Nr. 251. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pig. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreichs Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919. Vorwärts 11. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Numiner müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr Wor mittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2.| Sonnabend, den 27. Oktober 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Der Bar im Sterben.[ indeß, daß er durch die Greuel des Krieges tief erschüttert sich frei zu bewegen. Er führte in seinem Luftschloß wurde und deshalb niemals später Neigung gezeigt hat, Der Bar liegt auf dem Sterbebet te. Was ihn in der einen frischen, fröhlichen Krieg vom Zaune zu brechen. Blüthe seiner Jahre dahingebracht, ja au was für einer| Dieses Lob ist aber auch das einzige, das das russische Krankheit er eigentlich leidet, das weiß man noch heute Volk ihm wegen seiner Regierungsthätigkeit spenden kann; nicht. Die Angaben der Aerzte widersprechen sich. Nur denn soweit er von Einfluß auf die Geschicke des russischen daß man es mit einem Nierenleiden irgend welcher Art zu Reiches war, hat er nur Unheil angerichtet, nicht aus thun hat, ließ sich konstatiren aus der Art der Krankheits- Böswilligkeit selbstverständlich, sondern aus hochgradiger Symptome. Daß vielerseits aus diesen Widersprüchen und Unfähigkeit und Charakterschwäche. den Verschleierungsbemühungen der russischen Regierung auf Als nach der Ermordung Alexanders II. am 13. März eine Vergiftung des Zaren geschlossen werde, ist angesichts 1881 Alexander III. den Thron bestiegen hatte, fand er den der Familiengeschichte des Hauses Homanow nicht ver- von seinem Vater bereits genehmigten Entwurf einer Verwunderlich. Nur die wenigsten der Vorfahren des Baren fassung für das russische Reich vor. Die Verfassung beschnitt, Alexander III. find eines natürlichen Todes gestorben. Hat wie sich das denken läßt, dem Absolutismus, oder vielmehr der doch ein Historiograph die russischen Staatseinrichtungen Bureaukratenherrschaft, worauf jeder Absolutismus praktisch Einen Privatmann, dem so etwas nachgewiesen wäre, mit den Worten charakterisirt: In Rußland herrscht der hinauskommt, die Flügel taum merklich. Trotzdem nun der Despotismus, gemildert durch den Meuchelmord." Bar als Thronfolger im Glanze des üblichen ThronfolgerLiberalismus sich gesonnt hatte, gelang es seinem ehe maligen Erzieher, dem fanatisch rechtgläubigen Pobe- Unterthanen. donoszew, durch Ausnutzung des Attentats auf seinen Vater, ihn derart mit dem Umsturzpopanz einzuschüchtern, daß er die Verfassung verwarf und im Absolutismus, in der starrsten Unduldsamkeit gegen Andersgläubige, im Altrussen ihum, in der Unterdrückung jeder nichtrussischen Nationalität, wie jeder freien Regung im Volte das Heil erblickte. Seit dem war Pobedonoszew der Regent Rußlands. Alexander III. mar nur sein Repräsentant für ornamentale Zwecke. Aber wenn auch Vergiftung möglich, kann diese Annahme zur Erklärung des Barenleidens doch beiseite gelaffen werden. Was man von seinen bisherigen Lebensschicksalen und Lebensgewohnheiten kennt, erklärt vollauf, wie er, ursprünglich von robustester Gesundheit, taum 49 Jahre alt auf das Siechenbett geworfen werden konnte, um nicht mehr aufzustehen. Gatfchina das Leben eines Gefangenen, von einer Wolke von Spigeln umgeben. Ja, es sind Anzeichen dafür vorhanden, daß sein Gemüthszustand in Verfolgungswahn ausartet. Ein charakteristisches Vorkommniß ist durch die hösischen Verschleierungen hindurchgefickert. Im Vorzimmer des Zaren hatte sich einst der dienstthuende Flügeladjutant, ein junger dem Zaren persönlich werther Offizier verbotener Weise eine Zigarette angezündet. Plöglich tritt der Zar ins Zimmer. Der Adjutant verbirgt schleunigst die verbotene Zigarette hinter seinem Rücken. Der Zar sieht die Bewegung: was kann das anderes sein als eine Mordwaffe, die ihm selber gilt! Er springt auf den unglücklichen Offizier zu und erwürgt ihn mit seinen eigenen Händen. hätte man günstigsten Falles als gemeingefährlichen Geistesfranken ins Irrenhaus gesteckt. Der Zar regiert bis auf den heutigen Tag hundert Millionen rechtloser Das„ Regieren" ist selbstverständlich nicht wörtlich zu nehmen. Pobedonoszew regierte, der Bar bildete es sich nur ein. Außer der beständigen Verfolgungs angst des Zaren kamen seinem Gängler auch zwei sich scheinbar widersprechende Charaktereigenschaften Alexanders III. zu statten: sein Mangel an wirklichem Selbstvertrauen Bar Alexander war als zweiter Sohn seines Vaters und der ungebändigte Dünkel, mit dem ihn das nicht für den Thron bestimmt und erzogen. In Rußland Bewußtsein seines Gottesgnadenthums erfüllte. Diesem Dünkel folgt man dem orientalischen Brauche, die Brüder des schmeichelte Pobedonoszew, der Mangel an Selbstvertrauen Thronfolgers möglichst unschädlich zu machen, um Thron- Geich anderen Hausmeiern hat Bobedonoszew es vor- ließ den Zaren die salbungsvollen Lehren des politischen streitigkeiten zu vermeiden. Sie können nicht wie in der trefflich verstanden, seinen Bögling durch beständige Schreck- Beichtvaters als tiefste staatsmännische Weisheit gläubig Türkei in den Harem gesperrt werden, aber man giebt mittel gefügig zu erhalten. Sobald die Gefahr nahe trat, annehmen. So ging dem Zaren sein Leben dahin ihnen eine Erziehung, die nicht auf Bildung des daß sonstige Personen Einfluß auf den Zaren gewinnen zwischen eisiger Angst und glühendem Größenwahn. Geistes, sondern nur auf einen oberflächlichen Drill ge- könnten, ließ Pobedonoszew das nihilistische Ge- Das mußte selbst diesen riesenstarken Körper zerrütten. richtet ist, wie er vielleicht für einen Feldwebel gespenst spielen. Dazu kam, daß durch wirkliche Für die Charakterbeschaffenheit des Zaren ist es auch bes nügen würde. Als Alexander durch den frühzeitigen Attentate des Zaren Leben wiederholt gefährdet zeichnend, daß er es nicht über sich gewinnen konnte, die Tod seines älteren Bruders zum Thronerben aufrückte, war wurde. Die brutale Unterdrückungspolitik der Zaren- Gesundheitsvorschriften seiner Aerzte trotz der Erkenntniß es zu spät, ihm noch einen höheren Bildungsschliff zu geben, diener entfesselte eine Fülle von Haß im Volke, der sich von deren Nothwendigkeit zu befolgen. Da er zur Fettfucht um so mehr, da seine geistigen Anlagen so beschränkter wiederkolt in Verzweiflungsausbrüchen Luft machte. Am neigte, war ihm Mäßigkeit im Essen verordnet. Er vers Natur waren, daß sie seinen Erziehern nicht viel An- bekaur testen ist hiervon die Katastrophe von Borki, tilgte aber immer gewaltige Quantitäten kräftiger Speise und halt zur Herausarbeitung wirklicher Bildung boten. wo der Eisenbahnzug, der die taiserliche Familie stets mehrere Teller Suppe, die ihm als besonders schädlich So ist der Zarensohn niemals über den Feld führt, durch eine Explosion zertrümmert wurde. bezeichnet war. Bei seiner sonstigen Lebensweise eines webel hinausgekommen. Es war das aber eine Der Zar froch nach der Explosion unverlegt Staatsgefangenen konnte das schließlich seine Wirkung auf Feldwebelnatur, der die kriegerische Neigung fehlte. auf allen Vieren aus den Trümmern heraus. Es heißt die Gesundheit des Zaren nicht verfehlen." Als der russisch- türkische Krieg ausbrach, erhielt der aber jetzt, daß er dabei eine Nierenquetschung davongetragen, Das ist das Lebens- und Charakterbild des Mannes, Großfürst als geborener General den Oberbefehl die sein gegenwärtiges Leiden herbeiführte. Abgesehen von der sich einbildete, der Mächtigste der Erde zu sein. Das eines Armeekorps, erntete indeß wegen seines gänzlichen einer solchen direkten Ursache mußte aber auch der beständige Bäsarenunglück hat schwerer auf ihm gelastet als auf irgend Mangels aller Feldherrntalente noch weniger Lorbeeren Zustand der Angst eine Gesundheitszerrüttung herbei einem seiner Vorgänger, weil es langsam zwar, aber um als die anderen russischen Heerführer. Ehre macht es ihm führen. Der Zar getraute sich schließlich nicht mehr, so gründlicher ihn aufgerieben hat. Feuilleton. Erinnerungen eines Kommunarden. Aus dem Französischen von Jakob Audorf. Dritter Theil. Oberst und Polizeispiel. Am Abend des schon erwähnten Sonnabends waren ihre Freude auszudrücken, daß sie mich heil und gesund dem viele unserer Genossen todt oder verwundet. Der Kreis, Blutbade entronnen wußte. Sie zeigte mir an, daß sie im 23 welchen die Truppen zogen, wurde von Minute zu Minute Begriffe sei, im Laufe des Tages auf dem Boulevard Clichy enger und wir waren nahe daran, gänzlich eingeschlossen einen einsamen Pavillon, gelegen in einem großen Garten zu werden. Viele derjenigen, welche bis zuletzt fämpften, voller Schatten und Laubwert, zu miethen. Wir würden ergriffen die Flucht. Ich befand mich einen Augenblick da, fügte sie hinzu, nach der Meinung ihrer Freundin geallein, gegen eine Mauer gelehnt, an der Ecke eines wissermaßen in Sicherheit sein. Ein Individuum ſchwang aufgebracht seinen Säbel auf der Schwelle meiner Wohnung und schrie wüthend: Der Vogel ist ausgeflogen, aber wir werden ihn schon erwischen, und ich werde das Vergnügen haben, ihm den Säbel in den Wanst zu stoßen!" " kleinen Gäßchens. Ich dachte an Sylvia und sagte Während dieser Zeit hatte sich der Baron Meylan, mir, daß, da ja doch Alles verloren sei, ich auch wohl mein älterer Bruder, mit seiner unbefleckten" Uniform Die Ordnung" herrschte in Paris! Eine lakonische darauf bedacht sein törate, mich in Sicherheit zu bringen. eines Obersten der Nationalgarde in der Mairie unseres Broklamation Mac Mahon's verkündete Frankreich und In diesem Augenblicke wurde behutsam gegenüber die Thür Stadttheils eingerichtet, wo er mit fieberhafter Thätigkeit die Europa die Befreiung" der Hauptstadt. Ich kehrte nicht geöffnet, ich hörte meinen Namen rufen und erkannte einen Namen derjenigen in die Listen eintrug, welche als„ außerin meine Wohnung zurück, und that wohl daran, denn ich Arbeiter, einen meiner Freunde, dessen Bekanntschaft ich in halb des Gesetzes" angesehen wurden. Viele Individuen, erfuhr später, daß man dort zahlreiche Nachforschungen den öffentlichen Versammlungen gemacht hatte. Er machte und zwischen ihnen gerade solche, welche ich unter den angestellt hatte. Man zerriß die Möbel unter dem Vor- mir ein gebieterisches Zeichen zu ihm zu kommen, faßte Offizieren der Kommune als verdächtig angesehen hatte, wande, es seien Waffen barin verborgen und meine Kleider meinen Arm und zog mich heftig zu sich ins Haus, dessen mit den Versaillern geheim im Bunde zu sein, tamen, um und Bücher wurden als Anklage- Objekte gegen mich fort- Thür er unmittelbar verschloß. als gefällige Angeber zu fungiren und dafür als Belohnung geschleppt. Gehen Sie zu mir hinauf, Bürger, sprach er haftig, es eine dreifarbige Armbinde mit dem Siegel der„ Mairie" ist gar teine Beit zu verlieren. Länger Widerstand zu zu erhalten. leiften ist Narrheit. Ich werde Ihnen Kleider geben, mit Eine Verhaftung jedoch beschäftigte hauptsächlich meinen deren Hilfe Sie sich retten können. Das Haus hat zwei Bruder, der noch nicht auf die Hoffnung verzichtet hatte, Ausgänge. Aber eilen wir, denn in wenigen Minuten wird sich des Vermögens meiner Sylvia und auch wohl ihrer zu der ganze Stadttheil von den Truppen besetzt sein und dann bemächtigen. Er hatte erfahren, daß ich nicht unter den wäre es vielleicht zu spät." Getödteten sei und mit einem wahren Polizeispürsinne verViele Föderirte, welche die Waffen niedergelegt hatten Ich hatte mir doch nichts vorzuwerfen, daß ich auf folgte er eifrig meine Spur. Der Zufall, welcher so viele und zu Hause geblieben waren, als die Truppen eindrangen, diese Weise verkleidet, nachdem ich bis zuletzt ausgehalten, Dinge, gute oder schlechte, letztere immer mehr als erstere, wurden Opfer ihrer vertrauensseligen Leichtgläubigkeit. eine Zuflucht bei einem Freunde, welcher nicht kompromittirt veranlaßt, tam ihm unerwartet zu Hilfe und ließ ihm Sylvia Eine Anzahl Reaktionäre, welche heilige Gelübde für den war, am Boulevard Sebastopol, also ziemlich entfernt von in der Straße des Martyrs begegnen. Er verfolgte sie und Sieg der Versailler Truppen abgelegt und denselben vom meiner Wohnung, fand. Ich glaubte mich hier vollkommen da er sie die Wohnung am Boulevard de Clichy, welche sie Himmel inbrünstig erfleht hatten, wagten sich unvorsichtig sicher und sandte eine zuverlässige Person ab, um Sylvia seit dem vorhergehenden Tage inne hatte, betreten sah, so aus ihren Kellern hervor, um den Soldaten zu Trinken an aufzusuchen und sie zu bitten unter Beobachtung der größten betrat er sofort nach ihr das Haus und zögerte nicht, sich ihr zubieten. Die Instruktion war jedoch äußerst strenge. Man Vorsicht zu mir zu kommen, um gemeinschaftlich einen Blán vorzustellen. wollte den Szenen der Verbrüderung zwischen Bolk und zur Flucht zu verabreden. Zwei Stunden später hatte ich Was wollen Sie?" rief Sylvia erschreckt aus, als sie Militär wie am 18. März vorbeugen und ohne Umstände schon Antwort. ihn eintreten sah. Welches neue Unglück führt sie wieder wurden auch die Freunde der Versailler, wegen des Ver- Sylvia war immer noch bei ihrer Freundin vom zu mir?" suches die Soldaten verführen zu wollen, niedergeschossen. Hospital und jetzt zu glücklich, um Worte finden zu können! Sie mißverkennen mich seltsamer Weise noch immer," Das war gewiß ein Held! Parteitag müffen wir eine Unterlage zur Agitation schaffen. Das soll nicht deuten, die unter der Ausbeutung durch Gesindebureaus zu leiden eine große Broschüre, sondern ein kleines Vademekum sein. haben; es ist unsere Pflicht, durch gefeßliche Maßnahmen diese Natürlich die der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. fommiſſion überlassen bleiben. Nach Absatz 2 unseres Antrages Tragweite auch für das ländliche Gesinde. kann Ausarbeitung auch der einzusetzenden Agrar- Aussaugerbureaus zu zerstören. Dieser Antrag hat die größte ( Privat Telegramm des Vorwärts"). Frankfurt a. M., den 26. Oktober 1894. Vormittags- Sihung. Auf der Tagesordnung steht eine ganze Reihe von Anträgen zur Agrarfrage. Der Vorsitzende Schwarz ertheilt das Wort an Orbig Gießen zu Antrag 1: Zu Punkt 5: Agrarfrage und Sozialdemokratie: Die Parteigenoffen des 1. hessischen Wahlkreises, Gießen Grünberg Nidda. Zur Landagitation: Es ist eine Kommission einzusetzen, die das Material über die Lage der landwirthschaftlichen Bevölkerung in den einzelnen Theilen Deutschlands, sowie über die Wirkungen der ver= schiedenen Arten der Grundbesigvertheilung und Be= triebstechnik zu sammeln und zu prüfen hat. Diese Kommission hat dem nächsten Parteitag Vorschläge zur Aufstellung eines agrarpolitischen Programms, sowie zur zweckmäßigsten Betreibung der Landagitation zu machen. Die Rommission hält ihre Sigungen nach Bedarf; wenn nöthig, in verschiedenen Theilen Deutschlands. Sie fann Untertommiffionen nach fachlichen Gesichtspunkten ernennen und diesen besondere Berichte übertragen. Sie ist berechtigt, auch außerhalb der Partei stehende Fachleute gutachtlich zu hören. Drbig: Der Antrag 1 tann nicht angenommen werden, Da er eine viel zu große Tragweite hat. Es ist unmöglich, eine Rommission mit so großer Tragweite zu wählen. Er enthält aber einen guten Kern, so daß er der Diskussion werth erscheint. Daß eine Agrarfommission überhaupt eingesetzt werden müsse, darüber kann allerdings kein Zweifel bestehen. Den Antrag 2. Parteigenossen von Frankfurt a. M.: " Zur Landagitation: Der Parteitag möge beschließen: verlangen wir gegenüber der beabsichtigten ungeheuerlichen Ver- Den Antrag( 108) der Parteigenossen des Branden, gewaltigung der Landarbeiter einen entschiedenen Protest, der hier burger Provinzial- Parteitags. im höchsten Grade angebracht erscheint. Antrag 9( von der Kreiskonferenz für Friedeberg- Büdingen): 1. Das Parteiprogramm ist durch ein landwirthschaftliches Programm zu ergänzen, welches die seitens der Partei im besonderen Interesse der Landarbeiter und Kleinbauern zu er hebenden Forderungen zusammenfaßt. 2. Zur Vorbereitung dieses Ergänzungsprogramms wählt der Parteitag eine Kommission von mindestens 12 Mitgliedern aus den verschiedenen Theilen Deutschlands, welche den betreffenden Entwurf dem nächsten Parteitag zur Beschlußfassung vorzulegen hat. 3. Diese Kommission tritt sofort nach ihrer Wahl zu sammen zur Aufstellung einer Geschäftsordnung und eines Arbeitsplanes, den sie noch dem diesjährigen Parteitag zur Genehmigung vorzulegen hat. T Zur Durchführung einer wirksamen Agitation auf dem Lande ist die Stenntniß der ländlichen Verhältnisse in den einzelnen Kreisen und den einzelnen Berufszweigen Um diese Kenntniß zu die unmittelbare Voraussetzung. erklärt die Parteikonferenz vermitteln, eine eingehende rein beschreibende, nicht blos statistische Untersuchung für nothwendig, die sich auf die ländlichen Verhält nisse erstreckt, aber auch die Verhältnisse der gewerblichen Wanderarbeiter, Sachsengänger und Ziegelei- Arbeiter, sowie der Hausindustriellen berücksichtigt, weil diese als die geeignete Brücke zwischen der industriellen und rein ländlichen Bevölkerung erscheinen. Da das Agitationskomitee der Provinz Brandenburg und anderer Provinzen zur Einleitung dieser Untersuchung nicht im stande sind, so überweist die Provinzialkonferenz die Untersuchung der sozialpolitischen Verhältnisse der ländlichen Bevölkerung wird von David Gießen begründet: Auf die Annahme dem Parteitage in Frankfurt a. M. zur Berücksichtigung. Unter des dritten Punktes lege ich bei der geringen Zeit des Berücksichtigung der Schwierigkeiten einer solchen Untersuchung Parteitages feinen Werth. Im allgemeinen stimme ich mit den empfiehlt es sich wenigstens, mit einem beschränkten Bezirke Anschauungen, die Schoenlank und Vollmar vorgetragen haben, oder einer bestimmten Arbeiterbranche den Anfang zu machen, überein und habe nur Einiges nachzutragen. Die Agitatoren begründet Timm Berlin 1: Es soll in bestimmtem Rahmen aus dem Kreise der Industrie- Arbeiter wurden gestern scharf wenigstens mit der praktischen Agitation begonnen werden. mitgenommen. Ein persönlicher Vorwurf sollte ihnen damit Vollmar und Schoenlant gingen von der irrigen Vorausießung nicht gemacht werden, aber die Unzulänglichkeit des Agitations- aus, daß die Industrie- Arbeiter mit den ländlichen Verhältnissen materials tann nicht bestritten werden. In meiner Heimath nicht vertraut seien, das ist aber nicht richtig, denn ein großer haben wir eine Art natürlicher Agitatoren, Industrie- Arbeiter, Theil der Industrie- Arbeiter ist ja direkt aus dem Lande hervor die Bauernföhne sind, in engster Berbindung mit dem Dorfe gegangen. Auf diese haben wir uns zu stüßen. Ebenso wie stehen, ja selber noch Ackerbau nebenbei treiben, und von denen Bebel's Untersuchungen über die Bäckereiverhältnisse den Anstoß man große agitatorische Erfolge erwarten sollte. Und doch zu Verbesserungen gegeben haben, so würde eine turze Dar gelingt es auch ihnen nicht, in den Bauerntern einstellung der Verhältnisse in begrenzten Distriften bei speziellen 1. Die Veranstaltung einer Erhebung über die Lage der zudringen, ja selbst in die Bauernschicht kommen sie Klaffen der landwirthschaftlichen Arbeiter, Wanderarbeitern, fleinbäuerlichen Landarbeiter Bevölkerung in Deutschland ist nicht hinein, die ohne Knecht arbeitet. Woran liegt Biegelei- Arbeitern u. f. w. den Anstoß zu gefeßlichen Maßnahmen Sache des Reichs und der Einzelstaaten. Die Fraktion hat das? Die agitatorische Münze, die im Umlauf ist in geben. beim Reichstage zu beantragen, daß die Befugnisse der der städtischen Agitation, und an die auch diese Agitatoren Antrag 110 des ostpreußischen Parteitages, abReichskommission für Arbeiterstatistit in diesem Sinne er nur gewöhnt sind, ist auf dem Lande nicht kursfähig. Der gehalten am 7. Oftober cr. in Königsberg i. Pr. Gegensatz zwischen Unternehmer und Arbeiter, der das gebräuch2. Gegen den vom„ Deutschen Landwirthschaftsrath" im liche Agitationsmaterial in der Stadt ist, und das Fühlen des März dieses Jahres dem Bundesraih überreichten Gesetz- Industrie- Arbeiters bewegt, ist dem Bauern durchaus fremd. entwurf, die Regelung der ländlischen Arbeiterverhältnisse be- Seine wirthschaftlichen Erfahrungen haben nichts mit ihm zu treffend, ist der schärfste Proteft im Namen der deutschen Land- thun. Zweitens ist für den Industrie- Arbeiter die Trennung der arbeiter einzulegen. Dieser Gefeßentwurf bedeutet einen un- Arbeitsmittel vom Arbeiter der Ausgangspunkt aller theoretischen geheuerlichen Versuch der Vergewaltigung deutscher Land- Erörterungen. Und das stimmt wieder nicht für den Bauern. arbeiter im Interesse der Großgrundbesitzer und ist mit allen Als Ausweg wird häufig der Versuch gewählt, bei den Bauern Kräften zu bekämpfen. Dagegen sind zu verlangen: a) Ab- das sozialistische Programm bei Seite zu lassen und sie nur für schaffung der Gesinde- Ordnungen; b) freies Koalitionsrecht; unsere demokratischen Forderungen zu gewinnen. Damit machen c) ländliche Schiedsgerichte, die auch für die Streitigkeiten wir die Bauern aber im besten Falle zu Demofraten, nicht au der fleinbürgerlichen Bevölkerung untereinander und mit dem Sozialisten. Wir ebnen, wenn wir so vorgehen, nur den bürgergrößeren Grundbesitz zuständig sind, nach Analogie der Gewerbe- lichen Demofraten den Weg. Viel Verwirrung stiftet in der Agrarfrage häufig unsere eigene Presse. Der Redner zitirt Aeußerungen gerichte. des Braunschweiger Boltsfreund", des„ Borwärts" und des Offenb. Abendbl.", die nach seiner Ansicht bierzu geeignet waren. Ebenso wie wir uns vor dem Bauernfang hüten sollen, müssen wir uns auch vor der Bauernverscheuchung hüten. Zum Schluß ändert Redner seinen Antrag dahin, daß die von ihm vorgeschlagene Kommission nicht 12, sondern 15 Mitglieder haben solle, damit drei Abtheilungen mit ungleicher Mitgliederzahl für den Großbetrieb, den Mittelbetrieb und das Barzellenbauernthum gebildet werden können. weitert werden. 3. Der Vorstand wird beauftragt, ein Spezialprogramm für die ländliche Agitation nach der Art desjenigen auszu arbeiten, welches die französischen Genossen auf ihrem legten Marseiller Kongreß festgestellt haben; außerdem soll er die Herausgabe billiger Kalender für die Landbevölkerung in größerem Maßstabe unterstützen." begründet Quarck- Frankfurt: In der Umgebung von Frankfurt ist der erste ländliche Agitator Georg Büchner vor 60 Jahren auf getreten und auch in der Gegenwart haben wir von Frankfurt aus ein großes ländliches Gebiet zu bearbeiten, daher schreibt sich die Berechtigung, daß auch wir Frankfurter zur Agrarfrage positive Stellung genommen haben. Gegenüber den trüben Erfahrungen mit Enqueten, die von uns ausgingen, bin ich der Meinung, daß nur das Reich in der Lage ist, eine umfassende Enquete über die ländlichen Verhältnisse zu veranstalten. Wir Frankfurter Delegirten stehen durchaus auf dem Standpunkte Bollmar's, dessen Ausführungen bedingt und berechtigt waren durch die Erfahrung, eine Erfahrung, die ihr Analogon in der gewerkschaftlichen Agitation findet. Wenn wir nun ein Spezial- Programm nach dem Muster des französischen Landagitations Programms verlangen, so soll das natürlich nicht eine bloße Kopie des französischen Programms fein, es foll natürlich auch unser HauptProgramm nicht abschwächen, was vielfach befürchtet worden ist, sondern nur eine populäre Ausführung der agrarpolitischen Forderungen unseres Haupt- Programms mit praktischen Vorschriften im Sinne von Vollmar's Vorschriften sein, damit praktische Agitation getrieben werden könne. Das ist nicht überflüssig, wie Bebel in der Neuen Zeit" anzunehmen scheint. Es giebt eine Menge befähigter Genossen, die auch Landagitation zu treiben vermögen, denen nur das Material fehlt. Für diese antwortete mit erheuchelter Ruhe der neugebackene Oberst. „ Trotz der Undankbarkeit meines Bruders und der Beleidi gungen, mit welchen er mich überhäuft hat, kann ich doch die Stimme des Blutes, welches in meinem Innern für ihn spricht, nicht unterdrücken und ich komme nur, um sowohl Sie als auch Jacques zu retten. " Jacques ist in Sicherheit und für meine Person glaube ich nichts fürchten zu müssen. Von jeher, so lange die Männer fich bekämpfen, hat man nie den Frauen dar aus ein Verbrechen gemacht, daß sie die Verwundeten gepflegt haben." " Zu Antrag 91, Absah 1: Bufazantrag zu Antrag aus Frankfurt a. M. zur Landagitation. ( Nr. 2 der Vorlage.) 4. Um die Bewegung für diese Forderungen zu fördern, soll der Vorstand Geldpreise in angemessener Höhe aus schreiben für erschöpfende Darstellungen der ländlichen Arbeiterund Bauernverhältnisse größerer Landgebiete, die ihm bis zum nächsten Parteitage eingesandt werden. Schulze, Königsberg i. Pr. und Antrag 121: Jch beantrage: „ die Worte: die Agrarfrage als nothwendiger Bestandtheil" zu streichen und dafür folgendes zu setzen: Die Privatpoduktion in der Landwirthschaft mit dem Privateigenthum an dem Grund und Boden sowie den Produktions- Hilfsmitteln hat nicht nur die Agrarfrage hervorgerufen, sondern hat auch zu Wege gebracht, daß die Landwirthschaft der an sie zu stellen den Anforderung seitens der Gesammtbevölkerung nicht gerecht werden kann, und ferner, daß Noth, Elend und Unsicherheit des Erwerbslebens namentlich unter den Landarbeitern und den fleinen Befigern hervorgerufen wurde. Die Ueberführung des Grund und Bodens und die Ausführung der Landwirthschaft durch die Gesellschaft selbst wird daher immer mehr zu einer Nothwendigkeit. Nur durch den gesellschaftlichen Betrieb der Landwirthschaft kann alle hierbei thätigen Personen der Antheil an der Gesammtproduktion der Gesellschaft garantirt werden. Aufgabe der sozialdemokratischen Partei muß es sein, nicht nur den hieraus sich ergebenden Klassentampf zu führen und zu leiten, sondern denselben auch so zu gestalten, daß die Bauern und Landarbeiter nicht noch tiefer in Noth und Elend sinten, sondern bereits gegenwärtig eine Besserstellung derselben erzielt wird. Schulze- Königsberg i. Pr. Parteigenossen in Niederbarnim: Der Parteitag wolle beschließen, der Reichstagsfraktion aufzugeben, einen Antrag auf Abänderung des§ 7 des Reichstags- Wahlgefehes im Reichstage einzubringen, dahingehend, daß Reichstagswählern, wie Schiffern, Schnittern, Flößern, Haufirern, Handelsleuten, Ziegelei- Arbeitern, Bau- Arbeitern 2c., die durch Erwerbs= verhältnisse verhindert sind, ihr Wahlrecht an ihren Wohnorten auszuüben, gestattet ist, an demjenigen Orte zu wählen, Schule Königsberg begründet diese beiden Anträge. In an welchem sie sich zur Zeit der Wahl befinden resp. in Arbeit der ländlichen Bevölkerung bestehen scharfe Gegenfäße, Gegenstehen. Den Vertretern der sozialdemokratischen Partei wird fäße zwischen Bauern und Gesinde, zwischen Kofsäthen, Depu im Jnteresse der Landagitation empfohlen, auf dem Parteitag tanten, Insileuten und Scharwertern. Das erschwert unfere dafür zu stimmen, daß die Fraktion ersucht werde, bei geeig- Agitation, die nur bei genauefter Kenntniß der Verhältnisse mögneter Gelegenheit im Reichstage Gesetzesvorsa, läge etwa folgen- lich ist. Die ländlichen Arbeiter sehen die Welt noch mit ganz Die Ins at deren Augen an, wie die Industrie Arbeiter. den Jubalis einzubringen: 1. Gesetz, betr. die Aufhebung der Ausnahmegefeße gegen ouftrie Arbeit r tönnen täglich beobachten, wie gewaltig ländliche Arbeiter und gegen das Gesinde.§ 1. Sämmtliche die Produktivität der Arbeit gestiegen ist, das können Vollmar und Schoenlant gingen landesgeseßlichen Sonderbestimmungen über das Rechtsverhältniß die Landarbeiter nicht! ganz falschen Gesichtspunkten ländlicher Arbeiter, der Schiffer und des Gesindes zu ihren von als sie den aus, Arbeitgebern werden aufgehoben. Insbesondere werden hiermit Schwerpunkt der Agitation in der Bauernagitation sahen, die die sogenannten Gesinde Ordnungen, sowie die Geseße und Bauern müssen uns als Klasse feindlich gegenüberstehen. Der Verordnungen, welche Strafbestimmungen wegen Ungehorsam Bauernstand beutet die Arbeiter ebenso schlimm aus, wie der Wir können die feindliche und Widerspenstigkeit der ländlichen Arbeiter, der Schiffer oder landwirthschaftliche Großbetrieb. des Gesindes betreffen, oder das Koalitionsrecht ländlicher Ar- Klasse nicht gewinnen, ebenso gut tönnte man von uns ver beiter, der Schiffer oder des Gesindes beschränken, oder die Zu- langen, wir sollten die Gewinnung des Handwerkerstandes als führung oder Zurüdführung des Arbeiters zum Arbeitgeber unsere Hauptaufgabe betrachten. Schoenlant und Vollmar gestatten, aufgehoben.§ 2. Die Verträge zwischen länd- warnten davor, dem Bauern vom Achtstundentag zu erzählen. lichen Arbeitern, Schiffern oder dem Gesinde und ihren Arbeit. Ich glaube schon, daß der bayerische Bauer es lieber hört, gebern sind Gegenstand freier Vereinbarung und unterliegen wenn man ihm sagt: der Staat soll dir deine Schulden ablediglich den allgemeinen Vorschriften über Dienstverträge( Bernehmen, als wie: du sollst dein Gesinde nur 8 Stunden lang träge fiber Handlungen, Lohnverträge, Arbeitsverträge).§ 3. arbeiten lassen. Viel eher als der Bauer hat der GroßgrundStreitigkeiten zwischen den vorgenannten Arbeiterkategorien und befizer noch Verständniß für die achtstündige Arbeitszeit. Bollmar deren Arbeitgebern sind durch aus öffentl. Wahlen hervorgegangene und Schoenlant verlangen entgegen unserem Programme die Gerichte unentgeltlich zu entscheiden. Die Gerichte haben zu Aufrechterhaltung des Privateigenthums. Das wäre doch nur zwei Dritteln aus Arbeitern und zu einem Drittel aus Arbeit durch Ankauf des Großgrundbesizes möglich und durch dessen Aufgebern zu bestehen.§ 4. Dieselben Gerichte treffen zu Beginn reibung auf dem Boden der heutigen Gesellschaft, das wäre ein des Jahres ortsstatutarische Bestimmungen über die höchste zweifelloser Rückschritt. Die gewaltsame Enteignung aber wäre Länge der täglichen Arbeitszeit und über die Sonntagsruhe der durchaus undurchführbar. vorgedachten Arbeiterkategorien, Aber Sie sind nicht in Sicherheit vor der Verleumdung und der Denunziation. In diesem Augenblicke ist das Gerichtsverfahren unnachsichtlich und summarisch und man hat nicht immer Zeit, den Unschuldigen von dem Schulbigen zu unterscheiden. Zwischen dem rächenden Arm, bemerkt Stadthagen: Nach Schoenlant hätte ich allerdings welcher bestraft, und dem Gehirne, welches zu überlegen in dieser Frage nichts zu reden, weil ich nicht auf dem Lande hat, ist ein Abgrund. Die Armee, welche von außen in wohne und dazu noch Berliner bin und nicht in Bayern geboren Paris eingedrungen ist, fennt Niemand in der Stadt. Ein bin; aber trotzdem habe ich auf dem Lande Erfolge gehabt mit Wort aus dem Munde eines Mannes, wie ich zum Beispiel, genügt, um zu sagen, wo die Freunde oder die Feinde fich befinden." Was geht mich das an! Ich denke, Sie sind nicht hierher gekommen, um mich später anzugeben?" " Was denken Sie! Ich wiederhole Ihnen, daß ich Jacques zu retten wünsche." prinzipiellen Auseinandersetzungen und mit speziellen Ausrührungen über das Ausnahmerecht der ländlichen Arbeiter. Dem Antrage 2, Absatz 2 kann ich deshalb nicht zustimmen, weil die Forderungen Suchsland's nichts neues find. Im preußischen Landrecht sind diefelben ungeheuerlichen Forderungen längst gefeßlich firirt. Wenn den Landarbeitern auseinandergefeßt wird, daß sie nur Pflichten, aber fast gar keine Rechte haben, so ver stehen fie uns. Auf Abhilfe der ungeheuerlichen Zustände auf Wenn Sie es thun können und noch nicht gethan dem Lande müssen wir hinarbeiten, und in diesem Sinne habe ich den fleinen Gefeßentwurf ausgearbeitet. Selbst wenn Sie haben, so ist es augenscheinlich, daß Sie Ihre Bees für nothwendig halten, daß Sie eine Kommission einsehen, so dingungen haben. Reden Sie, wie hoch schätzen Sie Ihren bitte ich doch, meinen Gefeßentwurf anzuerkennen. Die HauptDienft?" stärke der Landagitation ist der ländliche Arbeiter, der eigent liche Agrarproletarier: ihm haben wir unsere Erfolge in Pom mern, in Mecklenburg zu verdanken. Die Ausarbeitung eines neuen Programmes würde einen bedeutenden Rückschritt bedeuten, er bedeutet Bauernfang im schlimmen Sinne. Sie beleidigen mich, theure Koufine. Nur um Ihnen zu gefallen, wünsche ich Jacques zu retten. Mein einziges Bestreben ist, Ihre Zuneigung zu erwerben oder vielmehr zu verdienen!" " Ich vermag wohl über mein Vermögen zu verfügen, aber nicht über mein Herz, welches nur ihm gehört," antwortete Sylvia. Das tommt nicht in Betracht," erwiderte ärgerlich der Baron. Ich will ihn retten um jeden Preis. Das Wesentlichste ist, sich seiner ohne Verzug anzunehmen. Vergessen Sie nicht, daß jede Minute, welche verstreicht, hunderten von Opfern das Leben fostet und man sich nicht Wer lange bemüht, die Persönlichkeiten fest zu stellen. weiß ob er noch lebt, wenn ich ihm endlich Hilfe bringen fann. Geben Sie mir schnell seine Adresse, damit ich zu ihm eile!" ( Fortsegung folgt.) 9 Den Antrag( 97) der Parteigenossen in Berlin 8: Die Reichstagsfraktion zu beauftragen, bei geeigneter Gelegen heit im Reichstage einen Gefeßentwurf folgenden Inhalts einzubringen: Sämmtliche Sonderbestimmungen über das Rechtsverhältniß des Gefindes zu seinem Arbeitgeber, d. h. die sogenannten Gefinde- Ordnungen sind aufgehoben." begründet Jahn- Berlin 8: Der Antrag geht von den Hausdienern aus, die ja ebenfalls unter der Gesinde- Ordnung zu leiden haben. Den Antrag( 98) der Parteigenossen in Berlin 2:„ Der Parteitag möge die Fraktion ersuchen, auf ein gefeßliches Verbot der Gefindevermiethungs- Romptoire und Einführung eines unentgeltlichen Dienstnachweises hinzuwirken." begründet Werner Berlin 2: Antrag 120: Die Parteileitung hat unter Mithilfe der Landesorganis sation in den ländlichen Bezirken nach Mäglichkeit geeignete Genossen in die materielle Lage zu versezen, damit dieselben die Parteigeschäfte auf dem Lande ordnen und die Agitation dauernd und mit Erfolg betreiben können. wird von Kerri Bremen begründet: Wir haben genügend ge= eignete Genoffen, aber die materiellen Mittel fehlen ihnen, um sich selbständig zu machen, dauernd auf dem Lande zu bleiben und von dort aus die Agitation zu leiten. Zum Antrag 119: " In Erwägung, daß eine thatkräftige und erfolgreiche Agitation unter der ländlichen Bevölkerung zu gunsten des Sozia lismus nur möglich ist, wenn die der Natur der Sache nach hauptsächlichst dazu berufenen Kreise( die Genossen der Bauern, Klein- und Mittelstädte) sich dieser Frage energisch widmen; in fernerer Erwägung, daß jedoch diese Kreise die dazu erforderlichen geistigen und materiellen Mittel leider in den meisten Fällen nicht besigen, ist der Parteitag der Ansicht, daß die Genossen in den Groß- und Hauptstädten eines Landestheils oder einer Proving die Pflicht haben, mehr als es bisher der Fall war, die schlechtest gestellten, ärmsten Wahlkreise thres Gebietes moralisch und materiell in der Agitation zu unterstüßen. Die Art der Unterstützung und Hilfeleistung hat eine jedesmal vor dem allgemeinen Parteitag stattzufindende Landes oder Provinskonferens festzulegen. Ueber die Verhandlungen dieser Körperschaften find alsdann den Delegirten des allgemeinen Parteitags gedruckte Berichte zur Orientirung und eventueller Verwerthung bei der Frage der Landagitation zu verabfolgen" bemerkt Trilje Göttingen: Leider muß ich konstatiren, daß die moralische und materielle Unterstüßung der Städte noch viel zu wünschen übrig läßt. Die tleinen Städte find aber die eigentlichen Bentren der Landagitation. Die großen Städte müssen deshalb moralisch dazu verpflichtet werden, die kleinen Städte im Der Antraa foll besondere Vortheile für alle dieieniaen be Sinne des Antrages 119 au unterstützen. Im Interesse der Beendigung der Geschäfte des Parteitages um sie immer mehr durchzuführen. Unser jetziger Beschluß fann| Parteitags herummäkeln. Gestern verwiesen wir auf die Schlägt Singer vor, heute eine Abendfißung abzuhalten und nicht anders lauten als die Kölner Resolution. Es würde nur wirthschaftliche Enge, in der die Masse unserer Parteigenossen beute die Punkte Agrarfrage, Maifeier, Trusts zu beendigen. eine Wortklauberei fein, wenn wir, wie die Verhältnisse nun fich bewege, und durch welche mit Naturnothwendigkeit eine Der Vorschlag wird angenommen. liegen, eine neue Resolution ausarbeiten wollten. Wir müßten Bur Diskussion hat das Wort die ersten sein, die die Beschlüsse hoch halten und dürfen es nicht gewisse Enge in der Auffassung petuniärer Verhältnisse Friedrich Darmstadt: Ich kenne das Land aus eigener unterstüßen, daß doch da und dort an einem anderen Tage als erzeugt wird. Und wir sprachen des Weiteren den Gegnern Erfahrung; es ist eine Thatsache, daß der Bauernstand seit einer am 1. Mai die Demonstration stattfindet. Wenn die Maifeier das Recht ab, über uns als Splitterrichter zu urtheilen, so Reihe von Jahren sich ohne seine Schuld in stetigem Rückgange auch hier und da zu Kollisionen geführt hat, so werden wir lange fie selber nicht den Muth haben, ihre Angelegenheiten befindet. Die wirthschaftliche Entwickelung drückt ihn zu Boden, ihnen nicht aus dem Wege gehen können. Sie entspringen eben mit unbeschränkter Kritik im Lichte unbeschränkter Deffentseine mangelnde Einsicht wirkt in derselben Richtung; dazu dem Klassencharakter der Demonstration, auch unsere Gegner lichkeit zu verhandeln. kommt noch der Einfluß der Gesetzgebung, der Verwaltungs- sind davon überzeugt, daß es nicht Schwäche von uns ist, wenn Heute verweisen wir die Gegner auf die sachliche Ruhe maßnahmen, die den Kleinen zu gunsten des Großen bedrücken. wir die Arbeitsruhe nur überall da eintreten lassen, wo es ohne und parlamentarische Ordnung der Verhandlungen unseres Ich habe im Verlaufe von 35 Jahren zahlreiche Dorfgemeinden Konflikte möglich ist. Zum Beweis deffen verliest Redner eine Parteitags. Es liegen Fragen vor, die geeignet sind, die zu Grunde gehen sehen und über das Bauernland geht jetzt der Anschauung der Frankfurter Zeitung".( Beifall.) Dampfpflug. Die früheren selbständigen Bauern sind zu Tage löhnern geworden. Nach dem Sprichworte:„ Nur die allerdümmsten Kälber wählen sich ihren Megger selber", wählt die Landbeaölferung seit 25 Jahren noch dazu die Gutsbesiger in die Parlamente. Die technische und ökonomische Ueberlegenheit ist in der Landwirthschaft nicht so groß, als daß nicht die billige menschliche Arbeitskraft der Maschine vorgezogen werden sollte. Erst als die rapide Entwickelung der Industrie die Arbeitskräfte vom Lande in Massen in die Städte zog, fand die Maschine m der Landwirthschaft einen stärkeren Eingang. Mössinger- Lahr: Wir können uns nur mit dem Landarbeiter und dem Kleinbauern befassen, nicht mit den Mittel. und Großbauern. Es ist falsch, im allgemeinen zu sagen: wir müssen den Bauerustand als Feind betrachten. Dem Kleinbauer geht es häufig noch schlechter, als dem einen Knechte und der einen Magd, die er beschäftigt. Die Industrie dringt auf das Land vor und nimmt dem Kleinbauern den Knecht, der in der Fabrik mehr verdient. Mittag Halle: Das Vertrauensmänner- System muß auf dem platten Lande noch mehr ausgebaut werden. Nachrichten bureaus sollen auf dem Lande eingerichtet werden. Wir müssen die Sprache des Landmannes reden, müssen wissen, was in den einzelnen Dörfern geschehen ist, damit wir daran anknüpfen tönnen. Das Steuerwesen, Bedrückungen der Behörde in den einzelnen Orten müssen kritisirt werden. Unser Programm bietet der Landbevölkerung noch sehr wenig. Der Bauer hat immer nur gehört, daß die bösen Rothen ihm sein Land nehmen wollen. Unser Programm muß also erweitert werden, aber es darf nicht verwässert werden. Ein Schlußantrag wird angenommen. Randt Rostock bittet im Intereffe seiner Auftraggeber, zu fonstatiren, daß ihm durch den Schluß der Debatte das Wort abgeschnitten sei. Bu der Resolution 118 ist das Amendement Stadthagen ein gelaufen, am Schluß des Antrages, 3eile 8 und 9 von unten, die Worte und ergänzt" zu streichen. selbe Bur Diskussion stehen die Anträge 77, 78, 79 und 109 und Gemüther zu bewegen und persönliche Zusammenstöße ein Antrag von Echulze Königsberg i. Pr.: den Parteigen offen herbeizuführen so heftige Zusammenstöße, daß die aller Orten wird es zur Pflicht gemacht, mit größerem Eifer wie Gegner an sie die Hoffnung des Zerfalls unserer Partei bisher dahin zu wirken, daß der erste Mai durch Arbeitsruhe knüpften. gefeiert wird". Und was ist gekommen? Die heifelsten Fragen Antrag 77 wird von Büttner Berlin 3 begründet. Der gerade die, von denen die heftigsten Stürme erwartet felbe lautet: wurden und auch nicht ein Wort persönlicher GehässigDie Parteigenoffen des 18. sächsischen Reichstagsfeit ist gefallen. Die Geister plagten aufeinander; sämmt Wahlkreises: Der Partei- Vorftand wolle alljährlich ein Flugblatt ausarbeiten, welches die Bedeutung des 1. Mai fürliche Redner sprachen frei von der Leber, aber nicht die Arbeiter näher barlegt."" einen Augenblick wurde der sachliche Boden verlassen. Antrag 78 wird von Baudert Apolda begründet. Der Und das Ergebniß? Die Partei ist nicht gespalten", hat folgenden Wortlaut: sondern durch die Klärung nur gefestigt worden. Und Parteigenoffen in Weimar: Die Maifeier 1895 in der sind naturgemäß auch nicht sämmtliche Delegirten mit den gleichen Weise wie in diesem Jahre zu begehen. Beschlüssen des Parteitages zufrieden, so wird diese UnAntrag 79 findet teinen Befürworter. Der Antrag ist nur zufriedenheit sich bald legen. Jedenfalls ist die von einzelnen Genossen in Frankfurt und Barmen gestellt. Er Partei nach dieser gründlichen Auseinandersehung Parteigenoffen in Frankfurt a. M., Offenburg i. B. einiger als fie es vorher war; das heißt: Die kleinen und Barmen: Der Parteitag möge beschließen: daß es wöllchen, welche die Einigkeit etwas zu trüben schienen, das Parteiprinzip verlangt, das in allen Geschäften, wo für find verflogen. die Partei Arbeiten hergestellt werden, der 1. Mai als Feier- Vergleiche man mit diesen Verhandlungen unseres tag erklärt und sämmtlichen dortselbst beschäftigten Arbeitern Parteitages die giftigen Bänkereien, die, meist um viel die Bezahlung als Feiertag zugesichert wird. weniger wichtige Punkte innerhalb aller anderen Parteien stattgefunden haben und stattfinden. Und der Ton dieser öffentlichen Bänkereien ist nur ein schwacher Nachhall der Debatten hinter verschlossenen Thüren. Und Debatten hinter verschlossenen Thüren giebt es bei der Sozialdemokratie nicht. Wir besorgen unsere Parteigeschäfte, im vollen Lichte der Deffentlichkeit; und mit Stolz tönnen wir sagen: wir sind die einzige Partei, die das thut, und die das thun tann. lautet: = Antrag 109 wird von Schule Königsberg mit dem Ginweise begründet, daß wir, da die wirthschaftlichen Verhältnisse in absehbarer Zeit doch keine Aenderung erfahren werden, energischer wie bisher für Durchführung der Arbeitsruhe agitiren müssen. Zu Antrag 79 ist das Amendement eingegangen, in diesem Antrage die Worte ,, und sämmtlichen bis zu" zugesichert wird" zu streichen. Ferner liegt ein Antrag Auer's vor, dem Antrag 79 folgende Form zu geben: Der Parteitag möge den Wunsch aussprechen, daß in allen unter Leitung von Parteigenossen stehenden und dem Parteidienst gewidmeten Parteigeschäften, der 1. Mai als Ruhetag erklärt und sämmtlichen dortfelbst beschäftigten Arbeitern dieser Tag voll bezahlt wird. Die Diskussion wird eröffnet. Der Bundesrath erklärte sich in seiner heutigen Plenarsizung mit den Anträgen Preußens, betreffend die Das Schlußwort erhalten die Referenten: Abänderung der Gewerbe- Ordnung( Ges Schoenlant: Die Debatte hat mir gezeigt, daß durchwerbebetrieb der Schauspielunternehmer, gängig die Ansicht vorherrscht, daß etwas in der Agrarfrage ges Kleinhandel mit Bier) einverstanden. Die Bors schehen muß, und daß die Grundsäge und Forderungen, die Bollmar und ich entwickelten, die Billigung des Parteitages im Grenz Chemniz beklagt, daß die Praxis mit der Theorie lage betreffend den Entwurf einer Ergänzung der Grundallgemeinen gefunden haben. Entschieden muß ich mich dagegen bei manchen von Sozialdemokraten gegründeten und gefäße für die Besetzung der Subaltern- und Unterbeamtenwenden, daß das Stadthagen'sche Amendement, das im letzten leiteten wirthschaftlichen Unternehmungen in Widerspruch ge- ftellen bei den Reichs- und Staatsbehörden mit MilitärAugenblid eingereicht wurde, angenommen wird. Es ist un- rathe. So giebt es in Sachsen Unternehmungen, wo 50 bis anwärtern( Anrechnung der Dienstzeit in den Schutzannehmbar, denn es schneidet uns von der Basis, die wir der Stellung 60 Arbeiter von Arbeitern beschäftigt werden. Als diese Argebieten) wurde dem VII., I. und II. Ausschusse überunserer Partei in der Agrarfrage geben wollen, die Hälfte weg. beiter die Maifeier begehen wollten, wurde es von den sozial- wiesen. Sowohl der Landarbeiter wie der Kleinbauernschuß muß pro- demokratischen Leitern, von denen einige fogar als Maifeier grammmäßig von uns verlangt werden, selbstverständlich ohne Redner figurirten, den Leuten abgeschlagen. Das sei äußerst indaß wir unseren prinzipiellen Standpunkt aufgeben. Wenn die tonfequent. Wenn die Gegner solche Fälle gegen die Partei ausHerren aus dem Norden nicht einsehen wollen, daß wir für nugten, sei es weiter nicht verwunderlich. Süd- und Mitteldeutschland nicht die Schablone anwenden Büttner Berlin: Der Antrag 79 hat seine Berechtigung. tönnen, die aus den landwirthschaftlichen Zuständen Ostelbiens In Hamburg und Berlin haben die Parteigeschäfte ihrem Bergewonnen wird, so kann das uns doch nicht hindern, diese be- sonal ohne weiteren Antrag den 1. Mai voll bezahlt. Aber in sonderen Verhältnisse in Betracht zu ziehen. Es ist die höchste Frankfurt a. M. ist es leider nicht geschehen. Beit, daß etwas Brattisches geschieht, daß wir mit dem richtigen v. Elm Hamburg: Ich bin ein Gegner der Königsberger Stichwort im richtigen Augenblick auf der Bildfläche erscheinen. Resolution, die eine Reihe wirthschaftlicher Stämpfe heraufHeute, wo die Reaktion einen neuen Anlauf nimmt, um uns beschwören würde. Noch herrscht die wirthschaftliche Krisis, noch zu vernichten, müssen wir ihr den kräftigsten Gegenschlag vers find unsere Gewerkschaften zu schwach zu diesen Kämpfen. fchen, indem wir sie da packen, wo sie am empfindlichnen ist, Wollen Sie am 1. Mai völlige Arbeitsruhe, so starten Sie erft bei den Bauern, damit, wenn einmal der politische General die Gewerkschaften. Der Antrag 79 muß angenommen werden, marsch geschlagen wird, die Bauern nicht gegen, sondern mit uns da er selbstverständlich ist. Redner bringt dazu ein Amendement find!( Bravo! ein, welches ausspricht, daß der an diesem Feiertage erhaltene Lohn von den in Parteigeschäften angefellten Personen zur Förderung allgemeiner Arbeiterinteressen verwandt werde. = Vollmar: Das Amendement Stadthagen ist unannehmbar. Die ganze Resolution wäre unannehmbar, wenn wir den Bauern: schuh nicht mit aufnehmen wollten, denn wir haben nicht blos Auer: Wie der Antrag 79 hier steht, scheint er mir un mit Landarbeitern, sondern vor allem mit Bauern zu thun. Der annehmbar, trotz des sympathischen Gedankens den er ausspricht. Agrarausschuß soll nicht ein Universal- heilmittel schaffen, seine Ich schlage Ihnen deshalb vor, dem Antrage die vorhin vereinzige Aufgabe ist es nicht, das vorgeschlagene Programm aus- lesene Form zu geben. Wir haben kein Mittel, das zu erzwingen, zuarbeiten. Der Agrarausschuß soll vielmehr eine Studien, was wir wünschen. Wir können dann unmöglich alle die GeTommission sein, das vorhandene Material ist von ihm zu sichten, schäfte, wo für die Partei Arbeiten geleitet werden, deren Besitzer er hat die Bearbeitung unerschlossenen Materials, die Ver- aber nichts mit der Partei zu thun haben, zwingen, die Arbeit anstaltung von Enqueten und schriftstellerische Arbeiten anzuregen. ruhen zu lassen. Bezüglich der Bezahlung müssen wir schon aus Dies ist feine Hauptaufgabe. Dem Agrarschuhe müssen die Be Tattgefühl dieses verlangen. Aber ich möchte mich auch gegen fugniffe gewährleistet werden, geeignete Personen vor die moralische Verpflichtung, den verdienten Lohn im Arbeiterlaten zu tönnen. Die Geldfrage tritt hier ganz in den Hinter- interesse zu verwenden, aussprechen. Der Gedanke ist zwar gegrund. Die Ausgaben von Geldmitteln für diese Zwecke wird wiß sympathisch.. Der Eindruck nach Außen wäre aber ebenso sich mit Wucherzinsen rentiren. Der Vorstand hat natürlich gewiß fein günstiger. ganz andere Aufgaben als die Agrarfommission, deshalb muß eine besondere vom Vorstande getrennte Kommission eingesetzt werden. Bei der Wahl der Mitglieder der Kommission handelt Schluß 1 Uhr. es fich darum, folche Leute zu wählen, die die drei hauptsäch Politische Leberlicht. lichsten Wirthschaftsbetriebe tennen. Es ist eine Nothwendigkeit, Berlin, den 26. Oktober. die Zahl der Ausschußmitglieder auf 15 festzusetzen. Dann werden sich ganz zwanglos brei Sektionen, entsprechend den drei sendet das Wolff'sche offiziöse Telegraphenbureau folgende Caprivi's Demiffion. In später Abendstunde verHauptwirthschaftsformen herausbilden, die die Vorarbeiten zu leisten haben. Ich glaube nicht, daß die Arbeiten des Ausschusses Depesche: bis zum nächfien Parteitage beendet sein werden, das ändert aber nichts an der Nothwendigkeit, sofort mit der Gründung der Kommission vorzugehen. Ein Amendement Aron 3, das bisher noch nicht zur Vers G3 verlautet, der Reichskanaler bätte heute Nachmittag demissionirt, die De mission sei angenommen. Zölle und indirekte Steuern. Für die Zeit vom 1. April 1894 bis zum Schluß des Monats September 1894 find im Deutschen Reich von Einnahmen( einschließlich der kreditirten Beträge) an Zöllen und gemeinschaftlichen Verbrauchssteuern, sowie von anderen Einnahmen zur Anschreibung gelangt: Bölle 183 977 270 m.( gegen denselben Zeitraum des Vorjahrs +15 588 825 M.), Tabaksteuer 4 713 291.(+143 830 m.), Buckersteuer 36 644 790 m.(+ 6 986 409 M.), Salzsteuer 20 203 350 M.(+313 983 M.), Maischbottich- und BrauntweinMaterialsteuer 1065 875 M.)(+ 665 637 M.), Verbrauchsabgabe von Branntwein und Zuschlag zu derselben 60 723 946 M. (+1 622 005 M.), Brausteuer 13 241 810 M.(-205 766.), Uebergangsabgabe von Bier 1751 428 m.(-20 428 M.); Summe 322 321 760.(+25 094 495 M.). Spieltartenstempel 543 630.(+ 6745 M.), Wechselstempelsteuer 4 045 567. (-12 583 m.), Stempelsteuer für: a) Werthpapiere 3411 842 Mart(+1922 540 M.), b) Rauf und sonstige AnschaffungsGeschäfte 6710 300 m.(+2 605 799 M.), c) Loose zu: Privatlotterien 1 353 369 M.(+ 253 619 M.), Staats lotterien 3 825 432 m.(+351 157 W.). Poft- und Telegraphen Berwaltung 127 796 231.(+5 531 768 m.), Reichs Eisenbahn Verwaltung 32 667 000 m.(+1040 000 m.). Die zur Reichstaffe gelangte Ist- Einnahme abzüglich der Ausfuhrvergütungen und Verwaltungskosten beträgt bei den nachbezeichneten Einnahmen bis Ende September 1894: 3ölle 165 749 757 M.(+ 16 152 741 M.), Tabaksteuer 4377 044. (+451 069 M.), Budersteuer 40 791 139.(+4 788 974 m.), Salzsteuer 19 581 862 m.(+ 274 729 M.), Maischbottich- und Branntweinmaterial- Steuer 7467 615 m.(+ 694 716 m.), Verbrauchsabgabe von Branntwein und Zuschlag zu derselben 50 226 675 m.(-599 015 M.), Braufteuer und Uebergangsabgabe von Bier 12 741 835.(-190 993 M.); Summe 800 935 827 M.(+ 21 572 221 M.). Spieltarten Stempel 571 781 M.(+ 12 610 M.). = = Erfreuliche Nachricht für deutsche BörsenDer Reichskanzler hat als Chef der deutschen Reichsbank spekulanten. Die Kölnische Beitung" meldet aus Berlin: nunmehr das seit 1889 in Kraft befindliche Verbot aufgehoben, russische Werthe zu lombardiren. Ausschlaggebend für diese Wiaßregel soll vor allem der Gesichtspunkt ge= wesen sein, daß der Beweggrund, welcher zu dem Erlaß Iesung gekommen war, verlangt die Streichung des Absatzes 7 Da die Nachricht aus offiziöser Quelle kommt, scheint des Verbots geführt hatte, nach Wiederherstellung guter inzwischen bis bewahren. Daffelbe wird abgelehnt. Das Amendement der Zweifel an ihrer Richtigkeit ausgeschlossen. Böllig unklar wirthschaftlicher Beziehungen mit Rußland Stadthagen wird gleichfalls abgelehnt. In der Refolution 118 ist, was den Grund zur Demission Caprivi's abgeben konnte. weggefallen ist, daß ebenso wenig ein politischer Grund zur Agrarfrage( am Beginne der ersten Beilage der gestrigen Alle Nachrichten der letzten Tage liefen darauf hinaus, daß der vorliegt, die russischen Werthe von der Reichsbank Nummer) ist bei der endgiltigen Redaktion( 8. und 9. Beile von Reichskanzler im Staatsministerium, bei dem Kaiser und anders behandeln zu lassen, wie die Werthe aller übrigen unten) der Paffus:„ und ihnen den rationellen und den genossen schließlich auch im Bundesrath recht behalten habe mit europäischen Staaten, und daß endlich eine Befürchtung, schaitlichen Betrieb durch Staatshilfe erleichtern" gestrichen einen Vorschlägen zur Bekämpfung des„ Umsturzes" gegen der deutsche Markt werde jetzt wiederum von russischen Majorität angenommen. Einige 80 Stimmen find blos über denen des Grafen Eulenburg. Ueber Caprivi's Pläne Werthen überschwemmt werden, beim jetzigen hohen Kurs Der Antrag: eine Agrarkommission von folgenden 15 vor, wonach der Reichskanzler nur eine Ergänzung gewisser wie fostspielige Maßregel der deutschen Reichsbank mehr selbst liegt noch eine Abenddepesche der Köln. Zeitung" ftande der russischen Papiere als ausgeschlossen gelten muß. Mitgliedern: David Gießen, Geck- Offenburg, Bock- Gotha, Katzen- Lücken des Reichs- Strafgesetzbuches, vor allem, soweit die ftein- Leipzig, Baßler- Stuttgart, Liebknecht, Birl- München, Volmar, Berherrlichung der Verbrechen in Frage kommt, erstrebt erfreut sein wie in Frankreich, das fast ein Dußend Hug Bant, Schulze- Koffebaude, Schoenlant, Bebel, Moltenbuhr habe. Die Vorarbeiten zur Erledigung dieses Auftrags im Milliarden ruffischer Staatspapiere als drückende Last für Holstein, Dr. Quarch- Frankfurt, Schippel, zu wählen, wird mit Reichsjustizamt seien bereits seit Mai abgeschlossen. Der die freie Beweglichkeit seines Kapitals besitzt. Die FranAuf Antrag Einger's werden alle vorliegenden Anträge dem Reichstanzler habe eine Berschärfung der ver. 3osen werden mit beiden Händen die Gelegenheit ergreifen, Agrarausschuß überwiesen mit Ausnahme des Antrages 91, einsgefeglichen Bestimmungen zur Durch ihre russischen Werthe nach Deutschland abschieben zu Abfal führung im Reiche abgelehut. worden. dagegen. großer Majorität angenommen. 1, der angenommen wird. tönnen. # Singer, der den Vorsitz hat, giebt zu Punkt 4 der Tages: Ein hiesiges Blatt will noch in Erfahrung gebracht Nach dem schändlichsten aller Wahlsysteme", ordnung: Maifeier, dem Berichterstatter über diesen Buntt, haben, auch Graf Gulenburg hätte seine dem Dreitlassen Wahlsrste m, werden die nächsten Meist Köln, das Wort. Derselbe führt aus: Ich bin der Demission gegeben. Das würde die ganze An Stadtverordneten Wahlen in Leipzig vorgenommen Meinung, daß dieser Gegenstand nicht viel Zeit toften fann, weil gelegenheit noch unflarer machen. Plögliche Entschließungen werden. Um die„ ausgleichende Gerechtigkeit" dieses Systems feit dem internationalen Rongreß in Zürich die prinzipielle und Sinnesänderungen einzelner Personen spielen in diesen nochmals unseren Lesern vor Augen zu führen, seien hier Stellung, die wir einzunehmen haben, festgelegt ist. Der Redner verliest die Züricher Resolution. Aus diesem Beschluß ersehen Berhältnissen eine so große Rolle, daß alle Spekulationen die betreffenden Zahlen wiederholt. Je ein Drittel der Sie, daß die materielle Grundlage eine andere ist als die des über die Bedeutung der Sache zwecklos sind. Die Demission Stadtverordneten wählen 1171 Wähler in der ersten Klasse, Pariser Kongresses, daß sie erweitert worden ist. Es handelt sich Gulenburg's ist vielleicht blos eine formelle, um dem Kaiser 3552 Wähler in der zweiten Klasse und 10 006 Wähler in nun nicht mehr um den Achtstundentag und um Arbeiterschuß die Möglichkeit zu geben, einen Reichskanzler zu ernennen, der dritten Klasse. allein, sondern um eine internationale Demonstration für den der zugleich preußischer Ministerpräsident sein kann. Was Klassencharakter der proletarischen Bewegung. Durch den Ausfall der baran ist, muß sich morgen zeigen( siehe auch Depeschen). Maifeier in allen Ländern ist bewiesen worden, daß die internationale Solidarität die erfreulichsten Fortschritte gemacht hat. Die würdigste Gehet hin und thuet desgleichen! riefen wir vor Feier würde die Arbeitsruhe sein. Wir werden alles dazu thun, gestern den Gegnern zu, die an den Verhandlungen unseres Sind die Schutzgebiete Inland"? Ueber diese Frage, die anläßlich des Falles Leist aktuell geworden ist, bringt die Köln. 8tg." eine sehr objektiv gehaltene juristische Betrachtung, die zur Beurtheilung des ferneren Berlaufes der Sache des Kameruner Kanzlers von Werth ist. Es heißt da: " * * " In Rußland fürchtet man wohl den Ausbruch einer| Alter verlesen. Bon 2052 Mitgliedern standen im Alter revolutionären Bewegung beim Tode des Zaren. Wenig vom 21. bis 25. Jahre 245, vom 25. bis 40. Jahre 1242; über Ob die Schutzgebiete im Sinne des Strafrechts Inland oder stens wird der Pol. Korr." aus Petersburg gemeldet, daß 40 Jahre 529; von 36 fehlt die Altersangabe. Ausland find, ist im Laufe der jüngsten Tage aus Anlaß des infolge einer sogenannten tonstitutionellen Leist'schen Falles mehrfach erörtert worden, und es sind bei der Be Bewegung, leber die Maßregeln, welche gegen die Verrufs. antwortung der Frage verschiedene Ansichten zutage getreten. Fest Städten bemerkbar macht, der Minister des Innern Zeitung" treffend: Endlich ein Schritt weiter zur Rechte gleichdie sich in einigen russischen erklärungen" geplant werden, schreibt die Leipziger Volks. steht zunächst, daß die Schutzgebiete nicht Theile des Reichsgebietes im Sinne des Art. 1 der Reichsverfassung sind. Sie sind dies so Durnowo an sämmtliche Gouverneure der Provinzen die heit. Wie aus Berlin gemeldet wird, plant eine hohe Reichslange nicht, als nicht durch ein die Verfassung abänderndes Reichs- Weijung hat ergehen lassen, jede politische Beregierung gefeßliche Maßregeln gegen die Verrufs geset thre Ginverleibung in das Reichsgebiet erfolgt ist. Da nun wegnng mit aller Energie zu unterdrücken. ertlärung. Wir können das mit Freuden begrüßen.& 3 Der Begriff Inland" im Sinne des deutschen Staatsrechts das= Wie lange wird das noch gehen? soll also den Organisationen der Arbeiter gegen Unterdrückungsgelüfte der Unternehmer ein Schuh zu Theil selbe bedeutet wie Reichsgebiet, so folgt daraus, daß im staatsSchuh rechtlichen Sinne die Schutzgebiete nicht Inland, sondern AusZahlreiche Nachrichten vom ostasiatischen werden Während jetzt nach§ 153 der Gewerbe- Ordnung land sind. Hierüber besteht in der Literatur fein Zweifel. Kriegsschaupla ge liegen heute vor. Wir geben die nur der Zwang zum Anschluß an eine Arbeitervereinigung, Nun gebraucht aber die Strafgesetzgebung das Wort Infolgenden wieder: die Verhinderung am Austritt aus einer solchen strafbar land" in einem anderen Sinne als die Verfassung. Im Eintritt, der London, 26. Oktober. Die Abendblätter veröffentlichen ist, straflos aber die Verhinderung am Sinne des Strafgesetzbuches gilt als Inland jedes Gebiet, folgendes Telegramm aus Wiju vom 25. Oftober Mitternachts: 3wang zum Austritt durch die wirthschaftlichen Machtmittel in welchem das Strafgesehbuch eingeführt ist; ein solches Am Mittwoch Abend begann General Nodzu seine Truppen des Arbeitgebers" soll fünftig die Verrufserklärung gegen Gebiet braucht darum noch nicht Inland im Sinne der Ver- über den Yalufluß zu setzen; bei Sonnenaufgang war der folche Vereine, die Maßregelung ihrer Mitglieder und Vertrauensfaffung zu fein. Umgekehrt ist auch der Fall denkbar, daß ein Uebergang der ganzen Streitmacht vollzogen. Inzwischen männer strafbar sein. Strafbar sollen die schwarzen Listen sein, Gebiet Inland im Sinne der Verfassung, aber nicht Inland im überraschte Oberst Sato, dessen Kolonne in in der Frühe wie sie von kaiserlichen und königlichen Behörden nicht minder Sinne des Strafgesetzbuchs ist; dies wäre dann der Fall, wenn Rekognoszirungen vorgenommen hatte, den Feind in seiner be wie von Fabrikanten und den Herren Innungsmeistern gegen awar die Einverleibung eines Gebietes in das Reichsgebiet erfolgt feftigten Stellung bei dem Dorfe Foucheng am rechten Ufer des mißliebige Arbeiter, die wüsten Hezer", gehandhabt worden ist, aber die Einführung des Strafgesetzbuchs unterlassen wurde. Fluffes, und griff denselben, obgleich er feine Artillerie batte, sind und noch werden. Strafbar werden die Verrufserklärungen Dies war der Fall bei der Einverleibung der Reichslande. Mit an. Der Kampf dauerte von 10 Uhr Morgens bis nach Mittag. gegen bestimmte Wirthe und gegen Geschäftsleute von seiten der dem 28. Juni 1871 trat das Gesetz vom 9. Juni 1871, welches Die Chinesen tämpften eine Zeit lang gut, wurden aber schließ- Militärbehörde, ferner die Verrufserklärungen der hohen studendie Einverleibung der von Frankreich abgetretenen Gebietstheile in lich geschlagen und zogen sich in Unordnung nach Kulienchas zu- tischen Verbindungen gegen vernünftig denkende Studirende: alles das Reichsgebiet verfügte, in Kraft; von diesem Tage ab war rück. Die Japaner zeriörten dann das Fort und fehrten zu ihrem wird verboten und bestraft werden. Daß man aber die schwachen Elsaß- Lothringen somit Inland im Sinne der Verfassung; Inland Hauptforps zurück. 200 Chinesen blieben todt auf dem Schlacht Abwehrmaßregeln der Arbeiter: die Verrufserklärung gegen Kapiim Sinne des Strafgesetzbuchs wurde es dagegen erst mit dem felde, die Zahl der Verwundeten ist unbekannt. Ein gefangener talisten, die schuldlose Arbeiter in Masse brotlos machen( siehe Berliner 1. Ottober 1871, weil mit diesem Tage erst das Strafgesetzbuch chinesischer Offizier sagte, die Stellung sei von 18 Bataillonen Bierboykott), oder gegen Saalinhaber, die den Arbeitern und der dort in Kraft trat. Es ergiebt sich hieraus, daß zwischen dem Inland befeht gewesen. Diese Streitmacht, welche der japanischen an Sozialdemokratie das gleiche Recht mit den Angehörigen der im staats- und strafrechtlichen Sinne wohl zu unterscheiden ist. Was Bahl bedeutend überlegen war, zog sich beim Kampie zurück. Die Ordnungsparteien verweigern( siehe Dresdener Bierboykott) nun die Schutzgebiete betrifft, so können dieselben zum Inland Japaner verloren 5 Offiziere und 90 Mann. Alle Pläne des die Sperre gegen Unternehmer, die ihre Arbeiterinnen fittlich ge= im Sinne des Strafgesetzbuchs dadurch werden, daß daselbst Generals Yamagata für die nächste Schlacht sind fertig. Die fährden( siehe Cohn und Friedländer, Berlin), oder die das Verdieses Gesetzbuch in Kraft tritt; in Ansehung aller Beziehungen, chinesische Stellung wird wahrscheinlich bei Tagesanbruch am einigungsrecht ihrer Arbeiter zu Schanden machen wollen( siehe welche durch dasselbe geregelt sind, gilt dann das Gebiet als Sonnabend auf allen Seiten zugleich angegriffen werden. Nach Tack und Co. in Burg), verbieten und strafbar machen wollte, Inland. Daß im Schutzgebiet von Kamerun das Strafgesetz- den letzten Nachrichten ziehen sich die chinesischen Vorposten nach das scheint uns zweifelhaft und durchaus unwahrscheinlich. Oder buch ebenso gilt wie die Strafprozeßordnung, unterliegt feinem Rulienchas zurück. Die Batterien dieser Stellung find auf 11 follten wir wirklich eine Regierung haben, die im Dienſte Zweifel. Durch die kaiserliche Verordnung vom 2. Juli verstärkt worden, doch wird bezweifelt, ob dieselben komplett find. der Reichen und Mächtigen dem arbeitenden Volke die legten 1888, die auf grund des Gesetzes vom 17. April 1886 in Es herrscht noch günstiges Wetter. Refte seiner Rechte auf politischem oder wirthschaftlichem der Fassung des Gesetzes vom 19. März 1888 erlassen London, 26. Oftober. Dem Reuter'schen Bureau" wird Gebiete zu rauben sucht? Und sollte sich eine Voltsvertretung wurde, ist bestimmt worden, daß das Reichsgesetz über aus Yokohama vom heutigen Tage gemeldet: Nach einer hier finden, die solche Pläne unterstützte? Das wollen wir erst abdie Konsulargerichtsbarkeit in Kamerun und Togo mit den eingegangenen Tepesche hat gestern im Norden des Valuflusses warten. näher bestimmten, durch Gesetz durch Gesetz zugelassenen Äenderungen ein neuer Kampf stattgefunden, in welchem die japanischen in Kraft tritt; in den Gebieten, in welchen das Gesetz Truppen die 3500 Mann starte chinesische Streitmacht angriffen über die Konsulargerichtsbarkeit gilt, gilt aber auch das Straf- und in die Flucht schlugen. - Freigesprochen von der Anklage wegen Religionsgesetzbuch, folglich ist das Gebiet von Kamerun und Yokohama, 26. Oftober.( Meldung des Reuter'ichen vergehens wurden der Verleger der Magdeburger Boltsstimme" Logo als Inland im Sinne des Strafgeset Bureaus".) Die japanische Vorhut vertrieb die chinesischen Harbaum und der Buchhändler Water in Budau- Magdeburg. Sie buch zu betrachten. In Uebereinstimmung mit diesen Truppen am 23. d. M. aus den Verschanzungen im sollten dies Vergehen durch Verbreitung des„ Ratechismus" be= Ausführungen sagt Stengel, der das Recht der Schutzgebiete mehr- Norden des Valuflusses. Man glaubt hier, daß augenblicklich gangen haben. Da aber Harbaum von dem Inhalte des fach dargestellt hat und dessen Ansichten allgemein als sehr be zwischen der japanischen Armee und den die Mandschurei ver- Katechismus" feine Kenntniß hatte und die Beweise der Verachtenswerth anerkannt werden: Die Schußgebiete gelten auch theidigenden chinesischen Truppen beim Schlosse Kiuren(!) eine breitung seitens Vaters fehlten, wurden beide freigesprochen. soweit und sofern als Inland, als bestimmte Reichsgesetze, wie große Schlacht ausgefochten wird. Wegen Vergebens gegen das preußische Vereinsdas Reichsstrafgesehbuch und die Reichsjustizgesetze, daselbst zur Shanghai, 26. Oktober.( Meldung des Reuter'schen gefeß hatte sich die Vorsitzende des Frauen und Mädchenvereins Einführung gelangt sind und die durch diese Gesetze geregelten Bureaus".) Gine amtliche Depesche meidet, daß am 24. d. M. in Ottensen, Frau Heidtmann, vor dem Altona er SchöffenBeziehungen in Frage stehen." auf der chinesischen Seite des Valuflusses ein Gefecht stattgericht zu verantworten. Sie soll es geduldet haben, daß in gefunden habe. Nähere Nachrichten fehlen. " Parteinachrichten. Polizeiliches, Gerichtliches c. Versammlungen des Vereins politische Gegenstände erörtert wurden. Die Angeklagte behauptete, daß sie nicht schuldig sei und beantragte ihre Freisprechung. Ihrem Antrage gemäß erkannte das Gericht. Die aufgelösten Turnvereine im Bezirk 3 widau bleiben aufgelöst. Das sächsische Ministerium hat dem Entscheid der Vorinstanz Recht gegeben; die Verfügung enthält feinerlei Begründung. Depeschen. Italienische Liga zur Vertheidigung der Freiheit. Aus Mailand schreibt man uns unterm 24. Oktober: Crispi's Gewaltstreich hat bereits eine Gegenaktion zur Folge gehabt: unsere hiesigen Genossen und andere freiheitsVon der Agitation. Aus Darmstadt wird uns geliebende Männer verschiedener Parteirichtungen haben sich schrieben: Am Mittwoch, den 24. d. Mts., hatten wir hier im zusammengethan, um einen„ Bund zur Vertheidigung der Saalbau eine imposante Boltsversammlung, in welcher Genosse Freiheit" zu gründen, der heute in den hier erscheinenden Liebknecht über: Die Sozialdemokratie und ihre sozialistischen und radikalen Organen folgenden Aufruf Gegner referirte. Es machte einen großartigen Eindruck, die aus ca. 2000 Personen bestehende Versammlung zu beobachten, erläßt: Gegenüber dem Anwachsen der Willkürafte, Heucheleien und wie jeder Einzelne mit gespannter Aufmerksamkeit der 2/2 ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Gewaltakte, durch welche die staatlichen Mächte, indem sie die Sündigen Ausführung des Referenten folgte, der es verstand, die sozialistische Entwickelung in leichtfaßlicher Weise vorzutragen. verfassungsmäßigen Grundlagen des nationalen Rechts zerstören In der Diskussion wandte sich ein Christlich- Sozialer gegen Köln, 26. Oftober. Die„ Kölnische Zeitung" meldet, und die durch unsere Revolutionen geheiligten Grundsäge ver: Genoffen Liebknecht mit Unterstellungen, die von den Bersammelten der Ministerpräsident Graf Euleuburg habe ebenfalls das leugnen, Triebe des Sasses und der Rache fäen und Italien mit Entrüstung zurückgewiesen wurden. Es war dem Referenten Abschiedsgesuch eingereicht und daffelbe genehmigt erwieder in den Nachtrab der Zivilisation zurückstoßen, halten die ein Leichtes, das Gebahren des Christlich- Sozialen in das rechte halten. Eine Bestätigung liegt nicht vor, auch keine entunterzeichneten Bürger die Zeit für gekommen, alle der wahren Licht zu stellen. Eine von Müller- Arheilgen eingebrachte ReFreiheit ergebenen Kräfte zu einem Bunde zu vereinigen, um dem Zerstörungswerke eines wahnsinnigen Geistes fein Genug!" folution, die sich mit dem Referat einverstanden erklärte und von den Versammelten das Gelöbniß fordert, daß sie bei etwaigen zuzurufen. Augenblicklich muß vor allem dafür Sorge getragen werden, Ausnahmebestimmungen so wie früher auch jetzt und immerdar treu und unerschütterlich zur Sache des Proletariats stehen werdaß die elementaren Freiheiten gewahrt bleiben: Dent, Rede, den, wurde einstimmig angenommen. Vereinigungs-, Versammlungs-, Preßfreiheit, ohne welche keine Nation, tein Fortschritt, fein Friede existirt. " Diese Freiheiten sind zur Ironie geworden, werden mit Füßen getreten und geringe geschäßt, wie es bis jetzt noch niemals der Fall war. sprechende Nachricht von anderer Seite. Berlin, 26. Dtlober. Die Gerüchte, der Finanzminister Miquel sei zum Reichskanzler ernannt, sind unrichtig. nommen. Colbergermünde, 26. Oktober. Beim Einlaufen in den hiesigen Hafen wurden zwei Torpedoboote infolge des herrschenZum Berliner Bierboykott nahm eine Volksversammlung den starken Sturmes leicht beschädigt, ein drittes gerieth auf in Brandenburg Stellung, in der Genosse Millarg Grund; zwei Mann fielen über Bord, einer davon, der OberBerlin vor etwa 1500 Personen über die Ursachen, den Verlauf matrose Boldt, ertrant. Das Boot hat keinen Schaden ge= Am Schlusse und den jetzigen. Stand des Kampfes referirte. Wir wollen einen Italienischen Bund zur Vertheidigung feiner 11/ stündigen Rede, die mit großem Beifall aufgenommen Bremen, 26. Oftober. Rettungsstation Rolbergermünde der Freiheit" gründen. Dieser Bund steht über den Parteien, wurde, nahm die Versammlung die Resolution an, welche in den telegraphirt: Am 26. Oktober von dem hier gefirandeten TorpedoSchulen, persönlichen oder Gruppentendenzen. Die Zivilisation legten Berliner Boykott- Versammlungen zur Annahme gelangte. boot Nr. 3, von Saßniz nach Kolberg bestimmt, 21 Personen vertheidigt sich. Diesem Bunde werden alle beitreten, die noch Sinn für Auch in Spandau beschloß eine Versammlung, in der etwa durch das Rettungsboot Reichstelegraph" der Station RolbergerDiesem Bunde werden alle beitreten, die noch Sinn für 400 Personen zugegen waren, nach einem Referat des Genoffen münde gerettet. Menschlichkeit und nationale Würde haben. Er wird in allen Bosch- Berlin, den Beschlüssen der Berliner Versammlungen Formen den Protest gegen den Uebermuth und die Uebergriffe gemäß zu handeln, um den Ausgesperrten zum Siege zu verder Gewalt darstellen. Sobald eine ansehnliche Anzahl von Unterschriften erzielt sein wird, sollen ein Zentralausschuß und Bezirksausschüsse ernannt werden, um die Arbeit fonkret zu ge ftalten. Die Mailänder Blätter:" Lotta di classe"," Battaglia", Italia del Popolo" und" Secolo" und alle anderen italienischen Blätter, welche fich diesem Aufruf anschließen wollen, werden Unterschriften sammeln. helfen. * = Wien, 26. Oftober. Die Wiener Zeitung" veröffentlicht eine Bekanntmachung, nach welcher die Einfuhr von Rindvieh nach Desterreich aus den Regierungsbezirken Magdeburg, Hildes heim und Köln sowie aus den Kreishauptmannschaften Leipzig Stadtverordneten Wahlen. In den Magdeburger und Zwickau und aus dem Großherzogthum Sachsen- Weimar bis Vororten Neue Neustadt und Sudenburg finden die Stadt auf Widerruf verboten wird. Petersburg, 26. Oftober. Gutem Vernehmen nach hat verordneten- Wahlen am 5., 6. und 7. November statt. Unsere Professor Grube die Operation beim Kaiser Alexander abgelehnt, Barteigenioffen werden in beiden Orten Kandidaten aufstellen. In Wandsbek steht die Neuwahl zweier Stadtverord- da er die Verantwortlichkeit nicht übernehmen will. neter bevor. Der Sozialdemokratische Verein beschloß in seiner Petersburg, 26. Ottober. Eine Depesche aus Rostow am Es handelt sich darum, in Erfahrung zu bringen, ob Italien legten Versammlung, richt in die Wahlbewegung einzutreten. Don meldet: Auf der Wladikawkas Eisenbahn entgleiste am aus der Zahl der zivilisirten und freien Nationen verschwin Gs bleibt den kommunalwahlberechtigten Parteigenossen somit Mittwoch ein Courierzug. Der Maschinist wurde getödtet, sein Unterzeichnet ist der Aufruf u. a. von unserem Genossen, überlassen, ob sie wählen wollen oder nicht. Das in Wandsbek Gehilfe schwer verwundet; 34 Passagiere erlitten Verlegungen. herrschende Zensus- Wahlrecht schreibt vor: Wer 16 M. Ein Einzelheiten fehlen noch. dem Abgeordneten Prampolini, von den radikalen Ab- tommen- oder Gewerbesteuer zahlt, oder im Besize eines Hauses geordneten Cavallotti, Mussi, Luigi Rossi, Marcora, ist, hat die Qualifikation" zur Ausübung des Wahlrechts. Die Riccardo Luzzatto, Engel, ferner von vielen gewesenen Bahl der Qualifizirten" beträgt nur ca. 20 pCt. der Reichstags Abgeordneten, von Aerzten, Advokaten, Ingenieuren und Wähler. Unter diesen Umständen ist der Beschluß des Sozialanderen angesehenen Bürgern der Stadt Mailand. Im demokratischen Vereins erklärlich. Eine Parteitonferenz, welche am 19. Oktober in ganzen trägt er 192 Unterschriften. Greiz stattfand, beschloß, sich an den Gemeinderaths Wahlen zu betheiligen und stellte fünf Kandidaten auf. den will." " Petersburg, 26. Oftober. Nach einem Telegramm aus Rafan stieß gestern auf der Wolga der Passagierdampfer Bariza" mit einem Bugfirdampfer zusammen. Letterer ging unter, wobei von seiner 10 Mann betragenden Besagung 8 Viann " umfamen. Paris, 26. Oktober. Dem„ Matin" zufolge wurde die Polizei davon in Kenntniß gejeßt, daß 3 aus Poitiers, Lyon und Lille tommende Anarchisten ein Attentat gegen die Deputirtene tammer versuchen würden.(?? Red. d.".") ( Depeschen- Bureau Herold.) Spanischer Katholiken Kongreß. Die Jnternationalität der geschichtlichen Entwicklung in den europäischen Kulturstaaten prägt sich auch in der Stellungnahme der wie überall, so auch in Sachsen, die Gepflogenheit, in der Bei Veranstaltungen von Versammlungen bestand, Colberg, 26. Ottober. Das Torpedoboot S. 2 ist an der verwandten Parteien in den einzelnen Kulturländern zu öffentlichen Ginladung einen für den Beginn der Versammlung pommerschen Küste gestrandet. Die Maschine wurde stark beden großen Tagesfragen aus. Ueberall suchen sich die Ultra- etwas früheren Zeitpunkt anzugeben, als in der polizeilichen An- fchädigt. Die Torpedoboote S. 1 und S. 32 sind an der Westmontanen mit einem Tropfen sozialistischen Dels zu salben, meldung. Es geschieht dies selbstverständlich nur, um die Be mole aufgelaufen, fie fonnten jedoch mit geringen Beschädigungen um dem Volke sich nicht zu entfremden. So fand vorige sucher früher herbeizurufen, um recht pünktlich die Ver- landen. Ein Obermaat des legtgenannten Bootes wurde über Woche auf dem spanischen Katholiken- Kongresse in Tarrafammlung eröffnen zu können. Dies wurde den Dresdener Bord gespült und ist ertrunken. Seine Leiche wurde noch nicht Nunmehr aufgefunden. gona der Staatssozialismus viele Bertheidiger. Es wurde Parteigenoffen schon vor längerer Zeit verboten. Mährisch Ostrau, 26. Oftober. Hierselbst find abermals eine Resolution angenommen, die sich für eine Politit im wurde gewöhnlich unter der Einladung noch vermerkt( wenn Sinne der Arbeiter Encyklika Leo's XIII. ausspricht; mit zum Beispiel die Versammlung für 11 Uhr angemeldet), daß zwei Erkrankungen an asiatischer Cholera vorgekommen. Saalöffnung um 10 Uhr stattfinde. Nachdem nun in Döhlen Sofia, 26. Oftober. Die Zankovisten haben beschlossen, an dieser hofft man den Anarchismus, Radikalismus und So- ein Genosse auch dieses Verbrechens wegen verurtheilt worden ist, die Regierung das fategorische Verlangen zu stellen, bis zum zialismus besiegen zu können. Nun, Hoffen und Harren macht die Sächs. Arbeiter- Zeitung" folgenden Vorschlag: Man 26. Ottober Karavelom freizulassen, die Rückkehr Zankow's zu macht Manchen zum Narren sagt das Sprichwort. An mache bekannt, die Versammlung beginnt um 11 Übr, der gestatten, dessen Wahl anzuerkennen, alle Emigranten in Bulsozialistischen Thaten mangelt es den Ultramontanen stets. Saal wird um 10 Uhr geöffnet", aber man mache der Polizei- garien zuzulassen und in der Sobranje die Frage der Aussöhnung Auch in Tarragona beschäftigte man sich am meisten mit behörde eine gleichlautende Anzeige. Man dürfte gespannt mit Rußland zu erörtern. der weltlichen Herrschaft des Papstthums, deren Wieder- fein, ob dann die Behörden noch immer etwas auszusehen haben herstellung in einer energischen Resolution beschlossen wurde würden. unter den begeisterten Rufen:„ Viva el Papa Rey! Es lebe 11 * Brüssel, 26. Ottober. Gestern wurde die neue freie Iniversität eröffnet. Der sozialistische Abgeordnete Picard erklärte in der Eröffnungsrede, die alte Universität mit der alten bürgerDer Nürnberger Sozialdemokratische Verein" zählt, lichen Gesellschaft werde in furzer Zeit durch den Ansturm der der Papst- König!" Auch wurden gegen das räuberische" wie in der legten Generalversammlung bekannt gegeben wurde, Brüderlichkeit und Gerechtigkeit zusammenfallen. Unter den 60 Italien fulminante Reden gehalten. Mit der Wieder 2500 bis 2600 Mitglieder, eine Bahl, die gewiß von einer leb- Profefforen, welche zur Eröffnung anwesend waren, befanden sich herstellung des Kirchenstaates wird es indeß noch gute Weile haften Bewegung Zeugniß ablegt. Gleichzeitig wurde eine Bus auch Elysee Reclus und Robin, der frühere Direktor des Waisen haben. sammenstellung der Mitglieder nach ihren Berufen und dem hauses in Cempuis. Berantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Drud und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„ ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 251. Sonnabend, den 27. Oktober 1894. 11. Jahrg. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Parteitag. ( Fortsetzung aus dem Hauptblatt.) Nachmittags Sigung. = Särgefabrikation soll durch einen Trust die Konkurrenz unmög-[ die Bergarbeiter ein Begrüßungs- Zelegramm an die Unternehmer lich gewesen sein. Die pensylvanischen Kohlengruben sollen, wie gesandt haben, als diese die Produktion einschränkten. Sie es nach dem Berichte des österreichischen Generalkonsuls heißt, in wollten eben lieber regelmäßig etwas weniger verdienen, als der Lage sein, die Preise der Kohlen vollständig dann plöglich bei einer Absazkrisis gar nichts verdienen. In der Nachmittags- Sizung wird die Debatte über die Mai- monopolistisch festzusehen. Der Bericht ift in zahl Die Arbeiter haben nur zu fürchten, daß sie nicht feier fortgefeßt. reichen Zeitungen, in das verbreitete Handbuch eines entschlossen genug sind, die neuen Bedingungen, die ihnen die Slomte Bielefeld: Die Bielefelder Genossen sind für die Genossen übergegangen. Aber auf den ersten Blick fieht man, Monopole gewähren, für sich auszunüßen. Aber auch das ge Aufrechterhaltung des Kölner Beschlusses in der Maifeier und daß, wenn das Monopol eine vorübergehende Zeit exiftirt haben schieht. Die Monopole organisiren die Arbeiter selbst. Bei gegen den Frankfurt- Barmer Antrag. Wer den 1. Mai feiert, sollte, es bald durch die Konkurrenz in anderen Gebieten voll- voller Koalitionsfreiheit brauchen die Arbeiter die Monopole hat ihn so zu feiern, wie alle übrigen rbeiter und die übrigen ständig gesprengt sein müßte. Einzelne Zeitschriften, so z. B. die nicht zu fürchten. Ja, der endliche Sieg des Sozialismus wird Arbeiter bekommen, wenn sie am 1. Mai die Arbeit ruhen lassen, Industrie", die Statistik bringt, dann die Abhandlung Großmann's durch die Riesentrusts beschleunigt. Es ist ein Weg für die Arden Tag nicht bezahlt. bringen eine lange Aufzählung von Kartellen und Trusts. Stein- beiterklasse nach oben, jeder Riesenbetrieb ist eine Vorstufe für Silberberg- Budapest: Die Deutschen haben in der mann- Bucher spricht sogar von Kartellen des Kleingewerbes, bei die sozialistische Organisation der Gesellschaft.( Lebhafter BeiMaifeier einen gewaltigen Schritt nach vorwärts gemacht, das denen man auf den ersten Blick erkennt, daß es sich häufig blos fall.) Ich bitte Sie, die Resolution möglichst einstimmig anzuerfennen wir Ausländer mit Befriedigung an. Uns ist ein großer um genossenschaftliche Vereinigungen zur Vertretung gemeinsamer nehmen. Dienst damit geleistet worden. Unsere Genossen tönnen sich nicht Interessen, zur gegenseitigen Gewährung von Kredit handelt, wie Krumm Dillenburg: Mir scheint es, daß die Konsu mehr damit ausreden, daß die Deutschen auch nicht den 1. Mai wir sie überall vorfinden. Zählen wir alle diese Vereinbarungen menten doch die Monopole zu fürchten haben. Die Pinselpreise innehielten. Wir leben in Ungarn im Zustand des permanenten zu den gefährlichen Kartellen, so wäre jede Molferei- Genossen sind durch den Einfluß der vereinigten Pinselfabriken in Nürn Ausnahmezustandes. Ministerielle Verordnungen, die mit schaft, jede Innungs- Krankenkasse, ja selbst unsere Partei ein berg um 20 pCt. gestiegen.( Hört!) Das Bernburger SodaDen Ministern wechseln, schränken das Vereins und Kartell. Was ist nun aber ein Kartell, das uns gefährlich, zu Gyndikat, die vereinigten Stärtefabriten haben die Preise ihrer Bersammlungsrecht ein. Die Maifeier in Budapest war imposant. gleich aber auch als Entwickelungsfaktor für die Zukunft er- Produkte erhöht. Der Konsument wird geschröpft. Das ist die Sie erstreckte sich sogar auf die ländlichen Arbeiter. Wir sind scheint? Das Monopol an sich kann nicht das Charakteristikum Absicht der Gründer der Kartelle. bei den Bauern bereits eingedrungen. In dem ungarischen sein, Monopole haben wir in gewissen Zweigen immer gehabt, aber Hue Essen: In Essen ist der Sitz des rheinisch- westfälischen Bauern lebt ein Stück Revolution. Mit genau demselben Hasse, sie hatten doch immer eine gewisse latente Konkurrenz, die e Kohlensyndikats. Ich tenne feine Wirkungen genau und kann den er gegen die Desterreicher hegt, haßt er die heutige Ge- verhütete, daß diese Monopole nach Belieben die Preise in die mit den Ansichten Schippel's nicht völlig übereinstimmen. Die sellschaft, von der er erkannt hat, daß sie die Schuld seines Un- Höhe schrauben konnten. Ich will zugeben, daß unter den auf Kohlenpreise sind durch das Syndikat gesteigert worden. Die glücks ist. Diese ungarischen Bauern feiern den 1. Mai. Die geführten Kartellen eine ganze Menge Monopole vorhanden sind, Kohlenproduktion kann nicht nach Belieben ausgedehnt werden. Industrie ist nicht entwickelt. Das Kapital findet bessere Ber- aber es sind keine gefährlichen Monopole. Wenn men z. B. vc Auch mit den Ausführungen Schippel's über die Wirkung der werthung als Wucherkapital, als in der Industrie. Der Bauer den vereinigten Pinselfabriken in Nürnberg hört, so kann man ja Syndikate und Trusts auf die Gewerkschaften und auf das ist an die Scholle gefesselt und zu Frohndiensten gezwungen. Angst bekommen, daß die Pinsel unerschwinglich thener werden Solidaritätsgefühl der Arbeiter bin ich nicht einverstanden. Ich Ein Schlußantrag wird angenommen. fönnten. Aber zu dieser Angst ist kein Grund vorhanden. Da3 habe bei Krupp in Essen gearbeitet, der 17 000 Arbeiter beKapital, das hinter den vereinigten Pinselfabriken steht, beträgt schäftigt. Die Zahl der gewerkschaftlich organisirten Arbeiter ift zwei Millionen Mark. Da ist die latente Konkurrenz beständig äußerst gering, dort sowohl wie bei Stumm. In diesen Riesen wirksam! Außerdem giebt es bei den Kartellen Faktoren, die betrieben besteht die Möglichkeit bei den Arbeitern, allmälig zu das Monopol beständig zu durchbrechen drohen. Einige Fabriken besser dotirten Stellen aufzurücken. Daher dann Schmaroherei bleiben außerhalb des Ringes und suchen darin ihren Vortheil. und Liebedienerei. Der Großkapitalist tann eine stabilere ProJch will aber zugeben, daß wir uns dem Zustand der Vertrustung duktion einführen, das bietet die Möglichkeit für die Arbeiter, nähern. Welche Folgen wird sie nun haben? Man stellt sich eine sichere Gristenz zu schaffen. Deshalb fehlt es ihnen an immer vor, wenn man sagt, die Monopole könnten den Konsumenten Solidaritätsgefühl, das sie der Theorie nach, weil sie in zwingen, jeden Preis zu bewilligen, sie hätten es mit lauter armen Großbetrieben zusammen geschweißt sind, haben sollten; das ist vereinzelten Teufeln von Konsumenten zu thun. Das ist aber auch der Grund, weshalb ich nur geringe Hoffnung auf die genicht wahr! Der Käufer ist meistens wieder ein Kapitalist. Das wertschaftliche Bewegung habe.( Widerspruch.) Die deutsche Großkapital verkauft an das Großkapital. Gleiche Kräfte stehen Gewerkschaftsbewegung fann niemals einen solchen Aufschwung sich gegenüber, und so verschwindet die Gefahr, daß das eine nehmen, wie die englische, die mit dem Kapitalismus zusammen Es folgt Punft 6 der Tagesordnung: Die Bedeutung Kapital das andere auspowert. Wenn die vereinigten Kohlen aufgewachsen ist. Ich sehe in den Gewerkschaften nur die der Trusts, Ringe, Kartelle und ähnlicher gruben den Preis der Kohle, die sie an die Eisenhütten abgeben, Produktionsleitungen der Zukunft.( Beifall und Widerspruch.) großkapitalistischer Organisationen in unse- in die Höhe schrauben wollten, dann würde das Kapital, das Zu der Resolution Schippel( 112) ist folgendes Amendement rer wirthschaftlichen Entwickelung. von Schippel felbst eingegangen: An Stelle des vierten Absages: Hierzu liegt folgende Resolution vor: Dieser durch die Kartellwirthschaft beförderte großkapitalistische Entwickelungsprozeß ist unaushaltsam und kann durch keine reaktionären Gesetzgebungsversuche gehemmt werden"-folgenden Saß zu sehen: Im Schlußwort erklärt Meist: Die meisten Anträge sprechen zumeist etwas durchaus selbstverständliches aus, so z. B. die Resolution 79, oder aber Sie greifen nur einzelne Punkte aus der Resolution heraus. Lehnen sie also die Anträge ab und nehmen sie die Resolution einfach an. nommen. Die Resolution wird einstimmig ange Antrag 77 wird abgelehnt. Der Antrag 78 ist durch bie Resolution erledigt. Das Amendement Auer zum Antrag 79 wird abgelehnt. Der Antrag 79 wird abgelehnt. Hierdurch erledigt sich von selbst das Amendement von Elm. Antrag 109 wird gleichfalls erledigt. ( 112). Die Kartelle( Trusts, Ringe), wie sie in neuerer Zeit immer mehr in allen Kulturländern der Erde, insbesondere auch in Deutschland, von den Vertretern großkapitalistischer Unternehmungen gebildet werden, sind die natürliche Folge der Entwickelung unserer tapitalistischen Produk tionsweise, die mit stetig sich beschleunigender Schnelligkeit ihrem Höhepunkt entgegeneilt. Der Zweck dieser großkapitalistischen Produktions- Vereinigungen ist, im Interesse der betheiligten Kapitalisten die Produktion zu reguliren, d. h. durch ihre Anpassung an die Nachfrage die Preisbildung so zu beeinflussen, daß der erreichbar höchste Profit den Unternehmern zufällt. Der immer raschere Untergang des konkurrenzunfähig gewordenen mittleren und kleineren unter nehmerthum 3 ist die nothwendige Wirkung dieser Rapitalisten- Organisationen. hinter den Eisenhütten steckt, selber Bergwerke einrichten. Wollten die Eisenbüttenbesitzer den Preis übermäßig steigern, dann würden die Walzwerk- Industriellen selber in Eisenhütten das Roheisen gewinnen. Es hat sich stets gezeigt, daß wenn ein Kartell in die Höhe gesprungen und zu hohe Preise geforderr hat, daß dann sofort der Gegenschlag gekommen ist. Ein Stoff Jeder Fortschritt der Kapitalfonzentration löst fortgesett läßt sich überdies durch den andern ersetzen, Jute durch Baum größere Maffen ehemals Besitzender von den Interessen wolle, Kohlen durch Petroleum. Ein Stoff tann im Preise höchstens des Besizes los und lehrt die unwiderstehliche Ueberlegenheit so steigen, daß es lohnend wird, einen andern Stoff zu nehmen. der national und international organisirten einheitlich Werden zu hohe Profite in einem Industriezweige durch ein Monopol geleiteten Produktion über die zersplitterte Produktion erzielt, so stürzt sich das anlagelüfterne Rapital sofort darauf der freien Konkurrenz immer eindringlicher und unwiders und drückt die Preise herunter. Ich will zugehen, daß vir all- ftehlicher. Diese Entwickelung ist ein Schritt zur Ver mälig dem Zustande der wirklich gefährlichen Vertruftung zu wirklichung des Sozialismus! treiben; aber das werden immer nur solche Unternehmungen sein, Schoenlant: Bereits die beiden Vorredner haben zwei mo ungeheure Kapitalien zur Anlage nethwendig sind bei Punkte hervorgehoben, die Schippel schärfer hätte betonen müssen. spielsweise bei Eisenbahnen, vielleicht auch bei Bergwerken, Wir haben kein englisches Koalitionsrecht. Unsere Arbeiter können Eisenhütten, überall da, wo fleine Sinlagefapitalien ausreichen, von dem Koalitionsrecht zum Theil gar feinen Gebrauch machen. um einen Industriezweig zu schaffen, ist eine Vertrustung Das aber ist der springende Punkt: Wir müssen erst die politische Die Arbeitert lasse hat teine Veranlassung, den möglich. Wenn man die Kartelle richtig verstehen rill, sn der Macht haben. Wir müssen aufräumen mit den Polizeigefeßen, durch die Kartellwirthschaft beförderten großkapitalistischen Ent- man sich nur die Geschichte der Eisenbahnen ansehen, die den ehe wir den Kartellen ohne Furcht entgegentreten können. wickelungsprozeß durch reaktionäre Gesetzgebungsversuche zu Zustand markiren, nach denen andere Kartelle erst hintreiben, Schippel hat mehr die negative Seite der Kartelle hervorgehoben, ftören, weil jeder Fortschritt der Kapitalstonzentration fort der sich bei diesen erst in 30-40 Jahren erfüllt haben wird. aber er hat nicht scharf genug betont, daß es sich hier um eine gefett größere Massen ehemals Besitzender von den Interessen Aber bei den Eisenbahnen, wo der gleiche Verbrauch an fixen Regelung der Produktion auf sozialistischer Basis handele, daß des Besitzes loslöst und die unwiderstehliche Ueberlegen Rapital stattfindet, ob Reisende fahren oder nicht, ob Güter be- die Herren aber nur tollektivistisch produziren, den Profit aber in heit der national und international organisirten, ein- ördert werden oder nicht, müssen sie sorgen, hohe Gewinne durch ihren Privatsäckel stecken wollen; er hätte betonen müssen, daß heitlich geleiteten Produktion über die zersplitterte Produktion| Herabsetzung der Tarife zu machen. Bei allen solchen Monopol im Kartell der moderne Großbetrieb sich aller Mittel der freien Konkurrenz, immer eindringlicher und augenfälliger Unternehmungen steht die Sache einfach so: Je niedriger sie der Technik bedient, daß ein Ersatz ber lehrt. Diese Entwickelung ist somit ein Schritt zur Berdie Preise stellen, um so größer sind die Gewinne, je höher aber menschlichen Arbeitskräfte durch technische Hilfskräfte statt wirklichung des Sozialismus. die Preise, um so geringer sind die Gewinne! Die Ausgaben an findet, daß dadurch aber die Unsicherheit des Eriverbes Dagegen werden die Kartelle eine Geißel für die Arbeiter firem Kapital, die Zinjen, Amortisationen vertheilen sich viel zunimmt. Nun sagt Schippel, der Staat solle hier eingreifen; durch die Macht, welche die ausbeutenden Kapitalisten mit Hilfe mehr bei der Massenproduktion. Es vermindern sich die relativen wie kann das der Staat der Herren von Hammerstein, der ihrer Organisation gegenüber ihren Arbeitern erwerben. Ge- Produktionskosten bei einem möglichst großen Massenabsah. Baare, Krupp, wie kann das der Staat, der selbst, wie Preußen steigerter Lohndruck, gesteigerte soziale und politische Knechtung Uebertrieben wäre es ja natürlich auch, zu sagen, daß solche im Kalisynditat und im Salinenfynditat, der ärgfte Kartellbruder weiden unausbleiblich. Es ist daher ein Gebot der Selbst- Unternehmungen mit den Preisen immer tiefer und tiefer herab. ift. Damit der Staat den an ihn gestellten Forderungen ent erhaltung und der Menschenwürde für die Arbeiterklasse, nachgehen. Thatsächlich ist es nun bei den entwickeltsten Kartellen spricht, muß er erst demokratisirt werden; an stelle der Krupp drücklich und kategorisch zu verlangen, daß immer wieder eingetreten, daß die Preise immer mehr herab- und Stumm, der Kalitönige und Walzwerkkönige muß dem ein den Forderungen ber laffenbewußten g.gangen find, so bei der Standard Oil Company( dem Petro. Wolte die ausschlaggebende Stimme zufallen. Daß durch die Arbeiter entsprechender Arbeiterschutz gesetz- leumtruft), dem entwickeltsten aller Trusts. Und das ist ganz er- Startelle die Krisen beseitigt werden, ist ein unbegründeter lich festgelegt werde; daß nicht blos alle flärlich. Hat man eben einmal so große Röhrenleitungen ge- Optimismus. Wir müssen mit fühlem Blute eine natur Schranken der Koalitions- und Vereinsfreiheit taut, so tann die Kapitalistenanlage sich erst dann rentiren, nothwendige Entwickelungsphase des Kapitalismus betrachten. fallen, sondern auch das Roalitionsrecht wenn man mit den Preisen herabgeht. Aus den Gründen, die Der Einwand, daß die Großindustrie an sich die Arbeiters durch wirksame Strafbestimmungen gegen ich vorhin angegeben habe, ist es deshalb auch ganz unwahr organisationen unmöglich macht, muß dahin eingeschränkt die Uebergriffe des Unternehmerthums ge- scheinlich, daß selbst bei dem lehten großen Petroleum werden, daß die Großindustrie die beste Aussicht zur Entwicke sichert werde, und daß durch fortschreitende monopol die Preise in die Höhe gehen werden. Ganz lung dort hat, wo die Lage der Arbeiter schlecht ist. Aber Demokratifirung der Reichs, Staats- und Gemeinde- cbgesehen davon, daß das Petroleummonopol noch recht weit die Kartelle werden zu Despoten, wir müssen deren Despo Verwaltungen immer mehr der Wille der stetig in der Zukunft liegt. Der Konsument hat also im allgemeinen tismus vernichten, indem wir zunächst nach der politischen Macht wachsenden Masse der wenig oder nichts von den Kartellen nichts zu fürchten. Nun habe ich allerdings streben. besigenden Konsumenten maßgebend wird, in der Resolution gesagt, daß im Staate die Interessen der Konderen Intereffen in schneidendem Gegensa stehen zu den Interessen einer Handvoll über mächtiger Rapitalisten. M Schippel. Gebel Bergedorf führt einige Beispiele aus der Glass industrie an, wo die Kartellirungen eine sehr große Gefahr für den Arbeiter geworden sind. Selbst das freieste Koalitionsrecht tönnte den Arbeitern nicht viel gegen diese Ringe helfen. Be sonders verderblich ist für die Glasarbeiter ihre Wohnungs abhängigkeit vom Fabrikanten. sumenten ausschlaggebend sein sollen, aber nur damit nicht irgend eine Schröpfung durch Liebesgaben, Steuerprämien, die an sich nichts mit den Monopolen zu thun haben, stattfinden könne. Begen die Kartellirung an sich, gegen die Zusammenschmeißung Schippel begründet dieselbe folgendermaßen: Ich denke der fleinen Unternehmungen in große haben wir absolut nichts mich nur darauf zu beschränken, einzelne Uebertreibungen zu einzuwenden. Aber wir müssen verlangen, daß öffentliche v. Elm. Hamburg: Mit den Ausführungen Schippel's tritifiren, die man in unserer Parteifiteratur über die Trusts und Slechnung gelegt werde, wir wollen daher den Kartellen an sich stimme ich vollkommen überein. Schippel hat gar nicht gesagt, Kartelle findet. Es liegt hier ganz ähnlich wie bei den An- nichts in den Weg legen, soweit sie einen Fortschritt in der Ent- daß der Konsument von den Ringen überhaupt nicht geschoren schauungen über die Boykotts der Amerikaner. Alles war be- wickelung darstellen. Der wichtigste Theil aber ist die Stellung würde. Er hat sie nur nicht auf die Dauer zu fürchten. Was iauscht über die angeblichen Erfolge. Als Anfangs der achtziger ter Monopole zu der Arbeiterklasse. Freilich gehen auch hier die die Stellung der Trusts zu dem Arbeiter als Produzenten Jahre die ersten Nachrichten von dem amerikanischen Trust zu Befürchtungen zu weit. Wir haben zwar in vielen Fällen eine betrifft, so glaube ich nicht, daß sie die Gewerkschaftsorganisation uns herüberfamen, erschrat man förmlich vor dieser neuen Geißel, Broduktionseinschränkung infolge einer Kartellbildung, aber das unmöglich machen, diese Verhinderung ist nur momentan. Das erschrat man vor diesen neuen Form der monopolistischen Pro- it durchaus nichts anderes, als was auch bei einer Wachsen des Solidaritätsgefühls unter den Arbeitern im all. duktionsweise. Diese Furcht spiegelt sich deutlich in Bellamy's Konzentration der Betriebe infolge einer Krise eintritt. gemeinen wird auch auf die Arbeiter in Großbetrieben à la Roman, der ja in jener Zeit fentstand. Heut aber denkt man Für die Gewerkschaften ist nichts gefährlicher als das ewige Krupp einwirken. Dafür ist die Geschichte der englischen Gewerks bereits viel ruhiger auch über die amerikanischen Vorfälle. Wechseln zwischen Krisis und Ueberproduftion. Biel regelmäßigere schaften ein sprechender Beweis. Das Fehlen eines freien Roas Diese Kleinbürgerliche Angst spiegelt sich auch in unseren Büchern Lebensbedingungen haben wir aber, wenn eine Stetigkeit, eine litionsrechtes ist die Ursache für die Schwäche der deutschen Ges und in unserer Literatur wieder. Man darf nur die einzelnen Regelung der Produktion durch die Kartelle eintritt. Der eng- werkschaftsbewegung. Das Anwachsen der Arbeiterbewegung Waaren, deren Produktion angeblich vertrustet sein soll, auf- lische Arbeiter ist immer dafür eingetreten, anstatt an der Uebers wird den Staat nöthigen, freiere Vereinigungsgesetze zu er zählen, um sofort zu erkennen, daß hier eine Monopolifirung gar produktion mitzuwirken, lieber die fürzere Zeit regelmäßig zu langen. Je mehr sich die Arbeiter organisiren, desto näher ist nicht möglich sei! Trotz der brei amerikanischen staatlichen arbeiten. Wir sehen zwar immer sehr überlegen auf die theoretisch das Ziel. Untersuchungen vom Jahre 1888 braucht man nur die Waaren wenig geschulten englischen Arbeiter herab, aber in der Praxis Adler Wien: Als Fremder hätte ich nicht das Wort erlisten durchzugehen, um zu sehen, daß Bohnen, Erbsen, Brot, sind sie uns doch über. Haben wir es doch erlebt, daß die eng griffen, wenn ich nicht dazu angeregt würde durch meine Theil. wie es von Kanada gesagt wird, nicht vertrustet sein tann. Wie lischen Spinnerei- Arbeiter im Interesse der Berkürzung der Pro- nahme an den Verhandlungen des diesjährigen Kongresses für soll sich die Eierproduktion z. B. vertruften lassen? Bei der buktion von 6 auf 4 Tage in der Woche gestreift haben, daß Sozialpolitik zu Wien über denselben Punkt. Dieser Verein ist fein war die pflichtgemäße Antwort des Kutschers, aber der Wirth, wo Sie absteigen, scheint dem Geschmack der Arbeiter fchaft keine Rechnung zu tragen. Ich will Ihnen aber nichis abschlagen, und nehme statt des Bieres, das mir doch nicht schmecken wird, einen Rognat und eine Bigarre." Uns dünft, daß ein Wirth so wenig Ursache hätte, derartig mißachtend über seine Gäste zu sprechen, als die Gäfte den Wirth, der nun einmal mit Ringbier glaubt bestehen zu können, an sich auch nicht als eine moralisch minderwerthige Person betrachten. Derartige gereizte Aeußerungen lassen sich nur dadurch erklären, daß den Herren Ringbierwirthen der Boykott verteufelt haarig in den Gliedern steckt. haben. - von ben Die polnischen Genossen haben sich fich aber trotzdem doch nicht abschrecken lassen und die Flinte nicht in's Korn geworfen. Denn gerade diese Manipulation hat ihnen bewi sen, daß die armen Arbeiter sich nur als Werkzeuge, einiger Mucker gebrauchen ließen, und darum energischere und durchgreifendere Agitation hier am Blake sei. ein Verein von Prosessoren, von Kathedersozialisten von ehemals, Die Lokallifte haben wir, um einem vielfach geäußerten| hundert Polen, welche in Erdhöhlen, die mit Najen beteat die, um den Katheder zu behalten, den Sozialismus fortgeworfen Wunsche aus den Reihen unserer Parteigenossen nachzukommen, waren, wohnten. Ihre Nahrung bestand aus Kartoffeln und baben.( Sehr gut! Heiterkeit. Auf diesem Kongresse wurde nun heute zuerst als besondere, selbständige Beilage dem Vorwärts" Hering; als Geschirr zu diesen Speisen(?) bedienten sich die Männer über die Kartelle hin und her geredet, ob sie gefährlich oder an- beigefügt. Dieselbe fann zusammengefalzt und dann als Broschüre ihrer Kopfbededung, die Frauen ihrer Schürzen. Auch gingen sie ohne gefährlich, nüßlich oder verderblich seien. Kurz, es waren lauter bequem in der Tasche getragen werden. Wir sind der Ueber- Ausnahme, ob Mann, Frau oder Kind, barfuß und halbnackend. Dinge, die ich hier nicht gehört. Und darüber habe ich zeugung, daß hierdurch die Lifte ihrem Zweck mehr entsprechen Außerdem zeigte sich bei ihnen noch eine andere Erscheinung, von der mich außerordentlich gefreut. Dadurch hebt sich die Distuffion wird und daß die Neuerung daher des Beifalls unferer Lefer- wir hier nichts mittheilen wollen, da dieselbe durch die primitiven hier vortheilhaft ab von den Diskussionen der Professoren. schaft sicher ist. wirthschaftlichen Verhältnisse, Armuth und Noth herbeigeführt Hier ist die Kartellbildung von vornherein aufgefaßt worden als Zur Lokalfrage. Folgende Saalbesitzer haben sich durch worden ist. Tausende von Berlinern pilgerten nach Halensee eine Nothwendigkeit, die man zu verstehen habe, nicht aber als Unterschrift bereit erklärt, hinfort ihre Lofale zu allen sozial zu den Polacken" heraus, um sie als aus anderen Erdtheilen etwas, wobei man nachdenkt, ob man die Polizei dagegen zu demokratischen Versammlungen( politischen wie gewerkschaftlichen) eingeführte Wilde zu bewundern. Hilfe rufen soll oder nicht. Aus der Diskussion hier ist hervor unentgeltlich zur Verfügung zu stellen: 8um Freischü nossen in höchstem Grade, und sie befchloffen, ihren Landsleuten Dieses empörte unsere in Berlin ansässigen polnischen Ges gegangen, daß die Kartelle die wirthschaftliche Macht des Rapitals erhöhen gegenüber dem Konsumenten und dem Ar( F. Bölkerling), Fruchtfir. 36 a, R. Buske, früher Seefeldt, bie Bedeutung der Menschenwürde und Gleichberechtigung vor beiter. Mit vollem Recht wurden vom Referenten allzugroße Be- Grenadierstr. 33, und Feist, Brunnenstr. 192. Es sei noch be die Augen zu führen. Dieses gelang auch vollständig. Die fürchtungen und phantasievolle Vorstellungen über die Kartelle merkt, daß diese Wirthe ausschließlich boykottfreies Bier ver- veranstalteten öffentlichen Versammlungen waren schänken. Die Lokalkommission. überfüllt und die Vorzurückgewiesen. Indem er aber eine Eeite der Sache zeigte, polnischen Erdarbeitern förmlich überfüllt und wurde die andere etwas in den Hintergrund gerückt. Die Ge- Bur Lokalliste. Schmidt, Weidenweg 14, mußte aus der träge wurden mit dem größten Enthusiasmus begrüßt. fahr nämlich, die für die Arbeiter bei den Kartellen wirklich Liste gestrichen werden, weil er boykottirtes Bier schänkt. Wegener, Diefe günstigen Resultate waren aber ein Dorn im Auge des besteht. Es wäre unrecht, die Augen dagegen zu ver- Prinzenallee 58, verweigert die Kontrolle. Charlottenburger katholischen Pfarrers, welcher beschlossen hatte, die sozialdemokratischen Versammlungen nach seiner Art zu schließen. Die Gewerkschaften werden nicht gefördert durch die Kartelle, mit der Konzentration des Rapitals geräth die ArDie Ningbierwirthe legen während des Boykotts zum Theil schädigen. beiterschaft bei ihrem wirthschaftlichen Kampf in Nachtheil eine Nervosität an den Tag, die schon nicht mehr schön zu nennen Hierzu bot fich ihm eine sehr gute Gelegenheit. In einer einige hundert Polen dem Kapital gegenüber. Daraus folgt, daß sie sich mit um so ist. Fuhr da neulich Nachts der Kutscher der Droschte 5724 einen dortigen Farbenfabrit größerem Gewicht auf die andere Seite des Kampfes legt, auf Sellner nach dem Lotal von Ulrich in der Friedrichstraße. Der unter Aufsicht ihres Meisters Szymbrowicz, der gleichzeitig das die politische.( Sehr richtig!) Elm meinte, in England hätte Fahrgast wollte sich in seiner Weise erkenntlich zeigen und Amt eines Rird, endieners belleidet. Nachdem die polnischen die Entwickelung des Großkapitals die Entwickelung der Gewerk- für den Roffelenter ein Glas Bier zum Besten geben. Genossen ihre fünfte öffentliche Versammlung einberufen hatten vereine nicht verhindert, und daß es ebenso in Deutschland kommen Wenn es boykottirtes Bier ist, trinke ich es", und sich etwa 50 von ihnen versammelt hatten, erschien auch der gewerde; das glaube ich nicht. Die englischen Gewerkschaften find nannte S. mit seiner lebenden Fabrit, bestehend aus ungefähr zu einer Beit geworden, die für uns für immer vorbei ist. Damals war 500 Personen. Als der Referent seinen Vortrag mit dem Thema: der Kapitalismus jung, naiv und blind, jetzt ist er alt und erWie verbessern wir unsere Lage" eröffnen wollte, schrieen die fahren und wehrt sich mit größerer Macht gegen die Arbeiter abritarbeiter:„ Wir wollen feine Verbesserung! Wir verdienen 14 M. wöchentlich! Es lebe der Papst!- Gs lebe Raiser Wil bewegung. Und liegt nicht die Thatsache vor, daß die englischen Gewerkschaften in legter Zeit in ihrem wirthschaftlichen Kampf Trozdem der Fahrgast, wenn er auch Tags über im Frack helm." Hierauf wurde durch den beaufsichtigenden Polizeilieutenant beinahe tapitulirt haben vor dem Unternehmerthum, daß sie daher geht, tein besonderes Interesse daran haben konnte, den die Versammlung aufgelöst. Der Tumult wurde aber noch größer sich gefagt haben, der wirthschaftliche Kampf ist unvollständig, Ringbiermännern förderlich und dienlich zu sein, kaprizirte er als die Gegner Heil dir im Siegesfranz" brüllten. Viele von deshalb ist der politische Rampf erforderlich. Elm fagt: fich doch darauf, daß der Kutscher Ningbier trinken solle denselben enthielten sich aber des Singens und reichten im Ge ja, der Staat wird nicht immer so sein. Ich möchte davor Was mir nun einmal nicht schmeckt, das trinke ich nicht," sagte heimen den polnischen Genossen freundschaftlichst ihre Hände mit der warnen, immer auf dieses letzte Umtippen hinzuweisen. Tas dieser, und ließ das Getränk, das ihn aufgedrängt werden sollte, Erklärung, daß fie für die sozialdemokratischen Ideen sympathifiren, doch ein öffentliches Bekennen zu denselben sich enthalten müssen, da Anwachsen der politischen Macht einer Klasse geschieht nicht so, mit der gebührenden Konsequenz stehen. daß sich heute eine Silaffe in völliger Ohnmacht, und morgen in Wie es nun allemal vom Uebel ist, wenn sich ein Wirth fie sonst von ihrem Meister aus der Fabrik hinausgeworfen würden. in den Disput seiner seiner Gäste mischt, so auch völliger Allmacht befindet. Geschichtlich vollzieht sich dies An- i hier. Trotz des starken Aufgebots der Polizei fonnte nicht verhindert daß der Herr Ulrich eine Ursache gehabt werden, daß ein Theil der Wütheriche, die ihren thierischen. Inwachsen allmälig. Auch die Kartelle werden nicht in ihrer Ent- Ohne er fich stinkt nicht beherrschen konnten, sich mit ihren Stöcken auf die wickelung auf einmal von uns geregelt werden, sondern in dem Maße, bätte, in diese Unterhaltung einzugreifen, ließ wie die Sozialdemokratie politische Macht erobert, in dem Maße wird plöglich zu der unschönen Aeußerung hinreißen, daß der Kutscher Genossen hinstürzten und einige Verwundungen ihnen beigebracht fie gegen die wirthschaftlichen Organisationen vorgehen. Ich wohl einer von der bewußten Sorte sei, mit denen ein ordent habe zu fonstatiren, daß wir einig sind darin: Die Kartelle find licher Gast überhaupt nicht fahren solle! die mächtigste Diganisationsform bes Rapitalismus. Sie find auf wirthschaftlichem Gebiete unmöglich von der Arbeiterklaffe zu befämpfen, auch auf polizeilichem nicht, denn die Polizei ist in der Hand der Kapitalistentlasse, sondern allein durch die politische Machtentwickelung der Arbeiterklasse!( Bravo.) Ein Echlußantrag wird angenommen. Schippel: Die Abänderung meiner Resolution ist eine rein stilistische. Adler gebe ich darin Recht, daß der Kampf sich immer mehr auf das politische Gebiet hinüberzieht, aber man muß fich dagegen verwahren, daß der gewerkschaftliche Stampf immer aussichtsloser und aussichtsloser wird. In einem Schlußworte darauf einzugehen, ist nicht gut angängig, aber betonen möchte Aus der Schwarzkopff'schen Maschinenfabrit. Die ich doch, daß neben der Konzentration des Kapitals auf der scheußliche Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft in diesem einen Seite, auf der anderen Seite aber auch eine Schwächung tapitalistischen Musterinstitut, von der wir am Mittwoch ein für des Kapitals stattfindet. Nehmen wir einmal an die Verhält Von der Gewalt der Röside'schen Poesie und von der wunder- unsere sogenannten Kulturzustände tief beschämendes Bild geben niffe in Pennsylvanien, auf die ich mich vorher bezog, famen Macht seines Bieres fann man sich feinen rechten mußten, ruinirt um den Preis eines Linsengerichts nicht allein feien sie so wie die Verelendung der Arbeiter und ihre Begriff machen, ohne beides zu kosten; da das letztere für ziel die Körperkonstitution der Lohnfklaven an sich in unverantwort Entrechtung die Schuld der Kapitalstonzentration? bewußte Arbeiter unmöglich, Röfice'iche Verse aber nicht boy- licher Weise, sondern sie erhöht auch die Gefahren des Betriebes Jch fage, die Kapitalmacht äußert sich den vereinzelten fottirt sind, so wollen wir heute davon unseren Lesern zum Ver- ganz übermäßig. Für die paar Pfennige des Ueberstundenlohnes Hausindustriellen gegenüber mit einer ganz anderen Macht als gnügen eine Probe geben, indem wir uns vorbehalten, dem hat der Arbeiter zehnfache Wucherzinsen zu zahlen, Heil und den gemeinsamen arbeitenten, zufammengefchaarten Arbeitern, nächsterrn Röside als Dichter" in seiner ganzen Profit aber blüht allein dem Kapital. und seien sie auch so rijtändig wie die Böhmen, Polen u. f. w. Glorie zu würdigen. In der letzten Nummer feines Leibblattes Wir richten an die Trabanten des Kapitalismus, besolbete in Pennsylvanien. Ich glaube, es ist eine Unterschätzung des besingt Herr Rösicke frei nach Schiller's Lied von der Glocke und unbesoldete, die höfliche Einladung, einmal ihre Nase in gewertschaftlichen Kampfes, die eintritt, wenn eine Haus des Bieres Macht", indem er zunächst anerkennt, wie wohlthätig einen Fall zu stecken, der allen, die da feben wollen, klärlich zeigt, industrie fich in die Großindustrie hinübergiebt. In diese Macht ist, wenn man das Bier nicht hastig, sondern daß es der Arbeiter ist, der für sein Leben lang einen Dent einem solchen Moment befindet sich die Gewerschafts- mit Wiaßen, immer ein Glas nach dem andern, ruhig und be- zettel empfängt, wenn Staat und Gesellschaft gestatten, daß bewegung allerdings in einiger Verlegenhenheit; aber denken dächtig hinuntergießt, zuvor aber vor allen Dingen die Speise- rücksichtslose Profitwuth über seine Rörperkraft schrankenlos Sie an Pullman, wo die Gewerkschaftsbewegung ihre bedeutende farte recht gründlich um Rath fragt. Doch wir bekennen gebietet. Macht zeigte. Bezüglich der Preissteigerung durch die Kartelle aufrichtig: wir fühlen uns machtlos, auch nur annähernd den Der Arbeiter Sped3 bat in der Schwarzkopff'fchen muß man nicht zurückgehen auf die Hungerpreise infolge der Eindruck und Schwung diefer herrlichen Rösicke'schen Verse in Maschinenfabrik in der Chausseestraße während der sechs Krise. Bei freier Ronkurrenz wäre genau dasselbe der Fall ge- unserer tristen Prosa wiederzugeben. Hören wir ihn deshalb Arbeitstage der jüngstverflossenen Woche nicht weniger als wefen. Gerade während des Antracit- Trusts in Amerika ist die selber schlagen in der Saiten Gold": 98 Stunden gearbeitet. Am Sonntag war nothgedrungen Koblenproduktion an sich erheblich gestiegen und damit sind die Doch furchtbar wird des Bieres Kraft- Wenn Ruhetag. Darauf schaffte er am Montag dieser Woche zwölf Preise zugleich gefunten. es der Mensch zu eilig schafft Und hat er feinen Stunden lang, am Dienstag von Morgens sechs bis zum Bei der Abstimmung wird zunächst durch Beschluß der Ab. Grund gelegt- Gich bald der Affe in ihm regt. Mittwoch Morgen sechs Uhr, also 24 Stunden hinterer losgelassen satz 4 der Resolution in der zweiten Faffung endgiltig afzeptirt. Wehe, wenn Wachsend ohne Wider einander! Hierauf pausirte Specks fieben Stunden, um dann Tanach wird die Resolution Schippel in der endgiltigen stand! Nichts will dann dem Menschen passen, Er ist ganz wieder von ein Uhr Nachmittags bis zum Donnerstag früh sechs Fassung atzeptirt. außer Rand und Band. In dem Wirthshaus Jft's sonst Uhr zu arbeiten. Sodann ging es wieder punkt ein Uhr los. Nach Bericht der Neuner- Kommission wird dem Parteitage friedlich und gemüthlich, Toch dann giebt es manches Um vier Uhr Nachmittags hatte er an einer schweren KupferMal der Antrag unterbreitet, zu erklären: Biel Standal. Er riskirt' nen großen Mund, Dhne walze im Gewichte von etwa zwanzig Zentnern zu der Grund, Roth wie Blut Ist fein Antlig, Hoch steigt hantiren. 1. Daß die 8wiftigteiten innerhalb Der letzten Tage Qual aber fast badischen Sozialdemokratie der Würde der feines Bornes Wuth, Welch Getümmel um ihn her! Er zu furchtbar gewesen; schlaftrunken nur verrichtete Spects Andere feine schwere Arbeit. Da Partei nicht entsprechen und nach allen Seiten brüllt fehr. Für ihn bildeu sich Parteien, ein Fehlgriff; der Koloß au mißbilligen feien. dagegen schreien, Daß fie arg beleidigt seien. rollte zurück und in der nächsten Minute waren dem Arbeiter 2. Daß ganz besonders die Intriguen und Bald beginnt man Ernst zu machen, Fäuste drohen; brei Behen vom Fuß abgequetscht, bie in Feßen Stühle frachen, Sehereien Rübt's zu verurtheilen feien. Tische stürzen, Gläser flirren; vorbeihingen. 3. Daß Stegmüller nicht geeignet fei, fein Wirthsfrau jammert;- Kinder irren; Hunde wimmern;- Er wurde aus der Fabrik fortgeschafft, schnell, schnell, damit Mandat im Namen der sozialdemokratischen Unter Trümmern. Wer vernünftig ist, der flüchtet; Denn der Betrieb nur ja teine unnüße Unterbrechung erleibe. Und Partei auszuüben. der Streit wird nicht geschlichtet. Gegen des Verstandes weiter geht die wilde Jagd, hei, hussa! Ueberstunden, UeberStätte Um die Wette Fliegt ein Stuhlbein, hoch im Bogen stunden! Rommit ein volles Glas ceflogen. Saufend tommt ein Was ist es denn auch großes, wenn die Arbeiter sich zu Wurf gezogen, Der die helle Lampe sucht. Braffelnd von Krüppeln schinden oder bestenfalls einige Jahre vorzeitig von der der großen Wucht Fällt sie in viel hundert Scherben. A Brut, die sie in die Welt gesetzt haben, Abschied nehmen Das gilt sowohl für den Genossen Gec als auch gemein wird das Verderben und als sollte man für immer miffen? Was schadet das dem Betrieb, wo es doch jederzeit für Rüdk und Dreesbach). Nachdem Stegmüller, Bei dem furchtbar'n Standaliren Gänzlich sein Gehör ver Ersatz in Hülle und Fülle giebt? Und ist für den leichtsinnigen Rüdt und Dreesbach noch gesprochen, und dieser ersucht, lieren, Wird das Lärmen in dem Zimmer Riesen Arbeiter, der sich, selbst wenn er aus reiner Frivolität, wie es die Resolution zu gunsten Stegmillers zu mildern, geht von groß.- Hoffnungslos- Weicht der Gastwirth dem Ge in den Organen des Schlotjunferthums heißt, zum Strüppel geBollmar und Genoffen ein Antrag ein, den Absatz 3 zu streichen zänte, Und be macht hat, nicht zum Ueberfluß durch eine weise, sozialpolitische Müßig sieht er fein Getränke und dafür zu setzen: Stegmüller ein Zadelsvotum dauernd untergeben. Ganz beschmutzt Ist die Stätte Gefeßgebung meisterhaft gesorgt? Erhält so ein Tölpel doch In dem schönen Stamm fürs Und das Bier strömt um die Wette. feine erfte dreizehn Wochen auszusprechen. ganze hindurch Ganze Gläser sind zu baare zwölf oder vierzehn Mart Blos präzisirt in seinem Schlußworte die Stellungnahme gaftzimmer Wohnt das Grauen, aus der Krantentaffe. der Kommission. schauen Nur noch zwei." Und wenn diese Frist verstrichen, dann sorgt eine interessant Absah 1 und 2 werden angenommen. Absatz 3 Doch genug des grausamen Saitenspiels! Der Raum des gestaltete Unfallversicherung fogar dafür, daß dem Arbeiter feine wird nach dem Antrage Vollmar angenommen. Vorwärts" ist durch die Parteitagsberichte zu beschränkt, sonst Langeweile erstehe. Sechszig Prozent Rente! Zu viel, hinein Abfah 4 wird nach dem Kommissionsbeschlusse würden wir die Röside'sche Lener ganz ausflingen lassen; nur in die Rentenquetsche fünfzig Prozent, vierzig Prozent, und eines müssen wir noch zur vollständigen Charakteristik diefer so weiter mit Grazie! angenommen. In der Angelegenheit Bessungen Darmstadt wird Radaufgenen hinzufügen, daß nämlich der Gastwirth beruhigt Derweil aber gebt bis zum unvermeidlichen Krach die wahnbeschlossen, daß sich die Bessunger Sonderorganisu Bett geht, denn Was Borneswuth ihm auch verlegt, Ein sinnige Haft in der Fabrik weiter. Zwölfeinhalb Prozent DiviVon denen, die fich bier bende gab's nur im letzten Jahr; aber frohe Hoffnung blüht, fation zu gunsten der Darmstädter Organi- füßer Trost ist ihm geblieben: fation aufzulösen habe. zerhieben, Wird Alles wieder ihm ersetzt." die Schwartkopff- Attien stehen jetzt auf 222! In der Solinger Angelegenheit wird beschlossen, Natürlich! Die Leute, die in solchen Lokalen verkehren und sich Schuftet darauf los, Arbeiter, hei, huffa, 90, 100, 105 Stunden Schumacher für sein Verhalten der Bergischen Arbeiter derartig betragen, haben's ja dazu!" Und die Wirthe solcher -fort mit Schaden!! stimme" gegenüber ein Ta delsvotum zu ertheilen. Lokale haben auch das Recht, die ganze Nacht offen zu halten! Es lebe die heutige Ordnung, die segensreiche in der fapiNur das mangelhafte Material hindere daran, gegen Schumacher Dagegen müssen Arbeiterlokale, in denen gefittete Menschen ver- talistischen Welt, es leben ihre reizenden Schwestern, die Religion die Konsequenzen wegen seiner Zuwiderhandlung gegen den tehren, Punkt 11 Uhr schließen! Ja, es geht nichts über die und die Sitte, die bei vierundzwanzigstündiger Arbeitszeit frampfKölner Beschluß zu ziehen. Die übrigen bedeutungsloseren bürgerliche Gerechtigkeit! haft geschützt werden müssen gegen Umfturz und AchtstundenAngelegenheiten werden nach den Kommissionsanträgen erledigt. wahnsinn! Schluß 84 Uhr. Die Saat, die die Genossen hier ausgeftreut haben, ist bereits im Aufgehen und wird bald die schönsten Früchte tragen. TroßWie es in boykottirten Bierlokalen zugeht, und welche dem und alledem wurde in Charlottenburg ein polnisch- sozial macht insbesondere das famose Schultheißbier auf die demokratischer Arbeiter Bildungsverein ins Leben gerufen. Die antisemitischen Sausfolonnen und sonstige Besucher der Röfice- erste Vereinssigung findet am Sonntag, den 28. d. M., Nachschen Biertempel ausübt, davon ist selbstverständlich keiner beffer mittags 2 Uhr, bei Krause, Bismarckstr. 74, statt. unterrichtet, als Herr Röside selbst, und er weiß auch wirklich ein Lied davon zu singen- ein Lied, das hat eine wundersame, gewaltige Melodei!" 4. Daß es den badischen Parteigenossen zur Pflicht gemacht wird, das Parteiinteresse hober zu stellen als die persönlichen 3 wistig teiten. Wegen starter Benutzung der Drähte zwischen Berlin und Frankfurt a. M. aus Anlaß der Reichstanzler- und Ministerkrise tann der ausführliche Bericht erst morgen folgen. Die Redaktion des Borwärts". Tokales. Die Sprechstunde des Rechtsanwalts wird heute Abend von 7 bis 8 Uhr abgehalten.) " 11 war Die Polen in Charlottenburg. Die" Post", bas Organ ber höheren Polizeibeamten und Staatsanwälte, schrieb vor Durchlöcherung der Sonntagsruhe. Besonders rührend turzem, daß die in Charlottenburg wohnenden Polen energischen unter den mancherlei Petitionen um Durchlöcherung der SonntageWiderstand gegen die Agitation der Sozialdemokraten entgegen- ruhe ist eine von dem Schutzverein der Papterindustrie an den gefekt habe, daß den letzteren der Muth zum Weiter- Bundesrath abgesandte, in der die Profitwutheriche dieser Branche agitiren gänzlich vergangen ist. Wir würden von diesem schlankweg für die beiden Monate November und Dezember eine Klatsch feine Notiz genommen haben, wenn nicht noch andere Arbeitszeit von mindestens sechs Stunden gestattet haben gegnerische Blätter den Charlottenburger Vorgang als ein Bei- wollen. Für die Luruspapierfabriken, Monogramm- Prägereien spiel, daß die Polen überhaupt von den Lehren der Sozialdemotratie nichts wissen wollen, aufgestellt hätten. Was die Charlottenburger Angelegenheit betrifft, fo fei hier folgendes erwähnt: und Buchbindereien, so heißt es in der Petition, sei das Verbot der Sonntagearbeit besonders hart, indem diefelben viele weibliche Arbeiter beschäftigen und durch gefeßliche Bestimmungen verhindert sind, deren Arbeitszeit auszudehnen. Wenn dies er möglicht werden solle, fönne es nur durch Zuhilfenahme der In der Gegend von Charlottenburg( Halensee) arbeiteten bei der Zuschüttung großer Morafte und Gewäffer mehrere Sonntage gefchehen. Die Unternehmer, die hier im geheuchelten Interesse der von ihnen ausgebeuteten Arbeiterinnen fast Krokodilsthränen weinen, zahlen so ziemlich die allererbärmlichsten Löhne, und das will in Berlin, wo die weibliche Arbeitskraft im Ganzen höchst elend entlohnt wird, schon etwas sagen. An der Eintracht, den großen Moloch heran, und wenn das Stück an mittags eine 68 Jahre alte Frau durch einen Geschäftswagen diesem Punkte nicht gerade zu Ende wäre, so würde die ganze überfahren und anscheinend innerlich schwer verletzt. chinesische Reichsherrlichkeit schon in der Neujahrsnacht in seinem Ede der Mariannen- und Naunynstraße wurde Abends ein gräulichen Rachen verschwinden! einen Handwagen führender Knabe durch einen Geschäftswagen umgerissen. Er erfitt eine Gehinerschütterung und mußte nach dem Krankenhause gebracht werden; sein auf dem Wagen sizender Bruder trug eine leichte Quetschung an der Schulter davon. Im Laufe des Tages fanden drei Brände statt. Witterungsübersicht vom 26. Oftober 1894. Aberdeen Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung 739 740 742 752 756 752 ២៩៩២៩៩ Windstärke 584854INGAR( Stala 1-12) Wetter SW Regen 7 MSM bedeckt halb bedeckt 2 6. bedeckt wolfenlos wolkenlos 731 Schnee 740 bedeckt 744 Regen 748 • 758 NW SSM 2 halb bedeckt woltenlos • 0 • Temperatur CAR( nach Celsius 150.= 4° R.)] Der Manuskriptenschatz der„ königlichen" Bibliothek au Paris Berlin ist fürzlich wieder um ein altes und besonders werth- Wetter- Prognose für Sonnabend, den 27. Oktober 1894. „ Boſſiſche volles Manuskript bereichert worden. Es ist, wie die„ Voffifche Zunächst fühleres, vielfach heiteres Wetter mit mäßigen Beitung" mittheilt, eine altfranzösische Kompilation eine Berliner Wetterbureau. jüdischen Arztes über die Fieber in hebräischer Schrift und füdwestlichen Winden; nachher neue Erwärmung, Trübung und faßt mehr als 300 Pergamentblätter in kleinem Format. Das etwas Regen. Wert dürfte vor dem Jahre 1300 entstanden sein. Für die Gebereizi, be patung schichte der Medizin, die Kulturgeschichte und die Entwickelungsgefchichte der französischen Sprache soll das Wert von erheblichem Werthe sein. Gerichts- Beitung. Herr Direttor Renz erntete für das mit reichem Flitter ausProfitionth, Polizei und Sonntagsruhe. Uns wird ge- gestattete Schauftück verständnißvollen und wohlverdienten Beifall. fchrieben: Vor furzem gaben Sie zweifelnd der Mittheilung eines Bum dreihundertften Male ist am Donnerstag Charley 3 Berichterstatters Raum, wonach die liebe Polizei gegen die Profit- Tante über die Bretter des Adolph Ernst Theaters ge wütheriche, welche an der Ausbeutung ihres Personals während gangen und mit ihr sind fromm und frisch die Bajazzi der Woche nicht genug haben, und dasselbe auch noch des Sonn- marschirt, jene schalthaften Schäfer, deren auf der Bühne ebenso tags schinden, jetzt mit ganz besonderer Schärfe" vorgehen werde. lieblich wie auf der Straße schauderhaft flingendes Lied von der Wohi den Hilfsarbeitern im Handelsgewerbe, wenn sich das so Anne- Marie in diesem Jahre so unendlich viel Unheil angerichtet verhielte; die Arbeiter spüren bis jetzt noch sehr, sehr wenig hat. Es ist ja nicht zu verkennen, daß Adolph Ernst aus der Stationen. von der seitens der Polizei an den Tag gelegten ganz ,, besonderen Noth eine Tugend machen mußte und halb halb verschämt Schärfe". Im Gegentheil sind die auch des Sonntags aus zu feiner alten Liebe zurückgekehrt ist, nachdem die gepreßten Arbeiter immer noch der unmaßgeblichen Meinung, daß schwindsüchtige Lolotte mit Müh und Noth über viel zu wenig geschieht und daß sich die Uebertretungen der ihre 28 Tage hinweggebracht war. Aber wer da sah, wie flott Swinemünde. gefeßlichen Bestimmungen, welche bezüglich der Sonntagsrube die ehrwürdige Tante nach Jahresfrist noch über die Bühne Hamburg geschaffen find, in ganz erschreckender Weise mehren. trippelte, der mußte nicht allein über die sentimentale Anhäng Berlin Es dürfte bekannt sein, daß die organisirten Hilfsarbeiter lichkeit des Direktors zu der Dame, deren gothaisches Kreuz er Wiesbaden. angesichts dieses Standals selber die Kontrolle in die Hand trägt, verständnißvoll ein Auge zudrücken, sondern auch wünschen. München nahmen und die Gesetzesverleger auf den Revierbureaus anzeigten. daß der Mann, der in früheren Jahren so unendlich viel zur Wien Da fonnten die Arbeiter aber zum Theil recht fatale Erfahrungen Vernichtung des guten Geschmacks gethan hat, endgiltig von Haparanda machen. In gar vielen Fällen hatten sie die unangenehine feinen bisherigen Liebhabereien kurirt werde. Wenn das Publikum Petersburg Empfindung, daß das Entgegenkommen der Polizeibehörden, auf dem Herrn Direktor hinfort ein wenig auf den Weg zum besseren ort. das sie mit Bestimmtheit rechneten, nur ein sehr mäßiges wat, Geschmack helfen würde, so wäre viel gewonnen. man wurde inquirirt, es gab eine ganze Reihe oft taum zur Cache gehörender Fragen, und wenn man dann endlich 10 weit war, daß der Profitwütherich behördlich bei der That ertappt werden sollte, dann war seine Bude zuweilen schon geschlossen. Einem Arbeiter wurde auf dem Revier kurz und bündig ertlart, daß man es ablehnen müffe, auf Veranlassung einer Priv person Recherchen vorzunehmen; man möge felber fontrollir.a und dann die Anzeige beim Polizei. Präsidium erstatten. Es ist llar, daß bei einem folchen behördlichen Verhalten ore private Kontrolle fast zwecklos ist, denn abgesehen von der leicht möglichen wirthschaftlichen Schädigung des Arbeiters, ist es cinc Von der deutschen Preßfreiheit. Eine Anklage wegen auch der Polizei bekannte Thatsache, daß die von den Unter Die Forsche des fünftigen Staatsretters. Ein von Beleidigung durch die Presse wurde gestern zum zweiten Male nehmern während der Sonntagsarbeit verschlossen gehaltenen Hannover nach hier übersiedelter Student Richard Steinberg gegen den Rechtsanwalt Alfred Korn und den Redakteur des Thüren sich nur schwer einer Privatperson, dagegen leicht an... hatte sich am Dienstag in der bei Studenten üblichen Manier Berliner Tageblatts". Friedrich Harich verhandelt. DieBeamten öffnen. Bei aller Hoffnungslosigkeit wollen die unter geprügelt. Die Verlegungen, die er hierbei an der Stirne felbe Anklage hatte bereits am 6. Februar d. J. die vierte Strafder Sonntagsausbentung leidenden Arbeiter der lieben Polizei bavontrug, waren an und für sich leichter Natur, erforderten fammer des Landgerichts 1 beschäftigt und mit der Freisprechung aber doch einen guten Rath geben. Es sei ihr empfohlen, erstens auch nur wenige Nadeln und wären bald verschwunden, ohne beider Angefchuldigten geendet, da zu ihren gunsten angenommen des Sonntags nicht allein auf die verschlossenen Läden, sondern befondere Spuren zurückzulassen. Aber das paßte unserem Studio worden war, daß dieselben sich im guten Glauben befunden und auch, soweit ihr dies nur möglich, dahinter zu blicken; zweitens nicht. Um seine Abfuhr dauernd zu einem fuotten Henommir in Wahrnehmung berechtigter Intereffen gehandelt hätten. Auf aber möge sie einmal den Postämtern des Sonntags Nachmittags schmiß zu gestalten, fneipte er, trotz der Warnung des Kneiparztes, die feitens der Staatsanwaltschaft eingelegte Revision hat das nach 5 Uhr einen Besuch abstatten. Ihre Strafgelderkaffe würde bereits am folgenden Abend nnd that hierbei derartig des Guten Reichsgericht das freisprechende Urtheil aufgehoben und die Sache da vielleicht einen ungeahnten Zufluß erhalten! zu viel, daß die Wunde aufging und Steinberg blutüberströmt zur nachmaligen Verhandlung vor die Strafkammer des LandAus der Hauptstadt der Sozialreform. Wiederum haben zusammenbrach. Jetzt liegt der Leichtsinnige schwer frant an der gerichts II verwiesen. Den Vorsitz führte Landgerichts- Direktor Renckhoff, die Anklagebehörde vertrat Staatsanwalt umfangreiche Kündigungen von Nachtwachbeamten in den letzten Kopfrose in einem hiesigen Krankenhause. Tagen stattgefunden, und zwar in fast allen Polizei- Hauptmann- Es ist nicht Alles Gold, was glänzt! Die oft bittere Schäffer. Es handelte sich um einen Artikel, welcher von schaften. Doch ist am meisten davon die siebente Hauptmann Wahrheit dieses Sprichwortes hat eine hiesige Künstlerin jüngst unterschrift versehen in der Nummer des Berl. Lagbl." vom dem Rechtsanwalt Korn verfaßt war und mit seiner Namensschaft auf dem Gesundbrunnen betroffen worden. Bei dieser erfahren müssen. Sie ist nicht blos der Liebling des Publikums, 14. Juli 1893 Aufnahme gefunden hatte. Er trug Die Ueberneuesten Massenfündigung ist in bezug auf das Dienstalter der sondern erfreut sich auch der Zufriedenheit ihres Direktors, der schrift Ueber einen faum glaublichen Mißgriff Wächter auch schon bis zur Grenze von neun Jahren vor das Benefiz als Anlaß benußte, um der Künstlerin seine An- der Sitten polizei" und schilderte ein unliebsames geschritten, während bisher fast nur solche Leute entlassen worden erkennung für die Erfolge auf dem Draht durch Verleihung einer Abenteuer welches einer Frau Hatlapa begegnet find, die erst vier bis fünf oder sechs Jahre bezw. als Hilfs- Münze aus Gold zu bethätigen. Das schöne Erinnerungszeichen sein sollte. Die Genannte ist die kürzlich geschiedene wächter im Dienst waren. Es befinden sich unter jenen bis su rief nicht nur bei der also Ausgezeichneten selbst, sondern auch in Ghefrau eines wohlhabenden Kaufmanns, welche sich jetzt neun Jahren als Wächter thätig gewesenen Zeuten verschiedene, der Familie Frohsinn und Jubel hervor. Als man aber später ihr Brot als Kellnerin Sie wohnt bei einer die bereits im Alter von vierzig und mehr Jahren stehen und die praktische Seite in das Auge faßte, legte der Vater des Schwester in der Borsigstraße. Als sie in der Nacht zum 9. Juli größere Familien haben. Mädchens, als er von einem Goldarbeiter ein Armband abholte, das Siegeszeichen zur Echäzung vor. Dabei ergab sich nur ein vor ihr Haus tam, bemerkte fie, daß sie keinen Hausschlüssel beHauch von Gold, dagegen eine Masse werthlosen Metalles. In faß. Sie flatschte deshalb in die Hände, um die Schwester aufder Erregung lief der Bater zu dem Direktor und gab ihm au merkjam zu machen, in demselben Augenblick geſellte sich ein verstehen, daß er selbst, wenn er ein Geschenk machen wolle, nur gleichfalls im Hause wohnender junger Mann, der auch keinen ein solches aus echtem Metall wählen würde, das selbst eines Hausschlüffel hatte, zu ihr, als aber die Schwester oben das Fenster öffnete, gewahrte sie gerade noch, wie die Hatlapa von zwei Kriminal- Schuhleuten weggebracht wurde. Es wurde ihr vorgeworfen, den jungen Mann angesprochen zu haben, fie wurde, wie der Artikel erzählte, die Nacht über in der Belle festgehalten, am nächsten Morgen mit dem grünen Wagen nach dem Alexanderplatz befördert, von dem Polizeiarzt als frank erklärt und nach der Charitee geschickt, wo sie erst nach vier Tagen auf grund des Zeugnisses eines Stabsarztes, der sie für ganz gesund erklärte, entlassen wurde. Der Artikel geißelte das Verfahren der Polizeibeamten als argen Mißgriff, wogegen die Beamten bestreiten, einen Mißgriff gethan zu haben. Die beiden Angeklagten wurden diesmal zu je 800 Mt. Geldstrafe Eine viertelstündige Arbeitszeitverspätung hatten Freitag früh um sechs Uhr die Arbeiter, die mit dem Vorortzuge ver Spandau nach ihrer Arbeitsstätte befördert sein wollte.. Grund: Der Kaiserzug" sollte um diese Zeit in den Bahnhof einlaufen, weswegen der übrige Eisenbahnbetrieb eine Beit fang unterbrochen wurde! Es ist unbekannt, wie viel Lohnverlue Barons würdig sei. und Strafgelderabzug diese Maßregel u. a. für die Arbeiter der Löwe'schen Fabrit ausgemacht hat. Hier herrscht nämlich der schöne Brauch, daß zur Förderung frommer Zucht den zu spät tommenden Arbeitern an gewöhnlichen Tagen gnädiglich nur eine Mart, an Tagen aber, die auf den Lohntag folgen, stramm zwei Mark vom färglichen Wochenlohn abgezogen werden. Vermischtes. Auf eigenartige Weise verunglückt ist die 70jährige Henriette Robtohle. Als sie vor dem Hause Weinmeisterstr. 9 vorüber ging, fam ihr ein großer Hund entgegengerannt, der fie umstieß. Ein vorüberfahrender Droschkentutscher brachte die ait Dame, die sich nicht wieber erheben konnte, nach ihrer Wohnung. Hier ergab sich, daß Frau Rohtohle einen Bruch des rechten Direktor Franz Renz trägt wie immer, so auch jetzt den Oberschenkels erlitten hatte. Sie mußte deswegen nach eine... Zeitläuften Rechnung und bringt das im heurigen Waffentang Krankenhause gebracht werden, und es erscheint zweifelhaft, ob ziemlich arg mitgenommene Reich der Chinesen vor dem Berliner bei dem Alter der Verlegten Heilung möglich sein wird. Publikum zu frischem Ansehen. Der berühmteste aller BirkusSirettoren hat barin einen scharfen Instinkt offenbart, daß er 10 Uhr durch die Kochstraße fuhr, wurde nahe der Wilhelmstraße verurtheilt. Als der Pferdebahnwagen 396 am Freitag Morgen von den friegführenden Mächten des Oftens die Japaner, die in ein Mann zu Boden geworfen und überfahren. Er wurde zuihrer frischen Lebendigkeit ganz mit Unrecht dem hohlen, nächst mit Hilfe des Rondukteurs in eine Hausthür- Nische und schnauzenwüchsigen Preußenthum zur Seite gestellt werden, lints dann nach der Unfallstation I in der Wilhelmstr. 10 gebracht. liegen ließ und dafür das Reich des Zopfes, in dem wir so Dort wurde in ihm der Verwalter des Hauses Wilhelmstr. 38, Gut abgeführt! Folgendes reizende Momentbildchen wird viele verwandtschaftliche Büge erblicken, in die Manege hob. namens Bild erfaunt, dessen Verlegungen zum Glück nicht in einer Pariser Korrespondenz gemeldet. Beit der Aufnahme: Tjo Ni En heißt das chinesische Neujahrsfest, das, phane schwerer Natur sind. Der Pferde- Eisenbahnwagen mußte so Anfang der Herbstfession. Im Vorsaal des Palais Bourbon be tastisch verklärt, am Donnerstag zum ersten Mal im Birtus Renz lange halten, bis für die Unterbringung des Kranken ge- gegnen sich zwei Deputirte; der eine stellt dem andern einen Begefeiert wurde. Man darf nun, wie uns der Verfasser des Fest sorgt war. kannten vor: Grlauben Sie, lieber Kollege, daß ich Ihnen einen Spiels anschaulich belehrte, bei einem chinesischen Neujahrsfest leber eine eigenartige Räubergeschichte wird folgendes Herrn vorstelle, der die meisten Dummheiten der Welt in seinem weder an Punschbowlen, noch an eingetriebene Hüte denken, auch berichtet: Zwei achtzehnjährige Mädchen, Martha Kaufmann Leben geschrieben hat."" Sie sind wohl Journalist?" fragt fann von gehobener Stimmung nur insoweit die Rede sein, als und deren Freundin Marie Götze, die beide in dem Hause Schul- der Andere. ,, Nein, Kammerstenograph!" die Zirtusmanege durch eine Original- Franz- Renz'sche Erfindung straße 17 zu Charlottenburg wohnen, fanden in der Nacht zum Eisenbahnunglück. Gestern Nachmittag gegen 3 Uhr entum einige Fuß in die Höhe gehoben und dann statt mit einer Donnerstag gegen 11 Uhr in der Schulstraße einen betrunkenen gleifte furz vor Braunschweig der Schnellzug Magdeburg- Hannover dampfenden Bowle, mit einem dämpfenden Teppich belegt wurde. Nachdem diese Borbereitungen getroffen, werden Mann, der seiner Sinne nicht mehr mächtig zu ſein ſchien. Die badurch, daß der Postwagen aus dem Geleise sprang. Die Karlegt wurde. Nachdem diese Vorbereitungen getroffen, werden Mädchen beschlossen, den Trunkenen in the gemeinsame Wohnung penterbremse funktionirte vorzüglich, so daß sämmtliche Wagen Dor dem Kaifer des bezopften Landes, der sich au allem, was um ihn her geschieht, unheimlich schweigsam 34 schleppen und seiner Baarschaft zu berauben.. Der Plan ge sofort standen. Personen wurden nicht verletzt; doch ist der lang. Während die Kaufmann den Mann festhielt, raubre die Materialschaden nicht unbeträchtlich. Die eingetretene Werkehrsverhält, eine Reihe Gaufelspiele aufgeführt, gegen die die Göße ihn aus und erbeutete 310 M. In diesem Augenblick störung war nach einigen Stunden beseitigt. Burzelbäume unserer Edelsten und Besten der reine Mumpig find. febrte dem Manne die Besinnung wieder, er packte die KaufLuftfünfiler, Reckturner, Jongleure, chinesische Abse, Seiltänger mann und führte sie aus der Wohnung zur Polizei. Die Götze und Akrobaten belehren den Herrscher eindringlich darüber, daß er es mit Unterthanen zu thun hat, die im Winden und Drehen war inzwischen mit dem Raub verschwunden und ist noch nicht Briefkaffen der Redaktion. ergriffen worden. in einer Neujahrsnacht mehr leisten, als ein Berliner Gouverne mentaler das ganze Jahr hindurch. Aber erst die mit den Ges Polizeibericht. Am 25. d. M. Morgens wurde ein Malerir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( Zwei Buchstaben oder eine Bahl) treuesten der Getreuen in engen Beziehungen stehenden Ballet in seiner Wohnung, in der Boyenstraße, und Abends ein Töpfer Stafford. Diese Ansichten sind nicht neu, und sind auch damen! Die bringen Mufit in die Sache und stimmen im in seiner Wohnung, in der Saarbrückerstraße, erhängt vor- von W. in verschiedenen Schriften, vor allem in seiner Grundhübschen Echellenchorus das zum chinesischen Nationalfang er gefunden. In der Hornstraße wurde Vormittags ein legung dargelegt. Auch ist es uns schon wegen der ausführlichen bei hebene Lied von der schönen Müllerin aus dem Obersteiger an, Droschtentutscher dem Versuche, sein burchgehendes Berichterstattung des Parteitages wegen ganz unmöglich, ihren fodaß eitel Harmonie in China ist. Aber wie schon das Beispiel Pferd aufzubalten, zu Boden geriffen und am Kopfe ver- fehr nett geschriebenen, aber auch sehr ausführlichen Bericht zu Vormittags wurde im Landwehr Kanal, gegen- veröffentlichen. des deutschen Kartellreichstags lehrt, tommt man schließlich bei ett. der besten Abtönung auf den Hund und um so schlimmer über dem Hauſe Rottbuser Ufer 22, di cer Moabiter Brücke, Wiesbaden. M. Schulze, Potsdam. Geben Sie der GypeLeiche eines Arbeiters .St. Nenhaldensleben. Mehrjähriger Postabonnent, ift es, wenn wie in China Damen ihre Pfötchen mit und Nachmittags in der Spree, an im Spiele haben. Ein Hundetanz, der diesmal vom zarten Ge- die Reiche eines etwa 60 Jahre alten unbekannten Mannes an- dition des Vorwärts" Ihre Adressen auf; Ihnen werden dann schlecht ausgeführt wird, lockt zum Unglück das Verhängniß aller geschwemmt.-Vor dem Hause Mariannenstr. 3 wurde Nach- nach Schluß sämmtliche Listen zugesandt." Achtung! Steinarbeiter Achtung! Karton Arbeiterinnen! Berlins und Umgegend. Große öffentliche Versammlung am Sonntag, den 28. Oktober cr., Vormittags 10 Uhr, bei Herrn Deigmüller, Alte Jakobftr. 48a. Tages- Ordnung: 1. Abrechnung. 2. Wahl der Bertrauensleute, Devisoren und eines Ausschußmitgliedes. 3. Verschiedenes. 227/8 Im Interesse seiner eigenen Angelegenheit wird ein jeder Kollege er sucht, zu erscheinen. Der Vertrauensmann: J. Buchmann, Willibald- Alexisstr. 39. Schmargendorf Sanssouci. Tanz frei, ohne weitere Nachzahlung. 5856* Wilh. Weiss. Rock- und Anzüge Gesellschafts in besten Stoffen u. größter Auswahl au billigen aber festen Preisen empfiehlt Julius Lindenbaum, Große Frankfurterstraße 139. $ Die Fabrit von Cohn u. Fried länder, Stralauerftr. 58, ist wegen ber vorgekommenen Angriffe auf die Sitt lichkeit gesperrt. Achtung, Rixdorf! Deutscher Holzarbeiter- Verband. Die Besichtigung des neuen Reidhatags- Gebäudes findet am Sonntag, den 23. Oktober, Vormittags, statt. Sammelpunkt Bahnhof Risdorf, Morgens 81%, Uhr. 142/18 Mitgliedsbuch legitimirt. Die Ortsverwaltung. Jed. Sonnabend gr. Gänse- Ausspielen 580b bei Jacob, Boeckhstraße 21. anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden foll. Achtung! Charlottenburg. Achtung! An die Maurer und Puzzer! den 28. b.., nicht statt, sondern Die geplante Versammlung findet Umstände halber am Sonntag, 191/8 am 11. November, Vormittags 10 Uhr, in., Bismardishöhe". Der Kollege Albert Paul aus Sannover hält einen Vortrag über: Die soziale Krankheit( Arbeitslosigkeit). Es wird ge beten, daß alle Maurer und Buzzer in genannter Versammlung erscheinen. J. A:: Der provisorische Vertrauensmann der Maurer: W. Schulze. Wasch- und Plättanstalt krankheitsF. Meissner, Uhrmacher, halber 8. verkaufen Lindenstr. 68. 284b Reichenbergerstr. 138, Laus.- Str.- Ecke, reinigt, wie jahrelang bekannt, für Verkaufe wegen Uebernahme eines 1 M. jebe Uhr, mit Ginsezen neuer Gasthofes mein Schankgeschäft billig. Feder 1,50 M. Garantie. Walter, Badftr. 28. 5876 5976 Adolph Ernst- Theater Achtung! Klempner. Charley's Tante. Für den Inhalt der Jnierate über. nimmt die Redaktion dem Bublikum gegenüber keinerlei Verantwortung Schwank in 3 Aften v. Brandon Thomas. Theater. Sonnabend, den 27. Oktober. Opernhaus. Hänsel und Gretel. Mara. Schauspielhaus. fungen. Teng Theater. Gêne. Wie die Alten Madame SansDeutsches Theater. Die Weber. Berliner Theater. Der Pfarrer von Kirchfeld. Schiller Theater. Ein Fallissement. Neues Theater. Komödianten. Friedrich Wilhelmstädt. Theater. Der Vogelhändler. Residenz- Theater.( Théâtre libre.) L'école de Veufs. Les Fenetres. Theater Unter den Linden. Dr pheus in der Unterwelt. Bellealliance- Theater. König Krause. Alexanderplat- Theater. Ver botene Liebe. Adolph Ernst- Theater. Charley's Zante. Vorher: Die Bajazzi. Central- Theater. O! diese Berliner! National Theater. Die Räuber. Reichshallentheater. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. SpezialitätenVorstellung. Baufmann's Variété. Spezialitäten Boritellung. Parodie Theater. Vorstellung. SpezialitätenSchiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Wallner- Theaterstrasse. Sonnabend, 27. Oftober, Nachmittags 3 Uhr: Schüler Vorstellung. Der Menonit. Abends 8 Uhr: Ein Falliffement. Sonntag, 28. Oftober, Nachm. 3 Uhr: Der Meineidbauer. Abends 8 Uhr: Der Veilchenfresser. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse in einem Aft von Ed. Jacobson und Benno Jacobson. Musik von Franz Roth. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Alcazar Vaudeville- u. Variété- Theater Dresdenerstr. 52/53( City- Passage). Vornehmster Familienaufenthalt. Neu! Sensationell! Neu! Pusebach auf Korea. Neu! Mr. Chong und Neu! Geschwister Sarno.. Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Entree: Wochent, 20 Pf., Sonntags 40 Pf. Anfang: Wochent. 71/2 Uhr, Sonntags 6 Uhr. R. Winkler. Passage- Panopticum. 51 wilde Beiber Achtung! Große öffentliche Versammlung am Sonntag, den 28. Oktober cr., Vormittags 10 Uhr, im Louisenstädtischen Konzerthaus, Alte Jakobstr. 37. Tagesordnung: 1. Wie stellen sich die Klempner zu einer Lohnbewegung im nächsten Frühjahre? Referent: Genoffe F. Berndt. 2. Diskussion. Kollegen, der Wichtigkeit der Tagesordnung wegen ist das Erscheinen Aller Pflicht. 158/4 Der Einberufer. Zentral- Verband Deutscher Brauer Prov. Brandenburg, Zweigverein Berlin. Sonntag, den 28. Oktober 1894, Mittags 12 Uhr: Monats- Versammlung im Lokal des Herrn Frik Zubeil, Lindenstraße 106. Tages- Ordnung: 1. Besprechung über eine Verbands- Vorstandssigung. 2. Lokale Ver einsangelegenheiten. 3. Verschiedenes. 575b Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen wird gebeten, da der Saal um 4/2 Uhr geräumt werden muß. Der Vorstand. Unserm Genossen Herm. Axt zu feinem heutigen Wiegenfeite ein donnerndes Hoch, daß die ganze Eisenbahnstraße sich um die kleine rothe Axte dreht und das Boykottbiertrinken vergeht! Die rothe 0,3 I Berlin. Unserem sireichhölzerarmen Budifer Franz Kitzing zu seinem heutigen Wiegenfefte ein einfaches starkes Hoch, daß die paar Streichhölzer, die noch da sind, sämmtlich explodiren. Franz mach's gut, und glückliche Reise, machen wir. Die Stammgäste. 582b Belforterstr. 18, nehme zurück. Die Beleidigungen gegen Hrn. Rau, 594b Hermann Göde. Lodes- Anzeige. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß unser Sohn Max am 25. d. M., Nachmi. 5½ Uhr nach kurzem schwerem Leiden fanft entschlafen ist. 9872 Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Die Beerdigung findet ſtatt am Berlins und Umgegend. Sonntag, den 28. Oktober, Vormittags 10 Uhr: Branchen- Versammlung der Schlosser und Maschinenbauer bei W. Gründel, Brunnenstr. 188. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genoijen C. Hoffmaun:„ Die Veredelung aus Dahomey. der Arbeit". 2. Diskussion. 3. Wahl eines Beisitzers zum Vorstande. Die Herenschaukel, 4. Aufnahme neuer Mitglieder, Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Montag, den 29. Oktober, Abends 8 Uhr: Branchen- Versammlung der Klempner neueste Illusion. im Lonisenstädtischen Konzerthaus, Alte Jakobstraße 37. Castan's Panopticum. Hassan Ali Dichter- Abende, im Bürgerſaale des der grösste Mensch der Welt. Rathhauses, Abend 71/2 Uhr: LenanAbend. Central- Theater 21te Jakobstraße Nr. 30. Direktion: Richard Schulz. Emil Thomas a. G. Auna Bäckers. Josefine Dora. Bum 57. Male: O! diese Berliner! Große Posse mit Gesang und Tanz in 6 Bildern nach Salingre's Reise durch Berlin von Julius Freund. Musit von Jul. Einödshofer. Raffeneröffnung 612 Uhr. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Morgen und folgende Tage: 0, diese Berliner! National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Volks Vorstellung zu bedeutend er mäßigten Preisen: Die Räuber. Trauerspiel in 5 Akten v. Fr. v. Schiller. Regie: Mar Sam ft. Raffenöffnung 61/2 Uhr. Anf. 71/2 Uhr. Sonntag: Doppelvorstellung zu einfachen Preisen: Gastspiel des fliegenden Serpentin- Ballets. Vorher: Die Weber. Schauspiel in 4 Aften. Hierauf: Der Raub der Helena. Prinzess Topase bas fleinste Menschenkind. Merikanische Riesen- Gacteen in noch nie gesehener Größe. Circus Renz Carlstrasse. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genoffen C. Hoffmann über:" Die Pflichten eines zielbewußten Kollegen." 2. Diskussion. 3. Wahl eines Belsitzers zum Vorstande. 4. Verbandsangelegenheiten, Aufnahme neuer Mitglieder und Verschiedenes. Montag, den 29. Oktober, Abends 8½ Uhr: Bezirks- Versammlung des Nordens bei Reichert, Müllerstr. 7. Sittlichkeit im Lichte der Naturwissenschaft." 2. Diskussion. 3. Aufnahme Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Joël: Religion und 2.". neuer Mitglieder. 4. Berbandsangelegenheiten und Berschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen in allen Versammlungen ersucht Möbel175/8 Kaufgelegenheit für Brantlente zu außergewöhnlich billigen Preisen von 150 bis 3000 m., Sonntag, den 28. d. M., Nachmittags 1/22 Uhr, von der Wohnung Lebuserstraße 10 aus nach Wilhelmsberg. Wilhelm Schlaffge nebst Fran und Kindern. Dem Restaurateur 589b Herrn A. Wegner, Prinzen Allee 53, bestätigen wir auf ſeinen Wunsch, daß derselbe das in feinem Lokale zum Ausschant gelangende Bier seit Ende Mai cr. ausschließlich a. d. unterzeichneten Brauerei entuimmt. Münchener Brauhaus Act.- Ges. MöbelGelegenheitskauf zu außergewöhnlich billigen Preisen. Für Brautleute ganze Einrichtungen von 200-1000 m. Theilzahlung gestattet. 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Trinkt kein boykottirtes Bier! Boykottfreies Bier liefern: Brauerei Carlsberg, Friedrich Reichenkron, Char lottenburg. Brauerei Wilhelmshöhe, E. Lehmann, Berlin. Brauerei Pichelsdorf, Direktor Hoffmann. Münchener Brauhaus, Attien- Gesellschaft, Berlin. Süddeutsche Brauerei, Karl Kinz u. Ko., Berlin. Brauerei Müggelschlößchen, Friedrichshage u. Nordstern- Brauerei, Berlin. Rathenower Exportbrauerei Niederlage. Juh. May Dennhardt, N.W., Hannoverschestr. 18a. Tel. III. 8178. Schloßbrauerei, Fürstenwalde. Niederlage bei Franz Heiser, N., Liesenstr. 5. Bürgerliches Brauhaus( in Firma Müller), Frank furt a. D. Niederlage Greifswalderstr. 228. Phönig- Brauerei, C. Radon, Lichterfelde. Brauerei Jagdschlößchen, Eberswalde. Niederlage Edm. Renter, Swinemünderstr. 45. Brauerei Wusterhausen. Louisen- Brauerei, Bellermannstr. 71a/ 72. Brauerei Dauz, Freienwalde a. D. Vertreter: W. Marten, N., Gartenstr. 152. Bürgerliches Brauhaus, Luckenwalde. Niederlage Gust. Spiekermann, Weberstr. 66. Export- Brauerei Grabow a./D. bei Stettin. Niederlage Marthen, Bellermannstr. 6. Gerichts- Beitung. Wie mag es da erst den Besitzern der Berliner Nachtcafés und berühmtesten Ballokale ergehen, wenn die einmal vor den Richter kommen? = " Höhe von 7,40 Meter zu schwach sei, es habe deshalb eine neue| Inspektor 3 etely hatte den Angeklagten nachdrücklich in Schuh Aufmauerung stattfinden müssen; die Baudeputation habe genommen, Geh. Rath Blankenstein aber hatte ihm einen eneraber getäuscht werden sollen und deshalb sei das alte gischen Verweis ertheilt. Letterer bestreitet, daß dieser Verweis Mauerwerk gewissermaßen als Gardine vor der neuen Auf- Beugniß für einen persönlichen Groll sei. Der alsdann ver mauerung stehen geblieben. Der Stadtbaurath habe nur danach nommene Baurath Dr. Hobrecht gab zu, daß er seinerzeit in getrachtet, der Stadtverordneten- Versammlung gegenüber möglichst der Stadtverordneten- Bersammlung die Fundamente als vorzüglich schnell ein fait accompli zu schaffen, sein ganzes Verhalten sei geschildert habe. Er sei auch heute noch der Ansicht, daß die einsichtslos gewesen. Schließlich spricht der Angeklagte in der Fundamente im wesentlichen vorzüglich waren. Er habe vorlängerer Eingabe von einer wahrhaft wucherischen Ausbeutung seiner Beit Gelegenheit gehabt, die Zeichnungen bei der Ministerial Arbeitskraft", weil ihm die Baudeputation geschrieben: sie würde Baukommission einzusehen und habe einen ausgedehnten Wald ihm gekündigt haben, wenn er sich geweigert hätte, neben seiner von Pfählen gesehen. Er gebe auch zu, in der StadtverordnetenThätigkeit bei dem Bau des Dammmühlen- Grundstücks noch den Versammlung gesagt zu haben, daß das Mühlengebäude im Umbau des Hauses Poststraße 16 zu leiten. Der An- Charakter und Stil unverändert bleiben solle und bei dem Neugetlagte behauptet, daß er das Schriftstück nur in bau sei ja auch im Wesentlichen die äußere Form beibehalten Wahrnehmung berechtigter Interessen verfaßt und ab worden. Der weitaus größte Theil der Pfähle sei stehen ge= Stadtbauraths Blankenstein habe er nur bezweckt, dem Magistrat schon selbst von einem„ Neubau" gesprochen habe; thatsächlich gesandt habe. Durch die Darstellung der Thätigkeit des blieben. Rechtsanwalt Bont verwies darauf, daß der Zeuge zu zeigen, daß durch alle diese Zwischenspiele, Halbheiten und sei kein Stein auf dem anderen geblieben. Auf Befragen des Bau- Unklarheiten seine Arbeitskraft über Gebühr in Anspruch Bertheidigers erklärte Baurath Eger: Daß ein Bau von dem genommen worden sei und eine Entschädigung gerechtfertigt er- Umfange des Dammmühlen- Grundstücks die volle Arbeitskraft scheine. Er behaupte, daß Stadtbaurath Blankenstein in der des Angeklagten in Anspruch nahm und daß, wenn ihm da That schlecht orientirt gewesen sei, da er sich mit der Einsicht in neben noch ein anderer Bau übertragen wurde, dies eine Brauerei Tivoli, Strausberg. Niederlage Stabernack, Plänen begnügte, die den schlechten Zustand der Fundamente das gewöhnliche Maß überschreitende Thätigkeit darstelle.- Auf Mühlenstraße 49a. allerdings nicht ergaben. Er selbst( der Angeklagte) habe erst die Vernehmung der ferner noch als Zeugen geladenenen Baus auf der Pfandkammer den alten Plan entdeckt, welcher ganz meister Eiseler, Baurath Kyllmanu und Stadtvv. Mat. deutlich gezeigt habe, daß das Fundament aus neuen und terne, Sachs II, und Dr. Friedemann wurde allseitig alten Pfählen bestand und ein Theil der Pfähle verzichtet. Staatsanwalt Strebler gab zu, daß man bei der Gegenwart des Bauraths Blankenstein der Stadtverordneten- Es sei auch nicht von der Hand zu weisen, daß auf Seite der nicht tief genug sei. Trozdem habe Stadtbaurath Hobrecht in ganzen Sachlage die Mißstimmung des Angeklagten verstehen könne Versammlung versichert, daß das Fundament vorzüglich sei. Als städtischen Behörden eine unrichtige Orientirung vorgelegen habe. festgestellt worden sei, daß das Fundament Flickwerk sei, habe Daraus fönne aber nach Lage der Sache niemand ein VorBaurath Blankenstein schleunigst die Arbeiten selbständig vergeben, wurf gemacht werden. Die Vorwürfe, die der Angeklagte während sonst eine Ausschreibung gebräuchlich sei. Erst nachdem gegen den Geh. Rath Blankenstein erhoben, seien die Bauausführung schon ein Jahr lang im Gange war, sei die ungerechtfertigt, denn es sei nicht erwiesen, daß demStadtverordneten Versammlung um die Bewilligung der Kosten selben irgend welche Pflichtverletzungen zur Laft zu legen angegangen. Die Beweisaufnahme gestaltete sich vorwiegend zur seien. Der Angeklagte sei zweifellos in der Wahrnehmung be Berlin ist schön, Berlin ist groß, und mit dem Schutz Erörterung technischer Einzelheiten, die den Bau des Damm- rechtigter Interessen gewesen, über dieselbe aber hinausgegangen. oer Tugend steht's hier grandios! Vor der vierten Straf mühlen- Grundstücs betrafen. Als Sachverständiger griff Das ganze Schreiben zeige, daß es dem Angeklagten darauf tannmer des Landgerichts I hatte sich gestern der Droschfenkutscher der Wasserbauinspektor königl. Baurath Eger wiederholt in die angekommen sei, dem Stadtbaurath Blankenstein etwas Hans Kohls wegen Ruppelei zu verantworten. An einem Diskussion über diese technischen Fragen ein. Februar- Abende dieses Jahres fuhr der Angeklagte einen auf der Blantenstein gab im Allgemeinen die von dem Angeklagter: Gelb ftra fe event. 20 Tage Gefängniß. Geb. Baurath am Zeuge zu flicken. Er beantrage zweihundert Mark Durchreise begriffenen Landmann auf dessen Wunsch von einem behaupteten Thatsachen zu, verwahrt sich aber entschieden gegen Vertheidiger R.-A. Bont bestritt nicht, daß der Angeklagte Bierlokal nach dem anderen. In dem zuletzt von ihnen besuchten die vom Angeklagten daran geknüpften Schlußfolgerungen und einige Ausdrücke vorsichtiger hätte wählen tönnen, im übrigen feien Lokal trafen sie eine Frauensperson, deren Gewerbe dem An- namentlich gegen den Vorwurf, daß er ungeheuerliche" Bau- aber alle Behauptungen des Angeklagten voll als wahr erwiesen. Es getlagten bekannt war. Auf Verlangen des etwas angetrunkenen Anordnungen getroffen habe. Er gab zu, daß er sich bezüglich sei erwiesen, daß Geh. Baurath Blankenstein thatsächlich schlecht Fahrgastes gestattete Kohls, daß die Person bei demselben im des Zustandes der Fundamente auf die bei der Ministerial- Bau- orientirt, ja, daß er überhaupt nicht informirt gewesen sei. Geb. Wagen Play nahm. In diesem Verhalten erblickte die Anklage- kommission niedergelegten Pläne verlassen und keine Ursache gehabt Rath Blankenstein habe hier heute selbst gesagt: er habe sich behörde die Merkmale der Kuppelei. Im Verhandlungstermin habe, noch nach anderen Plänen zu suchen. Richtig sei auch, über die verschiedene Martirung der Pfähle auf dem Plan wurde die Behauptung des Angeklagten, daß er nicht gedacht daß später der ältere Plan gefunden worden sei, in welchem eine den Kopf nicht zerbrochen". Dazu sei er aber doch wohl da habe, es würde in dem Wagen etwas Austößiges vorkommen, für Anzahl der Pfähle schwarz gezeichnet sei. Wenn er diesen und als oberster Baubeamter der Stadt habe er die Pflicht, dafür widerlegt erachtet und derselbe wegen Kuppelei zu drei Tagen Plan gekannt hätte, würde er vielleicht zweifelhaft geworden zu sorgen, daß das Geld der Bürger nicht vergendet werde. Auch Gefängniß verurtheilt. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Leopold sein; authentische Angaben über die Länge der Pfähle würde er die Behauptung, daß Geh. Rath Bl. die wahre Sachlage ver= Meyer, erklärte auf die Frage des Vorsitzenden, ob der Ange- aber auch aus dem alten Plane nicht erhalten haben. Bau- heimlicht habe, sei im vollen Umfang erwiesen. Thatsächlich habe tlagte infolge der Bestrafung auch des Fahrscheines verlustig rath& ger bestätigte dies im allgemeinen, meinte aber, daß es er vom Juni 1891 bis 18. Mai 1892 teine Mittheilung an die gehen würde, daß dies voraussichtlich auf die Dauer von zwei doch vorsichtiger gewesen wäre, nach den älteren Plänen zu Stadtverordneten Versammlung oder die Baudeputation ge Jahren der Fall sein würde. forschen. Stadtbaurath Blankenstein bestritt ferner, daß langen lassen. Der Baurath Kyllmann habe seiner Zeit erklärt, fein Verhalten dem Angeklagten gegenüber irgendwie auf daß man sich in einer Zwangslage befinde, diese Zwangslage sei Rancüne" beruhte; dasselbe sei lediglich von sachlichen durch das Verschweigen und Verheimlichen des Bauraths Gründen diktirt gewesen. Richtig, fei es, daß, als im Mai 1891 Blankenstein herbeigeführt worden. Er habe die gesammte Vom städtischen Bauwesen. Der Umbau der Damm- die Fundamente als zu schwach befunden wurden, die be- öffentliche Meinung getäuscht, wäre der Stadtverordnetenmühlen, der schon in der Stadtverordneten- Versammlung zu sehr treffenden Arbeiten freihändig vergeben worden feien; Versammlung reiner Wein eingeschänkt worden, so lebhaften Debatten Veranlassung gegeben, hat auch eine Anklage dies habe darin seinen Grund gehabt, daß es nicht räthlich der Bau nun und nimmer genehmigt worden. Zum Zweck der wegen Beleidigung gezeitigt, die am Donnerstag vor der 9. Straf erschien, zwei verschiedene Unternehmer, von denen der eine dem Täuschung habe der Baurath auch die" Gardine" stehen lassen, tammer hiesigen Landgerichts I verhandelt wurde. Angeklagt andern Echwierigkeiten machen konnte, an Ort und Stelle arbeiten um zu verheimlichen, daß es sich um einen vollständigen Neuwar der Architekt Wilh. Wernicke, welcher beschuldigt wurde, zu lassen. Die ihm als„ ungeheuerliche" Maßregel vorgeworfene bau handelte. Der Baurath hatte kein Recht, aus ästhetischen Rückam 12. Januar ds. Js. durch eine Eingabe bei dem Magistrat Berankerung der alten Frontmauer, die demnächst niederzureißen sichten auf eigene Fauft und ohne Befragen der Stadtverordnetendiesen selbst, ferner die städtische Baudeputation und den Geh. war, habe lediglich einen ästhetischen Zweck gehabt; es habe ver Versammlung mehrere Tausend Mark unnüz auszugeben. Baurath Blankenstein beleidigt zu haben. Der Angeklagte mieden werden sollen, daß auf lange Zeit hinaus den Passanten Nach Ansicht des Vertheidigers seien die von dem Angeklagten vurde im Jahre 1890 als Hilfsarbeiter bei der städtischen Bau- der Blick in die Bauruine offen stände. Richtig sei auch, daß mit bezug auf Geh. Rath Blankenstein gebrauchten Ausdrücke Deputation beschäftigt und ihm zunächst die Beaufsichtigung erst nach Jahresfrist die Stadtverordneten Bersammlung ungeheuerlich" und wenig einsichtsvoll" zwar scharf, aber be= des Abbruchs der Dammmühlen und später die Bau- um die Kostenbewilligung die Kostenbewilligung angegangen sei. Dies have rechtigt, denn der Geheim- Rath Blankenstein habe doch gewiß leitung des Hauses Poststraße 16 übertragen. Seine Diäten aber keineswegs den Zweck einer Verheimlichung" ge- beim Bau der Damm- Mühlen keine große Einsicht an betrugen 8 M. und wurden später auf 9 M, erhöht. Er meinte, habt, denn er hatte Nichts zu verheimlichen. In dem den Tag gelegt. Derselbe habe beispielsweise An= Daß diese Diäten für seine Thätigkeit an dem Dammmühlen. Augenblick, als der schlechte Zustand der Fundamente erkannt ordnungen getroffen, die sofort von der Tiefbauverwaltung wieder Grundstück kaum ausreichten und daß, als ihm der Umbau des worden, seien schon so viele Gelder verausgabt worden, daß die aufgehoben wurden. Dadurch seien mehrere tausend Mark unHauses Poststraße 16 noch übertragen wurde, die Diäten erhöht Stadt sich in der Zwangslage befand, unter allen Umständen nüß geopfert worden. Ebenso sei der Vorwurf des Angeklagten, werden müßten, da er nun durchschnittlich 14-16 Stunden für nun auch die sich ergebenden bedeutenden Mehrkosten über den daß seine Arbeitskraft in wucherischer Weise ausgebeutet worden sei, oie Stadt arbeitete. Die von ihm und von dem Bau- Inspektor Kostenanschlag hinaus zu bewilligen. Er habe feinen 3weifel als erwiesen anzusehen. Wie festgestellt worden sei, erheischte die 3eteli, der dem Angeklagten das Zeugniß eines aus- daran gehabt, daß die Stadtverordneten Versammlung diese dem Angeklagten übertragene Thätigkeit beim Bau der Dammgezeichnet tüchtigen Architekten giebt, wiederholt gestellten Soften bewilligen würde, er habe den betreffenden Antrag an Mühlen die volle Arbeitskraft eines Mannes. Trotz dessen habe Anträge auf Erhöhung der Diäten wurden wiederholt die Versammlung aber erst dann gerichtet, als er die Kosten- man ihm auch noch den Bau in der Poststraße aufgebürdet. auf die Autorität des Geheimen Bauraths Blankenstein summe genau übersehen konnte. Auf eine Frage des Rechts. Wenn der Angeklagte in seiner Eingabe an den Magistrat gegen 9in wiederholt abgelehnt. Es bildete sich nun ein sehr unfreund- anwalt Bont, der sich auf verschiedene Bauzeichnungen und den Geheimen Rath Blankenstein den Vorwurf der Rancune er liches Verhältniß zwischen dem Angeklagten und der städtischen stenographischen Bericht der Stadtverordneten- Bersammlung berief, hebe so sei auch dies berechtigt, denn es lasse auf Bauverwaltung heraus, welches den Angeklagten schließlich dazu wurde Geh. Buurath Blankenstein angeregt, sich darüber zu Boreingenommenheit schließen, daß dem Angeklagten aus ganz seranlaßte, feine Stellung zu fündigen. Die Bauverwaltung äußern, ob schließlich der Bau von einem Umbau zu einem voll geringfügigen Anlässen ernste amtliche Rügen ertheilt worden jatte zuletzt beschlossen, dem Angeklagten für den Fall der Fertig ständigen Neubau geworden sei. Der Zeuge meinte, daß man seien. Der Vertheidiger führt schließlich noch aus, daß der Anstellung des Baues zu einer gewissen Frist eine Pauschalver- darüber verschiedener Meinung sein könne; so viel müsse er zu geklagte in Wahrnehmung berechtigter Interessen gehandelt habe, gütigung von 1800 M. zu zahlen, es tam aber nicht zu der geben, daß die Kosten so hoch feien, wie bei einem Neubau. und bittet aus allen diesen Gründen um dessen Freisprechung. Auszahlung, da Wernicke inzwischen gekündigt hatte. Letzterer Längere technische Erörterungen über die Frage, ob einzelne An- Der Gerichtshof sprach den Angeklagten nur der Beleidigung ging nun flagbar gegen den Magistrat bezw. die Bauverwaltung ordnungen und Maßnahmen des Geh. Bauraths Bl. als unge- des Geh. Bauraths Blankenstein, nicht aber der Beleidigung oor und gab dem R.-A. Dr. Bont schriftliche Information für heuerliche zu bezeichnen seien, wurden von dem Angeklagten, der städtischen Baudeputation für schuldig und verurtheilte ihn die anzustellende Klage. Eine Abschrift dieser Information schickte er dem Staatsanwalt Strebler und dem Geh. Baurath deshalb zu einer Geldstrafe von 20 M. ev. 2 Tagen Haft. zunächst an die Stadtverordneten- Versammlung, um diese mög. Blantenstein geführt. Der Sachverständige Baurath Eger Der Gerichtshof habe es dahingestellt sein lassen, ob die lichst zu veranlassen, die Streitfrage in Güte zu erledigen. Von tonnte einzelne dieser Maßregeln vom technischen Standpunkte zwar gegen den Baurath Blankenstein erhobenen Beschuldigungen der Stadverordneten- Bersammlung wurde er bedeutet, daß er als ungewöhnliche", aber nicht als ungeheuerliche" bezeichnen. als erwiesen anzusehen seien, oder nicht. Der Angeklagte habe zunächst den Instanzenzug inne zu halten habe und er schichte Der Angeklagte blieb bei der Behauptung, daß größere Summen zweifellos in Wahrung berechtigter Interessen gehandelt und sodann eine Abschrift der Information an den Magiftrat, der städtischer Gelder ganz unnüz verausgabt worden seien. könne deshalb nur wegen der beleidigenden Absicht und Form daraufhin den Strajantrag gestellt hat. Der Angeklagte hat inzwischen Stadtbauinspektor Betely gab dem Angeklagten das Zeugniß bestraft werden. Diese seien in den Ausdrücken ungeheuerlich" die Klage gegen den Magistrat angestrengt, die er zunächst auf eines tüchtigen Architekten. Er habe seinem Gefühl nach die und wucherische Ausbeutung" gefunden worden. 300 Mart beschränkte; diese Klage ist vom Amtsgericht durch Diäten- Ansprüche desselben, für berechtigt gehalten und es als Urtheil vom 23. Juni 1894 abgewiesen worden, sie wird aber selbstverständlich angenommen, daß derselbe für seine Thätigkeit in diesen Tagen die Berufungsinstanz beschäftigen. In bei Poststr. 16 besonders bezahlt werden würde. Er habe erst der mehrerwähnten Eingabe bezw. Information wird die Thätig- später den Grundsatz der städtischen Bauverwaltung erfahren, feit des Geh. Bauraths Blankenstein einer sehr abfälligen Kritit wonach den nicht akademisch geprüften Baubeslissenen nicht Der Lohnreduktion von 5 pCt., welche der Norddeutsche interworfen. Der Angeklagte spricht darin von der„ vollständig mehr als 9 Mark Diäten gezahlt werden dürfen. Auch Lloyd vor wenigen Wochen bei allen seinen Arbeitern eintreten unzuverlässigen Disposition des schlecht orientirten Bauraths diesem Zeugen ist der Originalplan der Ministerial-Bau- ließ, ist nun auch noch eine wesentliche Einschränkung der ArBlankenstein", dessen Bauzeichnung nicht zu gebrauchen gewesen fommission bis zu seiner Auffindung ganz unbekannt gewesen; wäre beitszeit gefolgt. Bei den Schiffszimmerern, Segelmachern, sei. Es habe sich ergeben, daß die Fundamente, deren Zustand er von Anfang an bekannt gewesen, so hätte das auch nichts Tischlern, Klempnern, Formern und einem Theil der Dockarbeiter dem Stadtbaurath batte flar werden müssen, wenn er nur sorg- geändert, denn nicht durch den Blan, sondern durch Messungen ist die 8stündige Arbeitszeit eingeführt. Selbstredend ist damit fältig die vorhandenen Pläne eingesehen hätte, ungenügend an Ort und Stelle erst fonnte festgestellt werden, wie tief die wiederum ein Lohnausfall verbunden und zwar größtentheils um waren, so daß eine kostspielige Neufundirung nothwendig war. Es Pfähle in das Flußbett gingen. Der Beuge erklärt, daß Stadt- den vollen Betrag für die bisher mehr gearbeiteten zwei Stunden. habe sich ferner die Nothwendigkeit eines Neubaues der Front er baurath Blankenstein dafür bekannt sei, mit den Diäten zu Rechnet man die erste Reduktion von 5 pCt. und den letztgeben, so daß an stelle des Umbaues ein vollständiger Neubau fnapsen; er seinerseits habe es unbillig gefunden, die Forderung genannten Ausfall zusammen, so ist das gleich einer Gesammtgetreten sei. Alle diese Vorgänge ließen das technische Urtheil des Angeklagten abzulehnen.- Den Vorwurf des Angeklagten, reduktion des Lohnes um 25 pet. Fürwahr, sehr traurige Ausdes Stadtbauraths in einer eigenthümlichen Beleuchtung er- daß der Baurath Blankenstein von einer„ Rantüne" gegen ihn fichten für den bevorstehenden Winter, aber gleichzeitig auch ein scheinen. Der Angeklagte ftellte ferner die Behauptung auf, daß erfüllt sei, weift Beh. Rath BI. entschieden zurück. R.-A. Bont charakteristisches Bild aus der besten aller Welten! Baurath Blankenstein der Stadtverordneten Versammlung den folgert diese Rantüne aus folgendem Vorfall: Der Angeklagte Mißachtung der Arbeit. In Elberfeld wird ein wahren Sachverhalt zu verheimlichen gesucht habe. Er habe hatte einmal einen Maurerlebrling mit einem Schimpfwort belegt und neuer Stadttheil angelegt, das Thiergarten- Viertel. Das soll das nicht gewußt, daß das Frontmauerwerk der Dammmühlen in der der Vater des Jungen hatte sich darüber beschwert. Der Bau- Eldorado der Geldproßen werden, dorthin wollen sie sich zurückSoziale Uebersicht. zichen nach des Tages Lasts und Mühe". Der Geruch des Ar- denselben einfach aufs Pflaster, ohne Rücksicht darauf, Die Mitglieder der Orts- Krankenkasse des Maurer. beiterschweißes dringt nicht is dahin und damit auch ihr Blick daß er bereits mehrere Jahre in diesem Betriebe thätig, gewerbes machen wir auf die den 28. d. M. und den 11. Slo nicht an das Glend erinnert werde, ist bestimmt worden, daß in und in demselben durch den Verlust eines Auges zum Invaliden vember stattfindenden Wahlen ihrer Vertreter aufmerksam.( Siehe der Nähe störende Geschäfte, auch keine Fabriken erbaut geworden ist. Kollegen, wir meinen angesichts solcher Vorgänge Bekanntmachung in Nr. 250 d. Bl.) Welcher Werth auf die zu werden. Durch nichts sollen die Besitzenden an die Existenz von sei es endlich an der Zeit, energisch gegen derartige Brutalitäten wählenden Personen zu legen ist, erhellt sich zur genüge, wenn gewöhnlichen, für sie sich quälenden Menschen erinnert werden, Front zu machen. Wir ersuchen daher alle Schlosser und Ma- den Mitgliedern vor Augen geführt wird, welche Aufgaben den wie aus folgender zynisch/ rohen Notiz eines dortigen Kapitaliften schinenbauer in der morgen Sonntag, den 28. Oftober, Vor- Vertretern in Gemeinschaft mit dem Vorstande in nächster Bus blattes hervorgeht:" Durch die höheren Häuser an der Thier mittags 10 Uhr im Restaurant Gründel, Brunnenstr. 188, ftatt- funft bevorstehen. Die Frage der Zentralisation der Krantengartenstraße werden nach der Bebauung die hier und da jetzt findenden Versammlung zu erscheinen, um eine gegenseitige Aus- tassen ist eine brennende geworden und harrt über kurz oder lang noch sichtbaren Schornsteinspihen der Fabriken vollständig dem fprache zu ermöglichen. Alles weitere befagt das heutige Inferat. ihrer endgiltigen Entscheidung. Ferner find der Ausbaut der Blick entzogen... Die Arbeiter, nachdem sie den nöthigen Der Vorstand freien Aerztewahl in Verbindung mit der Ausdehnung der GeMehrwerth für ihre Arbeitgeber" geschafft, fehren heim in ihre währung der Unterstüßungen an Familienangehörige, nicht Höhlen, ihre Ausbeuter eilen in ihr Eden( auch von Arbeitern dringend genug zu empfehlende Aufgaben, welche es allen Mithervorgebracht) und schlemmen so will es die heilige gliedern, speziell den älteren, wohl werth erscheinen lassen müssen im Interesse ihrer sowie ihrer Kollegen, die kleine Last eines Vertreters auf sich zu nehmen. Da die Wahlen nach dem Gesetze geheime sein müssen, ist es dringend nöthig, daß die Mitglieder sich zu der am 28. d. stattfindenden Vorversammlung zum Zwecke der Aufstellung der Kandidaten recht zahlreich einfinden. Ordnung. " Ich sehe voraus, daß Sie gesund sind und keinem Arbeiterverbande angehören," heißt es am Schluß eines Briefes, welchen die Firma Franz Anton Mehlem in Bonn a. Rh. an einen dort um Arbeit nachsuchenden Maler richtete. Das letztere dürfte der Firma wohl bei weitem die Hauptsache sein. aller in de: Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins. Achtung, Metallarbeiter! Infolge Differenzen und da eine Lohnbewegung nicht ausgeschloffen, ist der Zuzug von Ar beitern jeglicher Kategorie in die Fabrit für elettrotechnische Anlagen von Kremenesty, Maier u. Komp. unter allen Umständen fern zu halten. Alle Arbeiter blätter werden freundlich st um Abdruck ersucht! Achtung, Holzarbeiter! Zuzug ist fernzuhalten: Bon Tischlern nach Ratownit( Desterreich); von Tischlern und Stellmachern nach Güstrow i. M.( Mecklenburgische Waggonfabrik); von Holzbildhauern, Drechslern und Tischlern nach Nordhausen( Firma: W. Gustav Köhler, Inhaber: Krippendorf und Bacher); von Drechslern nach auterberg( Fabrif Hillegeist); von Tischlern, Drechslern, Holzbildhauern und Möbel polirern nach Goslar( Pfeil'sche Möbelfabrik); von Tischlern Grund Drechslern nach M.- Gladbach( Rambet's Werkstätte) und Helmstedt( Saalfeld'sche Tischfabrit); von Glasern nach Flensburg. Ueber die wirthschaftliche Lage der bayerischen Land gemeinden wird die bayerische Regierung Untersuchungen anstellen. Zu diesem Zyoecke sollen aus jedem Regierungsbezirk 8 typische" Gemeinden, olfo zusammen 24, ausgewählt werden. Es bleibt abzuwarten, ob die an und für sich löbliche Absicht nicht durch die in Deutschland allgemein beliebte bureaukratische Art der Gr mittelung vereitelt wird. Gewerkschaftliches. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( Bret Buchstaben oder eine Bați Briefkaffen der Redaktion. 1 -" anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. G. N. 93. Sie haben schon gehört und als Genosse daß an dem Zentralhätten Sie es von selbst wissen müssen organ der Sozialdemokratie„ bürgerliche" b. h. die Intereffen der Bourgeoisie vertretende Schriftsteller nicht als Mitarbeiter angestellt sind. Unter Mitarbeiter" verstehen wir natürlich nicht solche Personen, die aus dem Publikum an uns schreiben, oder Das Agitationskomitee der Zertilarbeiter und uns einfach Nachrichten schicken, ohne zu unseren regelmäßigen und natürlich auch nicht solche, Arbeiterinnen von Sachsen macht bekannt, daß in Berichterstattern zu gehören, Achtung, Töpfer! Wie Euch allen bekannt sein wird, ist nächster Beit eine Konferens für Sachsen stattfinden wird. In die durch nicht für uns bestimmte, aber von uns veröffentlichte In der letzten Versammlung vom 19. b. M. beschlossen worden, In der leßten Versammlung vom 19. b. M. beschlossen worden, derselben soll über Organisation und Agitation verhandelt wer- Briefe oder sonstige Auslassungen unfreiwillige Mitarbeiter sind, oaß jeder arbeitende Kollege 10 pet. von seinem Arbeitsverdiens den namentlich mit Rücksicht auf die letzten Vorgänge( Bereins- und die eine sehr gemischte Gesellschaft bilden. Wer Ihnen etwas Anderes gefagt hat, hat gesagt, was nicht für sie im Fensterfireit befindlichen und wegen derfelben Sache auflösungen zc.) in Sachfen. wahr ist. Wären Sie Mitglied der organisirten Partei, Der Seilerstreik in Schlotheim ist bekanntlich beendet gemo ßregelten Kollegen an die Kommission abzuführen hat. Wir bringen hiermit obigen Beschluß nochmals in Erinnerung und die Fabrikanten nügen ihren theuer erkauften Sieg weiblich Breßtommission und sonst reichlich Gelegenheit gehabt 28ir was Sie leider nicht sind so würden Sie durch die aus. Zuerst wurden nur ca. 20 Mann in Arbeit genommen; haben, sich von der Haltlosigkeit Ihrer Vermuthungen zu überund ersuchen Euch, diesem gewissenhaft nachzukommen. J. A.: Rich. Zopf, Gipsstr. 16. aber schließlich mußten sie sich doch bequemen, die Ausgesperrten zum größten Theil wieder in Arbeit zu nehmen; denn ohne beugen. Werden Sie Mitglied der organisirten Partei, und Buzug von Töpfern ist fern zu halten: Nach Görli Arbeiter auch fein Gewinn. Jeder, der anfängt zu arbeiten, interrichten Sie sich über die Verhältnisse des Vorwärts" rtach dem Geschäft von Böhem u. Sohn und nach dem Geschäft muß sein Mitgliedsbuch mitbringen, welches der Fabrikant als das ist der gute Rath, den wir Ihnen zum Schluß geben. P. W. N. 7. Der Nordpol" ist immer noch nicht von Fuchs. Ferner nach 3 wickau nach dem Geschäft von Siegestrophäe behält. Die Folge davon ist, daß die Zahl der entdeckt. Scholz, da dort der bestehende Lohntarif nicht bezahlt wird. Verbandsmitglieder daselbst auf rund 20 gesunken ist und die A. M., F. L., P. Boyenstraße, H. G. 76, 100, An die Schlosser und Maschinenbauer! In der letzten Filiale beinahe ausschließlich von den Ausgesperrten aufrecht. 2.,. E. Kommen Sie gelegentlich in die Sprechstunde. Beit hat sich erfreulicherweise unter den Berliner Metallarbeitern gehalten wird. A. K. Anmeldung ist nicht erforderlich, Borsicht bei ein reges Bestreben gezeigt, den Mißständen und fortwährenden wohl fo leicht teine Arbeit wieder erhalten und suchen Statutenabfassung aber gerathen, damit die Kaffe nicht als„ Ber Lohnbrückereien entgegenzutreten. Neues Leben pulfirt, die nun, so gut wie es geht, für eigene Rechnung zu arbeiten. Gegen ficherungsverein" von der Polizei und dergleichen Organen be Widerstandskraft beginnt zu wachsen. Nur bei den Schlossern die Gesammtkommission ist Strafantrag wegen Auflaufs gestellt, handelt werde. und Maschinenbauern scheint in dieser Beziehung ein Stillstand außerdem ist der dortige Lokaltasfirer angeklagt, weil er in der B. A. 22. Nach zutreffender Ansicht steht vierzehntägige eingetreten zu sein. letzten Zeit des Streits Unterstübungen nur gegen Wechsel ausKollegen! Ihr wißt, daß in teiner Branche der Metall- zahlte. Das gefchab auf Anregung des Streikkomitees, das Kündigungsfrist beziehentlich Entschädigungsanspruch Ihnen zu. Nowawes. Weil die Post dafür besondere Beilagengebühren induftrie die Ausbeutung und Knechtschaft eine solch rücksichts- dadurch etwaige Wankelmuthige festhalten wollte. Da nun einen berechnet. lofe und brutale ist, als speziell in der Eurigen. Auf der rechtlicher Anspruch auf Unterstüßung niemand hat, sondern alle J. M. Einsendungen wie die Ihrige halten wir für ins einen Seite eine ungeheure Ausdehnung der Arbeitszeit Leistungen freiwillige find, so darf man gespannt fein, welche in Begleitung fortwährender Lohnkürzungen, anderseits ein täg- Gefezesparagraphen hier in Anwendung kommen sollen, um eine opportun. Die Sache ist doch in Ihrem Sinne erledigt. Wozu den Quart breittreten. lich wachsendes Heer von Arbeitslosen. Das ist die gegenwärtige ftrafbare Handlung herauszudeduziren. Zu unterstützen sind Neuatus. Natürlich schon längst vergeben. Situation. Wagt der Einzelne, gegen derartige Bustände Ein- immer noch 20 Verheirathete. Vorstand des Frauen Bildungsvereins. Wir sind der fpruch zu erheben, so giebt es nur die eine Antwort: Wem es Das Protokoll bes internationalen Kon- Meinung, daß, nachdem beide Theile zu Worte tamen, die Polemit nicht paßt, mag gehen!" Wurde doch erst kürzlich in einer greffes der Textilarbeiter, der diesen Sommer in damit für uns erledigt ist. Maschinenfabrit des Nordens von einem Kollegen gefordert, nach- anchester( England) stattgefunden hat, ist nunmehr aller dem er am Sonnabend Tag und Nacht gearbeitet, auch noch dings nur in englischer und französischer Sprache erschienen und am Sonntag Vormittag zu schuften. Dieser Aufgabe war tann bezogen werden durch Paul Wagner, Berlin O., derselbe nicht gewachsen. Die Folge war, man sette Fruchtstr. 85, S. 4 Tr. Die örtlichen Leiter des Streits werden • Bernauerstr. 45/46. Wohnt Landsbergerstr. 62. H. J. Berlin ohne die Vororte hat 1715 000 Einwohner. 57, 1863. 1. Jit zweifelhaft. 2. Ja. 3. Ja. Sprechen Sie doch in eiligen Fällen lieber in der Sprechstunde vor. Orts Krankenkasse der Sattler Orts- Krankenkaffe Verein der Maschinisten, Heizer u. Berufsgen. = und verwandten Gewerbe zu Berlin. Am Sonnabend, den 3. November d. J.: des Gewerbes der Berlins und Umgegend. Sonntag, den 28. Oktober, Nachm. 5 Uhr, Lindenstr. 106 bei Zubeil: Große öffentl. Mitglieder- Versammlung La direraußerordentliche Generalversammlung. in den Armin Hallen, Kommandantenstr. 20. D Tagesordnung: 1. Aufstellung der Kandidatenlifte zu der Delegiztenwahl. 2. Verschiedenez. Am Sonnabend, den 10. November, findet in demselben Lokal die definitive Wahl der Delegirten der Arbeitnehmer nach§ 48 unseres Statuts statt. Wählbar und wahlberechtigt find nur diejenigen Mitglieder, welche großjährig und im Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte sind(§ 48 unseres Statuts). WF Mitgliedsbuch legitimirt. Am Sonntag, den 11. November, Genitive Wahl der Delegirten der Arbeitgeber in demselben Lokal statt 48 unferes Statuts). J. A. W. Erdmann, Vorfigender. R. Dittberner, Schriftführer. Der Vorstand. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der deutschen Drechsler und deren Berufsgenossen.( G. H. 86, Hamburg.) Tagesordnung: zu Berlin. 1. Bericht über die entstandenen Differenzen mit dem Wirth der Armine Sonnabend, den 8. November 1894, Hallen. 2. Vierteljährlicher Kassenbericht. 3. Anträge. 4. Verschiedenes. Abends punkt 81 Uhr, Zur Beachtung! Das für den 27. Oktober angekündigte Kränzchen Röllig, : bet R61119, Meue Briebrichfir. 44: findet nicht' rmin Sallen, sondern am 10. November bei Buss, Gr. Frank Generalversammlung. furterstraße 85 statt. Tagesordnung: 195/6 1. Wahl für die ausscheidenden Achtung! Borstandsmitglieder( 1 Arbeitgeber, 2 Arbeitnehmer). 2. Wahl des Ausschusses zur Prüfung der Rechnung des laufenden Jahres. Der Vorstand. J. A.: H. Holz, Muladstr. 21. Achtung! Allgemeiner Deutscher Tapezirer- Verein ( Filiale Berlin). 3. Antrag des Vorstandes auf Ab- Montag, 29. Oktober, Abends 82 Uhr, bei Frengang, Schüßenstr. 18-19: änderung des§ 12 des Statuts. 4. Stellungnahme zum Verbande der Orts- Rassen mit freier Arztwahl. General- Derlammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag. 2. Diskussion. 3. Bericht des Borstandes. 4. Vereins Mitgliedsbuch legitimirt und ist es Pflicht eines jeden Mitgliedes Der Vorstand. 5. Verschiedene Kaffenangelegenheiten. angelegenheiten. 5. Fragekasten. Der Wichtigkeit der Tagesordnung 162/7 wegen erfucht um zahlreiches upünktlich zu erscheinen. pünktliches Erscheinen Der Vorstand. Wiederverkäufer gesucht! Die Mitglieder- Versammlungen sämmtlicher Orts- J. B.: C. Muller, Vorsitzender. Verlag von E. Salzer in Seilbronn: verwaltungen finden am Sonntag, den 28. Oftober, Zentral- Kranken- u. Sterbekasse Pestalozzi's Ideen über Arbeiterbildung Vormittags 10% Uhr, statt. Verwaltung A bei Krone, Manteuffelstraße 29. " B bei Hoffmann, Reichenbergerstr. 16. " C: bei Grube, Mariendorferstr. 5. D: bei Wernau, Rosenthalerstr. 57. 109/20 Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Bierteljährlicher Kaffenbericht. 3. Borstandswahl. 4. Besprechung über die am 2. Dezember zu Hamburg stattfindende außerordentliche Generalversammlung eventuell Delegirtenwahl. 5. Verschiedenes. Die Zahlstellen, wo jeben Sonnabend, Abends 8-10 Uhr, Beiträge entgegen und neue Mitglieder( bis 45 Jahre) aufgenommen werden, sind: Verwaltung A: Rohr, Naunynstr. 78 und Meier, Langestr. 85. " B: Hoffmann, Reichenbergerstr. 16 u. Krause, Staligerftr. 65. C: Grube, Mariendorferstr. 5 und Lenz, Alte Jafobstr. 69. D: Wittehow, SI. Samburgerſtr. 27 u. Klautsch, Georgen: Die Ortsverwaltungen. Verband der Möbelpolirer von Berlin und Umgegend. der Tischler u. s. w. Orrtliche Verwaltung Berlin F. Montag, den 29. b. M., Abds. 81/2 Uhr, bei Herrn Hübner, Swinemünderstr. 35: Versammlung. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 3. Quartal. 2. Wahl eines Beitragssammlers. 3. VerschiedeneKaffenangelegenheiten. 286/2 Die Ortsverwaltung. und soziale Frage. Bon Dr. Paul Natorp, Prof. der Philos. an der Universität Marburg. Preis 40 Pf. A. Bebel fchreibt in der Neuen Beit": Wir empfehlen das Natorp'sche Schriftchen allen zur Anschaffung, die für die Kämpfe der Gegenwart brauchbare Anregungen aus den Kämpfen der Vergangenheit nicht verschmähen. Vorräthig in der Buchhandlung des ,, Vorwärts", Berlin SW, Beuthstr. 2. Louisenstädtisches Klubhaus 16. Annenstrasse 16. Beutral- Kranken- u. Sterbekasse Inhaber: Bernhard Schneider( früher Louis Ehrenberg) der Tischler. ( Eingeschr. Hilfskaffe 3.) Oertliche Verwaltung Berlin G. Mitglieder- Versammlung am Montag, den 29. Oktober cr., Morgen, Sonntag, Nachm. 2 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Abends 8 Uhr, im Lofal von Wilke, General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes, der Kassirer, der Kommission, vom Arbeitsnachweis u. f. w. 2. Neuwahl des Vorstandes sowie Bestätigung der Bevoll mächtigten und Kassirer, Ersagwahl für die Fachkommission. 3. Anträge. 4. Verbandsangelegenheiten 2c. Ausgabe des Statuten- Nachtrages. Das Mitgliedsbuch ist mitzubringen. Alle Mitglieder der Bahlstellen werden ersucht, pünktlich zu erscheinen. Nach der Versammlung: Beisammensein mit Damen. Montag, den 29. Oftober, Abends 8 Uhr, in Rirdorf, Hermannftr. 118 bei Babenschneider: Versammlung der Jahlstelle Risdorf. 199/15 Der Vorstand. Andreasstr. 26. Zages Ordnung: 1. Abrechnung vom 3. Quartal, empfiehlt allen Freunden und Bekannten seinen Saal für Feiheiten, Vereine und öffentliche Versammlungen, ca. 250 Personen fassend, sowie mehrere Vereinszimmer. Jeden Sonntag und Donnerstag öffentlicher Tanz. Kalte und warme Speisen zu jeder Tageszeit; Franz. Billard. Ausschank der Schloßbrauerei Fürstenwalde. ff. Grätzer- und Weissbier. Verkehrslokal und Arbeitsnachweis mehrerer Gewerkschaften. 990.0 Birka 2. Berschiedene Kaffen Angelegen 50 politische und Fachzeitungen liegen aus. Telephon- Amt IV No. 1116. heiten. Die Sprechstunden finden an diesem Abend nicht statt. 237/8 Theile hierdurch Freunden und Bekannten mit, daß ich das Die Ortsverwaltung Weiß- u. Bairisch- Bierlokal Don Fritz Zubeil Jeden Sonnabenb: Gr. GänseNaunyn- Strasse 86 Ausspielen a. b. Billard. Kleines in Vertretung übernommen habe, Vereinszimmer zu vergeben. Emil Hübner, Staligerftr. 125, 5986 956L Reinhold Streit, Lishler. Durch Auflösung des Geschäfts findet Gesundbrunnen, Badstr. 26, Edie Prinzen- Allee, ein totaler Ausverkauf bes grozen Lagers in fertigen 219Herren- und Knaben- Garderoben, sowie in Schlafröcken, Joppen und fämmtlichen Arbeiter- Sachen 1909 11 zur Hälfte des Selbstkostenpreises Todo 10.08 mob gsiano2 statt, da der Laden bereits anderweitig vermiethet, müssen die enormen Vorräthe baldigst geräumt sein. Laden sowie Gaseinrichtung stehen billig zum Verkauf. 9692* Winter- Paletots zu billigen aber festen Preisen empfiehlt Julius Lindenbaum, Große Frankfurterstraße 139. Roh- Tabak A. Goldschmidt, 4485L am hiesigen Plage wie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. 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Zur Ergänzung der Abtheilungen bis 1100 Mitglieder liegen einige Karten in folgenden Zahlstellen aus: Karten II. Abtheilung: Frau Niemeyer, Weberstr. 19. III. " IV. V. " " " Aug. Hintz, Bantjtr. 14a; E. Arndt, StaligerMax Rothe, Ackerstraße 90. Achtung! Achtung! Sozialdemokratischer Wahlverein M. Winkelmann, Kederfrohe 150; Alex Och für den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis. 59; H. Baake, City- Passage. W. Börner, Ritterstr. 15; G. Schulz, Admiralstraße 40a; Alb. Böttger, 3offenerstr. 21. Sonntag, den 28. Oktober, Nachmittags 2, Uhr, II. Serie IV. Abtheilung im„ National- Theater": Der Biberpelz. Mitglieder zur VII. Abtheilung werden in allen Zahlstellen aufgenommen. Die nächste Vorstellung der VII. Abtheilung findet am Sonntag, den 18. November, tatt. Spielplan für den Monat November. II. Serie( Nationaltheater). 147. Borstellung Sonntag, den 4. November, V. Abtheilung. 149. 151. " " 11. " " 18. VI. VII. " " n " " Zur Aufführung gelangt: Der Biberpelz. Mitwirkende: Dir. Max Löwenfeld. Dir. M. Samst. Gustav Schwabe. Mathilde Buchwald. Ill. Serie( Lessing- Theater). 148. Vorstellung Sonntag, den 4. November, I. Abtheilung. 150. 152. " 11. 11. " " " 25. III. " Zur Aufführung gelangt:" Die Stüßen der Gesellschaft. Schauspiel in 4 Aften von Henrik Ibsen. Deutsch von E. Klingenfeld. Mitwirkende: Damen: Marg. Höcker. Marie Reisenhofer. Milly Riska. Herren: Kober. Retty. Sauer. Suske. Vorwerk. Waldow. Wehrlin. Beginn der Verloosungen 1% Uhr, der Vorstellungen 22 Uhr. Der Vorstand der Freien Volksbühne. 274/19 J. A.: Julius Türk, O., Blumenstraße 21. Treptow und Umgegend. Infolge der Reorganisation des Wahlvereins werden die Mitglieder dringend gebeten, die Umschreibung der alten Bücher in nachstehend bezeichneten Zahlstellen fchleunigst bewirken zu wollen. Die Zahlabende finden jeden Sonnabend von 8 Uhr ab statt. Görlitzer Viertel. Stadtbezirk 83 bei Pätsch, Adalbertstr. 82. Raffirer: Möller. Stadtbezirk 84 bei Zubeil, Naunynſtr. 86. Rafsirer: Streit. Stadtbezirk 86 bei Schmidt, Adalbertstr. 16. Rassirer: Schulze. Stadtbezirk 88 bei Breyer, Reichenbergerfir. 170. Kassirer: Kobin. Stadtbezirk 89 bei Breitenfeld, Staligerstr. 117. Rassirer: Traczyk. Stadtbezirk 90 bei Weiland, Reichenbergerstr. 160. Rassirer: Weisse. Stadtbezirk 91 bei Gumlich, Reichenbergerstr. 149. Kassirer: Thiel. Stadtbezirk 92 bei Fürstenau, Reichenbergerstr. 39. Kassirer: Voigt. Stadtbezirk 93 bei Scheyer, Reichenbergerstr. 54. Rassirer: Behm. Stadtbezirk 94 bei Bieberstein, Laufiger Platz 2. Kassirer: Scharf. Stadtbezirk 110 bei Fechner, Wienersir, 50. Kassirer: Buchholz. Stadtbezirk 111 bei Goltz, Grünauerstr. 3. Rassirer: Lohse. Stadtbezirk 112a bei Dierberg, Forstersir. 17. Raffirer: Reinisch. Stadtbezirk 112b bei Spindler, Reichenbergerstr. 118. Rassirer: Köppen. Stadtbezirk 118 bei Seidler, Ratiborstr. 16. Raffirer: Schütze. Stadtbezirk 95 bei Zubeil, Naunynſtr. 86. Kassirer: Schubring. Stadtbezirk 85 bei T. Tyra, Oranienſtr. 4. Rassirer Gersdorf. Köpnicker Viertel ze. Sonntag, 28. Ottober, Nachm. 41/2 Uhr, im Restaurant zum Karpfenteich Stadtbezirk 96 bei Ullrich, Waldemarstr. 75. ( Inhaber: Otto): Oeffentliche Volks- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag. Referent G. Wagner. 2. Distusfion. 3. Lokalfrage in Treptow. 4. Verschiedenes. 255/5 Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein. Die Genossen des 4. Kreises( Südost) sind besonders verpflichtet in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Einberufer. Arbeiter Control Marke Deutscher Schutz- Marke M1590 der Arbeiter Co Ausgegeben von Control Commission Jean Holze, Ha Hurmacher in Berlin Die Marte in grün auf weißen Bapter gebruds Solidarität! Arbeiter! Nur Hüte, welche nebenstehende Marte unter dem Schweißleder tra gen, bieten Garantie, daß den Berfertigern gerechter Lohn wurbel Rauft nur Hüte mit dieser Marke! H. Aertsens, Prinzensir. 28. 0. Arnold, Dresdenerstr. 116. F. Antoni, Chausseestr. 60.. Rud. Beisse, Chausseestr. 70. W. Bracklow, Schönhauser Allee 29. 0. Böttcher, Landsbergerstr. 113. E. Dittmer, Ackerstr. 68a. G. Dunsing Nachfl., Dresdenerstr. 6. Max Eckard, Alexanderstr. 16, Oranienstraße 57, Kommandantenstr. 20, Spittelmarkt 13, Alexanderstr. 1. A. Fuchs, Manteuffelstr. 35/36. 0. Gerholdt, Dresdenerstr. 2. E. Grünbaum, Badstr. 44. Th. Gerlach, Linienstr. 39. G. Gottmann, Große Frankfurterstr. 130. H. Girsabeck, Ruppinerstr. 4. Ph. Haase, Reinickendorferstr. 64. R. Haase, Raftanien- Allee 36. Raffirer: Baberske. Stadtbezirk 97 bei Neumann, Mariannenstr. 53. Kassirer: E. Voigt. Stadtbezirk 98 bei Denner, Manteuffelstr. 19. Raffirer: P, Treptow. Stadtbezirk 99 bei Petit- Jean, Wrangelstr. 4. Raffirer: Peppel. Stadtbezirk 100 bei Köppen, Röpnickerstr. 20a. Kassirer: Menzel. In folgenden Stadtbezirk 101 bei Schilling, Bücklerstr. 55b. Geschäften sind Stadtbezirk 102 bei Manzey, Wrangelfir. 124. Hüte mit Rassirer: Zimmermann. Raffirer: Westphal. Stadtbezirk 108 bei Manzey, Wrangelstr. Raffirer: Westphal. 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Köpke, Prinzenstr. 60. Ph. Krull, Bionstirchstr. 55. Saffirer: Bauer. Stadtbezirk 107a bei Redanz, Wrangelstr. 84. Rassirer: Bahlke. Stadtbezirk 107b bei Pauks, Schlesischestr. 38. Rassirer: Degener. Stadtbezirk 108 bei Tolksdorf, Görlitzer- und Sorauerstraßen- Ecke. Kassirer: Klawitter. Stadtbezirk 109 bei Hubrich, Lübbenerstr. 22. Raffirer: Wenzel. Kaffenlokale der Bezirke im Often: Stadtbezirk 145 bei Homuth, Wallnertheaterstr. 20. Rassirer: Ibscher. Stadtbezirk 146 bei Köpnick, Schillingstr. 30a. Raffirer: Lorenz. Stadtbezirk 147 bei Kleinau, Blumenstr. 52a. Rassirer: Wollschläger. Stadtbezirk 148 bei Köpnick, Schillingstr. 30a. Raffirer: Zastrow. Stadtbezirt 149 bei Wagner, Holzmarktstr. 49. Kassirer: Wiedekopf. Stadtbezirk 150 bei Spiekermann, Martussir. G. Raffirer: Breitbarth. Stadtbezirk 151 bei Rattke, Krautstr. 48. Kassirer: Schulz. Stadtbezirk 152 bei Ruttle, Große Frankfurterstr. 87. Raffirer: Rogal. Stadtbezirk 158 bei Ruttle, Große Frankfurterstr. 87. Rassirer: Richter. Stadtbezirk 154 bei Schulze, Weberstr. 10. Rassirer: Candale. Stadtbezirk 155 bei Schaeffer, Pallisadenstr. 20. Rafsirer: Kaiser. Stadtbezirk 156 bei Kintz, Große Frankfurterstr. 39. Rassirer: Zenge. Stadtbezirk 157 bei Karge, Strausbergerstr. 52. Kassirer: Hirsekorn. Stadtbezirk 158 bei Lock, Friedrichsbergerstr. 11. Raffirer: Werner. Stadtbezirk 159 bei Nemitz, Lebuserstr. 5. Kassirer: Metz. Stadtbezirk 160 bei Lorenz, Roppenstr. 47, Kassirer: Winkler. 279/16 Stadtbezirk 161 bei Klages, Große Frankfurterfir. 20. Raffirer: Matthes. Stadtbezirk 162 bei Wiedemann, Blumenstr. 38. Rassirer: Pöschel. Stadtbezirk 168 bei Schönfeldt, Krautstr. 17. Rajsirer: Händel. Stadtbezirk 164 bet Wilke, Andreasstr. 26. Raffirer: Paulekun. Stadtbezirk 165 bei Schmidt, Breslauerstr. 27. Raffirer: Lauschke. Stadtbezirk 166 bei Stabernack, Mühlenstr. 49a. Raffirer: Lindner. Stadtbezirk 167 bei Beyer, Vor dem Stralauer Thor 32. Rassirer: Faber. Stadtbezirk 168 bei Tempel, Langeftr. 65. Kassirer: Galle. Stadtbezirk 169 bei Zimmerling, Fruchtstr. 20. Stadtbezirk 170 bei Hildebrandt, Roppenftr. 85, Raffirer: Döring. Stadtbezirk 171 bei Weigmann, Andreasstr. 32. Raffirer: Rott. Stadtbezirk 172 bei Werner, Rüstriner Platz 9. Rassirer: Wunderlich. Stadtbezirk 173 bei Böhl, Rüdersdorferstr. 8. Rassirer: Wendisch. Stadtbezirk 174 bei Jauer, Fruchtstr. 52. Kassirer: Vogel. Stadtbezirk 175 bei Schubert, Rönigsbergerftr. 12. Raffirer: Katlewski. Stadtbezirk 176 bei Kühn, Bofenerstr. 10. Rassirer: Motes. Stadtbezirk 177 bei Fortong, Memelerstr. 69. Raffirer: Franke. Stadtbezirk 178 bei Wuttke, Graudenzerstr. 2. Kassirer: Klasse. Stadtbezirk 179 bei Zabel, Frankfurter Allee 90. Rassirer: Kleemann. Stadtbezirk 180a bei Gorn, Frankfurter Allee 119. Raffirer: Hirsekorn. Stadtbezirk 180b u. c bei Böhl, Frankfurter Allee 74. Raffirer: Schöppke. Stadtbezirk 181 bei Möbus, Frankfurter Allee 64. Rassirer: Otto. Stadtbezirk 182 bei Lange, Elisabethstr. 65. Kassirer: Mann. Stadtbezirk 183 bei Münzer, Gollnowstr. 20. Rassirer: List. Stadtbezirk 184 bei Haseloff, Landsbergerstr. 8. Raffirer: Kutscher. Stadtbezirk 185 bei Reichert, Friedenstr. 97. Rassirer: Witting. Stadtbezirk 186 bei Jakob, Büschingstr. 7. Raffirer: Röhn. Stadtbezirk 187 bei Spät, Weinstr. 28. Kassirer: Werner. Stadtbezirk 188 bei Spät, Georgenkirchstr. 65. Rassirer: Haberlandt. Stadtbezirk 189 bei Vogel, Elbingerstr. 9. Kassirer: Sarnow. Stadtbezirk 190/191 bei Lange, Landsberger Allee 27a. Raffirer: Joppig. In den vorstehend bezeichneten Lokalen werden auch regelmäßig neue Mitglieder Rud. Wegener, Moabit, Stromstr. 59. aufgenommen und bittet zu diesem Zweck um rege Agitation A. Wittenbecher, W. Zapel, Staligerstr. 131. Lübeckerstr. 4. Ausschank der Brauerei Pichelsdorf. A. Zechelius, Manteuffelstr. 17. Oskar Liscow, Oranienstr. 147a. Frau C. Klinge, Copenid, Grünstraße 34. A. Graffert, Rummelsburg, Türrschmidtstr. 2a. Es ist immer nach der Marke zu fragen, das Einkleben derselben beim Kauf ist Betrug. 203b* Möbel, Die Kommission. J. A.: C. Kempe, Weinstraße Nr. 12. Spiegel und Polster- Waaren. Ausstattungen in Mahagoni u. Nußbaum; Küchenmöbel empfiehlt; Preislisten auf Wunsch franco. 7 Franz Tutzauer, Tutzauer, köpnickerke 25. Th. Sabor, Oranienstraße Nr. 204, wischen Seinrichsplak and Manteuffelrake, empfiehlt sein reichsortirtes Lager in Damen- und Kinderhüten garnirt und ungarnirt zu außerordentlich billigen Preisen. Fritz Zubeil Ausschank der Brauerei Pichelsdorf. ( vis- à- vis der 106 Lindenstr. 106 Neuenburgerstrasse) ( früher Nannynstraße 86) empfiehlt den Parteigenossen, sowie allen Freunden und Bekannten nebst deren Familien fein neurenovirtes Weiss- u. Bairisch- Bierlokal nebst schönem Naturgarten sowie Saal( ca. 300 Personen fassend) zu öffentlichen Versammlungen, für Vereine und Festlichkeiten. Mehrere Vereinszimmer mit Pianinos, 2 franz. Billards u. Kegelbahnen. 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