Nr. ISA ♦ SS.�ahrgang Ausgabe A Nr. 75 Bezugspreis: ®«cltljälltLSO,— 5Dt,nionotL 10,— M. frei Ins reus, voraus zahlboc. Pvst- ki'zug- Wvnntllch 10.— W.. einschl. Au» psllungsgkdiihr. Unker Kreuzband isie Trurlchland. Dan�ig. das Saar- uvil SOsmelgotlei, loanc die ehemals denl- lchen(Bediel« Polens, Cefterretav Lnzarn und Lühcmburg ZO,— P!., stir das iidrlze Ausland bei läqlich einmal. ZusteÜung 27.— M. Poslde- slellungcn nehmen an Qesierrenh, Unzarn Tlchechv-Slomalei. Dane- Marl. Kolland. Lüxemburg, Schweden und die SchmeU.— Eingetragen in i die Posi-zeüungs-Preislisie. $»:'.vorwarl»" mit der Sonnlags- deUaae.Doli und Seil", der Unter- lhaltungsbeilage �eimwelt" und der Beilage„Siedlung und Aleingarten' erjchcül! wochenläglichzweimal.Son» tag» und Montags einmal. Telegramm-Adrc sie: »Lozlaldeaiokral verlln- Morgen'Ausgabe Z0 ptennig) DitzrigenprctS: ®i( achlgelnalien« Dtnuareill-eil, lotet 5,% M„filein« des tetlgcdruckte Won l.äO M!,,,- ISiftg zwei ketigedruckle fflqrie), icfr» »euere Vor!>.- M. Siellengetu und Schlafstellenenilelgeil het t:'.' Wort t— M.. jedes weitere W Teuerunss.'.ulchlag Bciiiucf Volksblstt ilngelgen für die nächsl« l?ütnlMii wüsien bis S Uhr nachmittag» im Hauptgeschäft. Perlin GW Od. Linden. Kratze Z. adgegeden werden(bräsinei »an S Uhr früh dl» S Uhi abend». Tentralorgan äer sozialäemokratiscken Partei Deutfehiands Neöaktion und Expedition: SW öS, Lindenftr. 2 Acriisprecber: Amt Mortliplan, Nr. ISISv— ISIS? Sonnabend, den Ä. April XW&l vorwärtseverlag S.m.b. H.. Ew öS, eindenstr.I irernkprechrri Am« Mortisplah, Nr. Karl reift ab. Wien, 1. April.(DJXB.) Die das.�teue Wiener Tag- 1 deulichöfkerreiiAschkn Voltes über ftme Siaaisverfaklung aozu: bsatt" von unterrichieter Seite ersahri, ist gestern nochinittog in � rrkennen Drr Nalionolrei slclli sesl. doh b»? denstchösierreichijche Skeinamanger ein Abkommen über die Rückreise keirls noch Volk diese Entscheidung geföll» hat, und zwar durch die Wahl der Prangins im Einvernehmen mit Karl geirossen worden. Die Nationnlneesamml-mg. die die republikanische Vundesversassung ungarische Regierung war durch Ministerpräsident Teleki nnd durch einstimmigen Veichtuh seilgeseh» hat. Der Rationalral er- Minister des Aeustern Dr. Groh dabei verirelen. Es wurde klär«, daß das deulschösterrrlchlsche Volk entschlosten ist, die friedliche dl« bereits gemeldete Reiseroute durch Oesterreich mit den entsprechenden Schutzmaßnahmen vereinbort. Eine aus London übermittelte Budopester Reutermeld ung behauptet, chorthy Hobe seine Macht dem Karl von Habs» bürg übertragen, verschiedene Garnisonen bätten Karl .zum König ausgerufen", Truppen rückten auf Budapest an und die Bevölkerung sei begeistert. Indessen wird uns spät abends aus Wien telephoniert, daß dort von einer Wen- dunff nichts bekannt fei und man vielmehr glaube, daß Karl! Budapest: dieser Tage, von Volkswehr und Ententemilitär geleitet, durch' Deutschösterreich nach der Schweiz zurückreisen werde. Bedenkt man die Depeschenlauszeit Budapest-London-Berlin, so kann man annehmen, daß diese Reutermeldung eben eine bloße Sensationsnachricht ist. Dedenfalls hat das ungarische Parlament noch am Frei- tag mittag einstimmig folgendes beschlossen: Die Rationolvcrsammlung als die ausschließliche gesehliche ver- ftrtung des ungarischen Staates und der naliovalea Souveränität hat mit dem Gcseh Artikel t vom?ahre lllZV sestgestellt, daß die Ausübung der königlichen Gettwit feii 13. November 1918 aufgehört hak, daher die Ausübung der Gewalt des Staatsoberhauptes in den Entwicklung der vondesrcpublik gegen jede Bedrohung oen außen und im Innern zu sichern. Der Rationolrat fordert die Bundesregierung auf. jeder Gefährdung der Republik mit allen Mitteln der äußeren und der innere» Staatsgewalt tatkräftig entgegenzokreten. Warum Karl losging. Rom, 1. April.(EE.) Der„Tempo" veröffentlicht folgendes Schreibe» Karts, das Merkmale der Echtheit trogen soll, aus der Schweiz an den Fürft-Primos(Dberpriefter) C z e r n o ch in Mein lieber Czernoch! Die Dinge in Ungarn ziehen langsam dahin, es ist nicht nat- wendig, die Ergebnisse aus Deutschland abzuwarten, da die Richtung der bayerischen Monarchie kein« Aussicht Hot: deshalb muh die ungarische van der bayerischen streng getrennt werden. Talmeyer(franz. Rayolist) verständigt mich, daß der man- orchiftische Gedanke in Deutschland ausschlieglich die Revanche zum Ziel hat. Frankreich wird daher jederzeit: eine deutsche R e- publik vorziehen, da sie größere Sicherheit bietet. In Frankreich � hat die Sympathie Ungarns für Deutschland große Verstimmung Hervorgmisen. Ich habe an Appeny, geschrieben, daß Androssy, dessen Beziehungen mit den liberalen Kreisen große Bedeutung haben. keinesfalls von unserer Sache getrennt werden darf. Talinencr Ähnlichen Sarmen der versastung ausgenommeu worden ist Aus stchwett erd'er-lnzi�stt 'Kefem Grunde hat die Raltonalverfammlung die Wurde des Staats- � bcr fflrrcntifn Hir b
  • übertrumpfen versucht. Gegen diese„p a r t e i p o l i t i s ch e � M a ch e" wendet sie sich aus dos eiitschiedenfte, unter Hervor- bebling des Uinslandes, daß sogar das offizielle Organ bei- Dmitschen Volkspartei, die„Nätionalliberale Korrespondenz". „diesen Schwindel" unbedenklich mitmache. Sodann fährt sie wörtlich fort: Den Hütern der Staoisautorität kommt es in erster LIv!« dar- auf an, dies« so zu festigen, daß sie ein« deutschnationale Regicryng verträgt. Aber soviel Pistolen und Kanonen gibt es in Drutschland nicht, um einer solchen Regierung die nötige Stühe zu verleihen. Und andere Stützen sind nicht vorhanden. Die Deutschnationalen berufen sich neuerdings aus den„55 o l k s w i l l e n", auf den sie früher bei- läufig pfiffen, hätte dieser Respekt vor dem Volkswillen immer bc- standen, dann hätten die Konservativen schonvor Jahrzehnten fluchtartig da? preußische D r e i k la s s e n h a u s räumen müssen, das, niemals dem Belksmillen entsprochen hat.. Aber nehmen wir die deutschnationale hochochtunn vor dem Lelkswillen ruhig ärnst. Dann dürfen wir aber in aller Bescheidenheit darauf aufmerksam machen, daß der preußische Bolkswille am 20. Februar den Parteien der allen Koalition das vertrauen ausgesprochen hat. Denn die Regierungskoalition hat immer noch eine Mehrheit im Laadlog. Entrüstet oerzeichnet die„Deutsche Tageszeitung" heute morgen die Meldung,„daß die Parteien der bisherigen Regierung in Preyßsn sich dahin verständigt hätten, die alte Koalition ausrecht zu erhalten" Bon dieser„Verständigung" ist uns nichts bekannt, ober es ist purer Schwindel und Stimmungsmache, wenn das Blatt weiter schreibt, es könne einstweilen nicbt glauben,„daß die bisberigen preußischen Regierungsparteien trotz des Volksurteils über ihr« Mißwirtschaft und trotz der Schuld der Regierung cn der Entstehung und Ausbret- tung der kommunistischen Aufstände die Stirn haben könnten, dem preußischen Volke noch weiterhin dos bisherige Regiment aufnötigen zu wollen". Wir können einstiveilen nicht annehmen, daß die „Deutsche Tageszeitung" an den Schwindel glaubt, das preußische Volk habe ein Urteil über die„Mißwirtschaft" der bisherigen Regie- r ung gefällt. Die Wehr hei! hat sich für diese angebliche„Mihwlrt- schaft" ausgesprochen und jedenfalls keine Reizung gezeigt,, deutsch- nationalen Kotastrophenpolitikern die Leitung des Staates zu über- tragen. So sehr mir nach wie vor eine Bcrbreiterunq der preußischen Regierung durch Einbeziehung der Deutschen Volks- Partei für nötig halten, so schädlich und unmöglich ist es ober auch, die Regierung mit deutsch nationalem Beiwerk zu belasten.- Der Ausstand hat an dieser Zluffassung nichts ändern können. Ganz Im Gegenteil hat er nur bewiesen, daß man mit deutfchnationalen Rezepten in Preußen nicht regieren kann. Denn hätte man die weisen Retschläge von dieser Seite befolgt, so ständen wir jetzt mitten im schönsten Durcheinander. Die„Germaiiia" wiih es uns nicht übel nehmen können, wenn wir ihre Logik etwa? brüchig finden. Sie will die So- zialdemotrntie überreden, in der Regierung neben der Deutschen Volkspartei Platz zu nehmen und stellt zugleich dieser Partei das Zeugnis aus, daß ihre Presse einschließlich des offi- ziellen Parteiorgans in schw'ndelhafter Ausbeutung der letzten �Ereignisse zu reaktionären Partei zwecken sogar die deutsch- �»ationale Konkurrenz geschlagen hat. Hätte es in der So- � zialdemokratie überhaupt eine nennenswerte Strömung ge- geben, die für ein Zusammengehen mit der Deutschen Volks- parte! eingetreten wäre, fo wäre diese gerade durch die Feststellung der„Germania" praktisch erledigt. Und dqbei kann sich die„Germania" nicht einmal auf ei» hartes Muß beruien, sondern sie gibt zu, daß durch den Willen des Volke? eine Mehrheit für die Fortführung der bisherigen Koalitionspolitik gesichert ist. Wir sind vollständig der Meinung der„Germania�, daß die preußisch« Regierung nicht„mit deutschnationalem Bei- roert" belastet werden darf, gerade darum sind wir ober gegen ein Zusammenarbeiten mit Elementen, die sich von den Deutschnationalen mir durch den Namen unterscheiden. Par- teien sind etwas Neränderliches. und Parteikoaiitionen sind es noch mehr, weder Bündnisse, die von der Not erzwungen sind, noch taktische Kampsstellungen sind ewig. Zurzeit aber reprä- sentiert sich die Deutsche Volkspartei als eine antivepublika- nische, mammonistische und reaktionäre Partei, die dem .cheutschnationalen Beiwerk" so önhlich sieht wie ein Ei dem andern. Man soll darum den aussichtslosen Versuch ausgeben, eine„Schuld der Sozialdemokratie" aus dem Umstand zu kon- struieren, daß sie ein Zusammengehen mit der Deutschen Volks- partei nach wie vor ablehnt. Würde die preußisch? und die Reichspolitik einen Weg einschlagen, der, nachdem er einmal betreten ist, zwangsläufig immer weiter nach rechts führt, so würden für eine solche verhängnisvolle Wendung die bürgerlichen Mittelparteien die Verantwortung zu tragen haben. Die Ssnöergerichte. Den von vielen Seiten, auch dieser Stelle geäußerten Be- denken gegen die Einrichtung von Sondergerichten zur M- urteilung der kommunistischen Putschverbrechen wird durch folgende ofsiziöse Erklärung zu begegnen versucht: Die Verordnung des Reichspräsidenten vom 20. März dieses Jahres ist, noch bevor ihr Inhalt näher bekannt geworden war, lebhaft angsgrisfen und dahin gedeutet worden, als solle durch die Bildung außerordentlicher Gerichte eine ein- seitige Beurteilung der in den Aufruhr verwickelten Personen her- beigesührt werden. Dies« Verdächiigung ist völlig grundlos. Bei den Unruhen sind, wie die Berichte der Blätter aller Parteien über- einstimmend erkennen lasten, schwereStraftoten in außer- ordentlich hoher Zahl begangen worden. Daß die Täter der gesetzlich bestimmten Strafe zugeführt werden müssen, wird. durch das allgemeine Rechtsempfinden unbedingt gefordert und entspricht den bestehenden Gesetzen. Dieser mostenweis» begangenen Straftaten im Wege des ordentlichen Sirofverfahrcns Herr zu werden, ist aus- geschlossen. Insbesondere wäre es völlig unmöglich, in den zahl- reichen Fällen des Berdochls einer hochverräterischen Handlung die Strafverfahren vor dem Reichsgericht durchzuführen. Die Verfahren hätten sich dann aller Voraussicht nach übermäßig lange hingezögert mil der Folge, daß die Verhafteten viele Monate in der Untersuchungshaft auf ihre Aburteilung hätten warten müssen. Ein Ausweg aus diesen Schwierigkeiten konnte nur dadurch gebahnt werden, daß besondere Einrichtungen für die chandhobung der Rechtspflege geschafsen wurden. Im übrigen ist die Verordnung, wie sich aus ihrem Inhalt ergibt, bestrebt, das Verfahren innerhalb der Grenzen, die durch die besondere Lage geschaffen sind, mit allen Garant ien einer gerechten Aburteilung zu umgeben. Die Gerichte sind ausschließlich mit zivilen Richtern besetzt, die von den La-ü>gcrichtsprLsidenten ernannt werden, die Vorschriften der Strafprozeßordnung sind im allgemeinen für anwendbar erklärt, für den Wegfall der Rechtsmittel ist dadurch Ersatz ge- schaffen, daß die Wiederaufnahme zugunsten des Verurteilten weit über die sonst geltenden Vorschriften hinaus zugelassen worden ist. Der Gedanke, daß hier eine R a ch e j u st i z geübt werdo, solle, kann nicht scharf genug zurückgewiesen werden. Die Verordnung ersttebt nichts als eine ordnungsmäßige und gerechte Erledigung der Massen- de litte. Wir möchten zunächst feststellen, daß es sich bei dieser Ber- ordnung nicht um einen persönlichen Akt des Reichsprä scheuten. sondern um einen Entschluß der verantwortlichen Reich srcgier ung handelt, gegen die als Urheberin sich die persönlichen Angriffe richten müssen, wenn man mit fach- üchen Gründen nicht auskommen zu können glaubt. Indes liegt es uns fern, dem Reichsjustizminister Heinze, der die Verordnung verantwortlich gezeichnet hat, die Absicht zu un- terschieben, er wolle eine Rachejustiz einleiten, nur leider kommt es nicht auf die Absicht an. sondern auf die Wirkung. Die Erleichterung des Wiederaufnahmeverfahrens ist ein durchaus Semu, ein aftikanistbes Peru. Ueber das alte mestastikanische Königreich Benin ist setzt eine kostbare Arbeit des Berliner Ethnographen L u f ch a n erschienen. Sie kostet allerdings 2S0 M, ist aber dafür auch ein« ungemein stattliche Leistung deutscher Wissenschaft. Benin war die Hauptstadt eines Reiches im Riger-Gebiet. Man kannte das Land schon aus der Zeit der Entdeckungsfahrten. aber die Kunde war verschollen. Im Jahre 1807 wollte«in eng- lischer Konsul Phillips ans der Gegend Benin, einen Besuch ob- statten, ober der König winkte- ab. Phillips begab sich trotzdem auf die Reise, wurde indessen unterwegs überfallen und getötet, nur zwei seiner Gefährten entkamen. Da schickte England eine Straf- expeditton von 0 Schiffen unter Admirol Rawson nach Benin mit dem Erfolge, daß die Stadt Benin dem Erdboden gleichgemacht wurde. Als nach dieler Ruhmes- und Kulturtat die Beutestücke von Benin nach Europa kamen, war man erstaunt über die vollendete Technik, welche diese Neger in der Bearbeitung der Bronze erreicht hatten. Die deutschen Gelehrten bemühten sich sehr um die Stücke. In den englischen Museen finden sich nur S07 Gegenstände aus Benin, in den deutschen im ganzen 1240, davon fast die Hälfte in Berlin. Di« Nachfrag« stieg ollmählich so, daß sogar Fälschungen aufkamen. Meisterwerke des Bronzegustes lernte man da kennen, wie man ste den Schwarzen nicht zugetraut hätte, Figuren von Menschen, Schlangen, Leoparden, Hähnen usw., ferner kunstvoll verzierte Geräte aller Art, Glocken, Armbänder, Lampen, Anhänger, Schlüssel, Waffen und sonstige Geräffchaften..Zu den Bronzegegen- ständen kernen Elsenbein- und Holzschnitzereien, alles in vorzüglicher Ausführung, und dabei höchst originell. Man hat natürlich auf fremde Einflüsse und Vorbilder ge- schlössen, aber das hat sich als nicht stichhaltig herausgestellt. Luschan ist geradezu der Ansicht, daß wir es hier mit einer boden- ständigen, rein afrikanischen uno durchaus afrikanischen Kultur zu tun haben, die sich von fren�en Einflüssen so gut wie frei gehalten hat. Unter den dargestellten Objekten finden sich auch Europäer, und an deren Trachten können wir die beninische Kunst einige Jahr- bunderte rückwärts oerfolgen. Sie existiert« schon, als die ersten Portugiesen Afrika umschifften und damit diese Neger zum ersten Male Europäer kennen lernten. Es ist bemerkenswert, daß es dem kleinen Lande gelungen ist, während der ganzen Zwischenzeit in ziemlicher Abgeschlossenheit zu leben. Bei dem letzten Versuch, diese Politik beizubehalten, ist Venin dann zugrunde gegangen. Die brutal« Art der Engländer erinnert an das Vorgehen der spanischen Eroberer von Mexiko und Peru. Daß so etwas noch in unseren Zeiten 11807, vor knapp einem Mertelsahrhundertl) in aller Ge- mütsruhe vor sich gehen konnte, ohne daß Europa auch nur etwas davon erfuhr, hätte gewiß außerhalb Englands niemand für möglich gehalten. Die Stadt besteht nicht mehr, die Bevölkerung wurde massakriert. Das Gebiet gehört jetzt zu Brittsch-Nigeria. Dr. M. unzureichender Ersatz für den zugestandenen Wegfall der Rechtsmittel, denn Fehlurteile, die von den Sondergcrich- ten gefällt werden, müssest zunächst doch ols untvrrigierbo- erscheinen und werden eine stark erbitternde Wirkung ausüben. Nachdem die Konununisteu den Kommunismus totgepuischt haben, besteht jetzt die Gefahr, daß er durch Fehler der Justiz wieder lebendig gemocht wird. So sprechen politische Erwä- gungen ebenso wie Gründe der Gerechtigkeit für eine Abände- rung der Verordnung, die einer bedenkenlosen S ch n e l l j u st i z stärkere Riege! vorschiebt. Kommunzftenfiasto in �alle. Tie Untaten der Hölz-Bandite«. Halle. 1. April.(Eigener Drahtbericht des„Vorwärts".) Trotz der am Donnerstag abend in drei überfüllten kommunistischen Ver- samnnungcn ausgegek-ven und•-i-ffttminig an genommenen Parole aui Fortsetzung des verschärften Generaiftreits wurde heote früh mit ganz geringen Ausnahme« in den meisten Betrieben ge- arbeitet. In den Betrieben, wo heute früh noch einmal eins g«- Heime Abstimmung stattfand, hat sich die Arbeiterschaft mit überwältigender ZNajorikSt für den Streikebbruch erklärt. Dieses Ergebnis in der Hochburg der Kommunisten be-v.'ilt mit-reifender Deutlichkeit, dag der westous größte Teil der Arbeiterschaft mit der kommunistischen Vnkschtaktik nichts mehr zu tun haben will. Die Umgebung Halles wird immer noch von einzelnen Banden unsicher gemocht. Aus Beesen st adt wird gemeldet, daß heute morgen eine Räuberbande die Nebenstelle der Kreis- sparkosse am One um 18 000 Hl. geplündert hat. Die Bande führte 18 Wagen mit sich. Wahrscheinlich handelt es sich um die Hätz- bände, welche in Gröbers gekämpft hat. Ferner wurde dort das Schloß geplündert und gesprengt. Die planlos und räuberisch umherstreifenden Banden haben sich jetzt zwischen Petersberg, Wettin und Löbejün festgesetzt. Von der Polizei ist im Laufe des Tages ein« Aktion gegen sie eingeleitet worden. Die letzten Zuckungen. Die gestern eingelaufenen Meldungen ergeben weiter das Bild, daß der kommunistische Putsch in den l e tz t e n Zuckungen liegt. Selbst in den größten Streikzentren wie Halle ist der Generalstreik er- loschen. Umherziehende Banden von Ganz- und Holbverbrechcrn sowie Einzelattenial« mögen noch für länger« Zeit lokale Beunruhi- gungen hervorrufen, aber eine allgemeine Gefahr besteht nicht mehr. Die Störungen des Telegraphen- und Fernsprechverkehrs, die durch die Aufstandsbewegung hervorgerufen worden sind, sind zum größten Teil behoben. In Rheinland-Deslfalen sieht die Bewegung noch am ernstesten aus, namentlich auf der linken Rheinseite, wo die belgischen Besatzungsbehörden sich dem Kommunistenterror gegenüber passiv verhalten. Im Kreis Mors weigern sie sich, die Kommunisren von den Schächten zu ver- treiben, die diese gewaltsam besetzt haben. Ini Rheinland scheint von den Kommunisten auch ein starkes terroristisches Trei- den geplant, ober durch die Umsicht der Polizeibehörden großenteils vereitelt zu sein. In Köln wurden 8 Kommunisten festge- nommen, die im Besitz gefährlicher Sprengstosfe und Tausend-Rubcl- Zloten waren. Besonders gefährliche Kommunisiennester wurden in Bochum ausgenommen, wobei die Polizei außer Waffrn, Spreng- stoffen usw. bei dem Führer Faßbinder auch eine Höllen- Maschine und Alaterial zur Herstellung von Sprengkörper« beschlag- nahmt«. Eine Versammlung von Führern wurde überrascht, die Beteiligten bis auf einen festgenommen. Auch hierbei wurden Waffen und sehr belastendes Material erbeutet.— Wie stark der Einzelterror arbeitet, zeigt eine Meldung aus Hamm, wonach der zur IISP. gehörige Bergmann H i e l e r i ch von einem Kommunisten erstochen wurde, weil er sich gegen den Putschwahnsinn aussprach. Hier: verde n di« Kommunisten wo hl keine Entrüstungsaktion fordern!— In Essen verunglückten beim Besteigen eines Transporiwagens durch Platzen einer Handgranate drei Schutz- Polizisten tödlich, während elf verletzt wurden. -------------------.~ i_______________ J-____________ Diottmas Briefe. Die so lange für verloren gehaltenen Brief« der Susette Goittord, die unter dem Dickternamen Dioiima unsterb- sich geworden ist, an ihren Freund Hölderlin, sind setzt im Insel. Verlag erschienen und offenbaren uns die Tragödie einer reinen und großen Dichterliebe, die nur neben der Dantes für Veatrice, Petrar- cas für Laura genannt werden kann. Selten noch ist in den Liebes- bekenntnissen einer Frau eine so keusch« Leidenschaft, vereint mit feinster Herzensbildung und Charoktergröß«. zum Ausdruck aekom- men als in diesen lanaen und gefühlvollen Schreiben, die fast nur um die Seele des Geliebten kreisen, auch in der Ferne geistig mst ihm Zusammenleben. Ob Dioiima Hölderlin siebte, ob sie ihm ge- schrieben und ihn wiedergesehen, nachdem jener Auftritt einer sinn- losen Eifersucht des ungeliebten Gatten ihn aus dem Hause oetriebcn — all diese Fragen, mit denen die Hölderlin-Forschung sich so viel beschäftigt, sind nun mit einem Male in bejahendem Sinn« beant- wartet: ja. sie hat ihn geliebt mit der ganzen Hingebung einer ver- klärten unsinnlichen Neigung, ste hat für den Trennunasschmerz Trost gesucht in Briefen, die uns als ein wundervolles Denkmal dieser Be- Ziehung geschenkt morden sind, und sie hat ihn auch wiedergesehen in ftüchligen. angstvollen Augenblicken, die ihnen die Rücksicht auf die so leicht verleumdende Welt gönnte. Die einzelnen Phasen dieses zar- ten Berhöltnisses, di« in den Untertönen der Sätze so ergreifend an- klingen, sind, min ans den Briefen selbst herauszulesen, die Carl Dielor in musterhafter Weise erläutert hat. „Carmen" in Berlin 1t Bizets unvergängliche, in Musik wie Temperament unvergleichliche und an wahrer Dolkstümsichkett kaum zu überbietende„realistische" Oper ist jetzt auch in Berlin R. ge- boten worden— im Wolhallatheater. Die Dezeniralilation des OpernkiinftgenusicS, die sthr Groß-Berlin immer drängender wird, macht dank der Großen Volkeoper Berlin Fort- schritte. Sie kommt damst dem sonst gor nicht zu stillenden Der- langen der Mosse nach guten Operdarbietunaen aufs wünschcns- werteste entgegen. Troubadour. Walküre, Vogelhändler gingen voran, Siegfried, Freischütz n. a. fallen folgen. lGleichzeitig wird auch der Südosten weiter bedacht) Wer die Maßstäbe der Staats- oper anlegt, die ja für die meisten Berliner nur gelegentlich in den populären Veranstaltungen zugänglich ist, wird freuich nicht auf seine Kosten kommen. Die Ausstattung ist bescheiden, das Orchester unter Hermann Stange ober durchaus wacker, die Ehör« sind zum Teil zu schwach, aber die Hauptportien sind gesanglich und damit darstellerisch gut vertreten. Frau Färber-Strasser ist zwar eine etwas reif« Eornzen, ober mit ihrer trefflich geschulten, aus- drucksvollen Stimme meistert sie die Rolle. Glotchfolls sind der To- reador des Herrn Göritz und der auch im Spiel vortreffliche Jose des Herr» L a t t e u x, sowie die liebliche Micocla von Slngela Sachs durchaus anerkennenswene Besetzungen. Tausende werden (bei allen Ausstellungen, die der Krittler erheben mag) so Gelegen- heit haben, das Entscheidende: den musitalischen Wert der Oper, kennenzulernen.—ö— (Ein neuer Altdorfer Im Berliner Museum. Ein köstliches Wert d>�3 Regensbnrger Renaissancemeisters Akbrecht Altdorfer, eine Land- schaff in Deckfarbenmolerei, ist setzt nom Kupierstichkabinett der Ver- liner Museen erworben worden. Es ist eine der frühesten reinen Landschastsdarftellungen der neueren Kunst überhaupt: eine große Fichte im Mittelpunkt, an ihr vorbei, den Wald entlang, führt«in J:: MWK-v»sch!sttd Hot sich noch dem Bericht des Wagdedurzer OberprSs'- dl ums die Loge wiederum erheblich gebeslcrr. Im Rr- gierungsbezirt Magdeburg ist es ruhig- Im Rcgiernngsbgzn! Merseburg wird di« Deriolgung der versprengten B a n t> r n fortgesetzt. Im Kreise LIebenwerda ist Reichswehr cmgeniL'. Die Aktion ist dort im vollen Gange. In Holle wurde der CV- nerolftreik trotz heftigen Widerstrebens der Kommunisten obge° brachen, worüber wir besonders berichten. Die in Aschers- leben festgenommen« Verbrecherbande hat zugestanden, daß si? untet Leitung von hölz die Dnnamikanschläge im Freistaat Sachsen und in der Provinz Sachsen oerübt hat. Im Kreise Erfurt ist es ruhig. Dagegen sind im Kreis EiÄeben neue Unruhen ousgebsochn. wobei das Oandralsaml in die Lust gesprengt wurde.— Der i5je"' steat Thüringen ist nach Meidung des dortigen Presseamts eis- her von einem Uebergriff der Ausstandsbewegung verschont geblieben.— Wegen der großen Zahl der Dynamitchtte n t!?ä- in Mitteldeutschland sind sehr erhebliche Belohnungen m» die Ausklärung der einzelnen Verbrechen und die Emdeajmg?r heimer Waffendepots dort ausgesetzt worden.— Im Kreis Hff»er j- werda(Provinz Schlesien) hat eine Kommunistenbande dasHchloü Lindenau, dem Fürsten zu Lynar gehörig, besetzt, den(BesjeroK bevollmächtigten verschleppt und die Jagdgewehre mitgenommen. In Bayern haben dl« Kommunisten namentlich in Nürnberg versucht, ein? Aklion hervorzurufen. Nachdem die Aufforderung zum General- streik gescheitert war, wurden In der Nacht Plakat« aufrührerische' Inhalts angeschlagen, wobei neun Kommunisten, darunter auch der Führer der kommunistischen Jugend, L o b a u e r, verhaftet wurden. In Berlin wurde«in n i> u« r Waffenfund gemacht. Im Hause Bcusseistraßs Ä? beschlagnahmte die Polizei 3 Gewehre, 2 Karabiner sowie Munittlch. Der Ursprung der Wasscn konnte bis jetzt nicht ermittelt werden� In der Nacht zum Donnerstag wurden neue Sabotageakte v ereile". So versuchten bei der Firma Ludw. Loewe, HuttenstraßL, in drr Nacht zum Donnerstag mehrere Männer einzudringen. S.c hatten zu dem Zweck Matratzen über den Stacheldrohtzaun geleg'. Als sie di« Lrbeitsräum« betreten wollten, um an den Mo- fchinen Sabotage zu verüben, wurden sie von den Arbeitern dxr llachtschichk bemerkt und vertrieben. In einem Raum de« Werken fand man beim Absuchen mehrere Handgranaten und einen Ladestreifen mit Patronen gesüllt. Der Fund wurde der Polizei übergeben.— Auf dem Grundstück der AEG. in der Hutten- st r a ß e haben unbekannt gebliebene Personen versucht, einen Transformator durch hinelnwersen von Nägeln außer Betrieb zu sehen. Augenscheinlich handelt es sich um einen Racheakt entlassener Arbeiter.— Gegen 10 Uhr abends wollten mehrere Männer über den Zaun desielben Grundstücks klettern, wurden aber von Sol- baten, die in der Nähe Posten standen, vecscheucht. Aus dem übrigen Reich liegen keinerlei Unruhe- Meldungen vor. In Drieg entstand ein« schwere Meuterei unter den Insassen der S t ra i an st a l t, wo einige hundert Gr- fangen« vergeblich auszubrechen versuchten, einige Wächter über- wältigten und diesen di« Massen entrissen. Die Beamten mußten schließlich Feuer geben, wobei 2 Gefangene gelötet und IL verwunde: wurden. Darauf besetzte Reichswehr die Strasanstttit.— p 1 diese Meuterei mit den übrigen Unruhen zusammenhängt, läßt sich nicht ersehen. Bandeu?limpfe in der Provinz Sachsen. Magdeburg, 1. April. Die Meldestelle des Oberprästdiums teilt u. o. mit: Mansfeld: Ein« Anzähl Aufruhrer hat sich nach bettt. Harz verzogen. Es werden wettere Verhaftungen vorgenommen. Siebenwerda: Bisher ist es zu keinem blutigen Zusammen' stoß gekommen. Es wurden 23 Houpttäter festgenommen. Erfurt? In ollen Erfurter Betrieben ist die Arbeit wieder aufgs- nommen. Eine größer« Anzahl von führenden Kommanisten wurd- in Schutzhait genommen. Hier wurde auch noch der fünfte? Mittäter bei der Angelegenheit der beabsichttgren Sprengung der Bahnunterführung Goethe- und Freytagstraße festgenommen. Eine: der Anführer der kommunistischen Band« bei Wiehe ist der Stadtverordnete Bowitzky aus Hall« gewesen. Merseburg: Weg auf einen Ort zu, und zu Füßen des Baumes sitzt ein Wan- derer. Das wehlerhaltene Werkchen zeigt die zierliche Stimnumgr- kunst Alidorfers besonders reizvoll. Bon dem Meister desitzt das Kaiser-Friedrich-Museum bereits eine kostbare Reihe lleinerx: Werke. Die Aerändorunqen auf der Loodkarte sind infolge der Friedens- oertrög« so einschneidend, daß jedsr ein Interesse daran hat, sich genauer darüber zu unterrichten. Im vorigen Jahre erschien ein'„E r d b ü ch l e i n", das sich als ein geographisches Jahrbuch er* wies, wie es bisher noch nicht aus dem Büchermarkt vertreten war. Run ist auch ein solches für 1921 gesolgt. Hier findet man alle im Vorjahr« erfolgten Veränderungen oerzeichnet und erläutert. Auch was sonst an wichtigen wtrtschaftlichen Erscheinungen in den einzelnen Ländern hervorgetreten ist. wurde berückfichtiat, so daß hier«in Hilfsmittel zum besseren Berfrändnis der in der Tages» presse verzeichneten Nachrichten geboten wird. Dazu dienen auch die Sonderanikel, wie: Oberlchlesicn, Das ethnographische Polen. Südslawisn. Die Austeilung der Türkei. Die deutsche Auswanderung nach Südamerika, Dys Welte isen bahn netz von heute usw. Das Büch- lein, das mit Kärtchen und Abbildungen ausgestattet Ist, erschien bei der Franckhschen Berlangshandlung in Stuttgart.(Preis geh. 5,20 SÄ.) __ FröhNngSgastspiele im Demscheo Openchav«. Am 8. Apttl gzstttrt der erste Hcldcinenor der Wiener StaotLoPer, Herr O o st w i g, als Wärter Twlzing. am!0. April als Lohengrin. Die beide« ersten Tenor e der Dresdener Oper, die Herren Taucher und Tauber, aeiett gleichfalls aus. erstem in„Dosca" und„Danuhäuser", Toiiber in ber„Cavalleria". Hier wird Maria Labia als Sontnzzo seine Partnerin stin. die weiter die.Martha in„Tiesland" und die Tosca singt. Am 80. April und 2. Mfci {Inden die beiden Gostsviclabende der sfrau Gutheil-Schoder statt lals Caime« und„Bezähmte Widerspeuftige"> Musik. Der Berliner Flötiftenbuud gibt Sonntag, 12 Uhr. in der Singakademie ein Flötenkonzert. Großes TchouspiekhmiS. Außer der Ausgab« doebestellter Abonne- mentS findet auch täglich der Verlaus vou Abonnement« an neu hinzu- tretend« Abonnenten jlatl. � Giue Tboma Zlusfiellnnq in der Natioualgalerie bereitet tstr den näckilen Winler Ludwig Jufir nor. Sie ioll un allen Hanse der(»alci.c tiallfindep. wo die Leitung ein oder zwei Sinckweri« iür siele« Zweck tre-. zumachen gedenll, ähnlich wie das seüieizstt jür die Menzel»Ausstellung geichah. Tie Arbeiler-Kunstaueftellung. Petersburger Str. 89 l(geöffnet wochentags do« 1— 7H, Sonntag« 10— TU, bei freiem Eintritt), fuhrt■f. 300 Bildwerke vor. Mit Ausnahme von Käthe.Dallwitz, Zöillibald Ä;;« und dem Bildhauer Kurt Kroncr sind alle Aussteller Arbeiter, Dllettautea und Kinder. Biitliicuchronif. IetzncrS Inszenierung Richards III. macht' Schul»; sie soll im Wiener Gtadllhealer wiederbolt werden. �DaS fünfte Wiener Stoatätbenter. Binnen kurzem wird Wien. wenn man außer Bnrgtheater und Stootsoper daS Schönbrunner Schlog- tfttater und das Akademiethealer zu den Slaotstheatern rechnet, ein fünftes Sloolsldeater habe». Der Umbau der Redoutenfäle in der Hoiburg iii iowett sorlgelchrlllen, daß wohricheiniich am l. Mai der Betrieb aufgenommen wird. Zumeist sollen Rufiüdrungen mit den Burgtheaterträiten iiatlimdelr. Ein Denkmal der Weimarer Märzg-ialleneu. Ter Entwurf vou Walter G r o P i u s, dem Leiter des Staatlichen BauhanfeZ in Weimar. wurde von der dortigen Denimallommiffion für das Deickmal der Sozial- demokratische« Partei für ihre Märzgefallenen gewählt. Heilage ües vorwärts e.�, ä r.lSZ�ZS.Iahrgaug i. \»olzwirtfchaft und Jeitungsnot. Von Max Ouarck. Es drohen üble Streiche! Die deutschen Zeitungsverleger ■i Kiffen plötzlich öffentlich von einer drohenden Katastrophe im 's eitungsgewcrbe sprechen. Wirtlich, die Papierfabrikanten « rdern. eine Erhöhung des Kilopreises von 2,60 M. auf nicht ? entgeh als 3.80 M. Mittlere Blätter müßten dann jährlich i wa 4 Millionen Mark mehr für Holzpopier ausgeben, so rechnet die kundige„Frankftirter Zeitung". Das muß zur Einschränkung der Zeitungsherstellung in ■j oßem. Maßstabe führen. Mit anderen Worten: die großen 1 Monopolisten behalten fast allein das öffentliche Wort. Abhilfe hätte aber nicht mitten im Produktionsprozeß, E ädern am Beginn desselben einzusetzen, bei der Holz- i Ortschaft des deutschen Reiches. Dadurch habe ich schon im ij ezember 1919 mit einem Vorstoß im Reichstag abgezielt. 3 ahlreiche Anfragen der Abgg. Trimborn, Hoch, Irl u. a. und ,..st gleichzeitige Erörterungen in der preußischen Landesver- o mmlung drängten nach- und vorher nach derselben Seite, -t ich einer besseren Holzversorgung, nach vermehrtem und 4 anmäßigem Einschlag, nach Aufhebung der süddeutschen Zi usfuhrverböte usw. Zunächst schien die Frage besonders k rennend" wegen des Mangels und der Ueberteuerung des rennholzes. Aber bei den amtlichen Erörterungen zeigte ii') bald, daß die gesamte Holzwirtfchast auch für Nutz-, Werk- iii d Papierholz der einheitlichen Reichsregelung bedurfte. Halbheiten wurden inzwischen genug verbrochen. Die ?I:sfuhr wurde im wesentlichen verboten, namentlich hat man in ch das„Loch im Westen", das viel Holz verschluckte, zu ver- ;a pfen gesucht. Desto besser konnten aber nun die Mono- ' j listen im Lande arbeiten. Durch eine Verordnung vom ht rbst 1919, die der Ausschuß des Reichstags für Volkswirt- ch ist am 3. März 1920 beriet und guthieß, wurde der Reichs- 1 1.tschaftsminister ermächtigt, für 1919/20 und 1920/21 einen Rj indesteinschlag von Derbholz im Reiche festzusetzen und auf n« einzelnen Länder zu verteilen. Bei diesen Ausschußerörte- ■■i igen ist man ober weder auf die Frage der Verteue- t ng durch den Holzhandel, noch auf die Frage des '- lanisation der Holzwirtfchast berangegangen. Zuletzt las ch in der Presse, daß die Unterausschüsse des Reichswirtschafts- ost'S die zwangsweise Regelung des Holzeinschlags durch das Ret ch abgelehnt hätten und daß der Reichsrat lediglich einen Lo« schlag der Länder angenommen habe, die sich verpflichtet läth?n. größere Mengen von Grubenholz und Schwellenholz 'in«-schlagen. Also wieder ja' keine großzügige und umsichtige' )rc«omifa5ion der Holzverwendung und keine gemeinwirt- christliche Regelung namentlich der Holzpapierpreise, die für ms politische Leben der ganzen Nation so ausschlaggebend ind. Ja, ja, der ReichsratI Und der Reichswirtschaftsrat. -att. den kapitalistischen Schlendrian zu durchbrechen, ein Ge- nlfe desselben! Man hat die Zeitungspapierausfuhr mono- >olisl:rt, und der Nutznießer, der Hartmann-Konzern. über- iahn> dafür die Garantie, die Inlandspreise aus erträglicher höhl« ZU belassen. Nun muß man zum tausendsten Male aus- >robj wen. daß kapitalistische Monopolisten solche Te� e lu�i g en nicht halten können. Der Hartmann- lonz rn pimmt ein paar nicht bedeutende Holzpapier- chnva ggelelen und-Durchstechereien in der Außenhandelsstelle om Vorwand dafür, daß er die Preise rücksichtslos weiter- reibt, ganz gleich, was mit der Presse- wird. j ist wirklich keine Partei und kein Mann im ganzen deut- schen Reiche da, die wenigstens versuchten, einmal ganze Arbeit zu machen? Wenn auch nur in einem Plan, der öffentlich für die Vernunst einer durchgehenden gemein- wirtschaftlichen Reichsorganisation � der Holzwirtschaft wirbt? In der Holzabteilung des Reichswirtschaftsministeriums kann man chm Stoff genug dazu liefern aus den interessanten Erfahrungen und Beobachtungen der zwei Friedensjahrc. Schließlich ist doch Zeitungspapier keine ganz gleichgültige Ware, die man wie Strumpfbänder dem Privathandel üb:- fälschten Einkommensteuermarken seit geraumer Zeit in der Weise fort, daß die Steuerkarten daraufhin einer entsprechenden Durchsicht unterzogen werden. Zahlreiche Firmen sind bereits festgestellt, in „O, danke schön, Kleiner, wir werden an dich denken," nickten die beiden Allen. Der kurze Besuch war die Einleitung einer erfriullchen Bekanntschaft. Die beiden alten Menschen verspürten.ein eigentümliches Zucken in den Fingern; sie fingen selber die Kinder ein und setzten sich über die kleinen Unbequemlichkeiten. hinweg, die damit verbunden waren. Herumtollen durften die Kinder nicht— das konnten sie draußen in den Dünen tun; hier mußten sie fein stillsitze. Und dann erzählte der alte Mann eine Geschichte, oder er nahm seine Flöte hervor und spielte. Wenn die Kinder dann nach Hause kamen und Stine erzähllen, was sie erlebt hatten, glänzten ihre Augen, und sie waren stiller als sonst. Dann sann Stine den nächsten Tag darüber nach, wie sie es anfangen sollte, den allen Leuten einen Gefallen für ihre Freundlichkeit gegenüber den Kindern zu erweisen; und wenn sie nichts fand, zog sie Christian zu Rate. Er war sehr er- finderisch in solchen Dingen. Die Fischer pflegten etwas vom Fang beiseitezustecken. ehe sie ihn dem Krugwirt ablieferten, und eines Tages nahm Stine eine schöne dicke Rotbutte und schickte Christian damit zu den Alten.„Aber sie dürfen nicht erfahren, daß sie von uns kommt," sagte sie..Letzt halten sie ihren Mittagsschlas; da kannst du sie sicher so anbringen, daß sie sie finden müssen." Christian legte den Fisch auf die kleine Bank unter dem Fliederstrauch: als er ober später vorbeischlich, um zu sehen. wie die Sache abgelaufen war, da lagen nur noch der Schwanz und die Flossen da— die Katze hatte den Fisch verzehrt. Stine schalt Christian tüchtig aus, und er mußte sich wieder den Kopf zerbrechen. „Bater könnte den großen Klaus nehmen und sie Sonn- tags ausfahren," schlug er vor.„Sie kommen nirgend wohin, ihre Beine sind zu alt." „Ach, Dummrian— über den großen Klaus haben wir ja gar nicht mehr zu bestimmen!" fertigte ihn Stine ab. Aber nun wußte sie es! Sie wollte Ihnen jeden Abend ihr Häuschen scheuern; die alte Frau mußte früh morgens selber auf den Knien liegen, um das zu besorgen, und das tat Stine leid. Nachdem die allen Leutchen zu Bett gegangen waren,— sie legten sich früh schlafen— nahm Stine Scheuereimer, Schrubber und in der Schürze Sand mit und schlich hinüber. Christian erwartete stö zu Hause am Giebel; er durfte nicht mitgehn, well er die Allen mit seinen Albereien gestört hätte.(Forts» solgt.>- hircr Stiwrfamtv'S�schc Gmlr.wwaflcufrniocten ve-wendet mux« den. Die falidjsn Marken fhib auf echtem Aasjerzeichen papier her- pntMt. unter jdjctfceu sich von tan echten Marken aber vor allen Dingen durch bie Art der Perforrerung. Während die echten Marken 21 Psrfori«ung»?.acka» an der Länas'eite sufweistn, sind es bei den falschen nur 17 oder 18. Außerdem ist bei den falschen Marken der Druck meistens verschwommen. So ist z. K. bei der 25-M.-Marke der gelb« Untergrund um die Zahl herum?iim Teil mit weißen Flecken dorchsetch_ Schlechte Aussichten für heiratslustige Mäüchen. ?tach dem«chlnk des Krieges und de»! Beguui der HeerrS- entlastung kam eS begreiflicherweise sehr rasch zu einer Hoch- flut von Ebeschließungem Plötzliche Mebrnng der Heiraten ist nach allen Kriegen von längerer Dauer beobachtet worden, und st« braucht da zunächst nrchlS weiter als den natür- Uchen Ausgleich der durch den Nrieg verursachten Einschrätikung der HeiratSmöglichkeit ,u bedeulcn. Für Deutschland wird aus der auch hier im Jahre IstlÜ enlgiiretciie'i Sieigerung der„HeiraiS- luft* gewiß nieinagd auf einen tvirtfchaitlichcu„Aufschwungs fchl'eßen wollen, der die Hausstands- und Fauiiliengründung.er» leichtert� hätte. Einstweilen stellt ja das bei uns zu verzeichnende Mehr an Eheschließungen noch laug« nicht den Ausgleich für den sehr beträchtlichen Heiratenrückgang der Kriegtjahre dar. Im Stadtgebiet B erlitt«früheren UaifungeS), wo im FriedenSjahr 1813 noch 21 18< Ehen geschlossen wurden, bracht« 3814. ungeachtet der vielen.VtriogStranungen. nur 23 702 Ebe« ichließuugen. In den ÄriegSjabrcn 19lS. IstlK, 1Sl7, 1S13 stellte stch dann die Zabl der Eheschließungen für Berlin auf nur 36«23. 13967, 14 343, 16 181, so daß wir in dem ganzen Jahrfünft 1914 füll 1918 nur 83815 Eheschließungen buchen ronnien. gegenüber 399 918 in dem vorhergehenden Jahrfünft 1909—193.3. Di« mit 3019� einsetzende Heirateninebrung ergab wieder 28 383 Ehe- ichließunge» für das Jahr, da« find rund 6400 mebr al» der Durch- ichilltr ans den letzten FriedenSjahreli. Wenn di«.Heiratlllust" vier lXahr« hindurch so anhielt« swaS wohl niemand glauben wird). dann wäre für Berlin noch nichr mal da« gesamte Heiraten defizit der Ärieg�Sahre aullgeglichen. Bon vefonderem Interesse ist eine Grupvierung der heiratenden Frauen nach dein. g a m i I i e n st a n d � bei der Eheschließung. In den fünf Friedenllj, ihren 1S09— 13 waren nntet je 1000 in Berlin heiratend«» Frauen: 1909 1910 1911 1912 1913 Jungfrauen.. 912 914 919 915 908 aSiiwcit... 62 20 46 49 52 Geschiedene.. 36 36 35 36 40 Man steht, daß damals keine sehr etheblichen Schwankungen tiorkameii. Dagegen waren von 3934 ab unter je 1000 hier heiratenden Frauen: 1914 1915 191« 1917 1938 1919 Jungkrauen 892 859 872 867 852 856 Witwen.. 62«9 73 dl 103 103 Geschiedene 5« 72 57 52 47 43 Diese Zusammenstellung zeigt. daß di« geschiedenen Frauen unter den Heiratenden in der Sriegllzeit eine erhebliche Zunabine hatten. Ihr Anteil stieg in 1914 und mehr noch in 1935. vermutlich infolge der Krieglltrauungen, durch die manchet.illegitime'' Derhältni« in ein legitimes um- gewandelt wurde. Bon 3916 ab sank die Anteil.ziffer. und in 1919 war sie fast wieder so mäßig wie vor den, Kriege, obwohl in- ..m scheu die durch den Krieg verursachte Mehrung der Ehescheidungen dall.Angebot" geschiedener Frauen gesteigert hatte. Am meisten fällt aber in der oben gegebenen Zusammenstellung aus. daß der Anteil wiederheiratender Witwen an der Gesamtzahl heiraten djer Frauen in der Krieg«- zeit ganz außerordentlich ge st regen i st. Noch in 1934 betrug er nur 52 vom Tausend, dann aber nahm er rasch zu— und i» den beiden Jahren 1938 und 1919 stand er ans 101 vom Tauiend, da« ist fast doppelt so viel wie in 1914. 101 vom Tausend bedeutet, daß rund unter je zehn heiratenden Frauen eine wiederheiratend« Witwe war. Offenbar daben diel« Kriegerwitwen schon bald nach ihrer Berwnwung wiedergeheiratet. Den Heirat» lustigen noch ledigen Mädchen ist dadurch«in Wettbewerb bereitet worden, der für diese die ohnediell nicht groß« Heiratllmöqlichkeit weiter eingeschränkt bat. In Zeilen der Möbelieuerung und dell WohnungSmangelll wird«ine Witwe. die schon Möbel und Wohnung hat, manchem Heiratllkandidaien als eine um so begehrenswertere Partie gelten. I» de« Armen der Mutter erschossen. Der leichiiertige Umgang mit Schußwaffen hat gestern in Reu- kölln wieder ein tragische« Unglück hervorgerufen. Tort hantierte der 28 Jahre alte Schmied Franz Honicke a»S der Reuterslr. 55 in seiner Wohnung mit einein Revolver. Plötzlich entlud sich die Waffe und die Kugel traf fein ein Jahre alle« Töchterchen Ella, da» dt« Mutler gerade im Arm trug. Die Kugel drang der Kleinen in da« linke Auge, das sofort auslief. Di« Verwundung war so schwer, daß da« Kind bald daraus starb. Höllenmaschine in der Ausbewahrung. Ein« Höllenmaschine wurde Freitag nachmittag auf der(3 e- päckaufbewahrungsstelle des Potsdamer Badn- Hofes entdeckt. Di« dort beschäftigten Beamten nahmen emen Brandgeruch wahr, der aus einem zur Aufbewahrung übergeben«» Karton kam. Dieser Karion war an zwei Stellen durchgebrannt, aus denen ein« Zündschnur hervvrsah. Das Paket wurd« an einen sicheren Ort gebracht und von einem Sachverständigen uniersucht. Das Paket enthielt außer den an zrvei Spiralfedern befestigten Zünd- schnüren mehrere init Spiritus gefüllte Flaschen, Holzwolle, Torf und Papier. Die Vorrichtung war so getroffen, daß die Federn noch einer gewissen Zeit zwei Klappen öftnen sollten und sodann die Zünd- schnür mit dem Brennstoff in Berührung kommen würde. Der Plan mißlang jedoch, da der Kanon durchbrannte und die Bahnhofsange- stellten durch den Geruch auf da« Paket aiiftnerkjom wurden. Diese» war am Donnerstagnochmittag zwischen 4 und 6 Uhr von einem noch unbekannten Mann« mit einem zweiten Karton bei der Ge- vöckaufbewahrungsstell« niedergelgi worden. Der Ausgeber v« r- sicherte das großer» Paket mit«OOO. da? kleiner« mit 1000 Mk. Dieses enthielt nur alte, wertlose stumnen. Zweifellos hotte der Aus- geber der Paket««o aus einen Bersicherungsbetrao abge- sehen. Cr hatte wohl damit gerechnet, daß durch di« Crploston der Spiritusslafchen ein größerer Brand entstehen und sein« Pakete voll- ständig vernichtet würden. Die Pakete der anderen gehen ja solchen Geist nichts an! Die Not See Junglehrer. Zu der im„Vorwärts" Nr. 138 verösfentüchten Betrachtung „Gerechtigkeit" schreibt un? ein Berliner Junglehrer: „Bielleicht gehen manchen Eltern vor Verwunderung die Augen über, wenn sie über die wirtschaftlich« Not der Junglehrer lesen. Die Junglehrer, die in Berlin imd Vororten als Aushilfskräfte de- lchäfttgt sind, haben durchschnittlich vas 24. Lebensiahr vollendet. Als ich im Frühjahr vergangenen Jahres mit den Pflichten eines sestanaestellten Lehrers übernommen wurde, betrug mein Geholt 304 Mark— nicht etwa wöchentlich, sondern im Monat! Der Avril brachte eine Aufbesserung auf 591,20 Mark. Bald danach kam das Notgesetz: auf un» ehemalig« Kriegiseminaristen nahm es kein» Rück- ficht. Da hieß c», di« Zähne zusammenbeißen. Um 1 Uhr Schluß in der Schule. Um 2 Uhr saßen wir in der Bant und schriebt» Adressen, die Stunde zu 3 Mark, abzüglich Steuer und Fahrgeld. Dann kamen die Ferien, da schufteten mir von morgens 8 Uhr bis abends 8 Uhr. Mein Fall ist nicht vereinzelt In einer Abteilung einer Berliner Großbank waren wir unser 30! Und io ist es je-tt noch. Eist Kamerad von mir spielt Geige in einem Borstadl-Eafe, der ander« in einem Kino. Dazu kommen noch die Fragen her Weiterbildung. Wir ehemaligen Kriegsscminaristen sind hungrig nach Wissen: ober dieser Hunger wird gelöscht durch den anderen. Was tut Berlin für unsV Es gab_uns 1000 Mark Borschuß und Vertröstungen. In den Vororten Steglitz und Tegel z. B. ist die > Besoldungsordnung im Sinne des Volksschuldienstcinkommens ge- regelt. Warum sollte das im alten Berlin nichr möglich sein? Ist es Unfähigkeit der betreffenden Dienststellen, oder will man nach bewähneni Muster sparen und fängt diesmal mit dem Lehrernnch- wuchs an? Inzwischen hat die Stadtverordnetenversammlung einen von der sozialdemokratischen Fraktion um Mitte März eingebrachten Dringlichkeitsantrog, der di« Not der Jnnglehrrr betrifft. einem Ausschuß überwiesen. Der Artrog»erlangt, daß sämtlich« Aushilfslehrer und Aushilfslehrerinnen nach de» Grundsätzen des Volksfchulhiensteinkommen- g« f e tz e s besoldet werden, und daß ihnen bis zur Regelung ihrer Bezüge ein zweiter Vorschuß van 1000 Mark au? ihre Kehaltsnach- zahlung gewahrt wird. In der Aottvehr uiedergeschoffen. Bor einige» Tagen Saite der 38 Jahr- alt« Schmied Otto Zabel in Lichtenberg, Gürtelstr. 32 wohnhaft. at» der Ecke der Kronprinzen- und Oderstraße den Arbeiter Engen Oppermami nieder- geschossen. Zabel stellte»ich selbst der Polizei, die itm aber wieder entließ, nachdem sich folgender Sachverhali berauSgestelli hatte: Der Arbeiter Eugen Oppermann überfiel in Gemeinschaft mit vier Komplizen den Schmied Otto Zabel, nachdem cr bei diesem in einem Lokal eine größere Summe Geldeö geseben halte. Während O. den Zabel würgte und ihn von hinten zu Boden drückte, entriß einer der Kumpane dem Zabel au« seiner Manteltasche die dort befindlich« Brieftasche mit 2400 M. Inhalt. Hierauf ergriffen die Täter die Flucht. Der Ueberfallene begab ftch. nachdem er sich etwa« erholt Satt«, auf die Verfolgung der Täter und traf sie elwa eine Stunde später an der Ecke der Kronprinzen« und Oderstraße. Al« Oppermann seiner Person austchtig wurde, rief er:„Hier ist der Strolch. Hände hoch I4 Zabel kam seinem Angreifer ober zuvor und gab. eine» neuen Angriff gewüniqend,«inen Schuß aufOpper- man» ab. der diesen niederstreckte. Oppermann ist iniolge der er« litten«» Verletzung gestorben. Im Gefühl seiner völligen Unschuld hat Zobel sich sofort der Polizei gestellt und ist nach Lnsklärmig de« Sachverhalt« auf freien Fuß geietzt worden. Rückkehr a»s Schwede«. vom Allgemeinen Deutschen GewerkfchaftSbund und der Abteilung Schwedische Hilfe beim Roten Kreuz wird un« mitgeteilt. daß von den am 2. Juli vorigen Jahre« durch die Gewerkschaften zur Erbolung nach Schweden geschickten Berliner Kindern am Montag, den 4. April, zirka 75 Kinder zurückkehren werden. Der Zug trifft abend« 9 Uhr auf dem Stettiner Bahnhof ein. Da noch eine kleine Zadl von Kindern den ganzen Sommer über in Schweden verbleiben wird, un» aber keine namentliche List« der zurückkehrenden Kinder übermittelt winde, ist e« unmöglich, die Eltern der zurückkehrenden Kinder vorher schriftlich zu bsnach» richtigen. Wir bitten deshalb ans diesetn Wege alle Eltern der ieit dem 2. Juli in Schweden befindlichen Kinder, sich zum Empfang der Zurückkehrenden rechtzeitig auf dem Stettiner Bahnhof einz»- finden. Da erfahrungsgemäß die Kinder meist lehr viel Gepäck mitbringen, ist e« besser, einzelne Eltern komme« vergeblich, al« daß die Kinder ohne Hilfe der Angehörigen fich in Berlin weiter» helfen müssen. Für die Tchulpläue Paulsens. Neber Schulreform und die Schulpläne des Oberstadtfchulrat« Dr. Pauls«« sprach in einer Versammlung der Elternbeiräte de« Kreises Friedrichshain in der Hgndwerkerfchul« Andreasstr. 2 der Genosse Dr. C a r f e n. In seinem mit großem Beifall aufgenommenen Partrag fordert der Referent die Gemeinschaftsschule, in der die Kinder von der heutigen rein schablonenmästigen llnterrichtsmechode befreit, ihren natürlichen Anlagen und Fähigkeiten entsprechend erzogen werden sollen. Diese neu« Schule sei nur möglich aus einem neuen Leben heraus. Eltern wie Lehrer müssen aus der gleich hohen sittlichen. Erkenntnis heraus in hormonischer Uebereinstimmung an diesem Werk mitarbeiten. Fürs erste wäre es notwendig. Lehrer, die sich o,i, voller innerer Ueberzeugung herous mit ganzer Kraft in den Dienst der neuen Menichheitsentwicklung stellen, an besonderen Schulen zu- sammenzufaflen. Von dem heutigen Staat mit seinen geringen Mochtmitteln sei die Erfüllung einer so hohen Kulluraufgab« nicht zu erwarten, des- halb rufe der Erlaß des Öberstadffchulrats Dr. Paulfen Eltern und Schüler zur tätigen Mitarbeit auf. Die sehr lebhafte Diskussion fand ihren Ausdruck in folgender einstimmig beschlossenen Resolution: „Die am ZI. März in der Handwerkerschule, Andreasstr. Z, ver- sammelten Elternbeiräte der SPD. des Verwaltungsbezirks Friedrichshain stimmen begeistert den Leitsätzen de. Oberstadtschul. rats Dr. Paulsen zu und find gewillt, ihn mit ollen ihren Kräften zu unterstützen." Allgemeines Befremden erregt« di« Feststellung, daß die Schul- deputation anscheinend nach einheitlichem Schema Antwortschrelben an die Vorsitzenden der Elternbeiräte versendet, in denen unter Be- rusiina ministerieller Verfügungen auf den mündlichen Verkehr mit dem Lehrerkollegium verwiesen und verlaiigt wird, daß schriftlich« Beschwerden nicht direkt, sondern durch den Rektor an die Schul- deputation einzureichen seien.___ Der Gesamtbekriebsrak der städtischen Betriebe hat stch in einer Entschließung gegen di« neue Dezernatseinteilung des Oberbürger- meisters B ö ß gewendet und gefordert, daß vor Aenderungen in der Verteilung der Magistratsgeschäfte der Leltestenausschuß der Siadtnerordnetenversammlung sowie die Vertretung der Arbeiter- schost zu hören sei. Wir möchten zu diesem Beschluß bemerken, daß dein Ober- bürgermeister durch die Städteordnung das Recht, di« Dezernat« nach eigenem Ermessen zu verteilen, zusteht. Wenn diese» Recht auch nicht zwingend zu sein braucht, so sollte di« Arbeiter- und 2lug«. stelltenschoft doch nicht oerkennen, daß doe neue Stadioberhaupt die Reiwerteilung der Dezernate vorgenommen Hot lediglich in der Absicht, dem Gemeimoesen einen Dienst»« erweisen. So sehr wir datür«intreten, daß der Oberbürgermeister wichtige reorganisatorische Maßnahmen möglichst im Einvernehmen mit ollen in Betracht komnienden Körperschaften trifft, so wenig können wir es gutheißen, wenn in gewissen Kreisen etwa ein« feindliche Stimmung gegen denselben erzeugt wird. Di« sozioldemokratiich« Fraktion ist der Ueberzeugung, daß Oberbürgermeister B L ß sein« ganze fttafi einsetzt, um Berlin wieder auf eine gesimd« Grundlage zu bringen. In diesem Bestreben wird sie ihn unterstützen. Ott» hirte. einer unserer Alten, ist plötzlich infolge eines Schlag- anfalle» im 60. Lebensjahre gestorben. Von Beruf Steinarbefter, gehörte Hirt« feit dem Jahr« 1882 dem Fachverein und dem Der- band« an. Seit mehreren Iahren war er unbesoldeter Gauleiter des Gaue» I. Von 1915 bis 1920 war er Orisangestellter des Ber- bände» der Steinarbeiter m Berlin. Leider mußte auch er der neuen politischen Richtung als Angestellter weichen. Dos hinderte ihn jedoch nicht, als Unbesoldeter die Vermittlung der Arbeitslosen bi» zu seinem Tod« zu leiten. Auch in der Partei hat unser Genosse noch besten Kräften sein« Pflicht erfüllt. Während der Kriegs- zeit beteiligte sich der Brave besonders an der Hilfsleistung für di« Unterstützung der Kriegsopfer; in Anerkennung seiner Verdienst« verlieh ihm der Magistrot der Stadt Berlin die bronzene Medalflv Sowohl in der Gemerkschastsdewegimg, ckks(tat k» 9er Partei nbj dem nun plötzlich entschlafenen Genossen ein ehrende» Gedenke» bewahrt bleiben. Eine Sonderausgabe des Gemeindeblatl» vom 31. Mir»«ft hält u. a. die neue Stadtentwänerungsordnung, die neue Hunde» fteuerordnung, Grundsteuerordnung und UmlageverteNungsbeschluß für das Vermnltungsjahr 1920. 'Tie staatlichen Ättmre« nud vom 1. Slpril ob tiiglick von S bii Z Uhr geöffnet. To» eintritt 4- aeld beträgi:«) i». Alten»nd Reuen Museum: Wittwv'I. Donncrstog. Jreitag, Zoiniobeud: 2 M, Moniog sReinigungstagi: 5 2M• soilniag und Diene lag: frei; t>) im K o i s er- s ried r i ib- M useAr» Montag, Mittwoch, Donnerstag, Soirnabend: 2 M.. Dienstag: Z Mi. Zonntog und Freitag: iret: e> im Museum f ü r V ätteztu u de w 1 1 in der L a mW l» n a für Deutsche Volk? ku n der MontoA, Witt woch, Freilag, Ionuabend: 2 M., Dienstag: 5 M., Sonntag und �.olwerl tag: frei: d) im Z e ug h a u?: Montag. Dienstag, Mittwoch, ffrettoj 2 M. Sonnabend: 5 M., Sonntag»nd Toniicrstog: frei. Dat. Schloßmusenm iAinisigcwerbeinujeum iit wegen UmptA««ulk■ weilen noch pich« geöffnet. Au den ersten Feiertagen der hoben s«ste> stj" wie am Repiahrsiag, Karfreilag. Hilluneliahrisiag und Bußwa find de• Museen geschlonen. dagegen an den, weite» s-eieriagen der bone» Fcü t. wie an Sonntagen unentgeltlich geöffnet. An den Tagen vor Oßemh. Psingsten. Weihnachten und Neujahr werden die Museen Lercit» um 3 IW geschlossen._ Eist««recht über die Matterschaft. In-einer vom 4. Wahlkreis(Prenzlauer Tor) einberufen- st i ösfernlichen Frauenoersammlung sprach Genossin B ohn t.- Schuch über,„Zwangsläufige oder gewollt« Wultarschait". Est' wiederlegte die von bürgerlicher Seit« vorgebrachten Gründe gegit- die von Üns gewünschte Erweiterung der{$§ 218, 219 und behandelt da» Problem der Mutterschaft vom Standpunkte des Proletariats Di« Versammlungsteilnehmer gaben durch Rametisunlerfchrfft ihst r Zustimmung zu einer Erklärung, die die Ernfüguirg ein«« S 219a in dos StGB, verlangt und ein« f o f or tl« Berhamdlung des von der Genossi. n Böhm- Schuß d und Dr. Radbruch u. Gen.«ingebrachten Antrag»? im Reichstage fordert.--. Di« gleiche Entschließung wurde übrigens auch in allen im voll- gen Monat abgehaltenen Frauenabendcn angenommen. Die Unterbringung von Berliner Schnlenllassenen in der Lank-- Wirtschaft wird angesichts der herrschenden Arbeitslosinkert imwe r cin�hende? erwogen. Die Deputation kür Arbeit und Gewerbe lZ t die Anregung gegeben: durch die Schule aus die Kenntnisse de- Natnrlebens und' den Zusammenhang seiner Erscheinungen Hinz,-- arbeiten. Anschauungen, die auf allwöchentlichen irührungen I a die Nmgegend Berlins erlangt werden, sollen in erster Linie di 1 ,e Kenntnis nermitteln. Verwendung der Schulkinder im Somw>• aufenthalt zu landwirtschaftlicher Tätigkeit, wie sie schon vielfach c, i- geleitet, soll eine Ergänzung bilden. Haben bisher grohberdtilche 21 bester häufig den Erwartungen bei landwirtschaftlicher Vescharngl!« g nicht entsprochen und ist auch di« Neigung hierzu bei den Schule, lnssrnen bisher gering gewesen, so wird auf dem vorgcschnebeni» Wege erhofft. Liebe zur Natur und damit auch Freude cm landwi, t- Ichaftlicher Betättgung unter den Großstadtkindern zn oerdreil« n. klagen über mangelhaften Els-mdah»verkehr werden uns v» m Lesern aus dem Kreise Teltow übermittelt._ Seit längerer Zeit ist angeregt warben, auf der Strecke Berlin— Holl« den Vorortverkehr bis Trebbin durch,, u führen. Biel« Einwohner der on dieser Strecke liegenden LI rtr arbeiten in Berlin, genau so wie viel«, die in Zossen oder Körc�(5 Wusterhausen, in Bernau oder Oranienburg wohnen. Bis vor kurzem gab es noch Nebenkarten zu halben Prn, seit für Familienmitglieder. Die Aufhebung dieser Bergünstigmiz j.ör- dert zweifella» nicht die Siedlitngstäkigteit. � Wenn der Borortverkehr nicht durchgeführt werden kann, r»i rde schon die Einführung des Bororttarifes von der Be- oölterung angenehm empfunden werden. Die Schwierigkeiten, mit denen die Eisenbahnoerwaltung_ zu kämpfen hat, sollen nicht verkannt werden. Di« Entwicklung o«, Siedlungswesens ist jedoch eng mit der Erleichterung des Per| ehr? verknüpft, und gerade der westlich« Teil des Kreises Teüvw sst; nad; dieser Richtung hin recht stiefmütterlich behandelt worden. Eine mehrere ZNooale alle Wasserleiche wurde bei Bi rlw Heiligenste au« der Havel gelandet. Die Leiche ist schon so starl in Berwesimg übergegangen, daß die Person des Toten nicht i nehi festzustellen war. Sie wurde nach der Leichenhalle in Heiü.H.'nsei gebracht. Der Unbekannte ist etwa 25 bis 30 Jahre all und. l.t>' Meter groß, Hot bräunliches Haar mit«in barlloses GesiM: ec crue einen Jackettanzug aus feldgrauem Militärstoff,«inen blaue, ge strickten Sweater,-inen schwarzen, einreihigen Ulster� schwarze 1 Nil: tärschnürschuhe und ein graue» Militärhemd. Wer über die T,'Nor des Toten Mitteilung machen kann, wall: sich bei der Krim ina! polizei Berlin-Tegel melden. Zwischen den Passern kofgequesschf wurde Freitoynachr, ittag der Rangierer Ernst Denkmann aus dem Lehrter Bahnhof I beim Zusammenkoppeln zweier Wagen. Milchbelieseruii». Am Sonvoliend, den 2., Sonntag, den 3. und' Mon tag. den 4. April werden die„CI" und„6lI"-Karten mit ie Lite: Frischmilch beliefert. Tie„Dl%ltorteri werden cm 3.. S. imo 4 April 1921 mit je 14 Liter Frischmilch beliefert Tie Krankenkarten wer!» m an den obengenannten Tagen voll beliescil. Tic übrige Belieferung blee jt wie bisher. Ehariottenburg— Spandau. Juristische Sprechstunde von 5 bis 6 Uhr im Sekretariat Rofmeustr. 4 Zilmfchau. „Die treib«»de Kreit",«in Trmva, d»4 na» Sardenisch«, 1 ttvtir.en bearbeitet werden ist, gelangte im Marmorhau« zur Uraussütrung. T"ier Film ist unterhaltsatit und spannend, und da dem Auge auch, H5p.ichc landschaffliche Sidönbeiten geboten werden, recht abwechslungSrei-j Fern Andre, die Hauxidarftellettn, weiß zudem durch ibr großes itbao:t)i< arischet gönnen, ihre eleganten Bewegungen und durch ihre kostbaren und' zugleich so kleidsamen Toiletten zn entzücken. Ferner trugen Erling chanion, Tränier Junder, Hermann Böttcher und namentlich Lya de Putfi. die mit Geschick ein» kokette und verwöhnt« Künstlerin spielte, viel zum k itlitigen de« Ganze» bei. „Taicherbiede". ein scchöakttgeS Filmstück von Rudolf S t r«. n ß nnd Lea Heller, kam in den Richärd-Qtwald-Lichtlpielen zur Urans iührung. Ta4 mit einem aedöngen Schuß iStvralin getrZnki« Trama leuck, r in tve Berliner Berbrccherweii hinein und zeiat daö Schicksal einer reich,«« Frau. die durch die Liebe zu einem sich alt Gerillemav gebenden Tasche« birt zugrunde gerichtet wird Abgesehen von einigen rech» interessant an Ber- brecherjagden läßt da 4 Stick den Zuschauer kalt. In den Ha uptrollen mühten sich Erna M» r e n a, Emil M a m e l o k und Maria Z a l e» k a. der konstruierten Handlung Leben und Inhalt zu geben. Groß-öerliner partelnachrichtez». Heule Sonnabend: znngsozietffte».»ru,»e Süden. 7>4 Uhr im Saok der InristtsiS 0r Sprech, stunde, Lindenstr. S. Sieilungnahme pim Statictenentwurf. ?ugenüveranstaltungen. »eeein»ebeitee.Zngend»r»ß.«erli».«ckeet-rwt-«» 4», In dem. Zeiten S. Sonnabend, den 2. April: «ettzmdnstKn, am tthr im zentraljug-nth-tm,«ntenft 3. Sonntag, den 3. April: »roh- Lichterselpe. Betuch de» Botanischen«Sorten,.— Ker»»t>, es. Besuch dra Muieum» siir Bditertunve. Treffpunk! 8'.ihr tzugenaheinr f j oonftrap-, TueuhaU«. zimoi«« Sl. Luvt«»»»»». Pertaur w. tZorinirlag,? fl rnrn durch Ält-Berlin.— Mahthdoek. WatSrrirenratz»(®emeitt2i<Übu:o' ß rfüBtunas. oben» für die �chulentloikeuen.- tzriehetf«. 58.?. ieberaaend. — Renkbon-Siid. SojAtstt. 53. Berliner Humar(Glaßbrrnner). Wirtschaft Warum üas Papier so teuer ist. Tie Papierkon-erue üabe« cme PrciSheranfietzunff uax 33 Proz. beichloiien, gegen die die Zeining�verleger nilcr Ricknmgen mit Reckt vroleitiert babeu, weil iie eine» groben Teil der Prcn« Mw Erliegen verurteilen. Tie Gewinne der P.rpiermbrilen im legten Ge'cköitsiahre geöen einen Andalt dafür, wo ,11 einem guten Teil die Ursachen der hohen Papiervreiie sucken sind. SS« stellen davon einiges gnsammen iurd vergleichen dabei die zuletzt au?- gezahlten«rir den vorjährigen Dividenden. Firma Miinchcn-Tachaner S-A. für Maichinenpapier- Fabrikation.... Papierfabrik Krapitz A.-G. Bremer Papier- u. Dell- pappeniabril A.-G.. Vereinigte Strohstoff- Kabriken A.-G.... Kvsjheimcr Zellulose- und Papierfabrik A.-G... �-Listuii- u. Papierfabrik zu Schlema.... Papierfabrik Tivrdendc lSS>' ms *ro» i"Brnj. 18 35 40 20 12 20 20» i 15 12 35 30 15 Ii 20 25 Bemerkungen pvc!lc -mtifufaatroL SHmiifi'f SttriuSe insvlg» »ochwoiters. asAerhen werden im Wen SeichÄtHiQhi Ifir eine Milium Sealisattien»»ichenkt. Bedeutende Erhöhung derZiiüt. ingeu ibr Erneuerungen. 7a« Aktienkooital ig in- Zwilchen auf da»? m e;- cinhaldiache erhöht! Kreiderger A..G........ Feldnrnble. Papier« und Zellstoftwerke.... " Und ISO M. Bonns pro Aide. Tie Ammen dorfer Papierfabrik gewährt« im letzten Geschäftsjahr nicht weniger als 60 proz. AuS'cknNmtgen Einer Zu'ammenstellung der.BergwcrkSztg.", ufoige blieben im �ahre 1S20 nur 4 der 20 Fabriken, deren Aktien an der Bmfe notiert werden, dividcndenloS, 10 gröjzere Fabriken verteilten zwischen 20 und 30 Pro?., 10 weitere zwischen 10 und 20 Proz., da« gegen nur drei 6 biS 8 Proz. und nur eine 3 Proz. Tividendc. Bs- rücksichtigt man dabei die inzwischen eingetretenen Kapital- crhöhungen. durch die die tatsächliche Höhe der anSgeschürteten Tididenden verschleiert wird, so sieht man, datz tatsächlich die Bavieriabriken an der Pnpicivertcuerung einen erheblichen Teil der Schuld tiageu. Natürlich würde eine Gewimibeichneidung nickt ausreichen, um den Preis erheblich zu verbilligen. Hier rnüßte eine gemein- wirtschaftliche Regelung der Papiersabrikation vrnn R o h st» s s an. d. r. für das Druckpapier doS Hol? durckgesetzt werden. Gleickwohl zeige» ichon diese Ergebnisse, daß. wie auf vielen anderen Gebieten, mit der Preisschraube nicht schon wieder gespielt zu werden brauchte, wenn man für eine ungünstige Aon- junktur in den Zeiten der großen Gewinne Vorsorge getroffen hätte. Um so unverständlicher wäre, wenn sich die ReickSbehörden dem vereinigten Protest der Zeitungen und, man kann«obl sagen, auch der Abonnenten, die eine weitere Verteuerung der ZeitungS- abonnements nrcht tragen löiuren. verschließcn würden. Die Neichsbank km �ahre 1920. Die Entwicklung des Zentralnoteninstituts im letzten Geschäfts- fahr beleuchten«ingehende Darlegungen, die der Präsident des Reichs bau kdirektorwrns Dr. Häven st«in auf der Generaloer- sammwng der Anteilseigner machte. Er führte u. a. aus: Unter der Einwirkung der im Berichtsjahre fortbestehenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten überstiegen die an die Reichs« dank herantretenden Anforderungen on Kredit und an Zahlungsmitteln jedes bisher erlebt-: Mast. Di« Bank must» ihren Notenumlauf während des Berichtsjahres um nicht .tveniger als 33,1 Milliarden Mark auf 58/ Milliarden Mark stei- yrn, d. h. nahezu oerdoppeln. Die geiamie Kapitalsan- i a g e wuchs gleichzeitig um 18,0 Milliarden Mark auk 60.8 Milliar- den Mark— im wesentlichen durch die weitere Belastung der Reichs- Hank mit Schatzanweifungen des Reiches. Diese Belastung würde sich noch weil höher darstellen, wenn es der Reichsbant nicht dank der fortbestehenden Flüffigkeft des deutschen Geldmarktes wiederum gelungen wäre,«inen sehr erheblichen Betrag an Reichsschatzonwei- sungen ioei!«r zu begeben. Infolge des durch Papiergeld gefchaife- nen rein ftttwen Ueberflufses am Eeidmark?, Hai sich der trügerische und unwahre Eindruck eines wirtschanlichen Schein glanzes, namentlich aber in dem weniger klar sehende» Buslande zu unserem großen Schaden die Anschauung gebildet, als fei die wirtschajtUche Lage Deutschlands befriedigend, als überwinde Deutschchland die Folgen des Krieges verhältnismäßig leicht, während gerade dos Gegenteil der Fall ist. Di» überaus ungünstige Entwicklung, welch, die deutschen aus- wärtige» Wechselkurse noch dem Zusammenbruche Deutschlands zeigten. Hot sich im Jahr« 1920 iortgesetzt. Eine etwa Anfang Fe- bruar beginnende erheblich-: Besserung der Baluta kam gegen End« Mai zum Stillstand: ein späterhin einsetzendes erneutes Senken er- reichte in der ersten Hälfte des Monats November seinen Tiefpunkt. Als Gründe für die ungünstige Gestaltung der deutschen Baluta kommen neben der starke» Passivität der Handelsbilanz als wesentlich n. a. die Rückzahlung von Auslondskrediten, Kapüalslucht, Devisen- Hamstern. spekulativ« Einwirkimgen des In- und Ausandes sowie die Leistungen Deutschlands aus dem Friedensverträge in Betracht. Sehr wesentlich« Dienste leistet« di« Bant der deutschen Aolkswirt- schast, insbesondere dem deutschen Außenhandel, namentlich in der ersten Hülste des Bericht sfahre?, als die deutschen Wechs-.lkuri'e nach ihrem damaligen Tiefstände sich zu erholen begannen. Dadurch, dost die Bant erhebliche Beträge der an den Markt kommend»? Devisen ausnahm, gelang es ihr,»ine sprunghoiti Kursdewegung einiger- maßen hintlmzuhasten. Mir den oufgesammelte» Deoisenbeträgen kannte sie dann i» den Sommer- und He.'bstmoieaten. als roieder ein stärkerer Devisenbedarf einsetzte— namentlich auch für di« Zwecke des Ausgleichverfahrens auf Grrmd des Friedensuenragc?— den Anforderungen hinreichend entsprechen und einer allzu jähen Ber- fchlechtermra der Kurse entgegenwirken. Dies« Regulierung der Ba- luta war für die Reichsbank nicht ohne erhebliche Verluste durch- jjusühre». Die Gesamtumsätze der Reichsbank erreichten im Iechr« 1520; 12 771 Mittiaiien Mark gegen 5877 Mill'ärden Mar! m? Iabr» ISIS. Am Jahresschluß be.ies sich der Goldbestand aus 1091,6 Millionen Mark, der Besiarrd au Scheidemünzen aus 5,8 Millionen Mark: an Silberbarren und ausländischen Silber- , münzen� waren buchmäßige Bestände von 1153L Millionen Mark im tai'ächlichen BZerr» von 1481,6 Millionen Mark vorhanden. Der Bestand- der Reichsmark au Darlehnskassen scheinen wuchs im Laufe des Verichtsjahres van 10 903,3 Millionen Mark auf 23 372,7 Millionen Work, während der Um- laus an Darlehnstassenscheiu«» außerhalb dar Reichsbank a'eichzeiiig van 13 781,2 Millionen Mark auf 12 033,3 Millionen Marl zurückging. U nter der gesamten Kapitalanlage nahm wieder die bankmaßia? Deckimg den Havptplalz ein. Sie bestand ganz über- wiegend aus diskontierten Schatzonweistmgcn des Reichs. Das Ge- ich.äst in Ha n d«l s w e 6: s« l n heb sich Zwar w?,:«■. blieb aber hn ganzen auch während des Jahres 1520 verhälinismäßig gering- tügig. Der im Jahre 1920 cpzielte Gesamtgewinn stÄlt sich auf rund 2006 Millionen Mark. Er würde einen weit höheren Betrag erreicht habe», trenn nicht, wie erwähnt, das Devismolchätt der Bank mit einem nicht unerheblichen Verlust abgeschlossen horte. W«>m der dem Reichstag Zurzeit vorliegende Gesetzentwur? über d'.: Rer- teikung des Gewinnes der Reichsbank für dos Jahr 1920 n? der von der Reichsregierung vorgelegten und vom Reichsrat genehmigte» Form urrd Fassung durch den Reichstag verabschiedet wird, wird die Dividende der Anteilseigner 8,7 Proz.(im Borjahre 8,79 Proz.), während dos Reich hiernach 100,8 Millionen Mark erhält, beiragen. Die Verschiebung üer deutschen Hbstchmarkte. Tie Äb'atzinärkte des dculichei: AnszenhandelS haben sich durch den Weltkrieg und seine Folgen ive'entlich gegen stüber verlckobe». Eine interessante Zusammenstellung darüber, ivoh», heute die deutschen Erporttvaren geben im Vergleich zu der Vorkriegszeit. entnehmen wir einer Peiösfeutlichung des Reichsstatistischen AmleS. Bon der gesamten Ausfuhr Januar/September 1920 nm 47,17 Milliarden Mark fPapiermark) gingen 0.80 Milliarden Mark oder 20.9 Proz. nach den Niederlanden 4.25 Milliordeir Mark oder 9,0 P?oz. nach der Schweiz 2,71 Milliarden Mark oder ö.7 Proz. nach Großbritannien 1.44 Milliarden Mark oder 3.1 Pro?, nack Frankreich 1,48 Milliarden Mark oder 3 1 Pro?, nach Belgien 1,38 Milliardeu Mark oder 2.9 Pro?, nach Italien, Tie Ausfuhr der Zlloirate Iannor-Auaim 1920 kann auf Grund der bisherigen Aus Zählungen für sämtliche SuSsuhrländer b?w, Läirdergruppen gegliedert werden. Tariach entfallen umer Gegen- überstelllivg der Ausfuhr von 1913 Slnstllhr dl ziilt. M. Ante!! a. i>. Ges«i»t»u»fi»l!r aus iz» tma imn iai3 fttoi-tlu#) CS Utona'«) sZan,-Slng.)(SMonale) Paolcrmarl Salbmart Pra? Pro,. Niederland«.... 8645.0 462.4 21.2 6,9 Schweiz...... 3 728,1 357.4 9,8 5,3' Schweden..... 2 889,2 153,2 7.1 2.3 Norwegen..... 1 222.6 107,8 3.0 1,6 Dänemark..... 2 505,5 189,3 6,1 2,8 Finnland..... 700,0") 05,0 1.7 1,0 Spanien...... 1 023,8 95,4 2,3 1,4 Lesterrrich-Nngorn (trühereS Gebiet).. 3 153 8 736 6 7,8 10 9 Balkan und Türkei.. 452,0 208,5 1,1 3,1 Rußland und Polen l'akteS Gebiet)... 1009,6 586,8 2J) 8,7 Großbritannien... 2 600,9 958,8 6-4 14,3 Frankreich..... 1230,4 526 6 3.0 7.8 Belgien...... 1267,2 367L 3,1 5.4 Italien...... 1 192.5 262,3 3,0 3,9 Uebrige europ. Staaten 2 084.2 40,6 5.1 0.6 Europa im gonren.. 33 704,8 5 1180 82,8 76,0 Ber. Slaalen v. Amerika 2946,2 475.4 7,2 7,1 Uebrige außereurop. Länder..... 4 073,2 1 137,9 10,0 10 9 Geiamt-AuSstrhr... 40724.2 S73l.3 100 100 Als Absatzmarkt standen demnach in den acht ersten Monaten de» Jahre« 1920 an erster Stelle die Niederlande, nach denen 21 Pro?, der deutschen Ausfuhr gingen. Sodann folgen die Schweiz, weiterhin dre Länder der ehemaliegen Oesterreich-Unaari- fchen Monarchie, die Bereinigter, Staaten und Schweden. Erst an sechster Stelle kommt mit 6 Pro?. Großbritannieu. daS 19l3 mit 14 Proz. der bedeutendste deutsche Absatzmarkt war. ES zeigt sich, daß die neutralen Staaten für den deutichcn Ausfuhrhandel«ine Überragende Bedeutung haben. Mebr als die Half!« k51 Pro,.) der ganzen Ausfuhr ist in den Pönalen Januar— August 1920 allein na» den europäii'chen nen- lraken Staaten gegangen. Tie Ententesiaaten England. Frankreich, Belgien und Italien haben nur 15 Prozent der deutschen Ausfuhr lohne die Pfiichrlieierunge«) au'genoinmen. So scheint es wenigstens na» der deutschen Äußenhandeks- statrstik. In Virklichkrit liegen die Dinge anders. Ein großer Teil der au« Deutichland in ein neutrales Land ausaeführtsn Waren wurde von diesem nach Entenreländern wetrergeleiret. Daß dier'e Etnschallnng eines Vermittlers der deutschen AnSsubr günstig ist, solange Ententemächte der unmittelbaren Einfuhr deutscher Waren— wie jetzt erst wieder durch die Santrione»— einer, Riegel vorschieben, ist felbstverständkich. Sine andere Frag«, die wesentlich von der künitigen Entwicklung de« Wellmarkte« abhängt, ist die. ob nicht trotz oller siaatSvolftiichcn Hemmnisse sich der un- mittelbare WarenauStouich von Erzeuger- und Berbraucherland von selbst wieder dmchseyen wird. Faßt man di« europäischen Ausfuhrländer in drei Gruppen: Neutrale Staaten, Eiilentcstaalen, Ost- und Südost-Europa zu- sanrmen, so ergibt sich folgendes Bild: -Zukuhr ill zuill. 9.«nfül i 4. OefaBttaiüfuhi . 1920 ,913 WKfl 1918 Zander«Aa>r..9luA>(SStonalO lZwu-Zug)(Sivtenale) Paoitrmoti Soldtuarr Pr»?.'tzroj. Siedertaub«,»ord. Länder,' Schrveiz. Spanien 20 714 1 420 50,3 2l,3 Großbritannien. Frank- reich, Bel.zien, Italien 6 291 2 IIS 1Z.S 3l.4 Rußland, Oesterreick-Un- gan?. Balkon, Türkei 4 616 1532 11,4 22,7 In diesen Zahlen kolimrt die gewaltige Verschiebung irr den Absatzgebieten'für den deiit'chen Handel deutlich zum Ausdruck: Gegenüber 21 Pro,.>m Jabre 1913 loiurtcit im letzten Jahre >1 Pro,, nach der ersten Gruppe, den neutrale» europäischen Staaten, abgesetzt werden. Der Anteil der Ententesiaaten ist im gkerchen Zeitraum von 31 Proz. aus nur 19 slS.o) Proz. zurückgegangen. GericktsMung. � Aus dem Schlafzimmer der ehemaligen Kaiserin -sind in den«rften Tagen der Revolution, November 1918, zahlreich? j Gegenstände gestohlen worden, von denen ein Teil nach zwei Jahren chei den, Gastwirt Richard Kuhnt entdeckt worden ist. Dieser stand gestern unter der Anklage der gewohnheitLmäßigen Hehlerei vor der !2. Strafkammer des Landgericht« I. Der AngeHagle betreibt in der !Gr, Frankfurter Straße eine Schairkwirtichaft. Infolge einer Anzeige 'wurde on, 20. August 1329 in lein«, Wohmmg«ine Haussuchung abgehalten, die eine Anzahl von Gegenständen zutage förderte, welche jvach der Bekundung des Oberkastellons Diqmomr zu den aus dein �Zimmer der Kaiserin in der Revolutionszeit gestohlenen Sachen ge- hörten. Es waren dies: ein chinesisches goldenes Schreibzeug, ein �dazugehöriger Brresmarkenbehälter, ein dazugehöriger Bheäster mit j Stempelmarken,«in Abdrücker, zwei Leuchter,«ine Standuhr, zwei i Dorzellanostereier. zwei seidene Klaoierdecken, Am gleichen Tage � wurde in der Villa d«s Angeklagten zu Hahen-Neuendvrf eine Durch- «t'uchtMg vorgenommen und dort noch ein türkischer Teppich und eine ! Decke mit Goldstickerei vorgefunden.— Nach den Bekundungen einer !«hewaligen Büfettmamsell des Zlngcklopten haben bei diesem viele Mitglieder der«hemaliaen Motrosendtvisiort m der Revolutionszeit gezecht und mehrfach Pökel« abgegeben, die vom Angeklagten on- genommen und bewahrt wurden. Der Angeklagte bestritt nicht, die ; oufgefundenen Sachen in Paketen erhallen zu haben, behauptete laber, daß er sie als Pfand angenourmen und geglaubt habe, daß sie -aus Frankreich nritgebrocht worden seien.— Der Staatsamvall be- i oittragt« wegen einfacher Hehlerei 6 Monate Gefängnis, Der!?«. richtshnf erkannt« auf 2 Monate Gefängnis, unter Zubillizung einer dreijährigen Bewährungsfrist. Mus aller Welt. Grauakenexplasion. Die»Mogdebnrg'scke Zeitung' meldet an? Burg bei Maaveburo: Am TonnerSlag ei eignet« sick auf Sei Roten Mühle bei Bnrg ein« Erplo'ion ickwerer Granaien, wobei ein Mädcken aetö'el und jünt Bertonrn ickwer verleg» wurden, so daß ibre Uebersübrung in-Z Krankenhana nolwendig wurde. Da» Krieg er-siurhou» Davas droht leider Deutschland verloren zu gehen, da die beteiligteir Stellen infolge der Entwertung der Mark nicht mehr in der Lage sind, weitere Lasten auf sich rii nehmen. Gutachten medizinischer Autoritäten beweisen, daß der Verlust k?s Kurhaus«» dte Preisgabe eines höchst wert igen Faktors in der Bekämpsung der Tuberkulose bedeutet. Um das Haus Deutschland zu erhallen, sind deshalb unter Förderung des Reichskanzlers, der Rerchsminister und führender Männer aus Handll und Industr.e Maßnohmen im Gange. Wandernde Mahlzeiten. In dem Restaurant einer arcßen F-- brlt in Pennsylvania, wo die Gast« sich selbst bedien«,,, dn man einen besonderen Trick erfunden, zögernde und wählerisch- Mitlagesscr zur Eile zu ermahnen. Di- Tabletts mit den Gerichten stehen auf einer Art von berveglichem Band, Wählt 6er Ardeiter nun nicht rasch und greift zu, so wandert fein Esten davon. Sluf di-'e Weise werden jeden Mittag rund 3000 Mahlzeiten ausgegel>ci,, etwa 4vll in der Minute. lFPS.) To« metrilche System in Japan, Die Panier Sfiidcmic dr viffenlchafte» empfing eine» Bericht de« jav-instche» Parlament»,»aß Zw a de» Georavch des metrischen Systems einzelüdrt bat Tie Nachricht ist etwa« dmikel; es ist tnun» anzimedmeu, daß eir« eivzelire Stadt da« Dertmakstckem in Maß und Gewichl emfübn<7ofi«!i- lich ist es iiir ganz Japan oerbmdlich-rttärt—?»>» guten Bordrld vir»- angelsächfischea Länder, die immer noch an tirreni Zoll und Psuad sef:hal!r:i. Geschätzt nack den Ergebniise» der nnni'cken Statistik. Sport. Begegnung Lewanow-Saldow in wird in Treptow das lang erwertete Saldo« im große» Frühlingsprei«(ein Trevint». ic Zulcini in Stund! Am kommenden Soluuag .usmnmenrresien SemanowS mit 'ltundenrennen) justandekomm-n Tp.-B.) Turnerschafi 10 l»ru _»WWWIWMMWWWWU. �_______.N-Ge wir — Ftcbte 1 n vcn 9— 10' i»Lichtenberg): Roland— Lichtenberg III i'ili— 12 lTilSte I Xi. Nachmittags beteiligen sich die Spieler an? Preiewaldla>ü des 1. Kreises des A.-T.- u. Sp.-B, am Propagandalans. Start 3 Uhr im Piänterwatd. ArSeUer.ZKdstchre�Vu»»„Olli 0>1.«ach lDioortaf r; Stert 1 Uhc Bftloroftx. 58.- i. ttl atSd nach Beelitz: nachmitt-z- nach Wannst- tZis'itenkwft: Swrt l Ub- ,7» Vrorxcnabe, if rt Uhr Lauscher Platz- � �' OAdkochwur)! Start 7 Uh »ach»''' satzrer-Bun»„?»lida-ität-. Zone»» sSr Banntaq.»en X«geil. 4.«dl. Roch Z!io»ekate! Start � llkr PSIawltr. 58.- I. täi.?rüh« Udr »tan-- WWWMWWM Stnrt . airch«.— 4.»bt. Siieif-ftge durch!>»n«>-u»-n>al» Uhr K-d-rwi-sk, stch- zrai-.ksu-wr AS».— Z.»dt. atedrSck: Start t Uhr �tamnrreinlatz.-«. Bd». T Nhr nach nachmrttag» nach Zlitutaantal: Srart t Uhr»»»««Hagener Str. 2«.— 7. Ahl. Räch Zlüderedart(Liadenaart-n): Start t> Uhr: liachini:t»,» nach Hirtchgart«!, <«ilh«tm»ho(>; Start t Uhr"' �--....- »ron-psuburg dei Schmöckwitz! thal Ulir trhanlsaastratz« 29.— Ort»«. Lichte»»erg. Birk-nwerd-r(Jopoii); Start 12 Uh-, Illnastr. 10.— vrtagr. Ä-uliMn. stach Kr»tz.B»-ren(Heinz«): Start 12 Uhr H-ch-uzoll-rnpIatz.— O-t»gi. A-inickcado-s. Aach Summt; Start lZ Uhr d-i Muster. Tourist-»»--»!» Di- Rat»-frevud-. Fah-ten am Son»taa,»e»!!. stuiil, Ahe. St-a!ih. Mchtznrr-.chos-!?räm-r. Abf. 8 Uhr Et-ttln-r Borerthohnhae.— Adt. Sirstäls. tkrkn-r— Mar�«e.?r-sfp. 7 Uhr Bahnhof N-nkitlln. Möd-l» (ahnt Honaelahera— Mae-S-«. lreffp, 9 Uhr Bahnhof Rn'tolln.— 714,. v-hhing. Btrk-nw-rdrr Brirs-Iang Lehntii, stlbs, e,.>l Stettirmr Tarorldahn Hof.— Bdt. Waadit. Ins Ruth-land. Treffp. H.fS«nhalier Bahnhof. Atzt. Lichte»»««. Siransb-ra— Ännachal. Adf, 8.28 Schlelch»r" «St. StorV». Botodam— Lien-mitz�z-». Slhf. 7�5 Patshamer 5 Ortsgr.«»»-nick. Aht. Qstdahn««r»rt».». April Erkn-r- stall RSH-rsdori, Adf, Schl-fifch-r Bahnhof 708 Uhr.— 7. April, abends 8 Uhr, Ädteilungss-tzunz Jugendheim,®t. Franlfnrier Str. 17. vortrage, vereine und Versammlungen. BallafSriorg-. Bertrauansmännerpers ammlungen, Abt. Rarhen. Montag, h-n 4. April, d«> Hümmel, Sopdienftr. S sNähe Bahichof Bilife). Th-aio, Portrag de, Geiwsfen Bruno Wliller ttber„Di- UnfaUoersicherun« der Pol!« fiirfora«," Bcainn abanda 7 Uhr.- SRcicksSan» der striegsdc jirt Oft»»». Dien-*—• WM Mb"'«='-'=-> in der Biebhofsdtfrst striegsdcschädiai-n t n,»«. Osten IS. Dicnalag, den 5. April, abends 7 Uhr, Mitglied-rv-tsammlunn .....-. Gßcnarc Str. 37.— Di« Blirlschaftlich-«i-r-inlganp d-i eine. »önigstad: Paul Ri-m-r, wird über ffatzen Papier" r-f-ricr«n. oersammluua am Sonnnhend.______ W» gnmnastum, Rnd»n,ftratze. grietenauer Ortzleil. st 10 der HSchstmIt nung tR-p»raturto>i«azu'ch>.— a-cir-tigidf- Sennin»«. Sonntag pprm II Uhr im Roihaus,»onigiiratz-. Tortrag d-s Harra Paul Rogol:„Ist da» Laben das höchst- Kul?" Harmonium: Lohengrins Ankunft fSagner).»dsta kaaun-ti. /-* Veutsrlier Weinbmnö W»- ?' ßmgen a/ßl). Iii Die OJIqtPp bes venvoknteeren fiel n$chm ecFers � * fftc Bettln: stau s. Wemlkt, Beiiia b.m,;nn sa. z.!el WM Li AWlinnmel SchlillMAli s.ll.l!.s.. WM W Will Musikinstrumente Kaufgesuche Eintracht Casino-Theater Lothringer Str. S7. Tägl.'.S Nur noch dl» Inkl. 7 April: Der Großfürst Freitag, 8. April, lum I. Male; Das neue Berliner V< lksstück Uollrirh A Solln Ste. 3Vj Bi Uder Balthasar a Oranlenb.Tor Tel Nd.8650 Neues Programm; Der kenache Josef Sein Tfodell Am Badestrand mit Ferd. Grüneckcr Vorverkauf 11—2 u. ab 6 Uhr Braunkohlenwerke und Brikettfabriken Xen-Welaow X U Bilanz am 31. Dezember 1920. Aktiva. M. G;unJslücke.............. 225075,-« Kohienlelderu Abbaurechte sowie Anzahlungen hierauf................ II 691 182,— Gruben-Anlagen. Gebäude......... 480 298,— Gruben-Anlagen, Maschinen........ 1655 669.— Aus- und Vorrichtungen der Gruben.... 382 112,— Brikettlabnk- Anlagen, Gebäude....... 3 187 555,— Briketf'abrik« Anlagen, Maschinen...... 4 084 969,— Eisenbahn Anlagen............ 444 269,— Kettenbahnen.............. 214 163.— Draht eilhahnen............. I,— Elektrische Anlagen........... 2 135 597,— Urensihen................ 182 894,— Wohngebäude.............. 2606 391,— Mobilien................ f.— Automobile, Pferde und Wagen....... 152841,— Abraum Geräte.....■........ 6942 416,— Abraum................. 299 321 37 Schuldner, einsch leßiich Anzahlungen.... 34 652 202,52 Beteiligungen und Wertpapiere....... 5 163 915.— Kassenbestand.............. 1 04 426,66 .Materialien und Vorräte........... 13 898 223 50 Geleistete Sicherheiten........ ,.1 291 575,— Vi 693 4 1U,o5 Passiva. Aktienkapital............. 20 000 von,— 4V2 Schuldverschreibungen 1911...... 2 400 000,— 4,/j''4 Schuldverscnreibungen 1920...... 10 00« 000,— Gesetzliche Rücklage........... 5 170 742,13 Sonderrück läge............ 3850 000,— Rücklage lür die Erheucrungsscheinsteuer.. 80100— Krier'Slürsorge............. 370 000.— Gläubiger.............. 41 190 862,46 Geloste und noch nicht eingelöste Schuldver- schteibungen.....,...... 8000,— Noch nicht erhob Schuldverschreibungszinsen 53 92i,10 Noch nicht abgehobene Gewinnanteile.... 20 950,— Gewinn Vortiag........... 19912187 Gewinn 1920......... 8 739 506,59«928928 46 91893 411.35 Gewinn- und Verlnafrecbnung am 31. Dezember 1920- Debet. M. Allgemeine Unkosten, einschlieBlich Zinsen.. j 880 246,04 Abschreibungen, einschlieBI. M. 1 000 000,— für Erneuerung cer alten Anlagen...... 4 498865.13 Saldo................. 8 938 928,46 15 318 039,'. 3 Kredit. Vortrag aus 1019............ 199121�7 Ertrag der eigenen Betr ebe. 14 724-14,22 Ertrag aus Betel igungen........■ 29« 101.54 15 316 039,03 Berlin, den 7. März 1921. Der Anlslcbisratt J. Pctschek, Vorsitzender, Neu-Welzow N.-L, den 6. März 1921 „Eintracht''. Braunkohlenwerke und Brikettlabriken. Der Vorztandt Dr. Wolf. Dr. Voigt. Die Deutsche Treuhandgesellschait, Berlin hat, wie als. :ährlieh die Bilanz nebst Gewinn- und Ver ustrechnung geprüft und bestätigt, ihre Uebereinstimmune mit unseren Buchern. die sie gleichfalls geprüft und als ordnungsmäSig gefunrt anerkannt hat Die In der heutigen Generalversammlung auf 27 Proz. festgesetzte Dividende ist sofort fällig und gelangt mit M. 270,— pro Aktie gegen Einlieferung des Dividendenschein» für 1920 von heute ab zur Auszanlun; bei der Geseliscltaftskasse in Neu-Welzow N U.; bei der Mlneldcutschen Creditbank. Burgstt.24,in Beriini bei den Herren Jacquier i Securius, An der Stechbahn 3(4, in Berlin; bei Herrn A. E.Wassermann, Burgstr. 23, in Berlin; bei der Deutschen Bank tn Berlin; bei der Direktion der DliCOnto-flcstllschaft in Berlin; bei der Allgemeinen Deutschen Crcditanstalt, Abteilung Becker& Co., in Leipzig In den Aufsichtsrat wurden wiedergewählt die Herren» J. Pctschek, AuSig a. E. Oskar Frick, Berewerksdirektor a. D. Welzow N.-U Eugen Panoiskf, Stadtältester. Mitinhaber der Firma Jacquier 4 Securius. Berlin. Friedrlcn Reinhart, Direktor der Mitteldeutsche!» Creditbank, Berlin. Neu gewählt wurden; Herr Dr. Ernst Pctschek, Berlin, Herr Kommerzienrat Hermann Pollatschck, AuBIga E. Herr Bergrat Alfred Siemens, Halle a. S« ist durch des Tod ausgeschieden. Neu-Welzow N.-L., den 31 März 1921. „Eintracht", Braunkohlenwerke und Brikettfabriken. Der Vorstand. Dr. Wolf. Dr Voigt. Äntsehcn erregende NeuheU! Tabakpfeife in Zigarrenform T R. G M. Sauhet, Iparfom unh gesimh. Die Freude aller Raucher, an» einet Kigarre nicht zu unterscheiden. Jeder Tadak, ob Grob- oder Feinschnitt, tann darin geraucht werden. 1 Pseife 7 MarL 3 Pseisen 19 Mari. 12 Pfeifen 86 Mark gegen Nachnahme Porto und Perpackung zum Selbstkostenpreis nur direkt von Fr. Wittmnmi. chem.-techn. Industrie. Srhuingett Nr. Hi. bei Psorzdeim in Baden. «—■ Vertreter und Händler a» allen Orten gesucht.> ZedsuLyieldglls (Außer Adonnemeni) k'eefas weiße Lämmchen 30: Kax Pallenberg Im berliner Theater ritt Fritzi Maffary \ur noch 8 mal n„Die fpanifche Nachtigall" abds. 7.30 Uhr auf Hauptdarsteller: fllzl Massary, Waßmann, mmy Sturm, Roberts, Klper 'Snigstadt-Theatef ßalmnoi Jannowitzbrücke lel. 7.30 Gala-Sanecr Im Ballsaal TANZ Rauchen gestattet mit dem Sensations sketsch Das Varlet�'Cafe A'SteiclK Oranlenstraße 53 54 Tätlich« Uhr: Cliie-Programm Moritzplatz rüher Buggenhage Dir. S. Wreschinski 71/ Taglich 71/ (/ 2 d. altbeliebt I/ Paul Wegener. Lude Höflich, Hka Grüning, N Edvar Licho. Sonntag 4 Uhr Die Freundin Trianon-Theater ,>, Uhr; Rosen von Hetmann Sudermantt. Olga Limburg, Karola Tülle, Käle Haack. Herrn. Vallentln, Jul.Falkensteln.llelnr.Schroth Sonnt. 4 Uhr: Kammermusik. Kleines Theater Täglich?>/, Uhr; abends?>/, Uhr l und Sonntags nachm. 3 Uhr Zum Schluß; Erlebnisse eines Verstorbenen Ulkiade von Fritz Sleidl Eintritt lnkI.Sf.T.1. 10-6.50 Vnrverkn'if von 1—1 IMir Heute zum IOO. Male > Die roten Schuhe Morg. 7> Die roten Schuhe unter anderem die unetreich. grandioser. 4Perez4 in nie gts. Leistunge. Heros Mady Christians. E.Mame'ock, Hans Albers.— Sonntag 31/j: Die Plarrhauskutnödle. Außer anerkannt gutem Gebäck und Kaffee, Speiseeis. Eisirüchtc, Eiskaffee usw Neukölln, Boddinstraße 65. Ab 3'/« Uhr: Intime.Tlnnik. Weltmeister der Krattjongleure Doppei-Drahiseilakt _ Garderobe— auf beqneniNte Teilzahlnng HERREN» DAM E N* Anzüge, Cutaways Paletots+ Ulster mit gestreift. 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Dieselbe Ist wochen> tags von vormittags 9 Ehr bis nachmittags 5 Uhr ununterbrochen geöffnet #»<2 I M Da3 fettgedruckte Wort 1,50 M.(zulässig zwei 4SVULV9 vT LH t- I ifls fettgedruckte Worte).— Stellengesuche und Schlafstellenanzeigcn das erste Wort fettgedruckt) I M., jedes weitere Wort 60 Pfennig.— Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen für zwei Worte Tüchtige Helaeich Maurers Privat. Zuschneibeschule. Alcnond«. platz((iingang RSnigsgraben). Tages», Äbenbfurs«. Herren- Damenschneiderei. Wäsche. Putzkurse, Schmllzeichnen. Zu. schneiden. Rähkurle. Schnitt» muller. Fernsprecher; flänig. Itobt 339.___ älavlerschnle, Harmonium, Violinen, Manbolinen. Gitarre, Zitherschule, Ackerstraße 69, Vornholmerltraße 6L Lchön- hamerallee 126. 197!) Gesundbrunnen. Ransinän- nikdie Privatschnle Boleslaus Roslntz, Badstraß« 67, Sum- boldt 223. Äiimeldungen jederzeit. Drucksachen kolten» frei. chAvril neu« Lebraöna». Stenographie, Schreibma- schine 40,—, landmIrtschastL Bnchsllheung 50,—. Holle« Lehr» anflalt. Potsbcmrtfir. Ulla Subolf- Maurer'« Privat! zusdineideschulelCarrd-Squem). Inhaber Alfred Maurer, Fried» rickiltraße 61, gegründet 1871. Herren. undDamen-Schnetberel. Wäsche, Mobenwnstuerlag.' fszsemeulerie llsmeiikoiiselilioii sofort gestiebt Meldungen; 12— 2 Uhr mittags 5—6 Uhr abends Bovt-baue«, perfekter Tisch- ler, zum Zuarbeiten, verlangt Kraze, Lnisenufer 17._ 9-2 6 Butbel"—-i-rln, geübte, im Hause, Themal, Stralauer. ftraße 39. 86 3 Erleichterte Zahlungsbedingungen I Karren-Kleidung / nach Mass fen Vrerbeituag/ Massige Preise 3ulius Fabian, Gr. Frankfurter Str. 37 11 Wir suchen für unsere.Tuttlinger Voll«. zeitung»(Bopfbl.) einen»ach». &. Jandorf& Co der auch die mündliche und sch-tstl. Znserotenprovaganda beherrscht, o;gan>'atorisd> und etwa« rednerisch verainagt ist In-alge Wobnungsnot tomutt nur ein Lediger in Frage. Eintritt sofort 188/1 Offerten an die.PaUssttnimr' in� Schwenningen o. 71. Geübte von H. 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Wicklungen und Zranssvr. matvre». llmschaltnna sichern. Ostertsn unter F. O. 9293 durch Palais cler Ertelfrickstatlt Friedrichstr., Eing.Besselsfr.22 der tonangebende Ball- Betrieb Tägl. der 4-Dhr-GeselIsehaftstee der eleg. Veit Tanz— Tanz-Vorführungen u. a. Mottl u. Will Meisel Ballett Erna Offeney— Qeschw. Schön—• Lucette Mellin Eintritt frei! B a 1 1 o r c h e s t e r Boesing mit O r i gl n a 1« J a z z« B a n d Abends 7% Uhr: Während der Tanzpausen das sensationelle Aprii- Program m Slx Stellas, Jnes van Bree, Ernst Wilhelm, Grete Berger, Malmsten-Truppe „Ballett WicMlielie Phantasien" 0"°"T.;E Kens Qerartl Mne SZuberungsaktion des Geiftltales ist plamnäßig durchgrfsthrt werden. i ffirne Abteilung der Schutzpolizei stellt« die kommunistischen 2and«n bei Beesenstedt. Di« Band« hatte vorher die GeqenÄ von Wettm, Konnern. Naundorf, Löbejün und Alsleben unsicher gemacht. Die Schutzpolizei hott« dabei keine Verluste, der Gegner dagegen IL Tote ,1110 eine entsprechend« Anzabl Verwundeter. Noch Aussogen der Gefangenen sollen die Führer der Redakteur Schneider- Mansseld und Max chölz gewesen sein. Sie werden verfolgt. DteLageimnieüersihlefischenInüustriegebiet Man schreibt uns: Wenn der Wahnsinn Triu»phe feiert, dürfen auch die Aonurnmisten sin Niederfchlestschea Industrierevier nicht zurückstehen, obwohl ihnen bekannt sein muß. daß sie über keine nennenswerte Anhänger zahl verfügen. Bei den preußischen Landings- woAen erzielten dieKonununisten ganze 6(O0 Stimmen gegen 4Se Menge in der Größe einer Haselnuß verpackt und zur Untersuchung einem Chemiker übergeben werden sollte, explodierte der Sprengstoff und richtet« in dem Bureau Zerstörungen an. Die Ergebniste der Haussuchungen haben gezeigt, daß es sich zum mindesten um die Vorbereitung von Sprengungen handelt. Am Donnerstag vormittag haben weitere H a u s s u ch- u n g e n stattgesunden, über deren Ergebnisse noch kein« Nachrichten vorliegen. Zur Sicherung der Durchführung der Maßnahmen der Behörden ist von Breslau eine halb« Hundertschost Sicher- h e i t s p.v l i z e i eingetroffen. Im Revier selbst herrscht v ö l l i g e R u h e. Die Kommunisten haben bisher keinerlei Parole ausgegeben. Die Bezirksleitung des Ber.garbeiteroerbandes warnt die Belegschaften der Gruben, den absichtlich ausgestreuten Gerüchten über den General- streik im Ruhrrevier Glauben zu schenken. Gefängnisurteil gegen Thomas. Bor dem„Volksgeiicht" in München wurde am Freitag gegen den kommunistischen NeichSIagSabgrordneten Wendelin Thomas »Dirne die kommunistischen Parteimitglieder BautcÄniker D res sei und Oberrealschüler(!) W a g e n e r verhandelt� Alle drei waren angeklagt, in einer Sommunistendersammlung am St. März zum gewaltsamen Umsturz, Generalstreik und Hochverrat aufgefordert zu haben. Thomas bestritt, daß er zum Generalstreik aufgefordert habe, weil er der Ansicht sei. daß mit dem Generalstreik als einem rsjin negativen Mittel dem Proletariat nicht geholfen werden tonne. TaS Urteil lautete gegen Thomas und D r e f f« l auf fe zwei Zahre GefSngul«, gegen LS a g e n e r auf ein Zahr Ge- fängni». Di« Gewährung einer Bewährungsfrist wurde versagt. Gegen da? Urteil gibt eS keine Berufung. Bezüglich d«S ReichStagSabgeordneten Thomas ist die Rechts- läge die, daß trotz der Sbgeordneten-Immnnität gegen ihn verhandelt werden konnte, weil er auf frischer Tat verhastet wurde. Der Reichstag ist berechtigt, die Unterbrechung de« Slrgf- Vollzuges während der Sitzungsperiode zu verlangen. Hierzu ist jedoch ein besonderer Beschlutz nötig. Gr hat's vergessen! Herr Hussong unter Anklage. ißor einigen Togen wiesen wir auf einen schamlosen Ar- tikel des Herrn Hussong im„Tag" hin, der in unglaublicher Weise die Sicherheitspolizei gegen die preußische Regierung mit der Behauptung aufzuputschen suchte, an den blutigen Verlusten der Schutzpolizei in Mitteldeutschland seien nur M i- nifterSevertng und Oberpräsideni Hörsing schuld, di? der Schutzpolizei i n d e n R ü ck e n f i e l e n, sie im Stiche liegen usw. Wegen dieses Artikels ist nun die betreffende Nummer des„Tag" beschlagnahmt, gegen Herrn Hussong ein Strasoerfahren eingeleitet wordeit. Die natür- liche Folge sind Entrüstungsartitel der rechtsstehe>td«n Presse, selbstredend«in Artikel des Herrn Hussong voran. In diesem zweiten Artikel hat Herr Hussong total vergessen, was er un ersten geschrieben hat, er sucht seine früheren Ausführungen als gänzlich barmlos hinzustellen, wobei er allerdings sorgfältig vermeidet, etwas aus dem ersten Artikel zu zitieren. Da» Publikum vergißt ja so rasch! Weiter stellt Herr Hussong die seltsame Behauptung auf — und die„Deutsche Tageszeitung" plappert sie ihm nach «r sei wegen„Anfeindung der Regierung" unter Anklage ge« stellt worden, wodurch die Sache ins lächerlich« gezogen wer- den soll, da es ein solches Delikt nicht gibt. In Wirklichkeit steht Herr Hussong wegen ganzrealerDinge unter An- klage. Es bandest fich. wie die Den« erfährt, um Vergehen gegen die§§ 130 und 131 des Strafgesetzbuches(Verächtlich- machung von Stoatseinrichtungen und Anordnungen der Be- Hörden), ferner um Vergehen gegen die Beleidigungspora- graphen 185, 186, 187 sowie auch gegen§ 190(Beleidigung gegen eine Behörde in der Ausübung ihres Berufs). Die Be- schlagnahme der Zeitung war gerechtfertigt nach§ 98 der Strafprozeßordnung(Gefahr in Verzug). Die„Harmlosigkeu" der Husiongschen Ausführungen kann man ersehen, wenn man Nest, was wir am 31, März bereits daraus zitiert haben. Ergänzend wollen wir heute noch fol- gendo Krajtstellen des Artikels nachtragen: Au» Nelallchen and feigeu Berechnungen engherzigen nnd eng- hirnigen parteibndikertums haben die Hörsing und Severing !Ve Sipo weit über Ilotwendigkeik und Gebühr dem Mordmohnfina cines verbrecherischen Gesindel» avsgesetzk... Herr Hörsing in seiner erbärmlichen winselnden Entschuldigung»- ertlörung... Nur das entschlossen« Ausharren der Sipo hat uns bis jetzt vor katastrophalen Folgen der Selbstmörder» Politik der Hörsing und Severing bewahrt. Um so dringlicher wird die Forderung, dies« brave Pollzeltruppe nicht weiterhin feige im Stich zu lasten... Die Sipo hat sich in schweren Kämpfen«in Recht auf das Bewußtsein erkämpft, daß hinter ihr nicht dl« fahucn- flüchtige Angst«in« Mißgebilde» von Regierung steht usw. usw. Herr Hustong besitzt die naive Dreistigkeit zu beisaupten. daß unter dem„fluchbeladenen asten System" wegen solcher Dinge niemandem ein Haar gekrümmt worden wäre. Wir wollen ihm vsrraien und können es mit tausend Beispielen belegen, daß unter dem asten System ein sozialdemokratisch« Redakteur nur den zehnten Teil des Borstehenden zu schreiben brauchte, um für einige Jahre nicht aus dem Ge- sangnis herauszukommen. Galgenpatrioten. Nationale Gier«ach deutschem Blut. Immer blutrünstiger werden die Rachedwhungen, in denen die deutschnationale Press« gegenüber dem Konmmnistenputsch schwelgt. Jetzt hat sie ein neues Msttel gefunden: sie will den Galgen ,n Deutschland wiederaufrichte n! Und dieser Gedanke wird nicht mir vereinzest ausgesprochen, So schreibt in der„Deutschen Zei- tung" der„Kgl. Landrat" v. Hertzberg: Für den inneren Feind aber gist dos Wort: Die Obrigkeit trägt dos Schwert nicht umsonst! Verbrecher am deutschen Volk« verdienen nicht die ehrlich« Kugel, verdienen nicht da» Schwert, son- dern allein den Strick! Wir wollen nichts mehr hören von Räch- geben, von Verhandeln, wie«s der Oberprästdent Hörsing tut. Wir verlangen Härte und rücksichtsloses Zugreife», selbst wenn dabei mißleitetes deuksche» Blut fließt! So ein Deutsch., nationaler", dem deutsches Blut angeblich das höchste ist! Ganz verwandte Gedanken äußert in der„Mecklenburg»- fchen Wartender auch sonst dein Junker v. Hertzberg gsistes- verwandte Talmijunker v. Gräfe-Goldebee. Er schreibt: Nun sollen Sondergericht« schleunigst die Gefangenen ab- urteilen. Dem sehen diese seelenruhig entgegen. Wenn in einem einzigen Aufruhrnest die Mordbreouer au Ort und Stelle stunk und svnders süsMert würden, märe der ganz« Spuk zu Ende. Aber vor diesem couragierten Entschluß haben eben unsere roten Agenten zuviel Angst. Während des Krieges nahm«in« Zeit lang an der Düna die Spionage erschreckeich zu. Wurden diese Landes- «inwohner gefaßt, so wurden sie noch Miiau eingeliefert und bis- weilen, aber nicht immer, auf stillem Gefängnishos hingerichtet. Das drang nicht in die Oeffentlichteit und machte keinen Eindruck. Da ließ General Morgen am hohen Düna-User Galgen errichte», nnd die Spion« Höngen. Das wirkte sofort. Dieser Morgen besaß eben Verantwortungsgefühl und hatte keine Angst vor der eigenen Courage. Für Herrn v. Gräfe ist es sehr charakteristisch, daß er dem Oberpräsidenten Hörsing kurz vor der zitierten Stelle angeb- liche Verstöße gegen die Gesetze in der bittersten Weise vorgeworfen und sogar die Behauptung aufgestellt hat. daß Hörsing wegen gesetzlicher Verstöße für alle Aufruhrschäden ersatzpflichtig gemacht werden müste. Galgen und Massenerschteßungen hätten zwar nicht die gering st e gesetzliche Grundlage — aber wenn es sich um Befriedigung ihrer sadistischen In- stinkt« handelt, pfeifen die HerrenJunker aus die Gesetze! die lange Gant. Dem Escherich-Organ, der Telegraphen-llnitm, wird von amtlicher bayerischer Sette mitgeteilt, daß die bayerische Regierung zu dem neuerlichen Schreiben der Reichsregierung in der Entwaffnungssrage Stellung nehmen werde, sobald die Kabinettsmitglieder wieder, voll- zählig in München sein werden.— Man mag das wohl fem? Mitschuldig am Aufstand. „Temps",„Times" und dergleichen Hetzblätter stellen den Kommunistenaufstand als deutsche Mache zur Vereitlung der Entwaffnung hin. Zwei neutrale Blätter.„A.B. E." in Madrid ur»d.�andelstidningen" in Göteborg antworten mit dem Nachweis, daß Frankreichs und Englands Poli- tik seit dem Waffenstillstand erst den Boden für die Putschisten aller Richtungen in Deutschland bereitet hat. Die Uheinzollinie. pari». 1. April.(MTV.) Die votschasterkonferenz be- schästlgte sich heule vormittag mit der Frag« der Errichtung einer Zollgrmzr im Rheinlande gemäß der Entscheidung der Londoner Konferenz. Die anwesenden Ob«kommisiare in den Rheinland««, Tirard für Frankreich und Robertson für England, wurden beaustragt. mit Sochverflöndigen und zwar für ä tollen del Abardesia and für Belgien varou de Gestier d'hestory bis morgen vormittag unter Verücksichttgung der von einige» Staaten gemach- ten Einwände zu nnterbretlen. Antwort an Lsucheur. Zu der Rede von Louchenr am 30. März 19Z1 wird von zuständiger Seite durch WTB. mitgeteilt: Es ist richtig, daß die srnnzösischc Regierung durch Herrn Loucheur bereits Ende Juli 1919 die sofortige Lieferung von Bau- Materialien(Fensterglas, 30 Millionen Ziegelsteine, 80 Millionen Dachziegel, 30 000 Tonnen Zement und Kalt) verlangt hat. Trog der damit verbundenen Gefährdung des Inlandsbedarfes erklörce sich die deutsche Regierung zur Lieferung bereit und bat um Mit- teilung. an welche Stellen die Lieferung erfolgen sollte. Eine Ant- wort aus dieses Angebot ist nie erfolgt. Wie Herr Loucheur zu der Feststellung gelangt ist. daß Frank- reich für 8 Milliarden Mark Sochlieserungen angefordert und Deutschland nur für 4 Millionen Mark geliefert habe, lößt sich bei dem Fehlen näherer Angaben nicht nachprüfen. Tatfache ist. daß bis Ende Februar 1921 die deutsche Aufbouvertretnng in Paris der Reparationekommisiion Angebote aus die non der Entente über- reichten Lnfvrderungsllsten M Höbe von 7,3 Milliarden Mark gemacht hat. Endgültig bestellt hat die Reparatümskommisiloa bisher nur in Höh« von 0,25 Milliarden Mark. Luch bei den Baustosten ist die französische Regierung mit ihren Anforderungen allgemein hinter den deutschen Lieferungsangeboten zurückgeblieben. Es wurden angeboten angefordert im Wert von im Wert von Millionen Mark Millionen Mark Zement für Schachtbouten,,.. 7L 1.1 Teerdachpapp«........ 5,2 5,2 Doppelfalzziegel........ 16,8 14,9 Fensterglas......... 220,— nichts Unzutreffend ist die Behaauptung. daß Deutschland nicht annehmbar« Preis« für di« Gutschrift aus Reparation Skonto ver- langt habe. Die deutschen Angebote habe» fich stets erheblich unter dem deutschen Außenhandelspreis gehalten. Bei Holz hat die Reparationskommission Lieferungen zu Preisen gefordert. die weit unier dem Inland« preise liegen. Trotzdem hat sich die deutsche Regierung zu dem Versuch bereit erklärt, durch all- gemeine Ausschreibungen Holz zu den von der Reparativnskvm- Mission festgesetzten niedrigen Preisen zu erhalten, Tanktionc» gegen fich selbst? Prag. 1. April.(WTB.) Das„Prager Tagblatt" schreibt zu den Erklärungen Minister Dr. Benesch' bezüglich der eventuellen Teilnahme an wirtschaftlichen„Sanktionen": Wer sich in den wirk- schasilichen Berka ltnissen unserer Republik nur einigermaßen aus« kennt, muß der Regierung dringend nahelegen, die Strafzölle gegen Deutschland ohne lange Ueberlegung abzulehnen. Derartige Zölle von 80 Proz. würden nur bedeuten, daß der tschechische Kon- sumenl einen Teil der deutsche.» Kriegsentschädigung an die Entente zu bezahlen hätte. Die deutsch« Einsuhr»st für uns unentbehrlich und unersetzbar. Unsere größte Industrie, die Textilindustrie, be- findet sich in einer schweren Absatzkrise, weil ihr durch unsere Außen- Politik der große ungarische Wsatz ganz und der österreichische Wsotz nahezu ganz verschlofle» ist. Unser Staat hat also angesichts der zunehmenden Arbeiterentlasiungen ein dringendes Interesse daran, sich mit den größten Abnehmern seiner Ausfuhr nicht endgültig zu verfeinden. Glück im Unglück. Paris, l. April.(TU.) Die Reparation skommisiion hat he- schlössen, vom 13. April an ihre österreichisch« Sektion in Wien mit Rücksicht auf die schlechte sinanzielle Lage auszuheben. Ein kleines Bureau wird in Wien beibehalten werden. Viviams öemühungen. Paris 1. April.(WTB.) Einer Washingtoner Meldung der Pariser„Chicyga Tribüne" ist zu entnehmen, daß Vioiani dem Präsidenten H a r d i n g die Meinung einflößen will, es würde eine Ermutigung Deutschlands, sich seinen Verpflichtungen aus dem Friedensvertrag zu entziehen, bedeuten, wenn di« Vereinigten Staaten einen Sonderfrieden mit Deutschland schlösien. Er wird nach derselben Quelle die Ansicht vertreten, daß die Zurück- Ziehung der Deremigten Staaten von den nach dem Krieg« ge» trofsenen Abmachungen vielleicht zum Zusammenbruch Europas und zur weiteren Ausbreitung des Bolschewismus führen rnürdo. Frankreich wolle jede Anregung annehmen, die Harding im Hin- blick auf den Völkerbund etwa geben wolle. Es werde einer Ab- änderung des Völkerbundes zustimmen, wenn die Vereinigten Staaten darauf beständen. Aber es wünsche, daß Amerika Mit- glied irgendeiner internationalen Vereinigung werde, die den Frie- den zu erhalten trachte. Frankreich wünsche allerdings die Struktur des gegenwärtige» Bundes zu erhalten, weil der Friedens- vertrag von Versailles damit verflochten sei. Die falsche flöreffe. Breslau, 1. April.(WTB.) Die„Schlesische Zeitung" meldet: Am Ostermontag warf in M i c ch o w i tz ein Pole«ine Hand- g r a>, a t e zur Beunruhigung und Einschüchterung der Bevölkerung. traf ober ein gerade oorübersahrendes englisches Autv. Auf englische Vknmlassung wurde der Urbeltäter innerhalb 24 Stunden standrechtlich erschossen. Auch ein zweiter folgenschwerer Ansckzlag auf ein Ententeauta hat sich als dos Werk polnischer Bandidaten aufgeklärt. Beide Verbrechen waren aber in der Hetzpresie der Entente dem deutschen Terror zur Lost gelegt worden! Korfantys Parzellierungen auuulliert. Gleiwih, 1. April.(WTB.) Der„Kurjer Stonsti" meldet: Alle durch einzelne Agitatoren aus Verfügung des polnischen Plebiszit- kommisiars vorgenommenen Parzellierungen von Gütern sowie son- stigen Grundstücken sind von dem Oppelner Departement für innere Angelegenheiten bei der IK. anulliert worden. Alle Akten dieser Art sind sofort zu vernichten. Memellanü verkleinert. Riga, 1. April.(CE.) Der Schiedsspruch der GrenzkommWan zur Regelung der lettisch-litauischen Grenzstreitigkeiten spricht Litauen die Ortschaften Polangen mit Umgegend bis zum Swentefluß und Moschatzki zu. Litauische Truppen hoben dieses Gebiet bereits besetzt, bevor diese Entscheidung noch bekannt war. Erste probe. In dem Handel4vertrog mit England verpflichtet fich Moskau, nichts mehr gegen Englands Herrschaft in Borderasien zn unier« nehmen. Nun veröffentlicht der„Manchester Guardian"» der keineswegs mit der unbedingt und bis an? Ende sowjetiemd« lichen Presse auf ein« Stufe zu stellen ist, den Wortlaut der ver» träge der russischen Sowjetregierung mit Perfien und Afghanistan. England wird in keinem der beiden Verllögo mit Namen genannt. ES bestehen aber mehrere Vestimmungeu, di« gegen den Einfluß einer dritten Macht sowohl in Petsien als auch in Afghanistan gerichtet sind. Das Werben um die Parreiloscu. Riga, 1. April.2. Mäiz 1321 eine längere Ver» fügung. nach der sestgestellt werden soll, welche Arbeitnehmergruppen aus der Vertrclinig durch die Betriebsräte a u s z u i ch e i d e n und in Zukunsl ihre Vertretung durch die BcamtenauSschüsie wünichen. Wir wollen nicht versäumen, aus die Gesahren hinzuweisen, die den Angestellten durch eine derartige Mastnahme erwachsen. Falls doS APM. veringt, dast die Angestellten in Zukunft durch die Beamten- ausschüsfe vertreten werden, finden die Bestimmungen des Betnebsrätegeieses keine Aiilpcndiing mebr. vor allem geht das Bestreben des RPM. darauf hinaus, die Tätigkeit der Schlichlnngs- a>i? ich ü sie auf Grund der§§ 84 ff. des Bclriebsrälegefetzes un- möglich zu machen.. Kolleginnen und Kollegen I Auf die Rundfrage deS RPN. und der OPD. tonn es nur eine Antworr geben.' Ablehnung der Ver- treiung durch die Beamlenausichüsfe-i Beweist der Behörde, dast Khr nickt gewillt teid. Euch die Rechte aus dem BRG. ohne weiteres nehmen zulassen, sorgt dafür, dast bei den bevorstehenden Betriebsrats- Wahlen überall fretgewerkschaftliche Listen gewählt werden. Zum Streik in den Vornaer vraunkohlenwerken. Der Arbeit- gebe.oerband der Bornaer Braunkohlenwerk« und der Grimmaer Braunkohlenwerke erllären, dast sämtliche Lolcgfchoftsmitglieder, die spätestens am Freitag, den 1. April, die Arbeit nicht wieder aufze- nommen haben, gemäß§ 108 Abf. 1 Ziffer 3 des allgemeinen Werk- gesttzss für den Freistaat Sachsen vom 31. August 1910 als e n t- lassen zu gelten haben. Deutscher BerlehesKititd. Abtcilun�sleituiigzmitglieder, Betriebsrate, Funk. tionäre und Betricbsuertrauensleute sämtlicher Tienststellcn vom OV?.-Bezirk Berlin! Montag, i> Uhr. Boscnthaler Hof, Berlin N.. Roscnthaler Etr. U/tZ, Sitzung. Ohne Mitgliedsbuch und Ausweis kein Einiah! Angestclltcnvcrband de» Buchhandel», Buch- und Zeitunqsgewcrbe». Sektion Bahnhofsduchhandel! Versammlung der Angestellten der Firmen � Keorq Stilke und Bereinigte deutsche.giazl- und Berliner Trinkhgl>en»z Uhr in den„Prgchtsälcn Alt-Berlin", Blumenstr. 10. Bericht Uber die Verhandlungen vor dem Schlichlungsausschuh. Soziales. Gleichberechkigung der unehelichen Mutter i Wieder war es die Stellungnahme der. Reichs�, Post- Und Tele-' graphendcamiinnenorganifotlön„gegen die' Belaffuiig außerehelicher Mütter im Dienst", welche bei der Abstimmung im Reichstag über diese Frage eine Stütze zur Berufung auf einen ungerechten, rück- schrittlichen Standpunkt gab. Der Antrag der Sozialdemo- k r a t e n:„Die Reichsregierung, zu ersuchen, die ousnahmerechtlich? Behandlung der weiblichen Vsst- und Telegraphenbeamten und -angestellten, die in der Entlassung der unehelichen Mutter ihren Ausdruck findet, auszuheben," wurde mit 137 gegen 136 Stimmen abgelehnt. Da Frau Neuhouz(Zentr.) den Standpunkt der sozialdemo- kroiischen Frauen nicht zu teilen vermocht«, hat ihre Stimme den Ausschlag dosür gegeben, daß man auch ferner, mit dem Kopf im Sande, den Mord im Mutterleib« sittlich und gut heißt. Denn„kein Kind zur Welt bringen" heißt ja noch lange nicht, nicht Mutter ge- worden seinl Di« Mutterschaft wird als die höchste Würde der Frau bezeichnet. Sie ist es, und deshalb ist die Mutterschaft einer un- verheirateten Frau fauch wenn diese Staatsbeamtin ist) ein« ebenso hohe Würde als die der legitim verheirateten t Im übrigen ist es gerade von Männern ganz besonders groufain, sich gegen die Belastung außerehelicher Mütter im Dienst auszusprechen, da ohne die Männerw-lt keine Beamtin und kein anderes weibliches Wesen außerehelich Mutder werden würde. Viele Männer könnten sieh daher mit gutem Recht selbst als„Gefallene" bezeichnen! Ihnen aber erwächst aus der außerehelichen Darerschoii kein dienstlicher Nachteil. Damit sie auch materiell nicht geschädigt werden, erhalten sie auch für uneheliche Kinder die Kinderzu- lege. Doch, wenn zwei dasselbe tun, so ist es nicht dasselbe... Die Gleichberechtigung der außekehelichen Mutter ist unerläßliche Notwendigkeit zur Erreichung einer höheren, reineren Sittlichkeits- stuf« und zur Voltshngiens, auch wenn man alle menschlichen und gefühlsmäßigen Gründe außer acht lassen wollte � E? gilt also noch viel Kampf! Wohlan! I l t IrS ch ü tz e. Tagung der Lungen- und Tuberkulosekranken. Der Verband der Lungen- und Tuberkulosekranken sckickt uns einen Auiruf. in dem eS heißt: Wir beabsichtigen eine K o n i e r e u z einzuberufen, die am 16. April tagt und von Delegierten der- jenigen Heilstätten beschickt werden muß, in der doS Schub« und Kleidergeld abaezogen wurde, um dies« Angelegenheit ge- mein'ain regeln zu können.— Außerdem teilen wir mit. daß die Zeitung.Sonnenlicht" nicht Srgan des Verbandes ist. Der Ver- band gibt in kürzester Zeit eine V e r b an d s z« i t u n g heraus. Damit die Zeitung in die Hände aller Leidensgenosien gelangt, müsien uns die Adressen mitgeteilt werden. Alle Mit- teilungen und Anfragen sind zu richten an den Vorsitzenden des Verbandes Paul Hennig. Berlin XW 87, Wiclefitr. 86, II. Ralionalisieruug der Arbeit. Im 2. chest der Schriften des Landesarbeits- und Berussamtes der Rhuinprovivz entwirft der Direktor des Amtes Profestor Dr. K. Kumpmann den Organstationsplan für ein Zentral- institm für Arbeitssorfchung. Kumpmann geht von der Ansicht aus, daß die Organisation der Arbeit mit eine der wichtigsten Voraus- fctzunaen für den Wiederaufbau unserer Wirtschast ist. Er sogt! „Bewirtschaftet wird heute der Grund und. Boden, bewinschaftet werden die Waren aller Art.... Eine planmäßige wirischastliche Verwertung der Arbeit der Jugendlichen wie der Erwachsenen, der Männer und Frauen, der Hand- und Kopfarbeiter ist noch Zutunfts- sorderung. Dies« Pian'osiakeit bedeutet Ber'chwenbung von Kräften und Mitteln...." Die Bewirtschaftung der Arbeit müsse sich nach drei Richtungen hin erstrecken, deren ein« die Taruss- bcratung, Lrbeirsrermit'lung, Arbeit'befchaffung und Arbeitslo'en- Versilberung umfaßt, während die andere die Ausgabe habe, die funktionierende Arbeil zu erforschen und diese Forschung für die Allgemeinheit nutzbar zu machen. Das aber sei Sacke des zu er- richtenden Zentralinstituts für Arbeitsiorschung. 2m solgenden werden dann Aufhyu und Zwackbesiimmung des Instituts des nähe- ren umrissen.. Djistätze 7- unseres Genosten Abg..Richo'h W 0 l d t, des oko�ewischsn Leiters des rheinischen Landesderusramres Dr, I. Weber und des Prof. Dr. I. Müller ergänzen die Materie. Erfreulich'ist's«, daß in der Schrift stark betont wirdj daß die zweckmäßigste Ausnutzung der menschlicken Arbeit zwar irrt Vordergründe der Forschungsarbeil stelen müsse, daß aber hierbei di- Pjncholoqie des Arbeiters, seine Lust- und Untustgeiüh'e, sowie die hngienischen, sazialvolitischen und lebenerhaltenden. Momente weit- acbendst zu berücksichtigen sind. Damit stellen die Autoren sich in bewußte!« Geqeosatz zum Taylorsystem, und wir glauben, daß diel« ' Art voy Rationalisierung der Arbeit gesünder und trogträitiger ist als die amerikanische. Alles in allem verdient der Gedanke ernste Beachtung. Zwar ist für vage Erperimente kein Raum i» unterer dani-ederliegenil-n Wii.ichast. wenn es sich aber wie hier um einen Aeriuch handelt, dessen Wert sür alle Teile außer Frage steht, dann dürfen auch die notwendigen Mittel nicht gescheut werden, zumal wenn sie den Etat nicht übermäßig belasten und in gm« Hände geraten. Kumpmonn schlägt als Sitz des Instituts Düsseldorf, den ! Standort des Landesarbeits- und Beruksamts der Rheinprovinz. ! vor. indem er darauf hinweist, daß Düsseldorf zentral zwischen dem � niederrheinischen und dem rheinisch-westsälischen Industriezentrum. also im Beobachtungsreich des größten und bedeutendsten Teils d-r deutschen Indiistrie liegt. Wir glauben diese Forderung noch durch den Hinweis unterstutzen zu dürien. daß Düsseldorf nun auch dos Schicksal der besetzten Gebiete teilt und daß es Ehrenpflicht des deutschen Volkes ist, imkeren Volksgenossen im Rheinland zu zeigen. daß wir sie nicht vergessen und daß sie mitwirkend und mitrotend teilhaben sollen an unserm Leben. Lebensversicherung oder Angeftellkenversicherung? Der Berliner Ortsausschuß der Vertrauensmänner für di« A n g e st e ll t« n v e r s i ch c r u n g hat in seiner Haupwer- saimnlung am 21. März 1921 zu den bedauerlicherweise jetzt vi« jach beobachteten Auswüchsen in dar Propaganda der Leben?. Versicherungsgesellschaften Stellung genommen, die die Angestellten veranlassen wollen, einen Lebensversicherungsvcrtrag abzuschließen, um sich auf Grund einer bevorstehenden Novell« zum Versicherungspstetz sür Angestellte von der eigenen Beitragsleistung befreien zu losten. Es ist einstimmig folgende Entschließung gefaßt worden: „Die Houptversaurmluna des Ortsausschusses verwirst di« von einzelnen Bersicherungsgzsellschaften anläßlich der bevorstehenden Er- Weiterung der Versicherungspslicht und Erhöhung der Bei- tragsklasien getriebene Agitation, soweit sie Vorschläge bereits als feststehende Tatsachen und zurückgezoacne Anregungen weiter verwendet. Leistungen tendenziös gssstnüberstellt und andere verschweigt. Do die Novelle sich noch in den ersten Stadien der Vorbereitung befindet, ihr« Bestimmungen durchaus unsicher sind, also di« von den betreffenden Gesellschosten gegebenen Grundlagen bisher noch gar nicht in Frage kommen, werden die Angestellten vor dem übereilten Abschluß einer Lebensversicherung mit dem Zwecke de r späteren Befreiung von der eigenen Bei- trogsleistung im eigenen Interesse dringend gewarnt. Es wird empfohlen, vor dem Abschluß Rat bei der Geschäftsstelle des Ortsausschusses, Berlin W. 8. Taubanftr. 33 II(«vrechstunden: Mon'ag, Mittwoch, Donnerstag, Sonnabend von 10— 12 Uhr, Dienstag und Freitag von 4— 6 Uhr) einzuholen." Briefkasten öer Redaktion. Briefliche Anskunf« irird Bich' erteilt.— Jeder für den Brief» tasten bestimmte» Anfrage füg! man»inen Buchstaben und eine Ziummer bei. Eilige Anfragen trage man in der Juristischen Sprechstunde, Linbenstr. tz, l. Hos pari. link», vor. Schriftstück« und Berträge sind mitzubringen. A. Z. Solche Anstalten find private Unternehmungen, darum empfeblen mir keine bestimmte. Sehen Sie in den{Zeitungen die llnterrichtsanzeigen nach.— A. 9. 15». Sie Berliner Organisation ist ein Seil derjenigen für Grotz. Berlin.— Sch. 10». 1. Deputation für da» Schulwesen, im Rathau». 2. Die„nächsten" find: Große Hamburger Str. 15.1», Branden burgftr. tzt. Lange Siraße 76.— B. 50. Die allgemeinen Hospitäler der Stadt Berlin ein Berlin und Buch) nedmen dedürstiae Siech« ohne Zadlung auf. Die Altersheime aus Sliftungen fordern meist einmalige Einzahlung eine» größeren Betrages. Berantw für den redatt. Teil Dr. Werner Beifer, Eharlotlenburg: für Anzeigen: Tb. Glocke. Berlin. Verlag: Bormärts-Berlag G. m. b. H.. Berlin. Druck: Bor» «flirtb-Vuchbruckerej u. Verlagsanital! Bnul Singer u. Co.. Berlin. LiNdc'istr. z. '■_ virrsn i Beilage__ von \ füglich bei rheumatischen Erkrankungen Zu•" In �en Anot�ek�n WM WiMbM!«« Am Sonnta, den Z. April lSZl, vormittag» 10 Uhr, findet bei Boeicr, Mrberstr. 17, eine Versammlung oller in den Tiesbaudeirieben veschAftiglea statt. Tagesordnung:„Unfcrc Lohnbewegung". Werlo Kollege» l In Anbetracht der wichtigen Tageoordnung ist es Pflichi eine» jeden Tiefbauarbeiter», m dieser Ver- sammlung zu erscheine». dIB. Die in den Ticfbaubetrieben beschäftigten Maschinisten und Heizer sowie Schlosser und Schmiede müssen auch an. wesend sein. Die Berriebsräte, Baudclegierten und Lertrauensleute treffen sich unt 9 Uhr bei Boeter. 143,20 Da» Xief6au(arf«n. I. A.; Karl Tornow am Krummen Sc«, E.G.m.b.H. Zeesen. ffiiiladang zur Generalversammluag am Mittwoch, 20. April d. A., abend» 6>„ Uhr, im Zieltaurant.tiünsllerhewr-, verlia-Zreptoui. Pleiienstr. S, Eck« Erdetzstr. Di« Tagos.ordnung lautet: Wissen Sie schon? fierreiianzüge'»-u«» ersaen von«. 325.- Gute haltbare Stoffe.. per Meter w„ SV— Gestreifte Hoslo......« � 74.— an S'dts bei»sErm�nn«ettinsnn ��üaueomtstS'Vori/alit, auUerM Berlin N 37 g'jnsllgck Kaufftelegenli-It Met Ter Str. 5 Stn iner Vc kau Ton— 7 Ui-ir__ Hof i Treppe Zähne und Bilanz und der Barschläge zur Deckung de» Ber- luitco\ Vorlegung u. Gene hm i- gung von Zadrearechnung und Bilanz! Brschlußsassung Uder Deckung de» Bcrluste». Z. Wahl »um Borttand. S. Wah! zuin Aufsichtsrat. 4. Wahl von drei Ersatzleuten für den Auffichts- rat. 5. Slotutenänderung: § 80. 6. Berichiedene». Der Br /stand. 165/9 P. Dietrich, imü Hansen. Ko. Jahresreqnung u. Bilanz iännen an jedem Weritag in der Geschäftsstelle in Berlin SO 39, Sraetzstr 27, von 9 Uhr morgs. bis S Uhr abends eingesehen werden. SU Ergtkl. Äusführun�T 5 Jahre _ Garantie. Umarheitung alter i SB Gebisse, Reparaturen sofort. Cold- Kronen. Brücken. Zahnziehen m t! BetäuDunf!, höchst schtnerzlo». Teilzahl. 9-7, Sonnt. 91.' Hetnpel. Dentist, I.iu!cn»«rulie.'.10, nahe Schönh Tor'• NAUMANN Nutzeisen jeder Art r* ■ Rund-, 5?lach-, Quadrat- u. Bandeisen, I Gas-Oiede-Rohre, T-Trägern. v-Eiseu, Z�eldschmieden und Ambosse I sofort ab Lager lieferbar 1 Felix Kohls, BeriioC.2ä. Dlrchsenstr. 12, > Moridvla» 12072. Eck» Boltatrestiaß«. Moritzpia« 12075. j Vsrtzrster: Lruil Haldarth SLRDIXIV8. rrisSrlodstraLs bös. Aantmw 10440 AiiBergewiiiiDiieli billiges Angebot! 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