M.7S4 ♦ 5S. Jahrgang Musgade 3 Hr. 76 Bez»s«Hr«t»» RRMfE�ri. 3(V— SR. msnotm— SL ttti bis iposä, octou*»ahldar. Post- hetug: Monatlich ll>,— R. einschl.?«» ftckung»gedi!t>r. Unter itreujldandmr Deutjchland, Dani,lg, da, Saar- und ZKemelgedirt, lonne die ehemal» dent- «hen vediet» Polen,, Oesterreich. Ungarn und Lnremburg 10,— SS. sstr das stbrige Ausland 27.— M. Post- Bestellungen nehme« an vesterrcich. Ungarn. Tichecho- Slowalei. Düne- maxi, Holland, Luxemburg, Schweden und die Schwee Der �LorwLrt� mU der Sonntag»- »age.Polt und Feit", der Uut«- t;"ialtnnz»deilage �»imwelt- und der zll'>.iiaa!.Siedlung und Kleingarten' erichernt wochentdglich zweimal, San» tag» und ZSontag» einmal, Pelegramm- Adreffr Abend-Ausgabe Telegramm«Ao Jfejla&cmofcat Verlrnev Volksblstt (�20 Pfennig� Anzeigen»?«»: Sie achtgei valten, Zlonsaretllszell» kostet dchv M.Nlet», Nazeiger»- da» i»»'gedruckt» Wort 1,50 Ll(zw lliistz zwei lettgedruckt» Worte», leb« weiter» Wo« L- 31 Stellen geioch, und Schlalttellenanzetge« da, erste Wort i�- M. lebe« weiter» Dort W Pfg. Dort» über ld Buchstade» zähle» jitr zwei Dorr, ffamtiien-«»- zeigen stir AbonnrlUen keil» i.~ M. ®U Preise oerstehen s.ch etnschlieglich Teusrnngs.mlchlag. Snzetgen Mr die nächste Zimnm«? m listen bis» Ahr nachmittag» im Hauptgeschäft. Berlin SB SS. Linden- stacht S. abgegeben werden gle öffnet »Ml S Uhr früh bi» 5 Uhr abends. 2entralorgan äer fosialäemokratifcken Partei Veutfchlanäs Ueüaktion unö Expeöltioa: SV) 68, Linücnstr. Z girrnsprrcher: Am» Morttzplatz, Ar.!SIV0— ZSlS? Das Ergebnis von /lmsteröam. Amflerda«. 2. AprN.(Eig. Vrahwerschi d».vonoffrt,-) Der llnterausschuh der Zroelkcn Interoattonale tagte vonoer»lag abend und Freitag vormittag zur Redigierung einer Kundgebung der Amsterdamer Konferenz über die Reparationeta Es standen«iu- ander zivel Texte gegenüber,«in deutscher und ein belgischer, die flch im wesentlichen ähnelten. Die Einigung wurde reibungslos er- zielt, wobei zumeist die deutsche Fastung angenommen wurde. Die Plenarsitzung genehmigte de» Eutwurf debatkelos, darauf wurde die Konferenz g e s ch l o s s e ta Inzwischen war von der Gewerkschastsexekutive die Einladung an die Exekutiven zu gemeinsamer Aussprach« auf Freitag 4 Uhr ergangen. Von der Zweiten wurde die Einladmig selbstverständlich angenommen und ihre Exekutiv« erschien pünktlich, während Zweieinhalb zuerst gar nicht geantwortet hatte. Es erfolgte zunächst eine Aussprache zwischen der Zweiten Inter- nationale und den Gewerkschaften in Erwartung von Zweieinhalb. Diese erschien sodann gegen sechs Uhr, darunter Ledebour, sie ver- langte ausschließlich ein« Aussprache mit der Gewerkschaftsexekutiv«, lehnte jedoch, entsprechend ihrem Wiener Beschluß, eine gemeinsame Tagung zu dritt ab. Dieser Antrag wurde von den Gewerkschaftlern glatt zurückgewiesen. Inzwischen war es 7 Uhr geworden. Nachdem irrei Stunden verloren gegangen waren und die Bereitwilligkeit zur Z�lfammenfastung aller internationalen Kräfte zur Lösung des Problems genügend bewiesen war, verabschiedete sich das Exetutio- komitee der Zweiten Internationale. Namentlich die Engländer chenderson, Tom Shaw und Macdonald, die wegen des britischen Großftreiks rasch heimkehren mußten, mochten aus ihrer Empörung über das engstirnige verhalle» der Ledebour und Genosten kein Hehl. Bei der Aueeinandersetzung zwischen den Gewerlschaften und Zweieinhalb hatte der Borsitzend« der internationalen Gewerkschofts- exekutive ironisch festgestellt, daß er zugleich Schatzmeister der Exe tu- tioe der Zweiten Internationale sei und daß die Zweieinhalber offen- bar daraus brannten, mit ihm in seiner ersten Eigenschaft zusammen- zutreffen, ihn jedoch in seiner zweiten Eigenschaft boykottierten. i Die flmfteröamer Entschließung. Entschließung der Zweiten Internationole hat folgenden Wortftiut: Die Konferenz des Exekutivkomitees der Internationale und der parlamentarischen Fraktionen der beteiligten Länder ist infolge de« Scheiterns der Londoner Verhandlungen und seiner Folgen zusam» mengetreten. Sie nimmt Kenntnis von der Erklärung der deutschen Vertreter, daß sie in Uebereinstimmung mit den Beschlüsten des In- ternationalen Kongresses von Genf bereit sind, die Verantwortung für alle berechtigten Reparationsforderungen� zu übernehmen. Die Sozialisten der alliierten Länder erkennen an,' daß diese Reparaiioaspslicht begrenzt wird durch die Leistungsfähigkeit des deutschen Volkes. Sie darf nicht dahin führen, daß das Land vernichtet, sein wirtschaftlicher, politischer und moralischer Wiederaufbau unmöglich gemocht und seine Arbeiterklasse zu wirtschaftlicher Sklaverei verurteilt wird. Um- fang, Art und Weise der Entschädigung müsten durch D e r e i n- b a r u n g der Beteiligten sestgeftellt werden. Zwangsmaßnahmen würden niemals zu einem befrieoigenden Ergebnis führen. Anstatt die Sache der Reparation zu fördern, verlängert die Aufbietung mili- tärischer Gewalt nur die Periode der Unsicherheit und ermöglicht es der Reaktion und dem Kapitalismus, neue Kräfte zu sammeln, den WHost unter den Völkern neu zu entfachen und Europa in neue Aden- teiz'er zu oerwickeln. Die Konjerenz stellt fest, daß oos Scheitern dch( Verhandlungen in London da» werk der kapilaNstlschen Mächte Ist, die es ebenso wenig vermögen, den Frieden zu sichern, wie sie es vermochten, den Krieg zu verhindern. Sie erklärt, daß im Gegensatz hierzu auf der von den internationalen Arbeiter- kongresten. festgelegten Grundlage eine praktische Lösung gesucht werden muß, die geeignet ist, wieder normale Zustände herbeizuführen und die materiellen und moralischen Folgen des Krieges zu beseitigen. Die Arbeiterklasse ist durch ihre nicht von kapitalisti- schen Interestcn beeinflußten, nicht chauvinistischen, sondern inter- nationalen Anschauungen dazu berufen, mit aller Kraft die Ver- Handlungen in fruchtbarere Bahnen zu lenken, insbesondere unter Anwendung des schiedsgerichtlichen Verfahren» bei Fragen, über die eine Uebereinstimmung sich nicht ermöglichen ließ. Die Konferenz beschließt mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln w.'f die Annahme ihrer Beschlüsse durch die Regierungen hinzuwirken. Die Konferenz' hat die konkreten Bedingungen einer gerechten Mevaration einer Prüfung unterzogen und ist in bezug auf folgende mite zu voller Uebereinstimmung gelangt: glei» I. «in Es ist erforderlich, daß die zerstörten Gebiete so schnell wie möglich den vollen Anteil an der Entscküdigung erhalten, ohne den ibr wirtschaftlicher, politischer und moralischer Wiederaufbau gefährdet würde. Um die erforderlichen Summen auszubringen, müsten Im Laufe der nächsten fünf Jahre eine oder mehrere große internationale Anleihen oboeschlosten und durch 30 Annuitäten verbürgt werden, die Deutsch- land sich zu zahlen verpflichtet. Es liegt im Interesse der alliierten Länder, daß diele große Kceditoperation durch die Mitarbeit aller Nationen ermöglicht und erleichtert wird. Di« Konferenz begrüßt es, daß die französischen und die deutschen Bau arbeite« unter Leitung des Internationalen Arbeitsamtes des Völkerbundes in Genf dos Zusammenarbeite« deutscher und französischer Arbeitskräste am Wiederaufbau der zerstörten Gebiete organisieren wollen, um dadurch im besonderen die private Bereicherung kapitalisti- scher Kreise der beteiligten Länder auf Kosten der notleidenden Völker auszuschalten. Die auf der Konferenz vertretenen Parteien ver- pflichten sich, olle Hindernisse aus dem Wege zu räumen, tte der Schaffung großzügiger Wiederaufbaupläne im Weg« stehen. Damit der Wiederaufbau der zerstörten Gebiete sich mit der notwendigen Schnelligkeit vollzieht, muß ein gemischte» System von Sach-, Arbeits- und Geldleistungen angewendet werden. Di« von Deutschland zu vollziehenden Lesttun- gen sind auf Reparation anzurechnen. Die sachlichen Leistungen sind unter Mitwirkung der Gewerkschaften daraufhin zu prüfen, daß sie weder der Arbeiterfchaft des liefernden noch des nehmenden Landes zum Nochiell gereichen. II. Die Konferenz nimmt davon Kenntnis, daß die deutsch« Sozial- demokroti« grundsätzlich bereit ist, die deutschen Leistungen für die Reparation' noch Maßgabe der steigenden wirtschaftlichen Prosperität Deutschlands zu erhöhen. Di« Konserenz spricht die Ansicht aus. daß EnMädigungen, di« über das für den Wiederaufbau de? zer- störten Gebiete Erforderlich« hinauszugehen, so feftge- jetzt werden können, daß dadurch sowohl di« Zahlungen an die alliierten Länder wie die Sicherheit des deutschen Wirtschaftslebens gewährleistet werden. Sie müssen dem jeweiligen Stande der deut- schen Prosperität entsprechen. Zo diesem Zwecke sollte kein« An- strenqung gescheut werden, um die normalen Produttion», und Aus- tauschbedingungen im internationalen verkehr wiederherzustellen. Die deutsch« Regierung sollte sich dann bereit erklär«», ein festes ANnlmum au Jahresrate» zu bezahlen, das der Prosperität des Landes angepaßt wird. Dies« gleitende Skala sollt« nicht allein die Ausfuhrziffern, sondern— m derselben Weise wie gewöhnliche Steuern— die Höh« des Rational- Vermögens und Einkommens berücksichtigen. Di« Konferenz fordert die Organstationen der Arbeiterklasse und die parlamentarischen Fraktionen auf. zu prüfen, wie das nerwrrklicht werden kann. III. Die Konferenz nimmt Kenntnis von dem Streitfall, der zwischen den alliierten Regierungen und der deutschen Regierung entstanden ist in bezug auf l.. den Wert der Vorleistungen, welch« Deutschland gemäß den vestimungen des Bersailler Vertrages bereits abgeliefert hat, und 2. die Beträge, welche Deustchland für di« gesamt« Entschädi- gunq zu bezahlen imstande ist. Sie gibt ihrer Meinung«rlschieden dahin Ausdruck, daß solche Streitfragen einer Sachverstandigentommission zur Entfcheidung überwiesen werden sollten, welche de? Völkerbund oder eine andere für beide Seiten annehmbare Instanz einsetzt. Sie fordert die Organe der Arbeiterklasse und die parlamentarischen Fraktionen der beteiligten Länder auf, ihre Regierungen davon zu überzeugen, daß Streitigkeiten über Tatsragen sowie über rechtlich« und Vertrags- niäßige Verpflichtungen einer ähnlichen Instanz zur Enstcheidung überwiesen weroen sollte«, wie diejenige, welche angerufen wird, wenn Streitfragen zwischen einzelnen Personen entstehen. Es ist äußerst wichtig, daß internanonale Angelegenheiten wieder nicht nur im Geiste der Gerechtigkeit, sondren auch in einem der Gerech- tigkeit entsprechenden Versahren verhandelt werden. ver Völkerbund, in den Deustchland aufgenommen werden sollte, würde seine Aufgabe oerfehlen und die Hoffnungen, die die Demokratie der Welt auf seine Entwicklung setzt, enttäuschen, falls er sich der Lösung des Finanz- Problems nicht zuwendet, die die Voraussetzung de« Frieden» bildet. Dasselbe gilt für das Problem der Arbeit und der Sachleistungen, bei dessen Lösung das internationale Arbeitsamt«in« bedeutende Rolle zu spielen oerufen ist. IV. Aber da» Proletariat beschränkt fich nicht daraus, die verwirk- stchung eines dauernden Friedens von der wachsenden Tätigkeit dos Völkerbundes zu erwarten. Das Proletariat selber ist dazu be- rufen, durch seine Klassenorganisationen die Lösung dieser Aufgabe in di? Hand zu nehmen. Nachdem in der gegenwärtigen Zusammen- kunft völlig« Uebereinstimmung über die erwähnten wichtigen Punkte erzielt worden ist, wird das Exekutivkomitee der Internatinnale seine Studien und Verhandlungen fortführen, bis es in allen Einzelheiten ein« Lösung im Geist« der Gereckikiakett und inkanak analen »rüderlichkett erreicht hat, di« imstande ist. die begeisterte Unterstützung aller Prot«- tarier zu gewinnen. V. Die Konferenz nimmt ferner Kenntnis von der Erklärung der ?o ll ä n d i f ch« n Delegation, welche das Interesse der neu- ralen Länder an einer schnellen, friedlichen und dauerhaften Re- paration feststellt. Die holländische Regierung und da» holländische Parlament hoben zu diesem Zweck schon Kredite und Anleihen bewilligt. Sollten es die Umstände erfordern, in dieser Richtung noch weiterzugehen, so wird die holländische Partei gern die Initiativ« ergreisen, um den Parteien der anderen neutralen Länder Richt- linicn für ein« gemeinsame Aktion vorzuschlagen. Die Delegation weist daraus hin, daß die Intervention der neutralen Länder in dem Maße an Bedeutung gewinnen kann, wie die Veschrünlung der Rüstungen energischer durchgeführt wird. Di« Konferenz lenkt di« Aufmerstamkeit der parlamentarischen Fraktionen oller Länder auf diesen Punkt. vorwärts-verlag G.m.b.H., GW 68, Linöenffr. 3 ifferniprecheri Am« Morivpla«. Str.>>?»»— Wer hat versagt! Nne maßlose Hetze wird in der Presse der Rechten gegen den preußischen Minister des Innern Genossen Severing und den Oberpräsidenten Genossen H ö r s i n g betrieben, weil sie angeblich nur mwenügende Maßnahmen zur Unterdrückung der Ausstände in Mitteldeutschland getroffen hätten und weil sie nicht der Reichswehr ihre Niederwerfung überlassen haben. Aus Merseburg werden uns dazu Mittellungen ge- macht, die dos Verhalten der R e i ch s wehr in etwas merk- würdigem Licht erscheinen lassen. Man muß annehmen, daß entweder der bureaukratische Apparat des Reichswehr- Ministeriums infolge seiner Ueberfülle schwerfällig und zu raschem und tatkräftigem Handeln unfähig geworden ist, oder aber daß böser Wille von irgendeiner Seite das Ziel verfolgte, den preußischen Behörden die Sache nicht au leicht zu machen. Vielleicht sab man es in manchen Kreisen doch nicht gern«, daß tatsächlich die Schutzpolizei allein die > Aktion durchführe, vielleicht war irgendwo der Wunsch vor- Händen, die Schwierigkeiten so groß werden zu lassen, daß di« preußische Regierung mit ihren Polizeikräften allein der Bs- wegung nicht mehr Herr werden konnte, um so der R e i ch s- wehr wieder einmal eine Gelegenheit zu schaffen, ihre Un- entbehrlichkeit zu beweisen, gleichzeitig aber auch die poli- tischen Geschäfte der Rechtsparteien zu be« sorgen, indem man den„Beweis" für die Unfähigkeit der jetzigen preußischen Regierung zu erbringen versucht«. Zu solchen Ueberlegungen muß man kommen, wenn man auf die Art und Weise zurückblickt, wie sich die R e i ch s w e h r während der Unruhen verhalten hat. Reichsregierung und Preußentobinett waren übereingekommen, in Mittsldelltschland nur Polizei zu verwenden, die Reichs» wehr aber zur Rückendeckung bereitzustellen. Am Sonnabend vor Ostern war das Ersuchen ergangen, Reichs- wehr nach einigen Orten zu legen, so nach Bitterfeld, Sangerhausen, Aschersleben. Delitzsch. Raumburg und Dessau. Erst nack 24 Stunden kam eine Zutage, und noch zweimal 24 Stunden brauchte die Reichswehr allein zum Aufmarsch. Kaum war die Reichswehr m ihren Bereitschasts- und Sammelstellen eingerückt, da teilten die Kommandeure auch schon den Zivilbehörden mit, daß die öffentliche Gewalt an die Militärbehörden übergegangen sei. Die preußische Regierung wurde also ausgeschaltet. Das ist nicht nur eine Brüskierung der preußischen Regierung, die ausdrück- iich die Bsrhängung des militärischen Ausnahmezustandes selbst in den gefährdetsten Bezirken abgelehnt hatte, sondern auch eine Bankerotterklärung der Reichswehr selbst: denn die Schiitzpolizei war im ganzen Aufstandsgebiet ohne diese äußerste Maßnahme ausgekommen. Einigermaßen unverständlich ist auch das Verhalten der Reichswehr in den wenigen Fällen, in denen ihre direkte Hilfe zur Entlastung der übermäßig angestrengten Schutz- Polizei erbeten wurde. Der würktembergische Panzerzug z. B. war bei Songerhausen von den Auf- ständiscken eingeschlossen. An die Reichswehrkommandostell« in Kassel wurde das Ersuchen gerichtet, so schnell als nur möglich einig« von den bereitgestellten Kompagnien Reichs- wehr zum Entsatz des Panzerzuges zu entsenden. Nach 24 Stunden war die Reichswehr noch nicht erschienen, aber die Schutzpolizei von Kassel hatte— was der Reichswehr nicht möglich war— Entsatz gesandt. Noch seltsamer ist der Fall Liebenwerda. Dort war die Lage am Mittwoch sehr bedrohlich geworden. Versprengt« Banden hatten ein Schreckensregiment errichtet und durch „Standgerichte" mehrere Personen zum Tode verurteilt. Schnelle Hilfe war geboten. Bereitwilligst hatte General S t o l tz m a n n Reichswehr zugesagt, aber nach 24 Stunden mutzte er mitteilen, daß er nicht imstande sei, ohne besonderen Beschluß des Reichskabinetts auch nur einen Mann in Bewegung zu setzen. Alle Bemühungen des Generals waren vergeblich. Dos Reichskabinett mußte tatsächlich erst einen entsprechenden feierlichen Beschluß fassen, bis endlich ein Bataillon die Erlaubnis erhielt, den bedrängten Bürgern von Liebenwerda zu Hilfe zu kommen. Der Panzerzug aus Württemberg, der als Organ der Reichsregierung nach Mitteldeutschland entsandt wurde, hat übrigens auch eine recht merkwürdige Rolle gespielt. Irgend- welche Erfolge hat er nicht erzielt, was vor allem daraus zurückzuführen ist, daß er ohne Berbindung mit den operieren- j den Polizeiabteilungen aus eigene Faust Krieg führte und mit schwarz-weiß-roter Kriegsflagge im Lande umlzerfuhr. Es hat schließlich recht scharfer Auseinander- setzungen bedurft, bis der Panzerzug der allgemeinen Führung sich unterordnete. Unter diesen Umständen muß es dappest erfteulich er- scheinen, daß es den Organen der Ziollgewatt gelungen ist. der Dinge in Mitteldeutschland allein Herr zu werden und daß ein Eingreifen der Reichswehr in größerem Umfange nicht notwendig wurde. Schuld an den mancherlei bedauerlichen l Erscheinungen trägt offenbar die Verhetzung, die von der Rechtspresse tat bfe Kreise der Retchsroehrvffizier« hwewge» tragen wird und die geringe Widerstandsfähigkeit vieler höherer Führer gegen diese parteipolitischen Einflüsse Der Plan der Rechten ging offenbar dahin, den verbrecherischen Kommunistenputsch zur Aufrichtung einer Militär- Herrschaft auszunützen, in deren Schatten sie sich immer wohler fühlt als im hellen Licht der Demokratie. Unsere im Amte befindlichen Parteigenossen haben sich um die Republik ein großes Verdienst erworben, indem sie durch Klugheit und Festigkeit die Pläne sowohl der äußersten Linken wie auch der äußersten Rechten zuschanden machten. Schrei nach Grgesch. Die reaktionäre Presse nutzt auch noch die letzten Todes- zilckungen des kommunistischen Aufstandes für ihre Zwecke aus. Die zersprengte Rote Armee in Mitteldeutschland hat sich bekanntlich in kleine Bonden aufgelöst, die mehr und mehr das Aussehen reiner Verbrecherhorden annehmen und sich auch wohl weit mehr aus Verbrechern als aus Ar- heitern rekrutieren. Eine ganze Anzahl dieser Banden ist schon, wie wir de- richteten, unschädlich gemacht, zum Teil unter schweren blutigen Verlusten für sie. Einige ziehen noch umher, hart bedrängt von der sie verfolgenden Polizei. Gerade in der rechtsstehen- den Presse finden wir sehr ausführliche Schilderungen dar- über, wie diese Banden reichlich mit zusammen- g e stohlenem Fuhrwerk ausgerüstet und daher sehr leicht beweglich sind. Trotzdem erhebt die gleiche Presse ein furchtbares Geschrei darüber, daß noch nicht die letzte Bande gefaßt wurde und schiebt dies auf die»unzureichenden Maßnahmen" der preußischen Regierung. Man versucht jetzt auch durch einen Telegramm stürm Stimmung zu machen, an dessen Spitze der Reichslandbund steht. Von großer Naivität zeugt es, wenn z. B. die Arbeit- g e b e r verbände des mitteldeutschen Bergbaues telegra- phieren, daß Arbeiter und Angestellte das Ein- greifen der Reichswehr verlangen! Arbeiter und AngesteAe pflegen im allgemeinen ihre Wünsche durch ihre eigenen Verbände und nicht durch die Arbeitgeberverbände zu äußern. Aber schon geht die reaktionäre Presse einen Schritt weiter. Reichswehr genügt auch nicht mehr, sondern sie verlangt Wiederherstellung der Orgesch in Preußen. Die Kommunisten, die mit dem Geschrei gegen die in Preußen gar nicht mehr existierende Orgesch zu Felde zogen, haben auch hier wieder wacker für die Reaktion gearbeitet. Was diese aber beabsichtigt, das zeigt die Forderung der„Deutschen Tages- zeihing", die«inen Selbstschutz namentlich in Pommern und Mecklenburg einzurichten wünscht, in zwei Ländern, die von dem Kommunistenaufstand auch nicht im min- besten berührt wurden. Die Reoktian rnfisM» das Eisen schmieden, solange es heißt ist! * Zu den reaktionären Versuchen, die Schutzpolizei gegen die preußische Regierung aufzuhetzen, schreibt un» ein Oberwacht- meister der Schutzpolizei: „Uns Pollzelbeamten ist es ein« Genugtuung, daß die Regierung nur Schutzpolizei zur Bekämpfung des Aufstandes verwendet. Es hat sich hier erwiesen, daß die Schutzpolizei ihre Aufgaben gut gelöst hat, trotz des großen Geschreies von links und rechts. Wir von der Schutzpolizei sehen unsere vornehmste Auf- gäbe darin, einen Aufstand ohne viel Blutvergießen zu beseitigen, und wir freuen uns, daß die Regierung derselben Auffassung ist. Wir lassen uns nicht irreführen durch die Töne, die Herr Hussong anschlägt, um uns gegen die Regierung aufzu- hetzen. Denn wir wissen sehr genau, was dies« fierren au« de? Schutzpolizei machen wollen, aber, Gott sei Dankl, scheitern ihre Pläne an dem gesunden Sinn der unteren Beamten. Nicht umsonst hat die Nord-Süd-Kommtssion in München getagt(worüber wir seinerzeit berichteten. Red. d.„V."), aber wir unteren Beamten haben die Hoffnung nicht aufgegeben, daß Mi- Ernst Sarlach:„Die echten Seöentimös'. (Staatstheater.) Der Stumpfsinn und die Gewöhnlichkeit des deutschen Theaters wurden um ein Geringes überwunden. Ernst Barlach, der ein bildender und redender Künstler zugleich ist, hat eine Zungenfertig- teit entwickelt, die von der Phantasie, der Gedantenwucht und dem seelischen Wort genährt wird. Die Kraft des Originals offenbarte sich. Sein Eigentum scheint ursprünglich nur die Absonderlichkeit und lleberhebung vor der philiströsen Kleinbürgerei. Er münzt nicht Strindbergsche Formeln sittlicher Abrechnung in flache Ge- wohnheiten um. Er darf mindestens ein verstärkender Forssetzer sein. Di« Gläubigkeit, die er vertritt, steigert sich schließlich zur'de. trächtlichen Weltanschauung. Eine Schnurre, ein Bierulk, ein romantisches Märchen, ein Fauststück, ein Echeerbartrummel, eine Strtndbergjüngerarbeit, alle« das ist Barlachs Werk. Die Elemente, die es mischt, reihen ihn in ein« wertvolle Gemeinschaft, ohne daß von seiner Natur Edleres verloren geht: Der Grundgedanke kam aus moralisierendem Trotz. Hütet- Euch allzuheftig der reinlichen Vernunft zu trauen. Ein Irrenhäusler könnte es sich einfallen lassen, das Gedankenreich zu entdecken, in dem allein die Gesundheit des Kopfes und de» Her- zens waltet. Also ensspringt wirklich ein Wahnsinniger. Er findet schnell den mithelfenden Kameraden, der ein unzufriedener Sohn ist. Sie geraten auf die Schützenwiese, wo Flohzirkus und Mens- gerie Wallfahrtsstätten sind. Der Löwe aber legt sich in der Mena- gerie zum Sterben. Er wird abgehäutet, von seinem Herrn im roten Frack beweint. Spritzt der Gedankensplitter in des Irr- finnigen Gehirn, dl« gesunden Mitbrüder und-schwestern zu narren, ihnen einzureden, die Wüstenbestie sei nicht tot, entsprungen sei sie nur. Enssprungen ist die Bestie, cnifesselt ist olle» geheime Fühlen der so Aufgescheuchten, enthüllt wird jede Herzenskammer der so in die Angst Gejagten. Hier sp-elen des Dichters schöpferische PHan- taste und vor allem die Gnade seiner aufschlußreichen Worte über den Bierulk hinaus. Er entlarvt eine unendliche Spießerei von feigen Hunden, von aufgeblasenen Halbhelden, von falschen Weibes- engeln, von pfäffischen Gecken, von eigensüchtigen Ehetyrannen. Aber siehe, er ist nicht nur ein Zeterer, er ist ein rechtgebender Beobachter. Gut, zur Höllenfahrt ist all das entlarvte, klägliche Menschengesindet bereit, und es sst in jenem Augenblick, da es seine Blindheit, seinen zügellosen Instinkt hinausbrüllt, repräsentativ für das ganze Durchschnittsmenschengefchlecht. Theaterfiguren werden zu Symbolen. Das Auge haftet am Hanswurst, das Ohr ergötzt sich an der revoltierenden und stolzierenden Phrase, der Kopf kann es fich nicht versagen weiterzugrübeln. Wie viele hundert Köpflein «hn« da»«lösende Ptart, wie viele nur kientöppisch gestaltend« nist» Severing and die Preußisch« Landesverfaw«. l u n g die Beschlüsse dieser Kommission von uns abwehren werden. Denn wenn sie Gesetz würden, dann wäre die Schutzpolizei Reichswehr zweiter Klasse und dagegen wehren wir uns mit allen Kräften. Unser« verfassungsmäßigen Beamten. rechte lassen wir uns nicht nehmen. Deswegen tun wir doch, wie jetzt wohl jeder gesehen hat, unsere volle Pflicht und schützen «nter allen Umständen die verfassungsmäßige Regierung. Wie wir es jetzt gegen links tun, so werden wir es gegebenenfalls auch gegen rechts tun. Das mögen sich die Herren Kappisten genau merken. Wenn sie die Schutz- Polizei gegen die verfassungsmäßige Regierung aufpusschen wollen, so werden wir ihnen genau dieselbe Antwort geben, wie jetzt den Aposteln an» Moskau. die Ermittlungen zum ZaU SM. Lokaltermin im Polizeipräsidium. Zur Aufklärung der Erschießung des Kommunistenführers Sylt fand heute vormittag der vom Polizeipräsidenten Richter angeordnete Lokaltermin im Polizeipräsidium statt. Zu Beginn wie» Regierungsrat Dr. Krüger darauf hin, daß die Zu- Ziehung von Bertreiern der Gewerkschaften und politischen Parteien in der Strafprozeßordnung keine Begründung finde. Trotzdem habe der Präsident es zugelassen, um völlige Aufklärung zu schaffen. Nun habe aber auch der Ausschuß der Polizeibeamten Deutsch- lands das gleiche Verlangen der Zuziehung eines Vertreters ge- stellt. Deshalb war auch die Beamtenschaft vertreten. Ein® e- wertschaftsvertreter bemerkte dazu, daß es lediglich darauf ankomme, den Sachverhalt klarzustellen. Der Lokattermtn bracht« dem Bericht einer Berliner Karre» spondenz zufolge eine Bestätigung der Angaben des Kriminal- beamten, der den tödlichen Schuß abgegeben hatte. Die Aussage eines Zeugen, der sich freiwillig gemeldet hatte, deckte sich vollständig mit der bei der ersten Meldung. Sylt und der Beamte kamen hier- nach an dem Zeugen vorbei, als sie die Treppe hinaufgingen. Bor (einen Augen versetzte Sylt dem Beamten einen so heftigen Stoß, laß er taumelte. Der Gestoßene rief dann den anderen, der die Treop« hinauf weiter lies, an und schoß hierauf. Die Kugel ging an dem Zeugen vorbei und traf den Fliehenden so schwer, daß er sofort zusammenbrach. Auf den Knall und die Schmerzens. rufe des Gettoffenen eilten mehrere Leute, Beamte und andere Per- sonen, herbei. Keiner von ihnen aber hat nach der bestimmten Bekundung des Zeugen den Verwundeten irgendwie miß- handelt. Da» hat auch die Leichenbestchtlgung bestätigt. Medi- zinalrot Dr. Leppmann hat außer der Schußwunde keine Spur«in« anderen V«letzung oder Einwirfung durch Gewalt ge- funden. D« Schuhkanal bestätigt die Darstellung des Haupt- zeugen. D« Termin nahm längere Zeit in Anspruch. » Berlin, 2. April. flvTB.) Heute vormittag hat im Polizeipräsidium ein Lokaltermin in Angelegenheit der Sache Sylt stattgefundeu. hieran nahmen die Herren Vollmershaus von der Gewcrfsthaftskommisfioa, Llebeskind vom Orlskartell des Afo-Bnndes. d« Betriebsrat Liedloff und die Mitglieder des Betriebsrats d« Eleklrifllälswetke Blank, Letz und Liebling. auß«dem die Vertretet sämtlicher Beamtenansschüsse des Polizeipräsidiums teil. Die Jeslstclluygen bestätigten das bis- herige Ergebnis der Jlnletsuchung in vollem Umfange nn6 deö°en sich mit den darüba gemachten amtlichen Veröffentlichungen. •• • Die Erregung der Arbetterschast über die Erschießung Sylts kommt in mehreren uns zugegangenen Resolutionen d« Dclcgschaf. ten großer Betriebe zum Ausdruck. Eine Betriebsversammlung des Borsig-Wertes«klärte sich bereit, jede Aktion zu unterstützen, die von den maßgebenden Instanzen angeordnet wird, um den Ansturm der Reaktion abzuschlagen. Die Betriebsröte und Vertrauensleute der LEG.-A pparatefabriten faßten einstimmig eine Ensschließung, in der sie anläßlich d« Erschießung Sylts zur Einigkeit des Proletariat« auffordern und die sozialistischen Parteien und Gewerkschaften aufrufen, Maßnahmen zu tteffen, um solche politischen Morde in Zukunft unmöglich zu machen. Zu Alslebeu herrscht völlige Ruh«. Gerücht« üb« Sprengung eines Londratsamte» haben sich nicht bestätigt. In Alsleben besteht überhaupt kein Landratsaml. Dilettanten haben gerade hinter dem Schützenwiesen- und Jahr- marktsrummel die Ewigkeit gesuchtl voriach entdeckt sie, obwohl sein Irrsinnig« mtt den gesunden, schließlich siegreichen Wahr- Helten am Ende allzu bewußt, allzu unmystisch die letzte Ab- rechnung hält. Leopold I eh n er und Emil Pirchan, sein Mal«, halfen dem Dicht« zum Erfolg. Zunächst v«sagte eine Realistik, die keinen guten Weg fand. Dann spukte es«finderisch, und so ging es. Es wurde eine gezügelt« Groteske, die aus Tönen und Lichtern, aus verwaschenen Farben und zerbrochener Musik, aus dialektischer Buntheit und zusammenballenden Einfällen Pröchttges her ausHolle. Es war Geisteret von heute. Andersenstimmung, die sich menschlich gab und doch ganz übermenschlich wirkte. Schauspieler wie Kortner, Mühet, Forst«, Episodenspieler wie Legal, Heinrich Witte. Fritz Hirsch u. a. wurden vom Regisseur gepackt. Sie waren nur Re- gist«, sie dursten nicht mehr virtuosen sein. Man spielte zusammen und nicht mehr in» Blau« nebenh«. Tin Dicht« wurde«weckt. Einige sträubten stch dagegen. Sie pfiffen nur mtt geringem Mut. Max Hochdorf. Sanstsässchungen. D« Schwindelaelst und die sittliche verwahr- losung. die so werte Kreise«griffen hat, mußte sich auch auf dem Gebiet der Kunstfälschungen bemerkbar machen. Von einer wahren „Sturmflut von Fälschungen" spricht d« Direktor d« Berliner Mün- zensammlung. Menadier, in einem Auffatz des„Sammlers", in dem er die Fälschungen von Münzen und Medaillen in den letz- ten Iahren behandelt. Den Ausgang nahm diese Ueberschwemmung von einer im Juni 1920 veranstalteten Versteigerung deutscher Re- naissancemedaMen in München. Es handelte sich dabei zum Teil um außerordentliche Sellenhelten, die nur in vereinzelten Exemplaren bekannt waren; es waren durchweg tadellose, jeden Sammler fes- selnde Stücke..Offenbar lag in ihnen das Ergebnis der Zusammen- arbeit eines kennttusreu.,..: Sammlers und eines überaus geschickten Künstlers oder Kunsthandwerkers vor, das endliche Ergebnis lang- jährig« Versuch-, zu gießen und zu färben." Eine zweite Sturz- welle gleichartiger Fälschungen überraschte dann auf einer weiteren München« Versteigerung, bei der sogar die Gewähr der Echtheit übernommen wer.„Die Kunde von solchen Fälschungen häuft sich immer mehr. So wurde Menadiers Beistand vom Münchener Münz- kabinett angerufen wegen einer dort vorgelegten, geradezu erstaun- lichen Fälschung nach einem berühmten Unikum der Berliner Samm- lung, d« Bronzemedaille mit dem Bildnis der Lucretta Borgia." Da die Fälschung nur durch Benutzung der Originale möglich ist. muß die Feststellung ihr« Urheber möglich sew. Trianon-Theat«:„Rosen", von Sudermann. Der Sudermann- iche Einakter-Zyklus, der seinen Titel nur dem zufälligen Umstand« verdantt, daß in jedem Stück Rosen auf die Bühne kommen, hotte bei sehr guter Darstellung starken Erfolg. Der Beisoll war im allge- meinen wohl verdient. Das eigenartige, besonders heut« so seltene Talent bühnenmäßig geschickter Szenen sührung, d«e zwar hier und da in» Konstruierte fällt, ab« durch jchlagllchtartige Beleuchtung da» TrefftoS» RrÖtt, Aus Kresse» demokratischer OnudhigsntPmrtiidlH«plljkt N» „Dena" zur Entwafftnmgsfrag« He« u. Kahr hat es offenbar verhindert, daß der Btze» konzler Dr. Heinze bei fein« Anwesenheit in München da» rn» der gesamten Reichsregierung gewünschte Gehör vor dem daye- rischen Ministerrat gefunden hat. Da Muisterpräfldent hat die von d« Reichsregieruug pflichtgemäß etageleileten Verhandlungen hintertrieben und hat ohne Muisterratsbejchluß auch ohne Besprechungen mit den Soalttiousparteten tu ein« für Veulschiaud» und Bayerns Schicksal überaus schwierigen Frage«tu persönlich in d« OefsenMchkett Stellung genommen. Auch wenn man zugibt, daß die Borgäng« in Mitteideutschland Veranlassung geben, die ganze Entwoffnungsftoge erneut zu prüfen und vielleicht noch- mals einen letzten v«such bei d« Entente zu macheu od« mich Mittel zu finden, um zu einem für beide Teile«träglichen Au gleich zu kommen, wird man die Methode, mtt d« d« lellern. bayerische Staatsmann verfahren ist, als unzweckmäßig und bedenklich ansehen müssen. Es geht einfach nicht an, daß man den deusschen Bizekanzler, der mit einem einmütigen Austrag des Reichskabinetts nach München kommt, die Tür weist. Namentlich muß die Tonart d« bayerischen Press« üb« den Besuch Dr. Heinze» zu dem Schluß führen, daß man in München«in«. deplazierten und durch nichts begründeten Feind- s e l i g k e i t gegen das Reich sich hingibt. Die Kritik, die hi« von bayerischen Demokraten an den Methoden des Herrn v. Kahr geübt wird, ist scharf, aber berech- ttgt. Es war« dringend zu wünschen, daß die demokratische L an o- tagsfraktioa Bayerns sich diese Auffassung einig« ihrer Mit- glleder.einmütig zu eigen machen würde. In d« letzten Zell mehren sich die Stimmen aus Bayern, aus denen man darauf schließen kann, daß es mit der S e l b st h e r r l i ch k e i t Kohrs bald zu Ende ist. Hoffentlich fallen die Demokraten nicht wieder um: ein wenig gün- stiges Licht wirst folgende Meldung auf sie: Wie die TU. aus München erfährt, hat die demotratiiäie Landtagsfraktion bei der Regierung Schritte unternommen, sie möge die Reichsregierung ersuchen, die Entwaffnungsbe- stimmungen über die Selbssschutzorganisationen mit Rücksicht auf die Unruhen in Mitteldeutschland und die Bedrohungen bis auf weiteres außer Kraft setzen, mindestens aber die Termine für die Entwaffnung enssprechend hinausschieben Mzug mtt Rückendeckung. halle a. S„ 2. April.(Eig. Drahtbericht des„Dorw.".) In den gestrigen Abendstunden wurde in Halle folgendes Fl u g b l a t t ver> breitet: Achtung! Ter Generalstreik ist aufgehoben! � Die Vorstände d« Halleschen Gewerkschaften haben die Auf- Hebung des Generalstreiks beschlossen. Wir fordern dze Hallesche Arbeiterschaft auf, am Sonnabend, den 2. April, die Arbeit aufzunehmen. Sollten die Unternehmer Maßregelungen vornehmen, so ist das sofort den zuständigen Gewerkschafts- vorständen mitzuteilen. Das Gewerffchaftskartell. I. A.: Wey« r. Das Flugblatt wurde 24 Stunden nach der in der kommunifti- schen Versammlung erfolgten Beschlußfassung, in einen verschärf. ten Gen«alsttcik einzutreten, herausgegeben. Ursache dazu war, daß die Streikparole von der Halleschen Arbeiterschaft nicht b e- folgt worden ist. Um nicht offenkundig werden zu lassen, daß der KPD. die Führung völlig entglissen ist, werden die G e w e r k- schaftsvorstände vorgeschickt. Das kommunististli« Gewerkschaftskartell Wen« besteht zuUnrecht. In Halle gibt es nur ein vom ADGB. eingesetztes kommissarisches Gewerkschaftskartell. Stimmungsumschtvung in„Klein-Moskau". E!b«feld, 2. April.(Eig. Drahtbericht des„Vorw.".) Der Remscheider Fabrikantenoerein hat infolge des verunglückten Gene. ralstteiks 1200 Mann ausgesperrt. Die kommunistisch crien- tierte Ortsgruppe des Deusschen Mctallarbeiterverbandes wandte sich an den Vorsitzenden des Schlichtungsausschusses, der aber versprach erst dann einzugreifen, wenn die Verhandlungen mit dem F a b r i- kantenverein stattgefunden haben. Sonst herrscht in der Do- Jnt«ess« wachzuhalten weiß, verleugnet sich auch hier nicht. Ja, Sudermann scheint hi« entschieden glücklicher al» in so manchen seiner größeren Dramen. Die Emakterform, die keinen Spielraum für ausgesponnene Kombinattonen in der Hondiung frei läßt, kommt ihm zugute. Das erste Stückchen bringt in effektvoll polnfierter Aufmachung eine Skizze jenes auch sonst von ihm öfters gezeichneten Siackertyxus aus der höheren Töchterwell von Berlin W. Das Fräulein, dos von einem Wüstling verführt wurde und von einer nachträglichen Reha- bilitation nichts wissen will, wird von der Frau Mama einem Haus- freund und Rechtsanwalt zugeführt, damit er ihr den Kopf zurecht- fetze. Margot will sich den Mann erobern. Da er ihre Vergangen- heit doch kennt, entschließt sie sich zu einer rückhalttofen Beichte. Ei« schildert den Abscheu vor dem Werber, die Kämpf« cht« Sinnlichkeit. Als er endlich«regt berauscht sie in die Arm« zieht, jubelt sie aus: wenn er ihr Liebster werde, dann sei sie bereit, auch den Verhaßten als Gatten anzunehmen. Ihr« künstlich, gezüchtet« Perversität Hot jeden Funken der Scham in ihr erstickt. Fassungslos schaut er sie an: die Glorie, die er um sie wab, ist oerslogen. Aber d!« Leidenschaft siegt über die Vernunft, trotz ollem bietet er ihr seine Hand. Di« Weltdame, die in dem zweiten Stüchen, um ihre Briefe zu- rückzuo«langen, das Haus des Mannes aufsucht, der im Duell sür sie fiel, und dabei mit dem Freunde des Verstorbenen die Koketter?'»n fortsetzt, ist ein charatt«istisches Pendant zu jenem Mädchen. Auch diese Szenen sind in ihrem Aufbau mit sicherem Augenmaße durch- geführt, fassen zu geschlossenem Eindruck sich zusammen. „Hüter der Schwelle", dos sich um ein« ähnliche nur stark ins Pathologische karrikierte Frauengestalt gruppiert, fällt nllerdmiZ stark ab. der iino«Sndert gleiche Trick, den diese Dom« ib.en Per. ehrern gegenüber ausspielt, ermüdet aus der Bühne, und die Figur des Gatten bleibt allzu unbestimmt. Um so erfreulicher wirkte das humoristisch stimmungsvolle Schluß- bild„Die ferne Prinzessin". Der naiv gemütliche, romantisch von der blauen Blume ein« unerreichbaren Liebe schwärmend« Lehramtskandidat fand in Herrn Wilhelm Bends höchst lebendige Verkörperung. Ein« ebenbürttge Partnerin stand ihm in Carola To«lies Prinzelsin gegenüber. In den anderen Stücken machlen sich namentlich Käthe Haack(Margot) und Olga Limburg(die Weltdame) um dm Erfolg verdient. dl. Erstaufführungen der Woche. t»i. Deutsche» The-ter:„Wohzeckk — Fr. Neue» VoltS-Th.-.RoseBernd'.— Sounab. V-IISbühne . Antigene-. Urauia- Vortröge. S-mitag-.Aegypten und der Nil». Montag. Donnerstaz:.Im Schivarzwald-. Dienstag: ,T p a u i e n-, Mittwoch spricht Angenieur I. Nelken über.Schutz gegen Einbruch und D ieb!ta h 1». Freilag: Geb.-R. Groh. in ter d e n ik ulisse n de» Ferniprecher»'. Sonnabend:.Bon San Rcmana� Fla- r- n z". Nachmittag« Montag:.Bon derZugspltze ,uu?Watz. m a Ii n'. Dienstag:.DertKrohglockne r-usw zu kleinen Brciirn. TaS Franksnrter Goethe> Museum in Gefahr. Di« schlechten finanziellen Verbältniffe, w denen sich das Goethe-Mnseum befindet, werden jetzt offiziell bestätigt. Der Vorsitzende deS V«maltimq»rate« veröffentllcht eine» HUserus, um Mitglted« de» Freien deusschen Hochfiist» zu werben. man« de» Abg. Brof nBWfje Rub» THe Erbitterung der Arbetter- schaft gegeu die Kiinnrunist n ist Gllgei-.ein und man legt sich keinerlei Zwang auf, diese zum Ausdruck zu bringen. In einer Versamm- lung wurde von der Arbeiterschaft erklärt, die Führer hätten zum Streik gehetzt, obwohl sie von der Aussichtslosigkeit überzeugt waren. Dieser Stimmungsumschwung hat in„Klein- Moskau�, wo der Komnnmistenführer Braß bisher ausschlaggebend war, viel zu bedeuten. Duisburg, 2. April,(©ig. Drahtbericht des„SSonv.".) Die belgische Besatzung ist gegen die Kommunisten,> die die linksrheinischen Schächte zum Teil besetzt hatten, vorgegangen. Es wurden zahlreiche Verhaftungen vorgenommen. Die Schächte sind heute frei. Die Arbett wird in vollem Umfange wieder auf- genommen. WieWer bekannt wird, sind die vor einigen Tagen auf Schacht S der Zeche„Rheinpreußen" oerhafteten Kommunisten zu einen«. Jahr Zwangsarbeit hon den Besatzungsbehörden ver- urteifk worden. Dr. Gabriel, Führer der Kommunisten und früherer Redakteur eines deutschnationolen Blattes, ist von den Belgiern in Haft genommen. Er mar der Führer der Aktion nn linksrheinischen Kohlengebiet. folgen. Die Leunawerke veröffentlichen eine längere Erklärung, ir. der eine Darstellung der Ereignisse auf dem Werk gegeben und schließlich betont wird, daß die Wiederaufnahme des Betriebes wegen der Ausführung der Bau- und Montagearbeiten bis auf weiteres nicht möglich ist und die gesamte Arbeiterschaft sich durch den Ein- tritt in den E t re i t als entlassen zu betrachten Hot. Zwischenfall in TreSden. Dresden, 2. April.(TU.) Am Frettag kam es in der zehnten Abendstunde am Ring und Ssestraßenecke zu Zusammen st äßen zwischen Demonstranten und der Sicherheitspolizei. Ungefähr övü kommunistische llmzügler zogen durch die Straßen und rissen vom Bismarckdenkmal die Kränze her'mter. Die heranrückend« Hundert» schast der Sipo und die Gendarmerie wurden mit Johlen, Pfeifen und Schimpfworten empfangen. Der mehrmaligen Aufforderung, auseinanderzugehen, wurde keine Folge geleistet. Erst als Feuer gegeben wurde, stob die Menge auseinander. Zahlreiche Der- Haftungen wurden vorgenommen. München, 2. April.(WTB.) Die Polizei verhastete als Her- steller des Generalstreitaufrufs der Kommunisten in München den 26 jährigen nicht immatrikulierten Studenten Hans Gustav Schiff aus Berlin. In seinem Besitz wurde eine Meng« Propaganda- Material gefunden. Heute nacht wurden in der Schwabinger Brauerei in München Handgranaten geworfen. Es wurde niemand verletzt, doch zersprangen zahlreiche Fensterscheiben. Di« Brauerei wurde von einem Schutzmannsaufgebot abgesperrt. Bemerkenswert ist, daß zur Zell des Attentats der republikanische Reichsbund in der Brauerei eine Versammlung abhielt. > Abgewiesen vnö abgelehnt. p a r i s. 2. April((£(£.) Briand hat dem Präsidcnken der deutschen Frieden sdelegalion in Paris unter dem 23. Mär, geschrieben, daß die Frage der Werkstätten in Deutschland, die künftighin Kriegs- Material her,«stellen befugt sein sollen, durch die Entscheidung de» Obersten Rates vom 2Z. Januar ihre endgültige Erledigung aefuvdeu hat, und daß die alliierten Mächte keinerlei neue Er- vr!er'u»gen in dieser Richtung gestatten können. Der Entschädignnasausschuß hol die deutschen Einwände gegen die Gesamjsumme der Pensionszahlungen abgelehnt. Es müßten also auch noch folgende Zahlungen geleistet werden: Die Kosten für die Medikamente und chirurgischen Apparate, für Prolheseu, für den tt-nkerhalt des Bureaus der Kriegsbeschädigten und der Kr.zgsuntaug- li chcn, für Unterricht der Waisen und der Hilfeleistung für die Familien und Hiulerbliebenen der im Kriege Gefallenen. Kar! muß bürgen. Sern, 1. April.(WTB.) Der Bundesrat hat beschlossen, Kart v o r l ä u f i g den Aufenthalt in der Schweiz zu bewilligen. Er wird sich jedoch nicht nur wie früher verpflichten müssen, sich jeder poli- tischen Tätigkeit zu enthalten, sondern er wird, wie seinerzeit Kon- stantin von Griechenland, das formelle Versprechen abgeben müssen, die Scholz unter keinen Umständen zu verlassen, ohne vorerst den Bundesrat von einer solchen Absicht in Kenntnis gesetzt zu haben. Ob Exkaiser Karl einer Jnkeruierung unterworfen werden wird, ist noch nicht bestimmt. Auch ist über seinen zukünftigen Anfenihallsorl in der Schweiz noch kein endgültiger Entscheid getroffen worden. Möglicherweise wird er nicht mehr noch Prangins zurückkehren können. Hervorzuheben fft, daß die erneute Erlaubnis zum Aus- entHalle nur provisorisch ist und in erster Linie mit Rücksicht auf das . Gesuch der ungarischen Regierung gegeben wurde. Auch glaubt da- •durch der Bundesrat dem Frieden in Europa zu dienen. Wien, 2. April.(TU.) In letzter Stunde ist eine Der- s ch i e b n n g eingetreten. Nach einer Meldung aus Budapest feien diplomatische Verhandlungen im Gange, da der Kaiser noch nicht die Hoffnung aufgegeben hat, sich als P r i v a t- ni a n n in Ungarn niederlassen zu können, und diesen Wunsch den Ententemächten unterbreiten Uetz. Die Großdeutsche Partei hat die Beteiligung an Schutzmaßregeln für Karl a b- gelehnt. In der itaNensschen Kammer schloß Lußenminlster Sforza seine Anti-Karl-Rede mit den Worten, es fei hoffentlich-zum letzten kfial«, daß Italien sich mit diesem Herrn beschäftigen müsse. Im Wiener Gemeinderat verurteilte Bürgermeister Gen. Reu- man n den Karl-Putsch und stellte fest, daß die Wiener Bevölkerung an der Republik festhält. Die Christlichsozialen, denen dies« Erklärung vorher mllgeteill war, sind nach einer WTB.-Meldung „nicht in die Lage gekommen", dazu Stellung z» nehmen. In der gestrigen Sitzung des Nationalrats hatten auch die Christlich- sozialen ihre Treue für die Republi' erklärt. Die Sitzung schloß mit stürmischen Hochrufen der Abgeordneten und der Zuhörer auf die Republik. Die Sozialdemokratisch« Fraktton wird Straf» santtionen zu dem Gesetz über die Landesverweisung der Habs- burger beantragen. Der Major S ch a i b l«, der in Ungarn ein« österreichische Putschlegion führt, wurde beim Lerwandtenbesuch in Niederösterreich verhaftet und wird wegen Hochverrat, angeklagt werden. Der Helfershelfer Horthy. Paris, 2. April.(EE.) Nach einer Londoner Meldung der „Chicago Tribüne" hält man(auch! Red.) in englischen Kreisen nun- mehr den Admiral Horthy für den Helfershelfer König Karls, wentw gleich er erklärt hat, nicht der Platzhalter König Karls, sondern der eines n e u zuwählenden Königs zu sein. Es besteht jetzt keine Aus- ficht, daß England zur Wahl eines englischen Prinzen seine Zustim- mung geben würde, viel wahrscheinlicher ist es, daß ein i i a l i e n i- scher oder belgischer Prinz in Frage kommen dürfte. Volksbegehren in Hamburg. Der Mieterverband Groß- Hamburg hat den Beschluß gefaßt, sich gemeinsam mit dem Ge- werkschafisbund und der Afa m Derbindung mit einer der maß- veblichen großen posittschen Parteien zu setzen, um einen Antrag Snf Bottsbegehren für«In Gesetz über die Mietzins bUdung im hamburgischen Staate einzubringen.. nur vraktische Arbeit zu leisten, und sorgt daiür, daß in dieser Lerianimlung nur die auf dem Boden der Gewerkschaits- internationale Amsterdam stehenden Kollegen gewählt werden. Deiztsch« Holzarbeiter,?!erbvild. Dienstag, den S. Doril. abend, S Uhr,(m Total von UrooS, Adalbertstr. Zl, Zersauimlung aller tn den Soldleiften- und Rahmcmabrilen beschäftigten Grundlerer, Beleger, Transportardeit-r und-ar» betiermnen smvie der Iugendllchen. Tagesordnung: Unser Lohnabkommen. Kuorrdrrms«.«rbeitslase melden sich Montag früh im Lvlal von Blum«, Boxhagener Str. 62, zur Eintragung in die Lift«. Fraktionsvorstaub der EPD. Verband der Stei-rf-ger, VflaZtrrer rmb Berufsgeuoile» Deutschland». Da i�um I. Avril 1921 unser Tarif genindigt wurde und cur vor Abschluß eines neuen LohuvcrtzäUnisses stehen, muß jeder Kollege zur Verjammlung erschewen. Kiintlig finden unsere Monatsversommlungen nichr mehr Sonntags statt, sondern jeden Mittwoch noch dem Ersten, abends 7 Uhr, Im Lentral-Kasuro, Lrunnenstr. u>t. Theater See Woche. B»« 3. April bis JO. April. Bollkbllbnet 9., 8- u. 10. Das Postamt. Die Komlldl« der Irrungen, t. Das SSichen von H-ilbronn. 6. u. 8. Kapitän Braßbonndo Belehrung. 7. Wallen- ürins Tod. 9. Antigen«.— Opernhaus: 9. Tristan. 4. Eavalleria rusticana. Baiazzt. s. Palestrina. 6. g. Einfoniekonzert. 7. Fidelo. 8. vo-i ka» rrrc-. v. Hoffmanns Erzähsungcn. 10. Mcisterstngcr.— Schauspielhaus: s. Di- echten Sroemund». 4. Die Journalisten. S. Die echten Ecdemunds. 6. Peer Shirt. 7. Die Räuber. 8. Die echten Sedemunds. 9. Torguato Taffo. 10. Die echten Scdemundo.— Große, Schauspielhaus: Der«outmann von Venedig. 9. Behl. tätigkeitsfest der Staatstheater.— Deutsche« Theater: 9. Die Zangfrau von Orleans. 4. Faust, l. ä. Woijzeck. 9. Casar und Klcopatra. 7.— 10. Wonzeck.— Kammerspiele: 3., 9., 7., 9. u. 10. Der König der dunklen Kammer. 4. u. 8. Er ist an allem schuld. Der Spieler. Der Heiratsantrag. 9. Frühling, Er. wachen.— Lcsjlng.Theai-r: 8., 9., 7., 9. u. 10. Ein idealer Gatte. 4. Peer Sunt. 6. It. 8. Flamme.— Theater in der Käniggräßer Straß«! Rugbn Am 6. Salome.— Deutsche, vpernha»»: 9. Mignon. 4. Martha. 9. Carmen. 6. Die Walkst rr. 7. La Traviata. 6. Die Meistersinger von Nürnberg. 9. Tief- land. 10. Lohengrin.— Schiller-Theater- S., 5., 7. u. 9. Zettchen Gebert. 4., 6., "- ld"------ Blanro Posnet» Er- Deutsch«, Künstlet' 8. u. 10. Doktor Klaus. Täglich. Die Tribüne: Der Mann des Schicksals. weckung. Am 9. u. 8. Tanzabend. Sugenie Eduardowa. Theater: Die Schcidungsreise.— Somödienhav«: Da, Berliner Theater: Die spanische Nachtigall.— Kleine» S -1 Trianon-Theater! Rosen.— Residenz-Thl Theater: Die Postmeisterin.— Theater in 0< istngte Adoler.—Friedrich' Wilhelm städtische- Theater! Ihre Hoheit dl« Tänzerin. — Komische Oper- Luderchen.— Lustspielhau»: Die spanische Fliege.— Metropol- Theater! Die blaue Mazur.- Neue» Operetteu-Theater: Der lachend« Ehe- mann.— Thalta-Theatcr: Maskottchen.— Theater am Nolleudo efplaß: Wenn Sieb« erwacht.— Theater de» Westen»! Echwalbenhochzeit.— Kleines Theater: »er Kommandautenstraßc: Der vor- Casanova« S-bn.— Walner-Thenter: Dir TanzgrSsin.— WalballaeTHrntene Der BvasIHS-tdler.— Nose-Thearer: 9. Das Tal des Lebens. 4. Kater Lampe. 9.-10. Der Weg zum Herzen.1 Uhr: Klingler-Matinee; jjjbt: Der Waisen. schmicd.— Schiller-Theater: Z. u. t0. Der Meineidbauer.— Wietsches Künstler- Theater: 9. u. 10. Pnomalion.— Komödieuhaus: 9. u. 10. Die Sacke mit Lola.— Berliuer Theater: 3. u. 10. Der letzte Walzer.— Trianou-Theat»! 9. u. 10. Kammermusik.— Restdenz-Theatcr! 3. u. 10. Die Freundin.— gent ml- Theater: 3. u. 10. Deserteur».— Komisch« Over: 3. u. 10. Der Biberpelz�— Lustspielhaus: 3. u. 10. Der Herr Senator.— Neues Owerrtten-Theater: 9. u. 10. Ein Walzertraum.— Theater am Rollcndoefplatz: 3. Drei alte wchachtel. 6.. 7. und 9. Di« Jüdin. 10. Eva.— Theater des Westens: 3. u. 10. Di« Hermelin.— Kleine» Theater: 3. u. 10. Die Pfarrhauskomödie.— Balluer- Theater: 9. u. 10. Die Kinoruppe.— Dalballa-Theater: 9. u. 10. Eine Ball- nacht.— Kastno-Thcater: 8. u. 10. Bruder Balthasar.— Luisen-Theatee: 3. Schwanenyrlnzessin. 9. Bschenbrädel. 10. Genoveoa.— Reue« Bolts-Theater: 3. u. 10. Nora. Gesthästttche Nittettungen. Di« l begeht ein Zublliiumsbuch ! Firma Otto Sehrend, Kohlengroßhandluua. gegründet heute ihr tOjährige« Gelchaitsiub-iäum. Die Firma bat iiSumsbuch über Entsieheu uud Berwentung von Kohle 1881, Berlin 0 17. bat au» diesem Anlaß Berwentung von Kohle herausgegeben. B-rantt». sür den redatt. Teil: Dr. Werner Beiser, Eharlottenborg; svr Anzelgeo: Tt. Gl»cke. Berlin. Verlag: 7iorwärlz.?jeriag G. m. b. H., Berlin. Druck: Vor- wörtd-Buckdruckerei n. Berlagsanstall Paul Singer». Co.. Berlin. CmdruHr.S. I l»«nr Oanien-Set�e v«cl3 Leinen I Mr. Cheviot Baumwolle, schwarz-weiö pestreift 9»° Z Paar actawarse namenstrümpfe 9-50 3 Paar Hausschuhe Y3Ü Unterrock« Volants in schönen Farben 9®* i leimten-Barctient in unter vaalttAt... ttemäentucd in guier Ousütdt..... Rcnforce, feinfädls......... Lonisianeiuch tiir Bsttväsche..... Schflnenlelnen........... ljesticltte Batiste.......... Hemdenbarchent......,.... Blasen-Flanell........... nnterrockstoffe........... Schwarr-weiB cestreKte Rockstoffe... Blaa-weiS eetaofte Massel Ine..... Feinzestreifte Blasenccrkals in vonder- scliSnen Mastern......... Jneonet-ratler.«ran nnd schwarz.... Aennes-Futter. Köoer-OuallUt..... Oestrelfta Flanelle fdr Miltner, n, Knaben- Svortbemdeu.......... 1 Untertastle mit schöner Stickerei.... I bestrickte Untertaille........ 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