Nr. 3 ♦ ZS. Jahrgang Ausgabe& Nr. 2 BezuffSvretS: L»rt«IiSl>rI.N.— M!«iluma!l.IS.— Mi. frei in» Heus, voraus zahld«. D°ü- demg Monatlich 1k- MI. crkl- fiu» fleLungsgeditdr. Unter it�u, band für Deutichland und Oesterreich IK�V M!. für d Vertrages unler Beobachtung eines vom Wiedergut- wachungsausschns; vorgeschriebenen � Verfahrens den alliierten und assoziierten Mächten alle noch feststellbare« Flußschiffe und anderen Aalirzeuge der Flußschiffahrt, die seit dem l. August 1911 aus irgendeinem Grunde in seinen oder seiner Reichsangehörigcn Besitz gelangt sind, in Natur und im normalen Ilnterhol» tuugszustande zurückzugeben. Zum Ausgleich für diejeni» gen Verluste an Flußschiffahrt Stvnnengehalt, welche die alliierten nrch assoziierten Mächte aus irgendeinem Grunde während des Kriege» erlitten haben und die durch die eben beschriebene Rück- gäbe nicht ersetzt werden können, verpflichtet sich Deutschland, dem Wiedergutmachungsausschuß einen Teil seines Flußfahrzeug- parks. und zwar bis zur Höhe dieser Verluste anzutreten, höchstens jedoch Ü9 Proz.'des gesaintcn Parks nach seinem Bestände vom 11, November 1918. . J'n Erfüllung dieser Vorschriften sind von deutscher Seite bis- her/ 29 433 Tonnen FluffschiffZrimmZ zurückerstattet worden, d. h. iittgefnvr ein Viertel der abzuliefernden Tonnage. Tie Jtach- forschungen noch solchen Flußfahrzeiigen werden fortgesetzt. Tie Wiederguüurchungskommifsjon Hai bereits von seiten der britischen, französischen, italienischen, belgischem griechischen,, polni- fchen, p o r tu gi si sche n, rn man i scheu und lerbi scheu Regierung die Liste ihrer Flußschiffahrtsverlüste erhalten und nach- geprüft. Andererseits Icht die deutsche Kr i egSlafteurommission die Bedeutung unserer Binnenschiffahrt dargelegt, die 6 Millionen Tonnen überschritt. Auf dieser Grundlage wird die Berechnung jener 20 Prozent Höchstmaß vorgenommen werden. Tie Wieder- gutmachmrgskommissiyn bat nunmehr die Gesamtsumme der Ver- luste miige teilt, für die Teutschland Ersatz zu leisten hat. In kür- zester Frist werden die Ablieferungen praktisch bemerk- st e lli g t werden. ** * Deutsche Antwort auf üie Slpo»Note. In der deutschen Antwortnote aus die Sipo-Noke vom 23. Dezember heißt es: Tie Kontrollkommission ist bereits seit längerer Zeit im Br- f i tz der Auslösungsveringungen aller in Betracht kommenden R«° gierungen, nnt Ausnahme derjenigen von M e ckle n b u rg- Sch wenn und Bremen. Es ist ihr mitgeteilt i norden, daß auch in diesen beiden Ländern die Sicherheitspolizei berejts im August bzw. Sep- rember a. u s g e. I ö st worden i st und dag in denjenigen deutschen Ländern, über die ihr bisher keine Mitteilung zugegangen war i Thüringen, Schaumburg-Lippe, Lippc-Detmold, Waldeck und ' Pyrmont), eine Sicherheitspolizei nicht bestanden hat. 1. Der Plan/ nach dem die gegenwärtig in den deutschen Ländern bestehende Ordnungsvolizei gebildet ist, ist in gemeinsamer Beratung mit den Vertretern der Kontrollkommission aufgestellt worden. Ii in zu verhüten, daß die geplanten Maßnahmen später beanstandet werden könnten, haben im September eingehende mündliche Erörterungen stattgefunden. Heber die für Preuße u zu erlassende Verfügung wurde zwischen den deutschen Vertretern und den Beauftragten der Kontrollkommission vollständige Einigung erzielt. « Ihr Wortlaut ist gemeinsam festgestellt, auf Wunsch' der ' Kommission sind noch in letzter Stunde verschiedene Aendernngen vorgenommen worden. Um auf jeden Fall Schwierigkeiten zn ver- : meiden, ist vorsorglich auch.noch der für Bayern aufgestellte Ent- »vurf zur Kenntnis eines Vertreters der Kommission gebracht rqrd.'lvvn diesem gebilligt worden. Die ll in brl d u n g nicht nur der vreußischen nnd bayerischen, ioÜdern auch der in, den anderen Ländern bestehenden Polizei, ist dann auch, soweit eine Reorganisation überhaupt erforderlich loar, buraweg nach Sem so vereinbarten Plane erfolgt. Die so- f o r t i g e Durchführung der Regierungsverfügung ist den unter- stellten Behörden zur Pflicht gemacht worden. Da hiernach über ' ble ganze Art der Reform zwischen den deutschen Stellen und der -Kontrollkommission [ Einigkeit bestanden i hat, kann es sich nach Ansicht der Deutschen Regierung bei den jetzt erhobenen Anständen nur um Mängel der Ausführung in einzelnen Punkten oder cm einzelnen Orten handeln. Welch- Mängel die Kontrollkommtinon feststellen zn können glaubt, ist der Deutschen Regierung bisher nicht bekannt. Sie bat am 27, Dezember um Nähere Angaben gebeten. Erst wenn ihr diese vorliegen, wird sie in der Lage sein, im einzelnen nächzu- weisen, daß sie vom Friedensvertrag nnd dem Beschluß vo.i der Reorganisation der Polizei zn Ende geführt ist.... Wenn die Kommistion nachträglich Bedenken gegen die mü ihr vereinbarten Verfügungen fand oder gegen die Art ihrer Aus- führilng Anstände erheben zu müssen glaubte, so hätte die Deutsche Regierung erwarten därien, daß ibr davon nicht erst Mit» teilung gemacht würde, nackchem d.rS mübavcckle upd ksstsptÄige Wer? der Reorgaritsation der Polizei zu Ende gesühra ist. 2. Tie Annahme der Kontrollkommission, chaß die nicht uniformierte Polizei in unzulässiger Weise verstärkt wordxn sei, ist gleichfalls unbegründet. Bei den Perbaiedlungen mit der Kontrollkommission ist keine Einwendung gegen die Ausiaiinng der Deutschen Regie rang er- hoben worden; es gilt mithin nach wie ver Artikel 1ö2, wonach eine Vermehrung im Verhältnis der seit 1913 eingetretenen Be- vol ksr u ng sz unah'm e zulässig ist. lieber diese Grenze hinaus rst die nicht uniformierte Polizei nicht vermehrt worden. Die geforderten Angaben über den Bestand der verschiedenen Klassen der Polizeibeamten und Polizeiangestellten nach den And- getö von 1913 und 1920 werden sobald wie möglich übermittelt worden. Es wird jedoch schon jetzt darauf hingewiesen, daß die Re- gierungen der Länder zur Beschaffung der nötigen Unterlagen einer gewissen Zeit bedürfen werden, da wegen der vollkommen durch- geführten Dezentralisation hierzu erneut Berichte von allen größeren Gemeinden eingefordert werden müssen. Auch im übrigen steht selbstverständlich der Kontrollkommission und ihren Organen alles etwa gewünschte Material zur Verfügung. Die Deutschs Regierung hat sich bei der Neuordnung des Po- lizeilvcsenS auf das Loyalste an den Friedensvertrag und.die Noten vom 22. Juni und 12. August 19-29 gehalten. Sie muß den Vorwurf der Vertragsverletzung in der bestimmtesten Form als unberechtigt zurückweisen. Gezeichnet ist diese Note, die wir nur etwas gekürzt wieder- gebe« können, vom Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, Hantel. * Ein Protest. Landau, 3. Januar.(MTB.) Der Stadtrat lehnte daZ Ansuchen der französischen Militärbehörden um Vornahme einer Reihe van E ov e i t e r u n g e n an dm Söldatenheim mit einem Kostenaufwand von 80 000 M. ab, da die Stadt nach Ar» tiksl 8 des Rheinland-Abkommens nicht verpflichtet' ist, für die Einrichtung von Soldatenheimen aufzukommen. ».» « Stärkung üer Republik? Seit einigen Wochen bemüht sich bekanntlich der Paris« „Tenips" imtcr dem Einfluß seines AnZlands po trtikcrs Jean H e r b e t t e. die Frage Her deii!tsch.frniv,ösischen Beziehungen unter dem neuen Gesichtspunkte ber Stärkung des re- publikanischen Gedan kens.in Teutschland zu be- handeln. Allein in dies« Fonimlimrng liegt das Geständnis des biZheriMN kapitalen Fehlers der frasgösischen Politik, die nur das umgekehrte Ziel cht verfolgen schien, nämlich die Stärkung der deutschen Reaktion. Wir haben nin so größeren Anlaß, die-Bemühungen Herbetites mit Gcnugtmmg zu ver- zeichnen, als ja der„Tenips'� nach wie vor das Sprachrohr der französischen Regierung ist, die demnach geneigt wäre, den vom bornierten Fanatiker Clemencsan eingeschlagenen Kurs aufzugeben, der in jedem Deutschen den„Feind" erblickte, den zu bekämpfen und zu demütigou die höchste patriotisch« Pflicht war. Ausimhinen wurde» nur für Leute k la Dorfen gemacht. Die Orgefch-Ndtm der ReHZregiernng hcchen wenigstens das eine Gute gehabt, daß sie'diese Bestrebungen des„Temps", die noch vicl/ach auf verständnislose Ablehnung in den meisten politischen Kreisen Frankrsichs stoßen, geföndvrt haben. Mit Recht konnte Herbetts au? die einmütige Ablehwtnz des Escherich-Stanldpunktes durch die beiden sozialistischen Parteien Und durch die wirklich republikanischen Elemente der Demo- krati lchen Partei hinweisen, Bo schließt der Leitartikel des inzwischen hier eingc- troffenen„Temps" vom cid. Dezember mit folgenden Worten: „Deshalb bedauern wir, daß Herr Simons seinerer brausender Lärm. Da fühlte der Studiosus Bunke den großen Augenblick seines VbilisierdaseinS gekommen.- -Lch �2«« jem« Saittziettchrii mähr. Ich renne aar noch den Rausch," schrie er. eilte vor Wonne bebend an bas offene Fenster, schwang einen blitzenden Gegenstand hinaus und.... Ein schauerlicher Knall ertönt«. Der Lärm auf der Straße verstummte. Alls im Zimmer umringten staunend den mutigen Bunke. Da, ein Schrei: Ferner! Leute stürzten auf der Straße zusammen. AuS dem Produktcnkeller der Witwe Krause schlugen die hellen Flamrapn heraus. Ma,? verlangt von Bunke Diedergutmackmng. Durch feine Tat ist er ai« semer Fasson gekommen. Der Fermalsche Satz muß weiter fetner Lösung harren. K n a x. Dokumente drS Sozialismus. In der Sammlung. A u S g s- wählte L e s e st ü ck e zum Studium der poliiiichen Oekonomie", die die Freiburger Professoren Karl. Diehl und Paul Mombert herausgeben(Karlsruhe, Braunscher Verlag), sind jetzt zwei von SoziallömuS, Kommunismus und Anarchismus handelnde Bände erschienen, denen auch in Kreisen der Partei eine größere Leserzahl zu wünschen ist. Der erste bringt typisch- charakieristische Ausführungen aus den Schriften französischer, englischer und deutscher Sozialisten(etwa 200 Seiten), denen sich auf anderthalb hundert Seiten Belegstellen ci,S der Literatur de» Bol- schewismuS(BucharinS Programm der Kommunisten), aus der des Anarchismus(Pcoudhon und Krayotkin) und des Agrarsozialisrnus (Henry George) anschließen. Bon den Franzosen kommen der nach der großen Revolmion 179S guillotinierte Babeuf und Blcmaui zu Wort, von denen dieser, im Gegensatz zu den friedlichen Orgamsa- tionsplänen der Fourier und St. Simon, unter dem Iulikünigrum, wie später unter dem zweiten Kaiserreich unermüdlich zu bewass« neter Erhebung und zur Errichtung einer revoluiionären Klassen- diktatur zwecks Herstellung einer kommunistischen Wirtschaftsordnung trieb, in seinem Glauben an die schöpferische Macht der Gewalt ein Vorläufer der bolschewistischen Dokirinen. Die Auszüge ans Blangnis nachgelassener„Oritique Booiale" beleuchten charakteristtich den Abstand.' der diesen noch merkwürdig naiven utopistischen von dem Marx- Engelsschen RevolutionariSmuS scheidet. wie sich derselbe im»kommunistischen Manifest ausspricht. AuS der englischen sozialistischen Literatur sind Thompson und O. Brie herangezogen, 2forx ist mit der Abhandlung. �Lohnarbeit und Kapital", die. cM den vierziger Jahren stammend, in embryo- naler Form die Umrisse seines späteren Lebenswerkes»Das Kapital" erkennen läßt, Wettling mit einem Stück aus seinen.Garantien der Harmonie und der Freiheit", Lassall« mit seinem Vortrag.Zur Arbeiterfrage" vertreten. Der folgende, der zwölfte Band, gibt, eine fühlbare Lücke füllend, eine handlich bequeme Zusammenstellung der hauptsächlichsten französischen, englischen und deutschen Parteiprogramme, die in der Geschichte eine Rolle gespielt haben., Marx berühmte Jnaugural- adresie der Internationale, die Statuten derselben, da» Partei- Programm der Bolichewisten vom März 1919 und da» der englischen Bodenreformgesellschaft. Namentlich dem Politiker wird diese Samm- lung willkommen sein. linier theoretischen Gesichtspunkten interessiert vor allem die hier abgedrukte. vor Jahren in der„Neuen Zeit" publizierte prinzipielle Kritik, die Marx im Jahre 1875 gegen den Entwurf des später unverändert angenommenen Gotha« Programm» für feine engeren Parteifreunde niederschrieb.' dt fionzertt. Mit Werken von Bufoni trat der ausgezeichnete Klaviervirtuose Michael Zadora auf. Der schöpferische ltiusi- kalt sche Geist Busonis ist, wie auch in diesen teilweise neuen Klo- vimoerken sich zeigt, selbst geschulten-l�cen nicht ohne weiteres zugänglich, cseins Werke klingen wie chsissenichaiiliche Arbeiten, trocken und nüchtern, und man freut sich, sobald das Melos hin- durchschimmert. Ob ein breiteres Publikum diesem Weg wird hzlgcn können, erscheint mehr als fraglich; ein von Bufoni geschickt gearbeitetes Duettino von Mozart wurde bedeutend beisälltzer auf» genommen. Michael Zadora widmete sich der nicht gerade leichten Aufgabe mit Geschmack und dem bei ihm oft gerüömicn Virtuosen- können. Daß er sieb ne-nerdingS den Modernen zuwendet, ist ein- dankenswertes Zeichen des Fortschritts. Der dritte Abend des Ehepaars von Kreß war eist Musi- laiischer Gruß an Italien. In der ersten Hälfte kamen Werke der- storbener Meister zn Gehör, in dch zweiten erklang Busonis Violiu- fonerte. Deutlich war cs zu erkennen, daß der liebenswürdige nnd elegante Geiger Goza von Kreß sich bei der modernen Musik wohler fitoJI. Selbst wenn er den toten Geigerkompvuisten durch großen männlichen Ton und durch brillante Technik gerecht wird, erfüllen ihn die Aufgaben der komplizierten neuzeitlichen Rübtung bei weitem mehr. DaS gleiche gilt für seine Gattin am Klavier, deren feine Anschlagsnuancen und saubere?, durchgeistigtes Spiel ibrer Kunst ein vorteilhaftes Zeugnis ausstellen. Ii. E. Rose-Tdeatcr:.�Hoffnung onf Segen."(Aufführung des Be- zirksbildrmgSau.ZschnsseS.) Dieses sozial«.Seeituck" Hermann •ö c i j c r m a n n 3 ist aus der Zeit deS trafen Naturalismus, in der man mir die Farben Weiß und Schwarz rennt und beide nach Massen verteilt. Wenn dos räch heute überwunden ist. so hat es seine Wirkung noch nicht verloren. Die Gegensätze zwischen Kapital und Arbeit werden an Hand eines Dorfstückes gezeigt. Ihre Verkörperung sind ein junger Matrose und ein reicher Reeder. Der Seemann war einst bei der Marine, mißhandeUe seinen Vorgesetzten. weil er seine Braut lästerte. Degradation war die Folge. Jetzt dient er dem Reeder; er und sein von Ahnungcn erfüllter Bruder. AlleS kommt, wie öS kommen mußte. DaS Schiff gebt unter und das.Kapital triuu.phim. Tie Darstellung hielt sich auf würdiiger Höbe. Frau ipchäftel ans Fischers Witwe wirkte zn aristokratisch, Geort, ibr Eon(Hans Rose), fand den echten An- klagetrnn die Herren Guncld und Brefiart sind zwei lcbenKrarm« ArmenbänÄertvden, Herr Kleister war besser als Regisseur denn als Reeder. Hier fehlte ihm die Arutalitär der kapitalillischen Bestie, und so zerflatterte die große DuseinandersetzungSszene. Seine Tochtxr, Frl. Keßler, trug— zur Markierung der großen Gegensätze— dünn seidene Strümpfe. Sonst rst'wenig Gutes von ihr zu sagen. Die Zuhörer folgten in ernster Ergriffenheit, wp. Theater. Franz Schrcfcrs.�«zeichneten", deren Erstaus'ührunz am S. Jan. stattfindet, wird in sas» allen Partien dopbeN beictzt' sein. Hauptrollen: die Dnnien Äemv un» Heckmann-Lettcndori(Carlotirä, die Herren Mann und Oskar Bolz a.(Ä.(Aloiano), SchluSims und Schüren- dors(Tamare), Ärmster und Zador(Adorno und Capitaneol. Die erlien Wiederholungen find für den 6. und 8. vorgesehen.— v. Hofmannsthals Einakter.Fl ort Udo", der am 7. Jan. in den K a m m ers p ie I e n zu: Lrantzührung kommt, ist die ursorängliche Fassung des LustsvlelS „EristtnaS Heimreise". Im zugleich aufzesührte» Drama e r A Sc v- teurer Und die Hängert»" wich d« zweite Akt M zu»«jlest» mal gespielt«erde». Heilage öes vorwärts Dienstag, 4. Januar 1921 Nr. Z � zs. Jahrgang GroßSerlrn Die Wohnungsluxussteuer. Der Si�uerausschutz der Stadtverordnetenversammlung setzte gestern unter dent Vorsitz deS Genossen Bruns seine Verband- hingen fort. Nachdem die Gemcindeeinkommenstcuer verabschiedet worden ist, wandte sich der Ausschuß der WoHnungsluxnS- st euer zu. ES entspann sieb eine ausgedehnte allgemeine Ans- spräche, in der von den bürgerlichen Rednern soziale und rechtliche Bedenken gegen die vorgeschlagene Steuer erhoben wurden. Werde aber die Steuer auf den eigentlichen Lupus beschränkt, so bringe sie nichts. In ihrer jetzigen Form, sei sie durchaus unsozial. � Die Vorschrift über die Zahl der Zimmer als Normalbedarf könne die unerwünschte Folge haben, daß von den Mietern im Einverständnis mit den Hauswirten Rabitz- und andere Trennwände heraus- genommen und aus zwei Zimmern ein Zimmer gemacht würde, um die Steuer zu ersparen. Auch dürfe die Wohnungssteuer nicht auf solche Eigenheime und Neubauten angewendet werden, die ohne Beanspruchung öffentlicher Zuschüsse neu errichtet würden. Von sozialdemokratischer Seite wurde u. a. betont: Vor dem Kriege hätte die Sozialdemokratie gegen eine derartige Sondersteu-r Stellung genommen, jetzt zwinge die Finanznot der Stadt dazu. Eine Reihe von Bedenken sei überdies durch die inzwrschien beschlossenen Aenderungen der Steuerordnung in der Finanzdeputation behoben worden; man könne der Steuer aber nur zustimmen, wenn sie wirklich zur Behebung der Woh- nungsnot beitrage. Es wurde desbalb von sozialdemokraiischer Seite beantragt, die Steuer als reine Zw eck st euer auszubauen, deren Ertrag zur Fördexung des Wohnungsbaues verwendet werden müsse. Derartige Häuser müßten aber dauernd im öffentlichen oder gemeinnützigen Eigentum verbleiben. Der Kämmerer äußerte starke Bedenken gegen die beantragte Form der Zwecksteuer. Der schwierige Stand der städtischen Fi- nanzen gestatte nicht, laufende Steuereinnahmen zu Neubauten zu verwenden. Von bürgerlicher Äite wurde serner angeregt, bei der Bemessung der Steuersätze aus die Leistungsfähigkeit deS Steuerzahlers Rücksicht zu nehmen. Der Steuerausschuß hat für die Einzelbcratung der Vorlage am Diens- tag und Miinvoch zwei je vierstündige Sitzungen. in Aussicht ge- nommen,_ Der Naubmorü in öer kepusnickstraße. Die Leiche de« ermordeten Kaufmannes Moritz Henschke aus bee Krausnickstr. 2S wurde gestern nachmittag von den Gerichts- ärzten Prof. Dr. Strauch und Geh. Medizinalrat Prof. Dr. Straß- mann obduziert. Die Leichenöffnung hat ergeben, daß der Tod deS Mannes durch Erstickung, hervorgerufen durch die Knebelung. eingetreten ist. Die Verletzung am Hinterkopf, die nicht tödlich war, ritzhrt von einem ziemlich wuchtigenSchlagmit einem stumpfen Instrument her. Der unter dem dringenden Verdacht, an dem Verbrechen be- teiligt gewesen zu sein, verhaftete Chauffeur Bloß bleibt bei seinen Vernehmungen dabei, daß er die Tat nicht ausgeführt habe. Er gibt jetzt sogar auch zu. daß es sein Hut sei. der am Tatort gefunden worden ist, doch habe er ihn seinem Freunde au« Gelsenkirchen geliehen. Dieser, ein 19 Jahre alter Herbert Bruckmann, ist inzwischen nach Gelsenkirchen abgereist. Es sind alle Maßnahmen getroffen worden, um auch seiner habhast zu werden. Blöß hal auch fllr die fragliche Zeit, in der das Verbrechen ausgeführt worden ist, einen Alibibeweis auf- gestellt, der zurzeit noch eingehend nachgeprüjt wird. Wie weiter ermittelt werden konnte, ist Henschke von zwei Männern vor einiger Zeit bereits einmal guSgeplündert worden. Diese hatten sich an ihn herangemacht und ihn zum Spiel verleitet. Diese« wurde zu- erst in einem Lokal begonnen und dann in der Wohnung HenschkeS sortgesetzt. Dabei haben ihn die beiden Männer, die eS verstanden, ihrem Glück nachzuhelfen, um nicht weniger als IM 000 M. beraubt. Einbrecher auf Reifen. Zwei gewerbsmäßige Einbrecher, ein Paul Koch und ein ehe- maliger Rcstaurateur GraeSke aus Zeitz, wurden von der Kriminal- Polizei unschädlich gemacht. GraeSke hatte in Zeitz im Geschäft Schiffbruch erlitlen und war nach Berlin gekommen. Hier lernt« > Schweres Vluk. SJ Roman von Znhanl Ah». Er wandt« sich ab, schlug wieder ein« Front bis zum oberen Rand der SäM>ende und von da wieder eine bis zum unteren Rand zurück. Immer war noch niemand zu sehen. Und warum auch? Wieder kam er zum oberen Rand. Jetzt aber fühlte er das Bedürfnis, sich auszuruhen, und er setzte sich aus denselben Stein wie vorhin, unter die zusammen- gewachsenen Birken. Das mußte er überlegen, er mußte aus'. denken, wie alles dies gekommen war, wie es kam. Doch gelang es Juha nicht, seine Gedanken zu lenken, wie er wollte, sie gingen immer wieder ihre eigenen Wege. — Früher hatte sie immer das Essen gebracht, wie weit der Arbeitsplatz auch entfernt war. Brachte gebackene Fische, trug Dickmilch im Läge! herbei.... jetzt bin ich ihr zu alt: „so ein Gerippe, so ein Krummbein.. so ein Hakenkinn". So kann es ja sein, aber wann habe ich ihr vorgeworfen, daß sie arm gewesen ist, daß sie nichts hatte, daß ich ihr das Haus gebaut, die Bauns gefällt, die Moore gerodet habe.— Kommt es denn darauf an, wie der Mann aussieht oder wie alt er ift, wenn er nur ein Mann ist? Kommt es nicht darauf an. daß er etwas ferkig bringt und etwas leistet? Ist das nickst mein Werk: der Hof, mitten in den kalten Wald gebaut, auf der sonnigen Lichtung, am kühlen Wasser, aus der Land- guitge zwischen den Schnellen— der Pferdsstall, die Speicher. die Badestube, das RinderhauS. daS Pferd und die fünf Kühe? Mag Marja jagen, welcher andere sie dem Bettelmädchsn, dem Findelkind, der Fremden erarbeitet hätte. Wäre es besser gewesen, als Leibeigene im eigenen Lande zu leben, wäre es besser gewesen, als Magd in dem alten Karhula-Hof? Mag sie's sagen! Und was Habs ick) dafür als Dank? Sie glaubt mich wohl schon damit belohnt, daß sie gut gewesen ist, als ich noch nicht so uralt war.. als ich noch nrcht pustete und hustete. Juha kam die Reue. Was klage ich über sie? Sie war fa damals noch ein Kind. Ich. der Aeltere, hätte es besser wissen sollen... Aber wenn sie sich nur einmal mit mir freute— wenn sie sagte:„Da hast du aber wieder ein Stück vruchwald niedergelegt, das wird wieder ein prächtiges Neu- «r�den Koch kennen und veröand sich mit ihm zu gemeinsamen Ein- brücken. Beide fuhren zunäckst nach Zeitz, plünderten dort einen Juwelierladen aus und kamen mit der Beute wieder nach Berlin, um sie hier zu Geld zu machen. Am Nenjahrslag nahmen Kriminal- beamte der Streite B I Koch in der Elisabethstraße, wo er unan- gemeldet bei feinet Geliebten wohnte, fest. Ein Teil der Beute aus Zeitz wurde noch bei ihm gefunden. GraeSke hatte unterdessen auch sckon einen zweiten Helfershelfer gefunden und war mit ihm wieder einmal nach Zeitz gefahren. Dort erbrach er eine Garage, stahl daran« ein Auto im Weite von 100 000 M. und fuhr damit nach Berlin, um es zu verkaufen. Hierbei wurde er von Kriminalbeamten be- obachtet und ebenfalls festgenommen. Koch wollte von diesen Streif- zügen nichts wissen und spielte den Harmlosen. Kriminalober- Wachtmeister Brumme aber entlarvte ihn als einen Ver- brecher, der auch für seine Befreiung im Falle der Ver« Haftung sckon seine Vorkehrung getroffen hatte. Als man fein« Kleidung durchsuckte, kam zwischen den Doppelsohlen eine« Stiesel« Metalls zum Vorschein. Man zog e« heraus und hatte eine gute Eisensäge in der Hand. Auch der zweite Stiesel enthielt zwischen den Sohlen eine gleiche Säge. Beide waren so eingefügt, daß sie durch Klopfen der Stiefel herausgeholt werden konnten. Koch hatte die Absicht, mit den Sägen die Vergitterung der Fenster heraus- zuschneiden und zu entfliehen. Er gab jetzt zu, daß er, während GraeSke den Autoeinbruch in Zeitz ausführte, er selbst hier in ein Konfektionshaus einbrach und gute Beute machte. Ver ist öein 5einö! Diese hier aufgeworfene Frage behandelt ein„Vorwärts�- Abonnent wie folgt: Was würdest du tun, wenn jemand in deine Wohnung kommt und dich beschimpft? Du würdest ihm die Tür weisen ober einen solchen Frechling ugter Umständen an die frische Luft befördern. Viele glauben eine solche Prozedur nicht nötig zu haben, weil sie sich solcher Feinde nicht bewußt sind. Sie irren zumeist. In ihr Heim kommt der Feind täglich, er beschimpft sie, er tritt ihre Rechte mit Füßen. Trotzdem dulden sie diesen dreisten Gast bei sich. Mit einem Handstreich könnten sie ihn beseitigen. Gleichwohl denken die meisten nicht daran. Wer ist der Feind, der Tag aus Tag ein in den Wohnungen der Angestellten und Arbeiter Einkehr hält? ES ist die bürgerliche Presse. Ihr gewährt der Arbeiter und Angestellte freien Eintritt, ihr erlaubst du. dich zu beschimpfen. Kaum kannst du die Zeit erwarten, bis dein Feind kommt und dir hohnvoll Lügen ins Gesicht schleudert. Warum beseitigst du deinen Feind nicht? Ist die Macht der bürgerlich-kapitalistischen Presse über dich so groß, daß du nickt gegen dieselbe auskommst? Hinau« mit der Scherl-, Ullstein- und Mosse-Presse I Mach von deinem Hausrechl Gebrauch! In dein Heim gehört der Vertreter deiner Interessen, der.Vorwärts". Er ist dein Freund. In ihm findest du, was dir brauchst. Du bist es deiner freien Weit- anichauung schuldig, ein sozialistisches'Blatt zu lesen. Daher bekämpfe deinen Feind. � ergreife die Offensive gegen die bürgerliche Presse und bestelle den.Vorwärts". Raubüberfall bei Potsdam. Im Maldgelände von Sakrow fanden am Montag nachmittag Spaziergänger einen in Decken gehüllten IS jährigen jungen Mann. Der Aufgefundene, der bewußtlos war und mehrere Stichwunden aufwies, war der Führer etile! Fuhrwerks und ist nach den bis- herigen Ermittlungen von einem Unbekannten überfallen worden- Nachdem der Täter sämtliche Geldmittel und Wertsachen an sich ge- nommen hatte, konnte er mit dem Fuhrwerk unerkannt entkommen. Silvester am Kreuzhergöenkmal. AIS Postmann hatte ich das Glück, seit vielen Jahren in der Silvesternacht ohne Dienst zu sein. Diekmal sagte ich zu meiner Frau:.Heut' kommst du wohl mit nach dem Äreuzberg!" Sie aber lachte mich aus und mein Sobn scherzte, indem er sagte:.Vater, du willst wohl die Mutter verführen?" Es wollte niemäud mit- kommen. Abends spät noch kam Besuch; als e« 11�/z Uhr ist. frug ich nochmals:.Wer kommt mit?" Eine zwölfjährige Nichte stimmte diesmal zu. Als wir zum Hause heraustraten, regnete eS; aber ich ließ mich von meinem Vorhaben nicht zurückhalten.. Am Fuße deS Denkmals trafen wir noch einen Herrn, der denselben Gedanken hegte wie ich. Wir begrüßten uns am EingangSgitter, doch schade. land geben!" Aber nein!— Seine Gedanken stände ii eine Weile still.— Das ist es, daß wir kein Kind haben! Ja, das ist es.- Es ist ihr selber leid! Darum ist sie so, wie sie ist. Wir haben kein Kind und bekommen keius mehr! Denn wie soll sie eins bekommen, wenn sie nicht will... Da hörte man, wie unten am Ende der Schwende jemand hackte, wie einer, der es nicht versteht. Juha flog auf, sah aber nichts als schwankende Laubzweige. Ob es Marja war? Ob sie das Mittagbrot brachte und Büschel abhieb? Vielleicht ist sie schon wer weiß wie lange dort, und ich habe nichts divon gsmeikt? Es war nicht Marja. Es war Kaisa. Wenn sie aber Kaisa vorangeschicki hat und selbst mit dem Essen kommt?— So war es auch nicht, dort war das Mittagbrot. Die Magd begann das Bündel, das sie brachte, zu öffnen, aber Juha sagte, er gehe nach Hause. Kaisa solle bleihsn und Büschel brechen. Er fühlte, er konnte heute nicht mehr fällen. Und es war ja Sonnabend, und die Netze mußten auch ausgelegt werden.— ,�ch breche dort Quaste für die Badeftu'be."— Aber da sah er wieder ein Bild vor sich, sah Marja als junge Wirtin Büschel von einer Birke brechen, die er vor ihr gefällt hatte, Marjä, mit bloßem Kopf, daS Tuch im Nacken, lang, schlank, geschmeidig wie eine astlose. Birke. Es gibt keinen herrlicheren Menschen als sie, wenn sie auch braunäugig, schwarzhaarig, dunkelhäutig ist! Sie wirft die Büschel in einen Haufen, daß die Espenblätter rascheln. Stemmt die Arme in die Seiten, wendet den Kopf und lächelt: „Da haben aber die Schafe den ganzen Winter zu knabbern!" Und als der Haufen aufgeschichtet war, da ging es mit den Quasten unterm Arm nach Hause, und der Weg lief auer durch das Feld, und da wurde geplaudert, wie dort im nächsten Jahr eine Schwende angelegt werden solle, und dort eine andere, und wenn man lebe, werde nicht locker gelassen, bis man um den ganzen Hügel herum sei und der Fichtenwald zu Laubwald geworden und ganz oben auf dem Scheitel nur ein großer Steinhaufen übrig' wäre. Reich würden sie, schafften sich einen Hof. gegen den der Elternhof nichts wäre, obgleich der der beste im Kirchspiel sei, ein alter, reicher— „schaffen ihn recht deiner großen Sippe zum Trotz", hatte sie gesagt— wie es auch geschehen war. Und vorangehend hatte sie die Ouäfte durch die Lust geschwenkt und hatte sich über das Zaungatter geschwungen... dasselbe war verschlossen. Bald sprangen einige Leuchtkugeln in die Höhe. Jetzt pfeifen sämtliche Lokomotiven, welche auf dem Anhalter und' auf dem Potsdamer Bahnhof im Gange sind, ihr neues Jahr ein. Ringsum ertönen die Glocken— eS ist 12 Uhr. Em Brausen und Rufen, ein Knallen, ein Hin- und Hei fliegen der Leuchtkörper in allen Farben; dazwischen bengalische Flammen- beleuchtung. Es war ein unbeschreiblich schönes Sckauipiel. Und doch standen von Groß-Berlin nur drei Mem'chenlinder am Kreuz- bergturm, um von dieser Höhe zu bewundern, was sich in tausend« fachen Abwechselungen in Berlins Straßen abspielte. öezlrksverorönetenversammlung ües 13. Sehrts. Die BezirkSvsr-orbneten des 13. Bezirks waren zu einer Sitzung nach der Aula des Lyzeums in Diariendorf berufen. Vom Berliner Magistrat ist mitgeteilt worden, daß der Stadtrat Schüraug dem 13. Bezirk als Bindeglied zwischen Bezirk und Magistrat überwiesen ist. Der neugäbi-ldeten kommunistischen Fraktion gchöron 4 Mitglieder an. Ten Bericht des Wahlausschusses über Festsetzung der Zahl der Bezirksamtsmitalieder erstattet Genosse Einaild. Der Wahlausschuß habe 7 besoldete und 4 unbesoldete Sivdträte in Vorschlag gebracht. Der Berliner Msgistvcrt habe jedoch nur 5 besoldete und 4 unbesoldete festgesetzt. Nach nochmaliger Prüfung dieser Frage ist der Wahlausschuß zu dem Resultai gekommen, an der Zahl der Besoldeten von 7 unbedingt festzuhailten. Die Vevsamm- lung stimmt diesem Beschluß einmütig zu.— Zur Beschaffung von RÄt-mlichkeiten für das-Bezirksamt wurde eine elfglisddge Kommission gewählt.— Gegen einen Antrag Knter und Genossen auf Einsetzung einer Kommission zur einheitlichen Regelung der Be- amtenfragen im 13. Bezirk wendete sich Genosse Thiele mit der Motivierung, daß die Fragen einheitlich von Berlin aus ge- regcW werden müssen. Dem wurde von bürgerlicher Seite zuge- stimmt und der Antrag in dieser Form gegen die Stimmen der U.S.P. und der Kommunisten Abgelehnt.— Ekne längere Debatte brachte ein kommunistischer Antrag Jrvgcmg auf Ausbau der Er- werbslosenfürsorge. Genosse Ewald gab die Beschlüsse der Berliner Stodtverördnetensitzuny zur Erwc rbÄofen frage bekannt, denen die Versammlung einhellig zustimmte. Für den Antrag des Marien» dorfer Angestelltenausschuffes auf Ueberführurg von nichtständigen Angestellten m ein ständige» ÄugestelltenverhAtniS sprach Richter (U.S.P.). Genosse Bürgern eister will diese Angsleganheit in Gemeinschaft mit dem Berliner Magistrat uiib der zuständigen Gewerkschaft geregelt wissen; dem stimmite die Mehrheit zu. Die Kündigung, welche gegen einen Teil der Mariendovser Hilfsarbeiter- ausgesprochen ist, soll zurückgezogen werden.— Ein Antrag des Internationalen Bundes der Kriegsbeschädigten auf unentgeltliche Lieferung von Kohlen und Holz und Mittel für die WeihnachtS» bescherung wurde abgelehnt, weil diese Angele«geniheit durch die Bor« licher Stadtverordneto!wersamntlu.NI geregelt ist.— Ein Antrag der Gowerkschaftsunterkominifsion Tempslhof wünscht die Ausdehnung' des Kaufmanns- und Gewcvbogerichts auf sämtliche Orte des 13. Bezirks. Nachdem Genosse Burgsmeister darauf hingewiesen, daß eine Neuregelung zum 1. Juli stattfinden soll, wurde eine Kommiffion von S Mitgliedern gewählt, welche die Verwirklichung deS Antrages der Iltckerkommiision herbeiführen soll. Von unseren Genossen ist Burgemeister in diese Kommission delegiert.-»» lieber die Auflösung der KriegSbeschödigienfü>rsorgsstelle berichtet Groß« Lichtenrade x nachdem Lichtenrade aus dem Kreise Teltow auSge- schieden und Berlin angeschossen ist, ist die Kriogsbeschädigtcnfür- sorge auf Berlin übergegangwt und die Auslösung der Füriorgestelle ausgesprochen wordeit. Die Arbeiten sollen durch die Fürsorgestelle tu Marie ndorf mitevledigt werden. Gegen diesen Bescheid soll Ein- spruch erhoben'werden.— Einstimmig wurde Protest erhoben gegen das Fällen der Bäume in der Dorfstraße in Tempelhof. Eine der- artige Verschjpidelung der alten Torfstraße soll traft allen Mitteln unterbunden werden. Genosse Thiele macht darauf aufmerksam, daß die Park- und Baukommrssion Tempclhcf diese Arbeiten be- schloffen hat., Ausschnitte aus der bürgerlichen Stadtverwaltung. Zu diesem Artikel in Nr. 012 deS„Vorwärts" wird uns vom Nachrichtenamt des Berliner Magistrats folgende Aeußernng der Deputation für die Güter und Forsten übersandt: lieber die Verpachtung der dortigen Jagd, der Vermietung der Wohnung, besondere Leistungen an Herrn Jagdpächter Gottlpb ist schon dcs öfteren in der Deputation für Kanalisationswerke und Güter Berlins verhandelt worden. Auch hat am 1. Dezember eine genaue Untersuchung der Vorgänge gemeinsam mit dem Betriebs» rat der � Administration und dem ArbeiterauSschuß der Betriebs- rate der Güter Berlins an Ort und Stelle stattgefunden. Nach» Damals sagte sie nicht:„altes Gerippe, Krummbern". wenn sie es gedacht haben mochte... obwohl ich ja jetzt nicht viel anders als damals bin, da ich immer so gewesen bin wie jetzt. Jetzt hat sie an nichts mehr Freude, was wir gemeinte• durchgemacht haben, nichts gefällt ihr, was mir gefällt."' Aergerlich macht sie sich am Morgen aus ihrem Speicher an die Arbeit, böse legt sie sich am Abend in ihrem Speicher schlafen und hakt ihre Türe zu. Soll ich sie mit zum Propst nehmen, der uns getraut und uns die Hand gereicht und Glück gewünscht bat? Qb sie ginge? Ob Wohl der Propst Macht hat über«in verzaubertes Gemüt? Das waren ewig die Pfade von Jnhos Gedanken, die er ging und tappte, ohne ans Ziel zu kommen; die immer in das Moor und auf Bebcland führten, wie die Steige im OeÄvald das Vieh. Der Weg führte zuerst abwärts durch das Roggenfeld, dann am Rande einer allen Rodung hin, dann durch Gestrüpp senkte sich in eine feuchte Mulde, in der man das Brausen der Stromschnelle hörte und zwischen den Bäumen hindurch die aufspringenden Wellen sah. Nun-verschwand die Schnelle hinter dichterem Jungwald, der Weg stieg zu einer Wiese hinan, von der Wiese auf einen Acker und von da auf den Hofraum. Marja war im Viehpferch und melkte, reckte sich, um über die Kuh hinweg zu sehen, wer auf dem Gäßchen zwischen dem Pferch und dein Rinderstall kam. beugte sich zurück, sagte nichts, sandte aber doch einen stechenden kalten Blick und riß mit einem bitteren Zucken ihrer Mundwinkel dem anderen in die Seele, wie der Zahn der Säge reißt.. Sie hatte sich immer noch nicht beruhigt. Steckte-sogar noch in denselben Lumpen wie am Morgen, wie immer, solange sie in der Stim- mung war. Sie hatte ihre Worte noch nicht bereut. Wie wenn sie bereit gewesen wäre, sie noch einmal über den Zaun zu schleudern. Mochte wohl denken: da geht er, das alte Gerippe, das Krummbein. Und Juha war es, als er über den Hof nach dem Wohnhaus schritt, als ob man ihn bei jedem Tritt mit Pfeilen in den Rücken geschossen hätte. Er nahm aus dem Speisekämmerchsn einen Brotranst mit und ging an den Strand, raffte ein paar Netze aus dem Netzschüppen an sich und schob das Boot ab. . Sörtf. folgt.) steheild sollen lurs bte Befunde durch den BeirreÄrut alZ Erw?d-e- ruya die in dem oben erwäbnten Artikel bekanntzegebenen ber» meintlicben Mißstände nuigeisil* tverdcn: 1. In der Wohnungsfrage sprechen sich di« Urheitervertreter dahin aus, daß Herr Gottlob für seinen Jagdaufseher die Wohnung benAigt, aber nicht in der seitherigen Ausdehnung. c?S sollen ihm Htvei Zimmer und eine Kammer abgenommen und als Ar- beiterivohnungr-n eingerichtet werden. 2. In der Gartenangelsgettheii sind die Arbeitervertreter �nit der Deputation einig, daß der Garten der Erziehunoöan statt in Klembseren zum selben Pachipreise wie an Herrn Gottlob ge- 2. Abt. s Reukölln) abend» T'i Uhr bei Vergmann. Kaiser-Frledrich-, Eike Wildendruchslr.. wichtige Funktionarützung. Erscheinen sämllicher Funitiv» näre. Betriebs- und Beamienoertrauenspersonen, desgleichen Elternbeiräte unbedingt-norderlich. 1*2.»bt.«Baumschnkenmeg) abends 7 Uhr bei Serndt Sitzung sämtlicher FnnktionSre und derfenigen Genossen, welche zur Landtagswahl mitarbeiten. P«t,bain. Wahlver-insoerkammlnng S Uhr bei Becker in der Lindenstrahe. Wahl des Vorstandes und der einzelnen Kommissionen, * Uebungsstunden der S.P.T.-Chöre. Anfragen lind zit richten, an S. Schulz, Eharlotirnbnrg, Kirchstr. N. Montag. 1V3 Ub.r: Arbeitergesangverein„Einigkeit"- B u ch b o'l z bei Hennig, Pakewalker Str. öS.— Zrauenchor„Zrvhlinn"° E h a r l o t t e'n- dura: ZugendheiBi, Ztpsinenstr. 4.— Dienotag. 8 Uhr: Soz. Männerchor Hallesches To r t» der Aula der!l. Realschule, Böckhstr.»lü.— Sänger- chor S.P.D.-Pankow<8— Ivf bei Engel, Wiblensir. 45.— Donnerstag. Zeder Sangerchor-Reinickendorf bei Lindstebt, Resibenzstraste, Ecke Grüner Weg.— Freitag. 7H Uhr: Soz. M-ir.nrrchor Prenzlauer Kor» Milaiäle, EchSnhauser Allee l3l>." Münnerchvr„Harmonie"- E ha r- l» t t e N d u r g, Aula der Siemens-Oberrealschule, Schlotzstr. 27.— Eoz. Mannerchor Mariendork<8—1(1), Aula<» der KKniststraße.—„Harmonie"-Bethensee(8 Uhr), Pistorius-, Ecke Rölkestraße.— Lieder- kreunb«-Borsigwalde-Wittenau-Tegel bei Iafchinsky, Reue Ernstsie. 5.— Männer- lind ssrauenchor Tempekhof kk.— 10) im Sänger- heim-, Kaiser-Wilhelm-, Ecke Werbersiraze, gemeinsame Uebungsstunde. ?ugenüveranftaltungen. �Dienstag, de« 4. Januar, abends �8 Uhr: Eh«rl»ttenbnrg: Jugendheim Rosinenstr. 4. Bortrag! Kohle und sfien. —»esnndbennnen! Jugendheim Gotenburqer Str. 2< Schulet. Bortrag: Die Bedeutung de» Hakenkreuzes.— Riebeeschöneweide: Jugendheim Oberschäne. weide, Lausenerstr. 2. Vortrag: Zweck und Ziele der Arbeiterjugend.— Rord- «sten- Jugendheim Aula der Realschule Pasteurstraste. Miiglicberoeriamm. lUng.— Aetaickenboes-Ost. Jugendheim Samuel Kaufmann, Sezstr., Ecke Aegi» strage. Bortrag: Friedrich Engels.— Schineberg. Zugendheim Rubens-, Ecke Hauptstrahe. MI!aliederoeren Vermögen, den Gläubigem haftet. G» gibt Kommundiigesellschafien aus Aitten, deren Rechtsverhältnisse durch die Sti 320-354 de» Handel-gesetzbuch, geregelt weiden.-- W. v. 83. Ostern'ällt net» gpf den ersten Soumaz nach brat ssrlch lings.Bolluutnd; also Ii® war ci ver 2Z. Nütz. k. kausreparaturen. Von Dr. jur. L. Holz. TahtmnHsnot und AiSeüsIosenelend sind leider dan! der „Dätigleit" der koinmunrstiichen Berliner Stadrberordneienfraltion zu- agitatorischen Schlagivorten deradgedrückt worden. Das i't im Interesse der sachlichen Belämpsung dieser beiden Erscheinungen überaus zu b-- dauern: jeder ernstliche Versvch, eine Besserung herbei zuiühren, da: jetzt erst noch neben den sonstigen Wider- ständen den Widerstand der durch die kommunistischen Agitatioss- Methoden hervorgerufenen Migstimmung zu überwinden. Trotz- dem soll und kann ein solcher Versuch gerade in Berlin und ge- rcche jetzt gemacht jo erden. Tie Wohnungsnot läßt stch in Berlin und' sür Berlin allein nicht bekämpfen; sie ist eine Frage, die das'-'ganze Reich angebt, und kann, wenn man wirklich durchgreifen will, nur zentral gcloii werden Aber auf einem anderen Gebiet kann Berlin selbst etwas leisten, nämlich bei den HauKreparaturen. Tie Häuser ii�berlin schreien förmlich nach Reparativen, und zwar nicht bloss di�enigen Häuser, die schon vor dem Kriege verwahrlost wurden, sondern auch diejenigen, die früher immer in gutem Zustand erhalten worden waren. Während der ganzen Taucr des Krieges waren ja Reparaturen wegen Mangels an Material und Arbeitskräften so gut wie unmöglich gewesen; �.ach Beendigung des Krieges aber hat. nimm ehr im Hinblick auf die gestiegenen Unkosten, ein Räparaturitrei? eingesetzt. Dabei ist sich alle Welt darüber einig, daß die Reparaiurarbeiten unbedingt so schnell als möglich vor- genommen werden müssen, um die völlige Verwahrlosung der Häuser zu verhindern und dadurch gleichzeitig Arbeitsgelegenheit gu schaffen. Und trotzdem geschieht nichts, weil leiner die Kosten tragen will. Tie Preußische Höchstmietenverort- nieng hat versucht, die Kosrenfrage zu regeln, aber inflstge unklarer Formulierung ist der Erfolg ausgeblieben. � Tag Arbeitsministe- rium hat in mehreren Entwürfen für ein Reichsmietengesetz eben- falls versucht, diese Frage zu regeln. BiL jetzt sind alle diese Ent- würie gescheitert und zwar gerade an der Frage dieser Reparatur- kofren, deren Höhe ein Kompromiß zwischen Vermieter» und Mietern unmöglich mach!. Jede derartige Regelung ist' von lftrn- herein gm Scheitern verurteilt, wenn sie davon ausgeht, die Re- paratursrage werde allein zwischen dem beteiligten Vermieter und seinen Mietern geregeli. ohne zu bedenken, daß an der Reparatur- frage, an der Erhaltung der Häuser und der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit die Allgemeinheit ein erhebliches Interesse hat., Wie gross dieses Interesse ist, ergibt sich ans den wiederholten Veröffe-itlichungen des Landesarbeitsamts, Bezirk Gross-Berlin, Wteiswng.ÄrheitSbeschasfung". Danach stehen zur Belebung bau- licher Arbeiten ü,6 Millionen Mark für den- Bezirk Grcss-Betlin zur Verfügung; jeder Auftraggeber, der einschlägige Arbeiten durch Arbeitslose auSfübrcn laßt, ehält aus Antrag für jeden Arbeiter und Tag 24 bis 32 M. Zuschuß, der nicht zurückgezahlt zu werden braucht. Ob und in welchem Umfang daraufhin Arbei- ten schon in Angriff genommen sind oder angefangen werden; ist nicht bekannt; sicher aber ist. daß mit diesen Geldern, wenn sie so planlos vergeben werden, nicht derjenige Effekt erzielt werden wird, der mit einer planmäßigen Verwaltung erreicht- werden kann, zumal gerade in de» dringendsten, darum aber meist auch kostspielig- sten Reparatursällen sich kein Auftraggeber' finden wird, der die Zuschüsse üi Auspruch nehmen will.; Hier kann die Stadt Berlin einsetzen. Die Stadt Berlin ist Inhaberin der Bal.'polizei; soweit eine Reihe von Gemeinden, die jetzt in Berlin aufgegangen sind, noch eine siaai- liche Baupolizei haben, ist das so schnell als möglich zu ändern und eine Vereinheitlichung herbcizufübren. Berlin hat eine Reihe von Wohnungsi.rspekiionen, die bisherigen Vororte haben ähnliche Einrichtungen; eine Vereinheiftichurg unter der neuen Leitung des Groß-Berliner Wohnungswesens steht unmittelbar bevor. Nun haben diese Wohnungsinspektionen bisher das, was ihr Name be- sagt, nämlich zu„inspizieren", am wenigsten getan; dazu bstten sie bei ihrer bisherigen Organisation keine Zeit. Auch hier wird Wandel geschasfe» werden- Dan, aber wWd eS die erste Ausgabe dieser Inspektionen sein, dem baulichen Zafiand der Sauser ihres 'Bezirks festzustellen. U eberall, wo durch weitere Unterlassung der Reparatreren eine Gefahr für die Bewohner und die Allgemeinheit entsteht— und das wird in sehr vielen Fällen zuireffen—, setzt dann die �nspekiion die.Baupolizei in Bewegung. Diese erläßt eine polizeiliche Verfügung unter Setzung einer— nicht zu laue ew' — Frist zum Beginn der Arbeiten; nach ftuchtlosem Ablauf w Frist-werden die Arbeiten von Amts wegen, d. h. von der-Siudt eu'sgefübrt. Wir haben ja in Berlin einen Verband sozialer Bau- betriebe; dieser kann herangezogen werden. Er kann Kolonnen von arbeitslosen Bauarbeitern und Bauhandwerke en organisieren, sie mit Werkzeug. Material und ersorderlichenf-Ls mit Vorarbeitern versehen und so die Stadt in'die Lag« versetzen, die Arbeiten ausführen zu lassen. Die Stadt kann sich dann die Zuschüsse aus der produktiven Erwerbslosen- sür sorge sichern vnd kann- den Rest auf Grund- der bauvotizei- liehen Verfügung im VecwaltungszwangSverstchreu vom Grund- cigentümer einziehen. Rechnet man denjenigen' Teil der in den letzten sechs Iahren eingezogenen Miele hinzu, der eigentlich für Reparaturarbeiten bei ordnungsmäßiger Verwaltung hätte ans- gcgebcii werden' müssest und nicht verausgabt worden ist, so kann nach Hinzunahme der Zchchüsse kein allzu"grosser Rest mehr übrig- bleiben, über dessen Tilgung, wenn sich im Einzelfall besondere Härten herausstellen sollten, geredet weiden könnte. Wenn oller-- dings der Hausbesitzer, statt eine» solchen Fonds zu' sammeln, die Mieten restlos aufgegessen hat. dann wird er sich nicht beklagen können, wenn er jetzt eiwas hart an feine versäumten Verwal- tungSpflichten erinnert wird. Jedenfalls ist hier ein Weg. um auf der Grundlage des geltenden Rechts in einer großen Mrn• von Fällen die weitere Verwahrlostmg der Häuser zu verl>inde;u und. zugleich Arbeitsgel-genheit zu verschäffeu. Es ist nur nötig. dess verschiedene Behördcm einmal ohne butzeaiikratisdie Reibungen miteinander arbeiten; das schnell.und glatt Ün die-Wege zu leiien ist eine Aufgabe, der sich der Magistrat der Stadt Berlin sicherlich gern unterziehen, wird. Gefchäftüchs Mitteilungen. ©cfiBJstltUsiflcrjt! Es ist gelimgn,. zur Bsrirugung gegen. da nassen ein brauchbares llrinal,..fflota" genannt, herzuftellen, da« sich... allerschwersten- Fallen vorzüglich bewahrte. Co ist dofitr Sorge getragfn, dan d.e Erwerbung trotz. der grotzen Teuerung auch Anstalten und beionders'Rot- zeidenden«rmöglicht wird. das Seii- in de m Kua Tiefgerührt von den unendli. Hees», Borlitzeader._ r Pianos� Flügel bis 15. Jan. Inrcnturprtisef preiswerteste Gelegenheil, fianohaus Alexandtrstrafic 57, gegenflb.Polizcipräsidlum, 695 VJinkelspifze HHNTZE&BIÄN FABRIK— BERUTl »«»»»O»»»»»« INSNC Zu haben bei: G. Schaberow, C 19, Gerlraudtenstreße 18 F. Schaetjsll, C 19, Jerusaleraer Straße 22 Q. Sparmann, W56, Französischestr. 33 e Helntze& Blanckeriz Erste Deutsche Stahl federlabrlk, Berlln 43 ,n«tten mösMchcn Mastern und farbensidkmgen......, von 24� an lacKcflaniilje,'t""" r"«s ISO«. Hilter. Ichläpter, Harlans. Paiclols.* zss 1 WinterjOPPen m» dlekcm»armem Futter.....................»an 159 w Hosen;9n..s!r;.'fCTm?'!era-.'V'. 95 M. SmeKtnäanzfi�e, 6eiirocHanzfi$e, rracKanzfl�e. 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'21 Uhr: Pleriaa Oeycr. Theater I, 4. KSnigprätzer Str. Täglich 8 Uhr: Salome. �(Orska, Hartau, Llechten- staln, Veidi. Faerber, Dero- burg.) KomSdlenhaus Tgglich»/� Uhr: Die Sache mltLola mit Max Palleabarg. Josefine Oora a. 0, Ortrud Wagner, Picha. Haskel, Stieda, Kiper. Berliser Theater 7 Uhr: Die«paalsclie Nachtigall mit FrltzIMassary Haas Wassmanu, Euliu/ Sturm, Relnhald Pasch. Jallua Brandt, Olga Engl. Residenz-Theater. Täglich Vi» Uhr: LadjIiiiiieriDeresFSciier von Oskar Wilde. Htnti Arnstadt, Adele Sand- rock, Carola Toellc, A. Kor«. Mittwoch 4 Uhr, kleine Preise: Rotkäppchen. Trlanon-Theater. Täglich VI» Uhr: Kammermiisik. Lustspiel»on H. Ilgens, ei». Carl Clewlng, H.jrepBarg, Olga Llmburjl,". Alber». Mittwoch 4 Uhr, kleine Preise. Strnwelpeter._ Rose-Theater >/.: Elfljofsieisilgtr im Schall«nd Koucli Im Großen Schauspielhaus Dir. Hans'v. Wolzogen. Telephon; Norden 8643. Konz. 71/« U-, Beginn SVjU. önssv Holl. Paul Oraets. Joachim Rlngelnats,* oll KlHanij. Gregor Ratoff, Josepha Bursccen. Anne- nane Hase, Rtinhold Pasch � C. K. Roellinghof. Conf. Walter Rillo.„ Volksbühne Theater am Bülowplatx. Lesslng-Iheater. 7 uhr: Peer Cynt. Mittwoch bis Montag 7'/« U2 Flamme. Deutsches Künstler-Thester Allabendlich 71/, Uhr: DleScheidonpsrelse mit Max Adalbert und Trude Hesterberg. -Mittwoch u. Sonnabind 3 U. Vorstellong; FitZlllitZ. Ceatpal-Theater Vi»: FrRQ iärtld(Operette) Oeataohoa Opernhaus i wr: ffUhelm Teil. Prtedr.-TVUhelmst.Tli Vjsuhr Hoheit dieTlnzeriß. Klelnca Theuter. Das Wunder. 7>,, Uhr; Der Selige. Lotlchcns Ocbumteg Kl. nehaasptellinn». 7Vf utir: Reigen. Komlsehc Opsr 7v.u.:B8roneBcliefl Sapall Laataplrlliaas Iii Uhr: Arnold Rleck In Dfe schwebende Jungfrau Metropol-Th pater. uHoHaud weibchen Steue« Operettrahann p'.u: Yu-Shi tanzt. Ofenea VolbatheMter 7v,u.: Int Steiigatz U. Sehlller-Theat. tlharl, Die gotgesiMteae Ecke ThaUn-Theatrr Gastspiel Haast Niese Vi,: Batactaafterla Lcai. Tb-amNolleailorfiilntr. i uhr: Wenn Liebe epwalit TUeater den Westen» hv;DereFstenUebegDid.M Mlttw. 3V» Uhr: aAnnellcsel. Th.t.d.Kommandanlrnslr. 7V.U.I Wall WMMWWVMMMWMMMVMW DencrjSngteÄiloiaf Ilner-Thcater Ofipr fim laginc KöniBsfadt-fheater Bahnhof JaaaowttsbrBcIce Tägl.JJO G a l a.9 a a gar. Im Ballsaal TANZ. Casino-Theater l.atbrtagcr S(r. 37. Tigl. V,S D. Schlager aller VolksslDcke DerFeiütrittet&erFra Vorher: Tlieatapllebe. Oper. Sketch mit ViktUtzeL Sonntag 3>/d Floe«dele Ehe, Volkstümlich. Preise. Coßccrilia-l'alast-Tiieater 64 Anbrto.straßt&L Filmschtm: langsame Tod 8.15 Der 835 Uhr Sträflings ketten » N. Seir 7 Uhr. ��nenlchmt(7.15 Uhr): Großes S ch nu sp i e l h a u s i Ka bis Hbonnvatm! s» wkh darauf Hinotwieftn. haß ölt 7luffüHzunn»iezte dt« t. gUmnnetntntsitüdts(2. Adtnd) am 28. Dezember IIJO dttndtt wurde. Dl« Serie de, 5. Abonnementsldiats(Z Abtitd)( t Gloria» ! beginnt am Sennetsta«, den 6. Januar, und smot mit der. ! 10 Abteilung. Die S) elbenfolgt dtz«dfeilrntgen Mr den k drititn Abend ist na»ftei,endt: 10.-25. Bbletlung, bann. I Sl&ttilungcn 27, 29, 31 und 33; hierauf Abteilung 1—9. ß Das rablikuml SÄ unter pers.teitung von LeoPeukert Die mit d. Theaterbesuchern allabendlich aufgenommenen Filme werden schon ab nSchsten Tag den ganzen Monat öffentlich vorgeführt Außerdem: Kampf-Stiere und ein weiteres Sensations-Progr. mit Tmi TetxlaH u. Leo Connard in dem Sketch„Hüte pich". Sonn- und Feiertags 3'/» Uhr. Vollst. Programm,.! Kind frcL Komödienhaus em her aterxIthofrsrfStf«. TeauofSTeg, den S. Jauu», l/fi Uhr: Zm» 75a Male: MM MM kdtwtmk in hrti ANen mn Rahe« Setaaucv und Rah««»chaazex. HenatharfivUex: Jilüjt paUenberg Konditord Neakdlln, Boddinstr, 65 um Rathaus laHme Mevfk i• t Neu rcaovlort Eigene Konditorei. FöHes Caprlce� am Oranienburger Tor. Neon Monate a data Die Reservedaaia Meine Tocbtcr d. Herxogia m. Ferd. Orüoecker, Rudolf Ru Jolü, Georg Erich Schmidt Vorverk. II— 2 und ab 6 Uhr. ' Tel.: Norden S6S0. IU.Stesch-Sarrasani. TigL r 7,15 U. Mittwoch auch 3 U.;| Ute reuen Attraktionen.| Das Prunkscbaustück: 1 Gretlt Trau«(Trau mland) Vorwerk. Tletz u. Clrcusk.| AMlrals?alas! 7/.:FUrtlnStMorltx Morg. 7i/t: Die rot. Schabe RfiitiishaiL-Tbeatef AbdS. VI, U. u. Sonnt, nachm. 3 Dhr: Sieitiaer Sänger (ehm. herb. Rr! BcbreaatraGe 84, Punkt 7", Uhr. Jahfltoma-(25.) Spielplan Walter Stelner Plrnlko« dt Pimiksffska 3 Riegels Hcrmaan Mestraaa Anolc Kllcmchen Clara Barges Ca. 2 Kanfmnnna Kail Minor Lotte Merten Paul Ceradlnl Leopold Büna Farrens John Hamilton Tbehteram Kettbas. Ter. Tel.: MOfitipI.'4814, Aboads J1/» Uhr: Elite- SHnger. Des kerrarragende Januar■Programm Biaikgeu-Konz. B.7 Vorv. IL-IV, n. 46. PHltMARMÖN I B. Sinfonie-Konzert d. Phiiharm. Orchest. Dirlg. Richard Hagel unter gefl. Mitwirkung von Ella Pancera 8. Sinfonie— Tschefkowxky Klav.-Kontert Es-dur— Llstt. Anfg. 8 Uhr. Eintritt 1 M. Winter-Garten Tlglioh 7.13 Uhr: VaristtSplalplaii gsstaStat] George Bully Sinart-Wehbs Orotnim mit i ZL. Keicher Stella Harf aolerdem das Lustspiel Die Berliner Range 4. Streich. Tnrmstr. 12 3 lustige Tage 3 Henny Porten in RBbonlntt und Prof, Rebbein• und der MelsterHnger mit Lee Penkart. schönt, dichte gschotttnbt Wim- ptm. schnellt« Dachs. wm durch plnafsg» «ngtaHxoneusastMio... Dunfel glidtztnbe Augrn. b«men dmxd tchtu-unnexmaschdarförd. w dlbnh,draun«.schin. A 3250. �" el, B«rli«43 SV. Slftndahttstr. 4. Ott» Reiche . SO.«Ist Anstiiüdt Losa 1. Klans e «4"i'/■ 8,-, 16,-. 3»-. 64,— vorrätig. II. und 12. Jao. 1921. Hinte»SUSSi, BEBUV SW NarfcgrofenstraBe 76, Zlilmag Kurunkel i BIS nie Vertagen bes. ölltzi Mutti Helkofin. Pelikan-Apochske vtrtvtndt man ats nie vertagenbes. öußtrlich amvtnddarte MultI verNn Leiviiaerstr. V3, natzt CijatlotttnUi. »ztntttini 2755. Ankauf von Brillanten, Perlen, llhren, Platin nnd 4 G. Sehliephacke, L'hren, Platin nnd Goldbrnch. FpiedricIistraSe 2ID, Ecke KochstraQe. ->" Nervosität körperlicher und geistiger Abspannung Pr. Meflbauar» fle». gesch. Lecithin■ Präparate mit Elaen| mit Arsen| mit Kola Ans reinstem, dem Hühnerei entxogcncro Nervstoff oder Leclttaia hergestellt AutfDhri. Lit gratis durch Elefanten- Apotheke. Berlin SW.IO� Leipziger Str. 74(Dönhoffplatz) I Amt Ztr. 7192 1 GOLD f p. Qr. bis i 36 M. PEatin«(ridiuin(re »um sofortig tn eintritt Angedole unter P. 5148 Haasenstein& Bogler, Berlin SW 19. Herreu an tll». 7LT Zeitungsausträgerlnnen werden sofutt eingestellt Zeitungszentrale(Z Z.): Petersburger PlaU 4. 1 Oreifenbagener Str. 22. eaberg L W"■ Lichtend . Warten bergslr.| Prinzen« tr. 31. Zu moldan von 9—12, 2-6 Uhr. Georgken beüroht! Batum sols zur Räterevublik rrllärt worden sein. Eine georgische Note on Tschitscheri» führt ans: Tie Stadt und der Beziet Barum sind ein natürlicher und untrennbarer Bestandteil der georgtschen Republik. Des- halb dürfen Kundgebungen für die Nnvrrletzlichkeit von Batum, wenn diesem eine Gefahr drohe» sollte, von keinem anderen her- rühren, als von der Negierung Georgiens. Das georgische Bolk, das um de» Preis schwerster Prüfungen seine Freiheit errang, wird jeglichem Persuch, seine H o h e i ts- rechte onzntastcn, entschiedensten Widerstand leisten. Wenn Georgien in dieser Frage von irgendwelcher Seite Mitgefühl bc- grguen wird, wird es dieses als Ausdruck sreuadschafilicher Be- zirhangen zum georgischen Bolkc dankbar entgegennehmen. Jeglicher Versuch zur B e r l r b» n g der Hobcitsrcch!« Gc- orgieus must als ein Avßflui» imperialistischer Bestrebungen erachtet werden, ebenso auch Kundgebangen zum Schutze von Batnm, die ohne Wisten und Einwilligung der georgischen R e- g i e r u n g verursacht werde». Deutschöfterreich uyü wir. TilttdeSpriisideni Dt. Hainisch hotSriiet, dem 31. Tszemiber an den Reichsprändenten Eberl nachstehendes Delexramm gerichtei: In dankbarer Erinnerung volle beschließen, die Regierung zu br- auftrage», zur augenblicklichen.Linderung der größten Not dev' Erwerbslosen folgende Maßnahme sofort durchzufübren: l. ES kommt eine Beihilfe von 40k) M. für Leoige und 666 M. für verheiratete Erwerbslose zur Auszahlung. 2. Die Erwerbslosenunterstützungssätze werden um 100'Proz. erhöht. 3. Die Renten werden auf die Eriverbslosenuntersrützung nicht angerechnet. 4. Die volle Eriuerbslo'enujiierstützung wird an alle Erwerbs- losen gezahlt für die Dauer ihrer Ertverbslosigkeii. ä. Die Mittel für die Erwerbslosenunterstützung sind von den Unternehmern aus dem Wege des Umlageverfahrens, gc- staffelt nach der Höhe des Umsatzes und des Reingewinns der ein- zelnen Betriebe, aufzubringen. Die sozialistische Regierung Sachsens wird eS an nichts fehlen lassen, um der Not der Erwerbslosen zu steuern. Bton geht wohl nicht fehl in der Annahme, derß die Fürsorge der Kom- mumsten für die Erwerbslosen weniger auf soziale Erwä- gungen zurückzuführen ist als vielmehr auf die Tatsache, daß sie—- wie kommunistische Zeitungen eS wiederholt aussprachen— in be» Erwerbslosen den„revolutionären Vortrupp' erblicken. Mit einem möglichst wenig agitatorischen Vorgehen dürfte den Erwerbs- losen praktisch der größte Nutzen geleistet werden. Wieöer ein Sklarz-proZest. Vor dem Schöffengericht des Amtsgerichts Berlin-Mitts ge- lackgi« am gestrigen Montag eine Beleidigungsklage des Kautmanns Heinrich S k l a r z gegen den früheren Redakteur des.Ulk'. Dr. Tucholsky, zur Verhandlung. Letzterer hatte im vergangenen Jahr in einem im.Ulk' erschienenen Gedicht mit der Ueberschrist .Philosophie" unter dem Pseudonym„Theobald Tiger" folgenden Reim gebracht: „ES klebt die Connepion jpie Harz (ES rennt sich hierauf Brüder Sklarz)', sowie in einer„Recht; und Links" überschriebenen Satire die Zeilen .Barmat. ParvuS, Sklarz Gebrüder, Ei, man ist so b�iv und büder". Wegen dieser beiden Verse hatte Heinrich Sklarz Klage erhoben. In der gestrigen Verhandlung wies Dr. Tucholsky darauf hin, daß er lediglich eine polltische Satire über die in der damaligen Zeit vielgenannten Brüder Sklarz geschrieben habe,' ohne im speziellen einen v»slimmten Sklarz mit einem Vorwurf zn treffen. Nach den Plädoyers der Anwälte gab dann Heinrich Sklarz vor Verkündung.des Urteils die Erklärnng ab, daß er auf Grund der Darlegungen Dr. Tucholskys sich überzeugt habe.' daß es sich in den beiden zur Anklage stehenden Gedichten nicht um eine Beleidi- gung seiner Person, sondern wn politische Satiren handele. Dr. Tucholsky erllärte darauf, daß er politische Satiren habe schreiben wollen, die nach seinem Dafürhalten für den Privatkläger nicht beleidigend seien.— Daraufhin nahm Heinrich Sklar, seine Klage zurück, da er die Freiheit der Preise nicht beschränken wolle. DaS Verfahren wurde auf Kosten des Privatklägers ein- gestellt. Wechsel im LandeSp»lrze»amt. Mit dem 81. Dezeinber 1020 schied der Landgerichlsrot Dr. Falk ans dem Landespolizeiomr aus. da mit der Umwandlung de« LandeSpolizeiamts die von ihm bisher bekleidete Stelle gegenstandslos wurde. Eine Notiz in den P. P. 91. bestreitet, daß dieses Ausscheiden als Racheakt des Er- nährungsministers Hermes anzweben fti und ebenso auch nicht aus»eine energische Beiänipfung des Schieber- und Wucherwesens zurückgeführt werden kvickc. Auffallanö bleibe« die Zusammenhänge immerhin. GswerVßhostsbsVegung Ein«.Wohltätigeeits''-Unternehmen. Unter dieser Überschrift besprachen wir in unserer Morgen- ausgäbe vom 3l. Tes.ember die Lohnverbältnisse im Berein für Kindervolkstüchen und Voltskinderhorte Berlin. Wir gaben der?lnsichl Ausdruck, daß es nicht angehe, a u s Ä o st e n des Personals Wohltätigkeit zu üben. Zu dieser �!otiz sendet uns nun der Vorsitzende des Vereines. Herr Abraham, unter Berufung auf Bebel. Singer und andere Parteigenossen, me die Bestrebungen dieses Vereins gewürdigt haben, eine längere Berichtigung. E» hcßt in ihr u. o.: „Da der Verein keinerlei Zuschüsse erhielt, konnten die Löhne in der letzten Zeit nicht so aufgebessert werden, wie die Arbeiter dies verlangten; der Preis einer Mahlzeit hätte sonst so erhöht werden müssen, daß dies« Küchen gegenüber anderen Gaststätten den Besuchern keinerlei Vorteile mehr geboten hätten.... Der Verein hat kein? enormen Gewinne aus den Erträgnissen der Kücken gehabt; außerdem wäre es unverantwortlich, absurd s und volkswirtschaftlich u n r a t i o n« l l. ein zu Wohl- fahrtszwecken bestimmtes Zweckvermögen zu opfern, um damit für eure verhältnismäßig kleine Zahl von Arbeitern und Angestellten ein unwirtschaftlich und damit nicht mehr existenzbercchtigtcS llnter. nehmen doch nur für eine kurze Zeit zu erhalten, damit aber ein der Allgemeinheit nützendes. Wohlfahrtsunternchmen für„Kinder- fürsorge" zu vernichten." Nach unseren zuverlässigen.Informationen hat der Verein während der Kriegszeit mit seiner Wohltätigkeit«ine runde Million verdient, überdies soll ein Reservefonds mit der Summe von etwa 175 000 M. existieren. Im übrigen möchten wir den S ch l i cki t u n a sa u i ch u h reden lassen, der seinen Spruch fol- gendermaßen begründet: „Ter-SchlichtungsauSschuß verkennt nicht die Nützlichkeit der Volksküchen. Tie Abgabe von Speisen zu billigen Preisen an Minderbemittelte verdient allgemeine Unterstützung.' Doch darf die Unterhaltung eines solchen Unlern«hmcns nicht auf Ko st cn der in ibm besckäftigten Arbeit- nehmer geschehen. Denn diese erhalten hier zugestandener- maßen.überaus niedrige, den gegenwärtigen Lebensmlttelverhfiltnissen nicht entsprechende Löhne, so daß die im Schiedsspruch zugebilligte Erhöhung unbe- dingt erforderlich ist. Der Verein erscheint auch zur Zahlung dieser Mehrausgabe imstande. Er hat aus dem Gewinn, den die Volksküchen in der.KriegSzeit brachten, zuni Teil die Erfüllung feiner eigertlichen Ausgabe, die Unterhaltung der Kinder- küchen ermöglicht und konnte einen Reservefonds aufsparen . sowie mehrere Kinderheime errichten. Die hiersür gebrauchten Mittel hätten zunächst zur aus- reichenden Entlohnung d«r Angebellten ver- wendet werden müssen.... Sollte enmich infoige der Erhöhung der Löhne-die Gefahr der Schiießungder Volks- küchen drohen, so-würden sicherlich, sobald die Notwendigkeir durch Vorlegung der Geschäftsbücher dargetan wird, die Stadt» gemeiichc und private Wohltäter dem der Allgemeinheit dienenden Unternehmen nicht die Unterstützung versagen. Im übrigen weichen die Tarifbcdlngiingcn von den üblichen nur insoweit ab, als die Eigenart des Betriebes dies erfordert.".' Achtung, Transportarbeiter! Donnerstag 7 Uhr in den Musikersälen, Kaiser-Wilhelm- Str., Versammlung aller auf dem Boden der S.P.D. stehende« Mitglieder des Transportarbeiterverbandes. Tagesordnung: 1. Der Kampf um die Internationale in den Gewerkschaften. 2. Bericht der Fünfcrkommissiou. 3. Diskussion. Mitgliedsbuch der Partei und Gewerkschaft legitimiert. � BezirkSverband S.P.D.-Betriebssckretariat. Berliner Erwerbslosenziffern. Der Berliner Magistrat versendet soeben die Statistik über die Erwerbslos igkeil im Monat November. Leider zeigt sie, daß die Zahl der Erwerbslosen in diesem Monar wieder b e- deutend zugenommen har. Im Oktober wurden rund 40 000 Arbeirsloie gezählt, deren Zahl sich im BerichtSmonat um 11 500 auf 50 500 erhöht. An diesem Zuwachs sind beteiligt 8880 Männer und 2700 Frauen. Organisiert waren von den Arbeits- losen rnsgeiamt 25 600. 29 832 Männer und Frauen waren der- heirater und 3881 Frauen verwilwet. In 24 500 Fälle» wurden F a m r l i e ir z u s ch l ä g e zu den Umerstützungsmyen gezahlt. Seit Ende des Jahres 1919 und länger waren ini November 1920 arbeitS- los 1065 Männer und 22 Frauen. Aus der Zahl der Erwerbs« losen schiede» u. a. im November 7560 Personen infolge ArbeitS- ausnähme aus._ Streik in der Hamburger Eisenindustrie. In 152 L a n d b etr i e b e n der Eiseninsustrie Groß-Ham- burgs haben am Montag etwa 15 000 Mann die Arbeit niedergelegt. Der Grund des Streiks ist in der A b l eh n u n g eines de» Arbeitern günstigen Schiedsspruches durch die Metall- industriellen zu suchen. Bei längerer Tauer des Streiks ist zu be- fürchten, daß crach die Hamburger Werften von ihm betroffen .werden. Deatiiber B-Ularbeiter-Derband. Bovoerlammlung aller Baudtlcglericn fllr Hoch, und Tiefbau Mittwoch, 5.. 4 Uhr in den Musikersälen, Kaiser- Wilheltirsir. 01. Achtung, Buchdrucker! Morgen, 7 Uhr, wichtige Besprechungen. 4. Bezirk iOsten).„Freischüg-, Fruchtstr. 36o; 5. Bezirk(Südost) bei Timpe, Adalbert- üraße 18. Sämtliche Kollegen, die auf dem Boden der praktischen Gewert- schastsarbeit stehen, müssen anwesend sein. Ohne Legitimation kein Zutritt. I. A.: A. Blumenthal. R. Hcrrmann. vesfcntlich««eesammlung der«ngeftellte» der Zigaretienindustrie. Mitt- woch, vVH Uhr, in Äliems Festsälen, Hasenhcide IZilS. In dieser Versammlung wird über die bisherige Verhandlung mit den Arbeitgebern und über den an demselben Tage zu erwartenden Schied sspruch des Schlichtungsaussämsses Be- richt erstattet werden.'Wir erwarten, daß die Angestellten in Anbetracht der Wichtigkeit der Versammlung vollzählig erscheinen.— Asa, Ortskartell Grob- Berlin. Ach taug, Schneider! Für die auf dem Boden der S.P.D. stehenden Mit» gliedcr des Bekleidungsarseitcr-Perdandes Mittwoch, 7 Uhr, Versammlung im „Englischen Hof", Alcxanderstr. L7d. die Hälfte ihres Vermögens an die Bezirk-kasse abzuführen. Unser« Reichs- und Landtagsabgeordneten wurden beaufrragt, jede Ver« schiebung der Provinzial- und KrcistagSwahlen bis nach der Abstimmung in Oberschlesien zu ver- hindern. Eine Resolution des Bezirksvorstandes, die sich gegen die„Fachminister" und ihre Wiederaufbauarbeit, die zu einer weite« ren Verelendung der Arbeitermasscn gefübrt bat. wendet und die Parteigenossinnen und-genossen auffordert, dafür zu sorgen, daß bei den bevorstehenden Wahlen ein sozialistisches Preußen ersteht, das erst oi« sichere Gewähr für Republik und Freiheit schafft. wurde einstimmig angenommen. Eine andere Entschließung fordert mit Entschiedenheit die Durchführung des Vorschlages l der So z i a l i s i e r u n g s k o nr m i> s i o n. Eine wettere Resolution entbietet den oberschlesischen Volksgenossen warme Grüße und spricht die Hoffnung aus, daß oie Abstimmung in Oberschlesien eine Entscheidung' z u g u n st e n der Deutschen Republik bringen wird. Als Kandidaten zum preußischen Landtag wurden einstimmig aufgestellt: Hugo Eberl e, Otro Fritsch, Otto Bucbwitz, Rektor Simon, Frau Wegscheider, Emil G a u d l i tz, Oswald Tillner, W. Fell er, Gustop P roll, Artur Schiller.- /kos öer Partei. Konferenz von Jungsozialistrn. ' Hemburg, 3. Januar.(Eigener Drablbericht dcS„Vorwärts".) Am Neujahrstage fand in Kiel eine Konferenz dVr I u n g i o z i a I i st e n für Nordwestdeutichland statt, die von un- gcfnhr 250 Delegierten und Teilnehmern aus Kiel, den Hansa- städten, Berlin, tzaimover und ganz SchlcSwig-Holjtein beschickt war. Nach einem ausgezeichneten Referat von Johannes Schult-Hamburg fand eine Diskussion statt, die zuerst von scheinbaren Gegensätzlich- keilen, in der Haup.sache dann oder von positivem Geist erfüllt war. Schult legt folgende Leitsätze vor: l. Die den Arbeiterjugendvereinen entwachsenen Partciye- nossinnen und Parteigenossen können iürer ganzen seelischen Einstellung nach nicht obne Iveiteres den Schritt zur allgemeinen Ar- betterbeweg'.iiig machen, denn diese sit in ihrem inneren und äußeren Leben zu einseitig verstandesmähig und materialistisch gerichtet, als daß sie die in der Jugendbewegung und durch den Krieg neu belebten irraetonalen Regungen befriedigen könnte. Daher schließen sie sich zu besonderen jungsozialistischen Gemein- schasien innerhalb der Partei zilsammcil. ohne zu verkennen, daß auch ibr Wirken der einigen Partei und den Gewerkschaften, als den eigentlichen Kampfgemeinschaften des Proletariats, gilt, sie mit neuem Leben füll«» und zu höherer sozialistischer Tatkraft führen will. L. Die Jungsozialision wollen ihr Leben in Aufrichtigkeit und Verantwortlichkeit vojf sich und der Gemeinschaft gestalten. Darauf übernehmen sie für sich auch die Verpftichtung. mit be- sonderer Eindringlichkeit sich der Erringung wisienschastlicher Er- kenntniß des Sozialismus zu widmen und vollwertige Kämpfer für den Sozialismus zu werden, obne ihr heißes Herz für das Kulturideal deS Sozialismus zu verlieren. 8. Aus den sungsozialistischen Gruppen sollen Menschen hor- borgehen» die sich ständig bewußt bleiben, daß der Sozialismus erst mit der Beseitigung deS wirtschaftlichen Kapitalismus mog- lich wird, die sedoch in sich die Kulturidce deS Sozialismus ständig rein erhalten und unter Einsetzung' ihrer ganzen Persönlichkeit um sich verbreiten. Tie Diskussion darüber dehnte sich bis in die späte Abendstunde auS. Dann wurde einstimmig folgender Antrag angenommen:„Die Kiclcr Jungsozialistenkonf-erenz vom 1. Januar 1921 begrüßt das Referat und die Leitsätze des Genossen � Schult-Hamburg und bittet den ZcntralbildungSauSschuß der Partei, beides alz tvesentlichen Ausdruck der jungsozialistischen Bewegung in der„Arbeiterbildung" oder als Broschüre drucken zu lassen." Eine Parteikonferenz des Bezirks Görlitz tagte am 2. Januar. Genosse Eberle gab einen Ueberblick über die Tätigkeit d«S preußischen Landtages und fchil- derie insbesondere die Stellungnahme der einzelnen Parteien zu den wichtigsten GesetzeSborlagen. Cr appellierte an die Partei- genosscnschafr, ibr Möglichstes für den Sieg der Sozial- s e m o k r a t i e bei de» kommenden Preußenwahlen zu leisten, öle- nasse B u ch w i tz besprach die A g i t a t i o n s t e ch n i k und forderte zur Schaffung von Geldmitteln zur Bestreitung der Wahllosten auf. Genosse OSwald-t beschäftigte sich eingehend mit der Volks- Wohlfahrtspflege. Es wurde beschlossen, Sammellisten für den Wahl- kämpf in Umlauf zu setzen und die Ortsgruppen zu verpflichten, Ter„Verband der Arbeikerjugend-Vereine Teutschlands" gibt jetzt in einem kleineiz 16,'eiligen Heft seinen 1. Jahresbericht für das Geschäflsjohr 19l3'20 heraus. Außerdem enthält das Heftchen den Bericht der 1. Reichskonferenz in Weimar im August 192 0. Ter Jahres- und Konferenz- bericht kann gegen Einsendung von 1 M. vom- Haiiptvorstand, Berlin SW. 68, Lindenstr. 3.' bezogen werden. Arbeiterjugend- vereine und Organisationen erhalten bei Abnahme mehrerer Exem- place Vergünstigungen. Ter„Vorpommer", unser Parteiorgan für Vorpommern und die Insel Rügen, konnte am 1. Januar auf ein«injäbrigeS Bestehen zurückblicken. Im scküveren Kampf« mit der Reaktion hat es sich in seinem ersten Lebensjahr erfolgreich durchzusetzen gewußt. Allein der Utzte Monat des vergangenen Jahres brachte ihm 1000 neue Abonnenten. Von den besten Hoffnungen beseelt und von unseren Wünschen begleitet, geht der„Vorpommer" in die. bevorstehenden schweren Kämpfe des neuen Jahres. 26 000 neue Parteimitglieder bat dr? Sozialdemokratie Wien? in den letzten zwei Wochen des alten Jahres gewonnen. Sprachlehrer Will!) Flürke und Familie aus Lübeck, bei Kriegsausbruch in Dundee(Schoitlmidl), alter„Vorwärts"» Abonnent, wird von befreundeter iranzösischcr Familie um sein« gegenwärtige Adresse gebeten. Parteigenossen, denen oer Be- treffende bekannt ist, werden ersucht, an die Expedition des„Vor- wärtS" näheres mitzuteilen. Gerichtszeitung. Der Schrecke» des Westens. Bandenmäßige Diebstähle, an denen zahlreiche männliche und weibliche Perionen beteilig: find, führten gestern 25 Angeklagte vor die 5. Straikammer des Landgericht» III. Die Strafsache führt das Rubrum„Hörholdl u. Genossen". Hauprangellagte sind der Schank- wirt Heinrich Hörboldt aus Eharloltenburg, der Händler Paul Erwin, der Arbeiter Jakob Wrchalezyk, der Friseur Hugo S t r a ß b u r g e r. der Produktenhändler Franz Härder, den«» sich die übrigen in verschiedensten Beteiligungsarlen zugesellten. Die männlichen Angeklagten waren zum großen Teil Mitglieder eiirer Bande, die seit dem Herbst v. I. in verschiedenen Gruppierungen vorzugSweiie in Charlotteuburg und im westlichen Berlin erne uner- meßlich große Anzahl von Einbruchidiebstählen begangen hat. Die Einbrecher führten bei ihren Raubzügen zum Teil auch Waffen mit sich. Zu einer Schießerei kam es Bei dem am 24. Februar ausgeführten Einbruch in die Josetlische Zigarettenfabrik in der Wusterhaiisencr Str. Die Polizei hatte von dem geplanten Einbruch Ikenntnis erhalten und als die Berbrecher in tollkühner Weise in die Fabrikräume eingedrungen waren, wurden sie dort vom Oberwacht- meister Lehmann und den Wachtmeistern Hintze und Dödde empfangen. Bei dieser nicht freundlich sich entwickelnden Begegnung sah sich der Wachtmeister Hintze, dessen Anruf:„Hände hoch! Stehen bleiben oder ich schieße, keine Folge geleistet wurde, genötigt, einen Schuß nach der Richtung der Einbrecher abzugeben, der dann einen von ihnen, den polnischen Arbeiter Wasilewsk«, tödlich verwundete.— Die bisher im großen und ganzen geständigen Angeklagten änderten im� gestrigen Termin zum Teil ihre Taktik und machten sogenannte Würgebänder.— Da mehr als 50 Zeugen geladen sind, wird der Prozeß schwerlich in zwei Tagen zu Ende geführt werden können. Wir werden da« Ergebnis mitreiten. BeranNv. slir den redatt. Teilt Tr. Wernr» Vetter, Tharlottmburat für Uwetaerii 2».©lock«. Berlin, Verlag: BonaSrrS.Aerlag S. m. b. H.. VerNn. Drack:«or- wärtS-Duchdructerei u. LerlogSanstalt Vau! Singer Hierzu t Beilage. u. So.. Lerlia. Lmdenltr. 3. Inventur-Verkauf vom Montag, den 3. bis einschließlich Sonnabend, den 8. Januar bei den unterzeichneten Firmen in allen Abteilungen zu bedeutensS herabgesetzteii Freisen lEsslsSPS � ilifCicIlSB'ffj Gertraudtenstraße 8/9 IbtsffiäBl Esiiers� Kaiser-Wilhelm-Straße 55 üernward Lem&meber� Köiin. Fischmarkt 46 Peefe � 09opp9nBS9JP||j Gertraudtenstraße 25 26 Herren- u. Knabenkonfektion