Rg« � ♦ SS» �ahryasg Rosgabe B!te«l BezsgSvret»: V«rtelsührUS»,— äfiUmonofLM,— fr« ou Ha»»,«mm» zahlbar. Post- drzozi Monatlich 10,~ Ml. exN-Au. ftellimg�edühr. Unter«reu, band Hit Deutschland und Oesterreich 16�0 M!� für da» übrige Ausland bei täglich »imnal. Zustellung 21,50 M. Vostde- stestungen nehmen an Oesterreich, Ungarn, Tschecho-SIowatei. Däne- matt, volland,-turemdurg, Schweden und die Echwerz.-- Eingetragen m dt« Poft-Zeitttngs-Preislike. Der.Zorwärts" mit der kanntag» deLage.Bali u. Zeit* ericheiul wachen- tiglich zweimal. Sonntags und Mo»- tag» einmal. relegramm-Adreste! .S»ziald»n,atra> vorn»-. Abend-Ausgabe Verlinev Volksblstt �ZVNksnnig) SlnzeiaenveeiS: Die achtgelvaltene Aenoareillezeile koiietZ.— ill!., Teuerungszulchlag SO%. •Äleine«»zeigen', das fett- gedcuckte Wort>.— M.(zuläsfig zwe' lettgedruckte Worte), iede» weiter» Wo« CO Pfg. Stellengesuche und kchlasstelleninzeigen d», erste Wort K> Psg. iedee weitere Wort«0 Psg Worte über 1Z Buchstsben zählen für swei Worte. Teuerungszuschlaa S0°<» Aamilien-Anzeigeu iiir Adonnenten geile 2.— 2JL, poiitiiche und ge- wertschaslilche Lere«»- Anzeigen Sr- Mt. die geile»hne Ausschlag, Anzeigen fstr die»iichst« Nummer »lstssen bi»» Ahr nachmittag» im Hmnugeschüst, Berlin 6®.3, Linden- strah« 3, abgegeben werden. Geöffne- »on 9 Uhr iriih bi» S Uhr abend«, Zcntralorgan der fozialdcmokratifcbcn partci Dcutfcblands Neöaktion und Expedition: SM. öS, �indenstr. 3. Nerusvrecher: Amt Morinplah, Nr. AZtSO— 1»! S7. Montag, den 3. Januar IVÄ1 Vonvarts-Verlag S.m.b. h., EW. öS, Lindenstr. 3. Fernivrechrr: Am« Morit-.plas, Sir. 117 3»— St. Cntente-Note gegen KlugpsliZei. L e r l i», Z. Jaauar. Die Botschoftertonferenz hat am ZI. De- t.'mber fdlgeube Rate an die deutsche Friedenddele- gatio» i» Pari« gerichtet: Unter dem 4. Dezember haben Sie der Konferenz eine Rote Sbersandt, in der dir deutsche Regierung erklärt, an der Ansicht festhalte« zu müssen, daß eine AuSstat- tung der Polizei mit Luftfahrgerät weder gegen den Vertrag von Versailles, noch gegen die Abmachungen von Spa ver- stoße« würde. Ich beehre mich, Ihnen mitzuteilen, daß die Kon- seoenz nach erneuter Prüfung der Frage nur in aller Form ihre frühere» Entscheidungen aufrechterhalten kann. Das Bestehen einer Luftpolizei steht offenbar im Widerspruch zu Artikel 198 des Vertrages und dir Bildung von Ausbildungs- geschwader« für die Polizei würde dem Absatz 3 des'Artikels 192 direkt zuwiderlaufen. Außerdem habeu die alliierten Regierungen in ihrer Rote vom 22. Dezember bei Erteilung der Genehmigung zu einer Bermeh- rung der deutschen Polizei die Bedingung gestellt, daß diese mit einer Bewaffnung versehe» würde, die ihrer Aufgabe zu entsprechen Hab« und von der Kontrollkommission zu bestimmen sei. Die Kontrollkommission hat genaue Bestimmungen über diese Bewaffnung getroffen; eiue Ausstattung mitFlugzeugcn ist dabei nicht vorgesehen. Die Konferenz sieht keine Ver- anlassung, eine Revision dieser Entscheidung anzuordnen. Le Nonös �bstimmungsentwurf. Breslau,.?. Januar. fTU.) Wie die„Breslauer Zeitung" in Ihrer MsatagmorgenauSgabe mitteilt, hat die interalliierte Kam- oUssion in Oppeln gemäß der ihr in der frauzSsischen Antwortneto vom 7. Dezember 1929 zugedachte« Aufgabe bereits da? Regle« ment für die Volksabstimmung in Oberfchlefien abgefaßt; sie dürfte es in den nächsten Tagen amtlich verSffent« lichen. A»S zuverlässiger Quelle erfährt die genannte Zeitung über pi� wichtigsten Punkte deS Al'stimmungSreglements folgendes: AlS S t i ch t a g für die nicht i» O b e r s ch l e s i e» g e- b« r e« e u, aber dort wohnenden Abstimmungsberechtigten gilt der I. Januar 199 4. Bon de» in Obrrschlesien wohnenden, aber nicht dort geborenen Personen sollen also nnr die das Recht haben, an der Abstimmung teilzunehmen, die seit 16 Jahren ununter- brocheu in Oberschlcsien wohnen. Nach dem Friedensvertrag soll dieser Stichtag nicht nach dem 1. Jauuar 1919 liegen. Die interalliierte Kommission glaubt also zum Rachteil der deutschen Wahlchancen 15 Jahre hinter diesen Zeitpunkt zurückgehen z« sollen. Die Abstimmungsberechtigten werden in vier Kategorien eingeteilt, nämlich: 1. In Personen, die in Oberschlesien geboren sind und dort wohneu; 2. in Personen, die in Oberschlesieu geboren, aber dort nicht ansässig sind; 3. in Personen, die außerhalb Oberschlesiens geboren sind, aber dort feit dem 1. Januar 1994 oder einem früheren Zeitpunkt un- unterbrochen wohnen; 4. in außerhalb Oberschlesienß wohuende Personen, die dort am 1. Januar 1994 ihren Wohusitz hatten, ihn aber infolge ihrer Ausweisung aus diesem Gebiete durch dir deutschen Behörden nicht beibehalte» habe». „Diese Einteilung.' sagt das Wahlreglement,„erfolgt mit Rück- sicht auf die Aufstellung der Stimmlisten je nach d'.'r Art der Ausweise, die die Stimmberechtigten zum Nachweisen ihrer Nerechtiguag zur Eintragung in die Stimmliste« vorzulcgen haben." Dazu bemerkt hie„BreSlauer Zeitung"; Wir erinnern uns wohl daran, daß die Pole» noch einige Kategorie» AbstimmungSberech- tigter vorseschlagen haben. Die Kommission des Generals Le Rond hat aber mit der beschlossene« Differenzierung den polnischen Wün- scheu in eine, Weise nachgegeben, die einem Diktat gleichkommt, insbesondere kann die Einrichtung einer besonderen Kategorie für die„Ausgewiesenen" nur als eine lächerliche Gest: be- trachtet werden, die auf das uniintcrrichtcte Ausland berechnet ist. In der Tai hat rS niemals Ausweisungen auS Oborschlesirn gegeben. Zwar sind eine Anzahl von unserem Standpunkte aus be- dauerliche Versetzungen von Beamten„im Interesse des Dienstes" vorgekommrn; im übrigen hat es in Preußen und Deutsch- laad niemals ei» Gesetz gegeben, wonach Bewohner irgendeines LandcskeilrS, als« Reichsdeutsche, ausgewiesen werde« konnten.„Das Recht der Deportation" hat man immer aur in Rußland und Frankreich gekannt. Weiter heißt es i« dem Reglement: Jeder Stimmberechtigte soll i« der Gemeinde abstimmen, in der er am I. Oktober 1929 ansässig war, oder wenn er nicht im Abstim- mungsbezirk ansässig ist, in der Gemeinde, in der er geboren ist. Die„Ausgewiesenen" stimmen i» der Gemeinde ab, in der sie ansässig waren, als sie aus de« Abstimmungsgebiet auSge- wisse» wurde». Dazu ist zu bemerke»: Die Festsetzung des Datums mit de« 1. Oktober 1929 ist rei« willkürlich. Der Friedens- vertrag sagt, daß alle ansässige» Oberschlefter in der Gemeinde abstimme» sollen, in der sie ihren Wohusip habe«. Ganz willkürlich bestimmt da? Wahlreglement auch, daß G»tS< die»a»t,e«»»« 100«inwahaer besitzen, mit einer Nachbargrmeinde dieselbe Urne benutzen, und GutSbezirke, die bis zu 699 Einwohner zählen, weder eine« eigenen pari- tötischcn Ausschuß, noch ein eigenes Wahlbureau besitzen sollen und in bezug ans die Wahlvorbereitungen einer Rachbargemeindc ange- gliedert werden. Ter Friedensvertrag sagt, daß das Abstimmungs- ergebnis gemeindewcise, und zwar nach der Mehrheit in jeder Gemeinde, festgestellt werden soll. Run sind diese Gutsbezirke unzweifelhaft politische Gemeinden im Sinne der Land- gemeindrordnung. Eine unterschiedliche Behandlung auch der kleinsten Gutsbezirke ist, wenn man bedenkt, daß das Abstim- mungsergebnis der größte» Stadt ebenso für sich festgestellt wird wie das des kleinsten Dorfes, vaS etwa einer Stadt vorgelagert ist, durch nichts gerechtfertigt und bedeutet ein Nachgeben gegen« über den polnische« Wünsche«. Ueber die Zeit und Fristfefisetzung sagt das Regle- ment, daß am 19. Januar 1921 die interalliierte« Kreisbureaus konstituiert und vom 19. bis 14. Januar die paritätischen Gemeinde- auSschüsse gebildet werde« und mit dem 14. Januar die dreiwöchige Frist für die Eintragung in die Stimmlisten zn lausen beginnt. Am 3. Februar, 6 Uhr abends, ist Schluß der Eiutra- g u n g f r i st, am 6. Februar Beginn der Auslegung der vorläufigen Stimmlisten und Beginn der zwölftägigen Frist für die Einrrichnng von Einsprüche». Am 3. März, 6 Uhr abends, Ablauf der Frist für die Entscheidung der Interalliierte« Bureaus über die Einsprüche. Am 8. März Entscheidung der Interalliierte» Kommission über die Einsprüche. Dir Wahltage, sagt daö Wahlreglement, werden durch die Interalliierte Kommission später bekannt gemacht. Das soll— wir eine Bekanntmachung im Oppelner Amtsblatt der Interalliierten Komifston bereits vor längerer Zeit besagt— rechtzeitig geschehen. Hiernach kann dir Abstimmung also nicht vor Mitte März erfolgen. Man sieht auS diesen Stichproben aus dem AbstimmungSrcgle- ment, so schließt die„BreSlauer Zeitung", daß eS den aus den ver- schiedensten Veröffentlichungen bekannten Wünschen Kor- fantys über alles Maß und zum allergrößten Nachteil für die deutschen Wablaussichte« entgegenkommt. Bor allen Dingen muß es starkes Befremden erregen, daß bei den Borberawngrn über dieses Abstimmungsreglement weder, wie man doch znm mindesten hätte erwarten dürfen, der paritätische Beirat, noch Vertreter des deutsche« Plebiszitkommissariats oder sonst irgendwelche Vertreter der devtsche««brrschlesischrn Bevölkerung hinzugezogen worden sind. Es dürfte aber kaum zu viel behauptet sein, daß der Einfluß Kor- fantys fast auS jeder Zeile des Abstimmnngsrrglements herauszu- spüre» ist. � Beratungen über Sie Entwaffnung. Paris, 3. Januar. In einem Havastelegramm aus Landon wird festgestellt, daß der französische Botschafter gestern der englisch en Regierung den Text der letzten Note über die Entwaffnung mitgeteilt habe. Die englisch« Regierung erwarte nunmehr noch den Bericht des Marschalls Foch. Die Angelegenheit werde jedenfalls zu Beginn der Woche erneur von dem Ministerrat geprüft werden. In englischen diplomatischen Kreisen sei man einigermaßen erstaunt darüber, daß die Ange- legenheit in so kvrzer Zeit aufgerollt wurde und daß die Kontroll- kommission in Deutschland bis zum 23. Dezember gewartet habe, um von der verwickelten Lage Kenntnis zu geben. Eng- liscberseitS fasse man sogar ins Alrge, zu verlangen, daß die Kon- trolllommifsion unter die Kontrolle des Botschafter r.ats gestellt werde, damir man in Zukunft Hinweise vnd Aufklärungen lange vor dem Verfall erhalte, anstatt, wie e§ jetzt geschehe, sich gewissermaßen am Vorabend der Ereignisse benachrichtigt zu sehen. Man vertrete die Meinung, daß die Engländer Zeit haben wollten. die Frage zu studieren und darüber nachzudenken, damit nichts überstürzt werde. Man glaube deshalb, daß die Zusammen- kunft der Ministerpräsidenten von England, Frankreich, Italien imd Belgien und des japanischen Botschafters in Paris nicht vor Ende kommender Woche ins Auge gefaßt werden könne. Die An- gelegen heit sei zu ernst, um von der Botschafterkonferenz beraten zu werden, sie müsse dem Obersten Rat überwiesen werden. London, 3. Januar.„Daily Chronicle" schreibt in seinem Lettartikel, Bayern und Ostpreußen seien die zwei Gebiete, wo die deutschen Militaristen ihre Kräfte sammelten, um wieder die Führung in Deutschland cm sich zu reißen. Die ablehnende Haltung der Berliner Regierung in der EntwaffnungSftage sei weniger auf bösen Willen als auf Furcht zurückzuführen. verhanülungen in Jrlanö. New Jork» 3. Januar. Der Sekretär des Jrenführers de Valera teilt mit, der Präsident der irischen Republik de Valera sei Donnerstag in Irland gelandet. London, 3. Januar.„O b s e r v e r" versichert, daß die Unter- tandlungen, die ein« Annäherung zwischen den Sinnfeinern und der englischen Regierutig bezwecken, ihren Fortgang nehmen. Mai: hoffe, daß die Ankunft de Balera» in Irland den Weg zum Friede» eboe» werde. Sethmann Hollweg gestorben. Bar wsnigsn Tagen ging cm«wig LebenHrgcr vo-n uns— Karl Legten. Und jetzt ist ein Murn gestorben, der schon lange tot war— Theobald v. Bethmann Hollwegl Der Kanzler des Weltkriegs ist in der Nacht zum 2. Ja- nuar auf seinem märkischen Gut Hohen ftnow einer Lungenentzündung erlegen, die ihn ganz jählings gepackt hatte. Als ziemlich einsamer Äkrnn ist er draußen, wo er vor 64 Jahren geboren war, gestorben- nachdem er seine Iran, seinen im Krieg gefallenen Sobnz seinen Ruhm und das Kaiserreich überlebt hatte, dessen fünfter Reichskanzler er gewesen war. Wenige schienen so vom Glück erkoren wie er, und wenige schienen es so zu verdienen. Demi Theobald v. Bethmann Hollweg war unzweifelhaft ein braver Mann. Er hatte nicht nur ine Tradition einer gebildeten und begüterten Familie, die ihn über das durchschnittliche märkische Landsnnker- tinn emporhob, er hatte nicht nur die Schicksalsgnode, einer von jsnsn zu fein, aus deren Gittern der Kaiser zu jagen liebte, er war auch ein basimilicher, rschtschaffener, fleißiger Manu, der es mit jedem seiner Aemter ernst nahm und das Beste zu lÄsteu strebte. Bei soviel Bravheit und soviel Pro- tektion konnte auch die Karriere nicht ausbleiben. Mit 4V war BetkpnMm noch Landrat, dcmn begann fein rascher Lauf nach oben. Er wurde Oberpriisidialrat, dann Oberpräsident der Mark Brandenburg,, im Jahre 1995 pren- ßischer Minister des Innern. Seine Antrittsrede, in der er unter reichlichem Anftvand gebildeter Zitate die Kräfte feierte. „die nach aufwärts strichen", fand den begeisterten Beifall der stets hofftmngsfrohcn liberalen Presse, aber mir zu schnell sollte sich zeigen, daß die kantnch-sdarwi mstische Ideologie, mit der sich der neue Pvlizeiminister schmückte, zunächst nicht viel mehr als Stuck auf der alten Backsteinfassade war, daß Herr v. Bethmann, trotz seiner chooreiifchen Borliebe für die Kräfte, d' nach aufwärts streben, mit ängstlicher Zähigkeit ldies war überhaupt eine seiner hervor- siechendslen Charaktereigenschaften) an dem alten p r e u ß i- fchen Dreiklasfenwahlrecht festhirtt. Dies« Nickt- loskönnen von dem Preußenitimi aus der Zeit Friedrich Wilhelms IV. bildet die Tragik in Dotbmann Hollwegs polt-. tisch: m Leben, es mochte den Mann zu einein halben, ge- brochenen Charakter, denn ein Jnnkerpreuße von echtem Schrot und Korn ist er niemals gewesen, feine Nachdenklich- kett. sein Grüblereifer, wohl auch sein RechtZgeftchl machte ihn z>u einem Antipoden jene? Bollen und Ganzen, deren Typ etwa der Herr v. Oldeuburg-Jannschau darstellt. Die Junker konnten den langen langweiligen, gewissenhaften Theobald niemals leiden, er blieb ihnen stets verdächtig. Und doch blieb er in steter Abhängigkeil von ihnen, er wurde den tnnern Lcmdrat niemals los. Im Jahre 1907 vnirde Bethmann Staatssekretär des Jmtenn. zwei Jahre später, als Bülvw vom schwarzblauen Block gestürzt wurde, Reichskanzler und preußischer Ministerpräsident. Die Wahlrechtskämpse dauern in Preußen fort, aber erstaunlicherweise wird die Verfassung für Elsaß- Lothringen geschaffen, die dem Reichsland mit einer gewissen Selbständig kaft auch das allgeimcine. gleiche, geheime und direkte Wahlrecht verleiht. Die Sozialdemokraten, unter' Ludwig Franks unvergeßlicher Führung, hatten ans dem gleichen Wahlrecht für Elsaß-Lothringen bestanden, einmal, weil sie von der Demokratisierung gerade des Neichslandss eine Derbesserung des Derbältnisses zu Frankreich erhofften, dann aber mich, weil sie sich sagten, daß man den Preußen auf die Dauer nicht versagen könne, was man den Reichslönidern gewährt hatte. Die Liberalen, selbst Naumann, hielten-diese Politik zunächst für ganz aussichtslos, aber die Sozia ddemokraivn bestanden auf ihr und fetzten sie durch. Herr v. Bethmann akzeptierte fiir Elfaß-Lothringen das allgemeine, gleiche Wahlrecht. Was hier gut zu macheu begonnen wurde, wurde in bar- barifcher Weise zerstört durch die Z a b e r n a f f ä r e. Hier versagte Herr v. Bethni-cmn Hollweg nach einigen bescheiden-eu Versuchen der Auflehnimg restlos vor der Macht der Offizierskaste. Diese Zabernaffäre war in gewissem Sinne der Auftakt zum Weltkrieg, sie enthüllte die vollstän- dige Ohnmacht der Zivilgewalt gegenüber der Milftärgewalt, sie zeigte, daß in Deutschland zwei Sorten von Politik nebeneinander- und durcheinonderliefen, von denen die ein« brutal zerriß, was die andere mühevoll und behutsam anspann, und daß jene brutale Sorte in jedem entscheidenden Augenblick den Sieg über die aiidene davontrug. Bethmann Hollwegs auswärtige Politik war friedliebend. Der Nachfolger Biilows hatte eine schwere Erb- schaft übernommen, die mit Marokkokrise und Flottcnwett- rüsten in verhängnisvoller Weise belastet war. Bethmann arbeitete zunächst an einer Verbesserung der Be- ziehnngen zu England- was ihn bekanntlich in einen scharfen Konflikt mit dem Führer der preußischen Reaktwn. Herrn v. Heydedrand, und dessen jugendlichen Trabanten, den, damaligen Kronprinzen, brachte. Ader auch eine Verbesserunz de» Verhältnisses zu Frankreich lag in Bethmann» wetz- tercrt Absichlest. DaS zeigte mcht mir ie?n Verhakten in der reichsländischen Versassungsfrage, sondern auch der Umstand, daß er die Berner parlamentarischen Konferen- z e n, auf denen sich deutsche und fronzösisck'e Abgeordnete der verschiedenen Parteien vereinigten, im stillen begünstigte. Erst während deS Krieges wurde bekannt daß sene bürgerlichen RcichstagSabgeordneten, die nach Bern zur Lerständigungs- konferenz gegangen Waren, damit den Ra: Bethinann Hollwegs defolgt hotten. So darf man glauben, daß»m kriliichen Juli 1914 kein Staatsmann den Weltkrieg weniger gewollt hat als Bethmann Hollweg. Aber zum Verhängnis wurde ihm setzt seine mangelnde Schulung auf dem Gebiet der auswärtigen Politik und sein Versagen gegenüber oer- standesichwächeren Energien. Bethmann sah die Anfänge des Weltkriegs aus rein ethischen Gesichtspunkten, er war über den Fürstenmord von Sarasrwo ehrlich entrüstet, und er war zu- gleich naiv genug zu meinen, daß Meie Entrüstung überall geteilt werden und den entscheidenden Faktor bei der Lösung der Weltkrise abgeben müsse. Ganz besonders blieb ihm ewig unverständlich, daß es der Zar„mit Fürstenmördern" hielt. Ter Kanzler des Teutschen Reichs ging also in den Krieg oder richtiger, er stolperte in ihn hinein in dem Zustande aufrich- tiger moralischer Gekränktheit und in der Ueberzeugung, daß Teutschland die sittlich bessere Sache vertrat, wobei ihm freilich die Verletzung der b«Mg i schon Neutralität ichwer aufS Herz fiel. So sprach er am 4. August das berühmte Wort von dem „Unrecht an B e l g i e n da? wir später einmal wieder gutmachen müßten, ein Wort, dos io roahr und so prophetisch war wie nur irgendeines und das ihm gerade deshalb die wütende Feinschaft aller Säbelpolitiker und ihres journalisti- rlgen Anhangs zuzog. Einer von ihnen schrieb damals— oder eigentlich etwas später— Bethmanns Wort bedeute„eine ver- lorene Schlacht"(jetzt ist er ein berühmter„Kontinental- Politiker"). Bethmann war mich später im ganzen Verlauf des Krieges nie ein Anbeter der blinden Gewalt. Er kam im Gegenteil den Auffassungen-der Sozialdemokratie innerlich immer näher, blieb aber ein äußerlich und'schließlich auch innerlich Gebundener durch das Gewicht der Tradition und die elementare Macht der mechanisch wirkenden Kräfte. Er glaubte nicht an-den„Siegfrieden", den die Schreier auf allen blassen verkündeten, er sah die einzige Hoffnung im„Ver- siändi-gungs'frieden", dem er zustrebte, während indessen stär- kere Ströme seinen Willen immer wieder vom Ziele ab- lenkten. Er begriff, daß Deutschland, mich wenn es in der Verteidigung siegreich blieb, nicht als das al-l-e junkerliche Vreußen-Deutschland aus dein Kriege l)crvorgeh?n könne— und er empfand doch wieder vor dem Neuen, das da heraufkommen sollte, eine geradezu lähmende Angst. War er auf dem Gebiet des Preußen Wahlrechts zu Zugeständnissen bereit, so war er-dcch in der Frage des parlamentarischen Systems keinen Schritt weiter zu bringen. So verlief seine ganze äußere und innere Politik als ein schiefes Kompromiß zwischen Alldsufichtum und Sozialdemokratie, Demokratie und Reaktion. Sie führte schließlich zur Krfis ün.Juli 1917, da der Kanzler das Vertrauen der Rechten vollständig verloren, aber mtch das Vertrauen der Linken nicht wworben hatte. Es ging d-mnals um die berühmte F r i e- denSresolution des Reichstags, der Bethmann, unter m-iitänschem Einfluß, zunächst heftig widerstrebte, nach seinem Sturz meinte er freilich gesprächsweise, diese Reso- lution sei vielleillst ganz gut gewesen. Am 14. Juli 1917 wurde Bethmann entlasten, und sein Nachfolger wurde— Michaelis! Die Katastrophe des persön- lichcn Regiments enthüllte sich. Was war von einem Regie- rungssystem zu halten, das dem Deutschen Reich in solcher Zeit keinen anderen Führer wußte! Aber freilich, man war ja längst auf den Gedanken eingeschworen, daß politische Führung nichts als eine schädliche, direkt zensurverdächtige Hemmung der Kriegführung sei. Der Säbel, der haut, die die Unterbrechung Ser SchVangerjchast. Wir brachten im Abendblatt vom 30. Dezember den Warnruf Prof. AbbcrbaldenS pegcn die Freigabe der Frucht- adtreibuni mit allem erforderlichen Vorbehalt und in der sicheren Erwariunz, dak von den Befürwortern der Veweaiing die er- forderliche Tntgegnung erfolgen würde. Hier ist ste. Senosse Dr. Gollwitz, der durch leine langfädrige Praxi? in der Arbeiterschaft ihre sozmlen Nöte kennt und darum besonder? zur Beurteilung dieser Frage beruicn ist, schreibt un?: Es ist richtig, daß mit dem Eintritt der Schwangerschaft ge- waltige Veränderungen im Organismus der Mutter sich vollziehen und daß mit der Unterbrechung der Schwangerschaft diese sich plötzlich zurücköildcn und damit bedeutende körperliche und seelische Umstimmungen hervorrufen. Es ist ferner richtig, daß jeder will- kürliche Eingriff zur Beseitigrmg der Schwangerschaft körperliche Gefährdung der Schwangeren mit sich bringt. Hierin stimmt jeder Sachverständige mit Prof. Abderhalden überein. Aber es ist ebenso unrichtig damit die Aufiechteryaltung der rigorosen§§ 218/2 IS de? Strafgesetzbuchs, die die Fruchtabtreibung mit Gefäng- nis und Zuchthaus bestrasen, zu begründen. Kein Mensch, der gegen diese terroristischen Bestimmungen ankämpft, denkt daran, die Fruchtabtreibung zu empfehlen. Jeder ist sich bewußt, daß sie ein armseliger Notbehelf ist, der wegen seiner Unsinnigkeit und Schädlichkeit möglichst bald aus der Welt geschafft werden muß. aber nicht mit Zuchtbausparagraphen, son- dern durch Hebung der sozialen Lage, durch Erleichterung der Ver- beiratung, durch Hebung des sozialen Gewissens im einzelnen, durch Aufklärung und Beratung. Die Beibehaltung der 8z 218/212 verbietet sich aus dem Grunde, weil sie bisher nutzlos ge- Wesen ist und trotz ihres Bestehens die Zahl der Fruchtabtreibun» gen immerfort zugenommen hat und wegen des sittlichen Schadens, den sie anrichtet. Alle die zahllosen verheiratete,, und unver- heirateten Frauen, welche die Abtreibung selbst vornehmen oder bei sich vornehmen lassen, werden so zu Verdrecherinen gestempelt, darunter auch solche, welche die Fruchtabtreibung aus schwcrwiegen« den sozialen Gründen vorgenommen haben, um hie Existenz ilhrer Familie und die Gesundheit der schon vorhandenen Kinder zu schützen. Mderhalden betont de-n seelischen Schaden, den die Fruchtabtrei-bung für die Frau mft sich bvingt. Er ist gewiß vor- kmnfc«,, wird aber dadurch erst recht gesteigert, daß durch daS Gesetz die Frauen zur Verhe-imbchung gezwungen werden und sich als außerhalb der Gesellschaft gestellt fühlen. Dazu kommt, daß sie infolge der Nötigung zur Gehovtn-halwng zu Kurpfuschern und nicht sachlich Kundigen gehen oder zu unsachgemäßer Selbsthilfe greifen und auf diese Weise jchwer geschadigt weiden. Der hierdurch her. Flinte, die schießt, das U-Boot, das torpediert, daS Lustschiff, das Bomben wirft, das Gas. das vergiftet, das war der Inhalt der deutschen Politik geworden, und Gedanken machte man sich überhaupt nicht mehr, wenn nicht strategische. Es war dos Unglück des armen Theobald v. Bethmann Hollweg, daß er sich Gedanken machte. Das trug ihm den Haß der Kapp, Ludendorff, Tirvitz ein. daran mußte er als Kanzlsr sterben. Und das Tragische dabei ist, daß seine Gedanken, die ihm so sehr schadeten, dem deutschen Volke gar nicht geholfen haben, denn sie wurden niemals zur entschlösse- nen führenden Tat. Allerdings kann man daran zweifeln, ob überhaupt irgendein Mann imstande gewesen� wäre, die Schlingen der deutschen Schicksalstragödie durch eine große Tat zu zerreißen. Deutschland retten, daS hätte damals Wilhelms Kaiserreich retten geheißen— und dieser war Helms Kaiserreich retten geheißen— und dieses war nicht zu retten, selbst nicht von einem Gott! Wie Bethmann-Hollweg starb. Zum Hinscheiden des früheren Reichskanzlers von Bethmann Hollweg erfahren wir folgendes: Herr von Bethmann Hollweg war bis in die letzten Tage geistig und körperlich frisch und rüstig gewesen. Am vergangenen Mittwoch zeigten sich die ersten.Spuren der Erkrankung. Noch der Rückkehr von einem Spaziergong wurde er in seinem Schlafzimmer ohnmächtig vorgekunden. Der Arzt stellte eine Rippenfell- und Lungenentzündung fest. Am DvnnerL- tag war Herr von Betbmann Hollweg geift'g noch frisch und ver- brachte einige Zeit in lebhaftem Gespräch mit einem Besucher. Am nächsten Morgen stellte der aus Berlin berufene Profesior Dr. Lazarus fest, daß es sich um eine schwere doppels eitige Er» krankung handelte. Die Krankbeit machte rapide Fortschritte. Am Abend zeiaten sich leichte BewutztseinSfiörungen. Die Nacht verbrachte der Kranke ziemlich ruhig. Am Sonnabend morgen trat ein schwerer Sckwächeanfall ein und seitdem war der Kranke ohne Bewußtsein. Im Laufe dcS Tage? schien zeitweilig eine leichie Besserung einzutreten. In der zweiten Morgenstunde des Sonn. tag? ist Herr von Bethmann Hollweg verschieden. Das Beileid des Reichspräsidenten. Der Reichspräsident hat an den Sohn des verstorbenen Reichs- kanglers von Bethmann Hollweg folgendes Telegramm gerichtet: Mit dem Gefühl lebhafter Trauer erhalte ich soeben die Nach- richt von dem unerwarteten Ableben ihr-es von mir sehr geschätzten Vaters uns bitte Sie und Ihre Angehörigen, die Versicherung metner aufrichtigen und herzlichen Teilnahme entgegenzunehmen. Reichspräsident Ebert. Der Reichskanzler Fehrenbach hat gleichfalls ein Betleids» telegramm an die Hinterbliebenen gesandt. Stinnes winkt— Siemens gehorcht. Zu dieser Notiz in der Morgenausgabe des„Vorwärts" vom 29. Dezember, die im Anschluß an Mitteilungen des„B. T." geschrieben wurde, sendet uns Herr Karl F. von Siemens die Abschrift eines Schreibens, das er am 12. Dezember an den Außenmini st er gerichtet hat. In diesem Schreiben begründet Herr v. Siemens seine Ablehnung, als Delegierter der deutschen Negierung nach Brüssel zu gehen, im wesentlichen mit der Un- Möglichkeit, sich in so kurzer Zeit auf die Verhandlungen in ge- nügender Weise sachlich vorzubereiten. Das Schreiben enthält u. a. folgende Sätze: Wie ich Herrn Geheimrat v. Simon schon erkälrt hatte, hatte ich mich bisher mit der in Frage stehenden Marerie in keiner Weise eingehend beschäftigt, noch war ich an den De- ra:ungen und Verhandlungen über die Fra�e der Ausführungs- art der Wiedergutmachung beteiligt. Die mir übersandten Unterlagen haben mich auch nicht in den Stand gesetzt, ein eingehendes Bild zu gewinnen, welches sich wohl auch nur durch Anteilnahme an den Beratungen der Sachverstnädigen er- werben läßt. Wir bezweifeln nicht, daß dieses Schreiben die Gründe ent- hält, aus denen Herr v. Siemens seine Beteiligung an der Dele» gation abgelehnt hat. Ob es freilich alle Gründe enthält und ob die angeführten Gründe die einzigen sind, das ist«ine andere, schwere zu beurteilende Frage. voryerusene Schaden ist«in gsanz gewaltigor und dürfte mindestens nicht größer werden, wem» nach Beseitigung der Straf paragraphe n die Frauen sich offen an den Sachverständigen wenden. Ich halte es für sehr wahrscheinlich, daß nach Aushebung der Stoafpara- graphen, vielleicht nicht sofort, aber bald die Zahl der Fruchtabtrei- Hunden mi-ndesienS nicht ansteigen und daß die Häufigkeit der septischen Erkrankungen und der Todesfalle abnehmen w-ird. Es ist eine ins Ungeheure übertriebene Befürchtung AbdechaldenS, daß noch der Stvasausshebung alle Gesetze der Ethik veimichtet würden und die Bevölkerungsziffer rasch sinken würde. Gel-ingt es, die sozialen Verhältnisse aufzubessern, werden van der Gesellschaft Maßnahmen getroffen, welch« das Aufziehen der Kinder erleichtern, gelingt es, die seelisch« und sittllche Durch- bildung der Volksgenossen in erforderlichem Umfang zu vertiefen und das Verhältnis der Geschlechter zueinander über das gegen- wäviige Maß zu verbessern, dann werden trotz der Abschaffung der Stwasparagraphen die Fruchtabtvvibungen bis zum Verschwinden abnehmen. Gelingt€8 nicht, so wird es trotz Beibehaltung dieser Bestimmungen und trotz eventueller Verschärfungen so rmsrträglich bleiben, wie«5 jetzt ist. Also beseitigen wir die Paragraphen 218/219 oder ändern wir sie unndostens radikal ab. „Don PaSquale." Der„Verein Berliner Presse" hatte die treff- liche Idee, zu gutem Zweck einen Sonntagvormittag durch heilere Musik kürzen zu lassen. Die von Bierbaum und Kiefeld vor zehn Jahren zurechtgeputzte Sckmurre von dem freienden, gehörnten und geohrfeigten alten Junggesellen, der zuletzt froh ist, seine Norusa an ihren Liebhaber wieder los zu werden, diese Köstlichkeit von naivstem Lustspielchen ist vom Bater der Lucia und der RcgimentLlochter mit echtester, klang- und singfroher Buffo-Musik überschüttet worden mit Melodien, die sich in Ensembles, in Arien, selbst im zierlich unier- malten Parlando aneinanderreihen und miteinander freuen Unter den 192 Opern des schnell arbeitenden Maestro die lebendigste, ein erfrischender Zweig am Baume Rossinischer Koloratur-FerUgkeit, und letzten Endes eine Vorahnung des Verdi-Falstaff. All das brachten uns die Münchener unter Waltend geistvoller Leitung mit »talienischem Spieleifer nahe. Seidler-Winkler hatte das klein« Or-bester vorzüglich eingeübt, auch der Dienstbotenchor„klappte"; die Akustik de- großen Raumes, den Sümmen n'cht überall zuträg. lich, wurde Mietzlich von allen bemeistert. Josef Ge,S: ein über- legen schaltender und charakterisierender Pasquale, Brodersen als Malotesta von besonderer Stimmgrandezza; zart im Fühlen und Singen der schöne Tenor Carl Erbs und auch in der kleinen Partie des Notars ein ganzer Künstler: Robert Lobfing. Tann singt, lackt, tänzelt und tobt e-ne Frau in dieser komischen Oper, schwingt sich mit selbstverständlicher Bravour auf die Trapeze der Koloraturen, sonaliert mit Tönen und Verzierungen, belebt mit dem ganzen Charme einer einzigen schauspielerischen Naturbegabung diese zier- licfce Rolle, die nach der Sembrich keine Sänger'n ersehnte, lind alle sind ihr unrertan, die da sehen uird hören: Maria Jvoaün. - K. S. Linksraöikal-tzäusliches. Tie Unabhängige Partei wollte am Sonntagvormittag im Lustgarten eine Protestkundgebung gegen den weißen Schrecken in Ungarn y-ransta!ten. Als die einzelnen Trupps am Versammlungsort eintrafen, fanden sie die Rednerpläde bereits von Anhängern der beiden kommunistischen Parteien besetzt. Ehe noch die Redner der Unabhängigen Aufstellung nehmen konnten, begannen die Kommunisten mit ihren Ansprachen. Es kam dabei zu stürmischen Szenen und sogar zu Tätlich- leiten. Einigen Abgeordneten gelang es zwar, sich Gehör zu verschaffen, doch gingen ihre Ausführungen in dem allgemei- nen Tumult unter. Die Unabhängigen zogen schließlich nach ihren Versammlungslokalen ab. Bald darauf zeigte der Lustgarten wieder sein gewöhnliches Aussehen. Die Kriegsgeschäste bei üe? wumba. Wie das kaiserlich-militärische Deutschland wirtschaftete. Die Untersuchung gegen die in die Affäre Meng verwickelten Personen schreitet, wie die L.L->Korr. meldet� vevhältnismätzig nur langsam vorwärts, da die Herbeischaffung der notwendigen Belegs. Rechnungen und Kassenbücher der Wumba und der mili- tärischen Beschaffungsstellen mit großen Schwierigkeiten verknüpft ist. Das gesamte Material der 2222 Beschaffungs stellen, die es im Kriege gab, befindet sich bei der Oberrechnungskammer und dem Rechnungshof und infolgedessen bedarf es geraumer Zeit, um aus dem riesenhaften Material das Gewünschte herauszu- finden. Die Wumba, eine der größten militärischen Be- schaffungsstellen, hatte bezeichncnderiveise keine kaufmännische Ge- schäfts- oder Buchführung. Die Offerten gingen an die Wumba, die Aufträge erfolgten von getrennten militärischen Stellen und die Verrechnung ging wiederum über besondere Militärkassen. Infolgedessen dürfte sich das gesamte Matertal kaum restlos beschaffen lassen. Die verhafteten Essener Fabrikanten werden jetzt nach Berlin transportiert, um den hier verhafteten Angestellten der Wumba gegenübergestellt zu werden. Bei den Nachforschungen über Me Vergangenheit der Festgenommenen hat sich über H e e- ring, der in den Verdacht steht, zusammen mit Meng die Be- trügereien bei der Wumba inszeniert zu haben, mancherlei Jnter- essantes ergeben. Heering war früher Lehrer, ließ sich im Amt jedoch eine Erpressung und Betrügereien zu schulden kommen und wurde deshalb von seinem Posten entfernt. Merkwürdigerweise sind diese Vergehen nicht in die Stammrolle Heerings aufgenommen worden, und so gelang eS ihm auf seinen Antrag, zur Wumba der- setzt zu werden. Die Nachprüfungen der Vermögensangaben des Lieferanten Meng werden zurzeit noch fortgesetzt. Meng hat in seiner Erklärung zum ReichSnotopfer ein Vermögen von 752 222 Mark angegeben, obwohl er an einer Essener G. m. b. H., die mit einem Kapital von 12 Millionen gegründet worden ist, Haupt- aktionär ist. Ausammenschlust Mittelamerlkas. Paris, 3. Januar. In der hiesige« Ausgabe der„Daily Mail" wird nach spanischen Blätter» die Nachricht über die Eini- gungsbestrebungea zwischen den mittelamerikanischco Republiken dahin ergänzt, daß G u atemala, Honduras, Nicaragua und C o st a r i c a sich unter dem Namen Bereinigte Staa- ten von Mittelamerika alz Bundesrepublik zusammenge- schlössen hätten. Der neue Staat werde eine einzige Flagge führen und nur einen gemeinsamen dipomatischen Vertreter bei de» einzelnen Mächte« bestellen. Auch das Geldwesen werde ver- einheitlicht werde«. Er hat die größte Zeitung! Herr Sti nnetz hat sein Projekt, die von ihm aufgekaufte„D. A. Z." zur größten deutschen Zeitung zu machen, setzt verwirklicht. Ab 1. Januar 1221 ist die„D. A. Z." die größte deutsche Zeitung— wenigstens dem Formate nach! Dazu hat sich Stinnes eine neue Redaktion zugelegt, in der die GeisteSriesen freilich nicht ganz so hoch gewachsen sind wie das Zeitungsformat. Franz Defregger st. Wie a».? München gemeldet wird, ist dort der Maler Franz v. Defregger im 86. Lebensjahre gestorben. Lange Jothre hindurch hat Franz Defregger zu den populärsten deutschen Künstlern gehört: in allen Galerien fanden sich seine Bilder, in allen illustrierten Blättern wurden sie wiedergegeben. Das bildsaubere Tiroler Madl mit den weichen Rehaugen, der lebfrische Bt» im Wichs prägte sich in seiner Formung den breiten Schichten des kleinbürgerlichen Publikums ein. Selber ein Tiroler Bauernkind lauS dem Pustertal), hatte er es dank seiner Begabung und seines Fleißes verstanden, das Tiroler Volksleben für die Genrekunst und das geschichtliche Bild zu erschließen und in unge- zählten Variationen treuherzig oder humoristisch oder auch mit dem großen Apparat, den er in Paris und bei Piestro gelernt hatte, zu erzählen und zu erbauen. Von dem braunen Ton ist er so wenig freigelommen wie von der anekdotenhaften oder historischen Ein- stellung seiner Bilder. Aber das war gerade, waS das große Publikum wollte. Tirol kam»n Mode, es gewährte noch soviel Urwüchsigkeit und Romantik, wi? man es vertrug. Dabei verekelte Defregger seinen Beschauern nicht die Freude daran durch unerbitt- lichen Naturalismus oder soziale Noten. Seine Bilder sind ebenso sauber in der Technik wie brav in der Gesinnung. In der Na- tionalgalerie haben wir gute Beispiele für sei.»? Genremalerei („Der Salontiroler") wie für seine historischen Schaustücks („Heimkehrender Tiroler Landsturm 1829"). Bon der posierenden Schönmalerei ist inzwischen selbst das Tiroler Bild abgekommen, hat die Wucht der Primitivität und die Monumentalität aus den Tiroler Freiheitskämpfern heraus empfunden. Heute erscheint uns DefreggerS Kunst trotz ihrer relativ künstlerischen Höhe als längst überlolte Entwickluiigsstufe. Aber d-r junge Defregger war doch einmal neu und frisch, er brachte in das süßliche und kitschige Genrebild, das seit der Düsseldorfer Zeit immer den Geschmack des breiten Bürgertums bestimmte, stärkeren Realismus und lebendigere Farbe. Auch im Historienbild, das bei ihm Von der legendären Gestalt Hofers und der Seinen l'bte. holte er für das zurückgebliebene Tirol nach. waS in entwickelteren Landschaften schon erledigt war. So repräsentiert Defregger in seiner sympathischen Persön. lichkeit— als Professor in Manchen wirkend und mit allen ipndcs- üblichen Ehren ausgezeichnet— eine sonst bereits historisch ge- wordene Epoche� der deutschen Malerei, die dank seiner Stoffe, seiner liebenswürdigen und tüchtigen Art und seines langen Lebens weit über ihre Zeit fortzuleben schien. kl. H. D. Deutsches Tampferschickial. Der ebeinalige Schnelldampfer des Norddeiitilben Lloyd„Kronprinz Wilhelm", ein Meisterwerk der deutschen Schiffsbaukunst, wird nacb dem„Promeibeiis" mit einem Kostenausivand von 12 Millionen Dollars als AuSstellungSichiff zur Verberrlichung der amerikanischen Jiidiistrie hergerilblet. Das Schiff toll in allen größeren Haieiistädlen die aus ihm untergebrachte große Waren- und Maschinenausstellung zeigen. Russische Vorstellungen wird Was. Wronsky. Mitglied de? Petersburger Theater?, demnächst lm Kleinen Theater wochentags nachmittag? veranstalten. GroßSerlw De? Sprung ins neue Jahr. Der Jahreswechsel hat sich n Berlin in der gewohnten lustigen Aorm bei Regenwetter und Frühlingt-temperatur vollzogen. Silvester- abend und NeusahrZnacht sind verhältnismäßig ruhig ver- laufen. Der Verkehr in den Lokalen war zum Teil sehr gu!, das Strahenbild dagegen trug ein bedeutend weniger lebhas.es Gepräge als im Vorjahre, da der in den Abendstunden einsetzende ziem- lich heftige Regen das Promenieren nicht zum Vergnügen machte- Trotzdem ging es in der Silvesternacht in den Straßen lebhaft und laut zu. Nicht nur in der Friedrichstadt, sondern auch in allen ande> ren Stadtteilen waren verschiedene Straßenzüge und Plätze star! belebt, und neben harmlosen Spaßen lustiger, angeheiterter Menschen trieben Halbwüchsige sowie Betrunkene mit Feuerwerks- k ö r p e r n und Revolverschüssen gefährlichen Unfug. Abgesehen davon, daß manche Neugierige durch Brandstellen erheb- I'chen Schaden an Kleidungsstücken erlitten, gab es auch mehrere Unglücksfälle, von denen einer sogar tödlich verlaufen ist. Der SO Jahre alte Tischler Max Drews aus der Pettenkoferftr. 43 tatte sich in der Silvesternacht am Comcniusplatz aufgehalten und dort dem lebhaften Treiben zugesehen. Plötzlich erlitt er über dem rechten Auge eine so schwere Verletzung, daß er bald darauf au deren Folgen verstarb. Es wurde zunächst angenommen, daß es sich um eine durch ein Sprengstück eines Feuerwerkskörpers her- rührende Verletzung handele. Ein« genauere Untersuchung ergab jedoch, daß sie von einer Revolverkugel herrührte. Wahrscheinlich bat irgendeiner in der Trunkenheit Schüfle aus seinem scharf- geladenen Revolver abgegeben. Der Täter konnte bei dem großen Durcheinander nicht ermittelt werden. Maskenball mit„echten" Räubern. Zu einer wüsten Szene kam es im Böhmischen Brau- baus in der Landsberger Allee. Hier veranstalteten Mitglieder einer Tanzschule einen Maskenball, zu dem neben den Mit- gliedern nur geladene Gäste Zutritt hatten. Trotzdem hatten sich einzelne zweifelhafte Elemente Eintritt in den Saal zu verschaffen gewußt. Nach dem reichhaltigen Genuß von Spirituosen entstand bald ein Streit und im Anschluß daran eine Schlägerei, bei der Stuhlbeine, Revolver und Messer«ine große Rolle •meliert, als die Bande noch Zuzug aus einem übclberüchtigten Lokal erh-elt. Während der Oekcnom in seiner Bedrängnis an die S Äutzpolizei telephonierte, zertrümmerten die meist jugendlichen Burschen Gläser, Tische und Stühle und versuchten auch, sich der Bufcitkasse zu bemächtigen, was ihnen aber nicht gelang, da der Zagftr ihnen energisch entgegentrat. Als ein Lastauto mit LO Beamten der Frankfurler Wack-e eintraf, waren nocki etwa 100 Per- sonen-in dem Saale anwesend, die sich nach Aufforderung sofort entsernten, während die Mitglieder der Räuberbande zu entkommen suchten. Die Beamten verfolgten die Burschen und nahmen ewige von ihnen an der Ecke der Landsberger und Mathias-Straße fest. Ein anderer Trupp, der aus wiederholten Anruf nicht stand, wurde von den Beamten, beschossen. Dabei erhielt der ILjährige ?lr-beiter Otto Köhler einen Schutz in die rechte Wade, der 17jäbrige Lehrling Erich Engelmann wurde am rechten Oberschenkel verletzt. Koh.'er mußte nach dem Krankenhause am.Friedrichsbain geschafft werden. Die Mebrzabl der Bande verschwand im Friedrchshain im Dunkel der Nacht. In der Tilsiter Straße konnten noch acht der Ruhestörer sistiert werden. „Silvesterscherze" französischer Soldaten. In der Silvesternacht kam es in einem Cafe am P o t s- damer Platz zu groben Ausschreitungen ieiiens einiger franzö- fisch» Soldaten, die einer Entente-Kontrollkommiision arrzehärev, An einem Tisch des EafsZ hatten sechs Fsranzosen, die sich in an- geheitertem Zustande befanden, Platz genommen. In kurzer Zeit gerieien sie mit Zivilisten in einen Wortwechsel, dem ein franzö- sischer Soldat schließlich dadurch ein Ende bereitete, daß»seinen Revolver zog und auf einen.Herrn einen Schuß abgab, der glücklicherweise sein Ziel verfehlte und keinerlei Schaden an- richtete. Als der Geschäftsführer des Lokals herbeieilte, um sich ins Mittel zu legen, bedrohte ihn der Franzose gleichfall? mit der Waffe. Das empörte Publikum überwältigte schließlich den Störenfried, entriß ihm den Revolver und verabreichte ihm eine tüchtige Tracht Prügek Die übrigen fünf Franzosen versuchten, ihrem Kameraden zu Hilfe zu kommen, wurden aber durch.inzwischen eingetroffene Beamte der blauen Polizei gehindert, von ihren Schußwaffen Gebrauch zu machen. Selbstmorde am Jahresende. „in letzten Tage des alten Jahres haben wiederum mehrere Personen freiwillig ihrem Leben ein Ende bereitet. So wurde am Weidenweg 75 die 70 Jahre alte Witwe Emilie Losen stein am Neujahrstage erhängt autgefuirden. Die alte Frau, die zu Nachbarn schon wiedrholt Selbstmordgedanken geäußert hatte, hatte außerdem auch noch den Hahn der Gaslampe geöffnet. Die 60 Jahre alte Almosensmpfängerin Frau Elise Reuter vergiftete sich in ihrer Wohnung, Ouitzowstr. 128, inip Gas. Ebenfalls mit Leucht- gas vergiftet hat sich der 78 Jahre alte Handschuhmacher Rudolf S ch o tt ke vom Koppenplatz Nr. 10.— Der 58 Jahre alte Arbeiter Vitalis K n o r r aus der Oranienstr. 105 wurde in seiner Wohnung erhängt aufgefunden.— In der Landsberger Allee 31 fanden Angehörige des 71 Jahre alten SchlosscrmeisterS Robert Oehl- schlöger diesen mit Leuchtgas vergiftet tot in. seinem Bett. Hier wird angenommen, daß der kränkliche Mann da? Opfer ciges Unglückssalles geworden ist.— Die 29 Jahre alt« Kontoristin Gertrud I e n t s ch aus der Buttmannstr. 8 vergiftete sich in der Mulackstr. 35 mit Leuchtgas.— Aus dem Wasser gelandet wurde endlich noch eine unbekannte etwa 50 bis bö Jahre alte Frau am Mühlensteg. Die unbekannte Tote, die nach dem Leichenschauhause gebracht wurde, ist 1,50 Meter groß und blond, trug einen braunen illock, ein schwarzes Jackett, ein graukariertes Halstuch, schwarze Strümpfe und Filzschuhe. Ihr Trauring ist A.' M. gezeichnet. ver Morü in öer Krausnickftraße. Der Täter verhaftet. Der Mord an dem Kaufmann Moritz H e n s ch k e in der KrauSnickstraße ist um ein gutes Stück seiner Aufklärung näher gerückt. An der Mordstelle wurde ein Hut aufgefunden, der, wie später festgestellt werden konnte, nicht dem Ermordeten gehörte, sondern einem der Täter. Dieser hat den schwarzen Velourhut HenschkeS mitgenommen und seinen eigenen, wahrscheinlich werl er start mit Blut befleckt war, liegen gelassen. Die Ermittelungen der Kriminalpolizei haben im Laufe des gestrigen Abends noch zu wichtigen Feststellungen geführt. Als der Tat dringend verdächtig wird jetzt der am 13. Juni 18öS zu Königsberg i. Pr. geborene Chauffeur Erich BI ö ß ge- sucht, der stch zuletzt bei seinen Eltern in der Konstanzer Straße aufgehalten hatte. Auf seine Spur sind die Beamten durch den in der Suteinlage aufgezeichneten Namen Arnold Bathe gekom- men. Einer der Personen dieses Namens erkanntest als ihm das Zeitungsblatt mit seinem Namen vorgelegt wurde, die Schrift so- fort bestimmt als seine eigene wieder. Da et selbst für die frag- liche Zeit seinen Aufenthaltsort einwandfrei nachweisen konnte, so schied er als an dem Verbrechen Beteiligter aus. Die Kriminal- Polizei aber ging der so gefundenen Spur weiter nach. Bathe gab an, daß«s seine Gewohnheit gewesen sei, seinen Namen niederzuschreiben, weil er Gefallen an der Steil- schrift gefunden habe und sich nundarin ständig übe. Zunächst konnte er sich nicht erklären, wie das>n ihm beschriebene Zeitungs- blau in den Hut deS einepi Täters(kommen sein konnte. Später kam Bathe auf eigen jungen Mann.'» einen solchen Hut, wie er am Tatort gefunden worden ist, geagen hat und auf den auch die bereits ermittelte Beschreibung'.ines der beiden Verbrecher paßt. Es ist dies Bloß, der nach wieren Feststellungen dringend verdächtig zu sein, mit einem noch rbekannien Spießgesellen den Raubmord verübt zu haben. WieBathe angibt, hat er B'ötz seinerzeit in seiner elterlichen Wohing besucht, und er entsinnt sich auch genau, daß er damals seine Namen aus die„B. Z." ge- schrieben lat, die Bläß vor sich ausbreitet hatte, um auf ein Chauffeur-Gesuch zu schreien. Nach dieser und anderen wichtrn Feststellungen entsandten Kriminalkommissar Kunze und Werburg sofort Beamien nach der K o n st a n z e r Straße, wo e den Gesuchten aber nicht mehr antrafen. Er hatte die elterche Wohnung verlassen und gesagt, daß er noch am Sonntag wder nach Gelsenkirchen zurückfahre. Es besteht nun der driiende Verdacht, daß Bloß der Täter und-sein Freund aus Gelserrchen sein Spießgeselle„e- wesen ist. Beide werden daher eiig von der Kriminalpolizei gesucht. * Wie uns in vorgerückter MittegSunde mitgeteilt wird, wurde der Chauffeur Erich Bloß von d« Kriminalpolizei f e st g e n o m- men. Er hatte bereits eine Fastkate nach Gelscnkirchen gelöst. Die Kriminalpolizei rechne« mit vr Möglichkeit, daß er noch ein- mal nach Hause zurückkehren und uchnoch einmal in die Bathcsche Wohnung kommen werde. Sie bseye deshalb außer den Bahn- Höfen auch diese beiden Wohnung». Ihre Vermutung erwies sich als richtig. Gestern abend nach 8 lhr erschien Bloß bei den Eltern in der Konstanzer Straße und lirde von den Kriminalbeamten festgenommen und mit einer Krodroschke»ach dem Polizeipräsi- bium gebracht. Hier begann tm alsbald mit seinem Verhör. Der Verhaftete gibt seine Bcziehrgen zu Bathe, dessen Wohnung Kriminelwachtmeistcr Sagen« crittelt hatte, und die Acußcrnn- gen zu den Baches zu, lcugneaber die Tat. D!e Neujahrssitzung ö: Etaütveroröneten. Die Tagesordnung d» am ichsten Donnerstag statt- findenden ersten Sitzung des Stadtsrlaments im neuen Jahr weist nicht weniger als 40 Punkte aus, xm größten Teil die aus dem alten Jahre unerledigt gebl-.benen Anträge, beson- d»s der kommunistischen Fraktion, nd eine Reihe von Vorlagen, die noch der Beschlutzfassung harren. Zunächst müssen die Stadt- verordneten gemäß der Geschäftsprdnng die Wahl des Vorstandes vornehmen. Neu zu wählen sind fernr 5 sündige Ausschüsse: für die Verteilung der auf der Stadtliste�ewästten Stadtverordneten aus die Bezirksversammlungen, die Aitellun; uns Zurruhesetzung besoldeter � Gemeindebeamten und Lehre, für die Wahl von unbe- soldeten Gemeindebcamten, für Bittgtuche'nd für Rcchnungs- fachen; diese Ausschüsse bestanden im Groß-Ierliner Stadtparla- ment noch nicht.— Von Wichtigkeit ist in oer Neujahrssitzung die Abstimmung über den Antrag der komnunistisien Fraktion wegen der Maßregelung der 83 Elektrizitätsatbeiter.die in der letzten Sitzung vertagt wurde und nun ohne veitereAussprache vorge- nommen werden soll. * Die Oberbürgermeisterwähl wird och nicht in der ersten Sitzung des Siadtparlaments im neuen Jjr vorgenommen werden, sondern erst in der zweiten Sitzung. � � der Sylvestersitzung ist dank den Tumulten der Tribüne die TaZordnung derart verschleppt worden,, daß leine geheinvp Sitzung lehr stattfinden und kein. Bericht.des WablauZichpsses.über, hie.Zahl de? Ober» büraermeisters gegeben werden konnte. Dies» Becht soll erst am nächsten Donnerstag durch den Stadtverordneten Lildeck Manasse erstattet werden._ Weift davon das Wohnungsamt In B»lin warten Zehntausende aus Zuweisu; von Woh- nungen. Dabei sind immer noch nicht alle ztWohnun- gen geeigneten Räume nutzbar gemach Auf dem Grundstück Neanderstr. Iis waren im Srdgescho des Quer- gebäudes noch vier Keine Wohnungen zu gewinnen. Die Räume waren früher als Wohnungen eingerichtet, dienten dan als Lager- räume und stehen nun schon seit vielen Monaten lee Angeblich soll es der Grundstückseigentümerin, Bayrische Bodeneditanstalt, zu teuer sein, die Wohnungen wieder bewohnbar zu achen. In demselben Hause wurde vor einiger Zeit ein Restaurant urch Hin- zunähme angrenzender Wohnräume vergrößert, was aha« Bauarbeiten erfordert�. Da scheint man sich an der Kosteiohe nicht gestoßen zu haben! Weiß von diesen Dingen das Wohrngsamt? Städtische Spcisehnuser? Infolge der angekündigten Sließung von gemeinnützigen Speisungseinrichtuagen hat ein>r o p a- gandaausschuß für Gemeinschaftsküchen.Nollen- dorfstr. 29/80, beantragt, daß der Magistrat Berlin duräUeber- nähme dieser Küchen einen Ausbau und Erweiterung der stitischen Speisungen erwägen möchte. Gleichzeitig wird eine zei'emäße Reform der Volksspeisung angeregt, damit das städtischersez zur Äusgabe gelangende Essen abwechselungsreicher als bishe ver- abfolgt werden kann. Ein Konzert für die ungarischen Flüchtlinge veranstalte die Unterstützungskommission der Arbeiterschaft Groß-Berlins am Sonntag in der Philharmonie unter der Mittoirkung des wohus- gebildeten Arbcitergesangvereins Reinickendors und mehrerer'la- vier- und Gesongskünstler, van denen der Piroska-Hcvetis-�orag der Lisztschen Bach-Phantasie für Klavier besonderer Hervorhebng wert erscheint. Zu Beginn gab unser ungarischer Gersse Schwarz einen kurzen aber sehr eindrucksvollen Hinweis if die Kulturschmach des weißen Schreckens in Ungarn, der auf in roten Terror gefolgt ist und jetzt seine Schranken in der Vc- ziehung des Schandurteils gegen die Volkskommigare der Räteze und in dem angedrohten Moskauer Terror gegen kriegsgefang« ungarische Offiziere findet.... Die ersten Musikstücke, die foltgei waren rein magyarisch und zeigten uns in der Tat den weiten Ab stand dieser von der europäischen Kultur. Groß-öerline? partekKachrichtea. Heute, 3. Januar. 7. Kreis, Tharlottruburg. 7>/, Xlbr, tm Ilciticn Saal de«.Volkzhmisez", Roltnen- siratze 4: Vcisammiunq der EUrriibeirSte. Kandidaten und Eitern der 5 P.D. Ehar» lotlenburg. Tdema:„Wie beseitigen wir die Mitzstände a» den Schuten?" Resnem: Genosse E. Reichiez. Allseitigen Besuch erwartet Arbeiisgemeinschast der S.P.D-Ellernbeiräie. RelntSendors-L't, W. Kretz. Versamn-tuna der Elternbeiraie. abend» 6", Uhr, in der Aula der iV. Gemeindeslluls(Nähe Bahnhos Schonholz) Thema:„Die welllich? Eckule". Referent: Genosse HernuSe Treptow, Abtctlrma 1Q1. Sitiung! amtlicher Fmiltionärc der Abtetlllna abend» 7 Uhr, bei Stephan, Graetzstr. u �ugenöoeranstaltungen. Heute, abends 71li Uhr: Beteln Arbeiter. Zagend©reg- Qeclio, 31 JB. 40, In den Seifen 35. Ttzarlottenburg. Roswenssc. 4: Shachlehrabend.— Kanlsdorf Arnnlhltr. S8; Mädchenai end.— Marieufelde. Dorsltr 44: Mltqlicderversammlung— Neukölln. Elbeslratze(Schule': Turne».— Kreis Prenzlauer Tor. Sonnen bürg er Str. 20: Turnen.— StfiEnHonset Vorstadt I. Sonnenburger Str. 20: Rtädchenabend.— Köpenicker Viertel. Kranoldstr. I'S: Mitgl ederoorsammlung.— Steglitz-Friedem«. Offenbacher Str. öm Zahreswendscier. vortrage, Vereine unü Versammlungen. � Republikanischer Führer> Bund. Bez.»(Norden). Dienstag, den 4. Januar, abends 7 Uhr, Boltastr. 4l, Echlotzbräuquelle.— Den Mitgliedern zur Kenntnis: Blaue Mstqlledskarlen verlieren mit dem Sl. Detern der 1920 ihre GQIIlgfeit Reu« Bücher stellt aus die Oilsgruppe, Cöpenicker Sir. Kja.— Reichsbuud oer Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen. Bez. ii. Osten. Heute. Handwericrschule, Andreas- strotze 1: Generalversammlung 7 Uhr. Mitgliedskarte als Ausweis. Sport. Das Vreslnner Sechstagerennen endete am Neujahrstage abends 10 Uhr mit dem Siege Lorenz-Stabes, nachdem die Manitschaft Nütt-Aberger am sünsien Tage abends infolge Stnrzverletztinaen Nülts ausgeichieden war. Ais zweite lagen bis zum Schlug die Spitzengruppe Saldow-Teibmer, als drille Stellbrint-Packebiisch. Eine Runde zurück endeten als vierte Gebr. Huschte, als sünjte ThomaS- K r u g k a t, als sechste Bleiemolen-'Vermer. Boxkampf im Sportpalast. Am Donnerstag, 6. Januar, abends 7.30 Uhr, trifft Breiten st räter aus de« Engländer Tom C o w l e r, der, wie erinnerlich, im Svortpaiast den italienischen Schwergewichtsmeister Eiminto Spalls in ffinf Runden besiegte. Nach England zurückgetebrt, ichlug er dort den der besten europäischen Klasse angehörenden Franzosen Paul Journet ebensalls in der sünslen Runde. TtetftHlllfi Vom Metallarbeiter zum Doktor-Jng. Tie Berliner Technische Hochschule hat dem früheren Direktor der Auer-Gesellschaft, Hermann R e m a n e, die Würde eines Dr.-Jng. e. h. verliehen und damit zugleich die Verdienste dieses unermüdlichen Technikers um die Entwicklung der BeleuchtungS- industrie anerkannt. Remane. der im 57. Lebensjahre steht, Hai sich auS der bescheidensten Stellung zu einem Führer der Industrie entporgearbeitet. Nach dem Besuch der Volksschule in seinem Heimatsort Gramzvw(Kreis Angermündc) kam er nach Berlin. Hier war er als Metallarbeiter in verschiedenen Metall- betrieben tätig. Die Abendstunden benutzt« er fleißig zu seiner Fortbildung, besuchte u. a. die Handwerkerschule. Ein Stipen- d i u m aus der Stiftung der Berliner GewerboauSstellung setzt« ihn in den Stand, seine technische Bildung zu ergänzen. Als Achtzehn- sähriger kam er in das Glühlampenwerk der Firma Siemens n. Halste. Hier arbeitete er sich vom einfachen Mechaniker zum Betriebsleiter empor. 1900 Übertrag ihm die Auer-Gesellschaft die Leitung ihres Glühlampenbetrrebs mit der besonderen Aufgabe, die damals von Auer v. Welsbach erworbene Osmium- lampen-Erfindung in die Praxis einzuführen. 1902 konnte bereits das von ihm geschaffene Glühlampenwerk der Auer-Gesell- schaft in regelmäßigem Betrieb die Osmiumlampe herstellen. Auch bei der Fabrikation der Wolfram-Lampe sO�.:"tmtre) war Rem ane in hervorragender Weise tätig. Personalien. Gen. Dr. A. Strismer scheidet heute aus unserer Redaktion, für ihn tritt Gen. Artur«aternus wieder ein. Gen. Striemer, der bereits seit Beginn die Betriebsräte- Zeitung des A. D. G. B. redigiert, wird wissenschaftlich für den Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbund tätig sein. Der Wagenmangel für Kohlcntransvorte. Laut TU. wurden am 30. Dezember 1920 im Oberschlesischen Revier 9323 Wagen gestellt und 9385 beladen zurückgeliesert, mit einer Fehlzifter von 1358. Am gleichen Tage würden im Ruhrrevier von 19 025 gestellten Wagen 7425 nicht gestellt.— Dagegen konnte auf den westdeutschen Kanälen der W a s s« r st r a ß e n v e r k e h r nach Eintritt des Tau- Wetters wieder aufgenommen werden. Gleichwohl sind infolge der Transportschwierigkciten die H a l d e n b e st ä n d e an Kohle, Koks und Briketts im Ruhvgebiet in der Vorwoche noch um 122 OOOTonnen auf 762 329 Tonnen angewachsen. Auf einzelnen Zechen haben Ueberschichtcn unv stellenweise auch Vollschichten ausfallen müssen, was natürlich die Kohlenförderung nachteilig beeinflußte. GsVerlfchQstsbewegung Internationale Konserenz öer Nhewschiffahrt. Am 28. Dezember tagte in Duisburg eine Konserenz der ckn der Rhein schisfahrt beteiligten internationalen Transport- arbeiterorgonisationen. An der Konferenz nahmen teil für Hol- land der Centrale Bond van Transportarbeider, Sitz Rolterdflm(3 Delegierte), für Belgien Union Belge des Ouvriers du Transport, Sitz Antwerpen(4 Delegierte). für Deutschlanid Deutscher Transportarbeiterver, band, Sektion Binnenschiffer des Rheins(10 Delegierte) und der Verband der Heizer und Maschini st en(3 Delegierte). Die zur Verhandlung stehende Tagesordnung lautete:»Die . Lohn- und Arbeitsbedingungen des belgischen, holländischen und Zum Leichenbegängnis LegienS ist zu berichtigen, daß nicht derdeutfchen Rheinschiffsperfonals und d-e gemeinsame Regelung der- Hauptvorsiand deS Vereins Arbencrjngend. lonbern desselben". Ueber die Verhältnisse in den auf der Konftrenz ver- Verbandes der Arbeiterjugendvereine Deutsch-»retenen Ländern berichteten van Soff(Holland), M a l l m a n n lands, die vormalige Zentralstelle für die arbeilende Belgien) und Rudolph(Deutschland). In der anschließenden Jugend Deutschlands, deren Milglwd der Gen. Legien längere Zeit' war, einen Kranz am Grabe LegienS niedergelegt hat. Marken, die auf Karten, aber nicht auf Briefen gelten. Deutsche Briefmarken, die auf Postkarten, aber nicht auf Briefen gelten, gibt cs seit Neujahr. Die Briefmarken der Reichspost zu 2, 2!4, 3 und 1/4 Pf. werden seit der letzten Gebührenordnung nicht mehr gebraucht. Sie wurden deshalb mit dem Ende des Monats August außer Geltung gesetzt. Man durfte sie aber nach wie vor noch im September zur Ergänzung von Postkarten verwenden. Bald darauf wurden aber die für ungültig erklärten Wertzeichen wieder für vollwertig erklärt. Jetzt sind sie wiederum außer Kurs gesetzt worden. Man kann sie ab» nach wie vor aus Postkarten zur Ergänzung verwenden, so daß es wieder Marken gibt, die auf Karten, aber nicht yuf Briefen gelten. Büduiigsichute. Der erste Abend lins der VortragSreibe des Wk- nassen Ernst Hcilmann. Redeübung(Prcutzenwablen). beginnt beute at'knd pünktlich 7Ubr im Zentraljugendbeim. L'ndenitr 8, II. Hos III linki. Höreikarien zum Preise von 3 M. jür Männer und Frauen sind am Ein- gang de« Saale« zu haben. Masten Diskussion wird von allen Rednern di« dringende Not- -endigkeit der gemeinsamen Regelung der Löhne, d« Nacht- und onntagsruhe, der Arbeitszeit und der Bcmannungsfvoge an»- hv.t D» Niederschlag der Aussprache wurde in nachstehender estimmig angenommener Resolution festgelegt: „Die internationale Konferenz des Binnenschiffahrtspersonais, vsreten durch den Deutschen Transportarbeiterverband, den Ver- bad der Heizer und Maschinisten der Union Belg« der Ouvriers dunrsnspori und dem Central Bond van TanSportarbeiders, ab- geCien in Duisburg, am 28. Dezember 1920, hat nach gegenseitiger Autirache über die Verhältnisse in der belgischen, holländischen und>eutschen Binnenschisfahrt die Auffassung, daß in Zukunft ge. mez. schaftliche Aktionen und gegenseitige Unter- st ü n g herbeigeführt werden soll zur Vertretung der Interessen der ichiffsmcmnfchasten der einzelnen Länder, sowie ferner zur Serböührung einheitlicher Arbeitsbedingungen und Lohnva- haltni». D Konferenz beschließt die Wahl einer Kommission von Ver- treternder 4 Organisationen. Diese Kommission soll schleunigst atffa««eiifadfett'Xrib ein ProgUMm« tnteetfer. pri Re�tEott# W« «nber Punkte: SonntaaSfahrt, Nachtruhe� achtstündiger gleiche LohnverhAtniffe. Bemannungsfrage, soziale Fragen und Mastnahmen und soweit andere mit dem. Vorstehenden in Per- stindung zu bringende Fragen in Betracht kommen." Der ReichStarif für daS Vankgewerbe. I« Reichsarbeitsministerium fanden über die Verläng«» rung de» Reichstarifs für das Bcmkgewerbe ausgedehnt« Ber. Handlungen statt, die dadurch erforderlich geworden waren, dast der Reichsverband der Bcmkleitungen feine Zustimmung zum Schiedsspruch von zwei Vorbehalten abhängig gemacht hatte. Auf Grund eines Vorschlags des Vorsitzenden, Dr. Brahn, wurde Einigung erzielt und der Tarif von allen beteiligten Organi- sationen unterschrieben. In zwei schwierigen Punkten empfiehlt da? Reichsarbeitsministerium den Bankleitungen, ohne tariflich« Bindungen den Bankbeamten freiwillig entgegen zu» kommen._ DaS kapitalistische Prinzip. Nach einer Mättermeldung aus B e l f a st ist dort im Bau- gewerbe wegen Herabsetzung der Qöhnz der Streik erklärt worden. ES kommen 50 000 Arbeiter in Frage. Verband der Bnchbiner med Papterderarvetter. Durch die Urabstimmung! die Vorlage des VerbttndSbeiraie» f Beitragserhöhung� angenomnn worden. Die neuen Beiträge treten daher vom!. Januar LI ab in Kraft. Nach Defchlust der Verwaltung bleiben die alten okalbeiträg« bestehen, bis«ine even. tuelle Neuregelung derselben urch die austerordentliche General- Versammlung, welche am 28. anuar 1921. abends 7 Uhr, in den Berliner Vereins- und KonztfAen, Zlommandantenstratze, statt- findet, geschieht. Bis dahin-lten nachftebend« Beiträge: l. Kl. 0.70 M.. II. Kl. 2,10 M.. II I.II. 2,70 M., IV. Kl.«.SO M.. V. Kl. 5 M. Wir ersuchen die Ztglieder, vorläufig diese Beiträge zu entrichten, bis die Generalrstmimlung über die Höhe der Lokal» beitrage entschieden hat._ Die OrtZverwaltung. Zentralveeband der«ngesteMri FachgnwpmvrrsamJiwngen am Sien-tas: Waren», Kauftziwler» und. Snezialaeßfte. TV, Uhr. Lrhrervereinshau», Alexander» ftrah« 40/41.— Bekleidung» und pilinduftrie» und«roh Handel. 7 Uhr, Dre» dener tasino,»mdener Str. HS.— leltro-Indusine unh-Handel 7 Uhr. Schul- aula.«ochftr. 13.— Nahrung«- a«ennhmiNel-Znduftri«. 8 Uhr, Mufikersiile, «aiser-Withelm-Str. 81. Buchblndeeoeeband. Achtung.>etri»d,räte. Die«»herigen Tiütmtieiattm müssen unverzüglich auf dem D-rbavdure-u zum Umtausch gegen solch« der stet- gewerkschastlichen Betrieb«ri!tezentra eingeliefert werden. «ewertschastrkartell Slowawe«. Venn,»tag, den 8. Zanuar, abend, 7 Uhr in Klemm» Parkrestaurant, Wilhelmstra, Persammlung der erwerbslosen. Erscheinen der«ewerkschaU-tunktionüre und fickistischen Semeindevertreter notwendig.— Montag, den 10. Januar, abend, Ihr im Lokal von Hinge, Sitzung de» Se- werkschast« kartells. Mus aller Welt. NeueS Erdbebe« in Ageutinien. »Daily Chromcle' veröffentlicht eine Drahtmeldung au« Buenos Aires vom 80. Dezember, wonach in Argentinien neue Srd- beben stattgefunden haben. 7000 Personen wurden g?- lötet oder verwundet. Der Sachschaden ist bedeutend. Reujahr i« Wien. Wiener Blätter wenden sich gegen die Ausschreitungen, die in der S y I v e st« r n a ch t in einer Reibe von VergnügungS» und Tanzlolalen begangen wurden und er- zählen, dast für eine Flasche Wein minderer Sorle 400 Kronen. für eine Flasche Champagner 1800 bis 3800 Kronen und für Fleischspeisen 200 bis 400 Kronen, für ein Stück Gebäck 50 Kronen verlangt und bezahlt wurden. ES gab Zechen von 40000 Kronen. In einem Tanzlokal machte eine aus sechs Per- sonen,»«r»cdle»« � 7500 Xersett""" B'tu,> � 283 Cardinen 7000 tluenseUrzei 27'»etall-Beltstenen 375°° :i;l : pi»] a»ja: Gberkenilen"JV0 and Pilten-Emutz,»ewiöizl int J w Xenen-Unterbeinklelder i eoo Titkot, st. Baumv, mel, ermiß, tut m v Kerren-Jaekett-Xtmig eeeoo gnn od Brun gern, tr. 790X10 fetzt J fc J Xnahw-Xnzflge�Ä« 1-9, Alt. s-II Jahr, sUtt»00 toi Tasckentäeher« � cöo Stück 8�0 fetzt D Bettlaken ee«- Jetzt 65' I Ullstein- Handarbeit amüsier 5»8!3 Berlin Balrhsverband SPD. 115. Abt. Lichtenberg. Unser Mitglied krall? Us Finowsir. 15, ist verstorben. Ehre seinem Andenke» I Die Beisetznng seinerAsche erfolgt am Dienstag, 4.Jan., nachm. 3 Uhr, im Urnenhain he» jtremawrwm» Baum- schulenweg. Z40/li Rege Beteiligung erwartet Die Abtellnng»teitung. Bullrstivervsnck Berlin SPD. 1«. Abt.«eihensee. Unsere Genossin, Frau Marie Mix Deißensee, Stroiftr. 1», ist verstorden. «her ihrem Andenken 1 Die Einitfcherung hat be- reit» stattgefunden. 240/18 Der Vorstand. ! Amt Moeltrpl. 3481, 3483. 3483. Aniei-tk. Journale mit 8, 10, 12, 14 und Ii Kolonnen Hauptbücher— KasanbQcher Q eschäftsbiicher ebr. Scherk, sSf," Bureau-Bedart. NEVEN& CO. SpeEialhaus fflr Narmor-Wascbtisciie Bade-EInriclitnngen Sanitäre Stelngntwaren Berlin C 19 WalUfr. 25 ODt«r(roBdbtboho( Splttelmarkt-Inielbrficke rillsnlm Jflweenknftl Amstfdacer Diamarschleferei Friedrl»str. 160. Tranprt. MflöIfiB, Sperialitlt: Ladcmann'a 25% Kohlenersparnis, für Jeden Raum geeignet, Herde I. Haashiltuagen, Wirtschaft., Hotelküch. usw. liefet t F.B. 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