Nr. 13% 38.Jahrgang Ausgabe B Nr. 66 Bezugspreis: Berteljährl. 30,- M., monatl. 10,-St. frei ins Haus, Doraus zahlbar. Boft bezug: Monatlich 10,- M., einschl. Zuftellungsgebühr. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich 16,50 m, für das übrige Ausland bet täglich einmal. Zustellung 21,50 2 Boftbeftellungen nehmen an Desterreich, Ungarn Tschecho- Slowatet, Däne mart Solland, Lugemburg, Schweden und die Schwetz. Eingetragen in die Bost- Reitungs- Preisliste. Der Borwärts" mit der Sonntagsbellage, Boll und Zeit" und der Unterhaltungsbeilage Heimwelt" erscheint mohentäglich zweimal, Sonntage unb Montags einmal Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlla. Abend- Ausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 20 Pfennig Anzeigenpreis: Die achtgespaltene NonparetDezeti Zoftet 5,50 m Aleine Anzeigen" bas fettgedruckte Bort 1,50 M.( zuläffig zwei fettgebrudte Worte), jebes weitere Bort L- M Stellengefuche und Schlafftellenanzeigen das erfte Wort L- M. jedes wettere Bort 60 Bfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte. Familien- An zeigen für Abonnenten Zeile 3, Die Preise verstehen fich einschließlid Seuerungszufchlag Anzeigen für die nächste Summer müffen bis 5 Uhr nachmittags im Hauptgeschäft. Berlin G 68. Lindenftraße 8. abgegeben werden Geöffne Don 9 Uhr früh bis 5 Uhr abends. Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands Redaktion und Expedition: SW 68, Lindenstr. 3 Ferusprecher: Amt Morinplas, Nr. 151 90-151 97 Sonnabend, den 19. März 1921 Internationale und Ententezwang. Condon, 19. März.( WIB.) Der Bollzugsausschuß der Zweiten Infernationale, der zurzeit in London tagt, beschloß die Berufung einer Sonderversammlung des Bollzugsausschusses und der Bertreter der parlamentarischen Parteien und der Industrie der in Frage fommenden Länder. Viese Versammlung soll vom 31. März bis 3. April in Amsterdam tagen und die Frage der Zwangsmaß nahmen und der Reparationen beraten. Sie wird außerdem Borschläge machen, über die sich alle Parteien verständigen werden. Labour Party gegen Strafzoll. Condon, 19. März.( Reufer.) Unterhaus. Bei der driffen Lefung der Reparationsbill beantragte Clynes die Verwerfung der Bill aus den Gründen, weil fie eine nicht übliche Politik der Allerten Bill aus den Gründen, weil sie eine nicht übliche Politik der Alerten darstelle, weil sie dem britischen Handel schaden und die Arbeitslosigkeit vermehren würde, und weil teine genügenden Unftrengungen gemacht feien, um eine Beilegung durch Uebereinkommen zu fichern. In seiner Antwort rechtfertigte ber Generalstaatsanwalt die Zwangsmaßnahmen und erklärte, es sei unrichtig anzunehmen, daß die Berhandlungen mit Deutschland zu Ende seien. Wenn Deutsch land in irgendeinem Augenblid bereit wäre, ein vernünftiges Angebot zu machen, so seien die Alliierten bereit, die Verhandlungen mit Deutschland aufzunehmen. Die von den Alliierten getroffenen Maßnahmen feien durch den Bertrag von Bersailles gerechtfertigt. Lord Robert Cecil frage, ob die englische Regierung der Ansicht sei, daß der Vertrag nur bezüglich der Reparationen Sanktionen zulaffe. Die Regierung antwortete, es fei nicht flar, auf welche Stelle der Rede Briands fich Robert Cecil bezogen habe. Falls Briand in seiner Rede hätte sagen wollen, daß Der Bersailler Bertrag Sanfflonen nicht nur in der Frage der Reparationen Dorfehe, so ftimme bas mit den Anschauungen der britischen Regierung überein. 29 Dorwärts- Verlag 6.m. b. H., SW 68, Lindenstr. 3 Fernsprecher: Amt Morisplay, Nr. 11753-54 Tuberkulose bei Eisenbahnern. Bon Ludwig Quessel die Beftimmungen des Art. 235 mit jenen des Art. 12, Anhang 2 in tationsbedürfnis gegenüber dem Interesse an der fachlichen Wie fehr bei Unabhängigen und Kommunisten das AgiBerbindung stehen. Art 235 enthalte imperative Borschriften. Wenn Art. 12, Anhang 2 ausführe, daß Deutschland seine zinslosen Bons Förderung des sozialpolitischen Fortschritts vorwiegt, zeigten durch neue zinstragende Bons austausche, so bestehe da ein Wider jüngst wieder besonders fraß die Auslassungen der Freiheit und das gestrige Auftreten des Kommunisten Höllein bei der fpruch Art. 235 hcbe unbedingt durchgeführt zu werden. erklärt, auerdings bestimme Art. 235 in imperativer Form, daß Sachlich liegen die Dinge hier so, daß, wenn Erscheinungen Mit dieser Auslegung ist der Matin" nicht einverstanden. Er Frage der Bekämpfung der Tuberkulose der Eisenbahner. Deutschland 20 Milliarden Goldmart vor dem 1. Mai 1921 zu beder Tuberkulose bei Eisenbahnern oder deren Angehörigen zahlen hat. Andererseits erklärt Art. 12, Anhang 2, daß die von den Deutschen übergebenen Bons von 20 Milliarden Goldmart, auftreten, zunächst die Eisenbahner- Kranfenfaffen für eine im Falle sie am 1. Mai nicht amortifiert wären, durch neue Bons, achgemäße Heilbehandlung zu sorgen haben. Man weiß, daß die Zinsen tragen müssen, ersetzt werden. Da die Wiederguts bei Aerzten und Krankentassen immer mehr die Ueberzeugung Milliarden berechnet, von denen drei auf Wiedergutmachungskonto fpreche den größten Heilerfolg. Es ist daher auch allerorts das machungskommission die bisherigen Leistungen Deutschlands auf acht Platz gegriffen hat, die Behandlung in Lungenheilstätten verau buchen sind, so hätte Deutschland am 1. Mai 1921 für 17 mil. Bestreben der Krantenfaffen gewesen, ihre an Tuberkulose erHarden neue Bons auszugeben. Die Bestimmungen des Bersailler tranften Mitglieder nicht wie früher zu Hause, sondern mög u Friedensvertrages ständen offensichtlich im Widerspruch miteinander lichst in Lungenheilstätten behandeln zu lassen. Die schwierige und Deutschland mache offensichtlich alles, um aus den Nachlässig finanzielle Lage der Krankenkassen infolge der enorm gejteifeiten der Abfaffung des Friedensvertrages feine Borteile zu ziehen. gerten Ausgaben für Arzthonorar und Arzneimittel einerseits Und dieses Machwert von Haß und unfähigkeit will Harding und das Umfichgreifen der Tuberkulose andererseits haben nun angeblich dem Kongreß wieder vorlegen. freilich dazu geführt, daß die Mittel der Krankenkassen hinter den Anforderungen der Tuberkulosebekämpfung zumeist sehr erheblich zurückgeblieben sind. Frankreichs Militarismus. Paris, 19. März.( Havas.) Der Heeresausschuß der Kammer Was nun die Eisenbahner- Krantentassen anbetrifft, so hat die achtzehnmonatige Dienstzeit für die Jahrestiaffe 1922 und find im Etat für 1921 Zuschüsse im Betrage von 111 Millionen für die folgenden Jahresklassen ohne Berücksichtigung der von der Dienst vorgesehen. Im ganzen weisen diese beiden Titel gegenund außerdem noch 25 Millionen Mark für den bahnärztlichen Regierung gemachten Vorbehalte angenommen und die Dienstzeit über dem Etat des Borjahres eine Erhöhung um 71 Millionen für die Jahresklassen 1920 und 1921 auf zwei Jahre festgelegt. Nach auf. Wieviel von den 136 Millionen auf die Bekämpfung der Einstellung der Jahresflaffe 1925 foll der Kriegsminister dem Barlament einen Bericht darüber zugehen laffen, ob es möglich sei, Tuberkulose entfallen, läßt sich aus dem Etat allerdings nicht von 1926 an die attive Dienstzeit auf eine noch fürzere Frist ein ersehen. Als die U.S.P. nun den Antrag stellte, die Kosten für den bahnärztlichen Dienst usw. um 20 Millionen Mart zuschränken. Rabath( Marotto), 19. März.( Havas.) Eine Erkundungs. u erhöhen und diese Erhöhung insbesondere mit der BeMinister Chamberlain erflärte, bisher fei auf die Anfrage folonne ift in der Gegend von Uezzan von 200 Angehörigen bes fämpfung der Tuberkulose begründete, erklärten sich unsere bei den allierten Mächten, ob fie gewillt feien, ähnliche Gefeß nicht niedergeworfenen Stammes der Beni Mestara angegriffen Bertreter mit dem Antrag sofort grundfäh! ih ein gebungen einzuführen, nur von Portugal eine bejahende Ant worden. Der zurüdgeworfene Feind hatte große Berluste, darunter perftanden; fie verlangten jedoch, um eine sichere Grundwort eingegangen( Frankreich hat das Gefeh schon gemacht, Belgien mehr als 100 Tote, die Verluste der Franzosen betragen lage für die Bemessung der zur Tuberkulosebekämpfung notist dabei Red.). Chamberlain fagte, es hänge von Deutschland ab, 34 Tote, darunter 3 französische Offiziere, 74 Berwundete, darunter wendigen Mittel zu erlangen, von der Regierung die Ermitte ob bie ill als Strafmaßnahme oder als ein Mittel zum Einfammeln der Reparationen werden soll. Seiner Ansicht nach sei 3 franzöfifche Offiziere und 15 franzöfifche Soldaten. Die Nichtfranzosen, die jetzt in der Sonne Maroffos tegen, es burchaus nicht unwahrscheinlich, daß die Bill bald in der zweiten Hinsicht wirfen werde. Er habe von gut unterrichteter find natürlich... Fremdenlegionäre, Kulturdünger, Boches. Seite eine Andeutung erhalten, daß nach Ansicht von Männern, die an den geschäftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern sehr intere'fiert feien, dies nicht unwahrscheinlich sei. Darauf wurde die Bill in dritter Lesung mit 132 gegen 15( 1?) Stimmen angenommen. Die Flucht aus Kronstadt. Heffingfors, 19. März.( Berlingske Tidende".) Aus Terijoki wird vom 18. b. m, 1 Uhr mittags, gemeldet: Bisher find an der finnischen Grenze tausende Flüchtlinge eingetroffen. Es wird noch immer ein heftiges Geschüßfeuer von Kronstadt gehört. Nach einer späteren Meldung hörte das Geschüßfeuer am Nachmittag auf. Protest britischer Pazifisten. London, 19. März.( DA.) Behn große englische pazififtische Organisationen find vereinigt in einer Art Kartell National Beace Council", dessen Vorsitzender Mr. Charles Trevelyan ist. Der Aftionsausschuß des National Peace Council" unterbreitet die folgenden Erwägungen über die europäische Krifis: 1. Die Straf aftion der Alliierten ift ein flarer Bruch des Bertrages von Berfailles. 2. Die plögliche Wiederherstellung friegerischer Maßnahmen träat nicht dazu bei, das Problem zu erleichtern, sondern verkleinert, ftimmung wird mitgeteilt: die Möglichkeit des Wiederaufbaues und vergrößert alle Uebel, unter benen Europa leibet. 8. Der Vorschlag schwerer Strafattionen gegen Deutschland für eine Reihe von Jahren vernichtet alle Hoffnungen uf einen echten Bölferbund und auf irgendeine wirkliche Maßnahme ollgemeiner Entwaffnung. 4. Die Alliierten sollten zu den Waffen ftillandsbedingungen zurückkehren, für welche sie damals ihr Worf verpfändet haben und ausschließlich Wiedergutmachung nur für die zivilen Schäden verlangen. Das wird natürlich Opfer erfordern, aber es ist aller Grund vorhanden, zu glauben, daß das die Streitig. teiten beenden und Gelegenheit bieten wird zur wirtschaftlichen Wiederherstellung, von der alle Gewinn haben werden. Der At fionsausschuß bittet bringend, daß die Verhandlungen wieder auf genommen. bak unmögliche und unberechtigte Forderungen abgefeßt und alle Möglichkeiten friedlicher Berständigung ausgenußt merden. Vor der Abstimmung. lung der Zahl der Lungenkranken, die von den EisenbahnerKrantentassen teine oder nicht ausreichende Heilbehandlung erlangen fönnen, sowie Feststellung der Höhe der Summe, die für die Tuberkulosebekämpfung im Etat insbesondere vor gesehen ist. Wie notwendig ein solcher zahlenmäßiger Nachweis ist. erhellt daraus, daß, wenn 3. B., 5000 Eisenbahnet bjiv. deren Familienangehörige vorhanden sein sollten, welche eine heilstättenbehandlung bisher nicht erhalten fonnten, ein Dehrzuschuß von 15 Millionen Mart für te arantenfallen erforderlich wäre, um jedem Kranfen eine sechswöchige Behindlung zu sichern, sofern man die Kosten pro Kopf und Tag auf 65 m. veranschlagt. Ergibt dagegen die Statistit 10 000 Krante ohne Heilstättenbehandlung, so müßte der Zuschuß für die Krankenkassen zu diesem Zwed auf 30 Millionen Marf Bon ber Zentralftelle zur technischen Durchführung der Aberhöht werden. Aber auch die Möglichkeit, daß die Zahl der Der Freitag hat beofndere Anforderungen an den deutschen bauten erforderlich werden könnten, ist bei dieser Frage errit vorhandenen Lungenheilanstalten nicht ausreicht und N Schutzbund und an das Eisenbahnpersonal gestellt. Der Betrieblich zu prüfen. Es nützt den Kranter. nichts, wenn grize wurde dadurch verzögert, daß auf der Strecke Glogau- Breslau Summen für die Heilstättenbehandlung bewilligt werden, zwei Güterzüge zusammengestoßen waren. Es fonnten jeho Bug wenn die Zahl der Betten in den Heilstätten zur Aufnahme perspätungen bis auf einige Ausnahmefälle ausgeschaltet werden. aller Kranten nicht ausreicht. In diesem Falle müßten erst Die Besetzung der Sonderzüge war äußerst start, noch stärker einmal neue Lungenheilstätten gebaut werden, wozu er con aber die der gewöhnlichen Züge. Am 20. März, also am Abffimmungstage, perfehren zwar feine Sonderzüge mehr: die fahrplanmäßigen Züge dürfen hingegen auch am Sonntag, den 20. März, Stimmberechtigte nach Oberschlesien fahren. Einzelne Stimmberechtigte glauben, daß fie am 21. März abftimmen dürfen, weil auf ihrer Wahlfarte Zweiter Wahltag" steht. Sonntag ist aber der Stimmtag für alle ohne jede Ausnahme; mo zweiter Wahltag" auf der Wahlkarte nicht durchgestrichen ist, flegt lediglich ein Bersehen der paritätischen Ausschüsse vor. der U.S.P. angeforderte Betrag von 20 Millionen Mart angesichts der gegenwärtigen hohen Baukosten lächerlich ge: ing wäre. Die Erwägung, daß angesichts des Mangels aller Grund lagen es unsinnig sei, dem Eisenbahnministerium bei Berbereitung der Maßnahmen zu einer energischeren Bekämpfung der Tuberkulose eine feste Summe vorzuschreiben. bestinunte Die Sozialdemokratie, die Regierung einstweilen aufzuiordern burch einen Nachtragshaushalt für das ahr 1921 erheblid höhere Mittel zur Bekämpfung der Tuberkulose eingrfetzen. Eine dahingehende Entschließung wurde auch rom Ausschuß angenommen. Die Regierung wird sich nun zuz Begründung des Nachtragshaushalts von den Krantentaifen die notwendigen Grundlagen beschaffen müffen, über Sie fie bisher nicht verfügte. Der Reichstag wird dann in der Lage ſein, zu prüfen, um wieviel die dauernden Zuschüsse für die Eisenbahner- Krantentassen zur Tuberkulosebekämpfung erhöht werden müssen, ob einmalige Mittel zum Bau neuer Lungenheilstätten bewilligt werden müssen usw. Unsere Vertreter Stimmberechtigte, die heute abend mit dem Bersonenzug lehnten es mit Recht ab, dem improvisierten Antrag der U.S.P. 6.35 oder den D- 3ügen 10.21 oder 10.31 ab Friedrichstraße zuzustimmen, der Regierung 20 Millionen Marf ohne jeden abreifen, treffen noch rechtzeitig zur Abstimmung ein. Die allerlegte Nachweis über ihre zweckentsprechende Verwendung zu be Reisemöglichkeit bietet am Sonntagmorgen der D- Bug, der willigen. Die Sozialdemokratie will wiffen, ob die zur Tu um 7.43 von Friedrichstraße abgeht. Doch können ihn nur solche berkulosebetämpfung eingefeßten Mittel auch wirklich sach Stimmberechtigte benußen, die in einer Stadt abzustimmen haben, wo der D- Bug hält, oder die Anschluß haben, der ihnen die Teil gemäß verwendet werden. Gerade die Beratung des Eisennahme an der abends 8 Uhr endigenden Wahlhandlung ermöglicht. bahnetats hat zahlreiche Beispiele dafür erbracht, daß die Die Rüge im Abstimmungsgebiet verlehren am morgigen Sonntag zmedentsprechende Berwendung der ausgesetzten Mittel oft nach dem Werktagsfahrplan. viel zu wünschen übrig läßt. Es sei hier nur daran erinnert, Frankreich wünscht Verhandlungen. Paris, 19. März.( TB.) Temps" saat, nach den Berten Briands erwarte die franzöfifche Regierung baldigst neue VerhandTunaen, Frankreich erwarte, daß die neuen Berhandlungen mur den Friedensvertrag von Versailles als Grundlage haben würden, der Wenigftens gegen die Rinderpest! der eingine Lert sei, der augenblicklich die Alliierten binde, und in Breslau, 19. März.( DA.) Der oberschlesische Bandbund hat die dem die Gesamtheit der Frankreich zuerfannten Rechte umschrieben fel: es erwarte, daß die neuen Berhandlungen dem französischen Interalflierte Kommiffion gebeten, fofort bie Grenze gegen Polen a wenigstens die gleiche Summe zuführten, wie sie das völlig abzufperren, um einer Ausdehnung der Rinderpest, die nunmehr nicht mehr bestehende Abkommen vom 29. Januar ver- in Rongreßpolen wütet, vorzubeugen. In Neupolen, im Streife sprochen habe, und endlich, daß die neuen Verhandlungen nicht Schildberg, sind bereits einige Fälle vorgekommen. nur„ Santtionen" bringe, damit man die Unterschrift Deutschlands erlange, fondern auch ideelle Garantien, die dauerhaft seien, mit einem Wort Pfänder, die der Politit entsprächen, die das Batterrecht zulaffe, und von denen der Bertrag felbft in feinem Artikel 430 spreche. Schließlich sagt das Blatt, man dürfe weder den Bertrag noch die Pfänder aufgeben. Man müsse sie vervollkommnen. Das Bersailler Verierbuch. Paris, 19. März.( EE.) Die Note der Wiederherstellungstommission an die deutsche Regierung, daß bis zum 1. Mai der noch nerbleibende Rest non 20 Milliarden zu zahlen ist, erfährt durch diese Rommiffion einer neuen kommentar, worin erklärt wird, daß Bette Reisegelegenheit. baß beim Neuanstrich von Wagen die aus der Kriegszeit Genoffe uer sprach von anonymen Denunziationen", wofür er stammende Aufschrift Gouvernement Brüssel" forgfältig er von dem ersten Präsidenten eine Rüge erhielt. Duzende Ordnungsneuert wurde, um später wieder abgefragt zu werden. Bei rufe wurden erteilt, ohne daß es gelang, die Ruhe wiederherzustellen. hem Gefundheitswesen lag um so weniger Grund vor, die Der würdige Berlauf der Tagung ist eine prächtige Satire auf das Berwendung von 20 Millionen vertrauensvoll in die Hände Ordnungsland Bayern. machen. Beginnende Einsicht? Die Entwaffnungsobstruktion. ber Medizinalbehörde der Eisenbahnverwaltung zu legen, als biefe Herren sich im Haushaltungsausschuß vollständig unfähig Die„ Bayerische Boltspartelforrespondenz" verwahrt die Bane seigten, irgendwelche positiven Angaben über die bisherigen Bege und Leistungen bei der Tuberkulosebekämpfung zu rifche Boltspartei gegen den Berdacht", als ob die Zurüdhaltung ihrer Reichstagsfraktion und ber abgedämpfte Ton der Parteipreffe Es ist ein Beweis für den geftigen Tiefstand der unab- auf ein schmähliches Nachgeben schließen laffen dürften( nur hängigen und kommunistischen Bewegung, daß sie mit den nicht nachgeben! Red.), vertritt aber zugleich den Standpunkt, daß mustesten Beschimpfungen und schlimmsten Berdächtigungen ein Buftand angestrebt werden müsse, in dem die Meinungsver arbeitet, mo die Unfachlichkeit ihres Vorgehens von uns auf. fchiedenheiten, bie in der Selbstschuhfrage zwischen Berlin gedeckt wird. Die Sozialdemokratie soll die Arbeiterinteressen und München beständen und auch wohl weiterhin bestehen preisgegeben haben, weil sie zahlenmäßig genau festgestellt mürben, auf ein für Reich und Land erträgliches Maß bewiffen will, welchen Umfang die Schwindsucht in den Kreisen fchränkt würden. Es müffe zugegeben werden, daß der Gesetzentwurf, der Eisenbahner gewonnen hat?! Wir sollen dem Kapital den nunmehr die Demokraten vorgeschlagen haben, einen ganz Schleppenträgerdienste leisten, weil wir mitbestimmen wollen, wesentlichen Fortschritt gegenüber der übereilten Regierungswie die zur Tuberkulosebekämpfung erforderlichen Millionen vorlage bedeute. Auch das Organ der Bayerischen Bolkspartei, die rerwendet werden?! Bir follen Erzverräter sein, weil wir Augsburger Postzeitung", gibt dem Wunsche Ausdruck, daß die Lage uns außerstande erflären, eine feste Summe zur Tuberkulose- eine Entspannung finden und daß es nicht zum äußersten tommen befämpfung auszuwerfen, solange die Zahl der von den möge, ba für Bayern und das Reich zuviel auf dem Spiel stehe. Krantentaffen nicht oder nicht ausreichend in Heilstätten be- Das Blatt läßt deutlich sein lebhaftes Be dauern darüber erhandelten Kranten noch gar nicht einmal festgestellt ist?! Es fennen, baß durch das Auftreten des Ministerpräsidenten D. Rahr märe zum Lachen, wenn es sich hier nicht um eine sehr ernste bie Schmierigkeiten eine wesentliche Berschärfung erfahren Sache handelte. Die Befämpfung der Schwindsucht ist überall, baben. to fie als Maffenerscheinung auftritt, nicht nur ein medi zinisches, sondern auch ein schwieriges soziales Problem, dem nur durch äußerste Sachlichkeit beizutommen ist. Eine gründ liche Aufhellung ist besonders da geboten, mo, mie bei den Eisenbahnern, die Tuberkulose bisher keine Berufskrankheit mar. Mer Mary' Lebenswert fennt, der weiß, wie hoch er bei dem Kampf gegen die Erscheinungen des sozialen Elends ftets deren ursächliche Klarstellung eingeschäßt hat. Was die Sozialdemokratie im Haushaltungsausschuß verlangt und ge fordert hat, ist die Klarstellung des Problems burch onelle Beschaffung der zahlenmäßigen Grundlagen, ohne die ein planvolles Borgehen überhaupt nicht möglich ist. Das Borgehen der Unabhängigen und Kommunisten aber war das fozialer Quadsalber, die ohne feste Grundlagen, im unerschütterlichen Vertrauen auf die Weisheit der bürgerlichen Bureaukratie, die Bewilligung von Millionen verlangen, ohne fich Gedanken darüber zu machen, daß es hier nicht nur auf die Höhe der Summen, sondern auch auf ihre sachgemäße Bermendung antommt. Das, was die Sozialdemokratie in ihrem Antrag im Haushaltungsausschuß zur Tuberkulosebekämpfung verlangt hat, erreicht nicht nur die unabhängigen und tommu nistischen Forderungen, sondern geht darüber fachlich hinaus, fofern die Statiftit der Kranfenfaffen erweisen sollte, daß die Zahl der noch nicht in Heilstätten behandelten Tuberkulosefranten unter den Eisenbahnern und deren Angehörigen mirt fich so groß ist, wie leider befürchtet werden muß Bayerische Landtagstone. Im Bayerischen Landtag ist man aus den Debatten der letzten Zeit allerhand gewöhnt; die Sturmszenen jedoch, die sich gestern bort abspielten, übertreffen so ziemlich alles, was die deutsche Barlamentsgeschichte der letzten zwei Jahre aufzuweisen hat. Um jeder Legenden bildung von vornherein vorzubeugen, fei hier festgehalten, daß selbst bie reaktionäre Tägl. Rundschau" zugeben muß, daß bas erste Schimpfwort( Sauter!!) aus den Reihen der Bayerischen Boffspartei gegen einen unabhängigen Redner gerichtet war, her von der Profitgier der Agrarier" gesprochen hatte. Als der unabhängige Redner hierauf erwiderte, es sei der Rechten gewiß fieber, wenn er von der Maul- und Klauenfeuche reden mürbe, erhielt er von den bajuwarischen Mannen prompt die Unt woczt:„ Die Maul, und Klauenfeuche haben Sie schon lange!" V Der Lärm steigerte sich, als der Erlanger Universitätsprofeffor Dr. Spohler den Sozialisten die Schuld an der 3erirümme zung der Front beimaß! Die Glode des Präsidenten ver wochte fich fein Gehör zu verschaffen, und es entwidelte fich eine sinftündige Geschäftsordnungsdebatte. Der Bizepräsident Die taubenfeindliche Kate. Sie fielen allen auf, die in dem großen Holzfaften mit dem Drahtgitter zufammengesperrten Tauben, die verschüchtert in der Ede laßen und zu der mit ihnen eingesperrten Raße hinlugten. linerhört ist es," grollte eine alte Aushelferin. Die Leute hoben fein bißchen Mitgefühl. Ach, die armen Täubchen. Selbst der Aufsichtsbeamte schüttelte den Kopf. Man müßte wirklich etwas dagegen unternehmen." Freilich. Es ist doch Tierquälerei. Balb standen Gruppen um den Raften und gaben mehr oder minder lebhaft ihrer Meinung Ausdruck. Die Tauben drängten fich noch verschüchterter einander und die Rage stedte die Krallen heraus. " Hu jetzt fällt sie über die Tauben her... schrien bie Beiber auf. Ein Aushelfer fagte: Ach mas, wir sind einfach verpflichtet, als Chriftemmenfchen, bie Rifte aufzumachen und die Raße herauszuschmeißen..." Geht aus der Faffung oder bem Berhalten einer Bereinigung hervor, daß ihr 3med im Biderspruch zu den Bestimmungen der Artikel 177, 178 des Friedensvertrages steht, so ist sie aufzulösen. Die Auflösung erfolgt durch die oberste Landesbehörde mit Zustimmung der Reichsregierung; sieht die oberste Landesbehörde von der Auflösung ab, so fann sie von der Reichsregierung verfügt werden." Der§ 2, der die Länder verpflichten will, bie Anordnungen des Reiches zu unterstügen und auszuführen, wurde zunächst mit wechselnden Mehrheiten formuliert, dann aber mit Stimmengleichheit abgelehnt. Nach Ablehnung einiger zum§ 3 gestellten Anträge wurde dieser entsprechend dem Antrage Schiffers mit 15 gegen 6 Stimmen in folgender Fassung angenommen: Wer sich an einer nach§ 1 aufgelöften Bereinigung als Mitglied beteiligt, wird mit Geldstrafe bis zu 50 000 M oder mit Fest ung bis zu drei Monaten, oder mit Gefängnis bis zu gleicher Dauer bestraft. Ebenso wird bestraft, wer sich als Lehrer oder Schüler einer Unterrichtsanstalt oder Universität an einem Verstoße gegen die Bestimmungen der Artikel 177, 178 des Friedensvertrages beteiligt, oder mer einer nach§ 2 erlassenen Anordnung der Reichsregierung zuwiderhandelt. § 4, der besagt, daß das Gefeß mit dem Tage der Berfundung in Kraft tritt, wurde angenommen. Die Schwerindustrie als Geldgeber. Ein reaktionäres Zeugnis. In einer längeren Notiz 3ur Abwehr beschwert sich der Chefredakteur der Täglichen Rundschau", Herr Hein. rich Rippler, darüber, daß aus deutschnationalen Kreisen eine strupellose Heze gegen sein Blatt eingesetzt habe, die zum Teil sehr materiellen Gründen, zum Teil politischer Rurzichtigkeit entspringt". Darüber schreibt Herr Rippler des Näheren: Den Beratungen des 28. Ausschusses des Reichstages( Maß nahmen zur Durchführung der Artikel 177, 178 des Friedens ertrages) lag ein Antrag Schiffer( Dem.) zugrunde, der vom Berhandlungen bezeichnet wurde. Abg. Dr. Rosenfeld( U. Soz.): Antragsteller als Niederschlag der gestern ergebnisios verlaufenen Die Beflimmungen sind nicht scharf genug. Leute, welche sich bei So hat die mit volfsparteiflchem und deutschnafionalem Gelde einer Einwohnerwehr beteiligen, deren Bestand mit Art. 177, getaufte, von Traub deutschnational geleitete München. 178 des Friedensvertrages unvereinbar ist, müssen mit Gefängugsburger Abendzeitung" jüngst eine Reflamenotiz für nis bestraft werden. Abg. Dr. Radbruch( Soz.): Ich stimme dem ein Berliner früher unparteiishes, jetzt deutschAntrag Schiffer unter bestimmten Boraussetzungen zu. Organifa nationales Blatt gebracht, die mit einer niedlichen Bertionen, beren Tätigkeit fich gegen die Artikel 177, 178 richtet, müssen femung unseres Blattes wegen seiner Freundschaft zur Deutschen perboten bam. aufgelöst werden und die Auflösungsbefugnis Bolkspartei verziert war. Wenn man weiß, daß die korrespondenz der Regierung übertragen werden. Abg. v. Graefe( Dnat.): Die Schwierigkeiten der Materie laffen eine schnelle Beratung und Ber aus der jene Notiz entnommen war, und jenes Blatt, für das abschiebung nicht angezeigt erscheinen. Trogdem wollen wir feine Reflame gemacht wurde, aus einem und demselben Geldschah geSchwierigkeiten machen, wenn die Mehrheit die Angelegenheit jetzt speist werden, der nicht parteiischen, fondern nationalen erledigen will. Abg. Dr. Beder- Hessen( B.- Bp.) stimmt dem Antrag Zwecken dienen soll, so quittiert man mit einem bitteren Lächeln Schiffers gu, nachdem in demselben sein Borschlag, nicht über die über die Pressehilfe der Schwerindustrie, die nicht zur Stüße, fonBestimmungen des Friedensvertrages hinauszugehen, be- dern zur Befehdung der nationalen Bresse benügt wird. rüdsichtigt ist. Reichsminister Koch wendet sich gegen Berschärfungs anträge der Unabhängigen. Ueber die Verschriften des Friedens vertrages hinauszugehen, erscheint nicht angezeigt. fich fein anderes als der ehrenmerte Lokal- Anzeiger". Daß Das Berliner Blatt, von dem hier die Rede ist, ist natürdieses Blatt vom Gelde der Schwerindustrie ausgehalten mird, ist an sich nichts Neues. Von Interesse aber dürfte sein, daß jetzt der Reaktion selber vor ihrer Abhängigkeit von diesen Abg. Burlage( 3entr.) will dem Antrag Schiffer zuftimmen und hofft, daß mit Rücksicht auf die außenpolitische Lage das Gefeb in brauchbarer Gestalt zustande tommt. Abq. Dr. Rosenfeld ( u. Soz.): Die Reichsregierung hat noch nie den Mut gehabt, gegen, Geldgebern zu grauen beginnt. Bagern so vorzugehen, mie gegen Braunschweig und Sachsen- Gotha. Die Auflösung der Einwohnermehren, die im Antrag Schiffer nicht garantiert ist, muß unbedingt verlangt werden. Abg. v. Graefe( Dnat.): Bei der Frage der Auflösung müssen sich Reichs- und Landesregierung verständigen, um Konflikte zu vermeiden. Reichsminister Koch: Die Landesregierung hat das gute Recht, zu prüfen, ob die Bestimmungen des Friedensvertrages Auffassung in der Rechtslage gelangen, als die Landesregie verletzt sind. Würde die Reichsregierung zu einer anderen rung, so müßte die Reichsregierung in der Lage sein, selbst einzugreifen. Ich fann mir nicht denten, daß irgendein Land reichsgefeßliche Bestimmungen nicht refpeftieren sollte ( Bayern!! Red.), dann würden Recht und Befe in Deutschland eben nicht mehr geiten. Es ist unrichtig, daß die Reichsregierung die einzelnen Länder verschieden behandelt; sie sucht in erster Linie durch vorsichtige Behandlung eine Berständigung mit den Ländern. Abg. Unterleitner( U. Soz.) begmeifelt die Wirksamkeit des Geleges in Bayern. Durch das Berhalten dieses Landes ist das Reich außenpolitisch in eine sehr schlimme Bage gelommen. Bei der nach folgenden Deutschösterreichs Anschlußstreben. Abffimmung murde nach dem Antrag Schiffers der§ 1 mit elf gegen neun Stimmen der Linten in nachstehender Fassung angenommen: Die Hilfezusage der Londoner Ronferenz, die notgedrungen Deutschösterreichs- Zahlungen aufschiebt, ihm Geld gewähen, aber feine ganze Staatswirtschaft überwachen, wenn nicht überwillen unserer Bolksgenossen nicht aufheben. So hat wiederum bie nehmen will, fann den unzerbrechlichen, weil lebensnotwendigen Großdeutsche Fraktion des Nationalrats von Deutschösterreich be fchloffen, die Frage der Boltsabstimmung über den Anschluß an das Deutsche Reich nach Ostern fofort im Ausschuß zur Behandlung zu bringen und auf die verfassungsmäßige Berabschiedung dieses Ge segentwurfs um so mehr zu bringen, als die Gefahr vorhanden sei, daß durch eine weitere Berzögerung außer Tirol auch andere Bundesländer selbständig vorgeheit, mas im gesamtstaatlichen Inter esse elle vermieden werden müßte. Innsbrud, 19. März.( WTB.) Eine Kundmachung der Landes regierung ordnet die Bolts abstimmung über die Frage: wird der Anschluß an das Deutsche Reich gefordert? für sonntag den 24. April dieses Jahres, an. Neues Bolfstheater. Jugendfreunde" von Ludwig Fulda. Das Der Schnurrbart in England. Das glattrafierte männliche neue Fuldasche Luftspiel, das die von Strindberg pathetisch an- Schönheitsideal, das die Engländer in die Welt gebracht haben, wird Mägerisch gegeißelte Rehrseite holder, im Verlobungszustande von den jetzt von ihnen selbst aufgegeben, und die britische Herrenwelt trägt respektiven Ehefandidaten schwärmerisch angehimmelter Weiblichkeit nicht nur Schnurrbärte, sondern auch Badenbärte. Ein weiterer in tolerant gutmütigem Komödienfpiel ironisiert und nach Gebühr wichtiger Schritt für das Wiederaufleben des Schnurrbartes ist seine den Spott auch auf die Herren der Schöpfung ausdehnt, fand ein zwangsweise Einführung im englischen Heer. Schon während des empfänglich beifallsfreudiges Publikum. Der Klub der Jugend- Krieges war das Bartverbot, das vorher im britischen Heere bestand, freunde, der in den Junggesellenjahren feiner Mitglieder fich feucht aufgehoben worden. Nun soll für einzelne Regimenter der Schnurr. fröhlicher Harmonie erfreute, erweist sich der Belastungsprobe durch bart als Zwangstracht eingeführt werden. Das ruft unter den so bie neu gewonnenen besseren Hälften nicht gewachsen. Geich bei der lange glattrafierten Engländern große Aufregung hervor; es zeigt ersten Zusammenkunft der Baare beginnt die Reiberei der Damen, sich ein ängstliches Bemühen, die so lange verpönten Barthaare auf bie nach dem Zeugnis der einstigen Bräutigams doch alle Perlen der Oberlippe möglichst rajch und reichlich hervorzurufen, und die waren, und zieht die frischgebadenen Bantoffelhelden, die pflicht verschiedensten Mittel zur Beförderung diefer Männergierde werden fchuldigft, jeder für seine Gebieterin, Partei ergreifen, ins Rampf- angewandt. Welche Form aber der militärische Schnurrbart haben getümmel mit hinein. Der leise Stich ins Poffenhafte, der den wird, ob er fühn emporgezwirbelt, tief herabhängend oder spik gemunteren Szenen anhaftet, wurde in einzelnen Rollen vergröbernd dreht sein wird, darüber steht noch nichts fest. unterstrichen. Indes die Hauptfigur, der Hartnädigste der Junggesellen, der dem Treiben der abtrünnig gewordenen Genossen Schadenfroh zuschaut, bis ihn selbst das Schifal ereilt und ihm im Gegensatz zu jenen Gänschen ein feingefinntes, aufrecht vernünftiges Mabel zuführt, war durch Paul Herm hervorragend vertreten. Er hatte Charm und in der Recheit freundlich versöhnenden Humor. auch Erstaufführungen der Woche. Di. Leffingtb.:.Frauenmut". mi. Schauspielbaus: Die echten Sebemunbs. Fr. Neues Volkstheater: Verbrüderung, Sonnab. Königgräger Theater Rugby. Sonnt. Komische Doer: Ruderen". . Mit der Eiftaufführung von Toni Impelovens Schwant Luderchen wird Die Komische Oper schließt am Gründonnerstag die interfbleizeit Richts zu machen," verwahrte sich der Aufsichtsbeamte. Mit Eine sympathische Bartnerin ftand ihm in Margarete Frieding am Diterfonntag die Sommerspielzeit eröffnet. meiner Erlaubnis nicht!" Rönnen Sie denn das mit ansehen?" Der Beamte zuckte nur die Achseln. Ueber seinen Ropf hinweg wurde da der Beschluß gefaßt, die age herauszunehmen und mit der Ausführung auch sogleich be. zonnen. Die Katze murde einstweilen in eine Pappschachtel gefperet. Aber was denn jegt?" fragte einer. Melden!" Db das angängig ist?" Der Aufsichtsbeamte mischte sich ein: Ich kenne einen Brofessor, der etwas von Tierfunde verstel, ben werde ich erst einmal anrufen." Er ging, rief den Professor an und erzählte den unerhörten Borfall. Der Brofeffor lachte furchtbar am Telephon über die mit feibigen Bosttierfreunde. Glauben Sie nur, die Tiere sind vernünftiger als wir Menfchen. Laffen Sie die Tierchen ruhig beisammen. In gemeinsamer Sofangenschaft, wie überhaupt einem befannten anderen Tiere but eine Rage nichts zuleide.... Der Aufsichtsbeamte schritt hinüber in den Backfaal und befahl, bie Rage wieber zu den Touben zu sperren. " Bächerlich). Da fällt mir ein Tiere tum sich in der Ge fangenschat! gegenseitig nichts. Der Professor war leider nicht ba aber bas weiß ich ohnehin. Ueberhaupt weiß das jeber halbwegs Gebibe. In Gefangenschaft können die Tiere in guter Berträglich Veit den Menschen ein Borbild sein. Wir sind hier ja auch alle eine Art Gefangene.... Sie verstehen.. Blons unentwegt pflegmatischer Malersmann heraus. dt. Urania- Vorträge. Sonntag, Dienstag, Sonnabend Emma Stettmann: .3m Schwarzwald". Montag: Thüringen". Donnerstag: Mit dem Flugzeug zur Nord- und Ditfeelüfte". Mitts Die Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, die sich immer woch Sturt Hielscher: Spanien Freitag Prof. Goerte: Jerufalem. noch Kaifer- Wilhelm- Gesellschaft nennt, beging am Freitag das Donnerstag nachmittag 4 Uhr: Thüringen zu feinen Breiten. Jubiläum ihres 10jährigen Bestehens burch eine Festfizung. Brof. Baul Zechs Berbrüderung" wird als erfte literarische Sonder Fischer, Direktor des Instituts für Kohlenforschung in Mül borstellung der Volksbühne nicht, wie ursprünglich angezeigt, am Sonntag, heim a. d. Ruhr, hielt einen Bortrag über Entstehung und den 20. März, sondern am Starfreitag, abends 8%, Uhr, unter der Regie Befen der Rohle", worin er die neuen Forschungsergebnisse einz Goldbergs im Neuen Volkstheater zur Uraufführung gelangen. Starten feines Inftituts zusammenfaßte. Steinkohle entstand in fast allen für Mitglieder der Boltsbühne 3 M., für Nichtmitglieder 10 M., in be Erdepochen aus vermoderten Bflanzen, und zwar aus den Humio- chränkter Anzahl in der Geschä tsstelle und an den Tiegschen Theaterkaffen. fäuren. Die Säuren aber find das ist das neue nicht aus Daumier im Berliner Kupferitichkabinett. Eine bebeutsame Bellulose, sondern aus Lignin gebildet, das zur aromatischen Gruppe Kupferstichtabinett gemacht worden. Es wurde eine Sammlung von etwa Daumiererwerbung ist, wie im„ Kunstblatt" mitgeteilt wird, von dem Berliner ( Benzalverbindungen) gehört. Die Rohle weist daher eine Benzol 4000 Blatt Lithographien und Holzichnitten des Meiners angeschafft, struktur auf, die bei der trockenen Destillation deutlich zutage tritt. und damit iſt in Deutschland an einer öffentlich zugänglichen Stelle bas Brof. Adolf Harnad. der Präsident der Gesellschaft, beleuchtete ganze graphische Wert dieses genialen Stünstlers vereinigt bas Befen der Gesellschaft, die in den engen Beziehungen zwischen Aus der akademischen Welt. As Nachfolger von Brofe Geistes- und Naturwissenschaften und deren Zusammenarbeiten von Wilamowig- Jollendorf ist sein Schüler Dr. Berner Jäger, 8. 8. Brofesor Die Profeffur für flaffume Bhilologie, Staat, Bürgerschaft und freier Forschung besteht. Er wies auf die in Stiel, in Aussicht genommen. Erfolge hin, die auch im Auslande Nachahmung finden, und gab die bisher Hermann Diels inne hatte, ist dem Heidelberger Professor Frang Die Berficherung, daß fowohl das Reich wie Preußen die Gesellschaft, Die 22 Institute gegründet hat, weiter zu fördern gedächten und so ber Wissenschaft ihre großen Aufgaben im Weltkampf der KulturDölfer erleichtern würden. Boll angetragen. Die Nürnberger Katharinenkirche, b'e einft ben Nürnberger Meistersingein für ihre Gesangsmetilämpfe diente und die heute als eine At Schuppen benutzt wird, foll ausgeräumt und Stumitzweden wieder nußbar gemacht werden.( Vor einiger Zeit hieß es bereits, fie folle als Museum der Sängerschaft dienen.) Wagner in Paris. Die Parifer Große Oper hat Freitag abend als zweites Wagnertüd Siegfried in den Spielplan aufgenommen. Bericht in der Beitschrift Film und Bissen, abrély in Baris. Ge Neue praktische Anwendungen ber Seitlupe, zeigt, nach einem Die Borstellung, die unter der Leitung des Kapellmeisters Chevillard entbedte bei schnellbewegten Maschinenteilen durch Berlangsamung bes ftanb, nahm wie bie erste Bagner- Aufführung von Walküre vor Films die Ursache von Störungen und gab durch die Netonitruktion ber einigen Monaten einen harmonischen Berlauf und wurde namentlich Körper baltung bei sportlichen Bewegungen die Anregungen zu beff rem nad bam erften Aft mit Begeisterung aufgenomm Mustelgebrauch und gewann Auftlärungen auf naturwissenschaftlichem Gebiet Die Postverteuerung. Bohnzimmer verstedt. Mis mun Frau Meinhardt, nachbem e beny Ju der Badewanne erfrunken. Die an epile then Krämpfen Hund in die Küche gebracht hatte, ahnungslos in die Stube ge- leibende 22jährige Berta Sch. nahm gestern naming in der elter Der Reichstag hat heute mittag das Reichsjugend. tommen fei, habe sich der Unbekannte plöglich auf fie gestürztlichen Wohnung in der Rheinbabenallee in Dahlen in Bad. Da wohlfahrtsgefez einem besonderen Ausschuß überwiesen. und sie niedergefchlagen. Da nun auch der Hund hinzu- die zu ihrer Pflege und Aufsicht bestellte Krankenschwester vergeblich Berabschiedet wird sodann die Aenderung des§ 11 der Reichs- gekommen fei, habe er diesent in die Küche zurüdgebrängt und dort auf ihre Rückkehr aus dem Badezimmer wartete, Heß fie die verabgabenordnung, das Gesetz über die Vertretung der Länder im in eine Ede hineingestoßen. Dabei sei er von dem Hunde gebissen fchloffene Tür öffnen und fand die Krante tot in der Badewanne Reichsrat, der Haushaltsplan für 1920 mit den Entschließungen des worden Nachdem er den in seiner Ede winselnden Hund in die auf. Nach Aussage eines herbeigerufenen Arztes ist die Berunglückte Ausschusses( gegen die Stimmen der Unabhängigen und Kommu- Küche eingeschlossen habe, sei auch er wieder in die Wohnftube ges im Bade von einem Anfall überrascht morde. und in der Wanne nisten), ebenso der Haushaltsplan für 1921. Es folgt sodann die gangen, und nun habe er gesehen, wie Frau Meinhardt zweite Beratung des Gesezentwurfes über die Erhöhung der Poft- und Telegraphengebühren. Der Ausschuß hat die Vorlage in einigen Punkten umgestaltet und 3. B. das Ortsporto wieder eingeführt. Nach den Ausschußbeschlüssen beträgt die Gebühr für die Postkarte im Ortsperfehr 30 Pf., Fernverkehr 40 Pf., Brief im Ortsverkehr bis 20 Gramm 40 Pf., über 20 bis 250 Gramm 60 Pf. Fernverkehr bis 20 Gramm 60 Bf., bis 100 Gramm 80 Pf. und bis 250 Gramm 1,20 m. Neueingeführt ist die Drudfadentarte für 10 Pf. Drudsachenporto bis 50 Gramm 15 Pf., bis 100 Gramm 30 Bf., bis 250 Gramm 60 Pf., bis 500 Gramm 80 Pf., bis 1 Rilo gramm 1 M. Bei den Bostanweisungen hat der Ausschuß die Staffel erweitert. Bostanweisungenporto beträgt mithin bis einschließlich 50 M. 50 Bf., bis 250 M. 1 m., bis 500 m. 1,50 M., bis 1000 m. 2 m., bis 1500 M. 3 M., bis 2000 m. 4 M. Fortsetzung des Kessel- Prozesses. regungslos auf dem Fußboden lag. ertrunken. Folgenschwere Maschinenerplosion. In der chemischen Fabrit Er gibt zu, daß der Anblick der Frau so fürchterlich war, daß sie von Adolf Grell in der Brinz- Handjery- Str. 23 in eutölln entstand beide diesen nicht hätten ertragen tönnen. Die Frau lag gestern nachmittag eine Maschinenerplosion, wobei die 15jährige Arauf den Knien und hatte die Hände flebend gefalten. Er beiterin Käte Maschkuleit schrsere Verlegungen et. Sie fand im habe, um durch den Anblick in ihrem Vorhaben nicht gestört zu Städtischen Krankenhause in Neukölln Aufnahme. merden, den Schrank geöffnet und daraus die Kleidungsstücke her ausgeriffen und auf die Leblose geworfen. Sein Spießgefelle habe mitwe Klara Müller in ihrer Wohnung in der borstraße in CharRaubüberfall auf eine Wifwe. Beftern pormittag wurde die dann noch den Stuhl auf den Kleiderhaufen gelegt und endlich einen lottenburg von einem Mann und einer Frau, die unter einem BorTeppich darüber gedeckt. Dann hätten beide die Behältnisse weiter mand bei Frau M. Einlaß gefunden hatten, überen, gefnebelt durchsucht und auch in dem Küchenspind einen großen Geldbetrag und beraubt. gefunden, bestehend aus Fünfzigmarkscheinen, die mit Zwirnsfäden gebündelt waren. Bevor sie das Haus verlassen hätten, hätten sie Beim Bau der Untergrundbahn vernngildt. Der 84 Jahre alte fich noch eine Zeitlang auf das Ruhesofa gesetzt und beratschlagt, Kranführer Mar Müller, der als Schlosser bei der Abteilung Brückenwas weiter zu tun sei. Schließlich hätten sie wahrgenommen, baß bau der Dortmunder Union beschäftigt war, wurde gestern vormittag fie start mit Blut befleckt waren, und nun hätte sich der Unbekannte bei Arbeiten an der Untergrundbahn in der Müllerstraße von einem in dem Goldfischglas, er aber in einer Schüssel in der Küche, ge- herabfallenden eisernen Träger getroffen und erlitt neben Quetschunwaschen. Dann hätten fie gemartet, bis es etwas buntler geworden gen am ganzen Rörper einen Bedenbruch. Er fand im Birchowund auf der Treppe niemand zu hören gewesen sei. Dann fet er Krankenhaus Aufnahme. In der Nazarethkirchstraße habe er dann auf seinen Spießgesellen tellt mit, daß an den Sonntagen vor Ostern und Pfingsten eine verdie Treppe hinunter, der Unbekannte die Treppe hinaufgegangen. Sonntagsruhe vor Ostern und Pfingsten. Das Bolizeipräsidium gewartet, mit ihm einen Hausflur aufgesucht und ihm hier feinen Anteil, 1500 m., ausgehändigt. Er sei dann mit einem Straßen- längerte Berkaufszeit nicht zugelassen ist. bahnwagen der Linie 22 nach Hause gefahren, und seit dieser Beit habe er seinen Spießgefellen nie wieder gesehen. Kappes Zusammenkunft mit Meinhardt. Sonderzuweisung an 3uder. Die Zuckerversorgungsstelle der Stadt Berlin teilt mit, daß auf Abschnitt 79 der Berliner Zuckertarte in der Zeit vom 1. bis 15. April 1921 ein Bfund Zuder als zuder, zusammen also 1% Pfund Zuder zum Inlandszuderpreife Sonderzuweisung für Einmachezwecke und und Verbrauchsabgegeben werden. Im Zuge Grünau- Westend wurde am Montag ein Batet mit einem Anguge liegen gelaffen. Der Finder wird gebeten, denselben gegen Be lohnung an Theodor Richter, Berlin NW. 6, Karlstr. 11, abzuliefern. Da Landgerichtsdirettor Beigert sich von seiner Krankheit erholt hatte, fonnte am heutigen Sonnabendvormittag ber Reffel Brozeß weitergeführt werden. Die Sigung wurde um 9½ Uhr vom Borsigenden mit einer Erflärung eröffnet, in der er gegen die Be hauptung der Roten Fahne", seine Ertranfung jei einer der vielen glücklichen Zufälle der Justiz, die sich immer im richtigen Augenblid einzustellen pflegten, protestiert. Der Borsigende übergab hierauf den Zeitungsartikel dem Staatsanwalt zur weiteren Ber Rappe begab fich abends in das Lotal, von dem er mußte, daß anlaffung. dort Meinhardt mit seiner Frau zu verfehren pflegten und den er Hierauf wird der Angefagte noch einmal über die Ausstellung bort auch anzutreffen hoffte. Meinhardt war auch tatsächlich da, eines Sheds durch Oberleutnant Hofmann an Marloh verweil die Wirtsleute nach dem Tode feiner Frau das Essen für ihn Die lehte Kindergesangsaufführung findet Sonntag, den nommen. Der Angeklagte erklärt, daß er Hofmann am Tage vor besorgten. Natürlich wurde nur von dem Berbrechen an feiner 20. b. M., 11 Uhr vormittags, im Zirkus Busch statt. Damit ver der Flucht einen Sched von 2500 m. nicht in der Absicht übergeben Frau gesprochen und als Kappe auch davon hörte, tat er gang bunden ist eine Ehrung des aus seinem Amte scheidenden Stadthabe, daß Hofmann für die Abreise Marlohs ihn verwenden solle. überrascht und entsetzt und sagte: Jst denn so etwas mog- chulrats Geh. Regierungsrat Dr. Fischer, der diese Konzerte fait Oberleutnant Hofmann bestätigt diese Angabe. Der Borsigende ich? Dann trat er auf meinhardt, den er ja persönlich fannte, 1897 in dreijähriger Folge 24 Jahre lang veranstaltet hat. richtet dann an Ressel die Frage, weshalb er bei seiner eidlichen hinzu, gab ihm die Hand und sprach ihm fein Mitleid aus. Seit Bernehmung nicht Kriegsgerichtsrat ten er darauf aufmertfam gemacht habe, bak biefer sich an Pfarrer Rump wenden jolle, diesem Tage traf er mit Meinhardt in dem Lokal zusammen und mit um näheres über die Flucht Marlohe zu erfahren. Kessel erklärt ihm befprach er dann immer, wie weit die Nachforschungen der Er selbst fühlte hierzu, daß Kriegsgerichtsrat Meyer bereits barüber unterrichtet Kriminalpolizei nach dem Läter gebiehen waren. mar, daß Pfarrer Rump, als On: 1 Marlohs, Aufschlüsse geben tönne. fich vollständig sicher und war um so mehr überrascht, als er gestern Hierauf wurde in der Bernet ,. ung des Pfarrers Rump, die nachmittag plöblich nach dem Polizeipräsidium geholt murde. am legten Berhandlungstag abgebrochen wurde, fortgefahren. Rump bemerkt zunächst, daß er die von der Berteidigung in der Dorigen Sigung als neu bezeichneten Angaben bereits im vorigen Reffel- Prozeß gemacht habe. Nach längerer Debatte über den Scheck erklärt Dr. Alsberg: Diefer Sched hat aber vorigesmal eine fehr große Rolle gespielt. Es wurde ja gerade behauptet, daß bei bem Datum eine Schiebung vorgenommen worden fei. Pfarrer Rump: Bon einem Sched von 2500 m. war nicht die Rede, sondern nur von einem Sched von 6000 M., mit dem Hofmann am 1. Juni zu uns fam. Dr. Alsberg auffpringend: Ich weiß auch ganz genau, weshalb der Beuge den Angeklagten in diesem Puntte nicht mehr belastet. Der Zeuge weiß wohl aus den tien, daß dieser Bunft zugunsten des Angellagten aufgeflärt ist. Und außerdem figen ja auch seine Tochter im Zuschauerraum, was durchaus ihr ates Recht ist, was aber zur Folge hat, daß über die Aussage des Beugen nachher gesprochen wird. Deshalb belastet er den Angefagten in diefer Hinsicht nicht mehr. Ein neuer Raubmordverfuch. Ein schwerer Ueberfall wurde gestern spät abends in dem Hause Waldemarstr. 48 perübt. Hier betreibt ber 48 alte Restaurateur Guftar Begemund, der in der Nachbarschaft wohnt, eine Groß deftillation und Beinhandlung. Gestern Abend um 11 Uhr entlieb er zur gewohnten Stunde, der neuen Bolizeiftunde, ben legten Gaft und machte Raffe. Während er das Geld zu fich nahm, um es in Sicherheit nach Haufe zu bringen, wurde er plöklich in einem Raum hinter der Schanfftube überfallen. Ein Räuber, der sich wahr scheinlich heimlich in den Klosettraum eingeschlichen hatte, verfegie ihm mit einem Brecheilen einen Sieb über den Kopf, der ihn leicht tödlich hätte treffen tönnen. Wegemund brach zusammen, war aber noch imitande, um Hilfe zu rufen. Das veranlaßte den Räuber, der es ohne Zweifel auf die Tageslofung abgelehen hatte, sofort ohne Beute zu entfliehen. Er stieg burch das Klosettfenster nach dem Hof hinaus und war bereits verschwunden, als auf die Hilferufe des Der Ueberfallene wurde Ueberfallenen Leute herbeigeeift tamen. Die Munitionsexplosion in Erfurt. nach dem Krankenhaus Bethanien gebracht. Wie weiter mitgeteilt Erfurt, 19. März.( T.) Das Munitionslager Schwer- wird, hat der Ueberfallene, nachdem auf seine Hilferufe Hausbe born bei Erfurt, in dem leichte und schwere Artilleriemunition, wohner herbeigeeilt waren, noch den Namen Schröber ausgesprochen und furz darauf die Befinnung verloren. Der Täter bürfte ein Gaft fchmere Seeminen und Fliegerbomben entladen und von einigen Metallfirmen verwertet wurden, steht in Flammen. Der Stadt- namens Schröder fein, auf den die Kriminalpolizei jegt fahndet. tell Erfurt- Nord ist aufs höchfle gefährdet und das brennende Lager in weitem Umfange abgesperrt. Das Feuer entfland vermutlich dadurch, daß einer der Arbeiter, die leere Hülsen verluden, geraucht hat. Um fechs Uhr flog der Schuppen mit italienischer Shrapnellmunition in die Luft. Die meisten Arbeiter haben sich reffen tönnen. Soweit bis jetzt feststeht, werden fünf permißt Groß- Berlin Der Mord in der Malplaquetstraße. Berhaftung des Mörders. Das am 13. v. M. an der 29 Jahre alten Chefrau Margarete des Kraftbroschtenbefizers Meinhardt aus der Malplaquetstr. 12 ver. fibte Berbrechen ist jetzt aufgeflärt. Raubüberfall auf einen Kaffenboten. Heute morgen wurde ein Raffenbote der Rommerz- und Privat bant Morigplay, als dieser von der Reichsbant 250 000 m. abholte, auf dem Bege ins Rontor auf der Hintertreppe von zwei Burschen überfallen. Auf die Hilferufe des Rassenboten, der ein fräftiger junger Mann ist, famen somohl aus dem Rontor ber Bant mie aus der nebenan liegenden Möbelfabrit Leute, die die beiden Burschen fefthielten. Diese hatten einen schweren Hammer mit großem Stiel und einen geladenen Revolver bei fich. Die Geldsumme war noch unversehrt. Theater der Woche. Bom 20. bis 27. März. Deutsches Boltsbühne: 20., 23. 1. 27. Rapitän Braßbounds Belehrung. 21. u. 26. Wallensteins Tob. 22. Das Rätchen von Heilbronn. 24, 11. 28. Das Bostamt. Die Romödie der Srrungen. 25. Nach Damastus, 1. Teil. Opernhaus: liften. 23. Die echten Gebemunds. 24. Marquis von Keith. 25. Torquato Taffo. 20.- 27. Barfifal. Schauspielhaus: 20. Kronprinz. 21. Sturm, 22. Journa 26. Beer Gynt. 27. Die echten Gebemunds. heater: 20., 21, 24., 26. Die Jungfrau von Orleans. 22. u. 25. Fauſt, 1. Teil. 28. Sturm. Großes Schau ( pielhaus: Der Raufmann von Benedig. 25. Die Basfion. 23. Suffiches Gastspiel: Die Rameliendame. 27. u. 28. Cafar und Kleopatra. Rammerspiele: 20., 22., 24., 26. u. 28. Der König ber bunklen Rammer. 21. Die deutschen Kleinstädter. 23. Gr it an allem fchuld. Der Heiratsgeffing- Theater: 20., 21., 23., 27. u. 28. Gin bealer Oatte. 22., 24. it. 26. antrag. Der Spieler. 25. Frühlings Erwachen. 27. Die Büchse der Bandora. Frauenmut. 25. Peer Gynt, Theater in ber Röniggräger Straße: 20., 22. bis 24. Galome. 25. Gefchloffen. 26.- 28. Rugby. Deutsches Opernhaus: 23. Siefland. 24. Wilhelm Tell. 25. u. 26. Barfifal. 28. Tannhäuser. Schiller- Theater: 20., 22., 24. u. 26. Jettchen Gebert. 21., 23. u. 28. Doftor Klaus. 25. Der Pfarrer von Kirchfeld. 27. Mit- Heidelberg. Gewedung. 21. u. 24. Russischer Runstabend. Säglich: Die Tribüne: Der Mann des Schicksals. Blanco Posnets 20. u. 27. Margarethe( Faust). 21. 8ar und Zimmermann. 22. Lohengrin. Trianon- Theater: Die GeStefibenz- Theaters Deutsches Künstler- Theater: Die Scheibungsreife. 25. Gespenster. Romöbienhaus: Das weiße Lämmchen. 25. Rausch. Berliner Theater: Die spanische Nachtigall. 25. Galome." fellschaft des Abbé Chateauneuf. Das Abschiedsfouper. Kleines Schauspielhaus: Reigen. 25. Nachtafyl. Lab Bindermeres Fächer. gentral- Theater: Die Postmeisterin. Theater Friedrich Wilhelmin ber Rommandantenstraße: Der verjüngte Adolar. Städtisches Theater: Ihre Soheit die Tänzerin. 25. Das Gefeß. Romische oper: 20. bis 24. Rigeunerblut. 25, u. 26. Gefchloffen. 21. Suberchen. Buffpielhans: Die Manfefalle. 25. Seimat. Metropol- Teater: Das Hollandmeibchen. 25. Geschlossen. Ab 26. Die blaue Mazut. Neues Operetten Theater: Der lachende Ehemann. Thalia- Theater: Mascottehen. 25. Gefchloffen. Theater am Rollendorfplag: 20.- 23. u. 27. Wenn Liebe erwacht. 24. u. 26. Mein Leopold. 25. Die Ehre. Theater bes Westens: Die Schwalbenhochzeit. 25. Die Schöpfung. Kleines Theater: Casanovas Gohn.. Ballner- Theater: Die Tanzgräfin. Walhalla- Theater: Der Bogelhändler. 21. Die Balfire. 25. Die Heimat. Rose- Theater: 20., 22.- 24, Der Strom. 21. 1. 28. Das Tal bes Lebens. 25. Gefchloffen. 26. u. 27. Dottor Klaus, Rafino Theater: Der Großfirst. Luisen Theater: Der lockere Beifig. 25. Gri felbis. 26. Gefchloffen. 27. u. 28. lebern großen Leich. Neues Bolts. Barafit. 25. Berbrüberung. 26. Berifies von Tyrus. Theater: 20., 21., 27. 2. 28. Jugendfreunde. 22. Jugend. 23. u. 24. Der Sournalisten. Theater: 20., 27. u. 28. Ein Balzertraum. wwwww Thalia- Theater: 20., 27. u. 28. Boffsbühne Norden: 22., 23. u. 24. Jugendfreunde. 4., 5. u. 6. Reihe. Folies Caprice: Jus 20., 22, 23., 25.- 28. Die roten Schuhe. 24. Flirt in St. Moriz. Separée. Radtkultur. Ab Donnerstag neues Programm. Admiralspalast: Rachmittagsvorstellunge n. Boltsbühne: 20., 27. 11. 28. Das Rätchen von Heilbronn. Schauspielhaus: 20. Torquato Taffo. 27. Die 28. Rronpring. Großes Schauspielhaus: 20. Danton. 25. Florian Gener. 27. 1. 28. Der Kaufmann von Benedig. Deutsches Theater: 20., 27. u. 28. Rabale und Liebe. Rammerfotele: 20. Die Büfe ber Bandora. 27. Die beutschen Kleinstädter. 28. Frühlings Erwachen. Eine Bertranenskundgebung für Paulsen. Leffing- Theater: 20., 27. u. 28. Frau Warrens Gewerbe. Theater in ber Röniggräger Straße: 20. Rausch. 27. Erdgeift. 28. Rauf. Deutsches Opern Die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Elternbeirate des haus: 20. 11 Uhr: Boltstonzert; 2 Uhr: Martha. 23. Figarss Hochzeit. 6. Bezirks( Hallesches Tor) nahm in einer Bersammlung fämtlicher 27. Alessandro Stradella. 28. Das Glöckchen des Eremiten Ghiller- Theater: Die Tribüne: 20, 27. Elternbeiräte und Randidaten der S.B.D. des Bezirks im Reichen 20., 27. 1. 28. Der Meineidbauer. 23. Wilhelm Tell. und 28. Bunburn. Deutsches Künstler- Theater: 20., 27. u. 28. ngmalion. berger Hof, Reichenberger Str. 147, folgende Resolution einstimmig Romöbienhaus: 20., 27. u. 28. Die Sache mit Sola. Berliner Theaters Den unausgesetzten Nachforschungen des Kriminalfommiffars an: Die am 15. März im Reichenberger Hof versammelten Eltern- 20., 27. u. 28. Der legte Walzer. Trianon- Theater: 20., 27. u. 28. Rammermufit. Residenz- Theater: 20., 27. u. 28. Die Freundin. Zentral- Theater: Tegtmener und feiner Beamten ist es gestern abend gelungen, den beiräte der G.B.D. des Bezirks Hallesches Tor fiellen sich nach den er 20., 27. u. 28. Deſerteure, Friebrich Wilhelmstäblishes Sheater: 20., 27. t. 28. Mörder zu ermitteln und festzunehmen. Es ist ein erst 18 Jahre Härenden Ausführungen des Genossen Dr. Karsen ganz auf den Sans Sudebein. Romische Oper: 20., 27, u. 28. Der Biberpela. Buftspiel alter Arbeiter Mag Kappe aus der Bankower Allee 67/68 zu Boden der Richtlinien Baulsens. Sie begrüßen es freudigft, daß der hans: 20. u. 27. Renaissance. 28. Der Herr Senator. Reues OperettenReinidendorf Ein Fingerabdrud, der an einem von dem Täter an Oberstadtschulrat die Eltern zur Mitarbeit aufgerufen hat und er. Die Kinopuppe. Theater am Rollendorfplat: 20. Drei alte Schachteln. gefaßten Gegenstand in der Wohnung gefunden wurde, ist diesem flären, daß fie in den Elternbeiraten ihrer Schulen für die Richt 25, 24. u. 26. Der Erbförster, 27. Eva. 28. Der Jurbaron. Theater des Kleines Theater: 20., 27. zum Berhängnis geworden. Rappe hatte um die Weihnachtszeit in linien eintreten werden. Westens: 20., 27. u. 28.: Die Frau im Hermelin. und 28. Die Pfarrhauskomödle. Balhalla- Theater: 28. Die Walküre. einem Lofal die Bekanntschaft Meinhardts gemacht und ihn dann Die Bersammelten fordern von den 6.B.D.- Mitgliedern des Safe- Theater: 27. Das Tal des Lebens. 28. Dottor Klaus. Rafino Theater: später gebeten, ihm 500 Mt. zu leihen, weil er Gelegenheit habe, 15er- Ausschusses der Stadtverordnetenverfammlung, erneut in eine 20., 27. u. 28. Höllenqualen. Enisen- Theater: 20. Rumpelstilzchen. 27. Dorneinen günstigen Möbeleinkauf zu machen. Kappe, der Meinhardt in ernste Brüfung der Fischer- Engelfchen Denffchrift einzutreten; auf röschen, 28. Schneewittchen. feiner Wohnung besuchte, jah, daß dieser das Geld aus dem Küchen- jeden Fall aber die einmalige Einschulung abzulehnen, wenn da Admiralspalast: 20., 27. u. 28. Flirt in St. Moris. spind holte und sich in diesem auch ein größerer Betrag befand. Das durch eine Berringerung der Klassen und Schulen eintritt. Jeder geliehene Geld hat dann Rappe später auch wieder zurückgezahlt. Raum im Schulhause ist wieder seiner eigentlichen Bestimmung zuzuWie ermittelt wurde, mar Rappe früher bei der AEG. beschäftigt, führen." em 3. Februar d. 3. jedoch eines Diebstahls wegen entlassen worden. Seinen Eltern, ehrbaren Leuten, erzählte er jedoch nichts von seiner Entlassung und ließ fie in dem Glauben, daß er immer noch in der MEG. tätig fei. Er tam auf den Gedanken, sich gewaltsam Geld zu verschaffen. Dies tat er dann, indem er Frau Meinhardt ermordete End bas Gelb bes Kraftdroschlenbesizers aus dem Rüchenfpind Teilgefiändnis des Täters. raubte. Flugpoft Berlin- München- Augsburg. Renes Bolls- heater: 20., 27. 1. 28. Mora. Gewerkschaftsbewegung Generalversammlung der Buchbinder. Die zur Leipziger Meffe eingerichtete durchgehende Fluapoftverbindung Der Verband der Buchbinder und PapierperBerlin- Leipzig- Nürnberg- Fürth- München- Augsarbeiter( Ortsverwaltung Berlin) hielt feine Jahres. burg wird vom 21. März an von dem Rumpler Luftverfehr, Berlin, Generalversammlung am Freitag im Gewerkschaftshause und den banerischen Rumplerwerfen, Augsburg, als ständiger Flug ab. Der gebrudt vorliegende Jahresbericht wurde von Rajpar erpostdienst mit täglichem Hin und Rüdflug weiterbetrieben. Abflug läutert, dessen Ausführungen auch das politifche Gebiet streifter wie zur Meffezeit: Berlin 8.0, an Leipzig 9.15, an Nürnberg- Fürth und in der folgenden Diskussion, die den größten Teil des Abends Wie weiter berichtet wird, hat R, in der vergangenen Nacht ein 12.15, an München 2.0, an Augsburg 2.40. Zurüd ab Augsburg für sich in Anspruch nahm, lebhaften Widerspruch fanden. Teilgeständnis abgelegt. Er gibt an, das Verbrechen mit einem 7.45, an München 8.10, an Nürnberg- Fürth 10.0, an Leipzia 12.30, großen Unbekannten zusammen ausgeführt zu haben. Diefen an Berlin 2.15. will er am 16. februar, zwei Tage Dor dem Morde, bei seinen Handelsgeschäften in der Weinmeisterstraße oder Baumblüte. in der Grenadierstraße getroffen haben. Er hat sich mit diesem Unbekannten geeinigt, daß fie fich beide am 13. Februar, nachmittags Die erste Baumblüte hat in der märkischen Obstkammer Berber amischen 2 und 3 Uhr, am Nettelbeckplatz treffen wollten. Der begonnen. Die Aprifosen stehen in voller Blüte und wenn die Bitte Unbekannte habe gefagt, daß er alles notwendige Moterial mit- rung so anhält, ist für die Osterfeiertage mit einem Rirschblütenbringen merbe. Er habe sich auch zur verabredeten Zeit einge fonntag zu rechnen. funden, und beide seien dann sogleich mit einem Straßenbahnwagen ber Linie 22 nach der Malplaquetstraße gefahren. Als er festgestellt habe, daß niemond in der Wohnung sei, sei er wieder herunter gegangen und habe seinen Spießgefellen davon unterrichtet. Nun fei biefer hinaufgegangen, habe die Wohnung mit dem mitgebrachten Einbrecherwerkzeug geöffnet und sich Eingang verschafft. Er sei bann gefolgt, und beide hätten sich dabei gemacht, die Wohnung zu durch fuchen. Ms. fie damit beschäftigt gewesen feien, haben fie plöhlich einen Hund bellen hären umb gleich darauf fei dann Frau Meinhardt mit dem Hunde einge beten. Sie hätten sich, um nicht überrascht zu werden, in dem Bobendiebstähle, bei denen Wäscheböden abgeräumt werden und die Spigbuben manchmal den gesamten Baie bestand einer Familie mitgehen heißen, sind jezt an der Tagesordnung. Im Hause Große Frankfurter Str. 92 erlitt am Freitag eine 54jährige Bigarettenarbeiterin, eine mit ihrer Tochter zusammenwognende Witwe, durch einen solchen Diebstahl einen harten Berluft, ben fie nach dem jezigen Wert der Wäsche auf mehrere tausend Mart schäßt. Die Bestohlene ist eine alte Benoffin, die feit langem in ihrer freien Beit fich der fozialen Hilfsorbeit midmet und fich schon mancher Rotleibenden angenommen hat. Stephan bedauerte, daß versucht werde, die deutschen Ge merfschaften nach dem Diftat eines Landes mit ganz anderer wirtschaftlicher Struftur umzuformen, was zur 3ersehung und 3ersplitterung führen müsse. Es wurde eine Entschließung eingebracht, in der gefordert wird: eine Politit auf dem Boden des entschiedenen proletarischen Klassentampfes und der Austritt aus der Arbeitsgemeinschaft. Für den Abschluß von Tarifen und Reichstarifen folle man fich folange erflären, als die fapitalistische Wirtschaft bestehe, doch nicht für Tarife um jeden Preis. Ferner wendet sich die Entschließung gegen alle Tendenzen, die mit den Aufgaben der Gewerkschaft nichts zu tun haben und geeignet sind, die gewerkschaftliche Einheitsfront zu zerstören. Die Versammlung möge Stenntnis von beabsichtigten Ausschlußanträgen wegen politischer Betätigung nehmen und dieses Vorgehen verurteilen, da es zur Berreißung des Verbandes führen würde. Diese Entschließung wurde mit fiberwiegender Mehrheit angenommen. Hierauf wurde der Berwaltung Decharge erteilt. Die von der Branche bereits ge wählten Branchenleiter wurden bestätigt. Als Beisiger für die Ortsverwaltung wurden für die Buchbinder: Czerny, Marcuse und Fräulein Hermann; für die Rartonbranche: Briemer, Fertau nb Rownahti; für die Luruspapierbranche: Lippold, Roesch und Meffer; für die Album, Mappen und Galan feriebranche: Röll; für die Etuis branche: Schuhknecht und Abamczal gewählt. Dann wurde die Bersammlung vertagt. Die Fortsetzung soll am Dienstag ftattfinden. gestellten und Beamten abgefchloffene Tarifverträge abfchreiben mertfamteit zu widmen umb den Kampf der Fleischergesellen recht und zu den Arbeitgeberverbänden laufen, um Beschlüsse zu ertatfräftig zu unterstüßen. Zentralverband der Fleischer. betteln. Diesem Treiben ist man erst jetzt auf die Spur geStreit- Ende in Curemburg? Nach einer Havasmeldung aus tommen. Der Bund der technischen Angestellten und Beamten hat die Harmonie und die Arbeitgeberverbände zu einer Aussprache am Luxemburg hat der Borstand der Gewerkschaften den Streit für be Montag, abends 7 Uhr, nach den Brachtfälen Alt- Berlin, Blumen. endet erklärt. ftraße 10, eingeladen. Es ist Pflicht eines jeden technischen Ange- Bund der technischen Angestellten und Beamten, Montag 7 Uhr: Ba Techniker und Harmonieverbände. stellten, an dieser Bersammlung teilzunehmen, um den faufmänni- tehniterversammlung in den Brachtfalen Alt- Berlin, Blumenstr. 10. Dienstag Durch die Berschmelzung des alten Deutschen Technikerverbandes fchen Harmonieverbänden sowohl als auch den Arbeitgeberverbänden Uhr: Bersammlung aller Kunstgewerbezeichner im Klubhaus, Ohmftr. 2 Delegierte zur Generalversammlung ber Metallarbeiter. Morgen Sonntag mit dem Bund der technisch- industriellen Beamten ist es möglich ge zu zeigen, daß der Bund der technischen Angestellten und Beamten Generalversammlung in der Brauerei Königstadt. Jeber Kollege muß anwesend sein. worden, daß in ganz Deutschland nur eine Organisation der tech- bie einzige Organisation der deutschen Technifer ist und Der Fraktionsvorstand wischen Angestellter vorhanden ist. Die Arbeitgeber und die in bleiben soll. Berband der Buchbinder und Papierverarbeiter. Die Fortsegung ber Generals ihrem Fahrwasser treibenden harmonieverbände haben teine Mittel verfammlung findet nicht Sonntag, sondern Dienstag 6 Uhr im Deutschen Hof Budauer Str. 15, statt. Zu dieser Bersammlung müffen alle Delegierten unbebinge und Wege gefcheut, in die Befchloffenheit der technischen Angestellten Uchtung Fleischergefellen! Die Betriebe der Fleischermeister erscheinen, da wichtige Wahlen vorgenommen werden sollen. Die Delegiertentarie Bresche zu legen. Alle ihre Bersuche sind bisher gescheitert an Lehnader, Reichenberger Str. 72a, Krener, Marienburger legitimiert Dis Ortsverwaltung. bem Berständnis der technischen Angestellten, die es ablehnen, ihre Straße 29, 3 be, Schwedenstr. 17a, find für organisierte Kollegen eranto. für den rebatt. Teil: Dr. Werner Beiser, Charlottenburg; für angeigen Organisation zu verlaffen. Zurzeit versuchen die Harmonieverbände wegen Tarifbrug gesperrt. Wir erfuchen bie Arbeiter. Glode, Berlin. Berlag: Borwärts- Bering 6. m. 6. S., Berlin. Drid: Bor ihr Ziel dadurch zu erreichen, daß fie vom Bund der technischen An- schaft, ben genannten Fleischermeistern in besonderem Maße ihre Aufwärts- Buchdruckerei u. Berlaasanitalt Baul Singer u. Co.. Ferlin Binderte. S. Frühjahrs- Neuheiten Madeener Taque aus zweifarb Strohstoff mit fescher Garnitur MK.68. Grosse mod. TagalForm. 38.75 3500 Jugendliche Glocke imitiert. Liserie und Bandeinfassung 5500 Fesche gerade Form mit Rollrand, imit. Liserie ... 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