Itr. 48 ♦ ZS. �ahrytmg M»sgabe B Nr. 24 VezngSpre�S: S'1 ect»l)at)cL SO�iitt, mtmalLXO,— aüt ftei ms Sau», voraus Zahlbar. Poft- dezug Mouallxti 10,. M!. exN. flu- stelluug»a edühr. Unier Krell, band für Deutlchlano and Oeltrrrei» IS�O M!« fLr da» üdrigk Ausland v«, lagitch einmal. ZuNelluno 21L0 w. Paltse« ftellungni nedmen an Oesterreich, Iwgarn, Tschecho- Slowakei, Dane- Marl, Holland, �uremdurg, Schweden und»ie Sldwet».— Linaetraaen tn die Dost» leitunq»- Preisliste. Der»Borwärls� mtl der Svnnraa» deUage.Doli u. steii�«richemi wowen- Ulglich zweimal Sonniags und Mm»- tag»-inmal. Ael er, ramm-A»rekie �>»zla>d?»n<-rr»> Verl»»». Abend-Ansgabe Verliner Oolke�bltttt (20 Pfennig) AnzelgcnvrclS: Die ackagewallen, Nonvareillej, toftrtZ.— M�ZeuerungszuiMagdv� .»leine stlnzogen- so» e> zedruitie Bor: h~ M. zulalstg zw, angedruckt« 15 orrer ede» weil«! Korr SV Dig. Siellengeillck» an Sckilaistellenanzeigen>oa erste Di» «8 Dlg. edes ro eitere Ä> ori iv 1 Worte Uder 15 Buckistaden iftKIen ist wt\ Worte. Tiuerunaszuicki aa W Familien-Anzeigen für Adonnenrer 8(11« 2.— M. voiltiicki, unk re- wectttdaNliche Verein»» Aiveirei 8.— Mk. die Stil« ohne Aufschlag Anzeigen lür dl« n g chst e Rummei müssen di» S Ahr nack mittag»>n> Hauvigeschütt. Berlin Sffl 1. rinden- Stahe 3. abgegeben werden.(sttöfTne »on 9 Uhr ftüb bis 3 Uhr abend» Zentralorgan der rozialdemokratlfcben Partei Deutfchlands Neöaktion und Expedition: 6tD. 6$, Lindenste. 3 Ttemilirertier; vm» Morinvia«. Str. Ik-I i»V— ISl S7 0»rw«irts»verlag G. m. d. h., SV. öS, Lindenstr. Z arrnlvreitier! stlmt Moritivla«, Sir. U7SZ— 5i 23$ Mllliaröen l Paris, 29. Januar,(hauas.) Nach Beendigung der Sitzung kurz vor t'A Uhr nachts hat B r i a n d Journalisten erklärt: B i r sind einig, durchaus einig in allen Punkten. Heute vormittag wird die Konserenz dem ausgearbeiteten Plan ihre amtliche An- erkenuung geben. Die Konferenz wird sich im Lause de» Tages noch mit den Kohlenlieserungen beschäftigen, die Deutschland in den nächsten Monaten leisten soll, auch mit der Entwassnungsfrage und einigen Fragen von untergeordneter Bedeutung. Paris, 29. Januar.(Havas.) Die Sitzung des Ausschusses für die Reparationsfrage, die nach i Uhr begonnen hatte, wurde um �6 Uhr unterbrochen, um den belgischen Delegierten und den eng- tischen Sachverständigen Gelegenheit zu geben, sich mit Lloyd George zu besprechen. Um k Uhr SS Minuten trafen sie wieder am Qual d'Qrsay ein und brachten den Text mit, der Driand zur Annahme unterbreitet wurde. Es hat eine N a ch t s i tz u n g stattgefunden. Das Einverständnis soll auf folgender Grundlage erzielt sein: Zahlung in 42 Annuitäten ab 1. Mai 1921 noch folgender Staffelung: Die beiden ersten Zahreszahlongen 2 Milliarden Goldmark, die drei folgenden: Z Milliarden, die drei nächsten 4 Milliarden, die drei weiteren 6 Milliarden und die 31 letzten 6 Mit- Karden. Andererseits muß Deutschland während 42 Jahren eine Berttaxe von 12 proz. auf seine Ausfuhr zahlen. Diese Taxe wird von der Reparation?- kommission erhoben werden. Um Deutschland anzuspornen, sich mög» lichst rasch seiner Verpflichtungen zu entledigen, wird ihm ein Diskont auf die festgesetzten Annuitäten gewährt, und zwar bis zu 8 Proz. in den beiden ersten Iahren, K Proz. in den beiden folgen- den und S Proz. für den Rest der Frist, wenn es seine Zahlungen vor den vorgesehenen Zeitpunkten ausführt. Als„Sanktion für die Ausführung seiner Verpflichtungen sieht das Uebereinkommen die Verpfändung der deulschen Zölle unter der Kontrolle der Repa- rationskommission vor. ferner die Festsetzung neuer oder höherer Taxen ohne Rücksicht auf alle Matznahmen, die die alliierten Re- gierungen treffen könnten, falls die vorhergehenden Matznahmen un- genügend sein sollten. Schließlich soll Deutschland keine auswärtige Anleihe aufnehmen können, ohne durch die Reparationskommission dazu berechtigt zu sein. TU. Paris, 29. Januar.(„Franks. Ztg.*) Die Staffelung der Ausfuhrtaxe, je nach Deutschlands Wirtschaftlage, war bereits im Boulogner Abkommen in Rechnung gezogen, in dem ausdrücklich ein gewisser Spielraum für spätere Jahre offen gelösten wurde. Die Haltung Italiens. Rom, 29. Januar.(„Franks. Ztg.*) Die Forderung der For- faits(Gesamtschuld) hat hier überrascht, weil sie eine gründliche Aen- derung der französischen Taktik und eine Abkehr von der ursprüng- lichen Bestimmung des Versailler Vertrages bedeutet, wonach die Reparationsquote allmählich nach Festsetzung der verschiedenen Ausschüsse beziffert werden sollte. Die Ziffer von 22S Milliarden wird in römischen Kreisen als einfach phantastisch und als Fort- fetzung der Gewaltpolitik Clemenceaus bezeichnet. Lloyd Georges Borschlag. Paris, 29. Januar.(TU.) Das Programm, das gestern morgen der Kommission mit der Zustimmung Lloyd Georges unterbreitet worden ist, umfaßte 1. 42 Annuitäten, entsprechend denen, die in Boulogne aufgestellt worden sind. Das Projekt von Boulogne hatte Annuitäten in zwölf Abschnitten festgesetzt. 2. Deutschland mutz vom 1. Mai 1921 an jedes Jahr drei Milliarden zahlen. Zu dieser Summe kommen drei weitere Milliarden Goldmark für die Jahre 192g und 1927 bis 1930 und 1931 vier Milliarden Goldmark in den folgendsn Jahren. 3. Ergänzende Annuitäten, die durch eine Taxe von 10 bis IS Proz. von der deutschen Ausfuhr erhoben werden sollen. Tie Sachverständigen. die pari», 29. Januar.(Havas.) Die Sachverständigenkonferenz. vordem in Brüstel tagte, wird nächstens ihre Arbetten wieder aufnehmen, um über die Ausführungsmöglichkeiten de» gestern abend abgeschlossenen Reparationsabtommcns zu beschließen und die durch Anhören der Deutschen aufgeworfenen verschiedenen Fragen zu regeln. Die AnSsuhrstener. (EE.) Vom deutschen Standpunkt au» ist bezüglich der Aus- suhrtaxe folgendes zu beachten: Man berechnet in Frankreich die 5)öhe der ISorozentigen Ausfubrtoxe nach Maßgabe der deutschen Ausfuhr Im Jahre 1913 mit 1K Milliarden Goldmark. Deutschland würde demnach ZH Milliarden Goldmark zu entrichten haben, unter der Voraussetzung, daß die deutsche Ausfuhr, die mit einer so hohe» Taxe belcat werden wird, sich mcht erheblich verringert. Diese wichtige Angelegenheit wurde nicht einmal so weit geklärt, daß man sich darüber schlüssig geworden wäre, ob nicht neuerdings eine Kommission eingesetzt werden solle, die die Ausfuhr Deutschlands zu kontrollieren habe. Me diese Fragen dürften erst auf einer gemeinsamen Konferenz zwischen den alliierten und deutschen Vertretern noch zu lösen lein, und man darf wohl annehmen, daß dabei noch gewisse A b ä n d e- rungen de, gestern besprochenen Systems zugestanden werden. » Noch vor acht Tagen bemühten sich die Alliierten, die Zu- stimmung Deutschlands dafür zu erlangen, dah die endgültige Festsetzung der Entschädigungssumme hinausgeschoben würde, da eine vernünftige Einigung jetzt noch nicht mög- l i ch sei. Acht Tage lang haben sie nun durch ihre Debatten bewiesen, daß ihre Loraussetzung richtig war und daß eine vernünftige Lösung tatsächlich noch nicht möglich ist. Schließ- lich aber haben sie, um der Welt nicht das Schauspiel eines vollkommenen Zusammenbruchs der Ententepolitik zu liefern, eine neue Schein löfung vorgenommen und ein neues Schein gericht auf den Tisch gebracht. Wieder haben politische Erwägungen über die wirtschaftliche Vernunft gesiegt. Worin sich dieser von Lloyd George und Sforza geneh- migte Plan von dem irrsinnigen Vorschlag Doumers unterscheiden soll, leuchtet uns nicht recht ein. Nachdem„Ma- tin* soll Lloyd George sich von Loucheur mit den Worten ver- abschiedet haben:„Sie können Herrn Doumer sagen, daß ich ihm nachgebe!* Das ist in der Tat das Endergebnis der Pa- rifer Konferenz. Das Ministerium Briand ist gerettet. Die Kammer des Nationalen Blockes wird ihn mit rasendem Beifall empfangen und den öffentlichen Anschlag seiner Rede beschließen. Lloyd George hat sich einige Wochen Ruhe von feiten Northcliffes erkauft. right! Und Europa? Und die deutsche Arbeiterklasse, die seit zwei Jahren eine ungeheure Arbeitsleistung unter den er- bärmlichsten Ernährungsverhältnissen in der Hoffming auf bessere Tage vollbracht hat? Soll sie also definitiv zum Lohn- sklaven des Ententekapitalismus werden? Und die Welt- arbeitslofenkrife? Wird sie dadurch behoben werden, daß man Deutschland und ganz Mittel- und Osteuropa als Absatzgebiete noch gründlicher ausschaltet als bisher? Gberschlesien-�nfraye im Unterhaus. Da» englische Kapital wünscht kein« Französierung der ober- schleflschen Industrie. Auf Veranlassung englischer Finanzkreise soll demnächst im englischen Unterhause eine Anfrage eingebracht wer- den, was die englische Regierung zu tun gedenke, um angesichts der französischen Unterhandlungen mit oberschlesischen Werksbesttzern die Interessen des englischen Handel» und der Industrie zu schützen. Die englische Delegation bei der interalliierten Kommission in Oppeln soll von der Rundfrage Le Rond« on die oberschlesische Industrie, welche Maßnahmen für die Erhaltung der oberschlesischen Industrie unter polnischer Herrschaft zu treffen wären, erst au« der Press« erfahren haben. Oberschlesier! Oas Vaterland fragt Dich: Hast Du Deinen Gtimmantrag eingereicht? Wenn nicht, wende Dich sofort an die nächste Ortsgruppe der Vereinigten Verbände heimatsireuer Oberschlesier Unmögliche Wiedergutmachung. Auch der neueste Beschluß von Paris schafft kein Definiti- vum, sondern nur ein Provisorium. Die Verhandlungen der Alliierten untereinander oder mit Deutschland schleppen sich von Monat zu Monat, man kann beinahe sagen von Jahr zu Jahr hin, ohne zu einem Abschluß zu kommen und ohne daß man sagen kann, wann es zu einem wirklichen Abschluß kommen wird. Es handelt sich darum, fest- zusetzen 1. was Deutschland zahlen soll, 2. was es zahlen kann und 3. w i e es zahlen soll. Und während die Veratun- gen sich hinziehen und kein Ende nehmen wollen, breitet sich die internationale Wirtschaftskrise immer mehr aus. Deutsch- land soll— nack Papiermark gemessen— nicht Hunderte, sondern Tausendevon Milliarden zahlen. Da Deutsch» land aber— wenn überhaupt— nur durch Waren zahlen kann, soll es für ungeheure Summen jahraus, jahrein riesige Mengen von Waren gratis an die Alliierten liefem. Inzwischen aber sperren in England, in Frankreich, in Belgien wie in den anderen Ländern die Fabriken ihre Tore oder schränken ihre Betriebe ein. Die Arbeitslosen zählen heute bereits nach Millionen. Und diese Krise scheint durchaus nicht vorübergehender Natur. Man glaubte in Deutschland ursprünglich, die Krise sei eine Folge der Niederlage und der Revolution und nur in den besiegten Ländern vorhanden. In Wirklichkeit ist sie gegenwärtig in England am stärksten, als» in dem europäischen Lande, das am wenigsten im Kriege ge- litten und beim Frieden am besten abgeschnitten hat. Es zeigt sich auch, daß das Geschrei der bürgerlichen Wirt- schaftspolitiker und der politischen Reaktionäre gegen den Achtstundentag von den Tatsachen Lügen gestraft wird. Trotz der verkürzten Arbeitszeit sind die Lägen heute voll, müssen die Fabriken schließen oder ihre Arbeitszeit noch mehr herabsetzen. Der Kapitalismus, der die Arbester am liebsten 12 und 14 Stunden täglich ins Joch spannen möchte, ist nicht mehr imstande, sie acht Stunden voll zu beschäftigen. Die Wirtschaftskrise wäre katastrophal, wenn wir den Zehnstunden- tag hätten. Je mehr man den Ursachen dieser Wirtschaftskrise nach- spürt, desto interessantere Entdeckungen macht man. Zunächst stellt man fest, daß es sich um eine Ueb er teuer ungs- k r i f e handelt. Es sind nicht Waren in einer größeren Menge vorhanden, als man gewohnheitsmäßig braucht und verbraucht, sondern weniger. Die Produktion müßte also intensiver sein. Statt dessen— und hier wird der Wahnsinn der Privatwirtschaft handgreiflich— schränkt man die Produk- tion ein. Man schränkt die Produktion ein, weil die ungenügende Warenmenge die Preise so in die Höh« getrieben hat, daß sie für die Masse der Konsumenten unerreichbar werden. Durch die Einschränkung der Produktion wird aber das Uebel noch verschlimmert. Die Kaufkraft der Massen wird geringer und die Preise der Waren, nach einer vorübergehenden Senkung— hervorgerufen durch die Zah- lungspslichten der kapitalschwachen Warenbesitzcr— steigen weiter, weil die Warenmengen geringer werden. Zugleich aber sammeln sich die Rohstoffmengen an, die der Fabrikatton harren. Während die Fabrikation stockt, die Krise immer schärfere Formen annimmt, schwillt die Dividendenflut. Dioi- denden von 25 Proz. sind heute kaum noch ein guter Durch- schnitt. Sieht man aber noch genauer zu, dann entdeckt man die Unlösbarkeit des W i e d e r g u t m a ch u n g s p r o o- le m s. Gesetzt den Fall, die Alliierten päppelten Deutschland wieder auf und dieses lieferte jährlich Millionen Tonnen Waren umsonst. Dieses Verfahren wird die Fabriken in England und Frankreich sicher nicht mit Aufträgen überbäufen. Und deshalb will ja auch Herr Loucheur, daß Deutschland nicht Fertigfabrikate, sondern Kohlen und Ehemikalien liefert. Aber ganz gleich, was Deutschland auch liefert, es kann es nur, in- dem esfeineneigenenVerbraucheinschränkt--- mindestens ebenso sehr einschränkt, wie bereits gegenwärtig. Und hier kommen wir zu einer neuen Seste der Krise. Die Arbeitsteilung ist mst der Ausdehnung der kapitallstt- schen Produktion eine internationale von immer größerer Spezialisierung geworden. Vor dem Kriege führte Deutsch- land mehr ein an Rohstoffen, Fertigfabrikaten und Lebens» mittel«, als es ausführte. Der Ertrag seiner Handelsflotte und seiner Auslandsunternehmungen beglich die Differenz. Seine hauptsächlichsten Bezugsländer waren England, Rußland, die Vereinigten Staaten, Frankreich und Italien. Während des Krieges wurde in diesen Ländern für den Krieg produziert. Nun die Produktion wieder umgestellt ist, fehlt in diesen Ländern der Absatz nach Deutschland, oder aber er ist viel geringer geworden. Der deutsche Konsument muß sich einschränken, den Schmachtriemen enger schnüren. Aber auch der Absatz' nach allen besiegten Länder«, RuUmch vnd die zn Siegerstaaten maskierten Länder— Polen und Tschechoslowakei— einbegriffen, stockt gleichfalls. Nicht anders ist es mit den russischen Randstaoten. Und deshalb— selbst wenn es den großen Siegerstaaten gelingen sollte, die Ueberteue- rungskrise zu überwinden— wird die internationale Wirt- schaftskrise fortdauern. Je größer die Schuldenlast i st, die die Alliierten den Deutschen aufbürden, je mehr Deutschland jährlich Waren umsonst liefern muß, desto schärfer wird die Wirtschaftskrise in den alliierten Ländern sein. Was Deutschland den Alliierten umsonst liefert, muß es sich vom Munde absparen, d- h. es wird selbst weniger konsumieren, weniger von den Alliierten taufen, der Absatz der Alliierten nach Deutschland wird weiter stocken. Man beginnt natürlich bei den Luxusartikeln zu sparen. Und die bezogen wir gerade aus Frankreich. Zugleich werden aber die allüer- ten Länder mit'billigen deutschen Waren überschwemmt wer- den. Beides also, der Unterkonsum und die Ueberproduktion Deutschlands, können nur zur Verschärfung der Wirtschafts- krife in den alliierten Ländern fübren. Da Unterkonsum und Ueberproduktion nur relative Begriffe sind, da die Produktion durch technische Verbesserungen ins Unberechenbare gesteigert werden kann, wird Deutschland, um sich satt zu esien. darauf bedacht sein, seine Produktion immer mehr zu steigern. Das von den Alliierten so gefürchtete Dumping wird somit von ihnen künsUich großgezogen. Einen Ausweg aus diesem fehler- hasten Kreis gibt es nicht. Er ist auch mit der neuesten.Eini- gung' von Paris nicht gefunden. Nur eine Möglichkeit hätte Frankreich, bis zu einemerheb- lichen Grade die deutsche Wiedergutmachung zu erlangen: den WiederaufbauNordfrankreichs durch Deutschland ausführen zu lasten. Das aber wollen die französischen Unter- nehmer nicht. Und vorläufig sind es in Frankreich noch die Unternehmer, die unbeschränkt regieren. Und damit wird die Wiedergutmachung zur wirtschaftlichen Unmöglichkeit, trotz aller Beschlüste der Weisen von Paris! Parlamentsreform. Der Reichstagsabgeordnete Schiffer hat für feine Partei und int Einverständnis mit den anderen Regierungs- Parteien einen Gesetzentwurf betreffend die Geschäftsführung des Reichstags eingebracht, besten Tendenz dahingeht, das Ge- wicht und die Entscheidungsfreiheit der Ausschüsse zu ver- mehren, um das Plenum dadurch zu entlosten. Auf Beschluß des Aeltestenrates soll über Gesetzentwürfe von minderer Be- deutung von einem Ausschuß die letzte Entscheidimg gefällt werden dürfen. Ausschußbeschlüste würden auf diese Weise direkt, ohne besondere Bestätigung des Reichstagsplenums, Gesetzeskraft erlangen können. Ebenso wie Gesetzent- würfe sollen auch andere Eingänge vom Aeltestenausschuß einem Ausschuß zur Erledigung überwiesen werden können. Der Haushaltsplan soll spätestens am tz. Januar eingebracht und bis zum 15. Mai erledigt werden. Ist die Er- ledigung bis dahin nicht erfolgt, so geschieht sie durch Abftim- mung ohne Debatte. Ebenso müssen einzelne Abschnitte debattelos erledigt werden, wenn die vom Aeltestenausschuß dafür angesetzte Zeit abgelaufen ist. Zur Aenderung der Geschäftsordnung wird beantragt, „daß 1, der Aeltestenrat befugt ist, den Zeitraum für die Er- -ledigung einzelner Angelegenheiten und die Dauer der Redezeit zu bestimmen: 2. jedes Mitglied des Reichstags während einer Tagung nur an einer Anfrage und an einer Interpellation betelligt sein darf, sowest nicht in be- sonderen Fällen der Aeltestenrat Ausnahmen zuläßt; 3. in jeder Woche drei aufeinanderfolgende Tage für die Verband- lung der Vollversammlung, zwei Tage für die Verhandlun- gen der Ausschüste bestimmt werden". Die sozialdemokratische Fraktion hat zu diesen neuen Vor- schlagen noch nicht Stellung genommen; sie wird sie jedenfalls sehr sorgfältig prüfen, obwohl sie im Ziel, die parla- mentarische Arbeit rationeller zu gestalten, mit den Antrag» stellern übereinstimmt. Dieses Ziel wird sich auch erreichen Tagore unö Shakespeare in der Volksbühne. Zwei Dichter, die wohl die denkbar größten Kontroste bedeuten. bot die Volksbühne an einem Abend: Den stillen, mystisch-oerfun- kenen und von alter Weisheit des Ostens erfüllten Lyriker Rabin- dranath Tcqnre mit seinem weihevollen Dühnenspiel und die tollste, ausgelassenste Komödie des größten aller Dramatiker. Aber trotz des ungeheuren Stilunterschiedes gab's einen aus andächtigem Ernst und derber Freude an der Komik gut komponierten Eindruck. Zwei Welten und zwei Genies trafen sich im Letzten und Entfchei- denden: in echt menschlichem Gehalt und in der schöpferischen dichte- rischen Form. Der Inder Robin dranath Tagore offenbart fich rn dem lyrisch-gedanklichen Spiel, das den trivialen Titel„Da» Postamt" trägt, als Shakespeares Gegenpal. Hier heftig pulsierendes Leben, ein Grift ins Volle, Saftige, eine sich überstürzende Handlung und stärkste Spaynungen, dort sanftes lyrisches Fließen. Bewillkommmmg und Verherrlichung des Befreiers Ted, nachdenkliche Srtmbolil, hier ungestümes Jungsein, höchste Aktivität, dort passives Träumen und letzte Weisheit alter Geschlechter. Das Gelingen des Abends setzt« einen Regisseur voraus, der die Kontraste aufs schärfst« herausarbeitete und doch dahinter die höhere Einheft ahnen ließ. Jürgen Fehling verstand sich auf diese Kunst. Wie zwei Sinfoniesätze zogen die beiden Dramen vorüber: ackogio und anckantc, Träumerei. Sehnsucht. Weihe des Irdische» durch den Tod, der neu« Pforten öffnet, dos erste— allcgro, prestissimo das zweit« mit seinem Kar- neoallput. Der arme Knabe, der zum Sterben bestimmt ist, seine müden Tage im Zimmer verbringen muß und nun vom Fenster aus das lockende Leben mitlebt, es phantasievoll deutend und mit Heller Ahnung vertiefend, bis der Erlöser Tod ihm seine schönsten Träume erfüllt— das ist der ganze Inhalt in diesem Seitenstück zu Haupt- Manns �Hanneles Himmelfahrt". Sanfte Schwermut liegt über den zwei Akten, sie wird aber nie drückend, denn Krantheft und Tod sieht der Inder als Uebergangs- und Borstufen zu neuem Leben an.„Das Postamt" ist die irdische Verbindung mit dem All- «inen, von dem der Tod, der König, die Botschaft üoennittelt. Der Knabe war Lucie Mannheim, die die tiefe Poesie der Rolle voll ausschöpfte: die Sehnsüchte und die lebenverklärenden Weisheiten, die bleich und ergeben die schönen loon Hedwig Lachmann und Gustav Landauer gut verdeutschten) Worte meistert. Der Rohmen war köstlich gespannt, das Phantastische gut angedeutet und die mit wunderbarer Menschenliebe angeschauten Lebenstypen trefflich ver- törpert(besonders Herzfelds Väterchen). Der Eindruck war tiefste Andacht, weihevolle Versenkung. Und dann tollte, ja raste des Briten jugendliches Lustspiel„D 5 e Komödie der Irrungen" über die Bühne, als Poffe aller Posten gespielt in einem Tempo, das allein schon Entzücken bereitet. Die Verwechstungen werden zum Wirbel. Schließlich zum Tarnado. dem nichts mehr standhält. Die Bühnenlösung ist denkbar einfach: vor grauer Rundung heben sich außerordentlich farbig die Spieler ab. die Szenerie ist nur eben angedeutet. Die beiden Zwillings- lassen, ohne daß die Rechte der Minderhest gekürzt werden und ohne daß die Verfassung geändert zu werden braucht, was bei Annahme des Antrags Schiffer der Fall wäre. Der �volksfeinöliche" volksentscheiö.. Als eine der republikanischen Einrichtungen, die am besten geeignet sind, den Charakter derreinenDemokratiezu wahren, galt bisher die Bestimmung über Bolksbegeh- r e n und Volksentscheid. Beide Einrichtungen haben den Zweck, eine möglichst starke Heranziehung des Volkes zu den Werken der Gesetzgebung zu ermöglichen und die S o u- veränität des Volkes, die in der Reichsverfastung festgelegt ist, neben dem allgemeinen, gleichen und direkten Wahlrecht zu unterstreichen. Ist der Widerstand der rechts- stehenden Parteien gegen das Volksbegehren und den Volks- entscheid, Einrichtungen, durch die neue Gesetze geschaffen. der Landtag aufgelöst und die Verfassung geän- d e r t werden können, nur zu bekannt, so war man doch bisher allgemein der Ueberzeugung, daß in keiner der Arbeiter- Parteien ein Zweifel an der Notwendigkeit der Beibehal- tung bzw. der Einführung dieser demokratischen Faktoren herrsche. Eines anderen— jedoch nicht eines besseren— belehrt uns die„Rote Fahne". Wie sie über die Souveränität des Volkes denkt, geht daraus hervor, daß sie den Begriff in „" setzt. Wir finden hier dieselbe Verhöhnung der„mt- reifen Masse", wie wir sie von kommunistischer Seite schon oft gehört haben. Der Artikel der„Roten Fahne" enthält Richt- linien für die Haltung der kommunistischen Vertreter im Reichstag und in den Landtagen, und nach wortreicher Der- spotwng des die Volksherrschaft gewährleistenden Volksent- scheides kommt die.Rote Fahne" zu folgendem Ergebnis: Was falzt daraus für unsere Genosten in den Landtagen, die jetzt über Volksbegehren und Volksentscheid zu beraten haben? Sie wüsten diese Gesetze ablehnen. Das Geschrei der patentierten Demo- traten, der Scheidemänner und Hilferdinge, daß die Kommunisten gegen die Erweiterung der Volksrechte seien, darf sie nicht schrecken.„Volksrechte" sind für die Kommunisten nur die Rechte des werktätigen Volkes. Liefe werden ihm aber durch das Plebiszit nicht gegeben.(?I) Die Kommunisten wollen das Recht, das D o r r e ch t des werktätigen Volkes. Darum wollen st« die Sowjets, die Arbeiterräte, die aus der stets möglichen, stets zu erneuernden Wahl der breiten Masten der Werktätigen hervorgehen, deren Willen unmittelbar widerspiegeln und damit Parlament und Volksbegehren und Volksentscheid überflüssig niachen. Es muß den Kommunisten die Erklärung dafür überlassen bleiben, wie sie dem weicktätigen Volke Vorrechte ein- räumen wollen, wenn sie es nicht einmal für die demokratischen Rechte reif halten. Die Sowjetideologie verhält sich zu der r e i n e n D e m o k r a t i e des Volksbegehrens und des Volksentscheides wie diese zu dem Vorschlag der reaktiv- n ä r e n Parteien auf Einrichtung einer berufsständi- fchenKammer neben dem Landtag. Beide Einrichtun- gen sind gleich volksfeindlich, ibre Anhänger aber behaupten, die Interesien des werktätigen Volkes zu vertreten. Hnd kon- fcquenterweise werden sich bei den bevorstehenden Debatten über Volksbegehren und Volksentscheid die Verfechter der Pri- vilegienstellung von rechts und von links zusammenfinden, und die Sozialdemokratie wird die Aufgab« baben. die Rechte des werktätigen Volkes zu wahren. Unabhängiger Vahlsthwiaüel. Aus Kreisen der preußische» Landtagsfraktion wird uns geschrieben: Unter der Ueberschrift„Preußische Wähler, hört zu!" behauptet die„Freiheft" in ihrer Donnerstag-Abendnummer. daß die„Rechts- sozialisteu" ihre Zustimmung zur Erhöhung der Bischofsgehälter ge- geben haben, während für die berechtigten Ansprüche der Lehrer- schaft sie kein Geld Höften bewilligen wollen. Das ist alles erlogen! Selbst die Redaktion der.Freiheft" sollte misten, daß es gerade dem Verhalten der sozialdemokra- tischen Fraktion in der Plenarsitzung am 14. Januar zu ver- brüder wurden von Gerd Fricke und E. Baldermonn mit Laune und Schwung, die beiden Schwarzen von Erhard Siedet und Richard Leopold mit zwerchfellerschütternder Drolerie gespielt. Eharlotte Schultz und Hertha Wolff repräsentieren die. Frauenwelt aufs treff- lichste.— Des Lachens war kein Ende.— r. Oskar Mldes Komödie„Ein idealer Galle" wird im L e s s i n g- t h e a t e r wieder gespielt. So beherrschen die Komödien dieses Eng- länders, der ein Wahlpariser wurde, gegenwärtig drei Berliner Bühnen. Das Stück von der zweifelhaften Ehrlichkeit des politt- schen Strebers ist nicht Wildes schlechtestes Wert. Die magere In- trige, die gesponnen wird, ist mit guten Witzen ausgestattet. Die scheinbar Dummen geben die klügsten Dinge, die Durchschniftsmoral wird ein wenig auf den Kopf gestellt, die gescheitesten Frauen kom- wen am schlechtesten weg, wie das häufig bei Wilde der Fall ist. Er benimmt sich zwar wie ein Pfau und höhlt mit seinein Geist die Menschen etwas allzu feuilletoniststch aus, er plätschert aber immer noch heiterer und blinkender um die Torheit, als es die trockenen Siftenrichtcr, die verschlagenen Zyniker tun. Sein Witz ist Klubwift. Adelsverspoftung, die im Grunde doch anbetet, und Salonsöwen- kühnheit. Tilla Durieux spiell jene Dame, die politische Streber entlarvt, um in ihrem eigenen Netze gefangen zu werden, pikant und überlegen. Frau Straßmann-Will und die Herren Iunkermann, Goetz und Laos placieren den Klatsch, die Spiegelfechterei und die parfümierte Frechheit Wildes, mft wohlgebührender tändelnder Leichtigkeit: olles, bis auf die Lakaien abwärts, ist sehr anmutig stilisiert und aus eine fröhliche, helle Bühne gestellt. m. ß. Der aussterbende Winker. Daß der alle Winter, der„streng« Mann" mit seinen starken Frösten und Schneefällen, allmählich aus- stirbt, ist eine Bemerkung, die mau jetzt öfter hören kann. Mit Aus. »ahme des Winters van 1915/1817 haben wir ja wirklich in letzter Zeit ungewöhnlich milde Winter gehabt, und diese Erscheinung uift in diesem Jahr besonders deutlich hervor. In erster Linie klagt man aus den verschiedensten Gegenden über die geringe Schnee- menge. Di? Schweiz hafte selbst in Höhen, die sonst immer einge- schneit waren, fast gar keinen Schnee. Aus Rußland wird berichtet, daß der diesmal besonders katastrophale Mangel an Brennmaterial zum großen Teil dem Umstand zuzuschreiben sei. daß infolge des fehlenden Schnees das Holz nicht auf den bequemen Schlitten be- fördert werden konnte. Auch sonst wird van überoll her ungewöhn- lich warme Witterung gemeldet. Nun hat es solche milde Winter auch in früheren Zeiten gegeben, und die Chroniken aus ferner und naher Vergangenheit wissen davon zu erzählen, daß im Januar die Blumen blühten und man sich bereits in den Frühling versetzt glaubte. Danach aber kamen dann auch wieder Perioden sehr strenger Winter, und man muß dah:? sehr vorsichtig sein mit der Behauptung, daß der Winter aussterbe und daß die Winter in Eu- ropa immer milder geworden sind. Immerhin ist seftzustelleN. daß feit dem Jahre 1679 der Badense« nicht mehr zugefroren ist und daß die Themse zum letztenmal im Jahre 1811 bis in die Gegend der Londoner City vereist war. Die Schweizer Gletscher zeigen danken fst. daß die Erhöhung der VsschofsgeHMer km VnlmTihte' «tat gestrichen wurde. Die sozialdemokratische Fraktion hatte bei dem betreffenden Etotskapftel(11ö) namentlich« Abstimmung beantragt und dann, um die Streichung dieses Kapitels durchzusetzen, das von der bürgerlichen Mehrheit bewilligt worden wäre, das 5iaus beschlußunfähig gemacht. Damit war dieser Etats- Posten beseitigt— durch die.Rechtssozialisteu"! Bei dieser Gelegenheit müssen wir der gedächtnisschwachen „Freiheft" aber etwas anderes in Erinnerung rufen: Die sozial- demokratische Fraktion hafte einen Antrag gestellt, dos Staatsministerium zu ersuchen, bei der Reichsregienmg dahin zu wirken, daß schnellstens die Grundsätze für die finan- zielle Auseinandersetzung zwischen Staat und Kirche aufgestellt werden. Don den Kommunisten war dazu der Zusatzantrag gestellt worden. Neuaufwendungcn für die Kirche nicht mehr zu machen. Es war die u n a b h ä u g i g e F r a k t i o n. die gemeinsam mft den Deutschnationalen, der Deutschen Volkspartei, dem Zentrum und den Demokraten diesen Zusahantrag niederstimmtet Daß ihre Behauptung über die Bischofsgehälter Schwindel ist, Höfte die„Freiheit" auch aus der Abendausgabe der„Germania" vom 26. Januar 1821 sehen können, in der das Zentrums- b l a t t der Sozialdeniokratie heftige Vorwürfe macht, weil durch ihre Schuld die Aufbesserung des Einkommens der katholischen Bischöfe, Domherren usw. unterblieben ist. Was aber schließlich den Borwurf anbelangt, daß man für df« Lehrerschaft nichts übrig habe, so stellen wir folgendes fest: Im 23. Ausschuß, der das Volksschullehrer-Diensteinkommen beriet, haben die Unabhängigen gegen eine Besserstellung der Lehrer an einNassigen und den ersten Lehrern an mehrtlassigen Schulen stimmt, sie haben ferner mit allen anderen Parteien zusammen dem siebenjährigen Diätariat statt des fünfjährigen für die Jung- lehrer zugestimmt, als die Regierung aus finanziellen Gründen das zuerst beschlossene fünfjährig« Diätariat ablehnte. Es muß sehr schlecht mit den Unabhängigen stehen, wenn ihnen außer derartigem Wahljchwindel geistige Waffen für den Wahlkampf nicht zur Verfügung st ehe». �elfferich wirü Sozialüemokrat! In einer von der Bayerischen Mittelpartei in München tknbe- rufenen Versammlung, in der Helfferich über die Lage Deutschland» referierte, gab dieser seinen Hörern die überraschende Taffache zur Kenntnis, daß wir„wirtschaftlich noch im Zeichen der Revolution" ständen. Die Sozialdemokratie habe die Lersprechungen des Er- furter Programms nicht gehalten, statt dessen Arbeitsunlust geschaffen und den Klassenkampf gepredigt. Unsere Finanz- läge sei eine Folg« der oerfehften Erzbergerschen Steuerpolitik und der Berliner Mißwirtschast. Es müsse dem Volks- willen Rechnung gewogen werden, der ausnahmslos eine b ü r- gerliche Regierung oerlange! Helfferichs Verdienste um die Finanzpolitik des Reiches während der Kriegsjahre unter feiner verhängnisvollen Leitung sind bekannt genug. Es ist ein erfreuliches Zeichen beginnender Einsicht, daß Helfferich die Schuld an den heutigen Zuständen der Taffache zu- schiebt, daß die Forderungen des ErfurterProgrammsnicht erfüllt sind. Wir stimmen Herrn Helfferich gern zu, daß es in diesem Fall« besser in Deutschland aussehen würde. Wenn Helfferich uns in der Durchsetzung der Erfurter Forderungen unter- stützen will, so haben wir hiergegen nichts einzuwenden: allerdings mühte er dann in eine Klassenkampfgemeinschaft mit der Sozialdemokratie eintreten, wie sie das Erfurter Pro- gramm im Kampf gegen die widerstrebende Bourgeoisie fordert. Diese» Verhalten Helfferichs stände zwar im Widerspruch zu seinem Verlangen nach einer bürgerlichen Regierung: jedoch ist zu hoffen, daß seine Zugehörigkeit zur Sozialdemo- kratie ihn über die Verhältnisse in Groß-Berlin und über die Wünsch« des Lolkswillens eines Besseren belehren wird. Patrioten. � ?u der Polenpropagonda des Zentrnmsgrafen O p p e r s- f und des Tiele-Winkler-Direktors Schrapper kommt nun auch Wilhelms Liebsing Graf Tiele-Winkler höchstpeffön- lich, der(nach einer Zuschrift an das„B. T.") ein« Diertelmillion Mark dafür aufgewendet hat, seine Hausangestellten in echt pol- nisch« Livreeu zu stecken. seft den letzten 58 Jahren eine beständige Abnahme, und es gibt Meteorologen, die dieses Zurückgehen der Bergleffcherung mft der allmählichen Milderung der WinterNimas in Mitteleuropa in Zu- sammenhang bringen. Aber die Vereisung der Erde geht nicht nur in der Schweiz zurück, sondern man hm auch eine Abnahm« des Eises auf dem Südpolarkontinent beobachtet, und in den letzte» 88 Jahren fft die ungeheure Eisbarriere, die ihn umgibt, um viele Kilometer zurückgegangen. Dieses Zurückweichen des Eises an, Südpol hält bestandig an. Woher aber diese Derringerung der Eismassen auf der Erde kommt, das ist nach dem heutigen Stand der Kenntnisse schwer zu sagen. Vielleicht hat die Hitze der Sonne zugenommen. Doch sind unsere Meßmethoden in dieser Beziehung noch nicht weit genug vogrgeschriftcn, um darüber sichere Aufklärung zu verschaffen. Theater des Westens:„Schwalbenhochzeft". Das Theater des Westens hat sich mit dieser recht üppigen und koftspiesigen Auf- machung eine Niete auf den Hals geladen, die höchstens auf den Unverstand des Publikum? rechnen kann, der offenbar in WW noch größer als anderswo fft. Denn— der Beifall war riesenaroß. Diese niedlich«, dumme Backfischpoesie mit einer Unsumme animierender Arm- und Bemverrenkimyen vernnscht, wäre«ine Unter- Haftung für ein« Viertelstunde, anstatt für 3 Stunden. P o r d e s- M i l o, der Textdichter, bat auf die ältesten, abgegriffensten Tricks zurückgegriffen, nirgends«in feinerer Humor, ein wirksich ernsterer Unterton außer in ein paar kurzen Worten des Schlußaktes. Dafür ein« Allerwelffoße, nicht für„Kenner"— sein zwanzigmal wiederholtes Stichwort—, sondern für beutige Autebesitzer. Da konnte auch der Kompanist nicht hochstiegen. Immerhin hat Leon Jessel in seinem Schwarzmaldmödel andere Hoffnungen erweckt. War auch dort kein allzu hoher Schwung zu spüren, so doch eine gewisse sympathische, melodiefreudig«, populäre romantische Nute. Hier ober schwelgt er förmlich in aer Alltäglichkeit der Melodie und ihrer harmonischen Einkleidung. Einige frischem pfundene Wander. lieber und sentimentale Töne der Schlußszenen ausgenommen. Unter den Darstellern ragte über allen anderen Franz Groß empor. Seine Liedervorträge sind unnachahmlich, seine Natunvahr- heit und Pofenlosigkeit aufs höchste bewundernswert. Margit Such» ist eine reizend« Evelyn, auch als Sängerin vortrefflich. als Sprecherin allerdings nicht ganz ebenbürtig. Der gewandte Franz Felix, sonst der riclnige Typ für schwärmerische Backfistbe, betont etwa? zu sehr die triefende Sentimentalität. Paul West er- meyer und Lotte W e r k m e i st.« r kitzelten die Lachlust der be- scheidenen Berliner aufs höchste. Ernst Hauke, de? Interpret der wenig geistsprühenden Partitur und Franz Groß, der Re- gisseur, gaben ihr Bestes. Aber wozu all das? d. m. «rltanfführuugen der Woche. Di. S-biller-Tbeaftr: en-. — Luilen-Tbcater:„Wenn Wünsche töten t ö n n t e— Do. Zentral-Tiiealer:„Die P o k! m e i ü c r i n— Fr. �asino-Theatoi: „DerGrogsürtt-— Opernbau«:.IoscvdSlcgende'.— Tribüne:„Der Mann des Schicksals' u.„Biauco PoSneb« Erweckunq'. Sine neue Unternehmunq ShaklctonS. Ennest SSalleto» Hot in Nottvege» cm EiSmrcr-Spezialfabrzcug für seine in» Juni beginnende Expedition in die Gegend von Kanada gekaust. die Wohnungssteuer. Verlin. 29. Zannar.(2PXB.) Dem Reichstag ist der in der prcflc bereits mehrfach besprochene Entwurf eines Gesetzes über die Erhebung einer Abgabe zur Forderung des Wohnungsbaues lweist als Mielsteuer bezeichnet) zugegangen, die die Veschas. fung der Mittel für die weitere Unterstützung der Bautätigkeit sichern soll. Der Entwurf sieh! vor, daß die Länder! zur Verzinsung und Tilgung der Mittel, die sie zur Gewährung von Baukostenzuschüssen auswcnden, eine Abgabe in höhe von S vom hundert des Miet- wertes von 1314— also nicht der heutigen geflcigerten Meten— von den bebauten Grundstürten(nicht nur von Wohngebanden, son» dern auch von Läden. Geschäftsräumen, Werkstätten, Jabriken und dergleichen) erheben. Die Gemeinden sollen Zuschläge in gleicher Höhe für den gleichen Zweck erheben. Befreit von der Abgabe sind öffentliche und gemeinnützige Gebäude, ferner alle Abgabepflichtigen mit geringen Einkommen(die Grewe schwankt Mischen 6000 und 9000 Mark, je nach den Ortsklassen). Neubauten dürfen mit Mitteln aus der Abgabe nur unterstützt wer- den. wenn Sicherheit gegen spekulative Ausaühung gegeben ist. Der Reichsrat hat eine abweichende Vorlage beschlossen. Die Reichsregicrung hält jedoch an ihrem Entwurf fest. Dem Reichstag stud daher getrennte Vorlagen der Reichsregierung und des Rcichsrot» zugegangen. württembergisches Bllerlei. Wer in der Lage wäre, die bürgerlichen Preffeerzeugnisse der deutschen Republik auf Hofnachrichten hin zu lesen, der würde in kurzer Aeit Stoff genug finden, um eine Sammlung von Witz und Satire vom Umfang eines Konversationslexikons herauszugeben. Wenn es sich darum handelt, feierliche Einzüge höchster und aller- höchster Personen mit viel schönen Reden zu preisen, so marschiert zwar Preußen und Bayern im allgemeinen voran, aber neuerdings ist auch die württembergische Reaktion bestrebt, beiden Ländern hierin nichts nachzugeben. Der in Isny erschei- nende.Stadt- und Landbote", ein württembergisches Zentrums- organ, teilte in drei aufeinanderfolgenden Nummern den feier- lichen Einzug„Seiner Erlaucht des Herrn Grafen Alexander v. Ouadt zu Wykradt und Lsny und dessen Gemahlin Marie Anna, geb. Gräfin Estherhazy von Galanthea" mit. Zunächst wurde das Programm kundgegeben, mit dein das erlauchte Paar geehrt werden sollte, und die Einwohnerschaft wurde gebeten, die Häuser in den Durchgangsstraßen zu beflaggen. Der demokratische Land- tags abgeordnete Pfeilsticker gab am Tage nach dem Einzug einen schwungvollen Bericht in der Länge einer halben Spalte, dem wir der Komik halber folgende Sätze entnehmen wollen: Biete Gäste, die h o ch w ü r d i g e G e i st l i ch t e i t mit Herrn Dekan Marquardt, die für st l. Herren Beamten imter Führung von Herrn Domänenrat M a r x e r, die Herren Forstbeamten, an der Spitze Herr Oberförster Schiele-Rohrdorf, die Damen der Herren Beamten und Angestellten sowie weiß- gekleidete Kinder derselben erwarteten das erlauchte Paar im Schlosse. In schwungvoller Rede entbot Herr Domänen- rat Marxer einen Willkommgruß und verlieh den Gefühlen der Freude und Verehrung Ausdruck mit den aufrichtigen Wünschen für dos erlauchte Paar und dos ganze hoch- sürstliche Haus, zum Schluß überreichte er eine vom Herrn Studienrat Kettnackcr künstlerisch ausgeführte huldigungs- adresse. Nachdem noch vier Kinder von fürstlichen Beamten artige Reime vorgetragen und Blumen gespendet hatten, dankte das durch den Empfang sichtlich überraschte Paar all den vielen Anwesenden in herzlicher Weise. Der Kirchenchor zu St, Georg, geleitet von Herrn Hauptlehrer Luid, brachte am Sonntag nachmittag im Schlosse ein die herrschasten sehr e r- freuendes Ständchen dar. Abends um? Ilhr begaben sich Herr Stadtschultheiß Seeger als Vertreter des Gemeinderats, der Liederkranz und die Abordnungen der hiesigen Vereine mit vielen Bürgern ins Schloß. Am Schluß des Berichts darf selbstvcrständkich nicht fehlen, daß das erlauchte Paar gerührt für so viele Aufmerksamkeit dankte. Der demokratische Hymnensänger schließt:„Gott segne das gräflich« Paar und das ganze fürstliche Haus!" Die demokratischen Ahnen des Herrn Pfeilsticker. die Freiheitskämpfer vom Jahre I84S, mit denen unsere heutigen Demokraten allerdings nur noch den N a m e n gemeinsam haben, werden sich noch im Jenseits angeekelt schütteln, falls die Hymnen der männlichen und weiblichen Ehren- jungfrauen ihren Weg bis dorthin gestmden haben sollten. * In dem gleichen Vrtzan finden sich höchst moralische Ausfllhrun- den über die Derlumpung des deutschen Volkes und über die Vrasserei, die auf der einen Seite getrieben wird, während in großen Teilen des Volkes bittere Rot herrscht, hiergegen wäre nichts ein- zuwenden, wenn nicht die Tendenz des Artikels darauf hinaus- liefe, der biederen Landbevölkerung Berlin ols das Dorado aller Lumpen, Schlemmer und Prasser hinzustellen. In dem Arttkel heißt �s: „Berlin schändet ganz Deutschland in den Augen der Fremden und verseucht ganz Deutschland mit seinem Geiste dcrDerlumpung." Der Artikel schließt in nicht ganz einwandfreiem Deutsch: .Solches Geschmeiß gehört mit hundepeilschen aus dem Vaterlande hinousgepeilfchl!" Wir möchten dem erregten Schreiber vorschlagen, fich ltebcr im eigenen Lande umzusehen und dafür zu sorgen, daß die großstädtische Bevölkerung nicht von einem Teil der hartnäckigen Bauernschaft aus Profitgier ausgehungert und biszurVer- z w e i f l u n g getrieben wird. Sollte es ihm gelingen, gegen ein« Sabotage der Ernährung der Großstadtbevölkerung erfolgreich anzukämpfen, dann mag er sich über die Großstodtsthieber sittlich entrüsten, vorher nicht!_ Das Hamburger Schulgef-ch. Hamburg, 29. Januar.(Eigener Drahtbcricht des„Vorwärts".) Die Hamburger Bürgerschaft hat am Freitag abend das hoch- ( ch u l g e f e tz stir den Hamburger Staat endgültig a n g e n o m- wen. Im Wesentlichen und in allein Grundsätzlichen ist die Fai- snng bestehen geblieben, die das Gesetz im bürgerschastlichen Aus- schütz unter sozialdemokratisch-dcmokraNfchem Ein- sluß erhalten hat. Die Agitation gegen die neue Hochschulbehörde, der in Zukunft die Hamburger Universität, die wissenschaftlichen An- stalten tknd Volkshochschulen unterstellt sein werden, haben nichts gefruchtet Die Reaktionäre aller Schattierungen hoben in der Schlußabstimmung g e g c n das Gesetz gestimmt. Die Zukunft wird jedoch beweisen, daß die hochschulbehorde-in der Hamburger Ver- wolwng nichts Ungewöhnliches ist, sondern eine Behörde darstellt, die analog den anderen Hamburger Verwaltungsbehörden der Ent- Wicklung der Universität und der Volkshochschulen nicht'hinderlich, sondern durchaus förderlich sein wird. Wir werden in Hamburg nicht nur eine ausgezeichnet organ,- fierte Volkshochschule, sondern auch eine Voltsuniver- fit St im wahrsten Sinne des Wortes haben, die hinter allen an- deren deutschen Universitäten nicht zurückstehen wird. IvchktzausurkeN. Wegen der von radikaler Seite verübten Aus- schreitungen geaen Teilnehmer der om 1. November vorigen Jahres m Grün borg tagenden Landwirteversammlung ver- urteilte dos Schwurgericht den hauptbeteiligten Blecenz wegen Landfrkdcnsmiches zu zwei Jahren Zuchthaus� und stins Fohren Etzrnerlust, vier andere Angeklagte zu Gefängnis st ras« von sechs Monaten bis zu einem Jahr«. GroßSerlw i 20. ßebruar— üie§rauen voran! In einer Reihe von Frauenversammlungen, die unsere Partei- genossen am Freitag in Berlin und den Vororten abhielten, wurden die Frauen von Genossinnen, die in den ersten Reihen der sozial- demokratischen Frauenbewegung stehen, zur Wahl und zur Teil- nähme an der Wahlpropagauda ausgerufen. In der Schnlaula in der Litauer Straße sprach Geuossin Adele Schreiber. Man sollte es eigentlich sür unnötig halten — sagte sie—, die Frauen noch besonders zur Ausübung des Wahl- ' rechts aufzufordern. Nicht nur vom Landtagswahlrccht, sondern von jedem kleinsten Recht muß man Gebrauch machen, wenn man im großen etwa» erreichen will. Deshalb soll niemand denken, auf meine Stimme kommt es nicht an. Man soll auch nicht denken, die Land- tagswahl habe keine große Bedeutung. Die Zusammensetzung des preußischen Landtags ist gerade jetzt von großer Bedeutung. Preu- ßen ist ausschlaggebend sür die Zukunft der deutschen Republik und sür den deutschen Einheitsstaat. Wir müssen alles daransetzen, daß Preußen eine starke sozialdemokratische Vertretung im Landtage hat, damit es die feste Stütze der revolutionären Errungenschaften bleibt und in diesem Sinne die Führung in Deutichtand behält. Wer sür eine unier sozialdemokratischem Einfluß stehende demokratische Verwaltung ist, wer die Schule den reaktionären Einflüssen entziehen und in freiheitlichem Sinne ausgestalten will, wer verhindern will, daß den chohenzollern die von ihnen beanspruchten Werte von 1100 Millionen Mark ausgeliefert werden, wer für die Hebung der Voltswohlfahrt, für die Verbilligung der Lebensmittel ist, der muß alles aufbieten, um die sozialdemokratische Landtagsfrnktion zu stärken. Goldene Berge können wir allerdings nicht versprechen, wie es die Kommunisten tun, die uns für Sowjetrußland begeistern möchten, obgleich dort von einer Verwirklichung des Sozialismus gar keine Rede sein kann. Auch das Schicksal der Unabhängigen zeigt, wohin das Liebäugeln mit Sowjetrußland führt. Die Sozialdemokratie ist auf dem rechten Wege. Sie wird sich weder von rechts noch von links irremachen lassen. Mit aller Macht treten wir ein für die Interessen des arbeitenden Volke» und besonders auch für die Rechte der Frauen, für.ein« von freiheitlichen Grundsätzen getragene Erziehung der Jugend, für Volkswahlsahrt und für die einheitliche deutsche Republik. Der Vortrag fand lebhaften Beifall. In der regen Diskussion wurden die von der Vortragenden vertretenen Fordeningen unter- strichen. » Vor vollbesetztem Saale(zirka 15 60) sprach Genosse Heinig in der Concordia zu Spandau. Obwohl alle Parteien, von der äußersten Rechten bis zur Linken vertreten waren, ging die Versammlung ohne Störung vonstatten. Der deutschnationale Parteisekretär Reuse und der Redakteur vom deutschen„Herold"- Spandau versuchten in der Aussprache eine Widerlegung; sie legten sich aber so fest, daß sie wohl bald aus ihrer Volkspartei ausge- schlössen werden dürften, wenn sie ihre Darlegungen ihren Partei- fteunden mitteilen würden. Ihren in Ruhe angehörten Ausfüh- ningen gab Genosse Heinig im Schlußwort die richtige Antwort und erntete einmütigen Beifall. Die Versammlung war ein voller Erfolg für unsere Partei. Die Untersuchung gegen öie Straßenbahnöirektion. Die Städtische Verkehrsdeputation trat gestern abend im Sitzungssaal der Berliner Straßenbahn unter dem Vorsitz des Stadt- baurnts Dr. Adler zu einer Sitzung zusammen. Der Vorsitzende gab zunächst einen Bericht über die Zustände, wie sie sich infolge der Beurlaubung der Straßenbahndirektion durch den Magistrat ent- wickelt haben. Diese Zustände seien für die Verwaltung überaus schädlich und müßten so schnell wie möglich geändert werden. Das könnte um so eher geschehen, als die Magistratskommission, die mit der Untersuchung der gegen die Direktion erhobenen Behaupttmgen betraut worden ist, vor dem Abschluß ihrer Arbeiten stehe. Schon heute könne gesagt werden, daß die Untersuchung gegen die Direktion nichts Delastendes ergeben habe. Gegen drei der Herren lag überhaupt nichts vor, und die gegen Rcgierungsrat Dr. Micke gerichteten Beschuldigungen hätten sich als n i ch t' st i ch b a l t i g er- wiesen. Es habe sich im Grunde nur um Meinungsverschiedenheiten mit dem Betriebsrat gehandelt. Aus diesen Gründen empfahl der Vorsitzende, an den Magistrat den Antrag zu stellen, die Beurlaubung der Straßenbahndirektion sobald wie möglich aufzuheben und die Direktoren an ihre Plätze zurückzurufen. Aus der Mille der Verkehrsdeputatkon wurde gewünscht, daß der Ma- gistrat das Ergebnis seiner Untersuchung baldigst bekanntgeben möge, damit endlich über diese leidige Angelegenheit Klarheit ge- schaffen werde. Ueberdies habe Generaldirektor Dr. Wussow schon in dem Stadtoerordnetenausschuß für die Prüfung der Wirtschaftlich- kcit der Straßenbahn erklärt, nicht wieder in die Leitung der Straßenbahn zurückkehren zu wollen. Die Verkehrsdeputation schloß sich nach längerer Aussprache dem Vorschlag des Vorsitzenden an und beschloß, beim Magistrat zu beantragen, die Beurlau- bung der Straßenbahndirektion aufzuheben und das. Ergebnis der gegen sie gerichteten Untersuchung möglichst bald den Stadtverordneten mitzuteilen. Die Lehren des letzten Schneefalls. Ferner beschäftigte sich die Verkehrsdeputation eingehend mit den infolge des starken Schneefalls in der Nacht zmtt 13. Januar aufgetreteneu Verkehrsstörungen und den Maßnohmen zu ihrer künftigen Verhütung. Der Vorsitzende des Verwaltlingerats der Straßenreinigung, Stadtrat Poetzsch, berichtete über die bekannten Vorkommnisse an jenem Tage, insbesondere über die Veröffenillchung des Betriebsrats der Straßenreinigung, in der er die. gegen die Straßenreiniger gerichteten Beschuldigungen zurückwies, aber feiner- seits Angriffe gegen die Direktion richtete. Stadtrat Poetzsch er- klärte, die Sttahenreinigung habe an diesem Tage nicht versagt, gab aber zu, daß das Verhalten des Betriebsrats lähmend und störend gewirkt habe und daß insbesondere die Arbeiten für die Freimachung der Stratzenübergänge noch besser eingerichtet werden könnten. Es habe sich eben um einen außergewöhnlichen Fall gehandelt, aus dem man nun die nötigen Lehren ziehen werde. Vor allem müsse der Betriebsrat ander? vorgehen, die Zwistigkeiten zwischen diesem und der Direktion müßten aufhören;� der Betriebsrat habe jedenfalls seine Befugnisse weit überschritten. Die Verkehrs- deputation beauftragte den Dezernenten, dem Betriebsrat die aus Anlaß seines Verhaltens zu machenden Mitteilungen mündlich zu eröffnen.— lieber die Einrichtung der Hafen- und Schiffabrtver- waltung berichtete Stadtrat Schöning. Es soll eine Zentral- Hafendirettion für alle Häfen Groß-Verlins errichtet werden. Im Westhafen ist bereits eine Lagerhalle im Betrieb, zwei weitere werden im April eröffnet.__ Wichtig für heimatstreue Gberfchlesier. Der paritätische Ausschuß, für die Abstimmung der einzelnen Gemeinden muß laut Abstimmungsreglement jedem Abstimmungs- berechtigten eine Zuschrift Ubermitteln, aus der hervorgeht, ob seinem Antrage auf EiMragang in die Abstimmungsliste entsprochen worden oder aus welchem Grunhe er abgelehnt worden ist. Es ist I unbedingt geboten, daß jeder Abstimmungsberechtigte sofort von den» Inhalt des Bescheides, den er erhalten hat, her für ihn zuständigen Ortsgruppe der heirnatstrsuen Oberfchlesicr in Groß-B.'rlin Nachricht gibt. Lautet insbesondere der Bescheid ablehnend, so muß sich der Abstimmungsberechtigte unverzüglich unter Mitnahme dieses Be- stheides bei seiner Ortsgruppe melden, da bei der kurz« Einspruchs. frist Gefahr im Verzüge, daß er sonst seines Absttnmmngsrechtes verlustig geht. Die„Bereinigten Verbände heimatstreuer Oberschlesser" war« neu vor folgenden polnischen Werbestellen: B e r e i n heimntstreuer Oberschlesser, Bund heimatstteuer Oberichlesier(Lange Ell. 108), Oberschlesische Volkspartei iGruner Weg Si. Fürsorgeverein sür �derschtesien(Holzmarttstr. 10), Rücfwanderrr-Kvmilee sür Oberschlesien, Leiter Jan Kimmel Fiickzerstr. 10), I. Woythe, Berlin, Warlenbergstraß« 24. Diese nur rein pplnischen Ägitationszwecken dienenden Stellen und Personen spiegeln ihren Opfern vor, daß sie mit den Dereinichen Verbanden heimatstreuer Oberichlesier in Verbindung stehen. Das ist nicht wahr und jedermann fei vor ihnen gewarnt. Oberbürgermeister Boeft bestätigt. Die Bestättgung des bisherigen Kämmerers Boeß zum Ober- vürgermeister von Groß-Berlin durch den Regierungspräsidenten ist heute vormittag im Raihause eingetroffen. Die Einführung des neuen Oberbürgermeisters wird in der nächsten Wache erfolgen. AusterkürSsetzmig von Vriefmarken lieber die Außerkurssetzung der Pvstmarken zu 2, 2 Vi. 3 und IVs Pfennig sind in der Oeffentlichkeit vielfach irrige Merming verbreitet. Derartige Pvstlöertzeichen sind schon seit längerer Zeit nicht mehr her- gestellt worden. Sir find, nachdem die Postgebühren in den letzten Jahren wiederhol! erhöht worden find, im Pvstverkehr mir noch als Ergänzungswertzeichen für Postkarten usw. früherer Ausgaben brauchbar. Für sich allein zur Freimachung von Sendungen ver- wandt, wirken sie im Postbetrieb störend, da im einzelnen Falle meist eine große Zahl aufgeklebt wenden muß. Deshalb find si« bereits auf dln ZI. August 1920 außer limlauf gefetzt worden. Um den Aufbrauch der in den Händen des Publikums befindlichen Stücke zu erleichtern, Ipitte die Poswerwoltmig diese Frist bis End« Dezember 1920 erweitert. Ebenfalls aus Rücksicht für das Publi« tum ist gestattet, sie noch weiterhin zur Ergänzung der Frei- machung älterer Postkarten, P»stanweiinngen, Briefumschläge imd Kartenbriefe mit eingedrucktem Wertstempel zu verwenden. Die hin mid wieder geäußerte Befürchtung, daß die Germama« marken allgemein bei der Ausgabe der neu entworfenen Postwert» zeichen außer Kurs gesetzt werden, ist völlig unbegründet. 2(nf der Polizeiwache erschossen hat sich gestern abend»in 21 Jahre alter Inspektor Robert Schmidt, der wegen Betruges gesucht wurde. Schmidt wurde in einem Hotel in der Jnoalidenstraße ermittelt und nach dem nächsten Polizeirevier gebracht, um dort untersucht zu werden. Bevor die Beamten jedoch noch dazu kanten, hatte Schmidt einen Revolver, den er im Aermel versteckt gehalten hatte, herausgezogen und sich damit«ine Kugel in den Kopf gejagt. Die Verletzung war so schwer, daß er trotz ärztlicher Hilfe bald darauf verstarb. Die Leiche wurde beschlagnahmt und nach dem Schauhause gebracht. Kirchhofsdiebe suchten tu der vergangenen Nacht de» Dorotheen» städtischen Gemeirrdefriedhos in der Liesenstrctße heim. Von dem Erbbegräbnis der Familie Rudolf Herzog stahlen si« Bronzetüren im Werte von 20 000 M., außerdem aus der Letchenkammer Becken, Leichentücher, Kerzen u. a. m. Von den Dieben fehlt noch jede Spur. Eine Kleinfierausstellung veranstoltet die Kleintter-Zuchtvereini« gung des Verbandes der Laubenkolonisten, Bezirk Eharlotten- bu r g, vom 29. bis 31. Jamiar im Restaurant Wilhelmshof, Berliner Straße 77. Brrlv,«» wurde tsteitag ttdetti) in der Kiaueitvetjnmmlung bei Kfinn tyafenheidei ein« kleine schwarze Lederhimviaiche mit JuSalt(darunter S00 M. in Papiergeld). Gegen angemessene Belohnung? abzug-Len In der Konfitntverkanststelle DiefienbachsU. 15 oder bei Kaiser, vorn Z?r. Hroß-Serliner parteinachrtchten. Heule, 5onuabend. den 29. Januar: 52.«dt. iCIiarlottenbura). Heilte abend 7»/» Uhr bei Bade,«aiserw-Zluausw- Alle« 52: FunNionärsitziing. Morgen, Sonntag, den 30. Zannar: «dt. 3». Fni: Fwoblalwerbrettmig versammeln fich die chenoffen srflh 10 Uhr bei Schirm, eharloUenfir. 7. II.«bl.»V. Uhr,(ficiRler, SiaUher Str. 50, FIngdlati Verbreitung. .Ire!- 7 iChariottenburg», ö-i. Abt. SesichUgitng de, Chart. eitttrUitätroerfe. Treffpunli vitnlliich 9 Uhr bei Lux, Ufnanstr. I. 69.«bt(Wilmersders). wUhr. Slndreas. Pfalzdurger Str. ZS.glnablaNverbreiwna. 70. Übt.(Wilmersdorf). 10 Uhr, Schramm, HohenzoNerndamm 1, Zluoblan- verbreitnna. 71. Abt.(Wilmersdorf). 10 Uhr, Jonas, Dnrlacher Ttr.». AlUgblattverbreitmig, Theater See Woche. Vom!{0. Januar vis<». Jebruar. «ollsviihne: 30., 2., 4. u. 6. Das Postamt. Sic Komödie Zer. Jtrunoon. 31. Kabale und Uirbe. 1. Räch Dmnaslns, v. m 3. Teil. 3. WiUlensteins Tod. 5. Das Katchen»o» Heilbrona.— Spernhau»: 30. Aida. 31. Boheme. 1. Si- belio. 3. Der Barbier von Sevilla..!. Rheinaold. 4. Till ckulensviegel. Me JosephS'Legcnde. ö. kSallÜre. 6. Bürger gis Edelmaan. Die Joseohs-Legendc. — Schaasxlelhau,: 30. Die Stern«. 31. Peer Owm. U Di« öicriie. 3. Torquato Tasso. U. Richard M. 4. Torquato Ta,sv. 5. Die Sterne. 6. Richard IU.— Sroße» Sch-ttspielh-n»: 30., 1�-4. Jioctan Keyer. 31. Danton. 5. n. 6. Die Passion.~ Deutsche, Theater! SO., 1., i, 5.(i. Cäfnr und Kleopatra. 81. u. 4. Kadole und Liebe. 8. Sauft I.— Kammcrjpieie: 30,, 1. 3., 4., 5. u. i> Der pathetisch« Hat. SU Flarmda. Der Adentrurrr und die Sängerin.— Lesfiaa» Theater! 80., U— 3, u. S. Ein ideaier Gatte. 31.». 4. Zbrmine.— Theater IN der Königgräfier Strohe: Jetaterina Jwanolbaa... Dmüsche« Overnhan«; 30. Tosea. 31. Die Walküre. U Riaolctto. 2, Die Jttbtn. 3. Softaanits Erzählungen. 4. Wilhelm Teil. 5. Rheinqold. 6. Taiiuhäuser.— Schiller-Theatu: 30. FlaSismann als Erzieher. 31. u. a. Der Biberpelz. 2. u.. 4. Der ehemalig« Leutnant, l., 3.». 6. Helden. Täglich: Die Tribüne: U.~3. Sotentaiu. Ab 4. Der lOinnn d-s Schirf- jals und Blanco Posnet, Srwertnng.— Denkschr» Künstler-Tbeatcr: Die Schei- diingsreife.— Äomödienhau«: Die Sache mit Lola.— Berliner Theater: Die spanische Nachtigall.—«I. Schauspirchau«: Der Reigen.— Trlanau.Zheoter: Das Wundermittel.— Refidenz-Theater: Lady Winaermere» gnichcr.— Zentral- Theater: 30., 31. u. 1. tzrau Bardel. 2. Gelchlojsen.«d 3. Dl« Posimeistcrin. —Theater in der Komniandantenstrahe: Der verjüngte A Solar,— Zrirdrich- «Ilhrlmstädtischr, Theater: Ihre, Hoheit die Tänzerin.— Komisch« Optt: Prin- zehchcn Sarah.— Lusksvielhaas: Die schwedande Zungsr«».— Aetropol- Thcater: Das Hallandwctbchcn.— Rene, vpe'ettrntheatr«: Pu-Chi tanzi.— Thalia-Theater! Mascottcheil.— Theater am Rollendoefplah: Denn Liebe er- uiachi.— Theater de» Besten,: EchwalbenhochzetU— Kleia«, Theatee: Sosn- novas Sohn.— Ballner-Theater: Der Geiger von Lugano.— Rase.Zheatee: 30. Hoffnung auf Segen. 31.». 5. Iohanmsfenrr. n. 6. Deserteure.— Kasino- Throirr: Bis 3. Der Fehltrili einer Sraa. Ab 4. Der olrogillrst.— Luisen-Theater: 30. a. 81. Das Svreemaldmlldel. Ab U We»» Wünsche täten könnten.— Rene, PoNotheater: 30... 31. und 6. Pension Schöller. 2. Nora. I. u. 5. Beaumarchais Und Sonnenfels. 3. u. 4. Murin Magdalena.— Folie, Eavricc: Pfeffer und Salz. Der schlaue TheophU. Der Doppelgllnger.— Batk»- buhne Norden(Paulow): 1. Maria Magdalena. 2. v. 3. Der Parasit.— Abwiralipalast: Die rotcn Schuhe. 2. Flirt in St. Moeih. 5. Keine BorsteAunz. RachmItt»g»»»rst«IIu»gen. BoU-bühae: 30. u. 3. Kabal« und Liebe, si. Das Kätchen von Heilbronn.— Schauspielhan»: 30. n. 8. Die Raben- stcinerin.— Groste, Schaufpielhan»! 30. n.(i. Danion.— Deutsche« Theater: 30. u. 0. Scheiterhaufen.— Karmnerfpiel«: 30. Frühling, Erwachen. 6. Er ist an allem schuld. Der Spieler. Der Heiratsantraq.— Äffing-Theater: 30. u. 8. Frau Warrens Gewerbe.— Theater ia de» Konigaräyer Straß«: 30. u. 0. Rausch.— Deutsche» Opernhaus! 30. 11 Uhr: Cinsoinetonzert. 2 Uhr: Der Frei- schütz. 6. gar und Zimmermann.— Lchitlrr-Theater: 30. u. 6. Der Meinoid- dauer. 0. Don Carlos.— Deutsche« KünfUertheater: 30. u. v. Pngmatioit.— Komödieuhau«: 30.». 6. Sie.— Berliner Theater: 311. u.«. Der letzte Walzer. — Trianoa-Theater: 30. u. 6. Kammermusik.— Residenz. Theatee: SO. U. fl. Di« Freundin.— gcntral-Theater: 30. u. 6. Heimat.— Friedrich-Wilhelmstädtlschr, Theater! 30. u. 0. Hans Hurftbtin.— Komisch« Oper: 30, u. t!. Der Biberpelz. — Lnftspielhan,: 30. Familie Hannemann. 6. Renaissance.— Neu», Operettentheater: 30. Der Obersteiaer. 0. Die Efikasbaroneh.— Thalia-Theater: 30. u. 0. | Dos Gliicksmädel.— Theulee am Noüendorkplatz: 30. Drei alle Schachteln. !». Der Bibliothekar. 2., 3. n. 3. Am Tage des Gerichts. S. Eva.— Theater de« Westei:,: 30. 6. Die Frvn igt Seemen». S.(Sanfelicil.— Steinet Theater: 30. u. 0. Die Pfarrhonskomödie.— Wollner-Theater: 30. u. 0. Ball nacht. Kasino-Theater: 30. u. 0. Eine fideie Ehr.— Luisen, Thcatr:: 30. Frau Holle., ä. Max und Moritz.«. Die Puppenprinzessti:.— Neue» Pol»,- thealer: 30.». t. Nora.— Bollsbiihn« Norden fP-nkow): Ab T noch Bedarf Der Parasit.— Abmiraltpaloft: SC. V. h SU vchi» Papp«. GswerMsstsbeVegung Die Gewaltpolitik öer Holzinüuftriellen. Die Wirtschaftslage in der Berliner cholzindustri« hat den Berliner Ardeirgebern den Kamm schwellen lassen. Die kapital- kräftigen Firmen versuchen die jeweilige ungünstig« Geschäftslage auszunutzen, um ihren �erren-im-Hause-Vtandpunkt den Arbeit- nehmern in ausgiebiger Weise fühlen zu lassen. Zu diesen Scharf- machern gehört auch die Firma„Möbelfabrik I. C. P f a f f, A. G., Am Mabachufer". Nach heftigen Kämpfen gelang es den Arbeit- nehmern, einig« Pfennigs Lohnerhöhung herauszuholen. Als im Juli vergangenen Jahres ein« neue Lohnregelung für die Berliner Holzindustrie geschaffen wurde, verweigerte die Firma ihre Zu- stimmung. Di« Klagen, die deswegen bei dem Gewerbegericht an- gängig gemacht worden sind, find bis zum heutigen Tage noch nicht entschieden, trotzdem die tarifliche Schlichtungskommission die Firma zur Zahlung der Löhne verurteilt hat. Im Oktober wurde die Ar- beitszeit von 24 Stunden auf 40 Stunden verlängert. Anfang Januar wurde von der Geschäftsleihmg die Anordnung getroffen, die Arbeitszeit wieder auf 24 Stunden zu redu- zieren, und zwar sollten an jedem Tag 5 Stunden und des Frei- tags 4 Stunden gearbeitet werden. Die Arbeiter traten an die Firma mit dem Verlangen heran, diese auf drei Tag« zu ver- legen, um die großen Unkosten zu verringern. Dieser Antrag wurde von der Firma zurückgewiesen unter dem Hinweis, daß die Di- rektion befohlen habe, S Tage in der Woche zu arbeiten. Man machte der Geschäftsleitung einen neuen Vorschlag, dann doch die Arbeitszeit auf 4 Tage mit je 6 Stunden festzulegen. Auch dieses wurde abgelehnt, um bei der Kundschaft nicht den Anschein erwecken zu lassen, daß der Betrieb eventuell stilliegt. Die Belegschaft wandte sich nunmehr beschwerdeführend an den Schlichtungsausschuß Groß-Berlin. Der Schlichtungsaus- fchuß fungierte bei diesem Streitfall als Schiedsgericht, dessen Spruch für beide Parteien somit bindend war. Nach längeren Beratungen wurde folgender Schiedsspruch«lnfktmmtg angenommen: Die 24stündige Arbeitszeft ist so festzulegen, daß dieselbe in vier aufeinanderfolgende Tage fällt. Einsetzer find von dieser Entscheidung ausgeschlossen. Zur Begründung wurde gesagt, daß man Arbeitern, die schon zirka 6 Monate verkürzt arbeiten und in ihrem Einkommen schon wesentlich geschmälert sind, es nicht zumuten kann, daß ihr an und für sich geringer Etat durch Mehrausgaben von Fahrgeld und sonstigen Unkosten noch mehr belastet wird. Nachdem den Der- tretern der Firma dieser emstimmig gefällte Schiedsspruch zur Ver- lefung gebracht wurde, erklärten sie, ihn nicht anzuerkennen. Die Belegschaft hat nach diesem Schiedsspruch die Arbeitszeit im Be- trieb eingehallen. Als jedoch nach Absolvierung der 24stündigen Arbeitszeit die Lohnzahlung erfolgen sollt«, lehnte die Firma diese ab unter dem Hinweis, daß dieselbe am ö. Tage erst erfolge. Nach Rücksprache mit der Geschästsleitung, ob dies nur ein Aus- nahmefall sei, wurde die Antwort, daß sie auch in der Folgezeit die Auszahlung erst nach S Tagen vornehmen werde. Hiermit bringt die Firma zum Ausdruck, daß sie den Schiedsspruch nicht anerkennt, sondern ihren Machtstandpunkt durchsetzen will. Das rigorose Vorgehen der Firma kennzeichnet den Macht- dünkel der Scharfmacher in der Holzindustrie, und die Holzarbeiter Berlins haben allen Anlaß, bei gegebener Zeit mit diesen Leuten abzurechnen. 20 Proz. Teuerungszulage im Friseurgewerbe. Freitag beschäftigte sich der Schlichtungsausschuß Groß-Berlin erneut mit der Forderung einer Teuerungszulage von 2S Proz. auf die bestehenden M i n d e st l ö H n e. Die Arbeitgeber, welche in der Verhandlung jedes Zugeständnis ablehnten, tonnten sich trotz ein- dringlichster Mahnung des Vorsitzenden nicht einmal zu einem Ver- gleich in Höhe von 15 Proz. bereiterklären. Es wurde ein Schieds- spruch gefällt, der der Groß-Berliner Gehilfenschaft, soweit sie im Arbeitnehmerverband organisiert ist, 2 0 Proz. auf die bestehenden MindestlShn« ab 1 Febrna»«spricht. Die anderen Forderungen, paritätischer Arbeitsnachweis mch Lehrlingsentschädigung, werden am S. Februar von demselben Spruchkollegium ihre Erledigung finden. Die Generalversammlung des Arbeitnehmerverband«« fand Donnerstag statt. Folgende Kollegen wurden in den Lorstand gewählt: Paul L i e r e, 1. Vorsitzender; Waller Zobel, 2. Vor, sitzender: Erich M a t u s ch k e, Kassierer; Emil H u b r i ch, 1. Schrift» sührer; Kurt Dammaschke, 2. Schriftführer; Revisoren die Kol- legen Otto R o g g e, Erich L ö s e w i tz. Als Beisitzer wurden die Kollegen Fritz Georg und Paul Streichert gewählt. Die An- gestellten Liere und Matuschke wurden fast einstimmig wieder- gewählt. Einige Anträge, welche Förderung der Soziali« sierungsbestrebungen verlangen, wurden wegen vorgerückter Zeit bis zur nächsten Versammlung am 3. Februar vertagt. Kein Verkehrsstreik i» Hambuug. Hamburg, 20. Januar.(Eigener Drahtbericht des„Vorwärts".) Die Hamburger Verkehrsarbeiter, die mft der Direktion der Hoch- bahn-Aktiengesellschaft in Verhandlungen über eine Lohnerhöhung standen, haben gestern in einer Urabstimmung das Angebot der Direktion mit 3300 gegen 2000 Stimmen angenommen. Der befürchtete Verkehrsstreik ist also oermieden. Eine Lehrergewerkschafi. Der Verband sozialistischer Lehrer und Lehrerinnen Deutschlands hatte auf seinem letzten Vertretertag in Gotha den Beschluß gefaßt, sich freigewerkschaftlich um- zuwandeln. Die einzelnen Landesverbände traten auf ihren Landestagungen sämtlich diesem Beschlüsse bei. Das Gesuch des Verbandes an die A f a um Aufnahme in diese Organisation ist g e- n e h m i g t. Auf der letzten Vorständekonferenz der Asa im Januar ist dieser Anschluß vollzogen worden. Verantl». für den redalt. Teil: Dr. Werner Peisrr, Cbarwttenburg: für Anzeigen: Td. Glucke. Berlin. Verlag: vorwärts-Veriag®. m. b. H.. Berlin. Druck: Bor- wärl?»Buck>druckerei u. VerlaaSansloli Paul Singer u. Co Berlin 8mdi"iftr. 8. ßezirhsverband Berlin XI.«tri» 80. Abt., Schöneberg. Als Opfer feine» Berufs verschied am 22. Januar unser lieber Genosse und langfüliriger Bezirksführer, der Tischler §lax Rahn Echiineberg Peter-Bischer»St. IS. Ehre seinem Andenken! Me Beerdigung findet am Montag, dem dl. Januar, nachmittags 3 Uhr auf dem li. städt. Friedhof. Schöne- l. Blanle Hölle, statt. tr bitten um zahlreiche 173/13 er Vorstand. bei Verkäufe- s Pelzioareii. Unglaublich dillige Angebote, enorme Preis- herabfegung. Äreuztüchfe, Sil- derfüchfe, Mastafüchfe mit »8 Btart usw. nur Speztal- PelzwarenhausCharlottenburg, Wilmersdorferftr. 113/114, hoch- parterre._____ Neuparzclllernng Ostbahn. Biesdorf-Sadowa, Eutsver- woltung Biesdorf. Berlin O., Telephon Lichtenberg 117. Schnhhnnde, Stubcnhllnd chen, junge Korierrier. Pini» scher. Sniüfecfi'.mbe verkauft Echassland, Paiiladenftrafie SS._ 34/14� Pelzgarnitur 350,—, Seal- mitutei, Äreuzsllchje, Zobelfiichfe, Aka-kafiichs-, Blausüchfe, 50 Prozent herabgefetzt. Tiptop. Turinstraste 38. »rcuzsüchse 195,—, Alaska- flichie, sämtliche Pelzarten Jnpentur- Schleuderoerraus. Herrengarderobeil Hälfte her- abgefegt.(Äetne Lombard- wäre). Leihhaus Noiemhalcr Tor, Linienstraste 203/4, Ecke Rofenthalerstraste, l Trp.' Handleiter, Kastenwagen, Rodeischliiten, Ersazräder, bis 100 geullmeter, Ach/en, Buchsen. Memmler, Neukölln, Berg- straste>51, Pafsageladen.>i07K- Bettwäsche, angestaubteRest- bestände aus InvenNirvertauf und Kollektionserneuerungen «norm billig. Oberbetl 75,—, ohne Slaht 95,—, Kiffen 19.50, Laien 36,—. Nur toiange Vor- rat. Fahrgeldverglltung. Bett- wäsch-fabrit Puttkamerstraste l. Ecke Wilhetmftraste. itöJf Pelzstreifen, Meter 5.—, Ctücke, Felle. Freiberg, Wol- gastcrsiraste 10. 4— S. I425D Bettwäsche, Damenwäsche, Gardinen, Decken, Teppiche ufw bis 50 Proz Preiserinäßigung. Fried, Prinzenftraste 84 Ii, ain Morihpiatz. Kein Laden, s 10311- �Nähmaschinen auf Teilzahlung. Hahn, Prenzlauer Etrastc 20._ s__ 45/18 Laudhofhiihncr, frischrote, eingetrofseil. Boxhagener. straste 0. 1-10 Bettwäsche, Leibwäsche. Preisabbau. Bezug, reelle Ware, 72.—> Angestaubte Garnituren, darunter Da. mast, unterm Preis. Damen» Wäsche, Handtücher, Wäsche- sioffe billigst. Seltene We- legeuheit für Brautleute. Wafchesabrlk, Weinbergs- weg III._ 47/8 Bettwäsche! Zur weisten Woche vom 31. Januar bis 5. Februar bringen wir riesige Posten Beitwäsche zu staunend billigen Preisen zum Verkauf. Deckbettdezug 58,—, 70,—, 80.—, Kissen 15,—,>7,50, 20.—. Laien 85.—, 40,—, Inlette 140,-. Fahrtoergütung. Wäscheiabrti SUluipe u. Jäger, Landsberger- straste achtundachtzig. Günstige Gelegenheit für Private. Bettdamaste, In- letts, Hemdentuche, graste Auswahl In passenden Resten molkerner Herren- und Klei- derstoffe. Klosterstraste 17/19, 1. Etage. 47/9 Gesc»,ak«m,e?kt,ute Geschäfte aller Branchen oer- taufl schuellsten» Dollraih u.Co., Friedrichstraste 113a. Norden 9292. 9293. 111K Bunte Küchen 575,—. Möbel aller Art Kiedii an alle. Liefere auch auswärt». Mödei-Grog, Gr. Franklucleritr. 141 Inva- ildenttt. 5.- Moebei-Boebei, Morigplaz öS. Fabritgebäude. Belonders billi- ges Reklameailgedot! Gedttgen» eichene Spetjezuniuer 3700,—, Herrenzimmer 3125,—, Schlaf- zimmer, Aiultiücichran!, 170 breit, 4450,—, Kuchcn57ö,—, nust- baum Spirgelfchränte 1575,—, Schmbiiiche 775,—, Umbauien 57 o,—, Sofas 990,—, Kleiderschränke 450,—, Wachsluchiische 175,-, Betlstell»u375,—, Chaiselongues 275,—. Besichtigung erdeten, Ehaiselongucs 125, Metall- delieu 225, Ktnderdrahldet!, weiste Schlafzimmer, Meide, Augustlir. 32a. Quergedäude. Möbel l Schlaizimmer, Küchen, Teilzahlung. Hornack, Tifchler- mgister, Annenstr 51. Möbel, Wohnzimmer, Schlafzlinmer, Speilezimmer, Herrenzimmer, Küche», ein- zcine Möbelstücke, Preise be- deutend herabgesestt, aus Wunsch gahluugserleichte- rung. Mddeihaus Luifenftadt. Äöpemckecsieaste 77/78, Ecke Britckenstraste, nahe Ianno- witzbeücke. 13551' Möbelfabrik Georg Tennig. keil, Oranienstr, 172/173. Bevor Sie Möbel laufen, besichtigen Sie mem großes Lager und überzeugen Sie sich von den billigen Preisen, nustdaunl Ein- richtungeii, eichen Schlafzimmer, Speisezimmer, Herrei�mimer, farbigen Kuchen. Kiubmödei.!' Schlafzimmer, Wohnzimnier, Speisezimmer, Herreuzimmer, Küchen, Unidaulen.Sofa», Ruhe- betten, Einzeimöbei, Peters- burgerftr. 41, /jahlungscrleich- terung,_ 105K' Chaiselongue, Chaiselongue- decke 75,—, wunderbare sran- zösifche Wandbrhänge, Poiste- rcr, Pappeiallee 12._ 1413 M-tallb-tten 200.—, Polster. auflagen, Korbmöbel, billigst« Gelegenheiten. Fingier, Neu. kölln, Wesersir. 212 I.__ 184» Möbel: Echlafziiumer von 4400, Epeifezuumer v.n 4800, Herrenzinimer von 3750, Küche» von 500, Einzelmöbet. Auf Wunsch Fahlungserleichierullg, Autei, Große Frautiurrerstraste Nr. 34, IV3K Sofaumdau» 650.—, Chaise- longues, engiifche Bettstellen 500,—, Aufiagcniattasten I00M Walter, Slargarderftr. achtzehn. Schlafzimmer, weist, solide Berarbeliung, hudfche» Modell mit l,S0bre>lrmAnt!eideschranl, Paiem- undAustage-Mariasten, tompieli 4500.—, eichene Schlaf- zimmer in feder gewünschten Größe von 3900,- an. Schlaf- zimmer- Spe-.aisadrll, Burg- straste 27,«llrohau» Vörie,' Bettstellen mit Matratzen 390, Schränke 392, Stühle 45. Tische 134, alles neu. Eni- zückende Küchen. Gebrauchte Möbel besonders billig, Möbel- schätz, Brunnenstraste 100. Ein- gang Antlamerstraste. 33/13' ft« setu n»rnt m e tttz« „Ad gm'»" gröstie» SpezialHaus sür gebrauchte Piano», Flügel, Harmoniums Bechstein, Billlhner und andere erste Firmen. Eigene Werkstatt, freie Lieferung. Adam, Münzstr. 10 Unter den Linden 17/18. Privat« kaufen am günstigsten nur billige Immunem- in der Klavicrtechnischen Werkstatt Möäcrnsttaste 85.>97» Piano». Flügel. Harmonien, neu und wenig gebraucht, Friedensware, Gelegenheit». kaufe, günstige Zahlweife. Franz Fcrd, Sepdel. Spandauerstr. 18.' Pia»»», grofies Lager neuer und gebrauchter Instrumente. Scherer Chausseestrafie 105. Nabeustetn. Piano», Flügel, Harmornum, Gelegenheitskauf, Stimmungen, Reparaturen. Mllnzstraste 10.__l20ft' Spulendröhte, 2mal Seidel kauft Kammer, Lynarstrast« 10. Ksufgesucke Fahrradaukans straste 19._ Linien. 47/2 SUderfchmelz» Christwuat, Köpenickerstr. 20»(gegenüber Manleuffelsttaste) kauf: Jahn- gedisse, PiatinadfMe, Schmuck- fachen. Glühstrumpfasche. Queck- jilber, iämliiche Metalle. I42K Schallplatteu, Walzen, alte kaust Meiallkontor W, John. Alle Ialobstraste 138(Hallesches Tor),' Glühsttumpfafche lauji Bill- mel, E sasserstraste 25 a l,» Spiralbohrer, jeden Posten, kauflMiiller, NeutöllmPannier- straste 6, Ouergeb. I. 1427D Unterricht von Hugo Strahlendorff, Eplttelmarkt, Beuthstraste II, "enirum 1750. Jeden Monat Kaufmännische beginnen Privatzirkel, fünf Teilnehmer, Buchführung, Rechnen, Schriswerkchr, Wem- sei-, Scheckkund«. Lehrgänge in Kurzschrift, Stolzc-Schrep, Maschinenschreibe» aus allen gedräuchlicheu Maschinen, Kurzschrift- und Maschinen- diktat, Echö:' schreiben. lo». 188« hönschreiben. Richtig- Lchrpläne kosten- Heinrich Maurer» Privat- Juschneidefchuie, Alexander. platz ISingang Königsgraben), Tages-, Abendkurse. Herren- Damenschneiderei. Wäsche, Puhkurse, Echnittzeichnen. Ku. "...... Schnitt- schneiden, Nähkurse, mufter. Fernsprecher: stadt 339, König- Dsmen» Tuche, Foule, VclourS de laine, „Neuheiten" für Kleider und Kostüme Mtt»0.-. 100 180.-. 200.- ui. Nur langjährige Verbindungen mit altdewähtten Fabrikanten bürgen für preiswette gut« Qualitäten, Tu«" Gegr. 1893. ich-Liager Gegr. 1893. Koch& Seeland<9-m- b. H Gertrau dt enstr, 20—21. grossen Erfolg .erziel. Anzeig. Wer daher etwas, jeder Art im YuiWiSlli kaufen od. verkaufen, wer arundstfleke. Lüden oderi GeschSftsräume pactiien oder ver-. kpactitea, mieten od. vermletenwlll� inseriere""Vonöärts, Jeder Vcrsueh lohtiil A. Behelm- Schwarzbach» kaufmännischePrioalschule.Inh. Franz Eggett. Neutölln, Gang- holetttr. 1 und Beriinerstr. 32, Fernsprecher: Neutölln 1063. Ansang Febttiar beginnen Biertesiahre»- Lel _______ M___ hrg finge Schönschrttben, twrzschttft, Ma- Ichinenjchreiben usw. Ebenjo de- ginnen Ankang April Jahre». und Haldjahres-Lehrgänge zur Ausbildung für da» Kontor.' in Dicnerfchule Manihei. In- Haber Gustav Hosmann, Wil- Helmstraße>2. LUtzow W98, Stenographie, Schretbma- Ichine 40,—, landwirifchastl Buchführung 50,—. Solle» Lehranstalt, Potsdamerstr. ll6a. Rudolf Maurett» Prwm zufchneideschulesCarrS-Snnem), Inhaber Alfred Maurer, Fried- richstraste Sl. gegründet 1871. Serren- undDamen-Schneiderei, Wäsche, Modentunstverwg,' Zanzkurs« Regehr. Reichen- bergerstraste 34 Anmeldungen Sonntags 3—10. Dienstags. Donnerstags 7— II abends. Nach beendeter Saison •oeh yerhandene Rest-Besiärtd® werden zu enorm billigen Preisen verkauft! Unier anderem Astnclum-Mfintel QQÖ_ im Größen nnf PIÜSCpMSntel nasgö«® 77 S- auf Seiden-Futter MM lerO Seal-Wüntel 187�- Prima Qnal. auf rein. Sa.de*•' VJ' M 0 Pelz-Hfintel 24S0- Skunka-Kanin auf ia Seide auf m tk'\M 0 „„0 675: M. Kraus& Co. Berlin O Frankfurter Allee 50 RrUniner- Mantel auf Seidan-Futter in alten Grössen GrSStes Dame*• Kobk fektionshaag cka« Oateaa m no Mgk einmal oersucht immer verlangt. Für kurze Pfeife- Schftg, roter Streifen 100 xr Mk. 5.— Zu haben in den Zigarren-Geschästen. Hauptrertratnns den Großhandel i Leo Hirschberg& Co., Frankfurt a. M. Femsprecher: Hansa 1798, Hansa 3145. 171/1 Blafiassch« sinschneldelchnl«, Beilin. Leipziaerstrafie 83. ErNllasfiae Ausbilduna in der stulchneidekunst der Her- ren- und Damenfchneiderel. iZLltiHlikti ulilj vetlofe . Gelber >und(Lücke), mittlere Größe, Freitag, 21., entlaufen. Do- , erstem, Annenstraste 42. 141 Wer Stoff hat, settige ele- gante Damenloslüme, Mai lleider, Mäntel, nur Klaolerschnl«, Harmonium. Violinen, Mandoltnen, Gitarre, zttherfchule, Ackerstraste 69, Bornholmerstrast« 31. rrchön- hauscrallee 126._ 197« FrZbelschule. Frau Clara Krohmann, Berlin, fttaste82. Koch- Bülow- tunas- sson, Kurse für Stützen, Kinder-' Mädchen. Freiprospekt. Eigene» Haus.' schule, Töchterpens HausundBerus,S sräuietn, Jungfern, Stuben. Stenotypisteu-Buchhaltung». Privalztttei deginnen Februar. Kausmännifch« Pttvatfchuien Ludwig Rösner, Inhaber Ettist Rösner, Neue Promenade 3, Börsebahnhof, Erydilstraste 1, Epittelmark' Technische Privatschule Dr. Werner, Regteruna»- Bau- meister a. D., Berlin, Zleander- sttasteö. Maschinenbau. Elektro- iechniI,Hochdau,Tiesdau.Abend- iehrgänge. Tageslehrgänge.' Februar beginnt Lehrgang Kurzschrift, Maschineschreiben. Kaufmännische Pttvatschulen Ludwig Rösner, Inhaber Ernst Rösner, Neue Prome- nabe 3, Börsebahnhof. Sey- delstrast« 1, Spittelmarkt. Scsundbrnnnen.»ausmän- Nische Prioatschule Bolcslau» Kossatz. Badsttaste 67. Hum- boldi 223. Anmeldungen jederzeit. Drucksachen kosten- frei. Avril neue Lehrgänge. Tanzschule, Solotänzerin Friedrtch-Donath, Michacltirch- straste 39. Anfängerrurse,Mode- ginnen. 45,19» Kansmännlsch» Privatschule Georg Grunvw, Belle-Alli- ancc-Strafie 105. Edsön- sdireiben. Maschineschreiben, Sienoaraphi», Buchführung, Rechnen, Schrisivertehr, Wech. selkunde Richisalchreiben. An- Meldungen jederzeit. l08K» anteb WW. beste Herrenschneiderarbeit nach Mast an. B. Lewkowitz, Herren- und Damenmode, Alexanderstraste 14a I. 47/10 Carl Bangemann in U. S. A. wünscht die Adressen seiner Geschwister. Rose, Togostraste 79._+16 Leihhaus Schöneberg, Se- danstraste I, gegenüber Bahn- Hof. beleiht höchstzablend alles. Siel» Berkaut von Wertsachen. Stephan 2033. Richard Eichelmann. 101«* Wöchnerinnenheim, Reinickendorfer Siraste 55, nimmt Frauen und Mädchen zu mäßigen Preisen aus. Einzelzimmer.' Vertrauensvolle Auskunft (dislret) Privatautnahme Heb- amme Baum, Chausseestraste 4. Erfinder, Patentbureau Packscher. Grriraudtenftrafie 15 stentttim 7600. 75«, Bettrauens volle Auskunst, gewiflenhaste Behandlung, Frau Jancke, Srztl gevrüst, Glogauetttraste 32, Seitenflügel patt,(Göttitzer Bahnhof). Auch Sonnlags, 128K Berttanensooll« Austunst. gewissenhaste Behandlung.Frau Ehm. Hedamme a, D.. Etar- gardersttaste 75. Seitenfillgel.' Damen! Auskunst mit Er- folg, Frau Spdow, Rostocker- straste 2, Querged. IV. 14t7D' Damen. Auskunft, Eut- bindung. Hebamme Brock- meper. Neue Winterseldtstt. i am Nollendorfplatz.(Telephon.)_ 14113) Vertrauensvolle Auskunst. diskrete, gewissenhaste Behand- lung, Damen. Sonntag auch. Frau Schmidt, ärztlich aus- Straf gebildet. Lange raste 4. vorn Iii links.' Nähe Echlest. ) Ja scher Bahnhos und brücke. lannow» 109: ist. !K» Vertrauensvolle Auskunft Arzt zur Stell«. Hebamme Ovitz, Neue Königstr, 57 (Alexanderplatz)._ 102« Vcrtrauensoollentersuchllung erfahren« Hebamme, Witwe Kuhnett, Pallasstratze 10, ll (Potsdamerstraste),_ 159 Jt* Aufpolstern, äfelon Chaiselonguebezüge Pappeiallee 12. Knnftstopscrel, Gr. Frank- furtersttaste 67.__ 45/11 L-inenkragen vertlttnertBorn, Reichenderg ersttaste 7. Arbeitsmarict Stellenangebote Ruutschieifer stellt ein Arno Rein Haiensee, Karlsruher- straste 8______ 1429® Korfettrlnfasserln. Ksrfetl- Näherinnen, nur» tüchtige, sucht Korscttfadrik Bruno Boa», Beuthstraste 7._ 47/11 Botenfrauen sucht sofort oder später g-iwugs-Zentral« (3 3.)att-®tl„ Ackerst, age 174, Immanuellirchstraste 24, Wil- helmshavenerstrag 48, Watt- straste 9, Pttnzensttafie 31, Provinzstraste 56, Petcrz- burgerplatz 4, Charlottenburg, Ecsenhelmerstraße 1, Charlottcnburg, Kaiser. dämm 101. 16,11» CIGARETTEM SIND DIE BEKANNT GUTEN Coloniasport Sachsenblume Eno