Nr. 97 38. Jahrgang Ausgabe A fr. 50 Bezugspreis: Bierteljährl. 30,-, monatl 10, frei ins Haus, voraus zahlbar Bost bezug: Monatlich 10,- M., einschl. 8ftellungsgebühr. Unter Kreuzband füe Deutschland und Defterreich 16,50 M., für bas übrige Ausland, bei täglich einmal. Buftellung 21,50 M. Boftbe ftellungen nehmen ant Defterreich, Ungarn Tichecho Glowatei, Däne mari. Solland, Luxemburg, Schweden und die Schweiz. Eingetragen in die Post- Zeitungs- Preisliste. Der Borwärts" mit der Sonntags afiage Bolt und Zeit" und der Unter haltungsbeilage Heimwelt" erscheint wochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal. Telegramim breffe: 3 Sozialdemofrat Berlin". Sonntags- Ausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 30 Pfennig Anzeigenpreis: Die achtgespaltene Nonpareillezetle toftet 5,50 m Kleine Unzeigen bas fettgedruckte Wort 150 M.( zu täffig amet fettgedruckte Borte), tebes weitere Bort 1, M. Stellengesuche und Schlafftellenanzeigen das erfte Bort- M. jedes weitere Bort 60 Bfg. Worte über 15 Buchstaben zählen fir zwet Worte. Familien- An zeigen ffir Abonnenten Reile 3,- 2. Die Breise verstehen fich einschließlich Teuerungszuschlag. Anzeigen für die nächste Summer milffen bis 5 Uhr nachmittags tm. Sauptgeschäft. Berlin SB 68. Linden ftraße 8, abgegeben werden Geöffnet von 9 Uhr feilh bis 5 Uhr abends. ad Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands Redaktion und Expedition: SW 68, Lindenstr. 3 Fernsprecher: Amt Mortsplan, Nr. 151 90-15197 Sonntag, den 27. Februar 1921 Kein Gerichtsvollzieher der Entente. den argentinischen Blattes La Nacion", del Bane, hatte dieser Tage nach Meldung der DA. mit dem früheren Reichstanzler Gen. Her Vorwärts- Verlag 6.m. b.6., SW 68, Lindenstr. 3 Ferusprecher: Ami Morisplas, Nr. 11753-54, Der entscheidende Gang. Am heutigen Tag verläßt die deutsche Delegation die Reichshauptstadt. An ihrer Spize steht diesmal ein einDer Berliner Berichterstatter des in Buenos Aires erscheinen- Annullierung der europäischen Schulden? siger Minister, Dr. Simons, während zum letzten WaffenLondon, 26. Februar.( I.) Die Times" melden aus gang in Spa ein ganzer Stab von Reichsministern mit mann Müller eine Unterredung, in der er sich über die Frage Washington, daß in der ersten kabinettssigung unter der oder nachfuhr. Auch im übrigen ist die Zahl der offiziellen des Wiedereintritts ber Sozialdemokratie in die neuen Regierung von Harding Hughes, der neue 2ußenminister, Begleiter und Sachverständigen auf das stritte Minimum herReichsregierung folgendermaßen äußerte: Ich benuge die eine Erklärung vorlegen wird, daß die einzige Hoffnung auf abgesetzt worden, was ebenfalls zu begrüßen ist, da Deutschland Belegenheit, Gustave Hervé zu antworten, der uns neu eine ehrliche und schnelle Wiede herstellung Europas in der un- heute weniger denn je einen verdorbenen Brei ertragen fich in seiner Zeitung La Bictoire" beschwor, in die Renullierung der Schulden des europäischen Festlandes an gierung einzutreten, um die nationalistische England und Umerita liegt, um die Regelung der deutschen EntBelle in Deutschland einzudämmen. Hervé pergißt, hädigungen zu vereinfachen und die Gefahren zu bedaß die erste Vorausfegung für unsere wirksame Mitarbeit feitigen, welche in den Drohungen einer Besetzung deutscher Gebiete diese ist, daß man der deutschen Republik die Möglichkeit gibt, fich liegen. Vor den Verhandlungen. 9 tann. Die unerquicklichen Kämpfe, die innerhalb der deut fchen Delegation in Spa gerade in den schwierigsten Augenblicken dadurch entstanden waren, daß die zahlreichen Gach verständigen sich in zwei Lager spalteten, die mit wechselndem Erfolg um die Seele des Außenministers rangen, haben sich ju fräftigen und wieder aufzurichten. Die verfehlte Ententepolitik hat den Rechtsparteien erit ihre wirksame Wahlparole geliefert und Dem Federated Breß Service" wird hierzu geschrieben: Die offenbar bereits in Berlin abgespielt und werden hoffentlich ihnen zu ihren Erfolgen bei den Wahlen verholfen. Meine Er- Frage der Regelung der internationalen Berschuldung nähert sich am Berhandlungsort nicht von neuem entbrennen, zumal die fahrung erlaubt mir, es auszusprechen, daß die Probleme der deut- immer mehr einem fritischen Bunkt. Drei Faftoren sind in dieser Sachverständigen diesmal zu Hause bleiben. sajen Politik bei den Alliierten ebenso wenig Verständnis Hinsicht von fundamentaler Bedeutung. Erstens die Festsetzung der Bis jetzt umhüllt ein dichter Schleier den Inhalt der deutfanden, solange die Sozialisten an der Spitze der Regierung stan- von Deutschland zu zahlenden Entschädigung in einer schen Gegenvorschläge. Nur weltfremde Schwärmerei, die bie den, wie jetzt, wo die Bertrauensmänner von Stinnes an der bestimmten Höhe, nämlich 55 Milliarden Dollar( ausschließlich der bu ch st ä bliche Abschaffung der Geheimdiplomatie für mögRegierung teilnehmen. Hervé fann nicht von uns verlangen, daß Exportsteuer), zweitens die Ernennung eines Finanzbeamten, der lich und wünschenswert erachtet, oder sensationsgierige Pressewir als Gerichtsvollzieher der Entente in das im Namen des englischen Schazamtes zur Regelung der schmökerei, die um jeden Preis bei dem Publikum den Ein Kabinett eintreten." Kriegsschulden die Bereinigten Staaten aufsuchen soll, druck der befferen" Informationen und Verbindungen er und drittens der Bericht non Mr. Chamberlain, der im Ber- wecken will, wird dies bemängeln und bedauern. In Wirks lauf einer Rede zu Birmingham erklärte, die britische Regierung habe lichkeit verbietet es die politische Klugheit wie auch der diplovor einiger Zeit die Annullierung der aus dem Kriege resul- matische Brauch, die Gegenvorschläge, die dem Obersten Rat Cendon, 26. Februar.( TB.) Ein französischer Berichterstatter tierenden Ansprüche gefordert. in London überreicht werden follen, vorzeitig hinauszupofaudes„ Daily Telegraph" schreibt, man nehme an, daß foyd Die gegenwärtige Situation badurch gekennzeichnet, daß nen. Womöglich noch gieriger als die nur um die Konkurrenz George die allgemeine Crörterung des am 29. Januar fertiggestell- die europäischen Staaten Amerifa insgesamt ungefähr 10 Milliarden besorgten Berichterstatter unserer fapitalistischen Zeitungen ten Reparationsplans felbst auf sich nehmen werde, und daß er auch Dollar fchulden. Die Kriegstosten der Bereinigten versucht nämlich die Scharfmacherpresse der Entente diesen Dr. Simons antworten werde, der zuerst aufgefordert werden Staaten werden verschieden, veranschlagt, fest aber steht dies, daß, Schleier zu lüften, um jenen fünftlichen Entrüstungssturm wird, die deutschen Borschläge vorzubringen. Es werde dem deut während die ameritanije Nationalschuld nor dem zu entfesseln, mit denen die Nationalisten aller Länder so fchen Minister nicht gestattet werden, eine rüd blidende Striege, bie fapitalisierte und die schwebende, nur ungefähr meisterhaft zu operieren pflegen und ihre Parteigeschäfte zu Erörterung über die Verantwortlichkeit am Kriege zu be 100 Milliarden Dollar betrug, fie fich heute im ganzen auf annähernd befruchten verstehen. ginnen. Der franzöfifche Minister oucheur wird die Kontrolle 24 500 milliarden Dollar beläuft. Für die ausländischen AnWir bekennen also gerne unsere absolute Unkenntnis des über die technischen Auseinandersehungen, die zwischen den alliierten leihen hat Amerita in Birtlichkeit bis heute nicht einen Cent und deutschen Sachverständigen stattfinden sollen, übernehmen. Der Zinsen belommen, und es ist nun bie Frage afut geworden, was Inhaltes der deutschen Gegenvorschläge, obwohl es uns wahrfranzöfifche Berichterstatter fügt hinzu, Frankreich werde natürlich aus dieser Schulb in der Zukunft werden soll, denn in diesem Falle scheinlich leichter gewesen wäre als anderen, etwas darüber zu eine Berminderung der im Januar festgelegten Summe nicht zu hängt die Beantwortung dieser Frage nicht allein vom Schuldner hören. Um jo freier und offener fönnen wir aber aussprechen. laffen. Die Erörterung werde sich auf die Möglichkeiten der ab, jondern angesichts der weit verzweigten interalliierten Berschul- daß wir hoffen, erwarten, ja verlangen, daß aus dem praktischen Anmenbung beschränken. dung dürfte auch das Berhalten des Gläubigers Ame- Geist, in dem das deutsche Angebot ausgearbeitet wurde: und in dem es überreicht werden wird, unzweideutig und Paris, 26. Februar( BIB.) Der Londoner Korrespondent rifa in nicht geringem Grade ausschlaggend sein. Die Bereinigten Staaten haben die ihnen von den europäischen rückhaltlos der gute Bille des deutschen werktätigen Bolkes des Petit Parifien" glaubt zu wiffen, daß, wenn sich das Gerücht bewahrheiten sollte, baß man in gewissen amtlichen Kreisen geneigt ändern gefchuldeten Beträge für durchaus gut angesehen, trotzdem zur Wiedergutmachung spricht: wir sind besiegt, was set, den militärischen Zwangsmaßnahmen wirtschaftliche vorzuziehen, fie drei Jahre lang feinerlei Zinsen bekommen, ja so- manche bei uns allzu leicht vergessen oder allzu geflissentlich der Borschlag in diesem Sinne von französischer Seite mohl gar freiwillig darauf verzichtet haben. Wenn jetzt der Versuch unter- verschweigen, wir haben schreckliche Spuren einer Ber night angenommen würde. Die Entwaffnungsfrage nommen wird, diese Schulden einzufassieren, wird Amerika auf die wüstung im einstigen Feindesland hinterlassen, unter der dürfte in der nächsten Woche von neuem aufgeworfen werden. Der denkbar größten Schwierigkeiten stoßen, besonders in Frankreich vor allem Klaffengenossen leiden, mir haben obendrein einen Berichterstatter glaubt zu der Erklärung ermächtigt zu sein, daß man und Italien, die vermutlich einen Teil der ihnen aus der fest- Bertrag unterschrieben, von dem wir stets erklärt haben, auf französischer Seite energisch barauf bestehen werde, daß die Re- gefehten Reparationssumme zugeteilten Bergütungen darauf ver- daß wir ihn bis zur Grenze unseres Könnens einhalten wollen parationsfrage vor die Entwuffnungsfrage gesetzt werde, die man in menben werben, um ihre amerikanische Schuld zu Deutschland das alles sind Tatsachen, über die feine an sich noch zu zedieren. fo berechtigte Deflamation hinweghelfen tann und von denen. Frankreich als bereits geregelt betrachte. Der einzige Beg, der vielleicht aus dem finanziellen Welt- wenn nicht die ganze Reichsregierung, so doch jedenfalls dilemma hinausführen fann, ist der einer Schulden- Annullierung. der Reichsminister des Aeußern und Delegationsführer Dr. Paris, 26. Februar.( WIB.) Wie der Sonderberichterstatter Bei diesem Prozeß würden allerdings die Bereinigten Staaten einen Simons fest durchdrungen ist. Es ließe sich zwar vieles dar der Hadasagentur aus Bondon meldet, haben die alliierten Berlust zu tragen haben, deffen Höhe verschieden beurteilt ist, aber über sagen, unter welchen Umständen wir Sefiegt wurden und Sachverständigen heute vormittag eine zweistündige Sigung abge- fchwerlich unter 5 Milliarden Dollar bleiben dürfte, diese Summe unter welchen Voraussetzungen wir unsere Niederlage cingehalien, in der mit den armenischen und türfischen Ber- vielmehr um etliches übersteigen wird. Die Lösung des scheinbar standen haben, ebenso ließe es fid sehr lange hin und her tretern verhandelt wurde. Bogos Nuhar Pascha ver- unlösbaren Berfchuldungsproblems wird eine der wichtigsten Auf- über Schuldfragen und über den Grad der Absicht bzw. ber langte, indem er sich auf den Boden des Friedensvertrages von gaben der neuen Regierung fein. Armenierdebatte in London. ,, force majeure" bei dieser oder jener Zerstörung in der Kampf- und in der Etappenzone debattieren, es ließe sich endlich manches anführen über die moralische Bindung einer erpreßten Unterzeichnung. Bei alledem aber: die Niederlage, bie Ruinen, die Unterschriften sind da und man täme heute mit solchen rein akademischen Erörterungen nicht vorwärts. Und das ist es eben, worauf es jetzt ankommt: man muß Sèvres stellte, Garantien für die Armenier in Ci ficien. Ein anderer armenischer Delegierter protestierte Oberschlesien vor der Abstimmung. gegen die Bestimmungen des Bertrages, der zwischen den türkischen Nationalisten und der Regierung von Eriwan abgePolnische Gewalttätigkeiten. fájloffen wurde und der zwei russische Provinzen unter türkische Beuthen, 26. Februar.( Eigener Drahtbericht des„ BorHerrschaft bringe. Betir Sami Bey setzte alsdann für die wärts.) Heute vormittag gegen 11 hr versuchten Polen in türkische Delegation die Lage in Turtestan auseinander. das deutsche Plebiszitfommiffariat in Beuthen einzu- endlich in der Frage der Wiedergutmachung vorwärts Die Nationalversammlung von Angora habe ein Gefez angenom bringen. Polnische Banden hatten bereits gestern versucht, die fommen. Sie lastet wie ein Alpdruck seit zwei Jahren men, das allen turkestanischen Wilajets volle Antonomie gewähre. deutschen Zettelverteiler zu überfallen. Dasselbe über Europa, vergiftet die Beziehungen zwischen den Völkern Sie feien im Parlament vertreten, und die Bevölkerung erhebe unternahmen sie heute. Die Berteiler aber flüchteten zu dem noch schlimmer als alle anderen Gründe und Borwände zufeine Forderungen, mit Ausnahme von einigen Dissidenten, die teine Verband der Heimattreuen, deffen Geschäftsstelle fich in demselben fammengenommen und tommt nicht vom Fled weg: unterBedeutung hätten. Der türkische Vertreter erbot sich sogar, feine Hause wie das Plebiszitkommissariat befindet. Die AbstimmungsBehauptungen an Ort und Stelle durch die Auilerten nachprüfen polizei griff mit Verstärkung ein. Schwerere Verletzungen wurden deffen aber wächst das Gras auf den Ruinen, vertieft sich der Groll in Seele und Herz der Geschädigten, wächst die finan zu lassen. Für Armenien gebe es feinen Platz in der Türkei, denn bisher nicht festgestellt. zielle Not, die Arbeitslosigkeit, das Elend, rückt die Weltes gebe nirgends eine armenische Mehrheit. Befir tatastrophe näher, auf die nur die Rechts- und Linksbolsche Sami Ben hätte sich in seinem Exposé auf den Standpunkt des Kattewitz, 26. Februar.( Eigener Drahtbericht des Borwärts".) wisten aller Länder spekulieren und deren hauptsächliche, einNationalitätenprinzips gestellt. Lord Curzon habe sodann daran Für diejenigen Oberschlesier. die telegraphisch die Eintra- zige Leibtragende aber, wie bisher, wie immer, die Enterinnert, daß die Großmächte das feierliche Bersprechen gegeben gung in die Stimmliften beantragt haben, ergeben sich zur erbten dieser Welt, die Proletarier aller Länder hätten, Armenien in einen autonomen Staat umzuwanbein. Ausfertigung der Abstimmungspapiere vielfach noch Schwierigkeiten sein würden. Eine tollkühne Unvorsichtigkeit". Paris, 26. Februar.( WTB.) Laut Journal" erklärte Biviani, der zum Borsitzenden des Rüftungsausschusses des Bölkerbundes er. nannt wurde, man dute zurzeit noch nicht an die Abrüstung denken. Man stehe einem Deutschland gegenüber, das nach wie nor immer noch imperialistisch und reaktionär(!) sei und sich den Bertragsver. pflichtungen zu entziehen fuche. Unter folchen Umständen abzu rüften, wäre eine tollfühne Unporfichtigkeit.( Uns scheint die tollfühne unvorsichtigkeit vielmehr darin zu liegen, sich mit politischen Anfichten vor die Deffentlichkeit zu wagen. D. Red.) Fehlende Adressen. daraus, daß die Adressen der Antragsteller nicht an. gegeben sind. Es wird daher aufgefordert, die Adressen noch nachträglich telegraphisch zuzuftellen, wo dies nicht schon geschehen ist Wer fönnte aber mit gutem Gewissen bei uns die Frage bejahen, bak in allen Teilen des deutschen Volkes die aufrichtige Erkenntnis der Notwendigkeit der Wiedergutmachung und der ehrliche Wille zur Wiedergutmachung vorhanden ist? Als wir am Freitag anläßlich der Reden im Reichswirtschaftsrat diese Einhelligkeit im Hinblic auf die Geistesverfassung und auf die Haltung der Deutschnationalen rundweg verneinten, haben zwar einzelne rechtsJa Frankreich findet am 6. März eine allgemeine Botts stehende Blätter mit Entrüstung gegen brefe planmäßige sahlung Batt Paris, 26. Februar( Havas.) Der Bölferbundsrat hat zum Brafibenten des Hafens von Danzig den Schweizer Oberft Derynier ernannt. Durchbrechung der Einheitsfront" protestiert, aber die Kreuz .Mtung" mußte schliMch doch zugeben, daß sie die„Aner- kemrung einer m.o�r o l i s ch e n Verpflichwng Deutschlands" ak�tehnt. Das ist es eben, Kvorin wir uns, und mit uns wohl das ge- samte deutsche Proletariat, von den Gemütsathleten aus der Rechten unterscheiden. Als internationale Sozial- demo traten, die wir stets waren und weiter sein wollen, sprechen wir es rund heraus: die Not des arbeitslosen Textil- urbeüers oder Bergmarins von Roubaix, Lens oder Kortryck geht uns viel nähe,', als hie Entrüstung jener einstigen wilden deutschen Annexio nisten, die jetzt zwischen einem Mittagessen in» Adlon und einem Fünfuhrtee im Esplanade einige pathetische Tön« über öjie hungernden deutschen Linder, über das uns drohende Skljavenjoch reden. Diese charakterlosen Worthelden sind es. che drüben den falschen Eindruck er- wecken, als wolle sich ZZeutschland vor den Wiedergutmachungen drücken, und die ihten Gesinnungsgenosien in Paris und London in die Hände arbeiten. Die deutsche Arbeiterschaft dagegen empfindet die Berechtigung der anderen Völker zur Linderung ihrer Not mit unserer Kraft und mit unseren Mitteln— aber gerade deshalb ruft sie diesen Völkern entgegen: wir wollen Euch Helsen, aber wir wollen Puch als freie Menschen leben Und deshalb lehnen ap ch w i r die wahnsinnigen Pariser Elaborate ab, die weder uns dieses Recht auf eine freie, menschenwürdige Existenz lasten, noch C u ch in irgendeiner Weise praktisch nützen Wir wollen zu Euch kommen mit unserer Arbeitskraft, mit unseren Arbeitserzeugnissen, und Eure Trümmer wieder in blühende Städte verwandeln, auf denen wir uns wieder die Hände reichen werden! D a s ist es. was nottut, darin liegt die einzige Lösung und nicht in deck Tabellen und sonstigen theoretischen, unerfüll- baren Konstruktionen der Enteutebonzen. Wirkliche Häuser und nicht diplomatische Kartenhäuser lautet unsere Pa- role. die auch die Parole der französischen Gewerkschaften und der Amsterdamer Internationa� ist. Gestützt auf diese Ueber- «instimmung mit unseren Arbertsbrüdern und Klassengenossen in den alliierten Ländern billigen wir den Entschluß des Reichs- Ministers Dr. Simons, die Pariser Vorschläge als i n d is k u- tabel zu bezeichnen und sehcm mit Festigkeit, Ruhe und gutem Gewissen den Ereignissen entgegen. 5achminifterl Kaum hat dos große Rätselraten um die Regierungsbil- dung in Preußen begonnen, so ertönt in der rechtsstehenden Preise schon wieder der bekannte Schrei nach den„Fach- mimstern". Einträchtig bilden„Deutsche Tageszeitung" und „Tägliche Rundschau" den Chorus, und ihr Ruf gilt— wer hätte daran gezweifelt?— in allererster Linie dem Bestge- haßten, dem preußischen Landwirtschaftsminister Braun. An der Spitze der landwirtschaftlichen Verwaltung in Preußen müsse ein Fachmann stehen— das verlangt stürmisch die kochende Seele des agrarischen Junkertums—, nur zu einem fachmännischen Landwirtschaftsminister könne die preußische Landwirtschaft Vertrauen haben! Run, wie hat es demr früher unter dem konservativen Regime mit den„Fach» kicken" im Landwirtschaftsministerium ausgesehen? Was zunächst die Minister anbelangt, so kamen sie samt und sonders aus der Verwaltung, mit Ausnahme des dicken Vod, der als Hufarenaeneral bekanntlich auch das Talent für jedes andere Amt besessen hat. Das Ministerium wurde also seit seiner im Jahre 1848«folgten Errichtung niemals von einem „Fachmanns" geleitet, sondern immer nur von Juristen, aller- dings von Juristen mit Adelsdiplomen, die bei unseren Agrariern wahrscheinlich als Befähigungsnachweis betrachtet werden. Wie die Minister— so die gesamte übrige Besetzung des Landwirtschastsministeriums: Der Jurist, der Verwaltungs« beamte herrschte durchaus vor. Roch am 1. Oktober 1918, also unmittelbar vor der Revolution, saßen im Landwirtschafts- Ministerium nur 4 Beamte, die eine landwirtschaftliche Borbildung hatten und aus der landwirtschaftlichen Praris kamen, keineinzigerinleitenderStellung. Der Volksbühne. „Kapitän Braßbound» Bekehrung" von Bernhard Shaw. Bernhard Shaw ist der witzigste Mann Europas. Cr kennt sich aber auch vortrefflich in den Kulissen aus. Seine Schwanke sind darum handfest gezimmert und so. spannend, daß Gelächter und Auf- merksamkeit bis zum Schluß dauern. Seine Kolonialkomödie ist voll von Geist. Sie geißelt den Hochmut der Engländer, die mit ihrer erstarrten Gerechtigkeit zu den Wilden auswandern und uer- meinen, daß sie mit dem verstaubten Altertum welker Sittengesetz» eine neue unerhörte Ziollisation verbreiten. Er läßt den Hüter der verstaubten und eifernden Gerechtigkeit mit eiuem Räuberhauptmann zusammenprallen, und siehe, der Räuber behält Recht vor dem Richter. Aber all« gesunde Vernunft und jedes kostbare Men» schengefühl werden von Shaw dem zärllichen Frauenfreund in da« Weibesherz hineingelegt. Selten hat aus der Bühne eine Frau ge- standen, die so brav und geschickt die Schicksals der Menschen leitet wie in dieser Shawschen Kolonialkomädie. Die Mohammedaner und die stolzen Christen werden gleichmäßig von dieser englischen Lady am Gangelband genommen und bekehrt. Der Räuberhauptmann kann sich sogar bei so viel Anmut und Güte nicht beherrschen. Er sinkt in die Knie und erbittet die Lady zu seiner Lebensführerin. Er braucht, damit er ein neuer Mensch werde, einen Vorgesetzten. und dieses wichtig« Amt soll dt« Dritin mit dem prächtigen Verstand und dem goldenen Herzen verwallen. Man trifft an der„Volksbühne" die Heiterkest dieser Komödie sehr gut-« a y ß l er wirkt durch ,ein« Bärbeißigkeit, hinter der sich doch Lebenstüchtigkeit verbirgt. Er ist«in Räuberhauptmann und Korsar mit Tugenden und Edelmut. Gerad« deshalb, weil« er seine Rolle nickst auf leicht« Lustspielwirkungen anlegt, wirkt er sehr fröh- Itch. Frau F ehd m e r ist das blende, gutherzige Frauenwunder, nicht eben geistreich, aber doch mollig und erquickend. Eine köstliche Bogabundengestall gibt Guido Herzfeld. Er ist ein genialer Heuchler und Sckitzbube. Eine Gespreizthell, die wahrscheinlich einem natürlichen Temperament zuzuschreiben ist. Hilst Julius Sachs, einen selbstgerechten und aufgeblasenen Ritter mit vieler Komik dar- zustellen. Die Bühne für diesen Shawschen Schwank sah Heller und phantastisch aus. Man ließ sich den Trepenhlmmel gefallen, die kuriose .Kokospalme und die buntgefiederten Vögel, die zwar starr und aus- gestopft auf den Zweigen saßen, aber trotzdem ein kühn geschaut es afrikanisches Bild amüsant belebten Jürgen Fehling war der er- jindungsreiche Regisseur dieser Landschaft. Max Hochdorf. Richtfachmann Otto Braun hat in dieser Beziehung Wandel geschaffen: In den ly. Jahren seiner Ministerschast hat er 10 Landwirte in das Ministerium berufen. Und heute sind von den 5 leitenden Stellen des Ministeriums 3 mit landwirtschaftlich vorgebildeten Beamten besetzt. Es sind das Staatssekretär Dr. Ramm, Ministerialdirektor Dr. Warmbold, Oberlandstallmeister Groscurth. Dazu kommen Gehcimrat Oldenburg. Ministerialrat Arnaldi und die Regierungsräte Sehnert, Gerriets. Richter» Butz. Mickel, Neumann, Thalau, Gatemann und Rohde. In Wirklichkeck hat also im Gegensatz zu der früheren Ge- pflogenheit, die ausschließlich den juristisch gebildeten Ver- waltungsbeamten die Führung der Geschäfte auch im Land- wkrtschaftsministerium überließ, der Richtfachmann Braun da- für gesorgt, daß fachlich vorgebildeten, in der land- wirtschaftlichen Praxis erprobten Männern ein e n t s ch e i- dender Einfluß gesichert ist. die putschgefahr. Während die extreme Rechtspresse uns mck den unge-- heuerlichsten Vorwürfen überschüttet, well wir gewagt haben, eine von dem Minister Dr. Simons höchst offiziell ausgesprochene, von Herrn S t i n n e s und Herrn E s ch e r l ch ve- stätigte Warnung von einem bevorstehenden Rechts- putsch ernst zu nehmen, erklärt die nationalistische.tägliche Rundschau", die Putschgesahr nicht bestreiten zu wollen. Wir haben wirklich keinen Grund, eine Gefahr von rechts nicht als vorhanden anzusehen, die selbst von einem so weit rechts st ehenden Blatt zugestanden wird. Befremden muß allerdings, daß die Reichsregierung nicht mit den Tatsachen herausrückt, die unzweifelhaft ihrer Warnung zugrunde liegen. Solange das geschieht, wird man uns nicht übelnehmen dürfen, wenn wir nach unseren Informationen Vermutungen darüber aussprechen. Einen neuen Hinweis liefert das„8-Uhr-Abendblatt", das zu berichten weiß: Die Forderungen der Entente betreffend die Entwaffnung und Wiedergutmachung haben extrem rechtsstehende Personen ver cm- laßt, der Frage näherzutreten, ob nicht in Deutschland zum Schutz« eine nationale Erhebung gegen die Entente ins Werk gesetzt werden sollte, die den Versailler Friedenzvertrag zunichte machen und Deutschland vor der Willkür der Entente schützen könnte. Die natw- nake Erhebung sollte auch dazu führen, eine Dikkatnr über Deutsch- land zu errichten. Diese Nee wurde besonders von einigen Führern ehemaliger Freikorps propagiert. Die Bewegung nahm in Mün- chen ihren Ausgangspunkt, wo die Zusammenkünste dieser Personen stattfanden. Man hat Anhaltspunkte dafür, daß an dieser Bewegung auch Kapitän ErHardt und Ober st Bauer. der Intimus des General Ludendorsf, teilnahmen. Es ist richtig, daß beide genannten Herren sich zurzeit nicht in Deutschland aufhallen. Es steht aber fest, daß sich beide Herren bis vor einigen Tagen in München aofgehalteu Haileu und erst auf Grund der Warnung, die in der.Deuifchcu Allgemeinen Zeitung" erschienen ist. München verlassen haben, da sie für ihre Person nunmehr die Aussichtslosigkcll des Planes erkannten. Von Kapllän ErHardt wird erklärt, daß er zwar mit den Umtrieben als solchen in keiner Verbindung stand, daß er aber, als man ihm von dem Plan« Kennt» nis gab, versprach, sich dem einzusetzenden Diktator mit setner Au- hängerschast zur Verfügung zu stellen. Oberst Bauer dagegen nahm an den Darhandlunzen, die wegen ein« nationale» Erhebung stattfanden, persönlich und aktiv teil. Das genannte Watt nimmt an. daß diese Pläne noch nicht endgültig aufgegeben sind. Die Gefahr be» zeichnet es zurzeck afe gering. Wir wüßten einen sehr einfachen Weg, jegliche Ge- fahr zu bannen: Die Regierung brauchte nur in einem Erlaß, der allen Soldaten und Sicherheitspolizisten kundzuwn wäre, auszusprechen, daß alle Wehrmänner der Republik berechtigt und oerpflichtet sind— rote das tatsächlich der Fall ist— Meuterer oder Per- sonen, die sie zur Meuterei verführen wol- len.aufderStellefe st zunehmen oderinsonst geeigneter Art unschädlich zu machen. Ein solcher Erlaß würde jede Gefahr bannen. Warum gibt man ihn nicht heraus? Leuzwlaüe. Der ffrühlrng spricht sein lautes Werde! Die Sonne lacht, die Walleu fliehn. Und neu erwacht au, schwarzer Erde, Was lange schon begraben sch eu. Schneeglöckchen schicken da und dorten Die Köpf« aus dem dürren Gros, Und siehe, auch an andern Orten, Da keimt und sproßt und knospest was. Es gibt ei» Blatt im Preußenlanb«, „Kreuzzeitung" ist es zubencmnt. Das trug das Motto einst am Rand« „Mit Gott für König und Vaterland." Doch als dann die Novemberbrise Gewallig durch d;« Lande fuhr, Verschwand ganz plötzlich die Devise: E» blieb das Kreuz, das schwarze, nur. Nun ab«, schau, welch Frühlingswunder! Jetzt ist auf einmal über Nacht, Wie mancher abgelegte Plund«, Die alle Inschrift aufgewacht. Ganz heimlich kam sie, gleich dem Dieb«. Drum rat ich. Mich«', aufgeschaut! Die Junker spüren Frühlmgstriebe— Gib acht, sonst schießen sie ins Kraut! _ Peter Michel. Efperanko tu der Schule. Dir Esperantobewegung hat in der letzten Zell in allen Ländern einen außerordentlichen Aufschwung genommen. So hat erst kürzlich die Pariser Handelskammer den Beschluß gesaßt, den Csperanwunterricht in den Handelsschulen einzuführen und den Wunsch ausgesprochen, daß dieser Unterricht in ganz Frankreich sowie im Auslände verallgemeinert werde. In Bulgarien hat sich die erste offizielle Gchüler-Esperantv-Gesell- schaft d« höheren Schulen gebildet und ist von dem Ministerium des öffentlichen Unterrichts genehmigt worden In Neukölln werden jetzt ungefähr 170 vocksschiikwd« in Esperanto unterrichtet. Einen erstaunlichen Umfang hat der Esperantounterricht an Schul- sindern in Chemnitz und Breslau angenommen. Chemnitz ist es gelungen, über 1000 Kinder in den Bollsschulen am EIp«anto» Unterricht teilnehmen zu lassen. Es unterrichten IS Lehrer in 20 Klassen. Noch größer ist die Zahl der Teilnehmer in Bre«. lau, wo sich nach Einführunq des freiwilligen Unt«richt» in Esperanto ungefähr 1800 Kind« gemeldet haben, um die inter- nationale Hils-sprache zu lernen. Am 31. August findet in Prag der 13. Weltkongreß für Esperanto statt. Hochhäuser und Architeklenschaft. Der Bundesausschuß de» Bundes Deutscher Architekten hat soeben zu dem kommenden Bau- Zur Verhaftung Kessels. Der amtliche Preußische Pressedienst tettl mit: Einige rechtsstehende Bläiler stellen die Behauptung auf daß die Verhaftung des Hauptmanns V. Kesset unter Umgehung der nackigeordneien Instanzen durch das Justizmm sterunn. das der Siaateanwoltichasl I den Äustrog erieilte, von Kessel sestzunebmen, er'olgt sei. Tie betreffenden Blätter tragen noch ob die neuei lich« Verbaitung durch einen beltimmien Verdacht, elwa Ftuchiverdacht, angeordnet worden sei. Ein richierlich« Haftbefehl gegen V. Kessel liegt schon seit längerer Zeit vor. wurde aber nlAt voll- streckr. weil v. Kessel krank war. Den Antrag zur jetzigen Ber- baflung hat nicht das Justliminislerium. sondern der General- staatsanwalr beim Landgerichr I gestellt. Nachdem das Kammer- gericht die Enncheidung des Landgerichts, daß Hauptmann v. Ketiel unier das Ämnesnegeietz tolle, ausg« baden bat. ist der rtchicr« tiche Haftbefehl ohne weiteres wieder m Kraft getreten. Pfeffer vo« Talomoa. Das Reich«wehrminlft«rium gibt bekannt: In der Sache gegen den Hauptmann Pfeffer von Solo- m o n hat das außerordentliche Gericht de» Reichswehrgruppen� kommandos I den Termin zur Hauptoerhandlunq auf den 8. März in-Staraard i. Pom. anb«aumt. Die Wahl dieses Ortes ist«folgt, well der größte Tcll oer zu vernehmenden Zeuge« im dortigen Bezirk ansäftig ist. Es wird bei dieser Gelegenheit noch bemerkt, daß das außer-_ ordentliche Gericht in seinem Beschluß, durch den es die Freilassung Pf. gegen Kaution anordnete, gleichzeitig ver- fügte, daß d« Angeschuldigte sich täglich auf� dem zuständigm Polizeirevier zu melden babe. Dies« Derfügung ist Pf. ord- nungsmäßig nachgekommen. Nach Meldung der..Deutschen Zeitung" soll die Zerlegung des Gerichts nach Storgard i. P. andere, und zwar h o ch p o l i» tische Gründe gehabt haben, um nämlich die Verhandlung gegen Pfeff«— oder, wie er jetzt gerannt wird, Pfeffer von Salo- mon(hoffentlich sölll kein Hakenkreuz!« w Ohnmacht)— dem „Einfluß des Berliner Stiaßen- und Tribünen- Publikums" zu entziehen. Das alldeutsche Blatt dürfte mit dieser Mitteilung seinen Freunden im R.W.M. einen Bären- dienst erwiesen haben. Ab« wir wissen ja längst: Max Mauren- brecher häll inn«lich nach wie vor zu uns! Erzbergers Steuern. In einem Schreiben an den Geschästsordnungsausschuß de» Reichstags hat der Abg. Erzberger dringend ersucht, dem vor- liegenden Verlangen des Staatsanwalls um Genehmigung der. Strafverfolgung Erzbergers wegen Steu«h!nt«ziehimg Folge zu geben. Erzberger bezeichnet die Art, wie man sell dem Frühjahr vorigen Jahres seine Steu«affär« behandell hat, als einen„un- erhörten politischen Skandal". Sowohl das zuständige Finanzamt als d« Präsident des Landesfinanzamts haben erklärt, daß keine Steuerhinterziehung vorliege und keine Nachsteuer zu erheben sei. „Das preußische Finanzministerium." schreibt Erz- berger..stieß die Sache wieder nahezu zwei Monate unerledigt liegen und hat ttotz der Stellungnahme der Vorinstanzen aus politischen Gründen meine Steuerakten zur erneuten Fest- stcllung des Tatbestandes an die Etaatsanwallschast abgegeben." Seit dem März vorigen Jahres sei keine Untersuchungsverhandlung mehr vorgenommen. Diese Behauptung Erzbergers wird hoffentlich den preußischen Finanzminister. Genossen Lüdemann, veranlassen. mitzutri.'en, ob mit seiner Zustimmung„rnw politischen Gründen" die behauptete Verschleppung und die Abgabe an die Staatsanwalt- schast erfolgt sei. Und wenn, was wir annehmen, dies nicht der Fall fei. wird« hoffentlich nachprüfen, welche sein« Beamten für die Verschleppung verantwortlich sind. Veuffchnaflovake gegen veulsche VolkspmtÄ. Die Deutsche Bollspartei wollle die Regierungsbildung in Preußen mll Rücksicht auf die London« Konferenz v«tagen, um„jeden krisenhaften Ein- druck zu vermeiden". Dagegen hat eine gemeinsame Sitzung des Hauptvorstandes, der Reichstagsfroktion und der neuen Landtags- fraktion der Deutschnationalen Dollspartei beschlosien, daß cm die Deutsche Bolkspartei die Antozort zu richten sei, die in Aussicht ge- nommenen Besprechungen nicht länger aufzuschieben. Emheitssrontler!— Die Deutschdemokratische Reichs- tagsfraktion bat sich für Homogenität im Reich und Preußen ausgesprochen. Die Entscheidung llegt natürlich nicht bei ihr. Vmd«n bei d« üandtagsfraktion. pollzeigesetz für Preußen mit folgender Entschließung Stellung genommen:„Die vom Preußischen Wohlsahrt«minist«ium in Aussicht genommme Behandlung d« Genehmigung von Hochhausbaupro. jekten kann nicht als zweckmäßig« Regelung angesehen w«den. Es muß verlangt w«den, daß feste Bestimmungen geschaffen werden, damit der Architekt mll einig« Sicherhell projektieren kann. Bei der Prüfung der Projekte ist die entscheidende Mitwirkung d« be- teiligten Baukreise sicherzustellen und die baupolizeiliche Erledigung nicht der Zentraiinstanz, sondern den örtlichen Stellen zu übertragen." D« V.D.A. wird well« dafür eintreten, daß bei der Neuordnung der Laupolizei Beiräte gebildet werden, die aus dem am Baugewerbe int«essi«ten Kreisen zu berufen sind und die von der Baupolizei gehört werden müssen, wenn diese Bauprojekte ablehnen will. Ein unbekannt« Roman Turgenjews. Wie den russischen Blättern zu entnehmen ist, hat man kürzlich einen bisher unbekanmen Roman Tu'genjews aufgefunden. Er trägt den Titel„Ein Leben für dl« Kunst" und wurde nur deshalb noch nicht veröffenttlcht, well er ha, Verhältnis Turgenftws zur b«ühm!«n Sänger n Biardot- Garna schildert und der Dichter bestimmte, daß der Roman«st 10 Jahre nach dem Tode der Sängerin veröffentlicht werden dürste. Kunstaiend«. Josnta Sellrn wird ihr helleres Praaramm w den Kammerspiel«« Mittwochabend wiederholen.— Drei lustige Ober- schläsisch« Adeudc veranstaliei HanS Rößler vom ch—Ü. März tu Schstler-Saal. rlexcwd« Areuß spricht am Mittwach, 1 März, abends 8 Uhr im Saal der Sezessio«, Kurfürstendamm WS. Werfe!, Frank. Areas. Lebar- hier, Tsnang-Tfe. „Leben d!» Toten? Eine Kritik d« neuesten fviritiMche» Forsch«»- ayi heißt dos Thema, da« Prof. Max Dessotr Mittwoch, abd«. VA Uhr, tst Neuen Rathaus Schöneberg behandeln wird. Ernst Deutsch wurde dem Staatstheater verpflichtet. Ter Künstler wird sein Engagement als Hago antreten. Ten Othello spielt Fritz Aortner. Intendant Lehne: wird das Werk einstudieren. Äarl Meng«, d« österreichische Nationalökvtvm, ist gestern im 81. L» beusjehre gestorben. Die Eammlun« im Ettizu Schloß. Di« ans dem oberen Schloß iu Greiz vor kurzem entdeckt« Kuvferstichsammlnng stellt Millionenwerte var. Di« Sammlung wird als retchisch« Landesstifwng im Park des Sommer. palais Aufnahme siuden. Der 1. Deutsche Kongreß für Moralpädagagik soll vom SO. März bis L April 108! in Leipzig staiffinden und pb« die Ziels und Wege des Moralunierrichts, LH« sein verhälmis zum Neliaionsuntcrrichl sowie über die praltischeu Meiboden sittlicher, besonders sonaler Willenzbildung Klärung schaffen. Zu den Einberusern gehören H. vaege. P. Barth, O. Karstadt. G. Kerschensteiner, R. Penzig, F. Tönnies u. a. Teilnehmerkarten zu o M. durch Lebtet Keilhack-Leipzig-Schleußig, Oeserstraß« 22 IX, Post- scheckkonw Leipzig 12 083. Line Petroleomleilnog Hadre—PariS wird nach dem„P�metbeus" von einer amerikanischen©eUstschasi gelegt. Die Kosten des Unternehmens stellen sich aus sü Mill. Dollar. Die Erdarbeiten werden mll Hilfe von Spezialmaschinen ausgeführt, die die amerikanischen Truppen»um Auswerfen der Schützengröben benutzt batten. Di« Anlage ist auf eine TaaeS- leistung vo» 2 100 000 Litern berechnet. Nr. 97 38. Jahrgang 1. Beilage des Vorwärts Anarchie in der Kaliindustrie. Sonntag, 27. Februar 1921 In der zweiten drohen sie mit: 1. Stillegung zahlreicher Werke; In einer Sigung mit mehreren Arbeitervertretern er- 5. das Eintreten für Quotenübertragungen und Werksstille flärte der Direktor eines großen Kalifonzerns u. a., daß es legungen; ihm die Einschachtanlage des Mutterwerfs seines Kon- 6. Verzicht auf die durch Schiedsspruch vom 20. November 1920 Die maßloje Berteuerung der Kohle und des Etsens übt zerns bei voller Ausnügung der vorhandenen technischen auerkannte und die vom Reichsarbeitsminister für verbindlich ernaturgemäß ihre Wirkung auch auf die Herstellung landwirt- Hilfsmittel ermögliche, jährlich 500 000 Doppelzentner zu flärte Lohnzulage ab 1. November 1920. schaftlicher Maschinen und Geräte aus. Nach den uns aus fördern. Demgegenüber betrachte man die wirklichen der Landwirtschaft zugegangenen Mitteilungen muß heute der Durchschnittsförderziffern pro Wert nach der Entwicklung von 20- bis 30fache Betrag gegen den im Jahre 1914 angelegten 1909 bis 1919. für landwirtschaftliche Maschinen und Geräte bezahlt werden. Ferner sind die Düngemittel, Kali um das 6fache, Phos 1909 betrug die Durchschnittsförderung pro Schacht 127 421 Dz. hate und Sticstoff im Großhandel um das 15- und 20fache gegen 1914 im Preise gestiegen. Unsere Bulgäröfonomen aber stellen Betrachtungen an darüber, wie es denn tommt, daß wir mehr und mehr aus der intensiven zur extenfiven Bewirtschaftung unseres ertragfähigen Bodens gelangen. = 1910 " 1911 138 368 114 625 " 群 " " " 1912 97 040 " P " # " P " 1913 1914 1919 80 461 " 27 # " " 51 363 " 27 " " " " 41 747 TP OF " 17 " P 11 19 " 2. Einlegung von Feierschichten; 3. Verminderung der Belegschaften und 4. fofortiger Kündigung der Lohntafel Soweit sind wir also schon. Derartige Anmaßungen tann man sich nur erlauben, wenn man die Uneinigkeit der Arbeiter von vornherein mit in Rechnung stellt. Durch diese Rechnung. aber haben die Obmänner der Betriebe und die Bertrauens Im Gegensatz zu den sonstigen Preisen erscheinen die leute der Organisationen aller Richtungen einen biden Strichy Kalipreise äußerst niedrig. Die Kalimerksbetreiber hatten Alfo statt 500 000 Dz., die nach Ansicht eines ausgezeich gezogen. In einer von 300 Obmännern und Bertrauens denn auch dem Reichstalirat am 2. Februar d. J. einen 2n= neten Kenners der Kaliindustrie gefördert werden fönnten, leuten aus der Kaliindustrie beschichten Konferenz wurde am trag auf Preiserhöhung von 50 bis 55 Broz. werden in Wirklichkeit nur 41 000 Dz. pro Werk gefördert. 22. Februar in Magdeburg dazu folgendes einstimmig ( ca. 300 Millionen Mark) unterbreitet. In der Sigung des mit anderen Worten:"/ ,, der technischen und sonstigen An- erflärt: Reichstalirates vom 2. Februar d. I. ist der Antrag lagen der Kaliindustrie liegen völlig unbenutzt. Elfmal soviel Die einseitig zugunsten der Arbeitgeber geforderte Erklärung I Berks Kapital oder Arbeitskraft, wie notwendig gewesen wäre, ist fonnte für die Arbeitnehmervertreter teine Grundlage zu Berhandgegen die Stimmen des des Handels und betreiber abgelehnt worden. Die Arbeitnehmervertreter sind aufgewandt worden: lediglich, um das Spetulations= wegen der Ablehnung dieses Antrages von den Kali- bedürfnis gewisser Kreise zu befriedigen! Da aber alle lungen fein. Mit den Verhandlungen ihrer Vertreter erklärt sich die werksbetreibern in der Deffentlichkeit schwer angegriffen Werke, die ſtilliegenden wie die nur teilweise ihre Anlagen Die Erklärung II des Arbeitgeberverbandes betrachtet die Konworden. Es erscheint deshalb notwendig, über die Art, wie ausnüßenden, nicht nur die Amortisierung und eine nach fapi- ferenz als eine scharfe Kampfansage an die gesamte Arbeitnehmerdie Kaliunternehmer den Bankrott ihrer Wirt talistischen Grundsägen gebräuchliche Verzinsung des aufge- ferenz als eine scharfe Kampfanfage an die gesamte Arbeitnehmers Ihaftspolitit zu verschleiern versuchen, Aufklärung zu wandten Kapitals, sondern darüber hinaus besonders schaft der Kaliindustrie. fchaffen. Die Konferenz verpflichtet die Organisationsvertreter aller Richhohe Gewinne für sich beanspruchen, mußten die KaliGeradezu finnlos ist in der Kaliindustrie, ohne auch nur preise der jeweiligen Durchschnittsförderung pro Jahr also tungen in der Kaliindustrie, sofort die geeigneten Gegenmaßnahmen im geringsten auf den Bedarf Rücksicht zu nehmen und fast jetzt 41 000 D3. angepaßt werden. Man follte meinen, au ergreifen. ausschließlich aus Spekulationsgründen, gemutet, gebohrt und dieser Wahnsinn wäre nicht mehr zu überbieten und das ganze abgeteuft. Immer wieder haben die Vertreter der Arbeiter Bolt erhöbe sich zum Schuge feiner nationalen Bodenschäße, ihre Stimmen dagegen erhoben. Bergeblich. Der Wahnsinn mit denen von einigen Privatfapitalisten, wie hier nach ging so weit, daß bereits im Jahre 1905 fogar der freitonser- gewiesen ist, der schamloseste Mißbrauch getrieben vative Abgeordnete v. Gamp im Preußischen Abgeordneten wird. haus dagegen Stellung nahm und von der damaligen preußi- Aber der Tanz um die schmutzigen Papierfehen hat den fchen Regierung Gegenmaßnahmen verlangte. Das Drei- an der vordersten Spize der Reaktion marschierenden Kalitlaffenparlament und die wilhelminische Regierung lehnten fpetulanten vollständig den Verstand geraubt. Man weiß: die durchgreifende Maßnahmen ab. Der Zusammenbruch Deffentlichkeit hat noch andere Sorgen, und deshalb haben sie des Kalisyndikats im Jahre 1909 veranlaßte die sich trotz des Unfugs, den sie angerichtet, bis auf den heutigen Werksbetreiber, die Reichsregierung um Aufhebung des Tag in der Industrie halten können. Es ist deshalb vom freien Spiels der Kräfte und um gesetzliche Regelung Standpunkt der Kaliwerksbetreiber erklärlich, daß sie nunDer Kaliwirtschaft zu ersuchen. Die Regierung und die Mehr mehr auch die Arbeiter ganz ungeniert aufheit des Reichstages verfuhren im Jahre 1910 jedoch nach dem fordern, diesen Wahnsinn mitzumachen. betannten Rezept: Basch mir den Pelz, aber mach' ihn nicht Am 16. Februar d. J. fanden Lohnverhandlungen mit naß! Die wenigen großen wirtschaftlichen Gesichtspunkte, die dem Arbeitgeberverband statt. Diese waren infolge der un von den Arbeitervertretern im Reichstag in das Gesez vom geheuren Preissteigerungen für Nahrungsmittel 25. Mai 1910 hineingebracht wurden, sind durch die erlassenen und Bedarfsartifel notwendig geworden. Die Löhne der Ausführungsbestimmungen fast vollständig wirkungslos ge- Raliarbeiterstehen 10 bis 12 Mart pro Schicht blieben. Es ist vielleicht gut, zu wissen, daß der damalige niedriger als die der Braunkohlenarbeiter. Die WertsUnterstaatssekretär im Handelsministerium Dr. Richter später befizer lehnten jedes Búgeständnis glatt ab. Nicht nur das: zum Borfizenden des Aufsichtsrats des Kali- fie erklärten rund heraus, daß sie den vom Reichsarbeitsynditats gewählt wurde. Der eigentliche Zweck des Gesetzes: minister für die Kaliindustrie für verbindlich erklärten Einschränkung oder Verhinderung von Neugründungen, wurde Schiedsspruch vom 20. November 1920 nicht er nicht erreicht. Ja, man kann ohne lebertreibung sagen, der füllen würden. Nebenbei gesagt: ein Musterbeispiel dafür, Gründer- und Spekulationswahnsinn nahm nach dem Jahre wie die Kreise, die über mangelnde Autorität der Regierung 1910 erst die tollsten Formen an. Besser als Worte drückt das schimpfen, eben diese„ Autorität" stüßen und schüßen. die Statistik aus. Im Jahre 1909, als der llebergründungs- Aber sehen wir, was von Konferenz einverstanden. Troß der Kampfanfage des Arbeitgeberverbandes erklärt sich die Konferenz bereit, ihre Bertreter zu erneuten Verhandlungen auf folgender Grundlage zu ermächtigen: 1. Anerkennung des Schiedsspruches pom 20. November 1920; 2. Angleichung der in der Kaltindustrie gezahlten Löhne an die ber Braunkohlenarbeiter; 3. Sanierung der Industrie durch entsprechende Maßnahmen. Die Konferenz Derpflichtet alle Arbetter und Angestellten in der Kaltindustrie, in Anbetracht der außerordentlich ernsten Sachlage fich entschieden hinter ihre Organisation zu stellen. Nur so ist es möglich, zur Befundung der Kallindustrie und zu annehmbaren Lohn- und Arbeitsverhältnissen zu gelangen. Das ist die Erklärung der Arbetterschaft. Wie die emeinden, die durch die Werfsstillegungen schmer be= troffen werden, über das Anfinnen der Wertsbetreiber denken, werden wir bald hören. Wir sind aber auch begierts. zu wissen, wie sich das Volk bzw. seine Vertreter und die Regierung zu dieser Art Wirtschaftspolitik stellen. Ganz offen haben es die Unternehmer ausgesprochen, daß sie nicht nur bie oben angeführten Drohungen verwirklichen werden, sondern daß sie nunmehr eine Anzahl Raliz werte erfaufen lassen wollen. Das also sind die " Fachmänner", die„ Wiederaufbauer", die nicht nur unsere wertvollen unterirdischen Bodenschätze gefährden, sondern ganz offen mit der Abficht ihrer Bernichtung drohen dürfen. Und zwar im höheren Interesse einer Handvoll schwerreicher Privatkapitalisten. Das Bolt tann verhungern, wirtschaft wegen das Syndikat in die Brüche ging, gefeßliche sationsvertretern in der fraglichen Sigung verlangten. In wenn fte nur bis zu 50 Broz. Dividende verteilen fönnen! Maßnahmen zum Zwede ihrer Einschränkung bereits erwogen wurden, hatten wir 53 Raliwerke. Die Entwicklung vollzog fich dann wie folgt: Jahr Anzahl der Schächte: 1909 • 53 1910 62 1911 82 1912 104 1913 138 1914 176 1919 206 zwei Erklärungen hatten sie ihre Forderungen niedergelegt. In der ersten verlangen fie: 1. Anerkennung der schlechten Lage der Kaliindustrie; 2. Zustimmung zu einer Breiserhöhung bis zur Höhe 2. Zustimmung zu einer Breiserhöhung bis zur Höhe Don 500 Millionen Mart; 3. das Eintreten für die Einführung einer zentralgelegenen einheitlichen Frachtparitätsstation; 4. Die Aufhebung der gesetzlichen Bestimmungen über Zurüdvergütung eines Teiles der vom Empfänger zu tragenden Frachten an das Kalisyndikat; Hier stehen die vitalsten Interessen des Volkes auf dem Spiele. Wir fragen die Regierung: Was geschieht, um Diesen verbrecherischen Wahnsinn zu be enden? Für uns gibt es nur eine Lösung: Ueberführung der Ausnüßung unserer unterirdischen Bodenschäße aus den Händen des Privatkapitals in die Gemeinwirtschaft. Teilstreit im Ruhrrevier. Auf Beche Ernestine" bet Stoppenburg find Sonnabend 1500 Arbeiter in den Streif getreten. Der Grund dafür ist nicht bekannt. Nofsrael BHD Nr.101 475.???? Nr. 102. Jackenkleid aus kariert. Stoff Jacke, halb gefüttert... 390.Nr. 101. Aus reinwoll. Cheviot, Jacke auf halbseiden, Futter 475.Nr.102 390.BERLIN CSPANDAUER STRASSE 16 Preiswerte Frühjahrs: Neuheiten Damenkleidung Kleiderstoffe Kleid aus reinwollenem Stoff mit Stickerei.... 298.Kleid aus vorzügl.Wollstoff m. farbig. 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März 2: Einsame Menschen 7 Kammerspiele 2 U.: Frühlings Erwachen U.: Büchse der Pandora Montag 7 Uhr: Jenseits Gr. Schauspielhaus ( Karlstraße) 2 U.: Danton( Auß. Abon.) 7 Uhr: Danton( Auß. Abonn.) Mo.7: Flor. Geyer( 9.Abt. 3.A.) Theater i. d. Königgrätzer Str. Nachm. 3 Uhr: Rausch 8 Uhr: Salome ( Kitty Aschenbach, Hartan, Veidt, Branden, Dernburg) Mont.: Jekaterina Iwanowna ( Lucie Höflich, Bildt. Dernburg, Pröckl, Römer, Schlegel) Dienstag: Salome Mittw.: Jekaterina Iwanowna Donnerstag: Salome Freit.: Jekaterina Iwanowna Sonnabend: Salome Sonntag: Salome Mont.: Jekaterina Iwanowns Komödienhaus 8 Uhr: Der Herr Minister Das weiße Lammeben 8 Uhr mit Pallenberg Berliner Theater 3 Uhr: Der letzte Walzer Die Fra ( Durieux, Götz, Loos) Mittwoch 7 Uhr: Flamme Donnerstag bis Sonntag 7%: Ein idealer Gatte Montag 7 Uhr: Peer Gynt Deutsches Künstler- Theater Sonntag 3 U.: Pygmalion Allabendlich 7 Uhr: DieScheidungsreise mit Max Adalbert und Trude Hesterberg Königstadt- Theater Bahnhof Jannowitzbrücke Tägl. 7.30 Gala Sänger Im Ballsaal TANZ Konz,-Dir. R. Sachs Große Volksoper Berline Blüthner Saal, Mittwoch, 2. März, abends 8 Uhr 5. Sinfoniekonzert mit dem Blüthner Orchester Dirigent: Paul Scheinpflug Das Lied von der Erde( Gustav Lula Mysz- Gmeiner Solisten: Mahler) Waldemar Henke vorher Tod und Verklärung Rich. Strauß Karten 15,- bis 3,- Bote& Bock, Wertheim Brauerei Königstadt, Schönhauser Tor Dienstag, 8. März, abends 7 Uhr ZWEITES ORCHESTERKONZERT Dirigent: Solist: Gustav Brecher Carl Braun Schubert, Weber, Wagner Karten 12,- bis 4,- Bote& Bock, Wertheim, Brauerei Königstadt, Konzertkasse Bading, Neukölln, Bergstr. 43 Anläßlich der landwirtschaftlichen Woche: Landwirtschaftl. Maschinen- u. Geräte- Ausstellung vom 26 Februar bis 6. März im Monumental- Friedrichstr.110-112 ehem.PassageGeöffnet v. vorm. 10-6 Uhr nachm. kaufhaus Eintritt 5 M. Inh.: E. Sachs u. E. Kula HT Humboldt= Theater Badstraße 19 Die Tarantel Filmschauspiel in 6 Akten Ein nettes Früchtchen Lustspiel in 3 Akten Im Varieté- Teil 2 Lenards, kom. Akrobaten Lotte Ortmann, jugendl. Soubrette Dienstag, den 1. bis 3. März: Die Bettelprinzessin mit Esther Carena Freitag, den 4. bis 7. März: Anna Boleyn mit Henny Porten und Erich Jannings Kasseneröffnung 5 Uhr Sonntags 3 Uhr Leipziger Straße 43-44 Rose- Theater Central- Theater 32 Uhr: Heimat U.: Die Postmeisterin 72, Uhr. Dr. Klaus Deutsches Opernhaus 6% U.: Tannhäuser Casino- Theater Friedr.Wilhelmst.Th Lothringer Str. 37. Tägl. 48 7, Uhr. Hoheit die Tänzerin Der neue Schlager! KI. Schauspielhaus Der Großfürst Uhr. Reigen Ein lustiges Stück aus dem Berliner Leben in 3 Akten. Berliner Humor! Berl. Typen! Komische Oper. 3% Uhr: Der Biberpelz Sonntag 3½ Eine fidele Ehe. 7 Reichshall.- Theater Abds. 7 U. u. Sonnt. nachm. 3 Uhr: U. Liebel.Schnee Lustspielhaus 3 Uhr: Renaissance Uhr: Arnold Rieck in Metropol- Theater Die Mausefalle 3 Uhr: Hollandweibchen Stett Sänger Hollandweibchen VarietéDönhoffBretti Anf. 6/2 Nenes Operettentheat, 34 Uhr: Die Czikosbarones Fritz Werner Uhr: Der lachende Ehemann Folies Caprice Nenes Volkstheater U. Linienstr. 132( Oranienb. Tor) Im Séparée Ihr letztes Abenteuer Nacktkultur mit Ferd. Grünecker Telephon: Norden 8650 Warum muß das Apollo- Theater mamlsche Ciran Busch Nachtigall Fritzi Massary Waßmann, Emmy Sturm, Roberts, Jankuhn U. Trianon- Theater 7% 8 Leopoldine Konstantin in DieGesellschaft des Abbé Chateauneuf und in Abschiedssouper von Schnitzler. Ilka Grüning, Herm. Vallentin, A. E. Licho, Hugo Flink Sonnt. 4 U.: Kammermusik Residenz- Theater Sarrasani Tägi.7, Sonnt. auch 3 Uhr Prärie und Puẞta d. echte Zirkus- Schaustück Vorverk. Circusk. ab 10 U ohne Unterbrechung ETROP VARIETE KABARETT 7K 711 Behrenstraße 54 Allabendlich 7 Uhr 4 Uhr, halbe Pr.: Die Freundin D. lustige Spielplan Abends 7 Uhr: Lady Windermeres Fächer Uhr Hansi Arnstädt Adele Sandrock Käthe Haack Arnold Korff Jul. Falkenstein Kleines Theater Unter den Linden 44 Uhr Theater am Kottbuser Tor Kottbuser Str. 6 Tigi 7%, und Sonntag nachm.& Uhr Elite- Sänger Zum Schluß: Der Kriegsgewinnler. Vorher: Strand- Idyll" u. der hervorragende Soloteil Casanovas Sohn Nachmittags halbe Preise! Eugen Burg, Mady Christians. Hans Albers, Heinr. Schroth 3 U.: Die Pfarrhauskomödie Schall und Rauch im Großen Schauspielhaus Telephon: Norden 8643. Konz. 7%, U., Beginn 82 U. Das große Februar- Programm u. a.: Die Hose von Stambul mit Mizzi Delorm und Arnold Rieck Vorverkauf. 11-1 u. 4-6 an der Theaterkasse u Leipziger Straße 51( Spittelkolonnaden) jetzt immer ausverkauft sein? .. weil jeder vernünftig denkende Mensch eine Weltberühmtheit, wie die ,, Saharet" gesehen haben muß, und weil man längst weiß, daß die ,, Saharet" nur noch bis 31. März in Deutschland bleiben darf. Das gewaltige Ausstattungsstück ,, Madame Dubarry's Liebesleben" enthält außer der ,, Saharet" noch eine Fülle grandioser Effekte, Balletts, Varieté- Einlagen, so daß ein Abend im Apollo- Theater ,, mal etwas Anderes" im Berliner Theaterleben bedeutet. Friedrich- Wilhelmſfädfifches Theater Chauffeeftraße 30 Die Siegerin in der Konkurrenz der Berliner Operetten- Novitäten ift und bleibt mit bereits über 250 Aufführungen Aufführungen in Berlin: Hoheit die Tänzerin WINDRIEN Operette in 3 Akten von Oscar Felix und Richard Bars Heute 2 Vorstellungen 32 0. Kleine Preise 7,15 U. Kind, d Hälfte Reines Varietéprogramm! Rauchen gestattet! 7 Uhr Musik von Walter W. Goetze Allabendlich mit Elifabeth Balzer 7½ Uhr Kurt Schoenert a. G., Käte Jungherr, Kurt Mikulski, Fritz Schulz, Max Mendsen, Carl Ernst Schaum Das Heute und morgen TU. Der Parasit Schiller- Theat. Charl 3 Uhr: Der Meineidbauer U. Alt- Heidelberg Thalia- Theater 3 Uhr: Das Glücksmädel Uhr Mascottchen Th.am Nollendorfplats 3 Uhr Eva Uhr Wenn Liebe erwacht Theater des Westens 3 Uhr: Die Frau im Hermelin 7%, Uhr: Schwalbenhochzeit Th.i.d.Kommandantenstr. 7% U. Der verjüngte Adolar Wallner- Theater 3 Uhr: Eine Ballnacht 7% Uhr DieTanzgräfin Admiralspalast 3: Die lustige Puppe 1: Die roten Schuhe Morg. 7: Die roten Schube Residenz- Kasino Blumenftr. 10 Täglich: Ein Strandfest in Swinemünde Nur flir die ältere Jugend. Commertoilette erw. Wallner- Theater bietet bie größte Operetten- Sensation der legten 20 Jahre. Ein einmütiger be geisterter Preise und Bublitumseriolg, eine noch nie gesehene Ausstattung: „ Die Tanzgräfin" mit Mizzi Günther, Oscar Sabo, Carl Bedersachs Bepi Zampa und Alfred Cdutnee. Konzertdir.: Robert Sachs, Inh.: E. Sachs u. E. Kula Philharmonie. Freitag, 11. März, 7% Uhr. Lleder- und Arienabend DUX Am Flügel: Michael Raucheisen. Karten 30-5 M. EINSCHLIESSLICH Steuer bei Bote& Bock, Wertheim Sport- Palast Das grösste Kino der Welt Potsdamer Str.72 Hochbahn Bülowstr. Fasching Schauspiel in 5 Akten nach dem Roman von P. O. Höcker mit Lya Mara Irrlicht Eine menschliche Tragödie in 5 Akten. 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Landsberger Vorverkaat von 11 bis 1 Uhr Ehren- and Freikarten ungültig! Der Streit der Diebe von A. Fekete mit Maria Orska Mitw.: Abel, Steinrück, Kuhnert Regie: Alfred Abel Störtebecker von Max Jungk und Jul. Urgiss Schauspiel in 6 Akten mit Bruno Decarli Regie: Ernst Wendt Joe Deebs- Serie Das Geheimnis der Mumie von P. Rosenhayn und Horst- Emscher mit Egede Nissen Joe Deeba: Ferd. v. Alten Regie: Victor Janson Der Geisterseher B. B. Lustspiel mit Leo Penkert Bruno Kastner im Schauspiel Das Brandmal der Vergangenheit Der Maxim- Uta- Film Die Beffie im Menschen nach Emile Zola it Maria Orska Lucie Höflich v.Winterstein, Klöpter, Runitsch Regte Ludwig Wolff Die drei Tanten mit Lotte Neumann und Johannes Rieman Regie Rudolf Blebrach Hasemanns Töchter B. B. Film mit Konrad Dreher Alexander Grete Freund Flats Weinbergs meg 16 choneberg Hauptstraße Hafenbelde 28 in Hannerl und Ihre Liebhaber Regie: Felix Basch Die Lieblingsfran 111. Tell des Maharadscha mit Gunnar Tolnaes And Egede Fissen- Erna Morena- Fritz Kortner Regie Max Mack Ein nächtlicher Ueberfall B. B. Lustspiel mit Leo Penkert Die rote Hexe mit Erika Gläßner Bermann Vallentin Regie Friedrich Feher Ein nachtlicher Ueberfall B. B. Lustspiel mit Leo Penker: wochentage.ec? Un Letzte Vorführung 8 Uhr Sonntags Beginn 4 Uhr Letzte Vorführung 8 Uhr Sonntag, 27. Februar Kammerlichtspiele und U.T Alexanderpl. 4-8 Uhs Jugendvorstellung kleine Muck Der Ein Märchen aus dem Morgenlande Bach Wilhelm Havi Erwachsene, die bis 14 Uhr Karten gelöst baben haben 1 Kind trei Kasseneröffnung 3 Ub: PHILHARMONIE ( Inh. Theod. David) Zweigniederlassung: Spandan, Breite Straße 22, 1. KONZERT Staatl. Akad. Hochschule für Musik des Philharm. Orchesters Dirig. Prof. R. Hagel Anfang 7 Uhr Eintritt 4 M. BTL Potsdamer Str. 38 Turmstr. 12 Hannerl und ihre Liebhaber mit Grete Freund/ Felix Basch Friedenau, Rheinstr. 14 Bruno Kastner in Alfred v. 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Geöffnet von 9-6 h Sichtenberg 1: Lichtenberg, Bartenbergftr. L Geöffnet Don 9-6 Uhr. Restaurant. Lichterfelbe- Oft, Lantwig: H. Wenae. Lantwit Railer Wilhelm- Str. 3. Sichterfelbe- West: Schaebel, Sindenburgdamm 84. Mahlsbort: Emil Rauf d Lemteftr. 69. Mahlow: Frau Reuter, Glafonftr. 1. towftr. 14. Spanbau: Pullad, Morigftr. 14. Südende: Ludwia salsteftr. 36. Steglig: Gebride Schildhornftr. 12. Zegel, Borfigwalde, Reinidendorf- Beft, Baibmannsluft, Freie Scholle, Sermstorf, Birkenwerber, Bergfelbe, Stolpe und Borgsborf: Borsigwalde, Räuschftr. 10. Ge. öffnet von 9-6 Uhr. Mariendorf: uauft Lei Chauffeeftr. 29. Marienfelde: Friz Greulich, Airchstr. 27; Gübring 762. Tempelhof: Raiser- Wilhelm- Str. 18. Reuenhagen Benate Riegelfir. 71. Reuföün: Redarftr. 2. Geöffnet von 9-6 Uhr. Rentölu- Brig: Siegfriebstr. 28/29. Geöffnet von 9-6 Uhr. Niederschöneweide: Hartrampf. Bridenstr. 10 II. Rieberichönhausen Rorde: b: 6. 611ebenet Tres. Rowawes: Aari Rrohnbere Eisenbahnftr 10. Oranienburg: einr. 2oenhardt, Stralsunder Str. 6. Boltersdorf: Surbaum, Eichendamın 22. Oberlaöneweibe: Robert Baul Mathildenftt. 6. Mühlenfr. 70. Bankow: Rikmann Botsbam: M. Bierlich Schofftr. 23. Rahnsdorf: e dert forftstr. 7. Reinidenbort- Oft Schönbola: lbert Bahle, Brovina Teltow: Arüger, Schönom, Dorfstr.& Tempelhof: Randler; Sohenzollerntorfo 5. Trebbin: Gözing, Bahnhofftr. 62. Treptow: Gramen Ricfbolaftr. 412, born 1 St. Beißenfee: Berliner Mee 34. Wildan- Babenlehme: Rub. Gettom. Bilhelmshagen, seffenwinkel: Gulae, Wilhelmshagen. Wilmersdorf: Holsteinische Str. 19. Bittenan: Bilb. 3immermann, Rofenthaler Str. 48. ftrake 56 Paden) einidendorf- Rosenthal: B. Bure. Bring- Heinrich- Str. 34. Schmargendorf: Rehab. Breite Ctr. 4. Schöneberg: Belziger Str. 27. Geöffnet von 9-6 Uhr. Schöneberg: Gurth, Lutherstr. 19a. Zehlendorf. Schlachtenter Rifelasice: Beaner borf, Teltower Str. 3. Reuthen. Miersberi: rn interfelb Aurfürftenftt. 46. Reblen. Reuthen. Soffen: Ibert Stein. Mittenwalder Str. 17. Sämtliche Literatur fowie alle wiffenfchaftlichen Berte werden geliefert. Gountans fab bie Gefchäftsfteken geldlokes. tlr. �7 ❖ ZS. Iahegaag 2. HeilüM öes VsxWarts Sonntag, 27. Zebrusr �21 GroßSerün Lerüner wälöer in Gefahr. Zlllzssenabholzuugen im Frohnau- und LindelgLbiet. �Schon seit Jahrzehnten haben einsichtige Volkssrennde und � jzyMniker mehr Schutz für die um Groh-Berlin liegenden Wai- düngen gefordert, indem sie auf die hohe Bedeutung des Waldes für die Erholung der großstädtischen Bevölkerung in der Gegen- war� und mehr noch in der Zukunft hinwiesen. Und der Gedanke, daß-Zkaat und Stadt zusammenwirken müssen, um weitere Wold- Verwüstungen zu verhindern, ist auch auf fruchtbaren Boden ge- fallen. Er hat zu der Ueberzeugung geführt, daß für die Erhaltung eines möglichst' ausgedehnten Waldgürtels um Groß-Berlin durch gesetzliche Bestimmungen oder entsprechende behördliche Anordnun- gen dringlichst gesorgt werden muß. Es sind auch bereits von diesen Gesichtspunkten aus Schutzdestimmungen erlassen worden, sie sind aber so eng begrenzt, daß sie als ausreichend nicht mehr gelten können, zumal das neue, weit größere Flächen umfassende Berlin auch eine? entsprechenden Erweiterung der zur Erholung ersorder- lichen Stötten bedarf. Im Hinblick auf diese Tatsache wird es bei allen Naturfreunden ein schmerzliches Gefühl auslösen, daß zurzeit wieder große Wald- strecken in unmittelbarer Nähe der beliebten Ausflugsorte im Norden Berlins abgeholzt werden. In bedeutendem Umfange haben diese im F r o hn a u e r Gebiet, das dem Baron von Belt- heim gehört, stattgefunden. Es sind hier fast ausschließlich starke Bäume der Axt zum Opfer gefallen, und große Kolonnen non Wald- arbeitern sind noch dabei, weitere Strecken niederzuschlagen. Auch zwischen Schildow und Glienicke ist die Axt an der Arbeit. Das Gebiet gehört teils zum Gutsbezirk Frohnau, teils zum Ge- meindebezirk Glienicke. In einem großen Revier, das früher der Berliner Terrainzentrale gehörte, jetzt Eigentum des Berliner Holz- kontors ist, sollen ebenfalls Wholzungen beginnen. Was aber jeden Naturfreund und alle erholungsbedürftigen Bewshner Groß-Derlins traurig stimmen wird, das sind die AbHolzungen in den? schönen, von der Natur mit vielen Reizen bedachten großen Kind clge biet, das zwischen dem ursprünglichen Dorf Glienicke und Schildow liegt. Hier finden wir noch ein Stückchen urwüchsiger Natur, prächtiges dichtes Nadelholz, das an einzelnen Stellen mit schön geformten Tannen, Birten, Eichen, Elsen und sogar Buchen durchsetzt ist. Stolz aufstrebende Höhenrücken, mit verschieden- artigen zierlichen Sträuchern bewachsen, und kleine Gewässer in den heutigen Groß-Berlin sind jedoch von dem Kahlschlag bisher noch Niederungen drücken der ganzen Landschaft ein eigenartiges, lieb- ltches Gepräge auf. Und ein anmutiges Bild bietet dem Wanderer der abseits von der Straße belegene, von dichtem Schilf ein- gerahmte sagenumwobene K i n d e l s e e. Leise plätschert auch das dem See entstammende Kindelflieh in starken Windungen durch die stille Landschaft, um sich spater ins Tegeler Fließ zu ergießen und mit diesem in die Havel zu strömen. Wie man uns mitteilte, ist das große Kindelgebiet überwiegend Eigentum des Barons von Beltheim, nur ein geringer Teil davon soll ehemaligen Bauern von Glienicke gehören. Seitwärts von der Hyhenzollernstraße, die in das Kindelgebiet führt, und auch an anderen Stellen steht man neben den abgeholzten Kiefern auch viele niedergeschlagene schlanke Birken am Waldesrande liegen. Der herrliche Waldrücken am Kindelsließ ist rechts und links bereits vom Walde entblößt, ebenso auch nahezu das Land zwischen Schön- sließer und Oranienburger Chaussee, dazu, soweit Frohnau in Frage kommt, ein bedeutender Teil der Bauernheide. Gebiete des heutigen Groß-Berlins sind jedoch von dem Kahlschlag bisher noch nicht berührt worden. Wenn das Abholzen noch einige Jahre wetter geht, wird man von den Waldungen wohl nichts mehr sehen. Nur Sandhügel und sandiges Land ohne Kustur werden als traurige Erinnerungen der Vergangenheit verbleiben. Die Gefahr ist groß, das wird auch von allen verständigen Leuten in den betroffenen Gemeinden erkannt. In Frohnau hat sich schon eine starke Mißstimmung breitgemacht, und seitens der Gemeinde Glienicke ist bereits beim Landratsamt für Niederbarnim Protest gegen weitere Abhoizungen der Wal- düngen erhoben worden. Man will sich gegen die Verunstaltung des Landschafisbildes energisch wehren und nötigenfalls höhere In- stanzen anrusen. Die Preise für das abgeschlagene Nutzholz sind so hoch, daß sie zu weiteren Kahlschlägen' verlocken. Eile tut not, um die drohende Gefahr abzuwenden. Atou hört schon davon, daß die Absicht bestehen soll, das ganze Kindclgebiet abzuschlagen. Eine solche Berwüstung würde nicht wieder gut zu machen sein. Selbst j wenn man sofort mit neuen Anpflanzungen beginnen wollte, würde i ein Menschenalter vergehen, bevor ein neuer Wa'.d Ersatz für die setzigen Bestände bringen könnte. die Straßenbahnfrage hn Magistrat. Der Magistrat hat sich am Sonnabend sehr eingehend mit der Tariferhöhung für die Straßenbohnen und den Anträgen der Fraktionen zu der Ausgestaltung des Berliner Straßenbahnverkehrs usw. beschäftigt. Es wurde nach sorgfältiger Prüfung beschlossen, de» vorgeschlagenen Staffeltarif abzulehnen, und zwar hauptsächlich des- halb, weil nach genauen statistischen Berechnungen sich gegenüber dem Einheitstarif von 1 M. eine Mindereinnahme ergeben würde. Dazu kommt, daß dann bei der großen Zahl von Linien nicht weniger als-180 verschiedene Fahrscheins{drei für iede Linie) crsorderlich wären und die in den Außenbezirken wohnenden Fahrgäste, Ausflügler usw. gegenüber den im Zentrum Wohnenden be- nachteiligt würden. Der Magistrat beschloh. in eilte gründliche Prüfung der zwischen der Stadtgemcinde und den Organisationen abgeschlossenen Tarifverträge vom 11. Juni 1920 einzutreten, be- sonders hinsichtlich de- monierten Aergütung der Wochenfeiertage, der Bezahlung für die Zeit, in der nicht gearbeitet wird, und wegen des Urlaubs und Kronkenlohnes. Der durchlöcherte Achtstundentag soll im Zusammenhang mit hygienischen Berbesserungen nach Ver- Handlungen mit den Betriebsräten, deren Befugnisse sich in Bahnen der gesetzlichen Bestimmungen bewegen sollen, wieder zur Geltung gelangen. Der Stadtverordnetenversammlung wird sofort eine Vor- tage zugehen.' Zur bcvorsteheuden Erhöhung der Ekseubahntarife. Bei aller Anerkennung der Notwendigkeit einer abermaligen Erböhung der Eiienbahntarise ist der Deutsche Städtetag aus Gründen der VolkSgestindHeit sowobl als aueb aus volkserzieherischen Gründen beim ReichsverkeHrsmiiusieruim vorstellig geworden, den Ausflug?- und Vorortsverkehr, wenn irgend angängig, ganz frei zu stellen und für den Ferien- und BäderverkeHr wieder besondere Vergünstigungen einzuführen. Das Wahnimgselend, mit dem leider noch auf Jahre hinaus gerechnet werden muß, und der scklechte Gesundheitszustalid des Volkes erfordern, daß sich die minder- bemiltelien Schichten der Bevölkerung ohne unerichtvingliche Unkosten häufig ins Freie begeben und sich dort erholen unH kräftigen können. Ebenso kann die halbstädiischo und ländliche Siedjjlungsweise in dem beabsichtigten Umfange nur dann durchgeführt werden, wenn die Vororttarife in mäßigen Grenzen gehalten werden. Linienumleitungcn bei der Stratzeubahn. Bauarbeilen an der Kreuzung der Belle-Allianci» und Gneisenau- siraße machen es erforderlich, vom 28. d. MtS. ab in den nächsten Nächten von 11� bis 500 Uhr die Lmien 3. 5, 10 und 89 in beiden Richtungen über Belle-Alliance-Slratze, Blüchertflay und Blücherstraße. die Linie 1l4 in beiden Richtungen durch die Blücher- und Zossener Straße, die Linien Ä? 86 und 41 über Belle-Alliance-Straße, HallescheS Tor, Gitt'chiirer Siraße umzuleiten. Dem Geliebten in den Dod gefolgt. Die 8öjäbrige Schneiderin Marie Friedrich aus Potsdam, Kurfürstenslr. 2, war mit einem Arzt verlobt, der aber im Felde verstarb. Sie erhielt die Erlaubnis, sich den Neimen ihres Ver- lobten anzulegen. Seit dem Tode ihres Bräutigams zeigte Frl. Friedrich ein schwermütiges Weien. Gestern nacht legre sie sich geschmückt in das Bett, nabm Gift und drehte schntliche Gashäbne aus. Vorher hatte sie alle Türen und Fenster sorgfältig verschlossen. Die Feuerwehr, die auf den Gasgeruch hin benachrichtigt wurde, fand Frl. F. bereits tot im Bette vor. In einem hinlerlassenen Briefe teilte sie mit, daß sie ihrem Geliebten nn den Tod folgen wolle. Arbciterlegitimationskarten für Deutschausländer. Ein Erlaß des Ministeriums des Innern bat die bisberigen Bestimmungen in dem Sinne geändert, daß Ausländer, die sich mit einem gültigen Paß ausweisen, nur ö M. Gebühren zu entrichten haben. Die Antragssrisi wurde bis 8i. März erstreckt. Nähere Auskünfte erteilt Oesterreichisch-Deutscher Völkebund, Schloß Bellevue, Telephon Moabit 684. Neberfallen und beraubt wurde in der vergangenen Nacht ein Kanfmann B. in Neukölln. Als er gegen 1 Uhr au» dem Heimwege die tzermauufträße entlang ging, sprangen in der Nähe des iArüneii Weges zwei junge Männer aus einem Versteck heraus, ihm an d.icKehle und versuchten, ihm die Briestasche zu rauben. Als der Ueberfallene sich zur Wehr setzte und um Hilfe rief, erklärten die Räuber sich bereit, ihn gegen ein Lösegeld von 100 M. laufen zu lassen. Da niemand zu Hilfe kam, so entschloß sich B. in seiner Notlage, auf diesen Vorschlag einzugehen und zog die Brieftasche, um die verlangten 100 M. her- auszunehmen. Darauf halten es die Räuber nur abgesehen. Sie entrissen ihm blltzschnell die Tascke. eilten mit der Beute davon und entkamen. Die geraubte Brieftasche enthielt 1800 M. in Geld- icheinen, einen Scheck über 2000 M. und allerlei Papiere, dje für den Beraublen sehr wichtig waren. D>e Räuber sind beide etwa 22 bis 24 Jahre alt und etwa 1.00 Meter groß. Der eine, der sächsische Mundart sprach, trug eine blaue Schirmmütze, der anders einen hellen Jackettanzug und eine Ballonmütze. Max Hoppe f. Am 24. d. M. verstarb nach schwerem mehr- wöchigem Krankenlager im 60. Lebensjahre unser alter lieber Ge- nasse Max Hoppe, der Vertreter des Berliner Lagers der Groß- einkaufsgesellschaft Deutscher Konsumvereine in Hackburg. Schon in früher Jugend wirkte er in seiner sächsischen Heimat für die Partei, die bis zu seinem Tode in ihm einen überzeugten, idealen und beredten Verfechter gefunden hat. Die sozialistische Weltonschau- ung führte ihn zur Genassenschaftsbewegung, in der er durch vor- bildlichen Fleiß und Zähigkeit bald eine führende Stellung einnahm. Er gehörte zu der'kleinen Schar deutscher Genossenschafter, welche im Jahre 189st eine Reise nach England unternahmen, um die eng- lische Genassenschaftsbewegung zu studieren. Ihre Eindrücke haben die Teilnehmer in einer Kollektivarbeit in Broschürensorm:..Unsere Englandreise" niedergelegt.. Die Berliner Genvssenschaftsbewegung hat bei ihren Anfängen aus per Broschüre sowie vom Milverjaiscr Max Hoppe selbst die ersten fruchtbringenden Anregungen entpfan- gen. Wir werden sein Werk in Ehren halten und ihm ein dauerndes Andenken bewahren. Marnung! Angehörige von Pfleglingen städtischer Irren- anstalten werden neuerdings von einem unbekannten Schwindler ausgesucht, der unter dem Borgeben, daß der betresfende Pflegling jetzt besseres Essen erholte, von den Anverwandten im amtlichen Auftrage 80 M. Zahlung einzuziehen sucht. Der Betrüger ist etwa 20 Jahre alt, hat schwarzes Haar und ist bartlos. Er pflegt ein an- geblich amtliches Schriftstück vorzulegen. Die Wahlen im Verwalkungsbezirk 16(Köpenick- Friedrichs« Hägen) ergaben folgendes Resultat: Bürgermeister der Berliner Stadtrat Dr. Franz(D. Dp.), zum stellvertretenden Bürgermeister Gemeindeschöffe Ehrlich- Friedrichshagen(S.P.D.), zu besoldeten Stadträten: Werkmeister Herbst(S.P.D.), Prorektor Paß(Bür gerlich) zum Bezirksschulrat, Ingenieur Felix und Schlosser Ment« (U.S.P.): zu unbesoldeten Stadträten: Stadtrat Betcke und Rs- xierungsrot Heinrichs(Bürgerlich), B e n d i g- Grünau(S�P.D.) und Frau Wudtke-Köpenick(U.S.P.).— Die Wahl eines beiMeien Stadtrats, den die Kommunisten erhasten sollen, wurde ausgesetzt. Der Wahlausschuß für den 10. Bezirk(Steglitz-Lichterselde) hat sich, wie berichtet wird, auf folgende Persönlichkeiten geeinigt: Bürgermeister Stadtsyndikus S e m b r i tz k i- Charlottenburg, zwei- ter Bürgermeister: Magistratsrot Plath-Berlin, Hochbaurat: Ge meindebaurat Freymüller-Lankwitz, Tiefbaurat: Magistratsbaurat Ientfch-Charlottenburg. Heber den Schulrat wird die Entscheidung erst in der Bezirksversommlung am Montag fallen. Die Genannren sind sämtlich bürgerlich. Ferner wurden zur Wahl vorgeschlagen: Gemeindeschöffe Dr. Lengner-Lichterfelde(Dem.) und Schösse Aß- mann- Steglitz(SPD.). Zur Abgabe der Ka pitalertragssteuererklärung fordert eine öffentliche Bekanntmachung des Zenttalfinanzamts I im Inseraten- S1 Siine Menschenkind. Don Martin Andersen Jtciö. 2. Die Landstraße! „Er ist beinak»' noch verrückter nach der Landstraße als Man selber," pflegte Lars Peter vom großen Klaus zu sagen; und es war wirklich wahr; der Gaul war sofort guter Laune, sobald er merkte, daß Vorbereitungen zu einer weiteren Fahrt getroffen wurden. Aus den kurzen Touren machte er sich nichts: die richtigen Landfahrten mit Abstechern nach rechts und links und Uebernachten in irgendeinem Retsestall, die sagten ihm zu. Inwiefern er etwas Besonderes an ihnen fand, war nicht gut zu sagen; so geradezu etwas Neues erleben — wie man selber— konnte er doch wohl nicht. Frellich— Holls der Henker!— ein kluger Kerl war er! Jedenfalls liebte er es. die Landstraße unter den Hufen zu fühlen, und je weiter eine Fahrt augenscheinlich werden sollte, desto zufriedener war er. Er nahm das Ganze mit der gleichen guten Laune hin— hügelaufwärts, wenn er sich ordentlich ins Zeug legen müßte. und hügelabwärts, wenn das Fuhrwerk dicht auf seinem zottigen Hinterteil hinrollte. Nur wenn der Hügel sehr steil war, machte er Halt— um Lars Peter Gelegenheit zu geben, abzusteigen und die Beine etwas zu bewegen. Für Lars Peter hatte die Landstraße etwas vom Leben selber an sich. Von dort holte er für sich und die Seinen das Brot heim, und die Landstraße befriedigte seinen Vagabundier- drang. So ein Stück Landstraße mit ihren beiden Reihen gestutzter Pappeln und mit den zahllosen Seitenwegen zu Höfen und Häusern hin barg alle Möglichkeiten in sich. Man konnte diese Richtung einschlagen oder jene, wie einem im Augenblick der Sinn stand, oder man konnte die Richtung dem Zufall und dem großen Klaus überlassen. Immer kam etwas dabei heraus. 0 Und die Landstraße war bloß das sichtbare Stück einer Kette ohne Ende. Wenn man nun auf den Gedanken kam. einmal geradeaus zu traben anstatt abzubiegen—, ja dann kam man weit w die Welt hinaus— so weit es fein sollte. Natürlich tat Lars Peter das nicht; aber allein das. zu wissen, baß man«s tun konnte, befriedigte etwas in einem. Auf der Landstraße traf er Leute seines eigenen Blutes. fahrendes Volk, die zu ihm auf die Fuhre hinaufkletterten, ohne um Erlaubnis zu bitten, eine Flasche aus der inneren Tasche zogen und ihm hinreichten und anfingen, drauflos zu erzählen. Das waren Leute, die weit herumkamen; gestern waren sie bei Helsingör übergesetzt worden, in einer Woche waren sie vielleicht jenseits der Südgrenze, im deutschen Gebiet. Sie hatten nägelbeschlagene Stiefel und eine Höhlung statt des Bauches, ein Tuch um den Hals und Pulswärmer um die roten Handgelenke— und gute Laune. Der große Klaus kannte sie und blieb von selbst stehen. Auch vor armen Frauen, Schulkindern, und Arbeitern blieb er stehen; er und Lars Peter waren dttrin ein und der- selben Ansicht: alles, was fahren wollte, hollte dieses Ver- gnügen haben. Aber an feinen Leuten giiW der große Klaus vorüber; die ließen sich ja doch nicht dazu herab, mit dem Schinder zu fahren. Die beiden kannten die Landstraße und ihre Abstecher gleich gut. Gab es irgendetwas zu sehen, eine Dreschmaschine auf dem Felde oder einen Neubau, so nahm, einer von ihnen immer Veranlassung, haltzumachen. Lars P/eter tat so, als fei das Pferd der Neugierige.„Ra, hast du d/ich nun bald satt- gegafft?" brummte er. wenn sie eine kleine Welle stillgestanden hatten, und raffte dann die Zügel zusammen. Der große Klaus fand sich in dies bißchen Verrat, ohne sich in seinem Tun UUd Lassen nach irgendeiner Richtung hin dasturch beemflussen zu lassen; er folgte am liebsten seinem eigenen Kopfe. Es mußte düster aussehn, wenn die breite Landstraße den Schinder nicht in gute Laune versetzen ks/nnte. Der ruhige, melodische Takt im Hufschlag des großen K/laus gegen die Steinschicht der Chaussee forderte zum Mitsurstmen auf. Die Bäume, die Meilensteine mit der Königskrone über dem Namenszug Christians V., die endlosen Perspektiven mit all dem Lebeil und Verkehr, dem man auf der Reise zwischen ihnen hindurch begegnete— das Ganze hob die Stimmung. Der Schnee war allmählich zu einer leichten Eisdecke zu- sammengefahren, die unter dem Hulbeschlag des Gauls er- klang. Die dünne, spröde Luft erleichterte das Atemholen, und die Sonne goß ihr Rot über das vpeiße Schneeland. Man konnte gar nicht anders, man mußte«guter Laune sein. Aber dann tauchte im Geist der Zweck hpr Fahrt auf, und alles verlor seinen Glanz. Lars Peter hotte sich nie sonderlich damit abgegeben, auf eigne Faust nachzudenken oder mit s»em Dasein ins Gericht zu gehn. Wenn etwas gerade so oder so kam, so konnte es eben nicht anders fein— und was rnistte es, groß nachzudenken! Kauerte er während der langen Stunden da auf dem Wagen, dann brummte er bloß eine Art'Melodie vor sich hin und fühlte sich wohl.„Was Mutter 4eut' abend für dich haben mag?" dachte er dann wohl, oder.Möcht' wissen, ob die Gören mir heut entgegenkommen!" Das mar das Ganze. Echlecksten Handel und guten Handel nahm er hin, wie's kam, und ebenso Sorge und Freude: er wußte aus unerschütterlicher, festliegen- der Erfahrung, daß Regen und Sonnenschein wechseln. So war es unter seinen Eltern und Großeltern gewesen, und sein eignes Leben hatte es bestätigt. Worüber sollte man da denn nachgrübeln? Hielt das schlechte Wetter ungewöhnlich lange an. ja, dann schüttelte man den Pelz desto stärker, wenn's vorüber war. Und mit jemandem zu Hadem, konnte ebensowenig nützen. Andre Menschen mußten ja ebenso wie er die Dinge nehmen, wie sie kamen, und eine lenkende Hand hinter dem Ganzen hatte er nie so recht empfunden. Jetzt aber mußte er nachdenken, so unnütz es ihm auch vorkommen mochte. Es packte ihn etwas unerbittlich im Nacken, wie er ging und stand, und stellte ihn non Angeücht zn Angesicht vor das stets gleich hoffnungslose: Warum? Aus einem tausendfachen Hinterhalt tauchte der Gedanke an Sörine auf und machte das Ganze schwer und trüb. Lars Peter hatte seinen gründlichen Anteil vom Unglück abbekommen— und hatte ihn getragen als das Maß an Bürden, das einem nun einmal zugemessen war. Er hatte einen breiten Scheitel und einen breiten Rücken— wozu war der wohl sonst, wenn nicht dazu, Bürden darauf zu legen. Es war niebt feine Sache, zu jammern und den Schwäckflichen zu spielen. Und das Schicksal hatte ihm aufgeladen? 5lonnte er dies tragen, ja, dann konnte er auch jenes tragen! Bis er schließlich unter der Bürde zusammengebrochen war. Mit seiner alten Unoerwundbarkeit gegenüber bösen Schickungen war es vorbei. Er batte angefangen, über sein Los nachzusinnen— und begriff nichts; das Ganze war so sinnlos, wenn er sich selbst mit andem verglich. Kaum hockte er auf dem Wagen und hatte dem großen Klaus die Gangart beigebracht, so suchten ihn die trüben Gedanken heim und stapften in seinem Sinn umber, iipmer in der Runde, daß er ganz betäubt war. Und er konnte sich nicht herausfinden, sein Verstand trat immer wieder in die gleichen Fragen. Worum hieß er der Schinde? und wurde als Unreiner behandelt? Er ernährte sich doch ebenso redlich wie jeder andere. Warum verfolgte man seine Kinder und verwies sie aus dem Kreise der üb ritzen— warum nannte man sein Heim das Cssternnsst? Und warum fueMe ibn das Unglück beim— und das Schicksal? Da war ja ko vieles, was er nicht verstand, aber worüber er sich klar werden mußte. Das Unglück, das so oft an seine Tür gepocht hatte, ohne ihn zu Hause anzutreffen, hatte diesmal den Fbist energisch in die Türspalie gestellt.(Forts, folgt.) teil unserer heutigen Nummer auf, marouf mir die in Betracht tommenden Kreise verweisen möchten. Auf der Durchreise überfallen und beraubt. Der 50jährige Kaufmann Heinrich Schröder aus Bünde in Westfalen wurde in der nergangenen Nacht in einer Kaschemme betäubt und beraubt. Schuß polizisten durchsuchten das Lofal im Zentrum der Stadt, wobei 20 Berfonen fiftiert wurden, doch befand sich der Täter nicht unter den Festgenommenen. ,, Luftige Mufit", Orchester Gefang- Tanz. uf die heute vormittag 11 Uhr in der Neuen Belt, Sasenheide 108/114, vom Bildungsausschus arrangierte Beranstaltung sei noch einmal hingewiesen. Mitwirkende: Frau Steffi Hartmann, Balettmeisterin des Deutschen Opernhauses; Frau Gertrud Bolf, Gesang; das Blüthnerrchester. Mufitafische Zeitung Dr. E. Jpfl. Karten zum Preise von 3,50 m find bon 10 Uhr ab an der Staffe zu haben. Heute nachmittag 3,50 M find von 10 Uhr ab an der Staffe zu haben. Sonntag, den 6. März, abends 7 Uhr, im Festsaal bas bauses, Eingang Klosterstraße, Einführungsabend zum Mahler- Konzert. Eintritt 1 M. Der Besuch dieser Beranstaltung ist allen Konzertteilnehmern bringend zu empfehlen. Groß- Berliner Parteinachrichten. Heute, Sonntag, den 27. Februar: 47. Abt. Eintrittsforden zur Theatervorstellung am Sonntag, den 6. März. find beim Genossen Rogs( Bigarrengeschäft), Müller, Ede Utrehter Straße, au haben. Oberschönemeide. Bormittags 9½ Uhr Funktionärsizung bei Reumann, Siemens, Ede Deulstraße. Morgen, Montag, den 28. Februar: 13. Rreis( Paulow). 6½ Uhr findet eine sehr wichtige Kreisvertreterver fammlung im Rathaus, Breite Stage, im, Gigungsfaal statt. Referent Finanzminister übemann. 19. bt. 7 Uhr bei Schonac, Samariterfit. 8, Gde Rigaer Straße, Frauen abend. Referent Stadtrat Herrmann. 31. Abt. 7½ Uhr bei Goldfowldt, Stolpische Str. 36, Sigung fämtlicher Sunktionäre. 94. Abt.( Restölln). Bildungsausfuß: Sur Theatervorstellung am Montag im Stofe- Theater, Große Frankfurter Str. 132, abenbs 7½ Uhr, find noch Eintrittstarten an der Raffe zu haben. Preis 3,50 M. Gegeben wich Fahnen. meihe Luftspiel von überer. Bilbau. 28 Uhr im Rasino- Restaurant Vortrag der Genoffen von Saz nad und Dehni, as will ber Bund religiöser Sozialisten?" Eintritt frei. Rowames. 7 Uhr bei Hiente, Ballstraße, Bollversammlung der Betriebsräte. Bortrag des Kollegen Ewald Guiard, Sekretär der gewerkschaftlichen Betriebsrätezentrale. Uebermorgen, Dienstag, den 1. März: 2. Areis( Tiergarten). 7 Uhr bei Trümper, Flensburger Str. 3, Kreisvor ftandsfigung mit den Abteilungsleitern, Frauenvertreterinnen ufw. 3. Kreis( Webbing). 7 Uhr bei Kerfin, Panfftr. 60, Sigung der b. teilungstaffierer und der Bildungsfommission. 74. b.( Behlendorf). 8 Uhr bei Midley, Potsdamer Str. 25, erweiterte Borstandssigung. ten für die Generalversammlung Freitag, den 18. mars, 6½ Uhr, im Gewerkschaftshaus statt. Durch den in legter Generalversammlung ange nommenen Antrag( Hildebrand) murde den Branchenleitungen has Recht ge nommen, die Wahlen in den Branchen planmäßig einzuteilen, darum ist die Berschiebung notwendig. Betriebe, die bisher ihre Bahlen noch nicht voll 30gen haben, müssen diefes umgehend tun. Steinbetriebe und Einzelbetriebe mahlen heute 11 Uhr bei Graumann, Naunynstr. 27. Die Ortsverwaltung. Montag 3 Uhr findet im Gewerkschaftshause, Saal 11, eine Bersammlung der Roloristinnen statt. Bollzähliges Erscheinen aller Beteiligten erwartet die Leitung, der Lugus- Papierbranche. Zentralverband der Fleischer. Außerordentliche Generalversammlung für alle Sektionen und Bezirke Dienstag 7 Uhr in Böters Festfalen, Weberftr. 17. burg und Genoffe B. Schumacher- Berlin. Tagesordnung: Amsterdam- Mostau. Referenten: Rollege P. Bergmann- Sams Eine Behrfilm- Vorführung veranstaltet ber Sentralverband der Angestellten derplag. Das Programm enthält u. a.: Aus bem geben ber Biene; der Sirsch. fitr feine Jugendabteilung am Sonntag, den 6. Mära, 11 Uhr, im U. Megan fäfer; wie eine elettrische Glühbirne entsteht; Befteigung des Monte Rosd u. a Aug Nichtmitglieder und Erwachsene sind zu dieser Beranstaltung eingeladen. lich non 10-3, außerdem Montag und Freitag abends von 5-7 Uhr, Sonn Rarien zu 2 M. in Bureau des Sentralverbandes, Belle- Alliance- Str. 7/10, täg abend bis 1 hr. Einzel Zentralverband der Angestellten. Glas- und Rezamit- Großhandel: Diens Rriegsorganisationen: Dienstag 4% Uhr Mitgliederversammlung im Dresner tag 7 Uhr öffentliche Versammlung im Schultheiß, Neue Jatobstr. 24/25 Rasino, Dresdener Str. 96/97. Textil- Bekleidung: Dienstag 5% Uhr unt tionärversammlung in den Musikerfalen, Raiser- Wilhelm- Str. 31 handel: Mittwoch 7½ Uhr Mitgliedersammlung im Schultheiß, Sasenheide 29/30. Graphisches Gewerbe: Mittwoch 7 Uhr Fachgruppenversammlung im Eng lischen Hof, Aleganderste, 27. Siemens- Konzern: Mittwoch 7% Uhr Mit gliederversammlung in ben Mufiterfälen, Kaiser- Wilhelm- Str. 31 Zentralverband der Maschinisten und Seizer. Mittwoch 6 Uhr bei Schul Am Aönigsgraben 2, Bertrauensmännerversammlung. Für alle Kollegen der Chemischen Industrie Dienstag, 8. März, 6 Uhr, bei Schulz, Am Königs graben 2, Bollversammlung: Wahl einer Branchenleitung und eines Delegierten zur Reichstonferenz. Der Bichtigkeit der Tagesordnung entsprechend, ist es unbedingt Pflicht eines jeben dienstfreien Roulegen, zu erscheinen. Deutscher Hutarbeiternerband. Montag 5 Uhr im Gewerkschaftshaus, tau?" Referent 8ista, Rotteferent Schumacher. 1 Frauenabende, Montag, den 28. Februar, abends 7%, Uhr: Engelufer 15, Saal 4( Großer Saal), Bersammlung:„ Amsterdam ober NosGewerkschaftsmitglieber. Für die Vorstellung im Luftspielhaus", Friedrich am Freitag, den 4. und Sonnabend, den 5. März, abends 7 Uhr, Bönnen Blastarten zu einem ft att ermäßigten Einheitspreis Engelufer 15 1, Simmer 15, merttäglich nachmittags von 4-7 Uhr, entgegengenommen werden. bant", Große Grankfurter Str. 117 ,,, Amsterdam oder Moskau?" Das Erscheinen Schuhmacher. Montag 7 Uhr Mitgliederversammlung in der KönigsBetriebsfekretariat. fämtlicher G.B.D.- Schuhmacher ist unbedingt erforderlich. * Sozialistische Bildungsschule. Jm März beginnen die neuen BorLefungen. Montag, den 7. März, im Bentral- Jugendheim, Bindenstr. 3, 2. Hof 3 Zr. Hugo Schulz„ Der historische Materialismus"( Arbeitsgemeinfchaft). Sörgebühr 10 M. Am Donnerstag, ben 10. arg, manl der juristischen Sprechstunde, Sindenstr. 3, 1. Sof part. Dr. V. Engelhardt Die Philofophie und der Sozialismus"( Arbeitsgemeinschaft). Sörgebühr 10 9. Am Freitag, bent 11 März, in Saal der Juristischen Sprech funde, Lindenstr. 3, 1. Sof ptr. Mar Grunwald( Seminaristische Ueburg über Mary, tapital". Hörgebühr 10 M. Am Dienstag, den 5. April, im Saal ber Juristischen Sprechstunde, Lindenstr. 3. Dr. Dora Nichten3. unb 4. 6, Ridert, Steinmegftr. 36a. Ref. Genosse Hanisch. 5. und 6. bt. Reufner, Hagelberger Str. 20a. Ref. Genoffin Gertrud ftraße 236( nahe Hallesches Tor), Die Maufefalle", Samant in 3 Aften, baufer Sozialistische Lebensführung". Hörgebühr 6 M. Neukölln. Hanna, M. d. 2. Donnerstag, den 10. März. Prof. Dr. Conrad Schmidt„ Die materta- 7. und 8. Abt. Söhle, Bergmannstr. 69. Ref. Genoffe Gerber. liftische Geschichtsauffassung"( Vortragsreihe). In der Aula der Mädchen- 11. bt. Geisler, Staliger Str. 59. Ref. Genoffin Erna Aube. Mittelschule, Donauftr. 120. Sörgebühr 6 M.- Der Unterricht für alle 12. Abt. Brandt u. Co., Mustauer Str. 1. Ref. Genossin Aliging.( NeuVeranstaltungen findet in der Zeit von 7-8% Uhr abends statt. Waswahl der Frauenleiterin.) dorf. Beginns Sonntag, den 6. März, nachmittags 5 Uhr. Dr. May in der Poefie 13. b. Sennig, alegandrinenftr. 44. Ref. Genoffe Buls: ,, Unsere Seit Schütte Die Entwicklungsgeschichte des Sozialismus", im Sofal von 14, und 15. bt. Rönigstadt- Rafine, Megander, Ede Holzmarktstr. 1. Ref. Shulz, unmittelbar ant Bahnhof in Basdorf. Sörgebühr 6.02. Genosse Fendel Abrensfelde. Beginn: Sonnabend, den 12. März, abends 8 Uhr. 16. Abt. Handwaterschule, Anbreasstr. 1/2. Ref. Genoffin 2. Kähler spricht bert Sorlip. Redner- Stursus.(( Uebungen in mündlicher und schriftlicher über den Ausgang her Bahlen. Rede.) Im Lotal von Schneider in Ahrensfelde. Hörgebühr 6 M. 18. Abt. Tiebite, Sitauer Str. 5. Ref. Genoffe Lehrer Arndt: Religion und Schule. 20. Abt. Behrendt, Liebigstr. 24. Ref. Genoffe Dr. Hirschfeld: Sygiene Der Frau". 21. Abt. Aröste, Ebertnstr. 6. Ref. Genoffin Bachenheim:„ Wohlfahrts. pflege. noffin G. Seer. 23. und 24. Abt. Oberrealschule( Gefangstlaffe), Bafteurstraße. Ref. Ge25. und 27. Abt. Dobrohlam, Swinemünder Str. 11. Ref. Genoffe Nordmann. 26. und 28. bt. Ehulauia, Schönhauser Allee 166a. Ref. Genossin Toni Pfilf, M. d. R. 29. Abt. Schule( Ronrenzzimmer). Senefelderftr. 6. Ref. Genoffin 2. Niedger. 32. Abt. Bleffin, Storgarber Str. 3. Ref. Gen. Eschenröder: Sozialismus“. 23. Abt. Gilmatot, Putbuser Str. 24. Ref. Genoffin Spliedi. Die Leiche des Polen Rozenblum wurde gestern nachmittag von dem Gerichtsarzt Prof. Dr. Strauch im Leichenschauhaus obduziert. An der Leiche wurden acht Stichwunden festgestellt, von denen drei die Lungen getroffen und den Tod durch Berblutung herbeigeführt haben. Eine neunte Verlegung am. Ringfinger der linken Hand muß der Täter seinem Opfer im Rampf mit diesem beigebracht haben. 45. Abt. Bofe, Roloniestr. 15. Nef. Genosse Lehrer Siechert. 1 Konsum- Genoffenschaft Berlin und Umgegenb. Heute Besichtigung der Be triebsanlagen der Konsum- Genossenschaft in igtenberg für die Abteilun gen 1, 2, 3 und 4 der Genossenschaft. Der Reichsbund der Kriegsbeschäbigten hält am Mittwoch, den 2. März, im Bogen- Restaurant, Charlotten= burg, Raiser- Friedrich- Str. 87, feine Monatsversammlung ab. Am Donners tag, ben 3. Mära, findet in demselben Restaurant das Binfervergnügen ftatt. Berein sozialistischer Aerzte. Sigung am Montag, den 28. Februar, 7 Uhr, im Medizinalamt der Stadt Berlin, Fischerstr. 38. Tagesordnung: Ueber die Referent Organisation des Gesundheitswesens der Stadtgemeinde Berlin. Stadtmedizinalrat Rabnow. Gesellschaft zur Pflege reinen Menschentums. Vortrag von Dr. Rub. Penzig über Gottlose Andacht" am Sonntag, den 27. Februar, um 5 Uhr nachmittags in der Aula der Friedrich- Werderschen Oberrealschule, Riederwallstr. 12. Sport. Die Eröffnung der Olympia- Radrennbahn. 42. und 47. Abt. Rabzay, Brüffeler Str. 43. Ref. Genosse Lehrer Schoene: ihre Pforten, um gleich mit einem sehr guten Programm aufzu Doppelfelbfimord in der Autodrofchte. In der vergangenen Rocht genen 2½ Uhr erschien der Chauffeur Hermann Martschein auf der Wache des Stettiner Bahnhofs und teilte mit, daß in seiner Auto roschle zwei Herren während der Fahrt allem Anschein nach Selbstmord begangen hätten. Man brachte die beiden schwerver- Entstehung des Saalismus". 48. Wbt. Taubes Müllerstr. 62a. Ref. Genoffe Litte: Moskau und die lekten Unbekannten nach der Charité, wo sie bald ihren Berlegungen Frauen" erlagen. 94. Abt.( Neukölla). Taubel, Beiseftr. 23. Ref. Genoffin Bohm- Schuch. Rinbertrantheiten". 101. Abt.( Trepto). Kläber, Bleffer Gtr. 8. Ref. Genoffin Dr. Turnau: 102. Abt.( Baumsdatenweg). Haß Baumschulenstr. 72. Ref. Genoffe Rektor Bahe. 103. bt.( Oberschinemeibe). Luisenhof", Luisenstr. 26. Ref. Genoffe Ringler spricht über as Ergebnis der Landtagswahlen. 136. Abt.( Reinienborf- Off). Sulaula, etteallee 24/25. Ref. Genoffe 139. Abt.( Tegen Jugendheim, Bahnhofftr. 15. Ref. Genossin Todenhagen: Bon einem Straßenbahnwagen überfahren wurde gestern abend vor dem Hause Oranienstr. 49 ein ungefähr achtjähriger Knabe, dessen Bersonalien nicht ermittelt werden fonnten. Die herbeigerufene Feuerwehr fonnte den kleinen nur noch als Leiche unter den Rädern hervorholen und schaffte ihn nach dem Reichenschauhause. Ben die Schuld an dem Unglücksfall trifft, ist noch nicht festgestellt. Dr. Arische: Gozinismus in der Che Uefungsstunden der S.P.D.- Chöre. Das Kindertonsert. Heute, Sonntag, 11 1hr, findet im Zirkus Busch- Entwicklungsmöglichteten im Bellstaat". Stosch- Sarrafant das erste der an den folgenden drei Sonntagen zu wiederholenben inderfonzerte statt, bei benen 2000 Berliner Gemeindefmultinder unter Zeitung des Professors Rüdel, Diret tors des Domchors amb des Chors der Staatsoper, zwölf bierftimmige beltstümliche und Boltslieder fingen werden. Unter den zum Vortrag tommenben Riedern befindet sich auch eins von Wilhelm Berger, das bisher nicht veröffentlicht ist. Karten find noch an der Birtustajje erhältlich. Sufragen find richten an R. Schulz, Charlottenburg, Kirchstr. 33. Hennig, Basemalter Str. 56. Montag 7: Webeitergefangverein Einigkeit" Bu hola bei Rohnsdorf. Petersburger Str. 86. Soz. Männerchor Friedrichshain bei Frauengor Frohlinn" Charlotten. burg: Jugendheim, Rosinenftr. 4. Frauenhor Tempelhof( 8-10) im Sängerheim Rafer- helm, Ede Berber Straße. Dienstag. 8 Uhr: Goz.) Lebensmittel der Woche vom 28. Februar bis 6. Marg trägt die Männerchor Hadlefes or in ber lula ber 11. Stealschule, Boedhftr. 9/10. Brotfarte bas Stichwort Frühling. In den Berkaufsstellen für städti- Sängerchor GD. Bantom( 8-10) bei Engel, Mühlenstr. 45. fches Fleisch werben auf Abschnitt 89 der Groß- Berliner Bebensmittelfarte Sarmonie" Benfee( 8 hc). Bistorius, Ede Rolleftraße, Donners 250 Gramm Büchsenfleisch ausgegeben. Daneben tommnt ohne Marten tag. Freier Männerchor Reinidendorf( 7% Uhr) b. Lindstedt, Resibenafir. 120, Schweinefleisch, gefrorenes und, soweit der Borrat reicht, frisches Stind- Ede Grüner Weg. Soz Männerchor Martendorf( 8-10), bei Niendorf, fleifa zum Verkauf. Das Schweinefleisch loftet 13,60 m.. das gefrorener, Bögon- Branerei, Prenzlauer Alfee. Chauffeeftr. 19. Freitag. 7 Uhr: Goz. Männerchor Prenzlauer Männerchor Sarmonie Char. Rindfleisch 9.50 M.( Suppenfleisch) bis 12,20 m.( Filet, Keule, Bug), das Tottenburg, qula ber Siemens- Oberreclfchule, Schloßitt. 27. Lieder frische Rindfleisch.10,30 m. bis 13 M. je Pfund. freunde Borsignalde Bittengy- egel bei Jaschinsky, Reus Craftstr. 5. Mannerdor Tempelhof( 8-10) im Gängerheim, KaiserWilhelm, Ede Berber Straße. Die Ausgabegeit für das auf Abschnitt 86" ber Groß- Berliner Se bensmittelfarte entfallende amerikanische Weizenmehl wird bis zum 7. März b. J. verlängert. Die Milchbelieferung. Am Sonntag, ben 27. Februar, werden die 44-2tr. Strantenkarten voll beliefert, die Str. Strantentarten erhalten nur Str. Frischmilch. Am Montag, den 28. Februar erhalten die tr.- Strantenfarten Teine Dilch, die-2tr.-& rantenfarten werben boll beliefert. Am Dienstag, den 1. März, werden die Str. und-Str. Rrantenfazten bpll beliefert. Die übrige Belieferung bleibt wie bisher. Das Wallner- Theater bietet eine erfolgreiche Operette, Die Tanzgräfin", mit igi Günther, Datar Sabe, Carl Bederfachs, Pepi Bampa und Alfred Dantner. " Die Bereine perben gebeten, bis zum 1. März an obige Adresse au be richten, ob fie an ben Sänger Morgensprache( 1. Ofterfeiertag) teilnehmen; An sahl ber Sänger, Dirigent und welches Lied gesungen wird. Dorträge, Vorträge, Vereine und Versammlungen. Afe- Bund, Matabeen. Montag 615 Uhr in der Geschäftsstelle, Belle- Alliance Straße 7/10 III, pichtige Eigung. Die Mitglieder der Metabeco müssen erOrtstortell scheinen. Schiedsspruch, Bezhanbatag, Branchen und Bezirisangelegenheiten. Solzarbeiter. Ritgliebarnersammlungen. Tagesordnung: Tarifvertrag und Rontor unb Labentischler: 4 Uhr im Englifchen Hof, Megander Betischler: 7 Uhr im Gewerkschaftshaus, Engelufer 15. Genoffe Pfarrer Bleier hält bente abend 6 1hr in der Trinitatisfire Drechsler: 6% Uhr in Arbeitslofenraum, Rungeftr. 30. Dienstag: Tischin Charlottenburg eine religiöse Feierstunde ab. Das Berliner Aquarium ist im Befihe der größten mohl bisher befannten amerikanischen Beieriilbtrote, die nicht weniger als 170 Pfund schwer und 14 Meter lang ist, während sie nach Berichten ibres Heimatlandes sonst bis zu 150 Pfund schwer wird und eine GesamtIänge bon 1,40 Dieter erreicht. Lebensmittelfarten wurden in der gindenstr. gefunden. Berlierer fann hiefelben im Ortsbureau des 3entralverbandes der Angestellten, Belle 200ianceftr. 7/10, montags in ber 3eit von 10-3 und 5-7 abholen. Im Wirtschaftspolitischen Abenblurfus der Deutschen Hochschule fü Bolifit, im Sörfagl 122 der Univerfitat, spricht am Mittwoch, den 2. März, abenbs 8 Uhr, Herr Dr. Meinhardt über Breispolitik im Auslande". Starten zum Preise von 2 M., find an ber bendtaffe erhältlich. tag. ftrage 27c. Monler( Bez. Deftliche Burorte): 4 hr in ber Soulaula, Rathausstraße. Bez Often II: 4 Uhr in den Comenius- Sälen, Memeler Str. 67. Modelleure: 7 Uhr bei Rosche, instr. 21. Bea. Oberschöneweide: 7 Uhr bei Bophal, Wilhelminenhofftr. 18. Mittmod. Tischler( Bes. Often I): 4 Uhr bei König, Sange Str. 53 Donnerstag. Bez. Nordoften: 4% Uhr in der Schulaula, Straßmann tr. 6 Mittwoch Bertrauetsmännerversammlungen der Bezirke und Branchen in ben bekannten Enfalen. 6.8.0. Betriebsräte und Vertrauensleute. Montag 7 Uhr in den Mustersen, Kaiser Bilhelm- Str. 31. Tagesordnung: Bettiebs ratswahlen. In diefer Serfaualung müffen bie alten grünen Bartellegitima Seute 9 Uhr in der Rönigsbant", tionen gegen neue unge aufcht werden. Große Frankfurter S. 17, Bersammlung der Mafinenarbeiter und Schneide milller. Mitgliederversammlung om 1. Barz, 7 Uhr, im Schultheiß, Neue Jafobftr. 24/26. Deutscher Bertmeisternerband, Berlin 24. Solzindustrie, Fachgruppe 10: Berband ber Buchlinber unb Bapierverarbeiter. Die zum 2. März geplante Generalversammlung fnbat infolge au geringer Bahlbeteiligung der DelegierDie Olympiabahn eröffnet bereits am 6. März, nachm. 2% Uhr, warten. Das Hauptereignis ist der große Eröffnungspreis, ein Dauerrennen über 80 Kilometer, das in drei Läufen von 15, 25 und 40 Kilometer ausgefahren wird. Am meisten dürfte der Start von Saldom intereffieren, der nach seinen lezten Leistungen in Breslau zu urteilen sich wieder in bester Form befindet. Seine Gegner find: Samall, Kruptat, Bauer und der wieder startende Wiemerall. Die Flieger treffen sich im Einweihungspreis( Hauptfahren), Brämienfahren und Vorgabefahren. Hierzu sind viele Meldungen eingegangen, von denen Stabe, Sennede, Hahn, Schulz, Neinas, Rendelbacher, der Nürnberger Herbst, die Hannoveraner Gottfried, Ahlborn, Rogel, fowie der Breslauer Meier am meisten intereffieren dürften. ( Schluß tes reballionellen Zeils.) SCHERINGS MALZEXTRAKT auch mit Gilen Kaif als räftigungsutittel für Refonbaleizenten und Unterernährte ist wieder lieferbar Scherings Grüne Apotheke, Berlin N 4, Chauffeestraße 24 Alte Reserve PER Wintelhausen die deutsche Weinbrandmarke RUDOLPH BERLIN C2 BREITE STRASSE HERTZOG BERLIN C2 BRUDERSTRASSE Ausstellung Mäntel der neueften Modelle Kleider Paletots für Frühjaɓr und Sommer Röcke im Austellungssa ale des Erdgeschosses Kostüme Blusen Eigene Werkstätten im Hause zur Anfertigung von Damen- Kleidung in einfacher und vornehmer Machart. Nr. 97 38. Jahrgang 3. Beilage des Vorwärts Wirtschaftada 5000 Mart Gelbficafe verurteilt. stätigt worden. Die beiden Beamten hatten sich, den ausdrücklichen Weisungen ihrer Borgelegten entsprechend, pflichtgemäß geweigert, ein Soldaten beim in Streuznach einzurichten, Wohnungen verheirateter franzö fischer Unteroffiziere in Wiesbaden mit Möbeln auszustatten und ein Himmelbett für ein französisches Kind zu liefern, alles Leistungen, zu denen das Deutsche Reich nach dem Rheinlandabfommen nicht verpflichtet ist. Sonntag, 27. Februar 1921 Berhaftete kokainschieber. Die Dessauer Kriminalpofizei ver haftete. einen Berliner Schauspieler und einen Zigarrenhändler, die große Mengen Rotain von Berlin nach Dessau verschoben hatten. Ferner wurden drei Dessauer Kaufleute verhaftet. Das Kokain wurde beschlagnahmt. Festnahme von Falschmünzern. Die Oldenburgische Polizei nahm eine Fali crmünzergesellschaft, zwei Männer und zwei Frauen aus dem Ruhrgebiet, feft, die faliche 50- MariSeine unterzubringen suchte. Einer der Männer ergriff die Flucht und warf das faliche Geld. für dreißigtausend Mart 50- Mart Scheine, fort. Er fonnte aber später festgenommen werden. Kriegsgericht in Mainz zu je 6 Monaten Gefängnis und Die beiden Angeklagten waren nach ihrer Ende Januar er Das Urteil ist nunmehr befolgten Verhaftung zunächst in unwürdigster Weise gemeinſani mit bereits zu langjährigen Freiheitsfirafen verurteilten Sträflingen Die Angeklagten wurden von zwei französischen Gendarmen in einer Belle untergebracht und es bedurfte erst den Vorstellungen Seine Ermäßigung der Eisenpreise. vorgeführt, die rechts und links von ihnen Blaz nahmen. Hinter deutscher Behörden, um ihnen eine weniger unangemessene UnterAus Effen wird gemeldet, daß in der letzten Sigung des Roh- den Angeklagten waren 6 maroffanische Soldaten mit aufgepflanztem bringung zu verschaffen. eisenausschusses des Eisenwirtschaftsbundes beschlossen wurde, von Seitengewehr aufgestellt, die beim jedesmaligen Eintreten des Ges einer Veränderung der gegenwärtigen hächstrichtshofs präsentierten, ebenio als im Namen des französischen preise Abstand zu nehmen. Begründet wird dies damit, Boltes der Urteilsspruch verkündet wurde. daß die Gestehungskosten sich nicht vermindert hätten und deshalb an einen Breisabbau nicht gedacht werden könne. Dieser Beschluß und diese Begründung erregt selbst in fapitalistischen Blättern ein großes Schütteln des Kopfes. In Wirklichkeit wollen die Eisenher en die Preise hochhalten, um auch nicht einen Deut von ihren Riefengewinnen aufgeben zu müssen. Und dabei wachsen die Lager an Fertigwaren ins Ungemessene, da bei den gegenwärtigen Preisen die Käufer allergrößte Zurüdhaltung üben. Schon drohen auch hier wieder die Unternehmer mit Stillegung der Werke, Einschränfung der Arbeitszeit, Arbeiterentlassungen, während, wenn die Preise herabgesezt würden, die Läger bald geräumt und die Werke wieder voll beschäftigt werden können. Also auch in der Eisen industrie erleben wir wieder das empörende Schauspiel, daß die fapitalistischen Unternehmer lieber die Arbeiter aufs Pflaster werfen und damit das Elend der wachsenden Arbeitslosigkeit vergrößern helfen, als daß sie sich ihre Profite schmälern lassen! Hier wäre ein Anlaß für die Regierung zu rashem und energischem Eingreifen gegeben, zumal das Reich selbst am schwersten unter der Preispolitik der Eisenherren zu leiben hat, wie das 13- Milliardendefizit der Reichseisenbahnen beweist. Aber von der Regierung des Herrn von Raumer wird man wohl vergebens eine Tat gegen das profitgierige Unternehmertum erwarten! Aus aller Welt. Ententerecht in Deutschland. B. Jugendveranstaltungen. Der französische Verteidiger führte aus, daß es falfa fei, sich wegen der Weigerung an die beiden nichtverantwortlichen Beamten, statt an die verantwortliche Behörde zu halten. Es gäbe zwei Möglichkeiten: Entweder hat Berlin mit seinem Widerstand gegen die genannten Anforderungen recht oder es hat unrecht. Wenn Berlin unrecht hat, wenn die Forderungen der Befagungsarmee fich im Rahmen des Friedensvertrages und Rheinlandabkommens balten, wenn folglich die von Berlin gegebene Weiiung, den Anforderungen der Besayungsarmee nicht zu entsprechen, Verein Arbeiter- Jugend Groß- Berlin. Sekretariat: NW. 40, In den Zelten 23. dem Friedensvertrag widerspricht, dann muß die französische RegieSonntag, den 27. Februar, nachmittags: rung von Berlin verlangen, die Anweisungen zu ändern, und im Im Bernhard- Rose- Theater, Große Frankfurter Str. 132, 3 Uhr, Theater Eintrittskarten an der Rasse nach Beigerungsfalle kann die französische Regierung diefe Haltung der vorstellung Fahnenweihe von Rüderer. erhältlich. Berliner Regierung als Nichtausführung des Friedensvertrages beZentraljugendheim, Lindenstr. 3, 2. Hof links, 3 Tr. 6 Uhr: Bilieneron trachten und die vorgesehenen Sicherungen eintreten lassen. Neukölln( Norb und Süd): Jugendheim, Nogatstr. 53. Elternabend Die Frage, ob die Weisungen aus Berlin als Ausdruck einer in der Schulaula Mittelstraße. planmäßigen Widerfeßlichkeit und abfichtlichen Nichtausführung Montag, den 28. Februar, abends 128 Uhr: zu betrachten feien, wurde vom französischen Verteidiger unter Sermsdorf: Jugendheim, Roonstraße, Vortrag: Was ist Sozialismus. Hinweis auf die deutsche Auffassung, daß über Meinungs- Marienfelbe: Jugendheim, Turnhalle Dorfstr. 54, Vortrag: Russische Grenzverschiedenheiten bei der Auslegung des Rheinlandabkommens abenteuer". Schönhauser Borstadt I: Jugendheim, Schule Sonnenburger nur eine neutrale und internationale Kommission Straße 20, Mädchenabend. entscheiden könne, glattweg verneint. Leider sind diese Abend". * Sonntag, ben 6. März, nachmittags 23 Uhr, Großes Schauspielhaus Florian Gefretariat gegen Borbezahlung zu bestellen. Am 11. Februar d. Js. wurden Oberverwaltungsfefretär Ausführungen des französischen Verteidigers ohne Einfluß ge- Geger". Cinlaßkarten zum Preise von 5 M. bis Mittwoch, ben 2. Mara, im Redmann und Verwaltungsiefretär Ulrich vom französischen| blieben. MODELLRUT- AUSSTELLUNG -ETN Während der Ausstellung preiswerter Damen- Putz Frotté- Kappe zweifarbig, mit Kirschenpiquel....... 6900 aus Viska- Borte, mit Sport- 3900 Jugendlicher Breton schele Kleine fesche Tagal- Glocke mit breilem Tagalbandeau, zweifarbig 7850 Kleine Röschen- u. Asterntuffs 40 600 800 14.00 modern Bindeart neueste Farben...... Mod.flache Blütenpiquets 30480650 1500 Kirschenpiquets Frottégeflecht grosse Farbensortimente.... Hutformen Liseret- Imitation neueste Formen und Farben....... 250 350 750 Meler 5800 bis 7500 Tagal elegante neue Formen, schwarz u. farbig 6900 bis 9800 Tagalpicot elegante neue Formen, schwarz und lerbig 7800 bis 12500 Hutunterformen 690 950 1350 175 M Billige Kleiderstoffe Römische Streifen reine Wolle, etwa 110 breit, Meler 7950 Meter 8950 Reinwollener Kostüm- u. 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Blumenschmuck dankend verbeten. Bezirksverband Berlin 21 52. Abt., Charlottenburg. Unfer Genoffe 3170b Max Hoppe Charlottenburg, Kaiserin Augusta Alee 22, ift am 24. Februar verstorben. Ehre seinem Andenken! Die Einäfcherung findet am Dienstag, ben 1. März, nachm. 2 Uhr im Arematorium Gerichtstraße statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Abteilungsleitung. Bezirksverband Berlin S.P.D. 18. Abt. Kr. Friedrichshain Unser Genoffe Herm. Relpsch Gubener Str. 28 in verstorben Chre seinem Anbeuten! Die Beerdigung erfolgt am Montag, den 28. Febr, Dormittags 12 Uhr, in Friedrichsfelde. 8169b Um rege Beteiligung ersucht Die Abteilungsleitung. AmDienstag 22 Februar, entschlief plöglich und unerwartet iufolge Herzschlag mein lieber, herzensguter Mann unser treujorgenber Bater, Schwieger- u. Große nater. Schwager und Onfel, der Tischler 81 Ob Hermann Weiß im 62. Lebensjahre Dies zeigen tiefbetrübt an Witwe Louise Weiß geb Matfite nebst Kindern unb Angehörigen. Die Beerdigung findet morgen Montag, nachm. 3 Uhr, von der Leichenhalle des St. Thomaskirchhofes, Hermannftr 179, aus ftatt Invaliden- Unterstützungstaffe der Steindrucker und Lithographen zu Berlin. Am Dienstag, den 8. Mära, ahends 6 Uhr findet im Steftaurant zum Schultheiß, Rene Jatobftr. 24.25, Eingang Schmidftr. 19/20, im Garten faal eine 137/11 129D Gegrunde. 2004 Pelzwaren en gros Einzelverkauf 21 Pelzhüte KreuzAlaskafüchse, füchse, Pelzkragen von 100 M. an, Pelzmäntel, Herren- Sportpelze S. Schlesinger Neue Königstr. 21 ( Ordonnanz- Haus) kein Laden, II. Stock Bitte genau auf Firma 21 und Hausnummer zu achten! Meine Flechte flir beren Beseitigung mir von Aerzten feit etwa einem Jahre alle möglich. Mittel verschrieben wurden, die aber nichts halfen, ift jest b. 3hr Spezialmittel fast verschwunden. So schreiben viele liber ben fett 30 Jahren sicher bewährten Flechtenbalfam. m. 12,50. Bur gleichzeitig. innerlichen Kur Reichels Saltarin Blutreini gungspulver, Schacht. 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Diskontbeträge von inländischen Wechseln und An weisungen einschließlich der Schabwechsel, 5. alle ausländischen Kapitalerträge, auch aus Wert papieren bezogen hat, hat eine Rapitalertragssteuererklärung abzugeben, toweit eine Berpflichtung zur Abgabe einer Einkommen oder Körperschaftsftenerertlärung nicht besteht. Auf Anordnung des Landesfinanzamis Groß- Berlin wird die Frift zur Abgabe der Steuererilärung für den ehemaligen Stabtbealet Berlin, fowie für die 5 Borortstädte Charlotten burg, Berlin- Schöneberg, Berlin Wilmersdorf, Neutöln und Berlin Lichtenberg auf die Zeit festgefett. vom 1. bis 31. März 1921 Die Verpflichtung zur Abgabe der Kapitalertragsteuer erklärung besteht ohne Rüdsicht auf die Höhe der bezogenen Beträge und auch tann, wenn die oben bezeichneten Erträge in einem land- oder forstwirtschaftlichen oder gewerblichen Be trieb anfallen, lebiglich über Distontbeträge( Nr. 4) ist eine Grflärung nur abzugeben, soweit es sich um Rapitalanlagen handelt. Sowett elne Berpflichtung zur Abgabe einer Einkommen ober Rörperschaftsiteuererklärung besteht, ist die Kapitalertrag ( tatererflärung gleichzeitig mit der Gintommen, oder Körperschafts fteuererklärung abzugeben. Bet verspäteter bgabe ber Steuererklärung fann ein 8 fchlag bis zu 10 vom Sunbert der endgültig teftgefegten Steuer auferlegt werden( 8 170 ber Reichsabgabenordnung). Die Prüfung der Steuerpflichtigteit steht dem Finanzamt, nicht dem Steuerpflichtigen aut. Sämtliche Fragen des Bov bruds find zu beantworten. Die Steuererklärung fann schriftlich ober mündlich in den bazu bestimmten Stunden vor dem Finanzamt abgegeben werden. Die Sinterziehung der Kapitalerfragsteuer wird mit einer Gelbitrafe im 1-20fachen Betrage der hinterzogenen Steuer bestraft, daneben tann auf Gefängnis ectannt werden. Berlin, den 23. Februar 1921. Zentralfinanzamt( 1) Deffentliche Mahnung zur Steuerzahlung! Alle Steuerpflichtigen im Gebiet der alten Stadtgemeinde Berlin, die die, unten aufgeführten Steuerbeträge noch nicht entrichtet haben, werden hierdurch aufgefordert, fie, soweit nicht Stundung bewilligt ist, spätestens bis zum 5. März 1921 an die zuständige Steuertasse abzuführen. Besondere Mahnzettel werden nicht behändigt. Wer die rechtzeitige Einzahlung unterläßt, hat ohne weiteres bie mit Rosten verbundene zwangsweise Beitreibung zu gewärtigen, die insbesondere auch durch Pfändung von Forderungen aller Art, wie Mieten, Gehalts- und Cohnforderungen erfolgen kann. Die Mahnung betrifft folgende Steuern: 1. Reichsein onmensteuer( vorläufige Beranlagungen) für Januar/ März 1921 und wegen der nachträglich zugestellten Anforderungsschreiben und vorläufigen Beranlagungen für April 1920 bis März 1921, 2. Gewerbesteuer für Januar/ März 1921. 8. Grundsteuer Berlin, ben 26. Februar 1921. Magiftrat, Steuerverwaltung, Abtlg. M Dr. Lange, Magistratskommiffar. Borwärts"-Nummern aus dem Jahre 1914 Für Archivzwede werben von folgenden Borwärts" Summern des Jahres 1914 je 1 Egemplar gebraucht: Str. 177 vom 2. Suli, Nr. 178 vom 3. Juli, Nr. 179 vom 4 Juli 180 5. 182 " 7. 188 0 铃 " " 8. " 184 n 8. 188 11. 189 B n " 14. # B " 2 193 18 194 12. 196 21 " п 149 Bon Rr. 183 vom 10. Jult 2 Exemplare. " " 7 " Wir bitten die Bestzer dieser Zeitungsnummern, uns die felben gegen Erstattung der Untoften zu übermitteln. „ Vorwärts"-Verlag G.m.b. H., Lindenstr. 3 Lungenkranke finden schnelle, fichere, schmerzlose Behandlung.( Neues, tombiniertes Heilverfahren.) Größte Erjolge. Dir. Pfundt, heilanſtalt. Aerztliche 149 Beituna. Kurfürstenstraße a. d. Botsd. Str. Spr. 10-1 u. 4-7. Anbemittelte unentgeltlich. 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In seiner geftrigen Stebe Ein Gefeh über die Arbeitszeit Steichstages führte Meicheberlehrsminister Gröner über bie Arbeitszeit der Eisenbahner noch folgendes aus: Der AbtStundentag bat burch die plögliche, borbereitungslose Einführung in Nach Beendigung der Geschäftsordnungsbebatte tam in ber| Abg. Adolf Hoffmann( Komm.): Berehrte Anwesende! det Eisenbahnverwaltung zu großen Schwierigtetten geführt. Diefe geftrigen Sigung des Reichstages der Haushaltsplan bes( Seiterfeit.) Das feere Haus bei bielem Gegenstand fennzeichnet bie Schwierigkeiten müffen burch eine verständige Anwendung Reichspräsidenten zur Beratung. hohe Achtung vor dem Reichspräsidenten. Der Reichspräsident ist mie diefes Grunbgeleges(?) beseitigt werden. Für die Regelung Berichterstatter Abg. Aladner( Benir.): Das Gehalt des Reichsein Beglerbild: der Dienst- und Ruhezeiten muß die Art der Arbeit maßgebend präsidenten ist auf 100 000 M. festgelegt, die Aufwandsgelber find man fieht und hört ihn nicht. Wenn es richtig ist, daß die Frau fein. Ruhepaufen und Bereitschaftszeit dürfen nicht wie bisher non 100 000 auf 150 000 m. erhöht worden. in die Arbeitszeit eingerechnet werden. Abg. Hoffmann- Kaifers autern( S03.): Die Verfassung hat mit die beste ist, bon ber man am wenigften spricht, dann haben wir einen Unter fortgelegten Bigeleien threm Artife! 50 ten Präsidenten abjichlich außerhalb ber ausgezeichneten Reichspräsidenten. gegeben. Es find natürlich Fälle möglich, daß der Bräfident im er bemertt:„ Balb wird der Reichspräsident auch sein eigenes Totes Barteifämpfe gestellt und die Berantwortung den Ministern wiede.holt Hoffmann das Lied des Borrebners von der U.S.B. Als Barlament in die Mitte der Debate gestellt mirb, aber es ist doch Müller- Franien( Eoz.) zu: Ihre Bige werden immer hechter? urteil und das seiner Bartei unterzeichnen müssen", ruft ihm Ahg. ein Unterschieb, ob es sich um eine trafrechtliche oder eine parlamentarische Berantwortung handelt. Die lektere tragen Hoffmann antwortet: Der beste mig, der gemacht worden ist, ist der, nach der Berfassung allein die gegenzeichnenden Mein fter. Auch der daß Herr Müller einmal Reichstanaler war. Der Etat wird gegen die Stimmen der Unabhängigen und Amt im Rahmen der Verfassung unparteiisch und mit at Rommunisten angenommen. Einstimmig angenommen wird die geführt worden ist. Bei seinem Etat ift eine politische Aussprache Ausschußenischließung auf Borlegung einer Statist.f der Gnadendurchaus überflüffig. Es folgt der Haushalt des Allgemeinen Bensionsfonds. Abg Meyer- 3widau( Soz.): Die leitenden Beamtenstellen ber Bersorgungsämter find Boft und Eisenbahn gehören in ein einheitliches Ministerium. Wer zahlt die Wohnungssteuer? politische Gegner müßte doch anertennen, daß pom Präsidenten sein gesuche. bei ben Eisenbahnen ist in Vorbereitung.- Degler( Drat) macht bie Revolution für die Unwirtschaftlichkeit des Eisenbahnbetriebes berantwortlich. Die Berwaltung ist gegen das begerische Treiben einigor Cifenbahnergeweitfäften nicht entschieden genus aufgetreten. Die Eisenbahnverwaltung muß entpolitifiert werden. Braun- Franken( Soz.): Dan lann die Preise während des Krieges und nach der Revolution nicht einfach nebeneinanderstellen ohne die bereits im Kriege liegenden Gründe für die Preisentwidlung auf zuweilen. Die Erhöhung der Fragten für Düngemittel Abg. Dr. Rojenfeld( U. Soz.) glaubt gegen die Amtsführung des ift ungeheuerlich. Sier follten ebenso wie für die unter den hohen Bräsidenten fachliche Borwürfe erheben zu fönnen. Er fieht im Kosten der o blentransporte leibenben Rürnberg- Fürther Reichspräsidenten lediglich den Blahhalter 2311Industrie Epezialtarife eingeführt werden. Die onzentration in helms II.. fordert in der Handhabung der Gnadengefuche größere zu 95 Proz. mit ehemaligen Offizieren befeht. der rheinisch- westfälischen Industrie und in der bayerischen Industrie Milde und eine andere Handhabung bei der Ermächtigung zur Ber- Das steht nicht im Einklang mit der Demokratisierung der Verwalhängt mit der Umgebuna der Umiagsteuer und mit den Kontuirenz hängung des Belagerungszustandes. Besonders unglaublich jei die tung, die uns nach dem Kapp- Butsch versprochen wurde. Auch die fowierigkeiten der Industrie in Bayern wegen der hohen Kohlen- Berordnung vom Mai 1920, die für den Fall bewaffneten Wider- jenigen Berfonen, die in der sozialen Fürsorge tätig sind, follte man fteuer zusammen. ftandes mit Zuchthausstrafen droht. Kein Monarchist ist bisher ver- als Beifiker beim Versorgungsgericht zulaffen. Für eine dringliche urteilt worden, b'e Waffenlager werden in aller Deffentlichkeit ange- Forderung halten wir die Borlage des Gefeßes für die Altm.litärlegt und niemand schreitet dagegen ein. Hauptmann Pfeffer rentner. fann unbelästigt sein unverschämtes Treiben fortsezen. Leutnant Der Haushalt wird angenommen. Der Wohnungsausschuß des Reichstages fegte Sonnabend die Roßbach betreibt, wie jetes Rind in Berlin weiß, feine Werbungen Ohne Aussprache werten angenommen: Die Haushalte des Beratung des Geießentwuris über die Erhebung einer Abgabe zur für die Arbeitsgemeinschaft in aller Deffentlichkeit. Die neuesten Reichsmilitärger dhts und bes Rechnungshofes. Abgelegt wird die Förderung des Wohnungsbaues fort. Der Ausschuß gab dem§ 2 arnungen von Stinnes und Simons zeigen, wie groß Beratung des Haushalts des Finanzm nifteriums. feine Buftimmung, der ausspricht, bas derjenige zur Abgabe ber die Gefahr eines Rechtsput ches augenblid ich ist unb ba verlegt pflichtet ist, der zum Gebrauche eines Gebäudes oder von Teilen man die Verhandlung gegen Hauptmanu Pfeffer ausgerechnet nach Stargard in Hinterpommern, wo dann in aller Stille der Freispruch eines solchen berechtigt ist. Bei der Untervermietung ist der Wächter erfolgen wird. So wird gegen die sozialistische Arbeiterschaft schärffter ader Mieter abgabeschuldig. Wenn der Vermieter auch den klaffenkampf geführt, aber das Bolf wird an dieser volksfeindl chen Sausrat oder andere Gebäudeteile überläßt, ift der Vermieter Haltung des Reichspräsidenten ertennen, wie notwendig die Einrich blättern wurde verbreitet, Berichterstatter Abg. Riödner( 3entr.) Das Gehalt des Reichspräsidenten. In verschiebenen Abenbabgabepfl tig. Bei Dienst und Mietwohnungen, tung des sozialistischen Staates ist( Beifall bei den Unabhängigen.) habe im Reichstag erklärt, ter Ausschuß beantrage, das Gehalt die dem Reiche, den Ländern und Gemeinden geboren. ist ber Bizelanzler Dr. Heinze: Nicht der Reichspräsident ift dem Haufe des Reichspräsidenten von 100000 2. auf 150000 m. und die Wobnungsberechtiate abaabepflichtig.-Rach längerer Beratung politi'd verantwortlich, sondern der Reichstanzler. Darum Aufwandsgelber Don 200000 auf 250000 m, zu wird in§ 3 die Abgabefreiheit für eine Reihe von Gebäuden und steht b'e Kritif einzelner Handlungen des Reichspräsidenten in diesem erhöhen. Diese Aufaffung ist irrtümlich. Der Antrag geht da 8 Wohnungen ausoeiproden und in giffer 1 geiagt: Bon der Abgabe Hause in Wiberipruch mit der Berfaffung. Den/ Bor. erhöhen. Diese Aufaffung ist irrtümlich. Der Antrag geht da bleiben befreit, die vom Reiche, den Ländern, den Gemeinden oder redner bitte ich, alle feine Angriffe bei den Einzeletats vorzu- hin, das Gehaft auf 100 000 m. zu belaffen und lediglich die Auf| anderen öffentlich- rechtlichen Berbänden oder Körperschaften für bringen, wo ihm dann die Antwort nicht verweigert werden wird. wandsentschädigung von 100 000 auf 150 000 m. zu erhöhen. öffentliche Zwede bestimmten Gebäude, ebenfo Universitäts- und Unterrichtsgebäude, Kirden, Kapellen und anderen religiöien Zweden dienende Gebäude, Krantenbäuser, Armenhäuser, Gebäude, die der Volkswohlfahrt dienen, milde Stiftungen, Bewahr, Alters- und Kinderheime. Ferner abgabefrei bleiben volts und Gewer! idaftshäuier, sofern sie ausschließlich gemeinnügigen Zweden dienen. Weiterberatung Dienstag 10 Uhr. Kommunistische Falschmeldung. Das Haus vertagt sich auf Montag 2 Uhr: Berlängerung des Entwaffnung gefehes, Haushaltsberatung, Entlastung der Gerichte. Schluß 2 Uhr. Der Achtstundentag im Bankgewerbe. die Nachtarbeit der Jugendlichen. Berichterstatter zu a) Urban % ( Borsitzender des Zentralverbandes der Angestellten): Das WashingWie bereits berichtet, beschäftigte sich gestern der Bortoner Uebereinkommen über die Wöchnerinnenunterstüßung bedeutet Läufige Reidswirtschaftsrot mit der Durchbrechung des gegenüber der in Deutschland bestehenden Regelung infofern eine Achtstundentages im Bantgewerbe. Nach dem Bertreter des Verbandes Verbesserung, als die Unterstützungsdauer von 10 auf 12 Wochen der Deutschen Bankbeamten Marg sprach der Bertreter des Deutschen verlängert wird, und die Unterstützung auch auf die Wöchnerinnen in Bantbeamtenvereins Fürstenberg:" Wir halten die Einbringung der Handelsbetrieben ausgedehnt werden foll. Des weiteren foll jeder Interpellation in diesem Zeitpunkt, mo es sich um die Berbindlich Wöchnerin mährend der Arbeitszeit täglich zweimal eine halbe feitserklärung des Reichstarifs für das Banfgewerbe, handelt, nicht Stunde zur Süllung des Kindes gewährt werden. Die Regierung für befonders günstig. Allerdings muß die Berfügung miß hat im Ausschuß Bedenten finanzieller Art geltend ge Die Rote Fahne" bringt am Sonnabendabend unter heftigen billigt werden Uebrigens hat das Reichsgericht entschie- macht und die durch die Ratifizierung des Washingtoner UebereinAngriffen gegen den Stettiner Polizeipräsidenten Genoffen Fenner den, daß gegen freiwillige ueberarbeit nicht mit Strafen fommens für die Wöchnerinnenunterstügung entstehenden mehr= die Nachricht, daß dieser die Bulfanwerft von der Schuhpolizei habe vorgegangen werden darf. Die Bantbeamten selbst sind bereit, von ausgaben auf etwa 40 Millionen geschätzt. Die Arbeit befchen lassen, nachdem bort 6000 Arbeiter von ber Direttion ent- Beit zu Zeit Ueberstunden zu leisten Ihr Arbeitswille ist übernehmer vertreten por allem aus bevölkerungspolitischen Gründen laffen worden feien. Wie die PP. auf Anfrage in Stettin erfahren, jeben Zweifel erhaben, aber von den Arbeitgebern im Bantgewerbe ben Standpunkt, bem Uebereinkommen beizustimmen. Auch die it teinerlei Belegung der Aserte durch Schußpolizei erfolgt. muß erwartet merben, boß fie bas Betriebsrätegelet Arbeitgeber haben sich grundfäßlich für den Ausbau der Bolizeipräsident Fenner ist es vielmehr gelungen, durch Berhand. achten. Hoffentlich wird das Reichsarbeitsministerium auf das Wöchnerinnenunterstützung ausgesprochen, aber eine porherige fungen mit den Bertrauensmännera der Arbeiterschaft die gesamten Preußische Handelsministerium dahin wirken, daß solche Berfügun Brüfung der finanziellen Bebenten als notwendig bezeichnet Der entlassenen Arbeiter zum ruhigen Berlaffen der Werte zu veran- gen nicht mehr erlaffen werden. Dr. Salomonjoha( Geschäfts- Ausschuß hat dann mit zwölf gegen at Stimmen be laffen. Die Arbeiterschaft hat sich bei dieser Gelegenheit durchaus führer der Diskontogesellschaft: Da gegen die Verfügung des De. fchloffen, bie Regierung um Ratifizierung bes Abkommens über bir forrett benommen und es ist feinerlei zwischenfall mobilmachungstommiffars beim Preußischen Handelsministerium Be Wöchnerinnenunterstigung zu erfuchen, und daran nur die Er passiert, ber eine schußpolizeiliche Maßnahme notwendig gemacht werde erhoben worden ist, auf die noch feine Entscheidung vorliegt, wartung gefnüpft, daß auch die anderen Länder sich dem Leber hätte. In der Frage der Entlassung der Arbeiter bauern augenblid. bedeutet die Interpellation einen Eingriff in ein fchmebentes Ber einfcmmen anschließen werden. Ferner hat der Ausschuß einen lig Berhandlungen zwischen der Direktion der Werte und den waltungsverfahren. Es ist daher nicht angängig, daß der Reichs. Antrag angenommen, die Regierung und die Borlegung eines Ge Bertrauensleuten der Arbeiterschaft an. mirtschaftsrat hierzu jezt Stellung nimmt. Die Interpellation per fehentwurfes zu ersuchen, ber bie Dedung der durch die Aus folgt rein politische Zwerfe Der ungeheure Gelbumlauf dehnung der schnerinnenunterstützung nach den Washingtoner Be und das Kapitalfluchtgefeß haben den Banten ungeheure fchlüffen entstehenden Mehrausgaben regelt. Irl( Bertreter der Brandenburgischer Provinziallandtag. Mehrarbeit auferlegt. Die Börjenjpefulation verurteilen mir, tönnen selbständigen Handwerker) will die Zustimmung von dem Berhaften Nash sen vorläufigen amtlichen Wahlergebnissen, bei denen fie aber nicht verhindern. Eine Betriebseinschränkung durch Verber anderen Staaten abhängig machen. Cuise Kähler( Bertreterin fürzung der Ueberstundenarbeit würde das ganze der Hausangestellten) und Aufhäuser( fa) treten für unbedingte allerdings noch Berschiebungen im einzelnen möglich sind, wird sich irtschaftsleben schädigen. Wenn es jedem Ange. Ratifitation ein. der neue Provinziallandtag der Broning, Brandenburg wie folgt zu stellten über'affen blciben sollte, ob er Ueberstunden leisten fammenfeßen: Bürgerliche Vereinigung 15, Deutschnationale Bolts- will, dann würde der ganze Betrieb nach der normalen acht partei 16, Deutsche Boltspartei 10, Stadt und Landlifte Gellbracht. ftündigen Arbeitszeit einfach still stehen. Aufhäuser( Afa) Bartholb im Kreife Beestom- Stortow( Deutschnationale und Deut empfiehlt, den Inhalt der Interpellation dem Sozialpolitischen Aus. fche Bolfspartei) i, Wirtschaftspartei des Deutschen Mittelstandes 1, schuß zu überweisen.( Beifall.) Fürstenberg: Es handelt fich für Sentrumspartei 1. Deutsche Demokratische Partei 6. Sosial, uns nicht um politische Zwede, sondern einfach darum, daß die unter Bustimmung aller gefeßgebenden Körperschaften zustande gekom. bemokratische Bartei 31. Unabhängige 8, Bereinigte Rommenen Bestimmungen auch innegehalten werden. Dr. Salomon- Beratungen fönnen wir dies nicht beschließen. Dr. Thiffen: Ich munisten 3, zusammen 92 Size. Es stehen also 50 bürgerlichen fohn: Die Aufrechterhaltung des Baatbetriebes muß man in ftelle ben Bermittlungsantrag, daß die Ratifizierung unter 42 sozialistische und tommunistische Stimmen gegenüber. eine Linie stellen mit der Notwendigkeit der Aufrechterhaltung des ben Bedingungen des gleichen Vorgehens der anderen hauptsächlich Eisenbahnbetriebes. Ein Antrag Aufhäuser, die Inter- beteiligten Industriestaaten erfolgt, der Reichswirtschaftsrat aber die pellation an den Sozialpolitischen Ausschuß zu über- Regierung ersucht, in bezug auf den Wöchnerinnenschutz im Einnermeisen, wird vom Präsidenten für unzulässig erflärt, da bei Inter- nehmen mit den Organisationen der Krantenversicherung pellationen ein Antrag nur in dem Sinne geftellt werden fönne, ob die Behandlung einer Interpellation durch den Reichskanzler der Auffassung des Reichswirtschaftsrats entspricht ober nicht. Das Reichsmietengeseh. Dr. August Müller: Die Gruppe der von der Regierung ernannten Mitglieder stimmt dem Antrag des sozialpolitischen Ausschuffes zu. In dem Augenblid, in welchem wir nachweisen wollen, daß die Sozialpolitik durch die Pariser Befchliffe fabntiert wird, fonnen wir nicht einen Beschluß faffen, durch den die Ausführung wesentlicher Bestandteile des Bersailler Bertrages verlagt würbe. Gerade mit Rücksicht auf die Londoner die Frage der Kostendedung zu flären. Der Antrag Dr. Thiffen fomie der Arbeitgeberantrag werden abgelehnt. Annahme fladet der Antrag des fozialpolitischen Ausschuffes auf Ratifizierung des Abtommens zum Schuhe der Wöchnerinnen. Ebenso ein zweiter Ausichuhantrag auf Einbringung einer Borlage betreffs Dedung der Mehrkosten, die durch die Ausdehnung des Wöchnerianenfchuzes ermachfen. Um den Achtstundentag. Die Wiener Internationale. Wien, 26. Februar.( TB.) In der heutigen Tigung der Wien, 26. februar.( WTB.) In der heutigen Eigung der Internationalen Sozialistentonferenz berichtete Grimm( Schweiz) über die in der Kommission borgenommenen Henderungen bes Statuts ber Internationalen Arbeitsgemeinschaft der sozialistischen Parteien und beantragte, das Etatut in diefer Es folgt der Bericht des Ausschusses für Siedlungs- und Woh Form zu genehmigen. Das Etatut befagt: Unter dem Namen nungsmesen zum Gefeßentwurf über Regelung der Miet Internationale Arbeitsgemeinid aft der sozialistischen Barteien" ginsbildung( Reichsmietengefeg). Der Ausschuß empfiehlt den Nach einer ausgedehnten Geschäftsorbnungsaussprache über das besteht eine Vereinigung folder fozialistischen Barteien, die eine Gefeßentwurf in mehrfach abgeänderter Fassung. Der Bericht Berwirklichung des Sozialismus durch Eroberung der politischen erstatter Humar( Stadtrat in München) polemisiert gegen die Washingtoner Uebereinkommen wurde die Aussprache über den acht. Sozialisierung des Hausbesiges und die Ueberführung des stündigen Arbeitstag und die Nachtarbeit der Jugendlichen wieder und wirtschaftlichen Macht, auf dem Wege des revolutionären Bauwesens en die Gemeinde. Eine Aufhebung der Zwangswirt eröffnet. Urban empfiehlt als Berichterstatter der Regierung ebenKlaffenfampfes erftreben. Die Arbeitsgemeinschaft ist nicht eine schaft im Wohnungswesen hält er so lange für unmöglich, als nicht falls Ratifizierung. Jrl( Bertreter des Handwerks): Gegen den das geiamte rebolutionäre Proletariat umfaffende Internationale, jebem umziehenden Mieter eine Wohnung nachgewiesen werben lichtstunbentag haben wir lebhafte Bebenten, weil die wohl aber das Mittel für die Schaffung einer solchen. Die Ar tann. Das Gefez bereitet den bau der Zwangswirtschaft por. andersartigen Rerhältnisse in Industrie und Handwerk bei dem beitsgemeinschaft hat die Aufgabe, bie erftellung einer Dem Bormieter muß gegeben werden, was er braucht zur Zahlung Uebereinkommen nicht berüdsichtigt find. Die Bestimmungen bes Internationale zu fördern, die das gesamte revolutionäre der Ueberteuerungsfoften des Betriebes. Das Vertrauen zu dem Abkommens find auf dem Lande undurchführbar. Der Weltproletariat umfaßt. Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft fönnen mieteinigungsamt ist geschwunden. Die Wohnungsämter Bertreter der Landwirtschaft u. Richthofen und der Bertreter ber alle fozialistischen Parteien werden, die leinem der Parteiberbände und Einigungsämter fosten bem Reich jährlich 2 Milliarden, Ber. freien Berufe Hartung( prechen aus benselben Gründen gegen den alle sozialistischen Parteien werden, die leinem der Parteiberbände in allein jährlich 60 Millionen. Die Milliarden follte man chtstunbentag. Daß( Arbeitgebernertreter des Handwerks) hält die angehören, die sich Zweite oder Dritte Internationale nennen, lieber für Wohnungsbauten verwenden. Für die Instand. Bedenten der Landwirtschaft und des Handwerks nicht für gerecht dieies Statut als für sich verbindlich anerkennen und die Beschlüsse fegung müssen die Mieten erhöht werden, man tann mit fertigt aufbäufer( Vertreter der technischen Angestellten): Das ber allgemeinen Stonferenzen der Arbeitsgemeinschaft erfüllen. 100 Prozent rechnen, nämlich mit 30 Broz. als Berteuerung Deutsche Geseb über die Regelung ber Arbeitszeit geht er Als Referent über den Imperialismus und die soziale Revolution der Betriebstoften burd Steuern und Abgaben, mit 30 Broz. für heblich weiter els das Washingtoner Abkommen Cheffündigte e bebour an, baß die Unabhängigkeitspartei in die laufende Instandseßung und 30 Bros. für die großen Instand. rebatteur Bernhard( Freie Berufe): Der Achtstundeniag iff in der fegungsarbeiten.§ 1 bedeutet die teilweise Rückkehr zur Vertrags- Berfassung veranfert; er mürde eine erhebliche Steigerung der ArDeutschland zu Taten greifen freiheit beim Abschluß von Mietverträgen. Die zugrundelegung beitsleistung nicht verhindern. Nach meiteren furzen Bemerkungen ber Friedensmiete oom 1. Juli 1914 bedeutet eine ungerechtigkeit, der Herren Jrl und Georg Bernhard wird der Antrag der Arbeitmerbe. Sollten die Konterrevolutionäre ihre Siele verwirtlichen aber fajließlich mar fein anderer Beg möglich. Im Gegensatz zu den geber abgelehnt und die Bestimmungen zu b) unb c) perben unmollen, so würden fie auf ben energischen bestand der Arbeiter- Mielerausschiffen, die ber§ 16 des Entwurfs vorsicht, schlagen wir eingeschränkt angenommen. Montag 2 Uhr: Reichsmietengesetz, Beshaft stoßen, die dann fein Mittel unerfucht laffen werde, um die die Errichtung von Bezirksausschüssen vor. Die den Borzug der Un- fteuerung des Berfonen und Güterverkehrs. Schluß 3 1hr Herrschaft an fich zu reißen. Ledebour begründete dann eine Resp. parteichfeit haben Hierauf wird die Beiterberatung des Gesezes auf Montag Iution, in der alle in ter Konferenz vertretenen fazialistischen vertagt. Barteien aufgefordert werben, ihre Kräfte auf die Abwehr ber Schutz den Wöchnerinnen! bürgerlichen Konterrepolution zu fonzentrieren, den Stampf für bie Es folgt der mündliche Bericht des fozialpolitischen Ausschusses Behauptung ber eroberten Rechte und Freiheiten auszunuzen. Die Ronferenz, heißt es in der Resolution, verpflichtet die sozial ftischen bu den Gesetzentmürfen betreffend die Zustimmung zu den folgenden in Washington abgeschloffenen brei lebereinfommen: a) Betreffend Parteien, die tonterrevolutionäre Intervention der tapitalistischen die Beschäftigung der Frauen vor und nach der Niederkunft; Mächte in Sowjetrußland zu befämpfen und die Herstellung b) betreffend Festlegung der Arbeitszeit in gewerblichen Betrieben bas Friedenszustandes mit Rußlanb zu fördern. auf 8 Stunden täglich und 48 Stunden möchentlich; e) über Der Kampf um das Zentralnachweiseamt für Kriegergräber. Die in der Preffe viel erörterte Berlegung des Zentralnahmeife amts für Kriegerrerlufte und Kriegergräber nach Spandau wird nunmehr den Reichstag beschäftigen. Die Fraktion der Unabhängigen hat nämlich den Antrag gestellt, der Reichstag möge diefer Berlegung nicht zuftimmen, fondern die Reichsregierung erfuchen, die Heeresbücherei aus dem Gebäude Berlin, Dorotheenftr. 48, zu entfernen und die zentrale Unterbringung des 3.2. in diesem Gebäude zu ermöglichen. Gewerkschaftsbewegung Um den 6- hr- Ladenschluß.. Mitglieder. Der Obmann. Das Selbstverwaltungsrecht der Krankenkaffen. Der Zentralverband der Angestellten übermittelt uns folgende Entschließung der Leitung der Berliner Ortsgruppe: bewegung gegen die Anwendung des Sperrgefehes in bezug auf die " Die Krantentaflenangestellten befinden sich in einer Abwehr Rassenangestellten. Wir sehen in dem Verfuch der Anwendung des Anlässen S. P. D. Betriebsverfammlungen einzuberufen. Hier soll den Kollegen die Möglichkeit gegeben werden, fic in fachlicher Weise mit den Betriebsverhältnissen zu befchäftigen. Der Fraktionsvorstand fordert unsere Anhänger auf, sich unter allen Umständen nach diesem Beschluß zu richten. Daß sich in Der Antrag, der der Berliner Stadtverordnetenversammlung unieren Bersammlungen nicht ebensolche wüste Szenen, wie leider vorliegt und die Einführung des 6- Uhr- Ladenschlusses in den Betriebsverfammlungen, ereignen, dafür sorgt die gewert in Berlin betrifft, hat den Unternehmern des Einzelhandels. Ber: fchaftliche und politische Schulung unserer S.B.D. anlaffung gegeben, in der gesamten Bresse gegen diese Forderung Front zu machen. Es berührt eigenartig, daß die Unternehmer sich anmaßen, auf Grund der Zusammenkunft von 150 Unternehmern des Einzelhandels, die in der Handelskammer gegen den 6- hrLadenfchluß gestimmt haben, von der.in mütigen Ablehnung diefer Forderung durch die beteiligten Unternehmer zu sprechen. Es ist festzuhalten, daß die Zahl der Unternehmer des Einzelhandels in die Tausende geht, weshalb die Kundgebung von 150 Be teiligten nicht ins Gewicht fällt. Tatsache ist, daß der 6- ühr- Ladenfchluß schon längere Zeit mit Rücksicht auf die Kohlenverordnung in Geitung war und daß sich das Publikum schon daran gewöhnt hatte, so daß in der ersten Zeit nach Wiedereinführung des 7- Uhr- Ladenschlusses in der letzten Berkaufsstunde so gut wie gar feine Rundschaft zu sehen war. Geradezu rührend aber ist die Sorge der Unternehmer um die Arbeiterschaft, die angeblich bei Einführung des 6- Uhr- Ladenschlusses nicht mehr die Möglichkeit hat, einzukaufen. Wir stellen fest, daß sich die Bertreter der Arbeiterschaft in der Berliner Gewerkschaftskommission wiederholt für die Einführung des 6- Uhr- Ladenschlusses ausgesprochen haben und daß sie sich es entschieden verbitten, daß die Unternehmer fich als die Sachwalter der Interessen der Arbeiterschaft aufspielen. Ernsthafte Gründe fönnen gegen die Einführung des 6- Uhr- Ladenfchlusses nicht geltend gemacht werden, weil eben die Erfahrung gezeigt hat, daß mit dem 6- Uhr- Ladenschluß durchaus teine Benachteiligung der beteiligten Unternehmer Frage kommt, weil der einheitliche Schluß irgendwelche Schmutztonturrenz ausschließt. in Wenn davon gesprochen wird, daß bei dem früheren LadenIchluß die Cinkaufsmöglichkeit, nicht in genügendem Maße vorhanden ist, so könnte das höchstens auf diejenigen Kreise zutreffen, die aus Bequemlichkeit in ihrem Nachmittagsschlaf nicht gestört sein wollen und die Abendstunden grundsäglich zur Erledigung ihrer Einfäufe benutzen. Die Rücksicht auf die Gesundheit der An= gestellten aber gebietet es, daß insbesondere für die kommende Sommerzeit den Angestellten die Möglichkeit gegeben wird, sich noch einige Stunden bei Tageslicht erholen zu können, um die durch die Kriegs- und Nachkriegszeit herbeigeführte Schädigung der Gesundheit durch Unterernährung bis zu einem gewissen Grade aufzuheben. Oberschlesier, 1. die nach dem 1. Oktober 1920 ins Reich verzogen, 2. die nur vorübergehend sich außerhalb Oberschlesiens aufhalten, Ihr braucht Passierscheine! Zu 1. In Oberschlesien geborene und dort bis 1. Oktober 1920 wohnhaft gewesene Stimmberechtigte( Kategorie A) und außerhalb Oberschlesiens geborene Abstimmungsberecht gte, die seit dem 1. Januar 1904, oder seit einem früheren Zeitpunkt bis 1. Oktober 1920 dort ununterbrochen gewohnt haben und nach dem 1. Oktober 1920 aus dem Abstimmungsgebiet verzogen sind( Kategorie C), Zu 2. alle Stimmberechtigten der Kategorie A, die noch heute im Abstimmungsgebiet ihren ständigen Wohnsitz haben, z. Zt. aber sich außerhalb des Abstimmungsgebietes aufhalten( z B. Studierende, Geschäftsreisende, Saisonarbeiter, usw.), müssen zur Einreise zur Abstimmung Passierscheine haben, die zugleich als Stimmkarte denen. Diese Passierscheine werden nur auf schriftliches Gesuch nach vorgeschriebenem Muster hin ausge' eben. Das Gesuch muß spätestens am 2. März 1921 beim Paritätischen Ausschuß eingetroffen sein. Formulare hierzu und Beratung erteilt jede Ortsgruppe der Vereinigten Verbände heimattreuer Oberschlesier Gegenüber dem Allgemeininteresse muß das Interesse einer fleinen Gruppe von Unternehmern zurücktreten. Die Angestellten erwarten deshalb, daß sich sowohl der Magistrat wie auch die Stadtverordnetenversammlung die Forderung auf Einführung des 6- Uhr- Sperrgeseges auf die Kaffenengestellten einen Angriff auf das Ladenschluffes zu eigen machen, weil das gesundheitliche und Selbstverwaltungsrecht der Krantentassen und berufliche Interesse der großen Zahl der Ange- auf das Koalitionsrecht der Rassenangestellten. stellten des Cinzelhandels die alsbaldige Einführung des 6- Uhr Die Angestellten sollen durch diese Verordnung in ein hörigkeitsverhältnis zu den Staatsbehörden gebracht und in ihrer Betätigung als Ladenschlusses dringend erheischt. Die Gesundheit der Angestellten Staatsbürger beeinträchtigt werder. Der Zentralverband der Angegeht über das Ausbeutungsintereffe der Unternehmer, deshalb muß stellten befindet sich bei der Abwehr diefer Maßnahme des Wohlber 6- Uhr- Ladenschluß in absehbarer Zeit für Berlin zur Tatsache fahrtsministeriums in Uebereinstimmung mit dem Afa- Bund, dem Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbund, der Berliner Gewerffaffen. Er fordert die Krankenfaffenangestellten auf, fich mit aller Energie für die Wahrung und Erhaltung ihrer Rechte einzufeßen und jedem Bersuch, das Selbstverwaltungs. recht der Versicherten einzrengen, in Gemeinschaft mit den Ber ficherten den entschiedensten Widerstand zu leisten. merden. Gegen kommunistische Radaurersammlungen. adDteSP.D. Fratiion derA.E.G., Brunnenstraße, hat befchloffen, in gulunft die Betriebs- und Blod- Verfammlungen nicht mehr zu beiuden. Anlaß dazu gaben die Vorkommnisse in den letzten Berfammlungen. Statt daß in ibnen prattische Arbett ge leistet wurde, arteten sie durch die Heze der Kommunisten in wüste Radauveriammlungen aus, in denen alles andere, nur nicht die Verhältnisse im Betriebe besprochen wurden. Da unsere Anhänger nicht mehr gewillt sind, dieses schändliche Treiben mit zumachen, beauftragt die Fraktion den Vorstand, bei allen wichtigen Städtische Elektrizitätsarbeiter! Bom 28. Februar bis 2. März finden die Betriebsrats. wahlen statt. Man hat es verstanden, getreu den Richtlinien von Mosfau in den Versammlungen tommunistische Kandi daten aufzustellen um den Kollegen Sand in die Augen zu streuen, verlangte man von den Kandidaten nicht, daß fie Mitglieder der ..B.D. feien, sondern sie mußten eine Erklärung abgeben, daß ie auf dem Boden diefer Partei stehen, indem sie den „ Offenen Brief" anerkennen. Die freigewertschaftlichen Kollegen baben nun in allen Betrieben eigene Listen ohne Unter schied der Parteien aufgestellt, welche wahrscheinlich bie Nummer II erhalten werden. Pflicht jedes denkenden Kollegen ist es, bestimmt zur Wahl zu gehen und seine Stimme den freigewertschaftlichen Listen( ID) zu geben, um endlich einmal ein gedeihliches Arbeiten des Betriebsrats zu ermöglichen. Die freigewertschaftlichen Funktionäre. Zimmerer der Zahlstelle Berlin! Heute findet von 10-12 Uhr in den Bezirkslokalen die Ur abstimmung zur Neuwahl des Borstandes statt. Diese Wahl ist von so außerordentlich großer Bedeutung, daß es allen Kameroden, denen ihre Gewerkschafts organisation noch etwas gilt, zur Pflicht gemacht werden muß, ihr Wahlrecht auszuüben. Es ist weiter Pflicht, für die nötige Auf flärung zu forgen, damit endlich der fommunistischen Zersehungs arbeit ein halt geboten wird. Darum feine Stimme den Kommunisten! Agiliert und stimmt für die Kandidaten der S.P.D.! Berantw. für den rebaft. Teil Dr. Werner Beijer, Charlottenburg; für Arzeigen: Th. Glocke, Berlin. Berlag. Borwärts- Verlag 6. m. b. 6.. Ferlin. Drud: Bor warts- Puchdruderei u. Berlagsanstalt Bant Sinaer u. Co., Berlia. Lindenstr. 3. Hierzu 3 Beilagen. Rheuma, Kopf- und Nervenschmerzen. ann Zogal jebem Leidensgenossen aufs wärmste empfehlen. Fr. Marie Obermeier. München, schreibt: Ein halbes Jahr lag ich schwer front im Kranfenhause und wurde nachher noch sehr von Rheumatismus in den Beinen und nervösen Kopfichmerzen aeplagt, so daß ich vollkommen geschtvacht war und meine Beine mich nicht tragen wollten. Nur durch den Gebrauch von Togal- Tabletten bin ich von diesen unerträglichen Echmerzen wieder befreit worden und ich bin jeßt, zu meinem größten Glüde, wieder vollkommen hergestellt. Ich kann daher die Tabletten aus bester Erfahrung jedem Leidensgenoffen aufs wärmste empfehlen. Auch greifen sie weder Herz noch Magen an." Ein Verfuch wird jeden von der Vorzüglichkeit des Togal überzeugen. Es wirkt nicht nur rafc und sicher bei Rheuma und nervöien Kopfichmerzen, sondern auch bei Hegen chuß. Ischias, Schmerzen in den Gelenken und Gliedern, Gicht, Influenza, fowie bei allen Arten von Nervenichmerzen. Aerztlich glänzend beautachtet. In allen Apothefen erhältlich. Mingol Heiserheit ſchaftskommiſſion und dem Hauptverband deutscher Ortstranten Tabletten schitzen vor Husten, Erkältung Die freaktionären Bestrebungen des Wohlfahrtsministers müssen zerschellen an dem entschlossenen Widerstand derjenigen, die an der freien Entfaltung der Krankenversicherung interessiert sind. In Gemeinschaft mit den Kassenangestellten müffen auch die Bertreter der Versicherten in den einzelnen Kassenvorständen sich auf das entschiedenste zur Wehr sehen, damit diese Berordnung in der Bersenkung verschwindet." Erhältlich in den Apotheken und Drogerien H.von Gimborn-A- G. Emmerich a/ Rhein A.WERTHEIM Großer Handschuh- Verkauf zu besonders billigen Preisen Damen- Lederhandschuhe Glacéleder farbig, 2 Druckknöpfe Ziegenleder schwarz 2950 Damen- Stoffhandschuhe Lange Damenhandschuhe 2750 Trikot 2 Druckknöpfe, grau und braun... 590 Zwirn porös, weiß, gute Qua lität, 12 Knopf... 2250 Seide schwarz, kleine Größen, Glacéleder weiß, farbig, glatt und porös 850 Leinenersatz weiß, 12 Knopf lang, gute Qualität. 2650 2 Druckknöpfe... 4450 Ziegenleder schwarz, mit Atlas mercerisiert, farbig, mit 2 Druckknöpfen.... 950 2 Druckknöpfen. 4850 Ziegenleder farbig, gute Flor weiß, gute Qualität, fein gemustert, 12 Knopf lang... Leinenersatz beste Qualität, weiß, farbig, schwarz.... 2950 3550 Qualität 5250 Seide weiß, weiß, gute Qualität, 4250 Ziegenleder Stepper, farbig, gute Qualität 64.50 Herren- Lederhandschuhe * Fahrhandschuhe mit 2350 Riegel. 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