» ZS.�akrgattg Ausgabe H Nr. 91 Bezugspreis: Ti-rteljähri. 30,- M.. monotl. 10,- M. I«i ins Saas, voraus zahlbar, Post- �"'S- Mauatlich 10.- M.. elnschl, Ajv Sonntags-Ansgabe '-o- 1.W,- Clil(U�L. O"- Uellungsgebüdr. lütter Kreuzband für �tullchland, Danzig, das Saar» und »dcemelgevlet, lowie die ehemals beut» leben Gebiete Polens, Oesterreich. Ungarn und Luxemburg 20,— M„ für nts übrige AuÄaud 27,— 931. Post. deüellungen nehmen an Oesterreich, Ungarn Tichccho- Slowakei, Däne- •owrt. Holland, Luxemburg, Schweden und die Schweiz. Uer„Borworts" mit der Sonntags» beilage„Polt und zeit", der Unter» daltungsbeilage.�eimwelt" und der Beilage„Siedlung und Kleingarten" «scheint wochentäglich zwelwal. Sonn- tags und Montag» einmal. Telegramm»Adreffs: »Lojioldsnivkrai Berlin" Derli uev Ool»slilntt ( 40 Pfennig) AuzeigenpretS: Sie achigelpaliene Bonv-rcillezeil« kellet ö,öt! M„Kleine Anzalgr»-» da, fettgedruckte Wort 1,00 931. Uu- lässig zwel ietlgedruckle Worte!,, lede» weitere Wort 1,— M. Stcllengesuäie und Schlaistellcnanzctgen das erst« Wort L- 3)1, lede, wettere Wort 60 Pig, Worte über lä Buchstabe» zählen für zwei Worte, Fauulien-An- zeigen iiir Abonnenten Heilt 3.— 331. Die Preise verltehen üch etnschlieziilli Teuerungszuschlag, Anzeigen IL: die nächste Nummer wüsten bis s Ahr nachmittag» im Hauvtgelchäft, Berlin 6®®. Linden» strasie 3, abgegeben werden. Geöffnet von 3 Uh: früh bis 5 Uhr abend». Zentralorgan der rozfaldemokvati feben parte! Deutfchlands �söaktion und Expedition: SM bS, Lindenstr. Z Kernstirecher: Amt Mortvp!««. Nr. lSl So-löl V? Sonntag, den 17. April I9'41 vorwärts-veriag G.m.b.H., SM öS, Ltnöenffr. Z �ernspreaier- Am» Mortsivlav. Nr. IZ7aZ-S4 M London, 16. April. lTA.) Reuler meldet: Der Derlusk der aktiven Unterstützung der Genossen im Dreiserband wird auf die tage der Bergarbeiter von großem Einfluß fein. 3n einer Dele- Ü�rterikonferenz wird man vielleicht sogar über eine eventuelle Trennung vom Dreiverband sprechen. Die Bergarbeiter besitzen hinsichtlich der Lohnfrage die Sympathie vieler. Anderer» Hfs ist es ober nicht zu verwundern, daß die gemäßigte« Arbeiler» sührsr ihre Unkerstützung zurückzogen, als die Lohnfroge in eine b a l i t i s ch c Angelegenheit umgemÄNzt wurde. Jedensallz ist zu kanstalieren, daß England aus der Krise noch nicht heraus ist. London, IS. April.(Reuter.) Die Eisenbahner und die Transportarbeiter, die heute vormittag � eine Zusammenkunft hatten, haben eine M i t t c i l un g veröffentlicht, welche besagt, daß infolge der Verwirrung, der sich die Konferenz �bes Ar- beiterdreibundes gestern morgen gegenüber sah, so gut wie keine L)osfnung blieb, daß eine gemeinsame Aktion zustande kommen werde. Bis Donnerstag abend bestand begründete Hoffnung, daß es zu einer gewaltsamen Entfaltung der Solidarität der Arbeiter- klassg kommen werde, die Umstände jedoch, die seit dieser Zeit ein- getreten seien, hatten den festen Grund zerstört, auf dem dtn StrÄkbcschluß hätten ruhen müssen. „Taily.Herald" gegen Dreibund. London. 16. April.(MTB.) Die Absage des angedrohten TrMspoi'takbciterftreiks wird voi der gesamten Press?—„Daily Herald" ausgenommen— begrüßt.„Daily Herald" schreibt; Gestern erlitt die Arbeiterschaft die schwerste Niederlage seit Menschengedenken. Die organisierte Arbaiterschast hat, nicht Zu- sammongsthMm.und, trggt, die Folaen davon. Wir- brauchen eine neue Maschinerie nmd einen.neuen-Geist/ Die alte, Maschinerie hat in der Stunde,»der Zlyt versagt. Der Ärbeiterdreibund. der Ge- werlschaitslongreß, d.er- gesamte Ausschuß, alle haben versagt. Wir Müssen von Neuem beginnen und eine Maschinerie schassen, die arbeitet. Ein ofstziös-tondenziöses» Stimmungsbild. London, Im April. Reüicr teilt mit: Die Worte des„Daily Hera'ld" von heute,„gestern hat die Arbeiterbewegung die schwerste Niederlage seit Menschengedimten crükkcn". sind eine Zu- sammenfassung des Ergebnisses der in elfter Stunde eingetretenen dramatischen Weigerung der Eisenbahn er, und Trans- p o r t a r b e i t er> den Bergarbeitern durch Zustimmung zum Generalstreik beizustehen. Die Ereignisse des Donnerstag und Freitag, die, gelegentlichen Besprechungen gewisser Mitglieder des Unter- Hauses mit Grubenbesitzern und Arbeitern, die Erklärung des Füh- rsrs der Bergarbeiter Hodges, daß sie willig seien, eine vor- läufige Regelung der Lohnfrage zu erwägen, die mitter- nächtige Bespreäzmig des Premierministers und seine Aufforderung zu einer neuen Konferenz, dos Nichterscheinen der Bergarbeiter» das unter diesen Umständen schließlich eintretende Sichlosreißon de,r verbündeten Verbände, dies alles stellt noch lange nicht den vollen Inhalt der'Lage dar,„Daily Herald" gibt selbst zu. daß die Grundursache der Niederlage der Mangel an Solidarität in der ganzen Bewegung, in bezug auf Organisationen, gegenseitiges Verständnis und Unter- stützung war. Fraglos waren die Führer der Eisenbahner und Transportarbeiter mit Recht ungewiß in bezug auf die Antwort, die die Aufforderungen zum Streik in der breiten Masse finden würden. Berichte aus allen Teilen des Landes zeigten die zunehmende Abneigung, sich auf einen unheilvollen Kampf für Ziele einzulassen, die als politische, nicht als streng Wirtschaft- l i che angesehen wurden.— Die umfassenden Vorbereitungen der Regierung, den Verkehr und die Versorgung mit Nahrungs- Mitteln mit Hilfe von Freiwilligen ausrecht zu erhallen, wurden in weitem Maße von den Arbeitern unterstützt, von denen viele aufrichttg dazu neigten, ihre Sympathien während des Streiks von den Verbänden auf den- Staat' zu übertragen. Es bestand daher, wo, es auch fei, eine Unlust für alles, was einer Revolution ähnlich war. Mit Ausnahme von ein oder' zwei Distrikten in Schottland herrschte v o I l st ä n- d i g e Ordnung und allgemeine Muttosigkeit im Hinblick auf die Möglichkeit u n s r e i w i l l i g e r Arbeitslosigkeit. Bei dem Vorherrschen einer solchen Geistesverfassung konnte der Streik in jodein Falle nicht anders als mit halbem Mute geführt werden. Als allgemeines E r g e b n i s hat es sich wie bei früheren Gelegen- h-iien gezeigt, daß das kommunistische Clement, obwohl es außer- ordentlich viel von sich reden machte, eine anßerordmlkch geringe Ninderhest der englischen Arbeiierschafl darstellt, deren überwiegende Mehrheit gesetzliebends Bürger sind, deren Stimmen bei, den Vera- tungen ihrer Verbände zwar nicht hervortreten,.deren Gewicht aber sich unwiderstehlich bei einer solchen Krise fühlbar macht, wie der, die elleil jetzt vorübergegangen istr 1 Wortdauer des Gergckrbeiterstreiks. London, IL. April(Reuler.) Die S 0 vf e r e v z der Dele» gießen der D e r,g a r b e i te r ist ffi: ,3 cell a g in London an» gesetzk worden. Die Mlgllcdcr des ÄollzugsausschnFes kehren in! ihre Bezirke zurück. Währenddessen wird die Arbcik in den Kohlenbergwerken nirgends wieder aufgenommen. London, 18. April,(TU.) In parlamentarischen Kreisen erklärt| matt, daß setzt wohl die Gefahr einer Ausdehnung des Streikes be-' seitigt ist- Di- Regierung. werde sich bemühen, eine Besprechung zwischen Bergwerksbe.sitzcrn und Bergleuten über die Lohnsrage ohne Berücksichtigung anderer Punkte herbeizuführen. Die Bergwerksbesitzer haben � sich bereit erklärt, den von ihnen angebotenen Lahntarif einer Revision zu unterziehen. An- dererseits wird aus Y 0 r k j h i r e und.D u r h a m gemeldet, daß die dortigen Bergleute, die nach den Borschlägen der Bergwerks- bcsitzcr eine Löhnaufbesierüng erhallen sollen, den Beschluß gefaßt haben, sofort Wiederaufnahme der Arbeit zu be- antragen. Srianös falsthe Rechtlung. Eine an, und für sich mehr lächerliche als politische An- frage im Kamlnerausschuß hat Briand dazu benutzt, um die Aufte ilung O b e r s ch l e si e u s anzukündigen. Danach würde Polen die Gruben und industriellen Bezirke, Deutsch- land die landwirtschaftliche Zone erhalten. Diese Aiikündi- guiig charakterisiert die ganze französische Politik. Während der Ober st e Rat noch mit der Prüfung der oberschlesi- sehen Frage beschäftigt ist, nimmt die französische R e- .gierung bereits das Resultat dieser Prüfung vorweg und stempelt sie und den ganzen assoziierten Beratungakörper damit zur Farce. Roch kurioser nimmt es sich aus, daß Briand den Trennungsstrich zwischen Deutschland und dem ober- schlesischen Jndustrieremer in einem Augenblick zieht, in dem Foch bereits mit einem Stiefel im rheimsch-westsällschsn Industriegebiet steht. Rheinland-Westfalen liefert etwa 70 Proz. der deutschen Steinkohle, Oberschlesien etwa 83 Proz. und (früher) das Saarrevier etwa 7 Proz, Die Saarkohle ist ja bereits in ftanzösischen Besitz übergegangen. Entfällt nun auch noch die oberschlesische und die Nuhrkvhlc, so müßte die deutsche Industrie ihren Kohlenbedarf zu den W e l t m a r k t- preisen einführen, wobei es immer noch von der Gnade der Entente abhängen würde, wieviel Kohle sie herein- liehe. Das würde eine Verteuerung für unsere Wirtschast bedeuten, die sie kaum ertragen könnte. Hinzu kommt noch, daß auch die Hüttenindustrie in R h ein! and-W e; t f al e n und Oberschlesien nicht mehr auf deutsche Rechnung arbeiten könnte. Eine Wiedergutmachung von deutscher Seite käme also uilter diesen Umständen nicht mehr in Betracht und es wäre sogar die Frage, ob Deutschland sich Überhaupi noch selbst ernähren könnte. Diese Lösung Briand-Foch würde also für die Entente ein noch zweifelhafteres Danaergeschenk be- deuten als die A u s f u h r t a x e, die sich bereits in ihren An- fangswirkungen als höchst unbequem herausstellt. "Aber auch hei einer Nichtbesetzung des Ruhrreviers wäre sme Loslösung deS Aberschlesischen Industriegebiets ein Schlag für Deutschland, der unbedingt scmc Rückwirkung auf unsere Zahlungsfähigkeit ausüben müßt». In den 23 Proz. Stein- kohle, in der Hüttenindustrie und in den hochwertigen d s u t- schon Hüttenarbeitern Obcrschlesiens liegt ein gut Teil un- serer wirtschaftlichen Kraft. Wir können ihn nicht entbehren, ohne— im Vergleich zum Frieden— als 30 Proz. kriegsbe- schädigt herumzulaufen. Wer das nicht einsieht, begeht eine Vogelstraußpolitkk, die notwendige Folgen nun einmal nicht einsehen will._ 6dg?cn als Vermittler? Paris, IL. April(EC.) Der ZlnkwervenSr«Neptun" ver- ösfentlicht eine Depesche seines Berliner Korrespondenten, nach der Deutschtand die belgische Regierung aufgefordert habe, die neuen deutschen G genvorschläge den Alliierte« zu über. Mitteln. Dsuttchtand fei sich klar geworden, daß eine Intervention des Schweizer Bundespräsidenten von den Alliierten nicht mit dem- selben Wohlwollen ausgenommen werden würde, wie die einer be- freundeten Regierung. Im belgischen Ministerium des Zleußeren ist nock) keine Meldung über diese Absicht bekannt. Korfantps Zuversicht. Warschau, 16. April.(EE.) Während seines Aufenthalls in Krakau erklärte Ko-rfanty den Presssvertretern, daß der Stand der oberfchlefischen Frage für die Palen sehr günstig sei. Die Ent- scheidung über Oberschtesien, die von der polnischen Bevölkerung dieses Gebietes mit Ruhe erwartet, wird, werde nicht lange auf' sich warten lassen. Es sei daher notwendig und hoch an der Zeit, die Organisation der polnischen Verwaltung für das oberschlesische Industriegebiet, das zweifellos Polen zufallen werde, vorzubereiten. Sattoivitz, lö April,(Dt.) In K a t t 0 w i tz find eine große Anzahl polnischer Beamter und Offiziere der pol- Nischen Polizei im Austrage der vorgesetzten Behörde aus Warschau intb Krakau eingetroffen, um für sich und für eine ganze Anzahl von Beamten Wohn un�»n z» h'-�en. jA» fln der Wende! Kein seiner Verantwortung bewußter Politiker wird es auf die leicyte Schulter nehmen, daß sich zur außenvolitischcn �'r» schwer über uns hängt, auch die i u n c n p 0 l i t i s ch e zu gesellen droht. Gerade darum muß die Unbesorgtheit Er- staunen erregen, mit der sich Herr Stegerwald schein- bar, nachdem alle anderen Pläne gescheitert sind, an die Vil- dung seines Geschäfts- oder Uebergangsministeriums gemacht sich nicht dessen bewußt zu sein, daß er auf diese Weise zum Werkzeug einer Entwicklung geworden ist, von der man wie von manchem anderen auch sagen kann, man weiß zwar, wo sie beginnt, aber nicht, wo sie endet. Die äußerste Rechte darf die Bildung des Stcgerwaldschen u'ebergangsministeriums— des ersten preußischen Ministe- riums seit der Revolution obne Sozialdemokraten— als 1 h r e n Erfolg buchen. Sie hat, wie man zugeben darf, nicht nur mit zähem Eifer, sondern auch mit g r 0 ß e r G e s ch i ck- l i ch k e i t diesem Ergebnis vorgearbeitet. Hatte sie sich bei den Wählest mit einem Mißorfolg bescheiden müssen, weil es ihr nicht gelungen war. die Mehrheit der alten Koalition zu brechen, so hat sie nachher doch das Kunststück fertig gebracht, diesen Mißerfolg zu ihrem Sief zu verwandeln und eine Re- gierungsbildung, die dem Ergebnis der Wahlen entsvroch, zu verhindern'• Hierbei hat sie sich mit großem Nutzen der Deutschen Volkspartei bedienen können. Sie hat es getan wohl nicht ohne eins gewisse diabolische Absicht gegen diese Partei selbst, die an Stelle der Sozialdemokratie in die Regierung bringen für sie zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen hieß. Mit dem Verschwinden der Sozialdemokratie aus der Regie- rung ist das kleine Herrentum auf dem Lande beinahe schon der letzten Widerstände gegen die Wiederaufrichtung seiner alten Stellung ssodig...Mit dem Eintritt der Deutschen Volks- Partei auch in die preußische Stoatsregierung psrlieren aber auch die DeutschnattzmAlen'ihre Kohkümnz und erringen eine Moiiopolstellung als Vertreter der Opposition von rechts. Die Deutfchnationäle Partei kann also den Tag, der. dir Sozial- demokratie aus der Regierung gehen und die Deutsche Volks- Partei in sie einziehen läßt, doppelt rot in ihrem Kalender an- streichen. Die bürgerlichen Mittelparteieu werden natürlich nicht zugeben, daß der Zug nach rechts durch ihre eigenen inneren Gegensätze, Ihre Unsicherheit und Schwäche gefördert worden ist, und werden an dem Ergebnis der So- zialdemokratie allein die Schuld geben. Sie können aber die Tatsache nicht aus der Welt schaffen, daß jetzt an Stelle einer Mehrheitsregierung., die gebildet werden konnte, eine Minder- heitsregierung uin Entstehen begriffen ist und daß dieser Fall nur deshalb eingetreten ist, weil sie die-einzige Mehrheit-- rcgierung, die in Preußen in diesem Augenblick möglich war, nicht mehr wollten. Die Sozialdemokratische Partei war bereit, für die Er- Haltung dieser einzig möglichen Mehrheitsregierung in Preußen. Opfer zu bringen. Sie bat sich keineswegs auf reu Standpunkt gestellt./ daß das Wahlergebnis, das ihr infolge der zweijährigen Spaltttngsarbeit eine gewisse' Schwäche brachte, zu ignorieren sei. Von den fünf Positionen, die sie in der preußischen Regierung besaß, dem Präsidium und vier Ressorts, wäre sie unter Umständen bereit gewesen, zwei bis drei auszugeben. Man kann also nicht behaupten, daß sie innerhalb der alten Koalition eine Machtposition an- strebte, die dem gegebenen Kräfteverhältnis nicht entsprach. Wenn sie sich weigerte, mit einer Partei zusammen in die Rs- scheinen lassen— die r A ch t u n g i h r c r B e w e'g gründe wird ihr kein wirklicher Demokrat versagen können. Daher hätte auch' für jene mittelparteilichen Politiker, die die„erweiterte" Koalition als ihr Ziel nicht auigeben wollen. eine Regierung auf Grundlage der alten Koalition die ge- gebene„Uebergnngsregierung" fein müssen. Man hat aber eine Regierung der alten Koalition sogar als„Uebergangs- regierung" abgelehnt, obwohl oder vielleicht gerode weil eine solche Regierung eine feste Mehrheit im Landtag gehabt hätte, und man zieht es jetzt vor, ein„Geschäftsmimstenum" M bilden, das eine solche Mehrheit nicht haben wird, es iei denn, daß es die Katze aus dem Sack iieße und die Deutsch- nationale Partei in aller Form um ihre Unterstützung ersuchte. Darin liegt unseres Erachtens der klare Beweis dafür, daß sich die Mittelparteien, teils schiebend, teils geschoben, zum Werkzeug einer Politik machten, deren Losung'kurz und entschlossen lautet: Unter allen U m st ä n d e ,1 sofort r a u_5 mit den Sozialdemokraten! Ober, wie der Deutsche Volksparteiler Hei- denreich gestern im Landtag sagte:„Die Firma Seve- ring, H ö r s i n g, H ö l z u. Co. hat so gearbeitet, daß sie s ch l e u n i g st v e k s ch w i n d e n muß.". Und nun soll es unser Verbrechen sein, daß wir mit der Partei Heidenreichs nicht in die Regierung gehen wollen! Die Spannung, die durch diese Borgänge erzeugt wurde, wird naturgemäß noch verschärft durch die abenteuerliche Ge- schichte von der Bindung des Herrn Stegerwald, Es war Her?(Srönbroftl com Zentrum, der tn erster Linie diese Bindung einging— er ist seitdem verreist, krank und in jedem Fall unauffindbar—, es gibt aber glücklicherweise noch Teil- nehmer an diesem Handel genug, die die Richtigkeit der von unseren Unterhändler» gemachten Feststellungen bestätigen müssen. Es steht fest, daß' man die sozialdemokratische Fraktion zur Wahl Stegerwalds oeranloßte, indem man ihr den Glau- ben beibrachte, Stegerwald werde„als charaktervoller Mann" den Auftrag zurückgeben, wenn er ihn nicht in einer Weife ausführen könne, die auch den sozialdemokratischen 2luf- traggebern genüge. Wenn Herr Stegerwald jetzt von dieser Verpflichtung nichts weiß, wenn er jetzt als Ministerpräsident, der er ohne die Sozialdemokratie nicht geworden wäre, die Ausschiffung der Sozialdemokraten aus der Regierung voll- zieht, so wird jeder objektiv Denkende zugeben müssen, daß diese Borgeschichte das Verhältnis zwischen der Sozraldemo- kratie und der kommenden Regierung Stegerwald von vorn- herein zu einem wenig freundlichen gestalten muß. Man wird auch nicht verkennen dürfen, daß ein Bruch zwischen der Sozialdemokratie und den bürgerlichen Mittel- Parteien in Preußen nicht ohne Rückwirkung auf die Reichspvlitik bleiben kann. Die Sozialdemokratie hat der Reichsregierung ihre Slrbeit bisher wahrhaftig nicht schwer gemacht, gerade weil in Preußen die alte Koalition noch fort- -bestand, waren auch im Reich die Fäden zwischen ihr und den bürgerlichen Mittelparteien noch nicht ganz gerissen.� Gäbe es in der Reichsregierung eine wirkliche politische Führung, die man innen und außen schmerzlich vermißt, so hätte diese gerade im Interesse der Reichspvlitik auf den Fortbestand der alten Koalition in Preußen hinwirken müssen, statt einer- Zweifel- haften„Homogenität" nachzustreben, die sich jetzt in einen gleichmäßigen Rechtsrutsch der deutschen wie der preußi- scheu Politik zu verwirklichen scheint. Den Kampf, der durch die Bildung des Gefchästsministe- riums Stegerwald unvermeidlich wird, hat die Sozialdemo- kratie nicht gesucht. Aber sie wird in ihn gehen in der sicheren Ueberzeugung, daß er letzten Endes den bürgerlichen Mittel- Parteien schlechter bekommen wird als ihr selbst. Sie wird ihn führen mit dem Ziel, so stark zu werden, daß ihr nicht noch einmal passieren kann, was ihr jetzt in Preußen passiert ist! Eine Irreführung. ?lts Herr Stsgcrlvald noch mit der Sozialdemokratie eifrig über die Regierungsbildung in Preußen verhandelte, war die„Kölnische BolkSzeitung" eifrig darauf bedacht, durch Quertreibereien diese Per- Wandlungen von feiten des Zentrums zum Scheitern zu bringen. So behauptete sie, daß es die Sozialdemokratie gewesen sei. welche dip— inzwischen längst abgetane~ Idee eines„Ver- vindungsininisters" zum Reich ansgebeckt habe, weil sie auf diese Weise einen Posten fift den Genossen Otto Braun habe schaffen wollen. Wir stellen hier ausdrücklich fest, daß der Gedanke eines Ver- bindungsministerS zwischen Preußen und dem Reich einzig und allein von Herrn Stegerwald ausgegangen ist. Was die Beteiligung des Genoffen Otto Braun an diesem Profekt anbetrifft, *h Üh« und Groiäer EaSl mt Turmstr. 12 1 Berta odiic toerj IV, Teil: Die goldene Flut| Potsdamer Str. 58 III. Teil: Gelbe Bestien Prledenati, Rhelnstr. I i l. Teil: Der Millionendieb AiexaadarpI.'I'ass. Das Floß der Toten Heule JI orfteil. 3' jU.(kl. Pr, Kind d Hfllüo) u'."U- Otto Reuiler sowie d. gr- Anril-Snielpl. Rauch jfst-. jAekM�TmKj | KäBigerälrer StraSe 121 ! Fllwischan i Zwei llrsaiiirunp Banditeo |FjlmsOpereite 1 in fünf Akten mit | Gesang und Tanz Femet: In der Hauptrolle: Lcontine Kühiilierg. S BOhnenseli»«! , Leni HUbner J In Ihren neuesten TStuen jj |RusBGiu.Kra8now| 1 Kussisches Ballett und| Charakter-Tänzer | Kasserrcröttnung äkjÜhrl Beatiorij BAD SALZUFLEN Ean-iiiG-Karorl — Hernlcne Lage— Prosr. u. Wohnungsnachwels gratis v. d. Kurverw., Au s$ch weideti 18 Lichtbilder-Vorträge nur für Damen über 18 Jahre von Minna Kuba Pranenbeilkrindise Direktorin des Frsnen-HelHnstituts, W, Potsdamer Str. 8t>. Montag. 18. April, 7'U Ghr, Vergnügungs.Palast„GroC. Berlin»'. Hasenheid» 13 13. Dienstag. 19. April. Uhr,„PrachtsSIe des Ostens" Frank. furter Allee«S. Mittivoch. 20. April, 7''. Uhr,„Residenz'FestsSIe", Lands. berger Straße 31- Donncrstag, 2t. April, 7','., Uhr,.,Patzet?h.Braaerel".Tarmstr.27 Freitag, 7.2. April, 7 1, Uhr,„Brauerei König, ladt", Scliön- iiauser Allee 10 lt. Montag. 23. April. 7 Vi Uhr,„Prachtsäle des Ostens", Frankfurter Aitee 43. Dienstag, 26. April, 7','»Uhr,„Pafzenhof. Brauerei", Turms fr.27 Mittwoch, 27. Ap.'ll, 7': Uhr,„Deutscher Kol" tAp»lIo»SaaI>, Luckauer Straß» 13, Donnerstag. 23. April, 7V; Uhr,„Zentraf.Pestsäle", Alt« Jokohslr.sCe.12. Freitag, 29. April. 7r; Uhr,„Schwarzer Adler". Schöne- herg. HauptsiraBc 114. Montag. 2. Mai, 7'/. Uhr,„Nch enzolle rn» Pestsäle", Char. lOltenhurg, Berliner Straße 105. Dienstag, 3. Mal, 7, Uhr„Sophiensäle", Sophieostr.»7/18. Mittwach, 4. Mal, 7'/, Uhr,„Böhmisches Brauhaus", Lands. vergär Allee 1113, I. Teil. FrayerogeSdegi Von den ersten Anfängen his zu de» schwersten Erkrankungen. Können nicht viele Operationen hei Frauenleiden durch rechtzeitige Aufklärung und ärztliche Behandlung vermieden werden? Mädchen- krankheilea wie:«nregelniäSige. schmerzhafte und allzureiche Menstruationen, Entzündungen. Katarrhe. Senkungen, Knickungen, Verwachsungen. Die Krankheiten der Frauen in der Ehe. Die Krank- hellen der Wechseljahre; Geschwülste, Myome, Blutungen, krebs, Hysterie, Gemlilsleiden. It. Teil. Die 30 Schönhelten des Weibes Die Ptiexe uad Ertiattung wahrer Frauenscliönhelt. Sichere Wissenschaft I..Methoden werden angegeb. n. prakt. vorgeführt. Was die Frauen tiäBUcIt macht?? IN. Teil. Wo* J«f Sop Frnw eriosibt, wenn»i® liebt? Liebe und Ehe Da» OlOcfc der Liehe in der Rhe«, wie en xewnana»,« gewahrt tir.d erhalten wird. Wie Liebe and Ehe mite rgrab ein nvd arersfort werdea, Weiche CK«rahfer© sinKen»ich 1s« d»r Ehe ab? Welche Charaktere sSehcn«Sch«n 5* MoSI man«Ich(Schönsten heüratcn? Die Kutint, olaea gesunde» Mann■ea tfekomme«. Warum bteisvcH f>t% viel© Mfidcheo aif�en? Wie katta di© Frau den Mann lo der �he fesseln? wj# man*l£ntter behandelt. Karren w M**>50, 4,55, 5,55, 5,50 M. Töit Sieucr an der Abendkasse. Afifanft 71/.- Uhr. Kastreiiöfftiunr t Sftmdc vor Vexlnn. ■aBapraaarowMaieuaajiii 1 1«■nwmw i.yiiw wuM�ijgBggffSB Erschein« nm einmal Keine irre- lirenden Preis-ln- gaben Ankauf von Brillanten Juwelen | die zu de» grüßt. Ohjttlen Gold-�"* Barren. Ringe, Stilen, [ ZaHngsId, Medaillen Platin-srud. Srcnnfpigen, Zahnflisfe, Bradt. Blech» Tiegel. Schalen, Kmitafte usw. 5ilder-N'uch Brftvde. Schalen, Becher, lZerntee.Medaillen, Blech, i T>rahl.Anoucn»Sornsildkr | Zahngebisse 1 Süutfdiuf, Said, Blatt»,| xeedrachene Sedisie.«in- ,elne gähne ! Sueehsilbe«' !! K Eittschnutpseife. Wtustcrkislen. enthalt. 16 verschieden« Lorten klO@tii. zus. 100 Stück zu 63.10. 00.10. ISV.— uiid ISO Marit Alles gerftfi Rachn.. Verpackung frei. Porto barechncl. 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Wegen Beleidigung der ehe- '"Aigen Kriegsberichterstatter Scheuermann, Dr. O s b o r n -'?d Karl Rosner hatten sich der Journalist Paul S ch w e d e r, mbst ehemaliger Kriegsberichterstatter, und mit ihm der Heraus- Zeder der.Weltbühne, Siegfried Jacobsohn, zu verant- Avrten. Den Gegenstand der Klage bildeten Artikel der.Welt- .?uhne", die sich mit Scheuermanns Person und dem angeblichen verhalten der Kriegsberichterstatter im Weltkriege befaßten. Die Verhandlung ergab ein ziemlich unschönes Bild der Rioali- Aten und Streitereien der Kriegsberichterstatter im Großen Haupt- Zuortier. Der Angeklagte Schweder- richtete sehr heftige Angriffe gegen �cheuermann, dem er falsche eidesstattliche Erklärung, Honorarüber- mrderungen und hurrapatriotische Artikel zu dem Zwecke, vom Kriegsdienst frei zu kommen, vorwarf. Ferner beschuldigte er �cheiimnann und andere Berichterstatter, das Schloß BrimoNt ge- Mindert und wertvolle„Kriegsandenken" gesammelt zu haben. Der Al Zeuge vernommene Kriegsberichterstatter Scheuermann bestritt Ai! Beschuldigungen des Angeklagten entschieden. Er beschuldigte»m- Mehrt den Angeklagten Schweder, den,„Sammelsport" gehuldigt K» haben. Dos Gericht vertagte die Verhandlung schließlich auf Dienstag und lud zu diesem Termin eine Anzahl Zeugen, darunter Mt Oberstleutnant Nikolai, den ehemaligen Chef des Kriegs- Presseamtes._ die Viehlieferungen. Derlln. 16. April.(WTB.) Die Agente Havas gibt iolgende Meldung aus: Auf Anweisung der deutschen Regierung hat die Kriegslasten- Kommission dem Roparativnsousschuß mitgeteilt, daß die Vieh- beferung an die Miierten eingestellt sei. Die Kriegslasten- Kommission begründet diese Entscheidung damit, daß die Repa- rationskommisstan den Wert dieser Lieserungen noch nicht festgestellt habe. Die Reparationskoimnisston hat darauf geant- wortet. daß sie kein« BerzSgerung in den Biehlieferungen zulassen könne. Die Frage der Preise sei von der der Lieferungen Zunz unabhängig. Wenn die deutsche Regierung die getroffenen Ataßnohmen nicht zurücknehme, werde sich der Reparatlonsaus- 'ichuß gezwungen sehen, die alliierten und assoziierten Mächte von dieser Verfehlung gemäß§ 17, Anlage 2, Teil 8 des Friedsnsoer- Drages in Kenntnis zu setzen. Zu dieser Meldung erfährt das Wolffsche Telegraphen- bureau aus unterrichteter Stelle, daß eine Einstellung der laufenden Viehlieferungen nicht stattgesunden hat und daß auch ein Beschluß der deutschen Regierung auf Einstellung dieser Diehlieferungen weder vorliegt noch der Reparationskammission mitgeteilt worden ist. Vielmehr ist in dem Notenwechsel der Kriegslastenkommissian mit der Repa- rationskommission dieser gegenüber ausdrücklich der Wunsch ausgesprochen worden, in weitere mündliche Be- sprechungen über die Frage der Preissestsetzung bezüg- sich der Viehlieferungen einzutreten. Dabei ist lediglich zum Ausdruck gebracht worden, daß eine Vorbereitung für die Durchführung neuer(anderer als der bereits laufenden) Biehlieferungen erst getroffen werden könne, wenn die von der deutschen Regierung bereits Mitte März erbetene Cnt- scheidung über die Preisfrage vorliege. Deutschland ist also stach wie vor bereit, die Lieferung zu beginnen, sobald es durch eine billige Festsetzung des Abnahmepreises überhaupt in die Lage versetzt wird. Vieh zur Ablieferung an die Entente zu erwerben. Die Ansicht, daß die Frage der Lieferung von der des Preises ganz unabhängig sei, widerstrestei den prak- tischen Bedürfnisien und steht nach Ansicht der deutschen Re- gierung mit den Bestimmungen des Friedensvertrages(§ 4 Abf. 2 und§ 5 Abs. 2 der Anlage 4 zu Teil 8 nicht in Einklang.___ Gegen tzabsburg. Prag, 16, April.(Meldung des Tschechoslowakischen Presse- bureaus.) Zur Schaffung von Bürgschaften gegen die Habs- burgische Restauration in Ungarn hat die tschechoslowa- tische Regierung mit den einzelnen beteiligten Regierungen V e r- Handlungen gepflogen. Vor allem handelte es sich um die genaue Durchführung des Friedens von T riannn, in wsl- cher Hinsicht bereits die ersten erfolgreichen Schritte getan wurden. wozu speziell die italienische Regierung beigetragen hat. Der Friede von Trlanon wurde von Italien bereits ratisizierk. und nach einer der tschechoslowakischen und der italienischen Regierung gc- machten Mitteilung wurde der Vertrag von Trianon eben jetzt aus die Tagesordnung der französischen Kammer gestellt. In Eng- l a n d wird dies spätestens bis zum 2». ds Mts. geschehen. So- dann wird an die sofortige Durchführung der Klauseln über die Entwaffnung und über West Ungarn geschrttten werden. Genf. 16. April.(WTB.) Aus Lugano wird dem„Journal de Genene" gemeidet, daß Kari das Schloß Trevono bei Lugano ankaufen wollte, die Regierung des Kantons Tssstn jedoch erklärt habe, die Anwesenheit des Kaisers sei ihr n i ch t e r w ü n s ch t. putsthöebatte In der gestrigen Sitzung des Landtags führte Abg. Osterrokh(Soz.) weiter aus: Glauben Sie denn wirklich, durch Dynamit und Verbreche» den Sozialismus und den Kommunismus verwirklichen zu' können? Sie scheinen mir«in Anhänger der Rousteauschen Phimsophie zu sein: Zurück zum Urzustand der Gesellschaft! Deshalb betrachten Sie «in Klosett mit Wasserspülung und Papierrolle als ein Symbol der kapitalistischen Kultur. Deshalb brauchen Sie doch aber kein Dy- namit in Bedürfnisanstalten zu legenl In S o w j e t r u ß l a n d allerdings hat man ein« andere Kullur. Sie spekulieren freilich darauf, daß jenseits der Grenze die Machthaber das Ihrige dazu bei- tragen, um aus Deutschland ein Chaos zu machen. In O b« r s ch l e s! e n hat die kommunistisch« Zentrale die Parole aus- gegeben, daß das Proletariat sich der Abstimnrmig enthalten solle, sie hat sogar Agitatoren dorthin geschickt, um unter der Arbeiterschaft für die Sabotage der Abstimmung zu Hetzen.(Lebhaste Pfuirufe.) Weil Sie ganz genau wissen, daß bei einem Verlust Oberschkesiens unsere Industrie aushört zu existieren, daß wir nicht mehr imstande sind, für 2b Millionen Menschen Lebens- mittel einzuführen, so wollen Sie das Elend in Deutschland Hausen, um aus der Verzweiflung und Ratlosigksst der deutschen Arbeiter die Rote Garde zu formieren, die dann wahrhaft auf Schutt und Asche eine neue Welt der Phantasten aufbauen soll. Di« ober- schlesisch« Arbeiterschaft hat gewußt, daß bei Befolgung der Parole von Stöcker und Eberlein Deutschland eln großes Trümmerfeld, werden würde, und hat deutsch gestimmt. Wenn der Trümmerhaufen mit Ihrer Hilfe kommt, dann' hören die Lebens- Möglichkeiten für die deutschen Arbeiter aus.(Zwischenruf des Abg. Katz.) Freilich, für Sie, Herr Katz, sind solche Erwägungen gegen- staudslos. Herr Katz geht, wenn es in Deutschland nicht mehr klappt, nach Rußland.(Zurus der Kommunisten: Sie sind ein ganz schamloser Antisemit!) Mein Freund Hirsch und mein Freund Heilmann haben dasselbe Urteil über Sie wie ich. Warum hetzen Sie«igentlich gegen die Gewerkschaften, die zum Aufbau neuer Lebens- Möglichkeiten Ueberschichtenobkommen im Bergbau abschließen? Wir rühmen uns dessen, daß der Bergarbeiterverbond im vergangenen Jahre das Ueberschichtenobkommen abgeschlossen hat, das uns 3V Millionen Tonnen Kohlen brachte. Auf der Förde- rung von diesen 30 Millionen Tonnen Ueberichichtenkohlen beruhte die Veschästigungsmöglichkeit von Z bis 4 Millionen deutscher Arbeiter. Und da lamentieren Sie über die Arbeitslosigkeit! Sie ignorieren die Zusammenhänge der Weltwirtschaft und das Diktat des Friedens- Vertrages. Sie haben kein Verständnis dastir, daß das Kohlen« abkommen von Spa der erste Schritt zum Abbau des Friedens von Versailles war. Sie haben sür das Opser unserer Bergleute ebensowenig Verständnis wie die Deutsch- nationalen.(Widerspruch rechts.) In der„Ostpreußische» Zeitung" und einer Reihe anderer deutschnationaler Blätter werden über die deutschen Bergarbeiter so viele Unwahrheiten und Verleumdungen verbreitet, daß man sich an den Kopf faßt und sich fragen muß: womit haben die Berg- arbeitex im Ruhrrevier es verdient, daß sie von der Rechtspresse beschimpft werden? In der„O st p r e u ß i s ch« n Zeitung" vom 4. Avril wird behauptet, daß die sozialdemokratischen Bergarbeiter des Ruhrreviers das deutsche Volk dem Elend ausliesern, weil sie das Ueberschichtenabkommen gekündigt und den Schiedsspruch, der eitie neue Form des Ucberschichtenabkommens versiebt, nicht ange- nommen haben, kein Führer des Vcrgarbeiterverbandes hak gesagt. daß noch dieser Kündigung keine Aeberschichleu wehr verfahren werden solle«. Man verhandelt über die Bedingungen, unter denen ein neues U e b e r s ch i ch t a b k o m m e n abgcschchlossen werden tann. Wenn ich Ihnen mitteile, daß morgen in der entscheidenden Konserenz ein neues Abkommen getroffen wird, und daß die Berg- arbeiter bis Ende Februar 1322 Ueberftundsn freiwillig auf sich geladen haben, dann müssen Sie zugeben, daß diese Arbeiter. schast. die eine OpferwilligkÄt wie keine andere Vvlksichichk Deutschlands besitzt, de» Schimpf nicht verdient, den sie jetzt von rechts. erfährt, und daß st« auch nicht die Geringachtung verdient, die aus den Worten des Herrn Graes herausklang. Von rechts will man eine Regierung gegen die Arbeiter bilden. Aber ich wache Sie darauf aufmerksam, daß es außer den 8i4 MiMonen sozialistisch organisierten Arbeitern noch 2 bis 2% Millionen anders organisierte gibt. Diese 11 Millionen organisierte Arbeiter, die mit der Rechten nichts zu tun haben, sind die Träger der wirtschaftlichen Macht Deutsch- lauds. Ohne und gegen dies« Arbeiter kann man nicht regieren: wenn Sie(nach rechts) den Versuch mache» sollten, so schaffen Sie den Voden für die RSkcrepu lik.(Sehr gut! bei den Soz.) Wenn Sie eine Regierung Stinnes errichten wollen, und den Ausbauwillen der deutschen Arbeiterklasse ignorieren, dann schassen Sie den Konflikt und den Zusammenbruch. Glauben Sie denn, daß Herr P i n k e r n« i l gestern mtt seiner Aufforderung zur Bewaffnung des Bürgertums und zum Selbst- schütz zum Wiederaufbau beigetragen hat? Herr Pinkemell hätte an Stelle seiner Frage, was die Emeute zu den vielen Waffen in den Händen der Kommunisten sagt, lieber fragen sollen: Was wird die Entente dazü sagen, daß ein bayerischer Staatssekre- tär Tabellen zur öffentlichen Kenntnis gibt, aus denen zu ent. nehmen ist, daß in den Händen der Einwohnerwehren und der Öraesch in Bayern Waffen für ö Armeekorps vorhanden sind.(Hört, hört! b. d. Soz.— Große Unruhe rechts.) Dieser Politik verdanken wir die Spannung, die Heut« in der internationalen Politik vorhanden ist- Herr Dr. Pinkerneil hat offen ausgesprochen, daß Seoering und Hörsing fort müßten, weil ste nicht forsch genug wären. Wohin man mit ihrer Forsche kommt, daß Hoben wir im vorigen Jahre im Ruhrreoier erlebt. Reaktion und Kommunts- mus arbeiten für«inander und haben einander recht notwendig. Sie(zu den Kommunisten) laufen Sturm gegen den siebenstündigen Arbeitstag im Bergbau, Sie wollen 6 Stunden; ich auch— aber nur dann, wenn sie möglich sind.(Hört, hörtt)(Zurufe b. d. Kommunisten: Dos geht ganz gut!) Wenn Sie morgen in den Stand gesetzt werden sollten, Ihre Versprechungen einzulösen, dann Das Reichsjugenöwohlfahrtsgesch. Der Reichstagsausschuß zur Vorberatung des Reichs- jugendwohlfahrtsgefetzes setzte die Generaldebatte fort. Abg. Hofs- mann- Ludwigshafen(Ztr.) riet, der Gefahr der Politisie- rung der vorgesehenen Jugendämter vorzubeugen. Der Ausschuß wandte sich sodann der Frage zu. ab ein R ei chg s u gen d a m t und Landesjugendomter eingesetzt werden sollen. Wahrend nach der Regierungsvorlage zur Sicherung einer tunlichst gleichmäßigen Erfüllung der Aufgaben der Jugendämter und§ur Unterstützung oller Bestrebungen aus dem Gebiete der Iugendhilfe ein Reichsjugendamt zu errichten ist, sieht die getrennt eingebrachte Vorlage des Reichsrats nur die Mitwirkung der Reichsregierung vor. Der Vertreter Hessens. Reichsrat Biege- leben, hegte aus finanziellen Gründen Bedenken gegen das Reichsjugendomt. Staatssekretär Schulz erklärte, daß das Reichs- suqendamt keine selbständige Behörde werden solle, daß vielmehr dieses Amt innerhalb des Reichsministeriums des Innern seinen Platz finden solle. Ob stch daraus eine eigene Abteilung«nt- wickeln werde, lasse sich heute»och nicht sagen. Abg. Mumm (Dnat.): Die für die Iugendwohlfahrt zur Verfügung stehenden Mittel sollten für die Jugend, nicht zur Schaffung- etnc5_ neuen Beamtencipparates verwendet werden. Abg. Frau Dr. Lüders im Landtag. würden Millionen von Menschen in Deutschland v e r- hungern und arbeitslos sein.(Wiederholle Zurufe b. d. Komm.) Den Nährboden, auf dem der Kommunismus erwächst, hat der Krieg geschaffen. Erweitert wird er leider durch das Treiben der Rechtsparteien. Wieviel Enttäuschungen mußten die deutschen Arbeitermassen in den letzten 2 Mi Iahren erleben, wozu die Parteien von recht? das menschenmögliche beigetragen haben. (Sehr richtig! b. d. Soz.) Ihr Parteigenosse H e l s f e r i ch hat sc,n Möglichstes getan, um den Dalles der deutschen Republik anzubahnen. Heute noch zahlen in Deutschland nur die gegen i und Gehalt Beschäftigten Einkommen st euer, st�ehr richtig! b. d. Soz.) Noch der gestrigen Rede des Wg- Pmkerneil muß ich schon sagen: Wir Sozialdemokraten könnten ehxr mit des Teufels Großmutter eine Ehe eingehen, als uns Mit Stinnes und Pinkerneil in ein politisches Ehebett zu legen.(Heiterkeit.) Herr Stinnes hat bis heute nach keine Steuererklärung abgegeben, er kaust die deutsche Wirtschaft zusammen und kaust auch im Auslande zusammen, was ihm erreichbar ist. Die zum Stinnes- Konzern gehörigen Zechen D> utsch-Luxemburg brauchen eine halbe Million Mark für technische Erneuerungen. Herr Stinnes denkt aber n'cht daran, seine Riesenkapitalien in seineu Zechen zu verwenden. Er kauft lieber die ganze Well auf. Die ganze. Wirtschaft wird stinnestert. Von der Sozialisterung sind wir heute weiter entfernt als je zuvor. Dabei setzt der Aufbau der deutschen Wirtschaft und die Erringung der Lebensmöglichkeiten für 50 Millionen Menschen die Sozialisierung des Bergbaues voraus. (Widerspruch rechts.) Aus der Zertrümmerung der europäischen Wirtschast können wir nur herauskommen durch planmäßige sozio- listisch organisierte Arbest. Nur sozialistisch inspirierte Arbeit und nur ein Frieden, der dieses Wort verdient, kann Europa vom Unter- gang retten.(Lebhafter Beifall b. d. Soz.) Nbg. Dr. v. Dryauder(Dnat.) wirft oen Ministern Braun und Seoering vor, daß sie den preußischen Berwaltunaskörper zerstört hätten und beklagt stch darüber, daß die Waffen den Selbstschutz- Organisationen rigoros abgenommen, den Verbrechern dagegen ge- lassen werden. Uitter stürmischem Gelächter endet er mit der Be- hauptung, der Kapp-Putsch sei auch für die Deutsch- nationalen eine Ueberraschung gewesen. Abg. Heidenreich(D. Vp.) wirft Oberpräsident H ö r s i n g unter lebhaften Oho-Rufen von der Linken Unwahrhaftigkeit vor und schließt mit den Worten: Die Firma Seoering, Hörstng, Hölz u. Co. (Stürmisches Gelächter links) hat so gearbeitet, daß sie schleunigst verschwinden muß.(Beifall rechts.) Abg. Schumanu-Halle(Komm.): Dos meiste, was Herr Graes hier an Greueltoten erzählt hat. waren Lügen, die stch aus Schwindelberichte der Presse, namentlich des Wolffbureaus stützten. In Leuna sind die N o t st a n d sa r b e i t e n bis zur Einnahme verrichtet worden. Hölz hat unserer Partei längst nicht mehr an» gehört, ebensowenig wie der KAPD.: er hat allein gekämpft und stch keinen Anweisungen gefügt.(Zuruf: Wohin gehört er denn?)- Fragen Sie ihn doch selbst!.Redner nennt die Sondergerichte eine Schmach, beklagt sich über ihre Rechtsprechung und über Gefangenen- und Jugendlichenmißhandlungen durch die Sipo(Zuruf d. Soz.: Kein Mensch billigt das!), erklärt aber zum Schluß: .Ein Gefecht haben wir verloren— wir rüsten zu neuen Kämpfen t" Abg. Rabold(U. Soz.): Der berühmte Bericht der„Deut- s ch e n Tageszeitung" ist im B u r e a u des Reichswehrgene- rals von Geeckt angefertigt. Wenn also, wie Seoering rnst Hecht sagte, die strategischen Verfasser desselben ins Irrenhaus gehören. so sollte man jetzt die nötigen Schritte dazu tun. Von dem Putsch rücken wir entschieden ab, weil er unsinnig war und der Real». tion mehr genützt hat als den Arbeitern. Von Hölz ist bisher noch keine kommunistische Zettung abgerückt. Die Reichswehr darf nicht auf Arbeiter losgelassen werdem Sie hat noch immer die Basis der Unruhen erweitert. Die Sipo hat sich auch Ausschreitungen zuschulden konunen lassen; die von Schumann vorgebrachten Fälle müssen eingehend nachgeprüft werden. Wir mißbilligen Ausschreitungen auf beiden Seiten. Vlut ist unter allen Um- st ä n d e n h e i l i g. Die meisten Ausschreitungen sind in der Ab- teilung des von Herrn Graes so gelobten Grasen P o n i n s k i vor« gekommen: dieser Offizier des allen Heeres hat einen Sicherheitssoldaten entlassen, well er bei Gelegenhell einer Hetzrede des Wg. Graes erklärt hat, daß die Sipo unter ollen Umständen für die Republik eintreten werde.(Lebhaftes Hört. hört!) Volle Klarheit muß auch geschaffen werden über die Zahl der getöteten Arbeiter. Alles, was Herr Graes gegen den unabbängi-- gen Landrat K a s p a r e k gesagt hat, beruht auf Unwahrhett. Kaspcirek hat in steter Verbindung mit dem Regierungspräsidenten und dem Oberpräsidenten alle geeigneten Maßnahmen zum Schutze der öffentlichen Kassen getroffen. Die Hetze gegen ihn rührt daher, daß er von seinem Borgänger eine Menge unerledigter Akten über- nehmen mußte, welche diesem kein ehrenvolles Zeugnis ousstellen. Daß Kasparek Unterschlagungen begangen hätte, ist eine elende Verleumdung.(Große Unruhe rechts.) Die Sonde r�erichte müssen aufgehoben werden; fix schaffen keine Gerechtigkeit, sondern dienen der Rache der reaktionären Richter sür den 9. November. Wir stimmen auch den kommunistischen Anträgen auf Entschädigung der verbotenen kommu- nistischen Zeitungen zu. Die Beschädigung der Maschinen in der„Roten Fahne" war gänzlich ungesetzlich. Mit solchen Gewalttaten unterdrückt man keine geistige Bewegung. Im Falle Sült holten auch wir einen vorbereiteten Mard für erwiesen. Schließlich wird ober die Arbeiterbewegung nicht durch solche Aufftände wie diesen zum Siege geführt, sondern durch den geistigen Kampf im Sinne des wahren Sozialismus.(Lebhafter Beifall b. d. U. Soz.) Ein Regierungsoerkreker stellt Aufklärungen über Einzelfälle. insbesondere über oen Fall Süll am Montag in Ausstchl. Vizepräfident Dr. porsch schlägt dem Hause vor. sich zu ver- tagen. Dos Haus vertagt sich auf Montag, 12 Uhr: Haftentlassung des Abg. P l e n g e(Kamm.). Verfassung der evangelischen Landeskirche, Fortsetzung der heutigen Debatte.' i'"~"i------------- III I Uf i III imii|B r iTT (Dem.) wies auf die Erschwerungen der freien Liebestätigkeit hin, die durch die Wohlsnlzrtsämter der Kreise und Städte schön gegen- wärtig einträten. Die Abgg. Mumm. Hensel, Wulle, Frau Müller-Otfried(Dnat.) und Frau Long-Brumann (Bayr. Dp.) beantragen, der Abstimmung über diese Frage den De- schluh des Reichsrats zugrunde zu legen und die besonderen Reichs- un d Londesfugendämter zu st reichen. Die- selben Abgeordneten beantragen ferner:„Der Reichsregierung ist' «In R e i ch s j u g e n d b e i r« t für Iugendwalssfahrt anzugliedern. Ihm gehören Vertreter der Hmiptverbände auf dem Gebiete der Iugendwahlfahrtsarbeit an." Die Weiterberatung wurde hierauf vertagt; zu Wstimmungcn kam es noch nicht. Der Geschasisordnungsauoschuß des Landkages sprach sich i: seiner Sonnabendsitzung für die Aufhebung der gerichtlichen Verfahren gegen Frau Abg. Dr. W e g s ch e i d e r(Soz.) und Abg. D. S ch u st e r- Hannover(D. Vp.) aus. Sodann beriet der Ausschuß über den Antrag des Justizmintsters auf Genehmigung zur straf- gerichtlichen Verfolgung und zur Inhaktnabme des Wg- S ch o l e m (AKBD.) wegen Hochoerrats. Die Fälle Rabold(U. Soz.) und Dr. W e y e r. Ostpreußen(VKPD.) wurden zurückgestellt, da man erst das Material abwarten will. BERLIN C.2 BRÜDER STRASSE. BERLIN C.2 BREITE STRASSE. Eigene Herstellung und Veredelung von Gardinen in Plauen, Vogtl Im großen Ausstellungs-Saale Ms Auslage von neuen farbigen licht- und waschechten vorzüglichen Madras- Und Etamine-Stoffen sowie Fenster-Bekleidungen, Schlesische und bayrische Handfilet-Spitzen, Ornamente, Friese sowie Erzeugnisse daraus ReicSihaltige Auswahl von Möbeln für Loggien, Balköne und Gärten llan färbe daheim nur mit echten I5rÄiins**cnen St�fiärben und fordere die lehrreiche Gratisbrosclmre No. Z von 81 Wilhelm Brauns, Gesellschaft mitheschränkt Hafiune.-Quedltnhisrsa. fl. zu einem vom Reichsarbeitsministerium beabsichtigte» Entwurf einer Verordnung zu Z 120» der Gewerbeordnung. Mit dieser Verord- nung soll besserer Unfallschutz herbeigeführt werden; eine Forderung, die schon jahrzehntelang von den im Deutschen choiz� arbeiterverband organisierten Maschinenarbeitern erhoben wird. Wie berechtigt diese Forderung ist, beweist, daß mehr als 9 0 Proz. aller an cholzbearbeitungsmaschinen beschäftig- ten Arbeiter mehr oder minder schwer unfall- verletzt sind. Kaum, daß diese Absicht bei den Unternehmern bekannt wurde, veranstalteten sie gemeinsam mit den Unfallberufsgenossenschaften einen Sturmlauf, um die Behörden zu veranlassen, von den ge- planten Maßnahmen Abstand zu nehmen. Die Unternehmer sind bemüht, den Glauben aufzubringen, daß der Unfallschutz durch die Berufsgenossenschllften genügend gewährleistet wird. In Wirklich- keit ist dieses Gebahren lediglich der Ausfluß ihrer Angst, durch An- schaffung guter Schutzvorrichtungen in ihrem Profit geschmä- l e r t zu werden. Wir fordern dc�er alle Maschinenarbeiter und Säger der Holz- industrie Groß-Berlins sowie alle für den Unfallschutz interessierten Kreise auf, sich an der Versammlung zu beteiligen. Im Vorraum des Versammlungslokales werden durch eine Ausstellung allen Be- suchern in Form von Photographien verstümmelte Hände, die Folgen der gräßlichen Unfälle, vor Augen geführt. Graphische Hilfsarbeiter und-arbeiterinnen Berlins. Heute wird von 9 bis 5 Uhr der Ortsvorstand und die Ange- stellten durch Urwahl jn 10 Wahllokalen gewählt. Die Wahllokole finö: Schönhauser Allee 134b bei Potrzeba, Lindower Str. 2Z bei Sachse. Ti'siter Str. 64 bei Mayer, Lichtenberg, Vorhugenerstr. 83� bei Neander, Wrang el-. Ecke Eisenbahn- straße bei Lüdtke, Urbanstr. 93 oei Kutscher, Neukölln, Prinz- Handjerystr. 3 bei Richter, Bülowstr. 55 bei Kroll, Elberselder Straße 33 bei Herrmann und Charlottenstr. 6 bej Schirm. Kolleginnen und Kollegen! Es, gilt festzustellen, ob ihr eure Organisation nach Moskauer Diktat und Grundsätzen geleitet haben wollt. Wollt ihr dies licht, wollt ihr euer Sslbstbestimmungsrecht wahren, dann verseht euch mit eurem Mitgliedsbuch und erscheint geschlossen zur Wahl. Es gilt Sein oder Nichtsein der Organisation! Wer nicht Mit- schuldiger an einem negativen Wahlresultat sein will, wählt die Liste Glokh-GrohMartn., Aktions-Ausschuß(Richtung Amsterdam.) Zweierlei May in der Reichsdruckerei. Die Beerdigung Sülts hat in der Reichsdruckerei zu einem Nachspiel geführt, das durch eine äußerst zynische und gefühlsrohe Aeußerunq des Hausmeisters Hamann hervorgerufen wurde und zur Entlassung eines Arbeiters führte. Den Angestellten der Reichsdruckerei war es freigestellt worden, sich an der Beerdigung Sülts zu beteiligen. Ein Zehntel der beschäftigten Arbeiter— nicht, wie' die»Rote Fahne" in ihrer beliebten Ueberireibung schreibt, ein Drittel— hotte von diesem Reckte Gebrauch gemacht. Der Hausmeister Hamann fragte noch der Beerdigung einen ihm unterstellten Arbeiter, ob er auch an der Beerdigung teilgenommen habe und äußerte weiter:„Schade/ich hätte Ihnen noch einen Stein mitgeben sollen, damit sie ihn richtig totschmeißen konnten, wen'n er es noch nicht war." Ein anderer Ar- b'eitsr warf in seiner Empörung über diese rohen Worte dem Herrn Hamann einen Stein durchs Fenster. Dieses„Attentat" wurde durch s r i st l o s 6' E n t l a s s u n g des Arbeiters geahndet, während der gefühlsrohe Hausmeister mit einem Verweis davonkam. Die Art der Beilegung des Konfliktes erscheint uns wenig Un p gr t ei i s ch zu sehr.' Bei-dem Arbeiter kann man die..Erregung angesichts der brutalen Äeußeruttg sehr wvhk begreifen. Es hätte wohl genügt,, wenn man dem. Aroeiter die zerschlagene Scheibe be- zahlen ließ und auch Ihm einen Verweis' erteilte. Andernfalls hätte man. auch den Hausmeister Hamann, der der' Veranlosser des Zwischenfalles war, entlassen müssest. Achtung, Holzarbeiter: Seit etwa zehn Wocken stehen die Arbeitnehmer der Särgrabrik Ernst RosinSki, Lichtenberg, Prinz-Albrechl-Str. 13, in einem Streik. Die Firma lehnt e>Z grundsätzlich ab, den mit den Wer- bänden abgeschlossenen Tarifvertrag anzuerkennen. Wiir weisen hiermit darauf hin, daß der Betrieb für sämtliche Arbeitergruppen gesperrt ist. und warnen vor Zuzug. Deutscher Holzarbeiterverband, Verwaltungsstelle Berlin. Ende der Aussperrung in der Dresdener Aigarekkemndusirie. Nachdem mit den streikenden Mafchinenführern der Dresdener Zi- garettenfabriken eme Vereinbarung erzielt worden ist. wonach sie eine wöchentliche Zulage von 6Z M. erhalten(gefordert waren 100 M.), ist die Aussperrung wieder aufgehoben worden. Sonnabend früh wurde die Arbeit in allen Fabriken im vollen Um- fange wieder aufgenommen. Transporiarbeikerstrak in Nochum. Die Fuhrleute und Lager- arbeiter in Bochum sind in den Ausstand detreten, nachdem die Ver- Handlungen mit den Unternehmern wegen Erhöhung des Lohnes ergebnislos gewesen waren. su».s»_»u«»»s»»»»»»»«»--.>e.........' i i■ i GewerMastsbewegung Maifeier 192,! Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins! Wir rufen Euch auf, auch m diesem Jahre den 1. Mai, den Tag der Arbeit, würdig zu feiern und damit erneut zu be- künden, daß die Ideale der internationalen sozialistischen Ar- beiterschaft noch in Euch lebendig sind. Die Niederringung der privatkapitalistischen Wirtschaftsordnung und ihre Ersetzung durch die Gemeinwirtschaft ist das Ziel der internationalen Arbeiterbewegung, für das auch die Gewerkschaften wirken und kämpfen. Am 1. Mai wollen wir beweisen, daß wir den festen und entschlossenen Willen haben, in diesem Kampfe auszuharren, bis das Ziel restlos erreicht ist. Aber auch die Gsgeuwartsforderungen wollen wir nicht vergessen. Darum demonstrieren wir für Ausbau der Arbeiterschuhgeselzgebung. Bekämpfung der Ärbeilslosigreil und ausreichende Hilfe für die Ärbeilslosen, Sazialisierung der Bodenschätze. inkernationale Arbeilersolidarität und einen wirklichen Weltfrieden. Die Bekundung des Willens der Arbeiterschaft zur Er- reichung ihrer Forderungen soll am 1. Mai durch machtvolle Demonstrationen erfolgen, an denen kein Arbeiter und keine Arbeiterin fehlen darf. Eine Ausnahme kann nur für die- jenigen Arbeiter stattfinden, deren Berufsausübung wesentlich dazu beiträgt, die Demonstration zu verschönern und zu einer würdigen und imposanten zu gestalten. Besondere Beranstaltungen werden von den Gewerk- schaften nicht getroffen. Wir fordern darum unsere Mitglieder auf, sich an den Veranstaltungen ihrer politischen Parteien zu beteiligen. Der Ausschuß der Gewerkschaftskomtnission Berlins und Amgegend. Die Wahlen lm Zentralveröanö See Kngeftelllen. lieber die durch Urwahl vorgenommene Wahl der Delegierten zur Verbandsgenerolverfammlung liegt bis zur Stunde ein vollftän- diges Resultat noch nicht vor. Zwei Bezirke, die ausstehen, dürften jedoch an dem bisherigen Refullat nichts ändern. Die Liste I(Orts- Verwaltung) erhielt mit 6200 Stimmen 7 Delegierte, die Liste II (Kommunisten) 3000 Stimmen(3 Delegierte), die Liste III(Franz Krüger) 4200 Ftimmen(4 Delegierte), die Lifte IV(Städtische Bureauhilfsarbeiter) 1ÖOO Stimmen(1 Delegierten). Auch bei dieser Wahl erlitten die Kommunisten eme gründliche Abfuhr; stehen doch den 300» Stimmen, die sie aufbrachten, etwa 11600 Mitglieder gegenüber/die sich zu den Prinzipien der Amsterdamer G e w e r k s ch af ts i n t e r n a t i o näl e bekennen. Wahlvorbereitungen im Bnchbinderverband. Räch ß 48 des Statuts des Buchbinderverbandes ist auf Antrag die Neuwahl der Angestellten in jedem Jahr vorzunehmen. Dieser Fall ist jetzt für die Zweigstelle Berlin des Verbandes gegeben. Am 23. April finden die U r w a h l e n.statt. Eine außerordentliche Ge- ncralverfanimlung am Freitag hatte dazu Stellung zu nehmen. Ueber die Vorarbeiten der paritätisch zusammengesetzten Anstellungs- P rüfiütgs kommission berichtete ihr Obmann. O t s a..-. Für die Posten der beiden Bevollmächtigten(bisher Kaspar und Rothe) kommen in Frage: Kaspar, Rothe, WürzbKger und Henning. Für den Posten des ersten Kassierers be- werben sich'Genosse Bytomski, der schon seit 20 Jahren ckas Amt' sinne hat, und Paul Herzog. Vorgeschlagen und auf die Liste gesetzt wurden dann nach jedes- » mai'iger' Diskussion folgende Kandidaten: Für den Posten des -zweiten Kassierers: Jazimbowski, Genossin Koszelinak(hatte das Sinti vor der letzten Wahl schon jahrelang inne), Petermann und Kolleqm Wöllmer. Für die Stellung als B r a n ch e n l e.i t e r der Buchbinderbranche: Czerny. � Als Sekretär für die Buchbinder brauche: Kollegin Schallert2. Beutscher TrensportarSeiter-Berband(Bezirk Groß-Berlin). Mittwoch, den 20. d. M., abends 3 Ahr, im Gewerkschaftshaus, Saal 3, Bersammlung�allee iN den Karosseriebetrieben Groß-Berlins beschäftigten Hilssarüeiter. SteAung' nähme zu dem neuen Angebot des Arbeiigeüer'oeroc-ndes.— Gruppe Schily.' großhandel. Dienstag, IDi April, 5 Ahr, bei Witte. Poststr. 29, Versammlung. Verband der Fabrikarbeiter. Betriebsräte und Vertrauenspersonen aus der Metall- und Clektro-Industrie. Montagabend 6 Uhr, im Saal 9 des Gewert- schaftshauses. Außerordentliche Funktionärtonferenz.. � Zenträlverband her Angestellte». Arbeitslose! Mitgliederversammlung Montag, mittags 12 Uhr, im Guttempler-Logenhaus, Linienftr. 121.— Film-' Industrie. Oeffentlicho Versammlung Dienstag, nachm..Ahr, im:„Alten Askanier",. Anhaltftr. 11.—- Rcichsorganisationen. Mitgliederversammlung Dienstag, nachm. 5 Ahr, im„Schwärzen Adler", Schöneberg, Hauptstr. 141. Metallarbeiter-Verband. Die Gen cral'i er sammlun g findet Montag,. 6 Ahr, in der Bötzow-Brauerei, Prenzlauer Allee 242, statt.— Montag, vorm. 11. Uhr,• in Boeckers Festsälen, Weberstr. 17, kleiner Saal, Versammlung sämtl. Dele- gicrter und Vertrauensleute der Erwerbslosen. Deutscher Werkmeister-VerSand. Vuchbinderei-Werkmcister. Dienstag, nam- mittags teo Ahr. Branchenversämmlunz im Restaurant„Handel�tätte", Fried- richstr. 16. Tarifangeleaenheiten...__ Veranlw. für den redakt. Teil' Dr. Werner Peiscr. Cbarlottenburg: für Anzeigen. Db. Glocke. Berlin. Verlag: Vorwärts-Verlag G. m. b. H. Berlin. Druck: Tor- wärts-Buchdructere: u. Leriaasanstaji.Paul Singer u. Co.. Verlin. Lmdenstr. 3. Hierzu 3 Beilagen. Wie befreie ich mich v®a RlieuitialisiTiysI Rheumatismus und Gicht sind Stoffwechselkrankheiten. Das B ut ist bei diesen schmerzhaften Leiden n'cht imstande, alle Schlacken, die aus dem Verbrennunrsprozess des Körpers als Rück stand bleiben, hinwegzuspülen. Deshalb laoern sich diese Rückstände, besonders die schädliche Harnsäure, in den Muskeln und Gelen xen ab Dort erzeugt sie die so schmerThaften, und die Bewegung hindernden Gichtknoten oder rheumatischen Verdickungen. Sie sind nur dauernd zu beseitigen durch die Abtragung, der Harnsäure- Ablagerungen. Zweckmäßig geschieht das durch die auf die alten unschädlichen und bewährten Vörscbi iften des verstorbenen Dr. med. Olaf Toft zurückgreifenden Levalliol-Tablettea» Diese Levaibo! Tabletten haben folgende Zusammensetzung: rad. sarsapariüae 5, amm. spiric. 5, potass jodid. ä, f. leg, art tabl. 100* Dieselben sind leicht und bequem zu nehmen, Fordern Sie ausdrSckHch' L-evathoIpräparate, weisen Sie Nach- ahmuffgen zurück. Levaihol ist in den Apotheken zu haben. Alleinige Fabrikanten C. F. Asche«Sr Co.. 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Mai und es ist'ein Sonntag. So be leitet euch, Fremde und Genossen, beizeiten, ihn würdig zu begehen. Rüstet zum hohen Feiertag des internationalen Sozialismus. Ein Sonntag ist es und fast ein jeder hat Zeit, ihn zu feiern. Ein jeder bereite sich, in. Festkleidern zu diesem Tag zu gehen. Ein jeder soll on diesem Tag in seiner Seele das oftmals, ach, so kleine aber dennoch niemals erloschene Feuer der Hoffnung hoch, auflodern lassen, auf daß fich alle Feuer vereinen zu einem gewaltigen Fanal aus deutschen Landen. Unsern Hassern und Feinden eine Mahnung in brausenden Flammensahnen: Wir bleiben, die wir waren, und unser heiliges Ziel ist mit dem Blut unserer Toten an das Firma- urent geschrieben. Unsern Brüdern und Schwestern jenseits aller Meere und aller Grenzen das fröhliche und dennoch heilige Vor- sprechen, unsere Schritte zu heben über Blut, Gewalt und Ver- geltung und mit reinen Füßen in das Reich der Versöhnung und der wahren Menschlichkeit zu schreiten. Mag es auch den Anschein haben, als ob gerade dieser 1. Mai unscrm Volt schwerste Not und Be- drüngnis bringen soll, so darf und kann es doch niemals unsere ruhige Zuverstcht trüben. Wir all« wollen in dem Schein des Maien hinousschreiten und eine neue Quader fügen zum Tempel der Mensch- heit. Auf zum Werk:__ Schul- oder Kirchenfeier'( Zur Ermuerung an Luthers Auftreten auf dem ReichSIag zu Worms am 18. April 1S21 findet am Montag in den Schulen eine Gedächtnisfeier statt. Wie Uns mitgeteilt wird, werden für manche Schulen auf Grund einer Verfügung des Provinzialscbulkollegiiims Feilgottesdienste deranstaltct. Da unseres Wissens diese Verfügung den Wunsch ausdrückl, daß dabei der Wille der Erziehungsberechtigten zur Geltung kommen toll, so ist uns unverständlich, warum nicht die Elternbeiräte zu Rate gezogen wurden. Wir vermuten, daß viele Eltern ihreKinder demFestgotteSdienst werden fernhalten wollen. Es tut not, daß reak ionäre Schulleiter durch ibre' Dienstbehörde auf ihre Pflichten gegenüber den Eltern- beträten hingewiesen werden. Tie Veranstaltung dieser Lutherseier hat übrigens m Eltern- kreisen Anlaß zu dem Gerücht gegeben, daß am Montag in den Schulen eine„Trauerfeier für die Kaiserin* stattfinden toll. Nach dem von uns veröffentlichten neuesten Erlaß des Ministers Haenisch, der solche Feiern(von bestimmten Ausnahmen abgesehen), untersagt, wird schwerlich ein Schulleiter sich eine derartige Eigen- Ulächtigkeit herausnehmen. Großfeuer im Osten. Ein gewaltiges Schadenfeuer kam am Sannabend nachmittag in der Greifswalder Str. 88/90, am Bahnhof Weißensee, aus. Auf dem Grundstück der Altpapierhandlung von Perfchel, auf dem das Feuer entsiand, laaerten bedeutende Mengen von Altpapier und Lumpen, die dem Feuer reiche Nahrung gaben, fo daß es sich mit rasender Schnelligkeit ausbreitete und auf die Holzvorräte der Firma Langsch übergriff und weiter auf den Platz der Firma Kretzfchmer. Es brannte in kürzester Zeit eine Fläche von mehreren taufend Quadratmetern. Die. Feuerwehr wußte mit nicht weniger als 30 Fahrzeugen, darunter 2 Dampf- und 3 Motorspritzen anrucken und hatte einen schweren Stand. Wegen der enormen mutzten die Löschmannschaften Asbestschilder und alte Holztüren vor sich her- schieben. Der gesamte Verkehr in der östlichen Greifswalder Straße mußte eingestellt werden, die Straßenbahnen nach Weißensee jedoch wurden über Schlauchbrücken geleitet. Die Feuerwehr arbeitete so erfolgreich, daß nach zwei Stunden die Hauptgefahr beseitigt mar, jedoch zog sich die Ablöschung der brennenden und schwelenden Holz- stoße, Bahlen und Bretter, die erst vollkommen auseinanderzsrissen werden mußten, bis in die Nacht zum Sonntag hin. Der Bevölke- rung hatte sich anfangs eine lebhafte Unruhe bemächtigt, so daß�da- durch die Löscharbeiteu teilweise erschwert worden sein sollen. Achtung! Genoßlnnen! Mittwoch, den 20. April 1921, nachmittags S'/z Uhr, in der Schulaula, Slelnsiraffe: Konferenz der Wohlfahrts- Ausschüsse. Tagesordnung: 1. Vortrag der Genossin Wachenheim: Ausere Aufgaben in der Wohlfahrkspflege. 2. Tätigkeitsbericht. Referenlin; Genossin Todenhagen. 3. Freie Aussprache. Die Bürgerdeputierten der Wohlfahrtsdeputationen, die Stadt- und Bezirksverordnctcn sind hierzu besonders eingeladen. fkrbeit, nicht Ellmosen. Der Berliner Magistrat Hot in dem Rotsandsteinbau der Burg- straße 8 eine besondere Vermittlungsstelle ffir Schwerbeschädigte eingerichtet, die nach dem vorbildlichen System der brandenburgi- scheu Vermittlungsstellen organisiert ist. Ihre Aufgabe ist es, den Schwerkriegsbefchädigteu Arbeit zu verschaffen, um sie unabhängig zu machen von der Mildtätigkeit ihrer Miimenschen und um in ihnen so das Gefühl zu stärken, daß sie trotz ihrer Verletzungen brauchbare Mitglieder der, menschlichen Gesellschaft sind. Dos Gesetz vom 9. April 1920 zwingt die Betriebe mit mehr ais ZZ Arbeitern imd Angestellten, eine Anzahl von Kriegsbeschädigten einzustellen. Die Betriebe Berlins werden nun von erfahrenen Beamten der Vermittlungsstelle kontrolliert, die von ihnen festge- stellten Ergebnisse werden in einer besonderen Spezialabteilung durchgeprüft und wandern dann auf einer Stellcnkarte zur Arbeits- Vermittlung. Alsdann werden die Schmerbeschädigten vorgeladen und nach Rücksprache mit dem Berufsberater dem ständig anwesen- den Arzt zur Untersuchung zugeführt. Der Arbeitsvermittler wird mit dem Ergebnis vertraut gemacht und prüft auf Grund der Stellenkarten und der Akten, für welche Betriebe die Kriegsbeschädigten geeignet sind. Eine besondere Abteilung, welche nach den gleichen Grundsätzen arbeitet, sorgt für die Unterbringung der Kriegsblinden. Schwestern widmen sich den innerlich Kranken, suchen sie in ihren Wohnungen aus und führen sie den Krankenhäu- fern, der Lungenfürsorge oder den Versorgungsämtern zu. Es ist bezeichnend, daß die Industrie in außerordentlich ent- gegenkommender Weise Kriegsbeschädigte einstellt, während beim Handel ein solches Entgegenkommen leider nicht vorhand?n i st, so doß einzelne Firmen bereits in Geld- strafen genommen werden mußten. Alle Arbeiten der Bermitt- lungsstelle beruhen aus gesetzlicher Grundlage. Wieder Vorgang wird daher aktenmätzig sestgelezr—- und die zum größten Teil kriegsbe- ichädigten Beamten Und AzrgestcstfeN-- 90 gn der Zähl---- find auf den§ 145a der Gewerbeordnung verpflichtet. In der' Zell, vom 1. Dezember 1920 üts zum 31. Marz 1921 sind etwa 1790 Stellen sür Kriegsbeschädigte freigemacht worden, 1760 wurden den Arbeitgebern vorgestellt und etwa 1400 in feste Arbeitsplätze untergebracht. Augenblicklich sind 19 3 8 arbeitslose Kriegsbeschädigte und noch etwa 4—5.0 0 s ch w e r b e s.ch ä d i g t e Lazarett. insassen vorhanden. An die Leistungen der Vermittlungsstelle werden in Zukunft noch höhere Anforderungen gestellt werden, da die Zahl der wiederhergestellten Kriegsbeschädigten anwächst. Mögen dieser segensreichen Einrichtung die besten Erfolge be- schieden sein. keine billigere Hausbrandkohle! WTB. erfährt von zuständiger Stelle, daß die Milteilung, wonach im Reichsfinanzministmuin ein Entwurf zur Aenderung deS KoblensicuergesetzeS aiksgearbeitet würde, der eine Berbilligung des Hausbrandes bezwecke, nicht den Tatsachen entspricht. Nach IVerder fahren am heutigen Sonntag eine ganze Reihe van Sonderzügen auf der Stadtbahn wie auch vom Potsdamer Bahnhof: sie werden größtenteils als Vor- oder Nochzüge zu den Zügen des Fahrplans gefahren werden, so daß die Eisenbahn für den zu erwartenden Massenvei kehr gut gerüstet ist. Außerdem wer- den von Potsdam und von Wannsee aus noch eine Reihe von Dampfern der Stern-Gesellschast einen stündlichen Verkehr von und nach Werder unterhalten, von wo aus der letzte Dampfer gegen SVs Uhr nachmitiags abjährt. Las Urleil im Prozeß Faber. Vor dem Sondergericht des Landgerichts ll wurde der Prozeß gegen den früheren Reichswehr- soldaten Albert Faber, den Architekten Panelli und den Koch Bernhard Kirsch zu Ende geführt. In der Schlußsitzung gab die Hauptzeugin Hedwig B. noch bemerkenswerte Ergänzungen zu ihren Aussagen, aus denen hervorging, daß' das Mädchen in standiger Angst vor dem Hauptongeklagtsn Faber lebte. Auf Grund des Zeugeneides der Hedwig B. wurde Faber zu zwei Iahren Gefängnis und drei Iahren Ehrverlust, Kirsch wegen Beihilfe zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Vanelli wurde freigesprochen. Eine sehenswerle Wohnung. Die Kosten von Haus- und Woh- nuugsrcparaturen sind so außerordentlich gestiegen, daß man die Ab- Neigung der meisten Hauswirte gegen Reparatürwünsche der Mieter begreift. Wenn aber Hauswirte ihren Reparaturstreik zu weit treiben, dann dürfen sie sich nicht wunderttz daß Mieter zu dem Ab- wehrmittel greifen, bis auf weiteres die Mietezahlung zu verweigert,. In Berlin-Nord wählte eine Mieterin des Hauses Granseer Straße� diesen Ausweg, weil die Mängel ihrer kleinen Wohnung nicht beseitigt wurden. Der Verwalter tat, was bei Zahlungsver- Weigerung die meisten Hauswirte oder'Verwoster zu tun pflegen: er klagte auf Zahlung und Räumung. Das Gericht wird demnächst über die Klage zu entscheiden haben. Inzwischen hat auf Bitte der Mieterin das Gesundheitsamt die Wohnung besichtigt ynd dann Desinfektion angeordnet, weil früher darin eine lungenkranke Frau gewohnt hat. Nach der Desinfektion hoben in dem einzigen Zimmer der Wohnung die längst schadhaft gewesenen Tapeten sich an der einen Wand gelöst, so daß sie in quadratmetergroßen Fetzen herab- hängen. Das Zimmer sieht jetzt so arg aus, daß es in diesem Zu- stand unmöglich als bewohnbar gelten kann. Den neuen Mieter möchten wir kennenlernen, der in diese Wohnung, ohne daß sie repariert würde, hineinzöge! Der Oestcrreichisch-Teutschc Pollsbund veranstaltet- Sonntag-,!>. April, Ii Uhr vormittags, in den Kammerlichtspielen Potsdamer Plah eine. oflentlichc Versammlung unter dem Titel:„Tirol und wirst' Die Berliner Liedertafel hat ihre Mitwirkung zugesagt. Filmausnahmen aus der herrlichen Gebirgswelt Tirols werden vorgesiihrt. Eintritt ist srei. Der amtliche Stenographicuntcrricht sThstcm Stolies im Prcustischcn -andtage l'sruhercn Augeordnctcnhavse) beginnt am Montag. 18. April, abends 7 Uhr. Er seht gute Schulbildung voraus und ist nouicNtlich für Schüler von höheren Lehranstalten und Hochschulen bestimmt. Die Abgabe der Sieuererklärungev muß, laut Bekanntmachung der Finanzämter des Landesfinanzbezirks Groß-Berlin in der Zeit vom 1. bis 30. April seitens aller Deutschen und Nichtdeutichen erfolgen, soweit ihr Einkommen im Kalenderjahr 1920 oder in dem während dieses Kalenderjahres endenden Wirtschaftsjahr mehr als 10000 M. betragen hat. Wer die Frist zur Steuererklärung ver- säumt, wird zur Abgabe der Erklärung durch Geldsinffe bis zu 500 M. angehalten. Steuerabzug vom Arbeitslohn. Nach 8 45u der Novelle zum Reichseinkommenstsuergesetz vom 24. März 1921(RGBl. Nr. 34) sind vom 1. April 1921 ab den ständig beschäftigten Arbeitnehmern bei jeder Lohnzahlung 10- Praz.. des Betrages em.zubeha'ten, üm-stfa' der.auszuzahlende Arbeitslohn.4 M.,.24 M. oder 100.fR. bei'.täg-' kicher, wöchenflicher oder monatlicher Berechnung des Arbeitslohnes übersteigt imd wonach der- gleich« Betrag für die zur Haushältung zählende Ehefrau des Arbeitnehmers abzugsfrei zu belassen ist. Es sind demnach für einen verheirateten Äxbeitnehmer und seine zu seiner Haushaltung zählende Ehefrau insgesamt abzugssrei zu'bd- lassen: a) im Falle der Berechnung des Arbeitslohnes nach Tagen zweimal 4.-8 M.. b) i-m Falle der Berechnung der Arbeitslohnes nach Wochen zweimal 24— 48 M,, c) im Fall« der Berechnung des Arbeitslohnes noch Monaten' zweimal 100= ZOO M. Im Berliner Aquarium gewährt das Boialihecken Nr.. 10 der See»- wasterobteiluug zurzeit einen wundervollen Anblick. Außer den zahlreichen zu der Gruppe der Hohltiere gebörcnden Seerosen hat eine ganze Kolonie der merkwürdigen großen Röhrenwüriue» i'1 Kiemenkränzc aus den Röhren gesteckt, so daß jeder einzelne wie eine ge-' stielte Blume wirkt.— Im Zoologischen Garten ivielt beute von 4 llhr nachm. bis 10 Uhr abends die Kapelle des Obermusikp-itisterz o. D., 42] Stine Menschenkind. 1!!. Der Sündenfall. Von Martin Andersen Nexö. Ob sie ein Einspännerfuhrwerk gesehen habe mit einer großen roten Stute davor— vor einer guten Stunde? Nein? Von wo sie denn sei? 0b das nicht das Vieh vom Bakkchof sei, dos sie. büte? Sie meinten doch, sie könnten es erkennen. Das sei wohl eine recht gute Stelle hier, oder vielleicht doch nicht? Ja. wie denn... es sitze doch eine Witwe auf dem Hofe, nicht wahr? Ach. richtig, jetzt besännen sie sich, hier wohne ja die Karen vom Bakkchof, wie sie genannt werde. die ihren Mann vor zchn Jahren auf so traurige Art verlor! Aber sie trauere wohl nicht darüber? Wie, ein Sohn sei auf dem Hof? Und ein festgedungener Tagelöhner? Aha, der Rasmus Rytter? Schlafe er denn auf dem Hof? So so, er gche am Abend nach Hause. Aber manchmal bleibe er wohl? Wen» recht viel zu bin sei? Sie fragten abwechselnd, und Stine gab getreulich Be- scheid. Als aber die Frau Näheres über die innere Einrich- tung wissen wollte und fragte, wo Karen ihre Schlafkammer habe, und ob sie allem im Wohnhause schlafe, da wurde Stine aufmerksam. In dem Gesichtsausdruck der Frau war etwas, das ihr sagte, sie sei wieder dumm gewesen, recht, recht dumm. Plötzlich sprang sie vom Wa�en weg, aufs Feld; dort drehte sie sich um und schnitt den beiden eine Grimasse, ganz giftig vor Wut.„Erstunken und erlogen ist's l" rief sie heistr. „Und ihr selber seid Lumpen, richtige Kla schbauern! Der Bauer drohte mit der Peitsche und schickte sich an. vom Wagen zu springen. Wer Stine lies, den Deich entlang, hinaus und über die Felder hinab. Unten ini«sumpf lag ste dann, schnaubend und ganz erschrocken über sich selbst! Wenn man ihr nun nachkam... mit den Bauern war nicht zu spaßen, die hatten immer gleich das Gesetz zur Hand. Vielleicht gingen sie sofort, wenn sie in der Stadt ankamen, zum Gericht und klagten.,. Sie konnte sich nicht wieder frei davon machen, der Ge- danke arbeitete weiter in ihr und erfüllte ihre Seele mit Grauen. Wer sollte ihr in ihrer entsetzlichen, entsetzlichen Ber- lassenheit helfen? Es blieb ihr nichts anderes übrig, sie mußte nach Hause: Stine hatte es schon früher erlebt, daß sie alles im Stich lasten und über die Felder davon eilen mußte. Es kam wie eine Besessenheit über sie, so daß sie nicht einmal imstande war, nach dem Wege zu suchen, sondern über alles hinwegsprang. Unterwegs wurde sie ja durch allerlei aufgehalten: sie lief sich in einem Moor fest oder geriet in Dorngebüsch hinein; die nackten Füße bluteten, und das Kleid hotte lange Risse be- kommen. Die Besessenheit war verflo'gen, und sie behielt die Verantwortung; verzagt schlich sie zurück, badete die wunden Füße und nähte das Kleid zusammen, dankbar, daß kein größerer Schade geschehen war. Nach solch einer verzweifelten Laufpartie befiel der Friede sie. Das unbäydige Heimweh hatte ausgetobt, und während sie auf dem Moorhang saß und die Füße ins Wasser hielt, nachdem sie ihr Kleid aufgeschürzt hatte, sank es von ihr ob. All das Kätppfende verschwand in der Erde, mid übrig blieb ein kleiner Weiblicher Mensch, er- füllt von der süßen' Mattheit, die von Tränen erzeugt wird. Für eine Welle verlangte nichts nach ihr, sorglos konnte sie sich ihren eigenen Gedanken überlassen. Sie saß da und wunderte sich über sich selbst, untersuchte ihre Beine, von denen das eine ein Muttermal ganz oben am Schenkel hatte, und ihre schlanken, sonnenverbrannten Arme. Sonne und Wind hatten sie am ganzen Körper durch die dünnen Kleider hindurch gebräunt. Aber sie war nicht zufrieden mit der Farbe und reckte sich in dem lauwarmen, flachen Sumpfwasser, um das Erdige abzuspülen. Es lag auf der Haut abgelagert wie alte Schatten. Vom Nabel lief ein Rtnkler Streifen über den Bauch hin- ab. Das war etwas Allvertrautcs, denn Großchen hatte schon darauf aufmerksam gemacht, als Stine. noch ganz klein war, und sie hatte ihr prophezeit, daß sie leicht und reichlich Kinder bekommen werde. Unter Stines Achseln aber wuchs rötliches Kraushaar— das war neu und spannend. Stine faßte unter die sich formenden Brüste und war ganz stolz dar-auf, daß sie bereits so schwer waren— besonders wenn sie sich vornüber beugte.' Aber dann sah der Rücken nicht gut aus, es trat eine ganze Reihe von Zacken an ihm hervor. Sie hätte etwas da- für gegeben, wenn sie sich selbst von hinten hätte sehen können, um zu erfahren, ob der Rücken noch schief sei. Plötzlich packte sie manchmal die Angst, daß jemand kommin oder daß einer in den Feldern liegen und sie be- lauern könnte. Sie ergrisf. ihre Kleider und floh kreischend ins Gebüsch, um sich anzuziehen. Biel zu belauern gab es freilich-nicht:- ein-schlottriger Mädchenkörper, der weder die Formen des Kindes noch des Erwachsenen hatte und gar nicht vermachte, das Tageslicht warm zurückstrahlen zu lassen. Stine war kaum dazu aus- ersehen, einem Manne den Kopf zu verdrehen. Das Schönste an ihr war und blieb das Herz— und das steht nicht hoch im Kurse. Darum hat die Natur weislich dafür gesorgt, daß es gut versteckt ist. 3. D i e B ä u e r i n. Karen von: Bakkehof und Stine waren nach dem Mittag- essen im Wirtschaftsraum damit beschäftigt, Roggenmehl imd Gips für die Ratten zu mischen; die anderen auf dem Hof hielten ihren Mitagsschlaf, auch die Magd Sine. Karen rührte die Mischung trocken zusammen. Ihre Bewegungen waren derbe. So oft sie sie rührte, strömte eine stärket körperlicher Geruch von ihr aus, der Stine in der Nase brannte und er- schaudern ließ. Die Mischung wurde in Papierpöckchen ver- packt, die Stine in den schlimmsten Rattenlöchern in Scheunen und Tennen anbrachte. Deren gab es genug. Es war ganz still auf dem Hof, einschläfernd still. Stine war früh aufge- standen und hätte sich gut ohne weiteres auf den Steinboden legen können, um zp schlafen. „Siebst du!" sagte Karen, indem sie Stine die letzten Päckchen in die Schürze reichte,„wenn die das alles in den Leib kriegen, kann man annehmen, daß sie fiir immer genug haben." „Ist es sehr giftig?" fragte Stine. „Giftig? Nein, an und für sich ist's die unschädlichste Sache von der Welt. Wenn aber die Ratten sich erst den Leib vollgefressen haben, müssen sie sofort hin und sausen. Denn trockene Kost ist es! Und sobald Wasser zu dem Gips kommt, wird er steif und liegt den Tieren wie ein Stein im Magen. Sieh, so geht das zu!" Stine stöhnte vor Entsetzen leicht auf.„2lch nein, das muß ja ein schrecklicher Tod sein," sagte sie. Karen machte eine ärgerliche Bewegung:„Pah. wieso? Die Hauptsache ist doch wohl, daß man dem Teufelszeug an den Kragen kommt. Wie, ist wahrhaftig gleichgültig. Es gibt so viele Todesarten, und sie olle führen den einen Weg.— Wann erwartet ihr, daß deine Mutter freikommt?" Die Frage überraschte Stine und tat ihr web.— viel- leicht, well sie gerade in dieser Verbindung gestellt wurde. „Es dauert wohl noch etwas," flüsterte sie...... (Forts, folgt.) flttoA. Eintritt i M., Kinder lütfet 10 Jahr«, feie HAftk- SyUarium- Eintrittspreis von der Straße 3 M., vom Garten 1 W.; vom Aqua in den Zoo 2 M., für Kinder denfalls halbe Preise. Der Admirals-Palast feiert am 13. d. M. sei« tOjährigeS Sesidi�n und wird an diesem Taoe als Festoorstellnng das Ballett„Abrakadabra" neu inszeniert ausgeführt. Für paulseu. In einer stark besuchten Versammlung der Elternbeiräte der SPD. des Verwaltungsbezirks Wedding sprach Gen. C a r s e n zu dem Thema:„Wie stehen wir zu den Richtlinien des Oberstadtschulrats Pausten"? Der Referent erntete mit seinen Ausführungen reichen Bestall. In einer Resolution verpflichteten sich die Elternbeiräte, Paulsen gegen alle Widerstände mit allen Kräften beizustehen. Brotkarte Mitte. In der Woche dam 18.— Zj April darf Brot nur aus die Brotkarte abgegeben werden, deren Abschnitte das Stichwort Mitte traaen. In der Woche vom 18.— Zt. April dürfen für den Mehlbezug nur Abschnitte der Brotkarie mit dem Stichwort Mitte abgenommen werden. Brot auf die Karte mit dem Stichwort Mitte darf erst vom Montag, den 18. April ab verkaust werden. Butter. Die für den Monat April 1321 rationiert verausgabte Butter kann nur in der Zeit vom Montag, den 18. bis Sonnabend, den 30. April abgeholt werden. Zirlnsuachtvorstellilug Berliner Bühnenkünstler. Zugunsten der Wohl- sahrtskajse der Schutzpolizei von Groß-Berlin findet am Sonnabend, 30. April, im Zirkus Sarrasani im Zirkus-Bufch-Geoäude eine Nachtvor- steltung statt. Das gesamte Programm wird durch erste Berliner Bühnen- und FUnikünstler destritten. Schöueberger Kunstausstellung. Tie Ausstellung von Werken Schöne- berger und Friedenauer Künstler im Neuen Rothaus zu Schöneberg wird noch �bis Sonntag, 21. April, geöffnet sein. Werktags 10—3, Sonntags Volkshochschule Groß-Berlin, Arbeitsstätte Neukölln. Die. bisher eingerichteten Fremdsprachkurse(Franzölisch. Englisch, Spanisch. Russisch) wer- den im Bierteljahr April/Juni 1321 weitergeführt. Ferner werden An- sängerkurse eingerichtet. Beginn: 18. April. Anmeldungen werden noch in der Zeit von 10—1 Ahr vormittags itn Zimmer 2ö5, Rathaus Neukölln, entgegengenommen. Die Hörgebühr beträgt ab 1. April 1? M. sc Kursus. — Die bisher von den akademischen Anterrichtskursen für Arbeiter ein- gerichteten Lehrgänge in Deutsch und Rechnen werden cbensalls fortgesetzt. Neu eingerichtet werden Kurse in Deutsch und in Rechnen. Auskunss und Anmeldung hierzu am Mittwoch, i. Mai. abends IM— OVi Ahr im Kaiser. .........- jj--—--..... lochen) Sämtliche Z-riedrich- ....____.,_____ Härerkarten zu den von der Volkshochschule Groß-Berlin eingerichteten- Kursen sind vom April in folgenden Berkoufsstcllcli erhältlich: Rathaus Neukölln, Zimmer 253, 10— 1 Uhr:„Vorwärts". Siegfriedstr. 28. 3—4 Uhr Wochen- tags; Freudenreich, Britz, Hannemannstroßc Ecke Pintschallee. wochentags 3-M5 Uhr; ferner an der Abcndkasie der Leyrstätten, jeweils, vor Beginn der beiden ersten Vorträge einer Reihe. Bezirksbildungsausschuß. Heute nachmittag 4 Uhr Konserenz der Bil- dungsausschüsse im Zentral-Jugendbeitn. Lindenstr. 3, 3. Hos 3 Tr. Wer keine Einladung erhalten hat. ist hierdurch freundlich eingeladen. Ziach Beendigung spielt unser künstlerisches Marionettentheater. Zur Aufführung gelangt: 1.„Der Prinz von Oranien", heiteres Trauerspiel in 3 Aufzügen. 2.„Dr. Fairst", eine luftige Tragödie in 3 Akten.— Theater. Heute nachmittag 3 Uhr und Montag, den 13., abends VM Uhr. im Rose-Theater, Große Frankfurter Str. 132,„Kaier Lampe", Komödie von Emil Rosenow. Eintritt 3,30 M. einschließlich Kleiderablage und Thcaterzelte!. Verlosung der Plätze 1 Stunde vor Beginn der Vorstellung.— Sozialistische Biidungs- schule. Dienstag, 13. April, abends 7 Uhr, in der Juristischen Sprech- stunde, Lindenstr. 3, 2. Vortragsabend der Genoisin Tr. Tora Nichten- hanfer über„Sozialistische Lebensführung". Hörgebühr 6 M. Karten sind noch zu haben am Eingang des Schullorals und im Bureau des Bezirks- bildnngsausschusses. Gewerkschaftsmitglieder! Am Donnerstag, 21. April, abends TM Uhr, findet im„M e i st e r- S a a l". Äörhener Str. 38, ein Konzert- und Rezi- tationsabend statt. Margarete Lehnert wird Lieder von BrahmZ, Beethoven und Alfred v. Sponer singen. Ella Müller hat die Begleitung am Flügel. Rudolf Lettinger(v. d. Volksbühne) und Brandt-Jakobi lesen Dichtungen der Arbeiterdichter Albert Thalhoff. Hermann Claudius u. a. Karten zü Zchg und 5chl) M. können in unserm Bureau, Engelufer 15, 1 Tr. Zimmer 15 entgegengenommen, werden, ' Morgen, Montag, den 18. Äprklt . 18. 9ri:\t We!«e»sre. lürouenavenb' 7'H tthr bei. SLdtko, Ecke TaMtraste. ! Thema:.Wohllahrtspslege in Rußland." Referenten: Genossen Taulend- 1 schön und Gervtcn... - IS. KretS Pankow. EllsrnLeirAeversämmlung, 7% 115-. Sei Engel, WSSlen- ftratze 15. Thema.„Dia Päulfenschen Schulreformvläne." Refecenr: I Dr. Carlen. Erscheine« unvedinat erforderlich. i S-, 10.»ni> 11. Mit. ArauenaSend. TM Uhr. t.m..Reichender g« Hof", Reichen- berger Str. 117. Thema:„Tie EinhelLsschulc." Reforeiltin: Genossin ' Dr. Wegscheider. 12. Abt. Frauenahend,'% Uhr. im..Gravbischen Vereinshans". Mexandrinen. strotze 11. Thema:„Tie UnterSrechung der Schwangerschaft," Referent: Genösse Dr. Zadeck. 15. Abt. Frauenäbend. TM Uhr, im ,Lönigstadt-Kasi.nn". Hslzworkffk.- 72'. j Thema.„Die Lehren des PutfcheS in Mitteldeutschland.-" Referent:.Sank i Bnchhosz. 1 17. tzhtt. Fraoenabead, TM Uhr, in der Schule.-.Hohenlohesir. 11. Konferen..-- > zimmer. Thema:„Die Soztaldemolratie ewlt und jetzt." Referent: Ga- nösie Petersdorff. SS. und 28. Zldt. Frauenadend, 7M Uhr. in der Schulattla Schönhauser j Allee 106». Thema:„Die Pariser VerhandlnNgen und ihre Bedeutung 1 für die Frauen." Referent: Artur Häußler. SS. Zlbt. Frauenabcnd, TM Uhr, Sei«Ulwald. Vuttduser Str. 24. Thema: „Die Wohlfahrtspttege." R�erentin: Genossin Beer. 31. Ast. Frauenadend.. Di Uhr. her Goldbach, Linetoplatz 7. Thema:„Ge- rechtigieit." Reserent: Alfred Puls. 42. Abt. TM Uhr, bei Behrens. Tegeler Str. 22, Sitzung der Dezirksführer und Betriebsderträiiensteuw. Nunisioniirkarten. mitbringen. ■Ii. Abt. Frauenaüend, 7M-Uhr. bei Kerfüi, Panlsto. Etz. Referent: Genosse Springer. 31. Abt. Sriedenan.(öeneralversammlung, 7M Uhr, im Restaurant:.Hohen- zollern HandjerhAr.. 64- Neuwahl deS Borsiandes- usty. 104. Abt. Riederschgacwkide. Frauenaöend, 7M Ubr. im Zeichensaal der ye- metndeschule, Berliner Str. 31. Thema:„s 213. �Referenttn: Ge- notsln Todenhagen. 130. Abt. zicknichendorf-ZAeft. 7 Uhr, im, Lokal von Sindfiedt. Residenz- strotze 120/121, Funktionärsitzung. Erscheinen dringend. notwendig. Um 0 Uar wichtige Sitzung des engeren DorstondeS. Berfammlung, tümtlichrr Öbkcute des SPD.-AktionsausfKusies der AEG. S Uhr, Restaurant Artiger, Hussitenstratze, Ecke Scheringstratz«. Aebermorgen. Dienskag, den lg. April: 2. KrriS Tiergarten. 7 Uhr, Sei Trümper. FlensSurger Str. 3, Sitzung särnt-- licher Abieilungskassierer und Bildungsousschutzmitglieder. 30. Rbt. Franenavend. 7M Uhr,' Sei Bärwalde, Schlegelstr. 8. Thema:„Welt- anschouilng und Ethik.". Referent: Gultov Weide.' 131.«dt. Ntlderschönhausl». Frauenabend, 7lb Ubr, Sei Himmel, Eichenstr. 14. Thema:„Frauenkrankheiten und TuSerkulose." Reserentin: Frau Dr. Foth: 130. Abt. Rrinickendorf.Wrft. Frauenabend, 7M Uhr. in der Aula der 2. Äe- msindefchule. Auguste-Piltoria-Stratze 04 /gg. Thema:-„Zwangs Mutter- fchasi." Referentin: Mario Jucharz. M. d. R. » 4. Kreis Prenzlauer Tor. Mittwoch, den 20. Avrtk, 7 Uhr. Perfammkung der EBD.-Elternbeiräte und Kandidaten. Thema:„Die Paulsentchen Schul- Pläne." Referent: Dr. Richard Lohmannl Erscheinen unbedingt not- wendig...- 5l. Abt.(fharfoitendurg. Mittwoch, den 20. April. 7M Ubr, Sei SchellSaS. KöNigiN'EKsaSeth-Äratz« 0. Gäste willkommen. Besuch erwünscht. 77. Abt. Schiaeberg. FrauenIefeäSend. Mittwe�h. den 20. April. 71? Uhr. Grund. Msiniliger Str. s.' Aestrentw: Genossin Frau Dr. Foth:.Duder- lulose". Gäste willkommen. 5. Kreis Fricdrichshatn. Am Sonnabend, den 23. April. 7 Uhr. findet ein «eiterer Abend in den„Eoncordia-Festtälen" statt.' Vor.tragsmcister: Dr. Benno Wünsch. Satiren— Scherze— Parodien. Nach den Vorträgen: Gefelliges Beisammensein. Eintritt 2 2KJ, Billetts. sind.beim .Genossen Günther, Fruchtstr. 33/34, zu haheii. Montag, den 18. Zlprtt: Oröh-Lichtersekhe, Albrechtstr. 14». Mädchrnadend.— Kcrwoborsi Noorw : siraße. Schule, DiÄuffionsad«»»!„Wie soll man waude-n?"— Mariensew«. . Sazale Dorffiraßs, Bartrag:„Matertalistische. Selckichtsanffa.stuuq"'.— StU' lauer Bieitel, Schule Naglerjtr. 3. DiÄusfion:„Wie wandern wir?" Aebnngssiunden der SPD.-Chöre. Anfragen find zu richten a» K. Schulz. Charlottenburg, Kirchfir. 33. Montag. 7 H, Uhr: Arbeitergefangverein ,, Einigkeit"- B u ch h o l z Sei Heniiig, Pafewalker Str. M.— Soz. MSunerchor F: i e d r i ch- h a i n im „Andreao. Kasino", Andreaostr. 3.— Frauenchor„Frohsinn"- Charlotten- !durg bei Bohne, Schioßstr. 4ö.— Liederfreunde Borsigwalde- ! Witte. naU-Tegel Set Schade, Veidtstraße, Ecke Berliner Straße. —'Dienstag. 7M Uhr: Soz. Männerchar Hallesche s Tor in der Aula der II. Realschule, Boeckhstr. 0/10.—„Harmonie". Weißenfee(8 Uhrl, / Pisiortus-. Ecke Rälkostraße.„ Denaerstäg. Eängerchor S.P.D,-Pank o.oi 1(7W-16 Uhrl bei Engel. Müblenstr.. 4S.- Freier Mänuerchnr R ei nicken- darf s7hz— 10 Uhr) bei Lmdstedi, Residenzstr. 120. Ecke Grüner Weg.— Soz, Männerchor Marrenborf<8— I0)..hei.Riendorf, Chausteestr. 10.— Frei. tag. 7M Uhr:£03. Männerchar Prenzlauer Tor, Bötzow-Brauerei, Prenzlauer. Allee.— Mänuerchor., Harmonie"- C h a r.l ll t t r n s u r g, Aula der Siemens-Oberreälschule, Schioßstr. 27." Groß-Seriiner parteknachrichten. 19. Kreis. 138. 'in Pankow. Heuke, Sonnlag: IS».-Abt., e Uhr. gemütliches Beisammensein'Mit Familie stokal: Kl. Vokksgarten. Scklotzstr. 2. ?ugenAversnstaltungen. «ereilt Arbeiter. Zugend Arotz-Berli». Sekretariat: MS.40, S« den stelieu 2». Sonntag, den tt. April: Da« g»«koA»ge>idh«im bleibt heute geschlossen.«-..... KönigAWvste rh sms e n. Heute 8 AH" tm Saale tioit. � UaMM/ straßo 1, Elternabend und Bannerweihe Ultt besvnharem Programm. Cüttritt frei f Vortrage. Vereine und Versammlungen. l ®ctt?ßflncr Kinderg?MPpe. Leettpunkt SorrJagna�wfitoir 3 Ahr RicharH" platz. TaubftNMme.n-Ps5tci-Bur?P Deutschlands. Mittwoch, den 2V. Äpr''lo ckbends Vil llhr, ordentliche Genecolvi�sammlun�, verpnvden mit Zahlabend, im Restaurant Schreiber, Holzmarkistr. 65. Mitglieder mit mehr als drei restie- ren.den.' MonatsbMragen haben/ vorher beim Kassierer die. Mitgliedskarte, in Ordnung zu. bringen, sonst kein'Eintritt zur Versammlung. Bartragsbaginn � Mr.'— Rcichsonnd htt Kriegsbeschädigten. Bezttk Zentrum. BiÄntag,'den 18. April, abends 7,30 Mr,- Vezirksversammlung im Restaurant zur Schleuse,' Am DiWendamm.— F'riedensbund ber KricgsLeLlnchme?. Beztrksgruppe 5.> Montag 8 Ahr im Restaurant. ,,Noocks Hotel". Frankfurter Älley 3.�-' Ref. Kam. Ernst Cohn über..Pazifistische Erziehung tn Schule und Haü-'- BezirksgMppe 16. Montagabend 8 Uhr l.n Tempelhos. Restaurant Hudeshold, Käf.serip-Augusta-St'r. Ka. Ref. Carl MaemuUä'Über„AotwendiAkeite Zic�se mrb' Ausgaben des-F. d. KA— Bund b« Ärbeiter-Musilnereine,(ManbollttC«" grupps). Montag, IS. April, abends 7% Uhr, Spielaoend im„Rofenthalcr Hof", Rofenthaler Str. 12»'-__ Bus aller Welt. Bunditeirtum i« Oberschlesien. Freitag nachmittag übersielen sechs Banditen den Müller S a ck und seine Frau in ihrer Muhle in Alt-Rosenberg. töteten sie durch Schüsse und- reubten die Mühle aus. De? Banditen dürfte eine große Summe in- die Hände gefall--« sein. Der Sohn der Ermodeten befand sich zur Zeit des Berbrechens in der.Stadt Rosenberg. Ein alter Onkel, der au' dem Hose Holl spaltete, und ein Diensiwädchen wurden in eine Kammer gesperrt. Die Leichen weisen. etwa z e h n Schußwunden auf. Gen- därmerie und Abstimmungxpolizei gelang es bereits gestern abend, im Schoffschützer Bahnhof drei Morder zu verhaften pnd ihnen einen Teil des Geldes abzunehmen. Am 13. April verschleppten Banditen aus Großborek zwei. Bauern über die nahe Grenze. Abstimmungspolizsi, die hinfuhr, um Ruhe zu schaffen, wurde mit starkem Feuer empfangen. Ein Beamter wurde schwer verwundet. Verrat von Fabrikgeheimnissen. Wie die Höchster Farbwerk« mitteilen, ist der bei ihnen beschäftigte Chemiker Dr. Paul Kappelm ei er wogen Verrats von Fabrikgehermniflen und wegen Diebstahls verhaftet worden. Kappelmeicr hätte sich die wichtigsten Betriebsgeheimn.ffe angeeignet. Der Schoden, der den Farbwerken entstanden wäre, Härte sich auf Miliioaeu belaufe». Aus dem Oberharz wird starker Schneefall gemeldet. In Clausthal liegen-10 bis 15 Zentimeter Neuschnee. Schnee auch in Bayern! Aus München wird gemeldet: Infolge des feit zwei Tagen andauernden Schneewetters sind neuerdings starke Störungen des Ortstelephonoerkehrs eingetreten. Es sind rund 1000 Telephonleitungen von neuem unter- brachen. Die' Leitungen des Fernverkehrs haben wlniger gelstten. Schweres Wetter in der Nordsee. Ein schweres Sturmwetter aus Westen herrscht seit Freitag abend mit Hagel und Regenböen in der Nordsee. Der gesamte ausgehende Schiffsverkehr stockt. Eine ganze Anzahl Schiffe ist Schuh suchend aus See in Cuxhaven etnge- laufen. Geschäftliche Mitteillmgen« Die b-Hmnie F!ma„GUefelWvZg". Fttehrrchstr» I31c., JBnMöi den LuSttst günstige» Bertnvf von Kinder-Schuhivaren cn. Wir vermeiseÄ. öiif das Inserat ixt der heutigen Ausgabe. � Die Gavmer-Pmsüsts de« Kaufhauses R. Israel. Berüu �., die soeben erschienen tst, zeichnet sich durch eine große Anzahl besoxtüers preiswerter An.ge-' blZte und durch eine rei.ivoue flusammensteuuntz aller Modeneicheitrn-� aus.. Blusen, Älerder, AölLe.und Viäntel sind durch zahlreiche.Abbildungen vertretene die- die.- vorteilhaftesten. Modelle aus den großen DorräLin d�s Hauses dar-' sißl/yN... sind die umfangreichen fAbteiluny�n.für Wäsche, Trikdtwaronz� .�n.nd.. �ds-rworexl. �zu erwähntzu...- Auf Wuxxsch.. wt.r>� BMsi-llen, Wischiische und«lettunddel von der Fi-ma Zt. Israel kostonfeei«'S gefandill.' �' '-Gaepinen käükeü Sie reell uiiv peeiswert in sen SvezialgelÄW-N?w,e! »n»- Hspiq. Hiß-«rzejt einen Motze« Reklamederl.-ini. verSnp'deo init cinein VratGtaa deranyalren. Wer Gluck hat. erhätt eine Garpine arütis. Im c»einen ve-wclMi wir mirpuS Inserat in der veutigea Nununer. €Ji Ist Tpassep/est Jctbritoantefi: GeörücC&'J&oner'■Jdcr£n:0-1& ,» Erst«!. Ausllliirang- 8 Jahre Garantie..(Jniarbellnnj! alhtr au Gebisse, Reparaturen sofort. Gold- Kronen. Brücken, Zabneieiien mit Zähne™ 5 Betäubung, hööhsi schmcrxlo». teUzühl. 0-7. Sonnt. �-1, Hempel. Oenrist, Littienstraße 220, nahe Schfinli. 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Die Gewinne der Papier- �brilen, auf die die Erhöbung der Papierpreise einem guten �-kil zurückzuführen ist. sind von uns kürzlich gewürdigt worden. •3» den Abschlilsisn, die eine dedeiitende Steigerung der Dividenden im leyten Geschäftsjahr zeigten, gesellte sich neuer- dings die Varziner Papierfabrik, die in diesem Iafcre n' oder Rollen- Steigerung i-p) oder polz Senkung des papier Senkung<—) des das Solzpreises von NX» kg P-pierpreiles nriu 3)Dt. Stufe zu Stufe tu M. Stufe zu Stufe in% vor dem Kriege. 20— 20— März UNS... LS-j- 30 99+ 860 Ende 1919.. 85+ 266 195+ 96 Anfang 1920.. 250+ 194 340+ 73 Mitte 1920.. 216— 15,7 410+ 20,6 Februar 1921.. 185— 16,7 000— 37 Ende März 1921 170— 8,8 l.Apr.S60+ 20 Die PapierpreiSerhöhuiig erfolgte also zu einem Zeilpunktc, wo bcr Preis des w i ch t i g st e>> R o h st o s f e s sinkende Tendenz �igt. Pergleicht man die Papier holz preise vor dein Kriege mit Serien vom Ende März 1921, so beträgt die Steigerung >50 P r o z.; die P a p i e r p r e i i« sind in der gleichen Zeit um 1796 proz. gestiegen. Vor den? Krieg« perhielt sich der Preis de? VapierholzcS zu dem des PapicrS wie 1.' I, das Verhältnis verschob sich bis März 1919 auf 1: 8.5, Anfang 1920 auf 1:1,4. im Februar 1921 woe c5 1; 1,6. Während jetzt die Papierhol, preise sinken, schlagen die Papierfabrikanten erneut die Papier- preise auf. Mit Recht bemerkt dazu daZ GewerkschasiSblati: »Die Talsachs der hohen Dividenden der Papierfabriken be- stniigt, dost die G e st e h u n g s k o st e u der Bapiersabrikation weit n ii l e r den V e r k a u s S p r c r s e n für Papier liegen, dag also vom volkswirtschafrlichen Slandpnnlr ans gac kein Grund vorliegt, die ueire PapierpreiSerhöhUlig als berechttgt anzuerkennen. Es ist weiter nichts als ein neuer Raubzug einer straff organi- sierteir Uirtcruehmorgruppe auf die Taschen des Volkes, wie das leider in der privalkavtlalistischen Wirtschaftsordnung iuternatio« naler Ölebrauch geworden ist/ Der Einwand, dost die Exportgewinne der Papiembriken in Wegfall gekommen sind, ist schon deshalb nicht stichhaltig, weil die bohcn Dividenden beweisen, dast man sehr gut in der Lage war, durch Sniammlimg von Reserven sich aus die ungünstigere Konjunktur vorzubereiten. Inwieweit das nicht ohnehin durch Er- böhuNg der Abschreibung und Rückstellung geschehen ist, lätzt sich zniammensaiiend nicht sagen, ist aber nach den Bilanzpraktiken der weiften Unternehmungen auch in diesem Gewerbe bcstimnit ver» wnten. Die Regierung hat sich an den Folgen der Preiserböhting vorbei,»drücken verstanden, indem st« die Pavierwirtschaft frei gab. Um so mebr inust dem Preiswucher der Konventionen enrgegeirgewirll werden, deren Willkür jetzt freies Feld gelassen wurde. Deutschland und Södslawien.' Anläßlich der vierten Internationalen Messe fand am Donners- lag in Frankfurt a. M. ein Anhenhandelstag statt. Unter den Refe- raten, die die Ha n d e l- b e z i e h u n g e n zwischen Deutsch- larid und dem Ausland zum Thema hatten, erregten befon- ders die Ausführungen unseres Genossen Hermann Wendel lebhaftes Interesse. Wendel sprach über die wirtschaftlichen Verhältnisse Süd- s l a w i e n s und über die Handelsbeziehungen zwischen diesem Staat und Deutschland. Die Südslawen sind ein neuer Gast an Unserem Tisch. Völker, die bisher hinter Gitterstöbcn hausten, treten jetzt hervor und recken die Glieder. Südslawien ist das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen: drei Namen, doch«in Volk. Die Einigung der Völker deutscher Zunge hat einst die wirt- schaftlichen Kräfte wunderbar entfaltet: ebenso wird es in Sstd- slawien gehen. Die Gründung des südslawischen Staates bedeutet die wirtschaftliche Urbarmachung des Südoftens Cu- topos. Südslawien ist in erster Linie ein Agrarland; der größte Teil der Bevölkerung ernährt sich vom ülckerbau. Südungarn ist sruchtstrotzend, die Ebene um Monastir soll an Fruchtbarkeit Aegypten gleichkommen. Daß infolg« der furchtbaren Trockenheit vor kurzem«in Getreideausfuhroerbot erlassen werden mußte, ist ein Ausnahmezustand; übrigens sind inzwischen so starke Nieder- schlage gemeldet, daß das Verbot demnächst wohl wieder aufgehoben wird. Südslawien besitzt Eichen- und Buchenwaldmrgcn van so un- geheurer Ausdehnung, vornehmlich in Bosnien, daß es nach Finn- fand das w a l d r e i ch st e Gebiet Europas ist. Holz steht da- her bei der Ausfuhr an erster Stelle. Durch Bosnien und Serbien wird Südslawien das erste Pflaumenland der Welt. Dalraatien liefert einen bordeauxähnlichen Rotivein und ei» erstklassiges Oliven- öl. Ferner wird Opium gewonnen. Hanf und Gemüse gebaut. Aus dem Chrysanthemum wird ein berühmtes Insektenpulver hergestellt (das übrigens gerade den Eigenbedarf des Landes deckt!). Ungeheuer reich ist dos Land an Bodenschätzen, besonders an Kohle. In Serbien befindet sich das zweitgrößte Kupferbsrg- werk Europas. In Slowenien wird Blei gefunden. Roheisen wird noch in sehr ungenügender Menge gefördert. Dazu kommen Antimon-, Ehrom-, Schwefel-, Mangananlagen und Naphthaauellen. Außerdem gibt es noch unausgebeuiete Bodenschätze, wie Marmor usw. Mit Recht nannte ein deutscher Ingenieur das Land ein zweites Kalifornien. Der Biehreichtum hat zwar durch den Krieg sehr gelitten, wird aber von wenigen Ländern übertrofien, wenn man den Viehbestand mit der Bodenfläche und der Bevölkerungszahl in ein Verhältnis bringt. Die Industrie ist natürlich in diesem Lande der Bauern und Kleinstädter schwach entwickelt. Gewaltige Wasserkräfte ließen vor allem die Mühlenindustrie aufblühen. Die Spiritussabriken erzeugen sährlich 180 000 Hektoliter. Eine Million Schweine werden jährlich illr die Ausfuhr zu Wurst, geräuchertem Schinken»im. verarbeitet; das Belgrader Schlachthaus ist eine Musteranstalt. Die Spinnereien sind sehr entwickelt. Agrom besitzt eine der modernsten Lederfabriken Europas. Tabak- uub Seidenfabriken, Kalk- und Zieaelbrsnnsreien, chemische Fabriken, dazu eine rührige Möbel- und Ma�chrncnindu- strie seien noch erwähnt. Der seit der nationalen Einigung erheblich gesteigerten indu- striellen Griindungslust steht manches Hindernis entgegen: die schlechten V e r k e h r s v e r h ä l t n i s s e, die noch in den Kinderschuhen steckenden Handelskammern und Börsen, die u n b e- b o l f e n e H a n d e l s v o l i t i k der B/lgrader Regierung. Dennoch läßt sich durch alle Gärung hindurch der Weg erkennen, den Süd- slawien gehen muß. Die Entente, die das Land politisch in der Tasche hat, sucht es auch wirtschaftlich z» vergewaltigen durch Grün- dimg von Banken und Hondelsgesellseboften; ober dem steht die Valuta im Wege; französische und englische Waren kommen in Süd- slawien ungeheuer hoch zu stehen. Durch die Verkehrsstraße der Donau(die für den Südosten Europas ungleich bedeutender ist als die Aeaöis oder die Adria) hat Deutschland die günstigste Lage zu Südslawien. Das deutsche Volk und die deutiche Sprache genießen starke Sympathien in Süd- slawien, wo man keinen chauvinistischen Nationalismus kennt. Wcnil uns die Entente den Atem nicht ganz abstellt, werden rege Güterbeziehungen zwischen diesem Lande und Deutschland sich ein- stellen. Vor allem aber niussen wir auch die Kultur und die Seele dieses Volkes zu verstehen suchen. Wenn unser Handel dazu beiträgt, Güterbeziehungen zwischen diesem Lande und Deutschland zustande kommen.__ Der Ausbau der bayerischen Vasserkrastwerke. Nachdem die bayerischen Wasserkraftwerke, die Walchensee-Kroftwerke A.-G. und die Mittlere Isar-A.-G. zun? Ausbau der bayerischen Wasserkraft« werke kürzlich eine 500-Millionen°Mark-Anleihe aufgenommen haben, die in kurzer Zeit gezeichn-t wurde, wird jetzt eine neue Anleihe von 300 Millionen Mark ausgelegt, um die Bayernwcrk-Wjiengesell. schast zu finanzieren. Diese Kapitalausttahnte verdient darum be« svnderes Interesse, weil es sich um die Nutzbarmachung großer bis- her ungenügend erschlossener Energiemengen handelt, die unter Mit- Wirkung des bayerischen Staates und unter seiner Bürgschaft der Slllgemeinheit dienstbar gemacht werden sollen, ein Plan, der bei der gegenwärtigen Kohlennot kür die gesamt« deutsche Volkswirt- schast von außergewöhnlicher Bedeutung ist. Stäötifche Sieölungs-unK Wohnungpolitik. Forderungen der Berliner Ärbeiter-und AngesteKtenschaft. Die Wohnungsnot in Berlin wird immer größer! 180 000 Wohnungsuchende sind in den städtischen Listen eingetragen und for- dern, kulturwürdig untergebracht zu werden. W i r müssen bauen um jeden Preis: Die frcigewerkschaftlich organi- sierte Arbeitnehmerschaft Groß-Berlins leidet doppelt: An den Folgen der Wohnungsnot und viel mehr noch unter einer Arbeits- losigkeit, die mit jedem Tag« gefahrdrohender für dos größte Sc- meinwesen der deutschen Republik werden muß. Der Zustand, daß Berlin unter den bauenden Städten weit hinten an beschämender Stelle steht, m ir ß beseitigt werden und die Gewerkschaften dex Ar- beiter und Angestellten sind entschlossen, alles dafür einzusetzen. In einer eingehend durchgearbeiteten Denkschrift wurden zujmnmen- fassend die Forderungen der Berliner G e w e r k s ch a f t s- k o m m i s s i o n und des O r t s k o r t e l l s des A f a- B n n- des zur Berliner Eiedlungs- und Wohnungswirt- schast niedergelegt und begründet. Die Fraktionen der Stadlver- ordnctcnvcrsammlung der SPD. und USPD.— die KPD. zeigte dafür kein Interesse— haben daraufhin in Fraktionssitzungen be- schloffen, der nächsten Stadtverordnetenversammlung gemeinsam folgenden Antrag Weyl u. Genossen, Hermann u. Genossen zu, unterbreiten: „Die Stadtverordnetenversammlung beschließt, den Magistrat zu ersuchen: Zur Behebung der Wohnungsnot und zur Bekämpfung der Ar- beitslosigkeit sind unverzüglich folgende Maßnahmen zu treffen: I. Organisakion des Wohnungs- und Sisdlungswesens. Um alle Aufgaben des Sicdlimgs- und Wohnungswesens— Siedlmigs-, Bebauungsplan, Freiflächen und Kleingarten, Bau- Polizei, Wohnungswesen, Grundstückswesen— in sachgemäßer Weise als untrennbare Einheit durchzuführen und eine vorausschauende Wohnung?- und Siedlungspolitik treiben zu können, ist ein j e ch- n i s ch c r Generaldirektor für W o h n u n g s- und Sied- lungswefen zu bestellen, dem alle genannten Arbeitsgebiets mit fachtcchnisch vorgebildeten äbteilungsdirektoren an der Spitze zu unterstellen sind. IL Bekämpfung der Arbeltglosigkcil und Behebung der Wohnungsnot. 1. Die Baupolizei wird angewiesen, alle auf jederzeisigen Widerruf gewährten Baudispense auszuheben und die Grundstücks- eigcntünier, insbesondere von Bergnügungslokalen, industriellen Unternehmungen ii. ü., aufzufordern, aufgeschobene Reparaturen und unvvrschriftsmoßige Anlogen gegen Androhimg der Ausführung aus ihre Kosten durch die Stadt sofort auszuführen bzw. zu besei- tigen. 2. Unter der Oberhoheit der Siadt Berlin ist eins so weit- gehende und vorousschouendc B o d e n v o r r a t s w i r r s ch a f t zu treiben, daß jede Beeinträchlizung der Siedlung?- und Kleingarten- Politik ausgeschlossen ist und dos notwendige Land unter Ausschnltuaz spekulativer Einflüffe, gegebenenfalls durch Anwendung aller gesetz- liehen Enteignungsmöglichkeiten bereitgestellt werden kann. 3. Um eine rationelle Verwendung der verfügbaren Transport- und Verkehrsmittel, der Baustoffe und des Baugcldes zu gewährleisten, Hot die Neubauiätigkeit planmäßig unter Ausimtzuag der Vorteile der Einheitsgemcinde in größeren Siedlungskomplexm zu erfolgen. Dabei sind zur Beseitigung der Wohnungsnot der min- derbcmittelten Bevölkerung Kleinwohnungen zu bauen, die in? gemeinwirtschaftlichen Besitz verbleiben. III. Grundsätze für die Dauausfühning. 1. Die Baustoffbeschaffung ist einheitlich zu regeln. Sie hat im großen durch eine im Auftrage der Stadt handelnde gemeinwirt- schaftZiche Vaugcsellschaft zu erfolgen. Die aus Mitteln der Allge- meinheit aufgebrachten Baukostenzuschüsse sind unter Vor- meidung aller lieber- und Zwischengewinne gemeinnützig zu ver- wenden. Der B a u st o f f w u ch e r ist mit allen Mitteln zu be- kämpfen. 2. Zur Erzielung einer rationellen Ausnutzung der Geldmittel und der Baustoffe und zur Erreichung von Höchstleistungen der Hand- und Kopfarbeiter ist die Bauausführung in erster Linie Treu- händern noch Art der sozialen Baubetrieb e und Bauhütten zu übertragen. Grundsätzlich ist überall zum mindesten die Konkurrenz dieser Betriebe bei Abgabe von Angeboten ernzufcholten. Ebenso sind neu« zeitliche Betriebsarten im Bureau, in der Fabrik und auf der Vau- stelle sowie genormte Bauteile und typisierte Grundriffs nach Mög« lrchkeit zur Anwendung zu bringen. IV. Sonstige wohnungspoliiifche ZNatznahmsn. Die verschärfte Erfassung und Verteilunz des verfügbaren Wohnra um es an die W o h n u n g s u ch e n- den, Freimachung von Wehnungen, die für gcwerblicki« und Ver« moltungszmecke insbesondere von städtischen Behörden benutzt wer- den, ist energisch durchzuführen. V. Forderungen an Reich und Staat. 1. Der Magistrat wird beim Reichsamt für Arbeitsbesckiaffung dahin vorstellig, daß die aus der produktiven Erwerbslosensürsorge bereitgestellten Mittel unter Abänderung der zurzeit gel- tenden Vorschriften umgehend freigegeben werden für Reparatu arbeiten an salchen Häusern, die sich unter Zwangsverwaltung und im Besitz wohltätiger Stiftungen befinden. 2. Von der Reichs- und Staatsregierung sind weiter zu ver« langen: Ausreichende Baukostenzuschüsse für Neubau- ten, Umbauten und Notwohnungen. Diese sind in ge- eigneter Form beschleunigt zur Verfügung zu stellen unter besonderer Berücksichtigung der Totsachen, daß durch den Zuzug zahlreicher gc- slüchteter Beamten aus den östlichen Gebieten die Wohnungsnot in Berlin erheblich verschärft wurde. Dieser Antrag deckt sich teilweise auch mit einem Antrag der Demokraten. Mit seiner Annahme in der Stadtverordnetenver« sammlung und nachher auch im Magistrat kann gerechnet werden. Die städtischen Körperschaften müssen nun ober rasch arbeilen. damit noch in diesem Jahr etwas von der Belebung des Berliner Baumarktes zu spüren ist. Sonst könnte die ungeheure Erbitterung der Berliner Arbeitnehmerschaft über die bisherige Unbekümmercheit der verantwortlichen kommunalen Stellen zu Bewegungen fähreil. für deren Ausgang die Gewerkschaften die B e r a n k w o r- tungablch neu, nützten. Kmdei>Kleiduiiii Mädclienlcleider KG_ Or.&O-10S, in mcuse-aUnart. hellen u. dunklen Stögen, mit Käkel- tJ? A garn.il, Gr. 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Februar INI werde» alle Deulsckien und Nic!)tdeullchc», die 1- im Dejirle der untrrieiÄncleu Aiuauzftmter Wohnüd— dauernden, auch nur var>>dcrgehe»den— Auzonihall baden, 2. obne im Bezirk>»>d iiberhaitpt im Deutschen Noich WohnstK und Aufeutyalt zu haben, S> im Bezirke«Sriinddclib haben oder ei» Gewerbe oder eure iirwerbstiiligleit ausübe». d) aus ohenilichen, innerhalb des Bezirkes glleaeueu Kassen mir chürllich« auf frühere oder gegenwarlifle dienstliche oder berufliche 2a!igkeit Bezüge erhalle», soweit ihr Eintommen im Äalendsrjahr l!>2i> odcr in dem rvilyrend dieses Kalenderjahres endendölt Äictjchailsjahr mehr als Iddllst M. belragen hat, anfgelardrrt, cinc Stenerrrtldrnna Irach Biastaabe und unter Bennssung des amtlichen Bordructv in der Zeit»am l. bid Sa. April 1W1 bei dein jiir ihn zuständige» Flnanzamt abzugrbett, Dein Gintominen de» Ehemannes ist das Einkommen seiner Ehefrau, sojccn die Ehegatten nicht dauernd getrennt leben, anzurechnen, ebenso das Einkommen feiner z» feiner. Sans- hailung zählenden minderjährigen Kinder feigene BblÄmmlinge, Siief-, Schwieger-. Adoptlv- und Pflegetinder sowie bereu Tb- kommlinae), soweit es sich nicht um Arbeitseinkommen der Kindr.r handelt. Die Sfeucrcrklärnng ist für eine Person a) die unter elterlicher Gewalt ader Borinundschaft oder Psseglchatt ficht und seibsräudig zur Einkommensteuer zu veranlagen ist, von dem Triiger der elterlichen Gewalt, dem Vormund oder Pfleger. d) die'»ach dem I. April INN orrstorben ist. soweit ein TestamentsvaMtretler oder ein Rachlastpfleger die Ver- waltuug des Nachlasses übernommen hol,' von diesen Personen, sonst von den Erben, c) dir durch Abwesenheit oder.sonft Berhiuderte, durch De- vollmächligtc ahzugebeii. Die amtlichen Bordriicko silr die Steuererklärung werden zugesandt werden, Für die hiermit Aulgesorderten besieht aber auch dann eine Berpilichtung zur Sleucrcrklöruiig, wenn sie einen Vordrnei nicht erholten. Alsdann.— etwa ocirn 10. April ob— müssen sie(ich ihn jelbst bei dem sür sie zuständigen Finanzamt abholen. Die Einsendung der Steuererklärung durch die Post ist zu- lässig, geschieht aber aus Gctabr de» Eieilcrcr'lärungspstichiigen und deshalb zweämästlg miltcls Sinschrelbbriefe», Dm Steuererklärung kann auch mündlich bei dem zuständigen Finanzamt mährend her Gcschäftsstnnden von vormittags lv bis 1 Uhr z» Protokoll abgegeben werden. Dem Sttuerpfllchtigen steht es frei, die seinen Angahen In der Stcurrrrklärung zugrunde liegenden Einzelbrrechnnngen und andere zum Bceiiandnisie seiner Angaben dienenden Erlänte- rungen und Zusähe i» die Eteuerertiäning oder in eine beiz». fugende Anlage auszunehmen. Ist ein ffiltikorornim auf Grund besonderer Buch- odcr Ge- schäftsobschlüsse oder a»f Grund von Bilanzen>rm!ttels. so sind Adschrtjien dieser Buch- oder Grschäsisabschlilsse oder Bilanzen der Steuererilärnng beizufügen. Sowe-t es sich um ein Einkommen handelt, das nur durch Schäzung ermittelt werden kann, steht es dem Steuerpflichtigen frei, die Schal)» na solcher Eint.muncnsscile selbst vorzunehmen und unter Mtlteriung der Dalsachrn. aus die sich die Schaltung gründet, deren Ergebnis in die Etriiereiklärnng einzinrägcn oder nur die Tatsache» anzuaeben, die er zur Ermittelung des Sinbswmens beizubringen vermag, lÄer die Skeuerertlarung bei einem ander:» Finanzamt adgilit, lall dieses und drn Grund dazu mitteilen.) Wer die Feist zur Stcuerertiärnng versäumt, wird zur Abgabe mit Geldstrafen bis zu 5«1 M. angehalten) auch kann ihm ein Zuschlag bis zu 1» o. H. der endgültig fest- geststten Sieucr au rrleat werden. Wer zum eigenen Vorteil oder zum Portril eines anderen vorsäblich bewirkt, dast die nach dem Einkominensteuergesri, zu eutriwtendc Steuer verliirzt wird, wird wegen Steuerbinter. zichung mit einer Geldstrafe im fünf, bis zwanzig achen Bc- trage der hinterzoaenen Steuer b-st-ast. Reben der Grldstrare kann auf Gcsongnis und unier Umiländcn auf Pertust der bür-zerilchen Ehrenrechte sowie aus Pekonnimochung der Bettrakung ans Kosten des Verurtciitcn erkannt werde», jss äfl des Einkovimenstcnargesestes und Kss Käst st. der Rrichsabgaben- ordnung.) Wer sabriässig als Steuerpflichtiger oder als Per- trete- dder bei Wahrnehmung der Angelegenheiten eine» Steuerpflichtigen bewirkt, dast die Einkommensteuer verkürzt wird, wird wegen s-euergsfährdung mit einer Geldstrafe be> straft, die im stöchstbrirage bald io hoch ist. wie die lüe die Sttnerhipiet'zirhung angedrohte Gkldstrasc(8«7 der Reichs- abgabendrdnung). Autzerdrni werden sämtliche Perfoitcn, a> die im Jahre Ifl2l) und später vorläufige Einkommen- ftcuer cnirichtet haben, d) brnen im Jahre 1920 und später Gehalls«. Lohn- oder Pensionsbeiräge stir dlc Einkommenstrucr eiuvehalten worden sind, aufge,'ordert, gleichzeitig mit der Steuererklärung über die Eni- richlung dcr vorläustgen EinkpniMenflrue.r und die Einbehallung der Gebalts-, Lohn- und Pensionsbcträge nach Mastaab« und unter Benutzung des der SIE. anliegenden(blauen) Vorbrucks Auskunft zu geben. Gleichzeitig mit der Einkommenstcuererkkärnng ist die .Aapitalertragssteuererkläriina gemäss der iiffentlicheu Bekannt- machung vom 2.2. Februar lWi abzugeben, Berlin, den lö. Avril 1921. 2?zD Die Ainanzcimker des Landesfinanzamlsbezirks Groh- Berlin. Nohftoff- und Spar-Genofscttschaft der Schuhmacher für Neukölln tZl. Eingelr. Genossenschaft m. b, si. Dehet BHowz paa 31. Sczemfrsr 1620. Credit Spar-Konto... Waren-Konto., Kautipns-Konto Kassa-Konto... - 3!).— I 6838.« j HOO—! 4 703-91 12 170.90 Der Mitgliederbestand betrug am 31. Dez. 1919.. eingetreten sind im Jahre 1920.............. Ausgeschieden sind im Jahre 1920............ Der Mitgliederbestand betrug mn Kl. Dez. 1920.. ' Darlchn?. Konto.... l Rückoergiltungs-Konio l Eclchastsanteil-Koltlo i Reseroesonds-Kouto. Disposstionssonds-Ko. 3 050.- 5)4.09 7 258.81 «12.(58 _____ 717.38 ' 12 173,30 Das Mitgliederaulhabru betrug äm IN. Dez 19 020t.ll Die Einzahlungen ba- trugen imInhre 1920 1 320.— Die Äuszahlungen betrugen imfiahre 1910 003.00 D.Mitglledeiguthadeu betrug amZl. Dez. Äl 7 238.81 Die Haftsumme betrug an, 81. Dezember 1919 18 400.— M. und am IN. Dezember 1920 12 000— ÄU., hat sich aiio im Jahre 192» nni 1400.— Al. vermindert. Re» k»>1 n, de» 13. Januar 1921. 108/18 Dar NorsianS. D»r Aiisflihisro!. Wikh. Kolderg. Aug. Tiste. Emil Müller. Aeinhold Puhlmanu. 07 Z lzeliMte| starke unbordlcrteWaro,7US nurlH.U« I Wosserkcssjel, 4 Llr., ff. poliert M.oS Diese 4 Teile zusammen M.I�OeJnsdil. Porto u.Verp. Iiiustr. Preisliste gratis. ! ÄlRwinium-Yersanil R.BOÖE. Essen Ein Posteiil�■ B mit kleiies enorm iQ51|||P|||l WeMern billiger iU|J|Jiullu verkaui ddp Therese Lefövre Po�amerSlp.lOß d l Jl!exaiiilefs(r. 53 WAmWaffe' der AMSfltt- Zu bor am Dienstaa abends 7 im Kaisenlvkal, 26. der S« Berlin. Arn abends 7 Ahr. Wallstr.«8 It. staltfindenden 18.3 Ordentliche»» Zlnsschnftfit»»»,; werden die fltcrireicr der Arbeitgeber und der Versicherten hiermit eingeladen. Tagesordnung: Abnahme drrIahresrechnnng sür das abgelauleue Geschäfts-- jähr 1920 und Bericht der Kirch- nunaspistiiungskoinmissto». Ilm zahlreiches und vilnit- liches Erscheinen wird höslichst ersucht. Der Vorstand. Zqs. Hartman», Vorsistruber. WMMMW der KMMSlllil. Oranienstr. lliS. Zu d?r am Arettag. dem 29. April, abend» /Z Ahr. im Ncstauraut Dresdesier Garkon, Dresdener Straße stattfindenden.18/16 Ordentlichen A>lsschuf»sisung werden die Herren Vertreter der Arbeiigeder und der Kossen- Mitglieder im'lliisflntfi hiermit' rrgebenst eingetadcn. Tagesordnung: 1. Abnahme der flahres» rech.nnng für das Ioor 1920 n» 6 Bericht des Rechniinzs- ausschusses. 2. Bericht de» Vorstandes. 3. Verschiedenes. Anfragen und Beschwerde», zu denen die Einsicht der Gt- schäftsdstcher cefarderlich ist. sind dem Vornstenden des Bor- stände» bis zum 28. d. Mis. schriftlich zu unterbreiten. Di- Versammlung wird pünkl- lich erossnct. Eine Vertretung ist unzuiässtg, Berlin, den 20, 7lpril IstSl. Sor vorstand. A. Atis-ner, Vorststender. Die den Herren Vertreleru zugehende Einladungskarte dient als Ausweis und ist am Saaleingonq abzugeben. MUgs-ßMenM ck.gsch-.Schieses-u.ZÜegel- «leckef- Innung,»o Nslin. Einladung zur ordentlich. Ausfchusssi.ssung am Mittwoch, den 20.AprIl IHZI, abends 7»ihr. im Restaurant Wollschläger. Adalberlstr. 2i. Tagesordnung: l. Abnahme der Iähresrcchnuug 1920. 2. Die Neuwahlen der Kassenorgane. 3. Verschiedene«. 18/4 Der Vorstand. Georg Krebs. � öKsftßBfenllle MAWnnm. öntifei u. vemMdk. GeNelve zn venrliie. Ku der am Montag, den 25. April 1921. abends S Uhr. lm Kossenlokal Mlinzstr. Zl statt- findenden Ausschuhsichung werden die Herren Ztertreter der Arbcitgeber und Arbcitnchmrr eingeladen. 18/8 Tagesordnung: L Abnahme derZahresrcchnung für 1920. Z. Berichl des Vorstandes. 3. Vsrschiedcncs. Berlin, de» 18, April 1921. Dar Vorstand. Map Gutfche, Vorststender. Einladung? zur anharordentlichrn ExnerliloerlMmlnng am Mittwoch, den 27. April 1921. abends 8 Uhr, i» den Brunnenjälen. Vrnnnenstr.lö. Tagesordnung: 1. Geschäftsbrricht. 'J. Staiuteniinderunge». 3. Entlastung drs Vorstände». 4. Wahl von Borstandsmit- gllcdern. 3. Wahl von Aufsichisrais» Mitgliedern und 4 Ersatzleuken. 8.' Anträge. 7. Verschiedenes. 188/17 giUST Das Ttalutenhest Ist als Legitimation mitzubringe». Üm vimktlichcs Erscheinen wird gcbclen. Bangenofsenschaft Bürgt'rwaldc i Mark E. G. m. d. H. z. g. vrmltn O. Iii I. W-b>. SilZlssKiiiiMssA! kilkliie kmrk derllselilefinnl Bayerische Eieklrizltäts Bayernwerk AktlengeseSfscSiaft 4Va0/o milndelslcheres vom Jahre 1926 ab zum Nennwerte rückzahlbsres Anlehen von M. 300 000 000. J vom Jahre 1921 sichergesleilt durch den jefzfgen uud zukünftigen Besitz der obigen Gesellschaft und durch die Bürgschaft des mit seinen! uesamtvennögen für Kapital und Zinsen haftenden Staates Bayern. Durch Vcrtraj vom 3. April 1921 ist unter uberttiegenddr Beteiliflung des bayerischen Staates die Bayernwerk Aktiengesellschaft gegründet worden. Der Silz der Gesellschaft Ist JVUindhen; Ihre Dauer ist zeitlich- nicht begrenzt. Das Grundkapital der OesclJschaft beträgt 3NL 1.00C500000«— und ist zur Hälfte einbezahlt. Das Geschäftsjahr lauft vom I. Oktober bis 30. September. Das erste Geschäftsjahr endet mit dem 30. September 192'. u Oegertstand des Unternehmens ist die Versorgung des rechtsrheinischen Bayerns und benachbarter Gebiete mit Elektrizität, und zwar auru Bezug, Erzcu ung, Verteilung und Abgabe des elektrischen Stromes, sowie die Beteiligung an verwandten Unternehmungen in jeder Eorm, enduv che Erwerbung und Verwertung von der Elektrizität dienenden Rechten aller Art, cinsGliiießlich des Erwerbs von Eigentum und anderen Rechten Grundstücken... � Das Bayernwerk hat den Zweck, die großen Stromerzengungsanlagcn in Bayern durch HÖchstspannungslcitungen unter sich una m't o Hauptverbrauchsgebieten zu verbinden, Zunächst soll es vom, Vva'chcnsecwerk" und von der..Mlttlcree Isr-r* erzeugte Energiemengen über rechtsihcinisclre Bayern an tife Qroßätrom Verteiler und durch diese an die Industrie, das Gewerbe, die Landwirtschaft, kurz an alle Groß- und h! � Verbraucher in Stadt- und Landgemeinden zu Kraft-, Licht-, Heizungs- und sonstigen Zwecken verteilen. Auch für die Pjalz wird das Bayernww dlete Aufgabe im nachgenannten Wege durch Vefmlttcliinff der dazwischen liegenden Länder erfüllen._ Außerdem soll es die libcrscmissic Leisurngcn der übrigen bestehenden und weiterhin atiszubauenden hayenschen Wasserkräfte, sowie die mit Kohlen vorteilhaft erzeugten Uampikm aufnehmen, und schließlich darüber hinaus den Zusammenschluß mit den Siromerzeugungs- und Verteilungsanlagcn in Württemberg, Baden, m Pfalz, in Hessen, Thüringen und Sachsen bewirken._.......... � � Zur Erfüllung dieser Aufgaben wird ein sieb über das rechtsrheinische Bayern erstreckendes 100 009 Voit-Lcitungsnetz errichtet bei. Leitungen führen, ähnlich den Haupfllnfen eines Eisenbahnnetzes, vom WalchenseeKraftwerk pei Kochel nach München zum Anschluß der bu* München und der oberbayerischeH Ucberlandwcrkei von da über Landshut, in dessen Nähe die Großkraft der..Mittleren Dar• aufgenommen*' durch das fruchtbare Niederfeayem nach Regensburg uiid Arnberg in die an Erz, Kohle und anderen Bodenschätzen reiche Oberpfalz, nach Kreisen Mittel kranken und Schwaben mit den industriereichen Städten Nürnberg und Augsburg, sowie nach Ober- und Untcrfrankcn mit ebenfalls eine reiche Industrie aufweisenden Städten Hof, Bamberg, Würzburg, Schweinfurt und Aschaffenbtfrg... �nrhst Auf diese Weise wird das Bayern werk einen weitgehenden Ausgleich zwischen den verschiedenen Energiequellen und damit eine nl\ß.ilj-ir, vollkommene Ausnützung der bestehenden und künftigen Kraftwerke Bayerns herbeiführen. Die im Winter unter Wassermangel leidenden Niqn dfuökwasserkräfte des Alpengebietes(Isar, Lech, Inn usw.), die im Sommer ihre größte Leistung aufweisen, werden durch die SpeicherwasserKt und durch die im Winter die größte Wässermenge führenden Ehißiäufe der nördlichen Miitelgebirgc, wie z. B. durch den Main, sowie dun-n Kohlenkräfte günstig ergänzt."Wasserkräfte, die bisher nur unvollkommen ausgenützt werden konnten, kommen damit künftig bis zu einem s hohen Grade zur Verwendung und in ihren wirtschaftlichen Vorteilen voll zur Geltung._ �.„-hi- Dos Bayernwerk führt soni t als ideale Transportanlagc elektrische Arbeit, überwiegend aus Wasserkräften erzeugt, in die Hauptverbraucn gebiete Bayerns und erspart.dadurch In weitem Maße den Bezug teurer Kohle, die dadurch für andere Zwecke frei wird. � Die Baukosten des Bayennverkes belaufen sich einschließlich der 100000 Volt-Transformatoren- und Schaltanlage des\V alcltenseewerk es,! einer Trasscnlangc von rund 1000 km und bei Errichtung von 13 Haupttransformatorstationen unter den gegenwärtigen Preisverhaltnissen aur ru• 450 Millionen Mark....... ,„i,.«-- Dsmit Ist es möglich, schon im ersten Ausbau bei einfach aufgelegten Leitungen eine Höchstleistung von 60(00 Kilowatt und eine janr arbeit von mindestens 2(i0 Millionen Kilowmtsiundcn zu verteilen. In der Folge kann die Anlage ohne Errichtung neuer Leitungsstrecken � Transformatorsfationen, lediglich durch das Auflegen einer zweiten Leitung auf die Leitungsmasten und durch eine Vermehrung der Transformator auf die dreifache Höchstleistung und die vier- bis fünffache Jahresarbeit und daiüoer ausgebaut werden... f. ,i, isflO Mit der Trassierung der BayernwerHsleitungen wurde im Juli 1919. mit dem Bau im September 1920 begonnen. Von den erforderlichen 5- elsernen Guiermastcn sind W00 fertiggestellt, weifers 200V in Arbelt. der Bau der TrÄnsforrnatorstationen ist vorbereitet. F.inzelnc btrecken des Bayc werkes sollen bereits Irrt Herbst 192),' das desaminctz nach Fertigste! ung des Walchenseewcrkcs im Herbst 1923 in Betrieh genommen werden. Der innere Wert des ßayernwerkes ist beträchtlich, denn seine Anlagen bestehen zum größten Teil aus eisernen Masten, Leitungssencn Kupfer und Aluminium und aus den wertvollen Transformatoren und Eim ichtungen der Umspann- und Schaltwerke. Das Öayernwerk erfordert verhältnismäßig wenig Bedienung und Unterhaltung. Seine Ausgaben, die neben den Stromemkaufskosten ui wiegend aus der Verzinsung, Tilgung und Abschreibung der Anlagekosten bestehen werden, können durch die Zuschläge Deckimg finden, o'e den Preis des bezogenen Stromes beim Weiterverkauf zur Bestreitung der Uebertragungskostcn einschließlich der Energieverluste gemacht wero müssen und im Wettbewerb mit Wärmekraftwerken auch in der Zukunft gemacht werden können. r�rsist N-JlrSerlorstliS R+ kltst Itd stA iVitf rl«»« t>. chtCÄrtnM.Tiri- ftirtiA« SlQl« sta O 3 hlk" h IlchSprl HC1!' dem 1 der dem Bayernwerk auf die Dauer seines Bestehens unief anderem das tkecht zur FUdrung seiner Starkstrom'eimngen mit Zubehör auf. Ober und unter Staatsgrund, öffemlicben und Staats-, Prlvatgewüssc uud siaatscigenen Anlagen inneihalb des rectilsrne" nischen Bayerns sie lert. Zuf Beschaffung der für den Ausbau erlorderlichen Mittel giot die Bayernwerk-AMiengesellschast 3t. 800 04)0 000.— mit 4',', vom Hundert verzinsliche., vom Jahre 1926 ab zum Nennwert rflckzähibare Schuldverschreibungen aus. die durch den jetzigen unk zukünftigen Be«itz der Aktlengeaellscha und durch die BU'gschaft des mit seinem Qesamtvcrmögen für Kapital und Zinsen hanenden Staates Bayern sichergestellt, also mündelsicher sm Die Schuldverschreibungen lauten auf den Inhaber und gelangen in folgenden Stücken zur Ausgabe: ffl.»OO.— IOOO.—«O««.—, 5OO0.—. lOOOO und SfO 00«.— Die Verzinsung beginnt am T. juli 1921: die Zahlung der Zinsen erlolgt halbjänrig jeweils am 1. Januar und I. Juli. Die Einlösung der Schuldverschreibungen u nd ZUM Kennwerte im Wege der Auslosung, heginnend mit dem Jahre 1926. mit jahrlich mindesten» HA vom Hundert des ursprünglich ausgegebenen Betrages zuzüglich der ersparten Zinsen aus den eingelösten Schuldverschrcihungen vorgenommen' Die Auslosungen erfolgen im Monat Juli zum 31. Dezember eines jeden Ja» es. erstmals im Juii 1926 zur Heimzahlung am 31. Dezember 1926., Die Schuldnerin ist hefngt. vom I. juli 1931 ab vcrsiHrktc Auslosungen vorzunehmen oder auch oie sämtlichen noch ausstehenden Scbum ver Schreibungen mit einer Frist von sechs Monaten zu kündigen..> Die Bayerische Siaalsrcgicrung hat auf Orund der ihr vom Bayerischen Landlag in der Sitzung vom IS. März 1921 erteilten Ermach tiguos durch Vertrag vom 9. April 1921 die Bürgschaft für Verzinsung und Heimzahlung der von der BayernwerK A.-Ü. auszugebenden Schuldvci Schreibung Übernommen..,...„.j, Das Staatsminisferinm lör Handel, Industrie und Gewerbe hat gemäß§ 795 E.G.B, die Genehmigung zur Ausgabe dieser Inhaberschu mschrcihuneen mit Entschließung vorn 13. April 1921 erteilt. Die Sei....... gceignel. Mit 1 der Gelder der( Stillungen und Kirchen'.emeinden in diesen Schuldverschreihunecn vestattet. 'Die Anleihe soll zunächst an der Münch ener Börse eingeführt werden. Die im Vorstehenden ücschricbenen 4% miindolsicheren Schuldverschreibungen Oer Bayernwerk Aktiengesellschaft werden hiermit zur Öff©8ltSl€il©W 2K©iChHIBWf| unter(olgenden Bedingungen aufgelegt: KzdichnnnjSta-Ct�lson«Iml«Iln«amtilchen B'Anken, Bankler«, UainkjfQschäiftc betrelbcBdc1' tienoawrnhchaftrn, die Girozentralen und die Spark Zeichnnngssclieine sind bei allen vorpenannfen Stellen zu haben. Die Zeichnungen können aber auch ohne Verwendung von Zeichnung3' scheinen brieflich ersolgen. Der Zcfchmingspreis beträgt OH unter Verrechnung der Stückzinsen zuzüslich Schlußnotcnstcmpcl. Die Zeichnung findet in der Zelt vom 1H..Vpril hin I Ä. Mai 103! statt. Ein früherer Zeichnlingschluß bleibt vorbehalten. P's Zuteilung erfolgt baldmöglichst nach Ztlchminasschluß. Die bis zur Ziitoilüng bereits bezahlten Betläge ge.ien als voll zucotellL. Dlc Zeichner können die gezeichneten Beträge vom 3/1. April 1921 ah bezahlen. Sie sind verpflichtet, 30% des zugciBllton Betrages spätesten am 31. Mai 1921, 30% des zugeteilten Betrages spätestens am 31. Juli 1921, 40% des zugeteilten Betrages spätestens am 30. September 1921 zu 0° zahlen. Beträge bis zu Mk. 5000.— sind sogleich voll abzunehmen. Die Stücke werden mit rnöglichslcr Beschleunigung fertiggestellt. MSnchen, im April 1921. 86 13 Bayerische Staatsbank.. Am Donuerst-m, de« 28. April 1921, ebend» ö Uhr, !m,.Rctchanbcrgeriöoch,i>ie!chcn- berger Strasse 147. die ordentliche AsUM-SitzW statt, z» welcher die Vertreter der Atbeitaedrr und dar Ver» sicherten htetdurch eingeladen sind. Tagesardnung: 1. Abnahme der oahrcsrechnung über das Geschäftsjahr ISAl.— 2. Bericht des Nechnungsans- schusses.— S. Verschiedenes. Der Varstaad. Emil Boeske, Dorsitzcnder, Frist Zink». Schriftsübre». Gesichtshaare_ u. alle häßl. Körperhaaro vernichtet sof.schmerzl.u. radikal , Ucpilator" Garant, unschäd- i«. 7..90, verstärk! M.l k.kS. Örto Reichel, Berlin 43, Eisenbabnsiraiie 1. Bekmmtmachnttg her Srtiftsn MEt m Sttkler in Miin betreffenb die Wahlen der Vertreter und der Ersatz- männer Fum Ausschuh. Ans Grund des S 71 der Satzung sind für die Dablpeeiode bis 31. Dezember 1923 in gelrennter Wahlhandlung zn niähleu 28 Berireter und 48 Ersatzmänner ans der Mitte der Arbeitgehee und 48 Derireier und 80 Ersatzmänner ans der Mitte der Versicherten. Die Arbeitgeber wähle» am Moitiaa, den t3. Znni 192t, Nachmittags«an II K Ehr und die Arbeitnehmer am Tann- tag, den 12. Altai 1*21,»an 9 Ilhr«ornttttags bis 2 Ilhr nachmittags, im Kaffrnlatal, Oranirnstrasse tbS,«arn l Tr. links. Die Wahl wirb durch den Vorstand geleitet. Bezüglich der Wohlberechtigung sowie Wählbarkeit der Verstcherte» und der Arbeitgeber»erweisen wir aus die Be- stimmltngeii im K 71 der Satzung. Die. wahlberrthfigten Arbeitgeber und Versicherten wer den hiermit aufgefordert, Wahlvorfchläge gesondert iiie die beteiligten Arbeitgeber und Versicherten dem unterzeichneten Vorstand spätestens bis z»m 17. Mai 1931»Itter der Adresse: Wahlbureau der Ortskrankenkafse der Gürller zu Berlin, S 42, Oranienstrahe 138, eiNZureichens Die Stimmabgabe ist au diese Wahlvorfchläge gebunden. Perbundene WahlvorsciUöge werden nickt zugelassen. v1!eher die Aufstellung, Unterzeichnung, Prüfung und Zu- Innung der Dalstvorschlllge, über den Gang der Wahl, Stimmabgabe, Stimmzcttel und Schlich der Wahlhandlung o.eiti'.n die Bestimmungen der D i, 9. J l bis 14 der Wahl- oddnnng, welche im KassenWeal erhcililich ist. Stimmzettel müssen Ii) mal 8 Zentimeter groß nnd von weißer �arbe fehl. Die aus den eingereichten Wahlvorschlägen sich ctgcfumw dcn Anstände müssen bis zum 39. Mai 19l.'.1. beseitigt se.in. Bis zu diesem fleitpun� hinnen Wahlvorfchläge auch zurück- genommen werden. Die zugelassenen Wohlvorschläge liegen in der Zeit vom 31. Mai bis 11» Juni 1921 im Aöfienlotal während der Zeit vost 8 Uhr vormittags bis 1 Uhr nachmit- tags zur Einsichtnahme für die Wähler aus. Daselbst rönnen auch die Mitgttederverzeichnisse einae- sehen werden und etwaige Einsprüche gegen die Nichtigkeit der sich ans dem Mitgliederverzeichrtis ergebenden Wahl- und Stimmbcrechtignng bei Vermeidung des Ausschlusses spätestens 4 Wochen vor dem Wahltage, unter Beifügung von Be- weismitteln geltend gemacht werden. Der Wahlausschuß ist befugt, die Wahl» und Stimm- bercchtignng jedes Wählers bei der WahUwndlnttg prüfen. Wahlauemetse werden ans Antrag der Wahlberechtigten in der Zeit vom ill. Mai bis 11- Istim 1921 von vormittags 8 bis l Uhr im Kassenlokal yusgestelkt und find �nr Wahl.- Handlung chiyabringen. Desgleichen sännen sich wahrend dieser Zeit die Arbeitgeber bescheinigen, lassen, wrebiel Stimmen sie führen. Das Wahlrecht kann nur in Person durch Abgabe des Stimmzettels auc-gsfibt werdeUb � Zum Wahlraum haben nur die wahlberechtigten Arbeit. geber und Äassenmitglieder Zutritt. Im übrigen gelten für die Wahl die entsprechenden Bestimmungen der Satzung und der Wahlordnung. Berlin, den 17. April Der Vsrstand der Ortskrankenkttsfs der vSiirper Verlin A. N b s e n e r. Ä. K i! n icke, Borfitzende c. Schriftführer, Achtung! iliiiiW. irtskrankenkassö Spandau. Am Montag, den 23, April, abends 7 llhe. findet im„Kntel zum St«»». Spandau, Poto- damer Strasse 33. eine ordentliche »M-M« statt. 18/13 Tagesordnung: 1 Kassenbericht fite das Jahr 1828. ?. Bericht der Kosirnprilfer. 3. Bericht de» Porfiandcs. 4. Kleine Anfragen. Anfragen, welche eine Ein- fichlnahme in die nlicher oder Akten erforderlich machen, sind dini Vorstand mindestens drei Tage oar der Sitzung schriftlich niitznlcilen. Die SerrenAusschussmitglieder erhalten»och eine besondere Einladung. Der Vorstand. G. Richter, Vorsitzender. & �MchluJvU- y lranlr fanden. Kffnn /f alle» andere versagte. C/ nachweisbar noch Sil e i!» ZIakura- Znstilut(kirzf- liche Ucitung). Blücher u I a tz (Fvallcfd). Tor), 18-1, 4-8/ Sonitt Ii— I. Damenzimmer separat. 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Tie Reaeneiulösse auf dem Hofe müssen möglichst häufig von Saud uud Schlamm aercuiigt und ihr Eiusallgsttcr vel Stroh. Blättern, Gemiiseijoerreste»»nd Gegenständen, m durch das abfliessende Regcnwasser vom Hot nach den Rcgew einlässe» hin gespült weiden und da» Gitter verstopsem auch nötigenfalls während des istegens freigehalten werde»- 2. Die in den Adflnssleiwngen der unter Strnssenhäha liegtt' den Einläufe angedrachien Rückstauvorrichlimgeb sind ha" figer, mindesten» jedoch alljährlich einmal, und zwar v°. dem Monat Mai. dem Beginn der grossen Vcgengüj'ie,,'"" ihre. Gangbarkeit zn untersuchen nnd in bctriebofähtgtt Zustand zu setzen.. Bei lelbsttätigen Vorrichtungen sind die Klappen->6'' Kugelveutile vom Schmutz zu reinigen, die Bänder und Est lenke zu ölen, hri Hähiicn die Glettflächen de» Kückens u"" hei Schiebern dir Schiebertcheidc die Glettflächen u"" Schrauben zu reinigen und zu letteu Diele müsse» dittv leicht zugänglich und das Gehäuse, in welchem die lclwl täliae Riickiiouvorridittniq sid, befindet, nötigenfalls»"* wasserdicht vcrschliessbaren Reiniguilgsöffnungcn verseht" 3. Di- im Keller befindlichen Rpinigungsössnnngen, Fettkanch läfteu. sowie der an der sirassenjeitigen Grundmauer dum! die städtische Kannllsatiansvenvaltung gesetzte Hauskaste" müssen stets wasserdldst und fest verjchsosscu gehallt" wctden., Durch den»»genügenden Verschluss der genauntt� Entwösserungsleile sind mehrfach ganz erhebliche Uebtt schw-mmnugou eingelreten., i. Tritt Wasser von der Strasse der durch das Krundmautt werk oder durch den Hanskafien in den Keller, oder z-G sich in der von der städtischen KanolisatidNsverwastuvg ast�, geiührten Anfchlusslcilunq ein ungenügender Abflug 00., eine Derstopjung, so ist. sofort der Leiter der örtlidicn DlelU> stelle der Stadtcniwlissernng um Abhilfe zu ersuchen., Da» beste Mittel, um das Eindringen des Wassers von d> Strasse zu verhindern, bleibt Dichtung des Grundmauer werk» im allgemeinen, besonders aber an den Stellen, w Siohrlcitungennrovht. vorl!«- Treptan», vouchöklr. 1� � verkantt Damen-. Sarrenstosta zu Fabriipreijen an Privo» ' Guie bauerhasie t-arvonstossv»an 43 N. au auswärm ? � �« MK« Lk V0r?iigtie!lk 8SV� Sie MeMrte« Wr- u. Kraftipnpaittd? I KM W SM DM m M WM BM!mgz- jlslm»«z w m deksnntsr Ws � WU WN MWU U D WU WWW gezuntlen unS = jetzt wieder zu haben« DlW' W W W«MW KrSUliLN LSAAl! 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Wir verlieren in ihm einen treuen Berater, der uns mit seinen reichen Erfahrungen stets hilfreich zur Seite stand. Sein stets rücksichtsvolles Wesen, seine treue Fürsorge und Herzensgüte, sein unermüdlicher Fleiß waren uns immer ein leuchtendes Vorbild und sichern ihm in unserem Herzen ein bleibendes Andenken. Berlin, den 16. April 1921. Die Beamtenschaft und das gesamte Personal der Allianz-Versicherungs- Aktien-Gesellschaft und Deutsche Versicherungsbank A.-G. 190/10 $»W',V£'•>1; vs..1''A.>'» vf*':<■'M*• V.'■*"■(''Vkv> i'-%'ta-»'a'it Ml j Bezirhsv, Berlin SPD, 45. Abt.(ftr. Tedding). ttnfcr(Senoffo Alfred Kompisch Stonttjclmcc Ell. M ist occftorliiu. SSoSb Ehr« seine«! Andenken I D!c Bcerdtisunq rrwlqt Montag. IS 0., nachm. 2Uhr, ! auf dein Ettsabeth-Ätrchhoi, Wollankstr. Oti. Um-cge Beteilig, ersucht Der Abteilungsnorstand. Kestern entschltrfptStzlich jnaS> seinem mir Geduld j ertragene» Leiden mein j lulrigftgeiiedter Alaun, un° I crmüditch sorgender Batcr z und Bruder ' l,uäUig Kskliek ! im Alter von-t>> Jahren. I In tiefer Trauer: S Frau Anna Hauber. ] üans Haubcr. [ Anna Hauber, als EchweiF Berlin, den>l>. April IgZF Iimmerstr. SL. v. 4 Tr. Die Beerdigung nndet l am Iiiantag. d-n 18. April. 1 0 nachmittags 4 Uhr. von der j 3 LerchenhaÜe des Garnison- 1 z Friedhofes. Hasenheide, aus I iratt. a?ääd 1 KAkfAk! Herr Karl Wieland, Kern- rnacher, odrr seine Frau Anna, yeb. Dumesnil. ferner Herr Ferdinand Steanch. Möbel- polier, später Restaurateur, werden gebeten, ihre Adressen umgehend an das Setretariai imscrer Redaktion einzusenden. Lurrougds I Camptagrapk.Vales NW ksei'esijez- kM m Brunsiiga, Tbales, W Tim.ünitasu.a.Syst. ZW iiehtl bekann* preiswert W„Sosmos�U #4, L8ipzigerSlr.23 Zentr. 180 u. 419 lies MM Lagers Perser. 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Faul Paegslow Wriezen.Oderör.>Ak Demnächst erscheint: jRussiscIte Korrespondenz 3f nmmer 3/4. [Aus dem Tn.halt: N, Leatn t Dte gegenwärtige tage SowjetniBlands.(Rede auf dem X. KongreS der Kommanistischen Partei vijUlands, M är t K-21_.j/ Kar! Radekjn Oer X. Kontreß der KommnnlstiscHeK Partei Rußlands. Atntcrladen rur Frage des Partelausbaues./ Materialien zur Gewerksciiaijsfrage./ Karl Rodel.: Die inneie und äußere Lage Sowjei-Rußlands und die lliastrafionen Fünt Piakate(AAehrfarbendrucKe). PREIS S MARK. 3339b Bestellungen sind zu richten an Frankes Verlag CL m, b. H«. Leipzig !.{plißC U/Stf t JB P35'ettÄcdruckle Wort I.SO M.(zulässig 1 UCillii) R, t-Cl i!»!, 3 lettgearuckte Worte). Sicllen�esuchc 1 und Schlafsteneiiaiszejsen css erste Wert(fellgedruckt) I M., i | jedes weitere Wort»» Wjf.WerteiiliertSBuchstaben zählen doppelt! 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