Kr.>4 ♦ 3S. �ahrgasg Busgabe ß Nr. 42 vezugSvreiS» WerWISfirt 30,- M., monatL fcet ins Hau», voraus zahlbar. Doft» dkzng: Monatlich 10,— M, exkl. Zu» stellunzsgediihr Unter Kreuzband Mr Deutschland und Oesterreich I8.S0 3JL, für das übrige Ausland bei täglich einmal. Zustellung gl. SO M Postde» flellungen nehmen an Oesterreich, Ungarn Tichecho- Slowakei. Dan» Work. Holland. Luxemburg. Schweden und die Schweiz.- Eingelragca t» die Post-Zeilungs-Preisiiste. Der»Borwiirts* mit der EonniagS- deiiage»Volk und gelt' und der Unte» haltungsbeilage �>»imwelr" erscheint „�chentäglich zweimal, Sonntag, uud Montag» einmal. Telegramm- Adresse: »Iozialdeutotra« Oerllu". Abend Ansgabe BcHincn Dolksblatt ( 20 Pfennig� A«zeige»preiS: M* ochtgeipaltene NonvareMqliil» kostet WO M.„Kleine Anzeigen- da» lettgedruckte Wort ILO M.(zu- lässig zwei tettgedrurkt» Worte», jede, weitere Wort 1,— M. Stellengesuche und Schlasstellenanzeigen das erst« Wort U— M, lefcw weitere Wort 80 Pfg. Worte über ist Buchstaden »«hlen für zwei Motte. Kamriien-An- zeigen für Abonnenten geile Z,— üti. Di« Preis« verstehen sich einschließlich Tcuerungszuschlag. Anzeigen für die nächste Rununer wüsten bis 8 Ahr nachmittags i« Hauptgeschäft, Berlin EW 88. Linden» ftraZVch abgegeben werden. Geöffnet von S Uhr früh bi» S Uhr abend» Zcntralorgan der rozialdcmokratifchen Partei Deutfchlands Neöaktion und Expedition: SW bS» Lindenstr. 2 Kernsprerher: Alm« Morttipla», Rr. lölvv— 15197 fim Tage vor der Wahl. �-or Die politische Dildergalerie auf den Wohlplakaten hat sich in den letzten Tagen um einige sehr wertvolle Stücke bereichert. Der „alte Fritz", der sel. Frhr. von Stein und die KSniain Luise haben sich vereinsamt gefühlt in dieser fremden Welt. Deshalb sind die Deutsch n ati 0 n alen auf den sinnigen Einfall gekommen, ein Bild aus dem Gegenwartsstaat aufs Plakat zu bringen. Sie lassen einen mächtigen— E s e l s k 0 p f mit den charakteristischen hängenden Langohren den Wählern zurufen:„Wählst Du auch deutschnational? 2--- al" Diese unlautere Konkurrenz aus der Tierwelt dieh die d e n t f ch e Volkspartei nicht ruhen. Sie brachte eine Serie wunderschön ausgewählter und photographisch getreu wiedergegebener Schafs» köpfe herbei, die ihrerseits den vorübergehenden und staunenden Wählern mitteilen, daß sie, die Herren Schassköpfe, am Sonntag wieder„Deutsche Volkspartei" wählen würden. Andere Schafs- köpfe fallen dann das gute Beispiel augenscheinlich nachahmen. Diese neue Art der Bilderreklame hat sicher eine große Zukunft. Die V.K.P.D. wird z. B. ihren Dr. Leoi als Löwen mit wallender Mähne darstellen, für die U.S.P. werden Gockeihähne aufmarschieren, das Zentrum wirklich in der Rolle des Chamäleons spiegeln— furz, die spätere Wahlpropaganda läßt sich sehr abwechslungsreich gestalten, wenn das diesjährige Muster der Deutschnationalen und der„D. Bp." Ltachahmung findet.„2--- a"I Die chual üer Wahl. Der ch e r g t die Dankees tat weghauchen. Dos war der Mann, den wir gebrauchen! Den Hergt wählt, dann gibt's keine Rot: Hergt hext au» Hakenkreuzen Be„!! Bon roten Ketten bist du frei 2m Reiche durch die Dolkspartet. Daß du in Preußen gleich beglückt: Geh' hin und wähle sie entzückt! M Ganz müd und mürb die U.S.P.— Wo sind die Massen, ach herrjehl Den Landtag nur zu rujenieren Tut auch K.P. noch kandidieren. Da» Arbeitsvolk in alter Treue— Zur Preußenwahl eilt es aufs neue Und wird— das läßt sich nicht verhehlen Trotz allem S.p.D. nur wShlenI U.S.p. und K.p.D. für Demokratie! Die Sozialdemokratie hat bekanntlich, wenn man ihren Gegnern von llnks glauben will, längst alle Prinzipien preisgegeben und treibt eine haltlose Gelegenheitspolitik. 2n Wahrheit ist es gerade um- gekehrt. Zu allen Fragen, die in Preußen aufgetaucht sind, hat die Sozialdemokratie sofort klar und entschieden Stellung genommen und. ihren Standpunkt dann folgerichtig verfochten. Dagegen ist es gänzlich unmöglich festzustellen, wie Unabhängige und Kommunisten zu den einzelnen pieußischen Problemen stehen. Wie stehen sie z. B. zum Fortbestand des Staate» Preußen selbst? Schon in den ersten Sitzungen der Landesver» sammlung gab der jetzige Kommunist S t o e ck e r die Erklärung ab, daß die Unadhänoigen gegen" jede Loslösung und Absonderung von Preußen seien. 2n der neunten Sitzung bestätigte Adolf Hoff- mann, daß die gesamte Fraktion der Unabhängigen das Streben nach Auflösung Preußens aufs entschiedenste bekämpfe, Hinter den Absonderungsgelüsten stündenPiur kapitalistische 2nleressen: die Re- oktion wolle möglichst im Westen einen Kirchenstaat schassen. Staecker und Rosenfeld wandte«! sich sogar gegen jede Erweiterung der Pro- vinzautonomie(z. B. Stenogramm, Spalte 50-1, 509 und 3570) und warfen den Sozialdemokraten vor— ohne Angriffe gegen die Sozialdemokraten geht es einmal nicht—. daß' sie nicht entschieden genug die preußische Einheit wahrten. Bei der Beratung der preußi- schen Verfassung aber weigerten sich die Unabhängigen, jetzt ver- treten durch Dr. Oskar Cohn und Obuch, mitzumachen, da Preußens Fortexistenz nur der Reaktion diene: man müsse sofort zu einer Reu- «inteilung Deutschlands kommen. Und jetzt warfen sie der Sozial- demakratie vor, daß sie Preußen erhalte und daß ihr alle konstruk- tiven 2deen für den Neuausbau fehlten. � Oder wie stehen Unabhängige und Kommunisten zur Grund- st e u e r? Sie haben in trauter Gemeinschaft mit den kapitalistischen Parteien den Lüdemonnschcn Entwurf der Grundsteuer bekämpft und abaelehnt, weil die Grundsteuer abwälzbar wäre. Aber in der letzten Sitzung der Landesversammlung hat plötzlich Dr. Oskar Cohn unter lebhafter Zustimmung der Unabhängigen und Kommunisten erklärt, wie sehr der bürgerliche Parlamentarismus oersage, gehe schon daraus hervor, daß nicht einmal die dringend notwendige Grundsteuer zustande gekommen wäre! In den überschwönglichsten Worten haben nicht nur die Kom» Bmniften, sondern«ych die Unabhängigen für dir Diktatur des Proletariat» und die Räterepublik geschwärmt. So hat z. B. Dr. Kurt Rosenfcld eine große Hymne auf Röteungarn noch gesungew in dem Augenblick, in dem das ganze Kartenhaus schon zusammen- brach. Aber diese theoretische Schwärmerei für die Rätediktatur nehmen Unabhänaige lind Kommunisten selbst nicht ernst. So weit sie wenigste;» früher der Sozialdemokratie schon angehörten, haben sie sich auch jetzt noch immer von Zeit zu Zeit als entschiedene Demo- traten bekannt, nicht für eine ferne Zukunft, sondern für die Gegen- wart. So hat der Unabhängige Dr� Weyl erNärt:„Die Macht des Proletariats beruht auf der Masse."(Stenogramm, Spalte 4105.) Abg. Dr. Cohn hat die Notwendigkeit der Demakratie außen- politisch begründet. Die Entente wolle ein demokratisches Deutsch- land, und dieser Wille der Entente sei bei den gegebenen Macht- Verhältnissen unbedingt zu beachten,(Stenogramm, Spalte 4774.) Ganz wild begeisterte sich der Komniunist Staecker für das inzwischen durchgeführte direkte Wahlrecht zu den Prooinzial- landtagen: „Wir fragen die Regierung: weshalb führen Sie nicht das allgemeine gleiche und direkte Wahlrecht, so, wie wir es jetzt»m Reich, im Staat und in den Gemeinden haben, auch in den Pro- vinzen ein? Welcher sachliche Grund liegt vor, daß wir nicht auch hier das demokratische Wahlrecht einführen.... Aber verlassen Sie sich darauf, wir werden 2hnen im Ausschuß wie auch im Plenum Gelegenheit geben, aus den Pravinziallandtagen wirklich demokratische Körperschaften zu machen, ein wirklich demokratisches Wahlrecht durchzuführen und damit endlich auch der werktätigen Bevölkerung den ihr gebühre«lden Einfluß auch zu den Fragen der provinziellen Verwaltung zu geben."(Stenogramm, Spalte 2652 und 2656.) von y bis ö Uhr wird am Sonnkan gewShlk. Aach 6 Uhr darf niemand mestr zur Wahl zugelassen werden. Es ist deshalb nökig, dast jeder Wähler möglichst früh zur Wahl kommk, um den mög- lichen Verlust seiner Stimme am Abend zu vermeiden. Niemand vergesse, sich einen Ausweis mikzubringen. um sich im Zweifelssalle legitimieren zu können. Gewählt wird sozialdemokratisch! von Dittawr und ähnlichen Scherzen spracht der wackere Kom- munist kein Wort.. Den Vogel aber schoß Dr. Kurt R o s e n f« l d ab. Der demo- kratische PartsiSorsitzende Dr. Friedberg hatte stch zu bemerken er- laubt, die D e m o k r a t i e sei allerdings nur eine«ußere Form, die über den 2nhall des staatlichen und sozialen Lebens noch nicht viel aussage. Darauf wies ihn Dr. Kurt Rasenfeld folgendermaßen zurecht: J)vrr Kollege Friedberg sagte,»daß die Demokratie eine äußere Form sei, in der der Volkswille sich kundtue. Herr Dr. Friedberg, wenn Sie das behaupten, dann entfkrnen Sie aller- dings aus dem Begriif der Demokratie alles, was wirklich nach Demokratie aussieht Die Demokratie ist nicht eine äußere Form, in der der Volkswille sich kundtut, sondern die Demokratie ist die Farm, in der sich unter den heutigen Verhältnissen der wirkliche Valkswille am besten kundgeben kann."(Stenogramm. Sp. 3244.) Natürlich erregte diese demokratische Belehrung aus dein Munde de« Räteschwärmers bei den Sozialdemokraten schallende Heiterkeit, und ein sozialdemokratischer Redner sprach nur dos Selbstverständ- liche aus, als er erwiderte, er habe schon immer gewußt, daß die U.S.P. den Räteschwindel selbst nicht glaubt: sie brauche ihn nur zu effektvollem Abschluß langweiliger Reden und Aufrufe. Zoe S.p.d. Kastel. 19. Februar.(Eigener Drahtbericht des„vorwärts".) 2n H e r s f e l d fordert die U.S.P. ihre Anhänger auf, bei den Kreis- und Kommunallandtagsiyahlen für die S.P.D.-Liste zu stimmen._ Eine deukschvatianale Fälschung, Di« Korrespondenz der „Deutschnotionalen Volkspartci" verbreitet eine Notiz, in der sie der � preußischen Regierung..halbanttlich« Wahlbeeinflustung" vorwirft. Sie begründet diesen Ananif damit, daß unter den an die Wahl» bezirke oerteilten graphischen Darstellungen der Landtags» wählen der Satz stehe:„Tretet für die Regierung des republi- konischen Preußen ein!" Es ist demgegenüber festzustellen, daß die Dcutschnationale Korrespondenz sich hier einer Fälschung schuldig macht. Der Sag lautet in Wahrheit:„Tretet für die Erhaltung des republikanischen Preußen ein!" Er besagt also nichts anderes als das, wozu eine Regierung, die auf die Republik und auf di« Dersassung vereidigt ist, verpflichtet ist. vorwärtseverlag G.m.b.H.. SW SS, Lindenstr.2 Fernsprecher« Am« Morihplatz. Nr. 11759—54 vor der Gsttstheiöung. Der Kampf um den ersten verfassungsmäßigen Landtag, nm die Provinzial- und Kreisvertretungen der Republik Preußen, zugleich auch um die Reichstagswahlen in Schleswig- Holstein und Ostpreußen, geht mit demcheutigen Tag zu Ende, und morgen ist der G r o ß w a h l t a g, der für die innere Politik nicht nur Preußens, sondern des ganzen Reiches so viele wichtige Entscheidungen in sich birgt. Entschieden wird dieser Kampf nicht nur durch die Stärke der miteinander ringenden politischen Organisationen, nicht nur durch die Schlagkraft der Argumente, die von Zeitungen und Versamm- lungsredncrn ins Treffen gebracht werden, sondern vor allem auch durch die Rührigkeit und Ueberzeugungs- treue der Anhänger jeder einzelnen Partei. Es wäre ein großer Irrtum, anzunehmen, zwischen heute und morgen sei schon alles entschieden, und es bedürfe nur noch eines Drucks auf den Knopf, um die Wahlmassen von rechts und links und van der Mitte in Bewegung zu setzen. Hun- derttausende sind noch im letzten Augen- blick zu gewinnen, und gerade diese Hunderttausende können die Entscheidung bringen. Das sind diejenigen, die bis zum letzten Augenblick zwischen den Parteien hin- und her- schwanken und die schließlich von entschlossenen Männern und Frauen zu ihrem endgültigen Verhalten am Wohltag bestimmt werden. Das Auftreten und Wirken der P a r t e i m i t g l i e» d e r in ihrem Bekanntenkreis, in Werkstatt und Bureau, in ihrem täglichen persönlichen Verkehr ist für das Kräftever- hältnis der Parteien zueinander vielleicht wichtiger als alle öffentlichen Reden, Aufsätze, Flugschriften und Plakate zu- sammenaenammen. Auf diesem Gebiet kann aber noch in aller- letzter Stunde Wichtiges, vielleicht Entscheidendes geleistet werden. Tue darum jeder, der Sozialdemokrat nicht bloß heißen, fondern auch fein will, feine Pflicht! Der Wahlkampf, vor bestem Ende wir stehen, wird ge» kennzeichnet durch die krampfartigen Anstrengungen der äußersten Rechnen und der äußersten Linken auf der einen Seite und durch die solide Kraftentfaltung de? Sozialdemokratie auf der anderen. Den Massen der sozialdemokratischen Arbeiterschaft ist ihr Selbstbewußtsein zurückgekehrt, und das Geschrei von rechts und links vermag sie nicht mehr zu irritieren. Sie blicken mit einem Gefühl der geistigen und sittlichen Ueberlegenheit auf das radaunationa- listische wie auf das linksputschiscische Treiben, sie wissen, dag das Dinge sind, die vorübergehen, daß aber die Sozial- d e uro kratie bleibt und wcitermarschiert. Bergleicht man die Bewegungen von rechts und links, so springt e i n großer Unterschied in die Augen. Nämlich die von ganz links haben immer über die Ergreifung der poli- tischen Macht deklamiert, die von ganz rechts haben da- gegen zielbewußt an ihr g e a r b e i t e t. In den Bersamm- lungen begegneten sich Deutschnationale und Kommunisten mitunter in dem gegenseitigen KomplimSnt, daß im Grunde genommen sie allein forsche Kerle wären, und daß der Kampf um die Zukunft Deutschlands zwischen ihnen ausgetragen werden müsse, was aber dazwischen liege, das tauge nichts. Die geschmeichelten dummen Teufel von der V.K.P.D. merkten gar nicht, wie weit sie sich dabei aufs Eis führem-ließen.«Ihr Bemühen, dem Proletariat die Macht zu verschaffen— wobei sie mit einer fast komisch wirkenden Naivität unter dem Prole- tariat nur stch selber verstehen—. ist hilflos plump und dilet- tantifch. Die Methoden der Reaktion sind den ihren zehnmal überlegen Wenn die Sache der Arbeiterschaft keine besseren Vertreter hätte als diese Kommunisten, die all? realen Macht- kaktoren übersehen und ganz im Reich der Phantasie leben, dann wäre es um sie verzweifelt schlecht bestellt. Glücklicherweise verfügen aber die Massen des werktätigen Volkes über eine Vertretung, die In den Methoden eines wirk- lichen Machtkampfes besser Bescheid weiß. Die Sozialdemo- kratie hat sich als die einzige Arbeiterpartei erwiesen, die es versteht, politische Macht zu erobern und festzuhalten, und daruni ist sie a l l e i n es, die den Kampf gegen die Vertreter der alten Standes» und Klassenvorrechte zu führen hat. Die Reaktion, die nicht phantasiert, fondern rechnet, weiß ganz genau, daß jede Stimme, die für die Sozialdemokratie ab- gegeben wird, einen Strich mehr durch ihre Rechnung be- deutet, während die Stimmen, die auf die U.S.P. und die V.K.P.D. entfallen» dadurch, daß sie die Sozialdemokratie schwächen, letzten Endes i h r zugute kommen. Es ist nicht zu verkennen, daß die Erkenntnis dieser klaren Sachlage bei allen Gegnern der Reaktion seit den Reichstags« mahlen des vorigen Jahres bedeutende Fortschritte gemacht hat. Gegen den ekelhaften Radauantisemitis- mus, der sich jetzt an allen Ecken und Enden breit macht, bildet nur die Sozialdemokratie einen festen Damm. Und der Traum des deutschnationolen Parteivorsitzenden H e r g t. er werde demnächst an der Spitze eines antisozialdemokratischen Vürgerblocks die Ministerpräsidentschaft übernehmen und für Preußen das werden, was für das gesegnete Bayern der Herr v. Kohr ist» kann nur dadurch zerstört werden» daß die Sozialdemokratische Fraktion in imponierender Stärke m den Preußischen Landtag zurückkehrt. Der Fortschritt dieser Erkenntnis läßt uns mit Zuversicht erwarten, daß die Bäume der„Preußenretter" morgen nicht in den Himmel wachsen werden. Aber diese Zuversicht ist nur dann begründet, wenn keiner von denen, die das sozialdemo- kratische Ideal der Republik und des demokratischen Fort- schritts zum Sozialismus im Herzen tragen, die kostbaren Stunden, die uns von der Entscheidung trennen, ungenützt verstreichen läßt. Die Partei erwartet, daß sedermann seine Pflicht tut!_ Polenputsth in Gftpreusien? Königsberg, 19 Februar.(TU.) Dom Ostdeutschen Heimat- dienst Allenstcin wird mitgeteilt: Der Bund der Polen in Ost- preußen hatte erklärt, daß er seine Arbeit loyalerweise im Rahmen der den Volksminderhciten durch die Vcrfasiung des Deut- schen Reiches gewährleisteten Rechte zu' tun beabsichtige und die landesvcrräterische Tätigkeit der freien polnischen Organisationen in pstpreußcn nicht fortsetzen wolle. Demgegenüber räumt ein Aufsatz in der Warschauer Zeitung„Rzcczpospolita" vom 10. Februar ein, ' daß der Polenbund die Aufgabe hat, Tiiasuren aus der„kreuzritler- lichen Knechtschaft" zu erlösen und die Vereinigung des erzpreußischen Ostpreußen, das für Polen eine ewige Gefahr bilde, mit Polen vorzubereiten. Den Warschauer Weisungen entsprechend geht auch die Arbeit des Polenbundes vor sich. Sein in diesen Tagen ver- haftcter Sekretär B a c z e w s t i hat in Ostpreußen für das in Thorn gebildete Masuren- und Ermländer-Regiment geworben, das be- rufen war, das Wilnaer Beispiel des Generals Zeligowfki nachzu- ahmen und auf ostpreußischem Boden einen polnischen Militärputsch ins Werk zu setzen._ ffelfferick wirbt. ?n einer deuischnationalen Versammlung in Frankfurt am Main, in der Helfferi'ch sprach, kam es gestern zu stllrmi- schen Auseinandersetzungen mit etwa IlXI Kommunisten, die vor Versammlungsbeginn in den Saal eingedrungen waren. Die Rede Helfferichs wurde fortwährend durch Zwischenrufe unterbrochen. Als es schließlich zu Tätlichtelten zwischen Kommunisten und Studenten kam, wurden die Kommunisten von den Dersammlunasteil- nehmern hinansgeprügell. Im Verlauf seiner Rede teilte Helfferich u. a. mit. daß die Deutschnationale Partei bereit sei, auch mit den Sozialdemokraten in eine Regierung einzu- treten, wenn man die Gewähr dafür habe, daß man in London unter ollen Umständen fest bleiben werde. Einer, üer's wUen mußte... Aus einem im übrigen recht belanglosen und langweiligen Er- innerungsbuch des österreichischen Generals Graf Josef S t ü r g t h, der im deutschen Großen Hauptquartier die Verbindung mit dem österreichisch. ungarischen Armeeoberkommando während des ersten Kriegsjahres unterhielt, folgende Faltenhayn-Anekdote: „Schon als F a l k e n h a y n mit der Führung seines setzigen Amtes betraut wurde, hatte er sich nicht damit begnügt, bloß von seinem Bureau in Charlsville aus schriftlich und durch den Draht mit der Front in Verbindung zu stehen. Sein Tätiqteitsdrang und die Ueberzeugung. daß eine persönliche Rücksprach« unter eigenem Augenschein an. Ort und Stelle in vielen Fällen mehr wert sei, als die ausführlichsten Be- richte, aeranlaßte ihn, sich sehr häusig, wenn auch nur auf kurze Zeit, an diesen oder jenen Teil der Front zu begeben. Von ihm i örte ich auch einmal den Ausspruch:„Was bei diesen Armeeober- kommanden zusammengelogen wird, ist ganz unglaublich!" Wohlgemertt: Das war im ersten Kriegsjahr, als es mili- tSrisch noch verhältnismäßig gut ging. Danach kann jeder ermessen, wie die militärische Lüge erst betrieben vvrde, als es mit unseren Kräften zur Neige ging. Die einzelnen ordensgierigen Generäle beschwindelten das Hauptquartier, das Hauptquartier be- schwindelte das Volt— und nachdem das Lügengewebe zusammen- brach, wurde von diesen Berufslügnern die Legendx der „erdolchten Front" erfunden. Shakespeares Mitral km Staatstheater Große Schönheit wird in den quellenden Gedanken dieses trost- reichen Lustspiels offenbar. Denn die Träume und Abrechnungen der Dichtung sind außerordentlich bunt und zahlreich. Die Welt, der das Werk seine Geburt gab, war sehr aufgeklärt geworden. Sie hatte einen neuen Weltteil gefunden und rätselhafte, als wild ver- schölten« Menschen. Sie beschäftigte sich unablässig mit Robinson- Phantasien über einen Glückszustand, bei dem die vernünftig be- arbeitete Erde jede Menschennotdurst schnell stillen würde. Und die fremden Menschen, die von den Seefahrern heimgebracht wurden, beflügelten die Einbildungskraft der Neugierigen ungeheuer. Sie bevölkerten in schwelgender Angst oder Ausgelassenheit die Erde mit Kalibanen, die halb Tier, halb Mensch sind. So kam endlich der Be- griff der Menschenpute allmählich aus. Der Zauberer sogar ist nicht nur ein zerstörender Geist, sondern ein ordnendes, versöhnendes Gemüt. Er ist nicht mehr ein bissiger, hinterlisllger Klingsor. Er ist der oerzeihende Prospers, der selbst erlittene Ungerechtigkeit nicht am Widersacher rächt Diese Schönheit des Gelstigen ist in die phllosophischen Rüpel- szenen Shakespeares, in die Wahnsinnsszenen des bösen mailänLi- schen Prinzen, in die Liebeszärllichkeit Ferdinands und Mirandas eingebaut. Die Rüpelszenen, die K o r t n« r s Kaliban und die Trunken- bolde, Fritz Hirsch und Eugen Rex, beherrschen, schaffen das laute Wirklichkeitsleben. Die drei wohlgelaunten Komödianten sparen sich keine Uebertreibung. Dabei gelingt es Kortner, minutenlang zu einer -moralischen Kreatur aufzuwachsen. Sein Gebetlallen, sein stammeln- des Revoltieren gegen Tyrannei, sein Zusammenkriechen, weil der Traum von der Freiheit nur eine Seifenblase war, das sind sehr eindringliche Leistungen. Es bleibt der Phantasie des Regisieurs die Pflicht, eine häufig spröde Geisterei, ein nur nachhallendes Herzensgezwitscher und die kleinen Tragödien des dynastischen Streites zu beleben. Der Re- gisseur des Bildes. Dr. B e r g« r. stellt« ein Fabeleiland auf, dem das tropische Ansehen fehlte. Doch Shakespeare, der heute erweckt werden soll, fiebert« sich ein unglaubliches Utopien zurecht» eine Insel, auf der Musik und Blumen millionenfach blühen. Den Stim- men dieser Aufführung, den Stimmen der Liebe und der moralisch Redenden fehlte die süßeste Gnade. Sie gerieten alle zu arg ins Predigen. Prospero ist mehr als ein Methodist, müßte Herrn D e e a r l i gesagt werden. Der herbgefügten Gliedrigkeit des aus der Fremde kommenden Fräulein Horn liegt auch die biegsame Verliebtheit Miranden» nicht. Die anmutige Jugend Ariels oersagt, wenn die Sprecherin nicht über die weiche und doch im rechten Augenblick hämmernde Märchenkantilene verfügt. Max Hochdorf. Gegen Kahr! Der Gewerkschaftsverein München hat einstimmig eine Eni- schlisßung angenommen, die das Vorgehen der sozialdemo- kratischen Parteien im bayerischen Landtag gutheißt und erwartet, daß sie an ihrem Standpunkt festhalten, die Regierung Kohr zu zwingen, von ihrer verbrecherischen Polltik im Interesse des Reiches abzustehen. Die Arbeiter Münchens sähen den kom- wenden Auseinandersetzungen mU Ruhe entgegen, würden aber, wenn notwendig, vor Anwendung der schärfsten Mittel nicht zurückschrecken. Neue Reöe Llopü Georges. Londom 19. Februar.(WTB.) Im Unterhause fand heute nachmittag die Debatte über die Reparationsfrage statt. B o t t o m l e Y brachte einen Abändcrungsantrog ein, worin dem Bedauern Ausdruck gegeben wird, daß seit Unterzeichnung jjfs Wasfenstillsiandes sowie in Anbetracht der Tatsache, daß das Land keine Gelegenheit gehabt habe, seine Ansicht über die Friedensver- träge, auszudrücken, und in Anbetracht der Politik der Minister mit Bezug auf die Entschädigungen und das Verfahren gegen die„Kriegs- Verbrecher", der König in der Thronrede nicht seine Absicht zum Aus- druck gebracht habe, das jetzige Parlament zu einem baldigen Zeit- punkte aufzulösen. Lloyd George erklärte, es bestehe«in großer Unterschied darin, ob Deutschland für die gesamten Kosten des Krieges bezahlen solle oder bis zur Grenze seiner Leistungsfähigkeit. Wir führen die Be- dingungen des Friedensvertrages bis zur äußersten Grenze dxr Macht irgendeines Landes aus. Bottomley habe nicht den ent- cherntesten Begriff davon, was bereits geschehen sei, um das Ab- kommen durchzuführen. Tatsächlich sei bereits ein« große Menge Rohstoffe, Schiffe und Kohlen abgeliefert worden. Di« Deutschen«rklären, das abgelieferte Material belaufe sich auf mehr als 20 Milliarden Mark. Die Allierten erklärten allerdings, es sei weniger, und diese Frage würde von dem Reparations- ausschuß untersucht. Deutschland habe an England Wert« von Hunderten von Millionen Pfund Sterling ausgeliesert. Wenn man wolle, könne man in Deutschland einsammeln. Aber wie wollte man es hierher bringen? Was würde er einsammeln? Von welchem Nutzen würden deutsche Pap'ermark sein, wenn man sie all« hierher bekomme? 2S0 davon seien augenblicklich notwendig, um ein Pfund Sterling auszumachen. Wenn Sie sie sammeln, erklärt« Lloyd George unter dem Gelächter des Hauses, würden Sie ein Schiff volle? Mark gebrauchen, um das Fahrgeld für sich nach Haufe zu bezahlen. Wenn man auf Unmögliches dringe, bekomm« man gor nichts. Der Krieg habe SO Milliarden Pfund gekostet, mehr als irgendein Land bezahlen könne. Es kann nur in Ware oder Arbeiksleistung gezahlt werden. Deshalb hätten die Alliierten den Ausfuhrzoll in den Reparations- plan eingeführt. Für alles, was Deut'chland �ausführt, werde es in Gold bezahlen, es müsse jedoch ein bestimmter Betrag für Rohstosfe und Lebensmittel ausgesetzt werden. Er stimme zu, daß Deutschland einen wesentlichen Teil des Der- träges nicht durchgeführt habe, wie es hätte tun können. Deutschland habe sich nicht bis zur Grenze seiner Fähigkeit oder in dem Maße wie die Alliierten besteuert. Deutschland komme vor Gcrtchl in Lumpen gekleidet, um zu zeigen, wie arm es fei. Die Mark sei jedoch nicht so verlumpt, wie dies scheine. Die Deutschen könnten ein bißchen mehr Politur auf. die Mark legen, und dies sei einer der Punkte, auf den bei der deutschen Delegation gedrungen werden solle, damit Deutschland nunmehr in die Lage komme, seine Verpflichtungen zu erfüllen. Lloyd George schloß: Wir wollen aber nicht vergessen, was be- reits vollendet wurde:. das deutsche Heer und die deutsche Flotte sind verschwunden, eine riesige Menge von Kriegsmaterial ist ausgeliefert worden, die deutschen Kolonien sind nicht mehr. Es wird unsere Pflicht sein, darauf zu achten, daß Deutschland bis zur äußersten Grenze seiner Leistungsfähigkeit bezahlt. Ich bedauere, daß Mit- glieder des Parlaments, die erklären, Deutschland könne größere Entschädigungen leisten, und die � kein fieseres VerankworMchkelksgefühl Copernicus als Oberschlefler. Die Polen nehmen den großen Astronomen Copernicus als einen ihrer heroorragendsten Männer in Anspruch. Sn dem Werk„Oberschlesien, ein Land deutscher Kultur" wird nun auf die Forschungen des früheren Breslauer Oberbürgermeisters Bender hingewiesen, der festgestellt hat, daß Copernicus nicht polnischer Abstammung ist- und sich auch nie als Pole gefühlt hat. Die Familie des berühmten Astronomen stammt aus dem Dorf Köppernig bei Neiße, von dem sie auch ihren Namen herleitet. Es ist dies ein deutsches Kolonialdorf in Oberschlesien, und der slawische Name besagt nichts für die slawische Abstammung des Coppernicus. Das Dorf Köppernig hatte mindestens seit den achtziger Iahren des 13. Jahrhunderts deuifche Bewohner. Das zeigen die in den Urkunden vorkommenden stammdcutschen Namen. „Man fühlt das kräftige Leben der Kolonistengemeinde", sagt Bender, „und diese ganze Gemeinde tritt einem nahe als eine kleine Welle von der großen Woge deutschen Bolkstums, die sich damals über den Osten Europas verbreite' hatte. Wenu der deutsche Bauernsohn aus dem damaligen Köppernig nach Krakau zog, so blieb er im Strom dieser Woge." In einer damals ganz deutschen Ortschaft siedelten sich also die Vorfahren des Astronomen im letzten Drittel des 14. Jahrhunderts an. Im Jahre 1458 erscheint dann sein gleichnamiger Vater, der vorher Krakauer Bürger gewesen war, urkundlich in Polen, und dort ist sein großer Sohn 1475 vus einem von Deutschen abstammendem Geschlecht geboren worden. wallner-Theaier:„Die Tanzqräfia". Na also, da habt Ihrs ja. Verlangt man von euch Unmögliches, noch nie Dagewesenes, ihr Herren Librettisten und Operettenkomponisten? Abfoiut nicht. Das Hauptmotiv der„Tanzaräfin" ist sogar gar nicht mehr neu. Dos letztemal damals im„Mascottchen". Nämlich hier eins Nacht vor der Hochzeit dort acht Tapz davor macht die romantifche, tempera- mcntvolle Braut ohne den ungeliebten Bräutigam einen keinen Abstecher aus einen sonst unerlaubten Ball, und l«rnt dort den Einzigen. Unwiderstehlichen kennen. Hier ist es eine Kneipe auf dem Montmarte. Alles spätere weiß man, auch wenn man den letzten Akt versäumt. Wird sie etwa den Einzigen nicht nehmen? Dann wäv? es ja eine blutig« Over. Aber die Herren Leopold Jacobson und Robert Bodanzkn haben sov el wunderbar ungarisch zigeune- rilches Drumherum geschrivben, däsz das andere ziemlich gleichgültig hingenommen wird. Das genügt.» Und R o b-e r Stolz, der Komponist, ist ein ganzer halber Kerl. Das schmalzig«, ellenlange, nur für die 90 Prozent Backsische berechnet« Flimmern macht er auch nicht yn'ftvaller als die anderen. Wo aber das ungarische Paprika zum Borschein kommt, da gibt? tausend Funken, die echten Goldglanz werfen. Und ein Humor steckt dann in die'er Musik der umwirfi. Bravo! Weiter so! Die Aufführung war g'änzend. Hier spreche ich auch gern von der Ausstattung, denn sie war köstlich. Für die Hauptrolle hatte man sich ein« Wienerin verschrieben, keine geringere a'sMlziGünther vom Theater an der Wien. Was für eine entzückende, faszinierende Künstlerin! Ob fis sintt, tanzt, träumt— alle« göttlichstes Ebenmaß, was man von ihrem Partner Karl B e cke r s a ch s nicht ganz sagen kann. Sein Singen ist nämlich fast nur noch em Imitieren, so ge- schmockooll es auch an sich ist und so wenig am Darstellerischen etwas an den Tag legen, Dinge vorschlagen, die ganz undurchfllhr» bar sind. Eine vorsätzliche Nichtausführung seiner Verpflichtungen durch Deutschland würde eine Aktion der Alliierten zu ihrer Er» zwingung herbeiführen: Bevor jedoch irgendeine Regierung die Der- antwortlichkeit übernimmt, nämlich die Verantwortlichkeit, an ihr betreffendes Land zu appellieren, und die energischen Maßnahmen zu ergreifen, die notwendig sind, um diese Verpflichtungen zu er- zwingen, müssen die Regierungen, Parlamente und Völker davon überzeugt sein, daß die. Richtdurchführung seiner Verpflichtungen von seilen Deutschlands nicht auf etwas zurückzuführen ist. was es vernunftgemäß erklären kann, sondern aus einen vorsätzlicheu Versuch von seilen Deutschlands, Europa noch einmal herauszu- fordern. Das Mitglied der Arbeiterpartei T. Show nannte den Versuch der Alliierten, aus Deutschland die jetzigen abgeänderten Forderun- gen herauszubekommen, einen Riescnbluff und sagte, die Arbeiterpartei unterstütze den Abänderungsgnlrag Bottomley, da sie der Ansicht sei, die gesamte Politik der Regierung mit Bezug auf den Friedensverttag müsse der Wählerschaft unter- breitet werden. Der Abönderungsanttag Bottomley wurde mit 181 gegen 40 Stimmen abgelehnt._ öricmös p!äne für Lonüon. Paris. 19. Februar.(EE.) Vor dem vereinten Senaksaus- schuß für Finanzen und Aeußcres gab Sri and gestern Aus- klSrungca über die Absichten, die er in London zu verfolgen gedeukk. Den Torsi kz führte P o i n c a r e. Ueber den Sang der Besprechungen berichtet der„Walin" das folgende: Briand konnte zeigen, daß gewisse Staaten ihre Vertreter in der Wiedergutmachungstommijjion nicht zu einer geregelten Tätig- keit kommen ließen. England habe geglaubt, daß das langsame Fortschreiten der Beratungen auf Frankreich zurückzuführen sei, das seine sinanziellen Ansprüche nicht bekanntgäbe, weil es imperialistische Ziele am Rhein verfolg«. Driand weist nach, daß Amerika sich im Unrecht be- finde, wenn es gegen die Ausfuhrt axe sich wendet, deren einziger Zweck sei, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Deutschlands fest- z u st e l l e n. Uebrigens könne man auf dies« Abgabe um so weniger verzichten, da sie beträchtliche Ergebnisse zeitigen werde. Nach e n g- l i s ch e r Ansicht werde der wirtschaftliche Aufschwung Deutschlands sich mit einer solchen Schnelligkeit vollziehen, daß die Ausfuhrtaxe viel höhere Beträge ergeben werde, als man jetzt noch annehme, und daß man in der Lage sein dürste, die Reihe der deutschen Jahres- Zahlungen dadurch zu oermindern. Mit letzterer Möglichkeit erklärt sich aber Frankreich nicht einverstanden. Briand erörterte dann die Zwangsmaßnahmen, wie sie aus den Berichten der Alliierten bereits bekannt sind. Poin- care fragte,- ob in diesem Punkte ein schriftliches Abkommen mit den Alliierten bestehe. Außerdem wurde an Briand die Frage gerichtet, warum Deutschland die Zwangsmaßnahmen nicht be- kanntgegeben wurden. Der MinisterprösMnt antwortete, daß Veukschlcmd in dieser Avgelcgenhclk nichts mitzureden habe. Die Abmachungen von Paris bezeichnet Briand als ein Mindestmaß, das keinerlei Verminderung verttaze(!). Die deutschen Ecgcnvorscl läge seien bereits einmal vorgelegt und abge- lehnt worden und auch über ihr künffiges Sckzlcksal können keinerlei Zweifel bestehen. Die Alliierten behielten sich lediglich die Möglichkeit vor, verschieden« Modalitäten der Zahlungen zu ändern, falls die Vorschläge Deutsch- lands von dem Wunsch diktiert werden, sich der Verpflichtungen rascher entledigen zu können. Belgiens Meinung über uuS. Brüssel, 19. Februar.(EE.) Im Kammerausschuß für Aeußcres erklärte Paul H y m a n, daß die Entwaffnung Deutschlands ver- schoben sei. Die pazifistische Gesinnung des deutschen Volkes solle nicht angezweifelt werden, aber der R e v a n ch e g e d a n t" fei in ganz Deutschland sehr lebhaft, Belgien dürfe stch nicht dl falsche Sicherheit wiegen lassen. getadelt werden kann. Ist das stimmlicher Niedergang oder über- große Aufregung? Ein halt.:? Abend für sich war diesmal Oscar Sabo als Dirigent einer Zigeunerkapelle. Hut ab! Oscar Sabo hat so viele dumme, stcrbensdumm« Rollen kreieren müssen, daß man immer Angst um ihn hatte. Diesen verrückten Dichter Keieti spielt er aber a's ein Chratterdarsteller allerersten Ranges und nicht als Operettendicner. Daß er noch als ausgezeichneter Geiger sich ent- puppt, sei nebenbei mit Vergnügen bemerkt. Alfred Läulner als richtig« Possenfigur, Pepi Zampa, die se'che Tänzerin Ethelka'u. a. ballen aufs beste mit zu einem Erfolg, der Dauer verspricht. Der Komponist diriaierte selbst, und zwar mit einer Eleganz und zugleich einem dämonüchen Feuer, daß man seine bell« Freude daran hatte. Heinrich Maur er. Dle Verglestung SSnlgsteln a. d. Elbe ist wieder unter gewissen. Bedingungen für den Fremdenverkehr freigegeben. So Ist einer der Hauptanziehungspunkte der Touristen wieder zugänglich. Während des Krieges war die Festung aus militärischen Gründen gesperrt, und in den folgenden Jahren diente sie wieder einmal wie schon früher so oft als Staatsgcfängnis. 24S Meter über dem Elbspiegel, auf einem auf drei Sekten fast senkrecht aufsteigenden, nur von einer Seite aus schwer zugänglichen Sandsteinkelsen gelegen, schaut sie auf das Elbtal herab, das sich in mächtiger Schleife um den jenseits des Sttomes emporragenden Lilienstein herumschlingt.. Bon keiner anderen Stelle hat man einen so großartigen Ausblick auf die romantische Bergfest« wie vom Lilienstein aus, der den Königstein noch 51 Meter überragt.'> Schlimme Aussichken für uneheliche väker. Dr. Abrams, P o- sessor der Patholaai« an der Staniord Universitöt in den Bereinigten Staaten will ein Instrument erfunden haben, mit dem man noch- wessen kann, wer der Vater eines unehelichen Kindes Ist für den Fall, daß mehrere Männer in Frage kommen. Prof. Abrams uniersucht mit seinem Instrument das Blut des Vaters und das des Kindes, das bei t-üden dieselbe Eleklronenvibration ausweisen muß. Diese Er- sindung düsste wohl in dieselbe Kategorie gehören wie die künstlich« Kaninchenzüchtung._ Erstaussübrungen der Woche. Dv. Kammerspieke?.KenUit«� Tennab. VolkSbübne:„Kapitän Brahbounbi Bekehrung.' Tie Häusling von Erstanfiülirlingen au! einen Jlbend entwickelt fldj wieder bedrohlich, obwohl die Berliner Tbeglerdirektoren ihren Berlt>nh haben, der die e und andere Tinge regeln zckllle. Am ftrelt.ig waren wieder vier Rovitäien. Da die l'c'er sich auch noch sä, anderes intereisteren. werden die Thealer sich daran gcwäbnen müssen, ibie wellbewcgendcn Afsären unter Ilmsländen erst 1—2 Tage spälcr tritl ch bellopst und durchleuchlct wieder« zu'eben. Yiikuuabelnblebftahl in de? Staatsbibliothek. Der Abteilung der ältesten Drucke in der Preni-jichen Ltaalsbibliolhel ist ein« be'o'der« kollbare Inkunabel geslohlc> worden, der älteile Druck von Petrai cas Griselois. der in, Jahre 1472 von dem Augsburger Diucker Johanne« Bämler hergestellt wurde. Der Druck, der aus dem stehengebliebene» Deckel be-.ausgeschiiilten wurde, ist anscheinend das einzige von dieser Inttinnbel libeibaupt erhalten gebliebene Exemplar. Leider ist der Dieb- stahl nicht der. einzige, der die Koslba, leiten der Inlunabel.Ableiwng de- troffen hat. Verbesserung der Sicherheitsmaßnahmen ist dringend er- sorde: lich. Morgen wählst Du S.P.D.! I SroßSerün RaubmorS in örr Molplaquetj�raße. 10 000 m. Belohnung. bin neues Verbrechen an einer Frau wurde gestern nachmittag in der Malplaquetstraße verübt und spät abends von dem Ehemann der Ermordeten entdeckt In dem Hause Nr. 12, an der Ecke der Utre>/ter Straße, wohnt im zweiten Stock des Vorderhauses der 37 Jahre alte Kraftdroschkenbesitzer Otto Meinbardt, der seit Sep- tember v. I. mit seiner 29 Jahre allen Frau Margarete, geborene Volkmann, verheiratet war. Die Frau sah in den nächsten Wochen ihrer Niederkunft entgegen Während Meinhardt gestern in seinem Beruf tätig war, begab sich sein? Frau in deg ersten Nachmittags- stunden mit einem Blumenstrauß zu ihrer Schwägerin. Frau Volk- mann, in der Antwelpenkr Straße, um ihr zum Geburtstag Glück zu wünschen.»Sie blieb dort nicht lange und muß gegen 214 Uhr wieder zu Hause gewesen lein. Bald darauf ist ste ermordet und be» raubt worden. Genen 3 Uhr hörten Nacbbarsleute den Hund, einen jungen deutschen Schüferfuind, in ihrer Wohnung bellen und dann wimmern. Sie dachten sich nichts dabei, weil es gleich wieder ruhig wurde. Um K Uhr abends kam Meinhardt a"s dem Dienst nach Hause. Er fand die Flurtür nur eingeklinkt. Er glaubte erst, daß sein« Frau, die er noch beider Geburtstagsfeier wähnte, nicht ab- gesch'offen habe und wunderte sich darüber. In der Küche, die er zunächst betrat, fand er den Hund allein. Jetzt sah er, daß das Küchenspind erbrochen war und daß seine Ersparnisse, 6500 ZTL. daraus geraubt waren. Das Wohnzimmer, das rechts van der Küche liegt., fand er ver- schlössen. Er glaubte, daß seine Frau es bei ihrem Weggany abg»- schlvsten habe. Die Schlakzimmertür dagegen war nicht nerschlosten. In diesem Raum fand Meinbardt die Betten durchwühlt und die Schränke erbrochen und auf Ibren Inhalt d"rchsucht. In der Mei- nuna, daß Einbrecher die Abwesenheit seiner Frau benutzt hatten, um die Wohnung auszuplündern, daß es ihnen aber nicht gellmaen wäre, die Tür zum Wohnzimmer zu pstnen, begab er sich zur Polizei um Anzeige zu machen. Bevor noch Beamt» erschienen, machte er sich dann mit- einem Nachbarn daran, das Wohnz'mmer. zu dem der Schlüstcl fehlte, aufzuschließen. Das gelang auch. Jetzt bot sich den Eintretendenein entsekzücher Anblick. Frau Meinhardt lag in einer großen Blutlache tot neben dem Schreibtisch ans dem Fußboden. Die Leiche lag auf dem Rücken und war mit Decken und einem Läufer zugedeckt. Obenauf lag der Schreibtischsestel. Auch im Wohnzimmer waren alle Behältniise erbrochen und durchwühlt. Nach dieser furchtbaren Ent- deckung wurde die Volizei dringend noch einmal aerufen. Die Be- mmten. die jetzt erschienen, riefen weich noch den ersten Feststellungen den Mordbereitschallsdienst der Kriminalpolizei. Bald kamen dann d-r Chef der Kriminalpolizei. Oberregierungsrat Hoppe, die Krimi- nolkommistare Tegtmener und v. Deinrichz mit ihren Beamten, der Erkennunasdienft und der Gerichtsarzt Prof. Dr. Strauch. Dieser untersuchte die Leiche, nachdem sie mit ihrkr Umoebung vom Er- kennungslienst photographiert worden war. Die Ermordete lag mit gefalteten Händen und angezogenen knien auf dem Rücken. Wahrscheinlich hat ste. da ein Knebel im Mund« ihr das Sprechen unmöglich machte, auf den Knien mit erhobenen gefalteten- Händen ihre Mörder um Gnade gebeten, lieber dem rechten Auge zeigen sich zwei flaffende Wunden, die einen starken Bluterguß zur Folge gehabt haben. Sie gehen bis auf die Knochen. Der Tod ist vermutlich durch Ersticken eingetreten. Die Mörder haben ihrem Opfer als Knebel eine kWn« gehäkelte Decke, die sie auf einem Tischchen fanden, tief In den Mund hineingestoßen. Nach dem Befund und den Ermittlungen ist anzunehmen,� daß Frau Meivdardt bei ibrcr Rückkehr von ihrer Schwägerin Einbrecher in der Wohnung überrascht hat und von diesen niedergeworfen, ge. knebelt und dann am Boden liegend noch auf den Kopf geschlagen oder mit den Füßen aetrelen worden ist. Ein fremdes Merdwerk- ,elig ist um Tatort nicht gefunden wordem Daß die Frau gleich nach ihrer Rückkehr überfallen worden ist. geht daraus hervor, daß ste noch den Mantel trug. Die Täter, wahrscheinlich gewerbsmäßige Einbrecher, haben jedenfalls gewußt, daß Meinhardt itz seinem Be- ruf abwesend war und daß seine Frau zur Geburtstagsfeier ihre Schwägerin aufgesucht hotte. Sie wüsten das irgendwie ausge- kundschaftet haben und hoben sicher damit gerechnet, daß sie sich bei der Schwäger!» längere Feit aufhalte,, werd« Für zweckdienliche Angaben zur Ermittlung der noch unbekann- ten Täter ist eine Belohnung von 10 000 3� ausgesetzt worden. Alle Mitteilungen werden vom Mordbereitschaftsdienst im Zimmer 89 des Berliner Polizeipräsidiums, Hausanruf«35. entgegengmommen. Die Kommistare Tegtmeyer und von Heinrichs, die die Ermittlungen leiteten, waren die ganze Nacht hindurch tätig und setzten die Nach- Forschungen mit ihren Beamten heute gleich wieder fort. Noch im Laufe der Nacht wurden die ersten Zeugen vernommen. Sie bekun- deten das Wimmern des Bundes und den Besuch eines Mannes, der ihnen verdächtig erschien. Es ergab sich jedoch, daß dieser Mann nicht in Betracht kommen kann, weil sein Besuch schon in die Bor- mittaasstunden fällt. Der Tatort wurde heute vormittag von der Mordkommission noch einmal genauer besichtigt, nachdem die Leiche nach dem Schauhouse gebracht worden war. Es wurde festgestellt, daß außer den 6500 M. auch noch eine goldene Damenubr mit einer feingliedrigen langen Kette geraubt worden ist. Das Geld besteht aus Einhundert-, Fünfzig- und Zwanzigmarkscheinen. Sie sind zu je 1000 M. gebündelt, die Bündel mit einem Zwirnfaden verschnürt. zustellen. Hierin drückt sich eine ziemlich starke Zentralisation aus, s In Köpenick sprach vor einer stark besuchten Verfamm- wie sie beim Siedlungswesen eines großen Wirtschofts- und Ge- l u n g im geräumigen Saale des Stadttheaters Genoste Karl meindegebictes durchaus erwünscht und notwendig erscheint. Den Mermuth. Sein Referat wurde auch von den anwesenden Kom- Bezirken wird im wesentlichen die Planung und Ausführung der Punisten und Unabhängigen lautlos angehört. Und in der Dis- Bauten überwiesen; zu ihren Aufgaben gehört die Durchführung der'ussion vermochten unsere Freunde von links nichts vorzubnngen. ÄS."""Ä T,,?' K'ÄÄ l&SÄS»S-S; Ä und Holzhauser und die Aufstellung der Elnzelhaushaltsplane.— i abhängigen Redner die Ursachen der Parteispaltunq berührt wur- Das �leingartenwesen ist mehr dezentralisiert. Der Zentrale ist die, den, fertigte Mermuth denselben unter großem Beifall der Der- Aufstellung von Grundsätzen und Richtlinien, die Schaffung von> sammelten ob. dabei betonend, daß die Zeit nicht mehr fern sein Uebersichtsplänen, die Führung der Statistik und die Schaffung von; werde, in der den Unabhängigen von den Verhältnisten d'- bisher Dauergärten zugewiesen, während die Bezirke die Einrichtung und an der Mehrheitssozialdemokratie geübte Kritik selbst u u f g e- Verpachtung der Kleingärten durchführen sollen. Die Wahl öes Sezirksamtes 5 tIrkeScichshain). z w u n g e n werde. Dadurch würde der Gedanke der Einigung des Proletariats der Wirklichkeit nahegerückt. Die Versammlung be- deutete einen glänzenden Erfolg für die Partei und bietet gute Aus- ficht für den' Ausgang der morgigen Wahl In Sarlshorst referierte vor überfüllter Versammlung Mi- nisterialrat Genoste Menzel. Seinem Referat folgte eine leb- hafte Diskussion, an welcher sich oie Parteien der verschiedensten Di« in der Sitzung der Bezirksversammlung am 18. Februar vorgenommen« Wahl des Bezirksamtes nahm einen unvorhergefehe- nen Verlauf. Die Unabhängigen erllörten nämlich bei Eintritt in„„„„f. die Wahl, daß sie sich nicht mehr an die getroffenen Abmachungen> h». w � gebunden säh en. Nachdem die bürgerlichen Fraktionen im Bezirk L, �°° Wilmersdorf, entgegen den zentralen Vereinbarungen die sozialistisches cutgeqenstehei�n MeiniMgen glänzend widerlegt.� MinMheit bei der Besetzung des Bezirksamtes nicht berücksichtigt' wiwria henfMAtf' hällev lehne es die unabhängige F.aktion ab. wie vereinbart, einen lulltcr VersammlungGenoffe Franz Krug er. Zweifellos beabsichti» bürgerlichen Kandidaten in das Bezirksamt zu wählen. Die Bürger lichen drohten mit Represtalien in den Bezirken, in denen sie die MoHrHeit besitzen und beantragten Vertagung der Wohl. Dieser An. trag wurde abgelehnt. Gewählt wurde zum Bürgermeister M i e l i tz gen, so betonte der Redner, die Rechtsparteien nicht nur eine Der- drängung sozialdemokratischer Minister, sondern sie wollen die Politik der Reichsregierung auch auf Preußen übertragen. Redner bedauert lebhaft die Zersplitterung der Arbeiterschqft und zeigt, daß die (U.S.P.), zum stellvertretenden Bürgermeister D r L ck n e r(S.P.D.).! U-S.P. keine Existenzberechtigung mehr Hobe. Die Wahl durfte zu besoldeten Stadiräten Rosin und Klo th(U.S.P.). H ü n i ck e! wr sie em Grabgesang werden. Mit den Kommunisten setzte er sich und Ostrowski(K.P.D.) und Mann(S.P.D.). Bei der Wahl l mit guten Gründen eingehend auseinander. In der Diskussion sprach der unbesoldeten Stadträte wurden abgegeben: Für die Liste der s ein Kommunist Hermann, der dem Genosten Krüger einize Lücken US.P. 24 Stimmen gewählt Frau Demning. Schütze und'M Referat nachweisen zu können glaubte. Der Aermste wurde aber Gustav Müller. Für die bürgerlick� Liste 15 Stimmen gewählt i durch Zwischenrufe derartig befangen, daß er unter lautem Gelächter Magistratsrat Wölbling. Für die sozialdemokratische Liste abtreten mußte. Im Schlußwort betonte Genoste Krüger, daß dies- 11 Stimmen, gewählt W i l d e g a n s. Für die Liste der Kommu- mal die Wähler nicht blindlings diejenige Partei wählen werden, nisten S Stimmen, gewählt Müller. die recht viel verspricht, sondern sie werden immer mehr zu der Er- kenntnis kommen, daß nur die S.P.D. allein die Bahnbrecherin einer besteren Zukunft ist. Eine Abfuhr holten sich die kommunistischen Theorien in einer Versammlung, welche am Donnerstag in Duck stattfand. Ihr« wieder. holt angewendet« Praxis, durch wüstes Schimpfen sachlich« Darlegungen unmöglich zu machen, e''wies sich diesmal als recht unae- eianet. Der Referent, Genoste H ö u ß l e r, hielt Unter großem Bei- soll der Versammlung den hirnlosen Schreiern unter den lommu- nistischcn Versommlungsbesuchcrn das Unsinnige ihres Gebaren» vor Auasn. Allgemein war man überzeugt, daß sich gerade in dieser sehr stark besuchten Versammlung mancher urlerer Geaner von der Richtigkeit und Wob-heit unserer Weo« und Z>'« hat Lb-'r- zeugen lasten und am 20. Februar unserer Liste seine Stimme i'bt. In Stogllß sprach Genosse Pfarrer B l e v e r In einer überfüllten Versammlung, dl? überwiegend von Frauen beb'cht war. Einine bürgerliche Diskussionsredner mußten unter der Wucht der anaefübrten Tatsachen zugeben, daß die S.P.D. wirklich eine schöpke- rische Partei sei. Eine Imvosante Wädlernersnmwluny hatte unsere Partei i» w'gen meie--umj-» rryoo Piarrer«co vsrnipruaj. i>ie in tet Pechrs Gesellschaftsbaus in Britz. Genest? 5t-sef Muhlmann vorigen Sitzung erfolgte Einsührung seiner Fraltionskollegin Frau cfs R?k-rent hielt mit der Reaktion gründliche Abrechnung. In der Weg« war nämlich vom Magistrat für ungültg erklärt worden, weil Diskussion meldete sich auch ein Kommunist Müller zum Wort. die Rücktritteerklarung ihres Amtsvorgängers nicht ordnungsmäßig Feine konfusen Ausführungen lösten ab-r nur lckmNendes Gelächter erfolgt war. Frau Wege, durfte sich deshalb nicht an der Wahl be- hei. her Versammlung aus. Als Herr Müi'er schließlich behauptete. teiligen. Aber schon vor Eintritt in die Wahl halte Herr Koch ange- die Kommunisten seien die Aufbenier und Träner der Gewerkschaften. kündigt, daß er sie anfechten werde weii ste nicht PunlN:ch zu der auf wurde das Gelächter so stark, daß er verärgert die Bühne vcrNeß. der Tagesordnung vorgesehenen Zeit vorgenommen wurde. i Dl« Mählerver�mmlung des 14. Srest-s im«KchulG�q.,». Vor der Mahl des Dezirksom'e, nahm die»eztrlsneiiommlung schenk in der chasenheid« war sehr g.'f besucht. GenoN? Graßmann einen von Wildegons(S.P.D.) erstatteten Berich der Kam, � eh �a�zu nmstcraültiges Relerat. so sachlich und voll be. mlsstvn entgegen, die beauftragt war. die Lerhaltnisse aus dem w?izkrSstiaen Maleriol?, daß selbst die anwesenden Kommunisten Viehhof hinsichtlich der dor lagernden großen'Mengen°°>, j nicht durch Zwischen, ufe zu stören waaten. Die Erzieh,.nnsarbeit �er!N�en zu unter.uchen. Ueberemstlmmung herrschte lN der unserer Neukrissner Genossen durfte o�erdinog bei diesem Verdösten Bezirksoersammlung darüber daß es hohe Zelt sei. dies« schon seit �r Kommunisten auch etwas mit in Frage kommen. Dafür sandten J)"""1111111111'.................... l Wahlausweise' f Amtliche Wahleinladunqskarten«erden zur i Wahl am 20. Februar nicht versandt. Jeder Z Wähler— Mann und Frau— nehme daher f eine Legitimation(Paß, Steuerquiltung. Ver» i sicherungskarte, Mietvertrag, Geburts- oder 7 Heiratsurkunde) zur Wahl mit. ............................................. niiniii.......... mehreren Jahren lagernden Heringe in den Verkehr zu bringen, um ihr völliges Verderben zu verhüten. Sonderausgabe des„VorwSrtS" Am Montagmorgen erscheint ein« Sonderausgabe des .Vor- sie dann auch einen der ungeschicktesten ihrer Redner, den Herrn Pieck als Diskussionsredner vor. 5>omcriiches Ge'Wer d-r ganzen Lerlammlung unterbiach wiederholt die kommunistische Tirod«„nd unsere Diskosstonsrcdner rechneten so gründlich mit den Kommunisten ab, daß dieselben das Schlußwort des Re,?renf»n aar nicht ab- wärt-" mit den ersten Wahlrefultaten. Durch unseren umfastenden warteten sondern nach Schloß der Diskussion W�weioend. w", ''''- man sonst an ihnen oor nicht gewohnt ist. wie beonstene Pudel ob» Organisationsappargt ist für ein� rasche und zuverlässige Bericht zogen. In seinem Schlußwort wandte tzch der Redner besonder» erstattung geforgt. Die Sonderausgabe wird bei den Straßen- an die Fraueo„nd. forderte auf zu rcaer Mitarbeit am Wahltag!. Händlern und Kiosken für den Betrag von 30 Pf. zu haben sein...........•---—-- Eine Belieferung an die Abonnenten erfolgt nicht. Don ausbrechenden Gefangenen überfallen und niedergeschlagen wurde In der vergangenen Nacht ein Austeher des Amtsgerichtsge. fängnisies ln Storkow. Die Ausbrecher drangen, nachdem sie den Aufseher überwältigt hatten, In ten Kosienraum ein und raubten die Gerichtskasie und eine Schreibmaschine. In einer lehr gut besuchten V?rsamml'ina in Dahlem. R'ltg"ront Schill,, on ksN<>st? Gooost« Dr. Otto Ostrowski die Härer in zweieinhalbstündigen Ausführungen dermoSen, daß«>"« ger-dozu WMMrm., ÄÄÄ Meistens glauben, die Absender von Flugpostbriestendungen, daß„nh d>'e t«�'» Wahlvcrsammlum, der S.P.D. zu die Sendungen nach Ankunft des Flugzeugs ohne weiteres durch den b?sten A"?sichten auf die Wabl. Eilboten abgetragen würden. Die Flugzuschläge sind aber so niedrig t Im..Kasierbni" in?-s,sen»orf sprach Genosse Dr. Z e chlln. �— für Por pctctc und Briese bis 20 Gramm außer der ge» Obwohl in der Röbe die'«? Verlammlunaslakg's o'escg,»itig zwei wohnlichen Gebühr Im Inlandsvcrkehr 20 Pf., Im Auslands- weitere oFfentliitz« P>:rfammlunoen, unh>war d?r D«utsckm--llor"»'«n verkehr 40 Pf.—, daß damit nicht auch die Eilbcstellung bezahlt sein„cd der Aomminustsn wurden, war de' große Saal kann; beträgt doch allein schon die Eilbestcllgebühr für Brief- ssbe'süsst. Annähernd tckWend Zvdörer sollen m't S-onm'no>-?n sendungen, wenn sie vcm Absender vorausbezahlt wird, im Orts- Aussübrunoen des R?s''''enter>. der an zahlreichen BeisWelen d>« Rcv» bcstellbezirk 1 M., im Landbestellbezlrt 2 M Dies« Sätze müssen der o-->ni«rischkn Zlrovment« nochmis». Der stürmische in nächster Zeit zur Deckung der Selbstkosten der Post noch erhöht Beifall, den der Redner erbie't, bemesst, daß ssch auch d'e anwesenden werden. Es muß daher bei Auflieferung von Fkugpostbriessendungen, Gecmer von seinen Auslüh'vno-n. haben über-euoen lassen, zumas in deren beschleunigte Übermittlung an den Empfänger gewünscht wird, der Diskussion nicht einer der Geaner dem Referenten entgegentrat. 1 die Eilbestellung verlangt und die Eilbestellgebühr gleich im voraus'-. entrichtet werden. Dann wird ei reicht, daß die Sendungen noch am � �guntten der be-moiktren-n OberschleNer verong»Net dl. de. ! Tage des Abflugs in die Hände der Empfanger gelangen, wahrend K-tht W o, d o>,. Fnhgbfrin der Mtohcn solbenen bei Abtragung in gewöhnlicher Weife dlj Dortelle der i schnellen L-wnstmedaiile in Tentlihlond und Eibweden. In ibrem At''Ii<'r,«m Kol«. Flugpostbeförderung leicht verlorengehen, was z. B regelmößig ein- Bismaickstr. N5. ntn 20. ltcbiuar hon ,0—4 Nbr eine Au» stell«?-». All«, tritt, wenn das Flugzeug den Anschluß an die letzte Briefbestellung den«, die oberi�leMche SoDe om Herzen liegt, werden gHeten, die Au», Ein öerlkner SieSlunasöirektor. Für den wichtigen Posten eines technischen Generaldirektors für Städtebau und Siedlungswesen in der neuen Stadtgemeinde Berlin steht näheres noch nicht fest. Die zuständige Wohnung»- und Sied- lungsdeputation wird stch erst in ihrer nächsten Sitzung, die voraus» sichtlich-Ende dieses Monats stattfindet, mit der Frage beschäftigen. Wahrscheinlich wird die Berufung eines hervorragenden Fachmanns und Künftters vorgeschlagen werden. 0 In der gestrigen Sitzung legte die Siedlungsdeputation bei der weiteren Beratung der Satzungen für das Siedlungs- und Klein- gartenamt die Grundsätze für die Durchführung und Ueberwochung der städtischen Siedlungsbauten fest. Danach soll dos städtische Sied- lungsamt die Entscheidung über Art und Umfang der zu errichtenden Siedlungsbouten treffen, die D-rteilung der vom Reich oder anderen Stellen gewährten Baukostenzuschüsse vorbereiten. Richtlinien über die Art und Größe der zu erbauenden Wohnungen aufstellen und die von den Bezirken ausgearbeiteten Entwürfe prüfen. Ihm liegt ferner die Ueberwochung der Ausführung der Siedlungsbauten ob. soweit in diesep, Punkte nicht Ausnahmen von der Deputation be- schlössen werden. E» hat schließlich den Ges«nthau»halt»plan auf- des Flugtags nicht mehr erreicht. Unsere Wahlversammlungen am Freitag abend nahmen, wie aus den noch eingelaufenen Be- richten hervoraeht, einen prächtigen Verlauf. In der Schulaula Scnefelderstr. 6 sprach vor einer sehr zahl- reichen Wählerschaft der Gen. Dr. R e st r i e p k e. h»r in tempera« mentooller Weise das Verholten der Rechtsparteien krittstert«. Die Betonung der Roiwendigkeit einer Einheitsfront setzte die Zuhörer- schaft in begeisterte und wahlfreüdigste Stimmung. Trotz Aulsorde. rung des Bersammlungsleiters meldeten sich Gegner nicht zum Wort. In sehr gut besuchter Dersammlung in der.Sönlgsbank", Große Frankfurter Siraßc, referierte Gen. Kallmann. In treffenden Aus- ; führungen schilderte der Referent die von unseren Genossen in der Landesversammlunq geleistete Arbeit, dabei betonend, daß nur«ine st a r k e s o z i a i i st i s ch e F r a t t i o n in der Lage sei, die R-aktton in Preußen Hiniai-zulzalten. Die Genossen Melle. Marx, Keller und die Genossin Auguste Hoppe unterstrichen oder er- gänzten die vom Referenten gemachten Ausführungen. Ein Mit- glicd der D.K.P.D. versuchte die Versammelten von der Richtigkeit der Ideen seiner Partei zu überzeugen, vermochte aber wenig Ein- druck auf die Anwesenden zu machen. Im Schlußwort setzt« sich der Referent mit den von dem Kommunisten gemachten Ausführungen auseinander.* Seine Darlegungen wurden von der Dersammlung mit lebhaftem Beifall aufgenommen. stellung recht zahlreich zu besuchen. Grofi-Serliner parteinackrickten. Heus«, Sonnabend, den 19. Febrnar: 7.»St. Sämtliche FunitlWür« treffe» stch abends V,l0 Uhr bei Siegnnolb, »IllSerste-ffe. m 44. Nbt. Abend» 7 Uhr dkl Serfin. Panlffraße so. Wichtige Besprechung mit B«tirtssi,br»rn und?er»'->uen«Ie»>en. 78, Abt. Schiineberq: Da» Wnhlbnreau befindet sich bei Händel Bardera- straff, II cStevban 3381,. D>e Senoffen treffen stch dar, um>/,g Übe zur Wahlaebeit. 8» Abt. Marlenbarf! Da, WabUnireau befindet sich im Rathau», nicht bei Ratbmann sS' dring 1230»nb 12321 88. Abt.?I»t»«rad«: Wahldur, an im Restaurant Buaenstock, Bahnhaistraff«. ICH. Abt. ffrledrich»hageu: Wahibureau bei Friedrich Otto,«irchfirat» 2S. (Frildr!ch»hagen 12».) Zunasoilaliste». Siffunq be» Arbeit»au»schllffes am Montag, de»». Februar- abends« Uhr, tm Borwärtogebäud« ?ugenüveranftaltungen. Nr ei» 3, Wedburg. Die tugendlichen cSenaffen treffen stch abend» 7 Uhr bei «ecfin, Pantstr. SO._ Geschästlicbe Mitteilungen. .____ J. Bei dem Inserat M» vom Freitag muh e» heißen vranienstr, »ei dem Inserat Moriff-Ia» Barletb-S-f« ln»r.« '" � H/M. OewerMQjwbewegung Oer Vergarbeiterverbanü gegen Üie Kommunisten. In einem Aufruf an die Acrbandsmitglieder, der sich gegen die ............~ fti'" kommunistische Maulwurfsarbeit richtet, kündet der Vorstand des Bergarbeiterverbandes scharfe Mahnahmen gegen die linksradikalen Aerfplitterer an. Unter Bezugnahme auf die im Januar in Berlin gefaßten Beschlüsse wird betont, daß alle Mitglieder, die sich 1. an Bildung kommunistischer Keimzellen oder Fraktionen beteiligen oder f:. c"—S.____ n(-■ t s... St/* Mi-**-» D vie kaufmännischen Angestellten und Werkmeister der TexM- «««''-- industrie sowie der Färbereien und chemischen Waschanstalten hatten sich am Freitag in einer von der Afa einberufenen Versammlung zahlreich zusammenglstjnden, um zu der Frage der Annahme oder Ablehnung des Schiedsspruchs Stellung zu nehmen. Der Schiedsspruch betrifft nur die Gehaltssätze, da der Manteltarif bis zum 3l. März weiterläuft. Gefordert worden war für alle Gruppen eine Gehaltszulage von 50 Prozent. Der Schiedsspruch brachte den kaufmännischen Angestellten gestaffelte Sätze, die für die Expedien- tinnen und Filialleiterinnen der Färbereien und chemischen Ms aller Welt. Der Klcppelsdorfer Toppelmord. Dl« Obduktion der beiden Leichen ergab, daß die sechzehnflhriy« ei Schüsse und Rrttergulsbesitzerin Dorothea Rohrbeck durch zwei ihre zwölfjährige Kusine, Ursula Schade, durch einen Schuß ge- tötet worden ist. Ueberraschend war die Feststellung, daß die Nein« Schade bereits einmal einer Ouecksilberkur unterworfen ge� we;en ist. Die Leiche�der Rohrbeck ist von der Gerichtsbehörde frei. ....................................„...................... Wäschereien eine Gehaltserhöhung von nur ungefähr 10 Prozent gegeben wortzbr, die der Schade noch nicht. Es herrscht die Aw sie fördern, Z. an Konserenzen teilnehmen, die von kommunistischer und für die übrigen Kategorien von. 20 Prozent bedeuten. Dagegen nähme, daß i?i ch t. wie es zuerst scheinen wollte, die Schade� viel- Seite einberufen und gegen die Örgamsation gerichtet sind, 3. als wurden den Werkmeistern in der Textilindustrie Zulagen von leicht unter hypnoti'chem Zwange ih-es Stiefvaters, zuerst ihre Kusine Kandidaten für die kommunistischen Wahllisten aufstellen lassen oder 40 Prozent und den Werkmeistern in den chemischen Wäschereien und dann sich selbst erschossen hat, sondern die Tat von dem Archi- jür sie agitieren und 4. die Einheitsfront und die nötige Verbands- und den Färbereien Zulagen von 30 Prozent zugestanden. Der Refe- tetten Peter Gupen ous Wolsenbüttel ausgeführt worden ist, disziplin durchbrechen, sich ohne weiteres außerhalb des Verbandes rent Silbermann bezeichnete die festgelegten Sätze als unzu- der vorher alle Dienstboten aus den Hausräumen entfernt hatte, bellen Die Bezirks- und Ortsverwaltungen find verpflichtet, dem reichend. Im Hinblick auf die heutige Konjunktur und mit Rücksicht damit die Schüsse ungehört bleiben sollten. Borstande solche Mitglieder unter Angabe der Verbandsnummer zur darauf, daß die Arbeitgeber wahrscheinlich den Schiedsspruch trotz Meldung zu bringen, damit ihre Streichung aus der Mitgliederliste der Geringfügigkeit der Zugeständnisse ablehnen werden, empfahl er unverzüglich erfolgen kann.! jedoch die Annahme des Schiedsspruchs. Dadurch wäre vielleicht die �_ 1 Möglichkeit gegeben, noch etwas beim Demobilmachungskommissar Lohnforderungen der Wach- und Schliehangestellteu.! zu erreichen. Manche Ungerechtigkeiten ließen sich voraussichtlich bei Am Donnerstagvormittag beschäftigte sich eine Vollversammlung Ablauf des ganzen Tarif- in neuen Verhandlungen der Wach- und Schließanaestellten im großen Saale des Gewerkt 3n der Diskussion kam besonders stark der Unwille der Filial Theater üer Woche. vom ÄU. kZetirnar dt»»7. Februar. «oltsbSH»«! 20. u. 23. Da» Postamt. KomSdie der Irrungen. 21.«. 28, Wallenstein» Tod. 22. ltobale und Liebe. 24. Das itätche» von Heilbronn. 28. u. 27. Kapitän Braßbounds Betehruna.— Opernhaus! 20. Paiestrina. 21. Bcrsiegelt— Ioseph-Lcgeade._ 22. Vohsm«.� 23. tzar und Zinimermann. sür Öberwächter tonen aber ausdrucklich, daß sie die festgelegten Gehaltslatze nicht als 2«. Cäsar und Kieopotra.-«ammelspicle: 20. Cr ist an allem schuld. De ,b SiRnrfitnwifi.r ausreichend betrachten und nur infolge ihrer traurigen Wirtschaft- Heiratsantrag. Der Spieler. 21. Frühlings Erwachen. 22. Di- deutschen«lein __ 1°■wnn'im.llier... n„„, s.,.,. er>.l,»r»sMt--> nnn.brnon" liadter. 23. u. 25. Tanzabend Nidda Impekoven. 24. n. 26. Jenseits. 27. Du J.7S M. pro Woche. Ucberftunden 5,50 M. Jede Woche eme freie"chen Lage diese Gehaltslatze annehmen. � BUchse der Pandora.— Lcssing.Zhcat-,: 20., 22., 23., 24., 26. u. 2?. Ein ideale- liacht oder Schicht. Des weiteren erklärte sich die Versammlung mft l Die im Deutschen Transporiarbeiterverband organisierkeGSuk.®atu. 2L fflajnme, a. Jrn®onu- Ths°t.r in de.«Sn�gr-».- etrah«- ien vom Referenten vorgetragenen Punkten vollständig einverstanden, scher, Handwerker und Arbeiier in den Handelsgeschäften, Transport- Opernha«,: 2� Lohengrin. 21. Di- toten Augen."22.'gar und'tztmmerma.in. ferner wurde zur Landtagswahl Stellung oervmmen. Einstimmig und Kohlenbetrieben in Potsdam sind gestern in den Streik getreten, a. Der Postillion von Lonjumcau. 24. Die Jüdin, a. Der gigeunerbaro». ourd« die Meinung vertreten, daß es Ehrenpflicht eines jeden Gefordert werden Stundenlöhne von 4.50 M. für Arbeiter und 26. Carm-,,. 2?. Tannhäuser.- schiL».�.-tcr: 20.. 22.. A. Dotwr«lau-t. kollegen und l-:der Kollegin fein Müsse am Wahltage sozialistisch zu z M. für Arbeiterinnen. Die Wochenlöhne für Kutscher Im Leicht-� jV,,*»,1*»»»„.. cm,». h,, - i5r und arbeiterfeindlich fuhrwerk sollen betragen 215 M.. für Zweispänner 225 M. und für w-ck?ng.°- rauensleut«, sofort die nötigen Vorarbeiten zur Durchführung der lohubewegung zu steffen, wurde die Versammlung geschloffen. Der rheinische Strahenbahnerstreik. Die streikenden Straßenbahner im Industriebezirk haben sich Chateauncus.— Siestdcvz.Thcatcr: Lada Windermrres Fächer.—_ W .._ Theater! Die Postmeisterin.— Friedrich. Wilhelm städtisches Theater! Ihre Hoheit arbeiter bedeutete. Am Mo>.,ag, den 14. Februar, ist nochmals fol- die Tänzerin.— Komische Oper: Prinzestche« Sarah.— Lustspielhau»: Dia aender Schiedsspruch gefällt worden: Vom 12. Februar 1921 ab ist auf alle setzt taristnaßm zustehenden Stundenlöhne ein Zuschlag„m Rollcndorspla»: Wenn Liebe erwacht.- Theater dt« Westen»! Schwalben. von 40 Pf. zu zahlen. Diese Verpflichtung soll bis zum 31. Mai Hochzeit.— Kleines Theater! Casanovas Sohn.—«ailacr.Thcatcr! Die Tanz. en-,1 i grafin.— Walhalla-Theatcr: Ringkämpse— Variete.— Rose-Theatcr: q-iien., � m j. Dr. Klau».—«tasiao-ZH-ater! Dcr Großfürst.— Luisen-Theater: Wenn Dieser Schiedsspruch ist ebenfalls wieder abgelehnt worden. Nach Wunsche toten tonnten.- Rerco Volkstheater: 20, 21., 24. bis 27. Der Parastt. M M M M""-M"'~~ m"tordeu: 22. Dcr Parastt(Reihe 8). 23. u. 24. Admiralspalafl: Die roten Schuhe. 26. Vaby-Ball. W Vottsbühne: 20. u. 27. Da» KStchen — Sch«u>pi->hau»: 20. Flochchnann al» solingxr Straßenbahn und die dortige Kreisbahn vom Ausstand ihre gerechten Forderungen auf diesem Wege zur vollen Durch- Erziehcr/27. Die Journalisten.- Große» Schauspielhans: 20. u. 27. Donton.— licht betroffen: alle übrigen Straßen- und K'einbahnen des Bergi- führung zu bringen. � D-uts-h«» Th-atr-! 20. Der pathetische»it. 27. Di- putschen«l-instltdt-r.— chen Landes haben den Betrieb eingestellt. In Düsieldorf sind die In dem Lohnstreit in der Lchokoladen- und Zuckerwaren. Lcsstng-Theater! 20. u. 27. Frau. Warren» Erwerbe. Theater 1» der«laig. Straßenbahner gestern gleichfalls in den Ausstand getreten. Im industrie tagte im Reichsarbeitsministerium ein besonderer Schlich- �?nd�?mm.rman� inksrheinischen Gebiet wird der Verkehr aufrechterhalten, weil die tunasausschuß, der die in Vorverhandlungen vereinbarte Frage zu 2>i Uhr.- Schller-Theatcr: 20. Der Meineldbaurr. 22. Dcr Raub Lesatzungsbehörden gedroht hatten, mit den schärfsten Mitteln gegen entscheiden hatte, ob seit dcr letzten Lohnfestsetzung fl». i. Ende Sep- S-btnerinnen. 26. Dan Carlos. 2.1. Wilhelm Tell.— Die TridLuc: 20 u. 27. Vtn» lN-.rstgrk.'na hör«-laknna t-mber°. I.) durch Erhöhung der Tariflöhne eine Vcr- M.''.durz.-»«M«-.Ki'�tt'rheater-�«...- Stomiun. hau»! 20. u. 27. Dcr Herr Milgster.— Berliner Theater: 20. u. 27. Der letzte die Streikenden vorzugehen und'eine Verstärkung der Besatzung tember v. vre hau-! 20. u. 27. Der Herr Mi>gster.. U I in Oberkastel vorzunehmen. Im Laufe des Vormittags mußte je- anderung der wlrtfchaftllchen Verhallnisse im Sinne des§ 25 des, Walzer.- Trianon-Theater: 26.». 27. ganmiermustt.- Siefid--,.Theat--! . r-ic. tt. eu. v ,.,.,.'.! Tarifes aegeben ist Der Schlichtungsausfchuß hat diese Frage ver- 20. u. 27. Die Freundin.— Zentral. Theater: 20, U. 27. Heimat.— Friedrich. dock, der Str-chenbahnverk.hr nach dem linken Rh-.nufer«.ngestellt[t � Wiche.mstätuisch�. Th-..-.- u. 2� Hon» Huckebein.- K.m.sFe v-e«. werden, weil die Schaffner sich dort weigerten, das Fahrgeld ein- zunehmen. Bergarbeiterstreik im Wurm-Revier. Nach einer Meldung aus Alsdorf ist heute die gesamte Berg- irbeiterschaft und die Beamtenschaft des Wunn-Reviers in einen höhung der Lebenshaltungskosten den Arbeitnehmern für die erste Hälfte des laufenden Vierteljahres durch Gewährung eines kleinen Lohnzuschlages Entgegenkommen zu zeigen. Deutscher Tran»portarb?itcr-Derbaad! Kutscher. Mitfahrer usw. au, dru Generalstreik eingetreten, und zwar wegen der Kündigung des Ob-. Fräsereien und HolzbeardeilunasfadrUen Monis«, den 21. Februar, abends 6 Uhr manns vom Betriebsrat der Grube Anna.1. i�r.ttÄa?��' �°�-°�mmwno. T.-llunpn-hm. zur Den Parteien wurde jedoch vom Vorsitzenden-nheimge.«. p. 27. Der«iberpeiz.— Lustspield-u'-- 2a. u. 27. Renaigonr..- Reu.» geben, die Verhandlungen nicht abzubrechen, sondern IN Rucksicht Operrtten-Thrater: 20. u. 27. Die Csltosdaroncß.- Thalia.Th.ater: 20. u. 27. auf die immerhin eingetretene, wenn auch nicht wesentliche Er 20 Drei alte Eäiochtein. Da» Elllcksmädcl.— Theater am Rollendorfplaß: 20. Drei alte Echechtcln. 23., 24. ll. 28. Wilhelm Tell. 27. Eva.— Theatcr de» W-llen»! 20. u, 27. Di, 20. 20. Jugend. 27. Nora.—«dmiralspalast: 20. u. 27. Die lustig- Puppe. Veruniw' für den redall. Teil' Dr. Weener Vetirr. Charlotten dura: lür«ezeigen: TI>. Ollotft. Berlin. Verlag: Vorwärtz-Verlaa ffi m. b. H.. Berlin. 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