n?. fSZ ♦ ZS. Jahrgang Ausgabe A Nr. HS Bezugspreis t Bi«teIIähr>.Ä>.— W-. moimU 10.- R, f-ei in, Haus,«ornu« zahlbar Polt« bezug: Monatlich 10.- M. emlchb Zu« siellungsgebülir Un»r Sreuzdand für Deulichland und Oeiterrnch IKLV M, für da« übrige Ausland bei tiiglich einmal. Zustellung 2150 M Poltbe» stellnngen nehmen an Oesterreich. Ungarn Tlchecho-SIoioatei. Dane- morl Kolland. Luxemburg. Schweden und die Schweiz- Eingetragen w ' die Poll-�eiiung,- Preisliste «Ser.Vorwärts" mit bei Sonnlag«- betlage»Polt und ZZett" und der Unter- haliun.isdeilage jjeimwelf erichetnt wochentäglich zweimal. Sonntags und Montags einmal Telegramm- Adresse? �»«zlaldemotrol verlln» Sonntags-Ansgabe kterlincr Oolkc�blatt [ 30 Pfennig J DnzrigenvretSt Di« achtgeivalren» Aonvareillezetl« koltei i>Lt> M.kleine Anzeigen" da»'etlgedrultte Won 1.50 M(zu. Ifilfig zwei ienpediiiSl» Wort,). ,ed«« weiiere Wort l.- M Stellengesuch« und Suilalitellenanzelgen das erste Wori l.- M. lebe, weiiere Won llu Pig Won» Uder 15 Puchstabn zählen für zwei Wone Zoimlien-A». zeigni>itr Abonnenten Zeile.».- M Die Preis» oersiehen üch einschließlich Teuerungs.ulchlaa Anzeigen lü« d» nächste Siumme» Milgen bis 6 Uli« nachmittags tm Kauvigrichatt PerliN SW iib Liliden- itraße Ä. abgegeben werden Geofmei von i> Uhr früh dt» 5 Uhr abends. �entralorgan Äer fo2>aläemokratifcken Partei Oeutfckwnäs Neüaktion unü Expedition: EW bS, Linöenftr. Z Keruiprcchrr: Zlin« Morruplan, Nr.>510»->51»7 Sonntag, den Ä0. März W'Zl vorwarts-verlag G.m.b.H.. EM bS. LindenIlr.Z i�rrnivrechcr. Zimi Ntorinplan. Nr.>>75:t-S-». Deutsthe Wieöeraufbaupläne. verlln. IS. MSrz.(WTV.) Im Wiederaufbau. miuisterlum fand hellte uuter dem Vorsitz des Staatssekretärs Müller eine Beratung über die Jrage der Beteiligung Deutfchlauds an dem Wiederaufbau der zerstörten Ge- biete Frankreich» statt, zu der das Wiederaufbauministcrlum autzer den betelligleu Ministerien eine Reihe von Sachverständigen aus den Kreisen des Wirtschaftslebens, insbesondere der Gewerkschaften und der Bauindustrie, eingeladen hatte. Unter den zahlreich Erschienenen befänden sich die Herren Berger, Benster, Dernburg, Krämer, Mannesmann. Rakhenau. von Stauh, wiedfcld und w i f f e l l. StoalsfekretSr Müller stellte nach kurzen Degrützungsworten als Zweck der heutigen Besprechung fest, die Pläne über die Be» tetligvng ventfchlands am Wiederaufbau Frankreichs durchzusprechen. Er betonte, datz Deutschland bereits seil I n l i 1919 stets seine Bereitschaft, an diesem Wiederausbau stch aklw zu beteiligen, ausgesprocheu habe; er wies auf die Verhandlungen hin, die zwischen der deutschen und französischen Regierung einerseits und den deutschen und französi- scheu Zlrbeiterv er tretern andererseits stattgefunden und nahezu vor einem Abschluh gestanden halten, schliehlich ober von französischer Seite.abgelehnt(den, wie auch die in S p a und schließ- lich in London gemachten Vorschläge. Er gab sodann einen Ueber- b'i.tf über die von den verschiedensten Seiten dem Wiederaufbau- «ftViifterium gemachten Vorschläge für den eigentlichen Wieder- aufbau. die in drei große Gruppen eingeteilt werden könnten. Einmal Vorschläge, die die Schaffung einer zentralen Organisation vorsehen(Deutsches Reich als Generaluulernehmer, ialernatlonales Aufbausyndikat). Z. Vorschläge, die daraus hingehen, daß Deutschland stch durch Subunternehmer an dem Wiederausbau beteiligt und schließlich solche, die das Aufbanprogramm in ein Liefernngs- Programm umwandeln«ollen. Antwort an Srkanö. Der Wortlaut der großen Rede Briands über die Lon» doner Konferenz und die Sanktionen liegt nunmehr vor. Die Pariser Blätter berichten, daß der Ministerpräsident I14 StunLe ohne das kleinste Blatt Papier, ohne die geringste Notiz vor den Augen gesprochen hat. Wer den prachtvollen Aufbau, den blendenden Stil seiner Ausführungen an der Hand der stenographischen Wiedergabe hat betrachten können, der wird nicht umhin können, seine Bewunderung über dieses Meisterstück der Rhetorik zu bekennen. Aber die Rede Briands war zugleich ein Meisterstück der Demagogie. Und da sie— nach seinen eigenen Worten— nicht nur als eine Antwort auf die Interpellanten Hennessy und Auriol gedacht war. sondern auch als eine direkte Mahnung„an jene, jenseits des Rheins, denen es nottut, ein französisches Wort zu hören"— gemeint ist das deutsche Volk—, so können wir nicht stillschweigend an ihr vorübergehen. Zumal Herr Briand seine demagogischen Künste auch an der deutschen Ar- beiterschaft versucht hat. Er hat seinen gläubigen Hörern vom Nationalen Block erzählt, daß die Leiter des Deutschen Reiches den Hintergedanken hegten, die deutschen Arbeiter zur Revolte gegen die einmarschierenden Franzosen zu treiben. Das ist eine glatte Unwahrheit. Ganz abgesehen da» von, daß sich alle Parteien in Deutschland trotz der An- drohung der militärischen Sanktionen bis zuletzt gegen die An- nähme der Pariser Beschlüsse ausgesprochen hatten, so genügt der Aufruf des Reichspräsidenten an die Bevölker-, mg der be- drohten Gebiete:„Mitbürger, tretet der fremden Gewastherr- schaft mit ernster Würde entgegen. Bewahret Euren auf- rechten Sinn, aber laßtEuchnichtzuunbesonnenen Taten hinreißen." als ein Beweis dafür, daß diejenigen Ratgeber, die den Herrn Briand in dieser Weise über die Intentionen der deutschen Regierung informiert haben, i h n in der niedrigsten Weise angelogen haben. Wohlgemerkt: es handelt sich nicht für uns darum, Herrn Simons in der Polemik, die.Briand gegen seine Berhandlungs- Methoden gerichtet hat. beizuspringen. Aber wenn der fran- zösische Ministerpräsident es unternimmt, die deutschen Arbeiter als Kronzeugen zugunsten der Gew.lt- Politik der Entente gegen die deutsche Regierring auszuspielen, da müssen wir ihm eine deulliche Antwort ertellen. Herr Briand führte aus: „Aber auch die deutschen Arbeiter beginnen über die Lage nachzudenken. Sie haben durchaus verstanden, daß wir nicht kommen, um Krieg gegen sie zu führen, sondern um die Erfüllung von Verpflichtungen zu verlangen, und daß die Sank- klönen unerläßlich und infolg« der Haltung ihrer Regierenden not- wendig geworden waren. Sie haben nicht geglaubt, daß es Ihnen möglich wäre, eine sclidarische Stellung mit gewissen imperialistischen Großindustriellen Deutschlands einzunehmen." Herr Briand, das können Sie Ährer Kammer des Ratio- nalen Blockes erzählen, die Ihnen dafür jenen Beifall ge- klatscht bat, den der Bericht an dieser Stelle verzeichnet. Ueber diesen Nationalen Block ist sich die gesamte deutsche Ar- ßesterschast— genau so übrigens wie die fran- zösische— darin ewig, daß er das verächtliche Geschmeiß von egoisti� das die Welt jemals en, verblendeten, korrumpierten Bourgeois, das venn man Ihr it. r MW m.. 7..% densbrüchigen Gewaltakt, und die die„Notwendigkeit" und die„Berechtigung" der Sanktionen anerkennen, so hat man Sie infam angelogen! Allerdings empfindet die deutsche Arbeiterschaft keinerlei Haß gegen die einmarschierten französischen Soldaten, die nur die blinden Werkzeuge Ährer Politik sind. Allerdings denkt sie auch nicht daran, sich mst den Nationalisten und Groß- kapitolisten ihres Landes zu solidarisieren, aber sie braucht Ähren Ansporn zu diesem inneren Kampf nicht und sie lehnt das Lob, das Sie chr für ihre Haltung erteilen, mit Eni- rüstung ab. Um so mehr, als in Wirklichkeit nicht Sie regieren, sondern Herr L 0 u ch e u r, der auf dem Gebiete der imperia- listischen Ausbeutung des Proletariats hinter Herrn Stinnes nicht zurücksteht. Wir wissen zu gut. wie unsere französischen Klassengenoffen über Ihre Regierung und über Ihre parla- mentarische Mehrhest denken, als daß wir nicht diese Sdjmeiche- e le i- gesehen h�t. Und wenn man Ahnen er- zähst, daß es in Deutschland Arbester gibt, die die militärische Besetzung der Rheinhäfen anders auffassen, als einen srie- wir nicht diese Sci lrbester als eine 2 leien an die Adresse der deutschen d i g u n g empfinden. Dadurch bleibt selbstverständlich unsere Stellungnahme zu der Frage der Wiedergutmachung, wie wir sie schon vor Lon- don auseinandergesetzt haben, unberührt. Wir sagten damals und sagen noch heute, daß das deutsche Proletariat es als seine Ehrenpflicht betrachtet, nu. 1 Ilen Mitteln und Kräften. also auch mit den eigenen Arbestskräften, die Ruinen wieder aufzubauen und die Sünden des kaiserlichen Deutsch- londs wiedergutzumachen. Sie haben während der Konferenz in einer Erklärung an die Presse mst offenbarer Genugtuung auf diese Haltung des„Vorwärts" hingewiesen. Jetzt aber haben Sie bei der Verteidigung Ährer Polstik diese angebotene allerhand Der 2S. März. Zum Vottscntsckcid in Obcrschlesieu. Heute findet In Oberschlesien die Volksabstimmung statt. Zehntausende von abgewanderten Heimatberechtigten sind hinuntergeströmt, um ihre Stimme abzugeben. Viele Zehn- tausende, die nach dem geltenden internationalen Recht dort hätten die Bürgerrechte besitzen müsien, wurden vom Stimm- recht ausgeschlossen. Und viele Hunderte von Wahlurnen > sammeln Lose, auf denen die nackte Ausschrist„Deutschland" oder„Polen" in beiden Sprachen verkündet, daß diese Stimm- abgäbe Staaten-, Volker-, Wirtschaftsge» schichte bedeutet.... Siegessichere Rufe brachte der Draht der letzten Tage in großer Zahl. Wir hörten von starken deutschen Mehrhesten, die in den überwiegend ländlichen Bezirken erwartet wer- ■ den, etwas weniger zuversichtlich, aber immer noch siegesbe- � wüßt ist die Stimmung in dem eigentlichen Industrie- j r e v i e r, und besorgt ist man nur um den Ausgang des Eni- i scheides in einzelnen, ostlich und südöstlich gelegenen Teilen, so im östlichen Gebiet des Landkreises Kattowitz, ferner in den Kreisen Pleß und Rybnick. Hier rechnet man in manchen Ge- meinden mit einer polnischen Mehrheit. Worum geht es? Es geht um die Gebietszuteilung eines der wichtigsten Industriegebiete des zentralen Europas an Polen, wie sie im ersten Ententecntwurs zum Friedensvertrag vorbehaltlos vor- gesehen war. Die diplomatischen Bemühungen der deutschen Politiker haben den diktatorischen Urteilsspruch aufgehoben und an seiner Stelle den Volksentscheid durchgesetzt. Damst hat die politische Seite der Frage ihre vorläufige Lö» ung gefunden, nicht die wirtschaftliche. Denn wenn die Kohlen ier Allgemeinheit gehören, wie kommt der Landmann im Landkreise Pleß, der vielleicht für kirchliche Zwecke oder haftll' Mitarbest mst «veiLemigen Redensarten, die Ihnen Herr Loucheur und seine spekulieren� den Komplizen souffliert haben, abgelehnt. Sie sind ein großartiger Redner, Herr Briand; aber so nationalistischen Landkre_____ ,.B politisch-wirtschaftliche Ziele, wie die polnische. Propaganda- oolksbank, dank liistowv/ schon große Summen aufgebracht hat, niemals aber für den Aufschluß der riesigen Kohlenfelder zu seinen eigenen Füßen das geringste Interesse zeigte, zu dem Recht der Entsckieiduna. wem dieses ungeheuer reiche lange Sie der Gefangene des Rationalen Blockes bleiben, pfeifen wir auf Ähre taktischen Liebeserklärungen und g l a u- ben wir Ihnen kein Wort! der franzSsiscke Vormarsch. Paris. 19. März.(Havas.) Di« deutschen Zeitungen haben ge- meldet, daß die französisch«» und belgischen Truppen durch Essen gezogen seien, was darauf schließen lass«n würd«, daß si« etwa 10 Kilometer weiter vorgerückt wären. Beim Kri«gsministerium hat man uns erklärt, daß diese Nachricht aus der Luft gegriffen s«i. Die Truppenbewegungen, die stattgefunden haben, sind ganz einfach Verschiebungen von Vorposten, die noch der Besichtigung durch General Weygand errichtet worden waren. Die neuen Dorposten sind ungefähr 2 Kilometer weiter östlich aufgestellt worden. Ei« stehen setzt an der Ruhr und können von da aus wirksam die nach Duisburg und Ruhrort führen- den Straßen Überwochen. Eine weitere Havasmeldung besagt: Irrtümlicherweise hatte man die Ausdehnung der Interalliierten Besetzung auf das recht« Rheinufer gemeldet. Namentlich sind Oberhausen und M ü l. heim nicht besetzt worden. In Wirklichkeit handelt es sich nur um eine Besetzung von zwei Punkten, des«inen w e st l i ch von Speldorf auf der Straße nach Mülheim, 2 Kilometer entfernt, des andern südlich von Meiderich auf der Straße nach Oberhousen, um deu Bahnhof von OberhausernWest zu ikberwachen, der übrigens ziemlich w« t von der Stadt entfernt liegt. Da man erkannt hatte, daß der Standpunkt dieser Ueberwachungsposten schlecht gewählt war, hatte man sich entschlosien, sie zu versetzen. Diese 1 Truppenbewegung kann also keineswegs als eine Ausdehnung der Desatzungs» zone bezeichnet werden. Anmerkung des MTB.: Aus diesen gewundenen Erklärungen geht nur das ein« mst Sicherhest hervor, daß die deutschen Pressemeldungen wahr sind, und daß die Ententetruppen tatsächrch in dem Bestreben, wichtige Eisenbahnknoten. punkte in ihre Hand zu bekommen, über die in den Londoner Beschlüssen bezeichneten Städte hinaus die Besetzung ausgedehnt haben. Die Londoner Sanktionen hielten sich nicht an den Friedensvertrag, setzt hält sich die Entente nicht einmal mehr an ihre eigenen Sanktionen. Die Reichsregierung wird, wie wir erfahren, wegen dieses neuen Willküraktes erneut Pr 0 t e st erheben. W.T.B. meldet ferner: Der Bahnhof Hamborn, der bis- her von einigen Offizieren und Mannschaften der Alliierten besetz» war, ist geräumt worden. Der Bahnhof Hamborn. Reu- m ü h l blieb nock wie vor besetzt. Auf dem Güterbahnhof Oberhousen« West wurden heute durch die dort liegenden Truppen etwa 20 Wagen eines Kohlenzuges, der für die Alliierten bestimmt war, zurückgehalten, weil die Kohle dieser Wagen angeblich zu schlecht war. Duisburg. 1». März. lTU) Die sozialdemokratisch«.Boll?- stimme" ist von der BesatzuugSbehölde auf 10 Tage verboten worden. Recht der Entscheidung. ehören soll? Es ist eine unerhörte Verkennung der ge- keine sellschaftlichen Diplomatenformel vertu die em Land.. Triebkräfte des Wirtschaftslebens, nel vertuschen kann! Der Bolksentscheid aber ist die Grundlage für die Entscheidung des interalliierten Obersten Rates, wem Oberschlesien zugesprochen werden soll. Diesen Anschein er- weckt wenigstens der Friedensvertrag. In Wirklichkest ist dieser Entscheid nicht einmal eine Grundlage, allenfalls ein Maßstab. Das gemeindeweise festgestellte Ergebnis der Volksabstimmung ist bei der Grenzfestsetzung zu„berück- sichtigen". So will es der Friedensvertrag. Es gibt keinen politischen Säugling in Deutschland mehr, der nicht wüßte, wie solche„Rücksichtnahme" ausgelegt und ausgedeutet werden kann. Die Geschichte des Friedensvertrages selbst hat es auch dem verwegensten Stammlischpolitiker klargemacht, wie das formale Recht des Vertrages zur Plage der schwächeren Per- tragsschließer angewandt wird, komme, was da wolle. Darum aber ist es doppelt und dreifach wichtig, daß de? Volksentscheid zu einer wuchtigen Kundgebung Ober- schlesiens für Deutschland wird. Diese Einsicht hat trotz polni- scher Terror- und Greuelpropaganda im Herzen aller deutschen Stimmberechtigten Fuß gefaßt und sie unter Mühen und De- schwerden hinuntergeführt in die Heimat, die noch vor einem Jahrfünft das Stiefkind der deutschen wilhelminischen Regie» rung war. Diese Zuwanderung hat die deutscheBe- w e g u n g zweifellos begünstigt. Es wäre aber nichts falscher, als aus chr auf eine Voreingenommenheil Oes Volksurtetls zu schließen. Das Gegentell ist richtig. Denn die Geschichte Oberschlesiens feit dem Kriege und besonders seit der Besetzung war nichts als eine f 0 r t g e- setzte Unterdrückung des deutschen Elements. Heute, wo man sich nicht mehr der Gefahr aussetzt, durch un- geschminkte Wahrheit stimmberechtigte Auswärtige zu schrecken, kann es nicht nachdrücklich genug betont werden. Die B e- satzung warzu schwach und der Landeseigentumlichkett zu unkundig, um eine wirklich neutrale Verwaltung aufzurichten. Auf der einen Seite Entwaffnung der Deutschen, aus der anderen Seite stille Duldung von polnischen Verbänden, die sich die Abschreckung des Deutsch- tums zum Ziel gesetzt hatten, dazu eine offene polnische Grenze. . die dem Verbrecher an Leib und Eigentum Schutz vor Versol- � gung sicherte. Ferner eine Amnestiegesetzgebung, die es u. a. 1 zuließ, daß polnisch Beamte der paritätischen Abstimmungs- j Polizei gleichzeitig Mitglieder der polnischen Bojowka Polska, 'gewalttätiger Mordbanden, waren, während der geringste Verdacht der Lorestigenommenheit bei einem deutsch- gesinnten Abstimmungspolizisten genügte, um ihn durch eine Versetzung in einem von polnischen Banden bedrohten Grenz- ort unschädlich zu machen. Das alles und noch manches andere mehr verschärfte die öffentliche Unsicherheit in Oberschlesien. deren Kosten zum überwiegenden Test dos 1 deutsche Element zu tragen hatte— konnte es sich doch selten mit denselben Waffen zur Webr setzen. Die Interalliierte Kommission hat in dem Bemühen, nicht ' zuviel vom Geiste der Sozialgesetzgebung des republikanischen Deutschland in das umstrittene Land einfließen zu lassen, die polnische Propaganda sogar noch gefördert. Gilt doch noch heute nicht in Oberschlesien das Betnebsbilanzgesetz-, das Betriebsrategesetz konnte erst nach mehrmonatigen Protesten der Gewerkschaften dort in Geltung gebracht werden, und auch das Kohlenwirtschaftsgesetz, das die Arbeiter als Vertreter in die Syndikate delegiert wissen will, gilt in Oberschlesien nicht. Wenn trotz der Verhinderung dieser Gesetze, die doch gewiß nicht aus Propagandainteressen heraus geschaffen waren, der polnische Schwindel von der Arbeiterfreiheit Polens bei den � Massen keinen großen Glauben fand, so ist das keinesfalls die Schuld der.�ohen Kommission�. Es steht also unzweifelhaft fest, daß dieses chr Auftreten den polnischen Agitationsinter- essen förderlich war. Terror gegen die deutschgesinnten Arbeiter und G e- waltakte gegen die friedliche Bevölkerung kennzeichnen einen langen Zeitraum der Besetzung. Erst nach der Verstär- kung der Besatzungstruppen unmittelbar vor der Abstimmung wurde es besser, zumal, wie wir seinerzeit berichteten, die Pro- paganda der Tat das Gegentell von dem erreichte, was Kor- fanty bezweckte. In vielen Orten hat der Stimmungsumschlag stattgefunden, der später durch das Eintreffen der Stimmbe- rechtigten aus dem Reiche noch begünstigt wurde. Alle Spuren hat aber auch dieses zweifellos der deutschen Sache günstige Moment nicht verwischt. Viele Stimmberechtigte konnten infolge der mangelhaften Sicherung der Ortschaften gegen polnische Gewaltakte nicht in khrencheimatortenQuartiernbhmen und fahren nur.zur Stimmabgabe selbst hin. So sicher also das deutsche Uebergewicht in den Städten ist, so wenig klar ist die Lage auf dem flachen Lande, besonders in den gefährdeten Strichen. Und so sehr wir einen großen. wuchtigen Sieg der deutschen Sache auch im Interesse des Weltproletariats, das eine Verschacherung der oberschlesischen Bodenschätze an ausländisches, unkontrollierbares Kapital nicht billigen kann, wünschen, so ruhig und unvoreingenommen müssen wir die Dinge sehen. Der Entscheid, der im Südost- winkel Deutschlands getroffen wird, steht zu stark unter dem Einfluß fremder Mächte, als daß er tte wahre Stellung des Deutschtums unverhüllt zeigen könnte! Das mutz heute, im Augenblick der Entscheidung, festgestellt werden. Schmucklos und ohne aufdringliches Geschrei geht dort unten der Wahlakt von w elthistorischer Be- d e u t u n g vor sich. Arbeitende Massen, industrielles Unter- nernehmertum und feudaler Großgrundbesitz haben sich in gleicher Weise, wenn'auch mit verschiedener Begründung, für ein ungeteiltes deutsches Oberschlesien eingesetzt. Es ist ein Kampf um wirtschaftliches Gedeihen, sozialen Fortschritt, um die Erschließung der Bodenschätze zugleich— ein Kampf um Arbeit und Brot auf deutscher, ein Kampf um fremdländische Profstinteressen auf der anderen Seite. Wellgeschichte ist ja nichts anderes als Wirtschaftskampf. Wenn es eine wirk- lichneutrale Entscheidung in Paris geben soll— sie wird schon am 28., also in einer Woche erwartet—, so wird man dieLebensinteressenderdeutschenArbeit nicht links liegen lassen dürfen. Sie gewaltig und eindrucksvoll zum Ausdruck zu bringen, schreiten heute Hunderttausende zur Wahlurne. Wir wünschen ihnen, auch im Interesse des deutschen Sozialismus, einen vollen Erfolg._ Terror bis zuletzt! Lakkowth. IX März.(Eigen« vrahkberlcht de»»Vor- tvärks".) Der letzte Tag vor dem Volkseakfcheld üb« Ob«. schlefiens Aukunfi brachte noch einen weiteren starke» Zustrom »0» Abfllmmttttgsberechklgrett ans dem Seiche. Die Xrausporkzüge waren derart überfüllt, daß eine große Zahl«m Extrazügen eingelegt nnd außerdem im großen Umfange die Züge des öffentlichen verkehr» in Anspruch genommen werden mußten. Eine Schöhnng sämtlich« eingetroffener auswärtiger Abstimmung». berechtigten liegt bis zur Stunde nicht vor. Die Stimmung d« deutschen vevölkernng ist stegesgewiß. Dls Straßen d« volksretcheu Zudnssrieorte find noch stärk« belebt, als in den Tagen de» Eintreffen» d« ersten Absftmmnngstraneporfe. Die laute Propaganda, selbst die Plakat- und Alngblalwerbreltung ist sa n«boten und schließlich hat man sogar die nnpolikischen Veranstaltungen eingeschränkt. Da drängen die Massen aus die Straßen. Die Znv«sichl der Vevölkernng ist natürlich in den Grenzbezlrken. wo heule noch eln stark« polnisch« Terror auftritt, stark gedämpft. Die Gewallakte der polnischen vauden äußern sich in tätlichen vedrohnngen. Zw SLdrenlcr« de» Srelses Rybntck wurden tu d« Rocht vom 18. zum 19. März durchfahrende Automobile mit Mafchlnengewehrfener beschossen. wobei eln Apobeamte» getötet wurde. Zu Zusammen- flößen kam es auch in einzelnen anderen Orten. Vereinzelt sind anch größere Gewalttätigkeiten vorgekommen, so kürzlich wieder eln Uebersall ans ein Schlashans, in dem flch dentschgffinnle Arbelt« befanden. Ferner wurde ein Gasthans im streife Rybnick, ein Ouarlier auswärtiger Abstimmungsberechtigt«, von vauden in vrand gesteckt und die eöschhllse verhindert. Zu- folge dieser Vorgänge hoben sich die Verlret« d« Srllichen Plebiszit- kommissariate derjenigen Landkreise, in denen von Gewalltaten be- drohte Ortschaften liegen, asso Saltowlh. Rybnick, venkhen genötigt gesehen, bei d« ZnferallUerken Sommisflon vorzusprechen. Diese lehnte einen ossizlellen Empfang ab t Rur nnt«geord- nele Znstanzen nahmen veschw«den entgegen. Auch die deutsche» Gewerkschaften wurden in derselben Angelegenheil gest«n in Oppeln vorstellig: jedoch vergeben». Sie legten dah« bei da Znl«allll«ten Sommisflon einen außerordentlich scharfen telegraphischen Protest ein, worin betont wird, daß die deutschen Gewerkschaften die Abstimmung nicht anerkennen waden, wenn die Znlerallilerke Kommission nicht für genügende Sichahell sorgt. Die Gewerkschaften seien nicht gewillt, sich eine zweite Lüge von Enpen-Malmedy aufdrängen zu lassen. Zu gleichem Sinne wurde ein Protest an den Völkerbund und an die Internationale übersandl. Zu einem Punkte haben die Sichahelksmaßnahmen einen 5 ort- schritt genommen. Ans die Vorstellung de» deutschen Plebiszilkom- mlssarlats hin wurde die G r e n z e des streife» Pleß nach Polen von Italienern systematisch beseht. Vagegen fleht die Grenze de» Srelses Saltowitz imm« noch offen, vemühnngen. eine Sicherung zu«reichen,.sind bisher fruchtlos gewesen. Die Grenze weit« nördllch ist beseht. * Notenwechsel. Bettln, 19. März.(MTV.) Die votschaskerkonse. renz hat dem Vorsitzenden d« deutschen Zriedensdelegatton in Paris am 18. März eine Pole übergeben, in d« angekündigi wird, die Botschafterkonferenz habe beschlossen, eine Untersuchung üb« die Talsachen anzuordnen, die in bezng aus die polnischen Machenschaften und den polnischen Terror in Ob«- schleslen«nenl seilen» d« deutschen Rrgiernng zur Sprache gebracht worden find. Die volschafterkons«enz erinn«e am Vorabend d« Abstimmung die deutsche Regierung daran, daß die Sorge für die Ansrechterhaltnng der Ordnung in Oberschlesien ans- schließlich d« Znteralliiertcn Sommnlssion ob- liege und daß eine Einmischung deutscher Behörden ebensowenig geduldet w«den könne wie ein« polnische Einmischung. Zu ein« Antworlnoke der deutschen Regierung werden von d« volschaflerkonferenz erwähnte Behauptung«, üb« angebliche heimliche militärische Vorbereitungen ans deutschem Bode» als kaksächllch unrlchllZ zurückgewiesen. Die Antwort schllehk mtt dem dringenden Wunsche d« deutschen Regierung, dah die Abstlm- mnng' in Oberschlesien In Ruhe und Ordnung ohne Eingriffe von anfzen od« Unruhen in Innern«folgen wöge. Abstimmungsergebnis am Montag. Pari». Ist. März.(ES.) Das französische Mlnlsterinm des Acußtten veröffentlicht eine offiziöse Rote, wonach 131 000 Deutsche, die in Oberschlesien geboren sind, zur Abstimmung dork eingetroffen find. Die Abstimmung von 1SOO Gemeinden wird am Montag bekannt sein. Sitzung öes preußisttzeaStaatsmülksterkoms Gegenüber Befürchtungen von einem Stocken d« preußischen Reg'ernngsma chine«fahren die„P. P. 3t.*, daß die Staat«- ministeria lsitzungen anch weiterhin staltfinden, und zwar ist die nächste auf M o n t a g. den 21. März, angesetzt. Anch d« prenhische Etat für da» kommend« Rechnungsjahr liegt bereit» s«Ug vor; e» fehlen nur noch die Unlerjchristen d« neue« Jinanzminist« und de» neuen Staat» luinlstctirnnz, fall» diese sich diesen Etat zu eigen wachen. Amtliches Wahlresultat tu Mecklenburg. Schwerin(Mecklenburg). Ist. März.(Eigen« vrahkberlcht de»»Vorwärts*.) Das endgültige amtliche Wahlresnltal ist solg,m- de« Sozialdemokraten 137971. Unabhängige 2635. Som- mnnlsien 15 328, Demokraten 14 127, vensschnattonale 73 442, Volks- partei 57 813, Vorsimud 19 452, Wirtschaftsparlel 9787, ungültig 2817 Stimmen. Wahlberechtigt waren 391 600. gewählt habe» 333372. Bei d« Wahl zum verfassunggebenden Land- tag 1919, wo es nur eine sozialdemokratische Liste gab, wurden für diese 144 907 Stimmen abgegeben. Segenüb« d« R eich» i a g» w a h l vom 0. Zuni 1920 hat unsere Partei rund 18 000 Stimmen gewonnen. Sommnnlsten und Unabhängige zusammen haben seil d« Reichstagswahl rund 20 600 Stimmen eingebüßt. Die Ventschnationalen gewannen gegenüber der letzten Landtagswahl zwar rund 2000, haben ab« gegenüb« d« Reichstagswahl 600 Stimmen verloren. Die Deutsche Voltsparlei hat den Demokralen 6000 Stimmen abgenommen. Kahr's Uuschulö. Der bayerische Ministerpräsident v. K a h r versucht die Aufmerksamkeit von der reichsschädlichen Haltung Bayerns in der Entwaffnungsfrage abzulenken, indem er die Verhältnis- mäßig unwichtige Frage, auf wessen Veranlassung die recht- zellige Veröffentlichung feines bekannten Schreibens an den Reichskanzler unterblieben ist, in den Vordergrund schiebt. Er läßt die Erklärung des Reichsministers des Innern, Koch. der Bayern hierfür verantwortlich machte, dementieren. In diesem Ablenkungsversuch heißt es: »3n dem an den bayerischen Gesandten(w Berlin) gerichteten Begleitschreiben zu der Note wurde mitgeteilt:»Ein« Deröffent- lichnng der Note in ihrem Wortlnnt ist oorlänflg nicht beabflchligl. Dagegen ließ sich nicht umgehen, bereits gestern abend die in der Note angenommene Haltung zur Beruhigung v« aufs höchste ge- stiegenen Erregung durch eine k u r z e M i t t e il u n g an die Presse bekanntzugeben.* Mündlich wurde d« Gesandte weiter beauftragt, dafür zu sorgen, daß in B«Nn die Jtote nicht veröfsenlllcht werde. ohne daß vorher mit dem Minister des Aeußern ins Benehmen ge- treten werde, um eine einseitige Deröffentlichung durch die Der- ltner Presse zu verhindern. Aus dieser Gegenerklärung geht klar hervor, daß K a h r die Veröffentlichung nicht wünschte. Die Reichsregierung willfahrte diesem Wunsch Als Dank für diese zarte Rücksicht- nähme quittiert Kahr jetzt mll einem Eselstritt. Das sollte denken geben._ tzochstarbeltszelt im Sergbau. B«Nn. 19. März.(WTD.) Vom Reichsarbeitsministerium wird uns mitgeteilt: Da» Reichskabinett hat heut« die sofortige Einbringung de« Gesetzentwurfes betr. die gesetzliche Höchstarbeitszeit im Bergbau unter Tage beschlossen. Hiermit wird die Rege- lung d« lleberschichten zu einer Frage lediglich der Produk- tion»> und Lohnhöhe und entfällt d« bei den D«gleuten zum Teil noch bestehend« Verdacht, daß die im Schiedsspruch für das Ruhrgebiet vorgeschlagene Beibehaltung von vorläufig vier Ueberschicht stunden zu ein« Wiedtteinführung de« reget» mäßigen Achtstundentage» in dem Bergbau unter Tage führen könnte. Dee erste Reichstag. Bon Alwin Rudolph. Pomphast wie die Kaiserkrönung und Gründung de» Deutschen Reiche» sollte auch die feierlich« Eröffnung des ersten Deutschen Reichstags am 21. März IS 71 über die dürstige Armseligkeit der Lösung politischer Fragen hinwegtäuschen. Die vielbesungene Einigkeit war mühsam genug zustand« gekommen, und nicht best« war et mit der gnädig bewilligten Lolksoertretung bestellt. In beiden Fällen haben die gewählten Vertreter de« Volkes eine recht unwürdige Rolle zu spielen gehabt. In Versailles wurden sie bis in den Schloßhof vorgelassen, wo sie warten und frieren durften. während im Spiegessaal da» glänzende Schaustück vor sich ging, zu dem nicht einmal ihre Deputation vorgelassen wurde. Bei der Er. öffnung de» Reichstag» hatten sie im Weißen Saal des Berlin« Schlosses als bloße Statisten das Boll zu markteten, und mußten sich schweigend die Thronred« anhören. Ganz karnevalisttsch muß e» nach einem Bericht d«»Bossischen Zeitung* damals zugegangen sein.»Lange, lange, vollgemessene dreiviertel Stunden blieb d« Saal öde und le«. Bon 12 H Uhr ab — laut Karte sollte die Zeremonie um 1 Uhr beginnen— schritten nur wenige goldbetreßte Hofchorgen sein schimmernde« Parkett ab. Einige Arbeiter... waren bi» kurze Zell vor dieser festgesetzten Stund« beschäftigt, auf den mit rotem Samt bedeckten Stufen unter dem bekannten purpurnen Thronhimmel an der Mitte der Langwand «inen Sessel aufzustellen, dessen uralt«tümlich sittsame Gestätt und Art denselben d« großen Mehrzahl der Anwesenden gewiß zum fragwürdigsten Rätsel gemacht hat. Dies« romantische schwere Stein- sissil in Würfelform, auf vier plumpen Bronzeknäufen ruhend, die keineswegs, wie wir behaupten hörten, Kanonenkugeln vorstellen sollten, mtt Rück- und Seitenlehnen von i jour gearbeiteten frühmittelalterlichen Bronze ornamertten, ein« phantastischen Kompo- sition, ist nichts anderes als der berühmte»Kaiserstuhl von Goslar*. auf welchem, nach der kunstgeschichtlichen und lokalen Domsage, die ritten deutschen Kaiser des sächsischen Hauses gesessen haben sollen.' Zu den eigentlichen Verhandlungen kam diese Dolksvertretung noch lang« nicht. Zurrst gatt e«, den Geburtstag de» Kaisers zu feiern, dann sich im Berlin« Rathaus« vorzustellen, weit« ein« Einladung des Kaisers zu einem Din« im Schlosse zu folgen, und endlich als Antwort auf die Thronrede dem Koisir eine Huldigungs- adresse zu überreichen. Und während die Berliner Bevölkerung am IS. März in vordem nie gesehen« Zahl zum Friedhof ihrer März. gefallenen im Fciedrichshain pllgerte. um da den wirklichen Kämpfern für Deutschland» Einigkeit und Freihett zu huldigen, scharwenzelten ihre Vertreter tagelang im Berlin« Schloß und dessen Umgebung. Die demokratische»Frankfurter Zeitung* stellte von d«. Thronrede fest, daß der Grundzug de» Bilde» das konservative Schwarz ist und das freikonsiroative Grau.„Wo die Thronrede sich zu den inneren Angelegenheiten Deutschlands wendet, bleibt jen« konservative Grundton und nimmt den Charakterzug d« Stagnation an.... W« den Gedanken an eine neu« Aera, an eine weitausschauende inn«« Entwicklung od« nur an einen um- fassenden Ausbau de» Gegebenen verrät kein« Silbe. Das Wort Freiheit kommt nicht vor in der ganzen Red«, auch die leiseste Hin- Weisung aus eine lib«ale Entwicklung fehlt. Wir haben nichts andere« erwartet, und die Mehrhett des loyalen deutschen Volte» hat im Grund« auch nichts anderes verdient.* Die kurz zuvor, am Z. März, stattgefunden«» Wahlen hatten ein geradezu klägliches Resultat gezeitigt. Auf sozialdemokrattsche Kandidaten entfielen nur 101927 Stimmen, das waren 3 Prozent all« abgegebenen Stimmen. Gewählt wurden nur zwei Sozialdemo- demokraten: Bebel und Schraps. Für die Wahl hatte sich Bismarck mit seinen Getreuen den für Tu günstigsten Zeitpunkt ausgesucht. Der Krieg war noch nicht beendet, und das He« stand noch im Felde und mtt ihm in Landwehr und Reserve zahlreiche Anhänger unserer Partei. Die besten Redner unser« Partei befanden sich in Haft. D« Parteiausschuß war in Ketten von Draunschweig nach Lätzen an d« russischen Grenze gebracht worden, ebenso befanden sich Bebel, Liebknecht und Hepner wegen Hochverrats in Unter- fuchungshaft. Die Wahlen hätten sie befreien sollen, ab« nur Bebel wurde gewählt, für den Schraps sofort einen Antrag auf Haft» entlassung einbrachte. Noch ehe dieser Antrag zur Verhandlung kam, erfolgte die Freilassung, und bald darauf wurde auch d« Braun- schweizer Ausschuß entlassen. lieber die Adresse dep Reichstags an den Kaiser sagte unser Parteiblatt von Crimmitschau:»Durch Gottes gnädige Fügung, so lautet der Anfang, der schon erkennen läßt, daß das Ganze nichts ist als ein« Umschreibung der kaisirlichen Thronrede, welche bekanntlich mtt ein« ähnlichen Formel eingelettet war. Und so ist es auch w d« Tat. Nur ist in der fast- und trostlosen Ansprache da» Wörtchen Freiheit, das in der Thronrede wohlweislich fehlte, zweimal«wähnt, und sind die Friedensversicherungen etwa» weiter ausgesponnen.* Und Genosse Bebel hat in sein« ersten Red«, die er im Deutschen Reichstage hielt,«klärt:»Der König von Preußen Hab«, als« Berlin»«ließ, oersichert, er wolle dafür sorgen, daß da« neue Deutschland auf dem Boden d« Freiheit aufgebaut w«de. An dieses Versprechen zu erinnern, habe sich d« Reichstag nicht v«anlaßt ge- stmden. im Gegenteil.« habe imm««klärt, es sei inopportun, die Freihett jetzt zu begehren. Und setzt halte es sogar die Fortschritt», partei für inopportun, die Grundrechte dem deutschen Bolle zu ge» währ«.* Das Bürgertum hatte sich bald fügen gelernt und überbot sich. in Demut zu ersterbeil. Bismarck verstand es. die Parteien gegen. einander auszuspielen, und wir lesen von ihm, daß bald nur noch ein Blick genügte, um ganze Fraktionen des ersten Deutschen Reichs- tags bei d« dritten Lesung eines Gesetzentwurfs umfallen zu lassen. Der Parlamentarismus war so nichts anderes als eine Maskerade, hinter der sich ein absolutistische» Junkerregiment versteckte. Der tollgeworöene Mar«. Gar manchem gill nach die Kanone Als all« Weisheit letzter Schluß, Und jed« Logik siech zum Hohn« Behauptet«: Der Bien. der mußt Mag Adam Riese auch beweisen: Die ganze Rechnung hat ein Loch!— D« Marschall Fach schlägt an sein Eisen: »Ich löse das Exempel dochl Wovor d« Erde Diplomaten Wie die berühmten Kühe steh», Da» schaffen Trlbuliersoldatea Mtt Leichtigkett tm Halsumdrehnl*---— Mich kümmert nicht des Marschalls Meinung, Weil ich sie doch nicht ändern kann. Nur regt mich die Begletterscheinung Zu allerlei Bedenken an; Daß nämlich man sust einem Irren Europa» Rettung anvertraut. D«, statt den Knoten zu entwirren. Ganz einfach mtt dem Säbel haut. __ Aster Stichel. Die Sedenkseiet fite»tanj Ditdrrich. die die Niedersächsilch« Musik- deremguvg-mi S-nnab-nd den SS. März, im Blüthnersaal veranstaltet. bringt eutzer der Ged-nlrede von Dr. S. Singer, den vier ernsten Ge. sangen von BrahmZ, Beethoven« C-Moll-Scnate für Klavier und Violine Worpswede von Fr. Diederich, komponiert von Paul Lcheinpslug. Karten be, Wertherm, Bote u. Bock, bei Harsch und in d« Buchhandlung Vorwärts. I« Deutsch«. Theater gastiert die russisch« Schauspielerin El-« P o le w i tz k a i a Mrllwoch in d«»Komeltcntame*.— Die nächste» *£.Pe5S°� aiabemMdjet Chor iJohn Petersen). Li. Mprz. f s �t.lm Hochschulsaal(Borausführung Palmsonntag, vorm. Mr) vnt dem Bluthner-Orchester Orgel und SoNsten, Vach» »MatthSuS-Passioi?.— Jerusalemskirch-. � März, ab«i>« s Uhr. c-si-iauffübrung des Eschke' chen gemischten Chore»(ehe- malM JerulalemSkirchenchor).- Petrikirche am Sptttelmarkt Mr.. 23. Marz, ab. 7M, PassionS-Konzerl der Berliner Barth'lcheu Madnaal» Bereinigung.- Kaiscr.Wilhelm�SedSchwlWttrch« Sarsieitag»MatthauS- passion von Schutz zum Besten der Sememd«.— Theater de» W e st e n« Sarsr-ltag abend Hahdn»Di« Schöpsung*. «nnstadend. Paula D« i n b a u m- wird am Dienstag. 82. März, im Beethovensaal Mamistriptlieder von Frank Wohlfahrt uad Lieder von Kowalski su Gehör bringen. Frank Wohlfahrt Nest ungedruckte eigen« Duhlunge». vnrtragSabeud«. Arthur Hvlitscher wiederholt sein« Vortrag»Drei pantomimische T ö n z e(Boston, Tango.' Step) m Musik von Herwarth Waiden vorführen. Rudolf vlümner trägt eppressionistilch« Dich- mngeu vor» Nr. 135» ZS. Jahrgang 1. Seilage öes vorwärts Sonntag, 20. März 102. Resse! unö Kump. gerufen. Er erklärt, er halte Rump nicht für einen Lügner, wenig- stens nicht in subjektiver Hinsicht, wohl aber müsse er ihn als geistig etwas abnorm bezeichnen, als Psychopathen.— Der Vorsitzende fragt den Zeugen, wie es komme, daß Dr. Sprenger in seinem Telegramm auf ihn Bezug nehme. Der Zeuge erklärt, daß Rechtsanwalt Sprenger ihm In der Fortsetzung der Verhandlung des Meineidsprozesses -gen Hauptmann v. Ke s s e l kommt es zu Icharsen Auseinander- etzungen zwischen dem Verteidiger und dem Zeugen Pfarrer Rump. Vors.: Wir kommen nunmehr zu den gegen die Glaub- Würdigkeit des Pfarrers Rump von der Verteidigung vorge- brachten Beweisanträgen. Herr Zeuge Rump, bevor Sie an die ÄÄtge-Geist-Kirche iri Berlin kamen, waren Sie als alleiniger Geistlicher in der Gemeinde Seehausen bei Bremen tätig.— Zeuge: Jawohl.— Vors.: Sie haben zu jener Zeit sich auch mit Artikeln für kirchliche Blätter beschäftigt. Im Anschluß an diese Preßartikel sind Sie auch in Prozesse verwickelt worden. Diese Vorgänge hatten zur Folge, daß m dem im Februar vor dem Kriegsgericht verhandelten Prozeß gegen den jetzigen Angeklagten am Schlüsse der Verhandlung folgendes Telegramm einging: „Zum Prozeß Kesiel fühle ich mich menschlich verpflichtet, dem ' Mllitärgericht folgendes mitzutellen: Der Zeuge Pastor Rump ist ein pathologischer Lügner und als Zeuge völlig un- glaubwürdig. Seine durchaus pathologische Persönlichkeit besitzt faszinierende Eigenschaften, so daß Rump gewisse Personen seinem Einfluß völlig unterwirst und sie suggestiv zu objektiv falschen Aus- sagen zu veranlasien vermag. Rump hat hierdurch bereits große Verwirrungen angerichtet, er hat sich seinerzeit als Pastor in Seehausen bei Bremen innerhalb und außerhalb Bremens völlig unmöglich gemacht. Ich nenne für meine Behauptungen als teugen Dr. med Meyer, Rumps langjährigen Hausarzt, Pastor t e u d e l, Pastor H o o p s, Lehrer Karsten. Dr. Meyer hat mich ermächtigt, sein Urteil über Rumps pathologische Eigenschaften ' dem Gericht zu übermitteln. gez. Rechtsanwalt Dr. Sr« n g e r." Vors.: Dieses Telegramm hat den Herrn Verteidiger veranlaßt, der Sache nachzugehen und die betreffenden Zeugen sollen nun hier vernommen werden.— Verteidiger: Bei den Akten be- findet sich auch eine amtliche Zluskunit der Kirchenbehörd«, in welcher es heißt, daß in der Gemeinde Seehausen früher Friede war und nach dem Weggange Rumps auch wieder Friede herrsche.— Zeuge Rump: Ich ersuche, aus den Akten festzustellen, daß die Kirchenbehörde gegen mich nichts unternommen hat.— Vors.: Aus den Akten ersehe ich. daß nirgends ein erfolgreiches Einschreiten gegen den Zeugen Rump erfolgt ist. Noch einen anderen merk- würdigen Vorfall möchte ich hier feststellen. Das Reichswehrgruppen- kommando Lüttwitz hat vor dem Marlvhprczeß die Akten über den Hauptbelastungszeugen eingefordert. Es ist das etwas ganz Außergewöhnliches. Nachdem nun einmal die Sache vor einem bürgerlichen Gericht steht, gebe ich meiner Verwunderung darüber Ausdruck. Es wird dann die Auskunft der Bremer Senatstommission über die Streiligkeileu des Pfarrers Rump mit seiner Gemeinde in Seehausen verlesen. Darin heißt es, daß nach dem Abgange Rumps in der Gemeinde wieder Friede eingekehrt sei. Schon wäh- rend seiner Amtstätigkeit sei die Behauptung erhoben worden, er sei ein pathologischer Lügner.— Vert.: Den Ausdruck des Rechtsanwalts Sprenger„pathologischer Lügner" machen wir uns nicht zu eigen, well er zu weit geht. Wir behaupten nur, der Pfarrer Rump sei so phantasiebegabt, daß er die Dinge durcheinanderwirft und sich etwas zurechtmacht.— Zeuge Rump: Ich bitte dann auch zur Charakterisierung des Absenders des Tele- gramms festzustellen, was für ein Mann Dr. Sprenger ist.— Vors.: Aus den Akten ersehe ich, daß der Vorstand der Anwalts- kammer gegen Dr. Sprenger disziplinarisch eingeschritten und eine Bestrafung erfolgt ist.— Vert.: Wenn wir diese Sache erörtern, dann wird Dr. Sprenger auch verlangen, sich dagegen rechtfertigen zu dürfen, wir kommen dann ins Uferlose. In der Nachmittagsverhandlunq wurden die aus Bremen ge- ladenen Zeugen vernommen. Der Zeuge Richter Bredenkamp- Bremen bekundet, daß er im Mai ISlü in einem Strafprozeß gegen 3 Studenten den Vorsitz geführt Hab«. Es handelte sich damals darum, daß ein Landjäger D ö r m a n n aus Seehausen nachts von den Angeklagten angefallen fein sollte. Estler der Angeklagten hatte dabei einen D o l ch st i ch erhalten. In der Nähe des Tatorts war ein Dolchmesier gefunden worden, das nach der Behauptung der Verteidigung dem Dörmann gehört habe. In dieser Sache wurde Pfarrer Rump als Zeuge über Dörmann vernommen und sollte be- künden, daß dieser ein roher und brutaler Mensch sei, und auch, daß er jenes Dolchmcsfer bei Dörmann gesehen hat. Der Pfarrer machte schon bei Beginn leiner Vernehmung einen etwas überspannten Ein- druck, denn als seine Personalien gab er an, er sei Licentiat, Dr. der Theologie, Pastor, Schriftsteller, Dichter, Kritiker und Philosoph. Als sich der Pastor in seiner Aus- sage m einen Widerspruch verwickelte und ihm die'er vorgehalten wurde, erwiderte Rump:„Ich bin doch Schriftsteller." Der Zeuge hat aus dieser Erklärung den Eindruck gewonnen, als wollte Rump damit andeuten, daß er als Schriftsteller über eine sehr leb- hafte Phantasie verfüge und Wahres und Unwahres nicht ausein- anderhalten könne. Der von dem Pfarrer Rump als Zeuge benannte Kaufmann Rudolf N o i t e n i u s bekundet, daß er Rump seit 20 Iahren kenne und ihn für einen wahrheitsliebenden Menschen halte. Es wird dann als Zeuge Dr. med. Meyer aus Bremen auf- gesagt habe, daß Pfarrer Rump vom Militärgericht vereidigt werden würde und daß er aus sicherer Quelle wisse, daß o. Kessel daraufhin zu Zuchthaus verurteilt werden würde. Es müsse verhindert werden, daß aus Grund der Aussage eines notorischen Lügners eine Verurteilung erfolge.— Dr. Alsberg: Ich habe einen Brief eines Pastors, der Pfarrer Rump des Plagiats in vielen Fällen beschuldigt.— Vors.: Pfarrer Rump ist doch von einer großen Berliner Kirchengemeinde zum Geistlichen gewählt worden, man pstegt sich doch vorher in der Gemeinde zu erkundigen. Er muß also dort doch auch anders beurteilt worden fein.— Zeuge Dr. Meyer: Die Bremer Amtskollegen paren froh, ihn los zu sein, so daß er in Berlin untertauche.— Pfarrer Rump: Der Zeug« Hot auf dos gröblichste seine ärztliche Schweigepflicht verletzt.— Vor s.: Nur wenn er Sie persönlich untersucht hätte.— Rump: Es ist unwahr, daß ich gerichtlich als Lügner hingestellt bin. Vors.: Das hat der Zeuge nicht gesagt.(Heiterkeit im Saal.)—» Rump: Ich beantrage die Vernehmung der Aerzte, die mir Zeug- nisse ausgestellt haben. So kann ich ja morgen gar nicht mehr auf die Kanzel treten.— Vors.: Ich muß persönlich aussprechen— und ich glaube, daß viele das teilen werden—, daß ich auf diese Aussage, ehrlich gesagt, nichts gebe. lGroße Bewegung.)— Dr. Alsberg(mit großer Schärfe): Es ist nicht zulässig, daß der Vorsitzende in dieser Weise gegen den Zeugen Stellung nimmt. Ich möcyte sehen, was dem Angeklagten vorgehalten würde, wenn ein derartiger Mann so gegen den Angeklagten auftreten würde. Dann würde es vom Richterstuhl heißen: Was sagen Sie dazu?— Vors.: Ich habe es mir Wort für Wort wohl überlegt und wiederhole: ich ebe auf die Aussage dieses Zeugen nichts.— Dr. l s b e r g(mit lauter Stimme): Es ist traurig genug, daß der Vorsitzende gegen den Angeklagten so Partei ergreist.(Andauernd« große Bewegung im Saal.) Pfarrer Rump verliest darauf zwei ärzllichs Atteste aus dem Jahre 1910. die feststellen, daß keine Zerrüttung seines Nerven» systems vorhanden fei. Zeuge Richter Bredenkamp tritt nochmals vor und gibt an, daß zwei angesehene positive Bremer Geistliche ihm erklärt hätten, daß es unter der dortigen Geistlichkeit bekannt sei, daß Pfarrer Rump die Unwahrheit sage.— Es werden dann eine Reihe von der Staatsanwaltschaft auf Vorschlag von Pfarrer Rump geladene !Leumundszeugen für diesen vernommen. Auch Landwirt S e b a d e aus Scehausen, R o d e w a l d, Ingenieur Haß aus ! Homburg und Fabritdirektor W u t t i g aus Bayreuth, persönlich« Bekannte und Freunde des Pfarrers Rump, stellen diesem ein ! günstiges Leumundszeugnis aus. Der Borsitzend« möckte diesen Teil j der Beweiserhebung abkürzen. Zeuge Pfarrer Rump erklärt i jedoch, er könne unter keinen Umständen auf diese Zeugen verzichten. t>c3chcn 5fe mit unserer0 mii Buttergeschrnaehy Z0 Palm in Pfd. tZ.' Oberlandesgerichtsrat BUfttrÖ wchgemäne Rechtsberarung. Adroiitluna Ichwicrlgstei sSN». Elie. BNmenten. Verlrauenssachsn. Ermittelungen. »otsdiincr Str. IIS. Liinow 2494. Nirckior Fabisch.' Ein passendes Ostergeschenk ~BERLINn VOLLBIER: PILSATOR BÖHMISCH O U N K E L in FI»sch-n, Kannen, Syphon», liberal! eihlhlich. BÖHMISCHES BRAUHAUS Keimarbeit, <«ol4lgrnbe. SBft vergeben Filialen an allen Plätzen: viele Danklchr. Sichere, reelle Existenz, Rück- pvrlv erdeten. 1000— Netrieb?- kapital erlarderlich. iy g „NorillwiKler, Fleasbafj!». Perlen uweleif Sthr gr»M—> SateHugtr Margraf i co. 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Besonders all die Alislagen, die zur Mode, zur Kou- fektion in engerer Beziehungen stehen, sind zum Teil in der heute üblichen provozierenden lleppigkeit hergerichtet. G-s ist recht unterhaltsam, durch die Straßen zu gehen und die neue Moderichtung mit oll ihren Auswüchsen zu besichtigen. Man glaubt, die siebziger Jahre seien wiedergekehrt, oll der„Qälanz", oll das Protzentunr, der Luxus eines neuen Reichtums ist wieder auf- getaucht, genau wie vor M Iahren, als die drei Kriege gewonnen wurden. Der neue Reichtum bringt eine neue Mode hervor, der neue Reichtum schwelgt in grellen Farben, in blendender Seide, in 'Zstbcrrem Samt und wirkungsvollen Stickereien. In den Schau- fenstern steht man sie, die reich bestickten Kleider. Mäntel. Hüte. Sonnenschirme. Blusen und Kostüme, viele Kleider schimmern in metallischer Stickerei wie die Galauniformen einstiger Fürstlichkeiten. Die Mordefarben sind merkwürdig leuchtend, an ein Mildern dieser starken Farben ist nicht zu denken. Das kräftige Rostrot steht neben einem kalkigen Grün: sahlblau und schwefelgelb, veilchenblau und andere ungebrochene Töne sind hochmodern. Straußenfedern, in seltenen Exemplaren, schwarz, weiß und eingefärbt, werden als Fächer getragen, Spitzen kommen wieder auf. An den modernen Sonnenschirmen steht man sehr originelle Griffe: Tierköpfe, am liebsten Hundeköpfe, werden vielfach gezeigt. Die neuen Damen- schuhe haben schmal auslaufende Spitzen: sie werden sich wohl in dieser Form schwer einbürgern. Ganz besonders reichhaltig ist die Hutmode vertreten. Die großen und kleinen Geschäfte bringen aller- lei Formen. Der Hutputz ist bunt und auffallend: Trauben, Beeren, Blumen, Blätter kommen auf. Auch hier findet man Anklang an die Mode der siebziger Jahre. Die Schaufenster zeigen sehr gute Mod«llfiguren. Eins der größten Konfektionshäuser in der Leipziger Straße hat einen be- kannten Bildhauer mit der Ausführung ihrer Schaufensterfiguren betraut: es sind Figuren der neuesten Richtung, expressionistische Köpfe, eigenartige Gesichter.... Kurz, es ist alles vereint, um den Gegensatz zu den dürftig Bekleideten der Straße so kraß wie irgend möglich hervortreten zu lassen. Den Modeindustriellen aber wäre dringend zu raten, bei der unzweifelhaft geschickten Regie ihrer Deranstaltungen nach außen hin auch die inneren Berhältnisie des Landes zu berücksichtigen, aus dem sie ihre Kapitalien ziehen. dle neue Verkehrspolizei. Die Berkehrsabidlung der Berliner Schutzpolizei hat jetzt die Regelung des Verkehrs übernommen. Drei Hundertschaften sind Ungerichtet worden, die nicht kaserniert sind, sondern von ihrer Wohnung aus ihre Posten beziehen. /Es sind zum größten Teil Beamte der früheren blauen Polizei, an die hohe Anforderungen gestellt werden. S e sollen die Straßen Berlins kennen und auch über die öffenttichsn Gebäude Bescheid wissen, über gute Unrgangsformcn vei fügen(über deren Mangel früher-viel geklagt wurde), Heiser und Schützer des Publikums sein. "voraus haben die.Beamten. der.L!erkehr-abtei!ung- uicht olles zu achten! Daß die Straßenbahnen in den verkehrsreichen Straßen langsam fahren, die Rodfahrer an gefährlichen Straßenkreuzungen 1 möglichst absteigen, daß der Straßenhandet die mit Rücksicht auf den Verkehr gezogenen Grenzen nicht überschreitet. So sind einige Straßen für diesen Handel gänzlich verboten, und in den Reben- strasjen sollen sich die Händ'er 10 Meter von der Baufluchtlinie der verbotenen Straße aushalten. Ob ein Pferd fällt oder ein Hund überfahren wird, immer loll der Beamte raten und helfen. Nicht derjenige Polizeibeanne sst der best«,, der viele Bnzeioen macht, sondern derjenige, de- sich durch sein Verhalten als Schützer des Publikul/lL erweist. Eine bc'ondere Aufaabe ist die Verkehrs- regelung auf dem Potsdamer Platz, die viel schwier ger ist als die so oft als Beispiel issngestellre in der Londoner Ciiy. Dort oerkeh'en keine Straßenbabnen, die auf dem Potsdamer Platz eine qroße Gefahrenquelle darstellen und es auch unmögi'ch erschsi- neu lassen, den Verkebr z. B. durch allgemein erkenntliche Signale automatisch zu regeln. Ein Berkchrokommando— 1 Oberwachtmeister j und 12 Mann— haben darüber zu wachen, daß alle Wagen auf' dem Potsdamer Platz kreisförmig fahren und Kreuzungen ver- mieden werden. Diese theoretisch ziemlich einsach«, jedoch gut durch- dachte Verkehrsregelung ist für die Beamten bei der Ausübung keine leichte Auigabe. Im Jahre 1907 sind z. D. ungefähr 60 Beamte ausgewechselt worden, ehe es gelang, die für diesen Zweck geeigneten zu finden. Die Verkehrsverhälwisie sind stets das Sorgenkind der Oeffent- lichkeit gewesen und werden es bei ihrer Vielgestaltigkeit wohl auch bleiben Es tonnen jedoch bei einigem guten Willen auf allen Seiten manch« Reibungen vermieden werden. 5.P.D. Allgemeine Funktionär- Versammlung am vienskag. den 22. März, abends 6 Uhr im Lehrer- verewshaus. Alexanderstc. 41. Tagesordnung: 1. Wohnungsnot und Mietssteuer. Referent: Hermann Silber- schmidt, M. d. R. 2. Stellungnahme zum Berliner Mieterverband. Referent: Max Gronefeld. Funktionäre, die länger als zwei Monate mit ihren Beiträgen im Rückstände sind und nicht die neue rosaiarbene Ausweiskarte vorzeigen können, haben keinen Zutritt, w Der Bezirksvorstand. die Vahle« zum Staatsrat. von der gestrigen Tagung des provinziallandkages. Der brandenburgische Provinziallvndwg nahm gestern die Wahlen zum Staatsrat vor. Die drei sozialistischen Parteien hatten sich mit den Demokraten auf einen Wahloorschlag geeinigt und erhielten drei Sitze(Hänchen- Guben S.P.D., S o i l e r- Lucken- wolde S.P.D., La® r a mg e- Rowawes U.S.P.), während die bürgerliche Fraktion nur zwei Sitze bekam. Die Zahl der Mitglieder des Provinzialausschusses wurde von S auf 13 erhöht. Vom Vorschlag der Sozialisten und Demokraten wurden 7, von dem der bürgerlichen Fraktionen 6 Kandidaten ge- wählt. Dem Ausschuß gehören von den Linksparteien an: Hugo Zander S.P.D., Kersten-Kalau U.S.P., Mauritz-Rowaw«? K.P.D, Trautmann-Frankfurt a. d. O. Dem., Ausländer-Brandenburg, Wilhelm Koene-Spremberg. Die Stellvertreter werden Im gleichen Verhältnis gewählt. Der Provinziallandtag beschloß, für die vom Hochwafler im Sommer 1920 Geschädigten im Oder- und Warte- bruch erhöhte Beihilfen zu gewähren. Der Fehlbetrag des Rechnungsjahres 1920 von 22, S Millionen Mark soll durch eine nachträgliche Erhöhung der Provinzial» st euer von 31,74 auf 83 Proz. gedeckt werden. Don der Stadtgemeinde Berlin soll für die ausgeschiedenen Vorortkreise 76 51300 Mark als Sonderzuschlag gefordert werden. Darauf vertagte sich der Provinziallandtag zur Beratung des Hausholtplans auf Dienstag, den 26. April. Paulsens Kampf. Der Oberfiadtfchulrat Wilhelm P a u l f e n Hot an die Berliner Oberlehrerfchast mit Bezug auf das vertrauliche auch von uns kriti- sierte Schreiben des Groß- Berlin er Philologenver- b a n d e s, den Aufruf zur Mitarbeit und Berstän- d i g u n g an den Schulen zu unterdrücken und die Einmischung in innere Angelegenheiten abzulehnen, folgende Mitteilung erlassen: .Diese Kundgebung geht von völlig irrigen Voraus- fetzungen aus. Der Aufruf stellt nach Form und Inhalt keinen Eingriff in das Schulleben dar, sondern ist lediglich eine Aussorde- rung zu einer gemeinschaftlichen Erörterung der großen Schul- und Erziehungsprobleme, die unsere Zeit bewegen. Er spricht dies aus- drücklich und mit voller Absicbt aus. Zum anderen ist es selbfwer- ständlich, daß unser Schulwesen der staatlichen Aufsicht unterstellt ist, daß damit aber keineswegs der unterhaltenden Patronatsherrin, der Stadt, das maralische Recht abgesprochen werden kann, von dem inneren Schulleben Kenntnis zu nehmen und in Ueberrinstimmimn mit den staatlichen Organen aus seine Gestaltung einzuwirken. Die Dienstanweisung für die Direktoren und Lehrer läßt darüber keinen Zweifel. Wenn der Philologenoerband dem Patronat dies natür-- liche R�cht verweigert, bricht er mit der Stadt und gc- fährdet das Schul- und Bildungswerk, an dem mitzuarbeiten er be- rufen ist. Die ihm soczenden Mitglieder verleugnen außerdem ihren pädagogischen und wissenschaftlichen Beruf, wenn sie sich ab- sichtlich der Einwirkung einer neuen Gedankenwelt verschließen. Es erscheint ausgeschlossen, daß die Stadt Berlin an Lehrern, die die Stetigkeit ihrer geistigen und kulturellen Entwicklung aus dem Schulgebiet verletzen, irgendein inneres Interesse haben kann. Sie wird dem engen und irr-geleNeter, Standesintercss« einer Beamten- gruppe ihren ganzen Einfluß entgegensetzen. Diese Feststellung dürste genügen, um den ernsten, blwußteren Teil der Berliner Ober- lehrcrschaft von einem Schritt zurückzuhalten, der für das Schul- wesen Minferer Stadt verhängnisvoll werden kann. Ich vertraue dem hohen Amt. dem wir alle in höchster Verantwortung dienen. und bringe noch einmal zum Ausdruck, daß alle Beratungen und Erörterungen unter den freie st en wissenschaftlichen Voraussetzungen erfolgen,«ine Vergewaltigung jeder ehrlichen Ueberzeugung also ausgeschlossen ist.' Das MorögestäuSnis. Der wegen des Raubmordes an der Frau des Kraft- droschkenbesitzers Meinhardt aus der Malpaquekstraße 12 ver- hastete 18 Jahr« alte Arbeiter Max Kappe hat, nachdem er gestern den ganzen Tag über immer wieder beteuert hatte, daß sein Ge- ständnis der Wahrheit entspreche, abends doch endlich zugeben müssen, daß der große Unbekannte, auf den er die ganze Schuld abzuschieben versucht«, in Wirtlichkeit gar nicht existiert, er vieimehr das Verbrechen allein ohne Spießgesellen ausgeführt hat. die KUafthfabrik. Aufdeckung zweier Gehelmbreuuereieo. Räch vielen Bemühungen ist es der Berliner Kriminalpolizei in der vergangenen Nacht gelungen, wiederum zwei große Geheim- brennereien in der Cadin er und Marsilius-Straß« aus» zuHeben. Nachdem Krimlnalwachtmeister Röthke einen schwunghaften Handel mit Sprit und Schnaps beobachtet hatte, dessen Spuren schließlich zur Entdeckung der beiden Brennereien führte, drang gestern nacht überraschend eine Spezialpatrouille der Kriminal- Polizei in die Wohnräume des Kaufmanns Minia, Cadiner Straße 17, ein. Sie fand dort eine Geheimbrennerei mit allen technischen Einrichtungen in vollem Betriebe in einem Lagerraum und in einem Keller vor. Seit Ansang Januar sind in der Brennerei über 3000 Liter Rohsprit aus Rübenschnitzeln gebrannt wor» J den, die als Futtermittel von Fouragehändlern bezogen sind. Zwei I ganze Fässer Rohsprit konnten beschlagnahmt werden. Hierauf be- gaben s�y die Beamten nach der Marsiliusstr. 5, wo sie in den Räumen des Großhändlers und Destillateurs Kleinot au» der Blankenfelstraße 8 eine zweite Brennerei, die mit der ersten in Berbindung stand, gleichfalls aushoben. Dort wurde der ge» brannte Sprit in großen Ouaictitäten zu Allasch ver» arbeitet. Als Hauptabnehmer kommt der Kaufmann Hans Bor, mann aus Schöneberg in Frage. Anderen Absatz fanden die Brennereien in einer Villa in Zehlendorf in der Karlstraße, der«. Inhaber noch nicht ermittelt ist. Als Eigentümer der Brennereien werden von den Ver Haft et cfj zwei ehemalige rumänische Z i vi lg ef a n g en e, die inzwischen auch verhaftet wurden, bezeichnet, mit den Namen David und Schwarz. Einführung neuer Bezirksämter. In Tempelhof erfolgte am Freitag die Einführung der Bezirks- amtsmitglicder. Oberbürgermeister Böß betonte in seiner Ansprache, daß es ihm zur Freude gereiche, die Einführung des ersten Bezirksamts vornehmen zu können, weil ja dadurch erst das Gesetz von Groß-Berlin wirtlich in Kraft trete� Es werde sein Bestreben sein, nach Möglichkeit den Wünschen der Bezirke gerecht zu werden, daß die Gcsamtgemeinde dadurch keinen Schaden erleide. Genosse Groß dankte dem Oberbürgermeister und führte dann die neu- gewählten Mitglieder des Bezirksamts ein. Die noch nicht auf die Verfassung vereidigten Stadträte K ü t e r(U.S.P.) und I r r g a n g (Kam.) leisteten den Eid auf die R e i ch s v e r f a s s u n g besonders. Hierauf erstattete die Kommission Bericht über die Errichtung eines Kaufmanns- und Gewerbegerichts für den 13. Bezirk. Die 2tj Skine Menschenkind. II. M ü t t e r ch e n.' .von Martin Andersen Rerö. Lars Peter kam nach Hause, er hatte eine Wanderung hinter sich. Er hängte den Stock hinter der Küchentür auf und, wahrend er sich daran, machte, die Stiefel auszuziehen, fragte er:„Ra. wie geht es mit dem Auge?' .,O. jetzt geht es viel besser. Und was hat der Lehrer gesagt?' -Th ,�Ia. was hat er gesagt? Er fand es gut und richtig von dir, deine Geschwister zu verteidigen. Aber er war ja nicht gerade begierig danach, mit in die Geschichte verwickelt zu werden. Was übrigens auch gar Nicht so wunderbar ist.' „Wcerum nicht? Cr weiß ja, wie das Ganze zugegangen ssl— und er ist doch ein aufrichtiger Mensch!' „Hm— ja. siehst du— aufrichtig! Wenn es sich um den Sohn eines wohlhabenden Hofbesitzers handelt, dann— Er ist gewiß ein tüchtiger Mensch, aber er muß leben. Er ist besorgt um die Abgaben, die er bekommt, darum will er's nicht mit den Bauern verderben, siehst du, und die hängen ja zusammen wie die Kletten. Er riet mir, die Sache aus sich beruhen zu lassen— zumal da wir die Gegend verlassen wollen: es komme nur neuer Schade und neue Hetzerei dabei heraus, meinte er. Und das kann schon richtig sein! Auf der Auktion können die Leute uns ja dadurch schikanieren, daß sie untereinander verabreden, nicht höher zu bieten oder sich ganz kernzubalten.' � „Du bist also nicht zum Dorfschulzen gegangen und halt es angezeigt?' „Doch, das Hab' ich getan. Aber er meinte auch, es sei nichts an der Sache zu ändern.— Der Lebrer sagte übrigens. ich brauchte euch für den Rest der Zeit bis zu unserem Um- zug nicht in die Schule zu schicken— er übernehme die Ver- antwortung. Ein anständiger Kerl ist er doch, wenn er auch um sein bißchen Einkommen besorgt ist.' Stine war nicht zufrieden. Sic gönnte dem großen Burschen einen gehörigen Denkzettel dafür, daß er zuerst Christian überfallen und sie dann mit seinem Holzschuh ins Auge getreten hatte, als sie den Bruder beschützte. Und in ihrem Kindergemüt war sie überzeugt davon gewesen, daß sie diesmal Genugtuung bekommen würden— denn die Obrigkeit machte doch keinen Unterschied zwischen den Leuten! „Wäre ich nun die Tochter eines Hofbesitzers und er im Elsternnest zu Hause gewesen, was �ann?" fragte sie heiser „Ja, dann hätte er eine tüchtige Tracht Prügel vom Dorfschulzen gekriegt— wenn nichts Schlimmeres!' sagte der Bater.„Aber so ist es nun einmal; darein müssen wir kleinen Leute uns finden. Und wir müssen uns freuen, wenn wir nicht zugleich Prügel und Strafe bekommen!' „Wenn du den Jungen triffst, gibst du ihm dann Prügel?' fragte sie kurz darauf. „Ich hätte mehr Lust, seinen Vater zu versohlen— aber es ist sicher das Beste, sich von allem fernzuhalten. Wir sind die Kleinen, du!' Christian war in der Küchentür zum Vorschein ge- kommen.„Wenn ich größer werde, schleiche ich in der Nacht hin und zünde seinen Hof an," sagte er. Aus seinen Augen schössen kleine Flammen. „Was sagst du da. Junge— willst du, daß wir alle ins Zuchthaus kommen?' rief Lars Peter entsetzt. „Ach, das geschah' ihnen ganz recht,' sagte Stine und begann, mit den Schüsseln zu wirtschaften. Sic war sehr un- zufrieden mit dem Ausgang der Sache. „Wann wirst du die Auktion bei der Behörde bestellen?' fragte sie streng. „Das besorgt der Dorfschulze,' erwiderte Lars Peter eifrig—„er hat es mir selber angeboten. Er war übrigens sehr freundlich!" Lars Peter wax dankbar dafür; er liebte es nicht, die wirkliche amtliche Stelle aufzusuchen. »Ja er freut sich darüber, daß wir von hier wegziehen,' sagte Stine unbarmherzig—„das tun sie alle. In der Schule gehn die Kinder im Kreise und singen das Lied von der Elster � und der Eule! Und die Esster und ihre Brut stiehlt dem . Bauer seine Kücken,«ber der Bauer nimmt seine lange i Stange und reißt das Elsternncst herunter. Glaubst du viel- leicht, ich wüßte nicht sehr gut, was sie denken." Lars Peter schwieg und ging au seine Arbeit. Auch er war jetzt schlechter Laune. Als sie aber am Abend um die Lampe saßen und die Zu- kunst besprachen, war all das Böse und Aergerliche wieder vergessen. Lars Peter hatte sich nach einer Stelle umgesehen. wo er sich niederkauern konnte, und hatte sich schließlich für das Fischerdorf entschieden, wo er in alten Zeiten Heringe aufzukaufen pflegte. Da drüben konnten die Leute ihn gut leiden, und häufig genug hatte man ihn aufgefordert, sich dort anzusiedeln.„Und dann ist da ein sehr netter Mann, der Krugwirt, der viel zu sagen hat. Er hat ein häßliches Aus- sehn, solange man ihn nicht kennt, aber er hat ein gutes Herz. Er hat versprochen, mir ein paär Stuben zu verschaffen, bis wir selber bauen können— und er will mir behilflich sein, in eine Bootsbesatzung hineinzukommen. Den Erlös von hier müssen wir dann zum Bauen verwenden." „Ist da» der, von dem du erzählt hast, er sähe aus wie ein Zwerg?" fragte Stine voll Interesse. .La, er gleicht einem Riefen und einem Zwerg, er ist beides zugleich-- wenn man so sagen darf. Das eine Wesen könnte sein Bater und das andere seine Mutter sein. Einen Buckel hat er vorn und hinten und er hat ein Gesicht, so groß wie das einer Kuh. Aber dafür kann er ja nichts, und im übrigen ist er ein ganzer Kerl. Er hält da drüben feine Hand über das Ganze." „Also ein richtiger Troll!" sagte sie schaudernd. Lars P�eter wollte Fischer werden. Er hatte sein galljes Leben lang' mit Fischern zu tun gehabt, aber nie selber das Handwerk betrieben; es kribbelte ihm geradezu in den Fin- gern vor Verlangen, auch das einmal ,zu versuchen. Stin« hatte nichts dagegen. Dann kam man wieder ans Meer hinab. dessen sie sich aus ihrer Kindheit bei Großchen dunkel entsonn. Und man räumte einmal gründlich mit allem auf; vielleicht aelang es, den Schindernamen und das böse Schicksal abzu- schütteln. Run mußte man sich schlussig darüber werden, was man mitnehmen wollte. Jetzt, wo es soweit war, fiel es doch schwer. sich von den Dingen zu trennen: als sie sich klar darüber geworden waren, was vorhanden war, und auf Christians Tafel aufgeschrieben hatten, was verkauft werden sollte, da war das nicht viel. Am liebsten wollten beide alles mitnehmen. „Wir müssen es noch einmal durchgehn— und mit rauher Hand alles Entbehrliche abstoßen," sagte Lars Peter.„Wir können unmöglich den ganzen Plunder nach dem Dorf schaffen. Geld brauchen wir auch— und nicht zu knapp." (Forts, folgt-ji Versammlung nahm folgenden Antrag an:»Nachdem ein soforftger Anschluß den Gemeinden Mariendors. Marienselde und Lichtenrade an das Teinpethvfer Kaufmanns» und Gewerbegericht nicht erreichbar ist. tritt die Kommission im Interesse der Einheitsgemeinde für eine Zentralisation des Kaufmanns- und Gewerbegerichts ein. Für den Fall, daß die Errichtung von Bezirksgei ichten gevlant sein"sollte,-spricht sich die Kommission gegen den Zusainmenschluß von Bezirken aus, insbesondere für den Fall, daß ein Anschluß des 13. Bezirks an Neu» kölln ins Auge gefaßt ist. Tempe'.hof hat eine große Industrie, so daß dann nur die Errichtung eines eigenen Gerichts für den Bezirk 13 in Frage kommen kann. Der Magistrat ist zu ersuchen, die ganze Angelegenheit zu beschleunigen." Ein Dringlichkeitsantrog des Lehreroereins über die Mißstande in der Volksschule in Lichtenrade wünscht sofortige Abhilfe. Eine Kommission soll diese Mißstände prüfen. Sie soll erweitert werden durch Hinzuziehung des Eltern- beirats, der Schuldeputation, des Lehrer» und Philologenoereins. Im Ei! des Paakower Rathaufe» wurde tter die Einführung des Bezirks- Amt vollzogen. Im Anschluß hieran fter Kubig die übrigen Mitglieder des durch den Bürgermeister Ritter bürgermeisters Kubig in fein führte dann Bezirksbürgermeister Kubig die übrigen Mitglieder Bezirksamts 19 in ihre Aemter ein. Es sind dies der stellvertretende Bezirksbürgermeister Dr. Stein, die besoldeten Stadträte Burg- Hardt, Otto Schmidt, Gütig, Kröpel und Menz, sowie die unbesoldeten Stadträte Düring, Fenten, Hing« und Friese. Explosion eine» Patronenlager». Die Berliner Feuerwehr hatte gestern mehrere gefährliche Brände zu löschen, darunter einen in der K a l k s ch e u n e n st r a ß«, der infolge der Explosion eines Patronenlagers entstanden war, wobei mehrere Personen Verletzungen und Brandwunde» erlitten. Samariter der Wehr nahmen sich der Verletzten an. Der Brand war angeblich beim Sartieren von Patrone» ausgekommen und hatte sofort Säcke und Kisten usw. erfaßt: nur durch eilige Flucht hatten sich Arbeiter und Arbeiterinnen in Sicherheit bringen können. Als die Feuer- wehr erschien, war die Lage schon kritisch. Eine Wand war total eingedrückt und es bestond die Gefahr weiterer Explosionen. Durch kräftiges Borgehen und sofortiges Löschen gelang es, eine weitere Ztusdehnung zu verhüten. Der Mekerstreik, den die fetzige Leitung des Berliner Mieterverbandes zum 1. April zustand« bringen will, wurde in ewer von der Interessengemeinschaft der Mieter Groß»Berlins einberufenen öffentlichm Mietern«?- sa mm l u n g im Börsenfaal des Viehhofs erörtert. Ein uns zuge- gangener Bericht meldet, daß es in der Versammlung zu stürmt- schen Auftritten kam. Die Interessen gemeinfchast steht in einem Gegensatz zu dem Verband, der jetzt von Kommunisten beherrscht wird, und erhält Zustrom von Mietern, die dem Verband enttäuscht den Rücken kehren. Kommunistische Mitglieder des Verbandes, die in der Versammlung erschienen, lärmten während des Referats und in der Diskussion. Der Referent Iablokosf. erster Vorsitzender der Interessengemeüschaft, erklärte«s für unmöglich, j e � Luftstnck tum Max Dreher. ElntrlttSkarte» a 8,30 M. emschliehNch Garde- rode und Theaterzettel, sind noch bei den Kontrolleur«» am Eingang des «-»-er..... r.. t___ 0. 1. JV__ r_____ vT> f~ �*•»» O 1TV*— i tat SttchwaK der den. das nicht im innt nachmittags 2 Uhr. eine Konferenz Theaters zu haben. Die Verlosung der Plätze beginnt nai, — Am Sonntag, den 17. April, nachmittags 4 Uhr, findet der Bildungsausschüsse statt. Tos Lokal wird noch näher b-kaiinlgeaeben. Nach Erledigung der Tagesordnung findet eine VorsteUimg des Mario- netten-Tbeatcrs des BezirlsbUdungsausschusies statt. Zur Aufführung kommen 1.„Ter Prinz von Oranien", heileres Trauerspiel in Z-Auszügen. 2.„Dr. Faust" eine lustige Tragödie in 3 Akten. Wir bitte« die Kreis- bildungsausschüsie, die Konserenz vollzälilig zu beschicken. Damit alle Mit- ..fl..V. Sk„ u,.7 r7 �.1.».„1 � f wov» fii f+rt» s jähr, die bis zmn 17. April ausgefüllt sein müssen, werden gleich nach Ostern versandt. Der heutigen Gesamtauflage liegt em« Beilage der Per- liner Gewerkschaftskommissiou bei. Dieselbe betrifft die von der Wcrrenversorgungsstelle des Allgemeinen Deutschen Ge- werkschaftsbundes auch jür Berliu und Umgegend neu»ingerichtete Verteilungsstelle._ Zilmschau. Oswald- v itterrock" nach dem Adolf ichtspiele heraus und führen im Film so modern gewordene Zeitalter Ludwii Iis Folge v Wieder von Bildern am gab« von Klatsch und c Ludwigs X französischen, Intrige lsangad en Rrmual brachten die Zuschauer in das jetzt XV. Das Schauspiel "'chen und eng» zusammen» «en Berwaltnng«w«wette««ayNokak dorsesehe» '' ist. Wir erluchen daher«eo Mlt..«Iatt- zu nehmen,»atz am Zt. unv Zd. Niärz auch im Lotal von Knesebockitratze Ecke Hermannstr. c-e>vählt wird. Wablleitcr Dorn. Deutsch« Hol»arbeit«verban», Verwaltung Berlin. e.P.T-Hol�arbei« r aurr Branchen. MaMag, 21. März, abends l-t Uhr (glel;-) nach Feierabend) wi GewerlichastShaus. � � �-.. Zcnttalmrban» der echnhnmchcr. Montag, 6)4 Uhr. Bramfienbetfautm- lunq der LaUschuSmach-r bei Bocker, Weberslr. 17. lvrancheritwrsammluna der Echäfiemach«, Lorrich!« und Stepperinnen Köpenick« Str. IZIa, 6% Uhr. Deutscher Wertmeifter-Verbaud' Die Bruniicnbau-Werlmcist« w«dea n« nintni« rl.'mann Raaii., ist d« Kolleg« vrroand der uiarruer nno niarrnrrr�arocierr. ko-noo- Handclsgärtncr... woch, den 2Z März 1921, adenos m Uhr. m Häver landS Fcstsälen.«erlin u, Neue Friedrichstr. 35. Gruvvciidersammluug.. Verband der Lithogra»hc«, Sleindruckrr und vrrwondrrr Vcrnie. Ulla«- mein« Mitgliederveriauuntung Diensiag, GewerkichafiAbaus, �ngeluwr 1». Tagesordnung: 1. Geschästliches. 2. Vorirag deS Kolleg«! Hermami.LMI» übet neuen soKialpolitischen Gesetze", 3. Knssenoericht. 4. LeeschiLiM-s. * Freie stenngraphis«- Vrreinignng Stalie-Schreh". Fm: den B�zlri Ostciu Gemeindeschule Stratzmannstr. 6. Limm« 2. findet d« Fr-itagStiSungsahe-id des Karsreilags wegen dies- Woche auSnahmswei'- am Dien-tag den 22. März. 's? Uhr. statt.— WIctrrbnnd ViHin.SiegtiP«..■potfUtohlOtate 1, am Mittwoch, den 2Z. 52�rz. S Ubr. R-stmirant Hohcn�Ilern. Mittelswatze» kam Bahnhof). Meterratsschule. zu der alle St-glch« Mieter freien Smlri» daliin— Freunde der Erlcnntnis! Monlag, den 2t. März. llln.'■ Falk-Svmnchwm. Lädowstr. 64c. Tr. ftunifc: Elemente der M0thowg.e sin. tritt frei!— Ter Verein d« Nnhaltwer zu Verlia f-iert lein dl-siäbrrg« Stiftungsfest(im Donnerstag, den 24. März, aöevds s Uhr, iu den Albauur» i Sälen, Wallnerthealerftr. 15. EintriU 3 Ml. russisch« n, ohne nur eine lose ischen Hofe, eine bangende Handlung und ohne erklärend« Inhaltsangabe kaum verständlich. Das Publikum verließ zum Teil auch schon vor Schluß das Theater. Di« Rolle des Exzellenz Unterrock wurde mit viel Anmut von Mario« Regler gegeben. Am stärkste» war Albert Steinrück in der icharf»mrisienen Figur des Beaumarchais. Bon de» übrigen Darstellern seien noch I. Fehling, Emdo Herzfeld, Paul Günther, Adele Sandrvck und Anne- mari« Lorse genannt. Di« sehr schöne Ailsstmiimg von Ludwig Kawer wurde Kider durch keine gute Photographie unterstützt. «Der Kaiser der Sahara", der zweite Teil des Film»„Der Mann ohne Nomen", gelangte im Q. T. Kurfürstendamm zur llr- mlfsührung. Er bringt die recht ergötzliche und belustigende iirng der Hetzjagd zwischen dem angeblichen Millionen- ~'«tid dem Detektiv Bodbv Dodd. Auch der zweite died Peter Boß WWW stoß« WMW�W Teil erweist sich als wohlgelungener UnterhaltunaSfilm, der die Platt- "lick'm Deicktivfilme vermeidet und dabei doch :S bi«'"......."' eiten der üblichen Detektivfilme vermeidet und dabei doch das Interesse es Zuschauers bis zum letzten Augenblick wachhält. Umrahmt wird das flotte Spiel Harry Liebtke«(Peter Boß) und Georg Alexanders(Pobby Dodd) durch ganz Prächtige stcn&ichaftsdilder, von denen vor allem hie Szene vor der Markuskirche stürmische» Beisoll erntete. ei n e n' M iet e rst r e i k«rfolarelch durchs usühren' wies darauf hin. daß der Berliner Mieterbund in fmanzielle Schmie» rtflk« ien aeraten ist und daß ein etwa zum 1. April zustand« kam» mender Mieterstreit eine vollständige Pleite bringen müßt«. Die Rationierung von VrennspiriK» ist aufgehoben, so daß Spiritus im freien Handel gekauft werden kann. Brotkarte„Eiche". In der Doch« vom 21. bis Z7. März kommt in den städtischen Fleischverkaufsstellen ohne Marken gefrorenes Schweinefleisch zmn Preise von 18,40 M. für 1 Pfund, serner aus Abschnitt 26 der Lebensmittelkarte Büchsenfleisch oder Speck l2S0 Gramm) zum verkauf. Der Preis ist für Büchsenfleisch auf SchO M., für Speck (Ulf 11,60 TO. für das Pfund herabgesetzt:— Aus Abschnitt 24 b«r Groß» Berliner Lebensmittelkarte entfallen 800 Gramm amerikanl- sches Weizenmehl zum Preis« von 6,80 M.(4, LS M. je Pfund). Die Ausgabe ersolgt ohne Boranmeldung in der Zeit vom IS. bis 81. März. Milchbelieferung. Heute. Montag, den Sl., und Dienstag, den 22. März, werden die i4-Liter»Krankenkarten voll beliefert. Die w-Liter- Krankenkarten werden' heute voll belieiert. Am Montag, den 21. März, «halten die Ü-Luer-Krankenkarten kein« Milch. Am Dienstag werden fie voll beliefert. Rose-Dhealer. Für Besucher der verdienstvollen Bühne in der Frankfurter Straße war die Erstaufführung Max Halbes„Strom" ein ergreifendes Erlebnis. Eine Aufführung, die dem Staatstheater Ehre gemacht hätte. Alle Darsteller gaben ihr Bestes, insbesondere kann man Bernhard Rose zu Leonie D u v a l a. G. gratulieren. Auch der geschmackvollen und geschickten Regie Sigismund Keisters sei gedacht. BezirkSbildungSanSfchnß. Heut« nachmittag, 8 Uhr, im Rose- $ 6 c a t« r, Gr. Frankfurter Str. 182,„Tal des Leben»", historisches Vorträge, vereine unö verfammkunaen. Deatfchtt DranSvortard-tt-r.B-rb-nd. Die Delegierten zur SrtliKen Eene- rakvcrfamivlung der Lezirloverwaltung Grotz-2'crtii! weilen wir darauf hin, G e n e r a l d e r 7 ubr, im Dewerkschafts buch und Tsieatartenkarte WWWWWWWWWWWWWWWWWWWWWW üb« S Wochen im Rückstand, hat teilten tzutritt.— Chemisch« Waschanslaltöii: DtcnStag, abends 7 Uhr. hei Feifara. Melchiorsw. 1Z, Versammlung.— Branche Bau- und Zlrbettskntsch«! Dienstag, abends 7 Uhr, im Lokal von Boel«. Weberstr. 17, Branch-ilversammluna. Graphische.vUssarticuer and-arbcitrrtanr» BcrNuS! Wichtige Lusammen- kunit sämllicher Funltwnäre und?«trauensleut«, dl« auf dem Boden der Beschlüsse der Amsterdamer Jnt«natwnale und deS Allgemeinen Deutschen Ge- w«lsSaftsbundeS stehen, am Montag, den 21. März, abends)4S Uhr. bei Henning, Alerandrinenstr. 44. Das Erscheinen all« Lnnttionäro(Kollegen g. den 21. März, . Hascnheide 22/Z1.— 7% Uhr, Milglted«d«- J. W» W. griedrickistr. SL. Zigarrenhandel: Montag, den 21. März, abends S Uhr. Mitalied«p«sdmmlung Einstedi«- Bierhallen. Neue Promenade 9110.— TexM: Dienstag, den 22. März. abendS Uhr. S«Itions-Mttgliederv«sammllwg. Haverlairds Festfäle, Reue Friedrich» ' ZL. gemeiner frei«« Ängesiellten-kstind. Angestellt« d« DeicktllnduSrie! Montag, abends IM Uhr, in de» Musik cr-chSI«n. vörsensaal, Sais«.Wilhelm- stratze SI, Asa-Versammlung d« Angestellte» d«r obigen Industrie. Tagest und Kolleginnen) dringend nStta. Der AltwnsauSschutz. Zentralvirbaud hcr Angestellten. Einzeibaudel: Monta abendS TA Uhr, Mitglie!)«Versammlung. Schullt-eitz. Hast Hoch- n. Tiefbau: Montag, den LI. März. abendS 7(4 U sammlung. Havellands Fcstsäl«. Nene Ariedrichstr. SS. Zigarrenhandel straße SS ?>llgr ordnung: Annahme od« Ablehnnn» des am 14. d. R. gelällten Schiedsspruches. — Angestellte der Siesviidheiis-Industiiet Dienstag, abends 7)4 Uhr, im Nor- dtschen Hos. Krotz« Saal. Invalide nstr. 126. Afa-?«rsammlung sämtlich« An- gestellten d« obigen Industrie. Mitgliedsbuch Iegltimi«t! Deutscher Berkehrsbnnd. Dienstag, den 22. März. Slugblattv« breitung. Funktionäre und Betriebsräte««den«sucht. Materiol vom Bureau, Engel- us«>4/t». abzuholen. Afa-Fnnttionäre, Afa-Betriebsräte d« Metall-Industrie! Montag. 614 Uhr. Versammlung in den Sovviensälen. Sovhienftr. 17/12. TS wird Bericht erstattet üb« das Ergebnis d« Echlichwngsberhaitdiungen dorn Sonnabend. Afa-Bund Örtslartell Ärotz-Verlin. Deutscher Holzarhetterverbanv. KIadi«arheit«! Dienstag abend 6 Nhr Branchenversammlung d« Klavierarbeit« im.Lielchenb«a« Hos", Reichen- berger Stratze 147.— Dez. Adlersbos, Dienstag, den 22. März, abends 7 Uhr, bei Schmidt. Friedenstr. 14.— Boden leger: Dienstag, den 22. ä-iür». 7 Uhr. Rungeslr. 30.— Modell- und Nabriltischier: Mittwoch, den 23. März, 6(4 Uhr. in der Schulaula Weinmeist«sir. 16/17. Die Wahlen im Deutschen Holzm:beiterv«band. Zahlstelle BerNn. iegtnnen am Donnerstag, den 24. März, nicht wie btsh« belanni gemach» um s Uhr. sond«n«st um 4)4 Uhr. Dalstr wird der Wah.'alt bis um 7)4 Uhr aus- gedehnt. Wir ersuchen uns«« Mitglied«. daS zu beachten I-�Bezirk Neulölln. Für den Bezirk Reukälln ist zur d« Delegierten»um B«baiidstage und Mus aller Welt. Die Schwerborner Explosion. Erfurt. IS. März.(MTB.) DaS durch Explosion tm Schwer» borner Lager entstandene Feuer ist nunmehr gelöscht worden. ES sind zwei Schuppen abgebrannt; zwei Arbeiter wurde» getötet, fünf verletzt. Schiebungen auf der Wilhelmshavener Reichswerft. Auch auf der Reichswertt in Wilhelmshaven»st es in unterer Zeit der Schiebungen nicht ohne solche abgegangen. Da» Reichs- varwertungSamt hatte einer Firma größeie Posten Altmateriol per« kauft. Beim Berladen desselben hat der mit der Uebergabe de» Materials beauftragte Beamte, ein Sekretär, dem Käufer gestattet, außer den käuflich erworbenen Gegenständen noch einen Posten nichtgekaukteS Schiff-auSrüstungSmaterial mit abzufahren. In der Anaelegenbeit schwirrten eine Zeitlang die verschiedensten Gerüchte. Jetzt bat die M a r i n e l e i t u n g den Wilhelmshavener Blätter»«tne Mtlteilung zugehen losien, in der es heißt, daß der schuldige Beamte entlassen worden und daß gegen ihn ein Strafverfahren eingeleitet sei. Die Haupiverhandlung soll demnächst staltfinden. (Schluß de« redaktionelle, Teil».)__ prompt wirkend bei? Gicht Hexenschuß Rheuma?!erven- und Ischias Kopfschmerzen Togal scheidet die Harnsäure an» - � und gebt daher direlt zur Wurzel deS UebelS. Keine schädlichen Nebenwirkungen, wird von vi- len Äerzien und Kliniken empfoblen. 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Reoikchule, Boeckhstr. 0/10.—..Harmonie"» W e i tz« n s e e(8 Uhr), Pistorius-, Ecke Wllestrom.- Donnerstag. Sangerchor S.P.D.» P a n k a w (7k Uhr) bei Engel, Mühlenstr, 4ö.— Freier Mannerchor R e i» i ck e n- o r f<7(4 Ufte) bei Lindüel t, Restdenzstr. 120, Ecke Grüner Weg.— Eoz, � r � Chausse" MLunerchor Mariendorf(8—10) bei Niendorf, usseestr. 10. Frei. in' ! tag. ni Ufte: Eoz. Mannerchor Prenzlauer T' o r,'BStzow-Brauerei. Monnerchor„H zoll... nioder: Breuer, Schriftsteller. sind besonders eingeladen. I Prenzlauer Ällee.— Mannerchor„Harmonie"»Eharlottenburg, Aulo Iber Liemens-OberrealfKule. Schloßsir. 27.— Mönnerckior Tempelhof j(8—10) im Eänqerheim, staifer-Wilhelm-, Eck« Werderstratze. i Männerchor„F r i e d r i ch s tz a i n" diese Woche statt Montag: Aarfreitog 1 9— 10.—„H a r m o n i e"- Eharlottsnbu:g(10n-12> im Vereinslokal, Schlotz- Borwärtsleier, sie nicht Parteigenossen sind. � strotze 45.— Die Billetts zur Morgenantprache müssen der Steuer wegen restlos j am 1. Feiertag abgerechnet werden. ue KhW»7 CHEMNITZ Yss LUTHER5TR.56 CHEMNITZ YSa. SCHL055TR. 7 BERLIN N.0M5 MEYERBEER STR. I'E* Eigene Verkaufsstellen: BERLIN: Leipziger Strasse 107 Leipziger Strasse 65 Rosenthaler Strasse 44 Landsberger Strasse 88 CHARLOXTENBURG: Tauentzienstrasse 10 Wflmersdorfer Str.55-5ö SCHÖNEBERG: Kleiststrasse 24 Martin-Luther-Strasse 95 NEUKÖLLN: Berliner Strasse l §l!WMM r|| Leipziger Str.58" I. Etage. UnübertroHeg In Qualität ii. Preis Dameo- IStrümpiej Mako, fein. Qewebe m.seidgneriff.i 1 50 | in all. Farben 1 1 Flor-lmitat..merc ,m 1 äBidensnif.in| C50 r allen Farben Iii Seiden.PIor lu | beste Quali-QCöO| [ tat, farbig uu I Reine Tramaselde. beste Qual, in JßOü! all, mod Färb Tö Herren-Socken und j klnder-Strümple ! In allen Qualitäten] und Preislagen" Seiner Si«nen$«mie, Posikalli 90 III. franko Rachn. Schaideohanig 140 M. Ztnkerci Helnr. Henke, Seustaben, ftc. Harburg, günebarget Heide.* Wirnung sor Ndchahmunge* Handwagen mit und ohne Federn inver-. schied. 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Abend) Theater I. d, KOnioprStzer Str. ■tachnt. 3 Uhr; Bausch 3 Uhr: Salome(Orska Dernburg, Blldt, Branden) Montag: Rausch Dienstag: Salome Mittwoch: Salome Donnerstag. Salome Sonaabmd zum ersten Male; Rugby (oder Spleen in der Mark) Lustspiel von Wilticm Speyer SieinrOck, GiBner, Bildt, RJchard, Pointner, Günther, Schlegei, Hollmann) Ostersonntae: Rugby Ostermontag: Rugby Romßdienhans 3 Uhr' Die Sache mit Lola wm$$ Uhr mit Paiienbers Karfreitag: Rausch Berliner Theater 3 Uhr; Der letzte Walzer �nanifdie VA FritEi Massary Wshmann, Emmy Sturm, Kobcrts, Kipcr' Karfreitag Salome Rfisldenz-Tlieater � 3da WUst n lad; Windermeres Fächer .Adele Sandrock, Käthe Haack,J/, Uhr: Ein idealer Gatte Dienstag 7: Zum I.Male: Der Franennmt Komödie in 4 Akten von Hermann Essig fDorsch.Salfner. Junkermann) Mittw TV, Ein Idealer Gatte Dono. 7'/,: Der Pranenmnt Karfrel'ag 7; Peer Oynt Sbd. />/,: Der Pranenmnt Sonntag und Montag 3 Pran Warrens Gewerbe Sonntag und Montag 7'/,: Ein Idealer Oatte OenBehes Känstler-Theater Heute bs Donnerstag 7>/,: DieScheidanpsreise mit Maz Adalbert Karfreitag 7'/«: Gespenster (Loos, Lossen) Sbd 7'/,; Die Scheldnngsrelse Sonntag und Montag 3; Pygmalion T*/,!).: DfeSchcldangsrelsa den tral-Th enter 3>/z Uhr: Deserteure u�Dle Postmeisterin DeutMc.heM OpernUaBix m/, uhr: Margarete Prledr. WllliolniNt.Th. 7>/, uhr Hoheit die Tänzerin Kl. Beliannpielliana rv, uhr Reigen Karfreitag: Nachtasyl Kouilnrhr«»per 3'/. Uhr- Der Biberpelz n.u. Zigennerblut Luataplelliau. 3>/, Uhr: Renaissance 74/« Uhr Arnold Riech In Die Mausefalle Hetr.tpbl-Tli.'ator u. Hollandwelbcben Sonnabend. 2S, zum 1. M.ie uhf. Die blaue Mazur heue»«SperettentbeaL Plitz Werner uhr' Der Ischeode Ehemano 31/, Uhr: Walzertranm Neue* Volksthcator Heute und motzen 7V, Uhr; Jugendfreunde Behlller-Theat. LTinrl. 3 Uhr. Der Meineidbauer 7v.u. Jettehen Gebert TliHlla-Tlienter 3 Uhr: Die Kinopuppe vhr Mascottchen Ph.am KolleudorTplitts 3>/, Unr: Drei alte Schachteln 'Uhr Wenn Liebe erwoeht Theater deu tVeuton» 3>/( Uhr: Die Frau Im Hermelin f/.uhr: Sehvalheohochzelt Th.l.d.Kommandantcnatr "1, U. Wallner. Theater ZV« Uhr: Eine Ballnacht //.uhrDieTanzgräfin Walhalla-Theater IV, Uhr: Tiefland 7'/, Uhr: Morgen 8»/, Ünr: Wtlküre ßentral'&�fT fieater AU- T-1.-t.-t_____»rt,__.___ aa__:j_ J,- An AI Alle Jakobstrasse 30 Telephon: Moritzplaiz 4047 Muoerb Ihrf-mp« Untergrunäbolm. Autobat S Spt c'mirML Straßenbahn. 4 6 12 18 47 48 58 65 83 86 87 88 91 93 98 R P Ausschneiden! Sondervergunsticuntf. Nor gültig bis 1. April 1921. Ausschneiden' Sfie fPoslmeisterin! 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Kielst Die Räuber. Saul und David(ein Sprechoraiorium) Hannibal........... Grabbe Arbeiter, Bauern, Soldaten... Becher iudlth............ Hebbel tie Weber........ Hauptmann Turandot........... Oozzi .. Schll'er Köfligstadt-Theater ßahnnoi lannowiizbrücke rigl.7.30 Gala.Sänger Im Ballaaal TANZ Reiehshall.-Theater Abds. D/, U. u. Sonnt. nachm. 3 Uhr: Stell SSWr 7V, Uhr. Der Stroin Casino-Theater Lothringer Str. 37. TägL'/jg Der neue Schlagerl Der Großfürst Ein lustiges Stück aus dem Berliner Lehen In 3 Akten. Berliner Humor! Berk Typen! Sonntag 3V,: Höllenqualen. df Folles Gaprice Llnienstr 132(Oran enb. Tot) Im Separee IfacktKultar mit Perd. OrGneckcr Donners ag. den 24. März: BratauKühruag ü[t)OliQ�heOter Uru-r�mt�. �felbtade ©ottfpulMceftion; Waller Bcomste. Täglich J1'« Ui)r f Der groß» Operetten�rfolg Mascottchen Cpntttt in S Allen oos OtonfoofH unb SB. öteinietg. Musik von Walter Sromme. «krna Nltter Johannes Müller Ellt Kreith Emil öirron Zeitz Seckmaan Sonber- Bergüustigung sperrst(,.... 5 M. --- 8 3E. 720 Huskhnelöea! igung für bit Abotmemt Abotmeme» bee Vorwärts »arten gauteaU I 13 M. Sang-Cegen tSell») lö�- Or�aReoSaulauU 17�- «iUtioT Uli 1—8 Perl»neu dl» SL Mär»< außer Eoni (Srfgiualfarten um Xage bee VorfUHnnm« unb ab'',6 Uhr an her Tdeaterfasie) HeniÄläMg «Tt'IV\I-eb bt Das aröiile Kino der Weif »> Potsdamer Sir.73» Hoebbah« BQIowttrTJKHPST Die Sonne Asiens Der Todcekempt zwischen Gelb und Weiß Die Mieze von Bolle Lustspiel mit Dorlt Welzler Dazu: Apollo-Ttiealer TVa Direktion: James Klein. Das graüt Aosstaitangsstfick in 4 Bildern � Mi H|l U WWW Morgen. Montag, abends 8 Uhr, Klfndworthi. | L Vortrag ? ARTHUR HOLIISGHERi I Drei Monate in Snwjet-RuOland - 31,11 t* IL Vortrag Sotmabend, 24. März, 8 Uhr Kllndworths. ST j WW Kart 10 u.(M.B. St. b. Bote«Bock, Warth, Abtadk.| Utadame Bntaarni's t Siebesleben mit der weltberühmten Saharet "7 all Gräfin Dubarry. Uebtr IM Mitwirkende I— Sonntag ZV, das I vollst. StSck mit Seharct.— Jeder Ei wachsene{ I Kind frefl— Vorv rK ab 10 Uhr ununterbroch. PHILHARMONIE. KonzertüoaSolisten des Phliharmon. Orchesters nnL gefällig. Mitwirkung von Frl. E. Wickop(Klavier), L. Wickop'Gesang), Prof. W. Fischer(Orgel). Anfang 7*/, Uht Eintritt 4 M Clrcua Busch Sarrasani TäsL7U. Sonnt auch 3 U. Prärie und Pußta Vorv. Circuskasse ab 10 U. ohne>'nterhiech u Tietz Theatei am Kollbuser Tor Tel.: Motitzpi. H8 14. Täg! Vi, u Sonntage nachm. 3 Uhr Elite- Sänger Seit 1. 3.: Neues Programm, u. a.: DurcbsMIetsaml oder. Zwangs. slaqnartlerang. Sonntag nachm. halbe Preise Vorverk. tägi.. II I>i,u.44> an der Theaterkasse u Leipziger StraBcSI(Snutelkoionnaden) Schall nnd Ranch im Gio&en Schauspielhaus Telephon: Norden 8643. Konz Vi. U, Beginn 8>i, U. Kort Warnebolß Isabel Herma und das MEn-Propm Eintrittspreise von 5- 33 M. Der»türmüsche Lacherfolx Das Publiknm flimt unter persönlicher Leitun' von Leo Peukert Jed. sein eigen Filmstar Pilmschau: Großstadt-Mädels Erlebnisse aus Berlin W Pemei: Die Mieze von Bolle Lustspiel Kassenfiffnung ZV, Uhr Urteile der Presse Lokal-Anzeiger t Im Wintergarten hat kluger Sinn für das dem Auce Reizvolle das neue Märzprogramm zusammenge stellt. Artistische Darbietungen und mannigfaltige Tanzvorführungen geben eine Fülle prächtiger Eindrücke usw. Tageblatts Der Winterearten hat ir seinem Märzprogramm alle Register artistischer Kunst aufgezogen und bietet von jedem etwas usw. Deutsche Wartet Wer Freude an menschlicher Schönheit. Kra t Anmut nnd Entfaltung körperlicher Höchstleistungen hat, dem bietet das Märzprogramm erlesenen GenuB. Eine Fülle erstklassig. Tanznummern. akrobatischer und athlet- scher Kräfte ruft Bewunderung und Entzücken hervor usw. Krauz.ZcItnBgt Der Wintergarten Metet mit seinem neuen März Urogramm w ed-r eine Fülle von Attraktionen n. erstKlassi en Darstellungen. Das ausverkeufte Haus karrte au h gestern nicht mit seinem Beifall usw. Tägliche Rundschau t Das Märzprogramm bietet durch seine artistischen Leistungen und zahlreichen Tanrvortflh- runren dem Auge des Beschauen ein farbenprächtiges Bild usw. Börseu.Conrlert Ein bunter, wechselt?*«' Spielplan— wechseivoli auch bezüglich des Wertes der Darbietungen, dieailer- dings In der weit überwiegenden Mehrheit hohes Lob verdienen usw. Deutsche Aflg. Zcftuagi Der Spielplan des Winter- eertens Ist t otz der er schwerenden Zeitumstände erstklassig geblieben usw nr/nr Kleine Preise IKin r. d PäUte 7,15 ü. Rauchen eestatietl Potsdamer Str. 38 Alexander pl.-Pass. DerGralTonCasliostro aus dem Leben d. gräüttn Abenteurers eller Zeiten Turmstr. 12 Auf dringen Jen Wunsch Der tanzende Tor mit aesangeelnlege Hsuptdatsteiier. V. Psilander PHedenau, Rheinstr 1< Die Llebllngstran des Maharadscha III. Teil 17 | Taglloh Konzert In Inrem elganvn Hein Enrico c aruso / Branler/ Barfibet«my /To«tl/ Leoacavallo AsssehHcßUch a/j* sind die Otruso- Gesänge vervielfdltigif die Platten nrieiU der Künstler selber wie nachstehend>. H'ems es überhanpt noch möglich war, daß Ihr Aufnihmeverfehren tn irgendeiner IVeise vervo Ikommnet wird, ms beweist die vorzügliche Reproduktion meiner neuen Pleiten die höchste Voliendung." GrammsphOR-Spezialhaiis ti Berlin oor WS» Fnedridutratze 189 | PfMptkto im! VtrayW kttTtwltf i Bf Letzte Neuheiten der Schuhmodc in QualitStsware zu billigsten Preisen Kinderstiefel in nahugemässer moderner Form »divars Sportleder, dauerh-Sirapulentiefel, breit«, naiurgera. Formjntt Kappe,«tarke Kernleder sohlen i weist Leinen. 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Teil: Oer Millionendieb Die Flucht ine Jenselte Haupt durste I l c r> Char.eaWUlyKayser Regit; Fruae Seit« Joe L>ecbs*Serie Das fiebelmols der Mmnle •tob P. R«ie*i.syn und t.crsl Emscl.sr mit Epedc Nissan. Joe Deebs: Verd, V.«Iten| B«l» Vtetar Jansen Leo Peakert w Dar-etstsrishern. Endlich ssgestirt Det gtafi* Maxim-Via-Ptlm Die Bestie im Menschen necta Emile Zola mit Maria Orska/ Lud« KflfIMi «. Wln)cr[tcln, KlApter. Runl«|di Beil« Ludwig Wolf» Ott gtosa* Via» Mtssftr. Filr. Der Stier von Olivera mM fimil Jaaatafa Hanna Ralph Bcgle Erleb£ ebbn Iaido Hsupisehiatct Hannarl und Ibra Liebhaber Oer Stlar von Ollvnra Besonderer Splelpien In den Neoköllcer Zeltnarcn1 Wocnsniogs ad 7 ubi La'*ta Vor'Ohr ung*1,8 Uhr Sonntag» Sag nn 4 U h> Larva Vor'öhruno e u*"' Varl»td.Cat« oritzpiatz OraaleostraBe M A4 Tigllch 8 Uhr: Elite-Programm Admiralspalast z>/,: Flirt in St. Moritz n/t. Die roten Schuhe MorgT1/,: Pllrt In St. Mari ts Gemälde-Qalerie Gelb Potsdam« Str. 27, eegenflb. 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Das Land hat einen vorzüglichen Boden und ist. wieder Piels zeigt, billig. Eine Beschreibung des Landes u. Karten, auf welchen das Terrain eingezeichnet Ist, können von der Hauptexpedition des„VorwSru" bezogen werden.[I473D* von Herm.Sndermana Bfitlnst; AdoltXlelR la. G.) Alma; Alles Hechy (e. O.i VolkwtUck mit Gesang tob Ad. L'Arronge In dtr Crlginallisnn: das Mtu Wallner-Ibeaten Musik tod B S a I, Walgell; Henry aender G.) Ostersonnta g nachmittags 3lit Uhr: WZ." EVA Ostermontag nachmittags 2>, Uhr: .Her Juxbaron" Abends 7 Uhr: Wenn Liebe erwacht... Anwslssng für die Abonnenten der Seil. Morcjenpesi za eil. Vorstellunf. lür| I mm 6 Billtttte zur Hfl Ifta des Kasscnpreises« I Sonnabends bqwU Sonn« nnd Feter tegs 1.— Hark Aufsöhleir. J IUI! OCU'UCilCUillUBIIii'ufan — Hocheleganter— Frack— Smoking~ Cutaway—Gehrock wird hergestellt aus allen Militär- tutd Zivilstucken... in ÜTaitn mmmm sowie VeDdeD, Umarbeiten, Veoarbeifen von Herren* n. 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Sie werden schneller und besser arbeiten und mehr Freude von Ihrer Tätigkeit empfinden, und der Lop bleibt klarer, wenn Lhre Augen Ihnen keinerlei Beschwerden n ehr verurlachen. Ttagen Sie richiig angepatzl« Punltortk-Glüser, und Sie werden fühlen. daß Ihre Augen Ihnen da» wieder leisten, wo» sie dielen welle chl seit Iahren nicht wehr zutrauen tanwen. Sie werden in normaen Grenzen lefen, ichreiben und arbeiten können, ohne Ermüdung zu obren, lein lästiges Brennen der Augen, kein vor» zeitiges Ermüdungsgefühl wild St« befallen. Si» bleiben frisch und arbestsfreudig. warben als Folg» davon waricheinitch auch mit Genugtuung jeslstellen können, Hätz Ihr Gedä i.tnis noch nicht gelitten hat. sondern nur der Zustand Ihr« Augen, oder schlecht« Bläser sie dies glauben machten. SorglSitigste Prülung Ihrer Sehkraft und Der» Ordnung richtiger Augengläser ist sür Sie vollkommen lostenios. 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Wir nehmen diese Ausbrüche ohnmächtiger Wut nicht tragisch, aber die Arbeiterschaft kann an dieser Aus- drucksweise ermessen, wie ehrlich und aufrichtig der berühmte „E i n i g u n g s b r i e f" der Kommunisten gemeint war,� von dem übrigens jetzt— nach den preußischen Wahlen— überhaupt nicht mehr geredet wird. Liel gefährlicher und bösartiger ist die Lockspitzel» mans er, mit der jetzt Tag für Tag die Arbeiter zur Auf- nahm« des offenen Kampfes aufgerufen werden. Der von uns zitierte Aufruf an die Arbeiter, auf das Gesetz zu pfeifen und sich Waffen zu verschaffen, wird, nachdem eine Nummer der„Roten Fahne" deswegen beschlagnahmt worden ist, in der nächsten Nummer von neuem und in verstärkter Form abgedruckt, Man legt es also ganz offensichtlich auf Konflikte an. An anderer Stelle wird verheißen, daß „nur noch wenige Tage von dem Augenblick trennen, wo der mühsam zurückgedämmte Strom alle Schranken durchbrechen wird; dann wehe den Verant- wörtlichen!" In dieser Weise weist die„Rote Fahne" jeden Tag auf einen ganz nahe bevorstehenden Kampf hin. der die Arbeiter gerüstet finden muß. Dieser ständige Ruf zum Losschlagen kann nach zwei Möglichkeiten aufgefaßt werden. Entweder glauben die Verfasser dieser Schreibereien ehrlich daran, daß in den aller- nächsten Tagen es in Deutschland zum Ausdruck der Weltrevolution kommen werde, dann sind sie Hirn- verbrannte Toren. Oder aber sie glauben nicht daran, dann sind sie gewissenlose Provokateure. Daß die Macher der„Roten Fahne" wirklich an eine dicht bevorstehende kommunistische Revolution glauben, können wir nicht annehmen. Die letzten Wahlen in Preußen, Hamburg, Mecklenburg usw. haben den Provoka- teuren der PL.P.D. doch deullich genug die geringe Zahl ihrer Anhänger vor Augen geführt. Glauben sie aber nicht an die nahe Revolution, dann kann die provokatorische Schreibart nur de» jjweck haben, unbesonnene Elemente der Arbeiterschaft zu Kon- flikten aufzureizen. Wieviel Arbeit« dadurch persönlich ins Unglück gehetzt werdzn, kümmert die Drahtzieher der „Roten Fahne" und chre Moskauer Hintermänner natürlich nicht im mindesten. Man braucht eben in der V.K.P.D. Konflikte, Zusammenstöße, Blutvergießen» um die v ö l l i.g st a g n i e- r e n d e Bewegung irgendwie wieder in Fluß zu bringen. Da es mit normalen und geistigen Mitteln nicht gehen will, so verfällt man auf diese verzweifelte Aushilfe. Man muß um jeden Preis von sich reden machen. In den Parla- menten werden hirnlose Fatzken vom Schlage H ö l l e i n, deren einzige Kunst blutrünstige Phrasen sind, losgelassen. Die„Rote Fahne" hat offenbar obrigkeitlichen Auftrog, um j e d«*? Preis Konflikte zu provozieren, wie der Wieder- abdrsck des beschlagnahmten Aufrufs beweist. Aber das ist für sie nicht gefährlich, da ihr verantworllicher Redakteur als Abgeordneter den Schutz der Immunität fenießt. Gefährlich wird die Sache nur fürdieArbeiter, durch das hysterische Geschrei in siun- und zwecklose Kämpfe hineingebetzt werden, die sie mit ihrem Blut bezahlen sollen. Wie einst die Marbunjer Mordjünglinge johlten:„Die Anatomie braucht Leichen", so gilt jetzt bei der BÄ.P.D. die Losung:„Moskau braucht Leichen, damit wir neuen Agitationsstoff haben." Wir können hier durchaus unterschreiben, was die„Freiheit" sagt, die gleichfalls in der Schreibart der„Roten Fahne" die typischen Lock- s p i tz e l t ö n e wiedererkennt. Das unabhängige Blatt schreibt:; E» x-« eine Schande für die kommunistischen Arbeiter, daß sie diese völlige Verlotterung ihrer Bewegung dulden. Unser Urtell über den verächtlichen Streber Stöcker und seine Kupane, namentlich des famosen Herrn Chefredakteur Thal- h e i m e r, die durch dies« Provokationspolitik und Brunnenvergif- tung bei Sinowjew und den Moskauer Geldgebern sich beliebt machen wollen, wird dadurch allerdings bestätigt. Bezeichnend iürdieFeigheitderLeoy und D 2 u m i g ist es aber, daß sie gegen diese lumpige Kampfesweise nicht aufzutreten wagen. Wir fügen dem hinzu: Wenn sich die kommunistischen Arbeiter nicht sehr bald von diesem lockspitzelmäßigen Treiben lossagen, dann wird ihre blinde Gefolgschaft bald prit einem fürchterlichen Erwachen enden. Denn jeder Per- nünftige weiß, daß der angesagte Kampf mit allen Mitteln, zu dem die„Rote Fahne" hetzt, nur mit einer f ü r ch t e r- licken Niederlage der Berblendeten enden kann, die dieser Parole Folge leisten. Wir warnen die Arbeiterschaft auf das ernstbaftefte und dringendste vor den kommunistischen Lock- spitzeleien. Laßt euch nicht provozieren! . Der Terror in Mi'ttelöeutstblanö. Slm Freitag, den 18. Mar,� fand in Merieburg unter dem Torsitz de« Oberpräsidenien Hörsing eine Bestnechung über die Lage im mitteldeutschen Industriegebiet und über die getroffenen Maßnahmen ,ur Behebung der zutage getretenen M i ß. stände statt. An der Besprechung nahmen u. a. der Minister de« Innern G e v e r i n g und der Staatdkommiffar für öffentliche Ordnung W e i« m a n n teil. E« bestand die allgemeine Anficht. dntz der Terror der radikalen inländischen und ausländischen Elemente, uuter dem die Arbeiterschaft moraliich und materiell sehr leidet, im Interesse de« Schutze« der staai«k>Srger- litdeir nnd wirtfcka'tlichen Freibeit und zur Verhütung der Lahm- legung unserer mitteldeutschen Industrie und unserer Lrbeilerschaft, dauernd und zielsicher gebrochen werden müsse. Der polaisch-rujfische Zrieöensvertrag. Riga, tff. März.(O.E) Der russisch- polnisch« Ariedensvertrag ssi Freiiog. abend«'/,l0Ubr. m-ierzeichnet worden. Ter BuStauick der Ratifikationsurkunden bat binnen 45 Togen in Minsk zu er» folge». Die G o l d f r a g e ist ng» dem Vorschlage Joffe« geregelt worden. Rußland zahlt nur 80 Mill. Goldrubel an Polen al« Anteil am russische« Goldschatz im Lause eine« Fahre« nach Rati- fizierung de» Bertrage«. Erst in einer erregten Rachtsitzmeg aus Freitag erreichte die Sowjelbelegation, unter Androhung, die Verhandlungen bis zur nächsten Woche zu ver'Sugern, die polnische Zustimmung zu einer nachträglichen Äendermig de« Artikel» L. durch die Weiß- rußland eine Verkleinerung erfährt und es«, unmittelbare grotzrussisch-poluische Greuze geschaffen wird. Nachtsitzung öe Al« erster Punkt der Tagesordnung der gestrigen Reichstag»- sitzung wird das Reichsjugendwohlfahrtsgesetz einem neu zu bildenden Ausschuß von 28 Mitglieoern überwiesen. In allen drei Beratungen angenommen wird das Gesetz zur Aenderung des 8 11 Abs. 2 der Reichsabgabenordnung sowie das Geseg über die Bertretung der Länder im Reichsrat. In dritter Be- ratung gegen Unabhängige und Kommunisten angenommen wird der Reichshaushalt sv lan von 1920 Mit einigen Ausschußent- schließungen und der Haushaltsplan von 1S21 mit den Eni- schließungen des Ausschusses. Es folgt die zweite Beratung des Gesetzentwurfs über üie Erhöhung der Postgebühren. Der Ausschuß hat die Vorlage in einigen Punkten umgestaltet und z.B. das Ortsporto wieder eingeführt. Nach den Ausschuß- beschlüssen beträgt die Gebühr fürdiePostkarteimOrts verkehr 30 Pf., im F e r n verkehr 40 Pf.: für den B r i e f im Ortsverkehr bis 20 Gramm 40 Pf., bis 2S0 Gramm(50 Pf., und im Fernverkehr bis 20 Gramm 60 Pf., bis 100 Gramm 80 Pf. und bis 230 Gramm 1.20 Mk. Neu eingeführt ist die D r u ck s a ch e n k o r t e, die 10 Ps. tosten soll. Die Drucksache kostet bis S0 Gramm 1ö Pf., bis 100 Gramm 30 Pf., bis 250 Gramm 60 Pf., bis 500 Gramm 80 Pf., bis 1 Kilogramm 1 M. Ortsverkehr ist der Verkehr innerhalb des Orts- und Landbestellbezirks des Aufgabepcstortes. Die Grenze des Aufgabepcstortes deckt. sich mit der Gemeindegrenze. Die Gebühr für Postanweisungen beträgt vis 50 M. einschliehsich 50 Pf., bis 250 Mark 1 M.. bis 500 M. 1,50 M„ bis 1000 M. 2 M., bis 1600 M. S M. bis 2000 M 4 M. Abg. Zubell(U. Soz.): Die Postverwoltung Hai früher immer Ueberschußwirtschast gehabt. Wenn sie die kleinen Beamten und Angestellten ausreichend bezahlt hätte, so wäre sie nicht in die jetzige Kalamität hineingekommen. Es handelt sich um eine indirekte Steuer. Nur bei entsprechenden Reformen in der Poswerwaltung können wir diesem Etat zustimmen. Abg. Pinkau(Soz.): Wir legen Gewicht darauf, daß der Ausatz. wonach B i l d p o st k a r t e n, auf deren Vorderseite Grüße oder ähn- liche Höflichkeitsformeln mit höchstens fünf Worten niedergeschrieben sind, atz Drucksachen behandelt werden, mit aufgenommen wird. Die Postkartenindustrie, die vor dem Kriege sehr bedeutend war, ist sehr zurückgegangen und wird, wenn die Portoerhöhung für diese Kategorie eintritt, gänzlich in Frage gestellt. In der Postkarten- industrie werden gegen 29 000 Arbeiter beschäftigt, per Postkartenversand ist um 1500 Millionen Stück zurückgegangen! Wenn für den Postkartenversand keine Erleichterung geschaffen wird, dann werden die in dieser Industrie tätigen Arbeiter eines Tages brotlos sein und das Heer der Arbeitslosen schrecklich vermehren. Wir ersuchen, den auf die Postkarten bezüglichen Zusatz mit in das Gesetz einzn- ziehen. Abg. Malzahn(Komm.): Die Erhöhung der Postgebühren be- trachten wir als das ungeeignetste Objekt, den Postfinonzen auf die Beine zu helfen. Reichspostminister Giesberks: Die der Post übergebenen Zeitun- gen genießen die Sicherheit des Postgesetzes. Der s o z i a l d e m o- k r a t i s ch e Antrag betr. der Ansichtspcstkarten ist mir bedenklich. Die P r e s s e kann sich nicht über einen Mangel an Entgegenkommen beklagen, denn die geforderten Zeitungsversandgebühren decken Nicht einmal den sechsten Teil der Selbstkosten. Darauf wird der Antrag P i n k a u(Soz.) angenommen. Reichspostminister Giesberks ersucht dringend um Ablehnung des Antrages Zu beil. der bei Ueberschreitung der 5-Kilogramm.Grenze bei Paketen bis zu 1 Kilogramm nur 1 Mark mehr erheben, also die Pakete nicht in die nächst höhere Tarisstuf« einreihen will, wo» durch der ganze Tarif durchorochen würde. Der Antrag Zubeil(U. Soz.) wird gegen die Stimme» der Sozialisten abgelehnt. Angencmmen wird ein Antrag über die Verpackung der Zeitungen für kl» Postoersand, wonach die Der» Packung durch die Pcstverwaltung auszuführen ist. Der Gesetzentwurf wixd m zweiter und dritter Lesung unver- ändert angenommen.— Das Haus nahm ferner ohne Aussprache die Vorlagen über die Inkraftsetzung der vom Weltpostkongreß in Madrid beschlossenen Luslandspostoebühren an. Weiter den Ge- setzentwurf zur Aenderung des Postscheckgesetze« und den Gesetzentwurf für Aenderung der Telegraphengebührea. Es folgt die zweite Beratung des Gesetzentwurfs zur fleoüeruug öes Einkommensteuergesetzes. Abg. Hertz(U. Soz.): Die treuesten Stützen der Regierungsvor- läge sitzen auf der linken Seite. Die Rechte mill im Gegensatz zur ursprünglichen Regierungsvorlage die Steuerfreiheit ein» führen für alle Spekulations- und Beräußerungsge- winne. Am ungeheuerlichsten ist wohl die Bestimmung über die Minderbesteuerung der einmaligen Einnahme. Bei den Lohn, und Gehaltsempfängern Ist die Steuerschraube bis ins unerträgliche angezogen Es ist nicht wahr, daß die Gewerkschaften jemals zum Widerstand gegen den Lohnabzug aufgefordert haben, anderer- seit? Kaden sich die landwirtschaftlichenIoteressenver- bände stark in diesem Sinne betätigt. Ueber die wichtige Frage des L o h n st e u« r g e s e tz e s, das erst in einigen Monaten vorge. legt werden soll, muß jetzt sofort die nötige Klarheit geschaffen werden. Abg.vüwell(Komm.) begründet einen kommunistischen Abände- rungsantrag, der eine aussteigende Steuerskala vorsieht, wonach die ersten 20 000 M. des steuerpflichtigen Einkommens mit 15 Proz.. die höheren Einkommen in starker progressiver Steigerung bis zu 65 Proz. besteuert werden. Abg. Seil:(Soz.): Zu einer Generaldebatte ist setzt kein« Zeit. Die Fragen, die mit dieser Berlage im Zusammenhang stehen, und über die Dr. Hertz gesprochen hat. sind im Ausschuß ausführlich be- sprachen worden. Dort haben wir auch unsere Forderungen vertreten. Die Ausführungen des Abg. D Üw e l l zeigen, daß er noch nicht so tief in die Probleme der Steuerpolitik eingedrungen sst, daß eine Diskussion mit ihm lohnt.(Sehr wahr! Unruhe links.) Wir haben im Ausschuß einige Derbefierunaen durch- gesetzt. Es sind aber eine Reihe von Anträgen der Regrerungspar- teien in die Regierungsvorlage hineingekommen, denen wir mit großen Bedenken gegenüberstehen. Besonders sind es die Be- schlösse über die Abschreibungen und Rücklagen. Die Vorlage in der Ausschußfyssung bedeutet, eine Aushöhlung der Slnkommenflev«. eine Begünsiigung der Einkommen aus Sochvennögen auf Kosten der Einkommen aus Arbeits- und reinem Papiervermögen. Wir beantragen Streichung der Ziffer 1a des Artikels I. Sie macht ein kommensteuerpflichtiq nur die Spetulotionsgewinue aus Berköufen. Die Absicht der bürgerlichen Parteien im Ausschuß, sogar alle Beröußerungsgeschöfte steuerfrei zu lassen, haben wir oerhindern können. Weil die Zlusschußsassung die meisten Spekulationsgewinne noch freiläßt, sind wir gegen diese. Die Sätze der Besitzt euer, die dazu nur alle drei Jahre erhoben werden, sind der- ort lächerlich gering, daß kein Ausgleich dadurch geschaffen wird. Während dreier Jahre sind die Steuerobjekte längst ver- schoben. Dagegen bildet die Erbschastssteuer ein sehr gutes Kontrollmittel für die Einkommensteuer. Stammt ein Erbschaft«- kapital au» Veräußerungsgewinnen, dann muß es versteuert sein und die Erbschastssteuer versiert sofort diese Eigenschaft, wenn der Erbe nachweisen kann, daß das Einkommen aus einem steuerfreien VerSußerungsgeschäft flammt Zur Verhinderung der Steuer- flucht muß bei Erbschaftssteuern die schärfste Nachkontrolle geübt werden.(Beifall bei den Sozialdemokraten.) Abg. Dr. Helfferich(Dnat.): Die Novelle in der Lusschußfassung bringt einige wesentliche Berbesserungen gegenüber der Ursprung- S Reichstages. sichen Borlage, namentsich ist der erste Schrib gemacht, u« de» Lohnobzug zur Lohn st euer auszugestalten. Damit schließt die allgemeine Aussprache. Der Antrag Keil(Soz.) auf Streichung der Ziffer 1a ln Ar- titel 1 wird abgelehnt Abg. Dr. Hertz(U. Soz.) bearündet einen Antrag, Ausgaben für kirchlicke Zwecke nicht steuerfrei zu lassen und Beiträge für wissenschaftliche Zwecke ulw. nur bis zu 5 Prozent des G-lamt- einkommens steuerfrei zu lassen. Den Antrag Pohlmann(Dem.), der auch Ausgaben für kulturfördernde und politische Dereinigunaen von der St-uer befreien will'» lehnen wir ob. Fincmzminister Dr. Wirth: Ich birte, den Antrag Pohlmann abzulehnen, dagegen dem Antrag Hertz zuzustimmen. Die kirchlichen Ausgaben werden steuerfrei gelassen geaen die Stimmen aller Sozialisten. Der Antrag Pohlmann wird gegen die Stimmen der Rechten und der Demokraten abqe» lehnt Der Antrag der Sozialdemakroten und der Unabhänainen, Beiträne nur bis zu 5 Prozent des Einkommens steuerfrei zu lassen, wird im Hammelsprung mit 141 bürgerlichen Stimmen gegen 138 aller Sozialisten und einiger Demokraten und Zentrumsleute abgelehnt Ein sozialdemokratischer und unabhängiger Antrag, Speku» lationsverluste nicht steuerabzugsfähig zu machen, wird a b» gelehnt. Die Betsimmunq, daß das Defigit des Borfabres für da» tol« aende Steueriahr abzugsfnhia fein soll, wird auf Antrag der Sozi a ld e m o k r a t e n gestrichen. Der 8 22 des Einkommensteuernefeßes wird auf Antrag der Re- gierunnsparteien ge�richen. Auf Antrag derselben Parteien wird im 8 26 bestimmt, daß für jede zum Hausbalt zählende Person sich die Einkommensteuer um 120 M-rk ermäßigt, wenn das Ein- kommen nicht mehr als 60 000 Mark jährlich beträgt, und daß sie sirtz um 60 Mark ermäflint, wenn das Einkommen nickt mehr als 100 000 Mark beträgt. Für 1921 und die folgenden Rechnungsjahr« sollen für minderjährige Kinder 120 Mark abgezogen werden, wenn das steuerbar« Einkommen 24 000 Mark nicht überstetm. Abg. Seil(Sm.): Das Zuneständnis steuerfreier Rücklagen geht zu weit, well damit eine erhebliche Gefahr von Sleuerhlnkerzlehungeu herbeigeführt wird. Deshalb beantragen wir Streichung dieser Md stimmnng. Der Antrag Keil(Soz.) wird abgelehnt Abg. kell(Soz.) beantragt kür die Anrechnung der Kapital» ertraasteuer der über 60 Jahre alten oder erwerbsunfähigen Steuerpfli-tztiaen auf die Einkommensteuer eine Staffel, bei der 100 Bro»ent angerechnet werden bei Einkommen von nicht mehr als 5000 Mark, herabgebend um je 10 Prozent bis zur An- rechnuna von 10 Prozent bei Einkommen von nicht mehr als 14000 Mark. Antrag Keil wird angenommen Der Ausflfrnß will den steuerfreien Einkommensteil auf 4 Mark täglich, 24 Mark wöchentlich oder 100 Mark monatlich auf jede» Haushastsmitalied fe'ssetzen. Die Sozialdemokraten bcan- trauen Verdoppelung vieler Sätze. Die Regierunasport-ien wollen sie für den Steuernilichtigen und die Ehefrau bestehen lassen, für die Kinder auf 6,36 Mark bzw. 150 Mark erhöben. Abg. Seil(Soz.) verlangt Auskunft über die Stellung der Re- gierung zu den Werbunaskoft-N, die abzuasfähiq bleiben lallen. Reichsfinanzminifter Dr. Wirlh: Die Werbunqskosten sind ort- sich febr verschieden: über 1800 Mark jährlich werden wir nicht bin- ausgeben können. Auf Antrag könnte vielleicht nochträgsich dort eine Erhöhung eintreten, wo es unbedingt nötig ist. Der Antrag Keil, sowie weitergehende unabhängige und komwunfl ische Anträge werden abgelehnt, der Antrag der Regie» rungewarteien angenommen. Abg. Hestferlch(Dnat. vp.) beantragt, daß die Bestimmung über den Abzug von berechtigten Rü-Dagen auch auf die juristischen Personen ausgedehnt wird. Seichsffnanzmlnsster Dr. Wlrkh widerspricht dem. bg. Kell(Soz.): Die Annahme de» Antrages Helfferich wäre ein unberechtiotes steuerliches Geschenk für die größten S'euerzob'er. Wir lehnen diel« Bestimmung iib-rbaupt ab.— Die Ausschußvorlage wird unter Ablehnung beider Abänderungranträge autrecht erhalten. Im übrigen wird die Borlage in der Aus'chußwssung ange- n o m m e n, ebenso eine Entschließung, wonach den Gemeinden für die en'standenen Ausfälle infolge der notwendig werdenden Zlufhebung des 8 30 des Landessieuerpssekes Ersatz gewährt wer- den soll.— Die dritte Lesung wird vorläufig zurückgestellt. Darauf wird die Abstimmung über das Gesetz betr. die verttetung öer Länder im Reichsrat noch einmal vorgenommen, da bei der ersten Abstimmung die zu einer Perfosiungsönderung notwendige Zweidrittelmehr- h e I t aller Abgeordneten nicht vorhanden war. Das Ge'etz wird einstimmia angenommen. Es folgt d'e zweite Beratung eines Ge'etzen'wurfss über die Berechnung des Iahresarbeitsverdienstes in der Unfallversicherung. Reichsarbeitsminister Brauns: Di« Vorschläge des Ausschusses gehen weit über die Regierungsvorlage hinaus. D!« Regierung hat sich in chrer Vorlage mit Vorbedacht auf e ne neue, dem gesunkenen Geldwert besser angepaßte Regelung der sogenannten Dritt elungs- grenze beschränkt. Auch aus praktischen Erwägungen kann die Reichsregierung der Drittelungsgrenze von 12 000 M. nicht beitreten, sie wäre aber bereit gewesen, diese auf 9000 M. festzusetzen. In namentlicher Ab stimm una wird ein Komproniß- antraa der bürgerlichen Parteien, statt 12 000 M. zu sagen: 10 200 M. mit 139 geaen 136 St mmen bei zwei Enthaltung» abgelehnt. Es verbleibt affo bei 12 0Y0 M. Der Ausschuß hatte beantragt, den A l t r e n t n e r n dieselbe Zulage zu gewähren wie den Neurentnern. Ein Antrag der Re- gierungsparteien will diese Bestimmuno wieder streichen. In namentlicher Abstimmung wird die Streichung mit 140 gegen 136 Stimmen angenommen. Eine Entschließung des Aus'chusses, die die Neufestsetzung des Ortslohnes nach Wirt'chaitsbezirken verlangt, wird angenommen. Damit ist die zweite Lesung brandet. Es folgt d'e zweite Beratung des Gesetzes zur Ausführuug der Artikel 177/178 des Friedensvertrages Selbstschutzorganisatioaen. An der Beratung betelligen sich die Abgeordnete» Ilnterlelfhn« (U.S.P.), Thomas(Komm.) und Müller-Franken(Soz.). 8 1 der Ausschußfassung wird gegen Deulschnattonal«, Unab- hängige und Kommunisten angenommen. Anträge der Bayerischen Volkspartei und der Deusschnationalen, wonach gegen die Derfügung einer Auflösung binnen 2 Wochen beim Derwaltunqsgericht oder beim Staatsgerichtshof Beschwerde zulässig ist, werden abgelehnt, ebenso die unabhängigen Anträge. Die weiteren Paragraphen werden ebenfalls unverändert nach dem Ausschußantrage angenommen. Abg. Leicht(Bayer. Bp.) gibt für seine Partei eine Erklärung ab, in der die Beschlußfassung bedauert wird. Einleitung und Ueberschrist we.-den danach angenommen. Präsident Cöbe schlägt dem Hause vor, in einer Biertelstunde in einer neuen Sitzung die dritte Lesung des Gesetzes und anderer Gesetze vorzunehmen.— Abg. H o f f m a n n(Komm.) erhebt Einspruch. Da der Einsvruch aber nicht genügend unter- stützt wird, beraumt dcr Präsident um 1014 Uhr die nächste Sitzung auf 1v$i Uhr abends an mit der Tagesordnung: Dritte Lesungen. Der Bericht über die zweite Sitzung liegt bei Schluß des Blatte, Blattes noch nicht vor. OewerMastsbewegung Ist dos Unparteilichkeit! 3n einer Streitsache des Zentraloerbandes der Angestellten gegen den Groß»B«.rl.ner Arbeitgeberverband des Großhandels sollten unter anderem auf Arbeitnehmerseit« als Beisitzer zwei Gewerk- schaftssekretäre tätig sein. Auf Arbeitgeberseit« befand sich em Sekretär des Verbandes Berliner Metallindu- strrellen als Beisitzer Vom Vertreter des Groß-Berl'ner Ar- beitgeberverbandes des Großhandels wurden die Arbeitnehmerbei- sitzer, soweit sie GewerkschaftcsekretSre sind, wegen Befangen- h e i t abgelehnt. Daraufhin wurde vom Vertreter des Zentraloer- bandes der Angestellten der oben genannte Arbeitgeberbeisitzer mit der gleichen Mot vierung abgelehnt. Der unparteiische Vorsitzende, Herr Amtsgerichtsrat Dr. Tolt, verkündete fo'genden Beschluß: Der Antrag, die Arbeitnehmerbeisitzer(Gewer kschafts'ekreläre) wegen Befangenheit abzulehnen, ist begründet. Ein Ab- lehnungsgrund bezüglich des Arbeitgeberbeisitzers(Arbeitgeber. verbandsfekretä:) liegt nicht vor. Dieser Beschluß muß das Rechtsempfinden der Angestellten auf das tiefste verletzen. Wenn die Gewertschaftssekretäce abgelehnt werden, dann dürfen konsequenterweise auch die Syndizi und An- gestellten der Arbeitg.rberverbände nicht zugelasien werden. Dagegen zeigt der oben verkündet« Beschluß, m t weicher„llnparteil'chkeit*' mancher unparteiische Vorsitzende ans Werk geht, die Interessen der Angestellten zu schädigen._ Die Lohnbewegung der Kellerarbeiter. Die gewerblichen Arbemiehmer aus den Likörfabriken und W iiigroßdandlungen tagten am Freilog. den l8. März, im großen Saal von Änion Boeker. Weberstiaße. Die Beriammlung war iibei- füllt. Li eb en ow vom Deutswe» TionSporiarbeiie» verband re'er crie über den Sch edsipiuck des ScviiwiungsauS'cblisseS, der für Männ- lirtje eine Lotunnlage von 25 M. und für Weibliche von 20 M. pro Woche ab l. März lSZl vornebt. Nachdem in den Betrieben die Beleili.ilen b'erzu Stellung»nd auch Abstimmungen vorgenommen halten, wurde daraus hingewiesen, daß es erklärlich ist, daß die Arbelier und Albeileriniie» dieemal>o eniläuscht waren. Sind doch die gezahlten Lohnsätze gerade in dieicn Berusekreiien im Gegensatz zu ähnlich gelagerten Branchen ganz besonders niedrige gewesen. Der Einwand der Arbeitgeber, überbaup« nichts bewillige» zu wollen und auch nicht zu können, wurde nicht bloß mißfällig, sondern mit größter Entrüstimi entgegengenommen. (in der Disluisro». die besonders ausgedehnt, aber auch fach- lich war. gingcn die Meinunaen über Annahme deS Schiedsspruchs bzw. sofortige Arbeiiseinstellung auseinander. Das Ansinnen einiger Uniernebmer, im Falle eines Srreiks unter Bedeckung weiter- zuarbeiten, wurde nicht bloß abgelehnt, sondern auch als mit der Ehre der Arbsriec nicht im Einllang stehend energiich zurückgewiesen. Mehrere Redner waren sich klar darüber, daß der Kampf ein'ge Wochen dauern würde, die Zeit dafür sei aber durchaus ge- eignet. ?n der dann vorgenommenen Abstimmung erklärten sich sSS rür den Schiedsspruch und 370 Kollegen stimmten da- gegen. Das verkündete Reinltal rief starken Widerspruch bei den in der Minderheit Gebliebenen beivor, die die iofortige Arbeits- einslellung wünschten. Da die Abstimmung jedoch nach jeder Rich- tung h,n einwandfrei war werden sich die in der Minorität Be- sindlichen damit abfinden müsien. Die Zahlen selbst werden jedoch auch den Unternehmern ein warnendes Zeichen sein. im Englischen Hof, Mexanderstraße 27c, vorgenommen wird. Die Drcchiler oller Branchen werden dringend ersucht, diese hoch- wichtige Versammlung z» besuchen und iür sie eifrig zu propagieren. ES gilt, gegen den Vrri'ammlungsbeschluß zu protestieren und zu zeigen, daß die Berliner Drechsler nicht willens sind, ihie Versamm« lungen zur Propagierung prrteiegoistlscher Ziele der Koiiiniimislen benutzen zu lassen. Kein Kollege, der sür nutzbringende Gewerk- schaflSarbeit eintritt, darf in dieser Versammlung fehlen, Die am 28. Februar gewählte Branchenlommission. Achtung, Drechsler aller Branchen! Mit einer geringen kommunistischen Mehrheil ist die am 28. Fe- bruar ersolgte Skeuwahl der Brancheiikommiision in einer verletzten Vsrwalliingssiyungen aus Grund eines von kommunistischer Seite eingelegten Protestes iL» ungültig erklärt worden, trotzdem dieie Wahl in der einivandsreiesten Weite vollzogen worden ist. Es muß daher abermals eine Neuwahl statlsiuden, die in einer Branchen- vcriammlimg am Montag, den 2l. März, abends 7 Uhr. Tie Wahlen im Buchbindervcrband. Die am Freitag stattgesundene Generalversammlung der Zahlstelle verlief recht stürmisch und konnte nicht zu Ende geführt werden. Auf energischen Protest der Versammlung findet die Fortsetzung derselben nun nicht wie beabsichtigt am Sonntag vormittag, sondern erst am Dienstag, den 22. März, abends ö Uhr im„D e u t s ch e n Hof, Luckauer Straße statt. Da die Ortsver- waltung beabsichtigt, für die Neuwahlen nur die von ihr heraus- gegebene Liste für gültig zu erklären, so empfehlen wir unfern Kolleginnen und Kollegen, falls kein anderer Beschluß zustande kommt, die Kandidaten unserer Vorschlagsliste, die in der letzten Generaloersammlung oerteill wurde, handschriftlich auf die Liste der Ortsverwaltung einzutragen und dafür sämtliche von der Ortsverwallung vorgeschlagenen Kandidaten zu st reichen. Die von uns vorgeschlagenen Kandidaten sind folgende: Als R e v i- o r e n William Hoffinan, Robert Gladisch: zur Gewerk- chaftstommission:- August Jmhof, Max Kempke, Franz .ytomski. Pauk Rüger, Minna Schkeihart, Milda Böttcher: vis Mitglieder zum Arbeitsnachweis-Kuratorium: Fritz Retslag, Else Unterlauff. Karl Krüger, Hedwig Brattow, Hermann Weide, Max Weiske, Franz Grobe, Fritz Machoy, Paul Krenz, Paul Bradtke, Karl Lange, Adolf Judis, Georg Bräunigcr, Maria Burckhardt, Helene Krause, Eduard Nickel, Bernhard Narr, Ernst Braun; zur Anstellungs- Prüfungskommission: August Jmhof. Ollo Hager, Franz Nohle, Georg Bräunigcr, Fritz Retslag. Minna Wegener, Hedwig Brattow, Wilhelm Barnehl, Eugen Minet. Wir bitten unsere Kolleqenschoft, vollzählig zu erscheinen und nur für unsere vorstehende Kandidatenliste zu stimmen. _ Der Aktionsausschuß. Achtung, Bauarbeiter! DaS Treiben der kommuinstiichen GeiverlsckiaktSzerspliiterer er« reicht seine» Höhepunkt. S>e haben innerbatb des Berliner Per- eins des De»t>cden Bauarveiter-Vcrbandes eine neue, vollständig ielbsiändrge Organisation gegründet, die Be- ilblüsie außerhalb der Geiamtoriamiaiion faßt. Dre in der Oeffentlichkeit sattiain besprochene Ausichlußangelegenheit Heckerl, Brand!« und Bochmann wollen die Kommunisten als ihnen günstig erscheinenden Agilalionsstoff für ihr Treiben ausschlachte». Die sogenannte Gewerlichastsab>cilu»g der V K P.D. Verbreiter ein Flug- blatt an die Mitglieder deS Bauarbeiter-Verbandes, worin zum Besuch einer am 20. März vormittag 10 Uhr in der Walhalla statlfiiidenden ollgemeinen Mitgliederversammlung auigeiorderi wird. In dem Flugblatt wird behauptet, daß der Hauptoorftand jeder Auseinandersetzung in der Ausschlußangelegeriheit geflissentlich auS dem Wege gehl. Das ist nicht der Fall. Der Hanvivorstand war bereit, in einer Generalver'ammlling die AuSschlüsie zu be- gründen. Den Komniunisten war jedoch daran gelegen, aus Kosten des Verbandes große Agitationsversaminlungen sür rbre Zwecke zu veranstalten. Ob der Hauplvorstaird erscheinen würde, war dabei vollständig gleichgültig. Die Auegeschlosienen glauben nun, daß sie eine Sonderstellung gegenüber den einfachen Milgliedein einnehmen und verlangen daher eine bevorzugte Behandlung. Dazu find aber die BerbandSeinrichiungen nicht da. Der.Grundstein� hat ausführlich die Ausschlußgiünde gewürdigt; sie müssen jedem Mitgliede bekannt sein. Allen ouSgeschlosienen Kollegen steht der gleiche Beschwerdeweg offen, niemand darf bevorzugt werden. Die am 20. März statifindende Persaiiimlung ist entgegen dem Statut einberufen. Alle Zuiainmenkünfie und Bersamm- lungen im Verbände und in den Vereinen dürfen nur von den ord- nungSmäßig gewählien Voiständen einberufen werden. Wäre es anders, dann wäre jede geordnete BervandStätigkeit unmöglich. Die am Sonntag swtifindende Versammlung dienr lediglich der kommunistiichen Agitation. Sie ist keine Beriammlung deS Berliner Vereins d« S Deutschen Bauarbeiter- Verbandes. Wir fordern alle auf dem Boden der Einheit der Gewerkschaften stehenden Kollegen auf, an der Veriatnmkung nicht teilzunehmen. Jeder Kollege, der gewilli ist. an des Geschlosienbeil unserer Or- ganisation mttzuaibeiren, bleibt der Versammlung fern. Deutscher Bauarbeirerverband, Bezirksverein Berlin. Vetriebsräieschu'e! Am Momog, den z Uhr, beginns im Sitzungssaal der Frei- Freigewerkschaflllche 2k. März, ovrmiuag« 91_ gewerlichaillicheu Belrieberälezenirole, SO. 16, Engeluier löi, IL Hof i Treppe, der Kuxius:.Wie liest der Betriebsrat eine Bilanz Lehrer: Henry Meyer. Anmeldungen werden ün Kursus erwgegen- genommen. ?eranin> für r>«n redalt. Teil Tr Wer»» Pctler. Ebarlotlendurg. für Aezeiseti: Td. Glocke. i>erl>a. Serlag Porwäris-�erlag G m d. H. fetfi» fCtri.f Loe- wSrrs-f uckoruckerei u Üenaa�infmit Poll! Erna» u. Co. t>erll.l SrnJi iftt. 3. Hirrz» 4 Beifaze». VI e befreie ich mich- von Rheumatismus? Rheumatismus und(licht sind Sto'fwech-elkrankhelten. Das B ut ist bei diesen schmcrr haften teilen n cht imstande, an« Schlacken, die aus dem Ver tennuw sproress des Klirpeis als Rüc-stand bleiben, ninwenz spülen. Deshalb lacem sich diese Rückstände besondets die schädliche Harnsäure, in den Muskeln und Gelen en ab Dort erzeugt sie die ro schmer-haiten, und die Bewegung hindernden Gichtknoten oder rheumatischen Verdickungen. Sie sind nur dauernd zu beseiti:en durch oi• Ahtrasung der Ha'nsäure- Ahla er mgen Zweckmäßig gesch ehr das durch die au! die alten unschädlic en und bewährten Vorsc if en des verstorbenen Dr med Olaf Toft zurückgreifenden Levarhol-Tabletten. Diese Levathol Tabletten habe» folgende Zusammensetzung; rad. sarsapanilae S, amm. spiric S, p�tass jodid. 5, f. reg, art tabl. IDO. Dieselben s nd leicnt uoa bequem zu neh I en. 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