mi $0|H Nr. 125«ZS. Jahrgang ftusgabe � Nr. 54 Bezugspreis, W«etiI>Air>.Z0� M.. mmuul. Vi.~9L toi ins Haus, voraus zahlbar. Post» btjng; Monatlich 10,— M. eutlchl. Kl- ftellungszebühr. Unter Kreuzband für Demschlanb und Oesterreich>0�0 M. für Das übrige Ausland bei tiiglich ewmal. Zustellung 2lfO M. Poktde- Nellungen nehmen an Oesterreich. Ungarn Tichecho-SIowalel. Mine- m'srl. Holland. Luxemburg. Schweben >ait) die Schweiz.- Eingetragen in die Post-Zeitungs-Preisliste. Der.Vorwärts� mü der Sonniags- beilage.Boll und Zeit* nnb der Unterhaltung sbetlage �eimwelt� erscheint «vchentäxli» zweimal, Sonmag» und Äontaz» einmal. Telegramm- Abreffei �Sozlalbenlatrol Ocrll«". Morgen Ansgabe Berliner Dollt�blnN Anzeigenpreis, Die achtgespaliene RonvareMegetl» kostet iJM Di.„(tleine Anzeige»- da« setigedruckt» Wort IJW M(zu- Uissig zwei fettgedruckte Wortes, jede» weitere Wort L— 31 Stellengesuche und Sch lasstellenanzeigen das erst» Wort U— M.. fedes wettere Wort «0 Pig. Wort» übet 15 Buchstabe« zählen für zwet Worte. ffaimIien-A»- zeigen für Abonnenten Zeile 3,— 3t Die Preise oerstehen sich einschließlich Tcuerungstuschlag Snzeigen Mr die nächste Dummer wüsten dt» A Ahr nachmittags im Hauptgeschäft. Berlin SW 68, Linden- itraße a, abgegeben werden. Deöstnet von i» Uhr früh bt» 5 Uhr abend». ZcntvaXovgxn der fozialdcniohrati Tcben parte» Deutschlands Redaktion und Expedition: SW b8, �indenstr. Z Acrusprecher: Am» Morivplag, Nr. ISIS«— ISlS? Die pariser Kammer über ionöon. Paris, IS. März.(WTB.) In der heutigen Kammersitzung wurde trotz des Antrages von Briond und Doumör, an erster Stelle einige eilige kleinere Gesetzentwürfe zu erledigen, sofort zu den Interpellationen über London übergegangen. Briand erklärte jedoch, daß die Regierung erst am Donnerstag reden werde, da an diesem Tage d i e Minister anwesend sein könnten, die den Präsidenten der Republik auf seine Reise begleiten. Als erster Interpellant sprach Abg. Henessy: Sind die„Sank- tionen" augenblickliche Zwargsmittel oder dauernde Pfänder? Selbst in England habe die Regierung stch vorbehalten, die Grundlage der 40-Proz.-Steuer abzuändern. Es sei n i ch t s i ch e r, ob Italien, Belgien und Japan die gleiche Maßnahme einführten. Auf alle Fälle ober könnten diese Länder nach ihrem Gutdünken verfahren. Das sei ein unsicherer Zustand. Anstatt, daß Deutsch- land Anstrengungen mache, um den Alliierten zu liesern, werde es seinen- chandcl nach Rußland leiten. Deutschland könne in Rohstoffen und durch seine Arbeit zahlen. Ministerpräsident Briand erklärt«, in London habe Simons einen derartigen Borschlag gemacht, aber nur sehr unbestimmt. Wenn die französische Regierung iyn angehört hätte, so hätte sich daran eine Diskussion geknüpft, die vielleicht jetzt noch nicht beendet sein würde.(Einmarschieren hilft schneller I Red.) Abg. henesiy: Das mag wahr sein. Aber wir und die Alliierten kämmten doch Wünsche über die Lezahlungsart formulieren.(Abg. Erefpel. unterstützt von drei anderen Abgeordneten aus den Nord- departements, warf dazwischen, in den verwüsteten Gebieten se, alle Welt der Verwendung deutscher Arbeiter feindlich gesinnt. Di« Zustimung zu dieser Maßnahme komme nur von der äußersten Linken.) Hennefsys weiter» Ausführungen wurden oft unter. brachen: er konnte sich nur mühsam Gehör oerschassea. Zum Schluß sagte er: Denn die Allierten die Zahlung in Natura ablehnen. dann wird der französische Schatz darunter leiden. Der Notenumlauf wird sich oermehren, dos Papiergeld wird entwertet. Abg. Eochin(Komm.) verlas eine Erklärung, wurde aber lebhaft unterbrochen. Er protestierte gegen die Lelasiung französischer Streitkräfte in Cilicien und Syrien. Wenn Deutschland nicht ent- wafsnet sei, so fei das die Schuld der herrschenden Klasien in Deutsch- land und Frankreich.(Großer Lärm. Rechte und Mitte be- gleiten- Ausführungen des Redners mit ironischem Lachen, seine Worte Oteiben unverständlich.) Schließlich sagt er, er weigere sich, der Regierung in ihren militaristischen Unternehmungen zu folgen. Abgeordneter Dntreil(Partei Arago): Die Entwaffnung Deutschlands ist der Hauptpunkt: denn der Wille zum Frieden herrsche weder beim deutschen Volke noch bei den Regierenden in Deutschland. Deshalb müsse die Tätigkeit der interalliierten Kon- trollkommisiion verlängert werden. An zahlreichen Beispielen suchte Dutreil zu beweisen, daß Deutschland den Friedensvertrag verletze. Er verlangte deshalb eine Abänderung des Vertrages von Versailles, um so mehr, als die im Vertrag vorgesehene eng- tische und amerikanische Zusammenarbeit mit Frankreich nicht be- steh«. Abg. Auriol(Sozialist): Der Grundsatz der Reparation im Ver- trag ist"gerecht und mäßig. Aber sobald dieser Grundsatz in die Tat umgesetzt werde, entständen Schwierigkeiten. Was jetzt fehle, sei die inkernakionale finanzielle Sosidariläi. Gewiß seien die deutschen Vorschläge in London lächerlich ge- wesen, aber die Alliierten hätten vor dem Dllemma gestanden, ent- weder einen Rabatt zu gewähren oder zu Zwangsmaß- n a h m e n zu schreiten. Man müsse die Berichte der(deutschen? Red.) Sachverständigen kennen lernen, um sich ein Urteil bilden zu können. Er begreise, daß Deutschland das Ergebnis der Volks- abstimmung in Oberschlesien abwarten wolle. Auf alle Fälle beginnt der bewaffnete Friede mit den Gewaltstreicheu wieder. Düsseldorf ist ein Ausgangspunkt. Wo ist das Ende, etwa im Ruhrgebiet? Wie wird die Abgabe von den deutschen Lieferungen oerteill werden? Soll jeder Staat die Steuer behalten, die er einkassiert, oder sollen die Beträge der Reparationskasse überwiesen werden, um nach der bekannten Skala verteill zu werden? Das englische Gesetz über diese Maßnahme sei einfach zum Schutz des englischen Handels bestimmt, damit deutsche Erzeugnisse nicht nach England kommen könnten. Wenn eine Zollinie am Rhein entlang aufgeführt werden sollte, dann würden die Rohmaterialien und die Fertigprodukte doppelt mit Zöllen belegt. Abg. Auriol sagte weiter, wenn man die Rheinlande schone, dann werde man nur schwache Ergebnisse erzielen, die nichts einbrächten. Man werde aber Berlin eine Handhabe geben, um mit Stetigkeit gegen die Verbündeten zu protestieren und wer solle schließlich die Kosten für das Vesatzungsheer und für die Zollbeamten bezahlen? Würde nicht von den ISO Millionen Goldmart, die die deutschen Zolleinnahmen brutto einbringen sollen, viel durch die hosten verloren werden? Schon schätze man die Besatzungskosten seit dem Wafienstillstand auf viereinhalb IMl- liardcn Papierfrank. Sie hätten großen Teil der deutschen Zahlungen absorbiert. Der sozialistische Redner fragte deshalb, ob man nicht, anderwärts die dreißig Milliarden für den Wiederauf- bau und dt« Pensionen finden könne. England und Amerika hätten nicht das gleiche Bedürfnis wie Frankreich, ihre schwebenden Schul- den zu verringern. Man habe in dem Reparationsproblem nicht nur ein finanzielles Moment, sondern auch ein wirk- schaskfiches zu suchen. Einzelne Sachverständige sagten, Deutschland könne zahlen, andere sagten: nein. Die verschiedenartigsten Ziffern wurden genannt. Wenn Frankreich sich in Fertigprodukten bezahlen lasse, dann werde es seinen Handel ruinieren und die deutsche Konkurrenz stärken. Wie käme man zu einer praktischen Lösung? Das, was Abgeordneter Hen- n e s s y vorschlage, die Zahlungen in natura und iu Arbeitsleistung, werde die Arbeitslosigkeit verschärfen- und kein Geld einbringen für die Zahlung der Pensionen. Man müsse ein internationales Wiederaufbauangebot machen, an dem die Geschädigten, die Unternehmer und die Arbeiter beteiligt seien. Das Betriebskapital für dieses Unternehmen müsse durch eine internationale Anleihe unter Mitarbeit von Amerika aufgebracht werden, dann könne Deutschland nicht mehr über seine Zahlungsunfähigkeit klagen. Ein derartiges Unternehmen fei schwer in die Tat umzusetzen, aber es sei würdig in Anbettacht des wichtigen Wiederaufbauplancs. Nach dem Abg. Auriol sprach der Abg. Durosour von der radikal-sozialistischen Partei, der über die Kompromißverhandlungen Aufklärung wünschte. Nach seiner Red« wurde die Debatte auf morgen mittag ver tagt. N 20 tNilliaröen bis 1. Mai! Dl« wiedergulmochungskomwifstou fordert bis l.Mal 20 Mllli- erben Goldmart. auf die erst« MiUiarde« geleistet seien. Deutscher Berechnung zuiolge haben wir bereit» 21 gezahlt t Jlam dem tjefti parisien- werden die seht van Deutschland endgültig geforderten Beträge die in den pariser Beschlüssen genannten Summen noch übersteigen. taut.Vena' hat der französische Geschäftsträger gestern»ach- mitlag dem Staatssekretär von Hornel eine o fizlelle Beschwerde seiner Regierung über die von General v. S e e ck t vor den Offizieren und Beamten de» Reichswehrmlnisterlum» gehaltene Rede überreicht. .De Venple-, der mit bemerkenswerter Ausdauer für die deutsche RUtarbeit beim Wiederausbau Rordsrankreich» eintritt, teilt mit. daß p a e p l o w im taufe dieser Woche au der Rund- fahrt der Internationalen Eewerkschaflskommission durch die Srieg»- aegendeu teilgenommen habe und daß 0 u d e g e e si als Ergebni» dl�er Studienreise der Oefientlichkeit einen Plan zur prak- tischen Lösung de» Wiedergutmachungsproblems durch eine internationale Aktion der Arbeiter unterbreiten werde. Wie die Dresdner Bank aus London ersäbrt, hat die Regie- runq im Parlament erllärt. daß sie eine KonfiSkalion deS deutschen Eigentums, speziell der Bankgulbaben nichl beabsichtige, und daß ihr früherer Verzicht auf die Rechte unter§18 unberührt weiterbestehe. Lloyd Georges bekannter Privatfekretär Philippe Kerr soll wegen der.Sankiionen' diese Vertrauensstellung aufg.-ben. „Manchester Gna'dian- meldet, daß die 100 früher deutschen Schiffe, welche diese, Tage öffentlich zum Berkaut angeboten wurden, nicht einen Köuier fanden. E« bestehe Grund zu der Annahme, daß, wenn sich nicht bald Käufer melden, die Regierung daS Verkousverbot nach dem Ausland auiheden und wahrscheinlich Deutschland erlaubt werde, zurückzutaufen. Laut.Temp»- hat der in Düsseldori kommandierte fran- zösi'che General Gaucher erklärt: Außer Düfleldorf. Duisburg und Ruhr ort haben wir noch einige andere Orte, nameniltch Mei- derich und Hamborn, aus strategischen Gründen besetzen müssen. Unser Vormarsch ist bi« südlich Rating«» gegangen und weiter nördlich bis zum Bahnhof westlich Ober Hausen. Wir halte« |n somit die ganze Eisenbahnlinie zwischen Düsseldorf und Duisburg rr fl sowie das zwischen dieser Bahnstrecke und dem Rhein gelegene Ge- biet besetzt. D>e Wiederbeietzung deS Bahnhofs Rödelheim bei Frank- surt a. M. wird boffeiiilich den neuen deulschen Uebersall auf Frankreich wirksam verhindern! Tirol stimmt ab! Innsbruck. IS. März.(lelunion.) Gegen die Volk». abstimmung über den Anschluß au Deulfchlaud. die am 2t. April durchgeführt werden sali, hat die Bundesregierung En- spruch erhoben. Die Parteien de» Tiroler Landtage» beschlossea, die Landesregierung zu beauftragen, der Bundesregierung zu ant- warten. daß keine Ursache dafür vorhanden sei. die Volk»- abstimmung als nuzulSssig zu erklären. Ver Tiroler Landlag wird die LaudesHauptmannschast beauftragen, die notwendige« vor- b e r e i t n n g e u für die Volksabstimmung zu tteffeu. Werden nun die Vorkämpfer des SelbstbestimmungSrechteS feine theoreiifche Ausübung in einem.selbständigen Staat- gewaltsam verhindetn?_ Ein furchtbares Urteil. Wegen der Vorgänge b«m Dezember-Generalstreik in Oslawa bei Brünn(Tschechoslowakei) wurden verurteilt die Kommunisten Prohasta zu 9 Jahren, Koubelak zu S Jahren. Robotka zu 7 Jahren, der ältere Kapetschek zu 8 Jahren, der jüngere zu 2 Jahren, der Redakteur der„Ravnost-, Karl Dotova zu 10 Jahren schweren Kerkers, der zweite Redakteur der„Rovnost-, Burian, ebenfalls zu 10 Jahren, der Legionär Morel zu 8 Jahren, Sobotka zu 8 Jahren, Skala zu 8 Jahren und Krasny zu 6 Jahren Kerker: außerdem mehrere Angeklagte zu einigen Monaten bis zu einem Jahre. Ein Artikel des Prager„Rüde Pravo-, der stch mit den Urteilen beschäftigte, wurde konfisziert._ Walter Stöcker. der als reichsdeutfcher Moskowiter an dem Reickienberger Gründungsparteitag derdeutschböhmischenKommunisten teilnahm, ist ausg-wiese» wurde». Vonvärts-Verlag G.m.b.H., SW öS, Ondenstr. 3 Fernsprecher, Am» Morttzplav, Nr. ll7S3— S<1 Talaat Pascha. Von Erwin Vorth. Durch das aufsehenerregende Verbrechen, das am Diens- tag dem Leben des ehemaligen türkischen Großwesiers Talaat Pascha ein blutiges Ende bereitete, wird die politische Auf» merksamkeit erneut auf die Türkei gelenkt. Talaat Pascha ist in verblüffend raschem Aufstiege be- rcits in sehr jungem Alter der höchste Würdenträger des tür- tischen Reiches geworden. Er ist ein Mann von seltenen staatsmännischen Fähigkeiten gewesen. Unter seiner polfti- schen und Enver Paschas militärischen Führung stand die Tür- kei durch den ganzen Krieg hindurch bis zu seinem Unglück- lichen Ende fest aus der Seite Deutschlands. Unter dem Druck der Entente ist von der der Niederlage folgenden türkischen Regierung Talaat Pascha in contumaciam zum Tode verurteilt worden. Seit dieser Zeit ungefähr lebte er in Berlin in taktvoller Zurückgezogenheit. Der Mörder ist ein persischer Armenier. Die Motive der Tat sind noch nicht bekannt, aber es scheint keinem Zweifel zu unterliegen, daß das Verbrechen in ursächlichem Zusammen- hange mit den Armeniervertreibungen während des Krieges unter der Staatsleitung Talaat Paschas steht. Es scheint sich um einen nationalistischen Racheakt zu handeln. Der Charak- ter des Verbrechens, das sich gleichzeitig auch gegen eine Frau richtete, ist ein Merkmal für die Art innerer Kämpfe im Orient. Die Armeniergreuel, die zusammen mit den Schauer- mörchen über angebliche deutsche Greuel in Belgien von der Cntentepropaganda ausgenutzt worden sind,, lasten sich aus der von der Zivilisation und überdies von der großen Distanz gemilderten Atmosphäre Westeuropas sehr schwer beurteilen. Es ist sicher nicht richtig, alle Schuld an den unglücklichen Vorkommnisten in der Türkei auf der e i n e n Seite zu suchen. Das primitive Niveau der orientalischen Völker macht die grausame Härte im nationalen und religiösen Kampf ver- ständlich. Daß sich selbst geistig höher Stehende und europäisch gebildete Menschen diesen ursprünglich wilden Regungen des Blutes nicht zu entziehen vermögen, beweist gerade dieser Mord. Es gibt gewiß keinen Menschen, der die großen Lei- den des armenischen Volkes im letzten Kriege verneinen und ihre Urheber entschuldigen kann. Aber sie sind aus der all- gemeinen orientalischen Perspektive und aus der Geschichte der türkisch-armenischen Gegensätze und Kämpfe zu erklären. Man hat Talaat Pascha persönlich für die Armeniergreuel verantwortlich gemacht. Es wäre richtiger gewesen und ge- rechter, in diesem Falle die Persönlichkeit des Ermordeten nicht mit seinem Amt als Großwefier zu verschmelzen. Rur wenn man berücksichtigt, daß Talaat als der Leiter des tür- kifchen Staates und unter den besonderen politischen Kriegs- Verhältnissen seiner Zeit zu politischen Maßnahmen gegen die Armenier gelangt ist, die dann allerdings in übertriebener Schärfe angeordnet und unter der Kriegspsychose mit ver- urteilenswerter Grausamkeit von ausführenden Provinzorga- nen durchgeführt worden sind, nur wenn man berücksichtigt, daß im Zustande des fortdauernden Friedens es nach der Kenntnis der türkischen Verhältnisse der letzten Jahre und der Persönlichkeit Talaats zu keinerlei Zwangsmaßnabmen ähnlicher Art hätte kommen können, oermag man in diesen Dingen richtig zu urteilen. Daß sich die Dinge in den Köpfen der Armenier wenige? leidenschaftslos widerspiegeln, ist begreiflich. Die Tat ist, wenn sie als nationaler Racheakt sich herausstellt, aus einer überhitzten, aber durchaus verständlichen Auffasiung von den Armeniergreueln zu erklären. Aber sie ist so wenig zu ent- schuldigen, wie das entschuldigt werden kann, was während des Krieges in Anatolien gegen zahllose Armenier verübt worden ist. Möglicherweise spielt bei dem Attentat auch die Erregung über die neue Entwicklung der Ententepolitik gegenüber der Türkei eine Rolle. Nachdem Talaat die Türkei verlassen hatte und von der politischen Führung und Beeinflussung seines Landes vollkommen ausgeschaltet war, haben seine Freund«. an der Spitze der energische Kemal Pascha, einen äußerst erfolgreichen Widerstand gegen die antitürkische Vernichtung?- Politik der Entente organisiert. Die Alliierten haben sich ge- zwungen gesehen, angesichts der Selbstbehauptung der tür- kifchen Nationalisten und der großen Gärung in der moham- medanifchen Beoölkening ihrer Kolonien, selbst die Initiative zur Aenderung des Friedensvertrages von Sdores zu er- greifen. Die vorgeschlagene Revision ist von den Türken ab- gelehnt worden, weil sie namentlich die Abtrennung eine? selbständigen armenischen Staates vom türkischen Reiche nicht anerkennen wollten. Es ist ziemlich wahrscheinlich, daß die türkischen Streitkräfte stark genug sind, eine Vertragsänderung zu erwirken, die auch in der armenischen Frage den Vertrag von Stores umwirft. Damit würde Armenien wieder unter türkische Oberhoheit kommen. Die Annahme allerdings, daß Talaat Pascha die treibende Kraft der nationalistischen Armee sein könnte, wäre absurd. well dieser nach allen Wahrnehmungen sich in Respektierung des deutschen Gastrechts vollkommen aus der türkischen Po- litit ausgeschaltet hat. der Rekchs-Saboteur. Müncheu, 15. Man-(Eigener Drahlberichl des.Vonväris'.» Ret der Lerakunq der inneren Verwaltung im Landtage erklärte Lahr, an seinem Standpunkt in der Einwohnerwehrsroge sestznhalten. Er lobte Escherich, Kanzler und Pöhner als Erhalter der Ordnung. und sprach gegen die Ausdehnung des Reichszentralismus auf die inuerbayerlsche Verwaltung: man müsse die Augen offen halten. Rur die Lauern verträten den nationalen Gedanken, der die Mederaus- richtung verbürge. Die ganze Rede war voll Eigensinn und jenem speziellen urreattionären Lagerndünkel. Kohr forderte deuMch zum Widerslaad gegen die Entwaffnnng aus. Bayerischer Partikularismus. Der Reichsrat stimmte in seiner DienStagfitzung dem Reederei- abfindungSvertrag nach dessen Annahme durch den Reichs- tag zu. Zu einer Entschließung:»Der Reichsrat spricht die Er- Wartung auS. daß die gemisibte Kommiifion es grundsätzlich der- meiden wird, in die Z u st S n d i g k e i t der Länder ernziigreifen. und die» nur insoweit tun wird, als es für die Durchführung der tkommisfionSarbeiten notwendig ist\ erklärte der bayerische Be- vollmächtigte Dr. v. Preger namens Bayerns, diesem Vorgehen nicht zustimmen zu können, da doch Uebergriffe in die Rechte der Länver erfolgen könnten. Nachdem Staatssekretär Dr. L e w a l d erklärt hatte, daß die Reichsregierung selbstverständlich nicht über den Rahinen der Reichsverfassung hinauSgreifen und im Sinne der Entschließung wirken werde, wurden die AuSschußvor- schlage gegen die Stimmen Bayern» angenommen. Schwarz-weiß-rote EhrabschneiAer. Das übel beleumdete.nationale" Blättchen„Das freie Wort" in Essen sinnt seit der kläglichen Abfuhr, die es sich bei seinen Verleumdungen gegen die Genossen Severins, Haenisch und tseine geholt hat, aus Rache an den verhaßten sozialistischen Mi- nistern. Der Dummejungenstreich eines Königsberger Gesinnungsgenossen des.Freien Worts", der— wie der.Vorwärts" mitteilte— den Hut des Minister» Haenisch versteckte, liefert den Stoff zu der neuesten Gemeinheit. In Dichterischer" Form wird mitgeteilt, der Kultusminister habe sich— was fttbstredend frei erfunden ist— in Königsberg so sinnlos betrunken, daß er den Verlust feines(von jenem völkischen Helden gestohlenen) Hutes erst am anderen Morgen bemerkt habe. Daß der Minister Haenisch sich da- durch verächtlich gemacht habe, wird ihm am Schluß dieses schmutzigen Ergusses ausdrücklich attestiert. Wie wir hören, hat Haenisch bereits die nötigen Schritte zur gerichtlichen Belongung des Blattes getan. Wir hoffen, daß sich der gleichfalls in den Schmutz gezogene Königsberger Polizei- Präsident Gen. L ü b b r i n g diesen Schritten anschließen wird und hoffen weiter, daß unsere Genosien sich diesmal nicht wieder durch dos Gnadengewinsel der in die Enge getriebenen Verleumderband« oer- führen lassen werden, auf ein« Verurteilung zu verzichten. « Wegen Beleidigung des Oberbürgermeisters Scheidemann ftatt, sich gestern vor der 2. Strafkammer des Landgericht» II der Kaufmann K am ecke aus Schöneberg zu verantworten. Wie seiner- zeit berichtet, war K. von derselben Strafkammer wegen B e l e i- digung Scheidemanns zu 3 Monaten Gefängnis, ferner wegen einer Salvarsanschiebung und unerlaubter Aufbewahrung von Militärsachen zu töü M. Geldstrafe verurteilt worden. Das Reichsgericht hatte dieses Urteil aufgehoben und die Sache zur nochmaligen Verhandlung an dl« Vorinstanz zurückverwiese«. In der gestrigen Verhandlung wurde der frühere Zahlmeister P i r w i tz vom Wochkommando der Kommandantur vernommen, der bekundet«, datz der Angeklagte tatsächlich behauptet habe, Scheidemann habe an einer Spritschiebung mehr als 1 Million Mark verdient. Für den Fall, daß er bei einer Beschlagnahm« des Saloarsans hochgehen soll«, würde er 6l> Kriminalbeamte und oerschiedene Persönlichkeiten aus der Regierung hochgehen lasten. Der frühere Führer des republikanischen Schutztruppenregiments Liebe, Leppien» bekundet«, daß er beim Angeklagten einen großen Posten Salvarfan und auch Waffen beschlagnahmt habe. Auch dieser Zeuge b« st ä- tigte die erwähnten beleidigenden Aeußerungen. Nach längerer Verhandlung, in der die Verteidigung vergeblich versuchte, die Glaub- Würdigkeit der beiden Belastungszeugen anzugreisen, kam das Ge- richt wieder zu einer Verurteilung des Angeklagten zu einer Gefängnis st ras« von 3 Monaten. vor öer Abstimmung. In einem der Sonderzüge befand sich«ine in England wohnende Obersckilefierin. Sie hat die weite Reise mit allen ihren Unbequemlichkeiten nicht gescheut, um in die Heimat zu eilen. Die Züge weisen eine sehr gute Besetzung auf. Um nicht entläuscht zu werden, mögen die in Oberschlesien eintreffenden Abstimmungsbe- rechtigten sich nicht wundern, wenn sie nicht festlich empfangen, von ihren Angehörigen nicht erwartet und von Helfern nicht unter- stützt werden. Die Interalliierte Kommission hat das verholen. Vor der Bahnhofshalle werden die ankommenden Reisenden Angehörige, Helfer und jede weitere Unterstützung vorfinden. Ab- stimmungsberechtigte dürfen ihre Papiere nach der Grenzkon- trolle keinem Menschen zeigen, geschweige� denn übergeben. Be- amten der Abstimmungspolizei(Apo) gegenüber ist. auch wen« sie deutsch sprechen, äußer st e Zurückhaltung und vorficht ge- boten. Gestern hat die Abstimmung der stimmberechtigten Straf- gefangenen aus dem Reich in Oppeln stattgefunden; sie der- lief ohne jeden Zwischenfall. Wiener Eisenbahnbeamte überwiesen 2400 Kronen für die deutsche Abstimmungsarbeit. Zum Einreiseverbot gegen Fimmen-Jouhaux. Wie Jouhaux im.Peuple" mitteilt, hatte das französtiche Ministerium des Aeußern noch am 28. Februar in Pari» wisien lasten, daß der Einreise der internationalen Gewerkschaftsabordnung nach Oberichlefien nichts im Wege siebe. Erst in B« r l i» weigerle sich das französische Konsulat, die Päste Jouhaux' und seiner Be- gleiter zu visieren, und zwar unter Berufung auf eiue außer- ordentliche Anweisung von Oppeln. kaklowlh. 15- März.(Eig. Drahtbericht de« �Vorwärts".) Laut „Gazeta Robowicza"(Arbeiterztg.) haben die polnischen So- zialisten vergebens von L e R o n d Aufhebung de» Einreiseverbots für die Internationale Gewerkschaftskommissiou gefordert: er berief sich auf Weisung des Obersten Rates, wonach---- jetzt in Oberschlesien kein Platz für irgendwelche politischen Diskussionen oder Konferenzen fei._ 15 Sänüe Mten! Die Zusammenstellung der Akten de» Auswar kl ge« Amtes zu den Ursachen des Weltkrieges ist nach mehr als einjährige? Arbeit abgeschlossen; die Drucklegung der ersten Lände, die im wesentlichen den Zeitraum von 1873 bi» 1901 umfasse«, ist im Gang: mit dem Erscheinen des Gefamtwerk» van voraosflchtUch 15 Länden ist im Laufe de» Zohres sicher zu rechnen. Die deutschen Dokumente zum Kriegsausbruch, die in vier Bänden von S ch ü ck i n g und Graf M o n t g e l a s auf Grund der Kautekyschen Sammlung vor Jahresfrist erschienen, beginnen bekanntlich mit dem Mord von Sarajewo. Dem Kabinett, das den Auftrag zur Beröffentlichung erteilte, war schon damals klar, daß dieser willkürliche Einschnitt in den Lauf der Ereignist« nicht end- gültig sein könne. So wurde zunächst als Mitverfasser de» in Versailles überreichten deutschen Weißbuches über die Schuld am Krieg und genauer Kenner der englischen Politik Professor A. Mendelssohn. Bartholdy mit der Auswahl der zu veröffentlichenden Akten aus der älteren Zeit betraut; ihm traten im Frühjahr 1920 Dr. Johannes Lepjius und Dr. Friedrich Ihimm«, der kürzllch ein Buch zur Reinwaschung de» Krön- Prinzen veröffentlicht«, zur Seit«. Die Beröffentlichung läßt, abge- sehen von den notwendigen kurzen Anmerkungen, die Urkunden. deren sie über 4000 enthalten wird, selbst spvechen. wann Sffnek dle Entente ihre Archive? Gegen öie Entrechtung üer Polizeibeamten. Seil einiger Zeit sind vom Reich« au» Bestrebungen im Gange, die ihren Sitz im Reichsministerium de» Innern des Herrn Koch haben und darauf abzielen, die subventionierte Schutz- Polizei um die Beamtenrechtsstellung zu bringen, dafür aber die politische und staatsbürgerliche Minderberechtigung der Reichswehrfoldaten auch auf die P o l i z e i b e a m t e n zu über- tragen. Dabei kümmert man sich wenig darum, daß die Reichs- Verfassung Einschränkung der Staatsbürgerrechte nur für die Reichswehrangehörigen, nicht für die Polizeibeamten kennt. Auf Veranlassung und unter Teilnahme de» Reiche» Hot eine Komifsion i Die Völkerwanderung nach Gberstblefien. Don einem Mitarbeiter, der soeben von einer Reise durch Ober- schleflen zurückgekehrt ist, wird geschrieben: Die Aufrufe des Deut- fchen Schutzbundes und der Verbände heimattreuer Oberschlefier haben einen Erfolg weit über alle Erwartungen gehabt. Diesmal hat das deutsche Volk gezeigt, daß es weiß, was auf dem Spiele steht, und die Gaben zur Rettung Oberschlesiens sind reichlich ge- flössen. Die gewattige Menschenbewegung, die fich in diesen Tagen voll- zieht— über zweimal hunderttausend Menschen aller Attersstufen sind auf der Reise nach Oberschlesten— hat Vorkehrungen benötigt wie ein wohlvorbereiteter Feldzug. Es gatt vor allem für die Unterbringung zu sorgen. Oberschlesten ist niemal» ein Rei- sendenland gewesen, und wen sein Weg durch da« Industriegebiet geführt hat. der wußte schon im Frieden, daß da» Gasthausgewerbe mtt der überschnellen Entwicklung der über Nacht au» dem Boden gewachsenen Riesenortjchaften nicht überall hat gleichen Schritt halten können. Das Naheliegendste wäre die Errichtung von Massen- quartieren gewesen. Da aber jeder Oberschlesienpilger sich auf der ganzen Fahrt durch die Heimat zu Hause fühlen soll und namentlich Frauen mit Kindern das Uebernachten im Massenquartier nicht zu- gemutet werden konnte, so hat man von der Benutzung von Massen- quartieren nach Moglichkett abgesehen. Für den äußersten Notfall sind sie zwar an ollen größeren Derkehrsstauungspunkten bereitgestellt. Im übrigen aber hat der Opfersinn der schlestschen Beoölke- rung es ermöglicht, daß all« Abstimmungsgäst« in Bürgerquartieren wohnen können. Sehr viel größer noch waren die Schwierigkeiten für die Er- nährung. Jeder, der das Opfer bringt, die Abstimmungsreise anzutreten, muß fühlen, daß dafür da» Vaterland auch seiner ge- denkt: und zunächst soll ihm eine kleine Gegenleistung durch gutes Essen geboten werden, damit ihm das Reisen, das ja langst aufge- hört hat, ein Bergnügen zu sein, nicht allzu beschwerlich fällt. Als vor«inigen Tagen in Breslau die dortig« Zentralstelle«in« letzte Heerschau abhielt, da konnte sie in der gewaltigen Speisehall« gleich neben dem Hauptbahnhof(deren Aufzimmerung allein rund«ine halbe Million Mark gekostet hat) mtt Stolz auf einen Berg blitz- blanken neuen Zinngeschirrs hinweisen, wie ihn so hoch wohl noch nie ein Masseooerpflegungschef beisammen gesehen hat: 120 000 spiegel- saubere verzinnte Eßnäpfe und ebensoviel Suppenlöffel, die zur Er- gänzung der früher schon beschafften Bestände eben aus der Fabrik angekommen waren. Werden doch in Breslau in den Reisetagen nicht weniger als 140000—180000 Mittagessen kostenlos an die Abstimmungsreisenden ausgegeben, und selbst in dem verhävni»- mäßig kleinen Reiße sind e« 80 000 Portionen, die dort der Ver- tilgung harren. Jeder Abstimmungsreisende bekommt täglich drei- mal gut und auskömmlich kostenlos zu essen. Die Grenzspende zahll jür jede» Frühstück 3,50 M. und für jede» Mittagessen 5 M auf den Kopf und die Porüon zu. Da« macht Millionenkosten allein für Schlesien aus. Aber die Abstimmungszüge fahren ja durch das ganze Reich, bis aus dem besetzten Rheinland« heran. Und überall, wo st« durchkommen, muhten entsprechend« Massenspeifungsanstalten eingerichtet werden. Uebrigens kommen auch die Polen in den Genuß dieser Vergünstigungen. Gewallig« Summen erfordert auch die Versicherung gegen Unfall und gegen Verlust de« Gepäcks be! dem Heer der auf den Lahnhöfen befchäfttgten freiwilligen Helfer und der Armee der Reisenden. Woran man olle» mit Vorbedacht hat Arbett und Or- ganisation und Kosten wenden müssen, da» ahnt kein Fernstehender. volkskümllche Sonnkagskonzerke. Das IX. volkstümlich« Sin- fontekonzert im Deutschen Opernhause unter der treffliGen Leitung von R. Krasselt brachte außer dem farbensprühenden Orchestervariattonenwerk„Kale doskop" von Heinrich(B. Raren, das ich nicht mehr hörte, das Liolinkonzert von Brohms und drei neu« Lieder von Friedr. E. Koch. Für«in volkstümliches Konzert eine etwas eigentümliche Zusammenstellung, zumal die Lieder von Koch keineswegs ein Erlebnis waren. Namentlich die beiden visio- nären Gedichte G o m o l l s werden durch die dick« Orchesterbehand- lung und die aufgebauschte Gesangsstimme fast in ihr Gegenieu ver- zerrt. Sympaihilcher, weil einfacher gibt sich der vielkomponlerte „Sämann von Dauthendey. Julius vom Scheidt schenkte den Zuhörern leider nichts von dem schweren nochrvagnerischen Pathos der Lieder. Es blieb ein« lauwarme, äußerlich« Wirkung, die der pompöse Baßbar ton vom Scheidts natürlich leicht zustand« brachte. Wle konnte dies« Senawrenmusit dicht an da« Brahmssche Violinkonzert, eines der großen Genlewerk«, angereiht werden? Wladislaus W a g h a l t e r spielte es streng musikalisch und mtt der technischen Ueberlegenheit eines ersten Virtuosen. Trotzdem ist sein Vortrag, auch manches Technische nicht eigentlich von Brahmsschem Geiste durchtränkt. Wie sehr ober der Geist, die innerste Meinung in der Kunst über das Aeuhere, die Technik siegt, bewies das fünft« Konzert im Schillertheater. Bon dem Quartett Dessau, Gehwald, R ö n n« ck e und Fritz Becker hat früher der«ine oder ander« bei anderen Zusammenstellungen keineswegs hervorragend abge- schnitten. In di« s« r Zusammensetzung haben ste ein Quartett, das Erstvasfige» hervorbringt. Das F-Moll-Qtxanett von Veethove» (das Mittagskonzert war überhaupt Beethoven gewidmet) war im Dortroa, Gill und Wärm» der Empfindung ganz Hervorraaend. Sehr schön war auch die Wiedergabe der K r« u tz«rs o n a t« durch Prof. Dessau und Edwin Fischer. Fischer, dem an der aus- gezeichneten Wiedergabe der Löwenanteil zufiel, ist unter den großen Pianisten wohl der best« Kammermusiker im deutschen Land«, vi« Präzision und Feinfühligkett Schnabels und die geniale Nachschaffens- kraft d'Alberts scheint er in sich zu vereinigen Dem hochstreben- den Musiker Dessau, dem Leiter dieser Sonntagstonzert«,«or dieses Partnertum und der schöne Erlolg von Herzen zu gönnen. Als Gesanossollst paßt« zu diesem innerlichen Musizieren Josef a n n, der idealste Liedersänger unter Deutschland« Tenören. Beethovens köstliche Phantasie.An die fern« Geliebte" bracht« der Künstler zu ganz eigenartiger, bisher kau««lebt« Wirkung. .««tz«ntz SW". beflehend ans den Vertreter« Preußens.� Braan- schweigs, Bremens und Lübecks für Nord, Badens» Sachsens, Bayerns, Württembergs für Süd, am 5. Februar in M ü u ch e n getagt und dort eine Anzahl Beschlüsse bezüglich der subventionierte» Polizei gefaßt. Aus diesen Beschlüssen ist hervorzuheben, daß das kommende Reuhsbeamten-Derttetungsgefetz aus Polizei und Gendarmerie keine Anwendung finden soll, daß die Koalitionsfreiheit der Polizeibeamten aus das wirtschaftliche Gebiet beschränkt werden soll usw. usw. Gegen diese Beschlüsse hat am Dienstag eine vom Reichs- verband deutscher Polizeibeamten Deutschlands eiM. berufene Reichskonferenz aller Polizelbeamtenorganisationen Siifc lung genommen, über die wir an anderer Stelle des Blattes berichten. Die Teilnehmer der Reichstonserenz bedauern außerordent- lich, daß die Vertreter des zum Schutze der Verfassung berufenen Reichsmiaisteriums des Innern an Beschlüssen mit- gewirkt haben, bei denen die Reichsverfassung nicht nur unbe- achtet geblieben ist, sondern eine große Zahl von Staatsbürgern ihrer wichtigsten verfassungsmätzlgeu Rechte entkleidel sind. Die Beschlüsse machen der von Reichs wegen subventtomerten Polizei die Erfüllung der wirklichen Polizeiaufgaben unmog- lich und verweigern den Beamten dieser Polizettruppe die ihnen wiederHoll zugesicherte Berufsbeamteo eigen- s ch a f t. Darüber hinaus entrechten dle Beschlüsse durch die be- absichtigte veschräukuaq des SoaUtwn». und Veriammluugsrecht» die gesamt« Pollzeibeamtcnschask Deulschlauds in staatsbürgerlicher Hinsicht und stellen sie von vornherein außerhalb de, neu zu schafseudeu Leamtenrecht». Die Resolutton fordert die Schaffung einer wirMchen, auf fach. lichen Grundsätzen aufgebauten Polizei unter Hinzuziehung der Be- ! russorganisationen._ ßranz ffitze. Der bekannte Zentrumssozialpolititer Franz Hitze vollendet am 15. März sein 70. Lebensjahr. Hitze, der noch heute dem Reichs- rag angehört, hat sich über den Rohmen feiner Partei hinaus einen geachteten Namen erworben; trat er doch bereits zu Beginn der achtziger Jahre des vorigen Jahrhunderts mtt einer für damalige Verhältnisse recht kühtren Kritik des Kapitalismus und einer vergleichsweise unbefangenen Würdigung der sozialistischen Ideen her-- vor. Der junge Koplan ließ 1881 eine Schrift.Kapital und Arbeit und die Reorganisation der Gesellschaft" erscheinen. Darin rückte er wett von jener traditionellen klerikalen.Sozialpolttik" ab, die in der freien Liebestättgkeit gipfell und dem Staate nur eine sehr untergeordnete Stell« zuerkennt. In schroffem Gegensatz zu H e r t l i n g konstruierte Hitze ein Recht auf Arbeit, forderte Lösung der sozialen Frage— wie er sie auffaßte— durch die Zwangsgewatt des Staates;.die Ablösung des Individuums durch den Sozialismus, der Atomisterung durch die Zusammenfassung, der Konkurrenz durch die Solidarität, der mechanischen durch die persön- liche Bindung". Den Sozialismus nannte er«in konsequentes und großartiges System. Frellich verwässerten sich in der praktischen Auswirkung und in der Filitrierprcsse des kapitalistisch angehauchten Zentrum» die Hitzescheu Ideen gar sehr,— es bleibt dem Manne ab« das Verdienst einer vorurteilslosen Stellungnahm« zur soz:»- listischen Gedankenwelt. Parlamentarisch hat sich Hitze fast aus- schließlich mtt Sozialpolttik befaßt, wobei er die engen Schranken, die sein« Partei ihm zog, off genug bitter empfunden haben mag. Innerhalb de» Zentrum» gehört« er zu den wenigen Männern, die selbst unter dem dle Sozialdemokratie ächtenden Ausnahmegesetz mit den bekanntesten Führern unserer Partei kollegialisch zu verkehren wagten. Dem Siebzigjährigen entbieten auch wir unseren Glück wünsch. Der Hauptausschuh des Reichslage» setzt« am Dienstag seine Etatsberatungen fort. Beim Etcu des Reichsministeriums des Innern empfahl Abg. Schreiber(Zentr.) Besteuerung„„r Film- reklame. Abg. Frau Wurm l e r' Klasse behandelt. Aber auch bei Berücksichiigung dieses Umstandes er- scheinen einzelne Posten der Rechnung noch reichlich hoch. Die �rbeitersamariter. Die Arbeitersamaritcrkolonnen Berlin haben, wie auS dem jetzt vorliegenden Bericht Hervorgeht, eine erfreuliche Eiiiwicklung genommen Die Mitglied-rzahl ist von 32t auf 630 gestiegen. In 4382 Fällen leisteten sie die erste Hilie und führten 234 Transporte aus. In 21 Lehrkurien für erste Hilfe bildeten sie 1350 Teil« nehmer aus und veranstalteten außerdem 4 Lcbrlurse zur AuS- bildung der Mitglieder in der Hauskrankeiipflege. Die Kolonne hat auch bei den Unruhen des vergangenen Jahres eine segens« reiche Tätigkeit entfallet. Leider sind iniolge der Geldentwertung die Preise für Medikamente, Verbandstoffe u'w. derartig gestiegen, daß die Tätigkeit trotz erhöhter Einnahmen nicht in dem wünschens- werlen Umfange ausgeübt werden konnte. Im Jahresbericht wird alle» Organisationen, Geinemdeir und Behörden die finanzielle Unterstützung leisteten, der Dank der Aibeiteriamariter ausgeiprochen. Der Deutsche Arbeiter-Söngerbund. Gau Berlin und Umg., nahm auf seiner Generalversammlung solaende Entschließung an:»Die am 13. März im Gewerkschaftshaus tagende Generaloer- sammlung des Gaues Verlin des Deutschen Arbeiter-Sängerbundes bekennt sich erneut zu der auf der Bundesgeneraloerfammlung in Kassel im Juni 1020 fast einstimmig angenommenen Resolution, die betont, daß der Bund alle sozialistischen Hand- und Kopsarbeiter umfassen soll, die sich in den Dienst der sreiheitlichen und künp- lerischen Entwicklung des Volksgesanges stellen. Sie bedauert des- halb die Gründung eines„Sozialistischen Sängerbundes" als einen diese Bestrebungen schädigenden und zersplitternden Faktor, lehnt diese ab und protestier! gegen die Berdöchtigung von Leuten, denen jedes Verständnis für die im Deutschen Arbeiter-Säiigerbund konzentrierte proletarische Kulturbewegimg abgeht."— Ferner beschloß die Generalversammlung, im Jahre 1922 im Stadion in Lichten- berg ein S ä n g e r s e st abzuhalten. Bei einem Entgegenkommen der Eisenbahnverwaltung und bei nötiger Unterstützung durch die städtischen Behörden ist mit der Beteiligung samtlicher Vereine des Gaues zu rechnen. Arbeitslose Oberschlesierl Im Anschluß an den Erlaß des Reichs- orbeitsministers hat für Preußen der Minister für Volkswohlfahrt verfügt, daß lur Abstimmung nach Oberschlesien reisende Erwerbs- lose Erwerbslosenunterstützung durch die bisher zuständige Ge- meinde, und zwar, falls notwendig, v o r I ch u ß w e i I e-erhalten. Auf die Kontrolle kann für die Dauer der erforderlichen Abwesenheit verzichtet werden• Zu dem Unfall der Genossin Stubenrauch werden wir vom Vorsitzenden der Esperanto-Gesellschaft CharloUenburg ersucht, mitzuteilen, daß die Notiz in der Sonntagnummer, nach welcher die Genossin S. anscheinend geistig verrvirrt gewesen sei, umer keinen Umständen der Wirklichkeit entspricht. Wir verweisen auf unser« Mitteilung in der Dienstagnummer, in welcher die Tätigkeit Per Genossin S. anerkennend gewürdigt war. Vom Berliner Mieteroerband erhalten mir eine—„Berichtigung". Haben wir etwas Unrichtiges über ihn gesagt? Ach nein, das behauptet das unterzeichnet? Vorstandsmitglied Klapper selber nicht. Was aber hat der Briefschreiber zu„berichtigen"? Die Zu- schrist wendet sich gegen die im„Borwärts" veröffentlichte Erklärung vom„Gau Berlin des Bundes deutscher Mieteroereine", der darauf hinwies, daß er dem am Sonntag in Berlin veranstalteten Mietertag und den geplanten Sammlungen für den Kampfsonds des Berliner Mieterverbandes vollkommen /fernsteht. Demgegenüber' be-, streitet die Zuichrift des Mieterverbandes, daß jener Gau bei seiner geringeren Mitgliederzahl sich überhaupt„Gau" nennen vürfe.�. Ueberdies sei seine Gründung von den Vertretern der 50 Gruppen- des Mieterverbandes am 13. Dezember 1920 einmütig abgelehnt worden. Die„Berichtigung" gilt, wie man sieht, nicht dem„Vor- wärts", sondern dem„Gau". Hier fällt uns ein, wie oft in letzter Zeit die im„Borwärts" veröffentlichten Mitteilungen der Leitung des Berliner Mieterverbandes aus unserem Leserkreilc mit Zuschriften beantwortet worden sind, die gleichfalls allerlei..richtig stellen" wollten. Schmeichelhaft war das nicht, was da über die jetzige Leitung des Verbandes gesagt wurde, lins scheint, daß> m Mieterverband sich ein? wachsende linzuir reden heit geltend macht. Die Verbandsleitung fühlt wohl, daß sich ein Gewitter über ihr zusammenzieht. Daher die Nervosität! Ueber die Pslichl der Elternbeiröke sprach in einer von den sozialdemokratischen Elternbeiräten des 12. Borwaltungsbezirks nach der Aula des Rcalgnmnasiums in Lankwitz einberufenen össenilichen Versammlung Genosse Professor O e st r e> ch. Der!?edn>"' beront daß die gewählten Elternbeiräte nicht nur als Staffage zu betrachKn feien, sondern daß sie ihre Pflichten als ernste Aufgaben betrachten müsien. Die Kinder selbst sollen in der Schule zum Gemeinschaftssinn 17? Sline Menschenkind. II. Mütterchen. von Martin Andersen Rex». „Ja. das klingt gar nicht so übel," sagte Lars Peter zö- gernd.„Und Kanfmannsblut hast du wohl auch?" „Kannst ganz ruhig sein, ich habe meinem Meister daheim mi Knarreby viele hundert Kronen zusammengefahren." Aber wie willst du die Sache angreifen?" fragte Lars Peter.�ch bab' im ganzen fünfzig Kronen; das ist nicht viel. wenn man Vieh kaufen will. Sie sind für Steuern und Zinsen zurückgelegt und sollten eigentlich nicht angerührt werden." „Wenn ich die nur kriege, werd' ich das übrige schon be- sorgen." erklärte Johannes zuversichtlich. Schon am nächsten Tage fuhr er los. mit allen Spar- groschen Lars Peters in der Tasche. Er blieb ein paar Tage fort, und man mußte sich allerlei trübe Gedanken machen. Dielleicht kam er in schlechte Gesellschaft, und das Geld wurde ihm abgenommen— oder er vergeudete es bei einem schlech- ten Geschäft. Die Wartezeit wurde dem Lars Peter natürlich lang Aber dann kam er endlich zurück, mit verdecktem Wagen und aus vollem Halse singend. An dos hintere Brett des Fuhrwerks war eine alte, den, Tode verfallene Mähre ange- bunden, die so elend war. daß sie sich kaum von der Stell- ktoweaen konnte. �. T«2tho. du hast Jungvieh gekauft!" rief Lars Peter spöttisch„Was hast du unter den Säcken und dem Stroh? Johannes fuhr den Wagen ins Tor hinein und schloß es, dann erst deckte er auf. In dem Wagenkasten lagen ein totes Kalb ein halbverfaulter Schwemerumpf und ein zweites Kalb. das die Ohren gerade noch ein wenig bewegen konnte. Es war magenkrank. Das alles hafte er rings auf den Höfen gekaust. und er hatte sogar noch Geld übrigbehalten. „Das ist schön und gut, aber was zum Henker sollen wir mit dem Plunder anfangen!" rief Lars Peter ärgerlich. „Das wirst du schon sehen," erwiderte Johannes und stet aus und ein. Es war ein gewaltiges Leben in Ihm, er fang und pfiff and hatte allerlei Narrenspoffen im Sinn. Der große Tor- »veg wurde gerövmt und ein riesiger Baumstumpf als Block -V hineingestellt: der Mauerkessel wurde nochgesehen und dann ein Strohwisch angezündet, um zu versuchen, ob ordentlich Zug vorhanden war. Die Kinder standen gaffend dabei, während Lars Peter den Kopf schüttelte: aber er lieh den Bruder gewähren. Johannes schnitt das tote Kalb auf. zog die Haut ab und nagelte sie zum Trocknen inwendig an das Tor. Dann kam die Reihe an das kranke Kalb: im Handumdrehn war es die paar Schritt aus dem Dasein hinausbefördert, und die Haut wurde neben der andern aufgehängt. Stine und Christian wurde aufgetragen, Därme zu reinigen, so wenig Lust sie auch dazu hatten.„Zum Kuckuck, habt ihr»och nie einen Darm angerührt?" fragte Johannes. „Do— och. Aber nicht von Tieren, die krepiert waren," erwiderte Stine. „Da soll doch gleich--- Also reinigt man hier im Hause die Därme von lebestden Tieren? Das möcht' ich gern einmal mit ansehen!" Da konnten sie nicht antworten und mußten an die Ar- beit gehen, während Johannes die Axt holen ging. Als er über den Hof lief, schleuderte er sie wirbelnd in die Lust hinauf und fing sie wieder am Schaft auf; er war außerordentlich gut gelaunt. -„Es ist Schinderblut in ihm!" dachte Lars Peter, der jich in der Tenne aushielt und sich dort zu tun machte. Ihm gefiel dieses Treiben nicht, obwohl es viele Jahre lang das Haupt- gewerbe der Familie gewesen war: nun. ergriff es mit einem- inal Besitz von dem Elsternnest: es erinnerte zu stark an seine Kindheit daheim.„Jetzt hat man wenigstens Grund, Schin-- dervolk hinter uns herzurufen," dachte er mißvergnügt. Johannes kam pfeifend auf die Tenne zu, um einen alten Sack zu holen.„Du siehst so mürrisch drein, Alter." sagte er im Vorbeieilen. Lars Peter fand keine Zeit zu antworten, schon war er wieder draußen. Er warf dem Gaul den Sack über den Kopf, sammelte seinen Blick und schwang die Axt weit nach hinten: unter dem Sack erscholl ein wunderlich ge- dehnte? Knirschen, und das Pferd sank mit zerschmetterter Schädeldecke zu Boden, lag einen Augenblick da, ryarf die Beine weiter und weiter von.sich, streckte sich dqnn mit einem Seufzer auf die Seite aus und war tot. Mit versteinerten ' Gesichtern, standen die Kinder darum und sahen zu. „Nun mußt du mir eine Handreichung tun, Bruder, damit wir den Kerl raufziehcn können!" rief Johannes munter. Lars Peter kam zögernd über den Hof und faßte mit an. Und bald . daraus hing der Gaul baumelnd unter einem Balken, den Kops 1 nach unten, aufgeschnitten und die Haut wie einen Mantel ! zurückgeschlagen. Das Treiben des Onkels wurde immer geheimnisvoller. Daß er die Häute sorgsam behandelte, konnte man begreisen, sie ließen sich verkaufen: aber was wollte er mit den Därmen.. und all dem Meisch, das er abschnitt— auch von den besten Teilen der Kälber? Am Abend zündete er das Feuer unter i dem Mauerkessel an. und die ganze Nacht hindurch rumorte und lief et herum, während ein fadei Gestank von kochenden Knochen, Fleisch und Därmen das Haus inngab.„Der kocht wohl Seife," dachte Lars Peter—„oder Wagenschmiere." Di- Sache gefiel ihm immer weniger, und er bereute lebhaft, daß er den Bruder nicht hatte gehen lassen, wie er gekommen war. Aber jetzt blieb nichts anderes übrig als durchzuhalten. Johannes forderte niemand auf, ihm zu helfen: er hielt die Tür zu dem Wirtschaftsraum, wo sich der Mauerkesiel be- fand, sorgfältig geschlossen, und umgab sein Tun mit großer Geheimniskrämerei. Die ganze Nacht hindurch kochte er, und beim Morgenkaffee verbot er den Kindern streng, von seinem Unternehmen zu sprechen. Im Laus des Vormittags ver- schwand er und kam wieder mit einem Hackbeil, den Block schleppte er gleichfalls in den Wirtschaftsraum. Ueber uns über mit Blut. Fett und Fleischfasern beschmiert, erschien er zu den Mahlzeiten. Er sah garstig aus, und noch schlimmer roch er. Aber das mußte man ihm lasten: er ging in seiner Arbeit auf: Schlaf gönnte er sich nicht. Am Spätnachmittag war er endlich fertig und sperrte die Tür zu dem Wirtschaftsraum weit auf...Bitte schön, kommt ! und seht!" rief er. An einer Stange unter der Decke hing eine lange Reihe Würste, gar artig anzusehn, blank und frisch in- der Farbe: niemand tonnte erraten, woraus sie hergestellt waren. Auf dem großen Waschtisch lag Fleisch, hübsch zerteilt und von blutigfrischer Farbe— das beste von dem Gaul. Und dabei stand ein großer Eimer Fett, es war nach nicht steif. „Das ist zum Schmieren." sagte Johannes, darin herum- rührend—„man könnte es übrigens auch gut als Speisefeit s verwenden. Ist dos alles nicht delikat, was?" -(Forts, folgt.) erzogen werden. Redner kritisiert« die Aufruf« der Arbeitegemein« schaft der freien Wernbeirät« an den höheren Schulen sowie die Tätigkeit der sogenannten unpolitischen Elternbeiräte. In längeren Ausführungen sprach Professor Ocstreich dann über die wellliche Schule. Für diese Frage sei von den meisten Cllern leider kein Verständnis zu erwarten, da sie selbst noch erzogen werden müfleN. Durch das starre Festhalten am religiösen Dogma erreichen wir keineswegs eine sittliche Vervollkommnung. Die Schule muß eine solche des Pebens werden, in welcher durch das Gemeinschaftsleben auch das Sittlichkeitsproblem vollständig gelöst werde. Der Vor- sitzend« der Arbeitsgemeinschaft sprach dann ebenfalls noch einige Worte für die wellliche Schule. Bon den Gegnern, die wegen der Bestätigung des Lehrers Genossen Riech zum Rektor der 1. Ge- mcindefchule in Lankwitz einen Entrüstungssturm im Ortsblatt entfesselt hatten, meldete sich keiner zum Wort, somit muß auch ange- nommen werden, daß d'e gesamte Bürgerschaft mll der Bestätigung sich«inverstanden erklärt hat. G?geu die Reaktion— für die Republik! Unter dieser Parole veranstalten republikanische Verbände unter der Leitung des R«« publikanischen Führerbundes am Donnerstag, den 17. März, abends 7 Uhr eine Kundgebung im großen Saal der Neuen Welt, fjasenheide. Redner aller republikanischen Parteien — bekannte Parlamentarier— haben es übernommen, in dieser öffentlichen Versammlung auf den Ernst der Stunde hinzuweisen. Der Schießplatz bei Berlin(Tegel) wird, wie die Kommandantur Berlin mitteill, jetzt wieder zu Schießübungen benutzt. Zur Der- meidunq von Unfällen wird daher dringend davor gewarnt, den Schießplatz Tegel zu betreten. �eatsgi.Siflwediskde Vereinigung. Berlin.?,a dem ficnfe abend 7 llbr im Marmoriaal des stoologiliben Marten» stattiindenden GeseMchafls- abend, d-r ein reichhaltiges tiinslleriiche« Programm fninaen wird, find all« Schweden und Schwedensreunde herzlich eingeladen. Eintrittskarten an der Abendkasse. *ie Berliner Bereinigung für Jngendwoblfahrt, MeichästSilelle Berlin kl 24. Monbijouplatz 3, die einen Ausummenschlixsi von über 100 freien Juqendwoblfab' tsve, einen darstellt, bat in einer zahlreich besuchten Mltglieveiveisarrmlung ein mmeinlameS Programm über Zwecke und Aui- gaben der Beremioung angenommen Das Programm zeigt den ernsten Willen, in gemeinsamer Aibeit aller Konselfionen, Parteien, Weltanschau- ungen gemeinsame Zraaen im Zusammenwirken mll den Jugendämtern zu behandeln und zu sördern. Tie Gesellschaf« der Freunde der Jugend E. B. veranstaltet am 17. März d. I im Mairnoisaal des Zoo, abend» 7 Ubr, ein Turn- und Sport-W obltätigkeitsfckt, dessen Kelamlreinertrag fie dem Junendpsleneamt der Stadt Berlin zur Bcschaffnung von Turn-, Sport- und Spielgerät sür die Jugend zur Veriügung stellen will. Karten zu 50.—. 75.— und 100— M. bei Bote u. Bock und A. Weitheim, Leipziger Platz. Vorbestellungen werden beim Jugendpflegeamt der Stadt Berlin, Neue Friedrichstratze 80. Zimmer St,«ntgeqengenammen. Ueber Schule und Gesundheit spricht ink öffentlicher Versammlung de» Bunde« entschiedener Sch ulref arm er am beutiaen Mittwoch abend» 7 Ubr im Werner-Siemens-Realgvmnafium, Habenltauien- strage 47/48 lUuterarundbahnhaf Biktoiia-Luise-Platz), Dr. med. Graz. Frei« Aussprach«. Jedermann eingeladen. Ardeiter-Tamariterkolanue, Abteilung Seddins, Morgen Donnerstag, abends 7 Uhr, in der Schule, Bernauer Str. 88/00: Abtetlungssttzimq. Arbeiterschachsptcier! Die Abteilung Zentrum deS Berliner Arbeiter- Echachllubs streit jeden Dannerstag abend 7 Ubr im LolaI von H. Wesse, Neue Friedrichstr. 48. Gälte find an Spielabenden und Veranstaltungen willkommen und erhalten aus Wunsch lostenlosen Unterricht in Theorie und Praxis. tzbin Schaufrificreu tn neuartiger Form, nämlich in Berbindnng mit einer MoVschiu, veranstaltet die Haarsormertnnunq Berlin am Sonntag, dm 20. März, nachmittag« 4'/, Uhr. in den Krmmeriälen, Teltower Str. 1—4. ES wird beadsichtigt, keine vbanlaililchen Sch iplmiqen, lo idern lösche Modell« vorzuiiihren, deren Anschaffung auch kleineren Lörlen möglich iit. Rowawe«. Gemeindevertretung. Der Syndikus kracht« ein Schreiben der Eisenbahndirektion zur Verlesung, in dem mitgeteilt wird, daß aus Sparsamkeitsrücksichlen der Zugang zum Bahnhof an der Bülowstraße vom 14. d. M. ab in der Zell von 9 Uhr abends bis S Uhr morgens geschlossen beiden soll. Dem sofort teleqraphisch «ingelegten Protest schloß sich die Vertretung an.— Ein Antrag der Erwerbslosen, den arbeitslosen Rentenempfängern die Erwerbs- losenunterl ützung ohne Kürzung zu gewähren, soll, da die Gemeinde hierfür nicht zuständig ist, weitergegeben werden, während ein An- trag, den Ehefrauen der Erwerbslosen vom Tage der Erwerbslosig- teil des Mannes das Recht auf Arbeitsvermittlung zu geben, ab- gelehnt wird. Der Restbetrag von 15 000 M. aus den seinerzeit von den Unternehmern für die Arbeltslosen zur Verfügung ge- stellten Mitteln soll mit Zustimmung der Unternehmer zur Aus- zahlunq gelangen. Gleichzeitig soll eine Verteilung von 30 000 M. für Minderbemittelte durch den Fürsorgeausschuß stattfinden.— Zuge' immt wird einem Antrag der U.S.P. zur Weitergab« an die Regierung, in dem ersucht wird, an Erwerbslose pro Tag zu zahlen: bis zum Alter von 17 Jahren 8 M., von 17 bis 20 Iahren 15 M., über 20 Jahre 18 M., für jedes versoraungsberechttgte Familien- Mitglied 4 M., für sonstig« versorgungsberechtiqte Personen 3 M. Bei Verkürztarbetten 7H Proz. vorstehender Sätze, von denen der Arbeitgeber ein Drtttel zu tragen hat.— Eine Anfrage des G.-D. fjoffmann, wie es mit dem Bau der Siedlungshäuser stehe, wurde dahin beantwortet, daß die Dorarbetten erledigt seien, so daß bald- möglichst mit dem Bau begonnen werden kann. Meineiösprozeß gegen Kessel. Zilmfthau. .Tie Fkn»« i«S Jenseits> Sine fabelbafie, aber geschickt gebaute Sache aus dem Amerika der unbegrenzten Möglichkeiten amüfiert da« Publikum in den K a m m e r l t ch t l p i« l e». E« ist die Geschichte van dem Mill'ardär der sich ja furchtbar langweilt, daß er seinem Leben«in End« machen will. Glücklicherwesse tut er da» nicht, sondern träumt fich nur in hundert Abenteuer und Gefahren binein. die ibm svmsagen erss da« Leben leben»wert erscheinen lasse». Den blaierten Milliardär spielte Willi Kay er mit einer iebr vergnü.ilichen Nonchalance. Auch iani» war da« Geiamlipiel aus diesen Tan eingestellt. Da« Ganze ein Film, den man sich unier der Masse der viel schlechteren und geschmacklaseren wohl gefallen lassen lann. Ter Spielplan de«-Terra-TbeaterS« in der Hai denbergliratze warlet: ausser mit dem van uns bereit« besprochenen Film.Der Lleblinq der Frauen' mit einer Madeichau auf. Einige Tanzvarsübrungen sowie die mit Beifall ausgenammenen vartiäge Resi Langer«, die gleichzeitig in mehreren Bariatranen der neuesten Made huldigte, vervollständigten da« Pragramm. Ter Sportpalast bringt in dieser Woche mit Albert vaffermann in der Haupttalle dt« Nächte de« Cornelius Branwer,«in« Ge- schickite, die reich an Sensationen ist und nur«Wigerwassen erträglich gemacht wird durch Bassermann« überzeugende« Spiel Ferner länst ei» Lichssviel die Prinzessin von Neutralten, mit Henny Porten ganz lustig, hübsch ausgemacht und gut betömmlich, sür Leute, die fich unter- halten wollen. Grost- Serlider parteinochricktten. An die Kreisvorslände und Abkelluagsleltullgell! Die sie ÄreiteB, 1»««ficht MBaanuae algtaulae faalti*- aitaettantmluna«aaa«a bttfern T»«« nicht ftattsiadea.»,« aa, keia a-ffeab«, Baal»rrr«ersugaag siehst Dia«arsamarjaaa fwdet aaaiaehr aal Dieaataa. bea 22. März i» Sch-cr-Bereiasharr» statt,«i- bittea für düsea«beab bie Kaattu-ai« fteizatzallla. Der Bezirksvorstand. Keule, ZNilkwoch, den IS. Mörz: ».«bt.«eamelh-s. Ahr Armienadaab bat»ase,«aabae-, Ecke st-tsar. vilhelm-Etrasse._ Der Angeklagt« v. Sessel gibt in feiner Vernehmung an: Ich habe Morlvh nicht nur wiederholt zur Flucht geraten, sondern ihn geradezu dazu pedrönist. Als man gegen die Offiziere, die an der Derhoftungsepisod« beteiligt waren, schwere Angriffe erhob, wurde ich auch über die Durchkreuzung der Verhoftungsaktion vom Kriegs� gerichtsrat Meyer eidlich vernommen. Ich halte me ne damalige Aussage voll und ganz aufrecht. Ich habe die reine Wahrhett gesagt. — Der Angeklagte will nun eine umfangreich« Darstellung der Or- ganisation der Staffel v. Kessel und der Vorgänge geben, die er zum Verständnis der Situation als notwendig erachtest Der Vor- sitzende ist aber der Meinung, daß die Sache durch Frage und Ant- wort erörtert werden soll. Es kommt hierüber zu einer erregten Auseinandersetzung. Verteidiger Dr. Alsberg besteht darauf, daß der Angeklagt« das Recht Hab«, feine Verteidigung so zu gestalten, »« er es für notwendig hatte und fordert Gerichtsbeschluß. Das Gericht stellt sich auf den Standpunkt des Vorsitzenden. Kessel gibt weiter an: Meine Kompagnie hat den Kampf gegen d'e meuternd« Loltsmarinedivision im Marstall mitgemacht. Dieser Angriff mißlano, well auf Befehl Eichhorns die von Unabhän- gigen gebildete Soldatenwehr uns tn den Rücken fiel und sich von Liebknecht entwaffnen ließ. Inzwischen waren aus den Kreisen des Bürgertums namentlich p'ele Akademiker uns zugeströmt. Ich kam aus den Gedanken, aus diesen Leuten ein« Trupp« zusammenzustellen, aus die man sich tn allen Lagen verlassen konnte. Ich hatte mir die Aufgabe gestellt, nicht nur bei Ausständen, poli- tischen Streiks und kleinen Puifchen als m litärische Macht einzu- greifen, sondern auch die eigentlicheo Drahtzieher der revolutionären Leivequog in die Hände zn bekommen und in Schutzhaft zu nehmen oder der Staatsanwoltschaff zuzuführen. Der eigentliche Le ber des Korps war Hauptmann P a p sst Es gelang mir, die Parteizentrale und das ganze Matertal zu beschlag- nahmen. In Zusammenarbeit mtt Staatsanwa't Zumbroich wurden 180 Kommunistenführer verhaftet. Auf direkten Befehl des Oberkommandos Nor!« ist auch das Unternehmen M a r 1 o h In der Französischen Straße zurückzuführen. Räch dem Befehl Reinhordts sollt« rücksichtslos an der Waffe Gebrauch gemacht werden. Bors.: In deelem Augenblick wußten Sie iedenfalls schon, daß derjenige, der in der Franzöfischen Straße handelst Marloh war? Ange kl.: Nein. Vors.: Iedenfalls mußt« Ihnen ober klar sein, daß dos, was Sie Wehmeyer sagten, er solle rücksichtslos durchgreifen, ein schwerwiegender Befehl war, daß also in gleichem Maß« zugegriffen werden solle, wie im Kriege. A n g« k la t e r: Ich war der Ueberzeugung, daß«s sich um einen offenen Kampf Handel«. Dorf.: In Wirklichkeit ober waren es harmlose Leute. A n g e k st: Als harmlose Leute möchte ich d'e Angehörigen der Dolksmarinedwision doch nicht ansprechen. Vors.: Run sagt Wehmeyer. Sie hätten ihm besohlen, Marloh solle rücksichtslos durchgreifen, and wenn er 158 Mann er- schießen müßte. Angelst: Wenn sich Wehmeyer dieses Wvrilautes entsinnt, so wird e« wohl richtig sein. Die we'ter« Vernehmung des Angeklagten durch Landgerichtsdirektor Dr. Weigert spitzte sich allmählich immer mehr zu einer wlederaufrollunq des Morlsh-Prozesses zu. Dr. A l s b« r g protestiert dagegen, daß die Marloh Affäre in dieser Form wieder aufgerollt würde. Eine längere Erörterung tnüpir sich an die Vorhaltung des Vorsitzenden, weshalbder Angek'agte seinerzeit, nach- dem er im Marloh» Prozeß den Tatbericht über die Er. s ch i e ß u n g nachträglich«ingereicht hatte, seine Aussag« oer- weigert hott«.. Der Angeklagt« erklärst daß er sich darüber heute selbst nickt klar sei. Nach einer längeren Paus» bemerkt der Borsitzend«: Obwohl da« kriegsgerichtliche Verfahren seinen Sang nahm, und mit aller Be- schleunigung zahlreiche Personen vernommen wurden, ging das der „Freiheit" zu langsam und sie brachte einen Artikel:„Gute Zeiten für Mörder". War Ihnen und Marloh der Artikel bekanntgeworden? — Angel st: Iawohll Ich habe über diesen Punkt stüher nichts gesagt. In der letzten Verhandlung habe ich auf vieles Drängen Hauptmann P a b st genannt und gesaqst daß er verlangt habe, Marloh müsie weg. Hauptmann Pabst sagte mir noch dem Artikel wiederholt: Ein Marloh-Prozeß sei in seder Situat'on unmöglich. Er Hai das hier wiederHoll gesaqst Ich habe mich nicht leicht«nt- schlosien, dem sehr schwierigen Marloh damit zu kommen, er soll« sich entfernen. Mir fehlle als junger Offizier die Erfahrung, politische Dinge zu beurteilen, und wenn mir gesagt wurde, der Reichswehrminister Roste wünsche es so mußt« ich glauben, daß es nötig fest Vors.: Ich möchte wissen, ob auch andere Ihnen ge- sagt haben, Marloh müsse weg. A n g« t st: Ja! In erster Linie war es Erster Staatsanwalt W« i» m a n n. Es war ständig seine Redensart:„SessA. den Rlarloh- Prozeß erleben w'.r alle nichst" Der damalige Polizeipräsident Eugen Ernst hat zu derselben Zeit, als Pabst mtt Rosk« gesprochen hatte, ganz Aar dasselbe gesagst Bors.: Mtt Roste haben S« nicht gesprochen? Ange Ist: Rein. Vors.: Ich nehme an. daß Sie sagen wollen, Sie hätten auf Befehl Ihrer Borge- fetzten gehandelst Angetst: Rein. Ich war der Auffassung, | daß die Stellen sich miteinander besprochen hätten und daß volle Einmütigkett bestehe, daher glaubte ich auch, daß gegen mich nichts geschehen könne. Vors.: Wußten Sie, daß ein Hastbefehl l gegen Marloh erwogen wurde? A n g e k st: Rein. Der Angeklagt« | schildert dann, wie er mit Marloh verhandelt habe. Marloh habe erklärst in seinem Interesse liege das Weggehen nichst Wenn er es tun, geschähe es in politischem Interesse, und es müßte dann für ihn gesorgt werden. Der Angeklagte habe ihm dann 100 000 M. versprochen. Vors.: Aus welchen Mitteln war das? Ang'i�kst: Es war mir das Geld zur Verfügung gestellst Ich will aber darüber nicht aussagen. Das Ergebnis der Unterredung war, daß ich mit Marloh in Streit geriet und wir erregt auseinandergngen- Vors.: Sie sollen gesagl haben, von jetzt ab haben Sie mich als Ihren Feind zu betrachten. Ange kl: Ich weiß das nicht. Auf Wunsch des Angeklagten wird darauf wegen seines leidenden Zustandes die Verhandlung auf Mittwoch srüh 9 Uhr vertagst der Tod in den Karpathen- In der Fortsetzung der Verhandlung gegen Oberleutnant Hiller wiederHoll Zeuge Buchdrucker R a d t k e feine Deschuldigun. gen aus den vorherigen Verhandlungen. Er hat gesehen, wie der Angeklagte einen von der Mannschaft mit der Reitpeitsche geschlagen und einen Unierofstzier ein paar Ohrfeigen gegeben hat. Er selbst hat den Zorn des Angeklagten dadurch auf sich gelenkst daß er, um seinen quälenden Durst zu füllen, Wasser aus einem Brunnen geHoll hatte, der nach seiner Meinung nicht für das Trinken gesperrt war. Wegen der geringfügigsten Vergehen wurden die Leute angebunden. Oberleutnant o. D c m ir. n i tz mar Bataillons adjutanst Der Zeug« schildert die ungünstigen Berhältaisse in den Karpathen. Die Essenoerhällnisse waren kolossal schlechst Der Maurer Karl H c v p e hct gesehen, daß Helmhate von dem Hiller, obwohl er krank und schlapp war. einen Fußtritt«rhielst Zwei Mann mußten Helmhake schleifen und es wurde gerufen: Er verstellt sich ja. Dabei wurde er gestoßen. Der Angeklagte habe unflätige Ausdrücke gebrauchst wie»gemeine, Schwein". .Drecksou" und dergleichen. Zeuge K n ö p l e r hat auch gesehen, wie Helmhake und Kaiser aus dem Loche nach der Latrine geführt wurden. Helmhake konnte nicht mehr stehen. Hiller hat ihn angeschrien:»Du Schwein! Ist denn das Mstvieh noch nicht verrecklt Willst du wohl lausen!" Zu einem Unteroffizier sagt« Hiller: Sorgen Sie dafür, daß dle Kerls nichts zu stessev und saufen be- kommen. Helmhake fiel bei dem ganzen Vorgang immer wieder in die Knie. Tags darauf war er tost Der Arzt, Dr. Müller, habe mtt Hiller den Berich» über den Tod Helmhakes besprochen. Danach sollte gesagt werden:„Tod durch Ersrierem Wieder- belebungsversuche erfolglos." Hiller habe dabei gesagt: Wir müssen uns vorsehen, daß man uns nicht an den Wagen fahren kann. Der Arzt habe gesagt: Das Bedauerlichste fest daß Helmhake nichts zu essen bckcmmen habe. Zeuge S i e b e r t: Ausdrücke wie S ch.m ein. Sau und dergst waren schon beim Ausmarsch beliebte Worte/ Helmhate mußte«l/er- zieren, obgleich er sehr krank war, und das Gewehr schillern machte ihm große Schmerzen. Er verzog dabei stets dos Gesicht. doch sah dies HMer als mokantes Lächeln an. Helmhoke mußte deshalb eine Stunde nachexerzieren. Nachher kam«s nochmals zu einem Austritt, wobei der Angeklagte ihn»dicke» Schwein",»fette Sau" anschnauzte. Helmhate wurde an einen Baum ae-' b u n d e n, und der Zeuge mußte Posten stehen. Hiller habe dem Helmhak« dabei ins Gesicht geschlagen, so daß das Blut aus der Rase floß. Der Zeuge will gehört haben, daß der Angeklagte verboten hatte. Helmhake Nahrung zu geben. Unter den weiter vernommenen Zeugen befindet sich eine ganze Anzahl, die in Uebereinstimmunq mit den Borzeugen einzelne Brr- fäll« bekunden, in denen der A n g et l a g t e geschlagen bast In einem Falle habe der Angeklagte mtt einem Gewehrkolben auf einen Mann losgeschlagen, daß das Gewehr zerbrochen fest Zeug« v. Hake war in.den Karpathen als Unteroffizier und später als Offizier. Er hat nie Nachteiliges über den Angeklagten gehörst Ein weiterer Leumundszeuge, Hauptmann a. D. Sieg» kennt den Angeklagten als ruhigen und korrekten Menschen. Ein weiterer Entlastungszeug« ist Studienrat K o t h. Auch der Zeuge Leutnant a. D. Mehnert glaubt, daß Hellnhak« an der damals herrschenden Cholera gestorben fest Zum Schluß wird der Zeuge Hammer, ein Onkel des oer- storbenen Helmhak«, vernommen. Er weiß, daß Helmhake an einer besonderen Krankhett litt: er sei ein sogenannter„Bluter" gewesen. Die ihm widerfahrene Behandlung mag vielleicht seinen Tod be- schleimigst ihn aber doch wohl nicht unmittelbar herbeigeführt haben. Fortsetzung Mittwoch 10 Uhr. 12»,»t Pantt»». 7 Ubr im„Tlttflschea grlt', Brrtti Str.. Erwritart« LarslandrslHunq. «.«bt. Steglitz, tz Ubr im Symaaswm, Krrsrstr.,«btrituaganarsamMung. „St» Loabaaar ftonfcttn«. Morgen. Donnerstag, den 17. Mörz: L>i«t* Cltraattca. 7 Uhr in b»t Dorstbeantchal»,«ilh-lmrbavener Str.». Nreimrrtretrrveriammlung. Funttianör« und Miiglicder at» Di! st» wilUommen. tz. Xttia Sallesch«» rar. 7 Vi Uhr bei Äeim. Urbanstr. zg. Erweiterte ftreia- aarstanbrfiguna� 20. Xrcia«elnickenbotf. 7 Übt Im Ratbau« Wittenau, Kr«lsv«rtrttrr»er> sammluna,«U, Abteilungen rnüsstn vertreten fein. 10.«dt. 7 Uhr in der Obirtlaff» der fforster Schule, Reichenderaer, Eck« Farster Str., Funkttonärversammluna Erscheinen unbedingt criorderlich. 20.«bt. 7 Uhr bei Marzahn, Utrechter Str. 29, gusammenkunft aller 9»- zirlssilhrer zur Elitaegennahme der neuen Marken. 70.«bt. Schlncberg. 8 Uhr bei Drotz, Sedanstr. 17, Frauenabend. Wichtige« Referat,«lle fflenofsinnen und„Aorwärt-">L«s«rinne» werden gebet«», recht zahlreich zu erscheinen. tztz.«bt. tzichtearad«. 7 Uhr b«i Stiel«!, Dorfstr., Orfsentlich, Bersammlung. Thema:„Die palitische Lage/ Referent: Robert Breuer, Schriftsteller. 80.«bt.«caUBn. 7V» Uhr in bei.Clause*, Äottbufct Damm 90, Mit- gltederversummlung.„Die alt« unb bia neu« Schul«.' Referent: Rektor Base. 90.«bt. Renkau». 7Vi Uhr in b«t Aula der«nabenmittelfchule, Donau. strasse 190. Thema:„Deatschland und bla Enteale.' Referent:«»nasse«It. maier. 04.«bt.«laOlB. 7Vt Uhr bat raubest«etsestr. 98, Fuaktioniirlitzuug unb «drichnung. Bernau. TZi Uhr im Elnfium Deffrntliche Bersammlung. Thema:„Di» politische Lage.' Referent: Willy RSbus. ?ugenüveranftaltunsen. Babaabatf: Heute. Mittwoch, den 16. Mörz: abend,— esbocfl: Zanttaljugendh-tm, Linden fir. 8. Leseabend:„Berliner Humor' f«dolf Glaodrenner).-«rddtng: Schul«. Müller-. Ecke Tristste. Bor- trag:„Ferdinand Freiligratb.'—««steu: Baugewertschule.«urfürstentzr. 1" Vortrag:»Sexuell« Hygiene/_ Bus aller Welt. Co» Staats- Kchieberwappen. Holzschiebungen noch Pol«9 aus dem Wiener Rordwestbahntiof beschäftigtet: das® cntr Ge.icht. Angetiagi war u. a. ein Lagerhau:v«rwlllter der Spedi- lionsfirma Lcinkauf. Er hatte wiederholt einen Arbeit/: beauftragt, auf Waggons der österreichischen Slaalsbahn das polnische Hoheitszeichen aufzumalen, damit dies« Waggons un- gehindert abgehen können. Da nämlich in Polen all« österreichischen Waggons beschlagnahmt und nicht mehr zurückgegeben wer- den. werden nur polnische Waggon» über die Grenze gelassen. perhaftet« Enteutefoldatea. In Freiburg wurden ein Belgier und drei Luxemburger wegen Silberhandel« der- baftei. Bei dem Belgier wurde ein Zentner, bei den Luxemburger« 110000 Kranken Silber beschlagnahmt Die Pest In China.„Times" wird au» Peking gemeldet: Mehr als 2000 Personen sind im vorigen Monat in Wcst-China an der Pest gestorben. Die Ep.oemie dehnt sich weiter au» und macht sich auch hundert Meilen südlich von T i e n t s i n bemerkbar. Rörd- lich von Schantung ist die Lungenpest ausgebrochen. Zuq«ai>brtm Schul».«0-tr«:.sexuell« Hm-i-n«'.- 2 iu-rllxa Str._19.»ftrtae, ,�ari Waq.'�— Ei»«aick: Sttp Gtp. Li. brrftr. 108». Bortrag:„Der Wert bothesburaer Str. st„Der deutst «lbrÄtstr. 14a.«ortra,:.L»ia man Bachhal», ....----- Jtjoptiohl, >«ru2'— Friadrichahagea: ndern«.'— Sefanbbruanea: enbbunb.'—«tob. u»«.'—«raarmalb: Briefkasten der Redaktion, Schriftliche Aaskuuf» wird nicht erteilt. _ Ost, Bemeibuna»umatt noeckko«. ba genstgenb nargeioerkt stab.— R. N.». Besucher ber PNichtfortbilduns�schul» mststen sich zu b»a durch bea Ttundenolon testgesetzten Unterrichi-stunden einfinden. Die von Ihne» ff schildert» Wirkung ist sehr bebäuervch, aber tun lllsst sich dagegen»tchta. aidU«ie SIC denken!» »Ihre«Ur Sidieranst durchgebrannt' f Benutzen Sic nur noch die 6 mal ru verwendenden HEXA- Mehrfoth-Sichcrunjen. DEUTSCHE HEXA MONOPOL Q. m. b. H.. Berlin W.so.—' «■urtzHorlrnim na AtMavartrM(*r Prvrhu Brutzaiburs na tzwllai Carl tzark, lartla-Htzlaatz««, Katkarüuactr. i. Taiapkoa; PtaUbarg II». 4BI �Theatertiichtsplele etc.'j Opernhaus 6l't ohr Dos! fan tutte Schanspielhans 7 Uhr Der Sturm DeKsches Theater I Uhr1; Cäsar und Kleopatra EM». 7? Ole Jungfrau y. Orleans Kammerspiele P/,Uhr: Frühlings Erwachen bo.T1� Oer König der dunklen Kammer. kr. Schanspielhans (KarlstiaBe) ?- Der Kaufmann von Venedig (17. Anteil. 4. Abend) Do.7: DerKaufmanny.Venedlg (18. Ab:el. ♦. Aneno) Theater I. d. Königqrätzer Str. Uhr Erdgeist(Orska) Donners Salome Freitag Jekaterina wanowna Sonnabend: Salome KornGdienhans weiße ammebe» V,8 Uhr mit Callenberg Berliner Theater anmfie xhÜgaü t/jS Uhr mit Emmy Sturm, waümann, Roberts, Klpcr. < mtral-Tlirnter u'Dle Postmeisterin l>eut*«<*lteM Opornlinua 7 uhr; Figaros fioehzelt Frledr. WiliieiniMt.Th« 7'/, uhr Botielt die Tänzerin Kl. Srlianxplelhiinn uhr Reigen Hanilnrlae Oper Zlgennerblnt llrlhnus l*(4 Uhr: Arnold Rleck in Die Mausefalle tr,»p«I Vit,»tf? •Bis fnkl Sonnaberd.li Mlrr I.7 Uhr Hollandweibchen Äig* Die blaue Bazur ÄourM Ouorottantbent. PrIU Werner � Der iechende Ehemann Neueu VulkKthoait-r 7-,.u. Der Mann Fjodor Mrlilllpr-Thent. Clinrl 3 Uhr: Don Carlos TtfiU.: Helden fHer�ia-Tlirnter vu uhr Äascottchen Th.nm'Vollen ilorrp Int r. ?>,» Oesch» Isler. O.rerbr Krug 7 uhr Wenn Liebe erwacht Theater des Weatena T'/.uhr; Sehwalhenhoelizelt Tfa.Ud.Kommandanlenstr. ?-/.u. Der verjüngte Adolar Wall n er Theater T'/.uhrDieTanzgrafin Walhalla-Theater 7>/.U. Voge händler Residenz-Theater u. Ida WCat In Lady Winder» meres Fächer Adele Saadrock, Käthe Haach,Jullne Palkenetcln. Hclnr. Sehroth. Trianon-Theater � Lcopo.dine Konstantin in DleUeaellaehalt des Abb« Chatoauneuf und In Abscbledstouper llks Orünlng, Herrn. Vallcntln, A. E. Licbo, Hugo Flink, Mamelok Werckmelster Son' t 4 U. Kammermusik 7V. Um 7V, Uhr Unter den Linden 44 - Casanovas Soiin Eugen Burg, Mady Cbrlstans, glcn. Elverack, Hans Albern. 7'/. Uhr; Der Strom Casino-Theater Lothringer Str. 37. Tl£L%8 Der aeue Schlager! Der Großfürst Ein lustiges Stück aus dem Berliner Uenen In 3 Akten. Berliner Humor! Berl. Typen! Sonn:»» 4>I,! Höllenqualen. Variete- Cale KbAR ▼erlete.Cafe Jiloritzplatz rOranleuatraße Sä S4 Täglich 8 Uhr: aiHb-Programni Volksböhne Theater am Bülowotatz L.üasSätiictien v.Bsiilironn Lesslng-Theator Ein idealer Gatte (Duneux, Götz, Loos) Donnerstag, zum I Male: 7 uhr: DerFranenmnt (Dorsch,1! alfner JunKermann) Freit 7'/.: Der Frauenmut Sbn 71/,: Ein idealer Hatte Stg. 7V,: Der Pranenmot Deutsches Rünstier-Tbeater Allabendlich!'/. Uhr. DieScheldongsreise mit Max Adalbert 'ij8 Felles Caprice o** Linienstr. 132(Oran enb.Tor) Im Separee Ihr letztes Abenteuer Nacktkultur mit Perd. GrQnecker Telephon Notaen SfcSO Schall lllld Ranch im uioßen Schauspielhaur Telephon: Norden 8643. Konz. 7V. U.. Beginn 8V, ü. Kart Warnebold lsabel Herma und das Eintrittspreise von 6-35 M. Königstadt-Theater Bahnnoi jannowitzbrücke Tägl. 7.30 Gala.Sängcr Im Ballsaal TANZ Admiralspalast TV. Uhr: Die roten Schuhe Morg. 7».: Die roien ach übe Thealer amKotlbuser Tor Tel.: Moritzpi. 14814. Tägl 7>, u Sonntags nachm ä Uhr Elite- Sanger Feit 1. 3.: Neues Programm, u. a.: Durch» Miel samt oder Zwangs* clnquartlernngl Sonntag nachm. naive Pi eise Vorverk. tägl. Il-lh.u. t-o an det Theaterkasse u Leipziger S raüeSI(Soiilelkn'o maden) Reieiishall.-Theater Abds. 7<,, PHILHARMONIE Sinfonie-Konzert des Philbarm. Orcheatera Dirig Prof. R Hagel 4. Sinl. Brahms; Viol.-Koni. Nr. 1 Btuch(Oahmen) Anfang 8 Uhr. Eintritt 3 M. Schlllersaal.Heuievorl Abend Ltcbtbildervortrlge l Knabe oderMödchen iPark-Bestanrantj Siidende SQdrlng 1224% fattz-jfbende' täglich außer Montag Flafow: Kommeiüar zum Betrfebsräie- gesetz aebll Wahlordnung ol den Au» Ohrungj- beltimmungea. 71-80000. Voliitandli umgear- bciicl. neuer Druck und Auaitattuns. • Neu!• DetrlcbsblAanzgeleis. MulterarbeiUord- oung, Entldiddunf ea des Reiduarbettft- mlaißerloim -k PreU: GdLlOM.. 8/z Direktion; Ja m e s K I ei n. 7V, llniMIl! Das große Ausstattan�sstfick In 4 Bildern| Donnerstag, 17. März, Marmorsaal im Zoo, 7 Uhr .......................................................................................................................................................... mit Ball Hervorragende sportliche Darbietungen unter Mitwirkung der Deutschen Hochschule für Leibesübungen u. der Berl. T urnerschaft Mosterturnriegen ♦ Sportlicher Boxkampf 12 Uhr Tombola 12 Uhr Der Reinertrag flleBt dem Städtischen Jugendamt zur Beschaffung von Turn- und Sportgerät für unsere notleidende Jugend zu 175D Karten H. SO.—, 75____ 100.— bei Bote A Bock n. A. Wenhcim, Leipziger Platz. Utadatne Subarrg's £iebestehen mit der weltberühmten| Saharet als Gräfin Dubarry. •S>*£SS*»t») G>»CS G(5�»23 GTMKa gS»s3• B rvtlQ u er Wcbttoffc �Bekleidung � Mob c/ Jnnenautsfaitung* Kunftgc- werbe �Lcdcttmtxn* Bijouterie Spielwaren* Papier*verpah- kungsmiiie!* Lebensmittel chem* teehn.Ärtike! Auskunft u.Verkauf von Eintrittskarten in Berlin bei Dr. Hasslacher, Berlin W 8, Behrenstr. S0 S2 Ctreut�uith Täglich 7J0 Sonntags 3'/, Uhr halbe Preis« 1 Vorverkauf an der Kasse 10—2, sowie A. Werthelm und Invalfdendank. Sar rasant | Tägl 7 U. Sonnt auch 3 U. ) Prirlc n. PuDta. D. Circus- -chaust Delaunes: Flucht| 1 a d Ge dschr. D Elefanten 1 Vorv. Circuskasseu Tietz | Leipz. Sir u. Alexandctpi Ucber ISO Mitwirkende I— Sonntag 3Vj das { vollst. Stück mit Saharet.— Jeder E.wachsene I Kind freil— Vorv rk ab 10 Uhr ununterbioch,| Rennen mMariendorf WMmM Donnerstag, den 17. März, nachmittags 1 Uhrt 8 Rennen 8 Rennen Gesamtpreise: M. 9800 0.- IVarlete- Spielplan! | Ranchan gestattet I Die elegante Welt trifft»ich täglich zum 4- Uhr- Gesellschaftstee tm Palais der Friedrichstadt Frledrlcbstralle, Einsang UeuaeUtraUe SS Ah 16. März GrojSe jKfodesehau der Unna Gustav Cords Frl. Erna Otteney Tanz sowie TanEvorffihrangen a.». BALLETT OFFENEY Ballorchester Boesing: wh Orig.■ Jazz> Band Eintritt frei. W'h?' Der tonangebende Ball«Betrieb Während der Tsnz-Pausen das vorzügliche März-Programm Hubert Velltrt Mottl und'Will Meisel Brnnbilde Freihoff 3 Jansen• Ballett Mary Zimmermann AaAerdeai da« bekannte Hehfinhelt«- Ballett Gastspiel Erwin van Roy 2 Kapellen Orchester Berthold Boeslng Ttachhestaiiaag Morit»piat»" 10 633 Gebr. Paßmenn Säettftbernfabri! Sfien-RaHr K.. VicHoseestr.» Seut,d)lanb» gröbtes Special. hau« in mir Scfffebecn, Sannen n.«ZtnJchUltftolfen. ®itfHet Impoil aus Ungarn Polen u. China rnaggoamcil«. Eigene Diimpjerei u. Wiifch-rei mit eleitrifchem u.Damn:detrieb. Gegründet 1884. Uedrt 200000 Runden in ttbee 5000 Orten Deutschlands —— Serlangeu Sie: Mulier unb Preisliste gtati«, Jede« Beti wirb nach An- gade desonder» angesertigL* jeder Art bei kleiner Anzahlang und | beqoemer Abzahlong| Möbelhaus Andrsasstr. 28 L Strengste Diskretion. zur Bewiitschmftung,Kapitals- anläge u: d Bebauung vorzüglich geeigneL sebr begueoi erreichbar, vea SS IL an die OR. Auskunft, auch Sonntags, Mederschfinhausen, Kaiser- Wilhelm Str 47, am Straßen- bahnhol Nordend. Amt Mo- abit 867». lLZäv» Bettnässen! Befreiung sofort. Alter u.Geschlecht angeben. Ausk. umsonst Vers.San.Arti k.Gg.Englbrecht, München B. 69, Kapuziners!. 9 + Aerztllch geleitete, modern eingerichtete Heilanstalt ffttr ambulator. Behandlung Modernes, erprobt. Heilverfahren: Naturheflverfahreiv Elektro- und Lichtheilmethode, die wissenschaHlich anerkannnt« und gllnxend bewlhrta „KGnstiiche Höhensonnan�.Behandlung RSnfgen-Behandlimgf und-Untersuchun», Wasserheilverfahren, Pflanzen- und Kraut erkuren und Bäder, Sauerstoflkuren, homöo- patische und mechnno-therapeuthische Behandlung.— Nach- weilzbar gute und dauernde Hcilerfolgfe bei sämtlichen Krankheiten, inneren u. Sulzeren, speziell chronischen, s. B. Lunken-, Hals-, Herz-, Magren-, Darm-, Leberleiden; Nervenschwäche.;; nervösen Kopfschmerzen, allgemeiner Nervosität, allgemeiner nervöser Abspannung, Ischias. Gicht. Rheumatismus; sämtlichen Ausschlägen, Flechten, Wunden; Lähmungen, sowie Kinder-: lähmung, Stoffwechselkrankheiten, Zuckerkrankheit usw. Freiwillige briefliche und mündliche Anerkennungen früher behandelter und geheilter Patienten, die angaben, vor der Behend-. lung in unserer Anstalt anderweitig ohne Erfolg behandelt worden zu sein: T. Frau M. Richter. Berlin-Moabit Waldstr. 33, Lungenloiden, Blutarmut Nervenschwäche geheilt— 2. Herr Georg Heinrich, BaiAnschulenweg, Baumschulenstrafze 29 II. Lungenleiden geheilt.— 3. Frau Berta Dachow. Neukölln. Emser StraJze 133. Von Bronchialasthma, nervöser Herzschwäche und Neurasthenie geheilt— 4. Herr K. Ensle. Restaur., Charlottenburg, Huttenstrolze 12, Chronischer Mittelohrkatarrh geheilt 5. Frau Kate Tschoepe, Bin»Südende, Lichterfelder Str. 37. Von all gem. Nervenschwache, Herzneurose und Unterleibsleiden geheilt— 6. Frau M. Znfke, Berlin. Noll endorf str. 40. Rheu-. matismus u. steife Schulter geheilt— 7. Herr E. Ehrhardt Gr.-Lichterfelde, Ringst rafee 52a. Chronisches Hüftgelenkleiden wiederholt erfolgreich behandelt— 8. Frau E. Hohdorff. Berlin, Kolberger Str. 28-29. Nerven- o. Knnchenhautentzündung— vollständig gelahmt— geheilt— 9. Herr F. Nayda, Berlin, Prinzenallee 72-75. Von Kopf- und Kreuzschmerzen, trockener Brustfellentzündung nach Influenza geheilt— 10. Freu E. Herrmann, Schöneberg, Feurigstr. 61. Eiternde Fistel nach Blind- darmoperation gencilt— 11. Herr E. Ritter, Friedenau, Spon- holzstr. 56. Von Kniegelenkleiden geheilt— 12. Frau A. Rohrmoser, Berlin, Breslauer Str. 1. Altes fünfzehnjähriges Herzleiden geheilt— 13. Herr M. Aufzner. Reinickendorf-West. An- tonienstr. 3. Kiefervereiterung gehellt— 14. JJrau H. Hagel. Sachsenhausen b. Oranienburg L M. Unterl.-Blutungen und Nervenleiden geheilt— 15. Frau Wwe. Fritschler, Berlin, Ma- rienburger Stralze 48. Danngeschwulst geheilt— 16. Frau des Herrn Inspektors O. Heinrich. Berün-Friedrichsfelde. Magerviehhof. Von Geb.-Knickimg geheilt— 17. Herr Erich Bock. Berlin, Havelberger Stralze 15. Von Nieren- und Blasenleiden, Wassersucht allgemein, gross. Schwäche geheilt— 18. Frau Restaur. Hering. Berlin, Schönhauser Allee 87. Von Basedowscher Krankheit geheilt.— 19. Herr A. Brose. Berlin» T emnelhof. Friedrich- Wühelm-Strafze 14. Schweres Rückenmarkleiden mit Lähmung der Beine vollständig geheilt— 20. Frau B. Popp. BltL-Lichten- berg. Gärtnerstr. 10. Von chron. Frauenleiden. Heraschwäche u. Verstopfung gebeilt.— 21. Herr A. Schladitz, Berlin, Caprivi- stralze 24. Von Gesichtslupus gehellt; vorher mit Radium erfolglos behandelt— 22. Herr A. Hellwig, Bin-Borsigwalde. j Emststrafze 25. Von Magengeschwulst Verstopfung und ' Nervenschwäche gehellt— 23. Herr Milchhändler Eckert. Berlin, Greifenhagener Str. 26. Von gichtisch-rheumatischen Schmerzen in Bein und Fu&gclenk gehellt— 24. Herr Gastwirt C. Michaelis, Charlottenburg, Wallstr. 87. Von chronischem Leberleiden und Gelbsucht gehellt.— 25. Frau M. Knorr, Berlin-Lichtenberg. Schamweberstralz« 62. Von Herzschwäche. Leber-Anschwellung und Magenkrebs gehellt— 26. Sohn Paul des Weichenstellers Herrn Wilhelm Haffner, Berlin- Westend, Beamtenhaus. Von schwerem Beinleiden gehellt Bein sollte abgenommen werden. m Briefliche Ort crmal- Anerkennungen von uns geheilter Patienten stehen im Wartezimmer der Anstalt auf Wunsch im- Einsicht Sprech- o. Behandlungszeit;»— 1,/— 7«, Sonn- n. Feiertags D— L Prof. Dr. med. u. Dr. der Mechanothcrapie P. Mistelsky, Arzt im Auslande approbiert, von der deutschen Regierung anerkannt Berlin SO 16, Brückenstraße 10b am Bahnhof Jannowitzbrficke Keine briefliche Behandlung, nur nach genauer Untersuchung in der Heilanstalt HP 30jährige Praxis lirNowawasoJingeseflii. ®fi»on b»t Auoschubühung am 7 Dezembor beschlossene ">0(§82 9. Sotzungsnachkrag 31) ist vom vberoersichernnas- amt genehmigt worden und tritt mit dem t. Avril d. I. in Ztrait. Laufende Leistungen bleiben von dem Nachtrage un- berithrt. Druckeremplare kSnnen im Kassenlokal in Empfang genommen werden. Nowawes, den lZ. März 1921.. Will, forschender. J4/6: gimmermann, EchriftMhrer. 1 Mieipellsetialt für dieiDis&lie Produkte Torm. I Hierdurch laden wir unsere Aktionäre zu der am Don- nergtair, den dl. Mfirz 1921, vormittag;« II Uhr, in Berlin, Hotel Bristol, Unter den Linden 5/6, stattfindenden 26. ordentlichen Oeneral. Versammlung ergcbenst ein. Tagesordnung: J. Oeschäftsbericht nebst Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechnuug für das Geschäftsjahr vom 1. Ok- 1 tober 1919 b s 30. Septem-! her 1930; BeschluSfassung{ über deren Genehmigung sowie über Vervendung des Reingewinns. 2. Entlastun g des Vorstandes und des Aufsichtsrates. 3. Aufsichtsratswahlen. Stimmberechtigt sind dielenigen Aktien, welche beim Vorstand der Gesellschaft oder bei den nachstehenden Anmeldestellen mindestens am dritten Tage vor der Generalversammlung entweder unter Vorzeigung der Aktien oder unter Vorlage eines Besitzzeugnisses, welches von einem Notar oder von einer öffentlichen Behörde ausgestellt sein muß, angemeldet sind. Anmeldestellen sind: Der Vorstand der Gesellschaft In Berlin, die Dresdner Bank, Dresden und München, die Bayerisehe Hypotheken- und Wechselbank in München und Landsnut, das Bankhaus E. 4 J. Schwelsheimer, München, das Bankhaus Dingel 4 Co, Magdeburg, die Unionbank, Wien, die Zivnostenka Banka, Prag, die Ungarische Allgemeine Credituar.k, Budapest. Berlin, den 9. März 1921. Der Aufsichtsrat. Dr. Kempner, Geh. Justizrat. ■_ Vorsitz nder. 112/9 Kriegsanleihe wird zu 84*/« Zahlung genommen! I biliise läse Alf MM-Welle!!! Bitzude Frühjahrsmänle! 146 Impr. Seidenmäntel.. 250 Gummimäntel nr Dinn.. 332 Gummimäntel nr Himi.. 445 Frühjahrskostüme..... 158 215, 374, 490, 615, 875 Sportjacken..... 45-270 Covercoatmäntel 162-748 Feine Stoffröcke.. 44 350 Einsegnungskleiderra1703(i Diese Preise nur für Z Tnse!! Elegante Pelzmäntel..... 1950, 2800, 3900, 5100 Plüschmäntei.. 550, 875 Astrachanmäntel 325, 500 Krimmermäntel 790, 1070 Ulster...... 128, 210 Westmann jillanten | J u w e I e n kauft | auch groese Posten zum ftöcbeten K.nTä jtBßtßrdBiDer DiaHaiiiscIlleilsrei 1 160 Friccr.cnstr. 160 Gegr. 189.. Vohnangstauseii Nürnberg» Berlin. Eint in Nürnberg. Humboldtstraße. gelegene Dreizimmerwohnung gegen Drei- oder Vicrzimmerwohnune inBerlin j möglichst zum l. April 1921 —• zu tauschen gesucht ! Angebote erbeten an oie Ge- I setischaft für drahtlose Te e- 1 graphie m. b H. Berlin SW, Hallesches Ufer 12/13. flZlD 1. Geschäft: Berlin W, Mohrenstrasse 37a 2. Geschäft: Berlin NO, Gr. Frankfurter Str. 115 TBöhUetfe 130® Mimmoftnoog mit Küchen denastung für Ehepaar mit zwet Kindern zum L April d. 3- ja mieten gesucht. Angebote erdeten an dt« ticseflschait für drahtlose Telegrapbie m. d. Berlin SW, Hallesch es vier 12,13. Zufallt AllergQnsllgste Gelegenheit(Or Händler� Schneider, Private! garantiert 3 fach lOOO Meter Obergarn weiß und schwarz JSO 135/7 = traJ3e22,WilsnaokerStr.lfi. SfO: Verkauf in den Färbßrei-Fllialen H. Bergmann u.Gebr. Altenberg Wz Wittenborgplafa 3a, Mansteinstr. ll,Wiiiterfeldt«tr.21. SW: Tork- straBe 77, Gneisenaustr. 9t, Wilhelmstr. 125, Jerusalemer Str. 58. Frie- driohstr 47 VW: Kajlstr. 38, Perleberger Str. 16, Tnrmstr. 65, Wiclef- straüe 22,Wilanacker Str. 16. VO: LandsbergerPlatz5,XeueKönig8tx.78. Prenzlauer Allee31,WebeistrJ?6-87. fbO: Wiener Str. 1-6, O: Gr. Frankfurter Str. 4, Eberty5tj,.2, Ändreasstr. 54, Stralauer Allee 33. S: Oranien- straße 59. Neue jakebstr. 15. C: Münzstr. 9. Weinbergsweg 1, Alte Schönhauser Str. 2, Neue Schönhauser Str. 10. Vi Elsasser Straß«. Mfillerstr. 156c. Kastantenallee 69, Invalidenstr.135. Kastanienallee 32, SohönhanserÄIle670bJleiniokendorferStr.l05,Veteranenstr.21.Char- lottenbnrj»; Kantstr�S, KanP.tr. 95, Biämarckstr.91. Soarezstr. 60-51. Ehriedenau: Eingstr. 61, Kaiserallee 84. Wllmemdort: Uhlandstr. 127, Ludwigskirchstr. 5, Pariser Str. 33-34. Schöneberg: Grunewaldstr. 63. Pankow: Woilankstr. 4. Berliner Str. 53-54. Breite Str. 34. Steglitz: Älbrechtstr. 7. Tegel: Berliner Str 6. SUdende: Steglitzer Str. 15a, Veukillln: Berliner Str. 16-17, Kaiser- Friedrich-Str. 20. Wel8en«»ee: Berliner Allee 224, Berliner Alles 17 ZigmttevWkhavd'g. Bek. Mark, für Wiederverkäuser Dessen. Alexanderpwtz 2, 1 Tr. vonvMsMelliie vvD ErstllSer �»nte Berdirnstmijgfichleitenl I«»6 Unregung Ein neuer «nstiarnnn und«« gebende Proschiire: El »«Ist? fendef gratis 3- ErSmnnn& Co„ B«rIIn.Könfggr>iHer Efr. 7L Billigste Beschaffung bester Zebensmitte! nebst kostenfreier Sommerfrische u. Siedlungen ohne Anzahl. HCflfstU 17. d. M..7U., Berlin, oUtli UH Kochstr.lZ EinIr2iM. Prospettgeg. Einfend. d. Portos. Kleinfarm-Kesellsch. Friedenau? Ifgiifinge Dukatengold 900 gestemp. >4 k. Bold 585 gestempelt 8 k. Hold 333. stets vorrätig am Lager Einkauf von IGl Silber Brillanten Zahle die höchsten Preise S�INOGA Grüner WegOO Telephon: Alex. H30m Filiale; Schönhauser Allee 89 Telephon: Humboldt 1537 Eingetragene Genossenselialt mit iieseiirMter Baitpilleiit am 31. Dezember 1920. Aktiva Kaffalonto... Banffonto... Dekitorenhrat». Warenfonto.. Maschinen-. Werf» zeuglonlo.. 87.85 7 210,- 73 994,- 2 350.— Passiva Anteilfonto... Darlehntonto.. Kredstorenfonto.. Refervesondsfanfo. Gewinn- u. Verlust- tonto-Vorirag.. ZU. 210.— 54712.70 8909,- 6100,- 60 10632 125 03�52 12503853 Sie Mitgliederzahl beträgt am 31. Dezember 1920: 7. Eingetreten keiner: ausgetreten feiner. Betrag der Haftsumme: ZlO M. Mithin haben sich Haftsumme«ab Deschästogut haben ««der oermehrt noch verringert. 3Z4Sb Z. Zastesen. August Xofsdk. -Tlf öl..! teilt dillig! auch auf Kredit zu den Ileinsten ZahlnngSbedingunge» Liefere frei Haus. Liefere auch auswärt« Vorisildsfts Kapitalsanlage bietet Erwerb v. Aktien größeren Bergbauunter- nehmens, jetzt noeb zum Nennwert ä M. lOOO.- Braunkohlenwerke u. Brikettfabrikation m. sehr guter Entwicklung u. entsprechender Dividenden- aussieht. Näh.u.B.N.P. 5547 durch Ala-Haasen- stein&Vogler,BerlinW35 Kur solange Vorrai I fSP" Lungenkranke Soeb.ersciilea:Vorl900Jahr.!| Wer war Jesus Christus? in einer alten orientalischen Bibliothek ist ein Dokumeml gesund.» orden, das ganz genau mitteilt, werlesus Christus! war; ein Bundesbruder de« Essäerbundes, einer Art| Freimaurervereinigung. Es ist der Bericht des Aeltesten (UesesBundesinJerusalemandenAeltestentnAlexandrien. Ein christlicher Priester versuchte bei der Entdeckung das Dokument zu vernichten, da sich die ganzen mystischen Wunaergeschichten auf einmal ganz natürlich erklären. Die Vernichtung gelang ihm aber nicht. Dieser Bericht ist von Fern. Schmidt ins Deutsche übersetzt Kein Denkender wird das Werk unbefriedigt aus der Hand legen Preis Mk. 6,50 und Mk. 1,10 Ir. Nachnahme. w Gr. Bücherkatalog gratis. Aibrccht Donath, Verlag, Leipzig 42 Möbel-Grotz Grofte frankfurter Straf l Jnvaiidenftrafte S. Gingang »4k Ickerftraftr I Nutzeisen jeder Art: Rund-, Flach-. Q-uadrat-«. Baudeisen. GaS-Diede-Rohre. 7-Träaer«.0-Eisen. Aeldschmieden und Ambosse sofort ab Lager lieferbar keUx kodk, MinUl Dlrcksenstr. 12, Mortiiplatz 12072. Eck» Bvilnireftrnße Moritzplan 12073. finden schnelle, sichere, schmerzlose Behandlung.(Xeoe*, kombiniertes Hellnersahreu.) Grog» Erfolge Nlp pkliuilt«erzll... eichfietlauftal, Itn Uli. rlUilUl, Leitung.. Kurfürst eustrafte 143 a. d. Potsd. Str. Epr. 10—1 u. 4—7. llndruuttett« unentgrstllch. Von weit und breit kommen die Paare zu Richard Boaneck, um «Ich zu verloben. Deutschlands größtes Spezlal- Geschätt für Trauringe. 1 Ring Oukat 0.960 gest. v. 145 M. an 1. IVj„ 0.900, Stck. 303 M. 1, 2, 0,900». 406 M. I, 0,585 gest. von 100 bis 210 M. je nach Gewicht. 1, 0.333 gest. v. 38,50 bis 120 M. je nach Gewicht Alles fix und fertig zum Mitnehmen. Sämtliche Preise inkl. Luxussteuer. Diese Ringe Ornament Rose u. Myrrhe sowie mit Inschrift.Du bist mein",.Mit Willen dein Eigen" in 0,585 G.W von 240 84. an. Alle Weiten stets vorr. Versand nach aoBerhalb. Riesenauswahl aller in d. Uhren- u Juwclcabranctae vorkommenden Waren. Stets Gelezcnheitskitife in Brlllanteii* RICHARD BONNECK Hanptgescbäft: Berlin N, Schönhauser AI2«e 45 (hochf-ahn: Danziger Straße). Tel: Humb. 13*4 Pillale t NO« Landsberger Allee 41« Bcke Petersburger Straße« Tel.: Alex. 4390.* Telegramm- Adresse: Qoidonkel« Berlin. Ankauf v. Qold u. Juwelen. Fahre, w. vergütet. Ipilpc ll/npf 1 M D*s'eltgedruckte Wort 1.50 M.(zulässig IICUCD PllUi I 1 Hl. 2 fettgedruckte Worte). Stellengesuche und Schlalstellenanzeigen das erste Wort(fettgedruckt) I M., jedes weitereWorttO Plg. Worte über 15 Buchstaben zählen doppelt | Kleine Anzeigen| Anzeigen moVsen bis 5 Uhr nachmittags In der Haupt-Expedition des Vorwärts, Berlin SW 68, Linden- Strasse H abgegeben werden. Oeäffnetvon 9 Uhr früh bis SL'hr abends Verkäufe Segen Ratenzohl»»«.«er. kaufe Damenwäsche, Kostüm«, Steppdecken, Dionndecken, nur prima Qualitäten, zu aller- billigsten Preisen. Max J». sephsohn. An der Spandauer- brücke 9 III, Bahnhas Börse. Kein Laden. � 91/16* Wandliß Basdoef, Quadrat- rote 15 und 30, Anzahlung 100 Marl. Außerdem S'-i Morgen Acker. Wiese, Ali-st nm Bahnhof. Hülsen, Sieg- lig, VionniNestrabe IL Fernsprecher 2894.* „Weißer«ab-*, extra starke Dauerwäschr, oerlaust Born, Zleichrnbergerstraß« 1. Neuparzellirrung Ostbahn. Siediungsiand mit gutem Sartenbodem E. Marnnickr, N, Ehristianiastraße 14. L TeL: Moabit 8583. 161«* Stnunenerregen»! Kreuz- Ilchse 85. Rotfüchse 75 M. >n, Alosfafüchse, gobelsüchs- owie alle anderen Pelzarien, gelzmantel, alles zu dedeu- end herabgesetzten, spottdilli- Itn Eommerp reisen,»ein« iombardwarenl Leihhaus! Larschauerstraß« 7. 172«» Echntzhund«, Stubenhünd n. sunge isoxierrier, Pini- B c. Schöserhund« oerkauft Mond. Paiisadenstrahe __ 84114* «renzfächse 195�-. Sämtlich« lelzarien Hälfte herabgesetzt. lerrrngarderob«, Taschea- hrrn, Goldwarenlager stan» end billig,«eine Lombard. »««. Leihhaus Rosenthaler- l>r, Liaienürahe 208/4. Eck» losenthalerstraß«._• Feberhaabwage», Soften- und «arren, Leiterwagen, Einzelräder billigst. Fabrik. Sre-denerstr. 55. 14ßSD* Bettwäsche, Leibwäsche, täglich, am Private. Damenwäsch Engrospreis«:.. 8.-. T Mchen orachri» Besuch Eruzesverfauf an Bezllge, La! Sastrone», guglampen. Wandarme, Gaskocher cäu- mungshalber allerbilligst. Schräder, Hochstraß« 33. Bettwäsche billigt Setzt Ein. tauf günstig, vor Preissteige. rnng. Angestaubte unter Selbstkostenpreis. Deckbett- bezug 58.—, Rissen 15.—, La- ken 28.—> Inlett« 120.—, Wäschestoff«, Handtllcher Engrospreis«. Fahrtverglllung. Wäschefabrik, Gräsestraxe neununddreißig(Hasenheide). Frühjahrsfostüm« 75,—, ent- zückende blau« Eheoioikostllme gefüttert 280,—, Copertcoat- Mäntel 135,—, wasserdichte Ripsmäntel 195,-, hochele- gante MantelNeider 280,—, reinwollene Kammgarnkostüm« 440—, Faltenrocke 35.-. Große« Lager direkt Werk- statt. Altmann, Rosenthaler. straße 44 III, Hackeschermarkt.* Singerbobbin. Ringschiff, oerkaust Thiele,»Spenicker. strab« 128._ 51/18 tot», Eutawayanzllge, wenig gebraucht, ersten Werkstätten Deutschlands gearbeitet, fn. delhaft billig. Echisfmann, Skalitzerftr.«sldene mfSl/l« Musikinstrumente „Adam's" größtes Spezial- hau« für gebrauchte Piano», FiUael, Harmonium» Bechstein, Bistihner und andere erste Firmen. Eigen« Wertftatt, Ire!« Lieferung. Adam. Miinzstr. 16 Unter den Linden 17/18. 180» SR. Baisumme genst. gen zum Kauf guten Schlaf. zimmers. Speisezimmer, Her- renzimmer, Küche, Einzelsgick« entsprechend. Beaueme Rest. ; Zahlung ohne Preisaufschlog. Gabbert, Beteranenstraße 11, Fabrikgebäudes. HOft JiSß* Staunenswert billig. Stufet und Küche, Bettstellen, Tru- meaux. Erstklasfige Perarbel» tung. Wegen großen Lager, soliden Käufern Z-blungser. leichterungen zu«affavreisen mit reeller Zinsberechnung. Tischleret Reiewske, Bad- - ftrahe 66 1S6« ... aken. he zu spottbilligen Handtücher 8.—, Damasthandtuch 18.—, Mchen 15.—, Inieil» 23.—, achtnolle» Damastlischtuch. wirtlich lohnend l brtvergütnno.«ein Laden- Höst! Lausiger Beberei- tager, Pankow, Brennerstraße cht Halteftelle Lindenpro- »enod». 1466D :««», Immer, dunkeleiche, Herrenzft hau» alle« 56, «amerliaa, Kastanien- Weinbergsweg. «eiallbettea 200.—, Polster- auflagen,«orbmäbel, billigste Gelegenheiten. Zingler, Rru- kölln, Weserstr. 212 L 184« AuskuntL gewissenhafte B«hand!ung.Frau Ehm. Hedamme a. D. Star- garderstraße 75. SeiienftügeL* BrrtraNensvolle Auskunst Em Haft« Behandlung Zanck». ärzfl geprüft. uerltraße32, Seffenflügel pari,(Görlitzer Bahnhof). Auch Sonntag»_>28» Erfinder, Pairnibureau Packfcher, Grriraudtenftraße >5 Zentrum 760(>, 75«» Betriebskapital, Gelddar- lehn, Rafcnrückzahlnng. Richter, RItt-rstr. 106. sltllK' Mino Tabak eininsl oersucht imn'er verlsnst. - Für kurze Pfeife- Schäg, roter Streifen SO gr Mk. 2.50 Zu haben in den Zigarren-Geschäften. Tfmiptwtretniij: den Großhandel ■Leo Hirschberg&. Co., Frankfurt a. M, Pernsprechan Hansa 1796, Hansa 3145. 171/1 Hohen Perdienst finden Damen und Herren durch Uebernahm« einer Berfand- stelle nach amerikanischem Muster. Beguem im Hanse zu erledigen! Verdienst täg lich 50,— Mark und mehr! Anleitung und Warenmuster 4,— Mark, Zuschriften an M. Rieck, Spandau, Zölde- richstraße 78 II..>>1/20 Arbeitsmark Stellenangebote Caztanietia, nur gani übt«, welche schon in Wal, sabriken tätig war. zum Kar- tanaieren oon Herrenkragen sofort oerlangt. Gebrüder Borchardt, Pappelallee 78/79. Erste Rockarbeiterlaue» sü« franzSstsche Rücke verfang! P. Manheimer, AieUer Ger» sel, Zägerstraß« 88.__ 14689 Aenderinue» für unser Da» menkonfektionsaielier sofort gesucht. Meldungen von 16 bis 12 Uhr oormillags oder ö bis 6 Uhr nachmittags in der Personaloerwallung im 4. Stock. A. Zandorf u. Co., Belle-Alliance-Sir. lg.[14679 Fliesenlegemeister mit zeichnerischen Arbeiten, Berlins» Bollkllndfchost oeriraui, ge» lernte« Maurer, ftlr Dauew frellung gesucht, Bewerbua» gen mit Angab« der Au«. bildung und bisheriger TS» tigleit, Ansprüche usw. untes P. 20, Hauptexp.„vorwärts". Zullueemulliek für große stlelorbzylin der>uches arünebaam& Co. Ctzpenicker Straße 109a. Stnhenciurichtnna mit Bei !nrL«üche: ien 1950 M-rL 650 Mark. Möbel' neinr. Brun, delschatz. nenstroße 160(Eingang An- Nomerstraße). 85/4* Sosanmban 860.00, Umbau- «'°Ä. Matratzen, Patsntmatratzen 120.00. Walter. Siargarder, straße achf�hn, 179» Fohrradaukans, straß- 19. Linien- 149«» Fahrradankans«raus, Gr. Frankfurteistraße 52. 61/14* Kugellager,»erzen. P«. gnfei usw. kauft ständig Lauge, Rowawes 666, 51/17 Prismeugläfee, Phoiaappa. rot« kauft Haller, Reue SIS- nigstrahe 19b. 8287h» Klanierschul«, Harmonium. Biolinen. Mandolinen. Gitarre. Zitherschule, Ackerstraße«9. Sornholmerstraße.SL Schon. bauferallee 126. 197« Ver»ehiec!«ne5 Damen. Auskunft mit Er- folg. Frau Weidner. Srens- >rll:dcrs>.r. 51, Eingang Su- lisch« str.. L Port, I r. 14629* Inng.____„__ v___, ärjü. ausgebildet. öntcht- straße 35. oorn III(Rähe Schiestsch« Bahnhof.) 102« Vertrauensvoll« Auskunft Arzt zur Stelle. Hebamme Dvib, Neue»5n>g»?. 57 (Atexanderplatz). 102« Tücktixe Verkkuker rik• Kleiderstoffe sofort gesucht Meldungen: 12—2 Uhr mittags 5—6 Uhr abends A. Jandorf& Co Belle- AI liance- Straße 1/2 Dke Regkerungsparteien gegen wirth. Lei der Fortsetzung der zweiten Ausschußlesung am Dienstag oerharrten die Regierungsparteien dabei, die Einkommen- st« u e rn o v e ll e mit Aushöhlungsbestimmungen zu- gunsten der großen Einkommensteuerpflichtigen zu bepacken, von denen der Reichsfinanzminister Dr. Wirth ebenso entschieden ab- riet wie die sozialistischen Vertreter. Die aus sozialdemokratischen Antrag in erster Lesung beschlossene Erhöhung des steuerfreien Ve- trags der KriegsbeschSdigtengebührnisse von 2000 M. auf 8000 M. wurde bestätigt. Die Steuerfreiheit für Beiträge zu gemeinnützigen usw. Zwecken wurde trotz der ab- lehnenden Haltung der Regierung wieder bis zu 10 Prozent . Vp.) und Pohlmann(Dem.) bekamen darauf einige B e- denken gegen ihre eigenen Anträge und behielten sich eine Nach- Prüfung im Plenum vor. Trotz der aanz entschiedenen Ablehnung der neuen Bestimmungen seitens des Reichsfinanzmini st»rs hielten aber die Reaierunasparteien, unterstützt von Helfferich, vor- läufig daran fest. Abgelehnt wurde der sozialdemokratische An- »raq auf Wiederherstellung der Besteuerung der Veräußerung»- und Spekula kionrgeminne, die auch der Minister empfohlen hatte. An- rahme fand ein von den Regierungsparteien beantragter schwacher Ersatz, wonach nur �ausgesprochene" Spekulationsgeschäfte, ateet aber die davon gar nicht zu trennenden Deräußernngsoeschäfie der Steuer unterfiegen. Eine erhebliche Verbesserung für die Kleinrentner wurde durch einen Antrag Keil insofern bewirkt, als unter den km Gesetz vorgesehenen Voraussetzungen die Einkom- I men�euer je nach der Höhe des Einkommens um 25 bis 100 Prozent direkt erlassen werden soll, statt daß sich der Steuerpflichtige auf Antrag die bezahlte Kapitalertragsteuer auf die Einkommensteuer anrechnen läßt. Die von Helfferich beantragte Herabsetzung der Mtersgrerze, von der ab auch der erwerbsfähige Kleinrenter An- spruch auf den Erlaß der Steuer hat, von dem zurückgelegten 60. auf das 50. Lebensjahr, wurde abgelehnt: angenommen dagegen ein Antrag Helfferich, der die Steuerfreiheit erhöht bei D e r s i ch e- runasprämien von 600 auf 1000 M. Schließlich wurde von den Regierungsparteien, unter'ützt von den Deutschnationalen, noch eine Bestimmung eingefügt, die S t e u■Jj r e i h e i t für die Mehrkosten des Baues von Werk- mohn>»ftaen gewährt. Die starken Bedenken, die die Genossen Keif und S o l l m a n n dagegen geltend machten und die von un- serer Seite beantragte Sicher st ellung dieser Wohnungen g�gen Spekulation wurden abgewiesen. der Jall �ermes-?luguftsn vor Gericht. Magdeburg, IL. März.(Eigener Drahtbericht des.Vorwärts".) Am Dienstag stand in Magdeburg der Prozeß gegen den Redakteur Roether der„M agdeburgischen Zeitung" wegen B e- leidigung des Ministerpräsdenten Braun zur Ver- Handlung. Die Klage wurde von der Staatsanwaltschaft im öffent- lichen Interesse geführt. Minister Braun war als Nebenkläger bei- getreten und wurde durch Iustizrat Werthauer-Berlin vertreten. Der beleidigende Artikel der„Magdeburg. Zeitung" wurde im Herbst 1920 geschrieben, als der Fall A u g u st i n- H e r m e s in der Deffentlichkeit lebhaft diskutiert wurde. Genosse Braun hatte auf dem Sozialdemokratischen Parteitag in Kassel erwähnt, daß ein höherer Beamter des ReichsernShrungsministeriums B«- stechungsgelder angenommen habe, als der dann später Ge- heimrat Augustin genannt wurde. Dem Minister Hermes wurde insbesondere der Vorwurf gemacht, daß er Augustin nicht rechtzeitig zur Verantwortung gezogen und ihn noch Ende Mai 1920 im Dienst- verteilunqsplan zum Sektionschef ernannt habe, obwohl er bereits am 7. Mai durch einen Brief des Unter st aatssekretärs Ramm vom preußischen Landwirtschaftsministerium über die Der- fehlungen Augustins in Kenntnis gesetzt worden sei. Hermes selber behauptete, den Brief nicht am 7. Mai, sondern erheblich später er- halten zu Hadem Weiter wurde gegen Hermes noch der Vorwurf erhoben, kostspielige Anschaffungen für seinen persön- lichen Bedarf als Minister durch den Ankauf eines Automobils für 240 000 M. und einer kostspieligen Bureaucinrichtung gemacht zu haben. Da Gelder hierfür im Etat nicht vorgesehen waren, so habe er die Summen vorschußweise der Stick st offdüngemittel- Ausgleichstasse entnommen, was zum mindesten inkorrekt gewesen sei. Die„Magdeburgische Zeitung" hatte versucht, den Spieß um» zudrehen und insbesondere behauptet, dem Geheimrat Lugustin sei durch Braun und sein« Beamten absichtlich eine Fall« gestellt »ordem In der Verhandlung berief sich der Angeklagt« darauf, daß er in gutem Glauben gehandelt habe. Unterstaatssetreiär Ramm als Zeuge gab die bereits bekannte Darstellung, daß er am 7. Mai 1920 durch den ersten Geschäftsführer der Ackerbaugefellschast Karl Lieber die Bestechlichkeit Augustin« erfahren Hab«. In der Meinung. daß«in Beamter nicht bestechlich fem darf, Hab« er die Entfer- aung Augustins von seinem Posten verlangt. Aus der wei- teren Zeugenvernehmung ist hervorzuheben, daß die Herren Dt. L a v o l l e und Dr. B i t t o n vom Ernährungeministerium be- stätigen, daß der Brief Ramms an Hermes am 7. Mai geschrieben sei» muß. Der Staatsanwalt beantragte gegen den Angeklagten Zwei MonateGefängni» und Publikationsbefugnis in zwei Magde- burger Zeitungen. Da» Gericht erklärte den Angeklagten der Be- leidigung schuldig, erkannte zedoch nur auf 500 Mark Geldstrafe. keil es dem Angeklagten den guten Glauben zubilligt«., Parlament oöer pojsenbühne! «-leid BT Es wäre zu wünschen gewesen, daß sämtliche unab-> hängigen und kommunistischen Wähler Verlins der gestrigen! Reichstagssitzung hätten beiwohnen tonnen. Wir sind sicher,� daß sie alle, soweit sie überhaupt Klassenbewußtsein und Proletarierstolz im Herzen tragen, mit tiefem Scham- g e f ü h l den Reichstag verlassen hätten. Sie wären zwar zuerst unter dem unmittelbaren Ein- druck der Rede- und Schimpfduelle Ledebour-Adolf H o f f m a n n dem Lachkrampf verfallen, der alle Zuhörer er- greifen mußte, später aber hätten sie sich gesagt:„Wie ist es möglich, daß eine Arbeiterschaft, die um ihre Vergangenheit, um ihre Stärke, um ihr intellektuelles Niveau in der ganzen sozialistischen Welt bewundert und beneidet wird, solche H a n s w ü r st e als Führer ansieht und duldet?" Wir verzichten auf eine Erörterung des eigentlichen Streitthemas, jener„kommunistischen Morderzentral«", die Ledebour zum zwanzigsten Male„enthüllte", ebenso auf eine Schilderung der wüsten Szenen, die sich während dieser De- batte abspielten. Wir wollen auch nicht darüber als Schieds- richter entscheiden, wer von den beiden, Ledebour oder Host- mann, den größten Lacherfolg errungen, wer das konfusere Zeug zusammengeschwatzt hat. „Wie man sich bettet, so liegt man", sagt das Sprichwort, und, ins Polstische übertragen:„Jede Partei hat die Führer, die sie verdient. Ledebour und Adolf Hoffmann können sich in der Tat daraus berufen, daß sie die populärsten Figuren der radikalen, rrrevolutionären Berliner Arbeiterschaft sind. Der alte Schauspieler und der alte Clown haben am gestrigen Tage wieder einmal nicht nur sich selbst, sondern chren Wählern ein erschreckendes Zeugnis geistiger Armut ausgestellt. » Der Anlaß(?) dieser Raufereien war merkwürdigerweise die Besprechung des Reichsministerüims des Innern. Dabei wurden durch Zufallsmehrheiten der drei Arbeiterparteien die Anträge angenommen, oie die Regierung aufforderten, die Entwaffnung und Auflösung der baye- rischen Einwohnerwehren schleunigst durchzu- führen und dem Reichstage die RotMi vorzulegen, die zwi- schen der Reichsregierung und der bayerischen Regierung ge- wechselt worden sind. Zu Beginn der Sitzung verlas Präsident L ö b e ein Telegramm der Deutschen in Valparaiso, das die Abwehr der maßlosen Forderungen der Entente billigt und verspricht, fest hinter der Reichsregierung zu stehen.(Beifall.) Der Haushaltsplan für 1H21. Auf der Tagesordn>mg steht nach einer Reihe von Anfragen die erste Beratung des Reich-haushaltplans für 1921 in Verbindung mit Gcsetzemwürfea zur Aenderung des Zündwarensteuergefetzes und des Zuckersteuergesetzes, sowie zur Verlängerung der Güllig. keitsdauer des Kohlenfteuergeietzes, schließlich der Entwurf eines Süßstoffgesetzes.— Der Haushaltsplan geht auf Antrag des Abg Mumm(Dnat.) an den Hauptausschuß. Die Steuervorlägen an den Steuerausjchuß. Di« Aussprache beim Reichsmini st erium des Innern wird fortgesetzt. Präsident Löbe mahnt die Redner zur Einschränkung und die Abgeordneten zur Anwesenheit. Wir wollen nach den Osterferien ohne Hetzerei arbeiten und unsere Zeit so einteilen, daß die Abgeordneten auch ihren anderen Geschäften nachgehen können.(Bei- fall.) Die Plenarsitzungen sollen dann täglich nur von 2 bi« 6 Uhr stattfinden, und alle 14 Tage Sonnabend und Montag sttzungsfrei sein. Wollen wieder zu einer geordneten Arbeitsweise zurückkehren. Dann werden auch die Herren der Presse uns die Versündigung am Achtstundentag verzeihen.(Heiterer Bei- fall.) Auch hier kann uns nur Arbeit retten. Abg. Hofmann-Ludwigshafen(Z.): Die Ausgestallung des Schulwesens ist Sache der Länder, wir sind grundsätzlich gegen die Reichsschulen. Wir machen keine weiteren Schulkompromisse wie in Weimar. Abg. veuermmm(D. Vp.): Das Reichsschulamt muß mit der höchsten Autorität ausgestattet werden. Der Religionsunterricht darf auf kein« ander« Wesse betrieben werden, als wir es schulmäßig gewok>nt sind. Staatssekretär Schulz: Dem allgemeinen Drängen auf kulturelle Fortschritte steht leider die Verarmung des Reiches entgegen. Der Reichsschulausschuß hat sich durchaus bewährt. Die Reichsschulkonferenz hat eine große Bedeutung und brachte viel Material für die Schulgesetzgebung der nächsten Jahre. Stall einer Wiederholung der Konferenz wird das Reichsministerium des Innern aber von Fall zu Fall Fachausschüsse einberufen. Hoffent- lich gelingt die Förderung da Lehrerbildung trotz der Bedenken der Finanzvenvalllmg.■ Der erste Versuch, ein einhellllches Schuljahr durchzuführen, ist am Widerstand Bayerns gescheitert. Do-t hat man sogar Plakate dagegen verbreitet.(Der Staatssekretär ipeist auf ein große» Plakat auf dem Tisch des Hauses hin. das a"s München stammt:„Es geht um die Zukunft unserer Jugend!") Abg. Dr. Löwevstein(ll. Soz.): Der Ausstieg der Tüchtigen scheitert an den Vorrechten der Besitzenden und an finanziellen Hindernissen. Unser Antrag auf obligatorischen Besuch der Schul- k i n d e r g ä r t e n soll der erste Schrill sein zu einer wirklichen Arbeitsgemeinschaft und einem einheitlichen Aufbau des Schul- wesens. Abg. Müller-Franken(Soz.): Am nächsten Sonntag findet die Abstimmung in Qberschlesieu statt: da fürchten nun die Beamten und Arbeiter, die sich für Polen eingesetzt haben, daß st« terrorisiert werden, wenn die Ab- stimmung, wie wir hoffen, sür Deutschland ausfällt. Nach der Friedensvertrag ist eine Maßregelung unzulässig, wir hallen aber eine Erklärung des R e i ch» m i n i st e r s für wünschenswert. Reichsminister des Innern Koch: Die Rcichsregicrung denkt nicht daran, nach der Abstimmung irgendeine Politik der Rache zu treiben.(Beisoll.) Wir wollen es nicht so machen wie Herr Korfonty. der heute bereits denjenigen, die sich für Deutschland eingesetzt haben. Rache angedroht hat.(Hört, hört!) Bezüglich der negativen oder positiven Erklärung beim Reli- gionsunterricht gibt ker Wortlaut der Verfassung keine bestimmten Richtlinien. Es wäre besser, wenn die Kinder, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen wollen, eine Erklärung abzu- geben hatten. Da aber«in Verfassungsbruch nicht vor- liegt, kann gegen die Länder, die anders verfahren, nicht einge- schritten werden Abg Fröhlich(Kom.): Die alte Regierung hat die polnische De- völkerung ausgeplündert.(Große Entrüstung recht».— Pfuirufe. — Gegenrufe der Kam.) Man fordert für Militär- und konterrevolutionäre Zwecke Hund-rt» von Millionen, aber für Kultur- zwecke hat man kaum 20 Millionen übrig.(Großer Lärm rechts.) Wir fordern die Arbeiterklasse zum Sturz der Regierung auf. Abg. Ledebour(ll. Soz.i: Während unserer Parteikonferenz w Halle Hab« ich von einem Moskowiter einen Brief erhallen, der dazu gedungen war, mich zu ermorde». Mir wurde ange- droht, daß Leute wie lih� Kaut»ky usw. wegen Bremsung der reoalullouSreu Arbeiter beweguag erschösse» werden sollen. Di« Fessstellungen meiner Parteifreunde ergaben: Der terroristische Briefschreiber hat sinngemäß erklärt, daß inner« halb der Parteiorganisation eine Unterorganisation gebildet sei zur Beseitigung revolutionsfeindlicher Führer. Weller erklärte der Mann, daß gerade er zu meiner Ermordung deshalb beauftragt worden sei, da er infolge angeblicher Unzurechnungsfähigkeit nicht vor Gericht gezogen werden könne. Es ist ties dasselbe Rezept, nach dem der Abg. Haas« hier vor dem Reichstage erschossen worden ist. Durch die maßlosen ehrenrührigen Angriffe des Abg. Levi gegen mich, bin ich ge- zwungen, völlige Aufklärung zu schaffen. Die Kommunistische Partei hat sich niemals gegen derartige Vorkommnisse gewandt. Ich bezeichne diese Organisation als eine Mörderzentrale.(Sllir- mische Unruhe bei den Kommunisten.) Diese Mörderzentraleu stnd Gesellschaften mit beschränkter Haftung, für die es einen legitimen Ausdruck einfach nicht gibt.(Hellerkell.) Wenn Ihre Parte! all die Aufreizungen und Aufforderungen zu Mißhandlungen Nicht abschüttelt, so machen Sie sich zu Misschuldigen. Ich hoffe, daß der gesunde Sinn der deusschen Arbeller diese Terra- risten abschütteln wird.(Beifall bei den U. Soz.) Präsident Löbe bittet die nächsten Redner, sich auch etwas mit dem Etat zu beschäftigen.(Heiterkeit.) Abg. Dr. Levi(Komm.): Ledebour benutzt einen solchen Brief, der ihm Material gegen seme früheren Parteigenossen geben kann. Ich kann dem Abg. Ledebour nur eins sagen: Armer Teufel! (Heiterkeit.) Abg. Hoffmana(Komm.): Der Justiz mache ich den Vorwurf, daß sie den gemeingefährlichen Mörder H a a s e s in keiner Anstall untergebracht hat, obwohl er gedroht hat, auch D i t t m a n n und mich zu ermorden. Damit schließt die Aussprach«. Bei der Abstimmuna wird der Antrag Aderhold(U. Soz.), die Entwaffnung und Auflösung der bayerischen Einwohnerwehren schleunigst durchzuführen und dem Reichstag den Notenwechsel zwischen Bayern und dem Reich vorzulegen, mit den Stimmen der sozialistischen Parteien gegen die bürgerlichen Parteien angenommen.(Bravo! links.) Einstimmig angenommen wird der Antrag, einen Gesetzentwurf einzubringen zur Regelung des Ver- fahrens beim Volksentscheid, sowie der Antrag auf Be- strafung der Schuldigen an der Derhaftuntz der Abgg. Colshorn (Welse) und Schiele(Dnat.). Abg. Mulle(DncllL): Die Aufführung von Schnitzlers„Reigen" auf einem Berliner Theater ist eine Verschandelung des deusschen Geistes und der deusschen Kultur.(Zuruf Maitz ahn fKomm.s: Da gehen doch bloß Ihre Kreise hin. Die Arbeiter haben nicht Gelb und Zeit dazu! Lebhafte Zustimmung.) Es werden überhaupt nur noch Stücke von ausländischen Autoren ausgeführt.(Deusschöster- reich ill diesem Nationalen Ausland! Red.) Abg. Löweuflein(ll. Soz.): Die Aufführung des„Reigen" war gerade in der„Deusschen Tageszeitung besonder» auf- fallend annonciert. Bekämpfen Sie doch zuerst In Ihren Reihen die unglaubliche anfisemitische Schmutz- und Schuudllkeratur. Angenommen werden die Ensschlleßunaen Schreiber(Z.), die eine Denkschrift über die Maßnahmen zur Förderung planmäßiger Leibesübungen sowie den Betrag von 200 000 M. für eine päd- agoyische Auskunft» st eile bei der Abteilung II des Mi- nssteriums fordern. Abg. Luther(D. Vp.) wendet sich gegen unabhängige Anträge auf Abschaffung des Religionsunterrichts. Abg. Frau Matz(D. Vo.) begrüßt eine Ensschlleßung, daß die. Schüler der Oberklassen in den Friedensvertrag eingeführt werden sollen. Abg. Frau Dransfeld(Z.) spricht gegen die Gabe von 100 000 Mark an die Filmindustrie. Abg. Löwevstein(U. Soz.) wendet sich gegen die Lehrbücher. die zum großen Teil zu monarchistischer Propaganda in ßbraucht werden. Den Antrag auf Unterweisung der Schulkinder im Friedens- vertrag lehnen wir ab. Abg. hellmann(Soz.): Die Ziffern für die Förderung de» Schulwesens stnd aufreizend niedrig. Der Ensschlleßung, statt 100 000 M. 5 Millionen sür wissenschafillche Zwecke eirzustellen, stimmen wir mit Freuden zu. Die Allwität des Reiches auf diesem Gebiete muß viel planmäßiger mrd umfassender werde» Auch die unabhängigen Anträge auf Vereinheitlichung der Lehrer- bildung und Vorbereitung der Einhellsschule begrützen wir Die Reibungen zwischen Dollsschullehrern und Oberlehrern müssen auf- hören. Kündigung de» Weimar« Schulkompromlsse» und eine Ausrollung dieser ganzen Frage. Er»erletzt die Der- fassung und seine Annahme wäre eine politische Angelegenhell ersten Ranges. Er ist ebenso verfassungswidrig wie der unab- hängige Antrag, den Religionsunterricht als ordentllches Lehrfach abzuschaffen. Wir lehnen deshalb beide Anträge ab. Der Unter- richt soll die Elemente geben, au» denen sich der heranwachsende Mensch den Dom sein« Weltanschauung selbst aufbauen kann. Es besteht absolut kein Recht, auch keins der Eltern, das Kind in den Zwang ein« Konfesston hineinzudrücken. Es handelt sich nicht um ein« religionslose, sondern um«in« konfessionslos« Schule. Den volksparteilichen Antrag lehnen wir ab. Er bedeutet nur eine weiter« Völkerverhetzung und wir wollen uns«« Schule von diesem Gift freimachen. Abg. Mumm(Dnat.) zieht die Entschließung betr. Teilnahme am Religionsunterricht zugunsten der gemeinsamen Entschließung der bürgerlichen Parteien zurück: daß Dr. Löwenstein von Deutsch- nationalen verhindert worden ist, in Berlin vor den Lehrern zu sprechen, sei eine Verleumdung! Die Nichtbestätigung Löwenstein» als Oberschulrat ist ausgegangen van den mehrheitssozialistssche« Ministern Severing und Haenisch.(Hört, hört! rechts.) Die Verhandlungen dauern bis in die späten Nachsstunden fort. Die Pressevertreter machen Schluß. Millwoch 1 Uhr: Reichswirtfchastsmwisterium. LVehrmacbt-verforpunfts-'efeH. Dem Reichstag ist ein Gesetzentwurf üb« die Versorgung d« Angehörigen des Retchsheeres und d« Reichsmarin« sowie ihr« Hinterbliebenen(Wehrmachtsoersorgungsgesetz) zugegangen. Das Versorgungsgesetz geht bei der Versorgung der Unter- ofsiziere und Mannschaften von völlig andere« Prinzipien aus als bei d« Versorgung der Offizier«. Unt«offiziere und Mannschaften haben in d« Regel nach Ablauf ihr« zwölfjährigen Dtenstoerpflichtung nur Anspruch auf U e b e r- gangsgebührnisse. Offiziere dagegen schon nach Absoloi«. rung ein« zehnjährigen Dienstzell auf lebenslängliche Pension. Nur Unteroffizi«« und Mannschaften, die nach ein« Dienstzell von mindestens IL Jahre»»»«gen Dienstunfähigkell ent- lassen werden, können auf ihren Antrag»ach den für Offiztere vor- gesehenen Dorschriiten versorgt werden. Sonst richtet sich die Dauer der Uebergangsgebiihrniss« nach d« absolvierten Dienstzell, im Höchstfälle w«den sie drei Lahre lang gewährt. Dienstbeschädigte Mannschaften haben außerdem noch auf die Leistungen d« Reichsoersorgungsgesetze» Anspruch. Di« völlig verschiedenartige Versorgungsbehandlung von Offi- ziuen und Maimschaften kann nur dazu führen, die Kastenbildimg i» d« Reichswehr zu stärke». GewerMastsbewegung Reichskoaferenz aller Polizeibeamtenorganisationen. Für die Neuordnung der Polizei im Deutschen Reich hat eine don den sandesregienmgln eingeieyle sogenannte Zwischenkommission Nord und Süd, in der Braunschweig, Bremen, Lübech Preuhen. Boden. Bayern. Sachsen und Württemberg vertreten waren, bei Milverlrelung dreier Reichsministeiien ohne Stimm- berechtignng am 5. Februar eingebende Grundlinien aufgestellt, Zwecks Stellungnahme zu diesen einschneidende» Grundlinien hatte der Reichsverband der Polizeibeamien Deutschlands zum Dienstag nach Berlin eine ReichSkonferenz aller P o l i z e i b e a m l e n o r g a n i s a t i o n e n Deutschlands einberufen, die zahlreich aus allen Teilen deS Reichs be- schickt war. Der Berhandlungsleiter der Konferenz Generalsekretär Dr. Franke, bedauerte in leinen einleitenden Worten, dah man zu fenen Perhandlungen im Februar nicht die alten Polizeisachleute hinzugezogen habe. Bei den Verhandlungen habe man sich a»f Offiziere der ehemaligen Armee gestützt. Unter Mitz- achtung deS Beru'sbeamlenlums Hab« man sich bemüht, an Stelle der Berufsbeamtenschaft ein Söldnerheer zu schaffen zur Au'rechterhaltung von Ruhe und Ordnung. Erster Redner war Polizeikommissar Hanisch. Sehr ausführlich behandelte er die Richtlinien, an denen er scharfe Kritik übte. Sie müßten in Bausch und Bogen abgelehnt werden. Besonder« wichtig sei der Punkt 14, der für die sub- venlionierte Polizei eine Verpflichtung ans eine zwölfjährige Dienst- zeit vorsieht und dann bestimmt, daß das Ausscheiden regelmäßig nach dieler Zeit stattfinde, soweit nicht schon vorher die Uebernahme zur Polizei und Gendarmerie erfolgt ist. Dieser Punkt in Ver- bindung mir anderen Normen, die den Uebergang in andere Berufe beireffen. sei geeignet, die größte Unruhe in die Be- omtenichait hineinzutragen. Anschaulich schilderte Redner, welche Schwierigkellen die Suche nach einer neuen Existenz nach Ablauf der zwölf Jahre bieten würde.— Verfehlt sei die Ziilassung Landesfremder zur Polizei der einzelnen Länder tPunkt 20), werl nur Landeskinder die Psyche der Bevölkerung des Landes genau kennen. Daraus aber komme eS an. wenn man das Ideal des modernen Polizeibeamten, Freund des Publikums nach englischen, Muster zu werden, erreichen wolle. Punkt 23 sei zu bekämpfen, weil er kür Beförderung zum Polizei- offizier den Nachweis höherer wissenschaftlicher Bildung ver- langt. Praktiker des Berufs müßten aufrücken können. Es sei klar,- daß man von solchen Stellen be- stimmte Elemente ausschließen wolle. Schwere Bedenken errege Punkt 83, der unter anderem unter S die Beschränkung der Koalitionsfreiheit auf das wiffenschaftliche Gebiet vorkehe. Im übligen ließen sich die Beamten das schwer errungene Koalitions- recht nicht nehmen. Die Polizeibeamten wollten vollberdchligie Staatsbürger iein und sich»»cht als Bürger zweiler Klasie fühlen. Wenn der Hauptwert auf die Kasernierung der Landespolizei gelegt werde, dann werde der Zweck der Unterstütziing der örtlichen Polizei nicht erreicht. Die Richtlinien würden ber ihrer Durchführung uns das Eigenleben nehmen; wir würden nichts weiter sein wie das frühere Heer, und dagegen wehren wir uns mit Händen und Füßen. VerbandSvorsrtzender Schräder als zweiter Referent vervollständigte dieie Ausführungen. In der sehr lebhaften und ausgedehnten Diskussion wurde recht herbe Kritik an den Richtlinien geübt und mehrfach in ver- schiedenen Variationen ihr undemokratiicher Charakter betont und hervorgehoben, daß ihre Durchführung das so erwünschte Vertrauen zwischen Bevölkerung und Polizei nicht fördere. Auch die Entente würde Anstoß nehmen. Zwei längere, im Sinne der Referate und der Debatte gehaltene Resolutionen wurden angenommen und einer Redaktionskommission überwiesen, um zu einer verschmolzen zu werden. Eine Deputation wird beim Preußischen Ministerium des Innern und beim Reichsministerium des Innern vorstellig werden. Letzteres soll angegangen werden, mit Vertretern des Reichsverbandes über Anfstellung neuer Richtlinien zu verhandeln. Lohnbewegung der Mühlenarbeiter Groh-Berlins. Die Mühlenarbeiier Groß-BerlinS stehen in einer Lohnbewegung- Die zurzeit in den Mühlen gezahlten Löhne sind sehr gering. Dre Mühlenarbeiier haben sich bei der Einreichung ihrer Forderungen an den Arbeiigeberverband schon an die niedrigste Grenze der Möglichkeit gehalten. Trotzdem hat der Arbeitgcberverband schrisilich sowohl als auch bei der mündlichen Verhandlung seglicheS Zugeständnis abgelehnt. In einer am Sonntag stattgefrmdenen Versammlung empfahl Schmitz vom Verband der Brauerei- und Mühlenarbeiier im Namen der Lohnkommrisionsmitglieder. bevor zu anderen Matznahmen seitens der Mühlenarbeiter gei'chritten wird, bin SchlichiungSanSschuß Groß-Berlin um Fällung eines Schieds- spruches anzurufen. Dieiem Vorschlag wurde von allen Dis- ku'sionsrediiern wenig Sympathie entgegengebracht. Der Ver- hnndlungSkommission wnrde anheimgegeben, vor dem Schlichiungs- ,.izZ>chuß an den eingereichten Forderungen festzuhalten. Achtung, Konditorenpersonal! Auch die letzten EinigungSverhandlungen vor dem Demobil- machungSkommisiar find gescheitert. Die Herren Arbeitgeber waren selbst nickt erschienen, sondern hatten nur den Geschäfts, ührer und den Syndikus des JnieresisnverbandeS gesandt. Die Herren wollen also keine Verständigung, sondern den Kampf. Erscheint deshalb alle in der Versammlung am Donnerstag abend 7 Uhr in den Musikersälen, Kaiser-Wilhelm-Straße 31, wo über den Streik abgcsi'mmt wird und wo die VerbaltungSmaßregeln für den Streit ausgegeben werden. Zentralverband der Bäcker und Konditoren. Die Differenzen in der Klavierindustrie vor dem Schlichtungsansschuft, Seit Mitte Februar kämpfen die Zllavierarbeiter um ein« Lohnerhöhung. Statt deffen wird ihnen von den Albeiteehmern der Abzug einer seit Dezember laufend K:zahlten lOprozentigen Wirt- schaftsbeihilf« zugemutet. Mehrmaliges Verhandeln brachte die Par- teien keinen Schritt näher, da den Vertretern der Arbeitgeber ein- mal der gut« W ll« fehlte, die Nöte der Arbeiter verstehen zu wollen und sie andererseits nur den Beschluß einer scharfmacherischen Mehr. heit des Reichsverbandes übermitteln durften, der ihnen auch nicht das geringste Entgegenkommen gestattete. Eine Sonderkammer des Schlichtunasau:schusses Groß-Berlin sollte nun Recht schassen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Mit welchem Erfolg, mögen die Klavierorbeiter aus folgendem Schiedsspruch ersehen, der gefällt wurde, als die versuchte Verständigung ohne Erfolg blieb: Den Parteien wird ausgegeben, spätestens binnen 3 Wochen in Verbandlunoen einzutreten zwecks Abschluß eines neuen Tarif- abkommen?. Für die Zwischenzeit, d. h. vom 18. Februar 1821 bis zum Abschluß eines neuen Tarifes, sind 5 Proz. auf die Löhne und Akkordlätze des Tarifobkommens vom 8. Mai 1920 zu zahlen. Weitere Antröge des Beschwerdeführers sind abgelehnt. Begründung: Nachdem die Vereinbarung vom 8. Januar über die Wirtschoftsbelhilfe mit dem IS. Februar 1921 ihr End« erreicht hat, ist«in rechlicher Anspruch auf Weiterzahlung dieser Beihilfe nicht begründet. Aus B lligkeitsgründen erachtet aber der Schlichtungsausschuß einen Zuschlag von 5 Proz. zum Lohn und Akkordlohn bis zum Abschluß eines neuen Torffes für an- gemessen. Also, weil die Arbeiter seinerzeit bei Abschluß des W'rtschofts« abkommen? sich auf Treu und Glauben verließen, daß ein Abzug nicht früher erfolgen könne, bis ein neues Abkommen getroffen sei und sie nicht auf lchriftl che Feslleguno bestanden, besteht ein recht- sicher Anspruch nicht mehr, dafür wird ihnen die Hälfte der damalige« Lohnaufbesserung aus Billigkeitsqründen zugestanden, d. h. obne Juristendeutsch, es ist recht und biEg, den Arbeiter in Zeiten höchster Not einen Abzug von S Proz. zuzumuten. In der Mitgliederversammlung am Donnerstag, nachmittags ö Uhr, in Kliems Fest'älen, Hasenheid« 13, werden die Musikinstru- mentenarbeiter über Annahme oder Ablehnung des Schiedsspruches Beschluß fasten. Vollzähliges Erscheinen ist auch aus dem Grunde dringend notwendig, weil diese Versammluna nochmals über die künftige Zusammensetzung cher Dranchenkommisston zu befinden hat. Achtung, Möbeltransportarbeiter! Die Möbeliransporlarbeiter, Packer und Kutscher von Berlin und Vororte befinden sich seit dem 15. Okiober wegen Lobn- differcnzen im Streik und«rfucken um strengste Soltdarität sämt- sicher Kollegen. Deutscher Transportarbeiterverband. z-ntralonv-lld btt mxetmitv. BricfumsSt-g., P-?i°rau«st°ttin>g.. P-. und Pappen. Großhandel. S-ut- abend« Uhr, H-verlands ff-NsSle, N-u- Friedrichstraße 35— Wirtichaftsaenossenschast Berliner Grundbesitzer. Heut« nachmittaa m Uhr,„Englischer pas, Aleranderstr. 27c Deutscher Transportarbeiter-Berband. Sektion II. Mittwoch abend 7 Uhr. Eewerlschaftshaus, großer Saal, Mitgliederversammlung.— Einkassierer und Kassenboten, Bureaudiener usw. Donnerstag abend'.-7 Uhr im Lokal vou Müller, Stralauer Str. 53, Bertrauensmännersitzung.— Bobenledergruppe. Donnerstag abend 7 Uhr bei Mite, Psftstr. 29, Gruppenoersammluna aller in den Betrieben beschäftigten Handclsbilfsarbeiter und-arbeiierinneu.— Ber- trauensleute, Betriedsoblcute und Betriebsräte der Branche Bau- und Arbeits- kutfcher. Donnerstag abend 7 Uhr im Lokal von H. König, Lang« Str. 53, Ber- trauensmäunerfitzung.— Leben», und Genußmittel. Mitglieder der Branchen der Bierfabrer, Wein- und Kellerarbeiter, Lebens» und Senußmitlel. und Tabak. arbeiter. Donnerstag abend 7 Uhr lu Boekcrs Fcstsälen, Weberstr. 17, Sektion». »ersommlung. Bolloersammlung der Betriebsräte, Arbeiterräte»nd B«trkb»ob!e»t« der Eisen-, Eisenwaren-, Röhren-, Werkzeugmaschinen-, Altmetall-, Glas- und Keramik-, Galanterie-, Kurz- und Spielwaren-, Export- und Alabasterbranche ffrcitag, den 13. März, nachmittags« Uhr, in Haperlands Festsälen, Neue Frie- drichstraße 35, Gartensaal, Eingang Rochftraßc. Deutscher Wrrkmeister.B-rbond. Bc�riebsräte, Angcslelltenräie und Funkt io- näre der Fachgruppe Metallindustrie Versammlung Donnerstag, 7 Uhr, in den EophiensSlen, weißer Saol, Berlin C. 5t. Sophienstraße. Verband der Sattler, Tapezierer»nd Borteieniller. Ortsverwaltung Berlin. Donnerstag abend 6 Uhr Außerordentliche Eeneraloersammlung Im Dewerk- schaftshaus, Engelufer< Großer Saal). Betriebsräte der Mrtallindnftri». Mittwoch, 7 Uhr. Brrfommlung in der Schul« Kopoen platz 12, Untergruppe 8, 9 und 19 sMetallgießereien, Gelbmetall- industrie. Rieten, Schrauben, Kurzwaren usw.).— Donnerstag, 7 Uhr, Unter- gruppe 11, lZ und 13 fEdelmetallverarbciiung, Emaillierwerke und Eifcnkon- struktion). Da» Erscheinen aller Betriebsräte ist unbedingt»otwendig.— Der Fraktionsvorstand._ Wirtschaft Die Reichsbank hat in der ersten Märzwoche wiederum ein er- hebliches Anschwellen der Banknotenflut zu verzeichnen gehabt: es mußten 387,4 Millionen Mark papierne Zahlungsmittel neu in den Verkehr gebracht werden. Damit ist der Banknotenumlauf wieder auf 67,9 Milliarden Mark angelangt, wozu noch 10,6 Milliarden Darlehnskasienscheine kommen.— lieber die Verteilung de» Reingewinnes der Reichsbank ist jetzt ein Gesetzentwurf vor- gelegt worden. Dieser bestimmt, daß zunächst ein Bewag von 68 Millionen Mark an das Reich abgeführt wird und ferner, daß von der in die Bilanz der Reichsbank für den 31. Dezember 1919 eingestellten Reserve für zweifelhafte Forderungen 37 424 802 M. dem Reich und 12 474 934 M. dem ordentlichen Reservefonds der Reichsbank überwiesen werden. Der 1920 erzielte Bruttogewinn der Reichsbank bekäuft sich auf rund 2006 Millionen Mark. Er würde einen erhebsich höheren Bewag erreicht haben, wenn nicht das Devisengeschäft der Reichsbank mit einem bewächllichen Ber- lüfte abgeschlossen hätte. Der außerordentlich hohe Kursstand der fremden Devisen zu Beginn des Jahres 1920 und das danach er- folgende starke Sinken der fremden Valuten zwangen die deutsch« Industrie zu umfangreichen Kurssicherungen. Die Reichsbank mußt« die Exportdevisen wotz des mit dem Devisenankauf verbundene» starken Kursrisikos im Interesie der Erhaltung des Exports herein- nehmen und die daraus erwachsenen Verluste wagen. Trotz des ver- hältnismäßig hohen Bruttogewinns hält sich der Reingewinn in engen Grenzen, hauptsächlich wegen der Garantie für die während des Krieges im öffentlichen Interesse im Auslände aufgenommenen- auf fremde Währung lautenden Kredite zur Beschaffung von aus- ländischen Zahlungsmitteln für die Begleichung des unbedingt ttöti- gen Imports von Rohstoffen und Lebensmitteln. Im Zusammen- hange mit dem Sinken der deutschen Valuta hat die Abdeckung dieser Kredite einen weit größeren Martbetrag beansprucht als der Be- trag, den die Verwaltung der aus den Krediten erhaltenen ausländischen Zahlungsmittel in Mark bei ihrer Aufnahme ergab. Die Reichsbank mußte insolgedessen den Kreditnehmern insgesamt 4138 Milliarden Mark erstatten. Die Kredite wurden überwiegend im Jahre 1920 fällig. Die für diesen Zweck bereits in die Bilanz der Reichsbank eingestellte Reserve für Kriegsverlufte von 2650 Mil- lionen Mark reichte nicht aus, vielmehr wurde noch der größte Teil des Bruttogewinns für die Ausgleichung der Verluste gezahlt. Räch Abrechnung aller Verluste, Deckung der Verwaltungskosten und sonstiger Ausgaben bleibt ein Reingewinn von 121,1(I. D. 115,5) Millionen Mark. Außerdem entfallen nach Maßgabe der Vcrteilungsoorschriften im Bankgesetz noch weitere 32,76 Millionen Mark an das Reich, während dem Reservefonds 4,68 Millionen Mark zufließen würden. Für die Antcilsgegner bleibt ein Gesamt- anteil am Gewinn von 15,66 Millionen Mark, der die Ausschüttung einer Dividende von 8,7 Proz. sür 1920, gegen 8,79 Proz. für 1919, gestallen würde. Soziales. Angeslellkenversicherung und Heirat. Bei den vielen Ehen, die jetzt geschlossen werben, verdient die Bestimmung deS Verncherungsgeietzes jür Angestellte besonders hervorgehoben zu werden, wonach weiblichen Versickerten, die infolge Verheiratung aus der versicherungspflichtigen Beschäsli- gung ausscheiden, unter gewisien Vorausietzungen ein Ansprucb auf Erstattung ihrer BeitragShälsten zusteht. Im ver- gangenen Jabr sind bei dem Rentenausschuß Berlin der Aiigestelltenversicherung rund 24 800 Anträge aus Erstattung ein- gegangen. Ueber 18 500 derartige» Anträgen tonnte im gleichen Zeitraum durch anerkennenden Bescheid stotigegeben werden. Durch» schnittlich sind es etwa 450 M., die den einzelnen Verheiratelen weiblichen Versickerten wieder erstattet werden konnten, eine Summe, die immerhin mancbe kleine Anschaffung für den neuen Haushalt ermöglicht und daher von jeder Berechtigten gern ent- gegengenommen werden wird. Aber diese« Recht des Anspruches aus Erstattung ist an gewifle Voraussetzungen geknüpft, die erfüllt sein müssen. Ein Haupt- «fordernis»st, daß die Versicherte ihre versicherungs- Pflichtige Beschäftigung infolge Berheiraiung auf» gegeben bat. wobei es obne Bedeutung ist. ob das Ausscheiden aus der Beschäftigung einige Zeit vor oder selbst«inen beiröck*- lichen Zeitraum nach der Verheiratung erfolgt rst. Es muß MK zwischen Verheiratung und Ausscheiden ein ursächlicher Zu- sammenhang bestehen, der daher, falls er nicht ohne weiteres ersickilsich ist, bei der Stellung des Antrages besonders betont und begrünvet werden muß. Ein zweites Haupterforderni» ist, daß vor', dem Ausscheiden die Wartezeit ersülli ist, d.h., daß für«�. mindestens 60 Monate versicherungspflichtiger Beichänigung Bei« träge gezahlt sind oder wenn das nicvl der Fall ist, daß dann zusammen sür mindestens 90 Monate Pflicht- und freiwillige Beiträge entrichtet sind. Schließlich mutz auch die Anwartschaft aufrechterhalten sein. d. h. es müsien bi« zum Ausicheiden in jedem Kalenderjahre mit Ausnahme des ersten BeitrogsjahreS mindestens acht Beiiragsmonale durcb Beiträge oder Ersatztalsachen sz. L. Kranlheil) nachgewiesen sein. Jede in der Angestelllenversicherung versicherte weibliche.Sngc- stellte, die sich verheiraten und von dem Anipruch auf En�Tttung ihrer BeitragShälsten Gebrauch macben will, wird also zwkö.mäßig vor ihrem Ausscheide» aus der versicherungspflichtigen Bestväitigung prüfen, ob bei ihr die vorstebenden Voraussetzungen sämtlich eriüllr sind. Stellt sie zum Beispiel fest, daß sür sie bis jetzt erst für 58 Monate Pflichtbeiträge gezahlt worden sind, so wird sie sieber noch 2 Monate länger rn der versicherungspflichtigen Be- schäftigung bleiben und gegebenenwllS die Heirat um diese kuize Zeit ausschieben. Stellt sie fest, daß in dem einen Jabr nur secb« MonatSbeiträge für sie gezahlt worden sind(weil sie zum Beispiel das andere balbe Jahr ohne Stellung war), so mutz sie noch vor ihrem Aus'cheiden die fehlenden zwei Beiträge als freiwillige nachentrichten. Dann aber kann sie getrost den Antrag auf Er- stattung beim Rentenausschuß Berlin der An�-stelltcnversiche-ung Bersin-WrlmerSdorf, Nikolsburger Platz 2, unter Beifügung ihrer Versicherungskalten und einer standesamtlichen HeiraiSurkunde. die für dieie» Zweck gebührenfrei ausgestellt wird, einreickien. M. 8. Vtzantm«Ir den redatt. Zeil: Tt.«tlier. Cdarlottenburg: für Hrjelaen: ?®S,0?: iwrwSris.Borlog S. m. b. v.. Berliir. Dnnf: Bor- «ürtS-Buitdrucker«, n. Berlaas-niiclt Vau, Sinaer u. Co.. Berlia. Lmdftftr.I. __ Vierz» 1 Bella««. Sie sparen Kohlen durch das selbsttätige Waschmittel, denn die Wäsche wird weiß und frisch :: nach einmaligem kurzem Kochen:: Preis das Paket nur M. 4.— Hersteller: Henkel& Qe., Düsseldorf Beisund, mäßige Preise, feil Zahlung, Ehe-, Alimenten-, Strafsachen. Steuern, Gnadengesuche. .andgerichtsrat Dr- v. Kirch baeh. Gesellschaft m- d AlexaaderstraK« 4S(«m Alexanderplatt, gMenüber neu) 0-7) 01us.&Jloi«tl Beotacbtfr Tab KöoiestUM Prozesse, a W~ K„_ p« Brstkl. Aastübrung. 5 Jahre f-MllllP DffliSl.- Garai,tle- Umarbeitung alter mCUIUv llifl U•b Gebisse, Reparaturen sofort. Sold- krönen. Brücken, Zahnziehen mit Betlubung, höchst acbmeralos. Teilzahl. 0-7, Sonnt 9-1. ünBpai, Decäst. UalaMtra—>30, nahe Scböntt Tor. f Stottern «In. Mepela, Aiemael and AngM. rar dem Sprechen ete,«erden du roh ■tama geftjhl.________ ■ergfAHige Speztelanterweisnng ebne Apparat and obne Hypneee grOpdlich beseitigt. Jeder, der atotterfr'el elngl, erhalt eine Siebende, natflrlicbe Sprache, Keine Berutaalörung. leaee. und Abendknree. Or. Beginn der Ferienkurse. KeebtzelUge Anmeldung liglich 4— 7. anbei Sonnabend und Sonntag, Sohpader» SpezIal-lMlHil Berlin W, Uboiifr. Juwelen, Srillanten bis zu den gröbten Objekten Platin», Gold», Silber�sachen bis UO,— bis 40.— bis 1,80 Zahngebisse, auch zerbrochene, Ms �co Brennspitzen kauft■ Edelmetallgroßhandlung HEINRICH TRAPP Am Spittelmarat— BentbstraBe 10— Laden Streng reelle Bedlenune— OeschAilszelt 9-A Korpulenz? Erkundigen Sie sich Ober die Erfolge von Dr. Hoffbauers izanie tanben. wenn oUf» andere n erfaßte, nadimeiebor noch Hilfe im Jtalnco- DnfHIal färit. liche Leitung), Blücher platz 3 lSallelch. Tor), 10-T, 4 S. Sonn! 11— t Damenzirnmer separat. Iebee Kranke verlange Nr. med. Ludwigs«uffiütunpojdjtift für 2.60 M. in Bertchloflenon Um. ichlag» ohne Auibriuf.— An- gäbe be» Leiben» erfnrberltch. cnemnUzer Slnunpfliaiis (tes. gesch.) EntfeUungs-Tabletten I. Etage UnQbertiofien In Qualität u Preis DamenstrHinpfe Herren-Socken, Kinder- Strümpfe in allen Quali- Preislagen 'äten und Keine Schilddrüse Kein Abführmittel sn"-fBürh-Ischias I.Hüft.OesätziuBein. Daschw, Fäilein ISTag. beseitigt, hier- üb unantasib. Heilerfolge best. u. Referenz. Invaliden- I straie 106,»od 10—2. Spezlal-Arxt Dr. med. Grfltering Haut. Harn-, Geschlechtsleid. o.Männ. u.Frauen. Bluiunters. InvalldenstraBo AS, Ecke Chausseestr. StetL Bht. Spr. wochemäglich tl-J."�-'',7. Homöopath. Instltat Geschlechts-, Haut-, Harnleid. Päd m Urin Verengung, trisene u. alte rille. Schnelle, sich. schmerzt. Behdtg. SOJähr.Prax Härder, Frledrlchstr. 112h, Oranienb Tor. Spr. 6-2. 4-8. Spezialarzt Dr, med. WochenlnB V Friedrictistr.lE rÄrk Sonnt. 11— U Syphilis, Harn». Ftmirnlriben. BiuNirtkrrfuch. Schnelle.sichere.idimer»lr>leH»iI» ohne Beruisftörung. Teilzahlg? Atte Kfite werben out neu umgrpreßt. Damenhute umneegea 16.— M. Spez. Herrenhüte, 16,—. I. Kröger JSstäfi*. ont Bahnhof Hetmauirfiraße. Aüsführl. LI4. gratis durch Elefanten-Apotheke, Berlin SV 213 Lalpzlger Str. 74 iDönhoffpU 1 Am' Ztr. Spezialbehandlungk�:� fjcananlclben. nerv»chrodche. Zqphill,, lUulvn'" fSeschieeht»» ha»»., hoem». »«rhtu». VwwnterlodK» 0a LöserrMOnzsS.i — IgfcldfnhgqM«». W, M Sotmlnftstz-L Sanum(epaigt