fJc.135»ZS. Jahrgang flusgabe Sk Nr. Bezugspreis: W«rt«IiS!>rl.!».- üi. monatl W,-«. frei in« fsau«, Borau« zahlbar Poft» fcezug: Mouallich W.— M. emlchl. Z�u» fiellungsgebühr Ilmer ftrruzbani für Deuiichiand und Oesterreich 16,50 3R., für da« übrige Ausland bei iiiglich einmal Saftelüuig 21.50 31 Boitbe« fteDungcn nehmen an Oesterreich, Ungarn Tlchecho-Slomalei. Däne» mart Holland Luxemburg. Schweden unb die Schweiz- Singetragen in bie PbN»Zei!ung«-PreisIiste Der.Sormärts* mtl bet Sonntagsbeilage»Dal! unb Seit* unb bet Urne»» h�jttlststsbeilage �etmroelr" ericheint wBicheniaglich zweimal. Sonntag« unb 3lomag« einmal Selegronrai• Abreise: „Sajialbamottal Setiin". Morgen Ausgabe Bciituci4 ( 30 Pfennig) AnzeigenoreiSt SH achtgeipaltene flonpareinejeile toftei 5,50 3i.ftlelnr Unzeigen' ba»'ettgebrndtf Wo« IM 31(z». lässig zwei iettgebruckie Worte), tebe« weitere Wo« l,- 31 Stellengesuche und Schlaistellenanzeigen ba- erste Wo« l- 31 tebe« weitere Wo« 60 Psg Watte llbn 15 Buchstaben zählen HU zwei Watte ffanulien-An» zeigen illr Abonnenten Zeile 31 Die Preise oerflehen sich einlchliehlich Seuerungs\ufd)laa Anzeigen illr«te nächste 9hitmnee mlllfen bi« S Uhr nachmittag« in HauvigelchäN. Berlin EW 66 Linben. Kratze ll. abgegeben werben Deofsnet von g Uhr früh bi« 5 Uhr abcnb«. . ■ I Zentralorgan der rozialdemoltratircben parte» DeutfcblandQ Neöaktton und Expedition: Sw öS, Lindenstr. Z Kernfprecher! Ami Moriuplai,. Nr. IaI i»«-lSIS7 Dienstag, den ÄÄ. März vorwärts.verlag S. m.b.H.. Sw os, etndenitr.Z «Fernsprecher i Ami Morinvlni». Nr. I>7K»-S4 Seutsthe Mehrheit: Eine Viertelmillion! Ungeheure Kraftwellen sind in den letzten Monaten über das national umkämpfte Oberfchlefien dahingeflutet. Von polnischer Seite ist das Ungeheuerlichste an Organisations- und Werbearbeit geleistet worden, sind fabelhafte Summen aufgewandt, um den Abstimmungserfolg für Polen buchen zu können. Die deutsche Abwehr konnte erst verspätet organi- siert werden und hatte zudem dauernd zu leiden unter der unverkennbaren Parteilichkeit, die von einem Teil der interalliierten Besatzungsbehörden gegenüber allem Deutschen offen zutage trat. Trotzdem ist aber auch auf deutscher Seite in Oberschlesien selbst mit einem großen Organisationsapparat gearbeitet worden, in Wort und Schrift hat die Ei n w i r- kung auf die Abstimmungsberechtigten, man könnte fast sagen: Tag und Nacht, stattgefunden. Ungeheure Geldmittel sind von beiden Seiten ins Rollen oder Flattern gebracht worden. Die braven oberschlesischen Arbeiter und Kleinbauern, die sonst so ziemlich außerhalb des weltpolitischen Geschebens zu leben pflegten, sahen sich mit einem Male in den Mittelpunkt der Ereignisie gerückt, um- worden mst allen Mitteln der Ueberredungskunst, des Druckes der geistigen und moralischen Beeinflussung. Manch einem wirf' dabei das Bewußtsein seiner eigenen Bedeutung stark geschwellt worden sein, besonders wenn er die Presie beider Parteien zu verfolgen in der Lage war. So verständlich es ist. daß bei einem so entscheidenden Wahlgange mit st a r k e n Farben aufgetragen wird, so bot doch diese Art der Propa- Uganda oft ein Bild, das selbst für starke, an heftige Wablkämpfe gewöhnte. Nerven zuweilen unerträglich wurde. Darüber wird vielleicht noch später zu«den sein. Daß die polnische Propaganda an Demagogie, an natio- naler und religiöser Aufpeilschung das Bösartigste leistet, war ja schon aus früheren Reichstagswahlkämpfen hinlänglich be- könnt. Und Wojczech Korfanty, der schon als junger Mensch ein Schreckenskind innerhalb der damaligen polnischen Partei Deutschlands war. ist seinem alten Ruf auch in seiner Eigenschaft als Leiter der polnischen Abstimmungspropaganda nicht instreu geworden. Er hat den mit ungeheuren Geld- rbitteln arbeitenden Abstimmungsapparat so vortrefflich spielen lassen, daß seine Auftraggeber mit ihm zufrieden sein werden, trotzdem das Gesamtergebnis in Oberschlesien seinen Er- Wartungen sicher nicht entspricht. Zwar versuchen die Polen- blätter Oberschlesiens heute schon das Wahlresultat in euren Polensieg umzulügen. trotzdem es ganz klar zutage liegt, daß die Abstimmung den Deutschen eine Mehrheit von fast einer Viertelmillion gebracht hat. Die endgültigen Zifsernangaben schwanken zwar immer noch, qber es steht doch fest, daß für Deutschland über 70 0 0 00 Stimmen abgegeben wurden gegen rund 400 000, die auf Polen lauteten Wobei uns die berichtigende Bemerkung gestattet sei. daß in unserem Abendblatt infolge irrtümlicher telephoniscker Uedermittlong dir Zahl der für Polen abgegebenen Stimmen um rund 90000 zu hoch notiert wurde. Wir fteuen uns, daß diese Angabe nicht stimmte und daß wir sie berichtigen können. Zwar war auch nach unseren Angaben die Mehrheit der Deutschen eine *ir.hr beträchtliche, aber sie ist nach dem tatsächlichen Stünmen- uerhältnis eine viel gewaltigere. 07, An anderer Stelle dieses Blattes geben wir eine Ueber- sichtskarte über das oberfchlesische Abstimmungsgebiet. Man wird aus ihr erkennen können, wo die eigentlichen Polen- Herde sitzen. Die gefährdet st en Bezirke sind die Kreise R y b n i k und P l e ß, die den südlichsten Winkel des ober- schleflschen Landes bilden, außerdem der Kreis Tornowitz, der im Südosten einen Teil des Jndustriebezirkes umschließt. In diesen Kreisen ist die polnische Mehrheit zweifellos, während in den weiter nördlich gelegenen Kreisen die deutsche Majorität eine überwältigende darstellt. Die Entscheidung ist von der oberschlesischen Bevölkerung nunmebr geballt. Es bleibt zu erwarten, daß sie auch von den hohen Räten der Alliierten respektiert wird. Das oberfchlesische W i r t s ch a f t s g e b i e t ist eine E i n- h e i t, trotz aller nationalen und sozialen Abweichungen. In- dustrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft sind eng mit- einander verflockten und aufeinander angewiesen. Eine Zer- reißung dieses Gebietes würde eine wirtschaftliche Schädigung schlimmster Art darstellen. Nach dem Friedensvertrage soll die Interalliierte Kom- »nksston mit dem Abstimmungsergebnis aus den einzelnen Ge- meinden gleichzeitig auch einen B o r s ch l a g über die mög» liche Linienführung der Grenze den alliierten Hauptmächten unterbreiten. Keine Bestimmung des Frie- densvertrages sagt jedoch, daß die Mächte an diesen Bor- schlag gehalten seien. Wir wissen nirbt. wie er auslallen mag, haben aber leider zum General Le Rand, dem Vorsitzenden des Ausschusses nicht das Vertrauen, daß er die unbezweifel» bare deutsche Mehrhoft zur Grundlage des Vorschlages machen Dank für Oberschlesien! I e r l i n, 21, März. Der Reichspräsideuk erlätzt folgenden Aufruf: Au das deutsche Volt! Die deutsche Sache iu Oberschlesien hat einen entscheidenden Sieg errungen. Er ist dem einmütigen Einstehen des gejamken deutschen Voltes zu danken. Die eingesessene Vevölternnq hat ungeachtet aller gegnerischen Versuche, sie dem deutschen Gedanken zu entfremden, in ihrer überwiegenden Mehrheit treu zum Vaterlande gehalten. Die stimmberechtigten Ober- schlesier aus dem Reich und dem 2lusland haben, erfüllt von der Liebe zur Heimat. Entbehrungen und Mühen nicht gescheut, sie sind allen Einschüchterungsversuchen zum Trotz vollzählig nach Oberschlesien geeilt, um ihrer Pflicht gegen Heimat und Vaterland zu genügen. Mit größter Opfcrwilligkeit haben alle Schichten der Bevölkerung durch Sammtlmg der Grenzspende die Mittel beigesteuert, um auch dem Aermsten die Reise nach Oberschlesien zu ermöglichen. Die Abstimmungsorganisationen haben durch hingebende, unermüdliche Arbeit und muster- gültiges Zusammenwirten das große viert vollenden helfen. Ihnen allen ohne Ausnahme ist der bleibende Dank de» deutschen Volkes gewiß. Der Reichspräsident Eberl. Der Reichskanzler Fehrenbach. » Der Reichspräsident hat an den deutschen Leoollmöchtigten in Oppeln, Fürsten Hatzfeldt, folgendes Telegranrm gerichtet: Euer Durchlaucht spreche ich im Namen des ganzen deutschen Voltes, unftr. aller, fteudige Genugtuung über das Ergebnis der Abstimmung in' Oberschlesien aus. Ist auch noch den bisherige» Berichten der Erfolg in einzelnen Kreisen durch rechtswidrige Siewaltsame Beeinflussung beeinträchtigt worden, o bleibt die unumstößliche Tatsache bestehen, daß sich das ober- schlesische Volk in seiner überwiegenden Mehrheit für Deutschland entschieden hat. Ein hervorragendes Verdienst an diesem Ergebnis ist Ihrer und Ihrer Mitarbeiter aufopfernden Tätigkeit zuzuschreiben. Ich bitte Sie und Ihr« Mitarbeiter der steten Dankbarkeit der Reichsregierung und des deutschen Volkes oersichert zu sein. Ebert, Reichspräsident. Der preußische Münster des Innern hat angeordnet, daß sämi- liche Dienstgebäude beflaggt werden sollen. wird. Deswgeen müssen wir immer wieder darauf verweisen, daß die oberschlesische Abstimmung eine einheitliche Ab- stimmung für das ganze Gebiet und nicht für einzelne Ge- meinden und einzelne Kreise war. Nur eine Berücksichtigung des Gesamtergebnisses kann von uns anerkannt werden. Nicht aus nationalistischen, wohl ober aus allgemein wirtschaftlichen und kulturellen Gründen/nicht zuletzt auch aus Rücksichtnahme auf die Arbeiterinteressen heraus, fordern wir. bah Oberschlesien ungeteilt bei Deutschland bleibe. Die ober- schlesische Bevölkerung wird dann selb st darüber ent- scheiden können, ob es ein selbständiger Staat im Rahmen des Deutschen Reich« werden oder als preußische Provinz weiter existieren will. Die Entwicklung seiner eigenen Kultur ist ihm auf jeden Fall gesichert. Daß ihm auch seine wirtschaftliche Lebensfähigkeit gewahrt bleibe, darüber hat zu- nächst leider das Kollegium von alliierten Staatsmännern zu entscheiden. Aber diesem Kollegium die Meinung des beut- schen Volkes ungeschminkt zu sagen, ist unsere Pflicht, die wir gern erfüllen. Nach üer Abstimmung. Satlowitz. 21. März.(Eigener Drahtbsricht des„Vorwärts'.) Die Nachricht von dem Wahlsiege der Deutschen wurde in den ober- schlesische» Städten mit großem Jubel ausgenommen. Ucberall sammelten sich vor den Aeitungslokalen Menschenmengen an, die die deutschen Mehrheiten in den Industriegebieten und zum Teil auch auf dem Land« mit Begeisterung entgegennahmen. Beide Parteien geben zu, wenn auch nicht öffentlich, daß der Sieg den gehegten E r w a r- tun gen nicht entspricht. Die„Grenzzeitung" dagegen bezeichnet die Abstimmungsergebnisse als einen polnischen Sieg, indem sie darauf verweist, daß die deutsche Mehrheit durch die Städte und die Auswanderer zustande gekommen ist. Demgegenüber ist darauf hinzuweisen, daß deutsch« Mehrheiten sich nicht nur m den einzelnen Städten, sondern auch in den oberschlesischen Industrieorten besinben. Die kommunistisch« Parole für Dahlenthaltung hat keinen Anklang gefunden. Im Kreise Bismarckhütte, der als Hochburg der Kommunisten gilt, war nicht nur die Wahlbeteiligung äußerst rege, sondern es ist dort auch ein« stark« deutsch« Mehrheit zu verze'chnen. Nach den wahrscheinlich endgültigen Meldungen wurden ab- gegeben: für veukschland 70?«0. für Palen 407 000 Stimmen. Ein« polnische Mehrheit haben die Kreis« Pleß und Rhbnik, van denen das vorauszusagen war. Die Palen hatten hier mit einer Stimmenzahl von 82 bis 95 Proz. gerechnet, das Abstimmungsergebnis brachte ihnen jedoch nur ein« Mehrheit von 65 Proz. Weitere polnische Mehrheiten haben die Kreis« Graß-Strehlitz und Tarnowitz. In Tarnowitz betrögt die polnische Mehrheit 10000 Stimmen. Die Deutschen hatten hier 39,4 Proz. der abgegebenen Stimmen. Do- gegen war im Kreis« Groß-Strehlltz die polnische Mehrheit sehr gering, sie betrögt nur 400 Stünmen, so daß dort Deutschland«inen Stimmanteil von 49 Proz. hat. In einzelnen Orten wurden, eine ganze Reihe von Stimmberech- tigten oerprügelt. In Deutjch-Piekar wurden zwei Mitglieder des paritätischen Ausschusses, die Gebrüder Duder, er, schassen. In verschiedenen Orte» wurden van Palen die Straßenbahnen angehalten, die Leute herausgeholt und die als Deutsche verdächtigen Personen verprügelt. Ein« größere Zahl von Abstim- mungsberechtigten mußte aus den Ortschaften mit polnischer Mehr- heit unter dem Terror der Polen flüchten. polnische Rache. S a l k v w i tz, 21. ZNärz. Zm ganzen Landkreis Leuthen flackern besorgniserregende polnische Unruhen aus. Zu Deutsch-Piekar wurden die Gebrüder Dudek, der eine Mitglied des paritätischen Ausschusses, erschoflen. Aus der Straße veuthen— Miechowitz wurde die Straßenbahn angehalten, sämtliche Leute herausgezerrt und vor den Augen der Franzosen verprügelt und schwer mißhandelt. Einige trugen einen Nervenchok davon. Die Ortsslelle Orzegow des deutschen Plebiszitkommissariats wurde vertrieben, dreißig Personen wurden teils schwer, teils leichl verletzt. Hon hoheuliude trifft die Meldung ein. daß die Polen die Straßenbahn anhalley, Drohungen gegen die Deutschen ausstoßen und mit Gesang durch die Straßen ziehen. Auf Vorstellungen beim üreiskontrolleur wurde geantwortet, er habe keine Leute zur Ver- sügung. Zu Kars entwassneteu die polnischen Apo- beamken die deutscheu Apobeamten. Die polnische Apo schlägt aus die Leute ein. Heute abend zog iu Leuthen eine Band« von sechzig Polen iu geschlossenem Zuge zum Hotel Lomnitz. An General Le Rvnd wurde ein Telegramm um Hilfe gesandt. Zn Karbawabei Sattowih wurden haudgranalen geworfen. 3» S choppinih wurden polnische Umzüge veranstaltet. Gewalt- lätigkeiken gegen Deutsche verübt und die Wohnungen der Deutschen geplündert. Ein abslimmungsberschligler Berliner wurde aus der Straßenbahn mißhandelt. Ein im Sraftwagen vorüber» fahrender srauzösischer Offizier nahm ihn mit. Schwache französische Abteilungen sind nach S ch o p p i» i h gesandt worden. Eine schwere Schießerei ist im Gange. Die Deuffchen flüchten. Zn Zosephsdorf ziehen Banden umher und drohen, die Deut- scheu zu erschlugen. Au» Lanrahülte werden gleichfalls Zn- sammenroltungen gemeldet, welche schwere Gefahren für die Deutschen befürchten lassen. Die zuständigen Sreiskontrolleure sind wiederholt dringend von verschiedene» Selten um Hilfe gebeten worden, bisher jedoch ohne jeden Erfolg. Obersiblesisthe Stimmergebnisi'e. Im letzten Abendblatt gaben wir vorzugsweise die bis Zleich 2 t ä d dabin aus den Kreisen vorliegenden Resultate, die den besten Gesamtüberblick gewähren. Um jedoch auch einen Ver- "r''"u zu ermöglichen zwischen der Abstimmung in den i e n und den sie umgebenden Landbezirken. lassen wir hier eine Anzahl Einzelmeldungen folgen, in denen sich die Vermischung der Bevölkerung treffend widerspiegelt. Es wurden gezählt in: Stimmenzahl deutsche polnische K a i i o w i tz...,.».. 22 803 3 889 Beuthen(Stadt)...... 24 979 6 585 Königshütte...... 32 257 7 906 Oppeln(Stadt) rund..... 20 800 1 100 Tarnowitz(Stadt)..... 7 536 1 367 Bogutschütz....... 5 163 6 793 Sohra»......... 2 353 1 036 Laurahütt«....... 5 725 2 919 Siemianowitz........ 5 170 4 043 Hindenburg(Stadt) rund.. 16 000 11 000 Schwientochlawitz....... 6 335 5 875 Scharley......... 1 963 8 914 Dobrek.......... 2 545 2 246 Paulsdars......... 1 392 1 542 3 aborze......... 8 842 0 041 Rokitnitz.......... 355 1 601 Birkenhain.......... 852 1910 Orzegow.......... 1345 2 857 Ehorzow»»»»»..... 8 296 3 037 Leobschütz(Stadt)..... 9 894 01 Roßberg........ 8 085 0 138 Schlesien grub«....... 1845 2683 Hohenlinde......... 2 552 3528 Kodullahütte........ 1330 2177 Bismarckhütt«...... 8 040 4 393 Friedenehütte........ 3 595 2 512 Llpine.......... 4 041 8 806 Vtefchowitz 1682 4 400 Weitere Terrormelöungen. Bon den vielen Terrormeldungen bürgerlich« Rachrichten- bureaus sei folgender Wolff-Bericht aus Beuthen wiedergegeben: Bon zwei Grube» des Kreises R y b n i t wurden 100 Arbeit« durch polnischen Terror vertrieben. Die Ortschaften des Kreises unter- lägen unerhörtem polnischen Terror ohne jeden militärischen Tchutz. Am 18. März wurde in Godow das Automobil des Plebiszit. iommissariat» durch ein Maschinengewehr beschossen. D« Slyo- begleit« wurde getötet, der Führ« verletzt. An einigen Orten wurden die ankommenden Wahler oerprügell Schwerst« Terror wird auch aus dem nördliche» Teil des Kreise» Pletz in dar Um- aebung von Nikolai gemeldet; Wähler und deren Gastgeber wurden bedrom. beschimpft und teilweise verletzt. In der Nacht zum 19. März wurde das Dorf Anhalt von einer Band« umzingelt und zwei Stunden lang beschossen, das Pfarrhaus durch drei Handgranaten schwer beschädigt.(Anhalt«gab eine starte polnische Mehrheit. Ned.) Die deutschen Mitglied« des Wahlbureaus m Radzionkau iKreis Tarnomitz) legten ihre Aemter nieder, weil ihnen ihr« Ermordung angedroht wurde. Aehnliche Terrorfälle werden aus den Kreisen Groß�trehliy, Kottowitz, Hindenburg und Gleiwitz-Land gemeldet. Zahlreiche Dörfer forderten militärischen Schutz an, da sonst die Aus- Übung der Abstimmung unmöglich sei. Bestürzmrg tu Paris l Paris, 21. März.(EE.) Die französisch« Presse ist von dem Ab- stimmungsresultiit wie vom Schlag« getroffen.(Das Bureau Est-Turope. dem diese Meldung entstammt, hat bisher niemals Partei genommen! Red.) gm allgemeinen gebrauch! mau die Attlegenheilsausrede, daß man dt« au» Deutschland stammenden Zahlen nur mit größt« Reserve aufnehmen dürfte und man erwartet erst für den Montagabend genaue Einzelheiten, die General Le Rand in ein« Depesche ankündigt. Ein Blatt behauptet, alle deutschen Großindustriellen hätten für den Fall, daß das Land pol« nisch würde, die Schließung ihrer Betrieb« angedroht, so daß die Wähler, durch die Sorge um ihre Existenz eingeschüchtert, deutsch hätten wählen müssen. Da in Deutschland der Militärdienst nicht ob- ligatorisch sei, habe man den Wählern eingeredet(l). daß pol- nisch wählen gleich wäre mit nochmaliger Einziehung zum Militär- dienst. sPolen ist doch durch die Entente zur allgemeinen Wehr- Pflicht gezwungen! Red.) Fast all« Geistlichen(!) hätten ihre Macht gegen Pole». benutzt» wetterHin Hab« man versprochen. all« großen Domänen zu»«teilen und allen politischen Verbrechern Amnestie zu gewähren. Schließlich maß jedoch die Presse zugestehe». daß etwa 68 Proz. für Deutschland gcinmmt hätten. In der Kan,- m««regte diese Nachricht große» Aufsehen und allgemeine B e> st ü r z u n g. Man war aus alle» andere eh« gesaht a(< auf einen solchen gewaltigen Sieg Deutschland». Auf der andere» Seite. Warschau. 21. März.(C. E.) Der �Oberschlesische Palmsonntag" ist hi« völlig ruhig ohne irgendwelche Kundgebungen»«laufen; e» machte sich sogar eine gewisse Mspannung nach den Aufregungen der letzten Woche bemerkbar. Abends meldeten Extrablätter den un- gestörten Verlauf d« Abstimmung. D« Staatschef PUsudski und der Ministerpräsideat Wllo» sind von Warschau abwesend. Segrüßuag Üer heimkehrende«. Der erste Sonderzug mit de« au» Oberschleflea zurückkehrenden Abstimmungsberechtigten traf fahrplanmäßig gestern abend um 19 Uhr 22 auf dem Schlestschen Bahnhof in Berlin ein. Er wurde va» einer begeisterten Menge begrüßt, und Reichskanzler F e h r« n. dach sprach de« Aeimtehrende» de» Dank de« deutichen Volles aus. Fast zu gleich« Zeit traf auf dem Görlitz« Bahnhof ein weiterer Atstimmungszug ein. D«t hielt Oberbürgermeister B ö ß ein« Be- geühungsansprache. lieberall herrschte groß« Freuds über den beut- 'chen Sieg in Oberschlesien. Sie habe»«» durchgemacht! Klagenfurth, 21. März.(WTV.) Die aufrichtige und herzlich« Anteilnahme des Käratner Lande» an allem, was Deutschland betrifft, zeigt« sich auch in dem reichen Ergebnis ein« von d« reiche- deutschen Kolonie in Kärnten veranstalteten Sammlung für das be- drohte Oberschleflen. Diese Grenzspende«zielte bish« 800000 Kr, Die Internationale der Misten. Offener Brief an Mr. vilett«(Pari»). Auf dem Kongreß zu Rotterdam ist die.Ligue mondiale de« Organisation» d'Artistes" neu geboren. England, Belgien, Frank» reich. Deutschland, Oesterreich, Ungarn, Spanien und Skandinavien hatten Vertreter gsandt. kitollen und Amerika nicht, doch werden lie an d« nächsten Kongreßsitzung wohl teilnehmen. Man hat nur drei Tag« getagt, ab« mit Fleiß und Ausbau« gearbeitet und es wurde auch viel Nützliche» vollbracht. Man hat üb« Rechtsschutz, Hilfe. Unterstützung, Darlehen, Altersversicherung usw. beraten und hat zwischen den Vertreter« van acht Nationen endlich die ersehnte Einigkeit und vollständige Verständigung erreicht. Gegen Ihren Willen lind Sie zum Vorsitzenden ernannt worden. Haben Sie die Kraft, solch« Stell« zu bekleiden? Sie haben damit ein« große D«antwortung übernommen, für die schwere Arbeit, die Ihnen bevorsteht, haben Sie jetzt schon unstren brüderlichen Dank. Sie wollen die gesellschaftliche Hebung der Korporation und die größte Brüderlichkeit unter uns allen ermöglichen. Sie haben In Gegenwart der Vertreter Deutschland» und Oesterreichs gesprochen, mm Konorah haben Sie gehört, daß e» nicht die Artisten waren, die den Krieg gewollt haben, von Darkoy, wie groß die Not bei uns ist, wie entsetzlich groß unser Elend. Sie haben jene stolzen Worte geantwortet:.Sie müssen in mir keinen Franzosen, sondern lediglich einen Dtttret« d« Artisten sehen, d« nicht nach persönlichen Ge> fühlen, sondern als Vertreter der Organisation handeln will und muß." Also ist doch d« Glaube noch nicht tot. Herrliche Kunst, wir wollen dich begrüß«, mit den Worte» von E. M. v. Web«: „Du göttliche Kunst, alles Schon« fei ups wert, welch« Himmelsstrich es auch«zeugt haben mag." Dt» internationalen Verbindungen sind wieder aufgenommen. wir wollen aber ein« Internationale bekommen, welche aus solider Basis beruht. Gut! Au» Erfahrungen d« Nachkriegszeit müssen wir ab« leider feststellen, daß die Wiederherstellung internationaler Beziehungen seinen Grund heut« noch immer und allem in dem blindwütigen Haß von Franzosen findet. Wir wanhera hinaus... bergauf, bergab. Di« jung« Lonne breitet die strahlenden Arme um die erwachend« Welt. Ein frühlingswarmes Wiedersahen... aber rauh weht noch d« Wind. Eine Klage und Anklage geht durch die Erde — unaufhörlich weil»! Kann das die hart« Lage ändern, kann es helfen? Wir erblick«» in uns««» Kunst«in« blühend« lebende Göttin. Wenn der Mensch sich aus der Misere des Leben» in fried- licher Gefilde zu retten wünscht, kommt er zu uns. Dumont, Sekretär de» N. A. P, schloß sein« Red«:.Wir wollen in Frieden leben, nur von uns«« Kraft, nicht» geschenkt haben, leben nur von dem Ertrag unser« Arbeit." Und Sie. Mr. Vilett«, haben uns die Verteidigung unser« Snteresien und die gesellschaftlich« Hebung der Korporation versichert Rögen Ihre Worte nicht leer« Worte Das Spiel mit Melterlebea. Der ProvokatipnsfeSlzug btsc.tftötm Fahm" geht"nge- schwächt rveiter. Mit Aufrufen von ungeheuerster Maßlosig- keit sucht das Kommunistenblatt seine Leser in einen T a u m' l der Unzurechnungsfähigtsuzu Hetzen. So schreit in der Montag-Abendausgabe ein irt Riesenleatern quer über die Seite gedruckter Aufruf:„©chottwüten in Mitteldeutschland die Bluthorden Horflngs'.(Sis- heristkeineinzigerSchußgefallenI Sfted. d.„Vorwärts".)»Llrbeittrl Ihr könnt it i ch t warten, bis tste Mordgefellen der Gegenrevolution Euch zu Tausenden abschlachten!(f. o.) Sorgt dafür, daß den Orgeschbanden die bewaffnete Macht des Prot«- t a r i a t s gegenübersteht!" An diesen drei Spalten brelten Aufruf' schließt sich noch ein zweispaltiger, der wiederum auf« fordert„M it der Waffe in der Hand die Gegenreoo« lution zu schlagen". Diese Waffenaufrufe werden serviert in einer Umrahmung wildester Schimpfereien gegen die sozialistischen Parteien. Weder diese Aufrufe noch die der vorigen Nummern sind vonirgendeinerStellegezeichnet. Wir können uns zu eigen machen, was die»Freiheit hier- über und über die gesamte K.P.D.-Taktik bemerkt, die schreibt: Niemand hat olso cmscheinsid den Mut, die Derantwor- tung dafür zu übernehmen, was au» dieser Aufsord«ung zum Putsch folgt. Es handelt sich also nicht um die Führung der Ar- beiterschast zur rwolutionären Erhebung, sondern um die nie» drige Hetze unverantwortlicher Subjekte und an- onymer Feiglinge. Jede politische Partei und jede andere Organisation der Arbetterklasse, die ihre Gefolgschaft zu« Kampf aufruft, pflegt ihre Aufforderungen verantwortlich zu zeichnen und die Personen zu nennen, die hinter dieser Aufforderung stehen. Da» vermeidet die„Rote Fahne" und die BK.P.D. Diese Methode unterscheidet sich in der Tat nicht mehr von den Gewohn- Heiken d« Achtgroschenjungen. Aber was ist geschehen? In Deutschland nicht», was ein der- ortiges Borgehen begründet erscheinen lassen könnte. Di« Rüstun- gen der Reaktion sind nicht neu und sie tragen in jüngst« Zeit keine Merkmale unmittelbarer Gefahr zur Schau. Nur politisch« Narren können sich durch dies« Bewegung von «inigen Hundertschaften Sipo in«inen solchen Zustand der Ilnzu- rechnungsfähigkeit versetzen lassen. Dagegen scheinen in Ruß- land Dinge vorzugehen, die e» den russischen Oberbefehlshabern der kommunistischen Bewegung zweckmäßig«scheinen lassen, irgend- wo in d« Welk einen Vraad zu stiften. Fühlt sich der neu« Partei- vorstand verpflichtet, sein« und sein« Vorgänger großmäulig« Versprechungen einzulösen durch ein halsbrecherisches Spiel? Ist dem so. dann finden wir es begreiflich, daß dieser neue Parteivorsta.id zwar da» Leben von Arbeit«« lelchlserlig aufs Spiel setzt, den eigenen hals aber in Sicherheit bewahrt, indem«r in anonymen Aufrufen putscht und in«in« Füll« von ebenso anonymen Zeitung«. natizen stichelt und hetzt. Auch uns erscheint unzweifelhaft, daß diese ganze Hetze auf„höheren Befehl" von Leuien erfolgt, die von der deutschen Situation kein« Ahnung haben. Denn es ist doch gar zu ouffSllia, daß die„Note Fahne" isit einer Woche unausgesetzt über das„Wüten von Mordvanden und Bluthorden" kreischt, während tatsächlich gerade die letzte Zeit ohne den geringsten blutigen Konflikt verlaufen ist. Die Sache in Mitteldeutschland ist an den Haaren herbeigezogen, um den Schein eines Vorwandes zu haben, das zeigt auch die neueste Blüte de» Schimpflexikon»:„Der orgeschfrefserische Hanswurst S e o« r i n g und der neu« Muchund H ö r f i n g"(peg keinen Tropfen Blut vergossen hat! Red. d. L.) Wir wiederholen immer wieder: Moskau braucht Leichen! Die V.A.P.D. hat den Befehl des Exetutwkomi- tee», in den nächsten Tagen oder Wochen blutig« Zu- sammen stoße in Deutschland herbeizuführen. Da den gewissenlosen Schergen Moskau» niemand den Vorwand liefert, so suchen sie einen Akt der. Regierung durch täglich« Ge setzesverhöhnung wie die fortgesetzten Aufrufe zur Bewaff- bleiben. Wir möchten nicht wied««in« Enttäuschung«leben. Ihnen uns« volle» B«trau«n und unsere herzlichen brüderlichen Wünsche. Glückauf! Kapellmeister B. Murzilli, Kassel. va« Zwelmark-Elnkrtttsgeld für dle Berlin« Museen wird nun doch, trotz de» Widerspruch» der Berliner Museumsleit« und trotz des Proteste» fast der gesamten öffentlichen Meinung vom 1. Zlprll an— zunächst„probeweise auf«iv Jahr"—«hoben werden. Die Sonntoge und je«in Wochentag(für Nationalgalerl« und Krön- prtnzenpalai» zwei Wochentage) bleiben frei. Da» zukünftig« Schloß- museum aus 13 zurückgegangen. Ter Mörder auS der Malplaquetstrahe ist gestern dem Untersuchungsrichter vorgeführt Wörde». Kriminal- kommistar Tegtnwyer liefe im Laufe de« TageS«eine Angaben über dos Versteck des geraubten Geldes und der Schmucksachen nach- prüfen und fand sie bestätigt. Kappe hatte im ganzen 6300 M. erbeutet. Er brachte heimlich alles nach dem Hausboden, der zu der Wohnung seiner Eltern gehört und versteckte es dort unter einer Diele. Sa oft er Geld brauchte, holte er von Zeit zu Zeit kleinere und größer« Beträge unbemerkt aus dem Versteck heraus. Unter der Diele fanden die Kriminalbeamten noch 8350 M. und die Schmucksachen, von denen der Randmörder noch kein Stück zu Geld gemacht hatte, weil er noch über bares Geld verfügte. Sauerkohltonne und Einbrecher auf der Falltür. Gestern abend hörte» Bewohner des HauieS Michaelkirchplatz 15 Geräusche hinter einer eisernen Kellertür und benachrichtigten die Schutzpolizei. Nach gewaltsamer Oeffnung der Rellertür durch Be- amte versuchten diese, auf einer Wendeltrepve nach den im Parterre belegenen Räumen der Kolonialwarenhandlung von Emil Hecht zu gelangen, was ihnen aber nickt gelang, da die Einbrecher eine Tonne Sauerkobl auf die Falltür gerollt und sich selbst daraui ge- stellt hatten. Erst nachdem man noch zwei Beamie herbeigeholt hatte, konnte die Tür gehoben werden. In dem Laden uafim man zwei Männer, den 80mhrigen Monteur Peschke und den 21 Fahre alten Monteur Alexander Hermelin aus Warschau fest. Man fand bei ihnen außer Einbreckerwerkzeugen auch einen Dolch. Staütbaurat Aizler, der seit Januar 1S17 dem Magistrat Neukölln angehörte, wird be- reits Ansang April einem Rufe nach Mannheim als erster Baurat Folge leisten. Der Weggang Zizlers bedeutet nicht allein für Neu« kölln, sondern auch für Berlin einen Verlust. Fn den Sl/3 Jahren seiner Wirksamkeit hat Zizler einem Elstarken der gemeindlichen Bautätigkeit die Wege geebnet; sein großzügiges Wohinlngsprogramm konnte er wegen der bekannten Finanznot leider nur zum Teil durchiübren. Immerhin hat er die Wohnungsbaugruppcn in der Geygerstratze, in der Köllniichen Heide und vor allem die Siedlung am Dammweg zur Ausführung gebiacht. Und in den großen Er- weilerungSbauten des Buckower Krankenhauses sowie dem Neubau des Säuglings- und Mutrerheims, denen Eröffnung in kommunalen und medizinischen Kreisen mit Spannung entgegen gesehen wird, hat fich Zizler ein b l e i b e n d e s V e r d i e n st er« warben. Wofür dem scheidenden Baurat aber das ehemalige Reukölln zu besonderem Dank verpflichtet ist, find besten rastlose Bemühungen am Aufbau der Regiebetriebe. Durch Umwandlung dieser Regiebetriebe in eine kommunale G. m. b. H. hat Zizler die soziale Schöpfung in eine Wirtschaftsform gebracht, die den ge« me-nnützigen Charakter wahrt, der sie gleichzeitig aber auch in die Lage setzt, die Konkurrenz mit der Privatwirtschaft aufznnehmeiu Unter seiner Leitung haben sich dieie Betriebe trotz der Unsicherheit in der Bauwirischaft gut entwickelt; sie werden der neuen Stadt« gemeinde Berlin um so mehr zum Nutzen gereichen, je mehr die Betriebe Gelegenheit haben, sich zu festigen. Wir bedauern das'Scheiden Zizler« als Vorsitzender des Auf« sichtsrats der Stadtbaugesellschaft. Er hat die Berufung nach Mann« heim nicht nur angenommen, weil er damit wieder in seine iüd- deutsche Heimat zurückkehrt, ffondern weil er glaubt, datz das Wirken in einer zukunftsreichen geschlossenen Stadt für ihn dankbarer ist als in einem Ausschnitt von Grotz- Berlin, der durch die Ein» gemeindmig seine Selbständigkeit gerade in den grundsätzlichen Fragen des Bau- und Siedlungswesens verloren hat. Eine Bande von Kirchenembrecher« haust seit einiger Zeit in der Umgegend von Berlin und in der Mark. In der näheren und weitere» Umgegend von Berlm sucht« sie zuletzt die Kircken in der Königin-Luisen-Stratze in Dahlem, ur Lichtenrade und Fredersdorf heim. In der Provinz die Kirchen in Schöneberg im Kreise Ost- Sternberg, in SchwiebuS. in Alt» Wietze» in der Reumark und in Freienwalde. Di« Beute in Lichtenrade wurde den Einbrechern von einem Stratzenbahnschaffnev wieder abgejagt. Dieser hatte beobachtet, datz zwei Männer an der Endhaltestelle der Linie 78 in Tempelhof einen gefüllten Sack niedergelegt und sich dann entfernt hatten, als sie ihn kommen sahen. Allem Anscheine nach hat man eS mit einer Berliner Band« zu tun, die von hier aus planmäßig ihre Beutezüge unter« nimmt._ ch Megerunfall. Ein Akrobat schwer verletzt. Ans dem Flugplätze In Johannisthal wurden gestern nachmittag eine Reihe von Schauflügen gezeigt, bei denen ein Kletterkünstler Nolando die wagehalsigsten Kapriolen ausführte. So kletterte er trotz des böigen Winnes und der großen Geschwindigkeit d-s für diesen Zweck mir notdürftig hergerichteten Doppeldeckers in das Fahrgestell, zeigte sich freistehend auf dem Rumpfe und anderes mehr. Plötzlich hatte es den Anschein, als ob die Maschine dem Steuer nicht mehr gehorchte, sie begann sich zu drehen und stürzte dann über Kops und Flügel ab, so daß sich der Rumpf über die linke Trag- fläche schob. Während der Führer unversehrt blieb, hatte Herr Rolando den rechten Ann gebrochen und auch anscheinend schwere innere Der- letzungen davongetragen. 3n de« Proviuziallandlag sind m den Kreisen Niederbarnim, Teltow und Beeskow folgende Genossen gewählt worden: Lehrer W e st p h a l- Oranienburg. Max S i n g e r- NowaweS und Will D r ü g e m ü l i e r- Beeskow. ??s Skwe Menschenkind. II. Mütterchen. Bon Martin Andersen Rerö. Und nun nahmen sie Gegenstand für Gegenstand noch- mals vor. Ueber den großen Klaus einigten sie sich ohne wei- teree: es wäre ein Unrecht gewesen, ihn auf seine alten Tage fremden Leuten zu überlassen: sie mußten eben versuchen, ihm da draußen in den Dünen Futter zu verschaffen.„Es ist auch ougenehm, wenn man Fuhrwerk hat," mesnte Lars Peter; „das verleiht gewissermaßen mehr Ansehen. Und etwas kann Hroohl auch mit ihm verdient werden." Das waren freilich nur lauter Worte, im Herzen machte er sich große Sorgen darüber, wie es drüben mit dem Pserde werden sollte. Aber keiner von beiden wagte es, den Gedanken zn Ende zu denken, daß sie sich von ihm trennen sollten. Um die Kuh dagegen wurde regelrecht gekämpft. Lars Peter wollte auch sie mitnehmen.„Sie hat uns so lange treu gedient,* sagte er—„und die Kleinen haben ihr Nahrung und Gesundheit zu verdanken. Und schön ist es auch, einen Tropfen Milch im Hause zu haben." Aber hier war Stine die Bernünftige; wenn sie die Kuh mitnahmen, mußten sie auch ein Stück Wissenland dabei haben. Lars Peter lachte:„Ja, das wäre gar melft fo dumm, wenn man ein Stück Wiese auf den Wagen ausladen köimte :— und auch ein Stück Moorl Denn da draußen war nichts als Sand. Nun, dann gab er also die Kuh auf. l,Aber das Schwein behalten wir— und die Hühner auch!* Stine war gleichfalls der Ansicht, daß es gut fei, ein paar Hühner zu hcMn. und das Schwein konnte von Fischabfällsn leben. Am Tage vor der Auktion ordneten sie emsig all das alte Gerumpel und schrieben mit Kreide Nummern auf die ein- zelnen Bündel. Die Kleinen halfen dabei, vor Spannung liefen ihnen die Nasen. „Aber da sind sa Sachen dazwischen, die nicht zstsammen- gehören," sagte Stine und zeigte auf die Bündel, die Lars Peter zusammengesucht hatte. „Es kommt nicht so genau darauf an,* erwiderte Lars P-ter. JDta Laute bemerken«neu Stiesel in dem einen Bündel und dann bieten sie und kaufen den ganzen Kitt. Dann sehen sie den zweiten Stiefel in einem anderen Bünde!— und bieten auch daraus. So ist es auf ollen Auktionen. Man kriegt ein gut Teil mehr, als man gebrauchen kann— und Idas meiste gehört nicht'zusammen." Stine lachte:„Ja, du kennst die Sache, du!* Der Vater hatte selber die schlechte Angewohnheit, Auktionen zu besuchen und mit wertlosem Gerümpel nach Hause zu kommen. Der Kredit lockte. Wieviel Schund sich da übrigens im Laufe der Jahre auf den Speichern und in den Wirtschaftsräumen ansammelte! Es tat wohl, einmal aufzuräumen. Die Kinder konnten das meiste für ihre Zwecke verwenden; sobald sich eine Geleyen- heit bot, zogen sie— wie die Ratten— mit den Sachen ab. Der Tag der Velsteigerung war gekommen. Ein milder, grauer, mit Naß gesättigter Lkrobertag. Die weiche Lust war wie durchsichtiger Stoff, der sich auf alle Dinge herabsenktc und sie einhüllte. Die Landschaft mit ihren verstreuten Hau- fern und Bäumen richte in feuchte Stimmung versunken Im Elsterkwest war man früh aufgestanden; Stine und Lars Peter hatten viel zu laufen gehabt, zwischen Wohnhaus und Scheune und zurück. Jetzt waren sie fertig und hatten sich zurechtgemacht, auch die Kinder waren im Staat und gin- gen erwartungsvoll umher, mit naßgekämmten Köpfen und Gesichtern, die noch rot waren vom Scheuern mit grüner Seife. Stine ging nicht behutsam zu Werke: es tat weh. wenn sie die kleinen Ohren vornahm, und die Seife brannte in den Augen. Ein Heulkonzert war unvermeidlich. Aber nun war die angenehme Prozedur überstanden urld wurde in den nach» sten acht Tagen nicht wiederholt; Kindertränen trocknen schnell: und die kleinen Gesichter strahlten dem Tag entgegen. Der kleine Paul wurde zuletzt fertig. Stine konnte ihn beinahe nicht auf dem Stuhl festbalten, während sie ihn zu- rechtmachte, er wosite hinaus.„Na, was sagst du denn nun zur Schwester?" stagte sie, als er fertig war, und hielt ihm ihren Mund hin. „Hinke!" sagte er und sah sie schelmisch an; er war in übermütiger Laune. Christian und Else lachten. „Nein, jetzt antworte ordentlich," sagte Stine ernst; beim Erziehen ließ sie sich auf keine Späße ein.„Es heißt: danke, liebe— na?" „Dante, liebe Dunkel* sagt« der Junge, unbändig lachend. »Ach. du bist heut» recht einfältig.* sagte Stine und setzte ihn auf den Fußboden. Er lief auf den Hof zum Bater und setzte sein Treiben fort. „Was sagt er?" rief Lars Peter von draußen. „Ach, das ist ein Wort, auf das er selbst verfallen ist— das macht er so oft. Er glaubt sicher, daß es etwas Unartiges bedeutet." „Dunke— Dunkels rief der Junge und zog den Vater am Bein. „Willst du dich wohl in acht nehmen, du Knirps, sonst werd' ich dir.. sagte Lars Peter, den Schwarzen Mann spielend. Der Junge lachte ausgelassen und floh hinter die Pumpe. Lars Peter fing ihn ein und nahm ihn und Schwester auf seine Schultern.„Wollen wir einen Gang aufs Feld machen?" fragte er. Stine und Christian gingen mit; war es doch der letzte Spaziergang dorthin. Unwillkürlich erfaßte jeder einen. Zipfel von Lars Peters Wams. So wanderten sie den alten Weg über die Lehmgruben, am Moor vorbei, nach der andern Seite hinüber. Es war doch ganz seltsam: alles sah jetzt, wo sie Abschied davon nehmen sollten, ganz anders aus. Das Moor und die Lehmgrube hatten so viel zu erzählen, von den Spielen der Kinder und Lars Peters Plänen. Der Graben mit den Brombeeren, der große Feldstein an der nördlichen Grenzscheidc, der Steinsarg. hinter dem man sich voreinander verstecken konnte— olles sprach heute auf eigentümliche Art zu ihnen. Auf den Feldern war die Herbstbestellung beendet. die Wintersaat lag in der Erde, alles war in Ordnung, den Nachfolger zu empfangen, wer es nun auch sein mochte. Lars Pejer wollte nicht, daß der neue Besitzer über irgend etwas zu klagen hatte. Niemand konnte sagen, er habe das Besitz- tum vernachlässigt, weil er selbst hier nicht ernten sollte. „Ja. hier ist unsre Zeit also vorbei," sagte er. als sie wieder zum Hause zurückkehrten.„Gott weiß, was unser neues Heim uns bieten wird!" Seine Stimme klang nicht mehr so sicher wie früher. Drüben auf der Landstraße sammelten sich die Leute an. In Gruppen standen sie da oben und kamen erst zum Elstern- nest herab, als der Amtsgehilfe und der Polizeidiener ein- getroffen und aus dem Wagen gestiegen waren. Stine schrie beinah auf, als sie die beiden Männer sah; es waren dieselben zwei, die damals die Mutter geholt hotten. Aber heute kamen sie mit einem besseren Austrag, und sie redeten freundlich und gemütlich. .(Forts, folgt) Clne GedSchknlsfeler f3t dis bor elttewt Jahr« an« Anlaß de« Kapv'Putsches ericbosscnen Genosien Wilhelm Witzle und Karl Felgen- ireff fand am 20. März auf dem Tegeler Gemeindefriedhof statt. Nachdem der aus Genosien bestehende GesangSchor einige Trauer- lieber vorgetragen, hielt Genosse Max Schütte die Gedächtnisrede. Nach dem zweiten Liede fiel die Hülle eines errichteten Grabdenl- mal«, an desien Front die Inschrift.Opfer der Märzunruhen' prangt. Genosse Halses legte unter kurzer Ansprache namens des WahlvereinS einen großen Kranz mit roter Schleife an der Grab- statte nieder. Von etnem größeren Vraude wurde gestern die Berliner Löwenbrauerei, Abteilung l und Z in Lichterfelde am Marienfelder Weg 6. betroffen. Mittags stand dort der Dachstuhl der Brauerei in solcher Ausdehnung in Flammen, daß die benach- richtigten Feuerwehren von Lichterselde, Lankwitz usw. längere Zeit tüchtig Wasier geben mußten, um den Brand zu löschen. Der Dach. stuhl war aber nicht mehr zu retten; er brannte nieder. Die Cnt- stehung war nicht aufzuklären. Der Schaden ist ganz bedeutend. Das lehke Sinderkonzerk tm Zirkus Busch am Sonntag gestaltete sich zu einer lebhaften Dankeskundgebung für den Dirigenten Pro- fesior R ü d e l und den Veranstalter Geh. Rat Dr. Fischer. Nach dem Gesamtchor.Freude, schöner Götterfunken' überreichten«in Knabe und ein Mädchen dem Leiter einen kostbaren Blumenstrauß und dankten ihm für seme vortrefflich« Führung. Bor dem letzten Gesamtliede.Nun zu guter Letzt, geben wir dir jetzt zu der Reise das Geleite', das sich Geh. Rat Fischer als Abschiedslied erbeten hatte, er- schienen dieselben Kinder bei ihm mit einem Blumenstrauß und dankten auch ihm für die Veranstaltung dieser Konzerte. Geh. Rat Fischer sprach den Wunsch aus, difj das deutsche Lied, der Trost bekümmerter Herzen in schwerer Zeit, auch fernerhin in den Berliner Volksschulen treu gepflegt werden und zur Wiederaufrichtung unseres daniederliegenden Vaterlandes beitragen möge. Ein größerer Einbruchdiebstahl ist in der Nacht vom Sonn- abend zum Sonntag in der AbänderunaSwerkstatt der Kleiderwerke B a e r S o b n in der Tbausieeftr. LS/SV erfolgt. In raffinierter Weis« find die Einbrecher über da« Dach des an das Friedrich- Witbelmstädlisch« Theater angrenzenden Gebäude« gelang«, um von dort der Abänderungswerkstatt einen ve'uch abzustatten. Die Ein- brecher durchsägten die Zimmerdecken und fanden in der«bände- rungSwerkstatt reichliche Beute gerade solcher Sachen, die von den Kunden zu den Feiertagen gekauft worden und an denen Abände- rungen erforderlich gewesen find. Die Kleiderwerke Baer Sohn bitten olle diejenigen Kunden, die Abänderungszettel besitzen, sich möglichst sofort und-war in den Voimillaysstunden ins Geschäft zu bemühen, damit sie Gelegenheit haben, andere Sachen auszu- suchen. Das Märkische Museum bleibt am Karfreitag, am Sonnabend und am 1. Osterfeiertag geschlosien. Am 2. Feiertag ist es wie ge- wöhnlich für die Besichtigung non 10—3 Uhr geöffnet. Personen, die den Aufenkhaltsork der Mime Behm wissen, deren Ehemann in Dabendorf durch den Mörder Kolbe«rschosien worden ist, werden gebeten, Mitteilung an Richard Milte, Goten- straße 21, gelangen zu lasien. W. betont, die völlige Unschuld der trrcm Behm als Nichtbeteiligte an dem Morde nachweisen zu können. Bermiht wird seit 20 Februar der Arbeiter Reinbold I e f e r. Der Bermihte ist SO yabre alt und war bekleidet mit alter grauer Foppe, duntlei,«inkleidern. Hoizschuben. Nachrichten erbittet Frau Ies er. Rügener Str. 10, oder das nächste Polizeirevier. In der»Scala- wird am Karfreitag, abend« 7.30 tkbr, nicht der Film.Wunder de« Schneeschub«' vorgrsübrt, sondern der Berliner Lehre» Gesangverein gibt dort seit« KarsreitagSlonzert. «ichtbilder-Borträge über Geschlechtskranrhette«, gebalten von «erztinnen. nur für Frauen(unentgeltlich) finden heute DieuSIag abend» 8 Übt In Lichtenberg, Pai kaue. NO.. Patteurttr. 44ktS: N.,«arten- Pratze SS; N., Panlftr. 20/21; 91., Dunckerstr. 6a; NW.. Dorothcenftr. 12: E., Steinftr. 81)34, Stralauer Sir. 15/22; SO., Mariann enitr. 47 und Mittwoch, den 23. März, abend« 8 Uhr. in Schöneberg, Kolonnenstr. 31/23, Ehmloltenburg, Eueriltestr. 32. statt. «harlottenburg. Oesfeutiiche Versammlung der«kfent der 29. und 30. Gemeindeichule in der Schuiaula, Wiebestratze, am Mittwoch. de« 83. März, 7'/, Uhr. Dr. tt oew en stein spricht über: Weltliche Groß-Serliner Parteinachrichten. heute, Dienskog, den 22. Istfirj: Hezlrksführer, öetriebsvertraueasleute, Werbe- ousschußmitglieöer! Es wird nochmals darauf aufmerksam gemacht, daß zu der heute abend 0 Uhr im Lehrer-Verelnshaus stallfindeudeu Allgemeinen Funktionärversammlung nur diejenigen Funktionäre Zutritt haben, die sich ordnungsgemäß ausweisen können. Wer es unterlnsien hat, sich die neue Ausweis- karte zu beschaffen und wer länger al» 2 Monate mit seinen Bei- trägen refiiert. kann an der Versammlung nicht teilnehmen. ___ Der Bezirksvorstand. _.«i®)icsvorstand»fitzm>s. 4. WM. 714 Uhr gahladend im Nallonalhof, Mlowstr. 87. 714 Uhr gahlabenb In den Bezirlslokalen. «.«dt. t«.«M. VA Ahr gablabend h» falzend« Lakaien: Rai, Sieichenberge« Strotze SS: Kibestrert, Äeichenbrrger Str. 127; Wolff, Farsterstr. 44: Bar«. Lauscher Str. 52. 12. Abt. 7 Uhr gahladend in folgenden Lokalen: Sieink«, Rittrrftr. US; Riestodztani, Brondendurastr. 54; Iatzek, Alexandrineustr. 187. 18. Abt. 7 Uhr g-chlabrnd. Die Bezirke 253—282 bei Siewert, Lang« Strafte 22. Für die Ilbnqen Bezirke bel Schuckert, Rüdersborfer Str. 2. 17. Abt. 7 Uhr bei Murrer, Saprivistr. 8, Abrechnung mit den Bezirks- ftlhrern. Um 714 Uhr erweiterte Borstandsfttzung. 21. Abt. 7)4 Uhr gahlabenb. Die Bezirke Neble und Friedrich bei ltrbske, Sbertipr. 8; Bezirk itutter bei Wrövel. Heldouseldstr. 22 und Bezirk Händler bei Beetz, Thaerstr. 22. 2S.«dt. Vr~ Uhr bei Sohl?«, Frlebrichsderger Str. B, Sitzung der Be- zirkastihrer. Ltimtliche Marken und Sammellisten find miizubringen. 23. Abt. gahladend in folaenden Lokalen: Sott. Bardeleden-, Ecke stnip. robestrafte;„Csbinger Klause'. Elbinger Str. 42; Eiedel, Esmarchstr. 9; Schdtzcl, Tothenwo-, Ecke Tborner SIrafte. 27. Abt. 71) Uhr gahlai�nd in den bekannten Lokalen. 29. Abt. Vi Uhr gahlabenb. Bezirk-«08. 9Z9. 910, Sit, 912. 913, 914 u. 923 bei Schneider, Bren'laner Allee 43: Bezirke 920. 950a. 9593. 959-, 950». 9805, 981. 962, 983, 964, 985, 568 und 587 bei Baase. Dunckerstr. 8: Bezirke SIS, 921, 922, 924, 955, 958, 957, 958, 988. 989 und 970 bei Rochbaus, Schllemannstr. 29. 2t. Abt. m Uhr gahlabenb In folgenden Lokalen: Bezirke 1 und 2 bei Busch, Schivelbeinerstr. 40: Bezirke 2, 4, 8, 9 und 15 bei Forst. Seelower Strafte 18; Bezirk« 5 und 7 bei Meißner, Stbivelbeinerstr. 34; Bezirke 8, 10, 11 und 12 bei Dolds-dmidt, Stolnische Str. 38; Bezirke 13 und 11 bei Sahn. Ftnnliindische, Eck« Norweger Strafte. 34. Abt. 7)4 Uhr gahlabenb bei Kolddach. Biuetaplatz 7; bei vpitz, Ber. naiter Str. 12, und bei Kreulich. Eartenstr. 48. 38. Abt. 714 gahlabenb in folaenden Lokalen: Ooitz. Bernauer Str. 14; DM. Bergstr. 72; Bärwald« Echlegelstr. 8; Beirau. Pflugstr. 1; Dilke, Boyen- strafte 19.- 37.«dt. 7)4 Uhr gabladend bei Hstbner, Wilsnacker St». 34. Thema: „Der magern« Bbiliiter". 38.«dt. 7 Uhr Diokuffionsabend bei Trvmper, Flensburger Str. 2. Res«- rent Genosse Dr. Rosenberg:„Der Schießerlaft— eine Gefahr für das deutsch« B-lk'. 42.«dt. 7)4 Uhr gohladend in folaenden Lekalen: Behrens, Tegeler Sit. 22; Utnehmer. Triftftr. 49.- Reuwabl der Bezirksfvdrer. 43. Abt. 714 Uhr gohladend in folgenden LokalenG Giebel, Pankftr. 82; Schade, Küsliner Sir. 9: SaGse, Lindower Str. 28. 45. Abt. 7)4 Uhr Zahlabend in folgeilbrn Lokalen: Pose, Loloniestr. 15; Ieser'ck. Schwedenpr. 11». 47.«dt. Der gahlabenb fällt au». Beiträge werden in den dekannten Lokalen entgeaengenommen. 57.«bt. Ebarlottenburg. 7)4 Uhr bei Arndt, Kantstr. 51, Adteilungovrr- sammluna. Referent Dr. SnffA. 95.«bt. Neulllln. 7)4 Uhr bei Grtyer, Lesstngstr. 9, Ecke Kap, strafte, Sitzung siimilickter Funktionär« und Betriebsvertraucnsleute. Wichtig« Tages» ordnnng. Alle, oftreiftnen. ,21.«bt. Sartshorft. Frauenabend bei Bachnicke, Gasthaus ,�nr Sonne', Dönhakfstrafte. Referent Lebrer Arndt:..Moderne Erziehung in der Schule". 131. Abt. ZUedersckünbansru. 7)4 llhr bei Stolle, Blücher-, Ecke Treskow- strafte. FnnktianSrkonferenz. t4t. Abt. Rosenthal. 7 ubr Generalversammlung. Tagesordnung: Bor- stanbswahl. Erscheinen aller Nlitglteder ist Pflicht. » Sozialdemokratischer Männcrchar. Krel,«rrnzlan-r Tor. Nebungostunde am Vonnerstag, 7)4 Uhr abend«. Wegen bevorstehender Sängermorgen- sprach« vollzählige« Erscheinen dringend notwendig. ?ugenAveranftaltungen. Heule, abends 714 llhr: Feedervdors, Landoberger Ehaussee(Ernst Miftler), Diokutierabend.— Riederfchäneweid«: Obewchäneweide, L-ufner Str. 2(Schulel, Diokufstonoabend über da, Wonbern.— Nordosten: Pasteurstratze(Aula der Realschule), Goethe- Abend.— Bankowi Wollankstr. 121, Eingang Neu« Schänholzcr Str. 13 (Snabenmittelschnle. geichensaal). Literarischer Abend.— Spandau! Reuen- dorfer Str. 2(Alte« Schlltzenhous, Sitzungszimmer), Bortrag.— Staaken: Kartenstadtschule, Diskussionsabend.— Silben: Wilmostr. 19(Gemeindeschule), Leseabend:„Vom Beter zum Kämpfer".— Tegel: Bahnhofstr. 15, DIskusstono» abend:„Wie sollen wir wandern?"— Wtißeusee: Woellkpromenad«(Ledigen- heim). Dortrag:„Bruno Bürgel". WirtsthoK Schiffahrt und Weltverkehr. Daß die deutsche Handelsflotte, soweit sie als Folge des unglück- seligen ll-Boot-Kriezes verlustig gegangen, sobald als möglich wie- der aufgebaut werden müsie, darüber Ist man sich allgemein einig. Deutschland braucht seine eigene Flotte, um nicht auch bezüglich des überseeischen Verkehrs vom Auslände abhängig zu fein und alljähr- lich ungezählte Millionen für Frachtraten an England, Amerika und andere bezahlen zu müsien. Und daß das Reich beim Wiederaufbau der Handelsflotte mithilft, wir eine Notwendiqkett, die unvermeidlich schien. Eine andere Frage ist, ob die 11 Milliarden, die jetzt für die deutschen Reedereien bewilligt worden stnd, in absehbarer Jett se- mals verzinst oder gar zurückgezahlt werden könnten. In dieser Richtung scheinen die Aussichten wenig günstig zu stehen. Was man noch vor zwei Jahren nicht für möglich gehatten hätte, das ist heute Tatsache geworden: die W e l t t o n n a g e, das heißt der Fasiungs- räum des auf der ganzen Erde zur Verfügung stehenden Schiffs- partes, ist für die Anforderungen des Verkehrs zu groß geworden. Während nämlich die riesigen Verkehrs- onfprüche- des letzten Friedensjahres 1913 mit einer Welttonnage von 46.9 Millionen Bnitto-Register-Tonnen befriedigt werden konnten, stehen heute schon SS und demnächst, nach Fertigstellung be- gonnener Neubauten nicht weniger als 60 Millionen Brutto- Register-Tonnen zur Verfügung. Und das für einen Welt- verkehr, der infolge der mehr und mehr sich verallgemeinernden Weltwirtschaftskrisis nur einen Bruchteil des Verkehres von 1913 ausmacht. In dieser Gegenüberstellung: 49 Millionen Tonnen im Jahre 1913— 60 Millionen Tonnen drei Jahre nach Beendigung des Weltkrieges— drückt sich der ganze verbrecherische Wahnsinn des U-Boot-Krieges, feine vollständige Nutzlosigkeit aus. Allerdings hatten die deutschen Tauchboote, die Minen usw. Insgesamt 13 Millionen Tonnen Schiffsraum vernichtet. Aber schon während des Krieges hatten die Ersatzbauten begonnen. England, das wichtigste Schiffsbauland der Erde, stellte jährlich rund zwei Millionen Tonnen serttg. E» erhob sick» damit nicht über seine Frieden?- leistung. Dagegen machten die Vereinigten Staaten und Japan Riesenfortschritte. In Amerika wurden im Jahre 1918 nicht weniger als drei Millionen Tonnen Schiffsraum gebaut, gegenüber 270 000 Tonnen im Jahre 1913, und die Japaner tonnten ihre Leistungen verachtfachen. Der Erfolg dieser Anstrengungen Ist ein- gangs schon erwähnt: die Wel'tonnage ist um rund 2S Proz. höher als im letzten Friedeasjahre. Es wird zweifellos einer starken Eni- Wicklung des Welthandels bedürfen, um für diese Wetttonnage die volle Beschäftigung zu finden. Inzwischen ist die notwendig- Folge dieses Ueberflusies eingetreten: die Frachtraten sind!-:ilwcise auf ein Sechstel der noch vor Jahresfrist bezahlten Sät.', so- gar noch darunter gesunken. Wenn die damit erzielte Ermäßigung d« Frachtpreise auf die Preisgestaltung für überseeische Produkte, nmncntttch für Getreide und andere Lebensmittel einwirken sollte, so wird man vom Standtpunkte des Verbrauchers aus mit dieser Entwicklung nur zufrieden sein können. Andererseits gehen dis Reedereibesitzer aber auch dazu über, ihre Schiffe stillzulegen, um den verfügbaren Schiffsraum zu verk eincrn und die Frachtraten wieder in die Höhe zu drücken. Es wäre deshalb wünschens- wert gewesen, wenn die Reichsregierung sich bei der Gewährung der Schiffsbau-Zuschüsie an die Reedereien einen entscheiden- den Einfluß auf die Gestaltung der Fracht r«tei2 vorbehalten hätte. � Zilmschau. Die Schauvnrg kommt in dieser Woche mit einem(Lrohftadt-Sitten- bild:.KrotzstodimädelS", worin das Verllilnungsidema. voll sittlicher Entrüftung und mit einem sozialen Einschlag, aber nicht gerode sehr geschickt bcbandeit wird. Vorder läuit das auch beute noch recht sehen«- werte Lustspiel.Mieze von Bolle" se« ist Ichon einige Jabre alt), worin die leider zu srüh verstorben« Dorrit Welxler eine Rolle svielt. In den Lilttspirlen Neue Philharmonie, Köpenicker Str. 96/97, gelangt ka» sünfaktige Zirkusdroma„Der Sturz in die Flammen" zur Aus- fübrung". Erich Aaiscr-Tiefe spielt einen labeldasten Trapezkünstler, der zur Abwechslung einmal:n dig Flammen stürzt. Anm Schiutz löst sich all S programmäftig in Woblgesallen auf.— Ferner rollt das bereits besprochene Drama.Arme Biolelia" mit Pola Reget Mus aller Welt. Ei« lockendes Augebot. Au« der.Lycker Zeitung' Nr. 69: 8 Zimmerwohnnitg Kalser-Wilbelm-Etratze 151 ohne Llcht und ohne Wasser o. l. SpüluNg im Abart, k. AuSgutz t Heizgelegenh. t, d. Stuben k. Schornstein z. Sparrherd. Nachbar« Wand v. Bretter aber guter Stall i. m. einer 2 Zimmer-Wobnung von sofort einzutauschen. Off. unter St 10 an die.Lyck« Zeitimg" erbeten._* Vahnhofebrand in Hameln. Montag nacht« brannte da? Haupt» gebäude de« BahnbofeS Hameln vollständig nieder. Der Vcrte>ic wird vollkommen aufrecht erhallen. Personen find bei dem Brande nicht zu Schaden gekommen. Da« Feuer entstand vermutlich durch einen Zimmerofen. Der größte Gekreidespelcher abgebrannt. Da« größte Getrewe- lager der Welt, da« der Lrumr-Gelreidegesellschafl in Chicago gebärt, ist infolge einer Explosion abgebrannt. Eine Person wurde gelötet, vier werden vermißt. Tausende von Fensterscheiben sind auf den umliegenden Inseln eingedrücki worden.<£lne halbe Mlllion Scheffel Weizen ist verbrannt. Schaden 600000 Dollar. Der»tolle Mullah". Mohammed ben Hasion, der bekannte An» sllbrer fanatischer Derwischbanden in Oi'tafrika und Somalilavv. mit denen er gegen die Engländer zu Felde zog, ist in Abesiynien gestorben, wo er zuletzt eine Zufluchtsstätte gefunden harte. Sport. Gkne Demoustratton der Arbettersportler findet am 29. M95, vormittag» 11 Uhr. im Berliner Lustgarten statt Die Veranstaltung geht parrallel mit den Kundgebungen, dt« an diesem Tage leiten« der Arbeiter« iportler:m ganzen Reiche eriatgcn. In Berlin oerlammeln sich die Genossinnen und Genossen rnn Ö Ubr vormittag« im Friedrichshain, Hum« boidlhaln. Kleinen Tiergarlcn, am ASkauischen Platz. Belle.Alliance-Platz, Her- mannplatz. Görlitzer Bahnhos und Bahnhos Franisurter Allee, von wo sie in Demonstraiwnszügcn durch die Straßen Berlin« zum Lustgarien marichieren. Im Anschluß an die Demonilratron findet wie alljährlich im J l a d I o:: Grunewald da« Groß-Berlierer Arbeite r-Svortseft statt Beteiligt Euch auch daran in großer Zahl, damit Ihr endlich einmal wißt, wa« wir wollen. Denll daran, der 29. Mai gehört de« Arbeiter- fportlern! Der Schwimmverei»»Welle". Berlin(M.d. A.-W.-B.). veranstaltete am Sonnlag, den 20. März, in der fiLdtischcr: Badeanstolt an der Schilling«- brücke fern 26. Schwimmlest Trotz de» ichönen Wetter« batten sich zahl- reiche Zuschauer einqeiunden, die mit regem Interesse den Dorbietimgen iolgten. Dottstümlich« und sportliche Borsührungen zeigten erneut, daß es in der Arbeiterlchwimnibeweguiig tüchtig vorwärts gegangen ist. Dcr irllge Veranstaltungen rollten jedem ausgeltärtcn Arbeiter und Angestellten ein Mahnruf sein: Heraus au« den bürgerlichen Schwimm- vereinen und Anschluß an die Arbeiterjportorganr» sation en. Von den Aufführungen leibst verdient der gutgelchwommene Figuren- und Paddelreigcn der Damen besonder« hervorgehoben zu werden. In den sportlichen Wclttünrpsen gab e« spannende Momente, weiche meist erst in den letzten Metern die Entscheidungen brachten. Wasserballspiel und Springen vervollständigten da« Programm und fanden beim Pubtitum reichen Beifall. Zum Schlug wurde ein Lampionreigen geschwommen, welcher neben der guten Aussührung auch durch die BeleuchlungSesielre Wirtie. Genossen, welche Mitglied eine« Arbeilerschwimmoercin« werden wollen, können idr« Adresse bei R. Seichoo. Lichtenberg, Goetheirr. ll. angeben und erhalten dann einen Verein ihre« Wohnbezirkes zur Anmeldung genannt_ Sriefkaften der Redaktion. R. 29. Wenden Sie sich nn den Berdand der Gastwirtsachilfen, dem die Käche angeschlossen sind. Ä. 24. Elsafser Sir. 86/88.— A. Kipper. Zug-nd- Pflegeamt. Neue Friedrichstr. 80.— T. A 1..Liidischc Rundschau", zweimal wöchentlich, Berlin W. 15, Sächsische Str. 3. 2. Buchhandlung„Kedem, Char. lottenburg, Dallmannstr. 8; Ener-Buchha rdlung, Charlottenburn.— K. P. 20. lledersleigt den Raum des Briefkasi-ns. Rähere» in Dr. L. Wilser: Ursprung des Haienlreuz». Sis-Berlag, Zeitz. Mmaml vorzüglich bei rheumatischen Erkrankungen 2u hahen In den Aootheken DieflMcßaffunsderßrnic Wichtige Erfindung der deutschen optischen Industrie. (Nachdruck verboten.) Wenn sich die Wahrheit erst durchgerungen haben wird, dann wird die Brille nur noch bei Steinklopfern, Automobilisten. Gießereiarbeitern und Hochtouristen al« Schutzbrille ihr Dasein fristen. Zur Verbesserung der Leistungen de« Augeö aber wird man ein optisches Hilfsmittel tragen. welche» die Vorzüge-der altehrwllrdigen Brille und ihre» flotien Bruder« Kneifer in fich vereint, ihre Nachteile aber vermeidet. Die unleugbaren Vorzüge der Brille stnd ihr fester, sicherer Sitz, unabhängig von der Form der Nase und die unveränderlich richtige, da« heißt für die Sehletstung zweckmäßigste Siellung der Gläser. Ihre Rachteile find die umständliche Handhabung. und daß sie da« Gesicht alt macht, junge Leute oft geradezu entstellt Die Vorzüge de» Kneifers find, daß er diese Nachteile der Brille vermeidet; seine Nachteile find, daß er die Borzüge der Brille nicht besitzt. In dem Augenblick, wo sie ihm gegeben werden, derliert die Brille ihre Berechtigung, sie wird ein Objekt für zukünftig« Altertumsjammler, wie die früher ebenfalls unentbehrliche Lichtputzschere und anderer Urväterhausrat. Und mit ihr wandern Tausende von Kneifern in die Rumpelkammer, die jetzt gleich flügellahmen Fledermäusen ihr« Flügel resp. Gläser über die Wangen ihrer Träger herabhängen lasien, durch ihre unentwegte Wackelei die unglücklichen Besitzer zur Verzweiflung bringen und nervös machen und ihnen mit ihrerp harten, scharfen Druck die Seiten- flächen der Nasenwurzel wundreiben. Wären da« die einzigen Nachteile, so möchte H hingehen. Aber der Kneifer in der Form, wie man ihn jetzt noch meistens trägt, verdirbt oft an den Augen mehr, als er nützt. Weil der Brennpunkt der Glöker fast nie mit der Pupille zusammentrifft, wie eS eigentlich fein sollte, wird daS Auge in eine falsche Blickrichtung genötigt also zum beständigen Schielen gezwungen. Es ermüdet infolgedesien sehr sckinell, wird über- anstrengt, und Nervoniät. die sich zunächst durch dauerhafte Kopfschmerzen und Benommenheit äußert, ist eine der Folgen. Die andere Folge ist, daß die Sehkraft, die er« halten werden soll, noch mehr geschwächt wird. Wenn jeder, der genötigt ist, ein Augrngla« zu tragen, den L o h m a n n- Kneifer probierte, so wäre das Schicksal der Brille und der veralteten Kukifer�rstrilftioneu sofort besiegelt» Der L o h m a n n- Kneifer ist da« vollkommenste Hilfsmittel für schwache Augen, welche» zurzeit existiert. Er hat alle Borteile der Brille, ihren festen, sicheren Sitz auf den verschiedensten Naienformen, die gesundheitlich richtige Stellung ihrer Gläser zum Auge, und er hat den einzigen Vorzug der bisherigen Kneifer— die bequem- Handhabung. Er hat aber noch feine Extravorzüge. Daß nämlich die jetzt vorwiegend getragenen Kneifer elegant und flott aussehen, wird man nichi mehr behaupten, wenn man sie mit dem Loh- mann-Kneifer verglichen hat. Weder die an einem gewaltigen Federbügel be- festigten, seiiwärts melancholisch herabbaumrlnden Gläser der älteren, noch der dicke, gerade und plumpe Sieg oder auffällig sichtbare Mechanismus der neiieren Kneifermodelle können Anspruch aus Eleganz mackicn. Beim Lobmann- Knester dagegen ist der Steg und Mechanismus überhaupt kaum zu sehen. und die Gläser stehen, einerlei, ob der Nasenrücken breit oder schmal, hoch oder flach ist, fest und sickier wagereckt vor den Augen; Brennpnnkt der Gläser und Pupillenmiite der Augen decken sich. Man braucht nicht mehr, wie man es bei Trägern älterer Kneifer häufig sieht, beim Lesen steif aufgerichtet zu fitze«, damit der Kueijer nicht herabfällt, sondern kann«ine zwanglose Haliuni einnehmen, oder auch, wenn man da« bequemei finden sollte, auf dem Kopfe stehen— der Kneifer fitzt fest und, was eine Hauptsache ist, ohne läftigei Druck. So lautet z. B. ein« der zahllosen un« zuge> gangenen Anerkennungsschreiben: »Ich freue mich iebr, durch �hren Lshmani» Kneifer die Brill- ablegen zu können, denn di, Leichtigkeit JbreS FabrilaleS läßt das Augeiiübei fast vergessen." Walter Hüther, Elbingerode. Die patentierten L o h m a n n�Zneiser werdei nur von der Orthozentris«Mi Kneifer- Gesellschaft m. b. H. in Berlin, PotS- damer Straße 134�. geliefert, die keim Filialen oder sonnigen Veriaurssiellen unierbält Ein persönlicher Besuch ist zu empfehlen, weil mal ohne Kaufzwang nach vorheriger kostenloser Augen- Prüfung den Kneifer probieren und ibn mit bei» bisher getragenen vergleichen kann. Alles, wat unter ähnlicher Bezeichnung eventuell in den Hando! gebracht wird, find nicht echte Lohmann-Knetfer. Auswärtige wollen Prospekt 2(Z mit Frage» bogen verlangen, der gratis und franko zugefondi wird, Di« Gesellschaft liefert auch nach auswärt« unter Garantie richtigen Paffen». r Herren-Hüte weidi, Wollfilz, moderne Formen und Farben (2�09000 tGVQCWDf tCVO . Herren-Artikel Oberhemden bunt. ßQ50 �durchgehend prima PerkalmilKlappmanschetten OO Oberhemden qo» einfarbig, moderne Farben, mit 2 Kragen...........«/ö Oberhemden durchgehend Perkai. Tin00 Klappmansdietlen, mit passendem Kragen............ I IvJ Oberhemden weiss Plkee-Elmafz und Klapp-• Herren-Stiefel prima Rindbox Original Goodyear-Welf 158 00 Herren- Bekleidung mansdiellen, Rumpfsloff prima Renforcch Strickbinder In grosser Auswahl...... Hosenträger aus gutem Gummi................... HCT 1050 12!0 14!° .............. 1050 Sakko-Anzüge /iQTFfiQfYoöT�»» gute Qualliäk, moderne Fassons �4\J!-f jünglings-Anzüge /icn00�?�00�?�00 verschied.Fassons.gemusl.Slolfe J I J\) t Herren-Stiefel prima Chevreau. mit u. ohne Lackkappe Original Goodyear-Welf 198 00 590°° 450°° Matrosenmützen marineblau, für Knaben und Mädchen. Mäddienkappen moderne Formen. In vielen Farben... 50 21,°24 ....... IS50 Herren-Stiefel braun.echtChevreSu.Doppelsohlen Original Goodyear-Welf Gummi-Mäntel hochgeschlossen, gute Gummierung.......... Gummi-Mäntel modernes Fasson, mil Gurt................. Beinkleider oroc qooo i/rrjoo für Cutaway pass., hübsche Sirelfen OJ ZZO l\Jv� Herren-Hüte• schwarz, steif, Wollfilz...................... 75 00 FrühjährsLIIster, Schlüpfer r)_|_i_ic in den verschiedensten Stoffarien und U. dieiüIS modernen Fassons In grosser Auswahl HERMANNTIETZ tcjneeaneanrstcaraeeaiBtcaneaanecamecaraeeBfsecaRacamecBai Echt Silber 800/000 geslempell: Brotkörbe. Teesiebe, Kaffeeservice, Konfekt- büchsen usw. nach allen antiken Muslern... Gramm •eiian>aean>eciw<>e sorac cnoecameearcie sane Soennecken loima-Fedei Theater.Lichtsptele etc. Operohaas Parsifal S Uhr Schauspielliaus Die Journalisten _ 7 Uhr_ ßeutsches Theater Teil, f/» 6', Uhr: P.a.t I 7V,: Rutsische Sie KamtUendame Kaiamerspiele Uhr: Der Künlg der dunklen Kammer Mt S: Er Ist an allem schuld. Der Helrattantrae. Der Spieler. Kr. Schansplelhans (Karlstraße) TU.: Der Kaulmann v, Venedig (II. Abteil. 4. Abend) Mi. 7: Kaufmann von Venedig (22 Abteilung 4. Abend) Tbcatcr i. d. KOniogratzer Str. 8 Uhr: Salome(Orska. Dernburg, Blldt, Branden) Mittwoch: Salome Donnerst.; Erdgeist(Orska) Sonnsbend zum ersten Male; Rugby r Spleen in der M ■ (•der Spleen in der Mark) Komödie von Wlibeuo Speyer Ostersonntag: Rugby Ostermontag: Rugby W0t$4 Xammeßm V»8 Uhr mit Palienberg Karfreitag: Rausch Beritner Theater Wiederauftreten von Fritzi Massary zum f2Ao Male: «Ag: Fritzi Massary Wtßmann, Eratny Sturm, Roberts. Klper' Karfreitag; Einmal. Gastspfet des Th. I. d. Könlggrätzer Stra Salome(Maria Orska) v. Residenz-Theatep Ida Wast ladyWindernieres Fächer Adele Sandrock, Käthe Baack, Julias Palkenat ein, Arnold Kortf. Sonntag 4 Uhr; Die Freundin Volksbühne Theater am Bülowplata JJasRalilclien T.flellbronn Lessino-Theater 7 Uhr tum 1. Male: Der Fraaenmnt Komödie In 4 Akten is Bildern) von Hermann Essig •(Dorsch, Salfner. lunkermann) Mittw 7'z,. Ein Idealer Carte Üonn. 71,,: Der Frauenmut Karfreitag 7; Peer Oynt Oentsehes Künstler-Theater Heute bs Donnerstag?>/,- DIeScheidungsrelse . mit Max Adalbert Karfreitag 7V>: Oespenster (Loos. Lossen) Oentrnl-Thenter uf'DIePostraetsterln Ikentarlira Opernhaaa 6 uhn Lohengrin Prledr. Willi|.|niBt.Tii. 7% uhr Roheit die Tänzerin * Kl» Seh anMplelh An« ''f. uhr Reigen Karfreitag: Nachtasyl Komlache Oper f/su.: Ztgepnerblnt I.netaplelhaaa )'/« Uhr; Araold Rleck In Dia Mausetalle TVetropol-Thoater aHolIandweibcben Sonntag, 27, zum 1. Male uhn Die blaue Mazur Nenea Opcrctreutbcat. Frlfx Werner uhn Der lachende Ehemann Nene« Volkstheater 7v, uhn Jagend Schill er-Thest.Chsrl. t'au. Jettehen Gebert Thalln�rheater 7'/, uhr: Mascottchen Th junVolicndorfplsta Zum 200. Male • uhr: Wenn Liehe erwaehl Theater de« Westens 7-/, uhr: SefewalbenhochzEit Tb.l.d.KonimaDdantenstr. 7-/,U.:" Wall Der verjüngte Adolar Ilner-Theater �.uhrDieTanzgräfin Walhalla-Theater VogeHiiDdler 7«/,U. PHILRARMONIB. Sinfonie-Konzert des Phllbarm. Orchesters Dirlg. Prof. R. Hagel Unvoll. STnf.- Schuberl; Vlol.- Kz. D-mo!l-Vieuxtemps(Veit) Anfang 8 Uhr. Einuitt 3 M. W&kread des 4-llr-Seiellsdiails-Iees im Palais der hledridisiadi «ttiNiittittUttittM nrnmaiiwstman Friedriduira$e# Eingang BesseUirage 22 Dia große Modcschau der Firmen R. M. Maassen(Salon) Auguste MUnzer(hui«) sowie das unflberfreff liehe Mareprogramm xnif Hubert Vetters, Brunbilde Freihoff, Z Jansen, Pf off 1 und Will Pietsel BALLETT MARY ZIMMERMANN Erwin van Roy a. Q.— Außerdem das bekannte Schonhcifsballeli Ballorchester Boesing mit Original Jazz-Band .. Volksbühne E. V. FranzösischerPrnnier, Derby, Pelisson- Cegnac ? O » S DenlscheF Wetubrand. n 46;so 2 Weinbrand-Versebnitt• � 43.- Z Eier-Cogasc Ft. SO... V, Fl. 31.-, Echter Sherry FI. 26.. 5 Schwer süß., stärkend. Malaga pi.25.- g Rüdesheimer u. 17er Beaujolals 18.so � Rotwein Erste liferar. Sondervorstellung(Uraufführung) Karfreitag, 7 /, Uhr abends. Ostersonntag und .....—'" i«Ne Ostermontag, Im >♦ * « Faul Zech:{ Verbrüderung:| ! Regle: Helm doldberg.— Mltwlikende; Rose Lichten-! ? ctoin /XT V/rtIL ctVioat, Fltcol Cc-tssata« /X.'�.iL-c-KCiKr.ak* II1/, Uhr vormittags, Volkstbeater", Köpenicker BtraCe 68» stein(N Volkstheat.' cnan. scuuitr i voiKSOunnet, i Peul Hederow(Leipz. Schauspielh),Peter Ihle(Lessing- J theau), Prledr. Lobe(N. Volkstbeater), Max Nemeu I (Deutsches Theater) usw.( Einlaßkarten für Mitglieder der Volksbühne E V. 5 M,» Oos große Ausstattungsstück in 4 Bildern für Nichtmltglieder 10 M.- In der Oeschäftsstelle der f Volksbühnen-Buch- I —'E?1 •• der Tletzschen Warenhäuser usw. Volksbühne,'Llnienstr. 227, der t.Kö|-- handlung, Iksbühnen-Buch- enickei Str. 68. an den Theaterkassen � 7u.' TriaDon-TbeatEr � Leopoldlpe Konstantin in DleticMfllschaltdea AbbO Chatoanneaf und in Abschledssouper ilka Grlinlng. Herrn. Vallemln, A. E. Llcho, Hugo Flink, Mameluk Werckmelster Sonnt 4U.: Die Raschhoffs. Clrcus Busch Sarvasani Täsl;u. Sonnt auch 3 U. Prärie und PuBta Delaunes Flucht a.d.Oeld- «chr. Vorv Circusk�Tletz ÄpoSPieifeii ?>/, Direktion: James Klein. 7'/, Nor noch S lade! *' sstück in 4 Bll Madame Marrü's, | Mesleben r mit der weltberühmten I Saharet Herxheimer II.50, Pavillon deFlenrs II.50 g- Li ft S © A Tiefdunkl.Rioja 15.% Bordeaux StFoy 16.- Versand auch in Ballons, Fässern und Waggons. Für Wiederverkäufer besondere Preisliste. N r . Engros Bsrgstr. 34, Nun). 8214, Polsd.Sfr. 54, Hof reehts 6ontaril4, In valli!,I64 u.ln d Alt. W6lnMb,,Fri8dr.-Slr.H fir.f rankf.HZ, SshJäh. All. 178, 6niiiDenstr.174, EckJov. Uhr 7»/, Uhr Unter den Linden 44 Casanovas Solln Eugen Burg, Mady Christians, "ewi __________ ady Helnr. Schroth, Hans Albers. Stg. 3>/,: Ptarrhauskomödle Tlt Uhr: Der Strom Casino-Theater Lothringer Str. 37. Tägl.'/� Troll des großen Erfolges nur noch kurz» Zelt Der Sensations•Schlager Der Großfürst Am 1. lind 2 Osterfeiertag nachm. 3V,: Höllenqualen 'öf Folies Caprtce ö8 Linlenslr. 132(Oramenb.Tor) Im 86pai-ö<> epari Ifacktkaltnr ml» Ferd. Grüne ober* Donners ag, den 24. März: Brstaulffihrnng Rönigstadt-Tbeater Bahnhoi lannowltzbrücke Tlgl. 7.30 Gala- Sänger fm Ballsaal TANZ Schall und Rancb im Utoßen Schauspielhaus Telephon: Norden 8643. Konz. 7>/iU. Beginn 8>/aU. Kort Warnebold Isabel Herma und das pBe März-Propmm Eintrittspreise von 5—35 M. Theater am KottbuserTer Jcl.: Morltzpl. 148 14. fagl 7 ägl 71/, u. Sonntags nachm. 3 Uhr Elite- Sänger Seit I. 3.: Neues Programm, u. a.: DurchsMIetsamt oder. Zwangs» elnquartlerung. Sonntag nachm. halbe Preise Vorverk.»ägl.; IM1;, u. 4-6 an der Theaterkasse u. Leipziger Straße 51(Spittelkolonnaden) MkAA Vorleti.Cnli Jiloritztilatz OranlenstraCe 83 54 Täglich 8 Uhr: Elite-Programm /'Sleidl> als Gräfin Dubarry. Ueher 150 Mitwirkende!— Sonntag SV, das 1 [ vollst. Stück mit Sahnret.— Jeder Ei wachsene 1 Kind Irell— Vorvcrk ab 10 Uhr umintcrbioch. Arbeitskleidung Hosen von 45,— bis2ä5,— M. BEraöen.UDtcrhosen, Socken Berufskleidung GuteWarel Billigste Preiset Gerh. Kohnen Neukölln, Hermannstr. 76/77 |LeipzigerStr,58 I. Klag«. Dnflbertroifen fn Qualität n. Preis i-."••■;:■•: i; Kondltorai Neukölln, Bodillnstr, 65 am Rathaus Intim» Musik:• t Neu renoviert Eigene Konditorei. Metailabfälle Späne tauft laufeub uott Händlern unb jjabtüpn Mctnllnentpalc Ctallsdi-erberstraKe 48/49. Damen- IStrümpfej Mako.feln.Gewebe I m.Seldengriff.J|5l)] jf. Adler, Ideal CoDtinental in all. Farben Flor-lmllatnmerc ,m I Seidengrill, in J�SO| Mercedes, linder-, wood, Erika, Co- RelebshaiL-Theater Abds.?>/, U. u. Sonnt. nachm. 3 Uhr: stettssnm Kea: Seid einig (Variete- Spielplan j I Rauchen gestattet; 1 Moritzplatz früher Buggenbagen Dir. S. Wreschlnskl r/z Täglich 71/ d.aJtbellebL Iii Zum Schluß; Erlebnisse eines Verstorbenen Ulkiade von Fritz Steldl Eintritt InkI.St.v.I.Iü-630 Vorverkauf von 1 1—1 Uhr Potsdamer Str. 88 Alexander pl.'Pass. Nur noch bis Donnerstag: DeFuralmCagllostro aus dem Leben d. größten Abenteurers aller Zellen Turmstr. II DasGetieiiniiiS[i.liuiiiiE Erlebnis des Detektivs Joe Deebs Hauntdarst FeriLvAMen Egede Nissen, V.Jausan Friedenau. Rhelnstr.14 Anna Boleyn. t-Töeater 64 Anbreasstt. 84. 7Uht ff i I m s ch a u: 7Ul>t Die Maeiit des Siotes Eine geiäbriietie Fahrt Dühnenlchou Wong Chlo Tsching, E. Hiller, Charlie A Arnes, LoeserComp. ron« u. a., schon von M. 2800,— an lieferbar I Lagerbesuch unbedingt nend t lohn Cosmos" Ztr. 180. Leipziger Str. 28 (neben Kemptnskl).* | allen Farben Selden-PIor la beste Quali-GRSO| ! tat, farbig( Reine Tramaselde, 1 beste Qual, in dflOO| all. mocl Färb. 1 Herren-Socken und| Klnder-Strümpfu i in allen Qualitäten und Preislagen* Admirals?a!asf F. Die roten Schuhe iflorg. 7V,: Die roten Schuhe ResteHaus C.Pelz Koltbusar Str. g Anzugstofffe KostUmstoffe Mantelstoffe Kleiderstoffe Seidenstoffe Mantel Kostüme Röcke Gul| r««!!, billig! DkMciiSieMW früher, als bis Sit bei mit gewesen(mb. Ich liefere alS Selbsthersteller unttt Ausschaltung jeglichen Zwischenhandels: 138.— M. � I Dukaten-Tran ring von Dufatengold.. Vit Dukaten- Trauring von iBulotengoIb...«44».— vi. 1 Ring, 585 gi,L v. 75.— 6. 180.— M. 1 Ring,»53 gest. v.»S.— b. 1 00.- M. «Cgi-"'*---------- IM In ar-chzllglgerAuswahl und m aHtnfformen; meine Preise u-melneQuatttätswaren sind einzig dastehend Garautteschew sür gesell. Goldiuhstt MW OölD'. Zahngebissen, Platin, Brenusttstc» Infolg» Selbsfverwcefung zu bentb. günst.Preis. ÖTKißfO Juwelier«.Uhrmacher • wltllrg Artilleriestraste 30 TeL: Norden 1030. ■II m 'ff''ff''fff'. rff, sfff. gfff. J'fj.'."ifff,.rrf*.f/Sf �/fff fSSf,''ff* sf//'-sffs �fSS'- SfSf*.'ff,. rf/'.ff*,.ff*, fff,.ff f..sSf ff' fff..ff Erstklassige Erzeugnisse unserer eigenen Werkstätten, Paletots tof Tam*(•arbeitet, mit HakeeecbUla......... H. NO, OOO, 7BO, Cn,\i>4nn.alj>4/a4t»«• Corercost In Tancbiedeaea Aneftbrnng«*, mit BI«ndsa beeetxt. fiAA sporipoiciors oder Kappoktaten........... H.«CO, 1000, WO, 000, ÖW (U*f)1imfr>r Rmdljanc ln«»eUsobs» Mnateni, mit bochgestentem Kragen, AAA öcmupicr and Ilaglans kun gehalten, ohne Gnrt.. iL OOO, OOO, 750, UlrU �Tiimm?mÄn4k>l ln goter QnaHlgt, glatt, gehSpert Corerooat oder Double, In mannig- 39C uummimanici falügen Anslühruagen.. iL 800, 750, OOO, OOO, 400, 070,•>*" f Ii4.anrav___, Vt/— ea— ans«ehr gutem eehwanen and marengo Cherioti beete SCfA VUIäWay und vr CSIC Verarbeitung, eleganter Lila... iL 10O0, OOO, OOO, SSV die nach den neuesten Modellen verfertigt sind A 1»ußergewöhnL Letetang. In all. modern. Fassons, vielen Äeatere'e. ÄilA mxjblM�Kfß«JCIIC 1 Farbeustell.; I. ollen HerTongrött.fÄnch schlank a.unt0rsotrtTorr.lt vW Anzüge, Serie II Sum�KÜSt®40* f.". 7°.�.�.�"'. 77.f. 180 AnZUgC, Serie HI au« blauem ronflgllehen Kammgan.............M. 825 Sport" Anzüge 3ti)eV1'**nS catea K°ulueterteii Stoffen In modernatar Tn� 125 Knaben- und Jüngling- A�ügc 5bÄn�!Ä�friSJ Artfertigimg nach Maß: eleganter Sit}, erstklassige Verarbcitungl Sioffverkartf an Schneider and Private. Nur eine Verkaufsstelle Horgens verKanl billiger Sachen Baei* fSohn Nur Chaut«eesfrasee 29-30 Nur Keine Filialen mehr Morgens Verkauf billiger Sachen ' MMMWiMMUM Jittnt« Berlin-- Lackierer!"HHW TIrnstag. drn SS.Mär.,. abkitbS 7»Hr, in»Schulz' Kcftsölr«, Zlm Köniasgraben 8. Ecke Münzstrai?e: Sektions- Versammlung fiir alle Branchen tMrtallindnftrie, Karosseriebetriebe, InnuagS- bctrtede. Möbel- und Blechlackierer) Taoesordaung: 1. �alireSSericht der Sektion. 2. Diskussion. 8. Neu- wähl der Eeklionslciiuiig. 4. Nctbandsaiigelegenhciteii. ZSir erwarten, daß unsere Kollegen und Kolleginnen zu dieser Versammlung zahlreich und pünktlich erscheinen. Mitgliedsbuch legitimiert. Die Sektiousleitung. Wegen Auflösung das gesamte Sauer in Kummiwaren, Berda dieser Abteilung stellen Wir gesamte Saz-r in«nmmiwnren, Verbandmlttein, Pharmxzeutischen und HaushattartUeln zum ß. ,K.. � i"m Verkauf,»erbandwaite i«0 Gramm 2 Mi., Hanteeime Ii I Cllt- grabe Sube.SO Pf und iMk., Oinderpuder 30 n. 30 Pf., Zahnpasta�Tu d e 73 Pf. u. liZO Mk. X- Flaschenflwaer 1 Md. Lanolin Dose 20 u. 40 Pf., Bade' tbermometer I.SO, Fieberthermometer 4 u. 3 Mk. Ferner sehr billig: Kerzen Pfund O Md, Butterbrotpapier 30Bla>t 1,80 Mk. sowie hundert andere Artikel spottbillig. Perkanf nur Markgrasenskr. 54, an der Lindeitsir.(Laden). 8 SUdr. ---- e Gelegenhetk fflt wtedervertöufer TBB © Tuehfabsib-Kieüerlage& omi H. Lamprecht, Berlin- Zrrploro, Bouchrstr IT, »eWaiiti Samen', Qecrenfloffe zit Fabrikpreifeif an Priuute Herrenstoffe"~ ffiutc dauerhaUe van 43 M. a» auiwätt». illgem. VMMegllilÄe siii' Lkkliv'feiiiliettiljk. Einladung zu der am Mittwoch, den 30. d. M., abends puntt l> Uhr, im Siestaurant van Richard Schauer, Berlin. Tempeihof, Bertiner Str. 84, statlstndrnden ordentlichen Bunichnh- fihung der Vertreter der Ar- beltgeder und der Versicherten. Tagesordnung: L Geschäfts- und Kassenbericht siir das Gefchäflsiahr iS20. 2. Bericht der Reoifaren. Z. Die Bereinigung der beiden Kassen Vcrlin-Tempelhos und Berlin- Mariendorf und Stellungnahme zu den Bor- gangen in der legten aetneilr- schastlichen Ansschuhfitzung am 13- März d. Z. 4. Verschiedenes. Beschwerden und Anfragen i sind dio spätestens Sonnabend.; den 26. März b. Z.. bei der| Kassenoerwaimng fchrisllich ein-! zureichen. I4.U Der Vorstand der Allgemeinen i Onskrankenkasse für Btrlln- Tempelhof., tgt4) V aul K i>Nm er, 1.' Vorsitzender. Allg. OrtsMentiifie LerM-MlUlnsgalf. Die Vertreter der Arbeitgeber und Versicherlen im Ausschuß werben hiermit gemäß§ SO Abs. I der Satzung zu einer anfterordentlicheu AnSschustsivung am TlUttmoch, den 30. INdez 1021. abends 7V,Uhr..nach dem Restaurant �Tübinger yof-, BerUn-lvtlmersdors, 8at- serplntz IS, rrgebenst ein- geladen. Tagesordnung: 1. Beichiußiassung Uber die Vcr- einigung der Allgemeinen Ottskrankentasse tür„Berlin- Schmargendorf und Um- gegenb" mit unserer Kasse. 2. Satzungsänderung KZ 1. 64. J Verschiedenes. 1446 Beichwerden und Anfragen, welche Alieneinsichi erfordern, müssen drei Tag« vorher dem Vorband schrrstluh eingereicht werden. Berlin-WilmeeHborf, den 18. März 192L a. Engelhardt, Vorsitzender. rMöbek Bedeutend herabgesetzte Preise Bar oder Teilzahlung Kleinste An-Dibzaiiiung �»dinlml»», Schlifzlntner, Spälsezlra er.Herrsnzlronier, bunte(Illeben «lozeltieHibel* liefere aDch joswJrts LandtveSir MüUerstr. i Wcddlogplaiz* Möbel Co. Gard □Rille SSM.aii! In Karow, dirett vom Bauer. Verkäufer Smtnlags Rcstaur Srrbst, am Bahubos.' Riegcr, Berlin, Gontardstt. S. pUfyCtytffi Runzeln, scharfe güge, Krähen- siltze. Stirnfalten oerschwinden einzig nur nach biologischem Verfahren durch Fulührung neuer, dem natürlichen pantsett innig verwandter Fettsnbsianz „gleiche'.s homogenen. Lecithin- bnuiit-hrüon" Creme„Ola na-, Erfolge Ober(Zrioarfen. 10.— u. 16.— 38 Otto Reich sl, Berlin 43, Eisen bahnftraße 4. iSchlewinsky Dircksenstraße 31 Berlin C�b'e'n" Am Bahnh.Alexanddrplatz Ausnahme-Angebot! Metall1« auMe boten, Grüner Weg 84 zahlt Tagespreise slZr Knpfer, Messing, Blei, Zink etc. Büfett 140 cm breit 160 cm breit 180 cm breit „Elcbe" Büfett, Kredenz, Ausziehtisch und/ 6 Lederstühle...... Speisezimmer. Büfett, Kredenz, Auszie 6 Lederstühle... Herrenzimmer. Bibliothek, Schreibtisch, Tisch, 2 Lederstühie, 1 Schreibsessel. i Schlafzimmer sowie alle Altmetalle kaufen zu Tages: reisen Matailschmelzwerka, Waldemarstr. 74. Telephon Moritzolatz 9955 4250i5250i.7250i 120 cm breit 150 cm breit ISO cm breit 123 cm breit 190 cm breit 180 cm breit 3750b4750«6750,. aw Selten günstiges Osterangebot!-m Habe meine Preise weiter herabgesetzt und bietet sich Ihnen tn dieser Woche eine nie wiederkehrende Gelegenheit dar lUinctlprifGriiillPn ie<}ern Geschmack entsprechend, weiß, niuisiiergarguen Är 52, 65, 90, 125� 325 m Hsifestores hochelegant..... 49, 58, 75 bis 300 M. Bfittdßckcn ein- und zweibettig.. 38, 55, 75 his850 M ßardinenstoffe....... Meter 650 9, 12�8 22 m. Schalgardinen........ 45, 65, 75�150» Madrasgardinen, Leinenportieren, Tischdecken, Diwandecken, Wandbehdnge äußerst billig Zwecks Reklame erhalt jeder Käufer 7 Prozent Rabatt und Fahrtve/gatung Wisttifzer, WichertslraJJe 73, 1 Treppe (kein Laden), direkt am Ringbahnhol ScbSnliauier Alle« und Hochbahnstation Nurdring RUF* Hausnummer beachaen~4HI llfofzeiger 7% Rabatt Ein passendes Ostergeschenk Schrank 123 cm breit 150 cm breit 180 cm breit lEielie" Schrank mit Spiegel,>/, Wäsche, 2 StahlDöden, dreiteilige Auslege- matrataeii,WaW>___________ Oas sicherst. Mittei, das Rauchen ganz od.teilw-, einzustell Wirkg. verblüffend. Auskunft ums. Vers San.Artik.Gg.Englbrecht, München R6, Kapuzinerstr.p Kapitän-Kauiabak Bieber reichlicher in der früheren guten QualüSt zu beziehen durch die bekannten Veriaufsstellen ff. Röder. Berlin. Cirfflcnfcetgctr Str. 22. Känigft. 3861. 1 SPEZIAIARZT I -vr. med. COLEMAN� sFriedricHst.bt'K.n.Bahnh.S eHaut-,GeichI.-,Frauenleid.M = Sexuelle Neurasthenie. S |/pr. 10-1, 5-8. Sonnt. 10-12 Ü mnm Gebr. walfmonn, gehbe- nicker Strasse 2l.' Pianos gebrauchte, neue, Auswahl Stets billigste che- legen heiUuttft.* Piaaoliaus Neufindt AlMÜttslr. 37 �c�g�r���gsiedtro� ZWlelleWMMlg. Beb Mari, iür Wiederverkänter Drssrn, Alepandrrplatz 2, 1 Tr. >BWWSZf4 Juie gute NASSARY KON UNON vi V:�f• f-''' '•:*■•% ■■r>■■*•'>- i". IkdA SM St* ISS ♦ SS. �ahrgaag 2. Seilage öes vorwärts Dienstag, 22. März 1921 fix "W8* Cfe Kreise» M s% Oberschlesiens• N v t™**?\ m&lkicksgrn* " ST* p-vJ Srmee d /Ibsfim/noms > L/ w*r Gebietes .ffreisgremea ffOels Orte sind unttrstric/ü �SLOWAKEI * Dir geben unseren Lesern hier einen lleberblick über das polnischen und den vorwiegend deutschen Bezirken vornehnwn Zu oberschlesischeAbstimmungsgebiet, das jetzt im Mittel- punkt de» Interesses steht. Trotzdem im ganzen vom Plebiszit be- trofsenen Gebiet einheitlich abgestimmt wird, besteht die Möglichkeit, daß die Wiierten nachträglich eine Trennung zwischen den vorwiegend den ersteren gehören die süolichen Kreise Pleh und Rybnik sowie der Kreis Tarnowitz, der eine kleine polnische Mehrheit ausbrachte. Zu den haup.sächlich deutschen Teilen kann man das ganze nordwestliche Gebiet rechm nen. Kessels MelneiösgestänönisX Zn der gestrigen Verhandlung gegen Hauptmann v. Kessel wurde zunächst in der Vernehmung' derjenigen Zeugen sortgeiahren, die über die Persönlichkeit des Pfarrers Rump auszu- sagen haben. Der als Sachverständige vernommene Prof. Dr. L i c p- mann, der Rump längere Zeit auf seinen Geisteszustand beobachtet hat, bekundet, dah er Rump für durchaus normal halte. �.Der nächste Zeuge ist der Lehrer Kartmeyer au» Bre» me«. der lange Jahre in der Gemeinde Seehausen, in der Pfarrer Rump Seelsorger war. als Lehrer wirkte. Er sagt au», daß er immer gefunden habe, bei Pfarrer Rump vermische sich die dichterische Phantasie mit der realen Wirklichkeit. Der Zeuge erklärt ichließlich:„Ich halte Pfarrer Rump für einen Phantasten, auf besten Urteil nichts zu geben ist." Der B absitzende verbietet, die Per- nehmung unterbrechend, dem Oberleutnant Hoffmavn, ständig den Saal zu verlasten. Man könnte sonst leicht auf bestimmte Vermutungen kommen. Gelegentlich einer längeren Kontroverse zwischen Rump und dem Ver- teidiger Alsberg kommt es zu Zusammenstößen zwischen diesem und dem Vorsitzenden. Der nächste Zeuge, Oberwachtmcister M e y e r aus Bremen, be- kündet, daß die Leute in Seehausen sehr ungünstig über Pfarrer. Rump gesprochen und ihn«inen Lügner. Komödianten und Schauspieler genannt hätten. Hierauf wurde der jetzige Amtsbruder des Pfarrers Rump der........... ha ujlulh; uct uuc».-vi"»-* : Erste Geistliche an der Heiligengeistkirche, Pfarrer Breit- lupt, vernommen. Der Zeuge, der in sichtbarer Erregung mit ringt, bekundet, daß der Gesamteindruck, den er aus einem acht- jährigen Zusammenleben mit Pfarrer Rump gewonnen habe, ein derartiger sei, daß er Rump für einen Menschen hallen müste, bei dem» da»«igen« Zch eine eigenartig hervorragende Rolle spiele, daß er den-Zuflüsterungen von Schmeichlern zugänglich sei und dann Dinge behaupte, die mit de? Wahrheit nicht» zu tun hätten.— Bors.:„JJerr Pfarrer, wollen Sie uns eine Begründung für dieses Urteil geben?"— Zeuge:„Ich möchte mich auf einzelne Tatsachen nicht einlast«». Mein Urteil ist das Resultat des Gesamteindrucks eines achtjährigen Zusammenseins. Ich bitte, mich nicht nach Einzelheiten zu fragen. Aehnlich über Rump sagen weitere Zeugen aus, so Gesangs- lehrer Fork, der Sohn eines früheren Bremer Geistlichen und Rektor B u n z l o w. der auch Gemeindekirchenrat an der Helligen- geistkirche ist. Dieser Zeuge bekundet von den letzten Kirchenwahlen, wie Pfarrer Rump in unfair« Weis« entgegen getroffenen Derob- redungen gegen den Zeugen gearbeitet hat. Marl öh alt Zeuge. Es wurde dann der Oberleutnant a. D. Otto Markoh ver» nommen, der auf Befragen des Vorsitzenden angibt, daß« die seiner- zeit über ihn verhängte Strafe von einem Monat Festung wegen Unerlaubter Entfernung noch nicht abgebüßt hat. o. Kestel habe ihn gebeten, die Aktion gegen die Zahlstelle der Matrosen- division zu übernehmen, da er ganz befand««» Vertrauen in ihn setze. Marloh beschreibt dann kurz> die Erschießung der 29 Malrosea und die Tatsache, daß er sich dann im Kriminalgericht bei Oberleutnant Kessel ordnungsmäßig zurückgemeldet Hove. Es sei erst ein Tatbericht angefertigt worden, bei dem Staatsanwalt Zum- broich mitarbeitete, einig« Tage daraus ein zweit«, dey ebenfalls Zumbroich mitanfertigte, und schließlich kam ein dritter Bericht zu- stände, den Staatsanwalt Weiß mann diktierte. Marloh schlldert dann weiter, daß er diesen Bericht nicht unterschreiben wollte, weil in ihm deutlich ausgesprochen wurde, daß Marloh ohne einen Be- fehl der Brigade Reinhardt gehandelt habe. Der Angeklagte sucht in längeren Ausführungen die Angabe Marlohs zurückzuweisen, daß er am Tage vor der Erschießung Marloh ausgesucht und ihm irgendwelche Befehle erteilt habe. Zeuge Marloh kommt dann m>f die Ereigniste de» t. Juni zu sprechen. Um die Mittagszeit sei Oberleutnant Hofmann zu ihm gekommen und habe ihm gesagt, er solle verhaftet werden und müsse daher weg. Darauf sei er mit Hofmann nach dem Dienst- zimmer Kessels gegangen und fei Kessel auf dem Flur begegnet. Als dieser ihn, Marloh, sah, habe er gesagt:„Was machen Sie denn hier? Scheren Sie sich weg! Wenn uns nun hier ein dritter sieht!" Kessel sei dann in sein Dienstzimmer verschwunden und er, Zeuge, sei dann mit Hofmann zu Pfarrer Rump gegangen. Marloh geht dann weiter auf die Borgänge in der Wohnung des Pfarrers Rump ein und bekundet, daß er auf dos wiederholte Drängen Hof- manns, die Flucht zu ergreifen, anfangs nicht eingegangen sei, dann ab« schließlich aus vaterländischen Motiven sich bereit erklärt habe. zu fliehen. Hofmann habe ihm auch zugesagt, er werde am Abend mit Hauptmann v Kessel darüber sprechen. Dann kommt die Sprach« auf den Scheck, den Hofmann, dem Marloh zur Flucht angeboten haben soll. M.a r l o h behauptet, daß dieser Scheck auf MM Mk gelautet habe. Der Vorsitzende stellt daraus fest, daß nach dem Talon des Scheckbuches ein solcher Scheck am 28. Mai aus- gestellt, aber nicht eingelöst worden sei.— Zeuge Marloh: Dieser Scheck ist von Kessel vordatiert wordxn—Vor s.: Wir haben hier fe�ae�ellt, daß der Scheck nickt vordatiert wurhe.— Trotz der Vorhaltungen des Vorsitzenden bleibt Marloh dabei, daß Kessel den Scheck vordatiert habe. Marloh geht dann weiter auf die Vorgänge des 2. Juni ein und schildert die Ankunft Kestels in der Wohnung des Pfarrers Rump. Auf Hofmanns Veranlassung sei Hosmanns und SB eh- meyers Garderobe aus dem Flur entfernt worden, v. Kestel fei dann anderthalb Stunden bei Rump geblieben, der dann nach Kestels Weggehen ihm, Marloh, erklärt habe:„Du mußt entweder nach Buch od« die Flucht«greifen." Er, Marloh, solle ein konfuses Urlaubsgesuch schreiben, l" c»-'> � vorlegen wolle, um eine geistige Ber- wirrung Marlohs vorzutäuschen. Bei der Vernehmung des Studenten der Medizin Leutnant a. D. Wehmeyer kam es dann zu einer langen Auseinandersetzung, ob Leutnant Wehmeyer am 2. Juni das Urlaubsgesuch Marlohs Oberleutnant Kestel persönlich übergeben oder es ihm im B.u r e a u abgegeben habe. Weh meyer behauptet, er habe es Kestel selbst überreicht und Kess« babe dabei höhnisch gelacht. Zwei Unterschriften hat v. Kestel gefälscht.— Vors.: Und von wem stammen die Stempel?"— Zeug e: Kessel hatte einen Stempel vom 4. Gardereaiment besorgt. Die Nummer 4 haben wir dann ge- ändert. Zuerst tot dies der Kriminalwachtmeister D i t t m a n n und dann babe ich es in der Wohnung des Pfarrers Rumv voll- endet.— Vors.: Wie kam denn der Ob«wachtmeister Dittmann in die Affäre hinein? Das Gericht beschließt, Oberwachtmeister Dittmann sofort tele- phonisch zu laden.— Hierauf kommt das Meineidsbekenntnts o. Sessels zur Sprache. Der Zeuge Wehmeyer bekundet, daß er im Juni s llllg in einer Unterredung mit Hauptmann v. Kessel, bei der sonst niemand zugegen gewesen sei, diesem erzählt habe, er, Webmey«, !habe sich noch seiner Vernehmung durch Krieasqerichtsrot Meyer ! geweigert, feine Aussage zu beschwören. Kessel habe ihm darauf - wörtlich geantvortet:„Das verstehe ich nicht: in mein« beschworenen Aussage ist manches ungenau und ich habe sie doch beschworen. Wir > müssen nun doch einmal lügen. Da sehe ich nicht ein. weshalb ich das nicht beschwören soll."— A n g e k l.: Es ist ganz ausgeschlossen, daß ich das gesagt habe.— Der zu diesem Punkt sofort vernommene Zeuge Oberleutnant Schmitz-Nancy bekundet, daß« tatsäch- lich damals als völliq Fremder dieser Unterredung beigewohnt' habe: Die Darstellung Wehmeyers fei ihm. d« von diesen ganzen Sachen picht» gewußt habe, aufgefallen, als er in einer Zeitung in einem Bericht über den Kestel-Prozeß von einem sogenannten„Meineids- bekenntnis" Kessels gelesen habe. Der nächste Zeuge General v. Oertzen schildert Marloh als einen wahrheitsliebenden Menschen. Hierauf wurde Oberst Mey e r, der Organisator der Sich«- heitspolizei, vernommen. Den einzigen Schutz des Staates habe damals in Berlin die Staffel Kessel und die Briqade Rein» Hardt gebildet. Oberst Weber schloß seine Aussage: Hauptmann v. Kestel würde meines Erachtens nach eine Unehrenhaftigleit od« gar einen Meineid nig fertig bekommen. Nach einer kleinen Pause wurde dann zum Schluß d« in- zwischen eingetroffene Kriminaloberwachtmeister Dittmann ver- nommen, der nach Angabe Leutnant Wehmeyers bei der Stempel- fälfchung anwesend gewesen sein soll. Zeuge erklärt, daß ex die falschen Ausweispapiere weder gesehen, noch irgendwie einen Stem- pel in der Hand gehabt oder gar verändert habe.— Vors.: Die Aussagen des Zeugen Dittmann sind deshalb sehr schwerwiegend, weil Sie, Herr Wehmeyer, behaupteten, daß v. Kessel auch die Unterschrift gefälscht haben soll. Nach einigen unwichttgen Aeußerungen Oberleutnant Marlohs und des Generals a. D. von Oertzen wird dann die Verhandlung auf Dienstag S>- Uhr vertagt. Billige Schuhwaren Damenstiefel und Halbsdtmhe mit snd ohne Lackkappe, hübsche, breite Form, auch ohne Kappe, mit flachem Absatz, für ältere Damen M. 85 Damen- Lackbesatz-Stiefel mit schwarzem echt CheTreauz» Einsatz, hoher Schaft, elegante Form n. Ausführung M. 85 Braune Boxleder- Herrenstiefel Schwarze Lackbesatz« Herrenstiefel mit echt Gher.'Einsatz in mod. Formen Äu�MOKrtoo Schwarze Herrenstiefel als Strapazler- und Siraßenstiefel geeignet, in verschiedenen Formen und Ausführungen, auch mit Lackkappe M. 50 Für Wiederverkäufer Extra*Abteilung Kate Laden. bans anf dem Hofe. Schuhwaren-Groß- und Klelnhandlung Linkstrasse 11 flnb. Theod. David) Kwefgnlederlassan�: Spandau,'Breite Straße 22, L BleittaZittn Altmstans kauft zu heti. Preisen Ziooscbnelre rmbmwtS ßeschäftsiüener. « Achr« olt, flcfimb. riwig. 21 gährt als Bsit« und flostrn. bot« tu'JStiSmartiitoufettieti tätia, sucht ähiUich« oder ander« patzende Stellung. OfferteuS. JO —*'"*■ gtp�ntftr. 8» üleiie Meli diW. elewl! SSSS Kostüms.-nAntel, enorm billig! Nseh beendeter Saison»0% herab- im Leihhaus Moritzplatz 58a Spezial-Arzt dortnäckig« Ausflüsse. Ausschlul,. Eynhitid.— Auren, speziell mit kalvarson.— Blutimtersuchnngeu.— Damen fcooeat Dir.: A. Löser seit. Nur Kosenttialerstr. 69-70 m EDEL- LIKÖRE Bedeuieode PreisennälliM Iii X •o -J Hl . ü LÜ WEINE und LIKÖRE Rheinweine ▼on M. 13.50 ab per Flasche, ohne Steuer ca. 500 Verkaufsstellen der m ö m- r i r O J\ m Hna Mm c* WeseW EDEL- LIKÖRE „Vorwärts�-Husgabcftcllcn und Infcraten-Hnnahmc sowie Geschäftsstellen der Zeitungs-Zentrale(Z. Z.) Aktiengesettschaft. Siidoxst: ChtlMitflc. Ä, n.©of partrrr«.— Setufolem« Straß» 616, Sauvtaekckäfl. genttum: Ackerst r. 174. am«appenplatz.(BtBffnet rsn t bis 6 Uhr. Steglitzer Str. 07, Ecke Magdeburger Straß«. St. öffnet von 0—6 Uhr. "iu>; Bärwaldstraße O, a, b. Sneifenaustraß«. Geöffnet van S—S Uhr.— Prnqeiistr. 31, Hof recht» part. che. öffnet von S— S Uhr. Osten: Martusstr. 36. Geöffnet von S— 6 Uhr.— Peter«. burger Platz i. Geöffnet von 0—6 Uhr. SSbosten: Lausiger Pwtz lt/lb. Geöffnet von 0—6 Uhr. Bordostea: Immanuelkirchstr. 24. Geöffnet von 0—6 Uhr. Moabit: Wilhelmshaveucr Str. 43. Lübecker Str. 11. Sc. öffnet von 0—6 Uhr. vtdding: Müllerstr. St-, Sck« Utrechter Straß«. Geöffnet von 0—6 Uhr. «sfenthaler und Oeantendnrge»«aeftabt, Wattftr. 9. Ge- öffnet von 0— 6 Uhr. Gefnnbbri--- Schönhaas von 4—6 Uhr. »dleröhof: Svetbmann «llt-GUeuicke.«»Uenbeeg, Gartenstadtstr. 10. Banmfchuleuweg: Frau st ö v k», Bernau, Röntgental. stepernlck. SchDubciick.staro« und Bnch cheinrich Bros» Bernau Müblenstr. ö. Dtradorf: W. Dannebera Biltortaftr. u. Bohuederf: Karl,«au». Genossenfchaftshau» radle»" brnnaea: Bastionstr. 7. Geöffnet von 0—6 Uhr. »asrr Borftadt: Ereifenhagener. Str. 22. Geöffnet > 4—6 Uhr. Btömarcksrr. t. Salamaun. ffalkenberg. > Vaa�*4 18fl' �aien' Buchholz, Blaulevburg: H a i n ke, Buchholz, Bahnhofstr. 24. Sharlottcnburg I: Sefenheuner Str. 1. Geöffnet von 0 bi, 6 Uhr. a Gharlottcnburg II: Tanroggen«, Str. II. eharlotteuburg in:«oiferdamm 101. Geöffnet von 0-6 Uhr. Eharlottenburg IV: Nürnberger Str. 23. vgacrsdarf: Sibönherr. Landoberaer Str. ll>.' Gichwalb». Schmöckwitz: Schröder. Bahnhofstr. 70. Erkner: Alber! sternrcke Frtedrichstr. 21. Fichtenau, st r e ß k«. Waldstr. 25. Friedenau: Rheillftr. 27. Ecke Rönnebergstraß«. Frederodorf-Peterehageni lltlenwatier. Peterehagen Friedrichehageu, Kirfchgarteui 2 o f l m a n a. Friedrich« Hagen stürze Straße 1. � Grstuaui Franz stiein Frledrlchstr. 10. Kalenfe«, Grunewald: Halensee, Seorg-Wilhelm-Str. 2. Herzfeldei Martin Emollboweti. Senuiaedors: G m m u i a t Ralhenaustr. 7. Hohenneuenbors: S t e g e r i s. Bismarckftraße. Zohauniothat. Alwin Sammitch Siemarckstr. tz. starlshorst: Frau Stank«, Hentigftr. 02» vorn parterre. stauledorf: L i e b i g, Hönnoerstr. 20. «önigS-WnIierhaase». Mrdcrlebme: Fried r. Banmann «önigs-Wusterhausen, Berliner Str. 6. stöpenick: Schlag, stietzer Str. 6(Laden). Geöffnet von 4-6 Uhr. Lichtenberg I: Lichtenberg, Wartenbergstr. I. GeLfknet von 0—6 Uhr. Lichteadera II, Rummeieberg, Strato,: Lichtenberg. Box. Hagener Str. 62. Geöffnet von 4—6 Uhr. Lichtenberg m. Friedrich-selb«: Frankfurter Allee lös. Laden. Lichtenrade: Franz W i ch u r a. staifer-Friebrich-Str. 4. Restaurant. Lichterfelbe-vst, Lankwitz! S. Wenzel Lankwitz statfer- Wilhelm-Str. 3. Lichterfelde-Best: Sch aedel. HIndenburgdamm 34. «-hlad-rf:«mit Raus» Lemkestr. 3». Marienboesi Auoust Lei» Thausteestr. 34. «arieafelbe: Fritz Greulich, stirchstr. 27; Slldring 762. Renenhagea W e n z i e sttegelstr. 71. Reulolln: Neckarstr. 2. Geöffnet von 4—3 Uhr. «enkölln-Britzt Eiegfriedstr. 23/24. Geöffnet von 0—6 Uhr. Riebcrfchöaewetd«: Hartrampf. Brstckenstr. 10 II. «tederlchönh-nfe». Rordenb, ffi. Schltedener Tre». kowstr. 14. Olvwaweai starl strahnberq Gifendohnstr. 10. Oranienburg: Heinr. Loenhardt, Stralsunder Str. 6. vbrrschäncwridr: Robert Paul Mathildenstr. d. Paakaw: R i i> m a n n Mllhlenstr. 70. Patidam: M. B i c r l i ch. Schockstr. 23. «ahneborfi S e ch» r i Forststr. 7. Retaickendort-Vst Schtznhalii Albert Watt« Movln» strafte 66 iLodenl Reinickeadorf Ralenthali ffi. Büro. Prinz- Hetnrich-Str. 34. Schmargrndorf: R r h a b. Breite Str. 4. Schöneberg: Beiziger Str. 27. Geöffnet van tz— 6 Uhr. Senzig. Frtadewald Chausteestr. 64. Siemen östadt: Stein. Nonnendamm-Alle« OL». Spandau: Bullack, Moritzftr. 14. varth. 3 Tr. Stideade: L u v w i g Halstestr 36. Steglitz: Sehricke Sidildbornftr. 12. � �.. Tegel, Borstgmalde, Reiuickeuborf-Wep, OSaSmanneluß, Frei» Scholl«. Kermedorf.«tickenwe�l«.««gf-we. Stalpe und Barg«d»r1: Borflgwalde. Rckufchstr. Ist. Ee» öffnet oon 4—6 Uhr. Teitow: strstger. Schönow. Dvrfstr. 0. Tempelhof! staifer-Wilhelm-Str. 13. Tewpelhof:« a n d l e r, Hohcnzollernkors» I. Trebbin: Döring. Bahnhofstr. 62. Treptow: Gramen»»l:efholzstr. 412. vor» 1 Tr. Weißens««: Berliner Allee S4. Wilbau-Hohenlehme: Rub. Lettaw. Bilhclmehage». Hestcuwinkel: Schulz«, Wilhelmshagen. Wilhclmstr. 31. Wilmersdorf: Holsteinische Str. 14. Wittenau: Wilh. Zimmermann» Rofenthaler Str. 46. Wollcredors: Schurbavm. Sich-ndamm 22. gchlendorl Schlachteusee Rikalaaleei Sega«» stehlen» dorf. Teltower Str. 3. lieuthen. Mieredarf: Ernst«totarfelb steuthe». sturtstrstenstr. 43. Lasten: Ulbert Stein. Mtttenwalder Str. 17. Sämtlich» Literatur lowte all- wtstensch-ttlichen Werk» werden geliefert. Saautaa, stud dt» GeschZItestelle» aetchloste». loripc U/npf I M vo» fettfiedrucktc Wort I.SO M.(tulässitz 1 tlCUCo nUll 1 Hl. 2 lettgeelruclile Worte). Stellengesuche| und Schlalstellenanzelgen das erste Wort(fettgedruckt) I M..I jedes weliereWort 60 Plg. Worte Ober IS Buchstaben Söhlen doppelt 1 Kleine Anzeigen( Anzeigen J?»r«'m.BrmÄüne bis 5 Uhr nachmittags In der Ha _____..aupt- Expedition des Vorwirts. Berlin SW 68, binden Strasse t ab c'eceben werden. QeOffnetron V Uhr irQh bis 5 Uhr abends ssl n I A Verkäufe Halbumfanftl Sardinenver» kauf. Tcppichverkauf» grofte» Musterlager Pelzwaren. Ein- f-gnunosanzllge, Palelot». Herrenhosen. Springer« Ba- renvertauf, Charwtlendurg. Berlinerstraß« 143.__ ldlst» Dandlitz-Baadars, Qnadrat» ruie lö und 30, Anzahlung 100 Marl. Außerdem SV» Morgen Acker. Wiese. Fließ am Bahnhos. Hülsen. Steg. litz, Bionoillestraß« 11. Fernsprecher 2304.__» Gegen Raieuzahluna. Btzr- kaufe Damenwäsche, stostüm«, Steppdecken, Divanoccken, nur privm' Qualitäten, zu aller. billigsten Preisen. Max So. sevhsohn. An der Spandauec- bracke II III, Bahnhos Börle stein Laden.____ 21120' „Weißer Nabe*, extra starke Dauerwäsche, verknust Born, Reichenbcrgerstraße 7. Tapeten. Wachetuche. Lina» >eum, Dauerwäsche verkauft SzMat, stoloniestratze 4. lSZst» H»chherrschaftNch« Herren. aarderobe. Sehrackanzüa«, Sackettanzstge. Eommerpale. tot», Gutawayanzllge. wenig »Wraucht, ersten Werkstätten Deutschland» gearbeitet, fa. Stauueuereegeudl streV» WW 75 M. an, Alaekafüchfe, stobelfstchfe sowie alle anderen Pelzarten, füchfe 85. Rö an, Alaek sowie alle Pelzmäntel, alles zu beben- Ifüchfe 75 >!-. stobelf eren Pelza ... lles zu b>.. tend herabgesetzten, spottbilli gen Sommerpreisen, stein» Lombardwaren I Leihhaus! Barschauerstraße 7._ 172fl» y t UÖ| I4y*«LÖ OU/~-» enizllckende blaue Sheviot- kostüm«, gefstttert 230,—. Co. vertcoatmäntel 175,—. wasscr- dichte Ripsmäntel 210,—, ModellkosMme. Fantafiemän. tel. Faltenröcke. Sportjacken direkt Werkstatt. Große« La. ger. Altmann, Rofenthaler- str. 44 IN. Hackeschermarki.' streu, füchfe 105,-. Sämtlich» PeT, orten Hälfte herabgesetzt. H-rrengarderobc. Taschen. ubren, Gvldwarenlager stau- nend billig, steine Lombard- wäre. Leihhaus Roseusticncr. tor. Linien llraße 203/4. Ecke Nosenthalerstraße.» D-menleibwäsch«, Bett. Wäsche, gute Stoffe, solide Berarbeitunh. Besondere Preiswürdigrelt. Sveziolhaus Sonfa. Friedrichstroß« 47 und stöthenerftraße<8�__ 1454 Heere»an zftg«, Sommer» paletat». Covericoat», Hosen. Fr>eden»stöffi. Hälft« herab- gesetzt, steine Lombarbware. Lelhyau, R-senthalert-r, Li. nie« str aß, 203/4, Gcks Rose». thalerftraß»,» Bettwäsche btlligl Nur diese Woche! Ein großer Posten Reisemuster, etwas angestaubt. Deckkeitbezug 47.—. Kissenbezug 14,—.Laken 25.—, Inletts 110,—. Wäsche» stofle, Handtücher, Fabrik. prctle. Wäschesodrik Stumpe . u. Jäger, Landsberaerstraße ! achtundachtzig. GrSßtes re. i ellste, Spezialgeschäft Ber- ! lin«.__ 153K> Frsthjahrsmodelle,«In spott- billiges Bngebatl Praktisch« Kostüme, teils Zackctt« auf Seid«, 150.-. 250.-.. 350.—. Praktische Röcke 23.50. 36.-. llebergangsmäntel 125.— bi» 156.-. Wollröcke. Wollkleider. Seidenkleider, Seidenblusen spottbillig. Enizilckendc neveste Modelle, stosllime, Mäntel aus besten Qualttalen enorm billig. Rur Selegenbeits. käuje,. Clara Michactis. Maucrstraß? 30 l, neben Clou. Heereufilchstte, weiche, mo, Herne, auch einzeln billig ver. käuflich. Gcisoenheitl Holz» apfel, Karlstraß« 24, parterre. HiihuerkWle». 3 Mark, ein» getroffen. Strabiuer Tierpark. Stralauerallee 26. 92/1 Geschäftsverkaufe Geschäfte jeder Branche evtl. taufchlo» verkaust Beckau'» zentral,«aiserstraße 1t, Alex. Chatjelouguro 125. Metall- betten 225, stinderdrahtbett. weiße Schlafzimmer, Meicke. Anguststr. 32a. Luergcbäude. 200 bi, 575. Auflag«. i, vät entmatratzen Walter. Stargarder Straß« achtzehn. 174«' Chaiselongue« 26 UmbaupMschsosa«. Matratzen, Pal« Schlafzimmer. Wohnzimmer Speiiezimmer. Herrenzimmer. Küchen. llmbauten,To>as, Auh e- betten. Einzelmöbel. Petere- durgerstr. 41. Zahlungserleich- ternng. wZst' Röbel: Schlafzimmer, Speisezimmer, Herrenzimmer. Wohnzimmer, stitchcn, Einzel» mvdel. solide Herarbeihlng. dillige Preise. Ernsten Kän» lern gewähre Zahlungserleich» tcrimg bei geringer Zinsrer. gütung. Möbelhaus Ante!, Große Frankfurterstraße 3!. am Strausbergerplatz. 1 ltlZst Schlafzimmer. H-llclch«, 180 breiter Spicgelschrank. Spie. gelwaschkommodr, echtem Mar- mor, Nachttische, Avotheken, olegante große Betten, Stahl- matratz-n, hreiteUiae Auf. logen, Stühle, Glashalter. Neklam-preis«ZOO. Anrichte» küch« 875. Möbelhans stamer- linä,»astanienallee 56, am Bewberg»««» SZ66b stau» glaublich, Kleider- schrank mit wirkungsvoller Berglofuna, Vertiko, Bett- stellen, Patentmatratzen, Tisch, Stühle, alles 1460.- Mark. Tischlermeister Schumann, gionskirchsiraß«. Ecke Tem- ! plinerftraße. 115,1 Schlafzimmer, Hellelche, Ruß. bäum, Schreibtisch, Rohr- sMble. Rubebett verkauft Hofsmann, Romintenerstr. 12. Quergrbäud« II. S2/13 Musikinstrumente Plana», großes Leaer neuer und gebrauchter Instrumente. Scher« Cbauiseeitraft» 103. -Ausbildung beginnt: Kandyba, Friedrich straße 2L 32Sld> „Adam's" größtes Spezial- !>aus für gebraucht» Piano» Flügel. Harmonium, Dechstein. Btüthner und andere erste Ftr.nep. Eigene WcrtNatl.-reie Licfening. Ai>am,Mstnzl!r. 16 Unter den Linden 17: 18. tiaoreslehrgänge für frühe äe Befucherinnen Höherfr Töchterschulen. 3. Halkiahreslehrgllnge. Q. Son- dorlchrgänge für Einzolsticher: Buchttthrung, Kurzschrift. Ma- schineschreid-n. Deutsch, Noch- i neu usw. Anmeldungen;t- derzeit. Lchrplän« kostenlos. I Fernsprecher._ 470T' 1 T«choild»r Privatschule Dr ! Dirner Regierunas- Bau» tmster a. D es-rlin, Neanbe-. -roß» 3. Masch-nenbau Elettro- echnik.HochdouFieldou. Abend- lehrgäugc. Zageslehrgänge.' I Pertrauenavoll Auskunft, ! Untersuchung, esfahrene Heb- � amme. Reumann, Pestalozzi. straße 53»._ liND' Vertrauensvolle Ausluntl langjährige Enahrung, erfolg. reiche, gewissenhafte Bekand» lunä. Damen. Frau Ioldau. ärztl. ausgedildet. rucht- ktraße 35. vorn I» /Nähe Zchlestschel Bahnhof.) lOZst Bertraueusuag« Austum!. Untersuchung. Privatausnahme. Hebamme Lorenz, Bülrw- straße 60._ 1450' Achtung! Straßenhändler «lektratechulsche Ausbildung glänzender Berdienft. min- beginnt: standyba, Friedrich, bestens 156 Mark täglich. straße SU 0506" Ältg, Skalttzerstr. 108. K/3' Betriebskapital, hn.«( Gelddar- toten rstckzahlun«. ter, Ritterstr. 100. fitZst' Dameg. Austunfi mit Cr- folg. Frau Uttcch. Kreuz. bc'gstraße 10. Ho>, parterre Frack« crlerhiustitut, Fric- hvichiltaße 1223. Frack, Smoking, Oehrockanzllge. Moderne elegante Sachen. Jede Größe oorrättg._____ 152«' Sildepchnielz« Chrifttouat, Köpenickerfne. 20»< gegenüber Manteussolstraße) taiil- Jahn- gebiffe. Puilinodiälle. Schmuck- lachen Glühstn�mvfasche. Queck- Nsder. om'stch» Metalle s 420 Vertrauensvolle Untersuchun- gen. Arzt zur Stelle. Heb- amme Hildcshcim. Lothrluger- straße 34/35._ 116«' Di« gegen grau Glesch« ousgesvrvchen» Beleidigung nehm« ich mit Bedauern zu- rück und erkläre, daß ich sie für«in« ehrlich« Frau halt«. Frau Eifermann. HO Arbeitsmarkt Stellenangebote Modellblus-narb-itertaire». selbständig«, nur erste steä.te, :cDt sofort ein Hugo Carl Pohl, Leivzigerstraße 31.32. Borstellung 11—1 Uhr. 3270b Botenfrau, Tour Lehrtee- straße. Meldung Lübecker- straße U.____ t»* Botrnfraue» sofort gesucht Zeitungs-Fentral«(g.-st.> A�- id.. Ierusalemerstr. 5/v, Bär- waldstr. 42, Prinzcniir. LI. Ackerstr. 174, Echimeberg, Belzigerstr. 27, Charlolteu- bürg, Kaifardamm 101. Chae» lottenburg, S-senh-iinerstr. U KapfcrSchmied für Hochdrudrohrieitungrn so- ort gesucht Hugo Szamatol»«. Bln.NeintlkeudorstWeil.Bi: ten- straße 68_ IM® MleiptflgettOBta K den dauernd« BefchSstiguug em Verdienst, f I Der Meöeraufbaukongreß. V«-?!>, 2L. MÄrz. Die vom Whemeiasn Jkftdfct- «exbimd((£. X.) rtnberufeve ftonfereaj von Verlrekera der Sc vSllmiNis nub der Behörden aus oeu verwüstet«» Gebleleu ist heute zufamuuüZctretev. Die Vegrühuogsausprache hielt der Gewert- schaftrsekrekS? toureul. Der Bürgermeister mm Leas, itbg. Basly(Svz.), führte des Vorsitz.<�r erklSrie eiuleikend, die llu» zufrtedÄcheit der belroffenea Bevölkerung mit den blsherigea Mahnahmea der französtschen Regierung sei groß. ZV« erster Re- fcieal sprach dos Mitglied des wirtschaftscales der C. G. T.Agache. Er berichtete über die Untersuchungen des Mlrtschaslsrates. die auf cine starke Kritik der verschiedenen SchSdeugesetze und ihrer Anwendung und der HNfelosiglcik, der man die einzelnen Ge. schädigten überlasse, htncuslauseu. Mau wüste Arbeitsplätze, Male- dal und Geld von denjenigen Ländern vec laugen, dl« sie besitze» und dabei auf den jeweiligen Wechselkurs Rücksicht nehmen. Es fei. eine Art von Oberkommissarial außerhalb der Regierung zu bilden, das mit den Unter nehlseru und der Arbeiterwelt den Mederausbou in seinem ganzen Umfang zu organisieren habe. Als zweiter Rejcreul sprach der Ingenieur Staue. Er trat dafür ein, deutsche Arbeiter für den Wiederaufbau heran. zuziehen»nd deutsche Materiatlen zu beziehen. Es handle sich nicht darum, das WiederauZb«mgebiet in deutsche Solo- liaieu umzuwandeln, noch es den Industriellen und Ingenieuren "-m jenseits des Rheins zu überliefern. Man müste unter der Lei- lmtg der Genostenschaslen der Geschädigten dealsche qualifi- vierte Arbeiter und Techniker heranziehen und sie einen fraazäsischeu Plan aussühren lassen. Moralisch Halle der Wirtschastsrat diese Lösung für besonders nächtig, weil diejenigen wieder aufbauen mutzten, die zerstört hätten. Neuwahlen in Italien. Mckland, 21. März.(TU.) Der»Corrier« Kella Sera" meldet. daß die Verständigung zwischen der Regierung und den Sozialisten. die Turati und GiolUti herbeiführen wollten, als gescheitert betrachtet werden müste. Turati hat sich allerdings die Mehrheit der sozialistischen Deputierten gesichert, aber die Part eil et« t u n g logt« ihr Veto gegen jede Unterstützung der Regierung ein. Sie ging dabei von der Erwägung au», daß die groß« Moste der Ar- boiterschast, die noch unter dem Einfluß der kommunistischen Propaganda stünde, bei einer Zusammenarbeit mit der Regierung die so- zialistisch« Partei verlassen würde und in die neue kommunistische Partei eintrete. Es sei somit sicher, daß lNiolitti beabsichtige, die Kammer nach den vsterferien aufzulösen und dl« Neuwahlen aus den Monat M a i anzusetzen. Di« Interpellationsdebatt« über die Außenpolitik brachte Kritiken an den Sanktionen. Der Rittianer R u i n i verfocht die Rot- wendigkeir der R e v i s i» n des Versalller Vertrages und der Ge- Währung alliierter Hits» zum wirtschaftlichen Wiederaufbau Deutsch- lands. Givlitti selbst hätte Nach London gehen sollen. Der Gedanke, daß die Besiegten all« Kriegsschüden bezahlen könnten, sei ein Irr- t u m. Graf Sforza sprach schließlich wiederHoll die Erwartung aus, Deutschland werde nach der oberschlesischen Entscheidung annehm- bare Vorschläge machen. Bokschewiklgepäck. Rom, 21. März.(WTB.) Heute nachmittag wurden durch die Grenzbehärden von den 27 verschlossenen, der russischen Handel». Mission gehörende» Kolli« 12 Kolli geöffnet. Man fand»ine groji Menge Perlen, Brillanten, Diadem», Gold, Perserteppiche und Sinerms�aMen. Das Gefundene stellt«inen sehr hohen Wert dar. 2k» Untersuchung wird morgen sortgesetzt, Na, sch'ießlich braucht mau doch zu« Handel Geld, und Sowjet- -übel sind lainE.. tver öke wahrhekt kennet... Duisburg, Zl. März.(DA.) Die Duitburger.volköstimme� ist von de» Alliierten darum auf Ist Tage verbore« worden, weil in ohne vorherige Genehmigung der Zensur die Mitteilung von der Aeietzung des Bahnhofs Hamborn veröffentlicht hart«. Da» Erscheitiunge verbot ist um so ungerechtfertigter, als die Nach« richt tatsächlich zutreffend war. Wie man heule in Rußland arbcllel. Aus dem Eise der Newa, so schreibt Maxim Gorkt im„Progräe ciolque", bemüht sich ein« Anzahl Personea, die in ihren armseligen Kleidern vor Frost zittern, bis oben hinauf mll schweren Schifisbauhälzern beladene Karren vorwärts zu schieben, hier und da sttauchell einer und fällt, und einer der Karren, der nicht von der Stelle gebracht werden kann, stürzt um und schleudert seine Ladung auf das Eis. Die Karren- schieb» werden von acht mit Flinten bewaffneten roten Gardisten beglettet. die nicht«inen Äugenblick daran denken, helfend einzu- greisrn. Es macht ihnen im Gegenteil höllischen Spaß, die frone»- den„Bourgeois� sich abquälen zu sehen, die sie mit allerlei Schimpf« namen bedenken und gelegemlich auch wohl lachend mll der Spitze des Bajonett» kitzeln. An anderer Stelle sind Leute damll be- schäftigt. Fast», Aleikisten und Maschinenteil« auf einem Wagen zu verstauen. Die Arbeit geht ihnen nicht nur schwer von der Hand, sie benehmen sich dabei auch so ungeschickt, daß die Ladung da» Glelchzewicht verliert, sich auf die Seite neigt und den Wagen zum Kippen bringt..Lch bin lange genug Lastträger gewesen", so schreibt Govki,„um mich auf das Handwerk des Verladens zu verstehen. Wann ich jemals einen Wagen in so liederlicher Weise beladen hätte, so würde»ch von meinem Aufseh» eine Maulschelle erhallen haben, Bund ich hätte dies« wohl verdient". An and»er Stell« berichtet Eorki. daß die Bauern, wenn sie eine zEisenstange brauchen, einfach aus die Bahn gehen und eine Schiene«u» dem Glei» lösen..XSd) meine", schließt fflarfi,„daß der europäisch« Arbeiler für die russischen Genossen, die kein« Ahnung von dm Organisation der Arbeit haben, wenig Achtung aufbringe� kann. Die soziallevolutionäre Politik mag richtig sein: aber oie Hauptsache bleibt vor allem die Arbeit, und um die ist es Hierzuland« schleckst« bestellt."_ Bolksliühne. Die am Karsreitag siallfinbende Sendervorfielklmg i« Neuen igollsweat« beginnt nicht«- wie in der Gonnabenvau« ab« an- gea.ben— um K'/.. ionbern um 7'/, Uhr, der Preis für Mitglieder be.rägl nicht S M. sondern 5 M.— Donnmetag, den 24.. 7'/, Ukir(«tloftcr- firane 74): Revolutionär« Lhrlt. vo> getragen von Ernst Zriedrich. Karlen zu t M. i» der Buchhandlung der BoltSbühne. Da« ttabarett Schall und«auch wurde von dm ,Schara">»«i käuilich e'.woibin und wird unter Leitung de« Bortrogstünstlers Herbert Kols am 1. Aprrl als Bieroarielä neu euMniet.— Den literarischen Er. wariungen dal dies den Namen von Reinhardts erstem Berliner Ersolg tragenden Nniernthmen bisher nicht entsprochen. Das Vorlcivngsverzeichuis der Berlioer vuiverfität, das eben aus- tchtebe» wird, kundial auch für de« Sommer die Kollegien der Profesioren 0.1. die am 1. Aprrl. emerrnert werden. Lesen werdtn auch die Cmcri- rirrten, so Harnack, Dllamowrtz, Ticttrch Schis», Diel«. Literarhrstoriker Vrof Dr. JuliuS Petersen beginnt mit Vorlesungen üb» Goethe und einem vebttblick üb» die Geschichte der deutschen LUeratur. Als Gäste der Hochschule werden sprechen: Eduard Berustein über die Streitfragen des ÄonaliSmus in Vergangenheit und Gegenwart, Prof. Bosch-Simpera aus Barcelsna Wer spanische Sonzeschichlt Prof. von L« E»g Wer Chinesisch- Turfeiran einst und jetzt und Pros. Sons» über die Wlvh-lsrog«. itirie Duberkulose-AuSstelluNg ru Dresden wird Ende April an- liftkich deS deutschen Tuberkulolekongreffes. der seit S7 Jahren autzschliestlich in Berlin tagte, vom Deutschest Hhgienemuseum w der früheren königlichen Reitkalle erönuet worden. �,..... »lerichtiguvg. In der gestrigen ParstfaSesprechnng muh es Seinen daß Herr Hütt, nicht Herr Braun de» Parstsal sang. Statt Zador ist Hub ich alt Alivgsor zu nennen. vanöervelüe kontra«-vorwärts". Vandsrvelde hat sich von sinsm Nsdakteur des Brüsseler„Peuple" interviewen lassen, um auf die Angriffe des„Vorwärts" zu antworten. Er bezeichnete zuerst unsere Ausführungen als„n a t i o jt a l istif ch". Das kann er um so leichter, als der„Peuple" den ganz präzisen Inhalt unserer verschiedenen Notizen seinen Lesern weiter hartnäckig vorenthalten hat.... Sodann erklärte er weiter? Die belgische Regierung hat einstimmig die hallung ihrer Delegierten auf der Londoner Konferenz gutgeheißen. Die deutschen Gegenvorschläge waren unannehmbar. Die ersten sahen wie eine Herausforderung(!) aus. Die zwetten wären nur diskutlerbar gewesen, wenn sie nicht unmog- lichen Voraussetzungen unterstellt worden wären: nament» lich die Verneinung des Selbstbestimmungsrechtes für die Bevölke- eung Oberschlesiens(??). Gegenüber derartigen Vorschlägen war«in« Einheitsfront der alliierten Regierungen ganz unvermeidlich, und, ich»kläre die« sehr laut, wenn sozialistischen Ministern die gefährliche Ehre be> schieben worden wäre, Belgien in London zu vertreten, so hätten st« nicht anders handeln können, als unsere Kollegen Jaspar und Theunis." Die Bezeichnung des ersten deutschen Gegenangebotes— dessen unglückliche Form auch wir bekanntlich scharf bemängelt haben— als eine Herausforderung hatten wir bisher nur in den nationalistischen Blättern der Entente gefunden. Ebenso die durchaus unrichtige und vor allem gehässige Jnterpretie- runa der„Doraussestungen" zum zweiten Angebot. All dies macht sich der Sozialist Vandervelde zu eigen. Die Be- lehrung über die Heiligkeit des Selbstbestimmungsrechts der Böller klingt übrigens wie ein Hohn im Munde des Mitunter- Zeichners des DerstuUer Friedensdiktats. Wir wollen hier gar nicht auf das Saaraebiet, Danzig, Memel und Deutsch-Oester- reich hinweisen, sondern begnügen uns mit den zwei Worten: Eupen-Malmedy! Weiter erklärte der belgische Iustizminister: „Der„Vorwärts" vergißt wirklich allzusehr, daß da» Recht Belgiens auf Wiedergutmachungen für Deutschland ein« heilige Schuld bildet..." Daß Bandervelde den„Vorwärts" nicht liest, nehmen wir ihm nicht weiter übel. Daß er aber nicht einmal das Zentralorgan feiner eigenen Partei, den Brüsseler„Peuple" liest, hätten wir kaum für möglich ge- halten.... In der Tat hatte er sonst nicht behaupten können, daß der„Vorwärts" dieses„allzusehr vergißt". Hat doch gerade in den Tagen der Londoner Konferenz der„Peuple" die Ausführungen des„Vorwärts" über die„Ehrenpflicht des republikanischen Deutschlands, die Sünden des kaiserlichen Deutschland» wieder gutzumachen" und über die„innige Solidarität, die die deutsche Arbeiterschaft mit den Opfem des Krieges in Nordfrankreich und Belgien verbindet", in großer Aufmachung ausführlich wiedergsgeben und mit Genugtuung besprochen!(„Peuple" vom 8. März.) Des weiteren erklärte Dandervelde, daß die Sanktionen nur ein vorübergehendes Aktion smittel seien, denn sonst würden sie katastrophaleFolgen nicht nur für Deutschland, sondern auch fürBelgien haben, lieber die Frage, ob diese Sanktionen«inen Bruch des Friedensvertrages bilden oder nicht, sagt«r natürlich kein Wort. Man gewinnt immer deutllcher den Eindruck, daß Vandervelde und sein« Freund« überhaupt keine Vorbehalts zu den Sanktionen und zu ihrer Dauer machen würden, wenn nicht das drohend« Gespenst der vollständigen Boykottierung Antwerpen» durch den deutschen Handel zugunsten Rotterdams sogar in den kapitalistischen Kreisen Belgiens Anlaß zu Sorgen gäbe... Der belgische Staatsmann erklärte weiter, es fei kaum nötig zu betonen, daß die belgischen Sozialisten, alle belgischen Sozialisten, ob innerhalb oder außerhalb der belgischen Regierung, sich stets mit der größten Energie gegen jede Politik der Ausdehnung der militärischen Besetzung oder gegen die Puffer st aatspolitit ausgesprochen haben. Dies soll offenbar eine Anspielung auf unsere vierte Frage sein: Ist es richtig, daß dt« sozicMischen Parlamentarier Brunei (Prästdent der Deputiertenkammer) und D« st r ö e(Kullus.minister) sich öffentlich s Ü r die Bildung eines selbständigen rheinischen Puffer st aate» ausgesprochen haben, ohne daß die sazlalisttsch« Partei Belgiens irgend etwas gegen diese beiden unternommen hat? Auf diese ganz präzise Frage— die, genau wie die übrigen Fragen und Vorwürfe des„Vorwärts", dem Leser des„Peuple" nicht mitgeteilt wurde,— hat Vandervelde nicht geantwortet. Sein« nachträglichen Beteuerungen könnten wir höchstens als eine reichlich späte und indirekte Absage an bis Abreise seiner beiden Parteigenossen auffasien. Am Schluß des Interviews hat Vandervelde die Hoffnung auf eine Verständigung und auf eine gemeinsame Aktion der Arbeiterklassen Deutschlands. England», Frank- reich» und Belgiens ausgesprochen. Diese Hoffnung teilen auch wir. Beides ietzt aber eins Klarstellung der Änschau- ungen und der Handlungen voraus, und deshalb können wir, im Gegensatz zu Vandervelde. gar nicht finden, daß unsere Polemik und unsere Vorwürfe„zumindest unzweckmäßig' gewesen sind._ Georgiens Hilferuf. Di« hiesig« Georgisch« Gesandtschaft bittet um Leröstentllchung eines Aufrufes an die Völker des Westens, dem wir folgendes ent- nehmen: Ueberfallen von ollen Seiten, führt das kleine demokratische Georgien einen Krieg an vier Fronten— ahne jegliche Hilfe von außen. Das gesamte georgische Volk erhob sich mit Begeisterung zur Verteidigung des Lande». Die Arbeiterklasse stellte sich an die Spitze der Verteidigung, vi« Fabriken und Werke wurden ge- schlössen, da die gesamte Arbeiterschaft mit roten Fahnen an dl«(front gezogen ist. Die Kämpfe dauerten vom 11. bis 24. Februar, und vor Tiflis erlitt der Feind ein« schwere Niederlage. Aber er warf nun pepanzerte Züge und Tanke aus unsere Front und er jagte neu« Divisionen auf uns. Na— om wir alle Attacken zurückgeschlagen hatten, beschlossen wir Tiflis zu räumen, um unser« lebend!- gen Streitkräfte zu bewahren. Zusammen mit unseren Truppen verließen die Stadt sämtliche Arbeiter und ein erheblicher Teil der Bevölkerung. Die frübercit Beamten des Z a r e n r e g i m e s froh- locken. Endlose Proskriptionsllsten werden aufgestellt. Da? geor- gliche Volk steht im Kampf gegen die bolschewistisch« Tyrannei Vor den Augen der Kutturw-tt zerstören die roten Imperialisten einen demokratische» Staat, der w« Loben gerufen und oer- 1 waltet wurde von Sozialisten. Es ist dtes ein Kampf zwischen Bolschewismus und Sozialismus. Die Vernichtung von Georgien wäre nicht nux ein Schlag gegen das georgische Volk, sondern auch gegen den Sozialismus Nur ein energisches und einmütiges Veto der Arbetterklosse und der Demokratie Europas kann der Moskauer Tyrannei ein Ende machen. Viele der besten Söhne Georgiens sind im Kampfe gefallen. Das bringt uns aber nicht zur Verzweiflung. Wir werden den Kampf mit verdoppelter Energie weiterführen. Wir werden unser Leben zum Schutz« der Menschlichkeit her» geben und wir hoffen, daß die Demokratie de» Westens uns ihre Hilfe und moralische Unterstützung nicht versagen wird. Mit dieser Hoffnung gehen wir mittig— entweder der Freiheit entgegen, oder In den Tod! Der polaisth-rufsisä'e Krkeöen. Warschau, 21. März.(SE.) Um 11.40 Uhr waren In Riga sämtliche drei Teile unierzeichnck. In der Schlußrede hob Domsry die Frieden sbereitschast und den Einigungswillen der beide» Parteien hervor. Er erklärke, Polen wolle eine Brücke zwischen de« Osten und Westen und enge wirischasMche Beziehungen mit Ruß. land und der Ukraine unlerhallen. Räch kurzer Erwiderung Zoffee wurde die Sitzung von dem lellische» Außenminister Meycrowicz geschlossen. Der Ariedensvertrag erkennt die llnabhSnglgkeit der Ukraine und Weißruthenleus an und bestimmt die Grenze zwischen diesen beiden Staaleu und Polen. Beide Teile verpfllchken sich, ihre Truppen innerhalb 14 Tagen ans den ihnen nicht zugesprochene» Gebieten zurück uzicheu. Das wilnagebiel wird für eine Angelegenheit Polens und LUaueus er» klärt. Beide Teile verpflichlen sich zur Richlelnmifchunz In dl» Inneren Angelegenheiten des anderen, sich jeder Propaganda;a entHallen und eine bewaffnete Unternehmung gegen den andere« Staat nicht zu unterstützen. Räch Artikel S verzichten beide Teile auf Zahlung vou Kriegskoslen und Entschädigungen. Art. U behandelt die Zahlung der 30 Milliarden Goldrubel an Polen. Art. 14 befahl sich nnt der Aufkeilung bzw. Ablösung de» Eisen- l»ahnmal:rials. Laut Ark. IS vervsUchteu sich Ruhland und die Ukraine zur Rückstellung der Guthaben, die Polen in Geldinskituten hakten, die von Ruhland„abgKösl" wurdm. Die Zahlaaz den Polen gebührenden Teile de» allrussischen Staaksgule» wird durch eine befoubere Somwlssion geregelt. Räch Art. IS lst Pole» zur Zahlung von Staatsschulden des ehemaligen russischen Reiches nicht verpflichtel. Der Vertrag sichert welker Polen da» Recht der Meist- degünstlguna zu. Sech» Wochen noch Rotifikakioo des Friedeu«er- kroges werden besondere Verhandlungen über die Wiederaufnahme des Handels, die Errichknng von Sonsularverkrelungeu und den Wiederbeginn des Post- und Eisenbahnverkehrs aufgenommen. Die Ratifikationsurkunden sind 4? Tage nach der Vertlagzunterzeichnuug in Minsk auszutauschen._ Enalifche Kabinettskrise! London, 21. März.(Hollandsch Nieuwsbureau.) Die Blätter enthalten lange Betrachtungen über eine schwebende englisch« Kabi- nettstris«.„Observer" schreibt u. a.: Die Demission Bonar Laws kam zu einer Zeit, in der das Abbröckeln stark bemerkbar ist. Die Koalition hat kcinen permanenten Wert mehr. Sie ist setzt unpopulär.(Der„Ooserver" war bisher sin großer Verteidiger von Lloyd George und deffen Kabinett.) Laut„Daily Expreß" drahtete Lloyd George an Churchill, der in Aegypten weist, er möge sofort nach London zurückkehren. fluslattösrunF�bau. Infolge des kürzlich ratifizierten Postabkommen» zwischen Lett. land und Rußland ist die erste Postsendung au» Sowjet» rußland in Riga ewaettoffen. Es ist diese wohl die erste auf öffentlichem Weg» über die Grenze gekommene Post fest dem Bo- stehen der Sowsetregierunz. Griechenland mit seinem Konstantin macht in„bulgari- lchen und anatostschen Unruhen", um seine Rüstung zu stärken und da» Unversehrtbleiben des Diktats von S-vrez durchzusetzen. In Rom versuchten 2!)ü Nationalisten in die Räume der Zoll- abfertigung einzudringen, wo die Koffer dcr russischen Handeks-Ab. ordnung verwahrt werden. Sie wurden durch Wächter an ihrem Vorhaben gehindert. Mehrere der Angreifer wurden verletzt. Poli- z«i und Soldaten wurden zum Schutz des Zollgebäude» aufgeboten. JnHilsingfore sind bisher au« K r o n st a d t 12 000 Flüchtling« eingetroffen. Sie befinden sich in einem elenden Zustande, sind halb oerhungert und am End« ihrer Kräfte. Wenn ein General spricht... Wie der„Lokal-An z." ei fährt, ist dem fronzöstkchen Geschäfts- träger in Beantwortung derEniente-Note über die S e« ck t s ch« Rede der durch WTB. verbreitete Wortlaut der Susillbrungen des Generais fiberreiwt worden. Es ist daraus hiitgcwieien, daß Geeckt lediglich einen Bericht über seine Eindrücke in London ge- geben, sich aber jeder politischen Stellungnahme«nl- halten habe. Nach Pariser Biattermeldungen toll die deutsche Regierung ibr Bedauern ausgesprochen baben. D>ese Natv- richten werden von amilicher Seite al« unzutreffend bezeichnet. In jedem Fall« hätte man sich di, aaii-e, immerbin do» recht peinliib« Auseinandersetzung ersparen tonnen, wenn Herr General Seeckt sein« Worte etwas vorsichtiger abgewogen hätte. Der von keiner politiscben Einsicht getrübte General spielt leider auch noch im nachrevolutionären Deutschland eine wenig rühmliche Rolle._ Das Gntwoffnungsgefetz angenommeo. In der Rachtsitzung de» Reichstags am letzt«» Sonnabend folgte die dritte Lesung des Gesetzes zur Durchführung der Ar.ik.'l 177 urch 178 dcs Füe.nsoertttags. Eenoss, Müller.. Franken sprach nach dem S'�ßenmmister Dr. Simons für da» Gesetz, da« nach einiger Diskussion, angenommen wurde.. An» (genommen wurde serner das Gesetz zur Aenderung der Einkommen- teuer. In dritter Beratung angenommen wurden dann auch das Gesetz zur Verlängerung der Gültigkeitsdauer des Kohlen st euerge» setzes, des Zündworensteuergesetzes und das Gesetz über die vorläufige Zahlung zur K ö r p e r s ch a f t s st e u e r. Da» Gesetz zur Versorgung oer Anqchörigen des Reichsheeres und der Retchsmarine geht auf Antrag Hoch(Soz.) an den Soziolpölttischen Ausschuß. Das Gesetz über die rußerordentliche Beihilfe an die Rentner der Invalidenversicherung wurde in allen Beratungen angenommen. Präsident Löbe schlug vor, dem Präsidenten zu überlassen, Datum und Tagesordnung der nächsten Sitzung zu bestimmen mit der Maßgabe, daß die nächst« Sitzung spätesten? am 20. April statt- finde und schloß die Sitzung mit warmen Wünschen für Oberschlesien um%1 Uhr nachts. » Der Einspruch der wenigen anwesenden VK.P.D.-Leute gegen die sosortig« dritte Lesung de« Orgeschgesetzes, oiso der Versuch der Ausnutzung einer Bestimmung der Geschäftsordnimg zu einer Ber» schiebung der Verabschiedung um ganze 24 Stunden, zeigt ebnen parlamentarischen Kret.nismus, d» bei diesen Mosko- witern und Dikta-Toren baß erstaunlich ist. Wie würden sie tobsn. wenn z. B. 12 Richtkommunisten einem Sowjetkongreß von 300 Mann ihren Willen aufzuzwingen versuchteiU EewerMaftsbewegung Der Wirtschastskampf in Amerika. Jeder, der die amerikanischen Witrschaftsprobleme auf ihre Ent- Wicklungsmöglichkeiten hin einer sorgfältigen Betrachtung unterz cht, wird zunächst überrascht sein, wr macht- und einflußlos gegenwärtig alle amerikanischen Arbeiterorgan sationen— im Gegensatz zu europäischen Ländern, beispielsweise zu Deutschland und Großbritannien— sind. Dies hat darin seinen Grund, daß die Arb« terbewegung in Amerika eine relativ kurze Geschichte hat, und die Stellung der Arbeiter daher sogar unter normalen Bedin- gungen wenig stabil gewesen wäre. Der heutigen Industrie- läge in den Bereinigten Staaten, die im wesentlichen ein Produkt der allgeme.nen ZLeltwirtschaftsiage ist. scheint der Arbeiter mehr oder weniger ohnmächtig gegenüber zu stehen. Erhöhte Wachsamkeit und wachsende Anpassungsfähigkeit der Arbeiterschaft sind daher beson- ders am Platze. Es ist den Arbeiteroerbänden im allgemeinen nicht gelungen,' der Herabsetzung der Löhne wirksam entgegenzu- treten, die sich infolge des Sturzes der Marktpre.se im vergangenen Jahre als notwendig herausgestellt hatte. Streiks, die hier und da versucht wurden, hatten sich als ziemlich untaugliche Waffe erwiesen. In zahlreichen Fällen haben sich die Arbeiter, den schwie- r.gen Umstände» Rechnung tragend, mit der Lohnverkürzung abge- sunden oder auf einer für sie weit ungünstigeren Basis neue V e r. tröge abgeschlossen. So die Gewerlschosten des Baugewerbes in San Franziska und d e Arbeiter der Chikagoer Gosanlagen. In anderen Fällen hat die geschäftliche Depression zu einem offenen Konflikt zwischen Arbeitgebern und Arbeit- nehme rn gesührt, wie z. B. bei den Gewerkschaften des Bostoner Baugemerbes, wo von beiden Seiten der Versuch gemacht wurde, auf dam Wege der Gewalt, teils durch Streiks, teils durch Aus- fparrungen, eine Entscheidung zugunsten der einen oder der anderen Partei zu erzwingen. In gew.ssen Zweigen der Industrie, besonders in der Stahl- i n d u st r i e, besteht bei den Unternehmern eine lebhafte Tendenz, die augenblickliche Lage auszunutzen, um der organisterten Arbeiter. fchaft einen empfindlichen Schlag zu versetzen. Ungefähr hundert Fabriken, die zu den vereinigten Bau-Metall-Jndustrien gehören, haben nach einem zweimonatigen Kampf mit den Ange. stellten ihre Verträge mit zahlreichen in diesen Industrien beschäftigten Arbeiterverbänden aufgehoben und erklärt, sie würden künft g nur das Prinzip des„opsn shop" anerkennen, d. h., die Löhn« ohne Rücksicht auf die von den Gewerkschaften vorgeschriebenen Mindest- ' sätze nach freiem Belieben fest-, also herabsetzen. Diese Bestrebungen spiegeln sich wider in einigen Gesetzen, die in verschiedenen Staaten teils zur Beratung stehen, teils be- reits angenommen sind. In Kolorado ist das Ausstellen von -Streikposten während eines Streiks gesetzlich verboten worden, in Indiana steht die Veröffentlichung eines solchen Ver- botes kurz bevor. In Massachusetts und in Michigan sollte» i n> d u st r i e l l e Schiedsgerichte ins Leben gerufen werden, vor denen Streitigkeiten zwischen Arbeitgebern und-nehmern ouszu trogen wären. Im Staat Misiouri ist ein Antistreikgesetz ein geführt worden mit der Begründung, daß jeder Streik als Wirt- schaftskampf unverantwortlich ist. Dagegen smd in Kali- forma und Wisconsin sehr arbeiterfreundliche Gesetze be- schloffen worden, die nicht nur die Einführung des Acht- st u n d e n t o g e s zur Folge hatten, sondern auch eine Herab- setzung der bestehenden Löhne verbieten und eine .s�Arbeitslofenunterstützung vorsehen. Im großen und ganzen sind jedoch die Arbeiter in den Ver- «inigten Staaten durchaus in die Defensive gedrängt! nur ver- «inzelte und vorläufig ziemlich bedeutungslose Anzeichen verraten ein etwas tatkräftigeres Verhalten. Ein interessanter Versuch in dieser Richtung ist die Gründung von Gewerkschafts- b a n k e n. von denen bis jetzt bereits zwei existieren.' Das Grund- kapital dieser Banken besteht aus den Geldern der Gewerkschafts- Mitglied«, die ihre Ersparnisse, anstatt sie den Ortsbanten zu über- geben, in diesen neu errichteten Inststuten deponieren. Die Arbeiter- organisationen hoffen, auf diese Weise ihre Forderungen wirksamer vertreten und durchsetzen zu können. Ob dieser Weg zu dem von den Arbeitern gewünschten Erfolg führen wird, ist heute, schon im Hin- blick auf die veworrene Wirtschaftslage, unmöglich vorauszusehen, um so weniger, als es sich hier zunächst nur um vereinzelt auf- tauchende Tastversuche handelt. Virgil Jordan. Zur Lohustewegung der Mühlenarbeiter. In der am Sonntag statlgefundenen Müblenarbeiterversamm- lung gab Schmitz vom Verband der Brauerei- und Mühlen- arbeiter den vom Schliänung�auSschuß geiätiglen Schieds- s v r u ch bekannt. Danach ioll der Lobn für WaUenfuHrer, Müller, Sacker, Sacklräger. Maichinisten, Heizer, Handwerker aller Art. Walzenriffler und Kutscher 300 M.; für Bodenarbeiter, Kesiel- reiniger, Kohlenkarrer nnd alle anderen männlichen Arbeiter 29u M., und für Frauen 190 M. pro Woche betragen. Die e r- höhlen Löhne sollen ab 16. März 1921 in Geltung treten. Gleichfalls treten olle übrigen Bestimmungen deS Tarifvertrages mü Wirkung ab 16. März 1921 wieder in Kiafl. Eine Resoluiion »gibt der Ueberzeugung Ausdruck, daß der am 19. März gefällte SchiedSipruch nickt den notwendigen Forderungen der Mühlenalbeiier Rechnung getragen bat. Trotzdem find sie gewillt, den Schiedsspruch anzunebmen�. Sie erwarren, daß die Müblen- befltzer den Schiedsspruch ebenkalls annehmen. Sollten die llnter'- nebmer eine ablebnende Hallung einnehmen, so sehen sich die Mühlenarbeiter gezwungen, den Kamps mit allen ihnen zu Gebote stehenden Miteln durchzuführen. Angestellte des Einzelhandels! Die in Waren- und Kaufhäusern und sonstigen Geschäften de? Einzelhandels tätigen Handelshilfsarbeiter tefiiide» sich im Streik. Jeder sreiaewerkichaftlich organ liierte Angestellte, also die Mitglieder des Z. d. A., Bundes der leck- niicken Angestellten und Beamten und Deutschen Werkmeister- velbgiides. baben jede Streikarbeit abzulehnen Wir erwarten von den uns ange'chloneiien Angeiii-llten, daß sie volle Solidarität üben und so auf>bre Weise den Handarbeitern der Branche zum Erfolge Verbelfen werden. Bei etwa auttau-benden Diffe-enzen wolle man sich mit uns oder mit der Zentralitretileiiring lRonstr. 6) IN Verbindung sehen. Afä-Bund, Ortskartell Groß-Berlin, Belleall'ancestr. 7/10. SinS Lohnforüerungen Erpressung! Die unter dreier Ueber'chrift in Nr. 64 gebrachte Notiz hat uns eine Berichtigung des Bundes der Deurchen Zememwarei'- und Kiinststein-Fndnstrie, Geschäftsstelle Le'vzig, einaetraaen, die fick auf den§ ll des Preßge>etzes stützt und deren erster Teil folgenden Wortlaut bat: .Ter Bund der deutschen Zementwaren- und Kunststein- Industrie bat gegen den GeschäfiSiübrer deS Fabrikarbeiter- Verbandes in Chemnitz. Herrn Schönherr, gegen den Branche- leiter Herrn Berg, Hannover, und gegen den Haupworstand B r eh, Hannover, keine Klage wegen Erpresiung eingereicht; vielmehr verlangen wir von dem Fabrikarbeiter verband, feinen Beamten und Unterverbäriden nur. daß ste die abge'chloffenen Taiifverträge achten und stch iür ihre Auirechterbaltung einsetzen (Z 6 des Lohntarifes). Jnsolgedesien baben wir eine einstwellige Verfügung gegen den Fabrikarbeiterverband und zwei feiner Beamten beantragt, um weitere Tarifbrüch« zu ver- biete n." Der zweite Teil der Berichtigung will Dinge widerlegen, die wir nicht bebaup'.et baben und enrivrickt trotz des Herrn Syndikus, der doch stcher ein Juri st ist, sowenig dem Preßgesetz, daß wir auf fernen Abdruck, trotz K lt. v-rzichlen können. Die S.p.D.-Mkglieder des Transportarbeikerverbaudes hörten am Freitag einen Vortrag des Genoffen Gerwin über:.Selbst- erlebtes au;> Sowjetrußland", der viele interessante Einzelheiten aus dem bolschewistischen Elendspar adies brachte. Dann erstattete Nord- mann den Sstutationsbericht, namentlich im Hinblick auf die Gene» raloerfammlung, die Montag 7 Uhr im Gewerkschaftshaus stattfindet. Die erweiterte Verwaltung hat in ihrer letzten Sitzung beschloffen, für die Wahl der engeren Verwaltung der Generalversammlung Orth- m a n n als ersten, K l o f e als zweiten Bevollmächtigten, B o e h m e r als Sekretär und B r e tz k e als Kassierer vorzuschlagen. Die Ver- sammelten stimmten diesen Borschlägen zu. Die Delegierten zur Generalversammlung müssen vollzählig erscheinen. Ahtuag. Traasportarbeiierl In der Zahlstelle 53 bei dem Gastwin Rau, Dunckerstr. 22. ist kürzlich sämlliches Verbands- maienal, Marken sowie auch der Verbandsstemvel mit der Nummer 5ö gestohlen Mörsen, sollten un'eren Mitgliedern derailige Marken mit dem Stempel 65 zum Verkauf angeboten werden, so sind dr-ie sofort anzuhalten und dein Verbandsbureau zu übermitteln, evtl. xdie berreffeno« Berion feststellen zu lassen. Oerartige Marlen, welche nicht durch genannte Zahlstelle geklebt find, werden für ungültig erklärt. Deulscher Traiisvorlarberter-Berband Bezirksverwillung Groß-Berlin. Von der Vekrlebsräkervahl der Chemnitzer ZNctallarbeiter wird als vorläufiges Resultat mitgeteilt; 218sozialdemotratische und 123 kommunistische Betriebsräte. Lei der Wahl der Beisitzer zum Gewerbegericht Bonn erhielt die Liste des Ortsausschusses des A. D. G B. 4870 Stimmen und 12 Beisitzer, die Liste der christlichen Ge- werkschaften 1637 Stimmen und 4 Beisitzer, die Hirfch-Dunckerfche Liste 169 Stimmen, aber keinen Beisitzer. Gruppenversammluug der vekr'ebs äle der ZNekallinduskrie. Dienstag 7 llhr Elektro-Industrie. Mittwoch 7 Uhr Mechanik. Donnerstag 7 Uhr Heizungs- und sanitäre Anlagen und Klempner. Sämtlich in der Schule Koppenstr. 12. An jedem Tag findet bereits um Uhr«ine Vorbesprechung aller auf dem Boden der Beschlüffe des Betriebsrätekongreffes und der Amsterdamer Gewerk- schaftsinternationolie stehenden Kollegen statt. Parteüusweis legi» timiert. Der Fraktionsvorstand. S.V.D.-Eisenformer und Gießereiarbeiter. Mittwoch 7 Uhr In den Zelten 23 Zusammenkunft aller in den Gießereien beschästigten Genoffen. Die unhaltbaren Zustände innerhalb unserer Branche An alle Einsender! In letzter Zeit häufen sick die Fälle, in denen uns Ber- sammlungsan, eigen zugeben, die— aus umchtver zu euaienden Gründen— ohne genügende Unterschriften versehen sind. Wir müiien dringend darum bitten, in Zukunft alle derartigen Zuschriften mit einem Stempel, wo aher dieS nicht mögli» ist, mit vollem Namen, der Funktion und der Adresse des Einsenders zu unterzeichnen. Diese Bitte be- zieht sich auf alle Veri'ammlungsankündiglingen, ganz gleich, ob ste schriftlich oder telephonisch übermittelt werden. Ein- iendungen. die diesen Ansorsernnqen nicht entsprechen, bleiben auf jeden Fall unberücksichtigt. machen eine Aussprache dringend notwendig. Der Keiner darf fehlen. Frakt onsvorstand. Aya, ttfflcnBag. Die gemah regelten ftnHeoen treffen sich Mittwoch I llhr im BerbandsgebLnde, Linienstrohe(Arbeirsnochweisranml, Aw«ts Auszahiunq von Unterstühung. B erSand der Maler, Lackierer nsw. Keut« 7 Uhr bei Schul».«Snias. graben 2, Seliwilsversam-ninng der Lackierer. Tagesordnung: Jahresbericht und Neumohl der Eettiondteitung. Deutscher Holzarbeiterocriaud. In der Bersammlungsanzetge vom Sonn- wg muß es statt Alovierarbetter Slaviaturorbeiter Hoisten. Zentralocrbaud der Angostellten.----"""' andel: 7� Uhr Sckjii"...... wnerlands FestsSle, iledler-Bierhallen, Sei ______ Seue Promenade 9/10. Verband der Fabrilarbeuer. Mittwoch 7 Uhr �im Gewerkschaft ih aus -•■ ndustrie be- 'Saal 1), chöstigtcn lvirtscha Gngelnser Arbei tschaftliche La...________ Deutscher Transportarbeiterverbaud. 15, Bersammlung iciiec und Arbeiterinnen.____ Lage in der Margarinc-Industri« aller in der Margarine-In Vortrag de» Ztollege» Senkseil? .Die .. Geschäftskutfcher, Lagerarbeiter usw.? Ute 6*6 Uhr im Schultheiß, Reue Jakobstr. 25/27, Ging. Schmidstraße, Gruppe mohvrobiiktion? Stellunanohme zu dem kommenden Tarifvertrao.— R-tchs- betriebe? Mittwoch 7 Uhr im Dresdener Äastno, Dresdener Str. 91, Branchen- Versammlung sämtlicher Mitglleder au» den Aeichsbetxiebeu sowie der. Schuh. valizoi Preußens und Trenhandgescllschaft.— Giickassterer, stassenboten und ch 1 A MMer, Stra- erbranche: Mittwoch anb ei Bureaudiener? Mittwoch>47 Uhr im ,/SSrtner.heim'. lauer Str.. 53, Brauchenoeisammwng.- Sektion I, I W W" Gruppenverfammlung aller im Echuhgro'___ scher. Lagerarbeiter usw.? Mittwoch 7 Uhr Y _ obstr. 34,25 s Garton-Saal), Ging. Schmidstraße. Eruvpe Altpapier? Stellungnahme zu dem kommenden Tarifvertrag. S.P.D., Sicmeui-Schuckert, Gharlotteubnrg. Mittwoch 4 Uhr bei Berger. Beraww. iür den redalt. TeU- Dr.»erner Beiser, Cbarwttenburg! tur La»e?gin: Tb. Glocke. Berlin. Lertag: Borwärls-Bertog G.m.b.H.. Berlin. Druck: Bor- wärts-Buchbruckeret u. Lerlaasanilall Paul Sinaer u. Co.. Berlin. Linde litr. 3. _ Htmn 2 BcUaaen Ein sozialisierter Großbetrieb. Unsere Reichsdrnckerei mit ihren 10000 Arbeitskräften ist ein reiner Produktionsbetrieb gemein wirtschaftlichen Charak- ters.' Ihre Organisation schildert eine ausführliche Darstellung in der Märznummer der vom Allgemeinen Deutschen Gewerkichaftsbund herausgegebenen„B e t r i e b s r ä t e z e i t u n g". Eine Reihe wich- tiger wirtschaftlicher Fragen wird in dieser Zeitung in einer Form behandelt, die das lebhafteste Interesse der Leser seffelt. So unter- sucht ein Beitrag die Frage:„Brauchen wir Unter- n e hm e r?. andere„Recl-ledit und WvHnung�efen,„Wareii- � �gowslvcße, gusämm-nkupst"der im Charlottenburger-Äa-ck Handel und Wareutausch,„Arbertsgesellschaft und IndivldualissNUS, beschäftigten Äolleg-N. Mstgliedsbllch legitimiert.- Der Froktloir-vorstond. „Drei Industriebegründer", Harkort, Cockerill, Eli Wbitney. Die umfassende„Wirtschaftliche Rundschau" beleuchtet in kurzen Einzelberichten die Lag» der Westwirtschaft und dient der wirtschastsgeographischen Schulung. Zu dem Aufbau der Arbeiter- und Wirtschaftsräte nimmt ein Gewerkschafter Stellung. In dem Abschnitt„B e t r i e b s w i s s e n s ch a f t' wird der Abschluß der Konten der doppelten Buchführung behandelt. Die„Betriebsrätczestung", die in einer Auflage von 126 000 Exemplaren erscheint, erfreut sich, wie die ständig steigend« Auflage zeigt, wachsender Bestebtbest. Jeder vorwärts strebende Arvester sollte die ihm hier vom A.D.G.B. gebotene Ge- legenheit, sich das Rüstzeug für die wirtschaftliche Schulung beschaffen zu können, Gebrauch machen Jedes Postamt nimmt Bestellungen zum Preise von 3 M. vierteljäbrlich entgegen. Heber den Reichstaris der vankangesiellken sprach in einer öffenllichen Versammlung der Dankangestellte E m o n t s. Der Tarifvertrag, für den immer noch die allgemeine Berbindlichkeits- erklärung fehlt, gibt im Z 36 die Möglichkest, zum 1. April über die Cinkommenssätze der Bankangestellten und deren Aenderung er- neut zu oerhandeln. Vielleicht kommt für die Verhandlungen noch die Aenderung der Anrechnung der Berufsjahre und der ein« oder andere untergeordnete Punkt in Frage. Alles übrige steht dies- mal nicht zur Verhandlung. Für die Einkommensregelung ist von größter Bedeutung die fest dem Kriege eingetretene Unmöglichkeit der Anschaffung und Ergänzung d-r fehlenden Gegenstände des tag- lichen Bedarfs. An der jetzt gellenden Gehaltsregelung bemängeste der Referent außer der unzureichenden Höhe der Sätze die weit- gehende Differenzierung oer Sätze für die Gleichaltrigen der verschiedenen Kruppen(Boten, Handwerker, weiblichen und mann- lichen Bankgehilfen, weiblichen und männlichen regulären Ange. stellten). In der folgenden Debatte wurde allgemein die dringende Rot- wendigkeit betont, die Gehälter aufzubessern. Eine Resolu- tion wurde nicht angenommen. 1871-1921 50jährige Erfahrung und der Grundsatz:„die besten Rohstoffe durch die tüchtig« sten Fachleute verarbeiten" sind Bürge für die Güte des Pneumatik mTMtä