Nr. 262. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pig. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage ,, Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreichs Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919. Vorwärts 11. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzetle oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Grpedition ist an Wochentagen bis 7 1hr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: „ Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Freitag, den 9. November 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Deutsche Kultur in Afrika. Sie waren ursprünglich Stlaven, die der Rönig| diesen Dahomeleuten Gouvernement nach Möglichkeit Behangin auf seinen Raubzügen zusammengebracht und der ver- Weiber, in der Mehrzahl ebenfalls losgekaufte Dahome. storbene Hauptmann Freiherr von Gravenreuth im Herbste 1891 Sflavinnen, zugetheilt und auf Kosten der Regierung freigetauft hatte, um sie für eine von ihm zu leitende ernährt, worin für sie insofern ein Vor In Sachen Leist ist noch nicht das letzte Wort ge- Expedition in das Hinterland von Kamerun zu verwenden. Die in theil lag, als sie besser verpflegt wurden, die sprochen. Noch hat eine höhere Instanz im Disziplinar- dieser Weise befreiten Sklaven, mehr als dreihundert Männer mit fonst üblichen Ausgaben für Weiber nicht verfahren Gelegenheit, das Urtheil der Potsdamer Richter Klein- Popo abgeschlossenen Verträgen verpflichtet, auf fünf Gepflogenheiten der dortigen Eingeborenen einer Anzahl Weiber, hatten sich in den mit ihnen in Weidah und zu machen hatten und vielleicht auch nach den zu forrigiren, und schließlich wird die Angelegenheit auch Jahre nach Kamerun zu gehen und dort jedwede Arbeit als durch entgeltliche Ueberlaffung ihrer Frauen au weibernoch den Reichstag beschäftigen. Dann wird es sich aller Träger, Soldaten, Farmarbeiter u. s. w. gegen freie Beköstigung, lose Soldaten sich einen geringen Verdienst verschaffen dings nicht mehr um die Person des Assessors und Reserve- Bekleidung und Paffage nach Kamerun zu leisten, wobei der ge- konnten. lieutenants Leift handeln, der, so sehr er typisch ist für die zahlte Lostaufpreis von 320 Mart für einen Mann und von So steht's wörtlich zu lesen in der Urtheilsbegründung Ableger unseres militärisch- bureaukratischen Regierungs- 280 Mark für ein Weib als vorschußweise ent des Potsdamer Disziplinar Gerichtshofs, schlicht und dürr systems in den deutschen Kolonien, doch nothwendigerweise richteter Lohn für diese Beit angesehen werden ohne ein Wort des Tabels. Und damit harmlose Gemüther binnen Kurzem völlig von der Schaubühne verschwinden sollte. Die Hälfte war mittlerweile an Krankheit und Ent- nicht etwa glauben, die entgeltliche Ueberlassung" der muß, da er von seiner vorgesetzten Behörde selbst aufgegeben fräftung infolge der ausgestandenen Leiden gestorben. Von dem Soldatenfrauen hätte zum Zweck irgend welcher häuslicher Reft wurden etwa 50 Männer der Kameruner Polizeitruppe einwurde. Der Leist verschwindet, aber die Verhältnisse, die verleibt, wo sie dem mit ihnen abgeschlossenen Vertrage gemäß Arbeiten erfolgen sollen, muß ausdrücklich betont werden, den Leist gemodelt haben, bleiben. Da wird denn aller- freie Verpflegung, aber keine Löhnung bezogen, während die daß die Frauen den anderen Soldaten zur geschlechtdings noch manches scharfe Wort gesprochen und geschrieben übrigen Soldaten der Truppe gegen den üblichen Monat 3- lichen Benugung gegen Geldzahlung an die Ehewerden müssen, bis diese Verhältnisse so geändert worden solb von 30 Mart angenommen waren. männer ausgeliefert werden sollten. Mit anderen Worten: sind, daß sie dem Deutschen Reich nicht mehr zur Schande Von der Sklaverei freitaufen das klingt sehr Die Vertreter der kaiserlichen Regierung in einer deutschen gereichen. human. In Wirklichkeit geschah der Freikauf nur, um Kolonie gestatteten als Ersatz für den Sold den RegierungsWelche Schande sie ihm bereiten, das springt mit billige Lohnstlaven für eine Expedition, dann für die Soldaten, ihre Ehefrauen zu verfuppeln. erschreckender Deutlichkeit hervor aus dem neuerdings Polizei truppe zu erhalten. Und dies Geschäft müssen wir Eine solche Handlung wird in Deutschland durch das im Wortlaut veröffentlichten" Disziplinarurtheil gegen burch ein kleines Rechenerempel erläutern. Die Loskaufs- Reichs Strafgesetzbuch mit Zuchthaus bedroht. Und das den Kanzler Leift". Zu Nuß und Frommen aller fumime" von 320 M. sollte durch eine fünfjährige Zurück wird gebilligt von den Vertretern des nämlichen Staates, derer, die bisher nur eine unklare Vorstellung haltung der baaren Löhnung eingebracht werden. Diese der in Europa unglückliche gefallene Weiber durch seine davon gewonnen haben, wie eigentlich die deutschen Kultur- Löhnung, die anderen Soldaten gezahlt werden mußte, Sittenschutzleute verfolgen läßt und durch ein besonderes Gesetz, träger in Afrika arbeiten, wollen wir aus den thatsächlichen hätte 30 M. monatlich betragen, also 1800 m. für fünf die lex Heinze, dem Zuhälterwesen zu Leibe geht! Angaben der Urtheilsbegründung ein solches Kulturbild zu Jahre. Somit wollte die deutsche Kolonialverwaltung Wagt es angesichts dieses scheußlichen Vorkommnisses sammenstellen. Unsere Gewährsmänner sind ganz unver- den befreiten Sklaven für die Loskaufsumme einen mehr noch irgend jemand von der Befähigung unserer vom dächtige Zeugen: die Potsdamer Richter, deren Wohl als fünffachen Betrag abnehmen. Assessorismus und Militarismus befallenen Bureaukratie zur wollen für die gesammte preußisch- deutsche Staatsthätigkeit sicher ihrer Nachsicht gegen den Angeklagten Assessor Leist die Waage hält. " V Das ist ein Geschäftchen! Wie? Daneben verblassen Kulturarbeit unter Barbaren" zu reden? doch die Wucherpraktiken der Treuherz und Genossen und Von diesen Frauen nun, die die Kolonialverwaltung des ollen ehrlichen Seemann zu einem wesenlosen Scheine. den Dahome- Solbuten überwiesen hatte, verlangte sie noch Welcher olle ehrliche Zivilisationsbeamte hat denn diese ge- obendrein körperliche Arbeiten. Mit welchem Recht? riebene Ausnutzung der geschäftlichen Konjunktur, die durch Ist es fonft Gitte, daß man die Ehefrauen der die Widerstandsunfähigkeit der Sklaven gegenüber ihren Soldaten zu unentgeltlichen Arbeiten im RegierungsBefreiern" gegeben war, ausgetiftelt? Er hat dadurch dienst zwingt? Die einzige Erklärung für die absonder= eine herrliche Illustration zu der Sage von der Freiheit liche Zumuthung der Kolonialverwaltung ist darin zu der Kontrakte" geliefert. der Kontrakte" geliefert. finden, daß sie die Frauen schlankweg als ihre Stlavinnen behandelte. Selbst der landesübliche Brauch berechtigt sie nicht dazu, die Frauen zur Arbeit zu zwingen, denn in dem Erkenntniß wird an einer anderen Stelle ausdrücklich hervorgehoben, daß dort wie in anderen Kolonien der afrikanischen Westküste Weiber im allgemeinen überhaupt nicht zur Arbeit verwendet werden". Doch es kommt noch besser. Herr Leift war bekanntlich zweier Vergehen angeschuldigt worden, daß er nämlich a) am 15. Dezember 1893 die Weiber der Dahomesoldaten in grausamer Weise bestraft und dadurch den Aufstand der b) in der zweiten Hälfte des Jahres 1893 mit verschiedenen, im Kameruner Gefängniß untergebrachten Weibern unzüchtige Handlungen verübt und dieselben zur Duldung des Beischlafs genöthigt habe. Die Soldaten so ganz ohne Geld zu lassen, während Von der ersten Anschuldigung wurde er freigesprochen, ihre Kameraden bei gleicher Verpflegung monatlich 30 M. wegen der zweiten unter Annahme mildernder Umstände zu für ihre laufenden Bedürfnisse erhielten, ging nicht an. einer Kürzung seines Gehalts um ein Fünftel des Betrages Geld dafür aus der Regierungskasse flüssig zu machen, das verurtheilt. Aus der Begründung der Freisprechung im verbot die weltberühmte preußisch: Sparsamkeit. Da ist ersteren Falle erhalten wir nun über die rechtliche nun wieder so ein oller ehrlicher Kolonialbeamter auf einen Stellung der Dahome Soldaten folgende ganz verflucht gescheidten Gedanken verfallen: Auskunft: Um diese Ungleichheit weniger fühlbar zu machen, wurden Feuilleton. Erinnerungen eines Kommunarden. " Ja, ja, das Gewitter. Nun, nun, das wird wohl vorübergehen, die Pulsschläge werden schon regelmäßiger. 38 Wer weiß, ob eine gute Neuigkeit ihn nicht vollends be ruhigen würde." Für die arme Sylvia giebt es feine guten Neuigfeiten mehr, theurer Doktor," flüsterte sie mit gebrochener Stimme. " Aus dem Französischen von Jakob Audorf. Der Tod des Barons erfolgte unmittelbar. Sein Wer weiß, wer weiß?" murmelte der„ böse" Marcas Rörper fant an der Mauer, gegen welche er sich gestützt lächelnd. Sehen Sie, ich habe Ihnen doch geschrieben, daß hatte, nieder und blieb auf dem Teppich liegen. Sylvia es mir gelungen ist, Ihren Wunsch, mit dessen Ausführung hatte den Revolver fallen lassen und ging schrittweise rück- Sie mich beauftragt, zu erfüllen." wärts. Sie konnte ihre schreckhaft erweiterten Augen nicht" Ja, Doktor" abwenden von dem Körper des Menschen, der ihr so viel" Nun also, setzen wir den Fall" begann er zögernd, Abscheu eingeflößt hatte. nehmen wir an" er hielt inne, ohne den Puls Sylvia's In diesem Augenblicke verdoppelte sich das Unwetter los zu laffen denken wir uns, daß Jacques, Ihr thenrer und plötzlich erschoйl zwischen zwei heftigen Donnerschlägen Gemahl, anstatt getödtet worden zu sein, nur verwundet die Hausglocke, welche mit träftiger Hand gezogen wurde. wurde. Sylvia schrat zusammen und entriß sich gewaltsam ihrer düsteren Betrachtung. Sie verschloß die Thür des Schlafzimmers und schritt faltblütig durch den Salon zur Hausthür, um dieselbe zu öffnen. " Guten Abend, meine schöne Kranke!" schallte die Stimme des Dottor Marcas ist hell und freundlich entgegen. Verzeihen Sie, wenn ich etwas früher fomme als versprochen. Es ist erst halb 10 Uhr statt 10," sagte er, sich entschuldigend, indem er nach seiner Uhr sah.„ Es hat aber seinen Grund darin, daß ich mit Ihnen noch etwas zu sprechen habe. Aber beim Himmel! Wie sind Sie bleich! rief er plöglich aus, indem er sie besorgt betrachtete. Lassen Sie mich den Puls schen. Hm, hm, das vertrakte Gewitter ist wohl Schuld!" „ Das Gewitter!" murmelte Sylvia mit erstickter Stimme. Sylvia erhob ihr Haupt und verschlang ihn mit den Blicken. " Ja, ja, nur verwundet, es kann Alles bei diesen verteufelten Schießwaffen vorkommen." Jacques ist nicht todt!" rief sie zitternd aus und er hob sich plöglich glühend. " Still doch, liebes Rind, vor allem Ruhe; setzen Sie sich wieder. Nun ja, er ist nur verwundet, ernstlich, sogar sehr ernstlich. Ich hoffe jedoch -G Daß die Frauen dieser Behandlung, die wider alles Recht und wider allen ihren heimischen Brauch über sie verhängt wurde, sich nicht gutwillig fügten, ist erklärlich. Sie sprang an meine Brust und ein heißer Strom von Thränen benetle mein Gesicht. " Weinen Sie, weinen Sie! das ist das Beste!" rief der Doktor, indem er mit Geräusch sein Taschentuch gebrauchte und selber weinte, ohne es zu wissen. " Er lebt, er lebt!" schluchzte sie, mich mit Rüssen bes deckend. Plötzlich erfaßte sie meine Hand. Thür zu ihrem Schlafzimmer öffnete und mich bis zu der Komm Jacques, komm," sprach sie, indem sie die Leiche hinzog. Gerettet!" sprach sie, indem ihre Stimme einen fast überirdischen Ausdruck annahm, gerettet und ges ra cht!" " Das Journal der auständigen Leute", das„ bestunterrichtetste" Blatt von Paris, der Moniteur der Polizei, dessen Nanien wir nicht besonders zu nennen brauchen, brachte am folgenden Tage nach dem oben geschilderten Ereignisse an der Spitze des Stadtklatsches folgende Notiz: " Im Augenblick da wir unser Blatt schließen, geht uns eine betrübende Nachricht zu, welche nicht nur eine der achtbarsten Familien von Paris mit tiefer Trauer erfüllt, sondern auch die diplomatischen Kreise tief berühren wird. " Der Baron Lucien Meylan, Bureauchef im Ministerium des Aeußeren, welcher bestimmt war, denmächst Jacques, eine hervorragende Stellung in einer bedeutenden Botschaft zu bekleiden, wurde heute Morgen bei Tagesanbruch au der Mauer des Friedhofes Montmartre als Leiche aufgefunden von Händlern, welche zu Markte zogen. " Jacques!" rief fie aus, Jaques! Er lebt, er lebt! Doktor, wo ist er? D, er ist hier hier Jacques!" Die Thür öffnete sich plötzlich so weit nur möglich: Sylvia!" So rief ich ins Zimmer dringend, da ich mich länger nicht zu halten vermochte. Der Polizeikommissär des Stadttheiles, welchen man schnell benachrichtigte, erschien sofort am Drte des traurigen Sie sehten der Kolonialverwaltung passiven Widerstand trägt zur Charakterisirung europäischer Zivilisationsthätigkeit| Geld zu erschwindeln pflegen, giebt das Blatt ja zu, und entgegen. Da greift nun Herr Assessor und Reserve- in Afrika bei, wie es für Leist bezeichnend ist, daß er so so wird es bleiben troh einer schärferen Praxis". lieutenant Leift zu seinem Spezialmittel: Prügel mit der etwas zu seiner eigenen Entschuldigung zu verwenden wagt. Maßregelung von Post Assistenten. Das Organ Nilpferdpeitsche. Der Disziplinar- Gerichtshof ist zu der Der Gerichtshof konnte sich ferner der Erkenntniß nicht des Bostassistenten- Verbandes bringt in der Nummer vom Ansicht gekommen, er sei dazu berechtigt gewesen. Die Vor- verschließen, daß der Kanzler Leist seine amtliche Stellung 1. November folgenden Artikel aus Köln: frage, ob Leist überhaupt ein Recht hatte, die Frauen zur mißbraucht hat, da er Daß ungeachtet aller Versicherungen der Vertreter der obersten Arbeit zu zwingen, hat er gar nicht unter die betreffenden Weiber überhaupt nicht oder doch jedenfalls nicht Postbehörde, es würde kein Beamter wegen seiner 3ugehörigsucht. Doch selbst das Weiberprügeln an sich ist eine zu jeder beliebigen Tages- und Nachtzeit, wie er es gethan hat, teit zum Verbande deutscher Post und Telespezielle Barbarei des deutschen Kulturträgers. Sie widerspricht hätte benutzen können, wenn er damals nicht gerade der erste Be- graphen Assistenten dienstlich behelligt oder gar durch Versetzungen gemaßregelt, dennoch Beamte wegen ihrer Verbands= sogar dem Landesbrauch. Das Erkenntniß sagt darüber amte der Kolonie gewesen wäre." selbst: Das mußte ihm denn als strafverschärfend in Anrech- angehörigkeit verfekt werden, dafür mögen als Beweis die kürzlich Was zunächst die in Ost- und West- Afrika im allgemeinen nung gebracht werden. Milde genug ist diese Strafe den- stattgehabten Versehungen der angestellten Postassistenten Gustorf und Dresbach, welche beide dem Verbande angehören, vom Bahnpost= herrschende Auffassung über die Vollstreckung der Prügel- noch ausgefallen. Doch wir haben hier nicht in erster Reihe amt 9 zu Drtspostanſtalten in Köln dienen. Sehr bezeichnend ftra fe an Weibern anlangt, so haben die hierüber vernommenen mit Herrn Leist, sondern mit dem gesammten System der dabei ist das Vorgehen sowohl gegen diese beiden Herren, wie Zeugen befundet, daß die förmliche Verhängung dieser Strafe deutschen Rolonialverwaltung abzurechnen. auch gegen die andern dem Verbande angehörigen, beim Bahnüber Weiber am Kongo und in der französischen Kolonie postamte Nr. 9 beschäftigten Beamten überhaupt. Zunächst Gabun unbekannt, in Lagos und an der Gold= werden die Assistenten befragt, ob sie dem Verbande angehören tüste verboten ist, dagegen in den portugiesischen Besitzungen So lange es noch derartige deutsche Kolonien giebt, die wir und zum Ausscheiden aus demfelben zu bewegen versucht; Also nur in den portugiesischen Befizungen kommt fie prinzipiell verwerfen, verlangen wir, daß das Verwaltungs- fie fönnten anders in der Fahrgruppe, in welcher fie augen vor. Darin liegt aber ebensowenig eine Rechtfertigung für system geändert wird von Grund auf, damit der Assessoris- blicklich beschäftigt seien, nicht weiter verwendet werden, da ihre Anwendung in Kamerun, als wenn ein Beamter mus und der Militarismus in Afrika nicht mehr zu einer ihnen die Verbands- Angehörigkeit außerdienstlich keine Zeit laffe, die Abfertigungs- Uebersichten u. s. w. zu studiren. Aus diesem in Deutschland jemand pfählen lassen wollte, weil das in Willkürherrschaft mit solchen abscheulichen Giftblüthen, wie Grunde erfolgt demnächst die Beschäftigung in einer anderen der Türkei geschieht. Trotzdem hielt der Disziplinargerichts- sie der Prozeß Leist enthüllt hat, auswachsen können. Fahrgruppe, wenn der Austritt nicht erklärt wird. Da die ge hof den Kanzler Leist kraft seiner Disziplinargewalt über Wir verlangen auch, daß derjenige Beamte, der die nannten Herren ihr Ausscheiden aus dem Verbande trotzdem Eingeborene" zur Verhängung dieser barbarischen Strafe Nichtswürdigkeit begangen hat, den Regierungssoldaten als nicht erklärten, so erfolgte deren Zurückziehung aus dem Fahran den Soldatenfrauen für befugt. Wie er das mit dem Ersatz für den Sold die Verkuppelung ihrer Frauen anheim- dienste." fich bag mit der Verſicher Wie verträgt sich das mit der Versicherung der PostRecht und der Logit vereinbart, ist sein Geheimniß. zugeben, gleichfalls vor Gericht gestellt wird, denn er hat den deutschen Namen mit zehnfach größerer Schmach be- verwaltung, daß die Assistenten nicht gehindert werden sollen, sich dem Verband anzuschließen? laden als Leift. vorkommt. Die deutsche Kolonialverwaltung fist jetzt auf der Anklagebant, nicht nur Herr Leist. Deutsch- Kamerun, den„ Pfandweibern", müssen wir noch Politische Leberlicht. " In der Sitzung des Bundesrathes vom 8. November wurden der Entwurf von Ausführungsbestimmungen zu dem Gesetze über den Schutz der Brieftauben und den Brieftaubenverkehr im Kriege, sowie verschiedene Posten zum Etat für 1895/96 genehmigt. Nicht m Die näheren Umstände der scheußlichen Exekution und des Aufstandes, der dadurch hervorgerufen wurde, übergehen wir hier. Wir haben früher bereits uns darüber ausgesprochen. Aber einer anderen Rechtsinstitution von einige Worte widmen, da wir auch darüber aus dem ErBerlin, den 8. November. tenntniß erst nähere Aufklärung erhalten. Au die falsche Adresse. Die„ Norddeutsche Die Pfandweiber" sind nicht etwa Geiseln fremder Allgemeine Zeitung" beschwert sich heute darüber, daß die Stämme. Es sind Pfandobjekte in der buchstäblichen Be- deutsche Presse überall Politit mit persönlicher GrundNicht nur für die Umsturzbekämpfung, auch für deutung des Worts. Geräth ein Eingeborener in Schulden, färbung" treibe." Die persönliche Grundfärbung" ist da, handelspolitische Reaktion bieten sich die Nationalliberalen an. In München erklärte gestern der nationalliberale so verpfändet er dem Gläubiger seine Ehefrau. Das Er- aber die Presse ist daran unschuldig. Wenn von oberkenntniß erklärt das mit der Thatsache, daß die Frauen ster Stelle persönliche Politik gemacht wird, dann muß Neichstagsabgeordnete für Hof, Kommerzienrath Münchnoch vor kurzem in Kamerun einen Gegenstand des Handels" die Politik selbstverständlich eine persönliche Grund- Ferber, in einer Versammlung, die nationalliberale gebildet haben. färbung" erlangen. Wenn Pindter der Zweite eine Partei werde es an ihrer Mithilfe zur Abwehr des UmDiesem Verhältniß entspricht es, daß dort von jeher Weiber Aenderung wünscht, dann wende er sich an die richtige liberale Partei geschlossen gegen Handelsverträge stimmen. sturzes nicht fehlen lassen. Ferner werde die nationalvon ihren Eigenthümern als Pfand für Schulden den Gläubigern Stelle! gegeben worden sind, wodurch dann ein Druck auf den zahlungsDa werden diese Maunesseelen ja bald sich von den konWie in einem Kaleidoskop die bunten Glasstückchen, servativen Agrariern auch bei hellem Tage nicht unterunluftigen oder flüchtigen Schuldner ausgeübt werden kann, während andererseits wegen Schulden inhaftirten Eingeborenen schwirren in den Zeitungen die Namen der Minister- scheiden lassen. die Möglichkeit gewährt ist, sich durch Gestellung eines Weibes kandidaten durcheinander- Ministerkandidaten für das aus der Haft zu befreien und die zur Befriedigung des Gläubigers Justiz, für das Ackerbauministerium. Mit Sicherheit hieß Zur Fuchsmühler Sache. Gegenüber den Versuchen erforderlichen Mittel durch Arbeit zu erwerben." es schon, der Reichsbank- Präsident Koch sei in das Justiz des Freiherrn v. 3oller, seine Schuld an den FuchsErst eine Errungenschaft der deutschen Kolonial- ministerium berufen, dann wurde erklärt, er habe ab- mühler Vorgängen zu beschönigen, veröffentlicht der verwaltung ist es nun aber, daß diese Pfandweiber von gelehnt. Auch dem Ober- Reichsanwalt Teffendorf ist Regensburger Anzeiger" eine Buschrift, in der es heißt: dem Gouverneur aus Gefälligkeit für die Schuldner" im wirklich, wie die Bossische Zeitung" versichert, die Stelle Vielfach herrscht noch Unkenntniß darüber, ob die Gemeinde denn auch alle Wege der Güte beschritten Regierungsgebäude in Verwahrsam genommen wurden. Zur angeboten worden; er habe sie aber abgelehnt. Daß ein hätte, besonders ob sie sich an den viel genannten Herrn Baron Zeit des Herrn Leiſt wurden sie wegen ihrer großen Zahl solcher Mann überhaupt in Aussicht genommen werden hätte, besonders ob sie sich an den vielgenannten Herrn Baron Zoller gewendet hätte. Gewiß, der Herr weiß alles. Im Frühim Gefängniß und in der Pfandkammer" untergebracht. konnte, ist ein deutlicher Fingerzeig dafür, welcher Kurs jahr laufenden Jahres war eine Deputation bei dem Das Erkenntniß behauptet, daß nach Anschauung der Ein- demnächst gesteuert werden soll. Herrn Baron, welche in bescheidenster Weise um das rückständige geborenen nichts Austößiges darin liege, wenn solche PfandDie Stipendiaten des Germanisationsfonds. Wir Holz für 1893 bat. Der Baron sagte: Quod non! Er fühlte weiber von den Gläubigern und anderen Leuten geschlecht hatten gestern auf grund einer Mittheilung der Schlesischen sich nicht bewogen. lich gebraucht" würden, vorausgesetzt, daß das gegen Be- Volkszeitung" die Korruption besprochen, der die Stipendien Gemeinde alle möglichen Schritte gethan hat. Das beweist, daß Auch die Behörden scheinen sich nicht zu erinnern, daß die zahlung" geschehe. Dieser Auffassung widerstreitet, was man sonst über schnorrenden Germaniſatoren in den östlichen Provinzen am Montag vor dem Unglück der gleichfalls viel genannte Bedas eheliche Verhältniß bei Negern weiß. Judeß Herr Leist anheimfielen. Es war da gesagt worden, daß die Stipendien zirksamtmunn Wall von Tirschenreuth, der die Erlaubniß zum aus dem sogenannten Ansiedelungsfonds gewährt würden. Angriff gab, zu den Rechtlern fagte: Hättet Ihr Euch hat sich diesen angeblichen Brauch zur Befriedigung seiner Die Neuesten Nachrichten" versuchen nun die Richtigkeit nur einmal an das Bezirksamt gewendet!" Und Herr Regierungsund seiner Gastfreunde Gelüfte zu nuge zu gemacht. fommissär Andrian meinte in der Gemeindeversammlung:" Hättet Das ist es, was das Gericht zu einer Verurtheilung dieser Mittheilungen in folgender Weise zu rektifiziren: Die genannten Stipendien werden nicht aus den Fonds Ihr Euch doch einmal an die Regierung gewendet!"" unter Anrechnung mildernder Umstände veranlaßt hat. Es der Ansiedelungskommission gezahlt, sondern der Antwort: Alles ist geschehen! hebt indeß lobend hervor, daß er immer baar bezahlt hat, preußische Haushalt enthält einen ständigen Boften Bur und hat sich auch überzeugt, daß er nicht hat Gewalt an Förderung des Deutschthums in den östlichen wenden laffen, um die Pfandweiber" gefügig zu machen. Provinzen", dem dieselben entnommen werden. In den Aus den Gründen" erfahren wir nun aber noch, legten Jahren bestand man allerdings nicht immer auf der Gr„ daß viele Expeditionsbeamte, die im Gouvernementshause füllung der Bedingungen, unter denen die Stipendien ertheilt logirt hätten, fich dorthin Weiber hätten kommen lassen und daß waren, und im Kultusministerium hat man, wie wir hören, bedie Offiziere der Klein- Popo anlaufenden Kriegsschiffe, die bei reits vor einiger Zeit die Frage erwogen, ob sie nicht vielleicht den dortigen Beamten gewohnt haben, von diesen mit Weibern Berhältnisse in der Provinz Bosen fich wesentlich zugespitzt haben, ganz aufzuheben seien. Nachdem in den letzten Monaten die versorgt worden feien", würde sich ein Fortbestehen der Stipendien entschieden empfehlen, doch müßte den Stipendiaten gegenüber eine schärfere Pragis als bisher zur Anwendung tommen. was Leist zu seiner Entschuldigung geltend gemacht hat. Diese Entschuldigung hat der Gerichtshof nicht anerkannt, obgleich das Bestehen dieses lieblichen Brauches zur Milderung der Strafe beigetragen hat. Auch die Bekundung des Beugen Schmidt über verschiedene Fälle brutaler Vergewaltigungen von Negermädchen aus guten Familien durch hochstehende Beamte und Offiziere in einer der westafrikanischen nicht- deutschen Kolonien" Fundes, um, wie üblich, die Thatsachen festzustellen. Da sowohl alle Werthfachen, wie auch die gefüllte Börse bei der Leiche aufgefunden wurden, so ist jeder Verdacht eines Raub oder selbst eines Mordanfalles ausgeschlossen, um so mehr als man unter der Hand des Barons einen kleinen fechsläufigen Revolver englischer Arbeit fand, der noch mit fünf Schüssen geladen war. Daß die zu solchen Zwecken gegebenen Stipendien immer forrumpirend wirken müssen, sieht das polizeifromme Blatt nicht ein. Im übrigen ist es natürlich für die Beurtheilung der Sache selbst und ihres korrumpirenden Einflusses ganz gleichgiltig, aus welchem Fonds die Gelder entnommen werden. Daß die Stipendiaten sich das Herrn R.... in Genf. Morne- Rouge, den 18. März 1876. Theurer Freund! Am 3. September 1893 ging eine wohlmotivirte Eingabe an das Bezirksamt Tirschenreuth ab. Am 1. November 1893 abermals an die gleiche Amtsstelle. Am 19. Juni 1894 an die f. Regierung in Regensburg. Am 13. Juli 1893 an das Ministerium der Finanzen. Die Antwort erfolgte am 4. Juli 1894(!). Was will man mehr? Die Antwort kann man sich ja Man" war nicht zuständig, man" verwies auf die ausstehende gerichtliche Entscheidung. denken. Man" wundere sich also nicht, wenn endlich die Geduld der Leute erschöpft wurde." Je mehr Licht in die Sache kommt, um so mehr vergrößert sich die Schuld des Herrn v. Zoller und die Mits schuld der Regierung. " Die württembergischen Landtagswahlen sind auf Das Mandat der jetzigen Ende Januar anberaumt. Kammer läuft am 9. Januar 1895 ab. Man schreibt uns dazu: Die bevorstehenden Wahlen bilden jetzt überall den Gesprächsstoff. Obwohl der Termin für die Wahl noch nicht genau bekannt ist, rüsten sich schon alle Parteien, um nach der amtlichen Bes fanntmachung des Wahltermins gleich auf dem Plan zu sein und jede möchte der anderen den Rang ablaufen. Da die Sozialdemokratie sich diesmal ernstlich an der Wahl betheiligen wird, so ist unseren fämmtlichen Gegnern der Schreck in die Glieder gefahren, sie jammern und wehklagen über die bösen Sozi", alle württembergischen Amts- und sonstigen Käseblättchen find schon seit Wochen mit spaltenlangen Artikeln gegen die Sozialdemokratie gefüllt, sie sehen alle Hebel in Bewegung, unt uns bei dem Landvolk anzuschwärzen, sogar der demokratische Beobachter" leistet wirklich großartiges, da er eingesehen hat, daß die Tage der früher so mächtigen Boltspartei gezählt find. " " Die württembergischen Parteigenossen sind schon lange zum Kampf gerüstet; in allen Wahlkreisen fanden und finden theilweise zur Zeit noch Wahlkreistonferenzen statt, überall wird jetzt agitirt. Die Kandidaten stellten sich schon an verschiedenen Orten ihren Wählern vor und es wird sicher nichts außer Acht gelaffen, um einige Sitze zu erobern. Es ist zwar sehr fraglich, ob wir einen Platz im„ Halbmondsaale" einnehmen werden, denn die Eintheilung der einzelnen Wahlkreise ist für die Partei sehr ungünstig, da das Landvolk überall die aufgeklärten Arbeiter überstimmen wird. Doch wird dies die württembergischen Genossen nicht hindern, mit um so größerem Eifer für unsere Sache einzutreten. Sie wissen, daß ich Ihnen voll und ganz vertraue. Ich übertrug Ihnen um so lieber die Veröffentlichung meiner Tagebuchblätter, als Sie ohnehin durchaus vertraut mit den " In der Brieftasche des Verstorbenen fand man einen Erlebnissen meiner Pariser Jrrfahrt sind. Hiermit erhalten an diesen adressirten Brief des Doktors Jean Marcas, Sie den Schluß der ganzen Erzählung: Militärarzt im Range eines Majors eines unserer Der Doktor Jean Marcas näherte sich uns; als er Infanterie- Regimenter. Dieser Arzt, vom Polizeikommissär den Körper meines Bruders am Boden ausgestreckt erblickte herbeigerufen, erklärte, daß der Brief in der That von ihm und die Aufregung wahrnahm, in welcher sich Sylvia beherrühre, obgleich er den Baron Meylan nie persönlich ge- fand und den heftigen Schrecken, der sich in meinem Gesicht kannt habe, und gab derselbe, nachdem er den Leichnam abspiegelte, zögerte er nicht, sich sofort faltblütig zwischen aufmerksam untersuchte, sein Gutachten dahin ab, daß uns und den Gegenstand meiner peinlichsten Ueberraschung der Tod des Unglücklichen nur einem Selbstmorde beizus zu stellen. messen sei. " Geht zurück in den Salon, meine Kinder," sprach er Man ergeht sich vergeblich in Muthmaßungen über zu uns mit gedämpfter aber doch energischer Stimme, und die Beweggründe, welche den Baron zu einem solchen trau- verlaffen Sie sich ganz auf mich, der ich wohl nur noch rigen Entschluß veranlassen konnten. Die Leiche des Ver- allein taltes Blut befize." storbenen wurde in seine Wohnung, Rue Turenne Nr. 12, Sylvia, welche meine Hand nicht losgelassen, zog geschafft. mich mit sich fort und näherte sich dem Divan, auf Sowohl seine Familie, als auch seine Freunde er- welchem fie, von trampfhaftem Schluchzen ergriffen, Rußland. Noch immer hört man, wie ein Peters fahren durch dieses traurige Ereigniß einen unersetzlichen niedersant. burger Korrespondent der Köln. 3tg." mitzutheilen weiß, Verlust und in den Reihen der Kämpfer für die Sache Ich tröstete ste so gut ich vermochte, nahm fie in die von kriegsgerichtlichen Bestrafungen von Offizieren der Ordnung", unter denen er einer der Muthigsten Arme und gab ihr die zärtlichsten Namen, welche meine wegen Theilnahme an verbotenen geheimen Verbindungen, war, hinterläßt er eine Lücke, die schwer auszufüllen sein Liebe mir eingab, doch sie weinte fort ohne auf meine Lieb- d. h. wegen nihilistischer Umtriebe. Die Thate immer sache selbst wird. wird." fofungen und Fragen zu antworten. streng geheim gehalten. Epilog. Du willst wissen?" sagte sie endlich zu mir, indem sie Sehr schwerer Vergehen muß sich ein Premiere vom 14. Dragoner Resich erhob und zum Tische schritt, von welchem sie ein lieutenant Boborytin trampfhaft zerknittertes Papier nahm und mir hinhielt. giment schuldig gemacht haben, denn er wurde vom War Du willst wissen warum ich da lies!" schauer Kriegsgericht zum Verlust des Ranges, des Adels und aller sonstigen Rechte sowie zu lebenslänglicher Bergwerksarbeit in Sibirien verurtheilt. Wie es heißt, soll er an dem Mordanschlag betheiligt gewesen sein, der gegen Raiser Alexander III. anläßlich der für diesen Herbst festgesetzten, später abgeänderten Herbstübungen geplant wurde. Pobedonoszew soll die beiden Manifeste NitoLaus II. ausgearbeitet haben. Danach hat das russische Im Beginne dieser Erzählung habe ich dem Leser mit getheilt, daß Jacques Meylan bei unserem Zusammentreffen in Genf mir seine Aufzeichnungen, welche eine Art Tagebuch bildeten, übergab, mit der Bitte, dieselben seiner Zeit zu veröffentlichen. Dem Briefe, in welchem er mich bat, mit der Veröffentlichung zu beginnen, folgte ein längeres Schreiben, welches ich hier gleichfalls seinem ganzen Juhalte nach mit theile und das die Erinnerungen eines Kommunarden" als Epilog beschließen wird. Das Schreiben lautete: " Ich war starr vor Entsetzen, als ich den Verhaftsbefehl gegen mich, von meinem eigenen Bruder aus gefertigt, las. Sie zeigte mit ihrem Finger auf eine rothe Stelle an Schau her! hier haben seine Lippen mich ( Schluß folgt.) ihrem Hals: besudelt!" M Bolt nichts Besseres von Nikolaus zu erwarten als von] seinem Vater. Die verleumderischen Hetzereien Hyndman's, Kraft den drohenden Rampf für die Volksrechte aufzunehmen und des Helfershelfers von Domela Nieuwenhuis), haben in verpflichtet sich, allen Widerständen zum Trots den Kampf gegen Der große Friedensstifter", das ist der offizielle lands allgemeinste Mißbilligung gefunden, die in der Presse einen Vortrag über die„ Emanzipationstämpfe der Arbeiter". der englischen Arbeiterwelt und unter den Sozialisten Eng- Ausbreitung und Unterdrückung durchzufechten. Genosse Legien hielt am 31. Oftober in Neuwied Titel, den russischer Byzantinismus dem verstorbenen Baren vielfach zum Ausdruck gekommen ist. Unter anderen hat Die Ausführungen Legiens, die in der gutbesuchten Versammlung ertheilt. Alexander III., dem Urheber unzähliger Berber bekannte Sozialist Mac Rosty, Mitglied der Fabier durchaus Zustimmung fanden, gipfelten darin: daß unser schwörungen und Attentate auf der Balkanhalbinsel und Gesellschaft, in der letzten Nummer der„ Weekly Times and heutiges gesellschaftliches Syftem mit seiner Ausbeutung der Arunzähliger Raubzüge in Asien soll auf Befehl des neuen Echo" einen Artikel veröffentlicht, der von dem Wesen und beiter, mit seiner Anmaßung des Kapitals, daß dieses System in Zaren ein„ National- Denkmal" mit dieser Inschrift errichtet der Taktik der deutschen Sozialdemokratie ein wahrheits- all seiner Verkehrtheit einer Pyramide gleiche, die, anstatt auf getreues Bild giebt, und geeignet ist, die in England be ihrer breiten Basis, auf ihrer Spize stehe, und daß diese stehenden Mißverständnisse und irrigen Auffassungen zu wackelige Stellung unserer Staatspyramide sehr vieler kostnicht umzufallen, daß es aber das Bestreben der Arbeiter selbst Angriffe gerade das Gegentheil dessen erwirkt, was er be- sein müsse, zu ihrem guten Recht zu gelangen, der Pyramide allzerstreuen. So hat Herr Hyndman durch seine hämischen Spieliger Stüßen", als da find Militär und Kirche, bedürfe, um zweckte. mälig ihre einzig vernunftgemäße Lage zu geben, das heißt alle werden. Rumänien. Man schreibt uns: werden. organs der rumänischen Sozialdemokratie ist erschienen. Die Die Programmnummern des täglichen Partei bedeutendsten Männer Rumäniens sind auf der Mitarbeiterliste verzeichnet. Die Zeitung ist in großem Stile angelegt und ge Der politische Umschwung in den Vereinigten gesellschaftlichen Einrichtungen auf den breiten und fräftigen langt brei Mal täglich zur Ausgabe. Um 8½½ Uhr Morgens, Staaten, wie er sich soeben bei den November wahlen untergrund der Arbeit zu bauen. Hierzu seien Organisation, mit den Parlamentsdebatten des vorhergegangenen Tages und mit die neuesten, während der Nacht eingelaufenen Nachrichten. Der Einzelstaaten offenbart hat, ist auf die wirthschaftliche politische und gewerkschaftliche, erforderlich; beide gehen mitUm 122 Uhr Nachmittags mit den Morgennachrichten und Krisis zurückzuführen. Als vorigen Herbst Cleveland, der einander Hand in Hand und dürfen nicht getrennt gedacht Provinzkorrespondenzen. Um 5 Uhr Nachmittags mit den Tages Vertreter eines gemilderten Schutzzolles, zum Präsidenten In Billwärder bei Hamburg sprach am 29. Oktober nachrichten und den Parlamentsdebatten des laufenden Tages gewählt wurde, war die Mehrzahl des Volkes der Ansicht, der Reichstags- Abgeordnete Förster über die Ursachen der bis zur Ausgabezeit. Die Zeitung ist vielseitig angelegt und eine Veränderung der Wirthschaftspolitik, d. h. ein Bruch Arbeitslosigkeit. Die Versammelten versprachen in einer Revereint alle Anforderungen, die an ein Parteiorgan des Proletariats mit der extremen Schutzollpolitik der Mac Kinley- Bill, solution nach Kräften dahin zu wirken, daß die jeweilige Wirthgestellt werden müssen. Völlig neu in Rumänien ist die Einrichtung, werde die Geschäftskrisis heben, von der die Vereinigten Schaftsordnung, welche so viel Elend hervorrufe, bald einer daß täglich Korrespondenzen aus den Dörfern veröffentlicht Staaten heimgesucht waren. Diese Hoffnung erfüllte sich anderen Plaz mache. werden, um eine engere Verbindung zwischen Land und Stadt jedoch nicht. Bräsident Cleveland war zu schwach oder hielt ? herstellen zu können". Eine ständige Rubrik wird die Marktpreise sich für zu schwach, reinen Tisch zu machen er lawirte, wird von unseren Parteigenoffen mit ungeschwächten Kräften Die Wahlagitation im Anhalter Reichstags- Wahlkreise der nothwendigsten Bedürfnißgegenstände verzeichnen. Außerdem gelangt jeden Montag eine wissenschaftlich- literarische illustrirte kompromiffelte, wollte niemand vor den Kopf stoßen und geführt. Am Montag fand in Bernburg eine WählerBeilage zur Ausgabe, zu der die besten Literaten Rumäniens ihre stieß allen vor den Kopf. Die Tarifreform verschleppte sich Bersammlung statt, in der die Genossen J. Auer, Keßler und Mitarbeiterschaft zugesagt haben. Für die Illustrationen sorgen und wurde schließlich zu einer reinen Scheinreform. Meiner aus Berlin sprachen. Obwohl die Versammlung erst in eine Anzahl sozialistischer Maler. So bestätigt denn das Erscheinen Die Geschäftskrisis aber wüthete ununterbrochen weiter. letter Stunde hatte befannt gemacht werden können, waren doch der Zeitung selbst das was das Generalkomitee der Partei Die Hochschutzöllner, welche dort Republikaner" heißen, etwa 500 Personen erschienen, welche mit gespannter Aufmerk in der Einleitung des Programmis sagt:„ Heute haben wir in nüßten die Situation geschickt aussie sagten zu ihren famkeit den Vorträgen folgten. In den nächsten Tagen unserem Lande, dant einer rührigen Propaganda, der eine all- nügten die Situation geschickt aus Arbeitern, indem fte demonstrativ ihre Fabriken spricht Gen. Singer in verschiedenen Orten des Kreises, am gemeine Entwickelung der rumänischen Gesellschaft beihalf, eine Montag, dem legten Tage vor der Stichwahl, spricht Bebel starfe, durch zwei Kongreffe organisirte sozialdemokratische Partei." schlossen: wir können Euch erst dann wieder Arbeit geben, in Bernburg. Der nächste Sonntag wird dazu benutzt werden, Unserem neuen Bruderorgan rufen wir ein herzliches Glück wenn die„ Demokraten"( die Gegner des Hochschutzzolles eine nochmalige Flugblattvertheilung vorzunehmen. auf" zu. Es wird keinen leichten Stand haben, aber sind, wenn auch nicht Freihändler) nicht mehr das Ruder in die Energie umd Opferfreudigkeit unserer Genossen wird der Hand haben. Im Mai dieses Jahres setzten die Gemeindewahlen. Schon bei den lehten Stadtverordneten all die Hindernisse, welche uns die Bourgeoisie entgegenstellt, zu Schutzöllner bekanntlich die Coxey- Demonstration in Szene, Wahlen in Chemnih tamen unsere Parteigenossen dem Siege überwinden und den in Rumänien gegen den Kapitalismus die allerdings keinen sofortigen Erfolg hatte, aber die Un- nahe, die Kartelbrüder siegten nur mit einigen hundert Stimmen. aufgenommenen Rampf zu einem endgültigen Siege zu führen zufriedenheit mit der Regierung in weitere Kreise trug. Seitdem ist Alt- Ghemniz mit seiner starken Arbeiterwiffen. P. S. Die Adresse des neuen Organs Iautet: Redakt, si Die gute Ernte, von der man eine Milderung der Krise bevölkerung der Stadt einverleibt worden, auch haben sich eine Admin. ,, Lumea Noua", Bucuresci, Pasagiul Bancei Nationale erwartete, hatte die entgegengesetzte Wirkung. Sie trieb die große Anzahl Sozialdemokraten das Bürgerrecht erworben, so daß die Ordnungshelden mit großer Besorgniß den nächsten Kornpreise so herunter, daß die Kleinfarmer und sie Stadtverordneten- Wahlen entgegensehen und nach einem Klassen( Scara A)-Rumänien. bilden die große Mehrzahl nicht dabei bestehen konnten wahl- System nach Leipziger Muster winseln. Crispi an der Arbeit. In Rom wurde vorgestern und tiefer in Schuldknechtschaft geriethen. Eine gute Ernte In Wilkau bei Zwickau entfalten die Sozialdemokraten ein bekannter Republikaner begraben. Republikaner begraben. Das Leichen ist ja bekanntlich überhaupt eine nationale Kalamität" in für die bevorstehenden Gemeinderathswahlen ebenfalls eine rege begängniß, an dem sich große Boltsmassen betheiligten, dieser besten der Welten des Kapitalismus. Thätigkeit. Troßdem der Ortsverein vor einiger Zeit aufgelöſt wurde von der Polizei des Crispi in brutalster Weise Genug, die Unzufriedenheit mit der Regierung und wurde, empfinden doch unsere Gegner schwer die um so lebhaftere gestört, so daß es zum Handgemenge kam. Ein Dutzend der herrschenden demokratischen Partei wuchs mehr und sozialdemokratische Agitation, wie aus einer beweglichen Klage Personen wurden von den Ordnungsvertheidigern mit mehr, und da die sozialistische Bewegung in den des" Voigtländischen Anzeigers" hervorgeht. Ja, ja! Es wird Säbelhieben und Stichen bedacht. Die Erbitterung ist un Vereinigten Staaten leider noch nicht stark genug war, um sich zeigen, daß auch der„ sächsische Kurs" bankrott ift. Eine Versammlung in Lüdenscheid sprach sich geheuer. Noch einige solche Gesellschaftsrettungen und eine ausschlaggebende selbständige Arbeiterpartei zu bilden, nach einem Referat des Genossen ferloh über die Bedeutung Crispi wird nicht mehr an der Arbeit" sein. so ging die Masse der Wähler, statt mit dem Gesammt der Kommunalwahlen für die Betheiligung der Sozialdemokratie Die französischen Geschworenen, die einen Redakteur fapitalismus zu brechen, nur von einer kapitalistischen bei den nächsten Stadtverordnetenwahlen aus und stellte fünf Partei- der demokratischen zur andern kapitalistischen Kandidaten auf. ( des Chambard") wegen Beleidigung Casimir Perier'3 zu einem Jahr Gefängniß verurtheilten, haben die Wähler finden, daß durch diesen Wechsel nichts ge- ist in einen Volts- Bildungsverein umgewandelt, dem nun auch Berier's zu einem Jahr Gefängniß verurtheilten, haben Partei- den Republikanern über. Und bald werden Der Arbeiter- Bildungsverein von Neuwied a. Mh. diesem und der Präsidentschaftswürde im allgemeinen einen sehr schlechten Dienst geleistet. Ist Casimir ein Monarch wonnen ist. Wie lange werden sich die amerikanischen ist in einen Volts- Bildungsverein umgewandelt, dem nun auch sehr schlechten Dienst geleistet. Ist Casimir ein Monarch von Gottes Gnaden? eine Majestät, die durch altrömische Arbeiter noch in den Irrgarten der kapitalistischen Gesell- Frauen beitreten tönnen. Mehrere Frauen find bereits aufBäsarengefeße vor der Kritik seiner Unterthanen" geschüßt schafts- Politik einbannen lassen? werden muß?" so fragt die sozialistische und radikale Freuden eines sozialdemokratischen Redakteurs. China- Japan. Die japanische Armee marichirt gegen Die Sächsische Arbeiter Beitung" schreibt: Laßt es genug Bresse nicht allein, sondern die gesammte republikanische; Beking, die Friedensverhandlungen haben aber thatsäch sein des grausamen Spiels! Zu den vierzehn Strafverfahren, und der sich von selbst ergebende Schluß ist: daß lich begonnen, wenn auch, da eine Verständigung unter den bie gegen unser Redaktionsmitglied Reichard schweben, ist nundiese Nachäffung der schlimmsten monarchischen Ge Mächten noch nicht erzielt ist, vorläufig nur in Form ver- mehr noch das fünfzehnte hinzugekommen. Es handelt sich diesbräuche einer Republik unwürdig ist, und daß, wenn traulicher" Besprechungen. Wie zu erwarten war, sind die mal um eine Notiz aus Niederpesterwig, worin wir einen Geein Präsident als solcher auch eine Art Majestät Japaner mit der ,, Unabhängigkeit" Rorea's nicht zufrieden; schäftsmann, der Waldschlößchen- Bier führt, durch die Bekannts sein soll, dann das beste wäre, mit dem ganzen ohnehin fie beanspruchen für sich die Insel Formosa und machung des Vorganges, daß einige Arbeiter Boykottplatate veralteten Plunder der Präsidentschaft aufzuräumen was eine Kriegsentschädigung von 30 bis 40 Millionen Pfund angeklebt haben, boykottirt haben sollen und damit„ groben die Sozialisten und Radikalen beiläufig schon seit langem Sterling, das heißt 6-800 Millionen Mark. Letztere Unfug" verübten. Der Waldschlößchen Boykott ist beigelegt, aber verfnackt werden wir schließlich deswegen immer noch. erstreben. So hat das barbarische Urtheil der Ge- Forderung wird auf wenig Widerstand stoßen auf die schworenen die Impopularität Casimir Perier's nur ver- Insel Formosa haben aber schon verschiedene Liebhaber Luft, Redakteur zu sein! mehrt, und obendrein das Institut der Präsidentschaft selbst auch Deutsche ein Auge geworfen. Jedenfalls reden in Mißkredit gebracht. jetzt auch andere Mächte mit, als die Japaner.Der Reaktion gelingt nichts mehr". Zu dem Prozeß gegen den„ Chambard" beiläufig -R Parteinachrichten. genommen worden. B * = * * " welche Gegen den Kinderfesterlaß hatte der Genosse Lipinsky in Leipzig bei der Kreishauptmannschaft Beschwerde geführt, natürlich ohne Erfolg. Die Kreishauptmannschaft hat ihm erwidert, daß sie für Beschwerden gegen die Bezirks- Schulinspektion nicht zuständig sei und soweit die Beschwerde sich gegen die ein Blatt, das mit Anarchismus" gar nichts zu thun hat Amtshauptmannschaft richte, so könne von einer unzulässigen -sei noch nachgetragen, daß Jaurès der zwar kein Der Genosse Schebs wurde, wie uns ein Privattelegramm Einschränkung der väterlichen Gewalt, die der Beschwerdeführer Anwalt, aber Jurist ist und das Recht des Plaidirens hat von Breslau mittheilt, heute wegen Richterbeleidigung von in dem Verbot der Betheiligung von Schulkindern an den Festen die Vertheidigung des Angeklagten führte, und den der Breslauer Strastammer zu 5 Monaten Gefängniß Erwachsener erblicke, hier ebensowenig die Rede sein, wie etwa Prozeß zu einer moralischen Hinrichtung des Herrn Cafimir verurtheilt. Die Richterbeleidigung wurde in einem Artifel ge- bei dem strafgesetzlichen Berbot, Rinder zum Betteln auszuschicken. Perier und seiner Vorfahren gestaltete. Die Leser des funden, in dem gesagt war, daß heute der Arme härter als der Punttum. Vorwärts" tennen aus den Briefen unseres Gallus" die Reiche für Bergehen bestraft würde. Der Strafantragsteller ist Geschichte der Dynastie Casimir Perier, wie sie durch drei der Justizminifter. Wie erinnerlich sein wird, hatte che bs in Generationen hindurch alle Laster des Kapitalismus getrieben der Verhandlung vom 27. September den Gerichtshof als be. fangen abgelehnt. Das Oberlandesgericht, das in diefer und jede Form der Ausbeutung und des gesetzlichen Dieb- Sache angerufen wurde, entschied aber dahin, daß die Borinstanz stahls zu ihrer Bereicherung auf Kosten des arbeitenden doch zuständig sei. Boltes benutzt hat. Mit der ihm eigenen Beredsamkeit hat nun Jaurès die Thaten dieser Dynastie geschildert, Bericht über den Parteitag erstattete am 4. November Don der Frankreich jetzt zum zweiten Wiale das in Neuwied die Delegirte Jobanna Löwenherz. In Unglück hat, beherrscht zu werden. Und das können eindreiviertelstündiger Rebe entledigte sie sich ihrer Aufgabe, und wir sagen: niemals ist die Brandmarkung gemeinschädlicher Menschen unbarmherziger vollzogen worden. Herr Cafimir Berier kann von dem übereifrigen Staatsanwalt, der ihm diese Suppe eingebrockt hat, auch sagen: Gott behüte mich vor meinen Freunden! $ " Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Genosse Hülle, Redakteur der Thür. Tribüne", wurde am Sonnabend von der Straftammer des Landgerichts Nords hausen wegen Beleidigung des Lehrers Möbis in Bechstedt- Wagd zu 50 M. Geldbuße verurtheilt. Die Sache hat schon das Schöffengericht und die Strafkammer Erfurt beschäftigt. Beide Instanzen fällten ein freisprechendes Urtheil, das aber schließlich vom Oberlandesgericht Naumburg aufgehoben wurde. Vor der Straftammer Nordhausen hatte der Staatsanwalt wie bemerkt befundete sich in einem ihr ausgestellten Vertrauensvotum. Von des Vorsigenden ein stark Brausewetter'sches Gepräge. Revision das Einverständniß der Versammlung mit ihren Ausführungen mehr Glück. Die Verhandlung erhielt durch die Prozeßführung Coblenz und Andernach waren eine Anzahl Genossen anwesend. wird eingelegt werden. Die Leipziger Parteigenossen erklärten sich, nachdem sie den Bericht der Delegirten entgegen genommen, mit der Thätigkeit derselben, sowie mit den Beschlüssen des Parteitages einverstanden. 0 Zu 50 M. Geldstrafe wurde der Genoffe Pollender, Redakteur der Leipziger Bolts- Beitung", verurtheilt, weil er durch einen Artikel in dem früheren Wähler" die Frau eines Fabrikanten in Markranstädt beleidigt haben sollte. " Soziale Llebericht: " Die Vorhut des für Madagaskar bestimmten französischen Expeditionsforps, 9000 Mann, wird jetzt in Von der Agitation. Reichstags Abgeordneter Genosse Marseille eingeschifft. Behn- bis zivölftausend Mann sollen Fischer Berlin sprach am Montag in Brandenburg vor nachgeschickt werden. Madagaskar ist groß und noch einer start besuchten Versammlung über das Thema:„ Die gegen wärtige politische Lage und die Sozialdemokratie".. Genosse tausendmal mehr Franzosen können dort begraben werden. Die Konzentration des Kapitals schreitet stetig fort. Fischer schloß seinen mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag Eine Vereinigung der Manufakturwaaren- Geschäfte in Rheinland Zur Spionenfeuche. Dem Herold Bureau wird mit den Worten:" Haben wir auf der einen Seite feinen Anlaß und Westfalen hat sich jüngst gebildet mit dem Zwecke, durch geschwarz zu sehen, so sehr müssen wir uns auf der anderen Seite meinschaftlichen Einkauf ihrer Artikel möglichst billig einzukaufen telegraphirt: auf schmere Rämpfe gefaßt machen. Wir haben von den bürger- und billig wieder zu verkaufen. Es tann in jeder Stadt und in Paris, 8. Nov. Wie das„ Echo de Paris" meldet, wollte lichen Parteien alles zu erwarten und müssen uns auf die eigene einem gewissen Umkreis nur eine Firma Mitglied dieser Geselldie Militärbehörde die Affäre des Hauptmanns Dreyfus Kraft verlassen. Länger als Personen, länger als Ausnahme- schaft werden. Die oben erwähnte Gesellschaft besteht aus unterdrücken; nur auf Verlangen des Generals Boisdeffre gefeße und länger als Regierungssysteme wird die Sozial- ca. 30 Mitgliedern, welche in Rheydt am vorigen Donnerstag wurde die Sache weiter untersucht. Es stellte sich heraus, daß demokratie dauern. Sie wird aus all' dem Kampf als Siegerin zusammengetreten waren und ihren ersten gemeinschaftlichen Einder franzöfifche Kriegsminister für den Informationsdienst nur hervorgehen. tauf machten. Wie die Gelsener Zeitung" vernimmt, sollen über 500 000 Frants verfüge, während, wie die Blätter melden, Eine imposante Versammlung war es, in welcher Genoffe ganz bedeutende Abschlüsse zu stande gekommen sein. Die Ge Deutschland für diesen Dienst 5 Millionen Mark aus Dr. Schoenlant am Dienstag in Leipzig über das Thema: sellschaft soll im Januar oder Februar nächsten Jahres in eine geworfen hat. Der neueste Kurs und die neuesten Ausnahmegeseze sprach. Nach Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht umgewandelt werden. Sieran ist wahr, daß hüben und drüben mit gleichem folgende Resolution fand nach seiner mit großem Beifall auf- Die nicht der Genossenschaft angehörenden Firmen werden die Eifer spionirt wird. Lächerlich ist es deshalb, wenn einer genommenen Rede einstimmig Annahme: Die von 2500 Per Ronkurrenz bald zu spüren bekommen. der spionirenden Theile über den anderen sich sittlich ent fonen besuchte Bersammlung erklärt fich mit dem Referenten in rüstet. allen Punkten einverstanden. Sie protestirt mit Entschiedenheit Die Harburger Apotheker, die den dortigen KrankenDreyfuß hat an die Dreibundmächte wichtige Geheim gegen alle Versuche der Reaktion, die spärlichen Rechte bes taffen bisher 25 pet. Vergütung gaben, haben sich nun vereinigt nisse verrathen bas scheint festzustehen. Unter anderem arbeitenden Woltes, sei es durch Ausnahmegeseze, sei es durch und wollen teine Prozente mehr gewähren, abgesehen von einigen Verschärfung des sogenannten gemeinen Rechts, zu beschränken. Raffen. Hiergegen Stellung zu nehmen, find fast sämmtliche soll er die Namen sämmtlicher auf Spionage( das militärische Sie erflärt es als heilige Aufgabe der Sozialdemokratie, mit aller Borstandsmitglieder der Krankenkassen entschlossen; sie wählten Ehrgefühl" nennt es natürlich anders) ins Ausland ge eine Kommission, die die Unterhandlungen mit den Apothekern schickter französischer Offiziere mitgetheilt haben. Er war*) Der neulich die wundersame Naivetät hatte, uns einen leiten soll. nämlich Generalstabs- Offizier und genoß unbeschränktes feiner stereotypen Artikel zur Beröffentlichung im Vorwärts" zu Vertrauen. übersenden. Red. d.„ B." Woran wir in Deutschland Ueberfluß haben. Nach ben statistischen Feststellungen des legten Jahres beträgt die Zahl = = er Au er Geistlichen nicht weniger als 30 250, wovon 15 050 der evan Zuzug ist fernzuhalten: Von Tischlern nach Bulmke bei| Fabritarbeiter unterftellt sind, unterzog der Referent einer herben gelischen und 15 200 der katholischen Konfession angehören. Die Gelsenkirchen( Laarmann's Werkstätte), Wilsdruff in Sachsen Kritik, die demoralisirende Wirkung derselben den Arbeitern Wenn eine Orgas Geistlichkeit der katholischen Kirche vertheilt sich in Deutschland( Klemm's Werkstätte) und Ratownik( Desterreich); von Tischlern und Arbeiterinnen zu Gemüthe führend. eine derartige Arbeitsavie folgt: Bayern 5000, Westfalen und Rheinland 3750, und Stellmachern nach Güstrow i. M.( Mecklenburgische Waggon- nisation vorhanden wäre, Sefsen, Elsaß Lothringen 2000, Königreich Sachsen, Würt fabrit); von Drechslern nach Lauterberg( Fabrik Hillegeiſt); von ordnung einfach unmöglich sein. Der Referent ermahnte temberg, Baden 1550, Posen und Schlesien 1050, Tischlern und Drechslern nach M. Gladbach( Kambek's Wert- daher dringend zur Organisation. In der folgenden Diskussion Sächsische Fürstenthümer, Schleswig Holstein, Hansastädte, stätte) und Helmstedt( Saalfeld'sche Tischfabrik); von Glasern wurden die Angaben des Referenten voll und ganz bestätigt von Oldenburg 550, Oft- und Westpreußen 550, Branden nach Flensburg; von Bürstenmachern nach Braunschweig( Werk Arbeitern, die in der Fabrit beschäftigt waren. Allseitig wurde burg, Pommern und Sachsen 200. Evangelische Geistliche statt von Este, Wendenstraße). von diesen nachdrücklichst die Organisation empfohlen. amtiren in Bayern und Württemberg 2000, in Pommern und Ueber die Ursachen des Hafenarbeiter Streika in gestellte sowohl wie ftrebfame Arbeiter der Fabrik waren daBrandenburg( mit Berlin) 2000, in Westfalen, der Rheinprovinz Bremen wird geschrieben: Den bei dem Unternehmer Schlön- gegen bemüht, die Verhältnisse in der Fabrit in rosigftem Lichte und Hessen 1800, in der Provinz Sachsen 1700, in Hannover dorf beschäftigten Stauern war es bekannt geworden, daß einzelne Drä fel verdienen die Arbeiterinnen pro Woche 7-15 Mart, auszumalen. Nach der Versicherung des Herrn Inspektor und Schleswig Holstein 1500, in Braunschweig und den Mitglieder des Verbandes der Hafenarbeiter zu einem niedrigeren Arbeiter 15-28 M., und Konditoren 18-40 m., und sächsischen Fürstenthümern 1400, im Königreich Sachsen 1200, 2ohn arbeiteten, als dem in dem Zarif des Verbandes, den auch in Baden, Elsaß- Lothringen und dem Großherzogthum Heffen der Unternehmer Echlöndorf anerkannt hatte, festgesetzten. Die giebt es Fabriken, in denen die Arbeiter noch viel we1800, in Posen und Schlesien 1050, in Ost- und Westpreußen 650 Betreffenden wurden daher, da sie mehrmaligen Aufforderungen, niger verdienen. Die Beantwortung der an ihn gestellten об Frage, und in den freien Hansastädten 650. seinen Arbeitern das Roalitionsrecht ge= in der Versammlung zu erscheinen, nicht Folge leisteten, in der währen und feinen, der sich dem Hilfsarbeiter- Berein Eine wichtige Neuerung auf dem Gebiete des Schul- Versammlung vom 24. Oftober gemäß§ 4 des Statuts aus anschließen würde, maßregeln wolle, lehnte der Herr Inspektor wesens ist in der Stadt Zürich eingeführt worden. In den dem Verbande ausgeschlossen, gleichzeitig aber die einstimmige ab! Die Bersammlung, die unter einer höchst ungeschickten Schulplan der zwei Sekundarschulen ist die staatlich bedeutungs- Erklärung abgegeben, mit solchen Lohnbrückern nicht mehr ar- Leitung zu leiden hatte, lehnte in später Nachtstunde eine Relos gewordene Konfirmation durch einen Aft der Mündig beiten zu wollen. Trotzdem der Unternehmer Schlöndorf hiervon solution, die ein Vertrauensvotum für die Firma darstellte, mit sprechung der jungen Männer ersetzt werden. Wie bisher ein in Kenntniß gefeßt wurde, übergab derselbe den genannten großer Majorität ab und nahm mit demselben Stimmenverhält Examen im Religionsunterricht als Reifezeugniß diente, so soll Lohndrückern die Löscharbeiten für einen eingelaufenen englischen niß eine Resolution an, in der sie sich mit dem Referenten voll nach dem Vorbild der Römer die Kenntniß der weltlichen An- Dampfer. Es wurden nun einige Kollegen beordert, um bei dem und ganz einverstanden erklärte und die Absicht aussprach, dent gelegenheiten, also der staatlichen Zustände, den Jüngling Unternehmer dahin vorstellig zu werden, dieſe dem Hafenarbeiter Allgemeinen Arbeiter- und Arbeiterinnen Verein als Mitglieder zum Mann machen. In diesem Sinne ist die Einführung des Verbande nicht mehr angehörenden Leute nicht zu beschäftigen. beizutreten. bürgerlichen Unterrichts als fakultatives Fach der Hierauf wollte sich derselbe jedoch nicht einlassen, infolge dessen In dem Arbeiter- Bildungsverein zn Schöneberg refe dritten Sekundarschulklasse beschlossen worden. Derselbe soll den sämmtliche bei Schlöndorf beschäftigten Stauer( ca. 150 Mann) Es scheinen also, rirte am Montag, den 5. d. M. Genosse Röster in einem bei Knaben das Verständniß für das Wesen des Gemeinde- und noch am selben Tage die Arbeit niederlegten. Staatshaushaltes an der Hand der gesetzlichen Bestimmungen wie aus dem Vorstehenden genügend hervorgeht, dem Herrn fällig aufgenommenen Vortrag über das Thema:„ Das ländliche vermitteln. Die Schulbehörden find beauftragt, der Ertheilung Unternehmer einige Lohndrücker lieber zu sein, als die organi- Arbeiterprogramm der französischen Sozialdemokratie." Redner dieses Unterrichts im Wintersemester besondere Aufmerksamkeit sirten Arbeiter. Auch am Mittwoch Morgen war es nicht mög- unterbreitete den Anwesenden in gemeinverständlicher Weise die zu schenken, um einen festen Boden für eine definitive Aus- lich, mit Herrn Schlöndorf eine Einigung zu erzielen. Jufolge dessen ökonomische Lage der französischen Landarbeiter, und übte eine gestaltung zu erhalten. Die katholische Volkspartei und die fand eine von allen Ausständigen sowie von vielen sonstigen eingehende Kritik an den einzelnen Paragraphen des Programms. protestantischen Orthodoxen arbeiten in erfreulicher und erfolg Arbeitslosen besuchte Versammlung statt, in welcher zunächst das In der sehr lebhaften Diskussion begrüßte Genosse Schubert reicher Weise daran, weite Voltskreise der Religion zu ent- Vorgehen des Unternehmers Schlöndorf, der sich des Bruches das praktische Vorgehen unserer französischen Parteifreunde. fremden. eines eigenhändig unterschriebenen, mit den Hafenarbeitern Demgegenüber glaubte Genosse Kleinschmidt behaupten zu Die Aussichtslosigkeit des Kampfes der Kleinbetriebe abgeschlossenen Kontraktes schuldig machte, einer scharfen Kritit fönnen, daß es nicht ein Programm sei, welches sich der Lage der unterzogen wurde und schließlich folgende Resolution einstimmige Unterdrückten und Befitlosen ernstlich annehme( Beifall). Zu gegen die Großbetriebe zeigt sich recht deutlich durch folgende Annahme fand:„ Die heutige Versammlung erklärt sich mit dem einer längeren Debatte führte das Ersuchen an die Lokal- Kom Notiz: Der Bon marché", einer der großen Pariser Bazare, Vorgehen der Lohnfommission durchaus einverstanden und verspricht mission, doch nunmehr die Lokalliste wieder zu veröffentlichen. hat vor einigen Tagen eine Handschuh Woche annoncirt, d. 5. hiermit, nicht eher wieder bei dem Unternehmer Schlöndorf die Eine entsprechende Resolution, die diesem Wunsche Ausdruck giebt, Handschuhe aller Art wurden zu billigen Preisen verkauft. In Arbeit aufzunehmen, bis die entstandenen Differenzen seitens wurde sodann angenommen. Am Schlusse der Versammlung gab den ersten drei Tagen wurden für ca. 300 000 Frks. Handschuhe Schlöndorf's ausgeglichen sind und derselbe die schriftliche Er- der Vorsitzende bekannt, daß am 18. 5. M. für Schöneberg und im Detail umgesetzt.- Dabei ist„ Bon marché" noch nicht das flärung abgiebt, nur solche Arbeiter zu beschäftigen, welche der Umgegend eine öffentliche Gewerkschaftsversammlung stattfindet. größte der Magazine. mühsam errungenen Organisation der Hafenarbeiter angehören." Friedrichsberg. Eine öffentliche Voltsversammlung tagte Ein Schuß und Truzbündnik" haben in New YorkDie Stimmung der Ausständigen ist eine gute und die Aus Sonntag Vormittag 11 Uhr bei Fuchs, Lichtenberg, Dorfstr. 2. 25 Engros- Kleiderfirmen unter dem Namen Merchants ficht, den Ausstand mit einem Siege zu beenden, eine zuversicht zum ersten Punkt der Tagesordnung gab der Vertrauensmann Affociation" geschlossen, das, wie der„ Confektionär" mittheilt, liche. Die Berichte hiesiger bürgerlicher Blätter, wonach die ge- Frit Schulz die Abrechnung von der Gemeindewahl. Diese in erster Linie bezweckt, durch Regulirung des Kreditsystems faule sammten Löscharbeiten von der Lagerhaus Gesellschaft über weist eine Einnahme von 89,70 M. auf, der eine Ausgabe vou Geschäftskunden zur Erfüllung ihrer Zahlungsverpflichtungen zu nommen seien, sind nicht den Thatsachen entsprechend. Die aus- 42,10 M. gegenübersteht, so daß ein Ueberschuß von 47,60 m. zwingen. Man will den Bankrotteuren, die auf„ Pump" Waaren ständigen Hafenarbeiter ersuchen die Arbeiter allerorts, sie in zu verzeichnen bleibt. Die Abrechnung von der Maifeier ergab nehmen und dann falliren, das Handwerk legen. Das neue diesem Kampfe zu unterstüßen und vor Allem den Zuzug von eine Einnahme von 82,85 M. und eine Ausgabe von 67,10 M., mithin einen Ueberschuß von 15,75 M. Die Lassallefeier ergab eine Kreditsystem ist nun derart eingerichtet, daß die zur Arbeitskräften nach dem Freihafen fernzuhalten! Einnahme von 361,60 M. und eine Ausgabe von 119,35 M., Association" gehörigen Firmen über die Finanzlage des zweifel- Schweizerische Uhrenindustrie. Der Schalenmacher demnach einen Ueberschuß von 242,25 M. Die Gesammtabrechnung haften Kunden und den Betrag des von ihm aufgenommenen verband beschäftigt sich seit einiger Zeit mit der Erörterung wies eine Gesammteinnahme von 984,11 m. und eine Gesammi Kredits schnell Kenntniß erlangen können. feiner Stellungnahme zur Einführung von Maschinen auf ausgabe von 943,65 m. auf. Rassenbestand 40,46 M. Ueber Goldschalen. Die Settion Cheaux- de- fonds beschloß im Mai seine weitere Thätigkeit berichtete der Bertrauensmann, daß im dieses Jahres den systematischen Kampf gegen die Laufe des Jahres 12 Versammlungen stattfanden, die fich faft Maschinen und sie blockirte Fabriken, in denen bereits solche sämmtlich mit der Erörterung wichtiger Tagesfragen beschäftigten. Maschinen aufgestellt waren. Das ebenfalls in Cheaux- de- fonds Aus finanziellen Gründen mußte sich Friedrichsberg loslösen von Domizilirte Zentralfomitee des internationalen Schalen der Antheilnahme an dem„ Volksblatt". Die Unterstügung des ma cherverbandes schreibt nun über diese Frage Ron Bierboykotts hat den größten Theil der aufgebrachten Gelber in furrenz für eine Preisarbeit aus, welcher folgende Gesichtspunkte Anspruch genommen. Für die Dauer des nächsten Jahres wurde zu grunde gelegt werden sollen:„ 1. Verwendung der Maschinen Genoffe diepe als Vertrauensmann gewählt. Die Wahl der in unserem Berufe im allgemeinen. 2. Lage der Sektionen, in Revisoren fiel auf die Genoffen Schorbrenner, Otto denen bereits Maschinen auf Gold im Betriebe sind. 3. Voraus Schulz und Otto Raasch. Die ebenfalls neu gewählte Gewerkschaftliches. fichtliche Situation in Sektionen, in denen solche eingeführt werden Lokalkommission setzt sich zusammen aus den Genossen Döring. sollten. 4. Welche Stellung wäre einzunehmen, wenn man sich Grawehl und Richard Brake. Bum Schluß wurde An die Mitglieder der Orts- Krankenkaffe für das der Einführung der Maschine nicht widersehen könnte?" Für auf die Frage, wann die Bertheilung der Boykott- Flugblätter Bierbrauer- Gewerbe. Der Magistratssekretär Petersen hat in die drei besten Arbeiten werden Preise von 15, 10 und 5 Frts. ftattfindet, bekannt gegeben, daß die Berbreitung diese Woche feiner Eigenschaft als Vorsitzender der 3. 3. unter Verwaltung ausgesetzt. geschieht. Frau Schwandt forderte sodann zum Besuch der des Magistrats stehenden Orts- Krankenkasse für das Bierbrauer- In der schweizerischen Uhren industrie vollzieht am 11. November, Nachmittag 4 Uhr, bei Neumann, Rummels Gewerbe zu Freitag, den 16. November, Abends 8 Uhr, nach sich demnach derselbe Prozeß, wie in der Stickerindustrie: neue burgerstraße 21, stattfindenden Generalversammlung des ArJoël's Festfälen, Andreasstraße, eine Kassenmitglieder- Versamm Maschinen, Auflösung der Organisationen, völliges Chaos mit beiterinnen- Bildungsvereins auf. lung zum Zwecke der Delegirtenwahlen einberufen. Obwohl der wildester Konkurrenz. Daß die Verhältnisse die Arbeiter zur Inhaber des Lokals zu den Saalverweigerern gehört, auch Klage über die Auflösung eines Fabrikantenvereins veranlassen bontottirtes Bier ausschänkt, fordern wir trotzdem alle Brauerei dies erscheint geradezu als die verkehrte Welt! Arbeiter auf, möglichst zahlreich dort zu erscheinen, sich aber streng an die sonstigen Beschlüsse in Sachen des Boykotts zu Die früheren Vorstandsmitglieder. J. A.: J. Gandorfer. " . Die Merchants Affoziation" bezweckt ferner, in gemein famem Borgehen etwaigen Uebergriffen der Arbeiter- Organifationen" entgegenzutreten. Alle Engros Kleiderfirmen, mit Ausnahme von einigen wenigen, die voraussichtlich in nächster Beit dem Beispiel der übrigen folgen werden, sind der Ber: einigung beigetreten. Sie verfügen über ein gemeinschaftliches Betriebskapital von 15 000 000 bis 20 000 000 Doll, die Bahl der von ihnen beschäftigten Arbeiter beträgt gegen 15 000. halten. = Fachverein der Tapezirer. Wie uns berichtigend mit getheilt wird, muß es in dem letzten Versammlungsbericht heißen: Lage sein, ihre Arbeitslesen in dem Maße zu unterstüßen, wie Die Londoner Buchdrucker dürften bald nicht mehr in der Für die Töpfer wurden 30 m. bewilligt, nicht für die Brauer. Berichterstatter König ersucht uns um Aufnahme des bisher. In dem lehten Bericht dieser mächtigen Gewerkschaft Folgenden: Auf die Berichtigung" des Genoffen Stadthagen heißt es, daß in nächster Zeit ein wichtiger Beschluß gefaßt werden in der Donnerstags- Nummer des Vorwärts" habe ich furz zu Achtung, Maurer! Die schlechte Baukonjunktur mit ihren müsse über die Her absetzung der Wochenunterstüßung für erwidern: Die Behauptung Stadthagen's: Der Bericht unausbleiblichen Folgen, niedrigen Löhnen und allgemeiner die arbeitslosen Mitglieder. Besondere Aufmerksamkeit verdiene über die am Sonntag in Friedrichshagen abgehaltene ParteiArbeitslosigkeit hat in unserem Beruf Zustände herbeigeführt, das fortwährende Wachsen der Arbeitslosen. Während in den versammlung enthalte mehrere wesentliche unrichtig die fast unerträglich werden. Kollegen! Wohl wäre es möglich, drei ersten Quartalen des Jahres 1889 nur 3852 Pjund Sterling feiten und tendenziöse Entstellungen weise ich eine Befferung in unserem Arbeitsverhältniß zu erringen, wenn( 1 Pfund Sterling= 20 M.) für Arbeitslosen- Unterstüßung ver- auf das Entschiedenste zurück. Ich verwahre mich gleichzeitig alle Kollegen vereint gegen die Uebergriffe des Kapitals Front ausgabt wurden, mußte die Gewerkschaft zu diesem Zwecke für dagegen, jemals dem Vorwärts" tendenziöse" Berichte geliefert machten, und der hiesigen Filiale des Zentralverbandes der die gleiche Zeit des Jahres 1894 nicht weniger als 13 105 Pfd. zu haben. Hoffentlich finde ich in einer nächsten Bersammlung Maurer angehörten. Wir beabsichtigen deshalb unter unseren Sterl. ausgeben. Mit jedem Jahre wachsen diese Lasten, so daß im Kreise Niederbarnim Gelegenheit, mich mit Stadthagen Berufsgenoffen eine lebhafte Agitation zu entfalten, zu der fie in einem Monate dieses Jahres die Einnahmen überstiegen. darüber persönlich auszusprechen. Rarl Rönig. wir um die wohlwollendste Unterstüßung unserer Kollegen bitten. Zwecks petuniärer Unterstützung dieses Vorhabens haben wir Sammellisten für den Generalfonds ausgegeben, die jeden Sonnabend Abend in folgenden Zahlstellen zu haben sind: Gröppler, Weberftr. 66; Knobel, Staligerstr. 36; Werner, Bülow- Der Verband der in Holzbearbeitungs Fabriken und straße 59; Sommer, Grünstr. 20; Hermerschmidt, Perleberger auf Holzplägen beschäftigten Arbeiter und Ar straße 27; Grube, Mariendorferstr. 5. Karl Panser, Berbeiterinnen( Filiale I) beschäftigte sich in seiner Versamm trauensmann der deutschen Maurer, Golgstr. 39. Derlammlungen. 9-10 Uhr geöffnet. = " Depeschen: ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Paris, 8. November. Deputirtenkammer. Der Deputirte Carnand interpellirte über die Disziplinar- Maßregeln, welche gegen die Beamten getroffen find, bie gleichzeitig Generallung am 5. November mit der Statutenberathung. Nachdem räthe des Departements der Bonchis du Rhone waren. Minister. Charlottenburg. Für die hiesigen Maurer findet am Sonn- man eine Anzahl Paragraphen als der Abänderung bedürftig präsident Dupuy rechtfertigte diese Maßregeln und führte aus, tag, den 11. November, in dem Lokale„ Bismardshöhe", Wilmers bezeichnet hatte, wurde die weitere Ausarbeitung einer Rom- biese Generalräthe hätten fich an Beschlüssen betheiligt, welche dorferstraße, eine öffentliche Maurerversammlung statt, in der mission von fünf Mitgliedern überiviefen, die der nächsten Verwären.( Lebhafter Widerspruch auf der äußersten Linken.) Kollege Paul aus Hannover einen Vortrag über das Thema: fammlung ihre Vorschläge unterbreiten soll. Sodann wird be- gegen das Parlament und die Regierung gerichtet gewefen „ Eine fritische Abhandlung über die soziale Krankheit- Arbeits- fchloffen, den Maskenball nicht stattfinden zu lassen. Am 21. No- Dupuy erklärte darauf, er werde nächstens eine Vorlage ein vember( Bußtag) wird vom Verein eine Fußpartie arrangirt. losigkeit" halten wird. Gleichzeitig machen wir bekannt, daß Der Arbeitsnachweis befindet sich Mariannen- Ufer 4 bei Herrn befoldeten Amte. Die Kammer nahm mit 299 gegen 119 Stimmen bringen über die Unvereinbarkeit eines Wahlamtes mit einem unsere regelmäßigen Vereinsversammlungen an jedem Sonntag nach dem ersten im Monat im Lokale des Herrn Krause, Gelhoff, und ist Wochentags von 8-9 Uhr und Sonntags von eine Tagesordnung an, in welcher die Haltung der Regierung Wilmersdorferstr. 39, stattfinden. Die Kassenstunden sind jeden gebilligt wird. Sonnabend, Abends von 7-9 Uhr bei Wolter, Magazinstr. 15, Die Mißstände in der Chokoladenfabrik von Hilde ( Depeschen- Bureau Herold.) Paris, 8. November. In der Spionage- Affaire des Haupt porn part. Kollegen, es ist eine betrübende Erscheinung, daß von brandt( Pantstraße) beschäftigten eine am 7. d. M. im Kolden 3000 Maurern nur 70 dem Verband angehören. Die Gleichberger Salon" tagende öffentliche Versammlung aller in Zucker- manns Dreyfuß wird die Untersuchung ganz geheim geführt, giltigkeit gegen die Bestrebungen der modernen Arbeiter- und Chokoladenfabriken beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen, so daß alle über die Aussagen des Angeklagten gebrachten bewegung ist leider für unseren Beruf der schlimmste zu der sowohl Arbeiter und Arbeiterinnen, wie auch Abgesandte Meldungen als unzutreffend angesehen werden müssen. Es Feind geworden; ein Feind der uns fast zur Macht der Fabrik in größerer Zahl erschienen waren. Der Referent, scheint nur festzustehen, daß Dreyfuß noch kein Geständniß ablofigkeit gegen das Unternehmerthum herabdrückt, und seine Genoffe G. Hoffmann, schickte zur Beruhigung der Abge gelegt hat. Stüße in unseren eigenen Kreisen hat. Raffen wir uns auf, sandten( Buchhalter 2c.) seinem Vortrage voraus, daß es sich New- York, 8. Nov. Im Staate Ransas ist der republi Kollegen, um gegen diesen Widersacher den Kampf zu führen, feineswegs um die Fabrikate der Hildebrandt'schen Fabrik handle, tanische Gouverneur mit 40 000 Stimmen gewählt worden. In damit unsere Organisation die Macht und den Einfluß gewinnt, vielmehr nur um die Mißstände in der genannten Fabrit. Colorado betrug die republikanische Mehrheit 20 000, in Indiana der nöthig ist, wirksam den Kampf aufzunehmen, welchen wir Auch handele es sich keineswegs um diese Fabrik allein, sondern 50 000 Stimmen. In Ohio erhielt Mac Kinley eine Majorität gegen das Unternehmerthum zu führen gezwungen sind. Zum um alle derartigen Fabriken, und sei die Hildebrandt'sche nur von 14000, in Pensylvania der republikanische Kandidat eine Schluß weisen wir nochmals auf die Versammlung hin, zu der herausgegriffen worden, um die herrschenden Mißstände über- solche von 24 000 Stimmen. Auch im Staate Wisconsin wurde wir einen recht zahlreichen Besuch seitens der Berufsgenossen haupt zur Sprache zu bringen. Redner erinnerte daran, daß in ein Republikaner gewählt. W. Schulze, Maurer. Berlin ein Arbeiter- und Arbeiterinnen- Verein besteht, der sich Mährisch- Ostrau, 8. November. Der Streit kann als be= erwarten. die Aufgabe gestellt habe, die Lage der Arbeiter und Arbeite- endigt angesehen werden. Der größte Theil der Ausständigen Achtung! Korbmacher. In dem Korbgeschäft von rinnen( Hilfsarbeiter) zu verbessern. In diesem Verein seien hat die Arbeit wieder aufgenommen. H. Lührsen in Gröpelingen bei Bremen, sind Lohn- die Arbeiter der Hildebrandt'schen Fabrik gar nicht vertreten. Leipzig, 8. November. Gestern Nachmittag wurden in einem differenzen ausgebrochen, infolge dessen legten sämmtliche Korb. Aus diesem Umstande tönnte man eher schließen, daß dort für die Bimmer der dritten Etage des Hauses Töpferstr. 4 der Student macher die Arbeit nieder. Wir bitten daher den Zuzug nach Arbeiter ein wahres Paradies sei. Wie wenig dies der Nationalöfonomie Redstädt aus Norden in Ostfriesland und Bremen und Umgegend fern zn halten. Briefe und Sendungen zutreffe, gehe aus dem Umstande hervor, daß, wenn auch die die 18 jährige Elja Rothe todt aufgefunden. Beide hatten sich find zu richten an J. Düren, Korbmacher, Gröpelingen 21 bei Bremen. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck Arbeitszeit nominell auf zehn Stunden täglich bemessen ist, oft mit Cyankali vergiftet. Die Ursache der That ist unglüdliche mals bis 10 Uhr Abends Ueberstunden gemacht werden und Liebe. ersucht. außerdem auch noch der Sonntag Vormittag zu Hilfe genommen London, 8. November. Der Justizminister beschäftigt sich wird. Kündigung ist ausgeschlossen. Die Entlohnung der mit der Untersuchung gegen die in den letzten Tagen in London Arbeitsleistung für 60 Stunden per Woche beträgt im Anfang eingetroffenen fremden Anarchisten, denen die Urheberschaft an bei den Arbeiterinnen 7 M., bei den Arbeitern 15 M. und bei dem legten Attentat zugeschrieben wird. Diese Anarchisten sollen den Pfefferküchlern 16 M. Die Arbeitsordnung, welcher die aus Brüssel über Paris gekommen sein. Verantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Im Troppauer Streifgebiet ist die Situation noch die gleiche. Wie der offiziöse Draht meldet, fuhr heute ein Theil der Belegschaften zu 10stündiger Schicht, ein anderer zu 8stündiger Schicht ein. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 262. Freitag, den 9. November 1894. Arbeiter! Parteigenossen! 11. Jahrg. Die Verhandlungen wegen Beendigung des Bierboykotts find abgebrochen worden, weil die Ringbrauereien eine Bedingung stellten, deren Annahme mit der Ehre der Arbeiterschaft unvereinbar ist. Die Vertreter des Brauerrings hatten die Stirn zu fordern, daß der Friedensschluß davon abhängig gemacht werde. daß 33 Arbeiter nie mehr in den Betrieben der Ringbrauer beschäftigt werden. Arbeiter! Parteigenossen! Ohne jeden Anlaß seitens der betreffenden Arbeiter sind am 16. Mai Hunderte aufs Pflaster geworfen worden. Und nun sollen nach monatelanger Aussperrung, nach monatelangen Entbehrungen dreiunddreißig Arbeiter dauernd dem Elend, für immer der Eristenjlosigkeit, also dem langsamen Zugrundegehen überliefert werden, dreiunddreißig Mann, von denen keiner Schuld an dem Boykott trägt. Sie sollen als Opfer des Kapitalistenübermuthes auf der Strecke bleiben. An der barbarischen Doppeldezimirung des 16. Mai hatte der Brauerring nicht genug seine Rache verlangt die Vernichtung von weiteren dreiunddreißig Existenzen. Arbeiter! Genossen! Wir wissen, daß wir in Eurem Sinne gehandelt haben, als wir diesem ungeheuerlichen Anfinnen ein empörtes kurzes Nein entgegenseßten und die Verhandlungen abbrachen. Die Arbeiter Berlins konnten und wollten einen ehrlichen Frieden schließen; niemals aber werden wir unsere Hand dazu bieten, niemals werden die klassenbewußten, in den Gewerkschaften und der Sozialdemokratie organisirten Arbeiter dulden, daß ein ehrloser Friede geschlossen wird. Nun ist die Entscheidung getroffen. Der Boykott muß mit erneuter und vermehrter Energie fortgeführt werden. Die Parole Kein Tropfen Ringbier muß mit unwiderstehlicher Macht zur Durchführung gelangen. Jeder einzelne Arbeiter muß seine ganze Kraft aufwenden, um den Boykott zur vollen Wirkung zu bringen. Dazu ist nöthig, daß die gesammte Arbeiterschaft mit verdoppelter Kraft Hand ans Wert legt, die zur Organisation, Ueberwachung und Durchführung des Boykotts erforderlichen Maßregeln energisch zu unterstüßen. Es bedarf aller Kraft, aller Energie, denn die Brauerdirektoren haben offen erklärt, die Unterwerfung der Berliner Arbeiterschaft durch neue Masseus maßregelungen erzwingen zu wollen! Arbeiter, Parteigenossen! Der Brauerring hat zwar Millionen zur Verfügung und wird in diesem Klassenkampfe auch fernerhin Hunderttausende opfern; hinter uns aber stehen die Massen, auf unserer Seite ist das Recht, ist die Begeisterung, ist der Opfermuth. Und an Euren Opfermuth appelliren wir abermals. Die unschuldigen Opfer kapitalistischen Uebermuthes dürfen nicht dem Hunger preisgegeben werden. Seit Monaten liegen diese Hunderte existenzlos auf der Straße. Wir wenden uns deshalb an die Arbeiter von ganz Deutschland um thatkräftige und schnelle Unterstützung. Der Kampf ist uns aufgezwungen worden. Die Berliner Arbeiterschaft hat den Handschuh aufgenommen und sie wird den Kampf durchführen bis zum Ende. Arbeiter! Euer Klassen Interesse nicht blos, Eure Klassen Ehre ist im Spiel. Da giebt es keinen anderen Gedanken als Sieg! Vorwärts zum Sieg! Kein Tropfen Ringbier! Hoch der Boykott! Boykottfreies Bier liefern: Brauerei Carlsberg, Friedrich Reichenkron, lottenburg. Brauerei Wilhelmshöhe, E. Lehmann, Berlin. Brauerei Pichelsdorf, Direktor Hoffmann. Münchener Brauhaus, Attien- Gesellschaft, Berlin. Süddeutsche Brauerei, Karl Ring u. Ro., Berlin. Brauerei Müggelschlößchen, Friedrichshagen. Nordstern- Brauerei, Berlin. Rathenower Exportbrauerei Niederlage. Inh. Max Dennhardt, N.W., Hannoverschestr. 18a. Tel. III, 8178. Schloßbrauerei, Fürstenwalde. Niederlage bei Franz Heiser, N., Liesenstr. 5. Phönig- Brauerei, C. Radon, Lichterfelde. Brauerei Jagdschlößchen, Eberswalde. Niederlage Edm. Renter, Swinemünderstr. 45. Brauerei Tivoli, Strausberg. Niederlage Stabernac, Mühlenstraße 49a. Louisen- Brauerei, Bellermannstr. 71a/ 72. Brauerei Königs Wusterhausen, Niederlage Neichenbergerstraße 83, Brauerei Danz, Freienwalde a. D. Vertreter: W. Marten, N., Gartenstr. 152. Bürgerliches Brauhaus, Luckenwalde. Niederlage Gust. Spiekermann, Weberstr. 66. Export- Brauerei Grabow a./D. bei Stettin. lage Marthen, Bellermannstr. 6. Brauhaus Hohen- Schönhausen bei Berlin. Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. Die Boykott- Kommission. er man mit dem neuen, sehr schematischen Kommunalabgaben- Gesetz| einmal der Grundbesitz besteuert, gleichviel in welchen Händen überhaupt nicht machen. Der Staat hat die Realsteuern den Kommunen er sich befindet, dann liegt fein Grund vor, ihn wieder Charüberwiesen und verweist die Kommunen auf diese, auf die Ge- zu besteuern, wenn aus einer Hand in die andere bühren und Beiträge für städtische Veranstaltungen, auf geht; das ist kein sachliches Steuermotiv. Der Kämmerer indirekte Steuern und zuletzt auf die Einkommensteuer An hat mit seinem Kämmerer Gewissen richtig die Punkte heraus. Beiträgen und Gebühren erhebt die Stadt sen ein Maximum, gefühlt, um die es sich hier hauptsächlich handeln wird: Kanali so daß nur bei der Kanalisationsabgabe und bei den Schulgeldern fationsgebühr, Grundsteuer und Bauplatzsteuer. Wir bedauern eine Erhöhung vorzuschlagen räthlich erschien. Zur Erhöhung fehr, daß der Magistrat sich durch das Geschrei unserer Hausdes Schulgeldes kommt der Magistrat aus denselben Gründen, agrarier, welche in dieser Beziehung eine frappante Aehnlichkeit aus denen er 1885 dem Vorgange der Staatsbehörden bei der mit dem Bunde der Landwirthe haben, hat bestimmen lassen, das Erhöhung auf 100 m. gefolgt ist. Die Kanalisationsgebühr wird Ortsstatut, welches die ganze Kanalisationsgebühr den Hausbesitzern wohl in den bevorstehenden Debatten den weitesten Raum ein- auferlegt, auch jetzt nicht zur Ausführung zu bringen. Prinzipiell nehmen. Die Stadt schießt jetzt zu dem 1 pct. Gebühr, welches ist festzustellen, daß das Wehtlagen und Gejammer aus Hausbesizer= die Hausbesitzer mit 234 Millionen zahlen, fast 31/2 Millionen freisen doch nicht Veranlassung geben tann, den wahren Thatzu. Bisher hat man den Hausbesitzern hier eine Berücksichtigung bestand zu verschleiern. Der Grundbesiz hat eine Erhöhung zu Theil werden lassen, die zu dem öffentlichen Interesse in nicht mehr seines Werthes erfahren, welche nicht der individuellen Thätig Bürgerliches Brauhaus( in Firma Müller), Frantzutreffendem Verhältniß steht, da doch auch jede Grhöhung der feit des Besizers verdankt wird, sondern der Wirk furt a. D. Niederlage Greifswalderstr. 228. Gebühr ohnehin auf uns Miether" abgewälzt wird( Bewegung samkeit der gesellschaftlichen Einrichtungen. Schon Professor und Heiterkeit). Ursprünglich sollte nur das Interesse, welches Gneist hat einmal gesagt, der Berliner Hausbesitzer fäme die Stadt an der Kanalisation als öffentliche Einrichtung hat, von ihn vor wie ein Mann, der sich Abends vergnügt zu Bette legt, ihr auch finanziell getragen werden; dieses Interesse ist früher mit Morgens aufsteht, die Zipfelmüße aufsetzt, zum Fenster hinaus600 000 m. bewerthet worden, und die Vorlage nimmt 650 000 m. fieht und sich freut, daß er reicher geworden ist.( Große Heiter= an. Uebrigens ist die Erhöhung oft genug gefordert worden und feit und Unruhe.) Der Hausbesitzer als Individuum tann zur Erdas Zeitungsgeschrei gegen die Verdoppelung nicht recht ver- höhung des Werthes seines Grundbesizes nicht beitragen, höchstens ständlich. Von neuen indirekten Steuern haben wir nur die Um- daß er sich bemüht, Miether mit recht hohen Miethen zu bekommen. fagsteuer eingeführt, die als Währschaftssteuer in zahlreichen Aber die Wirthschaftseinrichtungen, die Schmuckpläße, Straßen. Städten besteht, eine Großstadtsteuer ersten Ranges ist, den Durchbrüche, Beleuchtung, Straßenpflaster, alle diese Ein. Grundstücksverkehr nicht belästigt und im Hinblick auf richtungen, deren finanzieller Effekt wesentlich den Hausbesitzern die Einverleibung von größter Bedeutung ist. Char- zu gute tommt( lebhafter Widerspruch), dieses alles erhöht den lottenburg, Friedenau, Steglitz, alle umliegenden Orte haben Werth der Grundstücke. Ganz ähnlich verhält es sich mit der ihre Einführung gleichfalls in Aussicht genommen. Unter den Kanalisation, deren Vorzüge natürlich, wie auch die der vorher Realsteuern haben wir die Bauplatzsteuer aufgenommen. Sie ge- genannten Einrichtungen, auch der Gesammtheit ganz hervorragend Nieder- fällt uns deswegen, weil sie das einzige Mittel ist, unbebaute zu gute fommen...( Rufe: Also doch!).. Gewiß! Denn so tief Liegenschaften von großem Werthe, die teinen Ertrag werden doch die Hausbesitzer, namentlich die in dieser Versamm bringen, zu treffen. Die Einstellung von 1600 000 Mart lung, noch nicht gesunken sein, um zu verlangen, daß nur Einist zwar nur approximativ, aber doch ziemlich genau. richtungen geschaffen werden, welche ihnen ausschließlich zu gute Wir halten einen Werthzuwachs des Terrains um ca. 320 Millionen fommen!( Große Heiterkeit.) Aber finanziell drückt sich auch hier für sicher.( Widerspruch.) Die Gewerbesteuer haben wir einst der Vortheil im Geldbeutel des Hausbesitzers aus; denn die Kosten weilen nicht neu schaffen wollen; eine besondere, den städtischen der Kanalisation find längst estomptirt und auf die Miethen Interessen gerechter werdende baldthunlichst einzuführen, geschlagen. Und wenn auch heute die Lage mancher GrundDeffentliche Sigung vom Donnerstag, hat der Magiftrat Magistrat bereits befchloffen.( Beifall.) Die befizer etwas zu wünschen übrig lassen mag, niemand wird den 8. November, Nachmittags 5 Uhr. Gewerbesteuer haben wir zur Zeit mit Rücksicht auf das leugnen, daß die Prosperität des Grundbesizes in früherer Zeit Die vom Magistrat auf grund des Kommunalabgabengesezes Darniederliegen der Gewerbe nicht mit dem höheren Buschlag wesentlich diesen kommunalen Aufwendungen zu danken ist. Es gemachte Borlage betr. die Neuordnung der Gemeinde der Grundsteuer treffen wollen. Die Miethsteuer hat durch die steht freilich zu befürchten, daß in der Versammlung die steuern vom 1. April 1895 ab enthält im Wesentlichen folgende Steuerreform den Todesstoß bekommen. Die Theilung nach hausagrarischen Interessen mehr vertreten werden, als es in Borschläge: Wohnungs- und gewerblichen Räumen ist unthunlich, die Aus der gemischten Deputation und im Magistrat der Fall war. Wegfall der Miethsteuer( 13 Millionen), Verschmelzung der rechnung der letzteren auf die Gewerbesteuer wie das Gesetz sie Die Herren, welche in politischen Körperschaften die Liebesbestehenden kommunalen Haussteuer und der vom Staate über fordert, setzt aber solche Trennung voraus. Auch Frankfurt a. M. gaben, Branntwein- und Buckerprämien energisch bekämpften, wiesenen Grund- und Gebäudesteuer zu einer einheitlichen Ge- und Halle haben die Miethsteuer aus denselben Gründen, ftreichen ganz ruhig die Kanalisationsliebesgabe ein( Gelächter), meindegrundsteuer, Verdoppelung der von den Hausbesitzern zu ohne aber mit uns dieserhalb forrespondirt zu haben, abgefchafft. indem sie sich pro Haus 185 M. schenken und von der Gesammtzahlenden Kanalisationsgebühr( von 1 auf 2 pt. bezw. von Das finanzielle Ergebniß ist kein Definitivum, sondern lediglich heit der Steuerzahler aufbringen lassen. Dem Magistrats 2 750 000 m. auf 51/2 Millionen Mart), Einführung einer ein Orientirungsmaßstab. antrag wegen Erhöhung der Kanalisationsabgabe muß unBauplatzsteuer( von 1/2 pt. des Mehrwerths der durch die Stadtv. Kalisch stimmt im Ganzen und Großen den bedingt zugestimmt werden. Den Anträgen Wallach hätte Festfehung von Baufluchtlinien in ihrem Werth erhöhten Magistratsvorschlägen bei. Er bekämpft die Hausagrarier, ohne als Motiv vorgesetzt werden sollen: Bescheidenheit Zerrains), Einführung einer Umsatzsteuer vom Verkauf von Im- doch den wirklich bedrängten Hausbefizern durch neue steuerliche ist eine Bier, doch weiter kommt man ohne ihr!"( Heiterkeit.) mobilien( von 1/2 pt. 2 Mill. Mart), Erhebung der vom Staate Maßnahmen wehe thun zu wollen. Um alle Differenzen zu klären Jezt zahlt der Grundbesitz an Gebäude- und Haussteuer 15 Milüberwiesenen Gewerbesteuer in der vom Staate veranlagten Höhe, beantragt er mit seinen Freunden Ausschußberathung. Ohne Vor- lionen, er soll mit 13 Millionen herangezogen werden, die Erhöhung des Schulgeldes in den höheren Lehranstalten von behalt einverstanden seien sie mit der Beseitigung der unpopu- Grundbesitzer aber erklären: Quod non! Das geht nicht, 100 auf 130 refp. 110 M., Erhebung der Gemeinde- Grundsteuer lären Miethsteuer, ebenso mit der stärkeren Belastung des Be- mehr als 9 300 000 Mart giebt es auf keinen Fall! Die Ka und der Gemeinde- Einkommensteuer im Verhältniß von 3: 2( für figes gegenüber dem Einkommen. Die Belastung mit den 6 pet. nalisationsabgabe wollen sie auf 1 pCt. belassen; die Wasserwerke den voraussichtlichen Bedarf für 1895/96 entsprechen diesem Ber- Gemeindegrundsteuer bilde jedenfalls für den Hausbesit keinen wollen sie auch nicht mehr als gewerbliche Anlage anerkennen, hältniß 142 pet. Grundsteuer mit 13 100 000 m. und 942/3 pet. Vortheil gegenüber dem heutigen Zustand. Die Gewerbesteuer ihre Ueberschüffe sollen vielmehr zur Deckung der Mehrkosten der Einkommensteuer mit 21 Millionen Mark.) aber müsse durchaus mit demselben Prozentsaz wie die Kanalisation verwendet werden. Mit diesem lehteren Antrage Von den Stadtvv. Wallach u. Gen. ist dazu eine Reihe von Grundsteuer herangezogen werden, das sei keine Ueberbürdung bin ich insoweit einverstanden, als ich auch Ueberschüsse für unAnträgen eingegangen, welche die Vorschläge des Magistrats zu des Gewerbebetriebes.( Lebhafter Widerspruch von mehreren nüh halte und der Meinung bin, daß gar nicht Wasser genug Gunsten der Hausbesitzer ganz erheblich modifiziren wollen. Seiten.) Die Bauplatzsteuer sei gerecht, weniger sicher könne verbraucht werden kann, da der Wasserverbrauch auch ein KulturVorsteher angerhans schlägt vor, die heutige Sigung man das von der Umsatzsteuer und von der Erhöhung der maßstab ist. Darüber wird sich im Ausschuß weiter reden lassen. lediglich mit der ersten Berathung der Steuervorlage auszufüllen Kanalisationsgebühr behaupten; gerade diese Punkte müßten im Was die Erhöhung des Schulgeldes betrifft, so ist eine Ver und, falls diese erste Berathung nicht zu Ende geführt Ausschuß noch gründlich erörtert werden. Leicht zu erheben theuerung der Bildung an sich bedenklich; man muß aber die werden sollte, dieselbe am Montag fortzusetzen. Er hält für sei ja die Umfassteuer und eine ergiebige Einnahmequelle scheine Thatsachen nehmen, wie sie sind, und die Bildung auf den unumgänglich, die verschiedenen Meinungen in dieser so wich- sie für die Städte, die sie erheben, auch zu sein; aber ob fie für höheren Lehranstalten ist heute wesentlich ein Privilegium der tigen Angelegenheit voll zum Ausdruck fommen zu lassen und Berlin passe, sei doch sehr sorgfältig zu prüfen. Hoffentlich komme Besitzenden; diese zu schonen habe ich keine Veranlassung. nicht mit Schlußanträgen die Debatte abzuschneiden, damit der bei der Steuerreform so viel heraus, daß man an die zwei Millionen( 3wischenruf: Freistellen!) Auf diese Freistellen können Sie sich zu wählende Ausschuß auch eine wirkliche Direttive erhalte. erfordernde Ermäßigung der Gaspreise herangehen könne. nicht berufen. Dem Mittellosen nüßen Ihre Freistellen nichts, Stadtv. Singer: Der Theil der Vorlage, der die Auf- dem können Sie nur helfen, wenn Sie unsere Anträge auf dem hebung der Miethssteuer vorschlägt, ist mir der sympathischste Schulgebiete annehmen. Die Erhöhung des Schulgeldes wird aber von allen. Wenn auch die Motive des Magistrats nicht aus einem Theil der Kinder unseres gebildeten Mittelstandes den der Erkenntniß der Schlechtigkeit und Ungerechtigkeit der Steuer hohen Schulen fern halten und den Gemeindeschulen zu deren hergeleitet werden, so freue ich mich doch, daß jetzt, nach siebzig großem Vortheil zuführen, und so auch die Bahn zur EinheitsJahren, die Berliner von der Kette der Miethsteuer, die sie so schule weiter geebnet werde. Hinsichtlich der Gewerbesteuer lange geschleppt haben, endlich erlöst werden sollen. Auch stimmen wir der Magistratsvorlage zu. Wenn wir schon in den ich halte Ausschußberathung für richtig. Die Umsatzsteuer werden jauren Apfel der städtischen Gewerbesteuer beißen müssen, wir ablehnen, weil wir in ihr eine Erschwerung des Umsages so dürfen wir doch nicht so ungerecht sein, den und die Gefahr einer Erstarrung des Grundbesißes erblicken. Ist 12euten, welche durch den Erlaß der Miethsteuer erleichtert Nach längerer Geschäftsordnungs- Debatte wird der Vorschlag des Vorstehers mit kleiner Mehrheit genehmigt. Außer den Anträgen Wallach sind weitere Anträge von den Stadtvv. Kreitling, Bauke und anderen eingelaufen. Einer der Anträge Wallach sucht auch die Miethsteuer zu retten, indem er eine reformirte" Stala vorschlägt, die die Wohnungen bis 400 M. steuerfrei läßt, dann aber eine Stala von 2-7 pet. für die Wohnungen bis zu 6000 M. und darüber festsetzt. Rämmerer Maaß: Der Magistrat glaubt mit seinen Borschlägen das Richtige getroffen zu haben. Viel Kunfistücke kann " " -O Na, werden, mit der Gewerbesteuer eine neue Laft aufzuerlegen. Die| fänden diesen Winter Arbeit und Verdienst in den noch gesperrten| Arbeiter veranstalten. Der gute Zweck dieser Festlichkeit Gewerbesteuer ist ungerecht; in dem Dilemma, in welches uns Sälen." läßt gewiß einen zahlreichen Besuch der Parteigenossen und Gedas Kommunalsteuer Gesetz bringt, treten wir auf die Seite des Das Gummischlauchorgan fügt dem noch folgende hämische nofsinnen von Nah und Fern erwarten. Magistrats. Die Steigerung der Einkommensteuer auf Bemerkung bei: Der R.- Rorrespondent des„ Gastwirthsgehilfen" über 100 pct. fehen wir bekanntlich nicht als ein so großes hatte jedenfalls auf eine von der Redaktion jener Zeitung gevordersten Reihen der Schneiderbewegung, wurde am Sonntag Wilhelm Schulze, einer der eifrigften Mitkämpfer in den Unglück an. Gegenüber dem Toben und der Agitation der Haus- machte Randbemerkung" gehofft, wie es bei folch' zwei- Abend vom Tode ereilt. Inmitten seiner Raffirerthätigkeit besiterkreise wünsche ich dem Ausschuß und der Versammlung deutigem Artikel immer der Fall ist. Die Redaktion ein recht steifes Rückgrat. Die von uns vertretenen Arbeiter hatte sich aber wohlweislich gehütet, auf den Artikel einzugeholte Aerzte befahlen Ruhe, und erst nach Mitternacht tonnten Sonnabend Abend befiel ihm ein Herzkrampf. Schleunigst herbei, werden sich um den Preis ihrer Rechte jedenfalls kein Gefchent gehen sie fönnte sich ja die Ungnade der Führer" aus der ihn die Kollegen und Kolleginnen mittels einer vom Bolizeimachen lassen, wie es Herr Wallach in seinem funs zugänglich Ratzbachstraße" zuziehen, falls sie eine leise Kritik über die Ver- bureau herbeigeschafften Tragbahre vom Lokal in der Schüßengemachten Gutachten andeutet. Steuern soll man nehmen, wo längerung des Boykotts äußern würde. Sie entledigte sich ftraße nach seiner Wohnung in der Hollmannstraße transpors sichstraße man sie mit gutem Gewissen holen kann, vom Besitz und vom ihrer Aufgabe in einer Briefkastennotiz, dahingehend, daß es tiren; ein zweckentsprechenderes Transportmittel( z. B. KrankenEinkommen!( Beifall bei den Sozialdemokraten.) Beschluß der Voltsversammlungen sei und jetzt nichts geändert forb) war leider in den Sanitätswachen nicht zu haben. Ein Stadtv. Spinola ist von den Magistratsvorschlägen nicht werden könne, man müsse abwarten." sehr befriedigt. Mit der Abschaffung der Miethsteuer, mit der Wie schon oben bemerkt, handelte es sich hier um die erzschlag machte Sonntag Abend seinem Leben ein jähes Ende. Nichteinführung von Luxus- und Luftbarkeits- Steuern ist er Meinungsäußerung eines gelegentlichen Mitarbeiters, also weder Die zahlreiche Betheiligung an seiner Mittwoch Nachmittag auf dem Neuen Jakobikirchhof in Britz erfolgten Bestattung zeugte einverstanden; Bedenken aber hat er gegen die ge: um eine Rundgebung der Redaktion, noch um eine solche der gesammten ringere Heranziehung der Gewerbesteuer; denn die für die Gehilfenschaft. Zugegeben werden soll ohne Weiteres, daß die von der Achtung und Liebe, die er sich im Laufe der Jahre Gewerbetreibenden geltend gemachte wirthschaftliche Lage treffe Kellner unter dem Bierboykott ungemein gelitten haben. Nich: worben hatte. Prächtige, rothbeschleifte Blumenarrangements mit seiner raftlosen Thätigkeit in Genossen- und Kollegenkreisen er auch für die Hausbesitzer zu, deren tausende mit Sorgen ihr zum Wenigsten machten sich die Folgen des Boykotts denjenigen entsprechenden Widmungen bedeckten den Sarg und wurden am tägliches Brot effen. Die weiteren Ausführungen des Redners sind Kellnern fühlbar, die sich durch ihre Organisation an die Grabe niedergelegt, wo der Leichenzug bei hereinbrechender als eine begeisterte Apologie für die Hauswirthe zu charakterisiren, Arbeiterbewegung angelehnt haben, dies um so mehr, als sich die Dunkelheit anlangte. Ein Doppelquartett- Gesang empfing den denn weder die Umsatzsteuer, noch die Steuervertheilung von 8: 2 Gaalverweigerer, die sich freiwillig in die Gefolgschaft des Todten an der Gruft. Genossen und Kollegen senkten ihn hinab, noch die Erhöhung der Kanalisationsgebühr findet Gnade vor Rösicke begaben, veranlaßt fühlten, in ihrer ersten Versammlung worauf Genosse Timm dem dahingeschiedenen Freunde in kurzen, seinen Augen; selbst der Bauplatzsteuer prophezeit er unüber zu beschließen, von dem Arbeitsnachweis der Gastwirthsgehilfen ergreifenden Worten einen herzlichen Nachruf widmete und die windliche Echwierigkeiten der Durchführung. Hoffentlich wird, teine Kellner mehr zu entnehmen. Irgendwie gerecht Gänger ihm den letzten Scheidegruß nachfandten. Aus der Fülle so meint er, die Versammlung auch diesmal fest bleiben und fertigt war diese provokatorische Maßregel durchaus nicht, die frei der niedergelegten Kränze leuchteten besonders die vom 3. Wahldem Verlangen, die Kanalisationsgebühr zu erhöhen, getreu dem willigen Schildknoppen derer vom Bierring hatten eben auch das Be- verein, vom Verband deutscher Schneider und Schneiderinnen, altpreußischen Suum cuique! die Genehmigung versagen. dürfniß, ihrem Machttigel ein wenig zu fröhnen und die" terroStadtv. Gerstenberg: Der Gneist'sche Hausbefizer mit der ristischen Sozialdemokraten" als Gäste wie als Arbeiter sich vom und von den verschiedenen Schneiderwerkstellen hervor. Zipfelmütze ist seit 20 Jahren maufetodt; die Lage hat sich sehr geän Halfe zu schaffen, um endlich einmal eigener Herr" zu sein Die Sau- Jagden im Grunewald haben, wie alljährlich. dert, aber die Agitation der Hausbesigervereine hat dennoch an im meist nicht eigenen Hause. In der That haben die mit dem Beginn des November ihren Anfang genommen; am schlimmen Uebertreibungen gelitten. In dem neuen Steuergeset organisirten Kellner nicht den leisesten Anlaß gegeben zu obiger letzten Dienstag wurde die erste dieser Jagden in der unferen ist nur einmal der Hauptnachdruck auf die Realsteuern gelegt und Maßnahme. Als Konsumenten freilich haben die sozialdemo- Lesern aus früheren Schilderungen bekannten Weise geritten. eine Erhöhung der Einkommenstener auf über 100 pet fratisch gesinnten Kellner ihre Pflicht gethan, sie haben das Ring- Der sonst bei der ersten, im Herbste vom Jagdschloß Grunewald ist an die sehr unerwünschte Genehmigung der Regierung ge- bier gemieden und nach Möglichkeit mitgeholfen, die Opfer der aus stattfindenden Jagd übliche Andrang von Zuschauern fehlte tnüpft. Mit der Schulgeld- Erhöhung bin ich nicht ein Unternehmerwillkür zu unterstützen. Die Organisation als gang; nur ein radauluſtiger vornehmer Pöbel, der zu den Lakaien verstanden; das Beispiel der Staatsschulen darf hier nicht solche aber, und vor allem das Fachorgan, hat es der die Jagd mitreitenden Offiziere Beziehungen unterhält, machte herangezogen werden. Vor nicht langer Zeit haben die auf das das Peinlichste vermieden, dem Bierboykott gegen Mittag den Grunewald unsicher, wobei es natürlich ohne Freunde des Herrn Singer noch die Unentgeltlichkeit irgendwie Stellung zu nehmen, um nicht noch mehr Gewerk die üblichen Wiße nicht abging. Der Standal scheuchte das des höheren Unterrichts gefordert; jegt find fie felt- schaften mit in den Streit zu ziehen. Der Arbeitsnachweis des Dammwild, das gegenwärtig seinen herbstlichen Gefühlen nach samer Weise ganz anderen Sinnes geworden. Gerade Vereins Berliner Gastwirthsgehilfen" hat also zugestandener geht, von seinen Standplägen weg und als ein stattlicher Achtder Mittelstand wird durch diese Maßregel schwer be- maßen schmer gelitten und würden seine Mitglieder einen ender, gefolgt von mehreren Hirschfühen, davonjagte, meinte troffen. Leider hat der Magistrat auch nicht einmal versucht, ehrenvollen Frieden gewiß begrüßen. Solange ein einer der Standalmacher zum zum anderen: Du, ruf den Kavalisation und Wasserwerke in irgend eine nähere Be solcher aber nicht errungen werden kann, werden die sozial: Hirsch mal, der hört auf den Namen Leist". ziehung zu sehen. Wenn aber die Kommune nicht weiter demokratischen Kellner" die Konsequenzen ihrer Gesinnung auf drum geht er och in die Richtung nach Potsdam los, direkt geht, als im Wesentlichen den bisherigen Zustand sich nehmen, jedenfalls aber verzichten sie gern auf die Freund in die Disziplinarkammer," war die prompte Antwort. Hinter beizubehalten, so tann man von einer Belastung der schaftsbezeugungen jener Herrschaften, die feit geraumer Zeit mit dem Sau- Gatter hielten zahlreiche Fuhrwerte; ihnen entstiegen Hausbesitzer nicht im Ernst sprechen. Wenn die Kanalisations wenig Wiz und viel Behagen dabei sind, eine tiefgehende Damen aus bekannten Berliner Familien, die sämmtlich durch gebühr auch verdoppelt wird, an der Haussteuer wird doch ers Meinungsverschiedenheit zwischen den Führern" und den glücklichen Geschäftsbetrieb in der Lebensmittel- Branche in kurzer heblich mehr gespart. Lehnen Sie das eine Prozent ab, so tommt Massen" künstlich zu konstruiren. Der R.- Korrespondent im Beit reich geworden sind; der blonden Getreidehändlers- Frau der Mehrbedarf doch wieder in den Realsteuern zum Vorschein." Gastwirthsgehilfen" hat nichts als seine persönliche Meinung sah man es noch wie Mehlspuren am Gesicht an, daß sie noch Die Umsatzsteuer aber ist als eine auf Leistung und Gegen- zum Ausdruck gebracht, wozu er ein gutes Recht hatte. Daraus vor kurzem in der Mühle wohnte, und die umfangreiche Schlächter. leistung beruhende Steuer nicht zu bezeichnen. Die Be weitere Schlüsse zu ziehen auf die Allgemeinheit, ist vollkommen madame hatte in der Equipage noch dieselbe graziöse Beinhaltung vorzugung der Gewerbetreibenden vor den Hausbesitzern muß im verfehlt." wie früher auf dem Wochenmarkt, wo sie für die wärmespendende Ausschusse sehr genau auf ihre Berechtigung geprüft werden. Rohlenbütte zwischen den Knien Raum lassen mußte. Die Aufhebung der Miethsteuer ist durch das Gesetz uns auf Mittwoch hat wieder eine große ederei über die Schädigungen, nachdem fie fich mühsam aus dem eleganten Fußpels beraus Die Ruckenburg'schen gehen bahnbrechend vor! Am weithin tönender Stimme erzählte eine behäbige Deftillateursfrau, gezwungen. welche so tapfer und nachhaltig die Miethsteuer vertheidigt hat, giebt welche die im intimen Verkehr mit dem Ringe stehenden Führer Schaden gekommen sei; weil er lange vorher das Reiten Stadtv. Wallach: Nachdem der Magistrat 15 Jahre lang sollen, im Verein der Weißbierwirthe stattgefunden. Die Tattit, gewickelt hatte, daß ihr Herr Gemahl die letzte Jagd bei dabei su er sie jetzt ohne Echwertstreich, ohne ein Wort des Bedauerns auf, wälzt, was bisher über 300 000 Steuerzahler aufgebracht Wer gegen den Stachel löckt, dem wird flugs vorgehalten was durchgeschauert und nun gab die elegante Frau eine topographisch befolgen ,, ist so probat, wie sie den Umständen nach nur sein kann. nicht geübt, habe er sich bei dem anstrengenden Ritte haben, einfach ohne viel Ropfzerbrechen den 20 000 Hausbesitzern die Saalfommission schon bislang an die großen Kollegen genaue Echilderung der durchgerittenen Dertlichkeiten an dem auf! So führt man doch kein Gesetz aus, welches die Miethsteuer in erster Linie reformirt wissen will. Noch am 5. November 1891 ausbezahlt hat. Die kleinen Gastwirthe ducken sich dann in der Körper ihres„ Gemahls", mit soviel Genauigkeit, daß einige von hat der Kämmerer Maaß die Abschaffung der Miethsteuer für Regel und warten und warten, bis dereinst an sie die Rethe den versammelten Reitern, die sich für dies Thema besonders eine Unmöglichkeit, für eine Zerstörung der städtischen Finanzen sich wieder einmal Herr Ruckenburg, der seine werthen Rollegen", Unterhaltung berechnet zu sein, denn es entstand bald ein lautes tommt. Als ein Held der fachgemäßen" Interpretation zeigte interesfirten, aufmerksam zuhörten. Darauf schien die ganze erklärt!( Borsteher Langerhans ersucht den Redner, der die dagegen murrten, daß sie in der Wahl ihres Ringbieres Jauchzen und Kreischen unter den Damen", namentlich als ein ein umfangreiches Manuſtript in der Hand hat, nicht abzulesen.) Mit der ausführlichen Schilderung der durch eine seinerzeit im Vertrage der Brauereien aufgenommene bekannter Brauerei- Direktor, der auf einem für das Gewicht seines großartigen und unübertrefflichen Vorzüge der bestehenden Mieth- Bestimmung beschränkt werden, darauf verwies, daß jene Verpflich- Reiters viel zu schwachen Gaul herbeigetrabt war, mit in die großartigen und unübertrefflichen Vorzüge der bestehenden Mieth- tung wohl nöthig sei( im„ Gastwirthverein" nannte man das eine Unterhaltung eingriff. Die Tamen gaben sich augenscheinlich steuer, in welche der Reduer sich nunmehr vertieft, glauben wir jeder Manneswürde hohnsprechende Gewaltmaßregel"), aber doch den Mühe, die Aufmerksamkeit der allmälig herankommenden Rothunsere Leser verschonen zu sollen. Er empfiehlt dann seinen Umständen gemäß in jedem einzelnen Falle außer Acht röcke auf sich zu ziehen, und schienen einen besonderen Reiz darin Reformantrag, dessen Annahme das drohende Unheil von den Haus- gelassen werden dürfe! Das nennt man Logit. Da man sich zu finden, von irgend einem adligen, fretherrlichen oder gräflichen befizern abzuwenden geeignet sei und auch die Gewerbesteuer thatsächlich keinen Rath mehr wußte, um aus diesem Wirrsal Auge firirt zu werden. Daß fie mit diesem Bemühen Erfolg herabzumindern gestatte. Redner bedient sich im Eifer feines herabzumindern gestatte. Redner bedient sich im Eifer feines von Bedrückungen“ und„ Schädigungen" zu entkommen, so hatten, fonnte man nicht beobachten; bagegen lenkten fie Bortrages" so ausdauernd des Manuskripts, daß er von einigen wurde es allgemein fast als" rettende That begrüßt, daß jemand unzweifelhaft die Blicke der losgelassenen Sau auf sich. Diese Kollegen unter stürmischer Heiterkeit der Versammlung auf diesen auf den schlauen Gedanken tam, das„ Einschreiten der Gesetz stürzte gerade auf die Damengruppe los, um sich, wie beim Inne Umstand durch ihm zugeflüsterte Bemerkungen aufmerksam gemacht werden muß. Als Redner dann erklärt, noch einen kurzen Rückblick gebung in der Boykottgeschichte" zu fordern.„ Die Versammlung werden einer stattgehabten Begriffsverwechselung, plöglich abzu auf die Geschichte der Kanalisationsgebühr geben zu wollen, Willenserklärung", in Erwägung, daß durch den von der Den schönsten Anblick bei der Jagd boten zweifellos die mehr. beschließt", so heißt es in der mit Hurrah angenommenen kehren und den Lauf nach der entgegengefeßten Seite zu nehmen. macht sich eine allgemeine. Unruhe geltend und die Privatunter Gozialdemokratie verursachten Boykott die Existenz vieler erwähnten Damen, als sie schnell nach der Spürbahn rennend, haltungen lassen den Zusammenhang der Ausführungen des Wirthe bedroht ist, den Reichstag zu ersuchen, in der um das Anlegen der Meute zu sehen, fich Mühe gaben, ihre koftRedners für die Tribüne nicht mehr erkennen. nächsten Seffion ein Gesetz zu erlassen, wodurch die baren Roben vor der Berührung mit dem naffen Grase des Nach dieser instruktiven Verlesung" beantragt Stadtv. Singer die Bertagung. Stadtv. Alexander Meyer wider- unmöglich gemacht werden." Das ist endlich einmal ein echt mächtig entflammt, sogar die Hunde stürzten laut heulend der Singer die Bertagung. Stadtv. Alexander Meyer wider- ießigen Zustände im Gastwirthsgewerbe aufhören und für immer Waldes zu bewahren. Die allgemeine Jagdluft war denn auch spricht; der Antrag wird abgelehnt. staatsmännischer Schritt nach vorwärts. Stadtv. Mommsen lehnt Bauplatz- und Umsatzs Was in unseren flüchtigen Sau nach und als legter im Zuge der Reiter hintte steuer als schädlich resp. technisch undurchführbar ab und schwachen Kräften steht, soll natürlich geschehen, um den offen der Gaul des Brauereidirektors hinterdrein. Die nach Hause gehenden Zuschauer aber sangen nach be schlägt als Ersatz die Einführung einer Besteuerung der sichtlich am Ende ihres Lateins angelangten Saalverweigerern 2c. förderlich und dienlich zu sein. Auf in den Kampf für tannter Melodie und in voltsthümlicher Art: Bauplätze, d. h. der bloßen Bodenfläche, nach dem gemeinen Ordnung u. f. w., u. f. w. gegen die bösen Sozialdemokraten, die Werthe vor. Diese Abschäßung stoße nicht auf die Schwierig Im Grunewald ist heute große Sauschlächterei Und unser Bruder ist auch dabei! keiten, an denen die Bauplatzsteuer scheitere. Es handle sich bei fich unterſtehen, gleich der ersten besten Militärbehörde darauf los Links um die Ecke, rechts um die Ecke! In der Mitte rennt seinem Vorschlage um eine Besteuerung der Bodenfläche aller zu boykottiren. der große Hunde- Baubau! Rechts um die Ecke, links um die Ecke! In der Mitte greifen fie die wilde Sau! um Tokales: Die Liste der boykottfreien Gastwirthe nud Restau rateure wird der am Sonnabend erscheinenden Nummer des „ Borwärts" wieder beigelegt werden. Veränderungen in der Liste müssen von den hierzu beauftragten Kontrolleuren bis spätestens Freitag Vormittag 10 Uhr in der Druderei von Max Bading, Beuthstraße 2, Hof 3 Treppen, abgeliefert werden. " Und wer der Sau an's Bein faßt friegt ein' Thaler! Mit Eine hochbedeutsame Neuerung bei den Jagden ist insofern eingeführt, als die barfüßigen Jagbläufer rothe Mützen erhalten haben. Im nassen Grafe bei Novembertemperatur barfuß und mit rother Müße! Vielleicht das Symbol des„ neuesten Kurses"? Der Fahrpreis der Omnibuslinie Marheineke- PlayRosenthaler Thor ist von 20 auf 13 Pf. herabgesezt; als 10 B.Theilstrecken sind eingelegt: Marheineke- Platz- Hackescher Martt und Hallesches Thor- Rosenthaler Thor. Die übrigen Theilstrecken sind aufgehoben. städtischen Grundstücke der bebauten, wie der unbebauten, Mit hämischer Freude registrirt die Ringpresse- Eugen eine Vermögenssteuer Dom Grundstückswerthe. Der der Laute vornehmlich die Notizen des Vorwärts", welche Zweck der Bauplatzsteuer, Heranziehung des Werthzuwachses zur die Parteigenossen auf die Mogeleien und Betrügereien der Steuer, wird besser und in größerem Umfange erreicht. Daneben einzelnen Gastwirthe aufmerksam machen. Seht, wie schwer es müßte die Steuer von dem Gebäude- Nutzungswerth und vom den Sozialdemokraten wird, ihren Boykott durchzuführen, ruft Grundstücks- Nuhungswerth weiter erhoben werden, aber die die Ringpresse entzückt und merkt in ihrer Klassischen Naivetät Arealftener unerhoben bleiben, wenn sie von jener übertroffen nicht, in welche eigenthümliche Stellung fie selber geräth, wenn wird. Der Ertrag dieser Arealsteuer würde die Erhöhung fie derartige unfaubere Manipulationen so warm begrüßt. Es der Kanalisationsgebühr und des Schulgeldes überflüssig machen. gilt doch sonst im gewöhnlichen Leben Wortbruch als eine vers Hiernach wird um 9 Uhr die Fortsetzung der Berathung auf ächtliche Handlung ganz zu schweigen von den anderen Montag 5 Uhr vertagt. Machenschaften, durch die der ehrliche Arbeiter getäuscht und be: trogen werden soll. Da ist zunächst die einfache Unterschiebung von Ringbier durch ringfreie Gefäße, das Hinüberleiten desselben aus einem Nebenkeller in den Apparat u. 1. w. Ein Wirth läßt sich das Plakat der Boykottkommission stehlen- und verkauft es Mau hebt die Sittlichkeit! Eine dreizehnjährige einem Kollegen, der nach Arbeitergroschen Verlangen trägt; in Schülerin der Gemeindeschule zu Rirdorf mußte dieser Tage vom einem anderen Falle läßt man das gute ringfreie Bier während Unterricht in der Klasse ausgeschlossen werden, weil sich heraus. der Nacht ohne Druck stehen, um am folgenden Tage Ver- stellte, daß das Mädchen im letzten Stadium der Schwangers anlassung zu haben, an Stelle des laschen" Getränks Ringbier schaft sich befand. Die daraufhin veranlaßten behördlichen Ereinführen zu können und so fort. Der Beweis aber, daß alle mittelungen haben zur Verhaftung eines zwanzigjährigen Mannes Schwindeleien der beiden Gastwirthe im wesentlichen doch erfolg ge führt, der bei den Eltern des Mädchens eine Schlafstelle los find, liegt darin, daß eben die Mogeleien und Unterschleife inne hatte und das aufsichtslose Kind, dessen Eltern Tags über allesammt nach kurzer Zeit entdeckt werden. Wer mit solchen außer dem Hause arbeiteten, verführte. Die elterliche Wohnung, Mitteln den Kampf führt, kann jedoch keinen Anspruch darauf so wird noch mitgetheilt, soll garnicht ausreichend gewesen sein, erheben, von den nothwendigen Folgen einer solchen Infamie um für einen Schlafgänger noch den nöthigen Raum zu schaffen. verschont zu bleiben, und eine Presse, die das noch unterstüßt, Man sucht bekanntlich die öffentliche Sittlichkeit zur Beit mit schädigt sich dadurch nur selber an dem Rest ihres Ansehens. großem Eifer zu heben. Zwar geschieht dies nicht dadurch, daß Zur Lokallifte. Die Gastwirthe Deder, Fehrbelliner- man fich redlich bemüht, dem Arbeiter durch Erhöhung seines des Boykotts eins auszuwischen, zitiren die" Freifinnige 3tg.", straße 51, Gbel, Schönhauser Allee 79, Hagen, Fehrbelliner- Arbeitseinkommens vom Fluch des Schlafstellenwesens zu be freien- nein! Sind ja doch im Gegentheil gelegentlich der einige Säge aus einem eingesendeten Artikel des Gaft ftraße 20, sind von der Liste zu streichen, weil sie Boykottbier Etatsberathungen für das Jahr 1893/4 Postbeamte, die über ihr führen und nicht laffen. Wachsmuth, Sirten: straße 8, ist ebenfalls zu streichen, weil er Bier aus der Unions. Wie sollen wir uns den Winter durchschlagen?"... der Sommer, Brauerei bezieht. Boykottbier schänkt auch der Gastwirth Grebing, gewiesen worden, daß sie sich ja z. B. durch Zimmer. der Postverwaltung, Herrn Dr. Fischer, darauf bin der beispiellos schlecht war, hat vielen den erwünschten Verdienst Chausseestr. 98. vermiethung einen Nebenverdienst verschaffen nicht gebracht, burch den sie vielleicht in der Lage gewesen wären, Achtung, Schöneberg! Die von der unterzeichneten tönnten. So Die sich mit den zurückgelegten Groschen über Wasser zu halten, eine trommeln die Preußen also nicht. oder zwei Aushilfen die Woche giebt es doch mitunter. Aber Kommission am vergangenen Sonntag veröffentlichte Notiz, den Hebung der Sittlichkeit vollzieht man in der Hauptstadt des auch diese Hoffnung wird anscheinend zu Schanden, wenn der Gastwirth Dornbusch betreffend, wird nach nochmaligen ein- Reiches der Gottesfurcht und frommen Gitte dadurch, daß man Boykott und die Saalsperre erhalten bleiben. Bei einiger gehenden Untersuchungen als erledigt betrachtet. Herr Dornbusch in ihr Kirchen baut, eine um die andere, zum kostenpreis von maßen gutem Willen wäre es gar nicht so schwer, die aus schänkt ringfreies Bier. Die Lokalkommission von Schöneberg. zehn Millionen Mart bis herab zur ganz gewöhnlichen, deren gesperrten 32 Brauerei- Arbeiter unterzubringen, sei es auch in Schubart. Herstellungspreis sich nur auf einige lumpige Hunderttausende anderen Gewerben, der Stein des Anstoßes wäre dann aus dem In Köpenick wird der dortige sozialdemokratische Arbeiter beläuft. Wege geräumt, der Friede könnte geschlossen werden. Hunderte verein am 17. November in Wöllstein's Lustgarten zu Adlershof Stellt sich dann aber heraus, daß troh Duhender neuer von Existenzen sind schon ruinirt, Hunderte unserer Kollegen ein Bergnügen zum Besten der ausgesperrten Brauerei Kirchen die öffentliche Sittlichkeit" immer noch nicht gehoben" Bierboykott und Gastwirthsgehilfen. Aus den Kreisen der organisirten Kellner geht uns nachstehendes Schreiben zu Außer Eugen, dem edlen Ritter, haben plöblich auch noch andere Bertheidiger des Brauerei- Hinges ihr mitfühlendes Herz für die sozialdemokratischen Kellner" entdeckt. Um den„ Führern" e ist, sonun so ist ja immer noch die lex Heinze auf Lager, Handnehmen des Rowdythums unter den„ Gebildeten", den be Der Hund des Grafen von Reischach zu Stralau bes mit der es dann zur Veränderung wieder einmal versucht werden rufenen Kämpfern für Ordnung, Religion und Sitte, begründete? schäftigte gestern wiederum das Schöffengericht Berlin II. Der muß. Und wenn auch die nicht hilft, dann mnß in drei Teufels Unabsehbare Folgen hätte ein Unfug haben können, der ungeberdige Bierfüßler hat vor kurzem in einer anderweitig verNamen die ganze Schuld an der Sozialdemokratie liegen, am Montag Abend in Groß- Lichterfel de verübt worden handelten Anklagefache die Verurtheilung seines Herrn wegen Körper. gegen die mit Pauken und Trompeten der grandiose Kampf für ist. Als die elektrische Eisenbahn, die die beiden dortigen Bahn- verlegung veranlaßt. Auf Beschwerde eines Stralauer Einwohners, Ordnung, Religion und drauf und dran; die Sittlichkeit muß gehoben werden! Sitte losgelassen werden muß. Tapfer höfe mit einander verbindet, in der Nähe der Haupt- Kadetten- den eines Tages der frei umherlaufende bissige Hund auf der anstalt angefommen war, bemerkte der Führer, daß ein Baum Straße belästigt hatte, war gegen den Herrn Grafen ein polizeiDas Versprechen des Bankiers Caloschin. Die quer über die Schienen gelegt worden war. Man vermuthet, liches Strafmandat erlassen worden. Dem Schöffengericht fiel die Staatsbürger Zeitung" schreibt: Schlechten Lohn für eine daß angetrunkene Leute den Unfug begangen haben. Uebrigens Aufgabe zu, den hiergegen eingelegten Einspruch zu prüfen. Der wackere That hat der Droschkentutscher Obst geerntet. Vor uns war der Montag für den elektrischen Bahnbetrieb ein Unglückstag. Thatbestand konnte indessen nicht aus der Welt geschafft werden, liegt folgendes ärztliche Attest:„ Der Droschtenkutscher August Vormittags fuhr ein Wagen der Brauerei Patzenhofer an der denn es ward erwiesen, daß Graf von Reischach den Hund ohne Obst ist vom 20. Februar bis 21. Mai d. J. hier im Elisabeth- Strom- und Ringstraße über das Geleiſe, ohne den sich mit großer Maultorb hatte frei umherlaufen lassen. Das Urtheil des Krankenhause behandelt worden an einem schweren Schädel- Schnelligkeit nähernden Eisenbahn Wagen zu bemerken. Der Schöffengerichts lautete auf 3 M. Geldbuße gegen den bruch mit Gehirnverlegung, welchen er sich beim Bändigen hintere Theil seines Gefährts wurde gefaßt und zerschmettert. Herrn Grafen. durchgehender Pferde des Bantier Salofchin, Salofchin, ThiergartenStraße 20, Die Direktion des Reichshalleu- Theaters wartete gestern Die gegen den ,, Bankdirektor" Sternberg wegen Nichtzugezogen hat. Infolge dieser Verlegung ist Abend dem Publikum mit einem neuen, vielseitigen Programm erscheinens auf gerichtliche Vorladung f. 3. beschlossene Beschlage das linke Auge Obst's vollständig erblindet. Schwere auf, das gewiß bei den Freunden der Spezialitätenbühnen leb- nahme seines im Deutschen Reiche befindlichen Vermögens ist Arbeiten bewirten Kopfschmerz und Schwindel, sodaß Obst vor hafte Anerkennung finden wird. Aus den zahlreichen Vor- unter dem 31. Dtfober aufgehoben worden, weil St. nach seiner der Hand seinen bisherigen Beruf als Kutscher nicht ausüben führungen wollen wir vor allem die guten Leistungen des Ge- Hierherkunft nicht mehr als abwesend im Sinne des§ 318 der fann. Es wäre sehr wünschenswerth. wenn für Obst, der seine sangsquartetts Geschwister Rohnsdorf hervorheben, die, was Strafprozeßordnung zu erachten ist. = Intonation und Vortragsweise betrifft, als vorzüglich bezeichnet werden müssen. Geradezu Erstaunliches bot Herr Jean Rollon, der mit herkulischen Kräften geradezu Unübertreffliches vollführte. mit den übrigen Piecen, die neben manchem Guten auch Minderwerthiges darboten, wurde der Abend im Ganzen wacker ausgefüllt. Der Sozialdemokrat, Sentral- Wochenblatt der sozialdemokratischen Bartel der Eingelaufene Druckschriften. Deutschlands( Erpedition in Berlin SW., Beuthstraße 2). Bu beziehen durch alle Zeitungsspediteure. Das Abonnement beträgt durch die Bost oder in Berlin durch die Zeitungsspediteure pro Quartal 1,20 M. Kreuzband 1,80 M. Die Nr. 41 vom 8. Movember hat folgenden Inhalt: Wochenschau. Die Eidesverweigerung der elfäffischen Genoffen. Ruffisches aus Bayern. Bur Polenfrage.( Aus Posen.) Jean Bolders. Parteinachrichten. Die Frage der Gehälter der Parteibeamten. Der badische Streit. - Zu den Stadtverordneten- Wahlen in Magdeburg. Brief aus England. - Das Arbeiterfetretariat in Nürnberg. Die Organisation der Handschuhmacher. 8ur Lage der Ladenmädchen in Glasgow. Gewerkschaftliches. Wie man uns behandelt. Todtenlifte. Literarisches. aus Rigdorf brach am Mittwoch Abend um 8 Uhr vor dem Todesfälle auf der Straße. Die Wittwe Auguste Buschnitz Sause Rottbuser Damm 3 plötzlich zusammen. Ein zweiter| ähnlicher Fall ereignete sich am Mittwoch Vormittag in der Nähe der Linden. Dort stürzte ein Mann zusammen, der zwar noch lebend nach einem Krankenhause gebracht wurde, dort aber am Donnerstag Morgen an Lungenödem starb. Mitgeführte von der neuen Zeit"( Stuttgart, F. H. W. Die y' Verlag) ist soeben das Papiere enthalten den Namen„ Karl Stöckner". • Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. GOO Windrichtung GD Windstärke P44 22ANG( Stala 1--12) Wetter Temperatur 50 G.= 4° R.) Babawa( nach Celfins 758 • heiter 5 752 • . wolkig 6 758 GSD heiter 3 757 bedeckt 6 761 SSM 763 heiter Nebel 3 4 772 4 halb bedeckt-10 756 A 3 woltig 744 • • 28 2 heiter 758 • • • SW heiter Wetter- Prognose für Freitag, den 9. November 1894. Zunächst ziemlich trübes, wärmeres Wetter mit Regen und mäßigen bis frischen westlichen Winden; nachher aufklärend und etwas fühler. Berliner Wetterbureau. пой 20dme Gerichts- Beitung. 6. Heft des 13. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Der Ausgang der Aera Caprivi. Münchens Kunstausstellungen 1894. Von einem Maler. Professoren- Honorare. Zur dritten Auflage von Fr. Engels' Herrn Eugen Dübring's Umwälzung der Wissenschaft". Von Ed. Bernstein.( Schluß.). Einiges über Holländisch Ostindien. Bon H. Polack. Notizen.- Feuilleton: Anna Menzel. Eine DienstmädchenGeschichte.( Schluß.) Derlammlungen. Eine Bezirks- Versammlung des deutschen Holzarbeiter. Verbandes( Moabit) tagte am 4. November. Das Referat hatte Genosse R. Schmidt übernommen, der über das Thema: " Die Aufgaben der Gewerkschaftsbewegung" fprach. Nach einer furzen Diskussion, die sich im Sinne des Referats bewegte, wird zur Besprechung innerer Vereinsangelegenheiten übergegangen. Das Mitglied Krüger beantragt, Listen auszulegen, in die sich diejenigen Mitglieder einzeichnen mögen, die auf die Holzarbeiter- Zeitung" verzichten. Die Versammlung stimmt dem An trag zu mit der Erweiterung, diesen Antrag über ganz Berlin auszudehnen. Bentral- Kranken- und Sterbekaffe der Tischler. Sämmtliche Ber waltungen Berlins versammeln sich heute Freitag, den 9. November, Abends 8 Uhr, zu einer tombinirten Sigung bei Schöning, Stallschreiberstr. 29. Frauen- und Mädchen- Bildungsverein( Filiale Moabit). Große Wander- Bersammlung am Freitag, den 9. November, Abends 8 Uhr, im Bittoria- Saal, Perlebergerftr. 1. Vortrag des Herrn Dr. Joël über: Die Frau im Spiegel der Geschichte und Wissenschaft." Vergnügungsverein ,, Thuenelda". Freitag, Abends 8 Uhr, Sizung bet Frizz Zubeil, Lindenstr. 106. Sozialdemokratischer agitationsklub für den Often Berlins. Sonntag, den 10. November, Abends 6 Uhr, tm Lotale des Herrn Albrecht, Memelerstraße 67: Große öffentliche Versammlung für Frauen und Männer. Bortrag. Entree 10 Pf. Nach der Versammlung gemüthliches Beisammensein. Verlegung in Ausübung edelster Menschenpflicht erlitt, in materieller Hinsicht in so weit gesorgt würde, wie es bei jedem in seinem Berufe durch Unfall Berlebten geschieht. Der Bankier Saloschin hat die anfangs versprochene Unterstützung jetzt verweigert, mit dem Hinweis, ihn ginge die ganze Sache nichts an. Berlin W., 80. X. 94. Prof. Dr. Rinne, dirig. Arzt am Elisabeth- Krankenhaus." So das ärztliche Zeugniß, zu dessen Erläuterung wir folgendes hinzufügen wollen: Am 20. Februar hielt Obst mit seiner Droschte I. Klasse ruhig auf dem Halteplay, als plöglich ein Gespann prächtiger Pferde angeraft tam, hinter sich her den Vordertheil einer Equipage schleifend. Die Pferde, die nur aus dem Stalle eines reichen Mannes stammen fonnten, waren offenbar durchgegangen und das Gefährt war bereits zertrümmert. Um weiteres, unabsehbares Unglück zu verhindern, sprang Obst den rasenden Thieren entgegen und fiel ihnen in die Zügel. Mit seiner Pferdedecke, die er einem der Pferde über Polizeibericht. Am 7. d. M., Nachmittags, wurde in der die Augen warf, brachte er dieses zum Stehen, während es ihm gelang, Schendelgasse ein Kind durch einen Müllwagen überfahren und am Unterschenkel erheblich verlegt. das audere durch einen gleichzeitigen Ruck in die Zügel zu Boden zu rieth Abends ein Mann unter die Räder eines Geschäftswagens In der Koppenstraße ge reißen. Leider aber mußte er die brave That theuer bezahlen; und erlitt eine bedeutende Verlegung des Ellenbogengelentes. denn bei seinen von Erfolg gekrönten Bemühungen konnte er natürlich nicht an sich denken, und so kam es, daß er so unglück. In der Nacht zum 8. d. M. sprang ein Mädchen von der lich vor die Deichfelstange gerissen wurde, daß diese ihm buch- Luiſenbrücke in den Luisenstädtischen Kanal. Es wurde, anstäblich die linke Schädeldecke abstieß. Echwer verlegt, außerdem scheinend ohne Schaden genommen zu haben, nach dem Krankenauch noch durch einen Armbruch, blieb der Brave auf dem hause gebracht. Im Laufe des Tages fanden drei kleine Schauplaße seiner muthigen That bewußtlos liegen und wurde Brände statt. in das obengenannte Elisabeth Krankenhaus geschafft. Sechs Witterungsübersicht vom S. November 1894. Wochen schwebte er dort zwischen Tod und Leben, und nur der Kunst und aufopfernden Pflege des Professors Dr. Rinne gelang das fast Unglaubliche, den Mann dem Tode zu entreißen. Als er aber wieder hergestellt war, da war er ein Stationen. Krüppel. Die furchtbare Verlegung des Kopfes und Gehirns hat nicht nur seine Erblindung auf dem linken Auge zur Folge gehabt, sondern auch Gehör und Geruch vernichtet, ja sogar den Gebrauch der Zähne auf der linken Seite unmöglich gemacht. Swinemünde So ist der Mann als Opfer seiner edlen That erwerbsunfähig Hamburg geworden. Und eine edle That war es; denn welches Unglück Berlin die führerlos dahinrasenden Thiere noch hätten anrichten fönnen, Wiesbaden. wenn sie nicht aufgehalten worden wären, läßt sich eben garnicht München absehen. Für allen diesen Schaden aber hätte selbstverständlich Wien der Besitzer des Gespaunes auftommen müssen. Diese Erwägung Haparanda hatte denn wohl auch. letteren, den Bankier Saloschin, Petersburg Thiergartenstr. 20( Stomptoir Behrenstr. 55) be- Cort. wogen, sich um das Geschick der plöglich ihres Ernährers be- Aberdeen raubten Familie Obst zu kümmern und ihr während der schweren Paris Krankheit des durch seine Pferde zum Tode verlegten Familienhauptes einige Unterstügung zukommen zu lassen, die sie über Briefkasten der Redaktion. Wasser hielt. Nun, Herrn Saloschin wird das nicht schwer; wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 8wei Buchstaben oder eine Sahl) denn er ist ein mehrfacher Millionär, hat einen Stall voll edler anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Pferde und kann wohl einmal 200 M. soviel betrug die der An die Redaktion eines hiesigen Blattes. Werther" Familie Obst gewährte Unterstüßung ungefähr ausgeben, um Kollege! Wir sind genau so schweigfam, als das Intereffe unserer einer Pflicht zu genügen, ohne erst den Klageweg abzuwarten. Partei es erheischt. Hätten Sie den Vorwärts" genauer verfolgt, Weiter wurde dem Verunglückten nach der„ St. 3tg." bas so würden Sie schon mehrere Andeutungen gefunden haben, Versprechen gemacht, daß er 1500 M. zur Begründung eines Geschäfts vorgest redt erhalten solle. Wie der reiche jüdische Schwurgerichts- Berhandlung gegen Die Anarchisten im Polizeistaat Preußen. Zu der aus denen erhellt, daß wir mit Indiskretionen aus politisch wie sozial uns fernstehenden Kreisen bedacht worden sind. Und mit die beiden Anarchisten Bantier sein Versprechen nach langen Blackereien gehalten hat, ch ä we und Dräger weiß eine Gerichtskorrespondenz noch einiger Welterfahrung hätten Sie dann sich ungefähr einen Vers Darüber berichtet das Blatt folgendes: Großmüthig greift er in zu berichten, daß einen Augenblick in Aussicht genommen war, die Tasche, holt einen Hundertmarkschein heraus, reicht ihn dem die Verhandlung gegen Dräger zu vertagen. Der Schlag, bant sollte den Spartassen entnommen werden, natürlich gegen A. D. Der Fonds für die französische Landwirthschaftsarmen Teufel und mit unnachahmlicher Handbewegung entläßt er den dieser dem Schuhmann Finke über den Kopf gegeben, habe die üblichen Zinsen. Die Bant selber sollte den Grundbesitzern ihn mit den Worten:" Ich wünsche nun aber nicht wieder so böse Folgen gehabt, daß der Gerichtshof die Frage erörtert das Geld zu 2 pet. ausleihen. Es sollte dies eine Unterstützung von Ahnen belästigt au ſein!" Stumm wendet sich habe, ob dauerndes Siechthum als vorliegend anzunehmen sei. der Landwirthschaft sein; und für etwaige Verluste sollte die der Mlann; der Hundertmartschein brennt ihn in der Hand; Staatsanwalt Dr. Benedig beantragte, nach dieser Richtung Bant sich schablos halten auch noch Geschäfte machen- mit aber was will er machen? Er muß ihn nehmen! Und so wanti bin noch weitere Ermittelungen anzustellen. Der Gerichtshof dem Geld der Sparkasse, er heim, um eine Hoffnung ärmer. Hinter ihm aber schließt sich verzichtete aber auf eine Vertagung, weil der anwesende Sachdröhnend die Pforte der Villa des reichen, jüdischen Bantiers verständige befundete, daß in dieser Beziehung zur Zeit noch gar Saloschin für immer. Das war im September dieses Jahres. fein endgiltiges Urtheil abgegeben werden könne. In der VerSeitdem hat die Familie Obst nichts wieder von Herrn Salofchin handlung sollen Biele, Agitation und Organisation der Angehört. Der Winter naht. Wie lange können die so gütig ge- archisten den Geschworenen in einem anschaulichen Bilde Für die ausgesperrten Brauerei Arbeiter gingen ferner spendeten 100 M. reichen? Und was dann? vorgeführt worden sein man denke, vom Staatsanwalt ein: Von Bruschte's Geburtstag durch Wundtke 1,75. Das Rowdythum unter den sogenannten Gebildeten Benedix! und die beiden Angeklagten sich offen als Stat Wollinerstraße 13 1,25. Verband aller in dem Handelsentfaltet immer herrlichere Blüthen. Erst gestern fonnten wir Anarchisten bekannt haben. Auf dem Gerichtstische waren und Transportgewerbe beschäftigten Arbeiter. Geselliger Abend von der Großthat eines akademischen Strolche berichten und die bei Schäwe vorgefundenen Drähte, Säuren und die beiden bei Bolzmann Stiefelauftion 21,45. Bolzmann B, Ueber heute wird uns, gleich andern Blättern, folgende Mittheilung„ Bomben" aufgestapelt, welche es der Polizei(!) durchaus schuß von ringfreiem Bier, Spandauerstraße 30 II, Hof, zugeftellt: wahrscheinlich gemacht haben, daß Schäwe damit sich be- 16. Woche 4,10. Statbrüder von Haeger, Marmorwaarenfabrik Allgemeine Verurtheilung findet in ärztlichen Kreisen ein schäftigte, als Mitglied der anarchistischen Gruppe der„ Gr- 1,70. Arbeiter der Möbelfabrik Menjler und Mohrmann, Borfall, welcher einen hiesigen praktischen Arzt genöthigt hat, propriateure" die Propaganda der That in die Erscheinung Köpenickerstr. 144a, 3,15 Ges. beim Bergnügen des Gesangeinen Kandidaten der Medizin der Staatsanwaltschaft zu übertreten zu lassen. Die Geschworenen sollen sich durch den Augen- des Genossen Rockerig( Amerit. Auftion) 3,-. Von Anonymus vereins Immergrün in Tegel 4,-, Bei der Geburtstagsfeier geben. Vor längerer Zeit bereits hatte die Aerztekammer den schein überzeugt haben, daß die beiden vorgefundenen nicht geladenen Beschluß gefaßt, daß Studenten als Vertreter von Aerzten Sprenggeschoffe von einem Kaliber waren, welches dasjenige der 10,- Werkstatt Jungnickel, Langeftr. 109 1,73. Sozialdemo= nicht zu Batienten gefandt werden dürfen. Diese Vorschrift zu Aschbechern, Briefbeschwerern und Spielereien benugten Geschosse tratischer Verein in Barmen 50,- Malerwerkstatt Storm wurde jedoch von einem Arzte im Schönhauser Biertel über bei weitem übertraf. Staatsanwalt Dr. Benedix soll sich auch u. Rosenberg, Charlottenburg 8,43. Gewerkschafts- Kartell treten, welcher vor einigen Tagen, wie übrigens schon früher in noch die Mühe gegeben haben, den Geschworenen vorzuführen, Haynau in Schlesien Schlesien durch Dölle 20,-. Für einen anderen Fällen, einen Studenten, Cand. med. J. an das Kranken- daß es nicht etwa bloßer Zufall sei, daß der Angeklagte Schäwe Bortrag des Gen. Wagner in Novawes 3,- Wagner lager eines 79 jährigen Mannes in der Alten Schönhauserstraße eine Schußwaffe bei sich trug, sondern daß vielmehr durch die gesammelt im Pschorr 3,-. Arbeiter b. Herm. Schecke, Prinzensandte. Hier traf den jungen Studenten der Hausarzt des Er anarchistischen Organe den Anarchisten nahe gelegt werde, folche Straße 34 2,50. Von den unreifen und verführten Korbmachern trantten, Herr Dr. med. J., welcher den sehr jungen Herrn frug, Waffen bei sich zu tragen, um sich in der Stunde der Gefahr Ritterstr. 86, 2. Rate 10,-. Bierprozente von den Steindruckern ob er approbirter Arzt sei. Der Letztere verweigerte Auskunft, und zur Wehre sehen zu können. In den furzen Urtheilsgründen Staligerstraße, 5. Rate 3, Von den Möbelpolirern und damit schien der Vorfall erledigt.- 3wei Tage später erschien ist auf die Eigenschaft der Angeklagten als Anarchisten nicht zwei Tischlern der Equig'schen Möbelfabrik, Frankfurterstraße, der Student in der Wohnung des Dr. J. und unterbreitete dem weiter Bezug genommen worden. Der Gerichtshof hat, 9. Rate 4,-. Stattlub Revolution" 6,-. Bei dem Vergnügen Arzte ein Schriftstück zur Unterschrift, in welchem der genannte wie der Vorsitzende ausführte, erwogen, daß Gesez des Fachvereins d. Klempner, amerik. Auft. einer tl. Weißen 6,50. Herr bestätigen sollte, daß er gemein und brotneidisch" und Ordnung im Staate aufrecht erhalten werden Mannheimer Bildhauerverein 10,-. Bildhauer, Andreasstr. 3,50. sei. Herr Dr. J. hatte faum den Anfang des Schreibens gelesen, müssen." Die Angeklagten haben sich offen aufgelehnt Spandauer Grüne Jungens, XII. Rate( daruntergrother Milchals ihm der Studiofus mit der geballten Faust hinterrücks gegen das Gefeß und die Autorität unter Anwendung von mann 1 M., Blauer Schuster 1 M., dessen Freund 1. M.) 25, mehrere wuchtige Siebe über den Kopf versetzte, so daß der An- Gewalt mißachtet, nach Ansicht des Gerichtshofes feien fie aller- Luxuspapierfabrik Brinzessinnenstr.J15, 4,50. Bodenleger und Eingegriffene fast die Besinnung verlor. Er ermannte sich jedoch dings in ihrem Kampfe gegen Gesetz und Autorität mehr die feyer von Bendix Söhne 4, Wahlverein Charlottenburg 50, und mußte den Kandidaten der Medizin gewaltsam zur Thür Verführten als die Verführer." Bei der Strafabmessung habe Metallarbeiter Krankenkasse, Fil. 8 5,- Geburtagsfeier des hinausbringen. Der Student, welcher der Staatsanwaltschaft der Gerichtshof erwogen, daß der Angell. Schä we versucht Fabrikanten D. Waber bei Heckelmann, Amerit. Auktion 6,50. wegen Mißbandlung und Hausfriedensbruch übergeben worden habe, drei Menschen zu erschießen. Wäre ihm dies gelungen, so Weißgerber Megingen durch Millarg 8,50. Stereotypeure ist, entschuldigte den Ueberfall damit, daß er Angehöriger einer würde ihm lebenslängliches Zuchthaus beschieden sein, der GeBerlins 20,-. Verbindung sei und aus diesem Grunde(!!) seine durch den richtshof habe daher geglaubt, den Versuch mit 10 Jahren ZuchtSumma 308,58 M. Bereits quittirt 15 973,41 m.; in Arzt beleidigte Ehre rächen mußte. haus ahnden zu müffen. Die wegen der sonstigen Strafthaten Summa 16 281,99 M. dem Schäwe auferlegten Gefängnißftrafen( welche?) find in noch Richard F., Wien. M. R., Soz. Theaterstücke foftet 2 Jahre Zuchthaus umgewandelt worden. Bei Dräger ist er 80 Pf. P. Lafargue, Kommunismus und Rapitalismus 20 Pf. wogen, daß er den Angell. Schäwe nach Kräften zu jenem. B. G. u. St. führen wir nicht. Stern, Freidenkerthum Grzeß aufgereizt habe". ist vergriffen. Wie wäre es, wenn die Regierung, die ja forsch im Aus arbeiten von Spezialgefeßen gegen soziale Mißstände ist, dem nächst dem Reichstage wieder eine befondere lex Heinze mit Lattenarrest zc. vorlegte und diesen Entwurf mit dem Ueber. Große öffentliche Versammlung der Lohgerber, Lederzurichter und Lohgerberei- Hilfsarbeiter am Sonntag, den 11. November, Nachm. 2 Uhr, bei Herrn Feind, Weinstr. 11. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Hoffmann. 2. Distuffion. 3. Verschiedenes. Die Kollegen werden ersucht, recht zahlreich mit ihren Frauen zu erscheinen. Der Einberufer. 166/5 Die Fabrit von Cohn u. Friedmachen können. K. H. Th. Zenter, Hutgeschäft, Kaiserstraße.cat Briefkaffen der Expedition. ( Filiale Berlin). Vom Karton Arbeiterinnen! Allgem. Verein der Töpfer u. Berufsg. Deutschl. tänder, Stralauerstr. 58, ist wegen der vorgekommenen Angriffe auf die Sitt. Sonntag, 11. Nov., Vorm. 10 Uhr, in Röllig's Saal, Mitglieder- Versammlung. lichkeit gesperrt. Ein gut gehendes Kolportagegefchäft Neue Friedrichstr. 44: Zages Ordnung: nebst Buchbinderei ist billig zu ver- 1. Abrechnung vom 8. Quartal 1894. 2. Ergänzungswahl des Zentraltaufen. Offerten unter G. B. nimmt vorstandes. 8. Bereinsangelegenheiten. die Expedition entgegen. Der Vorstand. 864b Für den Inhalt der Jnierate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, 9. November. Opernhaus. 8. Symphonie- Abend. Schauspielhaus. Wie die Alten fungen. Leffing Theater. Madame SansGêne. Deutsches Theater. Die Kameraden. Berliner Theater. Die Karlsschüler. Schiller Theater. Die Karlsschüler. Neues Theater. Romödianten. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Jabuka.( Das Apfelfest.) Rehdenz- Theater. Der Unterpräfekt. Villa Vielliebchen. Theater Unter den Linden. Der Obersteiger. Bellealliance- Theater. KönigKrause. Central- Theater. O! diese Berliner Alexanderplay Theater. Ein Modell. Verbotene Liebe. Adolph Ernst- Theater. Der kleine Herr. Vorher: Die ewige Braut. Untional- Theater. Die Weber. Reichshallentheater. SpezialitätenVorstellung. American- Theater. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten Vorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Parodie Theater. SpezialitätenVorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Gastspiel des fliegenden SerpentinBallets, arrangirt vom Balletmeister Géza Zinner. Sensationeller Erfolg! Vorher: Die Weber. Schauspiel in 4 Aften von*** Regie: Mar Sam ft. Raffenöffnung 6/2 Uhr. Anf. 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. In Vorbereitung: Der Tod als Pathe. Ausstattungs- Komödie in 5 Akten von Ernst Bluhme mit theilweiser Benutzung einer Idee von August Blanche. Ausschant von echt Culmbacher Bier. Danksagung. Für die Theilnahme bei der Beerdigung meines Bruders, des Bildhauers Paul Haertel 8936 sage ich dem Gauverein der Bildhauer meinen herzlichsten Dank. Otto Haertel, Drechsler. Danksagung. Bekanntmachung. 26. Oftober Gemäß§ 81, Absatz 1 des Ortsstatuts vom 2. November 1892 betreffend das Gewerbegericht zu Berlin, werden die Beisiger des Gewerbegerichts mit Ausnahme derjenigen, welche im Mai d. J. ausgelooft und bei der am 26. September d. J. vollzogenen Wahl nicht wieder gewählt worden sind, zur Wahl der Mitglieder des neu zu bildenden, vom 1. Januar 1895 ab in Wirksamkeit tretenden Ausschusses für Gutachten und Anträge Bezüglich gewerblicher Fragen, zu Montag, den 26. November d. J., Abends 8 Uhr, zu Dienstag, den 27. November d. J., Abends 8 Uhr, nach dem Bürgersaale des Berlinischen Rathhauses( Gingang Königstraße) hiermit eingeladen. Für die vielen Beweise der Liebe und Achtung und die reichen Blumenspenden und zwar der Arbeitgeber bei der Beerdigung meines lieben, un vergeßlichen Mannes, ſage allen Freunden und Kolleginnen des deutschen Schneider und Schneiderinnen- Verbandes, den Genossen des 3. Berliner Reichstagswahlfreises, als auch den Sängern meinen 888b aufrichtigsten Dant. Wwe. M. Schulze, nebst Kindern. Warne Jeden, m. Sohn A. Gärtner da ich für nichts aufkomme. 8816 W. Gärtner, Waldstr. 48. Adolph Ernst- Theater auf meinen Namen etwas zu borgen, Zum 6. Male: Der kleine Herr. Schwank in 3 Atten v. Arthur Law. Vorher: Zum 6. Male: Die ewige Braut. Liederspiel mit Tanz in 1 Akt von W. Mannstädt und J. Kren. In Scene gesetzt von Ad. Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Diefelbe Vorstellung. Central- Theater Alte Jakobstraße Nr. 30. Direktion: Richard Schulz. Emil Thomas a. 6. Neue freie Volksbühne Anna Bäders. Josefine Dora. im Central- Theater, Alte Jakobstr. 80. Sonntag, 11. Nov., 11. Abth., 21/2 Uhr: Einfame Menschen von Gerhart Hauptmann. 206/7 Zum 69. Male:" 0! diese Berliner! O! Große Posse mit Gesang und Tanz in Dienstag, 20. November, 8/2 Uhr: 6 Bildern nach Salingre's Reise durch Konzert in Nieft's Konzertsaal. Eintritt 20 und 30 Pf. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Wallner- Theaterstrasse. Freitag, den 9. November, Abends 8 Uhr: Die Karlsschüler. Sonnabend, 10. November, Nachm. 3 Uhr: Schüler Vorstellung. Räuber. Abends 8 Uhr: Die Karlsschüler. Die Sonntag, den 11. November, Nachmittags 3 Uhr: Die Karlsschüles. Abends 8 Uhr: Der Veilchenfresser. Schiller Theater. ( Wallner Theater.) Eröffnung der neuen Abonnements. Nachdem die Erneuerung der bisherigen Abonnements für alle früheren Abonnenten durchgeführt ist, eröffnen wir die Ausgabe neuer Abonnements. Die Abonnementshefte, die wir für Die Beleidigung gegen Fräulein Bertha Opih nehme ich zurück. 898b Elise Banspach. Rohtabak. Grösste Auswahl. Billigste Preise. Formen, Bockfaçon, wieder vorräthig. Heinrich Franck, Brunnenr. 185, Für unr 5 M. 30 Pf. mit Porto u. Verpackung vers. ich einen hochf. Harzer Kanarienroller 50 Bf. Umtausch geft. Betrag ev. zurück. v. Dezember ab 6 M. 30, Weibchen jetzt L. G. Müller, Vogelzüchterei, Nordhausen a H. stets Zu wählen sind 10 Arbeitgeber und 10 Arbeitnehmer. Berlin, den 3. November 1894. Gewerbegericht zu Berlin. gez. von Schulz, Borsigender des Ausschusses. Deutscher Holzarbeiter- Verband Zahlstelle Berlin. Bezirks- Versammlungen: Westen. Sonntag, 11. November, Borm. 111/2 Uhr, in Schöneberg, bei Kehner, Grunewaldstr. 110. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Hansen. 2. Diskussion. 3. Werkstattangelegenheiten und Verschiedenes. Hierzu sind die Kollegen der Werk statt von Bischof in Wilmersdorf besonders eingeladen. Norden. Montag, 12. November, Abends 812 Uhr, im Kalberger Salan, Kolbergerstr. 28. Tagesordnung: 1. Vortrag des Kollegen Schöpflin. 2. Diskussion. 3. Werkstattangelegenheiten und Verschiedenes. Hierzu sind die Kollegen der Werkstätten von Pintschke, Adolfstr. 12, Ebert, Scharnhorststr. 17, Arnold, Neue Hochstr. 11 und Kinow, Wollinerstr. 27a, besonders eingeladen. Vertrauensmänner- Versammlung: Mittwoch, 14. Nov., Ab. 8½ Uhr, im Kolberger Salon, Kolbergerstr. 28. Nichtmitglieder haben Zutritt. Um zahlreichen Besuch ersucht Die Ortsverwaltung. 142) 20 Angelauft werden feta jede Freie Vereinig. der Bauarbeiter Berlins. Berlin von Julius Freund. Musik von Jul. Einodshofer. Anzahl weißer Mäuse, TanzKaffeneröffnung 6½ Uhr. mäuse, Meerschweinchen, Lachtauben, Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Eichhörnchen, Kanarienvögel, Tauben. Morgen und folgende Tage: 0, diele Berliner! Alcazar Variété- und Spezialitäten- Theater. Dresdenerstr. 52/53( City- Passage). Vornehmster Familienaufenthalt. Senfationeller Erfolg!!! Pusebach auf Korea. The 3 Brothers Nighton. Freitag, den 9. November: Benefiz für David Waschinsky. Spreenixen. Entree 30 Pf. Anfang 71/2 Uhr. R. Winkler. das II. Quartal ausgeben, enthalten Passage- Panopticum. 7 Eintrittskarten, giltig für einen bestimmten Wochentag in 14tägigem Zurnus. Jeder Abonnent hat Anspruch auf 7 verschiedene Vorstellungen. Das II. Quartal umfaßt 7 Vorstellungen: 1. Die Karlsschüler. 2. Des Meeres und der Liebe Wellen. 3. Talmi. 4. Die Stützen der Gesellschaft. 5. Krieg im Frieden. 6. Prinz von Homburg. 7. Clavigo. Karten zur Bestellung der Abonneaußer bei dem Pförtner ments find des Schiller- Theaters bei den folgen. den Ausgabestellen zu haben: B. Behrs, Buchhandlung, Unter den Linden 47. Haase u. Mues, Buchhandlung, Potsdamerstr. 116a. 51 wilde Weiber aus Dahomey. Die Herenschaukel, neueste Illusion. Sonntag, den 11. November, Vormittags 11 Uhr, Redtmnnn, Madaistr. 2, am Schlesischen im Lokal des Herrn Schneider, Belforterstraße Nr. 15: Mitglieder- Derlammlung. Bahnhof. 844b Meyer's u. Brockhaus' Lexikon, sowie andere bessere Werke kauft Hannemann, Kochstr. 56. 198M Fernsprecher IV, 895. 5000 DamenWinter- Jaquets eigener Fabrik, neueste Façons, enorm billig. Stoff- Jaquets ſehr chicke Façons in den neuesten Farben und Stoffen, 9 m., 10 M., 12 M., 15 M. Curl, Cheviot, Diagonal u. Ratiné- Jaquets in allen neuen Farben u. schwarz 10, 12, 15, 18 Mk. Plüsch- Jaquets in nur neuen Façons 25, 30, 35, 40 Mark. 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Stuckateure! 186/8 Sonntag, 11. d. M., Vorm. 10 Uhr, in Deigmüller's Saal, Alte Jakobstr. 48a: Oeffentl. Versammlung. Tages Ordnung: 1. Die schädliche Einwirkung der offenen Roatsfeuer auf die Gefundheit der Arbeiter.( Referent: Stadtv. Dr. Zadek.) 2. Berichterstattung der Ber trauensleute. 3. Verschiedenes. Achtung! Kollegen, seid auf dem Posten! Die Vertrauenslente. 8876 Achtung! Charlottenburg und Umgegend. Große öffentliche Versammlung fämmtlicher Zimmerlente Sonntag, den 11. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, im Lokal des Herrn Krause, Bismarckstraße 74. Tagesordnung: Vortrag über Zweck und Nußen der Gewerkschaftsbewegung. 2. Diskussion. 8. Wahl eines Delegirten zum Gewerkschaftskartell. 4. Verschiedenes. 896b SE E AF Das Erscheinen eines jeden Bimmerers ist nothwendig. KinderNeuheit! Wagen, Krantenwagen Sozialist. Gratulations- Karten Korbwaaren, Holzwaaren, größtes Lager Berlins, Theilzahlung gestattet, Musterbücher gratis, empfiehlt Neuheit! in großer Auswahl. 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Neber die Lage der Braunkohlen- follten, befominen jest 78 Gulben, das Wittwengeld ist gar auf gefunden. Der Beschuldigte gab den Sachverhalt zu. Der Staats Arbeiter im Falkenan- Elbogener regelmäßig gezahlten Beiträgen 150-200 Gulden jährlich erhalten gesprochenen Drohung des Angeklagten wurde die Nöthigung = Revier treten fie bis einige 26 Gulden pro Jahr gesunken. Gerichts- Beifung. " Müller dieserhalb auf sehn Tage Gefängniß. Die hiergegen Aufsicht standen widrig zugeeignet." Das Rigdorfer Schöffengericht erkannte eine Gefängnißstrafe verbüßte und deren Kinder unter seiner anwalt sprach sein Bedauern darüber aus, daß der Betrogene der Unter dem Titel„ Wohlfahrts- Einrichtungen" erwähnt der Be- Angeklagte sei, während diejenigen Personen, durch deren Machenricht einiger Konsumvereine und der erhebenden Thatsache, daß schaften er um seinen sauer erworbenen Verdienst gekommen sei, auf einem Werke eine Sparkasse besteht, und daß das Werk seinen frei ausgingen. Das Verfahren des Angeklagten sei aber zweifellos liegt ebenfalls ein Bericht des österreichischen Ackerbauministeriums sparenden Arbeitern ein für allemal eine Einlage von 5 Gulden ein widerrec tliches und kennzeichne sich als nöthigung. Der Staatsvor. Auch hier mußte es erst zu einer Schießerei kommen, deren und am Schlusse jedes Jahres einen Zuschuß von 3 Gulden anwalt beantragte unter Zubilligung von mildernden Umständen Resultat ein Dußend Todte und Verwundete war, ehe man an gnädiglichst gewährt. eine Gefängnißstrafe von einem Monate. Der Vertheidiger, eine Untersuchung auch nur dachte. Hat sich nun der nach Nord- Ueber die Behandlung der Arbeiter von seiten der Beamten Rechtsanwalt Schodcziesner, plädirte für Freisprechung, indem mähren gesandte Beamte der Wiener Berghauptmannschaft erfahren wir so gut wie nichts. Die Arbeiter eines Werkes er ausführte, daß eine Drohung nur gegen den Zeugen Guttschon seine Arbeit nicht allzu schwer gemacht, so ist der beschwerten sich, daß der Werksarzt bei der Bestätigung der mann und dessen Leute ausgesprochen sei. Keine dieser Personen Prager Bergbau- Beamte, welcher die Untersuchung in Falkenau Krankenzettel immer den ersten oder letzten Tag der Krankheit sei aber als berechtigt anzusehen, das Fortnehmen der Fenster vornahm, noch summarischer verfahren. Das zeigt schon ein Blick nicht in Anrechnung bringe, und ein einzelner Arbeiter beklagte und Thüren zu untersagen, da Fischer der eingetragene Eigenauf den äußeren Umfang der Berichte. Während der Osirauer sich über das von einem Steiger praktizirte Trucksystem. Die thümer war. wenigstens noch 40 Seiten umfaßt, hat es der Falkenauer Bericht Arbeiter von zehn Werken fonstatirten, daß nach dem Der Gerichtshof schloß sich dieser Ausführung an und fällte nicht ganz auf 13 Druckseiten gebracht. Aber eins muß man dem Streit all ihre Wortführer und Vertrauensmänner ent- deshalb ein freisprechendes Urtheil. Prager Beamten lassen, er hat mehr Mittel versucht, sich über lassen wurden. Diese hätten dadurch meist auch ihre Bruder die wirkliche Lage der Falkenauer Kohlenarbeiter zu informiren, als laden- Ansprüche verloren. Das beliebte Verfahren werde die Die bisher noch unaufgeklärte Vergiftungsgeschichte sein Wiener Kollege. Die Untersuchung im Falfenau- Elbogener Folge haben, daß sich in Zukunft tein Arbeiter mehr dazu herbei eines vierzehnjährigen Mädchens aus Rixdorf wurde durch eine Revier gestaltete sich folgendermaßen. Zunächst wurden die lassen werde, den Wünschen und Beschwerden seiner Kameraden vor der II. Strafkammer des Landgerichts II ftattgehabte Werksleitungen befragt, dann wurde diesen aufgegeben, die Ausdruck zu geben. Verhandlung berührt. Wegen wiederholten Sittlichkeitsjenigen Arbeiter auszuwählen, welche während des Etreits als Die vom österreichischen Ackerbauministerium angestellten Unter- verbrechens mußte sich der Mühlenbauer und Arbeiter Führer oder Sprecher aufgetreten, oder falls diese nicht mehr suchungen werden für die Bergarbeiter keine günstigen Folgen haben. Ernst Samuel Jandke. geb. am 9. September 1844 in am Werke bedienstet sein sollten, jene Arbeiter zur Einvernahme Sie wurden ja nur vorgenommen, damit es aussähe, als wollte man Großenhain vor dem genannten Gerichtshof verantworten. zu entfenden, welche auf ihre Kameraden zur Zeit den größten etwas thun. Außerdem liegen die Unternehmerinteressen, welche hier In der unter Ausschluß der Deffentlichkeit verhandelten AnklageEinfluß haben." Dieses Vorgehen des Untersuchenden, das den in Frage kommen, der Regierung ganz besonders am Herzen. fache fungirten als Beuginnen die Wittwe Müller aus der BergUnternehmern nahe legt, sich selbst in's eigene Fleisch zu In Ostrau ist es die Großfinanz und der Hochadel mit einem straße zu Rixdorf und ferner deren Töchter, die 12jährige Adelschneiden, zeigt, milde ausgedrückt, von einer großen Portion Erzherzog an der Spize, in Falfenau sind es die Grundstüßen heid, sowie die 14jährige Klara Müller. Mit der letzteren hat Naivetät. Nun, es wurden also im Ganzen 94 Arbeiter der liberalen Partei, gegen die vorgegangen werden müßte. Nun, es nun eine eigene Bewandtniß. Beim Aufruf der Zeugen vernommen. Da von ihnen teine so gewichtigen Be- von dem guten Willen der Regierung hat der österreichische Berg- theilte die Wittwe Müller dem Herrn Vorsitzenden mit, daß ihre schwerden vorgebracht wurden", gewann der berghauptmann arbeiter nichts hoffen. Retten kann ihn nur der innere straffere Tochter Klara am 25. Oktober d. J. in der Glasowstraße verschaftliche Abgeordnete den Eindruck, als ob die Arbeiter aus Ausbau seiner Organisation und der Anschluß an die Sozial- giftet aufgefunden und alsbald verstorben sei. Das Mädchen habe Furcht vor Entlassung mit ihren Aussagen zurückhielten. Und demokratie. Strychnin zu diesem Zwecke benutt. Vom Vorsitzenden, Landda verfiel er auf eine rettende Idee; er ließ bekannt gerichts Direttor Renckhoff, wurde die Zengin befragt, wie die machen, daß er an einem Sonntage zwei Stunden Klara Müller zu dem Gift gekommen sei und welcher Beweg beim Revierbergamte in Falkenau, zwei Stunden beim grund für diese traurige That vorläge. Die Wittwe Müller er Revierbergamte in Elbogen für die Arbeiter zu sprechen flärte, hierüber nichts zu wissen, da die Tochter nur einigen sei und Beschwerden, auch von den Entlassenen, entgegennehme. Ihr laßt den Armen schuldig werden." Im Haushalt ihrer Spielgenossinnen vorher mitgetheilt habe, daß sie sich verDas war jedenfalls gut gemeint, aber der Herr übersah, daß es des Tischlers F. zu Rixdorf war das bitterste Elend eingezogen. giften werde. Die Zeugin Müller gab zu, daß sie mit dem Anfür die Unternehmer ein Leichtes war, die in zwei kleinen Er lag auf dem Krantenbett und Frau und 4 Kinder hungerten. geklagten Jandke früher im Konkubinat gelebt und daß Jandke, Nestern gelegenen Revierbergämter überwachen und jede Be- Die Frau hatte, um der Noth zu steuern, sich bei der Konfektions- der seit fünf Wochen in Untersuchungshaft sich befindet, sie habe schwerde so ziemlich verhindern zu lassen. Es meldeten sich denn firma Martin u. Flatow, Spandauerstr. 49, als Näherin heirathen wollen. In einem früheren vertagten Termin in auch nur einige Entlassene, und diese hatten nur den einen engagiren laffen. Sie erhielt Auftrag, Knabenanzüge für den der Sache kontra Jandke hat die Müller und zwar längere Wunsch, wieder Arbeit zu bekommen. vereinbarten Preis von 6,60 M. pro Tugend zu liefern. Als Zeit vor der Vergiftung des Mädchens erzählt, daß letzteres den So tam der Untersuchende zum Schlusse,„ daß entweder die Frau einen Theil der fertigen Arbeit ablieferte, wurde die Angeklagten zu Unrecht beschuldige, fie, die Frau, wolle den Anbei den in die Erhebungen einbezogenen Werken thatsächlich selbe bemängelt und zur Abänderung zurückgegeben statt geklagten heirathen und müsse ihn heirathen, damit die Kinder feine größeren Uebelstände bestehen, oder daß die Arbeiter des sehnlichst erwarteten Arbeitslohnes. Dadurch ward die einen Vater hätten; die Klara jedoch könne den Jandke nicht durch die anläßlich des Streits erfolgte Entlassung und Nicht: Noth im Hause größer. Frau F. ließ sich zu einer leiden, weil er strenge sei und aus diesem Grunde habe das unter Den obwaltenden Umständen wohl wiederaufnahme von 300 bis 400 Mann derart eingeschüchtert erklärlichen, Mädchen die Beschuldigung gegen den Mann erhoben, es sei ihr find, daß sie es aus Furcht vor einem gleichen Schicksal garnicht Selbsthilfe verleiten. Die Kinder schrieen nach Brot, als die jezt aber schon leid. Den fie umringenden Personen erzählte wagen, ihren Beschwerden Ausdruck zu geben." Es ist für einen Bfandleiher und verfekte die angefertigten Knaben- Anzüge. Die zimmer, daß man in Rigdorf fie für den Tob ber Tochter ver Frau ohne Geld vom Geschäft heimkehrte und sie ging zum die Wittwe Müller gestern auf dem Korridor vor dem SigungsBerständigen wohl nicht zweifelhaft, welcher von beiden Gründen Inhaber der genannten Firma Fellten daraufhin gegen die F., antwortlich mache, indessen geschehe ihr damit Unrecht. In der wahre ist. Im Falfenau Elbogener Becken wird nur Braun- trotzdem dieselbe später Schadensersatz leistete, den Strafantrag der Sache selbst erachtete die Straftammer den Angeklagten fohle Da gegraben. die Flöße in Flöße im im allgemeinen nicht wegen Unterschlagung und dem Gefeße mußte Genüge geschehen, and fe für überführt, der Zeit vom 1. März denn Frau F. hatte fremde ihr anvertraute Sachen sich rechts- bis 1. August dieses Jahres tief liegen ftellenweiſe während die Meter an die Erdoberfläche, und die Kohlengewinnung erfolgt durch Tagbau Die hiergegen Aufsicht standen sich in vier Einzelfällen des Verbrechens die Aufschließung also verhältnißmäßig wenig Kosten erfordert, so haben sich in diesem Gebiete eine ganze Reihe eingelegte Berujung blieb nicht ohne Erfolg. Vor der 3. Straf gegen§ 176 Abs. 2 R- Str.- G.- B. schuldig gemacht zu haben. mittlerer und Kleiner Unternehmungen erhalten; die Kon- fammer des Landgerichts II schilderte die angeklagte Frau ihre Noth zentration des Kapitals und der Betriebe ist hier weniger lage zur Zeit der That. Es sei im harten Winter geschehen und vorgeschritten als in anderen Kohlengebieten. Das größte das Jammern ihrer frierenden und hungernden vier Kinder Unternehmen, die Aktiengesellschaft vormals J. D. Stard hätte sie zu jener Verzweiflungsthat getrieben. Die Straffammer bringt es nicht auf eine Förderung über 3 Millionen Meter- trug diesem Umstand Rechnung und setzte die erſterkannte Strafe zentner. Die Gesammtproduktion betrug 1893 im Falfenauer auf nur fünf Tage Gefängniß herab. Der Makel der Unehrlichkeit bleibt aber auf der von der Daß die nach Berlin eingeführte Thüringer Wurst Revier rund 111/2 Millionen Meterzentner, im Elbogener 5 Millionen. Davon geht ungefähr die Hälfte als Fabrikkohle Firma Martin u. Flatow mit den elendesten Hungerlöhnen ab- in den meisten Fällen gefärbt ist, ging aus zwei Verhand= nach Sachsen und Bayern, als Gaskohle nach Bayern, Württem- gespeisten Frau siten. So will es die Justiz unter der heutigen Lungen hervor, welche gestern vor der 129. Abtheilung des Schöffengerichts stattfanden. Zunächst hatte sich der Kolonial. berg und- Italien. In den 57 im Jahre 1893 in Betrieb stehen- fapitalistischen Weltordnung. waarenhändler Gibblum wegen Vergehens gegen das den Unternehmungen waren insgesammt 4902 Arbeiter beschäftigt, Vom Bauschwindel. Der Echlossermeister Hermann Fei Nahrungsmittelgesetz zu verantworten. Er hatte Thüringer davon 193 Frauen und 109 jugendliche Arbeiter. bicke hatte sich gestern vor der 1. Straffammer am Landgericht I Wurst verkauft, welche nach dem Gutachten des Gerichtschemikers Die Schichtdauer ist im Faltenauer Revier durchwegs, im wegen Nöthigung zu verantworten. Der Angeklagte hatte im Dr. Bischoff mit sogenanntem Cannin- Surrogat gefärbt war. Elbogener Revier vorwiegend eine zwölfftündige, mit zehn verflossenen Sommer die Schlosserarbeiten für den Neubau Die Farbe sei zwar unschädlich, es liege aber immerhin eine stündiger Arbeitszeit. Doch kommen auch längere Arbeitszeiten Graudenzerstr. 5/6 geliefert. In der Verhandlung wurden die Täuschung des Publikums vor, denn durch die künstlich erwirkte vor. Der Untersuchende wurde von den Arbeitern darauf auf Berhältnisse dieses Baues folgendermaßen flargelegt: Der Geld lebhaftere Färbung werde der Glaube erweckt, daß es sich um merksam gemacht, daß die Ausförderung der Arbeiter geber war der Kaufmann Louis Levin, der wieder in der Person besonders frische Wurst handle. Auch in der folgenden Verhandlung weit in Die Dreizehnte Stunde hinein dauert. Des Kaufmanns Adolf Guttmann einen Generalbevollmächtigten gab der Angeklagte, der Kaufmann Emmerich, eine In anderen Werfen wieder sehen sich die Arbeiter, um etwas stellte, der alle Geschäfte für ihn abwickelte. Der Zimmermeister Thüringer Wurstfabrik als die Bezugsquelle an. Die Fabrik mehr zu verdienen, gezwungen, die Vor- und Nachmittagspausen Marbach war der erste Bar herr, dieser fonnte aber nicht hatte sich damit entschuldigt, daß ihr Berliner Agent ausdrücklich nicht einzuhalten, fie effen ein Stück Brot während der Arbeit. weiter, worauf der Rohrleger Fischer den Rohbau für den verlangt habe, daß die Wurst gefärbt werde, da sie sonst hier Ginzelne Arbeiter bleiben sogar nach Ablauf der Schicht weiter Preis von 270 000 M. übernahm. Fischer zahlte 500 m. baar unverkäuflich sei, weil ungefärbte Wurst nach wenigen Stunden in der Grube und rackern sich ab, weil sie von dem regelmäßigen und 5500 M. in Wechseln an. Eine Hypothet in Höhe von an den Schnittflächen erblaffe. Dr. Bischoff erklärte, daß dem Schichtlohn nicht leben können. 270 000 m. war bereits auf den Namen Levins eingetragen, Verkaufe solcher Wurst nichts entgegenstehe, wenn sie als geAls jährliche Verdienstquote entfällt nach dem Bericht für wogegen dieser sich verpflichtet hatte, ratenweise durch seinen färbte Wurst" bezeichnet werde, gerade wie Weißbier mit Wassers einen Arbeiter des Faltenauer Revieres 383 Gulden( 612 M.), Generalbevollmächtigten Guttmann Beträge bis zur genannten zusaß nur unter dieser Bezeichnung verkauft werden dürfe. Der für einen Arbeiter des Elbogener Reviers 407 Gulden( 651 M.). Höhe dem Bauherrn auszuzahlen. Fischer's Stellung als Bau- Gerichtshof hielt nur eine Fahrlässigkeit vorliegend und erkannte In Wahrheit stellt sich aber die Summe noch niedriger; die herr dauerte nur wenige Wochen. Ein früherer Gläubiger von in jedem Falle auf eine Geldstrafe von 10 M. Steiger zählen schon unter die Beamten, trotzdem sind hier ihre ihm hatte bei Lewin auf einen Posten von 2000 M. Beschlag geLöhne unter die der Arbeiter gerechnet. Im Falkenauer Revier be- legt. Als Fischer diese Summe wider Erwarten nicht er- Die Verhandlungen in dem vor dem Schwurgericht trägt der annäherungsweise berechnete tägliche Durchschnitts hielt, konnte er den Handwerkern die versprochenen Abschlags: hiesigen Landgerichts I geführten Meineidsprozeß Mary verdienst eines Häuers 1 Gulden 54 Kreuzer eines zahlungen nicht leisten. Er zog es vor, eine Zeit und Genossen zogen sich am Montag wiederum Förderers 1 Gulden 26 Kreuzer, eines männlichen Tag lang zu verschwinden. Der Bau lag wieder still, gelangte zuerst fast zur Mitternacht hin. Erst um 8 Uhr Abends wurden die arbeiters 99 Kreuzer, einer Frau 63 Kreuzer, eines unter Administration und wurde dann unter den Hammer gebracht. Beugen vereidigt und es begannen die Plaidoyers des Staat? jugendlichen Arbeiters 65 Kreuzer; für das Elbogener Revier Als Fischer seinen Verpflichtungen nicht nachkam, hatte der An- anwalts Stachow II und der Rechtsanwälte, Dr. Hartwich lauten die entsprechenden Zahlen: 1,48 fl.; 1,30 fl.; 1,7 fl.; geklagte für etwa 2000 M. Echlofferarbeiten für den Bau ge- zu gunsten des Dienstmädchens Eva Marx und Dr. Schwindt 72 Kreuzer und 76 Kreuzer. Selbstverständlich gelten diese liefert. Wie er im Termine angab, hatte er furz zuvor bei einem für die Angeklagte Frau Ripper. Gist um 114 Uhr verlas Löhne nur für die Tage, an welchen auch wirklich Schichten ver- Bau in Echöneberg 5000 m. verloren. Dieser neue Verlust der Obmann Schriftsteller Dr. Hans v. Hopfen- den fahren werden, also höchstens 28 im Monat. Aber die Arbeiter übersieg seine Kräfte. Seine Lieferanten drängten. Er meinte, Wahrspruch der Geschworenen. Durch denselben wurde die Anverdienen in vielen Fällen weniger, als hier der Durchschnitts- daß er sich entweder das Leben nehmen müsse, wie es der Maler geklagte Mary für schuldig erklärt, in zwei Fällen eine wiffents verdienst angegeben wird. Dies geht schon daraus hervor, meister Seeger gethan, oder er mußte versuchen, wieder in lich falsche eidesstattliche Versicherung abgegeben und einen daß sich eine Beche nach dem Streit herbeiließ, denjenigen den Besiz seiner Waaren zu gelangen. Er wählte das lettere. Meineid geleistet zu haben, doch bejahten die Geschworenen be= Häuern, welche in einer Schicht weniger als 1 Gulden 40 Kreuzer Am Morgen des 21. Juni, kurz nach 6 Uhr, erschien er auf züglich des Meineides den strafmildernden Umstand des verdienen, den Lohn bis zu diesen Betrag aufzubessern, und daß dem Bau und erklärte dem Wächter, daß er Thüren und Fenster, 157 Str. G. B., wonach verwirkte Die Arbeiter dies als einen Erfolg thres Borgehens betrachteten. Die mit seinen Beschlägen versehen waren, ausheben und fort: Bie, pälfte bis ein Biertel zu ermäßigem e a au! Die Auszahlung erfolgt nominell alle acht Tage, in Wirklichkeit schaffen werde. Die Beschläge werde er zu Hause ablösen und gabe der Wahrheit gegen den Betreffenden selbst eine Strafvergehen aber gewöhnlich 14 Tage, bis der Arbeiter weiß, was die Tischlerarbeiten zurückliefern. Der Wächter telephonirte verfolgung nach sich ziehen konnte. Frau Kipper wurde für er verdient hat; in der Zwischenzeit giebt es höchstens einen an den Generalbevollmächtigten Guttmann, der sich be- nichtschuldig erklärt. In Gemäßheit dieses Wahrspruches verfleinen Vorschuß. Alle oben angeführten Löhne sind Brutto- eilte, mit mehreren Personen zu erscheinen. Alle Auf- urtheilte der Gerichtshof die Angeflagte Mary zu zwei Löhne. Von ihnen werden abgezogen: die Beiträge forderungen an den Angeklagten, von seinem Thun Jahren Zuchthaus und drei Jahren Ghrverlust. Bei der für die Brnderlade, für Del, Sprengmittel und Gezähe; ja eine abzulaffen, hatten keine Wirkung, Fenster auf Fenster Strafabmessung erwog der Gerichtshof, daß bei den ungeheuer Beche war sogar so freundlich, das Schulgeld, welches die Ar- und Thür auf Thür wurde von ihm aufgehoben und auf den lichen Weiberklatschereien, die in der Chefcheidungssache der Frau beiter für ihre Kinder zahlen sollten, zurückzubehalten. Beim Tag mitgebrachten Wagen geladen. Keiner der anwesenden vier K. mitgespielt haben, das Dienstmädchen Marg eine hervorragende bau werden gelernte Bergarbeiter so gut wie gar nicht be- Männer wagte, ihm thätlichen Widerstand entgegenzusetzen, der Rolle gespielt hat und nicht davor zurückgeschreckt ist, ihre schäftigt, sondern Tagelöhner eingestellt. Der höchste Lohn be erregte Angeklagte drohte, jeden mit dem Hammer nieder- Phantasien mit einem Eide zu bekräftigen. Der Gerichtshof hat trägt hier 1 Gulden( 1,60 M.) und die Arbeiter werden nicht zuschlagen der ihm in den Weg trete. Guttmann erbat sich fie daber für eine besonders leichtfertige Person erachtet. Fran einmal zur Bruderlade angemeldet. Silfe von der Polizei, es erschienen auch zwei Schußleute. Diese Ripper wurde freigesprochen. Da fie jedoch noch verdächtig ist, Von den in den beiden Revieren bestehenden Bruderladen ist ert lärten aber, daß sie nur die Person des Guttmann zu schüßen in einem anderen Falle den Versuch, eine Person zum Meineide über die Hälfte passiv. Infolge dessen sind die Kaffenleistungen bätten, die Handlungsweise des Angeklagten bewege fich zu verleiten, gemacht zu haben, so wurde die über sie verhängte ungeheuer herabgesetzt worden. Alte Arbeiter, die nach ihren auf zivilrechtlichem Gebiete. In der vorerwähnten aus- intersuchungshaft nicht aufgehoben. oft Der Angeklagte Jandte ist bereits vielfach wegen Diebstahls und Bettelns vorbestraft und in anbetracht dessen erkannte die Straffammer wegen jedes Einzelfalles auf 12 Jahre Zuchthaus und fonach auf eine Gesammtstraße von 4 Jahren Zucht. haus und 8 Jahren Ehrverlust. bis wenn die An Ortskrankenkasse Ortskrankenkasse Bekanntmachung! Sonntag, den 11.November 1894, ftraße 11, der Sakkler für das Bierbrauer- Gewerbe finden im Restaurant Feind, Weinund verwandten Gewerbe zu Berlin. Da die Vertretung der Ortskranken tasse der Sattler, und verwandten Gezu Berlin. Die Mitglieder obiger Rasse werden gemäß§ 50 des Statuts benachrichtigt, daß am zwei außerordentliche General- Versammlungen 155/6 der Orts Krankenkasse der werbe zu Berlin der in dem Grlaffe Freitag, den 16. November cr. Kürschner und verwandten vom 27. Juli d3. 3. O. P. 9987 ge= troffenen Anordnung keine Folge gegeben hat, ändre ich hiermit gemäß§ 33 Absatz 3 des Krantenversicherungsgesetzes die§§ 12, 15, 19 und 29 des vorstehenden Statuts von Amtswegen mit rechts: verbindlicher Wirkung vom 29. Of tober ds. s. dahin ab, daß dieselben lauten: § 12. Als Krankenunterstühung wird gewährt für die Dauer einer Krankheit, oder für die durch Krankheit herbei geführte Erwerbsunfähigkeit, aber nicht über 52 Wochen: Abends 8 Uhr in Joels Gesellschaftsfälen, Andreasstr. 21, eine Erfahwahl von 70 Delegirten der Arbeitnehmer stattfindet. Gewerbe zur Wahl von Delegirten zu derselben auf die Dauer von zwei Jahren statt. Präzise 10 Uhr außerordentliche Generalversammlung Wahlberechtigt und wählbar sind nur zur Wahl von 40 Delegirten Arbeitdiejenigen Raffenmitglieder, welche geber, hierzu sind eingeladen sämmt großjährig und im Besitze der bürgerliche Arbeitgeber, welche Arbeiter oder lichen Ehrenrechte sind. Die Wahl ist Arbeiterinnen zur Raffe gemeldet haben. Präzise 11 Uhr eine geheime und erfolgt durch Stimmzettel. Die Wähler haben sich sowohl außerordentliche Generalversammlung beim Eintritt in das Wahllokal als zur Wahl von 80 Delegirten Arbeitbei Abgabe des Stimmzettels durch ihr nehmer und Arbeitnehmerinnen, Duittungsbuch zu legitimiren. Die hierzu sind eingeladen sämmtliche ArWahlhandlung wird um 8 Uhr eröffnet beiter und Arbeiterinnen, welche Mitglieder der Kasse sind. Mitgliedsbuch und um 10 Uhr geschlossen. legitimirt. 1. Von Beginn der Krankheit ab freie ärztliche Behandlung und Arznei. 2. Im Falle der Erwerbsunfähigkeit vom ersten Tage nach der Er- Die Herren Arbeitgeber, welche frantung für jeden Kalendertag aus ihren Mitteln Beiträge zur Drts. ausschließlich der Sonntage die frankenkasse für das Bierbrauer: Ge Hälfte des im§ 11 festgesetzten werbe zahlen, werden ersucht, am Lagelohus. Sonnabend, 17. November cr. 3. Die Lieferung von Brillen, Bruch. bändern u. ähnlichen Vorrichtungen oder Heilmittel, welche zur Heilung des Erkrankten oder zur Herstellung und Erhaltung der Erwerbsfähig feit nach beendigtem Heilverfahren erforderlich find. Vormittags 11 Uhr im Leipziger Garten, Leipzigerstr. 132, zur Wahl von 76 Wertretern für die Generalversammlung der Ortskranken taffe zu erscheinen. Im Interesse der wichtigen TagesDronung ist es Pflicht eines jeden Arbeitgebers, sowie Arbeitnehmers und Arbeitnehmerin, in diesen Versammlungen pünktlich zu erscheinen. Der Vorstand. E. Dobronz, Vorsitzender. Gelegenheitskauf für Brautleute: Jm Möbelspeicher Die Krankenunterstüßung wird für die Wahlberechtigt find nur die Inhaber Neue Königsir, 59, vorn I., sollen über Dauer der Krankheit gewährt, sie endet bezw. die eingetragenen Vertreter der 100 Wirthschaftseinrichtungen, furze für Mitglieder, welche der Kaffe vor Brauereien. Eintritt des Unterstüßungsfalles noch Wählbar sind nicht nur die Arbeit. Beit verliehen gewesene u. neue Möbel spottbillig verkauft werden. Ganze nicht 13 Wochen angehört haben, geber persönlich, sondern auch Geschäfts- Einrichtungen 100, 150, 200-1000 m. spätestens mit dem Ablauf der drei- führer und Betriebsbeamte der zu Bei- Theilzahlung gestattet. Beamten ohne zehnten Woche, für alle übrigen Mit- trägen verpflichteten Arbeitgeber. Die Anzahlung. Kleiderspinden 15, Küchen glieder mit dem Ablauf der 26. Woche Wahl ist geheim und erfolgt durch spinden, Kommoden 12, Sophas 15 M., nach Beginn der Krankheit, im Falle Stimmzettel. Die Wahlhandlung wird Bettstellen mit Sprungfeder- Matraßen der Erwerbsunfähigkeit( Abs. 1 Biffer 2) um 11 Uhr eröffnet und um 12 Uhr 18, Nußbaum- Kleiderspinden 30, Stühle spätestens mit dem Ablauf der 13. resp. geschlossen. 3 Mart, hochfeine Muschelkeiderspinden der 26. Woche nach Beginn des Kranken40, Plüschgarnituren 60 Mart, Herrenschreibtische, Damenschreibtische 30, geld- Bezuges. Endet der Bezug des Cylinderbureaus, Schreibsekretäre 15 Mart, Garderobenspinden, Paneel91/1 fophas 75, Buffets, Trumeaus 65 M., Berlin, den 7. November 1894. Der Vorstand Krankengeldes erst nach Ablauf der 13. der Ortskrankenkasse für das Bierbrauerresp. 26. Woche nach dem Beginne der Krankheit, so endet mit dem Bezuge des Krankengeldes zugleich auch der Anspruch auf die im Absatz 1 unter Biffer 1 und 3 bezeichneten Leistungen. §15. Gewerbe zu Berlin. Petersen, Magistrats- Kommissar. Drts- Krankenkasse Künstl. Zähne 2 M. Vollst. schmerzl. Zahnziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Reparat. sofort. Theilzahlung. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 22. Spr. 8-7 Uhr. [ 6786 Weleranensk 2 & Carl Mampe Berlin N Zo haben dancing Peter derad Lo allen Colonialwaarenbandlungen Halb und Halb. Mampe mit Pomeranzen Champagner Flasche Likörmischung Mark1,25 Carl Mampe Likörfubrik Berlin. 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Hierdurch wird auf grund des§ 66, von 12 Monaten für 26 Wochen bezogen des Statuts bekannt gemacht, daß die fönnen bis Januar kostenfrei steben einfache 20 M.; Sophas, Bettstellen mit Unterstüßungsfalles, sofern dieser durch Kaffe 3. 3t. 14 998 Mitglieder hat und haben, werden bei Eintritt eines neuen die gleiche nicht gehobene Krankheitsursache veranlaßt worden ist, im Laufe der nächsten 12 Monate als Krankenunterstüßung nur die im§ 12 Ziffer 1 und 3. bezeichneten Leiftungen, fowie Die Hälfte des durchschnittlichen Tage Johns als Krankengeld, beides aber auch nur für die Gesammtdauer von 13 Wochen gewährt. § 19. Für den Todesfall eines Mitgliedes gewährt die Kaffe ein Sterbegeld: Mark nach§ 49 d. St. daher 1. aus der Zahl der Kassenmitglieder 150 Vertreter, 2. aus der Zahl der Arbeitgeber 75 Vertreter für die Jahre 1895 und 1896 neu zu wählen find. bleiben und werden durch eigene Gespanne transportirt und aufgestellt. In Rohspinden, Kommoden 12 M.; Stühle 3 M.; Am Stadtbahnhof Börse. 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Vormittags 10 Uhr, und die Vorversammlung hierzu, behufs Aufstellung der Kandidaten Sonntag, den 28. Oktober cr., im Gaal Rommandantenstr. 20( ArminVormittags 10 Uhr, Hallen) statt, wozu die Wähler hierburch eingeladen werden. 32,50 25, Berstirbt ein als Mitglied der Kasse Erkrankter nach Beendigung der Krankenunterstützung, so ist das Sterbegeld zu gewähren, wenn die Erwerbsunfähig feit bis zum Tode fortgedauert hat und der Tod infolge derselben Krankheit Zutritt zum Wahllofal haben nur vor Ablauf eines Jahres nach Be- wahlberechtigte Mitglieder der diess. endigung der Krankenunterstützung ein- Raffe; diese haben sich durch das bis getreten ist. zum legten Zahlungstermin abge § 29. Die Wahl ist geheim. ftempelte Quittungsbuch, sowohl beim Die wöchentlichen Kassenbeiträge be- Eintritt in das Wahllokal, wie zur tragen Ausübung des Wahlrechtes am Wahl Cigarren- Fabrikanten !! billigster Einkauf!! W. Hermann Müller Berlin Neue Friedrich- Strasse 9. Strong reelle Bedienung. 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