flg. 155 ♦ ZS.�ahrgattg Ausgabe A Nr. 79 Bezugspreis: Vierteliiihrl. 30.— M., monatl. IS.— R. frm ins Sans, voraus zahlbar. Polt- kezugl Monatlich 1V/— einschl. gu- sicllungsgedühr. Unier Kremband für Deuilchland, Äanjlig, das Saar- und Memelgcbiet, lowie die ehemals dcut- lchen Sebicte Polens, Oesterreich. Ungarn und Luxemburg 20,— M.. lilr das übrige Ausland 27.— Zst. Post» deilellungen nehmen an Oesterreich, Ungarn Tschecho-Slowaiei. Diius- mart. Holland. Luxemburg, Echnedea .. und die Schweiz. Per.Borwärts" mit der Sonntags- Beilage ,Polt und gest-, der Unter- haltunzsbeilage Leimwelt" und der Reilage.Siedlung und Kleingarten« erscheiiu wochentäglich zweimal, Sonn». tags und Ploulazs einmal. Sonntags-Ausgalre Telegramm-Adresse: .Sozialdemokrat Verlin- Dorlinev Volksblstt Zentralorgan der rozialdemohratlfd�en Partei Deutfcblands ( 40 Pfennig) Anzeig cuprets: Die llchlgespalten» PonpareiUezeil» lostet öjkl iil.kleine Anzeigen- da» tetigedruckie Worl IM ist(zu» lässig zwei setigedrultle Worte!. lebe, weitere Wori'l,— M Siellengesuä,» und SchlaisieUenanzeigen dae erste Wort h— Pl. lede» roetter« Wort 6u Psg Sorte über 15 Puchstaben »ählen für zwei Worte. F-inilien-Aa- zeigen für Abonnenten Zeile 3.- ist. Die Preise»erstehen sich-inschlietzllch Teuerungsluschlag. Anzeigen wr die nächste ilummer müssen bis S Uhr nachmittag« ,m Hauoigeschätl. Perliu SW 6». Linden- st rohe z. abgegeben werden. Geöffnet »an 0 Uhr früh bis S Uhr abend». Neüaktion und Expedition: SW 68, Lindenstr. 3 Aernsprrchcr: Amt Mortvplah, Nr. ISl Sv— ISlV? Sonntag, den 3. April Ito'Zl vorwärts-verlag G.m.b.H.. SW 68, üindenflr. 3 Acrnsprechcri Am« Morihpla?, Nr. Die Zollgrenze am Rhein. Pari», 2. April,.havas" leill mit: Der Volschofter- rat tagte heute vormittag im Autzenministerium unter dem Aorsih vou Zules Camstou. Der Rat stimmte dem Bericht des Sönder- aosschustes über die Errichtung einer Zollgrenze am Rhein zu. Die Rhcinlandkcmmission hat nunmehr jede Vollmacht zur Durchführung der aus der Londoner Konferenz beschlossenen Zwangsmahnahmen. Paris, 2. April.(13IB.) Der.Temps" bringt nähere Mit- Kilnngen über die Zollgrenz« am Rhein. Danach wird die rheinisch? Zollgrenze 5 00 Kilometer long fein, da der Rhein nicht als Zollgrenze dienen kann. Die gestrige Sachoerstön. drgknkouserenz hat sich dieser Auffassung angeschlossen mik der Begründung, dah bedeutende Zentren sowohl in den rechtsrheinischen Brückenköpfen als auch zu beiden Seilen des Flusses gelegen seien. Deshalb wurde ein Vorschlag angenommen, nach dem die Zollinie im Znteresse der Kontrolle im Znnern der englischen Besohungszone wvfen soll, hierdurch werde keine Abände- rnng an der militörch'chcn Besehnngszone nötig. lvas den Zoll für den Eingang aus dem nicht besetzten deutschen Gebiet« in den Rheinlanden betrifft, so ist von der Rheinlandkom- mlssion vorgeschlagen worden, in der ersten veriode 2 5 Vroz. de? deutschen Tarlses zu erheben, in der zweiten Periode 5 0 Vroz. und in der dritten Periode den ««fomlen Betrag des deutschen Zolles. Sämtliche Zahlungen feien in Gold mark zu entrichten, heute hak. sich der Botschafter. rot nur aus die erste Periode seslgelegt, für d'e beiden anderen Perioden ober weitere Instruktionen den beteiligten verbündeten Regierung vorbehalten. hinsichtlich des A u s g a n g s Z o l l e s für rhciaiiche waren nach dem unbesetzten Deutschland hat die interalliierte Kommission die Erhebung von Zöllen vorgeschloge.i, die dem Deutschen Tarif in Popicrmark gleichkommen. Der ,Temp»� be- merkt hierzu: Dieser Vorschlag scheint keinen Widerspruch gefunden zu haben. Der Bericht der Sachverständigeukommission sage ledig- lich. wenn der Eiugangszoll au der Westgrenze des besehten Gebietes herabgesetzt werden würde, müsse der Ausyangszoll der Ost- grenze so heraufgesetzt werden, dah der Toris dem effektiven deutschen Eingangszoll an den anderen Grenzen gleichkomme. Es scheink, daß dieser Vorschlag gemacht worden Ist. weil es vielleicht notwendig werden könnte, der W e st g r e n z e des besehten Gebietes sür Rahrungsmittel, Rohmaterialien und gewisse Fcrtlgsabrikole Zollermäßignngen zu gewähren. Schließlich scheint der Entwurf sich mit der Frage der Ein- fuhr nnd der Ausfuhr zu beschäftigen. Die interalliierte Rheinlandkommission hat das Recht, die Maßnahmen zu treffen, die sie für notwendig hält. 3n Koblenz wird ein leitender Ausschuß für die rheinischen Zölle errichtet. Dieser untersteht einem Zollkommissar. Für das Rheinland werden die drei Hauptämter Wiesbaden. Mainz und Ludwigs- Hosen ln Londesfinanzämler umgewandelt und treten an die Stelle derjenigen in Kastel. Darmstadt und Würzburg. Die lg Haupt. ämtcr in der Röhe der neuen Zollgrenze werden sür die Erhebung der Zölle oerwandl. Ebenso Zl einfache Aemler. wozu noch eine Anzahl Aemter geschossen wird. Der Rheinschifsahrl�zoll bleibt bestehen. Schisse, die aus dem Anstände kommen, werden jedoch in Ruhrort und Mainz durchsucht. Dem deutschen Zoll- personal. das gegenwärtig lW0 Köpfe betxägl. werden 7t» Beamte und S0 Hilfsorbeiter für die obenerwähnten Aemter entnommen. Die bisherigen Zollivsprftioneu bleiben bestehen. Es wird außerdem stasselmeis« eine interalliierte Kontrolle ein- gerichtet, hierfür stellen Frankreich lll. Belgien l0 und England 5 Beamte. Die Aeberwochung der Zollgrenze wird unter Mit- wirkvmg des. S e s a h n n g sh ee r e» ansgeübt. hierfür stellen Frankreich t00 Mann. Belgien 20»nd England 16. Es soll außerdem von der rheinischen Oberkommlssion»ln: F l u ß p o l i z e i aus dem Rhein organisiert werden. die Reparationsfrage. � Amerika und Zweite Internationale. mit Rücksicht auf die Situation der Weltwirtschaft zu keinem Re- sultot führen kann. Sie erklärt, daß angesichts der Ohnmacht der kapitalistischen Regierungen, aus dem durch den verschiedene Blätter veröffentlichen lange Betrachtungen Frieg entstandenen Chaos herauszukommen, die i n t« r n o t i o. übe.r ein angeblich bevorstehendes Eingreifen Amerikas in der nals Solidarität d?r Arbeiter eingesetzt werden muß, Reparationsfrage, aus denen aber tatsächlich nichts weiter um dem Problem eine Losung zu geben, und daß die Gewerk- hervorgeht, als daß der inoffizielle Vertreter der Vereinigten schasten ihre Macht aufbiete» sollen, um chre Regierungen zu Der- Staaten in Verlin, Herr Dresel, vor etwa 1t Tagen von chanvlungen und zur Verständigung zu bringen. Sie Dr. Simons eine ausführliche Denkschrift über Deutschlands' erklärt, daß diese Losung in einem freundschaftlichen Ansammen- Stellung zur Reparatwnssrage erbeten und erhalten hat. Nach wirken der Vistter gesucht werden und o»s den baldigen Wiederaus. der„Voss. Ztg. soll dazu eine Antwort der amerikanischen bau der durch den Krieg vermüsteten Provinzen und die Wieder- Regierung ergangen fem, worin sie sage, sie freue sich, zu seben, j aufrlchtung der Weltwirtschaft aus der Basis einer gegen« daß Deutschland sich bereit erklärt, wozu es ja auch moralisch Zeitigen hilf« abzielen muß. Sie nimmt die bestimmte verpflichtet sei, die Schäden des Krieges wiedergutmachen zu helfen. Es sei dies au» die einzige Basis, auf der ein e n d' gültiger Friedenszustand wiederhergestellt werden würde. Die amerikanische Regierung hoffe, daß hier eine Lö- sung zu finden'sei, die allen Teilen gerecht werde.— Das wären, die Richtigkeit der Meldung vorausgesetzt, wenig be- sagende allgemeine Redensarten. Inzwischen haben die Vertreter der Zweiten Sozia- listischen Internationale in Amsterdam, wie mir DWWMMDWW HPHPI in' unserem gestrigen Abendblatt berichteten, praktische Arbeit]jlt ti05 mit dem Studium der teckmischen Organisation der gäiielsiet, um eine gememsatne Gru.idlage zur Losung der Vk« allgemeinen und finanziellen Verwaltung der Wiederaufbau arbeit paratwnsfrage zu schaffen, und das große moralische Gewicht � betrauen ist. Dieses Institut fall zusammengesetzt werden aus ihres gemeinsamen Beschlusses wird an keiner«teb? nrvfnnut Vertretern der Arbeiterorganisationen und Vertretern des Inter- werden,-i. aß bei den gegenwärtigen verworrenen und st-'! nationalen Gewerkschoftsbundes, aus technischen und industriellen Er. klärnng der deutschen Gewerkschostsorganisationen zur Kenntnis, wo- nach diese die Verpflichtung Deutschlands zur Repa» ratio» der durch den Krieg verursachten Verwüstungen an«. kennen. Die Internationale Gewerkschaftstonferenz erklärt nach Kennt- nisnahme dieser Feststellungen, daß es Pfsicht der Ententeregierung ist, Deutschland unverzüglich j» den Völkerbund aufzu- nehmen und die Errichtung eines Jvleniationaleu Reparationsinstitul» spannten Verbältnissen Vertreter der Arbeiterparteien der verschiedenen Länder zu einer so vollkommenen Uebereinstim- mung der grundsätzlichen Auffassungen gelangen konnten, dies allein ist schon eine Tatsache von nicht zu unterschätzendem Wert. Sie zeigt, daß die so oft totgesagte Zweite Internatio- nale lebt und daß sie auf dem Wege ist, sich zu einem�Faktor der internationalen Politik zu entwickeln, der den Frieden Europas garantiert. Zu bedauern bleibt es dabei, daß die Vertreter der so- genannten Internationale 2y* auch diesmal wieder auf halbem Wege stehengeblieben sind und es versäumt haben, ihre Ve- mühungen mit denen der Zweiten Internationale zur Schaf- *Hng eines wirklichen Friedenszui'tandes in Europa zu ver- einigen. Unerklärlich bleibt der Widerspruch, daß die deutschen Unabhängigen zwar in der inneren Politik, wie in Sachsen. mit der deutschen Sozialdemokratie zusammenarbeiten können, ihre kameradschaftliche Mitwirkung aber dort versagen müsten, wo es sich um ein Zusammenarbeiten um noch viel höhere Ziele handelt._ Gewerkschaften und Wiederaufbau. Luch die Internationale Gewerkschaftstonferenz Hot sich in ihrer Amsterdamer Tagung mit der Londoner Konferenz beschäftigt. Sie bestätigt die vom Bureau des Internationalen Gewertschafts- bundcs am lt. März angenommene Resolution und stellt den Fehler der Regierungen fest, für das Problem der Repa, Vertretern und den offiziellen Vertretern der beteiligten Rationen Die zu schassenden Sektionen für„Technik",.Finanzen", „Arbeiterangelegenheiten" und„Materialien" würden gewisser- maßen den Verwaltung srat dieses Internationalen Instituts bilden. Um die Arbeiten des Wiederaufbaus ins Werk zu setzen uvh ! ihre Fortsetzung zu sichern, sollen von dem genannten Internotio. nalen Institut unter Garantie des Völkerbundes inkernallonal? Anleihen ausgegeben werden. Die Abtragung dieser Schuld einschließlich der Verzinsung hat durch Deutschland in Jahresraten zu erfolgen- Die Ar» beiter Deutschlands sollen darüber wachen, daß die hierfür nötigen Summen hauptsächlich van den Kapita liste» aufgebracht wer- den, die ans dem Kriege Nutzen gezogen haben. Schließlich wird es, um dieses Ziel zu erreichen, angezeigt fein, daß die Arbeiterschaft in den beteiligten Land«« eine Kam. pagne führt, um ihre Regierungen zu veronlossen, die von der international organisierten Arbeiterklasse vorgeschlagene Lösung zu akzeptieren._.. Volle Versammlungsfreiheit in Verlin. Der Polizeipräsident von Berlin erläßt folgende Bekannt- machung: Das von mir auf Grund des Artikels 123 der Reichsverfassung unter dem 28. März d. I. angeordnete Ver- -------....„------------- bot aller Versannnlungen unter freiem Himmel und aller raüon eine ausschließlich smanzulle Lösung gesucht zu haben, die| Straßendemonstrationeu hebe ich hiermit aus. die Grenze im Osten. Von Adolf K ö st e r. Oberschlesien hat mit drei Fünftel seiner abstiinntungsbc» rechtigten Bevölkerung für Deutschland,»nit zwei Fünftel sür Polen votiert. Nehmen wir an, daß diese Abstimmung�- Ziffern ein wirkliches Spiegelbild der in Oberfchlesien herrschen- den nationalpolitischen Gesinnungen darstellen, so bedeutet das Ergebnis, daß zwei Füisitel aller abstimmungsberechtigte!! Oberschleficr, das find 47l) l)(M> oberschlesische Staatsbürger, unzweideutig ihren Willen kund ge- tan haben, in Polen einverleibt zu werden. Diese Tatsache muß in ihrem ganzen Ernste auch von Deutsch- land ersaßt werden, und es nützt gar nichts, sie durch allgc- meines Protestgeschrei zu verdunkeln. Zunächst und vor allem soll der Wille der Vcvalkerung nach dem Friedensvertrag von Versailles über das Schicksal Oberschlesiens entscheiden. In- dem wir diesen Grundsatz annahmen, haben wir uns ver- pflichtet, auch der Stimme derjenigen Achtung zu ei weisen, die gegen uns votierten. Die These, daß das deutsche Wir!« ichaftsleben ohne Oberfchlesien zusammenbrechen würde, diese These allein gibt niemals einen genügenden Rechtsboden für unsere Forderung ab, daß Oberschlesien ungeteilt bei Deutsch- land zit verbleiben Hobe. Der Wille der 470 000 wird durch diese These nicht hinwegestainotiert. Wenn wir Oberschlefieu für Deutschland fordern, müssen wir Gründe beibringen, denen gegenüber auch der Schrei jener Holben Million oberschlcsijcher' Polen verstummt. Haben wir solche Gründe?� Ich habe schon vor vielen Wachen gelegentlich eines in Wien gehaltenen Vortrages darauf hingewiesen, daß die oberschlosischc Frage nicht gesondert für sich, sondern nur im Rahmen der Gesamtauseinandersetzung Deutschlands mit feinem östlichen Nachbarn zu betrachten ist. Ostpreußen, West» proußen, Posen i»iw Oberschlesien sind die zwischen Deutsch- land und Polen auch in Zukunft strittig bleibenden Gebeite. Ich weiß, daß Polen nichts so sehr verabscheut, als an jenen G e w al t o k t erinnert zu werden, durch den der größte Teil Westprenßens und fast die ganze Provinz Posen unter Nicht- achtung des Willens der doptigen Bevölkerung von Deutsch« land losgerissen wurde. Um so mehr haben wir die Pflicht, das vernünftige Europa wieder daran zu erinnern— und gerade in diesen Togen, wo die Würfel über das Schicksal Oberschlesiens fallen—.daßdieAlliiertenimIahr« 1919 über 1 Million deutscher Menschen ohne Befragung aus ihrem bisherigen Staats- verbände losgerissen und„wie Figuren eines Schachbrettes" in einen fremden Staatsverband in Polen, hineingeschoben haben. Diese Hunderttausende von Deutschen leben noch heute. Sie haben ein Recht ans Gehör, zum mm« besten darauf, in der nationalpolitischen Gesamtau sein ander- setzung Deutschlands mit Polen berücksichtigt zu werden. Oder sind diese Hunderttausende von Deutschen im Korridor ünt> im ehemaligen Posen zuzüglich aller derjenigen, die seit asters- her in Kongreßpolen leben, weniger wert als die Polen i i Oberfchlesien? Niemals. Aber dann ist auch das Recht jener 470000 polnisch gesinnten Oberschlesier niemals zu trennen von dem Recht der viel zahlreicheren Deutschen, die heute ge- zwungen�jinter Storosten und Woiwoden leben. Man wird also die Stimmabgabe jener 470 000 Polen in Oberfchlesien in ihrer ganzen Wucht und Eindringlichkeit anerkennen können. Aber mqn wird gegen sie hasten müssen die weitaus größere Zahl von vergewaltigten deutschen Stimmen, die darum nicht weniger deutsch sind, weil ein schlechter Friedensvertrag ihnen keine Gelegenheit gab, sich vor aller Welt ahs solche zu enthüllen. Gewiß— Deutschland wird, wenn ihm Oberschlesien.zu- gesprochen ist, 470 000 Polen in seinen Grenzen beherbergen, 470 000 Menschen, die vielleicht auch in Zukunft aus sesiien Grenzen hinausstreben werden, die zum mindesten alle dir- jenigen Rechte beanspruchen werden, auf die die deutschen Staatsbürger nichtdeutscher Nationalität nach der Reichsver- sassung Anspruch haben. Aber Polen beherbergt seit fast zwei Iahren ungefähr das Doppelte an fremdsprachigen Ein- wohnern, deren politische Sehnsucht mindestens in gleickzein Maße über die Grenzen chres heutigen Staates hinausgeht, und die fisr sich mindestens dieselben Rechte, den Schutz ihrer Sprache und Kultur beanspruchen kennen. Wenn wir so die oberschlesische Abstimmung in diesen deutschpolnischen Gesamt- rahmen stellen, verlieren die 470 000 polnischen Stimmen ihr drohendes Gewicht. Oberschlesien muß bei Deutschland blci- ben auch nach dem nüchternen und vorsichtigen Urteil derer, die sür die 4<0 000 Stimmen eine ernste und wichtige Sache sind. Auf den ersten Blick scheint diese Argumentation ein müßiges Rechenexempel. Wir alle missen, daß Geschichte und Politik keine angewandte Mathematik sind. Aber es handelt sich hier um mehr als ein Rechenexempel. Der hier vorge- tragene Gesichtspunkt scheint vielmehr so wichtig, daß er zum Angelpunkt der gesamten deutschpolnischen Beziehungen der Zukunft erhoben werden muß. Zwischen Polen und Deutsch- land gibt es keine ideale Nationalgrenze. Jede Grenze, wie gerecht auch immer sie gezogen wird, muß hüben und drüben nationale Minderheiten lassen. Das ist schlimm für denjenigen, der in der Politik an absolute Lösungen > glaubt. Was aber auf den ersten Blick em N a ch t e i l scheint. ?ann durch staatsschöpfensche PoNtik zu einem Clement gegenseitiger Befriedigung und zwischenstaatlicher Bindung um- geschaffen werden. Die ideale Nationalgrcnze in einen. Misch- gebiet ist nicht die unmögliche Grenze, die natinnale Minder- heilen ausschließt, sondern diejenige, die auf beiden Seiten möglichst wenig, d. h. möglichst gleich große Minderheiten läßt. Das war das Ziel in unserem Kampfe um S ch l e s- w i g. Gleiche Minoritäten in Deutschland und Dänemark und gegenseitiger, auf Staatsvertrag beruhender Schutz dieser Minoritäten durch die gleiche demokratische. Staatsidee. Wir haben dieses Ziel in Schleswig nicht gam erreicht. Aber schon beute spielt auch ohne ausdrücklichen staatsoertrag bei der Behandlung der deutschen Minoritäten durch Dänemark, der dänischen Minoritäten durch Deutschland die gegenseitige Rücksichtnahme eine entscheidende Rolle. Und darüber hinaus bleibt ein Staatsvertrag über die beiderseitigen Minori- täten das Ziel und die einzige Lösung all jener zahlreichen Minderheitsstreitfragen, mit denen Europa nach dem Ber- sailler Frieden schwerer belastet ist als vorher. Soll diese Lösung oder eine ähnliche für den Streit zwischen Deutschland und Polen auf immer unmöglich bleiben? fftur wer an der Möglichkeit der dauernden Beruhigung Eu- ropos verzweifelt, kann das glauben. Heute herrscht zwischen Deutschland und Polen ein mühsam verhüllter politischer Kriegszustand. Aber das darf den Politiker nicht verwirren. Denn heute ist Posen noch kaum etwas anderes als eine w e st m ä ch t l i ch e K o n st r u k t i o n. Es wird zu einem wirklichen Staate werden, sobald es ansangen wird, polnische Politik zu treiben. Dann wird es einsehen, daß es eine prinzipiell gegen Deutschland eingestellte Politik nicht treiben kann— um seiner selbst willen. Und Deutschland, das neue Deutschland, soll und wird dann alles tun, ihm diese neue Einstellung nicht zu schwer zu machen. Aber mit oder ohne diese Umstellung— immer werden die Hunderttausende von deutschsprechenden und deutsch fühlen- den Staatsbürgern der polnischen Republik nir das VerMtnis der beiden Staaten von entscheidender Be- deutung bleiben. Sie werden immer eine Belastung des künftigen deutsch-polnischen, ja des osteuropäischen Friedens bilden— ober eine Belastung, die gemildert werden könnte, wenn Deutschland von Europa die Aufgabe erhielte, für jene 470 090 oderschlesischen Polen in seinen Grenzen weiter zu sorgen. Ich weiß, oaß im heutigen Polen und im heutigen Frankreich eine starke Schicht sich gegen diese Lösung gerade deshalb stemmt, weil sie einem künftigen Frieden zwischen Deutschland und Polen vorarbeitet. Aber das sollte das übrige Europa nicht hindern, das zu sagen und das zu tun, was die Vernunft gleichermaßen erfordert wie die Ge- rechtigkeit. Wir gingen aus von der ernsten Tatsache, daß 470 000 bisher deutscher Staatsbürger ihrem Willen zu Polen unzweideutig Ausdruck gegeben haben— einer Tatsache, die unseres Erachtens in Deutschland bisher nicht die genügende Würdigung gefunden hat. Wir durften schließen mit der Feststellung, daß in dem von uns aufgezeichneten Rohmen diese Tatsache ihren bedrohlichen Charakter verliert, ja. das; bei dem Bcvölkerungsdurcheinander zwischen Deutschland und Polen diese 470 000 Stimmen gerade dann, wenn sie bei Deutschland verbleiben, ein Ferment des östlichen Friedens abgeben können. Der Oberste Rat, der die letzte Entfchei- dung über das Schicksal Oberschkestenz zu treffen hat, steht vor einer schicksalsschweren Entscheidung für das Wirtschaft- liche und politische Leben Mitteleuropas. Ob er eine Eni- scheidung im Sinne des europäischen Wiederaufbaues trifft oder ob er dem zerrissenen Europa eine neue klaffende Wunde beibringt, dafür wird die Geschichte ihn und ihn allein ver- antwortlich machen. Auf jeden Fall— das glauben wir dem Obersten Rat gezeigt zu haben— die 470 0(50 polnischen Stimmen können für den europäischen Areo- pag niemals ein Hindernis sein, diejenige Entscheidung zu fällen, auf die das ver- nünftige Europa innerhalb und außerhalb Deutschlands wartet: daß Oberschlesien un- geteilt bei Deutschland verbleibe. Max tzolz, öer„rote Genera!". OenofTt A l tm a t« r hat als Sootctlct«Intger englisch» Iourna- lisle» de»„rotrn General" in dessen Hauptauarticr aufgesucht. Cr gidt von dieser Tragikomiiaie d!« nachnedend- Schilderung, die in der mich. ften Nummer der® 1 o it e" erscheinen wird. Auf Sinowjew folgt Hölz. Kein Stoecker und keine Klara Zetkin: der„rote General" ist die Hoffnung der kommunistischen Arbeiter des Aufstondsgebietes. Sein Nani« geht von Mund zu Mund. Plätzlich war er da, als wäre er gleich den Dynamltpatronen aus der Erde aufgeschossen. Sein Lebenslauf: 1889 in Riesa geboren. Vierzehnjährig als Taglöhner bei einem Bauern. Später, zivei Jahre bei einem In- genicur in England. Mitglied des„Christlichen Vereins junger Männer". Gesühlssozialift. Zurück nach Deutschland. Bilderklärer i» einem Kino. Bei Kriegsausbruch mit einem Husarenregiment ins Feld bis Waffenstillstand. Während des Feldzuges voll Haß gegen den Militarismus und Kapitalismus. In der Revolution Vorsitzender eines Arbeirerrates. Gewalttätigkeiten. Steckbrieflich verfolgt. Während des Kapp-Putfches: Räuberhauptmann l Flucht ig die Tschechoslowakei. Als politischer Verbrecher freigelassen. Ein Jahr unter falscher Flagge und falschem Bart in Berlin und an- deren deutschen Städten. » 26. März 1921! Von Savgerhausen zieht um die Mittags- stunde die„Heeresgruppe Hölz". Vorweg ei« Luxusauto. In- iasien: der rote General, fein Pressechef, ein kommunistischer Ns- dakteur und ei» Adjutant. Dahinter ein zweites Lurusaute mit dem Generalstab. Ihm folgt die„Armee": drei Lastwagen mit eima 89— 100 bewaffneten Arbeitern, in struppigen Barten, die Gewehrläufe starren wie Stacheln zum Himmel. Paßrevision l Begrüßung durch den General.„Kommen Sie mit, wir wollen Sangerhausen besetzen!" Der Kraftwagen der attslündischen Berichterstatter, bildet jetzt den Schluß des Heerbannes. Sangerhausen. Das Rathaus wird umzingelt. Die drei Poli- zisten und der Bürgermeister werden oerhaftet. Ebenso der Pfarrer, die Gefangenen kommen in Gewahrsam. Der Gasthof„Schützen- liaus" erhält die Ehre des Generalquartiers. Kraftwagen und Fahrräder werden requiriert, zehn Bürger als Geiseln eingesperrt. ' Mitten im herrlichen Frühlingstag, vor dem„Schützenhans" auf freier Straße wird ein Tisch aufgeschlagen, eine Landkarte aus- riebreitet, vor der der General und sein Stab Platz nehmen. Ein Bewohner des Gasthauses will zum Tor hinein.„Hier bleiben", und die Stimme des kleinen, untersetzten, nervösen, jedoch«nergi- schen Hölz bannt den Vorübergehenden, daß er wie angewurzelt stehen bleibt. Frage und Antwort! Der General ist befriedigt. „Weg!" Der Schützenhausmietcr geht hocherhobenen Hauptes und mit gewichtigen Schritten ob.„Weg, weg. weg!" donnert die ans 'Befehlen gewohnte Kommandostimme. Ilnd der Höchstkomman- Herende zieht den Revolver und jagt dem Abtretenden ein« Kugel neben die Füh«, die daraus im Salopp die Haustür« suchen. wie Moskau zahlt und öirlgiert. Folgendes Schriftstück geht uns in Abschrift zu, für deren Richtigkeit wir uns verbürgen: Nr.£3. 21. 8. 1921. An das Bureau des provisorischen Internationalen Rates Berlin. Werte Genossen! Wir sind im Besitze Ihrer beiden Protokolle, haben von dem Inhalt Kenntnis genommen uitd behalten uns vor, evtl. noch näher darauf einzugehen. Für heute jedoch folgendes: In der„Roten Fahne" vom 29. Januar Nr. 47 lesen wir in dem Bericht über eine Lctriebsfraktionsoorstände-Versammlmtg in Berlin, daß der Referent ausführte:„Bei Wahlen in Betrieben dürfen wir unter keinen Umständen auch nicht mit Syndi- kalisten und BO.- Leuten gemeinsame Listen aufstellen." Sind wir im Bilde, wenn wir annehmen, daß es die g e s e tz- l i ch« n Betriebsräte sind, worüber Sie sprechen? Dann bitten wir Sie, uns zu gleicher Zeit aufklären zu wollen, warum die Auf- stellung von Listen gemeinsam mit Syndikalisten und BO.-Leuten von der Gewerkschaftsbureaukratie als Strick für die Kommunisten benutzt werden?— Wir können uns von diesem für uns etwas kom- plizierten Zusanuncnhang kein rechtes Bild machen, um so weniger, weil etwas weiter von der Tätigkeit der Kommunisten in den Be- trieben und j» den Gewerkschaften zwecks Herstellung der„Ein- h e i t s f r o n t" die Rede ist. Zitieren wir nun auch noch den Satz aus demselben Bericht: „Die syndikalistischen und die Betriebsorganisationen sind zu liqui- dieren", dann haben wir einen Gedankenkomplex, in den wir uns ohne nähere Aufklärung nicht genau hineindenken können. Daß man schon jetzt so weit gehen muß, von Liquidierung der Vetriebsorganisationen zu sprechen? Und in Erweiie- rung dieser Frage: Liegen die Dinge nach Ihrer Meinung so, daß es dem Interesse des Kampfes der Arbeiter entsprechen würde, wenn diese Liquidation sofort verwirklicht wäre? Muß das Zusammen- schließen aller wirtschaftlich organisierten und revolutionären Elemente als eine vollkommen verwerfliche Sache be- trachtet werden, Ihrer Auffassung nach? Und müssen wir schließen, daß Sie unter Einheitsfront nur noch die Einheitsfront mit den M e h r h e i t s organist.tionen verstehen? Ist schließlich eine Ein- heitsfront nach der Richtung, die sich„links" zu stehen glaubt, eine aussichtslosere Sache als die Einheitsfront nach„rechts"? Wir möchten gerne bald Ihre Antwort haben— denn, wie Sie wissen, sind Union! st en bei unserem Rat angeschlossen und ist die ganze Frage der Gewerkschaften für uns eine sehr deli- kate: dabei die deuischen Verhältnisse von ausschlaggebender Be- deutung. Es ist selbstverständlich, daß Ihre Antwort sich nicht auf die obigen Fragen zu beschränken braucht und ruhig außerhalb des Rahmens der Fragen gehen kann: wir haben die Fragen nur so gestellt, um die Richtung, worin wir gerne Aufklärung haben möchten, anzudeuten. Mit kameradschaftlichem Gruß Der provisorische Internationale Rat der Gewerkschaften. gez.(Unterschrift) Leiter des Gensrcll-Sekretariats (Stempel) Für die deutsche Sektion gez.(Unterschrift) F. S. Durch den Ueberbringer übersenden wir Ihnen Geldmittel und billen Sie. uu, wöchentlich üb« Ihre Ausgaben telegraphisch milmleilen, damit wir Ihnen die nötigen Mittel ohne Verzögerung leisten können. Dieses Dokument bildet einen weiteren Beitrag zur inne- ren Geschichte der VKPD. und zur Vorgeschichte des n e u e st e n P u t s ch e s. Es bestätigt unsere Auffassung, daß die frühere Parteileitung der Kommunisten sich zu einem ge- wissen Verantwortungsgefühl durchgerungen und eine Ueber- leitung der Bewegung in ruhigere Bahnen vorsichtig vorzu- bereiten versucht batte. Deshalb wurde sie abgesägt und durch eine Bande gewissenloser Abenteurer ersetzt, die bereit waren, zu tanzen, wie Moskau pfiff. Etwas anderes war auch nicht möglich wegen der finanziellen Abhängigkeit der Von irgendeiner Seite ertönt plötzlich der Ruf:„Roste ist aus- geschwärmt." In der Tat. Ein Panzerzug mit Soldaten fährt die Bahnstrecke entlang. Der General:„Die Kompagnieführcr." Stramm militärisch treten sie an. Die Kompagnien, je IS— 20 Mann, erhalten ihren Auftrag und marschieren ab. Die Straßen werden gesichert, Posten ausgestellt, ausgeschwärmt. Schüsse knallen, Maschinengewehre knattern. Ein Verwundeter wird gebracht. Der Wirt soll Wein bringen. Ein fettleibiger Mann erscheint. Cr leugnet zuerst, Wein im Keller zu haben, will dann keinen Schlüssel zur Türe besitzen, um dann nach kräftigen Donnerworten des Generals 6—8 Flaschen zu bringen. Mohr Hobe er nicht. Der Mieter bestätigt es aus dem Fenster des ersten Stockes.„Maul halten!"„Stellt den Kerl an die Wand." Dem Wirt perlt jetzt der Schweiß und gleichzeitig fein gesamter Weinvorrat, den er mit Hilse von Hölzgordisten herbeibringt. Einer der Soldaten hat eine Flasche Rum in der Hosentasche. Der General zieht sie ihm heraus und läßt den Schnaps wieder wegbringen. Schnapsverbot. Hölz bestimmt den Wein für die Front, jede Kompagnie drei Flaschen. Er selbst rührt keinen an. Inzwischen knattern von fern die Gewehr«. Das Gefecht dauert schon zwei Stunden. Drei Tote werden gemeldet. Hölz verkündet den Journalisten seine Ideen.„Bourgeoisie Schreck einjagen. Endziel: Diktatur des Proletariats. Dies« Aktion ist notwendig. Erfolg oder Nichterfolg gleichgültig. Etwa» tun ist besser als nichts. Orgesch, Iustizschmach und weißem Terror muß der rote Terror entgegengesetzt werden. Die Hegclsche Dialektik lehrt ja: Druck erzeugt Gegendruck." Eine Ordonnanz kommt. Die Bahngleise sind an zwei Stellen gesprengt, der Panzerzug mitten drin gesangen, die Soldaten ge- flohen. Der Abend dämmert. Der General läßt Leuchtpistolen abfeuern und durchschreitet dann das Städtchen. In respekwoller Ferne stehen einige Dorfbewohner. Ins Postamt werden Hqnd- granoten und Dynamsttopseln geworfen, die die Inneneinrichtung zerstören. Die Nacht Ist da. Niemand darf ein lautes Wort sagen. De- fehl« werden nur geflüstert! Kein Streichholz, keine Zigarette darf brennen. Die brennende Straßeillaterne vorm Schützenhaus wird von Hölz heruntergeschlagen. Eine Besetzung in Stärke von vier Mann bleibt in Sangcrhansen zurück. Die Armee ist eingestiegen; die Journalisten sind gebeten zu folgen. Gedämpft kurbeln die Kraftwagen. Marsch! Vorweg das Luxusouto des Generals und seines Preflecheks. Dahinter die Wagen des Stabs. Ihm folgt das Gros: drei Last- fuhren mit bärtigen Männern, deren Gewehre in die Nacht starren. Den Schluß bildet der Wagen der Berichterstatter. Es geht ohne Trommclklang mit Motorensang die Anhöhe hinaus nach Schroff- lau und Teutschentol. zum Aeneraistabsquartier. Schwarze Nacht liegt über dem Land. Die Pälse der englischen Kollegen beginnen mit der Unterschrift von Lord Curzon und enden mit dem Visum von Max Hölz. BKPD. von Moskau, d?s in der NachschrM zu drastischem Ausdruck kommt, Moskau zahlt wöchentlich! Moskau zahlt. was verlangt wird! Aber dafür fordert Moskau auch die Unterordnung der VKPD. unter die putfchiftischen Elemente der„Arbeiterunion" und des Syndikalismus. Der Märzputsch von 1921 ist mit russischem Geld und unter russischer Einwirkung gemacht worden. Das ist ja auch die einzige Erklärung für ihn, da jeder politisch unterrichtete Deutsche, gleichviel welcher Richtung, seine völlige Aussichts- losigkeit von vornherein erkennen mußte. Nutzlos und sinnlos haben die gegenwärtigen Führer der VKPD. das Leben ihrer Anhänger geopfert auf den Befehl ihrer ausländischen Geld- geber. Die sparen nicht mit Mitteln, wenn es gilt, fremde Häuser anzuzünden und im fremden Land Vroleiarierleicheu zu häufen. Für die Hinterbliebenen ihrer Opfer� zu sargen� werden sie aber, wie bisber noch immer, großmütig— den deutschen Arbeitern überlassen! Putsch-Enöe. Der Kolnmunistenausstand erlischt mehr und mehr. Die kom- mimistischen Parteien sollen nach Meldungen einer— allerdings nicht unbedingt zuverlässigen Korrespondenz— ihre Generalstreik- parole vom Gründonnerstag für ganz Deutschland zurückgenommen haben. Dieser Beschluß soll am Freitag von den Parteileitungen der VKPD. und KAPD. gefaßt worden sein. Sicher ist. daß in Halle die Kommunisten die Erlaubnis zur Verbreitung eines Flugblatts nochgesucht haben, in dem die Aufhebung des General- streiks verkündet wird. Die Bandenkämpfe in Misteldeutschland haben mit der Der- nichtung der Banden geendet, worüber wir an anderer Stelle aus- führiich berichten. Auch in Moers, auf dem linken Rheinufer, haben nunmehr die belgischen Besatzungsbehärden durch scharfe Maßnahmen den Terrorismus der Kommunisten gegen die arbeitswilligen Bergleute gebrochen. Von den Besatzungsbehörden wurde der Belage- rungszustand erklärt, und die Verhinderung Arbeitswilliger am Einfahren in die Zechen mit schweren Strafen bedroht. Eine Verschärfung der Lage wird allein aus Mecklenburg gemeldet, wo das Ministerium Versammlungen unter freiem Him- msl verboten hat. Doch liegen weitere Nachrichten über Streiks oder Aufstände auch von dort nicht vor. Vernichtung öer Landen. Magdeburg. 2. April.(WTB.) Die Meldestelle des Ober- Präsidiums teilt mit: B e e s e n st e d t: Die Bande, welche gestern abend in Beesenstedt zum Teil vernichtet wurde, hat sich, verfolgt von der Schutzpolizei, auf anhaltisches Gebiet zurückgezogen. Daselbst wurde der Rest festgenommen. Gegen 60 Personen ist der Haftbefehl erlassen worden. Unter den Festgenommenen be- finden sich zwei Schwerverbrecher, von denen der eine geständig ist, einen Gutebesitzer, der andere einen Polizeibeamten ermordet zu haben. Die heute nordöstlich und nördlich von Halle durchgeführten Streifen ergaben, daß keine Bandeubilduug mehr angetrossen wurde. Am Montag werden die großen Werke in Mansfeld, Eisleben und die Leuna-Werke die Arbest wiederaufnehmen. In Liebenwerda schreitet die Aktton plan- mäßig weiter. Es wurden heute weiter« 12 Aufrührer f e st g e- nommen. Regierungsbezirk Er stur t: alles ruhig. Di« kau:-. munistifche Flugblollagstation dauert an. Die F e st n a h m e d e r Kommuni st en, welche sich on dieser Agitation beteiligen, dauert fort. Die Einvasimc vo» Beesenstedt. Ijdle. 2. April.(WTB.) Die Schupo unternahm gestern mit mg eine erfolgreiche Aktion gegen dos stark ml! Majchineogcwcheev und Minenwerseru besesllgle Dorf Beesenstedt. Nach kurzem. deftigen Widerstand der Rotgardisten gelang es der Schupo, unter Einsatz von Artillerie das Dorf zu nehmen. Die Rebellen ließen viele Tote und Verwundete auf dem Platze sowie ihre ganze Bagage von 40 bespannken Fahrzeugen und mehreren Autos. Ella Federn; eigene Dichlungen.(Lessingmuseum.) Scharf ge- schnittene Züge, unergründliche Augen hinter geschliffenen Brillen- gläsern, kurz geschnittenes, halb ergrautes Haar; das ist der erste Eindruck. Wenn sie liest, denkt man mehr über die Dichterin als über die Gedichte, weil alles Bekenntnislyrik ist. Dos Bekenntnishaste tritt am schärfsten hervor; ihre Lyrik fließt breit dahin, manches Gedicht wirkt wie ein kurzes Epos. Leidenschaftttchkeit glaubt man ihr nicht immer, zumal man weiß, daß sie Goethe- und Hebbel- forscherin ist. Ihre Stimme klingt nicht aus, sondern sie schließt ob; dos ist ein Nachteil, der durch das schöne, volle Organ ausgeglichen wird. Ein interessanter Mensch, ein Rassekopf. Der Abend war eine schöne Ergänzung zu der Zauberstimmung des Lessinggartens. «-p. Peladane„Semiramis" In München. Das Schauspielhaus be- scherte uns die Uraufführung von Pcladans vieraktigem Drama „Semiramis". ohne uns durch solches MitUcramt recht zu Dank ver- pflichten zu können. Mag man Peladan als Romancier gelten lassen(auch hier gäbe es seiner Pathetik gegenüber mannigfaltige Einwände), ein Dramatiker ist er sicher nicht. Ueber ein gespreiztes Getue und Gehabe wirft er ein faltenreiches, dekorativ wirkendes Kostüm, kann aber die seelische Leere darunter nicht verberget. Diese„Semiramis" schreit nach einem Verdi, der ihr mit Pauken und Fanfaren«in wenig lebendigen Atem«inbliese; ohne Musik ist es ein langweiliges Nichts, das auch durch Liebe, Mord und Apotheose kein Drama wird. Frau Körner lackte daran wohl auch nur die Möglichkeit, vier Akte lang im Mittelpunkt der Szene zu stehen und die Garderobe einer assyrischen Heroine vorzuführen. Das ist für das Theater etwas zu wenig, selbst dann, wenn noch mannigfaltige Gefühle In Ton und Geste in Modulation gesetzt werden. Aus Peladans„Semiramis" aber einen blutheißen Menschen zu machen, dürfte keiner Kunst gelingen: und so blieb alle Mühe dann vergeblich. Curt Moreck. DU Gross« v»lkZ»s>«r veranstaltet am 6. April im Marmorsaal einen „Verdi-ZldenV. Emmi Heckmann-Pettendorf, Margarete Lrndl-Ober. Corneliö BronKgeest und Roberr Hütt singe» Quartette aus dem„Requiem" und„Riaoletto'. und Arien und Duette aus„Alisa",„Qch-llo",„Maskenball" und Troubadour". Skala. Sonntag. 3. April, llVi Uhr, Aagner Matinöe unter Leo Blechs Leitung. äunftchronik. Im Neuen Rathaus zu Schöneberg findet am Mittwoch- die Eröfsnimg der ersten Ausstellung Schöneherger und Friede- na» er Künstler statt. Die Ausstellung dauert vom 6. bis 2t. April. — Reu« Merzbilder iuii)-Plastiken von Kurt SchwltterS zeigt„Der Sttirui". Das Problem des Alterns. Privatdozent Dr. G u l h e r t beginnt ani 8. April, abends ß Uhr, in der Humboldt. Hochschule(flfomjtt. hG) eine Vortragereihe über„TaS Problem des Alterns und der Verjüngung"(mit Lichtbildern). Dr. Gustav Mav, hält im Schubert-Saal einen Sonntagvormittage- Zyklus über: 100 Jahre deutschen Humor?(von Jean Pank bis Wilhelm Busch) am S.. 10., 17. und 94. April, 11H Ahr. Ein Natursorschnngsinftitnt in Amerika ist aus Bcranlossimg von Herbert Hoodck, dem Handelssninister der Hording-Regierung, in Kali- forme» an der Lelend-Stailsard-Junior-Unidersität begründet worden. Tie Anstalt, die von du Carnegle-Stiftuna 700 000 Dollar erhielt, soll sich mit de« wissenschaftliche» Studium der Produktion, der Terteiluug und de« Konsum von Nahrungsmittel» belasse». Kr. ISSi=S7S.' auch iür starke Damen Junsmüiichen-Köstoine | fesche Formen 47 5." 57 5»- 67 5." Frühjahrs Mäntel ßlendenä schöne 275.- bis«75.» Hochfeine wollene u. seidene Nddchen-Kiemer 50— 100 cm larg, ungewöhnlich billig. Frflblahrs-nidclienntöntel, allt Mi. iMWIM-�IIIIIIIIl-IMel 225.- 275.- 275.- auch große; Weiten Wollene Kleiderröcke gute Qualitäten,<9 A C_<1 CA_ OOS. neueste Formen Iäw. Idw. m O. Mimt Knaben-Anzüge Kieler u. Sportlormen, Woll- u. Waschstoffe. KBam-PaW Pfiatlis, Selten schöne handfestichte Uoite-Blm selbst für den verwöhntesten Geschmack, auch große Weiten. Hochfehte viele Farben, alle Größen 275.- 325.- 375.- � 425. Hochfeine (Disdi- o. Mimira-Kleite eleg. 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KSaiggrätzer Str. 3 Ulir: Rausch(Orska) uouhr: Rugby (Reinrück, Giäßncr, Bildt, Richard. Rdlnmcr, Botz) Montag: Rugby Diensiag: Rugby Mittwoch: Salome(Orska) Donnersta«: Rugby Freita.u: Rugby SonnabcuJ: Rugby Sonmag: Rugby Montag; Salome Komödienhaus 3Uhr: Die Sache mit Lot« 7.30 a: Das weiße Lämmchen mit Max Pallenbarg Im Berliner Theater tritt Fritzi Maffary nur noch 7 mal in„Die fpanifche Nachtigall" abds. 7.30 Uhr auf Hauptdai steller; Fritzi Massarj, Watlmann, l.nimy Sturm, Roberts, Kiper Heute 3; Der letzte Walzer Residenz-Theater feonmafiHUhn Die Freundin Täglich T'/fl Uhr; Das Privileg Paul Wegencf. Lucic HÖtlich, llka GrOning, fl. Edgar Liclio. Trianon-Theater Sonnt. 4 Uhr; Kammermusik. , Uhr; Rosen von Hei mann Sitdermann. Olga Limburg, KaroU Tülle, Kätc HaacK. Ilerft. Vallcntln, .lul.Faihensttin.Meinr.Schroth Kleines Theater u'tz! Die Ptarrhauskomödie. TU glich T/. Uhr; H. Schrolh. Mady Christians, K. Msmelock. Hans Albers. 7'/, Uhr: PHILHARMONIE. KONZERT des Phllhnrm, Orchesters Üirig. Prof. R. Hagel Anfang 7'/, Uhr Hntrilt 4 M, Volksbühne.'buiow... 2V»: Käthchen von Heilbronn 7 Uhr: Das Postamt und Die Komödie der Irrungen Lessing-Theater 3 Uhr: Frau Warrens Gewerbe u'; Ein idealer Gatte Montag 7 Uhr. Peer Gynt Dienstag'V» zum 50. Male: Ein idealer Gatte Mlllw.7>/z: Flamme(Dorsch) Dorm. 7Vz Ein idealer Gälte Freit 7'�: Plnmme(Dorsch) Sonnabend und Sonntag)>/,: Ein idealer Gatte Montfl, Flamtno(Dorsch) Deotsebes Künstier-Iiieater 3 Uhr: Pygmalion Allabendlich 7l 2 Uhr: DieScheidungsreise mit Mnx Adalbert C©ntral-Tli ontcr SVa Uhr: Deserteure 7v. uhr: Die Postmeisterin OeiitseSiPM Opcvnhan» i uhr Mignon �riedr.TViiiielKiMt.Th 7--- uhn Hoheit die Tänzerin Kl. 8eliau«i>icllian. p/. uhr: Reigen Komincli©<>pcr 31/« Uhr• Der Biberpelz "/.u: Luderchen IdfiMtMpirlhrina .V/o Uhr: Der Hctr Senator T/i Uhr: Arnold Rleck in Die spanische Fliege Mecropoi-Theatetr 3 Uhr: Ilollandwelbchen u� Die blaue Mazur Oporettnntheat. ZVs Uhr: Walzertraum 7«/« Uhr: Fritz Werner Der lachende Ehemann Neue« Volk«theatcr Heute und morgen 7Vz Uhr: Jugendfreunde 3 Uhr: Oer Melncidbauer v /.uhr-, Jeltehea Gehert Tlialia-TliCHter 3 Uhr: Die Klnopuppe 'v.uhr Mascottchen T h.a in X o 11 e v««1 o r f p Int* ZV- Uhr: Drei«Itc Schachteln 7 uhr: Wenn Liebe erwaein Theater ile« Westen« ZV« Uhr; Die Frau im Hermelin v/t uhr: Gehmlhenhochzei! Th. i.d. Kommandant enstr. v/2 uhrDeneriui�te Molar TVällfier-Theaccr ZV, Uhr; Eine Ballnacht 'tVhrDieTanzgräfln Wnllitsllu-Thratt-r 7/. thr Vogelhündler Casino-Theater LnihrlngtrSlr. 37. Tägl.«i',8 Nur noch bis Inkl. 7 April: Der Großfürst Freitag, 8. April, zum I. Mate: Das neue Berline' Vclksstück Kollricb de birtha St«. 3',: Bruder Balthasar 'if Folies Caprlce'(f a Oranienb.Tor. Tel.(W. 8650 Neues Programm; Der keaitche.loset Kein llodoll Am Bndeatrand mit Parti. Qrünecker Vorverkauf 11—2 u. ab 6 Uhr Königstadt-Theater Uabnhoi JannowitzbrQckt färl. 7.3$ Gala«Sänger fm Ballaaa! TANZ Germania-Praehtsäle Chausseestr. 110 C. Richter ll4>ttniRnnti Nordd.Sänger Anfang K Uh». des Konzerts s�'/o Uhr und Großer Ball Sonnabend, 9. April 9 Uhr abends Wallner-Theater Montag, den 4. 4lpril. 7» Ahr: »»»»»»,»»» Zuw\ 50 j maie »»»»»»»»«» Whlingsfest der Slaalslhealer ZUM Besten ihrer WohlsahrtsKasfen Lhrenausschuhi(Zntend. v Schillings. Sntend Zehner, Seheimrat Winter Johann Strauß-Abend mit dem gesamten Orchester d. Staatsoper(140 Künstler) D i r i g e n t« n: von Schillings Nlech Kurtwängler Gtiedry MlömeilierTiisügeT Krieg- Zigeüserdmil u. s. ÄI i 1 w i r K« n d« Damen: AriSl d» Padilla, Vran?«». van Latopol, Soselin« Vvra. vurieux,!?emp. Macherr, Vera Schwarz. Herren(Ärmster, BötitKer, Brand, Braun, Ldtholen, Helge:», Henste, Hirsch. Hüll, Kirchner, Rarlner, Palrg, Philipp. Sommerstoit,Schluinus,Velptirma»n.(ZaSor,�imm;rer Uz»l> dem oeaamien Bollelt der Stoataoper Linstudierung: Alex hoffmann Damen Lvi Peter, Berghvls, Sogeike, Seisei, Alesina. Schröder, Sudow, Krüger.— Herren� Sckert, Serlach. o. Cöoo, Ludewig, Meilel, Alolkow, Wtprfgck — W � g S.— Zriih!!ng»kleldung DreiBailorchester Selellschastsanzug Kabarett lSondereinlritt iooAI.) unter Leitung de» Mutend. Zehner ----------- Gesamtleitung: L u dwig Radow- ?Mzl Güncher/ Ostac Sab«,/ Carl Lcckersachs/ pepi Kampa/ Sllfr. Läulner Clrcus Busch Sarrasani T at l.7Uhr, Sonnt.auch 3 U. Prärie und Pußta. Neues Circusprogramm. Vorverk. Ctrcusk u Tietz * \Vf% Uhr T1/« Uhr Gastspiel des Wiener Ii Karlen van 30- 400 Mark bei den Kasten: Staat»oper, Schouspielhauz und A. Wertheim 3 Ideute 2 Vorstellungen 2 7,15 ü. zur Kleine Preise Kin'i. d Mähte Vari«t6-Spielplan Rauchen gestaltet! 7V. Admlralspalast Die roten Schuhe The&ler am Noliendorfplalz Nur noch wenige AuffQhrungen Allabendlich 7(Ihn Der groSe Opereltenerfolg A usschneideni. Anweisung für die Abonneaten des „VorwÄMs" zu alten VorstelTmgen für 1—6 Billettt zur Hdlfte des Kasseaprelses. Sonnabend und Sonntag).— Mk. Aufschlag Julius Liebans Kleinkunstbühne jetzt Fledermaus 14 Unter den Linden 14 Das große April-Programm mit Hertha Veuhaus' Käthe Keller/ Ida Van6 Else Reval/ WoIf'Ferrnrl/ Margot Kemberg ' Julius u. Adalbert Lieban/ Czerpanow u. Slavina/ Ernest u. Kitty Hastings Ab 10 Uhr Tanz, Ballorchest. Brachfeld Täg-lich ab VoS Uhr nachmittags 1 Gesellschafts-Tanz-Tee mit Vorführung-en j $«nl- l e n- h a u s e r„Z o; i a s i s! i s G e LebenKsubrung" im Zaal der ..-�uristiscken Sprcchstundc", Lindevsrr. l. Hos f. Str. Hörerkartn» und Swsfpläne sind zu sieben sin Ne;i»r.;sii,'d»ngSauSsÄuß, Lindenstr.?, 3. Hof Kirfs, 4 Tr. r. Geöffnet von 9—0 und ToimerStaaö bis 7 Uhr abend».— Seute nachmiiteq um 9 Ulir im Rosc-Tsieeier, Greise JjKwIhtiter Sir. 132,„.ft a-t c i 2 n m y e" don fön'il Ncscnow. iömirilt einsÄliessich THeaterjetlel und.sü�Kenisisugo A,A M. Tic Verlesung der Möse beginnt um 2 Usir. Äar!" sind noch bei den Kontrnsieuren am Eingang des ZHeater» zu siasien---?.'iu S o n u t a g, den 17. Ävril. noch mittags 1 Uhr, Aenscreni aller.sirei-siildungSaussckmsie im Zentral- sluaend, beim, 2indcnstr. 3. Wir bitten, bis dahin die«rragesiogen fertig tuftellen Genosie Varnhard Driüts, der langjährige Leiter der Verlag? siuchhanbwng Dcrwärts, ist am gcstrigen Tage aus seiner Stel- lang ausgeschieden, um fem Amt als zweiter Bürgermeister des lioUcschen Tarbezirk? anzutreten. Do? Personal der Verlagsbuch- Handlung und Vertretungen aller im chcius« ßinbenstr. 3 untergebrachten Parteibetriebc vereinigten sich aus diesem Airfaß zu einer Abschiedsfeicr, bei der Genasie Pfannkuch im Namen de? Vorteivorstandes dem Genossen Bruns den wärmsten Dank für I feine 31jährige erfolgreiche Tätigkeit für den Verlag aussprach und ihm in seinem neuen Berufskreis aufs herzlichste Glück wünschte.' Kuraufentlmtt sür ZNinderbemitkelte. Die Kur- und Badeorte' sollen niehr als bisher für die Sozialversicherten und die minder- bemittelte Benolkerunq nutzbor gemacht werden. Wo Kuranstalten nicht bestehen, sollen sie durch die Gemeindeverbänd« und Vcrsiche- rungsträger eingerichtet oder übernommen'werden. Man denkt Thema„Wie kann die Schule im Seide der Volk.'- und Bölk-rderslihmmg'bürg b-i»°hr.. Schlotzsir. m.- 3r«» W i t Tie>TPT.-Louso«genosseuichait«mitgliedcr der Z. NerkaniSitellc,— �ifuetag. 7'.-? Uhr: So» Gartenstraße, werden ersucht, zu der am Ticnstag. den Z. April, 7 Uhr. irattsiiidenden Mitgliederveriammlung bei Tom-, Schlegelstr. S. zu er- scheiueu, i r n a u- T e o e I dri �r�ndasirebe. lb--e Herliizer �.rrebe. 71- Uhr:»oz. Miiniieraior S*« li.c im c s£ n r in 4« Süua Zilmschau. ! der 11. Realschule. Koeckhftr. S/1».—.Jptztimi'f--W«' h«Bf e«(S Uhrl. Pidoriu-.. Cde SöneRrafe.- D»»nee»ta«.«■äwjetfc'r o.v.S. Penk»» mi—lo Ilhrl bei öi>g-l. Miihlensir. ,Z.- SmK XSrnrttttbtr 9»«tu«««B. darf lTI-e-io Uhrl bei Lindsisdt. Resideuzslr. 12». Me Srilne.r Weg. MSunerchor Äar�iend�arf G— ISI�bei �nb»n.> �bainieeim� 1�. �. 11.-....., /?, f v s. /*-, e•• v v•'0« ,aur* viocnos i'-n ut)r dci-Hruget, PUUuenflr.«4. ftrauenie dabei an fre, gewordene mültansche Gelände und Gebäude oder oer-!»osfln Srna Büsiny spricht Uber:„Die ftrau und der Sozialismus. SfJ A»»f»J»V, i, dr» i �4» r\ v. Mrtr* �vl i*.£9."iHVle' r» dl er T IJf** V4olM*itr>aS �»r-» I o � OC Äi4S9»«/t ..Ter Tempel der Siehe", ein Filmdromo in fünf Akten, und da! Tetekiwasienteucr„Tic Goldmine von Sgr-Khin" rollen zurzeit in den Lickitfpielen der Neuen Philharmonie über die Leinewand. Heises find die übliche Dutzendware, erfüllen aber ihren Zweck, das Publikum zu unter- halten, in vollstem Maße. PesonderK da? Deteltivabenteuer mit seinen aufregenden Verfolgungsszenen erregte da! lebhafteste Jntercsie de! voll de- setzten Hause!._ Hroß-Serliner Partemachrichten. ZNorgen, ZNonwg. den 4. April: ?. Sr«i». Tiergarten. Adens« 7 Uhr bei Trtlmper, Flenrburqer Str. z. Krrisvorsmndsschunz mit den Abteilnng-leilern, Fcouenvertretcrinncn usw. Wichtige Tagesordnung. Wxhlkcci« Wedding. v Uhr pünktlich Borstandsützung bei tterfin, Pank- strage so. t2. Lbt. Abens 7 Ukr bei Roraius. Adalbertsir. 1». Sitzung sämtlicher Funktionäre, Bczirksführer, Zlctriebsvertrauenslcnle und Clternbeirät«. ZS. Abt. Abend» I' 7 Uhr bei rfrügcr. Hussitenste. 8t. Frauenleseabend. che- käussiche Pensiatishäuser, wie die? zum Teil schon von großen Ge- nieinden, Gemeindeverbänden, Krankenkassen, Berufsgenossenschasten und Versicherungsanstalten sowie von karitativen Verbanden ge- sthehen ist. Die Medizinalbehörden sind angewiesen, festzustellen, welche Kur- und Badeorte hierfür in Frage kommen. Wieder Fahrkarlen nach Frankreich. Der durchgehende Per- snnen- und Gepäckverkehr mit Stationen der französischen Ost- und Nordbahn ist wieder aufgenommen. Korten gibt es. in Aachen, Augs- bürg. Baden-Baden, den Bädern Ems. chomburg. Kreuznach, Münster a. St. und Nauheim, Barmen, Berlin, Bielefeld. Bingen 12. Abt. Abends 7 Uhr bei Vehrens, Tegeler Ott. 22. Sitzung aller sozia. listisch denkenden Eltern. Wichtige Tagesordnung. !». Abt. Halease«. Abend«< Uhr bei Echord. Schweidnitz«! Straße. Ecke fanisbotnet Straße. Fraueuabend. Thema:„g 218." Referentin: Minna odcnhagen. 7«. Abt. Schänebcrg. Bhend» 71h Uhr im Restaurant Rirwanastraßc, Eck« Bozencrstraße. Ertrazehlabend. Uiefcrent: Eduard Bernstein M. d. R. St. Abt. Friedenau. Abend« 7 Ubr in der Luisenschuic, Eaßlerstraße. Thema:„Der stampf des Arztes mit dem Aberglauben," grauenabend. Äefe- ecntin: Genossin Dr. Bieber. R-uMiB. Abend« 7 Ubr bei Krieger, Lessiaxstr.», Ecke stopfstraße. Frauen- abend. Thema:„§ 218." Rcferentin:(Scnofftn Arndt.— Abende 7 Uhr Bodc- slraße. Ecke Rogatilcaße. Frauenabend. Thema:.siecht auf Tätung de» kei- wenden stcbene." ZIeserentin: Genossin Luise stähker. M. d. L.— Mend« 7 Uhr t-g. 7'« Uhr: Soz. Mäpnerchor Ptenzsiauer Tsr. Botzow-Br-uerm. Prenzlauer Allic.— Männerchor..Harinoni«"» f-%0 r 1« tt« n b u r g. Aula der Eiemens-Dberrealschule, Schirßlir. 27. � MAulkrchot Tempelhvf (8—10) im Siwgerhelm. staifer-Wilhcsm.. Ecke Borderstrahe. SavßHrckor der SPD. TrApechos. Die mü&iOjTMtlamstlnng den ö. Ävril(nid� Donnerstag) fielt. Lrichcrnen cJIft Sttttplifbct erwünscht.____ Jugenüveranswltungxa� Sonntag, den$ Aprst: Reulölla-Süd. Dos Jugendheim N-g-twz bleibt bis auf.waittr«,.L«en Deurenovierung gsschlosirn. Die Beranstakttnoen finden �-ontzerst-A ss ber Münchener Straße statt.- l«. strei«. Ägliam-nstag ,n«Udo». Trcffpnnll für Reukälln 2 Ul,r Ringbahnboi. Tresfou,» tür Britz IS Uhr Suschkrug.— «reis Vrenzlauer Tor. Eine ochulcntlaflnngsf-ier findet um 8 Uhr in der SchulauIa�Pappelallec«i/ll staü. Vorträge. Vereine unü Versammknnaen. ReichesiUnd der striegsbelchädigten. Bezfek Zentrum. Die nächste Bezirk«'- »rrfammlung findet am Montag, den 4. Äpitl. abends ,}? hht, imJBtttevars .„Zur Schleuse",-m MUblcndnmm. statt. Wegen der Wichtigkeit der Tag-»- ordnung ist Erscheinen Psllcht. De,, vürn 2- 7 U�.«er- sommlunq, Aula Handwe.kersSuic Androgsstr. 1— SDezirk Horben 8. Montag, den 4. April, abends 1H8 Uhr. Mitgi, edcrrnr. ammiunl: ,m P-tzenhostr. Ehnusiee. slraße M. Wichtige Tagezordnuna. Erschäfneu G Pllicht.— Dentsche Arbeite�, Eiperantiste». 8. April, abends 71,!thr, Lyzeum, Weinmeisterstr. 18/17.___ Monalsorrsammlung, Sophi:— Mus aller Welt. Bochum, Bonn, Braunschweia, Bremen, Breslau, Kastel, Chemnitz,' bei Amrlou»ei!. Schwarzasiraß-, am Bahnhof«aiser.Zriedrich.otraße. Frauen. «kntil-ni»noielh Tieinniitnbf Tlnrtmimh Tlreshon Tiiiishnro Düren i übend.„Dos Recht auf TdMng de- keimenden Lebens." R-ferennn: Äenolsin - 11,•,,' For-muno, ilrcsocn, TiUiSvurg,-uuren, I N„„ud Hanna. M. d. L.— 8». Abt. Abend» 71! Uhr b-i Beck. Reutrrstr.«8. Dustechors, Elberselo, Esten. Frankfurt a. M:, Hagen, 5lalle. chom-! Sitzung der Funktionäre.-»Z. Abt. Frouenabend abend» 7 Uhr bei Bolf, bürg, Hamm, Hannover. Karlsruhe, Köln, Lindau, Leipzig, Lud-- �.. � miashafen, Magdeburg, Mainz. Mannheim, Mülheim a. d. Ruhr, München-Glavbach, München, �Münster, Reunkirchen, Neuß, Nürn- berg, Oberhausen, Remscheid, Saarbrücken, Schneidemühl, Solingen, Stuttgart, Trier, Wiesbaden, Würzburg usw. Brotkarte Fichte. In der Woche voni 4. bi! 10. April darf Brot nur out die Brotkarte abgegeben und enwominen werden, deren Adschniite da! Stichwort Lichte tragen. Aerztliche Silse in Neukölln. Bei Unfäkken»nd ähnlichen dringenden Lallen ist sofortige erste ärztliche Hilf« zu zeder Tag- und Nachtzeit in der städtischen Rettungswache, ftirchhosstr. 20 zu erhalten. Schall und Rauch, da! Kabarett im Großen SchauipielhauS, zeigt ein erlesene« Programm. Au« der Lüllr des Gebotenen erwähnen wir Haust Goetze, die mit gelösten Gliedern gar anmutig tanzt, während Tatjana Barbakosf traumhaft und formvollendet RschermittwochSstimmnng zur Tor- üellui-g bringt, von Marccll Boissier getreulich unterstützt. Paul Hickethier in von v.iiwiderstchlicher Komik, während Rest Langer Berliner Balladen mi» fröhlicher R Üppigkeit vorträgt. Lia und Fred � tanzen groziü! und ''rodern, Tidier Aslan. Bitzwanger-Mcws und auch die übrigen Künstler Mndcn Beifall. In ollen Tarbietungen kam ernsthafte Arbeit, die mit vieler Hingebung geleistet ist, zum Zlusdrnck. Zum Fall Schnellpfeffer, der in der letzten Stadtverordneten- sttzung erörtert wurde, sendet uns der Gemeinde- und Staats- arbeiteroerband eine lange Zuschrift. In ihr wendet er sich gegen die Behauptung, daß die von den Pflegern des fjospitals Buch gestellte Forderung, den Oberinspektor Schnellpfeifer aus feiner Stellung zu entfernen, ungerechtfertigt gewesen fei. Der fta■ Meta abend. Thema:„ßsi 218 und 219."— 95. Abt. Abends 71i Uhr bei Kriege: Lesstngstr. 9, Ecke tiopfstraße. Vorstandssttzimg.— 17. Abt. Abend« 8 Uhr hei Schuld t, Emscr Str. 102. Funktionärsttzung. Pflicht oller Funktionäre ist es, zu cricheinen. 47. Abt. Di- Genoffen trlffen sich zur Einäscherung d»s G-nossen Otto Hirte nachmittags 8 Uhr bei Senlel, lurcäiter Str. U>. M. Abt. Charloticaburg. Abends 7 Uhr bei Gerigk, flaKer. Friedrich» Str. 54. Porstandssitzung mit den Funktionären und der.Zeilungskommilfion. 102. Abt. Bauwschulenweg. Abend» 2Vi Uhr bei Haß, Baumichulenstr. 73. Frauenabend. Refcrentin: Frau Eltriede Rnneck, M. d. R. 106. Abt.«blershof. Abends 7>,i Uhr im, Zeichensaal der 2. Gemeinde. schule Radickestraße. Frauenaben».„Die Unterbrechung der Mutterschaft." Resercntin: Minna Todenhagen. 108. Abt. Söpenick. Abends 714 Uhr in der Aula der Dorotheen-Schule. Gencralvcrsammlung. lZU. Abt. Buchholz. Abend» 71-, Uhr bei gähne, Berliner Str. Z9. Eltern- persammluna. Thema:„Der Elternbeirat al» Binbcglieb zwischen Schule und Haus." Referent: Dr. Ostrowsty. 108. Abt. Köpenick. Abends 71b Uhr bei Müller Borstandssttzung. 414. Abt. Lichtenberg. Abends 7 Uhr bei Fröhlich, Mainzer Straß«, Eck- Borhagener Straße. FraiKBabend. Thema:„tz 218." Referentin: Clara Bohm-Schuch. 128. Abt. Rciaickendoes-Ost. Abend» 8 Uhr in Aula der z. Semcindeschul«, Sette-Avcc. Funktionarfitzung. Erscheinen unbedingt erforderlich. An, schließend Frauenabcnb. Oberschöneweide. Abend» 7>4 Uhr findet ew Frauenlescabend statt, Luisen. Hof, Lniscnsiraße. Ecke Marienstraße. Zuagsozialisten. Arb-itsansfchnß. Sitzung abend« t Uhr im«rzirksner. band der SPD., Zimmer 4. llebermorgcn, Dienstag, den S. April: 20. greis. Nemickeudoes. Abends 641 Uhr im Rathaus Reiuickenbors.Ost, Schreckenstat eines Vaters. Wie die Kölner Nbendblätter mel- den. bot in R h e i n b a ch bei Bonn der Metz g e r m e i st e r Hör- N i st in der vergangenen Nacht seine Frau, fewt beiden 19 und 7 Jahre alten Töchterund sei mm 14jahrlg�n Sohn. während sie schliefen, mit dem Beil erschlagen. Er isr flüchtig. Die Beweggründe zur Tot sind unbekannt, ftörnig lebte in geordneten Berhältnissen. Seit einl-zer Zeit hakte er die Metzgerei aufgegeben und arbeitete als Dah?arbeiter. Eine halbe ZNillian unterschlagen. Der bei der brounschwei- gischen Staatsverwaltung angestellte Kasieaafsistent Meinecke ist nach Unterschlagung von 500 000 Mark flüchtig, geworden. 669 Strafgefangene entflohen! Ruch-einer Reutei Meldung aus Kalkutta sind von den am 24. März«ms dem Gefängnis von Rafshahi ausgebrochenen 669 Strafgefangerien bisher 30V wieder ergriffen worden.______ Sriefkaften der Reduktion. K. 22. 1. Sein. 2. Uns nicht bekannt. Wenden SV sich an d-n Zentral- nerbänd der Hausangest-Nt-n, Engelnkcr 2l.— C. 2M> Bezirksfürsorg-ft-ll: oder B«rsorgui,gsamt.— H. R. 87. l. Di« Fron ist ohne Heiteres erbberechtigt. 2. und 4.*4. 3. 14.— Richard 23. l. R-in. 2. Fa. 3. Rtzfen Sie da» Mlci- cinigungsamt au.- W. R. 190. Wenden Sie siit, sofort orf, den Schlichtung»» ausschuß Groß- Berlin, Schornborstsir. 22.- g.». 4«. 1.?e->. 2. B-rsuchon Sic e».— P. S. 24. Ja, Sie sind aber zur Hrrskeiinna de» sickUicr-n Zustande» verpfl'rfitet.-®. Sch. 44. I. 3a. 2. Bormundlchast�wtiäit.— H. W. 18. Ja, noch Maßgabe des K>S Rr. 1 R-ichsv-rsorsnngsg-'-tzes ooi». ,12. Mol 4S2U. t Schloß des redaktionellen Taiis.i iarner e-leuung zu vnilcrnen. uiigLrea,iferitgi«eweien ,ei. aber Sitzungssaal. Hauptstraße. Erweiierte«r'-isv'orstand-sitzüng. Di« Stadt- mrb Betriebsrat fei zu seinem Vorgehen bei der Arbeitsniederlegung j Bezirk-»-rordnet-n sowie von jeder Abteilung 2 Borstandumitgluber werden der Pfleger, das in der Stadtoerordnetensitzung bemängelt wurde, durch Schnellpfeffers Verhalten gezwungen worden. Im Zoologischen Garte» ist jetzt wieder ein im Usiensiause geborener Iava-Affe zu sehen, nachdem nnsii nur der Aiscnbestond auch während hei ÄricgcS auf ansehnlicher Höhe erhalten, sondern sogar mehrfach Fort- nflanzung zu verzeichnen war, wa§ eine gerade bei Asien um so erfreu- kichere Tatsache ist. An diesem Sonntag spielt die Kapelle de« Osiermusik- meisterb a. D..stnoch von 4 Uhr nachmittags bis 40 Ubr abends. Eintritt — auS Anlafi des»billigen Sonntags"— bis zum Schluß 2 JR., für Kinder unter lü Jahre» die Hälfte. Gesöffe Pfarrer Bleier spricht am Dienstag, den ä. April, abends 8 Uhr, in der Aula der Oberrealschule Steglitz, Elisenstraße, über das gebeten, vollzählig zu erscheinen. Eharlottenonra. Abend» 7 Uhr bei Baabe.«aiserin-Augitsta-Allee 82. frauenaben!'.„Soziale Hygiene sür Ainbererziehung." Referentin: Frau r. Wegscheider. » 77. Abt. Schineberg. Die Funktionärsttzung fällt aus.— Am Mittwoch, den 8. April 714 Uhr in der Aula der Ehamisso-Schule. am Bardnroffaplatz. Generalversammlung. Geschäftsbericht und Bohl de» Borstandes. Uebnngsstnnden der S.V-D. Chöre. Anfragen sind zu richten an lt. Schulz, Charlottenburg, llirchftr. 33. Montag. 7:4 Uhr: Arbeitergesangoerein„ffiniglefi*-Buchbolz bei Hennig. Posewalkcr Str. 38.— Soz. Männerchor Friebrichshain im „Anbreas-ltasino", Andreassir. 3.— Franenchor„Frohsinn"-Charlotten» prompt Sicht- Rheuma Ischias wirkend bei: Hexenschuß. Rerveo- uad Kopsschmerzeu Togal scheibtt die Harnichure ap? und geht daher direkt zur Wurzpl' deS Uebel«. Keine schädlichen Nebenwirkungen, wird von»ielejr Aerzlen und Kliniken empfohlen. In ollen Avolbeken erbälililb.- 2 slme 4 u. 7 Ulk. mit?riedensHautse�uk 5 Jahre schriftl. Garantie. Zahniiehen nv't Betäubung bei Bestellung von Gebissen gratis. Kronen r. 30 Mktz an. Spez.: Zähne ohne Gaumen. Keine LuTuspreise. ahn-Praxis Katvani, Banziger Strajie 1. ?SfU€t Abb. I Binz Kunatseid. Scklupfbluae in mod. Farben, wie qj* obige Abbildung. uO.** 'Damenkleidung Sportbluse au» farbig oq geatreiftein KreppstoÄ vi'-*' Blusen au* geatreiitet qq Seide, farbig gepaspelt OTJ.— Rock a. praktischem Stoff 39.— Rock aus kariert. Stoff 8»?.*- Kleid». reiowoll. Stoff 390.— Mantel»onögl. 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März 1921:.Augengläser erfordern wissenschaftliche Kenntnisse, wenn sie sachgemäg und individuell zugeteilt werden sollen und können nicht, wie Zigarren, in Filialbetrieben verkauft S* iiierben. Keinesfalls wird dem Wohl des Publikums gedient durch markt- schreiensche Reklame für das Filial- System, unentgeltliche Leistungen, Garantie aus Zufriedenheit, probeweise Abgabe von Augen- gläsern aui 14 Tage usw�' Herr Augenarzt Prof. Dr. Jt, Berlin, warnt in der Morgen- ausgäbe des.Berliner Tageblattes' vom 7. Januar 1921 ausdrücklich, jene optischen Geschäste aufzusuchen, welche Zufriedenheit und Ersatz bei allen Reparaturen versprechen. Er schreibt wörtlich:.Nur schade, daß gerade die Gläser, die Horn- und Schildpalteile, die ja doch fast das einzige Zerbrechliche und Wertvolle im Kneifer oder in der Brille stnd, von allen Reparaturnersprechen aus- genommen werden 1' Schuh' die Augen— Trau' m'chi jedem. Der bekannte Rechtsgelehrte Geh. Iustizrat T. führt in einen, Artikel des.Berliner Tageblattes' vom 8. September 1929 aus:.Die Erfahrung lehrt, daß, je zudringlicher ein Unternehmen sich als vertrauenswürdig anpreist, um so mehr der Verdacht gerechtfertigt ist, daß es auf die Täuschung des Publikums ausgehl.' Auch wir hallen es der Allgemeinheit gegenüber für unsere Psiicht. das Publikum aufzuklären, daß keinerlei Augengläser das Gedächtnis stärken können und daß man gerade bei der Zuteilung von Augengläsern an Kinder ganz be- sonders vorsichtig sein sollte, da Filialbetriebe hierfür die allerunge- eignetesten Stellen sind. Daß heute noch viel weniger als früher etwas umsonst sein und daß nichts verschenkt werden kann, muß sich seder denkende Mensch selbst sagen. Augengläser bester Q u a l i t ä t losten jetzt etwa das 7sache der Friedenspreise, können also nicht billiger werden, solange Kohlen und Löhne ihren hohen Preis behalten! Nicht billig und schlecht, nein: gnt und preiswert ist unsere Parole, zum Dorteil unserer Kundschaft. Verewigte Berliner Optiker». v. Billige Schuhwaren Semder- Auge bot y% Damen-HalDschalie zu�n Schnüren und mit I Damensticfel mit und ohne Lackk., auch ohne Kappe mit flach. Absatz Braune RlndUox- Hs Muhe|23S5 f.Damen.mod.Fom, solide Ausführung !terren'R.'BoX'Stle!e! 9T kräftige gute Lederausfuhrung, ▼orziigliche Strapazierstiefel Herren-Mox- Slisfß! randgenfiiiti 85 Erfurter Fabrikat Für Wiederverkäufer Extra»Abteilung Sct&ul�hkOf" Kein Laden. 4-Etagen-Vcrhoafs- hans auf dem Hofe. Schuhwaren-Groß- und Kleinhandlung Linkstrasse 11 (Ind. Thood. 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März wurde unser lieber Kollege, Herr Wilhelm Salt durch ein tragisches Geschick aus unseren Reihen gerissen Sein Tod hat uns tief erschüttert Schmerz- erfüllt stehen wir an der Bahre eines Freundes, der nicht nur der Arbeiterschalt der sämtlichen Städtischen Elektrizitätswerke Berlins ein Führer gewesen ist, sondern auch weit darüber hinaus die Interessen der Arbeitnehmer vertreten und gefördert hat. Unermüdlich war er tätig, das Los seiner Kollegen zu verbessern. Dankbar erkennen wir sein Wirken für uns alle an, und werden wir dieses treuen Kollegen stets gedenken. B ert in, den I. April 1921. 3310b Die Arbeiter u, Angestellten der Städtischen Elektrlzltälsw. Berlin(Zentrale Rummelgbg.) Noch einem am e eilen Ofterfelettog erlittenen ocblogcmfail ging nach 48ftünbigem Leiben mein braver, arbeitsamer Mann, unser guter Pater, her Steinmetz 2I/I7A Otto Hirte Im 58. LedenejaHr von uns. In tiefer Trauer bitten um stilles Beileib Elisabeth Hlrte geb. Michelbach Alice Hlrte Ella Htrtc Bertin N«5, Uirechier Sit. 2. Die Einäscherung findet am Dienstag, de» April. nachm. 4 Uhr. im steema» �nnntUgHWMhr����t� Bez-'Ocrb. Berlin S.P.D- 47. Abteilung. Unser langjähriges treue« Mitglied, der Steinmetz Otto Hlrte ist plötzlich verstorben. Ehre seine« Andenken! Die Einäscherung ersolgi am Dienotaa, den 5. Avril, nachm 4 Uhr. im Krema- lorium Gerichlsiraste 87 88. Rege Beteiligung erwartet 174 48 Der Abt-Borstand. Spezlslarzt Dr. med. WockenfnU Friedriehsir.lZä Sonnt. 11—1. Syphilis, Sarn-. Frauenleiden. Blutuntersuch. Schnelle.sichere.schmerzloleHeilg. ohne Berusostörung. Trilzahlg.' verdsnä der Brauerei- und Mahlenarbeiter Den Mitgliedern diene zur Nachricht, bafe unser SloOege, der fflofchenleUerorbeitet Hans Wenger Brauerei Patzenhoser Ableitung NVI »erstorben ist. 44/5 Ehre feinem Andenken I Die Beerdigung findet am Montag, nachm. 4 Uhr, von brr Leichenhalle der Elisabeth- Gemeinde, Panlow, Wollankstr.«8, au» statt. Rege Beteiligung erwartet Die Ort.oerwaltnng. Mnii her Wer. Codieret, WrellSer olni. Filiale Berlin. Montag» den 4. April 1921, abends«'/• Uhr, im grogen Saal des c«hrero«eaia»hause», Wexanderslr. 41: Cenersl Versammlung Tagesordnung: 1. Bericht de» vorstände. Aber da» oerstossene«eschdflojohr. 2. vl»eussl»a. "' Vorstandes. 4. Verschiedene». 1.87/16 3. wohl de» Der wichtigen Tagesordnung wegen bar! lein Kollege in der Versammlung fehlen. Mitgliedsbuch legitimiert! vle Orlssccioattang. Deutscher Polier-Bund Gestern entBchlief noch kurzem schweren Krankenlaporun.-er allseitig hochgeehrter Chef, der Direktor der Berliner Hotel- Gesellschaft, Herr Wilhelm Röthnick Der Entschlafene ist uns stets ein gerechter und verständnisvoller Vorgesetzter gewesen, dessen Andenken wir stets in Ehren halten werden. Berlin, den 2. April 1921. 3309b Das gesamte Personal der Berliner Hotel- Gesellschaft. Bezirksverein Arost-Berti» Gcschäst-strll-: NO 18, Etitadrthstr. 30./ Fernspr. f3307b «önlgst. 9321 Versammlung millwoch, den S. April 1921, ob.ad» TV, Ahr mufikcc-Sdl*.»olsar-wIlhelia-Strod« 31. WÄ Die weltliche Schule Wir ladrn hierzu fämtlidie Mitglieder mit ihren Stantn ein und bitten um vollzähligen Besuch. vor vorftoad. Zlllol« Vorlia Seboslloastr. 37-33 Achtung: Achtung! !SF Herren- g. MeggigMgchel S Dienstag, den 5. April, abends 6V3 Ahr, in den Armiuhallen, kommandanienstr. 58- SS: Vns«mmluggllelbekrledsrSle°.velttlluevslevte und ! Mittwoch, den S. April, abends S>/, Ahr. in der Schnttheih- Brauerei, Hasenheide 22— ZI: Mitglieder-Versammlung »ei Smeg- uns Zmieg-MMgeiiml. Togrsordnung In doidon versanimlungon: i. Bericht und Beschlußfassung über die Srt- lichen Verhandlungen. Verschiedenes idtvna i Eintritt nur gegen Ausweis de« Mitgliedsbuches chlAUg. und der Betriebsräte» bzw Vertraucnsleutrlorle. iSIeichzeitig wird nochmals auf die vraadi«»»rr|amm- Ina» der Zaiehaetdrr u. Zufcharfdorinnoa der«rrrea-, Kaoben- and«chts.. ; IsPCXIal-MlZI Hanl-, yara-, Zraaealeldea, aera. Schwache, Syphltts-auren, vlutunlersachuaaen. sprz.chron.hdrpleib.u.vu.fiüsl». eicht- u.Zinsen-Seholi. Dir. O. Löser, MOnzstr.» nahe Alexoaderplah. 9-E 4-8, Sonntags S-U Damen separat Speziaiarzt vr. med. Koebea für Syphilis, Harn-, Frauenld., Schwäche, Salrarsan-Kuren. Behandlung schnell, sicher u schmerzlos ohne Berutsslör. Blutunters. Päd I. Harn usw. FriedrlElistr.ai, KSÄ« Königstp.SB-SUÄ" 10—1, 3—3; auch Sonnt. 10—1. Teilzahl. Separ.Damenztmmcr Nach längerer lachwissensch. Ausbildung habe ich mich als Speziaiarzt für Nervenleiden in NeakSlIn, Bergstraße<2, niedergelassen. Dp. Ernst Lewy SprechsL wochentags 5—7, Sonntags 9—10. Tel. Neuk. 1182 »W Spezial- Behandlung Gi vua Geschlecht»., Haut, und Harnleiden jeder Art bei Männern u.Frauen.Spez veralt.Harnl. nerv. Schwäche usw. o. Oper. u. Berufsstörung. 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Bericht der Uutersuchnngsiommission. Am Sonnabend vonnittag 9 Uhr hat die Kommtssio«. die von der Funktionörversammlnng der Elektrizitatsorbeiier ge- wäblt worden war, unter Teilnahme je eines Vertreters der Ber- !in»r Gewerkjchoftstowmisilon und des Ortskartells des Asa. Bundes mit Zustimmung des Polizeiprästdentsn Richter Gelegenheit ge- habt,«inen Lokaltermin am Tatorte der Erschießung S ü l t s wahr» zunehmen. Das Ergebnis dieses Termins gibt diese Kam- Mission wie folgt der organisierten Arbeitnehmerschaft Berlins zur Kenntnisnahme: Herr Regierungsrat Krüger km Beisein des Herrn Polizei- rat? Henntger sowie des Sekretärs des Polizeipräsidenten emp. fing tn« Kommisston im Namen des Polizeipräsidiums und führte dieselbe mit einem größeren Stob« von Beamten des Prüsidiimis zum Totorte. Dort wurde die Kommission von dem Beamtenaus- fchuß des Polizeipräsidiums erwartet, der durch den Herrn Regie- rungsrot Krüger erklären ließ, daß der Beamtenausfchuß es als unbillig betrachte, daß außenstehend« Personen zu einer Untersuchung, die Beamten beträfe, überhaupt hinzugezogen würden. Da in diesem Falle der Polizeipräsident die Zulassung der Kam- miN, r.n zugestanden habe, müßten sie es wohl noch einmal gut- heißen, würden in Zukunft jedoch in ähnlichen Fällen sich ganz energisch dagegen wehren. Namens der Kommisiion drückte Bollmerhous sein Erstaunen über die ablehnende Haltung des Aeamtenausfchusses aus, um so mehr, als die Kommission durch- aus nicht vom parteipolitischen Standpunkt aus versuche, eiite Klärung in dieser Angelegenheit zu erhalten, sondern lediglich, um der gewertschaftlich organisierten Arbeitnehmerschaft ganz objektiv berichten zu können. Nollmerhous werde wegen dieser Kompetenzstreitigkeit noch mit den Beamten- oroanisatillnen Fühlung nehmen. Am eigentlichen Totorte selbst erklärte Herr Regierungsrot Krüger, daß der Töter heute morgen bei ihm gewesen sei und durch ihm der Kommission sogen ließ«, daß es von ihm kein Akt der Feigheit sei, wenn er zu dieser Verhandlung nicht erscheine, da er seine Aussagen nur vor einem Gericht machen wolle. Regierungsrat Krüger gab die Aussoge des Täters wieder so. wie sie bereits der Oeffentlichkeit bekannt ist. Entgegen den bis. hcrigen Meldungen waren nun fünf Zeugen anwesend. die der Ausforderung des Herrn Regierungsrots Krüger nach- kamen und nacheinander ihre Aussagen machten. Drei dieser Zeugen sind Beamte des Polizeipräsidiums, die sofort nach An- börung des Schusies zum Tatort« geeilt waren und mit ihren Aussagen die Angaben des Beamten, der auf Sült geschossen hat, bekräftigten, u. a. auch, daß Sült nach der Erschießung in keiner Weise mißhandelt, sondern vorsichtig and sachgemäß in den Qesängnlsraum gebracht worden wäre. Ein an d e r e r Zeuge will gesehen haben, wie Sült den begleitenden Beamten vor die Brust gestoßen habe, so daß derselbe hingefallen wäre, was er jedoch später dahin- gehend berichtigte, daß der Beamte nur ausgeglitten sei. Ein weiterer Zeuge gibt an, kurz vor Sült mit zwei Damen die Treppe hermisaegangen zu sein, plöhlich den Ruf gehärt zu haben: halt! Hallt-'und zwei bis drei Sekunden darauf einen Schuß. Er habe sich sofort daraufhin umgewandt und Sült am Boden liegen s8>en. Da er sich jedoch hätte um seine beiden Damen kümmern mü»'«, deren eine der Ohnmacht nahe war, hätte er sich nicht weiter ow Tatorte aushallen können, sondern wäre mit seinen beiden Öonien fortgegangen. Er ist ein angeblicher Rechtsanwalt aus der Tschechoslowakei und auf einer Durchreise in Berlin, die er jedoch jetzt unterbricht, um nach sewen Aussagen dem Be- amten zum Recht zu verhelfen. Auf Zmischenftogen, die das Kommifsionsmitglied Letz wiederHoll zu machen versucht«, ging Herr Regierungsrot Krüger nur bedingt«in. da es sich hier nicht um«ine Gerichtsserhandlung handle, sondern die Aussagen lediglich der Kommission zur Kenntnis kommen sollen. Ein Sanität»- rat als Gefängnisarzt, der als erster sich um Süll bemüht und später schgie Ueberführung ins Lazarett angeordnet hat, gab als Sachverstä�tiger Bericht über die Art der Verwundung und die L o st? der Ein- und Ausschußöffnungen, der eben- falls wieder die Angab« de» Beamten bestätige, daß der Schuß von unten noch oben gegeben worden sei. Roch während des Termin» kam ein weiteres Bctriebsratsmitglied der Elektrizitätswerke direkt von der Charllee init der Mitteilung, daß die Leiche Sülts bereits Freitag vormittag lv Uhr von einer Ajsistenzärztin unter Beisein zweier anderer Aerzte obduziert worden sei. Das offizielle Ergebnis dieser Obduktion liegt noch nicht vor. Daraufhin schloß Herr Regierungsrät Krüger kurzerhand den Lokaltermin und ließ die Kommission stehen. Di« Kommission ist einmütig der Auffassung, daß durch die vor- bandenen Widerstände das Versprechen des Polizeipräsidenten,«ine restlose Aufklärung des Tatbestandes herbeizuführen, nicht ein- gelöst werden kann. Damit ist es für ste unmöglich, weitere Schritte in dieser Angelegenheit zu tun. � » Der Bericht der Kommission ergibt folgendes: Momente dafür. daß Süll ermordet worden sei. hat die Kommission nicht er- rntfielt, dagegen hat sie eine Anzahl Momente dafür ermittelt, daß Süll(if flohen ist. lieber die Vollständigkeit der Ermittlungen mag man geteiller Ansicht sein, ober«ine vollständig« Ermittlung wie bei illnem Gerichtsverfahren war von vernherein ausgeschlossen, da sämtlichen Heteiligteu Stellen wichtige richterliche Befugnisse (wie z. B. das Recht der Zeugenvereidigung) fehlten. Verdunkelung bei der Obduktion? Zur selben Angelegenhell gehen uns weiter die Zuschriften zweier Aerzte.zu. Dr. K l a u b e r, der als Mitglied der DKPD. der Sektion beiwohnen sollt«, teill uns mit, daß die Sellion bei seinem l'imresfen tatsächlich schon vorgenommen wok. Die Stell« der Em- schußw'md« war herausgeschnitten und vernäht. Später wurden dem Arzt die herausgeschnitten« Durchschußstell« und dl« durch- ichossenen Organe. Nierenbecken und Leber vorgezeigt— Dr.(£. E y l e n b u r z erklärt, daß Sült erst nach acht Stunden in facharzt- liche Behandlung kam und daß ein« so lang» Hinauszögerung der Operation den Tod herbeiführen muht«. Der Verletzte befand sich mährerch dieser Zeit im Lazarett des Untersuchungsgesängnisjes. Proteststreik in Lichtenberg. Fn dem Gas-, Woffer- und Elektrizitätswerk zu Lichtenberg ist om Sonnabend vormittag ein Streik ausgebrochen. Hierzu wird dem.Vorwärts" von gevierkichaftlicher Seit« mitgeteilt: Bei dem Streik der städtischen Arbeiter in Lichtenberg, her am Sonnabend mittag ausgebrochen ist, handett es sich um einen Proteststreik gegen die Erschießung Süll«. Alle Meldungen der gestrigen Abendblätter über Gas-, Elektrizität»« und Dasiersperre in Lichtenberg treffen, wie lins vom Betriebsrat mitgeteilt wird, nicht zu. Durch Notstandsarbeiten ist dafür Sorg« getragen, daß die Bevölkerung keines der ledeusnotwendlgen Dinge zu entbehren braucht Der Streik wird vorläufig bis Montag frühL Uhr «mdaucni. Zu dieser Zeit tritt eine Betriebsversammlung 'zusammen, die über die weiieri! Hallung der Belegschaften der städtischen Werke entscheiden wird. Wir geben der Erwartung Aus- druck, daß die Lichtenberger Arbeiter ihren gegen die Gewerk« schaftsbeschlüsse geführten Streik beendigen und weitere Schritte von den Entscheidungen der Berliner Gewerkschostskom- Mission abhängig machen werden. Mahnung an die Eisenbahner. Die Bezirksleitung Berlin des Deutschen Eisenbahner- verband«? richtet folgenden Aufruf an die Berufsgenossen:.Die Erschießung des vbermaschinisten Süll soll den Linksputschisten als willkommene Gelegenheit dienen, ihr« in Berlin mißlungenen Pläne doch noch zur Durchführung zu bringen. Wie schon vor den Ostertagen, so versuchen nun auch unverantwortliche Elemente b e- sonders die Eisenbahner für ihre Aktion zu gewinnen. Eisenbahner! Man hat versucht, überdi« Bezirkebetriebs. rät« hinweg Euch in diese unsinnige Bewegung zu treiben; und da dies nicht geglückt ist will man den Versuch an den örtlichen D i e n st st e l l e n wiederholen. Wir warnen hiermit die Eisenbahner und erhoffen von den denkenden Eisenbahnern, daß sie den unveranlworkNchev Treibereien ganz energisch die Stirn bieten. Sozialdemokratie und Fall Sült. Der Bezirksvorstand der Sozialdemokratischen Partei hat in seiner Sonnabendsitzung zum Fall Süll Stellung genommen. Er hat beschlossen, die mit diesem Fall zusammenhängenden Fragen, wie Schießerlaß. Sondergerichte usw., einer Funktionärkonfe- renz, die am Dienstag abend stattsindet. zur Entscheidung zu unterbreiten. wieüer ein Eisenbahnattentat! Berlln. 2. April.(MTB.) Heute nachmittag 4 Uhr wurde der Bollringzug 1851 beim Passieren der Kanalbrücke hinter der Gasanstoll Charlottenburg von unbekannten Tätern be- schassen. Eine Frau, die nicht festgestellt werden tonnte, ist hier- bei leicht verletzt worden. Beamte der Schutzpolizei nahmen sofort die Verfolgung auf. aber ohne Erfolg. « Der Reichsverkehrsminister erläßt einen Aufruf an die deutschen Eisenbahner, in dem ee heißt:„Wer den politischen Kampf mit Bomben und Dynamit in das Eisenbahnwesen hinein- trägt, der ist für den Eisenbahner eine schwere Gefahr, ein Feind, der wird zum Meuchelmörder insbesondere an jenen Beamten, die auf der Lokomotive und dem Packwagen zuallererst in ein sicheres Verderben gehen/' Wer hat versagt? Gegemiber einer Kritik rechtsstehender Zeitungen wegen nicht genügender Bereitstellung von Truppen in Mitteldeutschland wird von der preußischen Regierung betonst daß tatsächlich g— 10 000 Mann Schutzpolizei in diesem Gebiete zusammengezogen worden sind, eine Zahl, die durchaus ausgereicht hat und nicht vergrößert werden konnte, weil nur aus wenigen ruhigen Provinzen Verstärkungen herangeholl werden tonnten. Di« Opfer der Schutzpolizei schätzt man bis jetzt auf ungefähr 40 Tot«. Wenn man berücksichtigt, daß der vorjährige Aufstand in Rheinland-Westfolen nach dem Kapp- Putsch, be! dem zunächst 22 000 Mann Reichswehr und nachher 5000 Mann Schutzpolizei zusammengezogen war, vom 14, Zvärz bis zum 2. ZNai gedauert hat, so muß zugestanden werden, daß die fetzige Unterdrückung des Aufstände, mit erheblich geringeren Sräfteu viel schneller durchgeführt werden toovte. Gegenüber Stimmen aus der Landwirtschaft, die es tadeln, daß das platt« Land den Auf- rührern zunächst preisgegeben sei, da die Landwirt« sich beim Fehlen de» Selbstschutzes nicht aus eigener Kraft gegen die Erpressungen. Ueberfäll« und Brandstiftungen schützen tonnten, wird betonst daß bei früheren Ausständen gerade die Waffen de, Selbstschuhes zu einer Berllörkung der waffenoorröte der Aufrührer gedient haben. Insbesondere konnte dies beim Kapp« Putsch festgestellt «erden, wo der Widerstand der Aufrührer gerode dadurch eine Stör- tung erfuhr, daß ste dle Waffenloger der Einwohner- wehren erbeutet hatten. e Eine amtliche Kundgebung der Reicheregierung spricht aus, daß die Reichswehr für die eigentliche Säuberungsaktton nicht her- angezogen wird, weil sie hierfür weniger geeignet ist als die speziell für solche Zwecke ausgebildete Schutzpolizei. Reaktionäre Sombenwerfer! tat Handgranatenattentat in der Schwabinger Brauerei in München stellt sich nach den borliegenden Meldungen zweifel« loS als ein Anschlag reaktionärer Kreise heraus. ES war gerichtet gegen eine im Saal der Brauerei tagende Versammlung des Republikanischen Reichsbundes, in der«in Sozial- demolrat als Redner sprach. Im.OrdnungSstoat� de» Herrn Kohr wird nämlich in dieser und ähnlicher Weile alles terrorisiert, was sich zur Republik belennt. Hat doch der Münchener Polizei- direllor Poehner den.Republikanischen Führerbund' aus keinem anderen Grunde verboten, als weil dieser ReitMwebr und Polizei in der Treue zur Republik erhalten will. Auf dem geistigen Boden dieses Poehner-TerrorS ist da! Atienlat erwachsen. ES zeigt sich wieder, daß Rocht«, und Linksputschisten sich gegenseitig nickt d a S mindeste vorzuwerfen habe». Natürlich wird die Polizei des Herr» Poehner die Attentäter eben- sowenfg fasten, wie sie die Buben gefaßt hat. die seinerzeit den Anschlag aus Magnus Hirschfeld verübten. Aber in welchen Kreisen die Verbrecher zu suchen sind, darüber kaun kein Zweifel bestehen._ Karl, üer Unwillkommene. Lausanne, 2. April. Der Staatsrat b-sKantonsWaadt beschloß, dem Bundesrat mitzuteilen, daß der Exkaiser Karl nicht mehr im Santou geduldet werden könne, nachdem er seinem ausdrücklichen Versprechen, sich jeder politischen Tätigteil .während seines Aufenthollos in Prangins zu enthalten, nicht nach- gekommen ist. Spielhölleogelder für Kommunisten. In einer Gerichtsverhand- lung vor dem Zoppoter Amtsgericht im Freistaat Danzig wurde festgestellt, daß der Spielklub Zoppot der Kommunistischen Porte, 4000 ITC. zur Abhaltung eines Vartewergnügens übergeben hat Trotz reichlichen Alkdholtonjums blieb ein Rest von 500 M.. der der vezirkskass- der SPD. ZUgesührt wurde. Dieser Sachverhalt wurde von zwei Vorstandsmitglieoern der VÄP. durch Eid bekräftigt und dabei Sott zum Zeugen angerufen! Zielbewußte Revoluttanär«! .Geschäsksmanv" Böget Laut„Times" Holl sich Oberleutnant Logil. der Mörder Liebknechts und Rosa Luxemburgs, unter falschem Namen als Geschäftsmann im Haag auf. Wie die „Times" weiter berichtest ist er regelmäßiger Besucher des deutschen Klubs.— Legt man dort auf Besuche von Mördern Wert? Wirtsthcrft 5rek paplerwirtjchast! Das Reichskabinett hat nach Prüfung der durch die Entschließung der Zeitungsverlegeroersammlung vam 30, März in Hannover ge- schaffen«« Sachlage in seiner Sitzung vom 1. Slpril beschlossen, die Bewirtschaftung von Zeitungsdruckxapicr mit Wirkung vom 1. April aufzuheben. Damit entfällt in Zukunft auch di« amt» liche P r e> s f c st s e tz u n g. D!« Reichsregierung, so wird weiter offiziös erklärst wird durch äußerste Förderung der Produktion und durch straffe Handhabung der Ausjuhrkontrolle von Zeitungsdryck- papier dafür sorgen, daß der Inlcinddedarf der deutschen Presse sicher. gestellt bleibt. DI« Fassung dieser Bekanntmachung muß den Eindruck erwecken, als ob die Reichsregierung durch den Beschluß den Wünschen der Zeitungsoerlegcr entsprochen hätte. Wir müssen demgegenüber darauf hinweisen, daß die gesamten deutschen Zeitungsvcrleger auf ihrer Tagung in Hannover von der Regierung gerade energische Schritte gefordert hatten, um eine den Bedürfnissen der deutschen Presse gerecht werdende Preisfestsetzung in Farn: einer er. heblichcn Herabsetzung der von den Fabrikanten geforderten Presse herbeizuführen. Di« Reichsregierung gibt statt dessen jede Möglichkeit einer solchen Einwirkung auf den Preis aus der Hand. Also der Verantwortliche erfüllt seine Pflicht dadurch, daß er erklärt, die Sache solle ihn nichts mehr angehen! Eine Irreführung der Oeffentlichkeit bedeutet es, wenn es weiter- hin heißt, die Reichsregierung wolle wie bisher durch äußerste För- derung der Produttion den Inlandbedarf sicherstellen. Dies ist geradezu blutiger Hohn; denn die Produktion der deutschen Druck- Papierfabriken reicht infolge der an sich schon bedrängten Lage der deusschen Presse völlig aus, um selbst einen sehr erhöhten Bedarf zu decken. Nicht durch Förderung der Produktion ist der deusschen Presse und damit dem deutschen Volke zu helfen, sondern dadurch. twß man dem Verbraucher den Papierbezug überhaupt ermöglicht durch Fesssetzung eines angemessenen Preises oder im Notfall auch durch Verbilligung des Papiers aus Staatsmitteln. Durch das Versagen der Reichsregierung ist die Papierftage natürlich nicht gelöst, sondern erst recht ausgerollt. Die Oeffenllichkeit wird sich nicht damit beruhigen können, daß ein großer Teil der selbständigen Presse einfach zum Tode verurteilt wird zum Nutzen der von Moskau oder Essen Subventionierten. Hoffentlich wird der Reichstag in dieser Angelegenheit ein ernstes Wort sprechen. Slinnes kauft Meinung. Die schwerkapitalistischen Aufkäufer der bürgerlichen Presse haben einen neuen Fang gemacht. Dies- mal keine Zeitung, sondern ein journalistisches Versorgungsinstitut für zahlreiche Provinzzeitungen, das Bureau Dämmert. Fast alle Angestellte des Dammertoerlages und Dr. Dämmert selbst find aus- geschieden und haben ein neues selbständiges Pressebureau errichtet. Die Meldung eines Blattes, daß auch die„Dena" angekauft sei, wird von dieser energisch bestritten.— Der Dienst des Dammertoerlages ist mit der gleichfalls längst stinnektierten Telegraphenunion vereinigt.worden.— Man wird die nicht verkauften Organ« des Bürgertums bald an den Fingern einer Hand zählen können. Der Abtransport von Kohlen aus dem Ruhrgebiet gestaltete sich in der letzten Woche auf dem Wasserwege infolge des niedrigen Wasserstandes de« Rheins ungünstig. Die Elsenbahn- trgnSporte verliefen glatt. Alls angeforderten Wagen wurden ge- � stelltt Die Halde n b'e sta n d s an Kohlen haben um rund. 20 000 Tonnen, nämlich auf 877 926 Tonnen abgenommen, Ein neuer Aolrag auf Erhöhung der Sallprelse wurde in der''' AufsichtSralssitzung des K a l i s y n d i k a t S bcichlosseu. Dem Reichs- kalirat soll eine Ausbesserung der Kolipreiie um SS P r o z bor- geschlagen werden. Bekannrlich ist vor einiger Zeit vom Reichs- kalirat die mit 50 Praz. beantragt« Erhöhung abgelehnt worden. Die ktzoldschähe der vereinigten Staaten.„Federal Reserve Bulletin" bringt in seinem letzte» Bericht vom Februar 1S21 eine interessante Zusammenstellung der Goldeinfuhr und-ausfuhr der Vereinigten Staaten von Amerika seit Kriegsausbruch. Vom 1. August 1914 bis 10. Januar 1921 ist Gold im Werte von 2 287 793 000 Dollar eingeführt und 1 396 525 000 ausgeführt worden. Somit ergibt sich ein U e b e r s ch u ß von 891 268 000 Dollar zugunsten Amerikas, eine Folge der amerrkani- fchen Lieferungen während des Krieges und später, welche im großen Umfang mit Gold gedeckt werden müssen. Die volkswirtschaftlichen Vorteile des Galdfcgens sind fragwürdig. Von der 247 Millionen Dollar betragenden Goldeinfuhr im Jahre 1920 sind 74 Proz. aus Großbritannien, 11 Proz. aus Frankreich und 8 Proz. aus Kanada «ingeführt worden, während die ganze Goldausfuhr noch asiatischen Ländern, in erster Linie noch Japan gerichtet war. Der inkernakionale Eisenmarkl steht noch immer im Zeichen starker Preisunterbietungen. Frankreich, das durch die deusschen Kohlenlieferungen vor anderen Ländern einen großen Borfprung in den Gestehungskpsten hast konkurriert sehr scharf mit Belgien. Erst in der vergangenen Woche haben, die jranzössschen. Walzwerk« ihre Blechpreise um �irka 100 Fr. die Tonne ermäßigt. Di« französischen Hochösen bieten zurzeit Roheisen zum Export um mindestens 40 Fr. pro Tonne billiger als die belgischen Hochösen an. Während im September vorigen Jahres die Htabeisenpreise auf 1200— 1350 Fr. standen, notieren diese heute je nach Qualstöt 500—600 Fr., inid diese Abwärtsbewegung scheint ihren Tiefstand noch nicht erreicht zu haben. Am belgischen MarU unterbieten die französische» Werte die belgischen sowohl in Roheisen wie in Halb- Zeug. Eine Duinping-Ausstellunq in London 1921. Der„Times" zufolge teilte der Präfidem des Nationalverbandes englischer Indu« strieller beim diesjälwigen Bankett der Spielzeugsabrikan- t e n mit, daß demnächst in London eine nur den Pariamentsmit- gliedern zugängliche Ausstellung erösfnet werden solle, die die Auf« gab« habe, die Schädigung der englischen Industrie durch d!« niedrige deutsche Valuta zu oeranschaulichen. Von 80 000 Spielwaren- arbeitern sollen infolge der deutschen Konkurrenz 22 500� zurzeit in England arbeitslos sein. Ob die Nöte der englischen Spielwaren- industrle lediglich aus den Stand der deutschen Valuta zurückzuführen ist. muß schon aus dcni Grünte dahingestellt bleiben, well die deutsche Spielzeugfabrikation auch früher bereits aus dem ganzen Weltmärkte vorherrschend war. Im übrigen wird die Valuta durch solch« Schaustellungen, nicht, gehoben... Da» englische Schutzzollgesest. Der Text des Gesetzentwurfs für den Schutz gewisser englischer Industrien ist veröffentlicht worden. Er sieht einen Zoll im Betrage von einem Drittel des Wertes für gewisse Einfuhrwaren vor, unter denen hervor- znheben sind: optische Gläser, optische Instrument«, Laboratoriums- instruineiue, Thermometer und Barometer aus Porzellan und Glas, verschiedene Instrumente, Instrumente, die für den Maschinenbau dienen, Strickwaren, Nadeln, ferner Wolftam und gewisse andere seltene W-talle, alle Erzeugnisse der organischen und synthettschen Chemie mit Ausnahme von Farbstoffen!. Der Gesetzentwurf gestattet dem Handelsminister, mit einem gleichen Zoll die Artikel zu belegen, die in Großbritannien zu einem niedrigeren als ihrem Fa br i ka ti o n s p r eis e angebet«« werden oder zu einem Preise, der infolge der Entwertung des Geldes des Produktions- landes geringer fein würde als der Marktpreis der in Großbritannien hergestellten gleichartigen Waren. SewerMastsbewegung U. Kommunifteupotfth unü /ldGö. Gegen die kommunistische Ausschlachtung der Forderungen des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes zur Beschaffung von Arbeit für die Erwerbslosen wendet das„Korrespondenz. blatt des ADG B." sich mit folgenden sehr deutlichen Ausfüh- rungen: Die Kommunisten brauchen Gründe für ihr« wahnwitzigen Ge- neralstreik- und Putschporolen, und da die bisher verzapften Begründungen, wie„weißer Schrecken",„Orgeschabwehr",„chörsing- bände",„Weltreoolution" usw. keine rechte Zugkraft hatten, so greifen sie in ihrer Not wieder zu dem»och vor wenigen Togen als„Arbeitsgemeinschaftsprodukt" geschmähten Arbeitslosen- Programm des ADGB. In einem Aufnif der„Roten Fahne" vom 26. März wird erklärt, daß der ADGB. nur unter d m Druck der kommunistischen Kundgebungen sich veranlaßt ge- sehen hätte, die zehn Forderungen aufzustellen, aber bis heute noch emcn aagcmemcp CTcrrrfitraarTaTv P» owy« könnte. Die Herabsetzung soll in diesem Monat noch nicht erfolgen, während im nächsten Monat ein doppelter Abzug statt- finden wird. Die Regierung wird unter Umständen bereit sein, im nächsten Monat nur einen einmaligen Abzug stattfinden zu lassen. nichts zu deren Verwirklichung getan habe, während das Unter- � nehmertum bereits auf der ganzen Linie seinen Widerstand gegen diese bescheidenen Forderungen ankündige. Weiter wird darin erklärt: „Wir Kommunisten haben das deutsche Proletariat oufge- rufen zum Kamvf, zum umfassenden Generalstreik für die Er- kämpfung und Sicherung feiner Existenz. In diesen Kampf ist eingeschlossen ein solcher um die zehn Punkte des All gemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes." Wir können an dieser Stelle nur wiederholen, was bereits die Kundgebung des Bundesausschusses des ADGB. gegen die kommu- nistischen Putsche zum Ausdruck brachte; daß diese nichts mit gewerkschaftlichen Bestrebungen ge. mein hat. Der Vorstand des ADGB. hat sein Arbeitslosen- Programm nicht aus kommunistischen Druck, sondern mit Rück- ficht aus die Notlage der Arbeitslosen aufgestellt und bereits Schritte zu dessen Durchs ührung ge- tan. Er hat dieses Programm in seinem dringlichsten Teil im Borläufigen Reichswirtschaftsrat zur Annahme gebracht und mit den verschiedensten zuständigen Regierungsressorts über die Bereit- stellung von Notstandsarbeiten und öffentlichen Aufträgen, sowie über die Grundsätze, nach denen hierbei Arbeitslose zu beschästigen sind, oerhandelt. Das weiß die„Rote Fahne", denn sie hat selbst am 22. März über eine solche Verhandlung berichtet, damals frei- lich in abfälligem Sinne. Wenn sie heute plötzlich sich wieder dieses Programms erinnert und für diese zehn Forderungen die Arbeiterschast in den Generalstreik treiben will, so kennzeichnet ein solches Verlegenheitsmanöver nur die ganz« Ratlosigkeit des kommunistischen G e n e r o l st a b s, der jeden Tag neue Pa- rolen ausgibt und schließlich selber nicht mehr weiß, wofür Der Streik in der Schallplattenindustrie Groh-Versins dauert unverändert fort. Di« Arbeitgeber, die völlig unter dem Einfluß des Verbandes Bertiner Metallindustrieller stehen, verlangen, daß für die Sch'allplattenarbeiter das Abkommen gilt, welches für die Ber- liner Metallindustrie getroffen ist. Demgegenüber fordert die Ar- beiterschaft, daß der Tarifvertrag für die chemische I n d u st r i e zur Anwendung kommen soll. Der Schlichtungsaus- schuß, welcher die Parteien zu einer Verhandlung eingeladen hatte, machte einen Vergleichsvorschlag, der dahinging, ein Ab- kommen unabhängig vom Abkommen in der Metallindustrie und dem chemischen Tarifvertrag zu treffen. Die daraus eingeleiteten Ver- Handlungen scheiterten an dem Wider st and der Unter- n e h m e r. Die Schallplattenarbciter, die vor dem Kriege zu der best- bezahlten Gruppe im Verbände gehörten, stehen heute mit ihren Löhnen unter allen anderen Gruppen. Sie kämpfen deshalb um ihre Existenz und auch um ihre Selbständigkeit. Schallplattenarbeiter Deutschlands, achtet auf etwaige Streikarbeit und weist solche energisch zurück. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. Die Reichsabteilung des Luftfahrtperfonols im Deutschen Der- kehrsbund hat sich anläßlich des tödlichen Absturzes des Akrobaten � R o la n d o in Johannisthal mit den Begleiterscheinungen des Unfalls beschäftigt. In einer längeren Zuschrift an uns protestiert die Reichsabteilung energisch gegen die Duldung solcher Akrobaten- kunststücke an Flugzeugen durch die maßgebenden Behörden. Weiter > weist die Zuschrift u. o. daraus hin, nach welchen Grundsätzen heute Bewegung den Flugzeugführern die Lizenz für den Luftverkehr erteilt wird. „Maßgebend ist Besitz des M i l i tä r f l i c g e r a b z e i ch e n s und Anforderung seitens einer Firma. Wer darüber.orientiert ist, unter welchen Bedingungen das Mllitärfliegerabzeichen lvor 2 Ja Jahren) erworben wurde mid welche Ansprüche an einen Ver- kehrsflieger gestellt werde« und welche Verantwortung schließlich aus ihm lastet, der muß sich sage«, daß. auch' dieser Punkt unserer Luftoerkehrsordnung einer erheblichen Verbesserung bedarf. Vor der Erteilung einer. Lizenz müßte von dem Flugzeug- sührer der. Nachweis umfangreicher Kenntnisse und Fähigkeiten gefordert werden, und die Berus sorg anisation des Luftfahrtpersonals wäre berufen, bei der Auswahl und Zulassung des Berkehrspersonals erhebliche Dienste zu leisten." Die Handels- und Schwertronsportarbeiker in Frankfurt a. M. sind, soweit sie dem Transportarbeiterverband angehören, wegen Lohnforderungen in den Streik getreten. Der Tarisvertrag für die Damenkonfektion(Mäntel und Kostüm«) ist ab s. Februar l921 für verbindlich erklärt worden. Die Arbeitgeber, Fabrikanten oder Zwischenmeister, die nicht organisiert ■tSnimfll J&t«krtschafMch« Sog« Ar der Sctflner Mrtaklsiidustrt» und wie beseitigen wir das Arbellslosenelend?" Referenten: EmL Barth, Otto Z i s k a. Ohne Betriebsratskarte und Berbandsbuch kein Zutritt.> FreigewerlDH. Betriebsrötezenirale, Gruppenrat d. Metallindustrie. S. A.: Hopf. Maler, Lackierer. Die Urabstimmung über die Erhöhung der Beiträge hat die Annahme der Vorlage des Verbandsbeirates und der Berliner Ortsverwaltung ergeben. Der Beitrag beträgt somit ab 16. Woche pro Woche ö,öl> M. Statldj« Kalzarbeiteroerbaud. Mittwoch 6 Uhr in RItcmf ft-ff- | föleit. Hoseuheid? 13—15: Gcsaiiitveotrouoiismiiuucr- und Detrioüsriuev-» samuiliiny. Bericht vom Stand der Terifbewcounz. Die Bertrauensinanncr- Versammlungen der Bezirke und Bronchen fallen aus... Deutscher Tranapartarbeiterri-vband. Bet-icboräte. Arbeiterräte. Betriebs- odlsutc aller Bronchen und Eektionci!! Morrtag 7 Uhr im Gewerkschaf! obres, Eng-lufec 15, Lollnerfaminlung. Mitgliedsbuch und Busweiskaric als. Be»' triebsrai sind vorzuzeigen.— Gewerblich.' Angestellte der Sieichsorganiseztioi:enl Montag g Uhr hu Grwerklchaftshaus, Gngelufer 14.15, Vollvtrfamintting.— »oirdeishilfsarbeiter und-ardeiterinnen aus allen Betric?>en der Hut!, Mußen- und Pelzwarendrauche l Dienstag 5!? Uhr bei Witte, Postsir. 29, G-cuvi'- u- |»rrsaMmiung. I ZPD.-Gemeinde. und Siaatsarbeiter. Bcitragssammler. Betriebsräte i:nd . Delegierte zur Vcncralversammlung. Dienstag S llbr in den Piachlitflen„Alt- Berlin", Blumcnstr. 10. Funttionärsrrsanrnuung der GPD.-Frattioii.- Mit» gliedsbuch und Parteiausweis legitim er«. Deutscher Metall arbeiteroe-baud. Montag lh- psir Bersamullring aller in der Gelb,, Kunst, und Mctallaiesicr-Innung beschäftigten Kollegen im Per, liner Clubhaus, Ohmstr. 2. Wahl des Gesellcnausschusses und der Beisitzer zum Schiedsgericht des Inilungsauzschiisics.— Funttionärr der Auto-Pepara- turwerkstätten, Achtung! Di-ndtog 7 Uhr Sitzung im„Musikalische» Ftubs", Zostristr. 7. Auch die Betriebe, die den Mrtallindustriellen angehören, müsitit vertreten sein. Berantw. iilr den redatl. Teil: Dr. Werner Peiser, Charlotlenburg: lür Naze:gtn: Tb. Gloä«. Berlin. Lsrlog: LorwärlS-Äerlag S. m. 0. H.. Berlin. Druck: L-r- wärtS-Buchdruckerei II. Pcrtagsonltall Paul singer u. Co.. Berlin. Linde lsir. 3. Hierzu 3 Beilage». die Arbeitermassen bluten läßt. Der ADGB. hat keinen Augenblick daran gedacht, seine zehn Forderungen mit Putsch und General st reit durchzusetzen, denn dies wäre dos allerungeeignetste Mittel, den Arbeitslosen Be- schaftigung zu verschaffen. Es hieße, die Kuh einfach totschlagen, weil sie nicht genug Milch gibt. Wir können die Arbeiterschast nur wi-'herholt auf das nachdrücklichste vor der Irreführung warnen, er! find, müssen nun ebenfalls sämtlich« füllen. Nähere Auskunft erteilt hex Verband, Filiale Berlin, Eebostianstr. Bedingungen des Tarifs er- Deutsche 37/38. Bekleidungsarbeiter- Afo-Bund, Ortskortell Groß-Serliv. Wir bitten die Kolleginnen und Kollegen, uftsi umgehend das Ergebnis der stattgefunde- nen Betrixbsräte-NeuwaHlen mitteilen zu wollen.— In diesen Mitteilungen muß enthalten sein eine genaue Angabe de? Betriebes, der Belegschoftsziffern, der Gesamtzahlen der abgegebenen Stimmen sowie eine Angabe übex die Verteilung der Stimmen auf Vis befreie ich mich von Rh�yinallirnysl Rheumatismus und Qicht sind Stoffwechselkrankheiten. Das B ut ist bei diesen schmerzhaften Leiden n'cht imstande, alle Schlacken, die aus dem Verhrennuncsprozess des Körpers als Rüc- Stand bleiben, hinweszuspüien. Deshalb lagern sich diese Rückstände besonders die schädliche Harn Säure, in den Muskeln und Celen-en ab Dort erzeugt sie die so schrrerzhatten, und die Bewegung hindernden Gichtknoten oder iheumatischen Verdickungen. Sie sind nur dauernd zu beseitigen durch die Abtragung der hamsäure- Ablarerungen. Zweckmäßig geschieht das durch die auf die alten unschädlichen Und bewährten Vorsch.ifien des verstorbenen Dr. med Olaf Toft zurückgreifenden Lerathot-Tabletten. Diese Levaiho! Tabletten haben folgende Zusammensetzung: rad. sarsapanllae 5, amm. spiric 5, potass)odid. S, f. leg, art. tabl. 100. 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L« Ni„„„cLr« m„, � 5 Kollegen lind KMegimien flnbe» eine nochmoftge Auszahlung aus bedroht, der durch die von der Regierung geplante Verminde- � Sammelfonds der Weibnachtsunterstützung statt. Die Aus- rung der Zuschlage für die Lebensmittelteuerung �ng geschieht Freitag, den 8. April, für Buchstaben-X— Iii und veranlaßt wird Die Indexziffer, die vom Ministerium festgestelli Sonnabend, den 9. April, für Buchstaben I-—? vormittags von 10 wird, ist in dauerndem Sinken begriffen und beträgt gegenwärtig bis 1 Uhr im Lokal„Rosenthaler.Hof", Rosenthaler Straße 11/12. 4n- der Indexziffer unter 420 muß eine Verwinde- �triebsrälg der Metallindustrie! Mittwoch, 6 Uhr. findet in rung der Zuschlage um e,n Drittel zur Folge haben. Die Bertreter der Bockbrauerei. Fedicinftr.?,8, eine Gruppenvollsersammkung der der Fachoeremigungen hoben dem Ministsr erklärt, daß eine herab- j Betriebsräte und Obleute der M et allinvustrie statt. Tages- die deufcdie\vembraiidinarke �4� � AC A. WERTHEIM. 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