Nr. 44 ♦ 3$. �ahrgattg Ausgabe B Nr. 22 Bezugspreis» BertfHSlirL 30,— dRt. monatUO.— Wt ftei in»»au», ootou» atildar. PaO» beras Ronall!» 10.- M!. ftfL Ru» («flungsaebilin. UntcrMtmjbanb füt TiM!chlanb unö Defltmt» 16�0 R!» füt Da» übrifli Anslanb Ott laylich » tinmaU Rnfttdune 21.50 R."Pofiot» fttllunqtn itehmtn an Otflectttch, Ungarn. Tschecha-Slawat«, Dane« Marl. öoDcno. wuttmoutg, ödjtotbtn cnb)it Schrot«.— ätnatttoata« bif Poll-;timna»-S«!«liftt. Drr.Sanoort«* mti btr Sonnraa» btttagr.Boll a. Stil* trichtntt roorotm räyiich zrotimal Sonnlag« nnt Süa» tag*•intnaL Ttltgramm-Äbrtise J(a)taiOcnio(cat Beclta'. Abend Ansqabe BcHiitcr Volksbleltt (20 Pfennig') Anzeigenpreis s ®tt atfelgtiüaittnt NonpartIIIt?.tl»t loiletS,— R�Ztm-rnngszuichlagSo«/, «aiam« Anzeigen- Oof'«:!• geönWlt-Bon 1,— W.(julatftg zroti •tttgtonntl» Lorrtl. fbtt rotitet» War? 60 Big. Eltlltngtluche unö Schloffteütnonittgen eo? tritt Wo« SÄ Pig. tdt« rottttrt Wort 40 Pig Korrt fibtt 15 Buchstaben tähltn füt iroti Won«. Ttutrungszulck ao 50°,» �amtlltn-Anitigtn für?lbonntnttn Kelle Z— M, volllilcht unb ae» wtrlichalllicht Bettln«» Bn'ttgtn 3,— Ml. bit Keilt ahnt Aufschlag, Bnztlgtn füt bit naröilt Siummtt miillen bis» Ahr naa mittag» im Haumgescha'l. Berlin SW i. Linden» hrahe 3. abgegeben werden� Geöffnet »an 0 Uht'tüi) bis 5 Uhr abttiiM. Zentralorgan der rozialdemokratifcben Partei Deutfchlandg Neüaktion und Expedition: Sw. 05, Linöcnstr. Z �ernsvrettier: Am: Morivpla», Nr. 15190—1511)7 Pumiki'MiiiBBiiwiiiiiiMi i Donnerstag, den J57. Januar 19'41 vorwärts-veriag G. m. d. H., EW. öS, Linöenftr. Z Zzeruivreltieri«rm Morinpla«. Nr. 1,7 33— Xt Mitteleuropäisihe wirtsihaftskonferenz roten, 27. Zannar.(Iii.) Einen wichkigen Punkt der Pariser verolungen bildet die Ergänzung der Kre'.i hilfe durch eiu« wlrischafiliche Annäherung der aus dem Zusammenbruch der 2No- uarckiie hervorgegangenen Slaaten. Als eine Vorbedingung für eine Gesundung Oesierrelchs betrachtet man die wirtschaftliche Kon- solidicrunz ganz ZNitteleuropas. Der Aussprache über dieses Pro- blem soll die roirtschaftskonferenz der Aack) folge- ll a a t e n dienen. Oesterreich ist vor elwa zwei Monaten von der roiencr Reparaiionskommission zu dieser Äonsereuz eingeladen worden.» Vor einigen Tagen hat die Regierung auf telegraphischem Mege die Verständigung erhallen, dasj die Sonserenz etiva Mitte Februar slatlflndeu soll, doch ist ihr noch kein Ort der Sonserenz mitgeteilt worden. Daß Portorose in Aussicht genommen worden sei. hat man in Wim erst ans den gestrigen Aeußerungen des tschecho-flowatischen Aichenmlnisters erfahren. Als mntmahliche Konferenzteilnehmer gelten neben den Mitgliedern der Reparations- kommisflon die Vertreter Oesterreichs, der Tschecho- Slowakei, Polens, Zugoslnwiens. Rumäniens. Italien und Frank- reich haben die Absicht kundgegeben, ebenfalls Sondervertreter zu entsenden. Die Teilnahme Ungarns ist aus Gründen, die mit der Ralifi'ierunz des Friedensvertrages zusammenhängen, noch ungewiß. Sie wird aber als wahrscheirtlich betrachtet. Eng- land und Amerika setzen sich auch für die Einladung Deutschlands ein. Von englischer Seite ist wiederholt betont worden, daß nur wenn Deutschland daran teilnehme, die VerHand- t'lngen wirklich erfolgversprechend sein könnten. Dennoch ist eine Einladung bisher an Deulschland nicht ergangen. Sie wird vom Llusgaitg der Pariser Verhandlungen abhängig gcmachl werden. Paris, 23. Januar.(MTV.) Nack, dem.Echo de Paris'' soll Lloyd George zu der sfrage der U n r e r sl n tz u n g Oesterreich» erklärt haben, daß nickt ständig eine Wobliätigteittpolitit beiticben werden könne. Grohbritannien und die Vereinigten Slaaten hgilen bercil» 14 Millionen Pfund Sterling vorgcschosien. Vor allen Dingen müßten diejenlgeu Staaten Oesterreich zu Hilfe kommen, die aas der Austeilung Oesterreichs Ruhen gezogen halten. Briand habe ertlärt, die Alliierten seien dock gcwiiier- maßen für die sckivurge Lage Oesterreicks verantwortlich. Sir bälien e» dock zerstückelt. Lloyd George habe sich dann schließlich damit emveistarrScu erklärt, Oesterreich durch SraatSlrediie zu helfen._ Die Anerkennung öer Ranöftaaten. Paris, L7. Januar.(MTB.) Amtlicher Bericht über die gestrige Nachmittagssitzung der Konferenz. Die Konferenz hat um 4 Uhr begonnen und eine kurze Sitzung abgehalten. Sie beschäf- tigte sich mit der rechtlichen Anerkennung der baltischen Staa- ten und der Staaten im Kaukasus. Es wurde beschlossen, schon jetzt Estland und Lettland rechtlich anzuerkennen. Die recht- liche Anerkennung Litauens ist sympathisch aufgenommen wor. den, aber jede Entscheidung mäste aufgeschoben werden bis zrir end- gültigen Regelung der Frage van Wilna, mit der der Völkerbund betraut worden sei. Di« Konserenz erklärte formell, der Anerkennung Georgien» günstig gegenüberzustehen, wenn seitens dieses Staates ein formelles Ersuchen gestellt wird. Der Vertreter Ge> orgiens in Paris wird sofort in diesem Sinn« bescheiden werden. Die heutige Sitzung der Konferenz wird Entscheidungen treffen über den Bericht der militärischen, maritimen und Lustfachverständigen. Di? wieöergutmachuny. London. 27. Januar.(MTB.) In der Reparation-. frage stehen einer Pariser Reutermeldung zufolge die Engländer zu den auf der Voulogner Konferenz niedergelegten Ziffern. Der britische Standpunkt werde vollkommen von der belgischen De- legotion unterstützt, die die sofortige Fes setzung der deut- schen Gesamtentschädigungssumme wünscht. Die französischen Delegierten scheinen bereit zu sein, die Zahlen anzunehmen, jedoch unter der Bedingung, dost Frankreich nachträglich gewisse Zuge. ständnisse erhält, dag ihm bestimmte Vorzugsrechte gewährt werden, und daß die interalliierten Schulden gestrichen werden. Dies ist, Reuter zufolge, die Lage. Es besteht jedoch Grund zu der Hoff- nung, daß im Verlaufe der nächsten Tage ein gemeinsamer Boden gefunden werde, auf dem sich die Alliierten in dieser wichtigen Frage einigen könnten. Paris, 27. Januar.(MTB.) Räch einer Havosmeldung aus Glasgow erklärten die Qchissbauer des Clyde, wenn ihre Industrie sich im Zustonde der Auszehrung befinde, so liege dies nicht nur an der Erhöhung der Produktionsunkofen, sondern auch daran, daß die Regierung 400 deutsche Schiffe oertauft habe. Die Schifsbaugeftlstchaften haben in diesem Jahre nicht eine einzige Bestellung von Schistsneubauten erholten. Sie suchen die Regie- rung davon zu überzeugen, daß Großbritannien den Restbetrag von 300 000 Tonnen Schiffsraum, den Deutschland noch zu liefern habe, nicht benötige. » Paris. 27. Januar.(MTB.) Marschall Fach ist heute vor- mittag von Poris noch London abgereist. Gegen üie Gewerkfck a�szerftörer. halle, 27. Januar. lEigener Drahtbericht des„Vorwärts".) Nachdem in halle ein Verband nach dem anderen durch die das ganze Proletariat schädigende Miiäerarbeit der Kommunisten unter- graben worden ist und die Gefahr einer vollständigen Lahmlegung praktischer Gewerkschaftsarbeit besteht, haben sich Gewerkschaftler der S.P.D. und U.S.P.D. zu einem gemeinsamen Kamps gegen die Zersplitterer der Gewerkschaftsbewegung zu- sammengeschlosten. Am Mittwoch, den 20. Januar, fand in halle eine von beiden Parteirichtungen gleichmäßig stark besetzte Sitzung statt, in der einstimmig beschlossen wurde, der kommunistischen Wühlarbeit mit energischer Entschlosienhcit entgegenzutreten, um die organisierte Arbeiterschaft vor unermeßlichem Schaden zu be- wahren. Für die weiteren Arbeiten wurde eine Kommission ge- wählt, die Maßnohmen ergreifen soll, um die Gewerkschaften auf ihrer bisherigen Grundlage zu erholten. Da das Hallesche Gewerk- schaftskartell durch feine Beschlüsse in der letzten Kartellsitzung sich außerhalb der Richtlinien des Gewerkschaftsbundes stellte, forden die Kommission auf, bis auf weiteres keine Kartellbeiträge zu ent- richten. die Parteispaltung in Italien. 0. L., Rom, 23. Januar. Man muß ein sich gewaltsam vordrängendes Gefühl der Bitterkeit zurückweisen, wenn man dem Parteitag von Li- vorno gerecht werden will. Gewiß stimmt es bitter, daß man die so sorgsam gehütete und so doch eingeschätzte Einheit hat in Scherben gehen sehen, ohne für sie ein anderes wert- volles Gut einzutauschen: die Klarheit. Aber die Bitterkeit quillt doch aus der übertriebenen Erwartung, die uns vergessen ließ, daß Klarheit kein Parteitagsgeschenk sein kann, sondern nur das Ergebnis tapferer und ausdauernder Arbeit cm uns selbst. Bielleicht hat uns der Kongreß von Livorno die Bor- bedingungen für diese Arbeit gegeben. Hat sie uns gegeben, nicht durch Programme und Prinzipienerklärungrn, sondern indem er eine tatsächliche Gruppierung schafft, die unabweis- bar auf Klärung drängt. Bom prinzipiellen und theoretischen Standpunkt aus be- trachtet, gibt es nichts Widerfinnigeres als die italienische Par- teispaltung: sie ist gewissermaßen das Fleisch gewordene Ab- surdum. In der Partei gab es zwei große kommunistische Gruppen, die gemäßigten und die reinen Kommunisten, die sich eins waren über das Programm: Gewaltanwendung und systematische Vorbereitung auf sie, Diktatur, Sowjetrepublik, Annahme der 21 Punkte. Diese beiden Gruppen trennte eine Nuance, die auf dem Parteitag durch die Annäherungsversuche Graziadeis(reiner Kommunist) und Baratonos(ge- mäßigter Kommunist) noch abgeschwächt wurde: die reinen Kommunisten wollten die„sozialistische Konzentration" nicht bedingungslos ausschließen, wie das von Moskau gefordert wurde, sondern den Ausschluß nur verhängen, falls sie nach der Annahme der 21 Punkte diesen zuwiderhandelten. Hier lag das einzig Trennende, soweit es in Worten zum Ausdruck kam und in Formeln zu bringen war. Trotzdem sind die reinen Kommunisten aus der Partei ausgetreten, obwohl die bolschewistischen Erklärungen der gemäßigten Kommunisten bis dicht an den Rand des Vorstellbaren gegongen waren. Hatte doch Baratono es fertig gebracht, zu erklären, daß er auch bereit wäre, sein Land aufzuopfern, wenn dies im Interesse der Revolution notig wäre, einer Revolution also, die über den Körper des italienischen Proletariats hinwegge- schritten wäre! Die Scheidung Ist somit zwischen zwei Gruppen erfolgt, die prinzipiell und programmatisch ganz auf dem gleichen Standpunkt stehen oder doch zu stehen glauben, die im Augen- blick der Trennung diese Gleichheit in schärfster Weise zum Ausdruck gebracht haben, und unter denen ein großer Teil von hüben und drüben den ernsten Willen hatte, die Schei- dung zu vermeiden. Sie ist zustande gekommen, nicht von innen heraus, sondern durch einen Druck von außen: nicht als logischer Ausdruck einer Situation, sondern als Folge aus- wärtiger Machtanwendung. Es genügt, sich den letzten Verhandlungstag, den Bor- Eine faustdicke Lüne"�tag des sechsten Tages, vor Augen zu halten, um mit der ., e» n, f v größten Deutlichkeit zu erkennen, daß dis Spaltung von Das kommumstisch« Blatt sur Holl« Der�KMenkam? und � � Z � t r a l k o m i t e e d e r D r i t t e n I n t e r n a t i o- irn» Zentrolorgon der VK.P.D.„Die Rote i�ahne brachten zu�ale gewollt war, daß Kabatscheff den Auftraz halte, gleicher Zeit am Munvoch abend m fetten Letienk die fo.gcnd« � um jgjjgn und unter allen Umständen durchzu- Oberschlesier! Nur noch Venige Tage, dünn ist die Frist zur Em- tragung in die Sümmliste unwiederbringlich verstrichen. Wendet Euch sofort an die nächste Ortsgruppe der Vereinigten Verbände Heimaistreuer Oberschlesier Notiz: Die S.P.D.- und die U.S.P.D.-Cewerlschastsfunktionäre von hall« für den offenen Brief der D.K.P.D. und gegen die Gewerk- fchaflsbureoutratie: .Nach einem Referat des Genossen Weyer stellte sich gestern setzep. Es wurde da in einem endlos langen Schreiben der italienischen Partei auseinandergesetzt, daß ihre Reformisten die allerschlimmste Sorte wären, die eigentlichen Verräter der da, Hallesche Eewerkschaft-kartell hinter die Ford-rÜngen' der Revolution, daß die ungarische deutsche, bayerische und sin- V.K.P.D. Zugleich erhob das Kartell den schärfsten Protest gegen! landische Revolution eben an den Reformlsten zugrunde ge- die Maßnahmen der Eewerkschafisbureautratie. Der Vertreter gangen wäre. All das ermüdete den Parteitag mehr als es ihn überzeugte, wie ihn die Beispiele und Vorschriften aus dem Osten über jugosiavische und griechische Gewerkschaften. die der Dritten Internationale angeschlossen sind, über bulga- der U.S.P.D., der S.P.D. und unsere Genossen stimmten gemein sam für einen Antrag, diese Frage in dem gleichen Sinne in der harschen Oesscntl.chkest in drei großen Gewerkschoftsoerhandlun- gen zu behandeln." Der Inhalt dieser Meldung hat mitder Wahrheit nicht» zutun. Er stellt eine aus den Fingern gesogene Erfindung der Kommunistin dar. Tetsache ist, daß das»Gewerkschaftskarlell b!» auf wenige S.P.D. und UK.P.D.-Delegierte sich nur aus Kommunisten zusammensetzt. Durch die mit allen rischen Kommunismus usw. ermüdet hatten. Der Dritten Internationale erscheint ojfenbar Italien als eine Art Balkan- staat, der heute zum erstenmal die Schwelle des politischen Lebens überschreitet und in jeder Hinsicht leHibedürftig ist. Ueber dreißig Jahrhunderte Geschichte scheint der Bericht- MÜITL" Terror»'und' der Ve�im�ngnäch�m Rezept von Moskau betrieben« Arbeit hat man es dahin gebracht, � � Kabatscheff daß nun die Kommunisten im Gewerkschaftskartell fast°. n � Rersuch zu uberzeugen, und unter s.ch sind. In der fraglichen Ec�rkschaftskartellsitzung � j Kl J W 1 man es nur zu einer Abstimmung für den Antrag, sich hinter tüe! � � chl�ßen oder'ch außerhalb der Dntte-t Inter- Fordeningen des offei�n Brieses u" Ä Ä d-- Reformisten oder gegen tüe Re- volutian. Die. Reformisten behalten wollen, hieß der rusilsche» Revolution in den Rücken fallen. aber zu einer Gegenobstimmung. Absage an die Kommunisten. Die Chemnitzer Betriebsräte nahmen in einer Dollver- Wer den fanatischen, gleichsam religiösen Kultus kennt, den das italienische Proletariat mit allem treibt, was russisch sammlung zu dem offenen Brixf der Vik.P.D. Stellung, ist, seinen treuherzigen Wunderglauben an das Die Abstimmung über ihn brachte �den Kommunisten eine klägliche rusilsche Eden, den hypnotischen Reiz, den die Legende der er- Niederlage. Er wurde gegen die Stimmen der Kommunisten a b- lösenden Gewalt namentlich auf die jungen Leute ausübt, der gelehnt.) kann die Wucht des Druckes ermessen, den Moskau in Livorno Auf der Generalverfammlunz der Vremerhaoener ausgeübt hat. Man sage nicht, daß es für alle ein abgekar- Metallarbeiter brachten die Kommunisten die bekannten Stutt- tertes Spiel war. Viele haben sich im besten Glauben der g arter Forderungen in Form einer Resolution ein. Auch Forderung gebeugt, weil sie überzeugt sind, daß es zum Besten hier holten sie sich eine glatte Niederlage. Mit überwältigender der Revolution sein muß, was Rußland fordert. Im Gefühl Mehrheit wurde die Resolution abgelehnt. jder Massen findet die Spaltung ihre Rechtfertigung in der Gefolgschaft für Rußland. Man hat jene internationale Ein- heit gerettet— oder glaubt sie gerettet zu haben— die Era- ziadei höher enschlägt als die nationale. Daß angesichts einer solchen Alternative die Spaltung zustande kam. darf nicht verwundern; verwunderlich ist nur. dc.ß unter solchen Umständen Moskau auf der Spaltung be- standen hat, die seine Truppen viel mehr geschwächt hat, als die der Partei. Bekanntlich haben die Einheitskommunisten 98 028 Stimmen erhalten, die reinen Kommunisten 58 783 und dsie sozialistische Konzentration 14 695. Als Kabatscheff zu- legt das Wort nahm, war durch ein minimales Zugeständnis die Einheit zu retten. Dieses Zugeständnis blieb aus, nicht etwa, weil noch Chancen bestanden, die Einheitskommunisten zum Nachgeben zu zwingen, sondern im vollen Bewußtsein. dieSpaltung herbeizuführen. Die Dritte Internationale konnte die große, einige Partei bewahren und hat es vorge- zogen, sie zu spalten. Welchen Zwecken diese Politik de? „Spaltung um jeden Preis" dient— eins Politik, die in Jta- lien eben die Reihen von Moskaus Getreuen gespalten hat—, das wird sich wohl erst aus der Perspektive größerer Zeltent- fernung verstehen lassen. Die Machtprobe der Dritten Internationale ist geglückt: die Parici ist gespalten worden. Die Folgen dieser Spaltung werden sich aber voraussichtlich im wesentlichen dem Einfluß Moskaus entziehen. Die.Tatsachen selbst werden darauf hin- drängen, einer des inneren Sinnes baren Gruppierung einen Sinn unterzuschieben. Wir wollen annehmen, daß ein Viertel der Gesamtpartei in die neue kommunistische Partei übertritt. Auf dem Partei- tag von Bologna zählte unsere Partei 1891 Sektionen mit 81-69 Mitgliedern: heute zählt sie 4367 Sektionen mit 216 327 Mitgliedern. Es würden also rund 54 000 die kommunistische Partei bilden. Bon 156 Mandaten werden etwa 30 ihr ver- bleiben: in den 2200 Gemeinden, die unsere Partei verwaltet, sollen beide Parteien gemeinsam die Verwaltung weiterführen, was wahrscheinlich in der Praxis undurchführbar sein. wird. Was wird nun diese neue"Partei mit ihren 54 000 Mit- gliedern und 30 Abgeordneten praktisch durchsetzen, was mit demselben Programm, derselben Absicht, demselben Wunsch, Moskau zu Diensten zu fein, die dreimal so große sozialistische Partei nicht durchsetzen könnte? Nun sagen freilich die„reinen Kommunisten", daß die Ohnmacht der sozialistischen Partei durch die Nesormisten bedingt ist, so daß die neue Partei, bloß weil sie von diesen befreit ist, ganz anderes erreichen wird. Diese Ausrede zog, solange die Reformisten noch als Sünden- böcke gelten konnten: ohne sie wird die krasse Ohnmacht zutage treten, sind mit dem Bewußtsein der Ohnmacht die Putsch- Politik, der die ganze innere Lage und vor allem der Fafzis- mus, das italienische Orgeschstreben, den Boden bereitet. Um sich von der sozialistischen Partei zu unterscheiden, wird die kommunistische nach links rücken, zu den Snndtkalisten und Anarchisten, denen von Moskau so warme Sympathien entgegengebracht werden. Und dadurch wird sie die zur P u t s ch p o l i t i k neigenden Elemente an sich ziehen, die an- deren aber abstoßen. Um dieselbe Macht der Tatsachen, die die Kommunisten nach links drängt, wird die sozialistische Partei nach rechts drängen, d. h. nicht im Moskauer Sinne zu einer Schar von Sozialverrätcrn und Schergen der Bourgeoisie gegen dte russische Reoolution machen, wohl aber auf den Boden der praktischen Arbeit weisen. Der reinkommunistische Redner T e r r a c i n i hat wenig Glauben an seine Sache, aber vielleicht einige Fähigkeit zur Voraussicht bewiesen, als er sagte: Wenn Ihr die Reformisten in der Partei behaltet, wer- den sie über ein kurzes wieder die Leitung in chänden haben. In der Tat wird die erwiesene Unmöglichkeit der sozialen Ne- volution, als ein dicht bevorstehendes Ereignis, das in den Vordergrund rücken, was heute Reformismus heißt, was aber die s o z i a l i st i s ch e Tagesarbeit ist, die den Boden pflügt für die Saat der Zukunft. Und den Beweis der Un- Möglichkeit der sozialen Revolution wird die kommunistische Partei in Bälde erbringen. In diese Zwangslage hat sie der Parteitag von Lioorno gebracht, bei Strafe der Lächerlichkeit. Die neue Partei hat nur zu wählen zwischen Tragödie und Posse. Theater in öer Königgrätzer Straße. Jekaterina Iwanowna von Leonid Andrejew-f. Leonid Andrejem wurde von dem Blitz des Schicksals frühzeitig erschlagen und davcr bewahrt, jahrelang von der Hungersnot seines Landes und der geistigen Fäulnis seiner ielbll oerzehrt zu werden. Nicht mehr beantwortet er die Frage, ob wirklich eine einzige Krän- kung, zugefügt einem Weibe von dem Manne, ausreicht, um des Wribts sittlichen Halt für alle Zeit zu zerstören. Als er vor zehn Iahren nun dieses Stück schrieb, verteidigte er diesen Gedanken. In- zwischen ist die russische Welt auch etwas bunt geworden. Man räumte den Frauen des Sowjetstaates die Rechte der Männer ein. Man erstaunt, hielte man sich nur an Andrejew, daß ein so wenig widerstandsfähiges Geschlecht zu solcher Ebenbürtigkeit ausgewählt werden soll. Und man denkt: Wenn die Frau, nur einmal gründlich gekränkt, schon eine Messalina von niederen Graden werden kann, dann muß sie doch zu einer minderwertigen Rasse gehören. Andre- jem meinte vor einem Jahrzehnt, das ist nicht so. Sie ist zu ver- teidigen, obwohl sie schon so eilig untergehen kann. Er hat zur Verteidigung von Jekaterina Iwanowna sein Stück geschrieben. Es beginnt mit drei Revoloerschüsien Stibiiews, des Dumaabgeordneten. auf die Gattin. Die Schüsse gehen fehl. Sie hat Ihn auch nicht be- trogen. Die Hände, die sich zum Schwur heben:„Bei dem leben- digcn Gott.. bekräftigen Wahrheit. Der Betrug folgt erst in der Einsamkeit. Dann ist das männliche Werkzeug Katarinas irgend- etwas Männlickies, ein Jämmerling. Aussöhnung und Erkenntnis, daß dieser Ehebruch nichts als Not war. Dann aber ist der böse Trieb der Frau erwacht. Sie kommen alle daran, des Gatten Bruder, Freunde, Feinde, alle. Wird er noch einmal schießen und jetzt besser treffen? Nein, er ist unrettbar verloren und betrogen. Er muß alles geschehen lassen. Die Sünderin geht von ihm, sie hat beinah das Recht, ihn zu segnen, von ihm eine Rechtfertigung ihrer Schamlosigkeit zu verlangen. Es ist eine schwierige Frau, sie bat einen gusgeklügelten Charakter. Sie ist das ungeheure Lügengefäß. Man möchte sich entschließen, sie darum eine sehr russisch? Frau zu nennen. Es wäre falsch Die Sünderin aus einmal gekränkter Ehre gehört zu einer großen europäischen Familie. Andrejew schielte zum Seineboulevard, als er sie sah. Sein Stück wgrde zwiespältig, es wurde Sudermonn, xz wurde Henri Bsrrch'ein, es wurde internatio- vale Ware, nicht gerade blendender Talmi, aber doch etwas Halbes. Rur eines lie" e sich mit Krafit-Ebing und ähnlichen Kronzeugen beweisen: Gerade dann, als Katarina das Gemeinste tut, bittet sie, man möge künstig mit einer besser trefsenden Kugel nach ihrem Leben zielen. Russisch ist an dem Stück trotzdem die ungeheure Ge- sühlsübcrschwänal'chkeit aller Männer. Sie halten nicht an sich mi: ihrem lvrilchen Wort. Sie kennen den Sport noch nicht, mit der Zunge D illen für ihre Rebenmenschen anzulegen. Rulsifch st die von Sven Eade sehr schön aufgestellte Bühne. Wenn die Männer mit ihrer uferlosen Selbstverräterei in die russische Scbneedämmcrung hineinreden, glimmen aus dem ab- nehmenden Abendrot die Stadllaternm auf. Und die Finsternis J. Gottlieb Achte über Vilhelm. Während die monarchistischen Afternationalistcn zum Heu- tigen Tage Unterschriften für den Mann in Haus Doorn ge- sammelt haben, lohnt es sich, die Stimme eines wirklich nationalen Denkers, eines berühmten Philosophen und zugleich Vorkämpfers für den deutschen Einheits- und Freiheitsgedan- ken über das falsche Mitleid mit vertriebenen Königen zu hören Wir zitieren folgenden Ausspruch: Man hat unter uns wehmütige Gefühle gesehen und bittere Klagen gehört über das vermeinte Elend so vieler, die aus dem größten lleberslusse plötzlich in einen weit mittelmäßigeren Zustand herabsanken, von denen sie beklagen gehört, welche in ihren glück- lichsieu Tagen es nie so gut hallen, als jene in ihrem größten Un- sterne, und welche die geringen Ueberbleibsel vom Glücke jener für ein beneidenswertes Glück hätten holten dürfen. Die ungeheure Verschwendung, die bisher an der Tafel eines Königs geherrscht hatte, wurde in etwas einge- schrankt, und Leuie, die nie eine Tafel hatten noch haben werden. wie jene Eingeschränkte, bedauerten diejen König: eine Königin hatte eine kurze Zeit lang Mangel an einigen Kleidungs- st ü ck e n, und diejenigen, welche sehr glücklich gewesen wären, wenn sie diesen Mangel hätten teilen dürfen, beklagten ihr Elend. Fehlt es auch unserem Zeitalter an manchen lobcnswürdigen Eigenschaften, so scheint wenigstens die Gutmütigkeit nicht darunter zu ge- hören.... Eine ausfallende Folgelosigkeit in unserer Den- kungzart ist es immer, daß wir so empfindlich für dag Elend einer Königin sind, die einmal kein srijches Linnen hat, daß wir dagegen den Mangel einer anderen Mutter, die dem vaterlande auch gesunde Kinder gebar, welche sie. selbst in Lumpen gehüllt, nackend vor sick) herumgehen sieht, indes in ihren Brüsten aus Mangel an Unterhalt die Nahrung austrocknet, die das Züngstgeborene mit entkräftetem Wimmern fordert, daß wir diesen Mangel sehr natürlich finden Mit diesen Worten hat Johann Gottlieb Fichte vor mehr als 125 Jahren die falsche Sentimentalität des Bür- gertums, den mit einem abgesetzten Monarchen getriebenen Tränendrüscn-Kultus gegeißelt. Genützt hat es nichts, wie heute der F a l l W i l h e l m lehrt, dem es noch immer unend- lich besser geht, als den meisten Leuten, die fein Los bejam- mern. Aber auch Ferdinand Lassalle hatte wohl Recht, als er sagte, über das deutsche Bürgertum seien seine großen Denker hoch und unerreichbar dahingezogen wie ein S ch w a r m K r a n i ch e.... Gin Gratulant. An der Spitze der„Deutschen Zeitung" prangt heute ein Kaiser- Gcburtstagsartikel„Dem Kaiser!" von Max Maurenbrecher. Vielleicht würde es mancher Leser für eine Schamlosigkeit halten, daß der Derfasier der„Hohenzollern-Legende" sich heute an den Monarchen heranschmcißt. Er würde diese Schamlosigkeit viel- leicht noch vergrößert finden, wenn er in dem Artikel Sätze wie den folgenden liest: Aber ebenso muß daran erinnert werden, daß gerade der alldeutsche Verband es war, der in der schwarzen Woche im November 1308, als vom Reichskanzler bis zu den Sozial- dcmokraken alles über den Kaiser herfiel, ritterlich vor den Kaiser trat. Im Jahre 1908 gehörte Max Maurenbrecher zur Sozial- demokratiel— Dennoch ergibt eine genauere Prüfung, daß mit dem Vorwurf der Schamlosigkeit Max Maurenbrecher u n» recht getan wird. Wir müssen dem Mann manches abbitten. Auch wir haben ihn anfangs für einen Ueberläufer erklärt. Aber jetzt sehen wir mit jeder Nummer der„Deutschen Zeltung" klarer, daß Max Maurenbrecher sich offenbar nur in das Lager der Deutsch- völkischen eingeschlichen hat, um diese Gesellschaft durch maßlose Ungeschicklichkeiten zu diskreditieren und durch karikaturistische Uebertreibungen ihres Stiles vor der ganzen Welt lächerlich zu machen. Gerade feine Kaiser- Geburtstagsfeier ist ein Schulbeispiel für dieses lobenswerte und treffliche Bemühen. Denn nach dem Artikel, der Wilhelm schein- bar feiert, schießt Maurenbrecher den tückischsten Pfeil gegen den Exmonorchen ob. der sich denken läßt: Er zitiert nämlich in führt die Worte, die sich verlieren. Selten fühlte man solche Stim- mung. Opernstimmung war es. Europäisch heldenhaft spielte Frau Höflich die Jekaterina Iwanowna. In der hohen, ruhigen Haltung zeigte sie eine er- areifende Monumentalität. Spricht dieser Blick der gewaltsamen Beherrschung mit seiner beinah brechenden, erstickenden Stimme, so verschw ndct jeder Einwand. Sitzen, starren und' tief betrübt sein, das ist die Macht der Frau Höflich. Aber sofort da sie mit der Stimme und den Bewegungen lustiger werden möchte, versagt sie. Sie sucht dann das Parkett. Sie ist nicht mehr die rührende Macht. Sie wird zur Schauspielerin des Durchschnitts. Darum konnte sie in zwei Akten groß sein, daher mußte sie in zwei anderen Akten mit technischen Dingen sich quälen. Es flackert dann nur aus ihr. Es leuchtet nicht mehr. Paul Bildi war der strafende Gatte, der schlechte Schütze, an dem sich die Unsicherheit der Hand rächt. Die Rolle ocrlanqt, daß der Schauspieler niemals lächerlich wirkt, daß er stets traaisch und erträglich bleibt. B ldt bezwang diese Schwierigkeit. Ernst Dern- bürg spielte überlegen und gelösten einen pariserisch abgebrühten Moler und Frauenkenner. Herr Römer hütete stcki, als schäbiger, hinterlistiger Liebhaber allzu kleinlich zu sein. Regisseur und Schau- spicler verständigten sich auf einer erbaulichen M ttcllinie. Ernst Pröckl war der gerade Junge, der Messalina verfallen soll. ____ Max Hochdorf. Böget aus den Telcgraphendrähten. Zu den Lieblingsplätzen vieler Vögel, besonders der Schwalben, gehören, wie jeder weiß, die Telegraphendrähte, die manchmal stellenweise ganz bedeckt sind mit Vögeln, die sich auf diesem luftigen Aussichtspunkt ganz be- sonders wohl fühlen. Nim sind aber du Telegraphendrähte, namentlich die Leitungen zwischen stark benutzten Stationen, fast ständig vom elektrischen Strom durchflössen, und daher liegt denn vor allem die Frage nahe, woher es kommt, daß diese„elektrische Sißgelegen- heit" den Vögeln keinerlei Unbehagen verursacht. Diese Frage ist indessen verhäitirsmäßig einfach zu beantworten. Zunächst kämmt der Vogel überhaupt nur mit dem einen Vol der elektrischen Leitung in Berührung, während gleichzeitig die ihn umgebende trockene Luft als Isolator d'ent. weshalb man die Vögel auch meist bei trockener Witterung auf den Drähten sitzen sieht. Ferner entsteht dadurch, daß der Vogel mit beiden Beinen auf dem Draht sitzt, ihm also zu gleicher Zeit an zwei Stellen nahe kommt, ein Nebenzweig, der sog. Nebenschluß, der den durch den Draht laufenden Strom wesentlich abschmächt, so daß der durch den Körper gehende Strom schließlich ziemlich schwach ist. und daher von dem Vogel, um so mehr als der Vogelkörper überhaupt wenig empfindlich oder zumindest sehr w der- standsfähig gegen diese elektrischen Einflüsse zu sein scheint, wahr- scheinlich nicht unangenehm empfunden werden wird. Eine wiedergefundene Skorm-Erinnerunq. Eine Storm Er- innerung, die v«r chollen war, ist jetzt in Husum wiedergefunden worden: es handelt sich um einen allen Grabstein, von dem der Dichter in seinen„Zerstreuten Kapiteln" erzäh't. Bei einem Gang über den herbstdunkeln Hnsumer Kircbbof fällt ihm da ein Grabstein auf, dessen erste fünf Zeilen er entziffert und mitteilt. Wie Felix einem Anlo.zeartitel Wilhelms Randbemerkungen zu den Kriegsakten. Natürlich tut Maurenbrecher mit gutge. spiclter Scheinhciligkcit so, als wolle er dadurch Wilhelm nur in gün; iges Licht setzen. Aber der Fuchs weiß am allerbesten, daß jeder auch nur halbwegs denkende Leser auf den Rücken fällt, wenn er liest, wie sein vergötterter Exmonarch schulbubenmäßig„Ha- lunken" auf die Engländer,„gemeiner Hundsfott!" auf Erey schimpft, und seinen Erguß gegen den seindlichen Vetter mit deu Worten schließe Unsere Konsuln in der Türkei und Indien, Agenten usw. müssen die ganze mohammedanische Welt gegen � dieses verhaßte, verlogene, gewissenlose Krämervolk zum wilden Aufstand entflammen. Denn wenn wir uns verbluten sollen. soll England wenigstens Indien verlieren. Trefflicher als durch diese Sätze tonnte den Lesern der„Deut- schen Zeitung" wahrlich nichts zu Gemüts geführt werden, welch irrsinniz-dilrtlantischer Narr ihr Wilhelm auf politischem Gebiete war. Bravo, Max Maurcnbrccherl Gefaßte Schieber. In allerletzter Zeit ist man außerordentlich großen B e r- schiebungen von Düngestickstoffmitteln, Kali und Stickstoff über die holländische Grenze auf die Spur ge- kommen. Etwa 30 Personen find verhaftet worden, die ihrer Aburteilung entgegensehen. Der Berliner Vertreter einer Kölner Firma, in deren Geheimbüchern man eine Buchung von 350 000 M. zur Erlangung von Ausfiihrbewilli- gungen fand, wur�e verhaftet, obwohl er eine Kaution rem einer Million Mark stellen wollte. Im einzelnen erfährt die B.L.-Korrespondenz: Die Verschiebungen von Kunstdüngemitteln, deren Deutschland gerade jetzt so dringend bedarf, haben«inen Umfang angenommen, daß das Rcichsernährungsministerium und das Preußische Land- wirtschaftsministcrium zuständige private Organisationen aufzcfar- dert haben, alle Fälle, welche Verschiebungen von Kali oder Stick- stcff betreffen, schnellstens zur Kenntnis der Behörden zu bringen, damit gegen die Urheber dieser die Landwirtschaft auf das schwerste schädigenden illegalen Verkäufe an das Ausand vorgegangen wer» den kann. Welchen Umfang die Erenzschmuggelcien angenommen haben, geht aus dem Umstand hervor, daß augenblicklich in M a a st r i ch t nicht weniger als 30 Eisenbahnwaggons Chlor(alt um und 20 Waggons Stickstoff angeboten werden. die über die holländische Grenze geschmuggelt worden sind. Diese großangelegte Schiebung, die einen Wert von 5 Millionen Mark übersteigt, war nur dadurch nLglich, daß mit Hilfe ungetreuer Be- amten diese Mengen Düngemittel die deutsche Grenzstation passier- ten. Eine Untersuchung hierüber ist bereits eingeleitet.worden. Im übrigen bedienen sich die Schieber, die nachgewiesener» maßen mit belgischen Offizieren in Verbindung stehen, um inner- halb des besetzten Gebietes nach Belieben die auszuführende Ware zu transpcrticren, solcher 5)IntcrmSnncr, die beim Kommissar für Ein- und Ausfuhr in Verlin sich Auefuhrbewilligungen zu ver- schaffen wissen. So wurde vor einigen Tagen bei der Kölner Firma Münk, T ch w o r z s ch! l d u. Co., die in dem Verdacht steht, an den' Schmuggeleien beteiligt zu sein, Haussuchung abgehalten. Iii dem Geheimbuch der Firma befand sich ein Posten von 350000 Mark für Erlangung von Aussuhrbewilligungcn. Darauf wurde der Berliner Verttc.cr der Firma auf Antrag der Staatsanwalt- schaft in Köln in Haft genommen. Das bei ihm aufgefundene Material war so belastend, daß die DeHörden es ablehnten, den Festgenommenen auf freien Fuß zu setzen, obwohl die Kölner Firma stch bereit erklärte, eine Kaution von einer Million Mark zu zahlen. Um die Schiebungen wenigstens einigermaßen einzu» schränken, ist jetzt an der holländischen Grenze ein Automobil- Kontrolldienst eingerichtet worden, durch den bereits eine ganze Reihe von Schiebungen verhindert werden tonnten. Nicht me- niger als dreißig Schmuggler wurden in kurzer Zeit verhaftet. Schon in den nächsten Tagen findet in Düsseldorf ein Prozeß gegen 14 Persyuen statt, die bei dem Versuch, einen Zug mit Düngemitteln über die holländische Grenze zu brin» gen, abgefaßt worden sind, und bei dem die Tätigkeit gewisser Behörden in einem ganz eigenartigen Licht erscheinen dürste. Schmeißer in der Zeiischnst„Niedersachsen" berichtet, war dieser Grabstein später zwi.chen den alten Gräbern des Neustädter K rch- Hofes und des St. Iürgens-Friedhofus trotz allen Suchenz nicht mehr auizusinlen.„Des Dic! ters letzter Sohn, Iustizrat Ernst Storm, erzählte mir zwar noch kurz vor seinem'Tode, daß er sich noch gut des schönen Frühlingstages baid nach der Heimkehr aus der Verbannung entsinne, wo er mit seinem Ba'er über den Neu- städter Kirchhos geschritten sei und sie den alten Stein gesund«» und sein« untersten Schriftreihen mit den Handstöcken von der Erde bloß- geiegt hatten." Nunmehr hat sich durch einen glücklichen Zufall das aide Grabdenkmal in einer Blldhatierwcrkstätte wiedergesunden, wo es unbeachtet als Arbeitstifch diente. Auf der 1,14 Meter hoben, oben abgerundeten Platte aus Obcrkirchcner Meserlandslein läßt sich die Inschrijt auch mit der von Storm nicht entzisferten Schluß- zeile sowie der Name der hier ruhenden Toten feststellen: sie lautet: ..Het Leden hier eeleden/ Het Sirnden hier gestreden I Ik was het Lewen mocd/ Jt zog adju myn Bricndcn/ Gy zult my nlet mehr vienden/ Jt hoop na Jesus to. Katrina Jansen." Die alte Grab- platte, deren In'chrift in iteer schwermütigen Resignation etwas von Storms eigener Weltanschauung atmet, ist nunmehr dem Hu- sumer Museum übergeben worhen. Französische Wohlfahrtsmarken. Das fra"wsilche Rote Kreuz hat eine Reihe von künsttasch ousaeführten Markensätzen ausge- geben, die in schönem Farbendruck die Porträts franzöfischcr Gene- rale zeizen. Sie tragen die Ausschrist:„Lroix ttou?e kstan- Caise Association rtes Daincs Franeaises". In der linken Ecke befindet sich ein kleines rotes Kreuz, und unter den Bildern steht der Name des Generals. Dic Marken des Noten Kreuzes sind wie die gewöhnlichen Pestwcrtzeichen auf der Rückseite gummiert und von den Post zur Freimachung der Briessendungen nach Maß- gäbe ihres Wertes zügelnsten. Von den jetzt im Verkehr befind- lichen französischen Postwertzeichen haben sie jedenfalls den Vorzug der geschmackvolleren Ausgestaltung voraus. Nnö Ebriitta»?)'rrgrns!ernS Nachlnn ist d!e?lil?gabe einer neuen Sanimlimg(im Bercog Viuvo Cnisirer» in Porbeieiluug. ileber dl«„Vntllebnng des Tbeatcrs-' Ivricht auf Einladung der BolkebiUnie E B. Prot. Tr. Max Herrmann am Sottn'ni, den 30. ftarnrn, obeubä Tl, l!6r in der Aula bei cAymiiaüilgiS zum Gcaiifn(lioiter. Ein. Intztailcn zum Preise von ILO ilH. in ber Voitsdühne, bei Tietz und an ber Abcnbwsle.'' Tie„Biilsue Knftinft« kündigt Ibne erste bleZjäbrige Venanstaltimg an: Arestag. LS: Januar. 8 Mir abends. RoSw tga-Saal, Eüyomgln«, 8. Öans Veln mann liest Klabunb, WilbganZ. Lalter, Aieyring ü. a. m. Haut Hmtig spielt eigene Kompositionen. Der Verliuer Hisioriter Theodor Schientamt ist im 73. Lebensjahre gcstotben. Tie erste Tchulknnst-Aiisstellnng in Berlin eröffnet der Bund sür(gchulliinsi-Sltisiiellmigeti am Sonnlag, den 6. Februar, in der Sop.ien- schule. Leinmciucrsir. lg. Tic EcicUschaft für Nqnnrien- und Terrarienkunit veranstaltet am Sonnlag. den 13. Februar eine Führung durch die Aewächshäuser des Botanischen KaiicnZ in Dahlem. Gäste und Iniereslenien sind hierzu eingeladen. Treffpunll Dablcm. Botanischer Gailcn, Eingang Wirtlchajtshos, Unter den Eichen vonnittag« 10 Uhr. Die Führunz ist losteulo». Hraun�wekger Krisen. Im braunschweigischen Landtag«rklärten am Mittwoch bei der Beratung des Etats des Staatsministeriums die Führer sämtlicher bürgerlichen Fraktionen, daß ihre Parteifreunde der bestehen- den rein fozialistiichen Regierung kein Vertrauen entgegen- bringen und folglich den Etat in seiner Eesamtheit ablehnten. Es hängt von den drei Kommunisten im Landtage ab, ob in diefen Tagen eine neu« Ministerkrists ausbrechen wird oder nicht. Kaum in einem deutschen Lande dürfte die Wut der reaktiv- nären Gesellschaft so matzloS sein als in Brannschweiz. Bis kum Tage der Revolution schob und schaltete fte völlig unumschränkt in dem Lande Ernst Augusts. Kein Sozialist störte die geistige Oede des Klastenlandwgs. Borniertheit und Brutalität nach unten hiel- tan sich die Wage, bis die Gesellschaft durch die Novembervorgänge aus allen Himmeln gestürzt wurde. Kein Wunder, dag die bis dahin entrechtete arbeitende Bevölkerung vielfach alle Be- sonnenheit vermiffen lieh. So konnte es kommen, daß die Dümm- sten und Brutalston aus ihren Reihen zeitweise die Herrschaft an sich reißen konnten. Die Torheiten der radikalen Phraseure stärkte den Mut der Roakiionäre. Die sozialistische Regierung hat die Gegen- sähe zur Siedehitze gesteigert. Personalveränderungen die alten Ge- hoimräte und ihre politische Freundschaft bis zur sinnlosen Wut ge- reizt. Dieser Klaffenhah und Klassenkampf verhindert jeden gesunden Wiederaufbau. Unabhängig wühlen die um ihre alten Vorrecht? Besorgten unter der Decke. Ter Klatsch feiert Orgien.' Bis in die intimsten Geheimnisse wird das Vorleben der verfassungstreuen alten, vor allem aber der neu angestellten Beamten, aufgespürt. Da» Kesseltreiben gegen den QondeSschulrat Genossen Dr. Stoelzel scheint eine Art Erzberger-Prozeß-Imi'atwn zu werden, nach dem aufgebotenen Apparat zu urteilen. Gegen den Genossen Dr. v. Frankenberg, den Lmrg). Der Ausschuß zur Borbereitung der Wahl der Mitglieder der Bezirksämter hielt gcsler' eine neue Sitzung ab. Herr Seeling hatte de» auf ihn entfallenden Vor.hlag als Ctadtbaurat für den 7. Bezirk abgelehnt, weil ein solcher Posten nach keiner Richtung hin seiner Bedeutung und hervorragenden Stellung auf dem Olevicte des Bau- mesenz entspricht. An seine Stelle wurde Baurot W i n l c r st e i n in die Vorichlatzsüste aufgencmmen Eine zweite Aenderung wurde nötig durch Aufnahme eines M e d i z i n o l r a r e s in die Vor- schlazsliste. Der anerkannte Hi gieniker Prot. Dr. O e t t i n g e r wurde einstimmig vorgeschlagen Um die festgelegte Zahl von 15 Be- zirksamtsmstgliedern nicht zu überschreiten, mußte einer der früher vorgeschlagenen Herren, Mag-stratsrat Wimmel wieder gestrichen werden. Der dadurch entstehend« Mangel an Juristen im neuen Bezirksamt soll wieder ausgeglichen werden, indem einstimmig be» schlössen wurde, bei der Berliner Stadtverordnetenveriommlunq zu beantragen, für den 7. Bezirk die Zahl der Bezirkscnntrmitgliedcr um ein besoldetes Mitglied, also von 15 auf 18 zu erhäh-m. Die neue Vorschlagsliste der besoldeten Bezirksamtsmitglieder sieht nun folgendermaßen aus: Bürgermeister der frühere Stadtkämmerer Scholz. Stellvertreter Genosse Paul Hirsch, Schulrot Lehret Otto, Stadtbaurat Winter st ein, Medizinalrat Prof. Dr. O e t ti n g er, Magistratsaisessvr Gluck, Magistratsrat de K o o n und Herr Karr er. Der Ausschuß erwartet dringend die Genehmi- gung des Ortsgesetzes für Groß-Berlin, damit endlich die Wahl der Bezirksämter erfolgen kann. Erhöhung des HochbahntarisS.' Nach eingehenden Verhandlungen hat die Hochbahn-Gesellschaft. beschlossen, wegen der immer/ noch steigenden Tendenz der Aus- gaben die Tarife der Hoch- und Untergrundbahnen durchweg um 20 Pf. zu erhöhen. „Erfolg" eines Wohnungsamtes. Z» unserem mil dieser Ucbersckrift deiösfeurlichten Artikel in Nr. 17 schickt im? das Wohiiungsaml Schöneberg eine Erwiderung. Der Brief>it rn einer Form abgrfaßt, wie wir sie weder vor noch nach der Revolution jemals bei rraend einer Be« körbe kennen aeleini habe». Da könnte einer fast bezwe/fcln. daß diese naiv-kecke Annvort überhaupt von dem Wobnnngsami Sckönc» berg bmiibit. Wir rmpieblen dem Wobnuiineamr, zunächst mal unseren Auikel mit binreichender Aufineriiamkest zu leien. sich klar zu machen, welche Tau'achenanaabeu er bringt,»nd dabei auch die rubige Sachlichleit unserer Datsielluna zu bcanueii Dem Wobnungö« anil bäiie es besser gestanden, lins ebenso ruhig und sachlich zu aniworte» und unö lediglich mitzuteilen, was an unseren Angaben falsch sein ioll. In dem weirickweifizeu Gerede riird icheiienden Gepolrer dieser aufgeregten Erwiderung des WohnuiiasomtS sind gerade zwei der michurfiten Pniilie unerwäbnt geblieben. Der Brief schiv.igt darüber, daß. ter zwangsweiie aus der Wobnung von vier Zimmern oiiequartierl« Mieter sein Biircau bei iemer Wohnung haben muß. Äirch darüber wird kern Wort gesaat, wanini die durch Zwangsräumung frei gemachte Wohnung noch nach drei Wochen leer stand. Explosronsunglück in Tcmpölhof. Ein Explosioneunglück, bei welchem zwei Arbeiterinnen schwer verletzt wurden, ereignete sich gestern, abends 11 Uhr, in dem De- triebe der Fertigguß G. m. b. H. vornrais Karl Hardtmann, Lorenz- weg. Das Unglück entstand durch Explosion eines Gastrockenofens. Als die eins der Arbeiterinnen mit dem Feuerzeug dem Ofen nahe» kam. explodier:« das anoesammeltc Gas, das infolge einer Undichttg- keit dem Rohre entwichen war und den Ofen füllte. Eine Stich- flamme versengte die Arbeiterin im Gesicht und an den Händen und verirr ernrne ihr das Haar. Durch d« Explosion wurde der Osen auseinandergcrissen und die darin befindlichen fertigen Fabnkar« wurden herausgeschleudert. Dadurch wurde die andere Arbeiterin schwer verletzt. Die beiden Verletzten wurden nach ärztlichem Bei» stand in das Krankenhaus Maricnheim gebracht. In einer fror? besuchten WKh-erversamutlung, die von den Genossen der 80. und 81. Abteilung in Friedenau nach dem Bürgersaal des Friedenauer Rathauses einberufen war, spkach Genosse Robert Schmidt über das Thema:.Mos er- warten wir vom neuen preußischen Landtag?" In seiner ruhigen, sachlichen Art wies Genosse Schmidt auf die Wichtigkeit der Wahl hin, die heute in ganz anderer Weise als früher über die Znsammen- istzuug der Regierung die Entscheidimg treffe, er zeigte die Gefahren, die bei einem Siege der bürgerlichen Parteien die junge Republik und die neugeschaffenen Rechte der breiten Massen bedrohen und bewies andererseits an trefflich gewählten Beispielen, wie sehr die Sozialdemokratie trotz aller Hemmnisse dennoch schon im Sinne des Forlschritts und der Durchführung ihres Programms in der kurzen Zeit ihrer Regierungstätiakeit gewirkt Habs. Unter lebhaftem Bei- fall sertigte er die Dcutschnationalcn und die Deutsche Volkspartei, die sich immer geaen jede Erweiterung der Volksrechte vor der Re- volution bis zum letzten Augenblick gestemmt hättcri, ab, streifte auch die Gegner von links, den„Kreis der Ungebekdigen', denen nicht« rasch genug gehe, und forderte endlich dazu auf. bei den Landtags- wählen den Einfluß der Sozialdemokratie zu verstärken, um dadurch dem politischen Fortschritt die Wege zu ebnen. In der Diskussion sprachen mehrere Vertreter bürgersicher Parteien und einige Parteigenossen: im Schlußwort konnte Genosse Robert Schmidt die namentlich von ein-r Rednerin der Deutschen Volkspartei erhobenen Einwände mit leichter Mütze zurückweisen. Die gut und ohne Störung verlaufene Versammlung war ein schöner Erfolg für unsere Partei und dürfte mit dazu beitragen, daß am Wahltag die Parole des Referenten Wirklichkeit wird:„Nicht zurück zum Asten, sondern vorwärts zu neuer Entwicklung!' * Was Huben wir vom Prcustischen Landtag zu crwarken? Ueber dieses Thema sptach in einer gut besuchten öffentlichen Wählerversammlung in der Uhlandsckule zu Schöneberg Genosse Ramsbrock. In treffenden, markanten Worten legte der Referent die Bedeutung der kommenden Landtaqswohlen dar und ersuchte die Versammelten, eine rege Agitation für die Wahl der sozioldemokra- tischen� Kandidaten zu entfalten. Reicher Beifall am Schlüsse de« Referats zeigte, daß die Versammlung mit den Ausführungen de« Reserenten einverstanden war. Zur Diskussion meldete sich nie- mand. Der Abend hat für unsere Partei ohne Zweifel einen guten Erfolg gebracht. Dem Andenken des Professors Wilhelm Foerster galt ein« gestern in Berlin von der Ortsgruppe der Deutschen Friedensgesell- schaft veranstaltete Gedächtnisfeier. Der Stadtverordnete Walbeck Manasse und der Pfarrer Genosse H. Franckc würdigten deck Verstorbenen als sittlichen Menschen und unerschütterlichen Friedensfreund. Gesänge(Manja Barkgn) und Rezitationen(Georg Paeschke vom Schiller-Thcater) leiteten die Feier ein und ließen sie weihevoll ausklingen. An der Volkshochschule Groß-Derlin beginnen im Laufe dieser Woche die Kurse der von Januar bis März sich erstreckenden neuen Lehrperiode. Es finden in den meisten Bezirken von Groß-Berlin Vortragsreihen und Arbeitsgemeinschaften aus allen Wissensgebieten statt.— Karten� und Vorlesungsverzeichnisse in der Buchhandlung „Vorwärts", im Gewerkschafshaus und an den Arbeitsstätten. Dos Gonklerfelt der Tckulc Reimonn findet in die'em Jabr« Fast» nacht Dienstoa. den 8. Februar, in den Festiälen des Zoolsglichen Garten» . statt. Der Retr.ertrag fließt der Schüter-UnterstllßnngSlasse zu. GewerMastsbeVegung Eine feine„Bankfirma"! Wie uns der Allgemeine Verband der Deutschen Dankangestell� Kn mitteilt, herrschen in dem.Berliner Bankhaus' Robert Fr icke, Friedrichstr 213, ganz merkwürdige Zustände, die ein bezeichnendes Schlaglicht auf die Art und Weise werfen, wie die Angestellten vieler kleiner Winkelbankiers, die den Weg zur freigewerkschaftlichen Organisation sehr häusig noch nicht gesunden haben, von gewissen losen Kapitalisten ausgebeutet werden. Herr Robert Fricke enga gierte am 18 Dezember.919 eine Stenotypistin zu einem Monatsgehalt von tSv M. Bis zum t. Oktober 1929 hatte sich das Gehalt auf 359 M. e-höht. Im Oktober wurde der Angestellten eine Zulage von 50 M. versprochen, aber nicht gezahlt. Im Nöoember wurde das Versprechen wieder» holt. Als die Stenotypistin Herrn Fricke an die Zahlung erinnerte, -etzte er nachfolgenden Bertrag auf, den die Angestellte unter- «eichnen sollte: .Herr Robert Fricke stellte mir für meine Tätigkeit In seinem Hause vom 1. Dezember 1920 ab als Honorar 400 M. in Ausficht. Ich verpflichte mich: I. bis zum 1. April nicht mit weiteren Gehaltserhöhungen an Herrn Fricke heranzutreten— und 3. falls ich vor dem I. April kündigen sollte, den Mehr- betrag meines jetzigen' Gehaltes von monat- ltch 50 M an Herrn Fricke zurückzugeben, resp. mir von dem auszuzahlenden Gehalt in Abzug bringen zu lassen. Berlin, den 6. Dezember 1920.' Dieses Dokument hcmmunqslofer Ausbeuwngs- mid Profitgier «darf keines Kommentars. Daß ein solcher Vertrag gegen die wten Sitten verstößt, scheint den Inhaber des.ehrenwerten Bank- Liises' nicht zu kümmern Dieser unverscha.-Jfc Ausbcutungsver- . ich wird aber noch um so gravierender dadurch, daß Herr Fricke ) gute Geschäfte gemacht bat, daß er sein Personal im Laufe des Lohres von 2 Ange st eilten au f 12 vergrößern onnte. Den Einwand, daß schlechter Geschäftsgang ihn zur Zah- mg solcher Hungergehälter zwingt, kann 5)err„Bankier' Fricke sohl nicht gut machen. Es wird Aufgabe der srejgewerkschaftlichen Organisation sein, flfur zu sorgen, daß derartige Zustände öffentlich sestgcnagell und cseitigt werden. Derartige Bankgeschäste. die ihre Angestellten in sicher Weise entlohnen, hoben kein? Existenzberechtigung. Sache er Angestellten aber ist es. durch ihre Organisation, dem Allge- leinen Verband der Deutschen Bankangestellten, dafür zu sorgen, aß derartigen Ausbenternaturen, wie dem Bankier Fricke, «mdwerk gründlich gelegt wird. Ter Streik in den städtischen Hospitälern deendet. Dom Verband der Gemeinde- und Staatsarbeiter wird uns mit- geteilt- Der Streik in den städtischen Hospitälern ist seit Mittwoch beendet. Der Magistrat hat in seiner Sitzung vom 26. Januar der Forderung der Arbeiterschaft nach Entfernung des Ober- infpektors Schellpfeffer aus dem Betriebe des Hospitals Buch Rechnung getragen. Dieser vernünftige Schritt des Magistrats Ist zu begrüßen, da nunmehr die Gewähr gegeben ist, daß die Inter- essen der Stadtgemrinde von einem Manne, den ouch seine engeren Kollegen, die Beamten, für den Posten eines Verwaltungsbeamten für ungeeignet erklärten, nicht mehr geschädigt werden. Bei dieser Gelegenheit sind wir gezwungen, auf eine Notiz Im „Berliner Tageblatt' vom 25. Januar, Morgenausgabe, hinzuweisen. in der u. a. gesagt wird, daß in der am Dienstag abend tagenden Magistratssttzuna von dem Stadtverordneten Z u b e i l erklärt wurde, dag auch die Straßenbahner geneigt sind, sich der Bewegung in den Hospitälern anzuschließen, um Lohnforderungen zu stellen Demgegenüber können wir darauf hinweisen, daß die Im „Tageblatt' erwähnte Sitzung nicht stattgefunden hat, und die angebliche Aeußerung des Stadtverordneten Zubcil nicht g e- fallen ist. Diese unwahre Nachricht ist zu durchsichtig, um nicht aus ihr die Absicht zu erkennen, die Schwierigkeiten des gegenwärtigen Ma- gistrats durch Provokation der Arbeiterschaft noch zu vermehren. An die„Af(T"-Mitfllieder in der Metallindustrie! Uns gehe, Meldungen zu, daß In einzelnen Betrieben der Metallindustrie sreiwerdende Stellen setzt vorzugsweise von Jugendlichen besetzt werden sollen. Dies würde ein Beweis dafür sein, daß unsere Ansicht richtig war, daß die auf Wunsch der Unternehm-r durchgeführte neu-» Gestaltuna des Angestellten. tarifes zu dem oben erwähnten Maßnahmen führen würde. Wir bitten um umgehende Meldungen, in welchen Betrieben Stellen, die bisher von älteren Angestellte,, besetzt waren, jetzt aus- schließlich von Jugendlichen eingenommen werden. Diese Angaben müßten sehr genau seiy und vor allem Zahlen ent- halten, die einen Vergleich ermöglichen. Sie sind auch wichtig für die evtl. neu b-wiunenden Tarifoerhandliinqen Afa-Vund, Ortskartell Sroß-Berlin, Belle-Alliance-Str. 7/10. Ter Achtstundentag im fleisch erbernf. (Ein Gewerbe, in der Kleinbetrieb noch ein« bc- «Utende Roll« spie t, ist das Flcischergewerb.?. Dieser Umstand hat ur die De'chöftieten gewisse Nachteile, die sich in den Lohn- nd Aebeiisverhälinissen widerspiegeln. Trotzdem ein Tarifver- rag zur Regelung der Lohn- und Arbeltsbedingungen besteht, ist :« Kontrolle carüber sehr schwer, und wird gerade der Acht. :Undentag in vielen Fällen recht wenig beachtet. Genau wie .1 Vorkriegszeiten wird bei so manchem Fleische nne ster wieder vom ruhen Morgen bis in die späte Nacht gearbeitet. Es ist wahr, daß in« ganz« Anzahl selbst freigewerkichastlich nrganlsierrer Gesellen n Kleinbetrieb nicht in der Lage ist, sich durchzusetzen, seil die Arbeitslosigkeit jedem Gesellen droht, der mit emem rleischermeister in dieser Beziehung zusammengerät. Um unseren Kollegen einen Rückhalt und eine Stütze zu geben. rsuchen wir die Arbeiterschaft Graß-Berlins, auf die Arbeits- eilen bei den Ladenfl«ischrrn zu achten und aus die ideister für di« Einhaltung der gesetzlichen Arbeitszeit einzuwirken. Es ist durchaus nicht notwendig, daß die Gesetzliche Arbeitszeit iber'chritten wird, denn es sind noch arbeitslose Fleifchergc- Aken gegen 1000 in Berlin, nicht gerechnet die Kurzarbeiter und te 1200 bis 1500, die in anderen Berufen Unterschlupf fanden md dort ungünstig aus den Ardeitsmarkt wirken. Ebenfalls der 6cach:ung zu empfehlen ist, daß es eine Reihe von Fleisckermeistern gibt, die im Tage im Laden stehen und die Nacht zur Herstellung chrer Wurst- und Fleischwaren benutzen. Trotz der Tatsache, daß es für den Gesellen schlecht ist, zu v«r- nünstigen Bedingungen Arbeit zu erhallen, werden Lehrlinge ["r ,!,.cr3i.fir'tem®a6e«> n g e st e l l t: Nicht zu vergessen, daß für Berlin nichtzuständige Arbeitskräfte mit Hilfe der aewerbs- mäßigen Stellenoermiit'er nach Berlin gelockt werden. Die Berliner Behörden sollten auf diese Umstände gleichfalls achten und di« Zu- Wanderung unterbinden. >x. ��tehendem ist zu ersehen, daß die gesamte Arbeiter- fchoft em Interesse an den Arbeitsverhältnissen im Fleischerberuf har. Je mehr Fleischer im erlernten Beruf unterkommen, desto mehr gehen sie aus den anderen und machen dort für die? zuständigen Arbestskräfte Platz. Die Organisation der Fleischer ersucht daher um Rachncht, bei wem und wo die Arbeitszeit Überschritten wird, damit sur Abhilfe gesorgt werden kann. Zentralverband der Fleischer. Ellsabechstr. 11. T>cr?ineist?r. Bekrtebs- und Angestelllsnräke. Bon dem Städti- lchen Arbeitsnachweis für Werkmeister wird Beschwerde er- hoben, daß in den Betrieben noch zum Teil aus der Kriegszeit bis in die letzte Zeit Zlnqe stellte von auswärts eingestellt und gehatten werden, die in Berlin keinen festen Wohnsitz haben, zum Schaben dir Berliner Arbeits!',''en. Auf Grund der Verfügung ihr über Freimachung von Arbeitsstellen ersucht der Nachweis die Obengenannten, jeden Posten unter genauer Angabe der Person, der Firma, Ort und Straße an den Arbeitsnachweis für Werkmeister, Berlin N. 24. Oranienburger Straße 54/57, zu melden. Dt« Ortsoerwalkung Dresden des Tstetallarbesterverbandes wurde am Dienstag in einer Genoroloersammlung neu gewählt. Den Sieg errang die Liste der S. P. D., sowohl bei der Wahl der n'kbtbeamteten Lcrwaltungsmitglieder wie bei der der Bezirks- kommission. Stund der te�nlfchm NversteMrn und>?»owdra. S»rlt??>/, ltdr Fochxmippen- nersawmlimq bn Ar-dUelten im Dsssoukr®art?n. Degourr Cnaü- t.— SHkUag J'/i Uhr Wilgiicderorrjalwnlung(Krimd, im Ztayrrnhof, Am Jll.'Uniidjtn Platz. WirtschM Amerikas Wirtschaft 1320. Wie in den Krirgkjabren 1857, 1873, 1893, so sind auch in diesem Ärbeitdlosigkeit. Bankrotte. Hunger, die äußeren Kennzeichen der ökonomischen Ziiitation. Die Tängkeii der amerikaui'chen Industrie»st. wie die F. P. mitteilt, auf weniger als die Hälfte des vorjährigen Standes geiunken. Versuche durch Exporl aincri- lanucken KapttalS den ausländischen Marli tür anietiloniiche Export- war« zu stimulieren, sind mißglück: und die Preise fallen weiter, ja hab-n in manchen Waren den Vorkriegsstand bereits w'eder erreicht, tvöhrend die Kosten für den LebenSunreihalt, für Heizung und Wohnung nicht nennenswert gefallen sind. Die Farmer in Süd-Datota hatten lieber ihr Getreide und ihre Schweine zurück, als daß sie sie ifir die Hälfie des vor sechs Monaten erzielten Preises abgeben. Jn Nord-Dakota wurden 27 Landbanlen geschlossen. Aus Georgia kommen Nach- richten von Paniken unter den Farmern, verursacht durch den niedrigen Bauniwollprets, der in wenigen Monaten von 40 Cent im Durchschnitt ant 15 Cent durchschnittlich sank. Die P flanzer von A r t a n t a s ertlären, daß sie selbst die Baumwolle 30 Cent kostet, bieten sie aber schon mrt 12 Cent an. Der Kongreß ist unmhig. die Krise in den Agrikulturdistrikien zn beben. Inzwischen verschärft sich die Spannung- in der In- »ustrie. Tie Löhne sinken. 300000 in den Textilmüblen der Neucnglandstaaten beichäitigte Arbeiter erfuhren eine Lohntürzunp von 25 Pro,. Ihre Führer warnen sie vor einem Streik, der den Ilnternehiiiern alle Macht in die Hände spielen würde. Die Cambria-Srablwerke vertiirzien ,wei Taae vor Weib« nachten die Löhne glstchSfallS um 25 Proz.; andere Metallwerke iolglen mit Jahresanfang. Die I n l a n d« S l e e l« C o., die normglerwelse 65 000 Arbeiter beschäftigt, hat am 12. Januar 8500 Maiin entlasten, den Achisiuiideiiiag abgeickasit und dte 12« Ztunden-Schtchi wieder eingeführt. In der t a I i s o r n i s ck e n Filmindustrie sind 50 000 Arbeiter und Schorispeler brorlos, denen im Laute dieses Jahres noch viele Touiende nachfolgen werden, an die Griellschaflen ihre Produttion um miudestenS 50 PZoz. er« mäßiaen wollen. Im mittleren Desien sind für 5 offene Stellen 8 Arbeits« lote vorbanden. In Massachusetts siebt ein Viertel oller Arbeiter ein-nr arbeiisloien Winter entgegen. In DonngStown gehen 20 000 Slablarbeiler müßig. Bereits im November war dw Zabl eer aibeiisloteii Fabrilarbciter im Staate N e wI ort um 200000 höher als im März. Gestaffelte Brotpreise in Oesterreich. Eine dem österreichischen Nationalrat zugegangene Vorlage betreffend die S t a f f e l u n z der Lebensmittelpreise beiiimmt, daß die Verbraucher, soweit sie Brot und Med! auf Ausweiskarten beanspruchen können, in drei Gruppen eingeteilt werden. In die Untergruppe ent- fallen die Einkommen, deren Durchschnitt auf den Haushaltungs'ops 12 000 Kronen nicht erreicht. Tie O b e r g r u p p e mnsagt Haus- baltnngen mit durchschnittlich mindestens 100 000 Kronen auf den Kopf. Haushaltungen von mindestens 500 000 Kronen fallen unter allen Umständen in die Obergruppe. Alle Übrigen Verbraucher bilden Mittelgruppen. Die Obcrgruppe hat Preise zu entrichten, die hinter den vollen Ge' ehungskwien nicht zurückbleiben. Die Mittelgruvpe hat mittlere Preise zu bezahlen. Die Preise der Unter- grupve müssen mindestens die Kosten der Weiterverarbeitung und der Handelszuschläge decken. Die vorgesehenen Sätze betragen für einen Laib Brot bei der Untergruppe a ch t Kronen zehn Heller, bei der Mittelgruppe fünfzehn, bei der Obergruppe sechzig Kronen. Skeuererlelchkerunzen für kdegsbekrossens Gebiete. Der finanzpolitische Ausschuß des vorläufigen Reichswirtschaftsrates stimmte einstimmig einem Antrag zu, wonach diejenigen Gebiete, die mittelbar durch den Krieg betroffen worden sind, bei der Heran- Ziehung zur Steuer gebührend berücksichtigt werden sollen. Matttmsmavn in der Tschechoslowakei. Die Mannesmannröhren- werke. Düsteldorf, erwarben einen bedeutenden Posten von Aktien der Freillädter Stahl- und Eisenwerke A.-G. in Freistadt(Tschechoslowakei), wodurch sie sich einen maßgebenden Einfluß auf dieses Unternehmen sicherten. Das Aktienkapital der Frcst ädter Gesellschaft beträgt 20 Millionen Kronen: sie besitzt ein Martinwerk und Walzwerke für Draht, Stabeisen, Grubenschienen und Feinbleche, ein Kaltwalzwert und ein Preß- und Schmiede- werk. Bei dem Erwerb war für die Mannesmannröhrcn-Werke die bestere Versorgung ihrer Betriebe mit Rohmaterial maß- gebend._ Ms ösr Partei. Die„Rheinische Illarte' sieht am 1. Februar aui ihr eitifäbr'geS Bestehen zurück. ANS der„Rheinischen Zeitung' in Köln heivorge« gangen und drei Monate als Kopfbialt des Kölner PatieiblaneS gedruckt, kann sie mir Stolz aut einen erfreulichen A n kl i e g der Abotiiieiitertzabl und auf einen mustergültige» Ausbau ihres Nachrtchtendtensies zurückblicken. Sie bat sich als wirknngevolleS Kampioraan der sozigldemolratischen Aibeiierbewegiing erwiesen und leiiiei»nscrer Partei in dem belannien schwarzen Wmlcl an der Rhein- »nd Mo>elecke vortreffliche Dienste. Ein« im November vorigen JahreS vernniialteie„Rote Werbewoche' brachte ihr last 1000 n e n e L e i e r, der Partei 400 neue Mitglieder und eine Reibe neuer Ortsvereine. Seitdem hält die AuswnriS« betvegimg der Leierzahl noch immer gleichmäßig an. Wir wün'chen unserem jungen Koblenzer Parmblati auch weilerbin besten Erfolg imd begrüßen es als talkrättigen Mnslreiter an unserem politischen und wirtschaftlichen Kampf für die Interessen des arbeitenden Volkes. Die drei fetzt kommunistischen Zlbgeordneken DeutschhShntens sind aus der Fraktion ausgetreten und haben um Aufnahme als Gäste in den Klub der tschechischen Lintssoziaiisten angesucht. Istns aller Welt. Die Ursache des Oelsniher Gmbeniinolücks. Tos Gruben« »nglück>n Llelciiitz soll durcv die L e i ch r f e r I i g l e i t eines Grubenarbeiters entstanden. sein, der entgegen allen Vor« schrislen seine Grubenlampe öffnete. Dos Eisenbahnunglück in Erfurt. Ueber daS Eisenbahnunglück gut dem Eriiirter Giilerbabvhoie liegt jetzt der amtliche Bericht vor. Der Personeiizug über'uhr daS Hattcsigiial und stieß auf den hallenden Güterzug ari. CS wurden vierzehn Perionen, darniiier einige SchülV schwer verletzt. Todesfälle sind nicht zu verzeichne». Der Matciialichadcn'st groß. Anzug-, Paletot-, Illstcr Ttoffe, engl.„Homespun", elcg.„Neu Herten" ..., Mtl.»o.- 100.-. 150.-. jbo«a. lSL�.8lafc«Bt Terblndung-n mit-Itb?wi«,r»n Zadritanlev dwgen illr preiswerte gut« Ouainiiten. »«gr lZgz. �uck-I„axer segr. ISSZ. & SeeTasid o. Qertraudteiutr. 20 21. Berantw. für den redalt. Teil Dr. Werner Peiser. Charlottenlinrg; für Anzeigen: TV. GliAkc. �ertin. Verlag i VorwärtS-Verlag G.m.b.H.. L'erltn. Tru�- Tot* wnrks.�.kcbdrnÄerek it Verfia�onftnit Vau! Singer u So Llndi!?(r X KHEOtojaisffim&Ksr* wsrr 0*5*�9 nmuttütUfit Bl»tröte de» ffie- Ilcht». Bl-itäd-eche», Pusieli» beseitigtof« M. 12,50. Otto Reichet. «erlt» 13, Etiehbahtlstratze 1 Verkäufe Bettwäsch« billig! Scrtiieib hezug 70,—, ftifftn 18,—, Laken 83,-, Inie'i 14«,-. SiimNiche Preis« debeulend ermötzigt. WiilcheiadrN Siump»» Iiiger. Griiiestratze neunanddreiKig e»heide) und Landsterg�r. 154»» B? ächlunoachtzig. Bettwäsch«, anqesiaudie Rest- bestaade AUS Z oenturoectauf und«olleNionsemeuerungen enorm billig, oderbet» 75.—, ohne Naht SV—,«igen IS,!«. Löten 16,—. Nur solange Bor- rot. Fahrgeldverglltuna. Bett' witscheiadri« Pntttamerstratze t, Eck» Wildeimftraß«. ltiSZtt Bettwäsche, Damenwäsche. Sardinen. Di cken. Teppiche usw bis 50 Proz Preiscrinätzigung, strieö. Prinzenstratze 84 Ii, am wloriirpiah. stein Ladei>.�>S3K' Nähmaschin«, auf Teil- P-lzsachen l Wo laust d«r Partelgenosse Velzjachen und er wich, anlertigen 7 Beim Kürschner ülldeel. Bergn» Buchdoi.i, Hauptslr,»7, Pan- low 3 58. b«j Einkauf Bahn- ,' Bahr 12087 d' 80 Nro, SrmS ggung. nerbinoung- Stadttsch- Bahn Buchho,� Oortinm aller Art, abge- i�b!« Schalgardinrn sein. f-chbrrit) Fenster SS.- an. Dardtnen vom Ctllck Meter 7— an. Dreiteilig« Kardi- -en Fenster 6!,- an.«itnst. lergacdinen elrgantcster Aus. führung, bunte Madrosgar- dinen. Store», Bettdecken b«. deutend herabgesetzt. 5 Pro. zent Rabatt aus jeden Einkauf. Gelegenheitskiiufe Herzig. Lotlumstrasie» ir. am Schduhausrr Tor, kein Laden. KrrujiLchsr t»5.-, Alasla- 'tichie, iSmtiiche Pei, arten Inventur> Echleudervertaus. Serrengarderobe» HSIstt der- abgesetzt. sKeine Lombard- ware>. Leihbau« Ro'enthaier Tor, Lintenstraß« 2VS/4. Ecke Nolenthaierstr-tze, I Trp,' üecnafüd/fe! Tiaska ückise! Rotkllchie iovie alle anderen Peirarten wegen vorgerückter Saison setzt ju herabgejevten, staunenerregend kpoirbilllgen Preisen' Alle» neue, keine Ber- iatzwarrnl Leihhaus Warschauer Siratz« l Iffft* Pelzwaren. Unglaublich billige Angebote, enorme Preis- Herabsetzung. Kreu,i>Uchle. Sil- berillchse, Atastasllchie mit 48 Mark usw. nur Spestal- P?Izwarenbau»Ehar!oNenburg, Wilmersdorierstr. tlZ'll4. hoch» van erre__ Pelzgarnitur 33«,—, Seal. miinlel, Kreurillchse, zol'Afüch!«. LkaskaMchse, Blaufüchse, SS Proirni herabgeirtzt Twtvv. Tnrmstraste 88. Leiterwage», Nasteuweac», Narren liefert billig, iüro» tzr, Lager. Wagner Eöve- njcker Strafte 71. 1210' Geschattiwerkaufe Drichiifte aller Branchen oer- lauft schnellsten« Bollrath u Co., Friedrichstrahe IlSa. Norden Sonturrenzto» kill g, Stube und Küche, Bettstellen, Tru- mcaux,»rsttiasstgeBerarbeitung Weqen große» Lagers soliden Läutern zahlungserieichterung zu Kassapreisen mn rrriler Ainsbrrechnuna. Tischlermeister Arsewste, Dadftr. 86. I4i>2D' Stubeneinrichtuug mit Betten ISSü Marl, ttiiäi-netnrichtnng «50 aSatl Mäbelichatz. Brunnen strafte 160(iblnoans An- tiamerstrafte). 8Sil* M«eb«I.B,eb«I,Mor>tzpiazv8 Fabrikgebäude Bei ander» dilli- ge» Retiamrangebot: ibedievene eichene Speisezimmer 3700,—. s- renzimmer 3125,—, Schlaf- Zimmer, AnNeibeschrank, 170 dreiI,44öS,—, Kllchen575.—, nug- bäum Epiegeischrän!« 1575,—, «'breibtische 775,—, Umdouien 675.—, Losa» otzo»—, Kleid-r- schränke 460,-, Wachstuchiische 175. Bettstellen 375,-, Chaise. longuo« 275,-. Sesichttgung er* Chaijelongues 125, Retall. betten 225, KinderdrabtbeN, weifte Schlafzimmer. Bleickc, Auguststr. S2a, Lurrgedäuo», Schlafzimmer, Wohnzimmer. Speisezimmer, Herrenzimmer, Küchen, UmbautenzZosa», Rübe- betten. CittZelmäbel, Peter». burgcrSt. 41. Aahluagsrrlrich. »ening_, lSSK« Möbel I Schtakzimmer, Küchen. Teilzahlung, Sornack. Ttichler- Meister Annrnstr 51. R-tallbet!-» 2M.- Polster. auflagen. Korbmäbel, billigste Gelegenheite». äingler. Reu. källn. Weserstr. Lt2 1. 184« Möbetfabri! Georg Tennig keit. Oranienftr 172.175. Bevor Sie Dtöbei kauien, besichiigrn Sie me n grofte» Laaer und überzeugen Sic stch oon den billigen Preisen, nuftbaum Cin, rtchttmgen. eichen Schlafzimmer. Speisezimmer, Herrenzimmer, farbigen Küchen. Kwbmöbel. l» Hohen Gewinn bringen 8 heute die geringsten Gegenstände, Joden« H und Kellergerümpel usw., wenn fle durch K Mine Anzeigen im„VowärtS' zumDerkaujangeboten werden «eschuiftte Schränke. Spie. giloertiko»«50, Bettstellen, mtahlmatratzen, dreiteilige Auflagen. 476, Sofa», Cosa. umbaue 500, Ausziehtische, Stühle 46, Bllfett», Schreib. tisch-, Bücherschränke 466, Küchen, CichenmZbel, billig. Rälielhaus Kamerling. Kg. stanionalle« 56(am Wein. bergeweg). SSjZb Büecke Kveben 575,— Modei aller Art Rtcoit an alle. Liefere auch auswärts. Möbei-Groft. Gr. Frank, nrierstr, 141 Inva- iidenttr. 5.• Losanmbaus 650,—, Chaise- .ongnt«, englische Bettstellen 500,—, Auflagematratzen lOOjX) Walter, Stargarderstr. achtzehn. Möbel, Wohnzimmer, Schlofzimmrr. Speisezimmer. Hurrenzimmer, ÜUchrn. ein- -eine Möbelstücke. Preise be. deur-nd herabgesetz!, aus Wunsch Z-hlungs-rleichte. runa. Röbelhau» Luisenstadt. «öpenickcrstrafte 77/78, Ecke Brllckenstraft«.«ah« Ianno. witzbrück«. Uü«' srnsssnüsas „Adam'»" groftte» Epezial- dou«>ür gebrauchte Piano», Fiiigel, Harmonium» Bechsteln. Blüthner und andere erste Firmen. Eigene Wertftatt. ireie Lieicrung, Adam, Miinzstr. lg Unter den Linden 17,18. Private laufen am günstigsten nur billige Instrumente in der Klaviertechnischen Werkstatt Mäckernsttah» 85. IS7K Piavo� groftid Laaer neuer und aedrauchter Instrumente. Sckerer Cbauüeestralie lstö, Piano«, Flügel, Harmonien. neu»nd wenig gebraucht, Friedensware. Neiegenheit». kauie, günstige Iabiweise. Franz Ferd Sepdel. Spandauerstr. l8.' Kaufgesuche EUberichmotze Chriilionat, Ktzpcnickeritr.'.0a(gegenüber Manieustelstrafte) iäuf, Jahn- gebnle. Biaiinad'äve, Schmuck- lachen, Glühstrumpfascho. Queck» sllber, iamiiiche Meiaäe, i42s> LsrcsiöiZzsnZeLuko. Geschäft, gleich welcher Art, kauft sofort Malerei Barnnowskl, Hauovurgstr. 10, Telephon Königstad» 7U61, �a-1:ira.yJ Schall glattei», Walzen, alte kauit illleialltontor W, Zahn, Aiir Ja.obstiafte 138(Halleiches Tor».« Schmucksachr«, Silderzeräte. Bestecke, Brillante». Plann Brennstiste. Iayngebiste tau» Juwelier»uUY.'jriebrinv itraft» 47. I. 14143 Fahrrabaakaus Lreicn- strafte 10._ 47/2 Echraiama chitiev zu lau, eil gesumi. Osserien mtt Pree«. und Sostemanzade unter 7- 17 an die Hauptexvednloa de» �llorwärt»", Lindensttafte 3, erbeten. Spiralt ohrer, jeb.-n Posten, kaufi Müller. Neukälln-Pauniee. lttatz, ch vuergeb. l. l427D A. Behcim. Lchivarzbach, tausmüimi chePrivaischuIe.Inh, Franz Eggen, Neutällu.(Lang. iioferur. l und Bcriinerstr. it» Fernsprecher i Zleukölln 1063. Ansang Februar beginnen Vieri-ijahrrz. Lehrgänge in Schön, chreiben, Kurzschritt, Ma. ichinenjchrcibcn uiw. Ebenw be- ginnen Ar. ang April Jahre». und Haldjal>re».LehrgÄuge zur Ausdiidung lär da» Kontor.- Unterruht in wissenschast» llcheu Schul, ächemPrivaliehrer Kühn, Poisdaaicestrafte 55.- Tanzschule, Solotänzerin Frieonch-Bonaih, Michael urch- strafte bb. An änaetkurse.Mode. ianzknrse. F-rlschrlttkurie de- ginnen. 45, ,,,> Caglilchev iinierelchl- iL, Anfänger und Forlaeichrit lene. sowie deutlche und fran zilüsch» Ciunden erteilt:r. 462. Ersivber. Patentbureau Packräier Gertraudlliistroftr 15. Lentruw 760». 75«, «ietiesNi-'SH.tovfce Schreirmaschius». Siepara. teur, tüchtigen, stuf alleSosteme, stellen gegen Sari, loch; ein Schäfer& Clauft, Bctlai W. 8. Lelvzige strafte ist. I»Z D ' Botenfrauen sucht- sofort ober später AeitiMgo-Feuteal« (S- 3*) Akt.»Grs., Wichetm». bavenersirafte 43. Watt. strafte 9, Prinzcustrcft- N, Prrmnzstrafte b«, Peter». duegerplotz 4, Ebarloiten. bürg. Sesenheimcrstrafte i, Eharlbttenourg, Kaiser. dam» IUI. lb tl»