uhr Branchen Versammlung der Metall- nnd Kevolvertlreher sowie Dreherinnen im.GemertschaslsHous-, Enge mer 15(Saal 1). Tagesordnung: I. Stellungnahme zur Urwahl der engeren Ortsverwattung, Mit Referent und Korreferent. 2. Diskussion, 5. Branchenangelegenheiten und Verschiedene».— Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt!__ Sonntag, den 12. Dezember, vormittag, 9>/, Uhr Ver 8« iliiii I n lix der liesselsrhrniede nnd Belker sowie der dann gehörenden Berufe fe.Scholz' Prachtstilea-, Königsgraden 2, am AlexanberplaH. Tagesordnung: I Reuwahl der Ortsverwaltung, ». Branchenangelegenheiten. S, Verschiedenem— Mitglieds- buch legitimiert! Sonnlag, den 12. vezemder, vormittag, 10 Uhr Tersammlnng ter Hammer- nnd Presseführer GroQ-Berlli» bei Docker, Wederltr. 17 Tagesordnung: L Unsere Lohnverhitltntsse. 2 Diskussion. Achfuna! Bananschlttgerl Achtung! Sonntag, den 12. Dezember, vormittag« 10 Uhr ÜIouatSTersammlnng im.«emerlschosloha»»-. Engeluser 15(Saal 3). Togesordnung: 1. Berbandsangelegenhetten 2. Branchen» legenheitru, 2. Wahl von 2 Reoiinren für Heu Branchen- l». 4. Verschiedenes.—"Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt Sonntag, doa 12. Dezember, vormittag» 91/, Uhr Verkam ml nng der Metalltormer nnd Berntsgenossen im Eagllscheu Garten, Aleranderlir. 27c. Tagesordnung: I. Die Reuwahl unserer Ortivrrwaltuug, 2 Diskulsion. Di» Kollegen her Hütten- und Messingwerke, desgleichen die Zwkgießer werden»rlucht, auch zu dieser Versammlung zu erscheinen.— Mitgliedsbuch legitimiert. Sounlag» den 12. Dezember, vormittags 9 Uhr �Injier ordentliche Sranehennersamtnlnng der Zignrettenmaschinenfiihrer nnd Betriebshandwerker in den Muslterllllea. Kalser-Wilhelm-Str. Sl. mg: l Die Weg- der Metallarbeiter im S > Urich. 2 Distusflon.— im Klasse»- Ohne Tagesordnung Wf-, Kollegen Mttglledsbuch(ein gutl Sanalag. den 12. Dezember, vormittag« 9 Uhr Branchen Versammlung der Bisen-, Bevolverdreher nnd Dreherinnen sowie Kundschleifer im Saale der pötzambranerel», Prenzlauer Allee 242 Fortsegung der Tugeiordnung vom 14. Rovemder: l. Die Dritt» Internationale und die Sewerkschaften. 2 Stellung. nähme zur Urwahl der engeren Ortsver aaltung. Sonnlag, den 12. Dezember, vormittags?>/, Uhr Versammlung der Mechaniker, Uhrmacher, Optiker und aller In den Betrieben beschäftigten Kollegen u. Kolleginnen in den Unbreasiaien, Andreasstr. 21 Tagesordnung 1. Bericht von den Perhaadluugeu»it den Unternehmern über dt- Lohnerhöhung. 2 Dwtusflon. 2 Stellungnahme zur Wahl der engeren Ortsverwattung. Sonalag, den 12. Dezember, nachmittag» I Uhr Branchen Versammlung »Her in den Elsenkonslrnklions- sowie rabrstubl- und Ligneibau Betrieben besebältigten Kollegen ta d« Mala de» SopHien-Cgzeumo. Weinmeisterltr. IS 17. Taaesoidnung: I. Stellungnahme zur Neuwahl der Ort»- Ilmug. 2 Brauch, nangelegenhetten. 2 Verschiedene». Achtung! Arbeitslose! Achtung! Branchen Versammlung f&rWerkzengmachern.Kund>chleiter am Sonnabeab, den lt. Dezember, aormittag» Ii Uhr im Sitznngolaat. Linienstr. 83/35. fiir€>nrti«r am Sounabend, den 11. Dezemder. nachmittag» l Uhr im Slhaugoiaat. Limenstt. 83,35. Saanlag. de» 12. Dezember, vormittag» 9»/, Uhr Branchen Versammlung der Eint ichler. Revisoren und Revisorinnen m 5er Scholauta. Koppenplats 1?- Tagesorbnung: X, Stellungnahme zur Urwahl ber engeren lvrt-oerwattuug. 2 Branchen-ngelegenheit-u. Saunlag. de» 12?'D?z?mber. v»rmi!t-g« 9 Uhr Branchen Versammlung Inr alle Im venischen Aletsllarbeher-Verband organisierten Walzwerk-, Biel-, Drabikabcl-, Papierrobr- Arbeiter und Arbeiterinnen w Scholz' Feslseileu, Königsgr-beu 2. am Aleranderplag, Tnaesordnuna: 1. Stellungnahme zur Wahl der Ort»- »«rwaltuag. 2 Branchenangeiegtnyetten Aut Beschluß der Seneraloersammlung müssen in allen Versammlungen, die zur Politik uul-rer Sewerklchaft Stellung nehmen, all- Richtungen zu Worte kommen 120/17 Dl» Orlonermalwng. wßer Lerkdils billiger Kerrenkleiduiig .. m Ai 158.- Schalfasson und hoch zu schließen Zarb. 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Die» jHgt, um stilles Beileid bittend, an der tief- detrübte Väter Bruno Fiedler. Neukölln, den 6.>2 1920. fflelchfelftt. 8, Aufg. 16. Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 11. De- zemder, nachm. I Uhr, von der Le chenhalle de» Neutöllner Gcmeintefricd- Hofes. Mariendorfer Weg. aus statt. 2905b Uezirii'verdand GpcB- Berlin der S.P.D. Beuiölla. 90. Abteilung, 18. Bezirk. Den Mitgliedern die traurige Nachricht, daß un- lere Äenosfin »Iis Fiedler nach langem Krankenlager verstorben ist. Ehre ihrem Andenken I Die Beerdigung findet am Sonnabend nachmittag t'/z Uhr auf dem Gemeinde- ttiedhof, Mariendorfer Weg üatt.— Rege Beteiligung erwartet Der Abteiluagsvorstand. ' t.....;,•'■. i■* HoieniOfllet StroBe 3 (Eckt tlntenstr. Für die vielen Beweise b ertlicher Anteilnahme unserer sö früh heimgegangenen Tocntei saven wir ollen Bekannten und Freunden innigen Dank; auch Herrn Pfarrer. Bcbnidt IQr seine,' > rostreichen Worte. ST/.' Neues Bauspiel! 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Die Beerdigung findet am Sonnabend nachmittag um ,2 Uhr von der Hall« de» städtische» Grmeindejried- hose» Neukölln, Marien- dorser Weg. au, statt, Der knssrnoorstnnd. A. Heese, II. Vorftb-nder. Spczialarzt f. djphllls. Harn-, Frauen- leid�cbwlcbt.Beiokranke Behandig. schnell, siehe, u schmerzUnDr.Komcyer & Co. konz. Lab. Blulumer- such. näden im Harn usw. friedriehslr.ßU�ophk -pr. In-l, 5-3. Sonnt. 10 I DeilzahlLepar.vamenzIm. BgdeieiOEnoifenldioft «BciisDior Gingetr. Genossenschaft m. b. H. Am Sonntag, den 19. Dezember 1920, vormittag» 10 Uhr, bei Abraham sSenoneiischafts- wirts. aus) Rordujer 10: 20. ordentliche i'Oeifointninng Tagesordnung: Iahresrechnung u. Geschäfts- dericht 1919,20. 1 2 Beschlußfassung über M» | Bilanz 1919 2» u. Entlastung. 3. Ergänzung des Aussichtsrats. : 4. FestiehiiNg des Gelamt- belrages, den Anleihen der Genossenschast nicht über- schreiten sollen. 154/18 Bilanz und Gewinn» und Berluftrechnung iönnen in der Geschästsstelle, Fehmarnstr. 10, eingesehen werden. Bäekeretg-N. ,Volk»brot' E G m. d. H. Otto Korn. Beuster. Retufch. SnöflsWeiTcfie der itiihlei'jnniiGO zu Benin, Zu der am Dienstag, den 21. Dezember 1820, abends 0 Uhe, im Yolznrbeiter-Der- bandohaoo.»nngestr. 30, Soj pari. link» im Elguithssaal ; statlfindenben ordentlichen Ansschußsitziinq . werden die Veitreler deeImiung und der Kassenmitgiieder lster- ' durch eingeladen. Tagesordnung: I.Berichk de» Vo'standes 2 Beschlußiassung über denoom Vorstand au gestellten. Boe- anschlag sür da» Jahr 1921. 3. Wahl des Rechnungsausschusses zur Prüfung der Iahresrechnung 1920. 4. Beschlußiassung über dle Ab- änderung der Dienstordnung und des Regulaiio» der Beamten. 5. Verschiedenes. 151/12 Oer vorstand. Otto Gronau. Vorsitzender. Mehl- UN» MOHIen für chanb- strastbetrieb, krriosägen, Deztmalwage» ab Lager. lax. Are. Martlenasrn, »erlio W 30. Schwäbische Straste 8. Lützaw 5946. 1293D Ällgeni.örlskraiikeokasse Dröenti m am Montau, den 20. Dezemb. r, abend» 8 Uhr,>m.Türkischen Zelt". Berlw-Pankow, Vre! straße 14. Tagesordnung: L Verlesung de« Protokoll» - der letzten Sitzung. 2 Beratung de» Voranschlages für 1921. 3. Wahl de» Rechnungsausschusses zur Prüiung der Iahresrechnung. 4. Bericht über, dle Tagung des L-aup:verbandes deutscher Krantenlassen in Kassel. 5. Verschieden- Kossenang» legenhetten. Die Vertreter der Arbeltgeber und der Versicherten werden um pünktliches Erscheinen ge- beten. Ein Answei» wird denselben noch zugesandt Der vorstaab. 15l/13 Herrn. Lüäeckr, Vorfitzendce, iir. mecl' Kriltering �2ul,»srn-, Qescnleck�iei�. o.�Znn. u. ff2ii?n.Bluluntel5 Inv«I>«lenstr»Le ZA, Ecke Chausseestr« Stett. Bht. Spr Wochentäßlich 11-1. ,/j5-1/j7. !!! Geld!!! 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Freitag 1 tr Ui an allem scnuld. Oer Spieitr. Oer OeiratsantraE. Sbd,: Deutsche Klelnftidter. Gr. Schauspielhaus (Kanstiüße) Prtj Jedermann i2j 4,2. Ab.) Sbd: Danton(auß. Abonn.) Thealer i.-,: Flamme. Deutselies Klinstler-Tlieater Allabendlich 7V. Uhr; DieScheidongsreise mit Max Adalbert und Trude Hesterberg. Sonnabend 3; zum I.Male Fltelidtsa. der Hlninzclnschnoldop. Trlanon-Theater. Tfiülich?>., Uhr- Kammermusiii. Lustspi I von h. ilgenstein. Carl Clewlng. EugenBurg, Olga Limburg;. H. Albers, Adele Hartwig, Luise Werkmeister. Sonnabend 4 U., kleine Preise; Hftnsel und Grete! {g�assafie-I Thealer J »Unter den Linden 22,23 f J Dir.: M. Soltmann! » 2 Uraufführungen S% iDerselnapiM; ! Der größte sensai. Aden». I teuer• Film in S Alien.. » In den Hauptrollen: I t Hermann valleniin f Maria Merlalt » Cya Selllq,«lfr.AbeL* ISoiMnnel.; Lustspiel in 2 Alten. In der Hduptzolie: Albert Pomiig. Rose-Theater Tfj Uhr; Der Erbtörster. 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Kosenrot Th. i.d.Kommandantenstr., iOLLO-j |j',jU. Theater T'-suJ Dir.; James Klein. Auslands- Sensationen Kapitän Nansen mit seinen See- Löwen Albas Kopirutsch{ durch deij • Zuschauerraum Rasendes Reck Sensations-Fahrt [Backpfelten-Tänze j und weitere Sensationen. 1 SonniagS'. Jeder Er- wach Seile l k'ml fre 7V,U.: Wnllner-Tht- nter u'* Der Geiger von Lugano. 'Walhalla-Theater iv. u. Rastelbinder. '/zS Uhr ToliesCaprice Dergehörnsiratte 54 Anfaini präzis 7'/. Uhr. Riesen- Weihnachts-Spielplan. 1/inter- Galten Täglich 7.,s l'ltr: yarlete Spielplan Rauchen gestattet! Theat. n.Kottbus.Toi- saglich 7V, Uhr und Sonntag nachm. 3 U.: Elite-Sänger. Das grolie Weilinaclits- Programm! Vorv H l'-.. 4 Uhr ReictisltalL-Tlieater 91bfnb» 7«), und öonntap Nm.> Jtcttiiicr Sänger. Nm.hdideProis. Varielä- vbnhPtt-Bretti.Ani,«od cDDÜDriliz-FsIgGt-fliLZle!' S4 Andreusstraße KL Filmschau: Die Tarantel Auf dtr Bllhn«: Oustav Schuppel, H!»a und Verl, Vieblg Trio, Kitt/ Bergen JldmitalsTaiast 7v. 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Darüber hinauszugehen, sei er nicht befugt. Die Verhandlungen wurden hierauf als zwecklos abgebrechen. Anschlietjend an die Berhundlungen mit dem Eisenbahn« direltionspräsidenten sandte der Beamtenrat des lbirek- tionSbezirkS Essen an den R e i ch§ f i n a n z m i n i st e r, � den Berkehrsminister und an den Reichstag folgendes Tele« gramm:.Nach vielstündigen Verhandlungen des Bezirlsbeamten« ratS mit dem Eiienbahndireklioiispräfidenten über sofortige Aus- Zahlung eines Vorschusses von 500 M. und 1000 M. sind die Ber- Handlungen ergebnislos verlaufen. Die Direliion erklärte sich bereit, 200 M. auf die erhöhte K i n d e r z u l a g e zu zahlen. was jedoch von 70 Vertretern von 30 000 Beamten als nicht aus» reichend angesehen wird. Die Aufrechterhaltung des Betriebes ist aus Ernährungsschwierigkeiten gefährdet, die Ver- antwortung für diese Folge lehnt der Beamienrat ab." Tie Düsseldorfer Postbeamten für den Streik. Bei der Abstimmung über den etwaigen Eintritt in den Streik hat sich die Mehrheit der Post» und Fernsprechbeamten für den Streit erklärt. Es wurden 2200 Stimmen für den Streik. 856 dagegen und 86 ungültige Stimme abgegeben. Die Beamten wollen nach ihrer Erklärung den Beschlusj dann ausführen, wenn sie einem weiteren ablehnenden Verbalren der Reichsregierung gegenüber ihren Forderungen begegnen. . deutsche Note über üte Einwohnerwehr. W.T.B, verbreitet in spater Stunde einen umfangreichen AuS- gug auS der deutscheu Note über dleEinwohnerwehrr« und den Stand dör Abrüstung. Das Fortbestehen der Wehren in Bayern und Ostpreußen wird hier mit der„kommunistischen Gefahr", dort mit der Gefahr einer Invasion zu erklären versucht. Wir kommen im Abendblatt auf diese Angelesrnheit zurück. < Suck wieder Ministerpräsident. Kommunistische Brandreden im sächsischen Landtag. Dresden, 9. Dezember.(Eigener Drahtbericht des„Bor- wärks".) Aüf der Tagesordnung der heutigen Landtags« f i tz u n g stand die Wahl des Ministerpräsidenten. Ge- nosse W i r t h schlug den bisherigen Ministerpräsidenten Genosten B u ck vor. Namens der Deutschnationalen erklärte der Abgeordnete H o s m a n n, daß sie nicht für Buck stimmeu würden, weil er eine Rcgievang bilden wolle, hie sich auf die Kommunisten stütze und eine solche Regierungsbildung der bei de» Wahlen zum Ausdruck ge. kommencn BolkSstimmung widerspreche. Ein» ähnliche Erklärung gab im Name» der Deutschen BolkSpartei der Abg. B l ü h e r ab, der besonders betonte, eine Regierung mit Kommunisten stehe im schärfsten Widerspruch zur Stimmung der Wählerschaft. Beide Parteien erheben schärfsten Protest gcgeu die Regierungsbildung. Im Namen der Demokraten erklärte der bisherige Kultus- minister Dr. S e y f e r t, daß eine von der Billigung der Kommunisten abhängige Regierung ßegen alle demokratischen Grundsätze verstoße; deshalb würden die Demokraten gegen Buck stimmen. Dann nahm der Kommunist Renner das Wort und erklärte: Wenn die Kommunisten auch gewillt seien, für Buck zu stimmen und eine sozialistische Regierung zu unterstützen, so doch nur unter der Boraussetzung, daß sie eine möglichst proletarisch-revolutionäre Politik verfolge.„Uns«» Ziel bleibt nach wie vor, dir B e r f a s s u n g mit allen unS zu Gebot« stehenden Mitteln zu stürzen und die Massen zum Sturz der Berfassung und des Landtags aufzurufen. Wir sind der Ansicht, daß wir der Rkgierung zustimmen müssen, nm den Masse» die Illusion zu zerstören, daß eine solche sozialistische Regierung zum Sozialismus führen oder daS Elend beseitigen kann. Wenn die Massen das er- kennen, werden sie dieser Regierung den Fußtritt geben." In einer schriftlich fixierten Erklärung sagte Renner im Auftrage seiner Fraktion noch, die Absicht der Kommunisten sei, die unbeschränkte Macht der Arbeiterklosse durch die Rätediktatnr herbeizuführen. Eine sogenannte sozialistische Regierung, wie sie jetzt znstandekomme» soll, sei nichts weiter als eine Grschäftösührcrin der Kapitalistrnklasse. Die Kommunisten wollen den sozialistischen Parteien Gelegenheit geben, die Regierung zu bilden, jedoch nur unter der Boranssetzung, daß eine proletarisch. sozialistische Politik getrieben werde. Tann verlas er die bekannten Ehemnitzer Bedingungen der Kommunisten mit den unmöglichen Forderungen uny erklärte dazu:„Dieses Programm setze« wir dem Mlnisterprasidenten vor und erklären unS bereit» eine Regierung zu unterstützen, die sich danach richtet." Daraufhin erklärte Präsident Fräßdorf, er habe diesen Erguß zugelassen, um von vornherein Klarheit zu schaffe». Genosse W i r t h beantragte, der kommunistischen Erklärung wegen die Sitzung um eine Stunde zu vertagen. Nach l�lstündiger Pause nahm Ministerpräsident Puck das Wort und erklärte, er müsse für den Fall seiner Wahl den Eid auf die Verfassung ablegen und sei gewillt, im Sinne der Verfassung zu regieren. Er buhle nicht um Stimmen von Abgeordneten, die erklären, die Berfassung stürze» zu.wollen. Genosse Wirth erklärte im Namen der sozialdemokratischen Fraktion» die Sozialdemokraten vertreten auch im Landtage die Politik, die durch das Programm geboten sei. Im übrigen schließe er sich der Erklärung B-'icks an. Der Kommunist Renner erklärte darauf, die Kommunisten hätten mit ihrer Erklärung nichts anderes sagen wollen, als daß sie die Rrgieruna nur so lange unterstützen würden» als sie s» z i a l i» st i s ch e Politik treib«. Die Nnab hängigen gäbe» eine Erklärung ab, aus der her- vorgeht, daß sie trov der ersten kommunistischen ErNärung bereit seien, in eine sozialistische Regierung einzutreten. Darauf wurde zur Wahl des Ministerpräsidenten geschritten. Bon 95 abgegebenen Stimmen entfielen«8 anf den Genosse« Buck, er hat als» eine Stimme über die absolute Majorität und ist damit gewählt, Tie bürgerlichen Fraktionen hatten alle die Stimme auf ihr« Fraktionsvorsitzenden abgegeben. Genosse Buck wurde sodann durch de« LandtagSpräsidenten vereidigt. Räumers fibfubr. Wie wir schon mitteilten, hat der Aufsichlsrat der Deutschen Werke in Gegenwart des Schatzministers v. Raumer sich mit dem vielerwähnten Altmasdjinenvertwag beschäftigt. Er beschloß eine VerttauenSkunk�ebung für den von Raumer bekämpften Vorstand. Wir lassen sie der Vollständigkeit wegen im Wortlaut folgen: „Der Aufsichtsrat anerkennt, daß die Direktion der Deutschen Werke. Aktiengesellschaft, den Vertrag mit Herrn Kahn in dem guten Glauben abgeschlossen hat, den Deutschen Werken z u n ü tz e»„ Er hält den Vertrag nicht für vorteilbaft für die Deutschen Werle. Angesichts der Rechtslage und der von beiden Vertragsteilen anepkannten authentischen Interpretation, die den Vertrag welentlich weniger ungünstlg er- scheinen läßt, sieht sich der AuftichtSrai zu seiner Aufrecht- e r h al t u n g veranlaßt. Im übrigen stellt der Aufsichlsrat fest, daß die Dilation ihre Pflicht voll erfüllt hat. Der Aufsichtsrat beschließt: einen engeren Ausschuß von vier Mitgliedern unter dem Vorsitz des Herrn Reichsschatzministers einzusetzen, der berechtigt ist, die Personalangelegenheiten endgültig zu regeln und über organi« satcrische Fragen Vorschläge zu machen. Der AufsichrSrat bittet den Vorstand, bis auf weitere« die Geschäft« fort» Aiführes." das Reichsnotopfer. Der Steueraus fchuß des Reichsiags setzte gestern seine Beratung über das R e i ch s notopfer fort. Vor Eintritt in die Tagesordnung teilte der Reichsfinangminister Dr. Wirth auf eine Anfrage hin mit. daß eine Novelle zum Einkommensteuergesetz dem Reichs rat vorgelegt worden sei. Die Verlängerung der Frist für Selbstzeichner von Kriegsanleihe zur Anmeldung für das ReichSnrnopfer müsse eine Grenze haben; ob es möglich sei, sie.über den 31. Dezember 1920 hinaus zu verlängern, sei fraglich. Er sei aber bereit, dieserhalb mit allen Fraktionen in Verhandlungen ein- zutreten. Abg. Dr. Braun(Soz.): Meine Fraktion steht mit aller Entschiedenheit auf dem Boden der Regierungsvorlage und läßt die Borlage nicht durchlöchern. Die Parteien, die sich national nennen, hätten allen Grund, ihr ebenfalls zuzustim- men, um die Not des Reiches zu bindern und das Reich vor Schlim- merem zu bewahren. Hinsichtlkh einer Zwangsanleihe nehmen wir eine abwartende Stellung ein. Sollte die Vorlage über das Reichsnolopfer durchiöcher: werden, so behalten wi» uns im Hinblick auf den Lohnabzug für die Einkommensteuer inner- halb und außerhalb des Hauses unser« Haltung vor. Das Lohn- abzugsgesetz war auch nicht gut durchgearbeitet, und wenn die jetzige Vorlage einige Mängel. hat, so dürfen diese Mängel nicht dazu benutzt werden, die Vorlage zu sabotieren. Die Besitzenden müssen zu den Lasten des Reiches bart herangezogen werden, damit die weniger Vermögenden darauf hingewiesen werden können. Wir sind unS bewußt, daß auch die Arbeiter eine Steuerpflich: haben. Diese wird leichter erfüllt werden, wenn die Reichen Steuer- f r e u d i g k e i t zeigen. Abg. Simon-Schwaben(Soz.) bemängelt die dilatorische Be- Handlung der Borlagen, es müsse im Hinblick aus die Finanzlage des Reiches endlich zur T a t geschritten werden. Der Gedanke der Zwangsanleihe dürfe nicht als Borwand zur Durchlöcherung der Vorlage benutzt werden. � Ein Vertreter des Re ichsfin an z Ministers begründet sodann eingehend die Vorlage. Od diese einen durchschlagenden Erfolg haben würde, stehe nicht fest. Bei einem Mißerfolg würde aber der Kredit weiter sinken. Das wirksamste und schnellste Mittel sei die Annahme der Vorlage. Abg. Dr. Helfferich(Dnat.) wünscht weiter« Unterlagen und Auskunft darüber, ob die Entente die Hand auf die öfter» reich if che Vermögenssteuer habe legen wollen. Abg. Feldman«(Soz.) beantragt Schluß der Generaldebatte und Eintritt in die Beratung der Vorlage. Zu dem vom Abg. Becker geäußerten Wunsch, zunächst«inen Referentenentwurf über eine Zwangsanleihe vorzunehmen, erUärt Ministerialdirektor von Lahr, die Regierung halte an der Vorlag« über die schnelle Erhebung des ReichSnotopferS fest.« Abg. Henke(U.S.P.) stellt sich auf den Boden der Regie» rungsvorlage und wünscht Schluß der Generaldiskuffion. Mit 11 gegen II Stimmen wurde der Schlußantrag abg e le h n t. In der weiteren Generalaussprache äußerte sich Abg. Dr. Becker-Hessen mit 30 000 M. Jahreseinkommen nicht zu hoch gegriffen. Da von den beiden- Sachverständigen nur der Vertreter der deutschen Berufsgenossenschaften, Dr. Ostern, formale Bedenken äußerte, sonst aber mit Paul Müller(Tee» bernfSgenossenschaft) die finanziell« Leistungsfähigkeit der Berufs. genossenschafte« bestätigte, so schlog sich der Ausschuß einstimmig dem Antrage W Beckmann an diä Reichsregrerung zu ersuchen, auf dem Wege eines Notgesetzes die Erhöhung der Versiche- rungsgrcnze ,n der Unfallversicherung auf 30 000 M. mit Rück- ficht auf den gesuntenen Geldwert vorzunehmen. Dann berichtete Geh. Reg. Rat Dr. T h i s s e n über die Eist- gaben des Verbandes der Bergarbeiter Deutschlands und der Reichsorbeiisgemeinschafi für den Bergbau, die beide di- Rot der Knappschaftsinvalidcn,-Witwen und-waisc« behandelten. Für über 300>10 Rentenempfänger werden Durch- schnittsbeiräge von monatlich 15 M. gezahlt. Das Verlangen der Eingeber geht dahin, für Invaliden 100 M., Witwen 50 M. und Waisen 40 M. zu bewilligen, das würde monatlich 19. jährlich 228 Millionen erfordern. Von dem Vertreter des ReichsarbeitSministeriumS wurde in der folgenden Aussprache darauf hingewiesen, daß für eine zeitentsprechende Erhöhung aller Invalidenrenten etwa 21- Milliarden notwendig wären, die von dem Reichsfinanzmini- sterium und dem Kabinett abgelehnt worden seien. Von Arbeitnehmerseite, und zwar von einem-Vertreter des Bergbaues, wurde die Dringlichkeit des Antrages betont. ES wirke nicht fördernd aus die Arbeitslust der Bergarbeiter, wenn sie als sicheres Los nach nur 22 Dienstjahren— so niedrig ist das Durchschnittsdienstatter der KnappschaftSinvaliden— eine solche Not vor.sich sehen. Auf der ander-»- Seite wurden Bedenken laut. der erschöpften Reichskasse neue Lasten aufzubürden. Schließlich wurde der Antrag Thissen einstimmig angenommen, die beiden Eingaben der RÄchsregiernng zur Berücksichtigung zu überweisen mit der Bitte um beschleunigte Vorlegung eines NotgesetzeS, das den Unfall-, Alters», Invaliden», Witwen- und Waisenrentnern der Knappschaftskasscn bis zur allge- meinen Neuordnung des Kvappschaftswesens zur vorläufigen Ein- schränkung der schlimmsten Noi Rentrnzuschüsse gewährt. Die Kosten werden von den betreffenden Arbeitgebern und Ar- b e i t n e h m e r n und� soweit diese dazu außerstande sind, aus Reichsmitteln aufzubringen sein.— Nach Erledigung einiger geschäftlicher Fragen vertagt« sich der Ausschuß auf Sonnabend nachmittag. Gemekndewahlen in wesipreußen. Marirnwerdrr, 9. Dezember. Bei den am 28. November er- folgten Gemeindewahlen im Kreise S t u h m(Westpreußen) haben 10 891 Wahlberechtigte gewählt. Davon haben 21,64 Proz. iür polnische Kandidaten gestimmt. Bei der Volksabstimmung im Juli d. I. hatten von den im Kreiie Stuhm ansässigen Wäblern etwas mehr alS 30 Proz. sich für Polen entschieden. Daraus ergibt sich, daß innerhalb einer Frist von 4'/, Monaten die polnischen Stimmen im Kreise Stuhm um rund ein Drittel ihres Be- standeS zurückgegangen sind., Ein Verlegenheitspräsident. Tr. Michael Hainisch österreichischer Bundespräsident. Wie«, 9. Dezember. lWiener Korrcsp.-Burca«.) Die Bun- beSversammlung wählte mit 129 von 214 Stimme» Tr. Michael H a i n i s ch zum Bundespräsidenten. Auf S e i tz entfiele» 85 sozialdemokratische Stimmen. Der gewählt« Bundespräsident gehört keiner Partei an. Er hat sich schriftstellerisch und praktisch anf«atioualökonomifchem und sozial» politischem Gebiet betättgt. Ex ist der Sohn der bekann. ten Wiener Frauenrechtlerin Marianne Hainisch. Der Präsident ist 69 Jahre alt. vor der Revision des Zriedens von Sövres. Im SenatSauSfchuß für auswärtige Angelegenheiten und Finanzen erschien Ministerpräsident Leygues in Begleitung des OberkommissarS für Syrien, General G o u r a n d. Beide be- retteten anf eine Räumung von Cilicien vor. Lengurs kündigte eine Revision des Friedensvertrages von SevreS an: man müsse de« berechtigten Forderungen der Türkei gerecht werden. Es wird beabsichtigt, SmyrnadenGriechenzu entziehen und unter gewissen Bedingungen den Türken zurückzugeben. Der französische Standpunkt soll somit in London gesiegt haben. Eupen-Malmeöp und der Vatikan. Kardinal Mcrcicr nach Rom gefahren. Paris, 8. Dezember.(WTB)„Jimansigeani" berichtet, Kar» dinal-Erzbischos Mercier von Mccheln babe heule Pans passiert, um sich über Marseille nach Rom zu begeben. Dos Blati glaubt. der Zweck der Reise sei, die Fragen zu lösen, die sich durch An- gliederung der Kreise E u p e n un d M a l m e d y ergeben hätten. Der Bischof von Lüliich habe schon jünast verlangt, diese beiden Bezirke seiner Diözese zu unterstellen. Ter Papst habe aber weder mit Ja noch mit Nein geantwortet. Man habe«hm(dem Bischof) m Rom erklärt, diese Unichlüssigkeil erkläre sich daraus, daß die deutsche Regierung, in der Frage vcn Eupcn und Malmefh Einspruch erhoben habe. Nun wolle Kardinal Mercier selbst beim Papst versuchen, die Frage zu regeln. Der irische Knoten. Tie Vermittlangsaktion der Arbeiterpartei gescheitert? London, v. Dezember. sW T.B.) Wie verlautet, ist da« Eingreisen der Arbeiterpartei zur Herbeiführung eines Waffenstillstandes in Irland als Einleitung zu einer Regelung er» f, l g l« S geblieben._ Ruslandsrundschau. Der norwegische Eisenbahner st reik ist nun schon feit 8 Tagen im Gange. Bishi.: ist es der Regierung nur ge lungen, täglich 12 Zuge gegenüber 1000 in normalen Zeiten in Betrieb zu hal'en. Die spanische Presse stellt daS Scheitern des All- gf meinauSstandeS fest. Bielfach wirb hervorgehoben, daß das gewaltsame Vorgehen und die Willkür der Anhänger derDritten Internationale den Zusammenhalt der AuS- ständigen- gebrochen und die Stellung der Regierung gestärkt habe. AuS Athen wird dem„Darly Ehronicle" gemeldet, daß die erste Folg« der Rückkehr Konstantin» d'« Abreise der Ententegesandten fem könnte. Nack einer.Matin"°Meldung aus London. betrug im November die Zahl aller im Arbeitsministerium eingetragenen Ar« bertslosen in England 25 1 000. In der ttakieniicken Kammer begann eine Debatte über die Rückgabe der Zoologischen Station in Neapel an den deut- tcken Professor Dobrn. Mehrere Redner erklärten sich gegen die «Rückgabe, andere sprachen für. Di« Sowjet-Regierung meldet, daß der General M a ch n o. der sich ihr zuerst zur Bekämpfung WrangelS zur Verfügung gestellt hatte und nun anf eigene Faust einen Bandenkrieg in der Ukraine gegen die«owjetS führt«, vollständig ge» schlagen wurde. Seine ganze Arttll-rie i» die Hände der Sowjettruppen gefallen. gung und V-rteilung umfaßt beute schoi un-d Angestellte. Mit der unaufichiebbure OeWerMastsböVegung Konferenz des Verbandes der Maschinisten und Heizer. Der VerbandSvorstand hatte die Funktionäre auf den 6. und 7. Dezember nach Berlin geladen Die von IIS Angestellten be» suchte Konserenz, darunter zwei Vertreter aus dem Saarstaat und ein Schiffahrtsangestelltcr aus Wien, befaßte sich in der Hauptsache mit Ovganisations- und Verwaltungsfragen. Verbandsvorsitzender Klebe gab zunächst einen Ueberplick über den Stand des Ver- bandes. Er führte aus: Bis zum 2. Quartal d. I. betrug die Mit- gliederzunahme seit dem letzten Verbandstag pro Quartal rund lOVOll. Im 3. Quartal 1320 war trotz der Wirtschafts- krise immer noch eine Zunahme von 3030 zu verzeichnen. Die Werbekrast des Verbandes ist somit immer noch nicht erschöpft. Nach den Berichten aus dem Lande wird auch daö 4. Quartal mit einer Mitglicderzunahme abschließen. Die Finanzpolitik deZ Verbandes tvar eine gesunde, trotz der hohen Anforderungen durch Lohnbewegungen und Streiks Nach außen hin tat sich der Verband trotz vieler Gegnerschaft durchgesetzt. Alle Angriffe, sowohl von links durch die Unianistert und Shndilalisten, wie von rechts, be- sonders von d«n Christen, wurdett erfolgreich abgeschlagen, so daß heute in Deutschland nur ��ne Berufsorganisation der Maschini st en und Heizer, nämlich unser Verband, be, steht. Auch gegen die Technische Nothitfe haben wir uns erfolgreich gewehrt, und beim Kaop-Putsch hat gerade unsere O» ganisation der Arbeitertchaft.mschätzbare Dienste geleistet, was vom Allgemeinen Deutschen Dewerkschoftsbund auch anerkannt wurde. Mit den A r b e i t s g e m e i i s ch a f t e n haben wir uns ab- gefunden, weil diese im gegenwärtigen Zeitpunkt auch uns Vorteile bringen. Sollten sich die Verhältnisse ändern, so werden wir, wenn nötig, unseren Standpunkt revidieren. Die seit einiger Zeit be- sonder? stark propagierte Idee de: I n d u st r i e v e r b ä n d e. die allerdings schon sehr alt ist, Kit auch den Vorstand beschäftigt. Unser Beruf, bisber verteilt auf glle Ii dustrien, fängt an, sich selbst zu einer Industrie zu konzentrieren. Di« Industrie der Krafterzeu- 'chon über 30 000 Arbeiter en Sozialisierung der E l e k t r i z i t ä t s w i r t s ch a f t wird sich die Zahl der Ar beiter in dieser Industrie echöhen während allerdings in anderen Industrien eine Anzahl Berufskollegen entb ehrlich, werden dürfte. Dieser Entwicklung werden wir Rechnung tragen müssen. Die In dustrieverbände können ober nicht willkürlich geschaffen werden, sondern müssen ein Produkt der realen Verbältniste sein. Sonst entsteben nur neue Konflikt« zwttchcn den Gewerkschaften. Nach einer sehr eingehenden Diskussion, in welcher ganz beson- ders die �rage der Jndustrieverbände eingehend besprochen wurde, stimmte bie Konferenz der vorgelegten Resolution einmütig zu. Sie hat folgenden Wortlaut: � Die aus allen Gauen des Reichs stark besuchte Funktionär- konferenz de? Zentralverbandes der Maschinisten und Heizer sowie Berufsgenossen Deutschlands bsichließt: K'n Erwägung der allgemeinen Lage der deutschen Volks. Wirtschaft hält die Konferenz es im Interesse der Verbanhsmit- g'ieder und der Allgemeinheit. für dringend erforderlich, bei allen Lohnbewegungen jede Verhandlungsmöglich- keit voll auszunützen, bevor die Waffe des Streiks in Anwendung gebracht wird. Bei erforderlichen Kämpfen ist streng darauf zu achten, daß die Notstandsarbeiten von unseren Mitgliedern auSgc. führt werden. Tie Konferenz legt Verwahrung dagegen ein und lehnt eS entschieden ab, un'cre Kollegen zu Vorspanndiensten bei Aktionen, die von anderen Organftationen einaelertet und ge- führt werden, mißbrauchen zu lassen.'Die wirtschaftliche Macht unserer Mitglieder kann nur dann in Anwendung ge- bracht werden, wenn unserem Verbände. das volle Mitbeftim- mungsrecht eingeräumt wird. � In weiterer Erwägung nur wenn alle Arbeiter der kraft- erzeugenden und verteilenden Industrie, sowie das technische Personal aller Industrien und im Vcrkehrsgewcrbe. in einem I geschlossenen Industrie- und Berufsverband organisiert sind kann die Gewähr für eine chw'dnete und ruhige Entwicklung der Volkswirtschaft geboten werden. Um ein geschlossenes Handeln zu ermöglichen, fordern die Funktionäre die gesamte Kallegenschaft auf, jede Organi. sationSzersplitterung energisch und mit allen Mitteln zu bekämpfen. Ueber Verwaltunpsfragen referiert« Verbandsvor- sitzender S ch l i ch t i n g, wobei er besonders die Umwandlung von Bezirken in Geschästsstellen und die Errichtung der Reichsscktionen behandelte. Diese Reformen haben sich gut bewährt. Der nächste Verbandstag im Juni tgZI werde noch weitere Reformen durch- führen müssan. Auch im BebtragSwesen mache sich ein« Reform nötig. Für den Kamvf müssen mehr Mittel bereitgestellt werden können und auch sonst müssen die Einrichtungen des Verbandes, worunter auch die Bezahlung der Angestellten falle, so gestaltet werden, daß der Verwaltungsapparat jederzeit flott funktioniert. Der Grundsatz müsse überall durchdringen, daß der Wochenbeitrag «inen Stunscn'ehn betrage. Qbwohl die Gewerkschaften auch die Interessen der Allgemeinheit fördern u.üjsen, seien sie dock in erster Linie eine Interessenvertretung für die Berufsangehörigen. Dafür müssen auch die erforderlichen. Opfer gebracht werden. In der'Diskussion wurden-diese Gedanken noch umterstrichen und dem Vorstand ein Agtrag auf den Weg gegeben, in aller» nächster Zett gemeinsam mit dem Beirat über oie Beitragsfrage zu beraten, Nachdem noch der Vorsitzemde der Reichsarbeftsgemeinschast der Elektrizitätsindustrie. Kollege Bube, ein mit großem Beifall aufgenommenes Referat über die Elektrizitätswirtschaft gehalten hatte, schloß der Vorsitzende Klebe die Konferenz mit einem Hoch auf den Verband._ Bertreterversaiinnlunz der Bühnenangehörigen. Trotz der h cktige» Angriffe gegen das Präsidium wurde eine Einigung erzielt. In einer Nachrnvung wurde dem Vermal- tungSrat mir großer Mehrheit das Vertrauen ausgesprochen Aiigenommen wurde kerner ein Antrag, zwei Prozent der Gage als M i t g l> e d e r b e i t r ag einzuziebcn Die Bez'rksobmänner erbielten in der Berireielveriammlung Sitz und Stimme. Die BezirkSverdände erhielten das Reckt. Lobn- verbandlungen zu führen. Die BezirkSausicküffe sind nack Zu- stlMinuiig des Präsiveuien zu Abschlüssen berechtigt. Der Tins- ausiitiuh'etzi� das Miudeilcinkdninien für das nanze N ich fest Dr. C z e m p i'n und O t> o üellten den Anirag auf Eiiiseyung einer Koinmiisioii zum Ausbau der Erwerbslosenfürsorge Nack d?„ Gruid>ätz-u der freien Geiveik'ckisien. Nachdem die Versammlung Statütenändcrungen' beraten und beschlossen hatte, wurde schließlich eine Satzungskommission geivähll. R i ck e l t empfahl, dem Abschluß eines Tarif- Vertrages mit den deutschen Vühnenorganisationen in her Schweiz,' Oesterreich �und der Tschechoslowakei zuzustimmen. Es wird verlangt, daß in dem künstigen Tarifabkommen festgesetzt werde: 1. Am Ende der Spielzeit dürfen picht mehr als 25 Proz. der künstlerischen Mitgueder deZ festen Ensembles entlassen werden. Auch diese Entlassungen dürfen nur au? schwer. tviegenden Gründen erfolgen. Dem Betriebsrat wird d a S Recht des Einspruches zugebilligt, gegen den die Bühnenleitung keine Entlassung Vorneimen darf Ein weiterer'Beschluß betrifft die Errichtung örtlicher paritätischer SchlichtungS- stellen bei Rollenstreitigkeiten zwischen Schauspielern und Bühnenleitern. Dr. E z e m p i n beantragt, energische Maßnahmen zu treffen zum Sckutze der durch ihre organisatorische Tätigkeit oder ihr solidarisches Verhalten künstlerisch oder wirtsckastlich seitens der Direktoren oder anderer Kollegen geschädigten Bühnen. S.p.v.- Netallarbeiter. Montag 6 Uhr, im Deutschon Hof. Luckauer Straße 15, Versammlung sämmtlicher S.p.d.-Metallarbeiter. Tagesordnung: Die Neuivabl der Berliner Ortsver- waltung und unsere Stellungnahme dazu. Vollzähliges Erscheinen dringend nötig. Mitgliedsbuch der Partei und Gewerkschaft legitimiert. ver ZeaktkonsvorftanS. gsnossenfchaftler. Präsident Rickelt erklärt dazp, es zeige sich hier. daß der rein gewerkschaftliche Gedanke nicht mechanisch auf das Bühnenleben übertragen werden könne. Feldhammcr- Frankfurt a. M. fordert die Zentr alt- sierung der Pensionsan st alten der deutschen Bühnen. Zu diesem Punkt wird vom Vorstand vorgeschlagen, die Satzungen dahin zu ändern, daß jedes Mitglied ein Eintritts- aeld von 10 Mark und 2 Proz. seines MonatSein- kommenz als Beitrag zu zalllcn habe. Dieser Antrag wurde nach längerer Debatte angenommen. In der NachmittagSsitzung sprach E b e r t- Frankfurt a. M. über die Anfängerfrage und das Tbeater-Unter- r i ch t s w e s e n. Ter Redner nimmt scharf Stellung gegen die Thcaterschulen, die nur da? künstlerische Prole- tariat vermehren, lim den Schulen jedes llrzjernehmer- intcresse zu nehmen, empfiehlt er in V e r b i n d u n g'm i t den Bühnen Schulsteven zu errichten, die zugleich Prüft'tellen sein. sollen. Keine der Vereinsbühnen dürfte Anfänger engagieren, die nicht'an einc� dieser Schulen ausgebildet oder wenigstens geprüft sind. Die einzelnen Landesregierungen bätten diesen Schulen, ebenso wie den'Kunstbochschul»n Zuschüsse zu leisten. Der nächste Punkt der Tagesordnung betrifft die Wirt- schaftslage der Theater und die Einnahmever» Hältnisse der Mitglieder. Pauli vom Vorstand führt dazu aus, daß die Notlage der Theater lange nicht so groß sei. wie sie weist dargestellt werde. Im Gegenteil, die meisten Theater zahlen recht ansehnliche Dividenden, dagegen sei die Bezahlung der Schauspieler durchaus un- genügend. Es müsse in jeder- Weise Abhilfe geschaffen wer- den durch Organisation nicht nur hinter, sondern auch vor dem Vor bang. Ueber die erwerbslosen Schauspieler sprach Frau JKiecherS' Die Notlage der erwerbslosen Schauspieler sei groß. In Berlin gebe es augenblicklich allein 2500 engagementS- lose Schauspiele r. Um ibncn zu helfen, müsse unbedingt den in einem Enaagement�vrrhältnis stehenden Kollegen ver« boten werden, am Kabarett und am Film doppelt und dreifach zu verdienen.(Beifall und Widerspruch.) Ebenso müsse energisch Front dagegen gemacht werden, daß so viele A u S- l ä n d e r an d e u tss ck e n Bühnen engagiert werden. R i ck e l t weist darauf hin. daß viele Sckauspicler engagementslos seien,'weil sie sich weigern, in die Provinz zu gehen. Die Bübncngeno�en- schaft habe für die Notlage der Erwerbslosen ein warmes Herz und werde auch zur Ausländerfrage Stellung nehmen. Die Verhandlungen wurden auch noch in der Nacht fortgesetzt. _'/ Hg. Der Streik im Ztvickaner Revier. Zwickau, g. Dez-mber. Der gestern im Zw-ckaaer Steinkohlen- revier aiiSgebrockene B e r g ae b e i» e r st r e i k ist heute so am wie allgemein: nur au» einem Sckackl der Bürgergewe' tlckaft wird nock gearbeitet. Auck im Lugau-OelSnitzer Revier ffnd die Bergarbeiter heute fast vollzählig in den An«. stand getreten. Die NoistandSarbeiten werden verricklet. Drirck de» Sireik werden die industriellen Betriebe bis in dos Voalland hinein in Milleideni'ckaft gezogen, da sie vom Elektrizitätswerk Oelsnitz kewe Kraft erhalten können. In Falten stein können die Zettungen nickt erscheinen. Streek-Ende in der Gladbacher Textilindustrie. Der Streik der 25 000 Arbetter der Gladbacher Teistilindiistiie ist nach zweitäaiger Dauer beigelegt worden, nachdem die Nnteincbmer bezllgl'ck der Lohnkörderungen weitere Zu- geständniiie gemacht harten. D'.e Arheiter hallen ihre Forde- runaen aus eine 43 ständige Arbeitswoche nrni'd'ätzlich ckiikreck», erblicken in ihr aber keinen weiteren Grund zur Arbeits- Verweigerung. Bor neuen Bergarbeitcrstreiks. Die Bergarbeiiersckafi de» rheinischen Braiinko.hlenrcvftr» ist. wie die.RHeiN'sche Zeitung" meldet, in aroßer Erreguna. Der Svrnck des Schiedsgerichts wurde von beiden Teilen a b a e l e b n t Di- Interallierte K o in m i>' i i o n. an die die Bcraarbeiier stch gewandt hatten, enischied daß der Schiedsspruch aner- k a n n t weiden mnßie. Eine ickriftlicke Bestätigung ist aber, wie der Meldung eines Tele naphenbiirealiS zu eninebmen ist, nock nickt ergangen. Inzwischen sind neue Verhnndlungen eingeleire, worden. Die Regierung wird durch- einen Beauktra ten zwischen beiden Parieien zu kchlichien versuchen. Der Bergarbeiterverband bat die Re.iierung eisuchl. die Verbandlungen noch diese Woche >»m Abschluß ,» bringen. Der Streik ist jedenkalls. wenn den Bergleuten nicht entgegengekommen wird, unvermeidbar. Lohnbewegung der Optiker. Die Optikergebilsen streben schon ieit lauaer Zeil eine Ä usbesser ung ihrer Be>nge on jedoch ohne Erftilg. Em am 27. November gefällter S ch- e d s- i p r u ch gestand ihnen eine Wirr schasiSbeihilfe von 800 b i S 1 8 00 M. zu. die die Uniernehmer ablehnten Da alle EinigimgSveriliche scheitenen, wurde am 9, Dezember der Streik erklärt. Die Stuttgarter Metelkarveiter setzten am letzten Sonntag ihre schon zweimal reriagte G.'neialversaMmlung fort. Voll etwa 800 Delegierten waren etwa 320 anwesend. Die Ersatzwahl für einen ausgeschiedenen VorsiandKeisstzer ergab Me Wahl iti Kommunisten W Ü st. Dißmann rief in seinem Schluß» wort ungeheure T" m u l t e heroor und mußte sich von feinen ehe» maligen Freunden, mit denen er fürcksterlich abreckmet«, als „Schwindler".„S ch i e be rS. nftv. beschimpfen lassen. Angenommen wurde ein kommunistischer Antrag gegen die Redaktion der„Metallarb: iterzeitung". Die Magdeburger MecktSanwaltsangestellten. sind nach einer WTB-Melduna wegen Nichtbawilligung ftrer Lohnforderungen fast ausnahmslos in den Sbre f getreten. Achtung, Vrikiidriicker! Montag S Ubr, Schultbelit-AnZschgnk, Neue Iatobiir, S4/Sä. lehr wichtige Ausspräche. Sämtliche Generalversgmmliina»« delegierten. Vertrauensleute und VetriebSräte. die gut dem Boden praktischer MewervchaftSaibeit stehen, müssen unhedlnat anwesend sein. Kon» trolle gm Einggna.> I,?l.: Blumenthgl. Herimgnn. Deutscher Hutarbesterverbgud. Sonntgg bei Schulz, Elstnbeth» stresse 30. Urabstimmnng über un'ere Verschmelzung mit dem BekleldimgS» arbeiterverssand für diejenigen Mitglieder, welche nicht in den Betrieben gh- stimmen. Ritgliedsbiich rttli, Kgrte milbringen. DranSPorigrbeiterperbgiid tseNign l>. Tbemilche Branche l-Ie und Fette). Heute 7 Uhr bei Prasser, Michgeltirchstr. 29, Gruppen» Versammlung.'__ Ms öer Partei. Ucbernll Fortschritte! Im Bezirk Mittel''chlesi'n ist nach einem Berickt deS Bezirk». sekretariatS im letzten Jabre die Zahl der Ortsvereine von 131 auf 310 und bie der Mitglieder von 39634 auf 5 7 1b4 gestiegen. Breslau-Stadt ha! allein einen Gewinn bonr 7300 Mitgliedern zu verzeichnen. Trotz der schweren Wirtschaft- liehen Krisen und der Verteuerung der Abonnements hat auch die Presse im Bezirk gute Fortschritte gemacht. T�ie Ares- lauer„V o l k s w a ch t" wird Anfang Januar im eigenen Heim erscheinen. Die Striegauer Genossen haben sich in der „Striegauer V o l ks z e i t u n g" ein auf ihre besonderen Verhältnisse mehr zugeschni tencz Organ geschaffen. In den Kreisen Glah— Habeftchwerdt wurde als neuer Streiter die „G l a tz c r V o I k S st i m m e" geschaffen. Ab Januar treten in Briest die„B rieger VolkSstimme" und in OelS die. ..O e l f e r V o l k S st i m m e" in? Leben. So gehen die Genossen Mittel'chlesicnS gerüstet und siegesgswitz in den bevorstehipiden Wahlkampf._ Ter beste Weg der Einigung. Nack einer Mitteilung der.Fränkffcken Tagespost" ist die OftS» griivve G r a f e n w ö b r lBayern) der U.S.P. mit der gesamten Vorstandsckast zur alten Partei zurückgekehrck. Zurück blieben nur einige ganz Radikale. Im„ickwarzen Bezirk" gebt es äberbaiipt rüstig vorwärts. Die Sektion Grasenwohp ist von 83 aus 168 Mitglieder gestiegen. Im K i r ch e n t b n m b a ck bat sick ein« Seklion mit 23, in Pappenberg mit 36 Mitgliedern gebildet. Die nordböbmischen Bergleute gegen den Kommunismus. Prag, 8. Dezember. lTelunion.) Dem„Pravo Lidu' zufolge fand am Sonntaa in Krnluv ein Gaukongreß der sozialdemo« kr arischen Oraanisation statt, auf dem sick die anwesenden nordböhmifcken Bergleute aegen den Kommunismus ailsspracken. Es wurde konstatiert, daß der Gladnoer Gau zur Hälfte wieder sozialdemokratisch sei. Jugenüveranstaltungen. Heute, abends Uhr. Abt. IMggbtt. Olm Jugendheim Waldenfkr Strasse Lt. beute>/,S Uhr i ''lusserordenllicke Mitgliederoeriammtung. Wichtige Tagesordnung. Er» scheinen aller Mitglieder ist dringend notwendig. Britz. Jugendheim. Tckmle. C'-ausseestr. 132, Vortrag:„Volkswirtschaft".— KSnigewnsterhgiifenl Jugendheim, Karfftr. 4, Vortrag;„DaS Hakenkreuz".— Mahlsdorf. Iuqendbe m, fficmeindtlchiilc. Walderfee« st-aße, Mädchennbend.— Neukölln. Ingenddefm. Noaalstr. 53. DiSkufssonS- abend:„Unsere Fuaenddeime".— Nieder lckönhaufen. Jugendheim, Gemeindeichule. Blankenburger Strasse 69/70, Zimmer 23, Vortrag:„Der Lebriing im Mblelaller".— Norden. Liugendheim. Slreiider Str. 42/43, Schule, Mitgliederversammlung— Nordosten. Jugenheim, Aula der Realschule, Paitcurftraße, Vortrag:„VoilSwirtschast".— Osten, PeterS- burger Viertel. Jugendheim. Schule. Slratzmannltt. 6. Vortrag:„Vgium muß die TodeSl'rase gbgesckassl werden?"— Pankow. Jngenddeim, Vollankstr. 131. Vortrag:„Der Lehrling im Mittelalter".— Retnickrn. dork-Oft. Jugendheim. Samuel Kanfmann, Eeestrasse. Ecke Aegirstrass«, Vorlrag:„Ferdinand Lallalle".— Tegel. Jugendheim, Bglmboillr. 15, Voilraa:„Ein ruiiilcheS Krenzabenieuer".— Welftrutee. Jugendheim, Ledigenheim, Woelckpromenade 1, Mitgliederversammlung. » Kreis Prenzlauer Dor. Sonritag. den 12 Dezember, abend» 6 Nbr, in der Schulaula. Berlin Sonnenburger Strasse 20. Lichtbildervortrag: „Sexuelle Hygiene". Vortragender: Gen Dr. Löwenflein. Arbeiter- ellern lind herzlichst einqeladenl Beranlw lür den rednll. Teil Dv OHorft. Berlin. Sfrlai Tr.«ernrr Petter, Charlottenburai lür Anzeigen: Berlin Druck Bor. g Vorwärrs-Bertog« m d H._____... warrS-Bucboruckerel u. SerlaaSanNa» P»»l sinaer u. to.. Berlin LinoentN. 8. «trnit 2 Beilagen I II PULVER Ü. FIRNIS ■ flP I SBM k 9% jahrelang bewährt gegen FROSTBEULEN �AN.JßBEN- DUJARDIN\C9 0.m.b.n UODINOEN LADOCHELLE icobnac-qiapcntc z •S&.tEXl G luTal-Vertieter tür Qroß-Berlin und Brandennura: Ernst Moritz, Cliarlottrnbnrg, Kaiscrdamm 114» Tele non; Ami Wilhe m Nr*946 und 494.. IlClMIlörn»'.«'.'fr.tvni fianauf cenrouMfJSS PeliltAÄ-Apoihekc BERUNW LUPU0ZUSTR.9S KON- LINON