Nr. 252. Erscheint täglich außer Montage. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags: Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Beitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919. Vorwärts 11. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzetle oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 fg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: ozialdemokrat Berlin" Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonntag, den 28. Oktober 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Gegen den Umsturz. Bur Kanzlerund Ministerkrisis. Ministerpräsidenten diese Auffassung von der, Taktlosigkeit" des Caprivi- fre undlichen Blattes in die Ohren geblasen wurde. Dann sei er, ganz umgestimmt gegen Caprivi, nach Potsdam heimgekehrt. Wir registriren auch diese Behauptung und überlassen es den königstreuen Verfechtern von Sitte und Ordnung, die Kommentare dazu zu schreiben. Viel leicht erfährt man mit der Zeit doch noch Genaueres und Zuverlässiges darüber, wie in Preußen- Deutschland Minister gestürzt und gemacht werden. Der Schlachtruf, der die Parteien der sogen. Ordnung einigen sollte gegen die Sozialdemokratie, hat die, an welche Zusammen treten sie ab vom politischen Schauplage, er sich richtete, nur zersplittert, die zwietracht in ihre Reihen die beiden Gegner im preußisch deutschen Ministerrathe: geworfen, und den giftigsten Hader um niedere Interessen sowohl Graf Caprivi wie Graf Eulenburg sind entlaffen. fragen erweckt. Selbst in den obersten Regionen, von denen Die bürgerlichen Kreise wissen sich nicht zu fassen ob dieses die Einbildung der einen, der Köhlerglaube der anderen Doppelabtritts. Weder bei den Freisinnigen, die seit den Wir haben keinen Anlaß den Grafen Caprivi als das Wohl und Wehe der Menschen ausgehen sieht, herrscht die Handelsverträgen den Grafen Caprivi verehren, noch bei den vollendetste Rathlosigkeit; die einen wollen die Umsturzparteien Konservativen, die auf den Grafen Eulenburg bauten, ist von unseren Freund zu feiern. War doch seine letzte ThätigSiegesfreude etwas zu spüren. Das bezeichnendste an dem keit darauf gerichtet, ein feinmaschiges Net zusammen durch Polizeigesetz gewaltsam erdrosseln, die andern durch ganzen Vorkommniß ist, daß der Minister- Doppelsturz zuknüpfen, in dem die Sozialdemokraten sich verfangen sollen. Kautschuk- Paragraphen fie milde ersticken-undbeide Theile keineswegs erfolgt ist, weil die Politik des einen oder( Siehe nähere Mittheilungen über Caprivi's Pläne weiter sind einander so heftig in die Haare gerathen, daß plöglich andern mißbilligt worden wäre vom Volke, weil ein Par unten.) Daß das Netz nicht so plump sein sollte wie das lamentsvotum ihnen die Fortregierung unmöglich gemacht verbrauchte Sozialistengesetz, daß es zahmer war als eine Minister und Kanzlerkrise entstanden ist. Graf hätte das Mißtrauensvotum einer Boltsvertreter die vom Grafen Eulenburg geplante Polizeifalle, Caprivi und Graf Eulenburg, die Hauptvertreter der Versammlung schädigt teine preußischen Minister macht dessen Urheber noch immer nicht zu unserm Freund. zwei, das gleiche bezweckenden Methoden haben gleichzeitig sondern weil ein plöglicher Entschluß des Monarchen lang- Aber wenn auch unser Gegner, war Graf Caprivi doch ihre Entlassung eingereicht, und diese ist auch an- wierigen Zwistigkeiten zwischen beiden Ministern durch die immer ein ehrlicher und anständiger Gegner, der die kleinlichsten Verfolgungspraktiken verschmähte, durch die so genommen worden. Das Chaos in den leitenden" Entlassung beider ein Ende gemacht hat. Da ist es nun erheiternd zu beobachten, wie die feind manche andere Staatsmänner sich selbst und das Vaterland Kreisen scheint unentwirrbar, nachdem den leitenden lichen Brüder in der bürgerlichen Presse sich gegenseitig be- entehrt haben. Niemals auch hat er die Klinke der GesetzPersönlichkeiten der Faden und die Zügel entfallen sind. schuldigen, durch Intriguen bei Hofe den Doppelsturz herbei- gebung und Verwaltung zu seinem eigenen Vortheile ges Und dafür können wir dem jetzt zurücks Wir Sozialdemokraten stellen die Thatsache einfach festgeführt zu haben. Soviel steht fest, daß die leidige Um handhabt. stellen fest, daß der Bankrott der gegen den Umsturz sturzbekämpfung den Bankapfel zwischen Caprivi und tretenden Staatsmann, der sich zu seiner Erholung bereits schreienden Parteien so gründlich ist, daß sie nicht einmal Gulenburg abgegeben hat. Und da soll nach Versicherung auf den Weg nach Genf gemacht hat, unsere Anerkennung nicht der Caprivi- freundlichen Köln. 8tg." anfangs der Kaiser versagen. Graf Caprivi hatte sich die utopische ufgabe wissen, was sie unter Umsturz" verstehen. Mögen unsere ganz mit dem zahmeren Cadrivi Plan sich einver- gestellt, im reinen„ Staatsinteresse", ohne Hätschelung der Feinde sich weiter streiten uns kann es recht sein; standen erklärt haben. Dieses Triumphlied scheint die Klasseninteressen, den Staat zu regieren. Er war sich dessen mögen sie sich vereinigen- uns kann es gleich sein. brave Kölnerin nun aber zu laut angeſtimmt zu haben. nicht bewußt, daß er selbst von Klassenvorurtheilen durch Jumitten dieses wogenden Durcheinander, dieses wüsten Sie gebrauchte die Wendung, der Kaiser siehe in dieser Frage tränkt war und für das allgemeine Staatsinteresse ansah, hinter dem Kanzler". was doch nur das Interesse der bevorrechteten Klassen Lärms der herrschenden Klassen bleibt die Sozialdemokratie Obgleich war. Kurs" Was kann man sich dabei nicht Alles denken! Steuern er unversehens doch doch wiederholt in Die„ Kreuz- Zeitung" verkündet heute feierlich, der Kaiser wollte, lenkte ruhig und fest, und schaut mitleidig herab auf die Die Ohnmächtigen, die der gewaltigsten Kulturbewegung, von sei von dieser Interpretation seiner Absichten feineswegs die ausgefahrenen Geleise des alten Kurses ein. der die Geschichte uns Kunde giebt, Fesseln anlegen wollen. erbaut gewesen". Er habe es ist das nicht unsere amtirende Büreaukratie hat unter seinem Regime gerau Version den Grafen Caprivi diese Rederei des offiziösen in dem nämlichen Geiste gewirthschaftet wie vorher. Mit stolzer Zuversicht nehmen wir den Kampf auf, werde Blattes entgelten lassen und, da dieser für seine Breffe" hat bei Aufhebung des Sozialistengesetzes im Kleinen zu er geführt, von wem er wolle und wie er wolle! Was eingetreten sei, das Abschiedsgesuch des Kanzlers genehmigt. forrigiren gesucht. Liberale Blätter ergänzen und verbessern dieses Histörchen immer tomme, die deutsche Sozialdemokratie ist auf alles vorbereitet, und unter allen Umständen des Sieges gewiß. noch durch die Koulissengeschichte, daß dem Kaiser erst bei seinem Besuche in Liebenberg beim Grafen Philipp EulenHoch die Sozialdemokratie! burg, dem Botschafter in Wien und Bruder des entlassenen Feuilleton. 24 " : er einen ,, neuen Sie Nur in der Handelspolitik hat der Graf Caprivi, der Mann ohne Ar und Halm", andere Bahnen einge schlagen als der junkerfreundliche Fürst Bismarck. Das bat ihm den glühenden Haß aller Agrarier und einen und das Recht hätten über Leben und Tod der Republikaner Es waren dies mein edler Bruder und sein alter Freund zu entscheiden? Das was wir heute thun, tann man viel der Polizeibeamte, dessen Bekanntschaft wir bereits früher leicht morgen uns wieder zufügen. Ein alter Polizeichef gemacht. Der Baron hatte wahrscheinlich in einem Fiaker, hat mich ein lateinisches Sprichwort gelehrt: Hodie mihi, bedeckung gegen einen breitkrämpigen Strohhut vertauscht Sie haben heute merkwürdige Bedenken. Sie vergessen, " Ju der Mairie, auf meinem Bureau!" Erinnerungen eines Kommunarden. er in einiger Entfernung hielt, seine militärische Kopf cras tibi!„ Heute mix, morgen Dir!" Aus dem Französischen von Jakob Audorf. Aber ich kenne seine Adresse nicht." und über seine Uniform trotz der warmen Jahreszeit einen wie es scheint, das Sprichwort, daß nur allein die Todten weiten Mantel geworfen, um sich untenntlich zu machen. nicht wiederkehren. Aber es ist ganz gleich, ich werde Ihnen Da nicht eine Minute zu verlieren ist, so ent- Der Polizei- Agent war zum Polizei- Kommissär befördert den schriftlichen Befehl, welchen Sie wünschen, ausfertigen. fchuldigen Sie, daß ich gehe und mich anderswo er- und zwar von Herrn Thiers, dessen Regierungssystem eine Aber verstehen Sie wohl, es ist das nur für Ihre iaene fundige." Verschlimmerung des Kaiserreiches war, nur mit ihm, dem Sicherheit und der Inhalt des Papiers bleibt unter uns. Sie werden sich dieses Schriftstückes nur dann bedienen, Damit verabschiedete sich der Baron, seinen Zorn ver- Herrn Thiers, an der Spitze. beißend. Er konnte wohl errathen, daß Sylvia meine Der Polizeikommissar verließ den Baron. Ersterer ver- wenn man wirklich von Ihnen Rechenschaft verlangt. Der Baron Meylan schrieb: Adresse wußte, jedoch sich fürchtete, sie ihm anzuvertrauen. Lor seine Zeit nicht, um Sylvia zu verfolgen, er war in Berhaftungsbefehl. Es war seine fire Idee sich meiner zu entledigen, jedoch solchen Sachen ein alter Praktikus. Herr v. Meylan bestieg immer, indem er sich den Anschein gab, als ob er sich für mein Schicksal interesfire, um sich ein Mittel zu bewahren, nachher die Zuneigung von Sylvia zu gewinnen. Sylvia mußte natürlich aufs Ernstlichste bedacht sein, sich mit mir über ihre Haltung meinem Bruder gegenüber zu berathen. Doch wagte sie sich erst nach geraumer Zeit und nachdem sie sich überzeugt glaubte, daß niemand sie beobachte, aus dem Hause. Als sie den Boulevard entlang ging, schien sich niemand um sie zu bekümmern. wieder seinen Fiacre, legte dort das Kleid eines Polizeispiels ab, um wieder in seiner fleckenlosen Uniform zu erscheinen, und begab sich in sein Bureau. Er unterzeichnete eiligst einige Todesurtheile. Doch war dies für seine Thätigkeit nicht genügend. Man war bereits Anfangs Juni, und die Hin richtungen waren schon etwas weniger massenhaft geworden seit vergangenem Sonntage, dem Tage der Befreiung von Paris." Dies erklärte auch die Vorsicht des Polizeimannes, als er von seiner Mission zurückkehrte. Der Polizeikommissar Guichet ist ermächtigt, den Jacques Meylan zu verhaften, wo er ihn betrifft." Meylan!" wiederholte zweifelnd der Polizeimann. " Wir haben denselben Namen," versezte kaltblütig der Baron, und gerade deshalb halte ich persönlich darauf, daß er seiner Strafe nicht entgeht. Diese Namensähnlichkeit ist für mich eine Beleidigung und der Mensch, um den es sich handelt, ist ein Bandit der ärgsten Sorte, einer der un verbesserlichsten und gefährlichsten Republikaner." Dennoch war sie nicht unbeachtet geblieben. In einem Mein Oberst," sprach er, unser Unternehmen hat voll-" Ich füge dem Schriftstück noch hinzu," fuhr der Baron Weinhause der Nachbarschaft, von welchem aus man die kommen reussirt. Die junge Dame ging direkt zum Boule- fort:" Der' enannte ist angeklagt, ein Kommando in der ganze Straße übersehen konnte, ohne bemerkt zu werden, vard Sebastopol. Sie bemerkte nicht, daß ich ihr folgte. Bande, welche die gefeßmäßige Regierung stürzen wollte, faßen zwei Männer, welche sich eifrig und mit gedämpfter Ich kenne das Haus, welches sie betrat, in welche Etage geführt und gesetzwidriger Weise die Uniform eines Offiziers Stimme unterhielten. fie gegangen, und sogar den Namen der Leute, bei welchen getragen zu haben." Das Schriftstück wurde unterzeichnet und besiegelt und Geht da, das ist sie! Merkt Euch genau die Farbe voraussichtlich der Mann verborgen ist, welchen Sie suchen." ihres Kleides. Verfolgt sie mit Vorsicht, denn sie ist Sie hätten denselben sofort verhaften müssen. Er als der Ausfertiger desselben es dem Polizeimann ein sehr schlau. Merten Sie sich genau die Adresse, wohin kann jeden Augenblick entfliehen oder seinen Aufenthaltsort händigte, verabschiedete er letteren mit den Worten: Lassen Sie dieses Mandat nicht aus den Händen, sie sich begiebt. Im Namen unserer alten Freundschaft wechseln. übernehmen Sie diesen Auftrag, sprechen Sie von dieser" Ich hatte aber feinen schriftlichen Verhaftungsbefehl ohne daß die äußerste Nothwendigkeit Sie dazu zwinge Angelegenheit zu Niemand und seien Sie meiner ganzen und ich will die Verantwortung nicht auf mich nehmen. und vor allem an niemanden ein Wort über diese Ans Dankbarkeit versichert." In unserer Zeit kann man auf niemand und überhaupt auf gelegenheit. Rechnen Sie ganz auf meine Verschwiegenheit. Ich Wahrhaftig, Baron, nur um Ihretwillen unterziehe nichts rechnen. Das Rad dreht sich und die Sieger von ich mich diesem untergeordneten Dienste. Wo werden wir heute sind morgen schon die Besiegten. Wer hätte mir am verstehe zu schweigen wie das Grab," erwiderte der Polizeis 4. September gefagt, daß wir acht Monate später die Macht kommissär, indem er sich entfernte.( Forts. folgt.) uns treffen?" einflusses auf die Schule hat er indeß seinem Vorgänger die Bolleinigung mit Preußen durch, und glied = " Ehrenburgerbrief der Stadt Danzig eingetragen. In der Bayerns an Preußen ein. Am 31. Dezember 1866 wurde er[ zeugt davon, daß Stegmüller das Mandat freiwillig niedergeleg Hätschelung des Militarismus, in der Förderung des Kirchen- bayrischer Minister des Auswärtigen, setzte als solcher hätte. Ich hätte gewünscht, man hätte sich begnügt, ihm ein wurde dann Mit- Tadelsvotum zu geben.( Beifall.) Das Urtheil gegen ihn ist zu nichts nachgegeben. Er billigte den Zedlib'schen Schulgesetz Jahre 1869 demissionirte er erster Vizepräsident des Zollparlaments. Im hart.( Sehr richtig.) Da hätte man viel mehr Anlaß gehabt, nach dem Wahlsiege der einem Anderen nahe zu legen, sein Mandat niederzulegen, weil Entwurf und zog aus dessen Ablehnung die Konsequenz, ultramontanen, auf Wunsch des Königs verblieb er er, wie am Dienstag festgestellt wurde, einen prinzipiellen Verstoß den Vorsitz im preußischen Staatsministerium niederzulegen. aber noch kurze Zeit, um am 7. März 1870 definitiv begangen hat.( Beifall.) Wie es heißt, sollen die Erfahrungen der letzten zwei sein Amt niederzulegen. Er wirkte fpäter als Reichsrath Vollmar und Genossen beantragen folgendes Amendement: Jahre, besonders die neuerlichen Zwistigkeiten zwischen für den Anschluß Bayerns an das Deutsche Reich( 1871), wurde den den Genoffen Stegmüller betreffenden Punkt des Antrages Kanzler und Ministerpräsident den Kaiser veranlaßt haben, er als Mitglied der liberalen Reichspartei in den Reichstag ge- der Neunerkommission zu streichen und durch folgenden Absatz darauf zu bestehen, daß jetzt die beiden Posten wieder in einer wählt, dessen erster Vizepräsident er zweimal wurde. 1874 an zu ersetzen:" Der Parteitag spricht dem Abg. Stegmüller wegen Hand vereinigt werden. Bisher ist indeß weder ein neuer Arnim's Stelle zum Botschafter in Paris ernannt, pflegte feines programmwidrigen Vorgehens in der Kirchenbau- AngeReichskanzler und Ministerpräsident, noch ein neuer preußi- er gute Beziehungen mit Frankreich. Eine turze Zeit( 1880) legenheit einen entschiedenen Tadel aus." war er Staatssekretär der auswärtigen Angelegenheiten, um Ein Schlußantrag wird angenommen. scher Minister des Innern ernannt worden. Die nachher als Botschafter nach Paris zurückzukehren. 1885 wurde BIo3 erklärt als Referent, daß die Kommission das Urtheil bürgerlichen Blätter schwelgen in der der Zusammen- er als Manteuffel's Nachfolger Statthalter der Reichslande, gegen Stegmüller für nöthig hielt, weil der Fall solches Aufsehen stellung von Kandidatenlisten. Von den Genannten dort wirkte er für die Germanisirung und die Bekämpfung der gemacht und Anlaß zu so großen Differenzen gegeben hat, und tommt jedenfalls in erster Reihe Fürst Hohenlohe, Sozialdemokratie. Gegen uns wurde der Diftaturparagraph energisch auch, um Wiederholungen zu verhüten. Unser Entschluß wurde der Statthalter von Elsaß- Lothringen, in Betracht, der heute angewandt, die Unterdrückung der Elsaß Lothringischen Volts: uns nicht leicht. Aber nach so vielen Verstößen hielten wir es auf Einladung beim Kaiser in Potsdam eingetroffen ist. zeitung" ist noch in aller Gedächtniß. Seine Thätigkeit gegen für unsere Pflicht, der einreißenden Verwirrung vorzubeugen. Da der alte Herr bereits 75 Jahre ist, könnte seine Er uns als Statthalter bedeutet den Bankerott, wie das rasche( Beifall) Bei der Abstimmung wird Punkt 1, 2 und 4' nach den Annennung zum Reichskanzler nur ein Provisorium bedeuten Steigen unferer Stimmenzahlen beweist. Er wird als Reichs trägen der Kommission angenommen. Bei Punkt 8 ftimmt die unter Fortsetzung der Caprivi'schen Politik. Letztere An- kanzler auch nicht mehr Glück haben. Mehrheit dem obigen Abänderungsantrage zu, der, wie Bollmar nahme wird durch eine Mittheilung der Kölnischen Zeitung" Herr v. Köller ist am 8. Juli 1841 geboren. Er war bemerkt, von ihm nicht ausgegangen, sondern nur mitunterschrieben bestätigt, wonach der Kaiser gesprächsweise erklärt haben 1881-1887 Mitglied des Reichstags, in demselben Führer der worden ist. soll die gegen den Umsturz gerichteten Gesegesvorschläge Rechten und Landrath. Er that sich gerne durch eine besondere Blos fährt in der Berichterstattung fort: In der Angelegen sollten auch nach der Entlassung des Grafen Caprivi in teckte Redeweise hervor, welche er selbst für schneidig hielt, andere heit Darmstadt und Beffungen liegt es viel einfacher. Die Beſfunger aber anders bezeichneten. Insbesondere befürwortete Röller wollten ihre eigene Organisation, da aber Beffungen mit Darm der nämlichen Form dem Reichstag vorgelegt werden. Daraus, daß in Begleitung Hohenlohe's auch dessen auch stets die schärfsten Maßregeln gegen die Sozialstadt verbunden worden ist, so ist nach den Prinzipien der hessischen Minister von Puttkamer beförderte Herrn Landesorganisation eine Sonderorganisation der Bessunger und Unterstaatssekretär Herr v. Köller in Potsdam eingetroffen demokratie. war, wird geschlossen, dieser schneidige konservative Politifer von Röller 1887 zum Polizeipräsidenten in Frank die Wahl eines gesonderten Vertrauensmannes unzulässig. sei zum Minister des Innern ausersehen. Eine spätere sekretär für die Reichslande ernannt. Wenige Jahre später wurde er zum Unterstaats- Natürlich spielt auch die 200 M.- Angelegenheit hier hinein. Demgemäß stellt Blos im Namen der Kommission folgenden Antrag: Meldung des offiziösen Wolff'schen Telegraphen Bureau's Der Parteitag beschließt: behauptet, daß die Ernennung des Fürsten Hohenlohe zum Berichtigung. Ein sinnentstellender Druckfehler ist im LeitReichskanzler und Ministerpräsidenten und des Herrn v. Köller artikel Junterliche Staatsretterei" in Nr. 249 zu berichtigen. zum Minister des Innern beschlossen, obgleich noch nicht Im ersten Absatz, Zeile 7, muß es statt, erkrankten Waffen" vollzogen sei. heißen: verbrauchten Waffen". feine Herr v. Köller hat seiner Zeit als Polizeipräsident in Frankfurt a. bei unseren M. Parteigenossen sehr angenehme Erinnerungen zurückgelassen. Nach seiner ganzen politischen Vergangenheit muß man von ihm erwarten, daß er im Sinne der Putttamer und Eulenburg sein neues Amt verwalten würde. Seine Ernennung würde dem neuen Kampfe gegen den Umfturz" das Siegel ausdrücken. Wir werden dafür sorgen, daß wenn er einst geht, er die nämlichen Erinnerungen an den Kampf gegen die Sozialdemokratie mit nach Hause nimmt, wie seine Vorgänger Buttkamer und Eulenburg. Wir lassen kurze Lebensabriffe Caprivi's, Eulenburgs, Hohenlohe's und Köllers folgen. Caprivi wurde am 24. Februar 1831 zu Charlottenburg als Sohn des Obertribunalrathes und Kronsyndikus Leopold von Caprivi geboren. Nachdem er in Berlin das Gymnasium absolvirt hatte, trat er in die Armee ein und avancirte nach dem Besuch der Kriegsakademie rasch, er machte die Kriege von 1864, 66, 70/71 mit. Im Dezember 1871 wurde er Abtheilungschef im Kriegsministerium. Im Dezember 1882 er reichte er den Nang eines Generallieutenants. Im März 1888 wurde er zum Chef der Admiralität und zum Mitglied des Bundesrathes ernannt. In dieser Eigenschaft sprach er auch öfter im Reichstage. 51/4 Jahre verblieb er in dieser Stellung. Von da an bis zu seiner Ernennung zum Reichskanzler und Ministerpräsidenten( 20. März 1890) fommandirte tommandirte er das 10. Armeekorps in Hannover. * * * Parteitag der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. " Da nach dem Organisationsstatut der sozialdemokratischen Partei im Großherzogthum Hessen an einem Orte nicht a wei Mitgliedschaften bestehen dürfen und außerdem die Besfunger Organisation auf der Kreiskonferenz der Landesorganisation ausgeschlossen ist, so verlange der Parteitag, daß die Bessunger Ge= noffen ihre Sonderorganisation auflösen und sich der Darmstädter Organisation anzuschließen haben. Der Parteitag stellt außer dem fest, daß in der Angelegenheit mit den an Müller abs gelieferten 200 M. ordnungsmäßig verfahren ist. Der Antrag wird angenommen. Blo3: Die dritte Angelegenheit die uns zu beschäftigen hatte, waren die Solinger Streitigkeiten( Ruf: Schon wieder da!) Die uns vorgelegte Resolution: Bei der Wahl der Delegirten ist seitens des Abg. Schu. macher: Solingen in bezug auf unser Organ der Ausdruck gebraucht:„ die„ Berg. Arbeiterſtimme" sie muß vernichtet werden, nieder mit der Berg. Arbeiterstimme." Unterzeichnete stellen den Antrag: " Der Parteitag erklärt: Die Handlungsweise des Abgeord neten Schumacher, welcher in öffentlicher Versammlung der Berg Arbeiterstimme" die Vernichtung androht, ist entschieden zu verurtheilen und ist eines sozialdemokratischen Abgeordneten unwürdig." 0 Frankfurt, 26. Oftober. Schluß der Nachmittags Sigung. Bericht der Neuner: Kommission. Berichterstatter 8103: Bu erledigen waren sieben Angelegenheiten; alle Beheit hat jeder der Betheiligten sein vollgerütteltes Maß der Schuld. Die Grundursache der Streitigkeiten war die persönliche Abneigung von Rüdt und Dreesbach. Der Vorwurf, daß der Offenburger Boltsfreund" ungenaue Berichte über die Landtags- Verhandlungen veröffentliche, war der unmittelbare Anlaß zum offenen Ausbruch des Streites. Die größere Leidenschaftlichfeit, ja Gehässigkeit in der Zeitungspolemit war auf Seiten des Offenburger Volksfreundes. Neben dem öffentlichen Zwist liefen parallel eine ganze Reihe von persönlichen Intriguen. Bu diesem zwang uns zu der Erklärung, daß die Anschauung Schumacher's Bwvist tam noch der Fall Stegmüller hinzu. Auf die Beschwerde- unzulässig sei. Nur das mangelnde Material hinderte uns schrift der Lörracher Genossen gegen Stegmüller find wir nicht daran, weitere Konsequenzen gegen Schumacher, der den eingegangen, weil sie außerordentlich viel Wirthshausklatsch enthält. Kölner Beschlüssen zuwidergehandelt hat, zu ziehen. Ich Dem persönlichen Charakter Stegmüller's wollen wir nicht zu nahe lege Ihnen deshalb folgenden Antrag vor: Der Parteitag treten, dagegen muß rund heraus gesagt werden, daß Stegmüller spricht seine entschiedene Mißbilligung darüber aus, daß der Ges doch Beweise erheblicher politischer Unreife geliefert hat; das nosse Schumacher Solingen zugestandenermaßen gegen die bürgerliche Philisterthum hat er von sich noch nicht abzustreifen Bergische Arbeiterstimme" geäußert hat, dieselbe müsse per vermocht, der Gleichheitsgedanke, ist in ihm noch nicht lebendig nichtet werden". Der Parteitag nimmt Veranlassung, im An geworden. Das erklärt vollständig seine Haltung im Landtage. schluß hieran zu erklären, daß nur der Mangel an ganz auss Da komme ich auch auf die Lörracher Kirchenangelegenheit; reichendem Material ihn daran hindert, angesicht der völligen freilich darf dabei das badensische Temperament nicht unberück- Außerachtlassung des Kölner Beschlusses durch Schumacher das fichtigt bleiben, das Steginüller in Gegensatz zu Rüdt brachte, der danach eigentlich angebrachte Verfahren gegen denselben an gelegentlich ein paar Pfäfflein in die Pfanne haut, dann aber zuwenden. auch wieder mit der Fackel der sogenannten Wissenschaft in das Schumacher: Nur das Verhalten der Bergischen Ar mysteriöse Dunkel der Klöster hineinleuchtete. Festgestellt haben beiterstimme", ihr prinzipienwidriges Verhalten, ihre mangelnde wir aber, daß Stegmüller nicht vor seiner Wahl, sondern bereits Gerechtigkeit zwang mich zu meiner Erklärung. Ich für meine als Abgeordneter dem Pfarrer von Lörrach das Versprechen ge- Person wäre gern zurückgetreten, nur im Interesse der Partei geben habe, die Kirchenangelegenheit im Landtage wieder aus bleibe ich an meiner Stelle. Jeder anderen Person in Solingen Seiner Gesinnung nach war er stockkonservativ, und doch zugraben. Die Lörracher Wahl wäre wohl nicht für würde es genau so geben, wie mir. Die freireligiösen Thümmel hatte er außer den Anhängern Bismarcks feine schrofferen Gegner Stegmüller günstig ausgefallen, wenn nicht befondere in Solingen laffen die Partei nicht zur Ruhe fommen. Wie soll als die Konservativen. Dies hat seinen Grund darin, daß ihm Strömungen ihm günftig gewesen wären; deshalb muß dabei das Rheinland gewonnen werden. Wie oft hat die„ Bergische die Aufgabe zufiel der nicht mehr weiter zu treibenden Politik ich auch sehr energisch bestreiten, doch alle Unterzeichner des Arbeiterstimme" geschrieben: Fort mit Schumacher! Dazu der Bereicherung der Agrarier Einhalt zu thun, daß er Vertrauensvotums an Stegmüller Sozialdemokraten feien. Aus tam der Streit des Blattes mit den alten Arbeiterorganisationen die Schutzzollpolitit, nicht aus Ueberzeugung, sondern getrieben allen diesen Gründen komme ich zu folgendem Antrage: der Schleifer, von denen es sagt, fie müßten auf Tod und Leben durch die Verhältnisse durch den Abschluß der Handelsverträge Der Parteitag erklärt: bekämpft werden. Damit wird den Geguern in die Hände ges arbeitet. Meine Familienehre wird nach wie vor von dem Blatte beschmutzt. Die Herren von der Redaktion sammeln für Anarchisten und nicht für die sozialdemokratische Arbeiterpartei. Ja, für anarchistische Umtriebe.( Große Unruhe.) An meinem Berhalten wird Ihr Mißtrauensvotum nichts ändern. Seine Ernennung zum Nachfolger Bismard's hat fast ebenso fehr überrascht wie seine Demission. Man muß dem abgehenden Reichskanzler bei aller Gegnerschaft gerechter Weise nachsagen, daß er sich in erstaunlicher Weise in die verschiedenen Gebiete der Politik und Staatsverwaltung eingearbeitet hat, daß er mit reinen Händen aus dem Amte scheidet und daß er auch in den Debatten mit den entschiedensten Gegnern den Anstand zu wahren verstanden hat. und der damit zusammenhängenden Verminderung der Getreide- 1. Die Art und Weise, wie in letzter Zeit die Parteistreitig zölle von 5 M. auf 3,50 M. mildern mußte. Sein Vor- feiten unter den badischen Parteigen offen ausgefochten worden fäße betreffend der Benutzung der offiziösen Presse übersetzte sind, entspricht nicht dem Ansehen und der Würde der Partei er nicht in die Wirklichkeit, trieb doch das Offiziösenthum sein und ist nach allen Seiten hin entschieden zu mißbilligen. Unwesen in der legten Zeit fast so arg, wie zu Bismarc's 2. Ganz besonders aber müssen die Intriguen und Heßereien, Herrschaft. deren fich Genosse Rüdt schuldig gemacht hat, verurtheilt werden. 3. Stegmüller ist nicht geeignet, ein parlamentarisches Mandat im Namen der sozialdemokratischen Partei auszuüben. Seine reaktionären Anschauungen famen bei der Vorlage des preußischen Volksschul- Gesetzes zum Ausdruck. Ans Anlaß der Zurückziehung dieser Vorlage legte er seine Stelle als preußischer Ministerpräsident nieder. Sein Nachfolger Eulenburg tam in häufige Konflikte mit dem Reichskanzler, die zuletzt zur Demission beider führte. Seine auswärtige Politik war auf den Frieden ge richtet. Die Beziehungen Deutschlands mit Rußland, Frank reich und der Schweiz wurden unter der Leitung der Stegmüller: Es wurde mir soeben ein Urtheil verauswärtigen Angelegenheiten durch Caprivi gebessert, seine Rolonialpolitit war vorsichtiger, dagegen haben die Aufwendungen für Heer und Flotte unter ihm noch größere Dimenfionen angenommen wie unter, Bismarck. Was ihm fehlte, war der Ehrgeiz. Und so tritt er wohl zufriedener aus dem Amte, als in dasselbe. Eichholz Solingen bekämpft das Auftreten Schumacher's und giebt eine andere Darstellung der Vorgänge, als sie dieser gegeben hat. Schumacher hat die Solinger Gewerkschaften fo weit gebracht, daß sie nicht mehr auf dem Boden des Klassen. tampfes stehen. Er sucht die Berg. Arbeiterstimme" durch die Rheinische Zeitung" zu verdrängen. Wir fügen uns den Bes schlüssen der Parteitage, Schumacher nicht. Ein Schlußantrag wird angenommen. Der Antrag der Neunerkommission wird angenommen. Der nächste Fall, den die Kommission zu erledigen hatte, ist der Streit zwischen dem Genossen Bürgel in Schlesien und dem Genossen Kühn. 4. Den badischen Parteigenossen wird es zur Pflicht gemacht, das Parteiinteresse höher zu stellen, als den persönlichen Zwist. Dies gilt sowohl dem Genossen Geck, als auch den Abgeordneten Rüdt und Dreesbach, welche letzteren durch ihre Uneinigkeit im Landtage wesentlich dazu beigetragen haben, daß die Parteistreitigkeiten in Baden so heftig und häßlich geworden sind. tündet, das mich außerordentlich überraschte. Deshalb muß ich doch noch ein paar Worte der Aufklärung zu Ihnen sprechen. Von gewiffer Seite hat man mich von vornherein zu stürzen ver- Folgender Befchluß wird angenommen: Der Parteitag be sucht und von dieser Seite aus hat man mich immer wieder zu schließt: Da die Sache örtlicher und persönlicher Natur ist, und verleumden versucht. Sodann erklärt Redner die Lörracher Parteigrundsäße nicht in Frage kommen, tann der Parteitag in Kirchenangelegenheit. hat meine Urwüchsigfeit in dieser Angelegenheit teinen Beschluß fassen. Weil Bürgel um schnödefter Weise gemißbraucht und dem falle ich zum Opfer. eine Unterstüßung bittet, so ist der Parteivorstand zu ersuchen, ( Stellenweiser Beifall.)- Rüdt läßt durch den Vorfißenden zu prüfen, ob eine solche an Bürgel gegeben werden fann. mittheilen, daß er durch eine Prozeßverhandlung verhindert sei, seine Vertheidigung vor dem Parteitage zu führen. Es folgt die Meter Angelegenheit. Blos: In diesem ungeheuren Wirrwarr tönnen wir nicht unfere Hände stecken. Eine Klärung scheint zunächst unmöglich. Folgende Resolution wird vorgeschlagen: Botho Graf zu Enleuburg wurde am 81. Juli 1881 geboren. Nach Absolvirung seiner juristischen Studien wurde er Der Fall der Genossin Gotthusen wird durch Annahme Verweser eines Landrathsamtes und machte sehr rasch Karriere, folgender Refolution erledigt:" Der Parteitag beschließt, über zeitweise gehörte er dem preußischen Abgeordnetenhause und Gec. Ich nehme das Urtheil hin mit der gelinden Ents die Beschwerde der Frau Gotthusen wird zur Tagesordnung dem Reichstage als Mitglied an. Am 31. März 1871 wurde schuldigung, daß Sie den allemannischen Charakter des Bolts übergegangen. Frau Gotthusen will von den gegen sie aus er Minister des Innern. Er Reichstage freundes berücksichtigen müssen; der da glaubte, da und dort gestreuten Verleumdungen gereinigt sein, was aber nicht Sache mit Entschiedenheit die Entwürfe zu dem Gesetze gegen die gemein- einmal zur Kennzeichnung der Situation, einmal ein derberes des Parteitages ist." gefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie. In rigorosester Wort zu gebrauchen, wenn es auch nicht im Konversationslexikon Bei der Begründung der Resolution batte Blos die MahWeise führte er dann diese Gesetze aus. Als Bismarck ihn im Herren- ftehe. Die mangelhafte Pflichterfüllung der badischen Landtags- nung an die Männer gerichtet, unbewiesene Erzählungen nicht haufe am 19.Februar 1881 durch seinen Regierungskommissar Rommel Abgeordneten ist der Grund dafür, daß die sozialdemokratische weiter zu verbreiten und nicht Gerüchte herumtragen zu helfen, in einer Weise, die das größte Aufsehen erregte, desavoirte, Bresse auf die gegnerische Zeitung als Quelle für ihre Urtheile die weit Heinlicher und gehässiger sind, als der ärgste weibliche legte er sein Amt nieder. Er wurde hierauf Oberpräsident. angewiesen gewesen ist. Stegmüller hat wieder das Märchen, vor Kaffeeklatsch.( Heiterkeit und Beifall.) Am 23. März 1892 wurde er zum preußischen Ministerpräsidenten gebracht, daß ich ihn zu seiner Kirchenrede veranlaßt habe. Ich und im August desselben Jahres zum Minister des Innern er bestreite das ganz entschieden; und Stegmüller hat den wahren Sachnannt. Bekannt ist sein Birkular an die Oberpräsidenten, die verhalt in einer gegnerischen Preffe felbst zugegeben. Ich hätte Bekämpfung der Sozialdemokratie betreffend, das bekanntlich der geglaubt, daß der Versuch der Beeinflussung des Parteitages durch das Borwärts" zuerst veröffentlicht hat. Dreesbach'iche Pamphlet mit Entschiedenheit hätte zurückgewiesen werden müffen. Nach wie vor wird die badische Partei einig sein, vorausgesetzt, daß nicht versucht wird, die Beschlüsse des Parteitages zu benutzen, neuen Hader in die badische Partei hinein zutragen. Ich werde es zu verhindern trachten und hoffe es von den andern auch.( Beifall.) Dreesbach: Als Dritter im Bunde der Angeklagten Schleicher tritt der Resolution entgegen. Die Metzer ( Heiterkeit) b erkläre ich, daß ich mich dem Beschluß des Partei Genossen wollen ihre Angelegenheit von dem Parteitage geregelt Chlodwig Karl Fürst zu Hohenlohe Schillingsfürft, der tages fügen werde und daß ich hoffe, daß der badische Streit wissen. Von der Kommission sind die Kläger als Angeklagte beangeblich zum Reichstanzler defignirte Statthalter der Reichslande, beendet ist. Freilich, sollte ich wieder angegriffen werden, so handelt worden und deshalb fand sie auch das Material nicht. wurde am 31. März 1819 geboren, studirte Rechts- und Staats- werde ich mich meiner Haut wehren. Redner geht auf einige Emmel hat sich mit einer Anzahl von Genoffen zu einer Konfe wissenschaften, machte dann die Anfangsstadien der juristischen Aeußerungen Gect's näher ein, um sie richtig zu stellen. Er er renz in Saargemünd unter Umgehung des Vertrauensmannes zue Karriere durch, widmete sich dann später der Bewirth örtert hauptsächlich die Frage, ob Geck nicht ursprünglich Steg- sammengefunden. Die Beschlüsse tönnen deshalb nicht giltig sein. schaftung seiner großen Güter; trat 1846 in die bayrische müller veranlaßt habe, für den Kirchenbau zu stimmen. Ich Ebenso wie hier liegt auch bei der Wahl Emmel's eine VerRammer der Reichsräthe, befämpfte in derselben die Desterreich bedauere, daß die Kommission beschlossen hat, daß der Genosse legung der Organisation vor und darin muß der Parteitag eine freundliche ultramontane Politit, trat nach 1866 für den Anschluß Stegmüller sein Mandat niederlegen soll. Ich bin über entschiedene Stellung einnehmen. " Eulenburg war ein Reaktionär schlechtester Sorte, er wähnte durch Zwangsmaßregeln der Sozialdemokratie den Lebensnerv unterbinden zu können. In keiner Weise hervorragend, ermangelt auch das Bild des Mannes, der jetzt für immer zu den politischen Todten gehören dürfte, jedes sympathischen Zuges. 11 Der Parteitag erklärt: Die vorliegenden Streitigkeiten der Lothringischen Genossen sind so kleinlicher Natur, daß der Parteitag es ablehnen muß, fich mit ihnen zu beschäftigen. Zum Theil mag die arbeiterfeindliche Vereins- und Versammlungs- Gesezgebung der Reichslande an den vorliegenden Streitigkeiten Schulb tragen." Bohle- Straßburg vertheidigt die Abhaltung der Konferenz. I ä ck h> Mülhausen: Der Mann, der zur Schlichtung der Streitigkeiten hingegangen war, ist zerhauen und zerstochen worden. Die einfachste Lösung erscheint uns die Annahme der vorgeschlagenen Resolution. Brückner: Die Streitigkeiten bei uns liegen tiefer, als man hier darzustellen versucht. Genosse Emmel hat ausge- schlosseue Genossen wieder als Parteigenossen angesehen, und ihnen wieder auf die Beine zu helfen gesucht, obwohl die Ge- Nossen wegen unmoralischen Lebenswandels ausgeschlossen worden sind. Ich meinerseits schlage vor, vom Parteitage einen un- parteiischen Genossen zur Untersuchung nach Metz zu senden. Wir hatten beschlossen, uns an den Wahlen nicht betheiligen zu wollen, Emmel aber hat einen der Ausgestoßenen sogar als Kandidaten aufgestellt. Emmel: Die lothringer Verhältnisse liegen folgendermaßen. Im Sommer vorigen Jahres war ich zu einer Landeskonferenz nach Straßburg eingeladen worden, obwohl ich damals noch nicht in Lothringen wohnte. Unter Hinblick auf die Deutzer Streitig- leiten, sah man von der Wahl einer Agitationskommission ab. Als bei der 1833 er Reichstagswahl im Saarrevier die Stimmenzahl wuchs; faßte» wir in Saargemünd eine Resolution, daß in Lothringen die Agitation von Lothringern zu betreiben sei und sie sich unserer Organisation anzuschließen haben. Danach wurde nicht gehandelt, und als sich Genossen(Ruf: Die Ausgeschlossenen!) an mich wandten, die Landesorganisation in das Leben zu schaffen, habe ich Diejenigen nicht zur Konferenz eingeladen, die sich von vornherein ablehnend verhalten haben. Weder der Landesvorstand noch der Parleivorstand haben die ausgestoßenen Genossen als Ausgestobene betrachtet, ich war also in meinem guten Recht, mit diesen Genossen zu verhandeln. Den Schluß bildet die Dresdener Angelegenheit. Die Kom- Mission beantragt folgenden Beschluß: .Der Parteitag erklärt: Eine Beschwerde aus Dresden, welche sich gegen den Beschluß eines von den Genossen in Dresden eingesetzte» Schiedsgerichtes wendet, wird, weil keine Beweise für die Beschwerden vorliegen, und Erhebungen seitens der Neunerkommission nicht angestellt werden können, dem Partei- vorstände zur weiteren Untersuchung überwiesen." Bios begründet diese Resolution. Die Resolution wird angenommen. Nach Vorlesung von Telegrammen wird die Sitzung nach 61/4 Uhr geschlossen. (Privat-Telegramm deS.Vorwärts".) Frankfurt a. M., den 27. Oktober 1894. Vormittags-Sitzung. Singer eröffnet die Sitzung. Man tritt sofort in die Be- rathung von Punkt 7 der Tagesordnung(Antrüge zum Programm und Organisation) ein. Frau Zetkin beantragt, über alle Anträge zur Abänderung des Programmpunktes„Religion i st P r i v a t s a ch e" für Tagesordnung überzugehen. Diese Anträge sind nur der reibenkerischen 5letzerriecherei entsprungen. Weil die Freidenker wissen, daß sie allein nichts vermögen, so drängen sie sich an die Sozialdemokratie heran. H e I b i n g- Düsseldorf: Wenn man so allgemeine Schlüsse zieht, wie Frau Zetkin, so haut man nur in die Lust. Die An- träge sind den wirklichen Bedürsnissen entsprungen. Es wird dem Antrage der Frau Zetkin entsprochen und über sämintliche Anträge, die sich gegen den Punkt des Programms, Erklärung der Religion für Privatfache, richten, zur Tages- ordnung übergegangen. Beantragt ist, Punkt 9 des Programms(Unentgeltlichkeit der ärztlichen Hilfeleistung einschließlich der Geburtshilfe und der Heilmittel. Unentgelttichkeit der Todtenbestaltung) durch folgende Worte zu ergänzen: Uneutgeltlichkeit der thierärztlichen Hilfe- leistung und genügende Anstellung von Thierärzten in den länd- lichen Bezirken." B i l l i g") erklärt, daß dieser Punkt eigentlich zur Agrar- frage beantragt worden war. Er ist dem Wunsche entsprungen dem Bauer etwas positives zu bieten. Er beantrage diesen Punkt der Agrarkommifsion zu überweisen. Der Antrag wird durch Tagesordnung erledigt. Singer wünscht Vorschläge zur Wahl des Vorstandes und der Kontrolleure am Bureau abzugeben. Hierauf wird in die Berathung der die O r g a n i s a t i o n betreffenden Anträge eingetreten. Es stehen zur Diskussion der Antrag 11 z Den Parteitag zwischen Weihnachten und Neujahr abzuhalten. Frau Ihrer begründet diesen Antrag folgendermaßen: Nur zwischen Weihnachten und Neujahr könnten bewährte Genossen, die in einem Abhängigkeitsverhältniß zu einem Unternehmer stehen, sich an den Arbeilen betheiligen. Georgs- Berlin III tritt aus denselben Gründen für die Pfingstwoche«in. Es werden sonst zu viel Leute gewählt, die schriftstellerisch thätig sind. Wir wollen Arbeiter auf dem Parteitage. Es kommt heute vor, daß Leute schlechthin aus Empfehlung hin zum Parteitage delegirt werden. W i e g l e b- Hildcsheim: Das Weihnachtsfest gehört der Familie, man solle es so lassen wie es ist. M e tz n e r- Berlin I: Ter Antrag wird immer wieder- kehren, eben aus den Gründen, die Frau Ihrer anführte. Ich empfehle deshalb die Annahme. Bei der Abstimmung wird der Antrag abgelehnt. Der Antrag 13 der Parteigenossen des Teltow-Beeskower Wahlkreises: Diejenigen Reichstags- Abgeordneten, welche nicht als Delegirte gewählt sind, haben die Kosten ihrer Anwesenheit auf dem Parteilag selbst zu tragen, nicht die Parteikasse, wird von Caspar- Steglitz begründet. Er führt aus: Je mehr Abgeordnete wir haben, eine größere Geldvergeudung ist es, die Abgeordneten auf Kosten der Parleikass« nach den Partei- tagen zu schicken. Stadthagen bekämpft den Antrag. Die Abgeordneten sollen nicht als Delegirte, sondern in ihrer Eigenschaft als Ab- geordnete erscheinen. F l e i s ch m a n n(2. nassauischer Wahlkreis) bekämpft den Antrag. Mittag- Merseburg: Der Antrag ist ganz zeitgemäß. Der Antrag 13 wird abgelehnt. Antrag 14 der Parteigenossen in Barmen: Der Geschäftsbericht des Parteivorstandes soll für die Folge sechs Wochen vor Zusammentritt des Parteitages ver- öffeiulicht werden, um den Genossen Gelegenheit zu geben, sich über denselben auszusprechen resp. Anträge dazu zu stellen. wird von D ö r i n g k begründet, von G e r i s ch bekämpft und hieraus abgelehnt. Der Antrag 16 der Parteigenossen in Lengenfeld: Der Parteitag möge beschließe», daß zu den Parteitagen keine Reichstags- Abgeordnelen als Vertreter der Wahlkreise hingeschickt werden dürfen, sondern daß dieselben von dem Parteivorstand eingeladen werden müssen. wird von v. Elm begründet:_ Die Abgeordneten seien gewisser- maßen Beamte der Partei, die der Kontrolle des Parteitages unterliegen, demgemäß also auch nicht als Delegirte fungiren können. Mit Stimmenmehrheit wird der Antrag angenommen. Dir Anträge 17 und 28 werden ohne Debatte ab- gelehnt. Antrag 17 der Parteigenossen in Hamburg 3 lautete:„Die Parteileitung wird beauftragt, alle Anträge, welche aus dem Parteitag zur Verhandlung kommen, ö Wochen vorher im„Vor- ') Der Name dürfte falsch telegraphirt sein, er kommt in der Präsenzliste nicht vor. wärts" zu veröffentlichen, wovon die Provinzial-Parteiblätter Abdruck zu nehmen haben, damit sämmtliche Anträge dem Volke zur Kenntniß gelangen und zur Berathung stehen. Ferner soll die Abhaltung des Parteitages drei Monate vorher veröffentlicht werden, damit die Anträge früh genug an die Parteileitung ab- geschickt und, wie oben angegeben, der Parteileitung zur Ver- fügung gestellt werden können. Doch ist bei nicht vorgesehenen Fällen davon Abstand zu nehmen." Der Antrag 28. Parteigenossen in Aachen lautete:„Die Provinzial-Parleitage finden in Zukunft vor dem allgemeinen Parteitags statt." Ter Antrag 29 der Parteigenossen in Hanau: Alle Parteigelder sind möglichst der am Ort ernannten Verlrauensperson zu überweisen wird von Stein- Hanau begründet. Auer bekämpft ihn. Er bemerkt: Es habe den Anschein, als wenn die Parteikasse durch Beiträge aus den einzelnen Orten geradezu überschwemmt würde. Gerade das Gegentheil ist der Fall. Wären wir auf die Parleibeiträge allein angewiesey, so wäre die Partei schon bankrott. Der Antrag wird abgelehnt. Nachdem bei einer Reihe anderer Anträge die Unterstützung nicht ausgereicht hat, tritt der Parteitag in die Berathung der Anträge, welche die Theilnahme der Frauen an den Parteitagen betreffen. Dieselben lauten: 85. Parteigenossen in Barmen und Düsseldorf, Frauen-Agitationskommission in Stuttgart: Der Parteitag möge de» Passus beschließe», wonach auch in öffentlichen Frauen- Versammlungen Delegirtinnen gewählt werden können. 37. Parteigenossinnen in M ü n ch e n: Die in öffentlichen Frauenversammlungen gewählten Delegirten nehmen an den Verhandlungen des Parteitages mit dem gleichen Rechte Theil, wie die Delegirte» der Wahlkreise. 38. Parteigenossinnen in Duisburg und Ohligs schließen sich dem Antrage auf Wiederherstellung der Orga- nijationsbestimmnng über die Frauendelegirten aus den Partei- lagen an. Frau Zetkin begründet dieselben folgendermaßen: Auf Antrag der Berliner Genossinnen ist s. Z. die Bestimmung des Organisationsstatuts über das Recht der Frauen, eigene Dele- girte zu wählen, gestrichen worden. Es hat sich aber heransgestellt, daß diese Sireichung nicht zweckmäßig war. Tie Frauen sind nun einmal rechtlos, und es ist ihnen beim beste» Willen unmöglich, an der Organisation der Männer theil- zunehmen. Die Masse der Frauenwelt ist im allgemeinen rück- ständiger, als die Männerwelt, die weiblichen Delegirte» können in gemeinsamen Versammlungen häufig nicht konkurriren mit den Männern, das führt zu Reibereien. S l o m k e- Bielefeld erklärt sich gegen den Antrag: Die Genossinnen haben sehr wohl Gelegenheit, sich im allgemeinen Rahmen bethätigen zu können. Auer: Theoretisch hörte sich's sehr schön an, als die Ber- linerinnen die Streichung der früheren Bestimmung beantragten. Praktisch ist die Geschichte anders gekomnien. Wir müssen der sozialdemokratische» Frauenbewegung Gelegenheit zur Vertretung auf den Parteitagen geben, ohne dabei von der Gnade der Männer abhängig zu sein. Diese Abhängigkeit hat sich nicht bewährt, künftig werden die Frauen wohl nicht so vertrauensselig sein.(Heiterkeit.) Stellen Sie das alte Recht wieder her. Singer: Ich nehme an, daß die Antragsteller die Wieder- Herstellung der alten Organisationsbestimmung wünsche» und fasse dahin ihre Anträge zusammen. Frau Wentels erklärt sich damit einverstanden; in diesem Sinne werden die Anträge genehmigt. Es folgen eine Reihe von Anträgen, bei denen die Unter- stützung nicht ausreicht. Hierauf wird in die Berathung der die Presse betreffenden Antrage eingetreten. Neu hinzugekommen sind folgende Anträge: III. An Stelle des auf dem vorjährigen Parteitage in Köln bewilligten Flugblattes in französischer Sprache, welches bis heute noch nicht herausgegeben ist, soll nunmehr ein Wochen- blatt in deutscher und französischer Sprache für die französisch sprechenden Landestheile Deutschlands herausgegeben werden. 115. Die Parteigenossen von Mülhausen i./E. stellen den Antrag: Der Parteitag möge beschließen, daß der Partei- vorstand ermächtigt werde, in Mülhausen ein Partei-Organ für Elsaß-Lolhringen, wenn nöthig unter Zuschuß von Parteigeldern. zu gründen, eventuell, solange dies nicht möglich ist, in Mül- Hausen ein Korrespondenzbureau zu unterhalten, welches die Be- richterstaltuug an den„Offenburger Volkssreund" besorgen soll und in dessen Händen zugleich die Expedition für Mülhausen liegen würde. Zu den übrigen Anträgen reicht die Unterstützung nicht aus. Gegen den Antrag: (47) der Parteigenossen in Gießen: Einen Kalender herauszugeben für die Landbevölkerung zum Preise von 30 Pfennig spricht B er ard- Hamburg: Wir schaffen uns, wenn wir den Antrag annehmen, nur selber eine Konkurrenz. Schon jetzt haben die zahlreichen Provinzialkalender bewirkt, daß wir mit einem Theil der Auflage des Neuen Weltkalenders, der einen nicht un- beträchtlichen Ueberschuß bisher abgeworfen hat, sitzen bleiben werden. Der Antrag wird abgelehnt. Zu 43 reicht die Unterstützung nicht auS. Der Antrag 49 vom Parteivorstand, Berlin: Der Partei- tag wolle beschließen: Der Preis des Neue Welt- Kalender be- trägt 40 Pf. wird begründet von Kiesel: Der Neue Weltkalender ist«in bischen zu theuer gewesen. B e r a r d schließt sich dem an. Der Antrag wird hieraus angenommen. Den Antrag 50 der Parteigenossen des Wahlkreises G l o g a u: In Kürze ein Flugblatt herauszugeben, das in gemein- verständlicher Sprache die Begrifft Militarismus und Volks- wehr erklärt, zahlenmäßig die Kosten des stehenden Heeres und die Schäden desselben an der Wohlfahrt des VolkeS, sowie die Vorzüge der Volkswehr veranschaulicht und endlich neben den scheinbaren Gründen, die die heutigen Regierungen gegen die Einführung der Volkswehr vorbringen, auch die wahren ent- hüllt, welche sie nicht offen auszusprechen wagen. begründet Stolpe: Er bittet, ihn dem Parteivorstand zur Berücksichtigung zu überweisen. Dies geschieht. Der Antrag 52 der Parteigenossen in Leipzig: Das Protokoll des Parteitages ist zum Selbstkostenpreis zu verkaufen, wird von Reichel- Leipzig begründet: Man muß die Ver- Handlungen der breiten Mass« des Volkes zur Kenntniß unter- breiten. S ch r u m m spricht dagegen. Die Parteikasse werde dadurch einen Schaden erleiden. Kiesel spricht dafür. Fischer: Ich bitte Sie, den Antrag abzulehnen. Der Preis ist von Jahr zu Jahr herabgesetzt worden und das wird auch in diesem Jahre geschehen. Die Parteigenossen gehen immer von der Meinung aus, daß wir an unseren Broschüren ungeheuer viel verdienen. Das ist nicht der Fall. Im allgemeinen schlagen wir nicht mehr als die Umsatzkosten heraus, bei sehr vielen Broschüren setzen wir noch zu und nur die Massenartikel, so die Maizeitung, müssen den Ausfall decken. Schumann unterstützt diese Ausführungen. Der Antrag wird abgelehnt. Ter Antrag 55 der Parteigenossen in Straßburg i. E.: Dahin zu wirken, daß die elsaß-lothringische Partei durch Bermittelung des Parteitages baldmöglichst ein eigenes elsaß- lothringisches Parteiorgan erhält, gleichviel, ob besagtes Partei- blatt in Elsaß-Lothringen oder in Baden erscheint, kommt mit dem oben angeführten Antrag 115 zusammen zur Ver- Handlung. Jäckh- Mühlhausen bittet den Antrag anzunehmen, die gestrige Debatte beweist, wie nothwendig ein eigenes Organ für Elsaß-Lolhringen sei. Besonders angebracht erscheint mir die Ausgabe eines Kopfblattes des„Offenvurger Bolkssreundes", der von einem besonderen Korrespondenzbureau in Mühlhausen be- dient wird. Im Ober-Elsaß sind 20 000 Arbeiter, für die etwas geschaffen werden müsse. Obwohl nun der Parteivorstand bereits sein vollgerntteltes und geschütteltes Maß für den Elsaß geleistet habe, dürfe man die Arbeiter doch jetzt nicht im Stiche lassen. Es handelt sich um eine monatliche Ausgabe von vielleicht 100 M. und so viel sei die Agitation in Elsaß schon wertb. Die Listen der Vorschläge für den Parteivorstand und die Kontrolleure werden abgeschlossen. In der Diskussion über die Anträge 55 und 115 ergreift zunächst B ö h l e-Straßburg das Wort: DieElsaß-Lothringer haben zu wenig Einfluß auf die Redaktion des„Offenburger Volks- freundes". Die Verhältnisse in Baden und Elsaß-Lothringen sind grundverschieden und der„Offenbnrger Volksfreund" kennt die Verhältnisse in Elsaß-Lothringen recht wenig. Wir dürfen nicht aus den Augen lassen, daß Elsaß-Lothringen. selbst aus dem Lande, ein ausgezeichnetes Feld für den Sozialismus ist, deshalb dürfe Elsaß-Lothringen vom Parteivorstande und dem Parteitage nicht im Stiche gelassen werden. Nehmen Sie unseren An- trag an. Es ist der Antrag eingegangen, 55 und 115 dem Partei« vorstände znr Erledigung zu überweisen. Klinge»Hagen- Erfurt ist der Meinung, daß vorläufig mit der Gründung von Parteiblätlern Einhalt gethan werden müßte. In derselben Lage wie Elsaß-Lothringen befinden sich auch unsere Parteigenossen. Antrag auf Schluß der Debatte wird angenommen. Tie Anträge 55 und 115 werden dem Parteivorstande zur Erledigung überwiesen. Antrag Iii wird begründet von Bruckner- Metz, der das Bedürfniß eines in französischer und deutscher Sprache er» scheinenden Wochenblattes für die französisch sprechenden Landes- theile nachweist. In der Diskussion erklärt sich S ch-l e i ch e r- Diedenhofen für diesen Antrag. Der Kostenpreis sei nicht so hoch. Die Franzosen verwahre» sich dagegen, den Sozialismus als Gerinanisirungsmvment aufgezwungen zu erhalten, sie sind miß- trauisch gegen alles germanische, man muß in sranzösischer Sprache an sie herantreten. Es ist ein Antrag eingegangen, den Antrag III dem Partei« vorstand zu überweisen. Bebel: Es ist eine falsche Auffassung, als hätte der Vor» stand nicht das äußerste gethan, um die Elsaß-Lothringischen Genossen in ihrem Zeilungsunternehmen zu unlerst tzen. Ich be- greife den Wunsch der Lothringer nach einem sozialistischen Blatt in französischer Sprache, zumal die sozialistische Press« Frankreichs ihnen verboten ist, aber wir werden das Blatt nicht in Lothringen in sranzösischer Sprache erscheinen lassen dürfen. Die Regierung zwingt dort auch die bürgerlichen Parteien, den Text ihrer Zei- lungen deutsch und französisch zu geben. Dann bleibt blos der Ausweg, das Blatt im diesseitigen Deutschland erscheinen zu lasse». Dann wird es aber wahrscheinlich aus grund des Diktaturparagrapheiis für Lothringen verboten werden. Tausende von Mark würden erforderlich sein, denn wir brauchten ja auch einen französisch sprechenden und schreibenden Redakteur. Der Antrag aus Ueberweisung an den Vorstand zur Erwägung ist die beste Lösung. Der Antrag wird dem Vorstand zur Erwägung überwiesen. Hierauf folgt der Antrag Lütgenau und Genossen: Wir beantragen, eine Kommission einzusetzen, welche prüft, ob die „Bergische Arbeiterstimine" die Grundsätze und die Interessen der Partei vertritt, und eventuell in Verbindung mit dem Partei« Vorstande die etwa gebotene Aenderung bewirkt. Lütgenau- Dortmund begründet ihn: In den Kreisen, in denen man das Blatt liest, wird eine Prüfung für dringend gehalten. Aus Einzelheiten gehe ich nicht ein. Es genügt, zu wissen, daß der Antrag von 20 Delegirte» Rheinland- West- falens unterzeichnet ist. Auer bittet, den Parteitag nicht mehr weiter mit der So« linger Angelegenheit zu belästigen. Was soll denn die Ein- setzung einer Kommission? Uebrigens liegt auch darin indirekt ein gewisses Mißtrauensvotum gegen den Partei-Vorstand, der die Bergische Arbeiterstimme nicht genügend kontrollirt habe, lieber- weisen wir den Antrag der rheinischen Agitationskommission. Hülle- Erfurt schließt sich den Aussührungen Auer's an. Der Antrag erscheine wie ein Schachzug gegen den gestern in der Solinger Angelegenheit gefaßten Beschluß. H e I b i n g- Düsseldorf vertheidigt den Antrag. Die Antragsteller erklären sich mit dem Antrage Auer's einverstanden, es wird nun darüber abgestimmt und dem Antrage durch Beschluß entsprochen. Antrag 61 der Parteigenossen in Münster i. W. und N e u st a d t i. S ch l.: Der Parteivorstand solle in Zukunft mehr wie bisher die Genossen in solchen Wahlkreisen, welche aus eigenen Mitteln zu schwach sind, unentgeltlich mit Broschüren, Schriften und Versammlungen unterstützen, um eine kräftigere Agitation ent« falten zu können, wird ohne Diskussion angenommen. Der Antrag 64 der Parteigenossen Paul Hoffman«- H a M« bürg und Heinrich Steiner- Bremerhaven: Die Vertreter der Partei, sowie die Vertrauenspersonen der einzelnen Kreise sind zu beaustragen, für eine wirksame Agitation unter den Seeleuten Sorge zu tragen, sowie die Be- strebungen zur Organisation der Seeleute und die Herbei- sührung der Revision der Seemanns- Ordnung durch den Reichstag thatkräslig zu unterstützen. wird von Metzger- Hamburg begründet. Es ist nothwendig, wenn auch schwer, die Agitation unter die Seeleute hineinzutragen, weil die Seeleute unter den schwierigsten gesetzlichen Bestimmungen zu leiden haben. Die Schiffer können nicht blos vom Arbeilgeber, sondern auch von den Beauftragten der Arbeitgeber, den Schiffsoffizieren, geprügelt werden, ohne daß die Prügelhelden zur Verantwortung gezogen werden können. S ch m a l f e l d- Bremerhaven führt dies noch etwas weiter aus. Bruns ist beschimpft worden, weil er den Bremer Lloyd im Reichstage gekennzeichnel hatte, aber Bruns hatte den Lloyd noch viel zu günstig beurtheilt Auf dem Dampfer„Bayern" ist aus hoher See folgender Fall vorgekommen: Ein Matrose erhielt den Aufirag. beim Sturm ein Segel zu raffen. Er konnte sich nicht halten und hatte die Wahl, ins Meer oder auf das Sonnendeck zu springen. Er lhat das letztere und hatte das Unglück, dabei Kajülenpassagicre der ersten und zweiten Klasse zu belästige». Für diese Frevelthat ließ ihn der Kapitän einen Tag lang zu Spott und Schande der Reisenden an den Mast angebunden aus- stellen. Am nächsten Tage mußte er seine Arbeit thun. Dann wurde er abermals angebunden. Der Mann war natürlich er- regt darüber. Zur Strafe mußte er eine Nacht aus den kalten Fliesen des Waschhauses der Offiziere gebunden und ohne Decken zubringen. Aus meine Veranlassung wurde die Sache der Staats- anwaltschast übergeben. Was aber geschah? Nicht der Kapitän, sondern der unglückliche Matrose wurde eingesteckt. Und wenn wir nicht für einen tüchtigen Anwalt gesorgt hätten, hätte er Monate lang sitzen können. Jetzt, wo die Dividenden des Lloyd herunter gehen, werden 5 pCt. Lohnreduktion vorgenommen und Arbeiter entlassen. Sie sehen, in welch' schlimmer Lage die Seeleute sind. Nehmen Sie den Antrag au. Der Antrag wird angenommen. # Hierauf kommt der Antrag 116 zur Debatte: Der Parteitag Janreizt oder verleitet, daß er dieselben anpreist oder als etwas ihr„ Stimmvieh", für die Armee zuverlässige Rekruten, fordert die Genoffen auf, in nächster Zeit bei Abbaltung von Rühmliches darstellt. und für ihre Landgüter und Latifundien billige Versammlungen entweder die Tabaksteuer auf die Tagesordnung Die§§ 5 und 6 lauten:§ 5. Wer vorfäßlich durch An- und willige Arbeitskräfte nach Belieben herausziehen können. zu setzen, oder die Tagesordnungen so zu wählen, so daß die wendung von Sprengstoffen Gefahr für das Eigenthum, die Nun wird aber der Landbevölkerung von unseren Gegnern Besprechung der Tabaksteuer eine besondere Berücksichtigung erfährt. Gesundheit oder das Leben eines Anderen herbeiführt, wird mit Der Antrag wird von Kerr- Bremen begründet: Die Buchthaus bestraft. Ift durch die Handlung eine schwere namentlich von den braven Junkern und GroßgrundTabak- Fabrikatſtener ist zwar abgelehnt worden, aber hinter den Körperverlegung verursacht worden, so tritt Zuchthausstrafe nicht besitzern- so übel mitgespielt, sie wird so elend behandelt Rouliffen scheint etwas anderes vorzugehen. Wir haben vom unter fünf Jahren, und wenn der Tod eines Menschen verursacht und erhält solche Hungerlöhne, daß sie Hunderttausendweiſe Ministertische das Wort fallen hören, daß wir das Tabakmonopol worden ist, Buchthausstrafe nicht unter zehn Jahren oder lebens- über das Meer oder in die Stadt flüchtet. Dieser bekommen werden in einem Augenblicke, wo wir es gar nicht längliche Buchthausstrafe ein. Ist durch die Handlung der Tod Bug in die Stadt" ist die stereotype Klage unserer Agrarier, erwarten. Da mindestens 20-30 000 Tabatarbeiter brotlos wer- eines Menschen herbeigeführt worden, und hat der Thäter einen und wir wissen, zu welchen kleinlichen und verzweifelter den würden, so haben die Parteigenossen das lebhaftene Interesse solchen Erfolg voraussehen können, so ist auf Todesstrafe zu ermitteln die Herren Agrarier gegriffen haben, um die länd daran, in die Agitation gegen die Tabaksteuer einzutreten. fennen.§ 6. Haben mehrere die Ausführung eines oder mehrerer Hoffmann Chemniz: Großfabrikanten haben offen aus- nach§ 5 zu ahnender strafbarer Handlungen verabredet oder sich lichen Arbeiter an die Scholle zu fesseln und die mittelgesprochen, daß die Tabakarbeit in die Hände der Frauen zur fortgefeßten Begehung derartiger, wenn auch im einzelnen alterliche Leibeigenschaft in verschämter Form wieder übergehen müsse, andererseits ist in weiten Kreisen das Wort noch nicht bestimmten Handlungen verbunden, so werden dieselben, aufleben zu lassen. Natürlich verfangen diese Mittelchen ausgesprochen worden: Es sei besser, daß Tausende von Bigarren- auch ohne daß der Entschluß der Verübung des Verbrechens nicht, und unsere Gegner haben jetzt, um ihren arbeitern als Sozialdemokraten brotlos werden, als daß der durch Handlungen, welche einen Anfang der Ausführung ent- Schmerz zu vermehren, noch die unliebsame Ent Tabakbauer geschädigt werde. Der Antrag wird mit großer balten, bethätigt worden ist, mit Zuchthaus nicht unter fünf deckung gemacht, daß der Militarismus, ihr legter Hort Majorität angenommen. Jahren bestraft. Antrag( 66) der Parteigenossen zu Raiserslautern: und ihre letzte Hoffnung, zur Entvölkerung des Landes ganz Das Dynamitgeset soll nun auch auf andere Todes: vaffen wesentlich beiträgt. Alle Streitigkeiten unter den Parteigenossen sowie Aus- ausgedehnt werden. „ Der Soldat, welcher als Rekrut von einandersetzungen, welche zu persönlichen Reibereien ausarten, dem Lande in die Stadt gekommen ist, tehrt nach find aus der Parteipresse fortzulassen. Die Entscheidungen Die Stärke der Reichstagsparteien und der seiner Dienstzeit nicht mehr auf das Land über allenfallsige Differenzen sind den allgemeinen Parteitagen Kampf gegen den Umsturz". In der am 15. No- zurück!"- das ist die Klage, die seit einiger Zeit mit auzu überlassen." vember d. J. beginnenden neuen Session des Reichstags schwellender Kraft aus dem Munde der Herren Agrarier ertönt, werden die Parteien in folgender Stärke antreten: und die nächstens in das Verzeichniß der stehenden 61 Deutsch- Konservative( gegen 64 am Schlusse der vorigen Klagen unserer nothleidenden" Landwirthe aufgenommen Tagung), 28 deutsche Reichspartei( gegen 27), 12 anti- sein wird. Und wahr ist die Sache. Wer einmal in der semitische Reformpartei( gegen 12), 19 Polen( gegen 19), Jugend das städtische Leben gekostet hat, der ist, mit seltenen 99 Zentrum( gegen 100), 51 Nationalliberale( gegen 53), Ausnahmen, für das Landleben verloren: er ist nicht mehr 13 Freifinnige Vereinigung( gegen 13), 23 Freisinnige zufrieden" mit dem was das Land ihm bietet. Der Rekrut Volkspartei( gegen 23), 11 Süddeutsche Volkspartei vom Lande kommt als Soldat in die Stadt; und ist er fertig ( gegen 11), 46 Sozialdemokraten( gegen 44), 31 Wilde mit dem Dienst, so hat er tros des militärischen Gehorsams gegen 30). Vor dem Schlusse der vorigen Tagung sich als Soldat doch ein Selbstgefühl angeeignet, das die paren 4 Mandate erledigt, 7. Marienwerder menschenunwürdige Behandlung, die den Arbeitern auf dem ( Graf Kanit II.( Conservativ) hatte vor dem Schlusse Laude, namentlich in den patriarchalischen Junker- und ( v. Koscielski( Pole) hatte sein Mandat niedergelegt), In der Stadt herrscht aber unter dem arbeitenden Volke der Tagung sein Mandat niedergelegt), 14. Bromberg Latifundien- Paradiesen zu Theil wird, einfach nicht erträgt. 6. Schleswig- Holstein.( Das Mandat des Grafen Moltke der sozialistische Gedanke; und der Soldat vom Lande, ( Reichsp.) war für ungiltig erklärt worden.) 23. Sachsen. der der Uniform die sozialistenfresserischsten wird ohne Diskussion angenommen. Der Antrag( 71) der Parteigen offen in Celle: Der Parteitag wolle beschließen, bei Stichwahlen zwischen gegnerischen Parteien die Genossen nicht aufzufordern, für eine der in Frage kommenden Parteien zu stimmen, wird von Sigg*) begründet. . Der Beschluß, bei Stichwahlen für einen bestimmten Gegner zu stimmen, hat Berwirrung in unsere Reihen getragen. Stadthagen: Theoretisch ist der Antrag recht schön gemeint, in der Praxis fämen wir aber durch eine solche Haltung zu den gefährlichsten Konsequenzen. Der Antrag wird abgelehnt. Antrag( 72) der Parteigenossen in Burscheid: Es dürfen Gelder zur Errichtung von Denkmälern für verEs dürfen Gelder zur Errichtung von Denkmälern für verstorbene Parteigenossen nicht mehr gesammelt werden, wird von Eichholz Solingen begründet: Die Angelegenheit des Zoelcke Denkmals hat die Sache in Fluß gebracht. Es wird zur Tagesordnung übergegangen. S in ( Das Mandat des Abg. v. Polenz( tons.) war für ungiltig Reden seiner Offiziere und Unteroffiziere auch aufs Gläubigste Es folgt Wahl des Ortes für den nächsten Parteitag. Vor- erklärt worden.) Inzwischen haben in allen diesen Wahl- angehört hat, ist, wenn er den bürgerlichen Rock wieder geschlagen werden Breslau, Bochum, Leipzig, Hamburg, Halber freisen die Ersahwahlen stattgefunden. Im 7. Marienwerder trägt und seinen Aufenthalt in der Stadt nimmt, durch stadt, Hannover und Gotha. Ehrhardt: Ludwigshafen wünscht eine Stadt in der ist durch die Wahl des Abg. Hilgendorff der Wahlkreis den kein Desinfektionsmittel gegen die überall herumfliegenden Mitte Deutschlands zu wählen, also Gotha etwa, um eine gleich- Rouservativen geblieben. In 4. Bromberg ist wieder ein Bazillen des Sozialismus zu schützen. Und so muß denn Der Wahlkreis auch die ultima ratio der letzte Grund- der kapimäßige Beschichung aus dem Süden und Norden herbeizuführen. Pole, Dr. Krzyminski, gewählt worden. E3 fprechen noch Geyser für Breslau, Bommelburg 6. Schleswig- Holstein ist durch die Wahl des Abg. v. Elm talistischen Gesellschaft: der Militarismus, dessen Endzweck gegen Hamburg seiner geographischen Lage wegen und für Bochum.( Sozialdemokrat) aus den Händen der Reichspartei in die die Vernichtung des Sozialismus ist, Wasser auf die Mühle Liebknecht befürwortet die Wahl von Breslau. Hände der Sozialdemokratie übergegangen. Ein Gleiches des Sozialismus und der Sozialdemokratie liefern. Frau Kühn tritt für Leipzig ein. geschah im 23. Sachsen, wo die Deutschkonservativen durch die Sozialdemokraten verdrängt wurden. Nach dem Schluß reform. Neuerdings wird in Wien für den 29. d. sechs Die österreichischen Arbeiter und die Wahlder Tagung legten infolge von Rangerhöhungen ihre Arbeiter- Meetings einberufen worden, auf deren Tagesder Parteileitung wird Berlin Mandate nieder: v. Jagow( konf.) im Juli d. I., für ordnung: Die Erklärung des Minister- Präsidenten und Die Diskussion wird geschlossen. Die Wahlen finden durch Stimmzettel statt. Als Siz gewählt. Es tritt eine Pause ein. ( Fortsetzung in der 1. Beilage.) Dolitische Ueberlicht. Berlin, den 27. Oktober. 4. Magdeburg und Dr. Friedberg( natlib.) für 2. Anhalt, am die Wahlreform" steht. Für einen Massenbesuch dieser 4. September d. J. Diese beiden Mandate sind noch er: Meetings wird unter dem Schlagworte:" Reine Ruhe in lebigt. Die Ersazwahlen finden noch vor Zusammentritt Desterreich, bis das allgemeine, gleiche und direkte Wahldes Reichstages statt. Von den beiden konservativen und der nationalliberalen recht errungen ist", agitirt. Bartei fann man annehmen, daß sie Mann für Mann für Zur Sprachenfrage in Defterreich. Aus Triest Berschärfungen der Straf, Preß und Vereinsgesetzgebung wird telegraphirt: stimmen werden. Diese Parteien zählen zusammen 140 Die Bewegung in Istrien dauert fort. In Muggia und Rovigno sollen ernste Demonstrationen stattgefunden haben. In Die Rettungspläne des Grafen Caprivi gegen Stimmen. den Umsturz, die bekanntlich die Zustimmung des Kaisers Gegen eine solche Gesezgebung werden unbedingt stimmen Birano und Capo d'Istria wurde neuerdings die Ruhe nicht und des Bundesraths gefunden haben sollen, laufen nach die Sozialdemokraten, die freisinnige und die süddeutsche gestört. Wir glauben Von der trockenen Guillotine. Aus Paris wird offiziösen Angaben auf eine schärfere Präzisirung der Volkspartei mit zusammen 80 Stimmen. §§ 110, 111, 126, 129, 130 und 131 des Reichsstrafgesetzes aber auch, daß der Selbsterhaltungstrieb das Zentrum, die telegraphirt: und des§ 10 des Dynamitgesetzes hinaus. Polen und die Antisemiten zur ablehnenden Haltung zwingen Der Minister für Kolonien Delcassé theilte heute im Die angeführten Paragraphen des Reichs- Strafgesetz- muß. Denn wer garantirt dem Zentrum, daß diese Ver- Ministerrathe mit, die Strafgefangenen auf den Salut Inseln buches, die sämmtlich unter die Abschnitte Widerstand schärfung des gemeinen Rechtes, bei einem Wiederaufflammen( Guyana) hätten sich, von den Anarchisten dazu augestiftet, gegen die Staatsgewalt" und" Verbrechen und Vergehen des Kulturkampfes, wer den Polen, daß von einem anti- empört und in der Nacht vom 21. zum 22. d. M. brei Aufseher getödtet. Die Revolte sei unterdrückt worden; zwölf Gefangene, wider die öffentliche Ordnung"" fallen, haben folgenden polnisch gesinnten Staatsleiter, wer den Antisemiten, daß darunter fünf Anarchisten, seien getödtet worden. von einem die Interessen der Juden mehr wahrnehmenden Im dänischen Landesthing ist auf Antrag der Re Staatsmanne diese Gesetze auch gegen diese Parteien an gewandt würden. Ist diese Auffassung richtig, so fommen gierung eine neue Vertheilung der Folkethings 130 weitere gegnerische, zusammen somit 210 Stimmen in Wahlkreise angenommen worden, welche dem ganzen Betracht. Demnach würde selbst, wenn die freisinnige Ber- Lande 25 und speziell Ropenhagen 8 Kreise weniger als einigung und sämmtliche Wilde den, Kampf gegen den Um- bisher zuertheilt, womit also ein ganz offenbarer Bersturz im Regierungsgefolge mitmachen würden, die Ab- fassungsbruch begangen ist. Es handelt sich hier um eine lehmung der Vorlage gesichert sein.. direkte Beschränkung des allgemeinen Wahlrechtes und hat die Rechte" zusammen mit den" Gemäßigten" wiederum bewiesen, was das dänische Volt von ihnen zu erwarten hat. Die Frage ist nun, ob sich auch der Folkething diesem Verrathe an den Volksrechten anschließen wird. Das serbische Kabinet hat demissionirt. Wortlaut: § 110. Wer öffentlich vor einev Menschenmenge, oder wer durch Verbreitung oder öffentlichen Anschlag oder öffentliche Ausstellung von Schriften oder anderen Darstellungen zum Un gehorsam gegen Gefeße oder rechtsgiltige Verordnungen oder gegen die von der Obrigkeit innerhalb ihrer Zuständigkeit getroffenen Anordnungen auffordert, wird mit Geldstrafe bis zu sechshundert Mart oder mit Gefängniß bis zu zwei Jahren bestraft. § 111. Wer auf die vorbezeichnete Weise zur Begehung einer Der Bundesrath hat in der am 26. d. M. abgehaltenen ftrafbaren Handlung auffordert, ist gleich dem Anftifter zu be- Plenarsizung des Bundesraths die Entwürfe des Etats für strafen, wenn die Aufforderung die strafbare Handlung oder einen den Reichskanzler und die Reichskanzlei und des Etats strafbaren Versuch derselben zur Folge gehabt hat. Ist die Aufforderung ohne Erfolg geblieben, so tritt Geldstrafe bis zu 600 m. der Reichs- Justiz- Verwaltung für 1895/96 genehmigt. Mit oder Gefängnißstrafe bis zu einem Jahre ein. Die Strafe darf der Verfügung des Reichskanzlers über einen Arbeitsjedoch, der Art oder dem Maße nach, feine schwerere fein als die platz bei der zoologischen Station in Rovigno erklärte sich auf die Handlung selbst angedrohte.. die Versammlung einverstanden. Bezüglich der Rechnung § 126. Wer durch Androhung eines gemeingefährlichen Ver- der Kaffe der königlich preußischen Oberrechnungskammer brechens den öffentlichen Frieden stört, wird mit Gefängniß bis zu einem Jahre bestraft. § 129. Die Theilnahme an einer Verbindung zu deren Zwecken oder Beschäftigungen gehört, Maßregeln der Verwaltung oder die Vollziehung von Gefeßen durch ungefeßliche Mittel zu fängniß bis zu einem Jahre, an den Stistern und Vorstehern der verhindern oder zu entfräften, ist an den Mitgliedern mit GeVerbindung mit Gefängniß von drei Monaten bis zu zwei Jahren zu bestrafen. Gegen Beamte kann auf Verlust der Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Aemter auf die Dauer von einem bis zu fünf Jahren erkannt werden. § 131. Wer erdichtete oder entstellte Thatsachen, wissend, men. 54 Landorte stehen noch aus. bestraft. " Depeschen. für 1892/93 wurde, soweit sie den Rechnungshof des Deutschen Reichs betrifft, die Entlastung ertheilt. Die ( Wolff's Telegraphen- Bureau.): Vorlage, betreffend den Entwurf einer Ergänzung der Brunsbüttel, 27. Oftober. Die Eröffnung der äußeren Grundfäße für die Besetzung der Subaltern- und Unter- Schleusenthore zum Nordostseekanal fand heute Vormittag bei Militäranwärtern( Anrechnung der Dienstzeit in den Schuß- Raserne ist heute Nachmittag ein Brand ausgebrochen, der aber beamtenstellen bei den Reichs- und Staatsbehörden mit lebhaftem Westwinde und hohem Wasserstande statt. Straßburg i. E., 27. Oftober. In der Kaiser Wilhelmgebieten) wurde den zuständigen Ausschüssen überwiesen. bald unterdrückt wurde. Paris, 27. Oftober. Die Deputirtenkammer genehmigte einNachwahl zum Reichstage. Gestern fand im ftimmig ben bereits vom Senate angenommenen Gefeßentwurf, 2. Magdeburgischen Wahlkreise( Osterburg- Stendal) die betreffend die Bildung landwirthschaftlicher Kreditgesellschaften. § 130. Wer in einer den öffentlichen Frieden gefährdenden Reichstags- Ersagwahl statt. Bisher wurden gezählt für gm Laufe der Debatte erklärte Jaurès, der Gesetzentwurf Weise verschiedene Klassen der Bevölkerung zu Gewaltthätig: Amtsrichter Himburg( konservativ, Bund der Landwirthe) sei sozialistischen Ideen entsprungen, er glaube aber nicht, teiten gegen einander öffentlich aufreist, wird mit Geldstrafe 6899 Stimmen, für Fischbeck( freifinnige Volkspartei) daß derselbe wirksam sein werde. Meline behauptete im Gegens bis zu sechshundert Mark oder mit Gefängniß bis zu zwei Jahren 4183 Stimmen und für Hinze( Sozialdemokrat) 2099 Stim theil, das Gesetz würde von gutem Erfolge sein, indem es den bestraft. landwirthschaftlichen Kredit organisire; die sozialischen Theorien tönnten nur zu einer Entvölkerung des flachen Landes führen. daß sie erdichtet oder entstellt sind, öffentlich behauptet oder ver- Eine unerwartete Folge des Militarismus. Wir London, 27. Oftober. Die Abendblätter veröffentlichen eine breitet, um dadurch Staatseinrichtungen oder Anordnungen haben schon oft darauf hingewiesen, daß alle Waffen unserer Depesche aus Tokio von heute, wonach 2000 aufständische Tongder Obrigkeit verächtlich zu machen, wird mit Geldstrafe bis Gegner fich gegen sie wenden. Als stärkstes Bollwerk der hats gestern das bedeutende Fort Anpo bei Fusan angriffen, au sechs hundert Mark oder mit Gefängniß bis zu zwei Jahren heutigen Gesellschaftsordnung gilt, wie männiglich bekannt, aber zurückgeschlagen wurden. Die Rebellen schnitten auf ihrem § 111 foll nach einer Angabe der„ National- Zeitung" einen die Armee. Wohl hat dieses Bollwerk" ja in den letzten Rückzuge die Telegraphen Verbindungen mit der Nordgrenze ab. Busah erhalten, wonach auch die Verherrlichung begangener Ver- Jahren Denen, die am festesten Bis zu deren Wiederherstellung können neue Nachrichten von der daran glauben, Schlacht am Yalu nicht eintreffen. Ein heute in Chemulpo an brechen geahndet wird. Die größten Schwierigkeiten soll an mancherlei Kopfschmerzen verursacht. Vor allem drängte gekommener Aviso giebt an, ein Expeditionstorps von 20 000 geblich die Abänderung des§ 131 bieten, doch wird gerade auf sich die fatale Thatsache auf, daß je größer Mann sei Donnerstag Nachmittag 40 Meilen nordöstlich von diesen Paragraphen ein besonderer Nachdruck gelegt. Außerdem die Armee wird, desto größer auch Außerdem die Armee wird, desto größer auch die Zahl der Port Arthur gelandet. Ein Angriff auf das Arsenal sei untommt noch in Frage die Abänderung des§ 10 des Dynamit: sozialdemokratischen Rekruten ist. Allein das ist nicht das mittelbar bevorstehend. gesetzes oder, wie es wörtlich heißt, des Reichsgesetzes gegen den verbrecherischen und gemeingefährlichen Gebrauch von Spreng- Einzige. Der Militarismus ist nicht blos durch das Einer be stoffen vom 9. Juni 1884. Derfelbe lautet:§ 10. Wer öffentoringen sozialdemokratischer Elemente bedroht lich vor einer Menschenmenge oder wer durch Verbreitung oder fördert positiv das Wachsthum der Sozialdemokratie, öffentlichen Anschlag oder öffentliche Ausstellung von Schriften und das ist eine blutige Fronie der Geschichte. Wir reden oder anderen Darstellungen, oder wer in Schriften oder anderen hier nicht von der agitatorischen Wirkung der Mißstände und Darstellungen zur Begehung einer der in den§§ 5 und 6 be- Lasten des Militarismus, die von der Sozialdemokratie rück- Munition, sowie 300 Zelte. zeichneten Handlungen oder zur Theilnahme an denselben auf- fichtslos aufgedeckt und bekämpft werden. Was wir meinen, fordert, wird mit Buchthaus bestraft. Gleiche Strafe trifft Den ist die Entvölkerung des Landes" durch den ( Depeschen- Burean Herold.) jenigen, welcher auf die vorbezeichnete Art zur Begehung der im militarismus. In der Landbevölkerung, die von aus Yokohama, daß das zweite japanische Armeekorps in einer London, 27. Oktober. Die Times" melden telegraphisch Absatz 1 gedachten strafbaren Handlungen, insbesondere dadurch dem Wellenschlag des politischen Lebens weniger getroffen Stärte von 20 000 Mann im Norden der Talienbai an das *) Der Name dürfte verstümmelt telegraphirt sein. Er findet wird, als die städtische Bevölkerung, haben unsere Gegner Land gegangen fei. Der Oberbefehlshaber Yamagata hat den allezeit ihre Domäne erblickt, aus der sie für die Wahlen plan, Mutdon vor dem 3. November zu erobern, fallen gelassen. Berantwortlicher Redakteur: I. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu drei Beilagen. sich nicht in der Präsenzliste. " : Yokohama, 27. Oftober.( Meldung des Reuter'schen Bureaus".) Gutem Vernehmen nach haben die Japaner einen entscheidenden Sieg bei Kiuren davongetragen. Die Chinesen, 16 000 Mann an der Zahl, flohen in der Richtung nach Untung Die Japaner in der Nähe der Mündung des Valuflusses. machten reichliche Beute: 30 Kanonen, eine große Menge 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 252. Sonntag, den 28. Oktober 1894. 11. Jahrg. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Parteitag ( Fortsetzung aus dem Hauptblatt.) Nach Wiedereröffnung der Sizung werden die Stimmzettel eingesammelt. Fischer Berlin giebt die Erklärung ab, daß die Behauptung Bollmar's, eine Stelle aus der Rede Bebel's in Halle sei im Protokoll unterdrückt worden, unrichtig sei. Vollmar werde zugeben, daß er sich selber davon überzeugt habe, daß die Stelle im Protokoll enthalten sei. Vollmar bejaht es. Es wird in die Tagesordnung eingetreten. gelegt für den stolzen Bau, den wir auf dem Lande errichten| pflichtgemäß zur guten Wehr und Waffen griff. Auf des wollen. Die Verhandlungen, die in lebendiger Aussprache sich Messers Schneide stand die Boykottfrage in diesem Moment. vollzogen, waren getragen waren getragen von dem Bestreben der Ver- Mühsam aber pflichtbewußt fragte der Gesetzeswächter an der ständigung, waren erfüllt von brüderlicher Verträglichkeit, waren verderbenspeienden Aufschrift mit seinem Taschenmesser herum getragen von dem Bestreben, die verschiedenen Punkte, in denen die und nach langer mühseliger Arbeit war der Erfolg dieses Ansichten da und dort zwar auseinandergingen, mit Entschiedenheit zu Wirkens zwar sehr am Operationsinstrument, aber nur gering vertreten, aber immer in dem Hinblick auf das, was der Partei am Operationsobjekt, an der Aufforderung:" Arbeiter, frommt und zu ihrem Heile gereichen fann. trinkt tein bontottirtes Bier" zu erkennen. Es zeigt Die Hoffnungen der Gegner auf eine Spaltung sind wieder sich, so peinlich es auch flingt, auch hier wieder, daß polizeiliche zu nichte geworden, wir haben unseren Gegnern wieder einmal Waffen im Kampfe gegen den revolutionären Umsturz nur zu in die Suppe gespuckt. Wer da glaubt, daß eine Spaltung ein- leicht stumpf werden und viel mehr, als vom staatsretterischen treten werde aus Gründen, die vor dem Parteitage in der bürger- Gesichtspunkt aus wünschenswerth erscheint, an Schneidigkeit lichen Presse erörtert worden sind, beweist, daß er das Wesen verlieren. Der Schuhmann mußte, ohne daß er einen be= Tie Resolutionen tommen zur Berathung, außerdem folgende der Sozialdemokratie nicht kennt, daß er sie nicht zu verstehen friedigen den Erfolg seines Wirkens im Notizbuch verzeichnen Anträge: vermag. Er weiß nicht, daß in der Sozialdemokratie jeder das konnte, weiter die Pfade schwerer Pflicht wandeln und die Recht seiner freien Meinung hat, daß aber neben allen perfön- staats- und ringbierfeindliche Aufforderung, den Boykott lichen Meinungen der Gedanke an das große Ziel steht, der pflichtgemäß zu halten, leider noch ferner in ihrer in Wunsch, die Gesammtpartei zu fördern und ihrem Ziele näher die Augen springenden Frechheit stehen lassen! In die Motive zu bringen. aber, mit denen der im Werden begriffene Kanzler des Deutschen Heichs und der nächsten Zukunft seinen auch gegen den Boykottunfug" gerichteten Entwurf strafgefeßlicher Maßnahmen vor dem Reichstag begründen wird, soll unflugerweise auch das schutzmännische Taschenmesser hineinprattizirt worden sein, das stumpf geworden ist im Kampfe gegen die frech- revolutionäre Losung: arbeiter, trintt tein bontottirtes Bier! Antrag Greiner und Genossen: Da wir uns im Prinzip gegen jede Akkordarbeit wenden, fo möge der Parteitag beschließen, daß in allen Druckereien, in welchen Parteiblätter hergestellt werden, die Akkordar beit abge schafft werden muß. Resolution& öwenherz:( 126) In anbetracht, daß das wachsende Eindringen der Frauen in die Industrie die wachsende Verdrängung der Männer aus derselben zur Folge hat; Ferner in anbetracht, daß diese Konkurrenz der Frauen ein ftetes Sinten der Löhne bei gleicher Leistung der männlichen Arbeiter herbeigeführt hat und daß diese Bewegung nur zur Ruhe gelangen fann, wenn entweder die Entlohnung der Arbeiterin auf das Niveau der Entlohnung des Arbeiters endgiltig hinaufgehoben oder aber die Entlohnung des Arbeiters zu dem Niveau der jenigen der Arbeiterin endgiltig herabgedrückt ist, die Beschleunigung der Frauenorganisation also eine Nothwendigkeit geworden ist, verpflichtet der Parteitag die Genossen in Gemäß heit des Erfurter Programms, welches die Gleichberechtigung der Frauen als eines unserer Ziele ins Auge faßt, mit aller Kraft in die Frauenagitation einzutreten und besonders die Presse zu veranlassen, diese unsere Bestrebung mehr als bisher zu unter stützen. Ferner find, wo es irgend geht, auch weibliche Vertrauensperfonen zu ernennen und mehr als bisher die Agitation unter den Frauen durch Frauen zu fördern. Ganz besonders aber ist der Anschluß der Frauen an die Organisation der Männer thun lichst zu bewerkstelligen. Resolution Hülle: ( 130) Der Parteitag versichert den italienischen Genossen welche foeben von einem brutalen Gewaltfireich des Renegaten Crispi betroffen wurden, seiner brüderlichen Sympathie Der Parteitag ist der Ueberzeugung, daß die italienischen Genossen aus dem Rampfe gegen die rohe Unterdrückung nach Bismarckschem Muster als Sieger hervorgehen werden. Alle übrigen Resolutionen kommen wegen mangelnder Unterftübung nicht zur Diskussion. Der Antrag Greiner und Genossen wird ohne Diskussion angenommen. Die Resolution 126 wird von Frl. Löwenherz- Neuwied begründet: In vielen Orten wird die Agitation unter den Frauen von den männlichen Genossen nicht nur nicht unterstützt, sondern geradezu bekämpft. Genosse Liebknecht hat uns in der Frauenkonferenz das Versprechen gegeben, uns auf das Lebhafteste zu unterstüßen. Wir hoffen, daß diese Unterstügung uns in unseren Bestrebungen fördern wird. Wenn Sie uns unterstützen, selbst die unvollkommenste Frauenorganisation fördern, wird die Frau auch ihrerseits die Partei fördern. angenommen. So wenig berechtigt die Hoffnung auf Spaltung wäre, so selbsimörderisch wäre es, eine Spaltung eintreten zu lassen, in einer Zeit wie jetzt, wo sich alles gegen uns vereinigt, wo die Minister zusammengetreten sind, um gegen die Sozialdemokratie ein Wetter zusammenzubrauen. Was haben sie aber zunächst erreicht? " Herr Rösicke als Dichter. Wie jedes Ding, so hat auch der Boykott seine zwei Seiten; so ernst er gehandhabt wird, er treibt manchmal gar heitere Blüthen. Eine Ministerfrise ist eingetreten. Der Reichskanzler Caprivi ist zurückgetreten. Graf Eulenburg hat demissionirt und noch andere Gerüchte von Demissionen schwirren in der Luft. Ich will nicht daran denken, irgend welche Kombinationen über die Vor und liegt die legte Nummer des Schultheiß- Anzeigers" fünftige Gestaltung der Reichsregierung zu machen; für die und ein 16 Seiten umfassendes Bierliederbuch, verfaßt von Herrn Sozialdemokratie tritt vielleicht eine kleine Verschiebung im Tone Kommerzienrath Richard Röside in Gemeinschaft mit seinen ein, aber im Grunde ist es für uns ganz gleichgiltig, wer auf beiden Direktoren, den Herren Finke und Merten. Aus dem Ministersessel fißt, sie alle sind Vertreter der bürgerlichen falscher Bescheidenheit haben die Autoren, statt ihrer Gesellschaft, sie alle schließen sich zusammen, um die bürgerliche Namen das Titelblatt nur finnbildlich Gesellschaft zu schützen, gegen die wir im Kampfe stehen. Wir drei Nachtigallen zeichnen lassen. Auf der ersten haben den alten Kurs unter Bismarc gehabt, er Seite des Schultheiß Anzeiger" dagegen finden wir, als Knies ist gegangen, wir haben einen neuen Kurs gehabt, stück vom jüngern Professor E. Doepler gezeichnet, die idealisirte auch Caprivi geht vor der Sozialdemokratie Gestalt des Brauerei- Direktors Röside, in der Rechten den Jetzt haben wir den neuesten Kurs; mit derselben Kommandoftab, vor dem die Ringbrüder zittern, und mit der Ruhe und Gelassenheit sehen wir ihm ent- Linten stolz auf üppige Gerstenfelder und Hopfenpflanzungen gegen: aber auch mit derselben Energie und weisend, als wollte er fagen: seht her, dies alles ist mein und Entschlossenheit werden wir weitertämpfen. mir unterthänig! Gleich in dem ersten Gedicht,„ Liebeslied" Und auch wenn ein allerneuester Kurs tommen betitelt, welches mehr als nur den Wohllaut mit Geibel hat und mit r. g.( Richard Gerstensaft) follte, wird die Sozialdemokratie auch ihm gemein unterzeichnet ift, tüßt der Dichter den teuschen gerüstet und gewappnet gegenüberstehen. Ueberall, wo eine Sozialdemokratie vorhanden ist, in allen Blumenmund eines feuchten Weibes" und spült alle störenden Ländern steht sie im Kampfe gegen die bürgerliche Gesellschaft Gedanken an eine mögliche Niederlage im Boykott durch Schultin gefchloffener Phalanx und internationaler Einigkeit. Unter heiß- Bier hinunter:" Rönnt' ich im Rampfe unterliegen- Im diesen Umständen können wir getrost dem Feinde ringsum bangen schweren Schicksalsdrang, Trint ich bei Dir in vollen entgegentreten. Wir fürchten ihn nicht, wir haben Zügen Begeist'rungsstarken Baubertrant. Um Dich will ihn nicht zu fürchten, Schach dem Feinde bieten wir gern ich Alles lassen, Dir schwör' ich Treue für und für! und wir sehen ihn matt!( Stürmischer Beifall.) Ich liebe Dich in allen Maßen,- Du feuchtes Weib, du Schults Und so laßt uns denn schließen mit dem alten Rufe: Hoch heiß- Bier!" die deutsche Sozialdemokratie! Begeistert erheben sich die Delegirten von ihren Plähen, stimmen stürmisch dreimal in das Hoch ein und singen den ersten Vers der Arbeitermarseillaise. * Berichtigung. Von Genossen Kunert geht uns folgende Berichtigung zu: " In Nr. 249 des Vorwärts" behauptet der Bericht über den Parteitag, daß ich mich darauf in der Entgegnung gegen den Parteigenossen Vollmar beschränkt" hätte, verschiedene Aeußerungen desselben richtig zu stellen". " # 1 Aus Das zweite Gedicht,„ Die Schultheiß- Bier- Hymne", lehnt sich start an Bodenstedt an und ist, wie Herr Richard Gerstensaft" in einer redaktionellen Fußnote bemerkt, auf die wohlmeinenden Rathschläge" des Vorwärts" verfaßt und von dem bekannten Kladdera datsch- ZeichnerG.Brandt mit 9 humoristischen Jllustrationen versehen worden:„ da der Vorwärts" des österen die freundliche Meinung aussprach, daß das Schultheißbier" infolge des Boykotts unbedingt andere Absatzgebiete aufsuchen müsse." den Bildern ersehen wir, wie Herr Rösicke die ganze Welt mit seinem Bier beglückt, wie er Blinde und Lahme damit kurirt, wie er die von der Kultur noch nicht beleckten Estimos und oie wilden Die Resolution wird sodann angenommen. Das ist durchaus irrthümlich, denn darüber hinaus gab ich Kameruner, an der Spize den Kanzler 2eist, in Bismarckmaste, zu Die Resolution 130 wird durch Afflamation einstimmig einmal die formelle Erklärung der Zurückziehung des Halleschen gesitteten Menschen macht und wie er schließlich mit der HebeAntrages Stellungnahme zur Gesammtabstimmung über das ammensprize den Elefanten und Löwen Schultheißbier beibringt: Zum Zwecke der Feststellung der Wahlresultate tritt eine bayerische Finanzgesetz zu gunsten des Hauptantrages ab. Das ist das wahre Elegir, Die Lebenskraft zu heben, Wird auch so lange Pause ein. Andererseits aber stellte ich nachdrücklich fest, daß ich mit Wer tausend Jahr trintt Schultheißbier, Die Kranken Nach Wiederaufnahme der Verhandlungen wird mitgetheilt, der Autorschaft des Artikels Keinen Mann und feinen Groschen" leben. Ja! Wäre ich Millionen reich(??) daß bei der Wahl zum Vorstande 219 Stimmen abgegeben worden in der Neuen Zeit" nichts zu thun habe, daß es also total Das wär' mir Pflicht und Lust zugleich, zu furiren find. Es erhielten: Bebel 211, Singer 214 Stimmen und verfehlt gewesen sei, mich mit dem Parvus"-Verfasser zu iden- fie mit Bier traktiven! Das" Schultheiß" täm' sind somit zu Borsigenden gewählt. Außerdem erhielten tifiziren und von dieser falschen Voraussetzung aus Argumente nach Kamerun, Zu unsern schwarzen Brüdern; noch Stimmen: Bollmar 2, Stegmüller 2, Grillenberger 1. 3u in der Debatte gegen mich zu verwenden. Gerade diese Fest. Die würden sich dann gütlich thun Getretären werden gewählt: Auer mit 213, Pfannkuch stellung und die damit verbundenen Ausführungen veranlaßten Negerliedern. Der Wüstenei gesammt' Gethier mit 211 Stimmen. Und voll vom edlen Schultheißbier Außerdem erhielten noch Stimmen: mich überhaupt nur, zum zweiten Male in dieser Sache das sich betrinken Dreesbach 1. Zum Parteikassirer wurde Gerisch taumeln noch und hinken. mit Wort in der bayerischen Angelegenheit zu nehmen. Das Geld wird all', doch ist das 212 Stimmen gewählt. Außerdem erhielten noch Stimmen: Bier Noch niemals ausgegangen; Was sollten ohne Etorch 1. Zu Kontrolleuren wurden gewählt: Meister mit 165 Schultheiß wir mit unserm Durst anfangen?" Raden mit 130, Dertel mit 109, könen mit 102, Rlees mit 96, Meist mit 88, e ner mit 77 Stimmen. Außerdem erhielten noch Stimmen: Legien 63, Grillenberger 62, Joest 62, Bettin 61, Herbert 57, Bod 58, Ewald 49, Bintau 47, Kunert 31, Ehrhardt 29, Pfarr 29, Martide 22, Randt 21, die übrigen sind zersplittert. Als Vorort für den nächsten Parteitag wurde mit 115 Stimmen Breslau gewählt. = Tokales. Würd' Bei Luft'gen Würd' riesig 13 Nur Die Sprechstunde des Rechtsanwalts wird am Montag Absatzgebiet für sein Bier von Herzen gern. Möge dasselbe seine on 71/2 bis 81/2 Uhr abgehalten. Nun, wir gönnen Herrn Richard Gerstensaft" das Kameruner fittliche Wirkung auf Menschen wie den Frauenpeitscher Leist und ähnliche Geschöpfe in reichem Maße ausüben; dann hat der Boykott auch in dieser Richtung eine ungeahnte Wirkung gehabt. Aus Raummangel müssen wir uns weitere Proben Röſicke'scher Poesie vorläufig verjagen, doch wollen wir später ein paar Berse mittheilen aus dem Liederbuch mit den drei Nachti gallen. Zur Lokalliste. Gafiwirth Müller, Brizerstr. 1 schänkt jetzt Pazenhofer Bier und ist daher von der Liste gestrichen worden. Der Restaurateur Leiß, Ringbahnstraße in 28 il mersdorf Nr. 269, schänkt nur ringfreies Bier; die BierDas Wort erhält hierauf eßner- London: Ich überbringe fahrer, die täglich Morgens da halten( Schultheiß, Schöneberg ihnen die guten Wünsche und die Anerkennung der englischen und Oswald Berliner) laden nicht bei Leiß, sondern bei dem Das Schiedsgericht, welches der Wahlverein des sechsten und der in England lebenden deutschen Sozialisten. Auf dem Bierverleger Domste im Hinterhause ab. In der Liste für nächsten internationalen Kongreffe werden die großen Resultate, Nie der Barnim ift der Gastwirth Dressel in Tegel Reichstags- Wahlkreises in seiner letzten Generalversammlung eindie aus dem Anschluß der Trades- Unions an die sozialdemo- zu streichen. Derselbe führt Ringbier. Für Steglit find setzte, hat sich nunmehr unter der Leitung des Genossen Jacoben fratische Bewegung hervorgehen müssen, hervorgehen müssen, bereits sichtbar in das Verzeichniß der ringfreien Lokale folgende Wirthe aufzu- konstituirt. Vorkommende Streitfragen find fortan nicht mehr sein. Den jungen Leuten hier rufe ich zu: Es hat nehmen: Schelhase, Ahornstraße( Saal), Wiesingerstraße 15, bei dem Vorstand des Wahlvereins, sondern bei dem Schiedsbier einige Reibereien gegeben, aber bei einer Bewegung Sanusch, Düppelstraße, Borsdorf, Schloßstraße, Rentsch, gericht anhängig zu machen und zwar können Mittheilungen an wie der unseren sind äußere und innere Stürme nichts Schüßenstraße. In Friedenau muß es heißen: Weinert folgende Parteigenossen gerichtet werden: Georg Hanschke, KolWunderbares. Wer da glaubt, es müsse alles glatt bei uns statt Weineg, Prinz Handjernstraßen- und Bennebergerstraßen- bergerstr, 27, 3 Tr. Richard Gülzer, Bremerstr. 61, v. 3 Tr. S. Knorr, Köslinerstr 11, parterre. gehen, der bleibe lieber gleich weg. Verliert den Muth nicht, Ede, sowie Santschte, statt Hentschel. zu streichen ist. Anders, Gerichtstr. 82. Ihr jungen Leute, räumt die Werkehrtheiten weg; faßt das Neue. WeißwangeI, Handjernstraße. Letzterer, sowie Ueberall in der ganzen Welt dringen unsere Jdeen siegreich vor. tamm, Steglit, Schildhornstraße, verschänken Flaschenbier aus Wir fürchten die Reaktion nicht. Wir brauchen das Licht nicht boykottirten Brauereien. zu scheuen; wir arbeiten im Licht. Lebte Mary noch, er würde Zur Lokalfrage. Der Restaurateur Mai in Pichelsdorf jent das Wort Voltaire's ausrufen:„ Die jungen Leute, die jetzt ist aus dem Verein der Gaalverweigerer ausgeschieden und hat leben, werden große Dinge sehen!"( Stürmischer Beifall.) Delegirten zum Dank für die präzise Leitung der Geschäfte durch er sein Lokal fortan der sozialdemokratischen Partei zu Bersamm Auf Anregung von Thiel Oppeln erheben sich die durch seine Unterschrift die bindende Erklärung abgegeben, daß lungen und Luftbarkeiten jederzeit zur Verfügung stellen werde. Die Lokalkommission von Spandau. das Bureau von ihren Plähen. Neu- A. Jacobey, Hochstr. 33, H. 2 Tr. Ein treuer, tapferer Kämpfer in den Reihen der Sozialdemokratie, der Metallarbeiter Albert Sch a af ist am Mittwoch, Bereits in den 24. 6. M., der Proletarierkrankheit erlegen. früher Jugend hatte er sich in Magdeburg der Sozialdemokratie auch hier ein stiller, aber überaus thätiger Agitator unserer damals aufs ärgste bedrückten Partei. Schaaf war Mitglied des angeschlossen und wurde, nachdem er 1883 nach Berlin gekommen, damaligen Arbeiter Bezirksvereins der Oranienburger Vorstadt, der bekanntlich der Auflösung verfiel, und Mitbegründer der Sodann ergreift Singer das Schlußwort: Wir sind am Schlusse unserer Arbeiten angelangt. Nach einer arbeitsreichen Harte Arbeit gab es am Freitag vor dem Hause Alexander- ersten unter dem Ausnahmegesetz entstandenen Berliner MetallWoche gehen wir auseinander mit dem Bewußtsein, unserer straße 53. Teuflische Tücke hatte bereits am Donnerstag Abend arbeiter- Organisation. Später, seit Gründung des Wahlvereins Sache gute Dienste geleistet zu haben. Zunächst aber vor einer Statue, die sich an diesem Hause befindet, ein Sprüch- für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis, erfüllte er seine Pflicht danke ich seitens des Bureaus für die Anerkennung, die Sie uns lein hingezaubert, das in knapper, aber leider desto verständlicherer als Kassirer mit emfiger und gewissenhafter Hingebung; auch ausgesprochen haben, die ich aber auch auf die Mitglieder des Kürze die revolutionäre Aufforderung an die Arbeiterschaft ent- vertrat er im vorigen Jahre den Wahlkreis im Verein mit Bureaus, auf die Mitglieder der Kommissionen und die Frank- hielt, teinen Tropfen boyfottirten Bieres zu unserem jetzt im Gefängniß schmachtenden Genossen Zachau in furter Genoffen, die uns in unseren Arbeiten so eifrig, so ehrlich trinken. Unbegreiflicher Weise hatte man dieser hart ans der Preßkommission. Die Fortschritte seiner schleichenden Krank und treu unterstützt haben, ausdehnen möchte. Der Frankfurter Berbrechen grenzenden That bis zum Freitag Mittag nicht in heit zwangen ihn leider, seine Ehrenämter niederzulegen. Alle, Parteitag wird gleich seinen Vorgängern einen Denkstein in der die Arme gegriffen eine anschauliche Probe von dem lässigen die ihn gefannt haben, lernten ihn und sein aufrichtiges, ruhiges Entwickelung der Sozialdemokratie bilden. In einer Reihe von Wirken des nunmehr ja glücklich beseitigten Neuen Kurses". Wesen schätzen und ehren. Eine zahlreiche Schaar aufrichtiger Berhandlungen haben wir die Marschroute für unsere Thätig. Erft Freitag Mittag rúdte mit ftoischer Würde ein Schußmann Freunde wird ihm bei seiner heute Nachmittag 3 Uhr stattfinden teit im nächsten Jahre festgelegt, wir haben den Grundstein 1 heran, der da sah, was Arges verrichtet worden, und nunmehr den Beerdigung das lehte Geleite geben. " Wir machen alle in Schöneberg beschäftigten Arbeiter Verhandlungen stattgefunden. Auf Antrag seiner Rommissare| straße 85 fiel Nachmittags ein Dachdecker durch eine offene Lute darauf aufmerksam, daß die Genossen daselbst eine Auskunftstelle hat das Magistrats- Kollegium am Freitag folgenden Beschluß in den Bodenraum hinab und verlegte sich schwer am Unterin allen Gewerbegerichts Angelegenheiten er gefaßt: Polizeipräsidium und Magistrat sehen der Umwandelung jchentel.- Im Laufe des Tages fanden vier fleine Brände statt. richtet haben. Dieselbe befindet sich bis auf weiteres beim der Pferdebahn in elektrische Niveaubahnen als nächst zu er Maurer W. Bäumler, Hauptstr. 30, Hof parterre. strebendes und nachdrücklich zu forderndes Ziel an. Ob hierbei das System der oberirdischen oder unterirdischen Kabelleitung oder das der Akkumulatoren zu wählen sein wird, soll einstweilen vorbehalten bleiben." Dem Antrag auf Einführung des Achtstundentages in städtischen Betrieben 2c. eröffnen sich nach einer Besprechung, welche die Kreuz- Beitung" über den freisinnigen Skandal vom vorlegten Donnerstag bringt, die folgenden Aussichten: 3unächst glauben wir, wie schon bemerkt wurde, daß der Antrag bald von neuem wiederholt werden wird. Auch halten wir es nicht für ausgeschlossen, daß er später doch einmal zur Annahme gelangt. Denn alle Anzeichen fprechen dafür, daß der Einfluß der Sozialdemokratie in der Berliner Stadtverordneten Versammlung noch zunehmen und daß ihr schließlich die ganze dritte Abtheilung 3u fallen wird. Kommen dann noch Zeiten, in denen die Sozialdemokratie, sei es hier in Berlin, sei es irgendwo im Reiche, bei den Reichstags- Wahlen zwischen frei sinnigen und konservativen Kandidaten den Ausschlag zu geben bat, fo wird es ihr nicht schwer werden, unter denjenigen Stadt verordneten, welche von einer der beiden oberen Abtheilungen gewählt sind, eine ganze Anzahl zu finden, die ihr aus politischen Gründen gern gefällig sein werden. Unter solchen Umständen ist dann die Erreichung einer Mehrheit für die eine oder die andere ihrer Forderungen nicht ausgeschlossen. Nun hat es ja der Magistrat immer noch in der Hand, einem entsprechenden Beschlusse der Stadtverordneten die Ausführung zu verfagen. Der Magistrat ist indessen immer abhängiger von der Stadtverordneten- Versammlung geworden, und ist auf dem besten Wege, zu einem bloßen Ausführungsorgan für deren Beschlüsse zu werden. Dazu kommt, daß nach Lage der jetzigen Gesetz gebung die staatliche Aufsichtsbehörde gar nicht im ftande wäre, einen Beschluß der Stadtverordneten im Sinne des neuesten sozialdemokratischen Antrages zu beanstanden. Wir fönnen es also erleben, daß das Beispiel eines liberalen englischen Ministers auch in der Berliner Stadtverwaltung Nachahmung findet." V Witterungsübersicht vom 27. Oktober 1894. Better Stationen. Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke 746 SM 748 746 750 WSW SW Q 755 SM 754 Still 730 N 731 M • 741 At 747 • · NNW 752 SSM (- 26321 42232 Temperatur 50. 4° R.) Regen bedeckt 6 10 Regen 9 Regen 10 Regen 9 Nebel 8 Schnee -2 Regen Nebel 2 8 halb bedeckt wolkenlos 3 11 Das Berliner Aquarium hat unter den reichen Eingängen aus dem Mittel- und Adriatischen Meere durch seine Fangstation Rovigno einige Quallen erhalten, die sich von den zu gewissen Beiten regelmäßig nach hier kommenden und auch augenblicklich Swinemünde die Besucher des Aquariums erfreuenden, mit einem weiten, von Hamburg vier langen, fadenförmigen Armen umgebenen Mund aus Berlin gerüsteten Ohrenquallen oder Aurelien durch acht wurzelförmige, Wiesbaden. oben mit einander verwachsene und daher nur zahlreiche Kleine München Eaugmündchen zwischen sich lassende Mundarme unterscheiden. Wien Auch zeichnen sich die Wurzelmund Quallen, wie man diese im Haparanda artesten Milch- und Milch- und Bläulichweiß und in Blau und Petersburg Violett erscheinenden Meereszierden nennt, durch be- Cort. deutendere Schirmbreite aus. Sodann ist dem Aquarium Aberdeen aus Galveston am Meerbusen von Merito eine Sendung Baris texanischer Reptilien zugegangen, in welcher sich Glieder verschiedener Ordnungen und Familien und einige Wetter Prognose für Sonntag, den 28. Oktober 1894. Arten, die im Aquarium nicht vertreten waren, befinden. Ziemlich warmes, zeitweise heiteres, vielfach woltiges Wetter Zu den letzteren zählt eine Art Klappbruft- Schildkröte, die in mit Regenfällen und frischen südwestlichen Winden. vier Exemplaren angelangt und in der Schildkrötengrotte unterBerliner Wetterbureau. gebracht ist. Diese Gattung charakterisirt sich, was schon der Name erkennen läßt, dadurch, daß die die Brust und den Unterleib bedeckende Schale beweglich ist, indem sie aus drei Stücken besteht, von denen das vordere und das hintere nach oben, gegen die Rückenschale getlappt werden können; die Thiere schaffen sich dadurch für Kopf, Beine u. f. w., die sie bei Gefahr unter den Panzer zurückziehen, eine sehr fest verschlossene Kapsel. Der Blumenhandel darf laut einer Verfügung des Regierungspräsidenten von Potsdam heute, sowie am Tobiensonntag zehn Stunden lang betrieben werden. Während der Kirchzeit sollen die Blumenläden jedoch geschlossen bleiben. " • . Rolato Parteinachrichten. = Die Parteikonferenz für den Kreis Ost Priegniz findet am Sonntag, den 11. November, Vormittags 11 Uhr, in rizwalt in Heine's Lokal statt. Tagesordnung: Berichte erstattung der Vertrauensmänner, Organisation, Agitation und Wahl des Kreis- Vertrauensmannes. Hierauf bezügliche Anfragen sind zu richten an Ud. Schröder, Kyris, am Markt. " e Spielt die Streuz- Zeitung" in diesen Ausführungen etwa auf eine Schacherpolitik zwischen Sozialdemokratie und Manchester Zur Gehaltsaufbesserung der städtischen Lehrerinnen freifinn an, so wollen wir das ihrer Unwissenheit zu gute Berlins hat der Verein Berliner Volksschullehrerinnen" an Die sozialdemokratischen Stimmen bei den Gemeinderathshalten und sie für diesmal nur fragen, ob die deutsche den Magistrat eine Eingabe gerichtet mit der Bitte, die Zurück- Wahlen in Nürnberg haben sich nach der Fränt. Tagespost" Sozialdemokratie schon je nach den unlauteren Mitteln gegeist fegung gegen ihre männlichen Kollegen wenigstens insoweit zu feit dem Jahre 1890 bis zu den lezten Wahlen um 100 pt. hat, die den staatserhaltenden Parteien bisher noch bei jeder mildern, daß ihre Gehälter einigermaßen austöimlich werden. vermehrt. Reichstagswahl recht waren? Auch darf es ja nicht verwundern, Mit bezug auf diese gegenwärtig zur Entscheidung stehende Eine daß das Junkerblatt in seinen weiteren Darlegungen vollauf in gabe dürfte es von Interesse sein, daß, wie die Blätter für soziale fozialdemokratische Agitations Komitee zu die Kerbe der Voff. 3tg." schlägt und aus der auch nur theil- Praxis" mittheilen, in Wien die vollständige Gleichstellung männs Pirmasens giebt bekannt, daß sich die Arbeiterschaft an den weisen Durchführung des Achtstundentages Malheur über Malheur licher und weiblicher Lehrer durchgeführt und durch Gesetz vom diesjährigen Stadtraths- Wahlen betheiligen wird. für die Gesellschaft im allgemeinen und für die vielgeliebte Land- 27. Dezember 1891 gesichert ist. Die Grundgehälter in den aufwirthschaft im besonderen herleitet. Mag ste, wenn sie vor die einanderfolgenden Kategorien der Unterlehrer, Volksschullehrer, Der Kampf gegen die Gewerkschaften in München Wahl zwischen Schwarzkopff'scher Vierundzwanzig- Stunden- Aus- Bürgerschullehrer, Oberlehrer( Volksschulleiter) und Bürgerschule ist, wie die Münchener Post" nachträglich mittheilt, soweit es beutung und vernunftgemäßer Regelung der Arbeitszeit gestellt Direktoren find: 600, 800, 1000, 1200 und 1400 Gulden ohne die Metallarbeiter anlangt, durch unvorsichtiges Handeln von wird, sich gleich den liberalen Blättern für die Unantastbarkeit Unterschied des Geschlechts. Es verdient noch erwähnt zu werden, jener Seite der Polizei wesentlich erleichtert worden. Oben ge der sogenannten Freiheit des Arbeitsvertrags erklären, wir daß die Lehrerinnen in Nieder Desterreich durch ihre Bernanntes Blatt schreibt darüber: Nach unseren Informationen quittiren vorab über das gute Prognostikon, daß sie unserer heiratung ihr Amt nicht verlieren, wie denn in Nieder- Defter sind bei der Anmeldung derselben Fehler begangen worden, die Forderung stellt und versichern ihr, daß wir Wolldampf voraus" reich Ghen zwischen Lehrern und Lehrerinnen nicht selten find. der Polizei eine ausreichende Handhabe geboten haben, jene Verallen Hindernissen zum Troß muthig weiter bohren werden, in der Achtstundenfrage, wie in anderen Dingen! Gesperrt find für Fuhrwerke und Reiter vom 29. d. Mts. fammlung als eine Vereinsversammlung zu betrachten. Ein der straße, fowie die Grenzstraße von der Stettiner Bahn bis zur bas bayerische Bereinsgesetz besteht, muß man versuchen, trob ab bie Landsberger Allee von der Matthias bis zur Virchowim Intereffe der Gewerkschaften vermieden werden. So lange artiges unfreiwilliges Indiehandarbeiten der Polizeibehörde muß Huffitenstraße. desselben die Gewerkschaftsbewegung zu fördern. no = " " Alle Polizeiliches, Gerichtliches 2e. Leipzig von der Amtshauptmannschaft, ohne daß irgend ein Verboten wurde eine Versammlung in hetla bei Der Verein zur Befferung der Strafgefangenen" hat am Dienstag feine öffentliche Jahresversammlung abgehalten. Wir haben wiederholt die Erfolge dieses Vereins an der Hand feiner Jahresberichte und der in feinen Bersammlungen gemachten Der Fernsprechverkehr zwischen Berlin und Dortmund Mittheilungen auf ihr bescheidenes Maß zurückgeführt und auch wird am 1. November eröffnet. Die Gebühr für ein Gespräch Ueber die österreichische Wahlrechtsbewegung wird die Absichten der Leiter in ein richtigeres Licht gerückt, als das bis zur Dauer von drei Minuten beträgt 1 M. der Wiener Arb. 3tg." " aus Brünn geschrieben: Brünn ist, in welchem sie sich präsentiren. Die Versammlung vom Dienstag hat unsere Ansicht über dieses Unternehmen aufsstellung diesmal um 4 Uhr. Im Zirkus Nenz beginnt die Sonntag- Nachmittag- Bor: ist seit 14 Tagen im Belagerungszustand. Das Militär hat, wenn es nicht gerade ganz konfignirt ist, doppelte Bereitschaft, Neue befestigt. Das Hauptinteresse wandte sich diesmal dem die dienstfreien Stunden der armen Polizisten, die um fl. 1,32 Vortrage des Lehrers Neve zu, der die meist in Mecklenburg Eine brutale Szene hat am vorigen Donnerstag der Re- pro Tag und Nacht für die Sicherheit des Staates zu sorgen und Pommern als Landarbeiter untergebrachten Strafentlaffenen ftaurateur Neubauer, Alt- Moabit und Gozkowskiftraßen- Ecke haben, find gezählt, der Spizeldienst hat unter dem Drucke der im Auftrage des Vereins besucht hat. Es ging daraus aufgeführt. Zwei Arbeiter gingen an diesem Abend voriger Woche jüngsten und der noch bevorstehenden Ereignisse einen ungeahnten hervor, daß die Strafentlassenen sich fast ausnahmslos gut an dem Lokal vorbei, allwo der Wirth mit zwei Schuhleuten vor Aufschwung genommen. In der Nacht vom vergangenen Sonn führten und tüchtig arbeiteten, und daß die mecklenburgischen der Thür stand. Nachdem die Arbeiter eine furze Strecke ihres abend zum Sonntag wurden etwa 10000 Flugzettel des Inhalts: und pommerfchen Gutsbesitzer eine ganz besondere Borliebe für Weges gegangen waren, hörten sie, wie hinter ihnen der Heraus mit dem Wahlrecht! Weg mit der Interessenvertretung!" diese Art von Arbeitern haben. Das deutet darauf hin, daß fie Wirth einem Dritten die Worte zurief: Nun gehe nur hin, verbreitet. Gegen 25 Genossen wurden dabei verhaftet. billiger und gefügiger find als andere Arbeiter. Herr Neve gab Du Strunt, und mache, daß Du zu Deinen Genossen kommst." Polizeimaßregeln werden natürlich nicht im ftande sein, das zwar einige Löhne an, aber augenscheinlich nur die höchften. Der also Angeredete verbat sich natürlich eine der Drängen des österreichischen Proletariats nach Gerechtigkeit zum Eine ausführliche Lohnstatistik, die der Verein sehr wohl in an artige unqualifizirte Beleidigung. Als Antwort schlug Schweigen zu bringen. nähernder Vollständigkeit beschaffen könnte, blieb man auch dies der Wirth dem Mann mit aller Wucht die geballte Fauft mal wieder schuldig. Man wird also nach wie vor ver- ins Gesicht. Dies geschah in Gegenwart der Schuhleute, muthen dürfen, daß der Verein weniger den Straf- von denen die Arbeiter annahmen, daß sie die ganze Szene entlaffenen als den Großgrundbefizern nüht, woraus sich auch beobachtet haben mußten. Der Wirth foll wegen seiner rohen deren Interesse fur die Sache erklären würde. Als erfreulich Handlungsweise zur Verantwortung gezogen werden. wurde es bezeichnet, daß seit einiger Zeit auch die westpreußischen Grund angegeben wurde. Das Verbot, das dem Ginberufer zu Gutsbesitzer den Bestrebungen des Vereins Sympathieen ent- Beuge der Schlägerei war, die vor dem Brusthardi'schen Lokal Kenntniß, daß die von Ihnen für heute Abend in Thekla einBeuge gesucht. Der Mann, der in der Nacht zum 6. Mai ging, hat folgenden lakonischen Wortlaut: Ihnen hiermit zur gegenbrächten. Besonders erfreulich dürfte das für die Guts am Louisen- Ufer 15 stattgefunden hat, wird ersucht, seine Adresse berufene Boltsversammlung von der hohen königl. Umtshauptbefizer selber sein. Am Ende sind die Strafentlassenen freilich bei Rieburg, Dresdenerstr. 25, 2 Tr. aufzugeben. als Landarbeiter noch am leichtesten unterzubringen. Aber diese mannschaft Leipzig verboten ist und daher nicht stattfinden tann. Hilfe kann in der Mehrzahl der Fälle teine dauernde sein; Der häusliche Herd im Zeitalter des Kapitalismus. Thekla, am 20. Ottober 1894. Friedrich Pläzich, Geund wenn auch immer wieder das Gegentheil versichert wird, so Gine Vergiftungsaffäre hat sich am Donnerstag Abend im Garten meindevorstand. müssen wir doch so lange daran zweifeln, als nicht der( für den des Grundstücks Glasowstr. 54 zu Rigdorf zugetragen. Ein Ar Bersammlungen verboten. Die Begründung hat er sich -Der Stadtrath von Penig i. S. hat nacheinander drei Verein zutreffenden Falles ja ebenfalls nicht allzuschwierige) beiter fand hier um die genannte Zeit ein halbwüchtiges Mädchen wunderbar leicht gemacht; es heißt da:„ daß dieselbe Ge sablenmäßige Nachweis dafür erbracht ist. Einzelne Fälle von anscheinend in den letzten Zügen vor, eine neben ihr liegende legenheit bieten solle, den in der Gemeinde herrschenden Frieden, Sauernder Beschäftigung beweisen nichts. Namentlich die in der Flasche deutete darauf hin, daß es Gift genommen hatte. Der Das gute Einvernehmen zwischen Arbeitnehmern und Arbeit Erntezeit angenommenen Landarbeiter werden nur als Aus- herbeigerufene Gendarm Peters ließ das Mädchen, welches als hilfe betrachtet und fliegen zum Winter wieder auf die Straße. Die 14jährige Klara Müller, Bergstr. 135 wohnhaft, festgestellt gebern zu stören Auf diese Weise kann natürlich jede Ver. Bon den Erd- und Ziegelei- Arbeitern gilt ungefähr daffelbe. wurde, in die im selben Hause befindliche Wohnung des Großfammlung verboten werden. Daraus erklärt sich auch die betrübende Erscheinung, daß gerade vaters der Müller schaffen, wo sie nach furzer Zeit verstarb. in den kältesten Monaten die Differenz zwischen den Beschäftigung Der hinzugezogene Oberstabsarzt Dr. Tiburtius stellte fest, daß Suchenden und den Untergebrachten am größten wird. 3m der Tod infolge einer Bergiftung durch Strychnin, von welchem Januar 1893( der Jahresbericht behandelt nur 1893) meldeten ein Rest in der vorgefundenen Flasche enthalten war, eingetreten fich 888 und wurden 181 untergebracht. Die Differenz betrug fei.. Die Motive dieser schrecklichen That eines erst 14jährigen also 207. Sie fant dann auf 161 im Februar, 113 im März, Mädchens betreffend, dürften folgende Umstände ins Gewicht fallen. Kommission! Auf Berlangen mehrerer Delegirten fordert der An die Delegirten zur Berliner Gewerkschafts. 50 im April, 75 im Mai, 67 im Juni. Hierbei ist zu beachten, Im Sommer d. J. verbüßte die Mutter der Klara Müller Ausschuß die Delegirten zur Gewerkschaftskommission auf, in daß unter den Untergebrachten auch noch solche sind, die im Rigdorfer Amtsgerichts- Gefängniß eine Strafe, während ihren Gewerkschaften Umfrage zu halten, ob in Sachen des fich schon in einem früheren Monat gemeldet haben. welcher Zeit das Mädchen in Gemeinschaft mit ihrer 12 jährigen Boyfotts für ihre Gewerkschaften von der GewerkschaftsIm Juli übertraf die Zahl der Beschäftigten die der Schwester und einem Schlafburschen Janke, der mit der Mutter fommission öffentliche Gewerkschaftsversammlungen einberufen Gemeldeten um 57. In den folgenden Monaten blieben in wilder Ghe lebte, in der gemeinsamen Wohnung zurückblieb. werden sollen. Da am Freitag, den 9. November, eine Delegirtendie Beschäftigten wieder hinter den Untergebrachten zurück, aber Janke soll nun in dieser Zeit beide Mädchen mehrfach unfittlich versammlung stattfindet, so ersuchen wir die Delegirten, bis dahin zunächst nur wenig, bis sich dann im Dezember 1893 wieder eine mißbraucht haben, was zur Anzeige tam und zur Folge hatte, ihre Umfragen zu erledigen. Differenz von 181 ergab. Das sind doch wahrhaftig feine daß Jante in Untersuchungshaft genommen wurde. Am letzten glänzenden Erfolge! Im ganzen haben sich 3767 Strafentlassene Montag stand in dieser Sache ein Termin vor der Straffammer im Jahre 1893 an den Verein gewandt, wovon 2842 75 pt. des Landgerichts II hierselbst an, der jedoch wegen Erkrankung untergebracht wurden. In den Vorjahren rückwärts wurden der jüngeren Schwester vertagt werden mußte. Es wird nun an- Große Lohureduktionen sind den Hüttenarbeitern 1892: 75, 1891: 83, 1890: 81, 1889: 80 pet. untergebracht. genommen, daß die Mutter dem älteren Mädchen wegen Er- in Thale a. H. angekündigt worden; dieselben betragen 25 Die Erfolge der legten beiden Jahre sind also auch in dieser stattung der Anzeige Vorhaltungen gemacht hat und das Mädchen bis 50 pGt. des gegenwärtigen, schon jest ganz geringen Lohnes. Hinsicht nicht günstig gewesen. Bemerkenswerth ist auch, daß infolge dessen wegen seiner den Schlafburschen schwer belasten- Leider find die ca. 2000 Arbeiter, die hiervon betroffen werden, wenn man die Erwachsenen für sich betrachtet, der Prozentsaß den Aussage Furcht vor Wahrnehmung des Termins hatte. Go gar nicht organisirt, so daß sie sich mit gebundenen Händen den an sich geringer ist und auch viel stärker zurückgegangen weit die Vermuthungen über das Motiv zu dieser traurigen That. Unternehmern überliefert sehen. ift. Von den Erwachsenen wurden untergebracht 1889: Gemeldeten. Gewerkschaftliches. Der geschäftsführende Ausschuß der Berliner Gewerkschaftstommission. Lohnbewegung in Wien. Differenzen halber steht eine Lohnbewegung bevor und ist der Zuzug von Arbeitern jeglicher Rategorie in die elettrotechnische Fabrit von Kremenehty, Maier u. Komp. unter allen Umständen fernzuhalten. Die Arbeiterpresse wird um Nachdruck ersucht! 80, 1890: 771/2, 1891: 80, 1892: 69, 1893: 70 pCt. der Erhängt hat sich der 28 jährige Drechsler Herger in der Von den Jugendlichen wurden untergebracht Marienburgerstr. 28. Ihm war die Aufforderung zugegangen, 1889: 89, 1890: 95, 1891: 981/2, 1892: 981/2, 1898: 92 pet. eine wegen fogenannter Beamtenbeleidigung gegen ihn ertannte Die Jugendlichen sind augenscheinlich begehrter, weil sie noch Gefängnißstrafe von 3 Monaten abzubüßen; wie behauptet wird, billiger und noch gefügiger sind. Diese Thatsache bildet die beste soll die Furcht vor dem Gefängniß den Unglücklichen aber beJuufiration zu dem Vortrage des Dr. Krohne( vortragender wogen haben, seinem Leben ein gewaltsames Ende zu bereiten. Der Streik der Wiener Lederzurichter ist beendet. Von Math im Ministerium des Innern) über„ Unsere Jugendlichen", Polizeibericht. Am 26. d. M. Morgens wurde ein Schuh- auf einen, der sich weigert, einen Streitbrecher zu entlassen. Im fämmtlichen Fabrikanten wurden die Forderungen bewilligt bis der den Schluß der Versammlung bildete. Er entwarf ein macher in seiner Wohnung, in der Klosterstraße, und Abends ein äußerst treffendes Bild von der Art, in der viele Broletarier Maurer im Keller eines Hauses in der Hagenauerstraße erhängt Ganzen bleiben nach 40 Mann zu unterſtügen. tinder, von der Mutterbrust an nothgedrungen vernachlässigt, dem vorgefunden. In der Moltenstraße wurde Morgens ein Mann Eine neue Gewerkschafts- Organisation? Unser Berichts Verbrecherthum verfallen müssen. Aber er vergißt hinzu mit einer anscheinend von einem Falle herrührenden Verlegung erstatter am Frankfurter Parteitag berichtet uns: An den sufügen, daß dies das folgerichtige Ergebnis einer Gesellschafts: am Kopfe angetroffen und nach der Charitee gebracht. Im Rongreß schloß sich eine turze Besprechung der sozialdemo ordnung ist, welche nicht blos die Mütter, sondern auch die Thiergarten, bei der Löwenbrücke, schoß ein Mann sich Bor- tratifchen Journalisten und Redakteure an, die zur Wahrung Jugendlichen und selbst die Kinder in der schamlosesten Weise mittags eine Revolverkugel in den Unterleib. Er wurde noch ihrer Interessen zusammen zu treten gedenken. Mit den Boregubeuten gestattet, während der Vater vergeblich nach lebend nach dem Krankenhause gebracht. In der Kochstraße arbeiten wurde ein Stomitee betraut, daß sich aus den Ge Arbeit sucht: wurde ein Mann durch einen Pferdebahnwagen überfahren und nossen Wurm, Stadthagen, Schippel, Luy und Baate zusammenset. Ueber die Verkehrsverhältnisse Berlius haben zwischen an der Schulter, sowie an den Armen und Beinen erheblich ver Kommisferien des Magiftrats und des hiesigen Polizeipräsidiums legt. Beim Ausbessern des Daches auf dem Hause Charlotten Vermischtes. " " # " Spredilaal: fürsten, ihres Gemable, vergiftet worden und zwar mit Wasch- I treter der Ordnung, Sitte und Religion" zu suchen sind. Und waffer, welches das Augenlicht beinahe zerstört und die Haut wenn unter derartigen Verhältnissen, mit dem Schicksal ihrer GroßHigh life. Wie die hohe und höchste Gesellschaft lebt, mit Geschwüren bedeckt habe. Dies wurde natürlich offiziös für tante und Vorgängerin vor Augen, die Prinzessin Alig von Hessen das zu zeigen, giebt das Beispiel einer deutschen Prinzessin uns falsch erklärt. Thatsache ist, daß die Prinzessin sich weigerte zu schweren Herzens nach Rußland ging, so ist das nur zu begreifGelegenheit. Es ist keine Standalgeschichte, die wir hier erzählen ihrem Gemahl zurückzukehren, und daß es längerer Bemühungen lich. Gestern sprachen wir von den Opfern des Barenthums. wollen der Ruf jener Prinzessin ist makellos, allein gerade des Baren Nitolaus, des Königs von Preußen und der Wir sind überzeugt, auch die hessische Prinzessin, die den Thron um die Prinzessin Groß des Baren in den nächsten Tagen besteigen soll, hat an diese dies macht das Beispiel nur um so eindringlicher und lehrreicher. elterlichen Familie bedurfte, ehelichen Gemeinschaft Opfer gedacht. Die Prinzessin Alix von Hessen, eine Entelin jenes Philipp von fürstin zur Wiederaufnahme Heffen, genannt mit großer historischer Freiheit" der Groß- zu bewegen. Nun hörte man nichts weiter über das Ehemüthige", einer der Hauptsäulen der Luther'schen Reformation- hat leben der Prinzessin. Bei ihren Besuchen in der Heimath sah sich einem russischen Großfürsten- Thronfolger verlobt, und um sich aber, wer die Möglichkeit hatte zu sehen, daß das einst so verloben zu können, den Glauben ihrer Bäter abgeschworen, und blühende Mädchen eine abgemagerte, bleiche, gramvoll breinihren Eintritt in die griechisch christliche Religionsgemeinschaft schauende, vor der Zeit gealterte Frau geworden war. In den Der Schankwirth Teschner, Gollnowstr. 6, erklärte in Nr. 250 erklärt. Es soll das der Prinzessin schwere Seelentämpfe" getoftet fünfziger Jahren, nach dem Tode des Bars Nikolaus, wurde sie haben, und wir halten dies für sehr wahrscheinlich, denn in allen Barin die Gemahlin Alexanders II. Sie zog sich immer mehr des Vorwärts", daß er nur boyfottfreies Bier führe, und nur Schulen wird uns gesagt und wir können hinzufügen: es ist das zurück, wurde immer vergrämter, magerte zu einem Schatten ab, bei einer Festlichkeit Pilsener Bier verzapft hätte. Der interdie algemein im Bolte herrschende Meinung: daß ein Religions. bis es eines Morgens hieß: die Zarin Maria ist todt. effirten Arbeiterschaft diene folgendes zur Aufklärung: das von wechsel aus weltlichen Gründen nicht zu den Handlungen gehört, und als im März 1881 Bar Alexander der Zweite getödtet Herrn Teschner unterschobene Pilsener Bier batte seinen Ursprung auf die man Ursache hat stolz zu sein. wurde, da ließ das Aufblizen der Nihilistenbombe auch einen aus dem Bürgerlichen Brauhaus( Otto Müller), Neue König Aber noch aus anderen Gründen halten wir schwere Blick werfen auf das eheliche Leben des Baren und der ver straße, und ist ein nach Pilsener Art eingebrautes Bier. Seelentämpfe" der Brinzessin für wahrscheinlich. Prinzessin Alix storbenen Barina. Eine Gräfin Dolgoruta tauchte plöglich, Die Entschuldigung, daß eine Privatgefelltchaft dieses Bier bei ift nicht die erste hessische Prinzessin, die, nachdem sie den Glauben nebst verschiedenen Kindern, an dem Todtenbette des Baren auf ihm bestellt hätte, ist so unhaltbar, daß dieselbe wenig glaubhaft ihrer Väter abgeschworen, die Braut und Gattin eines russischen als zur Linken" ihm angetraute Gattin, d. h. als von der duld- erscheint. 1. Großfürsten- Thronfolgers geworden ist. Wir reden von der samen Kirche anerkannte Kontubine. Und es wurde heifischen Prinzessin Marie, die, ebenso einfach bürgerlich erzogen nun amtlich zugestanden und festgestellt, daß der Bar Alexander II., der Jahrzehnte lang als ein Ausbund häuslicher Tugend ge wie es von der jezigen Prinzessin Alix erzählt wird, sich in ihrer priesen worden war,- baß diefer Mustergatte, nachdem er engeren Heimath großer Beliebtheit erfreute. Sie wurde Ende im verschiedene Mailreffen gehabt, fich, bei gebzeiten feiner angestochen der dreißiger oder Anfang der vierziger Jahre Gothaer Kalender tann wer will das genaue Datum leicht finden legitimen Gemahlin, der Prinzessin Marie von Hessen, haben, daß mit dem Großfürsten Alexander verheirathet und be: offen und ohne Rückhalt jenem von der Kirche santtionirten noch gleitete ihn nach Petersburg. Kurze Zeit darauf kam kontubinat ergeben hatte. fie Knall und Fall bei Nacht und Nebel nach Darmstadt zurück frant und gebrochen. Die tollsten Gerüchte verbreiteten sich. Es hieß, die Prinzessin sei von einer Geliebten des Groß wörtlich hohes Leben, englisch, auszusprechen: hei leif d. h. Leben der hohen Gesellschaft. Für den Inhalt der Jnierate über. nimmt die Redaktion dem Wublikum gegenüber teinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, den 28. Dttober. Freie Volksbühne( National Theater.) 11. Serie. 4. Abthei Iung, Nachmittag 22 Uhr: Der Biberpels. Opernhaus. Der Kleine Haydn. Hänsel und Gretel. Montag: Lohengrin. Schauspielhaus. Das Leben ein Traum. Montag: Wilhelm Tell. 1 1. Hatte eine Privatgesellschaft ein gewisses Quantum Bier bestellt, so wird sie auch das besiellte abnehmen. 2. Die von Teschner vorgeschobene Privatgesellschaft würde ihr Bier in dem bei Teschner gemietheten Zimmer felbft und verzapft haben, nicht aber geftattet das von ihr bestellte und bezahlte Bier Don Teschner zirka zwei Tage nach der Fest lichkeit von seinem Apparat geschänkt wurde, wo es bei Aus diesen, wie gesagt, amtlich zugestandenen Thatsachen, der Kontrolle vorgefunden wurde. Dieses imitirte Pilsener Bier Art das eheliche Leben wurde von Teschner den Gästen, welche sonst belieben, Culmbacher ersieht ein jeder, welcher der Mutter der Gattin Alexanders 11. und im Sterben liegenden Alexanders III. gewesen ist, und und der Wahrheit gemäß. des jetzt Bier zu trinken, besonders empfohlen. Dieses zur Berichtigung welche Begriffe von der Heiligkeit und Reinheit der Ehe in reisen bestehen, wo nach der dem Volte erzählten Legende die vornehmsten und über jeden Tadel und Zweifel erhabenen VerNational- Theater. Berliner Aquarium. Große Frankfurterstraße 132. Doppel- Vorstellung zu einfachen Preisen: Gastspiel des fliegenden Serpentin Ballets, sowie einmaliges Gastspiel der Liliputaner. Borher: Die Weber. Schauspiel in 4 Atten. Regie: Max Samst. Hierauf: Theatralischer Unsinn. Dramatische Revue in 2 Atten und einem Vorspiel. ( Dargestellt von den Liliputanern.) Raffenöffnung 5 Uhr. Anf. 71/2 Uhr. Montag: Gastspiel des fliegenden Leffing- Theater. Madame Sans- Serpentin- Ballets. Borher: Die Weber. Gêne. Montag: Die Schmetterlingsschlacht Adolph Ernst- Theater Deutsches Theater. Die Kameraden. Montag: Die Weber. Berliner Theater. Die Here. Montag: Stüßen der Gesellschaft. Schiller Theater. Der Beilchen fresser. Montag: Der Meineidbauer. Neues Theater. Komödianten. Montag: Diefelbe Vorstellung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Bogelhändler. Montag: Dieselbe Vorstellung. Residenz- Theater.( Théâtre libre.) La Tante I éontine. Jaques Damour. Montag: Dieselbe Vorstellung. Theater Unter den Linden. Drpheus in der Unterwelt. Montag: Dieselbe Vorstellung. Bellealliance- Theater. KönigKrause. Montag: Dieselbe Vorstellung. Alexanderplay Theater. Ein Modell. Verbotene Liebe. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Borher: Die Bajazzi. Montag: Diefelbe Vorstellung. Central- Theater. O! diese Berliner! Montag: Diefelbe Borstellung. National- Theater. Die Weber. Montag: Dieselbe Borstellung. Reichshallentheater. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. SpezialitätenVorstellung. Banfmann's Variété. Spezialitäten. Bornellung. Parodie Theater. Borstellung. SpezialitätenSchiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Wallner- Theaterstrasse. Sonntag, 28. Oktober, Nachm. 3 Uhr: Der Meineidbauer. Abends 8 Uhr: Der Veilchenfresser. Dichter- Abende, im Bürgerfaale, des Rathhauses, Abend 72 Uhr: LenauAbend. Charley's Tante. Schwank in 3 Atten v. Brandon Thomas. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Poffe in einem Aft von Ed. Jacobson und Benno Jacobson. Musik von Franz Roth. In Szene gefeßt von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. Alcazar Vaudeville- u. Variété- Theater Dresdenerstr. 52/58( City- Passage). Vornehmster Familienaufenthalt. Neu! Senfationell! Neu! Pusebach auf Korea. Mr. Chong Neu! Geschwister Sarno. Neu! Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Entree: Wochent, 20 Pf., Sonntags 40 Pf. Anfang: Wochent. 71/2 Uhr, Sonntags 6 Uhr. R. Winkler. 51 Unter den Linden 68a Ecke der Schadowstr. Eing. Schadowstr. 14. Heute Sonntag: Eintrittspreis S 25 Pf. Die Kontrollkommission des fünften Reichstags- Wahlkreise J. A.: Fr. Krüger, Hirtenstr. 10. 2. Wahlkreis. Sozialdem. Parteiversammlung im Lokale von Zubeil, Lindenstr. 106. Land- und Seethieren, wie Affen, Reichhaltige Ausstellung von Dienstag, den 30. Oftober 1894, Abends 8% Uhr, Riesenschlangen, Krokodile, Haiund Tintenfische, Quallen etc.[ 188M Tagesordnung: 1. Bortrag des Genoffen Reichstags- Abgeordneten Schmidt über: Der Rampf gegen die Sozialdemokratie. 2. Diskussion. 3. Wahl der Revisoren. Die Vertrauenspersonen, " Sanssouciff277/ 7 Rottbuserßraße 4a. Jeden Sonntag und Donnerstag: Stettiner Achtung! Töpfer. Achtung! Verbandsmitglieder in Berlin und Umgegend, betheiligt Euch insgesammt an der Bertheilung des vom Kollegen Rapputhan jun. herausgegebenen Flug blattes an die Löpfer und Berufsgenossen Berlins und Umgegend". Die Blätter werden Rosenthalerstr. 57 bei Wernau heute fortwährend und an den nächsten Tagen Abends von 7 Uhr ab ausgegeben. 246/8 Sänger Arbeiter- Bildungsschule( Süd- Ost). ( Meysel, Häckel, Pitro, Britton, Eberius, Steidl und Blank). Anfang Sonntags Uhr, Wochentags 8 Uhr. Entree 50 Pfg. Billets à 40 Pfg.( nur für die Wochentage giltig) sind im Vorver tauf in der Bigarrenhandlung von Reßler, Rottbuserplay, zu haben. Stets wechselndes, amüsantes Programm. Castan's Panopticum. Hassan Ali der grösste Mensch der Welt. Prinzess Topase das fleinste Menschenkind. Merikanische Riesen- Cacteen in noch nie gesehener Größe. Passage- Panopticum. wilde Beiber Armin- Hallen aus Dahomey. Kommandantenstraße Nr. 20. Säle und Vereinszimmer Die Herenshankel, neueste Illusion. Orts- Krankenkasse der SteinCircus Renz Carlstrasse. Montag, den 29. Oktober, Abends Sonntag, den 28. Oktober cr., 8 Uhr: Der Meineidbauer. Central- Theater alte Jakobrake Nr. 30. Direktion: Richard Schuly. Emil Thomas a. G. Auna Bäders. Josefine Dora. Zum 58. Male: O! diese Berliner! Große Poffe mit Gefang und Tanz in 6 Bildern nach Salingre's Reise durch Berlin von Julius Freund. Musik von Zul. Ginodshofer. Kaffeneröffnung 61/2 Uhr. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Morgen und folgende Tage: 0, diese Berliner! Nachmittags 4 Uhr: Große Komiter- Vorstellung. Auftreten sämmtlicher Klowns in ihren wirkungsvollsten Nummern. Zum von 20-600 Personen. drucker u. Lithographen, Berlin. Um 25. Oktober cr. verſtarb unser Mitglied, der Kupferdrucker Sonntag, den 28. Oktober, Abends 7 Uhr, in den Oranienhallen, Oranienstr. 51( am Morikplay): Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Schriftsteller Heinrich Schulz- Steglit über: Das arbeitende Volt und die Kunst". 1. Cyclus- Vortrag. 2. Dis tussion. 3. Verschiedenes. 51| 16 " Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Gäfte, Damen und Herren sehr willkommen. Um zahlreichen Besuch bittet Die Schulkommission. der Große öffentliche Versammlung Schneider und Schneiderinnen am Sonntag, den 28. Oktober cr., Nachmittags 5 Uhr, bei Herrn Bolzmann, Lichtenbergerstr. 16. 1. Welchen Vortheil bieten uns die Betriebs- Werkstellen und welche die Lohnerhöhung? 2. Diskussion. 3. Erfahwahl der Lohnkommission. Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Alle die in der Herrn, Knaben- und Damen Konfektionsbranche Be schäftigten, sowie Bügeler, Stepper werden hiermit freundlichst eingeladen. Die Lohnkommission. 663b Schneider und Schneiderinnen! Montag, den 29. Oktober cr., Abends 8%, Uhr, in den Arminhallen", Kommandantenstr. 20: Grosse öffentl. Versammlung. Tages Ordnung: 1. Die gegenwärtigen Lohn- und Arbeitsverhältnisse in der Maaß Schneiderei, insbesondere in den faufmännischen Geschäften. Referent: Kollege Tagesordnung ist es Pflicht, recht zahlreich in dieser Versammlung zu erscheinen. 219/12 äterow. 2. Distuffion. 3. Verschiedenes.- Bei der Wichtigkeit der Dienstag, den 30. Oktober, Abends 8% Uhr, bei Reichert, Müllerstraße 7: Grosse öffentl. Versammlung aller in der Herren-, Knaben- und Damenmäntel- Konfektion 10 beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Herr Theodor Espig. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Koll. Pfeiffer. 2. Diskussion. Die Beerdigung findet am Montag, den 29. Oktober cr., Nachm. 4 Uhr, 3. Verschiedenes. Zu dieser hochwichtigen Versammlung find alle Schneider von der Leichenhalle des alten Thomas- und Schneiderinnen, sowie Bügler, Stepper 2c. besonders eingeladen. Kirchhofes in Briz aus statt. Um zahlreiche Betbeiligung bittet 634b Der Vorstand. Verband Die Agitationskommission der Schneider und Schneiderinnen Berlins. Fadjuerein d. Klempner. Sonntag, den 4. November, Nachm. 5 Uhr: Schluß: Croissance électrique, pan deutscher Korbmacher. Grosses Vokal- und Instrumental- Konzert tom. Schwant v. Dir. Fr. Renz. Ermäßigte Preise. 5 Abends 71/2 Uhr: Tjo Ni En. Sensationeller Erfolg! Vollständig neues Genre! Ueberraschende Tänze, u. a. les grelots vivants; jeu des barbichons 2c. Außerdem Vorführen und Reiten der bestdressirten Freiheits- und Schulpferde, sowie Auftreten sämmtlicher Spezialitäten 1. Ranges. Montag: Tjo Ni En. Fr. Renz, Rommissionsrath. ( Filiale Berlin.) Sonnabend, den 8. November cr., in Deigmüller's Salou, Alte Jakob Straße 48a: 158/5 4. Stiftungsfeft. Um 12 Uhr Kaffeepause, tomische Vorträge 2c. Anfang 8 Uhr. Eintritt: Herren 50 Bi., Damen 25 Pf. Zu recht zahlreichem Besuch ladet Das Komitee. ein in ,, Hoffmann's Festsälen", Oranienstr. 180, unter Mitwirkung des Gesangvereins Freier Männerchor Nord- Went" fr. Klempner( M. d. A.-S.-B.) unter Leitung seines Dirigenten Hrn. F. Primmel. Komische Vorträge. Mach dem Konzert: Tanz. Herren, welche daran theilnehmen, zahlen 30 Bf. nach. Entrée 20 Pf. Anfang 5 Uhr. Da der Ueberschuß den ausgesperrten Brauerei- Arbeitern zu gute tommt, bitten wir, recht zahlreich zu erscheinen. Der Vorstand. Stramm, Ritterstr. 123, zu haben. Billets find bei den Vorstandsmitgliedern und im Verkehrslokale bei 153/ 5* vorzügl. u. Garantie, schmerzl., Zahnschmerz beseitigt, schmerz Gr. Vereinszimmer Neue Hochstr. 49. Künstl. Zähne, roses abgeben erabilna. Goldstein, Oranienſtr. 123 Achtung! Filzschuharbeiter Achtung! Allen Freunden und Bekannten die] Frdl. Schlafft. f. 2 S. 3. 1. Nov. b. J H. traurige Nachricht, daß unser Sohn Frau Schaaf, Reinickendorferstr. 55, H. nach furzem schweren Leiden sanft entschlafen ist. und alle in der Filzschuh- und Pantoffel- Branche beschäft. Alfred genannt Hans am 26. d. M. 1 Treppe. Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins und Umg. Am Montag, den 29. Oktober, Abends 82 Uhr, im Lokale des Herrn Röllig, Nene Friedrichstraße 44: General- Derlammlung. Tagesordnung: 1. Fortsetzung der Diskussion des Erfurter Kongresses. 2. Jahresbericht. B. Vorstandswahl. 4. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Zahlreicher Betheiligung sieht entgegen. 12516 Achtung! -O Der Vorstand. Ein freundl. Zimmer. f. 1-2 Herr.. 12 M. oder 7,50 Mart, Markusstr. 6. Seitenfl. 2 Tr. Schlafft. f. 2 H., Alexandrinenstr. 99, Freundl. möbl. Schlafft. für 1 auch Die Beerdigung findet heute, Sonn- 2 Herren Admiralstr. 8, v. 3 Zr. lints Meyer. 700b tag, den 28. d. Mis., Nachm. 4 Uhr, bei Drews. 6536 643b Für eine frdl. möbl. Schlafft. Theil. vom Kinder Krankenhaus Reinicken Frol. Schafft. für Hrn. Arndtstr. 13, nehmer gef. Wasserthorstr. 21 v. 4 Zr. r. dorferstraße 32 aus nach dem Kirchhof der Sophien Gemeinde, Stettiners straße, Gesundbrunnen, statt. Paul Hackebeil nebst Frau und Kindern. Zitherspiel lehrt Schneider, Adalbert687b 6765 Achtung! traße 74. Schuhmacher. Achtung! Große öffentliche Versammlung aller in der Spazierſtock, 6856 gelbes Rohr, unten gezeichnet P K, ver gangenen Sonntag Abend verloren. Schuh- Industrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Geg. gute Belohn. Gerichtstr. 1. Etage. am Montag, den 29. d. M., Abends 8 Uhr, im Lokal von Gründel, Brunnenstrasse No. 188: Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Faber über: Sozialreform und Gewerkschaften". 2. Distusfion. 3. Der Bierboykott. 4. Wahl von Revisoren zur Abrechnung der Agitationskommission. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Die Agitationskommission. Achtung, Former! 223/4 Am Montag, den 29. Oktober, Abends 8 Uhr, findet eine Vertrauensmänner- Sihung statt( beim Teufel), Staligerstraße 11, wozu sämmtliche Bertrauensleute eingeladen sind. Aus allen Gießereien, wo kein Vertrauensmann ist, hat ein Kollege zu erscheinen. 12116 Der Vertrauensmann: H. Loose. Brauerei Jagdschlösschen Eberswalde empfiehlt ihre Lagerbirre, hell, 21 M. inkl. Spundgeld; desgl. dunkel, nach 621b Münchener Art, 22 M. inkl. Spundgeld. Vertreter: Edmund Renter, Swinemünderstr. 45. Tel.- Amt Ill 2702. Ermäßigung. Kreslawski, Spittelmarkt 13. Künstl. Zähne 2 M. Vollst. schmerzl. Zahuziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Reparat. sofort. Theilzahlung. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 22. Spr. 8-7 Uhr. Künstl. Zähne Gemeindefekt, feitizens. Reparaturen sofort, enige Destillation Umstände halb. bill. 3. verm. od. f. jeden Preis verkäufl. Kantstraße 150, am Zoologischen Garten. Gr. Vereinszimm. Reinickendorferstr. 2a. Säle zu Versamml. 1. Festlichkeit., auch Sonntags, Oranienstr. 180. Mein Lokal für Vereine und kleine Festlichkeiten passend, empfehle ich den geehrten Genossen. Skerlo, Restaurateur, Rykestr. 29. 1 Tr. bei Hentschel. 698b Eine frdl. Schlafft. für 1 H. bei Wwe. Möbl. Zimmer Mariannenstr. 45, Grabowsky, Naunynstr. 90 Hof 4 Tr. 3 gr. I 6896 Preis 5 M. Möbl. Schlafit., sep. Eing., Adalbertstraße 3, v. 2 Tr. I. 6386 Frdl. Schlafit., gr. zweifenstr. Stube, verm. Sommerfeld, Holzmarktstr. 44, Hof 11/2 Tr. 664b Freundl. Schlafst. f. 2 Herrn,( Eing. sep.) zu verm. b. Meyer, Prinzessinnenstraße 7, v. 4 Tr. 665b Schlafft. f. H. Splittgerbergasse 1a, Wallstraße, Herrmann, Aufg. 3, 4 Tr. r. Genosse f. Schlafst., sep. Eingang, Langeftr. 104, Röppe, Quergeb. 4 Tr. 650b 661b 6016 Eine frdl. Schlafft. für H. Manteuffelstr. 110 v. 8 Tr. bei Boigt.[ 603b Eine frdl. Schlafst. für 2 Herren ist Dresdenerstr. 13 H. 2 Tr. bei Fehlauer. Möbl. Schlafft. für Herrn Kottbusers straße 2 v. 3 Tr. 6276 Junge Leute für Schlafft. Reichenbergerstr. 103 4 Tr. 6026 2 H. od. D. für anst. Schlafft., sep. Ging, Waldemarstr. 63 a 4 Tr. 1.[ 6266 Bess. Schlafst., sep. Ging., für 1 od. 2 anst. Mädchen b. Hoffmann, Reichen 628b bergerstr. 161 3 Tr. Freundl. Schlafstelle für 2 Genossen Leipzigerstr. 73, H. 2 Tr. Maaß.[ 648b 2 Schlafft. zu verm. b. Schwedler, 649b Mariannenstr. 10 v. 3 Tr. Beff. Schiafft. f. Herrn, auf Wunsch mit Roſt. Frau Dünnebier, Naunyn6466 ftraße 74, 4 Tr. Mädchen Schlafstelle, Klosterstr. 62. Freundl. Schlafstelle( 6 Mark) zum 1. November zu verm. Mariannenpl. 5, H. r. 2 Tr. 6. Trumpke. Freundl. Schlafstelle( 6,50 Mark) 674b Für naturgemäße Behandlung un- Alexandrinenstr. 58, Hof 4 Tr. ruhiger oder kranker Kinder habe ich Borm. von 9-11 Uhr Sprechstunde. Straße 12, v. 4 Tr. b. Helbig Frdl. möbl. Schlafft. f. H. Stalizer Rud. Hoffers, Apotheker, Manteuffel- Straße 12, v. 4 Fr. b. Helbig Sep. einf. möbl. Zimmer für Gen. ftraße 87. Frdl. Schlafft., Wolff, Friesenstr. 24, Schulz, Wörtherstr. 19. v. 4, Zr. Schlafft. f. 2 H. Prinzenstr. 111, v. 2 r. I. 658b Freundl. Schlafft. z. verm. Brunnen straße 136, v. 3 Tr. Ruthard. 6596 Möbl. Schlafft. für 2 Herren Bran Hirius, Langestr. 3, v. 4 Tr. Frdl. Schlafst. f. Herrn, sep.,( 6 M.), denburgstr. 4 v. 4 Tr. bei Bäcker.[ 599b zurückgesetzt, Kinderwagen, bingine. 19. Damen Modelle, Bürsten45 Pf. garnire eleg., neueſte Site geſchäft Kurzestr. 18. 183M Eifenöfen, gut erh., Dauerbrandöfen, transportable Kochmaich., all. Größ. bill. 6786 43/22 Brann, Lothrinerstr. 108. B. Günzel, Lothringerstrasse 53, vis- à- vis der Pierdebahn- Wartehalle Plättbolzen, handgeschmiedete, zwei Spezialität: Porträte der sozialistischen Führer Lassalle rädrige Handwagen bei I. Kaese, und Mary in Cigarrenspitzen, Pfeifen, Brochen, Nadeln, Knöpfen, Stöcken Annenstr. 14. Büsten, Bildern u.bgl. en gros, en détail.( Man verlange den Preiskourant.)[* Karton- Arbeiterinnen! Die Fabrik von Cohu u. Friedländer, Stralauerstr. 58, ist wegen der vorgekommenen Angriffe auf die Sitt: lichkeit gesperrt. Tapezirer! Tie Inhaber von Sammellisten zum Streit werden aufgefordert, bei Unterzeichnetem abzurechnen, und zwar in den Abendstunden von 7-9 bei Freygang, Schüßenftr. 18-19. Die Agitationskommission. J. A.: F. Markiel. 231/13 Ortskrankenkasse der Klempner. Dienstag, den 13. Novbr. cr., Abends 8 Uhr, findet in den Arminhallen, Romman dantenstr. 20, eine Versammlung der Arbeitgeber, welche Beiträge zu unserer Kaffe für angemeldete Mitglieder leisten, behufs Wahl von 50 Vertretern und die Vorversammlung zur Ausstellung der Kandidatenliste am Dienstag, den 30. Oftober d. J., Abends 8 Uhr, ebendaselbst statt. 6976 Dienstag, den 13. November er., Abends 81/2 Uhr, findet dort eine Versammlung der großjährigen Mitglieder unserer Kasse behufs Wahl von 100 Vertretern der Arbeitnehmer und die VorversammInug zur Aufstellung der Kandidatenlifte am Dienstag den 30. Ottbr. cr., Abends 81/2 Uhr, ebenfalls dort stattt. Zu diesen Versammlungen legitimirt das Quittungsbuch. Sonntag, den 18. November d. J., Vormittags 10 Uhr, findet ebenfalls in den Acminhallen eine General- Versammlung der bisherigen Vertreter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer unserer Kasse mit der Tagesordnung: 1. Verlesung der Protokolle; 2. Wahl von 3 Vorstands- Mitgliedern( 1Arbeitgeber, 2 Arbeitnehmern); 3. Wahl des Rechnungsausschusses; 4. Ab änderung des§ 13 Abs. 2 Ziffer 3 des Statuts; 5. Verschiedenes, statt. Der Vorstand. Achtung! Salon zum Freischütz" 99 Fruchtstr. 36 a. Täglich gr. Spezialitäten- Borstellung. Jeden Sonntag im oberen Saale großer Ball. NB. Empfehle meinen Saal ( 500 Personen) für Vereine und Versammlungen, sowie meine elegante Winter Kegelbahn. 670b Fr. Völkerling. Wegen 2586b 660b 657b Möbl. Stube, sep. Eing., auch als Schlafst. verm. Rottbuser Damm 23, Quergeb. r. 2 Tr. I. 656b Schlafft. für 1 oder 2 Herren, LinkDen Genossen 3. gefl. Nachricht, straße 30, H. I. 1 Tr. 655b daß ich von heute ab alles 5 pCt. billiger verkaufe, der Konkurrenz Möbl. Schlafft. f. 1 auch 2 Herren Geschäfts- Auflösung balber.. Fischer, Granfeerſtr. 9. beim Gen. Neumann, Adalberfir. 66, infolge zu hoher Miethe, verkaufe ich: Nordhäuser Korn 1 gr. Fl. 65 Pi. Stonsdorfer 1 Berl. Getr.- Kümmel 1 Alpenkräuter Rum Cognac 13 82 " " 85 " " " ]. 85 " " 〃 1 85 " " 1 " " 1,30 M. H. Staare bill. 3. verf. b. Weinast, Reichenbergerstr. 128, v. 2 Tr. 662b 6056 Vereinszimmer mit Pianino. Ring freies Bier, gute Weiße. F. Müller, Gr. Frankfurterstr. 80/81. 631b Destillation Alle Kolonialwaaren spottbillig. mit gr. Fabrit, Woche 5 halbe WeißBigarren, hochfeine Qualität, bier, 7 halbe Bairisch, verkauft à 100 Stück 2,90, 3,50, 4,00, 5,00 M. Preislisten gratis und franko. A. Fiebach, Schwedterstr. 20. [ 1002L] Fernsprecher 111. 8817. Noch nie dagewesen!! Keine Konkurrenz ist im Stande, Herren- und Knaben- Garderoben aus den reellsten, reinwollenen Stoffen zu solch' fabelhaften billigen Preisen zu verkaufen; denn wir nur allein liefern: 12 000 Winter- Paletots von 10, 12, 15, 18, 20, 24, 25, 27, 30 M. prima. 15 000 Jaquet- und Rock- Anzüge( auch in Tuch und Kammgarn) von 12, 14, 16, 18, 20, 24, 27, 30, 36. prima. 6000 Hosen in dauerhaften Stoffen von 3, 4, 5, 6, 8, 9, 10, 12 M. prima. 8000 Schlafrödte von 8 bis 20 Mark. Havelocks u. PelerinenMäntel von 12 M. an. Hansu. Jagdjoppen von 5 Mk. an. Knaben- und BurschenAnzüge sowie Paletots jetzt von 3. an. Goldene 110, 110. Leipzigerstr. 110. Empfehle allen Freunden und Ges noffen mein Weiss- u. BayrischBierlokal. Kleines Vereinszimmer, auch zur Zahlstelle passend, steht zur Verfügung. Ernst Reichert, 671b Willibald- Alexisstr. 22. Wo speisen Sie? In der Pom merschen Küche Oranienftr. 181 bei G. Buckow. Mittag mit Bier 50 Pf., Frühstück u. Abendessen( für 30 bis 50 Pf.) große Auswahl. 801L Rein Ringbier. Zimmer mit Piano zu vergeben. Senf, Reichenbergerstr. 174. 1 nußb. Kleiderschrank, neu, preisw. zu verf., Naunynstr. 88, Seitenfl. 2 Tr. Sarkander. 6236 Kanarienhähne, auch Weibchen, offerirt billig J. Heinze, Röpenick, Grünauerstr. 8. 546b Kanarienbähne, feinfte Roller, vert. Schulz, Wörtherstr. 19. 10 junge Kanarienhähne zu verkaufen bei Hempel, Lübeckerstr. 16, H. part. I. Kanarienhähne, feinster Stamm, prämiirt, goldene Me daille, Ausstellung Dresden 1894, verk Joachim, Fehrbellinerstr. 46.[ 7126 Theiln. zu ungenirtem mbl. Zimmer gesucht Wienerstr. 18, v. 3 Tr. bei Wive. Wolff. 691b Ein freundl. Zimm. als Schlafft. für 2 aust. Herren bei Janecke, Oppelner 6906 straße 15, 2 Tr. 4 Tr. Freundl. Schlafst. a. H. zu verm. Hollmannstr. 23, L. Seitenfl. L. 2 Tr. Baath. 6526 Freundl. Schlafst. zu verm., monatl. 7 Mart, Blücherstr. 55, Quergeb. part. Schlafft. für 1 oder 2 H. Staligerstraße 36 v. 3 Tr. 6416 Anständige Schlafstelle bei Wolter, Admiralstr. 38 I. 2 Tr. 645b Möbl. Schlafft., sep. Eing., Admiralstraße 4 H. 2 Tr. bei Frau Bessel.[ 6005 Frol. Schlafft. f. Herrn Mariannenftraße 39 v. 3 Tr. I. 606b Genosse findett freundl, Schlafstelle 710b Dranienstr. 2, 111, tints. Eine freundl. Schlafstelle m. sep. Eing. 654b f. Herrn, Grünauerstr. 25, Dieter.[ 711b Möbl. Schlafstelle für Herrn, 7 M., Stallschreiberstr. 55, vorn Illints.( 7086 Allein. Möbl. Schlafstelle, 7 M., 7096 Urbanstr. 118, Liersch. Möbl. Zimmer an 1 auch 2 Herren 574b 3offenerstr. 36, v. 2 Tr. r. Schlafstelle bei Ficius, Münche 447b bergerstr. 28, vorn 2 Tr. Schlfft. b. Ww. Maier, Naunynst. 84 111. Möbl. Schlafft., f. Herren, sep. Eing. bei Pawlat, Rottbuserstr. 2, H. r. 3 Tr. 647b Frdl. möbl. Schlafft. Wienerstr. 68, v. 4 Tr. r. Frol. Schlafft. b.Ww. Meyer, Rüders 624b dorferstr. 17, v. 4 Tr. Saub. möbl. Schlafft. f. H., sep. Eing., bill., Krautstr. 16a, v. 3 Tr. I. Baron. Gneisenaustr. 23, 3 Tr., b. Melchert, freundl. Schlafstelle für 2 Herren. Frdl. Schlafstelle für anst. Herrn' I. Markussir. 11, 1 Tr. r., Hayn. Freundl. Schlafstelle 3. verm., Gottke, Bimmerftr. 28, H. 4 Tr., sep. Eingang. Anst. Schlafft. ist Manteuffelstr. 65a, 617b v. 3 Tr. I. b. Gicke. Möbl. Schlafft. f. Herren, sep. Eing., Fürstenstr. 15, H. 3 Tr., bei Grönke. Prinzenftr. 17, H. 8 Tr. r., ist eine möbl Schlafst. für 2 Herr., à 10 mt. mit Kaffee, zu verm. 6126 Saubere Schlafft. z. verm. SchäferStraße 3, H. I. 4 Tr. Preis 6,50 Mt. Frdl. Schlafft. b. Root, Alexandrinen6196 Frol. mbl. Schlafft. z. vm. Emdenerstraße 10, v. 3 Tr. straße 3, Qu. part. bei Seiler. 7066 Sep. Schlafft. f. H., Grimmstr. 36 610b Schlafft., sauber( 2fenftr. Bim.) fep., I. Geitenfl. 3 Tr. r. bei Kaiser, Hollmannstr. 6. 6786 E. möbl. Schlafst. f. H. ist z. verm. 2 möbl. Schlafft. zu verm. Markus: b. Wm. Schwarz, Eisenbahnstr. 37 v. I. 679b straße 53, 1 Tr. Thiele. Möbl. Schlafft. f. 2 H. Ritterstr. 116, v. 4 Tr. I., sep. Ging. 614b Schlafst. n. v. Wwe. Gesch, Adalbert Straße 84. 686b Eine möbl. Schlafft. i. an 1 od. 2 H. Möbl. Schlafft. für 2 Herren, sep., zu verm., Oranienstr. 8, v. 2 Tr. r. Schmidtstr. 8, Wwe. Lade. 680b Sol. Herr findet mbl. Schlafft. nach vorn Admiralstr. 40a, 4 Tr. r. 2. Th. Frd!. Schlafft. bei Schmidt, Koppen straße 30, v. 3 Tr. 681b vorn 682b Eine freundl. Schlafft. zu vermieth., Adalbertstr. 4, v. 3 Tr. r. 6306 Möbl. Schlafft. f. Herrn bei Grebing, Rottbuserstr. 15, Seitenfl. 3 Tr. 181M Frdl., sep. Zimm, a. Schlafft. f. Herrn 186 Wrangelstr. 140, v. 2 Zr. r. Möbl. frdl. Zimmer bei ruh. Leuten bei Lehmann, Fürstenstr. 15, Hof 3 Tr. Schlafft. f. 2 S. bei Wwe. Penquitt, Naunnustr. 87, Quergeb. 3 Tr. I. Möbl. Zimmer f. 15 M. an 2 Herren bei Meister, Staligerstr. 128, v. 4£ r. Möbl. Schlafft. zu verm. bei A. Krug, Frankfurter Allee 93, 1 Tr. Arbeitsmarkt. Sperre! 6956 Sperre! Achtung! Musikinstrumenten- Arbeiter! Die Pianofabrit von Höhne& Sell ist für alle Branchen gesperrt. 197/14 Die Kommission. Sozialdemokratischer Redaktenr für ein tägl.( mit Ausnahme des Sonntags) erscheinendes Provinz Biatt Schafstelle f. Herrn, Gitschinerstr. 66, gesucht. Antritt: 1. Dezember er. Quergeb. part. Frau Warnecke.[ 6336 Gesuche m. Gehaltsansprüchen, sowie Angabe der persönlichen Verhältnisse Möbl. Zimmer f. H. od. D., sep. Eing., bitte in der Expedition dieses Blattes Krautstr. 31, v. 1 Tr. I., Aufg. r. Meding. unter H. 14 niederzulegen. Möbl. Zimm. f. Herren, Eing. sep., Preis 8 Mt., Adalbertstr. 86, 4 Tr. geradezu. Frdl. Schlafft. für 1 oder 2 Herren, Vergolder auf Farbig, WienerStraßburgerstr. 26, H. 4 Tr. r. bei straße 9. Schlafft. Stalitzerstr. 105, v. 4 Tr. Ww. Finger. Borchhardt. 683b Mbl. Schlafft. f. 2 H. o. aust. Mädchen Landsbergerstr. 14, Hof r. 4 Tr. bei Zakrzewski. Schlafft. f. 1 od. 2 Herren fogl. od. 1. Nov., sep. Becker, Blumenstr. 67a, Hof r. 1 Tr. 7046 Mbl. Schlafft. für 2 H. zu verm. b. Gempi, Gitschinerstr. 62, v. 4 Tr.[ 703b 702b 478b 675b Theilnehmer zum möbl. Zimmer gef. Gürtler die schon auf BalanAdalbertstr. 4, v. 3 Tr., Berlin.[ 607b sucht Freundl. Schlafst. Staligerstr. 125, v. 4 Tr. r. 608b Möbl. Schlafft. f. 2 H., Manteuffelftraße 87, v. 3 Tr. Senjt. 639b Möbl. Schlafft. Lindenstr. 13, Erfurth. Schlafft. für 1 auch 2 Herren, Manterie gearbeitet haben, Julius Lennhoff, Dresdenerstr. 40. Gesucht ein tücht. Mädchen zwischen 12 und 15 Jahren nach der Schulzeit. Klödenstr. 5, 2. Portal, 2 Tr. I. Für die Berliner Leser liegt Möbl. Schlafft. Strausbergerstr. 2, teuffelstr. 89, v. 4 Tr. geradezu.[ 6426 der heutigen Nummer unseres v. 4 Tr. Noad. Kunstmann, Uhrmacher, Möbl. Zim., Klein, Wrangelstr. 137, Blattes die gestrige Gewinnliste 7016 der preuß. Lotterie bei. 27836 Anft. Schlfft. f. H., Alexandrinenst.61 H.I.13 Tr. links. Charlottenburg, Wallstr. 103. Berantwortlicher Redatteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Drud und Berlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Grünauerstr. 25 sind noch sehr frd!. Wohn., 1 u. 2 Zimm., Kch.. Korr. u. Zub. sofort od. später preiswerth zu verm. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 252. Sonntag, den 28. Oktober 1894. Arbeiter! Parteigenossen! 11. Jahrg. Die Verhandlungen wegen Beendigung des Bierboykotts find abgebrochen worden, weil die Ningbrauereien eine Bedingung stellten, deren Annahme mit der Ehre der Arbeiterschaft unvereinbar ist. Die Vertreter des Brauerrings hatten die Stirn zu fordern, daß der Friedensschluß davon abhängig gemacht werde, daß 33 Arbeiter nie mehr in den Betrieben der Riugbrauer beschäftigt werden. Arbeiter! Parteigenossen! Ohne jeden Anlaß seitens der betreffenden Arbeiter sind am 16. Mai Hunderte aufs Pflaster geworfen worden. Und nun sollen nach monatelanger Aussperrung, nach monatelangen Entbehrungen dreiunddreißig Arbeiter dauernd dem Elend, für immer der Eriftenzlosigkeit, also dem langsamen Zugrundegehen überliefert werden, dreiunddreißig Mann, von denen keiner Schuld an dem Boykott trägt. Sie sollen als Opfer des Kapitalistenübermuthes auf der Strecke bleiben. An der barbarischen Doppeldezimirung des 16. Mai hatte der Brauerring nicht genug- seine Nache verlangt die Vernichtung von weiteren dreiunddreißig Existenzen. Arbeiter! Genossen! Wir wissen, daß wir in Eurem Sinne gehandelt haben, als wir diesem ungeheuerlichen Anfinnen ein empörtes turzes Nein entgegenseßten und die Verhandlungen abbrachen. Die Arbeiter Berlins konnten und wollten einen ehrlichen Frieden schließen; niemals aber werden wir unsere Hand dazu bieten, niemals werden die klassenbewußten, in den Gewerkschaften und der Sozialdemokratie organisirten Arbeiter dulden, daß ein geschlossen wird. ehrloser Friede Nun ist die Entscheidung getroffen. Der Boykott muß mit erneuter und vermehrter Energie fortgeführt werden. Die Parole Kein Tropfen Ringbier muß mit unwiderstehlicher Macht zur Durchführung gelangen. Jeder einzelne Arbeiter muß seine ganze Kraft aufwenden, um den Boykott zur vollen Wirkung zu bringen. Dazu ist nöthig, daß die gesammte Arbeiterschaft mit verdoppelter Kraft Hand ans Werk legt, die zur Organisation, Ueberwachung und Durchführung des Boykotts erforderlichen Maßregeln energisch zu unterstützen. Es bedarf aller Kraft, aller Energie, denn die Brauerdirektoren haben offen erklärt, die Unterwerfung der Berliner Arbeiterschaft durch neue Massens mafregelungen erzwingen zu wollen! Arbeiter, Parteigenossen! Der Brauerring hat zwar Millionen zur Verfügung und wird in diesem Klassenkampfe auch fernerhin Hunderttausende opfern; hinter uns aber stehen die Massen, auf unserer Seite ist das Recht, ist die Begeisterung, ist der Opfermuth. Und an Euren Opfermuth appelliren wir abermals. Die unschuldigen Opfer kapitalistischen Uebernuthes dürfen nicht dem Hunger preisgegeben werden. Seit Monaten liegen diese Hunderte existenzlos auf der Straße. Wir wenden uns deshalb an die Arbeiter von ganz Deutschland um thatkräftige und schnelle Unterstützung. Der Kampf ist uns aufgezwungen worden. Die Berliner Arbeiterschaft hat den Handschuh aufgenommen und sie wird den Kampf durchführen bis zum Ende. Arbeiter! Euer Klassen Interesse nicht blos, Eure Klassen Ehre ist im Spiel. Da giebt es feinen anderen Gedanken als Sieg! Vorwärts zum Sieg! Kein Tropfen Ringbier! Hoch der Boykott! Boykottfreies Bier liefern: gege V Die Gewaltthaten Die Boykott- Kommission. Anstistern und revolutionären Häuptern der Bewegung in Sizilien und in Massa- Karrara, welche jetzt ihre Strafe verbüßen, dies nihilistische Brauerei Carlsberg, Friedrich Reichenkron, Char- gegen den Sozialismus in Italien. Zendens. Auch das Arbeitertonfulat in Mailand( ber große blühende lottenburg. Brauerei Wilhelmshöhe, E. Lehmann, Berlin. Brauerei Pichelsdorf, Direktor Hoffmann. Münchener Brauhaus, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Süddeutsche Brauerei, Karl King u. Ko., Berlin. Brauerei Müggelschlößchen, Friedrichshagen. Nordstern- Brauerei, Berlin. im Aus Italien schreibt uns unser ständiger Korrespondent: und sehr gemäßigte Verband des Consolato operaio, der faft nur Crispi hat seinem Schandregiment die Krone aufgesetzt. Mit fleinbürgerliche Handwerkervereine umfaßt), habe sich im einem Schlage sind sämmtliche noch übrige Arbeiterorganisationen letzten Jahre ganz dem Sozialismus ergeben und theile daher ganzen Königreich, viele, viele Hunderte an Zahl deffen Schicksal. Es folgen nach dieser Begründung die mit im schreienden Widerspruch mit den ausdrücklichen Namen aufgezählten fünfundfünfzig Vereine, Verbände, Kooperativ auf Ehrenwort öffentlich in der Kammer gegeben Erklärungen Genossenschaften, Konsum Genossenschaften, Arbeiter- BildungsCrispi's aufgelöst und brutal vernichtet worden. In Mailand vereine, Gesellschaften privater und fünstlerischer Natur und so weiter und Umgebung sind allein vor einigen Tagen durch den Utas und so weiter. Es folgt endlich die Bestimmung, daß alles Eigenthum Präfekten fünfunfünfzig blühende Organisationen, und Vermögen der genannten Gesellschaften mit Beschlag zu he Arbeiterverbände, Gewerkschaftsverbände, darunter die gelegen, jeder Widerstand nach den anderen Bestimmungen des der Mailänder Arbeiterbörse, Nathenower Exportbrauerei Niederlage. Juh. May sammte Organisation zu Echandgefehes zu bestrafen sei. Es versteht sich von selbst, daß Dennhardt, N.W., Hannoverschestr. 18a. Tel. III. 8178. jährlichen Zuschuß giebt, gerstört worden. Die Size diefer Ver ganzen Heer Lotta di Classe" von einem der die bürgerliche Stadtverordneten- Versammlung 15 000 Frants auch die Redaktion der der Schergen Winspeares überfallen, alle Schloßbrauerei, Fürstenwalde. Niederlage bei bände, auch die Arbeiterbörse wurden mit Militär- und Polizei- Akten und Schriftstücke, wie auch die vorgefundenen Franz Heiser, N., Liesenstr. 5. gewalt überfallen, alle Schriften, die vorgefunden wurden, ge- Rassenbestände gewaltsam weggeschleppt wurden. Da die dem Gebäude, wo Bürgerliches Brauhaus( in Firma Müller), Frank- raubt, die vorhandenen Kassenbestände gestohlen, die Embleme Redaktion der Lotta di Classe" von den Wänden gerissen und mitgenommen, bei allen Turati wohnt, das ist an dem offenen Domplatz vor der furt a. D. Niederlage Greifswalderstr. 228. hervorragenden und bekannten Persönlichkeiten, die der sozia berühmten Galerie Passage in Mailand, sich befindet, und der Phönig- Brauerei, C. Radon, Lichterfelde. listischen Arbeiterpartei Jtaliens angehören, Haussuchungen ge- Ueterfall am lichten Morgen geschah, fann man sich das Aufhalten, sehen und den Auflauf der vorüberströmenden Menge, den das Brauerei Jagdschlößchen, Eberswalde. Niederlage Schauspiel des Ueberfalls verursachte, vorstellen. Edm. Nenter, Swinemünderstr. 45. Brauerei Wusterhausen. Brauerei Tivoli, Strausberg. Niederlage Stabernack, rächen nimmt für die Gewaltthat ausdrücklich bezug auf das Mühlenstraße 49a. Louisen- Brauerei, Bellermannstr. 71a/ 72. in Der Schlag wirkt vorläufig noch betäubend, die empörenden Einzelfälle, die er mit sich führte, sind noch nicht übersichtlich bekannt. Die ganze schurtische Gewaltthat kann in ihrer Bedeutung und Tragweite erst allmälig zum Bewußtsein derer tommen, denen noch ein Funke von Denkfähigkeit geblieben ist. Einstweilen muß gemeldet werden, daß diese Henkerthat Crispi's selbst den sonst schwer aus dem Gleichgewicht zu bringenDer brutale Ukas des Präfekten von Mailand, des Herrn Winspeare, einer Kreatur Crispi's, die dieser eigens erst fürzlich für das von ihm in den Tod gehaßte Mailand ausgesucht hat er wurde ja hier öffentlich ausgepfiffen und muß sich dafür blutig Schandgesetz vom 1. Juli 1994 und auf eben denselben Artikel 5 dieses Gesetzes, dessen Annahme in der Kammer nur durch die feierliche Erklärung Crispi's ermöglicht wurde, daß der Brauerei Danz, Freienwalde a. D. Vertreter: W. Marten, Artikel auf die organisirten Vereine der sozialistischen Arbeiter den bürgerlich radikalen Politiker und Führer der Linken N., Gartenstr. 152. feine Anwendung finden könne. Der Ukas sagt, die sozialistische Cavalotti aufgerüttelt hat, sodaß er soeben in seinem Organ Arbeiterpartei Italiens habe in ihrem Programm offenbar den Il Suolo" er selbst war bei dem Ueberfall nicht in Mai Grundsatz des Klaffentampfes aufgestellt. Indem sie jede Mit- land- folgende Erklärung telegraphirt hat: Soeben er. hilfe der bürgerlichen Klaffen und Parteien zur Erreichung die fahre ich die neueste That Crispi's. Dies Bicle ihres Programms zurückweise, offenbare sie ihren Charakter, ist die Rache Crispi's für die Auspfeifung in nämlich die nihilistische Zerstörung der Beute dien diefe Rache steht auf gleicher wärtigen Gesellschafts Ordnung. Die sozialistische Partei Stufe, wie die Rache gegen De Felice, beide der Arbeiter habe sich außerdem ausdrücklich mit den Thaten würdig des Mannes der fie beging. Bürgerliches Brauhaus, Luckenwalde. Niederlage Gust. Spiekermann, Weberstr. 66. Export- Brauerei Grabow a./D. bei Stettin. lage Marthen, Bellermannstr. 6. Nieder" Nun " der gemessenen Maßregeln bewogen werden. Angesichts dieser Schwäche aber die Thatsache, daß die preußische Gesandtschaft in der Etwas Licht der süddeutschen Polizei meinte die preußische Regierung Schweiz kein Wort von Lessing's polizeilicher Thätigkeit wußte. über eine alte Geschichte. sich um so mehr zur Wachsamkeit verpflichtet. Echon am 14. April Am 2. November 1834 übersandte Legationsrath v. Olfers aus 1833 wurden die Minister Wittgenstein, Lottum, Brenn durch Bern dem Auswärtigen Amt eine Liste der bei den schweizerischen Am 5. November 1835 fand man im Sihlhölzli bei Zürich Kabinetsordre beauftragt, wegen des Frankfurter Attentats in Umtrieben betheiligten Deutschen. Darin stand als Nr. 9 der die von zahlreichen Messerstichen durchbohrte Leiche des Studenten fortlaufende vertrauliche Besprechungen zu treten. Nachdem ver- Student 2. Lessing, Hauptleiter der Hands und nur schiedene polizeiliche Maßregeln getroffen waren, berichtete Mi werkervereine dazu die Lessing. Die Urheberschaft ist völlig unermittelt geblieben, Bemers unschuldige in der Stille nannte und nennt man heute noch gewisse Namen. nister Brenn, der wegen politischer Umtriebe verhaftete Student tung: Einige Handwerker sehen ihn für einen Die Untersuchung ward, so schreibt die Züricher Poft", mit er Ludwig Lessing, jüdischer Religion, aus Freienwalde a. D. hätte Spion an." Nach Leffing's Ermordung berichtete der Gesandte staunlicher Lässigkeit geführt und von fonfervativer Seite beschul- fich am 6. November dem Polizeipräsidenten zu Protokoll er- Rochow( Zürich, 6. November 1835) ganz unbefangen über die digte man die radikalen Behörden, welche mit den revolutionären boten, Entdeckungen" zu machen. Der König verfügte unheimliche That und sagte, man behaupte, der Ermordete sei deutschen Elementen in Zürich vielfach sympathisirten, sie seien, darauf( Rabinetsordre vom 9. November) bewahrheiten ein Preuße, die Gesandtschaft aber wisse nichts davon, da er sich die That zu verschleiern, mit Vorsatz liederlich verfahren. Diese sich die Mittheilungen des Lessing, so will nie bei ihr gemeldet hätte. Lessing muß also seine Berichte Auffassung schimmert auch durch in der von Dr. J. Schau: Ich demselben Befreiung von aller Strafe und hinter dem Rücken der Gesandtschaft geradeswegs nach Berlin vielleicht an den bekannten Geheimrath berg verfaßten, attenmäßigen Darstellung des Falles. Denn Unterstügung zur Fortseßung seiner Studien geschickt haben, Leffing war, wie Funde ergaben und die preußische Ge- 3 usichern." folgten lange Vernehmungen. Am v. Tzschoppe, dessen Name auch in diesen Akten- allerdings die fandtschaft zugestanden haben soll, ein Spion gewesen, 11. Januar wurde berichtet, daß Lessing genur bei Gelegenheit formaler Geschäftssachen mehrfach vorder über das Treiben seiner Landsleute in der Schweiz wünschten zuverlässigen Angaben erstattet tommt. Auch nachher blieb Rochow noch lange in seiner fleißig nach Berlin Bericht erstattete und es Als sich herausstellte, daß Lessing galt für bätte. Alsbald befahl der König( Rabinets ordre glücklichen Unwissenheit. völlig zweifellos, daß seine Ermordung ein Rache- Att war. Keine vom 18. Januar 1834) 200 Thaler für das laufende ein Preuße war, und die Berliner Regierung aus guten Gründen der Schriften, welche von der Angelegenheit handelten, lichtete Studienjahr Lessing's zu zahlen, und genehmigte diesen Mord alsbald für eine politische Rachethat erklärte, da das darüber schwebende Dunkel, ja es wurden selbst Stimmen zugleich, daß er in der von Ihnen vorgeschlagenen Art ver- wurde der Gesandte beauftragt, die Verfolgung des Verbrechens laut, welche bestritten, daß Lessing das Spigelhandwerk betrieben wendet werde". Leffing wurde dann am 11. Februar aus nachdrücklich zu betreiben. Er beklagte sich bitter über die unhabe. Nun entdeckte neulich Heinrich v. Treitschte im Berliner der Untersuchungshaft entlassen. Der Polizei- glaublich schlechte, faft unehrliche Untersuchung; er meinte, der geheimen Staatsarchiv eine Reihe von Aftenstücken, welche präsident ermahnte ihn, über die Untersuchung zu schweigen Untersuchungsrichter bemühe sich mehr zu erfahren, wer Lessing mindestens über Lessing's Persönlichkeit und politische Haltung und sich von Umtrieben fern zu halten; er gab ihm einen gewesen sei, als wer ihn ermordet hätte. Erst ganz zuletzt, fichere Auskunft gewähren. Was er darüber in den Beilagen zu Ministerialpaß nach Karlsruhe und bemerkte dazu furz, daß als der Prozeß mit der bedingten Freisprechung des Andem eben veröffentlichten Band seiner deutschen Geschichte im Lessing später vielleicht nach der Schweiz, nach Italien oder nach geklagten Albinger geendet hatte, scheint Rochow, der 19. Jahrhundert mittheilt, mag, zumal das Interesse daran noch Frankreich reisen würde. Demnach steht außer Zweifel, daß sonst über schweizerisches und süddeutsches Parteileben gut nicht völlig erloschen ist, hier folgen. Lessing ein preußischer Spion war, wie der berüchtigte Conseil Bescheid wußte, endlich einen leisen amtlichen Wink erhalten ein Spion Ludwig Philipps, und die Versammlungen des jungen zu haben. Jetzt schrieb er, die radikalen Schweizer hielten den Von dem Frankfurter Attentate war der preußische Polizei- Deutschlands in der Schweiz nur besuchte, um auszuhorchen und Ermordeten für einen Spion und agent provocateur Preußens, minister schon mehrere Monate vorher unterrichtet; er machte Bericht zu erstatten. Mit großer Wahrscheinlichkeit läßt sich indessen wird das Publikum keine Beweise gegen Leffing, sondern darüber dem Auswärtigen Amt ausführliche Mittheilungen; bei ferner schließen, daß Lessing's Ermordung wirklich wie man nur Verdachtsgründe finden. Besondere Ursachen politische aufmerksamer Beobachtung" hätte alles entdeckt werden tönnen, fofort in weiteren Kreiſen annahm, eine That politischer Rache Verbindung einflußreicher Männer mit politischen Setten- haben Des Mordes angeklagt den schlechten Gang der Untersuchung verschuldet." so sagen die Minister Kamph, Mühler, Rochow in ihrem nach des jungen Deutschlands gewesen ist. der Sie wurde Der württembergische Jude Aldinger, träglichen Berichte an den König vom 26. Mai 1834. Briefwechsel zeigt anschau= Behörden der fich unter dem Sicherheits worfener Mensch, erwarteten, daß die Frankfurter eines lich, daß die Regierung eines ehrenhaften Maßregeln treffen würden. Das war aber feineswegs der Barons Eyb in Zürich herumtrieb und zu den Staates ihre eigenen Beamten hintergeben Es muß, wenn sie das immer zweischneidige Fall. Selbst nach den bestimmten, ausführlichen Anzeigen, eifrigsten Mitgliedern des jungen Deutschlands gehörte. Mittel der geheimen politischen Polizei an welche dem Magistrat in Frankfurt am Main am Tage fonnte jedoch fein zwingender Beweis erbracht werden. der Meuterei augingen, tonnte derselbe au feinen ans Das Erstaunlichste bei diesen widerwärtigen Vorfällen ist wendet. * von ein Namen ver= ganze Das Gesetz gegen die Anarchisten ist mit fchaft" von Jbsen folgen. Jm Nationaltheater wurde ausführlichen Darstellung der heutigen wirthschaftlichen Zustände, öffentlichem Wortbruch gegen die Sozialisten, im Ottober der Biberpels" von Gerhart Hauptmann sowie in einer treffenden Kritik der Wohnungsverhältnisse in den gegen die organisirten Arbeiter angewendet aufgeführt, im Dezember wird das Schauspiel Hilde: Großstädten. worden, ebenso wie es mit boshafter Absicht gard Scholl" von Westenberger folgen. Der Kassenbericht Von einer Diskussion nahm man Abstand, und es wurden von seinem Urheber, wie sich jetzt herausstellt, ist: Bestand 650 M., Ginnahme infl. Bestand 9028,86 M., Ausgabe nunmehr zur Prüfung der Abrechnung des Vertrauensmannes geplant war. Ich werde meine volle Pflicht 5794,10 m., bleibt ein Bestand von 3234,76 m. Der Antrag die Kollegen Beyer, Adermann und Scheuche als Rethun; aber es ist unabweislich, daß alle ehrlichen des Vorstandes, am 30. März kommenden Jahres bei Keller in viforen gewählt. Sodann erstattete der Delegirte der Gewerkand freigesinnten Menschen fich vereinigen, der Koppenstraße ein Winterfest abzuhalten, wird angenommen, ichaftskommission, Kollege Arndt, Bericht über die letzte halbam zu verhindern, daß ein rasend gewordener da der betreffende Wirth versprochen hat, bie Forderungen der jährliche Thätigkeit. Die Versammlung erhielt sich zu dem BeMinister( un ministro maniaco) das Testament Arbeiter, an den Abenden, wo diese Feste veranstalten, zu er- richt zustimmend, ebenso zu dem Vorschlag Faber's bezüglich des der für die Freiheit Italiens Gestorbenen in füllen. Der vom Vorstand unterstützte Antrag der Ordner Entwurfs einer Gewerkschaftsstatistik. Weiter gab der Redner Feßen reißt und die Geduld des Landes zu Kommission, die Mitgliederzahl der ersten fünf Abtheilungen auf eine Darstellung über die Meinungsverschiedenheit der lokal schimpflichen Thaten auf die Probe stellt 1150 zu erhöhen, wurde abgelehnt, da die Versammlung der und zentralorganisirten Töpfer bezüglich der Fensterfrage. Den ( e di trascinare a prove peggiori 1a Meinung war, daß die dadurch bedingte Vermehrung der Steh- Schluß der Versammlung bildete eine ernste Mahnung zur strengen pazienza del paese). Cavallotti. pläge zu vielen Klagen Anlaß geben würde. Nachdem die Mit- Durchführung des Boykotts. glieder noch dringend ersucht wurden, die Beiträge in den Vereine " Der Frauen und Mädchen Bildungsverein( Filiale Aus allen Provinzen des Landes kommen Schreckensrufe über Gewaltthaten gleicher Art. In Rom wurden auch alle repu- Wochentagen zu zahlen, damit die Zahlstellen- Inhaber Friedrichsberg. Der hiesige Arbeiter- Bildungsverein hielt blikanischen bürgerlich radikalen Vereine, darunter der große nicht Sonnabend und Sonntag in der Bedienung ihrer Kunden am 16. Oktober unter zahlreicher Betheiligung seine regelmäßige politische Verein Mazzini", an dessen Spize zwei Abgeordnete der gestört werden, und ferner zu den Vorstellungen recht pünktlich Mitgliederversammlung ab, in der Genosse A. Borchardt in Linken stehen, aufgelöst, überfallen, geplündert. 150 Wohnungen be- zu erscheinen, um alle unnöthigen Störungen zu vermeiden, wird einem sehr beifällig aufgenommenen Vortrage über das Parteifannter oder verdächtigter Sozialisten wurden in Rom mit Schaaren die Versammlung vom zweiten Vorsitzenden geschlossen. programm" referirte. Mit regem Intereffe verfolgten die Vervon Sbirren durchsucht; Straßensteckungen entstanden; Schreckens Am Donnerstag, den 18. Oftober cr. hielt die hiesige fodann das Vereinsgesetz berührte und ausführte, daß wir in sammelten die einzelnen Punkte des Vortrages; als der Redner rufe der am frühen Morgen von bewaffneten Polizeibanden auf Filiale des Vereins der Lithographen, Stein- unseren Versammlungen zu unserem Schuh feine Polizei nöthig geftörten Familien tönten aus den Häusern. An Crispi's Händen flebt Blut. Nicht nur das gestohlene ben Arminhallen" ihre ordentliche Monatsversammlung ab. Bu Leiter der Versammlung, dem Redner zu verbieten, von der drucker und Berufsgenoffen Deutschlands in haben, erhob sich der überwachende Gendarm und befahl dem Geld der Banca Romana, sondern Blut des Volkes flebt an seinen Händen, das Blut der Hunderte niedergeschossener Bauern nächst gab Rollege R. Schöpfe bekannt, daß man den Präge- Polizei zu sprechen. Weder der Referent noch der Leiter der und Schwefelarbeiter in Sizilien, der Marmorarbeiter in Massa- rinnen, deren Interessen man nicht aus den Augen verlieren Versammlung nahmen irgend welche Notiz von dem Verlangen Carrara. Die Gefängnisse vom Norden bis zum Süden Italiens den schon bestehenden Verband der Buchbinder und deren Hilfs Vortragenden und drohte, wenn noch weiter von der Polizei ge= dürfe, aus Zweckmäßigkeitsgründen zunächst den Anschluß an des Beamten. Zum zweiten Male unterbrach der Beamte den hallen wieder von den Flüchen und Verwünschungen der wegen arbeiterinnen empfehlen müsse, um sie dann, bei gelegener Beit, fprochen wird, die Versammlung aufzulösen. Der Referent machte politischer Vergehen und Verbrechen, wegen Meinungsäußerungen eingeferferten Land- und Stadtarbeiter, Bürger, Advokaten, nach Aufnahme diesbezüglicher Paragraphen ins Statut, zu nunmehr dem Beamten klar, daß in Friedrichsberg noch keine Aerzte, darunter anerkannte Menschenfreunde, Wohlthäter der unserer eigenen Organisation heranzuziehen. Des weiteren theilte fächsischen Zustände herrschen, mithin auch der Beamte kein Recht Armen, Märtyrer der Freiheitsidee, wie De Felice, Bosco, er mit, daß das bisherige Mitglied Steindrucker A. Pallentinat hat ein derartiges Verlangen zu stellen. Hierauf fonnte die VerBarbato- die Brüder Nicolo Barbatos, die dem Gemegel aufgrund seines geradezu unqualifizirbaren Verhaltens dem sammlung unbehindert ihren Fortgang nehmen. Eine Diskuſſion entflohen waren und im Vertrauen auf die als Falle gestellte gegenüber fortan fortan als ausgestoßen aus dem über den Vortrag wurde nicht gewünscht. Zum Schluß gelangten Zur Richtigstellung der in der Gr. mehrere örtliche Angelegenheiten zur Besprechung. Scheinamnestie nach Sizilien zurückkehrten, wurden in Palermo selben zu betrachten sei. überfallen und eingeferfert. Wie Viehheerden wurden und werden Presse" veröffentlichten Statistik der prozentualen Unterstügung tausende junger Leute in ganz Italien aufgegriffen und aus sämmtlichen Filialstädten Deutschlands gelegentlich des gegen Weißensee) hielt am 22. Oktober eine gut besuchte Versammlung als bes Anarchismus verdächtig in die Zwangswohnwärtig stattfindenden Streits in Leipzig behauptete Kollege fiße getrieben und eingepfercht, vorläufig in die Verbrecherinseln Schöpfe, daß die Sammlungen in Berlin nicht 142 Pf., sondern ab. Genosse Hoffmann sprach in einem längeren Vortrag Italiens, da man die dazu ausgesuchten Inseln unter dem 241/2 Pf. pro Mitglied und Woche ergeben hätten. Eine über„ Der Kampf ums Dasein". In der darauf folgenden Aequator noch nicht hat finden können. Wie viel Tausende zerstörter Meinungsverschiedenheit hierüber zwischen den Kollegen Gillier Debatte wird auch die in jüngster Zeit aufgeworfene Frage, ob Familien, wie viel Thränen, Jammer, Verzweiflung hat bis heute und Schöpfe, welch ersterer nur 171/2 Pf. gelten lassen wollte, die Nur- Frauenorganisationen zweckmäßig sind, vom Genossen in den elf Monaten seines Wirkens die Blut- und Schandwirthschaft führte zu dem Beschluß, die Sache nochmals genau zu unter Hoffmann und Frau Mesch dahingehend beantwortet, daß die diefes freiheitsmörderischen Kretins geschaffen! Bismard hat fuchen. Ferner ward mitgetheilt, daß zur Feier des Herren- Frauen sich erst vorbilden müffen, um auf wirthschaftlichem und doch wenigstens 12 Jahre gebraucht, um seine tausend Jahre Ge- fommerfes anläßlich des 50jährigen Druckerjubiläums unseres politischem Gebiet erfolgreich mittämpfen zu können, und diese fängniß der durch ihn verurtheilten Menschen zusammenzubringen. Mitgliedes August Sigmann das Louisenstädtische Konzerthaus, Aufgabe hofft der Frauen und Mädchen Bildungsverein zu Aber hier will ich eine wahrheitsgetreue Liste von statistischen Alte Jakobstraße, zum Sonnabend, den 24. November gemiethet lösen. worden sei. Als nächster Punkt stand die Verkürzung der Geselliger Versin Anker. Montag, Sigung bei Ontel Mar, ReinickenBahlen der Crispi'schen elfmonatlichen Thätigkeit herfetzen, die Arbeitszeit auf dem Arbeitsnachweis- Bureau zur Tagesordnung. dorferstraße 7. allen denjenigen die Schamröthe ins Gesicht treiben muß, Man müsse die dadurch gewonnene Zeit zur Entfaltung einer regeren fiche Bersammlung bet Bolzmann, Lichtenbergerfir 16. Schneider und Schneiderinnen. Sonntag Nachmittag, 6% Uhr, öffentwie es noch fürzlich die fortschrittliche Breslauer Morgenzeitung" in holder Eintracht mit der Kreuz- Zeitung" Agitation benügen. Der Antrag ward mit einigen Modifikationen Welche Vortheile bieten uns die Betriebswerkstellen und welche die Lohngethan dem Staatsmann Crispi Lob und Weihrauch streuen. gegen 1 Stimme angenommen und damit die Bureaustunden für erhöhung? Theater- und Vergnügungsverein Fritillaria. Sigung bet Herrn In Massa- Carrara wurden innerhalb vier Monaten diefes den Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag, Vormittags Dreßler, Barnimfir. 16, Nachmittags 6 Uhr. Nachher Gesellschaftsabend verJahres durch Crispi's Kriegsgericht verurtheilt: von 8-1 und Nachmittags von 3-6, für den Montag und bunden mit Tanz. Sonnabend jedoch mit Rücksicht auf die Bibliothet bis 7 Uhr Gefellschaft. Seute 8abitag, Aderftr. 128 bei Stúmte, und StallschreiberSterbrkaffe von Arbeitern der Berliner Maschinenbau- htienAbends festgelegt. Im Anschluß hieran meldete Kollege Brall straße 58 bei Witte. den Beitritt von 21 neuen Mitgliedern. Vergnügungsverein Immer Heiter. Hierauf erhielt Kollege D. Sillier das Wort zu seinem Referat über„ die ev. Einführung Meißner, Chauffeeftr. 72. Anfang 4 Uhr. Nachher Sibelitas. einer zentralisirten Arbeitslosen- Unterstüßung und die dadurch 4% uhr, bet Sauermann, Adalbertfir. 8, Gigung. Macher: Fibelitas.- m bedingte Erhöhung des wöchentlichen Beitrages auf 0,50 M." Er wies zahlenmäßig nach, daß bei obigem Beitrage und durchSchnittlich 200 Arbeitslosen eine wöchentliche Unterstützung von 5,25 M. gezahlt werden könne. Nach lebhafter Debatte über diese allgemein intereffirende Angelegenheit gelangte schließlich ein Antrag des Kollegen Mescha mit folgendem Wortlaut zur Annahme: Die am 18. Oftober cr. statt87 Bürger zu 337 Jahren 4 Monaten Rerfer. findende Versammlung beantragt über die Frage der ArbeitsZusammen: lofen- Unterstügung und die dadurch nothwendig werdende Er1145 Bürger zu 4199 fage viertaufenbein höhung des Wochenbeitrages auf 50 Pf. eine Urabstimmung vorhundertneunundneunzig Jahren 3 Monaten Kerker. nehmen zu laffen, um daraus die Möglichkeit der Einführung Und nun dente man an diese neueste Unthat von heute, deren einer Arbeitslosen- Unterstüßung ersehen zu können. Ein anderer Tragweite, Umfang und Folgen sich noch gar nicht übersehen Antrag des Hauptvorstandes in Gemeinschaft mit dem Aus laffen. Tausende Existenzen sind vernichtet alle Angestellten schuffe, vom 1. November d. J. ab den Wochenbeitrag von 15 und fleinen Beamten der aufgelösten Gesellschaften, viele auf 20 Bf. zu erhöhen", ward nach Verlesung der ausführlich Tausende Organisationspunkte, Unterstützungsmitglieder, Bildungs- dargelegten Gründe einstimmig angenommen. zentren find zertreten, mit rohester Gewalt zerstampft. welche 491 Bürger zu 1453 Jahren 8 Monaten Kerker. Vom Kriegsgericht zu Palermo alle Richter waren ausgesuchte Kreaturen Crispis; der erste Staatsanwalt, dem fein Gewissen wegen De Felice zu schlagen begann, wurde fortgejagt und ein anderer aus Rom gesandt innerhalb 5 Monaten dieses Jahres: 389 Bürger zu 1542 Jahren und 5 Monaten Kerker. Bom Kriegsgericht zu Caltanissetta innerhalb zweier Monate: 178 Bürger zu 865 Jahren 10 Monaten Kerker. Bom Kriegsgericht zu Trapani innerhalb zweier Monate bieses Jahres: M Tagesordnung: Sigung mit Damen bei Vergnügungsverein Hormannia 2, früher Luftige Jugend. Abends 8. Dezember in den Arminhallen, Kommandantenütraße 20, Feier des zweiten Lehrkursus der Berliner Arbeiter und Arbeiterinnen zur ersten Silfe bei unglücksfällen. Montag, den 29. Oftober, Abends 8 Uhr, in ben Arminhallen, Kommandantenfiraße 20, Vortrag des Herrn Dr. Christeller über Anatomie. Hebungsstunde. Arbeiter und Arbeiterinnen der Schuhindustrie. Große öffentliche Bersammlung am Montag, den 29. Oftober, abends 8 Uhr, im sofale von Gründel, Brunnenstr. 188. Wortrag des Genoffen Faber über: Sostalreform und die Gewerkschaften. Verein der Maschiniften, Heizer und Berufsgenossen Berlins und umgegend. Sonntag, den 28 Ottober, Nachmittags 6 Uhr, Sindenftr. 106 bet Bubeil, außerordentliche General- Bersammlung. Arbeiter- Bildungsschule. Montag Abends 8%-10% Uhr: Nord Schule, Müüerfir. 179a und Südoft- Schule, Waldemarfir. 14: Nationalökonomie. Bei allen Unterrichtsfächern werden neue Theilnehmer, Damen und Berren, ieber Beit aufgenommen im Laufe des Gemefters, eintreten. Bei allen Unterrichtsfächern fönnen Schüler und Schülerinnen auch jest, Montag, Abends 8-10% Uhr: Nord- Schule, Müllerstraße 179a: Unterricht in Gefeßestunde. Südost- Schule, Reichenbergerstraße 138: Deutsch. Dft- Schule, Markusstr. 81, Unterricht in Gefeßestunde. 01 Der Verein der Zimmerer hielt am 21. Oftober eine gut Arbeiter Fängsrbund Berlins und Umgegend. 1. Borsigender: Ad Neumann, Basewalterstr. 3. Welch eine Monarchie, welch ein Königthum des zu Ende besuchte Generalversammlung ab. Vor Eintritt in die Tages- find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstraße 49, p. 2 Tr. Alle Aenderungen im Vereinstalender gehenden neunzehnten Jahrhunderts ist dies! Welch ein Thron ordnung ehrte die Versammlung das Andenken des dahin- ontag, Abends 9-11, Nebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. befizer ist dies, der seinen ersten Staatsbeamten und Diener geschiedenen Mitgliedes Genoffen Chicharsick. Alsdann er- iedertafel der Maler, Annenstraße 6, bei Ehrenberg. in Wahrheit einen förperlichen und geistigen Kretin ftattete der Vorsitzende G. Obst eingehend Bericht über die Deutscher Männerfang, Belforterstr. 15, Schneiders Gesellschaftshaus. Frisch zur Fretheit, Simeonftraße 23 bei Flick. also wüthen und seine persönliche Nachsucht im Lande unter Thätigkeit und Entwickelung des Vereins. Die Wahl des ge- wiederhall, Stöpenickerstraße 191 bei Foge. Butunft I, Stegliz, Blut und Thränen des Volkes ausüben läßt!? Die Folgen sammten Vorstandes, die hierauf zur Erledigung stand, fiel ahornfir. 15a, Schelhofe's Gambrinus. Harmonie II, Weinstr. 11 bet Arbetter- Gefangverein davon werden nicht auf Crispi's Haupt allein fallen. folgender Weise aus: Obst 1., Kotlow 2. Vorsitzender; Feindt.- Bruderherz, Krautftr. 6, bei Rudolf. Wir hören von auswärts gekrönte Worte erschallen, die die Dummer 1., Bock 2. Kassirer; Schäfer 1., Harnisch 2. Schrift.orwärts III, Lichtenberg- Friedrichsfelde, Prinzen- Allee& bei starl Schulz. Lieder zweig, Waidmannsluft Berlinerstraße bet Berbe.& te des Naturgesete umkehren und Schmaroßergewächse als Stüßen der führer. Als Revisoren wurden die Kameraden Hinz, Kamann freiheit II, Strausberg, Wilhelmstraße,. Weber's Kaffeehaus. Bäume erklären. Hier im Lande haben wir ein Schlinggewäche und Zimmermann gewählt, zu Kontrolleuren Stolle und Glockenrein( gemischter Chor) Schönhauser allee 46 bei Söhne.- RosaIta, Rebuferstraße 5, bei A. Nemiz. Solidarität, Orantenftr. 109 Korruption heißt es und seine Seele ist Crispi das den Klewe. Sodann wird die Abrechnung vom 3. Quartal verlesen bet Greifer. Syrene, Schönhauser Allee 28 bet Stelle.-Arbeiter- GesangBaum, den es umgiebt, zur Erde gewaltsam nieder Die Einnahmen beliefen sich mit dem Bestand vom 2. Quartal verein wacht auf II, Woltersdorf bei Ertner, Restaurant Gillmann, zerrt, und wie Wilhelmshöhe".- Arbeiter- Gesangverein der Enterbten, Swinemünderes der edle Mazzini vorausgefagt hat, auf 1357,87 M., die Ausgabe betrug 230,59 M., mithin ein fraße 49. offnung II, Deutsch- Wilmersdorf, Günzelfir. 89. Zon= mit den Wurzeln aushebt und umstürzt. Nicht nach uns, sondern Bestand von 1127,28 M. Die Revisoren bestätigen die Richtig blüthe, Eisenbahnstr. 20 bet Stegemund. Besangverein Liberte, feit und Ordnung der Geschäftsbücher. Gleichzeitig wurde die Wrangelfir. 91 bet kind. mit uns die Sündfluth: Männerchor Sangestuft II, Basewalterstr. 3, Abrechnung vom Stiftungsfest verlesen, die einen Ueberschuß von bei Ad. Neumann. Sozialdemokratische Lese- und Diskutirklube. Mar Kayfer, 29,50 M. aufwies. Auf Antrag Obst wurde die Summe ein jeden Sonntag Vormittags 10% Uhr im Restaur. Schömann, Heimftr. 16.stimmig den Brauerei- Arbeitern überwiesen. Unter Vereins: Fund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. angelegenheiten erhielt der Genosse Habanz( Töpfer) das Wort( lle Buschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, find zu und erläuterte in fachlicher Weise den Stand der Fensterfrage. Tham befürwortete darauf den eingelaufenen Antrag, den Töpfern 300 M., desgleichen den ausgesperrten Brauerei Arbeitern 100 W. zu überweisen. Die Versammlung stimmte diesen Anträgen zu. Es tommt ein Tag der Vergeltung auf Erden! Noch find nicht Alle zu Bett, Die eine böse Nacht haben werden. Dersammlungen. " Bers richten an P. Gent, Adalbertstr. 95.) Sonntag: Theatergesellschaft Sto= melia" alle 14 Tage, Adalbertstraße 8 bei Sauermann.- Ver= gnügungsflub Oft end, Strautstr. 6 bet Rudolf von 5-6 hr. gnügungsverein elgoland 2, Sangeftr. 9 bei Styczemsty, alle 14 Tage 4-6 Uhr Nachm. Bergnügungsverein Seerofe, Strautftr. 6 bei Rudolf. Bergnügungsverein Iüdstern 2, Fennstr. 2 bei Wiesner.- Montag: Pfeifentlub Felsenfes Andreasstr. 26 bet Wilte. Sumoristischer Verein Bipifar bei Krösche, Fichteftr. 29.-Bergnügungsverein Felfene Kartenflub Der Fachverein der Holz- und Bretterträger beschäffe ft", Rigdorf, Hermannstraße Nr. 167 bei Fülleborn, 8% Uhr. Lustige Brüder", Krautftr. 48 bet Ratife, Abends 8 Uhr. Privattigte sich in seiner Versammlung am 21. Oktober mit der Erledigung einer Reihe geschäftlicher Angelegenheiten. Die Abrechnung vom 3. Quartal, die vom Kassirer verlesen wird, ergiebt eine Einnahme von 524,94 M., der eine Ausgabe von 119,55 M. gegenübersteht, bleibt mithin ein Bestand von 405,39 M. Hierauf wurden einige Ersatzwahlen für den Vorstand vollzogen und sodann einem kranken Mitgliede eine Unterstügung von 20 M. bewilligt. Linienftr. 142-143.- Bergnügungsverein Normannia II( früber Luftige Theaterverein Crescendo, Sonntags 5 Uhr bet Meißner( Effighaus). Jugend), Gizung Wachm. 4 Uhr Abalbertstraße 21 bet Roll. Nachher: Schaftspfllub Bibelitas. Herren und Damen als Mitglieder erwünscht. Brudertette, Sonntag, Abends 5 Uhr, Sigung, Manteuffelstr. 9 bet Nowac.- Bergnügungsverein Eintracht, Sonntag, Sigung um 5 Uhr, Bergnügungsverein Bruderherz, Sonntag, Raupachftr. 3, bei Palazc. Raupachitr. 6: Sigung und Fidelitas. Freie Bereinigung der Kaufleute. Jeben Montag gemüthliches Beifammenfein im Restaurant Julius Wernau, Rosenthalerstr. 67. Dafelbst Ausgabe der Bibliothekbücher und Annahme von Beiträgen. Briefkasten der Redaktion. wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( Swet Buchstaben oder eine Batt anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden foll. Stammtisch I. 100 pt. Zu unserem Versammlungsbericht der Berufs musiker in Nr. 247 des Vorwärts" geht uns von Herrn Krause folgende Berichtigung zu: Auf die in der Freien Vereinigung der Berufsmusiker aufgestellten Behauptungen erwidere ich: Die Mufit in Schneider's Salon, Belforterstraße, befindet fich feit zwei Jahren in meinen Händen und nicht in Händen eines Gerichtsvollziehers, der bei Festen, wo direkt Musiker von der Freien Vereinigung bestellt werden, nicht mitwirkt. Ich bin auch nicht, weil ich mich als vorgeschobene Person gebrauchen ließ, gestrichen, sondern weil ich 3 M. Strafe nicht zahlen wollte, die mir zudiktirt wurden, weil ich einen Trompeter bestellte, der der Freien Vereinigung nicht angehörte. Dies Vorkommniß spielte sich am Sonnabend vor vierzehn Tagen ab. Ein Gefangverein hatte die Hauskapelle Der Textilarbeiter- Verband( Filiale I) tagte am 22. Okt. bestellt, nachträglich auf die Platate aber Zivil- Berufsmusiker Nach einem recht beifällig aufgenommenen Referat des Genossen drucken laffen. Der Trompeter war zu diesem Geschäft bestellt, o hrIact beschäftigte sich die Versammlung mit der Regelung einen Geiger holte ich mir aus der Freien Vereinigung, der mich von Vereinsangelegenheiten. Wie das Vergnügungsfomitee be dann in der Versammlung denunzirte. Den Trompeter habe ich fannt geben tonnte, beträgt der Ueberschuß vom Stiftungsfest nehmen müssen, da derfelbe sich ein anderes Geschäft verschlagen 15,60 M. Sodann wird beschlossen, die ausgesperrten Weber hat und ich den Schaden zu tragen hatte. Es ist bedauerlich, von der Firma Feibisch bis zum 27. Oftober zu unterstützen. R. E. 79. Wenden Sie sich an das Technikum in Mitt daß die Kommission die Sache nicht erft untersucht hat, sondern In der weiteren Verhandlung werden noch einige interne An- weida oder an Herrn Ingenieur Göße, Berlin, Auguftftr. 30. gleich die Deffentlichkeit damit beschäftigt. gelegenheiten erledigt. A. W. 94. Sie haben ein Recht, die gefertigten PanDer Verein Freie Volksbühne hielt am 23. Oktober seine ordentliche Generalversammlung im Stonzerthaus Sanssouci ab. Vereinsversammlung einberufen, in der mehrere gewerkschaftliche Bantoffeln haben, dann den Lohn schuldig bleiben will und gar Die Zinkgießer und Stürzer hatten am 23. Oktober eine toffeln fo lange zurückzuhalten, bis Ihnen der Lohn für deren Anfertigung gezahlt wird. Den Schwindelkopf, der erst die Da der 1. Vorsitzende Dr. Mehring verreist ist, erstattet der Angelegenheiten erörtert wurden. Den Mitgliedern wird bekannt Pantoffeln haben, dann den Lohn schuldig bleiben will und gar Kassirer Türk den Verwaltungsbericht. Aus demselben ist hervorgegeben, daß der Kollege Jahn sich gegen die Interessen des droht, Sie der Staatsanwaltschaft zu denunziren, wenn Sie die zuheben, daß der Kontrakt mit dem Lessing- und Nationaltheater Vereins vergangen habe, infolgedessen fein Ausschluß vom Verein Pantoffeln ihm nicht ohne Lohn hingeben, fönnen Sie der in. einer für den Verein günstigen Weise erfolgte. Durch die beschlossen wurde. Von der Firma Vogel sind am Sonnabend Staatsanwaltschaft mit dem Antrag auf Bestrafung wegen verVerminderung der Mitgliederzahl der Abtheilungen von 1250 wegen Mangel an Arbeit 3 Kollegen entlassen. Es wird den suchter Erpressung namhaft machen. auf 1100 sei ein Theil der alten Mitglieder abgegangen, weil sie dort Arbeitenden empfohlen, beim Chef vorstellig zu werden, die der Gewerbe Ordnung nicht gezwungen werden. Die BeftimW. H. R. Zu Arbeiten am Sonntag tönnen Arbeiter nach nicht in ihren Abtheilungen bleiben konnten. Die Anwesenden Arbeitszeit zu verkürzen, damit die Kollegen wieder in Arbeit wurden ersucht, diese darauf aufmerksam zu machen, daß zur Zeit treten tönnen.- Die nächste Versammlung findet am 6. No- mungen über Sonntagsruhe finden Sie in der Gewerbe- Ordnung. in der VI. und VII. Abtheilung noch Mitglieder aufgenommen vember statt. Eine übersichtliche Zusammenstellung der diesbez. Bestimmungen werden, doch müsse der Eintritt bald geschehen, da in diesem tann wegen Raummangels erst nach dem Parteitage gelegentlich abermals gegeben werden. Ww. St. 30. Haberfeldtreiben" ist eine Art Volksjuftiz ( Sittengericht), welche trop ftrengen Verbotes im bayerischen Hochlande von Zeit zu Zeit ausgeübt wird und sich gegen mißliebige Personen richtet. Spieljahr eine weitere Vergrößerung des Vereins nicht erfolgt. Eine öffentliche Versammlung der Lederarbeiter tagte Bei der Festsetzung des Repertoirs im Lessingtheater tam Herr am 25. Oftober im Bittoria- Garten in der Badstraße. Auf der Direktor Dr. Blumenthal dem Verein bereitwilligst entgegen, er Tagesordnung stand ein Vortrag des Genoffen Schulz über gab als erste Borstellung" Emilia Galotti" von Leffing, das Thema:" Der Einfluß des Kapitalismus auf die Wohnungsals zweite würde im November die Stüßen der Gesell- verbältnisse". Die Ausführungen des Redners gipfelten in einer " Höchst beachtenswerth! Lieft man die vielversprechenden Ankündigungen schwindelhafter Ausverkaufs- Geschäfte der Garderoben- Branche, fo tönnte man wirklich glauben, daß die Waaren fast verschenkt werden. Demgegenüber muß sich wiederum jeder denkende Mensch sagen, daß wirklich gute und reelle Waaren noch immer Geld toften. Es ist eine bekannte und auch begründete Thatsache, daß diese Anzeigen der sogenannten Massen- Ausverkäufe ,, wegen Aufgabe des Geschäfts, Konkurs 2c." nur auf Täuschung des Publikums berechnet sind und sich in den meisten Fällen durchaus nicht mit den wahren Verhältnissen decken, vielmehr nur dazu dienen, unter irgend einer schwindelhaften Reklame die Käufer anzulocken! Wer auf wirklich reelle Bedienung Anspruch macht, besorge seinen Einkauf nur in bekannten reellen Geschäften, die Preise sind auch hier im eigenen Interesse so billig als möglich geftellt. Ich verpflichte mich jeden Artikel in besserer Ausführung und zu bedeutend billigeren Preisen zu liefern, als diese fogenannten Ausverkäufe. Grösstes Herren- und Knabengarderoben- Lager des Süd- Ostens. Für Bestellungen nach Maaß reichhaltigste Auswahl in- und ausländischer Stoffe. Karl Zobel, Köpuiderstraße Nr. 121, Ede Michaelfirchstraße. Möbel- Magazin Berlin NW., Bremerstr. 67. 1003L* Otto& Slotawa, Siglermeister. en Sarg- Magazin 2. Geschäft: Gotzkowskystr. 3.» 721L* und Beerdigungs- Comtoir. Wichtig für Damen!| G. Superczynski, fünftige Zähne, Juvalidenſite. 105, II. Gelegenheitsfauf Roh- Tabak 8971 Stigma Großes Lager in Filz- u. Sammet- Hüten, für Damen und Kinder v. 1 M. an. Straussfedern von 1 Mart an. Fantasiefedern u. Blumen v. 8 ẞf. an. Trauerhüte in groß. Auswahl. Hüte werden von 30 Pf. an garnirt R. M. Müller, Kottbuser Damm 97, 1 Tr. ( Rein Laden.) In ou Roh- fill Tabaken und Utensilien für Cigarren- Fabrikanten !! billigster Einkauf!! W. Hermann Müller Berlin Neue Friedrich- Strasse 9. Streng reelle Bedienung. Creditgewährung nach Uebereinkunft!! Ein Jeder mache den Versuch. MöbelKaufgelegenheit bietet sich Brautleuten 2c. im MöbelSpeicher, 8672* Rosenthaler Strasse 13, 1. Daselbst stehen täglich zum Verkauf: nene gediegene Möbel zu außergewöhn lich billigen Preisen, gebrauchte und verliehen gewesene Möbel zu wahrhaften Spottpreisen. Theilzahlung gestattet. Kleiderschränke 15, Küchenspinde, Kommoden 12, Sophas 15, Bettstellen mit Matraßen 18 Mart, Nußbaum- Kleiderschränke, Bertitows 30, Stühle 3, Muschelspinden 40, Trumeaux 65, Paneelsophas 75, Plüschgarnituren 60 Mart. Herren- Schreibtifche, Schreibsekretäre," Buffets, Rous liffentische, Spiegel, alles staunend billig. Gekaufte Möbel tönnen auf meinem Lagerspeicher bis April toftenfre lagern und werden durch eigene Gespanne transportirt und aufgestellt. 1000 Modell- Regenmäntel! von 6-18 m., elegante WinterJaquets 7-15 M., Modell- Jaquets 10-18 m., Wattirte Räder mit Belzbefab 8-20 M., elegante Golf- Capes 7-15 M. Ladenpreis das doppelte. Leipzigerstr. 91, I. Weltbekannte Hosen- Fabrik von 1,80 m. bis 10 m. nur Pallisadenstr.rothe 7. Elegante Winterpaletots u. Mäntel. Hercules Harmonikas nit Uhrfeder- Stahltönen und echtem Lederbals mit Stahledten sind die haltbarten und daher billigten der Welt. 2 Jahre Garantie. Preislisten gratis und franko. 178 für Brautleute: Im Möbelspeicher liefert zu soliden Preisen Neue Königstr, 59, vorn I., sollen über Max Flatauer, 100 Wirthschaftseinrichtungen, furze 498L Landsbergerstr. 72. Zeit verliehen gewesene u. neue Möbel Ganze spottbillig verkauft werden. Einrichtungen 100, 150, 200-1000 m. Theilzahlung gestattet. Beamten ohne. A. Müller's Harmonitafabrit, Hannover. Anzahlung. Kleiderspinden 15, Küchen Carl Mampe Berlin N Zo haben Nordauung ordered In allen Colonialwaacenbendlangen 福 Halb und Halb. Mampe mit Pomeranzen Feinste Champagner Flasche Likörmischung, Mark1,25 Carl Mampe Likörfabrik Berlin. N.28 Ausgiebigste Verwerthung alter Wollfachen 4615 Franseckistr. 27 2 Zr. r. spinden, Kommoden 12, Sophas 15 M., Bettstellen mit Sprungfeder- Matratzen 18, Nußbaum- Kleiderspinden 30, Stühle 3 Mart, hochfeine Muschelteiderspinden 40, Plüschgarnituren 60 Mart, HerrenDa Ladenmiethe erspare, jede Uhr zu schreibtische, Damenschreibtische 30, repariren und reinigen, Feder unter Cylinderbureaus, Schreibsekretäre 15 Garantie 1,25 M. Hirschfeld, Mark, Garderobenspinden, Paneel- Uhrmacher, Rosenthalerstr. 57, 2 Tr. fophas 75, Buffets, Trumeaus 65 M., Beutral- Bazar. Betten, Couliffentiſche, alles spott S. Neumann's billig. Auch einzelne Gegenstände werden zu Engrospreisen verkauft. Empfehle allen Herrschaften, mein größtes Möbellager Berlins zu besichtigen u. sich von den staunend billigen Preisen zu überzeugen. Gekaufte Möbel können bis Januar tostenfrei stehen bleiben und werden durch eigene Gespanne transportirt und aufgestellt. Milchlübel, Siebe, Rannen, Satten, Maße, Siebe, Tafelwaagen, Lampen, Kühlapparate, Buttermaschinen Butterkneter, Drehrollen. Jordan, R. Markusstr. 28. Baer Sohn Eröffnung der Winter- Saison. Double- Paletots. Eskimo- Paletots. Ratiné- Paletots. Montagnac- Paletots. Frisé- Paletots. Kaiser- Mäntel. Hohenzoll.- Mäntel. Stanley- Mäntel. Loden- Joppen. Winter- Joppen. Schlafröcke. Tadellose Maass- Anfertigung unter Leitung eigener erster Meister. Geschäfts- Häuser Baer Sohn BERLIN. 24a. Chauffeestraße 24a. am Friedrich- Wilhelmstädtisch. Theater. 11. Bridenstraße 11. Ecke Rungestraße. 16. Gr. Frankfurterstraße 16. Gegenüber dem National- Theater. Herren- u. KnabenBekleidung Gegründet 1891 Werktags- Anzüge. Festtags- Anzüge. Cheviot- Anzüge. Gehrock- Anzüge. Tuch- Anzüge. Knaben- Mäntel. Jünglings- Mäntel. Knaben- Anzüge. Werktags- Hosen. Festtags- Hosen. Leder- Hosen. Tadellose Maass- Anfertigung unter Leitung eigener erster Mei ter. Billighter Verkauf zu streng festen, in Zahlen gezeichneten Preisen. HERREN- U. KNABEN Bekleidung. 1. Geschäft: Andreasstr. 62. 2. Geschäft Frankfurterstr. 90, Ecke Markusstraße. 8152* Durch Gelegenheitskäufe und Massenabschlüsse große Posten in Haus- und Küchengeräthen, Emaille, Porzellan, Stengut, Holzwaaren, Besenwaaren, Waschständer, Gardinenstangen 50 Pfg. Rosetten von 8 Pf. an 2c. 2c. wie be fannt zu den billigsten Preisen. Kinderwagen- Bazar Max Brinner, Berlin, Jerufalemerftr.42 u. Brunnenftr. 6. Großart. Auswahl, billige Preise. Viele Anerkennung. Theilzahlung. Rohtabak. Grösste Auswahl. Billigste Preise. Formen, Bockfaçon, wieder vorräthig. Heinrich Franck, Brunnentr. 185, MöbelGelegenheitskauf zu außergewöhnlich billigen Preisen. Für Brautleute ganze Einrichtungen von 200-1000 m. Theilzahlung ge ftattet. Elegante Nußbaum- u. Mahas goni- Kleiderspinden u. Bertikows 80 M., einfache 20 M.; Sophas, Bettstellen mit Matraße 20 M.; Waschtoiletten, Küchenspinden, Kommoden 12 M.; Stühle 8 M.; Sophatische 6 M.; Säulen- Trumeaur 65 M.; Plüschgarnitur 60 u. 100 M.; Paneelfophas 80 M.; Buffets, Silber schränke, Herren- Schreibtische, Schreibfefretäre, Bylinder- Bureaux, Spiegel ( wenig gebrauchte) zu halben Preisen und sollte es Niemand versäumen, wer gut und reell kaufen will, mein großes Lager zu besichtigen. Getaufte Möbel werden bis Januar tostenfrei aufbe wahrt, transportirt und aufgestellt. Schützenstr. 2, Möbelfabrik. 37 37 Als anerkannt reelle und billigste Einkaufs Quelle des Süd- Ostens für B Gold-, Silber-, Alfénidewaaren( Eg.Fabr.) goldene u. silberne Uhren empfiehlt sich H. Gottschalk, Goldarbeiter und Uhrmacher, 37 Admiral- Straße 37 Pianino tauft Kube, Adalbertstr. 66. Herren- u. Knaben- Garderobe, Arbeitssachen, Bestellungen nach Maaß, Elegante empfiehlt wie bekannt in reellster Ausführung und allerbilligsten Preisen Anzüge. J. BAER, Berlin N., Gesundbrunnen, Badstrasse 18, Ecke der Stettinerstraße. Ich habe keine Filialen und sehe mit ähnlich lautenden Firmen in keinerlei Beziehung. Bitte daher genau auf Firma zu achten. ( 1997) 1512 489 Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Zwei öffentliche Versammlungen. Köpenicker Viertel: Dienstag, den 30. Oktober, Abends 9 Uhr, im Lokale des Herrn Ullrich, Waldemarstraße 75. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Stadtv. Genoffen Bernhard Bruhns über: Leben und Treiben der Landbevölkerung". 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Osten: Am Dienstag, den 30. Oktober, Abends 9 Uhr, im Elysium, Landsberger Allee 38-39. Tages Ordnung: Nen! Neu! „ Des Proletariers Leben."( Von der Wiege bis zum Grabe.) Lied von R. Heise. Musik v. Carl Frick. Wird von mir überall mit folossalem Beifall vorgetragen! Preis mit Klavierbegl. 50 Big. Richard Heise, VolksHumorist, Berlin N., jest: Schulzendorferstraße 16. Bum Vortragen meiner Rouplets 2c. bin ich noch frei. Roh- Tabak in allen Sorten und Preislagen. Sumatra, gut deckend und weißer Brand, 130 Pfg. per Pfund. Formen stehen zum Verkauf Geöffnet von früh 1. Bortrag über:" Der Klaffenkampf". Referent Genoffe Jul. Türk. 7 bis 10 Uhr Abds. Demminerstr. 11. 2. Diskussion. 8. Verschiedenes. 279/17 Der Vorstand. Ethische Gesellschaft. Versammlung Sonntag, den 28. Oktober 1894, Abends 6½ Uhr, im ,, Kolberger Salon", Kolbergerstraße 23. Vortrag des Herrn Fritz Hansen über: Recht und Moral". Nachdem geselliges Beisammensein und Tanz. Gäste, Damen und Herren, haben Zutritt. 114/2 Sozialdemokratischer Agitationsklub für den Diten Berlins. Sonntag, den 28. Oktober, Abends 6½ Uhr, im Lokale des Herrn Albrecht, Memelerstraße Nr. 67: Große öffentliche Versammlung für Frauen u. Männer. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Joel über: Die Entwickelung der Naturwissenschaften und die heutige Gesellschaft. 2. Diskussion. Entree 10 Pf. Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. 160/11 Deutscher Holzarbeiter- Verband Zahlstelle Berlin. Mittwoch, den 31. Oktober, Abends 8½ Uhr, Möbel, Handlung Rosenthalergebraucht, tauft Möbel@trabe 12. Unstreitig beste u. billigste Bezugsquelle Acht Silbero Herrenremontoiruhr. 2 Jahre Garantie, kein Risiko, da Umtausch gern gestatt. Geg. Nachn. M110.50. Verl.gfl. Preisliste. Nickelrem v.5, Regulateur 6, Louis Lehrfeld, Pforzheim.. Achtung! Zahnersatz, auch Theilzahl., wöchentl. 1 M., Guckel, Laufiger Pl. 2, Elsasserstraße 12. Emil Palm, C, Landsbergerstr. 58, Hof. Alle elektr. Artikel,& grosLager in Elementen, Glocken, Draht, Kontakten zc. Gummiplatten, Schläuche und Luftdruck. 672b He Billigste Preise. R Muster- Offerten franko. Zweite Zweite Auflage! In meinem Berlage erschien und ist durch alle Parteibuchhandlungen, sowie durch die Colporteure zu beziehen: 939L* Der Arbeitsvertrag. 32 Seiten Groß- Oktav. Preis 20 Pf., Porto 3 Pf. Die Broschüre behandelt an der Hand der Gewerbe Ordnung, des Gewerbegerichts- Gesezes, sonstiger Reichsgesetze und Urtheile ver schiedener Gewerbegerichte die einschläglichen Bestimmungen in bezug auf den Arbeitsvertrag und bildet so gleichsam einen Leitfaden für den Arbeiter. Sie ist von der Presse in wohlwollendster Weise besprochen worden. Der Vorwärts" schrieb: Es ist das bislang beste Werkchen seiner Art und ist zur Anschaffung zu empfehlen. Roulleau. Drama in einem Att von Hugo Müller. Preis 30 Pf. 5 Exemplare( nöthige Rollen) 1,40 m. Das Stück ist im Sinne der modernen Weltanschauung gehalten, behandelt in feiner und tiefernster Weise die freie Liebe und den Kampf des Demagogenthums gegen den geistigen Fortschritt. Friede auf Erden. Soziales Bild in 2 Aufzügen von R. Sipinsti Preis 40 Pf. 7 Exemplare( nöthige Rollen) 2,50 M. Das Stück ist nur noch in wenigen Exemplaren vorhanden. Es behandelt die Ausweisung eines Familienvaters aus Frant furt a. M. zur Zeit des Sozialistengesetes am Weihnachtsabend 1886. In der Weihnachtszeit 1893 hat es in verschiedenen Städten Deutschlands und Desterreichs weit über hundert Aufführungen erlebt. Bei Bezug sämmtlicher angegebenen Rolleneremplare ist die Bühnenaufführung für Arbeiterorganisationen frei. SOOLRich. Lipinski, eipzig, Poststraße 6. KLEIE, SCHWEFEL, Bad Frankfurt Ritter- Bad Gr. Frankfurterstr. 136. Ritterstr. 18. FICHTENNADEL- Bäder- Lieferant. sämmtl. Krankenk. v. Berlin u. Umg BÄDER. Specialität: Kastendampfbäder mit Massage. Gegen Kur- Bade- Anstalt und Massage von H. Mania, Brunnenstr. 16. Dampf- und Heißluft- Kastenbäder, Wannen- und medizinische Bäder. Fuß-, Arm- und einzelne Glieder- Bäder in den„ Armin Hallen", Kommandantenstraße Str. 20: Arb.- Radfahrer- Verein.e den ganzen Körper zu ſtrapaziren. Lieferant und Masseur sämmtlicher = General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 3. Quartal. 2. Bericht der Ortsverwaltung, der Beisitzer, der Werkstatt- Kontrollkommission und des Arbeitsvermittlers. 3. Wahl des Arbeitsvermittlers. 4. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes.-Mitgliedsbuch ist vorzuzeigen. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Sonntag, den 28. Oktober, Vormittags 10% Uhr, bei Nieft, Weberstraße Nr. 17: Bezirks- Versammlung für den Osten. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Hoffmann über: Bassermannsche Gestalten". 2. Diskussion. 3. Werkstattangelegenheiten und Verschiedenes. Sonntag, den 28. Oktober 1894, Vormittags 10 Uhr, bei Schöning, Stallschreiberstr. 29: Zusammenkunft der Parquettbodenleger. 142/17 Lages Ordnung: Besprechung über Lohn- und Arbeitsverhältnisse. Um zahlreichen Besuch aller Versammlungen ersucht Achtung! Die Ortsverwaltung. Achtung! Musikinstrumenten- Arbeiter. Montag, den 29. Oktober 1894, Abends 8 Uhr, in Sanssouci, Kottbuserstraße. 4a: Große öffentliche Versammlung. Tagesordnung: Wie stellen sich die Kollegen zu dem bevorstehenden Lohnkampf? Der Wichtigkeit der Tagesordnung halber ist es Ehrensache, daß alle Heute: Vormittagstour nach Schönwalde. Treffpunkt: Roppenplay, 7 Uhr. Genoff., die sich anschließen woll., willt. Korallen, Gold- und Silberwaaren. Annahme von Reparaturen. BELMONTE Goldwaaren & COMP Industrie Konig- Str. 22 Hef recals part Verkauf zu Fabrik Alt.Gold.Silber wird zu Curspreisen gekauft u.in Zahlung genommen. Rohtabak. Große Auswahl, billigste Preise. 2641b] E. Nauen, Zionskirchstr. 35. Stallschreiberstr. 43 I. Alles billigst. 3126* Eingaben, Rechtsbureau Unfallsachen, Putzger, Steglizerſtr. 65 Kollegen am Plaze find. Die Frontenpuser außer dem Hause find besonders Zahn Klinit. Breife event. Thei eingeladen. 197/19 zahlung. 78/2 Drts- Krankenkassen und freien Hilfskassen. Dienstag und Freitag von 1 Uhr ab nur für Damen. Die Filiale nur für Massage ist Thurmstraße 46, 4 bis 51/2 Uhr. Theile hierdurch Freunden und Bekannten mit, daß ich das Weiß- u. Bairisch- Bierlokal Don Fritz Zubeil Naunyn- Strasse 86 in Vertretung übernommen habe. Reinhold Streit, Tischler. 956L Louisenstädtisches Klubhaus 16. Annenstrasse 16. Inhaber: Bernhard Schneider( früher Louis Ehrenberg) empfiehlt allen Freunden und Bekannten seinen Saal für gelidkeiten, Vereine und öffentliche Versammlungen, ca. 250 Personen fassend, sowie mehrere Vereinszimmer. Jeden Sonntag und Donnerstag öffentlicher Tanz. Kalte und warme Speisen zu jeder Tageszeit; Franz. Billard. Ausschank der Schloßbrauerei Fürstenwalde. 990L* ff. Grätzer- und Weissbier. Verkehrslokal und Arbeitsnachweis mehrerer Gewerkschaften. Birka 50 politische und Fachzeitungen liegen aus.- Telephon- Amt IV No. 1116. Märkischer Hof, admiral- Straße Nr. 18e. Inhaber: Wilhelm Möhring. Jeden Sonntag im prachtvollen Spiegelsaal: Anfang 4 Uhr. Ende 2 Uhr. Großer Feft- Ball. Die Ballmusik wird von einer großen Kapelle abwechselnd mit Horn- und Kein Ringbier. Streichmusik ausgeführt. Kein Ringbier. Die Restaurationsräume stehen Sonntags den geehrten Familien zur Die Werkstatt- Kontrollkommission. Olga Jacobson, Invalidenftr. 145. Verfügung. Die beiden Säle sind zu allen Fentlichkeiten und Versammlungen zu vergeben. Zwei Regelbahnen. Mehrere Vereinszimmer noch frei. Achtung! Grünau. Achtung! Somöopath. Dr. Höſch, Linien su vergeben. Zwei Arzt ftraße take 140, 8-16, Bi 7, Sonntags 8-10 Uhr. 74L* Verkehrslokal des Arbeiter- Bildungsvereins bei Gustav 10052 Roh- Tabak Lindenhayn, Friedrichstr. 2, früher 3a. Emil Tiersch, Brunnenstr. 18, econ alle Sorten, billigste Preise. Uhrmacher, Max Jacoby, 124 Brunnenstr. 13, Greifenbagen) Strelizerstraße Nr.52. Grosses Lager aller Arten Uhren, Goldwaaren und Ketten soliden Preisen. Reparaturen unter Garantie! Von 5 M. an Feith's Electra. 5450L* Beste Blitzlampe der Neuzeit. Weisses, ruhiges, grosses Licht. Petroleum- Verbrauch per Stunde 1 Pfg.; höchst elegant, ganz in Nickel; bedarf keiner Reparatur. Explosion ausgeschlossen. Preis pr. Stück complet als Tischlampe mit Glas- Email- Schirm nur Mk. 6.50 sammt Kiste. Als complete Hängelampe mit Kettenzug, verziertem Gehänge, GlasEmail- Kuppelschirm nur Mk. 10.- sammt Kiste. Electra- BlitzBrenner, auf jede Lampe passend, schönes, ruhiges, grosses weisses Licht. Petroleum- Verbrauch 1 Pfg. per Stunde; Preis per Stück sammt Docht und Cylinder nur Mk. 3.-, 3 St. Mik. 8.6 St. Mk. 15.-. Patent- Lichtverstärker, für jede Lampe passend, bewirkt doppelte Leuchtkraft, somit grosses Licht bei kleiner Flamme, pr. St. Mk. 2.50, 3 St. Mk. 7.-, 6 Stück Mk. 13.--. Versand gegen vorherige Geldeinsendung oder Nachnahme durch: Feith's Neuheiten- Vertrieb, Dresden- A., Pirnaische Str. 34. Filiale: Berlin C., Stralauer Str. 41. 8 Mark. Billighter Detailverkauf für deutsche u. engl. riferne Bettstellen u. Matrahen, Fabrit mit Dampfbetrieb. E. Sass. Detailvertauf nur Köpenickerstr. 127. of pt. Illuftr. Preiskourant gratis und franko. Sonntags geöffnet. Johannisthal. Empfehle meine Räumlichkeiten nebst großem Tanzsaal Vereinen und A. Henneberg. Gesellschaften an Versammlungen und Veranstaltung von Feſtlichkeiten. 864L* Für Haushaltungen Gesellschaftshaus empfehle is 35.Swinemünderstr.35, empfiehli Säle zu Versammlungen, Fest Weissbier Deigmüller's Saal, te Jakob- zum Selbstabziehen, in kleinen Gebinden Braße 48a. Sonntag, 28. Ottb.: Grosser Ball. Sonnabend, 8. Dezemb. i. gratis zu verg. Schulze's Restaurant Urbanftr. 48. Empfiehlt fein gr. Vereinszimmer, von 10 Ltr. an, frei ins Haus. Fernsprecher Amt Schöneberg Nr. 92. A. Seidler, Schöneberg, Sedanstr. 73-75 u. 82, lichkeiten bei 250 Personen mit Musik in Wochentagen außer Sonnabend gratis. Berliner Weißbier- Brauerei. Schmiedel's Festfäle Jeden Sonnabend großes GänseAusspielen a. d. Billard. Auch steht 2 Kegelbahnen, jed. Sonnab. u. Sonnt. ein Vereinszimmer mit Piano, 25 bis Musit, tom. Gesangsvorträge, Gänse 30 Personen, zur Verfügung. u. Schweine- Auskegeln. 6675 Kurfürsten- Hallen. 5886* R. Jhloff, Chamissoplaz 4. Vereinszimmer iz 80 Bersonen) Alte Jakobstr. 32. Empfehle meine hocheleganten Säle ( elekt. Bel.) auch mit Bühne zur Abhalt. von Vereins- u. Privatfestlichkeiten. 7052* Ww. E. Schmiedel. C. Bolzmann's Empfehle mein Reſtaurant, Saal, noch einige Tage frei 2 Kegelbahnen Gesellschafts2 Vereinszim., Kegelbahn noch einige G. Leichnitz, Rönigsbergeritr. 28. Zage frei. 6686 Heinr. Sass, Kurfürstenstr. 31. Empfehle allen Freunden und Genossen des Südostens meinen reichh. Frühstück, Mittags u. Abendtisch zu kleinen Preisen. Münchener Brauhaus hier. Flaschenbiere, gut gelagert, liefert ausschließlich laut Bestätigung Der Direktion. Plessner, Lothringerstr. 9, Verkaufe wegen Uebernahme eines Säle, Lichtenbergerstr. 16. Säle und Vereinszimmer von 20 bis 500 Personen. 820L Schmargendorf Sanssouci. Franz Gittler, ariannen- Gasthofes mein Schankgeschäft billig. Tang frei, ohne weitere Nachzahlung. 597b straße 48. 585b* Verantwortlicher Redakteur: 3. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW., Beuthstraße 2. Wilh. Weiss. 3. Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 252. Sonntag, den 28. Oktober 1894. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt Trinkt kein kein boykottirtes Boykottirt find die folgenden, dem Ring angehörenden Brauereien: Aktien- Brauerei- Gesellschaft Moabit, Berlin. Aftien Gesellschaft Schloßbrauerei Schöneberg, Schöneberg. Bergschloß- Brauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Berliner Bockbrauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Berliner Kronen- Brauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Berliner Unions- Brauerei, Berlin. Böhmisches Brauhaus, Kommandit- Gesellschaft auf Attien, A. Knoblauch, Berlin. Brauerei Oswald Berliner, Berlin. Brauerei Julius Bözow, Berlin. Brauerei Borussia, Aftien- Gesellschaft, Niederschönweide bei Johannisthal. Brauerei Gambrinus, Aktien- Gesellschaft, Charlottenburg. Brauerei Carl Gregory, Berlin. Brauerei F. Happoldt, Berlin. " 11. Jahrg. Bier! Gewerkschaftliches. geeignet, das gute Einvernehmen zwischen Arbeiter und Arbeit.| Nachtwachtbeamten zu übernehmen, da ein diesbezüglicher Antrag geber zu fördern. des Oberbürgermeisters Bender im Herrenhause zur Zeit abgelehnt Rammer V. Vorsitzender: Assessor Dr. Bu 13. Sigung vom worden sei. Die Kosten trägt der unterliegende Theil. 25. Oktober. Die Arbeitslosigkeit zu beseitigen ist eine Kleinigkeit, Aftien- Brauerei Friedrichshain, Berlin. Gegen die Firma Ludwig Löwe und Komp. wenigstens nach der Meinung des Landwirthschaftlichen Zentral Attien- Brauerei- Gesellschaft Friedrichshöhe, vorm. Pazen- flagt der Mechanifer M. auf Lohnentschädigung für 12 Tage. vereins für die Provinz Sachsen"," der ein ganz probates Mittel Der Kläger hatte am 11. Oktober eine Postkarte folgenden In: entdeckt haben will. Das Mittel besteht darin, daß die Städte hofer, Berlin. halts vom Wertmeister Kailling der Beklagten erhalten:" Im die überschüssigen Arbeitskräfte auf das Land ableiten sollen, und sich im Lehrenbau sicher fühlen, tönnen Sie jetzt jeder Zeit und Rübenernte abzuhelfen. Dadurch würden also die GrundFalle Sie noch feine Ihnen genügende Stellung gefunden haben um dort dem Arbeitermangel bei der gegenwärtigen Kartoffel anfangen." Kläger hielt sich dadurch für engagirt. Als er das vermeintliche Engagement am 12. Oftober antreten wollte, wurde besitzer Arbeitskräfte bekommen und andererseits die Städte entlaftet werden. Der Plan ist ja ganz gut und schön, es handelt er jedoch infolge des Gutachtens des Vertrauensarztes der Betlagten nicht beschäftigt. Derselbe erklärte ihn dem Vertreter der sich nur noch um die Arbeitslosen selbst. Diese wollen bekannt. Firma gegenüber für unfähig, die ihm zugedachte Stellung in lich in der Regel nicht hinaus aufs Land, um die 80 Pf. oder einer Maschinen- und Gewehrfabrit auszufüllen. Diese Arbeits- M. einzuheimfen. Wie wäre es, wenn den armen Agrariern unfähigkeit soll nach Meinung des Arztes im Gesundheitszustand dadurch geholfen würde, daß man die Widerspenstigen nicht ab. des Klägers begründet sein. Der Vertreter der Beklagten hält Bentralverein wird in gewohnter Bescheidenheit nur nicht an leitet", sondern vielmehr nach dem Lande ab schiebt? Der die Karte des Wertmeisters R. an sich nicht für die Firma Dieses Auskunftsmittel gedacht haben und so bringen wir hier Löwe und Komp. verbindlich; die Firma wolle jedoch, erklärt er, diesen Beitrag zur Lösung der sozialen Frage" zur Kenntniß. die Konsequenzen der Handlung Kailling's tragen. Indem er sich auf das Gutachten des genannten Arztes stützt, wendet der Herr die angebliche Arbeitsunfähigkeit des Klägers gegen dessen Klage ein. Der Kläger bestreitet, arbeitsunfähig überhaupt und speziell ,, Glück Auf" zum ersten nationalen Bergarbeiter bezüglich des Lehrenbaues gewesen zu sein. Wenn er thatsächlich zwölf Tage nach der ärztlichen Untersuchung bei Löwe u. Komp. Kongreß. Rameraden! Ihr habt es bisher am eigenen Leibe frant geworden sei, so erkläre sich das einfach daraus, daß er an gefühlt, wie unsäglich traurig die wirthschaftlichen Verhältnisse jedem dieser Tage mit einer Schrippe und einer Tasse Kaffee im für Euch find. Diese traurigen Erwerbs und Lebensverhältnisse Leibe von Morgens bis Abends nach Arbeit herumgelaufen sei. zwingen uns, Stellung zu nehmen zu den verschiedenen Fragen, Derartige Strapazen und Entbehrungen halte der Stärkste nicht welche für die Bergleute innerhalb des Deutschen Reiches in Einigkeit macht start!" Von diesem Grund. aus. Uebrigens habe ihn die Karte des Werkmeisters K. aus Betracht kommen. einer Stellung, wenn auch einer schlechten, herausgerissen. Die faze ausgehend, hat der internationale Rongreß, welcher in diesem Beklagte wurde zur Zahlung von 7,20 m. für 2 Tage verur- Jahre in Berlin stattfand, diejenigen Forderungen, welche für Schultheiß' Brauerei, Aktien Gesellschaft, Berlin, Abth. I theilt. Weshalb? Das mögen die Götter wissen. Herr die Bergleute in nächster Beit in Betracht kommen sollen, feftAssessor Buls publizirt immer noch nicht gestellt; es bedarf jedoch der genaueren Abgrenzung und An öffentlich die Begründungen der Urtheile passung für die einzelnen Länder. Die Kameraden von Franks reich, England und Belgien haben diese Abgrenzung schon längst seiner Rammer. Nach unserer Meinung hätte die Verurtheilung zur Zahlung vorgenommen. Parteihader und religiöse Bwiftigkeiten waren Spandauerberg- Brauerei, vorm. C. Bechmann, Westend bei der vollen Klagesumme erfolgen müssen, nachdem es die Beklagte bisher die Ursachen, daß die deutsche Bergarbeiterschaft noch nicht Charlottenburg. übernommen hatte, ihres Wertmeisters Handlungen zu vertreten. dazu gekommen ist, sich betreffs ihrer Forderungen, fowie über Aus dem äußerst einfachen Grunde, weil der Inhalt jener frag- die Mittel und Wege, wie dieselben erlangt werden können, zu lichen Postkarte ein ganz bestimmtes Engagement in sich schloß; einigen. Kameraden! Vereinzelt ist der Bergmann nichts; ver die Gepflogenheiten der Beklagten bei sonstigen Engagements einigt alles. In der Einigkeit bildet er eine Macht, an der alle fomme in diesem Falle nicht in Betracht. Und eine Arbeits- Angriffe zerschellen. Seht hin nach England, wo starte Or unfähigkeit im Sinne der Entlassungsgründe der Gewerbe- ganisationen das Feld behaupten, ob Obiges nicht Schlag auf Ordnung lag ganz augenscheinlich nicht vor. Der Schlag zutrifft. Im Großen und Ganzen sind die Wünsche und Kläger fühlte sich nicht so tränklich, daß er nicht die verhältniß- Forderungen der deutschen Bergleute fast überall dieselben. Das mäßig leichte Arbeit der Herstellung von Lehren hätte leisten Vorwärtsstreben zur Verbesserung unserer Lage wird unsere Arbeit. Brauerei Königstadt, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Brauerei Pfefferberg, vorm. Schneider u. Hillig, Berlin. Brauerei A. Werm, Berlin. Bürgerliche Brauerei, Berlin. Bürgerliches Brauhaus, Otto Müller, Berlin. C. Habel's Brauerei, Berlin. Gebrüder Josty, Berlin. Norddeutsche Brauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Schönhauser Allee. desgl. Abth. II Tivoli. Brauerei Schweizergarten, Berlin. Vereinsbrauerei Rirdorf. Versuchs- und Lehrbrauerei, Berlin. Bittoria- Brauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Germania- Brauerei, David u. Martin, Berlin. Brauerei Stralau, Gerichts- Beitung. Gewerbegericht. tönnen. Soziale Ueberlicht. V " geber stets empören. Mit allen Mitteln versuchen sie die Einigkeit zu hintertreiben. Alles dieses muß uns aber stets von neuem ans feuern und unseren Muth erhöhen. Nachdem nun ein zielbewußtes Vorgehen der Bergleute aller Länder auf den bisher ftattgehabten internationalen Kongressen angestrebt worden ist, ist es auch Pflicht aller denkenden Bergleute, die nationalen Ver einigungen immer stärker und stärker zu gestalten. In Anbetracht alles dieses hat das in öffentlichen Versammlungen gewählte Komitee einen nationalen Bergarbeiter- Kongreß in Effen a. d. Ruhr anberaumt, wozu drei Tage in Aussicht genommen sind. Dieser Kongreß wird am 26. Dezember d. J.( zweiten WeihnachtsEine bemerkenswerthe Entscheidung fälte türzlich die Kammer VII unter dem Vorsiz des Assessors von Die Breslauer ehemaligen Nachtwachtbeamten, welche Wizleben. Herr Froböse, der Vertreter des Komtoirs der ver- von dem Magistrat nach einer vorhergegangenen 14 tägigen Rüneinigten Spediteure, hatte drei Arbeiter engagirt, ohne dabei von digung entlassen worden waren mit dem Bedeuten, daß sie nun Kündigung etwas zu sagen. Nach vier Tagen rief er sie zu- nichts mehr zu beanspruchen hätten, haben gegen die Stadt mit fammen und erklärte ihnen in Gegenwart eines Beugen, sie Erfolg Klage geführt. Die Stadtgemeinde ist verurtheilt worden, fönnten jeden Tag entlassen werden, sowie auch selbst gehen". nach dem Klageantrage anzuerkennen, daß die Beamten auf Die Angeredeten erwiderten nichts. Am anderen Tage wurden Lebenszeit den vollen Gehalt, und zwar die jüngeren monatlich tag), punkt 11 Uhr Morgens, im Saale der we. Kraz( Steeler fie entlassen. Der Gerichtshof hielt ihre Lohnentschädigungsklage,( 50 M. und die älteren 53 M. beziehen müssen. Es wurde dar- thor) eröffnet. die fie daraufhin beim Gewerbegericht angestrengt hatten, für gelegt, daß sie nicht zu mechanischen oder vorübergehenden Dienstbegründet; er verurtheilte das beklagte Romtoir zur Zahlung leistungen angestellt waren, demnach als Gemeindebeamte galten von je 42 M. an die drei Kläger. Der Vorfizende führte aus, es sei un billig, jemanden bei seinem Engagement in dem Glauben zu laffen, daß ihm die Kündigungsfrist zustehe, und dann nach vier Tagen die Kündigung auszuschließen, um am nächsten Tage mit der Entlassung zu tommen. Das sei nicht Sonntagsplauderet. und auf Lebenszeit anzustellen waren. Aus diesem Grunde sei auch die Kündigung, wie sie seitens des Magistrats ins Feld geführt worden, vollständig hinfällig. Bezüglich des Streites zwischen Stadtgemeinde und Fistus wurde entschieden, daß der Staat nicht verpflichtet sei, die Kosten für die Versorgung der Die kurze Lebensdauer der Bergleute ist eine bekannte That fache, die sich durch amtliche Statistiken nachweisen läßt. Die Gründe sind: einerseits die vielen Unfälle, andererseits ist es die lange Arbeitszeit in ungesunder Luft, sodann die traurige Er nährung. Hieraus ergiebt sich auch die Tagesordnung des Ron greffes, welche wie folgt festgesetzt ist: 1. a) Achtstündige Schicht für alle Arbeiter unter und über man sich, wenn auch mit dem vielzitirten Muth der Kaltblütigfeit ent- geben kann und doch verwundert man gegensteht, Wärme und Vertrauen entgegenbringen? Wer in einer Parteigenossenschaft, die heute Ropf und Gemüth Das ist eine Erregung! Wie ein Fieber hat es die stützt sich gern auf schwankende Gesellen, wer läßt sich von Millionen bewegt, auch Irrungen und Wirrungen politischen Sterndeuter erfaßt. Sie wandeln wie im Taumel von tapferen Helden anfeuern, die in ihrem Kalender Einzelner vorkommt, wenn in Fragen taktischen Vorgehens einher und zerbrechen sich, schwerer Sorgen voll, die Köpfe, jeden Tag roth anzustreichen pflegen, an dem fie gerade verschiedenartig abgestufte Anschauungen zu Worte ge Ob Cafimir langen. Darum ist ja die offene Aussprache während der welches Geheimniß der morgige Tag enthüllen soll. Der von Prügeln verschont geblieben sind? Mann ist gegangen, dem das Wort vom Muthe der Kalt- Perier, der Stolz der französischen Bourgeoisie, ob Crispi, Parteitage so willkommen und werthvoll. Frrungen können blütigkeit in den Mund gelegt worden war. Ihn selber der Gewaltthätige, den die Verzweiflung zu tolldreisten geklärt und Mißstimmungen, die im Geheimen fortwuchern hat die Kaltblütigkeit zum Schluß verlassen. Der Soldat Streichen treibt, nun auch in Deutschland einen Dritten im und sich ausbreiten würden, können durch freimüthige Aus Caprivi war im Diplomaten- Handwerk, wie es eine hösische Bunde finden werden: Zur Kopf- und Rathlosigkeit, wie einandersegungen, mag hüben und drüben auch manch' Welt großzieht, nicht aufgewachsen. Sein geistiger Ge- fie gestern unsere Bürgerschaft ergriffen hat, wird das kräftig Wörtlein fallen, leicht zerstreut werden. Daß der Wille, die Zuversicht nicht erschlafft, den Geift des Soziasichtskreis war gewiß nicht allzuweit gespannt. Stramm Proletariat nun und nimmer gedrängt werden. man an seiner militaristisch war er erzogen und im Sozialismus Kaum ist die Thatsache von Caprivi's Entlassung be- lismus aufrecht zu erhalten, daß witterte auch er den grimmen Geguer der bestehenden kannt geworden und schon schlug man Kapital aus den Werbekraft nicht zweifelt, daß man ihn weiterzuführen entOrdnung; und es galt auch ihm als Verbrechen, an deren Verhandlungen des diesjährigen Parteitages der deutschen schloffen ist, daß man Kreise zu erobern denkt, die heute Stelle eine neue Gesellschaft sehen zu wollen, allein sein Sozialdemokratie. Bu feige und zu schwächlich, um noch stumpf sich vom würgenden Kapitalismus erdrücken Rechtsgefühl bewahrte ihn davor, mit tückischen Gewaltsam- reaktionäre Willkürlaunen selber mit entschlossenem Be- lassen, darauf kommt es an; und hierin hat der Frankfurter teiten, zu denen man ihn drängen wollte, gegen seine gehren entgegenzutreten, bricht man in großes heuch- Parteitag kein ängstliches Schwanken, keine Zweifelsuchthund Gegner vorzugehen. Es haben ihn die Liberalen darum lerisches Jammern aus und dem kommenden Regierungsmann keinerlei Muthlosigkeit bewiesen. Wer ein anderes Urtheil gepriesen, als wäre er, der doch wohl auch ein wenig im und Kanzler hält man sich als getreuer Eckard des fällt, der thut es nur, weil er gerne erfüllt sähe, was er Kampf gegen die Umsturzgefahren" mit sich handeln Reiches, als Warner und Mahner empfohlen. Ihr hoch- insgeheim wünscht. So vermögenden Herren, ruft man aus, bedenkt und erwägt es ließ, geradezu ein Freiheitsheld gewesen. So zehren jene Organe, die das Märchen von der zagt war man durch die rauhe Willtürperiode, die zu Gnaden, wie hübsch sich ein innerer Zwiespalt in den Bildungs- und Kulturfeindlichkeit der Sozialdemokratie mit breitem Behagen vorangegangen war, daß vor Reihen der Sozialdemokratie zwischen Nord und Süd vor- immer aufs neue auftischen, man schmeichelnd den Debatten, Caprivi in in denen zu Frankfurt des die Knie gesunken war. Und nun ist bereitet hat. Wer weiß, vielleicht hätten sich die feindlichen von dieser Hort eines Liberalismus, der aller inneren Kraft Brüder gegenseitig gründlich aufgezehrt, wie die beiden akademisch gebildeten Proletariats gedacht wurde. An Bossische Zeitung" und Beständigkeit baar geworden, über Nacht gestürzt. Was Löwen in der bekannten Scherzfabel. So aber, wenn man niedriger Philistrosität steht die Sie stießen gerne einen Keil in die soll daraus werden, wimmert man ängstlich, und dieselben der Sozialdemokratie mit erneuten Gewalt- und Ausnahme- allen voran. Menschen, die das Wort ihres Caprivi vom Muth der gesehen beizukommen versucht, wird ihre Einigkeit wieder Menge der Hand- und Kopfarbeiter, die einsehen gelernt Die Herr haben, wie nothwendig sie zu einander gehören; und sie Kaltblütigkeit wie eine segenvolle Verheißung jubelnd be- mit ehernen Banden zusammengeschweißt. grüßt hatten, stehen jetzt angsterfüllt, mit schlotterndem schaften mögen nur beruhigt sein. Ihre bürgerliche befolgen immer ein und dasselbe System. Gebein da. Das Herz ist ihnen in die Hosen gefallen und eine Sorge wegen der Einigkeit der Sozialdemokratie ist raunen sie ins Ohr: Seht, wie die Handarbeiter die geistige bejammernswürdige Karrifatur stellen sie dar. Welche Welt, höchst überflüssig. Ihren Zwecken, den Machthabern Arbeit mißachten; den andern rufen sie in mephistopheli dieses große, stolze bürgerliche Deutschland, das alsogleich durch ein Schreckgespenst bange zu machen, wird sie schwerlich scher Absicht zu: Was sollen Euch die Akademiker? Das gar bösartige Gesellen. Eure Schmerzen sind erzittert, wenn eine einzige Herrenhand sich ausstreckt, dienen und jeder einsichtsvolle Sozialist wird dazu lachen. find Das ist furios: dieselben Menschen, die sonst nicht ihnen fremd, diesen verbummelten Studenten"( wie die und ein einziger Herrenmund es ausspricht: So will ich's, so soll's geschehen! Zum Erdulden sind sie genug über die geistige Gleichmacherei der Sozialdemokratie Tante Boß" sich wörtlich ausdrückt), die bei der geschaffen, nicht zum Rampf; und wenn die oft zu spotten wissen, thun auf einmal, als wären sie Bourgeoisie Schiffbruch gelitten haben, weil sie zu nichts elbischen Junker und die Industriegewaltigen im schadenfroh erbaut, daß auch der Sozialdemokrat mit Lessing nüße sind und die nunmehr sich an die Sozialdemokratie Westen heute hochmüthiger Luft voll sind, wollen's ihnen denkt: Ich verlange nicht, daß allen Bäumen eine Rinde herandrängen, um ein bequemes, reichliches Futter bei ihr die armseligen Geister verwehren, die nichts können, als wachse. Man stellt sich so, als begriffe man die Sozialdemo- einzuheimsen. Welche Anmaßung und welche Heuchelei sehnsüchtig nach oben spähen und zu warten, wie die oberen tratie etwa wie eine winzige Sette, an deren Spike irgend zugleich! Als ob die proletarischen Handarbeiter der Gewalten Wind und Wetter vertheilen? und den Entkräf- ein ehrfurchtgebietender Hohepriester stände, dessen orthodorem weisen Lehren der biederen Tante bedürften, als ob sie sich wenn irgend ein verbummelier teten, den Ermatteten soll das zukunftfreudige Volk, das die Gebot man fritiklos gehorchen müsse. Man weiß, daß es geschmeichelt fühlten, wenn schlimmste Reaktion überwunden hat und der kommenden nun kein Partei Papfithum innerhalb der Sozialdemokratie Student in ihre Reihen träte! Hat man nie etwas in Den einen und vom Staate befoldet. Kameraden! Eure Lage ist nicht so rosig, als daß Ihr gleichgiltig unseren Bestrebungen gegenüber stehen dürftet. Wir ersuchen Euch, den Kongreß von allen Seiten zu beschicken. Be denket, daß es doch endlich dazu kommen muß, daß Einigkeit herrscht. Kein Mensch wird verkennen können, daß es im Intereise der gesammten Bergarbeiterschaft Deutschlands liegt, wenn der Kongreß von allen Revieren besucht ist. Alle Richtungen find hiermit freundlichst eingeladen. Darum auf zu den Delegirtenwahlen! Daz Romitee, J. A.: Heinrich Lohmann- Witten. Konrad Kniesbürger- Borbed. Jos. Peschke- Oberhausen. Alle auf den Rongreß bezug habenden Zuschriften sind zu richten an: Heinrich Lohmann, Königholz bei Annen in Westfalen. Versammlungen. Tage( einschließlich Ein- und Ausfahrt). b) Verbot der Frauen- I spondenz unseres Pariser Mitarbeiters vom 25. Oktober auf, in feien. Sie hätten nur versucht, die Fensterfrage in und Kinderarbeit. c) Abschaffung der Akkordarbeit. der es heißt: Dem schon seit Monaten im Glashüttenwerk von anderer Weise zu regeln, um durch den Beschluß, die 2. a) Einführung eines einheitlichen Berggeseges für alle Rive de Gier ausgebrochenen Streit suchten die Unternehmer angefangenen Stücke fertig zu machen, zu veranlassen, daß Bergreviere Deutschlands. b) Einheitliche Knappschaftskaffe. Richarme u. Cie. dadurch zu begegnen, daß sie in Deutschland die Bauten allmälig verglast werden. Der Erfolg war hierbei c) Einheitliche Arbeitsordnung. Arbeiter anwerben ließen, ohne diese jedoch von der Sachlage auf Seiten der zentralorganisirten Töpfer. Der Tonangeber in 3. a) Unglücksverhütungen und Bewetterung in den Gruben. in Kenntniß zu sehen. Da sich aber die derart eingestellten den Angriffen auf den Verband sei der Bauhandwerker". Die b) Inspektionen und Kontrolleure, von Arbeitern frei gewählt Arbeiter nicht als Streitbrecher gebrauchen laffen wollten, haben Angriffe der Gewerkschaftskommission bedürften lediglich einer sie die Arbeit wieder aufgegeben und verlangen nun, da energischen Zurückweisung. Babiel erklärte die befolgte 4. Vereinigungsfrage. fie, wie fie den dortigen Abgeordneten, Genoffen Taktit ebenfalls für richtig und forrekt. Nothwendig 5. Anträge. Charpentier schrieben, nach Rive de Gier nur unter der Be- sei es gewefen, einmal selbständig vorzugehen, um dingung famen, daß der Streit beendigt sei, eine Entschädigung nicht die alten Fehler, die von der anderen Seite für ihre Reisekosten und ihren Arbeitsverlust, sowie ihre unent- schon Jahre lang gemacht worden seien, wieder mit machen zu geldliche Beförderung in die Heimath. Das an Charpentier ge- müssen. Es habe sich nur um eine Uebergangsperiode gehandelt richtete Schreiben, den sie um seine Intervention in dieser Sache und war er der Meinung, daß die Fensterfrage in diesem Jahre bitten, ist von 7 Arbeitern gezeichnet. Ob sie aber zu ihrem beffer als je gelöst worden sei. Seine Meinung ging dahin, daß Rechte kommen, selbst wenn sich Genosse Charpentier, wie nicht die Absätze 1 und 2 der am 15. Oktober gefaßten Resolution als zu zweifeln ist, ihre Sache besonders angelegen fein läßt, das erledigt zu erachten feien und jetzt nur noch der Absatz 3 in Be bleibt noch abzuwarten. Hätten sie fich als Streitbrecher tracht tomme. Das Wort nahmen zur Sache noch Hilscher, brauchen lassen, sie hätten ruhig in Feindesland" bleiben Engel, Bauer, Przytulsti. Letzterer erklärte, daß es dürfen. moralische Pflicht der Gewerkschaftskommission gewesen sei, in ihrer letzten Sigung über die Fensterfrage einen Rorreferenten zentraler Richtung zu bestellen, wenn er es auch nicht für richtig befand, daß die Sentraltöpfer in jener Ber sammlung nicht aus eigenem Antriebe vertreten waren. Im sozialdemokratischen Wahlverein für den fünften Redner sprach den Wunsch aus, daß ein Beschluß gefaßt werde, Wahlkreis hielt am 25. Oktober Dr. Weyl einen Vortrag der Gewerkschaftskommission die Fähigkeit, über Gewerkschaften An die Schneider und Schneiderinnen! Die verschiedenen über das Thema:" Der Kampf mit dem Tode". Redner zeigte abzuurtheilen, abzusprechen und den Delegirten zur GewerkschaftsMißstände, die sich in unserem Beruf eingeschlichen haben, find an der Hand der Statistik, daß die Sterblichkeit unter dem Pro fommission auf 2 Jahre zurückzuziehen. Manthe berichtigte den letariat in dem Kindes- und Mannesalter eine viel höhere ist Vorredner dahin, daß die zentralorganisirten Töpfer bisher noch schon oft Gegenstand lebhafter Erörterungen in den Versammals unter der Bourgeoisie, und wies nach, daß dies die Folge des keinen Vertreter in der Gewerkschaftskommission haben. Auch lungen gewesen. In einer Versammlung, die wir am Montag, ben 29. Oktober, Abends 81/2 Uhr, in die Arminhallen einberufen großen Glends und der rücksichtslosen Ausbeutung ist. Da der war er der Meinung, daß die von dieser gefaßte Resolution ben 29. Oktober, Abends 8 Uhr, in die Arminhallen einberufen haben, gedenken wir die besonderen Zustände in der Maaß- Sozialismus diese beiden Uebel aus der Welt schaften werde, so für die Bentraltöpfer nicht nur nicht beleidigend sei, daß sie dersei schneiderei zu besprechen. Das Referat über das Thema:" Die schneiderei zu besprechen. Das Referat über das Thema:„ Die ei von ihm auch ein erfolgreicher Kampf mit dem Tode, eine felben vielmehr voll und ganz zustimmen müßten. Nur die gegenwärtigen Lohn- und Arbeitsverhältnisse in der Maaß- Berlängerung der durchschnittlichen Lebensdauer der Menschen, Ausführungen der einzelnen Redner feien beleidigend. Die Ausschneiderei" hat der Kollege Täterow übernommen. zu erwarten.( Beifall.) In der Diskussion hob Bergmann führungen des Tofalorganisirten Chemnit entfesselten Eine zweite Versammlung findet am Dienstag, den 30. d. M., Hüb die beispiellose Leichtfertigkeit hervor, mit der das nochmals einen längeren geharnischten Meinungsaustausch, Leben der Arbeiter unter Abends 81/2 Uhr, bei Reichert, Müllerstraße 7, statt, in der der Erde von dem heutigen ebenso die des zentralorganisirten Engel, welcher die Beschlüsse Unternehmerthum demi Tode ausgesetzt wird. Rollege Pfeiffer die Praktiken der Zwischenmeister und die Unter der lokalorganisirten Töpfer vertheidigte. Die Versammlung geLohn- und Arbeitsverhältnisse in der Herren-, Knaben- und Verschiedenem nahm ein durch die Schule der Jünglingsvereine langte schließlich zur Annahme folgender Resolution: Die e Versammlung beschließt, an den in der FensterDamen Konfektion beleuchten wird. um aber ein plan- gegangener junger Mann Gelegenheit zu zeigen, wie falsch er mäßiges Vorgehen auf der ganzen Linie in der gefammten einige von Dr. Heymann im 4. Wahlvereine gemachten Aus- frage unfererseits gefaßten Beschlüssen unweigerlich festKonfektion zu ermöglichen, finden am Mittwoch, den 31. Oktober, führungen über das Thema:" Hat der Sozialdemokrat Religion?" zuhalten. Die Unterschiebungen, die uns von anderer Seite Abends 82 Uhr in allen Stadttheilen Werkstatt- und Geschäfts- verstanden hatte. Die Genossen Dr. Heymann, Schulz und Berndt gemacht werden, die uns zu Streitbrechern stempeln, weist die Delegirten- Sigungen statt, und zwar im Norden bei Gleinert, gaben sich Mühe, ihm auf den rechten Weg zu helfen, und riethen Versammlung mit Entschiedenheit zurück. Desgleichen erflärt fie Müllerstr. 7a, und bei Augustin, Kastanien- Allee 11; im ihm vor allen Dingen, ehe er in Versammlungen redet und sich sich gegen die Angriffe, wie sie in der Versammlung der Gewert Often bei Wilke, Andreasftr. 26; im Süd- Osten bei Ga Sozialdemokrat nennt, noch etwas mehr zu lernen, um sich einige schaftskommission von einzelnen Rednern beliebt wurden. Endlich blonsky, Naunynstr. 37; und Donnerstag, Abends 81/2 Uhr, Klarheit über das Wesen des Sozialismus ชิน ver beschließt die Versammlung, mit doppeltem Eifer in die Agitation bei Trittel wiy, Falckensteinstr. 7. schaffen. Auch ein Pastor ein Pastor mischte sich in die Debatte für den Verband einzutreten und das vorliegende Flugblatt so Kollegen, es ist unbedingt nothwendig, daß von jeder Werksuchte für das vom Christenthum so sehr ge- weit wie irgend möglich jedem Kollegen zuzustellen." geweit stube und jedem Geschäft recht zahlreiche Delegirte in diesen priesene Jenseits und für die Zufriedenheit Stimmung zu Eine Abführung von Prozenten des Wochenverdienstes der Sigungen erscheinen, um im engeren Kreise über die wichtigsten machen. Er fand damit natürlich feinen Anklang in der Verarbeitenden Kollegen zur Unterstützung der Streifenden hat sich Bunkte zu berathen. Gleichzeitig ersuchen wir um zahlreichen fammlung, sondern wurde von Dr. Heymann und anderen noch nicht als erforderlich erwiesen. Die Unterstüßung erfolgt Besuch der oben genannten Bersammlungen. Die Agitations Anwesenden während dieser Debatte durch den einen der beiden sich an diesen jeder arbeitende Rollege nach Kräften betheiligen. Rednern gebührend abgefertigt. In einige Erregung wurden die noch aus den Erträgniffen der freiwilligen Sammlungen. Möge Kommission der Schneider und Schneiderinnen Berlins. Polizeibeamten versetzt. Auf Beranlassung des Polizeilieutenants Der Streit der Lithographen und Steindrucker forderte der Vorsitzende einige Damen, die sich auf der Gallerie am 15. Oftober eine Bersammlung ab. Zunächst verlas der Der Verein selbständiger Barbiere und Friseure hielt bei Wezel und Naumann in Leipzig dauert fort. Ju zeigten, auf, das Lokal zu verlassen, da sonst die Ber- am 15. Oftober eine Versammlung ab. Zunächst verlas der einer diefer Tage in Leipzig stattgefundenen Versammlung, fammlung aufgelöst werde. Als dieselben sich rüsteten, dieser Auf- Nassirer die Abrechnung, die folgendes Resultat ergab: Gindie von etwa 600 Personen besucht war, berichtete der Vertrauens forderung Folge zu leisten, schickte der Lieutenant ben bei nahme 140,77 M., Ausgabe 120,77 M. Bur Debatte stand fomann, daß noch 39 männliche und 11 weibliche Personen zu ihm ſizenden Schuhmann auf die Gallerie, angeblich mit dem dann ein Antrag des Vorstandes, die Aufnahmegebühr auf 1 M. unterstüßen seien. Eine neuere Berhandlung mit der Firma hat Auftrage, nachzusehen, ob noch Damen oben wären. Alsbald zu erhöhen. Dieser Antrag wurde abgelehnt und die Aufnahmezu keinem günstigen Resultat geführt. Folgende Resolution aber protestitten von oben herab die Herren energisch dagegen, gebühr auf 75 Pf. feſtgeſetzt. Eine längere Diskussion rief die nnehaltung des Antrages die Geschäfte um 6 Uhr am schließt, nachdem sie zu der Ueberzeugung gekommen ist, daß es Widerhall in der Versammlung. Erst als hierauf der Lieutenant gewiesen, wie wünschenswerth diese Bestimmung sowohl für die " Die Bersammlung be- daß der Schuhmann die Damen anfaffe, und dieser Protest fand Innehaltung des Antrages Sonntag zu schließen hervor. Allgemein wurde darauf hin der Firma Wezel u. Naumann nicht darum zu thun ist, einen den Schuhmann wieder zurückrief, kehrte die Ruhe in der Ver: Gehilfen wie für die Meister sei. Leider hält der größte Theil befriedigenden Friedensschluß berbeizuführen, fammlung wieder. Der Vorsitzende machte zum Schluffe noch auf der Geschäftsinhaber die Geschäfte länger geöffnet, so daß es daß der Streit mit allen zu Gebote stehenden gesetzlichen das weiß- rothe Erkennungszeichen der organisirten Gastwirths- den Mitgliedern nicht möglich ist, püntlich zu schließen. Bum Mitteln weiter zu führen ist, bis die genannte Firma von der Gehilfen aufmerksam. Schluß wird bekannt gegeben, daß die Fachschule am 1. November Stückarbeit Abstand nimmt. Selbst wenn der lezte Streifende untergebracht ift, muß die Sperre über die Fabrik verhängt werden, bis die Forderungen der jetzt streifenden Arbeiter( die Beibehaltung der Lohnarbeit) bewilligt wird. Die Versammlung beschließt ferner, die Streifenden auch weiter finanziell und moralisch zu unterstützen. wurde = beide Theile angenommen: Die Zimmerleute von Leipzig haben eine Kommiffion gewählt, die über Löhne und Arbeitsverhältnisse der Zimmerer Erhebungen anstellen soll. Zum Streit der Glasarbeiter in Rive de Gier. Unsere Zweifel gegenüber der offiziösen Nachricht, daß die drei deutschen Glasarbeiter aus Frankreich deswegen ausgewiesen worden seien, weil fie arbeitende Glasmacher mit dem Tode bedroht hätten, bestätigen sich. Ueber den wahren Grund klärt uns eine Storreund " Besuchszeit In Angelegenheit des Bierboykotts fand für Moabit eröffnet wird. auf Veranlassung des Vertrauensmannes im Vittoria- Salon, Perlebergerstr. 18, am 25. d. M. eine Volksversammlung ftatt, a. Sailer am Donnerstag in der bei Relle abgehaltenen Ber Die Frage: Warum organisiren wir uns? beantwortete die sehr rege besucht war. Es sprach hierselbst der Genoffe fammlung für die Luxuspapierbranche in erschöpfender Rohrlad über: Der Bierboykott und die bürgerliche Gefell Meise und unter Beifall der Anwesenden, die reichlich zur Hälfte schaft. Der Vortrag, welcher darin gipfelte, eine verschärfte dem weiblichen Geschlecht angehörten. Sieran schloß sich eine Durchführung des Boykotts anzuempfehlen, fand die lebhaftefte Besprechung der unleiblichen Zustände in der Fabrit von Zustimmung der Versammlung. An denselben schloß sich eine Besprechung der unleidlichen Zustände in der Fabrit von Israel, Schönhauser Allee 74a. Die in des Wortes vollster welcher Schüler, Millarg, Bedeutung elenden Löhne längere Diskussion, in man nannte 4,00, 6,01, 6,71, Lachmann, Gülzer und Andere das Wort nahmen. 7,46 M. al3 Wochenverdienst für geübte Arbeiterinnen Millarg besonders wies auf die Nothwendigkeit hin, die Agitation dürfen und können anscheinend nur verdient werden, wenn alles für den Bierboykott auch in die weitere Umgegend Berlins hübsch fuscht; eine Arbeiterin, die fürzlich Mißstände in einer zu verlegen. Als Grund hierfür führte er an, daß die Versammlung zur Sprache brachte, ist daraufhin gemaßregelt. Man Ringbrauereien, Schultheiß voran, bestrebt seien, zu Schleuder kritisirte, daß die Bausen auf unzulässige Art gekürzt werden preisen sich in der Proving Absatzgebiete zu eröffnen und daß die und verlangte das Einschreiten der Behörde wegen der schlechten Provinzialwirthe, einem sanften Drucke nach dieser Richtung hin Beschaffenheit der Klosets und der Ankleideräume für die Arfolgend, fich als bereitwillige Abnehmer des überschüssigen Berliner beiterinnen. Die Behandlungsweise wird dadurch illustirt, daß Preußen- Deutschland von ganzen Studentengeschlechtern ge- Ringbieres erwiesen. Die Agitation sei aber schon in die Wege geleitet. man von zwanzigjährigen Personen als von" Jungens" und hört, die in Korps und Landsmannschaften jizen, in Re- In Brandenburg a/$. habe sich bereits Anfangs der Woche eine impo- Burfchen" spricht. Als der Referent auf die einzelnen Para nommistereien und Hurrahpatriotismus schwelgen, der fanteBoltsversammlung mit der Berliner Arbeiterschaft solidarisch er- graphen der famosen Fabrikordnung einging, versuchte eine ArCameraderie huldigen, um eine fette Pfründe irgendwo tlärt und zur Durchführung des Boykotts eine Kommiffion gebeiterin die Handlungsweise der Herren" Chefs" zu beschönigen. zu ergattern? Wozu der der hämische hämische Hinweis auf wählt. In gleicher Weise werde die Agitation fortgesetzt werden. Das hatte zur Folge, daß nun erst die verschiedenen Mißstände das überreiche Futter? Der akademisch geschulte( Bravo!) Auch richtete er namentlich an die Frauen den Appell, ins helle Licht gerückt wurden. Bielfach entläßt man die Aroder literarisch durchgebildete Mann, der sich der sich ben das Weizenbier von Oswald Berliner und kerm, wie auch das beiterinnen, entgegen den gefeßlichen Bestimmungen, am Sonnsozialdemokratischen Anschauungen anschließt, verlangt Ringe angehören, nicht zu kaufen. Ersatz dafür biete bas ring follen noch Büttner u. Komp., Jungbier der Germania- Brauerei, welche alle drei dem Brauereis abend Abend später als 51/2 Uhr; neben der genannten Fabrik nichts Apartes für sich und hat nichts Apartes für freie Werbersche Bier aus Werder a. H. Die Versammlung Röfeler, Georgenkirchstraße, und Hugo Sensch, Kom Oranienburgerstraße; sich zu verlangen. Er gehorcht einfach einem inneren Zwang. ftimmte widerspruchslos folgender Resolution zu: Es wird wohl sein, daß der Eine oder der Andere in ver Es wurde der Polizei " Die heute im Bittoria- Salon tagende öffentliche Bolts, mandantenstraße, in Frage tommen. Stiegenem Hochmuth sich überhebt, aber das überreichliche versammlung erklärt sich mit dem Referenten vollständig ein- nahegelegt, fich darüber auch etwas zu informiren. Alle Redner Futter innerhalb der Sozialdemokratie macht ihn gewiß verstanden und verpflichtet sich, jede Gelegenheit wahrzunehmen, waren sich jedoch darin einig, daß eine durchgreifende nicht allzu üppig. Wenn er wirklich was kann, so giebt er für die strengste Durchführung des Bierboykotts zu agitiren, und Befferung nur mit Hilfe der Organisation zu erzielen fei. ficherlich von seinem und seiner Familie Behagen nicht Un richtet einen Appell an die Frauen, in feinem Geschäfte Waaren wesentliches auf, wenn er seine Kraft in den Dienst des Pro- zu kaufen, in welchem boykottirtes Bier zum Verkauf gelangt." Nachdem noch das Gebahren des Schankwirths Neu. letariats stellt. Dafür will er keine besondere Anerkennung, nur bauer( Gozkowskystraße), welcher neben Boykottbier auch Brügel verschiedener Museen und sonstiger Sehenswürdigkeiten. nicht mißachtet will er werden, als triebe er Schacher mit verabfolgt, gebührend gekennzeichnet worden war, brachte Hermer- usnahme des Montags in den 6 Wintermonaten von 10-8 Uhr, in den Altes und Neues Museum am Lustgarten. Besuchszeit täglich, mit seiner Ueberzeugung, und als ginge er von einem Lager Schmidt die befremdliche, von Millarg bestätigte Thatsache zur 6 Sommermonaten von 9-3 Uhr: Sonntags im April- September 12 bis in's andere, wenn ihm ein paar Hundertmarkscheine mehr Sprache, daß der Inhaber des„ Viktoria- Salon", Herr Maul, Uhr, Oftober und März 12-5 Uhr, November und Februar 12-4 Uhr, geboten werden. Zudem sprechen die Blätter vom Schlag wiederholt unter nichtigen und nachweisbar den Thatsachen nicht Dezember und Januar 12-3 Uhr( unentgeltlich). gallerie in der Museumsstraße. Besuchszeit Wochentags von 10-3 ubr der Vossischen so, als gäbe es bei den„ Studirten" fein entsprechenden Vorwänden die Abhaltung von Versammlungen( Montags ausgenommen). Sonntags im April- September von 12 bis eigentliches proletarisches Bewußtein. Als gäbe es teine im Bictoria- Salon" verhindert, d. h. indirekt den Saal ver- 6 Uhr, im März und Oktober 12-5 Uhr, Februar und November 12 bis weigert habe. Er wünsche Aufklärung und eine offene Erklärung museum, Brinz Albrechtstr. 7. Studirten", die nicht alle Leiden des Proletariats selbst seitens des Herrn Maul, wie er sich zur Moabiter sozialdemo- ausgenommen) im Sommer von 9-3 Uhr, im Winter von 10-3 11hr, vom frühesten Alter an durchgekostet hätten. Auf zweifachem fratischen Arbeiterschaft zu stellen gewillt fei. Herr Maul Sonntags, April- September von 12-6 Uhr, Ottober und März 12-5 Uhr, Wege pflegt der Studirte zum Sozialismus zu gelangen. blieb zwar die wünschenswerthe und gewünschte Aufklärung über November und Februar 12-4 Uhr, Dezember und Januar 13-3 Uhr( UnentMuseum für Böltertunde, Königgrägerstr. 120. Besuchs Ohne von des Lebens Laft bedrückt zu werden, auf er die gedachten Vorkommniffe schuldig, ließ aber erklären, daß er seit wie im Kunstgewerbe- Museum( unentgeltlich). Sygiene Museum fennnißtheoretischem Wege, durch nationalökonomische Stu- an seiner gegebenen Unterschrift der Lokalkommiffson gegenüber Klosterfir. 85. Befuchszeit Sonntags wie im Kunstgewerbe- Museum. Außer dem Dienstags und Freitags von 10-2 Uhr( unentgeltlich). Museum für dien. Derer sind aber auch nicht wenige, die durch Mühsal festhalte. Naturkunde, Invalidenstr. 42. Besuchszeit Sonntags wie im Runft: und persönliche Erfahrungen zum Bewußtsein proletarischer Der allgemeine Verein der Töpfer und Berufs- gewerbe- Museum. Außerdem Montags und Sonnabends von 11-3 Uhr. Museum für deutsche Voltstrachten und Erzeugnisse bes Busammengehörigkeit gekommen sind. Auch sie sind in genossen( Filiale Berlin) erörterte in seiner am 26. d. M. ab ausgewerbes, lofter ftr. 36. Jeden Tag mit Ausnahme des Mittwochs Armuth erwachsen, Bettelbrot war ihre Gymnasialzeit, fie gehaltenen Mitgliederversammlung„ die Verhandlungen der Ge- Don 11-2 Uhr geöffnet. Gintrittsgelo: Erwachsene 50 Bf., Kinder 25 Pf., Vereine Gonntags 10 Pf. Reichs post- Museum, Leipzigerstr. 15. mußten durch Ertheilen von Unterricht ihren dü ftigen werkschaftskommission bezüglich unserer Stellungnahme zur öffnet Sonntags 12-2 Uhr, Montags, Dienstags, Donnerstags, Freitags von Unterhalt gewinnen, und waren noch selber der Lehre be- Fensterfrage". Jacobey als erster Redner berichtete, daß an 11-2 Uhr( unentgeltlich). Rathhaus, Königstraße. Geoffnet täglich dürftig. Verkümmert war ihre Jugendlust und ihr demselben Tage( 26. Oktober) 70 Bauten kontrollirt worden außer Donnerstag und Freitag von 11-8 Uhr( unentgeltlich). Aussichtsthurm 50 Pf. Kunstausstellung des Bereins Berliner Künstler. Von diesen waren 40 Bauten vollständig verglast, Wilhelmstr. 92. Gonntags 11-2 Uhr, Wochentags 10-4 Uhr. 50 Bf. Entree. Jugendmuth. Wie oft werden da Intelligenzen, die 18 Bauten mangelhaft verglast und 12 Bauten gar nicht. Unter Sternwarte, Gndeplag sa. Mittwochs und Sonnabends von 9 bis Freies und Größeres schaffen konnten, in harter Klein- diesen lekteren waren 2 Bauten, auf denen fein Töpfer arbeitet, 11 Uhr Bormittags. Urania, Wissenschaftliches Theater. Sternwarte. arbeit zerrieben. Das sind auch proletarische Leiden, und bleiben mithin 10 Bauten, auf denen Kollegen trop aller Entree 50 Pf. Sufchlag für Theater von 50 Pf. bis 2 M.- quarium, Invalidenstr. 67-62. Geöffnet von 5 Uhr Nachmittags bis 10% Uhr Abends. wie oft kommt man, wenn man später aus dem Agitation bei unverglaften Fenstern arbeiten. Zu tonstatiren sei, Schadowfir. 14. Geöffnet von 9-6 Uhr. Entree Sonntags 60 Pf., an jedem Gröbsten heraus ist, zur Resignation eines meiner daß diese Kollegen über ihre Zugehörigkeit zur Organisation die legten Sonntag im Monat 25 Pf.-Gastan's Panoptitum, Friedrichs Freunde, eines Redakteurs. Den vertröstete sein Verleger Auskunft verweigert haben. Richtig sei, daß von Löpfern Stüde traße. Geöffnet 10-10 Uhr. Marine Eintrittspreis 50 f. Jahr um Jahr betreffs einer Gehaltserhöhung: Ach, Sie fertig gemacht worden seien, die lotalorganisirte Töpfer liegen Banorama, Am Lebrter Bahnhof. Sonntags von 9-9 Uhr. Entree Neapel- Panorama am Bahnhof Thiergarten, zwei neue find ja noch nicht verheirathet, sagte er ihm, Sie kommen gelaffen haben. Falsch sei es aber, diese Elemente den zentral- 60 Pf.Dioramen: Katakomben des Kapuzinertlofters zu Palermo und Vesuvausbruch auch so durch. Und jetzt, wenn er um Gehaltserhöhung organisirten Töpfern an die Rockschöße zu hängen. Auch von Sonntags 25 f. Eintrittspreis. Das Panorama i bis 17 Uhr Abends lofaler Seite sei gefündigt worden, sonst müßten heute 250 au besichtigen. 8oologischer Garten, Süßowufer. Sonntags bittet, da erwidert man ihm: Ach, Sie heirathen ja doch Streifende beider Richtungen vorhanden sein. Ganz energisch 50 Bf. Borsig's Garten mit Balmenhaus, Alt- Moabit 85-8 nicht mehr, und ein Mensch allein, der muß es eben auch wandte er sich gegen den erhobenen Vorwurf, daß die zentral- Eintrittspreis 60 f. so zwingen. organisirten Töpfer international organisirte Streitbrecher" " feien. Die Nationals 4 Uhr, Januar und Dezember 12-8 Uhr( unentgeltlich). KunstgewerbeGeöffnet an den Wochentagen( Montags geltlich). 10-10 Panoptitum Uhr. 1 Gintrittspreis 50 Pf. Ge Baffage, 192 Durch Auflösung des Geschäfts findet Gesundbrunnen, Badstr. 26, Edie Prinzen- Allee, ein totaler Ausverkauf des großen Tagers in fertigen Herren- und Knaben- Garderoben, sowie in Schlafrödten, Joppen und sämmtlichen Arbeiter- Sachen bau staptiff for zur Hälfte des Selbstkostenpreises Topsiq@ Jodist statt, da der Laden bereits anderweitig vermiethet, müssen die enormen Vorräthe baldigst geräumt sein. Laden sowie Gaseinrichtung stehen billig zum Verkauf. Gardinen- Reste zu 1-4 Fenstern passend, spottbilligst in der Fabrit Grüner Weg 80, part. Eingang vom Flur. Baar Geld lacht! Die fertigen Herren- u. Knaben- Garderoben zeichnen sich besonders durch ihren eleg. Hit und durch die bedeutend billigeren Preise als in anderen Geschäften aus, d'rum eile ein Jeder. 15 000 elegante Winter- Valetots, Hohenzollernmäntel u. Kragenmäntel jezt zu halben Preisen von 8-40 Mark. 10 000 Telephon Amt I. 7468. Kalläne& Meiling Berlin SW., Beuthstr. 9. Kunstfärberei und chem. Waschanstalt Herren- Garderoben- Reinigung u. Reparatur. Specialität: Aufdämpfen v. Plüsch- Sachen. 38/3 W. Französischestrasse 55. W. Potsdamerstrasse 51. SW. Blücherstrasse 69. 0. Blumenstrasse 70. NO. Neue Königstrasse 42. N. Lothringerstrasse 29. N. Invalidenstrasse 139. NW. Wilsnackerstrasse 45. Abholung und Rücksendung kostenfrei. Preislisten franko. Postsendungen prompt. Louis Schulze X Haupt- Comptoir: W., Friedrichstrasse 83, zwischen Unter den Linden u. Behrenstr. Telephon: 1, 7529. 8 Filialen und Lagerplätze an den bekannten Bahnhöfen. General- Vertrieb der echten Hammer- Marie- Brikets aus den 46/10 schneidige Jaquet- und Rock- Anhaltischen Kohlenwerken Mariengrube in Senftenberg N.-L. Anzüge, darunter die nobelsten Gesellschafts- Anzüge, jetzt für 9, 12, 14, 16, 18, 22, 24, 27-30 M Einzelne Jaquets und Joppen pottbillig. Knaben- Anzüge und Knaben- Paletots von 1-16 Jahren. Goldene 18. Grftes Konkurrenzgeschäft einzig und allein nur 18 Rofenthaler 18 Sonntags geöffnet von 7-10, 12-2. Stroh- und Filzhut- Fabrik von W. A. Peschke, Lügomstr. 30, am Magdeburgerplay, empfiehlt zur bevors Nur mit Giesem Stempel Anhaltische Kohlenwerke MARIE X Mariengrube. Bei obigen Brikets wird jetzt, wird Echtheit garantirt. ftehenden Saison Filzhüte für Damen um jede Täuschung des Publikums durch geringerwerthige Marken zu verhindern und Kinder, garnirt und ungarnirt, zu anerkannt billigen Preisen. Muster für Umarbeitehüte liegen zur Ansicht vor. Gegründet 1871. Telephon Amt 6 815. Roh- Tabak A. Goldschmidt, 4485L am bieñgen Plage wie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Robtabate find am Lager. A. Goldschmidt, Oranienburgerstr.2. zu dem früheren Stempel MARIE volle Firma der Fabrik noch die et 9698* H. Richter, Optiker, Berlin, C. Spittelmarkt,( Wallftr. 1) und Weinbergsweg 15b, nahe am Rosenthaler Thor. Anerkannt beste und billigste Bezugsquelle aller optischen Artikel. Rathenower Alumingold- Brillen und Pincenez, " 2, 1, garant. nie schwarz werd. M. 2,50 Nickelbrillen u. Pincenez 1,50 do. allerfeinste Qualität Rathenower Stahlbrillen Alles mit den beften Rathenower Krystallgläsern I. Qual. versehen. Operngläser, rein achromat. M.6. Neu! Richter's Opern- u. Reiseglas Excelsior inkl. Bederetui u. Riemen M. 12, übertrifft alles bisher Gebotene. Prompter Verfandt nach außer halb gegen vorherige Einsendung oder Nachnahme. Genaueste Fachkenntniß. Eigene Werkstatt. 8545L Bitte genau auf Straße und Nummer zu achten, um sich vor werthlosen Nachahmungen und Täuschung zu schüßen. Sonntags v. 8-10,12-2 geöffnet. Feste Preise. Reisner's weltbekanntes Garderobenhaus Friedrichstr. 244 Baletots 6-25 M. Anhaltische Kohlenwerke Mariengrube 1500 Factors hinzugefügt. 6 Häuser vom Belle- Alliancep lat. von 10-33 Bei Bestellung der echten Hammer- Marie lasse man sich daher 12000 engl. Anzüge. 8-28 nicht irre machen durch ähnliche Bezeichnungen, wie„ Senften- 14000 Sammg.ge berger Kohlenwerke" etc., oder durch blos mit dem Stempel MARIE versehene Brikets, 8000 Hosen. Westen. 3-12 da diese nicht aus der Mariengrube stammen. Ich stehe mit Lieferung genannter Spezialmarke, sowie sämmtlicher anderer Brennmaterialien für den Hausbedarf gern zu Diensten und nehme mündliche, schriftliche oder telephonische Bestellungen im Haupt- Comptoir sowie in allen Filialen entgegen. 6000 Schlafröde " 6-20 . Sonntage bis 2 Uhr geöffnet. Strengste Reellität. Spezialität Ringe! Das der Neuzeit entsprechend eingerichtete, seit 16 Jahren bestehende große Uhren- u. Goldwaaren- Lager von Max Busse Brunnenstr. 175, Inval empfiehlt neben der Invalidenstrasse Pierdebahn- Haltestelle Uhren jeden Genres, Broches, Ohrringe, Armbänder, Halsketten, Medaillons, Herze, Shlipsnadeln, Stulpenknöpfe c. in massiv Gold, Silber, Doublégold, Granaten und Corallen. Epezialität: Ringe. Central- Leihhaus- Ausverkauf 72 Jägerstr. 72( wiſchen Kanonier- und Institut für Gelegenheitskäufe, einzig in seiner Art in Berlin. Mauerstraße, parterre. 10 000 moderne Winter- Paletots und Winter- Anzüge wenig getragen in besten Stoffen und neuesten Mustern von Mark 10, 12, 15, 20, 30( Pracht- Exemplare). Knaben- und Burschen- Anzüge, Pellerinen- Mäntel, Monats- Anzüge, das sind nach Maaß bestellte Sachen, die nur ca. 1 Monat getragen find( auch für korpulente Personen passend). Goldene und fiberne Herren- und Damen- Uhren, Ringe, Ketten. Gin Posten Damen- Regen- Mäntel spottbillig. Alles für die Hälfte des Werthes. Gelegenheitskäufe in Geh- und Reisepelgen. Poliz. conc. Leibhaus. Die Verwaltung. Ein Besuch sichert uns die Rundschaft. Auch Sonntags geöffnet von 7-10, Nachm. von 12-2 Uhr. Gr. Auswahl in Ringen. Massiv goldene Ketten, gefeßlich geftempelt, nach Gewicht bei niedrigster Façonberechnung. Echte Brillanten, Türkisen, sowie Edelsteine aller Art Rheinkiesel u. Simili's. Tafelgeräthe, Bowlen, Bestecks. Brautkränze in Silbar u. Alfénide. Die geschmackvollsten Muster sind stets am Lager. Der be deutende Umsatz ermöglicht den Verkauf zu Fabrikpreisen. Eigene Fabritation. Gr. Werkstatt für Reparaturen. Max Busse Uhrmacher und Juwelier. Brunnenstraße 175 neben der Invalidenstraße. Pferdebahn- Haltestelle MACHT AT STARK GESCH Arbeiter Berlins! Die Fabrikate der ausgesperrten Schuhmader in Erfurt werden jetzt, außer in den bekannten Verkaufsstellen, in den eigenen Niederlagen Bellealliancestr. 98/99 und Rosenthalerstr. 6364 EINIGKEIT GESETZL SCHUHFARRIK ERFU DEUTSCHES in vorzüglichster Beschaffenheit zu den billigsten Preisen verkauft. Wir bitten uns durch reichliche Einkäufe zu unterstützen. 736L* Deutsche Schuhfabrik G. Markus& Co. Möbel, Spiegel 1000] Damen!!!| Altenberg's Färberei, Wäscherei, Garderob.- Reinig.- Anft., Seiden- Plüschjaquets mit fleinen un- NeueJakobstr. 17, Brunnenstr. 162, Andreasstr. 54, Fruchtstr. 36, Potsdamerstr scheinbaren Webefehlern 12-30, Abend- No. 57/58, Alte Schönhauserstr. 2, empf. f. z. Färb. u. Reinig. v. Garderob. jed. mäntel auf Seide wattirt u. Belzbefay Art, Spizen, Gard., Möbelst. gef. 1 Mt. p. Pfd., Bettdeck. gef. 1,25 Mt. p. 8-15. Seiden- Matelassé- Mäntel, Capes Stück. Herren- Anzug gereinigt, gebügelt von 2,50 Mk. an. Reparaturen v. 12-30. Regenmäntel, um 3. räumen, billigst. Neu! Glanzentfernung von blantgetragenen Kammgarn- Garderoben Landsbergerßr. 48 1. 5-12. Neueste Winterjaquets 5-25 M. Herren- Anzüge nach Maaß unter Garantie und Polkerwaaren. Große Auswahl guter Ausführung für 30 M. in Nußbaum und Mahagoni, empfiehlt zu billigen Preisen 7062* Franz Kernien, Tischlermeister, Seydelstr. 8. ,, Confectionshaus SOLIDARITÄT" zwischen Oranienplatz Oranienstr. 173 zwischen Dranienplatz und Adalbertstraße. H und Adalbertstraße. Eigene Betriebswerkstätten E errichtet nach den Grundsätzen der betheiligten Arbeiterschaft. Reelle Bedienung Feste Preise. Bur Winter- Saison empfehlen 382L* Paletots, Mäntel aller Art, Anzüge, Hosen in allen Preislagen. Anfertigung nach Maass. Die in eigener Fabrik Oranienstr. 173 hergestellten Waaren erhalten die gesetzlich geschütte Kontrollmarke. Bur Beachtung! Um der vorgefaßten Meinung zu begegnen, daß sich die Waaren mit Kontrollmarke theurer stellen, betonen wir, daß wir selber produziren, daher jeder Konkurrenz der Händler über-legen sind! Fahrgeld wird vergütet. GESCHAFTS HAUS Berühmte A. Täterow. S.HEIN Specialität der Firma: Die schönsten Kinderkleider für Mädchen jeden Alters in Plüsch, Wolle, Parchent 2c. Großer Erfolg ,, Façon Marga" reinwollen. Cheviot, vorzügl. Qualität, vorräthig in grün, marine, bordeaux u. braun! Aermel, Rock und Taille reich mit Seide gestickt! Word. Länge: 47 52, 57 62 67 72 77 84 90 100 cm Alter: 1-2.2-3.4-5. 6. 7. 8. 9. 10-11. 11-12.13-14 Jahre Preis: 7,00, 8. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16,50. Größte Auswahl in 18 wet. Tauf- und Jahreskleidchen, Tragund Laufmänteln, Morgenröcke, Unterröcke, Blousen, fertige Costüme unb Costämröcke. BERLINN.CHAUSSEESTR.14. Total- Ausverkauf! Wegen Geschäftsauflösung Meine kolossalen Vorräthe, bestehend in Damenkleiderstoffen aller Art aus eigener Fabrik werden zu enorm billigen Preisen ausverkauft. 224L* Außerdem empfehle mein reichsortirtes Lager in Seidenstoffen für Roben und Besäße, Sammete, Plüsche, Moiree, Satins, Cattune und Unterrockstoffe, sowie Teppiche, Gardinen, Portieren, Möbel- und Läuferstoffe, Tisch, Schlaf- und Bettdecken. Wäsche, Corsets, Blousen, Unterröcke, Schürzen und Tücher. Gleichzeitig stelle die noch vorhandene Damenkonfettion, bestehend in Regenmänteln und Jackets, für die Hälfte des Werthes zum Verkauf. Mechanische Weberei F. M. Merkel, Charlottenburg, Berlinerstr. 126. Streng feste Preise. Koulante Bedienung. Metzner's Korbwaaren- Fabrik, H. Graf, Blumenstr. 3. Bettfedern, Daunen, fertige Betten. Gr. Bettfedern- Spezial- Geschäft. von L. Beutler, Berlin. Haupt- Geschäft: Ackerstr. 28. 2. Geschäft: Mariannenstr. 11. 3. Geschäft: Kurfürstenstr. 25. 4. Geschäft: Gr. Frankfurterstr. 42. Hundert Sorten in Bettfedern, Pfund 50 Pf. bis zu den hochfeinsten Qual. Hundert Stand Betten; Stand: Oberbett, Unterbett und 2 Kissen 12 M. bis zu den hochfeinsten Brautbetten, fabelhaft billig. Rohtabak 752L* GrößteAuswahl, Billige Preise Emil Berstorff, 182. Brunnenstr. 182. Garantirt flotten u. sicheren Brand. Or. Thompson's Seifenpulveri ist das 73 beste und im Gebrauch billigste und bequemste Waschmittel der Welt. ad 0101010100000000 Mit etwa für 2 Pfennige Brennmaterial während 24 Stunden, also Tag und Nacht eine warme Küche, läßt sich nur erreichen durch den Spar- Heizapparat Rapid" D. R.- Patent Nr. 77 319. Um nicht Apparate mit geringerer Leistungsfähigkeit zu erhalten, verlange man ausdrücklich den Heizapparat mit der Roste im Innern und achte genau auf die PatentNummer 77 319 des Messingschildes, nur diese allein sind die echten! 10019 Zu haben in allen Eisenwaaren- und Küchengeräthe- Handlungen zum Preise von 4 Mark das Stück. Durch die enorme Brennmaterial- Ersparniss macht sich der geringe Preis schon in kurzer Zeit bezahlt. Zur probeweisen Benutzung gegen bereitwillige Rückerstattung des benannten Handlungen verabfolgt: Jede Nähmaschine Kaufpreises bei Rückgabe- werben Spar- Heizapparate„ Rapid" in nachreparire unbedingt gut u. bill., Ersatztheile berechne äußerst bill., Schiffchen 70 Pf. W. W., Spulen 20 Pf. Auch verkaufe neue Maschinen, beste Qual. sehr preiswerth. Empfehle mich den Parteigenossen. 42/11 W. Maaske, Schwedterstr. 31. Bitte genau auf die Nr. zu achten. Fertige Betten, großer Stand Oberbett, Unterbett, 2 Kopftiffen, m. gerein. neuen Federn, v. 12 tk. an, fertige Inlets, Bettwäsche, Matragen jeder Art, Stepp, Schlaf-, Bettdecken u. PolsterBettstellen empfiehlt billigst das als streng reell bekannte, 1870 gegründete Spezial Geschäft von S. Pollack, Oranienstr. 61, am Movißplay. Vereins- Abzeichen. Stempel! * = H.GUTTMANN Stempel-, ( Schablonen-, SchilderFabrik .9. Berlin N., Brunnenstr. * Stempel! Gravirung von Inschriften etc Ball- u. Cotillon- Artikel, Knallbonbon, Cotillon- Bouquettes, Fächer, Kopfbedeckungen, Jux- und Scherzartikel. Größte Auswahl. Billigste Preise. Otto Oeser, Alexanderstrasse 51/52, Ecke Prenzlauerstraße. 8302* DF Kataloge gratis und franko. Post- Versand nach außerhalb. Wallstr. 82 de Neue Rokstrake) 931L* Nur Hüte mit Kontrollmarken. Grosse Auswahl in Schirmen. W. Wolff. Achtung! Kein Laden. Kontroll- Schuhmarke. Nur eigene Fabrikation, 25 Zigarren Berlin, 2. Gesch. Andreasstr. 23, 5. pt., gegenüb. Burbraait. 1 Mart. Garantie rein amerikaniſche 2. Gesch.: Brunnenstr. 95, gegenüb. Humboldtshain. Tabate. Muster- 71L* größtes Lager Berlins. Kinderwagen, cher gratis. Theilzahlung gestattet. 500 Mark jahle ich Jedem, der mir nachweist, daß Rippentabat 2 Pfd. 70 Pfg. H. F. Dinslage, Rottbuserstr. 4, Hof part. M. ch nicht das größte Kinderwagen- Lager Berlins habe. Theilzahlung. Monate 1902. fiefert Wegen Umbau meiner Geschäftsräume gelangen die Restbestände meines seit 21 Jahren bestehenden Waarenlagers: Teppiche! Fertige Wäsche! Gardinen! Steppdecken! Portièren! Leinenwaaren! zu spottbilligen Ausverkauf. Preisen zum Am Stadtbahnhof Börse. J. Brünn 4. Hackescher Markt 4. Am Stadtbahnhof Börse. Anzüge nach Maass Tomporowski, Schneidermeister, Berlin C, Jüden str. 37 I. Roh- Tabak Detail- Verkauf Rud. Völcker& Sohn, Köpnickerstr. 45. Bettfedern- Spezialgeschäft Ć. M. Schmidt, Berlin, Andreasftr. 59, vorn 1 Tr. Größte Auswahl gerissener Gänsefedern und Daunen Pfd. 1, 2 bis 6 M., ein Gesindebett( kompletter Stand) 10, 15 bis 20 M., Daunenbetten 85 bis 50 M. Streng reelle Bedienung. Hohlroller underste. 30, Laden. hochfein. Verkäufl. StralFritz Mennigke, Berlin, Chauffeeſtr. 32. 0. Gundelach, Berlin, Schönhauser Allee 61. Rob. Heinze, Berlin, Waldstr 8. Wilh. Happe, Berlin, Zossenerstr. 36. Hermann Kurtz, Berlin, Belle- Alliancestr. 13. Rob. Stinut, Rigdorf, Hermannplay 5. Alb. Kniehase, Berlin, Staligerstr. 46b. Albert Zander, Berlin, Dresdenerstr. 126. Georg Reiner, Rummelsburg, Schillerstr. 35. C. Schröder, Berlin, Große Frankfurterstr. 109. Gustav Krause, Berlin, Frankfurter Allee 171a. C. F. Brennicke Nachf., Berlin, Landsbergerstr. 98a, Fritz Mennigke, Berlin, Neue Königstr. 74. Ad. Heidemann, Weißensee, Königschaussee 59. Nur ein Preis. Bum Arbeiterfreund Siegfried Bornstein Herren- u. Knaben- Garderoben 201, Oranienstr. 201, fertigt nach Maß reinwoll. Luckenwalder EskimoPaletots in allen Façons, vorz. Sitz M. 39, Reinwoll. Aachen. Kammgarn- u. Buckskin- Anzüge, vorz. Sitz, M. 38,-. Sämmtl. Paletots, Rockund Jacket- Anzüge, vorzügl. fizzend, gute Stoffe, ebenfalls fertig, zu noch nie dagewesenen billigen Preisen in großer Auswahl. Beinkleider nach Maaß 10 u. 12 M., nur reine Wolle. 201. Oranienstr. 201. Rohtabak Devise: Ein zufriedener Kunde, die beste Empfehlung. 9582* * Ernst Förster, Berlin NO., Kaiserstr. 30. Waarenhaus Streng fefte, offene Verkaufspreise. Albert Wolff& Co. 629b Berlin C., Rosenthalerstr. 4. Fernspr.- Amt III, 2522. Zur Erweiterung des Nufs unserer aussergewöhnlichen Preiswürdigkeit offeriren wir heute: Herren- Jagdwesten( in allen Farben) St. 1,50, 1,80, 2,00, 2,40, 3,50-9,00 M. Walkjacken St. 1,00, 1,15, 1,25-3,50 Kinder0,65, 0,75, 0,85-2,00 Herren- und Damen- Unterjacken Stück 0,50, 99 39 19 " " 39 39 " 0,60, 0,75-2,00 ,, Unterbeinkleider St. 0,65, 0,75, 0,90-1,75, ( Normal- System) St. 1,25, 1,40, 1,75-2,00 ,, Normalhemden, 90 u. 100 lg.( ein Bosten bedeutend unter'm Preis) St. 0,75 Normalhemden, 90 u. 100 lg. St. 0,85, 0,95, 1,25-4,25 ,, Damen- Hemden in Hemdentuch und Dowlas Stück 0,75, 0,85, 0,95, 1,25-1,50 Damen- Hemden mit Handstickerei Stück 1,45, 1,75, 2,00-2,50 Rosa Parchend- Frauenhemden St. 0,90, 1,10, 1,25 und 1,45 Arbeiterhemden( eigene Konfektion) St. 0,85, 0,95, 1,10, 1,25-1,75 Aufträge nach außerhalb werden sofort erledigt. Umtausch bereitwilligst gestattet, oder auf Wunsch Kasse zurückgezahlt. Verantwortlicher Rebatteur: 3. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Maz Badina in Berlin, SW, Beuthstraße 2. " " " 39