Nr. 255. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pig. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreich Ungarn a Mt., für das übrige Auslands Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Beitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919. T Norwärts 11. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für dic fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Aurt 1, Nr. 1508. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Donnerstag, den 1. November 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Abonnements- Einladung. Wir ersuchen alle unsere Freunde und Genossen, nach Kräften für die Erweiterung unseres Abonnentenkreises thätig zu sein. Die Zeiten sind so bewegt, so schwankend ist die nächste Bukunft, so nothwendig die Theilnahme eines Jeden an den Kämpfen der Gegenwart, daß es mehr als je Pflicht der Genossen ist, für politische Aufklärung zu sorgen, und das Parteiorgan in immer weiteren Kreisen zu verbreiten. Es ist das im wahrsten Sinne des Worts eine Parteipflicht, die erfüllt werden muß im Interesse der Partei. Die Hauptstärke einer Partei liegt in ihrer Presse je mehr Leser ein Blatt hat, desto größere Macht hat es, und je größer die Macht der Parteipresse, desto größer die Macht der Partei. Wer dem Parteiorgan neue Leser zuführt, stärkt die Partei. Mit dem 1. November eröffnen wir ein neues Monats Abonnement auf den " 50 Jahre Arbeiterwohl"! Vorwärts" Berliner Volksblatt einige Worte von unserem Standpunkt. mit der illuftrirten Sonntags- Beilage Die Neue Welt". Für Berlin nehmen sämmtliche Beitungsspediteure, sowie unsere Expedition, Benthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von = ,, wo das Heldenbuch meldet irgendwelche Erfolge aus den ersten 20 Lebensjahren des Vereins. Seine Bestrebungen waren dem damaligen Bürgerthum immer noch zu hoch!- Erst als Lassalle seine Brandfackel in die Massen geworfen hatte, Motto: Unser Bericht geht von als die Masse offen zu murren begann, als dem Bewußtsein aus, daß die besitzen- die die Bourgeoisie Köpfe zusammensteckte und den und gebildeten Klassen unserer fragte hinaus solle" und meinte das Nation im Ganzen und Großen ernst nähme fein Ende", gutes als die Sozialpolitik lich bemüht waren, ihre sittlichen und erst seit dieser Zeit rechtlichen Pflichten gegen die schwächeren auf den Kathedern Mode wurde, Glieder der Gesellschaft zu erfüllen, ging es mit dem Zentralverein etwas vorwärts, sodaß er und daß sie diese Pflichten in Zukunft sich jetzt, nach abermals 30 Jahren, einer Mitgliederzahl erfüllen werden. von etwa 1200 erfreut. In den letzten Tagen hat der Zentralverein für das Das ungefähr ist die Geschichte des Vereins. Nun zu Wohl der arbeitenden Klassen" das Jubiläum seines dem Programm und den Leistungen. In dem uns vorgefeiert, und mit 50jährigen Bestchens den an liegenden I. Band der Statistik des Deutschen Reichs" aus der Spitze dieses Artikels stehenden Worten schließt dem Anfang der siebziger Jahre ist ein Fragebogen abder Vorsitzende des Vereins, Herr Professor Dr. gedruckt, der bei der deutschen Gewerbeftatistik von 1872 von Gneist, seinen Jubiläumsbericht. Auch wir könnten mit ausgegeben wurde und der die zum besten der Arbeiter den unseren damit schließen; denn diese Worte sagen beinahe getroffenen Einrichtungen" von den Unternehmern zu eralles, wenigstens alles, was vom Standpunkt des Zentral- mitteln sucht. Da begegnen uns Fragen wie die vereins und des Herrn Professors Gneist zu sagen ist. Nur folgenden: Ist den Beamten, Werkmeistern und Arbeitern noch des Geschäfts gestattet, sich mit Kapital an demselben zu Der Verein entstammt jener vor achtundvierziger betheiligen? Sind die Arbeiter zum Sparen verpflichtet? gährenden Zeit, da in Deutschland die Großindustrie ihre Werden Sparprämien bewilligt? Können die Beiträge fiegreichen Fahnen zu entrollen begann; da der Auflösungs- für Kranken-, Invaliditäts, Wittwenkassen 2c.) durch prozeß des Handwerks einfeßte; da das liberalisirende Arbeit nach Feierabend geleistet werden? Bestehen bei Großbürgerthum begeistert war von dem Reichthum und dem Geschäft im Intereffe der Arbeiter getroffene Einder Macht, die ihm die neue Produktionsform in den richtungen, wie: Prämien für gute und saubere Haltung Schooß warf; und die ersten Schläge gegen das wider der Wohnung? Uniformirung der Arbeiter? Branntstandslose, noch nicht gesammelte Fabrikproletariat geführt weinenthaltsamkeits- Prämien? Besondere Kirchen oder wurden. Kapellen mit besonderen Geistlichen? Journalzirkel? Aus diesem Großbürgerthum und aus dieser Atmo- Bibliothek mit Lesezimmer? Vortragsabende? MusikIn den nächsten Tagen beginnen wir mit dem Abdruck des sphäre ſtammit der Zentralverein für das Wohl der ar- schule? Und so fort mit Grazie. beitenden Klassen, und aus jener Zeit seiner Entstehung Auf dieser Höhe steht ungefähr auch die Sozialpolitik Am Exil trägt er noch heute seinen sonderbaren, aus Manchesterthum, des Zentralvereins für das Wohl der arbeitenden Klassen. Aufklärung und der von oben herab gewährten Humanität Schon im ersten Aufruf des Vereins vom Jahre 1844 vornehmer Kreise gemischten Charakter, welche Art von werden die Programmpunkte folgendermaßen spezialisirt: im Humanität sich zusammensetzt aus dem natürlichen Drange 1. Errichtung von Spar- und Prämienkassen; 2. Bildung des guten Herzens, aus dem Bedürfniß, das ,, noblesse von Kraufen- und Sterbeladen, Unterstützungs- und Penfionsoblige" zu praktiziren( verbunden wieder mit der angenehmen kassen; 3. Anlegung von Schulen für die Fortbildung der der eine so günstige Aufnahme gefunden hat. Auch diese Ueber- Erwartung, von unten dehmüthige Dankbarkeit, von oben" in Fabriken beschäftigten Kinder und von Bewahranstalten tragung ist aus der Feder unserer als Uebersetzerin bewährten Ehren und Orden zu ernten) und endlich aus der dunklen für die Kinder der Fabrikarbeiter; 4. Verbreitung gemeinGenosisn Marie Runert. Erkenntniß, daß allzu scharf schließlich schartig macht und nüßiger Kenntnisse durch Schriften und mündlichen VorSolcher Den in Aussicht gestellten Roman, welcher die Greignisse der daß die Wunden wenigstens verbunden werden müssen, die trag, insbesondere seitens der Vereinsmitglieder. Märzrevolution, und namentlich der Boltserhebung dem Proletariat durch die herrschende Klasse geschlagen Sozialpolitik mit solchem Programm, wenn auch im Einin Berlin behandelt, werden wir, um die Aktualität und das Intereffe zu erhöhen, erst im nächsten Frühjahr, also gewisser- wurden, sintemalen dieses sonst doch einmal sehr unan- zelnen modifizirt und erweitert, ist der Verein sein ganzes Leben lang treu geblieben. Seit fünfzig Jahren schon singt Ereignisse veröffentlichen eine Anordnung, die sicherlich dem Verein 15 000 Thaler schenkte und obgleich dem Verein nicht naß!" maßen zu den Gedenktagen der vorgeführten genehm" werden könnte. Aber trotzdem der frömmelude Friedrich Wilhelm IV. er das schöne Lied Wasch mir den Pelz, aber mach mich die Billigung unserer Leser finden wird. nach 48 als seine dringendste Aufgabe" erschien, zur Be- Er wendet nicht seinen Einfluß auf, um die Arbeiterruhigung der entfesselten Leidenschaften" mitzuwirken, ging frauen ihrer Familie zu erhalten nein, er errichtet es zuerst doch gar jämmerlich vorwärts. Kein Lied, kein Kinderbewahr- Anstalten. Er will nicht die Kinderarbeit 1 Mark 10 Pfennige frei ins Haus. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements für die Monate November und Dezember zum Preise von 2,20 Mark entgegen.( Eingetragen in der Post- Beitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919.) Roman's von Georges Renard, dem Verfasser des zuerst in deutscher Sprache von uns veröffentlichten Roman's Sommer 1893 Die Bekehrung André Savenay's, Die Redaktion und Expedition des „ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Feuilleton. Erinnerungen eines Kommunarden. " 27 einer von dessen Gehilfen geneigt ist, sich der Mühe zu Stunden erschienen mir als eine mir geschenkte Ewigunterziehen." " Mau muß ihn benachrichtigen. Uebernehmen Sie den Auftrag." " Hecht gern, Herr Oberst." " Ziehen Sie vor," wendete ich mich an letzteren, wenn ich einen Brief an einen der mir bekannten Gehilfen des Maires schreibe, um ihn zu bitten, mir in dieser Sache zu willfahren?" feit. Ich empfand sogar Dankbarkeit für diesen Soldaten, der die Macht hatte, mich auf der Stelle füfiliren zu lassen und mir einen Auffchub gewährte. Ich dachte nicht mehr an das Bluturtheil, welches er so taltblütig gegen mich gefällt, und ich konnte nicht umhin, ihm zu danken. " Genug", herrschte er mich mit harter Stimme an, , führt einen Andern vor!" ** * Aus dem Französischen von Jakob Audorf. Glauben Sie denn, daß wir Zeit haben, jeden Tag tausende von Urtheilen schriftlich abzufassen? Was wollen Wann muß alles geordnet sein?" verlangte der KomSie überhaupt? Haben Sie nicht vollständig bekannt, daß missär zu wissen. [ Wie ein Föderirter zur Hochzeit und in Sie ein Revolutionär find? Mißbrauchen Sie nicht meine Machen Sie das wie und wann Sie wollen," gab den Tod geht. Geduld!" der Oberst barsch zur Antwort. Die Vollstreckung des Ich wurde einem Transport Gefangener eingereiht, Erlauben Sie mir noch ein Wort. Ich sterbe ohne Urtheils muß morgen früh fünf Uhr erfolgen. Sie haben Haß und ohne Neue. Ich ersuche Sie nur noch um eine teine Minute zu verlieren. Es muß jetzt ungefähr zehn Leyte Gunft, um eine höhere Pflicht einer Person gegen- Uhr sein." über zu erfüllen, welche mich liebt und meine Frau Führt diesen Mann zur Kaserne Lobau, wo die Leute geworden wäre. Ich wollte ihr wenigstens meinen Namen eingeschlossen sind, welche morgen früh erschossen werden sollen, hinterlassen, um sie so vor jeder Verleumdung zu schützen. Man kann ihm eine Zelle allein und Schreibmaterial Es ist dies die letzte gute That, welche ich noch ausführen geben." fann in dieser Welt. Man verweigert doch nie einem Sterbenden die Erfüllung einer Pflicht!" # 1 welcher zwischen zwei Gliedern Soldaten über die Quais nach dem Plaze Loban zog. Die Mehrzahl meiner Unglücksgefährten ging in bürgerlicher Kleidung und schien durchaus feinen Antheil am Kampfe genommen zu haben. Während ich wartete, bis an mich die Reihe tam, hatte ich die gegen mehrere geführte Gerichtsverhandlung, wenn man das überhaupt so nennen darf, mit angehört. Einige waren Ich vermochte in diesem Augenblicke kaum meine denunzirt von böswilligen Schuldnern, oder von eiferFreude zu verbergen, welche mich bei dem Gedanken süchtigen Ehemännern oder infolge irgend einer sonstigen ergriff, daß ich noch einmal meine Sylvia wiedersehen Sucht nach Rache. Die siegreichen Soldaten bekümmerten sollte und gewissermaßen eine Schuld ihr gegenüber sich um die Beweggründe solcher Angeberei sehr wenig. regeln fonnte, die mich schwer bedrückt hätte in den letzten Nach ihren Ansichten war jeder, der in Paris geblieben, Stunden, bevor mich die unerbittlichen Kugeln meiner wenn er nicht ein geheimer Agent der Versailler Regierung " Herr Polizeikommissär, glauben Sie, daß es sich Feinde niederstreckten." war, der Sympathien für die Kommune verdächtig. thun läßt?" Es war mir, als beginne ich ein neues unbegrenztes Jules Favre hatte ja auch von der Tribüne der so" Ich denke ja," antwortete dieser, unter der Vor- Leben und ich vergaß fast, daß mir uur noch wenige genannten Nationalversammlung verkündet, daß man ganz aussetzung, daß der Maire seines Arrondissements oder Stunden vergönnt waren, um zu leben. Diese turzen Paris" bekämpfen müsse und nicht nur einige Berirrte". Was meinen Sie, Kommandant," versetzte der Oberst, ich habe nichts dagegen, wenn es sich machen läßt!" " Ich bin ganz Ihrer Ansicht, Oberst. Aber es wäre beffer, den Polizeikommissär zu fragen." vus der Fabrik verbannen- bewahre, die braucht der Fa- 1 brikant. Aber er errichtet Fabrikschulen, damit auch diese Politische Leberlicht. schen Prinzessin, wie es in den höchsten Regionen aussieht. Auch dieses Echelmenstückchen zum Sturze des vorigen Reichskanzlers enthüllt uns ein schönes Bild des High Life. Die Ernennung des Staatssekretärs Marschall v. Bieberstein zum preußischen Staatsminister wird heute vom Reichs- Anzeiger" publizirt. Kindlein aufgeklärt" werden, mit welchen Fabrikschulen Berlin, den 31. Oktober. der Verein insofern wieder schlechte Erfahrungen ge Die Nachwahlen zum Reichstage. Einen großen macht hat, als, wie er sagt, solche Kinder von Wahlerfolg haben wir wieder zu verzeichnen. Wie uns eine der Gemeinsamkeit der übrigen Altersgenossen aus Privatdepesche meldet, erhielten bei der Wahl im geschlossen, allzu leicht einer proletarischen Lebensanschauung zweiten anhaltischen Wahlkreise Bernburg Köthen verfallen." Er findet, daß die wirthschaftliche Lage der der Kandidat unserer Partei 9245, der Zum Statthalter von Elsaßz- Lothringen soll nad Arbeiter zu allen Zeiten durch Fleiß, Sparsamkeit und frühere Abgeordnete und Kandidat der national Beitungsmeldungen, welche bisher wohl die" Nordd. Allg. " " , produktive Anlage des Ersparten" am nachhaltigsten liberalen Partei und des Bundes der Landwirthe 8tg.", nicht aber der Reichs- Anzeiger" bestätigt hat, Fürst gehoben wird; er entdeckt die bisher wirklich noch nicht Professor Friedberg 10 100, der freisinnige Kandidat Baum- Hohenlohe- Langenburg ernannt sein. Er ist jetzt 62 Jahre bekannte Thatsache, daß die„ neuere Sozialpolitit" die Für- bach 2122, und der Kandidat der Mittelstandsparteien" alt, gehörte früher der österreichischen Armee an, forge für die Zeit der Arbeitsunfähigkeit der Arbeiter zc. Fischer 2644 Stimmen. Die Ergebnisse aus einigen Orten und war als Mitglied der Fraktion der deutschen Reichsan erster Stelle von der Selbsthilfe" erwarte. Er unterstehen noch aus, werden aber an dem Resultate nichts partei von 1871-1881 Mitglied des deutschen Reichstages, stügt alle Bestrebungen, die durch Errichtung von Arbeiter wesentliches ändern. Der nationalliberale Kandidat hat außerdem ist er erbliches Mitglied der ersten württem wohnungen" den Arbeiter zu seinem Schaden an die Scholle demnach gegen die Wahl im Jahre 1893 ca. 3800, der bergischen Kammer. Als Parlamentarier hat er sich nicht feffeln und dem Unternehmer ausliefern wollen. Er zahlt freifinnige ca. 1500 Stimmen verloren, während unsere hervorgethan, er interesfirte sich blos für das Vogel. Geldunterstützungen an jeden Verein, der nur irgend Partei einen Stimmenzuwachs zu verzeichnen hat. Selbst ich uzgesetz und für kolonialpolitische Angelegenheiten. eine Art von Wohlthätigkeit, oder Humanität, oder Auf- wenn man die Stimmen der neugebackenen Mittelstande: Daher ist es uns etwas dunkel, wo und wie der dem kaiserflärung betreibt, feien es nun Lokalvereine zur Vertheilung partei den Nationalliberalen zuzählt, so hat die national- lichen Hofe verwandte Fürst den Befähigungsnachweis für von Sparöfen, Fröbel'sche Kindergärten, Volksküchen zc. 2c. liberale Partei noch immer beiläufig 1300 Stimmen ver- einen so schweren Poſten erbracht hat. Alles, alles, alles! loren. = = Der= Jm heutigen ,, Volk" lefen wir: " " Wir Aber der Armuth an die Wurzel will er nicht und Unsere Genossen werden sich auf die Stichwahl mit Das sozialdemokratische Hauptorgan nennt heute bas„ Volt" geht er nicht und kann er auch nicht, beim besten Willen aller Energie vorbereiten und ihre Pflicht ganz ein dem Grafen Eulenburg befreundetes Blatt. nicht. Denn er besteht ja aus Herren der besitzenden und thun. Hoffentlich haben die Anstrengungen unserer Das Preßorgan, dessen Chefredakteur Herr Liebknecht ist, begebildeten Klassen", aus Leuten, die selbst von den Früchten Genossen den verdienten Erfolg. Das Stimmen zeichnet unsere an der Spize unferer lezten Wochenschau mitzehren, die die bestehende Gesellschaftsordnung den bevor- verhältniß bei der Anhalt Bernburger Wahl getheilten Thatsachen als eine Jubelhymne" auf die zugten Klassen gewährt. Darum gilt es vor allem, diese dirbt den Gegnern das Konzept, sich über den Rückgang Gulenburg", der Vorwärts" behauptet, wir hätten im tiefe staatsmännische Weisheit des Grafen Gesellschaftsordnung zu erhalten. Da aber die Ordnung dieser unserer Stimmen in Osterburg Stendal zu freuen. Viel Gegensatz zur Kölnischen Volkszeitung" die Absicht, Gesellschaftsordnung darin besteht, daß neben der gebildeten Anlaß dazu haben sie freilich nicht. Wir haben zwar in das Reichstagswahl Gesetz zu ändern, ver. und besitzenden Klasse" eine große Proletarierklasse existirt, einem für uns ganz aussichtslosen Kampfe 830 Stimmen herrlicht". von der die erstere unterhalten wird: so ist eben diese verloren, die Parteien aber, die um das Mandat gerungen Diese schamlose Fälschung fennzeichnet ihre Urheber, Proletarierklasse und mit ihr Armuth und Knechtschaft zu haben, also an die Erreichung einer möglichst großen fie legt aber in ebenso beredter Weise Zeugniß ab für die vererhalten. Der offen auf der Straße liegende Jammer hin- Stimmenzahl weit mehr interessirt sind als die Sozial- nünftig und zweckdienlich konservative Haltung des Bolt" gegen, der muß beseitigt oder vertuscht werden,-damit demokraten, haben mehi Stimmen verloren, und zwar die Dieser Wuthausbruch richtet sich gegen eine gestern fich die Proletarierklasse nicht auf sich selbst besinnt. Ronservativen 1085 und die Freifinnige Boltspartei erschienene Notiz im Vorwärts", die das„ Stöder' sche Nichts von irgendwelchen Maßregeln, darauf berechnet, 869 Stimmen. Volk" dem Grafen Eulenburg befreundet" nannte. die Arbeiterklasse wirklich und dauernd zu heben, sie selb. begreifen in der That nicht, warum das„ Volt" einen ständig zu machen. Der erste Programmartifel des neuesten Kurses? Politiker, der zu neun Zehnteln auf seinem, dem Kein Hinweis auf den nothwendigen Klassenkampf. Kein Bestreben, um Aus- Heute veröffentlicht die„ Norddeutsche Allgemeine Beitung", Stöder'schen Standpunkt steht, sich durchaus von den beutung und Armuth und Unwissenheit wirklich und das offiziöse Organ aller deutschen Reichskanzler, einen Rockschößen schütten will. Diese Entrüstung ist nur lächerfür immer abzuschaffen nein, nein! Das Leitartikel, der wohl das unter Caprivi's Regime etwas liche Komödie. Gegentheil von allem. In solchem Bestreben stehen die zerschlissene Band zwischen dem Reichskanzler- Balais und Arbeiter allein. Da haben sie keinen Freund, als sich der Junterpartei fefter knüpfen soll. Es wird der konser selbst. vativen Partei eindringlich zugesprochen, in die angebotene Wir haben es schon oft gesagt, und es mag heute Hand einzuschlagen. wiederholt werden: Wir haben nichts dagegen, wenn Da man dem Artikel nicht ansehen fanu, in wie weit einzelne unserer Klassen oder gar Parteigenossen in der er die Meinung der neuesten Männer, oder nur die ganz i Noth, und wenn es nicht allzu viel Heuchelei, Bettelei und gleichgiltige Ansicht des Redakteurs Griesemann wiedergiebt, Lauferei kostet, von solchen Wohlthätigkeitseinrichtungen verbietet sich vorerst ein näheres Eingehen auf denselben. Eine reine wirthschaftliche Interessenpartei ist die Gebrauch machen, wie sie der Zentralverein für Die Entlassung des Grafen Caprivi wurde, wie mit Gott für König und Baterland und noch viel mehr für das Wohl der arbeitenden Klasse bietet. Dem übereinstimmend von allen Eingeweihten mitgetheilt wird, Buckerprämien, Spiritus- Liebesgaben und hohe Getreidezölle Manne, der feine Arbeit und kein Brot, aber eine durch einen Artikel der Kölnischen Zeitung" veranlaßt, eintretende fonservative Junterpartei. Ihr Organ, franke Wöchnerin zu Hause hat, werden Geldunterstützungen, der die Differenzen zwischen dem damaligen Reichskanzler die Kreuz- Zeitung", veröffentlicht heute einen Steueroder Nahrungsmittel, oder Heizmaterialien zu statten und dem damaligen preußischen Ministerpräsidenten schilderte reformen" überschriebenen Leitartikel, der mit folgenden, kommen. Aber ein Proletarier bleibt er, ob er nun solche und den Sieg des ersteren, hinter dem der Kaiser stehe, als Sägen schließt: Aus dieser Lage kann uns die Wohlthätigkeit der Bourgeoisie nicht helfen. Da sind wir auf uns selber angewiesen. Die wirkliche Befreiung Der Wahrheit die Ehre gebend, müssen wir aber feststellen, daß unser Mitarbeiter fich insofern geirrt hat, als er dem Volk" Sympathieen für Ausnahmegesetze zuschrieb. Was immer das Bolt" sonst auf dem Kerbholz haben mag, dem neuesten Ausnahmegesetz- Rummel ist es bis ett scharf und unzweideutig entgegengetreten. Das muß anerkannt werden. " Wohlthätigkeit" verschmäht, oder ob er sie verlangt und vollständig bezeichnete. Dieser Artifel erregte aus dem einen Wie wir zuverlässig erfahren, ist seitens der konservativen erhält, ebenso wie seine Klasse, und wenn man jedem oder anderen Grund das Mißfallen des Kaisers, der von Partei geplant, während der jegt beginnenden Reichstagsfession einzelnen Proletarier einen Sparofen schenkte, jeden einzelnen Caprivi eine formelle Berleugnung des Artikels forderte. die hochbedeutsame Frage der Reform des jeßigen Buder. mit Suppenmarken zur Volksküche und sonstigen Wohl- Caprivi erklärte, daß er den Artikel weder verfaßt noch steuergefeges ernstlich in Anregung zu bringen, mit der thaten überhäufte:„ die " Proletarierklasse" veranlaßt habe, ihn aber, weil er die Wahrheit enthalte, Mindestforderung, daß zur Kräftigerhaltung der heimischen Zuckerbleiben würde. nicht desavouiren könne. Und er reichte seine Demission industrie wenigstens die jetzigen Prämienfäße für exportirten ein, die auch angenommen ward. Jetzt erfahren wir nun, Bucker beibehalten werden! daß der fragliche Artikel in der That von keiner dem dienen würden, gerade in die entgegengesetzte Richtung Wir glauben, daß die Steuerreformen, die dem Bolte Grafen Caprivi nahestehenden Person herrührt, sondern aller Wahrscheinlichkeit nach aus feindlichem gehen müssen. Wir verlangen freilich die Steuerentlastung der Nermsten, die konservative Partei dagegen die Be 2a ger kommt, also ausdrücklich zu dem Zwecke ge- reicherung einiger weniger übermäßig Reicher, so in diesem schrieben war, dem vielen Leuten so unbequemen Reichskanzler ein Bein zu stellen. Thatsache ist, daß Caprivi seit seinem Falle der Zuckerfabrikanten, der schamlosesten Ausbeuter Amtsantritt von Verräthern umringt war, und daß na- unorganisirter Arbeitskräfte. mentlich auch in seinem Breßbureau Anhänger des alten Katholische Paritätsschmerzen. Man weiß, daß Kurses" sich befanden, die mit Bismarck und den übrigen die ultramontanen Blätter jahraus jahrein darüber trauern, Feinden und Neidern Caprivi's in beständigem Verkehr daß die Katholiken im Reichs- und Staatsdienst nicht im standen. Wir zeigten neulich an dem Beispiel einer hessi- Verhältniß zu ihrer Zahl angestellt werden. Nun ist der fann( wie es in unserem Programm heißt) nur das Werk der Arbeiterklasse sein, weil alle anderen Klassen auf dem Boden des Privateigenthums an Produktionsmitteln stehen und die Erhaltung der Grundlagen der heutigen Gesellschaft zum gemeinsamen Ziel haben. Dabei bleibt es. Der einzige Zentralverein für das Wohl der arbeitenden Klassen" ist Die Sozialdemokratie! Die ganze scheinbare Gerichtsverhandlung, welche im Während ich mit Bitterfeit allen diesen Betrachtungen der Einzige, von dem ich mit Sicherheit erwarten konnte, Chatelet vor sich ging, hatte nur den alleinigen Zweck zu nachhing, beleuchtete der Mond mit bleichem Strahl die daß er der Mann sei, der gerne einen Dienst leistet, der verhindern, daß einige von den Anhängern der Versailler, Ruinen des alten berühmten Bauwerkes, dessen gezackte ihm nichts tostete; immerhin sehr dankenswerth in unseren die etwa durch Zufall oder Irrthum unter die Wassen- Ueberrefte sich am gestirnten Himmel in dunkeln Umrissen Tagen, wo auch selbst solche Leute schon selten sind. verhaftungen gerathen waren, geschont wurden. abzeichneten. In meinem Schreiben bat ich ihn ganz furz, zu mir Als wir an den noch rauchenden Trümmern des Das Gaslicht hatte man noch nicht wieder angezündet, zu kommen, um mir zur Erfüllung einer legten heiligen Stadthauses vorüberzogen, erfüllte mich ein Gefühl tiefer und so lag dieser ganze Stadttheil verlassen und traurig Pflicht behilflich zu sein, und bat ihn zugleich, sich zu Sylvia Traurigkeit. Mein erster Gedanke war, den reaktionären da, einen Anblick bietend, wie man ihn von Paris zu begeben, um sie von dem Nöthigen zu unterrichten und Agenten und Spionen die Schuld der Einäscherung dieses durchaus nicht gewohnt ist. Ich glaubte mich im Mittelalter fie womöglich gleich mir zuzuführen. öffentlichen Gebäudes beizumeffen, welche vielleicht einen und in einer der Plünderung preisgegebenen eroberten Stadt. Nachdem mein Brief abgegangen war, wartete ich geGrund mehr zur grausamen, unerbittlichen Verfolgung In der Bartholomäusnacht mochte vielleicht Paris ein buldig eine Stunde, nach Verlauf welcher der Verlangte ihrer Gegner haben wollten. Ich wunderte mich ähnliches finsteres Aussehen gehabt haben. Die Mauern wirklich sich einstellte. daher um so weniger über die gedankenlose Un- schienen den allgemeinen Schrecken auszudrücken. Ich vers Armer Junge," begrüßte er mich, indem er mir die barmherzigkeit, mit welcher man über das menschliche stand in diesem Augenblicke die Worte des Dichters. welcher Hand drückte, wie haben Sie sich da hineingerannt ohne Leben verfügte. Um diese Narrheit zu rächen hatte man sagte: Sunt lacrymae rerum"( auch leblose Dinge haben Ausweg! Wie konnten Sie, der Sie so intelligent sind, sich vielleicht 20 000 Menschen erschießen lassen und auch Thränen). In den traurigen Geschichtsabschnitten, wo die mit Leuten so tief einlaffen, die nicht wußten, was sie ich sollte morgen deswegen sterben. Ich konnte mir Menschen in reißende Bestien verwandelt werden, könnte wollten? Sie hätten schon an dem Tage des unglüc in der That die Vernichtung des Stadthauses nicht man sagen, daß sich alles Gefühl in leblose Gegenstände lichen Marsches nach Versailles einsehen müssen, wohin anders erklären, gewiß aber nicht als die Folge einer ver- geflüchtet hätte. Sie nur find im Stande uns zu rühren, die Sache führt!" nünftigen Ueberlegung. Strategische Erwäggründe konnten denn die lebenden Wesen scheinen das Gefühl überhaupt" Ich weiß," erwiderte ich, daß für die Mehrzahl dies traurige Ereigniß nicht herbeigeführt haben, denn die verloren zu haben. der Leute der Erfolg der Richter über gut und schlecht Kommune befolgte überhaupt in dem Augenblicke feine Unterdessen kamen wir in der Kaserne an. Man ist. Aber ich bin keiner von diesen. Alle Besiegten Strategie mehr, sondern hatte vielmehr schon abgedankt und stieß uns in einen Saal zu ebner Erde, wo wir weder könnten wie Wallet seinen Richtern antworten, als fie ihn ihre Machtbefugnisse in die Hände des souveränen Bolles Platz hatten uns zu sehen, noch niederzulegen. Man gab fragten, ob er Mitschuldige hätte:" Frankreich, Europa, zurückgegeben, an welches sie einen Aufruf der Verzweiflung uns weder zu essen, noch zu trinken. Sie selber wären meine Mitschuldigen, wenn der Erfolg: erließ. Sollte etwa das Volk ein Haus haben vernichten Nach Berlauf einiger Zeit wurde ich gerufen und man für mich gewesen wäre!" wollen, von welchem aus es so oft betrogen worden ist? führte mich in ein kleines Kabinet, in welchem sich ein Tisch, Sie mißverstehen meine Worte. Ich komme nicht Aber dann müßte es von dem Gedanken geleitet handeln, ein Stuhl und Schreibmaterial befand." zu Ihnen, um mich mit Ihnen zu streiten. In dieser daß es auch von der Kommune betrogen wurde! Jst nicht Wenn Sie einen Brief an Jemand absenden wollen, ernsten Stunde bedürfen Sie des Troftes. Ihr Unglück vielleicht mit mehr Grund anzunehmen, daß es die That so hat der Oberst befohlen, daß derselbe besorgt wird," ist nicht wieder gut zu machen; ich kann Sie nur aus tiefen eines einzigen eitelen Ehrgeizigen war, der wüthend über sagte der Unteroffizier zu mir. Sie können ihn mir nur Herzensgrunde aufrichtig bedauern und Sie meiner ganzen die Mißerfolge mit sich zugleich auch die Sache und die übergeben, ich werde damit einen Boten beauftragen, der Buneigung versichern. Aber die Zeit verstreicht und wir Jdee der Kommune vernichten wollte? Milder zu be- eine Quittung zurückbringt, daß er den Brief besorgt hat." müssen für Zeugen sorgen." urtheilen wäre ein solches Beginnen, wenn die Urheber" Ich habe nur wenige Zeilen zu schreiben, wenn Sie" Ich könnte leicht welche unter den Förderirten, desselben sich selbst unter den Trümmern des Gebäudes einen Augenblick warten wollen, können Sie den Brief gleich meinen Kameraden, finden, welche morgen mit mir sterben begraben hätten. Es wäre dies ein Att der Verzweiflung, mitnehmen." müssen. Ich wüßte feine ehrenvolleren Zeugen für sonst muß man es geradezu findisch nennen, eine Idee da Ich hatte während der Belagernug von Paris die Be- mich, da ich nichts Erhabeneres tenne, als für eine Idee burch vernichten zu wollen, daß man eine Baulichkeit zer- tanntschaft eines der Gehilfen beim Maire unseres Stadt zu sterben." stört, durch welche dieselbe zum Ausdruck kam. Dasjenige theiles gemacht. Er war ein sehr gemäßigter Republikaner, Sie haben aber Eines zu erwägen. Diese Männer, was gut und wahr ist im Vorwärtsstreben der Mensch- der immer Furcht hatte, seine Haut und sein bescheidenes Ver- gleichfalls verurtheilt, werden den feierlichen Aft, welchen heit, ist ewig und unwandelbar wie die Naturelemente mögen zu ristiren. Im übrigen ein gutherziger Mann, fern Sie vollziehen wollen, nicht überleben und derselbe könnte selber. jeder Bösartigkeit, der jedoch nie begreifen fonnte, wie man nach Ihrem und Ihrer Zeugen Tode durch interessirte Wißt Ihr", sagte Louis XIV. zu einem seiner Gärtner, so unsinnig sein könne, sein Leben für den Triumph einer Familienangehörige angefochten werden. Ueberdies könnte indem er auf das Palais von Versailles zeigte, daß hier Idee einzusetzen. Nach seiner Jdee ist die Republik wohl man behaupten, daß diese Leute, obgleich sie nicht durch ehemals eine Windmühle stand?" wünschenswerth unter der Bedingung, daß sie uns glück- regelrechte Gerichte verurtheilt sind, nicht mehr ihre bürger " Ja", erwiderte der Bauer, die Windmühle steht nicht lich" mache. Wenn sie jedoch von uns eruste Opfer ver- lichen Rechte genießen. Auch kann man nicht wissen, ob langt, verdient sie unsere Liebe nicht mehr. Jedoch er war man ihnen überhaupt die Erlaubniß dazu ertheilt." mehr, aber der Wind weht nach wie vor!" " " neuernannte Reichskanzler katholischer Konfession; dies private höhere Töchterschule zu gründen. Die In der Menschenvernichtung werden wir bald unüber genügt aber der Germania" nicht. Sie verlangt mun, daß Betheiligung ist sehr groß und wenn sich die Regierung nicht treffliches leisten. Wie lange wird die Menschheit es erdie Katholiken auf ihre Glaubenstreue geprüft werden, bevor ins Mittel legt, so wird demnächst Met so eine Art weiblicher tragen, daß der Menschengeist auf diesem Gebiete seine fie in den Staats- oder Reichsdienst aufgenommen werden. Diese Radettenanstalt bekommen. Prüfung ist wohl vor der Redaktion der Germania" ab- Das Lächerliche tödtet. Und da wir den„ militärischen höchsten Triumphe feiert. Belgien. Wie für den Wahlkampf so auch für die zulegen, erklärt sie doch den Reichskanzler in bezug auf Geift" als einen barbarischen Anachronismus verurtheilen, feine katholische Gesinnung nicht für vollwerthig. Interessant so fönnen wir uns nur freuen, daß er von seinen Vertretern parlamentarische Rampagne sind unsere Ge ist diese neueste Aeußerung in der Paritätsfrage blos des- auf diese Weise ad absurdum geführt und der Lächerlichkeit noffen unter allen belgischen Parteien die ersten auf dem Plan. Die neugewählten sozialistischen Abgeordneten traten halb, weil sie die grobe Heuchelei der Zentrumspartei preisgegeben wird. in der gestrigen Nummer bereits telegraphisch mittheilten, für die bevorstehende Session folgendes Programm auf: gestern zu einer Konferenz zusammen und stellten, wie wir für die bevorstehende Session folgendes Programm auf: Drganisirung der Kranken, unfall und Invali Allgemeine Amnestie, Regelung der Arbeitsdauer, ditäts- Versicherung der Arbeiter, Revision der Steuergesetze, Organisation der landwirthschaftlichen Versicherung und der Arbeitsinspettion, foie unverzügliche Berathung der Regierungsentwürfe über die Gewerbesyndikate und die Arbeitskontrakte. wieder einmal im hellsten Lichte erscheinen läßt. Es kommt Die istrianische Sprachenfrage droht die parla ihr nicht auf die der Zahl entsprechende Berücksichtigung mentarische Koalition, auf die das österreichische Kabinet Die istrianische Sprachenfrage droht die parlader Katholiken bei der Besetzung der Staatsstellen an, sich stützt, zu zersprengen. Eine der koalirten Parteien, der sondern lediglich auf die Unterbringung ihrer Partei- An- sogenannte Coronini- Klub will sich auflösen, das heißt gehörigen; weniger übrigens auch auf den Beichtzettel als seinen Mitgliedern freie Hand in der Stellungnahme zur auf den Stimmzettel für die Zentrumspartei. Regierung geben, falls diese nicht befriedigende Erklärungen Eine Arbeitermedaille für geduldige Arbeiter, die abgiebt. fich einige Dezennien vom gleichen Unternehmer ausbeuten Soldat und Abgeordneter. Unter den sozialistischen ließen, schlagen unter dem Beifalle der antisemitischen ,, Staats- Abgeordneten der französischen Rammer befindet sich Die Wichtigkeit dieses Programms springt in die bürger- 8tg.", der Mainzer Unternehmerverein Concordia und der Lehrer Mirman, der seiner Zeit unter der Be Augen- zumal wenn man bedeuft, daß Belgien, das bisdie Leipziger Monatsschrift für Textilindustrie vor. Wer dingung, daß er dem Staat 10 Jahre als Lehrer diene, her von der Bourgeoisie und den Pfaffen um die Wette meint mit solchen Kinkerlitzchens der Sozialdemokratie den vom Militärdienst befreit wurde. Bei der vorjährigen ausgebeutet ward, noch so gut wie gar feine ArbeiterschutzBoden abzugraben, dem ist auch von uns ein Orden Wahl trat Mirman als Randidat auf und wurde auch ge- Gesetzgebung hat, und der einzige zivilifirte Staat ist, in gegönnt. wählt. Da in Frankreich ein Staatsbeamter nicht zugleich welchem die Arbeiterklasse ganz schrankenlos ausgebeutet Abgeordneter sein kann, so verlor er, durch den Akt der werden kann. Annahme des Mandats sein Amt; zugleich erlosch aber der Dispens vom Militärdienst. Die Regierung benutzte dies, und der Kriegsminister berief Mirman zum 1. November dieses Jahres unter die Fahne. Dieser Fall beschäftigte gestern die französische Kammer. Es wird darüber telegraphirt: " Wie man's treibt, so geht's. Aus Italien wird telegraphirt: Mailand, 31. Oktober. Gegen 1 Uhr Nachts explodirten vor zwei Gebäuden, in denen Polizei- Abtheilungen untergebracht sind, zwei Bomben. Die beiden Gebäude und das Kommunal- SchulDie Untersuchung ist eingeleitet. gebäude wurden beschädigt. Menschen sind nicht verletzt worden. Die Kamerunschaude einschließlich des disziplinar gerichtlichen Nachspiels, durch das sie verhundertfacht wurde wird natürlich von der ausländischen, besonders der englischen Presse nicht todtgeschwiegen, und ganz nach Gebühr zur Brandmarkung der deutschen Kolonialpolitik ausgenügt. Das paßt unseren Kolonialferen nicht, und da sie den Vorwurf nicht widerlegen können, so kommen sie mit dem alten Paris, 30. Oftober. Deputirtenkammer. Der Präsident Verlegenheitsmittel einer Retourkutsche. Die Engländer verlas eine Mittheilung des Kriegsministers, daß der sozialistische find Heuchler; fie haben selber schon ähnliche Geschichten Deputirte Mirman, welcher sein Lehramt verlassen hat, vom Polizei des Herrn Crispi hat uns an solche Knalleffekte so Wer wundert sich noch über solche Nachrichten? Die verübt, und z. B. ihr Opiumfrieg war doch auch ein folossaler 1. November d. J. ab seiner militärischen Dienstpflicht genügen gewöhnt und hat sie so nöthig, daß niemand mehr überStandal." Ganz gewiß. Unter den Engländern giebt's viele muß.( Lebhafte Protestrufe auf der äußersten Linken.) Der Heuchler; und die englische Kolonialpolitik hat viele Schmutz- Ministerpräsident Dupuy wies die Unmöglichkeit nach, militärischen rascht ist. Und wären die Attentate echt, dann würden wir flecken. Aber ist die Kamerunschande darum weniger schand- Dienst zu thun und zugleich seinem Abgeordneten- Mandat auch nicht überrascht sein. Wie die Saat, so die Ernte.voll? Und ist Leist darum weniger ein Verbrecher und ein Binten traten für die entgegengesetzte Ansicht ein. Der Kriegs demissionirt. Meinungsverschiedenheiten über wirthschaftnach zu tommen. Mehrere Redner Don der äußersten Das liberale spanische Kabinet Sagasta hat Schänder der Ehre seines Voltes? Judem unsere Kolonialfere sich für Leist ins Zeug legen, man die Armee von der Politif unberührt lassen wolle, fo tönne liche Fragen sollen die Ursache sein. Die Krisis dürfte minister unterstützte die Ausführungen Dupuy's und sagte, wenn erzeigen fie ihm keinen Dienst und machen nur sich zu man auch feine Deputirten in dieselbe einführen. Darauf wurde langwierig sein. Man glaubt, daß Sagasta mit der seinen moralischen Mitschuldigen. die Diskussion geschlossen. Mehrere Tagesordnungen wurden ein- Rabinetsbildung beauftragt werden wird. gebracht. Die von Gotteron beantragte Tagesordnung, welche das Vertrauen zu den Erklärungen der Regierung ausspricht, wurde mit 307 gegen 215 Stimmen angenommen.( Heftige Protestrufe auf der äußersten Linken.) Die Sigung wurde dar. auf geschlossen. Und geradezu unbegreiflich ist, daß sie nicht einsehen, wie unfagbar lächerlich der Vorwurf der Heuchelei aus deutschem Munde klingt, in einem Augenblick, wo die Gesellschaftsklassen, aus denen Leist, seine Vorgesetzten, seine Vertheidiger und seine Freisprecher hervorgegangen sind, sich zu einem Feldzug gegen die ihr Treiben verurtheilenden Kammer wurde im Laufe der Debatte ausdrücklich anerHiermit ist die Sache aber nicht erledigt. Von der Sozialdemokraten zusammenschaaren unter dem Schlachtruf: fannt, daß Mirman's Mandat giltig sei und er auch, für Ordnung, Religion und Sitte! Warum nicht lieber: für Leist, Nilpferdpeitsche und will nun auch als Soldater soll nämlich in Paris wenn er in die Kammer komme, es ausüben könne. Er adamitischen Bauchtanz? „ dienen" in die Kammer kommen, und sich an den parla mentarischen Arbeiten betheiligen. Was der Kriegsminister thun wird, bleibt abzuwarten. Gewiß ist, das Präzedenzfälle vorliegen, nach denen die Regierung anders verfahren ist. Freilich waren die betreffenden Deputirten keine SoziaDas wäre wenigstens ehrlich! " Aus Das Seeräuberunwesen an der nordafrikanis chen Küste scheint wieder überhand zu nehmen. Madrid wird ein bezüglicher Fall telegraphisch gemeldet: Nach in Madrid eingetroffenen Meldungen wurde eine Vorgebirges Tres Forcas angegriffen; die Bemannung der Brigg italienische Brigg von marokkanischen Barken in der Nähe des konnte entfliehen und sich nach Almeria retten. Parteinachrichten. Von der Agitation. Die Anwesenheit der zahlreichen Militärischer Geist in der Töchterschule. Nicht Delegirten auf dem Frankfurter Parteitag haben die Parteivon dem militärischen Geist reden wir hier, der sich in genoffen der umliegenden Kreiſe gut ausgenugt. So haben Gestalt irgend eines Lieutenants oder sonstigen Trägers während und nach dem Parteitag zahlreiche Versammlungen des Buntrocks mitunter in Mädchenpensionate einschleicht, listen. stattgefunden. Aus dem Wahlkreise ö ch st- usingensondern von militärischem Geist im Unterrock. Der Homburg Idstein wird uns berichtet: Am 23. Oftober Bossischen Zeitung" wird geschrieben: Mordkultur. Der Soir" veröffentlicht eine Dent- referirte Genoffe Singer in einer start besuchten Volks Ein Borkommniß in der höheren Töchterschule in met schrift von Turpin, worin dieser seine beiden legten Er versammlung in Nied bei och st a. M. über Die nächste Meh in böchſt„ bildet das allgemeine Stadtgespräch. Die Tochter eines findungen auseinandersetzt. Die erste ist eine Kanone oder Reichstags- Session und der Rampf gegen den Umftura". Obersten sollte in der Schule während der Pause die von ihr ein leichtes Geschützrohr, das mit einem einzigen Schuß Referent: Genoffe R. Frohme; in Oberursel i. E. Ferner fanden Versammlungen statt in Rödelheim zu Boden geworfenen geworfenen Papierschnitzel aufsammeln und 67 Geſcheſſe im Gewichte von und 67 Geschosse im Gewichte von ungefähr 5 Kilogramm Referent: Genosse Th. Metzner; in Homburg v. d. H. weigerte sich dessen, und zwar auch dann noch, als die 3000 Meter weit zu schleudern und eine Fläche von 30000 Referent: Genoffe Grillenberger; in Heddernheim Lehrerin den Direktor herbeirief. Eine ältere Schwester der Un- Quadratmetern mit 33 500 Sprengstücken zu besäen vermag, bei Frankfurt Referent: Genosse Herbert; in Oberhöch gehorsamen erklärte dem lezteren, der Vater habe ihnen ver die im Umkreise von 200 Metern vom Punkte der Explosion st a dt Referent: Genosse Riesel Berlin. boten, derartiges felbft zu thun, das sei Sache aus gefährlich sind. Die zweite Erfindung besteht in der Dienstboten. Da beide Mädchen bei ihrer Weigerung einer Granate, die in der Luft platen und Schiffsverdecke, blieben, wurden sie vorläufig nach Hause geschickt. Die Folge dieses Borkommnisses ist nun, daß eine iste bei sämmt. Forts oder Truppen mit einer Kartätschenladung über lichen Offizieren in Umlauf ist, um eine neue schütten soll. Sie mögen wohl Recht haben und so verlasse ich mich ganz auf Sie. Besorgen Sie, bitte, alles Nöthige. Sie kennen diese Sachen durch und durch und ich habe nicht taltes Blut genug in diesen schrecklichen Stunden." Literarisches. d indus sprach Genosse Liebknecht in Jostein i. Z. über die Sozialdemokratie und ihre Gegner" in einer gut besuchten Boltsversammlung. In allen Versammlungen, welche ftattfanden, herrschte eine freudig erregte Kampfesstimmung. Alle Genossen geben sich der Hoffnung hin, wenn so weiter gearbeitet wird, ein jeder mitwirkt und im Kampfe nicht erlahmt, dann auch fernerhin über dem ersten nassauischen Wahlkreise die rothe Fahne wehen wird mit der Inschrift: Durch Kampf zum einen Liebknecht, Wilhelm, was die Sozialdemokratenen Friedberg( Seffen) fand am Sonnabend, den sind und was sie wollen. Chemnitz 1894. Verlag 27. Oktober, eine Voltsversammlung statt, in der Geder Volksbuchhandlung von Albin Langer. 52 66. 86. 27. Oftober, " Ich werde einige von den Militärpersonen oder lieber Preis 25 Pf. nosse Liebknecht 21/2 stündigen Vortrag über noch von den Angestellten als Zeugen bitten. Ich sah, als Liebknecht ich hier eintrat, einen Arzt, welchen ich kenne. Ich hoffe vielen Hunderttausenden Exemplaren verbreitete Programm heutigen Gesellschaft, die in ihrer Angst vor der anschwellenden Helteren Genossen ist die unter dem gleichen Titel in die Sozialdemokratie und der Umsturs" hielt. zeigte den Zuhörern, meistens Gegner, den Bankerott der dieser wird schon einwilligen." Broschüre Liebknechts wohl bekannt. Seit Jahren fehlt sie " Einen Arzt und einfache Soldaten, meinetwegen! aber im Buchhandel. Es ist dem Verfasser und dem Verleger zu Sozialdemokratie, die Thaten wahnsinniger Anarchisten oder be zahlter Lockspizzel im Ausland benüßt, um ein neues AusAber ich bitte Sie, nur keinen Offizier, wenn es möglich ist. danken, daß sie den zahlreichen Nachfragen nach dieser Schrift nahmegesetz zu schmieden. Er wies den Anarchismus der bürgerDie Idee, daß derselbe vielleicht morgen bei der Exekution durch eine Neuausgabe Rechnung tragen. Da seit der letzten nahmegesetz zu schmieden. Er wies den Anarchismus der bürgerlichen Ordnung nach, die Schandthaten eines Thring- Mahlow, Feuer kommandirt, würde mir die letzten Stunden meines wesentlich geändert hat, so ist auch die Programmbroschüre derselben, erflärte im Gegensate dazu die idealen Forderungen Auflage dieser Broschüre das Programm unserer Partei sich die Handlungsweise Buttkamer's, Bismarc's und die Niederlage Lebens vergiften." entsprechend geändert und dabei wesentlich vermehrt worden. der wohl einwilligen würde, Zeuge zu sein und mich Bedeutung, als eine sehr werthvolle Materialiensammlung zur nationalliberale und antisemitische besonders schlecht wegkamen. " Ich habe auch an einen meiner Freunde gedacht, Sie stellt sich, ganz abgesehen von ihrer hohen agitatorischen des Proletariats und fette in einer Kritik die Biele und Erfolge der gegnerischen Parteien auseinander, wobei die hierher zu begleiten. Jetzt will ich Ihre bedauerns- Beurtheilung der Entwickelung des Programmes unserer Partei dar. Ein nationalliberaler Rechtsanwalt versuchte nun in der Debatte werthe Frau holen. Geben Sie mir, bitte, ihre genaue Es finden sich nämlich in ihr abgedruckt das Eisenacher Programm eine fachliche( wie er sich ausdrückte) Widerlegung des Vortrags, Adresse." von 1869, das Gothaer Programm von 1875, das Erfurter Programm die aber so tläglich ausfiel, daß er am Schlusse seiner tonfuſen von 1891, und Liebknecht's Begründung dieses Programmes auf dem Auseinandersetzung seinen Hut und Stock nahm und ausriß, neue dar, die auch für jeden einen hohen Werth hat, der Lieb. dem Redner gehörte, das gab ihm Liebknecht in vollster Weise, Erfurter Parteitage. So stellt sich diese Schrift als eine durchaus nachdem er noch ein Hoch auf irgend Etwas ausbrachte. Was fnecht's alte und die Kautsky- Schoenlank'sche neue Programm und zwar so, daß die meisten seiner Parteigenoffen beschämt an broschüre besitzt. Auch sie wird unserer Partei zahreiche neue Anhänger werben und die alten in ihren Parteianschauungen diesen Abend denken, der für die Sozialisten ein Triumph, für unsere Partei einen nachhaltigen Erfolg haben wird. Auch festigen. hier dämmert es, und der Ruf, der am Schluffe begeistert ausgebracht wurde:" Hoch lebe die revolutionäre Sozialdemo fratie!" er wurde von Manchen, die seither fernstanden, mit gerufen. " Boulevard Clichy Nr. 260." Der Mairegehilfe ging hinaus und kehrte einige Augen blice später mit einem Militärarzte zurück, welcher ohne Umstände einwilligte, mir als Zeuge zu dienen. Beunruhigen Sie sich weiter nicht," sprach der Standesbeamte zu mir, als er sich wieder entfernte, in einer Stunde find wir hier. Mein Wagen hält vor der Thür und meine Pferde sind gut." Der Arzt blieb bei mir zurück und in gutmüthiger Weise, nicht wissend, wie er eine Unterhaltung mit mir anknüpfen sollte, sprach er: Sie sehen sehr abgespannt und angegriffen aus. Sie haben wahrscheinlich den ganzen Tag nichts gegessen." In der That," erwiderte ich, feinen Bissen." Wünschen Sie, daß ich Ihnen etwas zu essen kommen Laffe?" " <-p. bergischen Landtags- Wahlkreis( Stuttgart- Amt), welche von seiten des sozialdemokratischen Agitationskomitees einberufen war, fand legten Sonntag in Möhringen statt, zum Zweck der Be fprechung einer planmäßigen Agitation für die bevorstehende Landtags- Wahl. Dieselbe war von 36 Delegirten beschickt. Es wurde beschlossen, zunächst in einer Reihe von Orten allsonntäglich Versammlungen abzuhalten, in welchen der auf einer früheren Konferenz nominirte Kandidat des Kreises, Genoffe ,, Der neue Schuster oder der Tod Caliguli". Ein literarisch fatirisches Sittendrama in 5 Aufzügen und in Bersen von E. Bier. Leipzig. Kommissions Berlag von Oswald Mütze. Wohl die dümmste, roheste und erbärmlichste. Schmieralie, Eine Wahlkreis- Konferenz für den zweiten württem die feit langen Jahren in Deutschland verbrochen worden. Der Verfasser gehört zu den Besitzenden, er konnte sein Machwert selbst drucken lassen, er rechnet sich auch zu den Gebildeten, er thut, als ob er Latein verstände; dabei schwelgt er geradezu in Unfläthereien. Wir hätten keine Ursache, die Sudelei auch nur zu erwähnen, wenn der Verfasser die in seinem„ Sittendrama" auf Ich habe wirklich kaum den Muth zu essen. Ein tretenden Arbeiter nicht geradezu als wilde ekelhafte Thiere Glas Wein und etwas Bisquit, glaube ich jedoch, würden gezeichnet hätte. Der giftige Haß der Ausbeuter und die Wohl mir etwas mehr Kraft geben, um die schrecklichen Ereignisse, bienerei spekulirender Tintenfuli hat so manches schon zu Baßler, Vorträge halten wird. welche auf mich einstürmen, zu ertragen. Ich fürchte zu Stande gebracht; aber was E. Bier in dieser Beziehung ist wirklich noch nie dagewesen. Bei manchen weilen, zusammen zu brechen, bevor die Stunde meiner gewagt, Die bösen Sozialdemokraten find an allem Schuld. ewigen Befreiung schlägt." Stellen greift man sich unwillkürlich an den Kopf und fragt, wie Dem Hamb. Echo" wird aus Wandsbek geschrieben: In derartiges geschrieben werden konnte. Der deutsche Buchhandel, einer unweit von Wandsbek gelegenen Gemeinde zieht am letzten beffen Anzeigenblatt eine solche Heidenangst vor ernsten, fozialisti Sonntag ein Arbeiter aus einer Kathe aus. Er braucht bei aber ganz gewiß! schen Schriften hat, wird mit diesem Erzeugniß Ehre einlegen. feinem Umzug feinen Möbelwagen, eine schottische Karre genügt, um die Hausstandsgegenstände zu transportiren. Nachdem die Sachen bis auf ein paar werthlose Gegenstände sich in der neuen Der Grütlibund. Poesien über Geschichte, 3wed und Ziele Wohnung befinden, stürzt athemlos der Besitzer des Hauses Boeſien fiber Geschicht des schweizerischen Grütlivereins. Von Robert Seidel. herbei, um die Miethe des noch nicht abgelaufenen Quartals Zweite Auflage. Zürich. 1894. Preis 30 Centimes. einzufaffiren. Da jedoch nichts zu holen war, will er Gedichte, nicht ohne Schwung, aber doch zu sehr sich an- Beschlag auf den Rest der noch in seinem Hause befindlehnend an alte Meister und dem Inhalt nach für ein größeres lichen Sachen legen, wogegen der Arbeiter protestirt. Der Bublifum etwas harmlos. Am besten hat uns: Borivärts! Gemeindevorsteher muß helfen, denkt der Hauswirth. Dieser Vorwärts! Nicht zurück!" gefallen. Die Ausstattung läßt nichts erklärt jedoch, hiergegen nichts thun zu können. Guter Rath ist zu wünschen übrig. theuer. In seiner Bedrängniß wendet sich der kleine Hauspascha Der Arzt ging hinaus und brachte mir selber einige Augenblicke später das Gewünschte. Wie der Staatsbeamte es mir versprochen, kehrte er nach verhältnißmäßig kurzer Zeit zurück. Er war begleitet von zweien seiner Freunde, welche meine Sylvia, die, furchtbar blaß und in Trauer gekleidet, sich vor Aufregung kaum aufrecht zu erhalten vermochte, im Gehen unterstützten. Ich schloß sie in meine Arme und führte sie, während unsere Küsse sich mit unseren Thränen vereinigten, zu dem einzigen Sige, der sich in dem Gemache befand. ( Fortsetzung folgt.) <-S. an den Amtsvorsteher, welcher ja unbedingt helfen muß. Der- Einmal etwas Erfreuliches vom Militarismus. Die Lage und den Werth der sozialen Gesetzgebung. Nachdem noch felbe erklärt jedoch, daß er ebenfalls außer ftande sei, einzugreifen, Wurzener Zeitung" schreibt: Wie uns mitgetheilt wird, hat der zur Organisation aufgefordert war, beschäftigte fich die Versamim Folgende Resolution fand ein denn, meinte der Herr, das Retentionsrecht sei gefallen, woran Kommandeur dess hiesigen Jägerbataillons, Major v. Griegern, lung mit dem Bierboykott. die bösen Sozialdemokraten schuld find. Nach dem Herrn Amts- fämmtlichen zur Ausbildung der Rekruten bestimmten Chargirten stimmige Annahme: Die heutige öffentliche Versammlung vorsteher muß die Macht der Sozialdemokraten im preußischen vom Feldwebel abwärts aufs eindringlichste eingeschärft, die der in der Schuhindustrie beschäftigten Arbeiter und ArbeiteAbgeordnetenhause sehr groß sein, denn dort ist bekanntlich für Mannschaften anständig zu behandeln und sich insbesondere vor rinnen erklärt es als eine Schmach für die Arbeiterschaft, die Preußen das Kahlpfändungsrecht der Hauswirthe beschnitten Mißhandlungen derselben zu hüten. Sie hätten denselben stets Vorschläge des Brauereiringes anzunehmen und damit 33 Arbeiter worden. Wie lebt es sich doch in Hamburg für Hausbesitzer drei Schritt vom Leibe zu bleiben. Wenn man mit 42 Kindern dem Hungertode preiszugeben. Sie erklärt daher, so schön! aber bedenkt, daß solche Ermahnungen überhaupt nöthig sind, die Ausgesperrten moralisch und petuniär zu unterstützen und dann ist das so sehr erfreulich nicht und ob's was nügen feinen Tropfen Ringbier zu trinken, bis die Forderungen der wird? Arbeiterschaft bewilligt sind und macht die Resolution der letzten Den Nothstand anerkannt hat der Stadtrath von Gera. Boykottversammlungen zu der ihrigen." um für den nahenden Winter für die Arbeitslosen einigermaßen Die Kollegen wurden besonders ersucht, die Arbeiter der Beschäftigung zu finden, beabsichtigt der Stadtrath, verschiedene Kluge'schen Fabrik in der Gollnowstraße auf dieſe Reſolutionen nachdrücklichst hinzuweisen. Die weitere Debatte über den BierWegbauten ausführen zu laffen. An den Gemeinderathswahlen in der Pfalz werden sich in diesem Jahre unsere Genossen lebhaft betheiligen. In Speyer und Kaiserslautern haben am letzten Sonntag Bersammlungen stattgefunden, die sich mit der Kandidatenfrage beschäftigten. denken. Polizeiliches, Gerichtliches c. " Todtenliste der Partei. In Gera ist der Genoffe bekannten Fabrit von Fürstenheim, woselbst allerdings fast ausDer Fabrikinspektor von Darmstadt macht bekannt, boykott zeigte, daß auch seitens der Schuhmacher gegen den BierBünger nach schwerem Leiden verschieden. Ehre seinem An- daß er, um solchen Personen, welche die Woche über durch ihre boykott noch vielfach gesündigt wird, insbesondere auch in der Bünger nach schwerem Leiden verschieden. Ehre seinem An- Berufsthätigkeit abgehalten find, ihn persönlich zu sprechen, jeden nahmslos Streitbrecher arbeiten. Auch Kluge beschäftigt grundersten und dritten Sonntag des Monats Sprechstunden abhalten säglich nur unorganisirte Arbeiter. In nächster Zeit wird noch= werde. Das„ Offenbacher Abendblatt" begrüßt diese Neuerung mals eine öffentliche Schuhmacher- Versammlung stattfinden, die mit Freuden, knüpft aber daran den Wunsch, daß auch für sich speziell mit dem Bierboykott beschäftigen wird und in welcher - Gine in Leipzig- Sellerhausen tagende Offenbach, der größten Fabrikstadt des Bezirks, ähnliche die Boykottbrecher namentlich an den Pranger gestellt werden Metallarbeiter Versammlung, in der Frau Robrlad Berlin Einrichtungen getroffen werden möchten. follen. Alles diesbezügliche Material möge der Agitationsüber die Nothwendigkeit der Anstellung weiblicher Fabrik- Die Errichtung eines Arbeitsamts für Stuttgart ist tommission übermittelt werden. Ronstatirt wurde bereits in dieser inspektoren sprach, wurde bei einer Kritik des Gewerberaths nun endgiltig beschlossen worden und wird demnächst in Funktion Versammlung, daß das Mitglied der Agitationskommiſſion Siebdrath in Dresden aufgelöst, nachdem schon einigen treten. Einige der wichtigsten Paragraphen des nunmehr an- Deutsch sich eines permanenten Boykottbruches schuldig mache. Rednern das Wort entzogen worden war. Ein nachträglicher Reinwaschungs- Ver. genommenen Statuts mögen in Nachfolgendem Platz finden. Derselbe wurde durch einstimmigen Beschluß der Versammlung such? Unter den Heldenthaten in der Bekämpfung der Sozial- Der§ 1 bestimmt, daß neben gewerblichen Arbeitern auch Lehr aus der Agitationskommission ausgeschlossen. Einem gleichen demokratie mit den berühmten geistigen Waffen" ist besonders linge und Dienstboten Stellungen durch das Bureau erhalten. Beschluffe zufolge soll seitens des Versammlungsbureaus der § 2. Das Arbeitsamt besteht aus einer männlichen und einer Kollege Schendel, welcher bei Fürstenheim in Arbeit steht, dem diejenige von Eisleben noch in aller Gedächtniß. Dort griffen weiblichen Abtheilung.§ 3. Das Arbeitsamt steht unter der Vorstande des sozialdemokratischen Wahlverems für den vierten bekanntlich am 31. März 1891 mehrere aufgehegte Bergleute eine Versammlung an, in der Genosse Adolf Hoffmann, damals Oberaussicht des Gemeinderaths, sowie unter der Leitung und Berliner Reichstags- Wahlkreis und dem Vorstande des GesangRedakteur des Zeiger Volksboten", sprechen sollte, und von Aufsicht einer Kommission, welche aus einem Vorsitzenden und vereins Streuzberger Harmonie" als Streitbrecher befannt ge deren Besuch sie mit Rücksicht auf ihr Verhalten nach Schluß zwei Stellvertretern desselben und aus acht Mitgliedern und acht geben werden. Zu Revisoren für die bevorstehende Abrechnung Stellvertretern derselben besteht. Der Vorsitzende der der Agitationstommission wurden Niederauer, Krause einer vier Wochen vorher abgehaltenen Versammlung durch und dessen Stellvertreter find Der Vor- und Hartmann gewählt. die Bekanntmachung ausgeschlossen waren. Es kam zu einer Kommission fißende des Gewerbegerichts und dessen Stellvertreter für großen Schlägerei und zu verschiedenen Körperverlegungen, die Dauer dieses ihres Amtes. Die Mitglieder der Kommission Eine große öffentliche Versammlung der Berliner wegen deren neben vier von unsern Genossen eine Anzahl und deren Stellvertreter werden von den Beisigern des Gewerbe- Gastwirthe nahm am 31. Oftober Stellung zu der jetzigen Bergleute und ein Schuhmann angeklagt wurden. Dieser Prozeß tam jedoch lange nicht recht vom Fleck. Am 5. August gerichts aus ihrer Mitte gewählt, und zwar werden von den Situation im Bierkriege. Der Saal sowie die Nebenräume und 1891 brachte dann der Zeiger Boltsbote" eine Notiz, in welcher Arbeitgebern und von den Arbeitnehmern je vier Mitglieder und die Gallerien des Etablissements von Buß in der Frankfurterer die beiden Haupthelden der Schlägerei, die Bergleute Liebau je vier Stellvertreter gewählt. Die bürgerlichen Kollegien find straße faßten nicht die Babl der Erschienenen, die man und Wunderlich Prügelhelden" nannte. Wegen dieser einen berechtigt, aus ihrer Mitte je ein Mitglied zu den Sigungen der auf zirka 1000 Personen schäßen fann. Gastwirth Hente Bezeichnung stellten die genannten Bergleute gegen Hoffmann Kommission mit berathender Stimme zu delegiren.-§ 6. Die besprach die Ergebnisse der Ausgleichsverhandlungen und Bezeichnung stellten die genannten Bergleute gegen Hoffmann Angestellten des Arbeitsamts werden vom Gemeinderath nach hielt es für unerläßlich und um eine schnelle Beendigung Strafantrag wegen Beleidigung. Das nüßte ihnen jedoch damals nichts; da das Strafverfahren gegen sie selbst in Anhörung der Kommission gewählt.§7. Die Geschäfte des des Boykotts zu erzielen, für wünschenswerth, daß die kleinen Halle schon eingeleitet war, so beantragte Hoffmann Ver- Arbeitsamtes werden nach einer Geschäftsordnung, die vom Gastwirthe den Wünschen ihrer Konsumenten sich unterordnen tagung der Entscheidung in der Beleidigungsklage bis zur Ent- Gemeinderath nach Anhörung der Kommission festgesetzt wird, und fortan, wo es noch nicht geschehen, nur ringfreies Bier § 8. Die Kosten der Unterhaltung des Arbeitsamts ausschänken. Eine größere Anzahl von Rednern trat lebhaft in dem scheidung jener Sache in Halle. Am 27. Februar 1893 fam die geführt. lettere denn auch endlich in Eisleben vor einer Strafkammer werden von der Stadt getragen. Die Arbeitsvermittelung ge- felben Sinne ein und bezeichnete es im Weiteren als Ehrenpflicht des des Halle'schen Landgerichts zur Verhandlung und endete am schieht unentgeltlich. Anmerkung: Die Erlassung einer Dienst- Gastwirthsstandes, in diesem Kampfe Farbe zu bekennen und die 9. März mit der Verurtheilung der meisten Angeklagten, darunter anweisung für die Angestellten des Arbeitsamts steht dem Ge- Mogeleien rücksichtslos an den Pranger zu ftellen. Die Stellung der auch Libau's zu 9 und Wunderlich's zu 6 Monaten Gefängniß. meinderath unter Anhörung der Kommission zu. Ferner: Saalverweigerer wurde ebenfalls gestreift und der fefte ZusammenDas Urtheil bezeichnete die Bergleute als Urheber des Krawalls. Bei Arbeitseinstellungen führt das Arbeitsamt ohne Rücksicht auf balt der auf Arbeiterkundschaft angewiesenen Wirthe als im Interesse jedes Einzelnen liegend bezeichnet. Die Versammelten be Es wurde rechtskräftig und die Bergleute wurden begnadigt, eine solche die Arbeitsvermittelung weiter. ihnen auch die Gerichtstoften erlassen. Das war, wie gesagt, Ein internationaler Kongreß von Papierfabrikanten fundeten ihren Willen durch einstimmige Annahme nachstehender Resolution: vor anderthalb Jahren. Im Auguft dieses Jahres erhielt nun trat am 15. Oftober im Rathhause zu Antwerpen zusammen. Die Versammlung ist mit den Ausführungen der Referenten Genoffe Hoffmann, der mittlerweile nach Berlin übergefiedelt Derfelbe faßte einstimmig folgende Beschlüsse: 1. Gründung eines einverstanden und verpflichtet sich, die Beschlüsse der letzten öffent war, plöglich eine Vorladung vor das hiesige Amtsgericht internationalen Bundes der Papierfabrikanten, aus drei üblichen Volksversammlungen behufs Fortfehung des Boykotts nach in einer Straffache gegen Sie" 2. Der Kongreß erklärt, und erfuhr dort zu geordneten jedes Landes bestehend. feiner Berivunderung, daß man troh des erwähnten daß die haupsächlichste Ursache des Uebels, an welchem die Kräften zu unterſtüßen und deshalb bis zur Beendigung des Urtheils der Halle'schen Strafkammer und troß der seitdem ver- europäische Papierfabrikation leidet, die Uebererzeugung ist. Er gegenwärtigen Bierboykotts nur ringfreies Bier aus floffenen langen Beit noch die Beleidigungstlage gegen ihn aus beauftragt die ständige Kommission des Bundes, die Mittel zu schänken, um dadurch den Arbeitern in ihrem Rampfe Hilfe zu leisten." gegraben hat. Auf seinen Einwand der Verjährung erwiderte prüfen, durch welche sich diese Webererzeugung einschränken läßt Der 2. Punkt: Wie organisiren sich die Gastwirthe in Bus man ihm, das werde aus den Akten festgestellt werden. Bekannt und dieselben einem späteren internationalen Kongreß zur Be- tunft? gelangte alsdann durch 8ubei! zur Besprechung. lich unterbricht jede noch so geringfügige richterliche Handlung schlußnahme zu unterbreiten. Er bezeichnet seiner Kommission Der Redner erinnerte die Berliner Gastwirthe an die vielen in einer Strafsache die Berjährung derselben. Seit dem Augufi als erstes Mittel den wöchentlichen Stillstand aller Papier. Echeerereien, denen sie ausgesetzt sind, und befürwortete, haben nun bereits fünf oder sechs Beugentermine stattgefunden maschinen; dadurch würden auch die Arbeiter und Angestellten um den wirtjam entgegen endlosen placereien Tönnen, eine und für den 2. November ist wieder einer in Eisleben anberaumt. der Papierfabrifen einen Tag der Ruhe gewinnen. Ein anderes Organisaton, die die sich im Gegen den anderen say Gastwirthsvereinigungen Will man vielleicht nachträglich die beiden Bergleute ein wenig Mittel fönnte die Einschränkung der jährlichen Erzeugung jedes reinwaschen? Fabrikanten auf Grundlage der vorjährigen sein. Wie wäre mit fachgewerblichen Angelegenheiten und ernsthaft beschäftigt. Der Redakteur der Thür. Tribüne", Genoffe Gülden- es, wenn die Herren Papierfabrikanten am 1. Mai alle Papier- Ein solcher Verein sei der„ Berein der Gast- und Schankwirthe berg, war wegen Beleidigung der Erfurter Armendirektion zu maschinen stillstehen ließen? drei Monaten Gefängniß verurtheilt worden. Die Beleidigung war in einem Artikel gefunden worden, der das Verhalten der Armendirektion rügte einer Frau gegenüber, deren Tochter sich in Zwangserziehung befand. Man habe der Mutter Wehe den Besiegten! Der Streit der Arbeiter in der verweigert, ihr den Aufenthalt ihrer Tochter mitzutheilen und Frankfurter Fahrrad- Fabrit von Kleyer ist bekanntlich zu Unden Brief eines Geistlichen aus Schönburg, woselbst das gunsten der Arbeiter beendet worden. Wie nicht anders zu erMädchen in Dienst war, habe man als unbestellbar zurück- warten, hat der Fabrikherr diesen seinen Sieg benützt, die gegehen lassen. Das Landgericht Erfurt erachtete diese ringen Errungenschaften, welche die organisirten Arbeiter f. 3. Artikel schon wegen einiger scharfer Ausdrücke, aus denen erreicht hatten, wieder zu beschneiden. Die Frankfurter Boltsdie Absicht der Ehrverlegung hervorgehe, für beleidigend und stimme" theilt mit, daß die Fabrik ,, ordnung" straffer gezogen verurtheilte am 5. Juni den stellvertretenden Redakteur, Schrift wird und daß die früher üblichen Strafgelder wieder eingeführt feger Peter Mathias Güldenberg, zu drei Monaten Gefängniß. find. Vielleicht öffnet das den Streifbrechern die Augen. Die Revision desselben rügte Mängel des Verfahrens und unDie englischen Gewerkvereine, dereinst die Musterknaben Mainz, 81. Oktober. Die Stadtverordneten lehnten es in gerechtfertigte Nichtanwendung des§ 193( Wahrnehmung be rechtigter Interessen). Das Reichsgericht verwarf jedoch dieser deutscher liberaler Politiker, werden ihnen immer mehr zu Schreckens- namentlicher Abstimmung ab, einen Platz für das Heine- Denkmal Tage das Rechtsmittel, da das Urtheil teinerlei Rechtsirrthum tindern, seit jene in den Rahmen der internationalen Arbeiter herzugeben. bewegung eingetreten sind. Der„ Hannoversche Dourier" erhebt Triest, 31. Oktober. In ganz Isterien herrscht ruhige Stimmung innerhalb der letzten 24 Stunden sind keinerlei beun -Als Redakteur der Magdeburger Boltsstimme" hatte folgenden Weheruf: „ Um der bedrängten Lage der englischen Eisen- und Stahl- ruhigende Borfälle bekannt geworden. Die Meldung der Zeitung Genosse Dr. Luy in mehreren Artikeln seines Blattes die Manipulationen eines Herrn Dr. Krieg, den Inhaber einer„ Elektro- industrie aufzuhelfen und gegen die Konkurrenz des Festlandes" L'Independente" über Fälle von Insubordination und technischen Versuchstation", einer scharfen Kritik unterzogen. zu schüßen, empfiehlt Major Patchett von der Shropshire Fron- nationalen Reibungen unter dem Militär in Pirano sind vollDr. Krieg stellte hierauf Strafantrag wegen Beleidigung. und Braß- Company in Hedlay bei Wellington neben der Er- ständig erfunden. An Stelle des bisherigen Bezirkshauptmannes Dr. Lux, der felbft Elektrotechnik studirt hat, wies in der am mäßigung der inländischen Frachttarife die Unterstützung der ist ein anderer nach Pirano entfendet worden. 29. Oftober vor dem Magdeburger Landgericht stattfindenden sozial- revolutionären Propaganda unter der Arbeiterschaft Deutsch- Jönköping, 31. Oftober. Während eines starken Sturmes Berhandlung die volle Berechtigung seiner allerdings herben Kritik lands, Frankreichs, Belgiens zc. Major Patchett räth den Leitern brach in einer in der Nähe der Stadt gelegenen Irrenanstalt nach. Auch die Sachverständigen äußerten sich ganz zu gunsten der englischen Trades Unions, dahin zu wirken, daß unter den Feuer aus. Dasselbe verbreitete sich mit großer Schnelligkeit. nach. Auch die Sachverständigen äußerten sich ganz zu gunsten unferes Genossen. Schließlich beantragte der Staatsanwalt selbst, feitländischen Genossen eine Bewegung zur Erzielung höherer Fünfzehn von den Insassen tamen in den Flammen um, nur drei dem Angeklagten den§ 193( Wahrung berechtigter Interessen) Löhne und der achtstündigen Arbeitszeit hervorgerufen werde. fonnten gerettet werden. Es sähe den Engländern schon ähnlich, die festländischen In- London, 31. Oktober. Die Morgenblätter veröffentlichen zuzubilligen; der Gerichtshof erkannte auf Freisprechung. dustrien in Streits und Lockouts zu heben, um deren künstlich eine Depesche aus Shanghai, nach welcher ein soeben erlassenes geschaffene Verlegenheiten zum eigenen Vortheil auszubeuten. Dekret den Dampfern gestattet, Reis nach chinesischen Häfen zu Hoffentlich werden unsere Arbeiter einsichtig genug sein, um Ver- bringen. Die Erlaubniß komme indessen zu spät und man be suchungen, die von England aus an sie herantreten, die allein fürchte infolge Reismangels für den Winter eine Hungersnoth. richtige Antwort zu ertheilen." Die Generäle Yeh und Weh sind degradirt worden, weil sie durch den Befehl zum Rückzuge die Niederlage von Pingjang verschuldet haben follen. enthalte. 9249 " Soziale Ueberlicht. Gewerkschaftliches. " Also Erzielung höherer Löhne und des achtstündigen Arbeitstages find nach Ansicht des Hannov. Cour." schon fozialrevolutionäre Propaganda", der man natürlich schleunigst mit einigen neuen Rautschulparagraphen begegnen muß. ชิน treten nur für Berlin und Umgegend". Kein denkender Gastwirth sollte diesem Verein fernbleiben. Denselben Standpunkt vertraten die nächsten Redner, Hilpert, Stabernad und der Vorfitzende Lorenz. Widerspruch wurde nicht laut. Um 6 Uhr trat Schluß der für den Boykott und seine Durchführung nicht unwichtigen Versammlung ein. Depeschen. ( Wolff's Telegravhen- Bureau.) Don Yokohama, 31. Oktober.( Meldung des Reuter'schen Bureaus".) Nach dem Siege bei Kulientscheng eroberten die Japaner Antung, wo sie 20 Kanonen und eine Menge Gewehre und Munition vorfanden. Eine japanische Abtheilung hat Auf die Nachricht, daß die chine Tatungtao eingenommen. fischen Schiffe Wei hai wei verlassen haben, machte sich das japanische Geschwader zur Verfolgung auf. Wie groß das Elend unter den Zeptilarbeitern und Arbeiterinnen fein muß, geht aus der Thatsache hervor, daß fich Arbeiterinnen finden, welche den Lohn im sächsischen Voigtlande für begehrenswerth erachten. Man sollte dies zwar kaum glauben, aber es scheint doch, daß die Unter- leber den Führer" des lebten großen amerita nehmersippe Gegenden unseres herrlichen Deutschen Reiches aus. nischen Eisenbahnarbeiter Streits Mr. Debs findig gemacht hat, wo das Elend in so furchtbarer Weise herrscht, schreibt unser New- Yorter Korrespondent: Der Präsident daß der Preis für Fabrikstlavinnen noch billiger ist als in der Am. Railway Union" Eugene V. Debs befindet sich gegenSachsen. Aus Oberfranten tommt, wie wir fächsischen Arbeiter wärtig hier, um für jene Organisation, welche im Osten noch blättern entnehmen, die Nachricht von einer bevorstehenden wenig Boden gewonnen, thätig zu sein. Er erflärte auf bezüg ( Depeschen- Bureau Herold.). Massenauswanderung von Arbeiterinnen nach Sachsen. Genannter liche Anfrage, daß er zwar Mitglied der Peoples Party" sei, Luxemburg, 31. Oktober. Frau Limousin, die bekannte Kreis war von jeher das dunkelste Industriegebiet Bayerns. Die aber auch dem Sozialismus huldige und für Etablirung eines Stickerei und Spigenindustrie zeigt einigen Aufschwung und sofort genossenschaftlichen Gemeinwesens fei. Einen flaren Einblick in Heldin des Prozesses Wilson, wurde hier wegen Prellerei zu wurden 350 neue Schiffchenstickmaschinen aufgestellt und ca. 700 die Dinge hat der Mann jedenfalls noch nicht; in einer fürzlich 6 Monaten Gefängniß verurtheilt. Paris, 81. Oktober. Der Marineminister erwähnte in der Der feiernden Arbeiterinnen wandern nach dort aus, wo ihnen ein zu Milwaukee stattgehabten Versammlung hatte er erklärt, durch Wochenlohn von 10 bis 11 m. versprochen ist. Ferner werden Anschluß an die P. P., für welche sie stimmen sollten, könnten Budgetkommission die Verstärkung der Flotten Englands, Italiens Auslafferinnen und Legerinnen hinüber geholt, sowie einige die Arbeiter die Kontrolle über die Regierung erlangen und eine und Deutschlands und verlangte den Bau von zwei großen Hundert Arbeiterinnen für Handstickmaschinen, denen bei einer Umgestaltung des bestehenden Regierungssystems bewirten! Panzerfchiffen für das Jahr 1895. Paris, 31. Oktober. In Croix( Norddepartement) wurden 14 tägigen Lehrzeit gnädigst 6 M. pro Woche vergütet werden gestern mehrere Häuser mit den Bewohnern von einer mächtigen sollen. So werden eine Menge Mädchen ihre Heimath, eine große Wafferfluth fortgeschwemmt. Einige Kinder sind ertrunken. Anzahl Frauen ihre Familie, ihre Kinder verlassen müffen, weil London, 31. Oftober. Wie verlautet, ist die Polizei von fie des Hungerns im Heim, im füßen Heim" müde sind. Die Folge der starten Arbeiterinnen- Einwanderung in das Bogtland Eine öffentliche Versammlung aller in der Schuh Scotland- Yard benachrichtigt worden, daß eine große Anzahl wird für die dortigen Arbeiter, dafür sorgt das System, zweifel- industrie beschäftigten Arbeiter und Arbeite- Anarchisten aus Frankreich ausgewandert ist und sich hierher bes los eine Reduktion des Arbeitslohnes sein, wenn nicht gleich, rinnen tagte am 29. Oktober auf Veranlassung der Agitations- geben hat. Petersburg, 31. Oktober. In den letzten Tagen wurden dann aber doch sehr bald. Und so bringen es die herrlichen Zu Tommission. In einem intereffanten Vortrage über Sozialreform stände in dem unter dem Zeichen großtapitalistischen Ausbeutungs- und Gewerkschaften veranschaulichte Genoffe Faber, wie wenig bier und in Chartow mehrere Berhaftungen von Studenten und Privilegiums geeinten Deutschen Reiche mit sich, daß die bayerischen die Sozialreform" geeignet sei, die wachsende Unzufriedenheit Offizieren, die nihilistischer Umtriebe verdächtig waren, sowie Arbeiterinnen dazu verurtheilt sind, ihre Genossinnen in Sachfen des Bolles zu beseitigen. Gerade die Gewerkschaften feien der zahlreiche Haussuchungen vorgenommen, wobei man viele Aufe zu schädigen, zur Strafe dafür, daß sie hungern. Play, wo die Arbeiter aufgeklärt werden müssen über ihre eigene rufe aufrührerischen Inhalts entdeckte. Verantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. " Derlammlungen. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 255. Donnerstag, den 1. November 1894. Arbeiter! Parteigenossen! 11. Jahrg. Die Verhandlungen wegen Beendigung des Bierboykotts sind abgebrochen worden, weil die Ningbrauereien eine Bedingung stellten, deren Annahme mit der Ehre der Arbeiterschaft unvereinbar ist. Die Vertreter des Brauerrings hatten die Stirn zu fordern, daß der Friedensschluß davon abhängig gemacht werde, daß 33 Arbeiter nie mehr in den Betrieben der Ringbrauer beschäftigt werden. Arbeiter! Parteigenossen! Ohne jeden Anlaß seitens der betreffenden Arbeiter sind am 16. Mai Hunderte aufs Pflaster geworfen worden. Und nun sollen nach monatelanger Aussperrung, nach monatelangen Entbehrungen dreiunddreißig Arbeiter dauernd dem Elend, für immer der Eristenzlosigkeit, also dem langsamen Zugrundegehen überliefert werden, dreiunddreißig Mann, von denen keiner Schuld an dem Boykott trägt. Sie sollen als Opfer des Kapitalistenübermuthes auf der Strecke bleiben. An der barbarischen Doppeldezimirung des 16. Mai hatte der Brauerring nicht genug seine Rache verlangt die Vernichtung von weiteren dreiunddreißig Existenzen. Arbeiter! Genossen! Wir wissen, daß wir in Eurem Sinne gehandelt haben, als wir diesem ungeheuerlichen Anfinnen ein empörtes kurzes Nein entgegenseßten und die Verhandlungen abbrachen. Die Arbeiter Berlins konnten und wollten einen ehrlichen Frieden schließen; niemals aber werden wir unsere Hand dazu bieten, niemals werden die klassenbewußten, in den Gewerkschaften und der Sozialdemokratie organisirten Arbeiter dulden, daß ein geschlossen wird. ehrloser Friede Nun ist die Entscheidung getroffen. Der Boykott muß mit erneuter und vermehrter Energie fortgeführt werden. Die Parole Kein Tropfen Kingbier muß mit unwiderstehlicher Macht zur Durchführung gelangen. Jeder einzelne Arbeiter muß seine ganze Kraft aufwenden, um den Boykott zur vollen Wirkung zu bringen. Dazu ist nöthig, daß die gesammte Arbeiterschaft mit verdoppelter Kraft Hand ans Wert legt, die zur Organisation, Ueberwachung und Durchführung des Boykotts erforderlichen Maßregeln energisch zu unterstügen. Es bedarf aller Kraft, aller Energie, denn die Brauerdirektoren haben offen erklärt, die Unterwerfung der Berliner Arbeiterschaft durch neue Massenmaßregelungen erzwingen zu wollen! Arbeiter, Parteigenossen! Der Brauerring hat zwar Millionen zur Verfügung und wird in diesem Klassenkampfe auch fernerhin Hunderttausende opfern; hinter uns aber stehen die Massen, auf unserer Seite ist das Recht, ist die Begeisterung, ist der Opfermuth. Und an Euren Opfermuth appelliren wir abermals. Die unschuldigen Opfer kapitalistischen Uebermuthes dürfen nicht dem Hunger preisgegeben werden. Seit Monaten liegen diese Hunderte existenzlos auf der Straße. Wir wenden uns deshalb an die Arbeiter von ganz Deutschland um thatkräftige und schnelle Unterstügung. Der Kampf ist uns aufgezwungen worden. Die Berliner Arbeiterschaft hat den Handschuh aufgenommen und sie wird den Kampf durchführen bis zum Ende. Arbeiter! Euer Klassen Interesse nicht blos, Eure Klassen Ehre ist im Spiel. Da giebt es feinen anderen Gedanken als Sieg! Vorwärts zum Sieg! Kein Tropfen Ringbier! Hoch der Boykott! Boykottfreies Bier liefern: Brauerei Carlsberg, Friedrich Reichentron, lottenburg. Brauerei Wilhelmshöhe, E. Lehmann, Berlin. Brauerei Pichelsdorf, Direktor Hoffmann. Münchener Brauhaus, Attien- Gesellschaft, Berlin. Süddeutsche Brauerei, Karl Ring u. Ro., Berlin. Brauerei Müggelschlößchen, Friedrichshagen. Nordstern- Brauerei, Berlin. Rathenower Exportbrauerei Niederlage. Juh. May Dennhardt, N.W., Hannoverschestr. 18a. Tel. III. 8178. Schloßbrauerei, Fürstenwalde. Niederlage bei Franz Heiser, N., Liesenstr. 5. Bürgerliches Brauhaus( in Firma Müller), Frankfurt a. D. Niederlage Greifswalderstr. 228. Phönig- Brauerei, C. Radon, Lichterfelde. Brauerei Jagdschlößchen, Eberswalde. Niederlage Edm. Renter, Swinemünderstr. 45. Brauerei Tivoli, Strausberg. Niederlage Stabernad, Mühlenstraße 49a. Louisen- Brauerei, Bellermannstr. 71a/ 72. Brauerei Wusterhausen. zu vervollkommnen. Brauerei Danz, Freienwalde a. D. Vertreter: W. Marten, N., Gartenstr. 152. Bürgerliches Brauhaus, Luckenwalde. Niederlage torbene Gust. Spietermann, Weberstr. 66. Export- Brauerei Grabow a./D. bei Stettin. lage Marthen, Bellermannstr. 6. Tokales. Die Lifte der boykottfreien Gastwirthe und Restau rateure wird der am Sonnabend erscheinenden Nummer des Borwärts" wieder beigelegt werden. Beränderungen in der Lifte müffen bis spätestens Freitag Vormittag 10 Uhr in der Druckerei von May Bading, Beuthstraße 2, Hof 3 Treppen, abgeliefert Die Boykott- Kommission. Wir behandeln dies Thema ein wenig ausführlich, damit dem Auslande an diesem Beispiel ein Bild gegeben werde von den Wohlthaten, die dem Arbeiter im Musterstaate der Sozial reform und der Beamtenschneidigkeit zu Theil werden. Es steht doch zu herrlich um die Arbeiter fürsorge in dem Lande, wo nicht umsonst die Sozialdemokratie die weitaus zahlreichste Partei bildet. " etwas über versehen Die Kommission der Brauer und Brauereihilfsarbeiter| ftratie, die trasseste Reaktion kann solche Verfügungen diktiren. quittirt über den Empfang von 30 M., welche durch Genossen Warum auch dem Arbeiter eine kleine Vergünstigung von ein Char- Regerau von den organisirten Malern Rigdorfs eingegangen sind. paar Nickeln ungetrübt zukommen lassen! Reichen Agrariern wird mit vollen Händen gegeben dem armen Arbeiter wird Friedrichshagen! Parteigenossen! Wir bringen hierdurch die kleinste Vergünstigung so schwer wie möglich gemacht. Als unseren Vereinsmitgliedern in Erinnerung, daß der in der letzten ob die Bestimmungen für Arbeiter- Wochenkarten nicht schon ohne Versammlung beschlossene erste Unterrichtsabend am Don- diese Verfügungen genügt hätten des Morgens um 8 Uhr muß nerstag, den 1. November 1894, bend3 9-11 Uhr die Hinfahrt beendet sein, Abends nach 4 Uhr ist die Rückfahrt bei Mar Lerche, Rundtheil, stattfindet. Nichtmitglieder erst zulässig. fönnen vor Beginn des Unterrichts den Verein noch beitreten. Wir hoffen, daß sich auch in unserem Orte eine Anzahl Genossen finden werden, welche troß des schweren Kampfes um die Gristen genug Energie befizen, um eingedenk der alten Wahrheit: Wissen ist Macht! gern die Gelegenheit wahrzunehmen, ihre von der heutigen Gesellschaft so arg vernachlässigte Geiftesbildung Zahlreiches und pünktliches Erscheinen um 83/4 Uhr erwartet Die hiesige ,, Deutsche Gesellschaft zur Versorgung Der Vorstand des Allgemeinen Arbeiter Bildungsvereins verschämter Armen mit freiem Brennmaterial" hat, wie für Friedrichshagen und Umgegend. es in einer durch die Presse gehenden an alle Menschenfreunde" Ueber die Beerdigung unseres verstorbenen Parteigenoffen gerichteten dringenden Bitte der Gesellschaft heißt, feit einer Schaaf wird uns nachträglich berichtet, daß sich tros des längeren Reihe von Jahren sich in der Erfüllung ihrer Aufgabe wegen unzureichender Mittel erhebliche Beschränkungen auferlegen schlechten Wetters wohl an 2000 Personen vor dem Augusta- müssen." Auch im Winter 1893/94 ist das wieder der Fall ge Hospital in der Scharnhorststraße versammelt hatten, um unserem wesen: es fonnten nur 3716 Familien mit im ganzen 4 149 900 aus dem Leben geschiedenen Mitkämpfer die letzte Ehre zu geben. Stück Briketts und 2088 Zentner Steinkohlen unterstützt werden, Der Leichenzug bewegte sich durch die Boyen-, Acer- und Ber- Stück Straße nach dem Freireligiösen Friedhof und während etwa 2000 ebenso würdige Arme haben unberücksichtigt nauer Straße bleiben müssen." Die Gesellschaft hat aber nicht blos die Zahl der erregte ungemeines Aufsehen. Etwa dreißig Kränze unterstützten Personen, sondern auch das Quantum des gelieferten der 0011 Achtung und zeugten Liebe, die Der Ver Brennmaterials herabsetzen müssen. Schon vor 2 Jahren hieß. genoffen; unter den Spenden befanden befanden sich es in einer ähnlichen, durch die Zeitungen veröffentlichten folche Dom Metallarbeiter Verband, vom Wahlverein des Bitte", daß die Gesellschaft sich wegen der Unzulänglichkeit Nieder- sechsten Wahlkreises, sowie verschiedene, die von Kollegen der ihrer ständigen Mittel" bei Beginn des Winters 1891/92 ge= Fabriken, in denen Schaaf gearbeitet hatte, gewidmet waren. Auf dem Friedhof, wo zahlreiche Parteigenossen den Kondukt nöthigt gesehen habe, die seit vielen Jahren für jede arme erwarteten, wurde die Grabfeier durch den vom Gesangverein Familie oder einzeln stehende Person auf 1500 Stück Briketts bemessene Unterstügung auf 1200 Stück herabzusetzen. Im Winter Nordwacht" angestimmten Chor" Ein Sohn des Volkes" einetwas über 1100 Stüd Briketts und dazu geleitet, worauf Genosse Näther in zu Herzen gehenden Worten 1893/94 tamen übrigens auf jede Familie im Durchschnitt nur des theuren Todten gedachte. 1/2 Zentner Steinkohlen. Mit diesem Feuerungsmaterial zu man Stube und Küche Wie gelangt man im Zeichen des Verkehrs zu einer fann man, wenn Arbeiter- Wochenkarte? Vor etwa Jahresfrist war für die hat, unter gewöhnlichen Verhältnissen höchstens drei Monate Wannseebahn eine Verfügung erlassen, daß Arbeiter- Woch entarten reichen. Ist der Winter sehr hart, oder hat man eine besonders nur von Angehörigen des Arbeiterstandes benutzt werden dürfen. talte und nasse Wohnung, die über einer offenen Durchfahrt oder Als Legitimation sollte eine Bescheinigung des Arbeitgebers( von an einem freien Giebel liegt, und fommt dazu die Wäsche von der Drispolizei beglaubigt) und auch die Alters- und Invaliden- ein oder zwei kleinen Kindern, die oft gereinigt werden muß, so tarte genügen. Wer nun in den letzten Wochen, mit der Alters- reicht man natürlich noch lange teine 3 Monate. Von einer und Invalidenkarte bewaffnet, eine Arbeiter Wochenkarte vers ausreichenden Versorgung fönnte also selbst dann keine Choleratropfen heißt eigentlich in den Kreisen der Stamm langte, wird nicht schlecht verwundert gewesen sein, wenn ihm Rede sein, wenn die Gesellschaft das bescheidene Quantum gäfte das heillose Gemisch so theilt uns ein Besucher der bedeutet wurde, diese Legitimation genüge nur noch neben der Feuerung wenigstens alleu Bedürftigen zukommen lassen könnte. den meisten Almosen. Herberge zur Heimath in der Müllerstraße mit das gestern an beglaubigten Bescheinigung des Arbeitgebers. Bergebens war der Die Armendirektion zahlt zwar = auch noch eine besondere Dieser Stelle als christliches" Bier bezeichnet wurde. Ein Mensch Hinweis auf die Verfügung der Direktion- die Fahrkarte und Pflegegeld Empfängern mit normalem Magen und Därmen, wird, wie wir aus eigener wurde verweigert. Unser Gewährsmann war damit nicht zu Unterstützung zur Beschaffung von Brennmaterial, 6 bis nach Maßgabe der Bedürftigkeit", aber auch Wissenschaft bestätigen tönnen, in der That das schwarz- braune frieden und interpellirte den Bahnhofsvorstand. Ja, hieß es, 10 Mart Zeug fast nur unter diesem Gesichtspunkt ansehen tönnen. Sollte das Fräulein am Schalter hätte ihre Befugniß nicht über damit wird oft genug das Bedürfniß noch nicht befriedigt es vielleicht im inneren Zusammenhange damit stehen, daß schritten; neuerdings sei eine Verschärfung in Sachen der sein. Für das Uebrige verweist die Armen Verwaltung aus über dem Ausschant mit Lapidarschrift die Worte geschrieben Wochenkarten eingetreten; es sei neben der Alters- und In- drücklich auf die Privatwohlthätigkeit, die sie weder einschränken find: Eine feste Burg ist unser Gott? Ein solches Bertrauen validenkarte eine beglaubigte Bescheinigung über die Thätigkeit wolle noch überhaupt entbehren könne. Aber solche Fälle, wie scheint der Verkäufer dieses sogenannten Getränts jedoch nicht des Arbeitnehmers erforderlich. Man denke! Schon die Verfügung die Einschränkung der Unterstüßungen bei der oben genannten bei allen feinen Gästen vorauszusehen, denn er soll hin und vor Jahresfrist muß für den Berliner Verkehr als sehr wenig Gesellschaft, beweisen doch unwiderleglich, daß die Privatwohls wieder besser gekleidete Leute darauf aufmerksam gemacht haben, passend bezeichnet werden. Nun tritt gar obige Verschärfung thätigkeit längst feine ausreichende Ergänzung mehr ist. Und daß dieses Bier" noch etwas jung" sei. Will man sich ein, die nicht einmal zur Kenntniß des Publikums gebracht, von Duzenden anderer Vereine gilt dasselbe. Das ist ja auch damit salviren? Um diesen kostbaren Trant, der mit sondern gleich in rigoroser Weise gehandhabt wird! Lieber Lefer, sehr begreiflich. Die besigende Klasse geht unter feinen Um Nektar auch nicht die entfernteste Aehnlichkeit hat, Du denkst vielleicht: Nun, dann lassen wir uns eben eine Beständen weiter in der Linderung" des Nothstandes, als es Ob die Noth immer mehr zu= überhaupt genießen zu können, wartet man vor der verscheinigung über unsere Thätigkeit vom Arbeitgeber ausstellen ihre Mittel erlauben". So ist es schlossenen Pforte geduldig, bis Berberus in Holzpantinen auf und lassen diese beglaubigen. Gemach, gemach! Du bedenkst nimmt, darum kümmert sie sich dabei nicht. der Bildfläche erscheint und die Thür aufschließt. Wir treten in nicht, daß Du in einem bureaukratischen Musterstaate lebst! Die gekommen, daß auch ganz alte Vereine, die von der Kons der neu entstehenden kaum einen Verlust an ein langes, höchst unfreundlich aussehendes Gemach. An den Bescheinigung des Arbeitgebers wird leicht zu erlangen sein, furrenz Wänden einige vergilbte, schmutzbehaftete Hausordnungen und aber die Beglaubigung da liegt der Haken! Du kommst zum Mitgliedern und eine( Verminderung der Einnahmen erfahren ähnliche Sachen; im Hintergrunde des Zimmers eine Art Kanzel. Polizeibureau und möchtest die Bescheinigung gestempelt haben. haben, doch von Jahr zu Jahr lautere Klagen darüber erheben Von dort herab werden täglich die armen und elenden Menschen, Ja, wird Dir geantwortet, das übersteigt unsere Machtbefugniß; müssen, daß ihre Mittel nicht mehr ausreichen, daß sie dem Anwelche diesen Drt aufsuchen, erquickt mit falbungsvollen da müssen Sie ein schriftliches Gesuch durch unsere Versturm der Hilfesuchenden nicht mehr gewachsen sind, daß sie selbst Worten, welche die übergroße Mehrzahl als etwas Unvermeidliches mittelung an das Polizeipräsidium richten, und von dort be- in ihrem Sinne bedürftige und würdige Leute abweisen müssen, über sich ergehen läßt. Der Zahn der Zeit hat die Kanzel bedenklich kommen Sie es dann zurück! Das ist jetzt der nächste Weg in und zwar nicht vereinzelt, sondern zu Tausenden. Die Deutsche Wer Gesellschaft zc." ist schon im vorigen Jahrhundert, im Jahre 1779, mitgenommen, ebenso die Tische, welche voller Risse und an Preußen zur Erlangung einer Arbeiter Wochenkarte. eine blasse Ahnung von dem Wesen des Verkehrs gegründet worden und dürfte damit der älteste Wohlthätigkeitsmanchen Stellen thatsächlich durchlöchert sind. Einige Bänke nur wird über die unerhörte Belästigung staunen Verein" in Berlin sein. Ihre Einnahmen waren schon in der und Stüble gewöhnlichster Art und ein ehrwürdiger Ofen ver- hat, vollständigen das Meublement diefer Heimath" für die Parias müssen. Gerade in den Morgenstunden ist der Verkehr außer 1. Hälfte dieses Jahrhunderts in manchen Jahren nicht viel geder Landstraße. Wenn sich ein Trupp zusammen gefunden, der ordentlich groß. Die Dame am Schalter prüft mit großer Ge- ringer als gegenwärtig, und die Zahl der Unterstützten ging den Ort, wo Weiß- und Ringbier und das lebensgefährliche nauigkeit die Legitimationen, im Nu find fünf, sechs Fahrgäste bereits damals( z. B. im Winter 1829/80 mit 4414 und Braunbier für 10 Reichspfennig und fromme Ermahnungen hinterher und warten mit Sehnsucht auf ihre Abfertigung ähnlich seitdem mehrfach) über die heutigen Zahlen, namentlich die strenge Prüfung ist immer noch nicht beendet über die von 1893/94, hinaus. Wir wollen mit diesen Aus= gratis abgegeben werden, verlassen will, so schlürft der Haus- vergebens führungen selbstverständlich weder für die Privatwohlthätigkeit noch für die kommunale Armenpflege eine Lanze brechen; denn wir erwarten eine wirksame und dauernde Besserung von ganz anderen Maßregeln. Aber es lohnt sich, diese Dinge immer werden. " $ Diener mit seinem großen Schlüsselbund heran und öffnet die der Zug fährt fort. Dir will eine Verwünschung über die Lippen eifenbeschlagene Thür, die sonst regelmäßig unter Verschluß bleibt. treten: Bügle Deine Zunge, es wäre vielleicht eine Beamten Man athmet unwillfürlich freier, wenn man das düftere Gebäude beleidigung! Und bedenke, die Jungfrau am Schalter trägt ja teine Schuld an Deinem Unmuth! Nur die engbrüftigste Bureaus hinter sich hat... " V " wieder einer Prüfung zu unterziehen und ihre Unzulänglichkeit| haben, es solle den Bäckern aufgegeben werden, zur Beseitigung) nachzuweisen. Wer sich eingehender darüber unterrichtet, der der jetzt in der Umgebung der Bäckereien herrschenden Rauchtommt sehr bald zu der Erkenntniß, daß die immer wieder aufs plage die Schornsteine ihrer Backöfen zu erhöhen. Ob es richtig neue gegebene Versicherung, es existire kein Nothstand, unmöglich ist, daß viele dieser Landbäcker, wie ihre Berliner Berufsgenossen auf bloßer Unwissenheit beruhen kann. behaupten, außer dem Roggenmehl auch noch andere minder werthige Produkte zu Brot verbacken und gerade deshalb in der Lage sind, ein gewisses Gewichtsquantum Brot billiger zu liefern als die Berliner Bäcker, mag dahingestellt bleiben, schmeckt ja auch das hiesige Brot in vielen Fällen nicht gerade reinlich und zweifelsohne. Unter dem Einfluß der bekannten Parole Auf zum Kampf gegen den Umstunz u. s. w. u. s. w." ist offenbar eine polizeiliche Bescheinigung ausgestellt worden, die eine Köchin kürzlich vorseigte, als sie sich bei dem Kaufmann D. in der Keibelstr. 40 um Stellung bewarb. Auf einer gedruckten Vorlage bestätigte die Polizeibehörde eines westpreußischen Städtchens der unverehelichten Josephine R., daß dieselbe sich stets zur allgemeinen zu friedenheit geführt und daß sich dieselbe von sozial demokratischen Umtrieben fern gehalten habe! Die Sozialdemokratie quittirt danteno über die polizeiliche Bescheinigung der Thatsache, daß sie selbst im dunkelsten Osten gefürchtet wird! In der Urania findet heute Abend zum ersten Male ein großer Experimental- Vortrag unter dem Titel„ Tesla's Licht der Zukunft" von Herrn P. Spies ftatt. Die große Berliner Omnibusgesellschaft hat die Fahrpreise für die Linie Wörther Play- Anhalter Bahnhof ermäßigt; es foftet nunmehr die ganze Strecke 15 Pf., während die kleineren Strecken 10 Pf. tosten. Gerichts- Beitung. Graf Leo von Caprivi ist gestern in der Sache Kiderlen Wächter als Zeuge vernommen worden. Der ersuchte Richter begab sich zu diesem Behufe mit einem Protokollführer in das Palais des bisherigen Reichskanzlers. Von der Kultur des Militärstaates Preußen gab eine Verhandlung Kunde, die gestern vor einer Abtheilung des hiesigen Schöffengerichts stattfand. Die Verhandlung stellt flar, was ein Miliärgericht für Recht hält und was trot alles Kurzen Prozeß hat ein Pferdeeisenbahn- Kondukteur mit dem noch ein Gericht, das nur aus Zivilisten zusammen einer in dem von ihm geführten Wagen explodirten Petroleum gefeht ist, als Recht auffäßt. Es handelte sich um einen Kampf lampe gemacht. Seitdem die Linie Rixdorf Danzigerstraße besteht, zwischen Bivil und Militärpersonen. Auf grund einer umfanghaben die hierzu eingestellten Wagen eine neue Art Erleuchtung reichen Beweisaufnahme, bei welcher sich die Bekundungen der infofern erhalten, als außer den bisherigen Lampen noch eine Zivilzeugen und der Militärpersonen schroff entgegenfanden, große mit Rundbrenner versehene in der Mitte eines jeden stellte der Vorsitzende des Schöffengerichts folgenden ThatWagens ihr Licht ausstrahlt. Als nun eine solche unterwegs bestand fest: In der Nacht vom 1. zum 2. Februar einem Saale des Böhmischen Brauhauses eine explodirte, beseitigte der Kondukteur die Gefahr dadurch, daß feierte in er das Wrack der Lampe einfach auf die Straße warf Gesellschaft von Musikern ein Fest, an welchem zahlreiche Feuer Damit hatte er zwar das Publikum zufriedengestellt, nicht werfer, 3eugfeldwebel und andere Chargirte Theil nahmen. aber seine Gesellschaft, die von ihm die Trümmer zurück- Unter dem Uebermuthe einzelner Festtheilnehmer, namentlich des forderte. Diesem Verlangen konnte der Beamte nicht nachkommen Beugfeldwebels Dechend, hatte die Frau des Dekonomen Mente und wurde daher im Zivilwege" zur Erstattung eines Drittels zu leiden, sie drückte aber ein Auge zu und beließ es bei einer der Kosten für die Beschaffung einer neuen Lampe in Höhe von Burechtweisung. Bald ging es am Büffet hoch her. Ein Char 10 M. rechtskräftig von seiner vorgesetzten Behörde verurtheilt. girter Namens Lachs, welcher am Buffet stand, goß plöglich Eine fenfationelle Verhaftung erfolgte gestern im ohne jede Veranlassung einem dabei stehenden Zivilisten Arbeiterrisiko. Ein schwerer Unglücksfall wird uns aus ein Glas Kognat direkt über das Gesicht, Moabiter Gerichtsgebäude. Der Inhaber des bekannten Frank der Kaiser Friedrichstraße 33 zu Charlottenburg berichtet. Dort ber Zivilist wollte schen Bankgeschäfts ist vor einiger Zeit verstorben. Die beiden war auf dem vierstöckigen Hause der Dachdeckergehilfe Rugewisch fallen lassen und sich diese Beleidigung nicht gees tam Söhne Louis und Gustav Frank betrieben die alte Firma des aus Berlin mit Reparaturarbeiten beschäftigt und stürzte durch gemenge. Herr Dechend sprang seinem Kameraden zu Hilfe, zu einem bedenklichen HandVaters nicht weiter, sondern gründeten ein Wollengeschäft. einen Fehltritt aus der luftigen Höhe auf das Straßenpflaster andere Kameraden drängten auch zum Buffet und es kam zu Mehrere Kunden des Bankinstituts, welche von dessen Eingehen hinab, wo er mit zerschmettertem Kopfe liegen blieb. Der Tod einem heftigen Scharmüsel. Als der Kampf am heftigsten wogte, teine Kenntniß hatten, schickten auch nach der Auflösung recht war auf der Stelle eingetreten. erhebliche Geldsummen nach Berlin, und zwar mit dem Bemerken, fam der herbeigeholte Dekonom Mente hinzu und forderte den daß die Beträge als Depots zu betrachten seien, und von den In der vor einigen Tagen gebrachten Notiz über das Hauptbetheiligten Dechend auf, das Lotal sofort zu verlassen. Söhnen wurden die Gelder auch stets prompt in Empfang Berschärfen von frankem Rindfleisch erwähnten wir eines Herrn schließlich den D. gewaltsam von der Stelle bringen und hielt es Dieser Aufforderung leistete D. keine Folge, Herr Mente mußte genommen und verausgabt. Bufällig hatte nun einer der Kohn, der in der Wrangelstr. 88 einen Leber- und Darmhandel für rathfam, ihn nicht durch den Eaal zu bringen und die Gemüther Kunden, ein Kaufmann in Anclam, eine Reise nach Berlin betreibt. Wie sich aus dem nachstehend abgedruckten Attest erzu unternehmen, und er ermangelte nicht, bei dieser Gelegenheit giebt, ist Herr Kohn durchaus unschuldig in den Verdacht eines zu verbittern, sondern den Widerstrebenden nach einem neben dem der Bankfirma Frank Söhne einen Besuch abzustatten. Wie Bergehens gegen das Nahrungsmittel- Gesetz gekommen und wir Buffet gelegenen Zimmer zu stoßen. Nun ging Dechend zum Angriff staunte er aber, als er erfuhr, daß ein solches Bankgeschäft bedauern daher, daß wir, gleich anderen Blättern, einer durch den Leib und mit der Faust in das Gesicht, so daß das Blut gegen Herrn Mente vor und schlug ihn mit dem Ellenbogen vor überhaupt nicht exiftirte. Da er nun wohl einsah, daß seine aus irrigen Reporternachricht Raum gegeben haben. Das 50 000 M. für immer verloren seien, erstattete er Anzeige. Attest lautet: aus der Nase strömte. Nun kam es zu einem Ringen, Herr Dem Herrn Hermann Hermann Kohn, Berlin, Gegen Louis Frank kann nicht mehr eingeschritten werden, da Wrangelstraße 88, wird auf Mente wehrte fich den Angreifer ab und seine Ehefrau und zwei wird auf seinen Antrag hierdiefer seinem Leben durch Erhängen ein Ende gemacht hat. Durch bescheinigt, daß die am 25. Oftober dieses Jahres Hausdiener eilten ihm zu Hilfe. Diesen Thatbestand stellte Gustav Frank aber wurde zu einer Vernehmung nach Moabit auf Veranlassung des städtischen Fleischschau- Beamten Kottke be- gestern das Schöffengericht feft. Gegen die betheiligten Militärvor den Amtsgerichtsrath v. Bodewils geladen und er leistete schlagnahmte Fleischsendung, bestehend aus drei Fässern Aus- personen fnüpfte sich an diesen Vorgang ein Strafverfahren vor dem Militärgericht, welches die Angeschul der Einladung des Gerichts auch gemeinschaftlich mit seinem schnittfleisch vom Rinde, 4 Eutern, 4 Herzen, 3 Bungen, 8 RinderKommis Folge, ohne zu wissen, um was es sich handelte. Da magen, eine Portion Knochen, im Gesammtgewicht von 823 Pid. Galland behauptete gestern nach seiner Kenntniß der digten aber sämmtlich freisprach. Rechtsanwalt die Gelder stets als Depots an das Bankhaus geschickt worden in die Untersuchungsstation des polizeilichen Schlachthauses ein- Aften, daß das Militärgericht allen militärischen Beugen waren, und die Brüder ein solches Geschäft überhaupt nicht be- geliefert, von dem Unterzeichneten untersucht, und weil von Akten, daß das Militärgericht allen militärischen Beugen faßen und es auch nicht für nothwendig gehalten hatten, dies franken Thieren( tuberkulösen) herstammend, der hiesigen fiskalischen geglaubt, aber allen 3ivilperfonen nicht ges und glaubt den Einsendern der Gelder auch andeutungsweise mitzutheilen, Abdeckerei überwiesen werden wird. Berlin, den 27. Oftober 1894. Den Militärpersonen nur um ein fameradschaftliches Eintreten angenommen es habe, daß fich bei fonnte es teinem Zweifel unterliegen, daß sie bemüht gewesen Der tönigl. Kreisthierarzt Waßmann. Zentral- Viehhof. waren, die Verhältnisse auszunußen und so viel Geld zusammen für einen Kameraden gehandelt habe. Gestern stand nun das au schwindeln, wie nur irgend möglich. Gustav Frant wurde Ehepaar Mente und die Hausdiener Barthold und Herzsofort verhaftet und ins Untersuchungsgefängniß abgeführt. feld unter der Anklage der gemeinschaftlichen Körperverlegung vor dem Schöffengerichte. Der Zeugfeldwebel Dechend hatte Uuter den Segen der deutschen Sozialreform. Die die Strafanzeige erstattet() und behauptet, daß in furchtbarste Noth hat wiederum einen Familienvater in den Tod 1. Es ist unwahr, daß auf den Treppen in jeder Etage für dem Zimmer, in welches er gestoßen worden sei, Herr Mente ihn getrieben. Am Dienstag Morgen um 9 Uhr wurde an der je 16 Haushaltungen zwei Klosets wären, vielmehr befinden sich mit einem Stuhl, den er ergriffen, geschlagen habe. Die Mühlendamm- Brücke die Leiche eines unbekannten Mannes ge- parterre 6 Haushaltungen, hierzu 2 Klosets; 1. Etage 12 Haus übrigen drei Angeklagten hätten ihn dabei unterstützt. landet und nach dem Schauhause gebracht. Noch an demselben haltungen, hierzu 2 Klosets; 2. Etage 14 Haushaltungen, hierzu Auch bei der gestrigen Verhandlung vor dem Schöffent Tage sah man eine ärmlich gekleidete, abgebärmte Frau am 2 Klosets; 8. Etage 13 Haushaltungen, hierzu 2 Klosets; gerichte standen sich die Aussagen der Militärpersonen Dranienburger Thor, die auf eine theilnahmevolle Anfrage mit- 4. Gtage 14 Haushaltungen, hierzu 2 Klotets. Bevor ich die und der Zivilisten scharf gegenüber. Letztere behaupteten theilte, daß sie soeben ihren Mann im Schauhaufe wiedergefunden Verwaltung übernahm, bestanden für diese 59 Haushaltungen nur in Uebereinstimmung mit den Angeklagten, daß Herr habe. Es war die 38jährige Ehefrau des invaliden Maschinisten 3 Hostlosets mit Tonnensystem. Dechend, der am Boden gelegen, versucht habe, Herrn Mente Alois Roscher, der zuletzt in der Friedrich- Karlstr. 26 2. In allen Wohnungen befinden sich Rochvorrichtungen. Fußtritte vor den Leib zu versehen und daß in dieser gefähr zu Friedrichsberg wohnte. Er lebte in glücklichen ehelichen Ver- Nur wenn einzelne Stuben vermiethet werden, so müssen die lichen Situation Frau Mente nichts weiter gethan habe, als hältnissen, und die Familie besteht außer der Mutter noch aus Miether sich die Kochöfen selbst stellen, was ihnen beim Abschluß durch Vorhaltung eines umgestürzten Stuhles ihren Ehemann zu sechs Kindern im Alter von 10 Monaten bis zu 12 Jahren, des Miethevertrages besonders aufgegeben wird. Defen befinden schüßen. Der Gerichtshof sprach sämmtliche Annachdem er bereits ebenso viele Kinder durch den Tod verloren sich jedoch überall. getlagte frei. Der Vorfißende begründete das Urtheil wie hatte. Roscher war früher in der Gräflich Reischach'schen 3. Ueber die Feuergefährlichkeit der Defen, die Sauberkeit folgt:" Es war nicht blos das Recht, sondern auch die Pflicht Brauerei in Stralau angestellt und verdiente annähernd so viel, des Hauses, besonders in bezug auf die Entleerung der Müll- des Angeklagten Mente, bei dem Tumult, der infolge des um die Familie versorgen zu können. Am 7. Oktober 1892 befästen, sowie über die Treppenbeleuchtung wacht die Polizei. gann das Elend bei ihm einzukehren. Er fiel von einer Leiter Bisher ist von dieser nie ein Tadel erhoben. Speziell die und verletzte sich so schwer, daß sein linkes Bein fürzer wurde Klosets habe ich bei der Gesellschaft Neptun" versichert, die jede und seiner Dienstfähigkeit ein Ende machte. Roscher wurde des Verstopfung beseitigen muß. Segens der deutschen Sozialreform theilhaftig und bezog eine Un 4. Ich habe nie erklärt: Nichts machen zu lassen"; viel fallrente in der borrenden Höhe von 37 M. monatlich, und die mehr bewillige ich jede nur halbwegs nöthige Reparatur. Ehefrau verdiente durch Näharbeiten etwa 20 M. auf Paul Hagen. den Monat. War dieses Einkommen für die zahlreiche Familie Die Berichtigung ist alles, nur feine Widerlegung der von schon so knapp bemessen, daß sie mit der Wohnungsmiethe feit uns gebrachten Angaben. Wenn der Einsender die gegenwärtigen dem Monate Juni im Rückstande bleiben mußte, so traf sie noch Bustände in Gegensatz zu den früheren bringt, so tann man ihm ein neuer Schlag, indem das Unfall geld vom 17. Sep. wohl zugestehen, daß eine„ Besserung" eingetreten ist. Aber tember d. 3. ab auf monatlich 22 m. herabgesett felbst die gegenwärtigen Einrichtungen für 14 Haushaltungen Der Segen von 37 M. war auch gar zu reichlich zwei Klosets find so ungeheuerlicher Art, daß sie bei dem gewesen. Roscher, der nicht betteln wollte, hatte feit langer Beit jenigen, der nur einigermaßen den Anspruch auf Anständigkeit vergeblich nach Beschäftigung als Pförtner gesucht; überall aber erhebt, die entschiedenste Verurtheilung hervorrufen. Wenn der begegnete er einem Kopfschütteln, wenn er die Zahl seiner An Einsender sich auf die Polizei beruft, so wollen wir ihm nur gehörigen nannte. Kein Wunder, daß sich nunmehr die bitterste Noth erwidern: weil eben die Polizei manches nicht sieht, deshalb ist einstellte. Eine Umschau in der Wohnung hat ergeben, daß die ganze die Arbeiter- Sanitätskommission zur Stelle, um die Herren Haus Einrichtung aus einem Spind, einem Tisch, zwei Stühlen, einem paschas an ihre Pflicht zu erinnern. alten Sopha, zwei Betten und einem Kinderwagen besteht. In wurde. Von der Arbeiter Sanitäts Kommission enthielt der Vorwärts" am 24. Oftober ein Eingesandt. In bezug auf die Mittheilung aus dem Hause Gerichtsstr. 39 geht uns darüber folgende Berichtigung zu: groben Unfugs einiger Militärpersonen entstanden war, einzugreifen. Drei der letzteren, die sich Gins fühlten, waren auf Zivilpersonen eingedrungen, nachdem durch eine Militärperson einem Zivilisten in ganz ungehöriger Weise ein Glas Rognat ins Gesicht gegossen worden war. Es war ganz natürlich, daß Herr Mente sich in erster Reihe gegen Dechend wandte und diesen aufforderte, das Lokal zu verlassen und ebenso natürlich war es, daß er den Widerstrebenden in das Zimmer drängte und daß er fich gegen die Angriffe des Dechend wehrte. Nicht dieser, oder irgend eine Militärperson, sondern Herr Mente hat sich in der Nothwehr befunden, der Gast wirth war der Angegriffene. Den drei übrigen An geklagten ist ein Verschulden irgend welcher Art überhaupt nicht vorzuwerfen." Einen Mitleid erregenden Eindruck machte eine Frau, welche gestern unter der Antlage des Hausfriedensbruchs, der Mißhandlung und Beleidigung vor dem Schöffengerichte stand. Sie gab an, daß sie aus Dänemark stamme, ihr Ehemann, von dem sie geschieden sei, bekleide eine einträgliche Stellung in einem dem legteren wurde das jüngste Kind untergebracht; die übrigen Kein Tag ohne Unglücksfälle durch Ueberfahren. Ein hiesigen großen Hotel. Das Gericht habe ihr das Erziehungsrecht über ihre drei kleinen Kinder genommen und dieselben bei 7 Personen mußten sich in die beiden Betten theilen. Die solches Ereigniß wird auch wieder vom Dienstag Abend gemeldet. einer Frau H. untergebracht. Von Mutterliebe getrieben, babe fie Familie lebte fast ausschließlich von Suppen, deren Zubereitung Der Droschkenfutscher Eugen Skowraneck, der in der Garten eines Tages der Frau H. einen Besuch gemacht mit der Bitte, ihre auf dem Biehofe von dem nicht in den Handel zu bringenden Straße 17 wohnt, wurde um 7 Uhr an der Ecke der Eichhorn Kinder sehen zu dürfen. Sie habe eine schroffe Abweisung ers Fleisch geschieht, und von Brot. Armenunterstüßung fonnte und Linkstrake von einem anderen Fuhrwerk erfaßt und erlitt fahren und wenn es auch zu einer erregten Unterhaltung ge der Familie trotz der großen Bedürftigkeit nicht einen Beinbruch. Er wurde von der Polizei nach einem Kranken- tommen sei, so seien ge= die Behauptungen der Frau H., währt werden, δα fie dem österreichischen Staats- hause gebraucht. daß sie von ihr beschimpft und geschlagen worden sei, doch völlig verbande angehört also hier teinen Unterstützungswohnsiz inne hat. Am 10. Oktober war das Elend unerträglich Mühlendamm die Leiche eines Mannes angeschwemmt. In schon früher ein so sonderbares, daß das Gericht den SanitätsPolizeibericht. Am 30. d3. Mts. Bormittags wurde am aus der Luft gegriffen. Das Benehmen der Angeklagten war geworden. Die Mittel waren verbraucht; die Kinder jammerten der Linienstraße fiel Nachmittags ein Mann in der Trunkenheit rath Dr. Mittenzweig als Sachverständigen geladen hatte. Dire vor Hunger; eine Einnahmequelle bot sich nicht. Aus Ber. vor Hunger; eine Einnahmequelle bot sich nicht. Aus Ver- hin nnd zog sich eine bedeutende Verlegung am Kopfe zu. zweiflung verließ Roscher sein Heim und kehrte bei einer Frau Nachmittags erschoß sich ein Mann in seiner Wohnung, in der und für ihre Handlungsweise nicht verantwortlich gemacht hin nnd zog sich eine bedeutende Verlegung am Kopfe zu.felbe begutachtete, daß die Angeklagte an Verfolgungswahn leide Felsener in Rummelsburg ein. Hier äußerte er:„ Es geht nicht Breslauerstraße. Beim Verlassen eines Ladens im Hause Eich werden könne. Der Staatsanwalt beantragte darauf ihre Freis wehr, wir hungern." Seitdem wurde er vermißt und scheint hornstr. 5 fiel ein Droschkentutscher infolge eines Fehltritts zur fprechung und der Gerichtshof erkannte demgemäß. Die An zurückgab. Die Hilfe, die der unglücklichen Frau von mitleidigen Tages fanden drei kleine Brände statt. alsbald in das Waffer gegangen zu sein, das seine Leiche geſtern Erde und erlitt einen Bruch des Unterschenkels.- Im Laufe des geklagte proteftirte dagegen und verlangte die Vernehmung der Beugin, damit sie dieselbe meineidig machen könne. Staatss Hausbewohnern gespendet wird, reicht bei weitem nicht aus, um anwalt und Vertheidiger hatten Mühe, die Freigesprochene zu bedie täglich neu entstehenden Sorgen zu decken, die ihre Ursache ruhigen. haben in dem Unfall, von dem Roscher unter der so herrlichen deutschen Sozialgefeßgebung betroffen worden war. " Witterungsübersicht vom 31. Oktober 1894. Stationen. Barometer stand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung 757 NM 763 NW • 760 MNM 765 SM 766 S 762 23 762 WSW 766 NW 754 761 766 · SSM GGD SSM Windstärke ( 1-1) 14426361552 Better wolkig woltig wolfig bedeckt bedeckt Regen woltig bedeckt Temperatur CORALS( nach Celsius 50.40 R.) Das sogenannte Landbrot wird in ganz bedeutenden Mengen nach Berlin eingeführt und zwar aus den entferntesten Gegenden aus Hinterpommern, Ostpreußen und aus dem Bojen'schen gehen rote in den verschiedensten Gestalten bei den Händlern hier ein und finden willige Abnehmer. Wenn die Angaben hiesiger Bäcker richtig sind, so wird in den von ärmerer Swinemünde Bevölkerung bewohnten Stadtvierteln erheblich mehr auswärtiges Hamburg als Berliner Brot tonsumirt, abgesehen von dem täglichen Berlin Frühstücksgebäck, das alter Gewohnheit gemäß vom Bäcker als Wiesbaden. frische Waare" bezogen wird. Noch in der Entfernung von München 5 bis 6 Meilen von Berlin haben sich Bäcker etablirt, die fast Wien nur, oder zum größten Theil ihr Landbrot" nach Berlin Haparanda schicken. Die meisten dieser Landbrotbäcker sind freilich nicht Petersburg weit her"; sie wohnen ganz nahe bei Berlin und betreiben Cork. neben der Brotbäckerei auch gewöhnlich noch einen Mehl- Aberdeen Handel oder auch die Müllerei. Wer einen Spaziergang durch Paris Tempelhof nach Mariendorf unternimmt, wird zu beiden Seiten der großen Dorfstraße diese Bäckerei- und Mehl- Wetter- Prognose für Mittwoch, den 1. November 1894. geschäfte finden, deren Vorräthe in ihrem Wohnorte allein südöstlichen Winden; nachher neue Erwärmung, Trübung und Bunächst ziemlich heiteres, tühleres Wetter mit mäßigen garnicht aufgebraucht werden tönnen. In dem kleinen etwas Regen. Bororte Brig befinden sich nicht weniger als 16 schwunghaft betriebene Bäckereien, durch deren Betrieb sich die Nachbaren so belästigt fühlen, daß sie beim Ortsvorstande verlangt Regen wolkig woltig Berliner Wetterbureau. von . Kamerun und Rigdorf. Die Bolts Zeitung" schreibt: Mit dem Erkenntniß, das die Disziplinarkammer zu Potsdam gegen Herrn Leist gefällt hat, sind Viele nicht ganz einverstanden gewesen. Es hat nicht an Leuten gefehlt, die da meinten, daß die Thaten des einstigen Ranglers Kamerun mit der Einbuße von einem Fünftel des auch dann noch recht hübschen Gehalts nicht hin länglich gefühnt seien. Jedenfalls ist es angesichts der Milde, die man in Potsdam walten ließ, von Interesse, zu vernehmen, wie man anderswo, beispielsweise in Rigdorf, Vergehungen wider die gute Sitte entgegen tritt. Vor dem dortigen, unter dem Vorsiz des Amtsgerichtsraths Niemir tagenden Schöffengerichte standen am 26. dieses Monats ein Handelsmann aus Lichtenberg und dessen Ehefrau, zwei völlig unbestrafte Leute, ferner ein Handelsmann aus Friedrichsberg und ein Arbeiter aus Friedrichsberg. Alle vier Angeklagte waren eines Vergehens wider§ 184 des Strafgesetzbuchs beschuldigt, weil sie, wie der Anklagebeschluß besagte, hinreichend verdächtig erschienen, am 6. März d. J. auf dem Frühmarkt zu Rigdorf gemeinschaftlich unzüchtige Darstellungen an einem Drt, Bor Eintritt in die Verhandlung beantragte der Bertheidiger der welcher dem Bublifum zugänglich war, ausgestellt zu haben." beiden ersten Angeklagten, Rechtsanwalt Klibanski, den Ausschluß der Deffentlichkeit. Der Vorsitzende erklärte jedoch, öffentlich verhandeln zu wollen, indem er bemerkte: Wenn die Angeklagten " Schule, müderftr. 179a; Geschichte( neue). Arbeiter- Bildungsschule. Donnerstag, Abends 3%-10% Uhr: NordSüd Schule, Waldemarftraße 14: Geschichte( alte). Bei allen Unterrichtsfächern werden neue Theilnehmer, Damen und Herren, jeder Zeit aufgenommen. im Laufe des Semesters, eintreten. Bei allen Unterrichtsfächern fönnen Schüler und Schülerinnen auch jest Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. Neumann, Paſew alterstr. 3. Alle Aenderungen im Vereinskalender find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelftr. 49, v. 2 Er. Donnerstag. Abends 9 bis 11 ühr: Úebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Männerchor fich so schamlos benommen hätten, sollte ihre Schande auch öffent- I schneider rechne, käme bei Wunderlich nur einer auf 14 Ar- Irücksichtigt werden und es sei leider wahr, daß der Appell am lich fund werden. Worin bestand nun die unzüchtige Darstellung? beiterinnen.( 60 bis 70 Arbeiterinnen beschäftigt die Firma.) Kopfe des Vorwärts" von vielen Arbeitern noch immer nicht Auf dem Wagen der Angeklagten hatte ein Kürbis gelegen, den Außer den Arbeiterinnen der Fabrit hätten die fünf Zuschneider zur Richtschnur ihres Verhaltens während des Boykotts gemacht die Angeklagten ausgehöhlt und in den sie eine Mohrrübe gesteckt. noch 120 Strafgefangene Plößensees mit dem nöthigen Pappen werde. Horstmann, Jöchel, Groß und Gadegast te. Rübe und Kürbis waren dann noch mit Grünzeug verziert zuschnitt und einem Theil des Papierzuschnitts zu versorgen. stätigten die Ausführungen des Genossen Scholz. Noack und worden. Eine anonyme Denunziation, die der Staatsanwalt- Auf das Drängen der Arbeiter seien jezt allerdings zwei Hilfs Teutsch legten die Verhältnisse in Neu- Treptow- Baumschulenschaft zugegangen, enthielt die Behauptung, daß durch Kürbis fräfte eingestellt worden, aber was für welche; z. B. ein Riger weg klar und ersuchten, das Lokal von Bischof zu meiden, dessen Inund Rübe fagen wir das Thema ist ein bischen für 10 M. die Woche. Greiffenberg erörtert ebenfalls haber den Arbeitern gegenüber eine sehr schroffe Haltung einnimmt. heifel daß diese beiden Gartenfrüchte Sinnbilder dessen sein die Verhältnisse bei Wunderlich. Für 1000 Stück einer be- Leider hat erst kürzlich wieder ein Rauchklub sein Vergnügen sollten, was auf manchen antiken Vasen, namentlich auf denen, stimmten Sorte Kartons zahle Herrmann Herrmann( Wunderlich) dort abgehalten und auch die zahlreichen Bauarbeiter, welche die Lord Hamilton gesammelt hat, noch viel deutlicher und 3,50 Mart, während eine andere Firma für dieselbe jetzt dort beschäftigt sind, verkehren bei Bischoff, der es versteht, viel schöner zu erblicken ist. Die Staatsanwaltschaft war der Arbeit pro 100 jetzt 9,50 m. zahle und bis vor kurzem 10 M. gelegentlich den Genossen" hervorzukehren, trotzdem aber nach gleichen Ansicht, daher die Arklage. Die Beschuldigten er- gezahlt habe. Wenn die Arbeit dränge, müsse Gefängnißarbeit wie vor Böhmisches Brauhaus- Bier verzapft. klärten, daß die bewußte Art, einen Kürbis herzurichten, ein in der Fabrik gemacht werden, für welche es dann Gefängnißganz landläufiger Scherz sei, den schon viele sich erlaubt preise gebe. Nach wie vor stehe den zirka 75 Arbeiterinnen der hätten, ohne daß jemand etwas Anstößiges darin gefunden Firma Wunderlich nur ein Kloset zur Verfügung. Redner erhätte, Die Denunziation sei ein Rache- Akt und rühre wahr- flärte sich bereit, jeden Sonnabend um 9 Uhr Abends bei Ehrenfeinlich von ihrem Ronkurrenten her, der als Belastungszeuge ge- berg, Annenstr. 16, Mittheilungen über Gesetzesverstöße der Unterladen sei. Dieser, alsdann vernommen, bekundete, daß er an nehmer u. s. w. entgegen zu nehmen. Er ging dann noch auf die Kürbis und Rübe ergerniß genommen. Ein zweiter Zeuge er- Bustände bei Fuhrmann, Fürstenstraße, und bei Berger ein. klärte dagegen, daß er sich dabei gar nichts gedacht habe. Eine Herr Berger, welcher in der Versammlung anwesend war, weitere Beweisaufnahme der Bertheidiger hatte sich noch auf vertheidigte sich gegen die Angriffe. Seit Anfang dieses Jahres, St. Urban, Annenſtr. 9, bei Albert Brog. Gefangverein Freund eine Anzahl Zeugen berufen, die durchweg befunden würden, meinte er, fönne teine seiner Arbeiterinnen über zu geringe fchaft I, Swinemünderstr. 35 Gesellschaftshaus. Kornblume, Gr. Frankdaß es sich um einen harmlosen Ult gehandelt habe hielt das Löhne und über Belästigungen flagen. furterstr. 133 bei Gold. Vorwärts II, Schönhauser Allee 28 bei Stelle. Sein Zuschneider, Frühlingsluft, Bülowftr. 59, bei Werner. Brezelschluß, AnnenGericht für überflüssig. Der Amtsanwalt beantragte, die Ange- der 18 Mark Lohn habe, erhalte nächstens 21 Mart. Von itraße 16, Louisenstädtisches Klubhaus( Ehrenberg). Dorfglöcklein, flagten zu einer Gefängnißstrafe von je vierzehn Tagen mehreren Arbeiterinnen in die Enge getrieben, mußte er Deutsch- Wilmersdorf, ühlandt- u. Pariserstr.- Ede bei Wendt. Baget zu verurtheilen, während der Vertheidiger geltend machte: zugeben, in moralischer Beziehung gefehlt zu haben. Frau Harmonie I, Tempelhof, Dorfstr. 18 bet Gerth. nicht, Steglig, Schüßenstr. 40.- Borar, Manteuffelstr. 9 bet Nowack. Steinfeger= Die bewußte Darstellung fei überhaupt nicht für eine Saberstroh führte aus, sie sei mit einer Kollegin zu Cohn Sängerdor, Rufianten Allee Mr. as bei Fiebiger. Kreuzberger unzüchtige zu erachten. Werde aber diese Frage bejaht, dann sei und Friedländer gegangen und habe unter dem Vorwande, harmonie, Schönleinstr. 6 bei Kraay. Flöter'scher Gesang= das Vergehen der Angeklagten mit der niedrigsten zulässigen Arbeit zu suchen, Cohn gefragt, ob es denn wahr sei, daß er an kürschner, Weinstr. 11 bei Feindt. verein, Roppenstr. 47 bei Wilhelm Lorenz. Sängerchor Berliner Geldstrafe vollauf gefühnt. Das Gericht theilte nicht nur die Arbeiterinnen unfittliche Anträge gestellt habe. Natürlich habe burger Borstadt, Hochstr. 32a bei R. Wilte. Arbeiter- Gefangverein Oranien= Gefangverein Gleich= Auffassung der Anklage, es hielt auch, wie der Vorfizende in der der Herr das bestritten. Er habe ihr einen Wisch vorgelegt, auf bett, Schönhauser Allee 138 bei Rocita.- Abendroth, Deutsch- Wilmers Begründung des Urtheils bemerkte, mit Rücksicht auf die unge- dem seine Arbeiterinnen unterschrieben hatten, daß nie bergleichen Dorf, Güzelstraße, bet Siebelt.-0- und 2 eft preußischer Männerwöhnliche Frechheit und Schamlosigkeit, mit der die Angeklagten Anträge an sie gestellt worden seien. Natürlich war das Mache. roth IV, Köpenic, bei Wöllstein, Adlershof, Bismarckstraße. Gesangverein zu Werke gegangen, für geboten, über das beantragte Strafmaß W. Greiffenberg: Cohn habe sich die fittliche Recht: Glienecke bet Adlershof, Röpniderstraße bei Witte. Arton II, Prenzlauer Bölterfrühling, Schüßenstraße Nr. 33 bet Otto. Eintracht II, noch erheblich hinauszugehen. Die Angeklagten wurden dem fertigung, welche Frau Haberstroh vorlag, nur unterschreiben allee 26 bei Riedel. Butunft, Velten i. d. Mark, Wilhelnistr. 19 im gemäß zu einer Gefängnißstrafe von je vier Wochen verurtheilt. lassen, um nicht einen Theil seiner Kunden zu verlieren, die in- otel M. Grunow. Brüderschaft, Stallschreiberstr. 29 Bum eichenen Gegen dieses Erkenntniß wird selbstverständlich Berufung ein- folge der Standalosa aus seiner Fabrit rebellisch geworden seien. eft, Tebuferstr. 5 bei Némig. Liedes Echo, Reichenbergerstr. 24 bei Tauschte. Treu und gelegt werden. Inzwischen aber tann männiglich Betrachtungen Wie er, Greiffenberg erfahren, gehe Cohn mit dem Schein, der Bruderbund, Lübbener- u. Görligerstraßen- Ecke. Gerstenähre( Brauer), Blumenstr. 38 bei Wiedemann. Darüber anstellen, wieviel in Kamerun und wie wenig in Rigdorf seinen sittlichen Ruf wieder herstellen soll, von Kunde zu Kunde. Frohsinn I, Friedrichsberg, Warthenbergftr. 67 bet Range. Arbeiter erlaubt ift. Eine Arbeiterin führte an, Cohn zahle seit der letzten Bersamm- Gefangverein ineta, Kaftanten- Allee 11 bet Augustin. Gesangverein lung nicht mehr die berühmten Vorschüsse, die Löhne wären seit- ulpenröstein, Bergstr. 60 bei Hilgenfeld. Junge Eiche, Reinickendorf, Gesellschaftsstraße 11 bet 2. Hartmann. Arbeiter- Gefango. Ein= dem etwas höher. tracht III, Eberswalde, Eisenbahnstr. 77 bei Düball. Gesangv. Oberon, Kommandantenstr. 20, Arminhallen. Alpenrose, Forsterstr. 22 bei tilgner. Edelweiß III, Wollinerstr. 62. Gängerrunde, Naunyn straße 37 bei Jablonsti. Morgenroth I, Rummelsburg, Türrschmidt bei Malchin. straße 88 bet Schröder. Weiße Rose, Reinickendorf, testbenzfir. 101a - Gesangverein Widerball, Naunynftr. 86 bet Bubett. Gesangverein Morgengrauen, Neue Friedrichfir. 44 bet Röllig. Gefangverein yra II, Charlottenburg, Wallstraße 102' bet Maschesti. mardshöhe".- Gesangverein weiße Rose, Reinickendorf, Residenzstr. 101a Gesangverein Vorwärts IX, Charlottenburg, Wilmersdorferstr. 39, Bisbei Malchin. Versammlungen. Der deutsche Holzarbeiter- Verband( Bezirk Often) hielt Der Frauen und Mädchen- Bildungsverein( Filiale am Sonntag, den 28. Oktober in Niest's Salon. An stelle des Moabit) hielt am 21. Oktober eine Versammlung ab, in der Herrn Hoffmann, welcher verhindert war, zu erscheinen, hielt Fräulein Baader über das Thema:" Die Ursachen des Massen- Herr Dr. Joël einen interessanten Vortrag über das Thema: elends" sprach. Die Vortragende schildert die Entwickelung der Die Entwicklung der Naturwissenschaft und die heutige Gesellmodernen Großindustrie und bespricht dann ihre Wirkung auf schaft". Gine Diskussion fand nicht statt. Unter Verschiedenem die Arbeitermasse. Niedere Löhne, unbegrenzte Arbeitszeit, wurde ein Bescheid der Staatsanwaltschaft verlesen, der eine abArbeitslosigkeit und damit in weiterer Folge Massenelend, das schlägige Antwort auf eine eingereichte Strafanzeige enthielt. Die find die Begleiterscheinungen unserer so herrlichen" wirthschaft- betreffende Anzeige gab der Staatsanwaltschaft bekannt, daß der lichen Zustände. Unter" Verschiedenes" wird die strenge Durch- Fabrikant das vom Lohn abgezogene Beitragsgeld nicht in dem führung des Bierboykotts allen Anwesenden empfohlen. Sodann Quittungsbuch quittirt hatte. Dem einen Kollegen fehlten fand nach der Versammlung ein gemüthliches Beisammensein statt. 61 Marken. Die Staatsanwaltschaft tonnte feine Unterschlagung Eine Versammlung desselben Vereins( Filiale Nord) tagte darin erblicken, da es fraglich sei, ob der Betreffende das Geld am 27. Oktober im Viktoriapark, Badstraße. Das Referat über dazu verwendet hätte, um daraus für sich einen Vermögens. das Thema:" Der Kampf mit dem Todt", hatte Herr Dr. Weyl vortheil zu schaffen. übernommen. Der Referent bespricht an der Hand eines reichen statistischen Materials die Ursachen der großen Kindersterblichkeit. An der Debatte, die dem Vortrag folgte und die sich im Sinne des Referats bewegte, betheiligten sich der Bergmann Hübner, Frau Schädlich, Frau Mesch und Frau Ludwig. Nachdem die Aufnahme neuer Mitglieder erledigt war, schloß die gutbesuchte Versammlung mit einem Hoch auf die Frauenbewegung. Gefangverein, 6 bei Gesang-, Turn- und gelellige Vereine. Donnerstag. Gesangverein yra, Abends 9 Uhr im Restaurant Bergfir. 17.- Suchsdorf'scher Männerchor von 8-9 Uhr Notenstunde; von 9-11 Uhr Uebungsstunde bei Brüning, Rosenthalerstr. 11-12.- Gefangverein Jugendfreuden, Männerchor. Abends von 9-11 Uhr bet Wernau, Rosenthalerstr. 57. Arbeiter- Bitherverein Ginigteit, Abends 9 Uhr Uebungsstunde bet Nowact, Manteuffelstr. 9.- Bitherklub Gleichheit, Abends 9 Uhr Uebungsftunde bei Neumann, Lothringerstr. 105.- Geselliger Arbeiterverein Hoffnung bei Bittler, Mariannenstraße 48. Alle 14 Tage Abends 8% Uhr. Bergnügungs- und Touristenklub Freie Brüder, Abends 9 Uhr bei soll, Suderverein Borwärts, Abends% 9 Uhr in den Arminballen, Kommandantenstr. 20.- Stattlub Sanfter Heinrich b. S. Brandt, Reichenbergerstr. 122. Pfropfenverein Webbing, Abends 8 Uhr bei A. Wolf, Gerichtstr. 43. Rauchtlub Ohnesorge, Abends 9 Uhr, bet Jakob, Boechstr. 21. Rauchflub Kernfpige, Abends 9 Uhr, bet A. Böhl, RüdersdorferAdalberistr. 21. ftraße 8. Rauchflub Pfeifendeckel, Abends 8 Uhr, bei Jeratsch, angeftr. 24. Rauchtlub Kollegia, Abends 9 Uhr, bei Rohr, Naunynstraße 78. Rauchtlub Walbesgrün, Forsterftr. 19 bet Krüger.- Mauchtlub Brüderlichkeit, Pücklerstr. 49 bei Schuhmacher. Vermischtes. Lese- u. Diskutirklubs. Donnerstag. Dieggen, abends 8½ Uhr, bei Schröder, Wiesenstr. 39.- Neue Zeit, Abends 8 Uhr, Boyenstr. 40, bet Gieshoit. Süd- Ost, bei Zoltsdorf, Gorauer- und Görligerstraßen Ecke. lub der Freunde bet Gnadt, Buttbuferstraße 32. Leseund Diskutirklub Reimer bei R. Bahr, Gerichtsstraße 19. Treptow.- Gozialistischer Lese- und Distutirtlub Abends Sasenclever, Abends 8% Uhr, Restaurant Lange, Baumschulenweg 32 s ühr, Reichenbergerfir. 167, Sigung. Distutirflub, Bettget ft" jeden Connerstag nach dem 1. und 15. des Monats bet Tempel, Langeftr. 65, Abends 8 Uhr. Auguft Geib Abends 9 Uhr im Restaurant Bubeil. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Die Steinarbeiter hatten vm 28. Oktober eine öffentliche Adalbertstraße 95. Alle Zuſchriften den Bund betreffend sind zu richten an: Versammlung, in welcher die in der vorangegangenen Versamm: Andreasfir. 8 bet Noll. B. Bent, Donnerstag: Bergnügungsverein Bruderbund, lung erfolgte Abrechnung der beiden Vertrauensmänner ergänzt Rauchtlub Graue Wolte, Krautftr. 48, Verein Grüne Giche( vor wurde durch spezielle Mittheilungen über den Verbleib der aus- holung, dem Halle'schen Thor), Abends 9 Uhr, bei Gaugr, Mittenwalder- Straße Nr. 2. Rauchklub Er= Pawlicki, Münchebergerstraße 9. Rauchklub Elvira, gegebenen, aber noch nicht bezahlten Marken. Die Namen derjenigen abends 9 Uhr bei Bringborn, Madaisir. 12. Humuristischer Klub UniRestanten, welche die ihnen übergebenen Marken zwar abgelegt, moabiter, Emdener- u. Wadenserstr.- Ecke bei Schirmer, Abends 9-10.versum, Veteranenffr. 18, bei Schulz. Geselliger Klub der alten aber das Geld dafür nicht voll an den Vertrauensmann abgeführt Stattlub 2ournée, bet Redanz, Wrangelfir. 84. Eine Brauchenversammlung der Schrauben, Façon: haben, werden von dem letzterenj den Altgesellen aller größeren breher und Berufsgenossen fand am 23. Oftober bei Pläge mitgetheilt werden. Der Hilfs- Vertrauensmann Hanig, Deigmüller, Alte Jakobstraße, statt. Da der Referent Dr. Heyder verschiedenen Einzelzahlern mehr Marken eingeklebt, als die in ann nicht erschienen war, so hielt Kollege Otto Nather selben sofort zu bezahlen bereit waren, wurde belehrt, daß er das einen mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag über das nicht thun durfte; er erhielt den Auftrag, bis zur nächsten VerThema: Die Feinde der Gewerkschaft. An der Diskussion be- sammlung das ausstehende Geld zu kassiren oder dann die Namen theiligten sich die Kollegen Thate und Klose im Sinne des dieser Restanten bekannt zu geben. Zum Vertrauensmann wurde Referats. Zu Punkt 3 der Tagesordnung: Wahl eines Bei- wieder Buchmann gewählt, zu Revisoren Müller und Steinhäger, fizers zum Vorstande, beantragte Rothe, von einer Wahl ab- als Ausschußmitglied Rensch. Alefe gab, für die Zeit vom zustehen und dem Kollegen Thate die Vertretung der Branche 1. Januar bis 1. Oktober folgende Abrechnung vom Bauhandim Vorstande zu übertragen. Diesem Antrage wurde zugestimmt. werter", der jegt 1606 Abonnenten, darunter ca. 1300 SteinZum Schluß wurde bekannt gegeben, daß die Generalversammarbeiter, hat: die Einnahme betrug 3449,34 m., die Ausgabe lung am 12. November im Louisenstädtischen Konzerthaus statt- 3498,20 m., also 48,96 m. mehr. Es war jedoch am 1. Oktober findet. In betreff des Bierboykotts gelangte zur Kenntniß der ein Kassenbestand von 205 m. verhanden; nach Abzug jener Versammlung, daß bei der Firma Reichelt 1 Mann, bei Lüben Mehrausgaben bleibt also noch ein Bestand von 157,04 M. u. Bufe mehrere und in der Maschinenfabrik von Diet, Köpnicker- In den„ Armin- Hallen" hielt die Arbeiter- Bildungsschule ftraße, alle Arbeiter Boykottbier trinken. am 28. Oktober eine stark besuchte Versammlung ab. aba Das Jair do Eine sehr gut besuchte Kartonarbeiterinnen und zu arbeitende Volk und die Kunst" lautete das Thema, welches der schneider Versammlung tagte am 25. Oftober bei Wilfe, Vortragende, Schriftsteller Schulz( Steglik), für seinen ersten Landwirthschaftliche Erträge. Die österreichische TabatAndreasstraße. Genosse Wach referirte über das Thema: 3yklus- Vortrag gewählt hatte und mit großem Geschick be- regie tauft in Dalmatien das Kilogramm Tabak um durchschnittKönnen Polizei und Gewerbe- Inspektor bewirken, daß dem ge- handelte. Nachdem noch in der Diskussion die Genossen Haupt, lich 75 Kreuzer. Nach diesem Grundpreis gerechnet stellt sich in feßlichen Arbeiterinnenschuß dauernd Geltung verschafft wird?" Marchwaldt, Roeseler und Frau Kolbe im Sinne des Referenten diesem Lande der Bruttoertrag eines 1 Hettar großen TabakUnter Hinweis auf Vorkommnisse in mehreren Kartonfabriken gesprochen hatten, erläuterte der Vorsigende den Lehrplan der feldes auf 1200-2000 Gulden. Da die Unkosten rund 300 Gulden verneinte Redner die im Thema gestellte Frage. Bei der Firma Arbeiter- Bildungsschule und forderte zum Beitritt und regen ausmachen, beträgt der Reinertrag bei Selbstbewirthschaftung M. Wunderlich seien, führte er aus, von einem inspiziren Besuch der Unterrichtsstunden auf. Ihr Einverständniß mit dem 900-1700 Gulden. In Meran( Tyrol) haben vor einigen den Polizeibeamten vor mehreren Wochen Anordnungen mit Vortrage und den Bestrebungen der Arbeiterschule dokumentirten Jahren drei größere Grundbesitzer eine Gesellschaft gebildet und bezug auf die Arbeitsdauer, auf die Pausen und auf sanitäre die Anwesenden durch reichliche Beifallsäußerungen. Wißstände getroffen worden. Nach ein paar Tagen schon sei der In einer Versammlung der Schlosser und Maschinen Apfel berfanm Jahre 1892 wurde für tadelloſe Früchte, bis 1893 ungefähr 3 Hektar mit Zwergbäumen des„ Calvillebepflanzt. Bei einer vollen Ernte rechnen sie auf alte Echlendrian wieder eingeriffen, und als vor etwa anderthalb Wochen der Gewerbe- Inspektor erschien, habe er alles beim alten bauer, die von dem Berliner Metallarbeiter- Verband einberufen, gesunden. Wie in anderen Betrieben hätten leider auch hier die am 28. Oftober tagte, referirte Genoffe Hoffmann in einem die ein Gewicht von 400-500 Gramm zeigten, ein Preis von Arbeiterinnen im Interesse des Unternehmers dem Inspektor die recht beifällig aufgenommenen Vortrage über das Thema:" Die 75 Kreuzer für das Stück erzielt. Macht in deutschem Gelde Wahrheit bezüglich des Nichtinnehaltens der Pausen vorenthalten. Veredelung der Arbeiter". Dem Vortrage folgte eine recht inter- 1,20 m. für einen Apfel. Auch bei der Firma Geisler habe die inspizirende Polizei vor wurde, und der man in der Versammlung allseitig eine rege der Rekruteneinstellung erinnert: Die bei der Linie stehenden effante Debatte, die von dem Kollegen Mäther eingeleitet Au das Porto der Soldatenbriefe sei jegt in der Zeit ungefähr zwei Wochen gefunden, daß die Arbeiterinnen während Aufmerksamkeit entgegenbrachte. der Mittagspause durch arbeiten, obwohl erst einige Wochen Soldaten, ebenso die bei der Marine dienenden Mannschaften voiher der Gewerbe- Inspektor dort war und Anordnungen Im Restaurant zum Karpfenteich" in Treptow fand jährig- Freiwilligen und beurlaubten Soldaten, genießen für ihre bis zum Feldwebel oder Wachtmeister, mit Ausnahme der Eins getroffen hatte. Bei Cohn und Friedländer ſei während der am Sonntag Abend troß des schlechten Wetters eine gutbesuchte Person innerhalb des Deutschen Reiches folgende Portoworden, an welchem Tage Vormittags der Gewerbe- entgegen genommenen Vortrage des Genossen Georg Wagner Gramm 1. für gewöhnliche Briefe bis zu sechzig Inspektor der Fabrik einen Revisionsbesuch abgestattet hatte. über Voltsbildung und Klassenbewußtsein", wobei Redner auch nicht und Postkarten an die Soldaten kommt Porto Da sich so Polizei und Gewerbe- Inspektion ohnmächtig zeigten, die politischen Ereignisse der letzten Beit fireiste, wurde in eine brief: eigene Angelegenheit des Empfängers" in Ansay, sofern diese sofern diese Briefe als Soldaten dem Gesetz volle und dauernde Anerkennung zu verschaffen, sei Besprechung der„ Lofalfrage in Treptow" eingetreten. Wie Karl find. Ausgenommen sind hiervon die Stadtpoftbriefe, die das bezeichnet es Aufgabe der Arbeiter und Arbeiterinnen, selbst Kontrolle Schols sodann mittheilte, habe die Lokalkommission des vierten volle Porto zahlen müssen; 2. für die an Soldaten gerichteten besten wäre, fie nähmen Fühlung mit Wahlkreises( Süd- Ost) seit einigen Wochen Treptow in ihren Bostanweisungen bis 15 M. beträgt das Porto 10 Pf., auch hier Bertrauensmann ihrer Branche, der das Weitere Wirkungsfreis mit hineingezogen. Der Lokalfommission sei es muß die obige Aufschrift vermerkt sein; 3. für die an Soldaten veranlassen würde. Redner trat im Anschluß hieran für die be- bis jetzt gelungen, von vier Wirthen die schriftliche Erklärung zu gerichteten Backete ohne Werthangabe bis zu 3 Rilo 20 Pf. stehende Organisation der in Buchbindereien, der Papier- und erhalten, daß ihre Lokale auch zu politischen und gewerkschaft Borto ohne Unterschied der Entfernung, Aufschrift ebenfalls wie Leder- Galanteriewaaren- Industrie beschäftigten Arbeiter und lichen Versammlungen den Arbeitern offen stehen. Es sind dies: oben. Alle Sendungen von Soldaten, sowie solche in rein geArbeiterinnen ein. Genosse Wittrisch beleuchtete als erster 3or now( Neue Krug- Allee), Hjertberg( Neu- Tivoli), Otto werblichen Interessen des Adressaten oder Absenders genießen Diskussionsredner die Arbeitsverhältnisse bei der Firma Wunder-( zum Karpfenteich) und Ahrens( Neue Krug- Allee). Letzterer feine Portovergünstigungen. lich. Als bezeichnend für die Entlohnung der Arbeiterinnen führte hat leider, obgleich er im Sommer von der Arbeiterschaft er folgende Zahlen aus der in diesem Jahre aufgenommenen sehr berücksichtigt wurde, dennoch boykottirtes Bier unterschoben. Bollpolitik für Seglaner. In Chriftian Dstermann's ner. In Chriftian Statinit an. Von 5 Arbeiterinnen im Alter über 25 Jahr, Sein vor acht Tagen im Vorwärts" enthaltenes Inserat, lateinischem Uebungsbuch für Serta neue Ausgabe besorgt die bei Wunderlich thätig sind, erzielten vier in der flotten wonach er nur ringfreies Bier" ausschänke, stand also von Professor Dr. H. J. Müller, Direktor des Luisenstädtischen Zeit einen Verdienste bis zu 10 m. wöchentlich, und nur eine mit den Thatsachen in direktem Widerspruch und veranlaßte Gymnasiums in Berlin einem Uebungsbuche, das erreichte 20 M. In der flauen Zeit verdienten 4 wöchentlich einen entschiedenen Proteft der Lokalfommissions- Mitglieder, meisten preußischen Gymnasien eingeführt ist, findet fich, wie der 6-8 M. und die eine Bevorzugte bis 12 M. Bon 6 Arbeiterinnen welche bei Herrn Ahrens fontrollirten und ein gegentheiliges Niederschles. Anzeiger" mittheilt, im Abschnitt V folgender im Alter von 20-25 Jahren verdienten fünf bis zu 12 M., Resultat festgestellt hatten. Zu einer Sigung der Lofal- apodiktischer Uebungssay:" Die Bölle sind in unserem Vaterlande eine bis 14 M., in der flauen Zeit sinkt dieser Lohn auf 6 bis tommiffions= Mitglieder für den Südosten des vierten für den Bürger nicht drückend". Diese voltewirthschaftliche Weis9 M., bei der Bessergestellteu auf 10 M. Bon 16 Arbeiterinnen, Kreises, die am Vormittag stattgefunden habe, ist Herr Ahrens heit kann man auch nur bei Sertanern anbringen. die 16-20 Jahre alt waren, verdienten 18 in der flotten Beit zugezogen worden und hat hier die Erklärung abgegeben, daß 7-8 m., zwei à 9 M. und eine à 10 m. Von denselben Ar- berartige Mogeleien nie wieder vorkommen. Die Kommission beiterinnen hatten in der flauen Beit fünfzehn Verdienste von habe sich durch sein Bitten erweichen laffen, und wird ihn wieder Briefkasten der Redaktion. 3-6 M. und eine von 7-8 M. Das seien Verdienste für in die Liste aufnehmen, ob aber das Vertrauen der Arbeiter zu wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( Swei Buchstaben oder eine Sahl) eingearbeitete Kräfte, die man als ganz besonders niedrige ihm zurückkehrt, muß abgewartet werden. Der Wirth Otto anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. bezeichnen müßte. Der Wertführer Hanne sei bestrebt, im Ein-( Restaurant zum Karpfenteich), der auch seinen Saal hergab, A. N. 100. Ein Sonntagsanzug wird im allgemeinen als verständniß mit dem Chef die Löhne( Atfordsäge) immer zu während er neben ringfreiem Evora- Bier auch Boykottbier führte, unentbehrlich und daher unpfändbar erachtet; eine bestimmte drücken. Verlangten die Arbeiterinnen etwas mehr, dann hat sich von der Schöneberger Brauerei losgemacht und schänkt seit dahingehende Bestimmung besteht nicht. Ein Bett, gleichgiltig fie aus oder stehe ihnen garnicht erst Rede. 5 Wochen nur ringfreies Bier. Zornow und Hiertberg ob vor oder in der Ehe angeschafft, gehört zu den unentbehrlichen Während man auf 7 bis 8 Arbeiterinnen gewöhnlich einen 3u- betlagen sich, daß sie von der Arbeiterschaft viel zu wenig be- und deshalb unpfändbaren Gegenständen. zu üben. dem Tache er " " ov tüt stan beit kann man auch nur Zenker. 1. Die staatliche Grundsteuer wird auf grund des Sch as auf fremdem Grunde gefunden, so gehört die eine Hälfte H. W. M. 79. Der beim Amtsgericht anzustellenden Gefeßes vom 21. Mai 1861 in Preußen erhoben. Danach soll des Echages ihm, die andere dem Eigenthümer des Grundes. Klage wegen Beleidigung muß ein Sühneversuch bei dem Der Staat 30 Millionen Mark aus der Grundsteuer erheben; Wenn er aber ohne Bewilligung des Eigenthümers des Grund Schiedemann vorausgehen, wenn beide Theile an verschiedenen die Grundstücke wurden nach dem im Gesez näher angegebenen und Bodens oder unter Anwendung von Geisterbannen oder Orten wohnen. Der Sühneversuch ist bei dem Schiedsmann des Modus vermessen und nach ihrem damaligen Reinertrage eine dergleichen Hokuspokus nach Schäzen sucht, so fällt die sonst ihm Bezirks vorzunehmen, in dem der zu Verklagende wohnt. geschätzt. Dann wurde die Gesammtsumme unter die Pre- gebührende Hälfte dem Fiskus zu. Panegram. Briefliche Antwort zu ertheilen, lehnen wir vinzen, Kreise und einzelnen Grundstücke repartirt. Diese damals Schwandt. Konzession war nicht erforderlich. Daß die Straf- ab. Dem von der Haussuchung Betroffenen ist nach deren vorgenommene Repartirung gilt heute noch, fie stellt gewiffer anzeige 3wed mäßig, dürfte nicht unbedingt zu bejaben sein. Beendigung auf Verlangen eine schriftliche Mittheilung zu maßen eine ewige" Veranlagung dar. Die Grundsteuer betrug Trautsch. Darüber, in wie weit öffentliche Tanzluft- machen, welche den Grund der Haussuchung bezeichnen muß. im Jahre 1861 91/2 pet. des damals eingefchäßten Rein- barkeiten in der Provinz Brandenburg stattfinden können, bestimmt Auch muß ihm auf Verlangen ein Berzeichniß der in ertrages; zu dem wirklichen beutigen Reinertrag die Oberpräsidial- Verordnung vom 11. Dezember 1879 im wesent- Verwahrung oder in Beschlag genommenen Gegenstände, falls steht sie in feiner Beziehung. Die Höhe jeder einzelnen Grund- lichen folgendes: Der Besitz einer Konzession zum Betriebe der aber nichts Verdächtiges gefunden wird, eine Bescheinigung hiersteuer läßt sich daher heute nicht nach dem Reinertrag abschäßen, Gaft- und Schankwirthschaft berechtigt den Inhaber nicht zur über ertheilt werden. ergiebt sich vielmehr lediglich aus dem Grundbuch, beziehentlich Veranstaltung öffentlicher Tanzlustbarkeiten, vielmehr bedarf der J. M., Patientin, H. 24, E. S. 12. Ja. dem Kataster, in welchem die damals festgesetzte Höhe, abgesehen felbe bierzu jedesmal einer besonderen Erlaubniß des Amisvor M. 32. Die Ehescheidungstlage wegen gegenseitiger Abs von den Fortschreibungen, noch heute verzeichnet steht. Vom stehers, beziehentlich des Bürgermeisters. Dasselbe gilt von der neigung ist in ihrem Falle zulässig, da teine Kinder aus Ihrer 1. April 1895 ab wird die( übrigens durch Hinzutritt der neuen Veranstaltung anderer öffentlicher Luftbarkeiten, insbesondere Ehe vorhanden sind. Ob sie oder eine auf unüberwindliche einProvinzen auf ein Gesammtsoll von rund 40 Millionen Mart Echaustellungen, Musikaufführungen, Gesangsvorträgen u. f. w. feitige Abneigung gestützte Klage Erfolg haben wird, läßt sich sich belaufende) Grundsteuer für den Staat nicht mehr Den von den Gastwirthen veranstalteten öffentlichen Luft- nicht vorhersagen. Klagen Sie wegen einseitiger unüberwindlicher erhoben. Wohl aber kann die Gemeinde von diesem Zeitbarkeiten stehen gleich die, welche in Privatlokalen für gemein- Abneigung, so müßten Sie für den schuldigen Theil erklärt werpunkt an die Grundstener als Gemeinde- Abgabe erheben. Die schaftliche Rechnung der Theilnehmer veranstaltet oder zu welchen den. Wird auf grund gegenseitiger Einwilligung geschieden, so Gemeinde fann die alte staatliche Grundsteuer erhöhen, erniedrigen außer den von dem Gastgeber eingeladenen Personen andere ist kein Theil für den überwiegend schuldigen zu erklären. oder in der alten Veranlagung beibehalten oder endlich eine be- gegen Bezahlung zugelassen werden. Luftbarkeiten, welche Ziegler. Sie müssen zunächst bei Gericht den Antrag, die sondere Grundsteuer erheben. Das Nähere finden Sie in§§ 24 von Privat- oder sogenannten geschlossenen Gesellschaften Höhe der zu erstattenden Kosten festzusetzen, selbst oder durch bis 27 des Kommunalsteuergesetzes. 2. Die Gebäude steuer in Gasthäusern oder in Privatlokalen veranstaltet werden, be- Ihren Anwalt stellen. ist feineswegs( wie Sie anzunehmen scheinen) mit der Grundsteuer dürfen ebenfalls der polizeilichen Genehmigung, wenn diese E. B. 99. 1. Ja. 2. Die Haussuchung kann auch auf die identisch. Aber auch sie wird vom 1. April 1895 nicht mehr Gesellschaften ausschließlich oder hauptsächlich zum Privatwohnung ausgedehnt werden. vom Staat erhoben; ihre Erhebung und die Art ihrer Gr 3weck der Veranstaltung solcher Luftbarkeiten zusammengetreten hebung ist den Gemeinden vom 1. April 1895 ab überlassen. sind. Verfolgen dagegen Privat oder geschlossene GesellFür die Veranlagung ist das Gebäudesteuergesetz vom 21. Mai fchaften hauptsächlich andere 3wede, so bedarf es bei 1861 maßgebend. Die Veranlagung erfolgt alle 15 Jahre. Der gelegentlichen Luftbarkeiten derselben für ihre Mitglieder und Ertrag des Hauses wird nach dem Durchschnitt der legten zehn etwaiger Gäste nur einer vorgängigen Anzeige an die OrtspolizeiJahre berechnet; die Steuer beträgt zur Beit etwa 4 pet. des behörde und feiner Erlaubniß der letzteren, es sei denn, daß nicht Ertrags. Vom 1. April 1895 fann die Gemeinde die jetzige blos von den Gesellschaftsmitgliedern sondern auch von den staatliche Gebäudesteuer als Gemeindesteuer erheben, oder eine Gästen ein besonderes Eintritts- oder Tanzgeld zu entrichten war. andere Art der Veranlagung vornehmen oder eine andere Art Legteren Falls ist Erlaubniß erforderlich. der Gebäudesteuer einführen. 3. Gemeinde Einkommen= steuer ist am 1. April 1895 ab nach Maßgabe der§§ 33-52 des Kommunalabgaben- Gefeßes zu erheben. Die Gemeinde- Eintommensteuer besteht in Buschlägen zur staatlichen EinkommenSteuer. Beträgt fie ebensoviel wie die Staatssteuer, so sagt man fie betrage 100 pCt.( der Staatssteuer). beträgt sie das Doppelte, so spricht man von 200 pCt., beträgt sie die Sälfte der staat lichen Einkommensteuer, so spricht man von 50 pet. u. f. m. A. R. Wie viel beträgt im Gebiete des All- will und welche Beweismittel ihr zur Seite stehen. gemeinen Landgerichts der Finderlohn? Es ist zu scheiden zwischen dem Finden einer verlorenen Sache und dem Finden eines Schatzes. Der Finder einer verlorenen Sache hat zu beanspruchen: Ersatz der auf die gefundene Sache und beren Aufgebot verwendeten Kosten, ferner den zehnten Theil des Werthes der Sache, welcher nach Abzug der Kosten übrig bleibt; übersteigt der Werth der verlorenen Sache 1500 M., M. R. 30. 1. Ja. 2. Sie müßten eine eigene Wohnung so hat der Finder 150 Mark und 1 pCt. von dem haben. 1500 Mart überschießenden Theil zu beanspruchen. Ein$. E. 7. Die Rücknahme des Strafantrages fann erfolgen. gefundener Echaz gehört dem, der ihn auf feinem eigenen Wenngleich fie ohne rechtliche Wirkung in Ihrem Falle ist, würde Grunde gefunden hat. Hat Jemand, insbesondere auch Gesinde sie zu einer milderen Auffassung der Sachlage führen. oder Arbeitsleute, bei ihren gewöhnlichen Verrichtungen, einen H. K. Abwarten. Für den Inhalt der Zuierate über. nimmt die Redaktion dem Bublikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Donnerstag, 1. November. Opernhaus. Don Juan. Wie die Alten Schauspielhaus. fungen. Leffing- Theater. Madame SansGêne. Deutsches Theater. Hamlet. Berliner Theater. Niobe. Unter vier Augen. Schiller Theater. Der Meineid. • bauer. Neues Theater. Komödianten.( Cabotins!) Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Vogelhändler. 100 a b. Chescheidungsgründe gelten im Gebiete des allgemeinen Landrechts als verziehen, wenn fie innerhalb eines Jahres nach Kenntnißnahme seitens des beleidigten Ehegatten nicht gerügt find. C. 2. 50. Unverständlich. Sprechen Sie gelegentlich in der Sprechstunde vor. 2. " " = 2. Sen. Ohne Kenntniß der Atten nicht zu beantworten. 5. S. 60c und G. H. 75. Täglich erscheinende Parteiblätter in Sachsen sind: 1. Sächsische Arbeiter 3ei. F. Zwecks Bewilligung des Armenrechts hat Ihre Mutter tung", Dresden. Durch die Post bezogen( Postzeitungsliste 5565) Leipziger Volkszeitung". ich zunächst an den Gemeindevorsteher( in Berlin an den vierteljährlich 2,50 M. Bezirksvorsteher) mit dem Antrag zu wenden, ihr zu bezeugen, Durch die Post bezogen( Postzeitungsliste 3945a) vierteljährlich daß sie zur Bestreitung der Prozeßkosten unvermögend ist. Nach mit der Neuen Welt" 2,25 M., für zwei Monate 1,50 M., für Empfang dieses Zeugnisses richtet sie an das Landgericht, bei einen Monat 75 Pf. exti. Bestellgeld. dem die Klage anhängig zu machen ist, unter Beifügung des Zwei Wettende 8. Amsterdamer Diamant- Schleiferei. Beugnifies ein Gesuch um Bewilligung des Armenrechte. In M. Alex Wolff, W. Friedrichstr. 160. dem Gesuch hat sie darzulegen, aus welchem Grunde sie klagen G. S. Wann werden in Pfand gegebene Gegenstände Eigenthum des Pfandinhabers? E. B. 14. Bei von Natur unschädlichen Thieren, zu denen Es ist ein weit verbreiteter Irrthum, daß derjenige, dem die Kazen zu rechnen sind, haftet der Eigenthümer nur für den eine Sache in Pfand gegeben ist, an derselben nach einer Echaden, welcher aus der verabsäumten Aufsicht über fie ver- gewissen Beit Eigenthum ohne weiteres erwirbt. Der Pfandursacht ist. Ihr Wirth, dessen Kaye Ihren Bogel nebst Bauer inhaber tann vielmehr wegen Unterschlagung verurtheilt werden, geraubt hat, würde zum Ersatz dieses Schadens demnach schwer- wenn er die verpfändete Sache verkauft. Es bleibt dem Gläu lich verurtheilt werden. biger nichts übrig, als seine Forderung einzuklagen, die Pfandsache dann durch den Gerichtsvollzieher pfänden und verkaufen au laffen. In Ihrem Fall werden Sie gut thun, sich mit dem Schuldner dahin zu einigen, daß er Raten zahlt, und den Winterüberzieher herauszugeben; durch gerichtlichen Verkauf des Ueberziehers erhalten Sie doch schwerlich mehr als die Kosten und was haben Sie davon, daß Ihr Schuldner friert? National- Theater. Große Frankfurterstraße 182. Gastspiel des fliegenden Serpentin- Ballets, arrangirt v. Balletmeister Géza Zinner. Vorher: Die Weber. Schauspiel in 4 Aften von*** Regie: Mar Samst. Rassenöffnung 61/2 Uhr. Anf. 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. In Vorbereitung: Der Tod als Pathe. Ausstattungs- Komödie in 5 Akten nach Blancke. Deforationen von Müller und Schäfer. Lichtbilder v. Ludwig Richter. Flug und Fangevolution von Géza Zinner. 4 Sanssouci" Rottbuseraraße 4a. Jeden Donnering: Sonntag und Donnerstag: Stettiner Sänger ( Meysel, Häckel, Pitro, Britton, Eberius, Steidl und Blank). Anfang Sonntags 7 Uhr, Wochentags 8 Uhr. Entree 50 Pig. Pfg. für die Rrübenz- Theater.( Théatre libre.) Adolph Ernst- Theater ochentage giltig) find im Vorvete Les Fossiles. Theater Unter den Linden. Der Obersteiger. Drittichte Aufführung! Charley's Tante. Bellealliance- Theater. KönigKrause. Schwant in 3 Aften v. Brandon Thomas. Alexanderplat Theater. Modell. Verbotene Liebe. Ein Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Central- Theater. D! diese Berliner! National- heater. Die Weber. Reichshallentheater. Spezialitäten Vorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Parodie- Theater. Borstellung. Spezialitäten Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Wallner- Theaterstrasse. Donner, den 1. November, Abends 8 Uhr: Der Meinribbauer. Freitar, den 2. November, Abends 8 Uhr: Der Menonit. Sonunbend, 3. November, Nachmittags 3 Uhr: Schüler Vorstellung. Der Menonit.- Abends 8 Uhr: Der Meineidbauer. Central- Theater Alte Jakoprake Nr. 30. Direktion: ichard Schulz. Emil Thomas a. G. Auna Bäders. Josefine Dora. Zum 62. Male: O! diese Berliner! Große Posse mit Gesang und Tanz in 6 Bildern nach Salingre's Reise durch Berlin von Julius Freund. Musik von Jul. Einödshofer. Raffeneröffnung 6/2 Uhr. Anfang der Vorstellung 71½ Uhr. Morgen und folgende Tage: 0, diese Berliner! Vorher: Die Bajazzi. Barodistische Poffe in einem Alt von Ed. Jacobson und Benno Jacobson. Mufit von Franz Roth. In Szene gefeht von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntag, den 4. November: Zum 1. Male: Der kleine Herr. Schwant in 3 Atten v. Arthur Lauw. Vorher: Zum 1. Male: Die ewige Braut. Liederspiel in 1 ft v. W. Mannstädt und J. Kren. Alcazar Vandeville- u. Variété- Theater Dresdenerstr. 52/53( City- Passage). Vornehmster Familienaufenthalt. Neu! Sensationell! Neu! Pusebach auf Korea. Mr. Chong und Neu! Neu! Geschwister Sarno. suno. Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Entree: Wochent, 20 Pf., Sonntags 40 Pf. Anfang: Wochent. 71/2 Uhr, Sonntags 6 Uhr. R. Winkler.p Urania Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Am Landes- Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. 966L* fauf in der Bigarrenhandlung von Reßler, Rottbuserplay, zu haben. Stets wechselndes, amüsantes Programm. Castan's Panopticum. Die Geburt einer Toh ter zeigen an Dr. Zadek und Frau. Am Sonnabend, den 27. d. M., vers schied nach langem schweren Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, der zeigen tiefbetrübt an Hassan Ali Schankwirth Hermann König. Dies der grösste Mensch der Welt. Prinzess Topase 750b Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 1. November, Nachmittags 3 Uhr, das fleinste Menschenkind. von der Leichenhalle des neuen Jakobi Merikanische Riesen- Cacteen in noch nie gesehener Größe. Armin- Hallen Kirchhofes aus statt. Todes- Anzeige. 748b Allen Freunden und Kollegen die traurige Nachricht, daß mein guter braver Mann, der Wagenladirer Adolph Hempel Montag Mittag 2 Uhr nach langem schweren Leiden Kommandantenstraße Nr. 20. fanft entschlafen ist. Dies zeigt tief Säle und Vereinszimmer von 20-600 Personen. Karton Arbeiterinnen! Die Fabrik von Cohn u. Friedländer, Stralauerstr. 58, ist wegen der vorgekommenen Angriffe auf die SittPassage- Panopticum.lichkeit gesperrt. wilde Weiber aus Dahomey. 51 wilde Weiber Die Herenschaukel, Achtung! Musikinstrumenten- Arbeiter ane die Lohnkommission betreffenden Berlins. betrübt an Die trauernde Wittwe Marie Hempel, geb. Strent. Die Beerdigung findet Donnerstag 4 Uhr auf dem Johannes- Kirchhofe in Plögensee statt. Aufforderung. Herr Johann Rühl, Breslauerstr. 7, früher Mitglied des Verbandes der in Holzbearbeitungs Fabriken und auf Bolzplägen beschäftigten Arbeiter und der Filiale Berlin 1, jeßiger KrankenI, Arbeiterinnen Deutschlands und Dele girter der legten Generalversammlung Angelegenheiten finden ihre Erledigung fontrolleur der Allgemeinen Orts durch A. Kleinlein, Naunynftr. 78 bei Krankenkasse, wird hiermit öffentlich 197/20 aufgefordert, die zu viel erhaltenen Diäten von der legten Generalversamm Böger, früher Rohr. neueste Illusion. Achtung! Achtung! fung zurück zu zahlen. Renz Circus Renz Carlstrasse. Donnerstag, den 1. November cr., Abends 7/2 Uhr: Sensationeller Erfolg. 30 Tjo Ni En. Vollständig neues Genre! Die Manege in 2 Minuten zur Bühne verwandelt. Eenfationelle Tänze, u. a. les grelots vivants( Origin.) jeu des barbichons ( Original) zc. Außerdem: 4 arab. Schimmelhengste als Fahnenpferde, vorgef. vom Dir. Fr. Renz. Grande Quadrille de la haute équitation, ger. von 6 Damen 6 Herren. Zum 1. 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Dann schleppte er ein anderes von den Kindern in seine Woh nung, warnte es, lud eine Flinte mit Schrot und sagte, je t Eine weitverbreitete Unfitte führte am 22. Ot verde er schießen. In der That schoß er dann durch das Von der deutschen Schriftsteller: Genossen: tober den Restaurateur Simon vor die Schranken der Kammer VI. Fenster in der Richtung auf die anderen Kinder. Als der Stellen. fchaft beanspruchte der Kellner Rümpel eine Lohnentschädigung für 14 Tage und 32 M. rückständigen Lohn. R. war im Kasino Bon ihm beanspruchte der Kellner A. 7 Mart, indem er be- befizer K. ihn deswegen zur Rede stellte, drobte er auch Sieben diesem mit Todtschießen. Das Landgericht Liegnig verder Beklagten in der Kronenstraße als Kellner gegen Gehalt hauptete, Beklagter habe ihm dies Geld vorenthalten. thätig gewesen. Nur an Mitglieder der Genossenschaft und an Ausrichter von Hochzeitsfeierlichkeiten, auf denen er fervirt habe, urtheilte am 13. Juli den gefährlichen Burschen wegen KörperGäste, die von diesen eingeführt waren, hatte er dort Getränke, bätten Herrn Simon für die Bedienung je 5 M. gezahlt, wovon verlegung zu der außerordentlich geringen Strafe von 5 M. und Bigarren u. f. w. zu verabreichen. Nach des Klägers eigener er, Kläger, nur je 4 M. erhalten habe. Beklagter hielt dem ent- wegen Bedrohung mit einem Verbrechen zu einem Monat Ge Aussage über die Art der Verhältnisse im Kasino wirthschaftete gegen, es wäre feine Sache, wieviel er den Gästen für die fängniß. Mit dieser gelinden Strafe war der Mann noch nicht die Genoffenschaft felbft. Die Kammer VI. fällte am 26. Oftober Bedienung" in Anrechnung bringe und wieviel er davon dem zufrieden. In seiner Revision meinte der Angeklagte, er unter dem Vorsitz des Assessors Leo in der Sache R. gegen die Kellner gebe. Die Abmachung mit den Hochzeitern gehe den habe es mit dem Todtschießen nicht ernst gemeint. Dies half D. Echr.-G. aus Gründen der Zuständigkeit ein abweisen des Kellner gar nichts an. Der Kellner erhalte ja feinen Monat 3- ihm aber nichts: das Reichsgericht erkannte gestern auf BerUrtheil. Der Gerichtshof war der Ansicht, als Gastwirthsbetrieb Lohn( 18 M.) und Kost und Logis. Die 4 M. für die Mehr- werfung der Revision. sei das Kasino der Beklagten nicht anzusehen, sowie überhaupt arbeit bei den Hochzeitsfeiern gebe er aus freiem Willen. nicht als Gewerbebetrieb. Nur wenn ein solcher vorgelegen Beklagter bestritt nicht, 7 M. mehr, als dem Kläger ausgezahlt hätte, wäre das Gewerbegericht nach den§§ 1 und 2 des Ge- wurden, unter der Firma Für die Bedienung" eingezogen zu werbegerichts- Gesetzes zuständig gewesen. haben. Zur Kennzeichnung der Extrabezahlung gelegentlich der Der Wahlverein des 4. Kreises hielt am 30. Oftober Kann ein Heimarbeiter verlangen, etwaige, im Lokal des Beklagten gefeierten Hochzeiten, verwies der zwei öffentliche Versammlungen ab. Im Lokale eine noch darauf, den Jm Süd- Ost", der Ablieferung sich als nothwendig herausstellende läger daß so Feier für Menderungen im eigenen Heim vorzunehmen? Diese für Heim fervirenden Kellner eine Arbeitsdauer von 9 Uhr Morgens bis Waldemarstraße 75, behandelte Stadtverordneter Bernhard Bruhns in einem ausführlichen und sehr beifällig entgegen Nach erfolgter arbeiter( Schneider, Schneiderinnen 2c.) höchst wichtige Frage zum nächsten Morgen um 5 Uhr bedeute. wurde am 27. Oktober von der Kammer I( Vorsitzender: Affeffor Berathung führte der Vorsitzende, Dr. Leo, folgendes aus: genommenen Vortrage das Leben und Treiben der LandHellwig) im bejahenden Sinne entschieden. Der Der Gerichtshof sei sich nach zwei Richtungen hin einig. bevölkerung". Von einer Diskussion des Referats wurde Abstand Schneider S. lieferte eines Tages im Geschäftslokal der Firma Rechtlich tar fei, daß Ansprüche eines Angestellten nicht genommen. Den Wunsch einiger Mitglieder, die Versammlungen Curta u. Co. mehrere Jaquets ab. Der Vertreter der aus Abmachungen seines Arbeitgebers mit des letzteren Gästen in Zukunft spätestens 81/2 Uhr zu eröffnen, versprach der Vors Firma wünschte an einem derselben sofort eine Wenderung erwachsen können. Es bleibe aber ein vertracktes Ding, daß sigende adegast dem Vorstande zu unterbreiten. Betauntvorgenommen. S. erbot sich zu der Aenderung, wollte sie aber unter dem Titel Bedienung" Gelder einkassirt werden, welche gegeben wurde, daß die Bezirksführer des Köpenicker Viertels bei zu Hause" ausführen. Der Arbeitgeber ließ nun von seinem diesem Zwecke nicht dienen sollen. Das geübte Verfahren, dies adega st, Büdlerstraße, und die des Görlitzer Viertels bei Tagschneider das Jaquet ändern und zog S. für dessen Thätigkeit Segeln unter falscher Flagge, indem man einen leider weit ver- offmann, Lausigerstraße 9, abzurechnen haben, sowie ferner, 4 M. vom vereinbarten Preise ab. Das Gewerbegericht verbreiteten Brauch vor sich habe, werde zwar vom Einzelnen im daß es den Mitgliedern und dem Kassirer des jeweiligen Stadturtheilte Kurta u. Komp. zur Zahlung der 4 M., indem es dem guten Glauben nachgemacht; es wäre jedoch erfreulicher, wenn bezirts überlassen bleibt, ein geeignetes und ihnen angenehmes Kläger als Heimarbeiter das Recht zusprach, eine so- es ganz verschwände. Aus diesem moralischen Grunde habe Lokal als Zahlstelle selbst zu bestimmen. der Gerichtshof ihn, den Vorsitzenden, beauftragt, einen Vergleich Die Versammlung, die für den Osten im„ Elysium" ab fortige Aenderung im Geschäft des Arbeitgebers verweigern zu auf 3 M. vorzuschlagen. Da die Parteien ablehnten, sich zu ver- gehalten wurde, war nur mäßig besucht. Es sprach hierselbst dürfen. Wegen unberechtigten Verlassens der Arbeit gleichen, wurde der Kläger aus dem von Leo hervorgehobenen Genosse Türk über Klassenkampf", die Entstehung der Klassen in der Vergangenheit stizzirend, die Klassenfämpfe der Gegenwart flegt der Schneidermeister Bohle gegen die Mäntelnäherin.rechtlichen Grunde abgewiesen. veranschaulichend und ein lichtvolles Friedensbild der Zukunft auf Bahlung der bekannten Konventionalstrafe im Betrage Zwei interessante Prozeffe gegen die Polizei führt vor Augen führend. Mit dem sehr beifällig aufgenommenen des ortsüblichen Tagelohnes für sechs Tage(§ 124b der Gegegenwärtig die Direktion der Großen Berliner Pferdebaen Vortrage waren diesmal die Begebnisse des Abends erschöpft, werbe Ordnung). Die Beklagte wandte zunächst gegen die Klage Gesellschaft. Ein Polizeiwachtmeister benutte vor einiger Zeit eine Diskussion wurde nicht beliebt und so erfolgte nach einer ein, sie als Heimarbeiterin sei nicht an die Kündigungsfrist ge einen Pferdebahnwagen und wurde vom Schaffner aufgefordert, turzen Fragenbeantwortung Schluß der Versammlung. bunden. Darauf aufmerksam gemacht, daß das Gewerbegericht die Abonnementsfarte vorzuzeigen. Der Polizeibeamte weigerte anderer Meinung sei, erhob Beklagte den Einwand, der Kläger fich deffen und es kam zwischen den beiden Männern zu einem Berufsgenossen, die am 30. Oktober tagte, berichtete der In einer öffentlichen Versammlung der Töpfer und habe sie gröblich beleidigt. So habe er sie eine Spritbüchse ge- Wortwechsel, infolge dessen der Schaffner ein polizeiliches Straf- Bertrauensmann Melzer, daß in der Zeit vom 1. Juli bis nannt. Der Kläger gab zu, diesen und andere von der Be- mandat über 6 M. erhielt. Auf Veranlassung seiner Direktion, tlagten als beleidigend empfundene Ausdrücke an der Ge- welche darauf hinwies, daß bereits früher Polizeibeamte irr: 30. September cr. die Einnahme des öffentlichen Fonds 900,41 m. wohnheit" zu haben. Er meinte jedoch, die Beklagte babe sich thümlicher Weise Abonnementsfarten über die Giltigkeitsdauer oder sammt dem vorhanden geweſenen Bestande 1547,28 M., die nicht beleidigt fühlen können, denn sie sei während der drei benutzt, beantragte der Schaffner gerichtliche Entscheidung und Ausgaben 599,15 M. betragen haben, also ein Baarbestand von jährigen Thätigkeit für ihn häufig auf diese Redensarten mit in dem vor kurzem abgehaltenen Termin erkannte der Gerichts: 948,13 m. verblieb. Ueber die Lage des Fenſterstreits referirte anderen, darauf Bezug nehmenden eingegangen. Der anwesende hof gegen den Beklagten auf eine Mark Geldstrafe. Der hierauf Daudert. 43 Bauten sind bisher kontrollirt worden, Ehemann der Beklagten fonstatirte, daß er seine Frau veranlaßt Schaffner hat Berufung eingelegt. davon waren nur 18 forreft verglast, auf den übrigen 25, die Faft noch interhabe, nicht mehr für Poble zu arbeiten, nachdem dieselbe eines theils bis zur Hälfte, theils gar nicht verglast waren, arbeiteten effanter ist der zweite Prozeß: Zwei Pferdebahnwagen Tages weinend nach Hause gekommen sei und ihm von dem waren beim Passiren der Neuen Friedrichstraße an der Noth- 488 Kollegen, und zwar auf den gar nicht verglasten 16 Bauten beleidigenden Benehmen Pohles's erzählt hätte. Der Bofsitzende weiche auf ein Geleiſe gerathen und keiner der beiden Rutscher 290 Kollegen passirt, von denen 88 mit 70 Kindern in der zweiten 180. Die Kontrolle im Arbeitsnachweis haben bisher nur sprach sein Verwundern über die Klage aus; seiner Aufforderung wollte zurückfahren. Ein hinzukommender Polizei- Offizier forderte Woche Unterstützung erhielten. Von diesen 88 find 34 arbeitelos, zur Zurücknahme derselben fam der Kläger schließlich nach. den Schaffner R. des einen Wagens auf, umzuspannen, was der 26 als gemaßregelt zu betrachten und 28 haben Aussicht, im Die Redewendungen und Titulaturen, welche der Kläger an der Beamte jedoch zu thun verweigerte, da er sich im Rechte wußte. 26 als gemaßregelt zu betrachten und 28 haben Aussicht, im Gewohnheit hat", sollen übrigens eine ganze Reihe Arbeiterinnen R. erhielt bald darauf ein Strafmandat über 12 M. wegen hierzu noch einige Bauten hinzugekommen, so daß die Zahl der Laufe der Woche Arbeit zu erhalten. Em 30. Ottober find veranlaßt haben, die Arbeit ohne Kündigung aufzugeben. Zu jeder beliebigen Beit" glaubte der Schneider Direktion beantragte der Schaffner richterliche Entscheidung und zu unterſtützenden sich auf 100 erhöhen dürfte. Gezahlt ist in meister Gidert seine Gesellen entlassen zu können, weil er wurde freigesprochen, weil er in der That sich im Recht befunden, 833 M. Vercinnahmt wurden in der ersten Woche 849,30 m., der zweiten Streifwoche Unterstüßung an 60 Kollegen, und zwar mit ihnen einen diesbezüglichen schriftlichen Vertrag geschlossen und nach Lage der Dinge der Polizei- Offizier nicht berechtigt ge- in der zweiten 1234,20 m., im Ganzen also bisher 2083,50 M., hatte. Der Schneider M., welcher für 18 M. Wochenlohn bei wesen, den Schaffner zum Verlassen der Nothweiche aufzufordern. Darunter sind 300 m. von den Zimmerern, 400 M. von den ihm beschäftigt war, tam eines Montags früh zur Arbeit; Gidert Der Gerichtshof hat sich mit dieser Entscheidung in direkten Mauerern, 60 M. von den Tapezirern; das Uebrige ist die Ginentließ ihn, weil ihm die Zeit gerade beliebte". W. war jedoch Gegensatz zu dem Ausspruch eines anderen hiesigen Gerichtsder Ansicht, der eine Tag müsse ihm bezahlt werden. Er flagte. tollegiums gesett, welches seiner Zeit erkannte, daß den An- nahme aus den Prozenten der arbeitenden Töpfer. Der Res Das Gewerbegericht schloß sich seiner Meinung an und verordnungen der Polizei unbedingt Folge zu leisten sei. urtheilte Gidert zur Zahlung von 3 M. Es hielt an seiner bisherigen Praxis fest, indem es als Arbeitseinheit den Tag Das patriarchalische Regiment anf dem Laude. Eines annahm. Daß eine Beschäftigung auf Stunden nicht vereinbart, Abends begingen die drei Kinder eines Weichenstellers in sondern der Lohn auf 3 M. pro Tag festgesezt war, berückerstorf das Verbrechen, den Gutsbesitzer Paul Glaubitz fichtigte der Gerichtshof besonders. Mit dem Erscheinen des nicht zu grüßen. Der rohe Mensch packte darauf den Knaben Literarisches. Naturkräfte und Naturgesege. Gemeinverständliche Vorträge von Dr. Anton Lampa. Wien, Wolfsbuchhandlung. 1894. Von diesem Werte, welches in 12 Lieferungen zu 20 Pf. erscheinen soll, liegen uns die drei ersten Hefte vor, so daß die barin behandelten Abschnitte bereits beurtheilt werden können. 2. will nicht eine Uebersicht über die Ergebnisse der Naturforschung geben, sondern in einem Zyllus von Vorträgen die fundamentalen( grundlegenden) Gesetze darlegen, nach welchen die Vorgänge in der Natur verlaufen. Er meint, die Kenntniß der bedeutendsten Gesetze, welche die Natur beherrschen, genügt, um zu einem Verständniß der Natur zu gelangen, ohne daß es nöthig wäre, sich in Einzelheiten zu verlieren, wozu der Laie ja auch gar keine Zeit habe. ferent führt dann aus, daß durch das unverantwortliche Vors gehen der hiesigen Zentralisten diesmal der Judifferentisnius den Organisirten über den Kopf gewachsen sei. Während bei früheren Lohnbewegungen und Fensterstreiks die Indifferenten vor den Organisirten stets einen gewiffen Respekt gehabt und sich dem Vorgehen derselben zumeist angeschlossen hätten, sei Derartiges in und zwar falsche Bemerkung. Das Newton'sche Gesetz der An ziehung zweier Körper wird angeführt und gesagt, daß dieselbe abhängt von dem Produkt der Massen der beiden Körper, d. h. zweier Bahlen, welche blos von der Menge der Materie abhängen". Danach würde die Masse eines Körpers eine unbenannte Bahl sein, über deren Bestimmung und Ermittelung&. garnichts fagt, er braucht vielmehr im weiteren das Wort Maffe als etwas unrichtigen Behauptungen und zur Aufstellung falscher Säße geführt wird. Tas auffallendste Beispiel der Art findet sich im ersten Theile, wo die Begriffe Gewicht und Maaße in unverant wortlicher Weise durcheinander geworfen werden. Das Gewicht wird ganz richtig definirt als der Zug, den ein Körper auf seinen Aufhängungspunkt, oder der Druck, den er auf seine Unterlage ausübt. Dieser Zug oder Druck hängt nun außer von dem Körper auch durchaus von seiner Umgebung ab. Taucht man ihn z. B. Selbstverständliches. in Wasser, so vermindert sich das Gewicht bekanntlich, der Körper Auch im zweiten Theile, der die Wärmeerscheinungen be wird leichter, ja manche Körper verlieren ihr Gewicht vollständig, handelt, finden sich Flüchtigkeiten vor. So wird die Wärmes so daß sie im Wasser in die Höhe steigen und eine etwaige einheit S. 67 definirt als die Wärmemenge, welche nothwendig Unterlage, statt einen Druck auf sie auszuüben, mit sich in die ist, um die Temperatur eines Liters reinen Wassers um einen Höhe nehmen. Das Gewicht ist also eine Eigenschaft, welche Grad Celsius( d. i. des hunderttheiligen Thermometers) zu er= einem Körper nicht an sich, sondern nur in Beziehung auf höhen." Das ist nicht ganz streng, weil Wasser von 0 Grad andere zukommt. Es ist daher falsch, wenn 2. sagt:„ Die Waage hierzu eine andere Wärmemenge braucht, als Wasser von 20 oder Der Weg, auf welchem die Naturwissenschaft zur Aufstellung lehrt uns, daß es eine allgemeine Eigenschaft der Körper ist, ein 70 Grad. 2. hätte daher in seiner Definition noch den Temperatur allgemeiner Sage gekommen ist, ist nun derartig gewesen, daß man Gewicht zu besitzen." Noch ungeheuerlicher ist es, daß 2. aus grad des Wassers angeben müssen. von Einzelerscheinungen ausgehend allmälig zu allgemeinen Folge der richtigen Beobachtung, daß bei chemischen Prozessen das Ge- Schlimmer als diese Flüchtigkeit ist es, daß der Begriff der rungen und Schlüssen kam. Will man also ihre allgemeinen wicht der resultirenden Körper stets gleich ist der Summe der Temperatur falsch definirt wird. S. 64 fagt 2.:„ Die Sätze darlegen, so wird man auf eine Reihe von Ginzelheiten Gewichte der einwirkenden Körper", schließt, daß das Gewicht eines Empfindung giebt uns an, in welchem Grad der Wärmezustand auch aus dem Grunde schon nicht verzichten tönnen, weil die all. Körpers etwas unveränderliches ist, und als einen wichtigen des Körpers fich von dem des Gliedes, mit welchem wir ihn begemeinen Sätze ja doch an den einzelnen Erscheinungen erläutert Sag ein Gefeß von der Erhaltung des Gewichts" aufrühren, unterscheidet, und diesen Grad des Wärmezustandes nennen werden müssen; sonst blieben sie ja Sätze ohne wesentlichen In- ftellt. Dabei weiß er doch sicherlich, daß ein Körper, der wir Temperatur." Das würde also beißen: Die Temperatur halt. In der gefchickten Auswahl der Erscheinungen, welche zur etwa an einer Feder aufgehängt ist, sie weniger auszieht, eines Körpers ist der Unterschied seines Wärmezustandes von Ableitung und Darlegung der wichtigsten Grundgefeße benutzt also einen geringeren Zug auf einen Aufhängungspunkt ausübt, dem meines ihn berührenden Fingers. Danach würde ein und werden, wird sich aber vorzüglich die Kunst des Verfassers zeigen d. h. leichter wird, wenn wir mit ihm im Luftballon in die Höhe dasselbe Glas Wasser bald heißer, bald tälter sein, je nachdem müssen. steigen, oder im Eisenbahnwagen nach Süden zu reisen; bei der mein eintauchender Finger falt oder warm ist, weil ja danach In diesem Punkte scheint mir Herr 2., soweit es sich bis Reise von Berlin nach Kairo würde ein Liter Wasser z. B. um der Unterschied des Wärmezustandes größer oder kleiner wäre; jetzt beurtheilen läßt, eine gute Wahl getroffen zu haben; doch beinahe zwei Gramm leichter werden. Wie gesagt, Herr 2. weiß dann könnte man dem Glaſse Wasser überhaupt keine bestimmte glaube ich, daß die Art seiner Tarstellung in mathematischer bas, dann im zweiten Heft, S. 46, fagt er ausdrücklich, daß ein Temperatur ausprechen, was doch entschieden falsch ist. 2. meint Beziehung zu hohe Ansprüche an den Leser stellt. Der Arbeiter, Körper, der auf der Erde ein Kilogramm wiegt, auf anderen wahrscheinlich: Den Grad des Wärmezustandes des Körpers welcher niemals in seinem Leben etwas davon gehört hat, daß Welttörpern nicht ein Kilogramm wiegen wird. Dort sagt er nennen wir seine Temperatur, und zur Empfindung tommt uns man Zahlen durch Buchstaben ausdrückt, wird der Entwickelung auch ausdrücklich:" Das Unveränderliche ist die Masse." Aber dieselbe im Unterschiede gegen den Wärmezustand des ihn beder Fallgesetze im zweiten Heft vollständig verständnißlos an der ersten Stelle S. 27 ist von dem Begriff der Masse über- rührenden Gliedes. Aber in seinen Worten liegt nur die obige gegenüberstehen, und auch solchen Leuten, welche auf der haupt nicht die Nede, sondern nur vom Gewicht, und dann wird falsche Erklärung. Schule die Buchstabenrechnung getrieben haben, wird es nicht viel gefolgert: Weil das Gewicht der Materie un- Troß der genannten Versehen scheint mir der Abschnitt über besser gehen; die Rechnung auf S. 56 u. 57, durch welche der mittelbar autommt, gilt alles, was vom Gebie Wärme empfehlenswerth; namentlich die beiden lezten bis Betrag der tinetischen Energie eines Körpers aus seiner Masse wicht gilt, auch von der Materie. Folglich jetzt vorliegenden Kapitel: Ueber den zweiten Hauptfaz der und Geschwindigkeit gefunden wird, verlangt sicherlich einige ergiebt das Gesez der Erhaltung des Gewichts mechanischen Wärmetheorie" erfüllen in glänzender Weise die Uebung in solchen Rechnungen. Hält man die Darlegung dieser das Prinzip der Erhaltung der Materie. Aufgabe, einen sehr schwierigen, aber sehr wichtigen grundlegens Formelu für unerläßlich, so müssen die einzelnen Schritte der den Sag von weittragender Bedeutung in allgemein verständs Rechnung unbedingt zu bestimmten Zahlen erläutert werden. licher Weise darzulegen. Der schwerste Vorwurf ist Herrn 2. aber daraus zu machen, daß er mehrfach die wissenschaftliche Strenge des Ausdrucks in becauerlicher Weise außer Acht läßt und dadurch geradezu zu Abgesehen davon, daß diese Schlußfolgerung an sich schon unlogisch ist, so hat doch der letzte Sat nur den Sinn, daß die Maffe unveränderlich ist. Warum wird also dieser Begriff nicht hier eingeführt? Dies geschieht erst an einer andern Stelle, Seite 35, und hier nicht ausdrüdlich, sondern durch eine furze Auf die noch folgenden Abschnitte, in welchen der Bufammens hang zwischen Licht und Elektrizität dargelegt werden soll, werden wir zurückommen, sobald sie vorliegen. Et, Sprechfaal. " diesem Herbste nicht zu bemerken. Andererseits zeige sich in diesem| noch im Sprechsaal des Vorwärts" ausgeführt hätten. Kampfe, daß eine Aenderung der Taktik gegenüber den Kollegen Die Versammlung schloß sodann die Debatte und nahm einnöthig ist, welche sich früher einmal haben etwas zu Schulden stimmig folgende Resolution an:" Die Beschlüsse der hiesigen Die Rebattion fiellt die Benugung des Sprechfaals, soweit der Raum dafü kommen lassen oder die teine vollgiltige Legitimation haben; Filiale des Allgemeinen Vereins der Töpfer und Berufsgenossen abzugeben ist, dem Bublikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen man sollte nur darauf achten, daß ihre Legitimation für das Deutschlands sind eines organisirten Arbeiters unwürdig, und Interesses zur Verfügung; fte wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifizirt zu werden. laufende Jahr in Ordnung ist, und sie in diesem Falle nicht diejenigen, welche nach diesen Beschlüssen handeln, sind als Die Berichtigung" des Musikers Herrn Krause in Nr. 252 wegen früherer Fehler rauh anfaffen. Dadurch wecke man in Streifbrecher zu betrachten." Hagen und Habans berichteten des Vorwärts" auf unseren Versammlungsbericht in Nr. 247 ihnen schließlich Haß gegen die Organisirten überhaupt und hierauf über die Thätigkeit und die Verhandlungen der Gezwingt uns zu einer ausführlichen Entgegnung: Die Musik in mache sie sich bei neuen Kämpfen gegen das Unternehmerthum werkschaftskommission. Ersterer forderte die Anwesenden auf, Schneider's Salon befindet sich seit zwei Jahren in meinen zu Gegnern. Hant bemerkt, daß auf dem Bau von Held es genau nach den Beschlüssen, betreffend den Boykott, zu handeln. Händen und nicht in Händen eines Gerichtsvollziehers, der bei ein Leichtes gewesen wäre, die Verglasung durchzusehen, wenn Die Versammlung stimmte dann der Anregung Daudert's zu, daß Festen, wo direkt Musiker von der Freien Vereinigung bestellt nicht ein Theil der Kol'egen ungenirt weiter gearbeitet hätte. man gegenüber den Kollegen, die ihre Legitimation nicht von werden, nicht mitwirkt," sagt Herr Krause. Dieses" direkt" ist Beier erzählt, Meister Tusedan habe seinen Gesellen allen Jahren vollständig haben, nicht rigoros verfahren, sondern klassisch! Wenn nicht direkt Musiker von der Freien Vereinigung gefagt: Ihr dürft nicht ohne Fenster arbeiten" und nur darauf achten soll, daß sie ihr Vereinsbuch und die bestellt werden, dann wirkt er wohl mit, der Herr Gerichtsbeamte habe sie vom Bau heruntergeschickt, aber nach zwei Tagen Legitimation von dem laufenden Jahre in Ordnung haben. Lehmann. Herr K. giebt dies also zu. Nun weiter. Einer arbeiteten dieselben doch ohne Fenster weiter, darunter Angehörige der hiesigen Filiale des Allgemeinen Vereins". Hagen Charlottenburg. Der polnische Arbeiter- Bildungsverein unserer Kollegen, der am 20. Oktober d. J. in Schneider's theilt mit, verschiedene Unternehmer hätten zu den Lokalorgani- Wahrheit", Charlottenburg, hatte seine erste Versammlung am Salon bei einem Vergnügen mitwirkte, wo auch der Herr firten gefagt:„ Wenn Ihr nicht arbeiten wollt, gehe ich nach der Sonntag, den 28. Oftober, im Lotale des Herrn Krause, Bis. Gerichtsbeamte Lehmann als Geiger fungirte, erhielt von diesem Rosenthalerstraße"; daraus erfenne man, wie das Unternehmer marchstraße 74. Der Referent, Genosse Mertowski, führte aus, auf eine dahingehende Frage die Mittheilung, daß die Musik bei thum die Sache auffäßt. Nach allen diesen Vorkommnissen sei daß die polnischen Arbeiter, um ihrer traurigen Lage in der Schneider bis jetzt noch in seinen Händen liegt. Also seit zwei es nur der Verein zur Wahrung der Interessen", der die Inter- Heimath zu entgehen, in hellen Haufen nach den größeren Jahren spielt Herr Krauſe in dem Lokal des Herrn Schneider effen der Töpfer vertritt, und daher könne man auf dem Arbeits- Industrieſtädten wandern, was ihnen natürlich nicht verdacht und direkt Mitglieder der Freien Vereinigung wurden von Ver nachweis Kollegen, die zu demselben nicht gehören, nicht für voll werden könne; zu tadeln ist es aber, daß dieselben Leute, welche einen schon bestellt. Wie hat es nun da Herr K., der der Freien anschen. David erinnert daran, daß der Lohntarif und nament ihre Lage durch den Zug nach den Industriezentren einigermaßen Musikervereinigung erst seit einem Monat angehörte, gemacht, lich auch die Bestimmung, daß der Fensterstreit am 15. Oftober verbessert haben, die Arbeitsbedingungen ihrer deutschen Kame- wenn Musiker der Freien Vereinigung bestellt wurden? Konnte zu beginnen habe, in einer öffentlichen Versammlung am 22.Auguſt cr. raden oftmals ernst gefährden. Einige vom religiösen Fana- er es denn so ohne Weiteres mit seinem Gewissen vereinbaren, beschlossen und damals auch die Regelung des Streits dem Verein tismus beseffene Gegner versuchten wiederum durch Zu- zwei Jahre lang bei Arbeiterfesten als nicht organisirter Muſiker zur Wahrung der Intereffen" überwiesen worden ist; diese Beschlüsse mult die Versammlung zu sprengen, was ihnen indeffen aufzuspielen, wo die Arbeiter in dem guten Glauben waren, in dursten also nicht von einer Organisation abgeändert werden. Dieses Mal nicht mehr gelang, vielmehr wurden die Haupt- ihm ein Mitglied der Freien Vereinigung zu ſehen? Die betreffenden Arbeitervereine dürften von dem Vernehmen der Lotan fritifirt abfällig das letzte Flugblatt der Zentralisten. Schreier gezwungen, das Lokal zu räumen. In der darauf Thatsache, in welcher Weise sie getäuscht wurden, nicht Babiel weist die Angriffe der Zentralorganisirten zurück. Er folgenden Diskussion nahmen die Genossen Morawsky und bemerkt, die Filiale habe mit den thatsächlichen Verhältnissen ge: Berfus zunächst das Wort und schilderten dieselben die Leiden gerade sehr erbaut sein. Herr Krause wurde nicht ausgeschloffen, rechnet, sie habe den Wünschen der Berliner Kollegen mehr der polnischen Arbeiter in ergreifenden Worten. In diesem weil er teine 3 M. Strafe zahlen wollte, sondern weil Rechnung getragen, als die Lokalorganisirten.( Burufe:„ Das Sinne wurde die Diskussion von den Genossen Palatti, er auf die Beschuldigung, ein Nichtmitglied bei Schneider bestimmt, den Indifferenten!") Die Filiale trete mit d- rfelben Stanislawiak, Adamczewski, Kaczmaret und schäftigt zu haben, mit seinen wenigen in höchster Erregung ges der Ausführung in den ersten Stadien sei fie anderer Meinung, glieder wurde bekannt gegeben, daß die nächste Versammlung am der Versammlung den Rücken zu kehren. Energie für die Fensterfrage ein, wie die Vokalisten, nur betreffs Swiersti zu Ende geführt. Nach Aufnahme neuer Mit- sprochenen Worten von einem Widerspruch in den anderen gerieth, um zulegt unter verhöhnenden und beleidigenden Worten da sei eine Uebergangsperiode nöthig. Hagen entgegnet, man Sonntag, den 18. November, stattfindet und wurde die Versammhabe schon früher festgesetzt, daß die Uebergangsperiode vor lung mit einem begeisterten Hoch auf den jungen polnischen dem 15. Oktober stattfinden solle. Vor diesem Tage hätten sich Verein geschlossen. Die Theilnehmer verweilten noch eine längere Die Kollegen gegenseitig zu helfen, damit die in Arbeit befind- Beit in Geselligkeit und gingen erst nach Absingung einiger liden Stücke bis zum 15. Oftober möglichst fertig sind. polnischer sozialdemokratischer Freiheitslieder in voller Zu Daubert bemerkt, er sei verschiedentlich gefragt worden, friedenheit mit dem würdigen Verlauf der Versammlung aus warum denn für den Streit nicht eine öffentliche Versammlung einander. einberufen wurde; er verwies auf die Erklärungen der hiesigen Zentralisten, die nichts, was von den Lokalorganisirten tomme, beachten wollten, wie fie das auch neulich 1000 Damen!!! Seiden- Plüschjaquets mit fleinen unscheinbaren Webefehlern 12-30, Abendmäntel auf Seide wattirt u. Belzbefas 8-15. Seiden- Matelassé- Mäntel, Capes D. 12-30. Regenmäntel, um z. räumen, 5-12. Neueste Winterjaquets 5-25 M. 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