Ur. SIS �57. Jahrgang Ausgabe Sk Nr. 171 vezilg»vret»i 8»rteltälirL 30,—® 95fl Stei ra»&ao». vor cm« aWbdt. üofr netaa äSonotlitt 10.• Mi. crfl. Sa- ltellmlgsgeoilbr. Unter s(teu«b«n6 fü: Dem. Alans imb OeftetretA Ui.'O Mi. ffiz So« abttgi An«Iant sei taglich einmal. Safte Iltme ZiSO M. P.ftse- 'tettangen nehmen an 0 efterreich Unzarn, Tfchecho-GIinsalei. flane- matt. öaGanb..uremmug, Schweden sab sie Schweiz.— otmactraaea«n die 8oft-•etttmae-Dre'sltftt. Dee„Sormcrte* mit tat Somtraa«. btSoge.Boll n.Setl* ewchemt mothen- tkglich zweimal Sonntage Mid Ro» tag»"nmaL telearomm-«Btefft �•jialbeaiofeat Bern»*". Morgen Ausgabe Berliner OolksblkM (30 Pfennig� Anzelgenpret«- Die achtgeivallene RmwareiLezeiie ioftetS.— M..Teurtung«inlchiagSV«/c- .Klei»««»zeigen* da«'ett- jeOnKitt ffloo L— M.(»uloffig zwei «tgedtniite ZSeoei. edee wette« Wort SO Vfg. Siefengelttche and Schlafftellenanzeigen da» etfte Watt N Big. iede« weitere Bort 40 Big lSotte übet iZ Bnchftaden zödlen füt wei Worte. Tetterunaszaichiaa SO»;» Familien-Anzeigen Hit«Sonncnten Seile l— M. ooliiitch? unt je- weriichattltche Bereit!«» Än' eigen Ml. Mc Feile ohne Aaffchlag. Anzeigen Hit hi, nöttite Tmntmet mäiien dl« 8 Ahr»tal Mittag« tm �anotgeichiiit. Berlw ST i. Linde»- traße ü, abgegeben werden, flieöffnet wn s Übt'rSb bis 5 Übt abenb«. Zentralorgan der rozialdemokratlfcben parte» Deutfchlands Neüaktiov und Expedition: SW. SS»£indenlh. Z. SeminrerHer; Anu vi ort nv in». Ztr. 15190—15197. Freitag, den 17. Dezember 19�0 Vonvärts-Verlag G.m.b. ß.» SV. SS, 2inden(lt.3. PemOirrdiez:«tut Mortavlan. Sir. 117 SS— 51- Der Brüsseler Anfang. BrNsfel. VL Dezember. Mmtliche« Eutentebe- rtcht.) Die erste Sitzung der Internationalen Tachverständigeit. konferenz fand, heute varmittay um Ist Uhr im Akademiepalast statt. Die deutscheu Delegierteu Bergmann und Häven stein, so- wie mehrere Sachverständige waren anwesend. Die deutsch« Tele. gatiou gab de« Wunsch Ansdruä!, zuerst eine» allgemeine«' U e b e r- blick über die fiuauzielle Lage des Deutsche« Reiches zu gebe«. Staatgsekretär Gchraeder«achte die Ausführungen und er. läuterte die Denkschriften, die der Sonferenz überreicht worden sind und welche die bodgetäre» Anforderungen, die steuerliche«?e- lastungen, den Stand der Einnahmen und Aufgaben und die Per, mehrung der schwebenden Schuld seit Ende des Krieges erläutern. Mchrere Mitglieder der Konferenz stellte« über diese Gegenstände Fragen und erbaten Erklärungen und ergänzend« Dokn- m e«te. Brüssel, 16. Dezember, stzovas.) Bei Eröffnung der Sitzung erinnerte Präsident Delacrotx daran, daß die Konferenz zum Ziel habe, prollische Ergebnisse bezüglich der Ausführung, der Klauseln des Bersailler Vertrages über di« Reparation zv erlangen, wie er es gestern absno bereit« in einer Privatunter baitu"g mit Herrn Bergmann bemerkt habe. Darauf gab Staatssekretär Bergmann eine kurze Antwort, in welcher er erklärte, datz die Lösung des Reparationsproblems von der finanziellen Lag« Deutsch. landS abhänge. Er überreiche der Konferenz eine Reihe von Dokumenten. Darauf sprach Staatssekretär SchroeSet über folgend« Denkschriften: eine Denkschrift über die gegenwärtige finänziell« Lage Deutschlands, eine Denkschrift über den Budgetenlwurf für 1920/21. sowie eine'über oie Vermehrung der schwebenden Schuld. eine über den Eingang der Steuern und endlich eine» kurzen Heber- blick über die Ergebnisse des Finanzjahres. Die Fragen, die dem deutschen Delegierten vorgelegt wurden, hatten nur den Zweck, über einige Zahlen genauere Erklärungen zu bekommen sowie er- gänzende Denkschriften. Heute nachmittag sprach Haveustein über die Frage des Wechsel- und Notenumlaufes. Der HavaS-Be- richterstatier bezeichnet eS als wahrscheinlich, daß nach der heutigen Sitzung die Alliierten da« Bedürfnis empfinden werden, unter f i ch eine Sitzung abzuhalten, d!« morgen vormittag stattfinden dürfte. Ein Englänüer in Gberscklejien erschossen. KaÜowitz. IS. Dezember. lP P. N.) Am Sonnabend, den 11. De- zembrr, wurde i« de« Berguügnngsloknl„Trocadrro" ein englischer Leutnant von eine« angeblichen früheren drutschrnFliegrr. lentnant erschossen. Der Engländer soll herausfordernde Be- «erknnge« gemacht haben, die z» eine« Wortwechsel führten; hierauf soll er auf seinen Gegner losgesprnnge» sein, worauf ihn dieser durch einen Revolverfchnß niederstreckte. Der Täter stellt« sich dann freiwillig der Polizei. Srauö im polizeipräsiüium. Da« Berliner Poligeipräsidin«, das bereits in de» iTftcn R volutumstnouatcu wiederholt arg«Ugenonuue« wurde,»st am gestrigen Abend wiederum schwer beiurgefucht worden, und zwar durch ei» Grotzfeuer, das erst nach längere» Mühe» durch die Feuerwehr utrdergelämpft werde» konnte. Kurz»ach sieben llbr entstand ous bisher nicht ermittelten tlrsache« ein Brand in de» im dritte» Stockwerk befindlichen, aus die Dircksenstrasse -Westseite) gehenden Amtszimmern de« Einwohnermelde- »mies. I« kürzester Zeit staudrn vier Aiuun'r dieser Abteilung in helle« Flammen, die aus das Dachgeschoß Ldergrisfen. Die Feuerwehr war sofort zur Stelle und es schie» zuerst, als kannte daS Fettet auf seinen Herd beschränkt werden. Da eot. stand aber plötzlich eine furchtbare Ervlofton. die nicht nur Hunderte vv» Fensterscheibe» in Scherben zerspringe« lieh, sonder» eine« regelrechte» Dacheivsturz zur Folge hatte. hatte das Feuer, das bereit? i» den Akte». schränken und Kartotheken reiche Nahrung fand, neu« Ausdehnangsmöglichkeiten: grosse Dochballeu fiele» in die brennen» den Zimmer de« dritte« Stockwerkes und braitnteu nun ebenfalls ltchtrrlob. Eine Balustrade fiel vom dritte« Stock glühend auf de« Bürgersteig der Dircksenstrasse, xlücklicherweise ohne jemanden zu treffe«. Eruenteu aufopfernden Anstrengungen der Feuerwehr gelang es, diese»teilen Gefahre« zu bewältigen. Gegen KlO llhr war der Araud endgültig niedergekämpft, doch brannte es nach zehn Uhr noch immer in einzelnen Zimmer«. Um diese Zeit bot der in Mitleidenschaft gezogene Flügel des grosse» Gedäudekomplexes«in recht wüste? Bild. Aus de« sauge« dunklen Korridoren des dritten Stockwerkes eiltt« die Wehr- männer mit Fackel» und Schläuche». Kaum zehn Schritt vom Brandherd, doch stets ausser jeder Gefahr lirgt da? Polizei» aefäugnt», da« durch ei» Gitter von de» Sorridoren getteunt Vi. Dort herrschte auch während deS ganze« Brandes absolute Ruhe. Die Explosion ist im vierten Stockwerk entstanden, neben dem Nahrungsmittel-llntersnchnngsamt. Mo« glaubt, dass Sauerstofflaschen des Laboratoriums dieser AbteUnng die Ursache der Explosion waren, doch konnte dies noch nicht mit Bestimmtheit festgestellt werden. Da? zweite Stockwerk, unmtttrlbar unter dem Braudderd ist ebenfalls stark in Mitleidenschaft gezogen worden, und Mar durch das Löschwasser, da? zuerst durchsickerte, ivdann sich in Ströme« ergoss. I» den Korridore« watet mau bis zu de» Knöcheln im Wasser. Auch dort sind T a u s e« d e von Aktenstücke« vernichtet. Im übrige» oerweise» wir auf de» Bericht im»wette« Beiblatt dieser Rümmer.__ NegierungsAebatte in DresÜen. Dresden, 16. Dezember, s Eigen ei Drahtbericht des.Vor- wärtS".) Im sächsisch«» Landtag standen heute die Ra- gierungsbildung und die Programmerklärung der veue« Regierung zur Beratung. Der sozialdemo« k r a t i s ch e Reduer, Genosi« W i o k l« r. erklärte s«n volles Ein. Verständnis«rtt dem Regi � i r-r-f" w Es se» vorn snztalisti. scheu Geiste criullr. Er«warte aber, daß man«S auch bald prcck» tisch durchführe. Soweit diesem Vorhaben Reichsgesetze entgegenstünde». müsse auf ihr« Umformung in der Reichsgesetzgebung hin. gewirkt werden- Er schilderte die Folgen der Preissteigerung und die ungenügenden Löhne der Arbeiter und trat für eine Aufbesseraitg der unteren Beamtengehälter ein. Van de» Beamten dürfe man nicht nur Verfassungstreue fordern, sondern müsse ihnen auch geben. waS sie zum Leben nötig haben. Er kennzeichnete sodann w kräftigen Worten die Bestrebungen der' reaktionären Parteien auf Wiederherstellung der alten Zustände. Der Deutschnationale B>e u t l e r wies darauf hin, daß di« sozialistische Regierung nur mit Hilfe der Kommunisten gebildet sei. Diese hätten in ihrem jugendlichen Unverstand erklärt, die Regierung stürze« zu wollen, wenn sie nicht kommunistisch regiere. DaS könnten die Kommunisten aber gar nicht allein. Wenn sie aber dabei auf di« Deutschnationalen rechneten, so sage er ihnen: .Wir stürzen nicht mit, denn wir werden dabei mit de» Komurumsten niemals zusammenkommen. Wenn eS uns die Re. gierung zu bunt macht, so werden wir den Volksentscheid gegen sie anrufen." Die jetzige Zusammensetzung der Regierung sei ein Hohn auf den Volkswillen. Er fei davon überzeugt, daß sie vom Volk beseitigt würde, wenn zu gegebener Zeit die Entschei. dirng deS Volkes angerufen werde. Für die Deutsche Volkspartei erklärte der Großindustrielle Du Niedhammer, die Regie- rungSbildung sei eine Herausforderung ohne gleichen. ES sei daprtt dem Gesamtbürgertum ein.Kampf angesagt worden, der unnötig gewesen sei. Die Partei, dte die Demokratie im Schilde führe, also die Sozialdemokratie, habe die Demokratie gröblich bei der Regierungsbildung verletzt. Das Regierungsprogramm fei«in» seittg gewesen und habe große Volkskreise brüskiert und dabei doch des inneren Halte? entbehrt. Der Unabhängige Abgeordnete Müller- Leipzig führte aus: Das RegierunpSprogramm sei allerdings eine Kampfansage an die bürgerlichen Parteien. Darüber dürsten sich lnese aber nicht beschweren. S i« hätten früher ja da» ganze Volk entrechtetk Wer heute auf«ine Aussöhnung der Klasiengegen. sätze hoffe, verkenne die Verhältnisse. Ter K o m m u n t st M e i m e r sagte in einer langen Rede u. a.: Die Regierung solle durch Taten ihr Programm erfüllen. Bor allem müßten die stillgelegten Be- triebe enteignet werden. Tie Kommunisten dächten aber gar nicht daran, die Regierung zu stürzen. Im übrigen sagte er. eS sei genug geredet worden. Al? man hierbei im Hinblick auf den anderthalb st ündigev Wortschwall des kvtnmunistU schen Redners allseitig lacht«, erklärte er,„de? Parlament sei ja zum Schwatzen da." Der Demokrat Dr. S c h f e r t, der sett- herige Kultusminister, erklärte, zwischen dem alte» und dem neuen Regierungsprogramm bestünden keine wesentlichen Unterschiede. aber durch dte Auslegung erhalte das neue Programm eine Schürfe, die man aus dem früheren nicht hätte herauslesen können. Die Verhandlungen dauern noch weiter. Ein auf eine Ver- trauensentscheidung abzielender Antrag ist seither noch nicht gestellt worden. Es ist van keiner Seite beabsichtigt, einen solchen zu stellen. 5tuslanös?unAs'WTV.) De,?»llz«,Ka«Sschuß der tschechische» li«kss»zialistische» Partei aeröffeatlicht im �Rude Peava" Mutes Recht) eine« Aufruf a» die Arbeiterschaft, st, möge den Streik»ach im Laufe des heutige» Tagez eisstelle». Die Kunstmintfterien. Aon Dr. Iah« SchikowSki. Zn einer Schrift.Gedanken zur Kunstschnkreform" sDerlag von Quelle ch Meyer in Leip,ia, Preis geheftet 10 M) entwickelt Wilhelm Waepoldt, Sunstreferent am preutziickien Kultusministerium, ein Reformprogramm der lliiistletisliie« Er- ziehung auf staatlichen Bilvimgsanstallrn. Da« Programm baut fiw auf dem Gedanken auf. daß an Stelle der wisse,»ckaillitben «nv pseudowissenschaftlichen Fächer der Kunsthochschulen die band- werkliche Ansdildung ,n Weikstätten treten soll, und es gipfelt in der Forderung einer künstlerische« EinbeitS» schule, die die freie wie die angewandte Kunst umfatzt und ibren Unterricht in Fachllasse« und Lehrwertstälten gliedert. Sl» Oberbau sind wenige Meifteraielier« mit möglichst baichränkter Schülerzahi gedqchr. Im Lause seiner Erörterungen kommt Waetzoldt auch aus die heute bestehende Form der staatliche« Kunswerwalmng im allgemeinen( zu sprechen und er weist darauf bin. daß eine einheitliche Zcntralinstanz für alle künstlerischen Sngelegenheiien. wie sie z. B. Fraalrerch in einem selbständigen Siaaissekremriat besttzt. im Lande Pre:ißen nicht eriitiert. Wte weit wir von diesem scheinbar selbst- verständliche» Zustand entfernt sind, zeigt die Tatsache, daß die Fortbildung«-, Fach- und Kunstgewerbeichulen dem Handels- minister unterstehen, die Kunstakademien dagegen den, Kultus- minister, dem aber wieder der Hochbau so gut wie entzogen ist, da man vor kurzem die Hochbauabteilung gegen die Stimmen der Sachverständigen dem Finanzministerium angegliedert bat. Waetzoldt erhebt nun mit allem Nachdruck die Forderung,»all« Bikd�ngS-- und Berwaltungsausgaben auS dem Bereichs der Kunst in ein« Hand zu legen", und er stellt anherm, diese Zenrralstelle ol« Abteilung innerhalb eine« Ministeriums oder als selbständiges Äunstminiiterium zu schaffen. Dies« Forderung bedarf keiner besonderen Begründung. Seit der Revolution ist auch die Kunsipflcge eine Sache des Volkes geworden, und das Lolk nimmt dreke Sache ernster als die Machthaber de« allen Regimes»« iaten, die in ihr teils eine Angelegenheit der Repräsentation und de» spielerische» Lux»« für einige anSerwäbli««reif« sahen, teil« ihr ein rein hureagkratisch-sistalischeS Jnteresie entgegenbrachten. Welche darüber hinausgehende eminent wirtichaitliche Bedeutung die Förde- ruug der künstlerischen Kultur und. damit zuiammenhängend, des künstlerischen und kunstgewerblichen Schaffens gerade für da« gegenwärtige und zukünftige Deutschland bat. brau»« ich nicht näher zu erörtern. Unser besiegtes, gedemütigtes und aue- Slvowertes Land marschiert heute mit an der Spitze der modernen nnstentwicklung und eS wäre imstande, den» siegreichen Frankreich die bisher innegehabte Führung abzunehmen. Die Erzeug- nisf? der deutschen Kunst und de« deutschen Kunstgewerbes könnten als«usslihrobjekte eine wichtige Roll« spielen. Das Material und die schöpferisch«« Kräfte find in reicher Fülle Vorbauden, sie bedürfen nur der stzstemalischen Vflegz und Förderung. ES geht nicht an. diese Pflege und Förderung auch weiterhin im Nebenbetrieb verschiedener Mtnisterien erledigen zn laste»; st« maß zielbewußt« eiuhettliche« Seist gehandhabt Hees deutsche» kommunistische« PlUtsawentarie, her«» bereits gestern erklärt, daß der Streik abgebrochen werde» muffe.— Koch dem„Präger Tageblatt" ist die Drahtperkehrsperre bis aus dir im AuSuahmezostaud befiudliche« Gebiete wieder auf- gehoben worden. Prag, 16. Dezember.(S8T8.) Nach de» aeuefteu Berichten ist die Zahl der Todesopfer in Brüx auf acht geftiege». lieber SV Berwuodete befiudea sich im Krankenhaus. I« Prag ist «in Kommunist feine« Bcrletzunge»«rlege».— Wie„Pravo Lidu" meldet, sind die fünf kommunistischen Senatoren, die«ach dem Bei- spiel der kommunistische« Abgeordnete« sich als kommunistischer Klub konstituieren wollte«, unter dem Eindruck de« mißglückte« Putschrs von diesem Plan abgekommen. Sie verbleiben weiterhin im Klub der sozialdemokratischen Senatoren. Nicolai gegen akademischen Senat. Vvr d«r 8. Zivilkammer des Landgerichts I begann am gestrigen Donnerstag der Prozeß, den der außerordentliche Profestor Dr. Georg Friebrich Nicolai gegen den früheren Rektor der Universi- tät, Geheimrai Meyer, sowie gegen die IL früheren Mitglieder �s Senats angestrengt hat. Unier den Beklagten befinden sich die Profefforeu Exzellenz Harnack. Stammler, Seeberg, Dcffoir u. a. Der Kläger� der sechst erschienen mar, wurde von R.-A Dr. Schweitzer, die Beklagten von R.-A. Dr. Ernst Beer vertreten. Dr. Schweitzer stellte zunächst den Antrag auf i Feststellung, daß die bekannte Entschechung vom 5. März 1920, die Nicolai fcajt Lebram! enp.og. kein rechlsgültiges Dilziplinarurteik sei, eveiriualiSr aber Feststellung, daß die Beklagten nicht berechtigt waren, ein Disziplinarurteil über den Kläger zn fällen. R.-A. Dr. Schweitzer hob hervor, daß sich die Beklagten der Ernennung Nicolais zum außerordentlichen Professor nicht widersetzt haften, und zwar, obwohl ihnen schon damals die jetzt Profeffor Nicolai vorgeworfenen Handlungen durchaus bekannt gewesen seien, wie denn jener Fall weit über die Grenzen Deutsch. landS hinaus das größte Interesse erweckt hätte Die Entscheidung vom ö März d.? sei formell unzulässig gewesen. Professor Nicolai habe sich selbstverständlich an den Senat gewandt, um den Skandalen der nationalistische« Studenten unter Führung B i e r t i m p e l s für die Zukunft vorzubeugen. Die Senatsmitglieder kälten die? zum Vortvand genommen, um eine Entscheidung zu fällen, die sich in Wahrheit nicht mit den Radaubrüdern beschäftigte, sondern die nach Form und Inhalt ein Disziplinarurteil darstelle. Der Senat sei sich dabei wohl bewußt. d»ß ihm über einen außerordentlichen Universitätsprafessor kein Disziplinarrecht zustände, trotzdem habe er sogar das Urteil am Schwarzen Breit als amtliche Bekanntmachung zum Aushang ge- bracht, und zwar, obwohl Kultusminister Harnisch das Urteil alsbald aufgehoben habe. Das Urteil enthalte eine Füll« von Un- Wahrherten. Die? suchte der Anwalt in sehr eingehender Dar- legung nachzuweisen. R-A. Dr. Beer betonte demgegenüber, daß er sich auf den l a ch l r ch- n Inhalt der Entscheidung vom b. März wicht einlasse. ? as Gericht hätte keinerlei Befugnis, diesen Inhalt nackst ivrüfen. ES bandele sich hier nick! um eine bürgerl-che Rechtsstreiticfteit tat Sinne de? Gev'chtSverfassungSgcfetzcs. Auch erhob R--A. Beer den Einwand der örtlichen Unzuständigkeit für fast sämtliche Beklagte, da diese mit AuSriahme eine? Einzigen nicht im Bezirk des Landgerichts I wohnten, und endlich erscheine es von vorn- her.ein ausgeschlossen, daß Professaren etwas U.n wahres in einem amtlichen Urteil behaupten I Der Senat habe lediglich nach bestem Wissen seine Pflicht erfüllt. Dr. Schweitzer wies darauf hin. daß Professor Nicolai Lllge und Fälschung gelvroche» Hab«, ohne daß es zur Einlertuna eine? Dszivkinar- Verfahrens gekommen wäre. Offenbar sei man sich iiy Kultusministerium darüber?ar. dast Kläger schwerste? Unrecht aetan worden sei. Im vollen Bewnsttfein seiner vollen anwaltlichen Verantwortlichkeit müsse er hervorheben, daß das Urteil bewußte Unwahrheiten enthalte, und daß die dort Professor Nicolai gemachten Borwürfe entweder ans Erfindung oder grober Entstelluna beruhen. Der ganze Fall Nicolai basiere eben darauf, daß sich Nicolai lieber den schwersten Verfolgungen aussetzte, ehe er auf die Veftrewng seiner Ueoerzeuaung verzichtete. Die Verhandlung wurde schließlich auf den 2ß Januar 1Ö21, 125� Uhr mittags, vertagt. werden durch eine Zentralinstanz, die eine der Wichtigkeit der Suche entsprechende Autoriiät und Selbständigkeit besitzt. Die Organisation von K n n st m i n i st e r t e n. denen die unmittelbare Aufsicht Über die staatlichen Kunstsammlttnaen, das Kunstunterrtchts- weien im weitesten Sinne, da« staatliche Hochbauwesen und die Eiit'cheiduna über künstlerische Fragen in allen staatlichen Betrieben zu übertragen wäre, erscheint al? eine unabwetsbare Forderung. Unter Knnsttmterr chtswesen möchte t» übrigens� nicht nur die Organnation und Vettvaltung der von Wgrtzoldt empfohlenen künstlerischen Eitibeitsschtilen. sondern auch die Feststellung der Methoden und Lebipläne für den Kunstiinterrtcht in den Bolls- und höheren Schulen verstehen, sowie die Pflege der allgemeinen künstlerischen Kultur durch amtliche Veranstaltung von volkstümlichen Wandet attSstellungen, Vorträgen. mündlichen nnd gedruckten Führungen. Es ist die» ei» Punkt, der von Waetzoldt nur flüchtig angedeutet wird, der aber unter den dringendsten, unter allen Umständen zu lösenden Problemen vielleicht die erste Stelle einnimmt. Denn eine Ersichtiog der Künstler kann erst dann wirklich eriolgen, wenn die Künstler selbst au» etnem ästhetisch kultivietten Volk hervorgehen und als Schosievde in einem solchen Volt zugleich ihren Nähr» und ihren Resonanzboden finden. Neben den staatltchen Kni stministe, ien wäre aber auch ein Rc i ch s- ? u n st a m t nickt zu entbehren, das die konsequent ausgebauten Witkunaskretse des heutigen Reichskunstworts nnd tetlwetie der .Abteilung IX O" des Answärt'gen Amts in sich vereinigen, d. h. entscheidenden Etttfluß auf alle zur Reichsve, waltnng gehörenden künstlerischen Betriebe und Einzelaufgaben ausüben und die Ver- bindung der deutschen Kunst mit der des Auslandes pflegen müßte. Irgendwie ins Gewicht fallende Mebrkosten würden durch dieke scheinbaren Neuorganisationen— in Wirklichkeit handelt es sich um Umgruppierungen— nicht verursacht werden. Der Beamtenapparat brauchte, das fei zur Beruhigung de« Frnanzdirektors gesagt, kaum vergrößert z« werden. Hindernisse stehen dieser au tausend ideellen und materiellen Gründen notwendigen Reorganisation unserer Kttnstverwaltuna und amtlichen«unstpflege nickt»ntoegen. Der Weg von detiPrivgignstckten eines atifgekiärlen und wtllensftgrke» Beamten bis m den«nssch en der in Kunstfraaen entscheidenden biireaukratischen Jitstattzen ist aber im gegenwärtigen Deutschland, wie attck der Fall RedSlob lebr», meifte, t« reckt weit. Und er wird es bleiben, solange in den be- treffenden Berwaltungszweigen dte Geheimräte deS alten Regime« ihren paralysierenden Einfluß ausüben dürftn und solange �die Volksvertretungen in Reich, Staat und Gemeinde trotz aller schöne» Worte geneigt flnd. Kunstangelegenbeiten praktisch als Bagatelle zu behandeln. Grillparzer über Beetheven. Grillparzer hat Beethoven auS seiner tiefen Kenntm« des Genius die würdigste Grabrede gehalten. Seine Wort« sind auch heut«»och in ihrer beredten Pracht ein leuchtendes Denkmal: Tin Künstler war er, und was«r war. war er nur durch Kunst. Des Leben« Stacheln hatten tief ihn verwundet, und wie der Schtff- brüchige das Ufer umklautmert, so flob er in deinen Arm, o du deS Guten und Wahren gleich herrliche Schwester, des Leides Trösterin, von oben stammend« Kunst. Fest hielt er an die, und selbst als die �usVeisüng mrö GeNLiaiftreik. Halle, 16. Dezember.(Eigener Drahtbericht des.Vorwärts".) Heute morgen um 6 Uhr wurde der politische Leiter des hiesigen kammuniistischen.VolksblatteS" verhaftet. Wie mitgeteilt wird, ist die Verhaftung zu dem Zweck der Ausweisung Dr. Vikwr Sterns als lästigem Ausländer geschehen. Das.Volksblatt" teilt mit, daß Dr. Stern von seiner AnSweistutg vorher keinerlei Mitteilung gemach- wurde und daß serner Dr. Stern tschecho- slowakischer Staatsbürger und seit zwei Iahren in' Deutschland ist. Irgendwelche politischen Gründe seien für d'-e Verhaftung nicht angegrben worden. Infolge dteser Verhaftung traten heute nachmittag die Arbeiter des Elektrizitätswerkes und des Gaswerkes nnd mehrerer Industriebetriebe in den Streik Der Straßen- bahnverkehr ruht vollständig. Heut« abend liegt die Stadt Halls vollkommen im Dunkel. Infolge des starken Schneefalles ist der Berkehr außerordentlich gefährlich. Heute nachmittag fanden im Volkspark mehrere Versammlungen statt, die sämtlich überfüllt waren. Einstimmig wurde die Fretlassung Dr. Sterns g- ordert. Weiter wird verlangt, daß die in Betracht kommenden beHorb- Itchen Stellen i h r Bedauern zum Ausdruck br-.ngen. Morgen soll wieder«ine Versammlung stattiinden, um zum wei- tereu Fortgang des Streiks Stellung zu nehmen. Die Hallesche Polizst maßnähme bedeutet einen Üblen Rückfall in die Zeiten Junkerpreußens. Wir hoffen, daß fie� durch die ftaatlichen Behörden korrigiert wird. Wilhelm ll. geaen Cotta. Die Verhandli ng vor der 4. Zipilkannner des Landgerichts I Berlin kam gestern, Donnersiaa, nicht zu einem positiven Ergebnis. Justizrat Löweafeld als Vertreter des Exkaisers beanspruchte vas Urheberrecht an den einzelnen Briefen, di« im driften Bismarck- Bande enthalten sind und von Wilhelm und seinem Bater ge- schrieben sind. Demgegenüber vertrat der Anwalt der beklagten Eotlaschen VerlagZar.stall, Justizrat Heinitz, den Standpunkt, daß es sich bei diesen Briefen um keine Manuskript« handle, die unter den Schutz des Urbeberrechts fielen. Der Vorsitzend« schlug vor, der Coita-Verlag, dem von der anderen Seite finanzielle Absichten bei der Veröffentlichung des dritten Bande? vorgeworfen wurden, solle seine Einnahmen aus dem Vertrieb de? Werkes einem outen Zwecke, etwa der'Kinder- Hilfe, überweisen und Lötoenfeld solle daraufhin'seinen Einspruch gegen die Veröffentlichung zurückziehen. Ter Vcrireier von Est tu teilte mit, daß er ein dringendes Interesse daran hätte, den driften Band zu veröffentlichen, da ine Firma Cotta schon eiye Million Mark in die Sache hineingesteckt hätte. Schon im Herbst ISIS ist die Auflage in( 200 000 Exemplnreu gedruckt, die in Stuttgart nack aui Lager sind. Nachdem daS Ausland jetzt durch d'e Veröffentlichungen der italienischen Zeitung „Tcmvo" im wesentlichen informiert ist, würde der Verlaa eventuell erheblichen Sckaden haben, wenn er auf di« Ausgabe der Exemplars verzichten mußte. Justizrat Löwenfeld legte u. a. die Stellung der Familie Bismarck dar. Bismarck habe tatsäcklick di« Zerstörung deS dritten Bandes beabsichtigt. Di« Veröf�tntltchung müßte zur heuttgert eit wieder den Zwiespalt zwisib-n den Parteien fördern und dem ndcnken BtSmarckS größten Sckaden zufügen. Zur Frage deS Urheberrecht- betont« Professor Dr. O st e r r i e t h. daß die von dem damaligen Kronprnzcn erörterte Frage der politischen Erziehung des künftigen Kaisers von größter Bedeutung gewesen sei und ein Stück LebcnSguffgssung erkennen ließe. Man könne sich nichts Originaleres denken, das falle demnach auch unter den Ur- h berschutz. Als am Schlüsse der Verhandlungen der Vorsitzende nochmals e-n« Einigung vorschlug, erklärte der Vertreter des Cofta- Verlages, daß. er vohl b e r e i t sei, eventuelle Einkünfte aus den Erträgen des dritten Bande? einem guten Zwecke zur Verfügung zu stellen, baß diese Summe aber»'cht als Strafe ihm auferkogt Werde, sondern freiwillia gespendet werden soll«. Der Ver- treter des Kaisers bestand auf seine Anschauung. Ein Urteil wurde in dieser Sitzung noch nicht gefällt. Zum zweiten Bürgermeister in Brandenburg a. H. wurde der bisherig« Stadtrat Genosse Dr. Ea spar t gewählt. Auch d e Ober- bürgermeisierstslle wird von einem Sozialdemokraten, dem srüherett Königsberger Stadtrat Ausländer, eingevommen. Für Caspari stimmte auch der größere Teil der Bürgerlichen. -------—— i i— i—— Pforte geschlossen war, durch die du eingetreten bei ihm und sprachst zu ihm, als er bltnd geworden war für deine Züge durch sein t'ubeS Ohr, trug er noch immer dein Bild im Herzen, und als er starb, lags noch auf seiner Bntsi.' Ein Kunstler war er, und wer steht auf neben ihm? Wie der Behemot die Meere durchstürmt, so durchflog er die Grenzen seiner Kunst. Vom Girren der Taube bis zum Rollen des Donners, von der svttzsindigsten Berwebung eigen sinisiger Kultsi» mittel bis zu dem furchtbaren Punkt, wo das Gebilde ubergeht in die regellose Willkür streitender Naturgewalten, alles hatte er durch- messen, alle« erfaßt. Der nach ibm kommt, wird nicht fortsetzen, er wird anfangen müssen, denn sein Vorgänger hörte nur auf, wo die Kunst aufhört. Ein Künstler war er, aber auch ein Mensch, Mensch in jedem, im böchsien Sinne. Weil er von der Welt sich abschloß, nannten sie ihn feindselig, und weil er der Empfindung aus oem Wege ging, gefühllos. Ach, wer sich hart weiß, der flieht nicht! Die feinsten Spitzen sind es. die am leichtesten sich abstumpfen und biegen oder orechen Das Hebermaß der Empfindung weicht der Empfindung auSl Er floh die Welt, weil er in dem ganzen Bcrchch seines liebenden Gemüts keine Waffe fa-nd. sich ibr zu widersetzen. Er entzog sich dc» Menschen, nachdem er ihnen alle? gegeben und nichts dafür empfangen hatte. Er blieb einsam, weil er kein zweites Ich fand. Aber bis an sein Grab bewahrte er ein menschliches Herz allen Menschen, ein väterliches den Seinen, Gut und Blut der ganzen Welt. So war er, so starb er. so wird er leben für alle Zeiten. Das Recht des Kritikers auf freie Meinung. Eine wjcktige Frage wird demnächst in Fra, ifun a. M. zur Entscheidung iommeit. Dort»nrde der Feit'llctoiiredgktetir der.Frankfurter Ntckrichten", Rudolf Frank, vom Verlag enilassen. weil er in der Betpreckimg von Rabiiidranatb kaqoreZ neuem Drama.Der König der dnn'ten Kammer" den Ueberietzer Gustav Landauer einen edlen und reine u Toten genannt hatte. Für da? Ftgnlfnrter Blatt ist offenbar Landauer ei« verrückter Empörer und vielleicht ein volksstentder Jud' dazu. Solange da» Kapital die Macht allein hatte, wäre der Fall mit der Entlaffnitg etledigt geweien. Jetzt gtetft aber der Ru für küitstleriscke An- gelegeitbeiten in Frank'»« ein und wendet sich gegen diese Objek- tivtiäk der Knnstktnik. Da der Fall, der zunächst von der Obmänner- Versammlung behandelt wurde, von grttndsätz icker Bedetttting ist, witd er einer am lS. Januar stattfindenden Bollveriammlunz deS Rates vorgelegt weiden. Hoffentlich bleibt eS nicht bei papierenen Protesten, Die llkationalgnlerie wird wegen Kodlenmangel für einige Igge aeichloffen. Die neue Abteilung im Kronprinzenpaiais bleibt dagegen geöffnet. Bnchansftcllnng. Die Ausllellung. die der Kuri.k°o'ff.Berwg und Hyperion verlag. München, von ibrcn Werken bckliovhper flu im K»wi. gewelbebau» Friedman» u. Weber, Budapefter Str. S, veranstalten, wird bis zum SS. Dez verlängert. Es wa-»nr«ine Fischgräte. Amerika und Turova atmen auf- Der grosse Taruto wird weite, singen! Di« tldenerreissmtg. der ein heftiger Bluiciguss iolgie. beirns eine»«■»« Berte an der Zungenwurzel. Sie rührt wohl von einer winzige« zijchgräre her und üt bereits Wied« mrheiit. flt. 616 ♦ 57. Jahrgang t« Seilage öes vorwärts Irettag, 17. Dezember 1620 Serlin braucht Gelö. Tariferhöhuugsbeschlüsse der Stadtverordnetenversammlung. Die Ttadtverordnetenversamnilung erlebte! gestern das Schauspiel, dah äußer st e Rechte und! äußerste Linke sich verbrüderten und der Stadt! die Aufbringung der für ihre Ausgaben notwendigen Geld- mittel erschwerten. Der Preis von Elektrizität, Gas und Wasser sollte erhöht werden, damit zur Deckung der wachsenden Ausgaben auch wachsende Einnahmen zur Ver- füg im g ständen. Auf ihre Grundsätze beriefen sich die radikalen Mittelverweigerer, die Deutschnationalen aber stimmten mit ihnen aus Wut über die— Sozialistenherrschaft in Berlin. Man könnte das lustig finden, wenn es nicht so bitter ernst wäre. Als Bänke rotteurpolitik ivurde dieses Treiben von unserem Genossen Conrad gebrandmarkt, der für die sozial- demokratische Fraktion sprach. Er erkannte die zurzeit leider bestehende Notwendigkeit der Preiserhöhung an, verlangte aber Betriebsverbesserungen, damit Produktions- steigerung und Kosteneinschränkung � einen Preisabbau ermöglichen. Angenommen wurde die volle Preiserhöhung für Elektrizität und Wasier, beini Gas wurde nur der Wegfall der bisherigen Ermäßigungen für kleine Verbraucher und Automatenbenutzer beschlossen und ein Einheitspreis von 1,25 M. festgesetzt. Sitzungsbericht. Die beutige Togeserbnimg zählt 18 Punkte, darunter 10 An- irägc und 2 Anfragen auf. Außerdem liegt ein DringlichteilSantraa der Kommunisten rog, den Magistrat zu beauftragen, sofort und noch vor Weihnachten Einmalige Untersnitzungen zu zahlen von 500 M. an Arbeitslose mit Angehörigen, von 300 M. an alle anderen Arbeftslosen, und zu den bestehenden Unterstützungssätzen bis auf weiteres«inen Zuichlag von 100 Proz. zu leisten.— Die Rechte widerspricht der Dringlichkeit; der Antrag muß aus die nächste Sitzung verschoben wcrden. Ter Borsteher Dr. W e v! richte: an die Versammlung den dringenden Appell, zur möglichst glaiten Erledigung der Tages- crdming die Tebatt- tunlichst einzuschränken. Der Biclrebnerei und der Redcflut müsse unter allen Umständen ein Damm entgegengesetzt werden, sankt sei ein glattes Arbeiten der Berliner Verwaltung un- denkbar. Es sei ohnehin unumgänglich, in der WeihnachtSwoche am Dienstag und Donnerstag Sitzung zu halten. Auf Antrag der U. Soz. wird der Antrag Wevl betr. den Protest gegen die Nichtbestätiyung des Oberstadtschul» rat» Dr. Löwenstein und betr. Aufforderung an den Mi- nrster des Innern, die Bestätigung auszusprechen, vorgezogen und vorweg behandelt.- Die beiden Anfragen der Kommuiftften betr. die Borgänge im Erziehungsheim Linoenhos und betr. die An« stellung von mir Priinrtdienstvertrag Angestellten auf Lebenszeit werden auf Antrag der Rechten und der Soz. von der Tages-' ordnung abge'etzt. Di« Anträge der.Kommunisten, die Anträge betr. Bekämpfung der Wohnungsnot und der Arbeitslosigkeit vorzuziehen, werden abgelehnt. Den Antrag Wehl betr. den Oberstadtschulra! Dr. Löwenstein begründet Weinberg(11. Soz.). Die Frage sei zu einem Kamps um die Selbstverwaltung geworben. Der Demolrat Pmiß nennt das BestätigungSrecht den reinen Hohn auf die Selbstverwaltung. Auch der Sozialdemokrat Paul Hirsch, der frühere Miuisterpräüdent, steht in seinem Kom- munalprogramm auf demselben Standpunkt, ebenso dacht« Windt- borst. Di« Regierung hat vor der Wühlerei der reaktionären Dunkel- männer schmählich kapituliert. Rousseau, Pestalozzi, Herbem, clle diese großen Pädagogen haben niemals eine Stunde Unterricht ge- geben. Stach ablehnenden Worten der beiden Rechtsparteien, die stürmischen Widerspruch links ftndeii, erklärt Gabel(Komm.): AIS Gegner des BestätigungSrechtS stimmen wir dem Antrag zu und beantragen, ihu auch auf unseren von der großen Mehrheit der Berliner Bevölkerung gewählten und nicht bestätigten Genossen Eichhorn auszudehnen. Der Magistrat muß sofort beide in ihr Amt berufen, ganz gleich, was darauf erfolgt. Einer anderen Lösung dieser Frage werden wir jode denkbare Schwiertgieii bereiten. Dr. Schmidt(Z.): Was die jetzige Mehrheit in Berlin ge- trieben hat, ist nicht Sclbstverwaltumg. sondern ZwangLverwallung. (Große Unruhe und Gelächter.) Ueber die zwingenden Gründe de» Oberpräsidenten für die Beri'agung der Bestätigung brauchen wir uns nicht mehr zu verbreiten. Der Antrag der U. Soz. ist ganz unberechtigt. Mermuth(Soz.): Ich habe für meine Fraktion folgende Erklärung abzugeben: Di« S.P.D. hat seit Jahrzehnten gegen das in 8 33 der geltenden Siädteovdnung festgesetzte BestätigungSrecht, angekämpft und seine Aufbebung verlangt. Auf diesem Stand-! Punkt stehen wir auch jetzt und werden bei Beratung der neuen Städteordnung nach unseren besten Kräften die Beseiligung des Bestätiguligsrechis herbeizuführen ftichen. Die Wahl von Herrn Dr. Löwenstein zum Obcrstadtschulrat von Berlin haben wir gefördert, iveil wir ihn für diesen Posten für geeignet hielten. Nachdem aber die Aufsichtsbehörde die Be° stätigung versagt bat, halten wir die jetzt gestellten Anträge Wevl». Gc«. für zweckl«», um so mehr, als feit der Bersagilng der Bestätigung eine Reihe von Wochen verflossen sind, ohne daß die Amragsteller selbst sich durch die Ablehnung beschwert fühlten und als nach doch gelteiiden Städte- ovdnung es kein RechiSmiftel gibt, um diese Nicktbestätigung auszuheben.(Die Erklärung wird von den lk. Soz. und Kommunisten mit Aha-Rusen und Unruhe aufgenommen.'' Nachdem noch für die Demokraten Tr Helmke gegen- den Antrag gesprochen hat, wird die Beratung geschlossen. Das Schluß« wort namens der Antragsteller nimmt Schneider(U. Soz.), der den Sozialdemokraten unterstellt, sie hätten event. die Wahl Löwensteins nur geförterr. weil sie wußten, daß der Minister,.ihr Parteifreund, ihn nicht bestätigen würde. Das Deutschtum der Nationalisten lehne hie Parte: ab und halt« an Dr. Löwenstein fest. Di« Einschaltung de? Stadtrats Eichhorn wird gegen die Stimmen der U. Sog. und der Kommunisten abgelehnt. In namentlicher Abstimmung fällt der Antrag Wehl mit l01 gegen 69 Stimmen. Ueber die Ausschußberatung der Borlagen wegen ErhShnng der Tarife ftir dir Lieferung von Elektrizität, GaS und Wasser be- richtet Panschow(D. Bp.). Die Erhöhung des Gaspreises aus 1,35 M.. deS Wasscrpreises aus 00 Pf. und die Heraufsetzung der Preise für Lieferung des elektrischen Stroms sind vom Ausschuß nach den Magistratsvorschlägen beschlossen worden; die neuen Sätze sollen bis 31. März 1921 gelten. Dr. N e n m a n n(D. Bp.) wird mit seiner Fraktion die Er- böbung des Wasscrpreises ablehnen. Die Gaswerke Berlins ar- betteten ofscirbar nicht so rationell wie die Eharlottenburger und Neuköllner, wo man bisher mit einem wesentlich billigeren Satze pro.Kubikmeter Gas ausgekommen sei als in Berlin. Nebenher legt der Redner gegen die von der Regierung vorgeschlagene neue Grundsteuer Protest ein. Letz(Komm.) wendet sich gegen die Tarifverteuernngen, die notwendig die Löhne weiter hochtreiben müßten. Dr. Michaelis(Dem.): Mit bloßer Ablehnung zu ope- rieren, ist ja sehr bequem für alle, die incht von Berantworr- lichkeitSgefübl beschwert sind. Wir empfinden diese Ber- antwortlichkeit»nd haben uns entschlossen, die Erhöhungen biS 31. März zu bewilligen. Auf die Dauer werden wir aber nicht einfach für die Deckung der Ausgaben zu kargen Lust haben, indes die Mehrbeit leichten Herzens-mmer höhere Ausgaben bewilligt, sich aber um die Deckung keine grauen Haare wachsen läßt. Die 6 Tage deS wilden Elekirikerstreiks haben der Stadt ungezäblte Mllionen gekostet; der Ausfall bei der Straßenbahn beträgt allein 7 Millionen und muß durch den höheren Fahrpreis wieder ein- gebracht werden. Dr. van der Berght kDnat. Bp.) kuckt darzulegen, daß die Erhöhungen besonders den gewerb kicken Mittelftand treffen müssen, der fckon umer unerträglicken Lasjen seufze. Man müsse den Druck.ein die Verminderung der Ausgaben verstärken, anstatt«in- fach die Einnahmen auf eine so fragwürdige Weise zu vermehren. Alfermann lU. Soz.) lehnt mit den'Kommunisten die Er- höhnng des Gasvreises ab. To n rad kSoz.): Das neue Berlin darf nickt sofort an Kinderkrankheiten wieder zugrunde gehen. Wir können daher eine Politik der Bankerottenre nicht mitmachen, wir fühlen uns verpflichtet, für die Deckung der beschlossenen Ausgaben mich bestem Gewissen zu wirken. Es ist ja Ungemein leicht, iich von den Massen als Volkstribun, der jede Tariferhöhung ablehnt, umjubeln zu lassen; aber wer eS mit der neuen Berliner Kommunalverwaltung ernst meint, mutz mft uns den Ausickußantrag annehmen.— Redner geht dann auf die Einzelheiten näher«in und erörtert auch die Frage, weshalb die Produktionskosten in Berlin ein« so starke Differenz im Vergleich zu Charlottenburg und Neukölln austveisen; hier sollt« die Organisation nach dem Rechten sehen. Zum Wohl der Allge- meinheit müsse die Tariferhöhung erfolgen; hoffentlich werde bei rationeller Betriebsweise bald ein Abbau mög- lich sein. In der Abstimmung wird die Erhöhung deS E l e k t r i z i t ä t s- t a r i f s angenommen, die Erhöhung des G a s p r e i s e s auf IAH M. abgelehnt, dagegen ein Antrag Wehl, den GaS preis einheitlich auf 1,25 M. festzusetzen, angenommen. Die Er- höhung deS Wasserpreises nach dem AuSfchußontrag wird zuerst vom Borsteher Schwarz für abgelehnt erklärt; auf Verlangen aus der Versammlung wird die Abstimmung wiederholt und er- gibt nunmehr die Annahme de? Ausschußvorschlages. Danach wird auch noch eine Resolution Alfermann zum Beschluß erhoben, die Kohlendeputation zu beauftragen. Verbesserungen des Be- t r i e b e s zu erwägen und vorzuschlagen Der Antrag v. Eyiiern, Streiter u. Gen. wegen Gewährung einer Beihilfe an die gemeinnützigen K ranke n- 1! n d P f l e g e a n st a l t e n Groß-Bcrlinß wird angenommen, eben- so ein Antrag Freund kU. Soz.), sofort zu prüfen, welche dieser Anstalten.lebensfähig ist und in städtische Verwaltung üdcrnommeu werden kann. Die Verstadtlickung des V> kt o r i a ha« s« s ftir Kranken- p' siege wird beschlossen. Nach ihg Uhr wird beschlossen, die öffentliche Sitzung heute ab- zubrechen und in die geheime Sitzung oinzulreten, da die Erledi- guny der auf deren agosordnung stehenden Vorlag« wegen ander- weiter Feftsetzung des Ruhegehalts des Verban&sdirektorS a. T. Dr. Steiniger vom Oberpräsioenten dringend gewünscht werde. Schluß%9 Uhr. der Norü von Necbtersteöt. Kassel, 16. Dezember.(Eigener Drahtbericki des„Vorwärts".) Anscklietzend an die Verlesung des Nugenscheinprotokolls werden die Zeugen vernommen, die kurz nach der Bluttat am Schauplatz ge- Wesen sind. Zuerst dehmdet Zeuge Hartmann aus Tihal, der Bater des einen Erschossenen, daß die Leichen furchtbar aus- geseben häiten. Seinen-Sohn fand der Zeuge in einer großen Blutlache liegend mit schweren Verletzungen, l Bewegung.) Darauf werden einige Telegraphenarbeiter sowie der Amts- gcrichtSassiitent Schmidt aus Thal vernommen. Zeuge Arbeiter Schmoll hat auf der Straße nach der Schießerei die zurückkom- nienden Begleitmanuschafie» gefragt, was sie mit den Gefangenen gemacht hätten. Er erhielt zur Antwort: Die sind alle erledigt? fBewegnng.) Einer der Zeugen bekundete noch, daß der Nebel an dem fraglichen Tage nicht dauernd gleich stark gewesen sei.'son- dern hin sind her gewogt habe. Nun erfolgt die Vernehmung der Zeugen, die zu dem Kommando des Angekl. G ö b« I gehört haben, gegen die aber nicht Anklage erhoben worden ist, weil sie nach eigenen Angaben und den Aussagen der Angeklagten nicht geschossen haben, d. h. nicht zum Sckuß geko» men sind. Der Führer Jonas soll den Zeugen B a r z mißhandelt haben. Er bestreitet dies aber. | obwohl der ihm gegenübergestelll« Zeuge Barz mit aller Bestimmt- i beit bei seinen Angaben verbleibt und noch weitere Einzel- beiten bekundet, darunter, daß der Zeuge Jonas an dem Tage eine. M e n s u r m ü tz e getragen babe. Die übrigen Studenten aeben | Übereinstimmend von den Vorgängen dieselbe Tarstelliing wie die Angeklagten. Sie bestreiten auch, daß irgendwelche Gesänge- nenmißbandlungen vorgekommen seien. Wegen de? Verdachts der Mittäterschaft wurden diese Zeugen zunächst unvereidigt vernommen. Die Verteidigung beantragt aber, sie zu vereidigen, da ihnen eine Beteiligung an oer Bluttat nicht nachgewiesen werden kann. Trotz deS Widerspruchs der SiaatSanwaltt'chaft werden die Zeugen vereidigt. Die beii«,, letzten Zeugen, zwei Einwohner j von Mechterstedt, waren mit den Zeugen Barz und Arnold als Gr fangenc nach Gotha transportiert iuorden. Sie bestreiten die Aussagen von Barz und Arnold, geben aber zu. daß die Gefangenen Kniebeuge und Laufschritt machen mußten und Tritte und Kolben» schlage erhielten. Als erster' Sachverftätidiger wird hieraus der Arz: Dr. Kind aus Mechterstedt gehört. Als unbedingt tödlichen Schuß wies jede Leiche einen Echädelschnst auf, der infolge der Nähe zertrümmernd wirkte. Weitere Ber« i letzungen durch Kolbenschläge hat der Sackcherständige nicht wahr- itchmei, können. Außerdem wiesen die Leichen Bein-, Arm- und 'Beckenschüsse auf. Die Lag« der Leichen war nach Meinung, der , Sachverständigen.eine natürliche und spreche nicht gegen die Be- Häuptling der Angeklagten, die Gefangenen seien auf dgr F l u ck t erschossen worden. Als der Sackverständige vom Staatsanwalt gefragt wird, ob er für den an der Leiche' des Hornschub ge- fundenen Brustschuß direkt von vor» i eine Erklärung geben kann, sagt der Sachverständige, daß e? wog- I Iich sei, Horn schuh habe sich infolge eines erhaltenen Schusses herumgeworfen und dabei den Brustschutz bekommen. Nack der Vernelmung dieses Sachverstäiidigen wird die Verhandlung ans Freitag vertagt. Es müssen noch 5 Sachverständige vernommen werden, ehe die PlaidoyerS beginnen können. Das Urteil ist ftir Sonnabend zu erwarten._____ Seiefkasten der Redaktion. A. K. 4S. Sie brauchen den Zuichlag nicht zu zahlen.— P. 100. Ihre Fragen lassen sich im Briefkasten nickt beantworten', kommen Sie in unsere juristische Sprechstunde.— B. E. 00. 1. Nein. 2. In 10 Jahren. — Herten. Durch die Bestimmung des§ 1735 BGB. soll lediglich zum Ausdruck gebracht werden, daß die Gtilligkeit der Ebelichkeitserklärun, nicht von der Richtigkeit der Anerkennung abhängig ist. Eine Folge der Ehelich. keitsertlärung ist die Psiicht zur Nnlcrhaltunq des KinoeS, waS mit§ 606 Abs. 2 in Sinklang steht.— L.■&. 25. 1., 2. u. 1 Verordnung über die Einstellung und Entlassung von Arbeitern und Angestellten während der Zeit der»virlichastlichen Dcmobstmachung vom 12. Febr. 20. 3. Entlassungen aus Anlaß von Wiedereinstellungen von SriegsieUuebMern oder zur Per« Minderung der Arbeitnchmerzabl dllrsen nur vorgenommen weiden, wenn die Möglichkeit einer Arbeitsstrcckung nicht besteht. Unter 21 Stunden braucht aber die WochenarbeiiSzei! nicht berabgesetzt zu werden.— B. 32. Rein.— a. 3. Nein.—(0. Z. Von 800 M. 10 Proz., von den weiteren 30 M. 15 Proz.— Niederfchönrweide 00. 1. Nein. 2. Lla. Gm-Angebot preiswerter Herrenkleidung Mrgenjoppeil WN-L 242.— 212.— JUJO» Schlastöcke�Ä-A'k! 212.- Zarbige Westen ffÄ_ 150.— 118.50 06.— UD« Sestr. Sofen S.ÄS 7n_ 255.— 180.— 118.— 98.— XV» Saew-Anzöge'II- 320- Serren> Ulster'S- SS rn- Raglans- Schlüpfer 4,n 1250— 1050,— 770.— x»?v. Sportpelze besonders preiswert Opossum mit chamsser, Morder mit Opossum- - r Murmel, Opossum mit Nerzmurmel u r Knaben-Anzüge d7« bare Stoffe, 110- 75.- 58.- IX Knaben-Llster Ä7_ 240.— 118.— 88.— Ul« Zunglings- Anzüge& 1Qn 320.- 250.— xvv. lZünglings- Aster 210.— 165.— JLJV» <5arl Schulze& Co. Zabisch& Co. 0 1 für Mßanfertigung I BtflflraRi. Ii SUuebn� SWkslr. 10 Sr. Zrmkfnrln Skr. A tdt»»rbergftr. ecke itoppenftr. Wenwaln Straße Z «ck, ciuimchr Sonntag von 1—6 Uhr geöffnet I Tum Weihnächte fe KOM tXNON Theater,iichtspiele etc.� Opernhaas. Fidello. / Uhr. Schauspielhaus. Der Kronprinz. 7 Uhr. Deutsches Theater. 7 Uhr. Oon Carlos. Sonnahens i Don Carlos. 7V, Uhr: schehcrdauien. Sonnabend 7>/,: Stella. Kr. Scbauspielhaas (Karisiiaße) 8 U.: Jedermann i3i\, 2. Ab.) Sbd 7: uamon CauB Anonn.i U' W, Theater KQniggrätzerStraße ■wuhr: Frau Margit. Sonnabend Rausch. Sonntag. Rausch. Sonntag nacntn.: Rausch. Monian: Erdgeist. Komödienhaus TSgl ch'i'jK Uhr Die Sache mitLola mit Max Pallenberg. oseline Dora a. Ortrud 'agner. Picha, Maske). St eda Sonntag 3 Uhr; Die Ehre. Berliner Theater Allabendlich 7 Uhr Die spanische Nachtigall mit PritziMassary Hans W cssmann, Julius Brandt, Ralph Artur Roberls, Emmy Sturm. Herbert Kiper, Olga Engl Stg.nacnm.: uerltuleWalxer Cnncrnl. Theater Frau EäflJBl(Operette) Ikentaehea tkpernhana 7 uhr Mignon. Prledr.-U ilheimst.Tli /v, u. Hobelt die Tänzerin. Kleine» Theater. V, Uhr Das Munder. Der Selige. Lenchcns Geburtstag Kl. IBehHnnpielltaUM. 7", uhr Ehelei. KobiImi*)!«* Oper ?>/. uhr: Liebe im Schnee. IdantMiiieihAu� jVi Uhr: Arnold Rleck m Die schwebende Jungtraa 9Ietr<»pol-Tli4»ar<*r. uc Bollandweibchen Reuen«»per, tte»>,«»» r/, v.: Die Csikösbaroness Keues V€»lkMthoateat. t'harl. 7 Uhr Don Carlos. TltHilfi-Theater Oastspiel Hansl Niese V/4: Botscbafterin Lenl* Tli.am>> ollen dorfpifttr. 3V4 Uhr Der Goldbaner» 7 uhr ffenn Liebe erwacht Theater«lex Wenten» � Der ersten Liebe goidieit Sbd"chneew. u. Hoscorot Tb* l.d.Kommandaotenstr. V/t U Wallnep-Theoter ü'- Der Geiger ton Lnuann. Walhalla-Theater tviu. Rastelbinder mit Altied Läutner als Gast Residenz- Theater. TÄt'lich 7'/, Uhr UdFViDdemieresFäeiier Hansi ArnsUdt, Adele Sandrock. Carola Toella, Arnold kor it. Sonnabend 4. kleine Preise: AThenbrBdel. Trianon-Theater. Täuiich 7', Uhr Kanunermnsih. Carl Clewin�o EugenBurg, Olga Limburg, H. Albers. Adele Hartwig, Luise Werkmeister. Soni ah. 4 Uhr. kleine Preise: Häneel und Gretel. Rose»Theater. Erstaufführung. 71/.: Friedrich Schiller, der Infant de, Menschheit. 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Solimann! � WM»M.»HMGO � t 2 Urauffnlirttngen 2« j Die Film Tnlogie} •EiDegeMlieFatirt! f größ er Serrationsfilm f | in S Akten. j i In den Hauptrollen-; tz | Ludwig Trautmann| |-Habel May Yong j I Das Geheimnis von { ScbloQ Totenstein. J Gr Krim-Drama i 5 Akt, . Aach dem Roman von! I Jan v. Cramat�k. j • In den Hauptrollen:, . Bans Kuhnen, Rita Parse! I Emil Mamelok. jldmirals Palast n. Die roten Schuhe. Mor.7l/3 Die roten Schuhe Schall undSauch im Großen Schauspielhaus Dir Hans v. Wolzogen. CrUMJ' Holl Gregor Ratoff Walter Mehring Lla Manza Paul<» r a e 1 1 Lola Herdmenger Desldor ZAdor u. a Konz. 7>/« U-. Beginn 8V, U. Tbcat. a.Kottbus.Tpr Täglich?>,, Uhr und Sonntag nachm. 3 U.: Elite-Sänger. Das grohe Weihncchts- Programm I Vorv II 17,«Uhr Ileichsball.-Theatef HeMe 7'/, Uhr: Fest. Vorstellung ,. Benefiz f. d. K. Briiieu. Eleidi, Neb»,(£. 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Ter Dachstuhl niedergebrannt. Der Ruf..Feuer im Poiizeipräsidium" alarmierte gestern a&enii gegen 7 Uhr acht Löschzüge der Berliner Feuerwehr. Aus bisher noch nicht ermittelten Ursachen war im dritten Stock. werk ein Brand entstanden, der sich m kurzer Zeit über den ganzen Dachstuhl ausbreitete. Die hellen Flammen schlugen zu« Himmel und lockten ein« große Anzahl von Reugierigen an. Trotz eifrige» WaffergebenS gelang eS der Wehr zunächst nicht, die Gewalt der Flammen einzudämmen, so daß eine Zeillang die Lage für das ganz« Gebäude recht kritisch war und die Feuerwehr daran denken mußte, die in der Näh« liegenden Gebäude zu schützen. In der achten Abendstunde wurde durch ein« Explosion, deren Ursprung noch nicht ermittelt werden konnte, die Balustrade über dem Einwohnermeldeamt in die Höhe geschleudert. Sie stürzte über dos Mittelportal hinweg in der Dirksenstraße auf den Fahrdamm und sperrte den Bürgersteig. Dabei wurde eine mechanische Leiter der Feuerwehr schwer beschädigt, die Fernsprech. drähte. die vom Polizeipräsidium über die Stadtbahn nach dem Amtsgericht führen, zerrissen und fielen auf die Straße und die Gleise der Stadtbahn. Spätere Feststellungen ergaben, daß das Feuer im Amtszimmer de» Einwohnermeldeamt» ausgebrochen war. Der D a ch st u h l und ein Tell des oberen Geschoffes wurden ein Raub der Flammen. Der Feuerwehr gelang«S unter Leitung des Branddirektors Reichel durch unausgesetztes Wasser.' geben mit zahlreichen Motorspritzen, eine weitere Ausdehnung des FeuerS auf die angrenzenden Teil« des Polizeipräsidiums zu»er. hindern. DaS gefährdete Mittelportal konnte wirksam geschützt werde», ebenso blieben die beiden Seitenflügel vom Feuer ver. schont. Gegen S Uhr konnte ein großer Teil der Wehr wieder abrücken. Der Umfang deS Schadens ließ sich noch nicht berechnen. Polizeipräsidium und Alexanderplatz waren durch die Sicherheits» wehr abgesperrt und wurden bis in die späten Abendstunden von einer unabsehbaren Menschenmenge umlagert. Der tzotelkrkeg. Die bürgerliche Presse aller Richtungen, die im Hotelbesitzer- streik sich zurzeit so tapfer für da»»Recht auf Wucher" ins Zeug legt, will einen erfolgreichen Ausgang dieses Kampfes für die Hotelbesitzer vorwegnehmen und prophezeit, daß die Wucherver- ordnung geändert werden dürste. Der RechtSausschuß de» Reichstages werde sich mit der Wucherverordnung befassen und eS sei anzunehmen, daß eine Aenderung der Verordnung insofern eintreten wird, al» Bergehen, die früher strafbar waren, die eS heute aber nicht mehr find, jetzt nicht mehr verfolgt werden dürfen. Wir unsererseits hoffen nicht, daß sich der RechlSauSschuß zu einer solchen höchst bedenklichen Maßnahme bereit finden wird, die in weitesten Kreisen als der Versuch einer Rechtsbeugung aus gesetzlichem Wege angesehen werden müßte. Ter Terror der Hotelbesitzer ist ein ganz interessantes Kapitel in diese« Kampf. Die wir mit» teilten, war daS Hotel Adlon fest entschlossen, seinen Betrieb offenzuhalten. Da erschien bei dem Besitzer Loren, Adlon der Vorsitzend« des Berliner Hotelbesitzer-Vereins. Ernst Barth, und erklärte angeblich privatim, daß in einer Verein Ziitzung ein des« Erklärung enthaltenes Schreiben Adlons einen Sturm der En.- rüftung hervorgerufen, daß man getobt und die gröbsten Drohungen ausgestoßen hätte. Man könne Adlon nur den guten Rat geben, auch zu schließen, da die Bereinimitglieder mij den gröbsten Gewalttätigkeiten gedroht hätten. Ilm von seinen Gästen Belästigungen fernzuhalten, mußte sich Adlon im Hinblick auf diese Drohung leider entschließen, dem Beschluß de« Hotel- besitzer-Verein» beizutreten. In dem genannten Schreiben hatte der Besitzer des Adlon-Hotels dt« Schließung des Hotels als eine sinn- und zwecklose Maßnahme abgelehnt, was den Herren natürlich nicht in den Koam paßte. » Auch sonst wird in diesem Kampf von feiten der Hotelbesitzer und der mit ihnen verbündeten Kapitalist« npress« mit den un- saubersten Mitteln gearbeitet. Der Verband der Gastwirt». gehilsen schreibt uns dazu: »Wenn in emem Tell der bürgerlichen Presse zu lesen war, daß die Angestellten sich diesem Borgehen der Unternehmer aageschlossc« hätten, so ist daraus wleder zu ersehen, wie leicht. fertig von diesen Redaktionen Gerüchte verbreitet werden, die der Wahrheit nicht entsprechen. Wir betonen deshalb auch an dieser Stelle, daß wir als die maßgeblichste Aagestelltenorganisation im GastwirtSgewerbe mit den getroffenen Maßnahmen der Un!«r- nehmer auch nicht daS Geringste gemein haben. Sollte sich das Vorgehen der Unternehmer in bezug auf die Schließung der Küchenbetrieb« in Ne Länge ziehen, f» fordern wir i« Interesse der Angestellte»'»od der Allgemeinheit, von de» Behörde» die zwangsweise SiZdereröffuung der stillgelegte» Betriebe." Die Zuschritt de» Verbände« der GaftwirtSgehilten stellt ferner fest, daß für die Unternehmer unter den veränderten Verhältnissen auch nicht der geringste Grund vorliegt, zu solchen die Allgemeinheit und auf die Dauer auch die Angestellten schädigenden Maßnabmen zu greifen. Auf Grund der nun wieder fast restlosen freien Bewirtschaftung der Lebensmittel seien die Unternehmer heute sehr wohl in der Lage, ollen Ansprüchen auch eines verwöhnten Publikums zu genügen; selbst wenn sie auf den Ver- kauf von Schlagsahne und weißen Schripven verzichten müssen._ Milchpreiserhöhuug. Die Großkcrliner Kuhstollbefitzer hatten dringend eine Er- böbung des MilcbpreiseS von 2 auf 3 M. und weiterhin die Frei» gäbe der über eine bestimmte Menge hinaus produzierten Milch verlangt. Die eingehenden Ermittelungen der Fetlstell« ergeben. daß angesichts der heutigen Futtermittelpreiie die Kudstoll- besiyer in der Tat mir einem Preise von 2 M. nicht auskommen können. Um nickt den Milchprcis allgemein zu erhöhen, hat der Magistrat den Ausweg eingeschlagen, einen Durchschnitt»« preis von 2,20 M. iestzusetzen und aus diesem Preis Beiträge zu erheben, die es ermöglichen, den Kuhstallbentzern einen Jstl'chufc zu gewähren. Ter Magistrat hat sich mrt diesem Preis zunächst begnügt, obwohl die Sieigerung aller Unkosten, insbesondere der Frachten, und der Fortfall der Biurerzuschlägs eine stärkere Er- böbung gerechtfertigt hätten. Der Großhandelspreis ist entsprechend erhöht und aus 2,08 M. festgesetzt. Die Regelung gilt zunächst nur für den Bezirk der Fett stelle Groß-Berlin »nd wird auf die neuen Teile Groß-Berlin» ausgedehnt werden, sobald deren Organisatipn so mit der Fetlstelle verschurolzen ist. daß sich ein Durchschnittspreis bilden läßt. Die Freude am Schenke» bedarf oft einer kleinen Unier- stützung durch guts� Beratung. Die aber finden unsere Ge- nossinnen und Genossen in der VorwärtS-Buch- Handlung, deren Ausstellung schon den Beifall vieler Funktionäre fand. Sanderlich verdienen die Werke sozialistischer Künstler hervorgehoben zu werden. Diese Arbeiten zeugen von hartem Kampf, von Wollen und Können. Ferner finden wir unter den Reproduktionen alter nnd moderner Meister so manche kleine Köstlichkeit, so manches Bild, das Licht bringen und das Heim traut machen kann. Zudem ist eine reiche Auswahl gediegener Bücher vorhanden, worauf die Eltern besonders hingewiesen seien, denn ein wertvolle« Buch ist zugleich ein guter Erzieher. Die Wahlen zum Provinzialausschuh wurden in der gestrigen Sitzung de» Brandenburgischen Provinziallandtage» durchgeführt. In den aaS neun Mitgliedern bestehenden ProvinzialouS'chuß wurden entsandt: als 1. Voifitzender Rittergutsbesitzer v. Oppen-Oberbarnim, als 2. Vor- sitzender Stadlrat Hähnchen-Guben sSoz.), ferner die Oberbürger- meister Dreisert-KotibuS, Lindner-Ratbenow, AuSländer-Branden- bürg(So,.), die Landwirte Krüger-Hoppenrade und Sckulluch-Kolk- Witz. Bürgermeister Dr. AlberS-Driefen und Kronkenlasienbeamter Buhl-Neufintenkrug. Der au« fllns Mitgliedern bestehende Pro- v i n z i a l r a t wurde zusammengesetzt aus den Oberbürgermeistern Lindner-Rarhenow und Boßberg-PolSdam, Rittergutsbesitzer Brase- Linderode. Landrat von Achcnback-Teltow nnd Stadtrat Hänchen- Guben. Oberpräsidenl Dr. Moier erklärte noch Beendigung der heuligen Tagesordnung den 50. Brandenburgischen Provinzial- landtag für geickloflen. Der Landtag dürste ia seiner jetzigen Zusammensetzung nicht wieder zu'ommentreten, da die Reuwahlen aus Grund des all. gemeinen Wahlrechts zulammen mit den Preußeuwablen am 20. Februar 1V21 statifinde» sollen, i» daß der nächst« Haushalt«- plan von einem neuen Provinziallandtag festgesetzt werden wird. 1lebergang«>Magistratskommissare. Der Magistrat der alten Slodtgemeinde Berlin stellt am 18. Dezember feine Tätigkeit«in. Der neue Magistrat bat aus Lorch lag de« alten Magistrat« beschlossen, für einzelne Teile des städtischen Verwallungsbereich««, die noch im lieber- gang begriffen bleiben, M o g i st r a l« t o m m i s i a r e der neuen Stadigemeinde einzusetzen, o'S welche freiwillig tätig zu sein sich bereit erklärt haben: Geheimer Regieiungsrat Dr. Hirsekorn, Geheimer RegierungSrat Dr. Fischer, Stadtrat Dr. Franz und Stadtrot Dr. Longe, Berliii-Schönet'erg. Diese Täl gleit steht außerhalb de« BeomtenverhältnisieS. Die Kommissare hoben telbstäudigen Potlrog im Magiftrar und den Beamten der ibnen »nlerstellien Ge'chäsiSbmiche gegenüber die Befugnisse eine« Magistrattmitgliede«._ wegen des Andranges von Ter heutige Romantell muß Nachrichtenmatcrial fortfallen. Raubübcrfall auf ei»« Trödlerin. Ein schwerer Roubübersall wurde gestern mitlag in der Lmienstraße veifibt. In dem Hause Rr. 242 betreibt die 44 Jahre alte Frau Siroba Reifen im Keller einen Trödelhandel. Aus diesem kam die Frau gestern mittag au« mehreren starken Ropiwunden blutend auf die Straße, wo sie zu- 'ammenbroch. Bevor sie die Besinnung veilor. konnte sie noch kurz angeben, daß zwei Männer in dem Keller erichieaen seien, die plötzlich über sie bergeiollen und sie mit einer Fla'cke ntedergeichlagen hätten. Die Schwerverletzte wurde nach dem Krankenhaus am Fiiedrichsbain gebracht, wo sie noch vernehmungSuni'äbig danieder- liegt. Nach den bisherigen Feslstellunge», hoben die Räuber unge- fähr 3—4000 M. erbeulet. Mit dem Geld« find sie ungesehe» ent- komme«. .Dra»«la»d" beißt das SeibnachtSIpiel, daS der im Zirk»» vuich gastierende Zirku« Sarr asa nt zurzeit«ur Dar bietung bringt. S» lübrt m die lichte MäribenweU em und zaubert echt- SeiknachlSstimmmig bcrvor. Allen lieben Mäichengeltalien wird Leben eingebaucht und man fi-dt die glanzoolliten ffostüme in geschmackvoller Zusammenstellung. Für die Kinder wird em Beurch dieser Boruellunq zur berzliche« Freude, lbr« Augen leuchten aus und rdre Wangen röten sich vor Erregung, Jbre rest- los« Zustimmung wird darum auch die, beste Cmpfeblung sei».— Daß Sarabini, wo der Direktor selbst ein Dresseur von Wellrut-ist, Gehens- Würdigkeiten aus dem Gebiete der Tierdressur bietet, ist selbstverftändlich. So steht man den Dompteur Schneider recht gemütlich mit 25 Löwen arbeiten, die er sogar in der Manege füttert,«In«üb. daS bestimmt den isteiz der Neuheit bat. Sehr ansprechende Wirkungen erz elt auch Paul Eichberger, der diesmal weniger Pserde in die Manege bringt, aber sedeS Tier«ineri bewunten Meur werden läßt Der Sckulreiter Charte« Brad- bürg spricht unbedingt an, er macht eine tadeüose Fiour im Sattel, bat ewe ruhiae Zügcllührung und gibt die Hülfen sost unmertbar. Bei seiner Arbeit aus der Manegenumkleidmrg wird das Pterd nichl nur einer Ke- borsanisprüsung witerworien, sondern eS sübrt tatsächlich Gangarten der bober, Schule korrekt durch,— fluch das Ballettkorps, prächtig«nteritützt durch BeieuchtungSefiekte, trägt viel zum Gelingen des ganzen Pro- gramms bei. Et« Wkuier-Balksfeft peranlialtet der kommunale BolkSbildangS- auslchnß zu JobanniStbal am 18. und ld Dezember in den Filmateliers der izodanniStbat« Filmanstalten(Jokat Flugplatz, Eingang VI s fverlängerte Friedrich itraße— Haltestelle der Straßenbahn». Der Grund- gedank« ioll der Alt-Berliner WechnachtSnrarU(ein. Am ersten Tag« Sonnabend, den 18 Dezember, abends 7 Uhr. findet der Martttag iür Erwoch'ene statt. Den Hödepuntt erreicht der WeibnachtSmartt durcki de« am Sonntag, den 10. Dezember, nachmittags 3 Uhr beginnenden Weih. nachtstrubel tür jung tmi alt. Dieser Tag ist zur Hanptiache denKwder» gewidmet. Bei cOern Eintrittsgeld von 3 Mark bat jeder Erwachsene da« Recht, ein ftmb irei einzuführen. Für jede« iveitere Sind ist 1 Mark zu zahlen. Erwerblose erhallen greilarten im Slatbause. Proletarisches Theater. Die nächsten Borstellungen der revolutio» Nämt Satire.Prinz Hagen" finden in Lichtenberg Sonnabend, den lS., abend« 8 U6r. Tchulaula Barkaue, und am Sonnlag, de» lS, nachmittaqS 3 Uhr, im Beetdovevsaal, Käthener Straße, statt. Karten 3,50 95. tt 1 M Zilmschau. LichtdUdvorfnvronge» ahne Stromverbranch. Einen sür da« Lichtspieltheaterwesen nicht untnteressanten Fortschritt bat die dem Land- lichtipiellonzern angegliederte.Perlentagsivandgesellschast' mit der Her- stellung einer neuen.Perlcunachtwand" iBerlantmowand) erzielt, nachdem e« ihr erst vor wenigen Monaten gelungen ist. das Problem der Lichtb ld- vorsübrungen auch bei Tageslichtbeleuchtung mittels der sogenannten Tagesiichtwand eriolgreich zu lösen. Mit der neuen.Perlennächtwand", die au» Millionen von Glasverleu besteht, ist eS möglich, auf den kostbaren elektrischen Strom bei FUmoorsührungen zu verzichten und auch mit Er- s a tz l i ch l aus großer Entfernung plastische Bilder zu erlangen. »Ter Gang tn dt« Rächt". Eine echte Freude war eS. de» neuen Olaj-Fönß. Film.Der Gang w die Nacht" w der Schauburg zu erleben. Erleben— bei diesem Film darf man'S so nennen 1 EM Wagnis ist gelungen, da» wieder ewe umsaffente MöUichkeit eröffnet, die der Film noch hat. Bier meisterhaste Darsteller, Gudrun Brunn-Ileffensen, Olas Fönß. Conrad Reibt, Erna Morena. legen die klare Linie der Handlung lest. Regie und Auwohmen arbeiten sich in einer Weite in die Hände, die noch nicht Übertrossen wurde. Richis ist ausdringltch oder gekünslett in Handlung oder Darstellung, ruhig und unabwendbar, wie da« Lebe» selbst ist, gibt dteier Ftlm eS wieder. Wenn uns da» Meer die Serie der Menschen widerspiegetn soll, und der Wind und der Regen ihre Stimmungen, der Btitz ihre ewige Tragik— da« ist alles gut und ewvrägtam,— Da» ist der werlvolle Film, ihr Herren von der Leinwand, da» ist lein weite», wunder volles Gebiet! Verzichtet aus Kulissen, denn ihr habt die große Natur, verzichtet auf Prunkvolle Massen, denn üe werden daS Fewste des einzelnen ZuichaueiS nicht ergreije». Gebt un« Mensche» im Fum, gebt uns Seelen nnd beseelt uns damit._ Groß-Serliner Parteinachrichten. Heute, 17. Dezember: KZ.. 24.«nb 26.. 28.-32. Abt. Männerchor Prenzlauer Tor. ssz8 Uhr, Theorie und UebungSstunde, Schönhauser Allee 130. Jungkozialifteu. Ortsgruppe Norden. 7'/, Uhr in der Schule, Puttdujer Straße S-S. Bortrag des Redalteurs A. Zickler:.Die Aruer- nationale."— OrtSgruvP« L i ch t e r i« l d e.?>/, Uhr, im Jugendheim. Albrechtslraße 14. Vortrag:.Kritik der Morxschen Gesellschaitslehre,"— Ewlotztaricn zur WeibnachtSjeier find bei der Genossin Herta Scholz, Lindenstraße 8, erhältlich. Morgen, 18. Dezember: 4. Abt. Abends von S— 9 Uhr Abrechnung der Bezirisfuhrer bei Rückert, Sleinmetzstraße 37. 28. Abt. 5 Uhr in der Brauerei Königstadt, Schönhauser Allee, WeihnachlSveicherung sür Kinder, 43. Abt. Letriebsverlrauensleote und Funttionätsitzung. abends 7 Uhr bei Äutneomer, Fritz i'raße 44. ArbeilSgemeinsiiiaft soztaldemokratiicher Lehret und Lehre rinnen, ö Uhr, Sladlhou». Klosiersiroß«, Zimmer 245. Tauesordnung � Forlsetzung der Debatte über den Enlwuq der Lebenswndelaaimissio». 3. Bericht der Kommission sür den Schutauibau, 3. Berschiedene«, 134. Abt.ne guipassende Brille und ohne jeden lästigen Druck. Er sitzt auch genau so richtig, und jeder Arzt. der ihn kennt, wird erklären, daß er gegenüber der Brille keinerlei Nachieile. aber manche Vorzüge bat. So schreibt un« ei» langjähriger Brillenträger: »Ich treue mich sehr über den erhaltenen Kneifer. Er fitzt iehr gut, drückt nickt und>st trotz der scharfen Nummer äußerst leickt. Ich werde nun wobl die Brille, die ick seit 80 Jabreit»rag«, ganz ablegen und mich nur noch Ihres Kneifers bedienen. L. Herold. Gr-Ujeichütz,' Frau Staatsrat Ada G.. Semrar. schreib«:„Nachdem ick mich an diel« so sehr an- genehmen, leichien Gläier mit der duickloien Meckanik gewöhnt habe, iil mit jede andere Kneifer- arr unerträglich geworden." Der Lohmann-Kneifer ist die empseklenS» wertest« zurzeit existierend« Konsttuktion, und jeder, der sich jahrelang mtt seinem alten Kneifer herum- gequält hat. ist erfreut und beglückt über den de- quemeren, festen und guten Sitz. Für Militär», Jäger, Sporisleule und im Bubeau Tälig«>tt er ebenso unentbehrlich wie für Damen, welche von ihm feine« unauffälligen. elegante» und gor nicht ausfallenden Aussehen« wegen entzückt sind. ES werden nun allerband Kneifer als„ortho- zeniriiche" oder unter ähnlichen Benennungen an- geboten; diefelben dürfen aber nickt mit de» patentierten.Lobmann-Kueifer" verwechselt werden, die nur direkt von der Herstellerin: Loh- mann-Knetfer. Berlin W, Potsdamer Straße 184». bezogen werden können, welch« keine Niederlagen oder Filialen unterhält, iondern nur direkt an das Publikum liefert. Grüiidiiche Augenprüfung wird jederzett kostenlos gewährt, ohne jeden Kaufzwang. Auswärtige Abnehmer werde» gebeten. Pro- fpett 2 Ii zu verlangen, und bekommen dann gleichzeitig Mitteilung, welche Angaben erfordertick sind, um einen rniur Garantie tadello« sitzenden Lohmaun-Kuerjer zu erhatten. Ueberall drum heißt e«. w o man Ueber Kneifor spricht: Nur Lohma«»! 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AwfUtdZ....____ 1067560,55, "c iinttniztlfM«..... 07 534,40_ S-fche......... 1�.' S-rtzfug«....... L—, artziebsantege itdtfsnbftg..... 181 407,17, ■Vebrlebsonloge Ecntp«U)cf..... ys 158,15„ ä tSeffdafte«a»oree nab Mate rioliea; icztabefiäabe____ 22280583.20 36. je(tagen....... 98 952,—„ 4 Ahesbttz angelegte»elbez und Sojeuitoabe: :%»et|)eten...... 130000,- SR. Gffitten........ 5000,—, Aatfeinlage(S.®.®. S8Z5 645LI_ tar.fgurbaben.... 5120 184,15, Itbüaren'....... 438 584 25, dinierifgteÄaulfanen 48 2 431, Dcrtehm....... 5 81'. 844 31, 5. Beteainmtg an genniseaschast. Itchen Uaternehmangen...... i«. Sdleebeftea»............. 1919/20 SR- 7041804,74 *«>785527 22379 517�0 1840552L38 8740I9J» 45S3SL2 1918/19 7175147,57 «5 YS« 5954738,75 25815657,42 322741,76 83495,55 62073548041 30702006/» 1919,30 i 1918/19 SR. SB. 8215 94455 2601 198�0 1237344.48 . 84779I0L83 1075300752 1 754 88807 9S888S01 39«719202 8 425 51809 SSO 053.44 351«8503 230 749 03 60 07854604/ 89702 90300 aUtsttobnbcaMgaa«. . j'.ttberSefbmfc am 30. Zunl 1910 118 196 Mitglied« Äeu eingetzetan..■ 22200 US 8 OusgeftSlebfn durch St* I Mitglifbee Summe her GefchSfisgutbabea ezMbte sich im Saure de» Jahre, um.... Ufbertzaauäg. 144 Mitglifb« Tab..... 50-7 ftünbigung.. 2830. «usfchlüffe.■ 4 8505 Mifgllvbe- IsioOl kkuguejer Sie Hastfmmne betrug am 80. Zun! ISIS sie«tmehrtf sich um....... sie betrug am 30k Juni 1920.... 6U 746,13 M. 6971 760.-„ 1 121 TOP, 8003 48-1,—« Lrsiatib am 80. Zun- 1920.... K• n■ a m- O e n o s• e n• r h a f 7 Berlin and Fmcefemd, ♦ Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haitpllicht. Der Anfslchtsrat. Der Vorstand. 0. 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Danach ist das Reichsbesoldungsgesetz mit seinen Aenderungen und Ergänzunzen für die Regelung der Be. amtenbesoldung in den Ländern, Gemeinden und sonstigen öffent- lichen Körperschaften in dem Sinne bindend, daß die Dienst- bezöge ihrer hauptamtlichen Beamten und Lehrer nicht günstiger geregelt werden, dürfen, als die der gleich�ubewerienden Reichs- oeamten— ausgenommen besondere Verhältnisse und besondere Grsinde. In einer Entschließung werden die Länder aufgefordert. dabin zu wirken, daß die Gemeinden die Besoldungen in grundsätz- Ikfjer Uebereinstimmung mit den Länderbesoldungsordnungen regeln. Dbg. Strürkopf(Soz.): Hätte man früher schon den Ratschlag Erzbergers be- folgt, so wäre viel KmiWer und Beunruhigung der Beamtenschaft erspart, gebliebsn. D>e jetzige Fassung macht die Beamten vall» ständig rechtlos. Obwohl Bayern der Abänderung des Ge- setzes früher zugestimmt hat, verhält es.sich heute mehr als ablehneno. . Demokraten und Zentrum sind umgefa-llen. Den GeWerk» s cha f t e n muß unbedingt das Recht eingeräumt werden, Beamten- dertreier. die über die Geschicke der Beamtenschaft miwerhandelit sollen, vc-rzuschlage». Der Ausdruck..Gewerkschaft"' wirkt auf die bürgerliäben Parteien wie«in rotes Tuch. Es ist bedauerlich, daß gerade die zunäckist Betroffenen davon ausgeschlossen stnd, an der Besserung ihrer Lag« mitzuberaten. Es mutz immer soviel Zeit übrig sein, um mit den berufenen Vertretern der Beamtenschaft über die Mängel und Fehler in ihreu Existenzfragen beraten zu können. Stimmen Sie dem Gesetzentwurf zu und Sie werden sich den Dan? der Beamten'choft sichern! lBeifall bei den Soz.) Abg. Barth-Chemnitz(Dnatl.): Wir sind Gegner des Sperr- gesetzes. denn es ist ein Eingriff in die Autonomie der Länder. Zeirtrum. Demokraten und Deutfße Bolkspartei stimmen mit Denn und Aber zu. Reichsfinanzminister Dr. Wirth: Die zwingend« Notwendigkeit unserer finanziellen Lage fordert teeS Gefetz. Es mutz alles autgeboten werden, um ein gegenseitiges Uebcrhteten der Gsmerndeu, Lander usw. zu verhüten. Das Gesetz ist nicht vom Zentralismus eingegeben, denn gerade Süddeutschland war für Erlaß dieses Gesetzes(Zuruf:.Eines, nicht dieses"), nein, dieses Gesetzes, für das sich sämtliche einzelstaa-tlichen Finanzminister auS. gesprochen haben. Das Gesetz verpflichtet auch das Roich, auf die Genreinden und Länder Rücksicht zu nehmen.(Beifall.) Der Mi- nister gibt dann den Bedenken Ausdruck darüber, daß der§ 15 die Lebensdauer des Gesetzes bis zum Fahre 1923 befristet und wendet sich gegen den Vorwurf, daß an irgendeiner Stelle eine B« l e i d i- gung der deptschcn Beamtenschaft zu erblicken sei. Seit einem Jahr lebt de Beamtenschaft in fieberhafter Spannung über di« Einreibung des Besoldungsgesetzes, deshalb bittet die Regierung den Entwurf rafchestenS zu verabschieden.(Beifall.) Boyerischer Gesandter t>. Preger betliest eine lange gegnerische Erklärung der bayerischen Regierung. Ein Sperrgesetz war notwendig/ um ein weiteres gegenseitiges Hin» ausschrauben der Gebälter zu vermeiden, doch wurde der Weg der Verhandlungen von der Reichsregiernng leider nicht beschritten, son- dern vielmehr dieser Entwurf eingebracht, der einen Zwang auf die Lander ausübt Der Entwurf bedeutet eine Versassungz- ändexung. Die bayerische Regierung möchte weitere Eingriffe in die ohnehn so sehr beschnittenen- steuerlichen Rechte der Bundes- staaten vermieden sehen und bittet deshalb, den Entwurf abzu» lehnen(Bewegung.) - Abg. Frau Kien, U.Soz.): Ein« so ungeheuerliche Borlage darf nie Gesetzeskraft erlangen. Den Beamten muß das Einspruchs. recht zugesichert werden. DaS Vorgehen der Rcg.erung verstößt gegen h'c guten Sitten, gegen Treu und Glauben. Zunächst ulupen die allerdringetfdsten Forderungen der Beamten durch Rege» lang ihrer Grundbeziige und der üblichen Zulagen bewilligt unv «in Existenzminimum geschaffen werden Wenn Sie(zur Rechten) eine sthnung-hätten, was Hunger bedeutet, dann würden Sie sich tmten. die Verzweiflung de? Beamten durch Ihre Sabotage auk die Spitze zn treiben. itbg Eckardt(Kommunist): Tie große Masse oer Beamten lebt heute noch unter dem Existenzminimum. Es ist dem Gesetz gar nickt um die gleichmäßige Besoldung der Beamten zu tun, das sieht man schon daran, dar die Sperre nicht nach unten, sondern nur nach oben gezoaen ist. Die Abgg. Dauer(Baper. Vp.l und Fehr kBaher. Bauernbund) erkla der Abstimmung wird der§ 1 gegen die Stimmen der Deutschnationalev und Kommunisten angenomm e>n; des- gkeiAten werden die übrigen 1s Paragraphen unter Ablehnung der sozialdemokratischen und unoWängigen Anträge in der Ausschuß» fassung o n genommen. Präsident Löbe sch'ägt vor, die 3. Lesung am Freitag vorzu- nehmen, da an diesem Tage eine Abstimmung erfolgt, für welche die für Verfassungsänderungen nötige Mehrheit er- fordcrl-ch ist. Dam?: will er aber di? beutipc strittige Frage nicht entscheiden. Es folgt die zweite Lesung des ilbändevungSgefetzes zur Oesolöungsorünuvg.. t-'-r Ausschuß will die Regierung Rsuckan, für die künftigen Lau»oIhncn der Beamten allaemeingülftge Grundsätze zu erlassen. Abg. Steinlopf(Soz): Lange genug hat es gewährt, und trotzdem ist die BefoldungS. ordr.ung nicht gut geworden. Gegen dte Ungerechtigkeiten des Gc» ftzes hat lediglich die Toz-aldemokratifche Partei im Ausschuß Stellung genommen. Der Unterausschuß hätte monatelang zu tun göbubt, um berechtigte Aenderungen vorzunehnten; so find die 13 Gruppe» viel zu viel.(Sehr cichtigl) Aber die Beamten sind zu einem großen Teil selbst ichuld am Aus-oll der Besoldungs, ordwtng. da sie an den ihnen hingeworfenen Köder ven der Beförderung onßrbiffeft hoben. Sie werden gut daran tun. sich-für künftig ein Beispel an den orgairsierten Arbeitern zu nehmen und in Zukunft besser Solidarität üben.— Wie das Besoldungsgesetz heute hinausgeht, ist«S kür die Beamten eine Enttäuschung. Es ist ungerecht, nur bei Gruppe IS Erhöhungen der Gehälter vornehmen zu wollen. die viel notwendiger waren be: den Gruppen 1 2 und io wteter. I Die vorsibufke, die setzt an die Beamten gezahlt werden, verbessern' gar nchsts.(Sehr richtig?) Rotwenhig wäre auch'eine Zubilligung höh.'rer Bezüge an die Militöranwärtex'—"*~'* 1 um ältere Layte frend-T»(Beriall.) Abg. Dr. Hösts(Z.): ES war leider nicht möglich, alle Wünsche zu erfüllen.(Zustimmung.) Abg. Teglerk(Dnat. Vp.) begrüßt den Abschluß der BefoldungS- ordnung und nennt die Ausführungen deS Abg. Steürkopf(Soz.) agitatorisch. Abg. Veurrmonn(Dt. Vp.) geht später von den BesoldungA- fragen au? das Gebiet der Schule und Erziehung Über und bringt Vorschläge für eine EinheitSichuIe und deren Fmanzierung auf die ! Weife, daß der Staat und Beamtenschaft zur Finanzierung dieser ! Erziehungsanstalten beitragen würden, die eine Sicherung deS Beamtenschaft garantieren sollen. Abg. Frau Zictz(U. Soz.) Einer der größten Fehler im Be- amtenwesen sind Kastengeist und Strebertum, die von der Re- gterung mit allen Mitteln gefördert werden. Die Titel seu che scheint hast unheilbar. Durch neue Titel wird man den Beamten nicht aus ihrem Elend heraushelfen, sondern nur den Burcau- kratiSmus fördern. Ganz besonders in den obersten Stellen ist die Näte-Sucht ungeheuer- Von den untersten S Gehalisgruppen erreicht kein« das Eristenzminimum. In diesen Familren sind die Kinderkrankhesten dabei-n, sind Elend und Unterernährung chronisch geworden. Die schönen Resolutronen helfen den Beamien so wenig wie«in Paar Konzessionsschulzen. Rednerin kommt dann auf ver» schieden« Angestelltenkatzgoricn im Reichstag zu sprechen, die nach langer Dienstzeit nicht wissen, wie es ihnen im Alter geht und betont zum Schluß noch einmal die Unzulänglichkeit des Gesetzes. (Beifall bei den U. Soz.) Nach weiteren Reden folgte die Rbstümmmg, dt« sehr langwierig war. Die hauprsächlichsten Beschlüsse des Reichstages in der dritten Lesung zeigen folgende Einsruvpiernng: Gruppe 1. Fährschiffer, Wächter, Schrankenwärter, Schleusenwärter, Waldhüter, Mannschaften der Reichswehr und Marine. Gruppe 2. Amtsgehilfen. Hauswarte, Hilfskasienwarte, Zoll». Steuer-, Gerichlswachtmsister, Pförtner, Maschinenwärter, Bahn» hofSgchilfen, Postboten, Fähr- und Schleusengehllfen, Lazarett- und ÄrankenhauSgehilfen, Gefreite, Obergefreite. Gruppe 3. MinisterialamtSgehilfen. Boten meister, Amts» obergehilfen, Gerichts-, Zoll-, Sieueroberwachtmeister, Drucker, Lager, und Packmeister. Magazinaufieher, Bau- und Forstanfscher, Post- und Eisenbahnschaffner. Schiffsheizer, Maschinisten, Schleusen-, Leuchtiurm- und Leitungsaufseher, Matrosen, ZollbootSleut«, Kanzlisten, Unteroffiziere. Gruppe 4. Ministerial-HauSinspektoren und-Amisobergehilfen, Kanzleiassistenien, Eisenbahnobersehaffner, Roftenclufseher, Wagen- und StationSausseher, Oberweichenwärter, Lokomotiv- Heizer. Kraftwagenführer, Scbisfsoberheizer. Eisenbahnbetriebs» assistenten. Oberpostschafsner, Post- und Telegraphenbetriebs- assistenten, Fernsprechgchilfen, Swleu s enverwalter. Zoll- und Steuerbetriebsassistenten, Lazareiibeirtebeossistenten. Gruppe 5. VerwaliungSassistenten, Zugführer. Werkführer, Reservelokomoiivführcr, Schleusenmeister, Reservemaschinenmeister, ScbiffSmafcktinisten. Steuermänner. Zollschiffer, Zoll- und Steuer» Vollzieher, Oberfeldwebel. Gruppe 6. Ministerialkanzleisekretäre, Rcgistratoren, Telegraphen-, Zoll-, Steuersekretäre, Eiscnbahnvorsteber, Postverwalter, Eisenbahntechniker, Bahnmeister. Lokomotivführer. Schiffs- und Zollobermaschin sten Scbiftskapi äne, Kanal-, Hafen- und Bagger- 1 meister, Telegraphenbouführer.. Telessraphenwerimeister. Förster. Gruppe 7 Obersekretäre. Registraturvorsteher, Ober- registratoren, Oberbahnmcister, Postmeister. Ersteh Seemaschinisten-- Lotsen erster Klasse, Zahlmeister, Lithographen, Werkstäi.envorsteher. Gruppe 8. AnspeRoxe«, Minisserialregiftratsren, Landmesser. Postmeister größerer Aemter, Oberzahlmeister._. Gruppe 9. Oberinspektoren, Bureauvorsteher bei höhere« Reilbsbehörden, Eisenbahn-, Maschinen- und Marineoberingenieure, Oberpostmeister. Gruppe 19. Räte, Reichswirtschaftsrichter, jHeeres- und Marineanwälte, Pfarrer und Marinepfarrer, Oberförster, Biblio- thekare, Post- und Telegraphendirektorcn, Amtmänner. Gruppe 11. Vsst- und Telegraphendirekwren soweit nicht in Gruppe 19. Gruppe 12. Oberregißrungs- usw.-Räte, Oberpostdirektoren. Gruppe 13. Ministerialräte, Präsidenten der Oberpost- direktionen. Direktoren bei den Hoberen RerchSbehörden. Gruppe B Einzelgehälter. 1. Feldpröbst«. ReichSgerichtS- räte ReichSanwalte, Reichsfinanzräte, Präsidenten großer Oberpost. direktionen, Präsidenten der höheren- Eisenbahnverwaltung soweit nicht in Grnpp« 2, Präsidenten der Landesfinanzämter soweit nicht in Gruppe 2.— 2. Direktoren bei dem Rechnungshof. Präsidenten der großen Landesfinanzämter, Präsidenten verschiedener Reii>Z- ämter.— 3. Oberreichsanwalt, M-nistenaltzirettoren.�— 4. ReichS» kommissar für die besetzten rheinischen Gebiete, Botschafter, Gene» ralleutnants.— 5. Präsidenten des Reichsgerichts und des� Reichs» srnanzbofs, StaarStekretäre, Generale.— 6. Reichsministsr.— 7. Reichskanzler. Die nach dem Besoldungsgesetz bisher gewährte BetriebSzulag« für dir Eisenbahnbcamten, deren Ausdehnung auf gleichwertig« Be» amien anderere Verwaltungen von der S.P.D. gefordert wurde, hat der Reichstag gegen die sozialistischen Stimmen abgelehnt. Die Gehaltssätze sind nur für Gruppe 13 geändert worden, und zwar Heft man das Endgehalt dieser Gruppen von 29 999 auf 22 99g Mar? erhöht. Diesen Be'�luß faßten dieselben Parteien, welch« es fertig. brachte«, im gleichen Augenblick. die BetxiebSzulage zu streichen! Freitag 11 llbr-: Anfragen,.kleine Borlagen, DefatzungSzulage, Gesetz gegen den Schleichhandel, Beamtensperrgesetz, Interpellation über die Intetmierungslager,' Interpellation über den Mittelstand, Fntervellaiion über dte Beziehungen zu Rußland. Schluß gegen 19 Uhr.__ verabschieKung ües Reicksnotopfers. Der Steuerausschuß de? Reichstage? setzte enn Donnerstag die Beratung des Reich« notovfergesetz es und der dazu vorliegenden Anträge fort. Auf Beschwerden der Abgg. B.ecke.r» Hessen(D. Vp.) und Dr. Helfferich(Dnat. Vp.) über den noch immer fehlenden Entwurf einer Zwangsanleibe antwortet der Reichsfinanzminister Dr. Wirth, daß ibm die Erfüllung dieses Wunsches mitten in der Beratung zum ReichSnotopfergesetze nicht als sachdienlich erschienen sei. Das Miniterium habe aber die Frage geprüft und einen Entwurf ausgearbeitet.' der den Abge» ordneten zur personlichen Cinfich: offenliege. Im Gegensatz zu einem BerschleppungSantrag Helfferich bittet Ministe rialdirekwr von Lahr darum, auf dem Boden der Vor» lag« zu bleiben. Redner betont dann, daß die Besteuerung der-Landwirtschaft durchaus nicht so drückend sei, wie sie in der Agitation dargestellt werde, so entrichtet z. B. ein tksiähriger Landwirt, dessen Gut einen E r t r agSwert von 199 999 M. hat und der drei Kinder hat, im ganzen 4199 M. Reichs» notopfcr! Ministertakdirektor von S t o ckkpa m m e r bittet im Interesse .auch der Steuerbeamten daS Reichsnotopfer noch vor den Weih» nochtSfcnen zu verabschieden. Mit ollen gegen'acht Stimmen her Deutschnationalen, der Deutschen Volfijpartei und zweier D e m o k r a t e n(!) wird so- dann der VerschleppungSantrag Helfferich abgelehnt. Es wird neuerdings in Beratung des§ 1 eingetreten, zu dem eine Reihe von Anträgen vorliegen. Es wird ein Unterausschuß eingesetzt, der npch heute in Zusammenarbeit mit der Regienftig die Formulierung suchen wird» üw die Vorlage noch vor dem Aus» ernandergehen können. deS Reichstages zur Verabschiedung bringen-chzu Das LanöwirtMastskÄMmergefttz. Die Preußische JandeSversammlung hat am Donnerstag das l Abg. Klausner. U Soz.■£.): Die Anträge der Rechten auf ein« Ergänzung SeicftSgesctz auS Anlaß des Ueberganges ver Militär»! Art Bierklasserrwahlrecht lehnen wir ab. Wir hoffen, daß die auf gerichtsbarkeit auf dl« bürgerlichen Behörden verabschiedet, ebenso das Gesetz über die Wahlen zum Staatsrat durch die Provinzen. E- folgt die zweite und dritte Beratung de§ Antrages Sie» ring(Soz.) uno DowiniruS(Dem.) betr. das Lanöwirtschastskammergefetz. Ter Entwurf bezweckt lediglich die Abänderung des Wahlrechts und sieht in h b die unmittelbare und geheime Wahl nach den j-l,»ollenlel w. W. Sü.w.Iiä,™ Ew»,,«l< bch»,«nb(rt««»•«'J«»»--d-» I.nB.I mindestens einem Jahre entweder als Eigentümer oder Pächter die Landwirtschaft im Hauptberuf oder Nebenberuf ausübt, in letzterem Grund der Neuwahlen zusammentretenden Landwirtschoftskammprn ihren Aufgaben besser gerecht werden als die alten, in denen nur der Großgrundbesitz etwas zu sagen hatte. > Abg. Dr. v Richter(D.Bp.): Für die vom Ausschuß vorge- nommenen Aenderungen waren allein politische Momente maß, gebend. Wir wollen, daß die wirtschaftlichen Interessen der Ar- beitnehmer und-gieber in gemeinsamer Arbeit. zum' Ausgleich kommen. Di« demokratische und die soz-alistischen Parteien werden in diesem Hause nicht immer die Mehrheit bilden; ich fürchte, die WW. eines Staatssekretär Dr. Ramm: Der Antrag Siering � ist besser als das alte Gesetz. Da wir Falle, wenn dies nicht überwiegeno zur Befriedigung des Haus-» nicht wissen, warnt teS neue Landwirtschaftskammergesetz kommen wirtschaftlichen Bedürfnisses ge'ch-eht Wählbar sind nach§ 7 alle wird haben wir uns gesagt: Es ist besser, tute nehmen den Antra« 9r- hi�Tf pri'hpi«t*»V Isitz r».,_____ e.._ rm-t-v.___<____ C �. rt_ k—i-f Jt. Wahlberechtigten, die daS 25. Lebensjahr vollendet haben und seit mindestens einem Jahr ununterbrochen im Kammerbezir? wohnen. Abg. Koch-Qepnhausrn(Dnat.): Wir betrachten den Gesetzent- wurf o i ch t als dringend und haben zwei grundsätzliche Be- denken: erstens- sollte man da? Reichs rahmongesetz über di« Land- w-rtichastSkammern abwarten, außerdem ist der Gesetzentwurf obne Anhörung der LandwirtschaftSkammern auSg'earbeitet worden. Die Verhältniswahl ist hierbei nicht notwendig, da sie nur di« Politik in eme reine Beru�st-erlre-'ung hineinbringt. Abg Reinke(Z.): Die Vorlage dieie? Rotte tetz es nach vor dem allgemeinen Landwirtschaftsgcfetz ist ü h e r f l ll s j i g. Ter Ent Wurf wird nicht wie die Antragsteller glauben, den Großgruuobesitz, sondern vielmehr den kleinen Grundbesitz ausschalten Mg. Wtbvr(Soz.): �... Auch hier wird n-nK nveder der unbegründete Vorwurf gemacht, daß wir die Polft-k in die Landnftrtschaft hineintragen wollten. Die Verhästniswahl schließt eine Majorisierung einzelner Klassen auS. Darum bekämpft der Großgrundbesitz das Gesetz, Tte kleinen Landtvirte aber haben«in- großes Interesse daran, sie sind durchaus nicht für das Gruppenwahlrecht. Wir wollen die Mitarbeit sämtlicher Schichten ixtf Landbevölkerung erreichen. auch der Frauen. Die Vertreterinnen der Landsrauen haben den Antrag freudig begrüße Der Mi'arbeit der Arbeiter in den L'ndwirjschaftskammern. diei bsSber nur als Anhängsel betrachtet wurden, dürfen kch-i*: Schlote tekeiten mehr bereitet werden Zwar haben wir au* eine besonder? Bevorr'-btuna der Arbeiter verzichtet, aber dann muß ibncn wenigstens das Wahlrecht die Gelegenheit stalten, ihre Interessen zu dyk'reten. Die Anträge des Zentrums und der Deuftchnationalen. d:e aus eine Benachteiligung ver Arbeirnebmer Nnd der ftl/inbauern tzuauSlaufen, können wir nicht annehmen./, Abg Schreiber-Helle(T�m.): Die Rechtsparteien haben die Regierungsborlage systematisch sabetiert. IS Anträge wurden dazu eingebracht.(Lebhafte» Hört, hört!) Darum mußten wir im Ausschuß unsere Temdenz-n mit größter Energie durckteben. DaS bSberig« Wahlrecht muß derbeffert wer- den. denn die ktenen Bauern waren bisher fast gar nicht vertreten. .. Die Gruppenwahl lehnen wir ab. Die Vorlage entspricht unserer w«I eS sich hier durchweg. Forderung nach einer vernünftig«« Bauernvolitik i Sei de« Dem. und Soz.) an. als paß wir das Risiko übernehmen, das»alte LandwirtschaftS- tammergeietz in seiner dringend verbesserungsbedürftigen Form auf Mbestimmi« Zeit wieder in Kro.fi zit lassen.(Beifall bei de» Dem. und Soz.) Abg Schmidt(Soz): DaS Zerftrum und die Rechte wallen de» Landarbeitern nicht einmal die derfassungSmäßigen Rechte zugestehen: sie wissen eben, daß die Vorlage ein Vorstoß gegen die Reakfton ist.(Großer Lärm rechts.) Einigen Gegenrednern erwidert Abg Wittiql,(Soz.): Man sollte uns n-cht mit der Beschwerde kommen, das Gesetz sei durchgepeitscht worden. Ms Bor. sitzender de? Ausschusses mußte ich die Zütei der Geschäftsordnung etwas fester zteben. denn es haben etwa 89 Redner gesprochen, fast alle von der R e ch i e N.(Hört, hört! links.) . Nach weitere» Reden wird der Antrag Siering mit den Dt: m- den der. Demokraten und aller Sozialisten gegen die übrigen Par» teien unter lebhaftem Betfall der Linken angenomm ed. Der Entwurf zur Ergänzung des Gesetzes über die Landwirt» schöftskemmern. der di« Neuwahlen für die' aufgelösten Landwirt» sck»aftZkamm«rn der Provinzen Westpreußen und Posen erst nach dem ftnkrafttretert des in Vorbereitung befindlichen neuen Land- wirtschaf«kammergesetze? statt s'nden lassen will, wird mit einer von �den Demokraien beantragten Wänderuno angenommen, wonach, die Soll-Vorschrift in eine Ka n n- Vorschrift abgeändert wird. In allen drei Lesungen antenor.nnen wird dann ein Gesetz- sntwnrf zur Eraän-ung der Vorschriften über di« Dienstverhältnisse der G e r i ch t S l ch r e i b e r. Ein Gesetzentwurf zur Aenderuna doS Gesetzes, betreffendste» Besteuerung de? G' w-irbebetriebes im Umherziehen, wird dem Houniausschuß überwiesen../ Der Gefttz-mtlvurs zur Abänderung deS ssemmunalahzahenge- fetzeS und deS Kreis- n.rd Pr-winzialabgabeng« setze! wird dem Ge. merndcansschuß überwiesen. Es folgt dte erste Veratuna de» Gesetzeniwurfej über Kasilschlässe in Privuttvald««i,en. Abg. Heß(Z.) polemisiert besitz» gea°n.das Gesetz, m dem er den Anf'na c:ner Sozialisierung steh:. � Abg. Peters-Hochdonn(Soz.) begrüßt das Gefttz. da? die Privatwaldungen vor Raubbau schützen soll und hsa-'ftagt Ber- - teeituna an den LandwirtschaftSauSschuß. DaS SauS beschließt (Beifall. dementsprechend. 1 Freitag 1 Uhr:«eine Aufragen. Beamtenbesoldungsgesetz. GewerMQstsbewegung Unternehmer und Arbeitsgemeinschafte«. Da? MTB. verbreitet folgende Meldung: Die Entschließung des Allgemeinen Deutschen GewerfschafiS- winde« vom 3. November d. I. hat dem Präsidium- d«S Reichs- Verbandes der Deutschen Industrie Veranlassung ge. geben, die Frage des Fortbestehens der Zentralar- deitSgemeinschaft von sich auS einer'Nächprufun« jgi unterziehen Dabei wurde übereinstimmend festgestellt.' bag_ die gemeinschaftlich« Behandlung von WirtschaftS- und sozialpolitischen Fragen für die Unternehmei bisher fast stets mit außer» ordentlichen Opfern verbunden war. ES herrschte ferner Uebereinstimmung darüber, daß solche Opfer auf die Dauer nicht mehr ertragen werden tonnen, und daß insofern die Ansicht des Allgemeinen Deutschen GewertschaftsbundeS nicht unbe. gründet erscheint, wonach die Bedeutung der Zen tralarbe itsgemein- schaft zeitlich begrenzt wäre. Gleichwohl besteht im Reichs- verband der Deutschen Industrie der ernst« Wille, an dem Ge- danken der ArbeitSgemeinschast f« stzm ha l t e n, da die industriel. fen Arbeitgeber auch heute noch, wie e» in der Satzung d«r Zentral. arlbeitsgemeinschast heißt, durchdrungen sind von der Erkenntnis und der Verantwortung, daß die Wiedemufrichtung unserer Volkswirtschaft die Zusammenfasst ng aller wirtschaftlichen und gerstt. gen Kräfte und allseitiges eitiirochligeS Zusammenarbeiten verlangt. Streikabstimmmtg unter Veamteo. Der Verband der Beamten der ReichSverficverliiipsanstalt für Angestellte schreibt uns: Zu dem tn 31.612 des.Borwäi»«' erschienenen Artikel auf die tn der letzte« Sonntagsnummer veröffentlichte Notiz„Streikabstimmung unter Beamten' teilen wir berichtigend mir. daß eS sich bei der llrab- stimmung über einen etwaigen Streik weder um Stellnngnabme gegen das ReichSbeioldungegeletz noch gegen Reick. Staat oder Re- gierung handelt, sondern lediglich darum. Unterlagen für wertere Berbandlungen zur Erlangung einer einmaligen ZSirtichastSbeihilse zu schaffen. Tie Urabstimmung über den Tarif der deutschen Luchdrucker ergab im Berliner Gau folgendes Resultat: Abgegeben wurden 1 1 636 Stimmen, davon waren 6666 für den Tarif. 4W4 Stimmen dagegen. 62 Stimmzettel waren ungültig. Die starke Minorität ist erklärlich, weil die Zugeständriisse der Prinzipale den Zeitverhälinissen nicht Rechnung getragen haben. Deutscher Eiseubahner- Verband. Montag von 2— 6 Uhr im Jugendheim, Adalbeitstraße 67, Auszahlung einer WeibnacktSunter- stützung an alle arbeitslosen Kollegen, welche sich arbeitslos und zur Kontrolle auf dem Berbandsbureau gemeldet haben. Die Ortsverwaltung de« D. E.-B. Verband der Buchbinder und Papierverarbeiter. Sonnabend ffndet die Urabstimmung betr. Beitragserhöhung statt. Die Wahl findet von mittag? 12 bis 6 Uhr nachmittags in den bekannten.Lokalen statt. Es ist zu beachten, daß die der„Buch- binder-Zeitung" beigelegten roten Stimmzettel mitgebracht werden müssen, desgleichen auch die Mitgliedsbücher, weiche zwecks Kontrolle gestempelt werden. Die aus dem Abstimmung?- zettel vorgeschriebenen Angaben Über Namen und Mitgliedsbuch des Abstimmenden sind für Berlin nstb: notwendig. Ter Stimm- zeiiel ist also nur mit Ja oder Nein zu beantworten. Wir ersuchen alle Mitglieder, von ihrem Abstimmungsrecht Gebrauch zu machen. Heute, 6 Uhr, fmdct im GewerkschaftslbauS, Saal l, eine kam- dinierte Vertmuensmännerversammlung statt, zu welcher die Per- trauenZIeute aller Branchen und Betriebe unbedingt erscheinen müssen. Die �Orieverwaltimg. Achtung, Steinsetzer! Sonntag, vff Uhr, Generalversamm. lung der Filiale Berlin in der.Harmonie', Brunnenstr. 1. Auf der Tagesordnung steht Neuwahl des Filialvorskande». Zutritt nur gegen Vorzeigung des BerbandÄuches. Streik t» Lochum. Die etwa 16666 Mann starke Belegschaft de« Bochumer Vereins für Stahl- und Hütten» w e'f e« ist in den Ausstand getreten, weit die Direktion de« Werke« die Forderung auf Zahlung einer WeihnachiSgrati- fiktaiio» in Höhe des halben Monatsgehaltes abgelehnt hatte. Ein« Demonstratio« vor den Fabriken verlief ohne Zwischen- fälle. Allgemeiner Verbans der Deutschen Vankangeftellten. Heut« 7*1, Ubr Iw LebrerveremSbau«, Alexanderllr. 41: Oestentliche Frauen- Versammlung. Referenten: Marx. Krau Franziska Sril, Frl. Bally Seligmann Ms öer Partei. Die deutsch, sozialdemokratische Jagend in der Tschechoskomakri hat sich, nach ihrem HinauSwutf au« dem kommunistisch gewordenen Arbeiterjugendverband. am S. Dezember in Teplitz konstituiert. 64 Delegierte waren anwesend. 176 Organisationen mit ungefähr 16666 Mitgliedern gehören dem neuen„Sozialistischen Jugend- verband für die deutschen Gebiete der tschechoslowakischen Republik' an. Da« grundlegende Referat hielt Genosse Hosbouer- Teplrtz. Am 1. Januar erscheint die Monatsschrift„Sozialistische Jugend', 666 Kronen für den Pressesond waren sofort beisammen. Wirtschaft Aktionäre contra Arbeiter. I« der ordentlichen GeneraIverfammlll«g der S.S.G� die die Verteilung einer Dividende von 14 Proz. und die Zur- Berfügung-Stellung von IL Millionen für Arbeiterwoblfahrts- zwecke genehmige» sollte, erhob ein Aktionär mit folgenden AuS- führungen Widerspruch: Zur Verteilung des IkemgewinnS bemerkt der Aktionär Drucker, wenn man die P a p i e r m a r k auf Gold umrechne, so sei die Verzmsung des Kapitals eine sehr schlecht«. Der Präsident stehe auf dem Standpunkt, daß Abschreibungen in Goldmark etwa in Höbe de« F ü n f z e h n f a che n der Papiermark vorgenommen weiden müßten, und dazu würden außerordentlich große stille Re- serven angesammelt, die beim Aktienbesitz an Kelten u. Guilleaume und den B. E. W. allein etwa 166 Millionen Mark betragen dürften. Der Standpunkt des Präsidenten, di« Abschreibungen betreffend sei richtig, aber man müsse dann auch den Aktionären ent- gegenkommen und dürfe die setzige Papierdividend« nicht einfach der Friedensdividende gleichsetzen, die ja nur nvmi- nell erreicht fei, während si« tatsächlich besonder« abzüglich der KapüalertragSsteuer erheblich niedriger sei. Di« Tantiemen des AufsicktsratS hätten sich allerdings sehr erheblich erhöht, da sie mit den Umsätzen wüchsen. Der für Stifbingen für Angestellte und Arbeiter ausgeworfene Betrag von 12 Millionen Mark fei viel zu bock, zumal auf Dankbarkeit fa doch nicht zu rechnen fei. Rai Henau erwidert«, daß die Gesellschaft nur in Papier- mark verdien« und daher auch die Dividend« nur in Papiermark verteilen könne. Die Ansammlung von stillen Reserven habe sich noch stets bewährt, zuletzt bei der Elektrobank in Zürich, di« trotzdem saniert werden mußte. Bon den Arbeitern verlange die Verwaltung keinen Dank, sondern sie werde geleitet von Gerechtig- keiiS- und BilligkeiiSgcsichtZpunkten. Die Arbeiter hätten t". tz der schwierigen materiellen Lage alles auß"" ,a, um die Produktion z u fördern Ter ausgeworfene Beirag bedeute bei 56666 oder 66 666 Arbeitern nur etwa 266 M. pro Kopf. Der IiechnungSabschluß wurde genehmigt. Soziales. Praktische Sozialpolitik. Sämtliche Kohlenbergwerk« de« Meuselwitz- Rosiyer KvblengebietS haben beschlossen, an lecks Sonn- lagen je zwei Stunden länger zu arbeilen. S'« arbeiten uneni- geltlich. Die Werke verzichten ans jeden Gewinn. Auf dieie Seife werden den Bedürftiaen von Alienburg und Leipzig jeden Sonntag 76<60 Zentner Brikett« unentgeltlich zur Verfügung gestellt._ Iugenüveranstaltungea. Heute Freitag: Adseribof. Augendberm. in der Baracke Wald-. Ecke Hardenverq- straße, Di4kwfivn«abend.— Britz. Jugevdbeim, Schule E�auffeeftr. 132, Vortrag! Entwicklung von Berlirr-Britz.— Kiiittgiwusterhauken. Zlngend- beirn, Kariftr. 4, DiStuistonSadend.— Stzenkö l». Fugendbeim. Nogat- itraße SS. Vortrag: Die Urgeschichte der Menschheit.— Nied rschsn. Hauleu. Fuoendheim. Kerne indeschule Klcintenburg« Straß« 69/70, Zimmer 33, DrSku sionsabend.— Norden. Jugendheim,(«emelndeschnle str-litzer Sir. 43/43. Vortrag: Was r't Paziss'-na»?— Osten. Beters- burger Biertet. Jugendheim, Schul« Strazmarrnstraße, DiStufro'«»- abend; Unsere Kunltionä'e, ihre Pflichten und Ausgaben.— Bankow. Jugendheim, Wollantstr. 131. Mitgiiederoersammlunz.— Retnickendorf- Oft. Jugendheim. Samuel Aausmann. Seestraße. Ecke Aegirstraye. Bor- traa: Fiele der Arbefterjugend.— Tegel. Jngendheim, Bahnhotstr. lö, DistussionSabend.— Treptow- Baumschuleuweg. Jugendheim, Elfen. ilraße 8, Zimmer 1. Mädchenabend. Bortrag: Di« Frau und der Sozia- liSmuS.— Zimmer 2. Burschenabend. DiSsussio«. Vorträge. Verekae uaS Verfammtunsea. Freie Lehrergewerkschaft Deutschland«(Verband sozial. Lehrer). KeschaltSßtzmrg am Sonntag 7 Uhr, Rathaus, Zimmer 106. Anträge.— Die Allgemeindr veranstaltet ihre erste WeihnachlSfeier, verbunden mit Kindeüweihe, am Sonntag, den 16 Dezember, vorm. 11 Uhr. in der Stadt, ball«, Ktofterstraße, unter Mitwirkung deS Berliner Frauenterzetts. Die Bruno Wille.— Allgemein« Familie» fterbelasse. Feftandacht hält Dr. Br, Dezember lein Zahltag. Mus aller Welt. TaS deutsche Funknetz. Seit längerer Zeit ist die Herstellung eine« sich Wer da» ganz« Reich erstreckenden Netze« von Funkstellen im Sang«, da« da« DrabtleitunqSnetz ergänzen und bei LeitungSstöruugen eine Ber» bmdungSmöglichkeit verbürgen soll. Bisher Ware« Funkstellen in Berlin, Breslau. Darmstadt. Dortmund. Düsseldorf, Frankfurt a. M.. FriedrichSbafeu. Hamburg, Hannover, Königsberg i. Pr., Konstanz. Leipzig. München, Stettin und Stuttgart eingerichtet worden. Fetzt hat da« Netz, wie berichtet wird, eine Ergänzung durch die Eröffnung einer Funkstelle in Elbing erfahren, die insofern von be- sonderer Bedeutung ist, als fie neben Königsberg die Nachrichte«» Verbindungen über den polnischen Korridor hinweg sichert. Oberfchlefische«. In Kattowitz drangen am Dienstag abend 46 bis 56 mrr Revolvern ausgerüstete Banditen in da« Berwal- tungSgebände und die Schachtanlagen der Schella-Hülte ei«, wo sie den Ingenieur Ebel fesselten und ausplünderten. Darauf erbrache» fie den Geldschrank und raubten etwa ISS 666 M. Di« Täter find unerkannt entkommen. Der verschoben« Flugzeugpark. Im Walde bei Lad Salzuflen (bei Detmold) wurden Teile eine« Klugzeugparte« im Wert« von über einer Mikkrou Mark aufgefunden, die offenbar dabin transportiert worden waren, um von dort au« verschoben zu werden. Da« vorgefundene Materiol, da« u. a. acht große Kisten mit acht Flugzeugmotoren. Propellerteile« ulw. enthält, wurde von den Behörden beschlagnahmt. E« handelt sich um HeereSgnt. das auf Verlangen der Entenre vernichtet werden iollte. Serant«. tür den redalt. Teil! Dr. Werner Petfer, Cbariotlenbura: iür Anzeigen: ZV. modt. Berlin. Seriag: Vvrwärls-Bertag G.m.b.H.. SerUn. Truck: B»r- würls-VuSdruckerei n. Verlags-insiaU Paul Tinaer u.®o„ _ Sterz» 2 BcU-aen Berlr.!. Lindenttr. Z. OUJAPD/N dC*Q.m.bJi UPDINQEN PH A LAPOCHELLE tcooMc-OMVNn mmtimc j ifeä«-«. zwättaS»» Oeneral- Veitreter lur üroß-Benin una Brandenburg: Ernst lloritE. Cbarlottenbnrg, Kaiserdanim 114- Telephon: Amt Wilhelm Nr.«VIS und 4947. 8in schönes Geschenk— Jür eine Same Ein Opernglas schon*. M. 150,- an RODENSTOCK Lelpzlrer Str. 101/102, Eqult«ble-chSN»stell« de« Jßotmürtf'. Saabctobael finden neue 3iel» für threFahrten in Leisen» schSnem„Wanderduch-