Nr. ♦ ZS. fohtgaftg Ausgabe A Nr. 10 Bezugspreis: L'«rteljähri. M,— srei ins vou»> voran» ioolbar. Post- d«zug: Monatlich 10,- Ml»»rfURu- fiellunjjgebüljr. Unter Rteiuboni) iiii Demschland und Oelt erreich 16�0 Ml» sör da» lldrize An»iand bei täglich eimnai. gnliellung Z1Z0 M. Poll de- , Iiellungen nebtnen an Oesterreich, Ungarn, Tlchecho»Tlomalei, Däne- mert, äoUano, ruxemdnrg, cchmeben cn» die Sdnoei».— Sinqeiraqen m die Doft-�eimngs-PreisIikte. De?.Vorwärts' mit der Sonntag» bliloge»Bolt n.steit' erlcheini woche»- loglich zweimal. Sonntag» und Man- tags»inmat. Morgen Ansgabe Telegranim-Adreffe: �Sozialdemokrat Berlin Devlinev VolKsblstt Tentralorgan der fozialdem okrati fehen parte» Deutfcblanda ( 30 Pfennig� Anzeigenpreis: Die achtgespaltene Nonpareillezeile loiletZ.— M» Teuerungszuschlag 50%. »«leine Anzeigen-, da» seit- gedruckte Wort 1,— M. lzulässig zwei settg»druckte Worte), jede» weitere Wort SO Pfg. 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Die Regierung widersetzte sich dem und verlaugte mit Rücksicht ans de« bevor- stehenden Zusammentritt der Interalliierten Kon- fer.euz iu Paris die Vertagung dieser Interpellationen. Ter Ministerpräsident stellte die BertranenSfrage. Die Kammer lehnte darauf die Vertagung mit 463 gegen 125 Stimme« ab. Das Kabinett ist damit gestürzt. Um 4 Uhr 46 hat sich der Ministerpräsident LeygucS, begleitet von sämtlichen Ministern, ins Elyscke begeben und dem Präsiderten der Republik, Millerand, die Demission deS Kabinetts bekanntgegeben. Der verlauf der Sitzung. Die Sitzung begann mit einer Ansprache des wiedergewählten KammerpräsidentAi Raonl Peret. Er erinnerte an die großen Ausgaben der neuen Session: daS Gleichgewicht int Budget herzu. stellen und ein« militärisch« Organisation zu schassen, die den wirtschaftlichen Bedürfnissen des Landes Rechnung trage, ober auch jede Gefahr für die Sicherheit Frankreichs aus dem Wege räume. Die sozialen Konflikte müßten aufhören und das Problem des G e b u r t e n z u w o ch s e s müßte seiner Lösung zu- geführt werden. Große Tcl>atten über die auswärtige Politik hält Peret für unvermeidlich. DaS Land müsse die positiven F o l g en des, siegreichen Krieges mit größerer Klarheit vor Augen sehen. Dieser Friede gewähre aber noch kein Recht, sich zur Ruhe zu setzen. Di« im Kriege angerichteten Aerstörungen können nicht an einem Tage wieder gut gemacht werden. Die Auf- rechterhaltung der A l l i a n c e n sei unbedingt notwendig. Aber daS fvanzösische Volk mit seiner stolze« Seele des Sieges würde niemals eine� Erniedrigung' ertragen, welche eleichzeitig eine Herausforderung der Gerechtigkeit wäre, daß der besiegte Teil seiner EntschädigungspfTicht nicht nachzukommen brauchte. DaS französisch« Volk könne nicht glauben, daß die Stimme Frankreichs, das sein Recht und nichts als sein Recht fordere, im» gehört verhalle. ES'sei notwendig, daß ein > gewaltiger Wind die Wolken zerstreue,�. a, welch? den Horizont bedecken. sStürmischer Beifall.) ry,. Darauf wurden die Interpellationen über die allaemeine RegierunaS- und Finanzpolitik eingebracht. Minifterpräfideut L« bau es wies darsuf hin. daß am»5. Januar die Jnleraviierte Ministerkonseren, beginne. Man müsse wissen, ob die Regierung das Vertrauen des Parlaments besitze, ob sie zu dieser Konserenz mit der ganzen Autorität gehen könnt«, deren sie bedürfe und ob ferner seit etwa 26 Tagen irgend- welche Ereignisse eingetreten wären, die der Regierung daS Pertrauen des Parlaments, e n t z i e h e n könnten! Alle Staats- männer. die an der Pariser Konferenz teilnehmen würden, seien von einem freien Geiste beseelt und müßten freie Hand ha§en. Sein altes Programm wolle er weiter vertreten �und dieses laute auf die Entwaffnung Deutschlands, die Befestigung des Friedens und feine vollständige Durchführung,., Hierauf stellte LetmueS die Vertrauensfrage. Nach einer kurzen Ansprache des Abg. BochanowSIi, der den Finanz- minister Mar seil heftig angriff,, verlangte die Kammer in stürmi- schen Zurufen den Schluß der Debatte. Der Leiter der„Entente republicaine" erklärte noch, dsß man an dem Patriotismus und guten Willen Lehgues' nicht zweifeln wolle, doch brauche man«ine starke und klarsehende Regierung. ll n ein geschränktes Vertrauen könne der jetzigen Re. gierung nicht zugestanden werden. Die Abstimmung ergab bciZ oben mitgeteilte Resultat. Tie Rede Raoul P'e r e t s wird allgemein für die K a n d i» datenrede um die Ministerpräsidentschast gehalten. Peret steht auch im Vordergrund aller Kombinationen; außer ihm kommen Nur noch I o n n a r t und V i V i a n i in Frage. •- ,» DaS erste Kabinett, daS untei! der Präsidentschaft Millerands gebildet wurde, ist nach kaum dreimonatlicher Existenz durch eine Kammermshrhsft gestürzt worden, wie sie in den Annalen des französischen Parlamentarismus kaum jemals vorgekommen sein dürfte. Nicht die Tatjache des Sturzes selbst kommt überraschend, denn seit Wochen bildete die bevorstehende Regierungskrise sozusagen das Tagesgespräch der politischen Welt Frankreichs, sondern die über zwei Drittel der Gesamtzahl der Abgeordneten starke Opposition. War ja noch die Regierung vor genau drei Wochen, am 22. De- zember, anläßlich einer Interpellation über die bolschewistische gegen d» die Regierung, und namentlich der radikal-sozialistische Minister des Jn*ern Steeg, angeblich' nicht energisch genug gekämpft haben soll,-mit einer zwar -verhältnismäßig geringen, iAnnerHin noch sicheren Mehrheit -von 300 gegen 230 Stimmen siegreich hervorgegangen. Die Zusammensetzung der damaligen Opposition gibt gewisse Ausschlüsse über die Gründe des gestern eingetrete« nen Ereignisses. Sie bestand aus Unzufriedenes, aus allen möglichen Lagern, von der äußersten Rechten bis zur äußersten /Linken. Nicht nur die Rechtsextremisten unter der Führung des Royalisten Läon Daudet, nicht nur die da- inals noch sonne II geeinigten Sozialisten, sondern auch der- senige auS Sozialistisch-Radikalen und Sozialistisch-Repubil- kanern bestehende Teil der bürgerlichen Linksrepublikaner, der stets einen deutlichen Trennungsstrich zwischen sich und dem reaktionären„Nationalen Block" zu ziehen bestrebt war, stimmte schon damals gegen die Regierung. Und darüber hinaus markierte auch ein nicht geringer Teil des„Ratio- nalen Blocks" selber seine Unzusriedenheit durch Stimment- Haltung, vereinzelt sogar durch ausdrückliche Verweigerung deS Vertrauens. Das französische Volk empfindet ein sn letzter Zeit täglich wachsendes allgemeines Unbehagen. Es hat daS dumpfe Gefühl, eine furchtbare Dummheit began- gen zu haben, als es am 16. November 1919 aus lauter blin- dem Deutschenhaß Und aus ebensolch blinder Angst vor dein bolschewistischen Gespenst einest nationalisttsch-reaktionären Block wählte, der, für jeden Klarsehenden, bei aller arith- metischen Stärke, zu jeder wirksamen politischen, sozialen und wirtschaftlichen Tätigkeit unfähig sein mußte.. Noch vor kurzem konnte man in einem links-republikanischen bürgerlichen— Panier Blatt von dem„Natiostalen Block" lesen, er sei„di«größte Mystifikation des Jahr- Hunderts" gewesen. Wenn man nun bedenkt, daß die Hauptaufgabe, die sich der Block vorgenommen hatte und deren Durchführung seine einstmaligen Wähler von ihm er- warteten, nämlich die„strikte Ausführung" des Versailler Vertrages und vor allen, die Erfüllung des grundsätzlichen Versprechens, daß der„Locbs paiera", ebenfalls nicht erfüllt wurde, so kann man sich die Abkehr der Wählermassen jvon dieser politlschen Schöpfung Clemenceaus und Millerands leicht erklären. Aber man versteht damit zugleich die Politik, die sowohl die Regierung Millerand, wie nun auch die Re- gierung Leygues Deuttchland gegenüber trieben, ja, als Ge- sangene ihrer eigenen Parlamentsmehrheit, als Narren ihrer eigenen Mystifikation treiben mußten: gcgeu ihre bessere Ueberzeugung mußten sie s cha.r f m a che n, wagten sie nickst die Unmöglichkeit ihres Programms, der„strikten Durchführung'' des Versailler Diktates zuzugeben, und suchten nun in tönenden Phrasen, in Gewaltandrohungen und in Gewaltakten A b l e n k u n g s m i t t e l, die jedoch die fortschreitende Erkenntnis und die� wachsende Enttäuschung im französischen Volke auf die Dauer nicht aufzuhalten vermochten. Ebenso wie Millerand war übrigens Leygues, von u n s e r e m Standpunkt aus, das k I e i n e r e U e b e I gegen- über den eigentlichen Schuldigen an dieser verfehlten Gewalt- Politik von Versailles, den Esemenceau, Tardieu, Poincarch Barthou. Lefbvre usw., die nun, um ihren Bankerott zu max- kiercn, erst recht den Mund voll nehmen und scharfmachen, indem sie aus den Buchstaben des Vertrages hinweisen und auf diese Art der Regierung ihre zu„schwächliche" Haltung sowohl den eigenen Buudesgenossen, wie auch Deutschland gegenüber vorwerfen können. Es ist vielleicht noch verfrüht, von einer Auflösung der Kammer als von einer in Bälde zu erwartenden Tatsache zu sprechen. Eine solche Maßnahme würde sich zwar logisch auS der gesamten Situation ergeben— und darin liegt viel- leicht, die einzige Rettung sowohl für Frankreich wie für ganz Europa vor dem Ehaos—, aber sie würde eine solche Bonkrotterklärung der bisherigen-Machthaber Frankreichs bedeuten, daß man am allerwenigsten von Mille- rand erwarten kann, daß er djeseS Geständnis öffentlich ab- legt, ohne vorher noch die letzten Anstrengungen gemacht zu haben, um diesen für seine und seiner Freunde politische Karriere katastrophalen Schritt zu vermeiden. Ein solcher Versuch dürfte bereits �jetzt erfolgen, indem der Präsident der Republik einen dk.se r oben gekennzeichneten unzufriedenen Sckprfmachcr zum Ministerpräsidenten ernennt; man sprach von Barthou, Poincars, vom General de Castelnau, zuletzt auch von einem Abgeordneten aus Lyon nomsns Bonnevay, der früher zu jenen„Pro- grefsisten" geborte, mit denen ein republikanischer Minister- Präsident sich entschieden geweigert hätte, zusammenzuarbeiten. Jetzt spielt er im ,Mock" eine führende Rolle und hat in letzter Zeit eifrig gegen Seygites intrigiert. Wie aber die jetzige Krise auch gelöst werden mag, ihr Ausbruch kann als der Beginn einer neuen Phase der französischen Nachkriegspolitik betrachtet werden, die schließlich nur mit der Ljguidierung der„größten Mystifikation des Jahrhunderts" enden kann, zum Segen Frankreichs und Europas._ kommunistische Eisenbahnerhetze Ans dem Vorstand des Deutschen Eisenbahner« Verbandes wird uns geschrieben: Die Hoffnungen der Kommunisten, an der gegenwörti- gen Eisenbahnerbowegimg ihr Parteis iippchen kochen zu können, schwinden immer mehr. Als diese rein Wirtschaft- liche Bewegung einsetzte, jubesten die kommunistischen Draht- zieher, weil nach ihrer- Meinung jetzt die Stunde gekommen war, sich der Elsenbahnerbewegung zu bemächtigen. Glück-- licherweise vergeblich! Die gewerkschaftliche D i s z i- plin der Eisenbahner war stärker als die verhetzende Agi- tationsarbeit der Kommunisten. Die Enttäuschung spiegÄt sich, sehr deutlich wieder in den Versammlungsreden und Zeitungsartikeln der kommunistischen Agitatoren. Daß der sattsam bekannte Kommunist Geschke.von einigen Dutzend kommunistischen Eisenbahnern über den Verrat der leiten- den„G ewerts chas tsbonzen" des Deutschen Ersenbahner-Ver- bandes zeterte, ist weiter nicht tragisch zu nehmen. Die größenwahnsinnigen Pläne eines Geschke sind sehr rasch ge« scheitert, und daß er selbst nicht allzu ernst genommen wird, beweist sein glatter Ausschluß ans der Generalversammlung, des Deutschen Eisenbahner-Ntrbandes in Dresden. Wir halten uns deshalb auch bei deg Versammlungsreden körn- munistischer Streber nickst allzu lange auf, möchten aber doch die demagogische Pressehetze der, Koten Fahne" nachstehend etwas beleuchten. Die erweiterte Vorstandssitzung des Deutschen Eisen« bahner-Verbandes nahm einstimmig«ine Entschließung an, die sich gegen die unwahren Behauptungen der„Roten Falmd" über die Eisenbahnerbeivegung wandte. Diese ein- mütige Kundgebung des erweiterten Vorstandes, der aus 80 Vertretern aller Reichseisenbahnbezirke besteht, sollte eigentlich der.Koten Fahne", zeigen, daß sie mit ihren Ver- leumdungen auf Granit beißt. Wie diese Verleumduugen in der kommunistischen Presse aussehen, dafür einige Beispiele: In einem Artikel„Die verratenen Eisenbahner" heißt es: „Die Beamtenschaft fängt endlich an, einzusehen, wie eng ih« Schicksal mit dem"der Arbeiterklasse verknüpft, und daß nur bei gegenseitigem Zusammenwirken die Ueberwindung des KapitaliS- muS und die Herstellung einer n«u«n Ordnung mögl-ch ist", da fällt die feige Gewerkschafts bureaukratie den Kämpfenden in den Rücken und, sucht vom zusamnienbrechendeu Staat zu retten, was noch zu retten� ist, um nur nicht selbst zeigen zu müssen, was sie vom Sozialismus oder Kommunismus versteht, um ihre eigene-Unfähigkeit zu verdecken. Anschließend daran wird dann die Reichsgewer�schaft der Eisenbahnbeamtens und-anwärter gegen den Deutschen Eiftnbahner-Verband ausgespielt und gesagt: Die sieutrale ReichSgewerksckioft habe, den erstem Versuch zur Herstellung. einer Einheitsfront"der Eisenbahner gemacht,' die Arbeiter- Massen im D.E.V. hätten längst den Willen gehabt, mit den Beamten gemeinsame» Sachs zu machen, im Gegensatz dazu habe aber die Verbandsleitnng in Gemeinschaft mit der Ge- samtteitung des Allgemeinen T�mschsn Gewerkschaftsbundes bis zum letzten Augenblick, als die Masse bereits unruhig wurde, alles aufgeboten, um die Einheitsfront der Eisenbahner� zu verhindern.> Daß es sich hier um eine glatte Verleumdung handelt, beweist die Tatsache, daß bereits im Jahre 1919 in dem Hauptbursau des Deutschen Eisenbahner-VerbandeS sämtliche Eisenbahner-Verbände zu einer. Besprechung ge- laden waren, um zu den großen Problemen— Uebernahme der Siaatseisenbahnen in den Besitz des Reiches, Durchfüh- rüng der Besoldungsreform, Abschluß eines Reichslohn- tariseS— eine Einheitsfront zu bilden. Die Bemühungen des Deutschen Eisenbahner-Verbandes waren von Erfolg ge- krönt, und diese Zusammenfassung der Verbände hat in Form der im ReichsverkehrSministerium� errichteten Perso- nalvertreiung bis auf den heutigen Tag fortbestanden. An- läßlich der letzten großen Bewegung wurde dann die Ein- beitsfront noch weiter ausgebaut zu dem Zwecke, einheitliche Forderungen der Regierung zu unterbreiten. Ueber die niedrige llnterstellung, daß die eigentliche Leitung der GewerkschastSbeweguno in der Hand eines kleinyn Klüngels von wenigen Persorten der S.P.D. und der rechten UjS.P.D.. liegt und diese oberste Gewerkschaftsleitung Sabo- tagebestrebungen zeigt, braucht Wohl kaum ein Wort ver- loren zu werden. Es genügt der Hinweis auf da» streng demokratisch aufgebaute Verbandsstatut des Deutschen Eisen- bahner-Äerbandes, das den Mitgliedern des Verbandes in der.Zusammensetzung der Vorstandskörperschaften das rest- lose Mtbestimmimgsr-echt einräumt. Aich denselben Höhe, wie die bereits zurückgewiesenen Behauptungen, bewegt sich die Unterstellung, die Vertreter der Eisenbahner hätten sich sehr lange geweigert, den Vor« schlag der Regierung anzunehmen". Da drohten ausge- rechnet die Vertreter des Allgeineinen �Deutschen Gowerk- ichaftsbundes sich von der Einheitsfront zurückzugehen, wenn der Regierungsvorschlag nicht angenommen würde." An dieser Behauptung ist kein wahres Wort. Nie- mals hat ein Vertreter des Allgreveinen Deutschen Gewerr- schaftsbundes auch nur den leisesten Versuch gemacht, die Eisenbahner-Verbände dazu zu bewegen, den Regierungs- Vorschlag anzunehmen. Dieser infamen Unterstellung steht die unbestrittene Tatsache- gegenüber, daß im Sechzehner- Ausschnß niemals eine Abstimmung vorgenommen wurde, sondern, wi« einwandssrei von allen Mitgliedern dieses Ans- schusfeS festgestellt wurde, sämtliche Organisationen einmütig ihre Beschlüsse faßten, ohne jemals in die Lage gekommen zu sein, dem Drucke einer anderen Organisation nachzugeben. ' Schließlich versteigt sich die„Rote Fahne" zu dem Urteil, „die S.P.D.-Männer verhalten sich genau so wie die wil- helminischen Geheimräte.... Die Gewerkschastsöureau- kratie mit Herrn Hitzler von der Regierung zusammen will den hohen und höchsten Beamten möglichst hohe Beträge'zu- wenden. HKihrend die Beamiengewerkschaften die Verteilung der Beträge nicht nach Ortsklassen, sondern nach Beamten- gruppen verlangen, so daß die gering besoldeten die höchsten Beträge und damit endlich das Existenzminimum erlangen würden." Die Krönung erfährt diese ganze unverantwortliche Pressehetze durch den Satz:„Es ist geradezu unerhört, daß sich der Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbnnd, die Haupt- Vertretung der Arbeiterschaft, gegen diesen selbstverständ- Ischen Grundsatz wendet.">- Die Geschichte der Gewerkschaftsbewegung beweist' daß bis ans den heutigen Tag die Gewerkschaften ihre vornehmste Aufgabe darin sahen, sozial ausgleitend zu wirken und ftir die Schlechtentlohntesten in Allererster Linie einzn- treten. Davon ist die Gewerkschaftsbewegung niemals ab- , gewichen, auch nicht in der gegenwärtigen Eiienbahnerbewe- gung._ Wenn in dem Eirrigungsvorschlag ein scheinbarer Gegensatz zu dieser bisher vertretenen Auffassung vorhanden ist, so bciweist das doch nur, daß, wie so oft im Lehen, bei den Verhandlungen die Verhältnisse stärker als die Menschen waren. l l Aber den kommunistischen Drahtziehern kommt es eben nicht darauf an,_ positive aufbauende Arbeit zu leisten, son- dern ihr Ziel ist und bleibt, die Arbeiterbewegung, die in mühevoller,. jahrzehntelanger Arbeit ausgebaut wurde, zu :• zersplittern und? damit um den letzten Rest ihres Einflusses zu bringen. Von dem gefunden Menschenverstand der deut- scheu Eisewbahner darf erwartet werden, daß sie in ihrem eigenen Interesse dieses gemeingefäbrliche Treiben ablehnen und dafür sorgen, daß die durch die kommunistische Hetze ge- fährdete Einheitsfront der Reichseisenbahner erhalten bleibt. Die Eisenbahner verhanüeln. Nachdem die Borstände der Grvßorganisationen der Eisenbahner z» dem bisherigen Berhandlungsergebni« Stellung genommen hatte» und da sie auf Grand der einrnfttigen Ablehnung der Mit- glieder im ganzen Laude neue Berhandlungrn fiir notwendig hielten, trat am Mittwoch der Sechzehuer-AuSschuß zn einer Besprechung zu- � fa«men. AuS dea erstatteten' Berichten ergab fich eine ,-— V�ammzio. Bon Paul Gutmann.' Auf die Tragödie pflegte im griechischen Altertum d.rS Satyr- spiel zu folgen. Geiren diesem Vorbild, setzte au- das schauerlichste Drama aller Zeiten d'Annunzw die Posse von Fiume, deren Held er selber ivar. Ein einzelner gegen das Tikta: der Welt. Diese mir Phrasen ausstaftierte Münchhausemade, gesteheri wir es un», isas war sie anderes, als die äfsische Kopie jener blutigen Tra- güdie, die das Deutsche Reich in seiner Verblerrdung vier Jahre lang aufgeführt hatte. D'Amrunzio, der Safser Deutschlands wäh-- ' rni> des Krieges, vorher der begeistertste Anhänger Nietzsches und Wagners, ein Versteher und Erklärer �Dürers, wie es feinen zweiten gibt, der feinst? Genießer Goethescher Besonntheit, er zeigte sich in seiner komischen Befteierrolle als der treueste Schüler Wilhelms und seiner Zeit. Der Affe zog dem toten Löwen noch einmal die Haut ab und mi-nah»zum Gelächter der Welt noch einmal dessen Heldentum. Wer ist d'Anminzio? Ein Dichter, dessen reich? formale Be- gabung sich in der Darstellung von Unwesentlichem erschöpft. Ein libervus feinfühliger Nachempfinder aller Kulturen, der in über» strömender Erregung zu keiner zustMimcn, fassenden schöpferischen uat gelaugt.- seine Helden sind Neurastheniker, Genußmenschen, ft-ne Frauen Extrakte aller Ueppigkesten. die fruchtbare Zeitalter Ärnöerlcissen haben, zu blutleeren Allegorien vernichtet. Griechische Statuen, japanische Kostbarkeiten. sranzSsischeS Rokoko, deutsche i�usik und hülosopbie dienen als Zierate einer Kunst, der eS-sn seelischer riefe mangelt. Reizbarkeit und berauschendes Pathos sind ihre wichtigsten Kennzeichen. Im Drama, das feste Umrisse .».rlangt, vcrspgie er. Sein.„Traum eines FrühlingsmorgenÄ" a-prf«, selbst mit der Duse als Hauptdarsteller in. in Rom verlacht. seine Gesellschaftsromane, die ihn berühmt gemacht haben:.Der Unschuldige,„Lust",„Feuer",„Vielleicht ja, dielleicht nein" usw., schildern mit einer der ftanzöfischen naturalistischen Schule ent. lehnten Technik ein« Welt, worin der Genuß zur Erschöpfung, zum Wahnsinn, zum Verbrechen führt. Es sind dieselben Elemente. Reizbarkeit und Pathos, die auch dem Kulissenzeijalter Wilhelms Ii!- ibt Gepräge gaben. Derselbe leere Ausputz au« allen Kulturen von Babylon bis Paris,, derselbe Schwulst, wie in der Denkmals-' kunst eines Begas, vielleicht etwas verfeinerter, estvas südländisch aoriKhmer, graziöser. Dieser d'Annunzio ist kein Einzelfall, er ist der höchste Typ, der sinnfälligste Ausdruck eines Zeitalters, das bei uns den Kurfürstendamm, das Kaiser-Wjlhelm-D-enkma! und das Flottenprogramm schuf, das in Italien, inmitten des erhabenen Rom. das grauenhafte Riesenmonument Viktor Emanuels ausstellte, da« Paris befleckte und die amerikanischen Städte mit gemeiner Mävd«t� G�lumWäjftrei, nux jpej diesem bg&> neue AerhandkungSsrnndkas«, dl« dann in einer am gleiche« Tage stattgefundenen Konferenz mit Vertretern de« Allgemeinen Tratschen Gewerkschaftsbundes, drS Deutschen GewerkschastsbundeS und Gewerkschaftsringes eingehend besprochen wurde. Dabei wurde ganz besonders die finanzielle Auswirkung der zn fordernden weiteren Zugeständnisse de- handelt. Schließlich erklärte» sich die Vertreter der genannten Ge- werkschaftsdünde bereit, sofort mit den entsprechende» RrgirrungS- stellen in Verbindung zu treten» damit ein befriedigendes Resultat erzielt wird. Die Streikabftimmung. Der erweiterte Vorstand der ReichSgewerkschast deutscher Eisen» bahn« bat gegen die halbamtlich verbreitete Meldung über die Streikabstimmnng Einspruch erhoben. Bei der WTB.-Mit» teilung ist für Ä>a& errechnete Ergebnis der Streikabstimmnng die Gesamtzahl aller Eisenbahner zugrunde gelegt. In Wirklich» keit handelte eS sich lediglich um die Abstimmung der rund W5 000 Mitglieder der ReichSgewerifch aft. von denen laut Ausstellung 82 Vroz. für den Streik gestimmt haben. Die übrigen Eisenbahnbeomten, die anderen Organisationen angehören,' konnten sich an der Abstimmung� nicht beteiligen, da ihre Verbände eine Streikabstilnmung gar nicht vorgenommen haben. In einer Resolution wird darauf hingewiesen, daß es der Eisenbahnbeamtenschaft nicht darauf ankommt, durch maßlose Gcldforderungen die wirt» schaftliche Lage des Landes noch weiter zu verschlechtern. S» wird protestiert gegen die Versuche von Reichsstellen, durch tendenziös« Darstellungen die öffentliche Meinung gegen die Beamten einzu» nehmen. Wenn das Finanzministerium meint, daß die Beschaffung weiterer Mittel durch direkte Besteuerung unmöglich s«i, so wird darauf hingedeutet, daß bisher keine ausreichenden Maß- nahmen getroffen seien, die nach den bestehenden Steuergesetzen Pflichtigen Steuerbetröge restlos einzuziehen, und daß die ungeheueren Gewinne nichtarbeitender Kreise, die R i e s e n» d t v i d e n d e n de? Industrie sowie die im B ö r s e n s.p i e l täglich umgesetzten Unsummen bisher noch in keiner wirksamen Weise steuerlich erfaßt find. Streikverbot«m besetzten Gebiet! Die.Frankfurt« Zeitung" meldet aus Mannhelm: Die Unterkommission Ludwigshafen der Interalliierten Kommisston hat unter Ablehnung jeglichen Schiedsspruchs ein Streikverbot für die Eisenbahner des besetzten Gebiete» er» lassen._ poststreik in Deutfchö'sterreich. Wien, 12. Januar.(Eigener Trahtbericht deS„Vorwärts".) Die Gewerkschaft der Postangestellten hatte schon vor längerer Zeit die Entpragmatisierung, d. h. die Abschaffung der Anstcllungsdekrete, gefordert. Tie Penonalvertrrtung hatte sich mit ät geg:« 6 Stim- mcn dafür ausgesprochen, auch der Berkedrsminift« ist dafür. Da aber die christlichsozialen und deutschnationalcn Angestellten dagegen sind, lehnte die Regierung ab. Vor einige» Tagen wurde ein Ultö matum an die Regierung gerichtet, als aber endlich heute mittag die Vertretung der Angestellten zum Bundeskanzler be- schieden wnrdc, wußte dieser überhaupt von nicht», nahm eine ablebnende Haltung ein und hielt nachher im Nationalrat eine Rede� die von den Angestellten als so provozierend empfunden wurde, daß sie heute abend 6 Uhr in Wien die Arbeit niederlegten. Zur selben Zeit stellten die Post ch au sif eure dia�Befördnung zu den Bahnhöfen ein. Donnerstag früh folgt die Provinz und — wenn keine Einigung erzielt wird— nach 2t Stunde» daS Telephon- lind Telegraph enpersonal. Sollte auch da» nichts nüden, so werde« sich die E i s r n b a h n e r anschließen. D'e Stteikgegnerschaft der nichtsozialistischen Angestellten spielt bei ihrer Schwäche keine Rolle.( Aus Wien meldet ein Drahtbericht: Trotz der Ermahnungen der sozialdemokratischen Presse haben die Arbeiter zahlreicher großer Fabriken den Steuerstreik beschloffen und verlangen die. Hinauf- setzung des steuerfreien Einkommen» auf 60000 Kronen. Die städtischen Angestellten in Wien erheben neu« Forderungen der- art. daß der niedrigste Angestellte ein JahreSgehalt don 82 000 Kronen hätte.— Da die Regierung eine Subvention der Wiener Städtischen Straßenbahn Ablehnte, wird der Fahrprei» von 3 auf 3 Kronen erhöht. wohnten Erben glorreichster Vergangenheit zur höchsten Eleganz, zum feinsten Raffinement erhohen. Die lärmende Phrasenhaftigkeit, die der Kunst dieses Zeitalter» ihr Gepräge gab, kam auch in der Politik zu verhängnisvollem AuS- druck. D'Annunzio, der Wilhelm zu hassen vorgab, war im Grunde der beste Schäl« dieses Meisters. Auch er kannte keine Parteien mehr, sondern nur noch ,/den nationalen Ersinn", dcr nicht„feste druff", sondern„avsrnti" schrie, vorwärts in den Ruhm, die Sinn- losigkeit, das ßchwS, den Untergang. Mit der Heldenpose, die er von Richard Wagner und dem mißverstandenen Nietzsche gelernt fytfx, forderte er, wie Wilhelm, sein Jahrhundert in die Schranken. Und wie Wilhelm beendete er die blutige Posse,«mtobt von dem Beifallssturm Hysterisch entzückter Knaben und Mädchen, verflucht don denjenigen, die sein Heldentum ins Verderben zog. • D'Annunzio hat die Villa des früheren österreichischen Gouverneurs in Fiume als Wohnsitz bezogen. Zehn Grenadiere stehen ihm Äs persönliche Wache zur Verfügung. Der Göttliche hält sich vom öffentlichen Leben vollkommen fern und arbeitet eifrig an der Geschichte d« letzten Kämpft um Fiume. Vor der Eröffnung de» italienischen Parlaments will er allen Senatoren und Abgeordneten ein diplomatisches, Weißbuch zgr Rechtfertigung fttae» Unter. nehmen» zustellen. Durch eidliche Zeugenaussagen. Protokolle, Wiedergabe von Korrespondenzen will« den Bewei» erbringen. daß einflußreiche Persönlichkeiten, ihn'durch Wort und Tat zum Widerstand ermutigt Hadem Weiter plant der Dich ier-Korn Mandant. sein Fiume-Wenteuer in einem groß angelegten Werk« dichterisch zu verherrlichen.» Lebensmittelpreise und Knabengeburten. Einen merkwürdigen Zusammenhang Mischen der Preistcnerung und den.Knaböngebur- ten will der Jcchresbericht des englischen statistischen Amts heraus- .zcsimden haben. Der Ueberschuß am männlichen Geburten im Jabre 1019 war beträchtlich groß« ÄS in irgendeinem Jahre ftii 1838, wo die offizielle Zählung der Geburten m England begonnen wurde. In einer graphischen Darstellung wird das Verhältnis der Lebensmittelpreise und der Knabengeburte» in den letzten Zwanzig Jahren deiglichen und wirklich verlaufen die beiden Kurven gleich- mäßig. Im Jahre 1900, in dem die Preise am niedrigsten sind. sind auch die Knabengebtfrten am wenigsten zahlreich; die Index« Ziffer für die Nahrungsnlittel wird für 1900 auf 2000 angegeben und auf 1000 weibliche Geburten kommen in diesem Jahr« 1033 männliche. 1910 beirägt die Jndexzifftr der Nahrungsmittelpreise 2500, die Verhältniswahl der Knabengeburten 1038. 1916 ist die Indexziffer auf 3000 heraufgctiettert, die der Knabengeburten auf 1040? 1918 betragen die Zahlen 3500 und 1042. 1919 4000 und 1044. sNach den Beobachtungen und Experimenten auf anderen Gebieten des Lebens tritt bei Nahrungsmangel häufig eine stärkere Hervorbringmig der männlichen Gestblechi» auf. Das„stärkere" Geschlecht entwickelt sich auch bei schlechteren Bedingungen, stellt aber auch npchher eine» große«» Prozemjatz früher TodeS- Während der hsuffge« Sitzung d-Z RationÄratS bewegte sich «i» DemonftrattonSzug der Kommunisten über die Ringstraße am Parlament vorbei zum Rathaus, wo sie eine Der» sirmmlung gegen den Steuerabzug abhielten. TaS Parlament war von einem starken Wachaufgebot geschützt. Rücktritt üer mecklenburgischen Regierung. Wie vorauszusehen war, ist aus den in der gestrigen Nach» mittagSauSgabe dargelegtenGründen das mecklenburgische Miuisteriu« Dr. Rcincke-Vloch zurückgetreten. ES bestand ausschließlich aus Ver- tretern der Rechtsparteien und hat etwa 6l/9 Monat« gemißwirtschaftet. Der Rücktritt erfolgte während der Debatte über die Orgesck. Schwerin, 12. Januar.(WTB.) Der Landtag vertagte fich auf Freitag nachmittag zur Wahl des Ministerpräsidenten. Trennung von Kirche unö Staat. Die sächsische Regierung bat nach Meldung der TU. dreier Tage bei der ReichSregierung mit Nachdruck darauf hingewiesen, daß die Vorlegung des in de� Reichsverfassung angekündigter Gesetzentwurfes über die Trennung von Staat und Kirche dringend notwendig sei. Tie Länder könnten nicht jahrelang auf Erledigung der grundsatzlichen Fragen warten, die so schwer« Nachteile zur Folge- haben müßten. -/ polnische Drohungen. Gkeiwitz, 12. Januar.(TA.) Eine ganze Anzahl deuffch» �gesinnter Personen haben folgendes Schreibe» erhalten: »' Konttollkommission Polnisches Plebiszit O.S. A.K. 2. Infolge Ihr« politischen Stellungnahme in der oberschlesischen Frage sind Sie unabänderlich in die A u S w e i f n n g S l i st e ein» getragen worden. Da heute ein Zweifel über dir bevor. stehende StaatSzngehSrigkeit OberfchlesicnS nicht mehr be. stehe» kann, werden Eft Oberschlesien alsbald zu verlassen haben und bei evtl. Nichtbefolgung d'e Folgen zu tragen haben. Der BuSführungskommissar. Auch au» dem Kreise Pleß liegen ähnliche Nachrichten� vor. Jett etwa 14 Tagen erhalten in der Stadt und im Kreise Plrß zahlreiche Leute, die für die deutsche Sache eintraten. Drohbriefe, in denen ihnen schwerste Schädigungen angedroht werden, sallS sie ihre Propaganda für Deutschland nicht einstellen. Polen im Druck. Dienstag mittag schloffen sich die Warschau« Postbeamten der allgemeinen Streikbewegung im Lande an. Ein Eisenbahn«» streik droht und Dienstag abend sollte ein Ultimatum der Metall- arbeit« ablaufen. ' Joffe droht Pergeltung für Mißhandlung gefangen« Russen an. Am 6. Februar und' 6. März wird daS polnische Parlament (Sejm) neugewählt. ES werden statt 103 Abgeordnete nur 89 gc- wählt, da die angeblichen Wahlkreise der übrigen 14 von Letten und Litauern besetzt feien. Nach Pose« kehren am IS: d. M. Fronttruppen zurück. Man befürchtet Pogrome gegen Kongreß- und galizische Polen; eine Verbütungsakuon wird eingeleitet. Die seit Oktober v. I. verhafteten Deutschen Oberlehrer Heidelok, Bureaudiener Wegner, Lehrer Paul DobSermann und Buchhalter Blumenthal in Bromberg sind auf freien Fuß ge- setzt worden: Ein Verfahren gegen sie ist nicht eröffnet worden. Nicht einmal' einem Vevföp sind sie mirerzogen worden. So ist's recht! Berlin, 12. Jan. lWTM.) DaS franzasifche Dcpacremeni der RheinlandSkommffsion hat bei dem Vertreter des ReichSernäh- rungSminffterS in Koblenz di« Erteilung der Einfuhr. b e w i l l i g u n g für täglich je 500 Liier Milch für französiiche Zivilisten in Mainz und Wiesbaden nachgesucht. Man scheint also darauf zu verzichten� den deutschen Kin» dern und Kranken die jämmerliche Milchration noch kürzen zu wollen. Freiwerdende Autoren. DaS Jahr 1921 bringt an Autoren, die infolge Erlöschens der Schutzfrist frei werden, nicht eb«: viel auf den Verlagsmarkt. NpMman fleht allevdings ein Name ersten Rcmgejf: Gottfried Keller. Aber da der bisherige Monopol besitz« Cotta schon aiauches für die Popularisierung des großen Schweizers'getan hat, wird bei der jetzigen Lage eine allzu stark« Senkung der Preise kaum möglich sein.' Redam wird eine Gesamt» lduZgabe Kellers veranstalten. Ferner erlischt die Schutzfrist für Eduard Bauern selb, den Wien« Dramatiker, dessen Gefellscharts» stücke in den fiobziger und achtziger Jahren viel gespielt worden sind. Fast vergessen ist der nun auch freiwerdende Gustav z:> Puttitz, dessen Märchen und launige Erzählungen früher viel ge» lesen wurden. Frei wird auch unser groß« griechischer Aubgr>iber Heinricki Schstiemann. Seine Werte über Troja, Mykene verdienen es, in die Jngendschristenliteratur übernommen zu werden. Im übrigen wird za wohl schon in diesem Jahre die Neuregelung ge- troffen werden, die die Ertrüge oae dem Frei, verden solcher Autoren allgemeinen kulturellen Zwecken zuführt. Shaw»„Caesar und Klcovafta" entwickelt sich im„Deutschen £ htz a t e r" zu einem Zugstück. Die Vermenschlichung des Heiken, ihre köstliche Parodierun� die hier auf der Bühne der Wirkung halb««ckürlich übertrieben wird, scheint recht in unsere Zeit zu passen, der zuviel„Heldentum" zugemutet worden ist. Freilich alle geistvollen Jror.ifienirigen und spöttischen Koutraftierungen verhüllen nicht Shaws Scüwäche, ein letzter, ein witziger Räsoneur zu sein... Tie groteske Reichsamm-e Flatawetg ist neu besetzt. Margarete Kupfer spielt die Unaussprechliche jetzt und mgcht ein wahrhaftes Monstrum daraus: von kolossaler LeiÄichkeit. mit einem umfang» reiche«. Stimmregister, in einer Kinder-schreck-MaSle. schöpft sie alle komische» Möglichkeiten aus und bleibt doch eine verschlagene Intrigantin._— r. Im Renen BolkSthealee wird in Abänderung' des Spielplanes Donnerstag„Pension Schvller", Freitag„Nora", Sonnabend„Periklcz von TvruS" gespielt. kunstchrouil. Die neu« Kunstdeputation' der Stadt Nerltn hat in de« Berliner Secession ein Gemälde„Madonna" von Franz Hecken» dors angetanst. Die Ausstellung wird am Sonntag mitlag 2 Uhr gc» schlössen. Snnfiabend. Der zweihundertste heiter« Plaut-Abend, der am 13. I« nuar im Bcchsiewsaal stattfindet, ist den Witwen- und Waiscnkasseu de» Verein» Berliner Journalisten gewidmet. Sine» Wilhelm vusch-Abend mit Lichtbildern veranstaltet auf Ein» ladung bt< Arbeiterjugend Maria Schipfmann am Sonntag, den 1?., 8 Uhr, in der Hohenzollcrnschule, Schöneberg, Belziger Straße 48/58. Um 4 Uhr Bufch-Kinder-Nachmittag. Die erste Beröfsentlichnug de» Reichsarchiv« in Potsdam, der amtt lichen Verwolnings- und Bearbeitlinasstelle aller Alten des Weltkrieges, wird eine Folge von Einzeldarstellungen der Schlachten von 1314—13 nach den amtlichen Quellen se,n. C, Straßburg... In der letzten Sitzung des Eonseil Eonfulwtiv von Elsoß-Loth ringen wurde von einigen Rednern bedauert, daß man nicht in höhere« Maße die einheimischen Lehrkräfte heransteh«, wie dies 1872 vo t deutscher Seite geschehen iei. Bedauerlich sei jerner, daß die wenigsten dcr w Amte verbliebenen euchcimifchc« Dozenten in verwelftwMntjchnt tze» Nr. Jahrgang Seilage öes vorwärts Voanerstag, 15. Januar 192! Geffentliche Volksversammlungen Landtagswahlen und Sozialdemokratie Heute Donnerstag, den 13. Januar: Baumschlllesweg: Tchul-sla, Lyzeum Baomschuleustr. Bieudar�! Porath, Wurzahnu Str. tL, Blaukcuburg: Alug. SttmäDotf: Läfflct» WaldschlZdche». KeuHSn: Aula Realgymnasium. Nalser-FNedrich-Str. „ Aula Oberrealschul». Emser Straß«. vberschSneweid,! Schulaula, Zrilcheustraße. Roseathal! Tchueider, Kauutftraß«. Steglisi! Steglitz«,»ymuafium. Heesestratze. SSittenau-Barfigmalde! Borsigmalder FcstsSle, Span. da»«. Eck« Nauradstratz«. Morgen Freitag, den 14. Jannar: Berlin: Sewerlschastahau», Eugeluler lli. Sovhieusäle, Sophieusir. VliZ. NSruer Realschule, Steglitzer Str.>». Aula, Ntrchaer Oberrcalschul«, gmiugllstr. S. B-wr-uerei, Shausseestr. dt. Schulaula, Srstuthal« Str. I. Blitz» m-Brauerei, Prenzlauer Aste« tO. Schulaula. Tchdnflietzer Str.?. Pimische» Brauhan». L-ndeberger Atze« U/U,>. Prachtsäle de» Ost«»», Frautsurter Ale« 48. P-tz-uh-s« Brauerei, Ztdleiustr. Z.tz. vracheniurg, Schlefisch« Straß«, am Trept. Part. Bororte: Adleredos: Wöllstein» Lufigarten. BI,«arSstr. 88. Alt-Slienicke: Aula der neue» Schul«, jtigenicker Straße Z0/Zl. Britz! Becker, Festsöle, Ehaufleestr.»7. Eharlottrnbura: Lollzhaus, Rafineustr. 4. Friedenau: Bürgersaal des Rathause». Fri«drich»frld«! Kaberlaud, Wilhelmstr. 88. Saul»d»rs! Tur ich alle, Adolsstr. 28. Narow: Beruat, Dorsstr. tl. Köpenick: Gtadi-Theater. Lankwitz, Lehmann» Zestsäle» Naiscr-Wilhclm- Stratz» ZV Zl. Lichtenberg: Reform�Syanastu». Paria»«. .. Zahu-Realgymuasium, Markstr. 8. Lichteuradei Rohrmonn, Waldrestaurout, Lilbertstr. Lichterfclde: vberrealschul«, Riugstr. 1. Mahl»dors: Auder». Bahuhofstraße. Maiieudars. Gymnasium, Äaiserstratze. Marienseldc: Mcldeuhauer, Berliner Str. Ut. Reulöll»! Aula de» Realgymnasium», Naiser-Arl». kich'Eirahe» Ri-derschönhause»! Schloß Schlnhauseu, Lindeustratze. Pankom: gum Nurfürsten, Berlin« Str. 102. Rahnsdors-Mühl«! Schäl«, Fierstenwalder, Ecke Secstr. Reinickendors-Ost: SchLtzenhau», Refldenzstr. 12. Retaickeudors-West: Hartman»» Brauerei. Schar». meberstratze 102. Schöncberg: Hohen,-Nernschule, Pelzig« Str. 48/52. Siemenastadt: Rarland(Heideiruq). Spandau: vberrealschul«, Friedrich.» Eck« Roltiestr. Tegel: Siraudschloß, am See. Trept»«: Bilt»riagart«n, Am Trept»»« Park. ZZauuse«: Reichsadler, Löuiaftr. SS. Weißens«! Semeindeturnhaüc, Pistariusstratze. Waidmaau»lust: ArU(sruher Nuchendecker), Waid- maunstratze. Wilmersdorf: Aula d« Biitoria-Luise-Schulr. llhland-. Eck« G-isteiucr Straße. wilmcrstorf: Aula der Soethe-Schul«, Westfälisch«, Eck« Rünstersch« Straße. Zehleudors: Aaiserhos, Potsdamer Str.«De, Referenten: Arth»« Aldi»»». Z»s«f Alt- maier, Friedrich Bartels, M. d. Dr. Rias Ben- diu«, Ferdinand Bender, M. d. R...Eduard«er». stein, M. d. R., Robert Breuer, Fritz Brolat, Eugen Brückner, M. d. L., Robert Fcndel, Pfarrer Dr. Francke, Dr. Fritz F»th, Sustao Fuß, starl Graß- mann, Assessor». Hurncck, Iohaunco Saß, Eonrad Saenisch, Arthur»äussler, Gull an Sester, M. d. L.. Ernst Scilmauu, M. d. L., Itarl Hrnschold, Paul Hirsch, Theodor«abelitz. Simon«atz»»sie in. Dr. staü- mann, Emil tiuies, Fray» strüaer. Erich stuttuer, Emil Lehman», Limbertz-Elsen, M. d. S.< Dr. Lim«, Dr. Lohma»», Hermann Lüdemau». Billy Möbu». Dr. Restriepke, Richard Rüruderg, Prof. Oestreich, Dr. Ostrowsky, Pctu»-Hochdonn, M. d. L., Franz Riesstahl,«lchter-NeumUnster, M. d. L., Runge- .Wln a. Rh., M. b.£., Willi Siertng, M. d. L., Stanz Strinwea. Heinrich Striibel, Daniel Stücklen, t. d. R.. Heinrich Schnlz, M. d. R., Alfred Th-mao. Minna Todeuhage», Ernst Tost, Hedwig wachen- heim, Karl Wermuth, Han» Woywoad, Dr. Salt« gechlin. Der Bezirksvorstand. I.V.- �h. Fischer. GroßSerlM Venu zwei üasselbe tun... Die.Deutsche Tageszeitung' hat den Oranger aufgerichtet und stellt daran, wie fchrecklicki ist die Schande, aus Bleiwitz eine Jungfrau Martha John, die fittiam dem Sergeant Anglö« vom Bataillon Numero 23 sich verlobt zum Ehestände, und spricht von Unanständigkeit und FrstunSperson. Das Urteil, da» die Martha John vernichte� trifft sicher aulb die grohen Patrioten, ' die mit Französinnen in der Etappe' nur allzu gerne gingrn in die Klapp« (und sicher waren sie nicht aufgeboten I)- trifft mehr noch, wenn ich nichr im Dqnkeln tapp« den Wittelsbacher, der. wie man berichtet, fetzt auch, vergessend alten Völkerstreit. so.ehr» und würdelos'(gleich Martha John) von einem italienischen Furstenthron «in Weib ganz ungeniert gefreit, wohl auch zur Schande der Nation?! _ Alexander Seidel. Die Sürgerlichen gegen öle Wohnungs-Luxussieoer! Der SteuerauSschust der Berliner Stadtverordnetenversammlung führte am Mittwoch die Beratungen der WohnungS-LuxuS» st« u e r zu Ende. Di« Vorschriften über da«, was alS Wohnraum im Sinne dieser Steuerordnung zu betrachten ist, wurden ent» sprechend den Antragen Hirsch«luch in der zweiten Lesung angenommen. Um die eigentlichen Luxuswohnungen wirksamer zu erfassen, wurde nur auf Antrag Dr. Her, hinzugefügt, dast Räume mit über 30 Quadratmeter Bodenfläche als zwei Räume zu gelten hätten. Die lebhafteste Debatte entspann sich um den Absatz 2 de« Z 0. nach dem Steuerpflichtige, deren Räume für Zwecke anderer Mieter nicht geeignet wären, von der Steuerzahlung befreit sein sollten. Da hierdurch der Steuerumg ehung Tür und Tor geöffiiet würde und gerade die Luxuswohnungen von der Steuer befreit werden könnten, so wurde dieser Absatz auf'Antrag Dr. Loh- mann mit allen Stimmen der Linken gestrichen. Hierauf erklärte der Vertreter der D e m o k r a t e n, dah er n u n m e h r(!) aucki pickt mehr für die gesamte Steuervorlage stimmen könne. Bei der Schlus/abstimmung stimmten denn auch tatsächlich alle bürgerlichen Vertreter von den Drutschnationalen bis zu den Demokraten gegen die gesamte Steuer, die mit den Stimmen der sozialistischen Parteien angenommen wurde. Mit dieser Abstimmung haben die bürgerlichen Parteien einen erneuten und sichtbaren Beweis ihre».Verständnisses' für die sozialen Nöte der Gegenwart erbracht.- Sollen doch die Er- ttägnisie dieser Steuer nach dem Antrage Hirsch lediglich für Zwecke der Wohstungsfürsorge verwandt werden l Daß die bürgerlichen Parteien auch ausgesprochenen Wohnung« luxuS nicht für diese Zwecke heranziehen wollen, verdient schon jetzt fest» genagelt zu werden. Zur SttfcftaffLre Lrauz. von einem Leser unseres Blatte» erhalten wir ein« Zuschrift, worin mit Recht lebhaftes Erstaunen darüber ausgedrückt wird. dag der Ehpmann Franz(Diplomingenieur) durch Vermittlung seine« Verteidiger« Ctraslosigkert für sein schamloses Treiben— versucht« und vollführte Notzucht— zu erlangen sucht. Bekannt- lich beansprucht Franz Untersuchung von einem Psychiater, weil er an Tiopenmaloriv und Geifitzsschwäche gelitten habe, sein Geisteszustand also nicht normal seil Unser Abonnent wirft mit Aecht die Frage auf: Wie kann ein Mann plötzlich anormal sein wollen, wo er mit dem Strafrichter in Berührung kommt, und kurz vorher so intelligent und ein so routinierter Geschäftsmann(Ingenieur und staufmann) lvar, daß er ein Mllionenvermögen«rtverben konnte! Als Besitzer und Leiter einer Motorenfabrik wurden an seine Geistesfähigkeiten ganz besondere Ansprüche gestellt, und daß er allen Anforderungen ntehr als gerecht wurde, beweist der glänzende Erfolg seines UnternehmenSk Allein seine Bierzehnzimmerwohnung, bewohnt von ihm, seiner Frau und zwei Dienstmädchen, soll einen Wert von 5 Millionen Mark haben; also mich hier haben bei der Auswahl wertvoller EinrichwngSgegenstäiwe Verstand und nichtalltägliche Voraussicht gewaltet!/ > Auf den Beobachter derartiges Vorkommnisse— und hierher gehören Wohl alle Mitbürger— wirkt der. man möchte fast sagen alltägliche Verlauf dieser und ähnlicher©ivaflaten deprimierend! Slach erfolgter Anklage besinnen sich die- bewußten Uebeltäter Plötz» lich auf ein«„alte" Krankheit und verlangen bringend nach einem Sanatorium, trotzdem ihre Schwelgereien und Schweinereien vor- dem eine beneidenslrerte Konstitution voraussetzten! Merkwürdig chierbej ist cZ auch, daß von besagten Krankheiten mit Vorliebe Leute befallen werden, denen einige Milliönchen zur Seite stehen; aber noch seltsamer wäre es, wenn hier und in allen solchen Fällen nicht mit aller Strenge des Gesetzes vorgegangen würde und Straf- mildSrunq ohne Ansehen der Person nur dann eintritt, wxnn der Angeklagte nachweislich vor begangener Straftat so krank war. daß er für dieselbe nicht verantwortlich gemacht werden kann! Wenn von allen Richtern und Aerzten vollkommen un- parteiisch verfahren wird, dann wird auch das Vertraue� unsere? Volkes zu Recht und Gerechtigkeit wieder erwachen, und viel würde zum Nochlassen alles Part�ihaderS beigetragen werden! Die Kosten für die Erweiterung des Stadtverordneten« sitzungssaales. Bekanntlich hatten die Fraltionen der Stadtverordnetenversammlung sich für eine Erweiterung des Stadtverordnetensitzung«- iaaleS um 80 Plätze entschieden. Die mit Rücksichtz auf die sehr schwierige Konstruktionslösung dieser Aufgabe nicht unerheblichen Kosten von 2 400 000 M. hat der Magistrat nunmehr in Ueberein» stimmung mit einem früheren Beschluß bewilligt. Der Stadtver- gr dneteNversammlung wird eine entsprechende Vorlage zugehen. Warnung an die Oberschlester. Der verein der Oberschlester. der eine rein polnische Gründung ist, veröffentlicht im.Dzienmk Berlinski' einen Aufruf, der folgendermaßen beginnt: .Oberschlester! Der Tag der Abstimmung nähert sich. Meldet Euch in dem Verein der Oberschlester, Holzmarklstr. 10. der alle Erläuterungen, Informationen erteil« und Anträge um Aufnahm« in die Abstimmungsliste vermittelt. Schenket den einseitigen Nach» richten der hakatistischen alldeutschen Organisation»Verband heimattreuer Oberschlester' leinen Glauben.'» Hierzu bemerken die vereinigten Verbände heimattreuer Ober- schlesier: ffii| machen alle Oberschlester, denen ihr Deutschtum am Herzen liegt, darauf aufmerksam, daß selbstverständlich nur die .Vereinigten Verbände heimattreuer»Ober- schlesier' für sie in Betracht kommen, und wir warnen sie vordem polnischen Verein der Oberschlester. Es ist selbst- verständlich eine Verleumdung, wenn von den Verbanden Heimat- treuer Oberschlester in dem Aufruf gesagt wird, e« handle sich um eine hakatistische ostdeutsche Organisation. In den.Bereinigten Verbänden heimattreuer Oberschlester' sind Mitglieder aller Parteien von rechts bi» links vertrete« und arbeiten mit daran, Oberschlesien deutsch zu erhalten. Die juristisch« Sprechstunde findet heute von 2— 6 Uhr •(ulcht vo« 2—4 Uhr) statt. Auf die Strafte gesetzt. Groß« Entrüstung hat des Vorgehen de« Hauseigentümers MeweS, Leonhardtstr. 7, gegen die Familie bei Portier» Toppow hervorgerufen, die er durch einen GerichtZvollzieH« mit ihren Habseligkeiten auf di« Straße setzen ließ, obgleich die Leute bereit» sechs Jahre im Hause ihre» Amte« gewaltet haben. TaS Gericht hatte Set infolge des Streiks anhängig gemachten Exmissionsklage stattgegeben. Wie uns mitgeteilt wurde, ist der Mann im Kriege durch einen Lungenschuß schwer verwundet wo öden und leidet immer noch an den Folgen der Verwundung; sein Schwiegersohn, der mit Frau und einem kleinen Kinde bei ihm wohnt, ist m hohem Grade lungenkrank. Trotzdem mußte der kranke Mann die Wohnung verlassen und sein etwa 18 Monate altes Kind wurde, im Bett liegend, aus der Stube nach dem Hausflur transportiert, während sämtliche Möbelstücke auf den Bürgersteig, hart an der Fahrstrahe, gelagert wurden. Da dies« am Dienstag abend noch' dort lagen, nahm da» zahlreich angesammelte Publikum eine drohende Hltung gegen den Hauswirt'an. Schließlich wurden di» machen von dielest bereiten Händen gepackt und wieder in die leere Wohnung hineingetrogen. Eine mitleidige Nachbarin erbarmte sich des Kindes und nahm SS bis auf weiteres zu sich. Gestern(Mitt- tpoch) erschien aber der Gerichtsvollzieher wieder, um die Möbel zum zweiten Male hmauSbringen zu lassen. Am späten Nachmittag lagen sie noch auf der Straße. Dem Mann wurde vom WohnungS- amt schleunigst eine andere Wohnung nachgewiesen. Sie ist aus einem Pferdestall umgebaut wovden und soll pro Monat ISO Mk. kosten. Schon wegen dieser Höh« des Preise» mußte er sie ablehnest. Noch gestern abend hatte er mit seiner Familie kein anderes Obdach. Etil ähnlicher Fall wird uns aus der Windfcheidftraße berichtet. Der biSber dort km Hause Nr. 31 tätige Portier Meyenn wurde gleichfalls infolge des Streits von dem Hauswirt Kirchner mit feiner Familie auf die Straße gesetzt, nachdem da» Wohnungsamt die Räumung der Wohnung freigegeben hätte. Herr Kirchner, der eine Kognalvrennerei und Likörfabrik betreibt und auch in her 10] Schweres Blut. Kornau von ZuHanl Aha. „Ob der noch.schläft? Ist schon vor Sonnenaufgang hinaus und fängt laichende Brachsen. Ich soll dem Lang- schläfer sagen, wenn er aufsteht, daß er nicht weggelassen wird, bis der Wirt kommt... und wenn er bis zum Abend auf sich warten ließe.".? Schemeikka blieb stehen und verfolgte Marja mit den Augen, ein Lächeln auf den Lippen. Nachdem Marja die Milch durchgeseiht hatte, holte sie einen kleinen Holzkrug, füllte ihn und bat den Gast, ihn sich zu nehmen. Schemeikia lächelte nur: Marja fragte, ebenfalls lächelnd, ob er die Gabe des armen Gehostes gering acht», weil er sie-nicht möge. .„Wirtin, du- kennst wider nicht karelische Sitten. Bei � uns nimmt der Gast niemals selbst, die Wirtin reicht ihm L alles in die Hand, was sie anbietet. Wie ein Wirbelwind so flink wirds ihm schon in der Tür entgegengebracht." .�zch kann dir dies ja bringen!" und Marja ergriff das Gefäß und reichte es ihm. Schemsikka hob es an die Lippen. „Der Geber wartet bei uns, bis der Gast seinen Krug bis zum Boden geleert hat." „Muß denn hier alles gemacht werden wie dort?" lachte Marja. „Ja. alles," ssagte Schsmeitta ernst und blickte über den Rvnd bes Gefäß?« hinweg. � „Wäre eS nicht besser so. wie eS im Lands Sitte ist?" „Nein." sagte Schsmeikka ebenso ernst und gemacht feier- lich und reichte Marja den Krug. Marja wollt? sich über die Sväße des anderen totlachen, während sie den Krug auf den Tisch zurückstellte. „Jetzt hat der Mann das Maul voll Milch wie ein Karl!" Schemsikka wischte sich den Bart nicht. leckte ihn nur ein wenig mit der Zunge ab und erwiderte immer in derselben ( Art: „DaS war eine andere schone karelische Sitte. Es gibt «och eine dritte, die allerschönste. Der muß den Bart des Gastes abwischen, der ihn beschmiert hat." Mit einer raschen, aufzuckenden Bewegung streckte ihm Marja ihre Schürze hin, aber ebenso rasch griff'Schemsikka sie hinten im.Genick, während er ihr mit der anderen Hand ihr Kinn hob und einen langen Kuß auf ihre Lippen drückte. Marja spürte eine kräftige, lastende Brust und sah zwei dunkle, aufleuchtende Augen; Schenieikka fühlte einen weichen Busen und sah einen hinschwindenden, sich schließenden Blick. „Nicht," sagte Marja matt, und wenn sie nicht frei ge- worden wäre, so würde sie hingesunken sein— und als sie zurückwich, war ihr der Fuß so schwer, wie einem, der im Traume flieht. Scheuveikka ging langsam und ruhig hinaus und setzte sich auf die Treppe. Marja schritt vorbei. „Das darfst du nicht wieder tun." „Nun, weshalb denn nicht?" „Wenn es jemand gesehen hätte?" „Deshalb nicht?"* „Und auch sonst nicht. Das u�ußt du versprechen. Ich getraue mich sonst nicht das Essen auf den Tisch zu stellen:" Sie bat darum/alS hätte sie es nicht aus eigener Kraft vermocht, mit fast flehenden Augen und Mienen. „Dann will ichs versprechen. Darf man dich aber an- sehen?"' r „Ansehen meinetwegen."_ ,�5lt nur giti daß man nicht mit geschlossenen Augen da- zusitzen braucht." Marja lächelte verlegen zärtlich... Hatte er seinen Spott mit ihr? Nach dem Esten lag Gch?mei?ka auf dem Hofe in der warmen Sonne auf dem Rücken, die Hände im Nocken. Marja spähte am Fenster der«tube, das Gesicht bleich und starr gegen die Scheibe gedrückt, mit wallendein Busen, und ihr Auge glitt über die gewölbte Brust und den sehnigen Bossen der Beine, wenn das eine Bein auf dem anderen ruhte. Die Schwalben schössen hoch über Schenreikkas Kopf durch die Luft, ein warmer Wind fächelte Brust und Hals. Sie will nicht mit mir sprechen, weicht mir au?. Habe ich sie zu sehr eingeschüchtert? Häite. ich sie vorstchtiaer.zu- traulich machen sollen? Welches mag denn eigentlich das Locklied für dieses Bögelchen sein? Soll ich mich loben und -WS» rühmen: solch ein schlanker Bursch, ein weitbekannter Kauf- mann, ein unvergleichlicher Jäger will dich haben! Oder soll ich sie selber rühmen, ihr ins Ohr flüstern: Übermaßen schön bist du, ich habe nie-deinesgleichen gesehen: du siehst doch, daß ich nicht anders konnte; als ich dich sah, mußte ich dich umannen, mußte dich küssen. Die eine schmilzt bei klagender Musik, die andere läßt sich vom fröhlichen Lied be- tören.?lber was du auch singen magst, sing ohne auszusetzen das Schlaflied dem Weibe wie dem Kind, damit sie nicht vor- her erwachen. Wenn du sie schon umstrickst, schweig nicht still, damit der Zauber nicht zergehe; wenn du. einen BerS gesagt hast, wisse sogleich schon den zweiten, mit dem du fortfährst. Es erschien auf der Schlvelle ihres Speichers die Wirtin, setzte sich mit einer Näherei hin, wandte nicht den Kopf, hob nicht den Blick. Schenieikka betrachtete sie da, und schon wußte er, welches seiner Locklieder er diesem Bogel singen mußte. Er stand auf. ging und setzte sich rittlings auf die Schwelle, mit dem einen Bein im Speicher, dem anderen draußen— und sagte plötzlich, überrumpelnd: „Solltest mir deine Sorgen mitteilen, junge Wirtin." MarjaS Stimme bebte estvas: „Meine Sorgen? Was für Sorgen?" „Alle, die du hast." „Woher weißt du, was für welche ich habe und nicht habe, oder ob ich überhaupt Sorgen habe?" Schemsikka machte eine Pause in seinem Liebe, dann rührte er wieder die Saiten, die. wie er fühlte, schon- einen guten Klang gegeben hatten. .„Du hast kein ergötzliches Leben hier in der Einöde." Marja antwortete nicht, sie nähte. „Dein Mann alt�und klotzig, deine Magd still und ein» fältig, im Winter kommt kein Fremder ins Haus, wenn im Sommer einer kommt, geht er wieder." „Wenn nian nichts Besseres gesehen hat. vermißt man nichts." „Komm-init mir nach Karsli en. da wollen wir luftig feinl" Marja fuhr zusammen und blickte auf, zugleich aber' wieder zu Boden. 4 lLorti. folgt) Monument«, ftraße sin HauS besitzt, tveigerts sich, bis vochaltniZ* mäßig geringe Webrforderung des Portiers zu!>ewilliqen. DaS Gerichtsurteil sagt, weil die BStlagtcn sMann und Ebenau) vor- sätzlich die Erfüllung ihrer Dienstverpflichtung verweigert hätten, babe,es der Exmissionsklage stattgeben müssßn. Ob ein Streikrecht bestehe, könne'dahingestellt bleiben, da durch ein derartiges Recht der Dienst nicht berührt)verde. Für jeden Portier erscheint eS nach den vorliegenden Gerichts- entscheidungen dringend geboten, bei Absckließung der Perträge genau auf den Inhalt zu achten. Zur Bluttat in der Alexandriuenstraße. Bekanntlich waren der Schneider Paul Möbius und der Kutscher Mar Halle unter dem Verdacht der Täterschaft bei der Ermordung des'Schulz festgenom- men worden. Beide sind mmmebr nach Abschluß der Ermittelungen dem Untersuchungsrichter vorgeführt. Möbius hat insbesondere auch erzählt, daß Halle bei der Tat seine Mutz« verloren hat. Tat- sächlich ist auch die am Tatort gefundene Mütze von Zeugen als die des Halle wiedererkannt. Diese Mütze soll Halle im vorigen Jahr, und zwar vermutlich im August, von einer Hamsterftchrt nach Wriezen oder Umgegend mitgebracht haben. Er hatte in einen, Rucksack Birnen geholt und soll die Mütze ober: in dem Rucksack ge- habt baben. Vermutlich hat er die Mütze während der Bahnfahrt gefunden oder sich ungeeignet. Für die weiteren Feststellungen ist es von größter Wichtigkeit, daß sich der Eigemümer der Mütze umgehend bei den. Kriminalkommissaren Gennat, Tretlin, Zimmer 104 des PolizeivräfitüumS Berlin, meldet.— Halle macht übrigens. nachdem das Beweismaterial sich mehr und mehr verdichtet hat, den wilden Mann und benutzt den Inhalt ihm zugänglicher Papierkörbe als Nahrungsmittel. Wie im Fall Heuschke,.Krausnickstraß«, der an Hand des zurückgelassenen Hutes aufgeklärt ist, spielt auch in diesem Fall eine Mütze eine ausschlaggebende Rolle. Eintragung in die Abstimmungslisten für Oberschkesien. Die Vereinigten Verbände bei mattreue r OberscNesier verörsentlichen im Anzeigenteil dieser Nummer ein« Bekanntmachung über Emgegen- nähme der Anträge ausjinniragung in die AbststnmnngÄisten. Wir verweisen an Dieser Stelle auf die Anzeige und heben hervor. daß die Anträge sofort gestellt werden müssen, da die Frist hier- für sehr kurz bemessen ist._ Seldftsihutz und Schlchpolkzek.. Zu dem Artikel in Nr. 11 der.Roten Fahne' vom 8. Januar 1321 lUcktersteht die Orgesch dem Polizeipräsidium?) teilt da? letztere den PPN. mit: Die Einwohnerwehr besteht nickt mehr, es handelt sich im borliegenden Falle um den Berliner Selb'ckutz e. G. mbH, eine privare Einricktung, die durck ihre Mitglieder nackts frei» willige Streifen zum Schutz von. Hab und Gut der Berliner Bevölkerung ausführt. Der Berliner Selbstschutz ist als solcher unbewaffnet und steht weder mit der Polizei in Verbindung nock besitzt er irgendwelche polizeilichen Befugnisse. Natürlich sieht aber nicht» im Wege, tzaß einzeln« Mit- glieder deS Selbstschutzes, ebenso wie andere Privatpersonen, aus Grund der ollgemeinen Bestimmungen einen Waffenschein besitzen und die jedermann zustehenden Behignisse des§ 127 SeBO. ausüben. d. h. Personen, die bei Ausübung einer strafbaren Handlung auf frischer Tat betroffen ober verfolgt werden, vorläufig festnehmen können. Wie die eingehenden polizeilichen Erminlungen ergeben, haben, kommt auch im vorliegenden Fall eine polizeiliche Amts-; anmaßung seitens de» betreffenden SelbstschutzinitgliedeS nicht in: Frage.,_ " Wegen unzulässiger Betriebsführuag sind vom Mehlbezugc' ausgeschlossen worden die Bäckermeister Ernst Marrini, Wolgaster Str. 4; Karl Rank, AndreaSstr. 38; Gustav Klätke, Tilsiter Str. 26, auf 2 Monat«; der Konditor Franz Powelsit, Voltastr. 34, auf 2 Wochen. »Soll tzaS Kranken dienlich sein?" Zu dieser Notiz in Nr. 17 des-Vorwärts" vom IS. Januar bittet uns. das Nachrichtenamt um felgende Veröffentlichung: Nach einer Anordnung de» Magistrats dürfen Vorträge und ähnliche Veranstaltungen in städtischen An- ) stalten nur mit schriftlicher Erlaubnis des Magistrats stattfinden. Den Patienten war von den Aerzten mit Rücksicht auf die schlechte Witterung abgeratew worden, an der in einem Restaurationssoal stattfindenden Versammluirg teilzunehmen. Von einer Urlaubs- Verweigerung ist dem Magistrat nichts bekannt. Ob Verstöße vor- gekommen find, wird durch die inMvischen eingeleitete Untersuchung festgestellt werden. Von de« Vertreter der Fried rsckSberger Bank. Jusfizrat Schachtel, erhalten wir mit Bezug auf die am 28. Dezember vcr- üffentlichte Zuschrift deS Lehrers Wichmann folgende Berichiigung: ES ist nicht wahr, daß der Lehrer Wichmann durch Verbreitung vsn Schmähschriften angegriffen wird. Wahr ist vielmehr, daß nur die unberechtigten Angriffe de» Lehrers Wichmann abgewehr: wor- den sind. ES ist nicht wahr, daß der Lehrer Wichman« sich die Vertretung der bedrängten- 20 000 Gläubiger zur Aufgabe gemacht hat; wabr ist vielmehr, daß Wichmann persönliche Interessen ver- folgt. Unter anderem hat er die Gläubiger dadurch zu schädigen versucht, daß er im Wege der Klage die Rückzahlung seines Mit- gliederguthabens von 6000 Mk. erzwingen wollte, obgleich auf dieses Gutbaben nur die Gläubiger zu ihrer Befriedigung Anspruch baben. E» ist nicht wahr, daß das Kammergericht bei seiner Entscheidung, durch welche es die Klage des Wichmann abgewiesen hat, die Allen des GenossensthaslsregisterS nicht berücksichtigt hat; wahr ist viel- mehr, daß der Inhalt dieser Akten vom Kammergericht sorgfältig gewürdigt worden ist, und daß eS trotzdem die Klage des Wichmann abgewiesen hat. Es iftzmichl wahr, daß da» Landgericht den erstell Zwangsvergleich„wegen der dabei vorgekommenen Verschleierun- gen und Beeinflussungen' ausgehoben hat; wahr ist vielmehr, daß weder Verschleierungen noch Beeinflussungen vorgekommen sind, und daß die Entscheidung deS Landgerichts, gegen welche leider eine weitere Beschwerde nicht mehr zulässig war, sowohl rechtlich als tatsächlich von irrigen Voraussetzungen ausgegangen ist. ES ist nich: wahr, daß Justizrat Schachtel für die bisherige Vertretung im Vergleichsverfahren über 100 000, M. verlangt ha:; wabr ist vielmehr, daß er feine Gebübrenforderung mit Rücksicht auf die gegenwärtigen Verhältnisse noch weit-unier den ihm gesetzlich zu- stehenden Betrag ermäßigt hat.- f'~ Jugendweihe Qberscköneweide. Eltern, die ihre Ostern zu entlassenden Kinder an der Jugendweihe(20. März 1321) teilnehmen lassen wallen, werden hiermit ersucht, sich bis Mittwoch, den 13. N M. einschl., beim Genossen M. Jacobsen, Rathenau- straße 23, v. 1 Tr, zu melden. Für die kollegiale Schulveiwaltuug. Die sofortige Aufbebung der jetzigen Dienstanweisung und Erlaß zeilgemäßer auf Grund der kollegialen Schul- Verfassung verlangen die im Berliner Lehrerverein, in der Vereinigung der Freunde der kollegialen Schulvcrfasiung und im Bund entschiedener Schulreformcr zusamnicngeschlossenen Lebrer und Leirc- rimicn akademischer und seminarischer Bildung. Tie- laden zu einer öfsentlicheu Versammlung zu diesem Thema auf Tonnabend, 22. d. M., 5 Ubr nachmittags, in die Aula bei Friedrich-Wilhelm-GhinnasiiimS in Berlin, Kochstr. 13, ein. Redner: Studienrat Dr. Lorenz, Lehrer Kurth, Lehrer Kölling, Prof. Oestreich. Die Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit vermittelt aus Anregung der Gruppe in den Vereinigten Staaten von Amerika Brief- Wechsel zwischen Kindern der verschiedenen Staaten, damit sich die Kinder der sich bis jetzt immer noch fremd gegenübeutehenden Länder kennenlernen und somit praktisch zur Völkerverständigung und Völkerversöhnung beitragen können. Eltern, die ihre Kinder an einem solchen Briefwechsel teilnehmen lassen wollen, werden gebeten, den Namen des Kindes, die Adresse und das Älter einzusenden an Charlotte Görke, Berfin-Tenipelhos, Schönburgstr. 3. '?ugenüveranstaltungen. Verein Sebetterjngend Sroß-Berli». NW. PI. z» den Zelte« s. Wn Sonntag, den IS. Januar, abend»<5 Uhr, im gentraljugendbeiui, Lindenstr. 3: �.Freiligratl, jn feinem Leben und Werken'. Vortrag mit. Licht- dildern. Ertrabeitrag O.iö M. Arbeitereltern und Parteigenossen find herz- lichst eingeladen. Tonuerstag, den 13. Januar, abends iH8 Uhr: zentraljugendheim. Lindenstr. S:„Kirche und Schule'.— Sesnndbrnnne». Zilmschau. Die Schloßpark-Lichtspiele in Stegliy wurden kürzlich eröffnest Dr. Hans Lebede, der Dramaturg de» an gleicher Stätte entstehenden Tbeater«, wie» in seiner Begrüßungsansprache daraus hin, daß das nftie Lichtspieltheater eigene Bahnen gehen, keine landläufigen«ensationssilme bringen, sondern dem guten, literarisch wertvollen Film sowie dem Lehr- und' Unterrichtsfilm eine Stätte bereiten wolle. Di« zappelnd« Leinewand solle der Volks- erziehung und Jugendblldmig nutzbar gemacht werden. Schulen und Iugendvcreinigungen soll die �Möglichkeit geboten werden,' unter Berück- sicktigufig einer Altersstufenfalge, wirklich gute, technisch und künstlerisch hochwertige Filme zu besschtigen. E» ist geplant, den Kinobesuch zu Unterrichtszwecken für die Steglitzer Schulen obligatorisch zu machen. Zu diesem Zwecke hofft man in den Schnletat der Gemeinde ab Ostern d. I. entsprechende Mjttcl sinstelleu su können. Die Behörde steht den Bestrebungen der Schloßparkgesellschast äußerst günstig gegenüber. Die ersten Vorführungen: Sport- und Lehrfilme, WeaenerS Rübezahl- Schmargeuvoest Jugenoheim: Breite Str. 38. Vortrag:„Die Aufgaben der Gewerkschasten'.— Söiöahauser Vorstadt 2. Lokal Etargarder Str. 13: Di»- knlsionsabend.— Steglitz-Zirledena«. Jugendbeim: Schule Friedenau, Lffen- bacher Str. 5a. Vortrag:„Religion und Sozialismus".(Fortsetzung.) • Achtung! Aitellunasoarfitzende! Die für Dienstag, bea 13. d. M., ge- plante ollgemeine«itgliederaersammlnng mutz Umstände halber«»sollen. Serichtszeitung. Morüprozeß Döbbrick. In der Verhandlung gegen den des Morde»' an der 62jäbrigen. .Kprieni« gerin Dumnick aus der Gipsstraße angeklagten Artisten und Entfesselungskünstlcr Kurt Döbbrick und das der Beihilfe zum' Mach angeklagte Dienstmädchen Irmgard Hinrichfen wurden die medizinischen Iachverständtgen vernommen. Medizinalrat Dr. Stürmer, welcher seinerzeit die Obduk- tion der Leiche der D. vorgenommen haue, bekundete, daß als Todesursache eine Erdrosselung mit dem Sofaschoner, eventuell auch eine Erwürgung mit den Händen in Frage foimue.' lieber den Geisteszustand des Angeklagten Döbbrick wird der Gefängnisarzt Dr. Ludwig H i r s ck vernommen. Dieser bekundet. daß, wie die biZberiae Verhandlung gezeigt habe, Döbbrick heute keinesfalls den En'diluck eine? geisteskranken oder geistesjMvvchen Menschen mache. Der Sachverständige kommt auf Grund des objek- tiven Befundes zu dem Schluß, daß der' Angeklagte in erster Linie ein schwerer Reuvastbeniker und Hysteriker und um eiste schwachsinnige, degenerierte, von epileptischen Krampfansällen beimgesuchte Person. doch liegen- keinerlei Biomente dafür vor, daß sie bei dch Tat sich in einen, Dämmerzustand und einem Zustand der Bewußtlosigkeit bemnden. Der 8 51 StGB, könne keine Anwendung finden.— Geh.-Rat Dr. Straßmann, der vom Verteidiger zur Abgab« eines Gutachtens bezüglich des Angeklagten Döbbrick angerufen wurde, hielt es nach den ganzen Begleitumständen nicht für wahr- fcheinlich, daß Döbbrick sich bei Ausführung der Tat in einem Dämmerzustand befunden habe. Hierauf zogen sich die Geschworenen zur Beratung zurück. Das Urteil war spät abends noch nicht in unseren Händen. Mus aller Welt. film und �Zobonn Baptiste Linog" wurden von dem geladenen Publikum, da- sich aus Ortsbehörde, Schulen und Elternbeiräten zusammensetzte, bei- fällig ausgenommen.___ E... ler. Sroß-öerliner parteinachrichten. Heute, Donnerstag, den 13. Januar: tot.«M.(Xteptam). S Uhr abends. Wichtige chanbzetieloetbteihing von den Bezirk-lokalen aus. Zungsazialifte»(Srnppe Renkllln). Uhr im Jugendheim Noaatstr. 53. Vortrag ilber.sexuelle Hygiene", 1. Teil, fflr Iunggenosse». Zieseyent: Dr. med. cktlassovi.— Truppe Irepto«. 7 Uhr im Jugendheim cklsenstr. 3. Bortrag über„Pazifismus und Sozialismus'.— Gruppe Hcrmsdor!. 7 Uhr im Landhaus Neunzig, Reue Bismarckstr. 11. Bortrag über„Staatsbürger- kunbe*.— Gruppe Friebrichshagen. 7 Uhr bei Scholz, Friedrichstr. 31, Oeffentliche Versammlung. Thema:„De� Gebot � der Stunde'. Morgru, Freitag, dev 14: Januar: 37. Abt.(GrnneWnld). Mitgliederversammlung im Restaurant Andeneck, Hndertusdader Str. 3—10. Thema:„Verfassung'. "8. Abt.(SchSnebera). In der Mitaiiederversammlung, Schulaula Feurig. straße 53, mühen die AUnkttonäre und Wahlhalier um 7 Uhr zur Stelle lein. Verschieden II annste Ilarolen 1� errückte RF rakehler»s ntschisten I otm|| teml cj colelcn iktoria! Il räht| icck ariets»»ino> artei U Irrten ämliche arben rautzen äumig Französischer Auslleseruwgsantrag. Bei der Hamburger Kriminalpolizei ist das erste Hastersuchen der französischen BeHorde wach dem Weltkrieg eingegangen. Man ersucht um Festnahme des Raubmörders Eugen Lunz aus S t r a ß b u r g» der sich nach Hamburg gewandt haben soll. Sport. abend vorm. Sonn- 9 Ubr Turn. Tonrtsteaverein„Die Ratnrfrennde'(Ortsgruppe stöpenic nischer Garten, Dahlem. Treffen' 11.« Bahnhof Nöpenick. Sriefkaften der Redaktion. Dir juristische Sprechstunde findet heute von 3— 6 Uhr (nicht von 2—1 Uhr) statt. A. Immer bei der vorgesetzten bSheren Behdrde.— K.». 189«. Beim Polizeivrölidium(Abt. Siwerdeiispolizeil.— F. Li. 17. Fragen Sie erst beim Siedlungsamt der Stadt Berlin au., Sttlrlisverdsnll Serlln- Sffl». 21. Abt.. xriedrichshatn. Unsere Genosfin, Witwe �odsavs Arelix Straßmamlfir. St, ist verstorben. Die Beerbt- gung erfolgte am Iv Januar m Weihenfee 173# Ehre ihrem Andeuten! Srbett gesucht Mit dem Zunamen Ocrfet, «nnelunx» und Oannalq mit»erwandtschaftllchen Be. »lebungen in»reuzburg O.'S. und Umgegend.— Rechtsanwalt Kelstzp, Bönstadt O./S. fAD Lomvopstd. Institut vescblecb!?-, tiaut-, Nnrnlelü. pttä in vcin Verenxune, triscb« u. uite 531 ie. Schnelle, sich. schmerzl. Behdljt. 50 Jähr.Prax. Härder, Friedrichstr. 1 IIb, Oranlenb. Tor. Spr. 9-2. ♦-8. Kupfer Messing, Zinn usw. Qoeeksllller, Zalmgeblsss. Platin-. CoW-, Siliserlänich, kauft Brannenstr. 11 Beasselstr. 29 Fennstr. 48 Veidenweg 72. lessingT Kupier, Zinn, Zmt Blei, Platin, Gold» und Ellberbruch low sSmtl. AU- u. Edelmetalle kaust. ateMH-aiBkaiitojettfcale, ' Ssttbufet Dann-- 06 (Scar.cutnpl'w), MoriMi.lZZ30 Soeben erschienen! Soeben erschienen! Karl Radak: Rosa Luxemburg . Karl Liebknecht Leo Jogiches 48 Seiten 6 Reproduktionen Preis i Organisationsausgabe M. 2,- kartonierte Ausgabe, 5,- Verlag der Kommunistischen Internationale In Kommission: Verlagsbuchhandlung Karl Hoym Nachflft, Hamburg II (Arbeiter-Buchhandlung Berlin, Annenstr. 1) w" 301 1b» Ziebuiix 3.— 8. rebronr. Anehener Oombuo- Qeld>Lotterie II 736 Qew. ohne Abzug M. 333500 75 000 1 50000 LKeiUBMÄ 8m« Stiller. SS; Hamburg, Hdlsdaaun SS. Postscheck- Konto»116. S.i «'S = ö, !!!Geld!!! iür jede Bertsache. Höchste An» laumpreiie für Pfandscheine, Brillanten, Soldgegepitandc, Zevpioie, Bücher usw. Volit, Priedricb»tr.4l III. ElteKachnr lsueksrcksnk!! Ä! vas sicherst. Mittel, das Rauchen sanr od. tellw. einzustelf Wirke, verblüffend. Auskunft um». ve.rs.52ri. A rtlk.Oj.Englbrech', -Mönchen RS, ssafUlinaitr.». I st— ZttBuog uivüisiivtiicft sttüsii u.a. 18. 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Sie schaden sich nur selbst, leiste schlechtere Ärbelt, werden schneller müde und leiden schließlich an /kepsmeh und Neivosstät, für die Sie allerlei Gründe suchen, und vergeblich allerlei einnehmen. Ereilen Sie moglichD bald zu unseren vorzüglichen Punttoiik- Gläsern, sie werden Ihnen wohl tuen. Aber wenn Sie dang wieder arbeilen können, als wären Sie 10 Ie.hr« jünger und wenn Ifre Augen klar und rubig drein- schauen und Ir.re Gesichtszüge jenen nervösen abgc» spannten Ausdruck verlieren und Kopsweh Ihnen fern blech, t, dann werten Sie mgen, wie so viele vor Ihnen:. Der lstai war gut! Hierfür zeugt folgende Züschrist: Firma Optiker Ruhnkel Ich kann nicht umhin, Ihnen für die mir gelieferten Augenglö er noch nachlrägl ch meinen verbindlichsten Dank�nuszusprechen. Seit meiner Jugend bin Ich kurz- sichtig. Mehrmals habe ich bei Augenärzten und Äp- � tikern versuch!, possende Augengläser zu erhalten. Selbst während des Krieges, wo ich auch zum Heeresdienst eingezogen war, war es der damaligen Es hilft Ihnen nichts, Ich muß Ihnen wirklich sagen, daß ich mich, seit Im Besitze Ihrer Gläser bin, wie neugeboren fühle. Es war mir vorher nicht mehr möglich hei Licht die haben, letzt lese ich selbst die klemsten Börsennotierungeil, die oft sehr unleserlich sind. Empfanzen Sie nochmals meinen besten Dank, Ihr worles- Institut werde ich ,bei paffender Gelegenheit meinem großen Bekanntenkreise gern weiter empfehlen. Hamburg,' Lappenbergs Allee 151. Hochachtungsvoll Otto P e est. *,/ v v i v ä, v» V»* 1 1 v- fc* 14 1 1. 14 4 i** Augenstation nicht möglich, ein passendes Glas zu finden �«"°ngencr>°»ch t-nwiMo Nicket und Hartnickei. Gold» Double Echt Gold, läkarätig --------------,—______(1fnloouii(?tnDp.u.iä«i«i m Se bstb« Immen rq trotr(4li|cr n-rfl 0«rsn>s>sie A»st««i»S prüfen wir Augen und Sehlis? mit Sorgfalt und garantieren für passende Glä er sowie für Haltbarkeit aller Fassungen von M. 10.50 an. Dafür erhallen Sie bei uns schon«inen guten Doubib-Kneiser söhnt Gläser) und dazu noch ein Jahr Garantie, d. h so lange alle Re- paraturen umsonst, selbst wenn'die Fassung durch Ihre Schuld zerbrochen wurde. Nur für Hornteile, Schildpatt und für zerbrochene Gläser haben Sie zu zahlen. Beachten Sie unsere hier folgenden preise: S»»iscr ohne Einwihmz 6- 10.50 22.— 33.— 174.- «.50 18-, 28.- 38— 184— Hornbrillen«cm M. 36.— an..Moderne Lorgnetten, Silber von M. 05.— an, Gold-Doublb von M. 82.— an. Gläser werden ertra berechnet, und zwar das Paar: Ralhenower Schleifart M.'8.—, Punktorik-Menisken M. 19.—, dieselben aus gutem Sanoskop-Aas M. 27.—, Zylinder- Gläser, flach M. 16.—, gewölbt M. 40.—. Alle Preise sind netto.— Reparaturen werden schnell, gut und preiswert ausgesührt _-■' HM � � � .. at' f>ärCiM'. W) (8'e}d)äfte in(Srof)-�detiin, Hamburg, QSüfef,�-A uffelöovf;■�abvihen in Aixsnalimepreise| für Einzelpaare und Restbestände ' /■' Einige Beispiele Herrenstielel guter Arbeits- u. Strassenstiefel, solides Fabrikat �f\J* echt Rindbox, cleg. Stras senstief., mod.Form echtR.-Chevr.Im. n.o.Lackk.,yorn. Gesellsch-Sticfel I' SW, FrledricJi«tr. 240/41 TV. Potsdamer Strasse 50 W, Scbrllstrasse 16 KV, Kaassalstrass« 29 Sctiuhfalsriken Tnrmstrasse Wllsaackcr Str, 41 ________ W'*- N, Brunnensfra.sse 37 Saasiger Strasse 1 Biefci ShMaqclb. •N, Friedrich�trasse 1�0 SP, Oranienstrasse 2a N, M. 11 1 1 c.r.s t r a s s e 3 SO,»'rangelstrassc 49 O, AadreasstrasseSO.C, Spittelmärk't 15 O, Fraakiarter AUee 22 CiReseatbelerSt�esel� 123 Verkaufsstellen im Reiche Neukölln,, Berg'stdSO/Sl Charlottenburg,"WUmet;-- dorfer-S.tr; 122,/23/Potsdanj, tiraadenborger Strasse 54 Theater.lichtspiele etc. Opernhaus .Die Gezeichneten i v � [ Schauspielhaus Die Journalisten > 7 Uhr Deutsches Theater 7 Uhr: Romeo und Julia Frtg.SU.: Cäsar u. Kleopafra 8 Uhr: Stella. Frtz.7'/,: Plorlndo. Hierauf: Der Abenteurer und dl« Sängerin Gr. Schauspielhaus (KarlstraBe) 7: Florian üeyer(15. Abt 1A. Frtg.7: Fl0»Geyer(16Ab. ZA. Theater i. d. KOnlgprStzer Str. gpra Salome (Orska, Hanau, Liechtenstein, Veidt Paerber, Dernburg.) KomOdlenhans VjB: pie Sache mit Lola mit Max Pallenberg. .. it Stieda, Kiper. Berliner Theater. 7 Uhr: Die spanleche Nachtigall Operette von Leo Fall mit Fritz! Massary Hans Waeamann, Emmy Sturm, Julius Brandt, RelnholdPnsch, Olga Engl Ventrnl-Thentei� Josefine Dora a.Q, Ortrud Wagner, Picha. Haskei, Th: fraU uäTiicl(Operette) Dentarhea Opernhan. 7 uhn Jugend, Ballett Frledr.- WUhelmat.Th >/>suhr: Hoheit dieTäiizerlii. Kleine« Theater 7VjUhr; DerSeRge. Lotichens Oebnrtstag Kl. Mchanaplelhana 7V. Uhr: Reigen Kominehe Oper Tt/.u.rfiaroiieSebeD Sarah. Lnotsplelhann 1*1, Uhr: Arnold Riech In Die ochwebende Jungfrau ISetropol-Theater LHollandweibcheu Nene. Operettentbeat. v/,v.: Yu-Shi tanzt BTeae. Volkntheater 7',v uhr: Pension Sehöller Schiller-T heat. vharl. 7 uhr: Der ehem. Leotnant Thalln-Thcater Gastspiel Hanoi Nies. 7t/,: Botschafterin Leni Thtnm Nollendorfplat. 3V, Uhr: Maskenball 7 uitr: Wenn Liebe erwaohl Theater de. Weetenn �DererstenLiebegoilZeit Sbd. 3V« Uhr: Qänseliesel Tb.iedeKommandantenstr. 7Vau.:ller?eijiingteÄflolar Wallner-Theater % Der Gelger von Lugano L Trlanon-Theater Täglich TVoUhrr' Kammermusik Lustspiel von H. Ilgenstein. Carl Clewlng, BugenBurg, Olga Limburg, H. Albers. SonnabendlU., kleine Preise: Hbnsel and Ciretel. Residenz- Theater Täglich 7V, Uhr: von Oskar Wilde. Arnstädt, Sandrock, Mamelok, Otto, Falkensieinjoelle, Korlt Sonnabend 4, kleine Preise: Aischenbrddel. Rose-Theater u-' Schneider Wibbel Casino-Theater Lothringer Str. 37. Tägl.'/A D. Schlager aller VolksstQcke Der Fehllritl einer Frau Vorher: Theaterliebe Oper. Sketch mit ViktLitzek. Sonntag S'/jt Eine fidele Ehe, Volkstümliche Preise. uf Folies Caprice"öf am Oranienburger Tor. Neon Monate a dato Die Reservedame Meine Tochter d. Herzogin m. Ferd. Grünecker, Rudolf Rudolf!, Georg Erich Schmidt. Vorverk. 11—2 und ab b Uhr. Tel.: Norden fiOSO. Volksbühne Theater am BUlowplafr. fh'* Haeh Damaskus 2-u 3- Teil. Lessing-Tlieater vh uhr> Flamme (Dorsch. Hartmann, Klein- Rogge, Pröckl.) Freitag TUhr: Peer Gyn! Deutsches Künstler-Theater Allabendlich 7l/a Uhr: DieScheldungsreise mit Max Adalbert und Trude Hesterberg. Sonnabend 3 Uhr: vorstciiung: Fitzlifitz Theater f. d. königgrätzer Straße Montag, 17. Januar, 8 Uhr: Zum 23. Male: Salome T r a g ö b i e von Oscar wild« Hauptdarsteller:, Maria Orsla, Lubwiz Hartau, Conrad Veidt, Rose Liechtenstein, Conrad Faerber. Ernst Dernburg Das ftibiikunil ... kiimt. Uliabendlidi unt.pers.Reg. v. Leo Peukert. (Diem-Thcaier- besuclkailabdl. aufgen. Films werden stets ab c nächst. Tag den (ganz. Monat öff. vorgeführt.' Wleäeranitp. Kampfe stiere -nachdemSiche- ] rungentd. Publikum getroif. sind. Toni Tetzltfl > Leo Connard HBülenDieh" 4 Uessems Pätzold Farn. AnL7,/tUhr. KÖnlgstadt-Theater Bahnhof Jannowltzbrficke Tägl.7.30 Gala.Singar u Im Bollsaal T A nT �cITinr und Kanch Im QfoSen Schauspielhaus Dir. Hans v. Wolzogen. Telephon: Norden(1643. Konz.7VtU, Beginn 8»/, U. Uussy Holl, Paul Oracts, Joachim Ringelnatz, Wolf Kiliaiilj, Gregor Ratoft, Josephs Bursteen, Annemarie Nase. Reinhold Pasch, C. K. Roellinghof. Conf. Waller Rillo. Am FlUg. MlschaSpollanskl. Kapelle Leonidoff. haalar am KoHbus. Tor Tel.i Motitzpl. 14814 Abends 7'/i Uhr: Elite* Sänger xvas hervorragende Januar.Programm Biatbgen-Konz. B.7 Vorv.ll-lV» u. 4 6. Iieiehsball.-Theater Abds. 7V] U. u. Sonnt. nachm. 3 Uhr: Sfetfiner Sänger Nehm. halb. Pr.i gKAM Varleti-Cali jnoritzplatz OranlenstraBe 83 84 Täglich 8 Uhr: Ellte-Programni Arnold Scholz- Nene Welt Hasenheide 108—114 Heute, Donnerstag, den 13. Janaar 19211 . Großer Tag Sauer. Sierfest prämüerung des sebönsten faradiesreihers Drei bare Geldpreise Anfang 6 Uhr. 5 Kapellen. 30 bayer. MadT Anmeldungen bis?>/, Uhr an der Kasse Blntncnstr.lO,neb.Re5id.-Th. Großer Ball für die liiere Jugend. Nur Randtänze. Blumensir. 10, Klno-Elng. Tanzpalast Anfang 7 Uhr. für die modern tanzende Jugend, ITägl. 7 U, Sonnt, auch 3 U, r Hans Stosch- Sarrasani's I Ziik.-Progr. Flg.Mensch. Eisbären, Löwen usw I Greils TranmlTraumlandl I Vorverk. Tletz u. Clrcusk. Jldmirals?alast 7v* Die roten Schuhe Morgen: Keine Vorstellung WWW» Täglich Konzert In Ihrem tlgcaea Helm| Engelbert Humpeniinck ■Intel und Bretel/»nlgsUnder/ Was Ihr wellt »dtrtibit„Obgleidt kh schon früher die gezeichnete Wiedergebe von Musikstücken durch Ihre„Grammophon"'Apparate sehr schätzte, bin ich erstaunt, wie ausserordentlich die Vervollkommnung seit einiger Zeit vorgeschritten ist..... Die Nebengeräusche, die sich sonst bei den Singstimmen bemerkbar machten, sind bei diesen Platten vollständig verschwunden, man glaubt, die Sänger wirklich zu hören und das begleitende Orchester klingt ausserordentlich klar und rein. Ich beglückwünsche Sie dazu, wie sehr Sie die Technik der Kunst dienstbar gemacht haben." 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Zinn!-hid des Walchensees Und oder Verwendung Im eigenen Betriebe, 5ie i, wtficnc arm{.wec** ucr Lreiacn ut'icrnenmuniscii aicncn. 4 Insbesondere Ist Gegenstand dar Untamehrnungen die Erwerbung der vom Land« Bayern zur Ausnutzung der genannten Wasserkräfte hergestellten und noch za erstellenden Anlagen und aller damit zusammenhängenden Rechte. i Bas Grundkapital der Waletiensaewerk A-O. beträgt M. 50000000—.das der Mittleren Isar A.-G. M. 75000000.—. as Geschäftsjahr beginnt bei beiden GeaeMsehalten am|. Oktober und endet am 30. Septembar. Das L Geschäftsjahr läuft W« 30. September 1921,_ Zur Betchaffung der Mittal für den weltaren Ausbau geben die Wslchenscewerk A.-G. and dl« Mittlere Isar A�CL unter dem Sammeinsmen,_ Scrtialdversehreibnugea der Bayerfsehe« OroBwaseerhrattwerke mit 4V,«/, verzinslich« vom Jahre 1426 ab zum Nannwart rückzahlbare Obligationen aus, die durch den jetzigen beiden Gesellschaften unter deren samtverbindfcher Haftung und durch die Bürg- zukünftigen Besitz der. HI__ schalt des mit seinem Gesamtvermögen für Kapital und Zinaen haftenden Staates Bayern sichergesteilt, also mündelslcher«Ind. Die Schuldverschreibungen lauten auf den Inhaber und gelangen in Stücken zu M. 1000.—, 2000—, 5000.—, 10 000.- und 20 000— zur Ausgabe. Die Verzinsung beginnt am 1. April 1921; dl« Zahlung der Zinsen erfolgt halbjährlich jeweils am 1. April und 1. Oktober. Die Einlösung der Schuldverschreibungen wird iura Nennwert Im Wage der Auslosung, beginnend mit dem Jahre 1426, mit jährlich mindesten« Vh'/o des ursprünglich ausgegebenen Betrage« zuzüglich der ersparten Zinsen aus den eingelösten Schuldverschreibungen vorgenommen. Die Auslosungen erfolgen im Monat April zum 1. Oktober eines jeden Die Schuldner' � m I. Oktober 1426. ngen vorzunehmen oder auch die «den Jahres, erstmals im April 1426, zur Heimzahlung a sind belügt, vom 1. April 1431 ab veistärkte Auslosun sämtlichen noch ausstehenden Schuldverschreibungen mit einer Frist von 6 Monaten zu kündigen. Die Anleihe soll zunächst an der Münchener Börse eingeiührt werden. Die Im Vorstehenden beschriebenen mündelolcheren SchuldverscfirelbUBgeu der Bayerischen GroBwasscrkrattwerk« werden hiermit ZUF Öffentlichen Zeichnung unter folgenden Bedingungen aufgelegt: Zelchnungsstelle Ist die Bayerische Staatsbank München mit Ihren sämtl. Niederlassungen. Zeichnungen können ... vom»7. Januar bin«InsehlleBlicb«. Februar 1911 bei den genannten Btellea sowie bei der Bsverischen Hypotheken- und WeehsM-Bank, München, „„ Bayerischen Vereintbank, M ,, Bayerischen"...... ,„ Bayerischen ,, Süddeutschen Bodencredltbank, München, ._ Bayerischen Zentral-Darlehenskasse, e,G.mJi.H- München, . Merck Fink 4 Co, München, , H Aulhäuser. München. , Schneider& Munzing, München, , der Bayerischen Dlsconto- und Wechsel-Bank, A.-G, ,, Vereinsbank, Nürnberg, , Anton Kohn, Nürnberg,__ und ollen Niederlassungen dieser Institut«, femer durch Vermittlung sonstiger Banken, Bankiers. Bankgeschäfte betreibender Sparkassen erfolgen. Em früherer Zeichnungsschi ul bleibt vorbehalten. i Vereintbank. Münehan,. Handelsbank, München. Notenbank, Münehan, bei dar Bank für Handel und Industrie, Berlin, », Deutschen Bank, Berlin, „. Dlrectlon der Oisconto-Oesellsehalt, Berlin, ., Dresdner Bank, Berlin, s, Berliner Handelsgesellschaft, Berlin, ,, Commerz- und Priwat-Bank, Berlin. a, Mitteldeutschen Creditbank, Berlin und Frankfurt a M, » L. 4 E. Werthelrabar, Frankfurt a. M, » der Pfälzischen Bank, Ludwigshafen, , B Allgemeinen Deutschen creditanstalt, Leipzig, a a Sächsischen Staatsbank, Leipzig. ,, Bank für Thüringen vorm. B. M. Strupp A.-Q, Meiningen,• Landrentenbank Coburg, Genossenschaften und der PP________..........______________ MMlI_______ Zeichnungsscheine sind bei allen vorgenannten Stellen zu haben. Die Zeichnungen können aber auch ohne Verwendung von Zelchnungstchelnen brieflich erfolg— ragt h erfolgen. 98% Der Zeichnungspreis beträ unter Verrechnung der Stückzlnsen zuzüglich SchluBnotenstempef. Die Zuteilung flntiet baldmöglichst nach Zeichnungsschluä statt DI« bis zur Zuteilung bereits bezahlten Beträge gelten als voll zugeteilt. Die Zeichner können die gezeichneten Beträge vom 37. Januar 1421 ab bezahlen. Sie sind verpflichtet: 30% des zugeteilten Betrage« apätestens am 28. Februar 1921 30° o a«■ ,31. März 1921 zu bezah'en. Beträge bis xu/,M."soo#.— sind sogfeTchV)!! abzunehmen?0' Apr'1 19"1 Die Stücke werdan mit mogüchater Beschleunigung teniggestetit Mönchen, im Januar 1921. Bayerische Staatsbank Harnröhren-, Blaselt-, Geschlechtskranke Saßt euch rechtzeitig behandeln. Dann ist Heilung möglich. verlangt Broschüre aea. 1.00 M. biete, verschwss. ahn« Äbiender Veschwerden angeben. Aerzll. WWsklZlk Dt. meö. Danunann Betlin 800.«otabauttt»trage 123 B. Sprechstunde 9 die II, 2 die 4. S annlag, 10 Ms IL• Metall3 Mkaulsstelle Osten, Grüner Weg 80 zahlt Tagespreise für Kupfer« Messing« Blei, Zink etc. KOM IXNOlC Steinharte[ToppelrleRelSAOäR. S:- iilharieKauohaltfeise LbOW. Rtchaelts.RommanbantensteW 1--- chriedcn hat, wird zweifellos nicht vom Reichs» orbeitSminlster gedeckt. Der Ausschuß bespricht dann«veiter die Notlage der e l s a ß- lothringischen Beamten.— Nach kurzer Aussprache wird der Etatsposten für die Abteilung für.Elfaß-Lothringen vom Habpt- auSschuß bewilligt.-> Nack lebhtfer Tcfwtte wird ferner der Beitrag für da» Nürn. beiger Germanische Museum in Höhe von 1230 000 R. angenommen.— Ansierdem bewilligtes der HauptauSschuß die Kosten für die weitere Bearbeitung und Herausgabe der dlrmuwentu germaniae liistoriea sowie für daS Rönlisch-Germanischr Museum in Mainz und für die Akademie der Statursorscher in Halle. Abg. Hoch(Soz.) betont die Wichtigkeit des Austausche« deutscher und auKlanbischer Li t e ra tu r. Abg. Dr. Brann-Franken(Sog.) weist gleichsav» auf die Notwendigkeit hin, deutsche Bücher ins Ausland zu bringen. Nach lebhafter Debatte wird der Beitrag iür die Deutsch« Bücherei in Leipzig in Höhe von einer halben Millivn Mark ö-avilligt.— Di« Sitzung schließt mit einer Debatte über die Ter!» nähme' der Kinder am Religion»linterricht. wobei eix Vertreter der Deutschen BollSparrei die Teilnahme der Kinder der Willen Serklärung der Eltern anhermgefiellt wissen will. < Urteil im Norüprozeß Döbbrick. Der Gerichtshof verurteilt« den Angeklagten Döbbrick wegen Morde» in Tateinheit mit versuchtem Raub mit TgdeSerfolg zum Tod« und Ehrverlust. Di« Angeklagte Hinrichsen wurde wegen Mittäterschaft rn versuchten-Raub mit TodeSersolg zu 3 Jahren Zuchthau» Unter Anrechnung von 11 Monaten Untersuchungshaft und Ehr- vevlust auf 10.Jahr« verurteilt. Der Angeklagte erklärst zum Schluß,- er gratulier« dem Staatsanwalt, daß er fei» Ziel erreicht hat und daß er auf jedes "iechtSmiftel und jede Umwandlung der Strafe im' Gnadenwege verzichte«nd um baldigste Peklstreckong de« Urteil» bitte» Das Hebav (Schluß aus der Abendausgabe.) I n der zweite» Beratung des HedammeugesetzeS äußert Abg. Schloßmaun(Deik.) Bedenken. Die Verhältnisse in Stadt und Land sind zu verschieden, als daß sie einheitlich geregelt werden könnten. Die den Hebammen bewilligten Sätze sind zu niedrig, aber die Finanznot macht zurzeit eine reichlicher« Ve- Messung unmöglich. Besser wäre es gewesen, die Hebamptenfrage reicks gesetzlich zu regeln. Die Vorbildung der.Hebammen muß verbessert werden. Durch das Gesetz wird der Hebammenstand, besonders auf dem Lande, zum Kristallisationspuuki der sozial- hygienischen Arbeit. Der(Äseyentwurf bedeutet auch keine Sozialisterung, wie die Rechte behauptet. Es handelt sich.lediglich um eine geschlossene Organisation der preußischen Hebammen. Abg. Frau Heßberger(Z.) erklart das Gesetz als nicht geeignet, die Hebammen zufriedenzustellen. Wir vertrauen, daß der Minister für Volkswohlfahrt alles tun wird, um die Gebühren recht niedrig zu halten. Der Ftnanzminifier mutz zu dem� Zweck neue Steuerquellen eröffnen. In dem Gesetz find sehr viel dunkle Punkte, die die Hebammen heute noch nicht kennen. (Widerspruch links. Lebhafter Beifall im Zentrum.) Ein Antrag Arendsee(Komm.) will da« Existenzminimum statt mit 3600 M. auf 6000 M. festsetzen. Abg. Dallmer(Dnat. Vp.): Die Abg. Frau Ege hat gestern viel mit Unwahrheiten gearbeitet.(Entrüstung links.) Wir können mit der gesetzlichen Regelung ruhig noch ein halbes Jahr warten. Wir würden dann«in« bessere Lösung finden. (Beifall recht».) Abg. Frau Poehlmen»(D. Vp.): Wenn der Entwurf«ine Mißgeburt geworden ist, so liegt da» daran, daß er ohne die Heb- ammen in die Welt gesetzt wurde, l Heiterkeit.) Nur durch die' Annahme unserer� Anträge werden Sie eine gedeihliche Lösung herbeiführen.(Lebhafter Beifall rechts.) Wohlfahrtsminister Stegerwald: An der Bildung der neuen Hebammengewerkkchaft ist da« WohlfabrtSministerium, insbesondere Geheünrat Crohn« unbeteiligt. Hätte man sich an die Regierungsvorlage gehalten, dann wären wir schon viel weiter. Die Sozialisierung de» Heb- «nnmcnwesenS liegt nicht. in meiner Absicht. Ich bin «ege» jede Bramtenvermehrnng. Gegen die jetzige Fassung der Vorlage babe ich einzuwenden, daß nach einer Seuderung der MehrheitSverhältnisse nach den Wahlen das Gefetz wieder umgeworfen werden könnte. Sachlich habe ich Bedenken gegen die Ueberiragung der Aufficht an die Pro- vinzen, solange nicht überhaupt die Autonomie der Provinzen durchgeführt ist. Die Regierung wünscht eine Umgestaltung der Vorlag« nach den von mir angedeuteten Gesichtspunkten, so daß sie von breiteren parlamentarischen Schichten verabschiedet werden kann.(Rufe: Rückzugsgefecht!> Abg. Dr. Weyl(U. Svz.): Die Worte de» Ministers höre ich wohl,- allein mir fehlt der Glaube! Der Minister scheint schon auf«in« ander« Znsammensetzung de» Landtag» zu hoffe« und die eine Koalitionspartei bereitet sich auf einen neuen Kurs vor. Ich zweifle daran, daß die Vertreter der Rechten. die das Gesetz bisher mit allen Mitteln sabotiert haben, selbst nach Annahme th«r Anträge der V-raöichiedung zustimmen würden. Di« Geheimwäte de» WohIfahrtSministerium» haben durch passiv« Resistenz da» Zustandekommen des Gesetze» verzögert.(GroAi Unruhe recht».) Rechte und Zentrum haben die Gründung dxr neuen Heb- am ine ngewe rkschaft mindesten» stark beeinflußt— ein Vorspiel für die neu« Regierungsbildung. Wir find überzeugt, daß da» Gesetz nicht nur sin Interesse des HebammenstandeS. sondern auch im Interesse der Mütter und deS gesunden Nachwüchse» ist. (Beifall links und auf den Tribünen, Zischen recht».) Wirtsthast Die Ausfuhr von Porzellaufpielware». Der WirtfchaftSpolitilfche Ausschuß� de» Reichswirt» schaftSrate» beschäftigte sich gestern mit einem Antrag« der Feinkeramik-Jndustrie Mus ETaß eines Ausfuhr» Verbote» für Po rzelkan s p i« l w a re n, der vom Reichs- Wirtschaftsministerium mit der Bitte zur Stellungnahme vorgelegt war. Der Sachverständig« für die Luxusporzellanindustrie, Syndi» kuS Dr. Richt?r, begründet« den Antrag damit, daß das für Luxus- Porzellan bestehende Ausfuhrverbot durchbrochen würde, weil sie einfach al» ausfuhrfreie Spielwaren deklariert würden. Dadurch werde aber auch die Preispolitik der Außenharchelsstellen für Fem» keramik unmöglich gemacht, die darauf abziele, die nach Lage de» Weltmarktes möglichen hohen Preis« für diese nur mit Inlands- rohstoffen arbeitend« Industrie zu erreichen. Aehnlich äußert« sich der Rcichsbevollmächtigte der AußenhandelSstelle für Feinkeromik. Von den Sachverständigen der Spiesivarenindustri«-wurde dagegen geltend gemacht, daß ein Ausfuhrverbot für Porzellan. spielwaren ein« scbwere Belastung der Spielworenindustric dar» stellen würde. Diese Belastung zu ertragen sei unmöglich. Ganz auSgesthlossen aber sei, die Preispolitik für Feinkeramik mitzu- machen, was durch den Antrag unausgesprochen verlangt werde. Puppenköpfe seien kein ÄuruSporzellan, sondern Spielwaren, und würden auch, im Verkehr danach behandelt. Der Vertreter. deS Reichs» irtschafttmtni st erium» bttonte, daß die Regierung kein« Ausfuhrabgab« zu erheben gedenke, also kein fiska- lisch«» Interesse an der Frag« h-cke. Die Preisprüfung werde große Schwierigkeiten machen. Für ein Ausfuhrverbot stimmte nur eine kleine Zahl von Arbeitnehmern aus prinzipiellen Gründen der Wirtschaftsregelung. Siemens u. Halske Aktiengesellschaft. ..Der Geschäftsabschluß über da» am 31. Juli 1920 beendete Ge- schästsjahr weist einen Reingewinn von 16 436 763,31 Mk.(im Lorjahr 11 467 441,83 Mk.) au». Hieraus sollen als Dividende verteilt werden 12 Proz.(wi« im Vorjahr) auf da« alte Aktienkapital von 63 Millionen Mark und 6 Proz. auf daS neu hinzugekommen« Mtien- kapital van 63 Millionen Mar!. Au» der Bilanz über das Zwischengeschäftsjahr August/September 1920 er- gibt sich ein Reingewinn von 4 829 622,47 Mk., wovon eine Dividende von 2 Proz. auf da» gTlamte Miewkapital verteilt werden soll. Nach Abzug der Sonderrücklagen und der Tantiemen für den Auf- sichtSvat sind 1 098 977,31 VÄ. auf neu« Rechnung vorzutragen. Dem Geschäftsbericht entnehmen wir noch folgende An« gaben:.Die Knappheit an. Rohstoffen und die Kohlennot verursach- ten in den Betrieben große Schwierigkeiten� die erst gegen End« de» Geschäftsjahres etwa» behoben wurden. Wenn es gelungen ist, die Ausfuhr in elektrotechnischen Artikeln zu steigern und daraus Nutzen zu ziehen, so ist dies einerseits auf den in der ganzen Welt vorhandenen Warenhunger zurückzuführen, andererseits auf die anerkannte Güte unserer Fabrikate und auf da» Vertrauen de» Auslände» in die technische LeiftungSfähigkest der deutschen Industrie. Mit Befriedigung kann festgestellt tverpen. daß nach dem Berliner Metallarbeiterstreik im November 1919 weiter« wesentliche Arbeitsuntervrcchungen>icht' stattgefunden habe«, und daß die Arbeitsleistung sich in erfreulicher Wetja gehoben hat, Wir und'S** Siemena-Schuckert-Wesik« imenge/eys Geheunrat Crohn«: Da» Zentrum ist gestern infolge der HaltUttg der Tribüne zweifellos umgefallen.(Unruhe im Zentrum.) Ideal: Forderungen erfüllt das Gesetz nicht, aber«S ist ein Sckaitt nach vorwärts.(Lebhafter Beifall.) Ich glaube nicht, daß die Parteistellong der Hebammen mit. dem Gesundheitswesen zu tun hat.(Beifall rechts.) Leider mußten wir im Ausschuß lange Reden ballen, um nach zwei Mo- naten Zugeständnisse der Link» Parteien zu erreichen. Wir habe.. nur als Beamte unser« Pflicht erfüllt. Den Vorwurf, daß vir das Gesetz sabotiert hätten, muß ich auf das allerschräfste zu- rückweisen. ES ist auf das tiefste bedauerlich, daß die Parteien d-r Herren Wehl, Schlotzmann usw. ihre Zugeständnisse nicht schon vor zwei Monaten gemacht haben, damit daS Gesetz eher hafte durchgeführt werden können.(Hört, hört! rechts.)' Ter-Rw gierungSentwurf war für da» Einkommen der Hebammen günstiger als der jetzige Entwurf.(Lebhafter Beifall- rechts. Große Unrub: und Zischen link».) Schluß der Debatte wird angenommen.— S» folgen persönliche Bemerkungen. . Wetzl(ll. Soz.): Ich habe nicht geleugnet, daß der Re. gierungSentwurf seine Vorzüge hatte, habe aber auch seine Mängel dargelegt. DaS Resultat des Ausschusses verdient jedenfalls den Vorzug. Wenn der RegierungSkommissar sich hier gestattet, einen Abgeordneten wie einen Schulbuben abzukanzeln, so isi im Interesse der Würde de» Hause»...(die übrigen Sätze des Redner? gehen in dem großen Lärm der Rechten unter). Tie Parteien der Linftn und die.Demokraten haben den Minister in Kenntnis gesetzt, daß sie gegen derartige Anrenwelungen protestieren und im r.öasten Etat beantragen werden, den Posten dieseSHerrn zu streichen.(Lachen recht». Unruhe links.i WohlfahrtSminifter Stegerwald: Herr Geheimrat Crohn« sollt: in meiner Abwesenheit einige sachliche Berichtigungen geben.(Zurufe linkS: Sachliche?) Ob er diesen Auftrag überschritten hat, kann ich erst au» dem Stenogramm feststellen. Deshalb bitte 'ich, die Angelegenheit bi» zur dritten Lesung zurückzustellen. In der Abstimmung werden die 1, 2, 8 und 4 mit den Stimmen der Linken und des Zentrums gegen die Rechte angenommen.§ 6 wird angenommen mit zwei Anträgen Heßberger(Z), wonach die Einteilung der Hebammenbezirke und die Anstellung der Bezirksbebammen den Stadt- und Landkreisen übertragen wird, und wonach die der' Hebammenhilfe bedürftige« Frauen unter den Hebammen freie Wahl haben. _ In der AuSschußfassung angenommien werden die§§ 8— 12. Bei§ 18 wird auf Antrag Heßberger(Z.) die Vergütung für die ersten 76 Geburten von 30 auf 20, für die weiteren Geburten von 29 auf 10 M. herabgesetzt. Der Rest wird mit unweseitt- lichen Aenderungen angenommen. Ohne Aussprache verabschiedet werden die Gesetze über Bei- Hilfen zu ten Kri-gSwohlfahrtSauSgaben der Gemeinden, Bereit- stellung weiterer Mittel für die Regelung der Hochwafferverhältnisse an der Oder, staatliche Förderung Königs berger Hafenanlagen, Fest- stellung de» Staatshaushaltsplan«» für 1920 und über die Berg- schulvereine.. � Abgelehnt wird gegen die Stimmen der Rechte« daS Ge- fetz über die Besteuerung oeS GewerbebetwiebdS im Umherziehen. Donnerstag ll Uhr: Wiederholt« namentliche Abstimmung über daS Tamänen-SelbftbewirlschaftungSgesetz, Haushalt, Kleine Vorlagen, Rest von heute. Schluß VA Uhr. •• Auf 25 Jahre treuer Dienste kann heute der FraktionSdiener unserer preußischen LandtagSfraktion, Genosse Heinrich M a r k u S k e, zurückblicken. Die Fraktion hofft, daß seine Hilfe ibr noch lange erhalten bleibt. Auch seine Kollegen, die Amtsgehilfen Jan- k o w S k i und F l i e g n« r feiern mit ihm ihr LSjährige» Dienst- jubiläum. >............... in in i i i-siss-s»-!-it i r" wandten im 24. Geschäftsjahr außer den gesetzlichen sozialen Leistup- gen 18 Millionen Mark für freiwillige soziale Leistungen für unsere Angestellten und Arbeiter auf, wozu ein Betrag von 12 Millionen Mark tritt, den beide Gesellschaften gemeinsam der Fürsorgestiftung und zur Sicherstellung von PensionSzuschüssen zugewandt haben. Anfangs 1920 vereinigten wir durch- Vertrag mit Wirkung ab 1. August 1919 unser Glühlampenwerk mit denen der AW. nnd der Auer-Gesellkchaft in der Firma„DSram G.m.b.H. Kommcm- ditgesellschast", an der wir mit 49 Proz. beteiligt sind. Die bisherigen Ergebnisse de» am 30. Juni 1920 abgelaufenen Geschäftsjahre» lassen bereits erkennen, daß sowohl technisch alz auch wirft schaftlich die Ziel«, welche den Zweck der Vereinigung gebildet haben, erreicht werden. Unsere Werke sind mit Aufträgen und Material reichlich versehen. « Die SiemenS-Schuckert-Werk? Ganh.H. weisen für das mit Juli 1920 abgelaufen« Gefchäftsjabr einen Reingewimi von 12 769 761,64 M.(im Vorjahr 15 293 976 M.)«ach, ops dem 10 Proz. Dividende(wie im Vorjabr) verteilt werden. Di: Gründung der Siemenv-Rheiw-Elbe-Schuckert-Umon hat ebenso wie bei der Siemens- HaISke»A.-G. die Verlegung des Geschäftsjahre» auf die Zeit vom 1. Oktober bis 30. September notwendig gemach-. Di« für den 30. September aufgestellte Bilanz zeigt einen Rein- g e w i si n von 2 806 496,73 M. Hiervon wird eine anteilig: Dividende von 10 Proz. ausgeschüttet. Aus dem Geschäftsbericht geben wir die nachstehenden Bemerkungen wieder: Die Produktion. elektrotechnischen Materials konnte anfangs den An- fordern ngen de» Marktes nickt entsprechen. Infolge des Mangels an War« und der infolge sinkender Valuta stets steigenden Preise überdeckte der BestellungSetngang bei weitem die tatsächliche Aufnahmefähigkeit de? Marktes und führte bei dem Umschwung der wirtschaftlichen Verhältnisse am Schlüsse des Jahres zu einer starken Ueberfüllung der Läger. Ein Teil unserer W- nehmer stand infolgedessen vor großen finanziellen Schwierigkeiten, zu deren Ueberwindung wir helfend eingreifen mußten. Nur ein planmäßige» Zusammenwirken der gesamten Elektrotechnik vermied die WirtschaftSkrffe, die sich au» diesem Umschwung herauszubilden d rechte._ KonfumgenossenfS-ften«nd Produktion. Di« Konsumgenossen. schaft en dringen mit großem Erfolg Wetter in die Warenherstellung für den Bedarf ihrer Mitglieder»in. Jetzt umrdc unter starker Beteiligung der Arbeiterkonsumverein« de» Solinger Bezirks unter der Firma Solinger Stahlwaren-Produktion Solingen-Ohligs G. m. b. H. ein Betrieb auf genossenschaft. licher Grundlage gegründet» dessen Produktion vorwiegend für die Konsumvereine bestimmt ist. VerbandSbildun». Die deutsche Aluminiumindu- stri« bat sich zu einem Reichsverband zusammengeschlossen mir dem Ziele einer gemeinsamen Jntcressenvertretusig gegenüber den Behörden und anderen Gewerbezweigen und der Förderung ge- meinsamer wirtschaftlicher Interessen.— Die Seifenfabriken Mittel- deutschlandS haben zum gemeinsamen Rohstoffbezug, gemeinsamen Verkauf von Fabrikaten � und gemeinsamer Reklame einen Wirt- schaftsverkAtd mit dem Sitz in Leipzig und dem finnvollen Namen Wism« G. m. b. H. gegründet. Deutschostaftika-Linir- Woermann-Linie. Tie beiden Gesellschaften hoben«inen JnteressengecheinschaftSvertrag mit 50 Jahre abgeschlossen, nach dem sie Sckiffe bester Linien iür gemeinsame Rechnung lausen lassen,* EeVerWaftsbewegung Erklärung. In der„Roien Fahne"' vom 12. Januar berichtet in dem Artikel:„Der Kampf der Loewe-Arbeiterschaft" ein Genosse Fiege. daß die Gcwerkschaftskom Mission und die fretgewerk- schaftliche Betriebsrätezentrale zu Mittwoch, den 12. Januar. vormittags 1l) Uhr, sämtliche Betriebsobleute der Metall- industrie zusammengerufen hätte. Ferner werden durch falsche Mitteilungen die Gewerkschaftsvorstände zu Sitzungen ein- geladen. Hierzu teilen wir der Oeffentlichkeit mit, daß uns von alledem nichts bekannt ist. Wir fordern die Arbcitnehmerschaft auf, sich nicht durch unkontrollierbare Ge- rächte und Darstellungen irritieren zu lassen. Die allein zu- ständigen Organisationen für die Loewe- Ängelegenhett sind: der Metallarbeiterverband und die für diese Branche in Be- tracht kommenden Afa-Verbände, Nur auf deren Verlangen nehmen Wir zu den Tingen Stellung. Es hat den Anschein, als ob man zur Durchführung der für den 1ö. Januar von bestimmter Seite geplanten Aktion sich nicht mehr ge- traut, gerade Wege zu gehen. Wir warnen die Arbeitnehmerschaft nochmals vor unüberlegten Schrstten. Gewerkschaftskommission Berlins und Umgegend. Llfa» Ortskartell Grosi-Berlin. Zum Konflikt bei der Zinna Loewe. iw&er die Ursachen, die zur Schließung des Betriebes der Firma Ludwig Loewe führlen, erhalten wir von der Orts- Verwaltung Berlin des Deutschen Metallarbei- terverbandez eine Zuschrift, deren Inhalt sich mit der von UjiS ttröffentlichten Darstellui� des Beiriebsratsmitgilieds Genossen Karl W e i n e r deckt. Ueder die weitere Entwicklung der Angelegenheit heißt eS in der Zuschrift: ' Nach Verständigung und Aussprache mit dem Betriebsrat hat unsere ÖrtSverwaltung die Klag« vor dem CchlichtungS, a u S s ch u tz anhängig gemacht. Diese Verhandlung findet am Freitag, den 14. d. M., vormittags, unter dem Vorsitz deS unpar- teiischen Vorsitzenden Herrn Stadtrat Dr. Simonsohn statt. Die Ortsverwalrung des D. M. V steht selbstverständlich auf dem Standpunkt des Betriebsrats der Firma Loewe, daß es sich vm. eine u n b e r e ch t i g t e Betriebsschließ.ung handele. Die Verwaltung nimmt an, daß der Schlichlungsgusschuß diesen Standpunkt gleichfalls einnehnfen wird und dies in seinem Schiedi- spruch zum Ausdruck bringt. Durch die Presse und in Versammlungen wird der Ortsver» waltung der Vorwurf gemacht, daß sie sich der Angelegenheit nicht genügend gewidmet hätte. Demgegenüber ist zu erklären, daß die Verwaltung alle notwendigen Schritte unternommen hat. Auch können wir feststellen, daß unser Verireter an allen Verhand- lungen teilgenommen hat, zu welchen er geladen war. Somit fallen all« anderen Gerücht« und Darstellungen als gegenskndslos in sich zusammen. Löhsforderunge« bei des Hamburger Verkehrsbetrieben. Die Lngestelllen der Verkehrsbetriebe in Groß-Hamburg find «ftt neuen Lobniorderungen an die Direktionen herangetreten. Die Direktion der Hockbahn-Gesellschafr lehnt es ab, diese neuen Lohn» forderungen ,u bewilligen, da jede Lohnerhöhung«in« Tariferhöhung MO Folge haben müsse und die gegenwärtigen' Fahrpreise schon hoch genug seien. Die Angestellten, die bisher ein Monatsgehalt von 1030 M. ohne Kinderzulagen beziehen, fordern einen Monats« lohn in Höhe von 12S0 M. Wenn bis zum 28. Januar keine Einigung erzielt sein sollte, muß mit einem Streik der Angestellten gerechnet werden.*_ Landesdirektor und Reichsverfassung. Vom Bund der technischen Angestellten und Beamten wird uns mitgeteilt:<' Seit einem Jahr bemüht sich der Birnd um Einleitung von Verhandlungen mit dem Herrn Landesdirektor der Pro- vinz Brandenburg �vecks Regelung der Arbeits- und Wirt- schaftSbedingungen der technischen Beamten der Provinzialverwal- tung. Bor kurzem verschanzte sich der Herr Landeödircktor bzw. 'ein Personalreferent hinter dem Avgument, daß die technischen Beamten doppelt organisiert seien, und ztrar außer bei nnS auch noch in der„Gewerkschaftlichen Vereinigung der Provinzial» beamten", einer lediglich die Provinzialbcamten umfassenden Splitterorganisation, deren Vertreter infolge ihrer wirtschaftlichen Abhängigkeit von den: Herrn LandeSdirektor wohl etwas„vorsichtiger" auftreten, als der GewerkscCxistsvcrtreter des Butab. Mit der'„Interessenvertretung" durch diese Bereinigung im höchsten Grade unzufrieden, beauftragte ein erbeblich'r Teil ter technischen Beamten schließlich den Butah schriftlich mit der alleinigen Interessenvertretung. Aus die Ueberreichung dieser Aktivlegitimation antwortet der Herr LandeSdirektor mit Schreiben vom 28. Dezember 1920, daß er es auch weiter ab» lehnt,„über die Angelegenheiten der technischen Bsamten mit Ihnen( d, h. dem Autab) zu verhandeln. Nach den zurzeit gel- tenden gesetzlichen Bestimmungen hat hier lediglich der Be- amtenauSschuh mitzuwirken" So sieht die in Artikel 139 der Reichsverfassung„jeoermann" gewahrleistet«.Vereinigungsfreiheit zur Wahrung und Förderung der Arbeits- und WirtscbaftS- Bedingungen" und die AnerZcnnnng der Organisationen heute— anderthalb Jahre nach Verabschiedung der R�ichSver- fassung— in Wirklichkeit aus. Wie wir börcn, ist der preußiscke Minister des Innern— als Aufsichtsbehörde— um seine Ansicht über diese Praxis des Herrn Landcsdirektors gebeten worden. Hoffentlich erfährt der Herr Direktor durch ihn die erforderlich« Rechtsbclehrung. Aber das ist nur einer der unsäglich vielen Einzel Vorfälle, die erst dann restlos beseitigt werden können, wenn endlich das längst in einem gemeinsamen Entwurf des Deutschen Be- amtenbundeS, deS Allgemeinen Deutschen Gewerkschaitsbundes und der Aia vorliegende Beamtenrätegesetz zur Verabschiedung gelangt.._„. Achtung, arbeitslose Eisenbahner'. ES soll eine Nochzahlung stattfinden, ebenso eine Registrierutig der nach dem neuen Statut nnterstützungsberechtigten Kollegen. Im Deutschon Eisenbahner- Verband organisiert« Kollegen werden aufgefordert, sich umgehend im Verbandsbureau, Bethanienuser 10. l, zu melden. Die OrtSverwaltung Berlin. Deutscher TranSportarbeiterverband, Bezirk Groß-Berlw. Die Differenzen bei der Firma H. Grundei, Spandauer Str. 8, sind beigelegt. Di« Branchenleitung. Firm- vudwlg Saeat. SU zu heute angel-tzt« Betrtitsvcrfllmmlung im StaSitheuter, Alt-Moadit 47, findet nicht statt, sondern erst am Freitag, nachinittags 3 Uhr, in demsetben Lokal. Deutscher Transportarbeiterverdaad. .arbeiterinnsn aus allen Betrieben dc Handels, am Freitag, den 14, Januar, uaeuus unr, oei evcgaer, oeaaci. uraft» 80: Beamtenverfammluno.— Branche Sinkasjicrcr und«asi-nboten: Freitag, de» 14. Zanuur, abends 147 Uhr, im Lokal oon Müller, Stralauer oiraft« 53: Wichtige V-rtraueusmänneroersammlung. Wlgemeiuer verband der Dentsches vanka-geltMtcn. Grob« ZkfentNch« ÄersamaNung aller Angestellten in den Privat-, Hnpothek«:- und Wenosseli. schaftsbankcn am 13. Januar, abends s Uhr, in den Eovhiensälen, Sophien- straft, 17/18. Deutsch»» Aotarbeiterverbavd(Putzbranchel. Dienstag, he» 18. Ianuas! Versammlung aller in der Putzbranch« Beschäftigten bei Schulz, fiiinigsgraben 2 sAlezanberplah), abends 7 Uhr. Srappenansschuß aller Betrieb««e. Arbeite rrN«, vetriebaobleuU de« Sisen., Sisenwaren», Röhren-, Werkzeugmaschinen-, Altmetall-, Glas- und «eramik-. Kurz-, Salantrie- und Spielwaren-, Export, und Alabasierbranche. Montag, den 17. Januar, S Uhr, bei Feyfara, Zilclchiorstr. 15: Gruppenver- sammlung. gentralverband der«noepellteu. Verfatnmlungen heute abend: Poit- und Teligraphenbehörten: 7 Uhr Rosenthaler Hof, Rosenthaler Str. 11.12.— Warenhäuser: T-A Uhr Muflkersäle, Naiser-Wilhelm-Str. LI.— Kaufhäuser: 7>4 Uhr Musikersäle, Kaiscr-Wilhelm-Str. LI.— Kohlen: 7z< Uhr Reue Phil» harmonte, tlöpenicker Str. 86/97.— Eleltroindustrie und Kroßhandel, Eleltri- 2»»m?4. ests s- ryi a dieer»« T IITm»-i-r>-> n vT» vi K« CS«_ Rahrungs- Die im„Berliner Angestellten� veröfsentlichten Bersammlungen am 13. Zanuap, 14. Januar und 21. Januar finden nicht statt. Mus öer Partei. Spaltung in Mülhausen. Die nach dem Kongreß in Tours in zwei Teile zerfallene sozialistische Parteisektion in Mülhausen hatte auf den letzten Sonntag eine sogenannte Verständigungskonferenz einberirfen, in der beide Parleien sich schließlich dahin einigten, daß eine sechsgliedrige Kommission, drei Mitglieder von jeder Scitch die Liquidation der alten sozialdemokratischen Partei über- nehmen soll. Der argentinische Sozialistenkongreß in Bahia Bianca hat mit 5013 gegen 3850 Stimmen den Anschluß an die Moskauer Jnter» nationale abgelehnt._ i_ Vorträge, Vereine und Versammlungen. Dr. Bruno Will« bthandelt leseud und«rklstrcud G o r th«- /Paust je vier Abetideu IM Uhr: Dienstag»(Beginn IL. Ja».). Charlottenh Snbelstr. 2— 4: Mittwochs(19. Jan.), Dorotheenstr. 12(nahe Bahnhöf Friedrichstrafte).— Arbetter-Samariter-Solounen«erllu«. B. Abt. W i d. ding— Prenzlauer Tor: Heute 8 Uhr Mitgliederarrsaauntung im Zeichensaal der Schule Bernaucr Str. 59,99. an uro, Berantw. für den redall. Mit i Dr. Werner Pciscrr Charlottenburg: für ilnzeigen: Tb. Elockr. Berlin. Berlag: Borioärls-Vertag iL. ni. d. H.. Berlin. Tru.ki Bor» wärls-Buchdruckerei u. Berlaasanstatl Paul Singer u. So.. Berlin. Crndniti. 3. Hierzu 1 Beilage und Unterhaltungsbeilage„Heimwelt.- Im Li'SZkSUTZ' eisgs-kennLn v. 26. l 2.— l. l. vurcie unter Lorenz-SUbs mit 3036 km Gdutinental• Pneumatik Sieger wle ln aller, früheren ö-Page«Rennen. Lorenz hatte keinerlei Reüenschaden. Pneumalik jo 1» t« I* 1® » I® I® I® i® 1® I® I® 1® I® I® I» I® ® ® i® i® |® I® ® ■« I » Seuie beginnt in den Meldesiesien der Ortsgruppen der „Seremigien Verbände heimattreuer Oberfchlefier" die Entgegennahme der Anträge auf Eintragung in die AdstimmungSlisten. Formulare hierzu,» Auskunft sowie Gutscheine zur Äeschaffung der Paßphotographien sind dort erhältlich. Leset die M'tieiluygen Eurer Orisgruppen in den Zeitungen Eurer Bezirke! Kommt sofort, denn die Frist für die Stellung der Anträge ist ungewöhnlich kurz bemessen. Haltet Euch mit Euren Meldungen genau an die Wünsche Eurer Ortegruppen! Auch diejenigen, die erK am i. Januar 1921 20 Jahre alt geworden sind, haben Stimmrecht, da die Abstimmung In das Zahr 1921 fällt. Hütet Euch vor polnischen Werbesiellen und polnischen Agitatoren! Arbeitgeber, gebt Euren AngesiellkenZeit/diese Meldung möglichst am Vormittag oder in den frühen �achmi'itügöstunden abzugeben. Meldesiesien für die Aufnahme der Dahlanftäge sind: Anqeri««' de« Nrktor Marschnsr. F«b1rafte 9 Strafte 36(Marstall cbiwdc)--------------• Stenge 27, Geschästsstmuien Demailldeschule 11, gwmier 1.,. T�'iTnifc.''i11',, 5chuch«»« Seoel«t Strafte 18—21,'seschäftÄtmrdpi �lUUftr. iöerlia No�öchrlftiiitgereuafteT• ütcrlin O: Stralauer Allee 31» Berlin SO: Adalbertst.afte 30, Keschäf.»stunden 8-8 Uhr» litstsstunden Mareen» 8 bis abend» ...—------—— ste 84 Berlin S: ..«?rlZ« Pkairnmt, 3-6 Uhr Lindeiistraftell. g-Sffnet von vormittags 9�.l"ünd n'ä„,»..�»- fibabme: Jüterboger Strafte 7.«etchdst»stunden«-w und 2-6 Uhr» berStottlde; Bwunenftr-z« IS. ftretenwalbe:«Snigstrafte 8. tieoenau: Vathau�Ztmour?, Haupistrape, tteichaftsftunten 9-3 Uhr• le««wxahnermeIdeast.Friedr:chstr.8Z(Assk«t von 8 6. Grüna« i Alt-CUentSe. zimlneimristcr Sunze,«ermanenftr vermsvor», Lehrer Bank,. Hodenzzll.r:,st:aße ll. Hohr« icbönhausco: Frau i Rtles, Obmfeefttofte 41• Jüterbog: Stilb,. Sasmetle, Dltefiot 9 e g e t» tkalkbeege: Dhalrwa, Pfaricr, Tasdorf. NaNderge.«anlSdors: Rechnsh.Bicsd-rk,»Lniaftraft- 12»KSNig». Wusterhausen: Mak.«oNbu,er Strafte 49. vla,e«hrrg: Holiel. strafte 7—9, Schulhau», Zimmer 34, geiiftaet vormittag» 9—12 und nach. *■—"-"rom• 2utfeowalDe! 9» Martcuseldr: Neukölln: Ratoanz, Haupt- elt di» abend» L�llhr vtowawe W Zimmer 3, gcöijiut ab 5 Uhr nach- ....,..........»eweide't Schule,«otmelerstiafte, geichensaal, ge. ognet ab 4 Uhr» Oranienburg: vr. Süniher, Bohnbotttraße W« Bonlow: Siaroftrafte 23» Brcnjiau; Apothelcnbtjltzer Steinharsh -X- v »«'„ üuratu«, fwfte 17• Temvesbok: Friedrlch-Wilheliu-C naftr 991- Äeuvlb: Jakob Birneck, Landeslrrenaustatt» Trebbin: Schein, Jra-ir besifter• Weihenlee:„Setiuier Hof- ArtonpUft, S-schlls gelt 9—8 Uhr• LSilmeesdorf: Badensche Strafte Sl 1 Trep! Sein;ast»ze>t 6—8 Uhe» Werneuwen: Bochntg, �eg-r Schnrnsteussegermeister» Wriezrn: ü cause. Legrer, FranisttNee Strafte t>7-.'leblendors: B. s eine, Hauptstraße to».hosten: Berliner Strafte 14. Geschäft»zcil vormlttngs 7— 1 nnd»achnuNng» 2-7 Uhr. UoZeitllichtangegeben, sind dieGeschäsisiicllkN nachÄedars geöffnet. eppe,> zu:»- ®> e! •: t. C) •I •I «' •I o; *1 •I ®. ®? •] «s e! «•' 6»� ® ®3 •3 *1 e •I