Nr. Hl ♦ ZS. Jahrgang Ausgabe A Nr. 47 Bezugspreis: Slert»li5I)tl.30.— M.. monafl. 10,-5*. frtl ins Haus, ootaus zahlbar, Poft- fcrjug: Monatlich>0.— M., einschi, Zu- ftrllungsgebühr, Untrr Kreuzband für Deutichland und Oesterreich 10,50 M, für das übrige Ausland bei täglich einmal. Zustellung 21,50 M. Aostbe- stellungen nehmen an Oesterreich, Ungarn Tlchecho- Slowakei. Däne» Marl, Solland. Luxemburg. Schweden und die Schweiz.— Eingetragen in die Poft-Zeliungs- Preisliste. Der»Vorwärts" mit der Sonnlags- .h-il-ge»Boll und Zeit" und der Unter» ballungsbeilage»Heimwelt" rrfcheint »Achentäglich zweimal. Sonntags und Montags einmal. Telegramm- Adresse! «SozlaUemottal Bctllo". Morgen Ausgabe c 5) Berliner Nolksblstt Anzeigenpreis: Die achtgespaltene Nonvarrill-zeile kostet SchO M.»kleine Anzeigen- das iettgedrulkte Wo« ldO Mtratie ihr als unerschütterlicher Damm entgegentritt. Wir wären berechtigt, in sehr schroffem Tone von den Linksradikalen Rechenschaft zu verlangen. Sie haben verheißen, daß der freiheitliche und sozialistische Geist der Ar- beiierschaft erst richtig zur Auswirkung kommen würde, wenn die Massen nicht mehr bei uns, sondern bei ihnen ständen. Und nun haben sie nichts weiter fertiggebracht, als einen großen Teil der Arbeiter, den sie mit dem Aufgebot aller demagogischen Mittel von der alten Partei weggehetzt haben, für die Arbeitersacke überhaupt spurlos verschwinden zu lassen. Sie haben gehandelt, wie ein ungeschickter Pant- scher, der Wein fortwährend aus einem Glas ins andere gießt, weil der Wein aus dem andern Glas viel bester munden würde, dabei ober einen großen Teil des Weines a u f das Tischtuch verschüttet. Die Millionen Arbeiter- stimmen, die von den unabhängigen und kommunistischen Tölpeln wie Wein aufs Tischtuch verschüttet worden sind, machen sich immer noch als empfindlich eSchwächung der Linken geltend, wenn auch die alte Partei wenig- stens einen Teil davon gerettet hat. Diese verschütteten Ar- beiterstimmen schwächen die Positwn der Arbeiterschaft im neuen Preußenparlament empfindlich, und es muß im vor- aus betont werden, daß alle ungünstigen Konfe- quenzen, die sich aus dieser Schwächung ergeben, eine weitere Belastung de s-S chuld.kontos der Links- radikalen sind. Diese wollen zum Teil immer noch nicht erkennen, was eigentlich geschehen ist. Ihren Mißerfolg bei der Wahl diskutieren sie mit allerhand oberflächlichen Ausreden weg. Wir kennen das. Wenn eine Versammlung schlecht be- sucht ist, dann ist entweder das gute Wetter daran schuld. das die Leute zum Spazierengehen veranlaßte, oder das schlechte Wetter, das sie bewog, zu Hause zu bleiben. Nach dieser Theorie könnte es überhaupt keine gutbesuchte Der- sammlung geben. Seltsamerweise gibt es aber doch solche, und zwar bei gutem und schlechtem Wetterl Aber aus der Stufe solcher Ausreden steht es, wenn die »Freiheit" unfern. Wahlerfolg auf eine mechanische Wirkung unseres»Wahlapparats" zurückführen will. Sie vergißt ganz, daß z. B. in Berlin der»Apparat" seinerzeit in die Hände der Unabhängigen übergegangen war, während die Sozialdemo- kratie ganz von vorn eine neue Organisation aufbauen mußte. Trotzdem haben wir in Berlin die Unabhängigen wieder über- flügelt. Nein, in Wahrheit liegen die Gründe viel tiefer. Sie liegen daran, daß unser Programm und unsere Taktik einer richtigen Erkenntnis der Dinge entsprechen, daß sie daher vielleicht einmal für den Augenblick dem Kurz- sichtigen falsch erscheinen können, für die Dauer aber durch den Gang der Ereigniste gerechtfertigt werden. Untere Erkenntnis ist ein Stück jener großen Erkenntnis, ohne die das Sein, das ganze Weltall nicht begriffen werden kann. Das amtliche Wahlresultat.. Sertta, 23. Februar. Nach den amtlichen Berechnungen des LandiStvahlleiters wird sich der neue preußische Landtag aus 42S Llbgeordnetca zusammensetzen. Davon entfallen Abgeordnete auf: Sozialdemokratisch) e Partei Deutschlands. KreiSwablvorschlägeV?, Verrechnung der Reststimmen li), Oberschlesien 7, zusammen also......... 114 flentrum S4 plus S plus lt.......... 81 Deutschdemokratische Partei 14. pluS tt plu» 1 Zö DeutschnationaleVolkSparteiSZ pluS l2pluS t 75 Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands 18 pluS S PluS 2...... 29 Deutsche Volkspartei 48 pluS 10...... 58 Vereinigte KommunistischePartei Deutschlands 20 plus 10............. 30 Deutsch-hannoversche Partei 9 pluS 2... II WirtschaftSpa r t e i des deutschen Mittelstandes 1 plu» 3 4 « Die absolute Mehrheit im neuen Landtag beträgt demnach 215. Die alte RegierungSloalition fSozialdemokratie, Zentrum, Demo- kraten) veifügt über 114 4- 8t 4- 28--- 221 Mandate, alio über mehr als die absolute Mehrheit. Dabei sind die 11 welfischen Mandate nicht in die Koalition eingerechnet. Da sie aus gemein- samen Listen mit dem Zentruw errungen sind, so wird man sie Wohl kaum den Siegnern der ttralitirn zurechnen dürfen. Ebens» ist die Stellung der 4 Äirlschattler noch ungeklärt. Di« rechten Gegner der alten Koalition(Deiltschnationate und Deutsche Bolls- Partei) haben 75 4- 58=* 133 Mandate errungen, die linken Gegner (Unabhängige und kkommumsten) 29 4- SO= 59 Mandate. Wenn rechte und. linke Opposition sich vereinigen, so würden den 221 Stimmen der alten Koalition 192 gegnerische gegenüberstehen. o h e S ch u l e, in der sich diese geistigen Kräfte am schnell- ten entwickeln. Denn Demokratie heißt Selbstverwattung des olkcs durch das Volk selber. In jedem Jahre der Demo- kratie entwickelt das Proletariat das Zehnfache an geistiger Kraft, an organisatorischer Fähigkeit aus sich heraus, als ihm unter dem alten Halbabsolutismus möglich war, wo die im Proletariat schlummernden Geisteskräfte erstickt wurden. Freilich muß das Proletariat diese Möglichkeiten auch wahrnehmen. Vertrauen auf die Entwicklung ist nicht tatenloser Fatalismus. Was als Vergangenheit für den Rückblickenden Entwicklung heißt, das bedeutet als Zukunft für den Vorwärtsftrebenoen Kampf und schweres Ringen. Notwendig ist, daß jeder sich in dieses Ringen eingliedert, seinen Platz in der Kampsfront ausfüllt. Notwendig ist, daß er der Partei der Vorwärts- strebenden beitritt, notwendig ist, daß er sich mit ihrem G e i st e erfüllt, indem er ihre Presse l i e st. Wer nur einen Stimmzettel für die Sozialdemokratie abgibt, ober sonst aus einer farblosen, scheinbar unpolitischen. in Wirklichkeit bewußt antisozialistischen Presse seine geistige Nahrung schöpft, der wird die Größe und Bedeutung unseres Kampfes nie begreifen. Wer aber in der Organifatwn mitwirkt und die Parteipresie lieft, den wird unsere Idee bald so ergreifen, daß es ihm ein dringendes Bedürfnis sein wird, in diesem Kampf seinen Mann zu stehen und mit jeder Faser seines Seins ein Kämpfer für die bessere Zukunft zu werden. Wie wir die Entstehung der Gestirne aus Urnebeln, die Ent- ftehung der Tiere aus primitiven einzelligen Geschöpfen, die Entstehung des Menschen aus einem tierischen Lebewesen als eine große Entwicklungskette vor uns sehen, so sehen wir auch die Geschichte der menschlichen Kultur und Wirtschaftsformen von dem großen Gedanken der Entwicklung beherrscht, einer Entwicklung, die aus niederen Formen zu immer höheren führt. In diesem Sinne ist uns der Soziallsmus die höhere En t w i ck l u n g s st u f e der jetzigen Wirtschaftsform, des Kapitalismus. Wir wissen, daß Entwicklungen keine Kata- strophen und Sprünge sind, und daß man erst recht nicht die höhere Stufe der Entwicklung erreicht, indem man die voran- gehende i n S t ü ck e schlägt. Im menschlichen Embryo spielen sich noch einmal sämtliche Stadien der vorangegangenen Ent- Wicklung ab. Man fördert den künstigen Menschen nicht, in- dem man den Embryo schon im siebenten Monat aus dem Mutterleibe treibt. Man erzielt keine Männer, indem man die Kinder umbringt. Das ist das gleiche, was uns Karl Marx gelehrt hat, als er sagte, daß jede Wirtschaftsreform j e r st dann reif ist, von der nächst höheren abgelöst zu werden, wenn sie die in ihr ruhenden Produktivkräfte zur höchsten Entfallung gebracht hat. Wir sind Sozialisten und Demokraten, weil wir in der Demokratie die politische S t a a t s f o r m mit Sicherheit erkennen, in der sich die Entwicklung vom Kapitalismus zum Sozialismus am sicher- sten, unaufhaltsam st en und ungestörte st en vollzieht. Nickt aus theoretischer Liebhaberei, nicht aus ab- straktem Idealismus sind wir Demokraten, sondern weil die Demokratie eine notwendige Stufe der Entwick- l u n g ist, die nicht ohne Schaden für das künftige sozialistische Gemeinwesen übersprungen werden kann. Wo das doch geschieht wie In Rußland, da ist eben der Sozialls- mus ein schwächliches Siebenmonatskind, dem die Kraft und Reife fehlt, seinen Lebenszweck zu erfüllen, zu dem wir den Sozialismus anstteben, jiämlich die Menschen freier, froher, reicher und kulturwürdiger zu machen. Jene Moskauer sind die blinden Doktrinäre, denen die Form des Sozialismus alles ist, der Inhalt nichts. Uns ist der Sozialismus nicht Selb st zweck, sondern M.< ttel zum Zweck. Der Zweck unseres Schaffens ist nicht die abstrakte Form der Wirtschaft, sondern ihr Inhalt: eine gerechtere und höhere Kultur- form. Dabei sind wir von der unerschütterlichen Gewißheit durchdrungen, daß diese höhere Kulturform der S o z i a l i s- mus sein wird, aber nicht ein Scheinsozialismus, der sich auf der Zerschlagung olles Darangegangenen in einer Wüste aus dem Nichts aufbaut, sondern ein Sozialismus, der das letzte Glied einer gewalligen Kette schaffender, aufbauender und organisierend« Arbell ist. Ein Sozialismus, der innerlich wurzelt in der höchsten mngllchen geistigen Reife einer vorangeschrittenen Arbeiterschaft. Die Demokratie aber ist die Der unabhängige Zusammenbruch in Zahlen Nachdem die Wohlziffern für ganz Preußen vorliegen, läßt sich das Bild des unabhängigen Zusammenbruchs genauer darstellen. Nach dem Wahlausfall vom 20. Februar können die Unabhängigen kaum noch als eine sich über ganz Deutschland oder ganz Preußen erstreckende Partei angesprochen werden. Sie sind im Grunde nur noch eine Berliner Lokalpartei mit einer Filiale in der Provinz Sachsen und einer zweiten Filiale im rheinisch-west» fälischen Industriegebiet. In allen anderen Bezirken ist die Rvlle der Unabhängigen vollkommen ausgespielt. Don der einen Million Stimmen, die sie gerettet haben, entfallen 400 000, fast die Hälfte, auf die Wahlkreise Berlin, Potsdam I, Potsdam II, d. h. auf Berlin und seine Vororte. Dies sind auch die einzigen drei Wahlkreise, in denen die Unabhängigen noch mehr als 100 009 Stimmen aufgebracht haben. 175 000 Stimmen entfallen dann noch auf die drei Wahlkreise der Provinz Sachsen(Magdeburg, Merse- bürg, Erfurt), rund 200 000 Stimmen kommen auf die drei Wahl- kreise Westsalen-Nord, Westfalen-Süd, Düsieldarf-Ost. Das sind zu- sammen 770000 Stimmen in diesen drei Bezirken. In den übrigen 13 Wahlkreisen zusammen hat dann die U.S.P. gerade noch 260 000 Stimmen zusammengeschorrt, durchschnittlich 20 000 Stimmen auf den Wahltreis. Mehr Stimmen als die S.P.D. hat die U.S.P. allein noch in zwei Wahlkreisen von 22 erlangt, und auch hier sind die Mehr- Helten nicht bedeutend. In Merseburg stehen 75 000 Stimmen der U.S.P. 71 000 Stimmen der S.P.D. gegenüber, in Erfurt 51 000 der/l.S.P. 38 000 der S.P.D. Das sind aber auch die beiden einzigen Kreise, in denen die U.S.P. unsere Partei überflügelt. Dafür ist sie in anderen zur völligen Bedeutungslosigkeit herabge- funken. Man betrachte z. B. Breslau: 350 090 S.P.D. gegen 8000 U.S.P., Liegnitz: 225 000 S.P.D. gegen 10 090 U.S.P., Magdeburg: 237 000 S.P.D. gegen 43 000 U.S.P., Schi es- wig-Holstein: 242 000 S.P.D. gegen 20 000 U.S.P., Ost- Hannover: 141 000 S.P.D. gegen 16 000 U.S.P., Süd-Hanno- o e r: 292 000 S.P.D. gegen 15 000 U.S.P., W e st f a l e�x-N ord: 196 000 S.P.D. gegen 23 000 U.S.P., W e st f a l e n- S u I>r 286 000 S.P.D. gegen 83 000 U.S.P» Hessen-Nassau: 342 000 S.P.D. gegen 52 000 U.S.P., Köln- Aachen: 164 000 S.P.D. gegen 8000 U.S.P. usw. usw. Lehrreich ist auch folgender Vergleich: Ueber 200 090 Stimmen erhielt die S.P.D. in tt Wahlkreisen(in zwei davon sogar über 309 000 Stimmen), die U.S.P. in 0 Wahlkreisen. Unter 50 900 Stimmen dagegen erhielt die S.P.D. nur in 1 Wahlkreis, die U.S.P. in 14 Wahlkreisen(davon in 10 Wahlkreisen unter 25000 Stimmen, in 3 Wahlkreisen sogar unter 1 0 000 Stimmen!) Die S.P.D. brachte in 17 Wahlkreisen— also allen au.ßer fünf— mehr als 100 900 Stimmen auf. Die U.S.P. brachte nur nach in drei Grah-Berlinrr Wahlkreisen über 100 000 Stimmen auf und auch in zwei von ihnen nur ganz wenige Stimmen über diese Grenzzahl. Alle diese Zahlen lehren, daß die U.S.P. als eine Masienpartet nicht mehr betrachtet werden kann und um als Sekte nach De- deutung zu haben, dazu fehlt der U.S.P. wiederum die geistige Grundlage, das scharfumrisiene Programm. Denn der— nunmehr geschellerte— Versuch, sich mit radikalen Phrasen zwischen Sozial- demakratie und Kommunismus durchzumogeln, entbehrt auch' der bescheidenste» gedanklichen Größe. * Orient- Gegensätze in London. Lloyd George gegen die Revision von Sèvres... Paris, 23. Februar.( BTB.) Der Sonberberichter. Der Ueberfall auf Georgien. Bon georgischer Seite wird uns geschrieben: Der Abstimmungstermin für Oberschlesien. Oppeln, 23. Februar.( WTB.) Von der interDie Havas- Meldung über Einnahme von Tiflis burd allierten Kommission wird amtlich mitgeteilt: Durch Vorschrift der interalliierten Regierungs- und Plebisziffommission 1921 ft atter der Agence Havas melbet heute vormittag aus Bosschemisten ist erfunden. Am 23. Februar in Berlin eingetroffene drahtlose Telegramme aus Tiflis sind durchaus optimistisch findet die Boltsabstimmung für alle Stimm- London, man habe in englischen Kreisen den Eindruck, daß Lloyd gehalten, melden eine Riederlage der bolfchemistischen Truppen und berechtigten am Sonntag, den 20. März 1921, ftatt. George immer noch gegen die Revifion des Vertrages von Sèvres eine günstige Lage der georgischen Streitkräfte. jet, und daß es ihm fogar gelungen set, den englischen Generalstab Die Darffellung der Moskauer Sowjetregierung, es handle fich Die Eisenbahndireffion in Kattowih erhielt die Weifung, zu feiner Meinung zu befehren, der bis vor einigen Tagen den nicht um einen lleberfall der russischen Roten Armee auf Georgien, den verstärkten Zugvertehr vorzubereiten. Standpunkt der franzöfifchen militärischen Kreise über die Bedeu sondern bloß um einen armenisch georgischen Zusammenstoß General le Rond( der französische Vorsitzende der tung ber griechischen und türkischen Streitkräfte geteilt habe. Die unb um eine revolutionäre Erhebung in Georgien jelbst, steht gana Interalliierten kommission) hat heute Oppeln verlassen. Seine Engländer glaubten, bie Streitkräfte von Mustapha Kemal Pasha im Einklang mit der bekannten Sinowie wschen Wahrheits feien auf 65.000 Mann zu fchähen, während die Franzofen fie auf liebe. Armenien und Aserbeidschan sind absolut nicht in der Lage, Abreise wird begründet mit dem Gesundheitszustand feiner nicht weniger als 90 000 Mann schatten. Die Engländer feien also Georgien zu überfallen, wenn sie es auch wollten( und sie wollen es Mutter, die ihn nach Frankreich berufen habe. ber Anftat, daß das griechiie heer wohl in der Lage auch gar nicht). Aus Moskau tam der Befehl zum Ueberfall, fet, bie nationalistide türkische Bewegung niederzufämpfen. Es fei ruffische Sowjettruppen, die Armenien und Aferbeidschan besetzt. schwierig, non der jezigen Konferenz eine formelle Revision halten, wurden zu diesem Meucheimord am kleinen friedlichen geor des Vertages von Sèvres zu erwarten; auf alle Fälle aber werde bewiesen, daß es den allierten Regierungen unmöglich fel, ihn gifchen Bolte verwendet. Georgien wird von einem sozialistischen Kabinett regiert, angesichts des Widerstandes der französischen und italienischen Re- hinter dem geschlossen die gesamte Arbeitertiaffe und das gesamte gierung zu ratifizieren. Die geftrige Beratung habe die Ver- Bauerntum des Landes( 90 bis 95 Proz. der Bevölkerung) stehen, schiedenheit des franzöfifchen und des englischen Standpunktes an von einem Rabinett, beffen Mitglieder ohne Ausnahme jedem lese den Tag gelegt. fundigen und politisch orientierten russischen Arbeiter als bedeutende Die englische Regierung fet entfchloffen, Mefopotamien und treue sozialistische Rämpfer bekannt sind. Und deshalb wagt u räumen, wie auch die französische Regierung fich anfchide, es Moskau nicht, zu sagen, daß auf sein Geheiß das Blut ber ihre Truppen aus Cilicien zurüdzuziehen. Während aber tie Engländer die Lösung des Orientproblems in der Errichtung georgischen Arbeiter und Bauern versprißt wird. Werden die deutschen Arbeiter ihre Stimme gegen diefes furchteines panarabischen Reiches fäben, an beffen Spipe Emir bare Berbrechen der Mostauer Sowjetregierung erheben? Oder Feisal stehe, wollten die Franzosen die ftrittigen Gebiete unter der hat der Weltkrieg die Menschheit derartig abgeſtumpft, daß heute türkischen Souveränität belassen. Hieraus erkläre sich auch das von dem Emir beim Foreign Office formell erhobene Ber: auch das wahnsinnigste und schändlichste Massenverbrechen keine Entlangen, von der Konferenz gehört zu werden. Dieses Berlarigen feitung beruft? von der englischen Delegation unterstühi, von den französischen Vertretern wegen der feindseligen Haltung des Emirs gegenüber Grantreich betämpft worden. Die Tatsache, daß der Emir nicht gehört wird, werde in franzöfifchen Kreisen mit Befriedigung aufgenommen. Paris, 23. Jebruar.( 2.) Infolge der Entscheidung der Londoner Konferenz in der Frage der Abffimmung in Oberschlesien, die bekanntlich die gleichzeitige Abstimmung aller Oberschlesier verfügt, hat der polnische Außenminister Fürst Sapieha, der gegenwärtig in Paris weilt, dem Marschall Pilsudski feine De mission gegeben. Das Interesse des Proletariats. In der Freiheit" wendet sich der frühere Borsigende der K.P.D. in Oberschlesien, Gewerkschaftssekretär 3iaja Gleimiz gegen die von der Zentrale der K.B.D. ausgegebene Barole der Stimmenabgabe für Sowjetrußland bei der fommenden Voltsabstimmung. Er erklärt zwar einleitend. er wolle ,, selbstverständlich" nicht Stimmung für ein be stimmtes Land machen, aber im Laufe seines Artikels führt er, um die Sinnlosigkeit der von der Leitung seiner früheren Bartei ausgegebenen Parole nachzuweisen, eine ganze Reihe von Tatsachen und Argumenten an, die die befte Propa ganda für Deutschland gerade vom Standpunkt der Urbeiterschaft bilden: 3 ... aber die Türken unter fich einig. hervorruft? Die deutschen Arbeiter haben das Wort! Moskauer ,, Vermittlungsaktion“. Mostau, 23. Februar.( BTB.) Der russische Bertreter in Georgien hat Anweisung erhalten, die guten Dienste Rußlands zur Vermittlung in den Streitigkeiten mit Armenien und Ajerbeidschan anzubieten. In der betreffenden Instruction heißt es: Ist es denn aber für das Proletariat eines Landesteils, über deffen zukünftige Staatsangehörigkeit das Blebiszit entscheidet, glei gültig, zu welchem bürgerlichen Staate es, wenn auch Condon, 23. Jebruar.( Telunion.) Jn später Nachtstunde nur vorübergehend, gehört? Das ist durchaus nicht gleich ift gestern eine Einigung zwischen der fürtischen Delegation von gültig. Wenn z. B. die Berfassung eines Staates die poli& onftantinopel und der Delegation von Angora 3- Armenien und Aferbeidschan in Tiflis verhaftet habe. Der tische Propaganda der revolutionären Bartei legal geftattet, ist es für ftande getommen. die Arbeiterschaft vielleichter, fich zu organisieren und fich vor zu scharfer Ausbeutung zu schüßen.... Es ist auch für das Proletariat nicht gleichgültig, ob seine besten Röpfe und Führer in Gefängnissen vermodern und die Bewegung auf lange Zeit abgewürgt wird. Auch ist es nicht gleichgültig, ob ft rammer militarismus herrscht aber ob die Dtenstpflicht abgeschafft ift. Die Sigung. Laut Erftärung der Regierung von Georgien fämpften reguläre armenische und auch Truppenteile von Aserbeidschan mit. Uns wurde mitgeteilt, daß die Regierung Georgiens die Missionen ron ruffische bevollmächtigte Bertreter in Tiflis Scheimann ere flärte fich bereit, persönlich mit einem Bertreter der Regierung von Condon, 23. Februar.( EE.) In der heufigen Nachmittags Georgien in das aufftändische Gebiet zu fahren, um den Konflikt mit den Aufständischen beizulegen. Die Regierung von Georgien fihung des Obersten Rates der Alliierten waren die militärischen hat diesen Vorschlag zurückgewiesen. Nichtsdestoweniger begt Sachverständigen nicht anwesend. Die beiden türkischen die ruffliche Regierung noch die hoffnung, durch Verhandlungen Delegati onen wohnten der Sigung bei. Zunächst sprach aller am Konflitt Beteiligten eine friebliche Lösung herbei. Temfit pas a. Er forderte im Namen der Regierung von auführen. Zu diesem Zwede bietet sie ihre Dienste sowohl der Re Die Zugehörigkeit eines Landestelles ist für das Proletariat auch Konstantinopel für die Türkei volle Jntegrität and Souve- gierung von Georgien, als auch den Regierungen von Armenten und um ber fozialen Gefeßgebung willen nicht gleichgültig. Der tanität, ferner wirtschaftliche Meistbegünstigung, Herabfehung erbe dichan an, und wenn die interessierten Parteien sich damit Staat ist noch bürgerlich, demokratisch" tapitalistisch. Bin ich mit der Militärlaften, Abänderung des Regimes über die Meerengen einverstanden erklären, ist fie bereit, einen außerordentlichen mit bürgerlich ,, demokratisch"-tapitalistisch. meitgehenden Vollmachten ausgerüsteten Bevollmächtigten meiner Familie in Rrantheitsfällen dem äußersten Elend und das Marmara- Meer. Sodann hörte die Konferenz Betie nad Tiflis zu schicken, der die Berhandlungen mit den Parteien führt, preisgegeben, selbst wenn es nur auf einige Monate wäre, so leiden Sami Ben, der erklärte, daß die Türkei den Krieg gegen ihren um den Konflikt zwischen ihnen beizulegen. bie Meinen bitterste Not und sind im tiefften Elend. Dies tann und Willen begonnen habe. Während fie gehofft hatte, nach ihrer Sapidarf auch einem Revolutionär nicht gleichgültig fein, ihm erst recht fulation den Frieden zu finden, erivies fich diese Hoffnung als eifel. Aus biefer übrigens recht unflaren und gewundenen Meldung nicht. Er soll und muß fich feiner Pflicht in erster Linie ben Er verlangte für die Türkei jene Unabhängigkeit, die ihr nach den der Bolfchewifi geht hervor, daß die ruffifche Sowjetregierung, an Seinen gegenüber bewußt sein. Mangelt es ihm daran, so wilsonfchen Grundfahen zugestanden werden müßte. Das ihrer Berflon festhält, wonach es sich nicht um eine georgisch- russische, tann ich nicht glauben, daß er Pflichtbewußtsein gegenüber der türkische Bolt müsse annähernd diefelben Grenzen et- fondern um eine gorgisch- armenisch- aserbeidschanische Angelegenheit Maffe hat." balten, die es 1914 befaß. Er stellte diefelben Forderungen handle, Mostau hat jedoch im Laufe der letzten Jahre berartige wie Tewfit Pafcha auf und verlangte außerdem noch den Schuh Beweise von Unwahrhaftigtelt geliefert und hat bereits felbst so oft der minoritaten bie poliitle 2üge als ein zuläffiges Mittel zur Förderung ber boischemistischen Biele gepriesen und empfohlen, daß wir uns nicht im Zweifel darüber sind, wel d) e von den beiden Versionen ben Tatsachen entspricht. Deshalb fann bas tapfere georgische Bolk versichert fein, daß die überwiegende Mehrheit des deutschen Prole. tariats, die hinter der Sozialdemokratischen Partei steht, mit ihren Sympathien ganz auf feiner Seite steht. Deshalb wollen wir hoffen, daß die russische Eowjetregierung noch in zwölfter Stunde einsehen wird, daß die Bergewaltigung Georgiens in der gegebenen Situation nur ihr felbft den größten Schaden zufügen kann. Auch wir sind der Ansicht, daß vieles in der deutschen Republit noch sehr verbesserungsbedürftig ist, aber wir er blicken in diesen treffenden Ausführungen des einstigen Kommunisten den besten Beweis dafür, daß die von den Stommunisten und bis vor furzem noch ebenfalls von ben ün abhängigen betriebene fyftematische Berefelung des eigenen Landes ein flägliches und hohles Parteigeschäft war: wenn es drum und dran geht, wenn die Gefahr droht, volnisch zu werden, dann entdecken sogar Kommunisten in der viel geschmähten„ Ebert- Republic" allerhand Gutes und Schäzenswertes.... Künstlerische Stubenmalerei". Lloyd George erwiderte nad) einer furzen Befragung der übrigen Bertreter der Allierten, daß man auf der Konferenz nicht über Grundfahe fprechen könnte, sondern bestimmte Forderungen diskutieren müßte. Die Türtel würde gebeten, ihren Standpunkt bezüglich Smyrnas, Thrajlens und der Meerengen, fowie ihre Finanzoorfchläge genau anzugeben. Eine hierfür von den Türfen erbetene 48 fündige Frist wurde abgelehnt. Sie haben morgen vormittag ihre Ansprüche darzulegen. " aber follte bas Recht haben, nach der wilhelminischen Polizeidevilethren Kenntniffen und Können, zeigen große Anpassungsfähigteit, Die jane Richtung pagt uns nicht die Entfernung oder Berstörung Sinn für praftische und nüßliche Berwertung, find befigliebend, schlau eines Kunstwerts au verlangen, deffen Weien und Wert sich ihrem und eigensinnig. Während die Theoretifer über Mittel und Wege debattieren, Verständnis entzieht. Soute, was wir allerdings nicht für möglich Durchfichtige Menschenkörper. Der ruffifche Professor der Ana wie man Kunst und Sandwert einander nähere, ineinander verhalten, der baupolizeiliche Ufas wirklich durchgebrückt werden, io tomie Dr. Waffieliem behauptet in franzöfifchen Blättern, das Broidmelzen tönne, haben ein paar moderne Maler in Berein mit wäre das ein Schilsbürgerftreich, der den betreffenden Sachblem gelöst zu haben, wie man den menschlichen Organismus durch. funstverständigen Geschäftsleuten das Problem bereits prattif ge- verständigen" jebenfalls bie Unsterblichfeit fimern würde. 15ft. Bunächst, ber Not gehorchenb, aller binge nur innerhalb jehr Dr. John Sitowsli bescheidener Grengen. Braß. fichtig macht. Das Prinzip seiner Entdeckung, die an dem Menschen. törper erst nach feinem Tode angewendet werden tann, erinnert an gewiffe phantastische Borstellungen, die die Romandichter erwedt haben, besonders an die Angaben in dem Roman Der unsichtbare Shrbet. Günther tart bom Deutschen Theater: Cbriftian- Morgenstern Abend. Graphisches Kabinett. Kurfürstendamm 232, Freitag, 25., 8 ltbr: Dienstag, den 22. b. W., tagende Dberichtebsgericht bes Deutschen Bühnen Günther start bom Deutschen Theater: Chriftian- Morgenstern Abend. Die Kontraftbruchserklärung Reinhold Schinzels. Das am vereins und der Genossenschaft Deutscher Bühnenangehöriger bat die Bes ujung Reinbold Schünzels verworfen und die Kontaltbruchserklärung beft ätigt. Das Banthaus Gebrüder Arnhold richtete im Dachgefchoß seines Bureaubauies, Französische Straße 83 e, einige Stafino- Sandlefefunft. Die Kunst, aus der Hand Charakter und Schicksal Mensch von H. G. Bells. Der Professor erklärt, daß er in Beters räume für seine Angestellten ein und übertrug die deforative aus der Menschen zu lesen, ift feit uralten Zeiten geübt worden und auch burg vor der Revolution verschiedene Leichen nach seiner Methode malung bem bekannten Mitgliede der Novembergruppe ansin neuefter Zeit bringt man Chiromantit oder Chirosophie in manchen präpariert und vollkommen burchsichtig gemacht habe. Durch die Die Aufgabe bestand darm, Wände und Deden fchief. Streifen Intereffe entgegen. Da wird viele ein Lehr- und Handbuch Einspritzung von farbigen Flüssigkeiten ist es möglich, die Arterien winteliger, ehemaliger Bodenräume mit einem maleriichen Edmud der wiffenschaftlichen Handlefefunft intereffteren, das Ernst 3B und Benen mit größter Klarheit hervortreten zu laffen. Diese Durchzu verfehen, der irgendwie auf die Industriezweige Bezug nimmt, berner halbane( bei Karl Siegismund in Berlin) erscheinen fichtigmachung der Körper ist nach Waffieliews Behauptung für ben mit denen das Banthaus in Verbindung steht. Go Benunte läßt. 3ßberner unterscheidet verschiebene Handippen. Die elementare Braß Jiolatoren von Telegraphenstangen, Teile photographischer Hand hat eine große Handfläche, ift did und hart mit furzen fleifen Unterricht in der Anatomie und für Stubienzwede von großem Wert. Die Befiger einer Komische Oper. Infolge Erfrantung von Gay Leug von heute ab und phonographismer Apparate, Bierflaschen u. a. als Motive für Fingern und flobigen abftehenden Daumen einen schlichten, barmonischen Bandfchmud, der im übrigen in freien folchen Hand find phlegmatiid, primitiv, tierild in Art, Wesen und bis auf weiteres Liebe im nee". Elfriede Dorp und Editha Fleischer vom Deutschen Opernhaus Liniene und Farbenrhythmen die Flächen gliedert und den Raum Instinft, brutal in Kraft und Berlangen. Die edige hand ist mittel- veranstalten einen einmaligen belebt. Mit einfachsten handwerklichen Wetteln entfiand eine inter- groß bis groß, bat zum Teil entwidelte Knöchel und eige Fingerabend am Sonntag, 27. Februar, 7, 115r, in der Kula Stoch'tr. 13. Bolts und Kinder Rieber. effante beforative Schöpfung, deren fünstlerischer Wert den mancher ipihen. Die Befiger einer folchen Hand find mehr oder weniger Der Deutiche Monistenbund veranstaltet am Freitag, den 25. Fe anspruchsvollen akademischen Monumentalmalerei überflügelt. gefühlvoll, zähe, eigensinnig und Heinlich in Denten und Tun, ftreb- Brutar, 7 Uhr, im Werner- Siemens- Realgymnafium, Hohennaufenstr. 47, Namentlich der Gesamtüber blid der Räume von der Eingangstür fam, gewiffenhaft, pflichttreu, Berstandesmenfchen, ble bas Reale und einen Bortrag von Prof. M. Slid über Der Ginn bes Lebens Die Banks Brattische bevorzugen. Die fnotige ober philofophifche Hand ist Leffing- Museum. Tonnerstag, 24. Februar, 7, Uhr. Dr. Heinrich aus ist von einem sehr feinen ftimmtungsvollen Meiz. Die Bank Braftliche bevorzugen. firma hat für einen Preis, der den einer gewöhnlichen Stuben mittelgroß oder teiner; die Fingerspinen find oval- feulenförmig; tha elis über Theodor Storm. Dazu Kompofitionen von Edmund malerei faum fibersteigt, ein Stunstwert erhalten, und der Stüinftler der Daumen ift meist groß und start. Menschen mit biefen Hand malerei faum fibersteigt, ein Stunfiwert erhalten, und ber Sanftler formen lieben unabhängigteit, Bahrheit und Gerechtigkeit, das hat zu leben. Gs are bringend zu tolinichen, baß solche Arbeitsgelegenheiten Moraliften, Ethifer, meift philofophilch unb religiös: bie Bernunft Ideale. Sie bevorzugen die Wahrheit dem Schönen gegenüber, find häufiger würden und daß nicht nur private Geschäftsleute, sondern ist ihr Leitsteen. Die Spatelhand ist mittelgroß bis groß; bie Finger auch unsere Behörden für die malerische Ausstattung von Schulen, ipihen find breiter wie bas erffe Glied, ber Daumen meist mittel bis Bureauräumen usw. Künstler in Anspruch nähmen. Allerdings scheint dafür gegenwärtig noch wenig Aussicht vorbanden zu fein. Das groß. Die Inhaber diefer Hand find energifch, sabe, raftlos, aftio Intereffe der Obrigkeit für unsere junge beforative Runit äußert ft die Hanb weich, lo with Bieles von diesen Eigenschaften abge fich vorläufig überwiegend negativ. Da hat z. B. die Reklamefirma fchwächt und durch Sinnlichkeit, Genußliebe ersetzt; fie versuchen alles strielte ihren am Schöneberger Stabipart gelegenen Baden bon materiell auszunußen und prafisch zu verwerten; es find Kultur den ebenfalls der Nonemgruppe angehörenden Wealern Goes und pioniere unb Lebensfünfifer, Die: tonische oder fünftlerische Hand Weber durch farbigen Anstrich dekorieren laffen Die Bemalung zeigt eine schöne inmmetrische und angenehme form mit schmaler der Fenster und der Tür soll ber Reklame dienen und fie lenkt da werbenden zugefpisten Fingern. Es gibt brei Unterarten, wobei die die: Datoration bat atveifellos auch einen selbständigen Kunstwert. und Begeisterungsfähigkeit bezeichnet, die große bide furge Hanb mit Neil. Freilich fann ibn nur derjenige empfinden und genießen, der großem Daumen Berlangen nach Reichtum und Bradt verrät, die em lebendiges, unverbildetes Form- und Farbengefühl fein eigen weiche Hand mit sehr entwidelter Innenhand Neigung zu Ginnen. nennt. Bei der Schöneberger Baupolizei scheint nun diefe Boraus genus anzeigt. Die Leute mit fonischen Händen find Gefühls fegung nicht zuzutieffen, denn fie bat fi bemüßigt geifihlt, die menschen, die feinen Sinn fürs Braktische haben. Weiche Hände Firma aur Defeitigung des Anstrichs aufzufordern, wibrigenfalle beuten immer auf Sinnlichkeit, Trägheit, Beschaulichkeit und Mangel Von John Henry Mackay ift foeben ein neues Bert Der uito. Die Polizei fieht in der futuristischen Aufmachung mit grellan höherer Berstanbestraft bin. Die pinchliche Hand ist der schönste reibeittude, die Binchologie einer Entwidlung, ein Begenitüd bunten Farben eine Berunstaltung des Straßenbildes ber burd Tnp der Menschenhand, auffallenbn fchon, fchlant, zart, zugefpist, su feinem belannten Stulturgemälde Die Anarchisten", als Brivatausgabe ein Orteftatut geschütten" Gegend Am Part. Wer die troftlofe eine Form, bie man im Boltsmund hände mit Spinnenfingern im Selbstverlag des Veriaffers( Charlottenburg, Berliner Str. 166) eridienen. architettoniche Debe und Häßlichkeit der umliegenden Faffaben un- nennt. Die mit folchen Händen ausgestatteten Menschen find sehr stranfenhauses in Bennsylvanien, der 60 jährige Dr. E. Stane, hat mit eigener Ein Arzt, der fich felbft overiert. Der dirurgische Chejargi eines beigen auf sich wirken läßt, der wird vielleicht finden, daß die feinnervig, schwärmerisch und reich an Phantasie, Spirituafiften und Sanb an sich eine Blinddarm Operation vorgenommen. Bährend eine Ma ei von Goeg und Weber den einzigen Lichtpunkt in diefer Mystiker. Die gemischte Hand enthält Kombinationen der ver- stantenschwester ibm ben Stopf aufrichten mußte, damit er den Unterieib orteftatutarifa neidigten Straße Bilbet. Indeffen, fiber ichiebensten Hand und Fingerformen und weist auf gemischte leben fonnte, nabm Dr. Kane die örtliche Betäubung vor, machte ben den Geschmad lagt fich nicht ftreiten. Steine Behörde ber Welt Charattere bin. Die Inhaber gemischter Hände find vielfeilig in Baugschnitt, unterband die Urterien und nahm den Burmfortjah heraus Seters Nachfolger am Berliner Bölferkundenmuseum ift Dr. Walter Lebmann geworden, ber zum Abteilungsdirektor und Leiter des Ethnologischen ragenditen Stennein der Stunstgeschichte des alten Amerika, bie er bisher Forschungsinftituts ernannt wurde. Lehmann, gehört zu ben hervor. an der Universität München lehrte. Der Maler Hermann Vogel, langjähriger luftrator ber Fliegenben Blätter", tit, wie ber Bogtländische Anzeiger meldet, auf seinem Landfis Strebesvogtt, 65 Jahre alt, ae it or ben. Eine bisher unbekannte indogermanische Sprache, die aus ben Sunben ber deutlichen Tufan- Erbedition zu Zage gefomnien tit, behandelt bas wert über die tocarischen Sprachefte, bas G. 6 eg unb 3. Sigling et meiden elcheinen lassen. Es handet sich um die Sprache fenes Boites, bas blondbaatig und blauäugig auch auf den Fresten des Berliner Böller fundemuseums zu leben ist, ble Grünmedel und von Le Coq aus Turian nady Berlin gebracht haben. dC0 Voanerstag, 24.5ebraae 1�21 Nr. Y?» zs. Jahrgang GroßGerlln Merbetag für üen„Dorwärts�. Am heutigen Tage werden Tausende von Genossinnen und Genossen auf den Beinen sein, um für das Organ der werktätigen Bevölkerung Berlins, den„Vorwärts", Abonnenten zu werben. Diese Tätigkeit kann nur von durch- schlagendem Erfolg gekrönt sein, wenn die Abonnenten des „vorwärts" unseren Genossinnen und Genosien hilfreich zur Seite stehen. Jeder Leser unseres Blattes, auch wenn er sich offiziell nicht an dieser Werbearbeit beteiligt, kann doch ein wich- tiger Pionier für die Verbreitung des„Vorwärts" fein. Gerade weil er mit den Nachbarsleuten in Berührung steht und mit ihnen sich über das, was der„Vorwärts" als großes Arbeiterblatt im Kampfe für die Entwicklung zum Sozialis- nius bedeutet, eingehender unterhalten kann, ist jeder„Vor- wärts"-Leser der geeignete Helfer für dessen Verbreitung. Die Landtagswahl am Sonntag bat gezeigt, daß Hunderttausende Wähler Groß-Berlins in der alten Sozialdemokratischen Partei ihre erfolgreiche Interessenvertretung sehen. Dieses Votum sollte aber auch Veranlassung sein, daß der Abonnentenstand des„Vorwärts" wesentlich erhöht wird. Wollen wir die sozialdemokratischen Wähler zum dauernden Besitzstand der Partei machen, so müsien wir sie in engen Zusammenbang mit dem führenden Blatt der Sozialdemokratie, den„Vorwärts", bringen. Nur durch ihn können die Hunderttausende mit der Ideenwelt des Sozialismus bekanntgemacht werden. Als führendes Organ der Sozialdemokratie zeigt der„Vorwärts" auf den mannig- fachen Gebieten des wirtschaftspolitischen und kommunalen Lebens, daß nur zähe und methodische Arbeit zu Erfolgen führt. Von dieser Ueberzeugung sind die Mafien bereits in er- freulichem Maße durchdrungen, daher ihre A b k e h r von der revolutionären Phrase, durch die lediglich die Feinde der werktätigen Klasse erstarken. Die beste Agitation für den„Vorwärts" kann jeder Leser dadurch leisten, daß er sein Blatt den Nachbarsleuten zum Lesen gibt. Nur durch dauerndes Inverbindungbringen der unserem Organ noch Fernstehenden können wir dieselben von der Notwendigkeit überzeugen, daß der„Vorwärts" ein weit- verbreitetes Blatt sein muß, wenn er mit noch größerem Erfolge Vertreter ihrer Interessen sein soll. Von diesem Gedanken durchdrungen, erweise sich heute und in den kommenden Tagen jeder„Bvrwärts"-Leser als ein Helfer für die Verbreitung seines Organs. BezirkSamtswahle« im Verwaltungsbezirk Spandau. Nach monatelangen Verbandhingen erfolgten gestern die Wahlen iium Befir'samt. Alle drei Linksparteien lvaren bereit, die Demo- kratcn uiw das Zentrum mit je einem besoldeten und beide zu- sammen einem unbesoldeten Stadtrat zu beteiligen. Obgleich daS Zentrum und die Demokraten zusammen nur 7 Stimmen zählen und alw keine Aussicht ballen, auch nur einen Sitz zu erlangen. fordeiten sie drei Besoldete und einen Unbesoldeten. An ibrer Nu» nach ncbigkeit scheiterten die Verhandlungen. Da«in Jfsttiammen- geben mit den monarchistischen Rechtsparteien unmöglich war, wollten die Linksparteien die Verantwortung allein übernehmen. Bei den Wahlen brach ein Mitglied der Linksparteien in verant- woriungsloser Weise nicht nur da» getroffene Uebereinkommen, sondern es verslieh sich noch obendrein dadurch dagegen, daß es seine Stimme dem von deutschnationaler Seite vorgeschlagenen Gegenkandidaten gab und so defien Wahl ermöglichte. Gewählt winde zum Bürgermeister Bürgermeister Stritt-Tegel mit Stimmengleichbeit. Au? der weiteren Wabl gingen hervor: Stadt- schlllraf Kramm sAP D.s. Befirksverordn. Münzinger(S.V. D.s. Bezirk»verardn. Wagner(U.S P.f. Stadtrat Leo lK.P.D.), Stadt- rat lvi'ch lK.P.D.). Als unbe'oldete Stadträte wurden gewählt: Stadtrat W aB»e r(S P.D.). Sekretär Vollmann(K.P.D.V N e u s ch(Dnatl.), F a h r e n h o r st(D. Vp.). Die bisherigen Bürger- meister Dr. Woelck und Stahl hatten ihre Wiederwahl abgelehnt, trotzdem alle Linksparteien sie wählen wollten. Die Wahl des Syndikus wurde vertagt._ Ein neuer Morö. Die Kapitalverbrechen Hausen sich in der letzten Zeit in ge- radezu erschreckender Weise. Gestern wurde der Mordbereitschasts- dienst der Kriminalpolizei wieder nach der Petersburger Strohe 2Z gerufen, wo der 26 Jahre alte aus Lodz gebürtige Schriftsteller Theodor Körner von einem noch unbekannten Manne in seinem möblierten Zimmer erstochen worden ist. Im ersten Stock des Hauses Petersburger Str. 25, am Petersburger Platz, wohnt die 62 Jahre alte Witwe Berta Grützner, die zwei ihrer aus drei Zimmern bestehenden Wohnung möbliert an junge Leute vermietet hat. In dem Vorderzimmer wohnte sei un- gesähr einem Jahre der aus Lodz stammende Theodor Körner. Die- ser war von dem Drei-Masken-Verlag als Uebersetzer polnischer Dramen tätig, machte aber auch Handelsgeschäfte. Er erhielt auch öfter Besuch in seiner Wohnung. So auch gestern nachmittag wie- der. Gegen 4 Uhr hörte die allein anwesende Wirtin plötzlich Hilferufe aus dem Zimmer Körners. Als sie daraufhin dessen Zimmer betrat, sah sie, wie sein Besucher auf ihren am Boden liegenden Untermieter mit einem Messer einstach. Als der Mann die Wirtin gewahrte, wari er das Mordinstrument, ein kleiner Dolch, wie er im Felde in der Scheide am Koppel getragen wurde, beiseite und rannte, während die Frau sich um den Schwerverwun- Veten bemühte, davon. Seinen Hut lieh er am Tatort zurück. Die Frau schlug jetzt Lärm, doch hatte der Mörder unterdessen schon das Haus oerlafien und war verschwunden. Ein Arzt, der herbei- geholt wurde, tonnte nur noch den Tod des Mannes feststellen. Er hatte mehrere Mefierstiche in oie Brust erhalten, von denen wahrscheinlich auch emige davon das Herz durchbohrt haben. Die zunächst benachrichtigte Revierpolizei alarmierte den Mordbereit- schaftsdienst der Berliner Kriminalpolizei, von der alsbald die Kriminalkommissare Bvese und Dr. Schuppe mit ihren Beamten und dem Erkennungsdienst am Tatort erschienen. Sie nahmen den Tatbestand auf und leiteten sofort die Nachforschungen nach dem flüchtigen Täter ein. Ein umgeworfener Rauchtisch und andere Merkmale lassen erkennen, daß sich zwischen dem Mörder und seinem Opfer ein heftiger Kamps abgespiell hat. Wer der Täter ist und in welchen Beziehungen dieser zu dem Ermordeten stand, steht noch nicht fest, ebenso weiß man noch nicht, ob dieser Körner im Streit erstochen hat oder es auf eine Beraubung abgesehen hatte. Das Gerücht von dem Mord rief eine ungeheure Menschen- menge an den Tatort, die das Haus bis in den späten Abend hinein umlagert hielt. Die Kriminalpolizei sucht vor allem festzustellen, mit wem Körner in geschäftlicher oder privater Beziehung in Verbindung ge- standen hat. Wer darüber irgendwelche Mitteilungen machen kann, wird ersucht, sich im Zimmer S!a des Berliner Polizeipräsidiums zu melden. Der Raubmord in der Linienstraße. Zur Aufklärung des Raubmordes in der Lmienstraße wird noch mitgeteilt: Frau Schulz bestreitet noch wie vor ihre Mitwisser- schaft über das Verbrechen. Haufe gibt noch an, daß er mit feiner Frau und Liesegang nach Entdeckung des Verbrechens zusammen an einer Säule den Anschlag der Kriminalpolizei gelesen habe. Alle drei begaben sich darauf zu Frau Schulz und wurden von ihr be» wirtei. Bei dieser Gelegenheit erklärte Frau Schulz, daß sie, wenn etwas herauskommen sollte, niemals zugeben würde, von der Tat gewußt zu haben. 5)aufe bleibt dabei, daß er bei der Ausführung des Planes nicht mit in die Wohnung Engelmanns gegangen, son- dern draußen aus der Straße geblieben sei. Das geraubte Geld hat das Ehepaar Hause mit Liesegang in dem gemeinschaftlichen Haushalt verbraucht. Liesegang hat aber, ohne daß Frau Haufe pder Frau Schulz es wußten, auch noch die goldene Uhr des Er- mordeten geraubt und sie an einen Händler in der Friedrichstraße für 250 M. verkauft. Als ihm der Boden zu heiß wurde, begab er sich nach Lychen zu seinen Eltern. Von dort aus soll er in die Fremdenlegion eingetreten sein. Mehrere Postkarten, die er ge- „Dann rudre du nur auch." Mit Marjas Hilfe ging es durch die erste Strömung, und sie gelangten in Stillwasser, wo das Rudern leichter war. Iuha glaubte zu rudern, aber die Ruder platschten in das Wasser wie in den Händen eines Ungeübten, ohne Takt. ... Ich habe ihn zum Krüppel gehauen. Weshalb habe ich ihm den Arm und das Bein entzweigeschlagen? Es ist ja nicht seine Schuld, daß die andere gern mit ihm davonge- gangen ist... vielleicht hat sie sich ihm sogar aufgedrängt... Seine Sippe wird ihn nicht ungerächt lassen, den Besten in Karelien. Eine Fehde wird daraus entstehen... Eine Plage werde ich ihr nur sein, in Zukunft wie bisher. Sie fürchtet, ich könnte sie und ihr Kind umbringen Davor wird sie Tag und Nacht zittern... Es wird kein richtiges Leben mehr wer- den... Sie hat es doch gewünscht, hat gewünscht, ich wäre tot. Und das kann man ja auch von mir wünschen, da ich in der Wut so etwas vollbringe. Einen Unschuldigen habe ich zerschlagen, den Vater ihres Kindes. Ein Vater ist ein Vater. Dem hat sie das Kind geboren, nicht mir, bei mir hat sie es wohl auch nie gewollt— nein, nein... Aber sie bekommt ja einmal das Gehöft... Das Boot fuhr unterhalb der Stromschnelle an das Ufer. Marja stieg mit dem Kinde aus. Iuha blieb wie selbswer- geffen, mit den Rudern im Wasser, auf der Bank sitzen. ... Sie bekommen ja das Gehöft. Die Sippe kann es ihr nicht nehmen, da sie einen Leibeserben hat. Das weiß auch Kaifa... Da ist noch der oberste Scheitel des Hügels unabgefchwendet... Ach, was wird mir das Atmen schwer... Die hier zerstören vielleicht nicht den Hof ihrer Verwandten, solch eine gute Herberge... Ich kann sie, kann sie vielleicht bis zum Sonntag dorthin rudern, wenn ich mich hier erst ein bißchen verschnaufe... Wenn sie aber doch lieber da geblieben wäre, um ihren Liebsten zu pflegen... Iuha erhob sich mühsam, er wäre beim Aussteigen fast gestolpert, nahm seinen Hut, wendete das Innere nach außen und trank Wasser damit; setzte ihn umgewendet auf den Kopf und stand, die Stromschnelle betrachtend, eine Weile da. Dann begann er langsam den Zugstrick vorn im Boote auseinander- zuwirren. Marja faß weiter oben am Strand und beruhigte das Kind, das in seiner Hülle zu weinen angefangen hatte. „Was weint es denn?" „Ich weiß nicht... vielleicht will es die Drnst haben." „Gib ihm... Na. gib ihm doch dann die Brust." „Ich kann ja nicht.. Sie nahm doch das Kind aus dem Tuch, in das sie es gewickelt, haue, und beruhigte es, indem sie es an sich drückte. Das Kind hörte auf zu weinen, lächelte, stammelte, mit Wund. schrieben hat, machen seinen Eintritt in die Legion wahrscheinlich. Gesucht wurde Liesegang schon vor dem Mord in der Linienstraße wegen mehrerer Einbrüche. Er selber hat auch öfter erwähnt, daß er nicht nur wegen Einbruch verfolgt werde, sondern auch mit einem Mord in der Spandauer Straße zu tun gehabt habe. flus der Kokainhöhte. Die weitere Untersuchung des Tretbens in dem Keller des Kellners Beckmann in dem Haufe Waterlooufer 12 fördert Dinge zutage, die man in Berlin doch auch heute noch für unmöglich gehalten hätte. Hiernach scheint, gang abgesehen von den Orgien der gewissen Kreise, auch das Kokainlaster an sich in Verlin viel weiter verbreitet zu sein als man bisher angenommen hatte. Junge Leute, die aus ihrem Erwerb zunächst das Geld hatten, sich das Berauschungsmittel zu kaufen, frönten dem Laster nach und nach so stark, daß sie, wenn ihr Geld nicht mehr ausreichte, alles hergaben, um immer wieder Kokain kaufen zu können..Noch andere verschaff» ten sich die Mittel durch Diebstahl. Sie gaben statt des baren Geldes dem Beckmann das, was sie von Handwagen oder sonstwie an irgendwelchen Werten erbeuteten. Einige besonders Geflügel, das sie stahlen und das Beckmann sehr gern annahm, um seine Gäste bei Tag und Nacht bewirten zu können. Beckmann, der in seinen schmutzigen Räumen außer Speisen auch Getränke aller Art verabreichte, machte das Hauptgeschäft mit Kokain. Er verkaufte die Dose, die nur 1 Gramm enthielt, für 20 bis 25 M„ wahrend es ihn kaum die Hälfte kostete. In einem eigenartigen Versteck fand man noch eine Anzahl leere Flaschen, die 11» bis 50 Gramm Kokain enthalten haben. Bei einer erneuten Durchsuchung, die Kriminalkommissar Trett-n mit mehren Beamten vornahm, wurde» noch weitere Kokainverräte entdeckt. Beckmann harte zwischen einem Brikettstapel ein künstliches hohles Brikett eingeschoben und dieses mit Kokain angefüllt. Ein Weihnachtsbaum, der noch mit Silber- fäden und Glasschmuck behangen in dem großen Zimmer stand, wurde von den Kokainisten benutzt, um ihre nassen Taschentücher daran aufzuhängen und zu trocknen. Der Kundenkreis setzte sich aus den höchsten und niedrigsten Gesellschaftsklassen zusammen. Die Wirkung des Kokainschnupfens war zunächst der„Kokolores", ein Zustand, der die Personen stark belebt und erregt, auch Sinnestäuschungen und Trauinzustände waren die Folge. War aber die Wirkung des Kokaingenusses vorbei, so machte sich eine große Er- schlaffung bemerkbar. Der bäufige 5iokaingenuß, der zu einer schlimmeren und noch unheilvolleren Wirkung als der Morphium- genuß siihrt, hat schwere körperliche und auch geistige Schäden zur Folge. /lrbettsitachweisweseti. Der Deutsche Städtetag hat in Eingaben an die Reichsstelle» Einspruch dagegen erhoben, daß nach dem Entwurf des Arbeits» nachweisgesetzes die Landesämter für SrbeitSvermitt- lung zu Aufsichtsbehörden gegenüber den Ge» m e i n d e n als Trägern der Arbeitsnachweise berufen werde» sollen, anstatt sie auf den durch die Technik der Arbettsvermittlung gegebenen TätigkeitSrabmen(zwischenörttiche Vermiltlungs zu bc- schränken. Dieses neuen Eingriff« in die Selbstverwaltung bedürfe es angesichts der bestehenden staatlichen Kommunalaussicht keines« Wegs. Nach den mit den Landesarbeitsämtern bisher gemachten Erfahrungen werde die ihnen jetzt zugedachte Rolle nur zu einer kostspieligen und dabei entbehrlichen Vermehrung der AmlSgeschäfto und»einrichtungen führen._ Ein Rathauskeller für Titzungs- und Bnreauraume. In Eöpenick hat sich in den letzten Verwaltungsjahren infolga der fteren Zunahme und Ausdehnung der BerwaltungSgeschäste ein Mangel an geeigneten Bureauräumen bemerkbar ge, nacht, der noch fühlbarer wird dadurch, daß Eöpenick Eitz der Bezirtsvcrwaltung sijr den i6. Verwaltungsbezirk Berlin geworden ist. Der Magistrat hat daher beschlossen und die Stadwerordnetenversammlung um Zustimmung ersucht, vorläufig die Räume deö Cöpenicker Rats» kellerS nicht zu WirtschaflSzwecken zu verpachten, sondern sie zur Benutzung als SitzungS» und Bureauräume herzurichten. Tie Krankheiten in der 17». Gemeindeschule. Zu der Nachricht über Krankheiten in der 175. Gemeindeschnk« teilt daS Nochrichtenamt des Magistrats folgendes mit: Wie zu allen Zeile» ist eö auch jetzt vorgekoniinen. daß Eltern ihr Kind in der Hautklinik untersuchen ließen und dabei erfahren haben, daß Fingern, Äugen die Brust suchend— eines Anderen Kind, ein S' emdes, dunkelhaariges, mit Marjas Stirn, Schemeikkas ugen... Ihm hat sie eins geboren... mir nicht... nein, nein... Iuha halte sich abgewendet, das Boot vom Land gestoßen, den Strick über die Schulter geworfen und angefangen am Ufer der Schnelle hinzuschreiten, indem er das Boot nachzog. Als er es den Fall hinauf in das Stillwasser gebracht hatte. zog er es ans Ufer, stieg hinein und begann es, hinten stehend. mit der Stange stromaufwärts zu schieben. Marja ist am Ufer entlang mitgegangen, um am Still» wasier in das Boot zu steigen und beim Schieben zu helfen. Aber er scheint ja allein fertig zu werden. Das Boot bewegt sich leicht, den Steinen ausweichend, hinauf. Iuhas Rücken beugt und streckt sich immer heftiger, obgleich die Strömung keinen Widerstand mehr bietet, als wollte er hastig wegfahren, entfliehen.— Er wird doch nicht gehen und uns hier zurück- lassen? Wenn er es sich nun so ausgedacht hat? Nein nein—! Plötzlich sieht Marja, wie das Boot still stellt und das Bordertell hoch auffährt, wie auf einen Stein. Iuha drückt mit der Schiedestange auf den Boden, indem er das Boot zurückzustoßen versucht, aber es rührt sich nicht, neigt sich ein wenig auf die Seite und nimmt Wasser ein. Es ist wahr- scheinltch Zwischen zwei Steinen eingeklemmt, und das Wasser drückt es immer fester dazwischen. Jetzt geht Iuha nach vorn, schlägt mit der Stange auf den Boden und versucht das Boot. vorsichtig gegen den Rand stemmend, loszumachen. Die Stange steckt irgendwo fest und geht nicht heraus. Iuha läßt sie aufrecht stecken und macht ein paar Schritte nach hinten zu. schwankt, fällt ober nicht. Er geht wieder nach vorn, packt von neuem die Stange und dreht sie wild hin und her. Sie bricht durch, und Iuha stolpert auf die Ruderbank, in der Hand die Hälfte der Stange. Zugleich macht sich das Boot los, und das Wasser beginnt es davonzutragen. Weshalb greift er nicht nach den Rudern? Läßt er es auf den großen Fall zu gehen?—„Iuha! Iuha! rudre! wes- halb ruderst du nicht?"— Mit zunehmender Geschwindigkeit gleitet das Boot querüber in die Strudel. Iuba sitzt rubig an feinem Platz.— Ach, der Unglückliche, er will nicht!— Marja läuft so nahe heran, wie sie kann, und fuchtelt mit den Händen. Als das Boot ihr gegenüber am Kamm des Falles ist, wirft Iuha, nachdem er Marja gewahr geworden, das Ende der Stange in das Wasser und winkt wie zur Antwort ein-, zweimal mit den Händen, als ob er den Flug eines Vogels nachahmte, auf den Lippen ein sinnloses, eindrucks- loses Lächeln, den Hut umgewendet auf dem Kopf. In dem- selben Augenblick schlägt das Boot um, und Iuha stürzt de« Fall hinab. Schweres Blut. 46] Roman von Zuhani Aho. (Schluß.) Iuha erhob sich wild, stieß das Boot vom-Lande ab, so daß die Ruder und Sitze durcheinanderpolterten und-sprangen und er selbst von der Wucht des Stoßes auf die Knie sank. Steig ein!" befahl er barsch. Marja schien es, daß der Ausdruck in Iuhas Äugen wieder rasend, fürchterlich war. Sein Ge"cht war bis über die ganze Kopfhaut rot Übergossen. Marja fühlte sich von einem finnlofen Entsetzen gepackt, und, ohne zu wissen, was sie tat, rief sie: „Ich komme nicht, du bringst uns um!" „Ich bringe euch nicht um.. sagte Iuha. leise jammernd, wie einer, der lange krank gewesen ist, das Gesicht wieder schlaff, die Augen eine Weile geschlossen. „Wohin fahren wir?" fragte Marja scheu. „Doch wohl heimwärts— oder willst du hier bleiben... um ihn zu pflegen?" � � „Rein, nein. Iuha— laß uns nur gehen— ich habe nicht gewünscht, daß du tot wärest." Iuha winkte mit der Hand, als wollte er sagen: laß nur.. ich weiß schon... es nützt nichts mehr. Marja stieg in das Boot und ging nach achter. „Setz dich vorn, da ist es besser mit dem Kind." Er selbst nahm an den hinteren Riemen Platz, um zu rudern. Marja legte das Kind an die Spitze des Bootes und griff nach den Rudern. „Laß, ich werde euch schon rudern." Er schwenkte das Boot auf die Stromschnelle zu, von der Schaumbälle mit der Strömung vorwärts trieben. Er ruderte und mußte sich in der immer stärker werdenden Gegenströmung immer mehr anstrengen. „Soll ich nicht doch nldern?" „Laß." Aber er ermattete immer mehr und keuchte wie ein auf ungebahntem Wege ziehendes Pferd... Kann ich denn nicht mehr? Was hat mir so die Kraft gelähmt?... Wie be- komme ich sie nun alle Schnellen und Gegenströme hinauf? Was wird aus ihnen, wenn ich mitten drin zusammenbreche? Es schwindelte ihm der Kopf wie einem, der ohnmächtig wird. Die Ruder griffen in das Wasser wie in Eisbrei, das Boot schien sich nicht vom Fleck zu bewegen; die Ufer standen still, oowohl das Wasser nach hmlen schoß. ihr Kind an einem anstedenden Ausfluß leidet. Diefer eine Fall 17 hr, in der Buchhandlung Borwärts, Lindenstr. 2, tm Parteibureau ist die tatsächliche Grundlage für die an das Ministerium gerichteten Neutoun, Jagerstr. 66, und bei Eröffnung der Vortragsreihen am Eingang Eingaben. Für die behaupteten fünf Fälle hat sich ein Nachweis des Schullokale. sicht erbringen laffen trot wiederholter Bemühungen des Schulargtes. Eine Ansteckung durch das Klosett ist nicht nur nicht er wiefen, sondern io gut wie ausgefchloffen, da fiberhaupt Stlofetts als Infeftionéquelle laum in Frage fommen. Die wiederholten Bemühungen des Schularstes, in Frage tommende Kinder heraus zufinden, baben das Reiultat gezeitigt, daß nur noch in einem zweiten Fall ein anstedender Ausfluß fonstatiert wird. Durch die Luft nach dem Osten. Groß- Berliner Parteinachrichten. Konferenz der Landkreise Niederbarnim und Teltow Sonntag, den 27. Februar, vormittags 9 Uhr, in Berlin, Bubijäte, neue Königstr. 26( nahe Alexanderplatz). Tagesordnung: Eine geheimnisvolle Enfführung. Bestern nachmittag erschien auf einer Bache der hiesigen Schuhpolizei die 16jährige Emma Sie am balbt aus Essen und gab an, daß fie am 17. d. M. durch einen Herrn in einem Kraftwagen entführt und nach Berlin gebracht wor den sei. Den Namen sowie die Wohnung des Herrn fönne fie nicht angeben. Auf ihren Wunsch wurden ihre in Berlin wohnenden Berwandten benachrichtigt, die sie auch bald von der betreffenden Bache abholten. Bon einem Straßenbahnwagen fofgefahren. Der 6jährige Seit einigen Monaten hat der Lloyd- Ost flug, ein junges Schüler Herbert Witscholt wurde gestern an der Ede der Berliner Flugzeugunternehmen, den Luftverfehr mit der vom Mutterlande und Bortumer Straße infolge eigener Unachtsamkeit durch einen burch den polnischen Rorridor abgetrennten Ostmart aufgenommen. Straßenbahnwagen der Linie 47 überfahren. Man brachte ihn mit Die Junkers- Flugzeuge der Lloyd- Gesellschaft fliegen nach einer schweren Kopfverlegungen nach der nächsten Rettungsstelle, wo er Swischenlandung in Schneidemühl an der Grenze des polnischen aber wenige Minuten nach seiner Aufnahme verstarb. Bandes bis an die Ofisee, um dann über die See selbst hinweg ihrem Das leichtfertige Borbeifahren an Straßenbahn- Haltestellen hat Sielpunkte Königsberg, ungehindert durch polnische Schikanen, zu- mieber einen schweren Unfall herbeigeführt Als die 65jährige Witwe zusteuern. Das Flugzeug wird freilich auf Jahre hinaus nur ein Leonore Grünwald an der Ede der Schönhauser Allee und SaarBerkehrsmittel der befizenden Klasse bleiben; bei der Bollkommen brüder Straße von einer„ Elektrischen" absteigen wollte, wurde sie von einem dicht an dem Straßenbahnwagen vorbeifahrenden Ge heit, die die junge Flugzeugindustrie in den wenigen Jahren seit schäftsfuhrwert herabgeriffen und erlitt einen doppelten Armbruch. ihrer Entstehung erreicht hat, stellt es aber auch ein geradezu ideales Sie mußte sofort nach einem Krankenhause geschafft werden. Berkehrsmittel dar. Das follte den Teilnehmern an einem Dom Lloyd- Ostflug für die Presse arrangierten Sonderflug recht augenfällig werden. Nach einem Beschluß des Kuratoriums für das städtliche Beftattungswesen beträgt die Liegezeit für Graber auf den städtischen Friedhöfen Berlins 20 Jahre. Gegen diesen Beschluß richtet sich Wie ganz anders präsentiert sich heute das mit einer eleganten folgende uns mit der Bitte um Abdruck überfandte Buschrift: Wer Kabine ausgestattete Flugzeug als seine Borgänger, die vor einem aber glaubt, daß er nach 20 Jahren die Frift für die Gräber verlängern Duhend Jahren in Johannisthal um ihre Existenzberechtigung tann, irrt fich. Was auf allen Friedhöfen üblich ist, sofern der Plaz weiter tämpften. Damals ein Wirrwarr von Spanndrähten und Leines zu Beilegungen benutzt wird, geht auf dem städtischen Friedhof in wand, deren Zuverlässigkeit von allerhand Zufällen abhing, heute Friedrichsfelde nicht. Reihengräber werden nicht verlängert heißt ein aus Aluminiumblechen gebauter Koloß, der von vornherein schon es furz und bündig beim Kuratorium für das Bestattungswesen. das Gefühl der Sicherheit gibt. Wieviel Unfinn wird heute geredet über die unangenehmen Empfindungen, die den Flugzeugpassagier während der Fahrt befallen sollen! Aus eigener Erfahrung fönnen wir dem entgegentreten. Bei dem Sonderflug, der uns bis zu einer Höhe von 1200 Metern brachte, hatten wir nicht nur das Gefühl abfoluter Sicherheit, sondern die Stimmung wurde noch gehoben durch die wundervolle Fernsicht, die sich dem Auge in der sonnigen Landschaft bot. Eine besondere Ueberraschung bereitete uns unser Führer, als er über eine in etwa 1000 Meter lagernde Wolfenschicht hinausflog. Die von der Sonne grell beschienene Wolfenwand zauberte dem trunkenen Auge die herrlichste Schnee landschaft im Gebirge vor. Beit unter uns die Menschen mit ihrem Haften und Jagen. Erst da wird es verständlich, warum die ersten Piloten trotz aller Lebensgefahr und vieler Mißerfolge immer wieder der Sonne zuftrebten! Bohlgemerkt: Reibengräber! Wahlftellen und andere Gräber wer ben verlängert. Der Friedhof in Friedrichsfelde wurde und wird hauptsächlich von Konfeffionstofen benutzt. Wir haben es hier mit einem Ausnahmerecht zu tun, welches von den Stadtverordneten schnellftens beseitigt werden muß. Ein anderer Beschluß, der auch dringend der Abänderung bedarf, ist die Feftfekung des Gießgeltes in diesem Jahr. Während auf dem Georgenfirchhof 25 M., auf dem Heilandsfriedhof 30 M., dem Friedhof der Freireligiösen Gemeinde man wird sich ins eigene Fleisch schneiden. Wer soll das bezahlen. 20 M. usw. erhoben werben, nimmt man in Friedrichsfelde 60 M. Das arme Bolt? fonen. Am Sonnabend, den 26. d. M., werden die neuen Geschäfts Verlegung des Neuköllner Arbeitsnachweises für männliche Verräume des Arbeitsnachweises für Männer in der eigens zu diesem 3wed errichteten Barade am Mittelweg für den Abfertigungsdienst eröffnet. Für die Bermittlung ist die Beit von 8 bis 12 Uhr vor mittags festgesetzt worden. Die bisher benutzte Turnhalle in der Mahlower Straße wird somit ihrer eigentlichen Bestimmung zurüd gegeben Beim Wohnungsamt Berlin, Neue Friedrichfir. 80, Ilegen aus Wolfsfürforge. Bertrauensmännerversammlung des Bezirks Süden 200 Städten Deutschlands mehrfache Tauschgeiuche mit Berlin vor. Donnerstag, ben 24. Februar, abends 7 Uler, bei Marilomstu, Berlin, Berliner Familien, die außerhalb eine Wohnung fuchen, werden Michaelfireftr. 24; bes Bezirks Noben Montan, ben 28. Februar, in erfucht, ihre hiesige Wohnung dem Wohnungsamt zum Taufe au as müssen unsere Mitarbeiter vom Bersicherungswesen wissen? Stellers Feftiälen, Berlin. Bergftt. 61. Referent Genosse Feliz Dirich. Thema: melden, damit die Tauschpartner miteinander in Verbindung gefcheinen aller Mitarbeiter bringend notwendig. bragt werben fönnen. Wohnungstauschgesuche. Für das besetzte Rheinland. Er Eine unbekannte Tote. Gestern nachmittag wurde aus dem Mühlengraben, nahe der Schleuse 5, die Leiche einer etwa 25 Jahre alten weiblichen Berfon gelandet und dem Schauhause zugeführt. Die Unbekannte hat dunkelblondes Haar und war befleidet mit graubraunem Mantel, Ladgürtel, braunem Rod, schwarzen Strümpfen, hohen schwarzen Schnürschuhen und hatte eine Armbanduhr bei sich. 1. Steuerpolifit in den Gemeinden. Referent: Genosse Hirsch, Minifterprofident a. D. 2. Die ländliche Presse. 3. Berschiedenes. Jeder Mitgliedschaft sind vier Einladungen zugegangen. Wir biffen, bei ihrer Ausgabe auch die als Gemeindevertreter vjw. tätigen Genossen zu berücksichtigen. Der Bezirksvorstand. Heute, Donnerstag, den 24. Februar: " 3. Abt. Alle Genossen wollen sich zur Borwärts"-Agitation um 7 Uhr bei 6. Areis( Sallesches Sor). 7 ferent Genoffe Bauer. bei Jagon, de levezowftraße, um 5 Uhr. " Kracht, zugowfit. 106, einfinden Uhr Bersammlung aller Elternbeiräte und Randidaten der S.P.D. im Jugendheim, Lindenstr. 8( Vorwärtsgebäude). Re17. Kreis( Bichtenberg). 7% Uhr im Gesangsaal bes Cäcilien- Enzeums, Nat hausstraße, Sigung der Elternbeiräte. Thema:„ Die weltliche Schule", 14. Abt. Das Material für die Borwärts" Agitation ift abzuholen bei Roman Fischer, Sebastianstr. 52. Grote, Blumenftr. 88, um 5 Uhr, 15. Abt. Die Funktionäre und Helfer treffen sich zur Vorwärts"-Agitation 16. Abt. Achtung, Bezirksführer! Das Material zur Borwärts"-Agitation ist von nachmittags 4 Uhr ab von Schudert, Rüdersdorfer Str. 3, abzuholen. 28. Abt. Achtung, Bezirksführee! Material aur Borwärts" Agitation ab 37. Abt. Die Bezirksführer und Helfer treffen fich zur Borwärts"-Agita tion bei Sübner, Wilsnader Str. 84, um 5 Uhr, 39. Abt. Die Genoffen treffen fich zur Vorwärts"-Agitation bei Berger, 42. Abt. Die Genossen treffen sich nachmittags 5 Uhr zur Borwärts" Agitation bei Behrens, Tegeler Str. 22. 48. Abt. Die Bezirksfunktionäre holen die Borwärts"-Exemplare bei 53. Abt.( Charlottenburg). Sur Borwärts"-Agitation treffen sich die Genoffen bei Eur, Ufnauftr. 1, um 5% hr. 70. Abt.( Wilmersdorf). 8ur Borwärts"-Agitation treffen sich die Genossen bei Schramm, Hohenzollerndamm 2, um 5 Uhr. 71. Abt.( Wilmersdorf). Sämtliche Genossen treffen fich aur Borwärts". agitation bei Jonas, Durlacher Str. 8, abends 6 Uhr. 73 Abt.( Wilmersdorf). 8ur ,, Borwärts"-Agitation treffen fich sämtliche 79. Abt.( Schöneberg). Bezirk 9( Lindenhof): 7½ Uhr bei Fintel, Bessemer bei Rühn, Saderstr. 8, abends 6 Uhr. Straße, Frauenabend. Referent Frig Rafpar. 81. Abt.( Friedenau). 8ur Borwärts".Agitation treffen sich die Genossen 84. Abt.( Bantwig). 8ur ,, Borwärts"-Agitation treffen sich bie Genoffen bet 110. Abt.( Grünen). 8ur Vorwärts"-Agitation treffen fich die Genossen Sungjozialisten. Gruppe Treptow: 7 Uhr im Jugendheim, Elfenftr. 3, Bortrag der Genoffin Ziels über„ Die Frappe Reutolla: 7½ uhr Sungsozialistische Vereinigung. Ortsgruppe Rentöln: 7% Jugendheim Rogatite. 53, Bortrag über Die Sozialisierungsfrage in den europäischen Staaten". Referent Genosse Friedländer, Ortsgruppe Treptom: 7 Uhr im Jugendheim Eiſenſtr. 8, Bortrag über„ Die Frau und der Sozialismus". Re ferentin Genoffin Clara Riels. Ortsgruppe Hermsdorf: 7% Uhr im Landhaus Neunzig, Neue Bismardftr. 41, Bortrag über Erich Hartleben und Ludwig Ortsgruppe Friedrichshagen: 8 Uhr bet Thoma". Referent Genoffe Bartels, Die Gewerkschaftsbewegung". Scholz, Friedrichstr. 81, Vortrag über Mitglieder ber Drisgruppe Süben beteiligen fich in dieser Woche an dem heuti gen Bortragsabend der Gruppe Treptow. nicht te strane, u. 6 1 abracts". Genoffen bei Baul, Bareger Str. 1 abends 6 Uhr. bei Berner, Kövenider Sit, 108, how the Kirchner, Raifer- Wilhelm- Str. 58, abends 7 Uhr. Morgen, Freitag, den 25. Februar: Die 37. bt. 7% Uhr öffentliche Elternverfammlung in ber 188. Gemeinbefchule, Stephanfte. 3. Thema: Die Geschlechtstrankheiten und ihre Berhütung" 79. Abt.( Schöneberg). 7% Uhr im Reichenfaat ber Gemeindeschule Feurig. traße, Mitgliederversammlung. Referent Franz Czeminsky. 128., 129., 130. Abt.( Pantow). Arbeitsgruppenvorstandssigung bei Engel, Mühlenstr. 45. Arbeitsgemeinschaft sosialbemokratischer Elternbeiräte des 12. BerwaltungsBeairis. Der 5. Bortragsabend des Genossen Dr. Arische über Entstehung ber Religionen" finbet abends 8 Uhr in der Realschule, Steglis, Am Stubenrauch. play, statt. Jugendveranstaltungen. Sugunsten der Berliner Stunbgebung für das befehte Rheinland fand gestern in Berlin unter dem Borsiz des Präfi benten bes Reichsversicherungsamis, Raufmann, eine Be fprechung statt, an der sich die Vertreter der obersten Reichsbe hörden, der am Wiederaufblühen des Rheinlandes interessierten Zu den Radaufzenen gelegentlich ber 60. Aufführung von Bereine, Berbände und tulturellen Körperschaften beteiligten. In Schnißlers Reigen" im Kleinen Schauspielhaus am 22. d. m, er. Der Begrüßungsanfprache betonte Práfibent Kaufmann, baß man lärt die Breffeabteilung des B. n. S. in einer Buschrift: der Anregung des Rheinischen Verkehrsverbandes in Koblenz, den Wenn der Vorwurf sich gegen den Berband national gesinnter SolBerkehr aus dem Reich in das Rheinland zu heben und dadurch daten E. P." richtet, so muß auf das schärffte Verwahrung gegen die Berein Arbeiter- Jugend Groß- Berlin. Sekretariat: N. 40, In den Relten 23. Eine Kaffiererfonferenz findet am Sonnabend, den 26. Februar, bie Bande zwischen der deutschen Westmart und dem Mutterlande Unterstellung eingelegt werden, daß sich Angehörige dieses Verbandes au ftärken, gern nachzukommen bereit fel. Der Anregung wurde mit Wiffen oder Buftimmung der Berbandsleitung an derartigen, im Zentraljugendheim, Lindenstr. 3, um 7 Uhr statt. Wegen der feitig zugestimmt und befchloffen, mit der Vorbereitung einen streng zu verurteilenden Auftritten beteiligt haben. Ein solches Ges wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden kassierers, zu erAusschuß aus allen intereffierten Streifen zu betrauen, an dessen baren von Mitgliedern in der Deffentlichkeit würde den Grund- fcheinen. Spige Präsident Raufmann treten wird. fäßen, Richtlinien und Sagungen bes B. n. S. vollständig zuwiderDonnerstag, 128 Uhr: laufen, da der Berband über den Parteien steht und eine Gesundung Bentraljugendheim: Lindenstr. 3, Bortrag: Gemeinsamteitserziehung". des Baterlandes von innen heraus und nicht durch öffentliche provo Charlottenburg: Jugendheim, Rosinenftr. 4, Bortrag: Kirche, Staat und Bohustorf: Jugendheim, Heimann, Riebelstraße, Bortrag: Freiligrath". biefen bedauernswerten Auftritten überhaupt erst durch die heutigen abend. gierende Demonstrationen anstrebt. Die Berbandsleitung hat von Sozialismus". Gesundbrunnen: Jugendheim, Gotenburger Str. 2, MädchenBeitungen erfahren, steht also selbstverständlich in keiner Berbindung weibe: Jugendheim, Berliner Str. 31, Bortrag: Marg und Brem Ankunft der Farmerföhne. mit diesen. eingetragener Berein, der gar nicht verboten werden kann. Im übrigen ist der B n. S. niemals verboten worden, sondern " Lankwig: Jugendheim, Gendligstr. 6, Mädchenabend. Riebersd öne Often ( Stralauer Viertel): Schule, Naglerstr. 3, Bortrag: Bolfchemshus und Marrismus". Schmargendorf: Jugendheim, Breite Str. 88, Disfuffionsabend. IS, Distufionsabent Schönhauser Boritabt I: Schule, Sonnenburger Str. 20, Distuffionsabend: Schönhauser Borstadt II: E. Röper, Stargarder Straße 18, Steglik- Friebenan: Schule Friedenau, OffenSüboft( Reichenberger Biertel): Schule, Globacher Str. 5a, Mädchenabend. sauer Str. 12/16, Diskussionsabend. Gerichtszeitung. Die Farmersöhne, die als freiwillige Bichpfleger ben ersten Transpert der amerikanischen Milchfühe begleitet haben, find geftern, Mittwoch vormittag, Don Dresden fommend in Berlin eingetroffen. Gestern nachmittag waren fie Gäste des Deut fchen Zentralausschusses für die Auslandshilfe in beffen Räumen, Dorotheenftr. 2. Der Borsigende des Deutschen Zentralausschusses, Geheimrat Dr. Bose, diefer zugleich im Namen des Reichsministe 3m 3irfus Sarrafani tam am Dienstaa eine neue Pantomime riums für Ernährung und Landwirtschaft, und Frau Stadtrat Brärie und Bukta" zur Aufführung. Um das Stüd über Ben1, ble Borfigende des Groß- Berliner Berteilungsausschusses haupt einigermaßen bühnenwirksam zu machen, find umfangreiche für Auslandsliebesgaben, zugleich im Namen des Oberbürgermeisters Abstriche bringend nötig; bauerte doch die Erstaufführung bis von Berlin, begrüßten die Gäffe. Den jungen Leuten sollen die 12 Uhr. Schulb baran war zu einem Tell freilich auch, daß die Sehenswürdigkeiten Berlins gezeigt und gleichzeitig ein Eindruck von Regie nicht flappen wollte und die Zeit mit endlosen Zwischen. ben fozialen Berhältnissen gegeben werden. Heute, Donnerstag, paufen ausgefüllt wurde. Recht lebhaften und berechtigten Beifall werden fie die Quaterfpeifung in einigen Stadtteilen Ber- fand der vierie Aft des Stüdes, der ein Fest der Wildweleute dar Ein Poftwagenraub auf der Landstraße, Ins besichtigen, anschließend eine Wagenfahrt durch die Stadt ftellte hier waren die verschiedensten Reiterspiele, Laffowerfen, welcher in vieler Beziehung an einen Detektivfilm erinnert, lag mit einer Besichtigung des Stadions unternehmen und mittags das Fadelschleudern u. deral zu einem wirksamen Ganzen vereinigt einer Antlage zugrunde, welche den Dreher Wilhelm Wuttge und Cecilienhaus des Deutschen Roten Kreuzes und deffen Mittelstands. Befonders lebhaft applaudiert wurden in diesem Bilde Direktor den Schmied Franz Boranzle vor die Straffammer des Land peifungen besuchen. Am Nachmittag empfängt sie die American Stof Sarrafani, der fich als treffficherer Kunstschüße produ- gerichts III führte. Der Angeklagte Buttge war eines Tages an Chamber of commerce. Am Freitag vormittag soll die städtische alerte, und ber spannende Rampf ums Pferd, der von den den ihm bekannt gewordenen Boftboten Halbec mit dem Vorschlage rforgeanstalt Strubes of besichtigt, nachmittags vom Reitern die unglaublichsten Kunstgriffe verlangt. Aus dem zirzen herangetreten, zusammen ein Ding zu drehen", mit dem man sich Flugplag Johannisthal ein Flug über Berlin unternommen werden, fifchen Tell verdient befonders lobenbe Erwähnung das Luft- für alle Beit gefund machen würde. Da Halbeck scheinbar auf den Sonnabend früh ist ein Bejuch ber.E.G. in Oberschöneweide ge potpourri, in dem die Weltens, die Urman Familie und die Blan einging, rüdte Buttge nun mit feiner bee heraus, die darin plant, nachmittags foll den, jungen Leuten Botsdam gezeigt werden. Turnfeilfünstler Liepelt zu gleicher Seit ihre halsbrecherischen bestand, daß er in Gemeinschaft mit dem der Polizei als Einbrecher Am Sonntag wird voraussichtlich das landwirtschaftliche Mustergut Rünfte zeigen. Recht verblüffend mirfte der vergnügte Türfe De bekannten Mitangeklagten Boranzte den von Halbeck geführten GeldDon Schuricht bei Nauen besichtigt werden. laune Effendi mit feinem Fesselungsatt und seiner Flucht transportwagen auf der Landstraße überfallen und ausrauben aus der verfchloffenen Rifte. Ganz Hervorragendes leiftet auch der wollte. Salbed follte zum Schein gefnebelt und gefesselt we den Starts rom Manipulator Watt, der hochgespannte Ströme durch und sich dann scheinbar bewußtlos auffinden laffen. In einer Am Sonntag, den 27. februar, bormittags 11 br, Neue Belt, Hafen- fetnen Körper geben läßt und Lampen, Lichter und Fackeln durch nebligen Novembernacht wurde der Plan auch ausgeführt, und zwar auf der Köpenider Landstraße hinter dem Bahnhof Rieh- Rummels Selbe 108-114: Juftige Mufit, Drhefter, Befang, Lana. Mitwirkende: Elektrizität aufleuchten läßt. Frau Steffi Hartman, Ballettmeisterin bes Deutschen Opernhauses, frau Ein Raubüberfall tourde in der vergangenen Nacht in Neutoun burg. Buttge befam es jedoch im lehten Augenblid, durch ein zu Sertrud Wolf, Belang, das Blültönerorchester. Wuffalliche Weitung Dr. C. Joil, wieder verübt. Als bie riftin Fräulein Kornigli aus der Sander fällig vorbeikommendes Auto zurückgeschreckt, mit der Angst zu tun. Marien sind bei allen übteilungstaffietern, bet den Obleuten der Bildumas- ftraße 10 gegen 2 Uhr heimfehrte und die Haustür aufschloß, fiel Boranate schlug mit einem Hammer das schwere Vorhängesch.of ausschüsse, in her Buchhandlung Borwärts, Lindeniz, 2, the Bigarrengeschäft plößlich ein junger Mann über fie her, warf fie zu Boden und ver, entzwei und schloß die Tür des Wagens auf. In demfelben AugenRinbenfer. 3, za baben. Am Sonntag, den 6. Mars, abends 7 Uhr, im fuchte sie zu berauben. Die Ueberfallene rief um Hilfe und wurde blid ertönte aus dem Wageninnern das Kommando„ Hände hoch". Feitiaal bes Berliner Stadtbautes, Eingang Stlofterstraße: Einführungsabend von einem Manne, der noch des Weges fam, gehört. Dieser ner. Boranate ftürzte sich mutentbrannt mit einem Stemmeisen auf die Es waren dies der Kriminalzum Mahler Stonzert Eintritt 1 N. Der Befuch die er Veranstaltung ist folgte den Räuber, ber jetzt die Flucht ergriff. Es gelang ihm ihm noch unbekannten Gegner. ellen Stonzertteilnehmern dringend zu empfehlen. ir bitten bie auch, ibn einzuholen und feftzunehmen. Die Kriminalpolizei ftellte in dem Wagen versteckt hatten. Einer der bedrohten Beamten gab fommissar Lehnerdt und der Kriminalwachtmeister Tews, welche sich ihn feft als einen 23 Jahre alten Gärtner Jakob Nagler aus der Feuer und der erhobene Arm des Pofträubers fant zerschmettert Sozialistische Bildungsschule. Im März beginnen ble neuen Bor Sebastianstraße 85. De Verhaftete ist geftändig. Telungen. Montag, den 7. März, im Bentraljugenbbeim. Lindenftr. 3, 2. Dof Der Staatsanwalt beantragte je 2 Jahre Zucht3 r.: Hugo Souls, Der bistorische Materialismus.( Arbeitsgemeinschaft.) Brand in einem Kinderwagenlager. In bem 3. Geschäft des haus, während Rechtsanwalt Dr. Feld für Buttge unter Hinweis Sörgebühr 10 M. Am Donnerstag, ben 10. März, im Saale ber Juri Central- Korbwaren- Magazins non Friz Mehner, Beukelstr. 67, tam auf eine Reichsgerichtsentscheidung geltend machte, daß nicht ber fischen Sprechstunde, Lindenftr. 3. 1 of bart.: Dr. B. Engelhardt. Die gestern infolge Unvorsichtigteit der Angestellten ein Brand aus, der S 49a( Aufforderung zu einem Berbrechen), sondern einfache An Bhilofopbie und der Sozialismus.( Arbeitsgemeinschaft.) Görgebühr 10 M. Kinderwagen und Betten im Werte von 70 000 m. vernichtete. Am Freitag, den 11. März, im Saale der Juristischen Sprechstunde, stiftung in Frage komme. Das Gericht nahm bei uttge auch Lindenfte. 8: Mag Grunwald, Semiraristische Uebung über Marr Stapital. 24. Februar bie Attelten abgebender Schülerinnen zur freien Besichtigung aus. n is unter Anrechnung von 3 Monaten der Unter uchungshaft Das Fröbel Cberlin Institut, Wilhelmft. 10, ftellt am 23. und nur Anstistuna an und erkannte geren ihn auf 1 Jahr Gefäng Um Dienstag, ben 5. April, im Enale der Juristischen Sprechstunde, Lindenftr. 3: Dr. Dora Nichtenhauser, Sozialistische Lebens. Charlo tenburg. Eine Benofin bat in der Bersammlung am 18. Febr. während Boranzte zu 1½ Jahren Zuchthaus verurteilt führung", Sörgebühr 6 M. im Bollsbaus incifer mit Futte al verloren. Der Finder wird gebeten, wurde. denselben im Sekretariat, Rosinenitr. 4, abzugeben. Bezirksbildungsausschn. Sorte, Ongelujer 15, und im Bureau bes Bezirksbildungsausschusses, Rongetimerten einzulafen! Sörgebühr 10 wł. 9 Reutäin. Donnerstag, ben 10. März: Brof. Dr. Conrad Schmidt, Die materialistische Geschichtsauffassung.( Bortragsreibe.) In der Aula Ser Mäbchenmittelschule, Donauftr. 120. Görgebühr 6 R. hr abends statt. Der Unterricht für alle Veranstaltungen findet in der Beit von 7-8% Basdorf. Beginn Sonntag, ben 6. Mara, nachmittags 5 Uhr, im Selal ven Schule, unmittelbar am Bahnbef in Basdorf: Dr. Mag Schütte, Die Entwidlungsgeschichte bes Sozialismus. Dornebühr 6 M. 6 Vorträge, Vereine und Versammlungen. Bunb ber technischen Angestellten und Beamten. Mitgliederversammlung, Lichterfelbe- 8ehlendorf, Reft. Sohenzollern, Sandjernstraße, beute avend 7½ Uhr. Bertrauensmännerperfammlung bes Bundes aut Freitag, den 25. Februar, Ausführliche Stoffpläne werben in der nächsten Nummer der Rariter- Rolonnen, Abt. Schöneberg- Friebenau. Mitgliederversammlung am Frel abends 7 Uhr, in der Schultheiß- Brauerei, Hafenheibe 22/81. Arbeiter- Sama richten ihr bie Samitiendre( Mitteilungsblatt) veröffentlicht. tag, den 25. Februar, abends 7 Uhr, bei Hanbel, Borbergstr. 11, Allgemeine Höverfarten sind zu haben im Buneau bes Bildungsausschusses. Linden. Familiensterbetale. Sonntag, ben 27. Februar, Bahl- und Aufnahmetag von take a 2. Hof, z, geöffnet von 94 Donnerstags von 9-1 unb 3 bis 1-5 Uhr in ben teftaurants Gerichtstr. 12/18 und bolbertite. 24. wieter herunter. Briefkasten der Redaktion. Jeber für den Brieffaften bestimmten Anfrage fülge man einen Buchkaber und eine Nummer bei. Briefliche Auskunft wird nicht erteilt. Eilige Anfragen trage man in der Juristischen Sprechstunde, Lindenstr. 3, 1. Sof par terre links, vor. Schriftftüde und Berträge find mitzubringen. Stammeln ber Kinder abzuleiten ist. 2. Utopia( griech.) Nirgenbewo; phanta8. 3. 27. 1a, Stein. 1b. Ursprung unflar: man nimmt an, daß es vom stischer Sdealstaat. fcheiben, ob ein Untersuchung nach deat Baffermannschen Berfahren not8, 100. Spesialarat befragen; mir ein folder fann ent wendig. Die Ron hierfür find hoch Ein Mordprozeß aus der Rappzelt. abgegeben. R A. Dr Johanny teltt biefen Bembungen scharf anfiaft, ift, wie er fagt, Augenzeuge bavon gewefen, wie Weigelt entgegen und behauptet, daß diese Behauptung zum ersten Male mit Fäusten bearbeitet worden sei. Dieser habe immer aufgestellt werde. Er beantragt eventuell die Bernehmung der in gewimmert: Bitte, bitte, meine Herren." Er fei nicht imm Ein Borgang aus den Märzunruhen des Jahres 1920 be- der Berhandlung vor dem Militärgericht tätig gewesenen Kriegs- ftande gewesen, die Treppe hinaufzugehen, schäftigte gestern das Schwurgericht des Landgerichts II durch eine gerichtsräte zum Beweise dafür, daß dort von drei Schüssen, die Anflage wegen Totschlages gegen den Leutnant d. R. Re- der Angeflagte abgegeben haben soll, feine Rede gewesen sei. man habe ihn tragen müssen, gierungsbaumeister Paul Schüh. Der Heizer Paul Weigelt 3wei Leumundszeugen, der Bürgermeister von Steglig Buhrom mobel er immer wieder rief:„ Bitte! Bitte!" Der Zeuge ist so emversuchte sich am 24. März Einlaß in die Lichterfelder Kadetten und der Bataillonsfommandeur Bernhardt, geben den Angeklagten pört gewefen, daß seine schon durch die ganzen Zeitverhältnisse er anstalt zu verschaffen. Bei dem dabei entstandenen Handge das Zeugnis, daß er sich in den Unruhen als ein ruhiner, bedachter regten Nerven ganz zerrüttet wurden, sc daß er das Krankenhaus menge mit dem Posten wurde er verwundet. Er wurde in und sehr zuverlässiger Soldat bewährt habe. R.-A. Dr. Johanny hat einige Bedenken gegen das Geschäftszimmer des Angeklagten Schüß gebracht, wo er sich des Getöteten, Zeuge Kliem, hat diesen als Der Hauswirt aufsuchen mußte. die Aussage des Zeugen, der vor dem Militärgericht gar nicht verangeblich zwar schweigend, aber sehr unruhig benahm und vor nommen sei und nun plößlich in die Erscheinung trete. Es wird fehr bescheldenen, harmlosen Menschen dem Berhör zu entfliehen suchte. Er soll, da ihm der Ausgang festgestellt, daß dieser Zeuge durch Frau Weigelt ermittelt worden ist. durch Anwesende versperrt war, Leutnant Schüß wiederholt tät fennengelernt. Er fei nie gewalttätig gemesen und habe sich immer Hierauf wurde die Sigung auf Donnerstag vertagt. Donnerslich angegriffen und nach dem Revolver des Angeklagten ge- vaterlands- und königs'reu gezeigt. Sein Wunsch sei immer gewesen, tag vormittag soll ein Lofoltermin behufs Augenscheinnahme in der griffen haben. Dieser habe ihn dann durch zwei Kopfschüsse Golbat zu werden. Er habe infolge eines Unfalles an Krämpfen ehemaligen Radettenanstalt in Groß- Lichterfelde staufinden. getötet, um ihn unschädlich zu machen. Später stellte es fich gelitten, die wohl auch auf seinen Geisteszuf and einwirften, ohne heraus, daß Weigelt irrfinnig war. Den Vorsig im Gericht daß er den Eindruck ein's Geiftestranten machte. Der Zeuge hält fuhet Landgerichtsdirektor Stelzner. die Anflage vertritt Strats es für ausgeschleifen, daß sich Weigelt an einem soldaten. anwaltschaftsrat Dr. Orthmann, die Berteidigung führt R.- 2. feindlichen Unternehmen beteiligt haben könnte.- Mehn Dr. Johanny. Es sind 25 3eugen geladen Als Sachverständige lich äußern sich noch mehrere andere Zeugen, u. a. auch der Kriminalfind Oberleutnant Reinide, Geh. Medizinalrat Dr Pfleger oberwachtmeister Friedrich, Bersihender des Kriegervereins, und Schieffchverständige Barella anwesend. Die Staatsanwaltschaft steht auf dem Standpunkt, daß der Angeklagte über das zulässige Maß hinausgegangen sei. Bei der Anwesenheit so vieler Personen in dem Zimmer wäre es wohl möglich gewesen, den Mann festzuhalten und an der Flucht zu verhindern, ohne auf ihn zu schießen, zumal nach dem Nosteschen Erlaß die Anwendung der Schuhwaffe nur zuläffiq fein sollte, wenn andere Waffen nicht vorhanden sind. Die sämtlichen militärischen Zeugen, die bei dem Vorfall zugegen waren, schilderten diesen im allgemeinen ebenso wie der Angeklagte. Beuge Brüchert, wärter in der Kadettenanstalt, befundet: Er habe gesehen, daß Weigelt, der im Geficht blutete, zur Vernehmung zum Leutnant Schüz hinauf getragen wurde, während er wiederholt bat, ihn doch leben zu laffen. Er habe dies als große Roheit empfunden, denn er mußte annehmen, daß W. so mißhandelt worden sei, daß er nicht mehr Taufen fonnte.- Zeuge Kriminaloberwachtmeister Borf, der den Tatbestand aufgenommen hat, feßt auseinander, daß Weigelt die tödlichen Schüsse nicht in stehender, sondern in liegender Stellung empfangen haben müsse. Der Zeuge, der mit großer Bestimmtheit sich äußert, gibt seiner vollen Ueberzeugung dahin Ausdruck, daß auf Weigelt, als er am Boden gelegen, ein Stuhl zerschlagen worden sei, daß er dabei einen Schädel bruch erlitten, und man dann, um ihm den Garaus zu machen, Fangschäffe auf ihn abgegeben dessen langjähriges Mitalied Weigelt bis zu feinem Ion gewesen ist. Auf Borhalt des Staatsanwalts Dr. Orthmann verneint dieser Zeuge, daß Weigelt seine tönigstreue Gesinnung nach der Revolution geändert habe. Die Witwe des Getöteten, Frau weigelt, befundet, daß ihr Mann ein fehr quter, ruhiger Mann gewesen sei, der mit ihr in glücklicher Ehe gelebt habe. Im Jahre 1909 habe er als Lokomotivführer einen Unfall gehabt und sei feitdem launenhaft, verdrießlich gemerden und an mehr und mehr zunehmenden epileptischen Krämpfen erfrankt, durch die er zer streut und wirr wurde. Einige Tage vor seinem Tode hatte er verschiedene schwere Anfälle gehabt. Ihr Mann war sehr patriotisch gesinnt und litt an der firen Thee, daß Deutschland den Krieg nur verloren habe, weil er nicht ins Feld habe ziehen können und dafür habe er ihr wiederholt Vorwürfe gemacht An seinem Todestage fei er auf ein Fahrrad gestiegen und habe zu seiner Tochter gesagt: Jeht geht es in den Schühengraben. Soziales. Beamtenbund und Arbeitszeit. Kürzlich ging die Meldung durch die Presse, das Reichsministe rium habe beschoffen, die Arbeitszeit der Beamten zu ver längern und zu fordern, daß jede verlangte eberarbeit ohne Entschädigung geleistet werden soll. Dazu stellt der Deutsche Beamtenbund fest, daß ihm feine Gelegenheit gegeben wurde, zu diesem Beschluß vorher Stellung zu nehmen. Als Vertreter der organisierten Beamten'chaft erhebt wie in früheren ähnlichen Fällen auch diesmal der Deutsche Beamtenbunnd arun fäßlich den Anspruch, daß er vor Erlaß solcher, das Dienstverhältnis der Beamtenschaft grund'egend ordnender Bestimmungen von den zuständigen Stellen gehört wird. Da das in dieser wichtigen Angelegenheit nicht geschehen ist, hat der Deutsche Beamtenbund bei der Reichsregierung ernste Vorstellungen erhoben und um Mitteilung der Gründe gebeten, die zu diesem, den früheren Vereinbarungen widersprechenden Beschluß reführt haben. Gleichzeitig hat der Deutsche Beamtenbund gegen die beab fichtigte Erhöhung des Getreibepreises eine ausführ iche Gewalttätia fei ihr Mann nie gewesen, wie alle Bewohner des Eingabe an die Reichsregierung und den Reichsernährungsminister Hauses, in dem fie seit 9 Jahren wohnen, bezeugen fönnen. gerichtet, in der vor einer solchen Maßnahme dringend gewarnt und Rabettenant alt vorüberfem und sich nicht genügend ausnehmer vor endgültigen Entscheidungen beantragt wird. In dieser Ein Zeuge Mud was befundet u. a., daß jeder, der an der die Anhörung von Bertretern her arofen Organ' sationen der A- beitweisen konnte, in die Wachtstube gebracht wurde. Auch dem Eingabe wird betont, daß eine weitere Beisste gerung von Mehl und Zeugen sei dasselbe passiert, obwohl er einen richtigen Aus Brot von der feftbezahlten Arbeiterschaft nicht getragen werden fann. weis hatte, der anfänglich nicht als zuverlässig erachtet wurde, bis Es gehe nicht an. die Preise für das notwendigste Nahrungsmittel man sich von der Richtigkeit überzeugt und andere Saiten gegen vorwiegend nach den Inderziffern zu regulieren, während andererihn aufgezogen hatte. In der Wachtstube hat der Zeuge unter etwa seits die Kauftraft der Einkommen der großen Masse der 25 Personen auch den Weigelt gefunden, be: Berbraucher fich feineswegs auch nur annähernd dem gefunfenen Gelbwert anpaßt, Unter Anwendung eines solchen Grundsages müßten die Gehälter der Beamten auf das Zwölffache des Friedensbetrages gestiegen sein, während tat'ächlich nur eine durchschnittliche Steigerung um das Bier. bis Fünffache zu verzeichnen ist. von den Wachtmannschaften mißhandelt habe. Es felen im ganzen vier Schüsse abgegeben worden, und amar habe ihm der Angeklagte felbst gesagt, er habe drei Schüsse abgefeuert. Der Angeklagte bestreitet dies mit aller Beimmtheit, und auch die militärischen Zeugen befunden übereinstimmend, daß nur drei Schüsse, nicht aber vier, im ganzen gefallen seien. Der worben fel. Der Zeuge hat nach seiner Betundung den Mann Beuge Kriminalwachtmeister Braune befundet, daß der Anges schaften Vorwürfe darüber gemacht, daß sie den Mann verprügelt Plagte auch ihm gegenüber ausgesagt habe, er habe drei Schüffe hätten. Ein Zeuge Baumgart, Angestellter in der Radetten Von heilwirkendem Einfluss bei STAATL. Gicht, Rheumatismus, Diabetes, STAATL Nieren-, Blasen- und Harnleiden, 樂 FACHINGEN Arbeiter- Wäsche zu Fabrikpreisen Männer- u. Frauen- Hemden 28 bis 40. ..... 25 m² Wertstatt- Hemden farbig...... Unterhofen für Frauen farbig Reine Reichsware befte Berarbeitung. Kue wochentags zwischen 5-8 Uhr. 24 v2. 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Jebruar 1H21 Soziale Jeggen im Reichstag. Der Abg. M a ck e l d e y fDnat.) hat sein Mandat niedergelegt. Antrage auf Genehmigung der Strafverfolgung des Abg. Reich(Komm.) wegen Unterfchlaaung, Diebstahls und Urkunden- fälschung, des Abg. Qirzberqer(Zentr.) wegen Einkommensteuerhinterziehung und des Abg. Dr. Heim(Bauer. Vp.) wegen Beleidigung werden dem Geschästsordnunasausschust überwiesen. Zunächst kommt ein Antrag der bürgerlichen Parteien und der Sozialdemokraten zur Behandlung, wonach die Regierung er- mächtW wird, die Erhebung der B e r k e h r s st e u e r auf den natürlichen Wasserläufen des Reiches zeitweise auszu- setzen. Aba Sivkonich(Dem.) beantragt eine Abänderung des Antrages dahingehend, doh die Berkehrssteuer allgemein für die Bcförde- rung auf den Wasserstraßen aufgehoben wird. Der Antrag wurde in allen drei Lesungen angenommen. Es folgt der HnnSbatt des ReilklsarbeitsminisiterinmS. Dazu fordert ein Antrag aller Parteien die Vorlegung eines Rotgesetzes zur Regelung der rechtlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse der H a n s a n q e st e l l t e n. Die Deuts chnotio- n a l e n verlangen einen Gesetzentwurf, der den Angestellten und Arbeitern die Kavitolbeieiligung in geeigneten lluter- nebmungen ermöglicht. Ein sozialdemokratischer Antrag nerlanat Erhöhung der Reichswochenhilfe. Es liegen Ansschnbanträoe vor auf Förderung des Siedlnnqswesens, neuzeitliche Aenderunq der Seemannsordnung, Schaffung nutzbringender Arbeitsgelegenheit. Reichsarbeitsminister Dr. Brauns: Die 4 Milliarden Gefamtznschuß, mit denen der Haushalt meines Ministeriums abschließt, könnten erschreckend wirken, aber es ist zn b-rückstchtigen, daß dos Ministerium selbst nicht einmal den zweihundertsten Teil der Gesamtausgaben erfordert. Viel mehr ver- schlingen die wichtigen Sach ausgaben, wie Zuschüsse zur Invalidenversicherung, Wochenfürsorae und dergl. Aus sozialem Gebiet verlanat der verlorene Krieg trotz arößter Svariamkeit - immer noch stärkste A' lpannung. Die Sozialpolitik darf trotz der ungünstigen Wirtschaftslage nicht ruhen. Einen hervorraaenden Anteil an den neuen Aufaaben hat die Sorge um die Arbeiterschaft. Der deutsche Arbeitsmarkt wird besonders im Ausland viel zu aünstia angesehen, aber in der Statistik erscheinen ja nur die unterstützten Erwerbslosen, nicht die unterstübunaslosen und die Kurzarbeiter. Unsere Arbeitslosigkeit ist vielmehr seit Kriegsende eine chronische Erkrankung geworden und macht uns die größte Sorge. Leider sind der Bekämpfung der Enverbs- lostak-st Grenzen gesebt. Vor allem kommt es auf den Ausbau und die FZrder"nq der Arbeitsnachweise an: ein Gesetzentwurf über diese Materie ist bereits sertigaestellt. Unsere Bemühungen um produktive Erwerbslosenfürsorge bewegen sich dauernd in der Richtung des Proaramms, das ich seinerzeit bei der Interpellation über die Arbeitslosigkeit dargelegt habe. Dieses Programm ist in seinen wichtigsten Teilen bereits ver« wirklicht. Bis zum 18. Februar 1921 sind 8226 Anträge auf Be. willinung der produktiven Erwerbslosenfürsarge eingegangen, wovon S604 bewilligt wurden. Eine Ratstandsaktion der Spitzenorgani» fationen der Arbeitnehmer zur Beschaffung von Kleidung?- stücken haben wir mit Krediten unterstützt. Die Arbellslosenver- licherung nach dem früheren Entwürfe ist augenblicklich undurchsühr- dar. jedoch werden wir umgehend ein Gesetz für eine vorläuslge !>rbeik»losenoersicherung ausarbeiten, Für die Wintermonate ist eine Erhöhung der ErwerbslysemmierstüKunq vorgesehen. Am 1. Dezember bezogen Unterstützung 319 382 Erwerbslose, am 1. Februar 432 381 Erwerbslose. Das Ueberschichtenabkommen vom Februar 1929 zur Durchkübrunq des Spa-Abkommens ist von den Bergarbeitern loyal durchqefübrt worden. Die Arbeitsleistung und die Kohlenförderung ist wesentlich pestieaen. Die Recherung beab- sichstgt nicht, die Schichtbauer der Bergleute zu verlängern, doch l offen wir, in neuen Verhandlungen mit den Bergleuten eine für alle Teile befriedigende Lösung zu finden. Die Führer der Gewerkschaften sind neulich bei der Reoieruna vorstellig geworden. die Lebe'ststosten nicht noch mehr steigern zu lassen. Die Kohle"preise können also kaum erhöht werden. Neben dem Berg- bau ist die Steigerung der Produktion in der Landwirtschaft bringend notwendig. Durch die Urbarmachung der Oedländereien, durch die ländliche Siedlung sowie auch durch den Pachtschutz wird daran gearbeitet. Was die Lohnpolitik betrifft, sucht das Ministeriuni den berechtigten Lebensansprüchen der Angestellten und Arbeiter gerecht zu werden, aber aus der anderen Seite eine größere Arbeitslosigkeit zu verhindern. Durch die Teuerungsstatistu könnten örtliche Tarifstreitigkeiten vermieden werden. Um den zeit- lichen Teuerungsschwonkungen zu folgen, sind sorgfältig zusammen- gesetzte Schiedsgerichte notwendig. Eine wirklich befriedigende Lohnregelung kann nur einsetzen, wenn die Löhne der Derantwort- lichtest und den Anstrengungen des Berufes entsprechend abgestuft werde». Das ist ein wichtiges Betätigungsfeld für die Organi- Sationen, die Tarifgemetnschaften und Arbeitsgemeinschaften, die die Richtlinien für die Entscheidung der Schlichtungsousschüsse schaffen müßten. Bei den Schlichtungsausschüssen waren 1919 84 999 Strei- tigkeiten anhängig, von denen über 39 999 durch Schiedsspruch er- ledigt wurden; hiervon wurden wiederum 72 Proz. der Schieds- fvrüche angenommen. Die Tarifverträge umfassen heute über .829 999 Betrieb« und ca. 9,3 Millionen Arbeiter. Die neue zchlichtungsordnung wird demnächst einsetzen. Was dos ' Demobilmochungsrecht betrifft, konnte trotz der schwierigen Lage des Arbeltsmarktes von den notwendigen Beschränkungsmaßnahmen zwecks Aufrechterhaltung der Produktivität der Betriebe nicht völlig abgesehen werden. Eine der schwierigsten Fragen bildet die Belebung der daniederliegenden Bautätigkeit. An eine Rentabilität von Neubauten ist nicht zu denken. Die Zu- schüsie aus öfentlichen Mitteln dürfen die Baustoffe nicht noch mehr verteuern. Der dem Reichstag zugegangene Entwurf einer W o h- nungssteuer trifft Vorsorge, daß Neubauten durch Mittel der , Abgabe nur dann gefördert werden, wenn der Unternehmer dafür Gewähr leistet, daß spekulativer Gewinn ausoeschlojsen ist. Nach dem Haushalt von 1929 sind 929 Millionen Baukostenzuschüsie be- willigt, für Bergmannssiedlungen sind weitere Milliarden vorgesehen. Die soziale Fürsorge für die Arbeitsunfähigen läßt die Reichsregierung sich besonders angelegen sein, ebenso die Notlage der Sozialrentner. Bei der Unfallversicherung wird eine heraufsehung der vrittelungsgrenze erfolgen, die Dersicherungspsticht der landwirtschaftlichen Betriebs- Unternehmer wird neu geregelt werden. Weiterer Schutz der Heim- arbeit und der Ausbau der Krankenkassenstatistik ist beabsichtigt. Ein Entwurf über die 48 stündige Arbeitswoche wird dem Reichstage zugehen. Der Entwurf einer Schlichtunqsordnung liegt bereits dem Kabinett vor. Der Entwurf eines Reichsarbeitsqefetzes, eines Gesetzes zur Regelung der Arbeitszeit gewerblicher Arbeiter, eines Hausgehilfengesetzes, eines Heimarbeitsgesetzes und eines Ge- | setze? über die Arbeitszeit der Angestellten wird dem Reichstag , nächstens zugehen. Ein Arbeitsgerichtsgesetz konnte noch nicht fertig- aestellt werden. Das Militärversorgungswesen erfordert ä89 Millionen, da eine völlige Neuregelung eingetreten ist und das Ministerium zahlreiche Rückstände übernebmen mußte. Die Organi- sotion des Beamtenkörvers ist jetzt erst voll durchgeführt. Die 599 Millionen Mark kür die soziale Kriegsbeschädigten- und Hinterbliebenensürsorae sollen �"nächst für die Be- russsürsorge verwendet werden, dann aber auch für die Erziehungsfürsorge. Auf dem Gebiet der Jugendfürsorge für die Krieger- waisen und die Kinder von Kriegsbeschädigten werden höhere Auf- Wendungen nötig sein. Die Lazarette dürfen nur Behandlungs- und Pflegebedürftige aufnehmen. Ich hoffe, daß die Arbeiten und Bestrebungen meines Ministeriums für den wirtflbaftlichen Wieder- aukbau und für die Annäherung der Klasien und Stände g'ste Bor- arbeit leisten werden und zur Schaffung eines neuen Geistes bei- tragen— zur Erhebung des deutschen Volkes aus Erniedrigung und Not. Mg- Kailer(Soz.):• Unsere bisherige SoAialpokitik war nur F l I ck w e r k; hoffent» lich werden die neuen Entwürfe Wirklichkeit, die der Minister an- gekündigt hat. Die soziale Gesetzgebung muß geändert und au»- gebaut werden. Wir fordern, daß im Geiste der neuen Zeit neue Wege beschritten werden. Gerade die trüben Folgeerscheinungen des Krieges erfordern erhöhte Anspannung der sozialen Fürsorge. Die dringend notwendige Umgestaltung der Reichs- versicherungsordnung wird wohl noch lange auf sich warten lasten; daher muß durch Novellen und einzelne Aenderungen die dringendste Not beseitigt werden. Wir sind der Aufsaffunq, daß nicht der Grundsatz der Versicherung, sondern nur eine allge- meine Fürsorge imstande ist. den Opfern auf dem Geviet der Unfallversicherung wirklich zu Helsen. Ein einheitliches Fürsorge- gesetz muß an die Stelle der Reichsverstcherungsorvnung treten. Notwendig ist die Einbeziehung der Unfälle auf dem Wege von und zur Arbeitsstätte in die Versicherung. Fortfallen muß künftig der Begriff der Gewöhnung des Verletzten an seinen Körperschaden, der bisher eine Erniedrigung der Rente nach sich zog. Erhöhte Auf- merkfamkeit muß der Unfallverhülung zugewendet werden. Wir hotten im Jahre 191S 99 295 Schwer- verletzte, darunter 9795 Tote, 494 völlig Erwerbsunfähige, 34 151 teilweise Erwerbsunfähige und 54 S51 vorübergehend Erwerbs- unfähige. Die Gefamkzahl der Anfälle war noch belrächllich größer. Insgesamt erllkten 19lS 567 295 in Industrie und Landwirtschaft be- schäfkigte Arbeiter Unfälle, davon waren nahezu 19 999 Tote und 109 999 Schwerverletzte. Der Krieg von 1879 71 erforderte nur da» Bier- bis Aünffache an Toten und Berletzten. Di« Zahl der Unfallrentner betrug 1918 871669, sie kann sich neben den Ziffern des Weltkrieges immerhin sehen lassen. Nur wenn in dem neuen Gesetz der Unternehmer für die Unfälle haftbar gemacht wird, läßt sich die Zahl der Unfälle verringern. Am schlimmsten sind hier- bei die Arbeiter in gesundheitsschädlichen Betrieben daran. Sie haben keinen Anspruch auf Unfallrente, wenn sie z. B. durch Gift In- validcn geworden find. Bei den jetzigen Beträgen der Rente läßt sich nicht mehr bestehen. Die Anrechnungsgrenze des Lohnes ist zu niedrig. Auch die Vorlage der Regierung genügt darin nicht. Besonders in der Landwirtschaft steht es grauenhaft aus. Ein vierzehnjähriger junger Mensch, der einen Arm verloren hat, be- kommt monatlich 19,69 M.; wenn das Gesetz nicht geändert wird, bekommt er 39 Jahre lang keine höhere Rente. Die nötigen Geld- mittel zur Erhöhung der Rente können sehr wohl durch höhere Bei- träge von Industrie und Landwirlschajt beschafft werden. Auf dem Gebiet der Krankenversicherung forder» wir die allgemeine obligatorische Einführung der Familienversicherung. Das ganze Krankenkasienivescn muß vereinheitlicht werden unter Beseiti- gung der Ortskrankenkasien, Betriebskrankenkassen usw. Ganz unzureichend sind die Erhöhungen, die der Minister für die Wochenbeihilfe in Aussicht gestellt hat. Ein besonderes Kapitel ist die Hinterbliebenen- und Invalidenoer- s i ch e r u n g. Die Laudesversicherungsanstalt muß saniert werden, um den hohen Anforderungen genügen zu können. Für die Angestellten kommt jetzt die Jnoalideiwer- sicherung kaum in Betracht, die Angestelltenversicherung aber bleibt mit ihren Beihilfen weit dahinter zurück. Deshalb müssen beide Versicherungen verschmolzen werden. Man muß unter großen Gesichtspunkten die ganzen Gesetze zusammenfassen und bis zur Neuordnung vorläufig die größten Härten ausmerzen. Unerträglich j ist die Verschleppung der Anträge auf Rente bei den R e i ch s v e r- Isargungsbehärden, es geht nicht an, daß Kriegsbeschädigte jahrelang aus Erledigung ihrer Anträge warten müsien. Die pro- duktwe Erwerbslosenfürsorge muß auch auf die E r w e r b s b e- schränkten ausgedehnt'werden. Die Berufsberatung ist nicht ! grundsätzlich zu verwerfen, bleibt aber immer eine Personensrage. i Dem Gewerbe und der Industrie sollen Lehrlinge zugeführt werden, uin das Heer der qualifizierten Arbeiter zu vermehren und die Lücken auszufüllen, die der Krieg gerisien hat. Doch dürfen die Lehrlinge nicht Ausbeutungsobjekte fein und sollen angemessen enl- lohnt werden. Bon dem Gesetz über die Regelung der Arbeitszeit befürchten wir eine Durchlöcherung des Achkstundenkages. Schon jetzt hat der Kommissar für die Demobilmachung eine Be- fchästigung der Bankangestellten bis zu 63 Arbeits- stunden wöchentlich genehmigt, die in besonderen Fällen sogar ] noch überschritten werden darf. Der Reichsarbeitsminister sollte ! auch die Tarifverträge für verbindlich erklären, damit die Bemühun- gen der Unternehmer, die Tarifverträge zu sabotieren, nicht Erfdlg l haben. Das Reichsarbeitsgesetz findet angeblich Schwierigkeiten. nachdem der Entwurf schon fertiggestellt ist. Diese Schwierigkeiten können nur bei den interessierten Unternehmerkreisen liegen, die Ar- beiterschaft billigt das Gesetz. Trotz der großen Ueberlastung des Arbeitsministeriums darf nicht wie bisher viel geredet, aber wenig getan werden, vielmehr muh mit praktischer Sozialpolitik endlich ein energischer Ansang gemacht werden. Abg. Dr. Aick(Dem.); Wir befürworten die Selbstverwal- t u n g auch im Versicherungswesen. Wird die Ausfuhrabgabc ein- geführt, so ist die weitere Steigerung der Arbeitslosigkeit die Konsequenz davon. Die paritätische Zusammensetzung der Schlichtungs- ausschüsie ist falsch. Donnerstag: Wahl von 4 Schriftführern. Weiterberowng. der Kasseler Kommunistenprozeß Kastel, 28. Februar.(Eigener DrabtSerickt des.Vorwärts".) Der zur Mitiwolb-Verbandlung geladene Zeuae Auf der Straße ist nickt erickienen. Er wird mit 199 M. bestraft und soll nochmals geladen werden. Es wird sodann mit der Vernehmung Klingmüllers be» gönnen. Er erzäblt, daß im Sommer 1929 Leute, die nach Düsiel- darf gekommen waren, auf einen baldigen Rechts putsch hinwiesen und aufforderten, die Arbeiterfchair solle sich rüsten. Er sei nochmals nach Berlin gereist und babe bei den Parteileitungen der S.P.D., U.S.P., K.P.D. und K.A.P.D angefragt, ob sie etwas von solchen Rüstungen wüßten. Als das überall verneint wurde, habe er nach Düffeldorr telegraphiert, man solle die Finger davon lasten. Man habe sodann dem Drängen der Arbeiterschast nach-v gegeben und in statistischer Form eine Organifalion vor- bereitet. Er babe den Nachrichtendienst übernommen und dafür 1999'biS 1590 M. monatlich van der Militär-Oberlenung in Düsseldorf erhalten. Er sei niemals Mitglied der U.S.P. gewesen. — Bei Klingmüller ist efnc ganze Kiste mit Rkalerlal gefunden worden, das dem Angeklagten vorgehalten wird. Darin sind Briefe, in denen von Kompagnien, Baiaillone». Regimentern, Handschlag usw. die Rede ist. Als Geschäftsführer ist in dem Material ein gewisser Pfannkuch in Düsseldorf genannt, der von der StaatSaiiwal'tichasl bisher vergeblich geiucht wird. Kling- müller bat an den Sitzunaen der Militär-Oberleilung in Düffel- dorf teilgenommen und war über ibren gesamten Aufbau unter- richtet. Klingmüller leugnete bei vielen Sckriftttücken, daß eS feine- Handschrift sei. trotz Uebereinstimmung der Schriitzüge. Aus einem Schriftstück gebt hervor, daß Anfang Januar schon militärisch« Abteilungen bestanden haben, die alle 14 Tage Appell ab« hielten, wobei militärisch Meldungen erstaltet werden mußten. Nicht einmal die Bezirksfeldwebel fehlten in dieser Organisaiion, die nu! dem Aanderklub hervorgegangen zu sein scheinen. AIS Klubs waren die vereinigten BetriebSrätezeniralen in Düsseldorf lätig. Der Vorsitzende forderte den Angellagten auf,, zu sagen, von wein er die belastenden Schriftstück« erhalten habe, da er sich du/fh lein Schweigen schade. Klingmüller tagte, er wisse, daß er sich durch sein Schweigen schade, aber er könne als Mann leine Kollegen nicht bloßstellen. Unter den bei Klingmüller beschlagnahmten Geld- quittungen ist auch eine des wegen Raubmorde» in Düsseldorf verfolgten Krölle. R.-A. Dr. Wolff:.Ich bitte, Krolle als Zeugen zn laden, da ich ihn für einen Spitzel kalte."— Staatsanwalt:.Es gibt auch Verräter." Dr. Wolfs:.Auf beiden Seiten." Auch über Waffen sind Meldungen gefunden worden, die Klingmüller nie gesehen haben will. Bor dem Vorsitzenden ist«in Berg von beschlagnahm»™ Material angehäuft, das verlesen wird, es wird aber nur lanasam weniger. Die Verhandlung wild so- dann ans Donners»aa vertagt TRADITION Theater, Lichtspiele etc. Opernhaus Mona Lisa 7 Uhr Schauspielhaus König Richard III. Uhr beutsches Theater 8 Uhr: Casar und Kleopatra Fr. 7: Die Jungfrau v. Orleans Kammerspiele 7U.: Zum 1. Male: Jenselts Fr. 8 Uhr: Tanzabend Niddy Impekowen Gr. Schauspielhaus ( Karlstraße) 7 Uhr: Flor.an Geyer( Auß. A.) Frt 7: Florian Geyer( Auß Ab.) Theater i. d. Königgrätzer Str. 8 Uhr: Salome ( Kitty Aschenbach, Hartau. Veidt. Branden. Dernburg) U. 74 Volksbühne Theater am Bülowplatz. Das Käthehen v. Heilbronn Lessing- Theater The Ein idealer Gatte U.: ( Durieux, Götz, Loos) Freitag 7 Uhr Peer Gynt Sonnabend bis Montag 7: Ein idealer Gatte ( Durieux, Götz, Loos) Dienstag 7: Zum 25. Male: Ein idealer Gatte ( Durieux, Götz, Loos) Deutsches Künstler- Theater Ailabendlich 7 Uhr. DieScheidungsreise U. mit Max Adalbert und Trude Hesterberg Central- Theater Die Postmeisterin Dentsches Operahau Freit.: Jekaterina Iwanowna 7 Uhr: Die Jüdin Sonnabend: Salome Sonntag: Salome Komödienhaus Das weiße Lammeben 8 Uhr mit Pailenberg Berliner Theater 8 Uhr: 7m 100. Male: Die manische Friedr. Wilhelmst.Th. 7%, Uhr Hoheit die Tänzerin Kl. Schauspielhaus 1, Uhr Reigen Komische Oper U. Liebei. Schnee Lustspielhaus 1 Uhr: Arnold Rieck in Die Mausetalle Metropol- Theater Hollandweibchen venes Operettentheat. Fritz Werner 7 Derlachende Ehemann Nenes Volkstheater , U. Der Parasit Schiller- Theat. Charl. Machtigall. Der ehem. Leutnant Thalia- Theater mit Fritzi Massary, Uhr Mascottchen Waßmann, Roberts, Sturm, Th.am Nellendorfplatz Jankuhn Residenz- Theater 3 Uhr: Wilhelm Tell Uhr Wenn Liebe erwacht Lady Winders Theater des Westens meres Fächer U. Hansi Arnstadt Käthe Haak Adele Sandrock Arnold Korff Jul. Falkenstein Trianon- Theater Leopoldine Konstantin in U. DieGesellschaft des 7 Uhr: Schwalbenhochzeit Th.l.d.Kommandantenstr. U. Der verjüngte Adolar Wallner- Theater 7% Uhr DieTanzgräfin Rose- Theater Abbé Chateauneuf 7, Uhr. Dr. Klaus Hierauf: Abschiedssouper von Schnitzler. Ifka Grüning, Herm. Vallentin, 7112 A. E. Licho, Hugo Flink 71 Casino- Theater Lothringer Str. Der neue Schlager! Kleines Theater Der Großfürst Casanovas Sohn Eugen Burg, Mady Christians. Hans Albers, Helnr. Roth. Schall und Rauch im Großen Schauspielhaus Telephon: Norden 8643. Konz. 7%, U., Beginn 8%, U. 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Zum Beffen der Vertriebenen aus Elfaß- Lothringen Veranstaltet von der Ortsgruppe Berlin des Hilfsbundes für die Elsaß- Lothringer im Reich Marmorsaal im Zoo, Donnerstag, 3.März, abends 8 Uhr GROSSES KONZERT mit dem Philharmonischen Orchester und der Berliner Liedertafel Dirigenten: Prof. Dr. HANS PFITZNER Musikdirektor MAX WIEDEMANN Solisten: BARBARA KEMP PAULA WERNER- JENSSEN GUSTAV SCHÜTZENDORF( München). Der Ehrenausschuss: Kari Adfer, Graf Bernstorff. Graf Brockdorf!-Rantzau, Dr. David, M d R.. Oberbürgermeister Dominicus, Ministerialrat Donnevert, Ministerialdirektor Goetz Frau Geheimrat Goldenring. Dr. Arthur v. Gwinner, Hans Kraemer, Studienrat Dr. Krenker, Paul Löbe, Präsident des Reichstags. Alfred Loewe, Kommerzienrat Dr. Ing. h. c. Paul Mamroth, Kommerzienrat Dr. h. e Netter, Ministerialdirektor Dr. Nobis, Dr. Maximilian Pfeiffer, M. d. R., Exz Scheuch, Exz. Dr. Schwander, Geh. Oberregierungsrat Vogel. Karten von 10-100 M. bel Bote& Bock, A. Wertheim und Abendkasse. METROP VARIETE 7K KABARET 741 Behrenstraße 54 Allabendlich 7 Uhr Theater am Rottbaser Tor Kottbuser Str. 6 Tägi 7%, und Sonntag nachm. 3 Uhr Elite- Sänger Zum Schluß. Der WINT ORTEN Reines Circus Busch Sarrasani Täg1.700, Sonnt. auch 3 Uhr Manege Schaustück Kriegsgewinnler. Varieté- Programm Prärie und Pußta Vorher: Strand Idy11" u. der hervorragende Solotel Nachmittags halbe Preise! Vorverkauf. 11-14 u. 4-6 an Straße 51( Spittelkolonnaden) D.lustige Spielplan der Theaterkasse u Leipziger Apollo- Theater 7 Direktion: James Klein. 719 Das große Ausstattungsstück in 4.Bildern Madame Dubarry's Liebesleben mit der weltberühmten Saharet alá Gräfin Dubarry. Ueber 150 Mitwirkende!- Sonntag 3%, das volist. Stück mit Saharet. Jeder Erwachsene 1 Kind frei!- Vorverk. ab 10 Uhr ununterbroch. Rauchen gestattet! Vorverk. Circusk. ab 10 U ohne Unterbrech. u. Tietz. Täglich Konzert In Ihrem eigenen Helm Generalmusikdirektor LEO BLECH schreibt am 23. Dezember 1920 den nachstehenden Brief, der viele Leser sehr inter essieren wird: Ich habe dauernd Gelegenheit gehabt, mich über die Qualität Ihrer Neuaufnahmen zu orientieren und freue mich aufrichtig, Ihnen sagen zu können: Ich finde Sie nicht nur anhaltend bemüht, Ihre Erzeugnisse auf der bisherigen wahrlich nicht geringen Höhe zu halten, sondern konstatiere immer wieder die bedeutenden Fortschritte Ihrer Fabrikate. Ich staune immer wieder darüber, wie es Ihnen gelungen ist, die Nebengeräusche auf das denkbar geringste Mass zu reduzieren und so die Wiedergabe. zu einem wirklich Esthetischen Genuss werden zu lassen." Oper Operette Lieder Märsche Tänze Deklamationen Sologesänge/ Duette Chöre Instrumentalsell/ Orchester Grammophon- Spezialhaus Berlin nur W 8 Friedrichstrafe 189 Prospekte und Vorspiel kostenlos Zu Ihrer Beruhigung! 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Die Expansionstendenzen der imperiolifiifchen Staaten bedeuteten die Teilung Europas in zwei feindlich« Lager und haben schließlich Europa in die beispiellos« Kala« strophe geführt, in der 12 Millionen Menschen zugrunde gingen. Die I. L. P. hat auch während des Krieges den englischen Arbeitern gesagt, daß es ein i m p e r i a l i st i s ch e r Krieg ist. 1)eute. wo die ungeheure Arbeitslosigkest in England ist, sieht die Arbeiterklasse, für welche Zwecke sie mißbraucht wurde. Die englisch»» Ar- beiler bekämpfen den Friedensvertrag von Versailles mit allen ihren Sriifttn» denn dieser Vertrag ist von Räubern diktiert und für rein kapitalistische Zwecke geschaffen worden. Und es ist die michligsle Aufgabe der Arbeiterklasse aller Länder, diesen Frieden zu bekämpfen. Die I. L. P. ist entschlossen, den Kamps gegen die imperialistische Regierung und gegen ihren imperialistischen Frie- densoertrag fortzusetzen und nicht eher zu ruhen, als bis er b e- f e i t i g t ist. Der Imperialismus ist der gemeinsame Feind der ausgebeuteten Massen aller Länder. Die wichtigste Aufgabe ist, eine gemeinsame Front gegen den gemeinsamen Feind zu bilden, eine Vereinigung der sozialistischen Kräfte zu schaffen zur Niederwerfung des Kapitalismus und des Jmperia» Üzmus.(Beifall.) Zur firbeitskrife in Englanö. London, 23. Februar.(WTB.) Di« national« Arbeiter- lonierenz wird sich heute mit Entschließungen befassen, worin die Politik der Regierung in der Frag« der Arbeitslosigkeit verurteilt wird und dir Wähler oulgefordert werden, olle An- strengungen zu machen, um die kt o a l t t t o n S k a n d i d a t e n bei den Ersatzwablen zu bekämpfen. Wie gemeldet wild, ist durch die Slreikdrobung von 30 000 Weichenstellern infolge Lohnforderungen «ine neue Eisenbahnerlrise entstanden. 5ranzoÜscber Sergarbeiterprotest? Pari», 23. Februar.(Dena.) Die Havas-Agentur meldet: Die französischen Bergarbeiterverbändc protestieren in einem Aufruf an die Bergarbeiter der alliierten Länder gegen die5)erabsetzungderdeutschenKohlenlieferung«n an Frankreich, solange die zerstörten Gruben in Frankreich nicht wiederhergestellt seien. (Wir geben diese Meldung der offizösen französischen Agentur mit Vorbehalt wieder, da sie durchaus nicht im Einklang mit den jüngsten Enthüllungen gerade de» französischen Bergarbeiter- Verbandes über die durch Kohlenüberfluß ersolgten Aus- spcrrungen und Stillegungen in den mittel- und süd- ftanzdsischen Bergwerken steht. Es wäre übrigens nicht das erste- mal, daß die Llovas-Agentur Kundgebungen der gelben Gewert- schaften zur Täuschung der eigenen und der ausländischen ösfent- lichen Meinung verbreitet. Im Übrigen erkennen die deutschen Berg- arbeiter und mit ihnen da» gesamte deutsche Proletariat die Pflicht des Kohlenersatzes für die zerstörten Gruben Nordfrankreichs durch Deutschland an. Es fragt sich nur, wie groß diese Lieferungen sein können, ohne die Existenz sowohl des deutschen wie auch des internationalen Proletariats zu gefährden. Die Red.) Die englische presse zu üen Preußenwahlen. London, 23. Februar.(WTB.)„Time," und»Daily Telegraph" nehmen zu den Ergebnisse» der Preußenwahlen Stellung.»Times" schreibt, die zunehmende Gunst, die den Rechtsparteien von den preußischen Wählern gezeigt worden sei, müsse notwendigerweise ihre Wirkung auf der bevor- stehenden Konserenz zeigen. Das Ergebnis könne nicht verfehlen, einen sehr ungünstigen Eindruck auf die Alliierten zu machen. Es sei der schlagende Deweis nicht nur dafür, d'� die Männer von 1�14. die am lautesten, ihr« Grundsätze verkündeten, ein große» Maß der öffentlichen Unterstützung in dem führenden Staat Deutschland» besitzen. sondern auch, daß diese Unterstützung im Wachsen begriffen ist. Lloyd George Hab« vor kurzem den Wunsch zum Ausdruck gebracht. die augenblickliche Stellung dieser Männer kennen zu lernen und habe zu verstehen gegeben, daß diese Kenntnis von großem Einfluß auf die Aktion der Alliierten sein werde. »Daily Telegraph" schreibt, der Sieg der reaktionären Parteien in Deutschland sei dem Umstand« zuzuschreiben, daß die Republik keineswegs ein glänzender Erfolg war. Es sei eine Gelegenheit gewesen, die die republikanischen Parteien auszunutzen nicht in der Lage waren(Nur weil die wahnwitzige Polltit von Versailles den besten Agitation»- sioff den nationalif isch-monarchis!ischen Parteien lieferte! Die Red.) Das Blatt weist auf den Bericht eines Berliner Korrespondenten hin, wonach die Parteien der Rattion in der allgemeinen Protest- bewegung gegen die Bedingunge�des Dersailler Friedensvertrage» die Führung übernommen hätten, und daß die Alliierten keinen Druck auf Deutschland ausübest könnten, ohne ti« Auesichlen für eine Wiederherstellung der hohenzollern und die Machtergreifung durch die militärische Kaste nSHerzurllcken. (Diesen Druck üben st« aber schon seit mehr als zwei Iahren in furchtbarster Weise au», und die Schwächung de» republikanischen Gedanken» kommt in erster Linie daher. Di« Red.) Die alliierten Mächte könnten jedoch nur die Politik befolgen, auf der vollkomme- nen Entwaffnung Deutschlands zu bestehen und jeden möglichen Triumph der Reaktion setner makeriellen Gefahr für die Alliierten und ihre Ziele zu berauben. Reaktion oder nicht Reaktion, schließt das Blatt, den Forderungen der Gerechtigkeit muß Genüge getan werden. Das Ergebnis üer Ernährunas-Konfereaz. München. 23. Februar.(WTB.) Die Konferenz der Er- nährungsminister hat ihr« Verhandlungen am Mittwochmttag zu Ende geführt. Die Besprechung über die künftige Getreide- bewirtschoftung hatte das Ergebnis, daß etwa«in« Umlag» bis zu einem Durchschnitt von vter Doppelzentner pro l)ektar der Gesamtanbolistäch» von Weizen. Roggen, Gerste und Hafer auferlegt werden soll. Im wetteren Verlauf der Konferenz wurde die Verordnung über die Errichtung von P r r i s p r ü f u n g s st e l l e n und die Versorgungsregelung vom 2S. Dezember ISIS besprochen. Es ergab sich dabei Uebereinstimmung in der Auffassung, daß der Zeitpunkt noch nicht gekommen sei, in dem die Absatzbeschränkungen und Höchstpreisfestsetzungen der Länder und der Kommunalverbände über Erzeugnisse, für die da» Reich die öffentlich« Bewirtschaftung aufgehoben hat, vollkommen fallen können. Den Ländern, nicht auch den Kommunalverbänden soll die Befugnis gegeben werden, im Ein- Verständnis mit dem Reichtminifterium für Ernährung und Land» Wirtschaft zur Behebung von Rotständen Maßnahmen in diesem Sinne zu treffen. Als Ziel muß im Auge behalten werden, in ab- fehbarer Zeit solche Beschränkungen völlig zu be- s e i t I g e n. Bei der Besprechung über die Fleischversorzung zeigte sich, daß ein« Ausdehnung der Verordnung vom 19. September 1920 hinsichtlich de» Schlußscheinzwanges für den Viehverkehr und des Konzefstonszwanges für den Fleischabsatz, wie sie von verschiede. nen Landesregierungen vorgeschlagen war, nicht zweckmäßig er- scheint. Die durch Verteilung von verbilligtem Mais nunmehr ermöglichte Schweinemästung auf vertraglicher Grundlage soll nnverzüglch durchgeführt werden. Bezüglich der K ar t o f f e l v c r s o r g u n g im kommenden Wirtschaftsjahr wurde von der überwiegenden Mehrheit der Wer- sammlung völlig« Freigabe entsprechend dem Vorschlag der Reichskartoffelstell« empfohlen, Beschränkungen sollen nur bei be- sonderen Notständen mit Zustimmung des Rcichsministeriums zu- lässig sein. Anschließend erfolgte eine eingehende Aussprach« über die gegen- wärtig« Lag« der Milchzwangswirtschaft und die zur Der- besserung der gegenwärtigen Situation notwendigen Maßnahmen. Die Aussprache hatte aber zunächst nur vorbereitenden Charakter, da auf der nächsten Konferenz der Ernährungsminister die Frage der Neuregelung der Milchzwang»wirtschaft einer end- gültigen Beratung unterzogen werden soll. Es bestand Einver- ständnis darüber, daß alle Mittel angewandt werden müssen, um zu einer Steigerung der Milchproduktion und zu einer besseren Be- lieferung der Derbrauchszentralen mit Milch zu gelangen. Der Reichsminister Dr. Hermes schloß die Konferenz mit Worten herzlichen Dankes an die bayerische Regierung und an den bayerischen Landwirtschaftsminister für die der Konferenz zuteil ge- wordene liebenswürdige Aufnahme und für die auegezeichnete fach- liche Vorbereitung der Konserenz. Die nächste Konserenz der Er- nährungsminister findet Ende März in Bremen statt. Die Mietfteuer im Reichswirtschastsrat. Im vorläufigen Reichswirtschaftsrat folgte nach der Wahl Cohens zum ersten stellvertretenden Vorsitzenden der mündliche Bericht des Sied'.ungs- und Wohnungsausschusses zum Entwurf des Gesetzes über die Erhebung einer Abgabe zur Förderung des Wohnungsbaues(Mietfteuer).— Geheimrat Dr. Schwarh (Direktor der Preußischen Central-Bodenkredit A.-G.): Der Ausschuß hoc sich den sozialen Grundsätzen des Rcgierungscntwurses ange- schlössen, daß die Abgabe a b g e st u s t werden soll nach der Leistungsfähigkeit des Vcrpslichteten. Die Steuer soll von den Ländern erhoben werden und ö Proz. des Mietertrages von 1914 betragen: dazu dürfen die Gemeinden Zuschläge bis zu 10 Proz. erheben, so daß die gesamte Steuer IS Proz. nicht übersteigen darf. Daneben soll mit Genehmigung der obersten Landesbehörde eine Wohnungsluxus st euer zulässig sein, um außergewöhnlich große Wohyunaen stärker heranziehen zu können. — Direktor Henkel(Rheinisch-Westsälische Elettrizitäts A.-G.): begründet einen Antrag auf Streichung der Bestimmung, wonach g t- werbliche Unternehmungen des Reiches, der Länder und der Gemeinden von der Steuer befreit sein sollen.— Medeberg (Arbeitnehmeroertreter des Handwerks): Die Arbeitslosigkeit im Bau- gewerb« veranlaßt uns, für das Gesetz zu stimmen. Ingenieur Otto Schweiher(Vertreter der technischen An- gestellten) begründet einen Antrag, in§ 6 die Befugnis der obersten Landeebehördvn zu streichen, die Beschlüsse., der Gemeinden zur Er- Hebung von Luxussteuern zu genehmigen. 5?ier ioll offenbar ew Riegel vorgeschoben worden dagegen, daß einzelne Gemeinden in der Erhebung von Luxussteuern allzu weit gehen. Wenn man aber überzeugt ist, daß wir unter esner ungeheuren Wohnungsnot leiden, so müßt« man eigentlich jeden weg begrüßen, der Wohnungen freimacht. Ministerialrat Krüger: Di« neu« Regierungsvorlage sieht ein Be. stätigungsrecht der obersten Landesbehörde vor. Daher möchte ich mich dafür aussprechen, daß das Genehmigungsrecht der obersten Landesbehröde angenommen wird.— Umbreit(Angestelltenvertreter): Meinen Freunden wird die Zustimmung zu der Vorlage sehr schwer. Die Mietsteuer ist und bleibt unsozial. Außerdem reichen ihr» Erträgnisse niemals dazu aus, um dem Wohnungsbedürf- ni» in nennenswerter Weise abzuhelfen. Aus diesem Grunde muß von vornherein kapitalisiert werden. Es müssen Anleihen aufgenommen werdan, und der Ertrag der Mietsteuer muß zu deren Verzinsung und Tilgung dienen. Ein« wirklich gesunde Möglichkeit zur Aufbringung der Mittel wäre, das ganz« Wohnungswesen aus die Basis der Gemeinwirtschaft zu stellen. Meine Freunde sind aber überzeugt, daß dies nickt von heute auf morgen durchiührbar ist. Wir können uns nur allerschwersten Herzens dazu entschließen, den besten Weg aus Jahrzehnte hinaus zu verrammeln. Aber wir stimmen der Borloge zu. unler dem Gesichtspunkt, daß die Sach« außerordenUnh dringlich Ist und daß noch für die jetzige Bauperiod« seder Schritt petan werden muß, der nur einigermaßen Aussicht bietet. Immerhin erschwert uns eine Röihe von Mängeln die Zu- stimmmrg. Wir müssen unbedingt daraus bestehen, daß keinerlei ösfentlich« Mittel an Privatspetulanten verschleudert werden, und darum beantragen wir, daß di« Gewährung von öfsent- lichen Zuschüssen an privat« Hauten überhaupt ausgeschlossen werde. Wir sind aber mit dem Antrag Wissell einverstanden, der verhindern will, daß die öffentlichen Zuschüsse in private Spekulationsgewinne umgeletzt werden. Falls die'er Antrag angenommen wird, ziehen wir unseren Antrag zurück. Wir sind ferner gegen sed« Bevorzugung der landwirtschaftlichen Ge« b ä u d e und auch gegen die Steuersreiheil der gewerblichen Zwecken dienenden ösfentlichen Gebäude. Die Arbeitnehmer werden dem Ge- setzentwurf zustimmen unter d«r Voraussetzung, daß d'e Anträge Wissell und Schweitzer angenommen werden.— Ein Antrag auf Schluß der Aussprache wird angenommen. Die Vorlage wird in der Aus'chußlossung mit den Anträgen Wissell und Henk« angenommen, alle übrigen Wänderungsanträg« werden abgelehnt. Donnerstag 11 Uhr: Stellungnahme zu den Pariser Beschlüssen und zur Londoner Konferenz. Schluß 2 Uhr. Der wirlschaftspvliitsche Ausschuß des Reichswirt- schaftsrales hielt gestern nachmittag.. eine Sitzung ob. um. zu den Pariser Veschlüssen und der Londoner Konserenz Stellung zu nehmen und die Verhandlungen der Vollversammlung über diese Fragen vorzubereiten. Zu Beginn der Sitzung erstattete der Vorsitzende, Direktor Kraemer. eingehend über die Verhandlungen der Sachverständigen verichl, der al» vertraulich bezeichnet wurde. Räch einer längeren Erörterung wurde«ine Entschließung angenommen, die der Vollversammlung heule vorgelegt werden wird. volksbegdhren unö Volks entsch eiü in Sachsen Dresden, 23. Februar.(Eigener Drakitbericht de«.Vorwärt«*.) Im sächsischen Landtage wurde heut« da« Geich über Volktbegehren und VolkSenticheid endgültig angenommen. Danach können durch Bolkrbegehien künftig ein Gesetz. dieAenderung eine« Gesetze« oder die Landtag«auslosung gefordert werden. Ein Volttbegehren ist z» veranstalten, wenn sich ein Zehntel der zur Landtag«wahl Stimmberechtigten daiür auSlpricht. Ein Antrag auf Zulassung eine« Volksbegehren« muß durch tausend Unter. s ch r i f t e n unterstützt sein. Bon der Beibringung der tauiend Unterschriften kann abgesehen«erden, wenn der Antrag von einer A»««i»igu»g ausgeht, dt« nachwoison kann, daß zwanzigtaujend ivrer Mitglieder dafür sind. Da» Gesetz lvurde schließlich gegen acht Stimmen der Kommunisten angenommen. In»inigen unier- geordneten Punkten erhielt die bürgerliche Seite die Mehrheit, weil einige Sozialisten fehlten.__ �Treibereien/ Aus dem Kultusministerium wird den P.P.N. geschrieben. Die Vorgänge in der Fürstin-Bitmarck-Schul« in Charloltenburg haben im vergangenen Jahr die Oeffentlichkeit ver» schiedentlich lebhast beschäftigt. Man warf dem Leiter der Anstalt, Studiendirektor Dr. Burg vor, er drangsaliere Einzelne politisch linksstehende Lehrer leiner Anstalt und habe bei zaÄ-ichen Gelegenheiten ein Verhalten bewiesen, das einseitig« Parrnnahme für die Mehrheit des Kollegiums, Mangel an Verfassungstreue und Loyoli- tat gegenüber Anordnungen des Ministers erkennen lasse. Es fanden auf Anweisung des Unterrichtsministers alsbald Unterfuchun- gen statt, bei denen sich die Notwendigkeit ergab, die Sachlage durch eine förmliche Disziplinaruntersuchung, die der Direktor auch selbst gegen sich beantragt hatte, zu klären. Auf Grund dieser Lorunter- suchung hat sich in der Tat herausgestellt, daß ein Lehrer der Anstalt wegen seiner politischen und schulpolitischen Ueberzeugung längere Zeit hindurch Drangsalierungen ausgesetzt worden ist. Die Schuld an diesen Vorgängen tragen jedoch in erster Linie einige Mitglieder der Mehrheit des Lehrerkollegiums. Sie hoben gegen- über der Minderheit«in maßlos schroffes und gehässiges Verhalten bewiesen und sachliche Unstimmigkeiten vielfach auf das persönliche Gebiet hinubergespielt. Sie haben aus Meinungsverschiedenheiten über unterrichtliche und Schulresormfragen auf moralische Minderwertigkeit eines solchen Reformen zugeneigten Lehrers geschlossen und der Minderheit und besonder» dem einen Lehrer die Tätigkeit in der Anstalt in der Tat außerordentlich schwer gemacht. Den Leiter der An st alt trifft insofern eine Schuld, als er diesem Verhalten nicht mit der notwendigen Entschiedenheit gcgenübcrgetrrten ist, die Minderheit nicht genügend in Schutz ge- nommcn und daß er allgemeine Anordnungen des Ministers, mit denen ein Teil der Mehrheit des Kollegiums nicht«Inverstanden war und die man zu sabotieren sucht«(Schulgemeinde, Kaiser- bilde? usw.), nicht entschieden und loyal durchgeführt hat. Andererseits hat die sehr eingehend geführte Untersuchung er- geben, daß die Verfehlungen des Studiendirektors Dr. Burg nicht derart sind, daß das förmliche Disziplinarverfahren zur Amts- entsetzung sühie» würde. Das Verfahren ist deshalb eingestellt worden, jedoch hat der Minister die Slmtsführung des Direktors in einem besonderen Schreiben aufs schärfste gemißbilligt. Um den unhaltbaren Zuständen an der Anstalt«in Ende zu machen, ist in Aussicht genommen, den Direktor und diejenigen Lehrk.'äste, denen die Dcrschärfung der Gegensätze zur Last fällt, im Interesse d-s Dienste» zu versetzen. Wir verösfentlichtin im August vorigen Jahres mehrere Zuschriften, die das Treiben der nunmehr gemaßregelten Kreise brandmarkten. Diejenigen, die es anging, nannten unsere Angriffe damals Verleumdungen und Direktor Dr. Burg strengte gegen den„Vorwärts" im November sogar eine Beleidigungsklage an. Der Entscheid des Kuvusministeriums beweist, wie gerechtfertigt und notwendig unsere Haltung war. Wir leben in einem demokratischen Staat und es geht nicht an, gerade den überzengtesten wertvollsten Anhängern der Demokratie Schwierigkeiten in den Weg zu legen, auch nicht, wenn man Direktor einer Fürftin-Bismarck-Schule ist. Der letzte Wahltag hat nicht nur bewiesen, daß die Sozialdemokratie die stärkste Partei ist. er hat auch gezeigt, daß sie das Vertrauen be» weitaus größten Teils der Arbeiterschast hat. Unser Sieg kann uns wohl erfreuen, darf unä aber nicht erlahmen lasjen. Es heißt wie für gestern, so für heute weiter kämpfen! Unser nächstes Ziel muß sein, die sozialdemolratischen Wahler auch fljx unsere presse zu gewinnen. Ununterbrochen muffen unsere Anhänger tätig sein, unaufhörlich müssen sie werben für ihr Blatt, den »vorwärts". Er vertritt allein erfolgreich die Interessen des arbeitenden Volkes, die der Hand- und flopsarbeitcr. Seine Lesergemeinde vergrößern, heißt öle 5reiheit öes Volkes erhalten, dem Kampf gegen die Reaktion, gegen LcbenSmittelwucherer, gegen Wucherer und Schiober größeren Nachdruck verleihen, heißt öen öeftanü öer Republlk sichern! Darum hinaus mit der bürgerlichen Presse aus dem Arbeiterhcim! Unterstützt nicht Eure Todseinde, lest öen„vorwärts"! Nachstehender Bestellzettel ist auszufüllen und an die Expe- dition des»Vorwärts", Berlin SW.K8, Lindenstr. 3, einzusenden. Ich abonniere den.Vorwärts" mit der illustrierten SonntagSdrilag«»Volk und Zeit" und der Untethallung«» beilag«» H« i m w e l t' in Groß-Berlin täglich zweimal frei in« Hau» für 10 Mark für März. Name.............. i.........■' Wohnung: Straß« Nr. ; vom Hof— Ouergeb.— Seitenfl.— Tr. link«— recht». : bei- Gewerkschaftsbewegung Wer übt Terror? bert Gäften angeboten und aufgebrängt worden ist. Es mag dahingestellt bleiben, ob die Art, wie sie zur Annahme ver leitet wurden, richtig war. Jedenfalls mußten fie es unter allen Umständen ablehnen oder der Direktion davon Mitteilung machen. Mit welchen Mitteln, die Arbeitgeber im Rampf ber Einigung im westfälischen Straßenbahnerstreit. Unter dem Bor Herren- und Knabentonfettion arbeiten, zeigt folgender Borfall: Eine Firma, die am Streif nicht beteiligt ist, teilte dies ihren Geschäftsfreunden mit und bat um weitere Aufträge mit dem Bemerken: Die Breife find noch die bisherigen billigsten." Das Schreiben dieser Firma geriet in die Hände des Arbeitgeber Derbandes der Herren. und Knabentleider. fabritanten, der darauf mit einem Brief antwortete, dem wir folgendes entnehmen: 9 ,, Bir müssen Ihnen ernstlich gestehen, daß wir es eigentüm fidh erachten, daß es Betriebsunternehmen in Deutschland gibt, die eine so traffe, unschöne mir möchten fagen, un faire Probuttionspolitit betreiben, daß fie Karten versenden, die da sagen, daß der Streit die betreffende Firma nicht tangiere. Kämpfen denn die einzelnen Firmen nur für sich oder tämpfen die für die Allgemeinheit? Glauben Sie denn, daß Sie in der Lage sein werden, weiter zu fonfettionieren, menn bie ungeheuerlichen Forde rungen der Arbeitnehmer Gefes werden sollen? Wenn Sie schon außerhalb eines Verbandes stehen und den Kollegen in den Rüden fallen, müßten Sie soviel Anstandsgefühl haben, berartige Mitteilungen nicht zu versenden. ir fordern Sie hiermit auf, unferer Dr. ganisation beizutreten. Sollten Sie es ab. lehnen, dürfen Sie versichert sein, daß wir Ihnen beitommen. Es ist eine Einigung langt der preußische Landwirtschaftsminister folgendes: Die Band wirte, die ihrer Ablieferungspflicht nicht nachfommen, sollen ge zwungen werden, den Fehlbetrag in Geld zu ersehen, und zwar nach dem Preise für Auslandsgetreide. Das Getreide, das dann noch übrig bleibt, soll ebenfalls an das Bon dem nicht durch die Umlage erfaßten Getreide barf der Landwirt im eigenen Betriebe Gebrauch machen, soweit nicht siz des Präsidenten des Ruhrkohlen- Siedlungsverbandes find am andere reichsgefeßliche Bestimmungen dem Berbrauch entgegenstehen. Dienstag im Berwaltungsgebäude des Ruhrkohlen- Siedlungsver bandes in Essen erneut Berhandlungen zwischen den Arbeit Reich abgeführt werden. Dafür erhält der Landwirt aber einen geberverbänden der westfälischen Straßenbahnen und den Arbeit um 100 Broz. höheren Breis wie den für das Umlagezustande gekommen und damit zu rechnen, daß heute der Gesamt- getreide feftgefekten, aber nicht in barem Geld, sondern in Geſtalt von betrieb wieder aufgenommen wird. fünftlichen Düngemitteln. Damit würde eine wesentliche Steigerung der land Gewerkschaftskartell Nowawes. Hiermit fet nochmals auf die mirtschaftlichen Erzeugung erreicht werden, also das Ziel, am Sonntag von 9-4 Uhr stattfindende Gewerbegerichtswahl in auf das Minister Braun mit aller Kraft hinarbeitet. Nur der Landder Turnhalle der Gemeindeschule 4 hingewiesen. Alle Gewerkschafts- wirt, der durch die vermehrte Berwendung von Kunstdünger den mitglieder müssen zur Wahl gehen und ihre Stimme für die Lifte Ertrag feines Bodens steigert und dadurch die Volksernährung des Gewerkschaftsfartells abgeben. Um 28. Februar von 12-2 Uhr fördert, fann an dem Vorteil, den der doppelte Preis für das übererfolgt die Wahl der Arbeitgeberbeifizer im Sigungsfaal des Rat- fchüffige Getreide bietet, teilhaben. Mit der Verwirklichung dieser hauses. Arbeitgeber, welche auf unserem Boden stehen, werden er einfachen und praktisch durchführbaren Vorschläge wäre sowohl der fucht, ihre Stimme für Lifte I Gewertschaftsfartell abzugeben. Ar Landwirtschaft, als auch dem Wohl des Boltes gedient. beitnehmer, welche zur Wahl gehen, müssen einen Ausweis vom Arbeitgeber haben Wer außerhalb beschäftigt ist, aber am Drt wohnt, fann wählen, muß dazu aber einen Ausweis haben, welcher von der Polizei unterstempelt ist. Der Kartellausschuß. Zentralverband der Angestellten. Seyte. Kurz, Galanterie-, SpielwarenGroßhandel: 5½ Uhr öffentliche Versammlung, Sophien- Säle, Sophienstt. 17/18. Krantentafen: 4 Uhr allgemeine Bersammlung, Bodbrauerei, Fidicin Straße 2/3. Rohlengroßhandel: 7½ Uhr öffentliche Versammlung, Schultheiß, Reue Satobftr. 24/25, Eingang Schmidstr. 19/20. Deutscher Eisenbahnerverband. Branchenverfammlung der Schmiede MonDie Orts verwaltung. tag, 7 be, im Gewerkschaftshaus. Mitgliedsbuc legitimiert. Deutscher Satarbeiterverband. Seute 5½ Uhr bei Schulz, Elifabethstr. 30, Berfammlung der Betriebsräte und Obleute aller Branchen. Der Vorstand. Achtung, AEG. Freitag 54 Uhr bet Opöder, Usedomftr. 82, Sigung des attionsausfchuffes und sämtlicher 6.P.D.- Betriebs- und Angestelltenräte. Wir haben Kartellverträge mit allen für Sie in Betracht tommenden Lieferungsverbänden abgeschloffen, und Sie können persichert sein, daß wir diese Kartellverbände gegen Sie in Anwendung bringen, und es darf ein noch so großer Kampf 3. A.: Krüger. entstehen.. Sie werden das als eine Drohung bezeichnen. Es ist eine Drohung, die mir aber wahrmachen. Arbeitnehmer, die in dem jezigen Rampfe einen Zerror fondergleichen ausüben, die Waren, die die Ar beitnehmer vor dem Streit betommen haben, in das Streiflotal bringen laffen, solchen Arbeitnehmern bieten Sie durch Ihre Karte eine Angriffsbasis, die beschämend für Sie ist. Bir erwarten innerhalb 48 Stunden Ihren Be. fheid, und dann werden wir weiter sehen. Mit Hochachtung! gez. B. Stern, Syndifus. Wirtschaft Die Neuordnung der Getreidewirtschaft. Borfhläge bes preußischen Landwirtschafts. ministers. Das Abdeder- Priuileg. Die Deutsche Tageszeitung" richtet in ihrer Nr. 83 einen An ariff gegen den preußischen Landwirtschaftsminister, weil er feinen Verfuch gemacht haben soll, das Abdecker- Privileg abzulösen. Das Gegenteil ist richtig. Der preußische Landwirtschaftsminister hat in der Landesversammlung die Abschaffung dieses Privilegs angeregt, ist aber damit nicht durchgedrungen. Auch die Deutschnationale Volkspartei mar was die Tageszeitung" völlig vergessen hat unter den Gegnern der Abschaffung. Im übrigen ist die Beseitigung des Abdecker- Privilegs nur durchführbar, wenn die gegenwärtigen Befther die ihnen verfaffungsmäßig zustehende Entschädigung er halten. Früher wäre dies ohne erhebliche Geldopfer möglich gewesen. Während des Krieges hat sich die Abdeckerei aber dermaßen ent wickelt, daß zu ihrer Ablösung große Mittel aufgewandt werden müßten. Das ist feine Aufgabe der Länder, sondern eine Reichs angelegenheit. Die Deutsche Tageszeitung" hat sich also mit ihren Angriffen gegen die preußische Regierung an eine falsche Stelle gewendet. Sport. Die Reichsbant tann in ihrer letzten Uebersicht auf erneute starte Rückflüsse von Bapiergeld hinweisen: in der zweiten Februarwoche verminderte fich der Umlauf von Bantnoten und Darlehnstaffen fcheinen um 825,9 millionen. Eine erfledliche Summe, die den Umlauf papierner Zahlungsmittel auf 76 873 Millionen Mart herab. Am 21. Februar treten in München die Ernährungsminister drückt. Wenn endlich mit dem Reichsnotopfer und der Einziehung der einzelnen Länder unter dem Vorsiz des Reichsernährungs- der Befiksteuer ernst gemacht werden sollte, würde die Papierflut ministers zu einer für die Zukunft der deutschen Ernährungswirtschaft bauernd finten und damit die Laft der Inflation etwas erleichtert Fin Kommentar zu diesem Schreiben erübrigt sich. Wir möchten ungemein wichtigen Beratung zufammen. Zwed der Tagung ist die werden. nur hervorheben, daß, wenn eine Arbeitnehmerorganisation sich er- Entscheidung über die geplante Umstellung der Getreide. dreiften würde, an Arbeitswillige Schreiben mit derartig bru.wirtschaft Dafür hat der Reichsernährungsminister einen Bor talen Drohungen zu versenden, sich sofort ein Staatsanwalt fchlag gemacht, nach dem auf der Grundlage der norjährigen Ernte zum Einschreiten bereitfinden würde. Der Hinweis auf die unge- pon dem Inlandsgetreide 40 Broz. durch Umlage sichergestellt werden heuerlichen Forderungen der Arbeitnehmer" nimmt sich besonders follen Davon gehen aber etwa 20 Broz. ab für Saatgut und Depugut aus, wenn man dabei in Betracht zieht, daß der Arbeitgeber follen, fo baß also für die öffentliche Bewirtschaftung nur noch etwa tatgetreide, die dem Landwirt auf die Umlage gutgerechnet werden verband, trotzdem er feit fünf Monaten im Besiz der Forderungen 20 Broz. des Inlandsgetreides verfügbar bleiben würden. 60 Broz. ist, noch nicht eine Stunde Zeit gefunden hat, um über den mate- der Körnerernte will der Reichsernährungsminister dem freien Handel riellen Inhalt des Tarifentwurfs zu verhandeln. zuführen. Tatsächlich würde dies der Aufhebung der Zwangswirt Wir bitten das Publikum, auch weiter darauf zu achten, wo schaft des Getreides gleichkommen. Die Sicherung der Brotwirt Streitarbeit gemacht wird und alle hierauf bezüglichen Mit- fchaft denti sich der Reichsernährungsminister fo, daß an der Brot teifungen an das Streitbureau gelangen zu lassen. Von anonymen ration von 1900 Gramm festgehalten wird; darüber hinaus soll aus Mitteilungen bitten wir aber abzusehen, da diefes die Klarstellung gestellt werden, das freihändig, also ohne Marken, täuflich dem für den freien Handel zugelassenen Inlandsgetreide Brot herbes betreffenden Falles oft unmöglich macht. fein foll. Arbeiter- Wassersportverband Kreis L obiger Streis mit den Freien Schwimmern in Spandau ein groß Am Sonntag, den 27. Februar, nachmittags 21, Uhr, veranstaltet zügiges Schwimmfest im Stadtbad zu Spandau, Hohenzollernring. Neben Reigenschwimmen und Wasserballspielen find es besonders Stafettentämpfe und Springen für Männer und Damen. Hervorgehoben zu werden verdient ein Rettungsschwimmen, welches in den Bereinen besonders gepflegt wird. Fahrgelegenheit ist ab Lehrter Hauptbahnhof mittags 1.15 und von Der Eintrittspreis beträgt auf allen Blägen 2,50 M. Beste Charlottenburg 1.12( bon Stadibahn umsteigen). Nach Anfunft in Spandau Führung zum Stadtbad. daryto sh Die sichere Folge dieser Borschläge würde eine unerträgliche Belaftung der Reichstasse sein; denn zu ben 20 Broz. des verfügbaren Trinkgeldannahme als Entlassungsgrund. Inlandsgetreides müßte eine gemaltige Menge Aus. Der Arbeiter- Turn- und Sportbund, 4. Bezirt. Sonntag: Borturnerprüfung th einer landsgetreide beschafft werden und daraus mürde sich eine Schöneberg, Turnhalle Tempelhofer Weg( Bhf. Ebersstr.), 8 Uhr vorm. Schlichtungsausschuß Groß- Berlin hot in Streitfache zweier Kellner gegen ein Kaffee wegen Wieder völlig unerträgliche Berteuerung des Brotpreises Freie Zurnerschaft Schöneberg- Berlin( Mitgl. b. A... u. Gp.-B.). Gonnabend: einstellung und Entschädigung die fristlose Entlassung der ergeben. Zurnwarte und Borturnersigung der Manner, Frauen- und Jugendlichen Abt., Gendelstr. 3. beiden. Mäger megen Süden: Sonntag: 1. Jug. Abt. Turnfahrt nach Trinkgeldannahme für berech Demgegenüber hat der preußische Landwirtschafts- Fredersdorf, Rilbersdorfer Ralfberge, Woltersdorfer Schleuse, Eriner. tigt erklärt. In dem betreffenden Kaffeehaus mar als Zujah zu minister eine Reihe anderer Borschläge aufgestellt, die in München orben B: Gonntag, Männerturnfahrt Ertner Störizfee und Tagesfahrt bam allgemein gültigen Bertrag im Kaffeehausgewerbe die Be zur Beratung fommen werden. Auch Braun hält an dem Umlage der Jugendlichen. Freier Wanderbund. Sonntag: Birkenwerder, Briefe, Freitag: Mitglieder timmung aufgenommen worden, daß das Trinkgeld als ein verfahren als Grundlage feft. Aber für die Umlage soll nicht das Damsmühle, Mühlenbed Abf. 7.20 Stett. Borortbhf versammlung bei Diele, 7% Uhr. Touristenverein Die Naturfreunde. Orts Teil ber Entlohnung der Kellner durch den festen Wochen- legte Jahr maßgebend sein, sondern der Durchschnitt der gruppe Röpenid. Sonntag: Rauensche Berge, Treffp. Bhf. Röpenid 1.27 Uhr. fohn von 400 m. und 2 Proz. vom Umfag endgültig abgelöft Jahre 1904 bis 1913; tenn nur dieser Jahresdurchschnitt bietet Untergruppe Oftbahnvorotte. Sonntag: Birkenwerder, Damsmühle, Gorinfee, fei und daß sich die Kellner des Betriebes verpflichten, bei Strafe den Maßstab für die Beurteilung der Leistungen, die durch die Land- Buch. bf. 7.50 Stett. Borortbhf. ber fristlosen Entlassung feine Trinfgelder anzunehmen. Da die wirtschaft erreicht werden fönnen. Rlager trobem Trintgeld angenommen haben, war ihre Entlassung gerechtfertigt. Der Schlichtungsausschuß machte dann aber noch folgende Feststellung, aus ber hervorgeht, daß das Trinkgeld von Mit Rücksicht auf ihre Erfüllbarteit soll die Umlage nicht zu Beranto. für ben rebaft. Teil: Dr. Werner Belfer, Charlottenburg: für Arzeigen: hoch angefeht werden. Die Ablieferung des Umlagefolls muß.tode. Berlin. Berlag: Borwärts- Verlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Bor wärts- Puchhenderei Rerlaasanitalt Paul Einaer u Co.. Perlin Bindernftr. 3. unter allen Umständen gesichert werden. Deshalb ver. Sierzu zwei Beilagen und Unterhaltungsbeilage Heimwelt". A.Wertheim Lebensmittel Leipziger Strasse König strasse Billiger Fleischverkauf Rinderkamm.......... Bratschellfische Rosenthaler Strasse Donnerstag und Freitag Sowelt Vorrat Pfd. 1050 Roastbeef Pfd. 1050 Pfd. 1050 ...... Pfd. 1100 Schmorfleisch mit Knochen..Ptd. 1125 Gulasch........ Pid. 1200 Rinderbrust........ Querrippe.. Moritzplatz Gehacktes Rind- u. Schweinefleisch 1200 Gemüse, Obst Blumenkohl..... Stück 200 Maronen.......... Pfd. 225 Zitronen 4 Stück 100 Apfelsinen Stück 60, 75 Pf. Mandarinen....... Pfd. 500 Feigen .Pfd. 550 wiebeln Pfund Kohlrüben gelbe, Pfd. 25 Pf. Mohrrüben...... Pfd. 35 Pf. Weißkohl........ Pfd. 75 Pt. Rote Rüben..... Pfd. 45 Pt. Märk. Rübchen Pfd. 45 Pf. Schwarzwurzeln Pfd. 180 Kartoffeln 10 Pfund... 480 Marmelade mit 50% Zucker gesüßt... 440 und 520 Kunsthonig.. Pfd. 440 Erbswurstr. 250 gr. 245 Landelerfrische, St. 180 Backobst gem., Pfd. 480 50 Pf. Wurst Zwiebelleberwurst 14.00 Rotwurst........... Pfd. 1400 Hall.Pasteten- Leberw. 1700 Rotwurst I........ Pfd. 1900 Landleberwurst.Pfd. 1900 Jagdwurst......... Pfd. 1900 Mettwurst grobe....... 2200 Gänsebrust ganz.u.halb. 2600 Brüsten, Pfd. Mettwurst nach Braunschweiger Art.. Pid. 2100 Teewurst.... Pfd. 2600 Mausschinken 2700 ca. 2-3 Pfund schwer..... Geflügel, Wild Pfd. 1400 Pfd. 1100 Puten...... Hasen gestreift und ausgeworfen Hirschfleisch Pfd. 950 1300 Gänsepökelfleisch 1500 Käse Stangenkäse..... Pfd. 760 Landkäse....... ...... Pid. 740 Goudakäse dän... Pfd. 1050 Edamer Käse.... Pfd. 1800 Billiger Fischverkauf Pfd. 200 Lengfisch o.Kopf, I. ganz. Fischen, Pfd 200 Rotbarse o. Kopf, I.ganz. Fischen, Pfd. 220 Kabeljau o. Kopf, I. ganz. Fischen, Pfd. 180 Grüne Heringe prima schwed., Pfd. 150 Lebende Hechte.. Lebende Karpfen Konserven Rinderfleck Tripe) 400 Pfd. 1350 Pfd. 1250 Weißwein einschl. Flasche und Steuer 5.60 1580 1919 Dienheimer ( Ox Dose 1919 Wincheringer.. 1640 1917Bechth.Gelersberg 2360 1918Dhroner Kandel 2520 1918 Panadef......... 1760 Zungen Dose Inhalt ca. 340 Gramm 800 Zungen Dose. Inhalt ca. 170 Gramm 465 Oxtail Dose.... 800 Entré( Schweinefleisch mit Ge- 335 müse), Dose.. Amerik. Vollmilch D. 850 Gehaltvoller span. Weißwein einschl. Fl. 500 Apfelwein und Steuer Margarine1Pfd.- P.1025 Schw.- Schmalz 11 30 Bücklinge. Pfd. 350 Salzheringe st. 50 Pf. Sprotten...... Pfd. 620 Pfd. 620 Fettheringe stack 120 Im Erfrischungsraum: Nußkränze Stück 6.