Nr. 113+ 38. Jahrgang Ausgabe A nr. 58 Bezugspreis: Biertelfährl. 30-0, monatl. 10, frei ins Haus, voraus zahlbar. Bost bezug: Monatlich 10,- M., einschl. Suftellungsgeblihe. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich 16,50 M., file das übrige Ausland bei täglich einmal. Bustellung 21,50 2 Bostbe ftellungen nehmen an Defterreich, Ungarn. Tschecho- Slowakei, Däne mart Solland, Lugemburg, Schweden und die Schweiz. Eingetragen in die Boft- Zeitungs- Breisliste. Der Borwärts" mit der Sonntags bellage Bolt und Zeit" und der Unterhaltungsbeilage Heimwelt" erscheint wochentäglich zweimal, Conntags und Montags einmal. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". malist st Morgen- Ausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt Dte 30 Pfennig Anzeigenpreis: htgefpaltene Nonpareillezetle foftet 5,50 Aleine Anzeigen" das fettgebrudte Wort 150 92.( zu. läffig zwei fettgebrudte Werte), jebes weitere Bort L- Stellengefuche und Schlafftellenanzeigen das erite Wort M., jedes weitere Wort 60 Bfg. Borte über 15 Buchstaben zählen für zwet Werte. Familien- An zeigen für Abonnenten geile 8.-. Die Breise verstehen fich einschließlich Teuerungszuschlag. Anzeigen für die nächste Rummer müffen bts 8 2hr nachmittags im Sauptgeschäft, Berlin SW 68. Linden. Straße 8, abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 5 Uhr abends. Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands Redaktion und Expedition: SW 68, Lindenstr. 3. Fernsprecher: Amt Mortylas, Nr. 15190-15197 Mittwoch, den 9. März 1921 Heimreise von London. London, 8. März.( WTB.) Die deutsche Delegation| C.G.Z. und Wiederaufbau. Vorwärts- Verlag 6.m.b. H., SW 68, Lindenstr. 3 Fernsprecher: Amt Wertsplan, Sr. 11753-54 Verfahrener Karren. Seit dem Infrafttreten der Santtionen hat sich vorerst nichts besonders Bemerkenswertes ereignet. Auch die Nede des Reichskanzlers zu Beginn der geftrigen Reichstagsfizung haf London um 2 Uhr nachmittags im Sonderzuge verlaffen. Paris, 8. März.( Köln. 3tg.") Der Allgemeine Arbeiter- war nicht viel mehr als eine formale Mitteilung der RegieDie Behauptung, daß einige deutsche Sachverstän- bund( C.6.1.) hat auf den 21. März eine große Boltsversammlung rung an den Reichstag über das Geschehene. Wenn sie dardige in London bleiben, wurde schon am Nachmittag einberufen, die dazu führen foll, irgendeinen Organismus zu über hinaus politisch bedeutsamere Gedanken entwickeln vom WIB. dementiert. schaffen, der die Frage des Wiederaufbaues von der praktischen Die Botschafter Frankreichs und Britanniens tehren nach Seite anjasjen sell. Bekanntlich hat der Führer der franzöfifchen sollte, so darf wohl gesagt werden, daß auch hierin die geBerlin zurüd. Gewerkschaften, 3o u haug, wiederholt den Standpunkt vertreten, wählte Form uns sehr verbesserungsbedürftig erschien. daß der Wiederaufbau nur international geregelt werdenamentlich die Wendung über die Aufbürdung der könne. Man darf also erwarten, daß durch die Anregung der C.G.T. Schuld ausschließlich auf die deutsche Regierung, die nicht endlich die Frage in Frankreich zum Gegenstand einer allgemeinen bloß eine Verkennung, sondern auch eine Kränkung der Erörterung gemacht wird. Herren Iswolsky, Poincaré wie auch gewesener englischer Staatsmänner bedeutet", bedürfte eigentlich schon im deutfchen Urtert eines besonderen Kommentars. Wie dieser Saz erst in der französischen oder englischen liebersetzung, auf die es doch auch antsmmt, flingen wird, möchten wir lieber gar nicht untersuchen... Der wirtschaftliche Friedensbruch. Berlin, 8. März.( WTB.) Die heute im Reichstag verjammelten parlamentarischen Bertreter der bejehten Gebiete haben einmütig was folgt erflärt: Die von den gegnerischen MächGewerkschaftler unerwünscht! fen angedrohte Errichtung eines besonderen 3ollgebiets Kaum hat Lloyd George den Protest der Gewerkschaftsinteram Rhein würde eine offensichtliche schwere Berlegung des Ber- nationale gegen die Pariser Beschlüsse durch eine Hohnepistel an die faller Friedens bedeuten, da die Errichtung eines solchen Zoll- holländischen Gewerkschaften" beantwortet, da folgt auch schon der gebietes nicht, wie der Versailler Frieden als Bedingung für eine zweite Streich: Herr Le Rond hat dem Internationalen Gewert folche Maßregel vorfieht, den Jntereffen des befehlen Gefchaftssekretär Genossen Fimmen, dem englischen Trader. bietes dienen, fondern im Gegenteil dieje Interessen auf das unions- Führer und Abgeordneten Poulton und dem Vorsitzenden schwerste schädigen würde. Aber auch die Errichtung eines des französischen Gewerkschaftsbundes Genossen Jouhaur die besonderen Zollgebietes und die damit unzweifelhaft verbundene Einreifeerlaubnis nach Oberschlesien verweigert. wirtschaftliche Schädigung der befehten Gebiete wird die Bevölkerung dieser Gebiete in ihrer Treue zum deutschen Vaterland nicht wanfend machen.. Die Abgeordneten der befehlen Gebiete, und zwar Sozialdemofraten, Demokraten, Zentrum und Rechte erlaffen einen entsprechen. den Aufruf an die Rheinländer, Rheinhessen und Rheinpfälzer. Das Brandmel. London, 8. März.( Hollandsch Nieuwsbureau.) Lloyd George erffärte gestern im Unterhaus in Beantwortung einer Anfrage, was geschehen würde, wenn Deutschland Waren über Holland, oder irgendein anderes Land ausführen würde: Wir werden diesen Län dern eine Mitteilung über Waren deutscher Herkunft zu kommen lassen und werden betrügerische Transaktionen nicht zu lassen. Wir werden zu verstehen geben, daß die Herkunft der Waren entscheiden wird. Wenn das Parlament ein Gesez beschließt, das von Baren deutscher Herkunft die Hälfte des Preises an das Schazamt bezahlt werden muß, dann weiß jeder Schwede und Holländer, moran er sich zu halten hat. Daily Mail" jagt: Esht Grund zu der Annahme, daß jeder deutsche Versuch, die neue Zollgrenze durch den Handel über Rotterdam oder andere Häfen zu umgehen, durch eine Blodade vereitelt werden würde. Frankreich der Angreifer! Im übrigen ist es durchaus verständlich, daß die Regierung den Reichstag aufforderte, die Rückkehr Dr. Simons' abzuwarten, ehe er in eine Generaldebatte über die Londoner Konferenz und ihren Ausgang eintritt. Daß die Kommunisten, die auf die planmäßige Sabotage einer jeden sachlichen und nüzlichen parlamentarischen Tätigkeit hin wirken, ihre geistigen Rullen sofort in Bewegung fezzent wollten, und daß die linabhängigen, die in der ständigen Angst vor der demagogischen Konkurrenz der R.P.D. leben, jich diefem Antrag anschlossen, ist nicht weiter verwunderlich. Aber gerade diejenigen, die ein fachlich begründetes tritisches Urteil über die Londoner Berhandlungen abgeben wollen, werden es als selbstverständlich erachten, daß man fich zuerst einwandfrei informiert. Die Sozialdemokratie jedenfalls hat alle Ursache, verschiedene Einzelheiten, namentlich solche, die Gegenstand einer Kritik an Forin und Inhalt der deutschen Gegenvorschläge bilden tönnten, restlos aufzyklären. Dies kann aber nur durch eine gründliche Aussprache im Auswärtigen Ausschuß erreicht werden. Paris, 8. März.( BTB.) Gewerkschaftssekretär Du mulin stellt im Gewerkschaftsblatte Le peuple die Frage: Wenn das der Krieg wäre, wenn die Gewalt der einen und die Erbifferung der anderen aufs neue die beiden Völker einander gegenüberstellen würde- was werden wir fan? Jd hoffe wehl, daß wie nicht mehr in den Hinterhalt des Angriffs gelodt zu werden, um schließlich zur geheiligten Union und zum geheiligten affatre zu kommen, denn der französische militarismus tritt jeht als Angreifer auf. Er ist in ein Cand eingedrungen, das nicht das unfrige ist, um die Lasten zu vermehren, ohne einen Ruhen daraus zu ziehen. Wir werden also gerade heraus uns weigern, in den Krieg zu ziehen. Ja sebe teine andere Lösung. Sofort müssen wir uns entscheiden, die Formel anzuwenden, uns zu weigern, in den Krieg zu ziehen. ir, und auch unser Fraktionsredner Hermann Müller demokraten" unter der Ueberschrift„ Eine Politit des Irrfinns": Run mieden, den Führer unserer Delegation zu kritisieren, um Stodholm, 8. März.( BTB.) Brantina schreibt in Sozial- in feiner Rede am Sonnabend, haben es bisher möglichst versoll Marschall Foch das deutsche Bolt davon überzeugen, daß es bei feine Stellung nicht zu beeinträchtigen, folange es noch in gutem Willen in einigen Jahren 5-7 Milliarden Goldmart jährlich London eine Verständigungs- und Verhandlungsmöglichkeit bezahlen fann bis zur Zeit unserer Enfel, ohne dabei felbft auf das gab. Diese Rücksicht fällt natürlich jegt fort, aber auch in Niveau eines verarmien Knechtpoltes herabzufinfen, und ohne daß unserer jezigen Stellungnahme zu dem Auftreten Simons' die unerhörte Sintflut deutscher Produkte auch die werden wir uns nicht dazu verleiten lassen, ihn etwa als Düsseldorf, 8. März.( WTB.) Das Kommando über die alliierten Truppen in Düsseldorf hat der franzöfifche General enigen Länder, welche fie aufnehmen müssen, zu bisher nicht das Sündenbock für das Scheitern der Konferenz zu behandeln. Degautte. Um 12 Uhr wurden von ihm die Spizen der Stadt zweifellos ein erstklassiger Heerführer; aber der Grundlage wirt: Wir sind uns dessen klar bewußt, daß es wohl keiner deutverwaltung und der staatlichen Behörden empfangen. In der schaftlichen Lebens dürfte jedenfalls auch beste militärische Strategie fchen Regierung, feinem deutschen Unterhändler gelungen Mittagsstunde sind noch zwei britische Marinefahrzeuge auf den machtlos gegenüberstehen. Dagegen wird der Völkerhas in unserm wäre, die Alliierten von ihren wahnwißigen Bariser BeRhein eingetroffen. Das Militär zog in schwerster Kriegs unglüdlichen Europa neue Nahrung erhalten. Mit welchen Gefühlen schlüssen abzubringen. Das einzige, worauf sich eine Kritik ausrüstung ein. Die Polizei tut ohne Waffen Dienst. ein großes Bolt nach mehr als 6 Jahren grausamer Leiden erstrecken kann, ist, ob es nicht möglich gewesen wäre, durch Auch Duisburg wurde um 2 Uhr nachmittags durch Fran- den Einmarsch dieser Eretutionstruppen in fein Land ansehen wird, eine geschicktere Formulierung die allgemeine Stellung Deutschdas sollte jeder verstehen, der nicht ganz verblendet ist, und die lands auch nach einem Abbruch der Verhandlungen in den zosen shne Zwischenfälle besetzt. In der Besprechung mit den Düsseldorfer Behörden erklärte der Nemesis der Geschichte hat während des Beltfrieges und nachher fich französische General, man betrachte den Besehungsaft nicht als eine gegenüber Unterdrückern früherer Zeiten jo start geltend gemacht, daß Augen der Welt etwas zu stärken: das hätte u. a. durch militärische Attion, fondern als eine Attion der Just i z. Im Laufe ihre Spuren wahrhaftig abschrecken dürften. Gewiffe Anzeichen weniger unflare Angaben über die Bereitwilligkeit Deutschmilitärische Attion, fondern als eine Aktion der Justiz. Im Laufe deuteten an, daß man in London in letzter Stunde noch zauderte; lands, die Alliierten an einer künftigen Besserung seiner mirtdes Nachmittags werde der Belagerungszustand verhängt werden. Er hoffe, bald Erleichterungen einführen zu können. Alle aber schließlich nahm doch die furchtbare Verantwortung auf fich. fchaftlichen Lage zu beteiligen und die nordfranzösischen Ruinen schnell und großzügig mit eigenen Mitteln und Theater, Stinos und Vergnügungsstätten sind geschlossen. Landes- Was wird der nächste Schritt solcher Politit des Irrfinns sein? hauptmann v. Renvers fragte an, ob am 17. März der ProvinzialKommunistischer Unsinn. Kräften wieder aufzubauen, geschehen können. Warum diese Angaben unterblieben sind, darüber wird, wie gesagt, zuerst im Ausschuß Aufklärung erteilt werden müssen. Die Sieger von Düsseldorf. gewesenen wirtschaftlichen Katastrophen treibt. Marschall Foch ist Landtag der theinprovinz zujamanentreten tönne. Der französische Erfurt, 8. März.( MTB.) Die Erfurter Kommunisten proteGeneral entmortete, ihm, daß morgen eine Antwort darauf erteilt stierten heute gegen Abend vor dem Dom gegen den Abbruch der werde. Die Schußpolizei mußte ihre Waffen an die Entente ab- Berhandlungen in London und forderten die Beseitigung der liefern. Der Zugverlehr hat bisher keinerlei Einschränkung erfahren. Auch Bost und Telegraphen spielen noch ungestört. In Köln ist Reichsregierung, die das Bolt in einen neuen Krieg eine erschärfang der 3enfur und eine Poft- und Tele- stürzen wolle. Es folgte ein Demonstrationszug. graphenüberwachung eingeführt. Im lintsrheinischen Stadtteil von Düsseldorf waren Geschüße in großer Menge aufgestellt. Auch sechs Tants find in der Nacht über die Brüde von Obertaffel gelommen. Auch franzöfifche Gendarmerie ist in großer Zahl eingetroffen. Der ganze Zug wurde finematographisch aufgenommen. Aber die Sozialdemokratie ist nicht nur weit davon entferunt, Dr. Simons etwa die Rolle des Sündenbodes aufzuerlegen, sondern sie ist darüber hinaus entschlossen, jenen Angriffen auf das schärfste entgegenzutreten, die man auf der Eine verständige Rede von Benesch. äußersten Rechte gegen ihn wegen seiner angeblich zu weit Prag, 8. März.( Tschechoslowakisches Breßbureau.) Im gehenden Nachgiebigkeit zu richten beabsichtigt. Gegen diese Senat gab Außenminister Bexesch eine ausführliche Darlegung deutschnationale Demagogie wird die Sozialdemokratie den feiner legten Reife. Aus seinen Ausführungen ist insbesondere der Reichsminister des Aeußeren in Schutz zu nehmen wissen. In einer Proflamation des Ententetommandos heißt es: Baijus hervorzuheben, in dem sich der Minister mit der Repara- Benn Dr. Simons Fehler begangen hat, so ist es sicherlich Die deutschen Behörden und die öffentlichen Dienststellen werden tionsfrage und der deutsch- französischen Krise beschäftigte. Er nicht nach dieser Richtung hin. unter der Rontrolle der Belagungsbehörden ihren Dienft imd weiter verfehen. Kein Streit wird geduldet. Jede Person muß ihre meinte, daß die Tschechoslowakei bei der Lösung dieser Frage vielSbent'tät nachweifen fönnen. Jeber Auflauf fomie jede Rundgebung leicht faum einer eraften internationalen Rrife entrimmen werde. auf der Straße sind untersagt. Private und öffentliche Berjamm- Er fügte aber hinzu: Unsere Bolitit war immer von dem Bestreben lungen dürfen nur mit Genehmigung des Drisdelegierten stattfinden. geleitet, unsere eigenen Kräfte nicht unter- aber auch nicht zu überDie Ein- und Ausreise in und aus der befekten Bone ist bis auf schäzen, uns bemußt au fein, meffen wir fähig sind, weiteres untersagt, ausgenommen die täglichen Wege zur Arbeit uns aller Megalomanie und jedweden Siegesraujos zu enthalten. Beim Eisenbahnvertehr ist der Personenverkehr vorläufig unterjag( Bravo auf alle Bänfen.) Dies ist der erste Grundsaß einer ge. wärtige Politif, als um eine Frage des GesamtZeiningen, Flugblätter. Flugschriften, Anschlagzettel ufm., überhaupt funden demokratischen Außenpolitit. Ohne uns von jamtliche für das Publikum bestimmte Schriftstücke dürfen allein mit unserem Prestige und unserem nationalen Stolz etwas zu vergeben, vorheriger Genehmigung des Ortsbelegierten verteilt oder angewollte unsere Außenpolitik doch niemals Vorstellungen von einer fchlagen werden. Post, Telephon- und Telegraphenverfehr erleiden Kraft und Bedeutung unseres Staates hervorrufen, die der Wirtfeine Unterbrechung, jedoch sind sie einer kontrolle unterworfen. Jede helt nicht entsprechen und die in der Zukunft zu Enttäuschun grobe Zuwiderhandlung gegen bie Strafgelege oder gegen diefe Ber. ordnung wird friegsgerichtlich verfolgt, leichtere Bergehen unterliegen n führen müßten. Biviani gu Harding geschickt. Gefängnis oder Gerichtsstrafe. Keine Rugbeschränkung nach dem Westen. Baris, 8. März.( BIB.) Laut Matin" wird Biolani in be Wie wir auf der Eisenbahndirektion hören, tritt vorläufig eine fonderer Mission nach Amerika entfendet, um Harding bei lleberNenderung im Fahrplan der Züge nach den von der Belegung be- nahme feiner Amtsbefugnisse die besten Wünsche Frankreichs brohten Städten nicht ein. Der Berkehr von und nach dem Westen zu übermitteln( und ihm wohl auch die Richtigkeit der Paris wird bis auf weiteres is gewohnter Weise aufrechterhalten. Borboner Politif Klarzumachen. Red.). Freilich gilt die Stellung des deutschen Außenministers ziemlich allgemein als erschüttert, nicht zuletzt infolge der Unzufriedenheit, die mit ihm wegen feiner angeblich allzu entgegenkommenden Haltung in London bei den StinnesParteien herrscht. Bir glauben allerdings, daß es sich da in Wirklichkeit weniger um eine Frage Simons und ausSowohl im Inland, wie auch im Ausland hat man dies längst erkannt, und deshalb wirh die Sozialdemokratie fo unablässig aufgefordert, in die Regierung einzutreten. Ihr und bleibt bestehen: bei ber jetzigen parlamenglatt ablehnender Standpunkt ist bekannt tarischen Ronstellation und bei ber bisherigen Ententepolitit wäre es geradezu eine Sünde an der deutschen Arbeiterschaft, wenn die Sozialdemofratie ihre ungeheure materielle und moralische Kraft in nutzlosen Versuchen vergeuden würde, einen außenpolitisch und innenpolitisch vollständig verfahrenen Rarren aus dem tapitalistisch- reaktionären Morast herauszuziehen.. Preußenfraktion und Regierungsfrage. Lohn und außerdem einen Lohnzuschlag von 2 M. von Hauptmann Pfeffer. Letzter Versammlungsabend. Die sozialdemokratische Frattion des Preußischen Die Verhandlung leitet Landgerichtsdireftor Schmidt- Raffowitz, 8. März.( Eig. Drahtb.) Bolen haben bas Stat Landtags trat am Dienstagnachmittag um 2 Uhr zu ihrer ersten Bland. Die Staatsanwaltschaft vertritt Dr. Ramin. Der An- haus Nifisch- Schacht geftürmt und besetzt. Französisches Fraktionssitung zusammen. Genosse Siering, der Frat- geflagte ift felbft erschienen, verteidigt von Rechtsanwalt Dolinid, Militär ist unterwegs, um diesen Gewaltaft rückgängig zu machen. tionsvorsitzende in der Landesversammlung, eröffnete die Sitzung Er bestreitet den militärischen Charakter der Arbeitsgemeinschaft, er Kaffowih, 8. März.( Eig. Drahtbericht.) Der heutige letzte und stellte fest, daß von den 114 Mitgliedern der Fraktion 79 bereits habe nur die Beute unterbringen wollen! Bei der Ausbildung Tag vor Beschränkung des Bersammlungsrechts ist nach den bisher der Berfassunggebenden Landesversammlung angehört haben, wäh- von Freiforps zur Arbeitsgemeinschaft feien militärische Ausdrücke vorliegenden Meldungen im Ganzen ruhig verlaufen. In Königsrend 35 neu gewählt worden find. Mit Ausnahme der Oberschlesier oft nicht zu vermeiden gewesen. Sold habe er nicht bezahit, hütte fand neben einer massenhaft besuchten deutschen Versamm waren die Abgeordneten vollzählig erschienen. fondern bloß zu niedrige Löhne durch Zuschüsse ausgeglichen. Das lung auch eine polnische statt, die von Deutschnationalen ge. Es erfolgte zunächst die Buhl des Fraftionsvorstan- Geld hierfür habe ihm der Landbund( Aha! Die Red.) zur Bera prengt wurde. In Kattowiß zogen Polen von ihrer Ver des, dessen Stärke auf fieben Bersonen festgelegt wurde. Zum fügung gestellt. jammlung vor das Lotal, in dem ein deutscher Heimatsabend statt ersten Vorsitzenden wurde Genosse Siering einstimmig wieder- Es wird sodann mit der Beweis aufnahme begonnen. fand, wurden aber von der Polizei zurückgehalten. Gleichzeitig fam gewählt, zum zweiten Vorsitzenden Genosse Limberg- Essen. Der Die beiden Kronzeugen machen einen ziemlich ungünstigen Einbrud; auch eine französische Patrouille. Es gab teine Zwischenfälle. bisherige zweite Borfigenbe der Landesversammlungsfraftion Ge- fie haben das Material gegen Pfeffer möglichst teuer ver noffe Haufchild hatte eine Wiederwahl abgelehnt. Zu Beifizern faufen wollen und auch mit dem Berfauf an die Entente gewurden gewählt die Genossen Bartels, Scholich, Grzebroht. Sehr interessant ist die Aussage des Zeugen Ra bold, sinsti und Genoffin Kähler, zum Fraktionssekretär Genosse Redakteurs der Freiheit". Er bringt neues Material, durch das Heller. Hauptmann Pfeffer neuerdings belastet wird. Auf Antrag des Genossen Heilmann wurde mit Rücksicht auf die noch ungeklärte Frage der Regierungsbeteiligung beschlossen, die Wahl zunächst nur als provisorische für die nächsten vier Wochen gelten zu laffen, Die Berhandlung wurde um 6 Uhr auf Mittwoch vertagt. wurde um Escherich macht mobil! Polnisches, Allzupolnisches. Abgesehen von den Eisenbahnwagen, die den Bolen bei der gewaltsamen oder diktatmäßigen Üebernahme Bosens und Westpreußens zugefallen find, haben sie im normalen Verkehr 50000 deutsche Güterwagen der Ehre der Einbehaltung gewürdigt und von den oberschlesisch- ostpreußischen Sohlenzügen 108 im Rorridor.... abgelenkt. Die Fraktion beschloß einstimmig, für die Präsidenten- Breslau, 8. März.( Eigener Drahtbericht des Borwärts".). Die Verhandlungen zwischen Danzig und Polen stehen wahl den Genossen Leinert als Kandidaten zu präsentieren. In einigen Landkreifen des Regierungsbezirtes Liegnig ver schlecht, weil die Polen unerträgliche Forderungen, z. B. nach Nach Erledigung verschiedener interner Angelegenheiten trat breitete, wie unser Barteiblatt in Liegnig in einem Extrablatt mit gleichberechtigter Zulassung der polnischen Mark( gleich 6 Pf.) dann die Fraktion in die Erörterung der Regierungsfrage teilt, die Organisation Escherich neue Aufrufe. Darin fordert stellen. Die Warschauer Szeszpospolita" behauptet, daß der der Vorsitzende der schlesischen Organisation, Rohnstod Breslau, ein. Die Aussprache über diese Frage ergab große Einmütig angesichts der Londoner Berhandlungen zu den Waffen zu gewesene Danziger Oberkommissar, der Italiener Profeſſor teit. Der Standpunkt der Fraktion wurde in folgender Entgreifen! Einer der verteilten Aufrufe trägt auch die Unterschrift: Attolico, den Völkerbundrat durch einen Bericht sehr gegen Schließung präzisiert: Efcherich. Diese wahnwißige Stellungnahme erscheint so un- die maßgebenden Senatsfreise Danzigs aufgebracht habe. Er „ Die jozialdemokratische Fraktion des Preußischen Landtags glaublich, baß in hiesigen amtlichen Streifen zunächst vermutet werfe ihnen reaktionäre Haltung vor. Da wird er Recht ift bereit, die alfe Regierungstoalition fortzusehen und wurde, die Aufrufe seien eine polnische Fälschung. Leider haben; aber wem verdankt Danzig eine Rechtsmehrheit, wenn lehnt einmütig die Einbeziehung der Deutschen Volkspartei ist dies unwahrscheinlich, da die Aufrufe gar nicht in solchen Kreisen nicht den Schöpfern dieses Freistaats"? in die Regierung ab. Ebenso einmütig lehnt die sozialdemokratische verbreitet wurden, die der polnischen Grenze oder dem oberschlefi Fraffion ab, irgendeine bürgerliche Minderheitsre- schen Abstimmungsgebiet nahe gelegen sind. Selbstverständlich wird gierung zu unterstüben; sie würde vielmehr eine solche der Bersuch einer neuen Kappiade an der geschlossenen Stimmung mit aller gebotenen fachlichen Schärfe befämpfen." der schlesischen Bevölkerung angesichts der oberschlesischen Abstimmung von vornherein scheitern. Der Kampf um Kronstadt. Terioti, 7. März, 7,25 Uhr abends.( DE.) Vor dem Bom Die Rechtspresse ergeht sich für den Fall, daß in Preußen die bardement Kronstadts veröffentlichte die Sowjetpreffe das den Maalte Roalition wieder zustande tommen sollte, in finsteren DrohunDer Reederei- Abfindungsvertrag. trofen von Trotti gestellte ülimatum und überredete fie, sich zu ergeben, da der Aufstand doch damit enden werde, daß General Rosgen, die mitunter aus Groteske streifen. So schwärmt die KreuzDer Hauptausschuß des Reichstages wandte sich am lowsti entfliehen und die Matrofen die Leidiragenden feln würden. zeitung" in ihrer Dienstagabendausgabe für den Rechtsblod, Dienstag der Besprechung des Reederei Abfindungsver. Um 6. März 8 Uhr abends war das Ultimatum abgelaufen. Die bestehend aus Deutschnationalen, Deutscher Bolkspartei und Zen- trags zu. Die Abgg. Schumann( Soz.) und Hente( i. Soz.) Petersburger Jsweftija" fündigt ichonungsloses Borgehen gegen die trum, im Reich und in Breußen, eventuell auch ohne Hin fragen an, toie fich die Beträge auf die einzelnen Reebereien ver- aufrührerischen Matrofen an. Um Tage begann die regierungsfreue zunahme der Demokraten, und stößt sich nicht im gering- tellen und nach welchen Gefichtspunkten die Verteilung Artillerie der Küstenfeftung Krasnaja Gorta das Bombardement ften daran, daß dieser Rechtsblock( ohne die Demokraten) in Breuseschehen sei. Ministerialdirektor v. Jonquières( Wieberaufbau- Kronstadts. Petersburg ist in Bezife eingeteilt; in jebem übt ein DreierBen nur eine ganz schwache, im Reich überhaupt teine ministerium): Der Unterschied in den Berechnungen der Reeder und tollegium eine Dittatur aus. Nuh über Mostau ist der KriegsMehrheit hätte! Für Breußen rechnet die Kreuzeitung dem des Reichsausichuffes erklärt sich daraus, daß die Reeder den Rechtsblock eine Mandatszahl von 229 heraus, wobei sie noch Han Durchschnittsgeffehungspreis für die Tonne zustand verhängt. Oberbefehlshaber ist Muralow. Eine Moskauer Drahfmeldung schildert die Cage in Aronnoveraner und Wirtschaftspartei zu Hilfe nehmen muß. Diefe Tragfähigteit auf 7000 Dt. berechnet haben, während der Reichsaus fladt als verzweifelt, da unter den Aufffändifchen Uneinigfelt in Mehrheit erscheint der Kreuzzeitung" als bureaus tragfuß den Betrag von 4000. für angemessen erachtet. Ferner polififchen Fragen herrsche. Die Brüder des Generals Kosiomsti find fähig, denn sie erklärt:„ Der Bersuch muß gemacht wer und gemischten Frachtdampfern mit 50 zu 50 an, während der Reichs- enthält scharfe Angriffe gegen die Petersburger Partellofen, nehmen die Reeder das Verhältnis zwischen reinen Frachtdampfern in Petersburg verhaftet worden. Eine offizielle Moskauer Meldung den." Merkwürdig: über diese Mehrheit verfügt auch die alte ausschuß das bisherige Verhältnis von 70 zu 30 zugrunde legt. Da die angeblich neue Aufstandsveriudhe vorbereiten. Koalition aus Zentrum, Sazialdemokraten und manches für die Berechnungen der Reeder spricht, erscheint der Betrag Demotraten, und ihr hat die Rechtspresse seit drei Wochen von 12 Milliarden Mart als angemessener Ausgleich. Der beschlossen, militärische Operationen gegen Kronstadt und die meuReval, 8. März. Die Moskauer Regierung hat am 6. März ununterbrochen oorgerechnet, daß eine solche Mehrheit nicht trag Gesamtbetrag feßt sich zufammen aus 2,3 milliarden Mart, die der fernde Flotte einzuleiten. Mit der Leitung der Operationen ist fähig wäre! Erkläret mit, Graf Derindur, diesen Zwiespalt der Reichsausfchuß bezahlt hat, 1,5 milliarden Mark, welche die Reederei Trohti beauftragt worden. In einem Befehl fordert er alle, die fich Natur! Am luftigsten aber ist, daß die„ Kreuzzeitung" im Reich Treuhand- Gesellschaft zur Berteilung als Borschuß auf die Entschädi gegen das jozialistische waterland erhoben haben, auf, den Rechtsblock auch ohne Mehrheit regieren lassen möchte und sich aung für die enteigneten Schiffe erhalten hat, und 3,5 Milliarden die Waffen niederzulegen. Alle, die sich dem Befehl widerfchen, felen dabei auf die wohlwollende Unterstützung der Mart des sogenannten Erzberger- Fonds. Dazu kommen die zu Kommunist en zahlenden 4,7 Milliarden Mart. Cin besonderer Kleinrejernefonds zu entwaffnen und einzuliefern. Alle verhafteten kommiffare uno verläßt! So gehts, wenn man in blinder Wut Projette macht. in Höhe von etwa 250 Millionen Mart wird abgezweigt. Die Re- andere Vertreter der Behörden feien unverzüglich in Freiheit zu gierung hat die Erhöhung auf 300 Millionen Mart verlangt, sehen. Wer sich nicht bedingungslos ergibt, fönne nicht auf Gnade der Sowjetregierung rechnen. Pfeffers Frontbund vor Gericht. Stargard, 8. März.( Eigener Drahtbericht des Borwärts".) Heute begann vor dem Sondergericht des Gruppenkommandos I in Stargard in Bommern der Prozeß gegen den ehemaligen Freikorps führer Hauptmann Pfeffer, der beschuldigt ist, im Kreise Arns walde eine Arbeitsgemeinschaft entlassener Sol. daten geleitet zu haben, die ausgesprochen militärischen Charakter trug. Sie war nach Kompagnien, Batterien und Zügen eingeteilt. An verschiedenen Orten maren Berbe: bureaus. Die Leute erhielten auf den Gütern etwa 12 bis 13 M. Emil Rosenow. Der Wert der abgelieferten Schiffe Marftpreise vom 10. Januar 1920 von berufenen Sachverständigen ist für das Reparationstonto in detaillierten Tabellen nach dem auf mehr als 7 Milliarden Mart berechnet. Ein Antrag Schumann ( Soz.) und hoch( Soz.) fordert, daß zunächst die notwendigen Siche rungen für bie Rechte der Arbeiter, befonders bezüglich Einhaltung der Tarifverträge, in den Vertrag aufgenommen würden. Die fozialdemokratische Fraftion macht ihre Zustimmung zum Vertrage von der Unnahme des Untrages abhängig. Weiterberatung Mittwoch. in der legten Berhandlung nicht erschienen waren. Die Berhand Die Vertagung des Aulod- Prozejjes erfolgte, weil einige Zeugen fungen werden Ende diefer Woche wieder aufgenommen und ver muflich in wenigen Tagen zum Abschluß gebracht werden. Von den durch die letzten Zeugenaussagen schwer belasteten Offizieren ift immer noch ein einziger verhaftet worden. Gegen den Oberleutnant Aulod schwebt allerdings das Ermittlungs. verfahren seit einem Jahre noch immer, feine Berhaftung ist unterblieben, meil er durch ärztliches Zeugnis Haftunfähig. Iteit nachgewiesen hat! Der Fingernägelschmuk. R. Wittmann hat forgfältige Unter fuchungen des Fingernägelfchmutzes vorgenommen und unter 78 verschiedenen Reinfulturen folgende Bilzarten beobachtet, nämlich 33 Mitrofoffen-, 21 Diplofoffen, 18 Stäbchen-, 3 Sarcinenarten und 1 Sproßpilzart. Schimmelpilze waren reichlich vorhanden. Die verschiebenen Mikroorganismen probuzierten rote, grüne, braune, gelbe und blaue Farbstoffe. Der unter den Fingernägeln fibende Schmutz fieht nicht allein häßlich aus, fondern fann auch unter Umständen gefährlich werden, weil er eine Menge Bilze be herbergt, die bei Berührung mit Wunden eine Blutvergiftung herbeiführen fönnen. scheinen des Buches einstimmig die Aufführung des Dramas be- wird ausgeführt:„ Es war ein Beweis großer Kurzsichtigkeit, das schlossen, das endlich wieder einmal von der Not der unterdrückten Studium des Deutschen zu beschneiden, und mur ein misverstandener Heute, am 9. März, hätte Rosenow, den eine plögliche Graffen und ihrer tiefen Sehnsucht nach Befreiung, wenngleich nicht Batriotismus fonnte es zuwege bringen, daß die Behörden die franfung 1904 im Alter von erst dreiunddreißig Jahren mitten aus eigentlich vom Kampf um folche Ziele, sprach. Daß die Bolizei des Sprache Goethes, Schillers, Hebbels und Hauptmanns, Rants, reichstem Schaffen riß, feinen fünfzigsten Geburtstag gefeiert. Ein berüchtigten Herrn v. Jagow ihre herrschfüchtige Brutalität so weit Hegels, Schopenhauers und Niessches in den Bann taten. Nur uns waderer Kämpfer der Partei und eine große Hoffnung des deut- treiben fönne, die Darstellung einfach zu verbieten, hatte wohl nie- felbft haben wir dadurch ungeheuren Schaden zugefügt. Wir haben die jüngere Generation aus einem fruchtbaren Wissensreich vera schen, nach einer kurzen Zeit des Aufschwunges Gerhart Hauptmanns mand, felbst nach allen fonftigen Erfahrungen des glorreichen wil trieben und fie der Gelegenheit beraubt, fim mit ben leuchtenden nun schon lange wieder einer traurigen Berödung anheim gefallenen brachte auch das Unmögliche fertig. Et versagte die offizielle Zenfur Gebanten ihrer Landsleute erhellen, sondern die der ganzen Welt. nun schon lange wieder einer traurigen Beröbung anheim gefallenen helminischen Zeitalters, für möglich gehalten. Aber Herr v. Jagow Sternbildern am Geifteshimmel bekanntzumachen, bie nicht nur die Theaters fant mit ihm dahin. Ein Proletarierkind, lam Rosenow in Köln zur Welt. Früh genehmigung. Eine Herausforderung, die die Boltsbühne nach Auch der Deutsch- Amerikanische Schulverein beginnt wieber eine starben ihm die Eltern. Gleich nach Besuch der Bolksschule mußte Gebühr mit einem Sturmlauf gegen die Zenfur in großen Volks. Propaganda zu betreiben. Er wendet sich mit einem Aufruf an die er sein Brot sich selbst verdienen. Mit sechzehn Jahren Lehrling in verfammlungen beantwortete, unterstützt vou entrüfteten Protesten Deffentlichkeit, in dem geflagt wird, daß noch heute die deutsche einer Bant, begeisterte er sich für die Lehren des Sozialismus und aus der Schriftsteller- und Künstlerwelt. Die Blamage der Polizei Oper, die deutsche Musik und die deutsche Sprache, mit, dem Bann belegt find. trat auch bald aftio in Boltsversammlungen hervor. Der Berlust war eklatant, wenn auch in dem damaligen Preußen damit noch lange feiner Stellung war die Folge. Beiträge für die„ Elberfelder Freie nicht an eine Aufhebung des Verbotes zu denken war. Die gerichtBreffe und die Aushilfsarbeit in einer Buchhandlung hielten ihn liche Instanz, an die der Berein appellierte, fette ihr juristisches eine Zeitlang über Waffer; im Jahre 1891 übernahm er dann die Siegel unter den Ufas. Des Toten Schatten bereitete den Herren Redaktion des Chemnizer Parteiblatts. Bon da aus hat er auf oben noch Angst und peinliche Verlegenheit. Conrad Schmidt. immer wiederholten agitatorischen Wanderfahrten die armie, noch weit unter das proletarische Durchschnittsniveau herabgedrückte Heimarbeiterschaft des Erzgebirges von Grund aus tennen gelernt, der er in feinem trefflichen Bolfsstide Kater Lampe" ein jo lebendiges Denkmal Jezte. Er gewann sich Liebe und Bertrauen in den weitesten Schichten. Im Jahre 1898 fandte der Wahlkreis ihn als jüngsten Ab Was haben Sie angerichtet! Wie tönnen Sie den echt alt- oder geordneter in den Reichstag Bolizeifchikanen und Gefängnisstrafen, das fremdsprachige Reichstagsgebiet verpflanzen! Die Frankfurter niederbayerischen, heimatbodigen Ausbruck hinterfokig in die er in seiner Bräutigamszeit abfizen mußte, fochten ihn nicht an. Beitung" läßt sich hinterforzig" drahten, ein hessisches Nachbarolait Seine Lust am Fabulieren hatte sich schon früh geregt. Den meldet hinterpforzig", es meinte wohl, Sie feien aus der bekannten Weg zum Drama, dem eigentlichen Felde seiner literorischen Be- ähnlich lautenben badischen Stadt. gabung, fand er inbes erst in den letzten Jahren, die er als freter Da man weiß, daß ich im Baffauischen etliche Jahre zugebracht Schriftsteller in Berlin und als Redakteur in Dortmund verlebte. habe, fragt man mich aus, was benn um Bettes willen hinter Muße für dichterisches Bilden war ihm auch da nur färglich zu- foßig bedeutet?" Im Ihretwillen habe ich daraufhin öffentlich gemessen, bis der außerordentliche Erfolg seines Rater Lampe" verlautbart, daß das tonzischende Bort soviel bedeutet wie verin Breslau und dann im Winter 1904 in Berlin ihn endlich der schlagen, hinterhältig, hinterschlächtig usw. Franzosen und Engländer werden Ihr hinterfoẞig" in London Sorge um das tägliche Brot enthob, den Ausblick auf freie, unge- in die Bariser Wagschale werfen, die amerikanischen Korrespondenten hemmte Entfaltung feiner Gaben zu eröffnen schien. Gerade da werden durch Kabeltelegramme ihr hinterfozig in die fenfatio mals, an der Schwelle einer solchen Zukunft, rief das tragische Ge- nellen Ueberschriften ihrer Blätter in alle Winde ftreuen. Die deutsch schid ihn ab. nationalen Kollegen werden darüber im Reichstage interpellieren und unserer Partei nationale Würdelofigkeit vorwerfen. Tun Sie es also nie mehr, Genosse Gruber! Die bayerische Kabrpolitik ftin? t fo zum Himmel und macht so viel Wind, daß ihre Hinterfoßigkeit nicht in fo mißverstandener Weise bezeichnet zu Wie viel er hätte geben fönnen, läßt außer der eigenartigen, aus frischer Anschauung geborenen Lampe- Komödie, die über alle Bühnen zog, die nach dem Tod herausgegebene Sammlung seiner bedeutsamen dramatischen Entwürfe erkennen. In diesem Band erschien auch das foziale Bergarbeiterschauspiel" Dieim Schatten leben", zu dem sich ihm im Dortmunder Kohlenrevier gewonnene Eindrücke verdichtet hatten. Ein Wert, das in seiner muchtig schweren Stimmung und feiner vielfach ausgezeichneten Detailausmalung einzelner Figuren auf den Leser noch stärker als auf den Zuschauer im Theater wirkt. Ein Wert, an dessen Namen fich für die Mit glieder der Freien Bolfsbühne martant- charakteristische Erinne rungen Inüpfen. Die Leitung des Vereins hatte gleich nach Er Lieber Martin Genber also schreibt ein bonerischer Rollege, Partei und Lintengenoffe, an den bayerischen Abgeordneten, der fürzlich im Reichstage so bayerisch redete: werden braucht. faffenes Drama Die Malfeler ver Bolfsbühne wird nct 16sere Binter Goldbergs bringen. Die erfte Aufführung erfolgt, fade bas Berfonal zu Die Götterprüfung unter ber Regie einz ftimmt, am Sonntag, den 1. Mai, Wiederholungen finden an den folgenden Sonntagen statt. Großes Schauspielhaus. Die Abonnementausgabe für die Spielzeit 1921/22 Beginnt am 25. März. Die bisherigen Abonnenten fönnen ihr abonnement vom 11. bis 24. arg erneuern. BorbeiteKungen auf bonnements von Freilaa, den 11. an. Sebe Abonnementstarte lautet von jest an auf einen bestimmten Tag und Datum. Mufit. Selge Lindberg wird im 4. Satongeri ber oltsbudne, das am Sonntag, den 13. Mars, 7 Uur, in der Garnison. bas Rongeri D- moll für zwei Biolinen und Orgel und die Sonate O- moll firche ftattfindet, 3 Arien zum Vortrag bringen. Augerbem gelangt och aus dem Mufitalischen Defer für Blöte, Bioline und Orgel zur Aufführung. Runstabend. riebrich Moe it liest Sonnabend, ben 12. b., 7, 8, Fasanenstr. 38, Bulchtins Erzählungen: Der Schuh und.Bique- Dame". Jusma Selimt wird am Freitag und Sonnabend im Theater in ber Röniggräger Straße gaitieren. Sonderausstellung niederbeuticher Volkskunft. Aus Anlag ber Niederdeutschen Bode, bie vom 8. bis. 16. Mars in Berlin ftattfindet, eröffnet das Museum für beut che Boltstunde, lofterstraße 36, eine aus einen Beständen zusammengeftelte Sonderausfiedung nieberbeutscher Boiks funft, verbunden mit Gemälden und Graphiten, bie nieberbeut de Landschaft, niederbeutiche Trachten n. a. darſtellen. Sonntag, ben 18, 11 nhr, wire eine Führung durch die Ausstellung ftattfinden. Wiederaufnahme des deutschen Unterrichts in Amerika. Der Unterricht in der deutschen Sprache, der während des Krieges in den Bereinigten Staaten zum großen Teil unterbrückt war, wird jest genommen. In mehreren Hochschulen der Stadt New Dort werden nach einer Meldung des Deutschen Auslands- Instituts wieder auf die Lehrstunden im Deutschen wieder eingeführt. Auch die Studenten folge des Meisters, ein epitches Gedicht in Zerginen, Stanzen und anderen Herbert Eulenberg hat zu lingers Sell. ber letten Rabierungs des New Yorker City- College fordern die volle Wiedereinführung fremben Bersformen geschrieben, das die Geschichte eines Frauenliebe be des deutschen Unterrichts. In einem Leitartikel ihrer Kolleg- Zeitung handelt, wie sie Stingers Radierungen fchildern ttr.N3»3S. Jahrgang Heilage ües vorwärts MMwoch, 9. März 1921 haushaltsberatung in Serlm. Ein Festtag für die Demagogen von rechts. In der Stadtverordnetenversammlung äuhZrten sich gestern die Fraktionen zu dem in der vorher- gehenden Sitzung �vom Oberbürgermeister vorgelegten Entwurf des Haushalts für 1920. Alle Redner sprachen so ausführlich, daß in ziemlSch fünf Stunden nicht mehr als fünf Fraktionen zu Worte kamen. Auf die ruhigen Dartegun- aen des Unabhängigen Leid folgte ein: hämische Rede Dr. L e i d i g s von der Deutschen Volkspartei. Seine Ausführun- gen„tvürzte" Leidig durch einen unanständigen Angriff gegen 1?�"'en neuen Obcrstadtschulrat Paulsen, der über einen so klag- lichen Gegnex nur die Achseln zucken wird. Genosse Hirsch, der für die sozialdemokratische Fraktion sprach, gab dem Redner der Deutschen Volkspartei, die verdiente Antwort. Zur Frage nach den Ursachen der jetzigen Finanz- nöte Berlins wies er darauf hin, daß sie nicht nur eine Folge �es Krieges sind. Verschärft werden sie durch die Unter- 'assungsfünden der früheren freisinnigen Stadtverordnetenmehrheit, die nie an Schaffung von Reserven gedacht hat. Dem Redner der Deutschnatio- alen, Pfarrer Koch, merkte man es an, wie sehr er sich auf �en Tag der Haushaltsbcratung gefreut hatte, an dem er wieder einmal nach allen Regeln seiner Kunst gegen die Roten '-sziehen wollte. In seinem demagogischen Gezeter über die wzialistische„Schand- und Schuldenwirtschaft" ließ er sich auch uirch die immer wiederholten Zurufe„Durch den Krieg, durch en Krieg!" nicht im geringsten stören. Der Kommunist Pfeiffer sprach als fünfter Redner vor fast leeren Bänken. Dann wurde die Beratung vertagt. Sitzungsbericht. Die heutige außerordentliche Sitzung ist vor allem der allgemeinen Aussprache über den Stadtbaushaltsvlan für 1S20 gewidmet Ein Dringlichkeitsantrag der Kommunisten will, um dem uü- heiloollen Zutfand ein Ende zu machen, der durch die Verzöge- rung der Arbeitsfähigkeit der Bezirksämter ent- standen ist, den Magistrat beauftragt misten, ihren sofortigen Zu- fammentritt zu veranlassen ohne Rücksicht auf die Erledigung der Bestätigunasfrage.— Der Dringlichkeit widerspricht die Rechte; Gabel erklärt darauf, daß nunmehr seine Fraktion genötigt sei, alle Anträge und Anregungen, die sie sonst in den Bezirksämtern vorgebracht haben würde, vor die Eladtverordnetenversammlung zu bringen. Seratung öes Staöthaushaltsplans für 1929. Die Reihenfolge der Redner wird nach der Froktionssiärke ge» regelt. � Leid(U. Soz.): Der erste Etat der neuen Stadtgemeinde Berlin wird zu einer Zeit beraten, wo das Etatsjahr fast vorbei und das Geld ausgegeben ist. Die neue Stadtgemeinde kann immer noch nicht zur Ruhe und zu ruhiger Arbeit gelangen. Man hat die W» Wahlen dem Oberpriisidenten zur Bestätigung vorgelegt, und die Betätigung läßt noch immer auf sich warten. Wir bestreiten, daß diese Wahlen überhaupt der Bestätigung bedürfen: der Magistrat bätte die letztere gar nichl nachsuchen dürfen. Die Bezirksämter können jetzt mit ihrer Arbeit nicht beginnen, und darunter leiden mit den einzelnen Teilen auch das Ganze'— Redner geht dann das ganze Gebiet der Groß-Berliner Stadtverwaltung kritisch durch, stellt die falschen Behauptungen über die finanziellen Ergebnisse der Druckerei von Reukölln an der Hand von Ziffern richtig, verlangt ein wirkliches kommunalifierungsgefeh. vroteftßett gegen die auch auf dem Gebiet der Steuergesetzgebung seitens S'-r Reaktion betrieben« Sabotage, die jetzt mit aller Kraft die Wohnungsluxussteuer zu oereüeln strebe und plädiert für gründ- liche Reform der Fürsorgeerziehung. Bürgermeister Ritter verweist auf den Wortlaut des Gesetzes Groß-Berlin, der auch die Bestätigung dzr Bezirksamtsmitglieder vorschreibe, und weist den Vorwurf zurück, als habe der Magistrat sich auch in der Weitergabe der Wahlakten irgendeiner Versäumnis 'schuldig gemacht. Leidigm"lich verschleiert worden. Die schwebende Schuld Berlins habe 1914 ganze 14 Millionen Mark be- traoen, am 1. Avril 1917 sei sie t>n r ch den Krieg auf 517, am 1. April 1919 auf 745 Millionen gestiegen Nach dem Kriege sei sie dann in dem einen Jahre bis zum 1 April 1920 um fast 500 Millionen gewochsen, im rächten Halbjahr sogar um über 600 Millionen!(Andauernder Lärm und Znruse bej den U. Soz. und Komm.) Die Angriffe des Oberbüroermeistcrs atmen die westlichen Vororte vor acht Tagen würden ibm keinen Erfolg, sondern nur Schaden bringen. Die Errichtung von 20 Verwaltungsbezirken ohn« Finonzkraft sei ein Unfug. Als Mitglied des neuen preußischen Landtages werde er(Redner) für die Korrektur des unfertigen Gesetzes Groß-Berlin sorgen Heiken. An die Spitze der kommunalen' Revublik Groß-Berls» seien die Repräsentanten des blutigsten Dilettantismus gestellt. Das werde eine Weile so oehen, bis Groß-Berlin von Löbeiüg ge- lernt bobe und seine Zahlunaen einstelle. Die sozialfftische Stadtver- ordnetenoerlommlunq habe sich in unsruchtborer Proiektenmacherei erschöplt; nicht einmal den Achtllundentag habe sie durchzuführen vermocht(Kurnf links.)... Herr Bürgermeister Mielitz, wenn i ch eine Stunde arbeite, io habe ich mehr getan als Sic in acht Stunden.(Stürmische Heiterkeit.) Um 9 Uhr 10 Minuten kommt noch der Kommunist Pfeiffer zum Wort: Es sei bezeichnend für die Lanamut des deutschen Volkes, daß sich Leute wie Herr L-idiq und Herr Koch hier mit solchen Reden hören lassen können.(Stürmische Zustimmung be! der äußersten Linken, die den Abgang des den Saal verlassenden Stv. Koch mit ironischen Zurufen beqleitet.) Wenn der Oberbürgermeister die Gesundung der Finanzen auf Kosten der Angestellten und Beamten durchführen wolle, werde er bei den Kommunisten die schärfste Gegnerschaft finden. Das kapitilistische Softem sei, das beweisen die Londoner Ereiqniffe, am Ende seine? Lateins. Das Proletariat miifle dazu übergehen, zuerst die schwächere Last, den deutschen Kovitalismus, zu beseitiaen; dann werde es auch gelingen, dem Cntentekapitalismus den Garaus zu machen. Dafür, daß das sinkende Kommunoschisi nicht auf Kosten der Arbeiterschaft wieder flott aemacht werde, würden die Kommunisten sorgen. Gegen Ä10 Uhr Vertagung. -• So ärmlich sah es bei ihnen aus, daß sie im Winter nie etwas anderes als Hering und Kartoffeln bekamen; und Stine machte es Freude, ihnen richtig aufzutischen: Schmalzbrote mit Salamiwurst und Geräucher» tem und Bier, das gestanden hatte, so daß der Pfropfen aus der Flasche sprang. 5. Der kleine Landstreicher. Lars Peter stand am Wassertrvg mit dem großen Klaus, der trank, daß feine Flanken sich heftig bewegten. Sie hatten eine lange Fahrt hinter sich, ganz weit draußen waren sie ge- wofen, und sie sahen beide müde und zufrieden aus. Es kam vor, daß die Sehnsucht nach der Landstraße de» Schinder unwiderstehlich packte, so daß er den großen Klaus anspannen und davonfahren mußte. Und es kam vor, daß die Wege ihn mitnahmen mit stinen Sorgen und allem und ihn immer weiter und weiter fortlockten, so daß er draußen über- nachten mußte und erst am nächsten Tage nach Hause kam. Großen Ertrag lieferte eine solche Fahrt nicht, aber etwas tauschte er immer ein— und dann war die Unruhe für viele Tage aus seinem. Körper vertrieben. Just so war es diesmal gegangen, und Lars Peter stand in Gedanken versunken, wie schön es war, wieder daheim zu sein und alles in bester Ordnung zu finden. Nun sollte es zu Ende sein mit diesen Anfällen von Herumtreibelust, die An- gelegenheiten daheim beanspruchten ihren Mann ganz und gar. (Forts, folgt.) Aufhebung einer Frachtbrieffälscherzentrale. Millionenschädigung der Eisenbahndirektionen. Die Fälschung von Frachtbriefen hat sich zu einem nahrhaften Geschäftszweig für geschickte Verbrecher herausgebildet. Der Berfiner Kriminalpolizei ist es jetzt gelungen, einer ganzen Bande von Frachtbrieffälschern auf die Spur zu kommen, die schon zwei Jahre fang ihr Unwesen trieben und fast alle Eisenbahndirektionen Deutsch lands um Millionen geschädigt haben. fang warten, um dann von den abfertigenden Angestellten zu hören, daß der Dezernent, ber die eventuelle Bewilligung zu zeichnen oder zu unterschreiben hat, noch nicht da ist oder schon wieder fort ist und fie am nächsten Tage wiederkommen müffen. Bei den jetzigen hohen Fahrpreisen in Anbetracht der Kriegsbeschädigung eine unerhörte Zumutung. Bird nun einem Kriegsbeschädigten in feiner höchften Not diefe Mitteilung gemacht, so ist es an der Tagesordnung, daß die erlittene Dienstbeschädigung sich in Nerven, Schrei oder Herzfrämpfen äußert. Die dort stationierten Sicherheitspolizisten find für diese Kranken, die auf eine in einem großen Bimmer bereitliegende am Erdboden liegende, Matraze gelegt werden, die einzige Hilfeleistung. Der oberschlefische Propagandafilm Brennendes Sands, bec von der Flag- Filmgesellschaft hergestellt wurde, wird unentgeltlich an dis Lightspieltheater im Reiche abgegeben. Reich ausgestattete Broschüren ges langen an die Besucher zur Berteilung. Die Hauptrollen in diesem Film werden dargestellt von Lyda Salmonova, Albert Steinrüd, Gruft Deutsch, Sturt Vespermann, Marimiliane Aders, Marie Bismar. Die Regie jührte Seins Gerald vom Deutschen Theater. Groß- Berliner Parteinachrichten. Heute, Mittwoch, den 9. März: Das Haupt der Bande, der 29 Jahre alte Kaufmann Paul Bernhard aus Lichtenberg, Blumenftr. 38, ist geflüchtet und Abt. 3a. Mitgliederversammlung abends 7 Uhr bei Ospalski, Wilhelm tonnte bisher nicht ergriffen werden, ebenso zwei der Beteiligten, Die übrigen wartenden Kriegsbeschädigten müssen 3euge dieser Straße 183. Tagesordnung: Die politische Lage". 14. Abt. Mitgliederversammlung im Gaal des Gewerkschaftshauses, Engek der 43jährige roohnungslose Josef Foltern, genannt Seppel, und unangenehmen Szenen fein und werden bei diesen Anblicken nicht ufer 15. teferent nicht Genosse Fender, sondern Genbije Baranowsti. ein gewiffer Leste aus der Fruchtstr. 17. Sieben Mitglie- felten van den gleichen Anfällen heimgesucht. Es ist vorgekommen, 32. bt. Mitgliederversammlung, Schulaule Sonnenburger Str. 26. Refe der der zehntöpfigen Gesellschaft dagegen konnten in Berlin und daß gleichzeitig 3 oder 4 folcher Erfrankten auf einmal den Erdboden rent night Genaffe Baranowski, sondern Genoffe Fendel. 56. Abt.( Charlottenburg). Gruppenversammlungen in folgenden talen: in verschiedenen Borerten feft genommen werden: der 50 Jahre bebedten. 1. Gruppe bei jentfch, Raiser- Friedrich- Str. 67. Referent Genofie Sirich: Rach alte Fuhrherr Richard Hilbig, Pappel- Allee 8, der 20jährige Ar- Am 4. d. M., mittags um 12 Uhr, fonnten die Kriegsbeschäden Landtagswahlen und Regierungsbildung". 2. Gruppe bei Saider, Blond George und wir". Abends 7 Uhr. beiter Star! Bestphal aus Lichtenberg, Margaretenstr. 29, der digten, unter anderem eine Frau, die ihren schwerertranften Mann Solhendorffitt. 14. 77. Abt.( Schöneberg). Bablabenbe in folgenden Lokalen, abends 8 Uhr: 50 Jahre alte Fuhrherr Gustav Beyer, Pappel- Alee 8, der ins Krankenhaus bringen wollte, nicht abgefertigt werden und mußten be, Nollendorfftt. 16; Folger, Anffhäuferftr. 16; Mitttowski, Martin- Luther18jährige Arbeiter Richard Gnabig. Finomste. 8, der 30jährige unverrichteter Sache umfehren, weil die Herren Dezernenten fowie Straße 78: Obst, Martin- Luther- Sit. 69; Binte, Bartburgstr. 7. 84. Abt.( Bentwig). Mitglleberpersammlung, Lehmanns Festfäle, Raiser Friseur Gustav Refsau in Lichtenberg, Hauptstr. 88, der 30jährige die Bureauleitung nicht anwesend waren. Wilhelm- Str. 81. Arbeiter ifred hute, Jungstr. 26 und der 27jährige Klempner 10. Abt.( Sealän). Zahlabenbe in folgenden Sofalen: 1. Bezirk bei Rish 2.- 5. Begizt bei Zahlmann, Sobrechtstr. 34. 6., 11. Paul Wiedeberg in Lichtenberg, Weserstr. 35. Bei dem Friseur ter, Repbagufer 5. 7. und 8. Bezirk bet Bed, Reuter Raffau wurden ned) 24 falide Stempel der Eisenbahnbehörde und 12. Bearzt bei Beanbt, Pflügerfit. 13. Straße 40. 9., 10., 18. und 19. Bezirk bet Thiel, Weserstr. 6. beschlagnahmt, mit deren Benutzung man vollständige Frachtbriefe 93. Abt.( Reusin). Bezirksverfemmlungen in folgenden totalen: 47., 53, herstellen fonnte. Ferner wurden bei ihm drei Frachtbriefe gefun54. unb 60. Bezirk bei Lempe, Leifingstt. 16. 61. und 62. Beziel het zebel, Prinz- Handfern- Str. 54. 69. und 69. Bezirk bei Nifisch, Bietenstr. 40. ben, die bereits für neue Sendungen ausgestellt waren. -74. unb 73. Bezirk bei Stubel, und 71. Bezirk bei Griger, Leffingstr. 9. Benfeftr. 3. 98. Abt.( Reutään). Zahlabende in folgenden Lokalen: 107., 108. und 116. Bezirk bei Laue, Anesebecstr. 34, Ede Hermannstraße. 109., 112. unb 113. Bezirk bei Berthold, Aranolbfte. L- 110. und 111. Bezirk bet Rud, Berg, Ede Ringbahnstraße. affee 66. Tagesordnung: 1. Karl Marr' Leben und Birken. Referentin 121. bt.( Karlshorst). 7 Uhr Mitgliederversammlung bei Suth, Trestow Genoffin, Beer. 2. Einführung in die weltliche Schule. Die Auskunftei an der Haltestelle. Obwohl der Betriebsrat der Dienststelle immer und immer wieder auf Beseitigung dieser Zustände brängt, ist bisher Abhilfe nicht geschaffen worben. Wir fordern aufs neue Einrichtung eines Sanitätszimmers, Stationierung eines Sanitärs, wenn nicht Arztes und Uebertragung des Zeichnungsrechtes an dazu geeignete Personen der Dienststelle Nur bei Bewilligung dieser Mindestforderung fann an die Er. füllung der der Kriegsbeschädigten Fürsorge zugewiesenen sozialen Aufgaben gedacht werden. In diesen Tagen werden in der Leipziger Straße bor Berzweiflungstat einer Mutter. Die 38 Jahre alte Frau Emilie Wertheim und dem Striegsministerium, sowie auf dem Leipziger Blaua vergiftete fich und ihr Töchterchen Elsbeth in ihrer Play und Potsdamer Play, in der Budapester Str., öniggräger Str. und infftr. verfchiedene( insgesamt 9) Bohnung in Reinickendorf, Gladowoftr. 34, mit Gas. Beide courden Ontwirfe für neuartige Haltestellen der Straßenbahn zur Auf- noch rechtzeitig aufgefunden und konnten ins Leben zurüc ftedung gelangen Neben einer einfachen Ergänzung der vorgerufen werden. Während man Frau P. nach der Charité bandenen Haltestellentafel durch Sinaufügung der Nummern der sie brachte, schaffte man das Rind nach dem Krankenhause in Budow. berührenden Linien wird ein neues Haltestellenmuster zu fehen sein, ahrungsforgen fell die unglückliche Mutter zu der Eat gedah in einem weiteren Ausban des vorhandenen Fabnen"-Systems trieben haben. besteht. Daneben werden völlig neue Gesichtspunkte bei den übrigen Eine dreireihige Perlenhalsfèffe ift am Sonntag in' der Zeit Entworfen in Erscheinung treten, dadurch, daß die Haltestellen- und von 8-4 Uhr nachmittage auf dem Wege vom Lügowplaz bis Oberleitungsmaste mit fäulen und obelistenartigen 1 mile is Tiergarten verloren gegangen. dungen verfehen und zu einer ustunftei ausgestaltet Da es sich um ein besonderes Familienandenten handelt, wird werden, die nicht nur die Linienmummern, sondern auch den End- der ehrliche Finder oder Vermittler gebeten, die Stette gegen entpunit sowie zum Teil die Namen der noch zu durchfahrenden sprechende Belohnung bei Bölmer, Maaßenstr. 33, abzugeben. Straßenzüge anzeigt. Sämtliche Entwürfe weisen daneben Freiflächen zur Aufnahme von Retiameanzeigen auf. Bum Teil werden die fünftigen Haltestellen Beleuchtungsmöglichkeiten bieten, die aber vermutlich erst dann werden in Ericeinum treten tönnen, wenn die zeitigen Kohlen und Stromichwierigkeiten überwunden find. Die neuen Andlandspostsähe.. 250 Gramm Mühlenfabrikate zum Breile von 70 Bi. Muf 93" ber Groß Berliner Lebensmittelfarte entfallen Die ausgabe erfolgt obne Boranmeldung in der Beit am Donnerstag, den 10. bis Mittwoch, den 16. März, in denjenigen Berlaufstellen, die allwöchentlich das Brotlartenmehl berteilen. Anfängerkurse in Französisch und Englisch. Auf Grund gable reicher Anfragen teilen mir ben Genoffen mit, daß am 15. März bie legten der angekündigten Abenbfurfe in Französisch und Englisch in der Sprache Gegenüber falf ben Darstellungen über die neuen Auslandsfäße schule für Proletarier für Erwachsene ohne Borkenntnisse beginnen. n wird amtlich darauf hingewiesen, daß in Bufunft ein gewöhn- meldung: Freitag, ben 11., Sonnabend, ben 12., and Montag, ben lider Brief 1,20 m., eine Bottarte 80. und der 14. Mara, abends von 8 bis 18 Uhr, in der Gemeindeschule, Gipsstr. 23a erfte Gewidisiat emer einfachen Drudiache 30 f. fosten( Rahe Rosenthaler Straße). wird. Der Weltposttongreß in Madrid hatte die Gäge feftgelegt für einen gewöhnlichen Brief auf 50, für eine Boftfarte auf 30 und eine Drucksache auf 10 Centimes. Da Deutschland auf der Basis des amerikanischen Dollars in Goldiranfen umrechnen muß, würden fich die Säge auf 5. 3 und 1 M. belaufen. Aus Rücksicht auf das deutsche Wirtschaftsleben hat die deutiche Postverwaltung die Auslandsfäße nicht höber hinaufgeschraubt. Bermutlich werden diefe neuen Auslandsgebühren zufammen mit den neuen, noch durch den Reichstag zu beschließenden Inlandserhöhungen in Kraft treten. Rigsrofes im Stadt- und Borortverkehr. Aus unseren Lefertreiien wird uns folgendes mitgeteilt: Ich hatte auf der 2annieebabn eine Fahrlarte bis Stegliß gelöst, fuhr jedoch bis Lichterfelbe- West, wo ich dem Beamten an der Sperre ertiärte, 20 f. nachzahlen zu wollen. Der diensthabende Stationsbeamte verlangte jedoch von mir eine Geldstrafe von 20 m., beren Baglung ich ablehnte. Daraufhin wurden meine Berionalien Durch einen Polizisten festgestellt und nach etwa 14 Tagen ging mir vom Eisenbahnvorstand Berlin, Tempelhofer Ufer 28, ein Strafmandat in Höhe von 20 M. zu, das innerhalb at Tagen beglichen werden sollte, falls ich mich nicht einer gerichtlichen Berfolgung der Angelegenheit auslegen wollte. Die Beamten haben zweifellos nas thren Dienstvorschriften gehandelt, ich glaube aber, das es iowohl im Interesse des Publifums als auch der Eisenbahnverwaltung liegt, wenn mit solchen Bestimmungen endlich auf geräumt wird. Belanntlich besteht auf der Hoch- und Untergrundbabn schon Lange mit beftem Erfolg das Syftem der Nachzahlungen, woran fich die in der Tat febr schwerfällige Eisenbahnverwaltung ruhig ein Beispiel nehmen fönnte. 1 125. Abt.( Weißenfee). 7% Uhr Sahlabende in folgenden Loralen: 1. Bezirk bet Barbt, Lothringer Str. 39. 2. Bezirk bei Stärke, Charlottenburger 3. He Str. 3. Referent Genosse Müller: Großstädtische Siedlungspolitik, 4. Bezirk bei Gampe, Sichtenberger sirt bei Wiedstrud, Langhansfer. 62. Straße 8. 140. st.( Borgwalbe- Mittenen). 7 Uhr 3ahlabende. Borfigwalde bei Sender, Ernftft, 5. Wittenau bei Albert Schulze, Hauptstraße. 28ilbau. 7 Uhr Mitgliederversammlung im Rafino. Morgen, Donnerstag, den 10. März: 4. Kreis( Prenzlauer Sor), 7 Uht bei Blessin, Stargarder Sie. 3, Abtellungsvorständekonferenz und Kreisvorstand. 16. Rreis( Köpenid). 7% Uhr im Lotal Bayernhof", Rudomer Straße, Kreisvertreterverfammlung. 9. Abt. 7 Uhr in der Schulaula der 50. Gemeindeschule, Reichenberger Straße 44/45, Elternverfemmlung. Tagesordnung: 1. Bortrag über Schul hygiene". Referentin Frau Dr. Foth. 2. Bericht des Elternbeirats. 3. DisLuffion. ilmersdorfer Straße 21. 45. bt.( Charlottenburg). 9. Gruppe: 7% Uhr Zahlebend Bei Reimer, 58. st.( Charlottenburg). 7 Uhr bet Stein, Baffauer Str. 35, Referent Dr. Bechlin: Die Bedeutung der Breffe in der Bolitik". 189. Abt.( Tegel). 7 hr in der Schufaula, Trestomstraße. Referent Arthur Säußler: Die Lehren ber Bandtagswahl". Arbeitsgemeinschaft fozialdemokratischer Citernbeirate des 12. Berwaltungs besiets. 7 Uhr in der Aula des Realgymnasiums in Lonfmig, am Bahnhof, öffentliche Citerneciammlung. Tagesordnung: Die Biden her lette rate. Referent Prof. Oestreich. Wünsche und Anregungen aus den Elternfreifen werden entgegengenommen. Achtung S.P.D. Rollegen, AGG. Brunnenstraße. Nachmittags 3 Uhr wichtige Sigung bei Strüger, Huffitenstr. 34. Es darf niemand fehlen. Alle GeDer Obmann. Achtung, Eisenbahner! 6% Uhr in Haverlands Festfälen, Neue Friedrichtraße 35( Gartenfaal), zusammenkunft aller Mitglieder des Deutschen Etfenbahnernerbanbes, bie auf dem Boden der S.P.D. stehen. Erscheinen ist unbebingt notwendig. Mitgliedsbuch legitimiert. nofen müssen vertreien sein! Der Bund religiöfer Sozialisten hält em Donnersing, 10. März, in der Aula der Elisabethicule, Romitr. 65, abends 8 Uhr, eine öffentliche Berfammlung ab, in welcher Gen. Pfarrer Dehn, Die religiös fozialistische Bewegung behandeln wird. Genoffe Pfarrer Bleier hält Beute abend 4,8 Uhr in der Aula der Railer- Friedrich- Schule, Snejebedstr. 24, am Savignyplak, eine basistische Feierstunde ab. Er wird vorlesen aus Leonhard Frant: Der Mensch ist gut und Jeremias. Eintritt 50 Bf. 1 Deutscher Arbeiter Esperanda Bund. Drtsgrubbe Berlin. Neue Anfängerfurie beginnen im Zentrum Sophien- 2yzeum, Weinmeifterstraße Montag, den 14. Marg, abends 7%, Beiten, Steinmetstr. 78, Mittwoch, ben 16. Mars, abends 7, Webbing. Lütticher Str. 4, Donnerstag, 17. März, abends 7 Ubr. Ontereffenten werden gebeten, fich am ersten Unterrichts. abend zu melden. Berliner Variétés. treterversammlung finbet mit Rüdicht auf die an demselben Sage stattfindende 2. Kreis( Tiergarten). Die für Freitag, ben 11. März, angefette Kreisver algemeine Funktionärfonferenz mit der gleichen Tagesordnung nicht statt. 3. Areis( Webbing). Am Sonntag, ben 18. März, nachmittags 3 Uhe, in ber Sajufaula, Gotenburger Str. 2, Lichtbilderoortrag für Rinder: aus Wilhelm Buschs Becken( Mer und Morig u. a). Der Eintrittspreis für Rinder beträgt 50 Bi, für Gemachfene 1 M. Jeden Freitag nach dem Sahlabenh, 128., 129, unb 130. bt. ebenbs 3 Uhr, bei Roritlowski, Bantow, Floraste. 3, Sigung der Zeitungsfemmiffion, Jugendveranstaltungen. Heute, den 9. März: Capenid: Stippelsh, Schönerlinder Str. 5, Borirag: Kinosthund und Gesundbrunnen: Schule Gotenburger Gir. 2, Ditgliederversamm Raulsbeef: Adolfftt. 25, MitDas März- Programm der Scala murde mit großem Beifall auf: genommen Im Mittelpunkt des Abends steht wieder das Ballett Ghundliteratur". Friedrichshagen: Scharnweberstr. 5a, Mitgliederversamm Charell, in dem sich neben Erit Charell Lena Amfel mehr und mehr lung. zu einem fünstlerischen Mittelpunft entwickelt. Sie hatte diesmal lung mit Bortrag: Rudolid und Ausschau". gliederversammlung. Rönigswafterhansen: Schule Rariftr. 4, MitglieberGelegenheit, in dem Tanz Abruzza" ihre ganze Kunst zu entfalten. rerfammlung. Martenbarf: Gymnasium Raiserstraße, Boricag: Silien Rorben: Schule Putbuser Str. 3/6, Bortrag: Was ift Anarchismus?" Auch die übrigen artistischen Leistungen des Abends waren faft cron Often( Betersburger Viertel): Schule Straßmannftr. 6, Burschenooring: Ge durchweg gut. Die neum Asgards in ihrem Sensations- Schleuder- fahren der Großstadtjugend". Brenzlauer Bazstabt:, Schule Senefelderstr. 6, Stefenthal: Gdjule Raftanienallee, Bortrags Das brettaft brachten Neues auf diefem Gebiet. Bei dem luftigen Maler mitgliederversammlung. Staaten: Gartenstadtschule, Mädchenabend. Sübest( Röpe John Hamilton, der die Musit durch seinen Gesang begleitete, wußte Safentreus man nicht recht, was man mehr bewundern sollte, die Bilder selbst, nider Bierfel): Soule Brangelfir. 128, Bortrag: Die franzöfifche Kommune". Südwest: Sentrafiugendheim Lindenfic. 3, Mitgliederversammlung. oder die Schnelligkeit, mit der sie geschaffen wurden. Jean Cler Beften: Baugewerkschule Kurfürstenstr. 141, Mitgliederversammlung. monts Burlest- Birfus wirfte nicht weniger erheiternd, wie der fomische Jongleur Mac Lure. Die Bären Paul Battys leifteten Außerordentliches, und man fonnte fich überzeugen, daß selbst junge Bären grazios fein können. Bei den halsbrecherischen Leistungen der Gebrüder Klaas offentbarte fich wirklich gute artistische Arbeit, Farbiger Hafenergedent. Am Sielteich in Hamburg hat bei und die Brüder Chorp vereinten Straft und Gefchidlichkeit. Das Nacht der farbige Franzose Babakara, Heizer an Bord des franRegieführung. ganze Brogramm demies in seiner Zusammenstellung eine geschichte zöfifchen Schiffes Soret, den Zimmerer Karl Brandt auf offener Straße angerempeft und durch Bauchschuß getötet. Als er festgenommen werden follte, fchoß er auf die Baffanten und Polizeibeamte. Schließlich wurde er durch drei Schüsse schwerverletzt und in das Hafenfrankenhaus gebracht. Einlaßkarten für die Jugendweihen nachfolgenden Berlaufsstellen au baben: Jugendweihe, Lehrer am 20. März a 2 M. für Erwachsene, 1 M. für Kinder find in bereinshaus, Alexanderstr. 40/41. Adolf Jofeph, R. 21, 23ithelmshavener Str. 48( Beitungs- Zentrale). Walter Rüdiger, Der Wintergarten hat sich für den März hauptsächlich auf den . 58, Lychener Str. 127. Jugendweibe, Mufiterfäle. Stalfer Lanz eingestellt. Man sieht darunter recht annehmbare Sachen, so Wilhelm- Str. 81. Johann Hönife, Müllerstr. 84, Eingang Utrechter bie Tänze von Fiamette Hildegarde- Hilde Aderhold, Elvira René Straße( Beitung Zentrale). Walter Müdiger, 92. 58, Enchener und Wladimir Borongoff. Hervorzuheben sind hier die Tänze des Str. 127. Richard Schröter, NO. 55. Goldaper Str. 9. Jugend- gut trainierten Russen und der sehr hübsche Gamintanz von Hilde teibe, Charlottenbura. Leibniz- Oberrealschule, Schiller- derhold. Die zweite Rhapsodie von Liszt zu tanzen ist dagegen Straße 115. Barteijefretariat, Charlottenburg, Rojinenstr. 4. Jugend- immer ein Risiko und sollte lieber unterbleiben. Gut ist ferner ein methe, Bidenberg, Realgymnafium. Barlane. Baranowefi, tanzendes Spanierpaar, zwei Severus, besonders in einem Apachen D. 112. Nieberbarnimftr. 4, Sof III Baul Hanbelmann, D. 112, tanz. Auch artistisch bietet das Programm Borzügliches, so in erster Beichfelfir. 9. Sof IV. Jugendweihe, se Liems groker Fest Linie den Kugelbalanceaft der zwei Rogges und die Franklintruppe, faat, Berlin, Safenbeide 10. Buchhandlung Borwärts. S. 68, die ihren Ruf als vorzügliche Trampolinspringer aufs neue beweift. Bindenftr. 2. Wendler, Neukölln, Jägerstr. 66( Parteifeftetariat). Vilter Hai, SD. 86, farger Str. 117 IV. Außerdem find Karten flir fämtliche Jugendweihen in Jugendiekretariat, RS. 40, Jn den Belten 23, zu haben. 。 Filmschau. Der Ginängige eine bramattis night angelic? aufgemaste Sache, tourbe in den Della Ristiptelen gum erften ele aufgeführt. Es spielt dabei nach befannten Dufiern ein Traum eine Rolle, der eine Frau Staatsanwalt( Gott, mie modern) auf den eg der Pflicht zurücweift. Rechnet man bas elias zu reichlich Sentimentale ab, is fann man sich mit bem Spiel als Unterhaltung einverstanden erklären, befonders da die Bhoto. graphie auf einer bemerkenswerten obe stebt. Zum Schluß tourbe ein febr hübsches Luftspiel Der eingelöste Schwiegerpapa gespielt. Aus aller Welt. Jm Schlaf von Zwillingen beschenkt. In dem in der Nähe von Frau felt Monaten an der Schlaftrantheit banteber, und der Roubaig gelegenen französischen Städtchen Lannon lag eine 34jährige rat befürchtete, die Frau würde nicht mehr aus dem Schlaf erwachen. Zu aller Ueberraschung wurde die Frau gerade im kritischen Augenblid der Krantheit von einem 3 willingspaar ente bunnen, wobei sie aus bem Starrframpf erwedyte und ich leiblich Augenblid der Kranfheit von einem Zwillingspaar ent bunden, wobei sie aus dem Starrtrampf erwedyte und fich leiblich weiterführten und in ihrem Korbe friedlich schliefen. Mutter unt wohl befand, während die Neugeborenen die Rolle der Mutter Rinder befinden sich im übrigen wohl, und man hat alle Hoffnung die Frau balb völlig hergestellt zu sehen. Emigranten. Rad Ungaben des Leiters der Flüchtlingsabteilung in Konstantinopel verteilen fi bie russischen Flüchtlinge in ver fchiebenen Ländern folgendermaßen: Jnt Gebiet von Konstan inopel( einfdiließlich. Gallipoli und die Insel Lemos) 90.000. n Bulgarien etta 7000. Ju Serbien 81 525. Jn Rumänien 2000 In Griechenland 1742. In Biferta 4585. In Deutschland 300 000. In England 15 000. In Defterreich 5000. In Finnland etwa 15 000. In Eftland 9577. In Frankreich außer Biferta 150 000. In Italien 20 000. Jn Sweden 10.000. Ju der Schweiz 4000. mite utan fich im Zerratheater durch eine Büänenichais, zu einem Baiser 3000. In Bettland 8700. Das sind im ganzen 774 829, cine 3iffer, Terratheater. Durch einen ganzen uit von gutgemeintem Humor In der Licecho- Slowafei 5000. 3n Polen 100 000. Jn Litauen man film hindurcharbeiten. An und für sich ein hübscher Gedante, wenn dia sehr unvollständig sein dürfte, da sich die Zahl der ruinischen er auch nicht neut it, einen braven Provinzler Berlin erleben zu lassen. Flüchtlinge statistisch famt erfaffen läst. Immerhin ist es beber von der obferei der Grimmreiter- Schule hätte fich felbst ein noch unmerkenswert, daß Deutschland als Gastgeber bei weitem an exfter Befangener Reitbufer nicht erbauent faffen, von den lesten Schrei ber Moden tosol auch taum, benn sie waren burghaus vorlegter rel. Bleist Stelle steht. also losgelöst vor allem Bertlofen her Baffermannfilm Die sie bes Cornelius Broumer übrig. Baffermann spielt meisterlich zwei verschiebene Leben leben muß. Freilich löst er dieses Problem, bas ja In den Kleiberwerten Baez Sohn, Chauffeeft. 29/30, merden Donners auch fein Filmproblem ist, nicht reilles. Sein jabes Erwachen bringt auch tag, ben 10., und Freitag, den 11. Mars, morgens, billige Sachen verlauft. das Ende des Doppellebens. Seine guten Mitspieler Margarete Reff, Colette Corder und Klein Rogge geben dem Film neben Baffermann eine zeichnen: Rest Langer spielt die Frau aus Rottbus, bas macht vieles wieder gut. besonders gute Note. Halt, eine Dafe tit in der Südenschau zu ver Gartenkunst am Bahnhof Köllnische Heide. Die neuen Gebäudegruppen unweit des Bahnbois Kölnische Heide haben durch die dort, zum Teil noch in der Entwicklung be. griffenen. neuzeitlichen Gartenanlagen eine charakteristische Belebung erhalten, die in den Sommermonaten noch erhöht werden wird. Mit einfachen Mitteln ist hier durch Künstlerhand ein Bild geschaffen, das sich den bekannten Gartenanlagen Groß- Berlins würdig au die Seite stellen fann. Durch die notwendige Zurüdstellung des weiteren Ausbaues des Schulenburgparts wurden die Arbeiten bis her auf die Blazanlagen vor dem Bahnhofseingang und den Wohngebäuden beschränkt, doch läßt sich das zufünftige Bild bereits in großen Zügen erkennen. Der Babnbofseingang wird durch amei große Byranibeneiben eingefäumt, die mit den weiteren Anpflanzungen von Fliedergruppen und Hängebuchen dem Play ein bestimmies Gepräge geben. Zur Erweiterung des Grünschmude einen von inneren Gewalten gerriffenen Menschen, der unter ihrem Drude find die an die genannten Bläge angrenzenden Bahnböichungen auf der Südfeite bis zum Dammweg mit Gruppen von Blüten sträucheru und Wildrosen verfeben. In der Sonnenallee länge des Schulenburgparts ift eine 16,50 Meter breite Promenaden anlage mit Ra'enstreifen geschaffen, die, ebenso wie die Straße felbst, mit Staftanien bepflanzt ift. 4. Bel der Kriegsbefchädigten- Fürforge, Poftite. 5, herrft, wie uns pom bortigen Betriebsrat geschrieben wird, felt langem eine feltene Auffassung sozialer Fürsorge. Wenn in dringenden Fällen Krant heit, Todesfall die Kriegsbefchädigten oder deren Angehörige in der Fürsorge Rat und Hilfe suchend erscheinen, müssen sie oft stundenGeschäftliche Mitteilungen. tefte ustunft wird ni erteilt. Briefkasten der Redaktion. Seder für den Brief„ Die rote Rebonte. Das 11.%. Kurfizitendamm brachte als Neu- fanten beftimmten Anfrage füge man einen Buchstaben und eine Summer erscheinung Die rote Redoute unter ber Regie von Dans Robe, ein lang bel. ellige Anfragen trage man in der Juristischen Sprechstunde, Lindenstr. 3, 1. Hof part. links, ver. Schrifftade und Berträge sind mitzubringen. hörern feine Spannung auszulösen vermochte In die Hauptrollen teilten Reingartenamt( Siedlungsamt) der Stadt Berlin, N. 28, Klopstodite. 4. atmiger, bielu sprungbait aufgebauter Kriminalfilm, der bei der ZutP. R. 15. Zurzei! find die Mittel erschöpft;, näheres erfahren Sie beim fich Marija Zeilo, Rudolf Forfiet, tejjel Dula und Hermann Ballentin. h. Ein gutes Buch für den gewünschten gwed it: Dr. Bod, Der Mensch som voraus ging ein nettes, harmlojes Luftspiel Endlich ungestört, in in gefunden und tranten Tagen. Bu besiegen durch die Buchhandlung Bow dem Zee Benfert mit viel Humer den litigen Sqrostenoter gab. wärts Die Kronzeugen der Reaktion.it und Kurt Sochaczew( ti über die Höbe Ihres Schadens 3ft vielleicht auch Connenfeld als ihr Vertrauensmann damit in Im Prozeß Sonnenfeld wurde heute der Teil der Anflage behandelt, der dem Angeklagten Hermann Sonnen feld( Bater) Erpressung gegen Georg Sflarz zur Laft legt. Wie die Anflage behauptet, hat Hermann Sonnenfeld Georg Stlarz bei einer Unterredung gewarnt, gegen seinen nach Holland ent flohenen Sohn vorzugehen. mit der Bemerkung, er hätte soviel belastendes Material gegen Stlarz, daß diefer feine ganze Existenz aufs Spiel sege, menn er die Unterschlagung des Sonnenfeld jun. verfolge. Auch die Regierung würde in den Strudel hineingezogen werden. Der Angeklagte Hermann Sonnen feld bestreitet, in dieser Weise Erpreserversuche angestellt zu haben. Es wird Georg Stiarz als Zeuge vernommen. Er schildert die Unterredung mit Hermann Sonnenfeld genau im Sinne der Anklage. Der Zeuge triff fehr worm für den Angallagten D. Frankenberg ein. Er fagt dann weiter: Ich bin auch Lon einem Herrn 3idler angegriffen worden. Minister Haenisch hat schon versichert, daß er mich nie einen Schieber genannt hat. Herr Bidler war in einer Irrenanstalt und man fann ihn daher niemals belangen. Rechtsanwalt Grünspach: Wir wollten ja nur durch Herrn Zidler beweisen, daß in Ihrem Bureau große Unordnung herrschte und unter der Matulatur fich wertvolle Briefe und Schedbücher fanden. Jeuge: Ich habe Herrn Zickler die Makufatur übergeben, damit er sie zum Einstampfen abliefert. Er hatte tein Recht, die Sachen nach Hause zu nehmen und darin herumzuftöbern. Auf eine Frage des Rechtsanwalts Grünspach betätigt der Zeuge, daß seinerzeit seine Gespräche von Offizieren der Gardefavallerie- Schüßendivision überwacht wurden. Mir ist im Februar mitgeteilt worden, eine Gruppe von diesen Offizieren habe mit einem besonderen Apparat nicht nur meine Gespräche, sondern auch sonst die Privatgespräche des Reigspräsidenten, des Reichstanzlers, der unab hängigen Abgeordneten und insbesondere auch des Herrn Rautsin abgehört. Der Urheber dieser Gesprächskontrolle foil der Hauptmann Pabst von Oheimb gewesen sein. Im Reichswehr ministerium soll ein besonderer Upparat aufgestellt gewesen sein, und sobald ein Gespräch der betreffenden Berfonen stattfand, wurde dieser Apparat mit eingeschaltet und der Inhalt des Gespräches sofort steno graphisch festgelegt. Ich habe deswegen den Reichspoftminister Giesberts zur Rede gestellt, der sehr verlegen wurde und erflärte, daß er nichts veranlaßt habe und auch nichts davon wüßte. Rechis anwalt Grünfpach: Ist Ihnen befannt geworden, daß diese Gefprächsüberwachung gegen Sie ausgenügt worden ist? 3euge: Jawohl, sehr. Rechtsanwalt Grünspach: Sogar um Geschäfte zu machen. 3euge: Jawohl, ein Offizier, desjen Bruder noch im Often ftand, hat mir gemiffe zweifelhafte Geschäfte angeboten, die er wird denn weinen Bez.- Verb. Berlin S.P.D. 105. Beairt. 6. bt. Kreis Hallesches Tor. Unser Genosse Franz Schulz Berlin, Mariendorfer Str. 13 Ehre feinem Andenken! Ht am Sonntag verstorben. Die Beerbigung erfolgt am Donnerstag, den10 März 1921, nachmittags 8, Uhr auf dem Garnisonfriedhof Safenheibe Der Borstand. S.P.D. Oberichönewelde. Nach langem Leiden ver fchied unfer langjähriger Genaffe Hermann Hoborn im 87. Lebensjahre. Die Berung findet Don nerstag, den 10. März, 31 Uhr, auf dem hiesigen Gemeindefriedhof statt. Die Genoffen treffen sich 3 Uhr Luisenhof. 174/10 Am 7. März entfchlief fanft nach fchwerem Leiden mein lieber Mann, unfer guter Bater, der Klempner Hermann Schwarz im 68. Lebensjahre. Dies zeigen fiefbetrübt an wwe. Jda Schwarz Offs Schwarz. Berlin N. 54, Den 8.8.21. Brannenstr. 7.[ 32096 Einäfcherung am 12. März 1921. namittags 2 Uhr im Krematorium Gerichtftr. Spezial- Arzt Dr. med. Grütering Haut-, Harn-, Geschlechtsleid. b.Männ. u.Frauen, Blutunters. Invalidenstraße 35, Ecke Chausseestr., Stett, Bhf. Spr. wochentäglich 11-1. 5-7. Spezialarzt Dr. med. Wockenfuß Friedrichstr. 125 Oranienby. Tor. 11-1.5-7 Gonnt. 11-1. Syphilis, Sarn, Frauenleiden Blutuntersuch. Schnelle, fichere, fchmerzlofeHeilg. ahne Berufsstörung. Teilzahlg. abfehnte. Bork: Ste foffen i mitt den Sournalisten| tefo? Seuge: Jh wid nicht näher barauf eingehen. Borts unterhalten und fie veranlaßt haben, irgendwelche Artifel zu bringen. Berbindung gebracht worden? Benge: Men wollte ihn vielleicht 3euge: Bielleicht hat mein Bruder mit ihnen über biefen Punkt als Mittel benutzen, um mir eins auszumtichen, ebenfo mie es bei gesprochen. Ich selbst habe zu jener Zeit einmal mit einem der mir der Fall war. Idy war den Leuten ganz gleichgültig, man Herren Sochaczewitt, ich glaube, es war Herr Kurt, gesprochen. wollte andere treffen. Sch legte ihm mein gesamtes Material vor, er aber lehnte es ab, überhaupt Einblick zu nehmen, und erklärte mir, er handle in einer besonderen Mission. Er jei Nationaljude und vertrete die Intereffen der deutschen Juden. Hinterher habe ich allerdings festgestellt, daß er getauft ist. Es wurde dann darüber verhandelt, ob Ernst Sonnenfeld an die Möglichkeit von Regresansprüchen gegen sich glauben fonnie, was der Beuge bestreitet. Borf.: Wissen Sie auch etwas pon dem Scherbengericht der S.P.D.? Bei der Frage der weiteren Beweiserhebung beantragt Hers mann Sonnenfelb das Seugnis von Frau Wally Zepter barüber, daß er in einer Bersammlung im Herrenhause Scheidemann der Korruption beschuldigt habe. 0 Wirtschaft Die Entschädigung der Reedereien. Das Ablommen, daß 3euge: Ich war ja felbft dabei und wurde Herrn Baumeiffer wifchen der Reichsregierung und den deutschen Reedereien megen gegenübergestellt. Baumeister und Davidsohn und ein demokratischer riak ber Striegefchäden abgeschlossen worden ist, gist die GesamtAbgeordneter, den ich nicht nennen möchte, waren die treibenden lumme, die das Meta zu zahlen baben wird. auf 11,97 Midiarden Kräfte. Man ist fomeit gegangen, Dinge zu erfinden oder durch an, und zwar jest fich diese Summe folgendermaßen zusammen: einen ganz üblen Mann erfinden zu laffen. Ich habe in dem Unter 0,6 Milliarden, die schon im Jahre 1919, ferner 3,17 Billiarden, die fudungsausschuß Herrn Baumeister so in die Enge getrieben, daß im Jahre 1920 den teebereien, zur Berfügung gestellt wurden, er nicht mehr aus und ein mußte. Sonnenfeld ist von Davidfohn weiter ein noch vorhandener, im Befiz der Meederei Treahandund Baumeister für ihre politischen Zmede mißbraucht worden. Der Gefellschaft befindlicher Fonds von 8,5 Milliarden und 4,2 Milliarden, demokratische Abgeordnete hat mich beschuldigt, Hochverrat begangen die vom Reichetage bewiffigt werden sollen. Mit der Summe von au haben, indem ich die Führer der Truppen im März veranlassen 11,97 Milliarden verpflichten sich die Reeder mindestens ein Drittel wollte, die Waffen gegen die Regierung zu erheben. Ich soll mit der früberen handelsflottentonnage, bas find 2,5 Millionen Zonuen fünf Offizieren, einem Grafen Dohna, einem Grafen Bismard u. a., Tragfähigkeit, gu bauen, davon mindestens 80 Broz. auf dentiben alles Herren, die ich gar nicht fenne, barüber verhandelt haben. Man Werften. Die Reeder verpflichten sich weiterhin, daß mindestens 95 Breg hat die Leute im Hotel Esplanade verführen wollen zu falfaen Aus: aller deutschen Reeder dem Bertrage austimmen. it dies nicht der Fal fagen und hat die Niederschriften der Leute sogar umgeändert. io lönnen sowohl das Reich toie auch die Reeder von bem Vertrage Borf: Herr Sonnenfeld jun. behauptet, baß er schon im Januar aurüdtreten. Der Durchschnittspreis für den Bau einer Tonne 1919 in einer Rebe an die Goldaten im Reichstag von Korruption Schiffsraum wird mit etwa 4000 M. angenommen. Sollte fich biefer gesprochen habe. Zeuge: Die Rede hat nichts von Korruption Breis im Laufe der ersten fünf Jahre, in denen das Bauprogramm enthalten. Er sprach davon, daß Christus der erste Sozialdemokrat durchgeführt werden soll. so weit erniedrigen, daß mit den 11,97 war.( Heiterkeit.) Torf.: Hatte Sonnenfeld damals eine führende Milliarden mebr ale 50 Bros. der früheren Handelstonnage wieber Rolle in der S.B.D.? Zeuge: Rein, aber er wollte in Charlotten aufgebaut werden fann, fo find die Reeder berpflichtet, 2 Milliarben burg Stadtverordneter werden. In dem Untersuchungsausschuß der Mart an das Reich wieder zurückzuzahlen. S.B.D. hatten alle nur behauptet, aber sie hatten teine Be weise. Borf.: Herr Eflarz, es wird behauptet, daß Vor dem Staatsbanfrott in Ungarn. Der ungarische Finanz minifter Segebus verfolgt den Blan, den Zinefuß der ungarifchen dichon 1919 Offiziere einen Rechtsputsch geplant Staatsanleihen der bisher 4 und 5 Proz. betrug, auf 3 Bruz. berabe hätten und daß sich daraus die Ueberwachung der Ministerien er aufcßen. Da die ungarischen Staatsanleihen hauptsächlich im Ause tiäre. 3euge: Näheres weiß ich nicht darüber. Charakteristisch lande, besonders start auch in Deutschland untergebracht sind, fo ist aber, daß Hauptmann v. Pabst, der ja einer der Haupt- würden die ausländischen Gläubiger des magharijchen Staates treiber bes Stapp- Butsches mar, die leberwachung angeordnet hatte. gang erheblich geschädigt werden. Im Grunde genommen ist dieser Borf.: Wissen Sie, ob Ihre Perfon mit diesen Gerüchten von einem lan des Finanzministers niets anderes als eine berschleierte geplanten Rechtsputsch in Verbindung gebracht worden ist? 3euge: Bankrotterklärung Ungarns, dessen Kredit damit wohl für längere Das habe ich in Weimar am eigenen Belbe gemerkt. orf.: 18eit verloren geben wird. wenndas Licht ausgeht. Benutzen Sie doch die 6 fachen HEXA Sicherungen Eine Kleine Rechtsdrehung des Deckels genügt und Sie haben wieder Licht. Ersparen Sie sich Aerger, Zeit und Geld. Deutsche HEXA Monopol G. m. b. 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März dieses Jahres, mittags 12 Uhr, in den Räumen der Mitteldeutschen Credit bank, Berlin, Burgstraße 24, stattfinden wird, ergebenst einzuladen. Tagesordnung: 1. Vorlegung der Jahresrechnung und des Geschäfts berichtes für 1920. 2. Beschlußfassung über die Verwendung des Reingewinnes. 3. Entlastung des Vorstandes und Aufsichtsiates. 4. Wahlen zum Aufsichtsrate. Die Aktionäre, welche an der Generalversammlung, teltnehmen wollen, haben gemäß§ 25 des Statutes den Aktienbesitz, hinsichtlich dessen sie ein Stimmrecht ausAben wollen, spätestens am 24. März dieses Jahres bei der Gesellschaftskasse in Neu- Welzow N.-L. ader bei der Mitteldeutschen Creditbank, Burgstraße 24 in Berlin oder bei den Herren Jacquier& Securius, An der Steck. bahn 3/4 in Beriin oder bel Herrn A. H. Wassermann, Burgstraße 28 in Berlin oder bei der Deutschen Bank in Berlin oder bei der Direktion der Disconto- Gesellschaft in Berlin oder bel der Allgemeinen Deutschen Creditanstalt, Abteilung Becker& Co., in Leipzig oder bei einem Notar mit doppeltem Nummernverzeichnis zu hinterlegen und die Stimmkarte, welche zugleich als Eintrittskarte für die 24. bis Generalversammlung dient, in der Zeit vom 31. März dieses Jahres in Empfang zu nehmen. Statt der Aktien können auch die Depotscheine der Reichsbank oder der Bank des Berliner Kassenvereins hinterlegt werden, Die Jahresrechnung und der Geschäftsbericht liegen vom 10. März dieses Jahres ab für die Herren Aktionäre in unserer Hauptverwaltung zur Einsicht bereit. Neu- Welzow N.-L., den 7. März 1921. ,, Eintracht Brannkohlenwerke a. Brikettfabriken.. Der Vorstand. Chemnitzer Strumpihans Berlin, Leipziger Str. 68 1. Etage Unübertroffen in Qualität u. 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Abonn) Volksbühne Theater am Bülowplatz. 7 Uhr: Kabaleu.Liebe Lessing- Theater Heute und Donnerstag 7: Ein idealer Gatte ( Durieux, Götz, Loos) Sonnabend bis Montag 72: Freit. 7: Flamme( Dorsch) Ein idealer Gatte ( Durieux, Götz, Loos) Deutsches Künstler- Theater Allabendlich 7 Uhr: DieScheidungsreise mit Max Adalbert Do. 7: Danton( Auß. Abonn.) Casino- Theater Theater i. d. Königgrätzer Str. 18 Jekaterina Uhr: Iwanowna ( Höflich, Bildt, Dernburg, Pröcki, Römer, Schlegel) Donnerstag: Salome Freitag: Helterer Kunstabend Josma Selim Sonnab.: Heiterer Kunstabend Josma Selim Sonntag: Salome Komödienhaus Das Lothringer Str. 37. Tägl.48 Der neue Schlager! Der Großfürst Ein lustiges Stück aus dem Berliner Leben in 3 Akten. Berliner Humor! Berl. Typen! Sonntag 3: Höllenqualen. 1198 Folies Caprice Linienstr. 132( Orämenb. Tor) Im Séparée Ihr letztes Abenteuer Nacktkultur mit Ferd. 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Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Zentrale Urbanstraße 70 a. Bilanz per 2. Januar 1921. Aktiva. M. Passiva. An Anteiltonto G. E. 6. 1218,20 Per Mitglieder- Guth. m. ., Gespannkonto. Rautionstonto " " Maschinentonto. 4514, 2180, 363,50 " Konto.... 5750, Reservefondskonto 5 100, Spezial- Referve 11 Spefentonfo B 2059, fonds- Konto. .10845,30 Barentonto..... 29 853,64 29 Rautionskonto.. 2000, Spefentonto F 2000, " 17 Darlehnsschuld " Bilanztonto .37 246,30 tonto .28.800, " Gespann- Unt- Kont. 1216,50 17 Unterſtügungs" Raffatonto. 5330,29 fondskonto. 7500, " Dispofitionsfonds. Rontokorrentkonto 37 753,39 tonto .11767,26 97 748,69 Unwiderrufl. 15. u.16. März KinderGeldLotterie 7101 Gewinne zus. Mark 21 Gegründet 1884 Pelzwaren en gros Einzelverkauf 21 Pelzhüte KreuzAlaskafüchse, füchse, Pelzkragen von 100 M. an, Pelzmäntel, Herren Sportpelze 166665 60000 S. Schlesinger Hauptgewinne 30000 Porto und M. 97748,69 Lose zu 3. 60, Liste 1. H. C. Kröger Während des Geschäftsjahres gehörten der Genossenschaft 23 Genossen an mit einer Gesamthaftsumme von 5750. und einem Mitgliederguthaben in derselben Höhe. Die Gesamthaftfumme und das Mitgliederguthaben haben sich gegen das Borjahr nicht vermehrt und nicht vermindert- Das Geschäfts jahr ging vom 29. Dezember 1919 bis 2. Januar 1921. 168/6 Der Borstand. Gustav Tromble. Wilhelm Zinnemann. Der Aufsichtsrat. Hermann Hähnel. Wendelin Hanisch. Nuteisen jeder Art: Rund, Flachs, Quadrats u. Bandeisen, Gas- Siede- Rohre, T- Trägern. U- Eisen, Feldschmieden und Ambosse fofert ab Lager lieferbar Felix Kohls, Berlin C. 25, Dircksenstr. 12, Morigplag 12072 Ede Boltaireftraße Morigplan 12073. Berlin WB, Friedrichst. 192/93 an der Leipziger Str. Klavier kauft fofort( gewerblich) Augenblid, Pallasstr. 8/9. Tel.: Kurf. 5139. Neue Königstr. 21 ( Ordonnanz- Haus) kein Laden, II. 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Shm werden in erster Linie bie fchulärztliche Fürsorge, ferner allgemeine Sygiene, Boltsfrankheitenbekämpfung, ärztliche Untersuchung und Beratung der werdenden Mütter, fowie die hygienische Boltsauftlärung übertragen. Brivatpragis ist nicht gestattet Kreisärztliches Eramen ist erforderlich. Sochherrschaftliche, wenig ge Nähmaschinen auf TeilzahSofaumban 650.00, UmbauChaifelongue Verschiedenes fung. Hahn, Prenzlauer brauchte Jadeitanzüge, Geh plüschsofa, ftraße 20. 49/ 24* rodanzüge, Cutawayanzilge, 200.00 bis 575.00, AuflegeBertrauensvolle Auskunft, Patentmatraßen Reuparzellierung Ostbahn. Smokinganzüge, Fradanzüge, matragen, Siedlungsland mit Sommerpaletots, Hojen. Fries 120.00. Walter, Stargarder langjährige Erfahrung, erfolg gutem Gelegenheits ftrage achizehn. 1799 reidhe, gewissenhafte Behand Die Anstellung erfolgt zunächst als Bertragsangeftelter Gartenboden. C. Maennide, bensqualität. lung. 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Ich bin der Meinung, baß in«ine Erörterung der in London geführten Verhandlungen erst nach der Rückkehr Dr. Simons' eingetreten werden kann(Sehr richfg!) über zu einer Maßnahm«, welche die olliierien Regierungen de- schloffen und bereits in tBirfontteii gesetzt haben, glaube ich»er- pflichtet zu sein, sofort öffentlich und vor aller Welt Stellung zu nehmen, nämlich zu den * Sanktionen. Ich beginne damit, daß ich d'eses Wart in dos richtig« Deutsch über. setz«. 1(Lebhafte Zustimmung.) Sie sind nichts anderes als l?}«- walttat em(Erneute lebhafte Zustimmung.) Die ehrwürdigen Begriffe des Rechts hoben mit diesen Handlungen n chts zu tun. (Wiederholte lebhafte Zustimmung.) Es gibt keinen Rechtsboden für die militärisckren Maßnahmen, welche die oll ierten Regierungen jetzt eingeleitet haben, um einseitig festgesetzte Leistungen von uns zu er- zwingen.(Sehr wahr!) Den Protest, den Dr. Simons schon in London gegen diese Zwangsmaßnahmen erhoben Hot. wiederhol» ich hier namens der deutschen Regierung und namens des deutschen Volkes.(Lebhaftes Vraoo.) Wir stehen einem Rechtsbruch gegenüber, der durch keinerlei juristische Verkleidungen verhüllt oder aar geheiligt werden kann.(Sehr gut!) Ein Rechtsbruch, der durch die Tatsache nur verschärft wird, baß die verantwortlnhen S'aats- männer siegreicher Mächte ihn durch ihren Namen zu decken suchen, daß er begangen wird an einem Lolk«, das kein« Waffen hat, um sich der Gewalt erfolgreich zu widersetzen.(Wiederholte lebhafte Zu- stimmmrg rechts und bei den Regierimgsparleien.— Zurufe der Kommunisten: Kapitalistiscke Politik!) Dieser Rechtsbruch wird auch dadurch nicht gemildert, daß er als Drohung bereits in dem Moment angekündigt worden ist. wo die Entente in den Pariser Beschlüssen ihre unmöglichen Forderungen an da» deutsche Volk formulierte. (Sehr ricktia!) Wir sind uns ganz klar geworden, daß uns in den Pariser Beschlüsien in der Tat etwas rein Unmögliches zugemutet worden ist.(Sehr richtig!) Di« vergangenen Wochen hoben uns in der Ueb«r?eugung nur festigen können, daß der Weg, auf dem die alliierten Regierungen«ine Rcgelimg der europäischen Verhältnisse und«w.e Liquidierung des Weltkrieges anstreben, nimmermehr zu dem gewünschien Ziele fuhren kann.(Sehr richtig?) Wenn er weiter verfolgt wirb, kann die Derwisrung med das Unheil nur vergrößert und vertieft werden. (Sehr richtig!) Glauben wirtlich die alliierten Staatsmänner, daß auf diesem Wege Europa aus der Wildnis herausgeführt werben kann? Ich bin fest davon durchdrungen, daß sie sich durch den»er- wehrten Druck, den st« jetzt auf Deutschland ausüben wollen, nur sich selber Verlegenheiten schassen«erden. Tteat tösunge« werden gesucht werden müsten, die aus der Sphäre nie zu verwirk- lichender Konstruktionen auf den Boden der durch die menschlichen Kräfte bestimmten und begrenzten Möglichkeiten herabführen(Sehr richtig!) und an die Stelle der Gewalt, mag man sie Krieg oder Sanktionen nennen, die Westgeme'nschast des guten Willens setzen. (Lachen und Zuruf« der Komm.: Bon Kapitalisten!) Wir sind bereit gewesen, zu unserem Teil die'en guten Willen zu. betätigen.(Sehr richtig!) Wir haben uns nicht geweigerk, aus d«.� Verlust des Krieg«» die notwendigen folgen cn:? mis zu nehmen. Wir sind uns völlig klar darüber, daß wir lieim Wiederaufbau der West die schwerste Last zu tragen haben würden. Wir haben uns auch redlich bemüht, unsere Gegner von den Gzenzen der Leistungssähigkeit zu überzeugen, die uns nun einmal gezogen sind. .(Zuruf der Komm.: Durch den General von Seeckt!— Gegenruf« rechts: Pftiil Unglaublich!) Es beginnt für dos deutsch« Volk, dos schon unendlich Vieles während des Krieges und seit seiner Beendigung durchzumachen hart«, aberniol» ein»? schwere Zell. IeNt gilt es für das deutsche Volk die Höhe feiner Spannkraft zu beweinst, die Ausdehnung seiner Geduld und seiner treuen Auediuer.(Sehr richtig!) Ich habe das Ber- trauen zum deutschen Bolkel(Bravo!) Vor allem abe» gedenken wer in diesem Augenblick der Teile unseres deutschen Vaterlandes, die wir mit heißer Liebe umfoflen, die von den Maßnohmen der alliierten Mächte betroffen werden. Es wa� �rzerhebend für uns—«s ist ja wiederholt hier zum beredten Ausdruck gekommen—. wahrzunehmen, welcher Geist in diesen bedrahten Gebieten herrscht: der Geist der Enftchlosienheit (Bravo!), der Geist der Ausdauer(Bravo!), der Geist des Mutes, auf sich zu nehmen, wenn es gilt, dem deutschen Doterlande treu zu bleiben?(Stürmischer Beifall.) Wir danken imstren Mitbürgern in den bedrohten Gebieten für dies« herrlichen Zeugnisse vater- ländischer Gesnmungt(Erneuter lebhafter Beisoll.) Wir können ihnen nur imsererseits versprechen, alles zu tun. was möglich ist, um ihr» schwere Loge zu mildern.(Be fall.) ?!och ei» Wort zur Schuld am Kriege. Dr..Simons hat in London berests gegenüber dem Urteil d«r Alliierten an das Uzteil der Geschichre appelliert. Ich glaub« aber, seststelle» zu dürfen, daß da» Urteil schon beute feststellt, daß die Aufbürdung der Schuld ausschließlich ans b>«' deutsche» Schuller» nicht bloß ein« V«r- kennung, sondern«in« Kränkung der Herren Iswvlski und P o i n c 0 r s sowie auch g««isier englischer Staaismönner be- deuten würde.(Stürmischer Beisall rechts und bei de» Rcgierungs- Parteien.) Auch ich Lberwst« da» Urlell der Sefchtchte: ich bin aber der Mewung. daß ste ihr Urteil abzngeben hoben wird ' nicht bloß über di« Schuld am Kriege, sondern auch über dos Diktat de« Verjailler Friedens.(Stürmischer Beisall rechts und bei den Re- gierungs Parteien.) Entgegen den Absichten der Nnobhängigen und Kommunisten. di« unter heftigen Angriffen aus die Regierung sofortige Debatte verlangten, beschloß der Reichstag, die A,»spräche zu verschieben. Klnfrage». Auf«ine Anfragt des Abg. Keil(Soz.) erklärt die Rejsirrung, sie könne den angeforderten Bericht der Prusungskommisiion des Preußischen Kriegsministeriums über die Daimler-knotoren-Gesellschaft irtwl» nicht»erlege», da da» Strafoersahren noch nicht«bge- schlössen sei. Eine Ausfuhr vo» deutschem Zucker nach England(Ansrog' de« Abg. Dr. L e v i, Kon,»,.) ist nicht erfolgt. Ec handelt sich um Durchsuhrzucker, der nur in der englischen Handelspatistik«l« Zucker B jus Deutschland angeführt worden ist. Aus Anfrage des Abg. Löffler(Soz.).»ws di« Reglerung ga tun gtdenft. um den von den Jnmzssc» m» dem GesSugnls befreiten AkSrd« Knpkas, den Polen Mprczik, wieder vor das ordentliche Strafgericht zu bringen, erwidert die Regierung, daß die Entente- kowmission einen besonderen Gerichtshof für Oberschlesien gebildet hat für die Verfolgung aller„durch den Nationalitätenkampf hervor- gerufenen Verbrechen' Diele Verordnung hat die Reichsregierung seinerzeit nicbt anerkannt, ober selbst, wenn sie rechtsgültig wäre. handelt es sich immerhin hier um ein gemeines verbrechen, da per Täter aus Gewinnsucht gehandelt hat. Der deutsche Beooll- möchtigte in Oppeln ist wegen der Befreiung de- Mörders und der Beschlagnahme der Allen nachträglich bei der Kommission vorstellig geworden. Richteramt unö§raaea. (Dritte Lesung dts Gesetzes zur Entlastung der Gerichte.) Adg. Leukheußer(D vp>: Auf keinen Fall sollte die Be° stimnnmg über die Zulassung der Frauen als Schössen und Ge- schworen« in dieses Gesetz etngesührt�werden. Wir Hillen, den in der zweitcn Lesung gefaßten Beschluß rückgängig zu machen. Abg. Gräf(Dnat.): Die Fronen sollen mit der Zulassung warten bis zur Regelung der Angelegenheit beun Jugendgesetz, sonst erleben wir einen Umsturz der Rechtspflege. Won darf die Frauen durch ihre Zulassung zum Schöffengericht nicht einer immerhin «Sglichen Verletzung des Schamgefühls aussetzen. Abg. Frau Dransfeld(Zentr.): Der Geist der Gesetzgebung muß aus die heutige Bedeutung der Frau im öffentlichen Leben um- gestellt werden! bei einer Herauslösung von Einzelfragen aus dem Zusammenhang gibt es aber nur Flickwerk. Die sasortige Zulassung der Fronest als Schöffen ist sachlich gar nicht notwendig. Abg. Frau Dr. Lüders(Dem.): Die Sorge für unser Sittlich- keits- und Anstandsgefühl sollte uns Frauen Überlassen werden. Der Zulassung der Frauen als Geschworene haben wir zugestimmt. Die Vorlage, die diese Forderung oerwirtlicht, muh so zeitig eingebracht werden, daß die Frauen bereits in der Nächsten Schwnrgerichtsperiode einberufen werden können. Abg. Frau Psülf(Soz.): Wenn es«nf die Rechte ankäme, hätten wir heute noch nicht einmal das politische Wahl recht der Frau, das von jener Erst« immer noch als eine romantische Derirrung»«zeichnet wird. Das Schamgefühl der Frauen wird nicht verletzt, wenn sie gegen fcham- lose Dinge st, Gemeinschaft mit den Männern ankämpfen. Das ist eine ästhetisch«, ober keine moralische Bewertung. Gerade die Frauen sind unbe st schlich in Fragen der Sittlichkeit und Volksgesundheit. Durch die Vertretung in öffentsichen Einrichtungen wollen wir ein Verhältnis zwischen Mann und Frau schaffen, durch das die Ge- selllchast gefördert und die dringend notwendige Gesundheit des Volkes herbeigeführt wird. Daher weicht meine Fraktion in diesen Fragen keinen Schritt zurück. Reichsjustizminister Dr. Heinze: Polltisch steht fest, daß die Frauen zvm Dienst als Schöffen und Geschworen« zugelassen werden. Die Frage ilt nur, aus welchem Weg« das juristisch mögllch Ist. Es bieten sich �wei Wege: entweder der, der bereit» vom Reichstag angenommen ist. oder der des Antrages Leutheußer. Gegen den erste» sprechen zahlreiche Gründe, di? Frau Dransfeld bereits in überzeugender Weife dargelegt hat. Die Annahme des Antrags Leutheußer würde keine Verzöge- rung bedeute». Dadurch würde die Sache nur auf ein juristisches Gleis geschoben«erde». Ich bitte m» Annahme des Antrags. Ich hoffe, daß die Vorlage fcho» in de» nächsten Woche» dem Reick>?rat zugehen kann und daß die Frauen bereits in der nächsten Schwurgerichtsperiode einberufen werden können. Abg. Frau v. Oheimb(D. Dp.): Es ist weniger wichtig, daß die Frauen als Schöffen und Geschworene zugelassen werden, als daß sie zu der Frage der.Ablieferung der Milchkühe einheitlich Stellung nehmen.(Sehr richtig!) Abg. Dr. Rosenfeld(U. Soz.): In diesem Reichstage ist nicht einmal für den kleinsten sozialen Fortschritt eine Mehrheit zu finden. Der bürgerliche Antrag will die Zulassung der Frauen als Schöffen und Geschworene aus dem Gesetze herauslossep. Der Abg. Graes behauptete, die Zulassung der Frauen würde eine Umwälzung der gesamten Rechtsverhälmisse mit sich bringen. Ich wünschte, er hätte recht; denn die heutige Rechtspfleg« genießt da, größte Allßtrmre» bei der Arbeiterschaft. Wir brauchen«ine» zuverlässigen Justiz- minister. Nicht im Interesse, der Frauen, sondern im Interesse des ganzen Volkes bitten wir, es beim ersten Beschluß zu belassen. Präsident LSb«: Soeben ist ein Abänderungsantrag Rad- bruch(Soz.) eingelaufen, die Reichsregierung zu ersuchen, baldigst einen Gesetzentwurf vorzulegen, der den Frauen den Zugang zum Schöffen- und Geschworenenamt eröffnet. Frau Zieh(U. Soz.): Wir haben die Behandlung nicht ver- gessen, die uns Frauen früher von den bürgerllchen Parteien zuteil geworden ist. Abg. Brodaus(Dem.): Es Handell ssch heut« nicht darum, ob man Gegner der Frauenrechte fei oder nicht, sonder» darum, auf welchem Wege man zum gemeinsamen Ziel kommen kann. Durch di« heutig« Ankündigung der Novell« wird der Antrag siberslüssig. Abg. Frau Vsüls(Soz.) begrü>ü>et eine Entschließ, mg. wonach zu dem im K 99 Absatz 2 der Reichsgewerbeordnung genannten Bor- ständen usw. auch Fraue» zugelassen werde». ver Antrag Leothäuser(D. Ap.) auf Streichung der i» der zweiten Lesung beschlossenen Zulassung der Frauen zum Schössen- und Geschworenenamte wird in namentlicher Abstimmung mit 183 gegen 14g Stimmen bei 2 Stimmenthaltungen angenommen. Dagegen stimmen sämtliche Sozialisten und vereinzell« Demokraten! i» der Gesomtobstimmung wird das Gesetz gegen die Unabhängigen und Kommunisten angenommen. Ferner angenommen»erden'die Entschließungen aus Erweiterung de« Güieverfohrens, und die Eni- schließung Leuthänser(D. 2p) mit der Erwettenmg„die allgemeine Zulassung'. Darauf wird di« Etatberatung beim Neichsschatzministerium sortgesetzt. Abg.«ahmaua(Soz.): «ir begrüßen den Abbau der Kriegsgesellschasten, die keine Daseinsberechtigung mehr habe». Der Neuaufbau unserer Wirt» schast muß in gemeinwirtschottlichen Formen geschehen. Dabei haben wir sISlkste» Mißtrauen gegen die versöalichkest de» Herrn Reichs- schatzminister» von Raumer. Herr»o» Raumer hat zu Beginn seiner Tätigkeit«ine loyale Durchführung da Elektrizität»geseßes zugesagt. Der vorliegend« Entwurf bedeutet aber eine Lzeranssorde- rung aller Kreise, die für ein« Gemeinwirtschast eintreten. Cr übertrifft noch die schlimmsten Erwartungen. Nach dem Entwurf shll der notwendig« Zusammenschluß der Elektrizitätsgesellschaften im Wege freiwilliger Entschließung vollzogen werden. Der Einfluß der Arbeiter und Beamten Ist auf ein Minimum beschränkt, obwohl auch gerade sie dl« wertvollst«» Faktoren zu einem Wiederaufbau darstellen. Auch Abgeordnet« müssen in den maßgebenden Körper- schasten sitzen. Der Einfluß da Reichswirtschaftsrates und der B«- jtrtawlrtschaftsrSt« ist ganz untergeordnet. Erst kürzlich ist ein bis- her kommunal verwaltetes sächsisches' ElektrtzitZtswert in die Hände de« Herrn S t i n n es übergegangen! Ich Haft« den Reichsschatz. minister persönlich gebeten, den Berka«? zu unterläge», aber er hat von seiner Befugnis zw» B«bat kisinen Gebrauch gemacht. Durch diese, verkauf ist leider der giganllsche Eiufkuß de» Herrn Ski»«» noch gesteigert worden. Immer tiefer greifen seine polypenartigen Anne in das deutsche Wirtschaftsgebiet hinein, Er begnügt sich nicht mehr mit seiner Wirtschaftsprovinz: er braucht est, König- reich für seinen Totendrang und für dl« Unterbringung seiner un> geheuren Gelder. Auch das gemeinwirtschoftlich verwaltet« B o ch u m e r Eleftrlzltätswerk wirb sich in kurzer Zett dem großen Stinneskonzern anschließen müssen. Wirftchaftskönige sind aber auch gewohnt, außergewöhnliche politische Rechte zu beanspruchen. Da» haben wir neulich bei der Schiffstaufe in Flensburg gesehen. Dar Reichsschatzminister hatte die Uebornahwe jenes Elektri- zstStsmerkes durch Stinnes oexhlndern müssen, wir gönnen dem Handwerk einen recht goldenen Boden, aber große Reichsbetriebe dürfen nicht zu feinem Gunsten aufgelöst werden: das wäre ein Wirt- fchaftlicher Rückschritt. Dem Techniker gebührt größere Beröckstchligung In der Berwallung: er ist beim Wiederaufbau der deutschen Wirt- ichoft schlechthin unentbehrlich. Bei der Behandlung des Kahn- Vertrages schien die Rechtspresse dem Wiederausbauminister zunächst den sogenannten Antisemitenorden verlcihcn Zu wollen. Wir müssen es natürlich ablehnen, daß zwischen Verträgen differenziert wird, die mit Juden oder mit Nichtsuden abgeschlossen werden. Doch nachher kam es im Reichsschatzministeriun, zn einem Frontwechsel. Durch die Behandlung des Falles von den Kerkhosf haben es die Herren von rechts verwirft, hier als Sittenrichter mifzittrcten. Die Firma W o g n e r, an der Herr van den Kerkhoff interessiert ist, wollte statt Kahn mit den Deutschen Werken ins Geschäft kommen. Es handelt sich um eine Art poliiisch-wirlschafftlche Erpressung, und van den kerkhoss Hai sein Mandat mißbrauchk. wie ja überhaupt die Herren von rechts gern die polittiche Pistole erheben. um wirtschaftliche Erfslss? zu erzielen, heute ist die ganze Kahn- Angelegenheit eine geplatzte Leisenblase. Duntle Mächte scheinen an der Arbeit gewesen zu sein, um durch die Zerschlagung der Deutschen Werke die Anmöglichkeil von Svziaiisierungsversnchen zu beweisen. Wir verlangen ganz entschieden»an der Regierung. daß sie olle» stst, um eine Besserung der Lage der Deutschen Werke herbeizuführen/ Die reichscigenen Betriebe müssen von Reich und Ländern durch genügende Aufträge unterstützt werden.(Der Redner kennzeichnet darauf Mißstände bei anderen reichseigenen Werken und verlangt dringend Besserung.) Der Wahrheitsapostel Bruhn hat zu dem bellebten Agitationsfutter Heu und Stroh gegriffen. Es handelt sich um die bekannten Futterschiebungen bei der Heeres- Verfolgung. Man will sagen, daß nur unter sozialdemokratischen Ministern derartige Schiebungen möglich waren. Man fallt« auf der Rechten lieber vor der eigenen Tür kehren. Vom Minister v. Raumer hege ich nur d i e Erwarhrng, daß er die Wirtschaftsentwlcklung. die wir Sozialdemokraten uns zur Aufgabe gemacht haben, unter- bindet. Mittwoch 1 Uhr: Unabhängig« Interpellation über die Kali» teuerung, Weiterberotuna. Reichsministerium des Innern. Schluß Sb» Uhr.__ Steuerfreiheit üer Spekulationsgewinne! Im Steuerausschuß des Reichstags hielten es die Regierungs- Parteien im Verein mit der äußersten Rechten für klug, ohne jede Rücksicht auf die durch die neuen Ereignisse aefqaffen» außen» und innenpolitische Lage Beschlüsse zu fassen, die nicht einmal unter völlig konsolidierten Verhältnissen gerechtfertigt werden können, die heute aber geradezu unverantwortlich sind. Der Antrag der Regierungsparteien, die Erfassung der Be»- äußerungsgewinn e und der einmasigen Svetulations- gewinn« durch die Einkommensteuer zu streichen, fand die begeisterte Zustimmung des Abgeordneten helfferich und wnrd« namentlich von den, Volksparteiler Becker gegen den scharfen Widerspruch der Genossen Keil und S i m o n- Schwaben sowie des Unabbängigen Dr. H e rz mit großem Eifer verteidigt. Die Vertreter der Reichsfinanzverwaltung, die im vorigen Jahr die jetzt angefochtenen Bestimmungen in das Gesetz hineinbrachten, fanden sich mit der Streichung ob; ihr Wunsch, wenigstens doch die einmallgen Spekulakionsgewinne der Besteuerung zu unterwerfen, fand bei den Regierungsparteien keine Beachtung. Der Antrag wurde gegen die Stimme» der beiden fozialdemokrattschen Parteien angenommen! Noch toller war der Antrag der Regierungsparteien, gewiss« außerordentliche Einnahmen, darunter solche aus außer- ordentlichen Waldnutzungen, ohne Rücksicht aus ihre höhe nur mit 19 P r o z., wenn es sich um Waldnutzungen infolge„höherer Ge- wolt" handelt, sogar nur mit S P r o z. zu versteuern! Alle noch so gewichtigen Einwände der Genossen Grub er, Keil und des Unabhängigen herz prallten ab an der festen Absicht der auch hier von helfferich unterfftitzten Regierungspartelen, gerade den leistungsfähigsten Steuerpflichtigen— und das sind heute die Waldbesitzer— weitgehende Vergünstigungen zu gewähren. Auch dieser Antrag wurde gegen di« sozialistischen Stimmen ckn- genommen. Nach diesen Leistungen wagten es die bürgerlichen Parteien nicht, den sozialdemokratischen Antrag abzulehnen, der bestimmte Kriegsbeschädigtenbezüge bis zum Betrage von 8000 M. freilassen will. Dieser Antrag fand einstimmig? Annahme. Die Steuerfreiheit für Beitrüg« zu politischen Zwecken wurde gegen die Stimmen der Rechten aufgehoben, für Beiträge zu wissenschaftlichen, ftmillerischen, kirchlichen, gemein- nützigen und mildtätigen Zwecke» bleiot sie bestehe», soweit die Beiträge S Pro;, des Einkommens nicht Übersteigen. Ein Antrag herz(11. Soz.), wonach aus Anlaß dieser Steuer- sreiheit keine Senkung des Steucrtarifs für das verbleibend« fteuer- Pflichtige Einkommen eintreten sollt«, wurde von allen bürgerlichen Parteien abgelehnt. Die Vestimmungen über da» Voran- lagungsjahr fanden im»esentlichen nach der Regierungsvorlage Annahme. verkümmerte tzeereskammerv» Der Wehrgefetzausschußdes Reichstages Hortet vm Dienstag die zurückgestellten?? 9 und 10 betr. die Heerestammer». Auf Anfrage PS dem Ausschuß über die Erfahrungen, die bisher mit den Heereskammern gemocht stnd, antwortete der Reichswehr. minister, daß die Heerestammern als Organisafton gedacht se en. i» der die ReicheweHrangeHörigen ihre wirtschaftlichen Interessen vertreten könnten. In den ersten Togen hoben fi» sich auch mit Fragen befaßt, die nicht zu ihrer' Zuständigkeit gehörten. Das ist aber später unterblieben und die Kammern haben sich später bewährt. — Ejn Abönderungsontvag der Sozialdemvtraten und der Unob- hängigrn will die§S 0 und 10 wie folgt abändern: � .Als beratend« und begutachtende Körperschaft wird eine aus ollgemeinen, gleichen, direkten und geheimen Wahlen nsssv den Gnmd'ätzen des Derhältniswohliystems hervorgegangene Heeres- und Marinekammer gebildet. Die, Kammer gibt sich ihr« Geschäfts» �ordnung selbst. Sie hat das Recht, ,u ollen, Heer oder Marine betreffenden, Gesehentwürfen. Verordnungen. Dlenstvo'-sch'-'ften. Verfügungen Stellung ,» nehmen, soweit sie n cht den Waffen- dienst betreffen. Di« Beschlüsse der Kammer sind dem Reichs- wehrminister und dem Reichstage unverzüglich zur Kenilt» u i s zu bringen' In her Aussprache zeigte sich Uebereinstimmung harLb-r, daß d'e Best'mmutzlfen der Regierungsvorlage etwas dürftig stnd. Die Redner der Rechten lehnten aber den Aittrag der ivzia- listische» Parteien als zu weitgthend(!) ab.— Minister G e ß l« r will erst einmal die Erfahrungen abwarten,«che über die Regierungsvorlgge hinausgegangen werde. Der Antrag der sozia» tistischen Parteien wurde abgelehnt mst Ausnahme der Forde» rung. daß di« Belchlüsse der Kammern dem RcichZwehnuinister und dem Reichstag unverzüglich zur Kenntnis zu bringe» sind. Anperde'm wurde, e'n Antrag angenommen, wonack die Kammern dem Reichswehrministerium unmittelbar unterst-llt werben, und endlich ein Antrag, wonach die verfas'una und Zuständigkeit der Heere«- und Morinekammern durch ein besondere» Reichvgelech geregeit werden sollen. Der 8 9 wird mit diesen Bender nngen angenommen. Damit war die eiste Lesung des Entnwl? beendet. In der zweiten Lesung wurden die ersten 21 Paragraphen des Ge- setze» entsprechend den Beschlössen der ersten Lesung unverändert onaenwnrac«.)-, Hente abend: Mitgliederversammlungen in den bergegebenen Freitag, den 11. März: Allgemeine Junttionärtonferenz Sonntag, 13. März: Flugblattverbreitung in Groß- Berlin Mitgliederversammlung werde bestimmt Mittwoch stattfinden. Obleute und Vertrauensmänner jämtlicher Brauereibetriebe! Gewerkschaftsbewegung Donnerstag früh fönnten die Bertreter der Arbeitnehmer Befcheid Donnerstag, den 10. März, abends 6 Uhr, im Klubhaus, Ziegel. Gesinnungsschnüffelei der Metallindustriellen! Das hiesige Ortsfartell des Afa- Bundes übersendet uns ein anfcheinend geheimes Rundschreiben des Verbandes Berliner Metallindustrieller, welches sich mit der Ründigung der Lohnfäße der Angestellten beschäftigt. 17 Aus der Partei. haben. Zu diesem vorläufigen Bescheide bemerkte Schuls, bas ftraße 2 1. Berfammlung fämtlicher Obleute und Bertrauensmänner das Ultimatum allerdings etmes furz gewesen sei, und daß es der Groß- Berliner Brauereibetriebe. Es handelt sich um endgültige wohl nicht angängig wäre, die Möglichkeit einer weiteren Berhand. Stellungnahme gegenüber dem ablehnenden Berhalten der Unter lung beiseite zu schieben. Für den Fall, daß nach Erschöpfung nehmer. Des Mitgliedsbuch eines Afa- Berbandes dient als Ausweis. aller Berhandlungsmöglichkeiten die Unternehmer feine Sugeständ nie machen, hat der Berbandsvorstand befchloffen, einen dann eintretenden Streit zu fanttionieren. Nach der sehr leb haften Debafte wurde beschlossen: Den Unternehmern wird Dieses Rundschreiben enthält, wenn auch in verschleierter Form, bis Donnerstag Beit gelaffen zu neuen Berhand. Zur Nachahmung empfehlen. Die Kölner Parteigenossen Richtlinien, in welcher Beise man sich den freigewerkschaftlichen lungen, die bis nachmittags um 5 Uhr eingeleitet sein müssen." erhöhten den wöchentlichen Beitrag auf 1 Mart für Die besonderen Angestellten gegenüber verholten soll. Es zeigt zugleich, in welch Sollten die Unternehmer in ihrer Mitgliederversammlung jebwebe männer und 50 f. für Frauen. besonderer Gunst die Mitglieder der gelben Angestelltenverbände weitere Berhandlung ablehnen, so ist für Freitag früh mit dem Wahlbeiträge fallen in gufunft fort. bei den Industriestellen stehen. Bon Bestimmungen des Betriebs- Streit zu rechnen. rätegesetzes und von Artikeln der Reichsverfassung, die die Koafitionsfreiheit schützen, scheinen die sonst so rechtskundigen Herren des Berbandes Berliner Metallindustrieller nichts zu wiffen. Bir lassen das Rundschreiben unverkürzt folgen: Nr. 5 vom 5. März 1921( B. B. M. J.). Kündigung der Tariffäße des Angestelltentarifvertrags durch den Allgemeinen freien Angesteütenbund, Ortskartell Groß- Berlin. Auf die vom Allgemeinen freien Angestelltenbund erhobenen und von uns bereits bekanntgegebenen Forderungen ist dem AfaBund auf Beschluß der Vertrauenstominiffion som 23. Februar 1921 geantwortet worden, daß seine Forderungen abgelehnt werden und daß fich infolg dessen Berhandlungen erübrigen. Nach § 15 Biffer 4 des Tarifvertrags vom 28. Juni 1820 haben wir als Tarifpartei die Berechtigung, bei Kündigung des Rahmenver trags oder der Tariffäße auch die Kündigung der anderen Ange stelltenverbände, mit denen der Tarif abgefchloffen ist, als erfolgt anzusehen. Eine derartige Erklärung haben wir in der hierfür vorgesehenen Frist nicht abgegeben. Am Donnerstag abend 7 Uhr findet wieder in den Arminhallen( blauer Saal) eine MitGliederversammlung der Branche statt, die zu den eventuellen Zugegültig Stellung zu nehmen hat. Heber die Frage: Streit oder nicht? ständnissen oder zum ablehnenden Berhalten der internehmer endwird dort geheim abgestimmt werden. Der Streit der Hamburger MetaMarbeiter. Hamburg, 8. März( TU.) Eine Massenversammlung der Aus. ständigen der Metallarbeiter in den Landbetrieben der Eisenindustrie beschäftigte sich mit dem Ergebnis der letzten Terhandlungen mit den Arbeitgebern. Es wurde allgemein betont, daß nach dem wenig entgegenkommenden Berhalten der Arbeitgeber gegenüber den berechtigten Forderungen der Arbeiter von einer Beendigung des Rampfes nicht die Rede sein fönne. Es wurde dann auch nach furzer Aussprache einstimmia beschlossen, den Kampf nicht eher abzubrechen, als bis die Arbeitgeber weitere Zugeständnisse gemacht hätten. Die Bersammlungsleitung teilte dann noch mit, daß von dieser Woche an eine erhöhte Streitunter st.ügung gezahlt werde. " Soziales. Abban der wirtschaftlichen Demobilmachung. Die Rottg in Kr. 109 des Borivärts" unter der Ueberschrift Arbeitsnot und Freizügigkeit" ist ein Schulbeispiel dafür, wie Denn die aus Gelegesbestimmungen nicht gemacht werden sollen. dem Reichsarbeitsministerium gemeldete wesentliche Einschränkung der Freimachung von Arbeitsstellen ist, ehe die Erhebungen aneinend eingeleitet wurden, in einer Beise erfolgt, die einer gänz lichen Aufhebung gleichkommt. # Durch die Verordnung über die Beendigung der wirtschaftlichen Demobilmachung vom 18. Februar 1921( Reichsgefegblatt Nr. 19, Seite 189) ist nämlich angeordnet, daß bis zum 31. März 1921 die von den Stommunalverbänden errichteten Demobilmachungsausschüsse Mit ihrer Auflösung fäßt aber die Verordnung aufzulöjen ſind. vom 25. April 1920 betreffend Freimachung von Arbeitsstellen ( Reimagefegblatt Mr. 92, 1920, S. 708 ff in fich zusammen. Nach ic nb bie Demobilmachungsausschüsse diejenigen Stellen, welche Die fich aus Borstehendem ergebende Rechtslage ist nunmehr Neuregsung der Ueberschichtenfrage? Bei den Verhandlungen die Freimachung von Arbeitesteñen durchzuführen haben. Die die folgende: Der Tarif für Angestellte in der Fassung und mit den Ge über eine vorläufige Neuregelung der Ueberiieten Demobilmachungelemmisiare, haben dabei nur als übergeordnete haltssäten vom 28. Juni 1920 gilt zunächst weiter, weil er dom frage im Bergbau, die demnädyt in Effen fortgefeht werden sollen, Inftans mitzuwirken, die in der Hauptfache über Beichwerden bes Reichsarbeitsministerium für allgemein verbindlich erklärt werden handelt es sich, wie die Frankfurter Zeitung" zu melden weiß, vor treffend Anordnungen der Demobilmachungsausschüsse auf Anruf ift. Diefe allgemeine Berbindlichkeitser2lärung erstrect fid) jedoch allem darum, einen Ausgleich zu finden zwischen dem Berlangen ber zu entiseiden und dann ihre Entscheidung dur zuführen haben, nicht auf den Schiedsspruch vom 21. Dezember 1920. Dieser Arbeiter nach Abschaffung der feit einem Jahr eingeführten Ueber einesfans aber von vornherein zu solchen Anordnungen befugt find. Schiedsspruch hat vielmehr lediglich die rechtliche Wirkung eines fchichten und der Notwendigkeit, bie Roblenprobuftion so hoch ie Rech Auflösung der Demobilmachungsausschüsse besteht tatsächlich zwischen denjenigen Parteien geltenden Tarifvertrags, die diesen irgend möglich zu halten. Vielleicht wird man dazu gelangen, an die feine Instans mehr, die berugt in, Anordnungen auf Grund der BerordBertrag abgeschlossen haben. Es besteht also für unsere Berbands. Stelle der zwei halben Ueberschichten, die bisher wöchentlich ver- nung vom 25. April 1920 zu treffen. Wohl heißt es in der neuen Ver firmen eine Berpflichtung zur Zahlung des Gehaltsmehrbetrags fahren wurden, eine täglich gleichmäßig zu leistende ordnung: Die Landeszentralbehörde oder die von ihr bezeichnete gemäß Schiedsspruch vom 21. Dezember 1920 nur denjenigen Ar- Mehrarbeit zu sehen, wobei, wie man annimmt, eine fürzere Stelle fann die einem Demobilmachungsausschusse verbleibenden beitnehmern gegenüber, welche ebenfalls Mitglieder der Ber- Gesamt arbeitsdauer genügen würde, um die bisherige Aufgaben einem anderen Ausschuß übertragen, unter dessen Mite tragspartei sind, d. h. welche dem Gewerkschaftsbund der Produktion aufrechtzuerhalten. gliedern sich eine gleiche Anzahl von Arbeitgebern und ArbeitAngestellten, dem Gewertschaftsbund der kauf= Der Deutsche Vortierverband hieß am 6. d. M. feine General- nehmern befinden muß." Es ist aber falich, daraus zu schlußmännischen Angestelltenverbande und dem Berverfammlung ab, die die Neuwahl der Sektionsleitung vorzunehmen folgern, daß dort, wo andere Ausschüsse Aufgaben der Demobilband der katholischen Vereine ermerbstätiger hatte, die folgendes Resultat ergab: Einstimmig wurde Kollege inachungsausschüsse übertragen belommen, damit alles beim alten Frauen und Mädchen Deutschlands angehören. Tacheube als 1. Sektionsleiter gewählt; Rollege Rosinsti erhielt bleibt. Denn rechtlich sind ihnen die Befugniße der Demobildem der Afa- Bund hinsichtlich der Gehaltsläge als Vertragspartei als 2. Sektionsleiter die Majoritôt. Einstimmig wurden auch die machungsausschüsse nur in bezug auf verbleibende Aufdurch feine Kündigung der Gehaltsläge ausgeschieden ist, besteht Kollegen Schreiber als 1. und alterftein als 2. Shrift gaben übertragen. Es müffen alio einige zu erledigende Aufgaben den Mitgliedern des Aia- Bundes gegenüber eine derartige Ber- führer gewährt; auf Kollegen Didert fiel die Wahl als Delegierter in Wegfall getommen sein, und das fönnen nur die in bezug auf pflichtung nicht mehr. zur Drisverwaltung. Freimachung von Arbeitsstellen sein. Wenn nun im Reichsarbeite Selbstverständlich ist es nicht angängig, Angestellte, welche rm brachte eine Mesolution ein, die von der Ortsverwaltung minifterium jetzt erst die Meinung der in Betracht kommenden n Mitglieder des Afa- Bundes find, jest ohne weiteres um die ihnen fordert, daß fie ihre Taftit nach dem bekannten offenen Brief der stanzen darüber eingeholt wird, ob die Verordnung über Freizufolge des Schiedsspruches vom 21. Dezember 1920 gewährte Zu- B.R.P.D. einstellt. Ein Antrag des Kollegen Ortmann auf madung von Arbeitsitellen in den Großstädten mit besonders unlage in ihrem Gehalt zu verfürzen. Hierzu ist vielmehr eine Uebergang zur Tagesordnung" wurde gegen sehr wenig Stimmen günftigen Arbeitsverhältnissen aufrechterholten werden solle, jo Ründigung des Arbeitsverhältnisses erforder angenommen, was die Kommunisten veranlaßte, laut protestierend tommen diese Erhebungen sehr verspäter. lich. Eine Empfehlung, berartige Ründigungen vorzuneh- ben Saal zu verlaffen. 28er die Berordnung vom 18. Februar 1921 oberflächlich liest, men, möchten wir nicht aussprechen, jedoch meifen wir ausbrüd Auf nach Mestau! Die italienischen Gewerfidhaften halten zur ist allerdings leidt geneigt anzunehmen, daß damit vorläufig wenig lich darauf hin, daß bei Neueinstellungen von Angeftellien, die dem zeit in Livorno ihren Rongres ab. Roch einer Meldung der geändert ift und selbst die Demobilmachungsausschüsse in anderer Afa- Bund angehören, eine Berpflichtung zur Zahlung der durch Frankfurter Zeitung" fiegten hier, wie auf dem Sozialistentag, die Form vorläufig teieber aufleben fönnten. Dies anzunehmen, widerSchiedsspruch vom 21. Dezember 1920 erhöhten Gehälter nicht be- Anhänger Mostaus mit großer Mehrheit. spricht aber dem Wortlaut ber beiden Berordnungen, wie schon vor steht, diese vielmehr nur Anspruch auf die Säge des Tarif Eine Arbeitsgemeinschaft für den Maschinenbau ist am 7. März stehend nachgewieſen iſt. vertrags vom 28. Juni 1920 haben." gegründet worden. In dieser sind die nachgenannten Organisationen Freilich, eine Aufhebung irgendeiner Berordnung ist zunächst zufammengefchloffen. Auf Arbeitgeberseite der Berein deut- nicht ausgesprochen. Erst mit dem 81. März 1922 sollen die An fcher Maschinenbauanstalten als Spigenorganisation aller wirtschaft ordnungen der Steicheministerien und der übrigen Demobilmachunge lichen Fachverbände des Maschinenbeus; auf Arbeitnehmer- Behörden auf Grund der die wirtschaftliche Demobilmatung be Leite: Arbeitsgemeinschaft freier Angestelltenverbände( Afa), Zen- treffenden Befugnifie außer Strait treten, sofern nicht der Geiez tralverband der Heizer und Moschinisten, Deutscher Wertmeisterner- oder besondere Anordnung ein früherer Zeitpunkt bestimmt ist. band, Gemertschaftsbund der Angestellten, Gesamtverband deutscher Offisiell besteht deshalb die Verordnung betr. Freimachung von Angestelltengewertschaften, Chriftlicher Metallarbeiterverband, Ge- Arbeitsstellen auch noch über den 31. März 1921 hinaus, da aber die Träger derselben, die Demobilmachungsausschüsse, verschwinden, Die Lohnbewegung im Nahrungsmittelgroßhandel. wertverein deutscher Metallarbeiter(.- D.). Die Lohnforderungen der im Nahrungsmittel- Großhandel Der internationale Kongrek der Roten Gewerkschaften ist nach hängt die Berordnung in der Luft und kann ihre Wiederbelebung nur durch besondere Bestimmmmgen erfolgen., tätigen Arbeiter und Arbeiterinnen sind bekanntlich durch den von einer Mostauer Meldung auf Antrag verschiedener Landesorganiuns mitgeteilten, sonderbar begründeten Schiedsspruch pure ab- fationen auf den 1. Juli verschoben werden. Bekleidungsarbeiter ber 6.9.9. Freitag 7 1hr in Englischen Sof, Alegan gelehnt worden, worauf eine Bersammlung der Arbeitnehmer ein berstraße 27b, Bersammlung. is gegitimatis fext Mitgltebstarte oder Ultimatum zu Dienstag mittag beschlossen hatte. Gestern abendbuch des Verbandes und der 6.3.3. Mitglieder, die der S.P.D. nicht an waren nun die Arbeitnehmer auf Einladung des Transport geboren, jedoch durch ein Mitglied derselben legitimiert werden, haben gleichDie S.p.D.- Betriebsräte. arbeiterverbandes wieder äußerst zchlreich versammelt. Der falls Butritt. Zentralnerbanb bez Angestellten. Spedition: Scute abend 7 Uhr MitgliederGeftionsleiter Schulg berichtete, der Geschäftsleiter der Drgani versammlung, Brachtfäle Alt Bern, Blumenstr. 10. sation der Arbeitgeber habe auf das Ultimatum dem Berband fol gendes mitgeteilt: Der Bunsch nach neuen Berhandlungen, die bis zum Dienstag mittag abgeschlossen sein sollen, lasje fich aus prat tischen Gründen nicht durchführen, da der Vorstand zu weiteren Verhandlungen über Lohnerhöhungen erst die Ermächtigung einer Diese Mitgliederversammlung der Arbeitgeber einholen müsse. Wir erfahren, daß der Afa- Bund zur Beilegung der entstandenen Differenzen das Reichsarbelisministerium angerufen hat. Es dürfte interessant sein zu beobachten, in welcher Weise diese behördliche Stelle ihre Entscheidung fält und wie fich der Verband Berliner Metallindustrieller nach dieser Entscheidung zu verhalten gedentt. " Deutscher Transportarbeiterverband. Donnerstag, den 10. März, abends 6 Uhr in total von Witte, Boftstr. 29, für ade in der Damenhüte und Bugbranche beschäftigten Robeginnen und Rodegen Gruppenverjanimhung. Chemische Branche. Gruppe Berbanditaffe: Donnerstag, den 10. März, abends 7 Uhr, in Wilkes Festfälen, Sebastian str. 39, Gruppenversammlung, Gektion 5. Funktionäre, die auf dem Boden der Amsterdamez Internationale fiehen, treffen fidh zu einer sehr wichtigen Eizung am Donnerstag, den 18. März, abends 8 Uhr, im total von Bollfläger, Adalbertsit. 21. H. B. Meranno, für den redalt. Teil: Dr. Berner Beijer, barlottenburg; für Anzeigen: h. Ginde, Berlin. Berlag: Berteärts- Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Bor wärts- Buchdruderet d. Beriassanftalt Baul Ginger a. Co., Berlin, Lindenftr. S. 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In einer alten orientalischen Bibliothek ist ein Dokument gefund.worden, das ganz genau mittellt, wer Jesus Christus war: ein Bundesbruder des Essäerbundes, einer Art Freimaurervereinigung. Es ist der Bericht des Aeltesten dieses Bundes in Jerusalem an den Aeltesten in Alexandrien. Ein christlicher Priester versuchte bei der Entdeckung das Dokument zu vernichten, da sich die ganzen mystisehen Wundergeschichten auf einmal ganz natürlich erklären. Die Vernichtung geiang ihm aber nicht. Dieser Bericht ist von Ferd. Schmidt ins Deutsche übersetzt. Kein Denkender wird das Werk anbefriedigt aus der Hand legen Preis Mk. 6,50 und Mk. 1,10 fr. Nachnahme. Gr. Bücherkatalog gratis. Albrecht Donath, Verlag, Leipzig 42 Sie sparen Seife da Seife überflüssig bei Benutzung von Persil das selbsttätige Waschmittel Preis das Paket nur M. 4.Hersteller: Henkel& Cie., Düsseldorf