Nr. 13 ♦ 3S. Jahrgang Ausgabe A Nr. 7 vezugSprei» t S; erlellälrri. 30.— 9J! L. monatl.Mr-Ät ftn ins 6 an», oocan« zahlbar. Pob» Ct�ug: Monatlich 10,- Mi. ttfi. ftn- ftsiluitgegebüljt. Unter Krciubonb für Deutschland und Oesterreich IS/O Mi, für da» übrige Ausland bei täglich einmal. Zustellung 21 üv M. Postde- stellungen nehmen an Oesterreichs Ungarn, Tschecho-SIomaiei, Däne» wart, öalland..uzemdurg. Schwede» und die Schwei}.— Eingetragen in die Post» Zeitung»-Preisliste. Der.Vorwärts mit der Sonntag» bkllage»Boll u. Zeif ericheint wache» täglich jweimal. Sonntag, und Mo» tag» einmal. Beleg ramm-Adreffet »Jazialdenotral v-rlw». Sonntags Ausgabe Derlinev Volksblstt � 2v Pfennig) Anzeigenpreis: vie achtgeipaltene Nonvareillezeil» iostetZ.— A!. Teuerungszuschlag S0«/«. »Nlaine«»zeigen-, da» lett- gedruckte Wort Ir- M. Izulässtg zwei iettgedrucktr Wortes, jedes weitere Wo« 00 Bfg. 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In der betreffenden Note heißt es: Die dcirtsche Regierung ist bereit, die Forderungen der Bot- schafterkonferenz zu erfüllen, nicht weil sie ein« Verpflichtung dazu anerkennen könnte, sondern weil sie keinen Grund hat, die Axt der Verwendung dieser Maschinen geheimzuhalten, und weil sie den alliierten Mächten beweisen will, daß der deutsche Diesel- motor in der Tat ein F r i c d e n s w e r k z e u g ist. Sie wird demgemäß zum 31. März 1921 der Kontrollkommission ein V e r» z e i ch n i S der schnellaufenden Dieselmotoren übermitteln, die aus dem Abbruch von Unterseebooten herrühren oder zur Zeit des Waffenstillstands von der deutschen Regierung für Unterseeboote bestellt waren, auch wenn sie erst nach diesem Zeitpunkte fertig- gestellt worden sind, und wird später der Kontrollkommission jede Möglichkeit bieten, die Unterbringung der Maschinen zu kontrol- lieren; sie setzt dabei als selbstverständlich voraus, daß die Kon- trolle in einer Weise gehandhabt wird, die den Absatz der Ma- schinen nicht verzögert oder behindert. Die deutsche Regierung bemerkt aber schon jetzt, daß sie durch dte Zusage, am 31. März 1921 die Ltste vorzulegen, nicht etwa die Gewähr dafür übernehmen will, daß die in der Liste zu verzeich- nenden Motoren bis dahin sämtlich in den Dienst des Wirt- schoftSlebens gestellt sein werden. Voraussichtlich wird hier- für ein erheblich längerer Zeitraum erforderlich sein. ES ist demnach damit zu rechnen, daß am 31. März 1921 bei wertem noch nicht sämtliche Motoren in der Friedenswirtschaft Ver- Wendung gefunden haben werden. Für diesen Fall will sich die Bot- säiofterkonferenz daS Recht borbshalten, zu bestimmen, daß die noch nicht unterg ew rächten Maschinen unter Artikel 192 des Vertrags von Versailles fallen. Die Deutsch« Regierung kann nicht anerkennen, daß der Botschafterkonferenz ein solches Recht zu- stände. In den Noten vom 19. September und 39. Oktober ist dar- getan, daß die Zerstörung der Motoren, die von U.Booten stammen oder für solche bestimmt waren, überhaupt nicht gefordert werden kann. Die von der Botschafterkouferenz angefiihrten Gegengründe find nicht geeignet, die Darlegung der Roten zu entkräften. Im übrigen hält die Deutsche Regierung an ihrer RechtSauf- fassung in vollem Umfange fest. Aus dieser Auffassung ergibt sich, daß diejenigen Dieselmotoren, die aus dem Abbruch von Unterseebooten herrühren, für gewerbliche oder Handelszwecke, aber auch nur für diese Vertoendung finden können, und daß sie dem Ausfuhrver- bot deS Artikels 189 unterliegen, während für die übrigen Maschi- neu keine Beschränkungen gelten. Die im ersten Teil dieser Note übernommenen Verpflichtungen bedeuten hiernach Beschränkungen, die sich die Deutsche Regierung freiwillig auferlegt, weil auch sie den Wunsch hat, in dieser für die deutsche Wirtschaft so wichtigen Angelegenheit zu einer Verständigung mit den alliierten Mächten zu gelangen. WaS die übrigen unter Nr. 73 und 77 deS Stichwortverzeichn sscS aufgeführten Gegenstände anlangt, so spricht die Note der Botschaf- terkonferenz von ihnen nicht ausdrücklich. Die Deutsche Regierung glaubt jedoch annehmen zu können, daß auch gegen die gewerbliche Verwendung dieser Gegenstände, bei denen die Verhältnisse rechtlich und wirtschaftlich genau so liegen wie bei den Dieselmotoren, E i n. Wendungen nicht mehr erhoben werden. Die Deutsche Re- gierung ist bereit, auch insoweit der Kontrollkommission die ge- wünschten Erleichterungen zu gewähren und über die Art der Ver- ivcndung diese» Materials nach Möglichkeit Auskunft zu erteilen. Di« Aufstellung einer Liste kann allerdings mit Rücksicht auf die große Zahl der in diese Kategorie fallenden Gegenstände nichiin Frage kommen. Die interalliierte Marinekontrollkommission hat Abschrift der Note erhalten.' Gegen Bilde Streithetze! (Sjftti, 8. Januar.(MTB.) Wie die Reichszentrake Kr Hei- matdienst, Istmd-Sabteilung Essen, zum Streik im Hamborner Re- vier tne&et. haben vier Beigarbeiterverbände, da die Streiklage sehr ernst sei. folgenden Aufruf erlassen: Unverantwortliche gewissenlose Elemente ver- suchen augenblicklich die Bergarbeiter in einen angeblichen Shm- pathiestreik zu Hetzen. Di« Arbeiter der Thhssenhütte in Ham- born sind zunächst durch unvera nt wörtliche Personen in den Streik getrieben worden, der von den maßgebenden Gewerk- schaste» n i ch t g« b i l l i g t ist. Jetzt sollen die Bergarbeiter folgen. Not und Elend sollen in noch größerem Maße in die Arbeiterfami. lien emziehen, nur um die politischen Absichten jener Leute zu erfüllen. Die unglaublichsten Gerüchte werden von jener Seit« vecbveitet, um mit aller Gewalt die Bergarbeiter in de» Ausstand zu treiben. Bald sollen die gesamten Eisen- bahnen still liegen, bald soll die Einführung der v e r l ä n- gerteu Schicht zeit beabsichtigt sein. Ja, es wird sogar be- bauptet, daß die unterzeichneten B e rg a r be i t« r v er bä n d e einer Verlängerung der Schichtzeit zugestimmt hätten. Da« ist nicht wahr, Kameraden! Laßt Euch nicht täuschen. Die Absichten jener dunklen Ehrenmänner sind zu durchsichtige. Nickt auf Wirt- schaftliche Besserstellung der Bergarbeiter kommt es je-nen an, jede praktische Arbeit überläßt man gern andern. Kameraden! hört auf Eure gewerkschaftlichen Organisationen. Lehnt grundsätzlich ab, in einen Streik einzutreten, der nicht von den gewerkschaft- lichen Verbänden veranlaßt ist. Wie die Unterzeichneten in ollen Wirtschastsfragen die Interessen der Kameraden bisher ver- treten haben, so wird dies auch in Zukunft geschehen. Keine Ar- britsverläagerung wird eingeführt werde« können, solange die Kameroden hinter den Organisationen stehen. Kameraden! behaltet Ruhe und Würde. Beteiligt Euch nicht an Putschen t Ruhe tmd Besonnenheit sind in dieser Zeit not- wendiger denn je, lehnt jede wilde Streikbeteiligung ab. Folgt nur den gewerkschaftlichen Organisationen. Deutscher Bergarbeiterverband, Bochum, gez. Huseniantt. Gewerkverein Christlicher Bergarbeiter Deutschlands, gez. Jmbusch. Polnische Berufsvereinigung, gez. Kolpacki. Gewerkverem Hirsch-Duncker, Abteilung Bergarbeiter, gez. Schmidt. » Esse«, 8. Januar. Als Protest gegen die Schließung der Thhssenhütte in Hamborn beschlossen die Syndikalisten in einer Belegschaftsvsrsammluny der Zeche W e st e n d in den Sympathiestreik zu treten und die Arbeitswilligen am Ein- lahren zu hindern. Aus dem Kampfschacht fuhr heute mittag nur dte Hälfte der Belegschaft em. Es ist beabsichtigt, den Streik in das angrenzende Jniduftriegehiet zu tragen. Montag findet ein« Ver- trauertsmännerversamtrrlung aller Duisburger Werke statt, die über! den Sympathiestreik beschließen wh*.' C.G.T. gegen Moskau. Paris, 8. Januar. Die E.GT.(Allgemeiner Arbeiterverband) richtet an die französischen Arbeiter eine Kundgebung, in der es heißt: Die Kommunisten haben allzu gefügig die M � S l a u e r Bedingungen angenommen und gezeigt, daß sie die Absicht haben, das Zerstörungswerk auf die Gewerkschaften auS- zudehnen, die 47 Millionen Arbeiter umfassen. Der Aufruf fordert die Arbeiterklasse auf, die von der C.G.T. eingeschlagen« Richtung weiter zu verfolgen. Gpaltnng auch im Elsak- Ctraßburz. 8. Januar.(D.A.) DaS Schisma, da? auf dem Kongreß von Tours im französischen Sozialismus eingetreten ist, hat nun auch in Elsaß-Lothringen die Mldung zweier Parteie-n zur Folge gehabt. Das hiesige sozialistische Organ, die»Freie Presse", veröffentlicht, von ihrem früheren Haupt- schriftleiter, dem jetzigen Straßburger Bürgermeister P e i r o t e s, an der Spitz« unterschrieben, ein rechtfertigendes und gegen die Moskauer Diktatur aufbegehrendes Manifest des unter dem Namen »Sozialistische Partei(französische Sektion der Arbeiter-Jnter- nationale)" weiterbestehenren Zweiges, der den Anschluß an Moskau verweigert hat, und fordert zum neuen engen Zusammenschluß auf. Daran? darf geschlossen werden, daß di« »Freie Presse" auch weiterhin das Organ der gemäßigten Partei bleiben wird, obwohl die Mehrheit der unierelsässischen Sozialisten, lsteichwie im Oberelsaß und in Lothringen, sich für Moskau entschieden hat. Indes geht der bisherige Partei- sekretär H u b c r, ein außerordentlich rühriger und erfolgreicher Agitator, zu den Kommunisten und wird ersetzt durch den Chef- redakteur der„Freien Presse", Louis Kößler. Das sozia- listische Organ für Lothringen, die„Volkstribüne", die aus Dieden- hosen nach Metz übersiedelte, verbleibt den Kommunisten, die dort die Einstimmigkeit davongetragen haben. Ueber das Schicksal des »Mülhauser Republikaner" wird demnächst entschieden. Internationales aus öer Tschechoslowakei. Prag, 7. Januar.(Eigener Bericht des„Vorwärts".) In Prag ist eine elfgliedrige Delegation der britischen Arbeiterschaft, geführt vom Genossen I. H. Thomas, eingetroffen, um die Verhältnisse in der Tschechoslowakei zu studieren. Der Obmann der Partei, Genosse N e m e c, der ehemalige Minister für öffentliche Arbeiten, Genosse H a m p l(Sekretär des Metallarbeiterverbandes), und der Obmann des Vergarbciterver- bandeS, Genosse B r o s ch i k, reisen dieser Tage nach Deutschland, um dort die Sozialisierungsbestrebungen zu studieren. Prag, 8. Januar.»Rüde Pravo" teilt mit. daß die Zahl der bisher bei den tschechischen Gerichtsbehörden eingelieferten Kommune st en sich aus ungefähr 3999 belaufe. Die Regierung der tschechoslowakischen Republik beschloß in einer am 7. Januar abgehaltenen Sitzung, die im De- zember v. Js. für den Bereich einiger politischer Bezirksverwaltun- gen verhängten außerordentlichen Maßnahmen zn widerrnien. der entlarvte Heimatschutz. . Wie tutr bereits in der letzten Abendausgabe kurz be° richteten, ist es in Waldenburg in Schlesien gelungen, Doku- mente zu beschlagnahmen, die ganz zweisellas den mrlÄärii- schen und gegen dte Arbeit ersclM't gerichteten Chava-kter der Organisation Escherich nachweisen, soweit daran bis- her auch nur der geringste Zweifel obwaltete. In demselben Augenblick, da der Bres lauer Bezirksausschuß das polizeiliche Verbot des„Heimatschtitzderbandes Verfassung stneucr Ober- schlesier, Ovgamsation Escherich E. V." aus formalen Gründen aufhob, wurden durch einen Zufall Orgcmisationsplan, Sitzungsprotokolle, Kassenabrechnungen und vor allen Dingen einvollständigerFeldzugsplan mit Genemlstabs- karten für die Waldenburger KreisobteVung dieses selben Heimatschutzverbandes mifgefunden. Am 31. Dezember ILM wurde in Bad Salzbruinn bei Waldenburg der Bureauangestellte Claus Hoff very haftett, den die Staatsanwaltschaft schon längere Zeit lvegen Urkundenfälschung, Betrugs usw. sucht. Dabei fielen der Polizei, die lediglich im Austrage'der Staatsanwaltschaft zu Schweidnitz handelte, eine große Menge von Papieren der verschiedensten Art rn die Hände. Wie sich bald danach heraus- stellte, hatte man es in dem Hoff mit einem Angestellten derOrgesch zu Am, und die vorgefundenen Papiere waren nichts anderes als Dokuments dieser sogenannten Selbstschutz- orgcmisation. Dadurch wunde es auch verständlich, daß Hoff bei seiner Verhaftung die P a p i e r e z u beseitigenver- suchte, außerdem auch, daß sich zwei Leutnants mit Namen Müller und Maciongg ganz verzweifelt sowohl um die Freilassung des Hoff wie vor allen Dingen um die Her-. ausgäbe der Papiere oder wenigstens ihre sofortige Versiege-. lung bemühten. Aus der großen Zabl der aufgeffmdenen Dokumente rst ernMonatsberichtfür November von besonderem Jnter- esse. In rlnn werden die einzelnen Ortschaften ausgeführt, m denen die Orgcfch Mitglieder hat, und zwar getrennt die für den«O r t s s ch ü tz" und für den„K r e i s s ch u tz" verpflichteten. Unter anderem heißt es darin: Mithm besitzt der Kreis Walldenduvg zurzeit 496 Mitglieder, von denen 236 Mitglieder als Ortsschutz, 118 als Kreisschutz verpflichtet sind. Bei 63 Mrtgliedevn steht es zurzeit noch nicht fest, ob Orts- oder Kreisschutz. Die einzelnen Ortschaften besitzen ober meist mehr Mtgliedet! als die gemtnntcn Zahlen angeben, ein bestimmter Prozentsatz der Mitglieder ist zurzeit noch nicht schriftlich verpflicht.'t. Der Versichcnimgsbeitrag ist zurzeit für 218 Mitglieder be» zahlt. Die Fordonttngen, die Provinzial- und Bezirksleitung an die Kreisleitung haben, sind«inyeiöst. Von Berlin sind bisher 75 Heda bestellt. Für die Bearbeitung de? Grenzlandes Böhmen ist ein Herr in Halbstadt gowonn.-n. Von gegnerischer Seite wer- den auch im hiesigen Kreis« große Anstrengungen gemacht, durch Spitzel Material zu erlangen, welches gegen ein recht- mäßiges Bestehen des Verbandes sprechen würde. Der L a n d r a t hat von unserer Existenz Kenntnis, ist anscheinend Gegner d«r Organisation. KrciSrat, durch Lanbrat bo» anftvagtz versuchte Kreisleitang auszuhorchen. Es werden ferner Ortschcrsten benennt, die für die Boa?- beiftmg noch bleiben, und dann folgt der bezeichnende Satz: „Die übrigen Orfichmten-des Kreises sind politisch derartdurchsetzt, daß sie für die Organisation n i ch t i n Frage kommen." Ans dem Bericht über eine Sitzrmg der Finanzkommission ist zn entnehmen, daß der Bar b e sta.n d der.Kasse im No- venrber über 12000 M. betrug, außerdem waren 120 000 M. in ReichSsckwtzonweisnngen angelegt. Die Finanzkommission beschloß aber einstimmig, nur Gebder bis zu 100 000 M. in Waldenburg unterzubringen, alle Beträge iibor 100 000 ZWark seien bei Banken außer halb Waldenburgs hinterlegt. Vorficht ist also auch bei den Orgeschlenten der Weisheit bessener Teil. Von Bedeutung ist insbesondere der schon erwähnte Feldzugsplan. Eine Reihe von General st abs- karten in denen große Gebiete abgeteilt und die bedeutend- sten Orte des niederschlesischen Jndustriereviers durch besondere Vierecke oder Kreise bezeichnet sind, geben den Orgesch- leuten die notwendigen Anweisungen. Dazu ist folgende „Erläuterung" beigefügt, dte wir in wesentlichen Teilen nnedergeben: I. Sämtliche Unterabschnitte müssen nach mehreren Fronten schützen. Es ivird daher mit den Ortsgruppen verabredet werden, daß sämtliche Personen bis zu 45 Jahren die Einschnürung deS Industriegebietes übernehmen, die älteren Personen müssen Reserve und Rückendeckung bilden. 2. Für sämtliche Untevabschnitte wird gebeten, sofort Unter- stützung zu senden. 3. Zur Ausrechterhaltung der Verbindung der einzelnen Unter- abschnitte unter sich und mit der KreiSleitwng ist unibedingt für kritische Zeit«in dauerndes Flugzeug nötig. Ländeplatz vorhanden. 4. Es wird nicht r-ötiz sein, eine geschlossene Front zu bilden, oft wird es genügen, günstige Punkte(Höhen usw.) zu besetzen, von denen ein bestimmter Raum bestrichen werde« kann. Bestimmte An- galten hierüber folgen. 5. Die Hcwptsiisenbochiijklne Frviburg, Nieder-Salzimrml, M- wssser, Wald�nvwrg. Dittersbach, Fellhammer wird dem Betrieb nicht erhalten bleiben. 6. Der Zerstörung preisgegeben sind: Sämtliche Gruden- und Industrieanlagen. Besonders aber tm-Nd sich die Wut der Arbeiter awf die Quellen und Kureinrichwnyen des Bades Salzbrunn richten. 7. Jede Ortschaft mrch sich schon jetzt ältere Personen(die zum Kampf untauglich find) sichern, die in gewissen Fällen alle brauch- baren Elemente, die unserem Verbände noch nicht angehören, au unserer Unterstützung bewogen und anfouern. 8. Es ist sehr fraglich, ob es in kritischen Fällen möglich sein wird, die Unterobschnitte zu alarmieren und mit chnen Verbindung au frech tKuerhalten. Die Untovabschnittsführor müssen dccher aus selbständiges Handeln vorbereitet sein. Nachdem n-umnehr dieser geniale Feldzugsplan der Oeffentlichkeit bekannt geworden ist, kann sich die Orgesch jedes weitere Wart der Bemäntelung sparen. Ihr militari- scher, auf Gewalttätigkeiten schlimmster Art einge- stellter Charakter liegt offen zutage, und ihm gegenüber ist die schnellste Unterdrückung der Orgesch durch dasselbe Staats- wesen ganz unbedingt notwendig, das Escherich angeblich vor Links- und Nschtsputschen schützen will. Wie ruchlos die ganze Tätigkeit, überhaupt Zweck und Ziel der Orgesch ist, das hat sich bisher noch in keinem Falle so deutlich gezeigt, wie in dem vorliegenden. Das W a l d e n- b u r g e r Industriegebiet ist e i n s d e r r u h i g st e n in ganz Deutschland. Während der Revolution und nach ihr bis zu dieser Stunde ist, abgesehen von einem kleinen Krawall, auch nicht das geringste vorgefallen, was die Bürgerschaft irgendwie beunruhig eir könnte. Selbst während der aufregenden Kapp- Tage ist alles in Ruhe und Ordnung vor sich gegangen, trotz oder gerade wegen' der mit Jnsantriegewehren bewaffneten Einwohnerwehr, die nur aus Arbeitern bestand. Tie Arbeiterschaft gang allgemein, besonders aber die des Bergbaues, ist auch redlich bemüht, unter Anspannung aller Kräfte das medergebrochone Deutschland wieder mitaufzurichten. Bar allen Dingen leisten die Bergarbeiter an U e b o r s ch i ch t e n, wc� sie nur können, und wie angestrengt sie arbeiten, darüber gibt es in allen Kreisen, namentlich bei den Sachverständigen, nur ein einziges Urteil der vollsten An- erkennung. An irgendeine Gewaltanwendung denkt kein Mensch, im Gegenteill geht alles ruhig seinen Gang, und samt- liche Bevölkerungskreise sind eifrig bemüht, auch für die Zu- kunft jeden etwa drohenden Brand zu verhindern. Angesichts dieser Situation-nimmt sich das Treiben der Orgesch, namentlich aber der erwähnte Feldzugsplan. wie das Spiel von Leuten aus. die an Wahnvorstellmrgen leiden und nicht im geringsten übersehen, welches Unheil sie anrichten. Sie wollen-das �ndustmegebiet„einschnüren", gerade so, als ob sie noch im feindlichen Lande wären, woher sie wahrscheinlich auch ihre strategischen Kenntnisse haben! Sie operieren mit„Fronten", mit„Rückendeckung", mft der Be- setzung günstiger Punkte, mit Flugzeugdienst usw., alles in Nachahmung Hindenburgrscher Künste, die sie gegen ihre eigenen Volksgenossen anwenden. Die Höhe des Ganzen aber ist, baß sie mit bem„B e st reichen" größerer Räume rechnen, wozu nur Geschütze oder wenigstens Maschinengewehre verwendet werden können, und daß sie sämtliche Gruben- und Jndustrisanlagen der Zerstörung preisgeben. _ Was nun wird, wenn die Bevölkerung alle diese Dinge erfährt, das ist bis zur Stunde auch nicht im entferntesten ab- zusehen. Auf jeden Fall wird durch dos Waldenburger In- dustriegebiet und weit darüber hinaus ein einziger Schrei der Entrüstung gehen und mindestens unsere Arbefterschast wirb sich voller Empörung gegen die Orgesch und ihre Verb reche ri- scheu Pläne wenden. � Die Berorbnung des Reichspräsidenten über die miki- tärische Geheimbündelei ist bisher gegen Arbeiter ange- wendet worden. Wft müssen fordern, daß sie sofort und in aller Schärfe gegen die jetzt entlarvton Orgeschsührer zur Ausführung gelangt. Ninvana-Sansara. Von Grete Meisel-Heß. Die indische Philosophie fürchtet nichts so sehr als die Wieder- gcburt«ruf Erden, die Erneuerung des Daseins mit allen seinen Leide il. Mit guten Taten sucht der Inder die Gnade zu verdienen, daß eine Wiedergeburt ihm erlassen werde. Für den abendländi- schen Menschen ist diese Furcht vor dem Leben unverständlich; denn trotz allen Gefahren ist das Leben wunderschön— bis«ruf die Zer- störung und Disharmonie durch Krankheit. Nach indischer Anschauung wird der Mensch sofort nach seinem Tode wiedergeboren, und zwar im Diesseits, d. h. er kommt als ein neues Menschenkind zur Welt, und eS hängt von seinem Vor- leben ab, ob er als ein höheres oder niederes Wesen wieder- geboren wird. Immerhin hängt auch noch dieser nt die Schlagkraft des Proletariats und bedeutet einen heilsamen Dämpfer allen zu hoch gesteckten Zielen. Solche Worte sollte sich jeder Proletarier, ganz gleich, welcher Parteirichrung er auch angehören mag, tief ins Hirn einhämmern. Die politischen Parteien müssen die immer tiefergehende Zerrissenheit der Arbeiter im Auge haben und im Verein mit den Gewerkschaften die Arbeitersckxzft vor dem Schlimmsten bewahren. Das Proletariat muß wieder zusammen, koste es, was es wolle. Für die aber, die jede Warnung in den Wind schlagen und die Meinselig- machung von Moskau her envarten, wird dann nach allen trüben Erfahrungen die Zeit kommen, da sie wieder die alten Führer, die„Verräter", die„Bonzen" rufen müssen, damit diese nun wieder gutmachen, was die Maulhelden verhunzt haben.. Es liegt nun einmal im Wesen der Sache, daß soviel Arbeitskollegen nicht denken können oder wollen, und erst durch bittere Erfahrungen und Enttäuschungen zur Vernunft ge- brockst werden müssen, aber wem nicht zu raten, dem ist auch nicht zu helfen! Wenn der Zusammenschluß des Proletariats nicht erfolgt. und es nicht anders wird, dann ist de? Z u s a m m e n b r u ch die unausbleibliche Folge, angesichts der Tatsache, daß die Unternehmer jetzt nach Berufsgruppen einheitlicher über das ganze Reich organisiert sind, als in früheren Jahren. Ist der Zm'ammenbruch erfolgt, dann wehe dir, du einst so starke deutsche Arbeiterschaft. Die Reaktion mit ihren Hausknech- ten wird dann stärker sein als je zuvor! Die gesamte deuftche Arbeiterschaft sollte sich die Eni- schließung der S.P.D.-Reichskonferenz vor den Reichstags- wählen 1920 als Wahlspruch nehmen:„Im Kampf der Sozialdemokratie gegen Reaktion und Kapitalismus, nicht im Streit der sozialistischen Richtung fällt die Entscheidung über unsere Zukunft." Wirtschaft Jnteressentenwirtschaft in einer Außenhandelsnebenstelle. Vom Angcstelltenverband des Buchhandels, Buch- und Z eit un gsgew er de§ wird uns geschrieben: D'e Außen Handels st ellen und--Nebenstellen sind bekanntlich aus öfsentlich-rechtücher Grundlage errichtet und sollen der Wahrung gemeinwirtschastlicher Interessen dienen und insbesondere der Verschleuderung deutschen Volksvermögens ins Ausland entgegentreten. Durch ihr Recht, Gebühren zu erheben, Valutaordnungcn usw. für den Verkehr mit dem Auslande aufzu- stellen, erzielen sie naturgemäß erhebliche Ueberschüsse, von denen man als selbstverständlich annehmen sollte, daß sie nur für die Zwecke der Allgemeinheit oder für besondere kulturelle und gesamtwirtschaftliche Zwecke Verwendung finden dü sten. Anders denkt-hierüber die Außenhandelsnebenstelle für das Buchgewerbe in Leipzig. Diese hat in einer Beiratssitzung vom 23. November 1320 beschlossen, die Hälfte der erzielten Ueberschüsse„an Vit Sp'tzenverbände für geleistete Mithilfe zu rü ck zu zahlen", derart, daß die Organisa. ion der buchhöndlerischen Unternehmer, der Börsen- verein 9V Proz. erhält, der Rest dem Verein der Notendrucker. dem Verein der Bilderbticher-Iabrrkanten und der Vereinigung der Kunstverlcger zugeschanzt wird. Auch die zweite Hälfte, die offiziell für soziale Zwecke Verwendung linden soll, wird in Wirklich- keit zu einem großen Teil den Jnteressentenverbänden ausgeliefert, so erhält z. B. die Unterstützungskasse des Allgemeinen Deutschen Buchhandlungsgehifen-Vcrbaudes, einer ausgesprochen gelben Organisation. 30 000 M.. eine Erwerbsgesellschaft wie die Deutsche Gesellschaft für Auslandsbuchhandel 50 000 M; auch die anderen Angeslelltenverbände des Buchgewerbes sollen 20 000 M. erhalten. Selbstverständlich haben die freigewerk schaft- l i ch e n Angestelltenverbände— der An gestellt ende rba nd des Buch- Handels, Buch- und Zeitungsgewcrbes und der Zenlralverband der Angestellten— die Annahme derartiger Gelder verweigert. Außerdem haben wir sofort nach Kenntnisnahme des Sitzung»- proiokolls Protest bei der Außenhandelsnebenstelle für das Buch- gel v erbe und der Außenhandelsstellc für das Papierfach eingelegt. Die Angelegenheit dürfte auch. Gegenstand einer Erörterung im vorläurigen Reichswirtschastsrat werden. Es handelt sich bei de,, Außentandelsstellen vielfach um recht bedeutende Beträge, über deren Verwendung die Oeffent- lichkeit unbedingt unterrichtet werden muß, um derartigen Machen- schafte», wie den hier geschilderten, entgegentreten zu können. Ein Ärcditiintcrnehmen des Sttckstoffsyndikats. Das S t i cksto ffshn d rk a t G.m.b.H. in Berlin und seine Gesellschafter: die Badische Anilin- und Soda-Fabrik in Ludwigs- bafen a. Rh., die Deutsche Ainmonias-Verkaufs-Vereinigung in Bochum, die Bayerischen Siicks'ossioerke A.-G. in München-Berlin, die Wirtschaftliche Vereinigimg deulscher Gaswerke' in Köln, die Oberscklesischeg» Kokswerke und Chemischen Fabriken A.-G. in Berlin haben eine S t i ck st o f f- K r e d i t G. m. b. H. mit dem Sitz in Berlin gegründet. Gegenstand des Unternehmens, das ge- meinnützigen Charakter hat, ist, durch Gewährung langfristi- gcr Kredite der deutschen Landwirtschast den Bezug von Stick- stoffdüngemitteln zu erleichtern und damit zur Steigerung der in- ländischen Ernteerträgnisse beizutragen. Das Stickstofflyndikat hat lange Zeit gebraucht, uin sich zu dieser Kredithrlse zu verstehen. Offenbar hat die Sorge um die Sozialisierung der Stickstoffindustrie für die Gründung erst den Ausschlag gegeben. Ob die Kredithilfe aber ausreichen wird, ist selbst bei dem stattlichen Ilnifang der Aktion zum mindestens fraglich. Der Landwirt braucht nicht teuren und gepumpten, son- denn er braucht billigen Stickstössdünger, den die Industrie im Zeichen des Kapitalismus bisher nicht liefern konnte. Daher ver- lrcrt die Forderung nach der Sozialisicrung der Düngemittel- indusirie mit dem diircbsichtigen Manöver nichts von ibrcr Dring- lichkeit. AktiCugesellschlift H. F. Eckert. Die Gasellschaft, di-e besonders den Bau landwi-rtsck-aslticher Maschinen betreibt, bringt aus einen, Reingewinn von 8-i>i210 M. die in den letzten Fabren übliche Dividende von 10 Proz. in Vorschlag. Der Geschäftsbericht tveist auf die Absatzstockung, die Ansang Mai einsetzte, hin, die zur Aufstapslung großer Läger geführt halbe. Zur Lage, der laus- wirtschaftlichen M a s ch i n e n i n d u st r i e bemerkt er: So unerfreulich der Rückschlag in der Konjunktur war, welcher zu Be- ginn des Sommers 1320 tu der Landmafchinenintmstvie einsetzte, so scheint er doch einen Ausgleich zwischen dem wirklichen B e- da r f und deu durch die Spekulation geschaffenen Vorräten in die Wege geleitet zu haben. Stach dem Stillstand in den letzten Monaten des alten Gefchäftsjahres ist zu Beginn des neuen eine Belebung eingetreten, die wieder einem wirklichen Bedarf zu entspringen scheint und die sich euch erstreckt ans Länder, welche früher wichtige Absatzgelbiete gewesen sind. 40 Proz. Ausschüttungen, nachdem schon das Vorjahr ihnen den gleichen Betrag als Dividende und Bonus gebracht hat, ernten die Aktionäre der H. Schomburgu. Söhne A.-G. In Mgraa- rethenhütte in Sa. für ihre aufreibende Tätigkeit. Das Unternehmen fabriziert Porzellanartikel für die chemische Industrie.— Mit 30 Proz. bedenkt die D.ü s s e l.d y xH e p. Eisenhütte»- gesellschaft, Natingen,'ihre'nvileideuden Aktionäre. Das offiziöse Nachrichtcnburau, die„Coittinentail-Telegraphen- Compagnie A.-G-"(WTB.), hat auch im Geschäftsjahr 1319/20 eine Unterbilanz von 4011 M.. so daß ihr gesamter Verlust mit 030 242 Mark an die Höbe des Aktienkapitals lt Million) bald heranreicht — und das trotz der bekannt unparteiischen Nachrichteuveir m, t tluug, die ebensosehr der Reichsregierung wie den Kappisten zugute kam. Die Haldeubest finde im Ruhrrevicr sind in der letzten Dezember- Woche infolge der Vertebrsschwierigkeilen um weitere 120 000 Tonnen aus 882 863 Tannen Kohlen, Koks und Briketts angewacdien. bnter-Hl5ter499.-699.-899.- Sommer-Ulster.......... 220.- Herrenstoffe Mtr. 45- 68.- 93.» Kinder-Kleidung M ädcken-M üntel 60—75 cm 47.- 80— 100 cm 59.- M üntel für junge Damen, Größe 38, 40. 42........... T agtemd mit Stickerei-Einsatz und Langettcn.............. OD,* T agLcmd im Rumpf gestickt 36.— Naclltkem� m.Stickcrei-Ein«atz und Langettcn..............*<*•*■ Herren- W äsche Fartigcs Oberhemd mit Klappman«chettcn..... W ciß. Otcrtemd m. Falten- Einsatz und KJappmanschetten Oy,— Tischwäsche Frottierliandtucli weiß Kräuselstoff, 50x100 cm, St 16.75 Stubcnhandtuch J aequardgewebe, 48x 1 00, St. 19.75 Xiccktucll Reinleinen,_ 130X160 cm,........... St. 79.50 Kleiderstoffe Bestickt. Batist farbig mit gleicbfarb. Stick., 115 cm Mtr. 14.50 Remw. Kamm�arnserge marine u,»chwarz, 105 cm. Mtr. 65.- Remseidener Taft »chwarz u. färb, doppeltbr. Mir. 69.- Wirk waren Herren-Beinkleid . wollgemischt, normalfarbig... 36.— Damea-Hemdlioseti weiß Baumwolle, feingestrickt..... 33.- Kunstseid Kra�enschoner glatt oder gestreift.......... 27.- Lederwaren Aktenmappe Rindleder mit Handgriff..... 78.— Leder-Handtasclie. für Damen................. 4'3,— «iiossm j�TtiSm->iRKMjr Frei�crmäßi�un� Beginn: Mcniag lOJanuar hh ' �chuhgesellschaf/ m.b. H. \�rka.uf5S/cllen;BerHn.,(Lei'p2igersfr.l9*Kon{gsfr.22/23*Tauenfeiensfr.l8a*Pof5damersfr56 L Theater, Lichtspiele etc.l aooaaryrfcTrnrnnnnon........................................ Opernhaus. Boheme. 6'/'i Uhr. Schauspielhaus. »yj.: Die Journalisten 7 uhr: Die Sterne Deutsches Theater. 2l/t Uhr Er ist an allem schuld. Der Spieler. Der tleiratsantrag. S Uhr: Cäsar u. Kleopatra Montag 7 Uhr: Don Carlos Kammersplele. 2llt Uhr; Frühlings Erwachen. TVjU.: Florindo. Hierauf: Der Abenteurer und die Sängerin. Montag 7Va Uhr: Stella« Kr. Schauspielhaus (Karlstiahel ?/, Uhr: Danton(auß.Abonn.) 7 U.: Florian Oeyer(AuB. Ab. Mtg.7: Flor.(ie> er(12.Ab. 3.A. Theater I. d. KOniggrStzer Str. 3 Uhr; Erdgeist Orska) Täglich 8 Uhr: Salome. (Orska, Harum, Llchienstein, Veidt, Faerber, Dernburg.) Komödienhaus 3 Uhr: Der Herr Minister Täglich VaS Uhr: Die Sache mitLola mit Max Pallenberg. Joseflne Oora a.Q., Ortrud Wagner, Eicha, Haskel, Stieda, Kiper. Berliner Theater 8 Uhr: Der letzte Walzer. 7 Uhr; Die spanische Nachtigall mit PritziMassary Hans Wassmann, Emmy Sturm, Julius Brandt, Reinbold Pasch, Olga Engl Centrnl-Theater 3'/s Uhr: Heimat vh-. Fran Bärbel(Operette) DeutHcheH Opernhaus • uhr: Lohengrin Morgen 7: Oheron ■Trledr.- Wlllieimut.Tli -/-uhr Hoheit dielänzerln. Kleinen Theater. 3>/zU.:Die Ftarrhauskomudic. 7>/, Uhr: Das Wunder. Der Selige. Lattchens Oeburtstag Kl. SchaaspielUans. v/z uhr; Reigen. Komlneh« Oper 3>/«: Kaub der Sablncrianen vh. u.: ßaronsSolien Sarah. IjUHtsplelltaas V/z Uhr: Renaissance. 7'/. Uhr; Arnold Rleck in Die schwebende Jungfrau Kctropol-Theater. 3 Uhr; Charleys Tante L: Holland weibchen Neues Operettenhnus SVj Uhr: Der Obersteiger. 7v.u.: Yn-Shi tanzt. Keaes Volksthcatet' vi, uhr: Amt Steioplalz W »■"hlller-TlieBi. C'hnrl. 3 Uhr: Der Meineidbauer. ?/. u. Der Biberpelz. Thnlla-Theater 3 Uhr: Das OIDcksmädel. Oastspiel Haust Niese V/t: Botschafterin Lenl. T ii.am N'ollendnrfplats 3>/, Uhr: Drei alte Scbacbleln m. ClaireWaldolf a.„Auguste" 7 uhr: Wenn Liebe erwach! Theater des Weatens 3J/.ühr: Die Frau Im Hermelin. �DererstenLlehegoldieil Mittw. 3'/. Uhr: GSnsellesel Th.i.d. Kommandant enstr. 7% u-Jer verjüngte Adolar Wallner-Theater 3V. Uhr: Eine Ballnacht. uv? 5er Geiger von Lugano. Rose-Theater Schneider Wibbel Volksbühne Ah"o"ni. 2>/, U_- Kabale und Liebe. 7 uhr: Wallensteins Tod Lessing-Iheater 3 Uhr: Frau Warrens Gewerbe Heute bis Donnerstag!>/,: Flamme (Dorsch, Hartmann, Götz, Prückl.) Freitag 7 Uhr: Peer Cynt, Sonnabend bis Montag 7'/z! Flamme. Deutsches Künstler-Theater 3 Uhr: Pygmalion. ■ Allabendlich?>/, Uhr: DieScheidungsreise mit Max Adalbert und Trude Hesterberg. Mittwoch u. Sonnabend 5 Uhr Vorstellung: kltZiMtZ Triauon-Theater. Heute 4 Uhr. halbe Preise: Der Roman einer Prnu. Täglich 7'/, Uhr: Kammermusik. Lustspiel von H. ilgenstein. Carl Clewlng, EugenBurg, Olga Limburg, H. Albers. Residenz-Theater. Heute 4 Uhr. halbe Preise: Die Frcnndln. Täglich 7'/, Uhr: von Oskar Wilde. Hans! Arnstadt, Adele Sandrock, Carola Toelle, A. Korff. Casino-Theater Lothringer Str. 37. Tägl.'yj D. Schlager aller Volksstucke Der Fehltritt einer Frau. Vorher: Theaterliebe. Oper. Sketch mit Vikt.Litzek. Senniag 3'/$ Eine fldele Ehe, Volkstümliche Preise. � Das .. film! a �Aliabendlkhg unt.pers.Reg v. Leo Peukert. I I Die m.Theaier- 1 i besuch, ailabdl.> aufgen. Films I werden stets ab I .nächst. Tag den I f ganz. Monat öff.| vorgeführt. Wiederauitr. JCampf' stiere ,nachdemSiche- 1 . rungeu f. d.Pu- I bhkum getroff. I sind. Toni Tetzlaff > Leo Connard[ in „Hute Dich" 4 Uesscms Pätzold Fant. An 1.7'/, Uhr. IHalla-Her Weinbergsweg 19/20 Täglich V- Uhr i Großer um die IKfeKmeistersElialtlißl Bisber 30 Ringer fest verpfliebtet Vorher das groEte Varletä.Programm. Central- Theater -------- Ausschneiden!--------- Letzter Monat. Nur gültig bis 31. Januar „Frau Bärbel" Operette(Schwarzwaldmädel II. Teil) Gültig für 1 bis t Personen(einschl. Vorverkauf) Sondervergünstigung! Parkett.... 7 M. Parkettsessel 8 M. Orch.-Sessel. 10 M. Sonntags I M. Zuschlag Ml SeH NW MWd'WlelS ..... 10!lhr Vormittag. Probe von„Mascottchen". Die Äaupt- darstellerin ist noch nicht anwesend, und jeder vertreibt sich die Zeit, so gut er kann. Am Klavier sitzt der Direktorkomponist Walter Bromme und spielt den Fortrott aus dem II. Akt. Die Chor- damen, von Freiherrn von Drscoll pikant drecolltiert, üben nach ver Melodie die neuesten amerikanischen Schritte. In einer Kabine(die Dekoration stellt ein Schiff dar) haben die Autoren Okonkowski und Will Steinberg einen kleinen Poker mit Fritz Beck- mann(dem bekannten Charatterkomiker) etabliert. Beckmann ist der Kapitän des Schiffes. Amiisiert sieht ihm sein erster See- oMier zu. Es ist Johanne» Müller(Sie wissen— der Schubert vom„Dreimäderlhaus"). In einem Klubsessel sitzt Emil Birron. fesch, distinguiert wie immer und liest etwas aelangweitt in einem violetten Brief. Die scharmante Elli Kreith beißt eben herz- hast in ihr Frühstücksbrötchen, als plötzlich draußen wilde Körner eines Autos die Ankunft Kilde Wörners anzeigen. Ein paar Sekunden später tritt sie selbst, blond und süß, ein, ihr Zuspät- kommen lachend mit einer Filmaufnahme entschuldigend. Bromme ist wütend.„Wo bleiben Sie denn? Wissen Sie denn nicht, daß sckon am Jonnabend, den 15. Januar, Premiere ist? Wir müssen gleich anfangen."„Gemach mein Schatz", rust Kilde Wörner, „wir werden's schon schaffen. Ich bin doch Dein Mascottchen." Der Inspizient gibt das Zeichen. Die Probe beginnt........ Thalia-Theater | Sonnabend, II Jan- 7 Uhr ] Premläre der Operette Mascottchen 1 Vorvevkauf 10 bis 2 Uhr j Wertbeim. Invaifdgndank V"8 Polles Caprice ßf am Oranienburger Tor. Nenn Monate a data Die Reservedame Meine Tochter d. Herzogin m. Ferd. Qrünecker, Rudolf Rudol il, Georg Erich Schmidt. Vorverk. 11—2 und ab 6 Uhr. Tel.: Molden S650. IH.Stoich-Sarrasanl. Tägi. 7 Uhr, Sonnt, u. Mittwoch auch 3 U.: Gadbln II, Low„ Eisbären usw. Prunk- Schaustück GretlsTraum. Vorverk. Tietz u. Circusk Admiralspalast 3>/,: Flirt In St Moritz. n/,: Die roten Schuhe. Morgen?>/,: Die rot. Schuhe Potsdamer Str, 38 Tnrmstr. 12 Mia May Im Drama: Das wandernde Bild Alexander pL-Pass, Geors Stuart-1 vuumwi pi.-a«09« arge Bully t-Webbs Grofllilm Friedenau, Khelnstr. 1* Die Schuld der Lavlnla Morland. lAJanuan AUSSChUeideU I W�Janua'r! Sondervergünstigung für die Leser des„Vorwärts- RESIDENZ-THEATER Sonn tag, den 9. Jan.. 4 Uhr: Die Freundin Mittwoch, 12 Jan., 4 Uhr: Rotkäppchen Sonnabd, 15 Jan., 4 Uhr: Aschenbrödel Sonntag, d. 16 Jan.. 4 Uhr; Die Freundin Auf Grund dieses Scheines auf allen Plätzen 50% Ermäßigung, d. h. die Hälfte der Kassenpreise TR1ANON. THEATER Sonntag, d.d. Jan.. 4 Uhr: Der Roman einer Frau Mittwoch, 12. Jan„ 4 Uhr: Struwelpeter Sonnabend, 15 Ja>..4 Uhr: Häusel und Qretel Sonntag, d, 16. Jan.,« Uhr: Der Roman einer Frau Das grosRe Kino der Welt" /tSBES Potadsmor Str.TS• Hoobbahn BOIowatr. MM Der fürstliche Abenteurer j Buffalo, der stärkste Mann der Weit j MADAME BOVARY I Filmschauspiel In 5 Akten nach d gleichnam. Roman -p. 1.«.� bc Filmschau! Uraufführung ■Präsident Barrada Ii ffia Bühne m Max R Tragödie eines Glücksritters in 6 Akten In der Titelrolle: Michael Bohnen Bühnenschau» Persönliches Auftreten von Max Rnssbeck, Jenny Patry, Ernst Pittscban Die schöne Blondine | t Bühnen ZirkUS 1 Kapellen i Variete, Vaudcvillc und Kabarett | Täglich in beiden Prunk-Sfilen, parterre und i. Liege KunstauffQhrungan oralen Ranges Zum ersten Male titaiattitatKiKaaMtn Großer Boxkampf |»wischen dem Champion• Boxer Mr. jomonien und ERICH CAROW 1 außerdem Tivoli auf 5te'aen und weitere 10 AttrakMonen Anfang Sonntag» 4', nachm./ Wochentags 6 Uhr abends utia**i*Mii««iii8*tiM Die Direktion as>»»»«»i««s»9»sG«««ai»H IsentaSöneland kommt! Königstadt-ITtieater Alexanderstr. 21 Qalasänger Sonntags 2 Vorstg, 7�». Nachmittags 1 Kind frei Prachlsäle Königstadt-Kasino Holzraarktstr. 72 Täglich Großer Ball Königstadt-Theater Bahnhof Jannowiizbrücke Tägl.7.30 Gala-Sänger. Im Ballsaal TANZ. PHILHARMONIE KONZERT des Phllbarm. Orchesters. üirig Richard Hagel Anfg.?Vj Ubr. Eimritl 4 M. Direkte Passage-Gelegenheit L, iL ond E Klasse Mitte und Ende Januar von Hambnrg nach Pernambnco, Rio de Janeiro n. Santos Nähere Auskunft erteilt, HAMBURG 11 Admlralltätssir. 33 Husi. Balten Wm. Milisr's Nachfolger Theater am Kottbus, Tor, G Tel: Moiitzpl. 14814. Abends 7'/, Uhr: Elite- Sänger. Das hervorragende Januar-Programm Blüthgen-Konz B.7 Vorv. II-!1/» u. 4 6 Schall und Ruach im ütoßen Schauspielhaus Dir Hans v. Wolzogen. Telephon: Norden 8643. Konz. Vi, U„ Beginn N/, U. Qussy Holl, Paul Graetz. Joachim Ringelnatz. Woh Kllianij, Orecor Ratofi, Joseph-, Burstcen, Annemarie Hase. Reinhold Pasch, C. K. Raellinghoi. Conf. Waller Rillo. Am Plüg. MlschaSpoIianski. Kapehe Leonldolf. von Narbart Falk und Hanna Krily «s» Tltolreltoi He nny Porten KOulg Heinrich der Achte: Emil Henning» Aad Egede Nissen Faul Hartmcnn/ Ludwig Harlan Nagle Er n«t Lubilsch Fort,«, Der Dnmmkopt 6 Akt« frei nach Ludwig Fulda Mannskript: Carl Mayer Ruptreii«: Fanl Heldemaim Regle; Lnpu Pick Geschwister Barelli Zirkustragödle la S Akten R c g i•> Richard Lbwcnbcin Hauptrollen, Th. Looa/ E. Orff v. Alten/' Klcln-Rhodca Baby aal Relaen B. B. Lustspiel mit Richard Alexander Der Mord ohne Täter ,si P.Roscakayn t E. A. Duponl mit Hermann VallcuMa Henry Bender/ Hanoi Weisse Regle: E. A. Dapnnt I Die Benefia y iri.r VIES Toteninsel Trag. Filmspiel In 4 Akten mit L i t U a g o ▼ c r Regie CarlErocllch Die Liebllngslrau des Maharadscha L Teil mit Gnnnar Tolnaes IL und III- Teil demnächst Arme Violett a mit POLA NEGRI Alexander*. Aalolfly Lader, stein Benefiz'Vorltellnng der VIER TEUFEL eatlcre• Film in 6 Akter Die Juwelen des Buddha Ein unbcimlicbes Abenteuer Scnsstionsfilm In 6 Aktes Professor Rehhein und der Heisierrmgcr Issttplel in 3 At en mit Leo Fenken Der{galante Konig AnjfnstderStarke Regie: Allred Halm US Hauptschlager- Der galante Könijg Besonderer Spielplan in den Neuköllner Zeitungen! Wocnentogs ab 7Ut">r Sonntags Beg nn 4 Uhr Letzte Vorführung 0 Uhr MWWM fiflücii Konzeri in iortm eigenen Heim Kamnierscinger Leo Siezak Ualfila von Sehn/ Alda/ Bohima/ Tannblnsar Tastl/(ebnbert/ Mozart/ üfldaBh Der berühmte Wiener Sänger, der ein Jekrwekni nur für„Grammophon" gesungen hat, schreibt Über seine Aufnahmen.- mMU großem Vergnügen bestetige ich, daß ich mit der Wiedergabe metner Stimme durch das „Grammophon* sehr so frieden bin und die Platten glänzend gelungen sind.* Grammophsn-Spczialfiaus t: Berlin aar WS* Friearidisircfyc 189 Press« kl e un4 Verspiel keetenles| in unseren Restbeständen; auch viele andere Artikel sind im Preise ermäßigt Damen-Leinen- und Ripsspangenschuhe weiß, grau, schwarz früher; 158.-, jetzt: 50 Damen-Lackstiefel mit versch. Einsätzen Rahmenarbeit früher: 295.-, jetzt: 50 >■'-W- Stzefelkönig�. Fn'e.dnchstr.-i3!c» degr*1895. an cter Karlettl� an Karlstt* kellte 2 Yorstellnngen Kleine Preise Ii, 19 U. Kin d. HSIfief 1 Rauchen i>estati«tl ReiehstialL-Hieater Abd». Vit v. u. Sonn(. nachm. 3 Uhr; Stettiner Sänger Nehm, halb Pr! Arnold SchoU Kcne Welt Haoenfaeide 108—114 Hente Sonntat, 9. Jannar 1921: Heute NM" Eröffnung"MW de§ ßaycr.ßicrfc$tc$ Anfanj 4 Uhr. Eintritt X M. 30 bayer. Mad'l. 8 Kapellen Dienstes und Ulttwoeh Großes Sebtseinesehlaeßten wo flnacn dl» Pferderennen im»Inf«; ftollT in Berlin, Friedrichstr. Tribllnmewq-ng(SoctrnpottaL Ete« mtb PIsh wird misaejahlt Start täglich oon 3-1V/, Uhr. Eintritt jeberjeit B............... V? imstfirtamer Diamantellseiilellerel f rillanten- Juwelen tauch«tanze Nacbtasac) kauft zum höchsten Kurs Friedrichs r.. Ecke Leipziger Nachmlltoga und abends i Vorstellungen Daa humoristische Jannar» Programm mit fahlem Feint erlangen rosife.b.ühendfritche Gesichtsfarbe duren Jugend- rote*, das einzige Wangenrot v. lebenswahrer NatDr- lichkeit. Fl. M. 7.50 u. M IX—. Creme Korallln, Naturlippenrot verschafft Rosenlippen v. wonniger Weichheit M. 8.-. 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Anmeldungen in den Unierrichlszimmern, evtl auch nach am»weiten Unterrichtstage. Nähere Ausfunst durä den Barstkenden Karl Baltosäe, G»4. stonidorser Sir. ZS. MIMNMlUUäMIMI«»'""»'' s 1 i'l|tH|llllt||if|| juuhej lUMHUuuii"iiiiiiii'« iUüIMlilllUIJÜIil�� A c Ii t u n(! Betrifft die MtefimtHlHmim'MMiiMimmtlWHm! Fünf Volks- Kunstabends des Lyrabundes I V 1 1» firmJI SM«Ias*<■ n öf API aKpvo An T APfA al AOG I Ad>A«sM—___«s•.■ am. rn mr_______»___-M_ Wir sind in der angenehmen Lage, den Lesern hente ans- f ührlich die 4. Folge der»Voll«- Kunstabende" anzuzeigen. Lieder» und Arien»Abend Liehesleier(Weingartner)- Trinksprucn(Schmaletlch)— Der Spielmann (Hildach) mit Violinbeg eitung— Rezitation und Arie der Agathe aus„Der FreischOtz"(Weber)— Canzone des Herzoes; O wie so trügerisch aus.Rigoletto" (Verdi)— Arle des Wollram: Blick' Ich umher aus„Tannhäuser-(Wagner)— Ued des Bombardon aus»Das poldene Kreuz»(Brüll)— Flöten-Arie aus »Die Zaubertlöte•(Mozart). Duette i Nun bist du worden mein Eigen(Hildach) — Herbstlied(Mendelssohn). Blas Lorenz, Onatnv Wltlke, Gustav Kühn. Neues Berliner Solo*Quartett! Willi Lndwlg, Otto Adolph, Oustav Kühn, Prlts Lorbeer. Das Herz am Rhein(Schwanz)— Die Köniesrinder aus..Des Knahen Wunderhorn»(Wiegert) — Zieh mit(Angerer). Ellen Byk, Violine i Legende(Wienlawski)— Menuett (Mozart) Zlgeunertinze(Nachtz— Die Biene(-chuhert)— Der Kuckuck(Oaquin) Am Flügel; Kurt Riedel. Unterhaltungs»Abend Ä — m» steckte Jasminen(B Zeller)— Mein Mädel hat einen Rosenmund(Brahms). A. N. Harzen.nSlIer: Hochzeitz led(C. Löwe)— Am Rhein uno beim Wein(Ries)— Hans Sachs Schusterlied aus.Die Meisterslncervon Nürnberg"(Wagner)- Huhn und Karpfen (Klein)— Das Hummelchen(Pohl).— Duette i Der Herzenssehlflss«!(Hugo Kaun) — Minneregel iHugo Kau»)- Kein Feuer, keine Kohle(Meyer-Helmund). Gerds Sanden-A.N. Harzen-Müller. Melodrama i„Die Metteven Merienbnrr**. PaMade von Felix Dahn. Musik von ProleaforWolkowskl-Bidau. gesprochen von Erich Traeppc. Ernste und heltero Rezitationen, u a. Glücklich(Clara v. Tei'emann)— Ballade lOtto Sommer stör»)— Krisehan Römoagel In't Kun- zert(H. Seidel). Lieder«ur Lautet Marga Holk. Klaviersolo> Rondo, G-Dur, op. 51(Beethoven) Allegro aus der t-moll Sonate. op. 7(Gries). Am Flügel; Willy Schulz.Plcdlcr. V** Volkslieder» Abend I&fw.J.ri,*vMf EnV- wicklang des Volksliedes", ein kurzer. geschiChilicner Oherblick von seinen Anfängen bis zur Gegenwart. Charakteristische Beispiele gelangen zur Vorführung: Lindenlaub (komp 154*))— Schme terling(komp. 1725)— Phyli s u< d die Mutter(kemp. 1804)— Alte Volkswelsen In der Bearbeitung von Retmann.— Das Mühlrad(Deutsche Volksweise)— Die Spröde(Schwäbische Volkswelte)— Mein Herz(Schwäo. Volksweise)— Aennchen(Böhmische Volkiwelse)— Das Wandern ist des Mül'e'S Lust(Bt arb. Zöllner)— Nun leb' wohl, du kleine Gasse (Bearb. Silchen— In einem kühlen Grunde(Bearb Suchen— Klmmt e Vögerl geflogen(Oihegravenl— Der Rosens ock iF. H Himmel— Frühlin sliebe iL A. P. Schulz 1785) u. a. Mitwirkende i Grete Riedel— Otto Adolph, zur Laute Neues Berliner Solo>Quartett: Willi Ludwig, Otto Adolph, Gn ata V Kühn, Prltz Lorbeer. Am Flügel. Kurt Riedel. erga Holk t Lustl, e Weisen Otto Adolph I Erste und letzte Liane(Loepert) ädei. mein Mädel(Ohneson)— Schwärmerei(Bunvig)— Gehst du mn aui Lincke). Eri sie und heitere Rezitationen I Daran. n von Amelanzent Fröhlicher Abend �AnÄ�Ä-gr ""«-----—-——m» krank'Rldeamusi— Lups(Kyhen— Mit und ohne Premdehlünrer(Ettlinger)— Schulaufsätze(Ettlinger)— Wim Lodwigt Stelldichein(Schumacher)— An Rose iCurschmann)— Oh schliata' in dein Gehet mich_eln_(Bohm)— Heut ist heut(BuekL Lieder»nr Lauter Mar—---— Mäd (Paul_____ I______________________________ u. a. Fritz KatzfuS(Fontane)— Du» alle Weib(R. Stangen)- Oes Ehemanns Kiaee(Etllinger) Duett i»Guter Mond, du gehst zo tllie», ein piuslkaliseher Wettstreit von Richard Heinze. ausgeführt von Irma Schleie und Otto Adolph. Am Flügel: Georg von Wysocki. Au vielseitigen Wunsch und in Anbetracht de» großen Zuspruchs der bisherigen Veranstaltun; en hat die Leitung Ihren Wirkungskreis auf weitere Staatgegen- deu ausgedehnt u.hoft dadurch auch dem Publikum, welches de Veranstaltungen bis er nicht kannte. Gelegenheit zu geben, die Volks-Kunstabende zu besuchen. Die Leitung: I. Schiele, Berlin NW 40, Neues Tor 3 Kartenverkaufsslelle(für persönl. Abholung): Lnlsenstr. 80 I(Nähe Kar l»pl.) Schriftliche Bestellungen sind zu richten nach Berlin NW 40. Neues Tor 8 Pos, e check. Konto: Berlin£££4)3 PH mmiHiiiKiniwiM Februar 1921 MlUHUHIWHHIIIHtlHIHHHIM Opern» 11. Operetten»Abend Gesänge aus nachstehenden Opsrn> Rezitativ u. Arie des Figaro aus.Figaros Hochzeit(Mozart), Arie des Papageno aus„Die ZaubcrflSto**(Mozart)— Hymne des Stradella aus„Stradclla" (Fioiow)— Arle der Xlmene aus„Cid"(Masirnet.— Duett Nadir und Zuma aui„Die Perlenfischer4»(Blzet)— Duett aus „Macht des Geschickes44(Verdi). Gesänge aus nachstehenden Operetten> Sei nicht böse. Lied aus„Der Oberstelger44(Zel'er) — Ein Mäichenglück, ein Sommertraum a„Drei alte Schachteln" liebt, Lied aus du _ Der Pranenfresser"(Eysler)— Frauenaug'. du gleichst dem Meere, aus„Der liebe Schatz44(Reinhardt) — Küssen ist keine Sünd', Lied aus„Bruder Siran bInger-TEysier). Mitwirkende: Else Lorenz, Prltz Llsslg, Traugott Schweizer. Am Flügel: Willy Schnlz-Pledler. Konzert-Trio: Arthur Regelski, Violine 1 Willy Scbulz-Ptedler, Cello LalseScblegelmtlch, a Flügel 1 Ouvert. zu„Die lästig. Weih. v,Wind8or»*(Nicolaii— Ouvert zu.DI« PladernwtuNJ.dtraadJi Zur g e f 1. tieaehtang! PBr persönlich» Abholung befindet sieh Jetzt die Vor- keafsstelle Lulsenstr. 80 1(Nähe Karlsplatz), wstche von t bis 6 Uhr nachmittags geöftnet ist, fchriftüChe Bestellungen sind an die Oeschaf.sleitung nach Berlin NW 40. Neues Tor 3, zu richten. 7ur Vermeidung von Verwecnslungen wird darauf hingewiesen. daß der Lyrabaad, Leitung I. Schleie, nicht IdeatUcfa Ist mit den Anzeigen van andererseits. Wirw.-rden nach wie vor das Bestreben haben, den Hörem unsere bewährten„Volks- Knnstabandc" zum volkstQmllch.Prclac zugänglich zu mache; man lasse sich also durch andere Angebote nicht täuschen Die Verknufsstetle für persönliche Abhoiun? befindet sich nur LnlecnatraEc 5 0, I8 Februar) 25. Febr. im Festsaale der Werner-Sl< ment-Rcalacbule IX, BadstraBe 22 (Näne Bannhof Gesundbiunnen) Sonnabenda-R.| 29. lanuar| 5 Februar 1 12. Februar) 19 Februar)"6 Febr. im Festsaale der Wcraer-Slemeaa-Realaehnla IX, BadatroJIe 22 (Nähe Bahnhof Gesundbrunnen) Beginn 7'/, Uhr BESTELLSCHEIN Ich besteile hiermit bei L Schleie, Berlin NW 40. Neues Tor 3 (Leitung des Lyrabundes) .— Daner karten zum PreUe von Je Tt50 91. (einschließlich Steuer) gültig für die Vortragsreihe, welche am beginnt. Die Zusendung wird durch Nachnahme gewünscht Der Betrag ist auf das Postscheckkonto eingezahlt (Nichtgtwunschtes, bitte streichen. Nama und Stand: Wohnung:. Welche Reihe darf gesandt werden, falla die gewünschte vergrillen ist? Mentogs-Relhe| 17. Januar| 24 Januar 1 31. Januar| 7. Februar 1 14. Febr. im Fetttaale der Klrschner's Oberrealschale, Zwlngllstr. 2 (Nähe Alt Moabit— Kleiner Tiergarten) Dlenatags-Relhe| 18 Januar| 25. Januar| 1. Februar| 8 Februar| 15 Febr. im Festsaale des Prledr'chs-Real-Oyranaslnma. HlUcnwaldcr Str. 87 (Nähe MarheineKe-Piätz) MlttwoobsrRcih«| 19. Januar| 76. Januar| 2' ebruar I 9. Februar I 16. Febr. i. Feetsaa ad Prledrlcti-Gymnosluma, Albrechtatr. 27(NäheDeutseh.Theat.) Donnerstags-R.| 20. Januar| 27. Januar| i Februar 1 10. Februar| 1 7. Febr. im Festsaale des Lclbatz-Oymnas., MaHannvnplata 27(Nähe Cöpm. Brücke) Preltags-Relhe| 21 Januar| 28 Januar| 4 Februar| II. Februar) 18 Febr. im Festsaale des Hnraboldt-Gymna»., Qartenstr. 28(Nähe Stettiner Bahnhof) Sonnabenda-R.| 22 Januar I 29 Januar 1 5. Februar 1 12 Februar| 19 Febr. I. Festsaale d. KSnlgst-Oberrealscbnlc, Pasteurstr 44 48(Nähe Oreifsw.Str.) ........... I Berlin C2 Breite Strafe RUDOLPH HERTZOG Berlin C2 Brüder Straße Bedeutend ermäßigte Preise in allen Abteilungen für Innen-Einrichtungen. ZMMvZA Tull�arniluren v. M. 115.— Gardinen Meter v. M 15.50 an Erbstüil-Band-Garnituren........ von M. 200.—«n Erbtüll-Spilzen-Garnituren....... von M. 256.— an Stores, Erstü!l-Band............ von M. 85.— an Stores, Erbslüll-Spitzen......... von M. 138.- an Bettdecken, Erbslüü-Band, I Bett v. M.155.— 2 Bett. 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Die letzteren, sie wurden per Post geschickt, waren 4 Tage unterwegs., Doch sie sehen munter aus, das konnte man feststellen. Die kleinen Bauer, ihre Insassen werden je nach Möglichkeit im Dunkeln gehalten, sind in schöne Schränkchen gestellt. Diese sind größtenteils von den Züchtern eigenhändig angefertigt, und da erbrachten Lust und Liebe im Verein mit Erfindungsgabe oft sehr nette Wirkungen. Man sieht schwarze Schränkchen mit grünen Fenstern, Schränke mit Einlegearbeiten, andere, die villenartig aus- geputzt sind, und solche einfachster Art. Die sangesfreudige Schar ist in ihrem Aeußeren recht verschieden. Neben dem reinsarbigen, quittegelben Kanarienvogel, ficfjt man solche dunklen Erscheinungen, die man bald für'einen Spatz halten könnte. U. a. ergaben auch ein gelber Hahn und ein grünes Weibchen einen Schecken mit recht viel dunklem Grün. Der Jüngste der Ausstellung, er ist im Juli geboren, ist ein Grüner mit hübschen Zeichnungen. Die Grünen rühmt man überhaupt sehr, man sagt ihnen nämlich nach, sie seien dauerhafte und gute Sänger. Insgesamt wurden ausgestellt in der �allgemeinen Klasse 21 Kollektionen a 4 Vögel, in der Selbstzuchtklasse 11 Kollektionen a 4 Vögel und in der Verkaufsklasse 7 Kollektionen a 4 Vögel. Von den Züchtern bekamen Preise in der allgemeinen Klasse Emil Küßner die große goldene. Savage die erste große silberne und Schmidt die silberne Medaille und in der Selbstzuchtklasse Lange (Nowawes) die goldene und Bettinger die silberne Medaille. Der Kaufpreis für eine Vogelgröße ist ein ganz anständiger, z. B- 500 A«h ist eine Vogelbauerschau zu sehen, die mannigfache Vogel- Wohnungen aufweist; solche, die für einen Salon als Zierstück bestimmt sind, und solche, in denen der kleine Mann seinen liebver- trauten gefiederten Hausgenossen verwahren kann. Zwei Kriegsmillionäre in tzast.> Millioncn-Spritgeschäfte.— Das gesamte Vermöge« beschlagnahmt. Äußerordentlich interessante Einzelheiten aus dem wucherischen Treiben zweier Kriegsmillionäre, die noch vor wenigen Jahren gänzlich mittellos nach Berlin gekommen wareti und nach geglückten Schiebungen einen auf die Spitze getriebenen persönlichen Aufwand führen konnten, kamen durch ihre Aufsehen erregende Verhaftung ans Tageslicht. Es wird uns darüber gemeldet: Hamburger Spritinteressenten lenkten die Aufmerksamkeit des Hamburger Finanzamtes und der Wucherabteilung der dortigen Po- lizeibehörde auf die wucherische Tätigkeit des in Berlin wohnen- den Agenten Martin Cohen, Hohenzollerndamm 27, und seines Kompagnons Avellis, Shbelstr, 55. Beide nutzten ihre im „Heimat-Kriegsdienst" gewonnenen Beziehungen-zu Behörden für persönliche und geschästliche Zwecke aus, indem sie sich insbesondere bei der Verwaltung des Reichsbranntweinmonopols als Ha n d e l s- anloSIte einschlichen. Sie lauerten dem dort erscheinenden Publikum auf und wußten unter Hinweis auf ihre weitreichenden Beziehungen in den Leuten ven Irrtum zu erregen, daß man besser' fahre, wenn man sich ihrer bediene. Ihr Kundenkreis wuchs zu- sehends. Aus ihrer Tätigkeit entwickelten sich naturgemäß nähgpe Beziehungen zu den Angestellten der Monopolverwaltung. Außer- dem betätigte sich Cohen aber noch dadurch, daß er Sprit- agenturgeschäfte auf eigene Rechnung durchführte, ohne im Besitz der erforderlichen Großhandelserlaubnis zu sein, die ihm aus bestimmten in seiner Vergangenheit liegenden Gründen zweifellos niemals erteilt worden wäre. So erhielt er z. B. von den Regierungsvertretern der Tschechoslowakei für die Ber- mittlung eines Spritverkaufs von 12 Millionen Litern an das Monopolamt, das von seiner Vermittlertätigkeit nichts wußte, eine Provision von vielen hunderttausend Mark.' lieber die ihm für seine Agententätigkeit zugeflossene Provision sino übersichtliche Buchungen nicht vorhanden. Da er pro Liter Konferenz SerStaöt- uns Gezirksveroröneten am Dienstag, den II. Januar, abends 7 Uhr, im Bnrgersaal des Berliner Rathauses. Tagesordnung: 1. Die Besetzung der Bezirksämter. 2. Das Gemeindesteuerrecht und die Steuervorlagen des Magistrat?. ggf Die Mitglieder des Bezirksvorstandes sind zu dieser Konferenz eingeladen. der von ihm„bearbeiteten" Spriteinfuhren-Freigaben und Ankäufe 1— 6 M. gezahlt erhielt, so beläuft sich der von ihm erziehe Gewinn auf viele Milliouen. Der sürstliche Schieberhaushalt. Cohen selbst gibt sein augenblickliches Vermögen auf acht Millionen an. Seine fürstlich eingerichtete Woh- nung am Hohenzollerndamm 27 weist u. a. eine Gemäld�'- g a l e r i e auf, deren Wert Cohen auf 650 000 M. angibt. In Homburg v. d. Höhe hat er das Parisersche Sanatorium, in Wannsee eine wertvolle Villa für 450 000 bzw. 750 000 M. er- worden- Kostbare Schmuckgegenstände für seine Frau, ein Reitpferd für sie, das sogar während seines letzten Ausent- Haltes in Kissingen dorthin transportiert Wersen mutzte, 2 Luxusautomobile, ein Guthaben von 2 Millionen Mark in Holland, der Ankauf des Hause? Hohenzollerndamm 27 und ein überaus verschwenderischer. Lebensaufwand weisen auf die „Großzügigkeit" hin. mit der Cohen das leicht gewonnene Geld aus- zugeben verstand. Die von ihm erzielten Gewinne stellen sich im SiNnc ber Wuchergesetzgebung als übermäßig dar und unierliegen der Einziehung. Aus dem Grund« haben Vertreter der Wucherabteilung der Hamburger Polizei und, zur Wahrung steuerlicher Interessen, auch deik Finanzbehörden unter Mitwirkung von Beamten des Landespolizeiamts in Berlin in den letzten Tagen die nach Millionen zählenden Wertgegenstände und Bankguthaben nicht nur des Cohen, sondern auch seines Sozius Avellis, der im letzten Jahre einen anteilmäßigen Gewinn von„nur" VA Millionen Mark erzielt hat, beschlagnahmt. Beide waren bis vor einigen Jahren völlig mittellos. Sie wurden wegen Wuchers dem Gerichte zugeführt und in Unter- suchungshaft genommen. Zweckdienliche Mitteilungen für Berlin nimmt das Landes- Polizeiamt beim Ministerium des Innern in Berlm-Schöveberg, Gothaer Sr. 19, entgegen. Der Naubmorö in der Krausnickstraße. Chloroform als Mordmittcl. Einer der Mörder des Kaufmanns Moritz.H e n schke aus der Krausnickstr. 23c, der erst 19 Jahre alte Schlosser Herbert Brqck» mann, ist in Königsberg festgenommen worden. Wie wir weiter erfahren, hatte er dort den Namen seiner Braut, Löfs- ler, als den seinigen angegeben. Der Verhaftete wird zur wei- teren Aufklärung de? Kapitalverbrechens nach Berlin transportiert werden, wo, wie bereits ausführlich berichtet, ein anderer Täter, der 23 Jähre alte Chauffeur Erich Blöß aus der Konstanzer Straße, bereits verhaftet wurde. Die bisherigen Nachforschungen der mit der Aufklärung dieses Verbrechens beauftragten Kriminalkommissare Kunze und Werneburg haben ergeben, daß Bläß derjenige gewesen ist, durch den Bruckmann aus den Kaufmann Henschke aufmerksam geworden ist. Beide haben sich in. Gelseukirchen kennengelernt. Kriminal- beamte, die dorthin entsandt worden waren, um weitere FeststeU' lungen zu machen, haben ermittelt, daß Bruckmarrn seinem älteren Bruder in einem Dorfe bei Gclsenkirchen eine Flasche gezeigt hatte. die, wie er selbst sagte, Chloroformäther enthielt. Die Ob-' duktion durch Prof. Dr. Strauch hatte bereits ergeben, daß eine starke Aetheranwendung stattgefunden habe. Im Interesse der Westeren Ermittlung wurlM diese Tatsache zunächst nicht bekannt- gegeben. In Wirkliehkeit haben die Mordgesellen dem Kaufmänn. ztvei mit Chloroformäther getränkte Taschen-' tücher in den Hals gepreßt und dann den Besinnungsloseir an Händen und Füßen gefesselt. Geraubt worden sind diesem sodann eine goldene dappelkapselige Herreu uhr mit langer goldener Kette, die aus ineinandergreifenden Ringen bestand, zwei schwarze Brieftaschen, eine ältere und eine neue mit ungefähr 2000 M. und einem Hinterlegungsschein für Loose der Staatslotterie, deren Nummern nicht, bekannt sind. Wahrscheinlich ist ihnen außerdem auch eine Reihe Deutscher Erdölaktien in die Hände gefallen. Außer-. dem fehlen noch die Wohnungs- und Geschäftsschlüssel, darunter die Geldschranffchlüssel. und ein silbernes Zigarettenetui, das in seiner Länge goldgestreift ist. * Trotz umfassender Nachforschungen nach den unbekanntes Tätern, die den Kriminalwachtmeister Benke am Weidenweg auf offener Straße erschossen haben, ist es bisher noch nicht gelungen, eine Spur von den Verbrechern zu finden. Be. stätigt hat sich die Vermutung der Kriminalpolizei, daß eS sich um Einbrecher handelt, die von dem Beamten gestellt wurden und diesen, dann niederschossen. In der Nähe der Leiche'wurden, wie mitgeteilt. verstreut umherliegende Zigaretten gesunden. Wie die Ermittelungen ergeben haben, stammen diese aus einem Einbruch, der kurz vorher in dem Zigarren- und Zigarettenaeschäft von Brandenburg tnderPetersburgerSt.raße20 verübt tmrrde. Die Selbsthilfe des Hauswirts. � Sonderbare Ansichten über die Rechte eines Hauswirts söbeint ein Sargfabrikant Fischer zu haben, dem in Neu- Buckow das Grundstück Rudow er S t r a ß.e 1 2- gegenüber dem Neue köllner Krankenhaus gehört. Das Mieteiniaungsamt hatte ihm zu» gebilligt, daß ein Mieter Heinz e seine Wohnung räumen mußte, und dieser sollte dafür die Wohnung eines Neuköllners eintauschen. Weil der Umzug auf sich warten ließ, beschloß der Wirt, kurzen Prozeß zu machen." Mit einigen handfesten Begleitern verschaffte er sich Zutritt zu der Wohnung, in der Frau Heinze allein an« wesend war. während der Mann sich wegen einer Kniegelenke entzündung im Krankenhaus befand. Ohne viele Umstände wurden die Flurtür und die Zimmertüren ausgehoben, und trotz aller Proteste der wehrlosen Frau machten die Leute sich daran, auch die Möbel hinauszutragen und einstweilen in einer leeren. Wohnung desselben Hauses unterzustellen. Der ichleimigst aus dem Krankenhaus herbeigeholte Herr Heinze gebot den Leuten Halt, und nachdem das Wohnungsamt Buckow ange« rufen worden war, erschien auch Polizei. Die Räumung wurde 7i Schweres Vluk. Roman von Znhavi 21h o. „Scheint nicht mehr d Juha, vergnügt, daß sie sich nicht zu sträuben schien, obwohl ihr sonst kein Ge- schenk gefiel. Schemeikka senkte schon die Hand in den Ranzen, und als er sie hervorhob, bauschte- sich in seinen Fingerspitzen ein seidenes Tuch, rötlich-gelb, geblümt, raschelte, flog ausein- ander und flatterte Marja ins Gesicht. „Ja, das ist was, das ist was!" bewunderte Jnha. „Was das wohl kosten mag?" bebte Marjas Stimme, als ihre.Hände das Tuch ausbreiteten. „Frag nicht nach dem Preis," sagte.Juha. ,„Darüber werden wir schon einig werden," sagte Sche« meikka. „Du willst es mir kaufen— dies?" Juha fragte sie, Schemeikka sah sie dabei an. „Er gibt es dir aus Liebe," versicherte'Schemeikka.>. .„Gehört es aus den Kops oder um den Hals?" „Um den.Hals," sagte Schemeikka, stand aus, nahm Marja das Tuch aus der Hand, warf es ihr über die Schul- tern, zog es im Rücken zurecht, glättete es auf der Brust, hieß sie es an den Zipfeln festhalten, damit es sitze, und drehte sie um und schob sie vor Juha«..(Forts, folgt.) zwar nicht fortgesetzt, doch der Wirt gav die ausgehängten Mren nicht heraus. Heinze vernagelte dann die Flurtüröffnung notdürftig ' mit Brettern und ging in das Krankenhaus zurück, die Frau aber blieb noch zwei Tage und zwei Nächte bei Winter- kälte in der zugigen Wohnung. Dann erst wurden die Türest. nachdem Heinze sich noch an die Neuköllner Polizei gewandt hatte, wieder eingehängt. Die Eheleute haben hinterher die Woh- nunq geräumt und sind in die Tauschwohnung übergesiedelt Hoffentlich lätzt dieser Hauswirt sich von einem Gericht über die Grenzen seiner Macht belehren. Stimmberechtigte Oberschlesier l Alle stimmberechtigten Heimattreuen Oberschlesier, die such noch nicht in die Stimmliste eintragen ließen, mögen sich so fort bei der Geschäftsstelle der Bezirksgruppe Grotz-Berlin der Heimattreuen Oberschlesier. Schönebcrger Str. 9 III, Anruf Kur- fürst 2819, melden. Die Geschäftsstelle wird am Sonntag vor- mittag von 9 bis 1 Uhr geöffnet sein. Si Die Ortsgrup« Nordwest der Heimattreuen Oberschlesier veranstaltet am Mittwoch, den 12. Januar, abends 714 Uhr, im Moabiter Gesellschasts- bous, Wiclefstr. 24, eine Hauptversammlung aller zur Ortsgruppe gehörigen Oberschlesier. Zur Besprechung gelangen alle die A b st i m m u n g be- treffenden Fragen. Es ist dringend erforderlich, daß alle Mitglieder der Ortsgruppe Nordwest an dieser Versammlung teilnehmen. Brotkarte„Wald". In diesen Tagen erhält die Bevölkerung mit den neuen Brotkarten im gesamten Gebiet der neuen Stadtgcmeinde auch die Berliner Lebensmittelkarte mit den Abschnitten von Nr. 81 ab. Der Magistrat weist darauf hm, daß die Abschnitte der vorigen Karte von Nr. 76 ab noch aufgerufen werden, daß also die Abschnitte dieser(alten) Karte noch nicht ungültig sind und daher nicht vernichtet werden dürfen.— In der Woche vom 16. bis In. Januar gelangen ans den Ab- ichnitt 76 der Groß-Berliner Lebensmittelkarte bezirksweise 256 Gramm irisches Rindfleisch mit Knochen oder 266 Gramm Büchsenfleisch zur Ausgabe. Bezirksbildungsausschuß. Einführungsabend: Heute abend 7 Uhr in der Fcsthalle des Stadlhauses, Eingang Klosterstraßc, Einsüh- rungsabend für das Wagner-Liszt-Konzert. Bortrag und Demonstrationen am Klavier: Herr Echcimrut Professor Dr. Richard Sternstld. Karten zum Preise von 6,75 M. noch an der Kasse.— Achtung Abonnement-Festkonzerte!!! Am Sonntag, den 16. Januar, vormittags 11 Uhr. in der Neuen Welt, Hasenheidc, Wagner-Liszt-Konzert unter Lei- Ving von Kapellmeister Scherchen. Wir Hillen unverzüglich die'Marken . einzulösen.— Theater: Am Montag, den l6. Januar, abends 714 Uhr, „Hoffnung auf Segen" von Hermann Hcijermann im Bernhard-Rose- Theater, Gr. Frankfurter Str. 132. Karten zum Preise von 3,56 M., einschließlich Garderobe und Thepterzettcl, im Bureau des Bezirksbildungs- ausschusses und bei den Ordnern im Theater zu haben. Der Mieterverband Nroß-Berli«, Ortsgruppe Neukölln-Britz, hält laut Inserat in der heutigen Ausgabe seine Generalversammlung am 16. Januar, vorm. S Uhr, in Kliems Festsälen, Hasenheide 13, ab. Groß-Serlmer parteinachrichteiu Morgen, Montag, den 10. Januar: 3. und 4. Bit. 714 Uhr abends Mitgliederversammlung. Ref.: Gen. Kutt- »er, Thema„Hohenzollernabsindung", in der Schutaula Steglitzer Str. 2Ä. „ 5. Abt. 1. Die Flugblattverbreitung findet nachm. 414 Uhr von K-ufner, Hagclberger Str. 20a, au- statt. 2. Die Funltionärkonf-rcnz im Anschluß daran um» Uhr ebenda.. 6. Abt. 7 Uhr abends Sitzung sämtlicher Funktionäre bei Schult» Marien. norfer Straße.. *3. ltreis eharlottcnbnrg 7 Uhr abend»«onfercnz aller Partei-, Betriebs- mtd Äeamtenftmktionäre der S.P.D. Buch und Karle legitimier!. _ 11. Abt. Die Flugbiattoerbreitung findet um 5 Uhr von Geisler, Skalitzer «trage 59 au- statt. Um' 7 Uhr Sitzung sämtlicher Funktionäre, Beirieb«- »ertrauensleute und Elternbeiräte, ebenda. 14. Kreis Neukölln. Die Funktionärkonfersnz am Montag fällt aus, dafür alle Genossen: Auf zur Flugdlattverbreitung.— Mittwoch: Beiirksnerfamm- IMtgsn in den bekannten Lokalen. Keiner darf fehlen. 17. Abt.»14 Uhr abends in der Schulaula Ehrenbergstr. Bortrag über ,�-ruelle Erziehung unserer Kinder". Reff: Dr. Roschmann. !«. Abt. 714 Uhr abends Sitzung der Funktionäre und Betriebsvertrauens- »eues bei Ronsdorff Petersburger Str. 8«. "'113. Abt. Zur Flugblattveibreitung treffen sich die Genosse», um« Ufr in den betannien Lokalen. Di- Bezirksfilhrsr Wonnen das Material zeiti: genug in Empfang nehmen. Die Genossen des ISSa. Bezirks haben Düring, Landsberger Allee IS?, einzufinden. LS. Abt. 9 Uhr abends Funltioniirverfammlung bei Wichmonn. A. Abt. 7 Uhr abend« Sitzung der Bezirksfllhrer bei Altmänn, Rykestr. S, •32. Abt. 7 Uhr Flugblattoerteilung vo» Blefsiu, Stargarder Str. 2, aus. * Uhr Funktionärsitzung bei Grohn, Milastr. S. 34. Abt. 7 Uhr Sitzung der PartAfuuktioiiäre und Betriebsvcrtrouensleut« bei Obiglo, Stralsunder Str. 11. 35. Abt. 7 Uhr Sitzung der Funktionäre und Betrlebsvertrauensleut« bei Andreas, Pfalzbnrg« Str. R, tos statt, erscheine« sämtlicher Gemff««st- wendig. 81. Abt. Friedenau. Frauenabend 714 Uhr in der Luisenschule, EoKlersir. Ref.: Gen. Schäff« Matern, gehlendoiif. Thema: Die Frau und die Wahlen. Erscheine» sämtlicher Genossinnen erwünscht. 101. Abt. Treptow 6 Uhr abends Flugdlattverbreitung voll den Bezirts- lokalen aus. 11«. Abt. Grüna» 8 Uhr abends Flugblatt- und Handzetteloerbreitung von Werner, Köpcnicker Str. 488 aus. Keiner darf fehlen. 125. Abt. Weißens«« 7 Uhr abends Sitzung des erweiterten Borstandes bei Stärke, Eharlottenburger Str. 3. Material für Bücherabrechnung ist mitzu- bringen. 141. Abt. Rofcnthal 7 Uhr abends Mitgliederversammlung bei Petra». Soztaldemokrotischer Männcrchor Friedrichshaw. 714—313 Uhr Uebungs- stunde bei Rohnsdorf, Petersburger Str. 88. Ucbermorgen, Dienstag, den 11. Januar: 74. Abi. gehlendarf 8 Uhr abends Mitgliederverflunmluna im staiferhof, Potsdamer Straße. Bortrag des Gen.®. Petcrsdorff über„Die Partei und die Preußenwahl". 88. Abt. Wariendorf 714 Uhr abends Fronenabeud in der Echulanla, Känla- straßc. Ref.: Genossin Todenbagen. .«1., 94., 95. Abt. RenISun.. Oeffentlich« Wählerverfaunnwng 7 Uhr abends in der Kinbl-Brauerei, löermannstr. 135. Abt. Karow 714 Uhr abends Frauenabend. Pankgrafenstr. Z. Ref.: Genossin Frieda Müller. W-rbeausschuß sozialdemokratischer Posizeibeainte» Sroß.Berlw 7 Uhr abends Bertrauensmännerfitzung in Haverlands Festfälen, Neue Friedrichstr. 35. Erscheinen aller wegen des Wahlkampfes wichtig. * Uebungsstunden der S.P.D.-Chöre. Anfragen sind zu richten an K. Schulz, Gharlotrenbura, Kirchstr.. 33. Montaa. 714 Uhr: Arbeitergesangverein„Einigleit-Buchholz bei Hennig, Pascwalker Str. SS.— Frauencho»„Frohsinn"-Tharlotten- bürg: Jugendheim, Rosinenstr. 4.— Frauenchor Tempelhof(8— l») im Sänqerdeim, Kaiser-Wilhelm-, Ecke Werderstraße.— Dienstag. 8 Uhr: Soz. MLiinerchor balleschcs Tor in der Aula der II. Realschule, Böckhstr. 9/18. — Sängerchor' S.P.D.-Pankow(8—19) bei Engel. Mühlenstr. 45.— Donncrstog. Freier Eängerchor- Reinickendorf bei Lindstedt, Residenz- straßc. Ecke Grüner Weg.— Freitag. 714 Uhr: Loz. Männerchor P r e n z- lauer Tor, Bötzow-Brauerci, Prenzlauer Allee.— Männerchor„Sarmonie"- Eharlottenburg, Aula der Eismens-Oberreolschule. Säiloßstr. 27.— Soz. Männerckor M a r i e n d o r f(8�-18), Aula in der Königstraße.—„Kar- monie"- Weißensee<8 Uhr), Pistorius-, Ecke Rälkestraße.— Liederfreunde- Borfigwalde-Wittenau-Tegel bei Iafchinskn. Rene Ernststr. 5. — Männerchor T e NI p e I h o f(8—19) im Sängerheim, Kaiser-Wilhelm-, Ecke Werderstraße..., Sonntag, den 18. Januar: An-schuß-SItz»»g. Nachdem Konferenz mit den Borfitzendcn der Vereine. Di« Einladungen gehen den Bereinen schriftlich zu. �ugenüveranftaltungea. Beeew Aebeiterjngend Sroß-BerN«, N«. 4«, In de» Zeven S3. Sonntag, den 9. Januar: Zentralingendheim, Lindenstr. 3. Gesangs- und Rezitationsabend.— Kaulo- darf. Besuch der Treptow-Sternwarte. Treffpunkt 2 Uhr Heim, Adolfstr. 25.— Lichtenberg. Parkauc 10. Reigcnadend.— Moabit. Scheidt, Wiclefstr. 17, ad ö Uhr llnlerhaltungsabend.— Norde». Besuch des Bölkerkundemufeums. Treffpunkt 9 Uhr Brunneustr., Ecke Bernauer Str.— Schönebrrg. Rubens-, Ecke Hauptstr. Das Heim ist ab 8 Uhr geöffnet. Montag, den 10. Januar, 1/08 Uhr: S-zialiftifche Schülersektioa. Zus-mmenwnst fällt an,.— Marienfeld«. Schule Dorfstr. 54. Bortrag„Schisfsbrand auf hoher See".— Reniöl». Turn- halle Elbstraße Turnen.—«reis Prenzlauer Tor. Sannenbergerstr. 29 Turnen.— Reinickendorf-West. Eichbornsäle, Eichbornstr. 88. Lefeabend.— — r""'00 Distussionsabend.— Südost. Re«- ichte des Sozialismus.— Steglitz Südost. Käpeaicker Viertel. Wrangeiftr. 128. Distussionsabend.— Südost,«ei- chcnbcrger Biertcl. Glogauer Str. 12/18. Geschichte des Eozialismue Friedena». Schule Offcnbacher Str. S». Witgliederversammiung. Vorträge, vereine unü Versammlungen. „Freie Stenographisch« B erewig»«g«tolze-Schre», Berlin". Kurse finde» statt: Osten und Nordosten Anfänaeriursus: Dienstag, U. Jan., 714 bis SU, Uhr, Gemeindcschule Straßmannstr. 8. Fortbildungslursus: Freitag, 14. Jan., 711—914 Uhr, Gemeindeschule Straßmannstr. 8. Südosten An- .....~■ vorm. 10—12 Uhr, Ad-Ibertstr. 24(Lokal '„ 7—9 Uhr, iwgerkursus: _________ w_______________________________. M..... wftr. 52— 56. Porherige Anmeldungen nehmen entgegen und weiter« Auskünfte werden erteilt: Paul»einisch, Berlin. Adalbertstr. 24, Eck- Enaeluf», oorn im Keller. ---•'■-—---- ztuthan», Königstr. Bortrag _____________ bt in der Preußischen La». rautchor aus Lahengrin(Wagner),«äste willk-urmen. ciicill.. 4JUUI — Freireligiöse Gemeinde. des Herrn Ernst Dämnii deskirch«. Harmonium:! ute vorm. 11 Uhr im er Kampf»m die Macht in der Krüger, �Hussitenftr. 84. Abt. 5 Uhr Flugblattverdreiwng. 8 Uhr Konferenz der Bezirksführer wid Pctriebsvertrauensleude b«i Sübuer, Wilsnacker Str. 3». Abt. 5 Uhr nachm. ,,l!:>zblattverbreituna von Bcrger, Levetzow- und Zagowstr.-Eckc aus, restlose Beteiligung ist Pflicht. 48. Abt. 8 Uhr abends Funktionärsitzung bei Schmidt, Wiclefstr. 17. von Giebel, Pankstr. 82 aus. 7 Uhr .des Abteilungsvorstandes mit den Bc- zirksftthrern bei Äerfin, Pankstr.'88.» 45. Abt. Räch der Flugdlattverbreitung Sitzung sämtlicher Funktionäre UM 714 Uhr bei Pose, Kolonicstraße. 48. Abt. 7 Uhr abends Sitzung f-mtlich-r Funktionär« bei Fuchs, Wedding- Kratze 5. 48. Abt. 7 Uhr abends Sitzung der Funktionär« und Betriebsvertrauens- leute bei Grunwald, Kameruner Str. 19. 69. Abt. Wilmersdorf. Die Flugdlattverbreitung findet 8 Uhr vom Lokal fim aller Welt. Das �Erdbeben in Albanien. Zu dem jüngst gemeldete« Erdbeben in Albanien ist noch nach- zwiragen, daß die durch das Erdbeben angerichteten Zerstören- gen bedeutend größer sind als zuerst angenommen werden kannte. Der Erdstoß war stark und kalastrophaff Di« ganz« Gegend von Tepeleni bis nach Albas an ist dem Erdboden fast vollkommen gleichgemacht worden. Bei Tepeleni hat es im Gebirge große Einstürz« gegeben. Die Gesamtzahl der Per- wundeten beträgt 600, die der Getöteten 60. 15 Dörfer sind voll- kommest verschlounden, und die Zahl der Obdachlosen beträgt über 30 000 Personen Die Regierung macht die größten Anstrengungen, um den dringendsten Bedürfnissen der Betroffenen zur Hilfe zu komme.«. Wassenschiebungen. Große Waffeyschiebnngen wurde Erfurter Krimtnalpolizei aufgedeckt, wobei wurden von der «in ge- Heimes Lager von Gswehrieilen vnd Munition auSgehMm wurbch, Der frühere Waffenmeister der ehemaligen Waffenfabrik Kei'k und der� Betriebsmeister des Werkes Erfurt der Deutschen Werke König, sowie eine Anzahl Gewehrfabrikanten aus Schmalkalden und Zella-Mcktlis wurden verhaftet. Schwindeleien österreichischer Aristokraten. In Graz wurde Josef.Graf" Mels-Celleredo wegen großer Betrügereien verhafte� in Wien seine Gattin Rosa, die ebenfalls große Schwindeleieu be- gangen hatte, in einem Bankgeschäft festgenommen. Geschästliche Mitteilungen. De«„Lqeadund", Leit»»g Z. Schiele, Reue« Zoe 3, veranstaltet fett lange« Zeit„Bolls-Kunstadende": auch jetzt ist es der Leitung wieder gelungen, er»« hervorragende Vortragsreihe zusammenzuftellen. das heutige Inserat. Wir verweisen die Leser autz M MWei WchMW«Ä WiiSilMSllMuw bei Zielka'z.Heiteren Spielen" und gUIta's Margareten- Saal, Leipziger Straße, Ecke Friedrichstraße. Tanzvorfsthrungen allere ersten Ranges von berühmten Tanzkuizstlern, lustige Borträge» amüsanteste Komik, überraschende ZUusionsvorsühruugeu, G e» sang, allerlei Heiteres, Konzert usw.__ Der groBe Inventur-MamuM- Jlnsverhanf bei dem seit 33 Jahren bestehenden Kautbause Singer& Co.% Chausseestr. 61-62 findet mit Montag;, den 10. Jannar, beginnend, zum erstenmal seit 6 Jahren wieder statt. Dieser Inventur-Ausveriiauf, der durch ganz außergewöhnliche Angebote schon vor dem Kriege die größte Anziehungskralt auf weiteste Kreise ausübte, stellt tür den größten Teil der Bevölkerung die günstigste Gelegenheit zu endlich wieder vorteilhaftem Einkau! dar. Aus den verschiedenen Abteilungen der sehr großen Warenlager werddn nur folgende genannt: KelnwoII. KDwtflnis'totle, neueste Färb-, anch.ntarine, 130 cm breit, bish. 80 M. jetzt 71 tr.<11.50 ZI. Relntaeid. Dnchcsse. Taft. Jlessaline. Paillette, doppeltbr.,hisb. bis 100 M. jetzt üftr. 65.— ZI. Relnwoll. Kleiderstoffe, nur marine, 126 cm breit, bisher 50 M........ jetzt Zltr. SO.— ZI» Ciestr. Bloseastoffe, bisher 35 M. jetzt Mtr. 16.— Sl. Hemdentnche, bisher 14.50 11... jetzt.71 tr. 9.75 31. Bedeutende LagerbestSnde fertiger Konlektion, wasche. Waschstoffe, Leinen- und Baumwollwaren, Gardinen, Strümpfe usw. zu jganz bedeutend herabgesetzten Preisen. I CO« =*£ Sfii ahne 4 u. 7 Stik. mit Iriedenskantschuk 5 Jahre schriftl. 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Dr. B o l l m u t h, gehen uns eine Reibe Vor- ichiäoe iür die Organisation des Wohnungswesens zu. von deren vratlischen Durchiiihrung der Versasscr siw eme weientliche Be- Hebung der Wohnungsnot verspricht. Wir können die opti« misnichen Auffassungen des Genossen Dr. Voltinutd nichl teilen, denn wer da weiß, wie groß in den von Ärbeilerbcvölierung besonders stark bewohnten Orlslciien die Wobnungsnot ist, wird selbst von der gtünzcndsten Wohnungsorganisalion keine Besserung erwarten. Nur durch umfangreichen Neubau von Wohnungen kann hier gehoi'cn werden. Gleichwohl enthalten die von rem Verfasser gemachten Vorschläge so wertvolle Finger- zeige, dag wir dieselben in ihrem wesentlichsten Teil hier wieder- geben wollen....... CS ist davon auszugehen, daß in dem bisherigen Berlin ein HauptwohnungSaml geschaffen bzw. da» bereit» bestehende als solches noch'weiter umorganisiert wird. Ueber dem Haupt- Wohnungsamt steht die Wohnungsdeputation. In jedem Bezirk wird ein Bezirkswohnungsamt ein- gerichtet, das völlig unabhängig vom örtlichen Bezirksamt dasteht. Eine derartige Unabhängigkeit ist im Interesse einer strengen gen- iralisation unbedingt erforderlich und ermöglicht aus diese Weise einen unmittelbaren Einfluff seitens des HauplwohnungSamtes auf das Bezirkswohnungsamt. Andererseits empfiehlt es sich, den Ein fluff der örtlichen Bezirksämter auf ihre Bezirks.vohnungsämter auszuschalten, da die verschiedenartige Zusammensetzung der Bezirks� ämter, bei den bei ihnen zweifellos sehr oft eingehenden Beschwerden über Matznahmen des Wohnungsamtes im Falle einer Abhängigkeit desselben vom Bezirksamt eine strenge Durchführung der WohnnngS mangelverordnung nicht gewährleistet. Je nach der Grütze des betreffenden Verwaltungsbezirks wird dann gewiffermatzen in Form einer beweglichen Dezentralisation erne weitere Abstufung der Bezirkswohnungsämter nach unten durch Schaffung von sogenannten WohnnngSinspektioncn durchgeführt, indem durchschnittlich auf 100 000 Einwohner eine Wob- nungSinspeklion entfällt. Dies ist so zu verstehen, dah beimVorhanden- sein nur einer WobnungSinspektion diese mit dem BezirkswohnungS amt und den Bedürfnissen des wohnungsuchenden Publikums stets aufrecht erhalten bleibt. Macht die Bevölkerungsziffer die Ein richiung weiterer Wohnungsinspektionen erforderlich, so unterstehen diese dem BezirkswohnungSamt. Im Jnteresie der Vereinfachung des Geschäftsverkehrs hat dieser lediglich zwischen Hauptwohnungsl amt und BezirkswohnungSamt zu erfolgen, das dann seinerseits die erforderlichen Direktiven an die unterstellten Inspektionen weitergibt. Eine Hauptaufgabe der Neuorganisation ist die Ausschaltung von Verschiebungen und unlauteren Manipulationen bei der Ver« gebung von Wohnungen. Die Möglichkeit hierzu bietet das bereits in Lichtenberg über Jahresfrist bestehende Verfahren. Die Zuweisung erfolgt hierorts nicht durch einen einzelnen Be- amten oder Angestellten, sondern durch eine Kommission, die aus dem Dezernenten des Wohnungsamtes und vier Stadtverordneten besteht. Da nun bei der Neuorganisation eine Trennung des Be- zirkswohnungsamts vom Bezirksamt anzustreben ist, empfiehlt es sich statt der vier Stadtverordneten bzw. Betriebsverordneten vier Bürgerdeputierte und zwar je zwei aus Vermieter« bzw. Mieter« kreisen vorzusehen. Diese Kommission mutzte regelmätzig an abfertigungssreien Tagen Sitzungen abhalten und die ersatzten bzw. verfügbar gemeldeten Wobnungen an die geeigneten Wohnungssuchenden vergeben, wobei sie ihr Hauptaugenmerk darauf zu richten hätte, datz die Reihenfolge der Dring- lichkeitslisten sorgsam gewahrt wird, um Bevorzugungen, die ja in die>em Fall stets eine hundert- bzw. tausendfache Benachteiligung darstellen würde, auszuschlietzen. In Lichtenberg wird die getroffene Kommissionsenlscheidung durch einen Beschlutz- stempel, der sich sonst unter sicherem Gewahrsam befindet, auf der Zuweisungssache bemerkt und von dem Vorsitzenden eigenhändig unterschrieben. Die Entscheidungen in der Zuweisekommission be- ruhen in der Hauptsache auf örtlichen Feststellungen von Ver- rrauensleuten. Die Wohnungsinspektionen umfassen nämlich je nach Bedarf mehrere Einzelbezirke, die durch unsere Vertrauensleute be- arbeitet werden. Dabei hat sich in der Praxis ergeben, datz eS nicht unter allen Umständen empfehlenswert ist, lediglich technisch vorgebildete Kräfte für die Wohnungspflcge zu verwenden. Es kommt hierbei als fördernd hinzu, datz diesen Wohnungspflegern eher bereitwillige Mithilfe der Bevölkerung zuteil wird, als wenn es sich lediglich um rein fachtechnisch vor' gebildet« Herren handeln würde, denen die Verbindung mit den wirtschaftlich schwachen Kreisen der Bevölkerung mangelt. Da die MietSeinigungsämter ebenso wie die Wohnungsämter der Deputation für dos WohnungS- wesen unterstehen, empfiehlt eS sich, bei dem HauptwohnungSamt Berlin eine Zentralstelle der Berliner M.E.Ae. einzurichten. Eine Organisation nach Art der für die Wohnungsämter vorgeschlagenen kann natürlich nicht erfolgen, da es sich bei jenen um Vermal- tungSbehörden, bei den M.E.Ae. aber um Spruchbehörden handelt. Von autzerordentlicher Bedeutung für eine einheitliche Recht- sprechung ist aber die Einrichtung einer Zentralstelle, die vor allem infolge ihrer Zusammensetzung bei den einzelnen Spruchkammern genügend Ansehen besitzt und die Gewähr gibt, datz die von ihr er- laisene» Richtlinien sowie Auslegungen der GeietzeSbestim- mniigen auch in der Praxis befolgt werden. Dies ist aber nur mög- lich. wenn in der Zentralstelle Leute sitzen, die schon seit Jahren alS Vorsitzende in der Praxis stehen. Von den ersten Vorsitzenden der 20 Bezirksmietsämter wird ein Ausschutz gebildet, der aus 10 ordentlichen und 10 autzerordenilichen Mitgliedern besteht. Tie ordentlichen Mitglieder sind die ersten Vorsitzenden der Bezirksmietsämter des 1., 3., 6., 7., S. usw. Bezirks, während die autzerordenilichen Mitglieder die ersten Vorsitzenden de» 2.. 4., 6., 8. usw. Bezirk» sind. � Eine derartige Zusammensetzung des Zehnerausschusses trägt den verschiedenen örtlichen Ver- hältnissen in Grotz-Verlin Rechnung. Im Interesse einer glatten und schnellen Erledigung der vielen Streitfragen, die infolge der unklaren Gesetzgebung aufgetaucht sind, bezw. immer neu austreten, empfiehlt es sich,-den Ausschuh nicht auf besondere Einladung, sondern zu bestimmten Zeiten, etwa alle 14 Tage, zusammentreten zil lassen. Der Zehnerausschutz hat die Hauptaufgabe, Richtlinien herauszugeben, in Zweifelsfällen gesetzliche Bestimmungen auszu- legen und auf diese Weise den Bezirksmietsämtern den Rücken zu stärken. Eine der ersten Aufgaben des Ausschusses dürfte es unter anderem sein, für das neue Berlin die Gebührenfrage einheitlich zu regel», um auf diese Weise eine Herabsetzung der hohen Unkosten, die die Mietsämler verursachen, herbeizuführen. Bei besonders wichtigen Fragen wird eine Beschlutzfassvng durch den ganzen Ausschutz her- beizusühren sein, so z. B. bei der jetzt besonders aktuellen Frage über Auslegung des Begriffs der.laufenden Verträge Tie Einberufung des ganzen Ausschusses wützte alsdann durch be- sondere Einladung erfolgen, die der Leiter der Zentralstelle zu ver- anlassen hat. Der Leiter der Zentralstelle ist Vorsitzender des Ausschusses. Ihm liegt die Ausführung der Beschlüsie des Ausschusses ob, ferner hat er evtl. im Benehmen mit dem Ausschutz über Beschwerden gegen Matznahmen der Bezirksmietsämter zu entscheiden. �>er Leiter bzw. der Ausschutz sind dadurch in die Lage versetzt, die Ge- schäftspraktiken der Bezirksmietsämter zu überwachen und erforder- lichenfallS in diese einzugreifen. Der Dezernent des Wohnungs- Wesens höt dafür Sorge zu tragen, datz sämtliche Ermächtigungen, Anordnungen usw., welche die WobnungS« bzw. Mietsämter an- gehen, dem Leiter des HauptwohnungSamtS sowie der Zentralstelle der MietSämler sofort zur Kenntnis kommen und die unter- geordneten BezirkswohnungS- bzw. Mietsämler bei der Durch- führung dieser Anordnung Hand in Hand arbeiten. In jedem Verwaltungsbezirk wird ein Bezirksmictsamt' errichtet, das an» Kammern besteht, deren Zahl sich nach dem örtlichen Bedürfnis richtet. Der Dezernent des BezirkswohnungS- amts ist zweckmätzig gleichzeitig Dezernent des MietSamts. DieS hat sich in Lichtenberg als durchaus zweckmätzig erwiesen, da auf diese Weise ein inniges Hand-in-Handarbeiten zwischen Bezirks- wohnungs- und Mietsamt gewährleistet wird. Ein derartiges Zu- sammenarbeiten ist um so ersorderlicher, als das Mietsamt die Be- schwerdeinstanz über Beschlagnahmen seitens des Wohnungsamts ist, und durch ein enges Zusammenarbeiten die leider so oit vor- gekommene Aufhebung von Beschlagnahmen durch das MietSamt verhindert wird. Da infolge der jetzigen wirtschaftlichen Verbältnisie das Hypothekeneinigungsamt im allgemeinen selten angerufen wird, dürste es genügen, wenn für den Gemeindebezirk Grotz-Berlin ein Hypo- thekeneinigungsamt errichtet wird, das ebenfalls der Zentralstelle untersteht. Bei den einzelnen BezirkSmietsämtern sind nach Bedarf Klein- gartenschiedSgerichte, 36. 37, � ,40, 42, 46. 47. 4s.»4. 6s. 99, u*.\ »VMVWVMMMMMMMMMM, Konsum-Qenossensekakt kerlin und Umgegend uT ManufakturwarenaLager: Brunnenstraße 188-190, I. ❖ ❖ Warenhaus: Reinickendorfer Straße 21. EXTRA-ANGEBOTE in allen Abteilungen zu außerordentlich billigen Preisen! Hemdentuch, W cm breit........•. Meter\2S0 Renforcd, 80 cm breit............ Meter H90 Louisiana UCh, 80 cm breit......... Meter 1490 LOUiSianatUCh, IZO cm breit......... Meter 29" Inlett, gute Qualität.. 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Die sozialdemokratische ZllehrheitSfraktion ist in dem Kampf für die Vorlag« nicht erlahmt, sondern wird mit besonderem Nachdruck auf der dritten Lesung und der endgültigen Verab- schiedung d«S Gesetzentwurfs durch die verfassunggebende Lan- desversammlung noch in der Zeü vom 11. bis 14. Januar, dem voraus nchtlich letzten Sitzungsabschnitt der Landesverfammlung, bestehen. « Kürzlich wurde aus C l a d o w bei Landsberg a. W. Klage ge- führt über H e m mu ngen der Siedlung. In dem fraglichen Artikel heißt es u. R.: „O du armes deutsches Volk, wie wirst du durch deine Ge- setze geknechtet! Das einzige Eigentum« welches du noch hast, der Boden, den dir Gott gab. gehört dir nicht. Selbst nicht daS Staatsland, das doch dem ganzen Staate, mithin auch dir, du deutscher Staatsbürger, von Rechts wegen gehört. Von 4500 Morgen Domänenland nur höchstens 50 Morgen für Siedler! Zurzeit sogar nur pachtweis« und nur aus dem guten Willen und der Gnade des DomänenpächterSl" Dazu ist zu sagen: Die in Frage kommende Domäne umfaßt mehr als 5000 Mor. gen, die für insgesamt 30 000 M. jährlich verpachtet sind. DaS ist also nichteinmal 6 M. für den Morgen. Die Domäne— es sind eigentlich zwei Domänen unter demselben Pachtschlüssel— ist im Jahre 1915 wieder verpachtet worden. Damals ist akienmäßig festgestellt worden, daß die Domäne für die Aufteilung nicht geeignet sei. Ein Versuch, die beiden unter demselben Pachtschlüssel vereinigten Domänen wenigstens an zwei Pächter zu geben, mißlang. Die Domäne ist 1915 bis zum Jahre 1933 zu dem auffallend billigen Preise von w e n i- g e r a l s ö M. für den Morgen wieder verpachtet; bis dahin kommt sie nach der Pachtgesetzgebung und den einschlägigen Bestimmungen des ReichsstedlungSgesetzeS für die Siedlung nicht in Frage. SS handelt sich hier um einen der immer wieder vorkommenden Fälle, die mitbestimmend gewesen find für den gegenwärtig so leb- Haft umstrittenen Gesetzentwurf über die Selbstbewirtschaf- tungderDomänen. Im Verlauf der Beratungen der Lande?» Versammlung ist in diese Vorlage eine Bestimmung hineingearbeitet worden, nach der für Neu- und Anliegersiedlungen ge- eignet« Domänen von der Selbstbewirtschaftung ausgeschlossen sein sollen. 1915 wurde von der erwähnten Domäne festgestellt, daß sie für Siedlungszwecke nicht in Frag« kommt. Inzwischen ist dort ein geradezu stürmisches Siedlungsbedürfnis entstanden. Der Landwirtschaftsminister muß dem so gut wie tatenlos zusehen; gegenüber einem derartigen unerträglichen Zustand« hat er der Landesversammlung den Gesetzentwurf über die Selbstbewirtschaftung der Domänen zugehen lassen, um solche Do- mänen wenigstens in Zükunft als SiedlungSreserve in die Hand zu bekommen. Manche ster-Temokrate«. Der in Dresden tagende landwirt- schaftliche Ausschuß der deutsch demokratischen Partei Sachsens be- schloß, die ReichStagSfraktian und die LandtagSfraktion der Part« zu ersuchen, für einen baldigen Abbau der Demobil» machungSverordnungen über die Freimachung von Ar- beitSstätten und gegen jede Beschränkung der Freizügigkeit und Ar» bertSmöglichkeiten einzutreten. Eine Hilfsaktion für da» Vogtland. Die sächsische Regierung will den ReichSarbeitSmini st er und den R e ich S f in an z- minister zu einer Hilfsaktion gegen die drückend« Not im vogtländischen S l i ck e r e i g« b i e t auffordern. Die Erfahrungen mit der FUmprüfung wurden i« einer Besprechung der Beisitzer der Filmoberprüfstelle und der Prüfstelle Berlin im Reichsamt des Innern ausgetauscht. Der Leiter der Oberprüsstelle, Staatsanwalt Bulcke, sprach über die Aufgaben der Beisitzer. Nicht eine Zensur im alten Sinn« des Wortes sei durch das Gesetz geschaffen, sondern lediglich ein Prüfungsverfahren. Die augenblickliche praktische Handhabung des Gesetzes habe sich gegen den Schund- und Schmutzfilm zu wenden, der auf Grund deS Gesetze? verboten werden könne. Di« Beisitzer hätten positive Arbeit zu leisten, um bei der Pflege des Films als Kulturmitiel mitzu- wirken. Der Leiter der F-ilmprüfftell« Berlin. Polizcirat Milden«, äußerte sich sodann über die bisherigen Erfahrungen bei der An- Wendung des LichffPielgefetzeS. Geprüft seien in Berlin annähernd 1000 Bildstreifen(mit 1 142 000 Metern). Aus 172 Bildstreifen seien Ausschnitte erfolgt(im ganzen 2517 Meter); gänzlich verbaten seien 10 Bildstreifen. In der äußerst lebhaften Aussprache wurde eine Reihe von Anregungen gegeben, der möglichste Berücksichtigung zn. gesagt wurde. In seinem Schlußwort versuchte Staatssekretär Tr. Lewald die in d« Debatte zutage getretenen Gegensätze zu überbrücken. Die Beisitzer müßten sich aus den Boden der bereit- willigen Mitarbeit stellen, damit sich das Gesetz einlebe. Wer den Film nur alz eine Art Teufelswerk ansehe, werde als Beisitz« bei der Filmprüfung kaum in Betracht kommen können. SpaltunzSattion in der Genoffenschaft Deutscher Bühnenauge- höriger. Ein« Reihe von Berliner Bühnensternen will einen eigenen Verband gründen, da die Vertretung ihrer besonderen Interessen innerhall» d« Genossenschaft nicht möglich sein soll. Ter SpaltungSaufruf vist unterzeichnet von Eugen Burg, Ciaire Dux, Jlko Grüning, Ludwig Hartau, Luzie Höflich, Edgar Lich«, Fr.tzi Massarv, Gustav Matzner, Max Pallenberg. Oskar Sabo, Kerry Sikla, HanS Wahmann und Eduard v. Winlerstein. Theater. Das Lessing. Theater bereitet anlätzNch der bevor- stehenden 400. Ausführung von Ibsens„Peer Gynt� gme völlige Neu- inszenierung und Neubesetzung des Werkes unter Leitung von Vittor Bar- uowsky jür Februar vor. Eine» Lisbeth-Till-Abend veranstaltet die Saarländer-Bercinigung am Mittwoch, TW Uhr, im Ingen ieurhaus«, Sommerstr. 4». Eintritt 3 u. 1 M. vallsefte. Der diesjährig« Presseball sindet Sonnabend, 29. Jan., in den Räumen des Zoologischen Gartens statt.— Die Mitglieder des „Deutschen Theaters" veranstalten am Sonnabend, S. Febr., ein große« Künstlerfest im„Großen Schausptelhause" zugunsten von kunsileeiswen W-hljahrtseinrichlungen. BortragSkurs«. Gen. Dr. Mar Lpel hält folgende Kurse: Einffihrung in die Philosophie Montags 7W— 9, Dresdener Str. 113; Dienstags 7W— 9, Dorocheenstr. 12; Wel tanschauungssragen Mittwochs 7—3, Zwinglistr. 2; Die Welträtsel Freitags 7W— 9, Deißenburger Str. 4«.— Friedr. M o e st beginnt Dienstag, 11. Jan., 3—10 Uhr«inen zchnstundigen Kursus«Die Kunst des Bortrag s". Fasanenstr. 88.— Astronomie für Jedermann" behandelt an 10 Abenden Dir. Archenhold. Beginn Dienstag, 11. Jan., 7 Uhr, in der Treptow-Sternwarte.— Hebet S o w- jet-Rußland und die Randstaaten werden vom 10. Jan. an fcden Montag und Donnerstag(3 Uhr) vfsenlliche Borträge von Fachleuten in der Universität gehalten. � Evitteleri Rede:„Unser Schweizer Standpunkt", wegen der er zu An- sang des Krieges sti Deutschland verfehmt wurde, erscheint jetzt in der Zeitschrift„ffite Tat"(Jena). Loskauf von öer AwangseknquartkerungZ In der Sitzung des SiedlnngS- und Wohnungs- anSschiusfes des ReichSwirtschaftSratS vom 7. Januar 1921 wurde über einen Antrag Kröger verhandelt, der lautete: D'« Beschlagnahme von Räumen kann ein Wohnungsinhaber abwälzen, wenn er a) entweder für jeden Raum 5000 bis 10 000 M. einer g i- meinnütz igen Baugenossenschaft, die 5fleinwohnung«n errichtet, stiftet, b) ober wenn er in einem geeigneten Hause auf sein« Kosten eine entsprechende Kleinwohnung ein- wandsrei einbauen läßt, deren Mietertrag dann dem bo treffenden Hausbesitzer zufließt, wobei aber die Miethöhe der Genehmigung unterliegt. Der Vertreter de» Reichs- arbeitsministe riumS erklärte, daß« den leitenden Ge- danken des Antrags in einem Rundschreiben an die Länder auf» nehmen werde, worauf der Antrag zurückgezogen wurde. Ein Amrag Dr. Schwartz/bei WohnungSluxussteuern die Notlag« derer zu berücksichtigen, die au» großen Wohnungen heute nicht auS- ziehen können, weil sie keine kleinen Wohnungen finden, wurde oleichfall» abgelehnt, da die Mehrheit d«S Ausschusses der Ansicht war, daß das eine Unwirksamkeitserklärung für die ganz« Steuer wär« und Härten dadurch beseitigt werden. daß Inhaber solcher Wohnungen überflüssige Räume dem Mrnnstrat zur Verfügung fi eilen können. Di« Absickst der Steuer geht eben dahin. Räum« frei zu bekomm«», die sonst nicht zu er- fassen, sind. Die amerlkaniscbe sozialistische Partei gegen Moskau. DaS Exekutivkomitee der �Sociolist Party of America" der- öffentlicht in seinem Chicagoer Organ„The Socialist World"«ine Erklärung über die Stellung der Partei zur 3. Internationale. Ein außerordentlicher Parteitag in Chicago Ende 1919 hatte Anschluß an Moskau unter folgenden Vorbehalten beschlossen: „Die sozialistisch« Partei der Vereinigten Staaten erklärt sich für die 3. Internationale, nicht weil sie deren Programm und Methoden billigt, sondern weil 1. Moskau den Kampf gegen den Weltkapitalismus aufgenoinmen hat, 2. der international« Kapi- talismus Moskau als proletarischen Staat mit vereinten Kräften bekämpft, 3. dies« Tatsachen uns als Sozialisten zwingen, für MoS. kau einzutreten, ohne daß wir aber für die Zukunft die Freiheit der Kritik ihm gegenüber aufgeben. Der Untergang Moskaus würde den Untergang der sozialistischen Republiken Europas bedeuten, und auf lange Zeit hinaus alle Hoffnung auf den Sieg de» Soziali». muS zugrunde richten. Auf Grund dieses Beschlusses wurde der Moskauer Exekutive im März 1920 eine Anschlußerklärung übersandt, auf die keine direkte Antwort erfolgte. Eine solch« Antwort ist nach Veröffent- lichung der 21 Bedingungen nicht mehr nötig. DaS Exekutivkomitee der„Socialist Party of America" erklärt diese Bedingungen für unvereinbar mit der Ha l- tung undden Zielen der Partei.„Die Mitglieder der kommunistischen Internationale"— erklärt es—»maßen sich das Recht an. den angeschlossenen Parteien die Taktik zu diktieren, die sie in internationalen Angelegenheiten befolgen solle«, und wollen sie zwingen,. Methoden und Maßnahmen anzuwenden, die in Amerika nicht anwendbar sind. Die Partei stellt sich deS- halb auf den Standpunkt des Genossen DebS. der erklärt: Das Moskauer Programm will uns auf eine Politik der bewaffneten Erhebungen festlegen. Die Moskauer Kameraden nehmen daS Recht für sich in Anspruch, uns unsere Taktik, unsere Programme, die Formen unserer Propaganda vorzuschreiben. DaS ist«in lächer- liche», wi llkürlicheS und autokratisch«» Ber- fahren." Diese Gründe haben daS Exekutivkomitee der amerikanischen Partei dazu geführt, sich an der Derner Konferenz zu beteiligen und auf den Anschluß an Moskau zu verzichten. Slutegel ües vötkerelenüs. Genosse I o u h a u x setzt fernen Kmnpf gegen d-ie Profit- gierigen Kapitalisten Frankreichs und Deutschlands fort, die aus dem WieiMraufbau der zerstörten Gebiete riesige Wach- kpiegsgewinne zu ziehen hoffen. Im Gewerkschaftswochcn- blatt„l'Atelier" vom 25. Dezember setzte er in einer Betrach- tung über die Brüsseler Konferenz auseinander, daß cm Wiedergutmachung in Gold seitens Deutschlands beim jetzigen Valutastand nicht zu denken sei und Zahlungen in Papiergeld nur das Ergebnis hätten, die deutsche Bank- notsnfobrikation ins Ungeheure zu steigern, wodurch ober wiederum der Wert des deutschen Geldes neue Einbuße er- leiden würde:„ein Kreislauf, ebenso unheilvoll für Deutsch- band wie für seine Gläubiger". Die Naturalleistungen bilden zwar eine teil- weise Lösung, fetzen aber voraus, daß man Deutschland ar- beiten lasse uno es nicht fortwährend schika- niere, wie es die bureaukratischz Reparationskommission tue. Jo-uhour hätte übrigens in diesem Zusammenhang auch die Militär kammission der Entente erwähnen können, die durch sinnlose Zarstörungsbefehle den wirtschaftlichen Aufschwung Deutschlands fest Monaden unausgesetzt hemirn'n. Der Führer der französischen Gewerkschaften schreibt so- dann wörtlich: „Aber wir sahen unö gezwungen, mit Bedauern festzustellen, daß man an das Problem nicht unter seinem wirklichen Ge- sichtSwinkel herantritt. ES kommen hier nicht allein die Produkt« und die Waren in Frage, sondern auch die Arbeitskraft. Wir verlangen ja die Wiedergutmachungen, um unsere der- wüsteten Gebiete wiederaufzubauen. Muß hier wieder-um daran aotnnert weichen, daß, wenn die deutsch« Ar- teitskraft an den Wiederthecstellungsarbeiiten nicht beteiligt ist. obwohl sie dies ausdrücklich gewünscht hat, die ganze Schuld daran auf der französische» Regierung lastet. Wenn die Mitarbeit unserer Genossen, wenn die Mitwirkung der deutschen Industrie an diesem Werke des WiedeoaufbaueS fehlt und nicht auf die WiedergutinachuirgSschulden gebracht wird, so liegt eS daran, dast unsere Minister die offiziellen Berhandlunge», die im Laufe des Sommers 1919 stattgefunden, nicht sanktionierten, und nicht einmal, entgegen ihren Versprechungen, auf die ihnen gemachten Vorschläge geantwortet haben, und damit die zerstörten Gebiete dem Privatkapitalismus als nahrhafte Beute tiberlassen. Als wir dies« Fragen in Berlin mit den Delegierten der Zen- vralorganisationen der Avb.ttter erörterten, sagten un» unser« Kameraden, daß diese von unsarer Regierung abgelehnte Mitwir- kung sich dennoch über deren Kopf hinweg in der Form von direkten Geschäften zwischen französischen und deutschen In- dustrielle« vollziehe. Die durch die Presse in den letzten Tagcn»er- öffentlichten Nachrichten lassen keinen Zweifel darüber auf» kommen, daß sich in der Tat solche geschäftlichen VAchindungen doli- zogen haben: aber es ziehen nicht die beiden Länder, sondern lediglich di- beiderseitigen ft a)>ii« fci S m« n den Nutzen davon." Jouhcmx weist übrigens weiter darauf hin. daß auch em Zusammenarbeiten mit Deutschland in mdustÄeller Form ein weiteres Sinken des MarkkurseS zur Folge haben werde, da Deutschland seine Industriellen bezahlen und zu diesem Zwecke ebenfalls sein Papiergeld der» mehren müsse, genau so, als wenn es unmittd&ar nach dem Auslände zahlte. Die einzige Lösung liege in der Ausführung her Londoner Beschlüsse der Gewerkschaftsinter- n a t i o n a l e, in denen zum Ausdruck gekommen sei, daß die Wiedergutmachungen nur durch wirtschaftliche Zu» sammenarbert der interessiorten Völker geregelt wer- den könnten, daß die Festsetzung und Nutzbarmachung der deutschen Schuld zum Nutzen der Schuldner» wi« Glaub ig erlönder unerläßlich sei und daß das finon» zielle Gleichgewicht nur durch ein« gemeinsame finanzielle Anstrengung aller Länder hergestellt werden könnte. NeuorÜnung öer französischen Verwaltung. Pari», 8. Januar.(DA.) Unterstaatssekretär Reib«! legt« dem Ministerrat einen Geietzeniwuri vor über die Organisation der Regionen. Der Entwurf siebt die Bildung von 20 bis 25 Ver« waltungSregionen vor. Ihre Hauptorte und Zusammen« stellung toll durch Dekret bekanntgegeben werden. An ibrer Spitz« würde sich der R« g i o n a l p r ä t e k t befinden, dem alSdann die Departementspräteften unlerstellt wären. Der RegierungSpräiekt wäre ermächtigt, bestimmte Befugnisse, die bisher den Zentralstelle« zustanden, auszuüben. Die Region würde eine finanzielle Persönlichkeit bilden und von einem Regionalrat txrwaltet werden, in dem die BelutSstSiide vertreten wären. Di« ordentliche« Einnahmen der Region würden aus einem Teile der Steuern, die augenblicklich der Staatskasse zufließen, und einem TeUe der den Departements abgelieferten Steuern besteben. Die Einteilung in Kreise würde wegfallen und die Befugnisse der Unter« präfekien den Präfekten zustehen. Al» Zweck de« Gesetzentwurfe» wird bezeichnet: Die Zentralämter zu entlasten, die lokale« Initiativen zu ermutigen, ohne die Nationaleinheit zu gefährden. Die Duma in Paris. Pari», 8. Januar.(Hvllandsch NieuiwSbureau.) Honte mittag traten in einem PvilvathanS in Passh die Dumaabgeordneten zu einer Versammlung„der rufsifchen Konstitnonte" zusammen, deren Aufgabe es sein soll, die Interessen und die Würde Rußlands im AuRande zu wahren. E» nahinen alle Abgeordnete«, die nach der ersten Revolution wn Februar 1917 gewählt wurden, an der Versammlung, die unter Vorsitz von Tschevnow stattfand und bei der auch K e r e n s k i und M i l j u k o w anwesend waven, teil. Nitti für mäßige Entschäüi gutig. Rom, 8. Januar.: In einem Artikel über den Wie de rast f. chau Europa» im>Resto del Carlino" schreibt der ftühere Mi- 'nisterpräsident Francesco Nitti u. a., daß man Deutschland nur ein« mäßige Entschädigung auferlegen dürfe, die in we« migen Jahren abzahlbar sein müßte,' denn es wäre ungerecht und unmenschlich, den Kindern und Ungeborenen, die den Krieg in keinem Falle verschuldet haben, schwere Lasten aufzubürden. Wie widersinnig die Vorschläge seien, die von der Entente gemacht wer- den. könne seder sofort erkennen, der sich frage, ob einer der Sieger- staaten imstande wäre, eine Entschädigung von mehreren hniftett Milliarden zu zahlen, ohne daran zugrunde zu gehrn. Wieviel weniger also könne da» verarmte und geschwächte Deutscht rnd eine solch« Entschädigung aufbringen. Die Chrisilichsozialeu bleiben. Wie», 8. Januar. Zu den in den letzte» Tagen verbreiieten Gerüchten über R ü ck t r i t t s a bsich te n der Regierung wird von maßgebender Seite festgestellt: Die � Demissionsgerücht« sind offenbar durch die von der Regierung rückhaliSloS zugegebene kritische Lage der Staatsfinanzen hervorgerufen worden. Die Regierung ist sich aber im klaren darüber, daß ihr Rücktritt in diesem Augenblicke nur noch di« Lage verschärfen würde. Sie glaubt es ihrer Verantwortung schuldig zu sein, auf ihrem Posten au»- zuHarren. Der„Politischen Korrespondenz" zufolge überreichte der interalliierte Heeres überwachungsauSschutz der österreichischen Regierung eine Note, welche sich u. a. mit dem Stand der österreichischen Polizei, der Gendarmerie und der Wehrmacht beschäftigt. fluslanösrunöstbau. Die amtlichen Statistiken besagen, daß aiff englischer Seite während des JahxeZ 1920 in Irland 192 Polizisten und 54 Sol, date» getötet und 263 Polizisten und 122 Soldaten verwundet worden sir>d. Der Heeresausschuß des amerikanischen Senats hat einem Antrag des Senators New zugestimmt, in dem verlangt wird, daß die R e k r u t i e r u n g S t ä t i gk e i t solang« einge- stellt werde bis das Heer auf 175 000 Mann herabgesetzt ist. Der Vorsitzende des Ausschusses teilt« mit. daß Haftung diesem An. trag zustimme und für ein« Verminderung des Heere» auf 150 000 Mann sei. In Mailand beginnt, wie die Deutsche Liga für Völker- bund mitteilt, am 12 Januar«ine von der italienischen Liga für Völkerbund veranlaßt� Konferenz, auf der Deutschland. Oesterreich. Ungarn, Bulgarien. Frankreich und England vertreten sind. Als Vertreter der deutsch, n Liga für Völkerbund geben Reichsminister a. D Dr. D-rnburg, Professor Dr. I ä ck h und Jobannes Tiedj« nach Mailand. Wie der„Chicago Tribüne" aus Washington gemeldet wird. beabsichtigt Präsident Harding bald nach lieber nahm« seines Amtes am 4. März eine internationale Konferenz zux Beratung der Entwaffnungsfrage nach Washington einzuberufen. Zu» dieser Konferenz würden alle Mächte eingeladen werden. Nikita von Montenegro fit auf Südflawien bitterböse,. da e» ihm seine Herrscherei genommen hat. Aber die angebotene Jahrespension van 300 000 Fr. nimmt er allergnädigst hnld» vollst»n. Die Aktion gegen die Kommunisten in Südslawien wird fortgesetzt. Die Hausdurchsuchungen dauern an. In E s s e g wurde eine.Terroristenschule" mit 23 Schülern ausgehoben. I» Ser». fewo ist die Bibdung von N a t i o n a l go r d e n im Zuge. In Tuzla ist der Ausnahmezustand verhängt worden. Di« Mittelschullehrerfrage. Der 23. Ausschuß der Preußischen LandeSversawmlung beendete am Sonnabend die erste Be- ratung de» Mittelschuflehrer-DiensteinlommengesetzeS. Dem§ 3 wurde ein neuer Absatz eingefügt, daß, wenn ein« vrivate mittler« Schulet« eine öffentliche umgewandelt wird, den Lehrkräften; soweit sie'an die öffentlick« mittlere Schule über- nommen werden, di« Dienstjahre an der Privatschule auf da» Besoldungsdienstalt«! ohne Nachzahlung angerechnet werden. GewerMajwbewegung Betriebsstillegung bei �uüwig �oewe. Me Firm« Ludwig Loewe hat Sonnabend kurz vor Betriebsschluß durch Anschlug verkünden lassen, daß sie sich zu ihrem Bedauern veranlaßt sieht,„die Fabrik vollständig zu schließen und sämtliche Arbeiter mit Ende der heirsigen Schicht f r i st l o s z u entlassen. Sämtliche An- gestellte sind bis auf weiteres beurlaubt mit Ausnahme derjenigen. die mit der Löhnung und der Ausgabe der Ent- lassungspapiere betraut sind". Als Grund für die Schließung wird angegeben, daß ein ordnungsmäßiger Betrieb sich n i ch t inehr aufrechterhalten läßt, da in den letzten Tagen „Wiederholt im Hof Versammlungen der gesamten Belegschaft während der Arbeitszeit ohne unsere Zustimmung, also unter Verletzung der Arbeitsordnung und des Be- triebsrätegesetzes" stattgeftmdeu haben.„Ferner," so heißt es in dem Anschlag,„sind an drei Tagen der Woche die Kurzarbeiter in den Betrieb ge komme n." Nach unseren Jnfornrativnen liegt die Sache folgender maßen: Die Kurzarbeiter der Firma Loewe verlangten vor einiger Zeit, in Zukunft vier statt drei Tage in der Woche beschäftigt zu wenden und darüber hinaus eine Wirt- schaftsbei Hilfe. Die Firma lehnte diese Forderungen ab. Eine Betriebsversam-mlung beschäftigte sich darauf mit der Frage der Kurzarbeiter und erklärte sich mit deren For- derung, die Kurzarbeiter im Einkommen mit den Vollarbeitern gleichzustellen, emv«rston>den. Diese Forderungen lehnte die Firma erst recht ab. nahm aber in den Verhandlungen die erste Forderung an. Diesmal be- harrten die Kurzarbeiter auf ihrer letzten Forderung und erschienen an gllen Tagen der Woche im Betriebe. Daraufhin erfolgte die Schließung. Uns erscheint die hier eingeschlagene Taktik ni ch t g l ü ck- l i ch. Wenn man erst eine Forderung aufstellt und diese nach langwierigen Berhandlimgen bewilligt wird, dann soll man nicht plötzlich höhere Forderungen stellen, wenn man sich seiner Sache nicht ganz sicher ist. Durch die Ablehnung der be- willigten ersten Forderung durch die Arbeiter ist den Unter- nehmern ein billiger Vonoand zur Schließung des Betriebes gegeben und den Gewerkschaften jede Möglichkeit genonrmen worden, dagegen etwas zu unternehmen. Denn nach der Verordnung über Betriebsstillegungen be- findet sich die Firma formal im Recht, da sie ihren Betrieb schließen darf, wenn Arbeitskämpfe vorliegen. In. dem Bericht, den eine bürgerliche Korrespondenz verbreitet, wird natürlich alle Schuld an der Betriebsschließung der Ar- b e i t e r s ch a f t zugeschrieben. Demgegenüber ist aber fest- zustellen, daß bis toeit in die Kreise der besonnenen Arbeiter hinein die Meinung vertreten wird, daß die Firma Ludwig Loewe von den Industriellen dazu emsersehen worden ist, den Anstoß zum Kampf für den Lohnabbau und sonstiger, den Unternehmern am Herzen liegenden Sachen zu geben. Diese Annahme erscheint rms nicht ganz unbe- r e ch t i g t. .Hatte die Firma Lo-cive ein sormales Recht, ihren Haupt- betrieb zu schließen, so trifft das keineswegs für die erfolgte Schließung des sich auf demselben Grundstück befindlichen Betriebes, ihrer Tochtergesellschaft„T y p o g r a.P h", zu. Diese Firma ist aus lange Zeit hinaus mit Auftrögen versehen und beschäftigt mit zwei Ausnahmen i'bre Belegschaft v o Ii. Sie hat mit dem Konflikt bei Loewe absolut nichts zu tun. Und trotzdem wunde auch dieser Betrieb geschlossen mit der Be- gründung, daß man keine Sicherheit für die Ar- b e i t e r s ch a s t geben könnte, da diese Gefahr lause, von den Ausgesperrten am Betreten des Betriebes verhindert zu wer- den. Mit dieser Begründung kann und darf die Firma nicht zur Betriebsschließung schreiten. Sie muß zunächst abwarten, ob ihre Vermutung zutrifft und darf nicht einfach ihre Arbeiter fristlos entlassen. Kann bei Ludwig Loewe die Vsrordnung, betreffend die Be- triebsstillegung, nicht ang-ewandt werden, so erwarten wir, daß das Reichswirtschoftsministerium sie im Falle des„Typograph" um so energischer anwendet, denn hier handelt es sich um einen reinen Willkürakt, der die oben wicidergegebene Meinung der Arbeiterschaft über die Gründe, die zur Schließung des Betriebes führten, nur bekräftigt._ Die ,hohen" Löhne. Während die großen industriellen Werke sortgesetzt ihre Divi- denden steigern, aus den Riesengewinnen Millionen a I s Gratisaktien verschenken und die Großaktionäre, ohne«inen Finger zu krümmen, aus der Arbeit anderer Einkommen erzielen. die ihnen ein mehr wie auskömmliches Leben sichern. schreit die ganze kapitalistische Gesellschaft über die hohen Löhne der Arbester. Sie können gar nicht den Moment herbei- sehnen, an dem sie mit dem Lohnabbau beginnen und so ihre Riesengewinne noch vergrößern können. Die ganze Unter- nehmerschast ist sich in dieser Hetze gegen die„hohen" Löhne und in dem Ziel, sie abzubauen, einig. Erst dieser Tage ging wieder «ine Notiz durch die schwerindustrielle Press«, die über die„sin- kende Konkurrenz des Ruhrreviers" klagt. Der Grund ist natürlich darin zu suchen,„daßdie Löhn« im West- lichen Industriebezirk höher sind, als rn den an- deren Revieren Deutschlands". Die Stinnes, Haniel, Stumm und Konsorten scheinen also das Ruhrrevier für ein Ex- periment geeignet zu hallen. Dies« Herren, die aus dem Fleiß der Arbeiter riesige Gewinne erzielen, wollen nach jahrelanger„Preis- anreizpolttik" gar nicht wissen, daß die höheren Löhne im westlichen Jndustriebezirk bedingt stnd durch die Tatsache, daß die Lebens- Verhältnisse dort ganz besonders miserabel sind, ja, daß die Teuerung dort am höchsten ist. Die Herren Gruben- und Schlotbarone mögen sich gesagt sein lassen, daß die Arbeiterschaft sich in gar keinem Falle einen Lohnabbau vor dem Preisabbau gefallen lassen wird. Wenn sie die wirtschaftlichen Kämpfe, die im verflossenen Jahre gerade im Westen sehr scharf waren, allerdings wieder herbeisehnen, wenn sie Gefallen daran finden, daß die deutsche Industrie und das gesamte Wirtschafts- leben infolge ihrer Profitgier neuen, unermeßlichen Schaden erleidet, dann mögen sie ihre Absichten ausführen. Die Ar- beiter schaft ist gewappnet, die Hoffnungen der Jndu- striellen auf den Erfolg der kommunistischen Gewerk- schaftszersplitterung werden sich nicht erfüllen. Tarifbewegnng der staatlichen Verwaltnngsarbeiter. In zwei großen Mitgliederversammlungen, einberufen vom Verband der Gemeinde- und Staatsarbeiter, Sektion Staatsbetriebe, nahmen die Mitglieder den Bericht über das Ergebnis der seit Ok- lober geführten Tarifverhandlungen entgegen. Die Kollegen R i cb t e r und M a i führten aus. daß wobl der soeben abgeschlossene Tarif bei weitem nicht den berechtigten Wünschen der Kollegenschaft Rechnung trägt, daß aber von der Reichsregierung in der heutigen Zusammensetzung nicht das gering st e soziale Ber» st ä n d n i S zu erwarten ist. Wenn eS trotzdem möglich war, einen Tarifvertrag zustande zu bringen, der dos äußerste Minimum einer gesicherten Existenz darstellt, so ist eS in erster Linie der intensiven Arbeit eines Vertreter? unseres Verbandes zu danken. Dadurch ist es möglich gewardei«. den StaatSarbeitern, die durch die Verschleppungstaktik der Reichsregierung vor einer Wirtschaft- lichen Katastropbe standen, im letzten Moment vor dem WeibnachiSfest einen Vorschuß-»kommen zu lassen, der durch den in greifbare Näbe gerückten Abschluß d«S langersehnten Tarif- Vertrages angewiesen werden konnte. Die Versammelten gelobten treu zu ihrem Verbände zu halten und mit zu Helsen an dem weiteren Ausbau ihrer Organisation und in den Reihen der StaatSarbeiter dahin zu wirken, daß bei den kommenden Wahlen jeder Kollege und jede Kollegin einen Wahl» zettel in die Wahlurne steckt, der die Gewähr gibt, daß eine Re» gierung gebildet werden kann, die nicht reaktiouären Tendenzen huldigt. Keine Kündigungen in Epandan. Zu unserer Notiz Sber die mögliche Schließung der! Spandauer Reichswerke teilt uns die Deutsche Werks Aktiengesellschaft, der das Werk Spandau angehört, mit der Bitte um Veröffentlichung mit: Schon am 20. Dezember 1980 hat im Reichstag die Direktiou der Deutschen Werke Aktiengesellschaft vor dem Betriebsrat deZ Werkes Spandau, vor Vertretern der Arbeiter- und Angestellten- aewerkschaften und Reichstagsabgeordncten, die für die Angelegen- heit Interesse hatten, die Gründe dargelegt, die die Zusammen- leguna der Metallwarenfabrik mit der Apparatcfabrik im Werk Spandau unabweisbar machten. Dabei haben sich die Teilnehmer der Sitzung daoon überzeugt, daß die aus Anlaß dieser Zusammen- legung verbreiteten Gerüchte über Schließung oder Verkauf deS Werkes Spandau völlig unhaltbar waren, ebenso wie eS die neuerdings auftretenden sind. Unrichtig ist es weiter, daß nach dieser Sitzung 100 Ar- heitern der Mnallwarensabrik gekündigt worden sei, weil keine Aufträge vorgelegen hätten. Seit dem 20. Dezember 1920 find keiner lei Kündigungen oder Entlassunge» cm Werk Spandau erfolgt. Di« Zusammenarbeit zwischen Direktion und Gesamtbetriebs- rat in Spandau ist von beiden Teilen als zufri edenstellend anerkannt worden. Ein virnrhmer Arbeitgeber. Am S. Januar brachten wir ein« Nanz über die Firma CohrS u. Amme, GniversitätSstr. 2,82. Wir machen ausdrücklich darauf aufmerksam, daß es sich hierbei um die Firma Eohrs u. Amme, Hamburg, Filiale Ber- lin, Univers itätsstr. 2/32, handelt und nicht um die Firma CohrS u. Amme Nachfolger, Burgstr. 27. Dttltsift« AoUarbciter oerband. Musikinstrumenten arbett er oller Branche». für die Betriebsräte, BertrauensmSnner und Seneralner/ommlongsdelegierten er E.P.D. findet Donnerstag, den IZ. d. M., abend» d Uhr, im„Reichen- berger Hof', R-ichenberger Str. 1<7, eine äußerst michti-ie Berfammluna statt. Auch Mitglieder, die nicht Funktionär« sind, haben gutrltt. Partei- und Ber» dandsbuch sind mitzubringen. geutraloerdan» der Maschinisten»nd Heiz«». Dienstag, S Uhr, im S«- «erkschastshaus Saal< Eenerainersammlung mit der Tagesordnung:„Er» dshung der Beiträge ad 1. Januar 1Z2l". Die Fortsetzung der Tagesordnung, der außerordentlichen Generalversammlung vom 50. Dezember findet am Montag, den 17. Januar tm Gewertschaftshaus, Saal l statt. Es ist Pflicht jede» dienstfreie» Kollegen, zu erscheinen.— Die Ortsverwaltung. Deutscher Berkmeister-Perdand, Fachgruppe est, Metallschiauden. Industrie. Generalversammlung Dienstag, 7 Udr, bei Brandenburg, Etralauer Str. 3. Achtung,„Aga"! Dienstag Etreirverfammlung im Erwerkschastshau», vor» mittags 10 Uhr.— Die Strelkleitung. L. P.D.-Holzardeiter aller Branche». Dienstag 7 Uhr Persammlnn« in d«» Musttersäien, Kaiser-Wilhelm-Str. 32. Tagesordnung: 1. Die bevorstehenden Wahlen und Abstimmungen im Holzarbciterverbande. 2. Dl« kommenden Landtagswahlen. gentralverband s-mmlung 7 Uhr E......, ,, npe 10 IIa(Pelzwarenl. Sektionsveriammlung 711. t 17/18.— Fachgruppe 14d(Geldschrankfadriken, Schlossereien). Sektlvns- veriammlunq 7 Uhr. Berdandslotal, Belle.Alliancestr. 7N0.— Fachgrupv« IS, ionz«rn). Sektionsversammlung 7 Uhr, Mufilersäle, Kaiser-Wllhelm- Etr. Zi.— Fachgruppe 17 m(Ziaaretten-Industrie). Mitgliederversammlung 714 Uhr. Reue Philharmonie, Käpenicker Str. 90.— Dienstag: Fachqrnvp« lZe(Berband-Zellstofie). Mitgliederversammlung 7)4 Uhr, Musilersäle, Kaiser- WiIhelM"Slr. 31.— Fachgruppe 17 I n(Nahrung?, und Genußmittelindustrie und Sandel). Fachgruppenversommlung 8 Udr, Restaurant Paul Mattausch, Brunnenstr. 110.— Iuaend-Äruppe(Abteilung Elldivest). Mitgliederversamm- lung 7 Uhr, Berbandslokal Belle-Alliancestr. 7N0.— Fachgruvpe 17 nd(Angestellte der 6 Tochtergesellschaften der Fa. Meyer u. Eo.). Mitgliederversamin. lung 8 Uhr, Sophiensäl«, Oophieate. 17/18. Prioatw ächter. Mittwoch 9 Uhr bei Schirm, Eh-rlottenstr. 7/8, Perfamm. lung aller auf Bauten, Holz, und Lagerplätzen, Fabriken, Geschäfts, und Industrichäusern beschäftigten Wächtern. lverband der«»gestellt-». Heute. Iugendgrupp». Oessentlich««er. 7 Udr Sophien-Gvlnnasium, Weiliineisterstr. 15.— Montag: Fach» II a(Pelzwaren). Sektionsversammlung 7 Uhr Sophiensäl«, Saphien- Beranvo. ssir den redakt. Teil: Dr. Werner Betse», Charloltendurg: für Anzeigen! Tb. Glo-te. Berlin,«erlag: Borwürts-Berlaq G. m. b. H.. Berlin. Truch:«er- wärt-.Buchdruckerei u VerlaaSanstalt Paul Singer u Co.. Berlin. Llnden'tr. 3. Hier»» Z Beilag«»»nd„Die Wählerin'. rasch und sicher wirkend bei! Gicht Rheuma Ischias Hexenschuß Nerven- und Kopffchmerzen Togal scheidet die Harnsäure au? und gebt daher direkt zur Wurzel des UebelS. Keine schädlichen Xebenwirkungen, wird von vielen Serften und Kliniken empfohlen. 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